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Author: Rudolph Lepke's Kunst-Auctions-Haus
Tags: waffen geschichte kunst museum blankwaffen ausstellung waffengeschichte
Year: 1979
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SCHUTZ- UND
TRUTZWAFFEN
DES 16. BIS 18. JAHRHUNDERTS
AUS DEM
HISTORISCHEN MUSEUM DRESDEN
AUS DER SAMMLUNG von R.
UND ANDEREM PRIVATBESITZ
HARNISCHE / STANGENWAFFEN
SCHWERTER / DEGEN / DOLCHE
SCHUSSWAFFEN / ZUBEHÖRTEILE
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AUSSTELLUNG:
SONNTAG UND MONTAG, DEN 1. UND 2. MAI 1927
VON 10 BIS 2 IHR
VERSTEIGERUNG:
DONNERSTAG, DEN 5. MAI 1927
VON 10 BIS 2 UHR
♦RUDOLPH LEPKE S KUNST-AUCT1ONS-HAUS
BERLIN W 35 ' POTSDAMER STRASSE 122a-b
KATALOG 1 979 / MIT 9 LICHTDRUCKTAFELN
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Verkaufs -Bedingungen
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Rudolph Lepke’s Kunst? Auctions? Haus
TelegrammsAdresse: Kunstauction Lepke Berlin W35
DONNERSTAG, DEN 5. MAI 1927
VON 10 BIS 2 UHR
SCHUTZ- UND TRUTZWAFFEN
DES 16. BIS 18. JAHRHUNDERTS
A) Aus dem Historischen Museum zu Dresden
Nr. 1—105.
1. SEITENGEWEHR DER SÄCHSISCHEN SCHWEIZERGARDE. Griff Messing,
Knauf als Löwenkopf, Stichblatt muschelförmig. Rückenklinge leicht gebogen,
mit Monogramm F. A. R. und der Krone. Erste Hälfte 18. Jahrh.
2. DESGLEICHEN, ebenso.
3. SEITENGEWEHR DER POLNISCHEN NOBELGARDE. Griff Messing, mit
Monogramm A. R. und Krone. Breite Rückenklinge, darauf ebenfalls geätzt: A. R.
(August der Starke). Erste Hälfte 18. Jahrh.
4. DESGLEICHEN, ebenso.
5. PULVERFLASCHE (FLASCHENHÄNGSEL). Buchsbaum geschnitzt, mit Krieger-
figur, Beschläge Eisen, gebläut. Dazu lederner, gepolsterter Kugelbeutel mit ge-
flochtenem Riemen. Anfang 17. Jahrh. Abb. Tafel 6
6. DESGLEICHEN, ebenso. Abb. Tafel 6
7. PULVERINFLÄSCHCHEN, halbrund, aus Holz, mit silberner, gravierter Platte.
Pulvergebe Eisen, geätzt. Um 1600. Abb. Tafel 8
8. DESGLEICHEN, ebenso. Abb. Tafel 8
•
9. PATRONENBÜCHSE für vier Patronen. Von genarbtem Holz mit reichgeätzten
Eisenbeschlägen. Ende 16. Jahrh. Abb, Tafel 8
10. DESGLEICHEN, mit reicherer Ätzung, sonst ebenso. Um 1600.' Abb. Tafel 8
11. PULVERFLASCHE DER LEIBGARDE KURFÜRST CHRISTIANS I. Auf
schwarzem Samt durchbrochene, vergoldete, reichgravierte Beschläge von Messing;
auf der Vorderseite das große sächsische Wappen, auf der Rückseite ein gebläuter
Bandelierhaken. Schwarz-goldne Schnüre und Quasten. Um 1600. Abb, Tafel8
12. DESGLEICHEN, ebenso.
Abb. Tafel 8
15. DEGENTASCHE MIT GÜRTEL. Grüner Samt mit reicher Reliefstickerei in Gold
und Grün, Tierszenen. Beschläge Eisen, vergoldet. Anfang 17. Jahrh. Abb^ Tafel, z~
14. DEGENTASCHE. Rötlicher (,,leibfarbener‘‘) Samt mit reicher Reliefstickerei.
Vögel auf Zweigen in Rundbogenornament. Beschläge Eisen. Um 1600.
Abb. Tafel 7
15. EIN PAAR PIKENIERHANDSCHUHE. Geschnürter Rand und Messingnieten.
Mit alter Belederung. Anfang 17. Jahrh.
16. DESGLEICHEN, ebenso.
17. PANZERKRAGEN. Koller mit dichteren Maschen, oberer Rand mit Messing-
ringen. Osteuropäische Arbeit, zweite Hälfte 16. Jahrh.
18. GROSSES HUNDEHALSBAND. Grüner Samt mit den Buchstaben C. H. G. Z.
S. C. (Christian II. und Herzog Johann Georg |I.|) in vergoldetem Silber, mit
dem großen sächsischen Wappen in vergoldetem und emailliertem Silber.
Schnallen und Ringe silbervergoldet. Anfang 17. Jahrh. Abb. Tafel 7
19. HUNDEHALSBAND. Grüner Samt mit den Buchstaben C. D. A. H. Z. S. C.
(Kurfürst Christian II. von Sachsen) in Silber. Anfang 17. Jahrh. Abb. Tafel
20. REITERHAMMER. Schaft Eisen, mit rabenschnabelförmiger Klinge und Gürtel-
haken. Ende 16. Jahrh. Abb. TafA 7
21. STREITHACKE. Hölzerner Schaft mit langen Federn, eichelförmiger Knauf
(Rottmeisterhammer). Anfang 17. Jahrh.
