Text
                    FocusMoney Cover

FM21001A 1

12.05.21 10:27


Bestnoten in allen drei Schichten wwk-intelliprotect.de VON Anlegern EMPFOHLEN SEHR HOHE Empfehlung Versicherungen Fondspolice WWK Die höchste Auszeichnung wurde 5 Mal vergeben Im Test: 31 Versicherer in Deutschland Ausgabe 13/2021 sive! Update inklu rotect® 2.0 iP WWK Intell rtsteigernd. e t. Krisenfes W WWK Riester-Rente HÄRTETEST BESTANDEN. WERTE GESICHERT. Mit der WWK Riester-Rente setzen Sie auf eine flexible und höchst clevere private Altersvorsorge: Kombination aus Sicherheit und Renditechancen Altersvorsorge mit Wertsicherungsmechanismus WWK IntelliProtect® 2.0 Hervorragende und kostengünstige Anlagemöglichkeiten: aktiv gemanagte Fonds, Indexfonds und Anlagestrategien Individuell und maßgeschneidert für jede Lebensphase Profitieren auch Sie von dem Schutz eines mehrfach ausgezeichneten Vorsorgepartners. WWK VERSICHERUNGEN Kundenberatung: +49 89 5114-2020 oder info@wwk.de M&M RATING LV-Unternehmen FM21002A 2 FocusMoney_AZ_Intelli_Sparschwein_210x267_2021_STD.indd 1 12.05.21 12:53 22.04.2021 10:22:43
2:43 moneyeditorial FRANK PÖPSEL CHEFREDAKTEUR FOCUS-MONEY EDITORIAL Morgen, Kinder, wird’s nichts geben K ennen Sie das alte Weihnachtslied? Es stammt aus dem 18. Jahrhundert, ich kenne es noch aus meiner Kinderzeit und ich habe es ein wenig verändert: „Morgen, Kinder, wird’s nichts geben, morgen ist’s vorbei mit freun, voll mit Schulden euer Leben, wird in eurem Erbe sein, ein paar tausendmal werdet ihr noch wach, Heysa, dann ist Zahlungstag!“ Warum ich Ihnen das Lied heute, sieben Monate vor Weihnachten, „vorsinge“? Weil es in meiner Persiflage so wie auch in der 1928 erschienenen Satire von Erich Kästner um „Generationengerechtigkeit“ geht. Und damit wären wir wieder beim Urteil des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) vom 29.4.2021, über das ich ja schon in der vergangenen Woche mit Ihnen gemeinsam nachgedacht habe. Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts beschäftigt sich mit der Generationengerechtigkeit. Es rügt die Lücken im bundesdeutschen Klimaschutzgesetz, die künftigen Generationen übermäßige Lasten aufbürden. Die Politik klatschte ob ihrer eigenen Versäumnisse Applaus. Das Urteil sei „wegweisend“, ließ Kanzlerin Angela Merkel ihren Sprecher ausrichten. „Nächste Woche lege ich mit Svenja Schulze einen Gesetzentwurf auf den Tisch“, versprach Vizekanzler Olaf Scholz sofort. Nötig seien „mehr Generationengerechtigkeit, mehr Planungssicherheit und mehr Klimaschutz“. Bleibt die Frage: Warum soll die Generationengerechtigkeit eigentlich beim Klimaschutz aufhören? Was ist denn mit Rente, Bildung, Schuldenpolitik? „Das Bundesverfassungsgericht bedenkt die Auswirkungen heutiger Politik auf die künftige Freiheit junger Menschen“, sagt der Heidelberger Staatsrechtler Hanno Kube. „Es wägt erforderliche Freiheitseinbußen heute und in Zukunft miteinander ab.“ Es zeige damit „der aus vielen Politikbereichen bekannten politischen Strategie, Probleme in die Zukunft zu verschleppen und die Kosten für politische Maßnahmen anderen Generationen aufzubürden, Grenzen auf“, meint auch Norbert F. Tofall, Sozialexperte des Flossbach von Storch Instituts. Ökonomisch formuliert, bestehe diese Strategie FOCUS-MONEY 21/2021 FM21003A 3 Foto: D. Gust/FOCUS-MONEY darin, nicht alle Kosten einer politischen Maßnahme zum Zeitpunkt ihrer Verabschiedung zu berücksichtigen. Es werde ein falscher Preis ausgewiesen. Falsche Preise kennen wir: So wurde nicht nur der CO2Ausstoß, gemessen an den Folgen für die Umwelt, lange Zeit zu niedrig bepreist. Es wird auch der Preis für die Staatsschulden – die Zinsen – von der Europäischen Zentralbank (EZB) künstlich nach unten manipuliert. Und die Schulden von heute sind die Lasten der zukünftigen Generationen – auch das ist „Generationengerechtigkeit“. In meinem Volkswirtschaftsstudium habe ich mich auch mit dem Thema „Neue Politische Ökonomie“ befasst. Die Theorie überträgt das Gewinnmaximierungsstreben der Unternehmen auf das Verhalten in der Politik. Sie geht davon aus, dass es im politischen Kräftefeld einen Kampf um Ämter gibt. Das Ziel der Politiker sei, kurzfristig ihre Wiederwahl zu sichern, um so ihren „Eigennutz zu maximieren“. Langfristig nachteilige Folgen für noch nicht wählende künftige Generationen werden dabei in Kauf genommen. Ich finde, das trifft das heutige Politikverhalten in weiten Teilen auf den Punkt. Die Beschwerdeführer gegen das Klimaschutzgesetz beim Bundesverfassungsgericht waren teilweise noch sehr jung. Ich würde mir wünschen, dass die jungen Leute auch gegen die ihnen aufgebürdeten Lasten durch die überbordenden Staatsschulden, die rechtlich nicht gedeckte EUTransferunion und die unsolide Rentenfinanzierung vor Gericht ziehen. Denn das Grundsatzurteil vom 24. März 2021 könnte, wenn es denn konsequent auf alle Politikbereiche Anwendung findet, noch viel „wegweisender“ sein, als es die Kanzlerin vermutlich bisher bedacht hat. Es könnte den Primat von Generationengerechtigkeit stärken und den angemaßten Primat der Politik zurückdrängen – sodass Politiker weniger ihren „Eigennutz“ und mehr den Nutzen für künftige Generationen „maximieren“. Hoffen wir, dass das Urteil so korrekt ausgelegt ist. Ihr Composing: FOCUS-MONEY 3 12.05.21 12:53
moneyinhalt moneykompakt 6 Brennpunkt: Bei welchen CoronaImpfstoff-Aktien noch mehr geht 26 Krypto-Ticker: Was bei den heißen Cyberwährungen jetzt läuft 98 Andis Börsenbarometer: Vorsicht – nicht nur Chips werden knapp! moneymarkets 16 Große Marktanalyse: Warum bei Aktien und Rohstoffen trotz Zinsängsten König Bulle dominiert 20 PWO: Die Aktie des Kfz-Leichtbau-Spezialisten ist unterbewertet 22 Dauer-Dividenden: Diese AGs überstehen Krisen bestens und senkten nie die Erfolgsprämien 29 Cyberwährungs-Aktien: Wer Bitcoin & Co. scheut, verdient mit diesen Titeln trotzdem am Boom mit 32 Stabiler Geldgeber: Albis Leasing verspricht solide Dauer-Gewinne 34 Zinssicher: Diese Top-Aktien trotzen steigenden Marktrenditen 38 Estée Lauder: Die US-Firma macht schöne Gewinne mit Schönheit 44 E-Profiteur: Dem Zulieferer Polytec kommt die Kfz-Wende gerade recht 45 Austro-Anlage: Andritz ist und bleibt günstig und im Aufwärtstrend 46 Grüne Infrastruktur: Mit diesen Fonds am Megatrend top verdienen 50 Taiwan Semiconductor: Die AG fertigt das wichtigste Produkt der Welt – die Aktie ist ein Muss 53 Erträge laden: Fastned erzielt mit Ladesäulen stabil steigende Erlöse 54 Norwegen-Strategie: Traumren­ diten des größten Staatsfonds mit wenigen ETFs ins Depot holen 56 Stabilität plus Rabatt: Ausgewählte „Discounter“ bieten genau das 60 Goldene Elefanten: Durch Fusionen kann ein afrikanischer Goldbranchenriese entstehen 64 Sonder-Dividende: Der Waschstraßen-Spezialist Washtec hat den Cashflow versechsfacht 65 Musterdepots: Konsumartikler und Finanzwerte bleiben gefragt 4 FM21004A 4 Titelillustration: iStock 19. MAI 2021 www.money.de moneytitel 8 Wissen schafft Geld Der Mathematiker und Portfolio-Manager Dr. Andreas Beck verrät, wie Anleger mit wissenschaftlichen Methoden Risiken stark minimieren, ihre Renditen dauerhaft erhöhen – und Krisen bestens nutzen. Plus: Das Top-Do-ityourself-Depot! Composing: FOCUS-MONEY FOCUS-MONEY 21/2021 12.05.21 13:33
22 Dividenden trotz Corona Diese Ausnahme-AGs überstehen Krisen deutlich besser als andere – und senkten ihre Erfolgs­ prämien auch in Großkrisen bislang nicht 34 moneyyou 40 Aktienanalyse: Wie geht’s weiter beim Reiseportal Booking.com? 43 Chartsignal: Wie Lieferengpässe bei Chips die Kurskurven des Herstellers AMD beflügeln 43 Börsenwissen: Was der BalticDry-Index Anlegern alles verrät Hier macht das AngstThema keine Angst Steigende Zinsen aufgrund anziehender Inflation sind derzeit die Hauptsorge der meisten Anleger. FOCUS-MONEY hat akribisch analysiert, welche Unternehmen trotzdem unbeirrt auf Kurs bleiben moneyanlegerschutz 66 Osram: Sollen Anleger das Abfindungsangebot bei der Ex-Siemens-Tochter annehmen? 66 Aktionärsärger: Bei den Hauptversammlungen 2021 läuft vieles nicht rund moneyservice 68 Kooperationstarife: Die besten Zusatzpolicen für privat und gesetzlich Krankenversicherte 76 Finanzvertrieb: Welche Firmen sind die fairsten der Branche? Das zeigt der FOCUS-MONEY-Test moneyanalyse 81 82 90 96 97 Fonds Deutsche Aktien Internationale Aktien ETFs Zertifikate Wem direkte Investments in Bitcoin & Co. zu aufwendig oder zu unsicher sind, der kann auf Aktien setzen, die vom Durchmarsch der Cyberwährungen profitieren – hier finden Sie 19 (!) besonders aussichtsreiche Vertreter Makellose Renditen Wer seinem Depot etwas Gutes tun möchte, mischt Aktien von Schönheitsfirmen wie dem US-amerikanischen Klassiker Estée Lauder bei – ein Top-Tipp in der weitgehend krisenfesten Branche 3 Editorial 80 Leserbriefe – Impressum 98 Termine FM21005A 5 Krypto-Aktien für alle! 38 moneyrubriken FOCUS-MONEY 21/2021 29 Fotos: Institut für Vermögensaufbau (IVA)/A. Müller, iStock (3), 123RF Composing: FOCUS-MONEY 5 12.05.21 13:33
money KOMPAKT Kleiner Piks, großer Profit IMPFEN Das Coronavirus bleibt und mutiert, ein Milliardenmarkt für die Impfstoff-Hersteller. Von den sieben wichtigsten Biotech-Aktien überflügeln aber nur drei die gängigen Börsenindizes. Wo geht noch mehr: bei Moderna, Biontech, Curevac – oder beim Aufholkandidaten Pfizer? Ein Schuss vor den Bug: Den Patentschutz für Corona-Impfstoffe auszusetzen, auf diese Linie schwenkte jüngst die US-Regierung ein. Doch die Debatte dürfte länger dauern. Erst mal bleibt den Herstellern das ➤ Milliardengeschäft. Pharma-Riese Pfizer rechnet für 2021 dank des Medikaments von Partner Biontech mit zusätzlichem Umsatz von 26 Milliarden Dollar. 500 Spitze dank Spritze Kurssteigerungen seit März 2020 in Prozent Wer seit Beginn der Pandemie auf Moderna, Biontech oder seit dem Börsenstart im Sommer 2020 auf CureVac setzte, hat die Steigerung des S&P-500 übertroffen. Pfizer und Johnson & Johnson blieben zwanzig Prozent darunter. 400 Kurs seit März 2020 n n n n n n n Moderna+432 % Biontech+206 % Curevac+80 % Pfizer +34 % Johnson & Johnson+33 % Sanofi +19 % AstraZeneca +13 % 300 200 100 S&P-500 +54 % 0 6 FM21006A 6 Quelle: Bloomberg Mai 2021 FOCUS-MONEY 21/2021 12.05.21 12:53
➤ Länder nach Anteil der Corona-Geimpften in Prozent der Bevölkerung 61,9 57,6 Israel Chile 28,4 Vereinigtes Königreich 48,5 15 USA Deutschland 25,5 20,1 6,7 Die Aktienkurse erholen sich nach dem Patent-Schwenk der USA wieder. An der Börse performen seit 2020 die Aktien der westlichen Produzenten Moderna, Biontech und Curevac besser als der Börsen- 20 Mio. 15 Mio. 39,6 einfach geimpft zweifach geimpft Impfdosen in Deutschland index S&P-500. Die übrigen besitzen teils erhebliches Aufholpotenzial. Allen voran: US-Konzern Pfizer. Auch weil er viele weitere Arzneien herstellt und damit nicht allein vom Corona-Wirkstoff abhängt. in Prozent der verabreichten Impfdosen Die Impfkampagne ist seit Anfang des Jahres in voller Fahrt. AstraZeneca 20,8 Moderna 5,4 10 Mio. 5 Mio. 0 27.12.20 Quelle: Our World in Data ➤ Anteil der Impfstoffe in Deutschland ➤ Zahl der verabreichten 25 Mio. 40,5 Impfweltmeister Israel hat bereits weit mehr als die Hälfte der Bevölkerung versorgt. Mai 2021 Quelle: Robert Koch-Institut Biontech 73,8 Quelle: Robert Koch-Institut ➤ Chancen-Analyse Faktencheck der medizinischen und wirtschaftlichen Ausgangslage: welche westlichen ImpfstoffHersteller ihren Aktienkurs in Zukunft noch weiter ausbauen können – und welche der Konkurrenz womöglich dauerhaft hinterherhinken. Tendenz Biontech Aktuell Marktführer in vielen Ländern, kaum Lieferprobleme. Womöglich wird sogar eine dritte Impfung mit dem Stoff nötig: Langfristig dürften die Umsätze stark steigen. Curevac Großes Potenzial, wenn der Impfstoff erst am Markt ist. Zulassung wohl im 2. Quartal 2021 Pfizer Laut CEO Albert Bourla „sehr unterbewertet“. Dabei fließt die Hälfte der Gewinne mit dem Biontech-Impfstoff an Pfizer. Erwartetes Umsatzwachstum 2021: plus 47 Prozent Johnson & Johnson Bei der Vakzine ist nur eine Impfung nötig. Aus Kostengründen ist das vor allem für die Märkte in der 2. und 3. Welt wichtig. Allerdings: Problem wegen Thromboserisiken Moderna Großes Potenzial, die Marktanteile zu steigern. Allerdings hat die Aktie schon stark zugelegt. Sanofi Verzögerungen. Der Impfstoff ist noch in der Testphase, kommt wahrscheinlich im 4. Quartal. AstraZeneca Lieferengpässe und medizinische Zweifel Thromboserisiko. EU verlängert Liefervertrag nicht. FOCUS-MONEY 21/2021 FM21007A 7 Illustrationen: Can Stock Photos 7 12.05.21 12:53
moneytitel INTERVIEW Die Frage ist nicht, ob sich mein Kapital verdoppelt, sondern wann“ Der Mathematiker und PortfolioExperte Dr. Andreas Beck spricht im großen FOCUS-MONEY-Interview über die Banalität der Börse, das Scheitern der Fondsmanager und wie Sie Krisen nutzen, um Ihr Kapital zu vervielfachen – mit einfachen Mitteln von ANDREAS KÖRNER UND SINAN KRIEGER DR. ANDREAS BECK: Der Experte erklärt, wie Privatanleger ihr Kapital an der Börse sinnvoll anlegen 8 FM21008A 8 Foto: A. Müller Composing: FOCUS-MONEY FOCUS-MONEY 21/2021 12.05.21 10:15
Herr Beck, Sie beschäftigen sich als Mathematiker seit Jahrzehnten mit der Börse aus der wissenschaftlichen Perspektive. Haben Sie nicht auch mal Lust, aus dieser Rolle auszubrechen und einfach den nächsten Crash auszurufen? Dr. Andreas Beck: Danke, nein. Die CrashPropheten haben natürlich eine große Ausstrahlungskraft für die Laien, weil sie behaupten, dass sie wissen, was passieren wird. Wenn ich jetzt dagegenhalte und sage, die Zukunft sei ergebnisoffen, dann wirkt das vielleicht für den Laien so, als hätte ich weniger Kompetenz. Das ist das Erfolgsrezept der Crash-Propheten, aber gleichzeitig auch der Grund, warum sie auch so schnell verbrennen. Wir dürfen nicht vergessen: Das Spiel mit der Angst ist lukrativ, denn Zukunftsängste haben wir alle. Und eine steigende Unzufriedenheit in der Bevölkerung ist ebenfalls festzustellen. Diesen Menschen bieten diese Crash-Propheten die ideale Identifikationsfläche. Wenn Crash-Propheten keine Krise vorhersehen können, wie können Sie dann davon ausgehen, dass die Kurse langfristig steigen? Dr. Andreas Beck: Weil das keine Prognose Die gehypten ist, sondern unsere globale Marktwirtschaft eine gewisse Funktionsweise hat. Diese gloRobo-Advisors bale Marktwirtschaft ist ein typisches, nicht triviales System. Es gibt auf der einen Seite mit Value-atInvestoren, die der Weltwirtschaft RisikokaRisk-Steuepital zur Verfügung stellen, und dann gibt es die Weltwirtschaft. 8800 Unternehmen, die rung haben um dieses Kapital der Investoren konkurriewährend der ren und im Gegenzug eine Risikoprämie bieten – eine Rendite. Und dieses Spiel hat seiCorona-Pandenen ureigensten Mechanismus über die mie regelrecht Zielstellungen der Spieler. Und damit ist klar, warum Eigenkapitalrenditen auf Dauer höversagt“ her sein müssen als Fremdkapitalrenditen. Weil die Investoren ein höheres Risiko einDR. ANDREAS BECK, gehen, wenn sie Eigenkapital einem UnterFINANZMATHEMATIKER nehmen zur Verfügung stellen. Also muss das Unternehmen mehr dafür bieten. Das sind ganz einfache Prinzipien, wie unsere Gibt es überhaupt eine fundierte Basis, auf der wir Aussagen für die Wirtschaft aufgebaut ist. Wer diese Prinzipien versteht, kann Zukunft an der Börse treffen können? langfristig ein sicher funktionierendes Portfolio-ManageDr. Andreas Beck: Lassen Sie uns dafür einen Schritt zurückment-System aufbauen. gehen und über eines der elementarsten Dinge sprechen: den Unterschied zwischen trivialen und nicht trivialen Systemen. Brauchen Anleger dann nicht logischerweise eine hochkomplexe Lösung für dieses hochkomplexe System? Triviale Systeme haben einen Input, eine Regel und daraus Dr. Andreas Beck: Genau das Gegenteil ist der Fall. Kompleresultiert der Output. Naturgesetze zum Beispiel: Wenn die Außentemperatur auf unter null Grad fällt, gefriert der See. xe Systeme brauchen eben gerade einfache Antworten. WunDiese trivialen Systeme sind wahnsinnig angenehm, weil derbar herausgearbeitet hat das Friedrich August von H ­ ayek man eine Planbarkeit hat. Sie sind leicht zu verstehen. Es in seinem Werk „Die Anmaßung von Wissen“. Wenn ich komexistiert eine Monokausalität. Nicht triviale Maschinen hinplexe Systeme habe, dann kann ich keine exakten Vorhersagegen zeichnen sich dadurch aus, dass sie Feedback-Schleigen treffen. Aber ich kann gewisse Muster beschreiben. Ich fen haben. Es gibt keine Monokausalitäten. Nach dem Input weiß nicht, wann welche Muster auftreten, aber es gibt gefinden Selbstregulierungs- und Anpassungsmechanismen wisse Muster, die ich beschreiben kann und das ist der Schlüsinnerhalb des Systems statt, die von außen nicht gesteuert sel. So eine Beschreibung ist aber dann immer relativ grob. werden können. Und genau dieser Prozess entscheidet dann, Und die ist interessanterweise auch in der Regel nicht mawas für ein Output entsteht. thematisch. Die Anhänger der trivialen Theorie behaupten, man brauche einfach nur sehr viele Daten und eine ideale LaUnd genau das ist bei der Weltwirtschaft der Fall . . . borsituation, um die Zukunft vorherzusagen. Das Gegenteil Dr. Andreas Beck: Exakt. Die Weltwirtschaft und die Geist der Fall. Je mehr Daten, je idealer die Laborsituation, sellschaft an sich sind in jeder Hinsicht komplexe Systeme. umso weniger kann ich sie vorhersagen. Ein Beispiel: Stellen Corona ist ein gutes Beispiel hierfür. Hätten wir auf das ViSie sich eine sehr glatte Glasscheibe vor. Wenn auf diese Glasrus nicht reagiert, hätte dieses die Weltwirtschaft in einen fläche eine Kugel mit einer gewissen Geschwindigkeit aufunglaublichen Abgrund gerissen. Aber natürlich reagiert schlägt, dann weiß ich, dass das Glas springen wird und ein netzartiges Muster an Rissen entsteht. Je besser die Qualität man. Beispielsweise durch Zinssenkungen oder durch des Glases und je gerader die Kugel auf das Glas aufschlägt, kurzfristige Änderungen im Insolvenzrecht. Das ganze Ledesto ungenauer wird meine Prognose, in welche Richtung ben besteht daraus, dass permanent überraschender Input und wie dieses Muster genau aussehen wird. Wenn das Glas kommt und wir – als das System – über die Art der Reaktion entscheiden, was für ein Output entsteht. Crash-Proeine schlechte Qualität hat, dann kann ich an leichten Bepheten gehen jedoch davon aus, dass die Weltwirtschaft ein schädigungen oder an leichten Unregelmäßigkeiten sehen, an welcher Stelle der Sprung verlaufen könnte. triviales System ist, das durch Monokausalitäten zu erklären ist. Sie ignorieren, wie kreativ und flexibel der Mensch ist. Es wäre katastrophal, wenn wir in einer Welt leben würDas klingt wie ein Abgesang auf die Robo-Advisors . . . den, die vorhersagbar wäre. Das würde uns jede Freiheit Dr. Andreas Beck: Bei den Robo-Advisors ist das auch schon absprechen. zu erkennen. Die, die ganz trivial arbeiten und einfach FOCUS-MONEY 21/2021 FM21009A 9 9 12.05.21 10:15
moneytitel nichts machen und ein statisches Portfolio nutzen, haben nicht besonders gut funktioniert, aber immerhin einigermaßen. Und die, die komplexe Modelle im Hintergrund haben, mit Value-at-Risk-Steuerung, haben regelrecht versagt. Wenn ein Großteil der Fondsmanager langfristig den Markt nicht schlagen können und Robo-Advisors auch keine Alternative sind – bleibt der MSCI-World dann nicht die einfachste – und genau deshalb – sinnvollste Lösung? Dr. Andreas Beck: Wir brauchen immer ein Modell. Wenn wir eine Aussage treffen, dann treffen wir diese nicht über die Wirklichkeit, sondern über das Modell. Je komplizierter das Modell, desto höher wird das Modellrisiko. Und wenn wir uns die Finanzmarktkrisen der letzten 100 Jahre anschauen, dann war die eigentliche Ursache der Katastrophe fast immer eine Unterschätzung des Modellrisikos. Und um dieses Modellrisiko eben von vornherein nicht zu einer gefährlichen Zeitbombe werden zu lassen, hilft Einfachheit. Wenn ich mir den Aktienmarkt anschaue, dann ist es eine ganz primitive Herangehensweise, dass ich einfach die größten Unternehmen nehme, zum Beispiel die 1600 größten. Ich nehme die Industriestaaten und ich gewichte einfach nach liquider Marktkapitalisierung. Das ist der MSCI-World. Und das funktioniert besser als das Team von Spezialisten, die die ANLAGEUNIVERSUM Die Weltwirtschaft ist das Spielfeld Das Ausgangslage: Es gibt heute sehr viele Finanzprodukte für Privatanleger. Egal, wie komplex man diese konstruiert, am Ende wird über Aktien oder Zinspapiere in die Realwirtschaft investiert. Nur dort entstehen die Renditen. Die Realwirtschaft ist für alle gleich – eigentlich ganz einfach. Die ganze Komplexität in der heutigen Produktwelt dient in erster Linie dazu, dass möglichst viele Parteien am gleichen Geschäftsvorfall verdienen. Dass hier etwas aus dem Ruder gelaufen ist, zeigt allein die Tatsache, dass es auf der Welt vielleicht 8000 Unternehmen gibt, deren Aktien an Börsen liquide gehandelt werden. Dem stehen weltweit über 150 000 Aktienfonds und viele Millionen verschiedener Zertifikate und Derivate gegenüber, die auf Kursveränderungen dieser 8000 Aktien wetten. Das Problem: Nicht nur, dass es zu viele Finanzprodukte ohne wirklichen Zusatznutzen für deren Käufer gibt. Viele Anleger schöpfen auch nicht ansatzweise aus der gesamten Palette des Aktien- und Anleihenuniversums. Zum Beispiel stecken in Deutschland rund 80 Prozent aller Aktienanlagen, die sich an Indizes orientieren, in Dax-Werten. Das nennen Experten „Home Bias“. Eine gefährliche Heimatliebe, die verhindert, dass wirklich optimale Ergebnisse bei Renditen und Risikostreuung erzielt werden können. 10 FM21010A 10 Illustration: iStock Muster der Vergangenheit auf gewisse Regelmäßigkeiten untersuchen und eine aufwendige Datenanalyse betreiben. Denn der Trugschluss ist doch: Natürlich werde ich in diesen Daten irgendwelche Muster finden. Aber ich kann bei dieser Datenanalyse nicht zwischen Rauschen und echter Information trennen. Wenn ich die Anzahl der Daten erhöhe, dann steigt die Anzahl der Fehlinformationen exponentiell, weil die wirklich wichtigen Informationen in ihrer Anzahl gleich bleiben – ob ich sie messe oder nicht. Heißt: Je mehr Daten ich analysiere, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass ich einem Rauschen unterliege und dadurch in eine völlig falsche Richtung laufe. Mit dem MSCI-World macht der Privatanleger somit nichts falsch. Ich glaube aber nicht, dass es auf Dauer weiterhin so gut laufen wird wie in den letzten 15 Jahren. Es gab Zeiten, in denen man als Vermögensverwalter ausgelacht wurde, wenn man den MSCI-World als Benchmark verwendet hat. Es gab Phasen, da hatte der MSCI-World keine Chance gegen Emerging-Markets- oder ­Value-Indizes. Seit 15 Jahren haben wir jedoch die sehr ungewöhnliche Situation, dass die Unternehmen, die am teuersten waren und dementsprechend hoch gewichtet sind, outperformt haben, sodass alle nur noch den MSCI-World kaufen wollen. Das ist aber auch wieder eine Überinterpretation eines bestimmten historischen Zeitraums. Die wissenschaftliche Lösung: Andreas Beck nutzt als Alternative Investitionen in die „Welt AG“, also in rund 8200 Unternehmen weltweit (inkl. kleiner und mittlerer) aus Industrie- und Schwellenländern. Die Gewichtung wird unter Berücksichtigung der Unternehmensgewinne und -bewertungen gesteuert. Damit ergibt sich eine möglichst umfassende Abbildung der Erträge der Weltwirtschaft im Portfolio. Dank der breiten Streuung wird dieser Baustein insgesamt als ausfallsicher eingestuft. Daneben besteht eine „Investitionsreserve“, die in langlaufende sichere Staatsanleihen der Bonitätsstufen AA und AAA fließt. Diese Reserve liefert selbst (aktuell) keinen Renditebeitrag. Sie steht als Liquidität zur Verfügung, um in Krisen antizyklisch in die „Welt AG“ umgeschichtet zu werden. Für die regionale Gewichtung der „Welt AG“ werden die Kennzahlen Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) und Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) berücksichtigt. Die Erträge der Weltwirtschaft werden so eingesammelt. Eine Überprüfung der Gewichtungen erfolgt quartalsweise. Die Investitionsreserve besteht neben klassischen festverzinslichen Euro-Staatsanleihen auch aus inflationsindexierten Anleihen und Schweizer Staatsanleihen. Die Zusammensetzung spiegelt damit aktuelle Risiken bezüglich eines Anziehens der Inflation sowie eine Anomalie der Zinsstrukturkurven von Bundesanleihen und Schweizer Anleihen wider. Die Überprüfung erfolgt hier laufend (siehe auch Kasten rechts). FOCUS-MONEY 21/2021 12.05.21 10:15
Dr. Andreas Beck zeigt, wie Privatanleger mit nur sieben ETFs die gesamte Weltwirtschaft deutlich besser abbilden können als mit einem herkömmlichen ETF auf den MSCI World. Diese breit gestreute „Welt AG“ in Kombination mit hochqualitativen Anleihen bildet für Beck die Basis, um Krisen an den Börsen für sich als Anleger zu nutzen. Asset-Klasse Anteil am Fonds- Beispiel-ETF aus dem GPO volumen in % ISIN Aktien Nordamerika Großunternehmen 35 % Europa Großunternehmen Asien, Pazifik Großunternehmen 12 % 9% Schwellenländer Großunternehmen Welt mittelständische Unternehmen Anleihen Staat Euro Inflationsindexiert Staat Euro Festverzinslich Staat Schweizer Franken 13 % 11 % Xtrackers MSCI USA Index UBS ETF-MSCI Canada Xtrackers MSCI Europe Lyxor Core MSCI Japan Vanguard FTSE Developed Asia Pacific ex Japan iShares-Core MSCI Emerging Markets Vanguard Global Small-Cap IE00BJ0KDR00 LU0446734872 LU1242369327 LU1781541252 IE00B9F5YL18 IE00BKM4GZ66 IE00B42W4L06 8% 4% 8% 0,1 Frankreich Infl.-linked 15.7.2020–1.3.2036 0,25 Bundesrep. Deutschland 11.1.2019–15.2.2029 0 Switzerland 26.6.2019–26.6.2034 FR0013524014 DE0001102465 CH0440081393 Was ist dann die beste Alternative? Dr. Andreas Beck: Die entscheidende Frage hierbei ist: Wie ­reagiert ein Portfolio in der Krise? Da wird das wirkliche Geld gewonnen und verloren. Und genau an diesem Punkt kommen Portfolio-Manager in eine Zwickmühle. Denn obwohl die meis- VERMÖGENS-MIX Die Geldaufteilung überdenken Die Ausgangslage: Ist erst einmal entschieden, aus welchem Aktienuniversum man schöpfen möchte (s. Kasten links), müssen sich Privatanleger und Finanzprofis Gedanken darüber machen, wie sie ihre Mittel zwischen Aktien und anderen Anlagen aufteilen wollen. Das ist ein extrem wichtiger Bestimmungsfaktor für die Gesamtrendite des Portfolios. Das Problem: Durch die umstrittene Null- beziehungsweise Negativzinspolitik von Notenbanken wie der EZB gelten alte Grundsätze nicht mehr. Betrachtet man die wissenschaftliche Literatur zum Portfolio-Management, dann waren Depots mit statischen Aktien- und Anleihenquoten langfristig exzellent. Als besonders sicher galt jahrzehntelang die Kombination 60 Prozent Aktien und 40 Prozent Staatsanleihen. Diese Analysen und Abhandlungen gehen alle davon aus, dass es am langen Ende der Zinskurve positive Erträge gibt, wie etwa noch 2008 vier Prozent für zehnjährige Bundesanleihen. Diese sicheren Zinsen überlagerten – besonders aufgrund des Zinseszinseffekts – langfristig die Schwankungen des Aktienanteils. Wunderbare einfache Welt. Heute liegen die Zinsen sicherer zehnjähriger Anleihen bei rund –0,5 Prozent. Ein statischer Anleihenanteil im Portfolio liefert über die Zeit also keine Sicherheit mehr, sondern planbare Verluste. Sie machen für langfristige Anleger keinen Sinn mehr. Das gängige Risikomanagement hat sich jedoch verselbstständigt. Es wird tatsächlich in der Praxis weiterhin verwenFOCUS-MONEY 21/2021 FM21011A 11 Foto: Can Stock Photo Quelle: Andreas Beck Die ganze Welt im Depot ten von ihnen eigentlich das Richtige tun und zu günstigen Kursen nachkaufen wollen, machen sie es nicht, weil der Kunde ihnen schon im Nacken sitzt. Wenn der Vermögensverwalter jetzt nachkaufen würde und der Markt noch mal um 20 Prozent einbricht, steht er mit einem Bein im Gefängnis. Die WERTVOLLES WISSEN: Das E-Book von Andreas Beck können Interessierte gratis unter www.globalport­ folio-one.com herunterladen det und der Schaden ist gewaltig. Der Ansatz vieler Vermögensverwalter, den Wegfall sicherer Zinsen dadurch auszubügeln, dass sie niedrigere Qualität kaufen, führt in die Katastrophe. Die wissenschaftliche Lösung: „Wer vor Krisen Angst hat, hat’s nicht verstanden“, lautet das Motto des E-Books „Erfolgreich wissenschaftlich investieren“ von Andreas Beck (siehe oben). Das bedeutet, er sieht Krisen als inhärenten Bestandteil der Realwirtschaft und der Börse und baut sein dynamisches statt statisches Risikomanagement darauf auf. In dynamischen Systemen seien Krisen nicht der Vorabend eines Systemausfalls, sondern eine Phase der Anpassung. Beck steuert seine Investitionsquote entsprechend. In normalen Phasen stecken 80 Prozent in der „Welt AG“, also Aktien, und 20 Prozent in der „Investitionsreserve“ („Regime A“) . Kommt es zu Eigenkapitalknappheit des Unternehmenssektors, etwa in Rezessionen, stellt er zu günstigen Kursen der „Welt AG“ mehr Mittel zur Verfügung und erhöht deren Quote auf 90 Prozent („Regime B)“. Eskaliert die Eigenmittelknappheit in Krisen wie bei Corona, steigert er die Aktienquote zu Ausverkaufspreisen auf 100 Prozent („Regime C“). Wie diese Entscheidungen genau getroffen werden, wird im nächsten Kasten auf Seite 12 beschrieben (siehe auch Interview). Composing: FOCUS-MONEY 11 12.05.21 10:15
moneytitel guten Vermögensverwalter machen also nichts und die schlechten lösen ihre restlichen Aktienpositionen auf. Und genau das ist der Grund, wieso aktives Management so schlecht funktioniert – ein zyklisches Handeln. Die ganzen PortfolioManagement-Systeme arbeiten mit Kennzahlen, die für eine ganz kurze Frist sind, insbesondere Value-at-Risk. Und die schießen immer, nachdem es eingebrochen ist, in die Höhe und geben den Impuls, jetzt die Risikopositionen abzubauen. Und an dieser Stelle gehen wir wieder zurück zur Frage: Wie funktioniert eigentlich die Weltwirtschaft? Und versuchen ein möglichst einfaches Modell zu haben, um handlungssicher in einer Krise zu agieren. Und dann stellen wir Folgendes fest: Man darf sich die Wertpapiere gar nicht so genau anschauen, weil am Ende die Rendite des Anlegers die Kapitalkosten der Unternehmen sind. Die Wertpapiere verpacken das nur. Welche Muster tun sich bei den Kapitalkosten der Unternehmen innerhalb von Krisen auf? Dr. Andreas Beck: Es gibt ein deutliches Bild: Immer wenn die Märkte einbrechen, schießen die Kapitalkosten der Unternehmen in die Höhe. Das ist die Definition einer Krise. Für mich als Anleger ist es logischerweise jetzt am attraktivsten, der Weltwirtschaft Kapital zur Verfügung zur stellen und eben nicht, wenn die Sonne scheint und die Unternehmen mir weniger bieten müssen. Das ist meine Antizyklik-Prämie. Ich steuere das Portfolio über die Kapitalkosten der Unternehmen. Und das Beste: Hierfür brauche ich keine Prognosemodelle. Ich muss nur erkennen, wann ich in der Krise bin, um das Kapital freizugeben und den Renditeturbo zu zünden. Das klingt logisch. Wenn die Kapitalkosten der Unternehmen in die Höhe schießen, stiegt aber auch gleichzeitig das Insolvenz-Risiko . . . Dr. Andreas Beck: Richtig. Wenn ich als Vermögensverwalter ein Portfolio mit nur 30 bis 50 Aktien habe, kann mich dieses Risiko schnell aus dem Spiel werfen. Antizyklisches Handeln ist so nicht möglich. Tatsächlich kann ich diese Strategie nur umsetzen, wenn ich das Ausfallrisiko grundsätzlich marginalisiere. Dazu muss ich zwei Dinge machen: Erstens, ich muss die gesamte Weltwirtschaft kaufen, nicht nur die 1600 größten Unternehmen der Industriestaaten, sondern im Idealfall alle hinreichend börsennotierten 8800 Unternehmen in Industrie- und Schwellenländern. Zweitens darf ich nicht nach Marktkapitalisierung gewichten, weil dadurch das Blasenrisiko durch dominante Unternehmen im Index steigt. Das ist der Schwachpunkt beim MSCI-World. Ich erinnere an 1989, als 40 Prozent des MSCI-World durch Japan gedeckt waren. Heute macht der amerikanische Aktienmarkt rund 65 Prozent des Index aus. Glauben Sie also an eine amerikanische Investitionsblase? Dr. Andreas Beck: Eine Blase ist dadurch gekennzeichnet, dass die Unternehmensgewinne sich von den Aktienkursen entkoppeln. In Japan war das eindeutig der Fall. Japan stand nie für 40 Prozent der weltweiten Unternehmensgewinne. Heute machen amerikanische Unternehmen rund 48 Prozent der globalen Unternehmensgewinne aus. Heißt: Amerika ist tatsächlich sehr stark – aber nicht so stark, wie es der Index vermuten lässt. Von einer Blase würde ich allerdings noch nicht sprechen. Das zeigt jedoch, dass wir fundamentale Kennzahlen wie die Unter- INDIKATOREN Das sind die Auswahlkriterien für den „Regimewechsel“ Die Ausgangslage: In den bisherigen Kästen auf den Seiten 10 und 11 hatten wir geklärt, welche Wertpapiere gekauft werden sollen und wie die Aufteilung der Mittel zwischen Dividendenwerten und der „Investitionsreserve“ in verschiedenen Marktphasen, die Wissenschaftler Beck wie oben erläutert als Regime A (Aktienquote: 80 Prozent), Regime B (Aktienquote wird auf 90 Prozent erhöht) und Regime C (Aktienquote wird auf 100 Prozent gesteigert) bezeichnet, aussehen soll. Doch wann genau wird zwischen den unterschiedlichen Gewichtungen von Aktien und Liquidität gewechselt? Das Problem: „An der Börse wird nicht geklingelt“, lautet eine bekannte Anlegerweisheit. Das heißt, es gibt vom Markt keine zeitnahen und eindeutigen Signale, wann es besser ist, mehr Aktien zu kaufen oder mehr Barreserven zu halten. Viele Indikatorenmodelle, die versuchen, das Dilemma zu lösen, sind hoch kompliziert und oft lassen sich die nötigen Daten für Anleger nur schwer zusammentragen. 12 FM21012A 12 Illustration: VectorStock Die wissenschaftliche Lösung: Andreas Beck hat daher ein einfaches, regelbasiertes System entwickelt, mit dem die Regimewechsel klar nachvollzogen werden können. „A→B“ bedeutet dabei, dass zwischen ­Regime A und Regime B gewechselt wird, und welche Kriterien dafür erfüllt sein müssen: A→B: Der Aktienmarktverlust zum 3-Jahres-Hoch beträgt mehr als 20 Prozent, zusätzlich steigt die Volatilität am Aktienmarkt sprunghaft an und die Risikoprämien bei Unternehmensanleihen weiten sich aus, die Zinsen für die Firmen steigen also. B→C: Der Aktienmarktverlust seit einem Regimewechsel A→B oder C→B übersteigt 25 Prozent, bei den Risikoprämien für Unternehmensanleihen gibt es eine regelrechte Eskalation. C→B: Der Aktienmarktgewinn zum 3-Jahres-Tief beläuft sich auf mehr als 50 Prozent, die Volatilität am Aktienmarkt beruhigt sich ebenso wie die Risikoprämien am Anleihenmarkt. B→A: Der Aktienmarktgewinn seit einem Regimewechsel A→B oder C→B beträgt mehr als 25 Prozent, die Volatilität und die Risikoprämien kehren zu ihren langfristigen Mittelwerten zurück (siehe auch Chart rechts oben). FOCUS-MONEY 21/2021 12.05.21 10:15
Das Rundum-sorglos-Paket Mit dem Global-Portfolio-One-Fonds (Kurz: GPO) (WKN/ISIN: A2PT6U/AT0000A2B4T3) haben seit November 2019 auch Privatanleger die Chance, in die wissenschaftlich basierte Portfolio-Strategie von Dr. Andreas Beck unkompliziert und kostengünstig (TER: ca. 0,7 %) zu investieren. Wie gut Becks System dabei funktioniert, konnte der Fonds bereits während der Corona-Krise beweisen. Pünktlich zum Tiefpunkt wurde der Aktienanteil im Portfolio auf 90 Prozent aufgestockt, um so maximal von der anschließenden Erholungs­ phase zu profitieren. Das derzeitige Fondsvolumen liegt bei über 51 Millionen Euro. Basierend auf dem Konzept der „Ultrastabilität“, peilt Beck eine Verdopplung des Kapitals nach zehn Jahren an. 1-Jahr-Global-Portfolio One prozentuale Entwicklung seit 15.11.2019 bis 17.11.2020 0 –10 –20 Regimewechsel 2019 2020 JAN NOV –30 NOV nehmensgewinne mitberücksichtigen müssen. Erst dann ­erschaffen wir die sogenannte Welt AG. Zudem brauche ich eine Investitionsreserve, die ich in jeder Krise auch mit ­Gewinn verkaufen kann – hoch qualifizierte Staatsanleihen. Im Klartext: Anleihen, die planbar negative Rendite einbringen . . . Dr. Andreas Beck: Richtig, und genau deshalb kauft diese auch kein Vermögensverwalter einfach so. Der nächste Fehler. Denn um nicht in Erklärungsnot beim Kunden zu geraten, beobachten wir in den letzten Jahren ein spannendes Phänomen: Die Vermögensverwalter investieren immer mehr in „Junk-Bonds“. Das Durchschnittsrating ist mittlerweile BBB. Das heißt: Die Vermögensverwalter versuchen, diese Niedrigzinsproblematik dadurch zu lösen, dass sie die Qualität der Anleihen senken, was dazu führt, dass sie in der Krise gar nicht umschichten können, selbst wenn sie wollen, weil diese Anleihen auch baden gehen. Die negativen Renditen der Investment-Grade-Anleihen in meinem Portfolio sind mir egal, weil der Sinn und Zweck ist, allein diese AntizyklikPrämie zu vereinnahmen. Und die ist so attraktiv, dass es sich lohnt, diese Investitionsreserve in den normalen Marktphasen mit mir herumzutragen. Ich kann so in jeder Marktphase ruhig schlafen. Auch während der Corona-Krise? Dr. Andreas Beck: Ein schönes Beispiel. Am Freitag, den 20. März 2020, haben wir den Regimewechsel von „Normal“ zur „Eigenkapitalknappheit“ festgestellt. Am Wochenende hat dann die Mission Money kurzfristig ein Interview ange- Quelle: Liechtensteinische Landesbank (Österreich) AG NACHHALTIGKEIT Lohnt sich der Modetrend? Die Ausgangslage: Schon seit Jahren wächst weltweit das Volumen an Geldanlagen, die sich an ökologischen, sozialen und ethischen Kriterien orientieren sowie hohe Anforderungen an die Unternehmensführung stellen. Das wird in sogenannten ESG-Ratings (Environmental, Social, Governance) ausgedrückt. Fonds aus diesem Bereich, auch für Privatanleger, boomen ­regelrecht. Jetzt sollen zudem noch Notenbanken wie die Europäische Zentralbank mit ihrer Geldpolitik grüne Ziele unterstützen, indem sie etwa Anleihen von entsprechend aufgestellten Unternehmen erwerben. Das Problem: Durch den Fokus auf Kriterien, die nicht originär mit Renditeaspekten zusammenhängen, kann es zu Kapital-Fehlallokationen in der Volkswirtschaft kommen. Experte Beck führt dazu aus: „Natürlich wollen wir alle nachhaltig investieren und nachhaltig ist ein positiv besetzter Begriff. Ich bin nur sehr unzufrieden mit den ESG-Ratings, die jetzt handlungsleitend sind, wenn ich das auf der Investmentseite umsetzen möchte. Ich halte diese ESG-Ratings schlicht und einfach für nicht nachhaltig, für nicht zielführend.“ „Ich hatte ja im Interview bereits das BeiFOCUS-MONEY 21/2021 FM21013A 13 spiel von Tesla und Volkswagen erwähnt, wo es durchaus zu einer widersprüchlichen Verteilung der Finanzmittel kommt, die der Umwelt sicher nicht helfen“, so Beck weiter (siehe auch Interview Seite 14). Generell würde man, so Beck, bei der Verwendung von ESG-Ratings Äpfel mit Birnen vergleichen. Niemand könne beurteilen, ob ein Waffenhersteller, der im Vorstand 50 Prozent weibliche Führungskräfte beschäftigt und viel in die Ausbildung des Nachwuchses investiert, unterm Strich besser oder schlechter sei als etwa ein Hersteller von veganen Fleischprodukten, der seine Mitarbeiter mies behandelt und bei der Produktion riesige Mengen an Wasser verbraucht. Das stoische Festhalten an ESG-Kriterien schließe auch zu viele rentable AGs aus. Die wissenschaftliche Lösung: Für Mathematiker Beck ist daher klar, dass er bei Portfolio-Entscheidungen NachhaltigkeitsRatings erst dann berücksichtigt, wenn es nicht auf Kosten der Anleger geht. Das bedeutet: Im Vordergrund bei der Aktienauswahl stehen nach wie vor die bereits im ersten Kasten erwähnten Kriterien Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) und KursBuchwert-Verhältnis (KBV). In normalen Phasen beträgt das Durchschnitts-KGV der „Welt AG“ 17 und die Rentabilität auf das eingesetzte Kapital sechs Prozent. In Krisen, wenn der Aktienanteil erhöht wird, sinkt das KGV im Schnitt auf elf und die Rendite steigt auf neun Prozent – und das ist, was hier zählt. 13 12.05.21 10:15
moneytitel fragt, welches am Sonntag, den 22. März 2020, ausgestrahlt wurde. Einen Tag später, am Montag, haben wir Aktien nachgekauft. Können Sie diese Regimewechsel genauer erklären? Können ­Privatanleger ebenfalls solche Regimewechsel feststellen? Dr. Andreas Beck: Im Detail, wie wir das bei unserer „ultrastabilen“ Portfolio-Lösung, dem Global Portfolio One, machen, ist das für den Privatanleger nicht machbar, weil er zu gewissen Daten keinen Zugang hat. Allerdings kann jeder den Ansatz in einer vereinfachten Form verfolgen. Die Grundregel hierbei ist: Fällt der Markt – hier kann man den MSCI-World als Benchmark nehmen – um mindestens 20 Prozent zum letzten Allzeithoch, sprechen wir von einem Regimewechsel von „A: Normal“ zu „B: Eigenkapitalknapp­ heit“. Dementsprechend erhöhe ich meinen Aktienanteil im Portfolio von 80 auf 90 Prozent. Fällt der Aktienmarkt insgesamt um 40 Prozent, erreichen wir „Stufe C: Eskalation der Eigenkapitalknappheit“. Hier beträgt unsere Investitionsquote 100 Prozent. Wenn Sie „Privatanlegern in Zeiten der größten Krisen dazu raten, „All in““ zu gehen, fordern Sie eine gehörige Portion Mut. Was wollen Sie denjenigen vor dem nächsten SELBER MACHEN Das ganz persönliche Depot Die Ausgangslage: Es gibt kostengünstige Produkte, die den Ansatz von Andreas Beck erfolgreich nachbilden. Das ist der bereits erwähnte GPO-Fonds (WKN/ISIN: A2PT6U/ AT0000A2B4T3), dessen aktuelle Mittelaufteilung in der Tabelle auf Seite 11 steht (s. auch Chart Seite 13 und Aktiendreieck rechts). Für sicherheitsorientierte Anleger ist der nochmals risikoreduzierte Xtrackers-Portfolio-Income-ETF (Börsenfonds) interessant (A1C1G8/IE00B3Y8D011). Das Problem: Viele Anleger haben dennoch das Bedürfnis, sich ihr Depot aus Einzelinvestments selbst zusammenzustellen – zum Beispiel, weil sie bereits bestehende Investments kostensparend integrieren wollen. In seinem E-Book schlägt Beck hierfür ebenfalls ein kosteneffizientes Vorgehen vor – es handelt sich also eigentlich gar nicht um ein Problem! Die wissenschaftliche Lösung: Um eine Investition in die Weltwirtschaft über rund 5000 Unternehmen umzusetzen, können Anleger ETFs auf folgende Indizes kaufen: für die großen und mittleren Firmen (Large-/Midcaps) den MSCI-All-Countries-World-Index. Hier stehen vier hochwertige ETFs von iShares (WKN: A1JMDF), SPDR (A1JJTC), Xtrackers (A1W8SB) und Lyxor (LYX00C) bereit. Die Gesamtkosten (TER) liegen zwischen 0,20 und 0,45 Prozent pro Jahr. Die ersten drei ETFs sind physisch replizierend, kaufen die Wertpapiere also tatsächlich, statt sie über Derivate nachzubilden. Für die kleineren AGs (Smallcaps) kann der MSCI14 FM21014A 14 Illustration: VectorStock Crash sagen, die aktuell noch nicht diesen Mut aufbringen können? Dr. Andreas Beck: Die Weltwirtschaft ist ein selbstregulierendes System. Jede Krise ist eine Phase der Anpassung. Es ist ganz einfach: Alle 8800 CEOs führen ihr Unternehmen über ihre Eigenkapitalrentabilität. Angenommen, wir befinden uns in einer normalen Phase, in der das Eigenkapital nicht knapp ist, und Sie sind CEO von BASF. Jetzt kommt ein Mitarbeiter und will ein neues Werk in Brasilien bauen. Sie fragen sich also: Was ist meine Eigenkapitalrendite? Und wenn die zehn Prozent ist, dann stimmen Sie zu. Wenn der Mitarbeiter aber in der Krise mit seinem Anliegen zu Ihnen kommt, werden Ihnen die zehn Prozent nicht ausreichen. Da geht unter 25 Prozent nichts. Das ist ein natürlicher Ausleseprozess. Die Unternehmen, die den Sprung schaffen, werden nach der Krise also mindestens so rentabel sein wie davor. Das bestätigt die Datenlage seit 1830. Sie definieren eine Krise als Chance. Trends hingegen sind für Sie die wahre Gefahr für Anleger. Der größte Trend derzeit ist das nachhaltige Investieren. In Ihrem Portfolio findet man keine Nachhaltigkeits-ETFs. Wieso nicht? Dr. Andreas Beck: Wir müssen vorsichtig sein. Natürlich wollen wir alle nachhaltig investieren. Ich bin nur sehr World-Smallcap-Index genutzt werden. Es stehen zwei gute ETFs von iShares (A2DWBY) und SPDR (A1W56P) zur Verfügung. Die TER liegt zwischen 0,35 und 0,40 Prozent. Beide replizieren physisch. Bei der „Investitionsreserve“ besteht eine vernünftige Lösung für Kleinanleger darin, einen Teil davon einfach auf ihrem Konto als Liquidität stehen zu lassen. Die damit verbundenen Realverluste sind bei niedrigen Inflationsraten akzeptabel. Zur Absicherung gegen ein Anziehen der Teuerung bietet es sich an, als zweiten Baustein der Reserve in einen ETF auf inflationsindexierte Euro-Staatsanleihen zu investieren. Hier kann man auf den Bloomberg-Barclays-Euro-Government-Inflation-Linked-Bond-Index zurückgreifen, für den es drei hochwertige ETFs von iShares (A0HGV1), Lyxor (LYX0XL) und ­Xtrackers (DBX0AM) gibt (TER zwischen 0,20 und 0,25 Prozent). Den Regimen entsprechend kauft man dann: Regime A: 70 Prozent MSCI-All-Countries-World-Index, zehn Prozent MSCI-World-Smallcap-Index, zehn Prozent BloombergBarclays-Euro-Government-Inflation-Linked-Bond-Index, zehn Prozent bleiben auf dem Konto. Regime B: 78 Prozent MSCI-All-Countries-World-Index, zwölf Prozent MSCI-World-Smallcap-Index, fünf Prozent BloombergBarclays-Euro-Government-Inflation-Linked-Bond-Index, fünf Prozent bleiben auf dem Konto. Regime C: 85 Prozent MSCI-All-Countries-World-Index, 15 Prozent MSCI-World-Smallcap-Index, null Prozent Bloomberg-Barclays-Euro-Government-Inflation-Linked-Bond-Index, null Prozent bleiben auf dem Konto. FOCUS-MONEY 21/2021 12.05.21 10:15
unzufrieden mit den ESG-Ratings, die jetzt handlungsleitend sind. Ich halte diese ESG-Ratings schlicht und einfach für nicht zielführend. Die Zielstellung ist es, dass privates Kapital umgeleitet wird in Unternehmen, die sich zum Beispiel auf Klimaneutralität umbauen. Das ist aber jetzt keine Frage von Ratings, sondern von gesetzlichen Vorgaben. Das heißt, die Unternehmen müssen das tun. Volkswagen zum Beispiel hat einen hohen Kapitalbedarf, weil sie sehr radikal umbauen – auch in Richtung Recyclingfähigkeit der Batterien. Wenn ich mich nach den ESG-Ratings von MSCI & Co. richte, darf ich VW aber kein Kapital mehr geben und soll dieses stattdessen in Tesla investieren. Tesla investiert das Geld zum Teil in Bitcoin. Das mag vielleicht ganz toll sein, ist aber sicherlich nicht ESG-konform. Das ist widersprüchlich. Und Chronische Gewinne Das Risiko des ultrastabilen Portfolios ist nicht, ob sich der Einsatz verdoppelt, sondern wann. Andreas Beck verweist auf die historischen Ergebnisse dieser Strategie. Das DreiUltrastabiles Portfolio 80/100 eck zeigt den Vervielfachungsfaktor des investierten KapiUltrastabiles Portfolio 80/100 tals über verschiedene Zeitperioden zwischen 1988 und 1988 2020. Anleger, die beispielsweise über den 1,3 1989 1988 1988 gesamten Zeitraum von 33 Jahren die 1,5 1,1 1989 1,3 1989 1990 1988 1,2 0,9 0,8 1991 Strategie verfolgt haben, konnten ih1990 1,5 1,1 1990 1989 1,5 1,1 1,0 1,2 1992 ren Einsatz verfünfzehnfachen! 1991 1,2 0,9 0,8 1991 1990 1,5 1,1 1,0 1,3 1992 1,0 1993 Wer seit 2010 dabei ist, war 1992 1,5 1,1 1,0 1,2 1991 2,1 1,6 1,4 1,8 1,4 1,4 1994 1993 über die gesamte Zeit im 1,5 1,1 1,0 1,3 1,0 1993 1992 2,0 1,5 1,3 1,7 1,4 1,3 0,9 1995 1994 2,1 1,6 1,4 1,8 1,4 1,4 1994 Plus. 1993 1995 1994 1996 1995 2,1 2,0 2,5 2,1 1,6 1,5 1,9 1,6 1,4 1,3 1,7 1,4 1,8 1,7 2,1 1,8 1,4 1,4 1,7 1,4 1,4 1,3 1,6 1,4 1,0 0,9 1,2 1,0 1997 1996 1998 1997 3,1 2,5 3,3 3,1 2,4 1,9 2,5 2,4 2,1 1,7 2,2 2,1 2,6 2,1 2,8 2,6 2,1 1,7 2,2 2,1 2,1 1,6 2,2 2,1 1,5 1,2 1,6 1,5 1999 1998 2000 1999 4,6 3,3 4,5 4,6 3,4 2,5 3,3 3,4 3,0 2,2 2,9 3,0 3,8 2,8 3,7 3,8 3,1 2,2 3,0 3,1 3,0 2,2 2,9 3,0 2,2 1,6 2,1 2,2 2001 2000 2002 2001 4,2 4,5 3,3 4,2 3,2 3,3 2,4 3,2 2,8 2,9 2,1 2,8 3,5 3,7 2,7 3,5 2,9 3,0 2,2 2,9 2,8 2,9 2,1 2,8 2,0 2,1 1,5 2,0 2003 2002 2004 2003 3,8 3,3 4,2 3,8 2,9 2,4 3,2 2,9 2,5 2,1 2,8 2,5 3,2 2,7 3,5 3,2 2,6 2,2 2,9 2,6 2,5 2,1 2,8 2,5 1,8 1,5 2,0 1,8 5,6 4,2 6,0 5,6 4,2 3,2 4,5 4,2 3,7 2,8 3,9 3,7 4,6 3,5 5,0 4,6 3,8 2,9 4,1 3,8 3,6 2,8 3,9 3,6 2,6 2,0 2,8 2,6 2007 2006 2008 2007 6,0 6,0 4,1 6,0 4,5 4,5 3,1 4,5 4,0 3,9 2,7 4,0 5,0 5,0 3,4 5,0 4,1 4,1 2,8 4,1 3,9 3,9 2,7 3,9 2,8 2,8 1,9 2,8 2009 2008 2010 2009 5,3 4,1 6,6 5,3 3,9 3,1 4,9 3,9 3,5 2,7 4,3 3,5 4,4 3,4 5,5 4,4 3,6 2,8 4,4 3,6 3,4 2,7 4,3 3,4 2,5 1,9 3,1 2,5 6,2 6,6 7,1 6,2 4,6 4,9 5,4 4,6 4,1 4,3 4,7 4,1 5,2 5,5 6,0 5,2 4,2 4,4 4,8 4,2 4,1 4,3 4,7 4,1 2,9 3,1 3,4 2,9 2013 2012 2014 2013 8,2 7,1 9,4 8,2 6,2 5,4 7,0 6,2 5,4 4,7 6,2 5,4 6,9 6,0 7,9 6,9 5,6 4,8 6,3 5,6 5,4 4,7 6,1 5,4 3,9 3,4 4,4 3,9 10,0 9,4 11,2 10,0 12,0 11,2 7,5 7,0 8,4 7,5 9,0 8,4 6,6 6,2 7,3 6,6 7,9 7,3 8,4 7,9 9,3 8,4 10,0 9,3 6,8 6,3 7,5 6,8 8,1 7,5 6,5 6,1 7,3 6,5 7,8 7,3 11,3 12,0 13,9 11,3 7,5 7,9 9,2 7,5 9,5 10,0 11,7 9,5 7,7 8,1 9,4 7,7 9,9 9,2 12,6 11,7 9,9 12,6 2005 2004 2006 2005 2011 2010 2012 2011 2015 2014 2016 2015 2017 2016 2020 2019 15,0 13,9 8,5 9,0 10,4 8,5 11,2 10,4 2020 15,0 11,2 2018 2017 2019 2018 Faktor Faktor Quelle: Hackler & Hoffmann FOCUS-MONEY 21/2021 FM21015A 15 1,6 1,5 2,2 1,6 1,3 1,2 1,8 1,3 2,2 2,3 2,1 2,2 2,1 2,2 2,0 2,1 1,8 1,8 1,7 1,8 1,6 2,1 1,9 1,6 1,5 2,0 1,8 1,5 1,3 1,7 1,5 1,3 2,1 1,9 2,8 2,1 2,0 1,8 2,6 2,0 1,7 1,5 2,2 1,7 3,0 2,8 3,0 3,0 2,8 2,6 2,8 2,8 2,4 2,2 2,4 2,4 2,0 3,0 2,6 2,0 1,9 2,8 2,5 1,9 1,6 2,4 2,1 1,6 3,3 2,6 3,1 3,3 3,1 2,5 2,9 3,1 2,6 2,1 2,5 2,6 3,5 3,1 4,1 3,5 3,4 2,9 3,9 3,4 2,8 2,5 3,3 2,8 4,7 4,4 5,3 4,7 5,7 5,3 4,7 4,1 5,0 4,7 4,4 3,9 4,7 4,4 3,7 3,3 4,0 3,7 5,5 5,0 6,0 5,5 5,3 4,7 5,7 5,3 4,4 4,0 4,8 4,4 7,4 7,8 9,1 7,4 5,3 5,7 6,6 5,3 5,6 6,0 6,9 5,6 5,3 5,7 6,6 5,3 4,5 4,8 5,5 4,5 10,2 9,4 9,8 9,1 7,1 6,6 7,4 6,9 7,1 6,6 10,2 9,8 7,1 7,4 7,1 ≥3 2 bis unter 3 ≥3 2 bis unter 3 1,0 1999 1998 1,5 1999 1,4 2000 1,0 1,4 1,4 1,0 2001 1,5 1,4 2000 1,3 1,4 1,0 1,3 1,3 1,4 1,0 1,3 0,9 1,0 0,7 0,9 1,2 1,0 1,3 1,2 1,2 1,0 1,3 1,2 0,8 0,7 0,9 0,8 1,8 1,3 1,9 1,8 1,7 1,3 1,8 1,7 1,2 0,9 1,3 1,2 1,9 1,9 1,3 1,9 1,8 1,8 1,2 1,8 1,3 1,3 0,9 1,3 1,7 1,3 2,1 1,7 1,6 1,2 2,0 1,6 1,1 0,9 1,4 1,1 2,0 2,1 2,3 2,0 1,9 2,0 2,2 1,9 1,3 1,4 1,6 1,3 2,6 2,3 3,0 2,6 2,5 2,2 2,9 2,5 1,8 1,6 2,0 1,8 3,2 3,0 3,6 3,2 3,0 2,9 3,4 3,0 2,2 2,0 2,4 2,2 3,8 3,6 3,6 3,8 3,6 3,4 3,4 3,6 2,6 2,4 2,5 2,6 6,0 5,5 4,4 3,6 4,8 4,4 4,2 3,4 4,6 4,2 3,0 2,5 3,3 3,0 6,0 4,8 4,6 3,3 Apropos Bitcoin. Sind Sie manchmal neidisch auf Anfang 20-Jährige, die völlig unbekümmert und nahezu ohne Hintergrundwissen durch Kryptowährungen binnen wenigen Wochen reich geworden sind, während Sie seit Jahrzehnten nach rationalen Modellen für den Aktienmarkt forschen? Dr. Andreas Beck: Ich sehe die Sache neutral. So ein Bitcoin wird aus dem Nichts geschaffen und erreicht derzeit einen hohen Preis. Er hat aber keinen inneren Wert. Er ist ein Schneeballsystem. Der Bitcoin steigt, solange es mehr Menschen gibt, die ihn haben wollen und sich im Preis überbieten. Und eben weil er keinen inneren Wert hat, an dem man ihn festbinden könnte, kann er auch unendlich steigen. Deshalb schließe ich weitere Sprünge nicht aus. Aber ich schließe auch nicht aus, dass er auf null fällt. Darauf bin ich nicht neidisch. Aber ich habe auch kein Mitleid, wenn es schiefläuft. Wer mit Bitcoins spekulieren will, kann das gern tun. Wir beim GPO machen da aber nicht mit. Wollen Sie den jungen Krypto-Tradern dennoch etwas sagen? Dr. Andreas Beck: Vermeintlich langweilige Strategien lohnen sich, auch wenn es vielleicht nicht so sexy klingt, wenn man „einfach nur“ an den generierten Erträgen der Weltwirtschaft partizipiert. Wir reden, historisch gesehen, von sieben Prozent im Schnitt pro Jahr. Diese innere Rentabilität bedingt einen Zinzeszinseffekt, der alle zehn Jahre zu einer Verdopplung des inneren Wertes führt. Ob sich das dann im Kurs widerspiegelt, ist nicht sicher, aber der schwankt letztendlich trotzdem immer um diesen inneren Wert. Das Risiko des ultrastabilen Portfolios ist somit nicht, ob sich der Einsatz verdoppelt, sondern wann. Nach 20 Jahren sprechen wir von einer Vervierfachung. Alle 30 Jahre habe ich schon eine Verachtfachung. Und genau deshalb werden die Reichen immer reicher. 1,1 1996 1995 1,2 1,2 1997 1,1 1996 1,6 1,5 1997 1,2 1998 1,2 1,2 1,6 1,6 2,3 1,6 deshalb werden wir die Nachhaltigkeits-Ratings erst dann berücksichtigen, wenn es nicht auf Kosten der Anleger geht. 0,9 2002 2001 0,7 0,8 2003 0,9 2002 0,9 0,9 2003 1,2 2004 0,7 0,8 1,0 0,9 1,2 1,0 1,0 0,9 1,3 1,0 1,3 1,2 1,7 1,3 1,3 1,2 1,4 1,3 1,4 1,3 1,4 1,4 1,8 1,7 1,8 1,8 0,9 1,4 1,2 0,9 1,0 1,4 1,2 1,0 1,3 1,8 1,6 1,3 1,5 1,2 1,4 1,5 1,6 1,2 1,5 1,6 2,0 1,6 1,9 2,0 1,6 1,4 1,9 1,6 1,7 1,5 2,0 1,7 2,2 1,9 2,5 2,2 2,1 1,9 2,2 2,1 2,2 2,0 2,4 2,2 2,9 2,5 3,1 2,9 2,5 2,2 2,7 2,5 2,6 2,4 2,8 2,6 2,5 2,7 3,1 2,5 1,1 2005 2004 1,4 1,3 2006 1,1 2005 1,6 1,4 2006 1,1 2007 1,4 1,3 1,6 1,6 1,1 1,6 1,4 1,4 1,0 1,4 1,1 1,1 0,7 1,1 1,4 1,1 1,7 1,4 1,2 1,0 1,5 1,2 0,9 0,7 1,2 0,9 1,6 1,7 1,9 1,6 1,5 1,5 1,7 1,5 1,1 1,2 1,3 1,1 2,2 1,9 2,5 2,2 1,9 1,7 2,2 1,9 1,5 1,3 1,7 1,5 3,4 3,1 3,7 3,4 2,6 2,5 2,9 2,6 3,1 2,9 2,4 2,2 2,6 2,4 2,8 2,6 3,4 3,1 2,7 2,8 3,3 2,7 3,6 3,3 3,5 3,7 4,3 3,5 4,6 4,3 3,0 3,1 3,6 3,0 3,9 3,6 3,4 3,6 4,6 3,9 1,5 bis unter 2 1 bis unter 1,5 1,5 bis unter 2 1 bis unter 1,5 1,0 2008 2007 0,7 0,7 2009 1,0 2008 0,9 0,9 2009 1,3 2010 0,7 0,7 1,1 0,9 1,0 1,1 1,1 0,9 1,0 1,1 1,6 1,3 1,5 1,6 1,2 1,0 1,4 1,2 1,2 1,0 1,4 1,2 1,7 1,5 2,0 1,7 1,8 1,7 2,0 1,8 2,2 2,0 1,6 1,4 1,7 1,6 1,6 1,4 1,7 1,6 2,3 2,0 2,4 2,3 1,9 1,7 2,0 1,9 1,8 1,7 2,0 1,8 2,7 2,8 3,3 2,7 3,5 3,3 2,0 2,2 2,5 2,0 2,7 2,5 1,9 2,0 2,3 1,9 2,5 2,3 3,5 2,7 2,5 1,2 2011 2010 1,2 0,9 2012 1,2 2011 1,4 1,1 1,2 2013 1,2 0,9 2012 1,2 2014 2013 1,3 1,1 2015 1,2 2014 1,4 1,2 1,1 2016 1,3 1,1 2015 1,6 1,4 1,8 1,6 1,3 1,1 1,4 1,3 1,3 1,2 1,5 1,3 2,7 2,4 2,9 2,7 1,9 1,8 2,1 1,9 2,3 2,1 1,5 1,4 1,7 1,5 1,6 1,5 1,8 1,6 1,9 2,0 2,3 1,9 2,5 2,3 2,8 2,9 3,4 2,8 3,7 3,4 2,2 2,3 2,6 2,2 2,8 2,6 1,8 1,7 1,7 1,8 1,9 1,8 1,8 1,9 1,6 1,4 1,7 1,6 1,6 1,7 1,4 1,2 1,5 1,4 1,4 1,5 1,2 1,1 1,3 1,2 1,2 1,3 1,1 2017 2016 1,2 1,1 2018 1,1 2017 1,1 1,0 2018 0,9 2019 1,2 1,1 2,1 1,7 2,3 2,1 2,2 1,8 2,4 2,2 2,0 1,6 2,1 2,0 1,7 1,4 1,8 1,7 1,5 1,2 1,6 1,5 1,4 1,1 1,5 1,4 1,2 1,0 1,3 1,2 1,2 0,9 1,3 1,2 1,2 2020 2019 1,3 1,1 1,2 2020 2,5 3,7 2,8 2,3 2,4 2,1 1,8 1,6 1,5 1,3 1,3 1,3 0,9 bis unter 1 0,8 bis unter 0,9 0,9 bis unter 1 0,8 bis unter 0,9 Foto: ZUMA Press/Alamy Stock Photo 1,1 0,7 bis unter 0,8 < 0,7 0,7 bis unter 0,8 < 0,7 15 12.05.21 10:15
