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EDMONTON PUBLIC LIBRARY
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© Groupe Fleurus, Paris 2009
Titel der französischen Ausgabe:
L’imagerie des petites betes
© 2010 der deutschsprachigen Ausgabe:
Tandem Verlag GmbH
7Hill 2011
7Hill ist ein Imprint der Tandem Verlag GmbH
Alle Rechte Vorbehalten
Fachlektorat der deutschen Ausgabe:
Dr. Christa Söhl
Gesamtherstellung: Tandem Verlag GmbH
ISBN 978-3-8331-5817-9
1098765432
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Idee und Text:
Emilie Beaumont
Illustrationen:
Bernard Alunni
Marie-Christine Lemayeur
Aus dem Französischen von
Birgit Leib und Elena Wassmann
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BIENEN
Bienen sind Insekten, die in einem Bienenvolk Zusammenleben. Im
Sommer kann man ihnen beim Sammeln von Nektar Zusehen.
Mit ihren Fühlern kann die Biene tasten, riechen und Geräusche
wahrnehmen. Dank ihrer großen Augen sieht sie sehr gut.
DREI TYPEN VON BIENEN
Ein Bienenvolk besteht aus einer Königin, Arbeiterinnen und Drohnen.
Jede Biene spielt eine ganz bestimmte Rolle im Nest oder Bienenstock.
Die Arbeiterinnen erfüllen verschiedene Aufgaben. Die Drohnen
sind die Männchen im Bienenvolk und paaren sich mit der Königin.
Die Arbeiterinnen umringen ihre Königin. Sie füttern und
beschützen sie und verständigen sich mit ihr über die Fühler.
DIE AUFGABE DER KÖNIGIN
Meistens legt die Königin ihre Eier im Frühling; im Winter hört
sie auf damit. Sie kann bis zu 1500 Eier am Tag legen!
Die Paarung der Köni¬
gin mit den Drohnen
erfolgt mitten im Flug.
Dabei hält sich das
Männchen mit den
Beinen am Weibchen
fest. Die Drohnen hin¬
terlassen genügend
Samen im Hinterleib
des Weibchens, dass
es sein ganzes Leben
lang Eier legen kann.
Nach der Paarung
fallen die Drohnen zur
Erde und sterben.
Die Königin fliegt zum Nest oder Bienenstock zurück und legt ihre Eier einzeln in kleine
Wabenzellen. Aus jedem Ei schlüpft eine Larve, die von den Arbeiterinnen gefüttert
wird. Dann werden die Zellen zugedeckelt, und die jungen Bienen entwickeln sich.
DIE BERUFE DER ARBEITSBIENE
Eine Arbeiterin lebt nicht sehr lange, nur etwa 30 Tage.
In dieser Zeit übt sie verschiedene Berufe aus.
Ihr zweiter Beruf: Amme. Sie füttert die Larven, passt auf sie auf,
verwöhnt sie und sieht über hundertmal am Tag nach ihnen.
Ihr erster Beruf: Putzbiene. Sie reinigt die Wabenzellen für die Eier.
Danach schafft sie mit ihren Mundwerkzeugen Abfälle aus dem Stock.
Als Wachbienen greifen sie ihre
Feinde an, wie diese Biene, die nicht
zum Bienenvolk gehört.
Die Wachbienen bewachen den
Eingang des Stocks und alarmieren
beim Eindringen von Feinden.
Als Baubienen bauen
sie Wabenzellen, um
das Nest zu vergrößern.
Sie bilden eine Art
Kette, indem sie sich
mit den Beinen anein¬
anderhalten. Dann
streifen sie nachein¬
ander eine Schicht
Wachs ab, das in
ihrem Hinterleib pro¬
duziert wurde. Diese
Arbeit verlangt große
Sorgfalt.
Nach ihrer Tätigkeit als Putzbiene und Amme wird die Arbeiterin
Baubiene und sorgt für die Lüftung. Dafür schlagen die Arbeiterinnen
im Sommer zu mehreren vor dem Nest mit den Flügeln.
Zum Schluss wird die Arbeiterin Sammelbiene. Sie fliegt pausenlos
zwischen Blüten und Nest oder Stock hin und her. Diese Arbeit dauert
nur vier oder fünf Tage, denn die Biene ist bald erschöpft und stirbt.
Die Biene sammelt den Blütenstaub und transportiert ihn
im Pollenkörbchen ihrer Hinterbeine zum Nest.
Außerdem holt sie Wasservorräte für die Larven und Bienen im Nest.
Als Lagerarbeiterin füllt sie den von den Sammelbienen mitgebrachten
Nektar in die Zellen, wo er zu Honig wird.
Der Schwarm hängt sich an einen Dachbalken oder einen Ast und
wartet, bis die Arbeiterinnen einen Ort auskundschaften, an dem das neue
Bienenvolk sein Nest gründen kann.
DER BIENENSCHWARM
Wenn es im Bienenstock oder im Nest zu voll wird, schwärmt die Königin p
mit den Arbeiterinnen aus: Sie bilden einen Bienenschwarm.
Zunächst jedoch legt
die Königin Eier in die
größten Wabenzellen.
Die Larven, die dort
schlüpfen, bekommen
eine besondere Honig¬
sorte, das Gelee Royale,
und werden zu neuen
Königinnen. An einem
schönen Frühlingstag
verlässt die alte Königin
ihren Stock oder das
Nest. Tausende von
Arbeiterinnen begleiten
sie in einem Schwarm.
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Die Blaue Holzbiene wird
wegen ihrer Größe und
dem lauten Brummen
beim Fliegen oft für eine
Hummel gehalten.
Steinhummel
HUMMELN
Die Hummel ist ein großes Insekt. Sie ist mit den Bienen verwandt und
sammelt wie sie Nektar und Blütenstaub, der auch Pollen genannt wird.