22. TRABANTENSPIESS. Blattförmiges Eisen mit Rückengrat: schwarzgoldner Be-
hang. Anfang 17. Jahrh. Abb, Tafel $
25. DESGLEICHEN, ebenso. Abb^ Tafel. 5
24. SAUFEDER (KNEBELSPIESS). Auf dem Blatt Monogramm A. R. (August
der Starke) in vergoldeter Ätzung, ebenso auf dem beinernen Knebel. Die Be-
lederung des Schaftes mit eisernen, vergoldeten Nieten. Anfang 18. Jahrh.
Abb. Tafel 5
25. DESGLEICHEN. Auf der sechseckigen Dülle Monogramm und Wappen des
Herzogs Christian von Sachsen-Weißenfels sowie die Jahreszahl 1727 in reicher
vergoldeter Ätzung. Dasselbe in goldener und farbiger Gravierung auf dem
beinernen Knebel. Schaft mit Belederung und Messingnieten. Abb. Tafel 5
26. SÄCHSISCHE HELMBARTE mit gekrümmtem Beileisen und geschwungener
Beilklinge. Wappen von Sachsen und der Kur. Unter der Dülle am Schaft das
schwarze Behänge. Anfang 17. Jahrh. Abb. TafA 5
27. FECHTSCHWERT. Gefäß schwarz, mit breitem, aus runden Stangen gewun-
denem Korb, mit zwei ovalen Parierscheiben. Die flache Klinge graviert, mit
Helm, einem bewehrten Arm und der Inschrift: Anno 1650, Nr. 26. Marke M. mit
Hörnchen (Peter Münich. Solingen).
28. DESGLEICHEN, ebenso. Bez. Nr. 19.
29. DESGLEICHEN, ebenso. Bez. Nr. 25.
50. DESGLEICHEN, ebenso. Bez. Nr. 88.
4
51. STOSSDEGEN. Gefäß schwarz, in durchbrochener Arbeit. Schmale Klinge, vier-
kantig, der ganzen Länge nach durchbrochen. Angel bez. Antreio Fararo und
Hirsen köpf marke (Arnold Berns, Solingen). Um 1620. Abb. Tafel j
52-55. EIN PAAR PISTOLEN (PUFFER). Lauf bez. 1590 und H. R. Die genarbte
Schäftung mit gravierten Beineinlagen. Im Knauf das kursächsische Wappen.
54-55. EIN PAAR DESGLEICHEN, ebenso, mit der Jahreszahl 1591, den Buchstaben
H. R. und einer Marke. Abb. Tafel /
56-5". EIN PAAR DESGLEICHEN, ebenso, mit der Jahreszahl 1590, Lauf und
Schloßblech mit der Marke G. O.
58-59. EIN PAAR DESGLEICHEN, ebenso, mit der Jahreszahl 1590, den Buchstaben
11. R. und einer Schmiedemarke (steigender Löwe).
40-41. EIN PAAR DESGLEICHEN, ebenso, mit den Jahreszahlen 1589 bzw. 1594.
Knauf mit silberner, geätzter Platte, worauf ein römischer Krieger.
42-45. EIN PAAR DESGLEICHEN, ebenso, mit den Buchstaben H. R. und einer
Schmiedemarke. Im Knauf eine silberne, geätzte Platte mit der Darstellung eines
römischen Kriegers. Abb. Tafel 6
44. ARMBRUST (SOGEN. WANDSCHNEPPER). Die Säule mit gravierten Bein-
einlagen, mit der Schäftermarke G. E. Auf der Kappe die Nr. 22. Am Kopf der
Säule: Bilnitz. Einband aus gelber Seide. Gehörte zur Ausstattung des Lust-
schlosses Pillnitz unter August dem Starken. Anfang 18. Jahrh. Abb. TafA 6
45. DESGLEICHEN, ebenso. Auf der Kappe die Nr. 15. Ab^ TafA 6
46. JAGDSCHWERT (BANDWEHR). Gefäß Eisen, mit Gold und Silber tauschiert
(Rankenornament). Knauf und Stichblatt muschelförmig. Breite. Hache Klinge
mit messingtauschierter Marke. Anfang 17. Jahrh. Führer: Saal E Nr. 600.
Abb^ Tafel 4
47. JAGDGARNITUR AUS WAIDBLATT (PLÖTZE) UND HIRSCHFÄNGER.
Griffe von Hirschhorn mit großen, rosettenförmigen Nieten und Beschlag von ge-
schnittenem Eisen. Rückenklinge des Hirschfängers mit tiefer Rinne, markiert
Waidblatt mit fünfteiligem, Hirschfänger mit dreiteiligem Besteck. Scheiden mit
Eisenbeschlag, auf der des Waidblattes die Buchstaben H. G. H. Z. S. G. C. U. B. C.
(Kurfürst Johann Georg von Sachsen), auf der des Hirschfängers die Jahres-
zahl 1662. Abb. TafA 7
48. DOLCH (KURZSCHWERT). Griff Horn, Knauf desgleichen, abgeflacht, mit halb-
runder Eisenschiene. Parierstange bandartig abwärts gedreht. Klinge mit Blut-
rinne, breit, flach und mit Genueser Marke. Erstes Viertel 16. Jahrh. Abb. Tafel {
49. DESGLEICHEN. Griff Eisen, gebläut. Sehr breite, ausladende Parierstangen.
Runde, durchbrochene Parierscheibe. Klinge breit, spitz zulaufende, mit nied-
rigem Grat. Ende 16. Jahrh. Abb. Tafel 8
50. DESGLEICHEN. Griff Eisen, geschwärzt, mit kurzen, birnförmigen Parierknäufen
und Parierring. Klinge mit Rückengrat und tiefer Blutrinne. Zweite Hälfte
16. Jahrh. Abb. TafA8
51. DESGLEICHEN. Griff Eisen, gebläut, mit abgesenkten Parierstangen. Angel mit
spanischer Marke. Klinge mit Grat. Zweite Hälfte 16. Jahrh. Abb. Tafel 8
52. DESGLEICHEN. Griff Eisen, geschwärzt, mit kurzen, birnförmigen Parier-
knäufen und Parierring. Klinge mit Grat. Zweite Hälfte 16. Jahrh. Abb. Tafel 8
5
53. DOLCH. Griff Eisen, gebläut, mit abgesenkten Parierstangen. Klinge mit einer
tiefen Blutrinne. Zweite Hälfte 16. Janrh. Abb. Tafel 8
54. RADSCHLOSSPISTOLE (PUFFER). Der schwarze Lauf bez. 1564. Im Knauf
das kursächsische Wappen auf gravierter Beineinlage.
