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HEMEIJKOrO H3BIKA
ZVIH IX KJIACCA CPEßHEH UIKOJIEJ
HS/JAHHE HETBEPTOE
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MuHucmepcmeoM npocGeiyeHiin PC<PCP
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yHEBHO-nE/JArorPHECKOE K3/JATEJIBCTBO
MKHKCTEPCTBA nPOCBEIIJEHKM PCOCP
MocKBa • 1955
n P E n M C n O B M E
Flo oSteiviy neKCWdecKoro m rpaMMan/NecKoro Maiepwana ynebHMK nonHOCTbK) otbg-
naeT TpeßoBam/iEM nporpaMMbi no HeMeßKOMy nsbiKy ßnn IX Knacca, yTBepxßöHHOi/i
MMHMCTepcTBOM npocßeu^eHMn PC0CP b 1950 roßy.
ßonbiLMHCTBO T6KCT0B yneÖHMKa mvieeT ßenbK) MaKcmvianbHoe pasßMTMe HaßbiKOß
caMOCTOHTenbHOM paöoTbi ynau^erocn; tckctbi ßnn ob'bflCHMTenbHoro HTeHMn npeßnona-
raK)T npeflßapmenbHyK) caMOCTOATenbHyK) ßOMaiiiHKDK) paöoiy ynau^erocn Haß stumm
T6KCT3MM. AßTOp 0TK333nCfl OT MblCJlM TOHHO Cf)MKCMpOBaTb, ßTW K3KMX MM6HH0 BMßOB
paÖOTbl npeßH33HaHaeTCfl TOT MJIM MHOM TeKCT, TaK KaK 3T0 CBfl33nO 6bl MHMßM3TMßy
yHMTenn, ßa m Bbiöop Tex mjim mhnx c|3opM paöoTbi 33bmcmt ot ypoßHn noßroTOBKM yna-
LßMxca. HeKOTopbie TeKCTbi, HanpMMep § 6, BTopan nonoßMHa §§ 15, 21 m 22, MoryT öbiTb
Mcnonb3OB3Hbi ßrw caMOCTOHTenbHoro KypcopHoro htghmti. MaTepnan npMno>KeHMn, co-
ßepjKaißero HecKonbKO baceH m ctmxotbopghmm, yHMTenb cmojkgt Mcnonb3OB3Tb no cbo-
eMy ycMOTpeHMK), Korßa nosßonnT ycnoßMn paöoTbi b ßaHHOM Knacce m öroßweT BpeMeHM.
KaxcßbiM naparpac|3 yneÖHMKa oc|3opMneH cneßyrou^MM obpasoM: 1) npeßßapMTenb-
Hbie ynpa>KHeHMfl (Vorübungen), 2) tgkct, 3) noncneHMn k TeKCTy (Texterläuterungen),
coßepjKaißMe Taioxe m noncneHMn, KacaroißMecn ynpaßneHMn OTßenbHbix cnoß (Rektion),
4) rpaMMaTMHecKMe noncHeHMn, 5) ynpa>KHeHMn m 33ß3HMn.
Becb HOBbiM rpaMMaTMHecKMM MaTepnan npopaöaTbißaeTcn npeßßapMTenbHO b Vor-
übungen. YnaißMecn hmt3K)t npMMepbi, Ha6nK)ßaK)T BCTpeHarou^eecn b hmx HOßoe rpaM-
MaTMHecKoe nßneHMe m cbmm BbiBOßnT cooTBeTCTByrou^ee npaßMno, KOTopoe yHMTenb
33T6M npoßepneT m yTOHHneT. B ßpyrMx cnynanx, HanpMMep b otholu6hmm Konjunktiv,
Konditionalis, yHMTenb npeßßapMTenbHO caM obtncHneT hoblim MaTepnan, nocne nero
ydaißMecn npMCTynaroT k caMOCTonTenbHOMy nepeßOßy npMMepoß Ha ßaHHoe npaßMno.
B Vorübungen BKnKmeHO bonbujoe HMcno ynpaxcneHMM Ha cnoßOobpasoßaHMe. 3tm
ynpa>KHeHMn nocTpoeHbi Ha hoblix cnoßax, BCTpeHaKDißMxcn b ßaHHOM TeKCTe m npoM3-
ßeßöHHbix ot 3H3K0Mbix yxe KopHei/i. YnaißMi/icfl 6e3 Tpyßa noMMÖT m nepeßeßöT MX npM
conocTaßneHMM c yx<e 3H3K0MbiMM eMy cnoßaMM. TaKMe ynpa>KHeHMn oneHb nonesHbi: ohm
ocßexoKDT b naMATM ydaißerocn panee npoi/ißeHHbiM cnoßapHbiM MaTepnan m co3ß3K)T
npOHHblM H3BblK nOHMM3HMfl 3H3HeHMfl HOBOTO CnOB3 H3 0CH0B6 M3ßeCTHblX 6My KOpHfl
cnoßa m npaßMn cnoBOobpasoßaHMn. Vorübungen k §§ 4 m 6 npeßHasHaneHbi ßnn
pa3BMTMn H3BblK3 nOHMM3HMfl HeM6L|K0M peHM H3 Onyx.
OcHOBHbie ynpa>KHeHMn pacnaßaroTcn Ha rpaMMaTMHecKMe m neKCMnecKMe. Ynpa>KHe-
hma Ha nepeßOß c pyccKoro Ha HeMei_|KMM n3biK MoryT SbiTb Mcnonb3OB3Hbi b KanecTße
MaTepnana ßnn KOHTponbHbix paboT, a Taioxe k3k ynpa>KHeHMn Ha saKpenneHMe neKCMKM
m rpaMMaTMKM. EcnM ohm ßaroTcn b KanecTße ßOMaujHero 33ß3HMn, to HeobxoßMMa mx
npeßßapMTenbHan ycTHan npopaboTKa b Knacce bo M36e>KaHMe Tex MnM mhbix oujmöok m
mx yKopeneHMA b naMnTM ynau^erocn.
Bee TeopeTMnecKMe noncHeHMn OTHoenTen TonbKO k bhobb BBOßMMOMy rpaMMaTM-
necKOMy MaTepnany. flnn noßTopeHMn MsyneHHoro b npeßbißyißMx Knaccax ynau^MMcn
flonweH nonb3OB3Tbcn TpaMMaTMKOM HeMeßKoro nsbiKa" ßnn 8-10 Knaccoß H. A. Bepr-
M3H M M. fl. H3T3H30H.
Hoblim enoßapb yneÖHMKa coßep>KMT OKono 900 cnoß-noHnTMM. BKnroHeHMe b stot
enoßapb HeKOToporo HMcna cnoß (OKono 200), He ßoujeßUJMx b cnoßapb-MMHMMyM,
paspaöoTaHHbiM noß peßaKßMeM l/l. B. PaxMaHOßa, obtncnneTcn HanMHMeM b yneÖHMKe
pnßa TeKCTOß, npeßCTaßnnrou^Mx Bbißep>KKM M3 npoM3ßeßeHMM HeMeßKMx KnaccMKOß m
coßpeMeHHbix nMcaTeneM (l”eTe, renne, KennepMana, 3erepc, Epeßenn m ßp.).
Vorübungen
1. Nennen Sie die Bedeutung folgender Wörter, die von Ihnen
bekannten Wörtern abgeleitet sind (HasoBirre SHaneHHe
cjie^yiomHx cjiob, npoii3Be,n,ÖHHBix ot iisbocthbix BaM cjiob):
untrennbar - abgeleitet von trennen
unvergleichlich - vergleichen; ungewohnt - gewohnt
bereichern — reich, z. B. : Die Arbeit in dem Mitschurin-
Zirkel bereichert meine Kenntnisse in der Biologie.
2. Übersetzen Sie ins Russische:
Das Sprechen macht meinem Freund keine Schwierigkeiten,
er beherrscht die deutsche Sprache sehr gut.
Diese Fragen werden wir heute in der Klasse besprechen.
Ich verspreche Ihnen, daß ich gut lernen werde.
Jeder Schüler lernt in der Schule eine Fremdsprache: einige
lernen Deutsch, die anderen Französisch oder Englisch.
Die Aussprache dieses Schülers ist schlecht, er spricht viele
Wörter falsch aus.
Die Muttersprache der Russen ist Russisch, die Mutter-
sprache der Franzosen - Französisch.
Unter Umgangssprache versteht man die Sprache, die im
täglichen Leben gesprochen wird.
Unter Schriftsprache versteht man die Sprache der Literatur.
3
LENIN ÜBER DAS STUDIUM
DER FREMDSPRACHEN
Von N. Krupskaja
Lenin kannte viele Fremdsprachen. Die deutsche, die
französische und die englische Sprache beherrschte er gut.
Er studierte sie, übersetzte aus diesen Sprachen; er las
Polnisch und Italienisch. Er konnte stundenlang "zur Erho-
lung” in irgendeinem Wörterbuch lesen.
Viele trennen das Studium der Fremdsprachen von dem
Studium der Muttersprache, jedoch ist eins mit dem an-
dern untrennbar verbunden. Das Studium der Fremd-
sprachen bereichert die Muttersprache, macht sie markan-
ter, elastischer und ausdrucksvoller. Wer die Werke Lenins
studiert hat, weiß, wie reich, glühend und ausdrucksvoll
seine Sprache war.
Welche Sprachen lernte Lenin in seinen Schuljahren?
Lenin hat ein humanistisches Gymnasium absolviert. In
den humanistischen Gymnasien lernte man: Russisch,
Slawisch, Latein, Griechisch, Französisch, Deutsch, also
sechs Sprachen — drei lebende und drei tote.
4
Wladimir Iljitsch erinnerte sich manchmal an seinen
Lehrer der deutschen Sprache in den unteren Gymnasial-
klassen, der ihn wegen guter grammatischer Kenntnisse
lobte. Iljitschs Mutter sprach gut Deutsch, und das wirkte
sich natürlich auf seine Kenntnis der deutschen Sprache
aus. In seiner Jugend glaubte er, die deutsche Sprache gut
zu kennen, denn er kannte sie besser als seine Mitschüler.
Als Lenin jedoch im Sommer 1895 nach Berlin kam,
stellte es sich heraus, daß er die Umgangssprache sehr
schlecht verstand. In einem Brief an seine Mutter schrieb
er: "...Nur hapert es bei mir stark hinsichtlich der Sprache.
Die deutsche Umgangssprache verstehe ich unvergleichlich
schlechter als die französische. Die Deutschen haben so
eine ungewohnte Aussprache, daß ich sogar bei öffentlichen
Reden die einzelnen Wörter nicht heraushöre, während ich
in Frankreich bei solchen Reden gleich beim ersten Mal
fast alles verstand.”
Im Mai 1901 gab Iljitsch in einem Brief aus München
seinem Schwager, Mark Timofejewitsch Elisarow, der
damals im Gefängnis saß, Ratschläge, was für ein "Regime"
er am besten einhalten solle. "...Was die geistige Arbeit
anbetrifft", schrieb er, "empfehle ich besonders Überset-
zungen, und zwar Rückübersetzungen, d. h. zunächst soll
man schriftlich aus der fremden Sprache ins Russische
übersetzen, und dann die russische Übersetzung wieder in
die fremde Sprache zurückübersetzen. Ich habe die Erfah-
rung gemacht, daß dies die rationellste Methode für das
Studium einer Sprache ist."
Lenin, der die französische, die deutsche und die engli-
sche Sprache beherrschte, studierte auch die polnische und
die italienische Sprache, er verstand auch Tschechisch und
Schwedisch.
Texterläuterungen
humanistisch — ryMaHHCTHaecKHÜ, ryMamiTapHbin; ein huma-
nistisches Gymnasium - KJiaccHaecKaa rnMHasmi
unter — hhmchhü (mni npmiaraTejibHoe); die unteren Gymnasial-
klassen — Mjiaflinne KJiaccbi rnMHa3nn
es hapert - He .na;uiTCH, /ie.no He h/ict
5
die einzelnen Wörter nicht heraushören — He pasjimiaTb, He
yjiaßjiHBaTb OT/ie.nbiibix cjiob
gleich beim ersten Mal - c nepßoro ‘/i<e pasa
ein "Regime" einhalten - coö.nio/iaTb pe^KHM, npHflepMCHBaTbca
pe^KHMa
die Erfahrung machen — yGe^HTbca Ha onbrre
Merken Sie sich die Rektion:
beherrschen (Akk.) — B.na/ieTb hom-jihGo (meopum. nadele)
Dieser junge Mann beherrscht viele Fremdsprachen. — 3tot mo-
jiofloii nejioßeK Bjia^eeT mhosumu uHocmpaHHbtMu wm/komu.
sich erinnern an (Akk.) — BcnoMHHaTb hto-jihöo (öuh. nadele 6es
npedjioea) hjih: BcnoMHHaTb o höm-jihGo (npedji. nadejic)
Ich erinnere mich manchmal an meine Kinderjahre. — H HHor^a
BcnoMHHaio ceou demcKue sodbb.
Mein Freund erinnert sich oft an diese Reise. — Moh flpyr nacro
BcnoMHHaeT 06 smoü noesdne.
Übungen
1. Setzen Sie die Verben in den Klammern in der angegebenen
Zeitform ein und übersetzen Sie dann folgende Sätze (Bcrani/re
b yKasaHHOM speMeHH rjiarojibi, CToamne b CKoÖKax, h nepese^HTe
3areM cjieflyioiiuie npefljicweHHa):
Marx und Engels ... viele Fremdsprachen (kennen - Imperfekt).
Die Stadt Simbirsk ... jetzt Lenin zu Ehren Uljanowsk ... (nen-
nen - Präsens Passiv).
Ich habe die Aufgabe nicht verstanden und ... an unseren Lehrer
mit der Bitte um Erklärung (sich wenden - Imperfekt).
Der Knabe ... an unserem Hause ... (vorbeirennen - Imperfekt).
Meine letzten Sommerferien ... ich auf dem Lande ... (verbringen
- Perfekt).
Ich ... nicht, daß wir heute eine Kontrollarbeit haben (wissen -
Imperfekt). Ich ..., daß wir diese Kontrollarbeit morgen schrei-
ben werden (denken - Imerfekt).
Im Ofen ... trockenes Holz (brenenn - Imperfekt).
Ich ... den Brief nach Leningrad mit der Luftpost... (senden -
Perfekt).
2. Übersetzen Sie folgende Sätze und nennen Sie den Infinitiv
der fettgedruckten Verben (IfepeBe^HTe cjie;iyioiii,ne iipe;iJio.7Kenn5i
h nasoBHTe hhcJdhhhthb rjiarojioB, HanenaTaHHEix mchphbim mpucproM):
6
Marx konnte fast alle europäischen Sprachen lesen; die russi-
sche Sprache kannte er auch.
Der Baum brach unter der Last der Früchte.
Der Briefträger brachte mir einen Brief von meinem Freund.
Zum Übersetzen dieses neuen Textes brauchte der Schüler ein
Wörterbuch.
3. Nennen Sie die Grundformen der fettgedruckten Verben der
Übung 2.
4. Übersetzen Sie folgende Sätze und bestimmen Sie, wo das Wort
während als Präposition und wo es als Konjunktion gebraucht ist:
Während ich meine Aufgaben vorbereitete, spielte mein Bruder
im Garten.
Während der Ferien haben wir viele Theater und Museen besucht.
Während meiner Reise nach dem Süden habe ich viel Interes-
santes gesehen.
Das rechte Ufer dieses Flusses ist sehr steil, während sich am
linken Ufer weite Wiesen hinziehen.
Während des Krieges arbeiteten alle Sowjetbürger für die Front.
5. Schreiben Sie aus dem Text alle abgeleiteten Adjektive aus und
übersetzen Sie dieselben ins Russische.
6. Ergänzen Sie GonojiHirre) folgende Sätze:
Wir wollen ... gut beherrschen.
Mein Freund versteht Französisch unvergleichlich ... als
Deutsch.
Was seine Kenntnisse in der Physik betrifft, so sind sie ... .
Es stellte sich heraus, daß der Schüler die Aufgabe . zeigt,
daß Rückübersetzungen beim Studium einer Fremdsprache nütz-
lich sind.
Ich empfehle Ihnen ... .
In Stockholm spricht man ..., in Prag spricht man ... .
Viele proletarische Kämpfer werden in den kapitalistischen Län-
dern ins ... geworfen.
7. Beantworten Sie folgende Fragen:
Welche Sprachen lernte Lenin im Gymnasium?
Welche Fremdsprachen kannte Lenin?
Was tat er manchmal zur Erholung?
Wann kam Lenin zum ersten Mal nach Berlin?
7
Wie beherrschte er damals die deutsche Sprache?
Welche Methode empfahl Lenin für das Studium einer Fremd-
sprache?
8. Übersetzen Sie aus dem Russischen:
Bee coBeTCKne niKOJibHHKH nsynaiOT HHOCTpaHHbie ü3bikh:
HeMen,Knn, aHrjinncKun hjih c|3paHii,y3CKnn. Mbi nsynaeM b HaineM
KJiacce iieiviepKnn h3bik. Harro mbi nepexo^nM c HeMeijKoro si3biKa
na poflHoii H3biK. Ham yuHTejib xsajiHT Hac 3a xoponiHÜ nepeBOfl.
B cjieflyiomeM ro/iy mbi okohhhm cpe^Hioio niKOJiy. Mbi xothm
hmotb xoponine 3HaHHfl no HeMeijKOMy H3BiKy.
§2
Vorübung
Übersetzen Sie folgende Wörter, die von Ihnen bekannten
Wörtern abgeleitet sind:
weltlich (abgeleitet von Welt), zum Beispiel: weltiche Schulen
übermenschlich (Mensch)', eine übermenschliche Arbeit
-tägig (Tag): eine zweitägige Reise
zweitgrößt (zwei und groß): Leningrad ist die zweitgrößte Stadt
der Sowjetunion
die Aufnahme (aufnehmen): die Aufnahme in die Hochschulen
besingen (singen): eine Heldentat besingen
LENINGRAD
Diese Stadt, die jetzt den Namen Lenins führt, wurde im
Jahre 1703 von Peter I. gegründet. Sie liegt auf hundert-
undeiner Insel des Newa-Deltas.
Leningrad ist die Wiege der Großen Sozialistischen Okto-
berrevolution. Am 7. November (25. Oktober) 1917 errich-
teten hier die bewaffneten Arbeiter und die revolutionären
Truppenteile unter der Führung Lenins und Stalins die So-
wjetmacht.
Leningrad ist ein Gigant des technischen Denkens, ein
führendes Industriezentrum unseres Landes. Hier wurden
die ersten Traktoren, das erste Walzwerk, die ersten Tur-
binen gebaut. Besonders große Erfolge erzielte die Lenin-
grader Industrie unter der Leitung von S. M. Kirow, der
8
in den Jahren 1926 — 1934 an der Spitze der Leningrader
Parteiorganisation stand und der Liebling der Partei und
der Arbeiterklasse war.
Leningrad ist auch eines der größten Kulturzentren der
Welt. Die ersten weltlichen Schulen und die erste öffent-
liche Bibliothek Rußlands waren hier, im damaligen
Petersburg, eröffnet worden. In dieser Stadt wurde auch
die Akademie der Wissenschaften gegründet. Dort wirkten
unsere berühmten Gelehrten Lomonossow, Setschenow, Pi-
rogow, Mendelejew, Pawlow u. a.
Heute gibt es in Leningrad etwa 50 verschiedene Hoch-
schulen und über 30 Theater. Unter den zahlreichen Biblio-
theken nimmt die Saltykow-Schtschedrin-Bibliothek mit
ihren 9 Millionen Büchern eine besondere Stellung ein.
Weltberühmt ist die Leningrader Eremitage1. Ihre Reich-
tümer sind kolossal. Unter den 1100000 Ausstellungs-
gegenständen sieht man hier wirkliche Märchenschätze:
außerordentlich wertvolle Sammlungen von Porzellan,
französischem und englischen Silber, mehr als zweitausend
Gemälde von Leonardo da Vinci2, Velasquez3, Rubens,
Rembrandt u. a. „ . , 2 , 2 , ,. 3 ,, ,
Sprich: ermitashe wintschi welaskes
9
Nach dem Großen Vaterländischen Krieg wurde in der
Eremitage noch eine russische Abteilung eröffnet, die aus
mehreren Sälen besteht. Zu den größten Sehenswürdig-
keiten der Eremitage gehört auch die Galerie Peters I. In
einem der Ausstellungsräume befindet sich eine riesige
Karte der Sowjetunion, die aus Uraler Edelsteinen zusam-
mengesetzt ist.
In Leningrad gibt es auch ein Russisches Museum. Dort
sind die Werke der größten russischen Künstler wie Rjepin,
Lewitan, Ssurikow u. a. vertreten.
Leningrad ist eine Stadt von außerordentlicher Schön-
heit. Gerade hier zeigte sich die geniale Begabung der
russischen Architekten. Das Gebäude der Admiralität, das
sich durch seine Schönheit und Proportionen auszeichnet,
ist von Sacharow gebaut worden. Die wundervolle Kasan-
Kathedrale hat Woronichin errichtet.
Schön sind die Denkmäler Leningrads, darunter "Der
eherne Reiter”, das Denkmal Peters L, das Puschkin besun-
gen hat.
Und diese herrliche Stadt wollten die deutschen Faschi-
sten vernichten! Der Feind stand unmittelbar vor den To-
ren Leningrads, konnte aber die Stadt nicht einnehmen.
Viele Arbeiter, Ingenieure, Angestellte von Leningrad tra-
ten freiwillig in die Divisionen der Volkswehr ein. Hun-
derttausende von Bürgern schufen in kurzer Frist mächtige
Verteidigungslinien um die Stadt.
Die Hitlerleute versuchten, die Stadt durch eine Hunger-
blockade zu bezwingen. Eisenbahnverbindung mit dem üb-
rigen Lande gab es schon seit dem Herbst 1941 nicht mehr.
Aber die Leningrader legten über das Eis des Ladoga-Sees
einen Weg, der "der Weg des Lebens" genannt wurde, und
durchbrachen auf diese Weise die Hungerblockade.
Bald darauf begannen die Hitlerleute mit der barbari-
schen Beschießung der Stadt. Während der 900-tägigen
Blockade haben die Deutschen ungefähr 150000 Geschosse
auf die Stadt abgefeuert.
Als Erinnerung an jene schwere Zeit sieht man im
Verteidigungsmuseum Leningrads Gegenstände, die viel
10
deutlicher als alle Worte davon sprechen, was in Leningrad
vorgegangen ist. Da steht z. B. eine Waage, auf der die
tägliche Brotration von 125 Gramm abgewogen wurde. Das
Brot bestand hauptsächlich aus Sägemehl, Leim u. a., mit
ganz wenig Mehl vermischt.
In diesen schweren Tagen zeigten die Leningrader, gelei-
tet von Genossen Shdanow, übermenschliche Widerstands-
kraft. Während der Blockade fügte der Feind Leningrad
schwere Wunden zu: vernichtet und beschädigt wurden
mehr als vier Millionen Quadratmeter Wohnfläche, ferner
509 Lehr- und 170 Heilanstalten. Das Wasserleitungsnetz
war an 5600 Stellen geplatzt.
Die Leningrader ließen aber den Mut nicht sinken.
Schon im Jahre 1945 gab es in der Stadt keinen einzigen
Betrieb, der stillstand.
Jetzt sieht man hier keine Spuren der Zerstörungen
mehr. Leningrad ist wieder (nach Moskau) das zweitgrößte
Industrie- und Kulturzentrum des Landes. Die Lenin-
grader haben nicht nur ihre Industrie wiederaufgebaut,
sondern auch ihre technische Basis viel vollkommener
gestaltet. Leningrad wird jetzt von den Schieferwerken am
Südufer des Finnischen Meerbusens mit Gas versorgt.
Texterläuterungen
den Namen führen — hockte hmh
an der Spitze stehen - ctohtb bo rjiaße
mit ganz wenig Mehl vermischt — CMeniaHHbiH c oneHb Heöojib-
HIHM KOJIHHeCTBOM MyKH
viel vollkommener gestalten — 3HanHTejibHO ycoBepnieHCTBO-
BaTb (c^ejiaTb SHanHTejibHO öojiee coBepnieHHbiM)
den Mut nicht sinken lassen — He iia/iaTb /lyxoivi
Merken Sie sich die Rektion:
beginnen (Akk. oder mit + Dat.) — HannnaTb hto-jihöo (öuh. n.)
Wir beginnen heute mit dieser Arbeit oder: Wir beginnen heute
diese Arbeit. — Mbi cero^Ha iiann naeivi smy paöomy.
nennen (Akk. + Akk.) — HasbiBaTb Koro-Jinöo, hto-ji. (&uh. n.) kom-
ji., neM-ji. (me. n.) Während der Blockade Leningrads legten
u
die Leningrader über das Eis des Ladoga-Sees einen Weg; sie
nannten diesen Weg "den Weg des Lebens". - Bo BpeMsi 6jio-
Ka^bi jieHHHrpaflijbi npojioacHjni no jib/IV Jla^oaccKoro osepa
flopory; ohh nasbiBajin omy dopoey "dopoeoü mch3hh".
Grammatik
1. flßoÜHoe ynpaBjienne rjiarojiOB.
Tjiaroji nennen (nasbiBaTb) ynpaBjmeT flBOÜHbiM BHHHTejibHbiM
nafle^KOM: Er nennt mich (Akk.) seinen Freund (Akk.). —
Oh HasbisaeT MeHH cbohm ^pyroM.
KaK BHflHO H3 npHMepa, b pyccKOM a3biKe BTopoe flonojiHeHHe
CTOHT He B BHHHTeJIbHOM, a B TBOpHTOJIbHOM HaflOMCe.
II p ii m e m a ii ii e. Ecjih iipe/uiovKeiiiie co CKasyeMbiM, Bi>ipa‘,Keiiin>ni
rjiarojiOM nennen, iiocrpoeiio b Passiv, to bmccto jibohiiobo BHHHTejib-
Horo najjesKa (Akk.) Gy/ier hmcti> mgcto ^bohhoh ii xie i i nre ji i> i i i>i ii najjesK
(Nom.), h BBiiiieiipiiBe/ieiniBiH npHMep iipinicr cjie/iy ioi i in ii bhj:
Ich (Nom.) werde von ihm sein Freund (Nom.) genannt.
JUbohhbim BHHHTejibHbiM i iaae7i<oivi ynpaBjmeT TaKMce h rjiaroji
lehren (yuHTb, oöyuaTb):
Dieses Beispiel lehrt uns (Akk.) Bescheidenheit (Akk.). — Otot
npHMep yuHT Hac ckpomhocth.
Die Mutter lehrt ihre Tochter(A/?/?J das Alphabet (Akk.). — MaTb
yuHT cbok) jiomb a3ÖyKe.
2. IlpHjiaraTejibHbie c cy^^HKcaMH -ig, -lieh,
o6pa3OBaHHbie ot cynjecTBHTejibHbix, oGoBiianaionpix speMa
(die Stunde, der Tag, die Woche, der Monat, das Jahr).
IlpHjiaraTejibHbie c cyc|jc|jHKCOM -ig o6o3HanaiOT npodojuxcu-
mejibHocmb'. eine zweimonatige Reise — jiByxiviccMM iiaa noe3flKa.
IlpHjiaraTejibHbie c cyc|jc|j. -lieh o6o3HanaiOT nepuoduuHocmb,
noemopneMoemb: der monatliche Lohn — MecanHan (eaceMecan-
iiaa) 3apnjiaTa.
Übungen
1. Übersetzen Sie folgende Sätze und bestimmen Sie die Zeitform
des Verbs:
Die Leningrader Kasan-Kathedrale ist von dem bekannten rus-
sischen Architekten Woronichin errichtet worden.
Das Denkmal Peters I. in Leningrad wurde von Puschkin in sei-
nem Poem "Der eherne Reiter" besungen.
12
Während der Blockade der Stadt Leningrad sind von den deut-
schen Faschisten etwa 150 000 Geschosse abgefeuert worden.
Um die Stadt waren von der Leningrader Bevölkerung mächtige
Verteidigungslinien geschaffen worden.
In diesem Jahr werden in die Hochschulen der Sowjetunion
Hunderttausende neuer Studenten aufgenommen werden.
Dieser Schüler wird oft wegen seiner guten Kenntnisse der deut-
schen Grammatik gelobt.
Diese Schieferwerke werden unsere Stadt mit Gas versorgen.
2. Übersetzen Sie ins Deutsche:
CoBeTCKaa BjiacTb Gbijia ycTanoBjiena 7 Hoaöpa 1917 ro/ia
(Imperfekt Passiv).
JleHHHrpaflCKaa npoMbimjieHHOCTb b kopotkhh cpoK öbijia boc-
CTanoBjiena (Perfekt Passiv).
Bo Bcex cpe^Hnx niKOJiax CoßeTCKoro Coiosa nsynaiOTCii hho-
CTpaHHbie HSbiKH (Präsens Passiv).
3. Analysieren Sie syntaktisch und morphologisch:
Unter den Ausstellungsgegenständen, die man im Leningrader
Verteidigungsmuseum sehen kann, befindet sich eine Waage, auf
der die tägliche Brotration von 125 Gramm abgewogen wurde.
4. Übersetzen Sie folgende Wortgruppen ins Russische und erklären
Sie die Wortbildung der Adjektive:
der achtstündige Arbeitstag
die stündliche Leistung einer Maschine
die 900-tägige Blockade Leningrads
die tägliche Brotration
der siebenjährige Krieg
die jährliche Aufnahme in die Hochschulen
5. Schreiben Sie aus dem Text alle zusammengesetzten Substanti-
ve und zusammengesetzten Adjektive aus; zerlegen Sie die aus-
geschriebenen Substantive und Adjektive in ihre Bestandteile
(cocTaBHbie viacTn) und übersetzen Sie dieselben ins Russische.
6. Setzen Sie die unten angeführten Wörter ein (Bcrani/re npHBe^eH-
Hbie BHH3y cjioßa):
a) Der große russische Gelehrte Mendelejew hat sein ganzes
Leben ... gewidmet. Er ... und starb in Petersburg.
... der biologischen Wissenschaft ist die lebende Natur.
Botanik ist ein ... Zweig der Naturwissenschaft.
Im Ural werden viele ... gewonnen.
13
Ich sehe jetzt meinen Freund Peter sehr ... .
Dieses Museum enthält eine wundervolle Sammlung von ... .
selten, besonderer, (das) Porzellan, der Edelstein,
der Gegenstand, die Wissenschaft, wirken
b) Der elektrische ... dieser Lampe ist groß.
Zur Versorgung unserer Städte mit Brot braucht man täglich
viele tausend Tonnen ... . Wasser und 01... nicht.
Die Stadt Helsinki liegt am Finnischen ... .
Dieses Haus hat 50 Wohnungen mit je 70 Quadratmeter ... .
Der Krieg hat vielen Ländern schwere ... zugefügt.
Im Juni 1941 trat mein Bruder ... in die Reihen der Volkswehr ein.
Die ersten feindlichen ... fielen in die Straßen Leningrads im
September 1941.
Durch die barbarische Beschießung der Stadt Leningrad wurden
dort 500 Lehranstalten ... .
Auch viele ... sind während der Blockade zerstört worden.
die Heilanstalt, das Geschoß, der Widerstand, die Wunde,
der Meerbusen, (das) Mehl, (die) Wohnfläche, freiwillig,
sich vermischen, beschädigen
7. Übersetzen Sie folgende Sätze ins Russische:
Meine Uhr geht drei Minuten vor.
Der Feind ging zum Angriff vor.
Die Schularbeit muß allem anderen vorgehen.
Gegen faule Schüler soll unsere Komsomolzenorganisation
energisch vorgehen.
Warum lachen Sie? Was ist hier vorgegangen?
8. Übersetzen Sie ins Deutsche:
HayKa urpaer b napo^HOM xosancTBe CCCP onenb BaMCHyio pojib.
B CCCP MHoro pasjiimHbix Bbicmnx yneÖHbix saßeflennn n rex-
HHKyMOB.
Bo BpeMH jieTHnx KannKyji MHorne ynennKn Hamen niKOJibi
paßoTajin b KOJixosax.
1 Ipe/uvieTOivi Hamen öece/ibi 6buia iioc.ne/iiimi KOHTpojibnaa paGora.
Ha Phmcckom (Rigaer) sajmBe HMeeTca MHoro canaTopneß n ^o-
MOB OTflbIXa.
3to scanne Gbijio paspynieno nenpnaTejibCKHM cnapaflOM.
9. Beantworten Sie folgende Fragen:
a) Wann ist die Stadt Leningrad gegründet worden?
Wer ist der Gründer dieser Stadt?
14
Welche Rolle spielt diese Stadt in der Sowjetindustrie?
Nennen Sie die wichtigsten Kulturanstalten Leningrads.
Welches Leningrader Museum ist weltberühmt?
Welche Schätze enthält dieses Museum?
Was sieht man in der russischen Abteilung der Eremitage?
Wie wird das Denkmal Peters I. in Leningrad genannt?
Von wem ist dieses Denkmal besungen worden?
b) Wie lange dauerte die Blockade Leningrads während
des Großen Vaterländischen Krieges?
Was schufen die Leningrader um ihre Stadt?
Auf welche Weise haben die Leningrader die Hungerblockade
durchbrochen?
Wie groß war die tägliche Brotration in der blockierten Stadt?
Wieviel feindliche Geschosse fielen während der Blockade in die
Straßen Leninrads?
Welchen Schaden haben die deutschen Faschisten dieser Hel-
denstadt zugefügt?
§3
Vorübung
Übersetzen Sie ins Russische:
Der Lehrer läßt den Schüler den gelesenen Satz analysieren.
Mein Freund ließ mich eine ganze Stunde warten.
Ich will mir einen neuen Mantel machen lassen.
Als ich alle meine Schulaufgaben gemacht hatte, ließ mich
meine Mutter ins Kino gehen.
Aufgabe: Übersetzen Sie schriftlich mit Hilfe des Wörterbuchs
die ersten drei Absätze des Textes.
DIE ENTWICKLUNG
DER BUCHDRUCKERKUNST
Vor 600 Jahren verstanden die Leute noch nicht, Bücher
zu drucken. Wer ein Buch haben wollte, mußte es sich ab-
schreiben lassen. Das war eine zeitraubende Arbeit, und
darum waren die Bücher auch außerordentlich teuer.
Auch Anfang des 15. Jahrhunderts war de Herstellung
von Büchern noch sehr schwierig und teuer. In eine Tafel
von Birnbaumholz schnitzte man Bilder und Sprüche, dann
15
bestrich man die Tafel mit
schwarzer Farbe und legte
einen Bogen Papier darüber,
den man fest aufdrückte. Für
jede Seite mußte man natür-
lich eine besondere Tafel schni-
tzen, das war eine schwere und
zeitraubende Arbeit, und solch
ein Druck war sehr teuer.
Erst seit der Erfindung der
Buchdruckerkunst kann man
die Bücher schnell und billig
herstellen. Die Buchdrucker-
kunst entstand um die Mitte
des 15. Jahrhunderts. Man
kam nämlich auf den glück-
lichen Gedanken, die Buchsta-
ben einzeln auf Holzstäbchen
auszuschneiden und diese dann
zu Wörtern zusammenzuset-
zen. Später goß man Buch-
staben aus Metall, weil man sie
auf diese Weise leicht in großer Zahl herstellen konnte.
In Rußland erschien das erste gedruckte Buch im Jahre
1564. Es war das kirchliche Buch "Der Apostel.” Man hat-
te es in schöner kirchenslawischer Schrift, in "poluustaw"
(Schriftart) gedruckt.
Die Organisatoren der ersten russischen Buchdruckerei
waren der Moskauer Buchdrucker Iwan Fjodorow und der
Bjelorusse Pjotr Mstislawez (aus der Stadt Mstislawl). Die
ersten russischen Buchdrucker waren Meister ihres Faches,
aber es gelang ihnen nicht, die Buchdruckerkunst in
Rußland weiterzuentwickeln. Die reaktionäre Geistlichkeit
sah im Buchdruck "eine schwere Ketzerei" und begann die
Buchdrucker zu verfolgen. Iwan Fjodorow und Pjotr Msti-
slawez verließen mit bitteren Gefühlen Moskau und verleg-
ten ihre Tätigkeit nach Litauen und in die heutige West-
ukraine. Dort, in Wilno und Lwow, wurden sie die Begrün -
16
der der slawischen Buchdruckerkunst. In Moskau setzten
die russischen Buchdruckermeister Nikifor Tarassijew und
Andronik Newesha das Werk Iwan Fjodorows fort. Im
Jahre 1568 gaben sie ein neues Buch heraus. Hierzu ver-
half ihnen der Zar Iwan Grosnyj, der die Buchdruckerkunst
unter seinen Schutz nahm und in Alexandrowskaja Sloboda
eine Buchdruckerei errichtete.
Eine weitere bedeutende Entwicklung nahm die russi-
sche Buchdruckerkunst unter dem Zaren Peter I. Statt der
alten kirchenslawischen Schrift führte Peter die neue rus-
sische Schrift ein. Unter Peter I. wurde in Moskau auch die
erste russische Zeitung "Wedomosti” herausgegeben. Die
erste Nummer dieser Zeitung wurde vom Zaren selbst
durchgesehen und verbessert.
Seit dem Erscheinen des ersten gedruckten Buches hat
sich die Technik des Buchdrucks außerordentlich entwik-
kelt. Jetzt werden Bücher und Zeitungen in großen Druk-
kereien in Massenauflagen gedruckt.
In keinem kapitalistischen Lande der Welt hat aber der
Buchdruck einen so mächtigen Aufschwung genommen wie
in unserem Lande. Von 1918 bis 1946 sind in der UdSSR
836000 Bücher und Broschüren in einer Gesamtauflage von
10250 Millionen Exemplaren erschienen. Ein Viertel davon
sind Bücher, die in den verschiedenen Sprachen der Völker
der Sowjetunion gedruckt wurden. Mehr als 40 Völker, die
jetzt in dem sowjetischen Nationalitätenstaat leben, haben
erst nach der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution ihr
Schrifttum erhalten.
Texterläuterungen
Anfang des 15. Jahrhunderts - b nanajie XV BeKa
man kam .... auf den Gedanken — npnnijia b rojioßy mbicjib
die Buchdrucker waren Meister ihres Faches — KHnronenar-
hhkh öbijih MacrepaMH CBoero ^ejia
unter dem Zaren Peter I. [Peter dem Ersten] — npn n,ape 1 lerpe I
(b uapcTBOBamie uapa ITerpa I)
eine weitere Entwicklung nehmen — nojiynaTb flajibHeüniee
pasBHTne
17
Übungen
1. Analysieren Sie syntaktisch und morphologisch:
Man kam aut den glücklichen Gedanken die Buchstaben einzeln
auf Holzstäbchen auszuschneiden und diese dann zu Wörtern
zusammenzusetzen.
2. Übersetzen Sie ins Russische:
Wir haben den großen Wunsch, die deutsche Sprache gut zu
erlernen.
Ich will versuchen, die Übersetzung dieses Textes ohne Wörter-
buch zu machen.
Ich habe meinem Freund versprochen, ihn heute abend zu
besuchen.
Einige Schüler haben vergessen, ihre deutsch-russischen Wör-
terbücher mitzunehmen.
Die Mutter war glücklich, über die Heldentat ihres Sohnes in
der Zeitung zu lesen.
Ich habe die Möglichkeit, im Sommer eine Reise nach Lenin-
grad zu machen und dort einige Wochen zu verbringen.
3. Übersetzen Sie ins Deutsche:
MaTb öbijia cnacTjinBa Bn^eTb CBoero peöeHKa cnosa s^opoBbiM.
Mon flpyr npocnT Mena noirrn c hhm BMecTe b Mysen.
Mbi Mcejiajm nocMOTpeTb otot (JmjibM eine pas.
HaM ynjajiocb nojiyunTb iviecra b /lecHTOivi pn/iy.
Ham KJiacc nojiynnji sa^anne c/ie.naTb nncbMeHHbin nepesofl
HOBoro TeKCTa.
Mbi HafleeMca BbinojmuTb otv paöoTy xopomo.
4. Übersetzen Se folgende Sätze:
An Sonntagen läßt die Mutter ihre Kinder etwas länger schlafen.
Laß mich ruhig arbeiten.
Der Direktor ließ diesen Schüler zu sich rufen.
Unser Chemielehrer läßt uns im chemischen Kabinett keinen
Augenblick verlieren.
Er läßt uns viele Experimente selbständig machen.
5. Erklären Sie die Wortbildung folgender Wörter und übersetzen
Sie dieselben:
durchsehen, einführen, aufdrücken, der Druck, der Buch-
drucker, die Buchdruckerei, der Begründer, das Schrifttum,
kirchlich.
18
Aufgabe: Bereiten Sie zu Hause die mündliche Übersetzung des
Textes vor von den Worten 'Die Organisatoren der ersten
russischen Druckerei...' bis zu Ende.
§4
Vorübungen
1. Hören Sie aufmerksam zu:
Ein Engländer kam nach Paris. Er beherrschte nur seine Mutter-
sprache und verstand kein einziges Wort Französisch. Noch am
selben Tag schickte er seiner Frau ein Telegramm. In diesem Tele-
gramm schrieb er: "Glücklich angekommen, gesund, schreib bald.
Adresse..." Ja, wie war aber die Adresse seines Hotels? Er wußte
es nicht. Darum wandte er sich an einen Hoteldiener, der ihm die
Adresse des Hotels genau mitteilte.
Der Engländer war in Paris ganz allein. Er hatte hier keine
Freunde. Nach einiger Zeit beschloß er, sich die schöne Hauptstadt
Frankreichs anzusehen. Er sprach aber kein Französisch und
kannte die Stadt gar nicht. Wie wird er sein Hotel wieder finden?
Er dachte: Ich werde immer geradeaus gehen. Mit solchem Be-
schluß ging er hinaus. Am Eingang ins Hotel standen zwei große
Palmen. Das merkte er sich.
Der Engländer ging langsam die Straße hinunter. Schließlich
kam er zu einem Restaurant. Er war hungrig und beschloß, in
diesem Restaurant zu Mittag zu essen. Aber wie sollte er ohne
Kenntnis der Sprache das Essen bestellen? Er sagte sich wieder:
Ich zeige einfach mit dem Finger auf der Karte, was ich zu essen
wünsche, und man wird mich schon verstehen.
Er trat also ins Restaurant. Dort war es fast leer. Der Kellner
brachte dem Engländer die Karte. "Das, das und das", zeigte der
Engländer mit dem Finger. Der Kellner machte sehr große Augen,
sagte aber kein Wort. Nach fünf Minuten brachte er ihm drei
Suppen. Der Engländer wurde rot bis über die Ohren.
Nach dem Essen ging er noch ins Kino. Als er am Abend in sein
Hotel zurückkehren wollte, war es schon recht spät. Er ging die
Straße hinunter, konnte aber sein Hotel nicht finden. Dann ging er
die Straße wieder hinauf. Er sah mehrere Hotels, aber an keinem
einzigen Hotel standen Palmen an der Tür. Was sollte er tun? Der
Engländer ging in ein anderes Hotel, bestellte dort ein Zimmer und
schickte zum zweiten Mal an diesem Tag ein Telegramm an seine
Frau: "Telegraphiere sofort, wo ich in Paris wohne."
Am nächsten Tag bekam er die Antwort.
19
2. Geben Sie den Inhalt der angehörten Erzählung in Ihrer Mutter-
sprache wieder.
(gilt ©itglfinier in
6in ßnglänber fam natf) ^ari^. 6r bef>errfcf>te nur feine SD?ut*
terfprac£)e unb tonnte fein QSort grangöfit-
9?oc£) am Sage feiner 2lnfunß beftdlte er im £otel ein Sele*
grammformular, benn er wollte feiner grau feine gliicfltcbe 2lm
fünft in ^ari^ mitteilen. Sas ^Telegrammformular roar fofort gur
Stelle. 6r teilte feiner grau feine ^arifer 2lbreffe mit, bamit fie
tl)m nicf>t poßlagernb gu fifyrdben brauchte, "(Blücfltcl) angefonv
men", füllte er ba£ gormular aus, "gefunb. Schreib balb. 2lbreffe
..." 3a, wie roar aber feine 2lbreffe? 6r rief ben portier [portje] an.
2113 iljm ber portier bie 2lbreffe be£ £otel£ mitgeteilt ljatte, <cf>rieb
er fie auf ba£ gormular, untertrieb unb ließ ba£ Selegramm gur
^oß tragen.
Sann günbete er fiel) eine Zigarette an unb ging ein paarmal im
Rimmer auf unb ab. QSa£ follte er jegt tun? Sollte er fiel) nid>t
bie Stabt ein wenig anfeljen? greilict), man fann fiel) verirren,
aber wenn man ntrgenb^ einbiegt unb nur bie Strafe auf unb ab
gef>t? 6r ging l)tnau£. 2lm Eingang ftanben groet große Stären.
Sa£ merfte er fiel).
Ser ßmglänber ljatte feine 6ile. 6r ging langfam bie Strafe
hinunter. Sc£)lteßltct) tarn er gu einem Keßaurant[restorä]. 6r ljatte
junger. "QSenn icf) bem Seltner mit bem ginger auf ber .Starte
geige, roa£ icf> gu effen roün|ct)^ roirb er miet) fieber verfielen, unb
nacf) bem 6ffen brauche icf> gar nid>t gu fragen, roa£ ict) galten
muß. 3cf> gebe bem Seltner eine große 95anfnote, unb er bringt
mir ben Keß", bacf>te er unb ging ins Keßaurant Innern.
Sort roar es faß teer. 6r fegte fiel) an einen Sijcb unb fal) fiel)
um. Slußer iljm befanben fiel) in bem Kaum groei junge Wäbcben.
Sie faßen an einem Kebentit iljm gegenüber beim Äaffee.
Ser Seltner brachte bem ßmglänber bie Speifefarte. "Sa£, ba£
unb ba£", geigte ber SluSlänber mit bem ginger. Ser Seltner
machte große 2lugen, fal) i^n fef>r aufmerffam an, fagte aber fein
QSort. 9?act) fünf Winuten brachte er tl)m bret Suppen. Sie
Wäbcben am DZebentifcf) lachten ^ell auf. roar tl)m fein unam
genehm.
20
QSom Dieftaurant aus ging er ins Ätno. 2113 er am 2lbenb tn£
£otel gurücffefjren wollte, mar cs |c£)on feljr fpät. 6r ging bte
(Strafe hinunter, fanb aber fein £otel md>t. Sann ging er bte
Strafe mteber ftnauf. 6r fab> mehrere £otel£. 95ären ftanben
aber ntrgenb^ an ber Sir. QSafr|c£)etn[tc£) fatte man fte am 2lbenb
fineingetragen. QSte füllte er jeßt fein £otel ftnben?
Sie Strafen mürben leer. (Schon ba£ vierte T?al ging er an
bem ^oltgtfen vorbei. Ser mürbe <cf>on aufmerffam. "(& feflt
nocl), baf man miet) verhaftet", bacf>te ber ßmglänber unb ging in
ba£ erfte befte £otel. £ter bef eilte er ein Stmmer unb jcbicfte nocl)
in berfelben 9?ad>t ein Selegramm an feine grau: "Selegrapftere
fofort, mo i cf> in ^art^ mofne".
2lm näc£)f en Sag befam er bte 2lntmort.
Texterläuterungen
zur Stelle sein — Seite Ha Meere; sdecb: Seite npHHeceHHEiM
ein paar - HecKOJiEKo; ein paarmal - HecKOJiEKO pa3 (ne CMeniH-
BaiiTe c cynjecTBHTejiEHEiM ein Paar napd)
auf und ab - B3afl h snepefl (nanp.: im Zimmer auf und ab gehen;
die Straße auf und ab gehen)
Eile haben - cneniHTE, topohhtech
Hunger haben — Seite tojioaheim
hell auflachen — sbohko paccMeaTEca
er wurde aufmerksam — oh iiana.n oSpanjaTE BHHMaHHe
in das erste beste Hotel — b nepBEin iioiiaBiimiicH otojie
Merken Sie sich die Rektion:
anrufen (Akk.) — 3bohhte ho TejiecpOHy KOMy-jinSo (dam. n.)
Rufen Sie sofort den Arzt an. — HeMefljieHHO ho3bohht6 epany.
ansehen (Akk.) — cmotpote Ha koto-jihSo (hto-jihSo)
Mein Freund sieht mich erstaunt an. — Moh flpyr yqHBjieHHO
cmotpht Ha Meim.
die Straße hinaufgehen (hinuntergehen) (Akk.) — h^th BBepx
(bhh3) no yjiHii,e
Ich gehe die Treppe hinauf. - H noflHHMaiocE no jiecmHune.
Sie sollen diese Straße hinuntergehen. — Bei /io.t/kiiei cnycTHTEca
no omoü yjiuuß.
21
Übungen
1. Analysieren Sie syntaktisch folgende Sätze und übersetzen Sie
dieselben ins Russische:
Mein Freund fragt mich nach meiner genauen Adresse, weil er
mir nicht postlagernd zu schreiben wünscht.
Der Engländer verirrte sich in Paris, da er die französische
Sprache nicht kannte.
Der Ausländer ging ins Restaurant hinein, denn er hatte Hunger.
Man hatte die Palmen für die Nacht ins Vestibül hineingetragen,
darum konnte der Engländer sein Hotel nicht finden.
Der Engländer ging hinaus, um sich die französische Hauptstadt
ein wenig anzusehen.
Man hat mir diesen Fragebogen gegeben, damit ich ihn ausfülle.
2. Ersetzen Sie in den Sätzen 1 und 2 die Konjunktionen weil, da
durch die Konjunktion denn und im Satz 3 die Konjunktion denn
durch weil.
3. Bilden Sie zusammengesetzte Sätze aus folgenden Satzpaaren:
Ich kann Ihnen die Adresse dieses Arztes nicht mitteilen; ich
kenne sie selbst nicht (man kok).
Ich kannte den Weg sehr schlecht; ich verirrte mich im Wald
(maK kolk).
Der Lehrer schreibt an die Tafel einen Satz; wir übersetzen ihn
ins Deutsche (unioübi).
Der Engländer schickt seiner Frau ein Telegramm; er teilt ihr
seine glückliche Ankunft in Paris mit (unioübi).
4. Setzen Sie die eingeklammerten Wörter in den richtigen Kasus
(mit oder ohne Präposition):
Ich muß (mein Freund) anrufen.
Die Lehrerin sieht (der neue Schüler) freundlich an.
Wir gehen (der Berg) hinauf.
Sie müssen (die Straße) hinuntergehen.
Ich erinnere mich (dieses Ereignis) sehr gut.
Wir wollen (die deutsche Sprache) gut beherrschen.
Er nennt (dieser Schüler) (sein Freund My^c. p.)
5. Ergänzen Sie folgende Sätze:
In einer fremden Stadt kann man ... leicht... .
Diesen Fragebogen muß man sofort... .
Es ist unangenehm, wenn man in eine fremde Stadt kommt
22
und ... .
Der Engländer ging in das erste beste Hotel, da ... .
Der Sekretär gibt dem Direktor den Brief, damit er ihn ... .
Es ist schon recht dunkel geworden, ... Sie das Licht... .
Der Gast... dem Kellner für das Mittagessen und verließ das
Restaurant.
Ich suche schon lange nach diesem Buch, kann es aber ... finden.
6. Ersetzen Sie die fettgedruckten Wörter durch Synonyme:
Ich habe in Leningrad einige Freunde. Als ich dort ankam,
telephonierte ich sofort einem meiner Freunde.
Auf meinen letzten Brief an meine Schwester erhielt ich lange
keine Antwort. Endlich kam die Antwort.
Wir dachten, daß wir uns in diesem großen Wald verirren kön-
nen. Jedoch fanden wir den Weg nach Hause sehr leicht.
Der Engländer hatte keine Eile. Er ging ein paarmal in seinem
Zimmer hin und zurück.
7. Beantworten Sie schriftlich folgende Sätze:
Wohin kam ein Engländer?
Welche Sprache beherrschte er außer seiner Muttersprache?
Wozu bestellte der Engländer ein Telegrammformular?
Was teilte der Engländer in diesem Telegramm seiner Frau mit?
Was tat er dann?
Was stand am Eingang ins Hotel?
Wozu merkte sich das der Engländer?
Warum ging der Engländer ins Restaurant?
Wie bestellte er sich dort das Essen?
Was brachte ihm der Kellner?
Warum mußte der Engländer in ein anderes Hotel gehen?
Auf welche Weise hat er seine Pariser Adresse erfahren?
8. Übersetzen Sie ins Deutsche:
CeroflHü 5i nojiynnji hhcbmo ot cnoero flpyra. Oh cooönjaeT MHe,
mto oh, BepoHTHO, nepes (in) hockojibko flHen h He iiO37i<e neM nepes
Heflejno npne^eT b MocKBy. Oh nnnieT, hto oh y‘/i<e saKasaji ÖHjieT
(die Fahrkarte). H öbiji oneHb pa/i h HeMefljieHHO OTnpaBHjica Ha
noMTy. TaM 5i nojiyuHji Tejierpa(J)HbiH ÖJiaHK h nocjiaji CBoeMy
flPyry cjieflyiomyio TejierpaMMy: "CnacTjiHB, mto CKopo yBH,qHMC5i.
Cooöiijh ,n,eHb npHÖbmm." 3aTeM 5i nonieji b khho. Koiyia 5i Bep-
HyjiC5i flOMoii, MeH5i y‘/i<e OMCHflaji ero otbot.
9. Erzählen Sie den Text wieder.
23
§5
Vorübungen
1. Übersetzen Sie folgende Wörter, die von Ihnen bekannten
Wörtern abgeleitet sind:
sich anfreunden (abgeleitet von Freund); sich umblicken
(blicken); die Hoffnung (hoffen); der Republikaner (Republik).
2. Übersetzen Sie ins Russische:
Dieser Sportler ist ein sehr guter Läufer. Er läuft ausgezeich-
net. Im Laufe auf 100 Meter hat er den Weltrekord geschlagen.
Im Winter laufen wir gern Schlittschuh.
Es ist schon recht spät, ich muß nach Hause laufen.
Dieser fremde Hund lief mir bis zu meinem Hause nach.
Er wollte mir weiter folgen, aber ich zeigte ihm
meinen Stock, und er lief davon.
Die Frontlinie verlief von Westen nach Osten
längs dem rechten Ufer des Flusses N.
Während der ersten französischen Revolution
verließen viele Offiziere die Reihen der republika-
nischen Armee und liefen zu den Preußen über.
Im Rücken der republikanischen Armee liefen
viele Spione herum.
3. Lesen Sie den Einleitungstext und geben Sie
(in Ihrer Muttersprache) dessen Inhalt wieder.
Willi BREDEL
(geb. 1901]
'l'ült fügt
Rach Qötllt 25 r e b e I £ Rovelle "Uer ^ommtffar am Rhein"
Uic iiacbftcbciibc (Xptfobe fällt tu bte ßeit ber erften frangöftjchen
Revolution. Uic 'partfer Q^olf^niaffcn fämpften gegen bte verrä*
teilten Slriftofraten unb ibre 25unbe?geiioffcii, bte Armeen Öfter*
reich? unb 'Prcuf en?.
Uer fünfgehnjahrtge Ttarcel Tteunter1, (Sohn eines OTtglieb^
be? ©emeinberate^ von <part£, begibt ftd) an bte gront auf bte
(Suche nach einem gefährlichen QAtf?feinb, ber ftch in bte Rethen
ber Republtfaner ciiigc|cblicbcii unb ftch freiwillig an bte gront
gemelbet haL um gum getnb übergulaufen. Uer Verräter beit eine
lange Rarbe im (Befiehl.
24
2luf bem War|che an bte §ront hatte ftd> Warcel mit einem
Shirjcben, ber einige Safjre älter mar als er, angefreunbet. Staoul2
htep er. Staoul mar ein ungemöhnltch (tarier unb fro£>Hcf>er
Wenjcb.
QSentge Sage fpäter fließen fie gur ^auptarmee. Warcel £>örte
Ichreclltche 9?achrichten. QStele Offigiere maren beferttert. Sogar
ber Oberbefehlshaber ber 2lrmee, (Beneral Safapette3, ßatte bie
Sruppen verlaffen. Sie ‘preußen allein maren fiebgigtaufenb
Wann ftarf, unb ebenfovtel ©fierreicher unb frangöft|che (Smt*
grauten (tauben in ihren Leihen. Sie Patrioten bagegen gälten
alles in allem faum fünfgigtaufenb. Sagu ohne Offiziere. (Sine
Hoffnung mar (Beneral Äellermann, ber mit gmangigtaufenb
Wann auf bem War|ch mar. Sie Patrioten maren in einer (ehr
|chmierigen Sage.
2llle Sorgen hatten jeboch Warcel nicht von feiner £aupt*
aufgabe abgelenft; immer mteber fuchte er nach 9?arbtgen.
Solbaten, bie er fragte, fagten, ba£ viele mit 9?arben im (Befiehl
an ber §ront herumlaufen.
2lm nächften Sag fam eine gange 2lrmee grangofen an, bie
Wofel*2lrmee, unter (Beneral Äellermann. Sie ^reu^en ßatten
nicht verhinbern fönnen, ba£ btefe Smangigtaufenb gur ^auptarmee
fließen. Sarüber mar grojge §reube bei ben Patrioten. Sa bie
Solbaten ber 2lrmee ÄellermannS friegSgeübt maren, mürben
ihnen viele junge §retmtlltge übermtefen, unter ihnen auch Warcel
unb JXaoul.
Sie gogen unmeit beS SorfeS QSalmp4 auf eine £öhe, unb von
hier fah Warcel gum erften Wal ben §etnb. 9(n allen Rängen fah
man bie preislichen SMmatfeuer. "Sa fie fo nah ftnb, mirb eS mohl
balb gur Schlacht fommen", bachte Warcel.
(SS mar eine |chmere 9?acht. £BefonberS für bie Solbaten, bie
erft geftern nach langen Wärmen angenommen maren. QStele
maren fo mübe, ba£ fie (ich trog Stegen auf ben naffen Stoben
legten. Warcel unb Staoul, bte bte legten 9?ächte gefchlafen hat*
ten, mollten (ich nicht in eine ^füge legen. Sie gingen auf bem
.Stamm beS StergeS auf unb ab.
9litf bem .Stamm er|chten plögltch ein ©fftgter. Sen £ut hatte
Sprich: 1marßel mönje 2raül 3lafajett 4walmi
25
er tief ins gezogen, (Bewip eine Üffigier£wac()e, bie bie
poften fontrollierte. "QSeltfje^ Sataillon [bataljon]?" rief er.
"3tveite£ Sataillon ber 31. ^)atbbrigabe", antwortete Oiaout.
"Carole?" "Sob ben Sprannen!" Ser Öffigier ging weiter.
Dlaoul bltrfte ftcb nacf) Warcel um, ber etwa£ (unter tfjm ftanb.
Ser war bleiet) geworben unb f>atte bie Gingen aufgeriffen. Ser
©ffigier |>atte einen ©ebnitt im ©efiebt: es war ber 9?arbige.
Warcel unb Dlaoul liefen nacf) i^rem ^laß, ergriffen ib>re ®e*
welue unb liefen bem farbigen nacf). "Ser will überlaufen",
flüfterte Warcel. "QSir werben es ver^inbern", antwortete 91aout.
Ser 9?arbige ging vorwärts, wie einer, ber ein fefte^ Siel l)atte.
Äaum breiig ©cbrftt (unter if>m folgten i()m bie beiben §reunbe.
Warcel wu£te, bie£ war bie ent|c^eibenbe ©tunbe.
§aft Ratten fie ba£ Sal erreicht, ßnngelne Säume ftanben f>ier.
Wan £>orte einen §lu£ rau|cf)en. "^ft", machte 91aout, unb er unb
Warcel buclten fief) tief gu Soben. Ser 9?arbige war auf einen
poften gefloßen.
Sie hörten ben farbigen rufen: "Sob ben Sprannen!" Unb
bann fragte er: "QSie verläuft ber §ront? QSo liegt ber näc£)fte
poften?" Ser ©olbat gab SluSfunft Ser 9?arbige grüßte unb
ging weiter.
Warcel unb Dlaoul mußten fe(u acf)tgeben, ba£ fie vom poften
nicf)t gefe^en werben. Sie machten einen großen Sogen unb liefen
burcf) ba£ Sal. Socf) fie Ratten bie ©pur verloren. Selbe
^orcf)ten in bie §infterni£. 2113 fie nicf)t^ vernahmen, trocken fie
vorficf)tig weiter. Sa machte 91aout, ber vorau£gelroct)en war, ein
3eicf)en.
Sort ftanben gwi|cf)en bünnftämmigen Säumen brei Wen|cf)en,
unb nun ernannte Warcel unter biefen ben farbigen. Ser 9?arbü
ge fpracf) Saftig unb erregt. Sie beiben anbern waren preu^i|cf)e
©olbaten. Sie verftanben i^n offenbar nicf)t.
"(Schnell, fcf)nell", flüfterte JRaout. "9?imm ben Serräter aufs
Äorn. Su mu£t treffen, fonft finb wir verloren".
Warcel legte an. 6r gleite nicf)t lange. Ser ®cf)ug brö^nte
bumpf gwi|cf)en ben Sergen. Warcel fal) ben farbigen fallen. Sa
()ob er ba£ öewe^r unb brüefte e£ an fief). ©ein erfter ®cf)uß. Unb
biefer ()atte gleicf) einen §einb, feinen §einb getroffen.
26
neben tfjtn bwfjnte ein gmetter (5c£)u£. EXaoul fyatte auf
bte betben ^reu^en angelegt. T?arcel faf> einen (Solbaten bavon*
laufen. "£os, lo£, fo fotntn bocf>!" rief Otaout. T?arcel lief (unter
Diaoul gu ber Stelle, n>o ber QSerräter lag.
(® d) I u £ folgt)
Texterläuterungen
in die Zeit fallen — othochtbch ko BpeMeHH
zur Armee stoßen — iipncoe/iniHrrbCH k apivinn. ejihtbch b apMHio
die Preußen allein waren siebzigtausend Mann stark -
OflHHx npyccaKOB 6bi.no 70000 mcjiobck
alles in allem — Bcero-HaBcero
auf dem Marsch sein — öeite b nyrn; /uniraTbca (06 apMnn)
immer wieder — Bee chobu h CHOBa
der Narbige - nejioßeK co nipaMOM (cyäcmamueupoeaHHoe npujia-
samejibnoe; die Narbe nipaM)
die Mosel-Armee unter General Kellermann — MosejibCKaa ap-
mhh (t. e. apMHü, HaxoflHBniaaca b flojnme peKH Mosejib,
npuTOKa PeÜHa) iio/i KOMaHflOBamieM renepajia KejiJiepMana
es wird bald zur Schlacht kommen - cKopo HanneTca cpa^ce-
Hne
den Hut tief ins Gesicht ziehen — HH3KO HaflBHHyTb nuiany
Ha rjiasa
Auskunft geben - /iarrb (iiy>i<Hbie) CBefleHHa
achtgeben — 3Öecb: öbitb octopomchbim
einen Bogen machen — c/ie.naTb KpiOK (t. e. npoiiTH jinniHee
paCCTOHHHe)
aufs Korn nehmen — B3HTb Ha MyniKy (npHH,ejiHTbC5i)
Merken Sie sich die Rektion:
suchen nach (Dat.) — HCKaTb, pa3bicKHBaTb kobo-jihöo, hto-jihöo
(&UH. n.) Ich suche nach meinem alten Freund. — H pa3bicKH-
Baio ceoeeo cmapoeo dpyea.
nachlaufen (Dat.) — 6e‘/i<arrb 3a kcm-jihöo, hom-jihOo (me. n. c np.)
Das Kind läuft seiner Mutter nach. — PeöeHOK öomcht 3a ceoeü
Mamepbio.
verhindern (Akk.) — BOcnpenaTCTBOBaTb, noMeniaTb KOMy-ji.,
neMy-ji. (dam. n.) Die Krankheit verhinderte meinen Bruder,
an unserer Reise teilzunehmen. — Bojie3Hb noMeniajia MoeMy
äpamy npHHHTb yuacTHe b HanieM nyremecTEHH.
27
folgen (Dat.) — cjieflOBaTb sa kom-ji., hom-ji. (me. n. c npedjiosoM)
Bitte, folgen Sie mirl — CjieflyÜTe, noMcajiyncTa, sa mhoh!
erreichen (Akk.) — jiocTiiraTb nero-jinbo (pod. nadelte.)
Wir haben unser Ziel erreicht. - Mbi jloctii ivi n ceoeü upjiu.
grüßen (Akk.) - nosflopoBaTbca c kom-jihGo (me. n. c npedjioeoM)
Wir grüßten unseren Lehrer. — Mbi nosflopoBajincb c huulum
yuumejieM.
treffen (Akk.) - nonacTb e Koro-Ji., eo hto-ji. (buh. n. c npedjioeoM)
Ein feindliches Geschoß hat die Brücke getroffen. — Henpna-
TejibCKnü CHapafl nonaji e Mocm.
anlegen auf (Akk.) — npnii,ejinTbcsi b kofo-jihGo
Marcel legte auf seinen Feind an. - Mapcejib npnijejinjicsi e
ceoeeo epasa.
Grammatik
o n o ji h e h n e b b n h n t e ji b h o m naßere
c hhiJihhhthbom (accusativus cum infinitivo).
Hs npnMepoB § 3 (ynp. 4) mbi BHflejm, mto rjiaroji lassen,
ynoTpeÖJieHHbin b MOflajibHOM SHanennn, Tpeöyer nocjie ceöa, KaK
h b pyccKOM 5i3biKe: 1) flonojiHeHim b bhhhtcjibhom iia/ie7i<e
h 2) nH(j)nHHTHBa ocnoBHoro rjiarojia:
Der Lehrer läßt den Schüler seine Frage wiederholen. —
WmTejib 3acTaßji5ieT ynemiKa hobtophtb ero sonpoc.
OflHaKO, b orr.n hm ne ot pyccKoro H3biKa, b HeMen,K0M $i3biKe TaKon
oöopoT BCTpenaeTca Tai\7i<e b cb$i3h c rjiarojiaMn sehen (ßHfleTb),
hören (cjibiniaTb), fühlen (nyBCTBOBaTb):
Wir sehen die Sonne untergehen. — Mbi bh^hm, KaK 3axoflHT
cojiHii,e (mm: Mbi bh^hm, hto cojiHii,e 3axo/iiiT).
Man hört die Kinder lustig lachen. — Cjibiliiho, KaK Becejio
civieiOTCH fleTn (mm: Cjibiliiho, hto jicth Becejio cmciotch).
Ich fühle mein Herz schlagen. — H uyBCTByio, KaK öbeTca Moe
cepflije.
Bßimy OTcyTCTBHH aiia/ioriui b pyccKOM 5i3i>iKe BHHHTejibHbiü iia/ievic
c HH(J)HHHTHBOM Iipil 3THX TJiarOJiaX C/IC/IVCT nepeBOflHTb Ha pyCCKHÜ
H3BIK npnqaTOHHbiM iipe/ijiovKeiiiieivi c coiosom kok hjih umo.