NAHRUNG UND FORTPFLANZUG
Hummeln leben allein oder in Völkern, die ähnlich wie bei
den Bienen aus Königin und Arbeiterinnen bestehen.
Hummeln ernähren
sich von Nektar
und Blütenstaub.
Ihr Rüssel ist länger
als bei den Bienen,
weshalb sie tiefer in
den Blütenkelchen
saugen können.
Genauso wie die
Bienen tragen sie
zur Bestäubung der
Pflanzen bei.
Beim ersten Kälteein¬
bruch stirbt das Volk.
Nur die Königin über¬
lebt und schläft den
ganzen Winter über.
Im Frühling gründet sie
ihr Nest. Sie baut zwei
Zellen aus Wachs: Die
eine enthält Nektar
und Blütenstaub, die
andere ihre Eier. Diese
entwickeln sich zu
Larven und danach
zu Arbeiterinnen.
WESPEN
Sie ähneln den Bienen, aber Wespen sind nicht so rundlich,
haben eine schlanke Taille und stellen keinen Honig her.
Der Wespenstachel
bleibt nicht in der
Haut stecken wie der
Bienenstachel.
Ein Wespenstich ist
schmerzhaft. Im Mund
kann er gefährlich sein.
Fühler
Die Wespe zermalmt ihre Nahrung
mit ihren starken Mundwerkzeugen
(Mandibeln). Sie hat zwei große
schwarze Fühler, die zur Verständigung
mit den anderen Wespen dienen.
Die Königin legt in jede Zelle ein Ei. Daraus entwickelt sich eine Larve,
die sich verpuppt und schließlich als Arbeiterin schlüpft.
Die Königin baut ihr Nest aus vielen Einzelzellen. Dafür zerkaut sie
winzige Holzstückchen zu einem Brei, der an der Luft hart wird.
EIN NEST FÜR DAS VOLK
Die meisten Wespen leben als Volk zusammen. Im Sommer sind sie sehr
zahlreich. Im Winter sterben alle bis auf die Königin, die überwintert.
Wespen lieben Süßes wie Honig
und Marmelade.
Mit ihren Mundwerkzeugen
verarbeiten sie eine Raupe zu Brei.
DIE NAHRUNG DER WESPEN
Wespen ernähren sich von Insekten wie Fliegen und Läusen,
Larven, Raupen und süßen Nahrungsmitteln.
Wie die Bienen ernähren sich die Wespen auch von Nektar, aber am
liebsten fressen sie das Fruchtfleisch von saftigen Früchten.
Angeblich kommt weltweit
auf jede Spinne eine
Wegwespe, die ihr zum
Feind werden kann.
WEGWESPEN
Wegwespen sind Einzelgänger: Sie leben allein. Ihre Fühler und
Beine sind länger als bei den gewöhnlichen Wespen.
Sie erbeuten Spinnen,
indem sie sie lähmen, und
geben sie anschließend
ihren Larven zu fressen.
DER SCHRECKEN DER SPINNEN
Die Wegwespe nimmt es mit Spinnen auf, die sie an Größe bei Weitem
übertreffen. Trotzdem geht sie immer als Siegerin hervor!
Die Wegwespe gräbt ihren Bau, bevor sie die Spinne fängt. Dann zerrt sie
ihre noch lebende, betäubte Beute auf den Grund des Loches und legt ein
Ei darauf. Wenn die Larve schlüpft, ernährt sie sich von der Spinne.
SANDWESPEN
Die Sandwespe lebt in Gegenden mit sandigem Boden, wo sie ein Loch
zur Eiablage gräbt. Sie verschließt das Loch mit einem Kiesel.
Die Wespe lähmt diese Raupe durch einen Stich, danach zerrt sie
sie in ihr Loch, legt die Eier darauf und verschließt den Bau. Die Larven
werden sich von der Raupe ernähren.
HORNISSEN
Die Hornisse ist ungefähr dreimal so groß wie eine Wespe. Hornissen
leben in einem Volk zusammen. Ihr Stich ist ziemlich schmerzhaft.
Die Königin baut ihr Nest aus Rindenstückchen, die sie zu einem Brei zerkaut.
Hornissen ernähren sich von Nektar, dem Fruchtfleisch reifer Früchte, dem Saft
verletzter Bäume und auch von Fliegen und Raupen.
MARIENKÄFER
Dieses hübsche Insekt, auch Glückskäfer genannt, hat zwei zarte
häutige Flügel, die von harten Deckflügeln geschützt werden.
Es gibt viele Arten von Marienkäfern: rote mit weißen Punkten,
schwarze mit roten Punkten, schwarze mit gelben Punkten...
Am bekanntesten ist der rote Marienkäfer mit schwarzen Punkten.
Sieben Tage später schlüpfen die Larven. Sie haben einen Riesen¬
hunger und stürzen sich auf die Läuse, um sie zu verschlingen.
FORTPFLANZUNG
Kaum ist es Frühling, paart sich das Männchen mit dem Weibchen. Dann
sucht das Weibchen ein Blatt voller Läuse, um die Eier daraufzulegen.
Marienkäfer haben viel Nachwuchs. Ein Weibchen kann
in ihrem Leben rund 1000 Larven hervorbringen.
VON DER LARVE ZUM MARIENKÄFER
Im Laufe ihrer Entwicklung häutet sich die Larve mehrmals. Dann stellt
sie das Fressen ein, verpuppt sich und wird ein Marienkäfer.
In einer bestimmten Phase bekommt die Larve orange Stacheln, macht
einen Buckel und klebt sich zum Verpuppen an einen Stiel.
Ein paar Tage später schlüpft aus der Puppe ein orangefarbener Käfer
ohne Punkte, die kurz darauf zusammen mit der roten Farbe erscheinen.
DAS LEBEN DER MARIENKÄFER
Marienkäfer haben viele Feinde: Vögel, Ameisen, Wanzen,
die Gottesanbeterin und zahlreiche kleine Nagetiere.