55. DESGLEICHEN. Lauf mit Doppellilie als Marke, Schloß mit graviertem Messing-
belag. Genarbte Schäftung mit gravierten Beineinlagen. Im Knauf das sächsische
Wappen auf reichem Silberschlag. Um 1600. Abb. Tafel 6
56. RADSCHLOSSMUSKETE. Lauf gebläut, z. T. geätzt und vergoldet, mit der
Jahreszahl 1589 und den Buchstaben Z. H. Auf dem Schloßblech die Lilieumarke.
Raddeckel Messing, graviert, mit dem kursächsischen Wappen. Schäftung mit
gravierten Beineinlagen, im Kolben ein Kugelkasten. Waffe der kurfürstlichen
Leibgarde.
57. LEICHTE RADSCHLOSSBÜCHSE (SOGEN. REISEBÜCHSE). Lauf mit Marke
S. R. Radschloßdeckel Messing. Schaft mit gravierten Beineinlagen, dat. 1601.
Abb. Tafd 6
58. RADSCHLOSSBüCHSE. Hahn und Steg geätzt. Schaft mit reicher Schnitzerei 1685.
Schäftermarke F. H. Abb. Tafel^
59. DESGLEICHEN. Lauf bez. Johann Georg Wisting, Anno 1692. Schloß und Schlofi-
blech reich geätzt. Schaft geschnitzt, mit Beineinlagen. Abb. Tafe[ 7
60. LEICHTES JAGDGEWEHR (DAMENGEWEHR). Lauf geätzt mit Resten von
Vergoldung. Schäftung mit reicher Bein- und Perlmuttereinlage. Erste Hälfte
17. Jahrh. Abb. Tafel^
61. RADSCHLOSSPISTOLE (PUFFER). Auf Lauf und Schloßblech Augsburger
und Nürnberger Beschau und Marken mit den Buchstaben C. F. Reichgravierte
Beineinlagen. Anfang 17. Jahrh. Abb. Tafel 6
62. DOPPELPISTOLE. Gebläute Rohre. Zwei Radschlösser. Schaft mit Einlagen
von geschnittenem Eisen. Anfang 17. Jahrh. Abb. TM 7
63. LANGES, DOPPELLÄUFIGES FAUSTROHR (BOCKPISTOLE). Mit tschinken-
artigem Doppelschloß. Lauf und Schloß geätzt, die Hähne reich geschnitten, mit
Messingbeschlag. Schäftung mit Beineinlagen. Schäftermarke H. F. Anf. 17. Jahrh.
Abb. Tafel 6
64- 65. EIN PAAR LANGE FAUSTROHRE. Geschnittener Lauf mit Marke H. S.
(Hans Stockmann, Dresden). Bimförmiger, eingedrückter Knauf mit gravierter
Beineinlage. Anfang 17. Jahrh.
66-67. EIN PAAR DESGLEICHEN. Geschnittene Läufe, bez. 1610, C. T. und Marke.
Birnförmiger, eingedrückter Knauf mit gravierter Beineinlage; kursächsisches
Wappen und Schäftermarkcn G. P. und S. 2. Anfang 17. Jahrh. Abb^ Tafel 6
68. RADSCHLOSS MUSKETE. Wie Nr. 56, ohne die Buchstaben Z. H. und ohne
Lilienmarke. Abb. Tafel 7
69. ZWEIHÄNDER MIT GEFLAMMTER KLINGE (FLAMBERG). Knauf Eisen,
geschnitten. Der dreiteilige Griff mit Samt und Drahtnetz überzogen. Parier-
stangen und -ringe schneckenförmig ausgeschmiedet und geschnitten. Klingen-
ansatz mit Lederbezug und Parierhaken, auf welchen die Buchstaben I. H. S. und
eine Schmiedemarke. Klinge mit Wolfsmarke und Buchstaben. Erste Hälfte
16. Jahrh. Abb. Tafel 5
6
70. ZWEIHÄNDER. Knauf Eisen, geschnitten. Der dreiteilige Griff in der Mitte
balusterförmig. Parierstangen und -ringe schneckenförmig ausgeschmiedet.
Klinge mit Parierhaken. Reichsapfel und Ständlermarke. München, Anfang
16. Jahrh. Abb. Tafel 5
71. REITSCHWERT. Griff schwarz, kantiger Knauf, leicht abwärts gebogene Parier-
stangen. Parierscheibe mit vier herzförmigen Durchbrechungen. In der Blut-
rinne Buchstaben, wohl spanisch. Ende 16. Jahrh.
72. SCHWERT. Gefäß schwarz, viereckiger, reich profilierter Knauf. Gerade Parier-
stangen mit eiförmigen Endungen. Parierscheibe. Schwere, unten zweischneidige
Klinge mit Marke (halber Reichsapfel). Zweite Hälfte 16. Jahrh.
73. REITSCHWERT. Gefäß schwarz, gerade Parierstangen. Klinge bez. Antonio
Picinino. Auf der Angel die Mailänder Kreuzmarke. Zweite Hälfte 16. Jahrh.