moneymarkets PUZZLETEILE: „eine robuste Aktienmarktentwicklung“ MARKTANALYSE FOCUS-MONEY begeistert sich für Aktien und hält Rohstoffen die Stange. An diesen Märkten regiert König Bulle. Dass Zinsen und Dollar die heile Welt stören könnten, ist vorerst unwahrscheinlich Wer ist hier der Tenbagger? Seit der Jahrtausendwende stieg die Bilanzsumme der europäischen und der amerikanischen Notenbank um 800 bzw. 1100 Prozent. Das kommt einem Tenbagger sehr nahe. Bilanzsummen von Notenbanken prozentuale Entwicklung seit 1.1.2000 600 FM21016A 16 400 Finanzkrise 200 EZB 2000 Fotos: 123RF (3), Can Stock Photo 800 US-Notenbank von DIRK REICHMANN 16 1000 Corona-Pandemie Composing: FOCUS-MONEY 05 10 15 0 Quelle: Bloomberg Es muss passen 2020 FOCUS-MONEY 21/2021 12.05.21 11:03
S chön ist das nicht. An allen Ecken und Enden treffen Anleger auf Widrigkeiten, die ihnen das Leben an der Börse madig machen wollen. Zu allem Überfluss scheint die Inflation nicht so tot zu sein, wie man jahrelang dachte. In China führen die Sorgen bei Angebotsverknappungen etwa bei Eisenerz bereits zu spekulativen Käufen. Das bringt Zinsmärkte unter Druck, was wiederum die Aktienmärkte nicht unberührt lässt. Zahlreiche Charts in diesem Artikel zeigen Anlegern, was die Kapitalmärkte derzeit bewegt und wie sie in der Vergangenheit reagierten. Das ist nicht nur negativ für die großen Börsen. Risiko? Chancen! Ein Puzzleteil greift ins andere, sodass letztlich alles passt. Dafür nahm sich FOCUS-MONEY die Einzelteile der Finanzmärkte vor. Das fängt an bei der Bewertung des S&P-500-Index mit seinem Kurs-Gewinn-Verhältnis (s. Kasten r.), sparte Indikatoren wie den New-High-Index oder die Einkaufsmanager-­ Barometer (s. Kästen S. 18) nicht aus und warf zum Schluss einen Blick auf die Zinsen, den Greenback und die Rohstoffe (s. Kästen S. 19). Aus unserem Ergebnis machen wir keinen Hehl. Zum Schluss gaben wir Entwarnung – nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Gut für den S&P-500-Index, gut für den Dax. Dass die Börse keine Einbahnstraße ist, dürfte dabei jedem klar sein. Korrekturen an den Aktienmärkten irritieren den Aktionär. Diese Verlustphasen sind so etwas wie ein Naturgesetz, müssen allerdings nicht das Ende der langjährigen Hausse sein. Eher eine Gelegenheit. Mächtige Verbündete wie internationale Notenbanken stehen seit Jahren auf der Seite der Aktionäre und fluten die Landschaft mit Geld (s. Grafik S. 16). Wer jemals einen Tenbagger (eine Verzehnfachung des Index, der Aktie) gesucht hat, wird bei Bilanzsummen oder Geldmengen fündig. Und ohne Moos ist an der Börse nichts los. FOCUS-MONEY bleibt trotz der aktuellen Irritation an den Aktienmärkten also gelassen. Mit dieser Einstellung stehen wir nicht allein. Die Deutsche Bank schreibt in den „Perspektiven am Morgen“: „Nach vorne blickend verspricht die Hybridökonomie aus langfristig profitablen Tech-Trends und zyklischem Rückenwind durch die Konjunktur eine robuste Aktienmarktentwicklung.“ Oder: „Gegenüber dem Vorjahr konnten die Konzerne des S&P-500-Index ihre Gewinne im Schnitt um 50 Prozent steigern.“ Das lag über den Erwartungen. Wer jetzt mit dem Finger auf das hohe Kurs-Gewinn-Verhältnis zeigt, trifft einen wunden Punkt. Der S&P-500-Index wirkt teuer. Allerdings dürfte das selbst bei moderat steigenden Zinsen kein Problem sein. Der Rückgang der Renditen seit der Jahrtausendwende machte die Staatsanleihen immer unattraktiver. Aktien waren dagegen begehrt. Das hat einen Grund: Der theoretisch „faire Wert“ vieler Anteilscheine, gemessen am Dividenden-Diskontierungs-Modell, stieg mit fallenden Zinsen (Unterstellung: etwa konstante Dividendenzahlungen und sinkender Kalkulationszinssatz). Wer von einer Fortsetzung der weltweiten Konjunkturerholung ausgeht, geht in der Regel auch von gut verdienenden Unternehmen aus, die ihren Anteilseignern kontinuierlich höhere Dividenden zahlen. Das steigert den „fairen Wert“ der Aktie oder des Index – wenn die Zinsen nicht zu stark und zu schnell steigen. FOCUS-MONEY 21/2021 FM21017A 17 KURS-GEWINN-VERHÄLTNIS „Lächerlich billig“ Anleger bekommen bei dem Chart (s. Grafik u.) Höhenangst. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) des S&P500-Index steigt. Anfang der 1970er-Jahre betrug es 15, derzeit liegt es bei rund 30. Das heißt: In 50 Jahren ist das Börsenbarometer doppelt so „teuer“ geworden. Das KGV errechnet sich, indem der Kurs (hier des Index) durch den Gewinn je Aktie/Index dividiert wird. Je niedriger das KGV, desto günstiger ist die Anlage. Ein hohes KGV schreckt ab. Das aber ist nur die halbe Wahrheit. Der 10-Jahres-Durchschnitt des KGV zeigt Anlegern, wie der Hase läuft. Bis Anfang der 1980er-Jahre sank dieses arithmetische Mittel auf unter zehn. Für viele Anleger galten US-Aktien als Schnäppchen. Die Ausverkaufsstimmung hatte einen Grund: Die zehnjährigen USZinsen stiegen in wenigen Jahren auf über 15 Prozent. Seit Anfang der 1980er-Jahre sanken die Renditen wieder, was dem S&P-500-Index neues Leben einhauchte. Der Zusammenhang ist offensichtlich: Sinkende Zinsen sind gut für Aktien, da sie eine Höherbewertung häufig rechtfertigen – gemessen am KGV. Das meint FOCUSMONEY und sieht sich in guter Gesellschaft. Kein Geringerer als der Starinvestor Warren Buffett sagt in einem Interview, das Aktien „lächerlich billig“ seien. Nur wenn die Zinsen zu schnell und zu stark steigen, sollten Anleger sich Sorgen machen. Bei den zehnjährigen deutschen Staatsanleihen liegt eine wichtige Marke bei null Prozent. Die sollte nicht dauerhaft überschritten werden. Bis dahin aber gilt wohl: La hausse amène la hausse (Die Hausse bringt die Hausse). Kontinuierliche Höherbewertung S&P-500 Kurs-Index in Punkten, logarithmische Darstellung 3200 1600 ähnliche Situationen 800 400 200 100 Quelle: Bloomberg 50 Kurs-Gewinn-Verhältnis im S&P-500 30 Aktien werden günstiger 20 Aktien werden teurer 10-Jahres-Durchschnitt steigende sinkende Zinsen Zinsen 1970 1980 1990 2000 2010 10 0 2020 Quelle: Bloomberg 17 12.05.21 11:03
moneymarkets NEUE HOCHS ISM-MANUFACTURING Hohe Wahrscheinlichkeit Es kommt noch besser Aktien, die ein neues Hoch erreichen, erfreuen sich der Aufmerksamkeit vieler Investoren. Dabei denken die Investoren nicht um mehrere Ecken. Sie argumentieren einfach und meinen: Diese Anteilscheine sind teurer geworden, was sicherlich Gründe haben wird. Von daher kann man sie kaufen. Dieses Vorgehen klingt einfach, obwohl man einiges aus den Charts lesen kann. Die Datenreihe zeigt die „neuen Hochs“ (s. Grafik u.) an der New York Stock Exchange, der Nyse. Es handelt sich bei den Hochs um 52-Wochen-Hochs. FOCUS-MONEY nutzte bei seinen Berechnungen nur die Monats-Schlusskurse der Datenreihe. Wir addierten die letzten zwölf Zahlen und dividierten die Summe durch zwölf. Im Dezember 2003, im Mai 2007 oder im März 2013 stieg der Indikator über 350. Bis auf das Jahr 2007 sind das Zeiten gewesen, in denen die amerikanischen Börsen stets zulegten. Viele andere Indizes wie der Dax folgten dem Beispiel. Die Interpretation des Indikators in diesem Zeitfenster spricht für die Methode. Wenn das arithmetische Mittel unter 50 gefallen ist, landen US-Aktien auf der Watchlist von Investoren. Sie werden also erst einmal nur zum Kauf vorgemerkt. Erst wenn der Indikator wieder über 50 steigt, kaufen die Börsianer unbeschwert ein. Das war in diesem Zeitfenster im Februar 2010 und im Februar 2016 so. Und derzeit wieder. Wir setzen also auf einen Erfolg des „NewHigh-Index“ wie in der Vergangenheit. Sie können auch so argumentieren: Wenn dieser Indikator steigt, steigt die Wahrscheinlichkeit, eine Aktie zu kaufen, die ein 52-Wochen-Hoch erreichte. Der ISM-Manufacturing-Index (s. Grafik u.) ist ein Gradmesser für den Zustand der US-Wirtschaft. Dafür werden monatlich 300 Einkaufsmanager des verarbeitenden Gewerbes befragt. Wenn dieser Indikator ein hohes Niveau erreicht, ist die Nachfrage nach Produkten hoch. Der Grund: In den Fabriken der USA wird emsig bestellt. Bereits ein Punktestand über 50 deutet auf eine wirtschaftliche Expansion hin. Zuletzt notierte der ISM-Manufacturing bei über 60 Punkten. Optimisten würden das als Auftakt zur Hochkonjunktur bezeichnen. 60 Punkte! Das ist ein Niveau, das seit der Jahrtausendwende nur zweimal erreicht wurde – Anfang 2004 und Anfang 2018. FOCUS-MONEY interpretiert das nicht als überhitzten Zustand der US-Wirtschaft, sondern als Auftakt zu einer konjunkturellen Aufwärtsbewegung, die erst später zu einem überhitzten Zustand führt. Das klingt optimistisch, sieht die Börse derzeit aber wohl genauso: Anfang 2004 notierte der Dow Jones bei rund 10 000 Punkten, Ende 2007 40 Prozent höher. Anfang 2018 stand das Börsenbarometer bei 26 000 Punkten, derzeit bei 34 777 Punkten. Das sind gute Zeiten für Investoren gewesen, die dieser Methode mit dem ISM-Manufacturing folgten. Wer auf diese optimistische Interpretation des ISM vertraut, kann wohl nicht anders, als Aktien zu kaufen. In der Euro-Zone mit Deutschland sehen die Einkaufsmanager-Indizes (s. Grafik ganz unten) ausgesprochen konstruktiv aus. Das spricht für europäische Aktien. Für Japan spricht die Konstanz. China kann diesen Vorgaben nicht folgen. Gute Kaufgelegenheit ISM-Manufacturing-Indikator in Punkten Dez. 2003, S&P500: 1100 Punkte Russell-3000-Index Kurs-Index in Punkten Dez. 2020, S&P-500: 3750 Punkte Feb. 2018, S&P-500: 1350 Punkte 2500 50 2000 1500 Corona-Pandemie Hightech-Blase 500 0 Anzahl der Aktien mit neuen Hochs an der New York Stock Exchange 400 12-Monats-Linie 2000 Quelle: Bloomberg 18 FM21018A 18 2020 2020 60 300 0 15 15 Monatswerte in Punkten China 50 Japan Kaufzeitpunkte 100 10 30 10 Einkaufsmanager-Indizes 200 05 05 Quelle: Bloomberg 40 Finanzkrise 1000 2000 60 40 2020 Deutschland Euro-Zone MÄR A M J J 30 2021 A S O N D JAN F MÄR Quelle: Statista FOCUS-MONEY 21/2021 12.05.21 11:03
ZINSEN DOLLAR UND ROHSTOFFE Gute Zeiten, schlechte Zeiten Rohstoffe hui, Dollar pfui Als die Zinsen in den USA und Deutschland zur Jahrtausendwende zu rutschen begannen, ahnten nur wenige, wohin das führen würde. Die Renditen der zehnjährigen amerikanischen Staatsanleihen fielen von mehr als sechs auf zeitweise unter ein Prozent, die der deutschen Pendants sogar unter null (s. Grafik u.). Wer will, kann eine solche Entwicklung auch mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis fassen: Beträgt die Rendite sechs Prozent, liegt das KGV der Anleihe bei 16,7 (eins durch sechs multipliziert mit 100). Sinkt die Rendite auf eins, beträgt das KGV 100 (eins durch eins multipliziert mit 100). Liegt die Rendite im negativen Bereich, kann kein KGV ermittelt werden. Anleihen sind also sowohl in den USA als auch in Deutschland teuer, Aktien günstiger. Die Mahnung an die Fans von Rentenpapieren – immer besonnen bleiben. Denn wenn die Zinsen steigen, fallen die Kurse der Anleihen. In den vergangenen Wochen sind die amerikanischen Zinsen kräftig geklettert. Vorsichtige Anleger registrieren das. Sie wissen allerdings auch, dass Aktien derzeit weiterhin besser bewertet sind. Dafür erinnern sie sich des KGV. Wenn die US-Zinsen auf drei Prozent steigen, beträgt dieses Bewertungsmaß 33,3 (eins durch drei multipliziert mit 100). Dann wären US-Bonds und US-Aktien aus heutiger Sicht ähnlich hoch bewertet. Niemand in verschuldeten und Kapital suchenden Staaten dürfte allerdings Interesse an steigenden Zinsen haben. Das funktionierte bislang recht gut: In Euro-Land hat die Europäische Zentralbank seit Jahren Staatsanleihen gekauft. Dauerhafte Zinssteigerungen blieben so aus. Der Dollar-Index und die Rohstoffe pflegen eine innige Beziehung (s. Grafiken u.). Wenn der US-Dollar gegenüber wichtigen Währungen Boden gutmacht, neigt der CRBRohstoff-Index zur Schwäche. Wenn der Greenback schwächelt, geht auch den Rohstoffen häufig die Puste aus. Indiz: Die Dollar-Stärke vom ersten Halbjahr 2011 bis Anfang 2020 kostete die Rohstoffe viele Fans – der CRB-RohstoffIndex fiel nach Ausbruch der Corona-Pandemie zwischenzeitlich auf ein 20-Jahres-Tief. Anmerkung: In dem DollarIndex tummeln sich verschiedene andere Währungen zum Greenback, wie der Euro, der Yen und das Pfund. Inflation galt als ein Relikt der Vergangenheit, gewann zuletzt aber an Fahrt. Eine Beschleunigung ist die Sorge vieler Marktteilnehmer. Denn der Dollar neigt derzeit ­massiv zur Schwäche, was den Aufwärtstrend des CRB-­ Rohstoff-Index beflügeln könnte. Die Entscheidungszone sehen Charttechniker bei 210 Punkten. Steigt das Barometer über diese Marke, würde das den Bodenschätzen wie Rohöl oder Kupfer Aufwärtspotenzial bescheren. Selbst der Spread ist nicht mehr das, was er war. Ende 2014 stieg die Differenz zwischen den US-Staatsanleihen und ihren deutschen Pendants über rund 1,25 Prozent (s. Grafik Kasten l. u.). Das war der höchste Wert seit der Jahrtausendwende. Das sollte dem Euro-Dollar-Währungskurs nutzen, schließlich zahlen die USA den Anleihenkäufern deutlich mehr für ihr Geld. Es funktionierte nicht mehr. In den vergangenen Jahren kam es offenbar zu einer Neubewertung der USA. Das könnte zu einem tendenziell schwächeren Dollar führen. Langjährige Talfahrt Der eine runter, der andere hoch Zehnjährige Staatsanleihen Dollar-Index und Rohstoffpreise Renditen in Prozent 6 120 Top-Bildung: Dollar schwächelt 4 USA Finanzkrise US-Dollar-Index in Punkten 100 2 Deutschland Aufwärtstrend 0 Corona-Pandemie 60 –2 CRB-Rohstoff-Index in Punkten Spread zwischen den Renditen in Prozent 2 Neubewertung Abwärtstrend –1 05 Quelle: Bloomberg FOCUS-MONEY 21/2021 FM21019A 19 10 15 2020 200 Entscheidungszone 0 400 300 1 2000 80 100 0 2000 05 10 15 2020 Quelle: Bloomberg 19 12.05.21 11:03
moneymarkets RÄDERWERK: Der Autozulieferer punktet bei Kunden und Anlegern PWO Schwere Orders mit leichtem Bau Mit Leichtmetallteilen für Gehäuse oder tragende Teile bei Fahrzeugen und Elektro liegt der 1919 gegründete Mittelständler, damals Weltmarktführer für Luftpumpen, voll im Trend der Zeit. Die Aktie spiegelt dies nur unzureichend wider von BERND JOHANN D ie Zahlen machten Eindruck, vor allem auch an der Börse: die Umsätze im ersten Quartal 2021 mit 110,2 Millionen Euro bereits wieder über dem noch kaum von Corona infizierten gleichen Vorjahreszeitraum, das Periodenergebnis mit 4,1 Millionen Euro sogar um 17 Prozent höher. Hinzu kommt ein dicker Auftragseingang von 135 Millionen Euro. Erfreulich seien die Zahlen, meint der Vorstand des Progress-Werks Oberkirch (PWO) und schraubte gleich die Prognose für das ganze Jahr merklich nach oben. Die Börse klatschte Beifall mit einem Kursanstieg von zunächst zehn Prozent. Es könnte noch einiges hinterherkommen. 20 FM21020A 20 Fotos: PWO, iStock Ambitionierte Ziele Zuvor ereilte die Aktie das Schicksal der meisten Autozulieferer. Nachdem schon 2018 und 2019 wegen flauer Branchenkonjunktur nicht berauschend waren und die Aktie unter Druck kam, versetzte Corona dem Kurs mit einer nochmaligen Halbierung im vergangenen Frühjahr einen erneuten Stoß. Das weitere Geschäft 2020 lieferte gleichfalls wenig Anlass für eine Wende: Umsatz fast 20 Prozent runter auf 371 Millionen Euro, das Ergebnis rutschte von plus 9,1 Millionen oder 2,91 Euro je Aktie 2019 auf minus 11,7 Millionen Euro. Die Dividende fiel wie schon im Vorjahr aus. Composing: FOCUS-MONEY FOCUS-MONEY 21/2021 12.05.21 11:01
Delle nachhaltig überwinden Die Trümpfe stechen. Dabei übersah die Börse im CoronaSchock zwei wichtige Fakten: PWO bedient mit seinen Produkten einen elementaren Trend in der Auto- wie auch in der Elektroindustrie: den wachsenden Zwang zur Leichtbauweise. In der Fahrzeugbranche ist Leichtbau umso mehr gefragt, je stärker sich Elektroautos mit schweren Batterien durchsetzen. PWO gilt hier in der Herstellung und Formung stabiler Metallteile mit geringem Gewicht wie Träger oder Gehäuse als global führend. Mit „Mobilität der Zukunft mitgestalten“ stellt der Vorstand ambitionierte Ansprüche an sich selbst. Schon vor Corona startete er Programme zur Steigerung von Effizienz und Rentabilität. Aktuell verfügt er über weitere 130 Millionen Euro zum Ausbau des Geschäfts. Zweiter Trumpf: die internationale Präsenz mit Standorten in Deutschland, Tschechien, Kanada, Mexiko und China. Sie zahlt sich jetzt voll aus: Zwar hinken Europa und Kanada noch etwas hinterher, im Sog der internationalen Konjunktur ziehen Mexiko und China indes bereits wieder deutlich an. Als Folge schraubte PWO die Prognose für den Umsatz 2021 auf 400 Millionen Euro und mehr nach oben und für das Geschäftsergebnis (Ebit) auf mindestens 15 Millionen Euro (Vorjahr minus 8,1 Millionen). Voraussetzung: Corona grätscht mit langen Lockdowns nicht erneut dazwischen. Gewinnsprung absehbar. Auf die Börse übertragen, würde dies 2021 wieder für einen Gewinn je Aktie von klar mehr als zwei Euro und für die Folgejahre aller Voraussicht nach – wie bereits 2016 und 2017 – von drei Euro und mehr sprechen. Die Analysten rechnen 2022 sogar schon mit Erträgen um vier Euro je Aktie. Der Optimismus hat einen konkreten Hintergund: PWO ist zwar kein Wachstumswert. Die Umsätze lagen in den Vor-Corona-Jahren aber stets nachhaltig über 400 Millionen Euro. Der Vorstand peilt dank Innovationskraft und Marktstellung künftig ein jährliches Ordervolumen von 500 Millionen Euro an. Dies würde auch die Umsatzgrenze nach oben schieben. Gelingt das, dürfte das Ertragsniveau ebenfalls steigen – und mit ihm der Aktienkurs. Der PWO-Vorstand sieht sein Unternehmen gut positioniert für künftiges Wachstum. 2021 rechnet er mit einem Umsatzsprung von um die zehn Prozent. Umsatzentwicklung in Millionen Euro, ab 2021 Prognose 409,6 2016 461,0 476,3 458,6 371,2 17 18 19 405,0 20 21 450,0 2022 Quellen: PWO, Bloomberg Ertragsrekorde erwartet Effizientere Produktion, wachsende Umsätze – das Duo soll schnell höhere Erträge bringen. Die Analysten rechnen ab 2022 mit neuen Gewinn-Tops. Jahresüberschuss in Millionen Euro, ab 2021 Prognose 10,1 9,5 2016 17 12,8 9,1 6,6 18 19 7,9 20 21 2022 Quellen: PWO, Bloomberg –11,7 Zurück zu alten Höhen? Für die PWO-Aktie war die Geschäftsprognose für 2021 vom April ein „Hallo-Wach“-Ruf. Kann der Vorstand seine Pläne umsetzen, sollten auf Sicht von sechs bis zwölf MonatenProgresswerk die Höchstkurse der Vorjahre von um die 50 Euro wieder ins Visier rücken. Quelle: Bloomberg Aktienkurs in Euro 50 45 40 35 30 25 e = erwartet 20 15 2017 FOCUS-MONEY 21/2021 FM21021A 21 18 19 20 Quelle: Bloomberg 696800/DE0006968001 Börsenwert 94 Mio. € Kurs-Gewinn-Verhältnis 2021/22 12,1/8,5 Dividendenrendite in 2021/22e 0,0/2,8 % Kursziel/Stoppkurs 50,00/25,00 € Risiko ■ ■ ■ ■ ■ Kurspotenzial 65 % WKN/ISIN 2021 21 12.05.21 11:01
moneymarkets 2007/08: Weltfinanzkrise 2000: Platzen der Dotcom-Blase Immer weiter! Auch wenn der Deutsche Aktienindex hin und wieder eine Delle verkraften musste, so verlief er langfristig stets nach oben. Trotz anhaltender Corona-Krise könnte der Dax noch in diesem Jahr die Marke von 16 000 Punkten knacken. Dax Performance-Index in Punkten 1995 96 97 98 99 2000 DAUERDIVIDENDEN Die Devise? Dividende! Vier Krisen zu überstehen ist die eine Sache, Dividenden aber nie zu kürzen eine andere. Diesen Unternehmen gelang das Kunststück von TIM HOLZAPFEL D as Platzen der Dotcom-Blase kurz nach der Jahrtausendwende, die globale Finanzkrise 2007 und 2008, die Euro-Krise seit 2010 und die anhaltende CoronaKrise. Die deutsche Wirtschaft im Allgemeinen sowie Unternehmen im Einzelnen mussten sich in den vergangenen 25 Jahren schwierigen Herausforderungen stellen. 20 Firmen, die zehn Jahre lang ihre Dividende nie gesenkt haben, sahen sich wegen der Corona-Pandemie gezwungen, erstmals die Ausschüttungen an ihre Anleger zu kürzen. Das geht aus der Dividendenstudie 2021 der Röhl Capital GmbH hervor. Betrachtet man die 160 Unternehmen aus den wichtigen deut- 22 FM21022A 22 Fotos: Bloomberg 01 02 03 04 05 06 07 08 schen Aktienindizes Dax, MDax und SDax, wird nach dem krisengebeutelten Jahr für 2021 wieder ein Anstieg der insgesamt ausgeschütteten Dividenden erwartet: 4,9 Prozent auf 44,7 Milliarden Euro im Vergleich zu 2020. Konstante Zahlungen. Doch einigen Konzernen gelang es nicht nur, den großen Wirtschaftskrisen zu trotzen, sondern auch an den Ausschüttungen an ihre Investoren seit dem Ende des 20. Jahrhunderts festzuhalten – wie die Tabelle auf Seite 23 zeigt. Zwölf deutsche Unternehmen senkten ihre Dividenden seit 25 Jahren nicht, allen voran der Software-Konzern SAP. Im Durchschnitt erhöhte er seine Ausschüttungen um 15 Prozent pro Jahr. Schaut man sich den Zeitraum seit 1997 an, stieg die Dividende von acht Cent je Aktie auf 1,85 Euro in diesem Jahr. Sieben weitere Gesellschaften aus der Dax-Indexfamilie kürzten ihre Dividenden in diesem Zeitraum nicht, dasselbe gilt für Traditionskonzerne aus dem Freiverkehr, etwa die Nürnberger Versicherung und das Gesundheitsunternehmen Paul Hartmann. Mit Fresenius gibt es in den deutschen Indizes sogar einen Dividendenaristokraten, also einen Konzern, der seine Gewinnanteile in den vergangenen 25 Jahren annuell erhöhte. „Die Ausschüttungspolitik dieser Unternehmen sieht eine ‚atmende Dividende‘ vor“, sagt Investor und Kapitalmarktexperte Christian Röhl. „In guten Zeiten wird eher defensiv ausgeschüttet, sodass ein Puffer für mögliche Krisenjahre entsteht.“ Sicherer Nebenverdienst. Für Anleger bedeuten zuverlässige Dividendenzahler Sicherheit. Aktien, die ein regelmäßiges Zusatzeinkommen garantieren, hat schließlich jeder gern im Depot. Hinzu kommen mehr als solide Kurschancen, wodurch sich eine zweite Renditequelle generieren lässt – auch wenn Dividendenaktien nicht gerade zu den heißesten Composing: FOCUS-MONEY FOCUS-MONEY 21/2021 12.05.21 11:41
SEIT 2020: Corona-Krise 14 000 13 000 SEIT 2010: Euro-Krise 12 000 11 000 10 000 9 000 8 000 7 000 6 000 5 000 4 000 3 000 2 000 09 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 2021 Zuverlässiger Zahler Wachstumswerten zählen. Trotzdem gibt es mit Fresenius Medical Care auch einen Wert in der Liste, der von Analysten ein Kurspotenzial von knapp 55 Prozent zugeteilt bekommt. Eines steht fest: Mit einem Investment in eine der unten aufgelisteten Aktien können Sie nicht viel falsch machen. Sie profitieren von bewährten Geschäftsmodellen – und von konstanten Ausschüttungen. Komme, was wolle! Der Dividende von Dax-Primus SAP konnte keine der Krisen etwas anhaben. 1,6 1,2 0,8 Dividendenzahlungen von SAP 0,4 in Euro je Aktie 0 95 2000 Dauerhaft Dividende: 15 verlässliche Werte Unternehmen WKN/ISIN SAP Münchener Rück Fresenius Fuchs Petrolub Henkel Nürnberger Baywa Hornbach Baumarkt Beiersdorf Paul Hartmann Rheinland Holding Hornbach Holding Fresenius Medical Care Hamborner REIT Sedlmayr Grund 716460/DE0007164600 843002/DE0008430026 578560/DE0005785604 579040/DE0005790406 604843/DE0006048432 843596/DE0008435967 519406/DE0005194062 608440/DE0006084403 520000/DE0005200000 747404/DE0007474041 841510/DE0008415100 608340/DE0006083405 578580/DE0005785802 A3H233/DE000A3H2333 722400/DE0007224008 Quellen: Bloomberg, Dividendenstudie 2021 der Röhl Capital GmbH FOCUS-MONEY 21/2021 FM21023A 23 Börsenwert Dividende je Dividenden- Dividenden Stoppkurs in Mrd. Euro Aktie 2021/22e wachstum* nicht gesenkt in Euro in Prozent seit . . . Jahren 142,1 33,9 22,9 5,5 28,3 0,87 1,5 1,1 23,9 1,4 0,14 1,3 19,0 0,73 2,3 1,85/1,90 9,80/10,25 0,88/0,91 0,98/1,00 1,85/1,85 3,30/k. A. 1,00/0,95 0,90/0,90 0,70/0,70 8,00/k. A. 1,20/1,20 2,00/2,00 1,34/1,40 0,47/0,47 29,00/k. A. 15,1 13,8 13,1 12,6 9,4 7,7 7,1 6,7 6,5 5,3 5,0 4,0 9,4 3,5 13,0 25 25 25 25 25 25 25 25 25 25 25 25 24 24 23 98,99 205,96 35,22 30,39 79,92 65,03 36,04 28,90 80,56 328,95 30,60 69,62 54,43 7,99 2720,00 05 10 15 Quelle: Bloomberg 08 2020 Kurspotenzial in Prozent 15,9 19,7 30,0 23,1 18,1 11,1 29,7 52,4 11,8 k. A. k. A. 20,9 54,6 20,6 k. A. e = erwartet; *CAGR (durchschnittliche jährliche Wachstumsrate) Aktien, die ein regelmäßiges Zusatzeinkommen garantieren, hat jeder gern im Depot“ TIM HOLZAPFEL, FOCUS-MONEY 23 12.05.21 11:41
So viel Dividende wie noch nie Aufwind nach kurzer Tech-Krise SAP Das Unternehmen: Seit 1995 ist der baden-württembergische Software-Konzern SAP Teil des Dax und stellt Betrieben jeder Größe Geschäftssoftware bereit. Ein Erfolgsfaktor: die Vielseitigkeit des Unternehmens. SAP ist unter anderem in den Branchen Energie, Finanzen, Konsumgüter und Dienstleistung tätig. Aktienkurs in Euro 80 60 40 Die Zahlen: Seit dem Zwischentief Ende Oktober 2020 stieg die SAP-Aktie um gut 27 Prozent. Vom Allzeithoch von 142,50 Euro sind die Walldorfer aber noch etwas entfernt. Analysten prognostizieren allerdings weiterhin wachsende Umsätze. Die Dividende für das letzte Geschäftsjahr beträgt 1,85 Euro je Aktie – ein neuer Höchstwert. Im Vorjahr lag sie noch bei 1,57 Euro pro Anteilschein. 20 2010 12 14 16 18 2020 716460/DE0007164600 Börsenwert 142,1 Mrd. € Kurs-Gewinn-Verhältnis 2021/22 23,1/22,6 Dividendenrendite 2021/22e 1,6/1,7 % Stoppkurs 98,99 € Risiko ■ ■ ■ ■ ■ Kurspotenzial 16 % Demografischer Wandel bietet Chancen Solides Wachstum voraus Vor allem die Unsicherheiten durch Covid-19 belasten den Aktienkurs des Gesundheitsunternehmens. Analysten rechnen aber mit lukrativen Aufwärtsbewegungen des Charts. Das Unternehmen: Der Gesundheitskonzern Fresenius ist in mehrere eigenständig agierende Unternehmensbereiche untergliedert. Dazu zählen neben Fresenius Medical Care auch die Kliniken-Gruppe Helios, der Medikamentenanbieter Fresenius Kabi und Fresenius Vamed mit Fokus auf das Management von Institutionen im Gesundheitswesen. Die Arbeitsfelder reichen von der Dialyse über Infusionstherapien bis hin zu klinischer Ernährung. Fresenius Aktienkurs in Euro 70 Die Zahlen: Im Pandemiejahr 2020 gelang es dem Medizinunternehmen, seinen Umsatz auf 36,3 Milliarden Euro zu steigern. In zwei Jahren sollen laut Schätzungen von Experten zwei Kennzahlen des Konzerns wichtige Marken knacken: Der Erlös könnte auf über 40 Milliarden Euro steigen und der Gewinn je Aktie mit prognostizierten 4,06 Euro eine weitere Grenze durchbrechen. Aktuell liegt er bei einem Euro weniger. Die Dividende in diesem Jahr erreicht mit 0,88 Euro je Aktie einen neuen Höchstwert (Vorjahr: 0,84 Euro). 2010 Die Vision: Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Fresenius weiterhin mit Einflüssen der Covid-19-Pandemie, erwartet laut offiziellem Konzernausblick aber ein Umsatzplus im einstelligen Prozentbereich. Vor allem die Diversifikation im Produktportfolio spielt den Bad Homburgern in die Karten. Hinzu kommen die Megatrends Gesundheit und Demografie: Ein Blick geht in Richtung der Schwellenländer, wo der Gesundheitssektor stetig wächst. Ein zweiter Punkt, der Wachstum verspricht, ist die alternde Bevölkerung. Bereits 2019 waren knapp zehn Prozent der Weltbevölkerung älter als 65 Jahre. 578560/DE0005785604 Börsenwert 22,9 Mrd. € Kurs-Gewinn-Verhältnis 2021/22 12,7/11,2 Dividendenrendite 2021/22e 2,1/2,3 % Stoppkurs 35,22 € Risiko ■ ■ ■ ■ ■ Kurspotenzial 30 % 24 FM21024A 24 Foto: SAP e = erwartet WKN/ISIN Quelle: Bloomberg Die Vision: Der Vorstandsvorsitzende Christian Klein hält an der Strategie fest, vermehrt in die Cloud-Sparte zu investieren – auch wenn kurzfristige Gewinne darunter leiden können. 120 100 50 30 10 12 14 16 18 2020 Quelle: Bloomberg WKN/ISIN e = erwartet moneymarkets HAUPTSITZ IN WALLDORF: Von hier aus leitet SAP-Chef Christian Klein die Geschicke FOCUS-MONEY 21/2021 12.05.21 11:41
Energiereicher Jahresauftakt Neue Höhepunkte Vor allem die Agrar- und die Energiesparte trieben die Umsätze in die Höhe, die dadurch die Erwartungen der Analysten übertrafen. Die Aktie befindet sich im Aufwärtstrend. Das Unternehmen: Ursprünglich als Unternehmen für die Landwirtschaft gegründet, ist die Baywa heute ein weltweit agierender Konzern mit weiteren Schwerpunkten in den Bereichen Energie sowie Innovation und Digitalisierung, wo die vielversprechenden Bereiche E-Business und Digital Farming gebündelt werden. Letzteres soll ein künftiges Steckenpferd des Konzerns werden – eine führende Rolle in Europa wird angestrebt. BayWa Aktienkurs in Euro 45 Die Zahlen: Die Zahlen des ersten Quartals 2021 fielen laut einer Studie von Warburg besser aus, als die Expertenschätzungen es vorhersagten. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um über zehn Prozent auf 4,3 Milliarden Euro und ergibt sich in erster Linie aus den Geschäften der Bereiche Landwirtschaft und erneuerbare Energien. Auch der gesamte Erlös in diesem Jahr soll laut Prognosen wachsen: um rund sieben Prozent auf 18,3 Milliarden Euro. 40 35 30 25 2010 12 14 16 18 2020 519406/DE0005194062 Börsenwert 1,5 Mrd. € Kurs-Gewinn-Verhältnis 2021/22 49,3/34,0 Dividendenrendite 2021/22e 2,4/2,5 % Stoppkurs 36,04 € Risiko ■ ■ ■ ■ ■ Kurspotenzial 30 % Gewinn je Aktie 2020 fast verdoppelt Starke Nachfrage durch Corona Das Unternehmen: Die Produktpalette des baden-württembergischen Medizin- und Pflegekonzerns Paul Hartmann umfasst neben der Wundversorgung und OP-Einmalprodukten auch das große Feld der Desinfektion und Hygiene. Kein Wunder also, dass das Unternehmen von den Bestimmungen in der Corona-Pandemie profitiert. Nicht nur Desinfektionsmittel wird hergestellt, sondern auch die dazugehörigen Geräte wie Spender und Wandhalter. Gut möglich, dass diese Produkte auch noch gefragt sind, wenn die gängigen Corona-Regelungen außer Kraft gesetzt worden sind. Paul Hartmann Weil Hartmann nur im Freiverkehr und nicht an regulierten Börsen handelbar ist, bleiben fundierte Investmentanalysen aus. Doch eins ist klar: Hartmann gilt als Corona-Profiteur. Aktienkurs in Euro FOCUS-MONEY 21/2021 FM21025A 25 400 350 300 Die Zahlen: 2020 setzte sich das Wachstum der Hartmann-Gruppe fort, der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um gut elf Prozent auf rund 2,4 Milliarden Euro. Besonders sticht der Gewinn je Aktie hervor, der sich von 16,41 Euro 2019 auf 29,98 Euro im letzten Jahr fast verdoppelte. Auch im Unternehmen ist man zuversichtlich, die nächsten Jahre ähnlich erfolgreich gestalten zu können, selbst wenn die für den Konzern positiven Corona-Effekte mit den fortschreitenden Impfungen ein wenig nachlassen dürften. 250 200 150 2010 12 14 16 18 2020 747404/DE0007474041 Börsenwert 1,4 Mrd. € Kurs-Gewinn-Verhältnis 2019/20 17,2/11,9 Dividendenrendite 2019/20 2,5/2,3 % Stoppkurs 328,95 € Risiko ■ ■ ■ ■ ■ Kurspotenzial k. A. e = erwartet WKN/ISIN Quelle: Bloomberg Die Vision: Die aktuelle Strategie von Hartmann verfolgt das Ziel, in den drei Kernsegmenten Wund-, Inkontinenz- und Infektionsmanagement eine führende Marktposition beizubehalten. Der Wettbewerbsdruck im immer weiter wachsenden Gesundheitssektor steigt, bestimmte Zukunftsinvestitionen in neue Produktionsanlagen, Logistiklösungen und die digitale Infrastruktur sollen dazu beitragen, diesem Druck standzuhalten. e = erwartet WKN/ISIN Quelle: Bloomberg Die Vision: Das starke Auftaktquartal der Münchner könnte den Grundstein für ein erfolgreiches Jahr gelegt haben – zumal die ersten Monate saisonal eigentlich zu den eher schwächeren Monaten des Konzerns gehören. Doch mehrere strategische Stroßrichtungen sollen die Wachstumsfähigkeit der Baywa künftig sichern: So entwickelt das Unternehmen etwa neue Geschäftsmodelle – auch durch externe Partnerschaften wie mit der Innovationsplattform Agro Innovation Lab – und treibt die digitale Transformation in allen Konzernbereichen weiter voran. 50 25 12.05.21 11:41
moneykompakt KRYPTOWÄHRUNGEN The show must go on von MARIAN KOPOCZ Elon Musk trat in der US-Late-Night-Show „Saturday Night Live“ auf und kritisierte den Dogecoin, den er zuvor mit einigen Tweets angefeuert hatte. Die Parodie-Kryptowährung DOGE brach daraufhin um 43 Prozent ein und verzeichnet nun eine hohe Volatilität. Der Bitcoin hingegen konnte etwas profitieren und stieg wieder leicht. Wichtig ist jetzt, die Marke von 58 100 US-Dollar zu halten und 61 060 Dollar zu überwinden. Wenn Sie einen Blick in die Tabelle auf der rechten Seite werfen, sehen Sie, dass die Seitwärtsphase den Bitcoin wieder attraktiver machte. Der Relative-Stärke-Index kühlte ab (ein Wert von 70 zeigt einen überkauften Kurs an) und der Bitcoin näherte sich der 20-Wochen-Linie, welche als wichtige Unterstützung gilt. Atemberaubend ist momentan Ethereum. Was die zweitbeste Kryptowährung aktuell so stark macht und wie Anleger sich jetzt verhalten sollten, lesen Sie auf Seite 28. KRYPTO-TICKER +++ Aktuelle Staking-Zinssätze +++ Polkadot: 13,15 Prozent +++ Cosmos: 8,91 Prozent +++ E lon Musk spielte in der US-Show „Saturday Night Live“ einen Finanzexperten. Immer wieder stellten die Moderatoren in einem Sketch die Frage, was Dogecoin eigentlich sei. Musk antwortete in seiner Comedy-Rolle verschiedene Dinge darauf, konnte aber nie erklären, was Wer ist hier dominant? Bitcoin bleibt der Platzhirsch. Hin und wieder proben die Altcoins aber den Aufstand. Anteile an der Marktkapitalisierung in Prozent Bitcoin 80 Quelle: coinmarketcap.com 60 26 FM21026A 26 40 sonstige Kryptowährungen 2016 17 Ethereum 18 20 0 19 20 2021 Foto: iStock Dogecoin ist. Am Ende sagte er: „Yes, it is a hustle.“ Frei übersetzt, bedeutet das Wort „hustle“ Hektik und Trubel, aber auch Abzocke und Schwindel. Hatte Musk mit seinen Tweets noch mitgeholfen, dass Dogecoin seit Jahresbeginn um rund 14 000 Prozent auf 0,72 Dollar stieg, so stürzte der Kurs noch während der Show massiv ab und notierte mit hoher Volatilität zwischen 0,43 und 0,58 Dollar. Der Kryptomarkt ist also weiterhin mit Vorsicht zu genießen. Auch wenn er einige große Chancen bietet. Der Bitcoin verliert an Dominanz. Trotz des umstrittenen Auftritts traf Elon Musk einen Nerv. Denn zuletzt performten vor allem die Altcoins stark, während der Bitcoin konsolidierte. Denn: Altcoins wirken auf Neueinsteiger optisch günstiger, weil ihre Kurse manchmal nur wenige Dollars oder gar Dollar-Cents betragen. Wichtig ist aber natürlich immer die gesamte Marktkapitalisierung. Doch durch die stark steigenden Kurse der Altcoins verliert der Bitcoin etwas an Dominanz. Betrug der Anteil des Bitcoin am gesamten Kryptomarkt im Januar noch fast 74 Prozent, so sank dieser Anteil auf nun nur noch 45 Prozent. Aber Anleger sollten bedenken, dass das Pendel auch ganz schnell wieder in die andere Richtung ausschlagen kann. Der Bitcoin sollte, vor allem für NeuFOCUS-MONEY 21/2021 12.05.21 10:23
Top Ten Kryptowährungen Hinweis: Mit der Blockchain „Internet Computer“ ist eine neue Kryptowährung Mitte Mai an den Start gegangen. Weil es noch nicht genug Daten gibt, nahmen wir die neue Währung noch nicht in unsere gewohnten Top Ten auf. Rang Name 1 Bitcoin Marktkapitali­ sierung Kurs in Euro Preisverän­ RSI auf 20-Wo­ News derung Wochen­ chen-Linie 1 Monat basis in Euro in % 857,7 Mrd. Euro 45 807 –8,76 61,55 2 Ethereum 376,4 Mrd. Euro 3252 3 Binance Coin 82,3 Mrd. Euro 535,8 4 Dogecoin 50,7 Mrd. Euro 0,3876 80,87 34,67 6696 88,14 84,69 74,69 46,6 Mrd. Euro 0,8241 43,6 Mrd. Euro 1,36 41,3 Mrd. Euro 1,19 28,4 Mrd. Euro 30,31 20,8 Mrd. Euro 1106 –1,92 33,33 0,31 –11,49 89,63 – 73,92 66,92 59,91 71,26 19,8 Mrd. Euro –11,13 69,91 5 6 7 8 9 Tether Cardano Ripple Polkadot Bitcoin Cash 10 Litecoin ER 294,6 40 675 Der Mai ist historisch bullish. Bitcoin muss jetzt sein Allzeithoch bei 54 000 Euro überwinden. 1 643 Der Ethereum-Zug rollt. Anleger achten dennoch auf ihr Risiko. Ziel: 4100 Euro 240 Der Coin der Kryptobörse Binance bleibt auf hohem Niveau. – Spaßwährung, die als Parodie auf den Bitcoin entstand. Aktuell viel Volatilität und Risiko – Stablecoin, der den Dollar 1 : 1 abbildet 0,8172 Brach wie erwartet aus seiner Konsolidierung aus. Nächstes Ziel: 1,75 Euro 0,6 Vorsichtiger Aufwärtstrend mit viel Volatilität intakt 24,88 Blockchain-Ökosystem. Verharrt momentan zwischen 24 Euro und 33 Euro 559 Überraschte in der vergangenen Woche und zog neu in die Top Ten ein. Abspaltung vom Bitcoin mit dem Ziel, Bitcoin Cash als Zahlungsmittel zu benutzen 176,5 Versucht sich am Rekordhoch aus dem Jahr 2018 bei 349 Euro Quellen: coinmarketcap.com, tradingview.com, eigene Recherche * Alles Stand: 11.05.2021 ent +++ Cardano: 7,24 Prozent +++ Ethereum 2.0: 7,18 Prozent +++ Tezos: 5,54 Prozent +++ FOCUS-MONEY 21/2021 FM21027A 27 Gesamter Kryptomarkt Allein seit Anfang des Jahres legte der Kryptomarkt um rund 220 Prozent auf etwa 2,4 Billionen US-Dollar zu. Erst schob der Bitcoin an, dann folgten die ­Altcoins. Ordentlich Schub bringen zahlreiche neue Kryptoprodukte. Zudem lancierte S&P Dow Jones Indices, der führende Index-Anbieter der Welt, einen neuen Index auf Bitcoin und auf Ethereum. Mit diesen Indizes dürfte es noch besser möglich sein, neue Produkte auf diese Währungen aufzulegen. Gesamte Marktkapitalisierung in US-Dollar, seit 29.4.2013 1 Bill. 100 Mrd. Quelle: coinmarketcap.com einsteiger, weiterhin die größte Position (mindestens zwei Drittel) in einem Krypto-Portfolio ausmachen. Doch was hat der Bitcoin – und damit auch der Markt – nach diesem bereits starken Anstieg noch zu bieten? Schauen wir uns dafür das Wachstum des Kryptomarkts in der Vergangenheit an (s. r.): Der erste Marktzyklus erreichte vom Boden bei etwa einer Milliarde US-Dollar sein Top 2013 bei rund 15 Milliarden Dollar. Der zweite toppte Anfang 2018 bei rund 800 Milliarden Dollar aus. Im logarithmischen Chart ist zu erkennen, dass sich der Kryptomarkt mit Überund Untertreibungen etwa in Zehnerpotenzen entwickelt. Denn er übersprang zwar die 100-Milliarden-Marke, doch war diese im Bärenmarkt mehrfach die Untergrenze des Marktes. Bedeutet: Es ist möglich, dass sich der Kryptomarkt in diesem Zyklus zehn Billionen Dollar annähert. Die Rally der Kryptos ist also höchstwahrscheinlich noch lange nicht vorbei. Doch Anleger sollten auch immer das Risiko managen und Teilgewinne mitnehmen. Wenn Sie Bitcoin ganz gut finden, aber lieber in „Bitcoin-Aktien“ investieren wollen, dann lesen Sie die nächste Geschichte auf Seite 29. Weiterhin hohe Kursziele. Auch die Experten von Bloomberg unterstellen Bitcoin im „Crypto Outlook May 2021“, 10 Mrd. 1 Mrd. 2013 14 15 16 17 18 19 20 100 Mio. 2021 27 12.05.21 10:23
moneykompakt dass er in den frühen Tagen der Adaption steht. Immer mehr Anleger würden ein klassisches Portfolio mit Bitcoin erweitern. Zu Ethereum schreiben die Analysten, dass es den Akzeptanz-Kampf gewonnen habe und die Nummer-eins-Anlaufstelle für Kryptoprojekte, DeFi und dezentralisierte Börsen sei. „Wenn es zu keinem Risikoereignis kommt und auch technologische Fehler der Blockchain ausbleiben, sind Preisrücksetzer bei Bitcoin und Ethereum sehr limitiert, weil die Flut der Adaption sie nach oben hebt, bis ein höheres Preisplateau erreicht ist“, so die Bloomberg-Experten. Zudem schreiben die Analysten, dass der Ethereum-Kurs dem Verlauf des Bitcoin aus dem Bullenmarkt 2017 verblüffend ähnlich folgt. Tue er das weiterhin, so Bloomberg, dann könne Ethereum Ende 2021 bei 19 000 Dollar stehen. Für den Bitcoin sehen sie weiterhin etwas mehr als 100 000 Dollar als Ziel, wobei die 50 000-Dollar-Marke als starke Unterstützung dienen soll. Und es gibt noch ein hohes Ethereum-Kursziel: James Wang arbeitet als Analyst für den 6,6 Milliarden Dollar schweren Ark-Next-Generation-Internet-ETF von Cathie Wood. Wang erklärt, Ethereum sei eine programmierbare Computerplattform, die permanent mit Upgrades und Verbesserungen ausgerüstet werden könne. Deswegen denkt er, dass Ethereum mit seinen Anwendungen in der Finanzbranche ein Stück vom riesigen Kuchen abhaben kann. Von der drei Billionen US-Dollar schweren globalen Bank- und Wirtschaftsprüfungsbranche könnte Ethereum mit einem Anteil von nur einem Prozent rund 40 000 US-Dollar wert sein, so Wang in einem Interview. FOCUS-MONEY ist da noch etwas konservativer. Unsere Einschätzung zu Ethereum lesen Sie in der Analyse unten. DIE ANALYSE Der Ethereum-Zug rollt 28 FM21028A 28 länger investiert ist, sollte auch mal Teilgewinne mitnehmen. Und wichtig: Wer jetzt einsteigen möchte, der macht das am besten, indem er die Summe auf mehrere Tranchen aufteilt. Historisch hat Ethereum seine besten Monate von Januar bis Mai. Das haben wir bald hinter uns. Es bedeutet aber nicht, dass ETH im weiteren Jahresverlauf nicht weiter steigen kann. Deswegen lassen Anleger jetzt den Cost-Average-Effekt für sich arbeiten, um dann voll von ETH 2.0 zu profitieren. Entweder über e ­inen direkten Coin-Kauf oder über den 21Shares-Ethereum-ETP (ISIN: CH0454664027) oder den HANetf ETHetc (DE000A3GMKD7). Höhen und Tiefen seit 2015 Die kommenden Ziele Ethereum seit 2018 Ethereum seit 2020 Der Ethereum-Kurs schwankt seit ­Beginn kräftig. Etwas Ordnung in den Chart bringt eine Trendlinie. Über ­dieser notiert der Kurs aktuell. in US-Dollar, logarithmische Darstellung Wenn der Kurs 4000 Dollar überwindet, sind 4500 Dollar und danach 4900 Dollar die Ziele. Unterstützung dann bei 3600 und bei 2300 Dollar. Trendlinie 500 200 80 2018 Illustration: VectorStock 2019 2020 Kursziele 4000 2000 1000 2021 4000 2000 1000 Unterstützungen Quelle: Bloomberg Die Zahlen: Die Inflation des EthereumNetzwerks betrug 2020 rund 4,6 Prozent. Durch die Updates soll diese Rate laut Gründer Vitalik Buterin auf 0,5 bis 2,0 Prozent pro Jahr fallen. Die Zinsen beim Staking von ETH 2.0 betragen aktuell 7,18 Prozent pro Jahr. Nachteil: Noch muss man seine ETH dafür verbindlich weggeben und kommt erst wieder an die Coins ran, wenn die Transformation zu ETH 2.0 abgeschlossen ist. Das kann aber dauern, und sollte die Transformation scheitern, könnten die Coins verloren sein. Anleger bedenken das. Das Investment: Ethereum ist in diesem Jahr bereits um 435 Prozent gestiegen. Anleger sollten etwaige Korrekturen und ein Testen der 20-Wochen-Linie bei ihren Plänen berücksichtigen. Doch der Aufwärtstrend ist weiterhin intakt und dürfte Ethereum in diesem Marktzyklus bis mindestens auf 5000 Dollar bringen. Dieses Ziel ergibt sich, wenn Ethereum dem Bitcoin-Kurs-Muster folgt. Zeichnet man vom Hoch im Dezember 2017 bis zum Tief 2018 die Fibonacci-Level beim Bitcoin ein, so erreichte er zuletzt die 3,618er-Marke. Macht Ethereum die gleiche Bewegung, so liegt dieses Level je nach Börse zwischen 4900 und 5000 Dollar. Wer bereits in US-Dollar, logarithmische Darstellung 20-Wochen-Linie JAN 500 200 2021 JAN 80 Quelle: Bloomberg Die Kryptowährung: Die zweitgrößte Kryptowährung der Welt treibt ihren technologischen Fortschritt unerbittlich voran. Dabei wechselt die Blockchain in diesen Monaten vom Proof-of-Work-­ Mechanismus aufwendig zu einem Proof-of-Stake-Algorithmus, um die Blockchain moderner, schneller und günstiger zu machen. ETH 2.0, so der Name des Vorhabens, bietet auch Vorteile für Anleger. Diese bekommen neuerdings beim Staking Zinsen auf ihre ­Coins. Zudem soll durch die Umstellung die Inflation des Netzwerks deutlich sinken, was ebenfalls zu einer Preissteigerung führen könnte. Anleger achten dafür auf das große Update namens „London-Hardfork“, geplant für Mitte Juli. MAI FOCUS-MONEY 21/2021 12.05.21 10:23
moneymarkets 9.5.2021: 57 931 USD Im Rausch der Kryptos Bitcoin und Ethereum gehören zu den bekanntesten Kryptowährungen. Seit Anfang 2020 stiegen ihre Preise um rund 700 und 2800 Prozent. 9.5.20219: 3910 USD 1.1.2020: 7364 USD Preis für 1 Bitcoin 1.1.2020: 135 USD Preis für 1 Ethereum Quelle: Bloomberg BITCOIN-AKTIEN Renditeknaller mit Extra-Chance Wer das Risiko von Kryptos scheut, aber trotzdem am Boom verdienen will, der kauft Bitcoin-Aktien. FOCUS-MONEY präsentiert 19 Top-Profiteure – für jeden Risikotyp von JENS MASUHR FOCUS-MONEY 21/2021 FM21029A 29 Foto: 123RF E ins steht fest: Hätte Warren Buffett zu Zeiten des kalifornischen Goldrauschs (um 1848) gelebt, das Investmentgenie hätte nie nach dem Edelmetall geschürft. Um reich zu werden, wäre Buffett auf Nummer sicher gegangen und hätte den Glücksrittern Schaufeln und Spitzhacken verkauft. So wie sich der Börsenaltmeister fast 200 Jahre später aus dem Krypto-Kaufrausch raushält. In einem TV-Interview im Anschluss an die Hauptversammlung seines Anlagevehikels Berkshire Hathaway ätzte Buffett vor drei Jahren: „Der Bitcoin-Kauf folgt der Theorie des größeren Dummkopfs. Es geht nur darum, jemanden zu finden, der noch mehr dafür zahlt.“ Sein Fazit: „Bitcoin, das ist Rattengift hoch zwei.“ Kurs versechsfacht. Wobei Buffett zugeben muss: eines mit sagenhafter Wertentwicklung. Denn der Preis steigt und steigt. Allein auf Jahressicht ergibt sich für das digitale Geld, in US-Dollar gerechnet, ein Plus von mehr als 500 Prozent. Anleger, die mitverdienen wollen, haben drei Möglichkei29 12.05.21 12:42
moneymarkets Bitcoin-Titel bieten zwei Chancen in einer Anlage: ein starkes Kerngeschäft plus hohe Krypto– erlöse“ JENS MASUHR, FOCUS-MONEYREDAKTEUR ten. Erstens: Sie kaufen Kryptos. Zweitens: Sie kaufen Aktien von Unternehmen, die Kryptos kaufen. Und drittens: Sie kaufen Aktien von Firmen, die die Schaufeln für die Krypto-Glücksritter verkaufen, beispielsweise Halbleiter zum „Schürfen“ der digitalen Währung. Die Wall-Street-Bank Goldman Sachs beschränkt sich in einer Studie auf Option zwei und drei und erstellt eine Liste von 19 Profiteuren, deren Aktienkurse zum Teil eng mit der Wertentwicklung des Bitcoin korrelieren. Der besondere Charme für Anleger: Abgesehen von wenigen Hotstocks, hängen Wohl und Wehe der Auserwählten überwiegend von ihrem intakten Kerngeschäft ab (siehe Tabelle unten). Anders gesagt: Die Bitcoin-Rally ist für den Löwenanteil der Goldman-Favoriten ein schönes Zubrot. FOCUSMONEY stellt drei Kryptogewinner mit unterschiedlich hohem Risikograd vor – die Wall-Street-Bank J.P. Morgan Chase, den Chip-Fertiger Nvidia und den Payment-Dienstleister Square (siehe Kästen S. 31). Gewinne mit Luft und Strom. Die Kursperformance der 19 Goldman-Favoriten seit Jahresbeginn kann sich sehen lassen. Im Schnitt ging’s mit den Kursen zwischenzeitlich um rund 50 Prozent nach oben – teilweise nicht unerheblich von der Bitcoin-Rally befeuert. Und das, obwohl Kritiker im Kryptoboom nicht mehr sehen als Spekulationsobjekte aus Luft und Strom, ein Pyramidensystem und gigantische Geldwaschanlage für Kriminelle. Einerseits. Andererseits bieten Kryptowährungen Vorteile, die nicht wegzudiskutieren sind. So werden Kryptos über die Blockchain-Technologie garantiert. Die Transaktionen sind online jederzeit und für jeden nachvollziehbar. Zentral- und Geschäftsbanken sind in dem dezentralen System überflüssig. Der Programmcode stellt sicher, dass die Menge an Bitcoins nicht unbegrenzt wachsen kann, sodass Inflation kein Thema mehr ist. Eine Einlagensicherung, die Verbraucher schützt, gibt es nicht. Der Trick, Kryptos als Notenbankgeld ins Spiel zu bringen, führt bei Marktteilnehmern dazu, Bitcoin & Co. als legitimen Nachfolger von Fiat-Geld zu betrachten. Sicherheit ist Trumpf. Dennoch: Goldman beachtet bei seiner Aktienauswahl gewisse Grundvoraussetzungen – darunter ein Börsenwert von mindestens einer Milliarde US-Dollar, ein gewisser Gleichlauf der Aktie mit der Preisentwicklung an den Kryptomärkten, ein Firmenporträt, das die Nähe zum Digitalgeschäft aufzeigt, sowie die Mitgliedschaft in einem der sechs großen Blockchain-Indexfonds, beispielsweise dem Invesco-Elwood-Global-Blockchain-ETF. 19 Bitcoin-Profiteure – für jeden Risikogeschmack Auf Basis bestimmter Kriterien entwarf Goldman Sachs einen Krypto-Score. Heraus kam eine Liste von 19 Favoriten – von der 3-Personen-Firma mit Bitcoin & Co. als Hauptgeschäftszweck bis zum Weltkonzern mit jahrzehntelanger Historie, solidem Kerngeschäft und Kryptoerlösen als zusätzlicher Einnahmequelle. Unternehmen Branche ISIN Marathon Digital Holdings Riot Blockchain Microstrategy Silvergate Capital Square PayPal Overstock Nvidia Investview Ideanomics Tesla J.P. Morgan Visa Bank of New York Melon Facebook Mastercard Broadridge Financial Solutions IBM Coinbase Finanzen Finanzen Software Finanzen Finanzen Finanzen Handel Technologie/Halbleiter Finanzen Technologie/Finanzen Technologie/Automobile Finanzen Finanzen/Software Finanzen Internet/Social Media Finanzen/Software Finanzen Informationstechnologie Finanzen US5657881067 US7672921050 US5949724083 US82837P4081 US8522341036 US70450Y1038 US6903701018 US67066G1040 US46183W1018 US45166V1061 US88160R1014 US46625H1005 US92826C8394 US0640581007 US30303M1027 US57636Q1040 US11133T1034 US4592001014 US19260Q1076 Krypto- Börsenwert punkte (in Mrd. Euro) 9 9 9 9 9 9 9 7 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 3,1 2,3 5,0 1,9 88,0 247,0 2,9 307,0 0,7 0,9 537,0 400,0 423,0 45,5 750,0 314,0 15,8 108,0 40,5 Wertentwicklung (seit Jahresbeginn) in % 198 110 61 49 9 12 73 15 96 40 –2 30,2 9 26 21 9 10 19 –24 2021erKGV – – – 56 322 58 40 85 – – 674 13 48 15 27 57 38 24 – Quelle: Bloomberg; Stand: 7.5.2021 30 FM21030A 30 Foto: S. Ugurlu/FOCUS-MONEY FOCUS-MONEY 21/2021 12.05.21 12:42
J. P. Morgan Kurs in Euro 120 Neuer Schub mit Bitcoin-Fonds 100 80 Das Unternehmen: J.P. Morgan ist an der Wall Street neben Goldman Sachs und Morgan Stanley der Platzhirsch unter den US-Universalbanken. 60 Die Zahlen: Mit 4,50 Dollar Gewinn je Aktie im ersten Quartal lag das Plus gegenüber Vorjahr bei sagenhaften 450 Prozent (Schätzung: 3,10 Dollar). Der Umsatz kletterte um 14 Prozent. Die Eigenkapitalrendite von 23 Prozent zeigt, wie profitabel die Bank arbeitet. Angesichts der Wirtschaftsaussichten erwartet das Management „ein extrem robustes, mehrjähriges Wachstum“. 17 18 19 20 2021 850628/US46625H1005 Umsatz 2021/22e 99,4/100,6 Mrd. € Gewinn je Aktie 2021/22e 10,49/9,82 € Kurs-Gewinn-Verhältnis 2021/22 12,8/13,7 Kursziel/Stoppkurs 160,00/111,00 € Risiko ■ ■ ■ ■ ■ Kurspotenzial 20,0 % e = erwartet WKN/ISIN Quelle: Bloomberg Die Kryptochance: Die US-Bank plant, einen aktiv gemanagten BitcoinFonds für ausgewählte, besonders wohlhabende Klienten anzubieten. Geplant ist der Start des Fonds-Angebots in diesem Sommer. Zudem entwickelte die Bank mit dem JPM Coin eine eigene Kryptowährung, um Firmenzahlungen zu beschleunigen. Als Großaktionär mit an Bord: Warren Buffett. 40 2016 Nvidia Kurs in Euro 500 400 Schaufeln für den Kryptorausch 300 Das Unternehmen: Nvidia ist einer der weltgrößten Hersteller von Grafikprozessoren und Chip-Sätzen für PCs, Server und Spielkonsolen. Die Chips kommen in allen Boombranchen zum Einsatz – von der Medizintechnik über maschinelles Lernen (künstliche Intelligenz, KI) bis zur autonomen Mobilität. 200 100 0 2016 Die Zahlen: Binnen drei Jahren wuchsen Umsatz und Gewinn im Schnitt um 11 und 13 Prozent pro Jahr. Tendenz: rasant steigend. Seit drei Quartalen stieg der Gewinn um zwei Drittel. Fürs Gesamtjahr wird ein Plus beim Ergebnis je Aktie von 13,23 US-Dollar erwartet – ein Drittel mehr als im Vorjahr. 18 19 20 2021 918422/US67066G1040 Umsatz 2021/22e 18,4/20,7 Mrd. € Gewinn je Aktie 2021/22e 11,19/12,66 € Kurs-Gewinn-Verhältnis 2021/22 42,3/37,4 Kursziel/Stoppkurs 620,00/390,00 € Risiko ■ ■ ■ ■ ■ Kurspotenzial 30,0 % e = erwartet WKN/ISIN Quelle: Bloomberg Die Kryptochance: Die Power-Chips der Kalifornier sind beim „Schürfen“ von Bitcoin & Co. heiß begehrt. Die Aktie brummt und wirkt teuer (KGV: 42). In fünf Jahren aber treiben KI, Kryptos und Blockchain-Anwendungen die Nachfrage nach Rechnerleistung. Fazit: bei Kursschwäche einsteigen! 17 Square Kurs in Euro 200 Bitcoin-Umsatz verachtfacht! 150 100 Das Unternehmen: Der Payment-Dienstleister profitiert gleich von mehreren Trends: als Lösungsanbieter für E-Commerce-Händler, von der Wallstreetbets-Bewegung, die nach den vielen Handelsverboten zur „Cash-App“ von Square wechselt und vom Kryptohype (Handel von Bitcoins über die App). 50 0 2016 Die Zahlen: In Q1 stieg der Umsatz um 266 Prozent auf gut fünf Milliarden US-Dollar. Grund ist das starke Bitcoin-Geschäft der „Cash“-App. Hier stiegen die Erlöse um 666 Prozent auf gut vier Milliarden Dollar. 85 Prozent davon entfielen auf den Handel mit Kryptos – elfmal so viel wie im Vorjahr. FOCUS-MONEY 21/2021 FM21031A 31 18 19 20 2021 A143D6/US8522341036 Umsatz 2021/22e 14,8/17,3 Mrd. € Gewinn je Aktie 2021/22e 1,23/1,73 € Kurs-Gewinn-Verhältnis 2021/22 149,2/106,0 Kursziel/Stoppkurs 255,00/152,00 € Risiko ■ ■ ■ ■ ■ Kurspotenzial 40,0 % e = erwartet WKN/ISIN Quelle: Bloomberg Die Vision: Square ist ein Wachstumswunder (5-Jahres-Sicht: plus 40 Prozent pro Jahr). Die Aktie wirkt teuer (KGV: 150). Aber: Sollte die Umsatzprognose von 13,7 Milliarden Dollar im Jahr 2022 (nach 4,7 Mrd. 2019) zutreffen, kann die Aktie in die Bewertung hineinwachsen. Fazit: chancenreich! 17 31 12.05.21 12:42
moneymarkets ALBIS LEASING E-BIKE: Die ElektroZweiräder sind der am schnellsten wachsende Geschäftszweig Solides aus dem Norden Ein wachsendes und rentables Geschäft, ein stabiler Eignerkreis – die Aktie des Leasing-Spezialisten ist kein Aufreger, verheißt aber eine relativ sichere Rendite von BERND JOHANN S pezielle Branche – allgemeiner Trend. Corona und Lockdowns kippten mit der Investitionsbereitschaft der Wirtschaft auch die Expansion von Albis Leasing. Bei Abklingen der Pandemie in Deutschland prognostiziert der Vorstand aber auch bereits wieder eine deutliche Geschäftsbelebung im zweiten Halbjahr. Klar sichtbar in den Ertragszahlen würde das ab 2022. Der Markt erwartet in dem Fall wieder Gewinne zumindest auf Vorkrisenlevel. Der wäre dann Richtmarke ebenfalls für den Aktienkurs. Und: Eine wachsende und zunehmend rentable Albis könnte rasch zum Übernahmeziel eines größeren Finanzkonzerns avancieren. Ausbruchsübungen Albis Leasing Aktienkurs in Euro 4 3 2 1 0 15 16 17 WKN/ISIN Börsenwert Quelle: Bloomberg Kurs-Gewinn-Verhältnis 2021/22 Dividendenrendite 2021/22e Kursziel/Stoppkurs Risiko 32 FM21032A 32 ■■■■■ 18 19 20 2021 646940/DE0006569403 65,7 Mio. € 16,1/11,3 1,3/1,3 % 4,00/2,70 € Kurspotenzial 30 % Foto: Depositphotos e = erwartet 2014 Als Leasing-Partner für zuletzt gut 1300 Firmen, zumeist Mittelständler, bieten die Hanseaten kleinere Wirtschaftsgüter vor allem aus der EDV an, wie etwa PCs, elektronische Kassen oder auch Software, ferner Kopierer, Videogeräte oder Beamer. Als Renner erweisen sich neuerdings E-Bikes, die Firmen zunehmend für ihre Mitarbeiter anmieten. Mit entscheidend für den Geschäftserfolg sind Neuvermietungen und Leasing-Volumen. Die Profitabilität folgt wegen oft üblicher Abschlussprovisionen etwas zeitversetzt. Albis mit ihren fünf Töchtern ist nur in Deutschland aktiv und besitzt – anders als etwa Grenke – keine Auslandsgesellschaften. Ein striktes Risikomanagement verhinderte bisher größere Forderungsausfälle. Covid-19 drückte aber das Neugeschäft 2020 um 22 Prozent auf 79 Millionen Euro und den Jahresüberschuss von 2,7 auf 0,99 Millionen Euro. Zeichen wieder auf Expansion. Inzwischen belebt sich das Vermietgeschäft zusehends. Die Neuabschlüsse lagen zuletzt bereits wieder über Vorjahr. „Insbesondere durch den weiteren Ausbau des E-Bike- und des Online-Geschäfts“, erklärt Vorstand Andreas Oppitz. Perspektivisch erwartet der Markt, dass sich das Neugeschäft mit Erholung der Wirtschaft wieder dem bisherigen Rekordjahr 2019 annähert und ab 2022 die Erträge gleichfalls das frühere Niveau von mehr als 20 Cent je Aktie (2020: sechs Cent) erreichen. Damit sollte dann auch der Aktienkurs zum alten Level um vier Euro aufschließen oder es vielleicht etwas übertreffen. Daran interessiert sein dürfte auch der 2019 neu formierte Eignerkreis mit dem Unternehmer Rolf Hauschildt (Beteiligung gut 20 Prozent) vorneweg sowie einer Gruppe Hamburger Kaufleute mit ähnlichem Anteil. Im Streubesitz liegen lediglich rund 30 Prozent der Aktien (Orders limitieren!). FOCUS-MONEY 21/2021 12.05.21 10:46