Der Marienkäfer ernährt sich vor
allem von Blattläusen, die schädlich
für die Pflanzen sind.
Ameisen fressen ebenfalls Läuse,
allerdings auch die Eier und Larven
des Marienkäfers.
Ein Marienkäfer stellt sich tot,
um die Gottesanbeterin zu
täuschen, die ihn fangen will.
Wenn es kalt wird, drängen
sich die Marienkäfer dicht
aneinander und überwintern
Der Marienkäfer gehört zu der großen Insektenfamilie der Käfer.
Von diesen kleinen Tieren gibt es mehr als 350 000 Arten!
Alle Käfer haben harte Deckflügel über ihren zarten Flügeln.
Dieser Ölkäfer hat vier große Punk- Der Kartoffelkäfer lebt in Gruppen
te und ist rot wie der Marienkäfer. und frisst Kartoffelpflanzen.
Der Pinselkäfer ist oft auf Der Haselnussbohrer sieht lustig
Rosenstöcken zu finden. aus mit seinem Rüssel.
Viele Käfer sind Fleischfresser. Auf ihrem Speiseplan
stehen Insekten, Würmer, Larven und kleine Schnecken.
Andere fressen die Pflanzen ab, auf denen sie leben.
Der Hirschkäfer schwärmt
in der Dämmerung aus.
Der Laufkäfer lebt in alten
Baumstümpfen.
Der Aaskäfer hat Punkte auf dem
Rücken wie ein Marienkäfer.
Der seidige Fallkäfer mag den
Blütenstaub von Löwenzahn.
Zum Fliegen
stößt er sich mit den
Hinterbeinen ab
und lässt sich ins
Leere fallen.
Der Maikäfer ist ■
ein richtiger Vielfraß:
Er mag Blütenblätter
und frisst die Blätter
von den Bäumen.
MAIKÄFER
Dieses große Insekt hat zwei auffällige Fühler. Über die Fächer an den
Fühlerenden kann der Maikäfer Gerüche wahrnehmen.
FORTPFLANZUNG
Die Larven des Maikäfers leben lange unter der Erde, bevor die Käfer
schlüpfen. Sie ernähren sich von Pflanzenwurzeln.
Nach drei Jahren
krabbelt der junge
Maikäfer an die
Erdoberfläche.
Im Winter graben sich die
Larven tiefer ein, hören auf
zu fressen und schlafen.
Die Paarung findet
im Frühling statt, und
zwar meistens auf
einem Zweig. Zehn
Tage später gräbt
sich das Weibchen in
die Erde ein, um ihre
Eier ungefähr 10 cm
tief zu legen.
Die Larve des Maikäfers heißt Engerling. Während der dreijährigen
Entwicklung frisst sie, schläft viel und häutet sich mehrmals.
MISTKÄFER
Wie der Maikäfer gehört der Mistkäfer zu den Blatthornkäfern. Er ernährt
sich vom Kot anderer Tiere und kommt häufig auf Bauernhöfen vor.
Manche Mistkäfer
bauen ihr Nest im
Dung, setzen sich
hinein und legen
dort ihre Eier. Andere
graben ein Loch in
der Nähe von Kot und
bringen ihre Nahrung
als Kugel dorthin.
Manchmal kämpfen zwei
Männchen um eine Dungkugel.
Der Mistkäfer rollt eine Dungkugel
bis zu seinem Loch.
Goldglänzender
Rosenkäfer
Der Goliathkäfer
ist eines der :
größten Insekten
weltweit
Hellblauer
Blatthornkäfer
DIE FAMILIE DER BLATTHORNKÄFER
Sie heißen auch Skarabäen. Im Alten Ägypten wurde die Art „Heiliger
Pillendreher“ sehr verehrt und den Toten mit ins Grab gegeben.
Nashorn¬
käfer
Der Körper der Ameise besteht aus drei Teilen: Kopf, Brust
und Hinterleib. Er ist von einer Art Panzer umhüllt.
Mit ihren Fühlern kann die Ameise
sich verständigen, schmecken und
Gerüche wahrnehmen.
Die Mundwerkzeuge
(Mandibeln) funktionieren
ähnlich wie Zangen.
AMEISEN
Diese Insekten sind mit den Wespen und den Bienen verwandt. Es gibt
sie auf der ganzen Welt; angeblich sind es zehn Milliarden!
iS
1. Kammer der Königin
2. Kammer für die Eier
3. Brutkammer für die Larven
4. Vorratskammer für Körner
5. Kammer für tote Insekten
6. Kammer für Blattläuse
Im Ameisenhaufen
höhlen die Ameisen
Gänge aus, die zu
den verschiedenen
M-
Kammern führen.
DER AMEISENHAUFEN
Die Ameisen leben als Völker in Ameisenhaufen, die sie im Boden,
unter einem Stein oder unter Kiefernnadeln bauen.
Indem sie Ketten bilden, gelingt es den Weberameisen, zwei Blattränder
zusammenzubiegen. Zum Zusammennähen verwenden sie Seidenfäden,
die von ihren Larven hergestellt werden.
Diese Ameisen leben
in den tropischen
Wäldern in Völkern
aus Tausenden von
Einzeltieren. Aber ihre
hängenden Nester
halten nicht sehr lange:
Schon bald müssen
die Ameisen umziehen
und neu beginnen.
Manche Ameisen bauen ihr Nest in abgestorbenen Bäumen,
andere hängen es an Wasserpflanzen. Die Weberameisen bauen
ein Nest aus Blättern in den Bäumen.
FORTPFLANZUNG
Das Ameisenvolk besteht aus einer Königin, die die Eier legt, und aus
Arbeiterinnen, die ihr ganzes Leben lang emsig beschäftigt sind.
Nach der Eiablage bringen die Arbeiterinnen die Eier in
die Brutkammer. Fünf bis zehn Tage später schlüpfen die Larven
und müssen von den Arbeiterinnen gefüttert werden.