74. PRUNKRAPIER. Gefäß Eisen, geschnitten und gebläut. Auf dem Knauf figür-
liche Szenen (Löwenkampf und Huldigung vor einem Fürsten), auf den Griff-
bügeln Jagdszenen. Spanische Klinge mit Grat, am oberen Teil eine Blutrinne
mit den Worten: En Toledo. Ende 16. Jahrh. Führer: Saal E Nr. 201. Abb. Tafel 3
75-76. RAPIER MIT SCHEIDE UND DOLCH. Gefäße Eisen, spiralig geschnitten
und vergoldet. Auffallend lange Rapierklinge, oben durchbrochen und mit
durchgehender Blutrinne, bez. Juan Martinez en Toledo. Auf der Angel Marke
und Toledaner Beschau. Letztes Viertel 16. Jahrh. Führer: Saal E Nr. 154.
Abb. Tafel 3
77-80. REITSCHWERTGARNITUR (Schwert, Dolch. Messer und Pfriemen). Gefäße
Eisen, gewellt und gerillt, mit Perlschnüren an den Kanten. Parierscheibe reich
durchbrochen. Breite, dachförmige Schwertklinge mit Marke auf der Angel.
Messer mit messingtauschiertem Stern. Ende 16. Jahrh. Führer: Saal E Nr. 542.
Abb. Tafel 4
81. RAPIER. Gefäß Eisen, durchbrochen geschnitten und z. T. vergoldet. Grotesken-,
Tier- und Rankendekoration. Klinge bez. Clemens Meigenn (Solingen); auf der
vergoldeten Angel seine Marke (Skorpion). Um 1600. Führer: Saal E Nr. 358.
Abb^ Tafel. 3
82. REITSCHWERT. Griff kreuzförmig. Knauf, Parierstangen, Parierring und
Angelhülse mit schwerem Silber beschlagen und graviert. Silberne Nieten.
Spanische Klinge mit Buchstaben in der Blutrinne. Ende 16. Jahrh. Abb. Tafel 3
83. DESGLEICHEN. Griff kreuzförmig. Reich mit schwerem, geätztem Silber be-
schlagen. Im Rankenwerk Tierfiguren, besonders Vögel. Spanische Klinge, in der
Blutrinne bez.: „Johannis“. Anfang 17. Jahrh. Abb. Tafel 3
84. DESGLEICHEN. Gefäß Eisen, geschwärzt. Knauf und Angel mit graviertem
Silber beschlagen. Gehilze Silberdraht. Unter der Parierscheibe breiter Scheiden-
schutzwulst, graviert mit der Zahl 9. Breite dachförmige Klinge. Ende 16. Jahrh.
Abb. Tafel 5
85. DESGLEICHEN. Gefäß Eisen, reich geätzt, mit Ranken und Vögeln. Knauf acht-
kantig, Stangen des Gefäßes mit Graten. Auf der Parierscheibe Darstellungen
von Vögeln. Klinge dachförmig. Ende 16. Jahrh. Abb. Tafel 3
86. SCHWERT. Großes, reich entwickeltes Gefäß, vergoldet, mit zwei durchbrochenen
Parierscheiben. Angel der auffallend breiten Klinge mit zwei Kreuzen. Ende
16. Jahrh. Abb. Tafel 4
7
87. RAPIER. Gefäß geschnitten und vergoldet, mit Grotesken und Blumenmuster.
In der Blutrinne die Worte: Clemens Hom me fecit, Solingen. Auf der Angel
die Marke. Ende 16. Jahrh. Jbb. Tafel. 4
88. DESGLEICHEN. Gefäß glatt, vergoldet. In der mittleren Blutrinne der Name
Clemens Tesche (Solingen). Auf der Angel seine Marke. Ende 16. Jahrh.
Abb. TM /
89. DESGLEICHEN. Gefäß glatt, vergoldet. Angel mit Marke, Klinge mit dem
Namen Ferrara in der Blutrinne. Ende 16. Jahrh.
90. SCHWERT. Gefäß schwarz, schön geschnitten. Parierscheibe durchbrochen.
Dolchförmige Klinge und Angel mit vergoldeter Ätzung. Auf der Angel die
Marke des wilden Mannes (Peter Munsten, Solingen). Zweite Hälfte 16. Jahrh.
Abb. Tafel 3
91. DESGLEICHEN. Gefäß schwarz, Knauf und Parierknäufe kantig profiliert.
Spangenkorb. Auf der einschneidigen Klinge zweimal die Marke ® in Messing
tauschiert. Zweite Hälfte 16. Jahrh.
92. REITSCHWERT. Gefäß schwarz, Parierstangen und -bügel Hach geschnitten.
Knauf mit acht Einschnitten. Klinge vierkantig, mit Marke (halber Reichs-
apfel). Ende 16. Jahrh.
93. DESGLEICHEN. Mit Lederschutz über der Angel. Abb, Tafel 4
94. SCHWERT. Gefäß gebläut. Knauf eiförmig. Gehilze mit Messing- und Kupfer-
draht umwickelt. Auf der Angel zwei Marken, davon eine spanisch. Ende
16. Jahrh. Abb^ Tafel. ±
95. DESGLEICHEN. Reich entwickeltes, gebläutes Gefäß. Auf der Angel zwei
Marken. Deutsch, Ende 16. Jahrh. Abb. Tafel 7
96. REITSCHWERT. Gefäß schwarz, kantiger Knauf. Parierscheibe mit vier herz-
förmigen Durchbrechungen. Die Klinge bez. Mailland und Schlangenmarke mit Z.
Um 1590.