Ho CMbicjiy i?i>i11leiipiii?e/ie1111i>ie iipmiepi>i paBii03iiaMin>i c/ie/iyioiipni:
Wir sehen, daß (wie) die Sonne untergeht.
Man hört, daß (wie) die Kinder lustig lachen.
Ich fühle, wie mein Herz schlägt.
OöpaTHTe BHHMaHne, hto npn rjiarojiax sehen, hören, fühlen
HHejjHHHTHB BCerfla CTOHT 6e3 HaCTHIJbl ZU.
28
Übungen
1. Setzen Sie die Modalverben in die angegebene Zeitform nnd
übersetzen Sie folgende Sätze:
Unser Boot konnte das andere Ufer nur mit großen Schwierig-
keiten erreichen (Perfekt).
Wir können diese Reise nie vergessen (Futurum).
Die beiden Freunde wollten sich nicht in eine Pfütze legen (Plus-
quamperfekt).
Ich konnte dieses Buch in unserer Bibliothek nicht bekommen
(Perfekt).
Ich fahre bald nach Stalingrad, denn ich wollte schon lange
diese Heldenstadt sehen (Perfekt).
Dieser Schüler muß seine Sommerferien in der Stadt verbrin-
gen (Futurum).
2. Übersetzen Sie ins Russische:
Jeden 1. Mai sehen wir viele Flugzeuge über den Roten Platz
fliegen. Aus dern Fenster meines Zimmers sieht man viele
Autos, Autobusse und Trolleybusse vorbeifahren.
Ich sehe diesen Knaben jeden Tag aus der Schule kommen.
Im Walde hört man viele Vögel singen.
Ich höre jemand im Korridor laut sprechen.
Hörst du die Schüsse dröhnen?
3. Schreiben Sie aus dem Text 4 Sätze aus, die den Akkusativ mit
dem Infinitiv als Objekt enthalten.
4. Analysieren Sie folgende Sätze (syntaktisch und morphologisch):
a) Die Preußen hatten nicht verhindern können, daß die Mosel-
Armee unter General Kellermann zur Hauptarmee stieß.
b) Als die beiden Freunde den Narbigen fallen sahen, liefen sie
schnell zu der Stelle, wo der Verräter lag.
5. Übersetzen Sie schriftlich mit Hilfe des Wörterbuchs nnd der Text-
erläuterungen den 1. Teil des Textes (die ersten drei Absätze).
6. Suchen Sie im Text alle Sätze auf, welche Verben mit dem Stamm
lauf enthalten, und übersetzen sie dieselben ins Russische.
7. Setzen Sie die unten angeführten Wörter ein:
Die Maschinen- und Traktorenstationen spielen in unserer
Landwirtschaft eine ... Rolle.
29
Seine Wunde hat gar keine ... hinterlassen.
Ich habe heute eine angenehme ... von meinem Freund erhalten.
Wenn man Freunde oder Bekannte trifft, ... man sie.
Unser Haus steht... am Ufer des Flusses.
Dieses kleine Dorf hat... 20 Häuser.
Uber den neuen Wohnort meines Freundes konnte ich bei nie-
mand ... erhalten.
Wir ... laute Stimmen im Korridor, ... war die Stunde zu Ende.
vernehmen, grüßen, (die) Auskunft, die Narbe, die Nachricht,
entscheidend, offenbar, dicht, alles in allem
8. Übersetzen Sie folgende Sätze ins Russische, beachten Sie dabei
die fettgedruckten Redewendungen:
Man soll niemals den Mut sinken lassen.
Während wir unsere Kontrollarbeit schrieben, ging der Lehrer
in der Klasse auf und ab.
Ich habe Eile, denn bis zum Beginn der Schule bleiben alles
in allem nur 10 Minuten.
Ich habe Hunger, weil ich seit 9 Uhr morgens noch nichts
gegessen babe.
Die Entstehung der Buchdruckerkunst fallt in die Mitte
des 15. Jahrhunderts.
9. Ergänzen Sie die nachstehenden Sätze durch Antonyme zu den
fettgedruckten Wörtern:
Ich kann mich seiner Adresse nicht erinnern, ich babe sie ... .
Früher waren die Bücher sehr teuer, jetzt sind sie viel... gewor-
den.
Unter den jungen dünnstämmigen Bäumchen sah man einige
... Fichten.
Nach langer ... Arbeit beschäftigte sich der berühmte russische
Gelehrte I. P. Pawlow sehr gern mit physischer Arbeit.
Vor ein paar Tagen konnte man dieses Buch überall kaufen,
heute aber habe ich es ... gefunden.
Mein Freund Paul besucht mich sehr oft; mit Peter sehen wir
uns viel....
IO. Übersetzen Sie ins Deutsche:
Ham barajibOH naxoflnjica na rpebne ropbi.
H Bcer,n;a cjiyniaio no pa^no (im Rundfunk) nocjieflnne nsBecTim.
C KeM Bbi tojibko uto (eben) nosflopoBajincb?
Mon nncbMeHHbin ctoji ctoht BnjiOTHyio y OKHa.
30
H O/Kiviaio saBTpa iipnöbrrnu mohx poflUTejien. Ohh iipnöy/iyr b
MocKBy, BepOHTHO, yrpoM.
1 loneiviy Mbi cn/unvi b TeMHOTe? 3a‘/i<rnrre, noMcajiyncTa, cbot.
11. Beantworten Sie folgende Fragen:
a) In welche Zeit fällt diese Erzählung?
Gegen wen kämpften die französischen Patrioten?
Warum begab sich Marcel an die Front?
Mit wem freundete er sich dort an?
Wie war die Lage an der Front?
Wer sollte der Hauptarmee zu Hilfe kommen?
Wie stark war die Mosel-Armee?
b) Warum wollten die beiden Freunde nicht schlafen?
Was machten sie?
Wer trat plötzlich auf sie zu?
Was fragte sie der fremde Offizier?
Wen erkannte Marcel in diesem Offizier?
Was wurde den beiden Freunden klar?
12. Stellen Sie einige Fragen zum letzten (dritten) Teil des Textes.
§6
Vorübungen
1. Hören Sie aufmerksam zu:
Sie wissen schon, daß Marcel an die Front kam, um dort einen
Volksfeind aufzusuchen. Das war ein französischer Aristokrat, ein
Graf, der zu den Preußen überlaufen wollte. Schon am nächsten
Tag gelang es Marcel, den Narbigen zu finden. Gerade in dem
Augenblick, als der Narbige einen preußischen Posten erreicht
hatte, schoß Marcel auf den Verräter und verwundete ihn. Zwei
preußische Soldaten, welche Posten standen, liefen davon.
Jetzt hören Sie zu, was mit dem Narbigen weiter geschah. Die
beiden Freunde, Raoul und Marcel, liefen schnell zu der Stelle, wo
der verwundete Graf lag. Auch einige französische Soldaten, die
die Schüsse hörten, eilten herbei. Raoul durchsuchte die Taschen
des Narbigen und fand dort einige wichtige Dokumente. Marcel
nahm ihm die Pistole ab. Dann wurde der Verräter zu General
Kellermann gebracht. Als der General die Papiere des Grafen
durchsah, wurde es ihm sofort klar, daß dieser sein Vaterland
verraten wollte. Er befahl, ihn sofort zu erschießen. Der Narbige
starb so, wie ein Verräter sterben sollte. Der General drückte
31
Marcel die Hand und dankte ihm im Namen der Republik. Er ließ
ihn auch die Pistole behalten, welche er dem erschossenen Grafen
abgenommen hatte.
2. Geben Sie den Inhalt des Angehörten in Ihrer Muttersprache
wieder.
3. Übersetzen Sie die Wörter: der Dank, der Sprecher, besiegen,
herausführen, feindlich, unschädlich
Sag Wlf fiegt
(®d>iu£)
... Sie beiben gteunbe fatjen ben 9?atbtgen [fegen. 6t mat
nictjt tot. Set £>ut mat ftm vom .Stopf gefallen, unb auf feinem
®eftcf)t tagen Qßut unb ®cf)metg. "3a, £ett, man vettät fein
Satetlanb nictjt unbefttaft!" fagte SRaoul. Set Setmunbete ttß
bte Gingen auf unb blicfte entfeßt auf ben (Sptecfjet. SRaoul fjatte
tnbeffen bte Saften be£ 9?atbtgen butcfjfucfjt unb and) einige
Slättet gefunben. T?atcel fat) nutet bem Btocf be£ 9?atbtgen eine
^iftote. 6t natjm fie an fief).
Sie fallen ©olbaten fommen. 6s maten ftangöftfte ©olbaten,
bte auf bte (Sctjüffe f>etbefeftten. SRaout tief fie an. "Sott [fegt ein
Settätet. Stagt ftn gum öenetat".
(Benetal Äelletmann faß vot einet Tttftle an einem ^olgfeuet.
T?atcel ttat vot. "Sütget öenetal, btefet tuet iß ein (Sftmatget,
bet in ^att^ nact)t£ bte ^attioten übetfallen tjat. 9?un mollte et gu
ben ^teußen übettaufen. £tet, btefe ^aptete ttug et mit fict)".
Set (Benetal natjm bte ^aptete an fict), butct)ftog fie unb ttat
bann bietjt an ben (Btafen tjetan. "6lenbet Schuft" fagte bet
(Benetal. 6t |>fett ftm bte ^aptete vot£ (Befielt. "(So btenß bu
beinern Sanbe?" ©einen ©fftgteten befahl et: "Sas Sataillon
ct)oll antteten, tuet vot bet Tttftle!"
6tn mentg fpätet ßanb ba£ Sataillon vot bet TTtftle von
Salmp. T?atcel ßanb neben SRaoul in bet gmeiten SRefte. 6t
mat glücflief), et £>atte feinen ‘plan au^gefifttt, unb gmat futg vot
einem neuen Q^etbtecben be£ Settätet^. Sie ^aptete, bte et bet
fict) tjatte, maten mot)l feb>t miefjtig.
32
Qlus ber Wühle trat ber (General. öletch hinter ihm mürbe ber
®ra( von gmet Solbaten fjerau^gefüfjrt. Ser (General trat vor
ba£ Sataillon unb rief: "3n unfere SRethen fjat (ich ein 2lrißofrat
geglichen, ber uns an bte Preußen verraten wollte. Sie Waclv
(amfeit ber Patrioten f)at bte(e£ Verbrechen verfnnbert. 6r ift ein
Verräter unb muß tvte ein Verräter fierben!"
6tn Heiner Srupp Solbaten trat vor. 3f)r Offizier rief einige
Äommanbo^. Sie legten an. Sann Trachte eine Salve [säIwe]...
Sie Scbü((e tvaren nocl) nid>t verfallt, al£ hinter ben Sergen
bump(e£ brachen aufflieg. ®ang nabe bet ber Wühle |chlugen bte
öranaten ein. Sie preußt|che Qlrtillerie |choß. (Sine gweite Salve
trachte hinter ben bügeln. Äommanbo^ mürben gehrten. Wun
beginnt bte Schlacht", bachte Warcel. 6r recfte ftch ftolg. Sen
erften Schuß am Sage ber Schlacht hatte er abgegeben. Unb ber
9?arbtge mar gefallen, von feiner ^)anb gefallen. Sa£ mar ein
Schlachtanfang!
Sa£ brachen ber Äanonen mar (tarier geworben; bte (rangi>
ftfche Qlrtillerie |choß über ben £ügel nach ben Preußen hinüber.
Sie fetnbltchen öranaten fielen alle auf ben £ügel. (Sine hatte
bte Wühle getroffen. Sie erßen vertvunbeten Patrioten tvurben
hinter ben |)ügel getragen, tvo ba£ §elblagarett ßanb. SRaoul
berührte bte Schulter (eines greunbe^ unb geigte ben £ügel htnum
ter. 3n bichten SRethen marinierten bte Kolonnen ber Preußen an.
"Äameraben", lehrte eine Stimme, " Äameraben!" Warcel fah
ben öeneral. Sa£ ^ferb lag tot neben ihm. 6r felbfl tvar nicht
getroffen tvorben. "®ang granfretch blicft heute auf euch! Q8ir
tvollen für ba£ Vaterlanb (fegen ober flerben. lebe ba£ Vater*
lanb!"
Unb T?arcel (ehrte mit ben anberen: "(& lebe ba£ QSaterlanb!"
6r (ehrte e£ breü, viermal; er tvar (o (roh, baß ber öeneral lebte.
Wann an Wann erwarteten bte Patrioten mit ge(ällten SajoneH
ten ben §etnb. Sa (ah Warcel bte preußt|chcn Äolonnen |cbwam
len. Sie flecften, wichen vor ber 6nt|chlo((enheit ber Patrioten
gurücf. Unb Warcel jubelte mit ben anberen: "(& lebe bte 9?ati^
on! lebe ba£ QSaterlanb!"
2lm nächfien Worgen mußten bte betben Sataillone, bte au(
bem £ügel lagen, antreten, öeneral Äellermann ritt vor bte
33
§ront. Sr nafjm ben £>ut vom .Stopf unb rief: "Äameraben, ich
beglücfroün|cf)e eucf). 2ln bem Sag, an bem mir bte ^reu^en gurücf*
lästigen, mürbe in ^art^ bte Stepubltf proflamiert. Ss lebe ba£
QSaterlanb! Ss lebe bte DtepubCtf!" Sie Solbaten umarmten unb
fügten ftd>- Sie £>üte flogen von ben .Stopfen, unb immer tvteber
erflang ber 9tuf: " Ss lebe bte SRepubltf! &> lebe bte SRepubltf!"
Ser (Ben er al rief: "Warcel Weunter!" - "B>ter!" - "QSortreten!"
Warcel trat vor. -tStomm näfjer, mein 3unge", fagte ber (Bene*
ral. Sann menbete er ftd> an bte Solbaten: "Ser ^Bürger Warcel
Weunter fjat einen gefährlichen §etnb be£ QSolfe^, ber fich in
nufere Steifen geschlichen hatte, imfchäblich gemacht. 3cf) fpreche
ihm al£ erfter ben San! ber SKepublif aus. 9?un lomm her, War*
cel, bamit ich btr bte £anb brücfen fann. Su bift ein braver
3unge. £aft bu einen QSun|cf), mein Sofjn?" -"3a, ^Bürger
(Ben er al, ich mochte bte ^iftole bemalten, bte ich bem (Brafen
abgenommen l)abe."-"Ste gehört felbftverjlänblich btr, bu haft fie
boch einem befiegten §etnb abgenommen." - "llnb bann ... bann
möchte ich 9^n, ba£ mein QSater erfährt, ba£ ich gefunb bin."
-"(Bef) in bte Wüf)fe! Schreib einen £Brtef, unb ber Kurier foll tf)n
heute nocf) mitnef)men."
Warcef rannte in bte Wüf)fe unb trißelte auf einen Settel:
"Sieber QSater, liebe Wutter, mir geht es gut. Sen 9?arbtgen
l)abe ich erlebigt. Sie Scf)lacl)t l)aben mir gewonnen. 3cf) fyabe
eine ^tf ole erobert. 2llfo ängftigt eucf) nicht.
Stier Warcel."
Texterläuterungen
an sich nehmen — bshtb hto-jihöo ceöe
Dieser hier ist ein Schwarzer. — 3tot nejiOBeK iipnua/uie/Kirr k
Mcpiibiivi.
Hier, diese Papiere trug er mit sich. — Bot, y Hero Gbijih oth
Gyiviarn (aoKyivieiiTbi).
Papiere durchfliegen — npo6e7i<arrb rjiasaMn (nacKopo npocMOT-
peTb) GyMarn
Mann an Mann — ii.neaoivi k ii.neay
mit gefällten Bajonetten - c py/Kbaivin HanepeBec
einen Dank aussprechen - Bbipa7i<arrb, oG'bHB.aaTb Gjiaro^ap-
HOCTb
34
Merken Sie sich die Rektion:
schießen auf (Akk.) — CTpejmTb 6 Koro-jmbo, no neMy-jinbo
Unsere Artillerie schoß auf die feindlichen Flugzeuge. - Hama
apTHjijiepim CTpejmjia no HenpnaTejibCKHM caMOJieTaM.
überfallen (Akk.) - Hana^aTb Ha Koro-Jinbo
Der Feind überfiel unseren Posten. — Bpar nanaji Ha houl nocm.
berühren (Akk.) - KacaTbca nero-jinbo (pod. n.), npnKacaTbca k
neMy-jmöo. Wir wollen diese Frage nicht berühren. — Mbi ne
by/ieivi KacaTbca omoeo eonpoca.
abnehmen (Akk. + Dat.) — OTHsiTb, B3$iTb hto-jih6o y Koro-Jinbo
Der Vater nahm dem Knaben das Buch ab. - Oren, OTobpaji y
MajibuuKa KHnry.
erledigen (Akk.) — noKomnrrb c kom-jihGo, c hom-jihGo
Wir haben diese Arbeit schon gestern erledigt. — Mbi noKommjm
em,e Bnepa c otoh paboTon.
Übungen
1. Schreiben Sie aus dem Text aus:
a) drei Sätze, welche den Akkusativ mit dem Infinitiv als Ob-
jekt enthalten;
b) einen Satz, wo das Prädikat durch ein Verb im Plusquamper-
fekt Passiv ausgedrückt ist;
c) alle substantivierten Adjektive, Partizipien und Infinitive.
2. Schreiben Sie folgende Sätze im Präsens und übersetzen Sie
dieselben:
Marcel wandte sich an den General mit einer Bitte. Dann rannte
er schnell in die Mühle, schrieb einen Zettel und sandte ihn durch
einen Kurier an seine Eltern.
Nennen Sie noch andere Verben dieser Gruppe.
3. Übersetzen Sie ins Deutsche:
Fpa(J) npobpajica b pn/mi pecnybjmKamjeB, utoGbi nepebeMcaTb k
Bpary. Fenepaji Kpmiaji rpoMKHM rojiocoM, utoGbi Bee ero cjibima-
jih: "Mbi nobe^HM hjih yMpeM. Jl,a 3flpaBCTByeT OTenecTBo!"
Mapcejib nobeMcaji na MejibHHiiy, HTobbi nanncaTb 3anncKy cbo-
hm poflirrejmM. Oh nocjiaji cbohm po^HTejiHM 3Ty 3anncKy, MTobin
OHM 3HaJIH, MIX) HX CblH 3flOpOB.
35
4. Analysieren Sie folgenden Satz syntaktisch und morphologisch:
Die Schüsse waren noch nicht verhallt, als hinter den Bergen
dumpfes Krachen aufstieg.
5. Setzen Sie die eingeklammerten Wörter in den richtigen Kasus
(mit oder ohne Präposition):
Der Narbige hatte in Paris (viele Patrioten) überfallen.
Marcel suchte lange (dieser Volksfeind).
Als er ihn endlich entdeckte, lief er mit seinem Freund Raoul
(der Verräter) nach.
Die beiden Freunde folgten (der Graf) ganz unbemerkt. Sie
wollten (sein neuer Verrat) verhindern.
Der Graf erreichte bald (die preußische Frontlinie).
Er grüßte (der preußische Posten).
Marcel legte sofort (der Verräter) an.
Er traf (der Graf) beim ersten Schuß.
Gleich darauf schoß auch Raoul (der preußische Posten).
Marcel nahm (der Narbige) seine Pistole ab.
Einige Zeit später erledigte ein Trupp Soldaten (dieser Volks-
feind).
6. Übersetzen Sie ins Russische:
In diese Schule sind 100 neue Schüler aufgenommen worden.
Wir nehmen Apfel und Birnen von unseren Obstbäumen ab.
Wenn du in die Bibliothek gehst, nimm, bitte, auch mein Buch
mit. Diesen Sommer wollen wir eine interessante Reise unter-
nehmen. Mein Aufsatz nimmt acht ganze Seiten ein.
Da der Kommandeur gefallen war, übernahm ich das Kom-
mando. Wir vernehmen ein leises Geräusch hinter der Tür.
Diese Resolution wurde mit 20 Stimmen gegen 2 angenommen.
Wir vernehmen ein leises Geräusch hinter der Tür.
Ich fand herzliche Aufnahme bei den Eltern meines Freundes.
Es ist sehr angenehm, an einem heißen Sommertag im Fluß zu
baden. Diese Nachricht war uns sehr unangenehm.
7. Ergänzen Sie die nachstehenden Sätze:
Auf dem Hügel sieht man ... . In ... wird das Korn zu Mehl.
Mein Rock ist mir zu ... geworden.
Mann kann dieses Verbrechen nicht... lassen.
Wir haben heute fünf Stunden, und zwar ... .
Die Offizierswache ... dem Posten für seine Wachsamkeit ihren
36
Dank ... . Die Reihen des Feindes ... vor der Entschlossenheit
der republikanischen Soldaten.
Das Kind ... seine Mutter und küßte sie.
8. Übersetzen Sie ins Russische:
Das ganze Land freut sich über die großen Erfolge unserer Volks-
wirtschaft.
Ich habe ganze drei Stunden auf meinen Freund warten müssen.
Es ist schon ganz dunkel geworden, man muß das Licht anzünden.
Die Antwort dieses Schülers war nicht ganz richtig.
9. Beantworten Sie folgende Fragen:
a) War der Narbige tot?
Was fand Raoul in den Taschen des Grafen?
Was nahm Marcel an sich?
Zu wem wurde der Graf gebracht?
b) Wie wurde der Verräter bestraft?
Wie begann die Schlacht bei Valmy?
Wo schlugen die Granaten ein?
Was wurde von einem Geschoß getroffen?
Was geschah mit dem General?
c) Was teilte der General seinen Soldaten am nächsten Tag mit?
Wie nahmen die Soldaten die Mitteilung auf?
Wie dankte der General dem Soldaten Marcel Meunier?
Welche zwei Wünsche hatte Marcel?
Wie erfüllte der General Marcels Wünsche?
10. Erzählen Sie von der Gefangennahme und dem Tod des Narbigen
nach folgendem Plan:
Der Narbige meldet sich freiwillig an die Front.
Marcel begibt sich auf die Suche nach dem Volksfeind.
Der Graf erscheint plötzlich auf dem Hügel.
Er erfährt die Parole.
Er erfährt auch, wie die Front verläuft.
Marcel und Raoul laufen dem Narbigen nach.
Sie verlieren die Spur des Grafen, finden sie aber wieder.
Der Graf erreicht den preußischen Posten.
Marcel schießt auf den Verräter und verwundet ihn.
Der Graf wird zum General gebracht.
Er wird vor dem Bataillon erschossen.
37
§7
Vorübungen
1. Mustersätze:
Es ist die Sowjetunion, die in der Avantgarde der Kämpfer
für den Frieden schreitet. — 3to CoBeTCKnn C0103 ipict b aBanrap^e
60phob 3a Mnp (hjih: B aBaiirapac 60p 1job 3a jvmp h/ict CoBercKHH C0103).
Es waren unsere Komsomolzen, die die Stadt Komsomolsk
im Fernen Osten erbaut haben. — 3to Kanin komcomojibixbi nocrpo-
hjih ropo/i Komcomojibck na JUiJibiicivi Boctoko (hjih: hopo/i Komco-
mojibck na Jlajibiieivi BocroKe iiocTpoiuiii namn KOMCOMOJibiibi).
Lomonossow war es, der die Moskauer Universität gegründet
38
hat. — 3to JIomohocob ocHOBaji Mockobckhh yHHBepcHTeT (hjih:
Mockobckhh yHHBepcHTeT ocHOBaji JIomohocob).
Die Große Sozialistische Oktoberrevolution war es, die
der Sowjetjugend alle Tore der Mittel- und Hochschulen öffnete. —
3to BejiHKaa OktstöpbckcIsi copHajiHCTHHecKaa peBOJiionjui oTKpbuia
COBOTCKOH MOJIOflÖSKH flBepH CpeflHOH H BblCHIOH HIKOJIbl.
2. Übersetzen Sie folgende Sätze:
Komsomolzen waren es, die sich zu den schwierigsten Kampf-
aufgaben freiwillig meldeten.
Es waren Mitglieder des Kommunistischen Jugendverbandes,
die im Bezirk Krasnodon eine illegale Kampforganisation schufen.
3. Geben Sie die Übersetzung folgender Wörter und bestimmen Sie,
von welchen Wörtern sie abgeleitet sind:
die Tat, die Verteidigung, erbauen, nördlich, ernsthaft,
flammend, gebildet
Aufgabe: Übersetzen Sie mit Hilfe des Wörterbuchs den Text zu
Hause.
DER LENINSCHE KOMMUNISTISCHE
JUGENDVERBAND
Der 29. Oktober ist der Jahrestag des Leninschen Kom-
munistischen Jugendverbandes (Komsomol). Das ist ein Fest-
tag für die gesamte Sowjetjugend und für das Sowjetvolk.
Die jungen Menschen der UdSSR sind stolz auf ihre Ar-
beitsleistungen: auf die "Stadt der Jugend", Komsomolsk,
die von ihnen im Fernen Osten erbaut wurde; auf ihre
Erfolge beim Bau der Moskauer Untergrundbahn und bei
der Rekonstruktion der Sowjetstädte, bei der Errichtung der
Stalingrader Traktorenwerke und vieler anderer Groß-
betriebe.
Die jungen Sowjetbürger nahmen an der Eroberung des
Nordpols und an der Erschließung des Nördlichen Seewegs
teil; sie errangen große Siege auf internationalen Musik-
wettbewerben und schlugen viele Rekorde im Flugwesen.
Sie alle standen auch in den Reihen der Sowjetarmee des
Sowjetlandes oder arbeiteten für die Verteidigung ihrer
Heimat in der Industrie oder Landwirtschaft. Und in den
39
ersten Reihen dieser Vaterlandsverteidiger fand man die
Komsomolzen.
Komsomolzen waren es, die sich zu den schwierigsten
Kampfaufgaben freiwillig meldeten. Es waren Mitglieder
des Kommunistischen Jugendverbandes, die im Bezirk
Krasnodon unter den schwierigsten Bedingungen eine il-
legale Kampforganisation ins Leben riefen und monatelang
die deutschen Faschisten in Furcht und Schrecken hielten.
In den Partisanenabteilungen waren die Komsomolzen im-
mer die besten Kämpfer.
Der Titel "Held der Sowjetunion”, der nur für ganz
außerordentliche Taten verliehen wird, wurde zuerst von
Komsomolzen errungen, von solchen wie der Fliegerhaupt-
mann Gastello, der Rotarmist Alexander Matrossow und
die junge Partisanin Soja Kosmodemjanskaja. Mehr als
fünfhundert Mitglieder des Komsomols sind Helden der
Sowjetunion.
Auch im Leben unserer Mittel- und Hochschulen spielt
der Leninsche Komsomol eine sehr große Rolle. Unter der
Leitung der Kommunistischen Partei der Sowjetunion hilft
er die junge Generation unseres Volkes erziehen — eine
Generation kultureller, gebildeter Menschen, flammender
Patrioten unserer Heimat, standhafter Kämpfer für den
Kommunismus.
Die jungen Menschen des Sowjetlandes beschäftigen sich
ernsthaft mit wissenschaftlichen Problemen, mit Literatur
und Kunst. In keinem anderen Lande der Welt hat die Ju-
gend solche Möglichkeiten zum Lernen wie in unserer sozi-
alistischen Heimat. Und auch hier, wie überall, schreiten in
den ersten Reihen die Komsomolzen.
Die Verdienste des Komsomols um das Vaterland sind
durch hohe Regierungsauszeichnungen gewürdigt worden.
Vier Orden schmücken das Banner des Leninschen Kom-
munistischen Jugendverbandes. Die neun Millionen starke
Armee der Komsomolzen und Komsomolzinnen der Sowjet-
union schreitet in der Avantgarde der demokratischen
Jugend aller Länder und kämpft energisch für Frieden und
Freundschaft unter den Völkern.
40
Texterläuterungen
sich zu den schwierigsten Kampfaufgaben freiwillig melden
— flOÖpOBOJIbHO HflTH (BbI3bIBaTbC5i) Ha BblHOJIHeHHe caMbix rpy/i-
Hbix Goeßbix sa^aHHH
etwas ins Leben rufen - cos^aBaTb hto-jih6o; hojiomchtb Hanajio
neMy-jiHÖo
Übungen
1. Schreiben Sie aus dem zweiten und dem letzten Absatz des Textes
alle Passivsätze aus und bestimmen Sie die Zeitform des Verbs.
2. Suchen Sie im Text alle Substantive mit dem Sufiix -ung auf;
bestimmen Sie, von welchen Verben diese Substantive abgeleitet
sind und übersetzen Sie dieselben.
3. Analysieren Sie syntaktisch und morphologisch:
Es waren Komsomolzen, die als erste den Titel "Held der Sowjet-
union", der nur für ganz außerordentliche Taten verliehen wird,
errungen haben.
4. Übersetzen Sie ins Russische:
a) Wir sind stolz auf unsere Flieger.
Unsere Bibliothek ist reich an Büchern.
Die Wüsten sind arm an Wasser.
Dieser Gelehrte hat große Verdienste um sein Vaterland.
Ihre Teilnahme an dieser Reise wird uns sehr angenehm sein.
b) Die Kinder suchen Beeren im Walde.
Ich suche nach dem richtigen Wort.
Ich suche meinem Freund zu helfen.
Der Hauptmann Gastello suchte sich nicht mit dem Fall-
schirm zu retten.
5. Stellen Sie 2-3 Fragen zu jedem Absatz des Textes.
6. Übersetzen Sie ins Deutsche:
JleHHHCKnn komcomoji 6bui ochobuh 29 oKTsiöpsi 1918 ro/ia. Oh hmoot
Gojibiime sacjiyrn nepe^ po^hhoh. Bo Bpc'MH Bojihkoh OreHecTBeHHOH
BOHHbI MHOrO KOMCOMOJI I>I I,C'B XpaÖpO CpaSKaJIOCb Ha (jjpOHTe npOTHB
(banmcTOB. Jfpyrne paGoTajiii Ha (für) oGopoiiy crpaiibi b npoMbim-
JieHHOCTH HJIH CeJIbCKOM XO35IHCTBO. CpeflH KOMCOMOJI bl I,CB HMC'C'TCH
CBbime 500 TepoeB CoBercKoro Coiosa. BceMy MHpy hsbocthki miciia
repoeB KpacHO^OHa. Mbi iiiiKoijia He saöyqeM iio/iBiira 3oh Kocmo-
fleMbsmcKoii, KaiiiiTaiia Facrejuio, AjicKcaiijpa MarpocoBa. B niKOJie
komcomojibi i,bi ipiyT Taiv/Ke b nepBbix pajax. JIohhhckhh komcomoji
41
BOcnnTbiBaeT H3 Hainen MO.no/icvKii oöpasoBaHHbix Jiicyieii, njiaMeHHbix
naTpnoTOB Hamen po/miibi. Bee iianiii komcomojibubi ivivt b nepBbix
PH iax öoppoB 3a mhp h .qpysKÖy Mevic/iy Hapo^aMH.
§8
Vorübungen
1. Übersetzen Sie folgende Sätze:
Von wem sprechen Sie? — Ich spreche von meinem Freund.
Wovon sprechen Sie? — Wir sprechen von den Erfolgen unserer
Industrie.
Mit wem ist der Lehrer sehr unzufrieden? — Er ist mit Paul
unzufrieden.
Womit ist er unzufrieden? — Mit seiner Kontrollarbeit.
Woraus ist der Tisch? - Er ist aus Holz.
Worüber schreiben Sie in Ihrem Aufsatz? — Ich schreibe über
die Friedenspolitik der Sowjetunion. Schreibt noch jemand über
dieses Thema? Ja, noch drei Schüler schreiben darüber.
Worauf sitzen Sie? — Ich sitze auf einer Bank. Wer sitzt noch
darauf? Mein Nachbar sitzt darauf.
2. Beantworten Sie folgende Fragen:
Womit schreiben Sie? Womit sehen wir? Womit hören wir?
Womit fahren Sie nach Hause? Woraus ist die Tafel?
Wozu braucht man den Bleistift oder die Feder?
Worauf liegen ihre Bücher und Hefte?
3. Übersetzen Sie:
Wie lange werden Sie noch arbeiten? - Ich werde arbeiten, bis
ich mit allen meinen Schulaufgaben fertig bin.
Wie lange bleiben Sie auf dem Lande? - Wir bleiben dort, bis
die Sommerferien zu Ende sind.
Wie lange werden Sie noch zu Hause sein? — Ich darf das Haus
nicht verlassen, bis meine Mutter zurückgekehrt ist.
4. Übersetzen Sie folgende Wörter:
gewinnen — die Gewinnung; arbeiten — verarbeiten
verwenden — die Verwendung; der Erfolg — erfolglos
bestehen - der Bestand - der Bestandteil
schwach - schwächen - die Schwächung
reich — anreichern; groß — die Größe
die Frucht - fruchtbar — die Fruchtbarkiet
42
PHOSPHOR, EIN ELEMENT DES LEBENS
Nach A. E. F e rsm an
Auf tausend Arten vermischten die Alchimisten des sieb-
zehnten Jahrhunderts verschiedene Pulver und Menschen-
knochen, um den Stein der Weisen zu finden, der die Alten
jung macht und mit dem man aus einfachem Metall Gold
gewinnen kann. Aber alle ihre Versuche waren umsonst.
Da gelang es einem Alchimisten in Hamburg im Jahre
1669 eine bedeutende Entdeckung zu machen. Er wollte
einen Edelstein finden, und bei einem seiner Versuche er-
hielt er in der Retorte einen schwarzen Stoff. Er erhitzte
diesen Stoff erst vorsichtig, dann immer stärker, wobei sich
an der Oberfläche der Retorte eine weiße Masse bildete, die
zum Erstaunen des Alchimisten leuchtete. Diese Entdek-
kung, die Heinrich Brandt — so hieß jener Alchimist — lange
Zeit geheimhielt, machte einen sehr großen Eindruck. Viel-
leicht war es der Stein der Weisen, an dessen Entdeckung
so viele Alchimisten des siebzehnten Jahrhunderts umsonst
arbeiteten? Dieser Stein aber leuchtete in einem kalten,
ruhigen Licht. Er wurde das "kalte Feuer" genannt, und
die Masse selbst erhielt den Namen "unlöschliches Licht"
oder "Phosphor" (aus dem Griechischen).
Die Gewinnung des Phosphors blieb lange Zeit ein Ge-
heimnis der Alchimisten. Aber alle ihre Versuche, diese
wunderbare Masse zu verwenden, blieben erfolglos. Um-
sonst versuchten sie mit Hilfe des Phosphors Silber in Gold
zu verwandeln. Einzelne Explosionen, die dabei entstan-
den, versetzten nur die Forscher selbst in Schrecken. Der
Phosphor blieb ein geheimnisvoller Stoff. Es mußten fast
zwei Jahrhunderte vergehen, bis das Geheimnis der Ver-
wendung von Phosphor und Phosphorsäure im Leben der
Pflanze entdeckt wurde. Phosphorverbindungen wurden
zur Basis der Landwirtschaft.
ft ft ft
Man schreibt das Jahr 1939. Im hohen Norden, auf der
Kola-Halbinsel, werden Millionen Tonnen von hellgrünem,
nützlichem Mineral gewonnen. Der Stein kommt in große
43
Aufbereitungsfabriken, wird dort zermahlen und von allen
schädlichen Bestandteilen befreit. Es entsteht ein weißes
Pulver, das weich wie Mehl ist. Dutzende von Zügen brin-
gen dann dieses Pulver aus dem Polargebiet in die Fabri-
ken von Leningrad, Odessa, Winniza, nach Moskau, Molo-
tow und Kuibyschew, wo es zu einem neuen Stoff verarbei-
tet wird. Millionen Tonnen dieser Phosphorverbindungen,
die Phosphate genannt werden, gelangen auf die Felder des
Sowjetlandes, wo sie den Ertrag des Flachses, der Rüben
und der Baumwolle verdoppeln und die Fruchtbarkeit der
Gemüsekulturen vervielfachen. Uber diese Felder gelan-
gen winzige Teile von Phosphor ins Brot, ins Gemüse, in
eine ganze Reihe von Erzeugnissen, die wir im täglichen
Leben verwenden. Jedes Stück Brot enthält z. B. bis zu
zehn Trillionen (eine 10 mit 27 Nullen) Atome Phosphor.
Doch der Phosphor wird nicht nur in der Landwirtschaft
verwendet. Vor allem ist es ein Element des Lebens. Man-
gel an phosphorhaltiger Nahrung führt zur Schwächung
des gesamten menschlichen Organismus. Aber nicht nur
der Mensch, sondern auch Pflanzen und Tiere brauchen
bedeutende Mengen von Phosphor. Vor unseren Augen
wurden Versuche angestellt, die Teiche bei Leningrad mit
Phosphor anzureichern. Die Folge davon war, daß die Fi-
sche, die darin gezüchtet wurden, ihre Größe verdoppelten.
Texterläuterungen
auf tausend Arten — TbiCHMaivin cuocoöob
in Schrecken versetzen — npnßecTH (noßepmyTb) b y‘/i<ac
man schreibt das Jahr 1939 - (h^öt) 1939 ro/i
vor allem - iipe/i<;ie Bcero
Dutzende von Zügen — ^ecaTKn noes^oß (docjioeno: flioMCHHbi
noesflOß)
Merken Sie sich die Rektion:
sich interessieren für (Akk.) — HHTepecoBaTbca neM-jinöo (me. n.)
Mein Freund interessiert sich sehr für Physik und Chemie. —
Mon flpyr onenb HHTepecyeTca (f)U3unoü u xuMueü.
erzielen (Akk.) — floönßaTbca nero-jinöo (pod. n.)
44
Unsere Kolchose erzielen mit jedem Jahr immer höhere Ernten.
— Haiiin KOJixosbi flobnßaiOTca c Ka‘/i<;i,biivi ro/ioivi ece öojiee ebico-
Kuxypo^caee.
brauchen (Akk.) — iiy‘/i<;iarrbCH b höm-jihGo
Dieser Schüler braucht Hilfe. — 3tot yneHHK iiy‘>i<;iaerrcH e noMO-
iu.u (mm: Dtoiviv yneHHKy ny‘>i<na noMOiyb).
der Mangel an (Dat.) — He^ocTaTOK, He^ocTana, nexßaTKa b höm-
jihöo hjih nero-jinbo (pod. n.)
Mangel an phosphorhaltiger Nahrung führt zur Schwächung
des menschlichen Organismus. - He/iocTaTOK (fioc(fiopa e nuiue
Be^ÖT k ocjiadjieHHio uejiOBeuecKoro oprannsMa.
Merken Sie sich die Verben:
gelingen (gelang, gelungen) - yaaBaTbca
gelangen (gelangte, gelangt) - nocrynaTb; nona^aTb
Unser Plan gelang glänzend. - Ham njian bjiecTnnje y/ia.ncn.
Das Getreide gelangte in die Mühle. — 3epno nocrynnjio na
MejibHniiy.
Grammatik
1. OßcTOHTejibCTBenHbie ii p e /i ji 0 7i< e ii hh b p e -
m e h n, BBefleHHbie coiosom bis (nona He), OTBenaiOT na Bonpoc
wie lange? (kok dojieo?) n yKa3biBaiOT na Konen, cpona flencTBnn b
rjiaBHOM npefljiOMcennn:
Ich werde arbeiten (wie lange?), bis die Arbeit ganz fertig ist. -
H 6yqy paboraTb, nona pabora ne by/ier cosepmenno 3aKonnena.
2. MecTOHMennbie n a p e h h h (Pronominaladverbien)
cjiy>KaT /ijih 3aMenbi BonpocnTejibHoro iviecTonivieiimi was (umo) n
yKa3aTejibHoro iviecTonivieiimi das (mo, omo), KOiyia ohh coneTaiOTca
c npe^jioraMH, t. e. b KOCBeHHbix na^e^cax. Ohh obpa3yiOTC5i H3
cjinaHna Hapeuuü wo n da c npedjioeaMU. (Ecjih npe^jior Ha-
nnHaeTca c ejiacHOÜ, to nepe^ hhm BCTaBjmeTcn r.)
MecmouMÖHHbLe Hapeuun Hunoeda He Moeym omHocumbcn k ody-
lueejieHHbtM npedMemaM; ohu eceeda omHocnmcn m o ji b k o k
HeodyiueejieHHbbM npedMemaM u ji u o m e ji e-
ueHHbLM n o h n m u n m, HanpnMep:
Mit wem ist der Lehrer unzufrieden? —
KeM He^OBOJieH ynnrejib? (odymeeji.)
Womit ist der Lehrer unzufrieden? —
^deM He^OBOJieH ynnrejib? (ueodymeeji.)
45
He.nb.3M, HanpnMep, CKasaTb: Auf was lege ich das Buch?
C.ne/iyeT CKasaTb: Worauf lege ich das Buch? (Ha hto a Kjia^y Knnry?)
Hejibsa TaKMce CKasaTb: Wir sind gegen das.
C.ne/iyeT CKasaTb: Wir sind dagegen. (Mbi npoTHB amro.)
MecTOkiivieHHbie HapeMkia
BOnPOCMTE/lbHblE
an
auf
in
über
unter
vor
aus
bei
mit
nach
von
zu
durch
für
gegen
um
YKA3ATEJlbHblE
/an
/' auf
in
über
unter
vor
aus
da(r)(
nach
von
zu
durch
für
gegen
um
Bo Bcex MecTOHMeHHbix napennax ynjapenne Bcer^a na^aeT na
npe^jior: worauf - darauf, womit - damit usw.
üo ynoTpedjieHHio MecTOHMÖHHbie Hapenna /ic/imtcm na:
1) yKasaTejibHbie, 2) BonpocirrejibHbie, 3) OTHOCirrejibHbie,
npnueM yKasaTejibHbie MecTOHMÖHHbie Hapenna odpasyiOTca H3
cjihhhhh npezjjiora c napenneM da(r), a BonpocnTejibHbie h otho-
cnTejibHbie — H3 cjihhhhh npe^jiora c napeuneM wo(r):
Ich weiß nichts davon. — H nnnero 06 omoM ne 3Haio (yKa3aT.).
Wovon sprechen Sie jetzt? — O höm Bbi cennac roßopirre? (ßonp.).
Ich weiß nicht, wovon sie sprechen. -H ne 3Haio, o höm ohh tobo-
pjiT (oth.).
Bßnfly MHoro3HauHOCTH npe^jioroB MecTOHMeHHbie iiapcMUM
TaKMce MHoro3HauHbi, HanpnMep:
Woran denken Sie jetzt? — O uöm bbi cennac ^yMaeTe?
Woran werden Sie teilnehmen? — B uöm Bei öynjeTe ynacTBOBaTb?
Woran hängt die Tafel? - Ha höm bhcht ,n;ocKa?
Wir werden dafür sorgen. — Mei no3a6oTHMca 06 omoM.
46
Ich werde dir dafür ein anderes Buch geben. — H 3a amo jiaivi
Teöe /ipyryio KHnry.
IZpHMenaHne.
He c.ne/iyeT civieiiiiiBaTb MecroHMeHHoe napeane worum (eonpya neao,
o hvm, 3a umo u m. d.) h napeane npum warum (noneMy).
Hpn nepeno^e MecTOHMÖHHbix napennn na pyccKnn hbbik c/ie/iy-
eT cnanajia nepeßecTH npe^jior, a 3aTeM nocTaBHTb b cooTBeTCTByio-
njeM na;i,e7i<e yKasaTejibHbie iviecTonivieiinH mo, amo hjih Bonpocn-
TejibHoe MecTOHMenne umo.
3. YnpaBjieHHe h m e h c y iii, c c t b h t c ji b ii bi x pac-
npocTpaHiieTCii jihuib na hx onpeflejieHHa, BbipaMceHHbie HMeneM
cynjecTBHTejibHbiM (pe/i<e MecTOHMenneM).
Hanje Beere TaKoe onpeflejienne ctoht b po^HTejibHOM iia/ie/ive
hjih c npe^jioroM von:
Die Straßen Moskaus hjih: Die Straßen von Moskau.
OflHaKO KpoMe npe^jiora von cymecTBirrejibHoe mo/kct ynpas-
jihtb cbohm onpeflejieHHeM h npn i ioivioi i in flpyrnx npe^jioroB. KaK
npasnjio, 3to HMeeT mocto y cymecTBHTejibHbix, KOTopbie odpasosa-
hbi ot rjiarojiOB, mvicioiniix npe^jiOMCHoe ynpaBjienne. 3th cynjecT-
BHTejibHbie coxpaHsnoT b thkom cjiyuae to 7i<e ynpaBjienne, uto h
rjiaroji:
mangeln an (Dat.) HeflOCTasaTb, ne xsaTaTb (uero-jinöo)
— der Mangel an Kenntnissen He^ocTaTOK 3Hannn
sich interessieren für (Akk.) HHTepecoBaTbca (ueM-jinöo)
— das Interesse für Mathematik nHTepec k MaTeMaTHKe
suchen nach (Dat.) hckutb (uto-jihöo)
— die Suche nach Arbeit uohckh paöoTbi
HpHMeuanne.
Ecjih HM5i cymecTBirrejibHoe obpasoBano ot rjiarojia, yiipaB/iMioiHe-
ro /urre.nBiiBBvi iia/ie/Koivi 6e3 iipe/uiora, to TaKoe cym,ecTBHTejibHoe
ne MOMceT ynpasjiHTb flpyrHM cynjecTBHTejibHbiM hjih »ce oho HMeeT
npefljio^KHoe ynpaßjieHHe:
begegnen (Dat.) noBCTpenaTb (koto-jihöo)
- die Begegnung mit dem Freund BCTpena c flpyroM
danken (Dat.) ÖJiaro^apHTb (koto-jihGo)
- der Dank an die Sowjetregierung ÖJiaro^apHOCTb
CoßeTCKOMy npaBHTejibCTBy
47
Übungen
1. Übersetzen Sie die nachstehenden Sätze:
Ich werde warten, bis du zurückkommst.
Der Schüler wiederholt die Aufgabe, bis er sie gut versteht.
Vom Morgen bis drei Uhr bin ich immer in der Schule.
Es dauerte ziemlich lange, bis man uns die Tür öffnete.
Das Flugzeug flog immer höher, bis wir es schließlich ganz aus
den Augen verloren.
Bis zu den Winterferien bleiben noch sieben Wochen.
2. Stellen Sie Fragen zu den fettgedruckten Wortgruppen:
Der Lehrer war mit meiner Arbeit sehr zufrieden.
Dieser Dichter bekam für sein Buch die Stalin-Prämie.
Mein Freund interessiert sich sehr für Mathematik.
Wir sind stolz auf unsere Erfolge.
Wir warten auf unseren Lehrer.
Wir sprachen über die Schwierigkeiten dieser Reise.
Ich bitte die Bibliothekarin um ein deutsch-russisches Wör-
terbuch.
Wir sind stolz auf unsere Flieger.
Der Moskau-Kanal versorgt unsere Hauptstadt mit Wasser.
Ich kann mich an seine Adresse nicht erinnern.
3. Beantworten Sie folgende Fragen; ersetzen Sie dabei die fettge-
druckten Wortgruppen durch Pronominaladverbien (MecTOHMeH-
HblMH HapeHHHMH).
Muster: Sprechen Sie über die Kontrollarbeit?
- Ja, wir sprechen darüber.
Interessieren Sie sich für Chemie?
Sind wir stolz auf unsere Erfolge?
Lesen wir heute über Phosphor?
Arbeiten Sie an Ihrem Vortrag viel?
Sind Sie mit Ihrer Arbeit zufrieden?
Bitten Sie den Lehrer um Erklärung?
Suchen Sie nach Ihrem Buch?
Kämpfen wir für den Frieden?
Kämpft die Sowjetunion gegen den Krieg?
Nimmt auch die Sowjetjugend an diesem Kampf teil?
48
4. Übersetzen Sie ins Deutsche:
H iie/iOBO.neii tom, hto moh 6parr iinnero He imineT iviiic o CBoen paöoTe.
KanHTaH roBopnji o tom, KaK HaniH jiöthhkh cpaMcajincb Ha (JjpoHTe.
Tbi flyMaenib o (an) tom, mto saBTpa y Hac KOHTpojibHaa paöoTa?
Moh flpysba nnmyr o tom, KaK xoponio ohh npoßejiH cboh jieTHHe
KaHHKyjibi.
TpynjHOCTH coctoht b tom, mix) oTa paöoTa fljia Hac coßepnieHHO HOBaa.
5. Suchen Sie im Text auf:
a) alle Infinitivgruppen und übersetzen Sie dieselben ins Russi-
sche;
b) alle zusammengesetzten Substantive und zerlegen Sie diesel-
ben in ihre Bestandteile.
6. Übersetzen Sie folgende Sätze und merken Sie sich die Recht-
schreibung der fettgedruckten Wörter:
Die Mutter mahlt Kaffee.
Dieser Mann malt ein Bild. Er ist Maler. Ich habe viele seiner
Gemälde gesehen.
Man bringt das Getreide in die Mühle. Dort wird es zu Mehl
gemahlen.
In diesem Herbst habe ich zum ersten Mal die Arbeit einer
Mühle beobachtet.
7. Übersetzen Sie ins Russische:
a) Diese Arbeit gelingt mir nicht.
Millionen Tonnen Phosphate gelangen auf die Felder der
Sowjetunion.
Es gelang mir, dieses Buch in unserer Bibliothek zu bekommen.
Dein Brief gelangte in meine Hände mit großer Verspätung.
Die Versuche mit Phosphor sind glänzend gelungen.
Endlich sind wir nach Hause gelangt.
b) Die Alchimisten arbeiteten umsonst an der Entdeckung des
Steins der Weisen.
Alle ihre Versuche, aus einfachem Metall Gold zu gewinnen,
blieben umsonst.
Diese schönen Blumen habe ich umsonst bekommen; mein
Freund hat sie mir geschenkt.
Ein bekannter Uhrmacher hat mir meine Uhr umsonst repariert.
49
8. Setzen Sie die unten angeführten Wörter ein:
Dieses weiße ... ist Phosphor. Phosphor ist ein chemischer ... .
Die Komsomolzen unserer Klasse haben große Erfolge ... .
Der Versuch, 01 mit Wasser zu vermischen, war ... .
Das 01 hält sich immer an ... des Wassers.
I. P. Pawlow war der größte ... auf dem Gebiet der Physiologie.
... von Phosphaten spielt in der Landwirtschaft eine sehr große
Rolle.
Die Alchimisten suchten nach dem Stein ....
Sie vermischten auf tausend ... verschiedene Pulver und Men-
sche nknochen.
die Verwendung, der Forscher, die Art, der Weise, das Pulver,
die Oberfläche, der Stoff, erzielen, erfolglos
9. Übersetzen Sie ins Deutsche:
B höm Tbi HyMCflaembca? Mne iiy‘/i<na tboh noMonjb.
MoeMy flpyry i iy‘>i<i i a KOMHaTa b Jlennnrpafle.
BaM em,e i iy‘>i<e 11 otot cjioßapb? HeT, oh MHe öojibine He TpeöyeTca.
10. Finden Sie im ersten Teil des Textes Antworten auf folgende
Fragen:
Was erwarteten die Alchimisten vom Stein der Weisen?
Auf welche Weise gelang es Heinrich Brandt, Phosphor zu ent-
decken?
Welche Eigenschaften besaß der entdeckte Phosphor?
Wie lange blieb Phosphor ein geheimnisvoller Stoff?
Aufgabe: Übersetzen Sie schriftlich mit Hilfe des Wörterbuchs
den zweiten Teil des Textes.
§9
Vorübungen
1. Übersetzen Sie die nachstehenden Sätze und vergleichen Sie
die beiden Satzpaare:
Die Arbeit wird gemacht.
— Die Arbeit ist schon gemacht (= ist fertig).
Der Brief wird geschrieben. — Der Brief ist geschrieben.
Die Frage wird gestellt.
— Die Frage ist gestellt, man muß sie beantworten.
Eine neue Stadt wird hier gegründet.
50
— Eine neue Stadt ist hier gegründet.
Viele Bücher werden für unsere Bibliothek gekauft.
— Viele Bücher sind für unsere Bibliothek gekauft.
2. Übersetzen Sie folgende Wörter:
entwickeln — die Entwicklung; blühen — aufblühen
die Pflanze — pflanzen — bepflanzen; der Fuß eines Berges
die Revolution — der Revolutionär — revolutionär
die Erdölleitung (vergleiche: die Wasserleitung, die Gasleitung)
ADSHARISTAN
Adsharistan liegt an der Ostküste des Schwarzen
Meeres. Die Berge Adsharistans gehören zum Massiv des
Kleinen Kaukasus. Ihr höchster Gipfel erreicht eine Höhe
von 2810 Meter über dem Meeresspiegel. Im Sommer ver-
wandeln sich die Alpenwiesen auf den Bergen in herrliche
Weiden. Die adsharischen Hirten verbringen dort den
ganzen Sommer.
In der Bergzone ist das Klima trocken und mäßig kalt
mit einem langen und schneereichen Winter. Die Berggip-
fel sind mit Schnee bedeckt; am Fuße der Berge ist es aber
warm: dort blühen Rosen und Magnolien.
In der Küstenzone ist die Luft warm und feucht: im Som-
mer herrscht hier nie starke Hitze, und im Winter gibt es
keinen Frost. Das ganze Jahr hindurch weht ein warmer
Südwestwind. Wir haben hier also subtropisches Klima.
Die Küste Adsharistans wird von einer warmen Meeres-
strömung bespült: man kann fast das ganze Jahr hindurch
baden.
Das Land ist reich an Flüssen. An vielen von ihnen wer-
den jetzt Wasserkraftwerke errichtet, die für die weitere
Entwicklung der Industrie von großer Bedeutung sind.
Unter der Sowjetregierung hat sich Adsharistan völlig
verändert. Das Land, das früher von der zaristischen Re-
gierung aufs härteste unterdrückt wurde, ist nun frei. Ad-
sharistan ist eine Autonome Sozialistische Sowjetrepublik,
die zur Georgischen Sozialistischen Sowjetrepublik gehört.
Die Industrie, die früher nur sehr schwach entwickelt
51
war, blühte während der Fünfjahrpläne auf. Es wurden
Konservenfabriken für Zitrusfrüchte, Holzbearbeitungs-
fabriken u. a. errichtet. Außerdem wurde eine neue Erdöl-
leitung Baku — Batumi gelegt. In der Umgebung Batumis,
bei Tschakwa, liegen die besten Teeplantagen [...shen] der
UdSSR, hier gibt es jetzt große Teefabriken.
Besondere Aufmerksamkeit wird dem Anbau von Man-
darinen-, Apfelsinen- und Zitronenbäumen geschenkt. In
der Nähe von Batumi befinden sich Dutzende neuer großer
Plantagen mit Mandarinen, Zitronen, Apfelsinen und
Pflanzen, die ätherische Ole liefern.
Die Hauptstadt dieses herrlichen, fruchtbaren Landes ist
Batumi. Diese Stadt ist in die Geschichte der revolutionä-
ren Arbeiterbewegung Rußlands eingegangen. Hier hat
Genosse Stalin seine Jugendjahre verbracht. Hier hat er
eine illegale Druckerei eingerichtet und darin gearbeitet.
Batumi ist das industrielle Zentrum Adsharistans. Es
zählt mehr als 70 000 Einwohner. Der Batumier Hafen ist
einer der belebtesten am Schwarzen Meer. Zu den schöns-
ten Stellen in Batumi gehört der Boulevard [bulwär], der sich
dicht am Meere entlang zieht und mit Palmen und Magno-
lien bepflanzt ist.
52
Batumi ist auch das kulturelle Zentrum Adsharistans.
Dort befinden sich zahlreiche Kulturinstitutionen, Lehr-
anstalten und Techniken des Landes.
Besonders berühmt ist der Botanische Garten, der in der
Nähe Batumis, auf dem Grünen Kap, liegt. Dieser Garten
nimmt ein Territorium von mehr als 70 Hektar ein. Es gibt
hier Exemplare fast aller Pflanzen aus feuchten subtropi-
schen Ländern, die ausgezeichnet gedeihen. Man kann
hier japanische Zwergpflanzen, japanische Birnen, Oliven-
bäume, Kokospalmen, gigantische Himalaja-Kiefern, aust-
ralische Akazien, Kautschukbäume und vieles andere
sehen.
In der Umgebung von Batumi stehen schöne weiße Villen
und Paläste. Das sind Sanatorien und Erholungsheime für
die Werktätigen, die dort ihren Urlaub verbringen.
Texterläuterungen
das ganze Jahr hindurch — b Teaemie Bcero ro/ia
von großer Bedeutung sein — hmctb öojibinoe SHaaemie
aufs härteste - McecTonaiiniHM oöpasoM
Aufmerksamkeit schenken (Dat.) — y^ejiaTb BHUMaHne aeMy-ji.
53
Grammatik
CKasyeMoe, b bi p a ‘/i< c 11 11 o c rjiarojiOM sein
h Partizip II nepexoflHoro rjiarojia.
Ecjih Partizip II KaKoro-jinbo nepexodnoeo rjiarojia coneTaeTca
c rjiarojiOM sein, to TaKoe coneTaHne cjie/iyeT paccMaTpußaTb KaK
HMeHHoe CKasyeMoe, b kotopom rjiaroji sein HBjiiieidi cbhskoh.
TaKoe CKasyeMoe osnanaeT cocmonHue, b kotopom Haxo^HTca iio/i-
jie>i<aipee. Partizip II b TaKOM hmohhom CKasyeMOM cjie/iyeT
nepeßo^HTb Ha pyccKHÜ hsbik iipimacTiieivi nponie^niero BpeMeHH
CTpa^aTejibHoro sajiora:
Die Arbeit ist schon beendet. - PaboTa y>i<e saKOHnena.
Der Saal war mit Blumen geschmückt. — 3aji bbui yKpameH n,Be-
TaMH.
Do cynjecTBy, TaKoe CKasyeMoe Himeivi He OTjinnaeTca ot hmohho-
ro CKasyeMoro, BbipaMceHHoro rjiarojiOM-CBHSKOH sein h obbiHHbiM
npnjiaraTejibHbiM. CpaBHHTe:
Die Arbeit ist fertig.
— Pabora roTOBa (npocmoe npujiaeamejibHoe).
Die Arbeit ist gemacht.
- Pabora c/ie.naiia (Partizip II).
IIpHMenaHHe. He CMeniHBaÜTe:
ConeTaHHe rjiarojia sein c Partizip II HenepexoÖHoeo rjiarojia
obpasyer Perfekt hjih Plusquamperfekt Aktiv:
Er ist nach Hause gekommen. — Oh npHineji aomoü.
Als ich nach Hause zurückkehrte, war mein Freund schon fort-
gegangen. — Kor^a a npHineji flOMoii, moh /ipyr y‘>i<e ynieji.
Übungen
1. Übersetzen Sie die nachstehenden Sätze und bestimmen Sie
die Form des Prädikats:
Das Flugzeug ist schon sehr hoch gestiegen.
Die Ausstellung ist eröffnet.
Dieses Wort ist mir bekannt.
Der Zug ist vor 10 Minuten angekommen.
Heinrich Heine ist im Jahre 1856 gestorben.
Das Ziel ist erreicht.
Was ist dort geschehen?
Alle Aufgaben sind schon vorbereitet.
Meine Übersetzung ist fetig.
54
Dieses Buch ist vor kurzem erschienen.
Ist der Brief mit der Hand geschrieben?
Der Aufsatz meines Nachbars ist ausgezeichnet.
2. Suchen Sie im Text auf:
a) vier Sätze, wo das Prädikat durch das Verb sein und Parti-
zip II ausgedrückt ist; übersetzen Sie diese Säzte schriftlich;
b) alle Satzgefüge, die Attributsätze enthalten.
3. Bilden Sie aus jedem zweiten Satz einen Attributsatz:
Die Berge Adsharistans gehören zum Massiv des Kleinen Kau-
kasus. Adsharistan liegt an der Ostküste des Schwarzen Meeres.
Die adsharischen Hirten verbringen den ganzen Sommer auf
den Alpenwiesen. Die Alpenwiesen verwandeln sich in dieser Jah-
reszeit in herrliche Weiden.
Zwischen Baku und Batumi ist eine neue Erdölleitung ange-
legt. Sie verbindet diese beiden Städte miteinander.
In der Nähe Batumis befindet sich ein botanischer Garten. In
diesem Garten kann man fast alle Pflanzen aus den heißen subtro-
pischen Ländern sehen.
In der Umgebung von Batumi befinden sich viele Erholungs-
heime. In diesen Erholungsheimen verbringen viele Werktätige
ihren Urlaub.
Am Fuße der Berge blühen Rosen und Magnolien. Die Gipfel
der Berge sind mit Schnee bedeckt.
4. Bilden Sie den Plural von den Substantiven:
das Territorium, das Sanatorium, das Zentrum, das Technikum
5. Analysieren Sie syntaktisch:
a) Am Fuße der Berge blühen Rosen und Magnolien, während
die Berggipfel mit Schnee bedeckt sind.
b) Da die Küste Adsharistans von einer warmen Meeresströ-
mung bespült wird, kann man dort fast das ganze Jahr hindurch
baden.
6. Suchen Sie im Text drei Feminina auf, die von Adjektiven mit
Hilfe des Suffixes -e abgeleitet sind.
7. Bilden Sie von folgenden Adjektiven Substantive mit dem Suffix
-e und übersetzen Sie die gebildeten Substantive:
kalt, warm, stark, schwach, groß, lang, weit, früh
55
8. Ergänzen Sie folgende Sätze:
Tokio ist eine ... Stadt.
Tbilissi ist die Hauptstadt der ... Sozialistischen Sowjetrepublik.
Im ... Batumis sieht man immer viele Schiffe.
... verbringt den ganzen Tag mit seinen Kühen auf der Weide.
Die Kiefer ist ein ... .
9. Zählen Sie auf:
Wie kann das Klima sein?
Welche Pflanzenkulturen kennen Sie?
10. Ergänzen Sie die nachstehenden Sätze durch Antonyme zu den
fettgedruckten Wörtern:
Das Dnjepr-Wasserkraftwerk, das in den Jahren 1927—1932
erbaut wurde, wurde von den faschistischen Eindringlingen ... .
Im Dezember waren die Fröste noch recht mäßig, im Januar
aber wurden sie sehr ... .
In Sibirien gibt es im Winter sehr starke Fröste, und im Som-
mer herrscht dort oft große ... .
Seine Teilnahme an dieser Arbeit brachte mehr ... als Nutzen.
Draußen erklang ein Lied und ... bald wieder.
Er erwartete eine freundliche Aufnahme, man empfing ihn
jedoch recht... .
Das Antonym zum Wort Zwerg ist... .
11. Beantworten Sie folgende Fragen:
Was ist Adsharistan? Wo liegt Adsharistan?
Wie ist dort das Klima?
Zu welchem Bergmassiv gehören die Berge Adsharistans?
Welche Höhe erreicht der höchste Gipfel der Berge?
Wie sind im Sommer die Alpenwiesen auf den Bergen?
Wie ist das Klima in der Bergzone?
Wie ist das Klima in der Küstenzone?
Können dort Zitronen gedeihen?
Liefert uns Adsharistan viele Zitronen?
Bekommen wir von dort auch Apfelsinen?
Hat die Sowjetunion eigene Teeplantagen?
Wo liegen die besten Teeplantagen der Sowjetunion?
Welches Meer bespült die Küste Adsharistans?
Wie heißt die Hauptstadt Adsharistans?
Ist die Umgebung Batumis schön?
Was befindet sich in der Umgebung Batumis?
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12. Übersetzen Sie ins Deutsche:
Ka‘/i<;ioe jigto tbicsfih Tpy/ißinijixcH CoßeTCKoro Coiosa e/iyr Ha lor.
Ohh e/iyr b canaTopHH h flOMa or/mixa. B Cobotckoh CTpane Bee
flOMa OT^bixa npHHa^jieMcaT Tpy/piiHniviCH. 3to Gojibinne bhjijibi h
^Bopijbi, KOTopbie BejiHKOJienHO oöopynpßaHbi. Ha noöepeMCbe Kaß-
Kasa pacnojioMceHbi cothh TaKHx ^omob or/mixa. KpoMe Toro, oneHb
MHoro caHaTopneß h ^omob or/mixa nivieeTCH Ha io>i<i ioivi noöepeMCbe
KpbiMa (die Krim). Ohh pacnojiOMceHbi bbicoko Haß ypoßHeM Mopa.
HpeKpaCHbie OKpeCTHOCTH H 3^OpOBbIH TOMCHblH KJIHMaT CO3^aiOT
3^ecb OTJIHHHbie yCJIOBHH flJLH OT^blXa.
§ 10
Vorübungen
1. Mustersätze:
Das Mädchen saß am Klavier, etwas auswendig spielend. -
JHeßyniKa cn^ejia 3a poajieM, nrpaa hto-to HaH3ycTb.
Im Garten ertönt das Lachen der spielenden Kinder. —
B ca/iy pa3^aeTca CMex nrparomnx ^eTen.
Übersetzen Sie folgende Sätze:
Die fallenden Blätter bedecken den Boden.
Vor Freude strahlend, liefen die Kinder ihrer Mutter entgegen.
Lernend und arbeitend geht unsere Jugend einer glücklichen
Zukunft entgegen.
Dieser lesende Student bereitet sich zur Prüfung vor.
Die Mutter sitzt am Bette ihres schlafenden Sohnes.
Am Fenster sitzend, sehe ich alles, was auf der Straße vorgeht.
2. Übersetzen Sie folgende Wörter, die von Ihnen bekannten Wörtern
abgeleitet sind:
die Reise - reisen - abreisen
die Ehre — ehrlich
das Papier - papieren: ein papiernes Plakat
die Macht — mächtig — allmächtig
rollen — zusammenrollen;
nehmen — herabnehmen: etwas von der Wand herab nehmen
trommeln — die Trommel — das Getrommel
marschieren — einmarschieren
halten - sich festhalten
nötig - die Not
lang - die Länge
57
TrtO 8c Oh’rtiib
Q^on -£> e t n r t ch -£> e t n e
Heinrich £>cnic mürbe 1797 in ^öüffelborf geboren, ©eine 5\iia>
benjabre fallen tn bte ßett ber Eroberung be? gangen Rhciiilaiibc?
burd) Rapoleon. TNc grangofen brachten bte 3been ber bürgerlichen
Revolution mit unb führten bte liberale frangöftjche ©efe^gebung
ein. TNc Q^egeifterung für bte frangöftjche Revolution tvar ba? mich ’
tigfte 3ugenberlebnt£ feines. 3m nachftehenben $ert beschreibt ber
dichter ben ®ngug Rapoleon? in ba? Rhetnlanb.