Zwischen dem frisch gelegten Ei und dem Schlüpfen der Ameise
liegt ungefähr ein Monat. Die Larve wächst, webt mithilfe von Seidenfäden
einen Kokon, verpuppt sich und schlüpft als fertige Ameise.
DIE NAHRUNG DER AMEISEN
Die Suche nach Nahrung ist die Hauptbeschäftigung der Arbeiterinnen.
Sie müssen die Königin, die Larven und die anderen Ameisen ernähren.
Die Ameisen lassen sich den süßen
Saft von Früchten wie Pfirsichen,
Aprikosen und Melonen schmecken.
Die Honigtopfameisen speichern
Zuckersaft in ihrem Hinterleib
und versorgen ihr Volk damit.
Manche Arten ernähren sich von Marienkäfern, Raupen,
Blatthornkäfern und anderen Insekten, auch von ihren Larven.
Zu mehreren transportieren sie ihre Beute bis ins Nest.
Viele Ameisenarten sind Allesfresser. Sie passen sich
an das Futterangebot in ihrem Lebensraum an. Andere dagegen
brauchen eine ganz bestimmte Nahrung.
Manche Ameisen züchten Blattläuse, denn sie lieben
den süßen Honigtau, den diese abgeben. Andere zerkleinern Blätter
zu einem Brei und fressen den Pilz, der sich auf dem Brei bildet.
Die Ernteameisen sammeln
Getreidekörner und verarbeiten
sie vor dem Fressen zu Brei.
Die Ameisenpflanzen stellen
gelbe Körnchen her, die den
Ameisen als Nahrung dienen.
Um vor einer Gefahr zu warnen, nehmen sie mit weit geöffneten
Mundwerkzeugen und erhobenem Hinterleib die Alarmposition ein, oder
sie klopfen mit ihrem Bauch an die Wände des Ameisenbaus.
DIE VERSTÄNDIGUNG DER AMEISEN
Die Ameisen teilen sich ihre Bedürfnisse mit und
tauschen Informationen untereinander aus.
Durch Berührungen ihrer Fühler oder ihrer Vorderbeine tauschen
sich die Ameisen aus. Der kleine Tropfen am Ende des Stachels ist
ein Duftsignal, das andere Ameisen vor einer Gefahr warnt.
WANDERAMEISEN
Sie haben kein bleibendes Nest. Nachts scharen sie sich um die Königin
in einem kugelartigen Gebilde, das auch Biwak genannt wird.
Diese Ameisen kommen in den tropischen Wäldern vor. Sie marschieren
in Zügen von mehreren Tausend Einzeltieren und greifen alle Insekten oder
selbst größere Tiere an, die ihnen in die Quere kommen.
RAUBAMEISEN
Bei dieser Ameisenart sind die Arbeiterinnen unfähig, sich um die
Königin und die Larven zu kümmern. Das ist ein Problem!
Doch die Ameisen
haben die Lösung
gefunden: Sie fallen
in das Nest eines an¬
deren Volkes ein und
rauben Eier, Larven
und Puppen. Die
daraus entstehenden
Arbeiterinnen sollen
die ganze Arbeit tun.
Manchmal töten die
Raubameisen die
Königin und plündern
alle Vorräte.
Zum Transport ihrer Beute
benützen sie ihre Mandibeln.
Wenn sie Honigtopfameisen finden,
bringen sie sie in ihr Nest.
Mit ihren langen Hinterbeinen, die wie Sprungfedern funktionieren,
kann die Heuschrecke riesige Sprünge machen. Ihre lang gestreckten Beine
enden in Krallen, mit denen sie sich in jeder Lage festhalten kann.
HEUSCHRECKEN
Die Heuschrecke ist im Sommer anzutreffen. Sie hat Flügel, bewegt sich
aber hüpfend fort. Sie singt, indem sie ihre Flügel gegeneinanderreibt.
FORTPFLANZUNG
Heuschrecken paaren sich am Ende des Sommers. Die Eier werden in
einem Loch abgelegt. Erst im nächsten Frühling schlüpfen die Jungen.
Bei der Paarung befestigt das Männchen ein weißes Säckchen
voller Samen am Hinterleib des Weibchens. Die Samen gelangen
in den Bauch des Weibchens und befruchten es.
Mit ihrer langen Legeröhre bohrt die Heuschrecke ein Loch
in die Erde, um ihre Eier dort hineinzulegen. Die Jungen schlüpfen und
häuten sich dann mehrere Male, bis sie ausgewachsen sind.
Das Grüne Heupferd ist eine Heuschreckenart, die im Gras schwer
zu erkennen ist, denn es hat eine grüne Tarnfarbe. Das Weibchen lebt
nicht sehr lange: Es stirbt, nachdem es die Eier gelegt hat.
Das Grüne Heupferd frisst vor allem
Gras und Blätter, aber manchmal
auch Insekten und Raupen.
In einem Spinnennetz
verfangen, kann die Heuschrecke
nicht mehr entwischen.
Das Männchen ist gut vom Weibchen
zu unterscheiden, weil es keine
Legeröhre am Hinterleib hat.
Diese Heuschreckenart
hat graue, schwarz und braun
gefleckte Flügel.
Wüste n-
heuschrecke
Brasilianische
Heuschrecke
Heide¬
schrecke
FELDHEUSCHRECKEN
Anders als die Langfühlerschrecken haben die Feldheuschrecken kurze
Fühler. Ihr Gesang entsteht durch Reiben der Beine an den Flügeln.
Es gibt viele Arten von Feldheuschrecken.
Sie leben auf Trockenwiesen und in warmen Gegenden.
Heuschrecke
aus dem Sahel
Wander¬
heuschrecke
HEUSCHRECKENPLAGEN
Ein Heuschreckenschwarm stellt eine ernsthafte Bedrohung für die
Landwirtschaft dar, vor allem in bestimmten Regionen Afrikas.
