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Wie Musik entsteht
Horch!
Das Wasser rauscht, die Blätter rascheln,
ein Vogel singt..., voll von Lauten ist die
Natur. Manche klingen stark und kraftvoll,
andere zart und melodisch. Auch du kannst
Töne machen, kannst die Musik der Natur
nachahmen - murmeln, singen oder
schreien, auf einer Blechbüchse trommeln,
in ein Schilfrohr blasen oder die an einem
gebogenen Ast befestigte Schnur zupfen.
Und schon hast du ein Instrument erfunden!
Es gibt drei große Instrumentengruppen:
Instrumente zum Schlagen, zum Blasen und
zum Zupfen.
Hast du vielleicht ein Glockenspiel?
Jeder Stab erzeugt einen anderen Ton, wenn
du darauf schlägst.
Das Glockenspiel ist also ein Schlag-
instrument.
Du kannst dabei eine Tonleiter lernen - c, d,
e, f, g, a, h, c - und schöne Melodien spielen.
Nicht alle Schlaginstrumente erzeugen
klare Töne. Manche, wie die großen Trom-
meln, klingen laut und dumpf.
Pauken
(17. Jahrhundert).
Ihr Klang richtet
sich nach der
Spannung des Fells.
Die Schlaginstrumente:
Tamburin, Triangel, Pauken, große
Trommel, Gong, Vibraphon...
Schlaginstrumente werden mit Stöcken, kleinen und großen
Hämmern oder mit den Händen gespielt.
Schlaginstrumente waren vermutlich
die ersten Musikinstrumente. Sie sind für
den Rhythmus und für ungewöhnliche
Klänge zuständig.
Schüttle die Maracas, schlage die Hölzer, schabe die Kürbisraspel,
klappere mit den Kastagnetten! Auch in unseren Orchestern hörst
du manchmal solche Instrumente aus Südamerika und Spanien.
Schlaginstrumente aus der ganzen Welt.
Die Burundi in Zentralafrika schlagen auf den
Riesentrommeln den Rhythmus zum Fest
der Saat. Dann verstummen die Trommeln bis
zum nächsten Jahr.
Das Balaton aus Guinea und Mali ist ein Xylophon mit
einer ganz einfachen Form. Man spielt cs zum Tanz.
Bei chinesischen Theatervorstel-
lungen spielt die Trommel Ko eine
sehr große Rolle. Es gibt sogar
Ir"*--'' eine Art Sprache der Trommel.
Die Kodos, japanische Musiker und
Athleten, mühen sich auf dieser riesigen
Trommel (unten) ab. Mit ihren festen
Schlägen befreien sie die in der Trommel
gefangenen Gottheiten. Dann kommen Regen
oder Sonne für die Menschen.
Die Violine:
das bekannteste Streichinstrument.
Der Geiger bringt mit einem Bogen die Saiten
zum Schwingen.
Das Crouth, ein altes Streich-
instrument der Gallier und
Kelten
Bogcndrehlcier, ein Instrument
der Minnesänger im Mittelalter
Die Geige gibt es seit Mitte des 16. Jahrhun-
derts. Sie wurde aus der Viola da braccio ent-
wickelt, die man auch im Arm hielt.
In Frankreich z. B. war früher mehr die Viola
da gamba vertreten. Man hält sie zwischen
den Knien. Sie war ein vornehmes
Instrument. Die Violine
dagegen spielte zum Tanz
auf. Heute ist sie das
wichtigste Instrument
im Orchester.
Viola da gamba
Die Werkzeuge des Geigenbauers
Denkst du, so eine Geige ist leicht zu bauen?
O nein, das ist eine große Kunst und ein
Geduldsspiel! Der Geigenbauer sägt, formt,
leimt, bohrt, schleift und verbindet mehr als
siebzig Teile aus kostbarem Holz und bringt
dann vier Saiten aus Schafdarm an.
Der Bogen wird aus den Schweifhaaren der
weißen Hengste Sibiriens oder Kanadas herge-
stellt. Die hiesigen Pferdehaare sind zu kurz.
Ein kleines Orchester: Im Streichquartett spielen 2 Geigen,
1 Bratsche, 1 Cello, aber kein Kontrabaß.
Groß und klein - tief und hoch.
Je länger und dicker eine Saite ist,
desto tiefer ist ihr Ton. Der Kontra-
baß kann rollen wie Donner,
die Geige mit ihren dünnen und
kurzen Saiten klingt hell.
Die Tanzgeiger hatten
winzige, federleichte
Violinen, die in ein
Täschchen paßten.
Über die Blasinstrumente;
Die Urzeitmenschen fertigten ihre Flöten
aus Knochen.
Knochenflöte (1000 Jahre vor unserer Zeitrechnung)
Die Rohre der Panflöte haben einen Schlitz an der Cü1
Mundseite und sind unten schräg abgeschnitten.