... Samals roaren bte dürften nocl) feine geplagten Seute rote
jeßt, unb bte Ärone roar tljnen am .Stopfe fejlgeroacf)fen, unb be£
9?ad>t^ gegen fte nocl) eine Scblafmüpe barüber unb |cf)ltefen
rul)tg, unb rul)tg gu t^ren §ü£en |cf)ltefen bte QSölfer, unb roenn
btefe be£ Worgens erroac£)ten, fo fagten fte: "fönten Worgen,
QSater!" - unb jene antroorteten: "fönten Worgen, liebe Ätnber!"
2lber es rourbe plößltcl) anber^. 2113 rotr etne£ Worgens gu
Süffelborf erroac£)ten unb "fönten Worgen, QSater!" fagen rooll*
ten, ba roar ber QSater abgereift, unb in ber gangen Stabt roar
nic£)t£ al£ ftumpfe Seflemmung, es roar überall eine 2lrt Se*
gräbnisflitntnung, unb bte Seute |cf)ltc£)en |cf)roetgenb nacl) bem
Warfte unb lafen ben langen papternen 2ln|ä)lag auf ber Sir be£
SRatl)aufe£.
®n alter pfälgt|cf)er Snvaltbe la£ etroa^ lauter, unb bet
manchem QSorte träufelte tl)m eine flare Säue in ben meinen,
ef)rltc£)en Scbnaugbart. 3cf> flanb neben tl)m unb roeinte mit, unb
frug tl)n, roarum rotr meinten. Unb ba antroortete er: "Ser
Äurfürft lä£t ft cf) bebauten". Unb bann la£ er roteber, unb bet ben
QSorten: "für bte beroä^rte Untertan^treue" unb "entbinben <£ucf>
6urer Wichten" ba roeinte er nocl) ftärfer ...
3cf> aber ging nacl) £aufe unb roeinte unb flagte: "Ser
5turfürft lä£t fiel) bebauten". Weine Wutter l)atte if>re liebe 9?ot,
icf) roujgte, roa£ ict) roujgte, id> tie^ mir nid)t^ au^reben, ict) ging
roetnenb gu Sette, unb in ber 9?acf)t träumte mir: bte Qöelt l)abe
ein 6nbe - bte |cf)önen Slumengärten unb grünen QStefen rourben
rote Sepptcl)e vom Soben aufgenommen unb gufammengerollt, ber
©affenfogt flieg auf eine l)ol)e Setter unb nal)m bte Sonne vom
Fimmel f)erab.
Auszüge. Sprich: lö-grä
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2llS tcf> erroacbte, festen bte
Sonne roteber rote geroöhnltch
burch baS genfter...
Unterbeffen ging baS ®e*
trommel, braunen auf ber
Strafe, immer fort, unb ich
trat vor bte Haustür unb
befah bte etnmar|cf)terenben
frangöft|chen Gruppen, baS
freubtge Bolt beS SRuhmeS,
baS ftngenb unb fltngenb bte
QSelt burefgog, bte beiter^
ernften (Brenabtergeftcbter, bte
Bärenmügen, bte bretfarbü
gen Äofarben, bte bltnfenben
Bajonette, bte BoltigeurS1
unb ben allmächtig grofen,
filbergeftidten Sambourmajor2, ber feinen Stod mit bem ver*
golbeten Änopf bis an bte erfte ßtage3 roerfen tonnte unb feine
Gingen fogar bis gur groeiten (Stage - roo ebenfalls fchöne Wäbcben
am §enfter faßen ...
3ch eilte nach bem Tiarftplag. Sa fah es jegt gang anberS
aus, ein neues QSappen hing am SRathaufe, baS (Stfengelänber an
beffen Ballon roar mit geftidten Sammetbeden überhängt, frangi>
ft|che örenabtere ftanben Schilbroache, bte alten Herren SRatSher^
reu hatten neue ®efic£)ter angegogen unb trugen ihre Sonntag^
röcle unb fahen fich an auf frangöft|ch unb fprachen "bon jour"4,
aus allen genftern gudten Samen; neugierige Bürgersleute unb
blaute Solbaten füllten ben ^lag, unb ich nebft anbern Knaben,
rotr fletterten auf baS große SRurfürftenpferb unb |chauten bavon
herab in baS bunte Tiarftgeroimmel.
... (Snbltch füllte fich ber Ballon beS SRathaufeS mit bunten
Herren, Jahnen unb trompeten, unb ber £err Bürgermeifter in
feinem berühmten roten SRod hielt eine SRebe, bte fich etroaS in bte
Sänge gog, rote eine geftridte Schlafmüße, in bte man einen Stein
geroorfen - nur nicht ben Stein ber BJetfen - unb beim legten
QSort rourben bte trompeten geblafen unb bte Jahnen gejehroenft,
Sprich: 1 woltishors 2 tambür-mashor 3 etäshe 4 bö-shür
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unb bte Stommel gerührt unb QStvat gerufen - unb roäfjrenb ich
felber QStvat rief, £>fett ich mich feft an ben alten kurfürftcn.
Sen anbern Sag mar bte QBelt mteber gang tu Orbnung, unb
es mar mteber 0cbule nach mte vor, unb es mürbe mteber au^mem
big gelernt nach mte vor - bte römt|c£)en köntge, bte 3ahre£gahlen,
bte nomtna auf "ttn", bte verba trregularta, ®rtecht|ch,
£ebrät|ch, öeographte, beutjcbe Sprache, kopfrechnen, - ®ott, ber
köpf Ichmtnbelt mir noch bavon - alle£ mu£te man au^menbtg
lernen...
Texterläuterungen
geplagte Leute - MyneHHKH
die Krone war ihnen am Kopf festgewachsen - Kopona
iipomio /iep7i<a.nacb y hhx Ha rojioße (öocjiogho: iipomio
npnpocjia k rojioße)
des Nachts (ycmapejicm (fiopAia) - nachts hjih: in der Nacht
des Morgens (ycmapejio) - morgens hjih: am Morgen
frug (ycmapejio) - fragte
der Kurfürst läßt sich bedanken - Kyp(J)K)pCT 6jiaro,n;apHT
(pem> HfleT o Kyp(J)K)pCTe MaKCHMHjinaHe, OTpÖKiiieivica b Mapro
1806 r. ot npecTOJia b cbhsh c otxo^om öbiBinero repn,orcTBa
Bepr k (Ppaiiiijin)
entbinden euch eurer Pflichten (ycmapejio) - entbinden euch
von euren Pflichten
meine Mutter hatte ihre liebe Not — Moen Marepn jio/iro npn-
IHJIOCb HOBO3HTbC5I CO MHOH (yCHOKaHBaTb M6H5i)
ich ließ mir nichts ausreden — Mena Hejibsa öbijio yrosopHTb
die Welt habe ein Ende — KaK GynjTO Hacrynnji Konen, csera
die Voltigeurs — BOJibTHMcepbi (bhji, jierKon nexoTbi)
der allmächtig große, silbergestickte Tambourmajor - crap-
niHÜ GapaGaHiijHK, hchojihhckoix) pocra, b bbihihtom cepeöpoM
MyHflnpe
Schildwache stehen - ctohtb Ha nacax, Ha nocry
die Ratsherren hatten neue Gesichter angezogen -
y ropoflCKHx cob6thhkob noaBHjiocb HOBoe BbipaMceHHe jiHii,a
(docjioeHo: ropoflCKHe cob6thhkh HaTHHyjiH Ha ceöa HOBbie
c|jh3hohomhh)
sie sahen sich an auf französisch - ohh nocMarpHBajiH flpyr Ha
flpyra no-c|jpaHii,y3CKH
bon jour ((fipaHip) - floGpbin ^eHb
das bunte Marktgewimmel - necTpaa 6a3apHaa TOJina
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sich in die Länge ziehen — pacTmriBaTbcsi
in die man einen Stein geworfen = in die man einen Stein ge-
worfen hat (Perfekt)
die Trommel rühren — Gute b GapaGan
Vivat wurde gerufen - pa3flaBajmcb KpnKn "EUBar!" (t. e. "^a
3flpaBCTByeT!")
den andern Tag = am anderen Tag — na cjieflyTonjnn ^enb
nach wie vor — nonpe^CHeMy
die nomina auf "im" (jiam.) — HMena cym,ecTBHTejibHbie, OKaiimi-
BaTomnecsi na "im"
die verba irregularia (jiam.) — HenpaBnjibHbie rjiarojibi
der Kopf schwindelt mir — y Mena rojiosa h^öt KpyroM
Merken Sie sich die Rektion:
durchziehen (Akk.) — npoxo^nTb, npoes^caTb uepe3 uto-jihGo,
no neMy-jmGo
Wir haben die Krim in ein paar Tagen durchzogen. — Mbi npo-
nijin uepe3 eecb KpbtM (no eceMy KpbiMy) b hockojibko flneii.
ansehen (Akk.) — CMOTpeTb Ha Koro-jmGo, Ha uto-jihGo
Mein Freund sieht mich erstaunt an. — Mon flpyr yflUBjieHHO
CMOTpUT HO MCI Ul .
Grammatik
OGpasoßamie n ynoTpeGjienne Partizip I.
B to BpeMH KaK b pyccKOM 5i3biKe pa3JinuaiOT npnuacTne n /iee-
npnnacTne, b HeMeijKOM H3bii<e oGe 3th cjjopivibi oGTeflunenbi b
OflHon, H0C5Hn,en Ha3Banne Partizip — Partizip I hjih Partizip II.
Partizip I odpasyemcn nymeM npuöaejieHun k ocHoee ajiaeojia
cy(fi(fiuKca -end ujiu -nd:
Infinitiv: les-en arbeit-en ankomm-en handel-n
Partizip I: les-end arbeit-end ankomm-end handel-nd
Byuyun npnuacTneM, t. e. OTrjiarojibHbiM npnjiaraTejibHbiM, Par-
tizip oGjia^aeT npn3HaKaMn KaK npnjiaraTejibHoro, TaK n rjiarojia.
TaK 7i<e KaK n oGbiunoe npnjiaraTejibHoe, Partizip H3MeH5ieTC5i b
po^e, uncjie n na^eMce, t. e. CKJiOHaeTca. Ifponcxoflsi, c flpyron
CTopoHbi, ot rjiarojia, Partizip oGnapy^cuBaeT npn3HaKn BpeMenn,
3ajiora n Bn^a.
Partizip I cooTBeTCTByeT pyccKOMy npimacTHio flencTBHTejibHoro
3ajiora (t. e. aKTHBHon c]jopivibi) HecoßepnieHHoro Bn^a:
61
ein lesender Student nnTaiomnn ciyvieirr
die arbeitende Frau paöoTaioipaH ‘/Kciiipniia
die ankommenden Züge iipnöbiBioipnc noes^a
Partizip I co^epMCHT b ceöe npnsnaK /leiicTBUH, iipoTCKaioipero
OflHOBpeMeHHO c flencTBneM CKasyeMoro. 1 loaTOiviy, b saBncnMOCTn
ot BpeMenn CKasyeMoro, Partizip I mo/kct nepeBO^HTbca na pyc-
ckhh 5i3biK npimacTneM iLactnoiuu.eeo hjih npouieduieeo epeMenu,
oflHaKO deücmeumejibHoeo 3aji03a n Bcer,n;a HecoeepuieHHO3o euda:
Ich höre das Lachen der spielenden Kinder. — H cjibimy CMex
uepaioui.ux ^eren (npnnacTne iiacTOHipero BpeMenn).
Ich sah einen langsam schreibenden Schüler. — H Bn^eji Me^jien-
ho nucäeiueeo ynennna (npnnacTne npome^mero BpeMenn).
B npHBe,ii;eHHbix Bbime npnMepax Partizip I HBjmeTca onpedejie-
HueM.
TaKMce Partizip I mo/kct aBjmTbca odcmonmejibcmeoM oöpasa
deücmeun, Tor/ia oh ctoht b npaTKon (J)opMe, 6e3 bchkhx OKomia-
hhh n nepeBO^HTca Ha pyccnnn H3biK fleenpnnacTneM iiacTonipero
BpeMenn:
Er sah mich lachend an. — Oh CMencb nocMorpeji Ha m6hh.
In diesem Laboratorium arbeitend, habe ich Vieles gelernt. —
Padoman b otoh jiaöopaTopnn, h MHoroMy naynnjicn.
Hnor,n;a Partizip I, ynoTpeÖJiÖHHbm b nanecTBe oGcTonrejibCTBa
oöpa3a flencTBna, nepeBO^HTca Ha pyccnnn H3biK npe^jiOMCHon
rpynnon:
Die französischen Truppen zogen singend und klingend durch
die Straßen Düsseldorfs. — (bpannyscKne Boncna npoxo^njin c
nenueM u My3bLK0Ü no yjmijaM Xtioccejibflop^a.
Der Schüler saß am Tisch, langsam schreibend. — VnennK cn^eji
3a ctojiom n MedjieHHO nucäji.
DpHMenaHne. B coBpeMennoM neMepKOM si3biKe BcrpenaeTCsi
neMajio cjiob, HBjiHionijLxcH no CBoeMy nponcxosKflenmo Partizip I, ho
yTpaTHBHIHX CBSI3b C TJiarOJIOM HaCTOJIbKO, MTO OHH V/KO 6()Jiee HO BOC-
npHHHMaKxrcH nan Partizip I, a npeepamujiucb e oäbi'iiibie npujiaea-
mejibHbLe, HanpnMep:
ausweichend
bedeutend
dringend
hervorragend
reizend
yKJIOHHHBblH
3HanHTejibHbin
cpoMiibiii
BbijaionijiiicH
npejiecTHbin
(eine ausweichende Antwort)
(ein bedeutendes Resultat)
(eine dringende Frage)
(ein hervorragender Gelehrter)
(ein reizendes Mädchen)
62
Übungen
1. Übersetzen Sie folgende Sätze ins Russische:
Dem Rate meines Freundes folgend, verbrachte ich meine Som-
merferien an der Wolga.
Der Schüler stand an der Tafel, die Kreide in der Hand haltend.
Dieses landende Flugzeug kommt aus Tbilissi.
Nach einem passenden Wort suchend, machte der Schüler in
seiner Antwort eine kurze Pause.
Sich auf einen Stock stützend, ging der alte Mann seinen Weg
weiter.
Jubelnd begrüßte die Bevölkerung der befreiten Städte die ein-
marschierenden Sowjettruppen.
2. Setzen Sie in die nachstehenden Sätze das Partizip I der einge-
klammerten Verben als Attribut oder Adverbiale ein:
Alle hörten ... der Erzählung des Fliegers zu (schweigen).
Der Knabe ging ... zu Bett (weinen).
Die Schlacht bei Poltawa war die ... Schlacht im Russisch-
Schwedischen Krieg (entscheiden).
Der ... Zug ist ein Schnellzug (ankommen).
Sein Buch ... , stand der Schüler auf und begann zu lesen (auf-
schlagen).
Im Sommer sieht man an den Ufern des Moskau-Kanals viele ...
Menschen (baden).
Noch im Bett..., hörte ich von draußen Musik (liegen).
3. Schreiben Sie aus den ersten vier Absätzen des Textes alle Sätze
aus, in welchen das Partizip I als Adverbiale gebraucht ist.
4. Schreiben Sie aus dem Text alle Substantive mit den dazu gehö-
renden Partizipien (Partizip I und Partizip II) aus und übersetzen
Sie dieselben.
5. Übersetzen Sie ins Deutsche:
ynenuK OTBeuaji ctoh. CeroflHsi b KJiacce OTcyrcTByiOT ^Ba
yueHHKa. O6a otcvtctbvioihhx yuennKa, BepoaTHO, öojibhbi.
CnponieHHbin yuenuK npaBnjibHO otbotuji na Bee Bonpocbi. Bee
nanncaHHbie nncbMa jie^caT na CTOJie. Cn/ui y OKHa, h bh/kv MHoro
npoesMcaiomiix (vorbeifahren) aBTOMOÖnjien.
63
6. Analysieren Sie syntaktisch und morphologisch den zweiten Satz
des zweiten Absatzes (Als wir eines Morgens...) und den zweiten
Satz des 5. Absatzes (Unterdessen ging das Getrommel...)
7. Setzen Sie die unten angeführten Wörter ein:
Alle Kinder sind sehr ... .
Dieses Messer ist zu ..., man kann nichts damit schneiden.
Auf dem Fußboden liegt ein großer ... .
An der Wand über dem Bett hängt... ein schöner Teppich.
... dieses Instituts ist ein bekannter Gelehrter.
Das Bild hängt sehr hoch an der Wand; man muß ... bringen,
um es herabnehmen zu können.
Ich brauche keine Hilfe, ich werde diese Aufgabe ... lösen.
... verkündeten den Beginn des Parademarsches.
Mein Freund war nicht in ... und wollte an unserem Spaziergang
nicht teilnehmen.
Dieser Knabe ist immer unzufrieden, man hört ihn immer über
etwas ... .
die Trompete, die Leiter, der Leiter, (die) Stimmung,
der Teppich, klagen, stumpf, neugierig, selber, ebenfalls
8. Übersetzen Sie folgende Sätze ins Russische:
Ich kam zum Arzt, aber der war schon um 10 Uhr fortgefah-
ren.
Mein Freund blieb nur eine Stunde bei uns. Wir wollten ihn so
bald nicht fortlassen, aber er entschuldigte sich und ging fort.
Man zeigte dem Hund einen Stock, und er lief fort.
Als wir auf den Flugplatz kamen, war das Flugzeug nach Riga
schon fortgeflogen.
Die Mutter nahm dem Kinde alle Spielzeuge fort.
Fahren Sie mit Ihrer Erzählung fort!
Bei solchem Lärm kann ich die Arbeit nicht fortsetzen.
Als die Freunde nach Hause kamen, ging das Gespräch unter
ihnen noch immer fort.
Der Dichter lebt in seinen Werken fort.
9. Übersetzen Sie ins Russische:
Die Bäuerin band die Ziege an den Baum.
Ich lasse mir dieses Buch binden.
Ich bitte die Bibliothekarin um den ersten Band der Puschkin-
Werke.
Moskau ist jetzt mit der Wolga durch einen Kanal verbunden.
Wasser ist eine chemishe Verbindung.
64
Bei vielen chemischen Reaktionen wird Wärme entbunden.
Viele Schüler unserer Klasse sind Mitglieder des Leninschen
Kommunistischen Jugendverbandes.
10. Bilden Sie Sätze mit den Wörtern:
der Markt, die Not, die Leiter, ehrlich, neugierig, niemals
11. Beantworten Sie folgende Fragen:
Wo wurde Heinrich Heine geboren?
Wo liegt die Stadt Düsseldorf?
Was für eine Stimmung herrschte am Tage der Abreise des Kur-
fürsten in der Stadt?
Was hing an der Tür des Rathauses?
Was stand in diesem Anschlag geschrieben?
Was für einen Eindruck machte es auf den kleinen Heine?
Wie ging er zu Bett?
12. Bilden Sie selbständig weitere Fragen zum zwiten Teil des
Textes (von den Worten "Als ich erwachte, schien die Sonne wieder...").
13. Finden Sie im Text:
a) alle Epitheta, b) alle Metaphern (z. B. der Glanz des
Ruhmes, die Wärme der Liebe), c) alle Metonymien (z. B. der
Wald singt, der ehrliche Schnauzbart).
§11
Vorübungen
1. Mustersätze:
Die von unseren Komsomolzen während des Großen Vaterländi-
schen Krieges geleistete Arbeit war außerordentlich groß. — Paöo-
Ta, coBepmeHHaa HamnMn KOMCOMOJibijaMn bo BpeMsi BejinKon
OTeuecTBeHHon bohhei, öbuia HCK.nionrrre.nbiio BejmKa.
Der in einer halben Stunde aus Leningrad ankommende Zug ist
ein Schnellzug. — Hoesfl, iipnübiBaioiiijin uepes nojraaca ns JlennH-
rpazja, aBjmeTca CKopbiM (hjih: HpnöbiBaionjiiH uepes nojraaca n3
JleHHHrpafla noe3fl aBjmeTca ckopbim).
Alle für die Vorbereitung zu den Prüfungen nötigen Bücher habe
ich in unserer Bibliothek bekommen. — Bee KHnrn, neoöxoflHMbie
fljia nozjroTOBKH k 3K3aMenaM, ji nojiyunji b Hamen önÖJinoTeKe
(hjih: Bee neoöxoflHMbie /i.nri no^roTOBKn k 3K3aMenaM KHnrn 5i
nojiyunji b Hamen önÖJinoTeKe).
65
Übersetzen Sie folgende Sätze ins Russische:
Die jetzt den Namen Lenins führende Stadt wurde 1703 von
Peter I. gegründet.
Das von Puschkin besungene Denkmal Peters I. befindet sich in
Leningrad.
Die im Verteidigungsmuseum Leningrads ausgestellten Expona-
te erzählen vom Heroismus der Leningrader.
Die technische Basis der nach dem Kriege wiederaufgebauten
Industrie ist viel vollkommener geworden.
Die am Südufer des Finnischen Meerbusens liegenden Schiefer-
werke versorgen Leningrad mit Gas.
Das erste im Jahre 1564 in Rußland erschienene Buch war von
dem russischen Buchdrucker Iwan Fjodorow gedruckt worden.
In Adsharistan werden jetzt viele für die weitere Entwicklung
seiner Industrie sehr wichtige Wasserkraftanlagen errichtet.
2. Übersetzen Sie folgende Wörter:
wählen — die Wahl; grüßen — der Gruß
treffen (z. B. einen Freund treffen) — das Treffen
schreiben — aufschreiben - unterschreiben — die Aufschrift — die
Unterschrift; die Feier - feiern — feierlich
den Frieden lieben — friedliebend; das Fest — festlich
Aufgabe: Übersetzen Sie die ersten drei Absätze des Textes
schriftlich zu Hause.
DEUTSCHLANDTREFFEN DER JUGEND
Vom 26. Mai bis 30. Mai 1950 fand in Berlin das
Deutschlandtreffen der Jugend statt. Die Jungen und
Mädchen aus der Deutschen Demokratischen Republik
kamen zu diesem Treffen mit neuen Erfolgen im Kampf für
die Erfüllung des Volkswirtschaftsplans. Sie nahmen aktiv
teil an der Unterschriftensammlung für den Aufruf des
Ständigen Komitees des Weltfriedenskongresses. Von den
in der Republik gesammelten mehr als 13 Millionen Unter-
schriften wurden 7,8 Millionen von Agitationsgruppen der
FDJ (der Freien Deutschen Jugend) gesammelt.
In jenen denkwürdigen Tagen kamen mehr als 550000
Jungen und Mädchen in blauen Blusen — der Kleidung der
FDJ — in die deutsche Hauptstadt. Unter ihnen befanden
66
sich etwa 25000 Vertreter der Jugend Westdeutschlands,
die trotz aller Schwierigkeiten über die Zonengrenzen auf
das Territorium der Deutschen Demokratischen Republik
gekommen waren.
Am 27. Mai wurde der gesamtdeutsche Kongreß der
jungen Friedenskämpfer feierlich eröffnet. Die in einer der
größten Hallen Berlins versammelten Delegierten und
Gäste begrüßten begeistert den Präsidenten Wilhelm Pieck,
den Vorsitzenden der Kommunistischen Partei Deutsch-
lands Max Reimann, den Ministerpräsidenten Otto Grote -
wohl und die Mitglieder der Regierung der DDR. Mit
stürmischem Beifall begrüßten die Versammelten die
Delegationen der Sowjetjugend, der Jugend Chinas, der
volksdemokratischen Länder, Griechenands, Frankreichs,
Italiens und fast aller Länder Europas, ferner die Delegati-
onen der Jugend Koreas, Vietnams, Indonesiens, Indiens
und Australiens.
Bei der Wahl des Ehrenpräsidiums wurde als erster der
Name des Genossen Stalin genannt, und alle Anwesenden
bereiteten dem besten Freund der Weltjugend eine stürmi-
sche Ovation. Die Delegierten hörten aufmerksam den
Ausführungen des Vorsitzenden des Weltbundes der Demo-
kratischen Jugend, Guy de Boisson [güi dö boasso], zu. Begei-
sterte Aufnahme fanden seine Worte: "Deutsche Freunde,
wir vertrauen euch!"
Walter Ulbricht hielt eine Rede zum Thema: "Die deut-
sche Jugend und der Kampf um den Frieden". Er unter-
strich in seinen Ausführungen die gewaltige Rolle der
deutschen Jugend im Kampf für den Frieden und für die
Vereinigung des heute noch gespaltenen Deutschland auf
demokratischer Grundlage.
Nach einer lebhaften Diskussion und nach den Reden
der ausländischen Delegierten nahm der Kongreß einmütig
ein Manifest an die deutsche Jugend an, in dem es heißt:
"Wir wollen einen dauerhaften Frieden! Wir wollen die
Einheit unseres Vaterlands! Wir wollen ein einiges und
blühendes, ein starkes, friedliebendes und demokratisches
Deutschland!"
67
Der Kundgebung am 28. Mai, auf der ein Grußtele-
gramm an Genossen Stalin angenommen wurde, schloß sich
eine grandiose Demonstration an. Mehr als sieben Stunden
zogen die Kolonnen der Jungen und Mädchen aus allen
Teilen Deutschlands über den Lustgarten. Die Demonst-
ranten trugen Porträts von Lenin, Stalin, Karl Liebknecht,
Rosa Luxemburg, Ernst Thälmann, Präsident Pieck, Mao
Tse Tung und anderen Führern der kommunistischen Par-
teien und von bekannten Friedenskämpfern.
Die von den Demonstranten mitgeführten Plakate und
Spruchbänder trugen Aufschriften wie: ”Es lebe der beste
Freund der deutschen Jugend — Stalin!”, "Wir wollen
Freundschaft mit allen Völkern!", "Es lebe die Deutsche
Demokratische Republik!", "Es lebe unser Präsident Pieck!"
Nach der Demonstration wie auch am 29. und 30. Mai
fanden sportliche Wettkämpfe statt, an denen neben deut-
schen Sportlern auch die aus der Sowjetunion und anderen
Ländern gekommenen Gäste teilnahmen.
An jenen festlichen Tagen erklang in ganz Berlin die
Hymne der demokratischen Jugend.
Texterläuterungen
Deutschlandtreffen — BcerepMaHCKnn cjiöt
die DDR = die Deutsche Demokratische Republik
eine Ovation bereiten — ycrponTb OBan,mo
begeisterte Aufnahme finden — öbitb BCTpeueHHbiM c OHTysnas-
MOM
in dem es heißt — b kotopom roBopnTca
der Lustgarten - JIiocTrapTen (panoH Bepjuma)
Merken Sie sich die Rektion:
zuhören (Dat.) — cjiymaTb Koro-jmöo, uto-jihöo (euHum. nadelte)
Alle Schüler hörten der Erzählung des Lehrers aufmerksam zu.
— Bee yueHUKH BHHMaTejibHO cjiymajm paccnas ymiTejm.
sich anschließen (Dat.) — npuMbiKarb k ueMy-jinöo, cjieflOBaTb
sa ueM-jinöo Der Maiparade schloß sich eine grandiose
Demonstration der Werktätigen an. — 3a nepBOMancKUM napa-
/loivi nocjieflOBajia rpaHflnosnaa fleMOHCTpauna rpy/ini mixen.
68
Grammatik
P a c n p o c t p a h e h h o e onpefle jiemie
c Partizip I n Partizip II.
Partizip I hjih II, aBjiaacb onpeflejieHneM k KaKOMy-jinöo cynje-
CTBHTejibHOMy, MoryT hmctb npn ceöe pa/i noacHHTejibHbix cjiob,
3aBHC5HH,Hx ot flaHHoro npnnacTHH. TaKoe onpeflejieHHe HasbiBaeTCH
pacnpocTpaHÖHHbiM npnnacTHbiM onpeflejieHneM.
Der geschmückte Saal war ganz voll. - ynpameuHbLÜ 3aji Gbiji
nepenojiHeH (npocmoe npunacmuoe onpedejieHue).
Dieser von den Schülern geschmückte Saal war ganz voll. -
Dtot ynpameHHbiü yneHunaMu 3aji Gbiji nepenojiHeH (pacnpocm-
paueHHoe npunacnmoe onpedejieHue).
Dieser von den Schülern mit bunten Blumen geschmückte Saal
war ganz voll. — Dtot 3aji, Komopbiü yneHunu ynpacujiu necm-
pbLMu yeemoMU, Gbiji nepenojiHeH.
KaK Bivuio H3 3thx npHMepoB, pacnpocrpaHeHHoe npnaacTHoe onpe-
jiejiemie npn iiajiiiHini y cympcTBHTejibHoro apTiiKJia (hjih BaAiciiHioipc-
ro ero MecTOimeiiiiii) ctoht MCVK/iy apTHKJieM h chmhm cymecTBHTejib-
HbiM. 11c'm öojibine noacHHTejibHbix cjiob HMeer npn ceöe iipiiHacTiie,
TeM jiajibiiie ot cymecTBHTejibHoro OTO/iBiiracTcii apTHKJib hjih 3a\ieiia-
lonjee ero MecTOHMenne.
PeKOMenqyeMbiH iiopiijOK iicpcBO/ia npn raiaix pacnpocTpaneHHbix
npnaacTHbix oiipe/iejieiiiiiix cjie/iyioiipiii:
CnepBa cjie/iyeT iiepcBCCTii cymecTBHTejibHoe c apTHKJieM hjih mocto-
HMeHHeM, 3areM Partizip I hjih II h, HaKOHen,, saBiicanpie ot iiocjie/i-
hhx noacHHTejibHbie cjioßa:
Die vor einigen Tagen in dem Laboratorium dieses Gelehrten
gemachte Entdeckung ist von großer Bedeutung für unsere
Volkswirtschaft. — Otkpmtmc, cdejiaHHoe iicckojibko aiieii
TOMy iiasa/i b jiaGopaTopini aroro yaciioro, HMeeT 6ojn>nioe
SHaneHHe juih Hamero HapojjHoro xosaiicTBa.
BcTpeaaiOTCii cjiyaaii, Kor/ia cymecTBHTejibHoe HMeeT npn ceöe KpoMe
pacnpocTpaHÖHHoro npnaacTHoro oiipe/iejieiiiiii eni,e h jipyrne, Bbipa-
SKeHHbie npnjiaraTejibHbiM hjih po/urrejiBiiBm iiajevicoM cymecTBnrejib-
Horo, hjih TeM h jipyrmi BMecre. B raiaix cjiyaaax cjie/iyeT ciiaaajia
nepeßecTH cymecTBHTejibHoe co Bceiviii ero npocTHMH oiipe/iejieiiiiHMii, a
3areM yace npnciynnTb k iiepeBO/iy pacnpocTpaHÖHHoro npnaacTHoro
onpe,aejieHH5i:
Der von den Schülern mit bunten Blumen geschmückte große Saal
unserer Schule war ganz voll. — Bojibhioh 3aji Hainen hikojibi, yupa-
uieHHbLÜ yaaniHMHCH necTpuMH HBeraMH, öbiji nepenojiHeH.
69
Übungen
1. Übersetzen Sie die nachstehenden Sätze ins Russische:
Das sich durch seine Schönheit und seine Proportionen aus-
zeichnende Gebäude der Admiralität in Leningrad ist vom Archi-
tekten Sacharow gebaut worden.
Der von den Leningradern während der Blockade über das
Eise des Ladoga-Sees gelegte Weg wurde "der Weg des Lebens"
genannt.
Mehr als 40 im sowjetischen Nationalitätenstaat lebende Völker
haben erst nach der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution ihr
Schrifttum erhalten.
Der sich in die Reihen der Republikaner eingeschlichene Graf
war ein Volksfeind und Verräter seines Vaterlandes.
Marcel rannte in die von feindlichen Granaten zerstörte Mühle
und schrieb dort einen Brief an seine Eltern.
Wir sind stolz auf die von unseren Komsomolzen im Fernen Os-
ten errichtete Stadt Komsomolsk.
Millionen Tonnen von auf der Kola-Halbinsel gewonnenem hell-
grünem Mineral kommen in die Aufbereitungsfabriken und wer-
den dort von allen schädlichen Bestandteilen befreit.
In den mit Phosphor angereicherten Teichen verdoppeln die Fi-
sche ihre Größe.
Das zur Georgischen Sozialistischen Sowjetrepublik gehörende
Adsharistan liegt an der Ostküste des Schwarzen Meeres.
Der in der Nähe Batumis auf dem Grünen Kap liegende Botani-
sche Garten nimmt ein Territorium von mehr als 70 Hektar ein.
2. Analysieren Sie syntaktisch und morphologisch den vorletzten
Satz des Textes ("Nach der Demonstration wie auch...").
3. Schreiben Sie aus dem Text alle abgeleiteten Feminina aus,
ordnen Sie dieselben nach den Suffixen und übersetzen Sie die
ausgeschriebenen Substantive.
4. Ergänzen Sie folgende Sätze:
a) Die Hauptstadt der ... ist Moskau.
Die Hauptstadt von ... ist Berlin [London; Paris; Rom;
Athen (Ac^mbi); Peking]
b) Die Bevölkerung Berlins spricht.... [Londons; von Paris;
Roms; Athens; Warschaus; Prags; Tokios]
c) Schreiben Sie den Satz ab und ... Sie das Prädikat einmal
und das Subjekt zweimal.
70
Der Ural bildet... zwischen Europa und Asien.
Deutschland ist heute in zwei Teile ... .
Alle deutschen Demokraten kämpfen für ... Deutschlands
auf demokratischer Grundlage.
Alle demokratischen Jugendorganisationen schließen sich
dem ... der Demokratischen Jugend an.
... auf dem Spruchband rief zum Kampf um den Frieden auf.
Der Friedenskongreß schickte ... an Genossen Stalin.
5. Bilden Sie kurze Sätze mit folgenden Wörtern:
unterstreichen, stattfinden, eröffnen, teilnehmen, zuhören,
die Grenze, die Wahl, der Vertreter
6. Übersetzen Sie die nachstehenden Sätze, beachten Sie dabei die
fettgedruckten Redewendungen:
Der große Hund versetzte den Knaben in Schrecken.
Jener Soldat steht Schildwache.
Das Publikum bereitete den Schauspielern eine Ovation.
Die Entdeckung dieses Gelehrten ist für die Wissenschaft von
großer Bedeutung.
Ich schenke der Physik immer große Aufmerksamkeit.
In den Winterferien wollen wir vor allem viel Sport treiben.
Die Familie meines Freundes lebt nach wie vor auf dem
Lande.
7. Setzen Sie die eingeklammerten Substantive in den richtigen
Kasus (mit oder ohne Präposition):
Ich brauche (ein Bleistift).
Unsere Landwirtschaft hat in diesem Jahr (große Erfolge) erzielt.
Viele Kanäle durchziehen (dieses Land).
Ich sehe (mein Freund) fragend an.
Die Schüler hören (die Worte des Lehrers) aufmerksam zu.
Wir interessieren uns sehr (die Chemie).
Immer neue Mitglieder schließen sich (die Freie Deutsche
Jugend) an.
8. Beantworten Sie folgende Fragen:
Was fand Ende Mai 1950 in Berlin statt?
Wieviel deutsche Jugendliche versammelten sich damals in
Berlin?
Gab es unter ihnen auch Vertreter Westdeutschlands?
Zu welcher Organisation gehören die deutschen demokratischen
Jugendlichen?
71
Welche Kleidung tragen die Mitglieder der FDJ?
Welche Länder schickten ihre Delegationen zum gesamtdeut-
schen Kongreß der jungen Friedenskämpfer?
Welches Dokument wurde vom Kongreß angenommen?
Wie wurde es angenommen?
Wozu ruft das Manifest die deutsche demokratische Jugend auf?
Was schloß sich der Kundgebung an?
Wie lange dauerte die Demonstration im Lustgarten?
Was trugen die Demonstranten?
Was fand nach der Demonstration statt?
Wer nahm an den Wettkämpfen teil?
9. Übersetzen Sie ins Deutsche:
HeMeijKaa fleMOKpaTimecKaa MOJio^eacb ßoperca 3a fljinTejibHbin
Mnp, 3a oö'beflHHeHne CBoen po^uHbi, 3a MnpojnoönByio fleMOKpaTH-
uecKyio FepMaHHio. Ona c.ne/iyeT npnMepy cob6tckoh MOJiOfleacn n c
ycnexoM ßoperca TaKace 3a BbinojmeHne n nepeBbinojmeHne (die
Überbietung) HapoflHOxo3ancTBeHHoro njiana.
B KOHije Maa (Ende Mai) 1950 ro/ia CBbime 550000 npeflCTaBUTe-
.nei’i HeMeijKon Moaofleacn coöpajincb b CTOJinii,e FepMannn na (zu)
BcerepMaHCKun Konrpecc Mnpa (der gesamtdeutsche Friedenskon-
greß). Ha 3tot Konrpecc npnöbijio TaKace MHoro rocTen n3 flpyrnx
CTpan: n3 CoßeTCKoro CoK)3a, Kirraa, CTpaii napoflHon fleMOKpaTnn
n MHornx flpyrnx CTpan Eßponbi n A3hh.
Ha yjinii,ax Bepjinna b Te ^hh bcio/iv ivioaciio 6bi.no Bn^eTb cimne
6jiy3bi ujienoB Coio3a cboGoahoh hcmcijkoh MOJiofleacn, bcio/iv pa3-
^asaaca thmh ^eMOKpaTimecKon Moao^eacn. BcerepMaHCKun cjiöt
Mono^eacn npoflojiacajica narb ^nen n 3aKonanjica rpanflno3Hon
fleMOHCTpaijnen n cnopTUBHbiMH cocTa3annaMH.
§ 12
Vorübungen
1. Mustersätze:
Man soll diese Arbeit heute beenden (Infinitiv Aktiv). —
3iy paöoTy iiyaciio 3aKonanTb cero^na.
Diese Arbeit soll heute beendet werden (Infinitiv Passiv). -
3ra paGora ^ojiacna Gbitb 3aKonnena cero^na.
Übersetzen Sie folgende Sätze ins Russische:
Dieser neue Text soll ins Russische übersetzt werden.
Unser Ziel kann leicht erreicht werden.
Die Versammlung soll um 5 Uhr eröffnet werden.
72
Diese Frage muß noch gründlich besprochen werden.
Die Resultate dieses Versuchs müssen genau geprüft werden.
2. Übersetzen Sie folgende Wörter:
das Leben, die Freude — lebensfreudig; lesen — der Leser
besuchen — der Besucher; das Licht — belichten
der Stahl — stählen: durch Sport seinen Körper stählen
EIN PALAST DER WISSENSCHAFT
AUF DEN LENIN-BERGEN IN MOSKAU
Am 1. September 1953 wurde auf den Lenin-Bergen das
neue Gebäude der Moskauer Universität eröffnet.
Die Schöpfer dieses Riesengebäudes waren bemüht, in
seinem architektonischen Gesamtbild den unerschöpflichen
Reichtum der Sowjetkultur, die Größe und Schönheit der
sozialistischen Epoche zum Ausdruck zu bringen.
Im Zentrum des architektonischen Ensembles [ansäbis] er-
hebt sich das Hauptgebäude der Universität mit einem
Turm, der von einer 60 Meter hohen Spitze und einem in
den Sonnenstrahlen glänzenden Stern gekrönt wird. Wenn
man das neue Universitätsgebäude mit einem Blick umfas-
73
sen will, so muß man sich ins oberste Stockwerk dieses
Turms begeben. Soweit das Auge reicht, erstreckt sich
dann vor uns das wundervolle Panorama Moskaus. Der
Eindruck, den man vom Ausblick aus 200 Meter Höhe
erhält, kann nur schwer in Worte gefaßt werden.
Das neue Universitätsgebäude zählt 148 Hörsäle, 350
wissenschaftliche Laboratorien, 350 große Übungs- und
etwa 1000 Hilfsräume. Der Stromverbrauch der Universi-
tät gleicht dem einer Gebietsstadt von mittlerer Größe.
In der riesigen Universitätsbibliothek können 1,2 Millio-
nen Bände untergebracht werden. Mit Hilfe spezieller Auf-
züge und Förderbänder können dem Leser die von ihm
bestellten Bücher in wenigen Minuten zugestellt werden.
Die hohe luftdurchflütete Aula ist von drei Seiten mit 26
schneeweißen Säulen eingefaßt. Sie ist auf 1600 Besucher
berechnet.
Im neuen Gebäude der Moskauer Universität, in diesem
Palast der Wissenschaft, studieren tausende Jünglinge und
Mädchen aus den verschiedensten Städten und Dörfern der
Sowjetunion.
Die meisten Studenten wohnen auch hier. Jeder Student,
der die Gemeinschaftswohnung bezieht, erhält sein Zimmer.
Die Wände der Studentenzimmer sind schön tapeziert. Ne-
ben dem Arbeitstisch am Fenster steht ein kleiner Bücher-
schrank. Ferner gibt es im Zimmer einen Wandschrank,
ein Sofa, das zugleich als Schlafstelle dient, einen kleinen
Eßtisch und zwei bis drei Stühle. Durch solche Ausstattung
der Wohnräume sollen den Studenten die bestmöglichen
Studiums- und Lebensbedingungen geschaffen werden. Je
zwei Wohnstockwerke haben einen hohen, durch zwei Fen-
sterreihen belichteten Salon.
In dem neuen Universitätsgebäude gibt es auch einen
Klub. Dort ist den Studenten alles geboten, damit sie sich
erholen, vergnügen und körperlich stählen können.
Nur in unserem Sowjetlande existieren solche kolossa-
len Möglichkeiten fürs Studium. Nur bei uns stehen unse-
rer glücklichen und lebensfreudigen Jugend alle Bahnen
offen.
74
Texterläuterungen
zum Ausdruck bringen — BbipaMcaTb
soweit das Auge reicht — HacKOJibKO ivio‘>i<i io oxBaTHTb rjiasoM
in Worte fassen - nepeflasaTb cjioßaMu
dem einer Gebietsstadt = dem Stromverbrauch einer Gebiets-
stadt
je zwei Wohnstockwerke - Ka>i<;ibie ^sa mchjibix ara^ca
Merken Sie sich die Rektion:
beziehen (Akk.) — B'besMcaTb b ... , nepeesMcarb b ... ;
nocTynaTb b ...
Wir beziehen eine neue Wohnung. -
Mbi B'besMcaeM (nepees^caeM) e noeyio Keapmupy.
Mein Bruder bezieht in diesem Jahr die Universität. —
Mon 6par nociynaeT b otom ro/iy e yuueepcumem.
Grammatik
CKasyeMoe, b i>i p a jK c n n o c MOflajibHbiM
rjiarojiOM c Infinitiv Passiv.
MoflajibHbie rjiarojibi sollen, müssen, BbipaMcaiomne /io.t/kciict-
BOBanne, hjih können, dürfen, Bbipa/Kaionaie bosmomchoctb, Moryr
coueTaTbca KaK c Infinitiv Aktiv, TaK n c Infinitiv Passiv:
Wir sollen alle Befehle des Schuldirektors genau ausführen. —
Mbi dojuHCHbL tohho GbLnojiHnnib nee npnKasbi flnpeKTopa
niKOJibi (Aktiv).
Alle Befehle des Schuldirektors sollen von uns genau ausge-
führt werden. —
Bee npnKasbi ^npeKTopa niKOJibi doji,)ici wi humu mouwo
ebtnojiHnnibCFi (Passiv).
Hcxoflü H3 obnjero npasnjia obpasoBaiinu jiiobon (J)opMbi Passiv,
Infinitiv Passiv obpasyeTca n3 cooTBeTCTByjonjen (J)opMbi rjiarojia
werden, t. e. b ^aHHOM cjiyuae n3 Infinitiv esiaeojia werden +
Partizip II ocHoeuoeo ejiaeojia.
Infinitiv Aktiv
erfüllen
lesen
Infinitiv Passiv
erfüllt werden
gelesen werden
75
Infinitiv Passiv mo/kct öbitb oGpasoßan mojibwo om nepexoÖHbtx
sjiasojioe. Oöbihho oh BCTpenaeTca b coneTaHHH c MO^ajibHbiMH
rjiarojiaMH sollen, müssen, können, dürfen h nepeBO^HTca Ha pyc-
CKHH H3BIK HJIH TJiarOJIOM, 0KaHHHBai0mHMC5I Ha CH (BblHOJIHHTb-
c,h, HHTaTbca), hjih rjiarojiOM öbinib b coneTaHHH c npnnacTHeM
nponieflinero BpeMeHH CTpa^aTejibHoro sajiora (öbitb BbinojiHeH-
HbllVI, ÖblTb lipOMHTailllbllVl):
Diese Übersetzung soll schriftlich gemacht werden. —
3tot nepesofl jioji‘>i<eii öbitb c^ejiaH nncbMeHHO.
Diese Aufgabe kann sehr leicht gelöst werden. —
3rra sa^ana mo/kct öbitb peniena oneHb npocTO.
Übungen
1. Bilden Sie den Infinitiv Passiv folgender Verben:
machen bringen schaffen belichten
zuteilen bieten stählen eröffnen
2. Übersetzen Sie die nachstehenden Sätze ins Russische:
Während der Sommerferien können viele interessante Reisen
unternommen werden.
Diese Regel darf von den Schülern nicht vergessen werden.
Der neue Text soll ins Russische übersetzt werden.
Hier soll ein neuer Kanal gebaut werden.
In unserer Stadt soll eine neue Hochschule eröffnet werden.
Diese Arbeit kann schnell gemacht werden.
Der Hörsaal muß gut belichtet werden.
3. Übersetzen Sie ins Deutsche:
3tu KHHra mo/kct öbitb nojiyueHa b Hamen ÖHÖJiHOTeKe.
3tot nepeBOfl jioji/kcii öbitb c^ejiaH nncbMeHHO.
3th paöoTa /iojr;i<iia öbitb 3aKOHnena cero^Ha.
3t0 HHCbMO J10JI7KII0 ÖblTb flOCTaBJieiIO ÖbICTpO.
3th HOBaa niKOJia .qojKKHa öbitb paccaHTana Ha 600 yaeHHKOB.
4. Schreiben Sie aus dem Text heraus:
a) alle Sätze mit dem Infinitiv Passiv;
b) alle Sätze mit den erweiterten Attributen (c pacnpocTpaneH-
hbimh onpejjejieHiiHMii).
Unterstreichen Sie dieselben.
76
5. Übersetzen Sie ins Russische:
Es ist unmöglich, die Entwicklung der Sowjetwissenschaft in
einem kurzen Vortrag zu umfassen.
In der Leningrader Eremitage sind kolossale Reichtümer der
menschlichen Kultur untergebracht.
In keinem anderen Lande der Welt werden der Jugend solche
Möglichkeiten für Studium und Erholung geboten wie in unserem
sozialistischen Lande.
Soweit das Auge reicht, sieht man nichts als Wasser.
6. Bilden Sie kurze Sätze mit den Wörtern:
der Strom, der Verbrauch, beziehen, zählen, existieren,
sich erholen, berechnen
7. Finden Sie im Text Antworten auf folgende Fragen:
Was bringt das architektonische Gesamtbild des neuen Univer-
sitätsgebäudes zum Ausdruck?
Wovon wird der Turm des Hauptgebäudes gekrönt?
Auf welche Weise werden dort dem Leser die Bücher zugestellt?
Wie sehen die Wände der Studentenzimmer aus?
Wozu dient der Universitätsklub?
8. Stellen Sie noch andere Fragen zum Text.
9. Beschreiben Sie Ihr eigenes Zimmer.
§ 13
Vorübungen
1. Übersetzen Sie die nachstehenden Sätze ins Russische:
Ich habe heute keine Zeit. Wenn ich heute Zeit hätte, ginge ich
gern mit dir zusammen ins Kino (oder: ... , würde ich gern mit dir
zusammen ins Kino gehen).
Mein Freund ist nicht in Moskau. Wenn er in Moskau wäre,
käme er heute abend zu uns (oder: ..., würde er heute abend zu uns
kommen).
Mein Bruder ist krank. Wenn er gesund wäre, könnten wir den
Abend bei ihm verbringen.
Jener Schüler könnte viel besser lernen, aber er ist sehr unauf-
merksam. Wenn er etwas aufmerksamer wäre, würde er auch
nicht so viel Fehler in seinen schriftlichen Arbeiten machen.
77
2. Übersetzen Sie folgende Wörter:
offen — öffnen — die Öffnung reden — die Rede — das Reden
schwanken — die Schwankung klagen — der Kläger
ziehen — hinausziehen: eine Rede hinausziehen
AUS DER GESCHICHTE DER UHR
Nach 11 j in
Vor mehr als 2000 Jahren sind die Menschen gut ohne
Uhr ausgekommen. Am Morgen "weckte den Soldaten das
Horn, den Bürger der Hahn", wie man zu sagen pflegte;
tagsüber konnte man leicht die Zeit nach der Sonne fest-
stellen. Aber auch damals war die Uhr in manchen Fällen
unentbehrlich. Zum Beispiel konnten die Richter nicht
ohne Uhr auskommen. Um die Gerichtssitzung nicht sehr
lange hinauszuziehen, wurde jedem, der eine Rede halten
wollte, eine bestimmte Zeit zuerteilt. Zu diesem Zweck
brauchte man aber eine Uhr.
Die griechischen und die römischen Richter verwendeten
eine Wasseruhr. Es war ein Gefäß mit einer Öffnung am
Boden, aus welcher das Wasser in ungefähr V4 Stunde
ablief. Die Wasserstunden nannte man griechisch "Kle-
psydra". Laut Gesetz wurde dem Kläger, dem Angeklagten
und dem Richter die gleiche Zeit zum Reden gegeben.
Jeder von ihnen konnte 2 Klepsydren sprechen, d. h. eine
halbe Stunde.
Mit der Entwicklung der Menschheit aber wurde der
Wunsch nach Herstellung eines Instruments, das die Zeit
messen könnte, immer stärker. Um so ein Instrument her-
zustellen, mußte man die Frage lösen, was immer gleich
lange dauert. Diese Frage wurde erst im 16. Jahrhundert
unserer Zeitrechnung gelöst, und zwar durch Galilei. Gali-
lei hat festgestellt, daß bei sämtlichen Pendeln — Gewichten
an einer Schnur — die Schwankungen, wenn die Länge der
Schnur die gleiche ist, immer die gleiche Zeit dauern. Nach-
dem er seine Beobachtungen gemacht hatte, versuchte er,
den Pendel für die Uhr zu verwenden, und zwar sollte der
Pendel den Gang der Uhr regulieren.
78
Solch eine Uhr herzustellen, ist Galilei nicht gelungen; das
erreichte ein anderer Gelehrter, der Holländer Christian
Huygens [höigens].
* * *
Was für eine Bedeutung hat die Uhr in unserem Leben?
Was wäre, wenn es keine Uhren gäbe?
Stellen wir uns für einen Augenblick vor, daß morgen
sämtliche Uhren der Welt nicht mehr gehen. Was alles
würde dadurch entstehen!
Auf den Eisenbahnen würde es Katastrophen geben, da
man ohne einen Fahrplan die Züge nicht regulieren kann,
und ohne Uhr ist ein Fahrplan sinnlos.
In den Fabriken würde die Arbeit unmöglich sein, jeder
würde kommen, wann es ihm paßt: einer in aller Frühe, der
andere ganz gemütlich vielleicht um 11 Uhr.
Und in den Schulen? Der Mathematiklehrer oder der
Lehrer für Geschichte würde vielleicht anstatt 40 Minuten
140 Minuten vortragen, bis einem der Kopfe schwindelt.
Oder ihr habt Gäste eingeladen: ihr wartet auf den
Besuch, ihr glaubt eine, zwei oder drei Stunden zu warten.
Der Samowar ist schon längst still. Die Augen fallen euch
zu. Schließlich legt ihr euch schlafen, in der festen Mei-
nung, daß die Gäste nicht mehr kommen werden. Schon im
Schlaf hört ihr plötzlich ein entsetzliches Läuten und Klop-
fen an der Tür: es sind eure Gäste.
Man könnte noch vieles darüber erzählen, was alles
geschehen würde, wenn es keine Uhren gäbe.
79
Texterläuterungen
gleich lange dauern — npoflOJiMcaTbca OflHHaKOBbrii npoMeMcyroK
BpeMeHH
was alles würde ... dadurch entstehen! - nero tojibko n3-3a
□Toro He nojiyHHjiocb 6bi!
wenn es ihm paßt - Kor/ia eMy 3a6jiaropaccyflHTca
in aller Frühe — Myra cbot
ganz gemütlich — sdecb: npecnoKOHHO
die Augen fallen euch zu — y Bac cjiHnaiOTca rjia3a
in der festen Meinung — b TBep^OM yöe^KfleHHH
Merken Sie sich die Rektion:
warten auf (Akk.) - 7i<;iaTb, o/iapiaTb nero-jinöo, Koro-Jinöo (pod.
n. 6es npedsioea) Wir warten auf seinen Brief (auf unseren
Freund). — Mbi o/iapiacivi eso nucbMa (nameso dpysa).
Aber: Wir erwarten seinen Brief (unseren Freund).
Grammatik
Imperfekt Konjunktiv h Konditionalis I.
Ecjih Indikativ (H3rb$iBHTejibHoe HaKJioneHHe) nosecTByeT o
peajibHbix fleHCTBHüx, to Konjunktiv ynoTpedjiaeTca b Tex cjiy-
naax, Kor/ia roBopaiipni cmiTaeT KaKoe-jinöo fleiiCTBHe 603M03/c-
HbLM, dlCeJiameJlbHbLM, COMHUmeJlbHbLM UJIU HepeaJlbHbLM.
OyHKunn HeMepKoro Konjunktiv 3iiaMHTe.ni>iio mnpe, mcm cJdy iikiinii
pyccKoro cocjiararejibHoro iiaKJioiiciimi, oh ropaa/io öojiee paaiarr h
HMeer Bee H3BecTHbie iiavi BpeMena, MOKjy tom KaK pyccKoe cocjiarare-
jibHoe HaKJioneHHe HMeer tojibko o/uiy cjjopMy BpeMeHH, oöpasoBaHHyio
H3 iiponie/iiiiero BpeMeHH c MacTiipeii 6bi h iipiiMCiiaeiviyio b BbicKa3bi-
BailHHX, OTHOC5HH,HXC5I k juoöoMy BpeMeHH (ilaCTOSHIipMy, IipOBie/lBieiViy
hjih GyayapeMy): H euepa sameji 6bt k 6cm, ecjiu 6bt... . H cesodnn
sauieji 6bt k 6cm, ecjiu 6bt... . Hsaempa sameji 6bt k 6cm, ecjiu 6bt...
Cnanajia paccMOTpHM Imperfekt Konjunktiv, thk khk 3Ta
(JiopMa BpeMeHH b ochobhom hojihoctbio cooTBeTCTByeT pyccKOMy
cocjiaraTejibHOMy HaKJioneHHio:
Ich wäre sehr froh, wenn Sie morgen zu mir kämen. —
H öbiji 6bi oneHb pa^, ecjin 6bi Bei npninjiH ko mho saBTpa.
Wenn er das Buch hätte, gäbe er es mir natürlich. —
Ecjih 6bi y Hero öbijia 3Ta KHHra, oh, kohohho, ^aji 6bi ee MHe.
80
B flaHHbix npnMepax KaK b rjiaBHOM, TaK n b npH^aTOHHOM
npefljiOMceHHüx ynoTpeÖJien Imperfekt Konjunktiv, cjiy7i<aiii,nn
3^ecb fljm BbipaMcemm HepeajtbHoeo ycjioeun. B caMOCTOsrrejib-
hmx npefljiOMcennax Imperfekt Konj. ynoTpeÖJiaeTca KpoMe Toro:
a) fljrn Bbipa/KeiiHH HeebmojiHUMoeo (HeocyiyecmeuMoeo c hiohku
upettiut eoeopsuupeo) dtcejiauust:
Wäre ich jetzt zu Hause! — Bbiji 6bi h ceimac ^OMa!
Könnte ich so gut schwimmen wie er! — Ecjih 6bi h Mor TaK
xopomo njiasaTb, KaK oh!
6) fljm BbipaMceHim &03M03tcH0cmu: Du könntest viel besser
arbeiten! — Tbi mot 6bi paöoTaTb ropas^o Jiynnie!
b) e HeyeepeHHbcx ebtCKasbreaHunx:
Vielleicht wäre es besser, unseren Freund zu besuchen? —
MoMceT, 6bi.no 6bi jiyume iiaBOCTHTb iiamero /ipyra?
Ich möchte Ihnen etwas erzählen. — H xotoji 6bi BaM koo-hto
paccKasaTb.
OßpasoBamie Imperfekt Konjunktiv:
Imperfekt Konjunktiv oöpasyeTca ot ocHoebt Imperfekt Indikativ
flOÖaBjieHneM cyc[)c|3iiKca -e bo Bcex jmpax n nnc.nax n yjvtjiayina
KopneBbix rjiacHbix a, o, u; jmuHbie OKOimaiimi rjiarojiOB TaKne
7i<e, kuk b Indikativ: er kam — er käm-e (oh npmneji 6bi);
du ging-st - du ging-e-st (tbi noineji 6bi) usw.
CnpasKeHne rjiarojiOB b Imperfekt Konjunktiv
Infinitiv: Imperfekt: CAAEblE sagen sagte C M A b H bl E MOAAAbHblE BCnOMOTATEAbHblE
kommen kam gehen ging können konnte mögen mochte haben hatte sein war werden wurde
ich sagte käme ginge könnte möchte hätte wäre würde
du sagtest kämest gingest könntest möchtest hättest wärest würdest
er sagte käme ginge könnte möchte hätte wäre würde
wir sagten kämen gingen könnten möchten hätten wären würden
ihr sagtet kämet ginget könntet möchtet hättet wäret würdet
sie sagten kämen gingen könnten möchten hätten wären würden
Imperfekt Konjunktiv cjiaäbtx ejiaeojioe, a TaK^ce MO^ajibHbix
rjiarojiOB wollen n sollen, nocKOJibKy ohh He nojiynaiom Umlaut,
nojiHOCTbio coBna^aeT c Imperfekt Indikativ 3thx rjiarojiOB, n ero
saMeHaeT Konditionalis I (ycjiOBHoe HaKJiOHeHne).
O6pa3OBaHne Konditionalis I:
Imperfekt Konjunktiv werden (würde) + Infinitiv ocHoeuoeo ejtaeojia
81
HanpnMep, bmocto Imperfekt Konjunktiv ich lernte, nnneM ne
OTjmnaionterocii ot Imperfekt Indikativ 3Toro marojia, c.ne/iyeT
CKasaTb: ich würde lernen (h CTaji 6bi ynnTbca); bmocto ihr frag-
tet - ihr würdet fragen (bbi cnpocnjm 6bi) n t. fl.
Bhh/iv Hajinana b homopkom 5i3biKe öojibinoro KOjmaecTBa cjiaöbix
rjiarojiOB h Bbi3BaHHoro 3thm aacroro iipmieiieiiiui Konditionalis I b
KanecTBe 3aviem>i Imperfekt Konjunktiv, 3to HaKJionenne crajio no
anajiornn npinieii5rri>C5i 'raiwice h jijih 3aivieiii>i Imperfekt Konjunktiv
cnjibHbix rjiarojiOB, t. e. thm, r/ie ero npHMenenne ne Bbi3Bano cob-
iia;ieiineivi cjjopivi Konjunktiv h Indikativ.
TaK, nacTO ynoTpeÖJisieTCsi:
BMecTO ich käme — ich würde kommen (a npmneji 6bi),
BMecTO ich ginge - ich würde gehen (51 nomeji 6bi) h t. fl.
Konditionalis I ynoTpeöJisieTcsi jiuuib e sjiaenoM npedjiodiceauu,
b npn^aTOHHOM ace npefljioacennn oöhhho ne BCTpenaeTca:
Wenn ich heute abend Zeit hätte, würde ich Sie besuchen. -
Ecjih 6bi y moim cero/1.1151 BenepoM öbuio BpeMsi, 51 6bi Bac HaBecTHji.
Wenn er gesund wäre, käme er in die Schule (würde er in die Schule
kommen). — Ecjih 6bi oh 6bui 3flopoB, oh npmneji 6bi b niKOJiy.
Übungen
1. Konjugieren Sie folgende Verben zuerst im Imperfekt Indikativ
und dann im Imperfekt Konjunktiv:
haben, sein, werden, sprechen, bleiben, müssen, wissen, fragen
2. Schreiben Sie aus dem Text alle Sätze aus, welche a) Imperfekt
Konjunktiv und b) Konditionalis I enthalten.
3. Übersetzen Sie folgende Sätze ins Russische:
Wenn wir unsere Sommerferien zusammen verbringen könnten,
wäre ich sehr zufrieden.
Wenn es nicht so spät wäre, blieben wir gern länger bei euch.
Wenn du nach Leningrad fahrest, könntest du dort meinen
Bruder besuchen.
Wenn ich nicht so große Eile hätte, würde ich auf Sie warten.
Wenn Sie nach Moskau kämen, würde ich Ihnen gern alle
Sehenswürdigkeiten unserer Hauptstadt zeigen.
Ich würde Ihnen sehr dankbar sein, wenn Sie mir die Adresse
dieses Arztes mitteilen könnten.
Mein Freund würde gern mit uns zusammen nach Batumi fah-
ren, wenn er Urlaub bekäme.
Wenn der Wind nicht so stark wäre, würden wir das andere Ufer
viel schneller erreichen.
82
4. Ersetzen Sie in den ersten zwei Sätzen der Übung 3 in den Haupt-
sätzen das Imperfekt Konjunktiv durch den Konditionalis I.
5. Setzen Sie die eingeklammerten Verben in den Konjunktiv oder in
den Konditionalis und übersetzen Sie die nachstehenden Sätze:
Wenn du in einer halben Stunde (zurückkommen), ... ich auf dich
(warten).
Wenn du jetzt Zeit (haben), ... wir in den Wald gehen (können).
Wenn Paul gesund (sein), ... er in die Schule (kommen).
Wenn die Arbeit schneller (gehen), ... ich sie schon heute (beenden).
Wenn ich die Arbeit heute (beenden), ... ich morgen aufs Land
(fahren).
Wenn dieser Genosse besser deutsch (sprechen), ... er uns (ver-
stehen).
6. Übersetzen Sie die nachstehenden Sätze ins Russische:
Die erste Uhr war eine Pendeluhr. Unter einem Pendel versteht
man ein Gewicht, das an einer Schnur befestigt ist und sich frei
bewegen kann. Die Bewegungen eines Pendels nennt man Schwan-
kungen.
Russische Gelehrte haben viele wichtige Gesetze entdeckt.
Das Gesetz von Mendelejew lautet, daß die verschiedenen Eigen-
schaften eines chemischen Elements eine Funktion seines Atom-
gewichts sind.
Unser Lehrer trägt heute im biologischen Zirkel über die Lehre
Mitschurins vor. Laut der Lehre Mitschurins können verschiedene
Obstsorten auch im hohen Norden ausgezeichnet gedeihen. Es gibt
manche Apfel- und Birnensorten, die dort schon längst gezüchtet
werden. Zu diesem Zweck werden nur frostbeständige Obstsorten
verwendet.
7. Bilden Sie von den nachstehenden Verben Substantive männ-
lichen, weiblichen und sächlichen Geschlechts und übersetzen Sie
dieselben ins Russische (siehe Muster):
beobachten, erzählen, empfehlen, gründen, messen
Muster: sammeln der Sammler coönpaTejib, KOJiJieKpnoHep
die Sammlung coöpanne, KOJUieKijmi
das Sammeln cöop, co6npanne (nponecc)
8. Übersetzen Sie folgende Sätze ins Russische:
a) Im Sommer pflege ich recht früh aufzustehen.
Ich pflege zum Frühstück ein Glas Milch zu trinken.
Diese Familie pflegt den Sommer im Süden zu verbringen.
83
Mein Freund pflegt jeden Sonnabend ins Theater oder ins
Kino zu gehen.
A b e r: Die Mutter pflegt ihr Kind. Der Gärtner pflegt seine Blume.
b) Am ersten Juni werde ich abreisen.
Erst werde ich meinen Bruder in Kiew besuchen und dann
nach Odessa fahren.
Es ist erst 11 Uhr.
Die Sommerferien werden erst Ende Mai beginnen.
A b e r: Ich bin nur eine halbe Stunde bei meinem Freund geblieben.
9. Ersetzen Sie die fettgedruckten Wörter durch Synonyme:
Der Maiparade schloß sich eine Demonstration der Werktä-
tigen an.
Mein Vater ist gestern abgereist. In einer Woche werde ich
ebenfalls abreisen.
Am Horizont erschien plötzlich ein Schiff.
Geben Sie mir bitte ein Blatt Papier.
Der kleine Heine sah die französischen Grenadiere mit ihren
heiteren Gesichtern in Düsseldorf einmarschieren.
Aus meinem Fenster sehe ich viele Autos vorbeifahren.
In dem Hause gegenüber wohnt ein hervorragender Gelehrter
nebst seiner Familie.
Wir werden unsere letzte Reise nie vergessen.
Ich bin gewohnt, zu meinem Frühstück ein Glas Kaffee zu
trinken.
Wir vernahmen plötzlich das Krachen der Granaten, welche
alle hinter dem Hügel einschlugen.
Dieses Zimmer hat ganz winzige Fenster.
10. Übersetzen Sie ins Russische:
Alles geht seinen normalen Gang.
Am Eingang in den Park traf ich meinen Freund.
Im Sommer arbeiten die Bauern auf dem Felde vom Sonnen-
aufgang bis zum Sonnenuntergang.
Die Sommerferien sind sehr schnell vergangen.
Auf der Straße ist etwas vorgegangen.
Die Sonne geht im Osten auf.
Im Juni geht die Sonne sehr spät unter.
Wir wollen auf das andere Ufer übergehen.
"Ein Gespenst geht um in Europa — das Gespenst des Kommu-
nismus" (Aus dem "Manifest der Kommunistischen Partei" von
Marx und Engels).
84
11. Beantworten Sie folgende Fragen:
Wozu dient eine Uhr? Wozu brauchten die griechischen und die
römischen Richter eine Uhr? Was für eine Uhr war das? Wie sah
eine solche Uhr aus? Was für einen Versuch machte Galilei?
Wer wird als Erfinder der Uhr genannt?
§ 14
Vorübung
Übersetzen Sie folgende Wörter:
verfolgen — der Verfolger: Der Mann rettete sich vor seinen Ver-
folgern. unterdrücken — die Unterdrückung: Wir kämpfen
gegen die Unterdrückung von Völkern durch andere Völker.
dauern — dauerhaft: Wir kämpfen für einen dauerhaften Frieden.
Aufgabe: Übersetzen Sie den nachstehenden Text schriftlich
zu Hause.
FÜR DEN FRIEDEN!
Ein Brief Bernhard Kellermanns an die Redaktion der Zeitung
"Für dauerhaften Frieden, für Volksdemokratie"
Bernhard Kellermann (1879 — 1951)
begann seine Tätigkeit als bürgerlicher
Schriftsteller. Während der Hitlerdikta-
tur blieb Kellermann in Deutschland, hat
es aber die ganzen zwölf Jahre vermieden,
seine Feder in den Dienst des "Dritten
Reiches" zu stellen. Nach dem Zusam-
menbruch des faschistischen Systems
schaltete sich Kellermann als aufrichti-
ger Demokrat in den Wiederaufbau der
Kultur des deutschen Volkes ein.