97-98. RAPIERGARNITUR (RAPIER UND DOLCH). Gefäße Eisen, streifig ge-
schnitten und vergoldet. Rapierklingc in der doppelten Blutrinne bez. Petherr
Munsten (Solingen). Auf der Angel seine Marke (Mohrenkopf). Dolchklinge
reich durchbrochen. Um 1600. Führer: Saal E Nr. 662. Abb. Tafel. 3
99. PRUNKSÄBEL IN TÜRKISCHER FORM. Grift und Beschläge Messing, ver-
goldet. Knauf als Vogelkopf. Rückenklinge, an der Spitze zweischneidig, mit
großem polnischen und kursächsischen Wappen. Die mit grünem Samt be-
zogene Scheide hat Mundblech, Ortband und ein Mittelbanu aus gegossenem,
vergoldetem Messing mit hochgefaßten, geschliffenen Kristallen; dazu ebensolcher
Gürtel. Anfang 18. Jahrh. Abb^ TM 4
100. BLANKER FELDHARNISCH MIT HELM (Brust, Rücken. Kragen, Arm- und
Beinzeug). Brust und Rücken mit geschnürtem Rand. Ende 16. Jahrh.
Ab± Tafel,
101. SCHWARZER PIKENIERHARNISCH MIT BLANKEN STREIFEN. Offene
Sturmhaube, Brust. Rücken, Kragen mit kurzen Armbeugen, lange Handschuhe
und Schöße. Nürnberger Beschau. Um 1600.
S
102. BLANKER FELDHARNISCH MIT HELM. Mit geschnürte» und gebörtelten
Rändern und Messingnieten. Ganze Armzeuge mit geschlossenen Beugen; lange
Schöße. Auf der Brust ein Cruzifixus mit knieendem Ritter (R. V. B. R.) in ver-
goldeter Ätzung. Helm mit hohem Kamm und spitz vorgetriebenem Visier.
Augsburger Beschau. Um 1600. Abb, Tafel /
103. SCHWARZER FELDHARNISCH MIT HELM (Brust, Rücken, ganzes Armzeug
mit Handschuhen, Beinzeug). Blanke Fiirfeilen. Helm mit Gittervisier. Anfang
17. Jahrh.
104. BLANKER FELDHARNISCH MIT HELM. Zahlreiche blanke Nieten. Helm mit
gefalteter Glocke. Augenschutz und reich durchbrochenem Visier. Um 1620—30.
Abb. Tafel 2
105. DESGLEICHEN. Breite Vorder- und Hinterflüge. Ganzes Armzeug mit Hentzen.
Lange Schöße achtzehnmal geschoben. Siebenmal geschobener, abstehender Ge-
fäßschurz. Blanke Nieten, llclmglockc gefaltet. Visier sternförmig durchbrochen.
Um 1620—30. Abb. Tafel /
B) Sammlung von R. und anderer Privatbesitz
Nr. 106—327
106. LANDSKNECHTSSCHWERT, der messingeingelegte, geriffelte Griff eisen-
geschnitten, angebogene Parierstange. Abb. Tafel o
107. LANDSKNECHTS-BIDENHANDER, mit angebogener und ineinandergefloch-
tener Parierstange. Birnförmiger Knauf, gebuckelter I.edergriff. Klingenmarke:
drei Kreuze. 16. Jahrh.
108. EISENHUT. blank, mit Sehspalt. L a n d s h u t e r Marke. Abb. Tatä v
109-10. EIN PAAR ARMZEUGE, blank, mit Nieten. 16. Jahrh. Abb TafA o
111-12. EIN PAAR DESGLEICHEN, ähnlich. Abb. Tafel ?
113-14. EIN PAAR EISENHANDSCHUHE, viermal geschoben, mit geschnürtem Rand
und Knöchelschiene. 16. Jahrh. Abb. TM 9
115-16. EIN PAAR DESGLEICHEN, ähnlich, mit vergoldeten Ätzstreifen (Ranken-
muster). Handdecke fünf-, Fingerdecke siebenmal geschoben. 16. Jahrh.
dbb. Tafel 0
117. KLEINES MODELL EINES HARNISCHES, vollständiger Ritterharnisch, blank.
Abb. TafA 8
118-19. EIN PAAR PISTOLEN. Lauf reichgraviert und vergoldet, Schäftung mit
Silberdrahteinlagen; die silbervergoldeten Beschläge reich ornamentiert, Stempel:
C C und bärtiger Kopf nach links. 18. Jahrh., die Perkussionsschlösser spätere
Zutat.
9
120. MORION, aus einem Stück getrieben, reich geätzt mit Ranken, Grotesken
und zwei Reiterfiguren (Hl. Georg und M. Curtius), die auf Glocke und Kamm
Felder und Zwischenräume eines blankgetriebenen Bandwerknetzes aus-
füllen. Messingrosetten. Schildförmige Marke mit Kreuz. Italien (Pavia?),
16. Jahrh.
121. DESGLEICHEN, geschwärzt, darauf blankgetrieben Kreislinie mit laufen-
dem Hund, eine Lilie umrahmend, bzw. Kammornament. Messingrosetten. Ende
16. Jahrh.
121a. PIKENIERHARNISCH MIT BIRNENHELM. Blank, von spanischer Form, die
Brust in Ganzbauchform; Helm aus einem Stück getrieben. Ende 16. Jahrh.
Provenienz: Sammlung C a m p h a u s e n.
122. SPANISCHER RAUFDEGEN. Reich durchbrochener Korb, geschnitten (Blumen
und Blattranken), Klinge mit Giftzügen. 17. Jahrh.
125. DEGEN. Breite Parierstange, Griffbügel, pilzförmiger Knauf. Klinge mit Resten
von Ätzung. Anfang 17. Jahrh.