Ein Heuschreckenschwarm besteht aus Millionen von Einzeltieren.
In der Regel fliegen die Heuschrecken tagsüber und fressen nachts.
Wenn der Schwarm
auf einem Feld
haltmacht, sind die
Folgen verheerend.
Blitzschnell ist alles
kahl gefressen. Für
die Bauern ist dies
eine Katastrophe,
denn sie verlieren in
wenigen Sekunden
die gesamte Ernte.
Sie überwintert in ihrer Erdhöhle
und verlässt diese erst im Frühling.
Die Feldgrille ernährt sich von Pflanzen rings um ihre Erdhöhle.
Es kann aber Vorkommen, dass sie auch kleine Insekten frisst.
Feldgrillen können in einem
Terrarium gehalten werden.
FELDGRILLEN
Man erkennt sie an ihrem Zirpen, das sie durch Aneinanderreiben
ihrer Flügel erzeugt. Sie lebt allein und liebt die Sonne.
LIBELLEN
Die Libelle ist eines der schwersten und schnellsten Insekten. Dank ihres
schlanken Leibes und der großen Flügel erreicht sie 60 km/h im Flug.
Die Libelle kann
ihren Kopf in alle
Richtungen drehen,
was ihr beim Auf¬
lauern von Insekten
nützt. Mit ihren zwei
riesigen, aus über
1000 Einzelaugen
gebauten Facetten¬
augen kann sie
ausgezeichnet sehen.
Ihre beiden großen
Flügelpaäre werden
beim Landen nicht
nach hinten geklappt.
Paarung
Von Mai an paaren sich das Männchen und das Weibchen.
Daraufhin legt das Weibchen die Eier im Wasser. Die Larven schlüpfen
und leben dort mehrere Monate. Sie sind sehr gefräßig.
Diese Larve fängt
eine Kaulquappe.
Unter ihrem Kopf versteckt die Larve ein seltsames Organ
mit zwei Zangen: die Fangmaske. Diese schnellt hervor,
sobald sie einen Fisch oder eine Kaulquappe fangen will.
Im Laufe ihrer Entwicklung durchläuft die Larve mehrere Häutungen.
Eines Tages klettert sie aus dem Wasser an einem Pflanzenstiel hoch
Kurz darauf wird ihre Haut rissig und die Libelle kommt hervor.
Die Libelle ernährt sich vor allem
von verschiedenen Insekten.
Diese Blauflügel-Prachtlibelle
gehört zu den Kleinlibellen.
Kleiner Fuchs
pi> - Chrysiridia
aus Madagaskar:
einer der schönsten
ÄfcL Falterder
Kleiner
Monarch
Blauer
Morpho
Brauner Bär
SCHMETTERLINGE
Sie gehören zu den bekanntesten Insekten. Es gibt winzige Schmetter¬
linge von nur einigen Millimetern und riesige von über 30 cm.
Es gibt zwei Typen von Schmetterlingen: Tagfalter sind tagsüber aktiv,
Nachtfalter bei Nacht. Auf ihren bunten Flügeln haben sie Schuppen, die das
Schimmern verstärken. Das Leben dieser Insekten ist nur kurz.
i
FORTPFLANZUNG
Um das Männchen anzulocken, sprüht das Weibchen eine Art Parfüm
in die Luft. Mit den Fühlern nimmt das Männchen den Duft auf.
Die beiden Schmetterlinge paaren sich auf einer Blüte und
drehen sich dabei den Rücken zu. Kurz darauf legt das Weibchen
die Eier auf ein Blatt. Viele davon werden von Vögeln gefressen.
Aus jedem Ei schlüpft eine Raupe, die einen Riesenappetit hat
und schnell wächst. Nach mehrmaligem Häuten schnürt sie sich fest,
verpuppt sich und verwandelt sich im Kokon in einen Schmetterling.
DAS LEBEN DER RAUPEN
Raupen kommen in allen Formen und Farben vor. Sie sind leicht
zu erbeuten, aber auch sie haben Mittel zur Verteidigung.
Zum Schutz vor Feinden verbergen sich manche Raupen
unter Wurzeln oder Stielen. Andere passen ihr Aussehen an die Pflanze
an, auf der sie leben. Wieder andere haben sehr spitze Stacheln.
Raupen verschlingen eine
Unmenge Blätter.
Der Körper einer Raupe ist nach
allen Seiten hin beweglich.
DAS LEBEN DER SCHMETTERLINGE
Schmetterlinge haben einen kleinen Kopf mit Fühlern, mit denen
sie Gerüche wahrnehmen und Blumen erkennen können.
Mit seinem Rüssel saugt der
Schmetterling den Blütennektar.
Dieser Nachtfalter ist auf dem
Baumstamm kaum zu erkennen.
Die Fledermaus ist der Feind der Nachtfalter. Eine weitere Gefahr
bilden Spinnennetze: unmöglich, sich daraus zu befreien!
Möhren¬
zünsler
Brennnessel¬
zünsler
Flockenblumen
Wickler
Mittelmeer-
Melkenwickler
Oft richten die Raupen
solcher Kleinschmetterlinge
großen Schaden bei den
Pflanzen an, auf denen sie
leben, weil sie die Blätter
fressen.
Eichen¬
wickler
Maiszünsler
KLEINE SCHMETTERLINGE
Diese Schmetterlinge sind kleiner als 2 cm.
Pygmäen-
blauling
Der Nachtfalter mit
der größten Spannweite
ist der Atlasspinner.
Beim Kometenfalter
ist die Spannweite
fast so groß wie beim
Atlasspinner.
Die größte Spannweite
unter den Tagfaltern hat
der Königin-Alexandra-
Vogelfalter.
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GROSSE SCHMETTERLINGE
Die Flügelspannweite dieser Prachtexemplare reicht bis zu 30 cm.
Es gibt über 13 000 Arten
von Tausendfüßern.