Eine neue Epoche hebt für die Menschheit an! Die Skla-
venwirtschaft im alten Rom hörte eines Tages auf, die
grauenvolle Inquisition mit ihren Folterwerkzeugen und
ihren Scheiterhaufen, auch sie erstickte endlich in Blut und
Qualm, die Hexenprozesse verschwanden, und einmal gab
es keine Leibeigenschaft mehr. Es werden zweifellos auch
die heutigen Formen der Ausbeutung und Unterdrückung
des Volkes verschwinden. Sollte es da zu kühn sein anzu-
85
nehmen, daß es eines Tages auch keine Kriege mehr geben
wird? Daß die Kriege verschwinden werden, wie Cholera
[kölera] und Pest verschwanden?
Es gibt nur noch einen, aber furchtbaren Feind der
Menschheit: das ist die Kriegsindustrie! Es gibt Leute, die
diese grauenvolle und gewissenlose Kriegsindustrie aufge-
baut haben.
Sie machen aus dem Kriege ein Geschäft! Sie sehen
nicht die Massengräber, die vernichteten Städte, die bluti-
gen Schlachtfelder, das Heer der Krüppel und Blinden, die
zerfleischten Leiber der Frauen und Kinder, sie erblicken
nichts als die blühende Konjunktur ihrer Kriegsindustrie
und freuen sich ohne jedes Gewissen über die Gewinne, die
sie dabei einziehen. Sie ahnen nicht, daß ihre Hände mit
Blut besudelt sind, schlimmer als die eines Mörders!
Diese Kriegsindustriellen, besonders die amerikani-
schen, sind Förderer und Anstifter der Kriege, und ihnen
gilt in erster Linie unser Kampf, unser Kampf bis aufs
Messer!
Sie sind an die Stelle der eroberungsgierigen Könige ge-
treten, an die Stelle der abscheulichen Henker und Würger
der Inquisition, an die Stelle der grausamsten Sklaven-
händler und Hexenverfolger. Ihre Stunden aber sind ge-
zählt! Die Völker haben sich geändert!
Verachtung und Fluch von vielen Millionen treffen die
Kriegsindustriellen. Die Völker, niedergehalten durch Knu-
te und Maschinengewehre, sind heute mündig geworden.
Sie fürchten heute nicht mehr die Gefängnisse. Sie schwei-
gen nicht mehr. Tag und Nacht gellt ihr Schrei nach Frie-
den durch die Welt. Was wollen die tausende Kriegsindu-
striellen, was will dieses erbärmliche Häufchen tun gegen
diesen Schrei von Hunderten von Millionen? Was wollen
die Feinde der Menschheit tun gegen die Forderung von
Wahrheit und Gerechtigkeit der vielen hundert Millionen
der Welt, gegen ihren aktiven Kampf für den Frieden?
Auch die Kriegsindustrie wird eines Tages ihre Pforten
schließen müssen, die Friedens welle, die um die Erde geht,
wird sie dazu zwingen.
86
Texterläuterungen
und einmal gab es keine Leibeigenschaft mehr — h b o^hh
npeKpacHbin ^eHb nepecrajio cynjecTBOBaTb KpenocTHoe npaßo
sollte es da zu kühn sein = wäre es da zu kühn
sie machen aus dem Kriege ein Geschäft - ohh cneKyjmpyioT
na bohho
ohne jedes Gewissen - 6es saspeHHa cobocth
Gewinne einziehen — nojiyuaTb /ioxo/ibi
unser Kampf gilt ihnen — Hama öopböa HMeer b bh/iv hx (otho-
chtch k hhm)
in erster Linie — b nepByio onepe^b
der Kampf bis aufs Messer - öopböa He Ha mchshh, a Ha CMeprb
die Völker, niedergehalten durch Knute und Maschinenge-
wehre = die Völker, die durch Knute und Maschinengewehre
nieder gehalten wurden, ...
Was wollen die tausende Kriegsindustriellen, was will... -
3^ecb h flajiee MOflajibHbiH rjiaroji wollen ynoTpeÖJieH b 3Hane-
hhh können
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sich freuen über (Akk.) — pa^OBaTbca (neMy-jinöo nivieioiHeiviycH,
dam. n.)
Der Lehrer freute sich über die guten Resultate unserer letzten
Kontrollarbeit. —
y^HTejib pa^osajica xopomuM pesyjibmamaM Hamen nocjie^Hen
KOHTpOJIbHOH paÖOTbl.
sich freuen auf (Akk.) - pa^OBaTbca (neMy-jmöo 3apanee, d. n.)
Wir freuen uns auf die nahen Sommerferien. —
Mbi pa^yeMca iipnö.nn/KaioiiaiMCM jiothhm KaHHKyjiaM.
Übungen
1. Übersetzen Sie die nachstehenden Sätze ins Russische:
Die Kolonialvölker kämpfen gegen ihre Ausbeutung durch die
imperialistischen Staaten.
Das Leben stellt an uns immer neue Forderungen.
Die Delegierten des Kongresses legten Blumen auf das Grab des
unbekannten Soldaten.
Der Feind ahnte nichts von der nahen Gefahr.
In Leningrad will ich in erster Linie die berühmte Eremitage
besichtigen.
87
In der Mitte des Hofes lag ein großer Haufen Steine.
Im Hitler de utschland wurden die Bücher aller progressiven
Schriftsteller auf Scheiterhaufen verbrannt.
In dieser Fabrik werden verschiedene Werkzeuge hergestellt.
Die Küche war voll Qualm.
Der Hund sah gierig nach dem Fleisch.
Das Wetter war gestern abscheulich.
Die Lage des Kranken war recht schlimm.
Dieser Mensch hat ein reines Gewissen.
2. Übersetzen Sie folgende Substantive und bestimmen Sie, von
welchen Adjektiven sie abgeleitet sind:
die Wahrheit, die Gerechtigkeit, die Gewissenlosigkeit,
die Dauerhaftigkeit
3. Bilden Sie Substantive mit den Suffixen -heit oder -keit von fol-
genden Adjektiven und übersetzen Sie die gebildeten Substantive:
grausam, selten, dumm, neu, fruchtbar, kühn, gleich,
lebhaft, notwendig, deutlich, wirklich, aufrichtig
4. Bilden Sie kurze Sätze mit den Wörtern:
vermeiden, einschalten, die Wahrheit, aufrichtig, grausam
5. Suchen Sie im Text alle Epitheta auf und übersetzen Sie dieselben
zusammen mit den Substantiven, zu denen sie gehören.
6. Setzen Sie die eingeklammerten Wörter in den richtigen Kasus
(mit oder ohne Präposition):
Unser Land verfügt (ungeheure Reichtümer).
Der Arzt entriß den Kranken (der Tod).
Unser Freund läßt lange (sich) warten.
Wir erwarten (er) schon seit drei Uhr.
Unser Lehrer freut sich (unsere Erfolge).
Wir freuen uns (die bevorstehende Reise).
7. Lernen Sie den Text mit Ausdruck lesen.
§15
Vorübungen
1. Übersetzen Sie folgende Sätze ins Russische:
a) Der Vater sagte seinem Sohn: "Du kannst deinen Freund
besuchen, aber du sollst nicht zu spät nach Hause zurückkehren".
88
— Der Vater sagte seinem Sohn, daß er seinen Freund besuchen
könne, aber nicht zu spät nach Hause zurückkehren solle (Prä-
sens Konjunktiv).
Der Lehrer fragte meinen Nachbar: "Haben Sie die Aufgabe
richtig gelöst?" — Der Lehrer fragte meinen Nachbar, ob er die
Aufgabe richtig gelöst habe (Perfekt Konjunktiv).
Wir fragten die Lehrerin: "Wird unsere Klasse die Kontroll-
arbeit morgen schreiben?" — Wir fragten die Lehrerin, ob unsere
Klasse die Kontrollarbeit morgen schreiben werde (Futurum
Konjunktiv).
b) Der Arzt sagt, daß meine Schwester schon ganz gesund sei
(ist). - Der Arzt sagt, meine Schwester sei schon ganz gesund.
Er meint, daß sie die Schule schon wieder besuchen könne
(kann). — Er meint, sie könne die Schule schon wieder besuchen.
2. Übersetzen Sie die nachstehenden Wörter ins Russische:
krank — die Krankheit; zeichnen — aufzeichnen
brennen — niederbrennen: Der Feind hat viele Dörfer niederge-
brannt. laufen - ablaufen: Die Zeit ist schon abgelaufen,
der Ablauf: nach Ablauf einer Woche; fahren — abfahren
geläufig: Dieser Genosse spricht geläufig Deutsch.
DER GÜRTEL
Nach W. Kawerin
"Die deutschen Faschisten lassen Ruinen hinter sich”,
sagte mein Freund. "Aber wenn ich durch die Straßen der
zerstörten Städte gehe, denke ich nicht an diese Steine, die
einmal Häuser waren. Neue herrliche Gebäude werden an
Stelle der alten entstehen. Ich denke an die Menschen.
Ich habe Ihnen, glaub’ ich, die Geschichte des Professors
Sneshkow erzählt?" — "Nein".
"Das war ein bekannter Gelehrter, ein Bakteriologe, der
eine ganze Welt mikroskopischer Lebewesen entdeckt hat-
te. Als die Deutschen die Stadt besetzten, lag er krank und
konnte nicht abreisen. Nach Ablauf einer Woche hielt ein
Personenwagen vor seinem Hause, ein Mann in Zivil kam
die Treppe hinauf und fragte in geläufigem Russisch, ob er
Sneshkow sehen könne.
89
Das Gespräch war kurz. Eine halbe Stunde später fuhr
der Wagen ab, und der Professor rief seine alte Tante ins
Zimmer.
— Die Deutschen wollen mich zur Arbeit nach Deutsch-
land schicken. Seien Sie so gut und nähen Sie mir einen
Gürtel.
— Was für einen Gürtel?
— Ich werde ihn sofort aufzeichnen.
Und der Professor zeichnete auf einem Blatt Papier
einen Gürtel mit einer Menge kleiner Täschchen auf.
Den Rucksack packte er selbst. Sobald es dunkel wurde,
ging er in sein Laboratorium. Er nahm die Reagenzgläser
mit den wertvollen Mikrobenkulturen und steckte sie in
den Gürtel. Was für Kulturen das waren, weiß ich nicht,
aber ich weiß, daß er an einigen von ihnen schon mehrere
Jahre gearbeitet hatte und vor einer Entdeckung stand, die
die Menschen für immer von einer der schlimmsten epide-
mischen Krankheiten erlösen sollte.
Als er zurückkam, legte er mit Hilfe der Tante den Gür-
tel an und sagte, daß er den Deutschen versprochen habe,
seine Antwort morgen zu geben. Falls sie morgen kommen,
erklären Sie bitte, ich sei krank.
Spät nachts ging er aus dem Haus. Sein Plan war ein-
fach: er wollte Anschluß an die Partisanen suchen und mit
ihrer Hilfe den kostbaren Gürtel hinter die Frontlinie
schicken.
In dieser Nacht kam er nicht weit, denn sein Herzleiden
ließ sich bald spüren. Im Morgengrauen legte er sich in ein
Weizenfeld und schlief ein.
In der nächsten Nacht erreichte er ein ihm bekanntes
Dorf. Er konnte es aber nicht erkennen, denn das Dorf war
offenbar erst vor kurzem niedergebrannt. Stellenweise
stieg noch leichter Rauch von den verkohlten Balken auf.
Er mußte weiter. Aber wohin?
Und nun begann seine Irrfahrt. Tausend Gefahren lauer-
ten auf seinem Weg, aber er ging vom Sonnenuntergang bis
zum Morgengrauen — immer nach Osten, wo das Leben war.
90
Er fühlte eines Tages, daß sein Weg nun zu Ende gehe.
Und er erschrak. Er erschrak aber nicht, weil er vielleicht
im tiefen Wald ganz allein liegen werde und niemand seine
Augen schließen werde. Er erschrak, weil mit ihm auch
sein Werk untergehen sollte, das die Menschen brauchten.
Von jetzt an verbarg er sich nicht mehr und betrat am
Tage ein großes Dorf. Dort erfuhr er, daß das Krankenha-
us noch stehe und die Ärztin Patienten empfange.
"Guten Tag, Doktor" sagte er, als endlich die Reihe an
ihn kam und er in ein Zimmer trat, in dem eine kleine Frau
in weißem Kittel saß.
"Guten Tag! Woher kommen Sie?"
"Von weither", sagte der Professor und setzte sich. "Ich
habe eine Bitte an Sie, Doktor. Ich kenne Sie zwar nicht,
aber Sie sind Russin und Arzt, und das ist genug. Es han-
delt sich um folgendes ..."
Am Abend saß er in ihrem sauberen Zimmer und erzähl-
te — erzählte ohne Aufhören.
Doktor Klitina meinte, er solle einige Tage bei ihr ver-
bringen. Das war sehr gewagt, denn die Faschisten über-
wachten sie. Der Professor sagte, er möchte seinen Gürtel
bei ihr zurücklassen und selber weiterwandern. Und es
wurde beschlossen, dies bei Gefahr zu tun.
Eines Nachts erwachte er im Schuppen; er lag mehrere
Minuten mit geschlossenen Augen und horchte. Er hörte
ein Rascheln und Flüstern ganz in der Nähe, gleich hinter
der Wand, im Hof.
Er erhob sich. Es wurde leise ans Fenster geklopft. Die
Ärztin trat mit einer Kerze in der Hand in den Vorraum.
Sie fragte: "Wer ist da?"
Und ehe die Leute vom Hof eine Antwort gaben, hatte er
verstanden, daß sie seinetwegen gekommen waren. Ohne
jede Hast nahm er den Gürtel ab. Er legte vorsichtig den
Gürtel auf den Boden, stellte einen zerbrochenen Kutsch-
bock davor und warf alles darauf, was ihm unter die Hand
kam. Dann ging er.
Die Faschisten, die in ihm einen hervorragenden Parti-
san vermuteten, brachten ihn nach Orjol. Drei Monate
91
lang lag er in einem schmutzigen Keller mit anderen ster-
benden Russen. Dort wurde er von uns gefunden. Er lebte
noch, als wir ihn auf unseren Händen aus dem Keller ins
Krankenhaus trugen. Das erste, was er sagte, als er zum
Bewußtsein kam, war der Name des Dorfes, wo er seinen
Gürtel zurückgelassen hatte. Der Gürtel wurde gefunden
und ihm durch einen Sonderkurier gebracht.
Als er starb, hinterließ er seinen Schülern genaue An-
weisungen für die Fortsetzung der Forschungsarbeiten.
Vor seinem Tode erzählte er alles, was Sie soeben von mir
gehört haben...”
Texterläuterungen
in Zivil — b niraTCKOM (njiarbe)
in geläufigem Russisch - 6er.no (cboöo^ho) no-pyccKn, na pyc-
CKOM 5I3bIKe
Anschluß suchen an ... — nbiTaTbca ycTanoBUTb CB$i3b c ...
sein Herzleiden ließ sich spüren - ero 6ojie3Hb cep^na ^aßajia
ceöa ayBCTBOBaTb
die Reihe kam an ihn — onepe^b ^onijia pp Hero (nacTynnjia ero
oaepe^b) von weither - H3^ajieKa
es handelt sich um ... - penb h^öt (ae.no h/ict) o ...
unter die Hand kommen — nona^arb iio/i pyKy
zum Bewußtsein kommen — npnxo^HTb b co3Hanne
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denken an (Akk.) — ayiviaTb o kom-jihöo, o höm-jihGo
Ich denke oft an meinen Freund. - H nacTO ayiviaio o ceoeM dpyee.
betreten (Akk.) - exo/ihte e ... (suh. nadele c npedjioeoM)
Der Lehrer betrat die Klasse. — Vmnrejib Bomeji e KJiacc.
überwachen (Akk.) — cjic/ihti. 3a kom-jimöo, neM-jmöo (nie. n. c
npedjioeoM)
Der Direktor überwachte die Ausführung seines Befehls. —
XtnpeKTop npocjie^nji 3a ebinojiHeuueM CBoero npnKa3a.
Grammatik
1. Präsens Konjunktiv oßpasyeTCH ot ochobbi Infinitiv
rjiarojia ^oöaBjieHneM cyc[)c|3nKca -e n jihhheix OKOimaiinn no
Tnny Imperfekt, (fjiaroji sein ne npnnnMaeT cytjxjjHKca -e.)
Kopueecm ejiacuan b Präsens Konjunktiv Hunoeda He MeHnemcn.
92
CnpmKeHkie marosiOB b Präsens Indikativ ki Präsens Konjunktiv werden
hab e n sein
ich habe habe bin sei werde werde
du hast habest bist sei(e)st wirst werdest
er hat habe ist sei wird werde
wir haben haben sind seien werden werden
ihr habt habet seid seiet werdet werdet
sie haben haben sind seien werden werden
k ö n n e n g_e_ ben f a h r e n
ich kann könne gebe gebe fahre fahre
du kannst könnest gibst gebest fährst fahrest
er kann könne gibt gebe fährt fahre
wir können können geben geben fahren fahren
ihr könnt könnet gebt gebet fahrt fahret
sie können können geben geben fahren fahren
OöpasoBaHne Perfekt Konjunktiv:
Präsens Konjunktiv haben / sein + Partizip II ocnoBHoro rjiarojia
PERFEKT INDIKATIV: er hat gelernt, er ist gekommen usw.
PERFEKT KONJUNKTIV: er habe gelernt, er sei gekommen usw.
ObpasoBanne Futurum Konjunktiv:
Präsens Konjunktiv werden + Infinitiv ocnoBHoro rjiarojia
FUTURUM INDIKATIV: du wirst lernen usw.
FUTURUM KONJUNKTIV: du werdest lernen usw.
Kan euÖHO U3 npueedeHHbtx maöjiuu,, MHoeue (ßopMbi Konjunktiv
u Indikativ coenadaiom.
2. Konjunktiv b kocb6hhoh penn h k o c b e h-
hom Bonpoce (b npn^aTOUHbix npe^jiOMcenax).
Ecjih CKa3yeMoe kocbohhoh penn BbipaMcaeT ^encTBiie, OTHOcameeca
a) k iiacToaiHeiviy BpeMenn, to ynoTpeöaaeTca Präsens Konj.
6) k npome^nieMy BpeMenn, to ynoTpeöaaeTca Perfekt Konj.
b) k öy/iyiHCiviy BpeMenn, to ynoTpeöaaeTca Futurum Konj.
II p h m e p bi:
a) Mein Freund sagt: "Ich kann dir dieses Buch nur für einen
Tag geben" (Präsens Indikativ). - Moh /ipyr tobopht: "H Mory juite
Tebe 3Ty KHnry tojibko na o^hh flenn".
93
Mein Freund sagt, daß er mir dieses Buch nur für einen Tag
geben könne (Präsens Konjunktiv). - Mon /ipyr roßopuT, hto oh
mo/kct ^aTb MHe 3Ty KHnry tojibko Ha o^hh flem.
6) Der Vater fragt seinen Sohn: "Wo warst du so lange?"
(Imperfekt Indikativ). - Oren, cnpaniHBaeT CBoero Cbina: 'T^e tbi
Gbiji TaK flojiro?"
Der Vater fragt seinen Sohn, wo er so lange gewesen sei
(Perfekt Konjunktiv). - Oren, cnpaniHBaeT CBoero China, r/ie oh Gbiji
TaK flojiro.
b) Ich frage meinen Nachbar: " Wirst du bald nach Hause
gehen?" (Futurum Indikativ). - H cnpamnBaio CBoero coce^a: "Tbi
CKopo non^enib ^omoh?"
Ich frage meinen Nachbar, ob er bald nach Hause gehen
werde (Futurum Konjunktiv). - H cnpamnBaio CBoero coce^a,
CKopo jih oh non^ÖT aomoü.
•St St St
B cjiynae coBna^eHna c]jopivi KOirbioiiKTnna n nn^HKaTHBa yno-
TpebjunoTca:
a) BMecTO Präsens Konj. — Imperfekt Konj.
6) BMecTO Perfekt Konj. — Plusquamperfekt Konj.
b) BMecTO Futurum Konj. — Konditionalis I
H p n m e p bi:
a) Ich frage meinen Freund, ob er Eile habe (Präsens Konjunk-
tiv). - H cnpamnBaio Moero ^pyra, cneninT jih oh.
Ich frage meine Freunde, ob sie Eile hätten (Imperfekt Konjunk-
tiv, t. k. Präsens Konjunktiv haben coBna^aeT c Präsens Indikativ).
- H cnpamnBaio mohx ^pysen, cneniaT jih ohh.
6) Der Lehrer fragt den Schüler, ob er die Aufgabe vorbereitet
habe (Perfekt Konjunktiv). - Ymrrejib cnpaniHBaeT ynennKa, npn-
totobhji jih oh sa^anne.
Der Lehrer fragt die Schüler, ob sie die Aufgabe vorbereitet
hätten (Plusquamperfekt Konjunktiv, t. k. Perfekt Konjunktiv
vorbereitet haben coBna^aeT c Perfekt Indikativ). - Ymrrejib
cnpaniHBaeT ynennKOB, npnroTOBnjin jih ohh sa^anne.
b) Mein Bruder schreibt, daß er bald nach Moskau zurück-
kehren werde (Futurum Konjunktiv). - Mon 6paT nnmeT, hto oh
CKopo BepHÖTCH b MocKBy.
Meine Eltern schreiben, daß sie bald nach Moskau zurückkeh-
ren würden (Konditionalis I, t. k. Futurum Konjunktiv zurück-
94
kehren werden coBna^aeT c Futurum Indikativ). - Mon po^HTejin
nnmyT, hto ohh CKopo BepHyrca b MocKBy.
XtonojiHHTejibHbie iipuja'roMiibic iipc/iJiovKciiiiii, Bbipancaioiipic koc-
Bemiyio peMi>, bbojuitcii cok)3om daß (umo), a BbipavKaioiipie kocbohheih
Bonpoc C01030M ob (jiu), a TaiGKe bcomh BonpocnTejibHO-OTHOCHTejib-
HblMH MeCTOIlMemiHMII H IiapC'MH5IMH (CM. IipIIMC'PBI BbHIie).
IIpHMenaHHe. KpoMe kocbohhoh penn Konjunktiv yno-
TpeÖjmeTca TaK^ce b npn^aTOHHbix npe^jiOMcennax, saBncaipnx ot
TaK HasbiBaeMbix cyG^eKTHEHbix rjiarojiOB, Bbipa/Kaioipnx MHenne
hjih npe^nojioMcenne: denken (nyMaTb), meinen, glauben (nojia-
raTb), behaupten (yTBep>i<;iaTb) h jip. :
Er behauptet, daß er mit seiner Arbeit schon fertig sei. -
Oh yTBep:>K,qaeT, mto oh y‘>i<e saKomiHji cboio paöoTy.
Cjie/iyeT 3a\icvrirrb, hto b cobpomohhom iicmcpkom iibbikc bcö aaipe
BCTpeaaiorcii cjiyaaii ynoTpeÖJieHHH b kocbohhoh penn cjiopM Indikativ
BMecTO Konjunktiv.
3. BeccoK)3HaH KOCBeHHaa pent.
B flonojiHHTejiBHbix npH^aTOHHbix npe^jioMceHHax, BbipaMcaio-
m,Hx KOCBeHHyio penn, cok)3 daß mo/kct Gbitb oiiyipeii. B stom
cjiynae nopridon cjioe e hux manoü ,)/ce, kok e esiaewoM npedjuwce-
HUU, H e^HHCTBeHHBIM (|)OpMaJIbHbIM HpH3HaK0M HOflMHHeHHH HB-
jiaeTca ynoTpedjieHHe Konjunktiv.
TaKHM oöpa3OM, bmocto: Mein Freund sagt, daß er alle Prü-
fungen ausgezeichnet bestanden habe (hjih: bestanden hat)
M03KH0 CKa3aTb: Mein Freund sagt, er habe alle Prüfungen
ausgezeichnet bestanden. - Moh ^pyr roBopnT, hto oh Bee 3K3a-
M6HBI c^aji OTJIHHHO.
Onymenne coiosa b KOCBeHHon penn HepejiKO npaKTHKyeTCu h b pyc-
ckom n3biKe: Moh jipyr roBopnr, iioro/ia CKopo hsmohhtch.
4. C o io 3 ehe (npe.)icde hom), bbo^5hh,hh npn^aTOHHoe b p e-
m e h h, yKa3bißaeT Ha to, hto coGbrrne, 3aKJiioneHHoe b rjia-
bhom npe,n;jio:>KeHHH, onepe^caeT coGbnne, yKa3aHHoe b npH^aTO-
hhom npe^jioMceHHH:
Ehe ich mit meiner Arbeit fertig war, wurde ich zum Direktor
gerufen. - IIpeMCfle neM a 3aKomiHji cboio paöoTy, mohh no3Bajin k
^npeKTopy.
95
C o io 3 sobald (kok mojibwo) yKasbiBaeT Ha to, hto coöbiTHe,
saKJHoneHHoe b rjiaBHOM npe,n;jio:>KeHHH, Henocpe^CTBeHHO cjie/iyeT
3a coGbithom, yKa3aHHbiM b npn^aTOHHOM npe,n;jio:>KeHHH:
Sobald ich deinen Brief bekommen habe, werde ich dir sofort
schreiben. - KaK tojibko h nojiyny tboö hhcbmo, h rre6e cpa3y 7i<e
Hannmy.
Übungen
1. Konjugieren Sie zuerst im Präsens Indikativ und dann im
Präsens Konjunktiv folgende Verben:
haben, sein, werden, wollen, geben, schlafen, kommen
2. Setzen Sie folgende Verben zuerst ins Perfekt Konjunktiv und
dann ins Futurum Konjunktiv:
er ist gegangen, du hast geantwortet
er hat geschrieben, ihr habt gelesen
ich bin zurückgekehrt
3. Übersetzen Sie die nachstehenden Sätze und bestimmen Sie die
Form des Prädikats:
Der Flieger erzählte, daß er den Flugplatz um 5 Uhr verlassen
habe und das Wetter an diesem Morgen sehr klar gewesen sei.
Das Flugzeug sei schnell geflogen, und nach einigen Stunden
habe er schon Riga erreicht.
Noch am selben Tag sei er nach Moskau zurückgekehrt.
Mein Freund schreibt, daß er eine lange Reise nach Sibirien
gemacht habe und über den Baikal-See gefahren sei.
Die Gegend, wo er jetzt lebt, sei sehr schön.
Es gebe dort viele hohe Berge und dichte Wälder .
Er schreibt auch, daß er dort noch für ein paar Wochen bleiben
wolle und erst Ende August nach Hause zurückkehren werde.
In seinem Brief fragt er mich, ob ich etwas von Paul wisse und
ob er noch in Moskau sei.
4. Lassen Sie in den nachstehenden Sätzen die Konjunktion daß weg.
Muster: Der Lehrer sagte, daß unsere Klasse die letzte Kontroll-
arbeit gut geschrieben hat. - Der Lehrer sagte, unsere Klasse habe die
letzte Kontrollarbeit gut geschrieben.
Ich habe in der Zeitung gelesen, daß dieser Gelehrte eine wichti-
ge Entdeckung gemacht hat.
Dieser Schüler denkt, daß er alles besser als andere weiß.
96
Ich glaube, daß du noch Zeit genug hast und nicht so sehr zu
eilen brauchst.
Ich habe gehört, daß man dieses Buch in unserer Bibliothek
bekommen kann.
Wir haben heute die Nachricht bekommen, daß unser Bruder
bald nach Moskau kommen wird.
5. Schreiben Sie die Sätze der Übung 3 in der direkten Rede.
6. Suchen Sie im Text alle Konjunktivformen auf und bestimmen Sie
die Zeitform des Verbs.
7. Setzen Sie die Konjunktion ehe oder sobald ein und übersetzen
Sie die nachstehenden Sätze:
... die Prüfungen zu Ende sind, werde ich zu meinen Eltern an die
Wolga fahren.
... ich mit meiner Arbeit fertig war, zeigte ich sie unserer Lehrerin.
... mein Freund ein Wort gesagt hätte, wußte ich schon, daß etwas
Unangenehmes geschehen war.
... Marcel an die Front gekommen war, begann er seine Suche nach
dem Grafen.
8. Setzen Sie die unten angeführten Wörter ein:
... meines Freundes hinderte ihn, an unserer Reise teilzunehmen.
Ich habe alle Sachen in meinem Rucksack ... .
Bakterien sind mikroskopische ... , die man mit bloßem Auge
nicht sehen kann.
An der Tür unseres Hauses hielt... .
Die Mutter saß am Tisch und ... ein neues Kleid für ihre kleine
Tochter.
... Amerikas fällt in das Jahr 1492 und ist mit dem Namen Ko-
lumbus verbunden.
Die Lage der Arbeitslosen in den kapitalistischen Ländern ist
sehr ... .
... Sie mich besuchen, werde ich ihnen meine Pflanzensammlung
zeigen.
Wollen wir nicht die ... Zeit verlieren!
Nach dieser langen Reise ... ich Müdigkeit in allen meinen Glie-
dern.
spüren, nähen, packen, die Entdeckung, die Krankheit, falls,
der Personenwagen, das Lebewesen, kostbar, schlimm
97
9. Bilden Sie mit jedem der nachstehenden Verben 2-3 kurze Sätze:
nähen, packen, aufzeichnen, erlösen, spüren, entdecken
10. Übersetzen Sie die nachstehenden Sätze ins Russische:
a) Dieser Offizier hat zur Parade alle seine Orden angelegt.
An den Wolga-Ufern werden zwei neue riesige Wasserkraftwerke
angelegt. Ich lege meinen Mantel an.
Durch diesen Sumpf ist ein neuer Weg angelegt worden.
Mein Freund hat an diese Arbeit auch seine Hand angelegt.
Der Soldat legte sein Gewehr an. Er legte auf den Feind an.
b) Am 1. August 1914 erklärte Deutschland dem zaristischen
Rußland den Krieg. Ich erklärte meinem Freund, daß ich mit
seinem Plan vollkommen einverstanden bin.
Der Lehrer erklärte uns heute eine neue grammatische Regel.
Alle progressiven Menschen erklären sich gegen den Krieg.
Erkläre dich bitte deutlicher!
11. Beantworten Sie folgende Fragen:
Von wem wird in diesem Text erzählt? Was war sein Fach?
Warum konnte Professor Sneshkow die Stadt nicht verlassen,
bevor sie von den Deutschen besetzt wurde?
Was für einen Vorschlag machten die Deutschen dem Professor?
Was beschloß Professor Sneshkow? Worum bat er seine Tante?
Wozu brauchte der Gelehrte einen Gürtel? Wann verließ er
sein Laboratorium? Was für einen Plan hatte er?
War es ihm leicht zu wandern? Wo verbrachte er den Tag?
Wohin kam er in der zweiten Nacht? Wie fand er das Dorf?
Aufgabe: Lesen Sie den zweiten Teil des Textes selbständig zu
Hause durch und geben Sie dessen Inhalt in ihrer
Muttersprache wieder.
§ 16
Vorübung
Übersetzen Sie folgende Wörter:
kalt - die Kälte fahren - die Fahrt besser - bessern
warm - die Wärme opfern - das Opfer
gesund — die Gesundheit trauern — die Trauer
98
LENINS BEISETZUNG
Nach Wilhelm Pieck
22. Januar 1924. Moskau. Hotelzimmer im Hotel Lux.
Vormittags 10 Uhr 30. Das Telephon schrillt. Ein Freund
fragt, ob es wahr sei, daß Lenin nicht mehr lebe. Gestern
abend soll er gestorben sein. Nein, das kann nicht wahr
sein. Noch tags zuvor hatte ich gehört, daß sich Lenins
Gesundheitszustand gebessert habe.
Unbedacht rufe ich bei Clara Zetkin im Kreml an, um
mir Gewißheit zu verschaffen. Clara wußte noch nichts.
Besorgt um die Wirkung dieser Nachricht hatte man sich
gescheut, sie ihr zu übermitteln. Ein paar Minuten — und
Clara teilte mir mit schluchzender Stimme mit, daß die
Nachricht nur zu wahr sei ...
Lenin tot. Bald sind die Straßen von Volksmassen
überflutet, die von Trauer über den Tod des großen Lenin
erfüllt sind. Arbeiter, Männer und Frauen, strömen aus
den Fabriken zum Zentrum der Stadt. Stumm stehen sie
dort zuhauf, wie von bleierner Schwüle bedrückt.
99
23. Januar 1924. Lenins Sterbehaus in Gorki. IV2
Stunden Eisenbahnfahrt von Moskau. Hoch liegt der
Schnee auf der flachen Erde. Ein klarer, kalter Wintertag.
Im Sterbezimmer liegt Lenin. Sein Gesicht gelblichfahl,
sonst aber gestrafft, fast ohne jede Falte. Es fällt so
schwer, daran zu glauben, daß er nicht mehr lebt. Stumm,
Tränen in den Augen, tragen ihn die im Bürgerkrieg ge-
stählten Kämpen hinaus. Und das trauernde Heer zieht
auf schmalem Pfad durch die weite weiße Landschaft zur
Bahnstation. Überall steht die Bevölkerung, Alte und
Junge, am Schienenstrang.
Moskau. Hunderttausende bilden Spalier. In fast endlo-
sen Zügen geht es zum Dom Sojusow, in dessen herrlichem
Saal Lenins Katafalk steht. Alte Bolschewiki, Lenins
nächste Freunde und Kampfgenossen, beziehen die erste
Ehrenwache, unter ihnen Genosse Stalin und andere Mit-
glieder des Politbüros; Genossin Krupskaja steht an der
Seite ihres toten Lebensgefährten.
Grimmige Kälte. 30 und mehr Grad. Unabsehbare Mas-
sen strömen Tag und Nacht in das Zentrum der Stadt,
stehen stundenlang auf der Straße. Feuer lodern zum
Himmel, um den Frierenden etwas Wärme zu schaffen.
Dann ziehen sie in endlosen Zügen, vier Tage und vier
Nächte, an dem toten Lenin vorüber. Das ist etwas uner-
hört Überwältigendes.
26. Januar 1924. II. Sowjetkongreß der UdSSR. Kopf
an Kopf ist das große Theater mit seinem ausgedehnten
Parterre und seinen fünf Ringen mit den Vertretern der
Sowjets gefüllt. Auf weiter Bühne das Zentralexekutivko-
mitee der UdSSR.
Genossin Krupskaja spricht wenige einfache Worte, aber
von einer erschütternden, tragischen und doch erhebenden
Wirkung. Stalin hält seine historische Rede — leistet den
Schwur. Es sprechen Kalinin und Vertreter der Sowjets,
Arbeiter, Bauern, Männer, Frauen. Dann zieht der Kon-
greß an der Bahre Lenins vorüber.
27. Januar 1924. Roter Platz. In der Mitte, dicht an
der Kremlmauer, die Gruft Lenins. Nachmittags 4 Uhr.
100
Kanonenschüsse. Glockengeläut von den Kremltürmen,
Heulen der Fabriksirenen. Das ganze Sowjetland hält den
Atem an.
Lenin wird seiner letzten Ruhestätte übergeben. Auf
dem ungeheuren Platz stehen Kopf an Kopf Arbeiter- und
Bauernmassen, Rotarmisten aus Moskau und von weither
aus dem Lande. In gewaltigem Chor1 klagt die russische
Trauermelodie "Unsterbliche Opfer"2 über den weiten
Platz. Sie klang mir fortwährend in den Ohren, als mich
noch am gleichen Abend die Eisenbahn Deutschland entge-
genführte.
Texterläuterungen
er soll gestorben sein — roBopsrr, hto oh yMep
tags zuvor - HaKaHyne
sich Gewißheit verschaffen - ynpcTOBepHTbca
es fällt so schwer zu glauben - raK TpyijHO noßepHTb
Tränen in den Augen — co cjiesaMH Ha rjiasax
der Kämpe = der Kämpfer
in fast endlosen Zügen geht es zum Dom Sojusow - hohth
GecKOHeHHbie kojiohhui ^BHraiOTca k JfoMy Coiosob
Spalier stehen - ctohth ninajiepaMH
die Ehrenwache beziehen — sacrynarb (craHOEHTbca) b hohöt-
hbih Kapayji
Kopf an Kopf — /io OTKasa, njieuoM k njieay
den Schwur leisten — hpohshochtb KJiaTBy
als mich die Eisenbahn Deutschland entgegenführte - Koiyia
noe3fl BÖ3 M6HH HO HanpaBJieHHK) K TepMaHHH
Merken Sie sich die Rektion:
besorgt sein um (Akk.) — Gbitb o3a6oneHHbiM hom-jihGo (me. n.
des npedstoea) Wir sind besorgt um seine Gesundheit. - Mbi
o3a6oneHbi eso sdopoebeM.
glauben an (Akk.) — BepHTb e kofo-jihGo, eo hto-jih6o
Die Mutter glaubt an ihren Sohrn, sie glaubt an den Erfolg seiner
Sache. — Marn Bepnr e ceoeeo cöihci; ona Bepnr e ycnex ero ^ejia.
Sprich: ko:r "Unsterbliche Opfer, ihr sänket dahin..." - "Bbi ncepTBOK) na/ii/i..."
101
Grammatik
1. 3juiniiTHHecKHe (nenojiHbie) 11 p c p ji 0 7i< c 11 h ii
(Elliptische Sätze) - 3to Tanne npe^jiOMceHUH, b kotopbix oiiyipeii
OflHH HJIH HeCKOJIbKO HJI6H0B Hpe^JIOMCeHHH, KOTOpbie, O^HaKO,
jierKO MoryT Gbitb hohhtbi H3 KOHTencTa:
Am Klavier die Schwester meines Freundes. — Y poajia cecrpa
Moero flpyra. bmccto: Am Klavier saß die Schwester meines
Freundes (oiiyipenne CKasyeMoro).
Woher und wohin? Aus der Schule nach Hause. — OrKypa h
Kypa? Hs hikojibi flOMoii. bmccto: Woher kommst du und wohin
gehst du? Ich komme aus der Schule und gehe nach Hause (onynje-
HHe nopjie/Kaipero h CKa3yeMoro).
Gehst du heute ins Theater? Ja, ich gehe. — H^enib jih tbi cero-
flHfl b TeaTp? Xla, W- BMecTo: Ich gehe ins Theater (onyipenne
oöcTOHTejibCTBa MecTa).
Jji/inirrnHecKne npepjiovKenini oneni> aacro BcrpeaaiOTCH b 3Mon.no-
HajibHO OKpanieHHoii penn, a 'raiGice b nocjiOBHn,ax n noroßopKax:
Ende gut, alles gut.
(bmocto: Wenn das Ende gut ist, so ist auch alles gut.)
Wie die Saat, so die Ernte.
(bmocto: Wie die Saat ist, so ist auch die Ernte.)
HpnMenanne. He cjicpycT CMeniHBaTb c ojijinirrHHecKHMn
odno'uiennbie npepjiovKennii: Ein kalter Wintertag. — Xojiopnbn'i
3hmhhh jieHb. Zurück! — Hasa/i!
Aufgaben. 1. Übersetzen Sie die ersten zwei Teile des Textes
schriftlich. 2. Finden Sie im Text alle elliptischen und
eingliedrigen (o/i.iiomjiciiiii>ic) Sätze. 3. Suchen Sie im
Text alle Epitheta, Metaphern und Metonymien auf.
§ 17
Vorübungen
1. Lesen Sie den Einleitungstext und geben Sie (in Ihrer Mutter-
sprache) dessen Inhalt wieder.
2. Übersetzen Sie folgende Wörter, die von Ihnen bekannten
Wörtern abgeleitet sind:
der Donner — donnern - das Donnern fahren — einfahren
schließen — einschließen: jemanden im Zimmer einschließen
leuchten - ableuchten: den Weg ableuchten naß - die Nässe
102
(*inc (Hriibciitntnftri)|j|)c
Olacl) bem Vornan "5>cr Murmel" von 23ern^arb Wellermann
^cnibarb .Slcllcrmamis Vornan "£)er Tunnel" (cr|cbicncn 1913)
gehört in bte 'pertobe, als Wettermann noch bürgerlicher ©ehrtftfteller
mar. (£3 ift ein Sobgefang ber tapitattfHjchen £ed)ntt, ber 23e*
amtngung ber Hiatur burch bte CD?a|cbinc. Olacl) einem Projett CQiac^
Silland, eines begabten unb traftvollen 3ngenieurs, mtrb ber 23au
eines Tunnels gmtjchen Slmerita unb (Suropa begonnen unb trob atler
Qscbmicrigfeiten beenbet. SBegetchnenb für bte bamatigen bemo*
fratijehen Slluftonen Wettermann^ ift cs, baf er feinen CDTac^lllan
3um (Sohn eines armen Bergmanns gemacht f>at, ber baut einer
CSrubenfataftropbe in bte tytyeten (Schichten ber tapitatiftijehen &e*
fetljchaft tommt. ^er nachftehenbe 2tu£gug aus bem Vornan jchtlbert
bte genannte CSrubenfataftropbe.
Son feinem geinten bt£ breigelmten 3al)r gehörte Wac^Qlllan
gur 2lrmee ber unbetonten Trillionen, bte tf>r Seben unter ber
6rbe verbringen unb an bte ntemanb beult. 6r mar faft bret 3at)re
auf ©of)le 8, al£ bte ®rubenfataflropl)e eintrat, an bte fid> feilte
nocl) viele erinnern. Sie lüftete gmei^unbertgmeiunbftebgtg Tten*
|ct)en ba£ Seben.
3n ber brüten 9Tact)t nact) Wngften, um bret Uljr morgend,
ereignete fiel) eine ßjplofton |ct)tagenber QSetter in ber unterften
©of)le von "Önfel Som".
TTac brachte feinen 3ug leerer £unbe gurücf unb pfiff ein Sieb,
^löglict) f>orte er ein fernem Sönnern unb blicfte fiel) gang me*
ct>aniföE> um, immer nocl) pfetfenb; ba fal) er, mte bte Salten mte
©tret cbl)ölger fnieften unb Serg l)eretnbrac£). TTac lief mte befeffen,
benn ber Serg tarn hinter tl)m l)er. 2lber gu feinem ßmtfeßen fal)
er, ba£ bte Salten vor tl)m ebenfalls fnaeften unb bte Seele fiel)
fenfte. 6r ftürgte in einen (Beitenverjcblag. Ser ©tollen bracl)
bonnernb gufammen, ber ©eitenverjcblag frac£)te. 6nbltc£) tief er
nur nocl) im Greife, bte £änbe am Äopf, unb lehrte!
T?ac gitterte an allen (Bitebern unb mar gang ol)ne Äraft. 6r
fal), ba£ er in ben ^ferbeftall gelaufen mar. 6r mu^te fiel) fegen,
ba i£>n bte Änte nic£)t mel)r trugen, unb ba faß er nun, betäubt vom
©cbrecten, unb bac£)te eine ©tunbe lang gar nic£)t£. CSnbticf)
be|et)äftigte er fiel) mit feiner Sampe, bte gang mtngtg brannte, unb
103
leuchtete bte Umgebung ab; er mar vollfommen etnge|ä)loffen von
(Ber oll unb 5tol)lc.
T?ac faß neben feiner fletnen Sampe am £Bvben unb begann gu
märten. 6r martete ein paar (Stunben, bann überleitet) tl)n eine
falte Slngß, unb er fuljr er|ä)rocfen auf. 6r naljm bte Sampe unb
ging tu bte ©tollen Itnfg unb recf>t^ Innern unb leuchtete bag
öeröll ab, ob fein QSeg offen fei. 9?etn, eg blieb alfo nidE>t^ übrig
alg gu märten. 6r bacfjte an QSater unb §reb, ben £Bruber, bte mit
tljm eingefaßten maren. ©cMteßltcb legte er fid> auf bag Strol)
unb |cßltef ein.
6r ermacfjte (mte er glaubte, nacl) einigen (Stunben) infolge von
9? äffe; bte Sampe mar auggegangen, unb er plätscherte mit ben
Süßen im QSaffer, alg er einen ©ebritt machte. 6r mar hungrig,
naßm eine ^anbvoll £afer unb begann gu tauen. Sie Sunfelßett
mar furchtbar, ©tunbenlang faß er fo. 9?icl)tg regte fiel). (Sie
Ratten tßn vergeffen!
d) l u £ folgt)
Texterläuterungen
der Hund - sdeeb: py/ioKoimaH Tejie^cKa
die Hände am Kopf — npuKpbiBaa ro.no ny pyKaMn
es blieb nichts übrig als zu warten - He ocTasajiocb iinncro
/ipyroro, KaK /lyiaTb
die Lampe war ausgegangen - jiaMna ncrryxjia
Mac zitterte an allen Gliedern — Man /ipo‘;i<a.n bccm re.noivi
Merken Sie sich die Rektion
vermeiden (Akk. ) — H3ÖeraTb kofo-jihGo hjih aero-.nnGo (pod. n.)
Ich vermeide dieses Gespräch. - H nsderaio smoeo paseoeopa.
sich beschäftigen mit (Dat.) - saiiniviaTbCH aeivi-.nnGo (me. n.)
Der Flieger beschäftigte sich mit seinem Flugzeug. — JIöthhk
saiinivia.ncH ceouM caMOJiemoM.
Übungen
1. Analysieren Sie syntaktisch und morphologisch folgenden Satz:
Mac war fast drei Jahre auf Sohle 8, als die Grubenkatastrophe
eintrat, an die sich heute noch viele erinnern, da sie zweihundert-
zweiundsiebzig Menschen das Leben kostete.
104
2. Suchen Sie im Text einen Satz auf, in dem das Prädikat durch ein
Verb im Konjunktiv ausgedrückt ist; erklären Sie den Gebrauch
des Konjunktivs in diesem Satz.
3. Setzen Sie die fehlenden Präpositionen ein:
Das Gebäude der Admiralität in Leningrad ist... dem Projekt
des Architekten Sacharow erbaut worden.
... der Schule gehe ich direkt... Hause.
... einer halben Stunde werde ich schon zu Hause sein.
Meine Eltern werden ... Ende August... Moskau zurückkehren.
Wir sind ... den Krieg, wir kämpfen ... den Frieden.
Der Vater hat dieses Buch ... seinen Sohn gekauft.
... unseren Augen lag eine große, schöne Wiese.
... drei Jahren waren wir alle Schüler der 6. Klasse.
Die Bergleute verbringen viele Stunden ... der Erde.
... den Schülern unserer Klasse gibt es viele Komsomolzen.
Dieses Museum ist... 9 ... 6 Uhr offen.
Die Straßen ... Leningrad sind breit und gerade.
Mac war ... Geröll und Kohle vollkommen eingeschlossen.
... der starken Nässe gingen wir in den Wald.
... des Krieges kämpften viele Komsomolzen an der Front.
4. Zählen Sie auf:
Was kann man einschalten?
Was kann man schildern?
Was kann man ableuchten?
Was kann sich senken?
5. Übersetzen Sie ins Russische:
Die Rede dieses Ingenieurs ist immer kraftvoll.
Die Nacht senkt sich auf die Erde.
Dieses Dorf ist ringsum von Bergen eingeschlossen.
Der Boden des Pferdestalles ist mit Stroh belegt.
Die Katastrophe ereignete sich ganz unerwartet.
Die Explosion der Granate betäubte alle Anwesenden.
Die Bergleute fuhren in die Grube ein.
Vor Müdigkeit konnte ich kein Glied regen.
Vor Entsetzen konnte dieser Mann kein Wort aussprechen.
6. Übersetzen Sie ins Deutsche:
Hsöerairre tukux oluhöok.
He CBHCTHTe TaK rpoMKO.
BKjnonnre, noMcajiyücTa, cbot.
105
JUan MHe, noMcajiyncTa, cuhhkh.
Ckhmch MHe coßepnieHHO otkpob6hho: hto tbi 3Haenit 06 3tom
nejiOBeKe?
7. Beantworten Sie folgende Fragen:
Wie lange hatte Mac-Allan vor der Katastrophe in der Grube
gearbeitet?
Wo arbeitete er?
Wann ereignete sich die Grubenkatastrophe?
Wo befand sich um diese Zeit Mac?
Was machte er?
Wohin kam er schließlich gelaufen?
Hatte Mac eine Lampe mit?
Was stellte er mit Hilfe seiner Lampe fest?
8. Stellen Sie weitere Fragen zu den letzten drei Absätzen des
Textes.
§ 18
Vorübungen
1. Übersetzen Sie folgende Sätze:
Es regnet heute sehr stark, aber ich fahre doch aufs Land.
Obwohl es heute sehr stark regnet, fahre ich doch aufs Land.
Obwohl ich mich nicht ganz gesund fühlte, ging ich doch in die
Schule.
Obwohl wir in diesem Wald nicht zum erstenmal waren, verirr-
ten wir uns.
Obwohl wir sehr müde waren, setzten wir unsere Arbeit fort.
Ich will meinem Freund ein Telegramm schicken, obwohl ich
seine Adresse nicht ganz genau kenne.
2. Übersetzen Sie die nachstehenden Wörter, die von Ihnen bekann-
ten Wörtern abgeleitet sind:
zählen — abzählen: die Schritte abzählen
jubeln - aufjubeln: Das ganze Sowjetland jubelte auf, als das
Radio unseren Sieg bei Stalingrad verkündete.
steigen - besteigen: Wir steigen auf den Hügel = Wir besteigen
den Hügel. der Stein - das Gestein
rot — rötlich schwarz — schwärzlich gelb — gelblich
106
(*inc
(<S cf) l u
... T?ac faß, laute £afer unb bachte. Sein Heiner .Stopf begann
gu arbeiten, er mürbe gang tü£>L 3n btefer furchtbaren Stunbe
mußte er ftch folgen, ma£ an T?ac mar. Unb es geigte ftch!
lieh fprang er mteber auf ben £Boben unb ftmang bte Sauß in ber
£uß: "QSenn btefe Summföpfe mich nicht fyolen", (ehrte er, "fo
merbe ich mich felbß au^graben!"
2lber T?ac begann nicht, fofort gu mühten. 6r bachte lange unb
forgfältig nach- 6r geichnete ftch tm .Stopf ben ^lan ber Sohle
beim ^ferbeßall. 3m Sübßollen mar es unmöglich! QSenn er
überhaupt horau^fam, fo tonnte es nur burch ^atterfon^ Slög fein.
Sie 2lbbaußelle btefe^ Slöge^ mar ftebgtg, achtgig, neungtg Schrie
te vom Stall entfernt. Sa£ mußte T?ac gang genau. Sa£ glög
mar ßetl, gmetunbfünfgtg T?eter hoch unb führte nach Sohle 7.
T?ac gählte bte Schritte ab, unb al£ er ftebgtg gegählt hatte unb
ans öeßetn ßteß, jubelte er holl auf. T?it ßmergte machte er ftch
fofort an bte Arbeit. 9?ach einer Stunbe hatte er _ fnietief im
QSaffer ßehenb _ eine große 9?tfte aus bem öeröll geftlagen.
2lber er mar erftöpß unb mürbe in ber ftlechten £uß feefranf. 6r
mußte au^ruhen. 9?ach einer ^aufe arbeitete er meiter.
6r grub unb grub. T?ac grub auf btefe QSetfe einige Sage -
unb im gangen maren es boch vier Tüceter! ^unbertmal hat er
fpäter geträumt, ba£ er gräbt unb gräbt unb ftch burcf$ öeßetn
mühlt... Sann fühlte er, baß er an ber Wünbung be£ Slöge^ mar.
6r fühlte es beutlich an bem feinen Äohlenßaub, ber ba lag.
T?ac füllte ftch bie Saften mit £afer unb ßteg in ba£ Slög ein.
6r gitterte vor Sreube, al£ er merfte, baß ftch Wo Äohle leicht
megftteben ließ, benn er hatte gmetunbfünfgtg Tüceter vor fiel),
ßurücf tonnte er jetgt nicht mehr, benn er verftüttete ftch felbft ben
QSeg. ^lößltch fpürte er einen Stiefel unb am rauhen £eber
ernannte er fofort ^atterfon^ Stiefel... Ser alte ^atterfon lag ba,
verftüttet, unb ber Schrecfen unb ba£ ßmtfeßen lähmten T?ac
berartig, baß er lange Seit untätig blieb. 9?och honte magt er e^
nicht, an btefe grauenvolle Stunbe gu beulen. 2113 er mteber gu ftch
tarn, froch er langfam hftor. Siefen Slög tonnte fonß in einer
halben Stunbe beßtegen merben. 2lber ba T?ac erftöpß unb
107
|c£)ft*ac£) mar, fo bauerte cs lange bet tljm. ©cbmciptricfcnb erreichte
er bte Srcmsbal)n. Stefe Srem^balm führte von ©ol)lc 8 bireft
gur ©ol)lc 7.
Wac legte ftd> |c£)lafen. 6r ermatte mteber unb fletterte lang*
fam bte öletfe Ijtnauf. (Snbltcb mar er oben: ber ©tollen mar frei!
Wac lauerte ftcb nteber unb laute Reifer unb lecfte feine naffen
£änbe ab. Sann machte er ftcf) auf ben QSeg gum OcB>acB>t. 6r
lannte bte ©ol)lc 7 fo genau mte bte Sollte 8, aber verhüttete
©tollen gmangen tljn immer mteber, ben QSeg gu änbern. 6r mam
berte ftunbenlang, bt£ ba£ QMut in feinen Clären rauh^- 3um
®c£)ac£)te mußte er, gum Scfjacfjt - bte ölocfe gieren ... ^lößltcl)
aber - al£ er jc£)on gitterte von Slngjl, nun £>ier ctngchlvffcn gu fein
- plößltcl) fal) er rötliche £ic£)tfunlen: Sampen! maren bret.
... Wac füllte, baß tl)n jemanb trug. Sann füllte er, mte man
Seelen über tf>n breitete unb tl)n mteber trug - unb bann füllte er
nic£)t£ mel)r.
Wac mar fteben volle Sage im Serg etngehloffen gemefen,
obmol)[ er glaubte, cs feien nur bret gemefen. Son allen Seuten
auf ®ol)[e 8 mar er ber etngtg (Bereitete. QSte ein (Befpenß fam er
aus ber gerßörten ®ol)[e herauf.
3n ac£)t Sagen mar Wae gefunb. 2ll£ man tl)m auf feine Srage
nacl) Sater unb §reb au£metcl)enb antmortete, meinte er, mte ein
Änabe von bretgelm 3al)ren meint, ber plößltcl) allein auf ber
QSelt ßel)t.
Texterläuterungen
es mußte sich zeigen, was an Mac war - /io/okiio Gbijio bbimc-
HHTbca, mto npe^CTaßjiHJi coGoh MaK
wenn er überhaupt herauskam, so ... - ecjiu oh BooGnje BbiGe-
peTca OTCio^a, to ...
die Abbaustelle lag neunzig Schritte entfernt - mocto paspa-
Gotkh Haxo^Hjiocb b 90 niarax (na paccTOHiinn 90 niaroß)
es wurde ihm eiskalt - y Hero Mopos npoGe^caji no koxko
er jubelte hell auf - oh CTpaniHO oGpa^oßajica
er machte sich an die Arbeit - oh hphhhjich 3a paGory
knietief im Wasser stehend — ctoh ho kojioho b bo/io
er merkte, daß sich die Kohle leicht wegschieben ließ - oh
3aMeTHji, mto yrojib jierKO iio/i iana/iCM (jierKO Mor Gbitb oto/ibhiivt)
dieses Flöz konnte sonst in einer halben Stunde bestiegen
werden — no 3T0My njiacry oGbihho ivioxkiio Gbijio no^naTbca 3a
108
nojiuaca
sich auf den Weg machen — OTnpaBjmTbca b nyrb
er zitterte vor Angst, nun hier eingeschlossen zu sein - oh
^poMcaji ot crpaxa, hto oh 3^ecb oKaMceTca sanepTbiM
..., der plötzlich allein auf der Welt steht - KOTopbin B/ipyr
ocTajica coßepnieHHO o^hhokhm
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schwingen (Akk.) — MaxaTb, pa3MaxHBaTb hom-jihGo (nie. n.)
Der Mann schwang die Faust. — HejioseK pa3MaxHBaji KyjianoM.
zittern vor (Dat.) — ^poMcaTb om uero-jindo
Wir zittern vor Kälte. — Mbi ^pomchm om xojioda.
erkennen an (Dat.) — ysHasaTb no ueMy-jindo
Ich erkenne den Schriftsteller an seinem Stil. — H ysnaio ororo
HHcaTejia no eeo cmujuo.
Grammatik
C o io 3 obwohl (xomn), bbo^shijhh ycTynnrejibHoe
npn^aTOHHoe npe,n;jio:>KeHHe, yKa3biBaeT, hto codbrrne, 3a-
KJHOHÖHHOe B TJiaBHOM npe^JIOMCeHHH, npOHCXO^HT HeCMOTpa Ha
ycjiOBHH, yKa3aHHbie b npn^aTOHHOM npe,n;jio:>KeHHH:
Obwohl es schon ziemlich spät war, setzten wir unsere Arbeit
fort. — Xoth dbijio y‘/i<e ^obojibho ho3^ho, mbi npo^oji^cajiH cboio
padoTy.
Übungen
1. Analysieren Sie syntaktisch und morphologisch den Satz:
Als man ihm auf seine Frage nach Vater und Fred ausweichend
antwortete, weinte er, wie ein Knabe von dreizehn Jahren weint,
der plötzlich allein auf der Welt steht.
2. Schreiben Sie aus dem Text einen Satz aus, wo die Konjunktion
daß weggelassen ist; übersetzen Sie diesen Satz ins Russische.
3. Bilden Sie die nachstehenden Satzreihen in Satzgefüge mit der
Konjunktion obgleich um und übersetzen Sie dieselben ins
Russische:
Muster: Es ist noch sehr früh, aber mein Freund will sich
schon auf den Weg machen.
Obgleich es noch sehr früh ist, will sich mein Freund
schon auf den Weg machen.
109
Mac war erst 10 Jahre alt, aber er mußte schon in der Grube
arbeiten.
Mac war ganz erschöpft, aber er grub immer weiter.
Die preußische Armee war viel stärker, aber sie mußte vor der
Entschlossenheit der französischen Patrioten weichen.
Die hitlerschen Eindringlinge waren bis an die Mauern Lenin-
grads herangerückt, aber sie konnten die heldenhafte Stadt nicht
bezwingen.
Bernhard Kellermann blieb während der Hitlerdiktatur in
Deutschland, aber er wollte nicht seine Feder in den Dienst des
deutschen Faschismus stellen und hat die ganzen zwölf Jahre
geschwiegen.
4. Nennen Sie die Wörter, von denen die nachstehenden Neutra
abgeleitet sind:
das Gestein, das Gefolge, das Gefühl, das Geläut, das Gebrüll,
das Getrommel, das Gelände, das Gebirge, das Gewächs,
das Geschrei, das Gespräch, das Gebüsch, das Gebäude
5. Transitivieren Sie (cflejiairre iiepexo/nibiMn) die Verben
der nachstehenden Sätze mit Hilfe des Präfixes fee-;
übersetzen Sie die von Ihnen gebildeten Sätze:
Muster: Viele Arbeiter wohnen in diesem Haus. —
Viele Arbeiter öewohnen dieses Haus.
Ich zahle für mein Essen.
Ich schreibe meinen Eltern über meine Reise.
Der Schüler antwortet auf die Frage des Lehrers.
Viele Autos, Autobusse und Trolleybusse fahren auf den Straßen
Moskaus.
Die Lehrerin tritt in die Klasse ein.
Wir sprechen über unsere Sommerpläne.
Die Sowjetarmee siegt über alle Feinde.
Unsere Artillerie schoß nach den feindlichen Linien.
Wir wundern uns über die Stärke dieses Mannes.
Ich steige auf diesen hohen Berg.
6. Übersetzen Sie ins Russische:
Dieser Schriftsteller hat zum Helden seines Romans einen
bekannten Flieger gemacht.
Die Schüler machen sich an die Übersetzung eines neuen Textes.
110
Ich machte mich auf den Weg.
Dieser Mann zeigte sich als ein ausgezeichneter Ingenieur.
Als wir endlich den Fluß erreichten, zeigte es sich, daß die
Brücke zerstört war.
Der Feind wich vor unseren Truppen zurück.
Mein Freund wich einer bestimmten Antwort auf meine Frage
aus.
Er antwortete mir recht ausweichend.
Diese Expedition war ein sehr gewagtes Unternehmen.
Nicht viele haben es gewagt, daran teilzunehmen.
7. Nennen Sie einzelne Wörter, die thematisch mit der Kohlenge-
winnung verbunden sind, z. B.: die Grube, der Stollen usw.
8. Beantworten Sie folgende Fragen:
Was beschloß Mac-Allan?
Auf welchem Wege beschloß er, aus der Grube herauszukom-
men?
Wie war Pattersons Flöz?
Wohin führte es?
Was war mit Patterson selbst geschehen?
Wie wirkte Pattersons Tod auf Mac?
Was erreichte schließlich Mac?
Wohin führte die Bremsbahn?
Warum wollte Mac so schnell wie möglich den Schacht errei-
chen?
Was erblickte Mac plötzlich?
Wie lange war er in der Grube eingeschlossen?
Wie lange dauerte es, bis Mac wieder ganz gesund war?
Was erfuhr er über seinen Vater und seinen Bruder Fred?
Wieviel Bergleuten kostete die Katastrophe das Leben?
9. Übersetzen Sie ohne Wörterbuch:
Der bekannte Roman von Bernhard Ke Hermann "Der Tunnel"
ist das Phantasiebild eines Tunnelbaus zwischen Europa und
Amerika. Der Schriftsteller hat zum Helden seines Romans Mac-
Allan, einen kraftvollen Ingenieur gemacht, nach dessen kühnem
Projekt der Tunnelbau begonnen und mit Erfolg beendet wurde.
Mac-Allan wurde in einer armen Bergmannsfamilie geboren.
Mit zehn Jahren mußte er mit seinem Vater und seinem älteren
Bruder zusammen in der Grube arbeiten. Der starke Wille des
in
künftigen Erbauers des Tunnels zeigte sich schon damals, und
zwar bei einer Grubenkatastrophe. Der dreizehnjährige Mac war
sieben Tage lang in der Grube eingeschlossen, und trotz ungeheu-
rer Schwierigkeiten fand er doch den Weg zur Rettung. Von den
272 Menschen, die zur Zeit der Katastrophe unter der Erde arbei-
teten, gelang es nur ihm allein sich zu retten.
In den kapitalistischen Ländern ereignen sich Grubenkatastro-
phen sehr oft. Sie kosten vielen tausenden Bergleuten das Leben.
Bei uns ist aber eine solche Katastrophe ganz unmöglich, denn der
Sowjetstaat sorgt für die Arbeiter, für ihre Sicherheit (ßesonacHocTb).
§ 19
Vorübung
Mustersätze:
Der Schüler hat diese Aufgabe an die Tafel zu schreiben.
(= Der Schüler soll diese Aufgabe an die Tafel schreiben.)
Diese Aufgabe ist von dem Schüler an die Tafel zu schreiben.
(= Diese Aufgabe soll von dem Schüler an die Tafel geschrieben
werden.)
Ich habe Ihnen nichts Neues mitzuteilen.
(= Ich kann Ihnen nichts Neues mitteilen.)
Dieses Buch war in unserer Bibliothek nicht zu finden.
(= Dieses Buch konnte man in unserer Bibliothek nicht finden).
Übersetzen Sie die nachstehenden Sätze ins Russische:
Wir haben diese Arbeit heute zu beenden.
Die Wüstensteppen sind in fruchtbares Land zu verwandeln.
Wir haben diese Aufgabe noch einmal zu prüfen.
Was ist hier noch zu machen?
Das neue Lehrbuch ist in unserem Bücherkiosk zu kaufen.
Ich habe heute sehr viel zu tun.
Wir haben den Befehl unseres Schuldirektors genau auszu-
führen.
Dieser Brief ist sofort zu beantworten.
Der neue Text ist schriftlich zu übersetzen.
Diese wissenschaftliche Expedition hatte einen hohen Berg zu
besteigen.
112
AUS MEINER KINDHEIT
Ein Auszug aus dem gleichnamigen autobiographischen Roman
von Martin Andersen Nexö
Als erstes verlor Vater seine
Stellung. Die Arbeit war ab-
geschlossen, und da war keine
Verwendung mehr für ihn. Die
Betriebe verkrachten einer nach
dem anderen, und die Leute
mußten wieder auf die Straße.
Auf dem Plan erschien von neu-
em die Arbeitslosigkeit und der
Kampf um Arbeit, gleichgültig
zu welchem Lohn.
Vater mußte wieder in den
Steinbruch. Auch wir würden in
die Arbeit eingespannt, mein
Bruder Georg und ich. Georg
war jetzt so kräftig, daß er einen Hammer schwingen
konnte, und er hatte für Vater die Keillöcher zu schlagen.
Mit meiner Gesundheit stand es immer noch nicht beson-
ders gut, aber ich konnte doch für den Kolonialwaren-
händler Besorgungen machen. Jeden Mittag, wenn ich aus
der Schule kam, mußte ich hin und fragen, ob es etwas gab.
Und sonst hatte ich für den Ofen zu sorgen; es war ein
kalter Winter, und das kleine Schwesterchen konnte keine
Kälte vertragen.
Die Kohlenwagen, die in die Fabriken bei Kristineberg
Steinkohle brachten, fuhren den Königsweg entlang. Sie
waren schwer beladen, und man lief mit einem Sack hinter
ihnen her und las auf, was während der Fahrt herunterfiel.
Manchmal, wenn man Glück hatte, war der Sack kaum zu
schleppen.
Ein Ofen lebt jedoch nicht von Steinkohlen allein, und
der Kochherd will auch was zu fressen haben, am liebsten
Späne. Ich hatte alle Hände voll zu tun, diese beiden
gierigen Wesen zu sättigen. Auf den wenigen Zimmer-
ns
plätzen, wo jetzt im Winter gearbeitet wurde, jagten die
Gesellen jeden weg, der nicht zu ihren Verwandten oder
Bekannten gehörte. Wir gehörten nicht zu denen, die
irgendwelche Beziehungen hatten, und die einzige Mög-
lichkeit, Mutter Späne zu verschaffen, war, sich auf den
Arbeitsplatz zu schleichen, wenn es dunkel war und die
Arbeiter nach Hause gegangen waren. Das war immer ein
gewagtes Unternehmen; man mußte mit einem Sack über
hohe Bretterzäune und riskierte, auf einen Wachthund
oder einen Nachtwächter zu stoßen.
Dem Nachtwächter zu begegnen, war das Schlimmste.
Wenn man erwischt wurde, so bedeutete das Polizei,
Drohungen mit Auspeitschung auf dem Rathaus und
Warnungen an die Eltern. Der Wachthund begnügte sich
meist damit, daß er einem die Hosen zerriß.