FÜR IHRE ATEMBERAUBENDE ZUKUNFT Grüne Meeresschildkröte Sie STIRBT AUS, weil bei höheren Temperaturen fast nur noch Weibchen schlüpfen. Korallenriffe Die größten Bauwerke der Erde, manche über 2000 Kilometer lang, werden durch den Klimawandel ZERSTÖRT. Der Planet Erde, unsere Heimat, ist bedroht – durch den Menschen. Der Kampf gegen Corona hat diese harte Wahrheit lange verdrängt: Der Klimawandel ist die größte Bedrohung unserer Zeit. Nie war es wichtiger, für unsere Erde zu kämpfen. Deshalb haben wir – die Medien des BurdaVerlags – uns entschlossen, gemeinsam für den Einklang von Mensch und Natur einzutreten und einen Beitrag zu nachhaltigerem Leben zu leisten. Dafür haben wir die Initiative For Our Planet ins Leben gerufen. Mehr Informationen dazu finden Sie hier: www.forourplanet.com FM21033A 33 powered by 12.05.21 10:46
moneymarkets ZINSSTEIGERUNGEN Auf Kurs bleiben! Bei steigenden Zinsen droht eine turbulente Börsenzeit. FOCUS-­MONEY analysiert, mit welchen Werten ZINSSTURM: Während Wachstumsaktien kentern, liegen ausgewählte Zykliker wie ein Frachter ruhig in der See ­Anleger entspannt blieben können von MARC BÄCHLE Schicksalschart der Börsen? Anlegerrespekt vor den zehnjährigen US-Staatsanleihen: Geht’s nach oben, gibt es häufig Schweißaus­ brüche, geht’s nach unten, ist Entspannung angesagt. Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen in Prozent 1,60 Quelle: Bloomberg 1,20 0,80 2019 JAN 0,40 2020 JAN MAI Regelmäßig unregelmäßig Die monatliche Entwicklung der Basispunkte weicht immer wieder von der Norm ab. Allerdings war die Februar-Volatilität nach oben die höchste seit 2016. Quelle: Goldman Sachs Z-Score (Standardabweichung) Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen 4 rollierende 1-Monats-Veränderung in Basispunkten 80 2 40 0 0 –2 –40 –4 –80 –6 –120 2012 13 34 FM21034A 34 14 15 16 17 Illustration: iStock 18 19 20 2021 Z uckt’s schon? Wie nervös die Märkte sind, zeigte jüngst ein Interview mit Janet Yellen, als die US-Finanzministerin den Satz fallen ließ, wonach „es sein kann, dass die Zinsen etwas steigen müssen, um sicherzustellen, dass unsere Wirtschaft nicht überhitzt“. Mit diesen nur wenigen, harmlos klingenden Worten schickte sie die Kurse rund um den Erdball auf Talfahrt. Allein das Wort Zinsen wird zunehmend zum Trigger, um die Anleger in Alarmbereitschaft zu versetzen. Schließlich lauert allerorten die Inflationsgefahr. Dieses Phänomen der Hypernervosität hatten wir bereits Anfang des Jahres, als die Zinsen für US-Anleihen drastisch nach oben gingen. Aber: Es gab dabei auch Aktien, die richtig gut mit dem Anstieg umgehen konnten. Das fanden Analysten einer Goldman-SachsStudie heraus, die FOCUS-MONEY nun vorstellt. Sprunghafter Zinsanstieg. Im Kern der Studie: die im Februar sprunghaft gestiegenen zehnjährigen US-Staatsanleihen und deren Korrelation mit US-Aktien. Rückblick: Die Staatsanleihen legten zwischen Ende Januar und Ende Februar um 50 Basispunkte zu – von rund einem Prozent auf 1,5 Prozent (allein am 25. Februar um über elf Prozentpunkte). Immens! Denn naturgemäß fallen die monatlichen Entwicklungen, ob ins Plus oder ins Minus, deutlich geringer aus (siehe Grafik links). Nun lag aber die Februar-Steigerung um 2,6 Standardabweichungen über der Norm, wie Goldman ermittelte. Die Erklärung: Nach weltweit uferlos anmutenden Covid-19-Rettungspaketen und dem billionenschweren US-Infrastrukturprogramm von US-Präsident Joe Biden griffen im Februar Inflations- und Zinssteigerungsängste um sich. Und FOCUS-MONEY 21/2021 12.05.21 11:36
Besser kurz als lang. Und genau vor diesem Hintergrund erlitten Aktien mit langer Laufzeit – also wachstumsstarke, typischerweise technologieorientierte Werte, die allein aufgrund von Anlegererwartungen auf zukünftiges Gewinnwachstum in die Höhe geschossen sind – einen deutlichen PerformanceEinbruch. Dagegen rückten auf der anderen Seite zyklische und Covid-19-geplagte Aktien von Unternehmen in den Fokus, die 2020 mit Verlusten und sinkenden Umsätzen zu kämpfen hatten. Von ihnen wird heuer ein regelrechtes Aufblühen der Geschäfte erwartet, da es sich zunehmend abzeichnet, dass die Welt die Pandemie in den Griff bekommt und die fiskalische Stimulierung der Wirtschaften ihr Übriges tut. Die Goldman-Analysten raten Anlegern daher, „die Attraktivität vielversprechender Unternehmen gegen das Risiko abzuwägen, dass die Zinsen (Anm.: Staatsanleihen-Zinsen) weiter steigen und die jüngste Rotation anhält“. Robust gegen Zinssteigerungen. Was das konkret bedeutet? Dass Anleger in einem zinsunruhigen Umfeld am besten auf Aktien mit einer kurzen Laufzeit setzen sollten und damit auf Unternehmen, die 2021 ihre Erträge schnell wieder steigern könnten. Deshalb stellt FOCUS-MONEY drei Aktien aus dem Russell-1000-Index vor, die nach Einschätzung der Goldman-Experten in ihren jeweiligen Branchen die kürzesten Laufzeiten aufweisen. Denn: Je kürzer die Laufzeiten, desto robuster sind die Unternehmen gegenüber höheren Zinssätzen, so die Studienerkenntnis. Der Beleg an den Märkten scheint dafür in den letzten beiden Februarwochen erbracht worden zu sein. Die drei US-Aktien aus dem Hotel-, Fernsehsender- und Tierpharmazeutika-Bereich schnitten in diesem Zeitraum mit ihrer Performance besser ab als ihre Branchenkollegen. Diese Standhaftigkeit ist ebenso für die Zukunft zu erwarten, wenn die Zinsängste einmal mehr zurückkommen, um die Börsen wieder ordentlich durchzurütteln. Wer diese Werte im Depot hat, der sollte entspannt bleiben können, zumal die Aktien noch weiteres Kurspotenzial versprechen. Auf dem Weg zu alter Stärke Luft nach oben: Schlafend Geld zu verdienen, ist der Anlegertraum! Was oftmals als geflügeltes Wortspiel daherkommt, nimmt die siebtgrößte Hotelkette Hyatt wörtlich. Denn je mehr Gäste-Übernachtungen, desto höher der Umsatz, heißt es dort in der Regel. Aber da die meisten der weltweit 240 000 Betten in den 982 Hyatt-Hotels vergangenes Jahr aus bekannten Gründen ungenutzt blieben, fehlten auch die Einnahmen. Mit den entsprechenden Nachwehen an der Börse: Zwar erholte sich der Kurs nach dem Einschnitt wieder, aber noch hinkt die Aktie dem Vorkrisenniveau rund 35 Prozent hinterher. Das birgt jetzt Einstiegschancen, wenn durch ein steigendes Reiseaufkommen das Geschäft wieder anzieht. Neues Jahr, neues Geld: Mit Auswirkungen auf die Erlöse, denen Goldman Sachs im laufenden Jahr ein Anstieg um 46 Prozent auf drei Milliarden Dollar prophezeit. Das wäre ein guter Anfang zurück zu alter Stärke, rutschten die Erlöse 2020 doch um fast 60 Prozent auf rund zwei Milliarden US-Dollar ab. Im gleichen Zuge schnellten die Schulden von 1,9 auf 3,2 Milliarden US-Dollar hoch. Dieser Trend sollte sich nun wieder umkehren, zeigt sich CEO Mark ­Hoplamazian überzeugt: „Obwohl Risiken im Umgang mit der Pandemie verbleiben, sind wir optimistisch, was das weitere Wachstum der Nachfrage in den kommenden Monaten und für den Rest des Jahres 2021 angeht.“ Die Voraussetzungen dafür stimmen: Zum 31. März waren 96 Prozent der Hotels geöffnet, wobei die Nachfrage in China und den USA im März und April deutlich nach oben zeigte, wie Hoplamazian bei den Q1-Zahlen zu Protokoll gab. FOCUS-MONEY 21/2021 FM21035A 35 Sicheren Tritts nach oben Seit August 2020 geht es stufenförmig im 3-Monats-Rythmus nach oben. Jetzt sind wieder drei Monate um und es könnte abermals aufwärtsgehen. Hyatt Aktienkurs in Euro 80 70 60 50 40 30 2017 18 19 20 2021 A0YAKV/US4485791028 Börsenwert 6,83 Mrd. € Kurs-Gewinn-Verhältnis 2021/22 –/– Dividendenrendite 2021/22e 0,15/0,0 % Kursziel/Stoppkurs 75,00/49,10 € Risiko ■ ■ ■ ■ ■ Kurspotenzial 15,00 % WKN/ISIN e = erwartet was liegt da für die Anleger näher, als in den sicheren Hafen US-Staatsanleihen zu flüchten? Der logische Effekt auf die Märkte ließ nicht lange auf sich warten: Nach immer neuen Höchstständen büßten die Indizes gegen Ende Februar ordentlich ein. Inmitten eines sich vertiefenden Ausverkaufs bei Anleihen betrug das Minus der Technologiebörse Nasdaq in der letzten Monatshandelswoche schließlich fast vier Prozent, der breiter gefasste S&P-500 verlor 2,1 Prozent. „Die Tatsache, dass die Nominalzinsen (Anm.: bei den zehnjährigen US-Staatsanleihen) um mehr als zwei Standardabweichungen gestiegen sind, bedeutet Gegenwind für Aktien“, so die Goldman-Analysten. Passend dazu lieferten sie historische Daten, um ihre These zu untermauern. In Monaten, in denen die Nominalzinsen um mehr als zwei Standardabweichungen gestiegen seien, hätten Aktien im Durchschnitt ein Renditeminus von einem Prozent erzielt. Stiegen dagegen die Realzinsen um mehr als zwei Standardabweichungen an, lag das durchschnittliche Monatsminus bei Aktien sogar bei fünf Prozent, heißt es in deren Studie weiter. Quelle: Comdirect 35 12.05.21 11:36
moneymarkets Streaming-Dienst als Treiber: Diese Aussage wird gestützt von der Deutschen Bank sowie der US-Bank Wells Fargo. Erstere legte Mitte April ein Kursziel von umgerechnet 55 Euro fest, Letztere veranschlagte Anfang Mai 54 Euro. Das wären Potenziale von rund 65 Prozent. Denn auch wenn die jüngst vorgestellten Zahlen für Q1 hinter denen von 2020 zurückgeblieben sind (Free Cashflow: –22 Prozent auf 179 Millionen Dollar, Nettogewinn: –63 Prozent auf 140 Millionen Dollar), so zählt an der Börse doch die Zukunft. Und diese erobert der Medienkonzern gerade mit seinem neuen Streaming-Angebot Discovery+, das am 4. Januar in den USA startete. Mittlerweile stehen 15 Millionen Abonnenten zu Buche. Der Konzern selbst spricht deshalb von einem „fantastischen Start“, der die Erwartungen deutlich übertroffen hat und dessen „Dynamik auch in Q2 anhalten“ wird. Die im April erfolgten Starts des Angebots auf Comcast Xfinity und Amazon Prime Video dürften die Reichweite nochmals vergrößern. Gut gerüstet im Wachstumsmarkt Tierwohl-Gewinner: „Steig nach oben“ oder „Spring über die Hürde“ – was wäre das für eine tolle Sache, wenn man Aktien wie die drolligen Vierbeiner dressieren könnte. Weil das Wunschdenken ist, klappt das auch beim US-Tierpharmazeutiker Elanco nicht. Und trotzdem könnte die Abspaltung des Pharma-Riesen Eli Lilly auch ohne gutes Zureden in Zukunft im Kurs steigen. Denn die Amis forschen, entwickeln, produzieren und beraten rund um das Thema Tierwohl – sowohl für Haustiere wie Katzen und Hunde als auch für die Nutztiere wie Hühner und Rinder. Die Palette reicht von Impfstoffen, Therapeutika und anderen medizinischen Produkten bis hin zu datengetriebenen Optimierungen bei der Futtergabe. Die robuste Gesundheit steht genauso im Vordergrund wie eine höhere Leistungsfähigkeit auf den Bauern- und Zuchthöfen. Top-Aussichten: Dass Elanco von der Tierliebe der Haustierbesitzer dabei genauso profitiert wie vom Fleischhunger einer wachsenden Weltbevölkerung, steht außer Frage. So soll nach Schätzungen von Grand View Research das weltweite Marktvolumen bei Tiergesundheit in den kommenden Jahren ordentlich zunehmen. Lag der globale Markt 2020 bei umgerechnet rund 42 Milliarden Euro, soll er bis 2028 durchschnittlich um jährliche 8,8 Prozent auf 64 Milliarden Euro anwachsen. Gut, wenn man dann wie Elanco in über 90 Ländern präsent ist, um seine Produkte und Dienstleistungen anzubieten. Dass es auch aktuell läuft, zeigen die Zahlen für das erste Quartal. Sowohl Umsatz als auch Ebitda und Gewinn je Aktie lagen über den aufgestellten Erwartungen, weshalb die Jahresprognose für 2021 nach oben korrigiert wurde. 36 FM21036A 36 Zwischen November und Mitte März legte die Aktie knapp 300 Prozent zu. Dann der tiefe Fall infolge einer Hedge-Fonds-Pleite, der nun neue Chancen bietet – auch dank Streaming. Discovery Aktienkurs in Euro 60 50 40 30 20 10 2017 18 19 20 2021 A0Q90G/US25470F1049 15,35 Mrd. € Kurs-Gewinn-Verhältnis 2021/22 –/– Dividendenrendite 2021/22e 0,0/0,0 % Kursziel/Stoppkurs 49,75/19,70 € Risiko ■ ■ ■ ■ ■ Kurspotenzial 65,00 % WKN/ISIN Börsenwert e = erwartet Lohnender Kursrutsch: Ende März fegte ein kurzer Sturm über die amerikanischen Börsen, als der Hedge-Fonds Archegos Capital in Schieflage geriet. Neben internationalen Geldhäusern, die infolgedessen Milliarden abschreiben mussten, waren auch Aktien von Medienunternehmen involviert, mit denen Archegos Capital spekulierte. Eine davon: Discovery Communications. Deren Kurs brach um über 50 Prozent ein, nachdem Archegos den Margin Call der Banken nicht erhörte, woraufhin diese begannen, die Investments des Hedge-Fonds zu versilbern. Mit dem Ergebnis, dass es sich bei Discovery nun um eine gute Kaufgelegenheit handeln könnte. Schütteln, orientieren, klettern Quelle: Comdirect Neu gewonnene Freiheit? Seit November bewegt sich die Aktie in einem Korridor zwischen 23,50 und 27,50 Euro. Nach den guten Q1-Zahlen könnte jetzt ein Ausbruchsversuch nach oben anstehen. Elanco Animal Health Aktienkurs in Euro 30 26 22 18 14 2019 2020 2021 A2N6BH/US28414H1032 Börsenwert 12,32 Mrd. € Kurs-Gewinn-Verhältnis 2021/22 33,8/25,5 Dividendenrendite 2021/22e 0,0/0,0 % Kursziel/Stoppkurs 30,50/19,30 € Risiko ■ ■ ■ ■ ■ Kurspotenzial 19,00 % WKN/ISIN e = erwartet Neue Gewinn-Entdeckung Quelle: Comdirect FOCUS-MONEY 21/2021 12.05.21 11:36
FM21037A 37 12.05.21 11:37
moneymarkets KOSMETIKPRODUKTE: gut für Ihre Haut, noch besser für Ihr Depot ESTÉE LAUDER Ein makelloses Renditepaket Wer kann seidiger Haut und einem guten Duft schon widerstehen? Tun Sie sich und Ihrem Depot etwas Gutes – mit Kosmetikartikeln. Dieser Top-Pick der Branche verspricht attraktive Gewinne von VERENA SEPP Qualität hat ihren Preis Wenn es um die eigene Schönheit geht, greifen viele gern einmal tiefer in die Tasche. Das zeigt sich an den steigenden Umsätzen von Luxus-Kosmetika. Weltweiter Umsatz mit Kosmetik und Düften 78,5 in Milliarden Euro, 73,4 ab 2021 Prognose 67,1 66,9 60,6 55,8 49,5 52,2 2015 16 17 18 19 20 21 22 89,1 82,5 85,9 23 24 2025 Quelle: Statista Consumer Market Outlook 38 FM21038A 38 Fotos: Estée Lauder (6), Depositphotos Illustration: VectorStock S chönheit kommt bekanntlich von innen – ein wenig nachzuhelfen, ist aber definitiv nicht verwerflich – im Gegenteil. Der US-amerikanische Wirtschaftswissenschaftler Daniel Hamermesh belegte bereits in seinem 2011 veröffentlichten Buch „Beauty pays“ (Schönheit zahlt sich aus), dass „schöne“ Bewerber gegenüber der weniger attraktiven Konkurrenz wahrscheinlicher einen Job ergattern. Bei gleicher Qualifikation verdienen sie sogar bis zu fünf Prozent mehr als ihre Kollegen. An dieser Tatsache hat sich bis heute nichts geändert. Ein makelloser Auftritt verhilft Ihnen jedoch nicht nur im Berufsleben zu mehr Erfolg. Auch Ihr Depot profitiert von einer Schönheitsbranche ganz besonders: Kosmetik. FOCUS-MONEY präsentiert Ihnen einen Spezialisten, der schön, rentabel und auch noch grün kann. Ein Urgestein im Beauty-Sektor. Als einer der weltweit führenden Anbieter und Hersteller von Luxus-Artikeln im Kosmetikbereich gehört Estée Lauder zu den Klassikern der Branche. Die Produktpalette des US-amerikanischen KonComposing: FOCUS-MONEY FOCUS-MONEY 21/2021 12.05.21 10:27
Klarer Umsatztreiber Besonders beliebt unter den Estée-Lauder-Kunden: Hautpflege. Die Sparte generierte in den letzten sechs Jahren ein Umsatzplus von rund 55 Prozent. Umsatz von Estée Lauder nach Sparten in Milliarden US-Dollar Hautpflege Düfte Kosmetik Haarpflege 6 4 2 0 2014 15 16 17 18 19 2020 Quelle: Estée Lauder Gut, besser, Estée Lauder Seit dem Börsengang 1995 kennt die Estée-LauderAktie nur eine Richtung: bergauf. In den letzten fünf Jahren legte das Papier um über 220 Prozent zu. Estée Laudér Aktienkurs in Euro 250 200 150 100 50 0 13 14 15 WKN/ISIN Börsenwert Kurs-Gewinn-Verhältnis 2021/22 Dividendenrendite 2021/22e Kursziel/Stoppkurs Risiko ■■■■■ 16 17 18 19 20 2021 897933/US5184391044 88,53 Mrd. € 47,1/40,7 0,7/0,8 % 271,29/207,60 € Kurspotenzial 11 % Quelle: Bloomberg; e = erwartet Grünes Engagement entscheidet über die Zukunft eines Konzerns – egal, in welcher Branche!“ VERENA SEPP, REDAKTEURIN FOCUS-MONEY FOCUS-MONEY 21/2021 FM21039A 39 e = erwartet 2011 12 zerns umfasst Haut- und Haarpflegeprodukte, Make-up und Parfüm. Neben der Eigenmarke Estée Lauder bündelt das Unternehmen eine Vielzahl unterschiedlichster Label, darunter Clinique, Prescriptives, Origins, Tommy Hilfiger, MAC, Kiton, La Mer, Bobbi Brown, DKNY, Aveda, Jo Malone London, Michael Kors und Tom Ford. Verkauft werden die Produkte nicht nur über zahlreiche Verkaufshäuser, sondern auch über einen eigenen Online-Shop. Laut der Privatbank Berenberg generierte der Konzern darüber im Jahr 2020 rund 22 Prozent seines Umsatzes. Der pandemiebedingte Einbruch im Frühjahr 2020 hielt deshalb nicht lange an. Gewappnet für die Zukunft. Estée Lauder trägt nicht nur zu einer gesunden Haut, sondern auch zu einer gesunden Umwelt bei. Im letzten Jahr erhielt der Konzern für den nordamerikanischen Raum den „Sustainable Leadership Award“ von EcoVadis, einem der weltweit führenden Anbieter von Nachhaltigkeitsratings. Diese Auszeichnung würdigt das unternehmensinterne Engagement zur Integration nachhaltiger Produktionsprozesse. EcoVadis bewertet hierbei insbesondere, wie tief Nachhaltigkeitskriterien, auch ESG-Kriterien genannt, in der Produktionskette eines Konzerns verankert sind. ESG (Environmental, Social, Governance) steht hierbei für Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. Diese drei Faktoren bilden den modernen Maßstab zur Bewertung der Nachhaltigkeit und der sozialen Verantwortung eines Titels. Unternehmen, die ESG missachten, werden in Zukunft unter massiven Kosten und einer schlechten Reputation leiden. Insbesondere die nachhaltigkeitsaffinen Millennials treiben diesen Wandel zusätzlich an. Denn: Sie bilden zunehmend die stärkste Finanzkraft am Markt und beeinflussen damit maßgeblich das Nachfrageverhalten. Estée Lauder hat sich auf diese Entwicklung bereits frühzeitig eingestellt und durch Maßnahmen wie Emissions- und Müllreduzierung sowie Wassermanagement darauf reagiert. Die Zahlen sprechen für sich. Kürzlich veröffentlichte Estée Lauder bereits die Bilanz für das am 31. März endende dritte Quartal 2021, wobei der Konzern in einem verschobenen Geschäftsjahr agiert. Der Anbieter konnte seine Umsätze um 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigern. Der Gewinn je Aktie legte um satte 85 Prozent auf 1,31 Euro zu. Hauptwachstumstreiber war dabei die Hautpflege-Sparte, die ein Umsatzplus von 28 Prozent verzeichnete. Dicht dahinter: das Parfüm-Segment, mit einem Umsatzwachstum von 27 Prozent. Rückschläge musste der Konzern jedoch im Make-up-Bereich hinnehmen, hier gingen die Einnahmen um 13 Prozent zurück. Grund für den Einbruch bildeten die pandemiebedingten Restriktionen. Berenberg geht jedoch angesichts der zunehmenden Lockerungen in wichtigen Absatzmärkten wie China, Australien und Israel von einer Erholung der Make-up-Sparte aus. Auch in den USA und in Großbritannien nehmen die Impfraten rasant zu, weshalb bis zum Sommer mit einer deutlichen Verbesserung zu rechnen ist. Für das Gesamtjahr 2021 prognostiziert Berenberg ein Umsatzwachstum von neun bis zehn Prozent. Laut dem Analysten Fulvio Cazzol bildet Estée Lauder einen „langfristigen Wachstumswert, der für schneller wachsende Kanäle und Geografien (E-Commerce und China) gut positioniert ist und dessen Portfolio von Premiumisierungstrends profitiert“. 39 12.05.21 10:27
money YOU Wie kann ich Teil von Moneyyou werden? Ganz einfach, surfen Sie auf missionmoney.de und melden Sie sich jetzt für den kostenlosen Newsletter an. Dort finden Sie auch jede Woche die Abstimmung für unsere nächste Aktienanalyse. Sie suchen fundierte Aktienanalysen oder Börsenwissen, das man nicht einfach so bei Google findet? Dann sind Sie bei moneyyou genau richtig. Wir bieten Ihnen jede Woche eine ausführliche Aktienanalyse, ein aktuelles Chartsignal und ein Börsenlexikon für Profis. Das Beste: Welche Aktie unter die Lupe genommen wird, bestimmen die Leser. Melden Sie sich jetzt kostenlos an! Hier geht es zur Abstimmung auf Mission-Money.de Sie haben abgestimmt: Booking Holdings 46 % TUI 31 % Lufthansa 23 % WKN: A2JEXP ISIN: US09857L1089 AKTIENANALYSE Hoffen auf offene Grenzen In der Pandemie gibt es Licht am Ende des Tunnels. Vor allem für die arg gebeutelte Reisebranche. Warum der jüngste Kursrutsch bei Booking enorme Chancen eröffnet von PETER BLOED 40 FM21040A 40 E s langt dann mit Pandemie und Lockdown. Das geht jedem so. Klar. Allein die Lage ist noch nicht im Griff. Aber mit den Impffortschritten rund um den Globus gibt es endlich wieder realistische Chancen, dass viele Öffnungen bald möglich sind. Restaurants, Bars, Museen, Theater und Konzerthallen, die gesamte Tourismusbranche – alle scharren mit den Hufen. Und wollen endlich loslegen. Denn sie alle hat die Pandemie wirtschaftlich am härtesten getroffen. Besser durch die Krise gekommen. Freilich ist Booking Holdings als größter Online-Reisevermittler der Welt da keine Ausnahme. Das vergangene Jahr war einfach nur übel. Hotelübernachtungen, Flugzeugtickets, Autoreservierungen – überall sank der Absatz um fast 60 Prozent, wie denn auch der Gesamtumsatz des Unternehmens. Der Gewinn brach gar um 95 Prozent ein. Eigentlich darf als Erfolg gewertet werden, dass unterm Strich in der Bilanz noch eine schwarze Zahl stand. Wenn auch eine sehr kleine. Den meisten Hoteliers oder Airlines war das sicherlich nicht vergönnt. FOCUS-MONEY 21/2021 12.05.21 12:55
Analystenschätzungen Günstig sieht anders aus Analystenrating (Buy/Hold/Sell) Positivste Empfehlung Negativste Empfehlung Konsensschätzung Bilanz und Wachstumspotenzial sind bei dem Online-Konzern sehr gut. Allerdings ist die Bewertung zumindest im Moment noch sportlich. Rentabilität Eigenkapitalrendite 21/22e in % Gesamtkapitalrendite 21/22e in % Ebitda-Marge 21/22e in % Nettomarge 21/22e in % Bruttospanne 21/22e in % Qualitätsscore 25,5/71,6 6,0/14,3 23,4/35,1 15,0/25,9 99,8/99,9 8/10 Risiko Maximaler Drawdown (5 Jahre) Drawdown Erholungszeit Gesamtschulden/Eigenkapital Gesamtschulden in Mrd. € Liquide Mittel in Mrd. € Qualitätsscore 44,79 % 10 Monate 256,3 10,3 12,1 14/17/2 27,3 % –14,1 % 10,7 % Wachstum GesamtScore 7 /10 7/10 Umsatz 21/22e in Mrd. € Ebitda 21/22e in Mrd. € Free Cashflow 21/22e in Mrd. € Gewinn je Aktie 21/22e in € Wachstumsrate (Bloomberg) Qualitätsscore 7,77/12,03 1,82/4,23 1,46/3,57 28,68/76,72 31,9 % 9/10 Bewertung KGV 2021/22 KBV 2021/22 KUV 2021/22 PEG KCV 2021/22 Qualitätsscore 65,5/24,5 13,8/11,4 6,3/5,2 2,1 34,2/16,9 5/10 Quelle: Bloomberg Burggraben Marke: Booking betreibt weltweit acht Marken rund um Online-Reisehandel, die größten sind Booking.com, Kayak (USA), Agoda (Asien) und momondo. Marktanteil: Der Konzern ist mit deutlichem Abstand der größte Online-Reisevermittler. Größter Rivale ist Expedia. Ziele Lock-in-Effekt/Wiederkehrende Erträge/Kundenbindung: Für Experten gilt Booking als am besten aufgestellter Online-Reisevermittler weltweit. Das bringt bessere Konditionen und natürlich Marktmacht. Allerdings drängen auch viele Wett­ bewerber in dieses Geschäft. Dass bei Booking keine roten Zahlen standen, hat damit zu tun, dass das Unternehmen als Vermittler natürlich keine Hotels, Flugzeuge oder Autos besitzt. Aber vor allem auch, weil das Management mit einem schnellen und konsequen­ ten Sparprogramm das Schlimmste verhindern konnte. So senkte das Unternehmen die operativen Kosten um fast 40 Prozent. Nicht zuletzt mit dem Abbau von 25 Prozent der Stellen weltweit. Der große Vorteil: Das Unternehmen ist bereit und finanziell stark genug zu investieren, wenn das Geschäft wieder anzieht – vor allem in Marketing, IT und Personal. Wo geht die Reise für Booking also hin? Unbestritten ist si­ cherlich, dass der Reisebranche ein gigantischer Nachhol­ effekt ins Haus steht. Kehrt die Reisefreiheit durch hohe Impfquoten zurück, geht es wieder in den Urlaub. Wer war­ tet nicht darauf!? „Keiner ist besser aufgestellt im OnlineReisegeschäft“, sagt Doug Anmuth, Analyst bei der Invest­ mentbank J. P. Morgan. Booking sollte also auch über­FOCUS-MONEY 21/2021 FM21041A 41 Foto: iStock durchschnittlich profitieren können. Nur ist die Frage, wie schnell die Grenzen aufgehen. Vermutlich langsamer, als uns allen und den Booking-Aktionären lieb ist. Analysten rech­ nen damit, dass der Konzern frühestens im kommenden Jahr das Umsatzniveau des Vor-Corona-Jahres 2019 knapp errei­ chen wird. Heißt aber auch: In diesem und dem kommenden Jahr ein Umsatzwachstum von 40 Prozent beziehungswei­ se 50 Prozent. Das Ergebnis kann sich in den beiden Jahren jeweils fast verdreifachen. Die langfristige Wachstumsrate taxiert der Informationsdienst Bloomberg auf knapp 32 Pro­ zent. Wendet man das Dividenden-Diskont-Modell an, ergibt sich daraus für die Aktie derzeit ein Kurspotenzial von rund 56 Prozent (s. Grafik S. 42). Kann Booking noch eine Schip­ pe drauflegen, ist natürlich entsprechend mehr drin. Aller­ dings: Schafft aufgrund der noch anhaltenden Reisebe­ schränkungen das Unternehmen die Wachstumsraten nicht und wächst nur um 20 Prozent, ist das Papier bereits etwas zu teuer. 41 12.05.21 12:55
moneyyou Langfristig ist das Potenzial, wenn Corona eines Tages überwunden ist, enorm. Als größter Online-Reisevermittler mit starker Präsenz in den USA und auch in China hat Booking noch enorme Entwicklungsmöglichkeiten. Bislang kommt das Unternehmen auf einen einstelligen Marktanteil am Gesamtreisemarkt. Und der Trend zu Online-Buchungen ist auch in der Tourismusbranche ungebrochen. Damit hat Booking sehr gute Voraussetzungen, die Marktanteile längerfristig deutlich auszubauen. Dickes Cash-Polster. Von Vorteil ist dabei die solide Bilanz. Selbst im absoluten Krisenjahr 2020 waren die Kennzahlen nicht besorgniserregend. Derzeit hortet Booking noch zwölf Milliarden Euro an liquiden Mitteln. Das entspricht mehr als dem Doppelten des Umsatzes im vergangenen Jahr. Ausreichend Kapital also, um die Expansion wieder anzugehen, sobald es das Geschäft auch zulässt. Anleger sollten dennoch eher gebremst euphorisch sein. Wie volatil die Gemengelage noch ist, zeigten die vergangenen Wochen. Nachdem die Aktie im vergangenen Jahr mit Ausbruch der Pandemie um rund 40 Prozent einbrach, erklomm das Papier im April dieses Jahres ein neues Allzeithoch – in der Euphorie, dass bald wieder gereist werden kann. Dann kamen die Zahlen zum ersten Quartal. Und es zeigte sich, dass die Erholung auf sich warten lässt. Der Umsatz sank gegenüber dem Vorjahresquartal um rund 50 Prozent. Die Buchungslage im April sah nur unwesentlich besser aus. Allerdings gibt es in den USA und auch in Asien deutliche Erholungstendenzen. „Die Aufholjagd wird weniger linear verlaufen und sehr regional stattfinden“, erklärt Analyst Anmuth. Investoren hatten vermutlich also zu viel vorweggenommen. Und sie wurden von den jüngsten Zahlen daher negativ überrascht. Jetzt bietet sich aber die Chance, sich zumindest auf die Lauer zu legen. Enorme Chancen Auf Basis der derzeit prognostizierten Wachstumsraten, hat die Aktie noch ein Potenzial von mehr als 50 Prozent. Sollte sich das Wachstum aber wegen Corona noch nicht einstellen, ist die Aktie bereits etwas zu teuer. Kurspotenzial gegenüber dem aktuellen Wert nach DDM-Modell 98,2 % auf US-Dollar-Basis optimistisches Szenario aktueller Wert Standard-Szenario pessimistisches Szenario 55,9 % –9,5 % Auf die Lauer legen Die jüngste Korrektur ist noch nicht vorüber. Anleger, die auf eine Rückkehr setzen, warten noch ab, bis sich der Boden gebildet hat. Auch der MACD-Indikator hat bislang kein Kaufsignal ausgelöst. Booking.com Aktienkurs in US-Dollar 2200 1800 200-Tage-Linie 1400 1000 MACD-Indikator 100 0 Signallinie Attraktiv, aber . . . . . . frei von Unwägbarkeiten ist die Aktie derzeit nicht. Längerfristig überwiegen die Chancen die Risiken jedoch klar. Chancen ■ Starke Marktposition weltweit ■ Solide Bilanz mit hohen CashReserven ■ Ein gigantischer Nachholeffekt ist quasi sicher. ■ Großes Potenzial, langfristig den Marktanteil am gesamten Reisegeschäft deutlich auszubauen 42 FM21042A 42 Risiken ■ Der Aufholeffekt dauert deutlich länger als erhofft wegen der anhaltenden Pandemie. ■ Dann ist die Bewertung derzeit schon zu hoch. ■ Konkurrenz durch neue Anbieter und vor allem die traditionellen Vermittler und Anbieter, die ebenfalls ins Online-Geschäft drängen. –100 2020 JAN 2021 JAN –200 MAI Quelle: Bloomberg Fazit Die große Aufholjagd hat die Börse schon ziemlich vorweggenommen. Mit der Korrektur zuletzt wird es jetzt wieder interessanter. Die langfristigen Chancen für Booking sind sehr attraktiv, die Marktposition ist stark. Allerdings reagiert die Aktie sehr volatil auf kleinste Wasserstände bei den Buchungen. Gehen die Grenzen alsbald auf, dürfte das Papier schnell drehen und hat dann noch reichlich Potenzial. Bis dahin sollten Anleger aber eher vorsichtig agieren. Kaufen FOCUS-MONEY 21/2021 12.05.21 12:55
Bei der Chartanalyse arbeitet FOCUS-MONEY exklusiv mit der Vereinigung Technischer Analysten Deutschlands e. V. (VTAD) zusammen. Führende Mitglieder stellen jede Woche ihre wichtigsten Chartsignale vor. Diese Woche: Karin Roller, Vorstandsmitglied der VTAD e. V., Autorin, Traderin und Technische Analystin (CFTe), www.vtad.de CHARTSIGNAL DER WOCHE Chips stark gefragt – hopp oder top? Chips sind derzeit Mangelware – nicht nur Apple bekommt diesen Engpass stark zu spüren, auch die Autobauer müssen ihre Produktionslinien teilweise stilllegen. Die Knappheit an Mikrochips könnte aber den Chip-Herstellern in die Hände spielen. Beispiel: AMD AMD Kurs in US-Dollar, logarithmische Darstellung Allzeithoch Kopf Schulter 90 80 70 Schulter Nackenlinie 60 50 Kursziel der Schulter-Kopf-Schulter 40 Unterstützungszonen 30 20 15 200-Tage-Linie 10 8 2018 2019 2020 2021 Es herrscht Engpass – Halbleiter-Engpass. Abzulesen ist dies an der hervorragenden Performance von AMD (ISIN: US0079031078). AMD ist fabless („fabriklos“), also ohne eigene Produktion – im Gegensatz zum Mitbewerber Intel. Die spannende Frage ist: Hilft der Halbleiter-Engpass AMD auch, die obere Kopf-Schulter-Formation zu überwinden? Denn auf den ersten Blick sieht das Chartbild gefährlich aus. AMD (im Wochenchart) hat mit dem Allzeithoch im Januar bei 99,23 Dollar den Kopf der SKS (SchulterKopf-Schulter-Formation) ausgebildet. Eine typische Umkehrformation, auf die häufig starke Kurskorrekturen folgen. Entweder bricht der Chart die Nackenlinie bei 74 Dollar, dann liegt das rechnerische Kursziel bei circa 49 Dollar. Auf dem Weg dorthin gibt es bei 58 Dollar eine Unterstützungszone. Oder AMD schafft einen Wochenschlusskurs über dem Hoch der rechten Schulter bei 89,20 Dollar – dann kann die Aktie die obere Umkehrformation negieren. Schafft es der Kurs über die runden 100 Dollar hinaus, bleibt der langfristige Aufwärtstrend intakt. Das nächste Kursziel liegt dann bei 120 Dollar. Quelle: Bloomberg BÖRSENWISSEN: BALTIC-DRY-INDEX Der Baltic-Dry-Index ist ein wichtiger Preisindex für das weltweite Verschiffen von Gütern wie etwa Kohle, Eisenerz und Getreide. Damit lässt sich ablesen, ob sich die Weltwirtschaft erholt oder eintrübt Was ist der Baltic-Dry-Index (BDI)? Der BDI ist ein Frühindikator für die Weltwirtschaft. Dieser wird börsentäglich von der Baltic Exchange London veröffentlicht und zeigt die Frachtkosten für das Verschiffen von Rohstoffen an. Hierbei handelt es sich in erster Linie um Kohle, Eisenerz, Zement, Kupfer und Getreide. Bevor Volkswirtschaften Güter und Dienstleistungen erzeugen können, müssen die Rohstoffe erst zum Produzenten gebracht werden. Die Menge der verschifften Güter ist somit ein wichtiger Frühindikator für die Entwicklung der Wirtschaft. Welche Aussagekraft hat der BDI? Seit 1985 gibt der BDI an, ob die verschifften Güter zu- oder abnehmen. In der Regel folgt die Wirtschaft dem Indikator in den nächsten acht bis zwölf Monaten. Über 90 Prozent des weltweiten Handels werden über Schiffe abgewickelt. In konjunkturellen Hochphasen werden somit meist mehr Rohstoffe über die Weltmeere verschifft, was zu einem Anstieg der FrachtFOCUS-MONEY 21/2021 FM21043A 43 raten führt. In Schwächephasen werden dagegen deutlich weniger Rohstoffe verschifft, was den BDI typischerweise einbrechen lässt. Da die Rohstoffe am jeweiligen Beginn der Verarbeitungskette stehen, läuft der BDI der realwirtschaftlichen Entwicklung als wichtiges Signal voraus. Liefert der BDI auch Signale für den Aktienmarkt? Die Zahlen belegen: Der Handelskonflikt zwischen den USA und China – und zuletzt auch die Corona-Pandemie – haben zum Rückgang der Frachtraten auf den Weltmeeren geführt. Die hohe Geschwindigkeit des Rückgangs konnte als eindeutiges Warnsignal für die Weltwirtschaft und die Aktienmärkte interpretiert werden. Die Kurse brachen weltweit ein. Die Erholung des BDI ist wiederum ein positives Signal für die Weltwirtschaft. Wichtig: Für sich allein genommen, hat der Index aber nur eine eingeschränkte Aussagekraft. So werden etwa die Angebote der Reeder, die Ausweitung von Schifffahrtskapazitäten, die Zunahme des Containerverkehrs sowie die Bedeutung bestimmter Rohstoffe vom BDI nicht berücksichtigt. 43 12.05.21 12:55
moneymarkets POLYTEC Profiteur der E-Mobilität Die Autobranche und deren Zulieferer laufen wieder. Polytec hat sich mit seinen Leichtbaukomponenten in der Corona-Krise als widerstandsfähig erwiesen. Die günstige Aktie hat noch reichlich Luft nach oben von CHRISTOPH A. SCHERBAUM 44 FM21044A 44 Entwicklung und Herstellung von hochwertigen Kunststofflösungen aus Spritzguss und Faserverbund spezialisiert hat. Bei Polytec ist man überzeugt, dass Kunststoffe als Ausgangsmaterial für den Leichtbau ideal sind. Und besonders dieser sei im Bereich E-Mobilität von Bedeutung – nicht nur im Sinne der Gewichtsreduktion. Während Polytec die Insassen vor dem Eindringen des elektromagnetischen Feldes der Batterie in das Fahrzeuginnere schützen will, soll die Batterie vor äußeren Einflüssen wie Schmutz und Nässe sicher sein. Starke Charttechnik. Die Aktie hat sich seit dem CoronaTief mehr als verdoppelt und zuletzt dreimal den Bereich um elf Euro getestet. Setzt sich die Aufwärtsbewegung weiter fort, könnte sich bei der Aktie, die aktuell mit einem moderaten Kurs-Gewinn-Verhältnis von nicht einmal elf bewertet ist, bis zum 2017er-Rekordhoch mittelfristig ein weiteres Verdoppelungspotenzial eröffnen. Noch viel Luft nach oben Corona-Krise überstanden, Allzeithoch im Blick – die Polytec-Aktie lockt mit der Aussicht auf hohe Kursgewinne Polytec und eine stattliche Dividende. Aktienkurs in Euro 20 15 10 5 0 2015 16 17 WKN/ISIN Börsenwert Kurs-Gewinn-Verhältnis 2020/21 Dividendenrendite 2020/21e Kursziel/Stoppkurs Risiko ■■■■■ 18 19 20 2021 A0JL31/AT0000A00XX9 244 Mio. € 38,2/10,5 2,7/3,5 % 18,30/9,45 € Kurspotenzial 65 % e = erwartet D er Dieselskandal. Die Umstellung auf den Abgas- und Verbrauchsstandard WLTP. Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China. Die Umstellung auf E-Mobilität und andere alternative Antriebe. Die CoronaPandemie. Die Automobilbranche und Zulieferer wie der Kunststoffteileproduzent Polytec aus dem österreichischen Hörsching hatten in den vergangenen Jahren ein großes Päckchen zu tragen. Jetzt scheint aber die Talfahrt ein Ende gefunden zu haben. Denn die weltweiten Impfprogramme lassen auf eine starke wirtschaftliche Erholung hoffen. Wichtiger Partner für VW & Co. Diese Erholung ist in vielen Märkten bereits bei den Autoverkäufen sichtbar, allen voran in China. Einem Markt, den die Experten ohnehin als den wichtigsten Zukunftsmarkt identifiziert haben. Diese Erholung kommt auch der Zuliefererbranche zugute. Nur ein Grund, warum sich der Kurs der Polytec-Aktie seit Herbst 2020 bereits mehr als verdoppelt hat – zumal die Österreicher einige besonders in China erfolgreiche Unternehmen wie Volkswagen zu ihren größten Kunden zählen. Die erwartete Erholung des Geschäftsumfelds hat das Polytec-Management dazu veranlasst, für 2021 einen Umsatzanstieg auf 575 Millionen Euro zu prognostizieren, nach 522 Millionen Euro im Jahr 2020. Das Ebit (operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern) soll von 13 Millionen Euro im Vorjahr auf 35 Millionen Euro ansteigen. Dafür sollen auch einige in der Corona-Krise gestartete Einsparungen sorgen. So hat Polytec unter anderem vier Produktionswerke geschlossen, das bringt eine nachhaltige Reduzierung der Personal- und Strukturkosten. Allerdings ist die Prognose angesichts der Marktunsicherheiten mit Vorsicht zu genießen: Das PolytecManagement verwies im Bericht zum ersten Quartal 2021 darauf, dass sich diese Unsicherheiten in den letzten Wochen spürbar verschärft hätten, mit Blick auf die erheblich steigenden Materialpreise sowie die teilweise Verknappung von Rohstoffen. Zudem bleibt Covid-19 ein Belastungsfaktor. Im ersten Quartal sanken die Erlöse im Vorjahresvergleich dennoch nur um 0,9 Prozent auf 147,8 Millionen Euro, das Ebit kletterte dagegen von 2,7 Millionen auf nun 6,7 Millionen Euro. Mittel- bis langfristig bleibt es ebenfalls spannend: Elektroautos revolutionieren die Automobilindustrie. Solche großen Umwälzungen bieten auch große Chancen. Insbesondere für ein Unternehmen wie Polytec, das sich auf die Quelle: Bloomberg FOCUS-MONEY 21/2021 12.05.21 10:18
ANDRITZ: seltene Kombination positiver Faktoren A ANDRITZ Anlagenbauer mit Appeal Intakter Aufwärtstrend, moderates KGV, gute Dividendenrendite. Dazu die Aussicht, den langfristigen Margen-Zielen näherzukommen. Austrias Anlagenbauer Andritz hat Charme von CHRISTOPH A. SCHERBAUM Richtung Allzeithoch Andritz Aktienkurs in Euro 55 50 45 40 35 30 25 16 17 WKN/ISIN Börsenwert Kurs-Gewinn-Verhältnis 2020/21 Dividendenrendite 2020/21e Kursziel/Stoppkurs Risiko ■■■■■ 18 19 20 2021 632305/AT0000730007 4,5 Mrd. € 21,7/14,2 1,1/2,4 % 57,00/37,21 € Kurspotenzial 27 % Quelle: Bloomberg FOCUS-MONEY 21/2021 FM21045A 45 Foto: Andritz e = erwartet 2015 ktien, die sich in einem intakten Aufwärtstrend befinden, gibt es dieser Tage zuhauf – wenn dazu aber noch ein verhältnismäßig moderates KGV und eine solide Dividendenrendite kommen, ist diese Kombination derzeit nicht oft zu finden. Der Maschinen- und Anlagenbauer Andritz ist so ein Kandidat, obwohl das Unternehmen von der Corona-Konjunkturdelle nicht verschont wurde und jüngste Zahlen gemischt ausfielen. Dennoch hat das Unternehmen seine Hausaufgaben gemacht. Die Österreicher nutzen die Corona-Krise für Einsparungen – diese dürften sich in Zukunft bezahlt machen. Trotzdem bleiben auf der andere Seite Risiken bei der Prognose für das Geschäftsjahr 2021, falls die erwartete Konjunkturerholung nicht wie erhofft vonstatten gehen sollte. So zumindest hat es das Management des ATX-Konzerns im Bericht zum ersten Quartal deutlich gemacht. Aufgrund des geringeren Auftragseingangs im Geschäftsjahr 2020 rechnet Andritz zwar für das laufende Geschäftsjahr mit einem Umsatzrückgang (2020: 6,7 Milliarden Euro). Dagegen soll das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (2020: 391,7 Millionen Euro) steigen. Bereinigt um Einmaleffekte, wird ein stabiles Ergebnis erwartet. Im ersten Quartal 2021 lagen die Umsatzerlöse bei 1,49 Milliarden Euro. Der leichte Rückgang von 1,1 Prozent im Vorjahresvergleich konnte sich angesichts der schwierigen Marktbedingungen sehen lassen. Starke Marge. Trotz des Umsatzrückgangs sprang das operative Ergebnis im Vorjahresvergleich deutlich um 58,2 Prozent auf 110,9 Millionen Euro, die Marge legte um 2,8 Prozentpunkte auf 7,4 Prozent zu. Hierfür war vor allem die anhaltend gute Geschäftsentwicklung des Geschäftsbereichs Papier & Verpackung verantwortlich. Zudem halfen die Kosteneinsparungen aus dem Vorjahr. Mit einer Marge von 7,4 Prozent im März-Quartal ist Andritz gar nicht so weit entfernt von dem langfristigen Ziel. Der ATX-Konzern möchte die Rentabilität nachhaltig auf acht Prozent steigern. Darüber hinaus hat sich das Management langfristig das Ziel gesetzt, die Umsätze durchschnittlich um fünf bis acht Prozent pro Jahr zu erhöhen. Die Konzernleitung setzt darauf, dass die Corona-Impfprogramme fruchten und die wirtschaftliche Erholung einsetzt. Ein positives Signal konnte in dieser Hinsicht bei einem Blick auf die Entwicklung im Service-Geschäft im ersten Quartal 2021 beobachtet werden. So habe sich der Auftragseingang des Service-Geschäfts im März-Quartal sehr erfreulich entwickelt und sei gegenüber den Vorquartalen deutlich angestiegen. Richtung Allzeithoch. Nachdem die Aktie von Andritz im März 2020 auf 23 Euro zurückgeworfen wurde, folgten bis zum Juni eine Kurserholung auf 35 Euro und ein erneuter Einbruch bis zum September auf 25 Euro. Dieser höhere Kursboden legte die Basis für eine kräftige Aufholrally. Dabei legten die Notierungen bis Mai dieses Jahres auf zeitweise gut 45 Euro zu, was den höchsten Stand seit dem April 2019 bedeutet. Die Aktie notiert damit inzwischen in deutlichem Abstand über der bei 35 Euro verlaufenden 200-Tage-Linie, womit die Trendpfeile hier inzwischen wieder klar nach oben zeigen. Setzt sich der Aufwärtstrend fort, stellen sich die nächsten Kursziele auf die Jahreshochs von 2018 (53 Euro) und von 2017 (55 Euro). Nur knapp darüber würde dann sogar wieder das Allzeithoch aus dem Jahr 2015 bei 57 Euro in den Fokus rücken. 45 12.05.21 11:13
moneymarkets GRÜNE INFRASTRUKTUR Noch lange nicht am Ziel Ein Klimaprogramm jagt das nächste. Die Weltwirtschaft wird vom Klimavertrag umgestaltet! Nicht nur die Umwelt, sondern auch Ihr Depot kann von diesen Veränderungen profitieren von LIOBA SCHULZ D as Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe kippte jüngst das Klimagesetz der Bundesregierung. Der Grund: Klimaschutz darf nicht mehr in die Zukunft verschoben werden. Trotz politisch unbequemer und drastischer Maßnahmen ist mit Blick auf den Klimawandel jetzt Tempo angesagt. Die große Koalition verschärft daraufhin das Klimagesetz, sodass Deutschland bis 2030 nun 65 Prozent der notwendigen CO2-Einsparungen erreichen und ab 2045 klimaneutral wirtschaften soll. Plan vs. Realität. Weltweit haben rund 130 Länder, die zusammen 73 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen verursachen, Netto-Null-Ziele verabschiedet oder erwägen diese. Der Climate Action Tracker (CAT) berechnet die Auswirkungen der Politik auf den globalen Temperaturanstieg (siehe Seite 47, Abbildung oben). Nachdem kürzlich auch Europa, China, Japan und die USA ihre Klimaziele und -investitionen erhöht haben, hat CAT die Temperaturschätzungen Anfang Mai aktualisiert: Dank der neuen Zusagen wird bis 2100 mit einem Temperaturanstieg in Höhe von 2,4 46 FM21046A 46 Illustration: VectorStock Grad gerechnet – 0,2 Grad weniger, als die letzte CAT-Berechnung im September 2020 ergab. Obwohl diese Entwicklung zu begrüßen ist, wird die globale Erwärmung auf Basis der Klimaziele immer noch deutlich über den im Pariser Abkommen festgelegten notwendigen 1,5 Grad liegen. Für die 1,5 Grad bräuchte es weltweit Treibhausgasneutralität bis Mitte des Jahrhunderts. Um die einzelnen Sektoren auf einen Paris-kompatiblen Pfad zu bringen, müssen die Ambitionen weiter erhöht und durch ehrgeizige Maßnahmen unterstützt werden. Das schwarze Schaf. Mit die meisten Treibhausgasemissionen verursacht die Infrastruktur. Die Bevölkerung in den Städten wächst rasant und der Bedarf nach verbesserten, neuen Anlagen in Europa besteht weiterhin. Bei der aktuellen Entwicklung könnte laut Sweco der Infrastruktursektor bis 2050 allein über 90 Prozent der Treibhausgasemissionen ausmachen. Auch bauen einige Regierungen neue Infrastrukturen, die nicht mit den Pariser Zielen vereinbar sind. Um die Netto-Null-Emissionen zu erreichen und den Klimawandel aufzuhalten, muss der CO2-Ausstoß von Transport, Wasser, Entsorgung, Energie und Telekommunikation drastisch reduziert werden. Die grüne Lösung. Gemäß den Klimaziel-Berechnungen von CAT werden erneuerbare Energien bis voraussichtlich 2040 einen Anteil von 75 bis 100 Prozent an der Stromerzeugung erreichen. Für den gesamten Verkehr, also alle Verkehrsträger von Personen und Fracht, ist es erforderlich, dass kohlenstoffarme Brennstoffe wie Strom, Wasserstoff oder Biomasse zeitnah in den Energiemix fließen – konkret etwa 20 Prozent bis 2030 und 100 Prozent im Jahr 2050. Elektrische Personenkraftwagen oder andere emissionsfreie Fahrzeuge müssen 2030 schon nahezu 100 Prozent ausmachen. Für diesen Wandel braucht es unterstützende CO2-freie Technologien. Fortschritt und Entwicklung. „Die gute Nachricht ist: Drei Viertel der Maßnahmen, die wir bis 2030 umsetzen müssen, sind mit heute marktreifen Technologien machbar“, so Hauke Engel, CoAutor der McKinsey-Studie „Net-Zero Europe“. Doch trotz ausgereifter Technologien sind kontinuierliche Innovationen und Skaleneffekte wichtig, um die Übergangskosten zu senken. So sind Sonnenkollektoren aufgrund stetiger Neuerungen und industrieller Produktion viel günstiger geworden. Ähnlich könnte es bei Elek- FOCUS-MONEY 21/2021 12.05.21 11:21
trofahrzeugen sein. Für die Klimaziel-Erreichung müsste laut der McKinsey-Studie allein Europa jährlich knapp 1000 Milliarden Euro investieren. Davon entfallen circa 820 Milliarden Euro auf Investitionen, die heute bereits getätigt werden, aber zukünftig in CO2-arme Anwendungen umzulenken sind. Weitere 180 Milliarden an Investitionen sind nötig, die jedoch durch Einsparungen an anderen Stellen kompensiert werden könnten. Durch den grünen Umbau der europäischen Wirtschaft entstünden unterm Strich fünf Millionen neue Arbeitsplätze. Aufträge werden umweltbewussten Unternehmen sicher sein. Mehr als nur Klimaschutz. Geld für grüne Infrastruktur auszugeben, ist immer klug: Eine funktionierende und moderne Infrastruktur ist für die wirtschaftliche Entwicklung von zentraler Bedeutung. So sorgen bessere Schienenwege und Straßen für eine effizientere Logistik. Durch die Erneuerung von Wasser- und Gaswegen versickern weniger Ressourcen und leistungsfähige Sendemasten wie auch Glasfaserverbindungen beschleunigen den Datenverkehr und die Digitalisierung. Infrastruktur ist für Menschen und Unternehmen überall von Bedeutung und Investitionen steigern entsprechend das Wirtschaftswachstum. Investition mit Zukunft. Für Privatanleger ist es ebenfalls attraktiv, in Unternehmen aus diesem Sektor zu investieren. Die von Infrastrukturanbietern erbrachten Leistungen wie Wasser- und Stromversorgung, Bau und Unterhalt von Verkehrswegen oder Telekomdienstleistungen profitieren von einer stabilen Nachfrage. Die Unverzichtbarkeit der Infrastruktur sorgt nahezu für Konjunkturunabhängigkeit. Unternehmen genießen meist langfristige Verträge und häufig eine Monopolstellung, dank hoher Markteintrittsbarrieren oder staatlicher Wettbewerbsverbote. Das sorgt für zuverlässige Einnahmen und einen guten Cashflow. So entwickeln sich Infrastrukturaktien, langfristig betrachtet, besser als der Marktdurchschnitt. Beim Blick auf die unausweichlichen Verschärfungen der Politik punkten Investitionen in grüne Infrastruktur besonders mit geringeren Risiken: Nicht nachhaltige Unternehmen könnten in Zukunft Reputations- und regulatorische Risiken sowie erhöhten Abschreibungsbedarf bergen. Grüne-Infrastruktur-Anleger werden auch weiterhin mit niedrigen Kursschwankungen und hohen Ausschüttungen für ihr Investment in die Zukunft belohnt. Stand jetzt: Klimaziele gescheitert Im Vergleich zu einer Welt ohne Klimapolitik werden zwar solide Fortschritte gemacht, aber die aktuellen Bemühungen genügen noch lange nicht, um die notwendigen internationalen Ziele zu erreichen. Weltweite Treibhausemissionen bis 2100 in Gigatonnen Kohlendioxid pro Jahr 4,1 bis 4,8°C Trend ohne reduzierende Maßnahmen 140 100 aktuelle Politik 2,7 bis 3,1°C 60 1990 2010 20 Zusagen und Ziele 2,4°C Pariser Klima-Abkommen 1,5°C –20 2030 2050 2070 2090 Quelle: Climate Action Tracker (Mai 2021) CO2-Emissionen durch Infrastruktur In Deutschland wurden 2020 rund 739 Millionen Tonnen Treibhausgase freigesetzt – eine Reduktion von 8,7 Prozent im Vergleich zu 2019. Für weitere Reduzierungen ist grüne Infrastruktur unabdingbar. Treibhausgas-Emissionen in Deutschland Anteile nach Sektoren in Prozent Landwirtschaft 1,1 Abfall, Sonstiges 8,9 29,9 Energie Gebäude 16,2 Verkehr 19,8 24,1 Industrie Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit REALITÄTSCHECK: Für eine CO2-neutrale Zukunft im Jahr 2050 wird grüne Infrastruktur benötigt FOCUS-MONEY 21/2021 FM21047A 47 47 12.05.21 11:21
moneymarkets BNP-Paribas-Easy-ECPI-Gl.-ESG-Infrastructure-ETF Kurs in Euro BNPP-EASY-ECPI-GLOBAL-ESG-INFRASTRUCTURE-UCITS-ETF 70 Der Stabile 60 Die Anlagepolitik: Der BNP-Paribas-Easy-ECPI-Global-ESG-InfrastructureETF bildet die Wertentwicklung des ECPI-Global-ESG-Infrastructure-EquityIndex nach. Der Index beinhaltet Unternehmen mit den besten Voraussetzungen, um von der steigenden Nachfrage nach grüner Infrastrukturentwicklung und -instandhaltung zu profitieren. Dabei müssen die angebotenen Produkte und Dienstleistungen konkrete Lösungen für bestimmte ökologische und soziale Herausforderungen bieten und zu einer CO2-freien Wirtschaft beitragen. Als ergänzendes Kriterium müssen die Unternehmen über ein positives ESG-Rating (Umwelt, Soziales, Unternehmensführung) verfügen. 2018 2019 2020 2021 40 LU1291109293 66,5 Mio. € thesaurierend 0,30 % 19,0/29,4/39,6 % ISIN Fondsvolumen Ertragsverwendung Quelle: Bloomberg Die Zahlen: Mit Jahresgebühren in Höhe von 0,30 Prozent ist der passiv gemanagte Fonds günstiger als seine Konkurrenten. Dass die Volatilität der letzten fünf Jahre bei 14,68 Prozent liegt, zeugt von einem geringen Risiko. 50 laufende Kosten p. a. Wertentwicklung 1/3/5 Jahre Risiko ■■■■■ Green Benefit Global Impact Fonds GREEN BENEFIT GLOBAL IMPACT FUND Kurs in Euro 300 250 Der Überflieger 200 Die Anlagepolitik: Der aktiv gemanagte Green Benefit Global Impact Fund berücksichtigt bei Investments ökologische, soziale und ethische Gesichtspunkte. Nachdem im April 2021 der Technologiesektor einen Rücksetzer erlebte und der Fonds im März/April etwa zehn Prozent einbüßte, bieten sich günstige Einstiegschancen. Bei der Unternehmensauswahl setzt das Management auf Technologieführer, Partnerschaften und eine starke finanzielle CashPosition. Dabei entfallen knapp 97 Prozent des Portfolios auf Wasser-/Brennstoffzellen, erneuerbare Energien, Elektromobilität und Energieeffizienz. So profitiert der Fonds besonders von Joe Bidens neuem Infrastrukturpaket. 50 2018 2019 2020 ISIN Fondsvolumen Ertragsverwendung Quelle: Bloomberg Die Zahlen: Der Ausgabeaufschlag des Fonds beträgt fünf Prozent. Allein innerhalb eines Jahres erzielte das Portfolio ein Kurswachstum von rund 129 Prozent. Von Morningstar erhält der Fonds ein Top-Rating mit fünf Sternen. 150 100 laufende Kosten p. a. Wertentwicklung 1/3/5 Jahre 2021 LU1136260384 164,4 Mio. € ausschüttend 1,93 % 129/189/253 % Risiko ■■■■■ Digital-Infrastructure-and-Connectivity-ETF Kurs in Euro DIGITAL-INFRASTRUCTURE-AND-CONNECTIVITY-UCITS-ETF 8,00 Der Newcomer 48 FM21048A 48 7,50 Fondsauflage Die Anlagepolitik: Bedingt durch fast fünf Milliarden Menschen, die heute mit dem Internet verbunden sind, wächst die Nachfrage nach kontinuierlichem Zugang zu digitaler Information und Kommunikation exponentiell. Als Reaktion darauf legte am 8. Oktober 2020 Quikro den Digital-Infrastructureand-Connectivity-ETF auf. Der ETF bildet den Tematica-BITA-Digital-Infra­ structure-and-Connectivity-Index ab, welcher über 80 globale Unternehmen umfasst. In den Index schaffen es nur Unternehmen, die vom Wachstum des Datenverkehrs in allen digitalen Segmenten profitieren. Zu den Aktien im Index gehören unter anderem Mediatek, Intel Corp, Nvidia und Square. 7,00 6,50 OKT N D 2020 2021 JAN F ISIN Fondsvolumen Ertragsverwendung Quelle: Bloomberg Die Zahlen: Dieser passive Fonds ist Europas erster thematischer ETF, der sich ausschließlich auf digitale Infrastruktur und Konnektivität konzentriert. Seit der Auflage im Herbst 2020 beträgt die Kursperformance 15,02 Prozent. 8,50 laufende Kosten p. a. Wertentwicklung 6 Monate Risiko 6,00 M A MAI IE00BL643144 39,4 Mio. € thesaurierend 0,69 % 19,1 % ■■■■■ FOCUS-MONEY 21/2021 12.05.21 11:21