124. GALANTERIEDEGEN. Klinge am Ansatz in vergoldeter Ätzarbeit verziert.
Gefäß vergoldete reliefierte Bronze, Griff Porzellan, mit bunter Haus-
malerei: Zwei Bogenschützen einen Reiter angreifend. Lederscheide. 18. Jh.
125-26. EIN PAAR STEINSCHLOSS-PISTOLEN. Lauf geschnitten und vergoldet
(figürliche Darstellung), Schloß und Kappe mit ähnlichen Verzierungen, Beschläge
in reliefiertem Silber (Jagdmotive). Bez.: ä Coppenhagen. Um 1750.
127. PIRSCHBÜCHSE mit Radschloß. Schloßblech mit durchbrochenen Messiug-
verzierungen. 17. Jahrh., die reichen Beineinlagen später.
128. DESGLEICHEN, dem vorhergehenden Stück ähnlich.
129. GALANTERIEDEGEN. Stählernes Gefäß, an Stelle des Parierbügels zwei
Reihen facettierter Stahlperlen; Ornamente aus ähnlichen Perlen gebildet.
18. Jahrh. (Leicht beschädigt.)
150. JAGDMESSER in Lederscheide. Gefäß versilbert, Griff Meißener Por-
zellan mit Blumenmalerei. 18. Jahrh.
151. ARMBRUST mit Stahlbogen. Messingeinlagen: Jagdtiere, Vögel, Ranken. 18. Jh.
152. KETTENHEMD mit genieteten Ringen, der Kragen mit Lederstreifen durch-
flochten. 16. Jahrh.
155. BIDENHANDER mit Kreuzmarke. Grift mit Parierstangen, Knauf birnförmig.
Um 1600.
154. STEINSCHLOSS-STU IZEN, Tromblonlauf mit Relieftausia, Schäftung ge-
schnitzt; orientalisierend. Um 1700.
155. STEINSCHLOSS-PISTOLE, Lauf silbertauschiert, bez.: L. Lazzarino. Gra-
viertes Schloßblech, Messingbeschläge, Schaft mit Silbereinlagen; orientalisierend.
18. Jahrh.
156. DESGLEICHEN, Lauf geschnitten, auf dem gravierten Schloßblech bez.: Giu-
seppe Banchi; Schäftung vollständig mit durchbrochenen Messingranken
beschlagen. 18. Jahrh.
10
137. DESGLEICHEN. Eisengeschnittene Beschläge (Masken); bez.: Panteghino
in Br(escia). Leicht verschnittene Nußbaumschäftung. Lauf bez.: Lazza-
rino Comina zzo. Um 1700.
138-39. EIN PAAR STEINSCHLOSS-PISTOLEN. Türkischer, goldtauschierter Lauf,
gravierte Silberbeschläge. Um 1800.
140. RADSCHLOSS-PIRSCHBÜCHSE. Lauf geschnitten und vergoldet, Schloß reich
graviert, Schäftung Ebenholz mit reichen Beineinlagen, unter anderem gekröntes
Spiegelmonogramm. Um 1650.
141. RITTERRÜSTUNG, vollständig. Blank, reich geätzt; im Stil des 16. Jahrhs.
142. RÜSTUNG, blank; Brust- und Rückenteil. Im Stil des 16. Jahrhs.
143. SCHWERE ARMBRUST. Vollständig erhalten. Schaft mit gravierten Bein-
einlagen, Einbindung vergoldet; Puscheln. Erste Hälfte 17. Jahrh. — Hierzu
zwei Bolzen.
144. STANDARMBRUST mit englischer Winde. 17. Jahrh.
145. SCHWERE ARMBRUST. Schaft mit Messingeinlagen: kursächsisches Wappen
mit AF; Messingnufi. Anfang 18. Jahrh.
146. ITALIENISCHES STILETT. Eisernes Gefäß, leicht graviert; kurze Parierstange
mit zwei Knöpfen, balusterförmiger Griff. 16. Jahrh.
147. DESGLEICHEN, dem vorhergehenden Stück ähnlich.
148. DESGLEICHEN, in messingbeschlagener Lederscheide, ähnlich, Gefäß schwert-
förmig. 16.—17. Jahrh.
149. CHINESISCHER SÄBEL. Stichblatt, Knauf und Scheidenbeschläge geschnitten,
Scheidenbezug aus Schlangenhaut.
150. PIRSCHBÜCHSE mit Steinschloß. Messingbeschläge. 18. Jahrh.
151. RADSCHLOSS-STUTZEN mit französischer Schäftung. Beineinlagen. 17. Jahrh.
152. STEINSCHLOSS-KARABINER. Auf dem Schloßblech bez.: Rewerä Dresde.
18. Jahrh.
153-54. SCHWERT mit breiter Parierstange, Griffbügeln und Korb, 17. Jahrh. —
ARMEESÄBEL mit Stahlscheide, 18. Jahrh.
155. GALANTERIEDEGEN, Gefäß Eisen, durchbrochen geschnitten. Klinge bez.:
Tomas Avala en Toledo. 17. Jahrh.
156. DESGLEICHEN. Eisengefäß, im Parierbügel bayrischer Löwe, auf dem Horn-
griff Wappenschild mit bekröntem Monogramm M J; gravierte Rückenklinge.
Ende 18. Jahrh.
157. ITALIENISCHES STILETT mit eisernem Griff, Stichblatt in Blattkelch form.
16.—17. Jahrh.
158. BERGMANNSBARTE, kursächsisch, Schaft mit Beineinlagen. 18. Jahrh.
11
159. GALANTERIEDEGEN. Klinge bez.: Antonio Pich in io, Gefäß bronzever-
goldet und reliefiert. Anf. 18. Jahrh.
160. OFFIZIERSDEGEN. Eisernes Gefäß: durchbrochenes Stichblatt, Parierbiigel,
Birnknauf. 17. Jahrh.
