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SCHUTZ- UND TRUTZWAFFEN DES 16. BIS 18. JAHRHUNDERTS AUS DEM HISTORISCHEN MUSEUM DRESDEN AUS DER SAMMLUNG von R. UND ANDEREM PRIVATBESITZ HARNISCHE / STANGENWAFFEN SCHWERTER / DEGEN / DOLCHE SCHUSSWAFFEN / ZUBEHÖRTEILE 6y& £2c>. AUSSTELLUNG: SONNTAG UND MONTAG, DEN 1. UND 2. MAI 1927 VON 10 BIS 2 IHR VERSTEIGERUNG: DONNERSTAG, DEN 5. MAI 1927 VON 10 BIS 2 UHR ♦RUDOLPH LEPKE S KUNST-AUCT1ONS-HAUS BERLIN W 35 ' POTSDAMER STRASSE 122a-b KATALOG 1 979 / MIT 9 LICHTDRUCKTAFELN F 4=71 IMHGCTPAI.'öört rMTEPA yfW
Verkaufs -Bedingungen i. Die Versteigerung erfolgt gegen sofortige Barzahlung in Reichsmark (4,20 Reichsmark = 1 Dollar U.S.A.). Verspätete Zahlungen sind bankmäßig zu verzinsen und etwaige entstandene Schäden zu ersetzen. Das Eigentum geht erst mit der Zahlung des Kaufpreises, die Gefahr bereits mit dem Zuschlag auf den Käufer über, so daß das Kunst-Auctions-Haus für etwaige Beschädigungen, Verluste oder Verwechslungen nicht verantwortlich ist. Erfolgt die Abholung nicht innerhalb 4 Tagen nach Schluß der Versteigerung, so hat das Kunst-Auctions-Haus ohne weiteres das Recht, dem Käufer auf dessen Kosten und Gefahr die gekauften Gegenstände zuzusenden oder sie bei sich oder einem Dritten lagern zu lassen, oder bei ihm passender Gelegenheit zum Meist- gebot zu versteigern. 2. Bis zu 100 M. wird um mindestens 1 M„ über 100 M. um min- destens 5 M. gesteigert. 3. Die Gegenstände werden in dem Zustande versteigert, in welchem sie sich im Augenblicke des Zuschlages befinden; nach erfolgtem Zuschlag können keinerlei Reklamationen berücksichtigt werden. Die im Katalog enthaltenen Zuschreibungen der zum Verkauf gestellten Gegenstände werden nicht gewährleistet, auch nicht die Vollständigkeit und Erhaltung einzelner Bücher und Werke. Er- hebliche Beschädigungen sind angegeben, soweit sie bei der Kata- logisierung bemerkt wurden. Die Nichtangabe verbürgt aber keinesfalls das Nichtvorhandensein einer Beschädigung. 4. Angegebene Maße verstehen sich bei Gemälden ohne Rahmen. 5. Von der Reihenfolge wird nur ausnahmsweise abgewichen. 6. Zur Zuschlagsumme wird ein Aufgeld von 10 % vom Käufer erhoben. 7. Bei Streitigkeiten über den Zuschlag wird der betreffende Gegen- stand noch einmal ausgeboten. 8. Wenn zwei oder mehrere Personen zugleich ein und dasselbe Gebot abgeben, entscheidet das Los. (Ges. v. 10. Juli 1902.) 9. Ausschließlicher Gerichtsstand: Amts- oder Landgericht I, Berlin. Rudolph Lepke’s Kunst? Auctions? Haus TelegrammsAdresse: Kunstauction Lepke Berlin W35
DONNERSTAG, DEN 5. MAI 1927 VON 10 BIS 2 UHR SCHUTZ- UND TRUTZWAFFEN DES 16. BIS 18. JAHRHUNDERTS A) Aus dem Historischen Museum zu Dresden Nr. 1—105. 1. SEITENGEWEHR DER SÄCHSISCHEN SCHWEIZERGARDE. Griff Messing, Knauf als Löwenkopf, Stichblatt muschelförmig. Rückenklinge leicht gebogen, mit Monogramm F. A. R. und der Krone. Erste Hälfte 18. Jahrh. 2. DESGLEICHEN, ebenso. 3. SEITENGEWEHR DER POLNISCHEN NOBELGARDE. Griff Messing, mit Monogramm A. R. und Krone. Breite Rückenklinge, darauf ebenfalls geätzt: A. R. (August der Starke). Erste Hälfte 18. Jahrh. 4. DESGLEICHEN, ebenso. 5. PULVERFLASCHE (FLASCHENHÄNGSEL). Buchsbaum geschnitzt, mit Krieger- figur, Beschläge Eisen, gebläut. Dazu lederner, gepolsterter Kugelbeutel mit ge- flochtenem Riemen. Anfang 17. Jahrh. Abb. Tafel 6 6. DESGLEICHEN, ebenso. Abb. Tafel 6 7. PULVERINFLÄSCHCHEN, halbrund, aus Holz, mit silberner, gravierter Platte. Pulvergebe Eisen, geätzt. Um 1600. Abb. Tafel 8 8. DESGLEICHEN, ebenso. Abb. Tafel 8 • 9. PATRONENBÜCHSE für vier Patronen. Von genarbtem Holz mit reichgeätzten Eisenbeschlägen. Ende 16. Jahrh. Abb, Tafel 8 10. DESGLEICHEN, mit reicherer Ätzung, sonst ebenso. Um 1600.' Abb. Tafel 8 11. PULVERFLASCHE DER LEIBGARDE KURFÜRST CHRISTIANS I. Auf schwarzem Samt durchbrochene, vergoldete, reichgravierte Beschläge von Messing; auf der Vorderseite das große sächsische Wappen, auf der Rückseite ein gebläuter Bandelierhaken. Schwarz-goldne Schnüre und Quasten. Um 1600. Abb, Tafel8 12. DESGLEICHEN, ebenso. Abb. Tafel 8