Im Frühling wächst nicht nur Ihre Rendite! Jetzt FOCUS-MONEY lesen + Spitzenchampagner zum Sparpreis sichern! Sie sparen IHR FOCUS-MONEY SPARPAKET: 1 Flasche MOËT & CHANDON ...... 12 Ausgaben FOCUS-MONEY ........ Regulärer Preis ........................... Ihre Ersparnis ............................. 62 % 40,00 € 51,60 € 91,60 € 56,40 € Gesamtpaket nur ............... 35,20 € Pr.Nr. N622 Gleich bestellen: 0180 6 480 1000* focus-abo.de/money-champagner Der Sparpaket-Preis von 35,20 € setzt sich zusammen aus: 12 Ausgaben FOCUS-MONEY für 34,20 € + 1 Flasche MOËT & CHANDON für 1,00 €. Der angebotene Champagner enthält Sulfite. Alle Preise in Euro inkl. der gesetzl. MwSt. sowie inkl. Versandkosten. Auslandkonditionen auf Anfrage: 0049 180 6 4801000*. Sie haben ein gesetzl. Widerrufsrecht. Die Belehrung können Sie unter www.focus-abo.de/agb abrufen. *Dieser Anruf kostet 0,20 €/ Anruf aus dem dt. Festnetz. Aus dem Mobilnetz max. € 0,60 €/ Anruf - Ausland abweichend. Verantwortlicher und Kontakt: Abonnenten Service Center GmbH, Hauptstr. 130, 77652 Offenburg für die FOCUS Magazin Verlag GmbH, in gemeinsamer Verantwortlichkeit mit mehreren Verlagen von Hubert Burda Media (siehe www.burda.com/de/gvv). Datenschutzinfo: Kontakt zum Datenschutzbeauftragten: Abonnenten Service Center GmbH, Postfach 1223, 77602 Offenburg, Tel. 0049 781 6 396100. Namens-, Adress- und Kontaktdaten zum Vertragsschluss erforderlich. Verarbeitung (auch durch Zahlungs- und Versanddienstleister) zur Vertragserfüllung sowie zu eigenen und fremden Werbezwecken (Art. 6 I b) bzw. f) DSGVO) solange für diese Zwecke oder aufgrund Aufbewahrungspflichten erforderlich. Bei Art. 6 l f) DSGVO ist unser berechtigtes Interesse die Durchführung von Direktwerbung. Sie haben Rechte auf Auskunft, Berichtigung, Löschung oder Einschränkung der Verarbeitung, Widerspruch gegen die Verarbeitung, auf Datenübertragbarkeit sowie auf Beschwerde bei einer Aufsichtsbehörde. Aktionsnr.: 643660M55 FM21049A 49 12.05.21 11:21
moneymarkets BEGEHRTES GUT: Die Nachfrage nach den Halbleitern ist höher denn je. Doch das Angebot ist knapp! TAIWAN SEMICONDUCTOR MANUFACTURING Die Herrschaft der Halbleiter Auf einer Insel produziert ein Konzern das wichtigste Produkt der digitalen Welt. TSMC ist das kritischste Glied der globalen Halbleiter-Lieferkette. An der Aktie führt kein Weg vorbei E igentlich sollte das hier ein ganz normaler Artikel über einen Halbleiterkonzern werden: Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC). Geschäftsmodell, Umsatz, Kursentwicklung . . . eine klassische Unternehmensgeschichte eben. Am Ende aber stießen wir auf ein Motiv globalen Ausmaßes. Die Verstrickung dieses Unternehmens in der Welt reicht so tief, dass sie genügend Stoff für einen neuen James-Bond-Film und zwei Netflix-Dokus auf einmal bietet. US-Präsident Biden und Chinas Präsident Xi Jinping sind mit von der Partie, selbst der ehemalige Direktor der CIA schaltet sich ein. Das Ergebnis der Recherche ist dennoch eindeutig: Die TSMC-Aktie ist ein klarer Kauf. Von TSMC hängt nicht nur die Weltwirtschaft ab. Auch unsere digitale Zukunft. Aber zunächst ganz von vorn. Halbleiter – Herz der Digitalisierung von JENNIFER SENNINGER Halbleiter. Etwas, das eigentlich unspektakulär klingt, ist Herz und Hirn der digitalen Geräte. Wenn Sie auf Ihr Smartphone tip- 50 Composing: FOCUS-MONEY FM21050A 50 Illustrationen: Can Stock Photo, VectorStock (4) FOCUS-MONEY 21/2021 12.05.21 10:17
pen, wischen oder einen Sprachbefehl geben, reagiert es binnen Sekunden und liefert Ihnen das gewünschte Ergebnis. Halbleiter sind überall. Ob in Computern, Autos, im Verkehr, im Gesundheitswesen. Künstliche Intelligenz, 5G, Internet der Dinge . . . ohne diese wichtige kleine Komponente gäbe es unsere digitale Welt nicht. Ihr Smartphone verfügt heute über mehr Rechenleistung als jener Computer, mit dem die Nasa 1969 die erste Mondlandung ermöglichte. Ein modernes Auto besitzt mehr Software-Codes als ein Flugzeug. Umsatz nach Segmenten schung und Entwicklung zu stecken. Im ersten Quartal stellte TSMC zum dritten Am meisten Umsatz macht TSMC im UnMal in Folge einen Rekordumsatz auf, terhaltungssektor, das Autosegment am stärksten wuchs das Automobilgewächst derzeit aber am stärksten. schäft. Auch das Gesamtjahr 2020 Umsatz von Taiwan Semiconductor konnte sich trotz Pandemie sehen lasnach Plattformen sen: TSMC erzielte ein Umsatzplus von Anteile in Prozent, 1. Quartal 2021 25 Prozent auf 47,78 Milliarden Dollar, Sonstige Datenübertragung der Gewinn je Aktie stieg über 50 Prozent auf 3,51 Dollar. Die mittelfristigen 3 Autoindustrie 4 4 Wachstumsperspektiven beim Umsatz Internet bis 2025 korrigierte das Unternehmen der Dinge 9 auf zehn bis 15 Prozent pro Jahr nach oben. Das Erfolgsgeheimnis ist ebenso 45 Smartphones einfach wie genial: Niemals würde TSMC unter eigenem Namen Chips deDie Chips sind aus! signen, produzieren oder vermarkten. Nun gibt es aber ein Problem. Diese unDer Konzern handelt im Kundenauftrag. 35 entbehrlichen Halbleiter werden So kommt es, dass vermeintliche RivaHochleistungsknapp! So knapp, dass die Autobauer len wie Nvidia oder AMD gleichzeitig computer Quelle: TSMC ihre Fließbänder anhalten mussten. So zum Kundenstamm von TSMC zählen. Als erstes Glied einer globalen Lieferketknapp, dass im ersten Halbjahr 2021 te verweilt TSMC in einer enorm mächtigen Position, steht für womöglich zwei bis vier Millionen Autos nicht gebaut werden 57 Prozent des globalen Foundry-Markts. Ein Foundry stellt in können. E-Autos benötigen doppelt so viele Halbleiter wie herseiner Fabrik Produkte für andere Halbleiterkonzerne her. Von kömmliche Fahrzeuge. Die sonst so mächtige Autoindustrie hat in der Mikrochip-Branche aber nicht einmal unbedingt Vorrang. der Lieferkette für Halbleiter hängen Branchen, ganze VolkswirtTech-Konzern Apple beispielsweise bestellt so viele Chips wie die schaften weltweit ab. Und so funktioniert sie: Ein Kunde, zum gesamte Autobranche zusammen. Zur Knappheit führte die CoBeispiel ein Autobauer, bestellt Chips selten direkt. Der Autobaurona-Pandemie, aber auch Rohstoffmangel, geopolitische Spaner ordert seine Bauteile also etwa bei einem Zulieferer wie Bosch. nungen und der Handelskrieg zwischen den USA und China sind Bosch ordert die Chips bei Halbleiterkonzernen wie AMD. Die Faktoren. Die Halbleiterproduktion ist zudem ein hochkomgeben einen Teil ihrer Aufträge, zum Beispiel einen selbst designplexer Prozess mit langen Vorlaufzeiten. Durchschnittten Chip, zur Herstellung in die Werke von Foundries, den Auftragsfertigern.Davon gibt es nur eine Handvoll weltweit, denn lich braucht es drei bis fünf Jahre, bis die erste Forschung zum Endprodukt führt. Der Lieferengpass betont einmal mehr die die Produktionskosten sind hoch. Da aus diesem Grund keine technologische Abhängigkeit Europas von der asiatischen Prokleinen Fabriken entstehen, konnte sich TSMC im Hintergrund zu einem Chip-Giganten entwickeln. Er ist also das erste Glied duktion. Experten schätzen, dass die Lieferengpässe der Chipeiner Kette, von der die wichtigsten Branchen der Welt abhänIndustrie noch bis mindestens 2022 anhalten. Die befindet sich gen. Das Interesse der USA und von China ist groß. also vor einem Nachfrage-Boom mit knappem Angebot, das sich auf Branchen weltweit auswirkt. Dadurch können die Hersteller Die USA, China und der Taiwan-Konflikt höhere Preise verlangen, was zu einem Anstieg der Kurse führt. Ein Bauteil, das der Autoindustrie besonders fehlt: Microcontrol- „Am ersten Tag des chinesischen Neujahrsfestes hissen Mitarbeiler. Und der größte Produzent, der laut IHS Markit 70 Prozent ter über der Firmenzentrale der Taiwan Semiconductor Manudes Bedarfs dieser Chips abdeckt, führt uns nun nach Taiwan. facturing Company in Hsinchu die rote Fahne der Volksrepublik China. In den USA war nach den Präsidentschaftswahlen am Alle Wege führen nach Taiwan 3. November 2020 das innenpolitische Chaos ausgebrochen, der Nur 130 Kilometer vom chinesischen Festland entfernt, mit 23,5 wichtigste Verbündete der Inselrepublik wurde handlungsunfähig. Die Kommunistische Partei Chinas überfiel Taiwan, nach Millionen Einwohnern, befindet sich der demokratische Inselstaat Taiwan. Dort sitzt ein Unternehmen, von dem die mächnur drei Tagen musste sich die Regierung in Taipeh ergeben. Der tigsten Führungskräfte der Welt abhängen: Taiwan Semiconducgrößte Auftragsfertiger der Welt für Halbleiter, TSMC, ist nun tor Manufacturing, der größte und fortschrittlichste Chipein chinesisches Staatsunternehmen.“ Dies ist freilich keine echAuftragsfertiger der Welt. Dem ehemaligen Marktführer Intel te Meldung. Es ist ein hypothetisches Szenario, vergangenen schnappte es nicht nur die Marktanteile weg, sondern überholSommer geschrieben vom ehemaligen CIA-Direktor Michael te ihn auch technologisch. TSMC stellt 10 000 verschiedene Morell für ein Magazin. Es verdeutlicht aber ganz gut den Konflikt der beiden Supermächte um TSMC. Denn wer die VorherrChips für über 500 Kunden aller Branchen her. Durch die breite schaft bei den Halbleitern hat, der hat sie auch beim technologiKundendiversifikation ist das Geschäftsmodell weniger zyklisch. schen Fortschritt. Chips sind das neue Öl. Sie sind nicht nur in TSMC investiert viel, um die Marktherrschaft zu behalten. Jüngst Smartphones und Autos, sondern auch in modernen Kampfflugkündigte der Konzern an, in den nächsten drei Jahren 100 Milliarden Dollar in den Ausbau seiner Kapazitäten und in Forzeugen und Raketenleitsystemen verbaut. Chips bedeuten FOCUS-MONEY 21/2021 FM21051A 51 51 12.05.21 10:17
Halbleiter-Lieferkette im Automobilsektor Foundry MCU/ Leistungshalbleiter TIER-1-Lieferant Taiwan Semiconductor Manufacturing ist das erste Glied in der Halbleiter-Lieferkette, von dem alles ausgeht. Ein Fahrzeughersteller bestellt die kleinen Bauteile selten direkt (Lieferkette von links nach rechts). Fahrzeughersteller Quelle: Counterpointresearch.com; eigene Darstellung Macht. Die wollen sowohl China als auch die USA. Taiwan „ist potenziell das kritischste Glied in der gesamten Halbleiter-Wertschöpfungskette“, schreibt die Stiftung Neue Verantwortung. Ein dortiger Ausfall würde Kollateralschäden für alle Branchen weltweit bedeuten. Daran hat natürlich weder China noch die USA Interesse. Dennoch ist die Lage heikel. Peking hat wiederholt gewarnt: Falls Taiwan je die formelle Unabhängigkeit erklären sollte, droht militärische Gewalt. Denn China betrachtet die Insel eigentlich als sein Territorium, als abtrünnige Provinz. Auch für die USA ist TSMC wichtig, zudem beliefert es den Konzern mit Materialien und Geräten für die Halbleiterherstellung. Daher musste TSMC auch Huawei, seinen einst zweitgrößten Kunden, aufgeben, nachdem die USA im Mai 2020 die Sanktionen gegen den chinesischen Tech-Konzern verschärfte. Das Interesse ist groß, bei der Lieferung von Halbleitern für Militär und Wirtschaft Vorrang zu haben. Vermutlich würden die USA Taiwan daher auch bei einer Invasion Chinas beistehen. Vorerst Entwarnung Einiges spricht aktuell jedoch gegen eine Invasion Chinas wegen TSMC. So erklärt „The Diplomat“ in einem Artikel, dass Präsident Xi Jinping die Stabilität der Taiwanstraße wichtig sei, man es sich mit den qualifizierten taiwanesischen Arbeitskräften nicht verscherzen wolle. Einige von ihnen kommen zudem aus dem Ausland, und würden wohl das Weite suchen, sollte China Taiwan besetzen. Auch ist TSMC auf Maschinen und Chemikalien angewiesen, die größtenteils Kurs-Gewinn-Verhältnis 2021/22 Dividendenrendite 2020/21e Kursziel/Stoppkurs Risiko ■■■■■ 909800/US8740391003 450 Mrd. € 26,2/22,8 1,7/2,0 % 123,00/80,58 € Kurspotenzial 29,74 % *ADR: 1:5; Quellen: comdirect, onvista, The Wall Street Journal 52 FM21052A 52 e = erwartet Aktienkurs in Euro 100 80 60 40 20 0 2010 11 12 13 14 Composing: FOCUS-MONEY 15 16 17 18 19 20 Quelle: Bloomberg Über 370 Prozent legte die Aktie in den vergangenen fünf Jahren zu. Dank der unentbehrlichen Halbleiter ist weiterhin viel Luft nach oben. Börsenwert Chip, Chip, Hurra! 2020 wuchs der Halbleitermarkt das dritte Jahr in Folge zweistellig. Ein zunehmend verändertes Verbraucherverhalten treibt das Wachstum weiter. Am stärksten sind die Umsätze in der Asien-Pazifik-Region, die laut einer PWC-Studie bis 2022 jährlich um 4,8 Prozent steigen sollen. 2021 wächst der Markt weltweit um vier Prozent auf 428 Milliarden Dollar, in Deutschland sinkt er um 14 Prozent auf einen Umsatz von 12,3 Milliarden. Die Lieferengpässe machen es deutlich: Halbleiter zählen zu den begehrtesten Gütern der neuen digitalen Welt. Mit nur einer Handvoll Lieferanten als erstes Glied in der Kette gilt TSMC als eines der wichtigsten Unternehmen der Welt. Kein Fan von Einzelwerten? Der VanEckVectors-Semiconductor-UCITS-ETF (WKN: A2QC5J) setzt auf die gesamte Branche und besteht aus Firmen, die mindestens die Hälfte ihres Umsatzes mit Halbleitern verdienen. Taiwan Semiconductor Die Zukunft kann kommen *WKN/ISIN aus den USA kommen. Der weitere Erfolg von TSMC wäre also nicht mehr garantiert, was China, mit zahlreichen von TSMC abhängigen Unternehmen, vermeiden möchte. Ein Ziel der Kommunistischen Partei sei außerdem die Unabhängigkeit bei Kerntechnologien wie Halbleitern. Als Reaktion auf die US-Sanktionen arbeiten sie selbst an Chip-Fertigungen, die frei von US-Technologien sein sollen. Da China aber noch von ausländischen Produktionsmitteln der HightechIndustrie abhängt und weiß, was ein Ausfall von Halbleitern für die eigene Wirtschaft bedeutet, will es vermutlich internationale Kanäle offen halten und nicht weiter gefährden. 2021 FOCUS-MONEY 21/2021 12.05.21 10:17
moneymarkets FASTNED Fasten your seatbelt Die Branche der Elektrofahrzeuge läuft, immer mehr Hersteller geben hohe Absatzziele für E-Fahrzeuge an. Wer deren Batterien täglich wieder auflädt, hat ein aussichtsreiches Geschäftsmodell E von JULIUS BOXBERGER Mehr E-Autos = mehr Umsatz Wenn Trend und Umsatz positiv korrelieren, macht man alles richtig. Die Rendite der zu Beginn hohen Investitionskosten steigt tendenziell mit jedem Elektrofahrzeug, das auf Europas Straßen unterwegs ist. Umsatzentwicklung und zugelassene E-Autos in den Niederlanden zugelassene E-Autos, in Tsd. 1,60 160 1,20 120 Quelle: Bloomberg 0,80 80 Fastned-Umsatz in Mio. Euro 0,40 40 0 0 2015 16 17 18 19 20 2021 Fastned-B.V.-Aktie Fastned Aktienkurs in Euro 100 80 60 40 Börsengang: 28.6.2019 20 0 2020 WKN/ISIN Börsenwert Kurs-Buchwert-Verhältnis 2020/21 Dividendenrendite 2020/21e Stoppkurs Risiko ■■■■■ 2021 A2PMA5/NL0013654809 1,03 Mrd. € 11,0/4,7 0,0/0,0 % 48,00 € Kurspotenzial 60,0 % Quelle: Bloomberg FOCUS-MONEY 21/2021 FM21053A 53 Foto: Fastned e = erwartet 2019 s erfordert umfangreiche Investitionen, eine flächendeckende Infrastruktur aufzubauen. Wer aber diese Kosten nicht scheut, verfügt langfristig über eine sehr beständige Einkommensquelle und eine nur schwer anzufechtende Marktstellung. Der Megatrend E-Auto bietet ein solches Marktpotenzial – das die Gründer von Fastned erkannten, als sie sich im Jahr 2012 frühzeitig einen Platz im heute umkämpften Markt öffentlicher Ladestationen für Elektrofahrzeuge sicherten. Nachdem das holländische Start-up die ersten 50 Stationen an niederländischen Autobahnen betrieb und im vergangenen Sommer den Konkurrenten MisterGreen und dessen Schnellladenetz übernahm, wurden auch erste Anleger auf das an der Amsterdamer Börse gelistete Unternehmen aufmerksam. Ein stetiges Umsatzwachstum (2019 ganze 291 Prozent gegenüber dem Vorjahr) und der kontinuierliche Ausbau weiterer Ladestationen katapultierten den Kurs um 1000 Prozent nach oben. Nach dem Allzeithoch von 112 Euro hat sich der Kurs nun um die 50-Euro-Marke eingependelt, doch die Analysten von Berenberg Capital Markets attestieren der Aktie weiterhin ein deftiges Kurspotenzial auf bis zu 91 Euro. Europa elektrisiert. Die Niederlande sind Europas Vorreiter im Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Autos, holländische Firmen marktführend in diesem Bereich. Fastned profitiert von der Expertise auf dem Heimatmarkt und dem frühen Einstieg in die Branche, um sich nun auch paneuropäisch aufzustellen. So befinden sich bereits 29 der aktuell 134 Ladestationen in Deutschland, Großbritannien, Belgien und der Schweiz. Auch von den 166 Stationen, die sich gerade in der Entwicklung befinden, werden 72 an hochfrequentierten Autobahnschnittstellen im europäischen Ausland platziert. Noch mehr Optimismus schürt ein Blick in die Empirie und die dort ablesbare, simple Kausalkette: mehr Elektrofahrzeuge = mehr Umsatz. Kurz unterbrochen von den pandemiebedingten Mobilitätseinschränkungen und dem daraus folgenden Nachfrageeinbruch wachsen der Umsatz von Fastned und die Anzahl der E-Fahrzeuge auf europäischen Straßen in seltener Geschlossenheit. Die politisch forcierte E-Wende veranlasst die Analysten von Berenberg, den letztjährigen Umsatz von sieben Millionen Euro auf 13 Millionen Euro im Jahr 2021, 44 Millionen im Jahr 2022 und schon 84 Millionen Euro 2023 zu skalieren. Mit einem Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von rund sieben Millionen Euro werden ab nächstem Jahr nun auch Betriebsgewinne erwartet. Diese Entwicklungssprünge können gleich über drei Hebel realisiert werden: die Erschließung weiterer Ladestandorte, die Erhöhung der Ladesäulen pro Station und die Verbesserung der Effizienz und Geschwindigkeit der Ladesysteme. Fastned gedenkt, alle Hebel zu bedienen. 53 12.05.21 10:29
moneymarkets NORWEGEN Fast elf Billionen Kronen Der Norwegische Staatsfonds ist der größte der Welt, er besitzt 1,4 Prozent aller Aktien weltweit und ist seit 1996 auf fast elf Billionen norwegische Kronen angewachsen. Jährlich darf die Regierung nur wenige ­Prozent des Fonds ausgeben. Vermögen im Norwegischen Staatsfonds in Billionen norwegischen Kronen 10 8 Investieren wie die Norweger Norwegen hat den größten Staatsfonds der Welt und investiert sehr erfolgreich trotz mittlerem Risiko. Wie man die Norweger-Strategie mit wenigen ETFs nachbilden kann von ANNA LENA LIPKA 6 4 2 0 2011 12 13 14 15 16 17 18 19 2020 Quelle: www.nbim.no Langer Atem Die Norweger investieren auf lange Sicht und lassen sich von Verlustjahren nicht abschrecken. Die durchschnittliche Rendite lag in allen bisherigen Jahren seit Auflage immer bei um die sechs Prozent. Da macht es auch nichts, wenn ein Jahr mal weniger rosig ausfällt. Jährliche Renditen in Prozent 20 GUTE AUSSICHT(EN): Die norwegische Investmentstrategie ist entspannt, aber erfolgreich 15 10 5 0 2011 12 13 14 15 16 17 18 19 20 2021 –5 Quelle: www.nbim.no 54 FM21054A 54 Foto: M. Meurisse/Unsplash FOCUS-MONEY 21/2021 12.05.21 10:18
V iel besser kann man Stabilität und Sicherheit nicht mit einer durchschnittlichen Jahresrendite von 6,3 Prozent verbinden als der Norwegische Staatsfonds. Darin verwaltet das Land Einnahmen aus dem Verkauf von Erdöl. Die Norweger hatten den Fonds in den 90ern ins Leben gerufen, um als Stabilitätsanker für die norwegische Wirtschaft zu dienen, wenn der Ölpreis schwankt. Aber noch mehr: Der Fonds soll nicht nur die aktuelle, sondern auch zukünftige Generationen am Reichtum durch das Öl teilhaben lassen, selbst wenn Norwegen eines Tages kein Öl mehr fördern kann. In der Corona-Krise hat Geld aus dem Fonds den Staatshaushalt stabilisiert – und trotzdem hat der Fonds eine starke Jahresrendite eingefahren (siehe Grafik links unten). Dafür braucht es die richtige Mischung aus Sicherheit, Ruhe und Beharrlichkeit auf der einen Seite und einer Prise Risikobewusstsein auf der anderen Seite. Allein mit Staatsanleihen ist nichts zu holen, sie sorgen nur für ein Sicherheitspolster. 1997 beschloss deshalb die norwegische Regierung, nicht mehr nur alles Geld in Staatsanleihen zu stecken, sondern 40 Prozent in Aktien zu investieren. Heute machen Aktien fast drei Viertel des Fondsvolumens aus. Allerdings sind die Abstriche bei der Sicherheit nicht sonderlich groß: Bei einem Fondsvolumen von fast 1,1 Billionen Euro (kein Übersetzungsfehler – es geht wirklich um knapp 1100 Milliarden Euro) ist es ein Leichtes, das Investment auf Aktien von über 9000 Unternehmen in der ganzen Welt zu streuen. Außerdem hält der Fonds über 1200 Anleihen und Anteile an mehr als 800 Immobilien. Nachbau mit ETFs. Ein einzelner Kleinanleger kann von solch einem diversifizierten Investment nur träumen – eigentlich. Man kann zwar keine Anteile am Norwegischen Staatsfonds erwerben, aber mit nur wenigen ETFs lässt sich die Erfolgsstrategie der Norweger nachbilden (siehe Tabelle unten). Allein mit dem MSCI-World-ETF investiert man in etwas über 1600 Aktien. Zwei weitere Aktien-ETFs, einer davon mit Fokus auf kleinere, wachstumsstärkere Unternehmen, tragen zu noch mehr Risikostreuung bei. Der GlobalGovernment-Bond-ETF bringt mehr als 750 Staatsanleihen mit, die über alle Laufzeiten gestreut sind und zwar kaum Rendite bringen, aber für Sicherheit sorgen. Ein kleiner Anteil wird außerdem in Unternehmensanleihen gesteckt, die ebenfalls eher auf der sichereren Seite stehen, aber mehr Rendite abwerfen als Staatsanleihen. Und zu guter Letzt bringt der Developed-Markets-Property-Yield-ETF Immobilien als weitere Anlageklasse ins Spiel. Mit Anteilen an Real Estate Investment Trusts (Reits) und Immobiliengesellschaften kann ein Privatanleger von Immobilien profitieren, ohne selbst welche kaufen zu müssen, und weiter diversifizieren. Allerdings ist der Anteil der Immobilien im Norweger-Fonds mit aktuell nur noch 2,5 Prozent sehr gering. Wer nicht so viel in die Norwegen-Strategie investieren möchte, dass diese 2,5 Prozent ins Gewicht fallen, sollte sich die Ordergebühren dafür sparen und den Anteil je nach Präferenz in einen der Aktien- oder Anleihen-ETFs umschichten. Global und groß. Die Norweger unter dem neuen CEO ­Nicolai Tangen, der im September erst die Nachfolge von Yngve Slyngstad angetreten ist, setzen nicht nur auf eine große weltweite Streuung, sondern auch bevorzugt auf große Unternehmen. Dadurch, dass der MSCI-World-ETF optimiertes Sampling betreibt – also die Unternehmen auswählt, die den größten Einfluss auf den Index haben –, wird dieser Teil der Strategie quasi automatisch umgesetzt. Die Smallcaps bilden eine gute Ergänzung, die die Entscheidung von 2007 widerspiegelt, auch in kleinere Unternehmen zu investieren. Norwegens Strategie ist allerdings auch deshalb so erfolgreich, weil das Land warten kann. Die Regierung darf nicht mehr aus dem Fonds entnehmen, als durch Fondserträge wieder hinzukommt; mittlerweile besteht die Hälfte des Fondsvolumens aus eigenen Erträgen. Ein langer Atem zahlt sich eben aus. Transaktionskosten sollen explizit minimiert werden, „wir versuchen, beim Ausbalancieren unseres Portfolios geduldig zu sein“, steht auf der Web-Seite unter der Überschrift „Investmentstrategie“. Und auch Kleinanleger sollten Geduld mitbringen, lieber das Geld investieren und dann für mehrere Jahre liegen lassen, statt zu versuchen, jeden Trend mitzumachen. Damit ist die Norwegen-Strategie nicht besonders spannend, vielmehr entspannend – bestechend einfach und dabei erfolgreich. Unspektakulär, aber diversifiziert und gewinnbringend Nur sechs ETFs genügen für eine Annäherung an den Norwegischen Staatsfonds. Damit können Privatanleger ­stabil und unaufgeregt sehr breit investieren, ohne wie die Norweger Aktien von mehr als 9000 Firmen kaufen zu ­müssen. Wer möchte, verzichtet auf den kleinen Immobilienanteil von 2,5 Prozent. Kategorie Name Aktien Xtrackers MSCI World Xtrackers MSCI World Value Factor iShares MSCI World Small Cap Anleihen iShares Global Government Bond iShares Global Corporate Bond Immobilien iShares Developed Markets Property Yield WKN ISIN A1XB5U A1103E A2DWBY A0RGEM A1W02Q A0LEW8 IE00BJ0KDQ92 IE00BL25JM42 IE00BF4RFH31 IE00B3F81K65 IE00B9M6SJ31 IE00B1FZS350 Fondsvo- TER in % lumen in Mrd. Euro 5,7 0,6 3,3 1,8 1,6 2,0 0,19 0,25 0,35 0,2 0,25 0,59 Rendite 1/3 Jahre in % 32,1/47,0 33,3/14,6 70,3/43,1 –10,5/4,7 4,9/11,8 20,8/8,3 Gewichtung in % 25 25 22,5 15 10 2,5 Aktien 72,5 % Anleihen 25 % Immobilien 2,5 % Quelle: Onvista FOCUS-MONEY 21/2021 FM21055A 55 55 12.05.21 10:18
moneymarkets ENTSPANNT INVESTIEREN: Mit Discountzertifikaten sinkt nachweislich das Risiko im Depot – ohne dass die Rendite allzu sehr darunter leidet DISCOUNTZERTIFIKATE In der Ruhe liegt die Kraft Discountzertifikate bieten nicht nur einen Preisnachlass auf Aktien. In turbulenten Börsenzeiten bringen sie auch Stabilität ins Depot. Hier der Beweis. Plus: sechs besonders attraktive Rabattscheine von SASCHA ROSE Was können Discountzertifikate? Die im DDV-Discount-Index abgebildeten Discountzertifikate auf den Euro-Stoxx-50 brachten seit 2006 im Schnitt deutlich mehr Rendite ein als der Basiswert (ohne Dividende) – bei nur halb so hoher Volatilität. DDV-Discount-Index prozentuale Entwicklung seit 1.1.2006 +60 +20 –20 Euro-Stoxx-50 –60 2006 08 10 12 14 Quelle: Deutscher Derivate Verband (DDV) 56 FM21056A 56 Foto: iStock 16 18 2020 G ewinne sind an der Börse das eine. Ein mulmiges Gefühl, wenn die Kurse kräftig zu fallen beginnen, das andere. Zugegeben, wer langfristig denkt, den sollte das nur bedingt nervös machen. Für die meisten Anleger sind (hohe) Verluste und die damit oft verbundenen Kursschwankungen allerdings etwas, auf das sie gern verzichten. Stabilität lautet hier das Zauberwort. Eine, die man vor allem durch Beimischung von Discountzertifikaten im Depot erreichen kann. Denn selbst größere Rücksetzer am Aktienmarkt machen den Urgesteinen der Zertifikateindustrie kaum etwas aus. Eine neue Untersuchung der HSBC hat das abermals bestätigt. „Zählt wirklich nur die Rendite?“, wollte der Emittent mit Blick auf das extreme Börsenjahr 2020 wissen und startete Anfang des Jahres einen Test, bei dem geschaut wurde, wie sich verschiedene Discountzertifikate auf den Dax in drei unterschiedlichen Perioden während des turbulenten Börsenjahrs 2020 geschlagen haben. Und ob es für Anleger schlauFOCUS-MONEY 21/2021 12.05.21 10:39
Wie funktionieren Discountzertifikate? Bei einem tief liegenden Cap stehen die Chancen auf den maximalen Gewinn besonders gut. Der damit einhergehende hohe Discount dient gleichzeitig als Sicherheitspuffer und schützt vor etwaigen Verlusten. Auszahlungsszenarien für ein Discountzertifikat Laufzeitende Fall 1: Kurs über dem Cap: maximaler Gewinn 100 Euro Fall 2: Kurs trotz Verlust über dem Cap: max. Gewinn Cap bei 80 Euro Kaufpreis bei 75 Euro Fall 3: Kurs unter dem Kaufpreis: Verlust Laufzeit des Zertifikats Was bieten Discountzertifikate? Mit einem Dax-Discountzertifikat sind in gut einem Jahr selbst dann noch vier Prozent Rendite (p. a.) möglich, wenn der Dax 10,4 Prozent an Wert verliert. Wunschrendite WKN1) (p. a.) 3,00 % 4,00 % 5,00 % 6,00 % 7,00 % 8,00 % 9,00 % KB9QC1 KB9QC9 KB9QDG SD2VKE PF442Q PF442U PF442X nötige DaxPerformance Laufzeitende2) –15,58 % –10,39 % –5,84 % –2,27 % 0,65 % 3,25 % 5,20 % 22.6.2022 22.6.2022 22.6.2022 24.6.2022 26.5.2022 26.5.2022 26.5.2022 Stand: 10.5.2021; 1)Basiswert Dax, 2)Restlaufzeit 12 bis 15 Monate TEST DISCOUNTZERTIFIKATE Besseres Chance-Risiko-Verhältnis Das Ergebnis: Auch im dritten Untersuchungszeitraum (vom 26.8. bis 30.12.2020) zeigte sich, dass Anleger mit Discountzertifikaten weniger Risiko (Volatilität, max. Drawdown) eingehen als mit einem Direktinvestment in den Dax. Und: Gemessen an den geringen Wertschwankungen, erzielten sie damit die „bessere“ Rendite (höhere Sharpe-Ratio). FOCUS-MONEY 21/2021 FM21057A 57 max. ­Rendite 3,06 % 4,01 % 5,08 % 6,02 % 7,13 % 8,22 % 9,14 % Quelle: finanztreff.de Wie entwickeln sich Discountzertifikate? Dax- Discountzertifikate (26.8.2020 bis 30.12.2020) Wertentwicklung in Prozent TT2FQJ Die Idee: Der Zertifikate-Emittent HSBC wollte wissen: Wie schlägt sich ein Discountzertifikat gegenüber dem Dax? Und kann man trotz der begrenzten Renditechancen (Cap) damit erfolgreich sein? Die Untersuchung: Antworten sollte ein Test bringen, bei dem drei bis vier Discountzertifikate auf den Dax mit einem Direktinvestment in den Index verglichen wurden – für drei unterschiedliche Zeiträume im Jahr 2020. Dabei schaute man nicht nur auf die Rendite, sondern auch auf Risikokennzahlen wie die historische Volatilität und den maximalen Drawdown sowie die risikoadjustierte Rendite (Sharpe-Ratio). Kurs des Basiswerts Quelle: eigene Darstellung er gewesen wäre, darauf zu setzen statt direkt auf den deutschen Aktienindex. Dabei betrachtete man nicht die Rendite. Die HSBC wollte auch wissen, welches Verlustrisiko Käufer der Discountzertifikate eingegangen wären und ob sich die Sache – gemessen an der erzielten Rendite – überhaupt gelohnt hätte (Rendite-Risiko-Verhältnis). Test bestanden. Wer weiß, wie Discountzertifikate ticken, dürfte über die Ergebnisse nicht allzu sehr erstaunt sein. Egal, wann man in die Dax-Discountzertifikate investiert hätte: Das Verlustrisiko war stets geringer als bei einem Direktinvestment in den Dax – was sich nicht zuletzt in einem ruhigeren Kursverlauf widerspiegelte. Gleichzeitig war, trotz der begrenzten Gewinnchancen, auch das Rendite-Risiko-Verhältnis in vielen Fällen besser als beim Dax (s. Kasten unten). Was das in der Praxis bedeutet, zeigt unter anderem der vom Deutschen Derivate Verband (DDV) publizierte Discount-Index. Dieser besteht aus 20 Discountzertifikaten auf den Aktienindex Euro-Stoxx-50, wie sie typischerweise von Anlegern gekauft werden. Dadurch lässt sich die durchschnittliche Wertentwicklung (Berechnung durch Infront Quant) einer kontinuierlichen Discountzertifikate-Strategie auf den EuroStoxx-50 ablesen. Mit einem erstaunlichen Resultat: Seit 2006 erzielte der Discount-Index ein Plus von fast 70 Prozent bei einer Volatilität von nur etwas mehr als elf Prozent. Der Euro-Stoxx-50 legte (ohne Dividenden) hingegen um lediglich 10,3 Prozent zu und schwankte doppelt so stark. Der Cap lag bei den im DDV-Discount-Index enthaltenen Papieren Ende April 2021 übrigens bei durchschnittlich 2791 Indexpunkten. Sprich: gut 1200 Punkte unterhalb des aktuellen Euro-Stoxx-50-Niveaus. Der Leitindex der EuroZone dürfte also bis zum Laufzeitende der Discountzertifikate gut 30 Prozent nachgeben, ohne dass Anleger irgendwelche Abstriche bei der Rendite machen müssten. Womit wir bei der Funktionsweise wären: Discounter, wie Discount- +4 TT2FQU 0 TT2FQY –4 –8 Dax 26.8.2020 26.9. 26.10. –12 26.11. 30.12 Quelle: HSBC Cap WKN (Dax-Pkte) Discount Rendite* historische max. Sharpe­Volatilität* Drawdown* Ratio* 11 600 TT2FQY 15,70 % 2,63 % 9,10 % –5,21 % 10 000 TT2FQU 25,74 % 1,78 % 5,81 % –3,28 % 8 000 TT2FQJ 39,62 % 1,08 % 2,83 % –1,76 % Dax 5,19 % 21,94 % –12,82 % *im Zeitraum vom 26.8. bis 30.12.2020; Fälligkeit der Discountzertifikate: jeweils 24.9.2021 0,89 0,97 1,28 0,71 Quelle: HSBC 57 12.05.21 10:39
moneymarkets Autozulieferer vor Neuanfang zertifikate umgangssprachlich genannt werden, beziehen sich immer auf einen Basiswert. Außer dem Dax oder EuroStoxx-50 kann das auch ein anderer Index oder eine Einzelaktie sein. Allerdings erhalten Käufer von Discountzertifikaten einen Rabatt auf den jeweiligen Basiswert, wobei es nicht selten Nachlässe von 30, 40 oder mehr Prozent gibt. Als Gegenleistung verzichten Anleger – außer auf die Dividende – auf unbegrenzte Gewinnchancen. Notiert nämlich der Basiswert am Laufzeitende auf oder über dem sogenannten Cap, zahlt der Emittent des Discountzertifikats immer nur den Höchstbetrag (= Cap-Niveau) aus. In dem Fall wird die maximal mögliche Rendite erreicht. Im anderen Fall gibt es den Kursstand des Basiswerts in bar – oder den Basiswert selbst (physische Lieferung). So oder so würden Anleger aber nur dann Verluste machen, wenn der Kurs des Basiswerts unter dem Kaufpreis des Discounters liegt (s. Grafik S. 57 oben). Defensiv gewinnt. Prinzipiell kann der Cap über dem Basiswertkurs liegen, auf gleicher Höhe zu diesem oder – wie beim DDV-Discount-Index – darunter. Letztere Variante ist vor allem bei risikobewussten Anlegern beliebt. Immerhin lässt sich hier auch dann die maximale Rendite erzielen, wenn der Kurs des Basiswerts fällt. Denn solange dieser am Laufzeitende auf oder über dem Cap notiert, ist alles im grünen Bereich (ein Abtauchen unter den Cap während der Laufzeit hat keine Folgen). Discounter mit einem tief liegenden Cap – und folglich hohen Discount – haben aber zudem den Vorteil, dass ihr Kurs besonders wenig schwankt. Eine Eigenschaft, die der Zertifikate-Test der HSBC ebenfalls eindrucksvoll belegte. Und die Rendite? Bleibt bei so viel Sicherheit unterm Strich überhaupt was hängen? Die klare Antwort: Ja! Das gilt selbst für etablierte Indizes wie den Dax (s. Übersicht S. 57 Mitte). Die besten Konditionen finden Anleger freilich bei Einzelaktien. Beispiel Continental: Ein Discountzertifikat der DZ Bank auf den Automobilzulieferer gab es zuletzt mit knapp 26 Prozent Preisnachlass. Der Cap liegt bei 90 Euro. Sprich: Auch wenn die Continental-Aktie am Laufzeitende Mitte Juni 2022 gut 21 Prozent ihres Werts eingebüßt hat, würden Anleger rund 6,3 Prozent Rendite einstreichen. Verluste drohen sogar erst bei Kursen unter 84,68 Euro (= Kaufpreis). Ein mulmiges Gefühl dürfte sich hier also erst recht spät einstellen. Analysten rechnen mit einem weiter steigenden Kurs der Continental-Aktie. Allerdings sind die Erwartungen an das Management in Hannover hoch. Mit dem Discounter der DZ Bank reduzieren Anleger das Risiko. Continental Aktienkurs in Euro 240 200 160 120 Cap bei 90 Euro 80 40 2017 18 19 20 2021 Quelle: Bloomberg Biotech-Aktie vor Verschnaufpause Langfristig stimmt der Ausblick für das Biotech-Unternehmen Evotec. Kurzfristig halten Marktbeobachter das Potenzial der Aktie jedoch für ausgereizt. Die Alternative: ein Discountzertifikat von Goldman Sachs. Evotec Aktienkurs in Euro 35 30 Cap bei 27 Euro 25 20 15 10 5 2017 18 19 20 2021 Quelle: Bloomberg Attraktive Discounter auf Einzelaktien Der Markt hält eine ganze Reihe spannender Discountzertifikate parat – sowohl auf Blue Chips als auch auf Titel aus der zweiten Reihe (Nebenwerte). Bei diesen sechs Scheinen stimmt die Mischung aus wenig Risiko (= hoher Discount) und (maximaler) Rendite besonders. Basiswert Emittent WKN Laufzeitende Kurs Arcelor Mittal Continental Electricite de France Evotec K+S Süss Microtec Vontobel DZ Bank Citigroup Goldman Sachs HVB DZ Bank VQ3ND6 DFL11D KE6KGB GC7EL2 HR71FS DFR9LR 17.6.2022 17.6.2022 16.6.2022 16.6.2022 17.6.2022 17.6.2022 18,68 € 84,68 € 8,50 € 24,96 € 7,03 € 16,66 € Stand: 10.5.2021; *um so viel darf der Basiswert am Laufzeitende gefallen sein, ohne dass die max. Rendite in Gefahr ist 58 FM21058A 58 Discount 32,27 % 25,93 % 27,26 % 26,55 % 33,80 % 36,29 % Cap Abstand zum max. RückCap* zahlung Abwicklungsart 20,00 € 90,00 € 9,00 € 27,00 € 7,50 € 18,00 € –27,48 % –21,27 % –22,98 % –20,54 % –29,38 % –31,17 % bar/physisch bar/bar bar/bar bar/bar bar/physisch bar/bar 20,00 € 90,00 € 9,00 € 27,00 € 7,50 € 18,00 € max. Rendite 7,07 % 6,28 % 5,88 % 8,17 % 6,69 % 8,04 % Quellen: Emittenten, finanztreff.de FOCUS-MONEY 21/2021 12.05.21 10:39
DAS HAT FOLGEN FÜR DICH! DAS MAGAZIN FÜR SERIEN-FANS JETZT IM HANDEL! DIE SERIEN-HIGHLIGHTS AUSFÜHRLICHE BEWERTUNGEN STREAMING-GUIDE ■ ■ AM KIOSK ODER UNTER: WWW.SERIEN-MAGAZIN.TV ODER UNTER 01806 / 14 00 30 15* * 20 CENT / ANRUF AUS DEM DT. FESTNETZ, MOBIL MAX. 60 CENT / ANRUF FM21059A 59 12.05.21 10:39
moneymarkets GOLDMINEN Goldene Elefanten 600 Der Goldpreis fördert Begehrlichkeit. Entsteht daher ein afrikanischer Super-Goldminenkonzern? Wer bei den richtigen Titeln dabei ist, könnte dann sein Freudentänzchen aufführen 500 400 Sibanye Stillwater von JOHANNES HEINRITZI 300 Gold Fields 200 AngloGold Ashanti 100 NYSE Arca-Gold-Bugs-Index 0 prozentuale Entwicklung seit 1.1.2019, auf US-Dollar-Basis 2019 2020 2021 Aktienkurse driften auseinander Die Preise für Platinmetalle galoppieren, so daher auch die Sibanye-Stillwater-Aktie. Dies und reichlich Cashflow erlauben Übernahmen. GOLDBERGBAU: Hohe Kosten verlangen nach immer mehr Effizienz 60 FM21060A 60 Foto: Bloomberg FOCUS-MONEY 21/2021 12.05.21 11:55
Zwei Riesen Barrick Gold und Newmont dominieren aufgrund ihrer Marktkapitalisierungen viele Goldminenindizes und -portfolios. Börsenwerte in Millarden Euro Newmont 42,7 Barrick Gold 32,6 Sibanye Stillwater 11,3 Gold Fields 7,2 AngloGold Ashanti 7,5 zusammen 26,0 Quellen: BMO, Sibanye, JPM, eigene Schätzungen Club der Millionäre Weltweit fördern die drei größten ­„Afrikaner“ fast so viel Gold wie der ­US-Konkurrent Newmont allein. Goldproduktion 2021 Prognose in Millionen Unzen Newmont 6,23 Barrick Gold 4,62 Sibanye Stillwater* 0,97 Gold Fields 2,40 AngloGold Ashanti 2,70 zusammen 6,07 *nur Gold, Platinmetalleproduktion zusätzlich ca. 2,4 Mio. Unzen; Quellen: BMO, Sibanye, JPM, eigene Schätzungen Ressourcen für Jahrzehnte Das Gold im Boden geht so schnell nicht aus. Aufgrund der Lagerstätten dürften jedoch die Abbaukosten steigen. Goldreserven und -ressourcen in Millionen Unzen Newmont 164,0 Barrick Gold 160,0 N eal Froneman ist ein Macher. Er verwandelte einen südafrikanischen Goldproduzenten in ein internationales Edelmetall-Powerhouse. 2013 gliederte die südafrikanische Gold Fields ihre unter hohen Kosten ächzenden Minen Kloof, Beatrix und Driefontein in die neu gegründete Sibanye Gold unter Vorstand Froneman aus. Kaum jemand hatte damals an einen Erfolg von Sibanye geglaubt. Es war eher so, dass Gold Fields Ballast abgeworfen hatte. Doch nach nur wenigen Jahren der Umstrukturierung und klugen Zukäufen entstand die heutige Sibanye Stillwater, einer der größten Goldproduzenten und Top 3 der Platinmetallbranche. Die zukunftsweisende Wende kam 2017, als Sibanye den PlatinmetalleProduzenten Stillwater in den USA für rund 2,2 Milliarden US-Dollar kaufte. Damit schaffte Froneman endgültig den Wandel. Er hatte sicherlich auch das Glück des Tüchtigen: Die Edelmetallpreise gingen durch die Decke. Der Preis eines Korbes aus Gold, Platin, Palladium und Rhodium hat sich seit den ersten Übernahmen verfünffacht. Damit relativierte sich das große Problem der Verschuldung. Heute steht Sibanye netto schuldenfrei da und kann sogar schon wieder zukaufen, diesmal eine Beteiligung im Lithiumsektor Finnlands, was den Weitblick des Managements für die zukünftige Nachfrage an den Rohstoffmärkten zeigt. Der Sibanye-Weg scheint noch lange nicht zu Ende zu sein. Froneman sagte bereits im Januar, er wolle bis zu seinem Ruhestand in zwei bis drei Jahren die Die perfekte Mischung. Für Investoren bietet dies gute Chancen im Edelmetallsektor. Sollte Sibanye Gold Fields und/oder AngloGold Ashanti übernehmen wollen, dann ginge dies sicherlich nur mit einem lukrativen Aufschlag auf den heutigen Aktienkurs. Das kann sich Froneman zumindest leisten, wenn er in Sibanye-Aktien zahlt, da der Sibanye-Kurs zuletzt extrem stärker gestiegen ist. Sibanye Stillwater selbst gehört ohnehin zur engeren Investmentauswahl. Die Aktie ist auch nach der Rally vergleichsweise günstig. Gold und Platinmetalle vereinen zudem alles, was das Anlegerherz begehrt: Gold ist eine Absicherung bei inflationären Tendenzen und die Platinmetalle klettern bei verbessertem Wirtschaftswachstum. Gold mit Nachholpotenzial Industrie gibt Impulse Preise für Edelmetalle Anstieg der Preise in den letzten 12 Monaten in Prozent* Inflationssorgen dürften den Goldpreis Die industrielle Nachfrage nach Silber unterstützen. Auch ein Anlauf Richund den Katalysatormetallen Platin tung 2000 Dollar ist möglich. Platinund Palladium trieb deren Preise in metalle profitieren von der Konjunktur. schwarze den letztenSchrift zwölf Monaten nach oben. in US-Dollar je Unze Palladium Sibanye Stillwater* 76,5 Gold Fields 97,4 FM21061A 61 1000 Platin zusammen 258,2 FOCUS-MONEY 21/2021 2000 Gold AngloGold Ashanti 84,3 * nur Gold, Platinmetalle zusätzlich ca. 390 Mio. Unzen; Quellen: BMO, Sibanye, JPM, eigene Schätzungen Größe von Sibanye nochmals verdoppeln, Zudem ist er ein Fan von Gold und erwartet einen deutlichen Anstieg des Preises. Dies könnte wiederum auf Zukäufe bei Goldproduzenten hindeuten. Daher sprangen auch die Preise der afrikanischen Goldkonzerne AngloGold Ashanti und Gold Fields, als James Wellsted, ein Sibanye-Vice-President, über diese sagte: „Sie passen in die Kategorie der Goldproduzenten, auf die wir schauen.“ Könnte also in Zukunft ein großer südafrikanischer Edelmetallkonzern entstehen? Es ist zumindest kein Geheimnis, dass Froneman ein internationales Gegengewicht zu den zwei weit führenden Goldkonzernen der Erde, Barrick Gold und Newmont, schaffen will. 2015 16 17 18 19 20 2021 Palladium 65 Platin 63 0 Quelle: Bloomberg Silber 79 Gold 6 Quelle: Commerzbank 61 12.05.21 11:55
moneymarkets Diversifikation vorangetrieben Von Afrika nach Australien Das Unternehmen: Sibanye Stillwater gehört zu den größten Gold- und Platinmetallproduzenten der Erde. Zudem besitzt der Konzern eine große Platin-Recycling-Anlage und stieg jüngst durch eine Beteiligung im Lithiumsektor in das Batterierohstoffsegment ein. Das Unternehmen: Mit der Abspaltung der südafrikanischen Goldminen in Sibanye wollte Gold Fields Bergwerke, die unter hohen Kosten ächzten, wohl aus den Büchern streichen. Heute kommen nur mehr rund zwölf Prozent der Produktion aus Südafrika. In Australien ist mittlerweile Gold Fields stärkste geografische Präsenz. Die Zahlen: Von 2016 bis 2020 steigerte Sibanye seinen Anteil des Platinmetallsektors am operativen Konzerngewinn von weniger als fünf auf mehr als 80 Prozent. Die hohen Edelmetallpreise geben großen Spielraum für Investitionen in die Effizienzsteigerung, weitere Übernahmen und erhöhte Dividenden. Die Zahlen: Im ersten Quartal 2021 ging zwar die Produktion gegenüber dem Vorquartal um neun Prozent auf 541 000 Unzen zurück und die Abbaukosten stiegen. Doch langfristig besitzt Gold Fields Wachstumspotenzial und die Aktie erscheint unterbewertet. Die Vision: Sibanyes Goldminen arbeiten mit sehr hohen operativen Kosten von rund 1300 US-Dollar je Unze. Gold Fields und AngloGold haben 820 bis 850 Dollar. Durch Übernahmen könnte Sibanye seine Kosten verwässern, eventuell mittels Synergien senken. Der Konzern dürfte durch Fusionen und organisch weiterwachsen. Die Vision: Mit 115 776 Solarmodulen und einer Kapazität von 40 Megawatt will Gold Fields langfristig die Energiekosten seiner South-Deep-Goldmine in Südafrika senken. Das Management strebt bei seinen Minen von Südamerika bis Australien eine nachhaltigere Goldproduktion an. Das könnte neue Investorengruppen anlocken. Riesige Platinmetall-Vorkommen Australien statt Afrika Ressourcen von Sibanye Stillwater Goldminen Südafrika 8,3 EdelmetallProjekte USA Prognose in Tausend Unzen 56,8 Platinmetall-Minen USA 86,9 220 Peru (inkl. Kupfer) Südafrika (South Deep) 289,3 1005 Australien 217,6 Platinmetall-Minen Südafrika Ghana 890 Platinmetall-Projekte Südafrika 86,0 Sibanye Stillwater Gold Fields Aktienkurs in Euro Aktienkurs in Euro 4 Umstellung ISIN/WKN 10 8 3 6 2 WKN/ISIN Kurs-Gewinn-Verh. (KGV) 2021/22 Kurs in Euro/Kursziel/Stoppkurs Risiko ■■■■■ Quellen: Bloomberg, Sibanxye-Stillwater 62 FM21062A 62 2021 JAN 1 2 MAI A2PWVQ/ZAE000259701 4,9/4,7 4,00 €/6,38 €/3,49 € Kurspotenzial 60 % 2019 WKN/ISIN Kurs-Gewinn-Verh. (KGV) 2021/22 e = erwartet 2020 FEB 4 Kurs in Euro/Kursziel/Stoppkurs Risiko ■■■■■ 2020 2021 856777/ZAE000018123 9,9/9,2 8,95 €/11,60 €/7,75 € Kurspotenzial 30 % e = erwartet Goldprojekte 19,7 Goldproduktion 2021 nach Ländern in Millionen Unzen Quellen: Bloomberg, Gold Fields FOCUS-MONEY 21/2021 12.05.21 11:55
GOLD AUS AFRIKA Starke Standbeine in Afrika Streuen und abwarten Das Unternehmen: AngloGold Ashanti, der ­afrikanischste der drei ganz großen Goldkonzerne, streckt seine Fühler immer mehr auch international aus. Die Vision: „Jüngst wurde die Übernahme des kleinen westafrikanischen Goldproduzenten Roxgold bekannt gegeben. Dies ist ein gutes Zeichen für den Sektor und deutet auf Käuferinteresse bei aktuellen Bewertungen hin“, sagt Andreas Böger, Fondsmanager bei C-Quadrat. Dabei ist Roxgold nicht der erste Aufkauf in Afrika in den vergangenen Monaten. Die Branche hat die Chancen in Afrika erkannt. Und die Minenbetreiber mit Afrika-Erfahrung schlagen beherzt zu. So zum Beispiel Endeavour Mining, die sich den ebenfalls in Westafrika aktiven Konkurrenten Teranga Gold einverleibt haben. Oder G ­ aliano, die zusammen mit Gold Fields die Asanko-Mine in Ghana betreiben. Sie kauften Anfang Mai Explorationsprojekte in Mali von Barrick Gold ab. Investments in Afrika sind zwar immer auch spekulativ. Doch es gibt Chancen und feste Größen, wie zum Beispiel Caledonia Mining zeigt. Der auf den Kanalinseln ansässige Konzern dürfte in Simbabwe die Produktion sukzessive ausbauen und zahlt seit Jahren ununterbrochen Dividende. Die Zahlen: In Tansania, dem Kongo und Westafrika (Ghana, Guinea) schürfte Anglogold 2020 gut 1,6 Millionen Unzen Gold. Aus Brasilien und Argentinien waren es 649 000 und aus Australien 553 000 Unzen. Bald dürften auch die Projekte in Kolumbien zur Gesamtförderung beitragen. Die Abbaukosten sind dabei im Branchenvergleich günstig. Je 200 US-Dollar Goldpreissteigerung sollte sich der freie Cashflow um 480 Millionen Dollar steigern lassen. Die Vision: Gezielte Exploration und Beteiligungen wie bei Corvus Gold in Nevada sowie Übernahmen sollten AngloGold Ashanti in den nächsten Jahren wieder auf Wachstumskurs bringen. Dabei dürfte die geografische Diversifikation wie zum Beispiel durch Projekte in Kolumbien eine bedeutende Rolle spielen. Die Unternehmen: Anleger setzen in Afrika nicht auf ­ inzelaktien. Aber ein Korb mit aussichtsreichen GoldE minen verringert das Einzelaktienrisiko und dürfte sich aus heutiger Sicht langfristig gut entwickeln. Bestandteile neben den drei Großen könnten sein: Endeavour Mining (WKN/ISIN: A2ABF1/KYG3040R1589), Harmony Gold (851267/ZAE000015228), B2Gold (A0M889/ CA11777Q2099), Resolute Mining (794836/ AU000000RSG6), Centamin (A1JPZ6/JE00B5TT1872), West African Resources (A1CZBT/AU000000WAF6), Galiano Gold (A2P381/CA36352H1001), DRDGold (A0DNR0/ZAE000058723), Caledonia Mining (A2DY13/ JE00BF0XVB15). Alternativ, um die Branche weltweit abzudecken, können Anleger auf ETFs wie den VanEck Vectors Junior Gold Miners (A12CCM/IE00BQQP9G91) und den Commodity Capital Global Mining Fonds (A0YDDD/LU0459291166) setzen. 2020er-Einbruch bald verdaut Goldproduktion in Millionen Unzen, ab 2021 Prognose 3,40 3,28 2018 2,81 20 19 2,80 2,94 3,03 21 22 23 3,30 3,40 24 2025 AngloGold Ashanti Aktienkurs in Euro Jede Größe vertreten 30 Goldproduzenten in Afrika Prognose 2021 in Tausend Unzen 25 Endeavour Mining 1480 20 Harmony Gold 1400 15 B2Gold 1036 10 WKN/ISIN Kurs-Gewinn-Verh. (KGV) 2021/22 Kurs in Euro/Kursziel/Stoppkurs Risiko ■■■■■ Quellen: Bloomberg, AngloGold Ashanti, BMO FOCUS-MONEY 21/2021 FM21063A 63 2020 Resolute Mining 450 2021 164180/ZAE000043485 8,7/8,4 18,85 €/28,13 €/15,95 € Kurspotenzial 49 % Centamin 399 West African Resources 250 Galiano Gold 228 e = erwartet 2019 DRDGold 176 Caledonia Mining 64 Quellen: Bloomberg, BMO, Unternehmen 63 12.05.21 11:55
moneymarkets WASCHANLAGE: Washtec startet mit starkem erstem Quartal WASHTEC B Einfach grundsolide Washtec ist die Aktie der Stunde: stabil finanziert, Cashflow versechsfacht – und jetzt mit Sonderdividende. Vier Prozent Ausschüttungsrendite winken von ARNO KONKEL Comeback-Qualitäten Washtec Aktienkurs in Euro 70 50 30 10 16 17 18 WKN/ISIN Börsenwert Kurs-Gewinn-Verhältnis 2021/22 Dividendenrendite 2021/22e Kursziel/Stoppkurs Risiko ■■■■■ 19 FM21064A 64 2021 750750/DE0007507501 756,1 Mio. € 31,4/24,2 4,0*/2,6 % 62,50/50,20 € Kurspotenzial 10,0 % Quelle: Bloomberg; *inklusive 1,31 € Sonderdividende 64 20 Foto: Washtec e = erwartet 2015 eim Washtec-Vorstandschef Ralf Koeppe klingelt die Kasse. Zwar gingen auf Gesamtjahressicht etwa 13 Prozent weniger Umsatz durch die Bücher, doch das Momentum spricht für das Unternehmen. Trotz Lockdown installierten die Augsburger neue Waschstraßen, was sich positiv im Schlussquartal bemerkbar machte. Gleichzeitig verordnete Koeppe ein Sparprogramm und konnte den Rückgang beim Gewinn vor Zinsen und Steuern begrenzen. 20,1 Millionen Euro standen für 2020 zu Buche – knapp 45 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Dafür hat sich der Cashflow gewaschen: 36,9 Millionen Euro beträgt er. 30 Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor. Zudem ist Washtec stark finanziert. Die Eigenkapitalquote stieg von 30,7 Prozent auf 39,4 Prozent. Bei etwa gleich bleibendem Umsatz rechnet Konzernlenker Koeppe mit einem deutlich steigenden Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) auf Gesamtjahressicht 2021. Dass die Rechnung aufgeht, zeigte sich bereits in den ersten Monaten dieses Jahres. Gleich im ersten Quartal 2021 hat sich das Ebit auf 3,5 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Wies Washtec im ersten Quartal 2020 noch einen Verlust aus, kletterte das Konzernergebnis nach den ersten drei Monaten 2021 mit zwei Millionen Euro wieder deutlich in die schwarzen Zahlen. Bonus für Aktionäre mit Sonderdividende. Das zahlt sich für Anleger aus. Der Aktienkurs stieg innerhalb des vergangenen Jahres um mehr als 55 Prozent. Washtec will nun die Anteilseigner auch mit einer Dividende verwöhnen. 0,99 Euro Ausschüttung je Aktie sollen es regulär sein, 1,31 Euro gibt’s als Zuckerl oben drauf. Macht rund vier Prozent Rendite – stark. Was bringt die Zukunft? Die Prognose steht: Washtec will 2021 weiter durchstarten. Innovationen sollen helfen. Mit der App Easy Car Wash können Kunden einen Termin vereinbaren, checken, wie lange die Schlange an der Station ist, und gleich online bezahlen. Bequemer geht’s nicht. Ein weiteres Plus: Washtec ist eine grüne Aktie. Je nach Programm verbraucht eine Wäsche 15 bis 30 Liter. Konventionelle Waschstraßen hauen dagegen schon mal bis zu 170 Liter raus. Das macht die Washtec-Aktie attraktiv für Nachhaltigkeitsfonds, also die Töpfe, wo derzeit das große Geld zu holen ist. Zudem will Washtec die Internationalisierung vorantreiben. In China legen die Automobilisten noch selbst Hand an. Merkwürdig. So bringen sie sich doch selbst um das schönste Erlebnis des Monats: einen Trip zur Waschstraße. FOCUS-MONEY 21/2021 12.05.21 10:29
DIE ZAHLEN DES ERSTEN QUARTALS haben gezeigt: Bei den Unternehmenszahlen brummt es, leider aber auch bei der Inflation“, sagt Frank Fischer von Shareholder ­Value Management. Unternehmen wie Unilever würden jedoch von steigenden Preisen profitieren. „Deshalb sehen wir uns auch für ein Szenario steigender Inflation gut aufgestellt“, sagt Fischer. „In kaum einem anderen Sektor erreichen derzeit so viele Aktienkurse neue Jahreshochs wie bei den Banken“, sagt Hartmut ­Jaensch von prediqma. Der Börsenexperte gibt auch gleich seine Begründung: In den MUSTERDEPOTS 2021 Gewinnmargen steigen Jaensch erwartet viel von Finanztiteln. Fischer setzt auf Inflationsprofiteur Unilever DEPOT 1 FRANK FISCHER, Shareholder Value Management AG Guthaben: 11 174,94 € Depotwert: 90 336,86 € Gesamtwert*:101 511,80 € Depotveränderung:1,5 % DEPOT 2 ANDREAS BÖGER, C-QUADRAT Gold & Resources Fund Guthaben: 1 452,08 € Depotwert: 101 141,27 € Gesamtwert*: 102 593,35 € Depotveränderung:2,6 % DEPOT 3 HARTMUT JAENSCH, prediqma – Institut für Börsenstrategie Guthaben: 3 891,44 € Depotwert: 111 788,20 € Gesamtwert*: 115 679,64 € Depotveränderung:15,7 % großen Währungsräumen wie US-Dollar, Euro oder Yen lägen die langfristigen Anleihenrenditen seit einiger Zeit wieder über den kurzfristigen Geldmarktsätzen. Die daraus resultierenden Zinsabstände würden weiterwachsen und auf künftig höhere Gewinnmargen bei Finanzinstituten hinweisen. „Im Musterdepot bleiben diese deshalb ein Schwerpunkt, auf den auch in nächster Zeit gesetzt wird“, sagt Jaensch. Das Musterdepot von Andreas Böger, CQuadrat, profitierte vom festeren Goldpreis. Neun der zehn Positionen konnten Wochengewinne verzeichnen. JH Anzahl/nominal des Wertpapiers ISIN aufge­ Kauf­kurs nommen in Euro Ausgabe 2 524 18 250 370 60 25 44 170 222 49 Agfa-Gevaert Roche GS Grenke Keurig Dr Pepper Verisign Alibaba Facebook Novo Nordisk Unilever Becton Dikinson BE0003755692 diverse 3,86 9 737,97 CH0012032048 3/21 284,27 5 116,86 DE000A161N30 6/21 37,98 9 495,00 US49271V1008 6/21 25,70 9 509,00 US92343E1029 6/21 160,46 9 627,60 US01609W1027 9/21 223,00 5 575,00 US30303M1027 9/21 222,70 9 798,80 DK0060534915 diverse 60,40 10 268,00 GB00B10RZP78 diverse 45,28 10 053,27 US0758871091 16/21 209,05 10 243,45 – – – – – – – – – – 3,72 270,77 30,38 29,90 180,50 175,20 247,15 62,22 49,01 201,50 1 410 2 360 1 200 950 1 350 1 840 520 390 460 2 150 Alamos Gold B2Gold Equinox Gold First Majestic Silver Gold Fields ADR Kinross Gold MAG Silver Pan American Silver Endeavour Mining Yamana Gold CA0115321089 CA11777Q2099 CA29446Y5020 CA32076V1031 US38059T1060 CA4969024047 CA55903Q1046 CA6979001089 KYG3040R1589 CA98462Y1007 9 886,92 10 702,60 9 942,00 9 851,50 10 057,50 11 104,40 8 153,60 10 524,15 8 560,60 9 992,13 – – – – – – – – – – 7,16 4,24 7,06 13,20 8,75 6,32 15,83 28,69 17,90 4,15 500 175 1 000 265 480 500 550 35 2 350 17 000 Alcoa Daimler Deutsche Bank Jungheinrich Vz. ArcelorMittal Halliburton Royal Dutch Shell (B) Goldman Sachs Aegon Bombardier US0138721065 3/21 DE0007100000 3/21 DE0005140008 3/21 DE0006219934 3/21 LU1598757687 5/21 US4062161017 6/21 GB00B03MM408 6/21 US38141G1040 13/21 NL0000303709 13/21 CA0977512007 18/21 18,07 9 036,00 57,79 10 113,25 8,95 8 949,00 36,60 9 699,00 20,20 9 693,60 15,95 7 973,00 15,73 8 651,50 287,20 10 052,00 4,16 9 768,95 0,61 10 370,00 – – – – – – – – – – 33,71 71,62 11,23 40,26 26,76 18,20 15,48 301,40 3,90 0,61 3/21 3/21 3/21 3/21 3/21 3/21 3/21 3/21 10/21 3/21 7,01 4,54 8,29 10,37 7,45 6,04 15,68 26,99 18,61 4,65 Kauf­summe Limits Euro Kurs am Kurswert in Euro je Stück/ 11.5.2021 am Anzahl in Euro 11.5.2021 Kursver­ änderung in % 9 389,28 –3,6 4 873,86 –4,7 7 595,00 –20,0 11 063,00 16,3 10 830,00 12,5 4 380,00 –21,4 10 874,60 11,0 10 577,40 3,0 10 880,22 8,2 9 873,50 –3,6 10 088,55 10 008,76 8 474,40 12 540,00 11 812,50 11 636,16 8 229,00 11 189,10 8 231,70 8 931,10 16 855,00 12 533,50 11 232,00 10 668,90 12 842,40 9 100,00 8 514,00 10 549,00 9 174,40 10 319,00 2,0 –6,5 –14,8 27,3 17,4 4,8 0,9 6,3 –3,8 –10,6 86,5 23,9 25,5 10,0 32,5 14,1 –1,6 4,9 –6,1 –0,5 *Startkapital am 30.12.20 = 100 000 Euro, abzüglich Ausgaben für Wertpapiere und Spesen (0,2 % pro Wertpapiergeschäft, 2,5 % Ausgabeaufschlag bei Fonds); Limits: K = Kauflimit, V = Verkaufslimit, o. L. = ohne Limit, SL = Stop-Loss Die Beiträge stellen die Privatmeinung der Verfasser dar und dienen ausschließlich der unverbindlichen Information. Analysen und Schlussfolgerungen sind all­gemeiner Natur und berücksichtigen nicht die individuellen Bedürfnisse einzelner Anleger. Wertentwicklungen der Vergangenheit lassen keine verlässlichen Rückschlüsse auf die künftige Wertentwicklung zu. Vor Treffen einer Anlageentscheidung sollte jedenfalls ein professioneller Finanzdienstleis­ter konsultiert werden. FOCUS-MONEY 21/2021 FM21065A 65 65 12.05.21 10:31