Eines Abends wollte ich einen Zimmerplatz irgendwo
draußen in der Nordstadt besuchen. Was für ein Glück: das
Tor stand offen! Aber kaum war ich drinnen, hatte eine
Faust mich beim Nacken, und eine böse Stimme sagte:
"Hab ich dich endlich erwischt!” Ich verlor vor Schrecken
meinen Sack und begann zu heulen.
Vielleicht sah der Wächter im Dunkeln nicht, daß ich
einen Sack hatte, er schleppte mich in seine kleine Bude
und öffnete seine Blendlaterne; es erinnerte mich an un-
sern Räuberroman zu Hause. Die Situation war dieselbe,
bloß im Roman hatte der Junge einen Brief durch die Linie
der Banditen zu schmuggeln und wurde dabei von der
Wache gefangen. Das war aber ein richtiger Junge, der es
verstand, Komödie zu spielen! Mit unschuldigem Blick
flüsterte er dem Wächter zu: "Ich sollte einen schönen Gruß
sagen, sie sollen doch schnell nach Hause kommen! Ihre
Frau..." Mehr brachte er nicht heraus, denn der Wächter
rannte übers Feld und verschwand im Dunkeln — "mit
Siebenmeilenschritten", stand da, und das hatte auf mich
einen besonders starken Eindruck gemacht. Der unschul-
dige blaue Blick gelang mir nicht, meine Augen waren
verheult, aber ich stieß wenigstens schluchzend heraus:
"Sie sollen nach Hause kommen! Sie sollen..." — "Junge, ist
114
was los zu Hause?” sagte der Wächter. "Bist du ganz si-
cher?" Ich nickte energisch. Er stolperte aus dem Schup-
pen. "Und ich dachte... Hier, dafür sollst du fünf Öre
bekommen!" Der Wächter verschwand im Dunkeln mit
Siebenmeilenschritten — ganz wie in dem Räuberroman.
Späne bekam ich an dem Abend keine, aber ich zeigte
meinem Bruder triumphierend die fünf Öre und erzählte,
wie der Roman mich gerettet hatte. "Du bist ein Dumm-
kopf", sagte er nur. "Warum hast du denn deinen Sack
nicht gefüllt?"
Da stand ich nun. Mit mir war überhaupt nichts anzu-
fangen. Ich hatte selber das Gefühl, daß aus mir niemals
etwas werden wird.
Texterläuterungen
als erstes — nepßbiM ^ejiOM, iipe/i<;ie Bcero
die Leute mußten wieder auf die Straße - .nio/m oKasajmcb
CHOBa BbiöponieHHbiMH Ha yjinuy
auf dem Plan erscheinen — ctohtb b nopaujKe /ihm
mit meiner Gesundheit stand es nicht besonders gut - c
MOHM 3flOpOBbeM flCJIO OÖCTOHJIO He OCOÖeHHO xoponio
Besorgungen machen — BbinojiHHTb nopyaeHHa
und sonst -aß ocrajibHoe npeiviH
der Kochherd will auch was zu fressen haben = der Kochherd
will auch etwas zu fressen haben
ich hatte alle Hände voll zu tun - y m6hh 6bi.no oneHb MHoro
XJIOHOT
man mußte... über hohe Bretterzäune = man mußte... über
hohe Bretterzäune steigen
eine Faust hatte mich beim Nacken — nen-TO KyjiaK cxBarnji
M6H5I 3a HIHBOpOT
ein Räuberroman — npHKjnonemiecKHH poMaH (öocjiogho: poMaH
C pa36OHHHKaMH)
er flüsterte dem Wächter zu — oh npomenTaji, oöpanjasicb k
cropoMcy
einen schönen Gruß sagen — nepe^aTb npHBer
der unschuldige blaue Blick — HeBHHHbiH B3rjmfl rojiyöbix rjia3
Bist du ganz sicher? — Tbi b otom (coßepmeHHo) ysepeH?
5 Öre — 5 ape (ivie.nKaa MOHera JfaHHH, lÜBemiH h HopEernn)
da stand ich nun — bot TaKOB a h Gbiji
115
mit mir war überhaupt nichts anzufangen — co mhoh Booönje
iinnero Hejib35i Gbijio iio/iejiaTb
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sorgen für (Akk.) — 3a6oTHTbca o kom-ji., o höm-ji. (npedji. n.)
Die Mutter sorgt für ihre Kinder. — Marb saSoTHTca o ceoux
deninx.
begegnen (Dat.) f bctpothtb Koro-Ji., hto-ji. (&uh. n.), noBCTpenaTb-
ca c kom-ji., c neM-ji. (me. n.)
Auf dem Wege nach Hause begegnete ich meinem alten Schul-
freund. — Ho flopore jloivio ii a BCTpeTnji ceoeeo cmapoeo uinojib-
Hoeo moeapuu^a.
Bei der Ausführung dieses Auftrages begegneten wir vielen
Schwierigkeiten. — Hpn BbinojiHennn 3Toro nopyaeHHa mbi
BCTpeTHjincb co mhosumu mpydHoemRMU.
Grammatik
ÜKasyeMoe, b bi p a a; c 11 11 o c rjiarojiaMn
haben hjih sein + zu + Infinitiv.
XtojiMceHCTBOBanne hjih bosmomchoctb Moryr Gbitb BbipaaceHbi ne
tojibko c noMonjbio MOflajibHbix rjiarojiOB, ho TamKe nocpe^CTBOM
rjiarojioß haben h sein b hx coaeTaHHH c Infinitiv ochobhofo
rjiarojia, nepe^ kotopbim b thkom cjiyuae ctoht aacTHii,a zu. B
thkhx oGoporax rjiarojibi haben h sein npnobpeTaiOT Mo^ajibHoe
3HaneHHe. Hpn otom rjiaron haben nepe^aeT flOJiMceHCTBOBaHHe,
a rjiaroji sein ivioaveT nepe^aBaTb KaK ^ojiaceHCTBOBaHHe, TaK h
BO3MO3KHOCTB. B Mo^ajibHOM 3HaneHHH rjiaroji haben ynoTpebjia-
erca npn aKTHBHOM, a rjiaroji sein npn naccHBHOM
iio/i.ne/Kaineivi.
BßHfly naccHBHoro xapaKTepa obopora sein + zu + Infinitiv oh
MOMceT HMeTB MecTO tojibko b coneTaHHH c Infinitiv nepexodubbx
rjiarojioß.
H p h m e p bi:
Wir haben eine schwere Aufgabe zu lösen. -
Mbi flOJDKHBi peniHTb TpynjHyio 3a^any.
(= Wir müssen (sollen) eine schwere Aufgabe lösen.)
Dieser Befehl ist sofort auszuführen. —
Dtot npHKa3 /lOJiaveii Gbitb BbinojiHeH HeMe^jieHHO.
(= Dieser Befehl soll sofort ausgeführt werden.)
Dieses Buch ist noch zu kaufen. — Dry KHHry enje momcho
KynHTB. (= Dieses Buch kann noch gekauft werden.)
116
Übungen
1. Übersetzen Sie die nachstehenden Sätze:
Das heldenhafte Leningrad war nicht zu bezwingen.
Um die Hungerblockade zu durchbrechen, hatten die Leningra-
der einen Weg über den Ladoga-See zu legen.
Es waren in kurzer Frist mächtige Verteidigungslinien um die
Stadt zu schaffen.
Während der Blockade hatten sich die Leningrader mit der
täglichen Brotration von 125 Gramm zu begnügen.
Die zerstörte Leningrader Industrie war in kurzer Frist wieder-
aufzubauen.
Jetzt ist in Leningrad keine Spur von Zerstörungen mehr zu
sehen.
Die Schieferwerke am Finnischen Meerbusen haben Leningrad
mit Gas zu versorgen.
Unter den Ausstellungsgegenständen der Leningrader Eremita-
ge sind wirkliche Märchenschätze zu finden.
2. Ersetzen Sie das Prädikat der nachstehenden Sätze durch ein
Modalverb und einen Infinitiv Aktiv oder Passiv und übersetzen
Sie die Sätze:
Bei sogenannten Rückübersetzungen ist der Text zuerst schrift-
lich aus der fremden Sprache ins Russische zu übersetzen; dann
hat man die russische Übersetzung wieder in die fremde Sprache
zurückzuübersetzen.
Seit der Erfindung der Buchdruckerkunst sind die Bücher
schnell und billig herzustellen.
Die ersten russischen Buchdrucker hatten ihre Tätigkeit nach
Litauen und in die heutige Westukraine zu verlegen.
An diesem Fluß ist ein neues großes Wasserkraftwerk zu errich-
ten. Es wird viele Werke und Fabriken mit elektrischer Kraft zu
versorgen haben.
Durch die Verwendung von Phosphaten sind die Erträge der
landwirtschaftlichen Pflanzen bedeutend zu erhöhen.
3. Ersetzen Sie in den nachstehenden Sätzen die Modalverben durch
die Hilfsverben haben oder sein.
Das Studium der Fremdsprachen kann man vom Studium der
Muttersprache nicht trennen.
Wir müssen diesen Versuch noch einmal wiederholen.
Man soll dieses Mineral von allen schädlichen Bestandteilen
befreien.
117
Dieser chemische Stoff soll ganz vorsichtig erhitzt werden.
Die Sowjetagronomen sollen die unfruchtbaren Wüstensteppen
fruchtbar machen.
In diesem botanischen Garten kann man alle subtropischen
Pflanzen finden.
4. Übersetzen Sie folgende Sätze ins Deutsche, gebrauchen Sie dabei
die Hilfsverben haben oder sein.
Diy TejierpaMMy i iy‘>i<i io HeMefljienno OTHecTH na iiomtv.
H zjojnKeH sanjiaTHTb 3a cboü oöe^ 12 pyöjien.
Mbl flOJDKHbl BCTaTb 3aBTpa OneHb pano.
Mon flpyr ^ojiMcen 3aBTpa /le.naTb flOKJia^.
Ynnrejib /io.t;i<cii öbiji npoBepnTb ceroflHa 3Hann5i niecrn
yneHHKOB.
JHeHbrn 3a 3th khuhi /ioji/kiim öbiTb ynjiauenbi 3aBTpa.
Kto flOJiMcen OTseTHTb Ha stot Bonpoc?
5. Suchen Sie im Text auf:
a) alle Sätze, wo die Notwendigkeit (^oji^eHCTBOBaHHe) oder die
Möglichkeit durch die Hilfsverben haben oder sein ausgedrückt
ist;
b) alle Infinitivgruppen mit zu.
6. Analysieren Sie syntaktisch und morphologisch folgende Sätze:
a) Die Kohlenwagen waren schwer beladen, und man lief mit
einem Sack hinter ihnen her und las auf, was während der Fahrt
herunterfiel.
b) Ich hatte selber das Gefühl, daß aus mir niemals etwas wer-
den wird.
7. Übersetzen Sie folgende Sätze; achten Sie auf die Stellung der
Präposition:
Unser Boot fährt das rechte Ufer des Flusses entlang.
Dieser Arzt wohnt unserem Haus direkt gegenüber.
Meiner Meinung nach ist der neue Roman dieses Schriftstellers
sehr interessant.
Der Hitze wegen ist die Erde ganz trocken geworden.
Das Kind lief seiner Mutter entgegen.
8. Übersetzen Sie ins Russische:
Ich habe diesen Mann schon irgendwo früher gesehen.
Können Sie mir irgendeinen guten Arzt empfehlen?
Haben Sie irgendwelche deutsche Bücher für Ihre Reise mit-
118
genommen? Haben Sie mir irgendwas zu sagen?
Haben Sie von Ihren Plänen schon irgendwem erzählt?
Wollen Sie irgendjemand zu Hilfe haben?
Nein, danke, ich werde mit dieser Arbeit schon irgendwie
allein fertig werden.
9. Ergänzen Sie die fehlenden Wörter:
In unserem Hof ist... eingefahren, der mit Kohle beladen ist.
Diese Holzwand ist aus einzelnen ... gemacht.
Um den Garten führt ein hoher ... .
Die Kleidung eines Mannes besteht aus einem Rock und ... .
Dieser Arbeiter wurde von der Polizei verhaftet, obwohl er
ganz ... war.
Auf der See werden die Entfernungen nach ... gemessen.
10. Übersetzen Sie die nachstehenden Sätze ins Russische:
Meine Mutter hat heute alle Hände voll zu tun und kann Sie
deshalb nicht besuchen.
Sie läßt mich Ihnen einen schönen Gruß sagen.
Mit diesem Knaben ist nichts anzufangen, er ist in der Stunde
immer sehr unaufmerksam.
In den kapitalistischen Ländern müssen immer neue Arbeiter
auf die Straße.
Für sie gibt es neue Sorgen um Brot und Arbeit.
Kein Arbeiter kann dort sicher sein, daß er morgen vielleicht
nicht auch arbeitslos ist.
11. Suchen Sie im Text einige Metaphern auf und übersetzen Sie
dieselben.
12. Finden Sie im Text Antworten auf folgende Fragen:
Wie kam es, daß Martin Andersen Nexös Vater eines Tages
abeitslos wurde?
Wohin mußte der Vater gehen, um Arbeit zu finden?
Wie half Martins ältester Bruder seinem Vater?
Und was hatte Martin zu tun?
Was war seine Hauptarbeit zu Hause?
Auf welche Weise verschaffte Martin Kohle für den Ofen?
Warum war es so schwer, auch Späne zu bekommen?
Auf welchem Wege war es nur möglich?
Welcher Gefahr setzte man sich dabei aus?
Was waren die Folgen, wenn man beim Spänesammeln plötzlich
erwischt wurde?
119
§20
Vorübungen
1. Übersetzen Sie die nachstehenden Sätze:
a) Wenn der Knabe schon gesund wäre, käme er natürlich in
die Schule (würde er natürlich in die Schule kommen), aber er ist
immer noch krank.
Wenn der Knabe gestern gesund gewesen wäre, wäre er
natürlich in die Schule gekommen (Plusquamperfekt Konjunktiv).
b) Wenn Sie mir dieses Buch für ein paar Tage geben könnten,
wäre ich Ihnen sehr dankbar (würde ich Ihnen sehr dankbar sein),
ich brauche es sehr.
Wenn Sie mir dieses Buch früher gegeben hätten, wäre ich
Ihnen sehr dankbar gewesen. Jetzt aber brauche ich es nicht
mehr (Plusquamperfekt Konjunktiv).
c) Wenn das Wetter besser wäre, gingen wir in den Wald
(würden wir in den Wald gehen); es beginnt aber zu regnen.
Wenn das Wetter gestern besser gewesen wäre, wären wir
in den Wald gegangen und hätten dort den ganzen Tag ver-
bracht; es regnete aber sehr stark (Plusquamperfekt Konjunktiv).
d) Wenn wir nichts anderes zu tun hätten, könnten wir diese
Arbeit schon morgen beenden.
Wenn wir nichts anderes zu tun gehabt hätten, hätten wir
diese Arbeit schon gestern beenden können (Plusquamperfekt
Konjunktiv).
2. Übersetzen Sie folgende Wörter, die Ihnen bekannte Wortstämme
enthalten:
dichten — der Dichter — die Dichtung; anfangen — der Anfang
üben — die Übung; nennen — benennen — die Benennung
unterrichten — der Unterricht; bleiben — Zurückbleiben
zeichnen + der Lehrer — der Zeichenlehrer
der Scherz — scherzen - scherzhaft; die Kunst — künstlich
der Fleiß — fleißig; die Natur — natürlich
wahr - die Wahrheit; sauber - die Sauberkeit
Aufgabe: Lesen Sie den Einleitungstext und geben Sie dessen
Inhalt in Ihrer Muttersprache wieder.
120
Tidjtmtß uni) 21'iiljrljcit
Q3on 3 o f) a n n Qö o l f g a n g CS o c t b c
Johann Qöolfgang CSoctbc
mürbe in §ranffurt am DEain
geboren, ©ein QSater, turift von
SBeruf, mar ein moblbabcnber
DEami. Sbcr junge CSoctbc erhielt
in feinem CDtcnibaus eine fe^r
gute (Xrgiebung. 9 Hs 5\iiabe mm>
be er auch im ßeichnen unb im
^lavierfpiel unterrichtet. (Xi las
unb jchrieb §rangöfi|ch; neben ben
alten (Sprachen lernte er auch
(Snglijch unb Stalienijch.
1811 erjchien fein großer auto*
biographijcher Dioman "Dichtung
unb Qöahrheit", in bem CSoetbc
feine 5\inbbeit unb tugciib |cl>tl
bert. Dlachftehenb bringen mir
einen ctmas erleichterten Slu^gug
aus biefem Dioman, in meinem
uns ber dichter von feinen Bet
ehern unb DEufifftuiibcii ergäbt.
Unfer Setchenlehrer, ein guter alter Wann, mar freilich nur ein
^albfünßler. Wir mußten Striche machen unb fie gufammem
(eßen, morauS bann Gingen unb Nafen, Sippen unb Oi)ren, ja
guleßt gange öefichter unb Äöpfe entfielen fällten; allein eS mar
babet meber an natürliche noch fünßltche §orm gebaut.
Nun gingen mir gu £anb|chaften unb gum 25aum(öhlag über, bte
gleichfalls ohne Wethobe geübt mürben. Suleßt fielen mir auf bte
genaue Nachahmung unb Sauberkeit ber Striche, ohne uns weiter
um ben Wert beS Originals ober beffen ®e|chmacf gu kümmern.
3n biefem Wßreben gab uns ber QSater ein 95etfptel. 6r hatte
nie gegeichnet, mollte aber nun hinter ben Ätnbern nicht gurüch=
bleiben. Sein §let£ ging fo meit, ba£ er eine gange Sammlung
von .Stopfen nach allen ihren Nummern burchgeichnete, mährenb
mir Ätnber uns nur bte auSmählten, bte uns gefielen.
Um btefe Seit mürbe auch ber QSorfaß gefaßt, uns in ber Wuftf
unterrichten gu taffen. Saß mir baS Älavter lernen follten, mar
121
auggemacht; allein über bte QSaljl beg Sehrerg mar man immer
ftretttg.
(Stnmal lamme td> gufälltg gu einem Äameraben, ber eben Äla*
vterftunbe nimmt, unb ftnbe ben Sehrer alg einen gang aller*
Itebften Wann. gür jeben ginger ber rechten unb ber Unten £>anb
f>at er einen Sptgnamen. Sie fthmargen unb meinen Saften
mürben auch btlbltch benannt, ja bte Säue felbft erlernen unter
figürlichen 9?amen. (Sine folche bunte öefellfthaft arbeitet nun
gang luftig gufammen. Äaum mar tcf> nach t>aufe gefommen, alg
ich bte (Sltern bat, mir btefen unvergleichlichen Wann gum Sehrer
gu geben. Wan erfunbtgte fich nach bem Wanne unb erfuhr von
ihm nichts Übleg, aber auch nichts (Butes. 3ch fyatte meiner
(Scbmefter bte luftigen Benennungen ergäbt, mir tonnten ben
Unterricht faum ermarten unb fegten eg burch, baft ber Wann
genommen mürbe.
SW 9?otenlefen begann, unb alg babet fein Spaft vorfam,
tröfteten mir ung, baft, menn eg ang Älavter gehen merbe, bag
ftherghafte QSefen feinen Einfang nehmen merbe. 2llletn fo troclen
bte 9?oten auf unb gmtfthen ben fünf Stuten gemefen, biteben auch
bte metften unb fthmargen Saften. Weine Scbmefter machte mir bte
bitterften QSormürfe, baft ich fie getäuftht habe. 3c£) mar aber felbft
enttäuftht unb lernte mentg, beim ich martete immer auf bte früh*
eren Späfte. 2lber fie biteben aug, unb ich hätte mir btefeg SRätfel
niemals erflären tonnen, menn eg ein Sufall nicht gelöft hätte.
(Siner meiner greunbe trat mitten in ber Stunbe herein, unb
auf einmal öffneten fich alte SRöhren beg hutnortfttfthen Spring*
brunneng. Wein junger greunb tarn nicht aug bem Sachen unb
freute fich, baft man auf eine fo luftige Weife fovtel lernen tonne.
(Sr fthmur, baft er feinen (Sltern feine SRuhe taffen merbe, big fie
ihm btefen vortrefflichen Wann gum Sehrer gegeben.
So mar mir ber Weg gu gmet fünften früh eröffnet, bloft auf
gut ölüct. Setchnen müffe jebermann lernen, behauptete mein
QSater, auch fyielt er mich bagu ernftltch an, mährenb er meine
Schmefter mehr am Älavter fefthtelt.
Texterläuterungen
künstlich — sdecb: xy/io/KCCTBCiiiibin
wir fielen auf die genaue Nachahmung — mbi nepenijin k toh-
122
HOMy no^paMcaHHK)
den Vorsatz fassen - iipniiHTb pemeHHe
das Klavier lernen — odynaTbca nrpe Ha (JiopTennaHO
über die Wahl des Lehrers war man immer streitig — Bonpoc
o Bbiöope yHHTejia Bee enje ocTaßajica HepemeHHbiM (chophbim)
ich finde den Lehrer als einen allerliebsten Mann — a Haxo-
7i<y yHHTejia npeMHjieHniHM nejiOßeKOM
eine solche bunte Gesellschaft arbeitet nun ganz lustig zu-
sammen — TaKoe necrpoe oönjecTBO (nivieiOTCH b bh/iv najibijbi,
KJiaBHHIH H HOTbl C HX CMeiHHblMH HpOSBHH^aMH) flCJiaßT SaHHTHH
oneiib BecejibiMH
wenn es ans Klavier gehen werde... - Kor^a /ie.no ^oh^öt /io
nrpbi Ha poajie ...
das scherzhafte Wesen wird seinen Anfang nehmen - Hanner
npOHEJIHTbCa HiyTJIHBblH TOH (sailHTHH)
so trocken die Noten ... gewesen = so trocken die Noten ... ge-
wesen waren — raKHMH 7i<e cyxHMH, KaKHMH Gbijih hotbi
Vorwürfe machen — ynpeKarb
mein Freund kam nicht aus dem Lachen — moh /ipyr He
nepecraBaji CMeaTbca
auf gut Glück - iiay/iany; cjiynaHHO
Merken Sie sich die Rektion:
sich kümmern um (Akk.) — saöoTHTbca, öecnoKOHTbca o kom-ji.,
o neM-ji. (np. n.) Ich will mich nicht um diese Sache kümmern.
— H He xony öecnoKOHTbca 06 smoM dejie.
unterrichten (Akk.) in (Dat.) — npeno/jaßaTb KOMy-jinöo (dam. n.)
hto-jihöo (euH. n. 6e3 npedjioea)
Dieser Lehrer unterrichtet unsere Klasse in der Mathematik. —
3tot ynnrejib npeno^aer HauieMy KJiaccy MameMamuny.
sich erkundigen nach (Dat.) — cnpaßjmTbca, ocße^OMjiaTbca o
kom-jihöo, o höm-jihöo (np. n.) Der Arzt erkundigte sich nach
Ihrer Gesundheit. — Bpan cnpaßjmjica o BaineM ß^opoßbe.
Grammatik
1. OöpasoßaHHe Plusquamperfekt Konjunktiv:
Imperfekt Konjunktiv haben / sein + Partizip II ocnoenoeo ejiaeojia
PLUSQUAMPERFEKT INDIKATIV
er hatte gelernt
er war gekommen usw.
PLUSQUAMPERFEKT KONJUNKTIV
du hättest gelernt
du wärest gekommen usw.
123
Plusquamperfekt Konjunktiv ynoTpeÖJiaeTca b ycjiOBHbix npn-
^aTOHHbix npe^aoaceHHax jijim BbipaaceHHa HepeajibHocmu deücm-
eiui, omHocniupeocn k npovueduieMy epeMeHu.
II p h m e p h:
Wenn ich gestern keine Prüfung gehabt hätte, wäre ich gern
mit euch zusammen aufs Land gefahren. — Ecjih 6bi y MeHH Baepa
He Gbijio 3K3aMena, a oxotho noexaji 6bi BMecre c bhmh 3a ropofl.
[3^ecb penb ipiÖT He tojihko o HepeajibHOM, ho yace o HeBbinojiHHMOM
fleiiCTBHH, t. k. BpeMH, yKasaHHoe ji.'ih ero BbinoaneHHa (ßaepa), yace
HCTeKJio. IIoaTOMy CKasyeMoe KaK rjiaBHoro, ran h npn,qaTonHoro
npefljio^KeHHH ctoht b Plusquamperfekt Konjunktiv.}
Wenn ich heute (morgen) keine Prüfung hätte, würde ich gern
mit euch zusammen aufs Land fahren. — Ecjih 6bi y Mena cero^Ha
(3aBTpa) He öbijio 3K3aMena, a oxotho noexaji 6bi BMecre c Baivm 3a
ropofl. [3/iecb xora h HepeajibHoe fleiiCTBHe, ho b cjiynae iioneiviy-
JIHÖO H3MeHHBIIIHXCfl OÖCTOHTeJIbCTB 6111,6 MOTJIO 6bl COBCp IHIITbCH, T. K.
BpeMH ,ti:ih ero BbinoaneHHa (cero^Ha, 3aBTpa) eipö He HCTeKJio.
IIosTOMy b iipii/iaTOMiioivi iipejuiovneii iiii ctoht Imperfekt Konjunktiv,
a b rjiaBHOM Imperfekt Konjunktiv hjih Konditionalis I.}
2. II a p h bi ii co io 3 weder ... noch (hu ... hu) aBjiaeTca
C0I030M COHHHHTeJIbHblM. Oh MO3K6T COe^HHHTb KaK OTJICJIBIIBI6 O/p
Hopo^Hbie ajieHbi npe^jioaceHHa, TaK h n,ejibie npe^jioaceHna:
Dieser Knabe hat weder Brüder noch Schwester. —
y SToro MajibHHKa hgt hu öpaTbes, hu cecröp (coeduHeuue deyx
donojiHeHuü).
Ich habe weder diesen neuen Roman gelesen noch kenne ich
seinen Inhalt. — H He mojibno He HHTaji sroro hoboto poMana, ho
u He 3Haio ero co^epacanna (coeduHeuue deyx npedjio^/ceHuü).
Bhh/iv Toro hto cok)3 weder ... noch npejjcTaBjiaeT coGon orpHpaHHe,
a b i leiviei ij'Oivi a3HKe b i ipejuiovice i i ii ii MoaceT cojjepacaTbca tojibko o/uio
orpHpaHHe, to CKasyeMoe b iipe/iJioaceiimix c sthm coiobom Bceijia ctoht
b yTBepanTejibHon cjiopMe, b to BpeMa KaK b pyccKOM a3biKe oho HMeer
OTpHpaTejibHyio (fiopiviy.
Übungen
1. Konjugieren Sie im Plusquamperfekt Konjunktiv folgende Verben:
gehen, antworten, zurückkehren, schreiten, lesen.
2. Übersetzen Sie folgende Sätze ins Russische; erklären Sie den Ge-
brauch des Imperfekt oder des Plusquamperfekt Konjunktiv darin:
124
Wenn es nicht so spät wäre, könnten wir noch ein paar Stunden
in der Bibliothek arbeiten.
Wenn ich von deiner Krankheit früher gewußt hätte, hätte ich
dich schon längst besucht.
Wenn ich das nötige Buch bei meinem Freund nicht gefunden
hätte, wäre ich in die Leninbibliothek gegangen.
Wenn das Wetter etwas besser wäre, so könnten wir den heuti-
gen Abend im Kulturpark verbringen!
Wenn der Schüler etwas aufmerksamer gewesen wäre, hätte er
nicht soviel Fehler in seiner letzten Kontrollarbeit gemacht.
Wenn ich kein Wörterbuch hätte, so könnte ich diesen Text nicht
übersetzen.
3. Übersetzen Sie folgende Sätze:
Ich spiele weder Klavier noch irgendein anderes Instrument.
Wir wollen weder in der Mathematik noch in irgendeinem
anderen Fach Zurückbleiben.
Dieser Schüler ist weder fleißig noch aufmerksam.
Weder ich noch mein Bruder konnten dieses Rätsel lösen.
Der Mann behauptet, daß weder er noch seine Frau gestern
abend das Haus verlassen haben.
4. Übersetzen Sie ins Deutsche:
y 3Toro MajibunKa hot hu öpaTben, hu cecrep.
Hn 5i, hh moh coce/i, ne peninjiH npaBHjibHO otoh sa^ann.
Moh TOBapHin, He xoner hohth cero^HH hh b TeaTp, hh b khho.
y Hac H6T HH BpeMeHH, HH 3KeJiaHH5I lipO/lO.T/KaTb 3T0T pasroßop.
B nycTbiHe He bh^ho hh ^epeBbeß, hh Tpaßbi.
5. Übersetzen Sie ins Russische:
Der Knabe stand an der Tafel, ohne ein Wort zu sagen.
Ich habe diese Übersetzung geschrieben, ohne das Wörterbuch
zu benutzen.
Du kannst eine deutsche Zeitung nicht lesen, ohne die Sprache
gut zu beherrschen.
Dieser Schüler hat seinen Aufsatz geschrieben, ohne sich viel
um die Orthographie zu kümmern, und hat natürlich eine
schlechte Note bekommen.
Ich erzähle Ihnen diese Geschichte, ohne behaupten zu wollen,
daß alles darin wahr ist.
125
6. Bilden Sie jeden zweiten Satz in eine Infinitivgruppe um.
Muster: Ich ging an meinem alten Schulfreund vorbei,
aber ich erkannte ihn nicht.
Ich ging an meinem alten Schulfreund vorbei,
ohne ihn zu erkennen.
Wir saßen im Dunkeln, zündeten aber die Lampe nicht an.
Der Vater legte den Brief auf den Tisch, aber er las ihn nicht.
Wir gingen immer vorwärts und blickten uns nicht um.
Der Engländer bestellte sein Mittagessen, aber er wußte nicht,
was er bestellte.
7. Analysieren Sie syntaktisch und morphologisch den Satz:
Die früheren Späße blieben aus, und ich hätte mir dieses Rätsel
niemals erklären können, wenn es ein Zufall nicht gelöst hätte.
8. Übersetzen Sie folgende Sätze; merken Sie sich die verschiedene
Bedeutung der Wörter allein und ja (siehe Wörterverzeichnis):
Ich werde mit dieser Arbeit schon allein fertig.
Ich traf meinen Freund zu Hause ganz allein.
Das Kind läuft schon allein.
Allein in Moskau gibt es einige Dutzende von Hochschulen.
Seiner Kühnheit allein verdankten wir unsere Rettung.
Ich hoffte auf diesen Mann, allein ich wurde bitter enttäuscht.
Wir warteten auf unseren Freund bis 2 Uhr, allein er ist nicht
gekommen.
Wir gehen in den Kulturpark. Willst du mitkommen? Ja, natür-
lich.
Dieser Mensch sagt zu allem ja.
Sie wissen es ja, daß dieses Mädchen sehr gut Klavier spielt.
Wie können wir jetzt spazieren gehen, es regnet ja sehr stark.
Wir können ins Museum zu Fuß gehen, es ist ja nicht weit bis
dorthin.
Der Schüler hat seinen Aufsatz sehr gut, ja ausgezeichnet
geschrieben.
9. Schreiben Sie aus dem Text alle Substantive aus, die von Verbal-
stämmen abgeleitet sind, und übersetzen Sie dieselben ins
Russische; nennen Sie auch den Infinitiv des Verbs, von dem
diese Substantive abgeleitet sind.
10. Setzen Sie die unten angeführten Wörter ein:
Wir haben heute zuerst Deutsch, dann Russisch, Geschichte
und Physik, und ... Mathematik.
126
Die Entdeckung dieses Gelehrten ist von hohem wissenschaftli-
chem ... .
Bloß ein glücklicher ... hat mich zu diesem Arzt geführt.
Der Zug ist... angekommen.
Es ... sehr selten ..., daß es im Mai schneit.
Ich habe diesen Roman von ... bis zu Ende gelesen.
Die Wohnung dieses Künstlers ist mit viel... eingerichtet.
Ich habe ganz ... erfahren, daß Sie in Moskau sind.
Diese Frage ist bis jetzt nicht gelöst, sie bleibt immer noch ... .
Mitten auf dem Platz befindet sich ein schöner ....
Mein Freund macht mir in seinem Brief... , daß ich ihm so sel-
ten schreibe.
Der neue Roman dieses Schriftstellers ist in unserer Bibliothek
noch nicht... .
... weiß, daß die Pflanzen ohne Licht nicht leben können.
Ich will nicht..., daß diese Nachricht wahr ist.
behaupten, vorkommen, der Zufall, der Geschmack, der Wert,
der Springbrunnen, der Vorwurf, der Anfang, vorhanden,
streitig, zufällig, jedermann, zuletzt, eben
11. Nennen Sie die einzelnen Teile des menschlichen Gesichts.
12. Bilden Sie kurze Sätze mit folgenden Wörtern:
sich erkundigen, sich kümmern, trösten, enttäuschen,
nachahmen, das Klavier, das Rätsel, der Wert, zufällig, bloß.
13. Suchen Sie im Text die dort enthaltenen Epitheta und Meta-
phern auf und übersetzen Sie dieselben.
14. Übersetzen Sie ins Russische:
Das Mädchen steht am Klavier und singt.
Der Soldat stand Posten.
Mit der Gesundheit dieses Knaben steht es ganz gut.
Ich stehe immer früh auf.
Im Sommer steht uns eine lange Reise bevor.
Unsere Wohnung besteht aus vier Zimmern.
Wir haben alle Prüfungen gut bestanden.
Wir bestehen auf unserer Forderung.
Moskau besteht schon über 800 Jahre.
In Moskau sind viele neue Plätze und Straßen entstanden.
Verstehen Sie die deutsche Umgangssprache schon gut?
Mein Onkel wohnt ständig in Riga.
Das Wetter ist heute nicht beständig.
127
Der Zustand des Kranken hat sich gebessert.
Der revolutionäre Aufstand der Moskauer Arbeiter begann im
Dezember 1905.
Die Bestandteile dieses Stoffes können nur durch chemische
Analyse bestimmt werden.
15. Beantworten Sie folgende Fragen:
Wo wurde Goethe geboren? Was war sein Vater von Beruf?
Worin wurde Goethe in seinen Kinderjahren unterrichtet?
Was wurde in der Zeichenstunde gezeichnet?
Wer war im Zeichnen am fleißigsten?
Was sollten Goethe und seine Schwester noch lernen?
Wer fand den Lehrer für den Klavierunterricht?
Was gefiel dem kleinen Goethe an dem Mann?
Warum wurden die Kinder von seinem Unterricht bald ent-
täuscht? Wann wurde der Lehrer wieder scherzhaft?
Warum begann er wieder seine Späße?
Gelang es ihm, dadurch sein Ziel zu erreichen?
§21
Vorübung
Übersetzen Sie folgende Wörter, die von Ihnen bekannten
Wörtern abgeleitet sind:
schreiben — zuschreiben — einschreiben: Wollen Sie nicht
in meinem Brief an Paul ein paar Worte zuschreiben?
Schreiben Sie alle neuen Wörter in Ihr Wörterheft ein.
blicken - anblicken — aufblicken:
Warum blickst du mich so verwundert an?
Er las, ohne vom Buch aufzublicken.
fallen — entfallen: Die Feder entfiel
meiner Hand.
fahren — abfahren — die Abfahrt:
Wir erkundigen uns nach der Abfahrt
des Schnellzuges nach Kiew.
singen - der Gesang:
Man hört den Gesang der Vögel im Walde.
die Kraft - kraftlos:
Nach langer Krankheit ist mein Freund
ganz kraftlos geworden.
Bela BALAZS
(Herbert Bauer)
(1884 - 1949)
128
MOZARTS TOD
Schlußszene aus "Mozart" von Bela Balazs
Zimmer in Mozarts Wohnung. Es ist karg eingerichtet.
Ein Bett unweit vom Klavier. Mozart im Bett. Fiebernd
und schwach. Aber Notenpapier liegt unordentlich um ihn
herum und neben dem Bett auf dem Boden. Er schreibt in
jagender Hast. Sein Kopf fällt immer wieder auf die Kissen
zurück. Die kraftlose Hand kann die Feder kaum halten.
Aber er schreibt und wirft die vollgeschriebenen Seiten von
sich, ohne hinzusehen.
S ü ß m e y e r (ein bleicher bescheidener junger Mann von 25
Jahren, kommt ohne Hut und Mantel, wie vom anderen Zimmer):
Herr Mozart, um Gotteswillen, Sie dürfen ja nicht arbeiten.
Der Arzt hat es ja verboten. (Er sammelt die herumliegenden
Notenblätter und ordnet sie aufmerksam.)
Mozart (schreibt weiter in fiebernder Hast, ohne aufzublik-
ken): Wie geht es meiner Frau, Süßmeyer?
Süßmeyer: Der Arzt hat ihr verboten aufzustehen.
Aber sie hat jetzt keine Schmerzen.
Mozart (wie oben, ohne aufzublicken): Gott sei Dank! (Er
schiebt Süßmeyer Notenblätter hin.) Hier, Süßmeyer, da müs-
sen Sie den Generalbaß zuschreiben. Ich kann nicht mehr.
Es bleibt mir keine Zeit. (Schon schreibt er weiter.)
S ü ß m e y e r (will ihm das Notenpapier wegnehmen):
Geben Sie her, Herr Mozart — ich beschwöre Sie, hören Sie
auf. Joseph sagt, Sie haben schon wieder die ganze Nacht
durch gearbeitet. Sie dürfen ja nicht! Um Gotteswillen!
Sie dürfen ja nicht!..
Mozart (preßt die Noten an sich. Ohne Trauer): Der Bote,
der das Requiem bestellt hat, kommt. Meine Zeit ist um.
Sie wissen es doch auch, lieber Freund. Wollen Sie denn,
daß mein Grabgesang unvollendet bleibt? (Schon schreibt er
weiter.) Sie müssen mir helfen, Süßmeyer. Mit der Instru-
mentation werde ich nicht mehr fertig.
S ü ß m e y e r wendet sich ab, um seine Tränen zu verbergen.
Mozart (ohne mit der Arbeit aufzuhören): Weinen Sie doch
nicht, Süßmeyer. Der Tod ist nicht unser Feind. Aber er
129
wäre ein Feind der Musik, wenn er dieses letzte Stück noch
verhindern wollte... Aber wir lassen es ihm nicht! Nicht
wahr, Süßmeyer, wir lassen es ihm nicht? (Er wirft ihm ein
Notenblatt hin.) Hier müssen Sie noch die Hörner weiter
einschreiben. (Er fällt keuchend in die Kissen zurück.)
Süßmeyer (springt zu ihm): Herr Mozart, bitte hören
Sie auf!
Mozart: Meine Post fährt bald ab. Ich höre schon das
Posthorn. Hören Sie nicht? (Er singt.) Trara-ra... (Er rafft sich
wieder auf.) Meine Koffer sollen sauber gepackt sein bei der
Abfahrt. (Er schreibt weiter und spricht, ohne aufzublicken.)
Lassen Sie zu meiner Schwägerin Sophie schicken, damit
jemand um meine Frau ist, wenn ich heute schon sterbe.
Süßmeyer: Aber lieber Herr Mozart! Es wird Ihnen
doch bald besser, wenn...
Mozart (wie oben): Lassen Sie heute noch dem Alb-
rechtsberger sagen, er möge sich für den Domkapellmeister
an meiner Stelle melden, sonst kommt er zu spät, wie ich
immer zu spät gekommen bin...
Süßmeyer: Aber...
Mozart: Haben Sie die Herren zum Singen bestellt?
Wir müssen heute noch das "Lakrimosa” ausprobieren.
Süßmeyer: Die Herren warten schon. Ich dachte
bloß...
Mozart (sinkt in die Kissen zurück, die Feder fällt ihm aus
der Hand): Sie sollen schnell hereinkommen... schnell...
keine Zeit mehr...
Süßmeyer geht zur Tür und winkt. Es kommen drei
Männer vorsichtig herein. Sie verständigen sich mit Süß-
meyer durch stumme Gebärden und nähern sich dann dem
Bett.
Der erste Sänger (sehr leise): Wie fühlen Sie sich,
Herr Mozart?
Mozart (mit mattem Lächeln): Sehr wohl eigentlich, dan-
ke... Aber wie man so sagt: die Stunde hat geschlagen.
Erster Sänger: Ach wo, Herr Mozart, jetzt wird es
erst wirklich schön. Sie wissen doch, daß Sie die Domka-
pellmeisterstelle bekommen haben?
130
Mozart (lächelt)-. Ein wenig zu spät ... Ja, vielleicht
hätte ich jetzt ruhig arbeiten können ... ich bin ja erst
fünfunddreißig ... und bin ans Ende gekommen, ohne mich
meines Talents recht gefreut zu haben. Aber vielleicht ist
ein Leben nicht nach seiner Länge zu messen. Es gibt
Stunden und Werke, in denen man sein ganzes Leben in
einem Male lebt ... Ich hatte solche ... ich hatte sie! Und
wenn das Leben noch hundert Jahre währte: Lust und Sinn
würden nicht tiefer werden — es war doch voll. Ich bin
froh ... (Die Männer senken die Köpfe, um ihre Ergriffenheit zu
verbergen.)
Mozart (erhebt sich): Und wir wollen singen, Freunde ...
Süßmeyer, das "Lakrimosa”! Ich will es noch hören.
Süßmeyer verteilt die Noten und setzt sich ans Klavier.
Mozart hebt die Hand, gibt den Einsatz und beginnt selber
zu singen. Seine Stimme ist schwach, aber klar und innig.
Seine letzten tiefsten Lebenskräfte entströmen in diesem
Ton. Bald sinkt seine Hand auf die Decke, das Notenblatt
entfällt seiner Hand. Mozart singt weiter, mit geweiteten
Augen in die Ferne blickend. Die Sänger, von der Musik
überwältigt, kämpfen mit den Tränen. Einem nach dem
anderen versagt die Stimme. Es wird still. Auch Mozart
hört auf und blickt sie an.
Mozart: Ach, arme Freunde ... Ihr seid zu beladen,
um schön zu singen. Diese Melodien werden einst ihre
freien Sänger wecken... (Er sinkt zurück.) Warum weint ihr?
Es ist doch Musik. Das Leben war doch schön ... (Seine
Augen schließen sich, der Kopf neigt sich zur Seite. Süßmeyer und
die anderen springen hinzu und verdecken das Bett.)
Texterläuterungen
in jagender Hast — b Gernehoü cneniKe
um Gotteswillen - pa^n Gora
in fiebernder Hast — c jinxopaflonHon nocneninocTbio
Gott sei Dank! - öjiaroflapenne (cjiaßa) Gory!
die ganze Nacht durch — bcio hohe nanpojieT
meine Zeit ist um — Moe rpeiviH Kommjiocb
das Requiem — MysbiKajibHoe nponsBeflenne rpaypnoro xapaKTepa
131
meine Post fährt bald ab - moh nonTOBaa Kapera CKopo OTnpaB-
JIHeTCH
Albrechtsberger — hmh coGcTBemioe
er möge sich an meiner Stelle melden — nycTb oh ho/ioct 3aHB-
jieHHe BMecTO ivieiiH
Lakrimosa (jiam.) — CKopÖHbrii njian (bxo/uit rjiaBHOH cocTaBHOH
nacTbio b "PeKBHeM" Moijapra)
aber wo! — Hy hto bbi! bot emo!
ohne mich meines Talents recht gefreut zu haben — Hacjia^H-
bhihcb KaK cjie^yeT cbohm TajiaHTOM
ihr seid zu beladen — bei cjihhikom oöpeMeneHbi paöoTOH
Merken Sie sich die Rektion:
schicken nach (Dat) — nocjiarb 3a kom-jihGo, 3a hom-jihGo
Schicken Sie sofort nach dem Arzt. — IIonijiHTe HeMe^jieHHO 3a
epanoM.
sich nähern (Dat.) — npHÖJiHMcaTbCH k KOMy-jiHÖo, k neMy-jiHÖo
Wir näherten uns einem großen Dorf. — Mei npHÖJiHMcajiHCb k
öojibuiOMy cejiy.
entfallen (Dat.) — Bbina^aTb U3 nero-jinbo
Dieses Wort ist meinem Gedächtnis entfallen. - 3to cjiobo
Bbinajio y Menn U3 naMnmu.
anblicken (Akk.) — CMOTpeTE, BsrjiHHyTb Ha Koro-Ji., Ha hto-ji.
Dieser Mann blickt niemand an. - 3tot nejioseK hu ho koco He
TJIHflHT.
Aufgabe:
Lesen Sie den Text selbständig zu Hause durch und beantworten
Sie in Ihrer Muttersprache folgende Fragen:
Wie sah es in Mozarts Zimmer aus?
Woran arbeitete Mozart in seinen letzten Lebenstagen?
Warum wollte er diese Arbeit durchaus beenden?
Was haben Sie aus dem Text über Mozarts Frau erfahren?
Worin äußerte sich in den letzten Lebensstunden Mozarts Sorge
um seine Frau und seine Freunde?
Wen ließ Mozart am Tage seines Todes zu sich bestellen und
wozu?
In welchem Alter starb Mozart?
132
§22
Vorübungen
1. Bilden Sie nach dem Muster alle Bedingungssätze (ycjiOBHbie
npefljio^KeHHsi) des § 13, Übung 3 in konjunktionslose (ßeccoios-
Hbie) Nebensätze um und übersetzen Sie dieselben:
Wenn Sie unsere besten Teeplantagen sehen wollen, so müssen
Sie nach Batumi fahren.
= Wollen Sie unsere besten Teeplantagen sehen, so müssen Sie
nach Batumi fahren.
Ecjih Bbi xoTHTe ynn^eTb Kanin jiynmne njiaHTaijnn nan, to
flOJDKHbi noexaTb b BaTyMn.
2. Mustersätze:
Du eilst so sehr, als ob dein Zug in 10 Minuten abführe (Imperfekt
Konjunktiv). — Tbi TaK cneninnn>, kok 6yd mo tboh noe3/i OTnpaBjiaeTca
aepes 10 MimyT (Hacmoaiuee epeMn).
Dieser Genosse sieht so müde aus, als wenn er mehrere Nächte
nicht geschlafen hätte (Plusquamperfekt Konjunktiv). - 3tot TOBapmn,
Bbirjia^HT TaKHM ycrajibiM, KaK Gy/l'i’O oh He cnaji hockojibko iiomch
(npome^mee BpeMsi).
Übersetzen Sie die nachstehenden Sätze ins Russische:
Das Wetter ist heute so kalt, als ob es schon Winter wäre.
Dieser Mann singt so gut, als ob er ein richtiger Sänger wäre.
Wir lieben Moskau so sehr, als wenn es unsere Heimatstadt wäre.
Der Schüler erklärte die Frage so gut, als ob er sie studiert hätte.
Mein Bruder kennt die Gegend so gut, als wenn er hier gboren wäre.
3. Übersetzen Sie folgende Wörter, die von Ihnen bekannten
Wörtern abgeleitet sind:
sagen - aussagen: Es ist nicht auszusagen, wie froh ich bin.
der Hunger — hungern — aushungern: Dieser Arbeitslose sieht
ganz ausgehungert aus. verhaften - die Verhaftung
führen — abführen: Das führt uns zu weit von unserem Thema ab.
brechen — abbrechen: Der Wind hat viele Zweige vom Baum
abgebrochen. gründen — der Gründer — die Gründung
schließen — abschließen: die Tür abschließen, eine Arbeit abschlie-
ßen das Eis — eisig die Ecke — dreieckig
herrschen — die Herrschaft eintreten - der Eintritt
gründen — der Gründer — die Gründung
133
Aufgabe: Lesen Sie den Einleitungstext und geben Sie dessen
Inhalt in Ihrer Muttersprache wieder.
ERNST WALLAUS VERHÖR
Nach Anna Seghers
Anna Seghers (Netty Radva-
nyi, geb. Reiling) wurde 1900 in
einer bürgerlichen Familie gebo-
ren, schloß sich aber früh der re-
volutionären Bewegung an. Seit
1925 ist sie Mitglied der Kommu-
nistischen Partei Deutschlands.
Ihr erster Roman "Der Auf-
stand der Fischer von St. Bar-
bara"1 erschien 1928. In den
folgenden zehn Jahren entwik-
kelte sich Anna Seghers zu einer
hervorragenden revolutionären
Schriftstellerin. Während der
Hitlerherrschaft lebte Anna Se-
ghers in der Emigration, zuerst
in Europa, dann in Südamerika.
Nach dem Zusammenbruch des
faschistischen Systems kehrte sie nach Deutschland zurück und
nimmt jetzt am Aufbau der neuen, demokratischen deutschen
Kultur aktiv teil.
Nachstehend bringen wir einen Auszug aus ihrem Roman
"Das siebte Kreuz" (erschienen 1939). In dem Roman wird der
Fluchtversuch von sieben Gefangenen aus dem faschistischen
Konzentrationslager Westhofen beschrieben. Nur einem gelingt
es, mit ungeheuren Schwierigkeiten aus Deutschland zu fliehen;
zwei kommen bei der Flucht um; vier andere, darunter auch der
Kommunist Ernst Wallau, werden eingefangen und wieder nach
Westhofen gebracht, wo sie zu Tode gefoltert werden.
Der nachstehende Auszug schildert das Verhör Ernst Wallaus
nach seiner mißglückten Flucht.
Overkamp schloß hinter sich ab, um ein paar Minuten
vor Wallaus Verhör allein zu sein. Er ordnete seine Zettel,
sah seine Angaben durch, gruppierte, unterstrich, verband
Notizen durch ein bestimmtes System von Linien. Seine
Verhöre waren berühmt. Overkamp könnte einer Leiche
noch nützliche Aussagen entlocken, hatte Fischer gesagt.
134
Overkamp hörte hinter der Tür das Salutieren der
Wachtposten. Fischer trat ein, schloß hinter sich ab. "Sie
bringen den Wallau schon. Entschuldigen Sie, wenn ich
Ihnen einen Rat gebe, Overkamp.” — "Der wäre?" — "Lassen
Sie sich aus der Kantine ein rohes Beefsteak2 kommen." —
"Wozu?" —"Weil Sie eher aus diesem Beefsteak eine Aus-
sage herausklopfen werden als aus dem Mann, den man
Ihnen jetzt vorführt."
Fischer hatte recht. Das wußte Overkamp sofort, als der
Mann vor ihm stand. Er hatte die Zettel auf seinem Tisch
ruhig zerreißen können. Diese Festung war uneinnehmbar.
Ein kleiner, erschöpfter Mensch, ein häßliches kleines Ge-
sicht, dreieckig aus der Stirn gewachsenes dunkles Haar,
entzündete Augen, die Nase breit, die Unterlippe ist durch
und durch gebissen.
Overkamp heftet seinen Blick auf Wallaus Gesicht. In
diese Festung soll er jetzt eindringen. Ist sie, wie man
behauptet, der Furcht und allen Drohungen versperrt, so
gibt es doch andere Mittel, um eine Festung zu überrum-
peln, die ausgehungert und erschöpft ist. Overkamp kennt
diese Mittel alle. Er beobachtet das Gesicht des Mannes,
wie man ein Gelände beobachtet. Er hat sein erstes Gefühl
bei Wallaus Eintritt schon vergessen. Er ist zu seinem
Grundsatz zurückgekehrt: es gibt keine uneinnehmbare
Festung. Er fragt höflich: "Sie heißen Ernst Wallau?"
Wallau erwidert: "Ich werde von jetzt ab nichts mehr
aussagen."
Darauf Overkamp: "Sie heißen also Wallau? Ich mache
Sie darauf aufmerksam, daß ich Ihr Schweigen für Bejah-
ung nehme. Sie sind geboren in Mannheim am achten
Oktober achtzehnhundertvierundneunzig."
Wallau schweigt. Er hat seine letzten Worte gesprochen.
Hält man einen Spiegel vor seinen toten Mund, dann wird
kein Hauch diesen Spiegel trüben.
Overkamp läßt Wallau nicht aus dem Auge. Er ist fast
ebenso reglos wie der Gefangene. "Ihr Vater hieß Franz
Wallau, Ihre Mutter Elisabeth Wallau, geborene Enders."
1 2
Santa Barbara - CßßTaß Bapßapa sprich: bif-stek - ßn^LUTeKC
135
Statt Antwort kommt Schweigen von den durchgebisse-
nen Lippen. — Es gab einmal einen Mann, der Ernst Wallau
hieß. Dieser Mann ist tot. Sie waren ja eben Zeuge seiner
letzten Worte.
Er hatte Eltern, die so hießen. Jetzt könnte man neben
den Grabstein des Vaters den des Sohnes stellen. Ist es
wahr, daß Sie aus Leichen Aussagen erpressen können, ich
bin toter als alle Ihre Toten.
"Ihre Mutter wohnt in Mannheim, Mariengäßchen acht,
bei ihrer Tochter Margarete Wolf, geborene Wallau. Nein,
halt, wohnte. — Sie ist heute morgen in das Altersheim über-
wiesen worden. Nach der Verhaftung ihrer Tochter und
ihres Schwiegersohnes wegen Fluchtbegünstigungsverdacht
ist die Wohnung Mariengäßchen acht versiegelt worden.”
Als ich noch am Leben war, hatte ich Mutter und Schwe-
ster. Ich hatte später einen Freund, der die Schwester hei-
ratete. Solange ein Mann lebt, hat er allerlei Beziehungen,
allerlei Anhang. Aber dieser Mann ist tot.
"Sie haben eine Frau, Hilde Wallau, geborene Berger.
Aus dieser Ehe sind zwei Kinder hervorgegangen: Karl und
Hans. Ich mache Sie noch einmal darauf aufmerksam, daß
ich jedenfalls Ihr Schweigen für Ja nehme."
Als ich noch am Leben war, habe ich auch eine Frau
gehabt. Wir hatten auch damals Kinder miteinander. Wir
erzogen sie in unserem gemeinsamen Glauben. Wie ich
noch am Leben war, in den ersten Jahren von Hitlers
Machtantritt, als ich noch all das tat, wozu ich am Leben
war, da konnte ich unbesorgt diese Knaben meine Verstek-
ke wissen lassen, in einer Zeit, in der andere Söhne ihre
Väter den Lehrern verrieten. Jetzt bin ich tot. Mag die
Mutter allein sehen, wie sie sich mit den Waisen durch-
schlägt.
"Ihre Frau ist gestern gleichzeitig mit Ihrer Schwester
wegen Beihilfe zur Flucht verhaftet worden — Ihre Söhne
wurden der Erziehungsanstalt Oberndorf überwiesen, um
im Geiste des national-sozialistischen Staates erzogen zu
werden".
Als der Mann noch am Leben war, von dessen Söhnen
136
hier die Rede ist, versuchte er nach seiner Art für die Sei-
nen zu sorgen. Jetzt wird es sich bald herausstellen, was
meine Fürsorge wert war.
"Sie haben den Weltkrieg als Frontsoldat mitgemacht.”
Als ich noch am Leben war, zog ich in den Krieg. Ich war
dreimal verwundet, an der Somme, in Rumänien und in
den Karpathen. Meine Wunden heilten, und ich kam schlie-
ßlich gesund aus dem Felde. Bin ich jetzt auch tot, so bin
ich doch nicht im Weltkrieg gefallen.
"Sie sind dem Spartakusbund im Monat seiner Grün-
dung beigetreten."
Der Mann, da er noch am Leben war, im Oktober neun-
zehnhundertachtzehn, trat dem Spartakusbund bei. Was
soll das aber jetzt? Sie können ebensogut Karl Liebknecht
selbst zu einem Verhör bestellen, er würde ebensoviel,
ebensolaut antworten.
"Nun sagen Sie mir mal, Wallau, bekennen Sie sich auch
heute noch zu Ihren alten Ideen?"
Eine eisige Flut von Schweigen bricht aus den Lippen
des Mannes. Die Wachtposten selbst, die draußen an der
Tür horchen, zucken beklommen die Achseln. Ist das noch
ein Verhör? Ist man noch zu dritt dort drinnen? — Das
Gesicht des Mannes ist nicht mehr bleich, sondern hell.
Overkamp wendet sich plötzlich ab, er macht einen Punkt
mit dem Bleistift, wobei ihm die Spitze abbricht.
"Sie mögen sich selbst die Folgen zuschreiben, Wallau."
Wallau wird abgeführt. In den vier Wänden bleibt das
Schweigen zurück und will nicht weichen. Fischer sitzt reg-
los auf seinem Stuhl, als ob der Gefangene noch dastünde,
und sieht weiter auf die Stelle, auf der er gestanden hat.
Overkamp spitzt seinen Bleistift.
Texterläuterungen
Overkamp — (JiaMHjiHH 3C3COBn,a, KOMnccapa BecTro(J)eHCKoro
KOHn,jiarepa
Der wäre? — To ecrb? A HMemo?
lassen Sie sich kommen — Bejinre npnHecTH ceöe
durch und durch — HacKBO3b, cnjionib
137
von jetzt ab — Hannnaa c SToro MOMeirra (c sthx nop)
ich mache Sie aufmerksam — a obpanjaio Bame BHUMaHne
für Bejahung nehmen — cmiTaTb yTBepflHTejibHbiM otbotom
nicht aus dem Auge lassen - He ynycKaTb H3 ini/iy
den des Sohnes = den Grabstein des Sohnes
Nein, halt! — Her, nocToitre!
der Anhang — sdecb: po^Hbie
am Leben sein — öbitb b mchbbix
aus dieser Ehe sind zwei Kinder hervorgegangen — ot stobo
öpaKa poflHjiocb flßoe ^eren
mag die Mutter allein sehen — nycTb Marb caMa iio/iyiviaeT
die Rede ist von... - peab h^öt o...
nach seiner Art — no-CBoeMy
den Weltkrieg mitmachen - yaacTBOBaTb b mhpoboh bohho
bin ich auch tot - ecjin a /iaa<e h möptb
Was soll das aber jetzt? - Ho KaKoe 3HaaeHHe sto hmoot renepb?
zu einem Verhör bestellen — Bbi3bißaTb Ha ^onpoc
sagen Sie mir mal — CKaaarre-Ka mhb
aus den Lippen brechen - cxo^htb c ycr
die Achseln zucken — iioamiviaTb njieaaMH
zu dritt — BTpoeM
Merken Sie sich die Rektion:
entlocken (Dat.) — BbiMaHHBaTb, BbiBe^biBaTb, BbipbißaTb y Koro-Ji.
Wir entlockten unserem Freund sein Geheimnis. — Mbi Bbmefla-
jih y uauieeo dpyea ero Tanny.
vorführen (Dat.) — npHBecTH k KOMy-jinöo
Der Kriegsgefangene wurde dem General vorgeführt. — Boohho-
njieHHbiH öbiji npHBefleH k eeuepajiy.
nehmen für (Akk.) — npHHHMaTb 3a hto-jihöo, cmnrrrb hom-jihGo
Ich nahm seine Worte für Wahrheit. — H hphhhji ero cjiosa 3a
ucmuHy.
heiraten (Akk.) — aceHHTbca Ha kom-ji., bbihth 3aMyac 3a Koro-Ji.
Dieser Mann heiratete eine bekannte Schauspielerin. -
Dtot aejioßeK aceHHjica Ha u3&ecmHoü anrnpuce.
Meine Schwester heiratete einen Flieger. -
Moa cecrpa Bbinuia 3aMyac 3a jieTHHKa.
beitreten (Dat.) — BCTynHTb e... (KaKyio-jindo opraHH3aii,Hio)
Viele neue Mitglieder sind dem Bund der Freien Deutschen
Jugend beigetreten. - B Cok>3 cboGo^hoh HeMen,KOH MOJio^eacn
BCTyHHJIO MHOrO HOBblX HJieHOB.
138
Grammatik
1. BeccoK)3HBie ycjiOBHbie npnflaTOMHtie
npefljiojKemifl.
Ecjih cok)3 wenn (ecjiu) b npHflaTOHHOM npefljioaceHHH onycKa-
eTca, to nopa^OK cjiob b höm coBna^aeT c nopa^KOM cjiob Bonpocn-
Tejibüoro npefljioacemia:
Bist du heute abend zu Hause, so werde ich dich besuchen.
= Wenn du heute abend zu Hause bist, so werde ich dich
besuchen. — Ecjih tbi cero^Ha seaepoM byujenib ^OMa, to a Teba
Hasemy.
(Hpn nepesofle Ha pyccKHH hsbik cok)3 ecjiu oGbihho He onycna-
emcn, xotb b pyccKoii acHBoii pa3roBopHoii penn Habjno,n;aeTca
coBepnieHHO anaaornnHoe aßjieHHe:
CyMeenib tbi jiocTaTb ^Ba bnjieTa, a oxotho iioi'piy BMecTe c to-
6oh b TeaTp.)
2. C o io 3 solange (nona) begeht npnßaTOHHbie Bpe-
m e h h h yKa3bißaeT Ha o^HHaKOByio fljiHTejibHOCTb flencTBHa
b rjiaBHOM h npHflaTOHHOM npefljioaceHHHx:
Solange es regnet, werden wir zu Hause sitzen müssen. —
HoKa ipict /toac; ib, mbi jiojiaciibi by/ieivi cipieTb jioivia.
3. C o io 3 bi als ob (kok öydmo 6bi), als wenn (kok ecjiu 6bi)
BBOflHT cpaBHHTejibHbie npHflaTOHHbie npe^jio-
aceHHa, OBiianaionpic cpasHeHHe c HepeajibHbLM, eooöpaa/caeMbtM
fleHCTBHeM HJIH C0CT0HHH6M:
Es regnet heute den ganzen Tag, als ob (als wenn) es später
Herbst wäre. — Cero^Ha secb ^eHb ipict floac^b, KaK byujTO bbi
yace ctoht no3flHaa oceHB.
Der Mann las weiter, als ob (als wenn) er meine Frage nicht
gehört hätte. — HejioseK npo,n;ojiacaji HHTaTb, KaK byujTO bbi oh He
cjibimaji Moero Bonpoca.
KaK Bivmo H3 npHMepoB, b HepeajibHbix cpaBHHTejibHbix npeaJioace-
imax Imperfekt Konjunktiv ynoTpebjiaerca b tom cjiyaae, ec/iii /iciict-
BHe npnqaTOHHoro iipe/iJiovKemia mbicjihtch nporeKaiomnM o/iiiOBpe-
m6hho c aeöcTBHeM, yKasaHHbiM b rjiaBHOM npeaaoaceHHH. Ecjih ace
aencTBne iipiviaTOMiioro iipe/iJioaceiimi iipe/uiiecTByeT jichctbiiio r/iaB-
Horo iipe/uiovKeiiiia, to CKasyeMoe ctoht b Plusquamperfekt Konjunktiv.
139
Übungen
1. Übersetzen Sie die nachstehenden Sätze ins Russische:
Wollte man vor 600 Jahren irgendein Buch haben, so ließ man
es sich abschreiben.
Kennt man die Stadt schlecht, so kann man sich leicht darin
verirren.
Enthält die Nahrung eines Menschen wenig Phosphor, so führt
das zur Schwächung seines Gesamtorganismus.
Befreit man diesen Stoff von allen schädlichen Bestandteilen,
so entsteht ein weißes Pulver.
Erhitzt man dieses Pulver, so beginnt es zu leuchten.
Wäre dieser Schüler aufmerksamer, so würde er nicht so viel
Fehler machen.
2. Übersetzen Sie folgende Sätze ins Deutsche: zuerst mit der
Konjunktion wenn und dann ohne Konjunktion:
Ecjih He 3HaiOT cnoero byuynjero aupeca, to npocirr nncaTb "^o
BOCTpebOBaHHü".
Ecjih BCTpenaenib flpyseü hjih 3HaK0Mbix, to i iy‘>i<i io c hhmh
3flopoBaTbca.
Ecjih y Hac byujeT BpeMa, Mbi noe^eM ceroflHa b napK.
Ecjih tbi nepe3 (in) nojiuaca He Bepnembca, a iioe/iy Ha cocTH3a-
Hne (zum Wettkampf) o^hh.
Ecjih paboTa by/ier n jltli TaK bbicTpo, to mbi ee 3aKomiHM enje
ceroflHa.
3. Übersetzen Sie ins Russische:
a) Solange ich in Moskau bin, will ich alle Moskauer Museen
besichtigen.
Ich muß jetzt in den Bücherkiosk, solange das neue Lehrbuch
dort noch zu kaufen ist.
Wollen wir schnell nach Hause gehen, solange es noch hell ist.
Solange es regnete, mußten die Kinder zu Hause sitzen.
b) Die Tage in diesem Frühling sind so kalt, als ob es Februar-
tage wären.
Zu uns kommen jetzt so große Schiffe, als wenn unsere Stadt
ein Seehafen wäre.
Dieser kleine Junge spielt so gut Schach, als wenn er ein
Schachmeister wäre.
Du antwortest so, als ob du meine Frage nicht gehört hättest.
Es ist plötzlich so dunkel geworden, als ob Nacht eingetreten wäre.
140
4. Suchen Sie im Text auf:
a) alle Konjunktivformen und bestimmen Sie deren Zeitform;
b) alle Bedingungssätze, in denen die Konjunktion weggelassen ist.
5. Nennen Sie alle Ihnen bekannten Substantive, die die Verwandt-
schaft bezeichnen.
6. Setzen Sie die unten angeführten Wörter ein:
... dieses Gefangenen dauerte mehrere Stunden.
Der Ort... in der unsterblichen Komödie von Gribojedow ist
Moskau.
Im Vorraum hing ein großer ....
... gehört zu den Ländern der Volksdemokratie.
Es ist unmöglich, mit diesem Bleistift zu schreiben; man soll
ihn ... .
Während des Vortrags habe ich mir viele ... gemacht.
Der Lehrer hatte ..., daß der Schüler seine Aufgabe nicht selb-
ständig gemacht hat.
Dieser Zeuge hat eine wichtige ... gemacht.
Diese Frau hat eine Tochter aus erster ....
Die Wunde dieses Kranken ist schon fast....
Diese Sache ist nicht..., daß man so viel darüber spricht.
Ein gesunder ... in einem gesunden Körper.
Lassen Sie diesen Hund in Ruhe, sonst... er.
beißen, heilen, spitzen, der Geist, die Handlung, das Verhör,
die Ehe, der Spiegel, die Notiz, die Aussage, (der) Verdacht,
Rumänien, wert
7. Suchen Sie im Text auf:
a) alle Epitheta mit den dazugehörigen Substantiven, die Wal-
laus Außeres (BHeniHOCTb) charakterisieren; b) alle Metaphern.
8. Ergänzen Sie die nachstehenden Sätze nach dem gegebenen
Muster:
Eine Festung, die man nicht einnehmen kann, ist uneinnehmbar.
Wasser, das man nicht trinken kann, ist... .
Fleisch, das man nich essen kann, ist... .
Eine Handschrift, die man leicht lesen kann, ist... .
Eine Aufgabe, die leicht zu lösen ist, ist leicht....
Ein Volk, das nicht zu besiegen ist, ist... .
Eine Freude, die nicht zu beschreiben ist, ist... .
Ein Stoff, den man leicht entzünden kann, ist... .