161. GALANTERIEDEGEN. Eisengefäß mit Stichblatt und facettiertem Knauf. An-
fang 18. Jahrh.
162-65. VIER HELMBARTEN, Eisen von verschiedener Form. 16. und 17. Jahrh.
166-68. DREI DESGLEICHEN, ähnlich.
169-70. ZWEI PARTISANEN. 17. Jahrh.
171-72. EIN PAAR STEINSCHLOSS-PISTOLEN. Anfang 19. Jahrh.
175. STEINSCHLOSS-PISTOLE mit flachem Tromblonlauf. Ende 18. Jahrh.
174-75. ZWEI PULVERHÖRNER: a) mit Messingbeschlägen, Empire; b) mit farbigen
Beineinlagen und vergoldeten und gravierten Bronzebeschlägen. 17. Jahrh.
176. RADSCHLOSS-PISTOLE mit geradem Kolben und grätiger Afterkugel.
17. Jahrh., die reichen Beineinlagen wohl später.
177. DESGLEICHEN, ähnliches Stück, mit sechseckiger Afterkugel; Bein- und Perl-
muttereinlagen.
178-80. DREI HELMBARTEN mit verschieden geformten Eisen. Zweite Hälfte
16. Jahrh.
181-84. VIER DESGLEICHEN, ähnlich.
185. GLEVE mit Ätzungen. 17. Jahrh.
186. TRABANTEN-GREVE. Reichgeätzt: Reichsadler mit goldenem Vließ und Mono-
gramm des Kaisers Maximilian. Datiert 1564.
187. STEINSCHLOSSGEWEHR mit verschnittenem Schaft. 18. Jahrh.
188. KUGELSCHNEPPER, Eisen, Holzschaft mit Beineinlagen. 17. Jahrh.
189. KÜRISSBRUST UND -RÜCKEN. 17. Jahrh.
190. HUFEISENSAMMLUNG. 75 Stück, verschiedene Formen. Auf zwei Holztafeln
befestigt.
191. SCHWERE ARMBRUSTWINDE. 17. Jahrh.
192. ARMBRUST. 18. Jahrh.
193-95. DREI MORIONS, geschwärzt, mit herausgetriebenen blanken Ornamenten.
17. Jahrh.
196. PISTOLE mit Schnapphahnschloß. Schäftung graviertes Messing. Maurisch.
18.—19. Jahrh.
12
197-98. ZWEI STE1NSCHL0SS-PISTOLEN mit graviertem Schloßblech; Messing-
beschläge, Metalldrahteinlagen. Orientalisierender Lauf. 18. Jahrh.
199-200. ZWEI GALANTERIEDEGEN mit ornamentiertem Messinggefäß: a) mit
schilfförmiger Klinge, b) auf der Klinge: Vivat Cursachsen. 18. Jahrh.
201. HIRSCHFÄNGER in Lederscheide. Messinggefäß, reliefiert, mit Horngriff.
Lederscheide. 18. Jahrh.
202. DESGLEICHEN. Klinge mit Solinger Wolfsmarke und der Jahreszahl 1414.
Messinggefäß und Horngriff um 1700.
203. HANDSCHAR, Beschlag und Scheide Silber, ornamentiert, mit Halbedelsteinen
(einzelne fehlen). Indisch, 18.—19. Jahrh.
204-06. DREI SCHWERTER. Gefäße mit durchbrochenem Stichblatt und Griffbügeln.
Klingen mit Solinger Wolfsmarke und Jahreszahl 1414. Ende 17. Jahrh.
207-09. DREI DESGLEICHEN, ähnlich, Klingen unmarkiert.
210-11. RAUFDEGEN mit tellerförmiger Parierscheibe, 17. Jahrh. — SCHWERT,
Klinge und Mittelgrat, Gefäß mit Stichblatt und Bügeln. Erste Hälfte 17. Jahrh.
212-13. SCHWERT UND DEGEN: a) reichgeschmiedeter Korb, Klingenmarke,
17. Jahrh.; b) in der Blutrinne beiderseits IH S. Gefäß mit Griffbügeln und
Eselshufparierung, um 1600.
214. DRAGONERDEGEN, preußisch, mit Adler, Namenszug Friedrichs des Großen
und „Suum cuique“.
215-16. SCHWERT UND DEGEN mit Messinggefäß, Armeewaffen. Anfang 18. Jahrh.
217. SÄBEL. Klinge graviert: Doppeladler und „Vivat Carolus VI“: Messinggefäß.
18. Jahrh.
218-19. ZWEI GALANTERIEDEGEN, verschieden in Form und Ausstattung. Erste
Hälfte 18. Jahrh.
220-21. ZWEI DESGLEICHEN, mit ornamentiertem Messinggefäß. 1700 bis 1750.
222. JAGDMESSER UND -GABEL, zusammengeschoben, mit Beingriff. Scheide de-
fekt. 18. Jahrh.
225. DOLCHMESSER, gekrümmt, mit Horngriff. 17.—18. Jahrh.
224. PARTISANENEISEN. 18. Jahrh.
225. MORGENSTERN.
226-30. KONVOLUT: drei Morions, eine Zischägge, ein Schild.
251-35. DREI TERZEROLE, doppelläufig. Anfang 19. Jahrh.
254-57. KONVOLUT: zwei Pulverdruckmesser und zwei Feuerzeuge, mit Steinschloß.
Anfang 19. Jahrh.
258-41. VIER TERZEROLE mit Steinschloß. Ende 18. Jahrh.
13
242-46. KONVOLUT: vier Sporen, darunter ein Paar mexikanische, und ein Hehn-
barteneisen.
24?. STEINSCHLOSSGEWEHR, doppelläufig. Messingbeschläge. 18. Jahrh.