dswanlegerschutz LICHTTECHNIK VON OSRAM: Nach dem Börsenabschied die Aktie zu behalten, kann Sinn machen OSRAM Gehen oder bleiben? Die Ex-Siemens-Tochter steht kurz vorm Delisting. Sollen Osram-Aktionäre das Angebot annehmen? STANDPUNKT Ärgerliche Einladung Es ist kaum zu übersehen, dass in dieser Hauptversammlungssaison nicht alles so läuft wie in den Jahren zuvor. Und das betrifft nicht nur das virtuelle Format und die damit verbundenen Einschränkungen der Aktionärsrechte. Vielmehr geht es um die Einladung zur Hauptversammlung. Hintergrund ist die Umsetzung der zweiten Aktionärsrechterichtlinie. Anders als bisher werden deshalb die Einladungen nun meist nicht mehr in Gänze und damit in Form einer kurzen Broschüre versendet. Stattdessen erhalten die Aktionäre eine in wenigen Stichworten zusammengefasste Tagesordnung. Wer alle Tagesordnungspunkte mit den Beschlussvorschlägen und den Erläuterungen lesen will, wird auf die Internet-Seite der Gesellschaft verwiesen. Neu ist ebenfalls, dass immer öfter Einladungen zu Hauptversammlungen von 66 FM21066A 66 Foto: Osram GEZÄHLT SIND DIE TAGE des Lichttechnikkonzerns Osram an der Börse. Es ist noch kein Jahr her, da übernahm der österreichische Sensorspezialist ams für rund vier Milliarden Euro die Mehrheit an der Ex-Siemens-Tochter. Anfang November 2020 folgte dann ein Beherrschungsvertrag, der dem neuen Großaktionär weitreichende Durchgriffsrechte zubilligt, so etwa auf die Finanzmittel des beherrschten Unternehmens. Die Osram-Aktionäre hatten im Gegenzug die Wahl zwischen einer Garantiedividende oder einer Abfindungszahlung. Die Anfechtungsklagen gegen den entsprechenden HV-Beschluss konnten die Eintragung ins Handelsregister nur kurz aufhalten. Nun soll also ein Delisting folgen. Mit 52,30 Euro pro Osram-Aktie liegt dafür ein Angebot auf dem Tisch, das deutlich höher ausfällt als die beiden vorherigen Offerten, die zunächst im Rahmen der Übernahme und dann wegen des Beherrschungsvertrags gemacht wurden. „Trotz der Höhe ist die Offerte lediglich knapp über dem gesetzlich vorgesehenen Minimum, also dem gewichteten Durchschnittskurs der vergangenen sechs Monate“, sagt DSW-Geschäftsführer Thomas Hechtfischer. Das Kaufangebot läuft voraussichtlich vom 21. Mai bis zum 18. Juni. Eine Zustimmung der Hauptversammlung ist für das Delisting nicht erforderlich. „Anleger, die Geld und vor allem Zeit haben, müssen ein Delisting nicht fürchten, alle anderen sollten über einen Exit nachdenken“, so Hechtfischer. Nach einem Börsenabschied dabeizubleiben, könne schließlich durchaus Sinn machen, erläutert der DSW-Mann. So etwa, wenn der Investor überzeugt ist, dass das Unternehmen gut aufgestellt ist und weiter eine ordentliche Dividende zahlt, oder es die berechtigte Hoffnung auf eine Rückkehr an die Börse in nicht allzu ferner Zukunft gibt. Ebenfalls ein Grund, die Aktien zu halten, könnte sein, dass als nächster Schritt des Großaktionärs ein Squeeze-out zu erwarten ist. Ein solcher Zwangsrausschmiss wäre mit einem erneuten Abfindungsangebot verbunden, das im Gegensatz zur DelistingOfferte per Spruchverfahren gerichtlich überprüfbar wäre. Unternehmen aus dem europäischen Ausland im Postkorb landen. Das ist sicherlich positiv zu werten. Weniger erfreulich ist, dass die Bestellung einer Eintrittskarte für eine EUHauptversammlung oft mit kräftigen Gebühren verbunden ist. So wird die Idee einer EU-Kapitalmarktunion faktisch ad absurdum geführt, bevor sie überhaupt existiert. Für Aktionäre ist das höchst ärgerlich. Natürlich müssen wir mit der Zeit gehen. Gleichzeitig müssen wir aber aufpassen, dass die Axt nicht zu sehr bei den Aktionärsrechten ansetzt. Genauso wenig darf es sein, dass die Ausübung des Stimmrechts mit Gebühren belegt wird. Das muss bei der Aktionärsrechterichtlinie III dringend korrigiert werden. MARC TÜNGLER, Hauptgeschäftsführer der DSW FOCUS-MONEY 21/2021 12.05.21 10:28
FM21067A 67 12.05.21 10:28
moneyservice ZUSATZPOLICEN KLUGE KOMPOSITION Kooperationstarife ergänzen den Kranken- und Pflegeschutz von privat und gesetzlich Versicherten. Die Top-Angebote am Markt im Überblick J von THOMAS SCHICKLING a, es gibt sie noch: Realpolitiker, die klare Aussagen treffen! Für Erwin Rüddel, CDU-Mann und Vorsitzender des Gesundheitsausschusses im Bundestag, hat die Bürgerversicherung hierzulande in naher Zukunft keine Chance auf Umsetzung. Anders sehen dies zwar SPD, Grüne und Linkspartei, welche sich für eine Bürgerversicherung starkmachen, in die abhängig Beschäftigte, Selbstständige, Beamte und selbst Abgeordnete einkommensabhängig unter Einbeziehung aller Einkunftsarten Beiträge in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) einzahlen und im Versicherungsfall daraus gleiche Leistungen in Anspruch nehmen können. Rüddel hingegen ist sich sicher: „Die Bürgerversicherung spielt ausschließlich im Wahlkampf eine Rolle, danach bei keinem mehr.“ Dies gelte selbst für den Fall einer künftigen 68 FM21068A 68 Foto: Pexels rot-grünen Koalition. Die Diskussion über die Bürgerversicherung sei rein ideologisch und bringe fachlich überhaupt nichts, sagt der Fachmann. Darum tritt Rüddel für den Erhalt des dualen Systems aus gesetzlicher und privater Krankenversicherung (PKV) ein. „Viele Innovationen hätten wir nicht in der GKV, wenn es die PKV nicht geben würde.“ Wobei der Christdemokrat die Zukunft der PKV mehr in einer Zusatzversicherung als in einer Vollversicherung sieht. Was auch die Zukunft bringen mag – wichtig ist eine starke Daseinsvorsorge im Hinblick auf die medizinische ­Betreuung! Darum wird die Finanzierung des deutschen ­Gesundheitswesens wohl auf Jahre hinaus weiter aus Mitteln von GKV und PKV gespeist werden. Was sinnvoll ist, ­zumal FOCUS-MONEY 21/2021 12.05.21 11:22
die Menschen hierzulande mit der Arbeit sowohl von gesetzlichen als auch von privaten Kassen überaus zufrieden sind: Dies attestiert das M+M Versicherungsbarometer 2021 von Management + Marketing Consulting, Technischer Universität Dresden und Usuma. Im Rahmen dessen wurden im vergangenen Januar insgesamt 1000 repräsentative Erwachsene befragt. Als Maß der Zufriedenheit fungiert beim Barometer der Customer Satisfaction Index (CSI). In diesen fließen die Merkmale Leistungsumfang und -angebot, fachliche Beratung, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft, Information/Kommunikation sowie Service- und Beratungsleistungen ein. Im Vergleich zum Vorjahr konnten die gesetzlichen Kassen heuer den CSI um 1,9 Punkte steigern. Die PKV kletterte in der Gunst der Kunden immerhin um 1,1 Punkte. GKV und PKV existieren friedlich nebeneinander. Und das ist gut so. „Dank des Wettbewerbs zwischen privater und gesetzlicher Krankenversicherung zählt die medizinische Versorgung in Deutschland zu den besten der Welt“, erklärt Ralf Kantak, Vorsitzender des PKV-Verbands. In ihrem stetigen Ringen um eine möglichst rasche Einführung medizinischer Innovationen und um eine evidenzbasierte Qualitätssicherung ergänzten sich die beiden Systeme sehr gut und trieben sich gegenseitig an. „Dabei nimmt die PKV häufig die Rolle des Innovationsmotors ein, da neue Verfahren und Medikamente bei ihr keine langwierigen Bewilligungsverfahren abwarten müssen“, betont Insider Kantak. Eine provokante Sichtweise, die eine Studie der Universität Duisburg-Essen in Zusammenarbeit mit dem Essener Forschungsinstitut für Medizinmanagement unterfüttert. Dazu haben die Studienautoren Professor Jürgen Wasem, Anke Walendzik und Carina Abels den Werdegang neuer Untersuchungs- und Behandlungsmethoden analysiert, die in den vergangenen zehn Jahren in die ambulante GKV-Versorgung aufgenommen wurden. Fazit: Medizinische Innovationen in der ambulanten ärztlichen Versorgung werden von der PKV teils deutlich früher erstattet als von der GKV. Was für gesetzlich Versicherte schier danach schreit, möglichst den GKV-Schutz mit privaten Zusatzpolicen zu ergänzen, um stets medizinisch top versorgt zu sein. Ein Schritt, den einige gesetzliche Kassen ihrer Klientel bereits mit sogenannten Kooperationstarifen mit privaten Krankenversicherungen erleichtern. Der Markt für solche Policen aber ist inzwischen groß – und damit unübersichtlich geworden. Und nicht jeder Tarif ist aus Kundensicht auch wirklich top! Orientierung gibt der FOCUS-MONEY-Test. Für MONEY haben die Fachleute des Deutschen Finanz-Service Instituts (DFSI) in Köln aktuelle Kooperations-Zusatzpolicen aus den Bereichen ambulante und stationäre Leistungen, Zahnersatz und -behandlung, Pflegetagegeld sowie Auslandsreisekrankenschutz dezidiert unter die Lupe genommen (s. Methode Kasten rechts). Was Verbraucherschützer freuen dürfte: „In allen von uns getesteten Versorgungssegmenten sogenannter Kooperationstarife haben Privatversicherer heuer hervorragende Policen am Start“, lobt Sebastian Ewy, Projektleiter beim DFSI (s. Tabellen S. 70 ff.). Da einige Kassen über Gruppenverträge oft bessere Konditionen mit dem PKV-Partner aushandeln, sind Kooperations-Zusatzpolicen für GKV-Versicherte mitunter bis zu FOCUS-MONEY 21/2021 FM21069A 69 METHODE Blick hinter die Kulissen Für den Kooperationspolicen-Test untersuchte das DFSI insgesamt 177 Tarife von 40 Anbietern. Bewertet wurden Zusatzversicherungen für ambulante und stationäre Leistungen, Zahnersatz und -behandlung, Pflegetagegeld und Erkrankungen auf Reisen. Allgemeine Merkmale Für einen ersten Überblick betrachtete das DFSI-Team zunächst 18 GKV/PKV-Kooperations-Sonderbedingungen. Unter anderem wurde abgefragt, ob es einen Beitrags-, Leistungs- oder Servicevorteil gibt, ob ein Kontrahierungszwang besteht, wer Ansprechpartner in Leistungsfällen ist und ob die Verwendung einer zweckgebundenen GKV-Bonusprämie dem Kunden zur Beitragszahlung angeboten wird. Je nachdem, wie vorteilhaft bzw. unvorteilhaft die jeweilige Ausprägung für den Kunden war, wurden entsprechend Punkte vergeben. Spezifische Merkmale Anhand von mindestens 15 weiteren Kriterien je Zusatzversicherungsgattung wurden anschließend die konkreten Leistungsinhalte für die Bereiche ambulante Zusatzpolicen, stationäre Zusatzversicherungen, Reisekrankenversicherungen, Pflegetagegeldversicherungen und Zahnzusatzversicherungen bewertet. Prämien Die Prämien für Reisekrankenpolicen wurden für Singles (35 und 75 Jahre) und eine Familie (Eltern 35 und 33 Jahre, Kinder 8 und 5 Jahre) bewertet. In den Bereichen ambulante Zusatzversicherungen, stationäre Zusatzversicherungen, Pflegetagegeldversicherungen und Zahnzusatzversicherungen erfolgte die Bewertung für die Altersstufen 25, 35, 45 und 55 Jahre. Gesamtergebnis Die Leistungs- und Prämienpunkte wurden addiert und ins Verhältnis zur maximalen Punktzahl im jeweiligen Teilbereich der Untersuchung gesetzt. Die Bewertung „Hervorragend“ erhielten dabei Angebote, deren Punktzahl im Bereich der obersten zehn Prozent zwischen null und dem höchsten erzielten Wert lag. Die Note „Sehr Gut“ ging an die darunterliegenden zehn Prozent auf der Skala. Die übrigen Bewertungen („Gut“, „Befriedigend“, „Ausreichend“, „Mangelhaft“) erfolgten dann in 20-Prozent-Schritten. Die Gesamtnote schließlich ergibt sich je zur Hälfte aus der Preis- und der Leistungsbewertung. 69 12.05.21 11:22
moneyservice Unfälle und deren medizinische Folgen handelt – ansonsten in aller Regel acht Monate gedulden, bis sie bei einer PKV entsprechende Leistungen abrufen dürfen. Klingt gut, doch Vorsicht! Wechselt ein Versicherter seine gesetzliche Kasse, verliert er automatisch vereinbarte Vorzugskonditionen für seinen privaten Kooperations-Zusatzvertrag und wird nach dem Wechsel für die gleiche Leistung von der Assekuranz in AUSLANDSREISEaller Regel stärker zur Kasse gebeten. BESTE KRANKENVERSICHERUNG Spezialtarife für GKV-Versicherte Auslandsreisekrankenversicherung für SINGLES Unternehmen Tarifname Allianz DKV DKV ERGO Reise HUK-COBURG vigo VRK AXA Barmenia Envivas ERGO Reise HanseMerkur INTER MeineGesundeReise ReiseMed Tarif RD ProReise Plus Tarif RD – Einzeltarif RBE20 vigo select Ausland (AR20) RPE20 SingleTRAVEL BKKR TravelPlus (TravelXN) XKA120; XKG120; XKC120 und XKH120 RKJ/DAK Plus Reise Reise AV Münchener Verein ReisekrankenVersicherung Einzelschutz (501) SIGNAL IDUNA Jahres-Reise-Krankenversicherung Württembergische Tarif RK Kooperationspartner Tarifmerkmale Bewertung Jahresprämie Single 35 Jahre Jahresprämie Single 75 Jahre Gesamtnote 11,90 € 9,90 € 9,90 € 8,91 € 13,60 € 11,40 € 16,30 € 7,92 € 5,16 € 11,90 € 18,00 € 13,90 € 9,00 € 39,00 € 34,90 € 34,90 € 31,41 € 39,50 € 33,60 € 47,60 € 20,52 € 25,20 € 61,90 € 71,00 € 79,90 € 36,00 € Hervorragend Sehr Gut Sehr Gut Sehr Gut Sehr Gut Sehr Gut Sehr Gut Gut Gut Gut Gut Gut Gut 8,40 € 28,20 € Gut 14,90 € 10,20 € 81,00 € 24,30 € Gut Gut AOK Baden-Württemberg Hervorragend AOK Hessen, BIG direkt gesund Sehr Gut pronova BKK Sehr Gut SBK Sehr Gut BARMER Sehr Gut AOK Rheinland/Hamburg Sehr Gut BKK Diakonie Sehr Gut HEK – Hanseatische Krankenkasse Gut Dachverband BKK Gut TK – Techniker Krankenkasse Sehr Gut Mobil Krankenkasse Sehr Gut DAK-Gesundheit Sehr Gut BKK firmus Gut BKK Pfalz, BKK ProVita, BKK VerbundPlus, Gut IKK Südwest, Novitas BKK IKK classic Sehr Gut vivida bkk Gut Auswahl: Gesamtnote „Gut“ und besser; Quellen: Angaben der Versicherer, DFSI zehn Prozent günstiger. Tipp: Beiträge für eine Zusatzversicherung können gesetzlich Versicherte gegebenenfalls über zweckgebundene Prämien refinanzieren, welche sie bei ihrer Kasse im Rahmen eines Bonusprogramms (siehe dazu auch FOCUS-MONEY Heft 44/20) erworben haben. Nicht zu vergessen: Wird der medizinische Ergänzungsschutz über die gesetzliche Kasse abgewickelt, verzichten einige Privatversicherer sogar auf die üblichen Karenzzeiten. Ein dickes Plus, müssen sich doch Patienten bei speziellen Extras etwa für Zahnersatz – sofern es sich nicht um Auslandsreisekrankenversicherungen für FAMILIEN Tarifname Allianz ERGO Reise DKV DKV Envivas ERGO Reise HUK-COBURG UnsereGesundeReise Tarif RD – Familientarif ReiseMed Tarif RD ProReise Plus TravelPlus (TravelXF) XKA120; XKG120; XKC120 und XKH120 RBF20 Kooperationspartner AOK Baden-Württemberg SBK AOK Hessen, BIG direkt gesund pronova BKK TK – Techniker Krankenkasse Mobil Krankenkasse BARMER Pfalz, BKK ProVita, BKK VerbundPlus, IKK Südwest, Münchener Verein ReisekrankenVersicherung Familienschutz (502) BKK Novitas BKK vigo vigo select Ausland (AR20) AOK Rheinland/Hamburg VRK RPL20 BKK Diakonie AXA SingleTRAVEL HEK – Hanseatische Krankenkasse Barmenia BKKR Dachverband BKK HanseMerkur RKJ/DAK Plus Reise DAK-Gesundheit INTER Reise AV BKK firmus SIGNAL IDUNA Jahres-Reise-Krankenversicherung IKK classic Württembergische Tarif RKF vivida bkk 70 FM21070A 70 Tarifmerkmale Jahresprämie Bewertung Familie Hervorragend Sehr Gut Sehr Gut Sehr Gut Sehr Gut Sehr Gut Sehr Gut Gesamtnote 28,50 € Hervorragend 17,82 € Hervorragend 19,80 € Sehr Gut 19,80 € Sehr Gut 28,90 € Sehr Gut 34,00 € Sehr Gut 30,80 € Sehr Gut Gut 18,60 € Sehr Gut Sehr Gut Sehr Gut Gut Gut Sehr Gut Gut Sehr Gut Gut 45,60 € 37,10 € 31,68 € 18,96 € 29,00 € 23,40 € 29,90 € 18,70 € Sehr Gut Sehr Gut Gut Gut Gut Gut Gut Gut Auswahl: Gesamtnote „Gut“ und besser; Quellen: Angaben der Versicherer, DFSI Unternehmen FOCUS-MONEY 21/2021 12.05.21 11:22
BESTE ZAHNZUSATZVERSICHERUNG Spezialtarife für GKV-Versicherte Zahnzusatztarife (mit und ohne Altersrückstellungen) Unternehmen Allianz LVM Tarifname Kooperationspartner ZahnBest (ZB02) mit ZahnFit (ZF02) ZahnPremium AOK BadenWürttemberg hkk Krankenkasse Münchener Verein ZahnGesund 100 (579) SDK Zahn 100 (ZP1F) Allianz DentalBest (DB02) AXA Dent Premium-U Barmenia Mehr Zahn 100 + Mehr Zahnvorsorge Bonus DFV Dt. FamilienDFV-ZahnSchutz Exklusiv versicherung BeitragsServicevorteil für vorteile für Versicherte Versicherte Zahnersatz inkl./exkl. GKV Zahnbehandlung inkl./exkl. GKV Tarifmerkmale Bewertung monatliche Prämie 25/45Jährige1) Gesamtnote Ja Ja 90,0/90,0 % 100,0/100,0 % Hervorragend 31,43/41,06 € Hervorragend Ja Ja 100,0/100,0 % 100,0/100,0 % Hervorragend 24,68/39,06 € Hervorragend Ja Ja 100,0/65,0 % 100,0/100,0 % Hervorragend 16,10/36,76 € Hervorragend Ja Nein 100,0/100,0 % 100,0/100,0 % Hervorragend 14,27/39,09 € Hervorragend Ja Ja 90,0/90,0 % 100,0/86,7 % Nein Nein 85,0/85,0 % 100,0/100,0 % 28,35/33,40 € Sehr Gut Dachverband BKK Nein Ja 100,0/80,0 % 100,0/100,0 % Hervorragend 18,50/42,70 € Sehr Gut KKH Kaufmännische Krankenkasse Nein Ja 100,0/80,0 % 100,0/80,0 % Hervorragend 24,00/40,00 € Sehr Gut BKK VerbundPlus, Novitas BKK, BKK Pfalz, BKK ProVita mhplus Betriebskrankenkasse AOK BadenWürttemberg HEK – Hanseatische Krankenkasse Hervorragend 21,04/30,02 € Sehr Gut Sehr Gut DKV Audi BKK, vivida bkk, KombiMed Dental KDTP100 energie-BKK, Salus BKK, + KombiMed Zahn KDBP VIACTIV Krankenkasse Ja Ja 100,0/70,0 % 100,0/90,0 % Hervorragend 30,79/50,05 € Sehr Gut DKV KombiMed Dental KDTP100 Mobil Krankenkasse, BIG + KombiMed Zahn KDBP direkt gesund, BKK VBU Ja Ja 100,0/70,0 % 100,0/90,0 % Hervorragend 30,79/50,05 € Sehr Gut Envivas ZahnFlex.XL TK – Techniker Krankenkasse Ja 100,0/50,0 % 100,0/50,0 % Hervorragend 30,80/38,94 € Sehr Gut Generali PlanZ1 BKK Linde Ja 90,0/45,0 % 90,0/90,0 % 27,96/36,31 € Sehr Gut HUK-COBURG GZZ Pro100 BARMER Ja 100,0/60,0 % 100,0/100,0 % Hervorragend 37,80/37,80 € Sehr Gut INTER INTER QualiMed Z Z90 + ZPro BKK firmus Ja 90,0/70,0 % 100,0/100,0 % Hervorragend 27,66/42,96 € Sehr Gut Ja Ja 93,3/70,0 % 100,0/100,0 % Hervorragend 23,54/36,57 € Sehr Gut Ja Ja 93,3/70,0 % 100,0/100,0 % Hervorragend 23,54/36,57 € Sehr Gut Ja Nein Nein Nein Ja Nein 90,0/90,0 % 100,0/60,0 % 90,0/90,0 % 100,0/100,0 % Hervorragend 46,75/57,67 € 100,0/100,0 % Hervorragend 40,50/40,50 € 100,0/100,0 % Hervorragend 23,31/39,79 € Sehr Gut Sehr Gut Sehr Gut Nein Ja 90,0/50,0 % 100,0/100,0 % Gut 31,47/34,44 € Gut DAK-Gesundheit Nein Ja 100,0/65,0 % 100,0/100,0 % Gut 30,85/41,31 € Gut IKK classic, IKK Südwest Nein Nein 90,0/90,0 % 90,0/90,0 % Gut 29,35/41,77 € Gut IKK Brandenburg und Berlin, IKK gesund plus, IKK - Die Innovationskasse Nein Nein 90,0/90,0 % 90,0/90,0 % Gut 28,24/40,66 € Gut Nein Nein 90,0/90,0 % 90,0/90,0 % Gut 14,32/41,26 € Gut Nein Nein 90,0/90,0 % 90,0/90,0 % Gut 13,89/40,02 € Gut zahnPLUS Premium Münchener Verein Prophylaxe (571, 572, 573, 574) AOK PLUS Deutsche ZahnVersicherung BKK VerbundPlus, Münchener Verein Premiumschutz (571, 572, Novitas BKK, BKK Pfalz, 573, 574) BKK ProVita R+V Mitglieder premium (M1U) VRK ZZ Exclusive Württembergische ZE90+ZBE HanseMerkur HanseMerkur SIGNAL IDUNA EZ + EZT + EZP/DAK Plus Zahn + DAK Plus Zahn TOP DAK-Gesundheit + DAK Plus Zahnvorsorge EZL/DAK Plus Zahn PREMIUMPAKET ZahnTOP SIGNAL IDUNA ZahnTOP SIGNAL IDUNA ZahnTOPpur SIGNAL IDUNA ZahnTOPpur ohne Altersrückstellung FOCUS-MONEY 21/2021 FM21071A 71 R+V Betriebskrankenkasse BKK Diakonie vivida bkk IKK classic, IKK Südwest IKK Brandenburg und Berlin, IKK gesund plus, IKK - Die Innovationskasse eigener Kooperationstarif Ja eigener Kooperationstarif Ja Sehr Gut Quellen: Angaben der Versicherer, DFSI; Auswahl: Gesamtnote „Gut“ und besser; 1)beispielhaft; inkl./exkl. GKV = inkl./exkl. Anteil der Kosten, die die gesetzliche Krankenversicherung im Rahmen der sogenannten Regelversorgung trägt 71 12.05.21 11:22
moneyservice BESTE ZUSATZVERSICHERUNG AMBULANTE LEISTUNGEN Zusatzpolicen für ambulante Leistungen (mit und ohne Altersrückstellungen) Unternehmen Tarifname Kooperationspartner Allianz AmbulantBest (AB02) AOK BadenWürttemberg Barmenia Mehr Gesundheit 1000 Dachverband BKK + Mehr Sehen LVM A&O, Natur, Check hkk Krankenkasse AXA MED Komfort Start-U AXA MED Komfort-U DKV KombiMed Balance KAB (hier KABN) DKV KombiMed Balance KAB (hier KABN) Mobil Krankenkasse, BIG direkt gesund, BKK VBU HanseMerkur E2 /DAK Plus 2 DAK-Gesundheit HUK-COBURG GAZpremium BARMER Kostenüber- weitere Kosten­ nahme übernahme: Hör­ Sehhilfen hilfen/amb. Naturheilverfahren/Vorsorge-U./Weiteres Spezialtarife für GKV-Versicherte Beitragsvorteil Service-­ vorteile Tarifmerkmale Bewertung monatliche Prämie für 25/45-Jährige1) Gesamtnote Ja Ja 100 %, max. 300 € Ja /Ja /Ja /Ja Hervorragend 16,65/19,31 € Hervorragend Nein Ja 100 %, max. 300 € Ja /Ja /Ja /Ja Hervorragend 21,50/33,50 € Hervorragend Ja Ja 80 %, max. Ja /Ja /Ja /Nein Hervorragend 400 € HEK – Hanseatische Krankenkasse Nein Nein 100 %, max. 300 € Ja /Ja /Ja /Ja Hervorragend 15,92/24,96 € Sehr Gut HEK – Hanseatische Krankenkasse AOK Hessen, Audi BKK, vivida bkk, energie-BKK, Salus BKK, VIACTIV Krankenkasse Nein Nein 100 %, max. 300 € Ja /Ja /Ja /Ja Hervorragend 21,97/27,03 € Sehr Gut Ja Ja 100 %, max. 300 € Ja /Ja /Ja /Ja Sehr Gut 19,48/35,26 € Sehr Gut Ja Ja 100 %, max. 300 € Ja /Ja /Ja /Ja Sehr Gut 19,48/35,26 € Sehr Gut eig. eig. 100 %, max. Nein /Ja /Ja /Ja Koop.-tarif Koop.-tarif 200 € Sehr Gut 19,29/25,63 € Sehr Gut eig. eig. 100 %, max. Koop.-tarif Koop.-tarif 100 € Ja /Ja /Ja /Ja Sehr Gut 19,63/30,82 € Sehr Gut 100 %, max. 400 € Ja /Ja /Ja /Ja Hervorragend 53,18/62,19 € Sehr Gut 7,45/10,89 € Hervorragend Deutsche AmbulantMünchener Verein Versicherung Premiumschutz (172, 173, 178) BKK VerbundPlus, Novitas BKK, BKK Pfalz, BKK ProVita Ja Ja SDK Ambulant 100 (AP1F) mhplus Betriebskrankenkasse Ja Nein 100 %, max. Ja /Ja /Ja /Nein 500 € Sehr Gut 30,77/42,92 € Sehr Gut SIGNAL IDUNA AmbulantPLUSpur IKK classic, IKK Südwest Nein Nein 100 %, max. 375 € Ja /Ja /Ja /Ja Sehr Gut 20,14/38,98 € Sehr Gut SIGNAL IDUNA AmbulantPLUSpur IKK Brandenburg und Berlin, IKK gesund plus, IKK Nord Ja Nein 100 %, max. 375 € Ja /Ja /Ja /Ja Sehr Gut 19,54/37,90 € Sehr Gut SIGNAL IDUNA AmbulantPLUS IKK classic, IKK Südwest Nein Nein 100 %, max. 375 € Ja /Ja /Ja /Ja Sehr Gut 30,91/39,36 € Sehr Gut SIGNAL IDUNA AmbulantPLUS IKK Brandenburg und Berlin, IKK gesund plus, IKK Nord Ja Nein 100 %, max. 375 € Ja /Ja /Ja /Ja Sehr Gut 29,80/38,25 € Sehr Gut VRK Ambulant Comfort BKK Diakonie Nein Ja 100 %, max. 100 € Ja /Ja /Ja /Ja Sehr Gut 20,41/32,04 € Sehr Gut Envivas PraxisTop TK – Techniker Krankenkasse Gut 26,64/34,28 € Gut HanseMerkur EVHS /DAK Plus Vorsorge DAK-Gesundheit Gut 14,90/14,90 € Gut INTER vigo Nein Ja 100 %, max. 200 € INTER QualiMed Z APS BKK firmus Ja Ja 100 %, max. Ja /Ja /Ja /Nein 375 € Sehr Gut 29,59/51,62 € Gut Rheinland/ vigo akzent Natur Plus AOK Hamburg Ja Ja 80 %, max. Nein /Ja /Nein / 300 € Ja Gut 14,30/16,40 € Gut Nein Nein 100 %, max. 125 € Gut 33,15/39,78 € Gut Württembergische Natur MedPlus (NH) ohne Altersrückstellung 72 FM21072A 72 eig. eig. 100 %, max. Nein /Ja /Ja /Ja Koop.-tarif Koop.-tarif 150 € vivida bkk Ja /Nein /Ja / Nein Nein /Ja /Ja / Nein Quellen: Angaben der Versicherer, DFSI; Auswahl: Gesamtnote „Gut“ und besser; 1)beispielhaft FOCUS-MONEY 21/2021 12.05.21 11:22
BESTE Zusatzversicherungen für stationäre Leistungen (mit und ohne Altersrückstellungen) Unternehmen Tarifname Kooperationspartner Allianz KrankenhausBest (KHB02) mit Ambulante OP Krankenhaus (AOPKH02) AOK BadenWürttemberg Barmenia BKKST Dachverband BKK INTER INTER QualiMed Z S1 SDK Beitrags­ Service­ Bis zu welcher Höhe vorteil für vorteile für GoÄ/GoZ wird Versicherte Versicherte ­geleistet? Tarifmerkmale ­Bewertung ZUSATZVERSICHERUNG STATIONÄRE LEISTUNGEN Spezialtarife für GKV-Versicherte monatliche Prämie für 25/45-Jährige1) Gesamtnote Ja Ja Über Höchstsatz Hervorragend 44,27/66,49 € Hervorragend eig. Koop.-tarif Ja Über Höchstsatz Hervorragend 30,65/47,28 € Hervorragend BKK firmus Ja Ja Über Höchstsatz Hervorragend 22,56/25,47 € Hervorragend Klinik 1-Bett (SP1F) mhplus Betriebskrankenkasse Ja Nein Über Höchstsatz Hervorragend SIGNAL IDUNA KlinikTOP1 IKK classic, IKK Südwest Nein Nein Über Höchstsatz Hervorragend 32,33/49,65 € Hervorragend SIGNAL IDUNA KlinikTOPO1 IKK Brandenburg und Berlin, IKK gesund plus, IKK – Die Innovationskasse Ja Nein Über Höchstsatz Hervorragend 31,01/48,33 € 19,68/25,66 € Hervorragend Hervorragend Württembergische SZ+SZE vivida bkk Nein Nein Über Höchstsatz Hervorragend 41,04/60,30 € Hervorragend Württembergische SZR+SZE vivida bkk Nein Nein Über Höchstsatz Hervorragend 24,42/27,53 € Hervorragend Generali PlanS BKK Linde Ja Ja HUK-COBURG GSZ BARMER eig. Koop.-tarif Ja Bis Höchstsatz Sehr Gut 28,99/42,44 € Sehr Gut INTER INTER QualiMed Z S1R BKK firmus Ja Ja Über Höchstsatz Sehr Gut 37,99/56,35 € Sehr Gut Münchener Verein Clinic Care Premium (735) BKK VerbundPlus, Novitas BKK, BKK Pfalz, BKK ProVita Ja Ja Über Höchstsatz Hervorragend 38,94/60,12 € Sehr Gut vigo vigo select Einbettzimmer (S1) eig. AOK Rheinland/Hamburg Koop.-tarif Ja Bis Höchstsatz Sehr Gut 19,20/28,40 € Sehr Gut VRK SW BKK Diakonie Nein Ja Bis Höchstsatz Sehr Gut 31,27/44,72 € Sehr Gut AXA Komfort-U HEK – Hanseatische Krankenkasse Nein Nein Über Höchstsatz Gut 33,93/49,67 € Gut AXA Komfort Start-U Nein Nein Über Höchstsatz Gut 16,67/22,14 € Gut DKV KombiMed Krankenhaus KGZ1 Ja Ja Über Höchstsatz Sehr Gut 39,70/62,24 € Gut DKV KombiMed Krankenhaus KGZ1 HEK – Hanseatische Krankenkasse AOK Hessen, Audi BKK, vivida bkk, energie-BKK, Salus BKK, VIACTIV Krankenkasse Mobil Krankenkasse, BIG direkt gesund, BKK VBU Ja Ja Über Höchstsatz Sehr Gut 39,70/62,24 € Gut Envivas KlinikSpezial TK – Techniker Krankenkasse eig. Koop.-tarif Ja Bis Höchstsatz Gut 39,62/53,19 € Gut HanseMerkur PSG/DAK Plus Klinik DAK-Gesundheit Nein Ja Bis Höchstsatz Gut 31,20/48,04 € Gut VRK GBE3 BKK Diakonie Nein Ja Bis Höchstsatz Gut 34,10/34,10 € Gut ohne Altersrückstellung FOCUS-MONEY 21/2021 FM21073A 73 Über Höchstsatz Hervorragend 38,08/56,39 € Sehr Gut Quellen: Angaben der Versicherer, DFSI; Auswahl: Gesamtnote „Gut“ und besser; 1)beispielhaft, GoÄ = Gebührenordnung Ärzte; GoZ = Gebührenordnung Zahnärzte 73 12.05.21 11:22
moneyservice BESTE PFLEGETAGEGELDVERSICHERUNG Spezialtarife für GKV-Versicherte Zusatztarife ungefördertes Pflegetagegeld (statische und flexible Tarife) Unternehmen Tarifname Allianz PflegetagegeldBest AOK Baden(PZTB03) Württemberg DFV Dt. Familienversicherung Knappschaft PflegePlus HanseMerkur INTER DKV DKV Kooperationspartner KNAPPSCHAFT Pflegemonatsgeld Tarif PG mit den Tarifstufen PGA, DAK-Gesundheit PGS/DAK Plus Pflege INTER QualiCare® Tarifstufen QC 1-5 BKK firmus und QCS 2-4 AOK Hessen, Audi BKK, vivida bkk, Pflege Tagegeld energie-BKK, Salus PTG BKK, VIACTIV Krankenkasse Mobil Krankenkasse, Pflege Tagegeld BIG direkt gesund, PTG BKK VBU Beitragsvorteil Service- Dynamik vorteile VOR/NACH Eintritt Pflegebedürftigkeit Assistance- Sonderleistungen zahlungen für nahe Angehörige Beitrags- Tarifmerkmale monatliche Präfreiheit im Bewertung mie für ein PfleLeistungsgemonatsgeld fall von 1500 Euro in Pflegegrad 5 für 25/45-Jährige1) Gesamtnote Optional, Ja, ab PG 2 ab PG 5 Hervorragend 22,25/50,35 € Hervorragend Im Tarif inkludiert, abJa, Sehr Gut 18,56/66,44 € Hervorragend PG 1 ab PG 1 Ja Ja Ja/Ja Ja Nein Ja Ja/Ja Ja Nein Ja Ja/Ja Ja Im Tarif inkludiert, ab PG 2 Ja Ja Ja/Ja Ja Optional, Ja, ab PG 2 ab PG 5 Ja Ja Ja/Ja Ja Optional, ab PG 2 Nein Gut 17,78/42,84 € Sehr Gut Ja Ja Ja/Ja Ja Optional, ab PG 2 Nein Sehr Gut 17,78/42,84 € Sehr Gut Nein Nein Ja/Ja Ja Optional, Ja, ab PG 1 ab PG 4 Sehr Gut 31,61/60,65 € Gut eig. Koop.-tarif Ja Ja/Ja Ja Optional, Ja, ab PG 2 ab PG 4 Sehr Gut 30,67/63,90 € Gut Gut 32,40/64,05 € Gut Optional, Ja, ab PG 2 ab PG 4 Hervorragend 40,05/86,85 € Im Tarif inkludiert, abJa, Gut 20,85/46,36 € PG 5 ab PG 4 Gut Nein Gut Sehr Gut 15,00/41,15 € Hervorragend 24,48/54,38 € Hervorragend AXA Pflegevorsorge VARIO HEK - Hanseatische Krankenkasse HUK-COBURG GPMvario BARMER LVM PZT-Komfort hkk Krankenkasse Ja Ja Ja/Ja Nein R+V MitgliederPflege premium (PM1M) R+V Betriebskrankenkasse Ja Nein Ja/Ja Ja SIGNAL IDUNA PflegeTOP IKK classic, IKK Südwest Nein Nein Ja/Ja Nein SIGNAL IDUNA PflegeTOP Ja Nein Ja/Ja Nein Im Tarif inkludiert, abJa, PG 5 ab PG 4 Gut 20,22/44,97 € Gut vigo vigo akzent Pflege (PTV) IKK Brandenburg und Berlin, IKK gesund plus, IKK – Die Innovationskasse AOK Rheinland/ Hamburg Ja Ja Ja/Ja Nein Optional, Ja, ab PG 3 ab PG 2 Sehr Gut 29,88/61,16 € Gut VRK Pflege Flexible BKK Diakonie eig. Koop.-tarif Ja Ja/Ja Ja Optional, Ja, ab PG 2 ab PG 4 Sehr Gut 33,52/69,87 € Gut Nein Nein Ja/Ja Ja Optional, Ja, ab PG 2 ab PG 4 Sehr Gut 34,40/74,36 € Gut Nein Nein Ja/Ja Nein BKK Linde Ja Ja Ja/Ja Nein BKK Pfalz, BKK ProVita, BKK VerbundPlus, Novitas BKK Ja Ja Ja/Ja Ja Pflegemonatsgeld PZ – ohne Württembergische (Tarif Staffel-Option, mit stat. Erhöhung) vivida bkk Barmenia Pflege 100 (PM100) Dachverband BKK Generali PflegePlus Münchener Verein Deutsche PrivatPflege flexible Tarife 74 FM21074A 74 Nein Ja, ab PG 3 Im Tarif inkludiert, abJa, PG 4 ab PG 4 Im Tarif inkludiert, abJa, PG 4 ab PG 2 Gut Sehr Gut Gut 47,40/104,85 € Befriedigend 37,18/84,43 € Befriedigend Optional, Ja, ab PG 2 ab PG 2 Hervorragend 48,84/80,13 € Befriedigend Quellen: Angaben der Versicherer, DFSI; Auswahl: Gesamtnote „Befriedigend“ und besser; 1)beispielhaft; PG = Pflegegrad FOCUS-MONEY 21/2021 12.05.21 11:22
REAL ESTATE Das exklusive Fachbriefing zur Zukunft der Immobilienbranche Topaktuell, umfassend, unabhängig Mit Handelsblatt Inside Real Estate erhalten Sie regelmäßig unverzichtbare Analysen der wichtigsten Branchentrends: Technologie und Proptechs, Immobilienfinanzierung, große Deals und Nachhaltigkeit. Für Sie recherchiert von Deutschlands kompetentester Wirtschaftsredaktion. Jetzt testen: handelsblatt.com/realestate Ein Angebot der Handelsblatt GmbH, Toulouser Allee 27, 40211 Düsseldorf. FM21075A 75 12.05.21 11:22
moneyservice STUDIE FinanzFAIRtrieb 2021 Zum elften Mal hat FOCUS-MONEY Deutschlands Finanzvertriebe unter die Lupe genommen und die Fairsten der Branche gekürt. Zahlreiche Anbieter erweisen sich als echte Seriensieger von Gunther Meyn R ückblick: Im Corona-Frühjahr 2020 waren in Spitzenzeiten mehr als sechs Millionen Beschäftigte in Kurzarbeit – und mussten sich finanziell entsprechend einschränken. Damals befürchteten Finanzvertriebler eine große Stornowelle bei Altersvorsorgeprodukten. Zu Recht warnten sie vor den finanziellen Folgen einer vorschnellen Vertragsauflösung. Tatsächlich aber blieben die betroffenen Policeninhaber standhaft. Laut einer Analyse des Lübecker Maklerpools lag die Zahl der Kündigungen im ersten Halbjahr 2020 nur geringfügig über der im Vorjahreszeitraum. Die alljährliche Marktstudie der Continentale zeigt sogar, dass das Interesse an einer privaten Vorsorge in der Krisenzeit gestiegen ist. „Die Corona-Pandemie hat ganz offenkundig noch einmal viele Menschen für das Thema Altersvorsorge sensibilisiert. Und zwar vor allem diejenigen, die wegen ihrer geringen Einkommen besonders von Altersarmut bedroht sind“, sagt Dr. Helmut Hofmeier, Vorstand Leben im Continentale Versicherungsverbund. Qual der Wahl. Dennoch gilt: Die Wahl eines individuell geeigneten Vorsorgeprodukts stellt Finanzlaien vor enorme Herausforderungen – zumal die verbindlichen Renditeversprechen immer kleiner und das Angebot an Anlagekonzepten immer größer wird. Auch das Thema Nachhaltigkeit gewinnt in der Finanzwelt an Relevanz. Hinzu kommen die 76 FM21076A 76 Foto: Adobe Stock unterschiedlichen staatlichen Fördermöglichkeiten. Da verliert der Vorsorgewillige schnell den Überblick. Ohne professionelle Unterstützung aber trifft man bei langfristigen Anlageprodukten schnell fatale Fehlentscheidungen. Faire Finanzbetreuer. An potenziellen Partnern für komplexe Geldangelegenheiten mangelt es nicht. Die großen Finanzvertriebe verfügen über ein Heer von Beratern und werben mit maßgeschneiderten Produktlösungen. Doch welche Anbieter behandeln ihre Kunden wirklich fair? Um diese Frage zu beantworten, hat FOCUS-MONEY gemeinsam mit dem Kölner Beratungs- und Analyseinstitut ServiceValue die Fairness der Branche untersucht – in diesem Jahr zum mittlerweile elften Mal. Dazu nahmen die Wissenschaftler zwölf bankunabhängige Allfinanzvertriebe ins Visier. Zwischen März und April haben sie rund 1000 Kunden nach ihren Erfahrungen befragt. Dabei wurden 25 Service- und Leistungsmerkmale berücksichtigt (s. Grafik S. 78). Abgefragt wurden auch wieder die Punkte Kundenbindung, Treue, Loyalität und Weiterempfehlung. Zwar ist die Gesamtfairness gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig – dennoch bewegen sich die Kundenbewertungen weiterhin auf einem hohen Niveau. „Die Auswertung macht deutlich, dass auf die Finanzvertriebe auch in schwierigen Zeiten Verlass ist“, so ServiceValue-Geschäftsführer FOCUS-MONEY 21/2021 12.05.21 10:26
FAIRSTER FINANZVERTRIEB GESAMTRANKING Viel Kontinuität in Sachen Fairness Insgesamt sieben von zwölf bewerteten Finanzvertrieben erreichten diesmal ein überdurchschnittliches Ergebnis – und schafften es so ins Ranking. Hintergrund: Ein „Gut“ erhalten Unternehmen, die im Kundenurteil besser als der Durchschnitt abschneiden. Die Top-Bewertung „Sehr Gut“ geht an Unternehmen, die über dem Mittelwert der „Guten“ landen. Das gelang diesmal vier Anbietern. Mit GLOBAL-FINANZ, MLP und TELIS FINANZ finden sich in der Bestenliste drei „Wiederholungstäter“. Das Trio erreichte bereits im Vorjahr die Bestnote, während Dr. Klein und Swiss Life Select erneut mit „Gut“ performen. Den Sprung in die Phalanx der Besten schaffte auch der rheinische Anbieter Bonnfinanz, Deutschlands ältester Allfinanzvertrieb. Wie solide die sieben Fairnesssieger aufgestellt sind, wird beim Blick in die Einzelrankings ersichtlich (s. S. 79). In allen sechs Kategorien finden sich ausschließlich die hier aufgezählten Unternehmen. Rangliste Urteil Unternehmen Sehr Gut Sehr Gut Sehr Gut Sehr Gut Gut Gut Gut DVAG GLOBAL-FINANZ MLP TELIS FINANZ Bonnfinanz Dr. Klein Swiss Life Select Beachtlich Qualität der Produkte Die Portfolios aus dem Anlageuniversum der Finanzprofis können sich offenbar sehen lassen: 85 Prozent der Befragten loben die Qualität der Finanzprodukte. Nur drei Prozent sind überhaupt nicht zufrieden. „Die Qualität der Produkte und Leistungen meines Finanzvertriebs ist hoch.“ in Prozent der Befragten trifft überhaupt nicht zu 3 trifft eher nicht zu 12 39 trifft voll und ganz zu trifft eher zu 46 Quelle: ServiceValue 5-Jahreswertung Die Dauerbrenner aus Kundensicht Der Wettbewerb unter den Finanzvertrieben ist 5 JAHRE groß. Offensive FAIRSTER Werbekampagnen sind regelmäßig Teil ihrer Marketingstrategie. Doch langfristige Kundenzufriedenheit lässt sich nicht erkaufen, nur erarbeiten. Aus der 5-Jahres-Auswertung geht hervor, welche Anbieter aus Kundensicht dauerhaft mit einer überdurchschnittlichen Fairness-Performance überzeugen konnten. Das Tableau zeigt jene Finanzvertriebe, die es in den letz- FINANZVERTRIEB 5-Jahres-Ranking Urteil Unternehmen Sehr Gut Swiss Life Select Sehr Gut TELIS FINANZ alphabetische Sortierung; Quelle: ServiceValue ten fünf Studienjahren (Erhebungen von 2017 bis 2021) regelmäßig in die Rangliste der fairsten Anbieter schafften – und dabei mindestens dreimal die Bestnote „Sehr Gut“ erhalten haben. Fazit: Das Seriensieger-Duo besteht – wie bereits im Vorjahr – aus TELIS FINANZ und Swiss Life Select. KUNDENBEWERTUNG: Für die Studie wurden über 1000 Kundenurteile eingeholt alphabetische Sortierung; Quelle: ServiceValue FOCUS-MONEY 21/2021 FM21077A 77 77 12.05.21 10:26
moneyservice So wurden die Rankings ermittelt Im Auftrag von FOCUS-MONEY hat ServiceValue zum elften Mal die Fairness großer bankunabhängiger Finanzvertriebe untersucht. Hierzu hat das Analyse- und Beratungsunternehmen über 1000 Kundenurteile ausgewertet. Abgefragt wurden 25 Service- und Leistungsmerkmale. Die Bewertung dieser Fairness-­ Aspekte erlaubt eine aussagefähige Messung des subjektiven FairnessBegriffs. Jeder Befragte des OnlinePanels durfte bis zu zwei Finanzvertriebe beurteilen, bei denen er in den vergangenen zwölf Monaten Kunde war. Die Ergebnisse wurden anschließend von den ServiceValueFachleuten nach wissenschaftlichen Methoden ausgewertet. Zunächst errechneten sie über eine vierstufige Bewertungsskala für jedes Merkmal einen normierten Indexwert auf einer Skala zwischen null und hundert. Die Leistungsprofile zeigen die Durchschnittswerte der einzelnen Finanzvertriebe auf Basis einer vierstufigen Notenskala im Vergleich zum Gesamtmarkt (hier am Beispiel von Telis Finanz). Außerdem legten die Experten sechs Fairness- Kategorien fest und ordneten ihnen die Attribute zu. Zusätzlich zum Gesamturteil zeigt die Studie so die Stärken und Schwächen der Anbieter in verschiedenen Disziplinen (s. Ranglisten S. 77 und S. 79). Die Werte für die Teildimensionen errechneten die Fachleute als ungewichteten Durchschnitt der dazugehörigen Indexwerte. Das Urteil „Fairster Finanzvertrieb“ ergibt sich wiederum aus den sechs Kategoriewerten, die zu gleichen ­Teilen in das Gesamtergebnis ein­ fließen. 25 Merkmale – ein Fairness-Profil Bewertung von 1 (trifft voll und ganz zu) bis 4 (trifft überhaupt nicht zu) Fairer Schutz und Vorsorge 1,5 1,6 1,7 1,8 gesamt Max Qualität der Produkte Tarifauswahl/Tarifvielfalt 1,9 2,0 2,1 2,2 2,1 2,2 2,3 2,4 2,5 2,3 2,4 2,5 Min TELIS FINANZ Transparenz der Tarife und Angebote Sicherheit der Produkte Eingehen auf Kundenbedürfnisse Faire Kundenberatung Fachkompetenz Soziale Kompetenz Ehrlichkeit Beratungsqualität Doku/Protokollierung der Beratungsinhalte/-ergebnisse Kapitalmarktorient. Vorschläge zur Vermögensoptimierung Belohnung von Kundentreue Faire Kundenbetreuung Regelm. Überprüfung von Vers.-umfang und -beiträgen Umgang mit Beschwerden/Reklamationen Reaktionsgeschwindigkeit Faires PreisLeistungsVerhältnis Preis-Leistungs-Verhältnis Kostentransparenz Best-Price-Garantie Faire Kundenkommunikation Verbindlichkeit von Aussagen Verständlichkeit der Kommunikation Erreichbarkeit von Mitarbeitern Orientierungshilfen Nachhaltigkeit und Verantwortung Ökonomische Nachhaltigkeit Übernahme sozialer Verantwortung Ökologische Nachhaltigkeit 1,5 78 FM21078A 78 1,6 1,7 1,8 1,9 2,0 Mittelwerte, gerundet; Quelle: ServiceValue FOCUS-MONEY 21/2021 12.05.21 10:26
Dr. Claus Dethloff. Dass sieben von zehn Befragten ihren Anbieter auch Freunden und Bekannten weiterempfehlen würden, unterstreicht das hohe Vertrauen der Kunden. Zudem gaben knapp drei Viertel der Teilnehmer an, ihrem Finanzpartner auch in zwei Jahren noch treu sein zu wollen. Aus den einzelnen Kategorie-Rankings wird ersichtlich, wo die konkreten Stärken der Finanzprofis liegen. Beispiel: „Höchste Nachhaltigkeit & Verantwortung“. Hier sollten die Studienteilnehmer anhand von drei Fragen die ethischen FAIRSTE KUNDENBETREUUNG FAIRSTER SCHUTZ UND VORSORGE FAIRSTE KUNDENBERATUNG FAIRSTE KUNDENKOMMUNIKATION Skills der Finanzvertriebler bewerten. Sechs Anbieter stachen hier hervor. Besonders detailliert wurde die Kernkompetenz „Faire Kundenberatung“ unter die Lupe genommen: Geht der Anbieter auf die Kundenbedürfnisse ein? Macht er kapitalmarktorientierte Vorschläge zur Vermögensoptimierung? Insgesamt sieben Unternehmen konnten in dieser Kategorie mit einer Top-Fairness überzeugen. Vermutlich kein Zufall: Es sind jene sieben Finanzvertriebe, die auch im Gesamtranking die Nase vorn haben. FAIRSTES PREIS-LEISTUNGSVERHÄLTNIS HÖCHSTE NACHHALTIGKEIT & VERANTWORTUNG AUSWERTUNG: sechs Fairness-Kategorien, sechs Siegel, sieben Unternehmen Urteil Unternehmen Sehr Gut Sehr Gut Sehr Gut Gut Gut Gut GLOBAL-FINANZ Swiss Life Select TELIS FINANZ Dr. Klein DVAG MLP Wer kann was am besten? Die sechs Teilrankings zeigen, welche Finanzvertriebe in welchen Kategorien besonders stark auftrumpfen. Insgesamt ergibt sich hier ein einheitliches Bild. In allen Kategorien ma- chen insgesamt sieben Anbieter das Rennen unter sich aus. Keine Blöße geben sich GLOBAL-FINANZ und TELIS FINANZ. Beide Anbieter erreichten in jedem Ranking die Bestnote „Sehr Gut“. Wettbewerber MLP sticht mit fünf Top-Bewertungen ebenfalls hervor. Immerhin viermal „Sehr Gut“ erhielt der Frankurter Finanzvertrieb DVAG. Wie herausragend die Performance dieser Anbieter ist, wird beim tieferen Blick in die Studie deutlich. Hier zeigt sich, dass der Abstand zwischen Top-Anbietern und hinterem Feld in einigen Kategorien deutlich größer ist als noch im Vorjahr – insbesondere in den Bereichen „Fairer Schutz und Vorsorge“ sowie „Faire Kundenkommunikation“. Fairer Schutz und Vorsorge Faire Kundenberatung Faire Kunden­ kommunikation Faires PreisLeistungs-Verhältnis Urteil Unternehmen Urteil Unternehmen Urteil Unternehmen Urteil Unternehmen Sehr Gut Sehr Gut Sehr Gut Sehr Gut Sehr Gut Gut Gut Dr. Klein DVAG GLOBAL-FINANZ MLP TELIS FINANZ Bonnfinanz Swiss Life Select Sehr Gut Sehr Gut Sehr Gut Sehr Gut Gut Gut Gut DVAG GLOBAL-FINANZ MLP TELIS FINANZ Bonnfinanz Dr. Klein Swiss Life Select Sehr Gut Sehr Gut Sehr Gut Sehr Gut Sehr Gut Gut Gut Dr. Klein DVAG GLOBAL-FINANZ MLP TELIS FINANZ Bonnfinanz Swiss Life Select Sehr Gut Sehr Gut Sehr Gut Sehr Gut Gut Gut Gut DVAG GLOBAL-FINANZ MLP TELIS FINANZ Bonnfinanz Dr. Klein Swiss Life Select KUNDENURTEIL Einheitliches Bild alphabetische Sortierung; Quelle: ServiceValue FOCUS-MONEY 21/2021 FM21079A 79 Nachhaltigkeit & Verantwortung alphabetische Sortierung; Quelle: ServiceValue Fotos: Adobe Stock alphabetische Sortierung; Quelle: ServiceValue alphabetische Sortierung; Quelle: ServiceValue Faire Kundenbetreuung Urteil Unternehmen Sehr Gut Sehr Gut Sehr Gut Gut Gut Gut GLOBAL-FINANZ MLP TELIS FINANZ Dr. Klein DVAG Swiss Life Select alphabetische Sortierung; Quelle: ServiceValue alphabetische Sortierung; Quelle: ServiceValue 79 12.05.21 10:26
moneyleserbriefe Liebe Leserin, lieber Leser Schreiben Sie Ihre Meinung zu den ­ Themen in diesem Heft – bitte unbedingt mit Angabe Ihrer Adresse: Redaktion FOCUS-MONEY Arabellastraße 23, 81925 München oder E-Mail: leserservice@focus-money.de oder Leserbrief-Fax: 0 89/92 50-3610 Leserservice -Tel.: 0 89/92 50-25 65 (Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.) PARADIES MIT BIS ZU 75 % STEUERSATZ (19/21) Editorial Als Erstes ein sehr großes Lob an Herrn Mertgen. Die objektive Betrachtung im Artikel „Paradies mit bis zu 75 Prozent Steuersatz“ trifft es leider sehr genau. Ingesamt hat mir persönlich die alte Heftaufmachung besser gefallen. Da wurden verschiedene Themen besser aufgegriffen und erläutert. Das jetzige Heft liest sich eher wie ein Bestellkatalog und erinnert mich stark an die frühere Zeitschrift „Der Aktionär“. Vielleicht gibt es ja schon Überlegungen, nicht immer 100 Aktien zu erläutern, sondern weniger. Sehr gut gelungen ist der Bereich MONEYYOU.  Ralf Hartkopf, Weinstadt Der steuerliche Amoklauf links der Mitte verschont zunächst den größten Teil der Bevölkerung, das unterscheidet ihn von Trittins Eigentor (Spritpreis 5 DM) Anfang der 90er. Aber halt! Sobald die Unternehmerschaft unter der Folter abwandert oder austrocknet, wird das auch bei Otto Normalverbraucher ankommen, der plötzlich Bittsteller bei Hartz IV wird. Doch wer ist der Rufer in der Wüste, der diese Mission rechtzeitig ins breite Bewusstsein trägt?  C. Schönberger, Aachen KRYPTOWÄHRUNG (18/21) Coinbase Schön, dass sich FOCUSMONEY mit Kryptowährungen auseinandersetzt. Leider wird auch von Ihnen immer wieder betont, 80 FM21080A 80 Kryptowährungen unterlägen keiner staatlichen Kontrolle. Bestes Gegen­ beispiel ist im Moment XRP/Ripple: Durch den Rechtsstreit mit der amerikanischen Börsenaufsicht SEC ist der Handel auf diversen Börsen wie zum Beispiel Coinbase ausgesetzt. Ein Kauf oder Verkauf ist zumindest dort nicht möglich. Das macht die Währung im Moment de facto wertlos, sofern sie nicht zu einer anderen Börse transferiert und dort gehandelt werden kann. Selbiges Schicksal kann jede Währung erleiden, wenn die Kryptobörsen die Währung aus ihrem Handelsportfolio streichen – zum Beispiel aufgrund von Klagen, Konkurrenzdruck oder politischen Ereignissen. Bastian Kellner, Regensburg ISSN: 1615-4576 FOCUS Magazin Verlag GmbH, FOCUS-MONEY, Arabellastr. 23, 81925 München, Postfach 88 88, 81903 München Telefon: 089/92 50-0, Fax: 0 89/92 50-20 26 Pflichtblatt der Börse in Frankfurt, Düsseldorf, München, Hamburg, Berlin, Stuttgart, Bremen und Hannover FOCUS-MONEY ist eine Marke der BurdaVerlag GmbH REDAKTION FOCUS-MONEY REDAKTIONS-GMBH Chefredakteur: Frank Pöpsel Stellv. Chefredakteur: Frank Mertgen Art Director: Ludger Vorfeld MONEY-Markets (Tel.: -38 22, Fax: -36 10): Frank Mertgen (FM); Marc Bächle (MB), Heike Bangert (BAN), Peter Bloed (BLO), Matthias Dworak (MD), Johannes Heinritzi (JH), Mika Hoffmann (HF), Tim Holzapfel (TH), Andreas Körner (KÖ), Marian Kopocz (MK), Sinan Krieger (SK), Anna Lena Lipka (ALL), Mario Lochner (ML), Jens Masuhr (JM), Dirk Reichmann (DR), Sascha Rose (SR), Lioba Schulz (LS), Jennifer Senninger (JS), Verena Sepp (VS) DSW Anlegerschutz (Tel.: 0211/6697-02): Jürgen Kurz (JK) (verantwortlich) MONEY-Service (Tel.: -38 22, Fax: -36 10): Gregor Dolak (GD), Werner Müller (WM), Thomas Schickling (TS), Martina Simon (SIM) Versicherungen: Werner Müller (WM) Nachrichtendienste: AP, Bloomberg, Reuters Grafik: Sandra Fahrnbach, Thomas Laudahn ­(Composing), Alexandra Michel Titel: Ludger Vorfeld; Thomas Laudahn Info-Grafik: Olaf Funke Bildredaktion (Tel.: -36 53, Fax: -36 10): Darja Ivanenko, Martina Siegmund Bildbearbeitung: Sefa Ugurlu Schlussredaktion: Lektorat Süd (www.lektorat-sued.de) Redaktionstechnik: Ingo Bettendorf, Bernd Jebing, Stephanie Speer Redaktionsverwaltung: Burda Services GmbH, Ralf Grasser, Jeanette Schanderl (Leitung) VERLAG FOCUS-MONEY erscheint in der FOCUS Magazin Verlag GmbH, Arabellastraße 23, 81925 München. Verantwortlich für den redaktionellen Inhalt: Frank Pöpsel. Die Redaktion übernimmt keine Haftung für unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos und Illustrationen. Nachdruck ist nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlags gestattet. Dieses gilt auch für die Aufnahme in elektronische Datenbanken und Vervielfältigungen auf CD-ROM. Sofern Sie Artikel aus FOCUS-MONEY in Ihren internen elektronischen Pressespiegel übernehmen wollen, erhalten Sie die erforderlichen Rechte unter www.presse-monitor.de oder unter Telefon 0 30/28 49 30, PMG Presse-­Monitor GmbH. Druck: Burda GmbH, Hauptstraße 130, 77652 Offenburg Printed in Germany. Vertriebsleiter: Markus Cerny Vertriebsfirma: MZV GmbH & Co. KG, 85716 Unterschleißheim, Internet: www.mzv.de FOCUS-MONEY darf nur mit Genehmigung des Verlags in Lesezirkeln geführt werden. Der Export von FOCUS-MONEY und der Vertrieb im Ausland sind nur mit ­Genehmigung des Verlags statthaft. Einzelpreis Deutschland: € 4,50 inkl. gesetzlicher MwSt. Abonnementpreis: € 4,30 (inkl. Zustellgebühr und gesetzlicher MwSt. Im Ausland zuzüglich Porto). Für Mitglieder der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e. V., des AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V., der Wirtschaftsjunioren Deutschland e.V., des Europaverbandes der Selbständigen Deutschland – ESD e.V ist der Bezug der Zeitschrift und für Mitglieder des Hanseatischen Anleger-Clubs (HAC e.V.), des Bundesverbandes der Börsenvereine an deutschen Hochschulen e.V. und des Bundesverbands Deutscher Volks- und Betriebswirte e.V. (bdvb) der Bezug des E-Papers im Mitgliedsbeitrag enthalten. Mitglieder des Lohnsteuerhilfevereins Vereinigte Lohn­ steuerhilfe e.V. (VLH) erhalten FOCUS-MONEY als E-Paper im Rahmen ihres Mitgliedsbeitrags geliefert. Die Postzustellung erfolgt klimaneutral. Studenten-Abonnement (nur gegen Nachweis), Schüler-Abonnement (nur gegen Nachweis eigener Haushaltsführung): € 2,85 jeweils inkl. Zustellgebühr und gesetzlicher MwSt. Im Ausland zuzüglich Porto. Datenschutzanfrage: 07 81/6 39 61 00, Fax: 07 81/6 39 61 01; E-Mail: focus@datenschutzanfrage.de Verantwortlich für den Anzeigenteil: Kai Sahlfeld, Arabellastraße 23, 81925 München, Fax: 0 89/92 50-29 52. Es gilt die aktuelle Preisliste, siehe bcn.burda.de. Brand Director News: Andrea Laub Geschäftsführer/in: Manuela Kampp-Wirtz, Philipp Welte Verleger: Dr. Hubert Burda SERVICE-NUMMERN Auskunft zum Abonnement FOCUS-MONEY Abonnentenservice: Postfach 050, 77649 Offenburg Telefon: +49 (0) 7 81/6 39 65 22 Fax: 01 806/480 30 03* *(0,20 E/Anruf aus dem deutschen Festnetz; aus dem Mobilfunknetz max. 0,60 E/Anruf, Ausland abweichend) E-Mail: abo@focus-money.de Bestellungen bestimmter Ausgaben Telefon: 07 81/6 39 58 65 Fax: 07 81/6 39 58 61 E-Mail: bestell@focus-money.de Urlaubsnachsendung Telefon: 07 81/6 39 58 55 Fax: 07 81/6 39 58 56 E-Mail: focus-money@burdadirect.de Tarifanforderungen Anzeigen Telefon: 0 89/92 50-26 19 Fax: 0 89/92 50-36 10 E-Mail: anzeigen@focus-money.de Internet: www.bcn.burda.de Nachdruckrechte Telefon: 0 89/92 50-38 22 Fax: 0 89/92 50-36 10 Leserbriefe/Leserservice Telefon: 0 89/92 50-25 65 Fax: 0 89/92 50-36 10 E-Mail: leserservice@focus-money.de FOCUS-MONEY-Archiv Artikelrecherche kostenlos unter http://www.focus.de/finanzen/money-magazin/archiv FOCUS-MONEY 21/2021 12.05.21 10:21
moneyanalyse TopFonds a uf eine n Blick Branchen-Fonds im Check Vor allem einige große Technologie-Fonds mussten in den vergangenen Wochen Federn lassen. Dafür geht es bei Goldminen- und besonders bei Rohstoffaktien-Fonds seit Jahresanfang deutlich nach oben – hier zeigen sich Inflationsängste der Anleger. Rang Name Aktien Biotechnologie Aktien Gesundheitswesen Aktien Goldminen Aktien Infrastruktur Aktien Konsumgüter Aktien Ökologie Aktien Rohstoffe Aktien Technologie 1 2 3 4 5 1 2 3 4 5 1 2 3 4 5 1 2 3 4 5 1 2 3 4 5 1 2 3 4 5 1 2 3 4 5 1 2 3 4 5 Polar Capital Biotech R RIM Global Bioscience Allianz Biotechnologie R DekaLux-BioTech TF Candriam Eqs L Biotech R CS (Lux) Digital Health Equity B Bellevue BB Adamant Dgtl Hth B apo Digital Health Aktien Fonds R Fidelity Global Health Care Y BGF World Healthscience D2 STABILITAS Gold+Res. Spec Sit P Earth Gold Fund UI R STABILITAS Silber+Weissm. P Bakersteel Global Prec. Metals D Franklin Gold & Prec Mtls A M&G (Lux) Global Listed Infras CI CS (Lux) Infrastructure Equity B DWS Invest Global Infras D RD LM ClearBridge Infras Val A MS INVF Global Infrastructure A Invesco Glbl Consmr Trnds Z BNP Paribas Cons. Innovtr Privl C LO Funds World Brands P Fidelity Global Cnsmr Inds Y Pictet-Premium Brands P green benefit Global Impact Fund P BNP Paribas Energy Transi. Privl C Green Effects NAI-Werte Fonds Schroder ISF Glb Clmt Chg Eq C ÖkoWorld Klima C GR Dynamik Bakersteel Glb Fds – Elctm A2 BGF World Mining D2 Craton Capital Gl Resources A Sunares Sustainable Natural Res. ABAKUS New Growth Stocks Allianz Global Artfcl Intlgc P BGF World Technology D2 JPM US Technology A Fidelity Global Technology Y WKN A1W70F 580452 A2AMPU DK1A3Z A2DHUX A2H661 A2JJA7 A2AQYW A1W4T7 A1J4QL A0MV8V A0Q2SD A0KFA1 A12FT7 A1CU84 A2DXUB A2H66S DWS1R9 A2AP7B A0Q8T6 A2H5HT A1T8WM A2JLNB A1W4T4 A0ET47 A12EXH A1T8W6 580265 A0MSUR A0MX8G A0H0W9 A0F6BP A0J2PH A0RDE7 A0ND6Y A0RGKU A2PGCW A1JRX1 A0HG3G A1W4TN Kurs in Euro 31,49 461,59 143,36 494,43 190,32 883,79 221,25 91,28 27,02 56,70 62,98 120,18 57,90 416,85 8,62 14,50 183,96 153,14 12,59 57,13 18,31 421,79 580,38 27,62 241,18 234,97 190,34 377,35 28,95 121,52 34,34 75,14 65,61 133,46 104,55 222,07 1.979,26 67,13 647,68 54,00 Währung jährliche Fondsvol. Gebühr in Mio. € in % Dollar 1,75 Euro 4,05 Euro 1,17 Euro 2,25 Dollar – Dollar 1,85 Dollar 2,29 Euro 1,59 Euro 1,05 Euro – Euro 3,07 Euro 2,34 Euro 2,22 Pfund 1,51 Euro 1,83 Euro 0,97 Dollar 1,84 Pfund 0,85 Euro 1,95 Dollar 1,74 Dollar 1,12 Euro – Euro 2,22 Euro 1,05 Euro 2,00 Euro 3,50 Euro – Euro – Dollar 1,04 Euro 6,83 Euro 2,12 Euro 2,48 Euro – Dollar 1,96 Euro 2,40 Euro 2,16 Euro 1,08 Dollar 1,07 Euro 1,73 Euro 1,04 1149,5 – 252,1 325,5 1562,7 5743,2 1109,7 501,8 1307,9 10247,3 17,3 217,4 170,1 888,9 362,8 634,0 703,6 1400,9 635,0 1011,0 – 1214,0 730,4 1428,1 1047,8 160,9 2806,2 162,2 3729,6 575,0 21,9 201,7 6862,4 6,4 22,6 14,9 – 10101,6 4672,5 11968,5 Wertentwicklung in %* lfd. Jahr 1 Jahr 1,4 21,3 –3,7 9,6 –2,7 2,7 –1,8 4,3 –6,4 –3,0 –6,0 35,1 –4,3 32,8 1,2 29,2 11,8 13,9 7,0 8,3 16,7 85,8 0,5 42,7 3,8 28,0 0,6 9,2 3,2 24,7 11,1 20,5 6,4 31,6 12,3 9,0 4,8 16,1 10,0 10,7 6,9 64,4 6,0 39,8 1,9 37,5 6,1 31,8 11,5 50,5 –9,7 129,0 –14,1 142,5 11,0 55,1 8,5 59,7 0,6 42,3 15,0 77,6 21,1 65,1 33,0 80,0 21,6 100,9 10,3 59,5 7,1 64,9 4,1 69,2 –3,5 42,8 –4,7 40,9 14,2 48,8 3 Jahre 5 Jahre 10 Jahre 68,4 149,6 – 52,8 149,2 459,9 49,1 – – 42,1 54,1 329,3 41,3 78,7 443,6 115,6 – – 112,6 – – 88,4 – – 62,1 78,6 278,6 60,9 86,0 – 140,0 149,7 –23,9 111,6 96,1 –10,5 110,0 95,0 –19,6 87,5 87,3 – 86,0 42,5 –29,3 47,7 – – 45,3 65,9 139,8 32,2 38,1 – 25,2 – – 24,5 33,2 160,6 84,1 – – 73,9 133,5 – 60,8 153,0 241,6 59,3 101,1 284,1 52,3 94,9 155,5 186,2 236,8 – 93,1 130,3 – 85,5 115,7 235,3 79,1 133,6 250,2 77,2 162,8 237,9 109,8 78,6 –35,1 103,4 102,6 10,6 72,1 152,9 –2,9 64,9 127,7 –26,0 57,6 81,5 –20,0 140,9 268,2 404,3 140,8 – – 140,2 353,6 646,9 139,5 335,3 610,2 127,8 274,1 661,3 MorningstarRating** ★★★★★ ★★★★★ ★★★★ ★★★ ★★★★★ ★★★★★ ★★★★★ ★★★★★ ★★★★ ★★★★ ★★★ ★★★ ★★★★ ★★★ ★★★★★ ★★★★★ ★★★★ ★★★ ★★★★ ★★★★★ ★★★★★ ★★★★ ★★★★ ★★★★ ★★★★★ – ★★★★★ ★★★★★ ★★★★★ ★★ ★★★ ★★★★ ★★★ ★★★ ★★★★ ★★★★★ ★★★★★ ★★★★★ ★★★★★ *Wertentwicklung (Total Return) kumuliert auf Euro-Basis; **Morningstar-Rating: Bewertung von Morningstar auf Basis der risiko- und kostenadjustierten Rendite, Top-Fonds erhalten ★ ★ ★ ★ ★ , die schwächsten zehn Prozent nur ★ FOCUS-MONEY 21/2021 FM21081A 81 81 12.05.21 12:43