15. DEGENTASCHE MIT GÜRTEL. Grüner Samt mit reicher Reliefstickerei in Gold und Grün, Tierszenen. Beschläge Eisen, vergoldet. Anfang 17. Jahrh. Abb^ Tafel, z~ 14. DEGENTASCHE. Rötlicher (,,leibfarbener‘‘) Samt mit reicher Reliefstickerei. Vögel auf Zweigen in Rundbogenornament. Beschläge Eisen. Um 1600. Abb. Tafel 7 15. EIN PAAR PIKENIERHANDSCHUHE. Geschnürter Rand und Messingnieten. Mit alter Belederung. Anfang 17. Jahrh. 16. DESGLEICHEN, ebenso. 17. PANZERKRAGEN. Koller mit dichteren Maschen, oberer Rand mit Messing- ringen. Osteuropäische Arbeit, zweite Hälfte 16. Jahrh. 18. GROSSES HUNDEHALSBAND. Grüner Samt mit den Buchstaben C. H. G. Z. S. C. (Christian II. und Herzog Johann Georg |I.|) in vergoldetem Silber, mit dem großen sächsischen Wappen in vergoldetem und emailliertem Silber. Schnallen und Ringe silbervergoldet. Anfang 17. Jahrh. Abb. Tafel 7 19. HUNDEHALSBAND. Grüner Samt mit den Buchstaben C. D. A. H. Z. S. C. (Kurfürst Christian II. von Sachsen) in Silber. Anfang 17. Jahrh. Abb. Tafel 20. REITERHAMMER. Schaft Eisen, mit rabenschnabelförmiger Klinge und Gürtel- haken. Ende 16. Jahrh. Abb. TafA 7 21. STREITHACKE. Hölzerner Schaft mit langen Federn, eichelförmiger Knauf (Rottmeisterhammer). Anfang 17. Jahrh. 22. TRABANTENSPIESS. Blattförmiges Eisen mit Rückengrat: schwarzgoldner Be- hang. Anfang 17. Jahrh. Abb, Tafel $ 25. DESGLEICHEN, ebenso. Abb^ Tafel. 5 24. SAUFEDER (KNEBELSPIESS). Auf dem Blatt Monogramm A. R. (August der Starke) in vergoldeter Ätzung, ebenso auf dem beinernen Knebel. Die Be- lederung des Schaftes mit eisernen, vergoldeten Nieten. Anfang 18. Jahrh. Abb. Tafel 5 25. DESGLEICHEN. Auf der sechseckigen Dülle Monogramm und Wappen des Herzogs Christian von Sachsen-Weißenfels sowie die Jahreszahl 1727 in reicher vergoldeter Ätzung. Dasselbe in goldener und farbiger Gravierung auf dem beinernen Knebel. Schaft mit Belederung und Messingnieten. Abb. Tafel 5 26. SÄCHSISCHE HELMBARTE mit gekrümmtem Beileisen und geschwungener Beilklinge. Wappen von Sachsen und der Kur. Unter der Dülle am Schaft das schwarze Behänge. Anfang 17. Jahrh. Abb. TafA 5 27. FECHTSCHWERT. Gefäß schwarz, mit breitem, aus runden Stangen gewun- denem Korb, mit zwei ovalen Parierscheiben. Die flache Klinge graviert, mit Helm, einem bewehrten Arm und der Inschrift: Anno 1650, Nr. 26. Marke M. mit Hörnchen (Peter Münich. Solingen). 28. DESGLEICHEN, ebenso. Bez. Nr. 19. 29. DESGLEICHEN, ebenso. Bez. Nr. 25. 50. DESGLEICHEN, ebenso. Bez. Nr. 88. 4
51. STOSSDEGEN. Gefäß schwarz, in durchbrochener Arbeit. Schmale Klinge, vier- kantig, der ganzen Länge nach durchbrochen. Angel bez. Antreio Fararo und Hirsen köpf marke (Arnold Berns, Solingen). Um 1620. Abb. Tafel j 52-55. EIN PAAR PISTOLEN (PUFFER). Lauf bez. 1590 und H. R. Die genarbte Schäftung mit gravierten Beineinlagen. Im Knauf das kursächsische Wappen. 54-55. EIN PAAR DESGLEICHEN, ebenso, mit der Jahreszahl 1591, den Buchstaben H. R. und einer Marke. Abb. Tafel / 56-5". EIN PAAR DESGLEICHEN, ebenso, mit der Jahreszahl 1590, Lauf und Schloßblech mit der Marke G. O. 58-59. EIN PAAR DESGLEICHEN, ebenso, mit der Jahreszahl 1590, den Buchstaben 11. R. und einer Schmiedemarke (steigender Löwe). 40-41. EIN PAAR DESGLEICHEN, ebenso, mit den Jahreszahlen 1589 bzw. 1594. Knauf mit silberner, geätzter Platte, worauf ein römischer Krieger. 