141
9. Übersetzen Sie ins Russische:
Das Pferd zieht den Wagen.
Der Fischer zog ein kleines Fischlein aus dem Wasser.
Es zieht mich in die Berge.
Die Pflanze zieht ihre Nahrung aus dem Boden.
Um diesen Garten zieht sich ein hoher Zaun.
Dieses schöne Bild zog die Aufmerksamkeit aller Besucher
auf sich.
Unsere Arbeit zog sich in die Länge.
Die Pioniere ziehen singend durch die Straßen.
Am blauen Himmel zogen weiße Wolken.
Im Herbst ziehen viele Vögel nach dem Süden.
Mein ältester Bruder zog 1941 in den Krieg.
10. Beantworten Sie folgende Fragen:
Wer war Ernst Wallau?
Wie sah er aus?
Aus wem bestand seine Familie?
Waren seine Eltern noch am Leben?
Mit wem wohnte seine Mutter zusammen?
Was erfuhr Wallau über seine Mutter während des Verhörs?
Weshalb wurden seine Frau, seine Schwester und deren Mann
verhaftet?
Gelang es Overkamp, dem Gefangenen Wallau die gewünschte
Aussage zu entlocken?
Womit endete dieses Verhör?
11. Übersetzen Sie den nachstehenden Text ohne Wörterbuch:
Dem deutschen Kommunisten Ernst Wallau gelang es, mit sechs
anderen Genossen aus einem faschistischen Konzentrationslager
zu fliehen. Bald wurde er jedoch gefangen und in dasselbe Lager
zurückgebracht. Kurz nach seiner Flucht aus dem Lager verhafte-
ten die SS-Männer (3C3COBii,bi) seine Frau, seine Schwester und
seinen Schwager. Gleichzeitig wurde auch Wallaus Mutter in ein
Altersheim und seine beiden Söhne in eine Erziehungsanstalt
überwiesen. Das mußte alles Wallau bei seinem Verhör erfahren.
Diese traurigen Nachrichten konnten jedoch den standhaften
Kommunisten nicht brechen. Bis zum Schluß des Verhörs ließ er
kein einziges Wort über seine Lippen kommen. Selbst auf die bei-
den SS-Männer hatte die Willensstärke dieses Mannes einen
mächtigen Eindruck gemacht. Nachdem Wallau abgeführt worden
war, herrschte im Zimmer noch lange tiefes Schweigen.
142
§23
Vorübung
Übersetzen Sie die nachstehenden Wörter, die von Ihnen bekann-
ten Wörtern abgeleitet sind:
lösen — die Lösung: die Lösung einer Aufgabe, eines Problems
ändern — die Änderung: die Änderung des Gewichts eines Körpers
die Physik — physikalisch: die physikalischen Eigenschaften
eines Körpers; die Erde — irdisch — unterirdisch: die unter-
irdischen Arbeiten beim Bau eines Tunnels
der Nutzen — ausnutzen: seine freie Zeit gut ausnutzen
halb — die Hälfte: Der Vater gab von dem Apfel jedem Kinde eine
Hälfte.
DER GROBE CHEMIKER D. I. MENDELEJEW
Das Rußland der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts
gab der Welt viele hervorragende Gelehrte. Einer dieser
genialen Männer der Wissenschaft, mit dessen Namen eine
neue Ära in der Entwicklung der Chemie verbunden ist,
war Dmitrij Iwanowitsch Mendelejew.
Mendelejew wurde am 8. Februar 1834 in Tobolsk (Sibiri-
en) geboren. Seit 1850 studierte er in Petersburg Naturwis-
senschaft, war dann während des Krimkrieges Gymnasial-
lehrer in Simferopol und Odessa und wurde im Jahre 1857,
also im Alter von 23 Jahren, Privatdozent an der Universi-
tät in Petersburg. 1863 wurde er Professor am Polytechni-
schen Institut und 1866 an der Universität in Petersburg,
wo er bis zu seinem Tode (2. Februar 1907) wirkte.
Die Liste der von Mendelejew veröffentlichten Arbeiten
weist 500 Titel auf. Darunter sind besonders hervorzuhe-
ben das Lehrbuch "Grundlagen der Chemie" und die große
Abhandlung "Die periodische Gesetzmäßigkeit der chemi-
schen Elemente". Mendelejew ordnete in seiner berühmten
Tabelle alle damals bekannten chemischen Elemente nach
ihrem zunehmenden Atomgewicht. Er stellte dabei fest,
daß die chemischen Eigenschaften der Elemente eine perio-
dische Funktion des Atomgewichts sind.
143
In der Mendelejewschen Tabelle der Elementes sind
heute 100 Felder ausgefüllt. Jedoch zu Mendelejews Zeiten
wies diese Tabelle nur 64 Elemente auf, die der Mensch-
heit damals bekannt waren. Sie enthielt also noch viele
Lücken. Mendelejew schloß daraus, daß in diese Lücken die
noch unbekannten Elemente gehören. Auf Grund seines
periodischen Gesetzes konnte er die Existenz dreier damals
noch unbekannter Elemente — Ekabor, Ekaaluminium und
Ekasilizium nannte er sie — nicht nur voraussagen, sondern
diese Elemente auch in allen Einzelheiten beschreiben.
Später, als man die Elemente Skandium (Ekabor), Gallium
(Ekaaluminium) und Germanium (Ekasilizium) entdeckt
hatte, bestätigten sich Mendelejews Voraussagungen völlig.
Diese Bestätigung bedeutete einen Triumph.
Mendelejew war aber alles andere als ein bloßer "Kabi-
ne ttgelehrter”. Er stand mit beiden Füßen im praktischen
Alltag. So zeigte er großes Interesse für die Erschließung
des russischen Nordens, für das Hüttenwesen, die Donez-
kohle, für die Erdölprobleme. Als erster formulierte er die
Idee der unterirdischen Vergasung der Steinkohle (1888),
144
die ein halbes Jahrhundert später der sozialistische Staat
in der Heimat des Gelehrten in die Tat umsetzte. Von ihm
stammt auch der kühne Plan der Bewässerung der an die
Wolga angrenzenden Trockengebiete, wobei die Wasservor-
räte der Wolga selbst zur Lösung dieser Aufgabe ausgenutzt
werden sollten. "Auf diese Weise”, schrieb er, "könnte man
viele Millionen Quadratmeter fruchtbaren Bodens für die
russische Landwirtschaft erschließen."
In seiner gesamten Tätigkeit leitet den großen Gelehrten
die Idee, seinem Volke zu dienen. Mendelejews Credo [kredo]
ist in einem kurzen Ausspruch geprägt, der über dem Ein-
gang zur Aula eines der zahlreichen Institute, die seinen
Namen führen, in Stein gehauen ist: "Die Saat der Wissen-
schaft wird reifen für die Ernte des Volkes."
Texterläuterungen
Mendelejew war alles andere als ein bloßer "Kabinettge-
lehrter" — MeHflejieeB öbiji bcgm neivi yro^HO, tojibko ne "Kaön-
HeTHbiM yaeHbiM"
der Alltag — öynjHH, HOBceflHeBHaa 3kh3hb; sdecb: npaKTHnecKaa
3KH3HB
von ihm stammt der kühne Plan — eMy npHHafljie^KHT (docsioe-
ho: ot Hero hcxo^ht) cmojibih njiaH
Mendelejews Credo ist in einem kurzen Ausspruch ge-
prägt — Kpe^o (yöe^KfleHHe) MeHflejieeßa Bbipa^ceHO b KpaTKOM
H3peneHHH
in Stein gehauen — BbiceneHHbiH Ha KaMHe
Merken Sie sich die Rektion:
angrenzen an (Akk.) — npnjieraTb, npHMbiKarb k neMy-ji.;
rpaHHHHTb c neM-ji.
Im Westen grenzt die Sowjetunion an das volksdemokratische
Polen an. — Ha 3ana^e Cob6tckhh C0103 rpaiinmiT c HapoÖHO-
deMOKpamunecKoü Hojibiueü.
Dieses Gebiet grenzt an die Wolga an. - 3tot panoH npnjieraeT
k Bojiee.
leiten (Akk.)— pyKOBO^HTb kom-jihGo, hom-jihGo (meop. n.)
Dieser Ingenieur leitet einen großen Betrieb. — 3tot HHMcenep
pyKOBOflHT öojibiuuM npednpunmueM.
145
Übungen
1. Suchen Sie im Text auf und übersetzen Sie:
a) alle Substantivgruppen, die ein erweitertes Attribut (pacnpo-
cTpaneHHoe oiipe/iejienne) enthalten;
b) alle Attributsätze;
c) einen Satz, in dem die Notwendigkeit durch das Hilfsverb
sein ausgedrückt ist.
2. Analysieren Sie syntaktisch und morphologisch folgenden Satz:
Mendelejews Credo ist in einem kurzen Ausspruch geprägt,
der über dem Eingang zur Aula eines der zahlreichen Institute,
die seinen Namen führen, in Stein gehauen ist.
3. Schreiben Sie aus dem Text alle zusammengesetzten Substantive
aus, zerlegen Sie diese Substantive in ihre Bestandteile und über-
setzen Sie dieselben.
4. Übersetzen Sie ins Russische:
a) Mendelejew ist einer der hervorragendsten russischen Ge-
lehrten.
Eine der Arbeiten Mendelejews führt den Titel "Grundlagen der
Chemie".
Nach seinem Atomgewicht ist Gold eines der schwersten chemi-
schen Elemente.
Von vielen der jetzt bekannten chemischen Elemente wußte
man zu Mendelejews Zeiten noch gar nichts.
Die Eigenschaften einiger dieser damals noch unbekannten
Elemente wurden von Mendelejew ganz genau vorausgesagt.
b) Mendelejew hat die Eigenschaften der Elemente Skandium,
Gallium und Germanium nicht nur vorausgesagt, sondern auch
in allen Einzelheiten beschrieben.
Mendelejew war nicht nur ein großer Chemiker, sondern inte-
ressierte sich auch für viele andere wissenschaftliche Probleme.
5. Setzen Sie in die nachstehenden Sätze die fehlenden Wörter ein:
... von 12 ist 6.
Dieser Schüler lernt sehr gut; seine Lehrer haben niemals ... ,
mit ihm unzufrieden zu sein.
Das Gedicht "Die Weber" ... von Heine.
146
... des Flusses Amu-Darja betragen etwa 50 Milliarden Kubik-
meter jährlich.
... der wissenschaftlichen Arbeiten dieses Gelehrten enthält 200
verschiedene Titel.
In unserem chemischen Kabinett hängt die Mendelejewsche ...
der chemischen Elemente.
In den horizontalen Reihen dieser Tablle sind alle chemischen
Elemente nach ihrem ... Atomgewicht geordnet.
Zu Mendelejews Zeiten gab es in dieser Tabelle noch viele... ,
weil... vieler chemischen Elemente damals noch unbekannt war.
6. Bilden Sie kurze Säze mit folgenden Wörtern:
stammen, zunehmen, Voraussagen, die Hälfte, die Liste,
ähnlich, gewiß.
7. Ergänzen Sie die nachstehenden Sätze durch Antonyme zu den
fettgedruckten Wörtern:
Heute fehlen zwei Schüler, alle anderen sind ... .
Am Horizont tauchte ein Schiff auf,... aber bald wieder.
Unser Lehrer verspätet sich niemals, er erscheint... pünktlich
zur Stunde. Wie die Saat, so ... .
Dieses Messer ist stumpf, jenes ist... .
Dieses Kleid ist aus natürlicher, jenes aus ... Seide.
Ich habe dieses Buch von Anfang bis zu ... gelesen.
Die Abfahrt und ... der Eisenbahnzüge erfährt man aus dem
Fahrplan.
Wir haben von diesem Menschen nichts Übles, aber auch nichts
... gehört.
Zuerst besuchte ich meinen Freund, dann verbrachte ich einige
Stunden im Kulturpark und ... ging ich ins Kino.
8. Uberstzen Sie ins Russische:
Schließen Sie, bitte, die Tür!
Im Sommer ist die Schule geschlossen.
Ich muß meinen Brief schließen.
Nach Schluß des Konzerts gingen wir direkt nach Hause.
Der Schluß dieser Erzählung ist unwahrscheinlich.
Nach siebentägiger Reise kamen wir schließlich in Taschkent an.
Aus der Antwort dieses Schülers kann man schließen, daß er die
147
Frage des Lehrers nicht verstanden hat.
Wir haben beschlossen, den nächsten Sommer an der Wolga zu
verbringen.
Unser Beschluß ist fest.
An die Wiese schließt sich ein großer Wald an.
An den Vortrag schloß sich eine Diskussion an.
Meine Schwester hat sich in ihrem Zimmer eingeschlossen.
Dieses Stück Land ist von Bergen eingeschlossen.
An der Tür hängt ein Schloß. Sie ist verschlossen.
Ich kann nicht den Schlüssel von meiner Wohnungstür finden.
Die Bedeutung einiger unbekannter Wörter kann man aus dem
Text erschließen.
Die Bewässerung der Wüste Kara-Kum soll über eine Million
Hektar fruchtbaren Bodens für unsere Landwirtschaft erschließen.
9. Finden Sie im Text Antworten auf folgende Fragen:
Was ist mit dem Namen D. I. Mendelejews verbunden?
Wo wurde Mendelejew geboren?
Wann ist er gestorben?
Wieviel wissenschaftliche Arbeiten hat Mendelejew im ganzen
veröffentlicht?
Welche seiner Arbeiten sind ganz besonders berühmt?
Nach welchem Prinzip ordnete er in seiner Tabelle alle chemi-
schen Elemente?
Was stellte er dabei fest?
Wieviel chemische Elemente waren zu Mendelejews Zeiten der
Wissenschaft bekannt?
Wieviel Elemente enthält die Tabelle jetzt?
Die Existenz welcher chemischen Elemente konnte Mendelejew
auf Grund seiner Tabelle voraussagen?
Für welche wissenschaftlichen Probleme interessierte sich Men-
delejew außer der Chemie?
Welcher kühne Plan, der in unseren Tagen verwirklicht wird,
stammt von diesem großen Gelehrten?
Was war Mendelejews Hauptziel?
In welchen Worten äußerte Mendelejew dieses Hauptziel seines
Lebens?
Aufgabe: Übersetzen Sie die Absätze 3, 4, 5 des Textes schrift-
lich.
148
§24
Vorübungen
1. Übersetzen Sie ins Russische:
Die Nacht war heute sehr kalt. Der Tag war auch sehr kalt.
Sowohl die Nacht als auch der Tag waren heute sehr kalt.
Wir haben heute in unserem Stundenplan sowohl Physik
als auch Chemie.
In der Sowjetunion werden sowohl in den Mittelschulen
als auch in den Hochschulen Fremdsprachen unterrichtet.
Sowohl in der Landwirtschaft als auch in der Industrie hat
das Sowjetland riesige Erfolge erzielt.
2. Übersetzen Sie folgenden Mustersatz:
Dieser Genosse sah mich so an, als hätte er mich nicht er-
kannt. = Dieser Genosse sah mich so an, als ob er mich nicht
erkannt hätte.
Bilden Sie die Sätze des § 22 Übung 3b um; gebrauchen Sie
dabei statt der Konjunktion als ob die Konjunktion als.
3. Übersetzen Sie die nachstehenden Wörter, die von Ihnen
bekannten Wörtern abgeleitet sind:
schneien - verschneien: den Weg verschneien
hören - anhören: Ich hörte seine Rede mit großem Interesse an.
sagen - voraussagen: Für morgen ist gutes Wetter vorausgesagt
worden.
winken — der Wink: einen Wink mit dem Kopf, mit dem Finger,
mit den Augen machen
berichten — der Bericht: Er hat seinen Bericht auf fünf Seiten
geschrieben.
verstärken — die Verstärkung: Die Garnison der Festung bra-
uchte Verstärkung.
der Wald - bewaldet: Das rechte Ufer des Flusses ist bewaldet.
schmutzig — der Schmutz: Seine Hände waren mit Schmutz
bedeckt.
das Kreuz — die Kreuzung: die Kreuzung zweier Wege
die Wahrheit — die Unwahrheit: die Unwahrheit sprechen
Aufgabe: Übersetzen Sie zu Hause den ersten Teil des Textes
schriftlich.
149
DIE SCHLACHT BEI STALINGRAD
Aus "Tage und Nächte" von K. Simonow
Über den Steppen jenseits der Wolga lag das undurch-
dringliche Dunkel einer Novembernacht. Beständig heulte
ein kalter Wind, und der Schnee fiel ununterbrochen, und
genau so ununterbrochen knirschten die Räder der Last-
autos über den festgefahrenen Schneeweg, und schweigend
drehten sich an den Wegkreuzungen die Verkehrsposten
mit ihren kleinen Laternen.
Wie ein Jahr früher, als im November 1941 endlose
Transporte mit Geschützen, Panzern und Infanterie nach
Moskau gerollt waren und sich wie auf den Wink eines
Zauberstabs in den Wäldern um Moskau verteilt hatten,
so bewegten sich auch hier die Truppen von den letzten Ok-
tobertagen an Nacht für Nacht zuerst auf verschlammten
und dann auf verschneiten Frontstraßen, rollten bei
Schmutz, Schneesturm und Glatteis riesige gedeckte
LKWs, gigantische Geschütze der Reserve des Oberkom-
mandos, gedrungene ”T-34”-Panzer und kleine PAK-Ge-
schütze.
Ein Teil dieses Stromes ergoß sich von Kamyschin und
Saratow über die Wolga in die Steppen und bewaldete
Schluchten nördlich von Stalingrad — zu der Stelle hin, wo
zwanzig Kilometer von der Stadt, mit der Front nach
Süden, die Truppen standen, die den Deutschen den Weg
stromaufwärts versperrten. Der andere Teil der Geschütze,
Menschen und Panzer bewegte sich von Elton direkt zur
Wolga, verschwand irgendwo zwischen den Schleifen der
Mittleren, Unteren und Oberen Achtube und stieg von dort
in die Steppen jenseits der Wolga hinunter.
Und in dieser ungeheuren Bewegung von Menschen,
Autos und Waffen — sowohl darin, wie sich all das bewegte,
als auch darin, wie all das kurz vor Stalingrad stehenblieb
— waren derselbe Wille und dieselbe Energie zu spüren, die
sich schon einmal in ihrer ganzen ungeheuren, fast über-
menschlichen Ausdauer ein Jahr früher bei Moskau offen-
bart hatten.
150
& Trt &
Als Matwejew, Mitglied des Armeekriegsrates, in den
Armeegruppenstab gerufen wurde, fuhr er mit der festen
Absicht hin, die ganze Untragbarkeit der Lage zu schildern
und noch einmal um Verstärkungen zu bitten. Er hatte die
feste Überzeugung, daß er um eine Division bitten und sie
auch bekommen werde, weil sie für ihn absolut notwendig
war. Und obwohl er auch diesmal die übliche Ablehnung
vorausahnte, glaubte er doch, daß sich seine Argumente
diesmal als stärker erweisen würden.
Aber es kam alles ganz anders. Sowohl der Befehlshaber
als auch Mitglied der Kriegsrats der Armeegruppe hörten
seinen Bericht und dann seine Bitte an und sagten gegen
ihre Gewohnheit zuerst weder ja noch nein. Dann wechsel-
ten sie nach einer längeren Pause einen Blick, und das Mit-
glied des Kriegsrats der Armeegruppe rückte mit seinem
Stuhl näher an den Tisch heran, auf dem eine Karte der
Front ausgebreitet war, legte beide Hände darauf, als
mahne er Matwejew zur Aufmerksamkeit, und sagte:
"Genosse Matwejew, wir wollen Ihnen die Bitte nicht
abschlagen, weil sie berechtigt ist, aber wir möchten, daß
Sie selbst von dieser Bitte absehen. Und dazu müssen Sie,
wenn auch nicht verstehen, so doch fühlen, wenigstens un-
gefähr fühlen, was sich in der nächsten Zeit ereignen wird."
Er blickte Matwejew aufmerksam an, und auf seinem
strengen, aber zugleich gütigen, einfachen Gesicht erschien
das Lächeln eines Menschen, der etwas weiß, was ihm
unendliche Freude bereitet.
"Würden wir Ihnen, Genosse Matwejew, sagen, daß wir
keine Division haben, um sie Ihnen zu geben, so würden
wir die Unwahrheit sagen. Wir haben sie."
Matwejew nahm an, das sei die übliche Vorrede zu dem,
was gewöhnlich in solchen Fällen gesagt wurde — daß
Truppen vorhanden seien, man sie aber in Reserve halten
müsse, daß außer Stalingrad trotz seiner großen Bedeutung
noch die ganze riesige Front vom Schwarzen bis zum Wei-
ßen Meer bestehe, und daß man all das nur halten könne,
wenn freie Truppen zur Verfügung stünden.
151
Aber das Mitglied des Kriegsrats der Armeegruppe sagte
nichts dergleichen, sondern schob nur die Hände mit einer
Bewegung, die Matwejew unwillkürlich auffiel, über die
Karte, bis die eine Hand südlich und die andere nördlich
von Stalingrad liegen blieb, dann schob er beide Hände vor,
und weit hinter Stalingrad, dort, wo auf der Karte Serafi-
mowitsch, Kalatsch und andere Don-Städte eingezeichnet
waren, vereinigte er beide mit einem energischen Ruck.
”So”, sagte er, und in seiner Stimme klang ein feierlicher
Ton. ”So”, wiederholte er.
Matwejew vergaß dieses Wort und diese Handbewegung
nie, um so mehr als später alles genau so geschah, wie
diese Geste vorausgesagt hatte.
”So meinen Sie es?” fragte er erregt.
"Ja, ich meine es so", sagte das Mitglied des Kriegsrats.
"Und das ist alles, was ich ihnen vorläufig sagen kann",
fügte er hnzu, "damit Sie es selbst fühlen. Und je schwerer
hier die Tage sein werden, um so mehr werden Sie es selbst
fühlen und Ihre Leute fühlen lassen, daß Genosse Stalins
Worte: "Auch wir werden noch Feste feiern" einer nicht
allzu fernen Zukunft gelten. Nun also — um auf die Division
zurückzukommen..." — "Nein, wir bitten nicht darum",
sagte Matwejew.
Texterläuterungen
wie auf den Wink eines Zauberstabes - cjiobho no ManoBenmo
BOJimeÖHoro /Kes.na; von den letzten Oktobertagen an -
HaHHHaa c nocjieflnnx ^nen OKTaöpa
Nacht für Nacht — H3 homo b hohe
LKWs = Lastkraftwagen - rpysoBHKH
PAK = Panzerabwehrkanone — npoTHBOTaHKOBaa nyniKa
kurz vor Stalingrad - ne^aneKO ot CTajmnrpafla
es kam alles ganz anders — Bee Bbinuio cobcom nnane
Freude bereiten - /locTaiuiHTb pa^ocTb
zur Verfügung stehen — HMeTbca b pacnopsDKennn
nichts dergleichen — nnnero no^oGnoro
um so mehr als — tom öojiee hto
einer Zukunft gelten — OTHOcnTbca k 6y/iyiii,ei\iy
152
Merken Sie sich die Rektion:
bitten (Akk.) um (Akk.) — npocHTb y Koro-Ji. hto-ji. (buh. n. 6es
npedjiosa) hjih: Koro-Ji. o höm-ji. (np. n.)
Ich bitte Sie um die heutige Zeitung. - H npomy y Bae ceeodunui-
hjojo easemy. Er bittet uns um Hilfe. — Oh npocHT Hac o noMOiuu.
wechseln (Akk.) — MeHüTbca, oÖMeHHBaTbca hom-jihGo (me. n.)
Wir wechselten unsere Plätze. — Mbi noMeHjuincb uautuMu
MecmaMu.
abschlagen (Akk.) — OTKasbißaTb b höm-jihöo (np. n.) Man hat
uns diese Bitte abgeschlagen. - HaM OTKasajin e omoü npocbäe.
Grammatik
1. Ecjih b coiosax als ob, als wenn onycTHTb ob (wenn), to
HSMeHaeMaa nacTb CKa3yeMoro BCTaneT Henocpe^CTBeHHO nocjie
coio3a als h npHMepbi H3 § 22, n. 3 npHMyr cjieflyionjHH bh^:
Es regnet heute den ganzen Tag, als wäre es später Herbst.
Der Mann las weiter, als hätte er meine Frage nicht gehört.
2. ConHHHTejibHbiH n a p h bi h cok)3 sowohl... als auch
(kok..., man u) coe^HHaeT oflHopo^Hbie njieHbi npefljioMceHHa:
Sowohl der Tag als auch die Nacht waren heute sehr kalt. -
KaK fleHb, TaK h hohh öhijih ceroflHü oneHb xojiOflHbiMH.
Übungen
1. Übersetzen Sie die nachstehenden Sätze ins Russische:
Das Wetter ist heute weder warm noch kalt. Je weiter wir
fuhren, desto schöner wurde der Wald. Sowohl das Parterre als
auch alle Ränge des Großen Theaters waren von Delegierten des
Kongresses gefüllt. Je größer die Schwierigkeiten waren, um so
mehr Energie und Ausdauer offenbarten die Mitglieder dieser
wissenschaftlichen Expedition. Ich kenne sowohl diesen Flieger
als auch seine Familie sehr gut. Je länger ich seiner Rede zuhörte,
desto mehr gefiel sie mir. Ich habe die Antwort weder des einen
noch des anderen Schülers gehört. Je besser man den Boden bear-
beitet, um so reicher wird die Ernte sein.
2. Übersetzen Sie ins Deutsche:
H He jhoöjho hh Mcapbi, hh xojio^a.
y 3Toro MajibHHKa hot hh öpaTbeß, hh cecTÖp.
Otot yueHHK ÖJiecTame Bbi;iep7i<aji KaK Bee nncbMeHHbie, TaK h
153
Bee ycTHbie 3K3aMeHbi.
KaK BecHa, TaK n jibto Gbijih b otom ro/iy oneHb xoponinMn.
HeM flajibine mbi n^eM, tcm ropa CTanoBUTca sce Kpyue.
HeM paHbine tbi saKommnib siy paöoiy, tom CKopee tbi CMOMcenib
nOHTH flOMOÜ.
3. Zählen Sie alle Ihnen bekannten Waffenarten auf,
z. B. der Revolver, das Gewehr usw.
4. Setzen Sie in die nachstehenden Sätze die fehlende Präposition
ein:
Ich denke oft... meine Kindheit.
Wir beschäftigen uns gern ... Mathematik.
Ich bitte Sie ... Antwort. Die Mutter sorgt... ihre Kinder.
Wir sind besorgt... den Erfolg unserer Arbeit.
Der Knabe zitterte ... Kälte. Er zitterte ... allen Gliedern.
Ich erkannte diesen Sänger ... seiner Stimme.
Ich erkundigte mich ... der Adresse unseres Lehrers.
Mein Freund kümmert sich wenig ... seine Gesundheit.
Wenn man krank ist, schickt man ... dem Arzt.
Im Westen grenzt unser Land ... Polen.
5. Übersetzen Sie ins Russische:
Ich bin gestern spät nach Hause gekommen.
Bald kommt der Sommer. Alles kam ganz anders, als ich dachte.
Der Knabe kam nicht aus dem Lachen.
Unser Zug kommt um 9 Uhr in Moskau an.
Haben Sie die heutige Zeitung schon bekommen?
Wir gehen jetzt in den Kulturpark: kommen Sie doch mit.
Meine Schwester soll in einer Stunde zurückkommen.
Bei der Übersetzung dieses Textes werde ich ohne Wörterbuch
nicht auskommen. In den kapitalistischen Staaten kommen
oft Grubenkatastrophen vor.
Viele Bergarbeiter kommen bei solchen Katastrophen um.
Dieser junge Klavierspieler hat eine große Zukunft.
Vater teilte uns seine glückliche Ankunft in Leningrad mit.
Ich brauche Auskunft über einige Adressen.
Aufgabe: Lesen Sie den zweiten Teil des Textes selbständig zu
Hause und geben Sie dessen Inhalt in Ihrer Mutter-
sprache wieder.
154
ANHANG
Gotthold
Ephraim
LESSING
(1729 - 1781)
^aujiatt
Ser Sangbar mar ber Äett' entriffen,
Äam mteber in ben QSalb gurücf
Unb langte feiner Schar ein T?etßerßücf
2luf ben gemeinten Hinterfüßen.
"©eßt", |cßrte er, "bas iß Äunß!
Skis lernt man in ber QSelt,
Sut es mir naeß, menn^ end) gefällt
Unb menn tßr tonnt!"
- "(Beß", brummt ein alter Sär,
"S)ergletcßen Äunß, fie fei fo |cßmer,
Sie fei fo rar fie fei1,
Beigt betnen ntebern (Beiß unb betne ©Haverei!"
Ser SSalf auf iem £uö&cttc
Skr QSolf lag in ben legten Sügen unb (cf>icfte einen prüfenben
Sltcf auf fein vergangene^ Seben gurücf. "3cß bin fretltcß ein
©ünber", fagte er, "aber boef), ßoffe icf), feiner von ben größten. 3cf>
ßabe Söfes getan; aber aueß viel (Butes.
SnßmatS, erinnere icf) miet), fam mir ein blöfenbe^ £amm,
melcbes fteß von ber ^)erbe verirrt ßatte, fo naße, baß tcß es gar
leicßt ßätte mürgen tonnen; unb tcß tat tßm nießt^. 3u eben btefer
Seit ßörte tcß bte Spöttereien unb Scßmäßungen etne£ Schafes
mit ber bemunberung^mürbtgßen (Bleicßgültigfeit an, ob tcß ßßon2
feine ßßügenben £unbe gu füreßten ßatte."
"Unb ba£ alle£ fann tcß btr begeugen", fiel tßn §reunb Stieße,
ber tßn gum Sobe bereiten ßalf, ins QSort. "S)enn tcß erinnere mteß
noeß gar moßl aller Umßänbe babet. mar gu eben ber Seit, al£
bu bteß an bem Seine fo jammerltcß mürgteß, ba£ btr ber
gutßergige Ärantcß ßernaeß aus bem ©eßlunbe gog."
1 K3K 6bi c/io>kho, K3K 6bi H3bicKaHHO oho Hw 6bi/io 2 ob ich schon - obschon (obgleich) ich...
155
Johann
Wolfgang
GOETHE
(1749 - 1832)
xohne ein
bestimm-
tes Ziel
zu haben
2moö
HaMepeHue
3 leise
4 blüht
weiter
MEERESSTILLE
Tiefe Stille herrscht im Wasser,
Ohne Regung ruht das Meer,
Und bekümmert sieht der Schiffer
Glatte Fläche ringsumher.
Keine Luft von keiner Seite!
Todesstille fürchterlich!
In der Ungeheuern Weite
Reget keine Welle sich.
GEFUNDEN
• • • • 1
Ich ging im Walde so für mich hin ,
• • 2
Und nichts zu suchen, das war mein Sinn .
Im schatten sah ich ein Blümchen stehn,
Wie Sterne leuchtend, wie Äuglein schön.
• ß
Ich wollt’ es brechen, da sagt’ es fein :
"Soll ich zum Welken gebrochen sein?”
Ich grub’s mit allen den Würzlein aus,
Zum Garten trug ich’s am hübschen Haus
Und pflanzt’ es wieder am stillen Ort;
Nun zweigt es immer und blüht so fort4.
(giOimig
QSer reitet fo fpät burtf) 9?ad>t unb QStnb?
ift ber QSater mit feinem Ätnb;
© E>at ben Änaben mofd in bem 2lrm,
© faßt t^n fttfjer, er f>äft tfjn marm.
- T?etn (Soljn, nw btrgfl bu fo bang betn €BefidE>t?
1 - Steffl, QSater, bu ben ©Honig nttfjt?
NebeP- Sen ©fenföntg mit Äron' unb (schweif? -
streifen - T?etn ®o^n, es tft ein DZebefftteif\
156
"Su liebel Ätnb, fomm, geh mit mir!
(Bar jcböne Spiele fptel' tcf> mit btr;
Wanch bunte SBlumen ftnb an bem Straub,
Weine Wutter E>at manch gülben2 (Bemanb."
- Wein QSater, mein QSater, unb b>oreft bu nfd>t,
QSa£ ßrlenföng mir letfe verfprtcht? -
- Set ruhg, bleibe ruhig, mein Ätnb;
3n bürren ^Blättern fäufelt ber QStnb. -
"QStllfl, feiner Änabe, bu mit mir gehn?
Weine 3rocf>ter fallen btd> märten fchön;
Weine Söchter führen ben nächtlichen SRethn3
Unb mtegen unb taugen unb fingen btch ein."
2 gülden -
golden
3 der Reihn -
der Reihen
(der Reigen)
- Wein QSater, mein QSater, unb ftehft bu nicht bort
ßrlföntg^ Söchter am büftern Ort? -
- Wein Sohn, mein Sohn, ich feb/ e# genau:
(& Ichetnen bte alten QSetben fo grau. -
"3ch liebe btch, mich tetgt betne |chöne (Befialt,
Unb bfft bu nicht mtlltg, fo brauch' ich (Bemalt."
- Wein QSater, mein QSater, jeßt faßt er mich an!
6rHonig hat mir ein £etb£ getan!4 -
Sem QSater graufet'S; er reitet ge|chmtnb,
6r hält in Firmen ba£ ächgenbe Ätnb,
Erreicht ben £of mit Wühe unb 9?ot;
3n feinen Firmen ba£ Ätnb mar tot.
4 ein Leids
getan;
ein Leid
tun -
c^ejiaTb
ÖOJlbHO,
npUMUHUTb
ÖOJlb
157
* * *
Heinrich
HEINE
(1797 - 1856)
Wenn ich an deinem Hause
des Morgens vorübergeh’,
so freut mich, du liebe Kleine,
wenn ich dich am Fenster seh’.
Mit deinen schwarzbraunen Augen
siehst du mich forschend an:
"Wer bist du, und was fehlt dir,
du fremder, kranker Mann?”
Ich bin ein deutscher Dichter,
bekannt im deutschen Land;
nennt man die besten Namen,
so wird auch der meine genannt.
Und was mir fehlt, du Kleine,
fehlt manchem im deutschen Land;
nennt man die schlimmsten Schmerzen,
so wird auch der meine genannt.
Aus: DEUTSCHLAND. EIN WINTERMÄRCHEN
Ein neues Lied, ein besseres Lied,
o Freunde, will ich euch dichten!
Wir wollen hier auf Erden schon
das Himmelreich errichten.
Wir wollen auf Erden glücklich sein,
und wollen nicht mehr darben;
verschlemmen soll nicht der faule Bauch,
was fleißige Hände erwarben.
Es wächst hienieden Brot genug
für alle Menschenkinder,
auch Rosen und Myrten, Schönheit und Lust,
und Zuckererbsen nicht minder.
Ja, Zuckererbsen für jedermann,
sobald die Schoten platzen!
Den Himmel überlassen wir
den Engeln und den Spatzen.
158
* * *
Erich
WEINERT
(1890 - 1953)
Schlaf, mein Sohn! Dein Vater wacht,
wacht über deiner Wiege.
In der heiligen letzten Schlacht
trägt er die Fahne zum Siege.
Niemals in deinem Vaterland
sollen sie rauben und morden!
Vater nahm sein Gewehr in die Hand
gegen die blutigen Horden.
Kehrt dein Vater heim als ein Held
mit den Genossen Befreiern,
werden aller Mütter der Welt
Lieder ihn grüßen und feiern.
Moskau, 1941
PARTISANEN
Am Tag marschiert ihr durch totes Land:
Verlassene Dörfer, die Scheunen verbrannt;
aber des Nachts -
von allen Ecken, aus allen Hecken
blitzt es und kracht's!
Dann packt euch der eisige Schrecken:
Partisanen!
Ja, zittern sollt ihr auf jeder Brücke,
in jedem Hohlweg, in jedem Quartier,
Ihr seht und hört nichts; doch wir sind hier!
Jetzt kommt der Tod, jetzt fliegt ihr in Stücke
mit euren Maschinen und Eisenbahnen!
Das waren wir —
Partisanen!
Wir werden mehr, ein schreckliches Heer,
in Rußland, in Serbien, in Polen!
159
Ihr entgeht uns nicht, wir sind hinter euch her,
wir kommen euch holen!
Wie manchen von euren Kumpanen
haben wir schon in stiller Nacht
einen lauten Besuch gemacht,
Partisanen!
Wir sind der Freiheit verwegne Jagd:
wir brechen aus jedem Gesträuch —
Für jeden Bruder, den ihr erschlagt,
erschlagen wir dreie von euch!
In Rußland, in Frankreich, in Serbien, in Polen
Brennt euch der Boden nicht unter den Sohlen?
Und kommt der Tag eurer großen Flucht,
dann lauern an allen Bahnen,
an jeder Straße, in jeder Schlucht -
Partisanen!
Johannes
Robert
BECHER
(geb. 1891)
DAS LIED DER BLAUEN FAHNEN
Zum Deutschlandtreffen der FDJ
Auf den Straßen, auf den Bahnen
Seht ihr Deutschlands Jugend ziehn.
Hoch im Blauen fliegen Fahnen,
Blaue Fahnen nach Berlin.
"Links!" und "links!", und Schritt gehalten!
Laßt uns in der Reihe gehn!
Unsre Fahnen sich entfalten,
Um im Sturm voranzuwehn.
Hebt die Fahnen! Laßt sie schweben!
Singt ein neues Fahnenlied!
Wir sind Deutschlands neues Leben,
Und der Friede mit uns zieht.
160
Macht des Friedens, du wirst siegen!
Ziehst in alle Herzen ein!
Blaue Fahnen werden fliegen
Hoch im blauen Himmelsschein.
Aus dem Blauen strahlt die Sonne,
Und sie leuchtet, Deutschland, dir.
"Links!” und "links!" singt die Kolonne,
Freie Deutsche Jugend wir.
Laßt uns neu die Heimat bauen!
Laßt uns fest zusammenstehn!
Blaue Fahnen hoch im Blauen
Werden über Deutschland wehn.
161
K
Slufettftanien au§ 9luinen
2luferftanben aus SRutnen
Unb ber 3ufunft gugemanbt,
£a£ uns btr gum (Buten bienen,
Seutjcblanb, einig QSaterlanb.
2llte 9?ot gilt es gu gmtngen,
Unb mir gmtngen fie vereint,
Senn es muf uns bod) gelingen,
Sa£ bte Sonne |d)ön mte nie
Über Seut|d)lanb |d)eint.
(Blud unb ^rieben fei bejebieben
Seut|d)lanb, unferm QSaterlanb.
2llle QSelt feljnt fidf> nacf) ^rieben,
SReid)t ben QSölfern eure ^)anb.
QSenn mir brüberlief) uns einen,
Schlagen mir be£ QSolfe^ §etnb!
£a£t ba£ £icf>t be£ §rteben£ jebetnen,
Sa£ nie eine Wutter mel)r
3l)ren Sol)n bemeint.
£a£t un£ pflügen, la^t un£ bauen,
£ernt unb |cf)afft mte nie gtmor,
Unb ber eignen Äraft vertrauenb,
Steigt ein frei (Be|cf)led)t empor.
Seut|cf)e 3ugenb, befiel Streben
Unfrei QSolfö in btr vereint,
QSirft bu Seut|cf)lanb£ neue£ £eben,
Unb bte Sonne |ä)ön mte nie
Über Seut|cf)lanb fc^eint.
1949
162
ALPHABETISCHES WÖRTERVERZEICHNIS
ABKÜRZUNGEN
adj — Adjektiv um« npujiai areabHoe
adv — Adverb napeque
cj— Konjunktion cok>3
/—Femininum cymecTBmejibHoe ncencKoro pona
m — Masculinum cyinecrmirenbHoe wy>KCKoro pona
n— Neutrum cymecTBUTe/ibHoe cpejmero poaa
pl — Plural MHMKeCTBeHHoe «mcjio
ohne pl — ohne Plural MnojKecTBenHoe umcjio OTCyTCTByei K.in
HeynoTpeÖMTenbHO
prp — Präposition npennor
[s] — wird mit sein konjugiert cnparaercn c rnarojiOM sein
vi — verbum intransitivum HencpexojiHbili rriaroji
vr — verbum reflexivum B03BpaTHMft rnaroji
vt — verbum transitivum nepexoÄHbtß rjiaro/i
A
Abbau m -s, ohne pl (zopit.) pa3-
paßoTxa (zopHoü nopodbt, no/ies-
Hbix ucKonaeMbix u tn. d.)
abbrechen vi (a, o) [s] jioMarbc«,
OTJiaMblBaTbCa
Abend tn s, -e sevep; am BeqepoM
abfahren vi (u, a) [s] yesrxaTb,
0TT>e3>KaTb: OTnpaBJiHTbcn (o no-
esde)
Abfahrt /—, -en orbesn, otxoä
fnoesda)
abfeuern vt (Geschosse) Bbinycsarb
cnapaÄbi; ~ (das Gewehr) bh-
CTpejIHTb
abführen vt VBOjuiTb
abgeben vt (a, e) oraaBarb; einen
Schuß ~ cneaaTb Bbicrpeji, bbi-
CTpejIMTb
Abhandlung /—, -en rpaKTar
Abkommen n -s,— coraameHne
Ablauf tn -(e)s, ohne pl ncxoa;
HcreveHne; nach~no ircTevemiH
ablaufen vi (ie, au) [s] crexaTb,
BbireuaTb; ncreKaTb (o epeMenu)
ablecken vt oöJiMSMBaTb
Ablehnung /—, -en oTKnouejiMe,
0TK33
ablenken vt oiBJieKaTb
ableuchten vt ocuemaTb
abnehmen vt (nahm ab, abgenom-
men) 1. CHiiMaib; 2. (Dat.) ot-
HMMaTb, OTÖnpaib y ...
abreisen vi [s] ye3a<aTb
abscheulich adj oTBpaTHrejibHbift
abschlagen vt (u, a) OTooHHTb
abschließen vt (schloß ab, abge-
schlossen) OKamniBaTb, saKamm-
Barb, 3annpaib (iia kjiiou)
abschreiben vt (ie, ie) cnncHBaib
absehen vi (a, e) von (Dat.) or-
Ka3blBaTbCH OT . . .
Absicht /—, -en HaMepewne
absolvieren vt (Schule, Universität)
OKSHMUBaTb
Abteilung /—, -en oTjie.i, otäc-
jieime; orpaa
ab wenden sich vr (wandte sich
ab, sich abgewandt n wendete
sich ab, sich abgewendet) otbo-
paunBaTbca
abwiegen vt (o, o) Beinarb, otbc-
njHBaib
abzählen vt oicuHTbiBaTb
Achsel /—,-n n.neuo; die ~ n zuk-
ken norKHwaTb rnieuaMii
achtgeben vi (a, e) oöpamaib bhh-
Manne, aeftciBOBarb ocroporKHO
ächzen vi cronarb
Admiralität /—, -en aßMiipanTefl-
CTBO
Adresse /—, -n ajrpec
adsharisch adj ajuxapcKiifi
Agronom in -en, -en arpoHoM
ahnen vt HMeib npeflcraBaeHne,
jroraÄbiBaTbCH o möm-m.
ähnlich adj (Dat.) rioxoÄrift na
Koro-Ji.; na «jto-ji.; nojroÖHbiii
qewy-a.
äktiv adj aKTMBHbifl, ÄenrejibUbifl
Alchimist tn -en, -en ajixiiMMK
allein 1. adj ojihh, oziHa, ojiho, ojihh;
ojmnoKrjft; 2. adv tojibko; 3. cj
ormaKo
allerdings adv npanjia, xora
allerlei adj bchkhh, bchkopo po.ua,
BCeB03M0ÄHblh
allerliebst adj Miuiefluinft, npeMM-
Jlblil
alles bcö; ~ in allem Bcero-na-
Bcero; vor allem npe>i<jie Bcero
allmächtig 1. adj BceMorymnft;
2. adv oieub, qpesBbiqaftHo
Alltag m -s fiOBceßHCBuau ämshb,
ßyanw
allzu adv cjiwiiikom
Alpen pl. Ajibnu
als cj 1. Koma; 2. KaK, b Bune,
B KaueCTBe; 3. hcm (nocAe cpae-
HiitneAbHOü cmenenuj, ~ ob
KaK ßyaro (6bi); sowohl ...
~ auch KaK ..., raK h ...
also cj maK, caejiOBaieabHo
alt adj CTapbifi; wie ~ sind Sie?
ckojibko BaM Jier?
Altar m -s, -e h Altäre ajirapb
Alter n -s, — Bospacr
Altersheim n -(e)s,-e jiom hjisi npe-
craperibix
Aluminium n -s, ohne pl (xum.)
ajIIOMHHUÜ
Anbau tn -(e)s, ohne pl B03jiejibi-
Barme, passeaeHne
anblicken vt CMOTpeib na ...
andere: der (die, das) adj apyrofi
(-an, -oe)
ändern vt MSMennTb
anders adv miaue
Änderung /—, -en M3MeHeHne
Anfang tn -s, Anfänge Haqaao;
seinen ~ nehmen naqiiHaibCH
anfangen vi (i, a) Haqmiaib; mit
ihm ist nichts anzufangen c hhm
umiero He nojtejiaeiub
anfassen vt cxnaTbißarb, TporaTb
anfreunden, sich vr noapyjEHibcn
Angabe /—,-n 1. yKasaune; 2. pl
aaiiHbie, CBeaenim
Angeklagte m, / -n, -n oßBiimie-
Mbift (-an)
Angestellte tn, f -n, -n cayÄam.nä
(-an)
angrenzen vi an (Akk.) rpamviHTi.
c ..., npHJieraib k ...
Angriff tn -s, -e HacTynsenne,
araua
Angst /—, Ängste crpax
ängstigen, sich vr ßecnoKoiiTbCH
O KOM-JI., ßonTbCH, TpeBOHCIlTbCH
3a Koro-Ji.
anhalten vt (ie, a) ocTanaBjaiBarb;
zu (Dat.) noöyiKflaTb k qeMy-ji.;
sacraBJiHTb aenarb vto-ji.; Atem
saranib xbixaime
anheben vi (o, o) HanmiaTbcn
anhören vt caymarb, BbicjiynmBaTb;
ankommen vi (kam an, angekom-
men) [s] npuöbinaTb, npnesiKaib
Ankunft f—, ohne pl npiißbiiHe,
npne3Ä
anlegen vt najteBaTb; saRjianbiBaib;
npnKjiaÄbiBaTb; BCKHnyib (pystcbe)',
auf (Akk.) npmjejiHBaTbCH b ...
anmarschieren vi [s] noaxoamb
annehmen vt (nahm an, angenom-
men) npHHHMaTb (pe3Oj'OOtpilO,
MaHtufecmf, no.’iararb, npe/ino-
naraTb
anreichern vt oßoramaTb
anrufen vt (ie, u) sbohhtb, Bbi3bi-
naTb (no nieAetfioHyj, OKJiiiKaib
anschicken, sich vr zu (Dat.) co-
ßnpaTbcn, npiiCTynarb k ueiny-n.
Anschlag tn -s, Anschläge aipunia,
naaKar
anschließen, sich vr (schloß sich
an, sich angeschlossen) (Dat.)
npnwbiKaTb npucoejinHHTbcn k ,
cnejiOBaTb 3a ...
Anschluß tn -sses, Anschlüsse co-
ejIMHefflie, CBH3b, KOHT3KT
ansehen vt (a, e) (no) jiH.aeTb, (no)-
CMorpeTb Ha uto-ji., ocMarpHBarb;
paccMarpiiBarb
anspannen vt HanpuraTb (cti.ibi,
mpvd)
anstatt prp (Gen.) bmccto
anstellen vt craßiiTb (onum)
Anstifter m -s, — 3aunHimiK, no>
CTpeKarejib
antreten vi (a, e) [s] (eoeH.) no-
CTpOHTbCH
Antwort / —, -en otbct
antworten vi oTBeqaib
Anweisung / —, -en yKasaHne,
BHCTpyKUHH
anwesend adj npncyrcTByioinnü
Anzahl /—, ohne pl unc.no, ko.ih-
qeciBO
anziehen vt (zog an, angezogen)
naneBaTb; HaTsrnnarb
anzfinden vt 3a>KHraTb
163
Apfelsine f—, -n anejibciin
Arbeit f—, -en paßoia, rpyn
arbeiten vi paßoraTb
Arbeiter tn -s, — paßovHft, paßornnK
Arbeitsleistung /—, -en 1. npo-
HäBOaHTejibHOCTb Tpyjja 2. Bbipa-
6oTKa; rpyaoBoe aocTHÄenne
Arbeitslosigkeit f—, ohne pl ßea-
paöonma
Architekt m -en, -en apxHTeKTop
architektonisch apxuTeKTypHbift
Arm m -(e)s, -e pyaa (om Kucmu
do njiena)
arm adj an (Dat.) ßejmbifi veM-a.
Armee f—, -n apMrm
Art f—, -en bhji, poa, cnocoß;
nach seiner ~ no-CBoeMy
Artillerie f—, ohne pl apnijuie-
pna
Arzt tn -es, Ärzte Bpau
Ärztin f—, -nen ÄemuBna-BpaH
Atem m -s, ohne pl jibixanne;
den ~ anhalten aaTaaib abixamie
ätherisch adj stpupHbift
auf und ab adv B3an n Biiepeji
Aufbau m -(e)s, ohne pl cTpomeab-
cibo, nocipoeHiie
aufbauen vt cipourb
Aufbereitungsfabrik f—, -en oßo-
raTHTeabHan (paßpiixa
aufblicken vi nojiHiiMaTb (oTKpbi-
naTb) rnasa
aufblühen vi [s] pacuBeraTb
aufdrücken vt HaxHMaTb, npinKH-
MaTb
auf fahren vi (u, a) [s] BCKaKii-
Baib
auffallen vi (fiel auf, aufgefallen)
[s| ßpocaibCH b r.aasa
Aufgabe f—, -n 3ajiaiia, sajianue
aufhalten vt 3aaepxnßaTb
aufhören vi nepecTaßaib, npeKpa-
IHaTbCH
aufjubeln vi BOsauKOBaib, oßpano-
BaTbCS
auflachen vi paccMeaibca
Auflage /—, -n ns/iaiine, inpa»
(khusu)
auflesen vt (a, e) coßiiparb, noa-
ÖlipaTb
aufmerksam adj BHUMaTeabUbifi;
jemand auf etwas ~ machen
oöpamaTb Hbe-a. BHHManne na
MTO-JI.
Aufmerksamkeit f—, ohne pl biir-
Manne; ~ schenken yaenarb bhh-
Manue
Aufnahme f—, -n npneM
aufnehmen vt (nahm auf, aufge-
nommen) noÄHUMaTb, CHMMaTb
aufraffen, sich vr BCKaKUBaib
aufreißen vt (riß auf, aufgerissen)
(Bbi)rapaiunTb (enasaj
aufrichtig adj HCKpeHHWft, OTKpo-
BCHHblft
Aufruf tn -(e)s, -e BO33Fanue
Aufschrift f—,-en Haanncb
Aufschwung//? -(e)s, Aufschwünge
B3JICT, IlOJl'bCM, pa3MäX
Aufstand m -(e)s, Aufstände boc-
cranne
aufstehen vi (stand auf, aufge-
standen) [s| BCTaBaTb
aufs eigen vi (ie, ie) [sj uoähü-
MaTbCH
auftauchen vi [s] noaBaarbca
aufweisen vt (ie, ie) noKasbißaTb,
o6napy>KHBaTb
aufzeichnen vt napucoBaTb
Aufzug tn -s, Aufzüge aiwpr, uoät>-
CMHHK
164
Auge n -s, -n rnaa; nicht aus den
~n lassen ne ynycxaTb ii3
ßiiay
Augenblick tn -s, -e momcht, Mino-
Benne
Aula f—, -len aKTOBbiii aa.i
Ausbeutung /—, -en sKcmiyaTa-
uhh
ausbleiben vi (ie, ie) [s] ne npnxo-
UHTb, ne noflBaaTbca; OTcyiCTBo-
BaTb
Ausblick m -s, -e bhä, nepecneKTUBa
ausbreiten vt paccTHJiaib
Ausdauer f—, ohne pl BbijiepiKKa,
HaCrOllUHBOCTb
ausdrucksvoll adj Bbipasmejibnbiü
ausführen vt BbinoaimTb, ncnoanaTb
Ausführung f—, ohne pl ncnoane-
nue, BbinojiHenne
Ausführungen pl BbiCTynaemie,
penb
ausfüllen vt sanoan/iTb
ausgedehnt adj oömnpHbift
ausgehen vi (ging aus, ausgegan-
gen) [s] KoimarbCH, ßbiib na
iicwne, noTyxarb (06 ozite)
ausgehungert adj uarononaBiuHäcn,
UCTOmCHHblfl
ausgezeichnet adj oTananbiü, upe-
BOCXOJJHblft
ausgraben vt (u, a) BbiKanbmaTb,
OTKanbiBaTb
auskommen vi (kam aus, ausge-
kommen) [S] OÖXOÄMTbCfl
Auskunft f—, Auskünfte cnpaBKa
Ausländer tn -s, — BMocTpanen
ausländisch adj HHOcipannbift, 3a-
rpanuMHbift
ausmachen vt peinaib; das ist aus-
gemacht 9to peineno
Ausmaß n -es, -e pa3Mep
ausnutzen vt ucnoab3OBaTb
Auspeitschung , -en nopaa
ausprobieren vt ucnbirbiBarb, npo-
ßoBarb; npopeneTupoBaTb
ausreden vt OTronapuBaTb; ich lasse
mir nichts ~ mchh neabaa oiro-
BOpiiTb, yrOBOpHTb
ausruhen vi OTflbixaTb
Aussage f—, -n noKasanne
aussagen vt BbicKa3biBaTb; noKasbi-
BaTb, aanarb noKaaamiH
ausschneiden vt (schnitt aus, aus-
geschnitten) BbipesaTb
aussehen vi (a, e) BuraHueTb, umctb
bhji
außer prp (Dat.) KpOMe
außerdem adv apoMe Toro
äußern, sich vr BbiCKasbiBaTbca;
oßnapy>KiiBaTbcn, npoaBnaTbca
außerordentlich adj upe3BbmaftHbift
Aussprache f—, -n npoiisnoineHHe
aussprechen vt (a, o) BbiCKa3biBatb;
np?H3H0CHTb
Ausspruch m -(e)s, Aussprüche
Hspe’jenMe
Ausstattung f—, ohne pl oßopy-
ÄOBaHiie, oßcTaHOBKa
Ausstellung f—, -en BbiciaBKa
Ausstellungsgegenstand tn -es,
-stände sKcnoHai
Australien n -s AßcrpaaHH
australisch adj aBCTpajinücKHü
auswählen vt Bi.ifnpaTb
ausweichend adj yMOHuHBbift
auswendig adv naiisycTb
auswirken, sich vr CKasbrnaTbCH
auszeichnen, sich vr OT/mvaibcJi
Auszeichnung f —, en Harpajia,
OTJIHMHe
Auszug tn -(e)s, Auszüge OTpbiBOK
(U3 kokozo-ji. npoti3eedeHtifi)
Auto n -s, -s aBioMoßiuib, arnowa-
niHna
autobiographisch adj auToßnorpa-
<J)ii«jecKnü
B
baden 1. vt Kynarb; 2. vi KynaTbca
Bahn f —, -en nyib, uopora; ate/ie-
3Haa jiopora
Bahre f —, -n hochjikm; rpoß
Bajonett n -s, -e inrbiK
Bakteriologe tn -n, -n ßaKiepuoaor
bald adv CKopo, BCKöpe
Balken m -s, — 6ajn<a
baltisch adj (npn)6ajiTHftcKHü
Band in -(e)s, Bände tom
bang adj 6oH3/iUBbiH
Banknote f —, -n KpeaiiTHbiü 6h-
neT, accnraauHH
Banner n -s, — snaM»
Bär m -en, -en MejiBe^b
barbarisch adj BapBapcKnft
Basis f—, Basen ßasa, ocnoBanne
OCHOBa
Bataillon n -s, -e ßarajibon
Bau m -(e)s, -ten cTpoihca, crpoe-
mie; ohne pl CTponTe.ibCTBo
bauen vt crpomb
Bauer tn -n n -s, -n KpecTbaunn
Baum tn -(e)s, Bäume nepeßo
Baumschlag tn -s, -schlage zieco-
ceKa
Baumwolle f —, ohne pl xaonoK
Bauvorhaben n -s, — CTpoftKa,
CTpOUie/IbCTBO
bedanken, sich vr für (Akk.) 6/ia-
roaapnTb 3a ...
bedecken vt noKpbiBarb
bedeuten vt 03na>?aTb, SHamiTb
bedeutend adj sHamiTejibUbift
Bedeutung f—, -en 3na‘ienne
Bedingung , -en yc/ioniie
bedingungslos adj ßesycaoBHbiü,
ßesoroBopoiHbiii
bedrücken vt jiaBHTb, yrneraTb
befehlen vt (a, o) npiiKasbiBSTb
Befehlshaber m -s, — KOManjiyio-
UIHft, Ha'iajIbHIIK
befinden, sich vr (a, u) naxojjHTb-
ca
befolgen vt (Akk.) cnenoBaTb (co-
ßeniy, npiiMepy)
befreien vt ocBoßoatjiaTb
Befreier tn -s, ocBoßojuiTenb
Begabung f —, -en aapoBawie, ia-
jianT, cnocoßnocTb
begeben, sich vr (a, e) oinpaB-
JIHTbCH
begegnen vi [s] (Dat.) BCTpenaTb
begeistert (Part. II om begeistern)
BOCTOp/KCHHblÜ; BOCTOpiKCHHO
Begeisterung f —, ohne pl für
(Akk.) BoouyuieBneHue, yruieMe-
mie veM-a.
beginnen (a, o) 1. vt nauHnaTb;
2. vi HavimaTbca
beglückwünschen vt zu (Dat.) no-
sjipaBanib c ...
begnügen, sich vr jiobojibctbo-
BaibCH
Begräbnis n -ses, -se noxoponbi
Begründer tn -s, — ocnoBarejib,
OCHOBOnOJIOlKHUK
begrüßen vt npHBeTCTBOBaib
Begünstigung f —, -en cnocoß-
CTBOBanne. nocoßnnuecTBO
behalten vt (ie, a) ocTaBjiaib, yjiep-
»HBaib (y ceö«, 3a coöoü); coxpa-
HHTb
behaupten vt yraepiKfiaTb, oTcian-
saTb
beherrschen vt Bjianeib ueM-ji.
beide num 06a, oCe
Beifall tn -(e)s, ohne pl ofloßpenne,
annojincMeiiTbi
Beihilfe f —, ohne pl noMoiub,
coaeßCTBue
Bein n -(e)s, -e «ora; koctb
Beisein n -s, ohne pl npiicyr-
CTBHe
Beisetzung f —, -en noxopouw
Beispiel n -s, -e npinuep; zum
HanpiiMep
beißen vt (biß, gebissen) aycaib
beitreten vi (a, e) [s] (Dat.) Bcry-
niiTb b ...
Bejahung f -en yiBepfime-iib-
Hblft OTBCT
bekannt adj usBeciHbifi, 3HaK0Mbifl
bekennen, sich vr (bekannte sich,
sich bekannt) ncnoßefiOBaTb
>110-»., npHjiepiKHBaTbCH aero-a.
(o 63znndax, yßewdenunx)
Beklemmung f —, -en noÄaii.ieii-
nocTb, cipax
beklommen (Part. II om beklem-
men) nojiaBjieHHo; CTecneiiHo
bekommen vt (bekam, bekommen)
nojiy*iaTb
beladen vt (u, a) naipyx<arb, oßpe-
MeuHTb qeM-ji.
belebt adj ojKiiBaeuHbift
belegen vt noKpHBarb
belichten vt ocßemaTb
bemüht: osaöoqenHbift; sein cra-
paTbCH
Belgien n -s Befibraa
benachbart adj coceaHUft
benennen vt (benannte, benannt)
Ha3bIB3Tb
Benennung f —, -en HasBanne
beobachten vt HaSwjiaib
Beobachtung f —, -en HaßmofieHiie
bepflanzen vt 3acaa<HBaTb, oßca-
HcmiaTb
berechnen vt paccMHTHBaib
berechtigt adj oCocHOBannbift
bereichern vt oöoramaib
bereiten vt npinoTOBJiarb; eine
Ovation ycTpaimaib OBamuo;
Freude ~ fiociaßJiaTb pa.iocTb
Berg m -es, -e 1. ropa; 2. nycras
nopo.ua (zopH.)
bergen vt (a, o) npaiaib
Bergmann tn -s, -leute ropuopa-
öoqufi
Bericht m -(e)s, -e ÄOKiiaji, onei
Beruf m -(e)s, -e npo^eccna
berühmt adj SHaMemiTbift
berühren vt KacaTbca, rporaib
beschädigen vt iioßpeiKfiaTb
beschäftigen, sich vr mit (Dat.)
saraiMaTbCH vew-n.
bescheiden adj cKpoMHbift
Beschießung f —, -en oßcrpeji
beschließen vt (beschloß, be-
schlossen) peinaTb
Beschluß m -sses, Beschlüsse pe-
memie
beschreiben vt (ie, ie) onncuBaib
beschwören vt (o, o) 3aKJiiinaib,
yMOJIHTb
besehen vt (a, e) ocMaTpimaTb,
paccMaTpHBaib
besessen adj ßeinenbift, yropejibiü
besetzen vt saHBMaTb, OKKymipo-
npo-
besichtigen vt ocMarpimaTb
besiegen vt noßeiKJiaib
besingen vt (a, u) BocneBaib
Birne f -n rpyma
bis 1. prp ao; 2. cj noKa (ne)
bisher adv no cnx nop
Besinnung f —, ohne pl coaiiamie; Bitte f —, -.1 npocbda
bringen npnBecin b co- bitten vt (bat, gebeten) um (Akk).
npocuTb 0 ...; bitte noixaayftcTa
bitter adj rophiuiii
Biwakfeuer n -s,—öiiBaunbiü socrep
besorgt adj um (Akk.) osaßouen-Bjelortisse m -n, -n öeaopyc
zur
3Haime; oßpasyMiiib
besonder adj ocoöbift
besonders adv ocodenno
ubifi vew-a.
Besorgung f —, -en nopyuenue
bespülen vt OMbmaib
bessern vt yaynniarb
Bjelorußland n -s Bejiopycciia
blank adj ßaecTHifiHü
blasen (ie,a) 1. oinyib; 2. urpan,
(«« dyxoeoM UHcmpyuenme)
beständig adv hoctohhho, nenpe- Blatt n -(e)s, Blätter jiuct; aiicroK
pblBHO
Bestandteil m -s, -e cociaBHaa uacTb
bestätigen vt noaTBepiK^aTb
Bestätigung f -en noATBep-
jKaeniie
bestehen (bestand, bestanden) 1.
vi coctohtb; cyiuecTBOBaTt; 2. vt
(eine Prüfung) BbuepjKMßa-rb
(ucnbimaHUs)
besteigen vt (ie, ie) nonmiMaTbcsi,
BSÖlipaibCH
bestellen vt 1. 3aKa3biBaib; 2. bh-
3biBaTB, BeaeTb npHüTii (k ceöe)
bestimmen vt onpeaejiHTb
bestimmt adj onpeaeneHHbift
bestmöglich adj nannyqjiiiih
Bestreben n -s, ohne pl crapaime,
CTpeMJieniie
bestreichen vt (i, i) CMa3blBaTb,
naMasbiBaTb
Besuch m -(e)s,-e nocemmme, bhsht
besuchen vt nocemaib
Besucher m -s, — noceTinejib
besudeln vt saMaparb, 3anaqKan>
betäuben viomyinaTb, omejioMjinib
betrachten vt paccMaTpimaTb
betreffen vt (betraf, betroffen)
KacaTbca qero-a., OTnociiTbca k
ueMy-ji.
betreten vt (a, e) BxoÄHTb, Bciy-
naTb b ...
Betrieb m -(e)s, -e np0M3B0jüCTB0;
npeABpna-rae
Bett n -(e)s, -en Kpoßaib, nocrejib;
zu ~ gehen jioamTbca cnaib
Bevölkerung f -en nacenemie
bewaffnen vt BOopyiaaTb
bewähren vt .noKasbmaib,
aBJiaTb (na dene)
bewaldet adj oßjieceHHbiii, noKpbi-
Tbift JieCOM
Bewässerung f —, ohne pl oporne-
mie, uppiiramiH
bewegen, sich vr ^BnraTbca
Bewegung f -en UBiixenue
Bewohner m -s, — Äme.'ib
bewundernswürdig adj jioctoüh:>h
yauBJieHHa
Bewußtsein n -s, ohne pl coanauHe
bezeichnend adj xapaKiepHbiß
bezeugen vt aacBitueTejibciBOBaTb
beziehen vt (bezog, bezogen)
BtesixaTb, nepeesixaTb b ...
Beziehung f, —, -en OTHomeniie,
CBS3b
Bezirk m -(e)s, -e oapyr, pafion
Bezwingung f—,ohne pl noKOpemie
Bibliothek f —, -en 6n6jmoreKa
bieten vt (o, o) npeÄOCTaBJiaTb,
aasaTb
Bild n -es, -er Kapiima
bilden vt oßpasoBbiBaib
bildlich adj oßpaanbift
billig adj ÄCiueBuft
Birnbaumholz n -es rpymeßoe fie-
pe bo
(ßyMazu)
blau adj chhhh, roayöoft
bleiben vi (ie, ie) [s] ocraBaTbca
bleich adj öaennbift; ~ werden no-
ßjienHefb
bleiern adj cBunuoBbift
Bleistift m -(e)s, -e Kapanaam
Blendlaterne f —, -n noraHnofl
(poaapb
Blick m -(e)s, -e B3raaa, B3op
blicken vi cwoTpeib, rjmaeTb
blind adj caenoft
blinken vi CBepaaib (06 opyxauij;
MepuaTb (o 3ߣ3dax)
blitzen vi CBepnaTb, öjiecreTb (o
MO/tHUU, O ZM3aX)
blöken vi ß.'ietnb
bloß 1. adj rojibifl, neiioKpuTwil;
2. adv TOJibKo jimnb
blühen vi uBecrn, npomieraTb
Blume f —, -n ubctok
Blut n -(e)s, ohne pl KpoBb
blutig adj KpoßaBbift
Boden tn -s, — n Böden scmjih,
noqna; n«o
Bogen tn -s, — ii Bögen 1. ayra;
2. jiiict (ßyMazu)', einen-^schla-
gen cnejiarb Kpyr, npoÜTH miiu-
Hee paccTonmie
böse adj saoft, cepniiTWü
Bote tn -n, -n nocaaneu, nocbiaa-
Hbift, Kypsep
Brand m -es, Brände noixap;
in ~ geraten 3aropaTbca
brauchen vt Hyxiaaibca
brav adj xpaßpbifi
brechen vi (a, o) [s] 1. aoMarbcn;
2. CXO^HTb C . . . . HCXOÄMTb H3 . . .
(o 3ßyKax); nOHBaHTbCH H3 ...
breit ädj imipoKiift
breiten vt paccmaaTb, pasBepibi-
Baib
Bremsbahn f —, -en ßpeMeöepr,
TopMO3Haa ropKa
brennen vi (brannte, gebrant)
ropeib
Brett n -(e)s, -er aocua
Brief m -es, -e bhcbmo
Brigade f —, -n öpHraaa
bringen vt (brachte, gebracht)
npuHocuib; npiiBojmrb; jxocTaB-
aHTb
Brot n
Brücke .