moneyanalyse Deutsc he Aktien BRENNTAG Brenntag Aktienkurs in Euro Kurs runter trotz Rekord-Ebitda 60 Der Weltmarktführer in der Chemiedistribution Brenntag hat im ersten Quartal mit knapp über 300 Millionen Euro den größten operativen Betriebsgewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen in der Unternehmensgeschichte erzielt. Der Umsatz hingegen ging um 2,5 Prozent etwas zurück und der auf die Aktionäre entfallende Konzerngewinn sank von 113,7 auf 97,5 Millionen Euro. Der Kurs stand nah am Rekordhoch, fiel nach den Zahlen jedoch um rund vier Prozent. ISIN DE000A1DAHH0 Name DAX Adidas NA Allianz vNA BASF NA Bayer NA BMW St Continental Covestro Daimler NA Delivery Hero Deutsche Bank NA Deutsche Börse NA Deutsche Post NA Deutsche Telekom NA Dt. Wohnen Inh. E.ON NA Fresenius Fresenius M. C. St. HeidelbergCement Henkel Vz. Infineon NA Linde PLC Merck MTU Aero Engines Münch. Rück vNA RWE St. SAP Siemens Energy Siemens NA Volkswagen Vz. Vonovia NA MDAX Airbus Aixtron NA Alstria Office Aroundtown Aurubis Bechtle Beiersdorf 82 FM21082A 82 Empfohlen am 5.1.2021 WKN Kurs in € A1EWWW 840400 BASF11 BAY001 519000 543900 606214 710000 A2E4K4 514000 581005 555200 555750 A0HN5C ENAG99 578560 578580 604700 604843 623100 A2DSYC 659990 A0D9PT 843002 703712 716460 ENER6Y 723610 766403 A1ML7J 286,35 211,55 68,81 54,96 83,40 113,12 57,76 71,95 111,70 11,38 138,20 50,64 16,61 42,30 10,64 42,72 65,50 74,02 94,72 31,44 244,65 138,90 207,20 238,90 31,05 112,74 25,13 139,92 207,15 50,68 938914 A0WMPJ A0LD2U A2DW8Z 676650 515870 520000 95,68 15,60 14,19 6,50 78,90 154,55 96,98 Empfehlungskurs 64,56 € +/- zur Vorwoche in % +/- seit 30.12.20 in % Hoch / Tief 52 Wochen in € 2,0 –1,3 –2,2 1,5 –0,29 –1,3 –0,45 –2,0 –10,8 –0,92 –2,1 –0,71 0,48 –2,0 0,70 2,5 1,3 –0,78 –1,3 –3,3 –0,71 –2,7 –2,4 –3,9 –3,5 –3,9 –4,2 –3,0 –1,7 –2,2 –3,9 306,8 / 189,4 5,4 221,5 / 139,78 6,3 72,88 / 41,14 14,1 73,63 / 39,91 15,5 90,68 / 45,30 –6,7 130,85 / 68,80 14,4 63,24 / 27,94 24,5 77,99 / 26,30 –12,0 145,4 / 80,74 27,1 11,78 / 5,80 –0,75 170,15 / 124,85 25,0 51,70 / 25,50 11,1 17,36 / 12,59 –3,2 46,97 / 37,17 17,4 10,81 / 8,27 12,9 46,51 / 31,03 –4,0 79,96 / 55,18 20,9 81,04 / 38,83 2,6 99,50 / 75,00 0,16 37,31 / 16,50 14,9 249,8 / 160,05 –1,0 150,1 / 98,20 –2,9 221,0 / 112,4 –1,6 269,3 / 173,45 –10,2 38,65 / 26,55 5,1 143,32 / 89,93 –16,2 34,48 / 18,36 19,1 145,96 / 77,79 35,9 252,2 / 111,1 –15,2 62,74 / 47,30 –2,7 4,8 104,56 / 48,24 –6,4 9,4 20,35 / 8,73 –1,7 –4,1 15,34 / 10,50 –1,9 6,1 6,72 / 3,86 1,6 23,9 79,96 / 46,19 –5,3 –13,4 190,7 / 141,5 0,96 2,7 104,1 / 81,86 Kurs aktuell 73,38 € 40 30 20 KBV KCV Q W E Gewinn 20 Gewinn 21 je Aktie je Aktie 275,83 192,74 61,18 51,58 70,87 107,76 49,71 57,44 109,87 9,06 142,06 41,69 15,13 42,58 9,38 37,86 67,52 62,06 89,63 29,61 214,40 133,13 184,43 238,31 33,45 114,60 27,34 121,20 164,90 56,82 7,7 1,1 1,7 1,8 0,8 1,7 1,7 1,2 19,1 0,4 3,8 3,7 2,2 1,1 3,5 1,3 1,5 1,1 2,3 4,4 3,4 3,6 4,2 1,1 1,2 4,0 1,2 3,0 0,9 1,2 41,3 2,21 5,0 16,32 11,7 –1,15 14,3 –10,68 4,2 5,73 8,3 –4,81 9,0 2,48 3,4 3,39 — –7,00 0,8 0,07 17,9 5,89 8,7 2,36 3,3 0,88 29,2 4,13 5,2 0,39 3,6 3,06 4,5 3,96 4,9 –10,78 13,6 3,23 22,0 0,26 21,1 3,87 17,4 4,57 28,4 2,59 4,6 8,63 4,7 1,56 18,5 4,35 12,5 –2,21 14,0 4,86 4,2 16,60 27,1 5,87 84,33 13,85 13,44 5,53 64,93 167,97 93,66 10,7 3,5 0,8 0,7 1,1 5,4 3,5 — — 24,5 21,0 7,8 20,9 21,8 R –1,45 0,31 0,95 0,49 5,95 4,58 2,47 2020 2019 Neuer Stopp 62,37 € KGV 21 T Z 7,60 19,79 4,74 5,81 10,99 7,25 5,83 10,17 –3,55 0,78 6,56 3,47 1,06 1,62 0,72 3,25 3,60 7,46 4,82 1,12 7,92 6,96 5,95 20,43 1,60 5,02 0,44 6,63 27,06 2,85 2,21 0,48 0,62 0,42 5,29 5,08 2,94 Quelle: Bloomberg 50 +/– in % +13,7 200 Tage Linie 70 2021 Kursziel 85,00 € Dividenden- Dividenden- HVRendite 20 Rendite 21 Termin in % in % Kursziel U U I O 37,7 10,7 14,5 9,5 7,6 15,6 9,9 7,1 — 14,5 21,1 14,6 15,6 26,1 14,8 13,1 18,2 9,9 19,6 28,2 30,9 20,0 34,9 11,7 19,4 22,5 57,2 21,1 7,7 17,8 1,0 4,5 4,8 3,6 2,3 — 2,3 1,9 — — 2,2 2,7 3,6 2,4 4,4 2,1 2,0 3,0 2,0 0,7 1,3 1,0 0,6 4,1 2,7 1,6 — 2,5 2,3 3,3 1,1 4,8 4,9 3,6 3,9 2,1 3,8 4,9 0,0 1,4 2,3 3,2 3,6 2,4 4,6 2,0 1,8 3,4 2,0 0,9 1,4 1,1 0,9 4,3 2,9 1,6 0,8 2,5 3,2 3,5 12.05. 308,89 229,05 76,68 64,37 97,60 134,33 67,25 93,82 150,74 10,63 157,91 57,93 20,19 50,13 11,46 48,76 67,78 84,26 102,00 39,83 265,86 146,08 201,52 271,22 40,40 128,94 36,36 158,43 277,05 65,48 43,3 32,6 22,9 15,4 14,9 30,5 33,0 — 0,7 3,7 2,2 1,6 0,9 0,7 0,7 0,9 3,8 3,7 1,8 1,0 0,7 29.04. 11.05. 16.06. 27.05. 06.05. 01.06. 12.05. 21.05. 20.05. 04.04. 26.07. 30.06. 15.06. Analystenempfehlungen P 20 19 16 19 15 11 20 23 19 1 14 24 25 17 22 19 8 16 10 25 26 13 6 17 23 25 17 22 22 21 18 10 11 11 12 17 4 5 3 17 14 4 4 6 6 4 15 13 15 6 9 11 15 9 5 8 2 6 6 4 2 1 3 1 4 2 3 1 2 12 0 1 0 4 2 1 1 1 2 1 1 3 6 3 1 4 0 2 0 1 114,13 20 20,90 7 15,50 10 7,37 12 75,17 3 182,98 8 92,64 5 8 2 6 3 5 6 16 0 1 2 2 4 1 7 FOCUS-MONEY 21/2021 12.05.21 12:05
1 Die 200-Tage-Linie zeigt den Durchschnittswert der 200 letzten Handelstage. Schneidet der Aktienkurs die Linie von unten nach oben und gibt damit ein technisches Kaufsignal, erscheint der Stand der 200-Tage-Linie in einem grünen Viereck. Schneidet der Aktienkurs die Linie von oben nach unten und erzeugt damit ein technisches Verkaufssignal, steht der Stand der 200-Tage-Linie in einem roten Rechteck. 2 KBV: Kurs-Buchwert-Verhältnis auf Basis des letzten berichteten Buchwerts. 3 KCV: Kurs-Cashflow-Verhältnis auf Basis des letzten berichteten Netto-Cashflow. 4 Gewinn je Aktie 20: berichteter Gewinn oder von den beim Finanzdienst Bloomberg erfassten Analysten im Durchschnitt (Konsens) erwarteter Gewinn Name Brenntag NA Cancom Carl Zeiss Meditec Commerzbank CompuGroup Med. CTS Eventim Dürr Encavis Evonik Industries Evotec Fraport freenet NA Fuchs Petrolub Vz. GEA Group Gerresheimer Grand City Prop. Hann. Rückvers. NA Hella HelloFresh Hochtief Hugo Boss NA K+S NA Kion Group Knorr-Bremse Lanxess LEG Immobilien Lufthansa vNA MorphoSys Nemetschek Nordex Porsche Vz. ProSiebenSat.1 Puma Qiagen Rational Rheinmetall Sartorius Vz. Scout24 NA WKN A1DAHH 541910 531370 CBK100 A28890 547030 556520 609500 EVNK01 566480 577330 A0Z2ZZ 579043 660200 A0LD6E A1JXCV 840221 A13SX2 A16140 607000 A1PHFF KSAG88 KGX888 KBX100 547040 LEG111 823212 663200 645290 A0D655 PAH003 PSM777 696960 A2DKCH 701080 703000 716563 A12DM8 FOCUS-MONEY 21/2021 FM21083A 83 Kurs in € +/- zur Vorwoche in % +/- seit 30.12.20 in % 73,72 –3,3 16,4 46,99 –7,1 3,6 138,85 –4,3 27,5 6,18 10,1 17,4 64,10 –1,6 –18,4 52,80 –1,0 –2,9 32,40 –7,4 –3,0 14,59 –3,2 –31,7 29,41 –2,1 10,2 33,94 0,59 12,1 59,98 1,8 21,5 21,43 0,33 24,6 41,76 –4,9 –10,1 35,58 –2,3 21,5 89,40 –1,4 1,9 21,50 –1,8 2,6 147,75 –3,3 13,4 49,63 –3,4 –6,2 65,12 –0,55 3,0 70,62 –6,6 –11,2 41,24 –3,4 51,1 10,65 4,1 36,7 82,42 –2,0 15,8 103,60 –0,62 –7,2 61,80 –4,1 –1,5 115,85 0,30 –8,8 10,70 –4,8 –1,0 67,40 –3,9 –28,2 56,32 –2,8 –6,8 19,50 –6,2 –12,0 83,86 –4,2 48,7 16,78 –5,7 22,0 90,00 0,20 –2,5 38,47 –3,3 –9,4 781,60 0,93 2,6 83,58 –5,1 –3,5 413,70 –7,7 20,4 68,80 –2,2 2,6 je Aktie im abge­laufenen Geschäftsjahr, das erst mit der Vorlage der endgültigen Bilanz des Geschäftsjahrs (keine vorläufigen Zahlen) auch als abgeschlossen gilt. In der Regel handelt es sich um das Kalenderjahr, doch gibt es oft gebrochene Geschäftsjahre, die z. B. bis 30. September laufen (Beispiele aus dem Dax: Siemens, Infineon). Dividendenvorschlag veröffentlicht hat). Bei inter­ nationalen Aktien: Dividendenrendite auf Basis der Nettodividenden der letzten 12 Monate. Dividendenrendite 21 in %: Dividendenrendite auf Basis der Folgedividende nach der Dividende der Spalte „Dividendenrendite 2020“ (in der Regel die für das Kalenderjahr/Geschäftsjahr 2021 prognostizierte Dividende, auszuzahlen 2022). 5 Von den beim Finanzdienst Bloomberg erfassten Analysten im Durchschnitt (Konsens) erwarteter Gewinn je Aktie im Geschäftsjahr, das auf das Geschäftsjahr nach Ziffer 4 folgt. 8 HV-Termin: Termin der nächsten Hauptver­ sammlung. 6 Kurs-Gewinn-Verhältnis auf der Basis der Gewinnschätzungen für das Kalenderjahr/Geschäftsjahr 2021. 7 Dividendenrendite 20 in %: Bei deutschen Aktien die Dividendenrendite auf Basis der letzten gezahlten Dividende oder der für das letzte Geschäftsjahr angekündigten Dividende (wenn der Vorstand vor der nächsten Hauptversammlung bereits einen Hoch / Tief 52 Wochen in € 77,08 / 41,87 59,05 / 32,98 151,05 / 80,65 6,20 / 2,81 85,40 / 59,40 59,20 / 31,36 37,78 / 16,69 25,55 / 11,22 31,00 / 20,04 43,00 / 21,31 61,50 / 30,26 21,86 / 13,59 49,70 / 31,78 37,34 / 20,74 103,7 / 70,20 22,94 / 18,85 166,8 / 120,7 55,85 / 29,68 77,90 / 33,80 90,60 / 60,75 43,13 / 19,40 10,71 / 4,98 88,20 / 41,25 117,24 / 78,53 67,38 / 41,31 129,16 / 106,04 12,96 / 6,85 125,2 / 61,66 74,35 / 50,95 29,20 / 6,80 99,80 / 39,52 18,84 / 8,19 94,36 / 55,04 46,95 / 36,00 888,0 / 407,4 93,80 / 58,66 502,0 / 261,6 79,80 / 60,30 200 Tage Linie KBV KCV Q W E 62,82 47,37 117,49 5,06 75,69 48,10 30,89 17,55 26,14 27,65 44,31 18,08 44,11 30,97 91,72 20,97 141,15 46,94 56,39 75,51 27,87 7,75 74,28 105,45 56,90 119,42 9,75 92,55 59,98 18,55 62,79 13,70 81,99 42,36 686,91 81,65 388,56 69,13 3,0 2,9 8,0 0,3 5,5 11,3 2,4 3,4 1,5 7,0 1,6 1,5 3,5 3,1 3,2 1,0 1,6 2,4 15,5 7,4 3,8 0,8 2,3 9,1 1,8 1,1 3,2 3,8 14,6 3,3 0,7 2,8 6,9 3,8 15,9 1,9 29,6 2,4 Gewinn 20 Gewinn 21 je Aktie je Aktie R 9,3 3,02 26,4 1,60 69,4 1,37 0,2 –2,33 — 1,40 — –0,86 11,7 –0,23 13,0 0,07 8,1 1,00 117,0 0,04 — –7,12 7,7 4,44 16,6 1,58 9,1 0,54 12,6 2,82 19,2 2,01 5,5 7,32 9,1 2,85 18,2 2,19 6,9 6,16 13,3 –3,18 4,8 –8,96 25,8 1,81 16,5 3,07 8,1 10,22 25,0 18,67 — –12,51 62,4 2,97 42,0 0,84 — –1,21 33,3 8,56 2,5 1,18 34,7 0,53 23,3 1,26 95,7 7,04 8,0 –0,62 57,3 3,30 96,9 23,17 9 Kursziel: durchschnittliches Kursziel der Analysten, die laut Finanzdienst Bloomberg die Aktie beur­ teilen. 10 Analystenempfehlung: 18/10/6 (diese Ziffern dienen hier nur als Beispiele): Zahl der Analysten, die laut Erfassung des Finanzdienstes Bloomberg zum Kaufen/Halten/Verkaufen der Aktie raten. KGV 21 T Z 3,83 1,67 2,38 0,10 2,03 –0,27 1,50 0,42 1,80 0,27 –1,98 1,74 1,72 1,42 4,45 1,10 10,79 3,26 1,93 6,75 1,05 0,13 4,01 3,79 4,00 5,54 –3,57 –5,68 1,02 0,21 13,15 1,34 1,85 2,04 8,91 8,00 6,66 1,43 19,2 28,2 58,3 62,4 31,6 — 21,6 35,2 16,4 128,1 — 12,3 24,3 25,1 20,1 19,5 13,7 15,2 33,7 10,5 39,5 85,2 20,6 27,3 15,4 20,9 — — 55,4 93,8 6,4 12,5 48,6 18,9 87,7 10,5 62,1 48,0 Dividenden- Dividenden- HVRendite 20 Rendite 21 Termin in % in % U U I 1,8 1,6 0,4 — 0,8 — 0,9 1,9 3,9 — — 0,7 2,4 2,4 1,4 3,8 3,0 1,6 — 5,6 0,1 — 0,5 1,5 1,6 3,3 — — 0,5 — 2,6 2,9 0,2 — 0,6 2,4 0,2 1,0 2,0 1,7 0,5 0,2 0,8 0,0 1,8 2,0 3,9 0,0 0,0 7,1 2,4 2,4 1,5 3,9 3,7 2,0 0,0 6,1 2,1 0,4 1,2 1,7 1,7 3,5 0,0 0,0 0,6 0,0 4,0 3,9 0,6 0,0 0,8 2,9 0,3 1,0 10.06. 29.06. 27.05. 06.05. 27.05. 02.06. 15.06. 01.06. 18.06. 03.05. 28.04. 09.06. 04.05. 30.09. 26.05. 20.05. 27.05. 01.06. 04.05. 08.07. Kursziel Analystenempfehlungen O 75,98 59,00 127,60 5,87 78,00 42,25 35,80 18,06 31,76 36,00 52,96 22,44 46,36 34,34 102,00 24,34 164,15 53,44 83,73 88,47 39,58 9,47 91,05 112,44 69,17 137,11 8,39 110,65 66,68 27,55 108,47 19,22 96,92 48,29 593,07 115,22 517,64 70,42 Quelle: So lesen Sie die Aktientabelle P 12 7 7 7 7 1 8 3 13 9 7 9 7 10 8 13 15 8 10 5 6 5 14 7 16 15 2 12 11 7 11 10 16 10 1 19 9 7 10 3 5 15 2 3 8 6 9 2 12 5 6 14 4 5 9 9 6 4 17 12 6 8 10 4 7 6 4 7 6 3 6 11 2 1 5 7 2 0 4 6 1 3 1 1 5 0 10 3 4 3 3 1 4 4 2 1 3 4 1 2 1 1 20 0 3 0 0 5 3 2 12 0 2 0 83 12.05.21 12:05
moneyanalyse KRONES Krones Aktienkurs in Euro Erwartungen übertroffen 70 Krones, der Hersteller von Getränkeabfüllmaschinen aus Bayern, hat bessere Quartalszahlen als erwartet vorgelegt. Der Umsatz blieb mit fast 875 Millionen Euro rund sieben Prozent hinter dem Vorjahresquartal zurück, aber der Auftragseingang legte um mehr als 27 Prozent zu. Die Ebitda-Marge lag mit 8,7 Prozent unter dem Vorjahreswert, aber deutlich über den Erwartungen. „Krones ist bereit, um vom Krisenmodus wieder auf Wachstum umzuschalten“, so CEO Christoph Klenk. ISIN DE0006335003 Name MDAX Shop Apotheke Siemens Healthineers Siltronic NA Software Ströer & Co. Symrise Inh. TAG Immobilien TeamViewer Telefónica Deutschl. thyssenkrupp Uniper NA United Internet NA Varta Wacker Chemie Zalando SDAX 1&1 Drillisch Aareal Bank Adler Group ADVA Optical Net. Amadeus Fire Auto1 Group BayWa vNA Befesa Bilfinger Borussia Dortmund Ceconomy St. CeWe Stiftung Corestate Capital Dermapharm Holding Deutz DIC Asset NA Drägerwerk Vz. Dt. EuroShop NA Dt. Pfandbriefbank DWS Group Eckert & Ziegler ElringKlinger NA 84 FM21084A 84 Empfohlen am 28.10.2020 WKN Kurs in € A2AR94 155,70 SHL100 46,04 WAF300 142,55 A2GS40 33,94 749399 68,00 SYM999 105,45 830350 23,64 A2YN90 32,10 A1J5RX 2,43 750000 10,50 UNSE01 30,13 508903 34,08 A0TGJ5 111,65 WCH888 122,00 ZAL111 85,64 554550 540811 A14U78 510300 509310 A2LQ88 519406 A2H5Z1 590900 549309 725750 540390 A141J3 A2GS5D 630500 A1X3XX 555063 748020 801900 DWS100 565970 785602 +/- zur Vorwoche in % Empfehlungskurs 48,58 € +/- seit 30.12.20 in % Hoch / Tief 52 Wochen in € –3,5 5,1 249,0 / 76,90 –5,6 9,7 49,99 / 35,58 –2,1 11,3 147,35 / 68,98 –4,7 1,8 44,50 / 30,20 –3,3 –16,0 82,50 / 54,20 –1,6 –2,7 121,05 / 92,06 –6,2 –8,7 28,14 / 19,60 –7,0 –26,8 54,86 / 30,70 –1,3 7,6 2,91 / 2,10 –7,8 29,2 12,03 / 3,82 –2,6 6,7 32,18 / 24,32 –3,8 –1,0 43,88 / 29,35 –3,5 –5,5 181,3 / 72,45 –1,8 4,5 133,0 / 48,84 –1,2 –6,0 103,25 / 51,98 25,74 0,16 25,9 22,32 –4,9 14,2 22,96 –3,4 –20,8 9,98 –2,2 41,4 145,00 –1,9 20,4 42,00 –9,0 — 40,35 –3,5 22,1 60,20 6,2 16,4 27,32 –4,9 5,6 5,86 2,2 7,6 4,21 –13,1 –25,6 131,20 –1,4 41,8 11,26 1,3 –22,9 70,30 –0,42 23,4 6,87 –2,5 34,7 13,83 –3,7 2,7 74,35 –0,73 18,4 18,91 –1,3 2,5 9,60 –1,8 9,2 36,18 –1,3 4,0 75,15 –5,2 67,6 13,79 –6,3 –12,9 27,03 / 17,11 25,64 / 13,25 29,72 / 20,28 10,76 / 5,30 154,0 / 76,70 56,76 / 42,00 43,80 / 25,90 63,80 / 28,45 33,24 / 13,08 6,75 / 4,17 6,02 / 1,92 137,4 / 81,00 24,24 / 10,43 77,00 / 40,79 7,14 / 3,29 16,84 / 8,96 89,10 / 60,70 20,20 / 9,28 10,56 / 4,95 38,84 / 27,43 85,60 / 31,58 17,46 / 4,33 Kurs aktuell 77,05 € 200 Tage Linie KBV KCV Q W E R 50 40 T 2020 2019 KGV 21 Z Neuer Stopp 65,49 € U 163,79 42,38 113,20 36,66 70,44 107,87 25,07 41,42 2,33 7,94 28,89 35,69 120,57 103,75 83,76 5,9 210,4 3,5 25,6 4,4 18,1 1,8 22,3 8,4 10,1 6,2 23,9 1,3 13,6 24,9 32,8 1,1 3,4 0,7 — 0,9 8,9 1,4 6,9 9,0 19,7 3,7 6,9 10,0 40,6 — 1,40 5,36 1,29 0,62 2,22 2,47 0,52 0,11 15,40 1,08 1,54 2,36 3,81 0,88 0,15 1045,0 1,88 24,5 6,82 20,9 1,34 25,3 2,91 23,4 2,70 39,1 1,36 17,4 0,73 44,0 0,01 269,6 –0,04 — 1,95 15,5 1,91 17,8 3,74 29,9 10,13 12,0 0,96 88,8 — 1,7 1,4 2,2 2,9 0,9 3,7 — 7,4 — 4,5 1,5 2,2 1,6 — 0,0 1,9 1,8 2,3 3,1 1,0 3,9 0,0 7,4 0,4 4,5 1,5 0,7 2,7 0,0 22,07 19,81 24,63 7,98 116,89 47,67 31,89 46,13 24,00 5,45 4,59 103,78 15,06 54,52 5,40 12,91 69,96 15,60 7,79 33,98 51,93 11,42 0,9 10,1 0,5 0,4 0,7 17,3 1,8 5,4 6,9 19,5 — 155,6 1,3 2,4 6,3 20,0 1,0 12,1 1,9 — 2,0 1,4 3,1 6,7 0,4 — 11,8 30,3 1,5 20,8 1,0 16,3 1,4 3,0 0,6 10,5 0,4 0,3 1,1 18,8 10,5 42,9 1,0 4,0 1,24 –1,50 1,99 0,40 3,29 –0,84 1,04 2,43 2,47 –0,48 –0,65 7,15 –3,04 1,59 –0,89 0,88 13,34 –4,07 0,74 2,78 1,11 –0,64 1,94 1,32 1,13 0,71 6,22 –0,66 1,18 2,63 1,18 –0,45 0,39 7,32 2,01 3,00 0,23 0,99 7,83 1,96 0,87 3,21 1,24 0,78 0,2 1,8 — — 1,1 — 2,5 1,2 6,9 — — 1,8 — 1,3 — 5,1 0,3 0,2 2,7 5,0 0,6 — 0,2 4,9 2,4 — 1,4 0,0 2,5 2,1 3,3 0,0 1,0 1,9 4,1 1,9 1,4 5,2 0,3 4,2 6,6 5,6 0,5 0,8 13,3 16,9 20,3 14,1 23,3 — 34,1 22,9 23,1 — 10,7 17,9 5,6 23,4 30,3 14,0 9,5 9,7 11,1 11,3 60,6 17,7 2021 Kursziel 115,00 € Dividenden- Dividenden- HVRendite 20 Rendite 21 Termin in % in % U Quelle: Bloomberg 60 +/– in % +58,6 Gewinn 20 Gewinn 21 je Aktie je Aktie 80 I 03.09. 15.06. 20.05. 18.05. 27.05. 17.06. 26.05. 27.05. 24.06. 24.05. 11.05. 09.06. 23.06. 06.05. 18.06. 09.06. 02.06. Kursziel Analystenempfehlungen O P 210,00 10 52,69 15 146,50 0 39,25 8 78,27 9 106,83 9 26,02 7 48,13 13 2,67 12 13,51 12 28,47 3 40,29 11 110,88 0 132,84 9 104,58 24 3 7 10 8 6 15 8 1 6 3 11 13 4 10 9 1 1 0 2 1 6 1 1 6 2 7 0 4 2 5 27,58 8 21,85 3 28,57 5 12,80 6 190,00 1 54,29 7 41,56 5 65,50 5 31,50 5 6,40 3 5,53 5 136,62 5 17,30 3 82,33 6 7,72 5 18,70 10 86,60 6 18,53 4 10,77 7 41,88 20 74,55 1 13,70 2 13 6 1 0 0 5 2 3 5 1 5 1 4 0 3 1 4 5 1 3 1 5 1 3 1 0 0 0 2 0 1 0 1 0 1 0 0 0 1 4 1 1 0 6 FOCUS-MONEY 21/2021 12.05.21 12:05
BMW BMW 70 Der Autohersteller BMW hat im ersten Quartal 2021 sein Konzernergebnis im Vergleich zum Vorjahresquartal von 574 Millionen Euro auf gut 2,8 Milliarden Euro steigern können. Der Umsatz stieg um gut 26 Prozent, in China konnte BMW sogar fast doppelt so viele Autos verkaufen wie noch im ersten Quartal 2020. Allerdings bleibt das Unternehmen bei seiner Jahresprognose, weil steigende Kosten für Rohstoffe und die Chip-Knappheit negativ wirken dürften. ISIN DE0005190003 Name Fielmann flatexDEGIRO Global Fashion Grp. Hamborner Reit Hamburger Hafen Hensoldt home24 Hornbach Hold. Hypoport SE Indus Holding Instone Real Jenoptik Jost Werke Jungheinrich Vz. Klöckner & Co. NA Koenig & Bauer Krones KWS Saat Leoni NA LPKF Laser & Electr. Medios Metro St. New Work Norma Group NA Osram Licht NA Patrizia Pfeiffer Vacuum RTL Group S&T SAF Holland Salzgitter Schaeffler Vz. SGL Carbon Sixt St. SMA Solar Techn. Stabilus Stratec Südzucker Empfohlen am 4.11.2020 WKN +/- zur Vorwoche in % +/- seit 30.12.20 in % 577220 64,10 –0,16 –3,5 FTG111 96,45 –3,7 51,9 A2PLUG 11,47 –2,4 18,0 A3H233 8,98 –1,7 –0,26 A0S848 21,22 –0,84 15,1 HAG000 13,78 –2,1 –1,2 A14KEB 14,63 –22,5 –34,7 608340 82,50 –1,9 4,8 549336 438,20 –7,0 –14,9 620010 34,30 –1,4 6,9 A2NBX8 22,90 –2,6 9,0 A2NB60 23,10 –7,9 –8,0 JST400 52,40 –2,4 21,6 621993 40,40 –4,8 10,4 KC0100 11,51 –1,5 43,8 719350 26,50 –2,4 10,8 633500 74,70 –0,60 13,1 707400 77,40 0,26 19,1 540888 11,55 –6,6 73,7 645000 20,82 –4,5 –29,3 A1MMCC 34,75 –3,5 –7,1 BFB001 9,68 5,1 5,2 NWRK01 246,00 –3,0 –12,1 A1H8BV 44,06 –1,0 5,2 LED400 52,70 –0,28 1,3 PAT1AG 22,10 2,3 –15,8 691660 161,20 –2,7 2,8 861149 47,22 –2,5 18,8 A0X9EJ 20,64 –2,7 6,9 SAFH00 14,02 –0,99 25,2 620200 28,00 –2,2 29,0 SHA015 7,49 –2,8 9,5 723530 6,14 –5,8 70,8 723132 116,50 –2,6 18,6 A0DJ6J 44,08 –2,2 –21,2 A113Q5 65,50 0,69 13,5 STRA55 108,60 –4,7 –11,6 729700 14,16 0,57 21,3 FOCUS-MONEY 21/2021 FM21085A 85 Kurs in € Empfehlungskurs 62,48 € Hoch / Tief 52 Wochen in € 72,45 / 58,55 114,7 / 29,80 14,96 / 1,62 9,53 / 7,64 22,55 / 12,06 17,46 / 9,66 26,86 / 5,08 101,4 / 50,00 618,0 / 329,5 37,70 / 24,10 25,45 / 16,50 30,22 / 19,04 57,10 / 23,60 48,04 / 14,65 12,13 / 3,21 28,30 / 16,60 78,35 / 48,26 79,10 / 50,30 15,03 / 4,30 33,35 / 15,28 42,00 / 23,70 10,59 / 7,35 302,0 / 212,5 47,98 / 19,03 53,80 / 38,24 26,95 / 18,62 192,8 / 147,0 52,20 / 26,86 25,72 / 15,10 14,49 / 4,60 29,46 / 8,51 8,44 / 4,99 7,52 / 2,43 122,1 / 54,20 71,80 / 24,42 70,00 / 37,54 145,0 / 74,50 17,76 / 11,24 Kurs aktuell 83,64 € 200 Tage Linie KBV KCV Q W E 66,08 64,35 9,16 8,85 17,94 13,06 16,89 84,09 490,70 31,70 21,61 24,89 41,79 35,47 7,53 22,43 63,15 70,30 8,36 23,54 33,39 8,88 248,39 35,80 50,25 23,41 165,93 39,92 21,00 10,03 19,31 6,51 4,64 92,40 47,17 56,64 117,48 13,86 6,7 19,3 9,3 — 4,0 76,5 1,5 13,2 2,8 5,3 4,3 6,1 3,7 12,2 0,9 4,1 12,0 59,2 1,2 5,4 2,1 8,8 1,9 15,3 2,9 6,8 2,7 7,5 1,0 7,1 1,3 — 1,9 7,3 3,1 18,7 1,4 60,8 5,6 138,8 3,9 — 1,9 3,5 12,2 17,1 2,2 11,6 3,5 57,9 1,6 24,0 3,8 26,9 2,0 8,0 3,3 9,9 2,1 4,8 0,6 — 2,9 4,0 3,4 6,5 3,9 5,3 3,5 — 3,2 15,6 7,2 41,1 1,1 18,6 60 50 40 30 R 1,39 2,16 — –0,12 0,58 –0,75 –0,61 10,39 4,33 –1,10 0,81 0,73 1,29 1,47 –1,16 3,15 –2,52 2,89 –10,10 0,22 0,38 1,27 4,65 0,18 –2,01 0,42 3,20 3,20 0,84 0,30 –5,13 –0,64 –1,08 –1,10 0,81 1,27 2,07 –0,14 T 2020 2019 +/– in % +33,9 Gewinn 20 Gewinn 21 je Aktie je Aktie 80 Neuer Stopp 71,09 € KGV 21 Z 2,10 30,5 5,45 17,7 –0,31 — 0,54 16,6 1,06 20,1 1,08 12,7 –0,83 — 8,90 9,3 5,23 83,8 2,39 14,3 2,07 11,1 1,23 18,7 4,24 12,4 2,10 19,3 1,54 7,5 0,09 301,1 2,89 25,9 3,24 23,9 –2,09 — 0,59 35,1 1,11 31,3 –0,08 — 6,67 36,9 2,64 16,7 0,01 4790,9 0,96 23,1 4,95 32,6 3,71 12,7 1,11 18,6 1,05 13,4 4,35 6,4 1,02 7,3 0,01 614,0 2,50 46,6 0,84 52,8 3,56 18,4 3,48 31,2 0,83 17,0 2021 Quelle: Bloomberg Konzernergebnis fast verfünffacht Aktienkurs in Euro Kursziel 112,00 € Dividenden- Dividenden- HVRendite 20 Rendite 21 Termin in % in % U U I 1,9 — — 5,2 2,1 0,9 — 2,2 — 2,3 1,1 1,1 1,9 1,1 — — 0,1 0,9 — 0,5 — 7,2 1,1 1,6 — 1,4 1,0 6,4 — — — 3,3 — — 0,7 0,8 0,8 1,5 2,9 — — 5,1 2,9 1,6 0,0 2,3 0,0 3,4 2,7 1,4 2,1 1,5 2,5 — 1,0 1,0 0,0 0,6 — 5,6 1,1 1,7 0,0 1,5 1,3 7,8 1,3 2,4 0,7 5,5 0,0 1,0 0,8 1,5 1,0 2,0 08.07. 26.05. 10.06. 17.06. 08.07. 21.05. 26.05. 09.06. 09.06. 31.05. 02.12. 20.05. 10.06. 20.05. 23.06. 08.06. 10.06. 21.05. 16.06. 01.06. 20.05. 15.07. Kursziel Analystenempfehlungen O 71,38 133,71 15,00 10,30 19,49 17,63 33,00 107,50 518,00 41,79 30,02 30,35 58,33 44,00 12,46 31,25 81,50 76,10 7,97 38,25 46,50 8,55 267,00 46,64 66,15 27,36 154,08 52,17 30,14 14,79 27,33 8,29 5,50 122,80 58,77 69,56 138,71 14,04 P 10 7 5 4 3 3 2 4 4 6 8 7 4 6 7 3 5 3 0 4 6 1 1 8 1 8 1 6 7 4 6 7 0 8 3 6 4 1 2 0 1 2 5 1 1 0 0 2 0 5 5 7 4 2 7 4 4 0 0 8 4 7 2 1 3 7 1 4 8 9 5 1 2 3 3 8 1 0 0 0 1 0 0 0 2 0 0 0 0 2 1 0 1 1 8 0 0 4 0 1 3 0 2 2 1 1 4 3 4 1 1 1 0 1 85 12.05.21 12:05
moneyanalyse ADIDAS Adidas Aktienkurs in Euro Starker Jahresauftakt 280 Im ersten Quartal 2020 konnte der zweitgrößte Sportartikelhersteller der Welt, Adidas, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum seinen Umsatz um 20 Prozent auf 5,27 Milliarden Euro steigern. Das Betriebsergebnis legte von 48 Millionen auf 704 Millionen Euro zu und übertraf somit die Erwartungen der Analysten. Nach dem erfolgreichen Jahresauftakt hebt Adidas seine Prognose für 2021 an und rechnet mit einem Umsatzplus von 17 bis 19 Prozent – zuvor erwartete der Konzern 14 bis 19 Prozent. ISIN DE000A1EWWW0 Name Empfohlen am 11.3.2020 WKN Kurs in € +/- zur Vorwoche in % Empfehlungskurs 198,76 € +/- seit 30.12.20 in % Hoch / Tief 52 Wochen in € SDAX Süss MicroTec NA A1K023 25,20 –8,2 33,3 29,80 / 8,66 Takkt 744600 12,86 –8,5 20,6 14,46 / 7,53 Talanx NA TLX100 34,88 –2,4 9,8 37,66 / 24,72 Traton TRAT0N 26,10 8,2 15,5 26,14 / 12,72 Verbio Verein. Bio. A0JL9W 33,88 –8,0 10,4 43,80 / 8,00 Vossloh 766710 41,60 –2,6 0,60 45,80 / 29,85 Wacker Neuson NA WACK01 24,34 0,66 39,0 25,10 / 10,40 Westwing Group A2N4H0 42,88 –5,9 29,5 48,60 / 5,80 Zeal Network ZEAL24 37,90 –5,8 –17,7 46,50 / 27,50 zooplus 511170 227,60 –6,8 34,0 274,8 / 125,0 WEITERE DEUTSCHE AKTIEN 2G Energy A0HL8N 86,10 –3,9 –2,9 106,6 / 44,10 3U Holding 516790 3,29 2,5 50,9 3,52 / 1,42 7C Solarparken A11QW6 3,99 –1,2 –12,8 4,90 / 3,37 A.S. Création NA A1TNNN 27,20 1,5 73,2 28,20 / 12,20 Accentro Real Est. A0KFKB 8,30 –4,6 –2,4 10,80 / 7,30 ad pepper media 940883 5,82 –6,4 19,3 6,92 / 2,94 adesso A0Z23Q 112,00 –1,8 16,9 126,5 / 51,60 Akasol A2JNWZ 119,00 –0,83 23,6 137,2 / 36,31 All for One Group 511000 58,80 –2,3 –2,0 66,00 / 35,70 Allgeier A2GS63 23,10 –3,5 23,9 28,20 / 5,88 AT&S 922230 31,00 –1,6 19,5 33,90 / 14,84 Atoss Software 510440 165,00 –5,6 4,4 202,0 / 77,50 Aumann A2DAM0 11,58 –1,9 –0,17 16,78 / 8,70 Aurelius A0JK2A 27,40 –0,44 55,6 30,00 / 11,54 Aves One A16811 8,90 –9,0 6,0 10,70 / 7,70 Basler 510200 110,60 –0,72 57,5 120,6 / 46,40 Bastei Lübbe A1X3YY 5,72 4,4 55,4 5,82 / 1,88 Bauer 516810 12,24 0,33 19,8 13,82 / 8,34 BB Biotech NA A0NFN3 70,55 –3,8 3,4 86,40 / 52,80 Berentzen Group 520160 6,14 ±0,0 11,2 6,46 / 5,04 Bertrandt 523280 48,40 6,0 28,7 54,50 / 29,05 Bet-at-home.com A0DNAY 44,80 –1,9 40,4 49,45 / 28,55 Bijou Brigitte 522950 27,00 –2,2 17,4 33,90 / 19,35 Biofrontera NA 604611 2,35 –1,7 –18,2 5,35 / 2,28 BioNTech A2PSR2 161,00 7,3 121,8 185,85 / 41,11 Biotest Vz. 522723 28,80 –1,4 4,7 31,20 / 19,55 Brain Biotech 520394 9,12 –1,7 2,5 10,60 / 6,72 86 FM21086A 86 Kurs aktuell 283,65 € 200 160 +/– in % +42,71 Gewinn 20 Gewinn 21 je Aktie je Aktie 2020 2019 200 Tage Linie KBV KCV KGV 21 Q W E R T Z 19,88 11,24 32,10 21,11 26,77 39,26 17,72 30,02 40,83 180,59 3,5 1,2 0,8 1,0 4,7 1,8 1,4 8,0 2,2 13,1 8,7 7,0 1,4 6,6 29,5 21,2 4,3 18,6 157,9 22,0 0,65 0,57 2,66 –0,20 1,01 0,98 0,20 1,38 0,37 2,64 1,11 0,80 3,70 2,07 1,32 1,93 1,44 0,74 0,47 2,75 81,86 2,29 4,01 17,54 8,57 4,84 92,65 85,09 55,69 17,88 22,66 148,82 12,87 19,15 8,92 73,53 3,86 10,64 68,91 5,67 39,84 37,58 23,43 3,06 85,71 27,23 8,38 5,6 239,2 2,2 23,5 1,8 8,1 1,0 10,7 1,3 — 6,2 36,4 6,8 11,1 8,3 — 3,4 7,2 1,4 4,1 2,1 6,5 40,5 56,9 0,9 — 1,7 3,5 2,7 2,4 9,0 30,3 2,3 5,3 0,6 1,5 — — 1,2 4,2 1,2 4,1 5,7 17,3 1,0 2,3 15,7 — 28,3 — 2,6 — 7,1 — 2,70 0,09 0,08 0,53 –0,13 0,17 3,39 –2,06 2,55 –0,03 1,13 2,23 –1,20 3,44 –4,38 1,51 0,43 –0,48 — 0,13 0,37 3,32 –4,01 –0,24 — –0,80 –0,52 2,75 0,10 0,13 2,25 0,69 0,19 4,79 0,27 2,56 1,33 2,04 2,31 0,01 0,50 0,39 2,36 0,43 0,56 — 0,25 1,79 2,56 2,54 –0,31 27,16 –0,54 –0,27 Neuer Stopp 241,10 € Dividenden- Dividenden- HVRendite 20 Rendite 21 Termin in % in % U U I 22,6 16,0 9,4 12,6 25,7 21,6 16,9 58,2 81,2 82,8 — 8,6 4,3 1,0 0,6 2,4 2,5 — 2,4 — 0,0 4,3 4,6 2,2 0,6 2,3 2,6 0,0 2,5 — 16.06. 31,3 32,9 31,4 12,1 12,1 30,6 23,4 442,4 23,0 17,4 15,2 71,4 1158,0 54,8 22,8 46,9 13,5 21,9 — 24,6 27,1 17,5 10,6 — 5,9 — — 0,5 1,5 2,8 3,3 1,9 — 0,5 — 2,0 2,2 0,9 1,0 1,7 3,6 — 0,5 2,8 — — 2,1 0,3 5,6 5,6 — — — 0,1 — 0,6 1,5 2,8 3,7 2,0 — 0,5 0,0 2,0 1,9 1,1 1,0 0,1 5,0 — 0,7 2,6 0,8 — 2,0 1,7 4,1 11,1 — — 0,0 0,1 — 05.05. 30.06. 18.05. 26.05. 05.08. 01.06. 20.05. 15.06. 20.05. 27.05. 30.06. 08.06. 08.07. 02.06. 15.09. 24.06. 17.06. 2021 Quelle: Bloomberg 240 Kursziel 350,00 € Kursziel Analystenempfehlungen O P 29,58 15,40 41,52 27,26 49,67 51,21 24,71 52,67 54,67 228,64 4 7 8 8 3 7 6 3 3 4 2 2 4 7 0 0 0 1 0 7 0 0 0 1 0 0 1 0 0 2 112,40 3,12 5,49 37,00 11,25 8,30 129,20 121,33 81,00 43,67 36,67 207,33 13,33 43,37 14,32 103,25 6,50 13,07 77,19 7,73 59,60 54,33 — 6,80 — 36,22 13,85 4 2 4 1 5 2 3 2 2 4 3 2 0 3 3 1 4 0 0 3 2 3 0 1 0 2 6 0 0 0 0 2 0 0 7 0 0 2 1 4 0 0 3 0 4 0 0 4 0 0 0 0 0 1 0 1 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 1 0 0 0 0 0 0 FOCUS-MONEY 21/2021 12.05.21 12:05
JUNGHEINRICH Jungheinrich, Vorzugsaktie Umsatzprognose für 2021 erhöht Aktienkurs in Euro 40 Der Gabelstapler-Hersteller Jungheinrich startet mit einer Glanzleistung in 2021. Im ersten Quartal verbuchten die Hamburger einen Gewinn nach Steuern von 50,1 Millionen Euro – damit ein Plus von 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die hohe Nachfrage nach Neufahrzeugen und Automatiksystemen war hierfür wesentlicher Treiber. Der Konzern prognostizierte nun für 2021 einem Umsatzanstieg auf 4 bis 4,2 Milliarden Euro. Bislang rechnete das Management mit 3,9 bis 4,1 Milliarden. ISIN DE0006219934 Empfohlen am 11.12.2019 Name WKN Cenit Compleo Charg. Sol. CropEnergies CureVac cyan Daldrup & Söhne Data Modul Datagroup SE Delignit Demire Real Estate Deutsche Beteiligung Deutsche Rohstoff DFV Dt. Familienvers. Dialog Semic. NA Dr. Hönle Dt. Industrie REIT Dt. Konsum REIT EDAG Engineer. Einhell Germany Vz. Elmos Semicond. Energiekontor Epigenomics EQS Group Eurokai Exasol Fabasoft fashionette Ferratum Oyj FinLab Formycon Francotyp-Postalia Frequentis Frosta Gesco NA GFT Technologies GK Software Godewind Immob. Grammer 540710 A2QDNX A0LAUP A2P71U A2E4SV 783057 549890 A0JC8S A0MZ4B A0XFSF A1TNUT A0XYG7 A2NBVD 927200 515710 A2G9LL A14KRD A143NB 565493 567710 531350 A3H218 549416 570653 A0LR9G 922985 A2QEFA A1W9NS 121806 A1EWVY FPH900 A2PHG5 606900 A1K020 580060 757142 A2G8XX 589540 FOCUS-MONEY 21/2021 FM21087A 87 Kurs in € 13,90 70,40 10,14 80,72 7,70 4,72 46,20 57,40 7,55 4,21 33,75 15,05 12,74 64,92 47,20 16,40 15,30 8,80 134,50 36,85 54,70 1,18 32,00 26,40 18,61 42,10 31,30 4,61 22,00 60,00 3,05 23,80 82,80 20,70 18,86 125,50 6,60 24,70 +/- zur Vorwoche in % –1,1 –4,9 –0,78 –0,98 –4,5 –0,84 –0,43 –5,0 –4,4 –0,24 0,30 20,4 4,8 –0,55 2,2 0,61 –1,6 1,4 1,9 –3,7 –3,4 –0,51 1,3 –6,4 –8,0 0,36 –5,7 –1,1 ±0,0 –2,9 –0,97 –2,5 –1,7 –5,5 –1,9 –0,40 –5,4 –7,1 Empfehlungskurs 25,36 € +/- seit 30.12.20 in % Hoch / Tief 52 Wochen in € 12,1 14,60 / 8,80 –23,5 106,5 / 42,70 –14,1 16,38 / 7,03 10,1 125,44 / 35,50 –39,8 19,10 / 6,80 47,5 5,94 / 1,89 –4,5 51,00 / 37,00 17,9 65,70 / 38,55 17,1 8,85 / 3,72 –4,1 5,22 / 3,80 5,9 39,15 / 24,57 80,9 15,05 / 6,40 –44,0 26,95 / 11,22 43,9 68,02 / 30,50 –14,2 59,90 / 34,20 6,5 21,00 / 14,80 –2,2 17,95 / 14,45 0,34 10,42 / 5,58 34,8 138,0 / 52,80 35,5 38,55 / 18,22 –6,7 66,00 / 17,70 –63,3 24,95 / 1,12 21,2 41,40 / 16,60 4,8 30,00 / 21,20 –33,2 30,48 / 9,50 –10,4 53,20 / 23,50 –4,4 39,65 / 26,00 –7,0 7,76 / 2,80 4,8 28,10 / 15,60 11,9 79,80 / 22,20 –3,2 3,69 / 2,93 30,1 25,20 / 14,70 14,0 85,80 / 60,80 13,1 24,50 / 11,00 55,1 19,64 / 8,17 28,9 131,5 / 56,20 5,6 6,98 / 5,30 24,1 28,00 / 13,40 Kurs aktuell 40,00 € 200 Tage Linie KBV KCV Q W E 12,88 79,92 12,22 69,86 11,45 3,46 45,60 53,33 6,13 4,40 32,18 9,80 18,00 48,62 51,25 16,88 15,63 8,28 100,10 27,77 45,90 7,92 27,85 25,19 21,02 41,86 32,03 5,06 21,39 47,10 3,18 18,69 73,60 17,39 13,31 95,67 6,25 20,05 2,8 9,5 0,7 — 1,6 7,1 — — 0,9 — 1,2 6,9 1,5 16,0 7,2 24,2 3,1 11,1 0,8 23,4 1,2 — 1,5 2,7 2,0 10,0 3,7 37,7 2,4 36,0 1,4 48,2 1,3 17,8 2,2 1,6 2,1 14,0 2,3 25,1 13,6 — 1,3 — 8,9 97,0 0,9 5,0 33,2 132,9 12,5 31,9 6,8 84,6 0,8 0,7 0,7 81,5 12,8 — 1,5 2,1 2,9 5,8 3,1 21,8 0,9 — 3,9 8,2 5,7 — 1,2 73,3 1,2 21,5 20 10 +/– in % +57,7 Gewinn 20 Gewinn 21 je Aktie je Aktie 2020 2019 Neuer Stopp 34,00 € KGV 21 R T Z 0,28 –1,33 0,91 1,08 –0,41 0,43 2,14 0,03 0,25 0,08 –1,05 –3,20 –0,53 0,96 1,02 1,73 0,73 — 10,90 0,35 1,43 –1,98 –0,12 –2,83 –2,19 0,82 0,16 0,02 1,11 –0,32 –0,94 –0,30 3,68 1,67 0,38 3,00 — –5,10 0,39 –0,18 0,68 6,99 0,19 0,52 2,58 1,79 0,26 0,25 4,47 2,76 –0,20 2,75 2,28 1,44 1,32 0,41 10,13 1,68 2,14 –1,48 –0,40 0,97 –0,52 0,93 0,37 0,30 2,07 –0,71 –0,52 0,96 — 1,96 0,95 3,77 — 1,89 35,6 — 14,8 11,6 39,7 9,1 17,9 32,1 29,0 17,2 7,5 5,5 — 23,6 20,7 11,4 11,6 21,6 13,3 22,0 25,6 — — 27,2 — 45,3 84,6 15,4 10,6 — — 24,8 — 10,5 20,0 33,3 — 13,1 Quelle: Bloomberg 30 2021 Kursziel 54,00 € Dividenden- Dividenden- HVRendite 20 Rendite 21 Termin in % in % U U I 3,4 — 3,5 — 0,0 — 2,2 — 0,4 14,7 2,2 — — — 1,1 1,5 2,6 — 1,6 1,4 1,5 — 0,5 3,8 — 1,4 — — 2,3 0,0 — 0,6 1,9 3,0 1,1 0,2 — 0,4 2,9 — 3,6 — 0,0 1,1 2,2 1,2 0,7 3,6 3,1 4,7 0,0 0,0 2,0 1,9 3,4 1,7 1,6 1,4 1,5 — 0,0 5,7 — 1,5 — 2,2 — — 0,0 0,8 — 3,9 1,6 — — 0,0 20.05. 15.06. 13.07. 23.06. 26.08. 15.06. 23.06. 18.06. 20.05. 20.05. 16.06. 09.06. 30.06. 10.06. 27.09. 16.06. 20.05. 26.05. 30.06. 10.06. 17.06. 23.06. Kursziel Analystenempfehlungen O 16,33 127,50 13,81 77,38 14,00 5,15 63,00 69,33 10,00 5,20 43,49 17,00 23,00 64,79 66,75 21,95 18,10 7,41 167,00 40,00 82,18 1,47 37,47 — 27,00 57,00 63,00 6,00 28,75 79,80 4,10 23,97 85,00 30,88 21,65 157,67 — 28,25 P 3 3 2 3 2 0 1 5 2 2 4 1 5 0 2 5 4 1 1 3 4 1 2 1 0 2 1 1 3 4 3 2 0 4 4 3 0 1 1 0 2 3 2 2 0 0 0 1 0 0 0 12 0 0 1 4 0 2 0 2 2 0 1 0 0 1 0 1 0 1 1 0 0 0 0 1 0 0 0 0 0 0 0 1 0 1 0 0 0 1 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 87 12.05.21 12:05
moneyanalyse EVOTEC Evotec Aktienkurs in Euro 30 Mit der Bilanz des ersten Quartals kommt der Wirkstoffforscher Evotec seinem Jahresziel einen Schritt näher. Auf der Umsatzseite verbuchten die Hamburger ein Plus von elf Prozent auf 133 Millionen Euro. Die US-Tochter Just-Evotec Biologics trug dank der Erlössteigerung von 60 Prozent maßgeblich zu dem Erfolg bei. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sank jedoch um knapp 30 Prozent, da Evotec im Vorjahr noch von einer Zahlung eines Pharma-Partners profitierte. ISIN DE0005664809 Name Empfohlen am 30.9.2020 WKN WEITERE DEUTSCHE AKTIEN Grenke NA A161N3 H+R A2E4T7 Hanseyachts A0KF6M Hapag-Lloyd NA HLAG47 Hawesko 604270 Heidelberger Druck. 731400 HELMA Eigenheimbau A0EQ57 HolidayCheck Gr. 549532 Hornbach-Baumarkt 608440 Identive Group A11404 Init Innovation 575980 Isra Vision 548810 JDC Group A0B9N3 Knaus Tabbert A2YN50 KPS NA A1A6V4 KSB Vz. 629203 KUKA 620440 Leifheit 646450 Logwin NA A2DR54 MagForce A0HGQF Manz A0JQ5U MAX Automation A2DA58 MBB A0ETBQ Mediclin 659510 Medigene NA A1X3W0 Mensch & Maschine 658080 MLP 656990 Mutares A2NB65 MVV Energie NA A0H52F Mynaric A0JCY1 Nabaltec A0KPPR Nexus 522090 NFON A0N4N5 Noratis A2E4MK OHB 593612 OVB Holding 628656 PAION A0B65S PharmaSGP Hold. A2P4LJ 88 FM21088A 88 Kurs in € 31,02 6,88 5,45 157,40 49,30 1,37 56,20 2,69 34,45 12,04 39,60 47,40 12,25 67,40 5,08 315,00 47,80 46,20 188,00 3,92 47,75 3,59 123,20 4,18 3,83 59,00 7,10 23,75 27,40 62,10 31,70 57,40 16,45 20,30 34,35 20,60 1,75 16,85 +/- zur Vorwoche in % –2,7 –1,7 –2,7 –0,51 –1,4 4,9 ±0,0 2,7 –2,7 –4,7 5,5 –0,11 2,5 –1,3 0,40 –2,2 –3,0 –2,9 0,53 –3,7 –2,7 –5,5 –1,9 0,48 –3,5 –3,8 –0,98 –2,5 ±0,0 –8,1 –0,63 2,1 –3,5 0,50 –2,7 0,98 –3,7 2,1 Empfehlungskurs 22,60 € +/- seit 30.12.20 in % –19,8 29,1 34,2 74,1 13,6 73,8 39,1 33,6 –3,6 109,4 16,8 0,72 28,1 6,6 2,0 42,5 24,5 7,9 28,8 –21,6 42,5 –13,3 13,0 6,6 8,3 –1,3 31,0 49,7 10,5 –13,0 15,7 13,4 –9,6 14,0 –11,2 15,7 –27,8 –32,9 Kurs aktuell 34,09 € Hoch / Tief 52 Wochen in € 200 Tage Linie KBV KCV Q W E 81,05 / 24,00 7,50 / 3,73 6,35 / 2,61 186,4 / 42,10 52,40 / 29,20 1,54 / 0,48 58,80 / 29,80 2,78 / 0,98 46,00 / 19,00 13,62 / 3,48 41,20 / 23,40 49,96 / 43,66 12,55 / 4,98 72,80 / 54,00 7,00 / 4,30 327,0 / 174,5 59,00 / 32,30 49,85 / 19,35 190,0 / 118,0 5,56 / 2,16 61,00 / 16,20 5,08 / 2,60 145,0 / 56,60 4,90 / 3,60 6,20 / 3,26 67,40 / 43,70 7,52 / 4,51 25,15 / 9,40 28,20 / 24,80 86,80 / 43,58 32,70 / 16,95 60,00 / 32,50 21,69 / 11,82 21,99 / 15,25 50,10 / 31,00 22,00 / 15,40 3,58 / 1,68 37,20 / 14,80 40,02 5,57 4,67 88,19 42,97 0,90 43,28 1,79 36,17 7,06 32,94 47,97 9,48 64,84 5,33 235,24 39,38 38,82 146,02 3,75 37,43 4,04 105,01 3,96 4,11 56,22 5,90 15,35 26,39 69,02 24,41 50,47 16,75 18,61 38,34 18,06 2,35 24,73 1,2 49,2 0,8 4,2 — 27,3 4,1 10,6 3,9 5,8 7,2 — 1,9 — 2,0 — 0,8 3,3 8,1 — 4,7 18,8 4,8 28,4 5,8 61,3 3,4 7,9 2,9 8,8 — — 2,0 22,4 4,4 110,0 2,4 8,0 11,2 — 2,6 — 2,7 4,2 2,1 13,7 1,1 3,3 1,4 — 12,3 29,6 1,7 2,0 1,9 — 1,3 5,4 6,7 — 2,9 13,7 7,5 29,3 5,4 205,6 1,4 — 2,9 15,8 3,4 13,4 9,7 — 2,1 11,5 25 20 15 2020 2019 +/– in % +50,8 Gewinn 20 Gewinn 21 je Aktie je Aktie 35 KGV 21 R T Z 1,67 –0,24 –1,31 5,27 2,65 –0,05 3,84 –1,19 4,82 –0,28 1,50 0,43 0,03 3,04 0,22 — –2,59 1,32 — –0,24 0,44 –0,90 2,14 –0,19 –1,18 1,12 0,40 1,78 1,42 –6,78 –2,23 0,95 –0,15 0,69 1,20 0,74 0,03 1,02 2,08 0,31 –0,33 14,13 2,75 0,05 4,44 –0,17 4,26 –0,02 1,43 — 0,18 3,80 0,25 21,10 –0,55 1,67 12,02 –0,20 0,76 0,06 3,61 –0,18 –1,04 1,32 0,40 3,20 1,61 –3,78 1,46 1,24 –0,73 1,32 1,45 0,79 –0,25 1,02 14,9 22,0 — 11,1 17,9 29,2 12,6 — 8,1 — 27,8 — 66,9 17,8 20,3 14,9 — 27,7 15,6 — 62,6 57,0 34,2 — — 44,7 17,9 7,4 17,0 — 21,8 46,2 — 15,4 23,6 26,2 — 16,5 Neuer Stopp 29,00 € U 2,6 5,8 — 2,2 3,2 0,0 2,7 1,5 2,6 — 1,4 0,4 — 2,2 3,3 1,4 0,2 2,3 1,9 — — — 0,7 1,2 — 1,7 3,2 6,3 3,5 — — 0,3 — 2,5 1,3 3,6 — — 2,2 0,0 — 3,6 3,2 0,0 3,2 0,0 2,6 — 1,3 — — 2,8 5,1 1,8 0,4 2,7 1,9 — — 1,4 0,6 0,6 — 1,9 3,5 6,3 3,5 — 0,9 0,3 — 3,3 1,3 3,8 — 1,8 2021 Kursziel 40,00 € Dividenden- Dividenden- HVRendite 20 Rendite 21 Termin in % in % U Quelle: Bloomberg US-Tochter beflügelt Kurs I 09.07. 28.05. 15.06. 23.07. 02.07. 17.06. 07.07. 02.09. 23.06. 21.05. 21.05. 02.06. 07.07. 28.05. 08.06. 26.05. 24.06. 24.06. 20.05. 11.03. 16.06. 24.06. 16.06. 26.05. 09.06. 27.05. 24.06. Kursziel Analystenempfehlungen O 48,00 7,70 — 120,26 54,00 1,32 75,06 2,90 — 14,86 50,00 — 21,50 72,00 7,30 362,33 — 55,00 158,00 11,07 66,00 5,37 164,67 4,98 6,47 65,85 8,56 23,17 27,50 109,50 37,00 62,50 25,75 29,30 43,75 22,00 4,75 32,50 P 2 2 2 3 1 3 4 2 1 4 2 0 2 2 4 2 0 2 0 4 3 3 4 1 2 2 4 5 0 3 2 4 5 2 4 2 3 1 2 1 0 5 2 2 0 0 0 0 0 1 1 1 2 1 0 1 1 0 0 0 0 1 1 1 1 0 1 0 0 1 0 0 1 0 0 0 0 1 0 5 0 2 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 1 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 FOCUS-MONEY 21/2021 12.05.21 12:05
MTU AERO ENGINES MTU Aero Engines Aktienkurs in Euro 220 Im ersten Quartal 2021 sackte der operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Sondereffekten (bereinigtes Ebit) von MTU um 52 Prozent auf 86 Millionen Euro ab. Doch die Cash-Generierung des Triebwerkherstellers war besser als erwartet: Der Konzern schreibt trotz Krise weiterhin schwarze Zahlen. MTU erwartet nun eine Geschäftsbesserung von Quartal zu Quartal. Analysten sehen den Konzern gut aufgestellt, um von der Erholung des Luftverkehrs ab 2022 zu profitieren. ISIN DE000A0D9PT0 Name Pierer Mobility PNE NA PSI Software NA publity PVA TePla q.beyond R. Stahl NA Rhön-Klinikum RIB Software NA Ringmetall Schaltbau Hold. Schloß Wachenh. Secunet SFC Energy SHW Sixt Leasing SLM Solutions Gr. SNP STEICO Stemmer Imaging Sto Vz. Surteco Group Syzygy technotrans NA Telecolumbus NA TLG Immobilien TUI NA Umweltbank USU Software Uzin Utz Vantage Towers Va-Q-Tec NA Vectron Systems VIB Vermögen Villeroy & Boch Vz. Vita 34 NA Washtec Wüstenr. & Württ. Empfohlen am 9.9.2020 WKN +/- zur Vorwoche in % +/- seit 30.12.20 in % A2JKHY 73,30 ±0,0 12,8 A0JBPG 7,38 –0,27 –8,0 A0Z1JH 29,50 –6,1 30,0 697250 20,70 5,0 –36,9 746100 23,85 –6,5 22,9 513700 1,91 –0,63 12,8 A1PHBB 25,00 ±0,0 15,7 704230 15,44 –1,2 –6,4 A0Z2XN 26,45 –4,2 –6,4 600190 2,90 3,9 19,8 A2NBTL 34,05 1,3 14,3 722900 16,50 –1,2 10,7 727650 309,50 –8,2 24,3 756857 19,94 –7,3 26,8 A1JBPV 18,80 ±0,0 0,80 A0DPRE 16,16 –0,62 5,5 A11133 16,66 –8,6 1,7 720370 58,95 1,5 –2,6 A0LR93 78,30 –5,7 33,6 A2G9MZ 27,00 0,37 28,1 727413 163,60 –0,49 27,2 517690 27,00 –2,2 13,0 510480 6,10 0,66 5,2 A0XYGA 25,45 –0,20 3,0 TCAG17 3,23 0,16 1,1 A12B8Z 25,70 –1,5 12,0 TUAG00 4,89 –5,0 48,9 557080 17,25 1,5 24,5 A0BVU2 26,90 –3,6 –2,9 755150 71,50 2,1 34,4 A3H3LL 26,57 2,0 — 663668 29,60 –3,0 –4,5 A0KEXC 11,86 –0,84 13,0 A2YPDD 31,65 1,1 9,7 765723 16,90 –3,4 18,6 A0BL84 16,80 1,8 37,1 750750 55,60 0,18 24,8 805100 18,30 –0,33 10,1 FOCUS-MONEY 21/2021 FM21089A 89 Kurs in € Empfehlungskurs 158,25 € Hoch / Tief 52 Wochen in € 74,80 / 34,20 9,00 / 4,36 36,10 / 18,95 37,55 / 15,10 28,20 / 8,22 2,24 / 1,15 27,60 / 18,50 18,34 / 14,56 28,90 / 22,20 2,93 / 2,19 34,90 / 22,50 16,90 / 12,40 362,0 / 157,5 33,95 / 9,22 19,80 / 14,05 18,62 / 14,96 24,35 / 5,90 64,60 / 38,00 84,80 / 26,70 27,60 / 13,79 168,0 / 90,00 27,80 / 19,40 6,60 / 4,54 29,80 / 11,42 3,94 / 1,98 26,45 / 14,66 5,45 / 1,72 18,25 / 11,00 32,00 / 15,00 73,20 / 45,90 26,80 / 24,00 51,00 / 13,80 13,05 / 7,00 31,75 / 24,05 17,90 / 10,80 17,70 / 10,85 57,60 / 31,80 18,58 / 14,20 Kurs aktuell 207,00 € 200 Tage Linie KBV KCV Q W E 60,02 6,92 26,07 32,26 17,61 1,62 22,00 16,14 26,33 2,53 29,47 15,09 267,55 18,78 17,03 15,98 14,47 55,69 58,33 21,71 129,29 23,48 5,52 22,60 2,97 21,31 3,37 14,22 24,74 58,21 24,97 29,42 10,52 28,74 13,81 13,34 44,01 16,30 4,5 5,3 2,8 15,7 4,5 18,7 0,9 — 8,1 66,3 1,7 — 3,4 9,0 0,9 9,1 2,9 18,6 1,7 9,7 4,5 5,6 0,8 10,1 19,6 35,7 4,7 — 1,0 3,2 1,6 3,1 20,8 — 4,8 203,3 5,7 26,5 2,8 35,5 2,3 9,0 1,1 5,4 1,5 8,8 2,2 14,4 3,4 2,3 0,9 26,0 — — 1,9 — 4,6 15,9 2,1 9,1 — — 9,3 53,8 4,1 — 1,5 16,1 1,0 3,3 2,4 17,1 7,5 16,4 0,3 3,9 180 140 100 2020 2019 +/– in % +30,8 Gewinn 20 Gewinn 21 je Aktie je Aktie 260 KGV 21 R T Z — 0,02 0,66 — 0,59 –0,16 –0,54 0,02 0,32 0,08 0,44 0,96 5,43 –0,39 –0,79 0,22 –1,53 –0,22 1,63 0,65 12,54 2,17 0,15 0,72 –1,48 4,61 –3,35 — 0,52 5,76 0,61 –0,11 –0,26 2,39 0,83 0,37 0,99 2,24 2,68 –0,03 0,98 — 0,47 –0,08 0,29 0,18 0,31 0,19 1,45 1,26 6,21 0,04 — 0,33 –0,57 1,18 2,28 1,03 11,24 2,18 0,29 1,12 — 1,49 –1,06 — 0,72 4,49 0,74 0,36 0,47 2,06 1,37 0,50 1,64 2,46 27,4 — 30,0 — 51,1 — 86,2 88,2 85,3 15,3 23,4 13,1 49,8 538,9 — 49,7 — 49,8 34,4 26,3 14,6 12,4 21,0 22,7 — 17,2 — — 37,4 15,9 36,1 82,9 25,4 15,4 12,3 33,9 33,9 7,5 Neuer Stopp 175,9 € Kursziel 255,00 € Dividenden- Dividenden- HVRendite 20 Rendite 21 Termin in % in % U U 0,7 0,5 1,7 — — — — — 3,7 2,1 — 2,4 0,8 — 0,2 1,2 — 0,6 0,4 1,6 3,1 3,0 2,5 1,4 — 3,7 7,0 — 1,5 2,2 1,7 — 0,4 2,4 3,3 1,0 2,4 3,6 0,5 0,5 1,2 — — 0,5 0,0 0,3 0,8 2,5 0,0 2,4 1,0 0,0 — 0,5 0,0 0,0 0,5 1,6 3,1 3,1 3,3 2,2 0,0 3,3 0,0 — 1,6 2,2 2,3 0,0 0,6 2,5 4,0 1,0 2,5 3,8 2021 Quelle: Bloomberg Besserung in Sicht I 18.06. 15.07. 09.06. 16.06. 28.05. 29.06. 16.06. 17.06. 24.06. 09.06. 16.06. 23.06. 28.05. 13.05. 28.05. 24.06. 06.07. 26.05. 28.07. 21.05. 10.06. 01.07. 30.06. 20.05. Kursziel Analystenempfehlungen O 82,38 8,50 32,13 — 30,71 2,53 — 17,50 28,15 4,23 37,47 20,65 390,00 34,50 — 15,25 30,00 68,67 92,33 31,00 185,00 34,00 9,05 32,20 3,24 — 2,57 18,21 32,05 89,00 32,48 40,33 19,00 32,47 34,00 18,00 58,50 21,50 P 3 3 5 1 7 3 1 0 0 3 5 3 1 3 0 0 1 2 3 2 1 2 3 2 0 1 2 1 2 1 11 5 2 5 1 1 3 4 0 0 3 0 0 1 0 2 2 0 2 0 0 2 0 2 1 2 1 1 0 0 0 1 2 1 4 0 1 0 4 1 0 1 0 1 1 0 0 1 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 1 0 0 0 0 0 0 0 0 0 1 0 17 0 0 0 0 0 0 0 0 0 1 0 89 12.05.21 12:05
Inter­ nationa le Aktien moneyanalyse SHOPIFY Shopify Aktienkurs in Euro Großer Wachstumsmarkt Name Empfohlen am 17.2.2021 WKN / ISIN Kurs in € Empfehlungskurs 1192,20 € +/- zur Vorwoche in % EURO STOXX 50 / STOXX 50 AB Inbev A2ASUV / BE0974293251 61,19 –0,42 ABB NA 919730 / CH0012221716 27,29 –2,1 Adyen A2JNF4 / NL0012969182 1774,00 –7,0 Ahold Delhaize A2ANT0 / NL0011794037 22,91 –1,1 Air Liquide 850133 / FR0000120073 141,44 –1,7 Amadeus IT A1CXN0 / ES0109067019 58,58 –0,61 ASML Hold. A1J4U4 / NL0010273215 515,20 –5,5 AstraZeneca 886455 / GB0009895292 88,96 0,24 AXA 855705 / FR0000120628 22,35 –1,8 Banco Santander 858872 / ES0113900J37 3,25 2,6 BHP Group A2N9WV / GB00BH0P3Z91 27,40 1,5 BNP Paribas 887771 / FR0000131104 55,92 2,2 BP PLC 850517 / GB0007980591 3,57 –1,1 Brit. Am. Tobacco 916018 / GB0002875804 32,50 –0,91 CRH 864684 / IE0001827041 41,19 –1,2 Danone 851194 / FR0000120644 56,34 –4,8 Diageo 851247 / GB0002374006 36,86 –2,3 Enel 928624 / IT0003128367 8,04 –3,2 Engie A0ER6Q / FR0010208488 12,20 –3,3 Eni 897791 / IT0003132476 10,19 –0,97 Essilor-Luxottica 863195 / FR0000121667 138,26 –1,6 Flutter Entertain. A14RX5 / IE00BWT6H894 156,40 –7,4 GlaxoSmithKline 940561 / GB0009252882 15,84 0,76 HSBC Hold. 923893 / GB0005405286 5,08 –1,6 Iberdrola A0M46B / ES0144580Y14 11,17 –3,3 Inditex A11873 / ES0148396007 30,68 –0,20 ING Groep A2ANV3 / NL0011821202 10,63 –1,6 Intesa Sanpaolo 850605 / IT0000072618 2,36 –0,02 Kering 851223 / FR0000121485 691,20 –0,07 Kone Corp. A0ET4X / FI0009013403 66,22 –2,6 L’Oréal 853888 / FR0000120321 346,30 –0,57 LVMH 853292 / FR0000121014 615,10 –2,6 National Grid A2DQWX / GB00BDR05C01 10,58 –2,1 Nestlé NA A0Q4DC / CH0038863350 98,66 –0,71 Novartis NA 904278 / CH0012005267 72,25 –0,19 Novo-Nordisk AS B A1XA8R / DK0060534915 62,62 0,19 Pernod Ricard 853373 / FR0000120693 170,60 –2,7 Philips Elec. 940602 / NL0000009538 45,34 –5,4 90 FM21090A 90 +/- seit 30.12.20 in % 6,2 21,3 –8,2 –2,6 4,6 –3,7 29,3 7,1 13,3 25,7 25,0 27,6 22,9 4,3 17,1 3,5 10,0 –2,0 –4,2 18,8 7,1 –9,6 3,0 17,9 –3,6 16,2 36,7 24,2 18,1 –1,5 10,9 19,5 8,4 3,9 –5,2 7,9 6,6 1,8 Hoch / Tief 52 Wochen in € 62,53 / 35,25 28,11 / 14,92 2220 / 970,0 27,30 / 21,52 144,45 / 110,75 64,40 / 35,40 564,8 / 265,9 116,98 / 78,00 24,13 / 13,38 3,33 / 1,45 28,15 / 14,98 55,92 / 25,00 4,26 / 2,11 36,87 / 27,14 42,44 / 25,44 65,62 / 46,41 39,66 / 27,04 9,00 / 5,74 13,89 / 8,99 10,62 / 5,86 143,0 / 104,95 199,85 / 109,95 19,80 / 13,94 5,28 / 3,09 12,66 / 8,30 31,14 / 21,00 11,10 / 4,60 2,37 / 1,36 701,0 / 409,85 75,70 / 56,16 352,0 / 240,0 638,9 / 324,7 10,93 / 9,03 102,56 / 86,51 79,28 / 64,13 63,31 / 53,73 177,0 / 126,45 51,50 / 37,68 Kurs aktuell 873,80 € 200 Tage Linie KBV KCV Q W E 52,64 23,44 1737,59 23,98 136,94 54,07 402,74 88,54 19,25 2,38 21,84 42,56 3,07 30,61 35,19 55,48 32,46 8,06 12,17 8,52 124,21 156,30 15,74 4,27 10,97 25,93 8,05 1,94 572,65 69,41 303,70 490,35 9,97 95,54 72,73 58,48 154,38 44,48 2,2 4,9 44,2 1,9 3,6 7,0 15,9 9,8 0,8 0,7 3,4 0,7 1,2 1,0 2,0 2,3 10,9 2,6 1,0 0,9 1,9 2,2 4,6 0,7 1,9 6,6 0,8 0,8 7,3 14,7 6,7 8,3 1,7 6,7 3,9 18,4 3,1 3,5 400 0 2020 2019 +/– in % –26,7 Neuer Stopp 742,73 € Gewinn 20 Gewinn 21 KGV 21 je Aktie je Aktie R 13,7 0,57 41,4 2,00 52,8 8,51 3,9 1,30 13,6 5,14 — — 40,6 8,82 29,3 2,01 2,2 1,33 0,5 — 10,7 1,29 0,5 5,31 7,3 –0,83 7,9 3,24 9,3 1,24 12,3 2,99 32,1 0,70 7,1 0,26 4,2 –0,71 7,5 –2,42 20,4 0,19 19,8 0,33 8,8 1,33 0,7 0,16 9,5 0,55 31,6 — 0,7 0,64 — 0,18 33,1 17,20 22,1 1,81 30,0 6,34 28,4 9,32 8,3 0,62 21,4 3,91 14,7 2,89 20,9 2,42 37,9 1,24 15,3 1,29 T Z 2,46 24,9 1,12 24,5 14,02 126,5 1,87 12,2 5,51 25,7 0,30 195,3 12,39 41,6 4,20 21,2 2,63 8,5 0,35 9,2 2,52 10,9 5,71 9,8 0,36 9,8 3,82 8,5 2,29 18,0 3,26 17,3 1,32 28,0 0,54 15,0 0,99 12,3 0,69 14,7 4,41 31,3 3,65 42,8 1,14 13,9 0,44 11,7 0,59 19,0 1,02 30,0 1,04 10,2 0,20 11,8 23,43 29,5 2,02 32,8 8,24 42,1 16,58 37,1 0,71 15,0 4,05 24,4 5,17 14,0 2,60 24,1 5,64 30,3 1,89 24,0 Quelle: Bloomberg 800 Die amerikanische Investmentbank Loop Capital rechnet mit immensem Wachstum der E-Commerce-Plattorm Shopify. Vor allem der bereits lang anhaltende und durch die Corona-Krise verstärkte Trend, Online-Dienste zu nutzen, spiele den Kanadiern in die Karten. Immer größer werde auch das Shopify-Ökosystem, das durch zahlreiche Drittanbieter-Anwendungen und Entwickler weiter an Wert gewinnt. Das Geschäftsmodell verspricht Anlegern attraktive Renditen. ISIN CA82509L1076 1200 2021 Kursziel 1150,51 € Dividenden- Dividenden- Kursziel Rendite 20 Rendite 21 in % in % U U O 0,8 2,7 — 3,9 1,9 — 0,5 2,6 6,4 0,9 4,7 — 4,8 7,6 2,3 3,4 2,2 4,3 — 5,4 0,8 — 5,9 3,0 2,9 1,8 1,1 — 1,2 3,4 1,2 1,0 5,5 2,5 3,8 2,0 1,6 1,9 1,1 2,6 0,0 3,8 2,1 0,1 0,7 2,6 6,7 4,2 7,6 5,8 4,9 7,8 2,5 3,5 2,2 4,7 5,9 6,6 1,5 1,1 5,9 3,5 3,9 3,0 8,2 6,5 1,5 2,9 1,3 1,2 5,5 2,6 3,8 2,1 1,7 2,0 65,54 28,00 2163,55 25,08 155,54 57,85 585,28 102,10 25,28 3,45 27,24 59,53 4,21 37,25 43,30 61,96 37,65 9,38 15,08 11,42 147,19 181,70 17,08 5,34 11,77 29,42 12,03 2,58 682,43 65,91 329,12 640,29 11,55 107,11 84,33 63,18 178,95 52,74 Analystenempfehlungen P 16 11 14 14 18 10 24 24 23 17 5 18 14 12 16 13 15 21 19 15 13 8 10 6 15 16 15 21 22 6 12 23 15 21 21 19 13 16 15 20 14 11 13 11 8 2 4 10 12 8 7 5 3 14 7 5 4 14 9 4 14 9 18 15 3 9 7 17 11 8 1 7 8 11 11 8 1 6 6 2 0 10 4 2 1 4 2 0 4 1 4 3 4 2 0 3 1 5 3 6 1 4 1 0 3 11 6 4 1 2 2 7 2 0 FOCUS-MONEY 21/2021 12.05.21 12:11
CAPGEMINI Capgemini IT für Sie? Aktienkurs in Euro Als absolute Profiteure des Digitalisierungstrends gelten – auch zukünftig – IT-Spezialisten wie Capgemini. Konnten die Franzosen schon im ersten Quartal 2021 die Erwartungen beim Umsatzwachstum übertreffen, soll von April bis Juli nun mit 10,6 Prozent organischem Einkommenszuwachs noch einmal ordentlich nachgelegt werden. Eine Gewinnmarge von 12,3 Prozent für das laufende Geschäftsjahr hat zudem das Potenzial, die hohen Investitionen des vergangenen Jahres zu kompensieren. WKN FR0000125338 Name Prosus Prudential Reckitt Benckiser Relx Rio Tinto Roche Hold. GS Royal Dutch Shell A Safran Sanofi S.A. Schneider Electr. Total UBS Group Unilever plc. Vinci Vivendi Vodafone Zurich Insur. Grp DOW JONES 3M American Express Amgen Apple Inc. Boeing Caterpillar Chevron Corp. Cisco Systems Coca-Cola Disney Co. Dow Inc. Goldman Sachs Home Depot Honeywell IBM Intel Johnson & Johnson JP Morgan Chase McDonald’s Merck & Co. Empfohlen am 27.5.2020 WKN / ISIN FM21091A 91 Kurs in € Empfehlungskurs 90,60 € Kurs aktuell 149,00 € +/- zur Vorwoche in % +/- seit 30.12.20 in % A2PRDK / NL0013654783 86,00 852069 / GB0007099541 17,40 A0M1W6 / GB00B24CGK77 73,50 A0M95J / GB00B2B0DG97 21,05 852147 / GB0007188757 77,50 855167 / CH0012032048 273,42 A0D94M / GB00B03MLX29 15,98 924781 / FR0000073272 121,90 920657 / FR0000120578 84,89 860180 / FR0000121972 128,24 850727 / FR0000120271 38,17 A12DFH / CH0244767585 12,42 A0JNE2 / GB00B10RZP78 49,32 867475 / FR0000125486 92,44 591068 / FR0000127771 29,22 A1XA83 / GB00BH4HKS39 1,65 579919 / CH0011075394 346,04 –4,7 –3,9 –0,94 –4,7 0,91 –0,97 –4,3 –3,0 0,22 –4,6 –3,0 –3,5 –0,13 –3,3 –2,2 0,18 –1,5 –3,2 14,7 –1,6 3,1 24,4 –2,8 7,7 1,6 7,1 6,5 6,6 9,3 0,11 11,5 10,1 19,3 1,7 110,0 / 73,50 90,01 18,60 / 10,31 14,80 88,52 / 68,26 77,24 22,65 / 16,80 19,99 79,60 / 41,30 60,82 324,64 / 264,58 283,38 18,76 / 9,88 14,53 126,92 / 71,82 108,96 95,56 / 74,82 83,24 138,88 / 76,00 117,91 42,14 / 24,70 34,87 13,87 / 7,97 11,54 54,76 / 43,12 49,59 96,12 / 64,92 82,78 32,07 / 18,84 26,15 1,68 / 1,12 1,40 374,54 / 246,87 327,82 851745 / US88579Y1010 850226 / US0258161092 867900 / US0311621009 865985 / US0378331005 850471 / US0970231058 850598 / US1491231015 852552 / US1667641005 878841 / US17275R1023 850663 / US1912161007 855686 / US2546871060 A2PFRC / US2605571031 920332 / US38141G1040 866953 / US4370761029 870153 / US4385161066 851399 / US4592001014 855681 / US4581401001 853260 / US4781601046 850628 / US46625H1005 856958 / US5801351017 A0YD8Q / US58933Y1055 0,69 –3,2 –1,8 –3,7 –2,0 –0,86 –2,0 –2,3 0,01 –1,4 –0,11 –3,1 –2,4 –0,11 –0,75 –4,9 –0,16 –0,41 –0,80 –0,90 18,0 31,4 11,1 –6,5 7,1 34,8 26,0 17,6 0,78 2,7 27,2 39,8 24,6 10,5 17,6 12,8 9,6 28,1 10,3 –3,8 171,35 / 121,74 131,45 / 70,61 232,95 / 180,86 119,6 / 69,26 232,0 / 106,6 202,3 / 95,65 94,49 / 56,00 44,89 / 30,06 46,17 / 38,70 171,9 / 92,98 57,86 / 29,66 307,3 / 155,14 284,2 / 205,2 194,95 / 111,48 123,25 / 90,26 58,50 / 37,15 142,96 / 116,0 135,08 / 76,05 197,7 / 155,96 74,60 / 59,80 FOCUS-MONEY 21/2021 140 120 167,75 126,35 206,55 103,24 189,24 196,40 88,01 42,92 44,71 149,28 56,14 295,20 271,40 188,00 118,70 45,07 138,50 130,92 191,95 63,67 Hoch / Tief 52 Wochen in € KBV KCV Q W E 146,50 8,6 100,59 5,0 200,17 15,5 103,02 30,3 169,48 — 153,84 7,9 75,19 1,6 37,39 5,6 42,63 11,5 132,46 3,8 45,72 3,6 219,23 1,4 236,53 107,7 162,59 8,8 105,05 6,0 45,29 2,8 129,47 6,7 104,32 1,9 181,89 — 66,70 7,3 60 40 Neuer Stopp 126,6 € Gewinn 20 Gewinn 21 KGV 21 je Aktie je Aktie R T Z — 2,34 33,5 0,67 — 1,93 21,5 0,74 9,6 4,93 14,1 15,05 5,0 –2,29 27,8 0,80 14,3 9,77 16,0 3,81 7,6 — 2,9 1,46 14,7 2,12 7,7 — 27,3 1,26 2,4 0,07 13,0 21,01 3,43 1,34 3,59 1,01 10,06 17,94 1,68 3,08 6,24 5,43 4,23 1,39 2,48 4,38 1,30 0,10 24,30 14,5 22,1 14,0 27,0 — 20,5 18,9 14,4 23,8 43,1 8,1 — 18,8 25,9 7,1 6,5 18,8 — 27,8 19,1 8,06 5,98 13,25 4,18 –0,45 7,93 4,40 2,63 1,79 1,56 4,87 34,86 10,42 6,57 8,98 3,73 7,41 10,48 7,05 5,34 7,60 3,10 10,12 2,70 –17,16 4,49 –2,43 2,17 1,47 –1,30 1,35 20,33 9,89 5,52 5,12 4,06 6,58 7,30 5,19 2,29 2020 2019 Quelle: Bloomberg 80 +/– in % +64,5 200 Tage Linie 4,7 2,6 — 16,6 3,2 7,0 0,9 4,2 1,7 3,5 1,1 0,9 8,5 2,5 2,0 0,8 1,6 100 2021 Kursziel 195,00 € Dividenden- Dividenden- Kursziel Rendite 20 Rendite 21 in % in % Analystenempfehlungen U U O P 25,0 13,0 20,5 20,9 7,7 15,2 9,5 39,6 13,6 23,6 9,0 8,9 19,9 21,1 22,6 17,0 14,2 0,1 0,8 2,8 2,6 5,9 3,0 3,4 — 3,8 2,0 7,0 3,7 349,4 — 2,2 2,1 5,5 5,3 0,1 0,8 2,8 2,7 9,2 3,1 3,7 0,9 3,9 2,1 8,1 2,6 3,4 2,6 2,2 5,6 5,5 125,72 17 19,01 11 90,05 16 22,41 10 71,01 9 317,05 17 20,91 15 126,65 10 101,16 21 143,91 15 47,09 21 14,82 13 53,81 13 100,36 16 33,72 17 2,07 23 377,92 16 4 6 7 8 10 12 6 11 8 9 8 12 2 8 6 1 11 0 1 0 2 5 2 1 2 1 2 0 2 5 1 0 2 2 20,8 21,1 15,6 24,7 — 24,8 20,0 16,3 25,0 96,0 11,5 8,5 26,1 28,6 13,2 12,1 18,7 12,5 27,2 11,9 2,9 1,1 2,6 0,7 — 1,7 4,8 2,8 3,0 — 4,1 1,4 1,8 1,6 4,5 2,5 2,4 2,3 2,2 3,3 2,9 1,2 2,8 0,7 0,0 1,8 4,9 2,8 3,1 0,3 4,1 1,5 1,9 1,6 4,6 2,5 2,5 2,3 2,2 3,3 165,05 124,74 209,85 129,70 213,96 198,86 98,93 45,35 49,05 172,23 55,33 319,36 262,31 198,62 117,43 56,55 153,30 137,14 211,54 78,15 11 15 13 10 10 11 12 12 9 6 16 6 9 8 10 19 5 7 10 5 4 3 3 1 4 3 0 0 0 1 2 2 2 1 3 9 1 3 0 0 4 14 15 32 14 12 16 14 19 26 7 17 23 16 5 16 14 18 29 19 91 12.05.21 12:11
moneyanalyse ARCELORMITTAL ArcelorMittal Stählerne Zahlen Aktienkurs in Euro 20 Der Marktführer der Stahlbranche glänzt weiter. Die Gewinne (EBITDA) des ersten Quartals lagen mit 3,2 Milliarden US-Dollar um 88 Prozent über dem Vorjahresquartal und neun Prozent über der consensus-Prognose. Von den weltweit steigenden Preisen und der aufgrund des Wirtschaftsaufschwungs zunehmenden Nachfrage nach Stahl und Erzen sollte das Unternehmen noch länger profitierten. Schließlich betreibt Arcelor eigene Eisenerzminen für eine sichere Rohstoffversorgung. WKN LU1598757687 Name DOW JONES Microsoft Nike Procter & Gamble Salesforce.com Travelers Comp. UnitedHealth Verizon VISA Inc. Walgreens Boots Walmart Inc. USA WEITERE Abbott Lab Adobe AirBnB Alphabet Inc. A Altria Group Amazon American Water AT&T Bank of America Berkshire Hath. B Biogen Inc. Citigroup Coinbase Global Colgate-Palmolive Comcast A eBay Eli Lilly Expedia Grp. ExxonMobil Facebook General Electric Gilead Sciences Lockheed Martin LYFT MasterCard Medtronic PLC Moderna 92 FM21092A 92 Empfohlen am 28.10.2020 WKN / ISIN 870747 / US5949181045 866993 / US6541061031 852062 / US7427181091 A0B87V / US79466L3024 A0MLX4 / US89417E1091 869561 / US91324P1021 868402 / US92343V1044 A0NC7B / US92826C8394 A12HJF / US9314271084 860853 / US9311421039 Kurs in € 201,55 112,40 112,32 175,92 129,10 335,40 48,06 186,00 44,47 114,80 Empfehlungskurs 11,7 € +/- zur Vorwoche in % +/- seit 30.12.20 in % –3,1 10,2 –1,8 –2,8 0,61 –0,62 –1,3 –3,3 –2,6 14,8 –2,3 19,0 –0,66 0,18 –2,9 6,4 –0,90 37,7 –1,2 –2,7 850103 / US0028241000 97,08 –2,0 871981 / US00724F1012 396,60 –2,7 A2QG35 / US0090661010 118,82 –5,9 A14Y6F / US02079K3059 1873,80 –3,8 200417 / US02209S1033 41,36 0,78 906866 / US0231351067 2645,00 –2,5 A0NJ38 / US0304201033 125,00 –2,3 A0HL9Z / US00206R1023 26,61 0,51 858388 / US0605051046 34,09 –0,93 A0YJQ2 / US0846707026 235,60 –0,86 789617 / US09062X1037 226,75 –1,1 A1H92V / US1729674242 61,65 0,57 A2QP7J / US19260Q1076 249,00 13,7 850667 / US1941621039 67,72 0,33 157484 / US20030N1019 47,02 –1,4 916529 / US2786421030 49,49 0,80 858560 / US5324571083 160,65 0,50 A1JRLJ / US30212P3038 142,00 –2,7 852549 / US30231G1022 49,39 –2,7 A1JWVX / US30303M1027 251,40 –4,6 851144 / US3696041033 10,66 –2,2 885823 / US3755581036 55,13 0,31 894648 / US5398301094 318,90 –0,53 A2PE38 / US55087P1049 39,77 –4,5 A0F602 / US57636Q1040 301,35 –3,1 A14M2J / IE00BTN1Y115 102,70 –2,7 A2N9D9 / US60770K1079 130,48 –3,1 9,4 –3,7 –2,9 30,5 24,1 –2,7 2,1 14,4 39,1 25,7 14,0 24,0 — –2,3 11,6 19,1 18,9 32,8 46,1 11,3 23,8 19,1 10,8 ±0,0 6,2 8,9 35,9 Kurs aktuell 26,60 € Hoch / Tief 52 Wochen in € +/– in % +127,4 25 10 5 2020 2019 Neuer Stopp 22,6 € 200 Tage Linie KBV KCV Gewinn 20 Gewinn 21 KGV 21 je Aktie je Aktie Q W E R T Z 218,45 / 160,88 122,54 / 77,92 125,0 / 100,0 240,0 / 150,32 133,0 / 82,38 349,65 / 238,1 52,18 / 44,49 195,48 / 152,84 48,22 / 28,31 130,06 / 102,02 188,19 108,67 113,46 194,11 112,12 285,43 48,78 174,88 36,94 117,65 13,7 18,1 7,4 4,7 1,4 5,8 3,4 12,8 2,2 4,9 30,8 — 85,8 19,5 40,4 6,1 17,5 5,8 42,4 8,7 11,0 4,73 2,57 4,08 3,60 8,65 13,17 3,53 — 0,43 3,90 6,30 3,25 4,63 2,83 9,07 15,23 4,18 4,62 3,85 4,77 32,0 34,5 24,2 62,1 14,2 22,0 11,5 40,3 11,6 24,1 107,14 / 76,83 454,35 / 323,85 181,48 / 99,97 2010 / 1185 44,65 / 30,90 2993 / 2127 144,4 / 105,0 29,57 / 22,35 35,24 / 18,78 242,6 / 154,6 304,45 / 188,58 63,60 / 34,77 337,0 / 210,0 73,04 / 61,68 48,87 / 32,13 54,17 / 38,00 181,5 / 110,9 158,74 / 56,15 52,40 / 26,75 273,7 / 182,98 12,15 / 5,03 73,00 / 46,23 369,0 / 266,0 56,40 / 18,64 331,4 / 242,25 109,6 / 78,33 178,0 / 41,74 94,03 6,3 400,65 17,1 147,29 31,2 1524,80 6,65 6,6 36,29 32,1 2687,72 15,7 126,54 4,2 24,56 1,4 25,71 1,4 194,98 — 225,25 3,9 48,73 0,9 251,96 59,4 — 66,78 270,9 41,41 2,8 46,35 10,9 141,66 27,2 107,90 24,6 38,06 1,6 231,07 6,5 8,33 3,4 53,46 4,4 307,77 17,1 36,55 11,3 288,29 57,5 94,64 3,3 96,60 16,6 26,5 40,6 — 23,83 23,8 11,1 24,4 19,3 5,4 9,5 — 10,5 — 18,5 19,0 10,6 17,7 27,3 — 17,5 22,5 31,4 10,3 13,3 — 50,9 23,2 29,9 2,06 8,90 — 48,17 1,97 34,38 3,21 –0,62 1,54 — 20,38 3,88 1,29 2,58 1,87 6,48 5,58 0,00 –4,31 8,29 0,48 0,08 19,97 –4,61 5,24 3,56 — 4,14 23,4 9,76 40,6 –1,27 — 77,16 24,29 3,78 11,0 53,91 49,1 3,49 35,8 2,59 10,3 2,41 14,2 8,64 27,3 15,15 15,0 6,97 8,8 5,32 46,8 2,69 25,1 2,41 19,5 3,19 15,5 6,60 24,3 –0,59 — 2,85 17,3 11,48 21,9 0,21 50,3 5,74 9,6 21,92 14,6 –0,58 — 6,47 46,6 4,69 21,9 20,56 6,3 2021 Kursziel 34,30 € Dividenden- Dividenden- Kursziel Rendite 20 Rendite 21 in % in % U Quelle: Bloomberg 15 Analystenempfehlungen U O P 0,9 0,8 2,4 — 2,2 1,2 4,3 0,5 3,4 1,6 0,9 0,8 2,4 0,0 2,3 1,2 4,3 0,6 3,5 1,6 245,03 136,55 122,80 227,51 134,75 358,35 49,77 218,89 45,47 130,74 38 26 12 36 5 21 8 35 2 29 3 3 11 8 10 3 21 6 16 8 0 2 2 0 5 1 0 1 3 3 1,4 — — — 6,8 — 1,5 6,4 1,7 — — 2,7 — 2,1 1,6 1,1 1,6 — 5,8 — 0,3 4,1 2,6 — 0,5 1,8 — 1,4 0,0 0,0 — 7,1 0,0 1,5 6,4 1,8 0,0 0,0 2,8 — 2,2 1,8 1,2 1,7 0,2 5,8 0,0 0,3 4,1 2,7 0,0 0,5 1,9 0,0 110,71 479,77 154,37 2321,78 43,08 3524,92 133,99 25,07 35,37 — 240,74 70,13 363,42 70,92 52,99 56,12 175,50 156,75 53,52 318,01 11,46 62,03 355,48 58,97 353,58 111,32 151,76 17 21 14 41 9 52 9 7 17 0 11 18 7 7 26 10 12 16 11 49 11 16 14 25 38 23 8 4 5 19 1 8 0 7 18 8 0 16 9 3 12 5 20 9 15 17 6 9 12 9 14 5 6 5 2 0 3 0 0 0 1 6 2 0 5 0 0 4 1 0 0 1 1 3 0 2 0 1 1 0 2 FOCUS-MONEY 21/2021 12.05.21 12:11