42-45. EIN PAAR DESGLEICHEN, ebenso, mit den Buchstaben H. R. und einer Schmiedemarke. Im Knauf eine silberne, geätzte Platte mit der Darstellung eines römischen Kriegers. Abb. Tafel 6 44. ARMBRUST (SOGEN. WANDSCHNEPPER). Die Säule mit gravierten Bein- einlagen, mit der Schäftermarke G. E. Auf der Kappe die Nr. 22. Am Kopf der Säule: Bilnitz. Einband aus gelber Seide. Gehörte zur Ausstattung des Lust- schlosses Pillnitz unter August dem Starken. Anfang 18. Jahrh. Abb. TafA 6 45. DESGLEICHEN, ebenso. Auf der Kappe die Nr. 15. Ab^ TafA 6 46. JAGDSCHWERT (BANDWEHR). Gefäß Eisen, mit Gold und Silber tauschiert (Rankenornament). Knauf und Stichblatt muschelförmig. Breite. Hache Klinge mit messingtauschierter Marke. Anfang 17. Jahrh. Führer: Saal E Nr. 600. Abb^ Tafel 4 47. JAGDGARNITUR AUS WAIDBLATT (PLÖTZE) UND HIRSCHFÄNGER. Griffe von Hirschhorn mit großen, rosettenförmigen Nieten und Beschlag von ge- schnittenem Eisen. Rückenklinge des Hirschfängers mit tiefer Rinne, markiert Waidblatt mit fünfteiligem, Hirschfänger mit dreiteiligem Besteck. Scheiden mit Eisenbeschlag, auf der des Waidblattes die Buchstaben H. G. H. Z. S. G. C. U. B. C. (Kurfürst Johann Georg von Sachsen), auf der des Hirschfängers die Jahres- zahl 1662. Abb. TafA 7 48. DOLCH (KURZSCHWERT). Griff Horn, Knauf desgleichen, abgeflacht, mit halb- runder Eisenschiene. Parierstange bandartig abwärts gedreht. Klinge mit Blut- rinne, breit, flach und mit Genueser Marke. Erstes Viertel 16. Jahrh. Abb. Tafel { 49. DESGLEICHEN. Griff Eisen, gebläut. Sehr breite, ausladende Parierstangen. Runde, durchbrochene Parierscheibe. Klinge breit, spitz zulaufende, mit nied- rigem Grat. Ende 16. Jahrh. Abb. Tafel 8 50. DESGLEICHEN. Griff Eisen, geschwärzt, mit kurzen, birnförmigen Parierknäufen und Parierring. Klinge mit Rückengrat und tiefer Blutrinne. Zweite Hälfte 16. Jahrh. Abb. TafA8 51. DESGLEICHEN. Griff Eisen, gebläut, mit abgesenkten Parierstangen. Angel mit spanischer Marke. Klinge mit Grat. Zweite Hälfte 16. Jahrh. Abb. Tafel 8 52. DESGLEICHEN. Griff Eisen, geschwärzt, mit kurzen, birnförmigen Parier- knäufen und Parierring. Klinge mit Grat. Zweite Hälfte 16. Jahrh. Abb. Tafel 8 5
53. DOLCH. Griff Eisen, gebläut, mit abgesenkten Parierstangen. Klinge mit einer tiefen Blutrinne. Zweite Hälfte 16. Janrh. Abb. Tafel 8 54. RADSCHLOSSPISTOLE (PUFFER). Der schwarze Lauf bez. 1564. Im Knauf das kursächsische Wappen auf gravierter Beineinlage. 55. DESGLEICHEN. Lauf mit Doppellilie als Marke, Schloß mit graviertem Messing- belag. Genarbte Schäftung mit gravierten Beineinlagen. Im Knauf das sächsische Wappen auf reichem Silberschlag. Um 1600. Abb. Tafel 6 56. RADSCHLOSSMUSKETE. Lauf gebläut, z. T. geätzt und vergoldet, mit der Jahreszahl 1589 und den Buchstaben Z. H. Auf dem Schloßblech die Lilieumarke. Raddeckel Messing, graviert, mit dem kursächsischen Wappen. Schäftung mit gravierten Beineinlagen, im Kolben ein Kugelkasten. Waffe der kurfürstlichen Leibgarde. 57. LEICHTE RADSCHLOSSBÜCHSE (SOGEN. REISEBÜCHSE). Lauf mit Marke S. R. Radschloßdeckel Messing. Schaft mit gravierten Beineinlagen, dat. 1601. Abb. Tafd 6 58. RADSCHLOSSBüCHSE. Hahn und Steg geätzt. Schaft mit reicher Schnitzerei 1685. Schäftermarke F. H. Abb. Tafel^ 59. DESGLEICHEN. Lauf bez. Johann Georg Wisting, Anno 1692. Schloß und Schlofi- blech reich geätzt. Schaft geschnitzt, mit Beineinlagen. Abb. Tafe[ 7 60. LEICHTES JAGDGEWEHR (DAMENGEWEHR). Lauf geätzt mit Resten von Vergoldung. Schäftung mit reicher Bein- und Perlmuttereinlage. Erste Hälfte 17. Jahrh. Abb. Tafel^ 61. RADSCHLOSSPISTOLE (PUFFER). Auf Lauf und Schloßblech Augsburger und Nürnberger Beschau und Marken mit den Buchstaben C. F. Reichgravierte Beineinlagen. Anfang 17. Jahrh. Abb. Tafel 6 62. DOPPELPISTOLE. Gebläute Rohre. Zwei Radschlösser. Schaft mit Einlagen von geschnittenem Eisen. Anfang 17. Jahrh. Abb. TM 7 63. LANGES, DOPPELLÄUFIGES FAUSTROHR (BOCKPISTOLE). Mit tschinken- artigem Doppelschloß. Lauf und Schloß geätzt, die Hähne reich geschnitten, mit Messingbeschlag. Schäftung mit Beineinlagen. Schäftermarke H. F. Anf. 17. Jahrh. Abb. Tafel 6 64- 65. EIN PAAR LANGE FAUSTROHRE. Geschnittener Lauf mit Marke H. S. (Hans Stockmann, Dresden). Bimförmiger, eingedrückter Knauf mit gravierter Beineinlage. Anfang 17. Jahrh. 66-67. EIN PAAR DESGLEICHEN. Geschnittene Läufe, bez. 1610, C. T. und Marke. Birnförmiger, eingedrückter Knauf mit gravierter Beineinlage; kursächsisches Wappen und Schäftermarkcn G. P. und S. 2. Anfang 17. Jahrh. Abb^ Tafel 6 68. RADSCHLOSS MUSKETE. Wie Nr. 56, ohne die Buchstaben Z. H. und ohne Lilienmarke. Abb. Tafel 7 69. ZWEIHÄNDER MIT GEFLAMMTER KLINGE (FLAMBERG). Knauf Eisen, geschnitten. Der dreiteilige Griff mit Samt und Drahtnetz überzogen. Parier- stangen und -ringe schneckenförmig ausgeschmiedet und geschnitten. Klingen- ansatz mit Lederbezug und Parierhaken, auf welchen die Buchstaben I. H. S. und eine Schmiedemarke. Klinge mit Wolfsmarke und Buchstaben. Erste Hälfte 16. Jahrh. Abb. Tafel 5 6