Genauso wie Regenwürmer
lockern sie den Boden auf.
1 In Wirklichkeit haben sie keine
1000 Füße, aber immer noch genug
Wenn sie Angst haben, ringeln sie
sich ein und können sogar giftige
Stoffe absondern.
TAUSENDFUSSER
Diese Gliederfüßer leben im Boden, unter Steinen, an feuchten Stellen
und in abgestorbenem und verwesendem Holz.
Tausendfüßer ernähren sich von Überresten im Boden,
von Wurzeln und Getreidesamen auf den Feldern.
Männlicher Ohrwurm:
Seine Zangen sind stärker gebogen
als beim Weibchen.
Diese Insekten
sind nachtaktiv.
Tagsüber schlafen
sie an dunklen
Stellen.
Sie ernähren sich
von Pollen, Obst,
Blättern und
kleinen Insekten.
Ohrwurm mit
ausgebreiteten
Flügeln
Im Haus¬
inneren
schätzen sie
die Wärme und
Essensreste.
OHRWÜRMER
Wegen der Zangen an ihrem Hinterleib werden die Ohrwürmer
auch „Ohrenkneifer“ genannt. Einige Arten können fliegen.
Weiblicher Ohrwurm
FORTPFLANZUNG
Die Paarung findet im Herbst statt. Im Winter legt das Weibchen
die Eier in einen kleinen Bau. Im Frühling schlüpfen die Jungen.
Im Unterschied zu manch anderen Insekten verlässt das Weibchen
die Eier nicht. Sie kümmert sich um ihren Nachwuchs.
Die Larven durchlaufen mehrere Häutungen bis sie erwachsen sind
Um sie zu füttern, fängt das Weibchen Insekten.
vflnin
WANZEN
Wanzen sind äußerst farbenprächtige Insekten. Ihre bunten Farben
signalisieren den Feinden, dass sie giftig sind.
Je nach Art leben sie auf bestimmten Pflanzen, deren Saft sie saugen.
Außerdem ernähren sie sich von kleinen Insekten.
Verschiedene Entwicklungsstadien der kleinen Wanze:
Sie verändert dabei ihre Farbe!
FORTPFLANZUNG
Man kann sie leicht bei der Paarung in der Natur beobachten, denn
diese dauert mehrere Stunden oder Tage, was bei Insekten selten ist.
Das Weibchen legt die Eier auf ihrer Pflanze. Die Larven haben andere
Farben als die ausgewachsenen Tiere und häuten sich mehrmals.
Die Soldaten
verteidigen den Staat
mit gefährlichen
Waffen: ihren kräftigen
Mandibeln.
'beiter
jfe-.
Soldat
Larve
TERMITEN
Termiten sind Insekten und leben in Staaten. Je nach Aussehen gehören
sie verschiedenen Gruppen mit ganz bestimmten Aufgaben an.
Die geflügelten Fortpflanzungstiere
sind während der Paarungszeit zu sehen.
Sie fliegen in Schwärmen und verlieren
ihre Flügel nach der Paarung.
Die Königin legt Tausende von
Eiern pro Jahr. Sie kann sehr alt
werden: über 20 Jahre. Ein König lebt
zur Befruchtung an ihrer Seite.
Die Arbeiter sind am zahlreichsten. Sie sammeln die Nahrung für
den ganzen Staat, versorgen Eier und Larven und reinigen das Termitennest.
Die Soldaten schützen den Staat vor Feinden, vor allem vor Ameisen.
M
Termiten können zu einer Plage werden, denn sie ernähren sich
von Holz. Wenn sie ein Haus befallen, verursachen sie große Schäden,
weil sie Wände, Möbel und Türen aushöhlen.
Termiten sind unglaubliche Baukünstler! Sie können riesige
Termitenhügel mit erstaunlichen Formen errichten.
Die Termiten fressen Gänge ins Holz. Solche Schäden werden von den
Arbeitern verursacht, die lichtscheu und deshalb schwer zu sehen sind.
■
STECHMÜCKEN
Diese Insekten haben nur zwei Flügel. Ausgewachsen leben sie nur
zwei oder drei Wochen. Es gibt sie überall auf der Welt.
grober ais aie öiecn-
mücke, und ihr Körper
ist lang gestreckt.
Nur das Weibchen sticht. Es
saugt das Blut, das es für das
Reifen seiner Eier braucht. Das
Männchen hingegen ernährt sich
von Nektar und Blütenstaub.
FORTPFLANZUNG UND FEINDE
Stechmücken kommen meist nahe am Wasser und an feuchten Stellen
vor, denn das sind die Orte, an denen sie sich fortpflanzen.
Nach der Paarung legt das Weibchen die Eier. Sie bleiben
an der Wasseroberfläche. Wenige Tage später schlüpfen die Larven,
häuten und verpuppen sich bis zur erwachsenen Stechmücke.
Die vielen Larven sind eine leichte
Beute für die Fische.
Vögel sind die Hauptfeinde
der Stechmücken.
Stubenfliege
Schmeiß
fliege
Die Hessen-
fliege ähnelt einer
Stechmücke.
V
wrmm,
Ifllili
FLIEGEN
Die Fliege ist weltweit verbreitet. Ihr Körper ist mit feinen Härchen
bedeckt. Die Härchen liefern der Fliege wichtige Informationen.
■VH
liffil
Fleisch-
fliege
Fliegen haben
zwei große Facettenaugen
und einen Rüssel, mit dem sie
die Nahrung aufsaugen.
FORTPFLANZUNG
Die meisten Fliegen schlüpfen im Sommer und leben dann rund
zwei Monate. Einige Fliegen überstehen aber auch den Winter.
Das Männchen paart sich mit dem Weibchen. Nach der Paarung
legt das Weibchen die Eier ab, je nach Art auf Lebensmitteln,
Pflanzen, toten Tieren oder Kot.
Schon kurz nach der
Eiablage schlüpfen
kleine Larven aus
den Eiern, die Maden.