EQUINOR Equinor Aktienkurs in Euro Nachhaltige Entwicklung Name Netflix Newmont Corp. Nvidia Oracle PayPal Pepsico Pfizer Philip Morris QUALCOMM Inc. Snap Starbucks Corp. Tesla Texas Instruments T-Mobile US Twitter UPS SCHWEIZ Adecco Group NA Alcon Clariant NA Credit Suisse NA Geberit NA Georg Fischer Givaudan NA Kühne + Nagel NA Logitech NA Richemont SGS NA Sonova NA Swatch Inh. Swiss Re NA VAT Group N ÖSTERREICH Andritz DO & CO Erste Group Bank EVN Flughafen Wien Empfohlen am 16.12.2020 WKN / ISIN +/- zur Vorwoche in % +/- seit 30.12.20 in % Kurs aktuell 17,54 € Hoch / Tief 52 Wochen in € 200 Tage Linie KBV KCV Q W E R –3,1 –6,2 3,4 15,4 –3,8 10,3 –3,7 20,7 –3,4 7,0 ±0,0 –1,1 0,26 7,0 0,60 19,0 –6,9 –13,2 –5,1 2,5 –2,3 7,7 –7,9 –7,6 –2,9 14,1 –1,5 3,5 –2,1 –2,2 –1,2 26,8 505,6 / 357,7 64,77 / 44,73 541,1 / 285,45 66,50 / 44,61 255,2 / 127,88 127,3 / 106,02 35,99 / 27,41 81,00 / 59,45 138,88 / 69,51 60,01 / 15,21 99,24 / 62,80 741,2 / 142,0 167,38 / 98,19 115,72 / 85,31 65,90 / 25,00 180,45 / 83,48 429,98 52,31 447,52 52,70 188,85 116,83 31,01 68,92 112,44 37,14 81,89 485,87 135,11 102,96 43,61 139,74 17,0 2,4 20,9 25,1 14,9 14,4 3,5 — 19,4 46,8 — 25,8 16,5 2,6 5,4 26,0 89,8 5,00 11,3 2,89 60,3 8,00 18,9 3,68 49,6 2,91 19,0 4,55 15,2 1,41 15,4 4,24 24,9 3,72 — –0,53 82,9 0,65 96,7 0,53 27,3 4,91 13,4 2,18 41,5 –1,18 17,7 1,27 922031 / CH0012138605 A2PDXE / CH0432492467 895929 / CH0012142631 876800 / CH0012138530 A0MQWG / CH0030170408 851082 / CH0001752309 938427 / CH0010645932 A0JLZL / CH0025238863 A0J3YT / CH0025751329 A1W5CV / CH0210483332 870264 / CH0002497458 893484 / CH0012549785 865126 / CH0012255151 A1H81M / CH0126881561 A2AGGY / CH0311864901 54,07 55,97 17,55 8,26 558,94 1103,68 3476,78 254,61 87,07 85,47 2480,56 235,94 265,18 78,55 229,66 –2,9 0,37 –4,3 4,5 –1,4 2,4 –1,9 –20,4 –2,9 10,8 –6,6 6,3 –1,7 2,4 0,43 39,2 –7,9 11,3 –1,9 17,2 –0,98 2,0 –5,1 12,7 –0,65 20,6 –1,7 3,5 –3,3 14,2 61,05 / 34,24 64,05 / 45,43 18,85 / 13,76 12,29 / 6,51 579,89 / 381,37 1223 / 557,76 3732,7 / 2975 274,74 / 118,06 97,76 / 45,90 88,46 / 45,97 2532,5 / 1871,3 251,88 / 161,02 268,91 / 153,03 86,47 / 53,29 259,53 / 141,06 50,39 54,40 17,02 9,83 505,81 994,56 3409,59 190,81 76,53 69,88 2349,48 211,71 218,21 73,05 196,85 2,6 1,8 2,8 0,5 10,5 3,7 10,1 11,7 7,9 3,0 19,2 7,2 1,4 1,1 13,6 12,1 40,6 20,2 — 24,6 14,3 32,5 19,6 12,2 20,4 17,9 19,7 18,3 5,1 44,8 45,82 / 25,02 78,40 / 29,65 31,65 / 16,74 21,30 / 13,20 32,55 / 19,48 35,17 52,99 24,00 16,59 26,94 3,8 7,2 0,9 0,7 2,1 44,82 1,6 77,40 8,3 31,65 2,5 19,20 –0,10 30,85 0,16 19,8 14,7 27,2 8,6 1,8 Neuer Stopp 14,91 € Gewinn 20 Gewinn 21 KGV 21 je Aktie je Aktie 405,95 56,30 467,00 63,46 203,35 119,42 32,36 79,92 104,80 43,09 92,86 505,90 149,74 113,04 43,17 175,60 632305 / AT0000730007 915210 / AT0000818802 909943 / AT0000652011 878279 / AT0000741053 A2AMK9 / AT00000VIE62 8 –0,61 –0,90 2,09 0,97 16,29 25,51 72,86 5,99 4,53 1,45 58,15 6,59 –0,90 — 4,06 9,7 2,08 8,3 –4,88 1,0 1,57 8,3 — — — 2020 2019 +/– in % +27,01 552484 / US64110L1061 853823 / US6516391066 918422 / US67066G1040 871460 / US68389X1054 A14R7U / US70450Y1038 851995 / US7134481081 852009 / US7170811035 A0NDBJ / US7181721090 883121 / US7475251036 A2DLMS / US83304A1060 884437 / US8552441094 A1CX3T / US88160R1014 852654 / US8825081040 A1T7LU / US8725901040 A1W6XZ / US90184L1026 929198 / US9113121068 FOCUS-MONEY 21/2021 FM21093A 93 Kurs in € Empfehlungskurs 13,81 € 12 T Z 2021 Kursziel 19,88 € Dividenden- Dividenden- Kursziel Rendite 20 Rendite 21 in % in % Analystenempfehlungen U U O — 2,1 0,1 1,3 — 2,8 3,9 4,9 2,0 — 1,5 — 2,2 — — 1,9 0,0 3,1 0,1 1,5 0,0 3,0 4,0 5,0 2,1 0,0 1,7 0,0 2,3 0,0 0,0 2,0 490,37 59,87 549,59 58,69 263,77 128,55 34,73 87,04 140,69 64,27 101,26 510,25 164,89 134,83 53,03 175,09 33 15 32 6 46 11 7 13 23 32 20 18 15 26 11 17 6 5 7 18 4 10 17 5 9 7 15 12 10 4 25 9 5 1 2 4 1 1 0 0 1 1 1 12 6 0 4 4 14,9 35,2 24,8 8,4 31,3 25,1 38,9 31,1 24,6 31,4 31,4 28,5 26,1 14,0 40,7 4,2 0,2 — 15,6 1,9 1,9 1,2 1,7 1,6 0,8 1,4 2,9 1,1 1,9 6,8 0,8 4,3 0,2 2,7 1,9 2,1 1,8 1,8 1,9 1,0 1,9 3,0 1,3 2,0 6,9 2,0 58,43 64,89 17,85 10,30 528,80 1232,32 3310,39 205,31 107,81 93,08 2465,98 221,58 265,55 87,44 250,23 8 13 5 9 3 6 9 0 9 15 3 8 11 13 7 9 9 10 17 12 3 10 10 4 11 15 8 13 11 5 2 2 4 2 8 1 8 10 1 3 5 5 2 4 1 3,15 14,2 0,59 132,3 2,55 12,4 1,24 15,5 0,02 1469,0 2,2 0,0 — 2,6 — 3,0 0,4 4,0 2,6 0,0 49,98 78,57 34,09 23,45 30,00 10 5 17 4 2 3 2 3 1 3 0 0 1 0 2 8,90 45,6 2,92 19,3 9,61 48,6 3,94 16,1 3,88 52,5 5,00 23,9 2,96 10,9 4,96 16,1 6,31 16,6 0,15 279,8 2,44 38,1 3,68 137,4 6,14 24,4 1,94 58,3 0,65 66,0 8,90 19,7 3,62 1,59 0,71 0,99 17,84 44,04 89,30 8,19 3,54 2,72 78,90 8,29 10,17 5,60 5,64 Quelle: Bloomberg 16 Der norwegische Öl- und Gaskonzern Equinor hat mit Vårgrønn eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, um gemeinsam Offshore-Windprojekte in Norwegen zu entwickeln. „Ein schwimmender Offshore-Windpark könnte das nächste groß angelegte Projekt sein, um die Industrialisierung dieser Technologie voranzutreiben“, so Pal Eitrheim, Vizepräsident für neue Energielösungen bei Equinor. Inzwischen ist der Konzern weltweit führender Entwickler solcher Erneuerbare-Energien-Anlagen. ISIN NO0010096985 20 P 93 12.05.21 12:11
moneyanalyse DUKE ENERGY Duke Energy Aktienkurs in Euro Mittelmäßiges Ergebnis Name Empfohlen am 11.3.2020 WKN / ISIN ÖSTERREICH Immofinanz A2JN9W / AT0000A21KS2 Mayr-Melnhof 890447 / AT0000938204 OMV 874341 / AT0000743059 Palfinger 919964 / AT0000758305 Raiffeisen Bank Intl. A0D9SU / AT0000606306 Schoeller-Bleckm. 907391 / AT0000946652 Telekom Austria 588811 / AT0000720008 Verbund 877738 / AT0000746409 Voestalpine 897200 / AT0000937503 Wienerberger 852894 / AT0000831706 WEITERE INTERNATIONALE AKTIEN Accor 860206 / FR0000120404 Advantest 868805 / JP3122400009 Akzo Nobel A2PB32 / NL0013267909 Alibaba A117ME / US01609W1027 Anglo American A0MUKL / GB00B1XZS820 ArcelorMittal A2DRTZ / LU1598757687 BAE Systems 866131 / GB0002634946 Baidu Inc. A0F5DE / US0567521085 Ballard Power Syst. A0RENB / CA0585861085 Bank of China A0M4WZ / CNE1000001Z5 Barclays 850403 / GB0031348658 Barrick Gold 870450 / CA0679011084 BYD CO A0M4W9 / CNE100000296 Capgemini 869858 / FR0000125338 China Life A0M4XJ / CNE1000002L3 China Mobile 909622 / HK0941009539 CK Hutchison A14QAZ / KYG217651051 CSL 890952 / AU000000CSL8 Equinor ASA 675213 / NO0010096985 Ericsson B 850001 / SE0000108656 Eurofins Scientific A2QJCT / FR0014000MR3 Ferrari N.V. A2ACKK / NL0011585146 Franco-Nevada A0M8PX / CA3518581051 Gazprom 903276 / US3682872078 Generali 850312 / IT0000062072 Glencore A1JAGV / JE00B4T3BW64 Heineken A0CA0G / NL0000009165 94 FM21094A 94 Empfehlungskurs 80,69 € Kurs in € +/- zur Vorwoche in % +/- seit 30.12.20 in % 17,36 171,20 43,57 37,60 18,99 36,65 6,99 69,95 37,60 33,26 –1,7 0,23 –1,5 1,6 2,6 –0,68 0,58 1,2 –1,5 –0,12 1,6 3,3 30,6 46,9 13,6 16,3 10,3 0,94 27,3 27,9 32,05 69,90 100,75 186,60 39,60 27,23 5,82 156,80 12,10 0,33 2,11 19,70 15,82 150,25 1,65 5,22 6,67 176,02 17,47 10,93 83,70 163,00 121,15 5,35 17,33 3,88 97,72 –3,8 8,6 –9,5 14,6 –2,5 13,4 0,92 –5,8 –1,5 45,3 1,0 43,5 –0,44 4,2 ±0,0 –2,5 –5,3 –33,1 –3,6 16,4 –0,59 26,4 0,50 5,2 3,6 –22,3 –2,4 19,7 –2,9 –8,5 –2,6 11,1 –2,1 17,9 –0,02 –1,9 –1,8 26,4 –5,1 11,4 3,2 20,9 –0,94 –14,5 –0,29 16,5 ±0,0 16,2 0,23 20,8 4,6 48,9 –1,9 8,0 Kurs aktuell 85,32 € Hoch / Tief 52 Wochen in € +/– in % +5,74 200 Tage Linie KBV KCV Q W E 19,20 / 11,36 183,8 / 124,0 45,26 / 19,00 38,40 / 18,00 19,14 / 12,03 46,90 / 19,56 7,05 / 5,68 81,45 / 36,30 38,60 / 16,50 34,06 / 16,36 15,67 159,15 33,03 27,42 16,08 30,15 6,32 59,15 28,44 26,33 0,6 2,3 1,2 2,5 0,5 2,0 1,7 — 1,3 2,1 36,20 / 20,59 83,78 / 38,00 103,8 / 65,86 271,0 / 172,2 40,60 / 15,16 27,64 / 7,11 6,40 / 4,39 290,0 / 84,30 34,80 / 8,20 0,36 / 0,26 2,23 / 1,00 26,75 / 15,40 29,49 / 4,96 155,6 / 81,44 2,36 / 1,64 6,91 / 4,28 7,00 / 5,01 197,6 / 159,36 18,04 / 10,50 12,00 / 7,43 90,49 / 51,44 190,55 / 143,35 143,45 / 87,70 5,45 / 3,23 17,53 / 11,30 3,89 / 1,48 100,1 / 71,36 28,74 58,76 88,67 217,62 27,38 16,89 5,63 155,20 17,98 0,29 1,58 20,56 17,96 125,02 1,86 5,48 5,93 175,72 14,36 10,26 73,35 168,41 112,42 4,46 14,39 2,62 85,81 2,0 6,5 3,2 4,2 2,3 0,9 3,5 1,8 3,1 0,4 0,6 1,8 4,4 4,2 0,8 0,7 0,5 11,9 1,9 4,1 5,9 16,3 5,0 0,8 0,9 1,7 4,2 70 60 Neuer Stopp 72,52 € Gewinn 20 Gewinn 21 KGV 21 je Aktie je Aktie R T Z 16,5 –1,50 10,5 — 4,5 3,85 6,3 — 1,8 — 6,1 — 3,4 — 20,4 — 5,1 –0,26 7,4 0,79 1,11 9,53 5,22 2,34 2,21 0,43 0,70 1,71 3,00 2,16 15,7 18,0 8,3 16,0 8,6 85,8 10,0 41,0 12,5 15,4 — 26,8 15,5 21,2 9,6 9,3 16,2 17,1 — 2,0 0,5 7,9 8,0 15,6 0,8 2,8 3,3 39,0 6,7 12,7 13,5 35,9 34,9 6,3 5,0 16,9 17,9 –1,12 2,64 4,77 9,19 5,07 5,04 0,55 8,32 –0,16 0,08 0,26 1,00 0,24 7,96 0,26 0,70 1,00 4,17 1,59 0,60 3,36 4,15 2,83 1,22 1,72 0,37 3,14 — 26,5 21,1 20,3 7,8 5,4 10,5 18,9 — 3,9 8,2 19,7 65,9 18,9 6,3 7,5 6,7 42,2 11,0 18,3 24,9 39,3 42,8 4,4 10,1 10,4 31,2 — 2,67 3,28 8,38 1,37 –0,53 0,47 — — 0,08 0,10 1,08 — 5,55 — 0,67 — 3,79 –1,39 0,52 2,75 3,28 1,41 — 1,09 –0,12 –0,36 2020 2019 2021 Kursziel 88,75 € Dividenden- Dividenden- Kursziel Rendite 20 Rendite 21 in % in % U Quelle: Bloomberg 80 Der US-amerikanische Energieversorger Duke Energy hat im ersten Quartal dieses Jahres 1,26 US-Dollar (1,04 Euro) je Aktie Gewinn gemacht – etwas mehr als die von den Analysten im Durchschnitt erwarteten 1,24 Dollar. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Gewinn je Aktie um zehn Prozent – trotz der Winterstürme in Texas. Beim Umsatz hingegen hat Duke Energy nun schon das vierte Quartal in Folge die Analystenerwartungen nicht erreichen können. ISIN US26441C2044 90 Analystenempfehlungen U O P — 1,9 4,0 1,2 2,5 3,3 3,3 1,1 0,7 1,8 4,3 2,2 4,5 1,9 4,7 2,2 3,8 1,2 1,8 2,1 20,71 204,13 46,63 40,00 21,64 37,34 7,68 54,52 33,81 35,30 5 4 15 7 10 2 7 2 4 9 5 1 7 0 6 3 5 3 8 4 0 0 0 0 3 2 0 9 6 1 — 1,3 1,9 0,0 2,1 — 4,7 — — 7,4 0,6 1,4 0,1 0,9 5,6 6,7 4,6 1,0 2,6 1,8 — 0,5 0,7 6,3 — 1,3 0,7 0,2 1,2 2,1 0,0 5,3 1,1 4,9 0,0 0,0 8,0 3,5 2,5 0,2 1,3 5,6 7,1 4,6 1,0 3,0 2,0 0,8 1,0 0,8 10,1 6,0 3,9 1,2 33,38 83,47 108,55 258,13 41,17 29,38 6,92 278,05 19,07 0,42 2,39 22,89 24,50 170,25 2,37 7,72 8,47 201,49 18,89 13,00 85,44 176,00 131,30 6,73 17,60 4,04 94,68 6 16 15 59 12 19 16 37 11 23 16 19 21 18 25 23 10 10 17 20 10 9 9 11 15 11 10 11 4 7 2 4 3 5 6 7 2 8 4 4 1 6 1 0 4 16 8 7 7 8 2 10 6 10 6 1 2 0 2 0 0 2 0 0 1 1 5 2 1 0 0 0 3 1 3 5 0 0 3 0 7 FOCUS-MONEY 21/2021 12.05.21 12:11
INTERNATIONAL FLAVORS & FRAGRANCES International Flavors & Fragrances Aktienkurs in Euro Durchwachsene Zahlen 120 International Flavors & Fragrances ist, wie der Name schon sagt, ein Aroma- und Duftstoffhersteller aus den USA. Dieser hat im vergangenen Quartal mit einem bereinigten Gewinn je Aktie von 1,60 US-Dollar (1,31 Euro) die Analystenerwartungen übertroffen, doch ohne das Herausrechnen von einmaligen Effekten steht ein Verlust von 0,21 Dollar je Aktie zu Buche. Im Vorjahresquartal hatte das Unternehmen noch einen Gewinn erzielt. Der Umsatz stieg leicht auf 2,47 Milliarden Dollar. ISIN US4595061015 Name Hennes & Mauritz Hon Hai Honda Motor ICBC Just Eat Takeaway LG Electronics MTN Group Naspers NEL Newcrest Min. Nintendo Nippon Tel. & Tel. Nokia Norilsk Nickel Orange Panasonic Corp. Reliance Ind GDR Samsung El. St.GDR Sberbank of Russia Sibanye-Stillwater Siemens Gamesa Softbank Sony Stellantis Takeda Pharm. Telefónica Telia Comp. Tencent Tomra Systems Toyota Ubisoft Entert. Umicore Vestas Wind Sys. Volvo B Wheaton Prec. Met. X 5 Retail Yandex Zijin Mining Empfohlen am 1.3.2017 WKN / ISIN Kurs in € +/- zur Vorwoche in % +/- seit 30.12.20 in % 872318 / SE0000106270 20,18 –3,0 17,0 A2N7M5 / US4380908057 6,00 –13,0 11,7 853226 / JP3854600008 24,68 –2,5 9,7 A0M4YB / CNE1000003G1 0,52 –1,9 3,2 A2ASAC / NL0012015705 77,50 –5,5 –14,7 576798 / US50186Q2021 26,00 –5,8 26,2 897024 / ZAE000042164 5,55 1,1 62,4 906614 / ZAE000015889 196,00 0,31 15,7 A0B733 / NO0010081235 1,75 –11,6 –35,0 873365 / AU000000NCM7 17,66 0,63 9,7 864009 / JP3756600007 465,10 1,3 –11,6 873029 / JP3735400008 21,05 –3,3 –1,6 870737 / FI0009000681 4,09 –3,3 28,6 A140M9 / US55315J1025 30,00 –1,5 16,1 906849 / FR0000133308 10,33 –1,4 5,3 853666 / JP3866800000 9,33 –2,8 –1,8 884241 / US7594701077 43,40 –0,46 –1,0 896360 / US7960508882 1450,00 –5,5 –3,8 A1JB8N / US80585Y3080 13,60 –3,9 13,3 A2PWVQ / ZAE000259701 3,82 –3,8 18,6 A0B5Z8 / ES0143416115 26,06 –6,4 –20,6 891624 / JP3436100006 70,17 –7,7 11,0 853687 / JP3435000009 78,49 –2,2 –3,9 A2QL01 / NL00150001Q9 14,68 –2,1 74,1 853849 / JP3463000004 27,68 –1,1 –5,8 850775 / ES0178430E18 3,96 0,74 21,3 938475 / SE0000667925 3,52 –0,97 3,4 A1138D / KYG875721634 63,30 –2,3 6,1 872535 / NO0005668905 38,66 –0,92 –3,7 853510 / JP3633400001 64,14 1,8 2,1 901581 / FR0000054470 58,48 –6,1 –26,7 A2H5A3 / BE0974320526 50,20 –2,7 28,3 A3CMNS / DK0061539921 30,81 –8,2 –21,3 855689 / SE0000115446 21,19 –1,7 8,8 A2DRBP / CA9628791027 36,89 1,8 7,1 A0LHLX / US98387E2054 26,20 –1,5 –12,7 A1JGSL / NL0009805522 51,43 –5,3 –5,7 A0M4ZR / CNE100000502 1,30 1,8 45,8 FOCUS-MONEY 21/2021 FM21095A 95 Empfehlungskurs 120,14 € 130 Kurs aktuell 116,40 € Hoch / Tief 52 Wochen in € 80 KBV KCV Q W E 2020 2019 Neuer Stopp 98,94 € Gewinn 20 Gewinn 21 KGV 21 je Aktie je Aktie R T 13,0 0,07 0,62 7,1 0,43 0,58 5,8 2,17 2,88 1,0 0,11 0,12 61,5 –1,07 –1,77 1,2 — 5,50 2,9 0,55 0,48 — 7,04 9,72 — 0,09 –0,04 11,3 0,68 1,11 12,0 — 26,59 3,4 1,89 2,26 13,2 –0,45 0,23 0,7 — 3,24 2,2 1,71 1,02 5,7 0,54 0,74 — 1,69 2,00 155,0 180,6 — 70,47 101,49 — 151,1 — 2,03 6,5 0,62 0,97 29,0 — 0,38 17,2 15,30 3,82 9,4 7,10 4,45 2,5 0,02 2,33 8,5 1,81 3,09 1,6 — 0,38 5,0 — 0,17 24,3 2,11 1,99 34,2 0,52 0,70 6,6 5,48 6,35 10,9 2,43 2,63 25,6 0,54 2,59 40,5 3,89 0,84 14,2 0,94 1,48 26,4 0,93 1,23 4,0 1,16 1,75 48,5 0,80 0,86 21,7 0,03 0,06 Z 32,5 10,4 8,6 4,4 — 4,7 11,5 20,2 — 15,9 17,5 9,3 17,6 9,3 10,1 12,6 21,7 14,3 6,7 3,9 68,8 18,4 17,7 6,3 9,0 10,4 20,3 31,8 55,6 10,1 22,2 19,4 36,7 14,3 29,9 15,0 59,5 21,4 Quelle: Bloomberg 90 +/– in % –3,1 200 Tage Linie 22,21 / 11,17 17,15 6,3 7,80 / 4,29 5,75 2,2 26,71 / 19,33 22,85 0,7 0,62 / 0,42 0,52 0,5 110,95 / 73,78 90,78 1,4 31,40 / 7,35 18,98 0,4 5,71 / 2,28 3,75 1,7 216,5 / 140,56 176,11 3,9 3,40 / 1,01 2,24 4,2 22,60 / 14,75 17,78 1,8 546,1 / 361,15 476,31 3,9 23,30 / 17,27 20,65 1,4 6,10 / 2,72 3,53 1,7 31,60 / 19,90 25,07 1,4 11,66 / 8,57 9,91 1,0 11,92 / 6,75 9,24 1,1 55,10 / 34,10 46,78 3,6 1700 / 893,0 1333,35 44,1 14,30 / 8,48 11,44 5,0 4,34 / 1,60 3,17 2,8 40,39 / 12,90 28,02 3,6 82,67 / 37,33 63,59 2,3 99,99 / 56,36 78,41 2,3 15,54 / 4,00 9,63 0,9 35,40 / 26,50 29,87 1,2 4,62 / 2,58 3,45 5,9 3,77 / 2,92 3,47 2,1 82,84 / 47,15 64,84 6,7 42,30 / 29,51 37,40 10,6 67,00 / 50,00 60,00 1,1 87,30 / 58,48 73,68 4,8 51,70 / 30,00 41,76 4,7 43,12 / 15,70 31,39 33,5 23,80 / 10,99 19,15 2,7 48,60 / 28,99 37,32 3,5 33,64 / 25,40 29,72 6,8 62,50 / 34,55 53,68 5,0 1,60 / 0,35 0,88 4,8 110 100 2021 Kursziel 131,49 € Dividenden- Dividenden- Kursziel Rendite 20 Rendite 21 in % in % U U O — 4,1 2,5 6,6 — 1,7 — 0,2 — 1,5 3,6 3,7 — 4,4 5,8 1,6 0,3 3,8 6,1 5,7 — 0,5 0,5 15,4 4,9 7,9 7,2 0,2 0,8 2,7 0,0 1,5 0,7 7,0 1,0 6,7 — 1,0 2,9 4,9 3,6 7,0 0,0 1,6 3,2 0,2 0,0 1,5 3,0 4,0 1,0 7,0 6,7 2,4 0,4 2,1 7,5 11,2 7,0 0,0 0,5 0,6 5,0 4,9 7,6 5,7 0,3 0,9 3,0 0,0 1,7 0,7 5,5 1,3 8,0 0,0 2,1 20,22 8,53 30,52 0,71 131,45 76,58 5,92 288,37 2,78 20,01 567,32 25,49 4,44 25,60 13,20 11,83 49,31 1967,90 15,93 5,03 32,08 91,14 110,27 18,38 39,15 4,74 3,75 85,23 37,96 75,01 81,40 48,42 31,69 24,53 48,35 39,43 63,58 1,52 Analystenempfehlungen P 13 18 14 26 15 29 11 12 11 7 19 14 17 4 21 9 25 41 15 7 8 16 21 22 11 16 12 63 1 15 14 7 10 19 16 5 15 21 13 5 4 2 3 3 0 0 4 7 5 6 13 3 10 7 8 3 2 1 10 1 7 3 4 15 6 4 6 8 14 8 11 3 2 1 4 1 7 1 1 0 2 2 2 0 4 1 1 1 1 1 0 2 4 0 0 0 10 1 0 2 0 3 11 0 4 0 0 7 7 4 0 0 0 0 95 12.05.21 12:11
moneyanalyse ETFs NEUEMISSION Galaxy Digital Holdings Aktienkurs in Euro Profiteure digitaler Assets 25 20 15 10 5 0 2020 2019 Quelle: Bloomberg VanEck hat einen ETF auf den Markt gebracht, mit dem Anleger in Unternehmen investieren können, die in der Krypto- und Blockchain-Branche tätig sind – etwa Anbieter von Handelsplattformen, Hardware-Hersteller, Krypto-Miner und Zahlungsdienstleister. Aktuelle Top-Position: Galaxy Digital Holdings. Der thesaurierende VanEck-Vectors-Digital-Assets-ETF bildet damit eine Alternative zum bislang einzigen verfügbaren Produkt dieser Art, dem Invesco-Elwood-Global-Blockchain-ETF. 2021 WKN A2QQ8F Anbieter VanEck Referenz-Index MVIS-Global-Digital-Assets-Equity-Index Startdatum 30.4.21 Positionen 26 Ertragsverwendung thesaurierend Kosten 0,65 % Name WKN iShares Core DAX Xtrackers DAX Deka DAX iShares TecDAX Deka MDAX Invesco MDAX Lyxor SDAX Xtrackers ATX Xtrackers Switzerland Vanguard S&P 500 Invesco S&P 500 iShares Core S&P 500 Invesco EQQQ Nasdaq-100 Xtrackers MSCI USA Xtrackers Russell 2000 Vanguard FTSE 100 iShares Core FTSE 100 Xtrackers CAC 40 Amundi CAC 40 Xtrackers Nikkei 225 iShares Core MSCI Japan IMI Vanguard FTSE Japan Lyxor Japan (TOPIX) (DR) Xtrackers MSCI China Xtrackers CSI300 Swap iShares MSCI China A Lyxor MSCI India Xtrackers MSCI World Vanguard FTSE All-World SPDR MSCI ACWI iShares MSCI World Small Cap Amundi Prime Global VanEck Vec. Global Equal Weight Invesco EURO STOXX 50 iShares Core EURO STOXX 50 iShares STOXX Europe 600 Xtrackers MSCI EMU Lyxor MSCI EMU Small Cap (DR) 593393 DBX1DA ETFL01 593397 ETFL44 A2N7NF ETF005 DBX0KJ DBX1SM A1JX53 A1CYW7 A0YEDG 801498 A1XB5V A1XEJT A1JX54 552752 DBX1AR A2H59J DBX0NJ A0RPWL A1T8FU A0ESMK DBX0G2 DBX0M2 A12DPT LYX0BA A1XB5U A1JX52 A1JJTC A2DWBY A2PBLJ A1J01T A0RGCL 593395 263530 DBX0GJ LYX0W3 96 FM21096A 96 Jährl. ErtragsGebühr verin % wendung 0,16 0,09 0,15 0,51 0,30 0,19 0,70 0,25 0,30 0,07 0,05 0,07 0,30 0,07 0,30 0,09 0,07 0,20 0,25 0,09 0,15 0,15 0,45 0,65 0,50 0,40 0,85 0,19 0,22 0,40 0,35 0,05 0,20 0,05 0,10 0,20 0,12 0,40 T T T T T T A T A A T T A T T A A A T A T A A T T T T T A T T A A T A A A A Kurs € 128,58 144,98 136,24 29,89 303,55 53,82 136,70 57,53 106,26 64,74 638,72 346,35 268,40 96,43 255,85 35,93 8,02 64,32 95,37 22,06 41,82 29,30 138,06 19,56 15,23 5,11 19,04 72,27 94,80 151,62 5,92 24,30 50,09 89,33 40,09 43,64 44,82 358,10 Werteentwicklung p.a. in % 1 Jahr 3 Jahre 5 Jahre Name WKN 38,6 38,8 38,7 9,6 32,5 32,6 46,4 54,2 7,5 27,9 28,2 27,9 28,2 29,1 50,2 23 22,9 42,3 42,5 24,3 15,2 15,9 14,1 15 33,2 27,6 43,8 28,4 28,9 28,2 45,2 28,6 32 40,2 40,2 31,7 38,9 49,7 Xtrackers MSCI Europe iShares Core MSCI Europe Xtrackers MSCI Europe Small Cap Amundi MSCI EM Asia Xtrackers MSCI Emerging Markets ComStage MSCI Emerging Markets iShares Core MSCI EM IMI Lyxor MSCI Emerging Markets Asia Amundi MSCI EM Latin America iShares Automation & Robotics iShares Dow Jones Global Titans 50 iShares Global Clean Energy iShares Digitalisation VanEck Vec. Gold Miners Xtrackers MSCI World Health Care iShares Healthcare Innovation Lyxor MSCI World Inf. Tech. TR iShares S&P 500 Inf. Tech. Sector Lyxor New Energy VanEck Vec. Video Gaming a. eSports iShares STOXX Global Select Div. 100 SPDR S&P US Div. Aristocrats SPDR S&P Euro Div. Aristocrats Xtrackers MSCI World Min. Volatility iShares Edge MSCI World Mom. Fac. iShares Edge MSCI World Val. Factor VanEck Vec. Mornings. US Wide Moat UBS ETF (LU) MSCI World Soc. Resp. Lyxor World Water BNP Paribas Easy Circ. Ec. Leaders iShares MSCI Europe ESG Screened iShares MSCI Europe SRI UBS ETF (IE) S&P 500 ESG UBS MSCI USA Socially Responsible iShares MSCI EM SRI BNP Paribas Easy Low Carb. 100 Eu. Arero Der Weltfonds Xtrackers Portfolio DBX1ME A0MZWQ DBX1AU A2H58R A12GVR ETF127 A111X9 LYX0YF A2H58P A2ANH0 628938 A0MW0M A2ANH3 A12CCL A113FD A2ANH2 LYX0GP A142N1 LYX0CB A2PLDF A0F5UH A1JKS0 A1JT1B A1103F A12ATF A12ATG A12CCN A1JA1R LYX0CA A2PHCA A2N48D A1H7ZS A2PEZ8 A1JA1S A2AFCZ A2DPX9 DWS0R4 DBX0BT 4,6 4,7 4,6 5,2 5,5 — 6,4 0,8 12,3 16,1 — 16,1 24,1 16,5 11,2 1,1 1 6,9 6,9 9,2 4,1 4,3 3,1 4,7 14,6 11,4 6,7 12,4 11,5 11,4 10,1 — — 6,3 6,4 6,5 5,4 7 8,2 8,2 8,2 14,5 8,9 — 11,1 11,2 9,3 — — 15,2 24,1 15,6 13,9 — — 10,7 10,7 11,9 8,2 — 7,7 14,4 14,9 11,6 8,2 12,8 — 12,4 — — — 9,0 9,1 8,4 9,1 — Jährl. ErtragsGebühr verin % wendung 0,12 0,12 0,30 0,20 0,18 0,14 0,18 0,12 0,20 0,40 0,51 0,65 0,40 0,53 0,25 0,40 0,30 0,15 0,60 0,55 0,46 0,35 0,30 0,25 0,30 0,30 0,49 0,22 0,60 0,30 0,12 0,20 0,12 0,22 0,25 0,30 0,50 0,70 T A T T T A T T T T A A T T T T T T A T A A A T T T T A A T T T A A T T T T Kurs € Werteentwicklung p.a. in % 1 Jahr 3 Jahre 5 Jahre 69,08 27,11 57,56 37,07 52,44 48,16 30,45 10,70 12,20 9,77 51,01 10,09 8,45 32,74 37,23 8,02 426,55 13,95 37,58 33,77 28,83 57,32 22,62 31,27 49,86 30,33 43,19 109,62 51,58 13,85 6,48 55,94 22,44 144,66 7,01 201,05 236,32 263,25 30,4 5,7 8,0 30,5 5,8 8,1 49,2 8,0 10,8 29,7 7,8 13,3 32,2 6 — 31,8 6,0 11,3 34,1 6,1 11,2 30,4 7,9 — 42,4 –2,7 3,5 35,7 13,8 — 20,8 15,9 15,0 70,1 29,7 19,9 32,5 15,2 — –2,4 17,3 8,1 6,3 13,8 10,3 21,2 13,1 — 27,3 23,1 25,4 26,1 24,6 26,8 40,2 21,5 18,6 33,6 — — 39,6 6,5 7,3 33,3 12,9 10,9 23,6 1,4 5,3 6,2 8,7 7,8 21,2 14,1 15,6 28,4 3,4 8,0 31,8 20,1 17,2 26,8 13,4 13,3 38,7 14,8 11,2 37,5 — — 31,1 — — 30,6 9,9 10,4 27,5 — — 30,2 17,0 16,4 41,8 8 — 25 7,3 — 21,9 6,6 7,8 25 6,8 7,6 FOCUS-MONEY 21/2021 12.05.21 13:25
Zertifik ate UPDATE Ether-II-Zertifikat Aktienkurs in Euro 320 280 Immer wieder ärgerten sich Anleger über die fehlende Möglichkeit, in das bestehende Bitcoin- oder Ether-Zertifikat von Vontobel zu investieren. Grund: Es wurden keine Briefkurse mehr gestellt. Der Emittent hat sich nun dazu entschlossen, die „alten“ Scheine ordentlich zu kündigen (den auf Ether zum 31.5.2021; den auf Bitcoin zum 10.9.2021). Als Alternative bietet Vontobel bereits neue, endlos laufende Partizipationszertifikate auf Bitcoin und Ether an – zu allerdings recht happigen Kosten. 240 200 160 APR 2021 Quelle: Bloomberg Neue Kryptoscheine MAI 2021 WKN VQ552V (Ether II), VQ63TC (Bitcoin II) Emittent Vontobel Basiswert Ether bzw. Bitcoin Laufzeit endlos Bezugsverhältnis 0,1 (Ether), 0,01 (Bitcoin) Jährl. Gebühr je 3,75 % Name Emittent THEMENZERTIFIKATE Aqua Index (VON) Bauwirtschaft Basket (RCB) Belt and Road (VON) Bitcoin (VON) China Policy (VON) Circular World (VON) Digital Marketplaces (VON) EPRA/NAREIT Eurozone (HVB) Erix (SOG) ESG Goods for Life (HVB) FTSE EPRA/NAREIT Germany(HVB) Gene Therapy (VON) Global Hydrogen (HVB) Green Invest (ERG) Impact for Good (VON) Luxury-Performance-Index (VON) NYSE Arca Biotech (HVB) ROBO Gl. Disruptive Tech. (UBS) Smart Farming (VON) Smart Mobility (UBS) Solactive 3D-Printing (UBS) Solactive 5G (VON) Solactive Artificial Intelli. (VON) Solactive Batt. En. Storage (VON) Solactive Best Age (HVB) Solactive Blockchain Tech. (VON) Solactive BRIC E-Comm. (HVB) Solactive China Internet (VON) Solactive Cyber Security (VON) Solactive Dt Maschinenb. (HVB) Solactive German M&A (HVB) Solactive Gl. Family Owned (UBS) Solactive Global Spin-Off (VON) Solactive Home Office Tech.(VON) Solactive Industrie 4.0 (VON) WKN VF55L2 147,36 RCB9FM 12,77 VF5Y6S 111,18 VL3TBC 4446,00 VZ60CP 195,20 VE85VQ 173,46 VN19ER 235,50 HV092P 59,16 SG1ERX 217,40 HVB4GL 105,97 HV2CFJ 21,89 VA3BPR 99,70 HVB4H2 186,19 EB013Z 14,81 VA9QNW 166,38 VTA3LU 225,60 787363 446,26 UBS1RU 254,96 VA8HXD 145,46 UBS0SM 147,63 UBS13D 194,23 VA9H37 140,10 VL3SJB 227,00 VL53BE 201,70 HV3AGE 29,56 VL9NBT 166,10 HV1BEC 36,51 VP6CJ5 113,80 VS5ZCS 232,90 HV3DMB 18,04 HU5JPC 42,11 UBS1FA 136,31 VZ2SP0 169,50 VP796R 114,50 VS8Y40 234,40 EMITTENTEN: BNP BNP Paribas DB Deutsche Bank FOCUS-MONEY 21/2021 FM21097A 97 Kurs € Werteentwicklung p.a. in % 3 Monate 6 Monate 1 Jahr Laufzeit Name 4,1 7,8 –3,7 16,7 –14,0 4,2 –6,5 5,2 –18,0 0,6 –2,9 –18,3 –23,4 1,5 –9,3 14,5 –12,0 –17,3 6,0 –13,5 –48,7 –2,1 –5,6 –16,3 10,4 –3,9 –16,2 –26,9 –4,5 –2,2 –5,6 7,6 –6,5 –9,2 –2,7 Open End Open End Open End Open End Open End Open End Open End Open End Open End Open End Open End Open End Open End Open End Open End Open End Open End Open End Open End Open End Open End Open End Open End Open End Open End Open End Open End Open End Open End Open End Open End Open End Open End Open End Open End Solactive Robot. a. Drones (UBS) Solactive Smart Grid (VON) Solactive Social Media (VON) Solactive Value Investoren (UBS) Stoxx Europe ESG L. Sel 30 (HVB) Stoxx Europe IPO (SOG) STRATEGIEZERTIFIKATE CROCI Euro (DB) CROCI Germany (DB) DAXplus Export Strategy (HVB) DAXplus Max. Sh. Rat. Ger. (HVB) DAXplus Min. Varian. Ger. (BNP) DAXplus Seasonal Strategy (HVB) Directors-Deal.-Val.-Strat. (UBS) Dow Jones Asia Sel. Div. 30 (BNP) European Sector Rot. Strat. (HVB) Gebert Börsenindikator (MS) Global Quality Div.Payers (UBS) RADA Strategy Dax (UBS) RADA Strategy E. Stoxx 50 (UBS) Solactive Europ. Buyback (SG) Solactive High Div Low Vol (VON) REGIONENZERTIFIKATE DAXGlobal BRIC (BNP) Next-11 (GS) S&P SMIT 40 (HVB) Stoxx Nordic 30 (BNP) ROHSTOFFZERTIFIKATE Bloomberg Commodity (RCB) Bloomberg Indust. Metals (UBS) Brent Oil (Quanto) (SOG) Edelmetall-Basket (RCB) Gold Quanto (DB) Kupfer Quanto (DZ) Rogers Intl. Energy (BNP) Silber (Quanto) (HVB) DZ Bank ERG Erste Group 19,3 15,0 6,9 241,2 2,9 12,6 6,0 5,9 –2,1 2,3 3,0 –10,3 40,9 7,2 10,6 28,0 –4,2 23,8 22,6 11,2 50,7 10,1 7,4 17,7 17,5 18,6 –0,8 –6,4 17,5 23,5 22,1 10,1 14,8 8,6 14,4 48,5 33,9 16,9 449,6 –1,7 35,3 27,0 18,8 64,6 4,4 11,2 –12,2 117,2 — 37,5 60,2 –9,1 61,2 61,6 — 66,0 66,4 23,0 38,9 105,4 39,3 32,9 42,0 — 18,0 58,9 42,8 20,3 54,8 — 43,2 GS Goldman Sachs HVB HypoVereinsbank LEO Leonteq MS Morgan Stanley Emittent WKN Kurs € Werteentwicklung p.a. in % 3 Monate 6 Monate 1 Jahr Laufzeit UBS0RD VT0DSG VZ6ASM UBS1SV HX8SQL SG0HN2 305,13 –20,0 293,50 –5,0 293,20 –17,2 284,37 15,2 33,07 7,0 59,48 –6,2 16,9 11,1 13,5 29,9 13,8 1,5 47,2 45,4 58,9 56,7 34,4 31,5 Open End Open End Open End Open End Open End Open End DB091Z DB0WKS HV095B HU5JPA AA0KFZ HV1DB6 UBS1GB ABN6ZQ HVB12Y MF04W6 UBS0QD UB0C7S UB0C7T A12V1Y VZ7HDL 330,24 5,5 290,20 7,4 76,06 –5,8 92,59 1,3 72,38 4,9 69,68 8,1 123,12 0,8 169,61 14,9 1673,19 11,5 212,58 –19,4 315,60 11,7 189,02 –0,7 149,91 –0,7 17,85 10,9 118,50 7,0 8,6 13,4 11,6 6,5 3,5 15,6 15,9 17,4 21,8 1,2 22,5 –0,9 –0,3 27,0 15,9 27,3 33,2 22,7 21,7 17,2 35,2 38,4 24,5 53,7 7,6 33,0 9,0 12,3 50,0 28,8 Open End Open End Open End Open End Open End Open End Open End Open End Open End Open End Open End Open End Open End Open End Open End AA0AF9 46,01 GS8N11 125,53 HV72PR 11,68 ABN1NK 127,03 3,3 –2,7 –5,9 6,3 13,7 7,3 8,1 12,2 21,9 22,7 33,3 38,8 Open End Open End Open End Open End RCB9UP UT8KGL CE70J1 RCE0X5 DB0SEX DZ0CDD ABN08Q HV2XAG 11,6 18,0 15,0 12,3 –0,1 36,4 19,5 1,1 23,3 31,7 71,4 15,5 –4,5 70,4 86,9 13,1 — 34,5 69,3 — 128,8 30,0 — 6,9 157,2 156,3 117,2 Open End Open End Open End Open End Open End Open End Open End Open End 7,61 109,77 63,68 20,17 149,20 83,40 20,86 21,05 RCB Raiffeisen Centrobank SOG Société Générale UBS UBS VON Vontobel 97 12.05.21 13:24
moneyinside Andis BörsenBarometer Vergesst die Basis nicht! DIE EXTREME KNAPPHEIT BEI VIELEN COMPUTERCHIPS ist derzeit ein heißes Thema. Das ist verständlich, weil die leistungsstarken Halbleiter in fast allen Produkten stecken – von Fahrzeugen über Unterhaltungselektronik und Medizintechnik bis zu Haushaltsgeräten. Das Thema treibt Produzenten um, die ihre Bänder stoppen müssen und prall gefüllte Auftragsbücher nicht abarbeiten können, aber auch Anleger dieser Firmen, deren Aktien deshalb leiden. Verbraucher spüren die Lieferschwierigkeiten bei Chips durch längere Wartezeiten und steigende Preise der Endprodukte. Doch keineswegs nur bei Elektronikbauteilen bestehen Angebotsengpässe. Wegen des Baubooms ist der Holzmarkt weitgehend leer gefegt, selbst so etwas Profanes wie Sand wird rar, in vielen Regionen der Welt fehlt massiv Wasser. Aber auch Eisenerz, Kupfer und andere Industriemetalle verteuern sich rasant, weil die Kapazitäten der Förderer nicht mit der Nachfrage Schritt halten. Sogar das totgesagte Öl zeigte sich beim Preis zuletzt quicklebendig. ANDREAS KÖRNER, REDAKTEUR FOCUS-MONEY Dieser neue Trend ist in vielen Anlegerdepots noch nicht umgesetzt. Das gilt besonders für Deutschland, wo, anders als etwa in Großbritannien, kaum Rohstoffunternehmen auf den Kurszetteln stehen. Doch es gibt kostengünstige, hierzulande bequem handelbare Börsenfonds (ETFs), die auf genau diese Profiteure setzen. Stellvertretend ein Beispiel: Der LyxorMSCI-World-Materials-ETF bündelt Rohstoffriesen wie Rio Tinto oder BHP Billiton sowie zahlreiche weitere Werte des Sektors (ISIN: LU0533033824). Auch wenn diese Aktien von ihren Tiefs schon deutlich gestiegen sind (der Lyxor-ETF hat auf 12-Monats-Sicht 53 Prozent zugelegt), ist noch viel Platz nach oben. Denn die früheren Höchstkurse der Grundversorger der Industrie sind in aller Regel noch nicht erreicht und zudem sind diese nach wie vor günstiger bewertet als zahlreiche Technologieunternehmen. Zudem dauern Rohstofftrends und damit die Kursaufschwünge der Branchenaktien traditionell relativ lange. In der FOCUS-MONEY-Ausgabe 18/2021 hat der Bestsellerautor Marc Friedrich ebenfalls klar dargelegt, dass der nächste Superzyklus der Weltwirtschaft eher auf Basismaterialien beruhen wird statt auf noch mehr Technologie. Mittwoch Dienstag Montag Freitag Donnerstag BÖRSENTERMINE von Donnerstag 20.5. bis Mittwoch 26.5.2021 98 FM21098A 98 Fresenius Medical Care: Der Medizin- technikkonzern mit Schwerpunkt Dialyse lädt heute zur Hauptversammlung – aufgrund der Corona-Pandemie ohne physische Präsenz der Aktionäre. CTS Eventim: Europas führender Ticketvermarkter berichtet heute über die Entwicklung im ersten Quartal. Dafür, dass viele Veranstaltungen coronabedingt ausfallen, ist die Aktie gut unterwegs. Deere & Co.: Der Motor der US-Traktor- aktie brummt. Die Q2-Zahlen bringen neuen Treibstoff: 19 Analysten schätzen den Q2-Gewinn auf 4,47 US-Dollar je Anteilschein (Vorjahr: 2,11 Dollar). Börsenpause: Heute bleiben zahlreiche Finanzmärkte, auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz wegen des Pfingstfeiertags geschlossen. Anleger sollten das bei ihren Orders beachten. Johnson & Johnson: An diesem Tag notiert die Aktie des US-Pharma-Werts ex Dividende. Das bedeutet, die Quartalszahlung von derzeit 1,06 Dollar (0,87 Euro) wird vom Kurs abgezogen. VAT Group: Zahltag! Der Vakuumven­ MBB: Heute präsentiert der Ingenieurskonzern die Q1-Zahlen für 2021. Wird’s so gut wie 2020, als der Gewinn je Aktie in Q1 um 46 Prozent auf 0,66 Euro gesteigert werden konnte? Drillisch: Der Telekommunikations- Nvidia: Der US-Technologiegigant, bekannt für seine Grafikkarten, zieht heute ein Fazit zum Auftaktquartal 2021. Seit Jahresbeginn steht die Aktie knapp acht Prozent im Plus. tile-Hersteller für die Halbleiterbranche beglückt seine Aktionäre mit der Divi­dende. 4,09 Euro werden ausgeschüttet – 12,5 Prozent mehr als im Vorjahr. anbieter öffnet heute seine Türen zur Jahreshauptversammlung – virtuell natürlich. Im jüngsten Quartal stiegen die Umsätze um über fünf Prozent. Fotos: John Deere, DJE moJetzt ne auf Die Märkte außer y.d e Rand und Band? Was für eine Perversion: Miserable Daten vom US-Arbeitsmarkt beflügeln die Aktienkurse. Es scheint, als beherrsche das Irrationale die Finanzmärkte. Kann das überhaupt gut gehen? Auch aus und in Europa drohen (Inflations-) Gefahren. Die EZB druckte in diesen Krisenzeiten so viel Geld wie nie zuvor. Der Effekt: Die im Umlauf befindliche Geldmenge hat sich seit März 2020 nahezu verdoppelt. Haben die Notenbanken die Macht, sich unbegrenzt zu verschulden? Im Interview mit Money.de nimmt Börsen-Urgestein Jens Ehrhardt Stellung zu den aktuell drängendsten Fragen rund um die Börse und die Finanzmärkte. FOCUS-MONEY 21/2021 12.05.21 10:16
Jetzt im Hande l NUR TEUER, WENN MAN IHN NICHT HAT. FM21099A 99 12.05.21 10:16
© SFFP / Jo Molitoris / Ness Whyte / Julian Panetta, 2021 FM21100A 100 Jetzt verfügbar Dein neues Zuhause für True Crime 12.05.21 10:16
1 MY21_Journal-GKV-Guide_570177.indd 1 04.05.21 15:53
Meine Familie hat mir Sicherheit gegeben. Die BARMER eine individuelle Beratung zu Therapien. Jede psychische Krise ist anders. Schon im Vorfeld helfen wir mit präventiven Online-Trainings und digitalen Video-Therapien. Betroffenen geben wir Orientierung darüber, welche Therapieformen es gibt, wie man die Therapien am besten beginnt und welche Besonderheiten sie haben. Denn wir sind stark, wenn du uns brauchst. Mehr Infos unter: www.barmer.de/psychische-erkrankungen 2 MY21_Journal-GKV-Guide_570177.indd 2 0321_16_BAR_AZ_Depression_v2_FocusMoney_195x260+4_ISO300.indd 1 04.05.21 11:39 15:53 07.04.21
EDITORIAL GESUNDHEIT Inhalt Mensch im Mittelpunkt G 8 esundheit ist keine Ware.“ So steht es im „Zukunftsprogramm“ der SPD. Dass Gesundheit keine „Ware“ ist, daran ist nicht zu rütteln. Zumal jeder Mensch das Recht auf einen Lebensstandard hat, der Gesundheit und Wohlergehen gewährleistet, mahnt die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen. Damit auch alle Bürgerinnen und Bürger hierzulande eine effiziente Gesundheitspolitik genießen können, müsse fortan – so die Forderungen der Genossen – von der Wiederbelebung der Gemeindeschwester bis zur digitalen Verknüpfung der Sektoren alles getan werden, um die Versorgung in der Fläche zu sichern. Ohnehin, postuliert die SPD, sollten digitale Potenziale in der „flächendeckenden gesundheitlichen Versorgung“ entschlossener genutzt werden. Wobei die Digitalisierung „unser hervorragendes und medizinisches Personal nicht ersetzen“ werde. Was heißt dies im Klartext? Deutschland braucht nicht nur modernste Medizintechnik. Es braucht auch Menschen im Gesundheitswesen, die Patienten mit viel Empathie begegnen. Schon heute ist die Mehrheit der gesetzlich Versicherten mit ihrer Kasse zufrieden. Das attestiert der „Customer Satisfaction Index“ von Management + Marketing Consulting, der Technischen Universität Dresden und Usuma. Doch bekanntlich lässt sich Gutes oft noch besser machen. Da wollen GKV-Mitglieder schon mal wissen, welche Kasse – entsprechend persönlicher Vorlieben und Wünsche – mit herausragenden Leistungen für sie die Richtige ist. Licht ins Dunkel bringt in dieser Frage unser Sonderheft. Für insgesamt acht marktrelevante Personengruppen haben wir – orientiert an deren Bedürfnissen – in Zusammenarbeit mit dem DFSI in Köln die jeweils besten Kassen herausgefiltert. Auch zeigen wir, welche Krankenkassen kontinuierlich über Jahre in der Lage sind, Hervorragendes für diese Versichertengruppen zu leisten. Titelfoto: Depositphotos 11:39 MY21_Journal-GKV-Guide_570177.indd 3 4 STARK UND SOUVERÄN  Auch wenn Corona unser Gesundheitssystem vor immense Herausforderungen stellt: Die gesetzliche Krankenversicherung trotzt erfolgreich der SARS-CoV-2-Pandemie – und schützt medizinisch umfänglich Versicherte Foto: D. Gust/FOCUS-MONEY  BEFUND AUF BREITER BASIS Welche Krankenkasse passt am besten zu mir? Antworten liefert eine zielgruppenspezifische Untersuchung des Deutschen FinanzService Instituts in Köln. Auf welchen Parametern die Diagnose der Experten gründet 12  IMMER INDIVIDUELL Kluges Daten-Matching macht’s möglich: Die Kassen mit den meisten Übereinstimmungen im Hinblick auf die individuellen medizinischen Wünsche und Servicevorlieben von Familien, Sportlern, Selbstständigen, jungen Leuten, Anhängern der Alternativmedizin, Preisbewussten, aktiven Älteren und Anspruchsvollen Impressum Redakteur: Thomas Schickling Verlag: Die Verlagsbeilage erscheint in der FOCUS Magazin Verlag GmbH. Verantwortlich für den redaktionellen Inhalt: Frank Pöpsel Nachdruck ist nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlags gestattet. Druck: Vogel Druck und Medienservice GmbH & Co. KG, Leibnizstraße 5, 97204 Höchberg Datenschutzanfrage: 0781-6396100, Fax: 0781-639 6101; E-Mail: focus@datenschutzanfrage.de Stand: April 2021 3 04.05.21 15:53
AKTUELL BESTANDSAUFNAHME Starker Auftritt zu allen Zeiten Obwohl Corona hierzulande das Gesundheitssystem gerade vor immense medizinische und finanzielle Herausforderungen stellt: Die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland trotzt erfolgreich der SARS-CoV-2-Pandemie – und schützt umfänglich ihre Versichertengemeinde von THOMAS SCHICKLING 4 MY21_Journal-GKV-Guide_570177.indd 4 F örderalismus hin oder her: Mit dem erweiterten Infektionsschutzgesetz, der sogenannten Corona-Notbremse, hat nunmehr Bundeskanzlerin Angela Merkel letztendlich doch das Pandemiemanagement zumindest befristet an den Bund gezogen – und so die Regelungen im Kampf gegen das SARS-CoV-2-Virus bundesweit vereinheitlicht. Falls einzelne Bundesländer strengere Corona-Maßnahmen getroffen haben, gelten diese allerdings weiter. Für den Virchowbund der niedergelassenen Ärzte geben die neuen Leitlinien jedenfalls Grund zur Hoffnung auf wieder bessere Zeiten. „Ich sehe die Chance, dass die dritte Welle gerade gebrochen wird“, sagte der Vorsitzende Dirk Heinrich der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Der wachsende Impfeffekt und die bisherigen Lockdown-Maßnahmen hätten die Zahlen bereits stabilisiert, nun greife die Notbremse. „Ende Mai wird die Lage deutlich entspannter sein. Dann werden wir etwa zwölf Millionen Menschen zusätzlich geimpft haben, dann sind 30, 35 Prozent der Menschen geimpft, und das hilft ganz enorm“, prognostiziert Heinrich. Covid-19 testet zwar gerade die Belastbarkeit der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in Deutschland. Die allerdings hält dem enormen Druck bravourös stand! „Ich bin sehr froh, dass wir über eine so robuste und leistungsfähige Gesundheitsversorgung verfügen“, erklärt Doris Pfeiffer, Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbands. Die GKV habe Wort gehalten und in der Corona-Pandemie nicht nur alles medizinisch Notwendige finanziert, sondern auch für eine Foto: iStock 04.05.21 15:53
DEINE GESUNDHEIT IST PRIME. Wer vorsorgt, kassiert: bis zu 150 Euro pro Jahr. pronovabkk.de/prime MY21_Journal-GKV-Guide_570177.indd 5 prime@pronovabkk.de Hotline: 0214 32296-4926 5 04.05.21 15:53
AKTUELL Stabilisierung der Versorgungsstrukturen gesorgt. „Das Sysinformieren, mehrkostenfreie Hilfsmittel zuerst anbieten tem der gesetzlichen Krankenversicherung hat sich in der und auf eventuelle Zusatzkosten ausdrücklich hinweisen. Ein weiteres dickes Plus der GKV ist aus Sicht gesetzlich Krise bewährt und die flächendeckende Versorgung der MenVersicherter das coronabedingte Kinderkrankengeld – was schen sichergestellt“, unterstreicht Insiderin Pfeiffer. Für 2021 sieht die Chefin des GKV-Spitzenverbands danach Angaben der Kassen auf starke Resonanz stößt: Bereits her die Finanzierung gesetzlicher Kassen gewährleistet. im ersten Quartal dieses Jahres seien bundesweit rund AOK & Co. werden heuer nicht müde, das Gesundheits133 000 Anträge auf die Unterstützungsleistung in der Pandemie eingegangen, teilte die Techniker Krankenkasse (TK) wesen in Deutschland mit ihren Services und medizinischen mit. Damit liege die Zahl der Anträge fast doppelt so hoch Leistungen sowie einer Reihe sogenannter kassenindividuwie die Zahl „regulärer“ Anträge auf Kinderkrankengeld in eller Satzungsleistungen stets up to date zu halten. den ersten drei Monaten des Jahres 2021. Hier waren es leSo investiert die GKV-Branche unbeirrt in diesem Jahr für diglich 79 500. Die Koalition hatte die Kinderkrankentage ihre rund 73,38 Millionen Versicherten beachtliche SumAnfang 2021 ausgedehnt, damit Familien und Alleinerziemen in die Verbesserung der deutschen Kliniklandschaft. hende pandemiebedingte Engpässe bei der Betreuung ihrer Was auch dringend sein muss, denn: „Jeder Mensch muss Kinder abfedern können. Je Elternteil besteht nunmehr Anüberall im Land gut versorgt werden können. Das ist ein spruch auf 20 statt bisher zehn Krankentage. AlleinstehenHerzensanliegen der gesetzlichen Krankenversicherung“, de haben Anspruch auf 40 statt bislang 20 Krankentage. sagt Stefanie Stoff-Ahnis, Vorstand beim GKV-Spitzenverband. Damit das auch „dauerhaft für unsere Kleinsten gilt“, Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hatte sich bekämen in diesem Jahr erstmals 59 kürzlich sogar für eine erneute Ausweiländliche Kinderkliniken jeweils bis zu tung der Leistung ausgesprochen. Der 400 000 Euro an zusätzlicher Förderung. Bund übernimmt die Kosten für das CoEin ländliches Krankenhaus, welches rona-Kinderkrankengeld und schießt zu über Fachabteilungen für Innere Medizin diesem Zweck der Liquiditätsreserve des Ich bin sehr froh, und Chirurgie, Geburtshilfe oder GynäGesundheitsfonds 300 Millionen Euro zu. kologie und Geburtshilfe sowie eine FachDie meisten Anträge für die Leistung dass wir über eine abteilung für Kinder und Jugendmedizin kommen laut TK-Angaben aus Nordso robuste und rhein-Westfalen (39 211), gefolgt von (samt Basisnotfallversorgung für Kinder) Bayern (17 291) und Niedersachsen verfügt, erhält somit 2021 insgesamt leistungsfähige 800 000 Euro Pauschalförderung. Damit (11 683). Im Schnitt liegt die Zahl der geverdoppelt sich die maximale Förderung nommenen freien Tage je Antrag zwiGesundheitsvervon bisher 400 000 Euro. schen zwei und drei Tagen. TK-Vorsorgung verfügen“ Auch schreibt die GKV die insgesamt 41 standschef Jens Baas betonte in diesem Produktgruppen des Hilfs- und PflegeKontext, das Geld könne einen wichtigen hilfsmittelverzeichnisses (HMV) turnusBeitrag leisten, „Eltern in dieser herausDORIS PFEIFFER, fordernden Zeit zu unterstützen“. mäßig immer wieder fort, um relevante VORSTANDSVORSITZENDE medizinische und technische ErkenntnisUm den wirtschaftlichen HerausfordeDES GKV-SPITZENVERBANDS se sowie neueste Entwicklungen bei der rungen heute zu begegnen, suchen manche Kassen ihr Heil in Fusionen. Anfang Hilfsmittelversorgung der gesetzlich versicherten Patienten zu berücksichtigen. 2021 vereinigte sich etwa die SchwenMit der aktuellen Überarbeitung wurden so immerhin fast ninger BKK mit der Atlas BKK Ahlmann zur Vivida BKK. Zudem schlossen sich die Big Direkt gesund und die Actimon4000 Hilfsmittel neu ins HMV aufgenommen. Eine von vielen wirklichen Innovationen im HMV beispielsweise ist ein da BKK zur Big Direkt gesund zusammen. Damit ist die Zahl topmodernes Knochenleitungshörgerät. Dieses lässt sich der gesetzlichen Kassen zwar insgesamt auf 103 gesunken. Je nach Bundesland stehen gesetzlich Versicherten aktuell einfach mithilfe eines Adapters hinter das Ohr kleben. Anaber immer noch zwischen 42 und 56 Kassen frei zur Wahl! ders als herkömmliche Knochenleitungshörgeräte muss es Gerade mehr respektive bessere Leistungen animieren dem Träger weder implantiert werden, noch erfordert es Angesetzlich Versicherte zum Kassenwechsel, so eine Studie pressdruck am Kopf, um tadellos zu funktionieren. des Marktforschers Heute und Morgen. Doch welche KranState of the Art ist das HMV etwa auch im Hinblick auf orkenkasse ist – angesichts unterschiedlicher medizinischer thopädische Einlagen: So profitieren GKV-Versicherte davon, dass der 3-D-Fußscan nunmehr auf dem neuesten Stand der Präferenzen Versicherter – heuer erste Wahl? Eine Frage, die Technik ist und damit die Datenerfassung der Fußanatomie vielen Bürgern auf der Seele brennt. Egal, ob Familien, Preisexakter und schneller für Einlagenträger über die Bühne geht. bewusste oder Sportler: Welche Kasse für welchen Typus top Gut zu wissen: GKV-Versicherte haben im Rahmen des soist – das verrät jetzt das Deutsche Finanz-Service Institut (DFSI) in Köln. Zusammen mit den Fachleuten des DFSI hat genannten Sachleistungsprinzips Anspruch auf eine „mehrkostenfreie“ Hilfs- und Pflegehilfsmittelversorgung. Etwa FOCUS-MONEY für insgesamt acht Personengruppen aus Sanitäts- und Orthopädiefachgeschäfte oder Hörakustiker dem Gros der Kassen die jeweils besten Anbieter (s. Methomüssen darum proaktiv über diesen Versorgungsanspruch de S. 8 und 10 sowie Profile S. 12 ff.) herausgearbeitet. 6 MY21_Journal-GKV-Guide_570177.indd 6 04.05.21 15:53
... GENAU WIE UNSERE SERVICE-APP! SO MODERN KANN KRANKENKASSE SEIN 7 MY21_Journal-GKV-Guide_570177.indd 7 04.05.21 15:53
METHODE Anamnesebogen: Basis der Befunde Jedem der acht Versichertenprofile in diesem Journal sind Leistungen zugeordnet, die über das gesetzliche Maß hinausgehen, respektive nicht im regulären Katalog der gesetzlichen Krankenversicherung enthalten sind und die für die jeweilige Zielgruppe einen Mehrwert darstellen. Anhand zahlreicher Daten, die das unabhängige Portal www.gesetzlichekrankenkassen.de regelmäßig von den Wettbewerbern mittels eines umfangreichen Fragebogens erfasst, und anhand selbst erhobener Daten ermittelte das Deutsche Finanz-Service Institut (DFSI) in Köln, welche Kassen die höchste Übereinstimmung mit dem jeweiligen Profil aufweisen. Die besten für die Allgemeinheit geöffneten Anbieter sind in den Tabellen zu den einzelnen Profilen abgebildet. Die der Benotung zugrunde liegenden Punkte in den einzelnen Leis­tungsbereichen wurden wie folgt ermittelt: WAHLTARIFE: je Wahltarif zwei Punkte; ein Zusatzpunkt, wenn bei Beitragsrückerstattung in Anspruch genommene ärztliche Leistungen ohne weitere Verordnung nicht angerechnet werden; beim Profil „Junge Leute“ maximal vier Punkte, wenn die Beitragsrückerstattungsprämie höher als 400 Euro innerhalb der ersten drei Jahre ist, drei Punkte, wenn sie mehr als 300 Euro beträgt, zwei Punkte für mehr als 200 Euro und ein Punkt, wenn die Summe unter 200 Euro liegt, sowie Zusatzpunkte, wenn der maximale Vorteil schon im ersten Jahr möglich ist oder auch ohne Kostenerstattungsverfahren gemäß § 13 SGB V nutzbar ist. ZUSATZLEISTUNGEN: je eigenständige Zusatzleistung im gesamten Versorgungsgebiet der Kasse zwei Punkte; bei der Hautkrebsvorsorge ein Zusatzpunkt, wenn der Einsatz eines Auflichtmikroskops inbegriffen ist; beim Profil „Familien“ zusätzlich drei Punkte, wenn die künstliche Befruchtung zu 100 Prozent übernommen wird, oder ein Punkt, wenn weniger Zuschüsse fließen. Ist die Kos­tenübernahme je Zusatzleistung zusammen mit anderen Leistungen durch ein Budget gedeckelt (Gesundheitskonto), wurde die erreichte Punktzahl je nach Anzahl der sich das Budget teilenden Leistungen mit einem Faktor zwischen 0,2 und 0,9 gewichtet (GK-Faktor). Ist die angebotene Leis­tung nur regional verfügbar, so wurde die erreichte Punktzahl nur anteilig mit dem Faktor multipliziert, welcher angibt, in wie vielen Bundesländern die Leistung im Versorgungsgebiet der jeweiligen Krankenkasse angeboten wird (Regional-Faktor). Kann die Leistung über eine zweckgebundene Bonusprämie ausschließlich beziehungsweise zusätzlich finanziert werden, erhöhte sich die Punktzahl um 0,2 Punkte, aber nicht über die maximal erreichbare Punktzahl hinaus. INDIVIDUELLE GESUNDHEITSFÖRDERUNG: ein halber Punkt für das generelle Angebot. Werden zwei Kurse aus einem Handlungsfeld pro Jahr bezuschusst, gab es einen halben Punkt extra; einen weiteren halben Punkt, wenn im jeweiligen Bereich auch ein zertifiziertes OnlineProgramm angeboten wird. Wurde auch die Höhe der Regelerstattung je Fremd- bzw. Eigenkurs betrachtet, gab es zwei Punkte, wenn der Prozentsatz, bis zu dem die Kosten für Fremd- bzw. Eigenkurse von der Kasse übernommen werden, bei 100 Prozent lag, 1,5 Punkte bei mindestens 90 Prozent und einen Punkt bei mindestens 80 Prozent; bei der Bewertung der durchschnittlichen Erstattungshöhe für einen Gesundheitskurs konnten für mindestens 250 Euro (ohne Begrenzung) zwei, für mindestens 150 Euro 1,5 und für mindestens 75 Euro ein Punkt(e) erzielt werden. BESONDERE VERSORGUNG UND VERSORGUNGSMANAGEMENT: je Indikation ein Punkt bei Verfügbarkeit im gesamten Versorgungsgebiet sowie ein weiterer Punkt, wenn das Angebot in jedem Bundesland besteht, in dem die Kasse aktiv ist; ein Punkt, wenn das Angebot nur regional begrenzt besteht. Für das jeweilige Versorgungsmanagement gab es jeweils einen Punkt für eine aktive Aufklärung und Beratung, eine aktive dauerhafte Begleitung durch einen festen persönlichen Ansprechpartner, die Unterstützung durch einen qualifizierten Gesundheitsberater, einen Terminerinnerungsservice, den Umgang mit Begleiterkrankungen, eine ärztliche Zweitmeinung vor einer Operation und wenn die Leistungen proaktiv individuell angeboten werden. Zusätzlich wurde bewertet, in welcher Form eine qualifizierte Betreuung stattfindet. Hierzu gab es bis zu zwei Punkte. Je nachdem, wie schnell Teilnehmer am Versorgungsmanagement Termine beim Therapeuten bekommen, gab es, wie auch für die Verfügbarkeit im gesamten Versorgungsgebiet, jeweils bis zu drei Punkte. Die Summe aller Punkte in dieser Kategorie wurde dann mit 25 Prozent gewichtet. ALTERNATIVE MEDIZIN: bis zu zwei Punkte, wenn für ein Verfahren bei allen zugelassenen Leistungserbringern im Versorgungsgebiet gezahlt wird, ohne dadurch ein vorbehaltlos verfügbares 8 MY21_Journal-GKV-Guide_570177.indd 8 04.05.21 15:53
9 MY21_Journal-GKV-Guide_570177.indd 9 04.05.21 15:53
METHODE Gesundheitsbudget zu belasten. Diese Punktzahl reduziert sich jeweils, wenn entweder die Leistung nur bei ausgewählten Leistungserbringern bezahlt wird, die Leistungserbringung nur regional verfügbar ist (Regional-Faktor), nur für eine bestimmte Personengruppe gilt oder damit ein gedeckeltes Budget belastet wird (GK-Faktor). Kann die Leistung über eine zweckgebundene Bonusprämie ausschließlich beziehungsweise zusätzlich finanziert werden, erhöhte sich die Punktzahl um 0,2 Punkte, aber nicht über die maximal erreichbare Punktzahl hinaus. Beim Profil „Anhänger der Alternativmedizin“ wurden die homöopathischen Medikamente und osteopathischen Behandlungen auf Basis ihrer Erstattungs­höhe dreifach bewertet. BONUSPROGRAMME: ein Punkt je bonifizierte Maßnahme. Wurde die Bonushöhe bewertet, gab es für eine maximale Bonussumme von mehr als 300 Euro fünf Punkte, darunter abgestuft ein bis vier Punkte; bei Betrachtung der durchschnittlichen Bonushöhe je nachgewiesene Maßnahme fünf Punkte bei mehr als 40 Euro, darunter abgestuft ein bis vier Punkte; beim Profil „Familien“ getrennte Betrachtung der durchschnittlichen Bonushöhe in Programmen für Erwachsene und Kinder, wobei die erzielte Punktzahl in beiden Programmen addiert und durch zwei geteilt wurde. ZUSATZVERSICHERUNGEN: 1,5 Punkte je Zusatzpolice über Kooperationspartner ohne Gesundheitsprüfung; alternativ 1,5 Punkte, wenn Zugang zu Zusatzschutz auch über einen Wahltarif der Kasse möglich ist. Punkte erreicht werden. Wenn diese nicht zu 100 Prozent bzw. nur im Rahmen eines Gesundheitskontos erstattet werden, wurde diese Punktzahl mit dem jeweiligen GK-Faktor bzw. Erstattungsprozentsatz gewichtet. Kann die Leis­ tung über eine zweckgebundene Bonusprämie ausschließlich beziehungsweise zusätzlich finanziert werden, erhöhte sich die Punktzahl um 0,2 Punkte, aber nicht über die maximal erreichbare Punktzahl hinaus. ZAHNMEDIZIN: zwei Punkte für kostenlose professionelle Zahnreinigung (PZR) für alle Versicherten, zwei weitere Punkte für einen ­Zuschuss zur professionellen Zahnreinigung für alle Versicherten; je zwei Punkte für über die Pflichtleistung hinausgehende spezielle Zahnbehandlungen, ein Punkt für zahn­ medizinische Beratung; zwei Punkte für Zahnersatz zum Nulltarif (z. B. bei Regelversorgung und vollem Bonus durch Nachweis regelmäßiger Zahnvorsorge) und vergünstigten Zahnersatz. Ist die Kostenübernahme der jeweiligen zahnmedizinischen Leistung zusammen mit anderen Leistungen durch ein Budget gedeckelt (Gesundheitskonto), wurde die erreichte Punktzahl mit dem GK-Faktor gewichtet. Ist die angebotene Leistung nur regional verfügbar, so wurde die erreichte Punktzahl nur anteilig mit dem Regional-Faktor multipliziert. Kann die Leistung über eine zweckgebundene Bonusprämie ausschließlich beziehungsweise zusätzlich ­ finanziert werden, erhöhte sich die Punktzahl um 0,2 Punkte, aber nicht über die jeweils maximal erreichbare Punktzahl ­ inaus. h VORTEILSPROGRAMME: zwei Punkte jeweils für die Zuzahlungsfreiheit bestimmter Generika oder Hilfsmittel. Ein Punkt bei einer Reduktion der Zuzahlung. SERVICE: zwei Punkte je vorhandene Serviceleistung; beim Profil „Anspruchsvolle“ zusätzliche zwei Punkte bzw. ein Punkt, wenn am Servicetelefon ausschließlich bzw. überwiegend Sozialversicherungsfachangestellte sitzen; beim Profil „Familien“ zwei Punkte für eine 24/7-Hotline und ausschließlich Sozialversicherungsfachangestellte, ein Punkt, wenn zumindest eine 24/7-Hotline vorhanden ist; bei fremdsprachigem Service 0,5 Punkte je Sprache (max. aber 4,5 Punkte); bei Geschäftsstellennetz max. je fünf Punkte für die Kennziffer „Versicherte je Geschäftsstelle“ und für die Kennziffer „Geschäftsstellen je Bundesland“. AUSLANDSSCHUTZ: zwei Punkte, wenn für alle Reiseschutzimpfungen gemäß den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission ­(Stiko) beim Robert Koch-Institut (RKI) in Verbindung mit den Reise­ hinweisen des Auswärtigen Amtes geleistet wird. Ein Punkt, wenn nur für eine Auswahl der Empfehlungen oder eine andere Auswahlliste geleistet wird. Für die Erstattung der Impfleistung und des Impfstoffs konnten ebenfalls zwei 10 MY21_Journal-GKV-Guide_570177.indd 10 So bewertete das DFSI Grundlage des Tests bilden die aktuellen Daten von insgesamt 69 allgemein geöffneten gesetzlichen Kassen. Stichtag der Analyse war der 20.4.21. Die Benotung der Kassen bei den einzelnen Versichertenprofilen resultiert aus der erzielten Punktzahl. Sie reicht von „Exzellent“ bis „Mangelhaft“. Die Bestnote ging dabei an all jene Kassen, die zu den besten zehn Prozent der Rangliste gehören. Die Note „Sehr Gut“ ging an die darunterliegenden zehn Prozent auf der Punkteskala. Die übrigen Bewertungen („Gut“, „Befriedigend“, „Ausreichend“ und „Mangelhaft“) erfolgten dann entsprechend in 20-Prozent-Schritten. Für die Langfrist-Auswertung über den Zeitraum 2012 bis 2021 galt folgende Systematik: Kassen mit einer „exzellenten“ Bewertung im jeweiligen Jahr erhielten sechs Punkte. Krankenkassen mit einem „Sehr Gut“ fünf Punkte, mit „gutem“ Urteil vier Punkte, einem „Befriedigend“ drei Punkte. Und „ausreichende“ bzw. „mangelhafte“ Kassen schließlich zwei respektive einen Punkt. Die pro Jahr erzielten Punkte je Krankenkasse wurden aufaddiert. Thomas Lemke ist Geschäftsführer des DFSI Foto: I. Grosser 04.05.21 15:53