70. ZWEIHÄNDER. Knauf Eisen, geschnitten. Der dreiteilige Griff in der Mitte balusterförmig. Parierstangen und -ringe schneckenförmig ausgeschmiedet. Klinge mit Parierhaken. Reichsapfel und Ständlermarke. München, Anfang 16. Jahrh. Abb. Tafel 5 71. REITSCHWERT. Griff schwarz, kantiger Knauf, leicht abwärts gebogene Parier- stangen. Parierscheibe mit vier herzförmigen Durchbrechungen. In der Blut- rinne Buchstaben, wohl spanisch. Ende 16. Jahrh. 72. SCHWERT. Gefäß schwarz, viereckiger, reich profilierter Knauf. Gerade Parier- stangen mit eiförmigen Endungen. Parierscheibe. Schwere, unten zweischneidige Klinge mit Marke (halber Reichsapfel). Zweite Hälfte 16. Jahrh. 73. REITSCHWERT. Gefäß schwarz, gerade Parierstangen. Klinge bez. Antonio Picinino. Auf der Angel die Mailänder Kreuzmarke. Zweite Hälfte 16. Jahrh. 74. PRUNKRAPIER. Gefäß Eisen, geschnitten und gebläut. Auf dem Knauf figür- liche Szenen (Löwenkampf und Huldigung vor einem Fürsten), auf den Griff- bügeln Jagdszenen. Spanische Klinge mit Grat, am oberen Teil eine Blutrinne mit den Worten: En Toledo. Ende 16. Jahrh. Führer: Saal E Nr. 201. Abb. Tafel 3 75-76. RAPIER MIT SCHEIDE UND DOLCH. Gefäße Eisen, spiralig geschnitten und vergoldet. Auffallend lange Rapierklinge, oben durchbrochen und mit durchgehender Blutrinne, bez. Juan Martinez en Toledo. Auf der Angel Marke und Toledaner Beschau. Letztes Viertel 16. Jahrh. Führer: Saal E Nr. 154. Abb. Tafel 3 77-80. REITSCHWERTGARNITUR (Schwert, Dolch. Messer und Pfriemen). Gefäße Eisen, gewellt und gerillt, mit Perlschnüren an den Kanten. Parierscheibe reich durchbrochen. Breite, dachförmige Schwertklinge mit Marke auf der Angel. Messer mit messingtauschiertem Stern. Ende 16. Jahrh. Führer: Saal E Nr. 542. Abb. Tafel 4 81. RAPIER. Gefäß Eisen, durchbrochen geschnitten und z. T. vergoldet. Grotesken-, Tier- und Rankendekoration. Klinge bez. Clemens Meigenn (Solingen); auf der vergoldeten Angel seine Marke (Skorpion). Um 1600. Führer: Saal E Nr. 358. Abb^ Tafel. 3 82. REITSCHWERT. Griff kreuzförmig. Knauf, Parierstangen, Parierring und Angelhülse mit schwerem Silber beschlagen und graviert. Silberne Nieten. Spanische Klinge mit Buchstaben in der Blutrinne. Ende 16. Jahrh. Abb. Tafel 3 83. DESGLEICHEN. Griff kreuzförmig. Reich mit schwerem, geätztem Silber be- schlagen. Im Rankenwerk Tierfiguren, besonders Vögel. Spanische Klinge, in der Blutrinne bez.: „Johannis“. Anfang 17. Jahrh. Abb. Tafel 3 84. DESGLEICHEN. Gefäß Eisen, geschwärzt. Knauf und Angel mit graviertem Silber beschlagen. Gehilze Silberdraht. Unter der Parierscheibe breiter Scheiden- schutzwulst, graviert mit der Zahl 9. Breite dachförmige Klinge. Ende 16. Jahrh. Abb. Tafel 5 85. DESGLEICHEN. Gefäß Eisen, reich geätzt, mit Ranken und Vögeln. Knauf acht- kantig, Stangen des Gefäßes mit Graten. Auf der Parierscheibe Darstellungen von Vögeln. Klinge dachförmig. Ende 16. Jahrh. Abb. Tafel 3 86. SCHWERT. Großes, reich entwickeltes Gefäß, vergoldet, mit zwei durchbrochenen Parierscheiben. Angel der auffallend breiten Klinge mit zwei Kreuzen. Ende 16. Jahrh. Abb. Tafel 4 7