Sie häuten sich
mehrfach, bevor sie
sich verpuppen. Aus
der Puppe, die einem
braunen Reiskorn
ähnelt, schlüpft dann
die Fliege.
Fliegen ernähren sich je nach Art von Abfällen, Kot,
Pflanzensäften, toten Tieren oder Lebensmitteln. Feste Nahrung
wird mit dem Speichel aufgelöst und dann aufgesaugt.
Fliegen lieben süße Lebensmittel
wie zum Beispiel Marmelade.
Zu viele Fliegen können ziemlich
lästig werden.
Fleischfressende Pflanzen locken
Fliegen in ihre Fallen.
Diese Orchideenblüte ähnelt einer
Fliege. Daher hat sie ihren Namen.
Fliege n-
ragwurz
Vieh¬
bremse
■ Auffällig sind die großen Facettenaugen.
Die Mundwerkzeuge der Weibchen sind besonders gut
ausgebildet. Damit können sie Haut durchbeißen.
BREMSEN
Bremsen gehören zu den Fliegen, sind aber größer. Das Weibchen beißt
und saugt Blut, das Männchen ernährt sich von Pflanzennektar.
■
Der Körper der
Bremse ist grau
bis schwarz. Ihr
Hinterleib ist oft
gemustert.
Bremsen beißen Tiere und Menschen und sind vor allem bei schwülem
Wetter aktiv. Bremsenbisse sind schmerzhaft, und die Haut fängt an zu jucken.
Auch können Krankheiten durch sie übertragen werden.
GOTTESANBETERINNEN
Dieses Insekt ist kaum zu erkennen: Es lauert bewegungslos auf Beute
und hebt sich kaum von der Pflanze ab, auf der es sitzt.
Die Gottesanbeterin nutzt ihre Flügel nur selten zum Fliegen.
Sie schüchtert damit vor allem ihre Gegner ein. Ihre Vorderbeine sind
mit Dornen besetzt, mit der sie ihre Beute festhalten kann.
FORTPFLANZUNG
Die Paarung findet im Herbst statt. Im Frühling schlüpfen die Larven,
die den ausgewachsenen Tieren gleichen. Sie häuten sich mehrfach.
Um sich zu paaren, nähert sich das kleinere Männchen dem Weibchen
von hinten. Daher hält das Weibchen es für einen Fressfeind.
So kommt es, dass sie es während Die Eier legt sie in einer Schaumhülle
oder nach der Paarung auffrisst! ab. So überwintern sie gut geschützt.
ANDERE FANGSCHRECKEN
Nicht jede Fangschrecke ist grün. Einige haben eine sehr hübsche
Färbung. Alle Fangschrecken jagen lebende Beute.
Dann stürzt sie sich auf sie
und verschlingt sie lebend.
GESPENSTSCHRECKEN
Zu den Gespenstschrecken zählen die „Stabschrecken“ - Insekten
mit langen, dünnen Körpern - und die „Wandelnden Blätter“.
Diese Insekten werden bis zu 30 cm groß.
Ihre Körper ähneln auf verblüffende Weise Blättern, Stängeln
oder Ästen. So sind diese Tiere perfekt getarnt.
FORTPFLANZUNG UND VERTEIDIUNG
Einige Gespenstschreckenarten vermehren sich ohne Männchen.
Die Weibchen sind in der Lage, die Eier selbst zu befruchten.
Bei anderen Arten unterscheiden sich Männchen und Weibchen oft stark.
Die Färbung der Jungtiere ist anders als die der ausgewachsenen Tiere.
Gespenstschrecken
haben verschiedene
Verteidigungsmittei:
Sie lassen sich wie
tot zu Boden fallen
oder verharren absolut
reglos, sodass man
sie nicht von einem
Zweig unterscheiden
kann. Andere erheben
drohend den Hinterleib
wie ein Skorpion oder
verspritzen eine giftige
Flüssigkeit.
Die Eintagsfliege
lebt so kurz, dass
sie keine Nahrung
braucht. Sie ist die
Beute von Vögeln
und Fledermäusen.
\ Die Larven leben
\£wei oder drei
Jahre im Wasser.
Sie fressen kleinste
Pflanzenteilchen.
■ .
EINTAGSFLIEGEN
An manchen Sommertagen ist alles voll von ihnen, am nächsten Tag sind
sie weg. Eintagsfliegen leben meist nicht länger als ein oder zwei Tage.
Mit den Vorderbeinen
fassen die Wasserläufer ihre
Beute. Mit dem mittleren
Beinpaar rudern sie vorwärts,
mit dem hinteren wird
gesteuert.
Dichte, Wasser abweisende Härchen
an den Beinenden sorgen dafür, dass die
Wasserläufer nicht im Wasser einsinken.
Sie ernähren sich von
Insekten, die ins Wasser
gefallen sind.
WASSERLÄUFER
Die Wasserläufer gehören zu den Wanzen. Sie können sich schnell
auf dem Wasser fortbewegen. Oft entdeckt man sie auf Teichen.
SCHABEN
Manchmal findet man diese Insekten in Häusern und Wohnungen, wo sie
Nahrung suchen. Küchenschaben nennt man auch Kakerlaken.
Schaben treten meist in größerer Zahl auf. Mit ihren langen, feinen
Beinen krabbeln sie sehr schnell. Schaben sind lichtscheu.
Das Weibchen legt ein
Eipaket ab, eine Art Kokon, der
mehrere Dutzend Eier enthält.
Bei der Nahrungssuche sind
Schaben nicht wählerisch: Diese hier
machen sich über Küchenabfälle her.
SILBERFISCHCHEN
Das Silberfischchen, auch Zuckergast genannt, ist ein lichtscheues
Insekt. Es liebt feuchte und staubige Schlupfwinkel.
SPINNEN
Es gibt Tausende von Spinnenarten. Und sie kommen überall vor:
auf den Berghöhen ebenso wie in der Wüste oder im Wasser.