Sie werden fest zusammengebunden. • »
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Später bauten die Chinesen aus verschieden
langen Rohren die Panflöte. Jedes Rohr
erzeugt einen Ton. Blas hinein und lausche:
Aus einem kurzen Rohr kommt ein hoher
Ton, aus einem langen Rohr ein tiefer.
Blasinstrumente sind
aus Blech oder Holz.
Zwei alte
Instrumente:
die Posaune
aus Blech, die
Schalmei
aus Holz.
Die Blechblasinstr umcnte:
Mächtig erschallen sie!
Man kann sie oft im Freien hören. Hast du
schon einmal die Musiker einer Blaskapelle
beobachtet?
Eine Blaskapelle in Louisiana (USA)
Wenn die Bläser die Lippen
beim Blasen ein wenig mehr
schließen, wird der Ton höher.
Mit den Klappen oder dem
Zugsystem kannst du den Weg
der Luft durch das Rohr
kürzer oder länger machen und
so alle Töne spielen.
Tuba
Eine aufgeschnittenc Blockflöte: Der Spieler bläst in das linke Ende
der Flöte.
Nicht alle Holzblasinstrumente
sind nur aus Holz. Der Spieler bläst
in das Instrument: Die Atemluft schwingt
durch ein Rohr mit vielen Löchern:
Ein Ton erklingt. Hast du schon
einmal Blockflöte gespielt?
Die Querflöte: Man bläst in
das Mundstück an der Seite.
Schließe mit deinen Fingern alle Löcher:
Der Weg der Luft ist lang - der Ton ist tief.
Nimm einen Finger nach dem anderen
von den Löchern: Der Luftweg wird kürzer
und der Ton immer höher.
Piccoloflöte
Auf dem Klavier kannst du zarte Melodien
spielen oder hämmern wie auf einem Schlag-
instrument.
Wie das geht?
Drücke aut eine Taste, dann auf eine andere:
Hämmerchen mit Filz schlagen die Saiten an -
es entstehen Töne. Zwei Pedale machen den
Ton entweder voller oder gedämpfter.
Das Klavier hat einen Tonumfang von über
sieben Oktaven.
Das Orchester. Im Orchester können alle
verschiedenen Instrumente zusammen oder
nacheinander gespielt werden:
Der Dirigent probt das Musikstück mit den
Musikern und leitet ihr Zusammenspiel.
Kennst du Orchester anderer Länder?
Unsere Musik ist teilweise von den fremden
Klängen beeinflußt.
Das japanische „Gagaku“-Orchester
benützt sehr alte Instrumente.
Der Klang der Kotozither soll an das
Gespräch eines Drachens mit den
Wellen am Strand erinnern.
Das Gamelan-Orchester auf Bali:
Es spielt zum Gesang, zum Tanz oder
beim Schattentheater.
Auf der Insel gibt es wohl mehr als
2 000 Gamelans.
Dieses indische Trio mit Sitar, zwei
Trommeln und der Tambura ist eine der
kleinsten Kapellen der Welt.
Das Trommeln ist nicht so leicht!
Die indischen Musiker müssen lange üben,
um die unendliche Vielzahl von Rhythmen
spielen zu können.
Der Jazz, ursprünglich eine Verbindung
von afrikanischer Musik mit unseren euro-
päischen Instrumenten, kommt aus Loui-
siana. In den Melodien und im Rhythmus
dieser Musik brachten die Schwarzen ihre
Gefühle zum Ausdruck. Die Musiker
wählen ein Thema und erfinden dazu
ohne Noten die Musik: sie improvisieren.
Die Elektrogitarre ist
das wichtigste Instru-
ment der Rock’n'Roll-
Bands.
Neue Klänge - neue Musik!
Die Instrumente werden elektronisch verstärkt.
Die Lautstärke kann man beliebig bestimmen.
Seltsame Instrumente.
Sehen diese
Instrumente nicht
merkwürdig aus?
Sie zeigen, daß Musiker
ständig versuchen,
herkömmliche
Instrumente
zu verbessern,
zu verändern oder
gar neue zu
erfinden.
Das französische Serpent (17. Jahrhun-
dert) ist wie ein „S“ geformt, damit der
Spieler gut die neun Löcher greifen kann.
Seit 1827 gibt es die lyrische Harfe.
Sic gleicht einer großen Gitarre mit
drei Hälsen.
Heute schreiben
Komponisten sogar
Musik für eine Schreib-
maschine, eine rasselnde
Kette oder gar
Kuhglocken!
Ein Schlaginstrument
(20. Jahrhundert):
Oben an den Metall-
körpern befinden sich
Gewichte, die den Klang
regulieren.
Man bespielt sie mit
Stöcken. Zwei Papptrichtcr
sind die Verstärker.
Karneval der Tiere
Hase, Hund und Katze
machen viel Gejazze.
Die andern Tiere spielen mit,
das wird ein großer Hit!
Dorothe Walbrcckcr
Musik
Musik macht froh,
Und Musik macht glücklich.
Sie bringt uns Freude;
Ich mache gern Musik.
Kommt, laßt uns musizieren!
Dorothe Walbrecker