87. RAPIER. Gefäß geschnitten und vergoldet, mit Grotesken und Blumenmuster. In der Blutrinne die Worte: Clemens Hom me fecit, Solingen. Auf der Angel die Marke. Ende 16. Jahrh. Jbb. Tafel. 4 88. DESGLEICHEN. Gefäß glatt, vergoldet. In der mittleren Blutrinne der Name Clemens Tesche (Solingen). Auf der Angel seine Marke. Ende 16. Jahrh. Abb. TM / 89. DESGLEICHEN. Gefäß glatt, vergoldet. Angel mit Marke, Klinge mit dem Namen Ferrara in der Blutrinne. Ende 16. Jahrh. 90. SCHWERT. Gefäß schwarz, schön geschnitten. Parierscheibe durchbrochen. Dolchförmige Klinge und Angel mit vergoldeter Ätzung. Auf der Angel die Marke des wilden Mannes (Peter Munsten, Solingen). Zweite Hälfte 16. Jahrh. Abb. Tafel 3 91. DESGLEICHEN. Gefäß schwarz, Knauf und Parierknäufe kantig profiliert. Spangenkorb. Auf der einschneidigen Klinge zweimal die Marke ® in Messing tauschiert. Zweite Hälfte 16. Jahrh. 92. REITSCHWERT. Gefäß schwarz, Parierstangen und -bügel Hach geschnitten. Knauf mit acht Einschnitten. Klinge vierkantig, mit Marke (halber Reichs- apfel). Ende 16. Jahrh. 93. DESGLEICHEN. Mit Lederschutz über der Angel. Abb, Tafel 4 94. SCHWERT. Gefäß gebläut. Knauf eiförmig. Gehilze mit Messing- und Kupfer- draht umwickelt. Auf der Angel zwei Marken, davon eine spanisch. Ende 16. Jahrh. Abb^ Tafel. ± 95. DESGLEICHEN. Reich entwickeltes, gebläutes Gefäß. Auf der Angel zwei Marken. Deutsch, Ende 16. Jahrh. Abb. Tafel 7 96. REITSCHWERT. Gefäß schwarz, kantiger Knauf. Parierscheibe mit vier herz- förmigen Durchbrechungen. Die Klinge bez. Mailland und Schlangenmarke mit Z. Um 1590. 97-98. RAPIERGARNITUR (RAPIER UND DOLCH). Gefäße Eisen, streifig ge- schnitten und vergoldet. Rapierklingc in der doppelten Blutrinne bez. Petherr Munsten (Solingen). Auf der Angel seine Marke (Mohrenkopf). Dolchklinge reich durchbrochen. Um 1600. Führer: Saal E Nr. 662. Abb. Tafel. 3 99. PRUNKSÄBEL IN TÜRKISCHER FORM. Grift und Beschläge Messing, ver- goldet. Knauf als Vogelkopf. Rückenklinge, an der Spitze zweischneidig, mit großem polnischen und kursächsischen Wappen. Die mit grünem Samt be- zogene Scheide hat Mundblech, Ortband und ein Mittelbanu aus gegossenem, vergoldetem Messing mit hochgefaßten, geschliffenen Kristallen; dazu ebensolcher Gürtel. Anfang 18. Jahrh. Abb^ TM 4 100. BLANKER FELDHARNISCH MIT HELM (Brust, Rücken. Kragen, Arm- und Beinzeug). Brust und Rücken mit geschnürtem Rand. Ende 16. Jahrh. Ab± Tafel, 101. SCHWARZER PIKENIERHARNISCH MIT BLANKEN STREIFEN. Offene Sturmhaube, Brust. Rücken, Kragen mit kurzen Armbeugen, lange Handschuhe und Schöße. Nürnberger Beschau. Um 1600. S
102. BLANKER FELDHARNISCH MIT HELM. Mit geschnürte» und gebörtelten Rändern und Messingnieten. Ganze Armzeuge mit geschlossenen Beugen; lange Schöße. Auf der Brust ein Cruzifixus mit knieendem Ritter (R. V. B. R.) in ver- goldeter Ätzung. Helm mit hohem Kamm und spitz vorgetriebenem Visier. Augsburger Beschau. Um 1600. Abb, Tafel / 103. SCHWARZER FELDHARNISCH MIT HELM (Brust, Rücken, ganzes Armzeug mit Handschuhen, Beinzeug). Blanke Fiirfeilen. Helm mit Gittervisier. Anfang 17. Jahrh. 104. BLANKER FELDHARNISCH MIT HELM. Zahlreiche blanke Nieten. Helm mit gefalteter Glocke. Augenschutz und reich durchbrochenem Visier. Um 1620—30. Abb. Tafel 2 105. DESGLEICHEN. Breite Vorder- und Hinterflüge. Ganzes Armzeug mit Hentzen. Lange Schöße achtzehnmal geschoben. Siebenmal geschobener, abstehender Ge- fäßschurz. Blanke Nieten, llclmglockc gefaltet. Visier sternförmig durchbrochen. Um 1620—30. Abb. Tafel / B) Sammlung von R. und anderer Privatbesitz Nr. 106—327 106. LANDSKNECHTSSCHWERT, der messingeingelegte, geriffelte Griff eisen- geschnitten, angebogene Parierstange. Abb. Tafel o 107. LANDSKNECHTS-BIDENHANDER, mit angebogener und ineinandergefloch- tener Parierstange. Birnförmiger Knauf, gebuckelter I.edergriff. Klingenmarke: drei Kreuze. 16. Jahrh. 108. EISENHUT. blank, mit Sehspalt. L a n d s h u t e r Marke. Abb. Tatä v 109-10. EIN PAAR ARMZEUGE, blank, mit Nieten. 16. Jahrh. Abb TafA o 111-12. EIN PAAR DESGLEICHEN, ähnlich. Abb. Tafel ? 113-14. EIN PAAR EISENHANDSCHUHE, viermal geschoben, mit geschnürtem Rand und Knöchelschiene. 16. Jahrh. Abb. TM 9 115-16. EIN PAAR DESGLEICHEN, ähnlich, mit vergoldeten Ätzstreifen (Ranken- muster). Handdecke fünf-, Fingerdecke siebenmal geschoben. 16. Jahrh. dbb. Tafel 0 117. KLEINES MODELL EINES HARNISCHES, vollständiger Ritterharnisch, blank. Abb. TafA 8 118-19. EIN PAAR PISTOLEN. Lauf reichgraviert und vergoldet, Schäftung mit Silberdrahteinlagen; die silbervergoldeten Beschläge reich ornamentiert, Stempel: C C und bärtiger Kopf nach links. 18. Jahrh., die Perkussionsschlösser spätere Zutat. 9