248-51. VIER DEGEN von verschiedener Form, einer defekt.
252-53. ZWEI ÖSTERREICHISCHE BEAMTENDEGEN, Bronzegefäß mit Perlmutter-
griff. Anfang 19. Jahrh.
254. STILETT mit Horngriff, in Lederscheide.
255-56. ZWEI EISEN von einer Partisane (mit lateinischem Spruch) und von einer
Helmbarte, 1?. bzw. 16. Jahrh.
257-63. SIEBEN ARMEEPISTOLEN mit Steinschloß. 18. Jahrh., eine bez.: Potz-
d a m M a g a z.
264-68. FÜNF PISTOLEN mit Perkussions-Schloß, Schloßbleche z. T. graviert, eine
bez.: Tempelmann ä Cüstrin. Erste Hälfte 19. Jahrh.
269. OVALER EISENSCHILD mit getriebenen Eisenbeschlägen. 17. Jahrh.
270-71. EIN SCHNAPPSCHLOSSGEWEHR UND EINE PREUSSISCHE WALL-
BÜCHSE, Schaft der letzteren defekt.
272. GEWEHR, kombiniertes Rad- und Luntenschloß, Schäftung ergänzt. 17. Jahrh.
273-75. DREI ALTE WAFFEN: Roßschinder, Spieß und Schaft ohne Klinge.
276-78. DREI SCHNAPPSCHLOSSGEWEHRE, orientalisch. 18.-19. Jahrh.
279-85. FÜNF ZISCHÄGGEN mit Naseneisen. 17. Jahrh.
284-86. EISENHUT UND ZWEI HELME.
287-93. SIEBEN PISTOLEN mit Perkussionsschloß, verschieden in Form und Aus-
stattung.
294-98. FÜNF STEINSCHLOSSPISTOLEN, meist orientalisch, von verschiedener
Ausstattung. 18. Jahrh.
299-305. SIEBEN DESGLEICHEN, von einfacherer Ausstattung. 18. Jahrh.
306-12. SIEBEN TERZEROLE mit Stein- bzw. Perkussionsschloß, darunter zwei mit
drei Läufen, einige graviert. Anfang 19. Jahrh.
313-19. KONVOLUT: sieben Schwerter von verschiedener Form.
320-26. DESGLEICHEN, sieben Teile, Schwerter, Helmbarte u. a., z. T. defekt.
327. GROSSES KONVOLUT: Steigbügel, Zaumzeug, gestickter Kuriergürtel, Texti-
lien u. a.
14
C) Literatur zur Waffenkunde
Nr. 328—337
328. MANSBERG, RICHARD FREIHERR VON. Walen unde Wieaewaete. Dres-
den 1890, mit neun Lichtdrucktafeln. Fol., Hlbldr. Einband bescnädigt.
329. LEITNER, QUIRIN. Die Waffensammlung im k. k. Artillerie-Arsenal-Museum in
Wien. Wien 1866—70. Fol. Hlbldr.
330. QUELLEN ZUR GESCHICHTE DER FEUERWAFFEN. Hg. vom Germanischen
Museum. Leipzig 1877. Tafelwerk mit Text in Hlbldr.-Mappe.
331. FORRER, R. Die Schwerter und Schwertknäufe der Sammlung Carl v. Schwer-
zenbach-Bregenz. Jllustr., mit 60 Lichtdrucktafeln. Leipzig 1905. Fol. Lwd.
332. HILTE, GEORG. Waffensammlung des Prinzen Carl von Preußen. Berlin und
Nürnberg o. J. Fol. Tafelwerk in Mappe mit Textband in Leder.
333. ZSCHILLE, R., und FORRER, R. Der Sporn in seiner Formentwicklung, 2 Teile,
Berlin 1891 u. 1899. — Die Steigbügel in ihrer Formentwicklung. Berlin 1896. Fol.
334. DESGLEICHEN, von dem Werk „Der Sporn“ nur der I. Teil. Ein Band und eine
Mappe in Leder.
335. DIE NAUHEIMER FUNDE, Ausgrabungsbericht. Frankfurt a. M. 1903. Lwd.
336. ARMER1A UBOLDO. Descrizione degli scudi posseduti dal Banchiere Ambrogio
Uboldo. Milano 1839. Fol. Hlbldr.
337. KONVOLUT. Literatur zur Waffenkunde. 5 Teile, dabei Boeheim, Waffen-
kunde, und ders., Meister der Waffenschmiedekunst.
Druck von A. Seydel & Cie. Aktiengesellschaft, Berlin SW 61. — Lichtdrucke von Stein & Schiele, Berlin S 14.
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9 240 59 620 111/12 250
10 220 60 1550 113/14 220
1 1 500 61 320 115/16 400
12 600 62 1450 117 520
13 550 63 3600 118/19 105
14 960 64/3 700 120 390
15 170 66/7 . 640 121 150
16 160 6b 500 ' <ila 900
17 590 69 500 122 250
16 1550 70 500 123 65
19 410 71 310 124 200
20 310 72 210 125/6 120
21 210 73 340 12? 210
22 120 74 4000 126 200
23 95 75/6 2600 129 40
24 25 1300 1250 77/60 62 3000 620 130 131 48 66
26 27 63 64 1600 520 132 133 100 65
26 70 65 560 134/5 26
29/30 130 66 720 136/7 30
31 2500 67 660 136/9 30
700 86 500 x40 150
34/5 560 69 500 141 200
36/7 570 90 2000 142 30
36/9 40/j. 560 91 200 500
560 92 200 144 100
42/3 570 93 200 145 120
44 320 94 390 146 26
45 320 05 620 147 26
46 1050 96 230 148 28
47 1400 97/6 2700 149 10
155 99 1350 150 20
49 210 100 1300 151 50
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