www.meine-mhplus.de Hahnenkampf? Reitstunde? Rückentraining? Egal wer Du bist. Egal was Du machst. Wir kümmern uns um Deine Gesundheit. 11 MY21_Journal-GKV-Guide_570177.indd 11 04.05.21 15:53
FAMILIEN VIELFALT Gefühlvoll gehalten Liebe, Vertrauen und Geborgenheit – das macht Familie aus. Damit die Eltern-Kind-Gemeinschaft physisch und psychisch fit bleibt, haben Krankenkassen heute eine Menge auf Lager K ennen Sie die Hellin-Hypothese, auch Hellin-Regel genannt? Mit dieser lässt sich die Häufigkeit von Mehrlingsschwangerschaften als Potenz der Häufigkeit von Zwillingsgeburten berechnen, wobei der Exponent die Anzahl der Kinder minus eins ist. Wie bitte? Für Otto Normalbürger in klare Worte übersetzt, heißt dies konkret: Unter Berücksichtigung weltweit zunehmender Hormonbehandlungen und künstlicher Befruchtungen liegt die Wahrscheinlichkeit für eine eineiige Zwillingsgeburt bei eins zu 250 Schwangerschaften. Eineiige Drilllinge kommen sogar nur mit einer Wahrscheinlichkeit von eins zu 200 Millionen zur Welt. Bei eineiigen Vierlingen hingegen liegt die Wahrscheinlichkeit bei eins zu 13 Millionen. So viel zur Theorie. In der Praxis allerdings nimmt die Häufigkeit von Mehrlingsgeburten in Deutschland evident zu: War 1977 nur jedes 56. Neugeborene ein Mehrlingskind, ist es heute nach Angaben des Statistischen Bundesamts­ ­bereits jedes 27. Neugeborene. „Grund dafür ist zum einen die Zunahme von künstlichen Befruchtungen, zum anderen das höhere Durchschnittsalter der werdenden Mütter“, erklärt Privatdozent Kai-Sven Heling, Pränataldiagnostiker und Ex-Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM). Denn Frauen haben mit zunehmendem Alter häufiger zwei Eisprünge pro Zyklus. Zwillingsschwangerschaften sind riskant. Zu den Hauptrisiken zählen Fehlbildungen und Frühgeburt. Die Schwangeren tragen zudem allein aufgrund der stärkeren körperli12 MY21_Journal-GKV-Guide_570177.indd 12 chen Belastung durch zwei Kinder ein erhöhtes Risiko für Schwangerschaftsdiabetes, Anämie (Blutarmut) und Präe­ klampsie, bei welcher die werdenden Mütter unter Bluthochdruck, Eiweiß im Urin und Wasseransammlungen im Gewebe leiden. „Es ist von entscheidender Bedeutung, dass jene Zwillingsschwangerschaften, welche einem erhöhten Risiko für Komplikationen unterliegen, frühzeitig identifiziert und kontinuierlich per Ultraschall betreut werden“, rät Professor Constantin von Kaisenberg, Bereichsleiter Pränatalmedizin und Geburtshilfe im Perinatalzentrum der Medizinischen Hochschule Hannover. Erste Wahl für Schwangere sind daher gesetzliche Kassen, die ihnen im Rahmen einer Risikoschwangerschaft über das Normalmaß hinaus engmaschige Ultraschalluntersuchungen finanzieren. Auch Vorsorge-Screenings sind für Schwangere wichtig. Gemäß den Mutterschaftsrichtlinien haben gesetzlich versicherte Frauen daher während der Schwangerschaft Anspruch auf Tests zur Früherkennung von Syphilis, Hepatitis B, Chlamydien und Schwangerschaftsdiabetes. Ist das Baby ohne Komplikationen zur Welt gekommen, wünschen sich Väter und Mütter natürlich von Herzen, dass ihr Kind auch gesund heranwächst. Was nicht unproblematisch unter dem SARS-CoV-2-Virus ist: Pädiater befürchten, dass während der Corona-Pandemie viele Kinder als Folge von Home-Schooling und zu viel Aktivität vor dem Bildschirm eine Kurzsichtigkeit entwickeln. „Kinder und Jugendliche haben während des Corona-Lockdown deutlich mehr Zeit mit digi- Foto: iStock 04.05.21 15:54
ABGEFRAGTE KRITERIEN: Besondere Versorgung/Versorgungsmanagement: Frauen­erkrankungen, Kindererkrankungen Zusatzleistungen: erweiterte Leistungen für Haushaltshilfen (mit Kind im Haushalt), künstliche Befruchtung, Brustkrebs, Check-up 35 für Versicherte unter 35, Schutzimpfungen (ohne Reiseschutz), Hebammen-Rufbereitschaftspauschale, Rooming-in bei Kindern, zusätzliche Vorsorgeuntersuchungen für Schwangere, Angebote zusätzlicher Leistungen bei Schwangerschaft und Geburt, zusätzliche persönliche Hebammenberatung, Akupunktur in der Schwangerschaft, Kos­tenübernahme für Geburtsvor­bereitungskurs für den Partner, erweiterte ­Jugenduntersuchungen Individuelle Gesundheitsförderung: Zuschüsse für Kurse zur Reduzierung von Bewegungsmangel durch gesundheitssportliche Aktivitäten, Vorbeugung/Reduzierung spezieller gesundheitlicher Risiken durch geeignete Bewegungs­programme, Vermeidung/Reduktion von Übergewicht, Vermeidung von Mangel-/Fehlernährung, Erstattung je Kurs für Fremd- und eigene Kurse der Kasse Bonusprogramme: durchschnittliche Bonus­höhe je nachgewiesene Maßnahme in Programmen für Erwachsene und Kinder Auslandsschutz: Kostenübernahme für Reiseschutzimpfungen Serviceleistungen: Service-Hotline 24/7, medizinische Informations-Hotline 24/7 Betreuungsservice: fester persönlicher Ansprechpartner bzw. e­ xtra aufgestelltes Betreuungsteam, Vermittlung von Arztterminen, Vorsorgeerinnerungsservice, Geschäftsstellennetz, telefonische Hebammenberatung, Online-Elternzeitrechner talen Spielen verbracht“, so der Präsident des Bundesverbands der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), Thomas Fischbach. Das zeige eine aktuelle Studie der DAK. Danach stieg die durchschnittliche Spieldauer werktags von 79 Minuten im September 2019 auf 139 Minuten im April 2020. Vor allem Kinder, die mit ihren Familien in beengten Wohnungen ohne Garten lebten, hatten oft nichts anderes als digitale Medien, um sich abzulenken, ergänzt der BVKJ-Sprecher für Westfalen-Lippe, Michael Achenbach. Gerade in der Phase des Augenwachstums bei Kindern führt dies jedoch zu Kurzsichtigkeit, wenn das Auge wenig Sehangebote in der Ferne erhält. Darum stehen besorgte Eltern auf Kassen, die neben den Vorsorgeuntersuchungen U1 bis U9 zusätzlich für die Kosten der U10 (Kinder von sieben bis acht Jahren) und U11 (Neunbis Zehnjährige) einstehen, in denen Gesundheits- und Entwicklungsstatus der Kids vom Kinderarzt gecheckt werden. Und außerdem bei Teenagern neben der obligatorischen J1 eine J2-Untersuchung der 16-/17-jährigen Teenies anbieten. Nicht zu vergessen: Immer mehr Kinder und Jugendliche in Deutschland bedürfen einer psychotherapeutischen Hilfe. Corona und die damit verbundenen Kontaktbeschränkungen dürften die Situation noch verschärfen. Daher bauen Familien jetzt auf jene Kassen mit speziellen Kinder- und Jugendprogrammen, die Vorsorgeuntersuchungen weit über den Leistungen der Regelversorgung enthalten und bei denen Mediziner gezielt auf physische/psychische Auffälligkeiten junger Menschen achten und diese behandeln. Top-Kassen für Familien Kasse Note AOK Baden-Württemberg AOK PLUS BERGISCHE KRANKENKASSE DAK-Gesundheit HEK – Hanseatische Krankenkasse IKK Südwest TK – Die Techniker VIACTIV Krankenkasse AOK Bayern AOK Hessen AOK Rheinland/Hamburg AOK Rheinland-Pfalz/Saarland BAHN-BKK BARMER BKK VBU BKK VerbundPlus BKK24 hkk Krankenkasse IKK Brandenburg und Berlin KKH Kaufmännische Krankenkasse KNAPPSCHAFT mhplus Betriebskrankenkasse pronova BKK Salus BKK SECURVITA Krankenkasse regional geöffnet exzellent exzellent exzellent exzellent exzellent exzellent exzellent exzellent sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut bundesweit geöffnet Weitere Ergebnisse unter: www.dfsi-institut.de Innerhalb der Notenstufen alphabetische Sortierung Langfrist-Wertung1) Kasse Punkte DAK-Gesundheit TK – Die Techniker HEK – Hanseatische Krankenkasse AOK Baden-Württemberg AOK PLUS BARMER regional geöffnet 60 58 56 54 54 52 bundesweit geöffnet Top 5 im Zeitraum 2012 bis 2021 Innerhalb der Punktestufen alphabetische Sortierung 1) 13 MY21_Journal-GKV-Guide_570177.indd 13 04.05.21 15:54
SPORTLER FITNESS Alles fest im Griff Sport wirkt präventiv gegen chronische Entzündungen. Das attestiert die Wissenschaft. Wie Krankenkassen heute den Sportsgeist ihrer Versicherten fördern W er eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.“ Dieses Bonmot stammt von der ModeIkone Karl Lagerfeld. Sicher, die bequeme Sporthose kann aus Sicht eines Haute Couturier nicht mit einem edlen Seidensakko oder schicken Designerkleidchen Schritt halten. Doch als gemütlicher Dress sind dieser Tage Sweatpants fürs Home-­Office und zum Sporteln einfach Kult. Apropos Sporteln: Wer seine Muskelkraft trainiert, lebt im Schnitt gesünder und länger. Übungen wie Liegestütze, Kniebeugen, Gewichtstraining mit Hanteln oder an Geräten dienen nachweislich dem Aufbau und Erhalt von Muskeln. Wissenschaftliche Studien attestieren, dass gezieltes Krafttraining genauso essenziell für unsere Gesundheit ist wie etwa Joggen, Radfahren, Schwimmen oder andere Formen von Ausdauertraining. Regelmäßige Muskelaufbau-Übungen verringern Experten zufolge beispielsweise die Risiken für Depression und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auch bei der Diabetes-Prävention wirkt Sport. Wie funktioniert dies? Körperliche Betätigung aktiviert einen insulinunabhängigen Mechanismus, mit dem die Körperzellen Glukose aus dem Blut besser aufnehmen können. Der Blutzuckerspiegel sinkt und die Insulin­ sensitivität steigt. Schon zweieinhalb Stunden zügiges Spazierengehen pro Woche verringerten in Studien bei Gesunden das Diabetes-Risiko immerhin um 30 Prozent. 14 MY21_Journal-GKV-Guide_570177.indd 14 Foto: iStock 04.05.21 15:54
Regelmäßige, muskelkräftigende Bewegung senkt auch die Entzündungswerte und verbessert die Immunfunktion. Was gerade sehr wichtig ist für Menschen mit Adipositas, krankhafter Fettleibigkeit. Bei Übergewicht steigen die Spiegel freier Fettsäuren, Östrogen und Insulin – es kommt zu vermehrt schädlichen Stoffwechselprodukten. Die Immunfunktion nimmt ab. Die Folge ist eine systemische Entzündung. Da Sport Entzündungen vorbeugt, dient er auch der Krebsprävention. Denn Medizinern zufolge entstehen die für die Krebsbildung nötigen genetischen Veränderungen fast immer im Rahmen einer chronischen Entzündung. „Chronische Entzündungen schädigen Körperzellen und regen gleichzeitig Zellen durch Wachstumsfaktoren zum Überleben und Vermehren an“, erklärt Professor Mathias Heikenwälder, Leiter der Abteilung Chronische Entzündung und Krebs am Deutschen Krebsforschungszentrum. Sie seien nicht nur „initialer Treiber“, sondern auch Begleiter der Karzinogenese, die oft mit entzündlichen Umgebungsreaktionen einhergeht. Dass Bewegungs-Begeisterte weniger von Krebs und seltener von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes sowie einer Depression betroffen sind, ist auch den gesetzlichen Krankenkassen längst klar. Darum honorieren die Kassen gezielt den Sportsgeist ihrer Versicherten: Wer beispielsweise Mitglied im Sportverein ist, das Sport- oder Schwimmabzeichen besteht oder an Sportveranstaltungen teilnimmt, bekommt im Rahmen sogenannter Bonusprogramme wahlweise Barprämien ausgezahlt oder kann sich Zuschüsse sichern, etwa für Gesundheitskurse oder professionelle Zahnreinigung. Prämien und Zuschüsse winken Versicherten zudem etwa für den Nachweis eines umfassenden Impfschutzes oder die regelmäßige Teilnahme an Vorsorge- und Früherkennungsterminen. Doch Vorsicht! Zu viel Anstrengung lässt die Gefäße verkalken, führt zu Narben im Herzmuskel und senkt die Herzleistung. Fatal ist, wenn eine hohe Dosis Sport etwa auf eine unentdeckte krankhafte Verdickung der Herzmuskulatur trifft. Um solche Eventualitäten abzuklären, hilft eine sportkardiologische Untersuchung. Tipp: Auch die Krankenkassen finanzieren – ganz oder teilweise – im Rahmen ihrer Satzungsleistungen eine sportmedizinische Untersuchung. Top-Kassen für Sportler Kasse Note BERGISCHE KRANKENKASSE HEK – Hanseatische Krankenkasse SECURVITA Krankenkasse TK – Die Techniker AOK Baden-Württemberg AOK PLUS Continentale Betriebskrankenkasse DAK-Gesundheit IKK Südwest mhplus Betriebskrankenkasse Mobil Krankenkasse regional geöffnet exzellent exzellent exzellent exzellent sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut bundesweit geöffnet Weitere Ergebnisse unter: www.dfsi-institut.de Innerhalb der Notenstufen alphabetische Sortierung Langfrist-Wertung1) Kasse Punkte HEK – Hanseatische Krankenkasse SECURVITA Krankenkasse TK – Die Techniker DAK-Gesundheit AOK Baden-Württemberg AOK PLUS BARMER regional geöffnet bundesweit geöffnet Top 5 im Zeitraum 2012 bis 2021 Innerhalb der Punktestufen alphabetische Sortierung 1) 60 60 60 54 49 46 45 ABGEFRAGTE KRITERIEN: Wahltarife: Selbstbehalttarif (Abwahltarif) gemäß § 53 Abs. 1 SGB V, Beitragsrückerstattung bei Leistungsfreiheit gemäß § 53 Abs. 2 SGB V Bonusgutschrift im Rahmen eines Bonusprogramms für: Teilnahme an qualitätsgesicherten Präventionsmaßnahmen, Hochschulsport und Challenges mit Fitnesstracker, Nachweis von Nichtraucherstatus/Raucherentwöhnung, Einhalten von ­Normalgewicht, Mitgliedschaft im Sportverein, Mitgliedschaft im Fitnessstudio, Vorlage eines Leistungsabzeichens für Sport, Bonushöhe Über das gesetzliche Mindestmaß hinausgehende Leistungen für: Vorsorgeuntersuchungen, spezielle Medikamente, sportmedizinische Untersuchung Übernahme von Kosten für alternative Medizin im ambulanten Bereich für: Traditionelle Chinesische Medizin, homöopathische Medizin, Reflexzonenmassage, Shiatsu Besondere ambulante bzw. integrierte Versorgung im Bereich: Orthopädie, Versorgungsmanagement beim Stütz- und Bewegungssystem Zuschüsse zur individuellen Gesundheitsförderung im Bereich: Vorbeugung/Reduzierung gesundheitlicher Risiken durch Bewegungsprogramme, Vermeidung von Mangel-/Fehlernährung, Förderung von Entspannung, Erstattung je Kurs je Erwachsenen in Prozent und Euro bei Fremdkursen Serviceleistungen: Online-Filiale, Reha-Beratung, Krankenhaussuchportal 15 MY21_Journal-GKV-Guide_570177.indd 15 04.05.21 15:54
JUNGE LEUTE PRÄVENTION Blick nach vorn Hautkrebsvorsorge inklusive Auflichtmikroskopie und eine individuelle Gesundheitsförderung. Das verlangen Youngster unter anderem heute von ihrer Kasse D ie Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Professorin Claudia Schmidtke, kann es kaum fassen: Aus lauter Angst vor einer SARS-CoV-2-Infektion gehen immer weniger Bürgerinnen und Bürger in Deutschland zur Vorsorgeuntersuchung. Heuer im März appellierte darum die Herzchirurgin eindringlich an Patienten, sich trotz Pandemie an ihre Ärzte zu wenden, um Früherkennungsuntersuchungen für sich selbst oder ihre Kinder zu vereinbaren. Zumal Praxen peinlichst darauf bedacht sind, die Hygienevorschriften einzuhalten. „Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen stellen sicher, dass Betroffene mit Verdacht auf eine Covid-19-Infektion in Arztpraxen getrennt von anderen Patienten versorgt werden“, sagt Schmidtke. Ein überaus wichtiger Hinweis der versierten Patientenbeauftragten, denn nach Zahlen des Bundesgesundheitsministeriums sind allein etwa beim Hautkrebsscreening die Arzt-Patienten-Kontakte um 71 Prozent eingebrochen. Ein ungesunder Trend. Denn mit gut 200 000 Neuerkrankungen pro Jahr ist Hautkrebs leider die häufigste Krebser16 MY21_Journal-GKV-Guide_570177.indd 16 krankung in Deutschland. Von 100 000 Menschen erkranken jährlich etwa 328. Bei 290 der Betroffenen wird der weiße Hautkrebs diagnostiziert, der in den meisten Fällen heilbar ist. Bei den übrigen 38 stellt der Dermatologe das gefährlichere maligne Melanom fest. Zwar nimmt das Erkrankungsrisiko mit dem Alter zu. Doch immer häufiger sind auch jüngere Menschen betroffen: 20-Jährige mit MelanomDiagnose sind keine Seltenheit mehr. Da dieser Hauttumor im Frühstadium in fast allen Fällen erfolgreich behandelt werden kann, ist ein regelmäßiges Hautkrebsscreening auch für junge Leute quasi eine Pflichtveranstaltung. Doch generell haben GKV-Versicherte erst ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre einen gesetzlichen Anspruch auf ein Hautkrebsscreening – aus Sicht von Experten zu spät. Darum sind für junge Leute gerade jene Kassen interessant, die auf dem Weg regionaler Verträge mit Hautärzten keinerlei Altersbeschränkungen bei der Kostenübernahme des Hautkrebsscreenings haben und ihnen Hautkrebsvorsorge inklusive Auflichtmikroskopie als Zusatzleistung bieten. Foto: Depositphotos 04.05.21 15:54
Top-Kassen für junge Leute Kasse Note AOK PLUS BARMER BERGISCHE KRANKENKASSE DAK-Gesundheit HEK – Hanseatische Krankenkasse IKK Südwest mhplus Betriebskrankenkasse pronova BKK SECURVITA Krankenkasse TK – Die Techniker AOK Baden-Württemberg AOK Bayern AOK Nordost Audi BKK BKK DürkoppAdler BKK Freudenberg BKK VBU BKK Wirtschaft & Finanzen BKK ZF & Partner Bosch BKK hkk Krankenkasse IKK Brandenburg und Berlin IKK classic Mobil Krankenkasse R+V Betriebskrankenkasse Salus BKK SBK regional geöffnet exzellent exzellent exzellent exzellent exzellent exzellent exzellent exzellent exzellent exzellent sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut bundesweit geöffnet Weitere Ergebnisse unter: www.dfsi-institut.de Innerhalb der Notenstufen alphabetische Sortierung Langfrist-Wertung1) Kasse Punkte DAK-Gesundheit TK – Die Techniker HEK – Hanseatische Krankenkasse SECURVITA Krankenkasse BARMER BKK Wirtschaft & Finanzen regional geöffnet bundesweit geöffnet 1) Top 5 im Zeitraum 2012 bis 2021 Innerhalb der Punktestufen alphabetische Sortierung 60 60 59 54 53 52 Du bist, was du isst. Logisch, nur: Im Job frisst einen oft die Sünde auf: Statt viel Obst, Gemüse und frischem Salat, wenig Fleisch und kaum Süßigkeiten führt der Gang in der – meist viel zu kurzen – Mittagspause zum Schnellimbiss um die Ecke. Das Menü: dick Pommes mit Currywurst, gern mit einem Spritzer Mayo garniert. Dazu ne Zuckerbombe Cola als Getränk. Als Nachtisch noch ein fetter Schokoriegel, und im Nachgang eine Zigarette! Gerade bei jungen Berufstätigen führt ein durch viele Meetings, steigenden Termindruck und ständige Handy-Erreichbarkeit geprägter Arbeitsalltag zu ungesundem Fastfood- und Zigarettenkonsum. Was vielen „sauer“ aufstößt! So leiden immer mehr junge Leute, bedingt durch falsche Ernährung und Stress im Job, an Sodbrennen, im Fachjargon Reflux. Um die Refluxbeschwerden in den Griff zu bekommen, hilft nur radikales Umdenken hin zu einer ausgewogenen Ernährung, unter anderem mit wenig Zucker und wenig rotem Fleisch. Am besten in Verbindung mit wenig Kaffee und dem totalen Verzicht auf Nikotin. Was vielen Menschen schwerfällt. Aus diesem Grund fahren gerade junge Leute im Berufsleben besonders auf Kassen ab, die sie im Rahmen der individuellen Gesundheitsförderung mit speziellen Kursen zur Vermeidung von Fehlernährung und Raucher-Entwöhnungskursen auf dem Weg zu einem gesunden Lebenswandel unterstützen. ABGEFRAGTE KRITERIEN: Besondere Versorgung/Versorgungsmanagement: ambulante Operationen, Ernährungskrankheiten, onlinegestützte Behandlung, Sucht­erkrankungen Wahltarife: Beitragsrückerstattung bei Leis­tungsfreiheit für 12 000 Euro brutto Jahresgehalt Bonusprogramme: Bonifizierung von qualitätsgesicherten Präventionsmaßnahmen, Normalgewicht im Normbereich, Challenges mit Fitnesstracker, Nachweis von Nichtraucherstatus/Raucherentwöhnung, Mitgliedschaft im Sportverein, Mitgliedschaft im Fitnessstudio, Vorlage eines Leistungsabzeichens für Sport, maximale Bonushöhe und durchschnittliche Bonushöhe je nachgewiesene Maßnahme Individuelle Gesundheitsförderung: Zuschüsse für Kurse zur Vorbeugung/Reduzierung spezieller gesundheitlicher Risiken durch geeignete Bewegungsprogramme, Vermeidung von Mangel-/Fehlernährung, gesundheits­gerechter Umgang mit Alkohol/­ Reduzierung des Alkoholkonsums, Förderung des Nichtrauchens, Erstattung je Kurs je Erwachsenen in Prozent und Euro bei Fremdkursen, Erstattung je Kurs je Erwachsenen in Prozent und Euro bei Eigenkursen Auslandsschutz: Kostenübernahme für Reiseschutz­impfungen Zahnmedizin: Kostenübernahme für professionelle Zahnreinigung, Z­ uschuss für eine professionelle Zahnreinigung Serviceleistungen: Online-Filiale (als App oder auf mobile Nutzung zugeschnitten), Digitale Gesundheitsakte, Digitales Tracking von Anträgen, Online-Mitgliedsbescheinigung abrufbar, Online-Administration des Bonusprogramms, Facebook, Twitter, WhatsApp, Online-Chat, Video-Chat, Instagram und YouTube, Reha-Beratung, Vorsorgeerinnerungsservice, Arzt-Suchportal Zusatzleistungen: Hautkrebsvorsorge inklusive Auflichtmikroskopie 17 MY21_Journal-GKV-Guide_570177.indd 17 04.05.21 15:54
ALTERNATIVE MEDIZIN KOMPLEMENTÄRMEDIZIN Mit der Natur im Einklang In Deutschland genießt die Komplementär- neben der Schulmedizin heute hohe Anerkennung. Welche alternativmedizinischen Leistungen die Krankenkassen tragen 18 MY21_Journal-GKV-Guide_570177.indd 18 W ie sagte doch Oscar Wilde so schön: „Ich habe einen ganz einfachen Geschmack: Ich bin immer mit dem Besten zufrieden.“ Das Beste aus zwei Welten – darauf setzen die Deutschen in Sachen Medizin. Darum bauen viele Bürger neben der Schul- auf die Alternativmedizin – und greifen zu Arzneimitteln besonderer Therapierichtungen. Zu diesen zählen neben Phytopharmaka (rein pflanzliche Arzneimittel) und Homöopathika (Arzneien in Zubereitungsverfahren nach den Lehren des Mediziners Samuel Hahnemann) auch Anthroposophika mit mineralischen, tierischen und pflanzlichen Substanzen. Daten des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte zufolge waren im Januar 2021 hierzulande exakt 7504 Arzneimittel der besonderen Therapierichtungen nach abgeschlossenem Zulassungs- oder Registrierungsverfahren im Verkehr, davon 3904 Kombinationspräparate. Die Menge an Präparaten zeigt: Komplementärmedizin hat in Deutschland ihre Existenzberechtigung. So wurde an der Universität Tübingen eine W3-Professur für Komplementärmedizin geschaffen, deren Kosten die Robert Bosch Stiftung für fünf Jahre tragen soll. Baden-Württemberg hat diesen Schritt ausdrücklich unterstützt. „Wir sollten den Nutzen von gemeinsamen Therapien aus Naturheilkunde und Schulmedizin weiter erforschen“, sagt Manfred Lucha, Baden-Württembergs Minister für Soziales und Integration. Auch wenn die französische Gesundheitsbehörde HAS zum Schluss kommt: Es gebe keine ausreichenden wissen- Foto: 123RF 04.05.21 15:54
schaftlichen Belege für die Wirksamkeit der Homöopathie, die eine Erstattung durch die Krankenkassen rechtfertigen: Bislang hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die Kostenübernahme für Homöopathie der Kassen nicht angetastet, was gesetzlich krankenversicherte Anhänger der Alternativmedizin freuen dürfte. Und daran liegen mag, dass der Anteil homöopathischer Mittel an den Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankenkassen mit schätzungsweise rund 0,1 Prozent verschwindend gering ist. Fakt ist: Im Gegensatz zur Homöopathie ist die Wirksamkeit pflanzlicher Arzneimittel, sogenannter Phytopharmaka, dank Studien wissenschaftlich belegt. Etwa bei akuter Rachenentzündung (Pharyngitis) lindern Phytotherapeutika die Beschwerden deutlich. Zu nennen sind hier Präparate aus Eibischwurzel, Salbeiblättern, Spitzwegerichkraut oder Isländisch Moos. Günstig ist die hervorragende Verträglichkeit dieser Produkte. Sie haben auch entzündungslindernde Eigenschaften. Außer bei Erkältungen präsentiert die Pflanzenheilkunde auch Erfolge bei Allergien, MagenDarm-Beschwerden und Schlafstörungen. Da Phytopharmaka häufig weniger Nebenwirkungen als synthetische Medikamente aufweisen, kommen sie zudem oft bei chronischen und psychosomatischen Beschwerden zum Einsatz. Im Rahmen der Satzungsleistungen erstatten daher einige Krankenkassen ihren Versicherten Phytopharmaka. Voraussetzung dafür ist, dass das Medikament durch einen Arzt verordnet wurde – entweder auf grünem Rezept oder einem Privatrezept. Das grüne Rezept wird für nicht verschreibungspflichtige pflanzliche Medikamente ausgestellt und dient lediglich dazu, Name und Dosierung zu notieren. In der Regel bezahlt der Patient das Arzneimittel zunächst einmal selbst und reicht anschließend die in der Apotheke erhaltene Quittung und das Rezept bei seiner Kasse ein, die dann den Medikamentenpreis begleicht. Die Erstattung erfolgt dabei je nach Kasse anteilig oder in voller Höhe und ist meist auf einen jährlichen Höchstbetrag begrenzt. Top-Kassen für Anhänger der Alternativmedizin Kasse Note SECURVITA Krankenkasse exzellent BERGISCHE KRANKENKASSE sehr gut HEK – Hanseatische Krankenkasse sehr gut AOK Baden-Württemberg gut BAHN-BKK gut BKK EUREGIO gut BKK24 gut hkk Krankenkasse gut Langfrist-Wertung1) Kasse Note Kasse IKK Brandenburg und Berlin IKK gesund plus IKK Südwest mhplus Betriebskrankenkasse Mobil Krankenkasse TK – Die Techniker gut gut gut gut gut gut SECURVITA Krankenkasse HEK – Hanseatische Krankenkasse BERGISCHE KRANKENKASSE TK – Die Techniker DAK-Gesundheit regional geöffnet bundesweit geöffnet Weitere Ergebnisse unter: www.dfsi-institut.de regional geöffnet Punkte 60 53 51 49 42 bundesweit geöffnet Top 5 im Zeitraum 2012 bis 2021 Innerhalb der Punktestufen alphabetische Sortierung 1) Innerhalb der Notenstufen alphabetische Sortierung ABGEFRAGTE KRITERIEN: Alternative Medizin: teilweise Kostenübernahme für alternative Krebstherapie (inkl. Medikamente), anthroposophische Medizin (inkl. Medikamente), Ayurveda, Chelat-­Therapie, Eigenbluttherapie, Feldenkraismethode, homöopathische Medizin (Anamnese und Arzneimittel ­sowie Erstattungshöhe), Iris­diagnostik, Lichttherapie, ­Osteopathie (inkl. Erstattungshöhe), Phytotherapie, Reflex­zonenmassage, Shiatsu, Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) Wahltarife/Zusatzversicherungen: Heilpraktiker­behandlungen, Heilmethoden nach dem vollständigen H ­ ufelandverzeichnis Individuelle Gesundheitsförderung: Zuschüsse für Kurse zur Reduzierung von Bewegungsmangel durch gesundheitssport- liche Aktivitäten, Vorbeugung/Reduzierung gesundheitlicher Risiken durch Bewegungsprogramme, Vermeidung von Mangel-/Fehl­ernährung, Förderung von Stressbewältigungskompetenzen, Förderung von Entspannung Zusatzleistungen: erweiterte Leistungen für Vorsorge­untersuchungen, medizinische Vorsorgeleistungen an Kurorten, Patientenschulungen, Leistungen von nicht zugelassenen Leistungserbringern (Ärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser, Heilpraktiker) 19 MY21_Journal-GKV-Guide_570177.indd 19 04.05.21 15:54
PREISBEWUSSTE FINANZEN Satte Summen sparen Dank kassenindividueller Zusatzbeiträge können gesetzlich Versicherte einiges an Geld sparen. Zudem schonen Selbstbehalt und Beitragsrückerstattung die Finanzen N ehmen wir die Corona-Pandemie eher als Gefahr für unsere Gesundheit oder als Bedrohung für unseren Geldbeutel wahr? Schwere Frage! In Deutschland zumindest sorgen sich rund 22 Prozent der BundesbürgerInnen gleichermaßen um Physis und Psyche wie um die persönlichen Finanzen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Befragung des Ipsos Meinungsforschungsinstituts im Rahmen des ING International Survey. Was leider viel zu wenige wissen: Top medizinisch versorgt sein und sparen lässt sich auch in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Zwar ist hierzulande der allgemeine Beitragssatz mit Anspruch auf Krankengeld mit exakt 14,6 Prozent des Bruttoeinkommens heuer bei allen Kassen identisch. Auch teilen sich diesen Arbeitnehmer und Arbeitgeber hälftig. Genau wie den sogenannten Zusatzbeitrag. Dieser allerdings birgt schon finanzielle Vorteile für Preisbewusste. Denn den Zusatzbeitrag dürfen die Kassen entsprechend ihrer finanziellen Lage laut Gesetzgeber mit gewissen Auflagen individu20 MY21_Journal-GKV-Guide_570177.indd 20 ell nach ihren Vorstellungen veranschlagen. So reicht die Spreizung des Zusatzbeitrags in unserer Kassenlandschaft in diesem Jahr – unter Berücksichtigung auch der betriebsbezogenen Kassen – von wirklich moderaten 0,20 Prozent bis hin zu doch relativ kostspieligen 2,7 Prozent. Für Freunde des Minimax-Prinzips ein Geschenk, können sich diese doch die günstigste Kasse frei herauspicken. Was unterm Strich einige Hundert Euro mehr in der Haushaltskasse bringt, denn: Gemessen an der für 2021 gültigen Beitragsbemessungsgrenze von monatlich 4837,50 Euro, liegt zwischen der günstigsten und der teuersten Krankenkasse im Bundesgebiet für einen versicherten Arbeitnehmer das jährliche Sparpotenzial bei immerhin rund 725,63 Euro. Nicht nur der kassenindividuelle Zusatzbeitrag hilft sparen. Auch sogenannte Wahltarife auf Grundlage des Wettbewerbsstärkungsgesetzes aus dem Jahr 2007 schonen das Portemonnaie. Eine Quersubventionierung aus dem allgemeinen Haushalt einer Krankenkasse oder zwischen Wahl- Foto: 123RF 04.05.21 15:54
tarifen untereinander ist dabei jedoch grundsätzlich nicht erlaubt. Darum sind die Kassen auch dazu verpflichtet, mindestens alle drei Jahre über diese Einsparungen gegenüber dem Bundesamt für Soziale Sicherung Rechenschaft abzulegen. Über die Ausgestaltung der Wahltarife hingegen entscheidet jede Krankenkasse im Wesentlichen selbst. Bei der „Prämie mit Leistungsfreiheit“ etwa können GKV-Mitglieder maximal 20 Prozent des Jahresbeitrags sparen. Abhängig von der jeweiligen Krankenkasse kommen so bis zu 600 Euro per annum zusammen, wenn ein Jahr lang keine medizinischen Leistungen zulasten der Kasse in An- spruch genommen werden. Vorteilhaft aus Sicht Versicherter: Ausgenommen von dieser Regelung sind Vorsorge- und Früherkennungstermine bei Human- und Zahnmedizinern – was auch voll im Sinne des Präventionsgedankens ist. Bei den sogenannten Selbstbehalttarifen hingegen verpflichten sich die Teilnehmer, anfallende Kosten für Behandlungen, Medikamente und Heil- und Hilfsmittel bis zu einer bestimmten Summe aus eigener Tasche zu begleichen. Im Gegenzug spendiert die Kasse eine Prämie. Doch Vorsicht! In aller Regel übersteigt der Selbstbehalt die Prämie. Wer häufig malade ist, zahlt dementsprechend leider drauf. ABGEFRAGTE KRITERIEN: Top-Kassen für Preisbewusste Kasse Note BKK Faber-Castell & Partner BKK SBH hkk Krankenkasse SECURVITA Krankenkasse BKK EUREGIO BKK firmus BKK Scheufelen BKK24 TK – Die Techniker regional geöffnet exzellent exzellent exzellent exzellent sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut bundesweit geöffnet Weitere Ergebnisse unter: www.dfsi-institut.de Innerhalb der Notenstufen alphabetische Sortierung Langfrist-Wertung1) Kasse Punkte AOK PLUS BKK Scheufelen BKK Faber-Castell & Partner SECURVITA Krankenkasse TK – Die Techniker BKK Akzo Nobel Bayern HEK – Hanseatische Krankenkasse hkk Krankenkasse BIG direkt gesund Salus BKK regional geöffnet 34 34 33 32 32 30 30 30 29 29 Kassenindividueller Zusatzbeitrag: Höhe des Beitrags; Wahltarife: Prämienzahlung bei Leistungsfreiheit und Kombinationsmöglichkeiten mit Bonusprogramm oder Selbstbehaltwahltarif; alternative Medizin: teilweise Kosten­übernahme für homöopathi­sche Medizin und Osteopathie; Zusatzleistungen: erweiterte Leistungen für Sehhilfen; Auslandsschutz: Zahlung von Reiseschutzimpfungen (inkl. ­Malariaprophylaxe); individuelle Gesundheitsförderung: Erstattungen für Kurse von Fremdanbietern; Bonusprogramme: maximale Bonushöhe und Bonushöhe je nachgewiesene Maßnahme; Zahnmedizin: Kostenübernahme für professionelle Zahnreinigung, vergünstigter Zahn­ersatz; Vorteilsprogramme: finanzieller Vorteil bei Nutzung bestimmter Generika und Hilfsmittel Besondere Methodik Um der Besonderheit des preisbewussten Kassenkunden gerecht zu werden, wurde bei dieser Gruppe von den Experten des DFSI in Köln eine andere Methodik als für die sieben anderen Profile gewählt: In Bezug auf den Beitrag wurde hier der günstigste bundesweit erreichbare Beitragssatz mit 25, der teuerste hingegen mit null Punkten bewertet. Was den Wahltarif mit Prämien­ zahlung bei Leistungsfreiheit angeht, wurde neben der Prämienhöhe auch die Kombinierbarkeit von Selbstbehalt und Bonusprogramm ins Kalkül gezogen: ­Maximal erreichbar waren hier elf Punkte. Aus dem Bereich der alternativen Me­ dizin wurden die für Versicherte relativ teure Homöopathie und ­Osteopathie mit einer maximalen Punktzahl von fünf Punkten einbezogen. Neben Zuschüssen für Sehhilfen wurde auch die Übernahme von Reiseschutzimpfungen inklusive der Malariaprophylaxe und einer jährlichen kos­tenfreien professionellen Zahnreini­ gung beziehungsweise eines Mindestzuschusses von 60 Euro bewertet. In Sum­ me waren hier maximal zehn Punkte erreichbar. Sollte die gesetzliche Kranken­ kasse für ihre Klientel die Zuzahlung bei bestimmten Hilfsmitteln und Generika reduzieren oder Versicherte sogar davon befreien, wurde dies ebenso bewertet wie die mögliche Reduktion von Eigenanteilen bei der Nutzung von bestimmten Zahnersatzherstellern. Insgesamt wurden hierfür sieben Punkte vergeben. Die Höhe der maximal erreichbaren Geldbarprämie beim Bonusprogramm schließ­ lich nahm mit maximal acht Punkten Einfluss auf das Ergebnis. bundesweit geöffnet Top 5 im Zeitraum 2016 bis 2021 Innerhalb der Punktestufen alphabetische Sortierung 1) 21 MY21_Journal-GKV-Guide_570177.indd 21 04.05.21 15:54
AKTIVE ÄLTERE GERIATRIE Hand in Hand Rund 5,7 Millionen Menschen in Deutschland sind 80 Jahre und älter. Doch mit zunehmendem Alter verschlechtert sich die Gesundheit – worauf Kassen Antworten haben A ltern gleich Abbau – diese Defizit-Gleichung hat gottlob längst ausgedient. Heute gilt: „Altern ist Leben, Altern sind Potenziale, Altern sind Herausforderungen und Altern ist auch Entwicklung“, erklärt EvaMarie Kessler, Gerontopsychologin an der Medical School Berlin. Immer mehr Frauen und Männer hierzulande erreichen ein hohes Lebensalter: Rund 5,7 Millionen Menschen in Deutschland zählen 80 und mehr Jahre, so die aktuelle Bilanz des Statistischen Bundesamts. Die Gruppe derer ist agil, zählt sich nicht zum alten Eisen, bleibt mobil. Für den Altersforscher Professor Frank Oswald sind diese jungen Alten „Pioniere des neuen Alterns“, die auch hochbetagt noch einmal Lust auf neue Erfahrungen haben. Was aber sind Faktoren für ein langes Leben? Die Gene und eine gesunde Lebensweise. Auch trägt psychische Gesundheit zu einem langen Leben bei, so Forscher der Medical School Berlin. In Interviews mit hundertjährigen Senioren ist ihnen aufgefallen, dass diese besonders gewissenhaft, zielstrebig und zuversichtlich sind. Sie sind nicht nur körperlich extrem widerstandsfähig, sondern auch psychisch. Und sie haben keine Angst vor dem Älterwerden, sehen dem zufrieden entgegen. Denn eine pessimistische Einstellung führt zur Ausschüttung von Stresshormonen, die wiederum ein höheres Krankheitsrisiko nach sich ziehen kann. Doch selbst eine gesunde Lebensweise in Kombination mit einer positiven Einstellung kann nicht generell jeden Betagten vor Malaisen schützen. Wie auch, erhöht sich doch mit 22 MY21_Journal-GKV-Guide_570177.indd 22 zunehmendem Lebensalter die Wahrscheinlichkeit für Erkrankungen. Heute stehen unterschwellige chronische Entzündungen (Inflamm-Aging) im Verdacht, wesentlich zum Alterungsprozess und zu alterstypischen Erkrankungen wie Atherosklerose oder Alzheimer beizutragen. Auch typische Alterserkrankungen wie Arthritis und Diabetes werden in Verbindung mit Inflamm-Aging gebracht. Vor diesem Hintergrund dürften sich darum aktive Senioren bei Kassen bestens aufgehoben fühlen, welche ihrer Klientel ein wissenschaftlich fundiertes, gutes Versorgungsmanagement im Bereich der Geriatrie (Altersmedizin) bieten. Auch Reha ist ein Top-Thema für aktive Ältere, wollen sie doch nach einem Klinikaufenthalt mit einer effizienten Anschlussbehandlung schnell wieder auf die Beine kommen. Doch der direkte Übergang vom Krankenhaus in die Reha wird oft von bürokratischen Prozessen behindert. Darum präferieren aktive Ältere gerade Kassen mit einem ausgeklügelten Entlassungsmanagement, welche den Versicherten schnell eine zur Erkrankung passende Reha-Einrichtung vermitteln. Auch ein Problem älterer Bürger: „Uns bereitet Sorge, dass alle immer auf dem neuesten Stand der Technik sein müssen, um an Digitalangeboten teilhaben zu können“, moniert Dagmar Hirche, Vorsitzende des Vereins Wege aus der Einsamkeit. Gesundheit dürfe, so Hirche, keine Frage der Technik sein. So finden bei aktiven Älteren gerade jene Kassen Anklang, die sie im Umgang etwa mit Videosprechstunden oder dem elektronischen Rezept bereitwillig schulen. Foto: Depositphotos 04.05.21 15:54
Top-Kassen für aktive Ältere Langfrist-Wertung1) Kasse Kasse Note AOK Baden-Württemberg HEK – Hanseatische Krankenkasse IKK Südwest TK – Die Techniker AOK PLUS AOK Rheinland-Pfalz/Saarland BERGISCHE KRANKENKASSE Salus BKK regional geöffnet exzellent exzellent exzellent exzellent sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut TK – Die Techniker HEK – Hanseatische Krankenkasse AOK Baden-Württemberg AOK PLUS BARMER DAK-Gesundheit IKK Südwest SECURVITA Krankenkasse bundesweit geöffnet Weitere Ergebnisse unter: www.dfsi-institut.de Innerhalb der Notenstufen alphabetische Sortierung Punkte regional geöffnet 60 56 50 46 46 46 45 45 bundesweit geöffnet Top 5 im Zeitraum 2012 bis 2021 Innerhalb der Punktestufen alphabetische Sortierung 1) ABGEFRAGTE KRITERIEN: Besondere Versorgung/Versorgungs­management: Altersmedizin (Geriatrie), Augenerkrankungen (z. B. Makuladegeneration), HerzKreislauf-System (z. B. Herzinsuffizienz), Krebserkrankungen/Onkologie, Schmerztherapie (z. B. bei Mi­gr­ äne), Osteoporose, besonderes Versorgungsmanagement im Bereich Herz-Kreislauf-Erkrankungen; Serviceleistungen: Service-Hotline 24/7, medizinische InformationsHotline 24/7, Betreuungsservice: fester persönlicher Ansprechpartner bzw. B ­ etreuungsteam, strukturierte ärztliche Zweitmeinung, RehaBeratung, Vermittlung von Arztterminen, Vorsorgeerinnerungsservice, elektronische Patienten­quittung; Vorteilsprogramme: finanzieller Vorteil bei Nutzung bestimmter Apotheken, Generika und Hilfsmittel; Zahnmedizin: Zahnersatz „zum Nulltarif“, Zahnersatz zu vergünstigten Konditionen; Zusatzleistungen: zusätzliche häusliche Krankenpflege (Leistung auch für Grundpflege und Hauswirtschaft), Haushaltshilfen für Mitglieder ohne Kind im Haushalt, Vorsorgeuntersuchungen, medizinische Vorsorgeleistungen an Kurorten 23 MY21_Journal-GKV-Guide_570177.indd 23 04.05.21 15:54
SELBSTSTÄNDIGE ARBEITSKRAFT Zuversichtlich auch in Krisen Für Freiberufler und Soloselbstständige ist ihre Gesundheit wohl das höchste Gut. Wie Kassen diesen Gruppen helfen, auch in harten Zeiten in der Spur zu bleiben 24 MY21_Journal-GKV-Guide_570177.indd 24 F ür viele Freiberufler und Soloselbstständige hat das SARS-CoV-2-Virus zu herben, die Existenz bedrohenden Einkommensverlusten geführt. Daran ändern auch die von Finanzminister Scholz und Wirtschaftsminister Altmaier auf den Weg gebrachten Milliarden Euro schweren Subventionen kaum etwas. Für das Gros der Freischaffenden sind die „Überbrückungshilfe III“ (sie unterstützt neben Firmen auch Soloselbstständige, Freiberufler sowie gemeinnützige Unternehmen und Organisationen, die zwischen November 2020 und Juni 2021 Umsatzeinbußen von mindestens 30 Prozent verzeichnen müssen, mit Fixkostenzuschüssen) und die „Neustarthilfe“ (mit ihr erhalten Soloselbstständige einmalig bis zu 7500 Euro, die nicht zurückgezahlt werden müssen) der beiden als „Bazooka-Boys“ bezeichneten Minister nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Junge Selbstständige, die erst kurze Zeit am Markt sind, leiden unter der Corona-Pandemie besonders. Das zeigt eine aktuelle Umfrage der staatlichen Förderbank KfW. Seit Ausbruch der Krise haben demnach 40 Prozent der Befragten mehr als die Hälfte ihrer Umsätze verloren. Dazu kommt die Angst, schwer an einer Covid-19-Infektion zu erkranken – und den Job an den Nagel hängen zu müssen: Gerade bei Freiberuflern und Soloselbstständigen hat sich während der Pandemie der Stresspegel deutlich erhöht. Kein Wunder, dass Depressionen in dieser Berufsgruppe mehr und mehr diagnostiziert werden. Und wäre dies nicht schlimm genug: Gerade psychisch Kranke sind laut Experten einem siebenfach erhöhten Risiko ausgesetzt, an Covid-19 zu erkranken. Klar, dass Kassen bei Selbstständigen von sich reden machen, die im Rahmen der individuellen Gesundheitsförderung mit einer breiten Palette an qualitätsgesicherten Seminaren Stressbewältigungskompetenz und Entspannung gezielt fördern und mithilfe ihrer Services bei der Vermittlung eines geeigneten Psychologen in Wohnortnähe helfen. Nicht nur auf die Psyche, auch auf die Physis müssen Selbstständige achten. Daher stehen bei diesen Kassen hoch im Kurs, die Körper und Geist mit modernsten medizinischen Leistungen fit halten und zudem zusehen, dass Versicherte bei Krankheit schnell wieder auf die Beine kommen. Etwa im Rahmen der besonderen Versorgung mit einem breiten Portfolio ambulanter Operationsmöglichkeiten. Und sollte die stationäre Einweisung in eine Klinik doch unumgänglich sein, sind für Selbstständige gerade Kassen top, die ihnen im Rahmen sogenannter Zusatzleistungen keine Mehrkosten aufbrummen, wenn sie ein Wunsch-Krankenhaus außerhalb der ärztlichen Verordnung auswählen. Im Gegensatz zu abhängig Beschäftigten genießen Selbstständige keine sechs Wochen Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Geben sie der gesetzlichen statt der privaten Krankenversicherung den Vorzug, können sie sich jedoch mit Anspruch auf Krankengeld ab dem 43. Tag der Arbeitsunfähigkeit aktuell mit dem allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent des Bruttoeinkommens plus Zusatzbeitrag gesetzlich krankenversichern. Wie ein abhängig beschäftigter Angestellter erhalten Selbstständige dann Krankengeld, was sich auf 70 Prozent ihres regelmäßigen Arbeitseinkommens, maximal 112,88 Euro am Tag, beziffert. Foto: 123RF 04.05.21 15:54
ABGEFRAGTE KRITERIEN: Top-Kassen für Selbstständige Kasse Note AOK Rheinland-Pfalz/Saarland BERGISCHE KRANKENKASSE HEK – Hanseatische Krankenkasse IKK Südwest SECURVITA Krankenkasse TK – Die Techniker AOK Baden-Württemberg AOK PLUS hkk Krankenkasse IKK Brandenburg und Berlin KKH Kaufmännische Krankenkasse KNAPPSCHAFT mhplus Betriebskrankenkasse regional geöffnet exzellent exzellent exzellent exzellent exzellent exzellent sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut bundesweit geöffnet Weitere Ergebnisse unter: www.dfsi-institut.de Innerhalb der Notenstufen alphabetische Sortierung Langfrist-Wertung1) Kasse Punkte TK – Die Techniker HEK – Hanseatische Krankenkasse SECURVITA Krankenkasse DAK-Gesundheit IKK Südwest regional geöffnet bundesweit geöffnet Top 5 im Zeitraum 2012 bis 2021 Innerhalb der Punktestufen alphabetische Sortierung 1) 60 58 56 50 48 Wahltarife/Zusatzversicherung: Selbstbehalttarif, Tarife für variab­ le Kos­tenerstattung, Krankengeld für Selbstständige, Krankengeld für Selbstständige, das jedoch nur bei Krankenhausaufenthalt gezahlt wird Bonusprogramme: Bonifizierung von Teilnahme an qualitätsgesicherten Präventionsmaßnahmen, Normalgewicht im Normbereich, Challenges mithilfe von Fitnesstracker, Mitgliedschaft in einem Sportverein, Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio, weitere ­Bonusprogramme Zusatzleistungen: erweiterte Vorsorge­ untersuchungen, Check-up 35 für Versicherte unter 35 Jahren, Brustkrebsvorsorge und Darmkrebsvorsorge, freie Krankenhauswahl (keine Mehrkosten für Wahl eines zugelassenen Krankenhauses außerhalb der ärztlichen Verordnung) Alternative Medizin: teilweise Kostenübernahme für Ayurveda, homöopathische Medizin (Anamnese und Arzneimittel), Reflexzonenmassage, Shiatsu Individuelle Gesundheitsförderung: Zuschüsse für Kurse zur Reduzierung von Bewegungsmangel durch gesundheitssportliche Aktivitäten, Förderung von Stressbewältigungskompetenzen, Förderung von Entspannung Zahnmedizin: kostenlose professionelle Zahnreinigung Auslandsschutz: Kostenübernahme für Reiseschutz­impfungen Serviceleistungen: Service-Hotline 24/7, medizinische Informations-Hotline 24/7, Reha-Beratung, Vermittlung von Arztterminen, Vorsorgeerinnerungsservice, Online-Krankengeldrechner, Callback-Service, elektronische Patientenquittung, fremdsprachiger Service Besondere Versorgung/Versorgungsmanagement: ambulan­te Operationen, onlinegestützte ­Behandlung, psychische Erkrankungen, Rücken­ erkrankungen, Migräne kassensuche.de Der neutrale Krankenkassenvergleich Alle Daten, Fakten und Leistungen. Wo können Sie die passende Krankenkasse finden? Auf kassensuche.de. Hier suchen und vergleichen Sie ganz nach Ihren Wünschen und Bedürfnissen. Die Ergebnisse sind stets neutral, unabhängig und kostenlos. Probieren Sie es: www.kassensuche.de Unsere Partner: MY21_Journal-GKV-Guide_570177.indd 25 25 04.05.21 15:54
ANSPRUCHSVOLLE UMFÄNGLICHKEIT Gut gefahren Wer immer nur der Beste sein will und dabei stets am Limit geht, spielt mit seiner Gesundheit. Wie die gesetzlichen Krankenkassen dafür sorgen, dass Leistungsträger in der Spur bleiben V iel Geld macht glücklich! Eine aktuelle US-Studie des Psychologen Matthew Killingsworth von der University of Pennsylvania mit mehr als 33 000 Erwerbstätigen attestiert: Das emotionale Wohlbefinden steigt mit wachsendem Haushaltseinkommen – und dies weit über eine Summe von 80 000 US-Dollar (rund 66 232 Euro) hinaus. Als einer der Gründe für die Magie des Geldes nennt der Wissenschaftler, dass reiche Menschen das Gefühl hätten, mehr Kontrolle über ihr Leben zu haben. Während die Wirtschaftsnobelpreisträger Daniel Kahneman und Angus Deaton noch vor elf Jahren davon ausgingen, dass ab einem Jahreseinkommen von 75 000 Dollar (rund 62 093 Euro) noch mehr „Knete“ das emotionale Wohlbefinden nicht mehr anwachsen lässt, kommt Killingsworth zum Schluss, dass der Schwellenwert wesentlich höher liegen muss. Vor allem wettbewerbsorientierte Leistungsträger glauben nicht selten, immer mehr Geld scheffeln zu müssen, um ihr Glück zu finden – und gehen so für ihre berufliche Karriere teils über persönliche Grenzen: Mancher Manager kompensiert den Stress im Job mit dem täglichen Griff zu Alkohol und Zigaretten. Daneben werfen einige zusätzlich Angstlöser und Beruhigungsmittel ein. Anspruchsvolle, die einer Sucht entkommen wollen, um auf Dauer keine gesundheitlichen Schäden davonzutragen, sind darum sehr an Kassen interessiert, die im Kontext der individuellen Gesundheitsförderung mit Seminaren, etwa zum gesundheitsgerechten Umgang mit Alkohol und Ent26 MY21_Journal-GKV-Guide_570177.indd 26 spannungstrainings, ihnen in harten Zeiten eine Stütze sind – und die Kurse zahlen oder zumindest subventionieren. Leistungsorientierte, anspruchsvolle Menschen sind es gewohnt, sich aus vielen Infos eine Meinung zu bilden. Gerade dann, wenn es sich um planbare medizinische Eingriffe an ihrem Körper dreht. Und sich die Frage stellt: Wie sieht die Meinung eines zweiten Mediziners aus? Gute Idee, nur: Bislang sind Zweitmeinungsverfahren auf Kosten gesetzlicher Krankenkassen äußerst limitiert. So besteht derzeit nur bei Operationen an den Gaumen- und Rachenmandeln (Tonsillektomien, Tonsillotomien), bei Entfernung der Gebärmutter und arthroskopischen Eingriffen am Schultergelenk ein Rechtsanspruch. Daher setzen Anspruchsvolle vor allem auf Kassen, die im Rahmen ihrer Serviceleistungen Versicherten bei weiteren Eingriffen eine kostenlose Zweitmeinung anbieten. Das Ganze ist nicht uneigennützig, denn neben Qualitätssteigerungen helfen ärztliche Zweitmeinungen auch, vermeidbare Eingriffe in der medizinischen Versorgung zu unterbinden – was AOK & Co. viel Geld spart. Auch das Gesundheitswesen setzt auf Digitalisierung. So können sich gerade fortschrittsorientierte Anspruchsvolle für jene Kassen erwärmen, die Versicherten im Rahmen ihrer Services etwa neben kostenlosen Medizin-Apps fürs Smartphone auch schon jetzt eine gut funktionierende digitale Gesundheitsakte bieten, mit deren Hilfe sie ihre Gesundheits- und Krankheitsdaten strukturiert und übersichtlich an einem Ort speichern und selbst managen können. Foto: 123RF 04.05.21 15:54
ABGEFRAGTE KRITERIEN: Top-Kassen für Anspruchsvolle Kasse Note AOK Baden-Württemberg exzellent AOK PLUS BERGISCHE KRANKENKASSE HEK – Hanseatische Krankenkasse IKK Südwest SECURVITA Krankenkasse TK – Die Techniker AOK Rheinland-Pfalz/Saarland BAHN-BKK BKK firmus BKK VBU BKK VerbundPlus DAK-Gesundheit energie-BKK hkk Krankenkasse IKK Brandenburg und Berlin mhplus Betriebskrankenkasse SBK VIACTIV Krankenkasse exzellent exzellent exzellent exzellent exzellent exzellent sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut regional geöffnet bundesweit geöffnet Weitere Ergebnisse unter: www.dfsi-institut.de Innerhalb der Notenstufen alphabetische Sortierung Langfrist-Wertung1) Kasse Punkte HEK – Hanseatische Krankenkasse TK – Die Techniker SECURVITA Krankenkasse DAK-Gesundheit AOK Baden-Württemberg SBK regional geöffnet bundesweit geöffnet Top 5 im Zeitraum 2012 bis 2021 Innerhalb der Punktestufen alphabetische Sortierung 1) 60 59 58 53 51 51 Wahltarife/Zusatzversicherungen: Tarife für (variable) Kostenerstattung, Zahn­ zusatzversicherungstarife Bonusprogramme: Bonifizierung von Teilnahme an qualitätsgesicherten Präventionsmaßnahmen, Hochschulsport und Challenges mit Fitnesstracker, Nachweis von Nichtraucherstatus/Raucherentwöhnung, Einhalten von Normalgewicht (BMI im Normalbereich), Mitgliedschaft im Sportverein, Mitgliedschaft im Fitnessstudio, Vorlage eines Leistungsabzeichens für Sport (z. B. Wander-, Schwimm- oder Sportabzeichen), Teilnahme an Geburtsvorbereitungskurs (Schwangere und Partner) Zusatzleistungen: zusätzliche häusliche Krankenpflege (Kostenübernahme auch für Grundpflege und Hauswirtschaft), freie Krankenhauswahl (keine Mehrkosten bei Wahl einer anderen als der vom Arzt zugewiesenen Klinik), zusätzliche Vorsorge­ untersuchungen für Schwangere über die gesetzlichen Grundlagen hinaus (z. B. Ersttrimesterscreening, Toxoplasmosetest usw.), Angebote von zusätzlichen Leistungen bei Schwangerschaft und Geburt, ­Geburtsvorbereitungskurs für den Partner, erweiterte Jugenduntersuchungen, sportmedizinische Untersuchung, Brustkrebsvorsorge, Hautkrebsvorsorge (inkl. Nutzung von Auflichtmikros­kop), Leistungen von nicht zugelassenen Leistungserbringern, Kostenübernahme für spezielle Medikamente, Haushaltshilfen mit Kind im Haushalt des Mitglieds, Vorsorgeuntersuchungen, Schutzimpfungen (keine Reiseschutzimpfungen!), medizinische Vorsorgeleistungen an Kurorten, Patientenschulungen, Hebammen­versorgung, Rooming-in bei Kindern Alternative Medizin: teilweise Kostenübernahme für alternative Krebs­therapie und -medikamente, anthroposophische Medizin (Therapie und Medikamente), Ayurveda, Chelat-­Therapie, Eigenbluttherapie, Feldenkrais-­Methode, homöopathische Medizin (Anamnese und Arzneimittel), Irisdiagnostik, Lichttherapie, Osteo­pathie, Phytotherapie, Reflexzonenmassage, Shiatsu, Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) Individuelle Gesundheitsförderung: Zuschüsse für Kurse zur Reduzierung von Bewegungsmangel durch gesundheitssportliche Aktivitäten, Vorbeugung/Reduzierung spezieller gesundheitlicher Risiken durch geeignete Bewegungsprogramme, Vermeidung und Reduktion von Übergewicht, Vermeidung von Mangel-/Fehlernährung, ­gesundheitsgerechter Umgang mit Alkohol/Reduzierung des Alkoholkonsums, Förderung des Nichtrauchens, Förderung von Stress­bewältigungskompetenzen, Förderung von Entspannung Auslandsschutz: Kostenübernahme für Reiseschutzimpfungen Zahnmedizin: kostenlose professionelle Zahnreinigung, erweiterte zahnärztliche ­Behandlung, Beratungsservice mit fachlich ausgebildetem Personal Serviceleistungen: Service-Hotline 24/7, medizinische Informations-Hotline 24/7, ­Online-Filiale, Digitale Gesundheitsakte, Betreuungsservice: fester persönlicher Ansprechpartner/extra aufgestelltes Betreuungsteam, Reha-Beratung, strukturierte ärztliche Zweitmeinung, Hebammenvermittlung, Vermittlung von Arztterminen, Vorsorgeerinnerungsservice, fremdsprachiger S­ ervice Besondere Versorgung/Versorgungsmanagement: Praxisnetze (Zusammenschlüsse von Vertragsärzten verschiedener Fachrichtungen in der wohnortnahen ambulanten Versorgung), regionale Vollversorgung 27 MY21_Journal-GKV-Guide_570177.indd 27 04.05.21 15:54
ONLINE IN EIN GESÜNDERES LEBEN MIT DEN ONLINE-COACHINGS D E R D A K - G E S U N D H E I T. Hier ist für jeden der passende Coach dabei! Jetzt starten! Bequem von zuhause aus: WWW.DAK.DE/DAKONLINECOACHING 28 MY21_Journal-GKV-Guide_570177.indd 28 04.05.21 15:54