120. MORION, aus einem Stück getrieben, reich geätzt mit Ranken, Grotesken und zwei Reiterfiguren (Hl. Georg und M. Curtius), die auf Glocke und Kamm Felder und Zwischenräume eines blankgetriebenen Bandwerknetzes aus- füllen. Messingrosetten. Schildförmige Marke mit Kreuz. Italien (Pavia?), 16. Jahrh. 121. DESGLEICHEN, geschwärzt, darauf blankgetrieben Kreislinie mit laufen- dem Hund, eine Lilie umrahmend, bzw. Kammornament. Messingrosetten. Ende 16. Jahrh. 121a. PIKENIERHARNISCH MIT BIRNENHELM. Blank, von spanischer Form, die Brust in Ganzbauchform; Helm aus einem Stück getrieben. Ende 16. Jahrh. Provenienz: Sammlung C a m p h a u s e n. 122. SPANISCHER RAUFDEGEN. Reich durchbrochener Korb, geschnitten (Blumen und Blattranken), Klinge mit Giftzügen. 17. Jahrh. 125. DEGEN. Breite Parierstange, Griffbügel, pilzförmiger Knauf. Klinge mit Resten von Ätzung. Anfang 17. Jahrh. 124. GALANTERIEDEGEN. Klinge am Ansatz in vergoldeter Ätzarbeit verziert. Gefäß vergoldete reliefierte Bronze, Griff Porzellan, mit bunter Haus- malerei: Zwei Bogenschützen einen Reiter angreifend. Lederscheide. 18. Jh. 125-26. EIN PAAR STEINSCHLOSS-PISTOLEN. Lauf geschnitten und vergoldet (figürliche Darstellung), Schloß und Kappe mit ähnlichen Verzierungen, Beschläge in reliefiertem Silber (Jagdmotive). Bez.: ä Coppenhagen. Um 1750. 127. PIRSCHBÜCHSE mit Radschloß. Schloßblech mit durchbrochenen Messiug- verzierungen. 17. Jahrh., die reichen Beineinlagen später. 128. DESGLEICHEN, dem vorhergehenden Stück ähnlich. 129. GALANTERIEDEGEN. Stählernes Gefäß, an Stelle des Parierbügels zwei Reihen facettierter Stahlperlen; Ornamente aus ähnlichen Perlen gebildet. 18. Jahrh. (Leicht beschädigt.) 150. JAGDMESSER in Lederscheide. Gefäß versilbert, Griff Meißener Por- zellan mit Blumenmalerei. 18. Jahrh. 151. ARMBRUST mit Stahlbogen. Messingeinlagen: Jagdtiere, Vögel, Ranken. 18. Jh. 152. KETTENHEMD mit genieteten Ringen, der Kragen mit Lederstreifen durch- flochten. 16. Jahrh. 155. BIDENHANDER mit Kreuzmarke. Grift mit Parierstangen, Knauf birnförmig. Um 1600. 154. STEINSCHLOSS-STU IZEN, Tromblonlauf mit Relieftausia, Schäftung ge- schnitzt; orientalisierend. Um 1700. 155. STEINSCHLOSS-PISTOLE, Lauf silbertauschiert, bez.: L. Lazzarino. Gra- viertes Schloßblech, Messingbeschläge, Schaft mit Silbereinlagen; orientalisierend. 18. Jahrh. 156. DESGLEICHEN, Lauf geschnitten, auf dem gravierten Schloßblech bez.: Giu- seppe Banchi; Schäftung vollständig mit durchbrochenen Messingranken beschlagen. 18. Jahrh. 10
137. DESGLEICHEN. Eisengeschnittene Beschläge (Masken); bez.: Panteghino in Br(escia). Leicht verschnittene Nußbaumschäftung. Lauf bez.: Lazza- rino Comina zzo. Um 1700. 138-39. EIN PAAR STEINSCHLOSS-PISTOLEN. Türkischer, goldtauschierter Lauf, gravierte Silberbeschläge. Um 1800. 140. RADSCHLOSS-PIRSCHBÜCHSE. Lauf geschnitten und vergoldet, Schloß reich graviert, Schäftung Ebenholz mit reichen Beineinlagen, unter anderem gekröntes Spiegelmonogramm. Um 1650. 141. RITTERRÜSTUNG, vollständig. Blank, reich geätzt; im Stil des 16. Jahrhs. 142. RÜSTUNG, blank; Brust- und Rückenteil. Im Stil des 16. Jahrhs. 143. SCHWERE ARMBRUST. Vollständig erhalten. Schaft mit gravierten Bein- einlagen, Einbindung vergoldet; Puscheln. Erste Hälfte 17. Jahrh. — Hierzu zwei Bolzen. 144. STANDARMBRUST mit englischer Winde. 17. Jahrh. 145. SCHWERE ARMBRUST. Schaft mit Messingeinlagen: kursächsisches Wappen mit AF; Messingnufi. Anfang 18. Jahrh. 146. ITALIENISCHES STILETT. Eisernes Gefäß, leicht graviert; kurze Parierstange mit zwei Knöpfen, balusterförmiger Griff. 16. Jahrh. 147. DESGLEICHEN, dem vorhergehenden Stück ähnlich. 