Bruder m -s, Brüder 6par
brummen vi nopnaTb
Buch n -es, Bücher Kmira
Buchdruck m -s KHuronenaTamie
Buchdruckerkunst f — iicKycciBo
KHiironenaTaHMH
Buchstabe m -n, -n ßyKca
Bude f —, -n 6ym<a
Bühne f —, -n cuena
Bund m -es, Bünde C0103;
mm; aiira
Bundesgenosse m -n, -n
-(e)s, -e x.ieß
f —, -n MOCT
4>efiepa-
COI03HHK
165
Bunker m -s, — hot (Oetnonnoe
oGopoHtimejitMoe coopyjtcentie)
bunt adj necipbift
Bürger m -s, — rpaiKAaHHH
Bürgermeister tn -s, — CyproMiicTp
Bürgersleute pl rpaainane
Bursche tn -n, -n napenb
C
Chemie f — , ohne pl xhmhh
Chemiker tn -s, — xhmmk
China n -s Kuran
Cholera f —, ohne pl xoaepa
D
da 1. adv 3Hecb, tsm, bot; 2. adv
roraa; 1. cj TaK Kan; Koraa
dadurch adv H3-3a sroro, ßjiaroaapn
STOMy
dagegen adv nanporim
damalig adj TorjianiHnä
damals adv Toraa, b to BpeMa
damit cj iito6bi
Dänemark n -s JJanns
Dank m -(e)s ßjiaroaapnocTb
dank prp (Dat. n Gen.) ßaaroaapa
danken vi (Dat.) ßnaroaapiirb;
danke ßaaroaapio, cnacnßo
dann adv Toraa, 3areM
darbringen vt (brachte dar, dar-
gebracht} npHHOCHTh
darüber adv naa «icm-ji., noßepx
nero-«.; -^ziehen naaeßaib no-
Bepx Mero-«.
darum adv nosTOMy
darunter adv cpeaii hmx
dastehen vi (stand da, dagestan-
den) CTOHTb, naxoanTbCH Tyr
dauerhaft adj npoMHufö
dauern vi npoaGJOraiLcn
davonlaufeti vi (ie, au) [s] yßeraib
dazu adv k Towy xe
Decke f —, -n hotojiok; noKpoß;
noKpbiBajio, oaemio, cKareprb
decken vt iioapbinaTb, yKpwBaTb
Delegierte tn, f -n, -n aeaerar, -Ka
demokratisch adv neMOKparnie-
CKffl'i
Demonstration f —, -en jicmohct-
panna
denken vt, vi (dachte, gedacht)
jiyMaTb
Denken n -s, ohne pl Mbiinacune;
das technische ~ TOXHiiMecKan
MblCJtb
Denkmal n -s, -mälcr nawaTHUK
denkwürdig adj naMHTiibiü
denn cj noTOMy ito, TaK KaK; «e;
passe
dennoch cj ncc-Taim, bcc ace,
OHH3KO
derartig 1. adj nonofiiibiü; raKoii;
2. adv. no Toro, no Tasoft crenenn
dergleichen adj raKoft; nonoÖHbih;
nichts -v« HMuero nonodnoro
derselbe (dieselbe, dasselbe) pron
tot ace caMbifi (ra >Ke caiuaa,
to 5Ke cawoe)
deshalb adv noroMy, nosroMy
deuten vi auf (Akk.) yKaabiBaib na
koio-ji., na mto-h.
deutlich adj ucHbiü, OTuernuBbih
deutsch ßdy HeweuKHH, repMancKHft
Deutsche m, f -n, -n neweu, HewKa
Deutschland n -s FepManna
d. h. = das heißt to-cctb, t. e.
dicht 1. adj rycTOft, hjiothbiü; 2.
adv BiuioTHyio
Dichter tn -s. — host
166
Dichtung f —, -en 1. iio93na;
2. BbiMbice«
dick adj TOHCTbift
dienen vi cjiy>xiiTb
Dienst tn -es, -e cjiyiKÖa
Diktatur f —, -en nnKTarypa
direkt adj HenocpeacTBeHHbifi, npa-
MOÜ
Division f —, -en hhbushh
doch cj n adv 1. Bcc-rami, Bee »e,
onwaKO, ho: 2. tKe, Beim
Dora tn -s, -e Ka<t)enpajibHbifi coßop
donnern vi rpeweTb
Dorf n -(e)s, Dörfer nepeBHn, ceno
draußen adv cnapyiKM, (n3)Biie; na
Hßope, na yjnme
drehen, sich vr BeprerbCfl, nouo-
pamiBaTbcn
dreieckig adj ipeyrojibiibift
drinnen adv BHyrpii
dröhnen vi ryneth, rpewerb
Drohung f —, -en yrpoaa
Druck tn -es, -e neqaTb, neuaTawne
drucken vt neyaraib
drücken vt >KaTb, npmKHMaib,
iiamiTb
Drucker tn -s, — ne<iaTHHi<
Druckerei f —, -en Tmiorpa^uH
ducken, sich vr nariißarbCH
Dummkopf tn -s, köpfe HypaK
dumpf adj rayxoft (o 3äytce)
dunkel adj TCMHbift
Dunkelheit f —, ohne pl TeMHOTa
dünnstämmig adj TOHKocTBOJibnaft
durch und durch nacKHoas, coaep-
IIieHHO, CBJIOIlIb
durchbeißen vt (biß durch, durch-
gebissen) npoKycHBarb, ncKy-
CbiBaib
durchbrechen vt (a, o) npopbinaTb
durchfliegen vt (o, o) iipoöerarb
raasaun
durchführen vt npoßo/imb
durchschlagen, sich vr (u, a) npo-
ÖHRaTbCH
durchsehen vt (a, e) npocwaTpnBaTb
durchsetzen vt HacTamiarb na
möm-ji.
durchsuchen vt oßbicKMBaTb
durchzeichnen vi nepepncoBbiBaTi,
durchziehen vt (durchzog, durch-
zogen) npoxoHHTb, crpaHCTßo-
BaTb
dürfen (durfte, gedurft) cmctb.
M0»ib; HMeTb npaßo
dürr adj cyxoft
Dürre f —, -n sacyxa
düster adj Mpa«jHbiü, yrpiOMbift
Dutzend n -es, -e flioamna
E
eben adv KaK paa; tojibko mto
ebenfalls adv tojkc, toiho raK >kc,
panHbiM oöpaaoM
ebenso adv TaK ace
ebensogut adv c thkhm a<e ycnexoM
ebensoviel adv ctojibko a<e
Ecke f —, -n yroji
Edelstein m -s, -e jiparoueHHbift
KaiweHb
Ehe f —, -n 6paK (cynpyacecTBo)
ehe cj npeacHe «ieM
ehern adj MeHHbift, ßponsoBbiü
Ehre f —, -n <iecTb, noiecib
Ehrenpräsidium n -s noieiHbiü
npesHHuy.M
Ehrenwache f— noBCTHbift Kapayji;
die ~ beziehen craHOBHTbCH b
noueiHbift Kapayji
ehrlich adj uecTHHft
Eigenschaft f -en cboüctbo,
KaiecTBO
eigentlich adj coSctbchho (ronopa)
Eile f ohne pl nocneiiiHocrb,
TOponjiHBocTb; ~ haben cnemurb,
TOpOniiTbCH
eilen vi cneniMTB, ToponiiTbcn
einander pron npyr jipyra
einbiegen vi (o, o) [s] (in die
Straße) CBopannnaTb
eindringen vi (a, u) [s] npoHHKaTb
Eindringling tn -s, -e saxBaraiiK,
OKKynanr
Eindruck m -s, Eindrücke BneaaT-
jieHiie
einfach adj npocTOft, oÖHKHOBeH-
Hblß
einfahren vi (u, a) [s] BtesiKaTb
einfangen vt (i, a) jiobhtb, noftMarb
einfassen vt oöpawjiHTb
einführen vt BBoniiTb
Eingang tn -s, Eingänge bxoh
eingehen vi (ging ein, eingegan-
gen) |s] BXOHUTb
einhalten vt (ie, a) coöjnonaTb
Einheit/—,-en cäuhctbo; ejiHHnua
einig adj eHMHbift; corjiacnbrä
einige pron hpckojibko, neKoropbie
einladen vt (u, a) npiirjiainaib
einmal adv ojiHaatflbi, Korjia-To
einmarschieren vi [s] bkohmtb,
BCTynarb
einmütig adv enmiojiyiiiiio
Einnahme / —, -n saxBar, bshthc
einnehmen vt (nahm ein, einge-
nommen) (Platz, Stelle) saniiMaTb
einrichten vt oöopyaoBaTb, ycrpan-
BaTb; oßcraBHHTb (KBapmtipy)
Einsatz tn -es, Einsätze (Mya,)
BCTyiuieHHe (zo.wca)
einschalten vt BKJiio<iaTb
einschlafen vt (ie, a) [s] sacwnaTb,
ycwyTb
einschlagen vi (u, a) yaapsTb (o
moahuu); naiiaTb (o cnapndax)
einschleichen, sich (i, i) vr npo-
KpaHbiBaTbca
einschließen vt (schloß ein, ein-
geschlossen) samipaTb, oKpyiKaTb
einschreiben vt (ie, ie) BimcbiBaTb
einsingen vt (a, u) yßatoKMBarb
(nenuejn)
einspannen vt sanpuraTb, Bnpararb
einst adv OHHaiKnbi, Kor;ia--Hn6yji.b
einsteigen vi (ie, ie) [s] bxohutb,
BJie3aTb, B36lipaTbCH
einstmals adv 0AHa>KHbi
eintreten vi (a, e) [s] BCTynarb,
BXonuTb; naciynaTb, npoiicxoÄHTb
Eintritt tn -s, -e bxoh
einwiegen vt yKauimaTb
einzeichnen vt HawocMTB (hü tatpmy)
Einzelheit / —, -en noÄpoÖHocTb,
flerajib
einzeln adj ornejibHbiü
einziehen vt (zog ein, eingezogen)
Gewinne ~ nojiy>iaTb hoxoah
einzig adj eAHHCTBeuHbift
Einzug tn -(e)s, Einzüge Bcryinieiine
Eis n -es, ohne pl Jien
Eisen n -s, ohne pl aceaeso
Eisenbahn / —, -en jKejiesnan äo-
pora
eisig adj JiCßHHoft
eiskalt adj kojiojihhü khk jiöä; mo-
p03HHß; es wurde ihm ~ y nero
MypaniKH noöejKaaii no cnnne
elastisch adj fh6kiih
elend adj hmskhh, nofljibift, mjiKnii
Eltern pl po/uiTejiii
empfangen vt (i, a) npumiMaib
empfehlen vt (a, o) peKOMeiuonaTb
Ende n -s, -n Koneu; zu ~ gehen
zu ~ sein KOH>iaTbc;i, npiixoainb,
k KOHuy; ein haben OKOnmiTb-
CH, 3aKOH«JHTbCH
enden vi KOHnaibCH, saBepinaTbcii
endgültig adj oKOH'iaTejibiibifl
endlich adv HaKoneu
endlos adj CecKOHevribift
energisch adj aneprnuHbift
Engländer m -s, — afirniiHaniiH
englisch adj aHiJiiiftCKiiii
Entbehrung f —, -en jimiieHHe,
nyiKfla
entbinden vt (a, u) (Gen.) ocbo-
ßoMCÄaib kofo-ji. ot nero-ji.
entdecken vt oisphiuaTb, oönapy-
JKHBaTb
Entdeckung f —, -en oTKpbiTiie
entfallen vi (entfiel, entfallen) [s]
(Dat.) BbinajiaTb 113 ...
entfernt adj yaaaeHHbift, aaibUHÜ;
~ sein HaxoaiiTbCH Ha paccTOsiHim
entgegenführen vt bcsth HaBCTpeny,
no HanpaiiaeHHio k ...
entgehen vi (entging, entgangen)
|s] (£>ßf.) yxo^HTb ot ...
enthalten vt (ie, a) co/iepxarb
entlang adv, prp ßaojib
entlocken vt (Dat.) BHMamiTb,
BbipHaTb y______
entreißen vi (entriß, entrissen) [s]
(Gen.) cpbiBaTbCH c nero-Ji.
entscheiden vt (ie, ie) peuiarb
Entschlossenheit f ohne pl pe-
HIHiMOCTb, peniHTeJIbHOCTb
entschuldigen vt hsbiihutb
Entsetzen n -s, ohne pl yxac
entsetzlich adj yxiacHbiü, CTparn-
Hblfl
entsetzt adv b ya<ace, c yxcacoM
entstehen vt (entstand, entstan-
den) [s] B03HHK3Tb
entströmen vi [s] BbiTeKaib, hc-
TCKaTb
enttäuschen vt pasoiapOBbiBaib
entwickeln vt pasBHBaTb
entwickeln, sich vr pasBiiBaTbca
Entwicklung f —, -en pasBiime
entziehen, sich vr (entzog sich,
sich entzogen) (Dat.) yKJiOHHTbcn
ot lero-fl.
entzünden, sich vr BocnaaMeHUTbCH,
BOCnaJIHTbCH
epidemisch adj 9nnaeMn*iecKiifi
erbärmlich adj »ajiKHÜ, npespen-
erbauen vt nocipoiiTb
erblicken vt yßiuiefb
Erde f —, ohne pl scmjih
Erdöl n -(e)s, ohne pl netjjTb
Erdölleitung f —, -en necpTeiipo-
BOA
Erdölraffinerie f , -n He$Tene-
peroHHbiü 3aßoa
erdulden vt nperepneBaTb
ereignen, sich vr npoHcxoaiiTb,
cayiaTbc«
erfahren vt (u, a) ysnasaTb
Erfahrung f —, -en oiimt
Erfindung f —, -en H3o6peTeHiie
Erfolg m -(e)s, -e ycnex
erfolglos adj öesycneniHbift
erfüllen vt BbinojimiTb, hchojihhti.;
HanOJIHHTb
Erfüllung f —, -en HcnojiHemie,
BbinojiHeHiie; in gehen hciioji-
HHTbCH
ergießen, sich vr (o, o) aiiTbCn,
BJIHBaTbCH
ergreifen vt (ergriff, ergriffen)
XBaTaTb, CXBaTHTb
ergreifend adj TporaTeabHbift, 3a-
XBaTblBaiOIlUlH
Ergriffenheit f —, ohne pl bojihc-
Hiie
erhaben adj BO3BbiinenHbift, bh-
aatoinHüCH, BeniiKMfi
erhalten, vt (ie, a) nojiy*iaTb
erheben, sich vr (o, o) iiojihh-
MaTbCH
erhebend (Part. I om erheben)
BO3Bbiinaioiunft; oöaaropajKHBaio-
miiii; TopiKecTBeHHtJii; BbicoKiift
erhitzen vt HarpeBaTb
erhöhen vt noBbiiijaib
erholen, sich vi OTjibixaTb
Erholungsheim n -s, -e äom OTjibixa
erinnern, sich vr an (Akk.) bcbo-
MMHSTb O KOM-JI., O IJCM-JI.
erkennen vt (erkannte, erkannt)
y3HanaTb
erklären vt oßtHCHUTb; oö-bHBjisrrb;
3aHBJIHTb, BpH3HaBaTb KOFO-JI.
•leM-JI.: BblCKa3blBaTb
erklingen vi (a, u) [s] pasaaBaTbcn
erkundigen, sich vr nach (Dat.)
cnpaBJiriTbCH, ysHasaTb o ...
Erlebnis n -ses, -se iiepen-aiBaniie
erledigen vt jinKBiianpoBaTb «ito-ji.,
IlOKOH'IHTb C »ieM-JI.
Erl(en)könig tn -s jicchoh uapb
erlösen vt HsßaBJiaib, cnacaTb ot
»ilto-ji.
ermorden vt yönsaTb
ernst adj cepbcaiibiü
ernsthaft adv cepbe3Ho
ernstlich adj cepbesHbift, naCToa-
rejibHbin
Ernte f —, -n ypoiKaü, iKaißa
erobern vt saBoesbiBaTb, noßbiBaTb
(8 ßoto)
Eroberung f —, -en saßoeBaHwe
eröffnen vt OTKptJBaTb
erpressen vt BbiHCBMaTb
erregen vt BoaöyiKaaTb
erreichen vt nocTwraTb
errichten vt coopyiKarb; bosabh-
raTb, CTpOMTb
Errichtung f —, -en coopyKemie
erringen vt (a, u) ßOCTHraTb
(b ßopbße); joÖMBaTbcn; aaßoeBbi-
Baib; den Sieg ~ oaepacaTb
rioßeay
erscheinen vi (ie, ie) [s] noHBJiHTbCH
erschlagen vt (u, a) yßiißaTb
erschließen vt (erschloß, erschlos-
sen) OTKpblBaTb, JieaaTb BblBOJJ,
aaKjuoiaTb
Erschließung f —, -en ontpriTiie
erschöpft adj oöeccujieHHbiü, hcto-
meuHbiü, H3iiypeHHbift
erschrecken t>z(erschrak,erschrok-
ken) [s] vor (Dat.) (nc)nyraTbcn
kofo-ji., >iero-ji.
Erschrecken n -s, ohne pl iicnyr;
in ~ setzen nyraTb
erschüttern vt noipacaTb
erst adv tojibko, Jinnib; cnepna,
CHaaajia
Erstaunen n -s, ohne pl yNsme-
HUft
erstaunlich adj yjiiiBHTejibHijfi,
M3yMHTejIbHbl!'I
ersticken vi [s] 3aaoxHyTi>ca, 3a-
xjießnyTbca
erstrecken, sich vi npocrupaTbca
Ertrag m -(e)s, Erträge ypomaft
erwachen vi [s] ripocbinarbca,
npoßyxnaTbca
erwarten vt o>KnjiaTb
erweisen, sich vr (ie, ie) 0Ka3bi-
BaTbca
erwidern vt B03pax<aTb; oTBeaaTb,
rOBOpHTb B OTBCT
erwischen vt noftMaTb, cxBaraTb
erwürgen vt aaayuinTb
erzählen vt paccKasbiBaTb
Erzeugnis n -ses, -se usnenne,
npoayKT
erziehen vt (erzog, erzogen) uoc-
BHTblBaTb
Erziehung f —, ohne pl Bocmira-
nne
Erziehungsanstalt -en yneÖHO-
BocniiTaTejibHoe saBeneHiie (3a-
Kpbtmoeo muna), npmoT
erzielen vt BocTBraTb, HoßimaTbCH
essen vt (aß, gegessen) KyinaTb
Essen n -s, ohne pl eaa
etwa adv okojio, npufijmsiiTejibuo
etwas 1. pron >iTO-Hn6y.nb, >ito-jih6o;
mto-to, Koe-aro; 2. adv necKOJibKo,
He mhoto
Europa n -s Eßpona
ewig adj BeaHbifi
Exekutivkomitee n -s, -s Hciioji-
HIITejIbHblH KOMHTCT
Existenz f —, -en cymecTBOBaHiie
existieren vi cymecTBOBaTb
Explosion f —, -en BspbiB
F
Fabrik f —, -en ({laöpHKa, sanoj
Fach n -(e)s, Fächer cncmiajibiiocTb;
npe^MeT (oßy’tenun)
fahl adj ßaeanbift
Fahne f —, -n (paar
Fahrplan m -(e}s, -pläne pacnHca-
Hiie (däUMcemin. noeadou, napo-
xodos)
Fahrt f —, -en noesuKa, esaa
Fall m -(e)s, Fälle cayuaii
fallen vi (fiel, gefallen) |s] naaaib;
nacTb (ö do/o); npHxoaiiTbCn Ha...,
OTHOCHTbCH K (O BpeMBHU)', IflS
Wort ~ npepbiBaib, iiepeßHßaib
(Hbto-n. penb)
fällen vt ßpaib HanepeBec (pyatcb'd,
BiuttnoBKy)
falls cj b cnyiae ecjiH
Fallschirm tn -(e)s, -e napainioT
Falte f —, -n cKJiajiKa
fangen vt (i, a) jioBiiib, noföMaTb
Farbe f —, -n hbct, Kpacira
farbig adj HBCTHoft
faschistisch adj (paiiniCTCKnä
faseln vi ßojrraTb, nycTocjiOBUTt
fassen vt XBaraTb, cxBaTHTb; einen
Vorsatz ~ npumiMaTb peineiiKe
fast adv hohth
Faust / —, Fäuste KyaaK
fehlen vi an (Dat.) nejiocTaBaTb,
HexBaTaib nero-ji.
feierlich adj npasmimiibiii, Top-
jKecTBenHwii
feiern vt npasjuioBaTb
fein adi tohkhö, MejiKHii; HexiHbiü,
H3HHXHbIÜ
Feind tn -es, -e spar, Henpnaieab
feindlich adj HenpuHTejiBCKHft, ßpa-
xtecKiift; BpajKÄeßHbift
Feld n -es, -er hojic; iione cpaiKennn
Fenster n -s, — okho
fern adj naneKiiw, najibHiifl
167
Frage f -n Bonpoc
fragen vt cripaiuiiBaTb
Frankreich n -s 4>panmm
Franzose tn -n, -n (ppamiys
französisch adj (ppaHuyscKiift; auf~
no-cppanuyscKii, Ha $ipaHuy3CKHfi
wanep
Frau f —, -en ÄCHimiiia, >Kena
frei adj cboöoahwh
Freiheit f —, -en cBo6o.ua
freilich adv npaB.na, kohcuho; pa-
3yMeeren
freiwillig adj aoöpoBOJibmjfi
fremd adj •lyiKoii, HHocTpaHHbift
Fremdsprache f —, -n iiHocrpan-
Hblfi H3blK
fressen vt (fraß, gefressen) ecrb
(o OKUßomHbix), noiKiiparb
Freude f -n paaocib
freudig adj paaocTHbift, Beceabifi
freuen, sich vr auf hjih über (Akk.)
paaoBaTbcn neMy-ji.
Freund m -es, -e apyr, npninejib
Freundschaft f —, -en apyixöa
Frieden tn -s, ohne pl Miip
friedlich adj Miipubift
friedliebend adj MiipoinoßuBbiü
frieren vi (o, o) Mep3Hyri>, saÖHyib
Frist / —, -en cpoK
froh adj paaociHbifi, Becejibiü, jio-
BOJibHbin; paa
fröhlich adj Becejibift, paaocTHbiü
Front f —-, -en ippoHT
Frost ni -es, Fröste Mopo3
Frucht f —, Früchte ruioa, 4>pyKT
fruchtbar adj njioaopoaHbifi
Fruchtbarkeit f —, ohne pl nao-
aopoaHe
früh 1. adj paHHHft; 2. adv pano
Frühe f ohne pl p.uib; in al-
ler ~ »jyTb cbct
Frühling tn -s, -e aecua
Fuchs tn -es, Füchse jmca, jmcuna
fühlen vt «jyBCTBOBaTb
führen vt bosiite; Beern, pyKOEO-
anib
Führer tn -s, — bojkhb
Führung f—,ohnepl pyKOBoacTEo,
BoaurejibCTBo
füllen vt HauojiHnTb
Furcht f ohne pl öonsHb, erpax
furchtbar adj yacacHbift, CTpaiUHbift
fürchten vt eoarbca, oriacarbca
Fürsorge f —, ohne pl nonenenMe,
3a6oTa
Fürst tn -en, -en khh3b
Fuß tn -es, Füße Hora (cmynnri)',
noano>Kne (zopbt)
G
Gallium n -s (xum.) rajutnü
Gang tn -(e)s, Gänge xoa; xoabßa;
BOXOHKa
ganz 1. adj uejibiit, secb; 2. adv co-
bccm, coBepuieHHo; im ganzen
ßcero
gar adv aasce, oneHb; ~ nicht bo-
ßce ne; ~ nichts coBepineHHO
HHuero
Garten m -s, Gärten caa
Gas n -es, -e ras
Gasse f —, -n (MaaeubKaa) yjiHiia,
nepeynoK
Gassenvogt m -(e)s, -Vögte hojih-
HeflcKHfl (KBaprajibHbiii) Hag3Hpa-
TeJIb
Gast tn -es, Gäste roerb
Gebärde f —, -n iKecr, mhhh
Ferne f —, -n jia/ib
ferner adv (cpasHUtn. ctnen. om
fern) aanbme, .najiee; KpoMe Toro
fertig adj roroBbift
fest adj KpenKiiii, nponnbifi; ißep-
auö
Fest n -es, -e npasamiK, npasane-
CTBO
festfahren vt (u, a) yicaTbiBaTb, yes-
ÄBTb (o dopoze)
festhalten vt (ie, a) yitepiKmtaTb
festlich adj TopiKecrueuHbiH, npasji-
HHMHblft
feststellen vt ycTaHaBJiiiBaTb, koh-
CTaiHpOBaTb
Feststellung f -en ycTawoßJie-
wne, KOHCTarauHH
Festung f —, -en KpenocTb
festwachsen vi (u, a) |s] iipiipacraib,
npoMHO cpacTaTbcn
Fetzen m -s, — kjiok, kjiohok
feucht adj cbipoft, BJiaiKHbitt
Feuchtigkeit f —, ohne pl BJiara
Feuer n -s, — oroHb, Kocrep
fiebern vi jiiixopaaiiTb; fiebernd
b acapy, b jmxopan.Ke
figürlich adj (Jurypajibnufi, oöpas-
HblÜ
finden vt (a, u) uaxojiHTb
Finger tn -s, — naneu
finnisch adj 4>hhckmü
Finsternis f —, ohne pl
cywpaK
Fisch m -es, -e pbi6a
Fischer tn -s, — pwßaK
flach ad j njiocKHii, poBHbiü
Flachs tn -es, ohne pl .neu
flammend adj naaMCHHbiü
Fleisch n -es, ohne pl mhco
Fleiß tn -es, ohne pl npnneacaHne
fliegen vi (o, o) |s] JieTatb
Flieger m -s, — aemiiK
fliehen vi (o, o) [s] öeacaTb, cna-
caTbcfi ßerciBOM
Flöz n -es, -e ropHbift njiacT,
Fluch m -es, Fläche npoujiHTne
Flucht f —, ohne pl CercTBO, noßer
Flug m -(e)s, Flüge nojier, b3jict
Flugwesen n -s aBnauiia
Flugzeug n -(e)s, -e chmojict
Fluß tn Flusses, Flüsse peua
flüstern vt menraTb
Flut f -en npMJiMB; hotok
Folge f —, -n caeÄCTBiie, hocjicä-
CTBHe
folgen vi [s] (Dat.) caejiOBaTb 3a
kcm-ji. hjih »leMy-ji.
folgend adj cjienyiomiiH
Folter / —, -n nuina
foltern vt iibiraTb, MyniiTb
Förderband n -(e)s, -bänder
TOMHbltl TpancuopTep
Förderer ni-s,— hocoöhhk; noKpo-
Birrejib
Forderung f —, -en rpeßoBaHiie
Form f —, -en $opMa
Formular n -s, -e ÖJiaHK, (popMyjiap
Forscher m -s, — HccjienoßaTeab
Forschung f —, -en (naynnoe) hc-
caeaoBaHne
fortführen vt 1. yBojmib, yB03HTb;
2. npOÄOJiiKaTb
fortgehen vi (ging fort, fortgegan-
gen) |s] yxojjHTb; npoÄOjnKaTbca
fortsetzen vt npoaojnKaib
Fortsetzung f —, -en npoaonHce-
Hue
fortwährend adv hocto«hho, ue-
npecraHHO
fortwirken vi npoaojnKaTb aeäcTBO-
168 BaTb
MpaK,
jien-
Gebäude n -s, — staune, crpoenne
geben vt (a, e) aaeaTb
Gebiet n -(e)s, -e oöaacTb
gebildet adj o6pa3OBaHHbift
geboren (Part. II om gebären) ypo-
ÄjieHHbiä; ~ sein pomiTbcsi
Gedanke m -ns, -n meicjib, njien
gedeihen vi (ie, ie) [s] pacni, npo-
HBeraTb
gedrungen adj npuseMiiCTbiü, ko-
peHacTbiü
Gefahr f —, -en onaenoerb
gefährlich adj onaciibift
gefallen vi (gefiel, gefallen) upa-
BHTbCfl
Gefangene tn -n, -n 3aKaio'iennbifl,
HJieHHblft
gefangengeben, sich vr (a, e)
caaBaTbca b nnen
Gefängnis n -ses, -se riopbMa
Gefäß n -es, -e cocyn
Gefühl n -s, -e «lyBcrBo, OHiyuieiuie
Gegenstand m -(e)s, -stände npea-
Mer
Gegenteil n -s, -e nporiiitonojioiK-
HOCTb
gegenüber p”p (Dat) HanpoTHB
Gehalt m -(e)s, -e coaepHUHne
geheimhalten vt (hielt geheim,
geheimgehalten) nepixaTb b ce-
Kpere
Geheimnis n -ses, -se raiina
geheimnisvoll adj rauHCTBeHHbifl
gehen vi (ging, gegangen) [s] xo-
HHTb, hjith; auf und ab ~ xojiHTb
B3an h Biiepe.n
Gehirn n -(e)s, -e mosi
gehören vi npiiiia.HJiciKaTb; otho-
CHTbCB k ...
Geist m -es, ohne pl nyx; yn
geistig adj ayxoBHbiii, yMCTBeH-
Hblfi
Geistlichkeit f —, ohne pl n.yx.o-
BeHCTBO
Gelände n -s,— Mecruocrb
Geländer n -s,— nepH.ua
gelangen vi [s] nonajiaTb, nocry-
nari>
geläufig adj ßernbift
Geläut n -s, ohne pl 3boh
gelblich adj arejiTOBaTbiü
Gelehrte m -n, -n yqeHbift
gelingen vi (a, u) [s] yuaBarben
gellen vi SByiarb, 3BeHerb
gelten vi (a, o) ciHTarbca, otho-
CHTbCH K . . .
Gemälde n -s, — i;a pinna; xhbo-
HHCb
Gemeinderat m -(e)s, -räte ropon-
CKOÜ COBeT, MyHHHHUajIHTeT
gemeinsam adj oöimiä, coBMeci-
Hblß
Gemeinschafts- (b cjiojkhmx cyme-
CTBHTeHbHblX) 06m.HH, KOMMyHaJIb-
Hblft
Gemüse n -s,— oboluh, senem,
gemütlich adj yioTHbifi, chokohheiü
genau adj ronubift
eneralbaß tn -sses, -bässe (My3.)
nepßbiü 6ac
Genius m —, -nien reHHft
Generation f —, -en noKoneHHe
Genosse m -n, -n TOBapum.
genug adv ßOBOJibHo, nociaroBHO
eographie f—reorpa4>HH
georgisch adj rpysiiHCKHü
gerade 1. adj npaMOü; 2. adv Kau
pas
geraten vi (ie, a) [s] nonajiaTb; in
Brand ~ saroparbcn
Gerechtigkeit f —, ohne pl cnpa-
BejIJIHBOCTb
Gericht n -s, -e cyu
Germanium n -s (xujit.) repMa-
HHÜ
gern adv oxotho; ich möchte ~
Mne oneHb xoiejiocb 6bi
Geröll n -s, -e rajibKa, KycKOBaa
pyaa
gesamt adj oßmiift, necb
Gesamtbild n -es, -er oßmiifi bhji
Gesträuch n -s, ohne pl KycTapmiK
gesund adj 3jiopoBbift
resundheit f —, ohne pl sjjopoßbe
Getreide n -s, ohne pl 3-riaKn, xaeö
(« septte)
Getrommel n -s, ohne pl 6apa6an-
Hb’.fi 6ofi
gewagt adj pHCKOBaHHbjfi
Gewalt f —, -en ciina, Hacujiiie
gewaltig adj rpoMajiHbiü, orpow
Hblfi; MOIHHblft
Gewand n -s, Gewänder (ttoam.)
njiaTbe, oueiKjia
Gewehr n -s, -e py>Kbe, bhhtobks
Gewicht n -(e)s, -e Bec, TjnxecTb,
rpys
Gewimmel n -s, ohne pl Toana,
ubhjkchhc (mojinbi)', tojikothh
Gewinn tn -(e)s, -e npiiCbuib, uoxoa
gewinnen vt (a, o) BbuirpbiBaTb;
AoöbiBaib
Gewinnung f —, ohne pl Äoßbina-
Hiie, Äo6bi»ia
gewiß 1. adj H3BecTHHfi, onpejje-
jieHHbih; 2. adv KOHemio
Gewissen n -s, ohne pl cosecTb
gewissenlos adj ßeccoBecTHbifi
Gewißheit f —, ohne pl ynepeH-
HocTb, ÄOCTOBepHOCTb; sich ~
verschaffen über (Akk.) ynocro-
BepHTbCH B igm-ji.
Gewohnheit f —, -en npnBbi<n<a
gewöhnlich adj oßbuiHbiü, o6hk-
HOBeHHblft
gewohnt adj npuBHiHbift
gierig adj iKajiHbift, amubiü
gießen vt (goß, gegossen) jihtb,
OTJiiiBaTb (MemaAJi. usdeMifi)
gigantisch adj ruranTCKiifi
Gipfel m -s,— Bepinnna
glänzend adj ßaecTHmnü
Glatteis n -es, ohne pl rojioaejiima
Glauben m -s, ohne pl sepa, yöe-
jKjieHMe
glauben 1. vt jiyMaTb; 2. vi an (Akk.)
BepHTb B Koro-Ji., BO MTO-JI.
gleich 1. adj paBHbifl, oaiiHaKOBbift;
tot »ce; 2. adv ceftnac, cpaay; ~
beim erstenmal c nepsoro »:e pasa
gleichen vi (i, i) paBHHTbcn, ömtb
paBHHM
gleichfalls adv tsk >kc, raiaiM i«e
oöpasoM
gleichgültig adj ßespasminHibift
Gleichgültigkeit f —, ohne pl
6e3pa3Jinnne
gleichnamig adj oaiiOHMCHHbift
gleichzeitig adv ojiHOBpeweHHo
Gleis n -es, -e peabcoBbiü nyib
Glocke f —, -n kojiokom
Glück n -(e)s, ohne pl cnacTbe; ~
haben noc’iacTJiHBMTbCfl, bcsth;
auf gut no cnacTbio, Hayjiauy
glücklich adj cnacTJinBbifl
glühend adj iiaaMeiiHbiii, nbuiKiift;
pacKaaeuHbift, ropannfi
Gold n -es, ohne pl 3Ojioto
golden adj sonoToft
Gott m -es, Götter 6or; um Got-
teswillen paaii 6ora
Grab n -(e)s, Gräber Morrnia
graben vt (u, a) pbiTb, KOnaTb
Grabgesang m -s,-gesänge sayno-
aoiiiioe (noxopoitHoe) nenne,
pesBiieM
Grabstein m -(e)s, -e MonuibHaH
luiHTa
Granate f —, -n rpanaTa
Gras n -es, Gräser Tpasa
grau adj cepbift; cejioii
grauenvoll adj cTpainHuft, yacac-
Hblft
grausam adj ikcctokmü
grausen: mir graust mhc erpaniHo
Grenze f —, -n rpamma
Griechenland n -s PpeiiHH
griechisch adj rpeqecKHü
grimmig adj jnoibiü, >KecTOKnfi
groß adj öojibinofi, BeaHKufi
Größe f —, -n BeumiiHa, paawep
Großvater m -s, -väter jiejiyiiiKa
Grube f —, -n pyjumK
Gruft f —, Grüfte MOTHJia
grün adj senenbift
Grund tn -es, Gründe ocHOBaHHe;
npnmiHa; auf ~ Ha ochob3hhh
gründen vt ocnoBbiBaTb
Grundlage f —, -n ocnona
Grundsatz m -es, -Sätze ochobhoü
npHHuiin
Gründung f —, -en ocuoBaiine
grünen vi senenen,
ruppe f —, -n rpynna
Gruß m -es, Grüße npuBCTCTnue,
npiiBeT
grüßen vt npMBeTCTBOBaTb; (poeit.)
OTKO3bIpHTb
gucken vi rnajieTb, cMOTpeTb
Gürtel tn -s, — hohc
gut adj XOpOIUHH, aoöpbift
gutherzig adj Aoßpbifi, jtoßpoflym-
Hbiti
gütig adj ÄOÖpbifi
Gymnasial- (kok nepean wcmb
CM)3nnozo cymecmBumeJibHoeo)
rnMHJ3H<iecKHft
Gymnasium n -s, Gymnasien fhm-
H33HH
11
Haar n -es, -e bojioc, bojioch
Hafen m -s, Häfen ranaHb, nopT
Hafer m -s, ohne pl oböc
Hahn m (-e)s, Hähne neTyx
halb 1. adj noaoBHHHHft; 2. adv
nojiOBHHa; ein halbes Jahr non-
ro.ua; es ist~zwei Uhr iiojioßHHa
BToporo
Halb- (e cjioatcttbix cymecmeumeMr-
Hbtx) HOJiy-
Halbinsel f —, -n nonyocrpoB
Halle f —, -n (ßojibinoä) 3an
Hälfte f —, -n noaoBHHa
halt adv nocTofiTe
halten vt (ie, a) uep^can,; ocra-
naB.THBaTbcn; eine Rede ~ npona-
HOCHTb pevb
Hamburg n -s PaMÖypr
Hammer in -s,— mo.tot, mojiotok
Hand f —, Hände pyKa; alle Hände
voll zu tun haben ßbiTb nepe-
rpyixeHHbiM paßoToft
handeln vi aeücTBOBaTb; es han-
delt sich um jieao (penb) a^er o....
Händler tn -s,— Toproseu
Handlung f —, -en jxeftcTBHe
Handvoll / —ohne pl ropcTb
Hang in -es, Hänge ckjioh
hängen vi (i, a) bhcctb
hapern vi ne jiaztHTbcn; es hapert
.Ueno ne häöt, He jiaaHTca; woran
hapert es? 3a ieM jieao CTaao?
hart adj TBepjibift, ikcctkhü
häßlich adj 6e3o6pa3Hbift, ypOAim-
BblH
Hast f —, ohne pl ciieiiiKa, Topon-
JIHBOCTb
hastig adj ßbicTpbiü, ToponjiMBuil,
nocneniHbiü
Hauch tn -(e‘s, -e ÄbixaiiHe, uajieT
hauen vt (hieb h haute, gehauen)
pyönTb, BbiceicaTb
Haufen tn -s, —Ky*ia, rpyjia
Haupt n -es, Häupter roaona;
raaBa; aufs schlagen paäöuib
na rojlOBy
Haupt- (ß cjiootcHbtx cymecmeuniejib-
HblX) f'JiaBHblß
Hauptmann tn -(e)s, -leute (soen.)
KanirraH
Hauptstadt / —, -Städte ctojih-
na
Haus n -es, Häuser bom; nach
Hause jiomoh; zu Hause bomb
heben vt (o, o) iiomiHMaTb
hebräisch adj JiperiieeBpefiCKuß
Hecke / —, -n waropojib
Heer n -(e)s, -e 1 bohcko; 2. wacc
heften vt npnKpenjian>; seinen
Blick ~ ycTpewjiHTb cboü B3tjwiji
Heilanstalt / —, -en aeqeÖHoe aa-
Beuenne
heilen 1. vt JieMHTb; 2. vi [ft,
nonpaBJiHTbcn; 3aiKMBaTt> (o pattax)
heilig adj CBHüietiHHÜ
Heimat / —, -en pouraa
Heimatland n -es, -länder powna
heimkehren vi [s] uoai-pamarbcs
JIOMOM
heiraten vt JKemnbCsi Ha kom-jl;
BMXOnnTb 3aMy>K 33 KOFO-jT.
heiß adj ropHunfi, JKapunft
heißen vi (ie, ei) HaawBaTbcs; es
heißt roBopHT, ronopHTc«
heiter adj Becejiwu, pauociHbiß;
«CHblfi, CBCT.IblH
Held m -en, -en repoß
heldenhaft adi repon»iccKnä
helfen vi (a, o) noworaTb
hell adj CBeTJibifi, lipKuü; sbohkh#,
cHJibHHfi (o uiyjue)
Henker m -s, — naaan
her adv cioua
herab adv bhh3
herabnehmen vt (nahm herab,
herabgenommen) cmiwaTb
herankommen vi (kam heran, her-
angekommen) [s] an (Akk.) nou-
XOJIHTb K...
heranrücken vi [s] npn6.nn>KaTbCf!;
noiiCTynaTb; noaoflBuraTbCJi
herantreten vi (a, e) [s] an (Akk.)
HOflXOnHTb K...
herauf adv BBepx, Haßepx
herausbringen vt (brachte heraus,
herausgebracht) nponsHOCMTb,
BblMO-lBHTb
berausführen vt BbiBoanTb
herausgeben vt (a, e) HSAasaTb,
BHnycKatb
heraushören ynaBJimaTb («a
C.'ivx)
herausklopfen vt BUKOJiamiBaTb,
BblÖHBaTb
herauskommen vi (kam heraus,
herausgekommen) [s] BhixojiHTb,
nojiyqaTbCfl ,zq
herausstellen, sich vr BbiflcimTbcs
herausstoßen vt (ie, o) BbiaaBurb
H3 ceöa (cjioßa)
herbeieilen vi [s] npuöeraTt; no-
ciieiunTb (cioßa)
Herbst m -es, -e ocetib
Herde f —, -n cTaao
hereinbrechen vi (a, o) [.?] epbi-
BaTbca; BJiaMbiBaTbca; wacrynaTb
hereinkornmen vi (kam herein,
hereingekommen) [5] exoahtb
hereintreten vi (a, e) [.$] ßxoAHTb
herkommen vi (kam her, herge-
komnien) [sj npiixoAirrb, iioaxo-
JIMTb
herlaufen vi (ie, an) [s] hinter
(Dat.) ßewaTb sa ...
hernach adv iiotom, 3areM
Herr m -(e)n, -en rocno;mn
herrlich adj bcjimkojichhi.01, npe-
KpaCHhifi
Herrschaft f —, -en rocnoACTso,
BJiaCTb
herrschen vi rocnoacTBOBaTb,uapnTb
herstellen vt ii3fOTOß.rmTb, npon3-
BOAHTb
Herstellung f —, -en hsfotobjic-
mie, npon3BOÄCTBO
herum adv Boupyr, Kpyrou
herumlaufen vi (ie, au) [s] CeraTb,
maTaTbCH, FOHHTbCS
herumliegen vi (a, e) JiewaTb bo-
Kpyr
herunterfallen vi (fiel herunter,
heruntergefallen) (.<| najiarb
hervorragend adj ßhiAatouiHiics
hervorgehen vi (ging hervor,
hervorgegangen) [s1] nponcxo-
AHTb
hervorheben vt (o, o) BWAejiATb,
noimepKHBaTb
hervorrufen vt (ie, u) BusbiBarb
Herzleiden n -s, — öojjeaub cepAua
heulen vi peßerb, BbiTb, 3aßbiBaTb
Heulen n -s, ohne pl peß, ßoii
heute adv ceroAHs; -v morgen ce-
roAini yrpoM
heutig adv ceroAHHiuunft
Hexe f—, -n seAbwa
Hiife f—, ohne pl noMomß
Himalaja tn PuManan
Himmel m -s, — iießo
hin adv TyAa; ~ und wieder
HHorAa, TaM h chm
hinauf adv BBepx
hinaufgehen vt (ging hinauf, hin-
aufgegangeu)[s] HATi! BBepx, noa-
HMMaTbCfl HO ...
hinaufkommen vi (kam hinauf,
hinaufgekommen) [s] hath BBepx,
noAiniMaTbCfl no ...
hinausgehen vi (ging hinaus, hin-
ausgegangen) [s] BblXOAHTb
hinaustragen vt (u, a) BbmocuTb
hinausziehen vt (zog hinaus, hin-
ausgezogen) (eine Sitzung, eine
Rede) 3aTsnnnaTb
hindurch adv nacKBO3b; das ganze
Jahr^Becb foa
hineingehen vi (ging hinein, hin-
eingegangen) [sj exoahts
hineintragen vt (u, a) BHoemb (eo
eieytnpb)
hingeben vt (a, e) OTAanarb,
HtepTBOBaTb; sein Leben-^-oiAaib
CBOIO >KM3Hb
hinschieben vt (o, o) noAOABiiraTb
hinsehen vi (a, e) BsrjiHuyib,
CMorpeTb KyAa-a.
hinsichtlich adv b oTHomennn
qero-a.
hinter adj saAmiii
Hinterland n -(e)s thji
hinterlassen vt (hinterließ, hinter-
lassen) ocraBaaib nocjie ceßa
hinüber adv Ha ry cropony; ncpes
hinuntergehen vi (ging hinunter,
hinuntergegangen) [s] math bhhs,
cnycTMTbCA no...
hinuntersteigen vi (ie, ie) [s]
cnyCKaTbca
hinztifügen vt uoßaBjinTB, iipn-
öaBJIHTb
hinzuspringen vi (a, u) [s] noAÖeraib
Hirt m -en, -en nacryx
historisch adj iicTopunecKiiii
Hitze f—, ohne pl wcapa
hoch adj BbicoKHft; hoher Norden
Kpafiiwft C'enep
Hochschule f—,-n Bbicuian niKOJia,
By3
höchstens adv cawoe öo/ibuiee,
MaKCMMyM
Hof tn -(e)s, Höfe ABop: ycaAßßa
hoffen vi HaaeHTbca
Hoffnung f—, -en naAeniAa
höflich adj BeJKJinBbiti
Höhe f —, -n Bbicora
Hohlweg tn -(e)s, -e jioiKßHHa,
ymeabe
holen vt AOCTanaTb
Holland n -s Po.uiaHAHH
Holländer m -s, — rojuiaHueu
Holz n -es, Hölzer aepeiio, Apona
Holzfeuer n -s, — Kocrep
horchen vi auf (Akk.) npHcayuni-
BaTbca k ueMy-a.
Horde f—, -n opAa
hören vt ciibiinaTb, ycjibixaTb
horizontal adj ropsi3OHTajibHbiii
Horn n -(e)s, Hörner por; pojkok:
(My3.) BajiTopua
Hörsaal m -(e)s, -säle ay.wropmi
Hose f—, -n öproKii, uiTaubi
Hotel n -s, -s rocTHHMua, otcjib
Hügel tn -s, — xojim
humanistisch adj ryManncTnuecKHÄ,
ryMaf.urapHbift; es Gymnasium
KJiaccmiecKafl iHciiasHH
humoristisch adj roMopiicTHuecKiiß
Hund m -es, -e 1. coßaiia; 2. pyAO-
Kormau TeiieiKKa
Hunger tn -s, ohne pl fojioa; ~ ha-
ben nporojioaarbCH
hungrig adj ro.TOAHbifi
Hut tn -(e)s, Hüte inaana
Hüttenwesen n -s Merajuiyprua
Hymne f—, -n fhmh
I
Idee /—, -n hach, Mbicab
illegal adj Hejierajibiibiii; noAnom—
Hblß
Illusion f—, -en iijuiioshh
immer adj 1. BcerAa; 2. Bee (neped
cpasHUtn. ctnen.); für ~ HaßceiAa
indessen adv MeacAy tcm, tcm Bpe-
MeneM
Indien n -s Hhahh
Industrie f—,-n npoMbunaeHiiocTb,
MHAycrpu«
industriell adj UHAycTpnajibHbih,
npoMbiniaeuHbift
Infanterie f—uexora
infolge prp (Gen.) bcxcactbhc
Ingenieur tn -s, -e moxeHep
innig adj saAyineBHbifl, cepAeuHbifi
Insel f—, -n ocrpos
Institut n -s, -e HHCTiiryT
Institution f—, -en yupetKAeime
Instrumentation f—uHCTpyMeH-
TOBKa, opKecipoBKa
Interesse n -s, -n uHTepec
interessieren, sich vr für (Akk.)
HHTepeCOBaTbCH UeM-JI.
international adj wetKAyHapoAHbih,
MHTepHamioHajibHbiii
irgendein pron Kai<oft-nu6yab
irgendwelcher (irgendwelche, ir-
gendwelches) pron KaKoft-HußyAB
irgendwo adv fac-to, FAe-HuöyAb
Irrfahrt , -en cKUTanne, cipan-
CTBOBaHHe
Italien n -s MraJma
italienisch adj uTajibHHCKnh
J
ja adv Aa; AaiKe; BeAb, «e
Jagd f—, -en oxora; dofohh, npe-
CJieAOBaHMe
jagen vi MuaTbca, ToponuTbcn, cne-
uiHTb; in jagender Hast b crpani-
hoü cneiuKe
Jahr n -es, -e toa
Jahrestag m -es, -e roAOBmuua
Jahreszahl f—, -en Aara, oöosna-
ueHue roaa
Jahrhundert n -s, -e bck, ctojictub
jahrhundertelang adj BeuoBoft
jährlich adv eaceroAHO
jämmerlich adv yacacno, crpauiHO
japanisch adj nnoHCKiiii
je ... um so cj ueM ... tcm
jedenfalls adv bo bchkom cayuae
jeder (jede, jedes) pron KaiKAbift
(-an, -oe); bchkhü (-an, -oe)
jedermann pron KaacAHü, bchkmü
edoch cj oAHaxo
emand pron kto-to
ener (jene, jenes) pron tot, ra, to
jenseits prp (Gen.) no ry CTopony,
sa
jetzt adv Tenept
jubeln vl JinKOBaTb
Jugend f—, ohne pl johoctb, mo-
aonocTb; MOjiOAeacb
jung adj MOJioAoii
Junge tn -n, -n roHoma, Majibuna;
Majibift
Jüngling tn -s, -e roiioma
K
Kaffee m -s, ohne pl ko^ic
kalt adj xo.TOAHHft
Kälte f—, ohne pl xo.toa, Mopo3
Kamerad m -en, -en TOBapmu, npn-
aiejib
Kamm m -(es), Kämme rpeöeub
Kämpe m -n, -n 6oen, Cocboh to-
Bapnm
Kampf m -(e)s, Kämpfe ßopbßa, 6oß
kämpfen vi öopoTbca, BoeßaTb
Kämpfer m -s, — ßopen; 6oeu
Kanal m -s, Kanäle KanaJi
Kanone f—, -n nyinxa
Kap n -s, -e n -s (eeozp.) mhc
karg adj cKynoß, cxyAHbift
Karte f—, -n napra
Kathedrale f—, -n cc€op
kauen vt jKesaTb
Kaukasus m — KaBxaa
kaum adv eABa, eAßa. jih
Keilloch n -(e)s, -löcher OTBepcme
ajih KJinna
Keller in -s, — norpeö, noAßaji
Kellner tn -s — ofjjimnaHT
kennen vt (kannte, gekannt) 3Haib
170
Kenntnis f—, -se 3naHne
Kerze f—, -n cnena
Kette f—, -n uenb, uenonKa
Ketzerei f—, -en epecb
keuchen vi saflhixaTbcn
Kiefer f—, -n cocua
Kind n -es, er ahth, peßenoK
Kindheit f—, ohne pl aercTBO
kirchlich adj uepi'.onnbift
Kissen m -s,— nojuyuiKa
Kittel m -s, — paßonnfi xajiar, km-
rejib
klagen vi Über (Akk.) wajioBaibcsi,
ceTOBaifa na 'ito-ji.; jKajioÖHo 3By-
' VaTb
Kläger m -s, — hctch
klar adj «CHbiii, iipoapauHbift; w-
CTblfi
Klavier n -s, -e poajib
Kleid n -es, -er ojieiK^a, njiaibe
Kleidung /—, -en oaeiKAa
klein adj ManeHbKnh; Maauö
klettern vl [s] .lasirib, BsöiipaTbCH
Klima n -s, -s h -te K/inwaT
klingen vi (a, u) SBeneib, 3Bynarb
klopfen vi crynarb
Klopfen n -s, ohne pl cryk
Knabe m -n, -n Majibunx
Knabenjahre pl OTponecKiie roAbi,
OTponecTBO
knacken vi Tpema-n»
knicken vi [s] aoMarbcsi, paajiaMbi-
BatbCH
Knie n -s, — kohcho; auf eie —
zwingen nocraBHTb na kojichh
knietief adv no kojicho
knirschen vi capanen»
Knochen tn -s, — koctb
Knopf m -es, Knöpfe nyroBuna;
HaßajijiaiiiHHK (y najiKU, inpocnui)
Knute f-r~, -n KuyT
Kochherd m -(e)s, -s njima
Koffer tn -s, —ueinojiaH, cytoyK
Kohle /—, -n yrojib
Kola-Halbinsel f KojibCKiih nojiy-
OCTpOB
Kolonialwaren pl öaKaaeßHbie to-
Bapbi, ßaKaaea
Komitee n -s, -s kommtct
Kommando n -s, -s 1. KowaHAa
(npHKasamie); 2.. (KOMaHjiOBaHHC);
das Oberste — eepxoBHoe ko-
MauiioBaHHe
kommen vi (kam, gekommen) [sj
npj’XOaHTb, HpHe3>KaTb
Kommunismus tn—, ohne pl kom-
J«yHU3M
Kommunist tn -en, -en KOMMymicT
kommunistisch adj KOMMynncTiwe-
CKHH
Komödie f—, -n KOMejum
Komsomolze m -n, -n komcomojicu
Kongreß m -sses, -sse Koarpccc,
CßC3A
König m -s, -e Koponb
kontrollieren vt npoBepaib, koh-
TpOJIHpOBaTb
Konzentrationslager n -s, — koh-
HeHTpamioiiHbift jiarepb
Kopf tn -es, Köpfe roaoBa
Kopfrechnen n -s ycTHbifi chöt
Korn n-(e)s, Körner sepwo; Myinaa
(npuiie.ta)- aufs — nehmen Baatb
na npnixea
körperlich adj Teaeciibifi, $H3H*fc-
CKMß
kostbar adj Aparoucmibiü
kosten vt ctohtb
krachen vi rpeweTb; pawßaTbca
(o Bbtcmpejte)
nicht aus dem Auge —He yny-
cuaTb H3 Buna
Kraft , Kräfte cti.na
kräftig adj cHJiBHbrß, KpenKHft
kraftlos adj ßeccmmHbiif, oßeccn- Lastauto n -s, -s rpyaoBoii an-roMo-
jicbhihö 6nab
kraftvoll adj gaeprauHHÖ, nojiHbift Latein n -s jiarbiHb, jia rnncKHij H3biK
3HepraH Leterne f —, -n $onapb
Kraftwagen in -s, — aBTOBoßnab lauern vi auf (Akk.) noniKimaTb,
Kraftwerk n -s, -e sjeKTpocraHiw
Kranich m -s, -e jKypaßjib
krank adj ßojibHoh
Krankenhaus n
Hima
Krankheit f—, -en ßojiesnb
Kreis tn -es, -e Kpyr; oKpysKHocTb
Kreuz n -es, -e Kpecr
Kreuzung f—, -en nepespecTOK
kriechen vi (o, o) [s] nojiaaTb
Krieg tn - e)s, -e BoüHa
kriegsgeübt adj OHbUHuft b boch-
hom nezte, b 6010
kritzeln vt u vi micaib KapaKyjtHMH
uapanaTb (nepoM)
Krone , -n Beneu, sopona; Kpo-
Ha (depeaa)
krönen vt BeHnarb
Krüppel m -s, — KaaeKa
kühl adj npoxjiaÄHHft, csesBä; cho-
KOÜHblH, Tpe3Bblfi (O ZOJtOSe)
kühn adj CMejiaii, OTBauiHbiit
kulturell adj Ky.ibiypHHft
kümmern, sich vr um (Akk.) 3a6o-
TMTbCH o...
Kumpan m -(e)s, -e (/ftois,.) roBapmu.
Kundgebung , -en MaiiHfJjecTa-
mW, MUTH HF
Kunst f—, Künste ncKyccTBO
Künstler in -e, — xyaosKHMK, apTnci
künstlich adj ncKycHHft, ncKyc-
CTBeHHUÜ
Kurier m -s, -e Kypsep
kurz adj KopoTKüh; — vor nesa-
ßoaro ao. .vor kurzem HeaaBHO
küssen vt ueaOBaTb
Küste f—, -n Mopcsoft ßeper, no-
ßepeiKbe
Kutschbock m -(e)s, -bocke kosjih
6mib
nojiKapayjiHBaib, nojicTcpeiarb
Koro-Ji.
hoh l-ant tn -(e)s 6er, TeneHiie
-es, -häuser 6ont>- laufen vi (ie, au) [s] Ceiaib
laut adj rpoMKHü
laut prp (Dat., Gen.) cornacHO
Läuten n -s, ohne pl 3bohok, 3boh,
3ßy»iaHne
leben vl wiiTb
Leben n -s, ohne pl skhshb; ins —
rufen cosaaib mio-.h., uonoÄHTb
Hana/io newy-Ji.
lebendig 1. adj ähboü; 2. adv sä-
um bo
Lebensgefährte m -n, -n cnyTHHK
7KH3HH
Lebewesen «-s, — JKimoe cymecTRO
lebhaft 1. adj ojKHBJieHHbift; 2. adv
MCHBO
Leder n -s, ohne pl Kosta
leer adj nycTofi
legen vt KJiacrb, HpOK-iagbiBaTb;
Sich — JIOJKMTbCH
Lehranstalt f—, -en yveßnoe 3a-
BeaeHne
Lehrbuch n -(e)s, -bficher yveßHUK
Lehrer tn -s, — ywTejib
Leib n -es, -er tcjio
Leibeigenschaft /— KpenocTHoe
npaßo, KpenocTHoü erpoö
Leiche f—, -n Tpyn
leicht adj jierimü
Leid n -(e)s, ohne pl CTpanaHne,6ojib
Leim tn -(e)s, ohne pl KJieft
leise adj thxhü
leisten vt coBepniarb, aeaaTb, hc-
nonHHTb; den Schwur — AaBaib
KJIHTEy
leiten vt pyKOBOAHTb
Leiter f—, -n necTHinia
Leitung f—, -n pyKOBoncTBo; npo-
BOA
lernen 1. vt ymirb hto-ji.; 2. vl
ynHTbcn
lesen vt (a, e) nuTarb
letzt adj nocjie.nHiiti
leuchten vi CBermb, cnepKaTb
Leute pl aioah
Licht n -(e)s, -er cbct; orosb
Lichtfunke m -n, -n ofohök
lieb adj Mmibiii, aoporoft
lieben vt jnoßnTb
Lied n -(e)s, -er hcchh
liefern vt AocTaBJiarb, iiocTanjmTb
liegen vi (a, e) JiejKarb
Linie f—, -n ahhhh; in erster —
b nepoyio onepejib
link adj aenbiü
links adv Hajießo, cjiena
Lippe f—, -n ryßa
Liste f—, -n chhcok
Litauen n -s JIhtbs
Literatur /—, -en mirepaTypa
LKW = Lastkraftwagen m -s, —
rpy3OBOÜ aBTOMOÖMJIb, rpy3OBHK
’ loben vt XBajiiiTb
Lobgesang tn -s, -gesänge xBaaeß-
nan iiecHH, xßajieÖHbift ihmh
lodern vi nbiJiaTb, ropeTb
Lohn m -(e)s, Löhne sapaßornan
njiara
los! aaBafl; noine/i! was ist —? wio
CJiyHMJIOCb?
L
Laboratorium n -s, Laboratorien
jiaßopaTopiiH
lächeln vi yjibißaTbcn
Lächeln n -s, ohne pl ynwÖKa
Lachen n -s, ohne pl CMex; nicht
aus dem —kommen ne nepe-
CTaBaTb CMCHTbCH
Lage /—, -n nojioiKeHHe
Lager n -s, — cK/iaji
lähmen vt napajinsosaTb, ocJiaßmb
Lamm n -(e)s, Lämmer hfhchok
Lampe f—, -n Jiawna
Land n -es, Länder scmjih; erpana
Ländereien pl sewmi, nowecThH,
yrojjbH
Landwirtschaft f—, ohne pl ceab-
CKOe XO35IÜCTBO
landwirtschaftlich adj ceabcKO-
XO3flftCTBeHHblfi
lang adj ßjiHHHbift, ßojirnfi; viele
Jahre — b Teiemie mhofhx Jier
lange adv .aojiro
Länge /—,-nwHa; sich in die —
ziehen sarfiriiBarbCH (o codpanuu
u tn. n.)
langsam adj MeAaeHHbifl
längst adv ÄaBHbiw-jiaBHo
lassen vt (ließ, gelassen) ocTaBMTb;
3acraBjiHTb, Bewerb; AonycKaTb,
no3BoaHTb, jxaßaTb (bo3mo>khocte);
171
lösen vt (pa3)peinaib (sadavy, eo-
npoc)
Losreißung / —, -en orpbm, otäc-
jienne
Lösung f —, -en penienne
Lücke f —, -n npoßea
Luft f Lüfte BO32iyx
luftdurchflutet HanojiHeiiHbiß bo3-
nyxoM
Lust f ohne pl paflOCTb, y^o-
BOJIbCTBHe
lustig adJ Becenufi
M
machen vt neaaTb; sich an die Ar-
beit ~ npnHMMaTbc« 3a paöory;
sich auf den Weg ~ OTiipaBJiHTb-
ch b nyrb
Macht / —, Mächte cmia, moihb,
BJiaeTb; jiepjKaßa (zocydapcmeo)
Machtantritt m -s, ohne pl npnxoji
k BJiacTU
Machthaber m -s, — BJiacTMTejib
mächtig adj moiuhhü; cnjibHbifi,
MorymecTBeHHbift
Mädchen ns,— neBO'iKa, HesyniKa
mahnen vt zu (Dat.) npHSbmarb k
newy-Ji.
Mal n -s, -e pa3
mal adv 1. pas; zwei ~ Äßaac^bi,
ÄBa pasa; 2. -Ka; sagen Sie ~
CKaiKHTe-Ka
mancher (manche, manches) pron
HHOfi, HCKOTOpblft
manchmal adv UHor^a
Mangel m -s, Mängel HeaocraroK,
OTCyTCTBHe
Mann m -(e)s, Männer nenoseK,
MyacmiHa; MyiK
Mantel m -s, Mäntel najiBTO
Märchen n -s, — cKasica
markant adj mctkhü, xapaKTepnbift
Markstein in -s, -c mokcboü Ka-
Menb; Bexa
Markt m -(e)s, Märkte punoK, 6a-
3ap
Marsch m -es, Märsche wapiu, no-
xou, nepexoa
Maschine f —, -n Mamma
Maschinengewehr n -s, -e ny.'lewer
Masse f —, -n Macca; in ~ n b uac-
cobom nopajlKe
mäßig adj yMepcHHbiM
Materie f —, -n ($imoc.) Marepna;
BemecTBo
Mathematik f —, ohne pl Mare«a-
Tmca
matt adj caaßbift, sajibiö, ytomjich-
Hblft
Mauer f —, -n crena (KaMSHHan,
Kupnwman)
Mausoleum n -s, -leen MaB3OJieft
Meer n -(e)s, -e Mope
Meerbusen m -s, — 3aanB
Meeresspiegel m -s, — yponenb
Mopn
Mehl n -(e)s, ohne pl Myua
mehr (cpaemim. cmen. om viel) adv
öojibine
mehrere pron neKOTopbie; hcckojh»-
KO
Meile / —, -n mmjih
meinen vt, vi no/iaran,, nyMaTb
Meinung f —, -en MHenne
meist adv öoabnieft uacTbio; öojib-
ine Bcero
Meister m -s, —Maciep
Meisterstück n -s, -e JiyuniHü no-
wep (npozpaMMbi, npedc maenenun)
melden, sich vr BbisbiBarbc«, sanu-
CHBaTbCH (HOÖpOBOJIbHo); liOflaTb
saHBJiemie
Melodie , -n Mejioan«
Menge f —, -n kojiipicctbo, mho-
»teCTBO
Mensch m -en, -en «jcjiobck
Menschheit f ohne pl nenoBe-
qecTBO
menschlich adj ncaoBenecKMÖ
merken vt saiwenaTb
messen vt (maß, gemessen) mcphtb,
H3MepHTb
Messer ns,— ho>k
Metall n-(e)s, -e weraaa
Milch / —, ohne pl mojioko
Ministerpräsident in -en, -en
npeMbep-MHHHCTp
Minute f —, -n Mmyra
mißglücken vi [s] ne yjjaBaibCH
Mitarbeiter m s, — corpyjiHHK
mitbringen vt (brachte mit, mit-
gebracht) npKHOCHTb C CO6OÖ
Mitbürger m -s, — corpaÄ.uaniiH
mitführen vt Heern c coöofi, nwerb
npn ceöe
Mitglied n -s, -er ™
mitmachen vt yqacTBOBarb b ...
mitnehmen vt (nahm mit, mitge-
nommen) öpaTt, aaxBarbiBaTb c
co6oü
Mitschüler m -s, — TOBapnm no
niKOJie, coyueHHK
Mittag tn -s, -e nojiacHb
Mitte f —, -n cepeAima
mitteilen vt cooömaib
Mittel n -s, — cpejiCTBO
Mittelschule f —, -n cpeaHas inKOJia
mitten adv noepeatf, cpeaii
mittler adj cpcfliinit
mitweinen vi wiaKarb BMecre c
KeM-ji.
mögen (mochte, gemocht) xoreTb,
aceaarb; JiioÖHTb
möglich adj BO3Mo>KHbifi
Möglichkeit f —, -en bosmotkhocti,
Monat m -s, -e Mecsu
monatelang adv MecanaMH, b reae-
Hne Mecaueß
morden vt yÖHBarb
Mörder m -s, — yöuftna
Morgen m -s, — yrpo
morgen adv aainpa
Morgengrauen n -s, ohne pl paeeßer
morgens adv no yrpaM, yipow; um
3 Uhr ~ b rpii qaea yrpa
müde adj ycTajiwfi
Mühe f—, ohne pl rpyn, xjionoTH,
ycHJine; mit und Not e.ie-eae,
ejjBa
Mühle f —, -n MeabHHiia
Mund tn -(e)s, -e h Münder poT
mündig adj coBepmeHHoaernftit,
BSpOCJlblH
Mündung f —, -en ycTbe
Museum n -s, Museen Mysefi
Musik f—, ohne pl sty3HKa
Mut m -(e)s, ohne pl MywecTBo,
öoapoCTb; den ~ nicht sinken
lassen He naaaib nyxOM
Muttersprache f — pewofi h3wk
Mütze f—,-n wanKa, 4>ypalKKa
N
nach prp (Dat) noejie; wie vor
nonpeiKHewy
Nachahmung f —, -en uonpaiKaiiMc
nachdem cj noc/ie Toro KaK
nachdenken vi (dachte nach, nach-
gedacht) über (Akk.) o6jyMbi-
ßaib hto-ji.. oa3MbmiJiaTb o «läM-Ji.
nachfolgen vi [s] (Dat.) cjieaoBaTb
3a..., caeaHTb aa...
nachlaufen t7(ie, au) [s] (Dat) 6e-
jKarb BCJiea 3a..,
nachmittags adv nonojiyjiHH
Nachricht f—, -en H3BeerHe
nächst adj 65imaiimnß, Gie.ayioianM
nachstehend adj 1. HHiKecjienyto-
iu,MÜ; 2. adv hhikc
Nacht / —, Nächte HOHb", eines
Nachts oniiaxjiH hohbio
nächtlich adj ho'ihoh
nachts adv hohbio
nachtun vt (tat nach, nachgetan)
(Dat.) noapantaTb KOMy-ji. b qeM-Ji.