148. DESGLEICHEN, in messingbeschlagener Lederscheide, ähnlich, Gefäß schwert- förmig. 16.—17. Jahrh. 149. CHINESISCHER SÄBEL. Stichblatt, Knauf und Scheidenbeschläge geschnitten, Scheidenbezug aus Schlangenhaut. 150. PIRSCHBÜCHSE mit Steinschloß. Messingbeschläge. 18. Jahrh. 151. RADSCHLOSS-STUTZEN mit französischer Schäftung. Beineinlagen. 17. Jahrh. 152. STEINSCHLOSS-KARABINER. Auf dem Schloßblech bez.: Rewerä Dresde. 18. Jahrh. 153-54. SCHWERT mit breiter Parierstange, Griffbügeln und Korb, 17. Jahrh. — ARMEESÄBEL mit Stahlscheide, 18. Jahrh. 155. GALANTERIEDEGEN, Gefäß Eisen, durchbrochen geschnitten. Klinge bez.: Tomas Avala en Toledo. 17. Jahrh. 156. DESGLEICHEN. Eisengefäß, im Parierbügel bayrischer Löwe, auf dem Horn- griff Wappenschild mit bekröntem Monogramm M J; gravierte Rückenklinge. Ende 18. Jahrh. 157. ITALIENISCHES STILETT mit eisernem Griff, Stichblatt in Blattkelch form. 16.—17. Jahrh. 158. BERGMANNSBARTE, kursächsisch, Schaft mit Beineinlagen. 18. Jahrh. 11
159. GALANTERIEDEGEN. Klinge bez.: Antonio Pich in io, Gefäß bronzever- goldet und reliefiert. Anf. 18. Jahrh. 160. OFFIZIERSDEGEN. Eisernes Gefäß: durchbrochenes Stichblatt, Parierbiigel, Birnknauf. 17. Jahrh. 161. GALANTERIEDEGEN. Eisengefäß mit Stichblatt und facettiertem Knauf. An- fang 18. Jahrh. 162-65. VIER HELMBARTEN, Eisen von verschiedener Form. 16. und 17. Jahrh. 166-68. DREI DESGLEICHEN, ähnlich. 169-70. ZWEI PARTISANEN. 17. Jahrh. 171-72. EIN PAAR STEINSCHLOSS-PISTOLEN. Anfang 19. Jahrh. 175. STEINSCHLOSS-PISTOLE mit flachem Tromblonlauf. Ende 18. Jahrh. 174-75. ZWEI PULVERHÖRNER: a) mit Messingbeschlägen, Empire; b) mit farbigen Beineinlagen und vergoldeten und gravierten Bronzebeschlägen. 17. Jahrh. 176. RADSCHLOSS-PISTOLE mit geradem Kolben und grätiger Afterkugel. 17. Jahrh., die reichen Beineinlagen wohl später. 177. DESGLEICHEN, ähnliches Stück, mit sechseckiger Afterkugel; Bein- und Perl- muttereinlagen. 178-80. DREI HELMBARTEN mit verschieden geformten Eisen. Zweite Hälfte 16. Jahrh. 181-84. VIER DESGLEICHEN, ähnlich. 185. GLEVE mit Ätzungen. 17. Jahrh. 186. TRABANTEN-GREVE. Reichgeätzt: Reichsadler mit goldenem Vließ und Mono- gramm des Kaisers Maximilian. Datiert 1564. 187. STEINSCHLOSSGEWEHR mit verschnittenem Schaft. 18. Jahrh. 188. KUGELSCHNEPPER, Eisen, Holzschaft mit Beineinlagen. 17. Jahrh. 189. KÜRISSBRUST UND -RÜCKEN. 17. Jahrh. 190. HUFEISENSAMMLUNG. 75 Stück, verschiedene Formen. Auf zwei Holztafeln befestigt. 191. SCHWERE ARMBRUSTWINDE. 17. Jahrh. 192. ARMBRUST. 18. Jahrh. 193-95. DREI MORIONS, geschwärzt, mit herausgetriebenen blanken Ornamenten. 17. Jahrh. 196. PISTOLE mit Schnapphahnschloß. Schäftung graviertes Messing. Maurisch. 18.—19. Jahrh. 12
197-98. ZWEI STE1NSCHL0SS-PISTOLEN mit graviertem Schloßblech; Messing- beschläge, Metalldrahteinlagen. Orientalisierender Lauf. 18. Jahrh. 199-200. ZWEI GALANTERIEDEGEN mit ornamentiertem Messinggefäß: a) mit schilfförmiger Klinge, b) auf der Klinge: Vivat Cursachsen. 18. Jahrh. 201. HIRSCHFÄNGER in Lederscheide. Messinggefäß, reliefiert, mit Horngriff. Lederscheide. 18. Jahrh. 202. DESGLEICHEN. Klinge mit Solinger Wolfsmarke und der Jahreszahl 1414. Messinggefäß und Horngriff um 1700. 203. HANDSCHAR, Beschlag und Scheide Silber, ornamentiert, mit Halbedelsteinen (einzelne fehlen). Indisch, 18.—19. Jahrh. 204-06. DREI SCHWERTER. Gefäße mit durchbrochenem Stichblatt und Griffbügeln. Klingen mit Solinger Wolfsmarke und Jahreszahl 1414. Ende 17. Jahrh. 207-09. DREI DESGLEICHEN, ähnlich, Klingen unmarkiert. 210-11. RAUFDEGEN mit tellerförmiger Parierscheibe, 17. Jahrh. — SCHWERT, Klinge und Mittelgrat, Gefäß mit Stichblatt und Bügeln. Erste Hälfte 17. Jahrh. 212-13. SCHWERT UND DEGEN: a) reichgeschmiedeter Korb, Klingenmarke, 17. Jahrh.; b) in der Blutrinne beiderseits IH S. Gefäß mit Griffbügeln und Eselshufparierung, um 1600. 214. DRAGONERDEGEN, preußisch, mit Adler, Namenszug Friedrichs des Großen und „Suum cuique“. 215-16. SCHWERT UND DEGEN mit Messinggefäß, Armeewaffen. Anfang 18. Jahrh. 217. SÄBEL. Klinge graviert: Doppeladler und „Vivat Carolus VI“: Messinggefäß. 18. Jahrh. 218-19. ZWEI GALANTERIEDEGEN, verschieden in Form und Ausstattung. Erste Hälfte 18. Jahrh. 220-21. ZWEI DESGLEICHEN, mit ornamentiertem Messinggefäß. 1700 bis 1750. 222. JAGDMESSER UND -GABEL, zusammengeschoben, mit Beingriff. Scheide de- fekt. 18. Jahrh. 225. DOLCHMESSER, gekrümmt, mit Horngriff. 17.—18. Jahrh. 224. PARTISANENEISEN. 18. Jahrh. 225. MORGENSTERN. 226-30. KONVOLUT: drei Morions, eine Zischägge, ein Schild. 251-35. DREI TERZEROLE, doppelläufig. Anfang 19. Jahrh. 254-57. KONVOLUT: zwei Pulverdruckmesser und zwei Feuerzeuge, mit Steinschloß. Anfang 19. Jahrh. 258-41. VIER TERZEROLE mit Steinschloß. Ende 18. Jahrh. 13
242-46. KONVOLUT: vier Sporen, darunter ein Paar mexikanische, und ein Hehn- barteneisen. 24?. STEINSCHLOSSGEWEHR, doppelläufig. Messingbeschläge. 18. Jahrh. 248-51. VIER DEGEN von verschiedener Form, einer defekt. 252-53. ZWEI ÖSTERREICHISCHE BEAMTENDEGEN, Bronzegefäß mit Perlmutter- griff. Anfang 19. Jahrh. 254. STILETT mit Horngriff, in Lederscheide. 255-56. ZWEI EISEN von einer Partisane (mit lateinischem Spruch) und von einer Helmbarte, 1?. bzw. 16. Jahrh. 257-63. SIEBEN ARMEEPISTOLEN mit Steinschloß. 18. Jahrh., eine bez.: Potz- d a m M a g a z. 264-68. FÜNF PISTOLEN mit Perkussions-Schloß, Schloßbleche z. T. graviert, eine bez.: Tempelmann ä Cüstrin. Erste Hälfte 19. Jahrh. 269. OVALER EISENSCHILD mit getriebenen Eisenbeschlägen. 17. Jahrh. 270-71. EIN SCHNAPPSCHLOSSGEWEHR UND EINE PREUSSISCHE WALL- BÜCHSE, Schaft der letzteren defekt. 272. GEWEHR, kombiniertes Rad- und Luntenschloß, Schäftung ergänzt. 17. Jahrh. 273-75. DREI ALTE WAFFEN: Roßschinder, Spieß und Schaft ohne Klinge. 276-78. DREI SCHNAPPSCHLOSSGEWEHRE, orientalisch. 18.-19. Jahrh. 279-85. FÜNF ZISCHÄGGEN mit Naseneisen. 17. Jahrh. 284-86. EISENHUT UND ZWEI HELME. 287-93. SIEBEN PISTOLEN mit Perkussionsschloß, verschieden in Form und Aus- stattung. 294-98. FÜNF STEINSCHLOSSPISTOLEN, meist orientalisch, von verschiedener Ausstattung. 18. Jahrh. 299-305. SIEBEN DESGLEICHEN, von einfacherer Ausstattung. 18. Jahrh. 306-12. SIEBEN TERZEROLE mit Stein- bzw. Perkussionsschloß, darunter zwei mit drei Läufen, einige graviert. Anfang 19. Jahrh. 313-19. KONVOLUT: sieben Schwerter von verschiedener Form. 320-26. DESGLEICHEN, sieben Teile, Schwerter, Helmbarte u. a., z. T. defekt. 327. GROSSES KONVOLUT: Steigbügel, Zaumzeug, gestickter Kuriergürtel, Texti- lien u. a. 14
C) Literatur zur Waffenkunde Nr. 328—337 328. MANSBERG, RICHARD FREIHERR VON. Walen unde Wieaewaete. Dres- den 1890, mit neun Lichtdrucktafeln. Fol., Hlbldr. Einband bescnädigt. 329. LEITNER, QUIRIN. Die Waffensammlung im k. k. Artillerie-Arsenal-Museum in Wien. Wien 1866—70. Fol. Hlbldr. 330. QUELLEN ZUR GESCHICHTE DER FEUERWAFFEN. Hg. vom Germanischen Museum. Leipzig 1877. Tafelwerk mit Text in Hlbldr.-Mappe. 331. FORRER, R. Die Schwerter und Schwertknäufe der Sammlung Carl v. Schwer- zenbach-Bregenz. Jllustr., mit 60 Lichtdrucktafeln. Leipzig 1905. Fol. Lwd. 332. HILTE, GEORG. Waffensammlung des Prinzen Carl von Preußen. Berlin und Nürnberg o. J. Fol. Tafelwerk in Mappe mit Textband in Leder. 333. ZSCHILLE, R., und FORRER, R. Der Sporn in seiner Formentwicklung, 2 Teile, Berlin 1891 u. 1899. — Die Steigbügel in ihrer Formentwicklung. Berlin 1896. Fol. 334. DESGLEICHEN, von dem Werk „Der Sporn“ nur der I. Teil. Ein Band und eine Mappe in Leder. 335. DIE NAUHEIMER FUNDE, Ausgrabungsbericht. Frankfurt a. M. 1903. Lwd. 336. ARMER1A UBOLDO. Descrizione degli scudi posseduti dal Banchiere Ambrogio Uboldo. Milano 1839. Fol. Hlbldr. 337. KONVOLUT. Literatur zur Waffenkunde. 5 Teile, dabei Boeheim, Waffen- kunde, und ders., Meister der Waffenschmiedekunst. Druck von A. Seydel & Cie. Aktiengesellschaft, Berlin SW 61. — Lichtdrucke von Stein & Schiele, Berlin S 14.

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