Nacken m s — aarwjioK, inesi;
beim haben bsstb 3a imiBopoT
nah(e) adj Gjihskmh
Nähe f —, ohne pl fijinaocrb; in
der ~ b6jih3h
nähen vt unm
nähern, sich vr (Dat.) npnöJiHiKaTb-
CSt K . . .
Nahrung f—, -en nmiia, imranne
Name m -ns, -n hmh; hb-
3BaHne
nämlich adv a hmchho, ro-ecTb
Narbe /—, -n mpaM
narbig adj b mpauax, co mpaMOM
naß adj MOKpafi
Nässe /—, ohne pl cbipocTb, mo-
Kpora
Nation f—, -en na uns, uapoa
Nationalität /—, -en iiam-ioua/ib-
HOCTb
Nationalitätenstaat m -(e)s, -en
MiioroHauHOiiaJibHoe rocyaapcrBo
Natur f—, -en npnpoaa, iiarypa
natürlich 1. adj ecrecTBeHHbiH, Ha-
Typa.übiibiij; 2. adv Kotieuno
Naturwissenschaft f — ecrecTBO-
SHaHHe
Nebel tn -s, — rynan
Neben- (e caojkh. eyut,.) coceaiiim,
cmgm{Hmh
nebst prp (Dat.) BMecre c...
nehmen vt (nahm, genommen)
6parb, npHHHMaTb; seinen An-
fang ~ HauHnarbcs
neigen, sich vr cKJioHSTbcs
nennen vt (nannte, genannt) (Akk.)
H33bIBaTb KOFO-JI. (HTO-JI;) KCM-JI.
HJIH qeM-JI.
Netz n -es, -e ceTb
neu adj hobhh; von neuem CHOBa
neugierig adj jiioöoiibiTHbiü
nichts pron hhhto, Hiiuero
nicken vi mit (Dat.) KHBaib (zojio-
soü)
nie adv HHKor.ua
nieder adj hh3Khh, HM3MeHHLin
niederbrennen vt (brannte nieder,
niedergebrannt) cmirarL
niederhalten vt (ie, a) cuepacHBarb
niederkauern, sich vr npHceib «a
KOpTOqKM
Niederwerfung /—, -en paarpoM
niemals adv HMKor.ua
niemand pron hhkto
nirgends adv Hurae
Nische f—, -n Huma, yrjiyßJieHwe
b creHe
noch adv em.6
Norden m -s cesep; im hohen
na KpanueM ceßepe
nördlich 1. adj cenepiibifi; 2. adv
k ceBepy ot. ..
172
Not f—, Nöte nyiKHa; seine liebe ~
haben boshtbch c kcm-ji.; mit
Mähe und ~ e.ie-e^e
Note/—, -n HOTS; OTMCTKä
Notiz /—, -en saMertca, samicb
notwendig adj lie.oöxoaHMMii
Null /—, -en Hcuib
Nummer /—, -n uoMep
nun adv renepb; bot; von ~ an
OTHHHe
nützlich adj nojiesHHft
O
ob cj JIH
oben adv Hasepxy
ober adj BepxHiiß
Oberbefehlshaber m -s, — raaBHo-
KOMannyiomHÖ
Oberfläche /—, -n noBepxiiocrb
Oberkommando n -s, -s rjiaBHoe
KOMaHHOBSHHC
Oberst adj BcpxouiibiM; das Oberste
Kommando BepxoBiioe KOManjio-
BaHHe
obschon r/ koto
Obst n -es, ohne pl njioiiti, ^pyKTH
obwohl cj xotb
Ofen tn -s, Öfen nenb
offen adj otkphthü
offenbar adj oqeBiiJiiibiii, hbhhh
offenbaren, sich vr xipoflßjimLCfl,
OÖHapyiKHBaTbCH
offenstehen oi (stand offen,
gestanden) 6bm> CTKpbtTbiM
öffentlich (Sitzung, Versatnm/ung,
Gericht) adj oömeCTBöHHMfi,
jimhhhö, r.nacHMü, orKptmiü
Offizier m -s, -e cxjiiinep
Offizierswache f—, -n KapavAi-
Hblß 0<J)IfIiep
öffnen vt orKpwBBTb
Öffnung /—, -en OTBcpcTiie
ohne 1. prp (Akk.) 6es; 2, cj',
lesen ne <mraa
Ohr n -(e)s, -en yxo
Okkupant m -en, -en oKKynaiir
Öl n -(e)s, -e Macao (pacmumeAb-
hoc)
Olivenbaum tn ~(e)s, -bäume o.ihb-
KOBoe aepeeo
Onkel tn -s,— jo
Opfer n -s,— Repina
Orden m -s, — opaen
ordnen vt npriBOUHTb b nopsflOK,
pacnonaraTb
Ordnung / —, -en nopaaoK
Ort m -(e)s, -e h örter mccto,
nyiiKT; MecmocTb
Osten m -s boctok
Österreich n -s Abctpwh
Österreicher tn -s,— aBCTpHeu,
Ovation /—, -en OBamin
P
paar, ein ~ nutn HecKOJiwaj; ein
paarmal hsckoabko pas
packen vt 1. naKosaib, ynaKOBbi-
BaTb, yKjiajibiBaTb; 2. XBaraib,
CXBaTblBaib
PAK = Panzerabwehrkanone / —
-n npoTHBOTaHKOBaH nyinxa
Palast tn -(e)s, Paläste ÄBOpeu,
Panzer tn -s,_— Tarne
papieren adj CyMaxcHbiß
Paris n flapiixi
Partisan m -s, -e h -en napTnaan
Partei /—, -en napnis
passen vt roÄHTbCfl; uofixoAirrb;
Ration / —, -en pauuoH, naöK
wann es paßt Kocua aaöaaropac- Ratschlag ra-es, Ratschläge coeer
Rätsel n —s, — sarajjKa
Ratsherr tn -/e)n, -en ropoac«ofl
(MyuHeHnajibHbhH) cobsthhk
rauben vt rpaöiiTb
cyÄHTca
Pause /—, -n nepeptin, nayaa
Pendel tn -s, — möhthiik
periodisch adj nepuoÄH'iecKHÜ
Personenwagen m -s,—aersoBofi
aBTSMOÖHJlb
Pest , ahne pl fiyMa
Pfad m -es, -e Tpona, TponuHtca
pfälzisch adj ntfiajibucKMÜ (podoM
H3 HifjaAbiia.)
pfeifen vt,. vi (pfiff, gepfiffen) cbh-
CTeTb, HaCBHCTH®aTb
Pferd n -es, -e JiouiaM
Pferdestall tn -s, -ställe kohkhbhh
Pfingsten n -s TpowiibiH aeub (pe-
AUzao3HUÜ npa3duuK)
Pflanze / —, -npacren«e
pflegen L vt yxawHBaTb Ba kcm-ji.,
«ieM-Ji.; 2. vl (Infinitiv) HMerb
oöbiKHOBeHHe («rro-a. senaTb)
Pflicht / —-en aojrr, ofiasaHHOCTL
Pforte / —, -n uopora
Pfund n -s, -<ß *$yHT
Pfütze / —, -n JiyiKa
phosphorhaltig adj coaepwauwil
4>oc4>op
physikalisch adj tJiHBifflecKwä
Pistole / —, -<n niicTozier
plagen vt 'Mywtb, tgmbtb
Plakat n -s, -e rwiabaT
Plan tn -(e)s, Pläne rniau
Plantage / —-n n.'iaiiTamm
plätschern vi onecKaTbCH
Platz m -es, Plätze »ecro; imo-
maub; njiomaima
platzen vl jionaTBCfl, jiouHyr®
plötzlich adv Bupyr
Pol tn -(e)s, -e Howe
Polen n -s Flojibiua
Polizei f —, -en nojirnina
Polizist tn -ent -en iiöflMueäcKHfi
polnisch adj hdjibckhS
Portier tn -s, -s nnpibe, nrae&uap
Porzellan n -s, -e tj’ap^op
Post / —*, ohne pl n<ma, newro-
Boe OTÄeJieHH®
Posten tn -s, — itoct; 'racuBoit;
flOJlHIHOCTb
postlagernd adv no BocrpetxjBa-
HMH
prägen vt neiraHHTb; &aneIiaTJteB3Tb
Präsident in -en, -en npesimeHT
Presse / —, ohne pl npecca, nenaTb
pressen vt ciKHMaTb, npnacHMaTb
Preuße m -n, -n npyccaa
Preußen n -s npyccwi
preußisch adj iipyccKnfi
proklamieren vt iipoBOBrJiamaTb
prüfen vt HcnbiTHBaTb, npoaepHtb,
SKsaueHOBaTb
Pulver n -s,—nepouiou
Punkt tn -es, -e Towa
Q
Qualm m -s, -e .umm, uan
Quartier n *s, -e KuapTHpa; (eoett.)
noCToft
Quelle / —, -n hctohhuk
R
Rad n -<e)s, Räder uojieco
Rang m -(e)s, Ränge 1. paar, wh;
2. sipyc
rar adj peAtmß
rascheln vi meaiecTeTb, juypiuan,
Rat m -i(e)s, -Schläge coser
Rathaus n -es, -häuser paiyiua
Räuber tn -s, — rpaßmeiH,
Rauch m -(e)s, edme pl ahm
rauh adj rpyßbiH
Raum m -(e)s, Räume noMemeHae;
npocrpaiiCTBo; pattoii
rauschen vi luyueTb; meaecTeri»,
HtypiaTb
Reagenzglas n -es, -gläser upo-
6HpK3
reaktionär adj peaKUHOHHMfi
Recht n -s, -e npaso; mit no
npaßy, cnpaBejwiHBO
recht 1. adj npaBBtii;^ haben öhtt
npaBHM; 2. adv oueub; ßoBOJibuo;
AocraroHHo
rechts adv uanpaßo, cnpasa
recken, sich vr BbinpaunTbca
Rede / —, -n pe«»b; eine ~ hal-
ten npOH3HOCHTb pCHb
reden vt h vi roBopHTb
regen, sich vi BBMraTbca, meee-
JIHTbCH
Regen tn -s, ohne pl uoiKflb
Regierung / —, -en -npaEHTentcTBo
reglos adj HejiBMWWMbiM
reich an (Dat.) adj ßoraTbifi
Reich n -(e)s, -e rocyaapcTBO, hm-
nepHfl
reichen vi xsaraTb, 6htb aocTaToi-
hhm; soweit das Auge reicht
HaCKOJlbKO OXBaTblBaei FJI33
Reichtum m -s, -tümer CoraiciBO
reifen vi coapecaTb
Reihe / —, -n psji, onepeAb
Reihen m -s,—xopoBoa
reiten vi tritt, geritten) eajiHTb
(BepxoM)
Reiter m -s, — Bcajmmc, KasajiepiiCT
reizen vt npejibUtaTb, upHBJieKarb
rennen vi (rannte, gerannt) [s]6e-
HtaTb, MQaTbCH
Republik / —, -en pecnyÖJiHKa
Republikaner tn -s, — peenyfew-
Kaueu
Reserve / —, -n pesepß
Rest m -es, -e octhtok; cnava
Restaurant n -s, -s pecTopan
retten vt cnacaTb
Revolution / —, -en peBo/iioumi
revolutionär adj peBO.noiiHOHHbift
Rheinland n -s PefiHCKan oßjiacTb
Richter tn -s, —cy/ibs
richtig adj Bepiibifi, npaBnxbiibifi;
HaCTOHIUHH
riesig ad/orpOMHbift, KOJioccaabHtitt
Rock tn -(e)s, Röcke cropryK, nnx-
maK
roh adj cwpofi
Röhre / —, -n Tpyöa
Rolle / —, -n po.ib
rollen 1. vt xaTHTb; 2. vi [5]
KaTHTbCS
römisch adj phmckhh
Rose / —, -n poaa
Rotarmist m -en, -en tcpacHoapMeeu
rötlich adj KpacuoBaTbiii
Rübe / , -n pena, CBemia
Ruck tn -(e)s, -e tojihok; mit
einem ~ pasoM, Biiesanno
Rucksack m -s, -säcke noxoxHbiß
MeUIOK, pK)K3aK
Rückübersetzung / , -en oßpaT-
Hbiß nepenoÄ
Ruf in -(e)s, -e npHSbie; KpHK, kjih<i
173
rufen (ie, u) 1. vt 3BaTt; ins Lebens
COSJiaTb «ITO-JI., nOJIOJKiiTb Hil'iajIO
leMy-Ji.; 2. vi KpH^aib
Ruhe ”/ —, ohne pl noKoi-i; keine
lassen ne jiaßaTb hokoio
Ruhestätte f —, -n Mecro yno-
KOeHHH
ruhig adj cnoKOHHbiß
Ruhm tn -(e)s, ohne pl caaoa
röhren TporaTi,; nießejiHTb;
Trommel ~ ßutb b ßapaßau
Ruine f —, -n pa3Ba.nHna, pyirna
Rumänien n -s PyMbinnsi
Russe in -n, -n pyccimii (cyajJ
Russin / —, -nen pyecKaa (cytq.)
russisch adj pyccKiiß
Rußland n -s Poccna
S
Saat f —, -en noceß
Sache / —. -n Bemb, nejio
Sack m -(e)s, Säcke MeinoK
Sägemehl n -s, ohne pl ouhjikh
sagen vt roBopnTb, CKasart
salutieren vi caJnoronaTb, OTHaBaTb
•leCTb", (hoch.) npjmeTCTBoBaTb
Salve f —, -n aajin
Salz k -es, -e cojib
sammeln vi coßwpaTb
Sam(me)t m -s, -e öapxar
Sammlung f —, -en (von Bildern,
Briefmarken usw.) coöpawe, kcwi-
jieKmm; coßnpanne
sämtlich adj ßce
Sanatorium n -s, Sanatorien cana-
Topnfi
Sand m -es, ohne pl necos
Sänger m -s, — neBeu
sättigen vt Hacbima-fb, uaKopMHTb
sauber adj wHCTwft, onparnuft,
TmaTejibHbift
Sauberkeit f ohne pl «mcTOTa,
OnpflTHOCTb
Säule f —, -n KOJiöHHa
Säure / —, -n kmcjiot2
säuseln vi ine-necTeib
Schacht tn -(e)s, Schächte maxra
Schaden m -s, Schäden Bpeji, ytuepß
schädlich adj BpejjHbift
Schaf n -(e)s, -e oßua
schaffen vt (schuf, geschaffen) co-
BaaBaTb
schaffen vt AoßbiBaTb, AOctaGJiHTb
Schar f —, -en Ttwina, crasi, Barara
schattig adj TeimcTbiß
Schatz m -es. Schätze coKpoßmne,
KJiaji
schauen vl CMorperb
scheinen vi (ie, ie) 1. cbcthtb;
2. KasaTbCB
Scheiterhaufen tn -s, — KocTöp
schenken vt flapiiTb; Aufmerksam-
keit ~ yaeaHib BHiiMamie
scherzhaft adj myrjinsbift
scheuen, sich vr vor (Dat.) ßosrcbCH,
onacaibca Koro-Ji., qeroji.
Scheune f —, -n capaii
Schicht / —, -en c.'ioii, njiacr
schicken vt nocbUiart»
schieben vl (o, o) 4Bnraib
Schieferwerk n -(e)s, -e c.naime-
BHH 33BOÄ
Schienenstrang in -(e)s, -stränge
noJioTno >KeJie3Hoß jtoporii
schießen vi (schoß, geschossen)
C'fpeJIHTb
Schießscharte j —, -n (wen.)
ßofiunna, awöpaaypa
schildern vt onMCbiBarb, iisoßpaiKaTb
Schildwache f —, -n nacoBoß; ~
stehen crOflTb na nocry, na nacax
Schlacht f —, -en öi-crna, cpawenwe
Schlaf m -(e|s, ohne pl coh
schlafen vi (ie, a) cnaTb
Schlafmätze / —, -n nonnofi koji-
naK
schlagen vt (u, a) 6htl; ynappib;
einen Bogen enejiarb Kpyr
(npoMTii jinuinee paccToamie);
Wurzeln nycKaib Kopnn; schla-
gende Wetter pyanHinbifi ra3
schlecht adj nnoxoß, aypnoß
schleichen, sich vr (i, i) npo-
KpanbiBaTbcs, npoöuparbca
Schleife / —, -n neT.ia; Kaaywnua
(penn)
schleppen vt ramu rb, bojiouhtb
schließen vt (schloß, geschlossen)
saKpbißaTb, aaimparb; saKWiaib
schließlich adv naKoneu
schlimm adj iwioxoß, CKBepubifi
Schlucht / —. -en oBpar, ßamca,
Jiomiina
schluchzen vi BCXJinnbißaTb, pbuiaib
Schlund m -es, Schlünde nacTb,
FJlOTKa
Schluß m Schlusses, Schlüsse Ko-
nen, oKonnaHne, 3aKjiio>ieHne
Schmähung / —, -en ocKOpßaeHne,
noHomenne, xyjia
schmal adj ysKiifi
Schmerz m -es, en ßoab, CTpa^anne
schmücken vt yspamarb
schmuggeln vt npoBoaiiTb ‘ito-ji,
Tauno, KOHTpaßaHAOfi
Schmutz tn -es, ohne pl rpn3b
schmutzig adj rpaanbiß
schnallen vt aacTerHBa rb
Schnauzbari tn -es, -bärte ycu
Schnee m -s, ohne pl euer
schneereich adj oöa^bUbiM cneroM
Schneesturm in -s, -stürme Merejib,
6ypan
schnell adj cKoptifi, ßbicTpbift
Schnitt tn -es, -e nopea, paspea
schnitzen vt peaaTb (no depeey)
Schnur / —, Schnüre iimyp, ee-
peBKa
schon adv ywe
Schönheit f —, -en Kpacora
Schöpfer m -s, — TBopeu
Schrank m -(e)s, Schränke uiKa«))
Schrecken m -s, — yntac, ncnyr,
CTpax; in ~ versetzen npnBOAmb
b yacac
schrecklich adj ysjacHbiä
Schrei m -(e)s, -e KpMK, Bonjib
schreien vi (ie, ie) Kpiwaib
schreiten vi (schritt, geschritten)
[s] uiaraib
Schrift f -en rnpn^T
schriftlich adj nuCbMeHHHÜ
Schriftsteller tn -s, — nncarejib
schrillen vi peano, npoH3HTeabHo
BBOHHTb
Schritt in -(e)s, -e mar
Schuft m -(e)s, -e HeroAsß, ncwieij
Schulter / —, -n nne^o
Schuppen m -s, — capaii
Schuß tn Schusses, Schüsse bh-
cTpea
schütteln vt Tpscrn
Schutz m -es, ohne pl sajUHTa
schützen vt sammnaTb, oxpawsTb
schwach adj cjiaßbifi
Schwächung f —, -en ocJiaß-neHwe
Schwager m -s, Schwäger uiypun,
3HTb
Schwägerin J —, -nen neBecißa,
CBOfltienmia
schwanken vi maTaTbca, KOjieöaTbcn
Schwankung f —, -en nananue,
KOJießanne
schwedisch adj mßeaCKiiii
Schweif m -(e)s, -e XBOCT
schweigen vi (ie, ie) MOJiuaTb
schweißtriefend adv oöJiMßaacb
IIOTOM
Schweiz f — IllBeftnapHS
schwer adj TflHf&iMfi, TpyaJibiii
schwermütig adj ynbuibiü, nena/rb-
Hblft
Schwester J —, -n cecTpa
Schwiegersohn m-(e)s, -söhne 3tm>
schwierig adj TpyaHbifi, sarpyanH-
TeJIbHHÜ
Schwierigkeit / —, -en Tpynnocib
schwindeln: der Kopf schwindelt
mir y Menn KpyiKHTCfl roJioca
schwingen vt (a, u) MaxaTb, pa3-
MaxHBaTb
schwören vi (u, o) K.1HCTbCfI
Schwüle f —, ohne pl .nyxora,
TflJKeCTb
Schwur tn -(e)s, Schwüre KJiHTBa;
den ~ leisten aaearb kjihtby
See 1. m -s, -n osepo; 2. f —, -n
wope
seekrank adj CTpajjaiomiifi MopCKofi
öojieaiibio
Seeweg tn -(e)s, -c MopcKoii nyrb
sehen vt (a, e) BiijieTb, CMOTpeTb,
rasneTb
Sehenswürdigkeit f —, -en aocto-
npMMeqaTeabHOCTb
seinetwegen adv pajui nero, ii3-sa
nero
seit prp (Dat.) c, ot
seitdem cj c Tex nop KaK
Seite / —, -n cropona; 6ok; erpa-
HHna
selber pron caw
selbst 1. pron caw; 2. adv Jiawe
selbstverständlich adv cbmo coöofi
pasyMeercH
senken vt onycKaib
setzen vt cancaTb, craBHTb
Sibirien n -s Cuönpb
sicher 1. adj ynepeHnbiß; 2. adv
Koneqno; HenpeMeimo
Siedlung f —, -en nocejioK, kojio-
hhs
Sieg m -(e)s, -e .no6e.ua
siegen vi no6e»AaTb
Sieger m -s, — no6e.HMTC.nb
siegesgewiß adj yBepeHHHß b
noßene
siegreich adj no6e,rronociibüi
Silber n -s, ohne pl cepeöpo
silbergestickt adj BbniiHTbift cepeß-
pöM
Silizium n -s, ohne pl (xum^) KpeM-
HHß
singen vt (a, u) nerb
sinken vt (a, u) [x] onyckaTbcn,
norpyHiaTbCH, nanaib
Sinn m -(e)s, -e nyBcroo; cmhcji,
3HaneHMe
sinnlos adj ßeccMbicaeHHbifl
sitzen vi (saß, gesessen) cuhctb
Sitzung f —, -en aacenaHne
Skandium n -s, ohne pl (xum.)
CKanaHM
Sklave in -n, -n paß
Sklaverei f —, ohne pl paßciBO
slawisch adj CJiaBuncEUß
so adv Ta«; ~ ein TaKon
174
sobald c/ KaK tojibko, ejjsa
soeben adv tojibko qro
Sofa n -s, -s iwsaH, Kyuieraa
sofort adv hcmcajichho, roTvac we
sogar adv .naiKe
Sohle / —, -n 1. irououiBa; 2, (eo/w.)
aaßoft
solange cj noKa
solch pron raKoti
Soldat m -en, -en cowt
Sonder- (ö cjuxhc. cyu$ ocoömh,
cnennajibHHfi
Sonderkurier tn -s, -e näpounHfi
sondern cj ho, a
sonnig adj co.aiieiHMft
Sonntag tn -s, -e BocKpecewbe
sonst adv HHa'ie; BnpoqeM
Sorge f -n aaßoTa
sorgen vi für (Akk.) aaöoTHTECfl o;
~ um (Akk.) SecnoKOHTbCH o...
soviel adv CToatKo
SOWeit Cj HaCKOJIbKO
sowjetisch adj coBercKHÜ
Sowjetkongreß m -sses, -sse cteaa
Cobctob
Sowjetanion f — CoßeTCKufi CojO3
sowohl», als (auch) cj KaK... raK h
sozialistisch adj coniiajmcTH’iecKnfi
Spalier n -s, -e nimuiepw; ~ bilden
crojiTb ranaaepaMn
spalten vt kojiotb, pacKaJmreaTb;
pa3T>ej[HHHTb
Span m -(e)s, Späne mema, crpy»Ka
Spartakusbund m -es cok>3 „Cnap-
raK“ (a repMcmuit 1916—1918 zz.)
Spaß m -es, Späße niyTira
Speisekarte f —, -n ooeaeHnas
KapTOHKa, MCHK)
Spiegel tn -s, — aepicajro
Spiel n -(e)s, -e wrpa
Spitze f —, -n ocTpire, koh'jhk;
UIUHJIb
spitzen vt ’iuhhte (napaudatu)
Spitzname tn -ns, -n npoaBwuie
Sportler m -s, — cnopTCMen
sportlich adj cnopniBUBift
Spötterei / —, -en syöocKajiBCTBO,
HacweinKa
Sprache f —, -n jismk tpevb)
sprechen vi, vt (a, 0) roBopnTb
Sprecher m -s, — ronopHinnft
Spreu / —, ohne pl MSKirna
Springbrunnen m -s, — <Jwh ran
springen vi (a, u) [5] npurarb
Spruch tn -(e)s, Sprüche Hsp-cie-
iine, a$opH3M
Spruchband n -es, -bänder Tpanc-
hapam
Spur f —, -en cJiea
spüren vt qyBCTBOBaTb, omymaTb
Staat tn -es, -en rocyjiapcTBO
Stab tn -(e)s, Stäbe najrna, skcsji,
CTepweub; (ßoffw.) mraS
stählen vt aaKajmib
Stall m -(e)s, Ställe ctoSjio, ko-
HIOIIIHfl
stammen vi npoHcxoainb; von ihm
stammt ewy npuHajiaewnr
standhaft adj ctoEkhü
ständig adj nocrosflHMÜ
stark adj chjimibim
Station f—, -en rraHnmi
statt prp (Gen.) BwecTo
stattfinden vi (a, u) HMeTb M£CTO,
COCTOflTBCH
Staub tn -(e)s, ohne pl HHJib
staunen vi yaHBJiHTbCfl, nopaacaTbCfl
stecken vt niwKaTb, coeaTb
stehen vi(stand, gestanden)ctohtb
stehenbleiben vi (blieb stehen,
stehengeblieben) [s] ocTanasjiH-
B3TBC»
steigen vi (ie, ie) [s] nomniMaTbca
steil adj KpyToii, oßpbiBHCTbiß
Stein m -(e)s, -e Kawenb
Steinbruch m -s, -brüche Kaweno-
JIOMHH
Stelle f —, -n Mecro; zur ~ na
Meere; an bmccto
stellen vt crauRTß
stellenweise adv MecTawa
Stellung f —, -en Mecro; nojioaie-
Hne; wwibehoctb; (sosh.) noaHUHa
Steppe f —, -n. crent
sterben vi (a, o) [i] yMHparb
Stern m -(e)s, -e äßesÄa
steuern vt npaBHTb, ynpaBJUiTB, ua-
npaBJIHTb
sticken vt BbiiuMBaTb
Stiefel m -s, — canor
still adj thxhh; ->» werden sarux-
iryTb; stehen ne paöoraTb (0 Jfa-
uttiHax, saeode)
Stimme f —, -n ro-ioc
Stimmung f —, -en HacTpoenwe
Stirn f —, -en jio6
Stock m -(e)s, Stöcke najiKa
stocken vi 0CTanaB.nnBaTbCfl, 3ann-
HaTbCfl
Stockwerk n -(e)s, -e 9ia>K
Stoff m -(e)s, -e ßemecTBo
Stollen m -s, — hitojibhh
stolpern vi [s] hath CBOTbiKaacb,
KOBblJISTb
stolz adj ropÄbifi; -v sein auf (Akk.)
ropaHTbCH KßM-JI., HCM-JI-
stoßen vi (ie, o) [s] zu ... npnco-
eaHHHTbca k; -x, auf ... HaranKit-
BaTbCH na ...
Strahl in -(e)s, -en Jiyn
strahlen vi cHaro
Strand m -es, -e MopcKoä öeper,
strecken vi BbirnrnBaTb; die Waffen
•>. CKjiajibiBa-rb opyjttne
Streichholz n -es, -hölzer chmhk3
Streifen m — noaoca
streitig adj cnopunig
streng adj cTpornfi, cypoBuä
Strich m -(e)s, -e 'lepra
stricken vt essait
Stroh n -s, ohne pl co-iowa
Strom tn -(e)s, Ströme botok; tok
stromaufwärts adv BBepx no Te^e-
hhio
strömen vi [f] Te*ib; ycTpeMasTbca
Strömung f —, -en Teienne
Stück n -(e)s, -e kj’cok; (atj/x,
mfamp.) nbeca
studieren 1. vt n3y’jan>; 2. trfjnmrb-
ch (o eyse)
Studium n -s, Studien Hay^emie,
aaniiTHe
stumm adj neMofi, ßeaMOJiBBbiii
stumpf adj Tynoft
stundenlang adv nacaMH
Sturm m -(e)s, Stürme 6ypa, mropM
stürmisch adj öypHHft
stürzen vi [s] KnaaTbca, öpocaTbca
Substanz f —, -en cyßcTamjHfl; Be-
mecTBo
Suche f ohne pl bohckm
suchen 1. vt HCKaTb; 2. vi nbiTaroca
Süden m -s lor
südlich 1. adj lownhifi; 2. adv k lory
ot ...
Sünder tn -s, — rpeiuHHK
Suppe f -n cyn
System n -s, -e cncreMa, pewiiM
T
Tabelle f -n laC/nma
Tafel f -n äockb
Tag in -es, -e .uens; eines Tages
OflHaWflbl
-tägig (e caojkh. npiijiaz.) -jmeßHbiß;
zweitägig AByx^neBHbifi
täglich adv eweAHeBno
tags adv otSm; ^zuvor naKanyne
tagsüber adv b Teucune uns
Tal n -(e)s, Täler aoaima
Tanzbär m -en, -en ynänbift (/ipec-
cnpoßaHHbifi) Me.aBe.ab
tanzen vi TamieBaTb
tapezieren vt oKJiemjaib oOohmh
tapfer adj xpaßpbifi
Tasche f —, -n Kapwan
Taste f —, -n KJiaBnm
Tat f -en nocrynoK; jicjio; Aefi-
cTBfle; in die ^.umsetzen npe-
TBOpSTb B AefiCTBUTejIbHOCTb
(B )KM3Hb)
Tätigkeit f —, -en neare-ibHocTb
Tatsache f —, -n (jiaKT
tatsächlich adj ^aKTiwecKHH, jieft-
CTBMTejIbHblfi
täuschen vt oÖMaubiBaTb, bboahtb
b 3a6jiy>icueiiMe
tausendfach adj TbicsieKpaTHbifi
Tee m -s, ohne pl iafi
Teich m -(e)s, -e npya
Teil m -(e)s, -e qacTb
teilnehmen vi (nahm teil, teilge-
nommen) an (Dat.) yuacTBOBaTb,
npnHHMarb ynacme b ...
Teppich m -s/-e Koeep
teuer adj aoporon
Theater n -s, — Tearp
Thema n -s, -men u -ta TeMa
tief 1. adj rayöoKHfi; 2. adv rjiy-
ÖOKO, HM3KO
Tier n -(e)s, -e JKHßoTiioe, 3Bepb
Titel tn —s, — 1. 3BanHe;
2. 3ar.iaBne
Tod tn -es, -esfälle CMepTi,
Ton in -(e)s, Töne 3ByK, toh
Tor n -(e)s, -e sopoTa
tot adj ML’pTBbiii
tragen vt (u , a) HOCWTb, OTHOCUTb
tragisch adj rparnnecKwü
Träne f —, -n c.ie3a
Trauer / —, ohne pl ncnajib, rope
Trauermarsch tn -es, -märsche
noxopoHHbifi wapni
trauern vi ropenaTb, neqajmTbcs
träufeln vi [h, s] Kanatb
Traum m -(e)s, Träume con, Meura
träumen vi MenraTb
treffen vt (traf, getroffen) 1. no-
nanaib (« qeAb)\ 2. BCTpeqaib
Koro-Ji.
Treffen n -s, ohne pl ucrpCMa, c^er
Treibstoff m -(e)s, -e ropioqee
trennen vt OTAejmb
Treppe f —, -n Jiec-rnmia
treten vi (a, e) [s] CTynarb, bxo-
AHTb, BBIXOAMTb
triumphieren vi ropiKecTBOBaTb
trocken adj cyxoü
Trommel f —, -n öapaöan; die
'v.rühren <5hte b öapaßan
Trompete / —, -n Tpyöa, die ~ bla-
sen Mrparb na Tpyße
trösten vi yTeinaib
trotz prp (Gen., Dat.) necMorpa
na ...
trüben vt (no)MyTinb
Trupp m -s, -s oipsiA, KOManaa
Truppe f -n BOHHCKa» qacro;
OTpHA
175
Truppen pl ßoficKa
tschechisch adj lemcKHß
Tschechoslowakei /—HexocJic®a-
KHfl
tun vt (tat, getan) AeziaTB
Turm m -(e)s, Türme ßaiuna
Tyrannei / —, -en TupaHHH
U
u. a. m. - und andere mehr n np.
(n nposee)
übel adj jiypnoM, nzioxofi
üben vt ynpa>KHHTb(ca) b jcm-ji.
überall adv ßeafle, (nojßciony
überfallen »/(überfiel, überfallen)
Hanajiarb na...
Überfluß tn -sses, ohne pl hs6h-
TOKJ H3OÖHAHC
überfluten vt 3a;inBaib, naBOAHSTb
übergeben vt (a, e) nepejiaßaTb
übergeben vl (ging über, überge-
gangen) [s] nepexonHTb
Überhängen vt oöBeumBaTb «tcm-ji.
überhaupt adv ßooßme
überlaufen vi (ie, au) [s] nepeße-
raTb
übermenschlich adj CBepxHeJioße-
qecKHÜ, HeHeJioBeqeCKHfi
übermitteln vt nepexanatb
überrumpeln vt eaxBaTHTb ßpac-
n.nox
überschleichen vt (i, i) oxeaTbiBaTb
übersetzen vt nepeßoxMTb
Übersetzung f —, -en nepeeox
überwachen vt c-neAmb, iiadJiioxaTb
3a ...
überwältigen vt noAaBJisTb, saxBa-
ThlBaTb
überweisen vt (ie, ie) ncpexaBaib
Überzeugung f —. -en y6e>i<jjcnne
üblich adj oßbisiibifi
übrigbleiben vi (ie, ie) [s] ocra-
BaTbCfl
UdSSR (Union der Sozialistischen
Sowjetrepubliken) CCCP (Cok)3
CoBCTCKHX CoiUiaJlMCTMWCKMX
PecnyÖJiHK)
Ufer n -s, — 6eper
um adv Kpyrow; die Zeit ist -x. ßpe-
Mfl OKOHHHJIOCb
um ... zu cj (c UHtfiuHiimiieoM)
’ITOÖH
umarmen vt oßHHMaTb
umblicken, sich vr orjiaAbiBaTbca
umfassen vt oxßaTHßaTb
Umgangssprache f— paaroßopubift
S3HK
Umgebung / —< -en okpccthoctb;
oKpyacaiomee npocrpaucTBo
Umgestaltung f —, -en npeoßpa-
aoBamie
umkommen vi (kam um, umge-
kommen) [s] rndnyTh
umsehen, sich vr (a, e) of.w.im-
BaTbCfl, oCMaTpnBaTt.cn
umsetzen vt npeBpamarb; in die
Tat ~ npeTBopflTb b AeficTBHTejib-
HOCTb (B iKM3Hb)
umsonst adv nanpacno, AapoM
Umstand in -es, Umstände oGcron-
TeJlbCTBO
Unabhängigkeit f ohne pl ne-
SaBMCHMOCTb
unabsehbar adj HeodoapuMhiß
unangenehm adj nenpnsiTHbiit
unbedacht adj HeoöxyMaHHbifi
unbekannt adj nen3BecTHbiß
unbesorgt adv ne ÖecnoKoacb, cno-
Kofino
unbestraft adv öeaHaKaaanno
undurchdringlich adj nenpommae-
MblM
uneinnehmbar adj nenpucTynnbifi
(o Kpenocmu)
unendlich adj GecKoiieTiibifi
unentbehrlich adj neoßxoAnMbiß
unerhört adj necJiHxaHHbiß
unermeßlich adj Heii3MepiiMt>ifi
unerschöpflich adj HencTomHMhifl
ungefähr adv npn6;iM3mejibH0
ungeheuer adj orpoMHHß, rpoMajj-
Hblß
ungewöhnlich adj Heoöt>m(aß)Hbiß,
HeoßHKHOBeHHHH
ungewohnt adj neoöbiqHbiß;
HenpiIBHMHblft
ungleich adj HepaBiibiii
unlöschlich adj HeyracMMbifi
unmöglich adj HeßO3Mo>KHbiß
unordentlich adv b CecnopsmKe
unschädlich adj<5e3BpeAHbifi; -x. ma-
chen oöe3BpeiKHBaTb
unschuldig adj neBHHHbifi
unsterblich adj öeccMepTHbiß
untätig adj 6c3ACHre.ibiibiii
unter adj hhwhhR
unterbringen vt (brachte unter,
untergebracht) noMemarb, paa-
MemaTb
unterdessen adv Mewiy TeM, tcm
BpeMeneM
unterdrücken vt yrneiaTb
Unterdrückung f — yrneTeHne
Untergang 'm -s,-gänge 3axo.ii, 3a-
kst (cojuma)
untergehen »/(ging unter, unter-
gegangen) [S] 32XOAI1 Tb (O fOA-
nornßaTb
Untergrundbahn f -en MCipo-
noJiHTen, noxseMnas weaesHa« xo-
pora
unterirdisch adj iiojucmiilih
Unternehmen n -s —npexnpHfmie
Unterricht tn s, ohne pl oby^enHe,
npenoaaBaHne; ypoKu, sawaTHH
(yneÖHbie)
unterrichten vi in (Dat.) oöyaaib
leMy-ji., upenoxaBaTb «ito-ji.
unterschreiben vt (ie, ie) noxnn-
CbißaTb
Unterschrift / —, -en noxnncb
unterstreichen vt (i, 1) ucmepKH-
BaTb
Untertanstreue f —, ohnepl ßepuo-
noAflaHHM»jecKne wyBcrna
unterzeichnen vt noxnncbißarb
Untragbarkeit / —tohne pl hcbu-
HOCHMOCTb
untrennbar adj nepaspbißHMfi, He-
pasae.ibttbiM
unumwunden adv npaMo, OTKpo-
B6HH0, Öe3 OÖHHHKOB
ununterbrochen adv nenpephißno
unvergleichlich adj uecpaßHHMbifi,
necpaBHe«Hbifi
unvollendet adj neaaKOHqenHbiß,
HeaaBepuieHHHii
Unwahrheit f —, -en nenpaBxa
unwegsam adj uenpoxoflHMHft, hc-
npoe3>KHM
unweit prp (Gen.) HexaxeKo ot ...
unwillkürlich adj t-teBOJibUHfi
Urkunde / —» -n axT, AOKymejn
Urlaub m -s, -e oinyCK
V
Vaterland n -s otc^cctbo
vaterländisch adj oreyecTBeHHMß
Verachtung f —, ohne pl npespe-
Hne
verändern vt usMennTb
verarbeiten vt nepepaßaraBaTb
Verband m -(e)s, Verbände cok>3,
oÖmecTßo
verbergen vt (a, o) CKpbißaTb, npn-
T3Tb
verbessern vt ncnpaBJiflTb
verbieten vt (o, o) sanpemaTb
verbinden vt (a, u) coexiimiTb, cbh-
3bIB2Tb
Verbindung f —, -en coeAKHenne,
cooßmeime
Verbrauch in -(e)s, ohne pl. no-
TpeßjieHHe; pacxon
Verbrechen n -s, — npecTynxenHe
verbrennen (verbrannte,
verbrannt) 1. vt CHcwraTb;
2. vi cropaTb
verbringen vt (verbrachte, ver-
bracht) npoBOAMTb (epeMX)
verbündet adj cokohhö
Verbündete m -n, -n cojo3hhk
Verdacht m -(e)s, ohne pl
noxo3penne
verdecken vt aaßpbiBaTb, npuKpH-
B3Tb; nOKpblßaTb
Verdienst n -cs, -e aacjiyra
verdoppeln vt ynBaHBaTb
vereinigen vt coexHmiTB
Vereinigung / —, -en oöiexnneHMe
verfolgen vt npec.iexoBan>
Verfolger m -s, —npecjieaoßaTejib
verfügen vi über (Akk.) pacnojia-
raTb wweTb b cboöm pac-
nOpHJKeilHM MTO-fl.
Verfügung j —, -en pacnopsraienne;
zur -x. stehen ßbiTb b pacnops-
IKeHHB
Vergasung / —, -en raamJjHKam«!
vergeblich adj uanpacnbifi
vergehen uz (verging, vergangen)
[s] IipOXOAUTb
vergessen vt (vergaß, vergessen)
aaötJßaTb
Vergleich m -(e)s, -e cpaBueHne
vergnügen, sich vr paauzieKarbCB
vergolden vt nosoxoTHTb
verhaften vt apecTOßbißaTb
Verhaftung j —, -en apecT
verhallen vi (s| orasyuaTb
verhelfen vi (a, o) zu etwas hcmo-
raTb, coxeficTBOßaTb b qeM-x.
verheult adj sanziaKanHbtß
verhindern vt npenaTciBösaTb, Me-
maTb, npexoTapamaTb
Verhör n -s, -e nofipoc
verirren, sich vr aaßziyfliirbca,
CßMTbCH c nym
Verkehr m -s, ohne pl ABHweHHe
Verkehrsposten m -s, — hoct pery-
zinpoBaHufl ABMJKeHHH, peryxHpOB-
LLIHK ABHMteHWfl
verkohlen vi oöyrjiHBaTbCS
verkrachen vi [s] oöaHKpoTMTbca,
nporopeib
verkünden vt B03BemaTb, o6t>hb-
JlBTb, 3anBJIHTb
verlassen vt (verließ, verlassen)
DOKHflaTb, ÜCTaBJIHTb
Verlauf tn -(e)s, ohne pl Teqeiine,
xoa (co6bimuit)\ im Verlaufe b tc-
uejme; b xoxe
verlaufen vi (ie, au) [s] nporesaTb,
npOXOAHTb
176
voll adj noJiHufi, ne.ibüi
vollenden vt sasepuiaTb, saKanqn-
BBTb
vollgeschrieben adj ncnwcaHHwfi,
HanncaHHbiii bo Konna
völlig 1. adj noJiHbifi; 2. adv nrwi-
hoctmo, coBepinenHo
vollkommen adv coBepinemio
vor prp (Dat. n Akk.) nepe/i; ~ zwei
Jahren KBa rofla TOMy nasaji
vorausahnen vt npewyBCTBosaTb
vorauskriechen vi (o, o) [s] hojistk
ßnepeKH
voraussagen vt npejiCKaSHBaTb
Voraussagung f —, -en npencKasa-
Hue
vorbeigehen vi (ging vorbei, vor-
beigegangen) [s] an (Dat.) npo-
XOAHTb MMM0
vorführen vt npHBOjiHTb
vorgehen vi (ging vor, vorgegan-
gen) [s] IIpOHCXOßHTb
vorhanden adj HMeromnficH Hajimjo,
HajuiwHbifi; sein Guts iiajinuo,
cymecTBOBarb
vorhergehend adj iipenbiKyuiiifi
vorkommen vi (kam vor, vorge-
kommen) [s] cJiyuarbcii, npoitc-
XOJIHTb
vorläufig 1. adj npenBapMTejibHbm;
2. adv noKa
Vormarsch m -es, Vormärsche opo-
flBHweiiHe
vormittags adv yrpoM, no nojiyjiHH;
~ 10 Uhr 10 qacoß yrpa
Vorrat m -(e)s, Vorräte 3anac
Vorraum tn -s, -räume iiepeAHsm,
npHXOJKasi (KOMnara)
Vorrede / —, -n npeaHcaoBiie
Vorsatz in -es, Vorsätze Hanepe-
ime; einen ~ fassen iipiiHHMaTb
peineime
verschieben vt (o, o) KBiiraTb ene-
pea
vorsichtig adj ocropoHCHbifi
Vorsitzende in -n, -n npenceaarejib
vorstellen vt npencTaBJUiTb
Vortrag in -(e)s, Vorträge gOKJiaji,
JieKUHII
vortragen vt (u, a) qnTa?b (jickhmh)
vortrefflich adv OTJiHuHbifi, npesoc-
xoaiibifi
vortreten vi (a, e) [s] BbixoAHTb,
BbiCTynaTb Bnepea
voriiberziehen vi (zog vorüber,
vorübergezogen) [s] hpoxoahtb
MtlMO
vorwärts adv nuepea
Vorwurf in -s, Vorwürfe ynpetc
W
Waage / —, -n Becbi
Wache / —, -n cTpawa, Kapayji,
qacoßofi
wachen vi ßojipcTBOBaTb; ctohtb na
CTpa>xe
Wachsamkeit / —, ohne pl 6juh
reabHOCTb
wachsen vi (u, a) [s] pacTH
Wächter tn -s, — GTOpo)«
Wachthund m -(e)s, -e cropoxeßofi
nec
Wachtposten in -s, — qacoßofi; K.a-
paya
Waffe / —, -n opynrne; die -x,n
strecken cKjiaAbißaTb opv>Kiie
wagen vl oTBaiKHBaTbcn, ocmbjim-
B<ITbCH
Wagen m -s, — BäroH. aBToMOÖHJib,
KOJmcKa, Tejiera
verlegen vt nepeHOCHTb
verleihen vt (ie, ie) 1. npujiaBaTt;
2. HarpanyiaTb, npncyKjiaTb (einen
Orden, einen Titel)
verlieren vt (o, o) TepsTb
vermeiden vt (ie, ie) nsöeraTb
vermischen vt cMenimaTb
vermuten vt npcano.naraTb
vernehmen vt (vernahm, vernom-
men) cJiHinaTb
vernichten vt ymmTOHtaTb
veröffentlichen vt onyöjiHKOBMBaTb
verpacken vt ynaKOBbiBaTb
verraten vt (ie, a) npeaai-.aTb, m3-
MeHflTb
Verräter m-s,—n3MenHHK,npeaaTejib
verräterisch ad/ H3MeHHnqecKwfi,
npeaaieJibCKÖ
versagen vl oTKaaiaBaTbCs cJiywnTb,
nepecraBaTb aeficTBOßarb
versammeln vt coßnpaTb
verschaffen vt nocTanaTb, npwoöpe-
TaTb; sich Gewifiheit ~ yaoCTo-
BepHTbC«
verscheiden vi [s] yiwepeTb
verschieden adj pasjiHUHbifi
Verschlag m -s, Verschlage nepe-
BflHHaa neperopoflKa; npoxoa sa
neperopoK.KO.fi
verschlammen vi [s] 3arpJi3HJiTbCfl,
HOKpHBaTbCfl rpJI3bK)
verschneien vt sanocuTb chci om
verschütten vt 3acwnaib
verschwinden vt (a, u) [s] nc^esaTb
versetzen: in Schrecken npireo-
ÄHTb b ywac
versiegeln vt oneuarbiBaTb
versorgen vt cHafiwaTb
versperren vt riperpawnaib, aannpaTi
versprechen vt (a, o) ööematb
verständigen, sich vr oöbHCHHTbca
Verstärkung/-,-e n itOKKpen.ncnnc
Versteck n -s, -e yficÄume
verstecken vt upsnafb
Versuch m -s, -e nonwTKa; onbiT
versuchen vt npoßoBart, nbiTaib-ca
Verteidiger m -s,— samnTimK
Verteidigung f —, -en samwra,
oöopoHa
verteilen vt pasAaßaTb, pacnpeje-
JI8Tb
vertikal adj BepTMKajibHbifi
Vertrag tn -(e)s, Verträge aoroBop
vertragen vt nepeuocHTb
vertrauen vi noBepATb
vertraulich adj Kou<J)MjieimnajibHbifi,
BOBepHTejibiibifi, ocnoBauubifi Ha
uoBepmi
Vertreter tn -s, — npeacTaBurejib
vervielfachen vt yBejiHiiiBaTB bo
MHoro paa
verwandeln vt npeßpamaTb
Verwandte tn, f -n, -n pojiciBeii-
HHK, pOJICTBeHHima
verwegen adj otbiokhmh, nepaKnfi,
yflaJiofi
verwehen vi [s] paaßenrbcsi
verwenden vt (verwandte, ver-
wandt h verwendete, verwendet)
npiiMeHarb
Verwendung / —, -en npuMene-
nne
verwirklichen vt ocymecTBjrsTb
Verwirklichung / —, ohne pl ocy-
mecTBJieHae; in bo ncnojmemie
verwunden vt parnrrb
vielleicht adv mohcct ßbirb
Viertel n -s, — qeTBcp-ri,
Villa f —, Villen BBJuia, jiana
Volkswehr/—,-ennapo/iHoe otioji-
nenne
Wahl f —, -en Bbiöop, n3öpanne
wahnwitzig adj cywacßpoAHbifi,
öesyMHbiff
wahr adj ncmHBhifi, BepHijfi; ist
es 's- ? npaB.na km sto?
währen vi npoaOJOKaTbc«
während 1. prp (Gen.) bo BpeMsi;
2. cj B TO BpeMfl KaK
Wahrheit f —, -en npasna, uernHa
wahrscheinlich adv nepoHTiio
Waise j —, -n cwpoTa
Walzwerk n -s, -e npoKaTHbifi
CT3H
wandern vi [s] CTpaHcTBOßaTb, 6po-
auTb
Wappen ti -s,— repö
Wärme f —ohne pl Teruiofra)
Warnung f —, -en npejiynpewjie-
nne, npe,nocTepe>KeHne
warten vi auf (Akk.) »aaTb, o»n-
aaTb
warum adv nöqeny
Wasserkraftwerk n -(e)s, -e nijipo-
aneKTpocTaHUHB
Wasserleitung / —, -en BOKonpoBoa
wechseln vt MeHSTb, oöweHHBaTb
wecken vi öyiwrb
weder ... noch cj hh ... hm
Weg in -es, -e aopora, nyibj sich
auf den -x. machen ornpanjinTbca
b nyTb
wegen prp (Gen.) us-aa, pajiH, no
npiiqHHe
wegjagen vt nporoimb
wegnehmen vt (nahm weg, weg-
genommen) OTÖHpaTb, OTIIMMaTb
wegschieben vt (o, o) OTOjiBnrarb
wegwehen vt CßyßaTi,, ynocHTb
(o sempe)
wehen vi ayrb (o eempe); pasße-
BaTbCH
Wehrmacht j —, ohne pl aoopy-
meHHbie CMJJbl
weich adj MsirKuft
weichen vi (i, i) [s] orcTynaTb, no-
ßaBaibCM Hasan
Weide / —,-n 1. nacrömixe; 2. BBa
weil cj noroMy hto, m6o
Weinberg m -(e)s, -e BHHorpaAHMK
weinen vi iiaaKaTb
Weise f —, -n enoeoö, oßpas; auf
diese t3kmm oßpasoM
Weise m -n, -n Myupeij
weit adj iinipoKMfl, jiaaeKHÖ
weiten vt pacinnpflTb
weither: von usaaneKa
Weizen m -s, ohne pl mueHMiia
Welle f —, -n Boana
Welt f —, -en Mnp, cbct
weltlich adj cbctckmü
wenden, sich vr (wandte sich,
sich gewandt n wendete sich,
sich gewendet) an (Akk.) oßpa-
maTbCH K KOMy-JI.
wenig adv Maao; ein ~ hcmhofo
wenigstens adv no Kpafinefi Mepe
wenn cjKorÄa, ec/in; wenn... auch
XOTfl M . ..
werfen vt (a, o) ßpocaTb, KnnaTb
Werk n -(e)s, -e saBoji, Aeao, npo-
B3BeneHne
Werktätige tn,f-n, -n Tpyjwmnficn,
-aacn
Werkzeug n -s, -e opyjine, micrpy-
MeHT
Wert tn -(e)s, -e neHHocib, ctoh-
MOCTb
Wert adj cTÖaiunft; ~ sein ctomtb
wertvoll adj ueHHbifi
177
Wesen n -s,— cymectBo; cymHOCTb
wesentlich adj cymecTBeHHbifi, na>K-
Hblft
Wettbewerb m -(e)s, -e copeBHo-
BaHHe, KOHKypc
Wetter n -s, — noro.ua; schlagen-
de ~ (zopH.) py^iiMiHbiii ras
Wettkampf m -(e}s, -kämpfe co-
CTH3amie
wichtig adj sa>KHbifi
Widerhall m -s, -e 0T3ByK, otkjihk
Widerstand tn -(e)s, -stände conpo-
THBJieHne
Widerstandsfähigkeit f—, ohne pl
cnocoßHOCTb k conporuBJieHMio
widerstehen vi (widerstand, wider-
standen) npOTHBOCTOHTb
wider tönen vi naxomiTb oT3ByK
Wiederaufbau m -s BoccTanoBJieHne
wieder finden vt (a, u) naxöÄHTb,
oßperaTb bhobb
wiederholen vt iioBTOpaTb
Wiege f—, -n KoabiÖeab
Wiese f—, -n ayr
wild adj hmkh#
Wille tn -ns, ohne pl Bonn
willig adj coraacubift
Wind m -es, -e Berep
Wink m -(e)s, -e snaa, kmbok; Mano-
Benne
winken vi KMBaTbJ Maxaib, aeaarb
3H3K (pytCOÜ)
winzig adj KpoineuHbiä
wirken vi paöoraTb
wirklich adj aeiiCTBHTeabHbift
Wirklichkeit f —, ohne pl ueß-
CTBWTeabHOCTb, flBb
Wirkung f—,-en aeiicTnue; BJiiwnine
Wirkungsstätte f —, -n mccto (no-
.ne) flenTejibHocTM
Wirr adj sanyTaHHbiä, wencHHä; es
wird einem ~ im Kopfe roaona
nuer y Koro-Ji. KpyroM
Wirtschaft f—, -en xosaftcTBO
wissen vt (wußte, gewußt) 3Han>
Wissenschaft f —, -en Hayxa
wissenschaftlich adj HaynHbiü
wodurch adv M3-3a nero, ßaaronapa
uewy
woher adv OTKy.ua
wohin adv Ky.ua
wohl adv xoponio, BeponTHo, no-
iKajryfl
wohlhabend adj coCTOHieabHbifi,
SaiKHTOUHblä
Wohnfläche f -n wian iijio-
maab
Wolf tn -(e)s, Wölfe bojik
Wolle f —, ohne pl mepcTb
Wort ti -(e)s, Wörter cjiobo (om-
deAbHoe); Wort «-es, Worte
cjioßa ('s cgx3HOü pe-iu)'. ins~ fal-
len npepbiBaTb
wozu adv saneM, naa uero
wählen l. vt KonaTb, pbiTb; 2. vi
pblTbCH
Wunde f —, -n paiia
wunderbar adj yHMBMTeabHbifi, vy-
aecHbift
wundervoll adj uyaecubift
wünschen vt aceaaTb, xotctb
würdig adj aocToSHbift
würdigen vt yaocraiiBaTb
würgen vt aymnTb; sich ~ an (Dat.)
aaBMTbCH BeM-JI.
Würger tn -s, — jiyimiTeab
Wüste , -n nycTbina
Wut f—, ohne pl jipocTfa, öeme«-
CTBO
z
Zahl f —, -en mtcao
zahlen vt nnarurb
zählen vt cnuTarb, nacMMTbiBarb
zahlreich adj MHoromicaeHHbifi
Zauberstab m -s, -stäbe BOJimeß-
ubiti >Ke3Ji, BoaineÖHaH naaomca
Zaun tn -(e;s, Zäune saöop
z. B. = zum Beispiel Hanpmuep
Zeichen « -s, — 3hhk
zeichnen vt piicoßaib
zeigen vt noKasbmaTb
zeigen, sich vr oßHapyauiBaTbca,
OKa3bIB3TbCH
Zeit f —, -en Bpewa; zur ~ b ua-
eroHmee BpeM»
zeitgenössisch adj coßpeMeHHbifi
zeitraubend adj TpeßyiomMK ßo.ib-
inoft sarpaTbi BpeMenn; oTHiiMaio-
miift MHoro BpeweHU
Zeitrechnung f—, -en aerocuHcae-
mie, spa
Zentrum n -e, Zentren ueHTp
zerbrechen (a, o) 1. vt pasönBäTb,
pa3JiaMbißaTb; 2. vi [sj paaßn-
BaTbCH, JIOMaTbCH, pa3JiaMblBaTbCH
zerfleischen vt pacrepsaTb
zermahlen vt paswaauBaTb
zerreißen vt (zerriß, zerrissen)
pßaTb, pasopBaTb
zerstören vt paspyuiaTb
Zerstörung f—, -en paspymeime
zerstückeln vt pasae/mTB na KycKH
Zerstückelung f—, -en pasaeaeHiie
Zettel ms,— sanntKa
Zeuge m -n, -n cBHaereab
ziehen (zog, gezogen) 1. vt ranyib,
TamwTb; sich in die Länge ~ 3a-
THHyTbca (p coßpaHuu u tn. n.)
Ziel n -(e)s, -e ueab
zielen vi ueaHTbcn
Zigarette f —, -n nannpoca
Zimmerplatz m -es, -plätze crpon-
TejibHaa naomaHKa
Zitrone f —, -n jihmoh
zittern vi apoacarb
zivil adj lUTarcKMÜ, rpaTKaancKHü;
in Zivil b mraTCKOM naarbe
Zone f —, -n 30Ha
züchten vt pasBoawTb, BbipauuiBarb
zucken vi B3flparnBaTb, noacprn-
BaTbcn; die Achseln ~ noacHMarb
naeuaMH
zuerst adv cnepna, cuawana
zuerteilen vt npejiocTaBJiHTb
Zufall m -s, Zufälle cnyuaft, cay-
UaÜHOCTb
zufallen vi (fiel zu, zugefallen) js]
3aKpbiBaTbCfl,CMbiKarbca<o z./ia3ax)
zufällig adj cjiyuaüHbiii
zuflüstern vt menraTb
zuiügen vt npnnnH»Tb, HanocuTb
Zug tn -es, Züge noeaji, inecTBne;
npoueecrm; jmujKemie; in den letz-
ten Zügen liegen yMiipaib, ne-
staib npn CMepTH
zugleich adv ojiHOBpeMeHHo
zuhauf adv Toanoft
zuhören vi (Dat.) caymaTb
Zukunft / —, ohne pl öynymee
zuletzt adv HaKoweu
zunehmen vi (nahm zu, zugenom-
men) yßeniWHBaTbCH, BoapaciaTb
Zurückbleiben vi (ie, ie) )s] orcTa-
BaTb, 0CT3BaTbCH
zurückkehren vi |s] BO3BpamaTt>cs
zurückkommen vi t kam zurück,zu-
rfickgekommen)[s] BoaBpaiiiatbCJ!
zurücklassen vt (ließ zurück,
zurückgelassen) ocraBaHTb
zurückschlagen vt (u, a) ot6bb3ts(
OTpaiKüTb
zurückübersetzen vt jieaaTb oßpar-
HHit nepeBoa
zurückweichen vi (wich zurück,
zurückgewichen) fsj oiCTynarb
zusammenbrechen vi (a, o) [s] 06-
pyniHBarbCH
Zusammenbruch m -s, -brüche
Kpax, KpymeHHe
zusammenrollen vt CKaTWBaib (s
mpyÖKy)
zusammensetzen vt cocxaBaHTb
Zusammensetzung f —, -en cocras
zusclireiben vt (ie, ie) aomtCHBaTb,
npmincbiBaTb
Zustand m -s, Zustände cocrosmie
zustellen vt aocTaBaaib
zwar adv xoth; und ~ a hmchho
Zweck m -(e)s, -e ueab
zweifellos l. adj HecoMHenHbiß;
2. adv HecoMiieHHO, ßeacoMneHHfi
zweitgrößt adj BTopofi no Beamnne
Zwerg m -(e)s, -e KapanK
zwingen vt (a, u) sacTaBanTb, npu-
nyutaaTb; auf die Knie ~ nocxa-
BMTb na KoaenH
178
INHALTSVERZEICHNIS
I HETBEPTE
§ 1 (5) Lenin über das Studium der Fremdsprachen (von N. Krupskaja). ... 3
IloBTopeHMe: Ilpn,n,aTOHHbienpe/yiojKeHnnBpeMeHH ccoiosaMH
als u während. Diarojibi Tnna kennen.
§ 2 (5) Leningrad.......................................................... 8
T p am m aTM k a: /jBOÜHoeynpaBJieHne rjiarojiOB. IlpnjiaraTejibHbie c cyc|)(|)n-
KcaMH -ig, -lieh, npon3Be,n,eHHbie ot cymecTBHTejibHbix, oßosHauaiomnx BpeMH.
IloBTopeHMe: 06pa3OBaHne Bcex BpeMÖH Passiv.
§ 3 (4) Die Entwicklung der Buchdruckerkunst................................ 15
IloBTopeHMe: SaBHCHMbin hh<|)hhhthb. MH(|)HHHTHBHbierpynnbi.
Mo/jajibHoe 3HaueHne rnarojia lassen.
§ 4 (3) Ein Engländer in Paris ............................................ 19
IloBTopeHMe: Ilpn,n,aTOHHbienpe/yiojKeHnn npnunHbi n u,ejiH.
§ 5 (5) Das Volk siegt (nach W. Bredel)..................................... 24
T p a m m aTM k a: /JonojiHemie b BHHHTejibHOM na,qe?Ke c hhc|)hhhthbom.
IloBTopeHMe: Cjio?KHbie <|)opMbi BpeMÖH MO/jajibHbix rjiarojiOB.
§ 6 (4) Das Volk siegt (Schluß)............................................ 31
IloBTopeHMe: Ilpon,n,eHHbiH rpaMMaTHHecKHH MaTepnaji.
§ 7 (3) Der Leninsche Kommunistische Jugendverband......................... 38
II HETBEPTL
§ 8 (4) Phosphor, ein Element des Lebens (nachA. Fersman).................. 42
T pam m aTM ka: Ilpn/jaTOHHoe BpeMeHH c cok>3om bis. MecTOHMÖHHbie
HapeuHH. ynpaBJieHHe hmöh cymecTBHTejibHbix.
§ 9 (5) Adsharistan........................................................ 50
T paM m aTM Ka: CicasyeMoe, Bbipa>KeHHoe rjiarojiOM sein h Partizip II.
IloBTopeHMe: Onpe/],ejiHTejibHbienpn/jaTOHHbienpe/yiojKeHnn.
§ 10 (5) Das Buch Le Grand (von H. Heine).................................. 57
T pam m aTM ka: 06pa3OBaHHe hynoTpeßjieHHe Partizip I.
IloBTopeHMe: Onpe/jejieHne,Bbipa>KeHHoeuepe3 Partizip II.
§ 11 (4) Deutschlandtreffen der Jugend..................................... 65
T pam m aTM ka: PacnpocTpaHÖHHoe onpe/jejieHne c Partizip I h Partizip II.
§ 12 (3) Ein Palast der Wissenschaft auf den Lenin-Bergen in Moskau . . 72
r paM m aTM Ka: CicasyeMoe, Bbipa>KeHHoe MO/jajibHbiM rjiarojiOM c Infinitiv Passiv.
§ 13 (4) Aus der Geschichte der Uhr (nach Iljin)........................... 77
T p a m m aTM k a: 06pa3OBaHHe h ynoTpeßjieHHe Imperfekt Konjunktiv
h Konditionalis I.
§ 14 (2) Für den Frieden (von B. Kellermann)............................... 85
U,n(|)pa b CKOÖKax - npHMepnoe kojihhcctbo uacoB.
179
III HETBEPTE
§ 15 (6) Der Gürtel (nach W. Kawerin)................................. 88
T p am m a t h k a: OßpasoBaHne Präsens, Perfektu Futurum Konjunktiv.
ynoTpeßjieHne Konjunktiv b KOCBeHHon penn u kocbchhom Bonpoce.
BeccoK)3HaH KOCBeHHaa peub. OßcTOHTejibCTBeHHbie npu/jaTOHHbie
npe/yiojKeHnn BpeMeuu c coiosaMU ehe u sobald.
§ 16 (3) Lenins Beisetzung (von W. Pieck)............................. 98
FpaMMaTHKa: BjuinnTuuecKue npe/yiojKeHmi.
IloBTopeHMe: npoü/jeHHbie (|)opMbi Konjunktiv.
§ 17 (5) Eine Grubenkatastrophe (von B. Keller mann)................. 102
IloBTopeHMe: HeKOTopbie npe/uiorn.
§ 18 (5) Eine Grubenkatastrophe (Schluß)............................. 106
FpaMMaTMKa: YcTynuTejibHoe npn/jaTOHHoe npe/vio?KeHue c cok>3om obwohl.
§ 19 (4) Aus meiner Kindheit (von M. Andersen Nexö).................. 112
FpaMMaTMKa: CKasyeMoe,Bbipa>KeHHoerjiarojiaMn
haben hjih sein + zu + Infinitiv.
IloBTopeHMe: HeKOTopbie npe/viorn.
§ 20 (5) Dichtung und Wahrheit (von J. W. Goethe).................... 120
FpaMMaTMKa: 06pa3OBaHne h ynoTpeßjieHue Plusquamperfekt Konjunktiv.
IlapHbiü cok)3 weder... noch.
IloBTopeHMe: ÜH(|)HHHTHBHaH rpynna c ohne... zu.
§ 21 (2) Mozarts Tod (von B. Balazs)..................................128
IV HETBEPTE
§ 22 (6) Ernst Wallaus Verhör (von A. Seghers)....................... 133
FpaMMaTMKa: Beccoio3Hbie ycjioBHbie npe/yiojKeHmi. flpu/jaTOUHbie BpeMeuu
c cok)3om solange. flpu/jaTOUHbie oßpasa /jeücTBKH c cok>3om als ob, als wenn.
IloBTopeHMe: Bee npou/jeHHbie (|)opMbi Konjunktiv.
§ 23 (4) Der große Chemiker D. I. Mendelejew ........................ 143
§ 24 (5) Die Schlacht bei Stalingrad (nach K Simonow).................149
FpaMMaTMKa: OnymeHue coiosa ob (wenn) b npu/jaTOHHbix
oßpasa /jeücTBnn. IlapHbin cok>3 sowohl... als auch.
IloBTopeHMe: IlapHbie cok>3bi.
Anhang
G. E. Lessing Der Tanzbär............................................ 155
Der Wolf auf dem Todbette...............................155
J. W. Goethe Meeresstille........................................... 156
Gefunden............................................... 156
Erlkönig............................................... 156
H. Heine Wenn ich an deinem Hause............................... 158
Aus: Deutschland. Ein Wintermärchen.................... 158
E. Weinert Schlaf, mein Sohn...................................... 159
Partisanen..............................................159
J. R. Becher Das Lied der blauen Fahnen..............................160
Auferstanden aus Ruinen.................................162
Alphabetisches Wörterverzeichnis......................................163
180
UjKOAbHblE YHEBHNKM (((P
SH EBA.SPB.&U/SH KOLA