Einige Spinnen haben sich farblich an ihren Lebensraum angepasst.
Auf diese Weise sind sie kaum zu erkennen.
Einige Arten spinnen ihre Beute
in Spinnenseide ein.
Manche Spinnen richten sich auf,
um ihre Feinde einzuschüchtern.
JAGDTECHNIKEN
Die meisten Spinnen jagen lebende Insekten. Auch andere Spinnen
werden gefressen. Große Spinnen erbeuten sogar Vögel oder Ratten.
Diese Spinne lauert ihrer Beute
in einem Erdtrichter auf.
Diese Spinne lähmt ihr Opfer
und verschlingt es lebend.
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DAS SPINNENNETZ
Viele Spinnen weben Netze. Die Netze dienen als Wohnraum
und Versteck, aber auch zum Fangen der Beute.
Einige Spinnen leben in Kolonien Dieses Spinnenweibchen hat ihr
und weben riesige Netze. Netz zur Brutpflege gewebt.
Der Bau des Netzes
erfolgt streng nach
Plan. Beim Radnetz
webt die Spinne zu¬
nächst einen Rahmen,
dann von der Mitte
ausgehend strahlen¬
förmige Fäden. Das
Netz wird jeden Tag
an fast derselben
Stelle erneuert.
1 - Das Gift dieses nordamerikanischen Skorpions ist für den
Menschen gefährlich. 2 - Dieser Skorpion ist in Europa verbreitet,
aber ungefährlich. 3 — Asiatischer Skorpion. 4 — Wüstenskorpion.
SKORPIONE
Es gibt viele verschiedene Skorpionsarten. Sie greifen keine
Menschen an, aber sie stechen, wenn sie sich bedroht fühlen.
Wie Spinnen sind Skorpione keine Insekten, sondern gehören zu
den Spinnentieren. Sie sind nachtaktiv und leben an trockenen Orten.
Manchmal dringen sie auch in menschliche Behausungen vor.
Skorpione ernähren
sich in erster Linie
von Insekten, die sie
fangen und mit dem
Gift ihres Stachels
lähmen. Doch der
Stachel kommt nicht
immer zum Einsatz:
Oft reichen die Kiefer¬
klauen aus, die Beute
wehrlos zu machen.
Das Weibchen
bringt mehrere
Jungen auf die Welt,
die sie 5-15 Tage
auf ihrem Rücken
trägt. Bis sie aus¬
gewachsen sind,
häuten sich die
kleinen Skorpione
mehrfach.
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REGENWÜRMER
Regenwürmer gehören zu den wirbellosen Tieren: Sie haben kein
Skelett. Sie leben in der Erde und graben unterirdische Gänge.
Regenwürmer ernähren sich von vermoderten Pflanzenteilen.
Die verdauten Reste werden am Ausgang ihrer Gänge ausgeschieden.
Sie selbst werden die Beute von Vögeln, Maulwürfen und Igeln.
Regenwürmer verlassen bei starkem Regen ihre Erdgänge. Vielleicht,
weil die Gänge voll Wasser laufen, oder aber, weil der Regen Erschütterungen
im Boden auslöst, die sie an einen grabenden Maulwurf erinnern.
SCHNECKEN
Schnecken haben einen weichen Körper. Er wird durch das Schnecken¬
haus geschützt, in das sich die Schnecke zurückziehen kann.
Es gibt viele Arten von Landschnecken. Am bekanntesten sind die
Gefleckte Weinbergschnecke (1) und die Weinbergschnecke (2).
DAS LEBEN DER SCHNECKE
Schnecken häuten sich nicht. Wenn ihr Körper wächst, vergrößert sich
ihr Gehäuse durch eine kalkhaltige Substanz, die an der Luft hart wird.
Schnecken sind Zwitter, das bedeutet, sie sind Männchen und Weibchen
zugleich. Trotzdem paaren sie sich. Die Eier werden in der Erde abgelegt. Drei
Wochen später schlüpfen die kleinen Schnecken und graben sich frei.
Eine Schnecke frisst Blätter
und Früchte. Ihre Zunge ist mit
winzigen Zähnchen besetzt.
Im Winter verschließt
die Schnecke ihr Gehäuse mit
einem festen Deckel.
Schnecken brauchen Feuchtigkeit, um den schützenden Schleim
zu bilden. Bei Trockenheit ziehen sie sich in ihr Gehäuse zurück und
verschließen es mit einer dünnen Schutzschicht.
Die Schnecke bewegt sich dank
ihres muskulösen Fußes fort.
Beim Kriechen hinterlässt sie
eine Schleimspur.
Der Schleim erleichtert das Kriechen und schützt vor Verletzungen.
Die Schnecke kann sogar kopfüber und über Dornen kriechen.
WASSERSCHNECKEN
Schnecken gibt es nicht nur an Land, sondern auch in Seen,
Flüssen, auf dem Meeresgrund oder an den Küstenfelsen.
Hier sind einige Meeresschnecken abgebildet. Ihre hübschen
Gehäuse findet man manchmal am Strand.
NACKTSCHNECKEN
Nacktschnecken sind eng mit den Gehäuseschnecken verwandt, aber
sie haben kein Schneckenhaus. Nacktschnecken sind nachtaktiv.
Auch Nacktschnecken sondern Schleim ab, der ihren weichen Körper
schützt und feucht hält. Sie fressen hauptsächlich Pflanzen.
FORTPFLANZUNG UND ERNÄHRUNG
Wie die Gehäuseschnecken sind auch die Nacktschnecken Zwitter,
die sich trotzdem paaren müssen, um Nachwuchs zu haben.
Einige Tage nach der Paarung legt die Schnecke ihre Eier an einem ge¬
schützten Ort ab. Die Jungen ähneln den ausgewachsenen Schnecken.
Nacktschnecken sind richtige Kletterkünstler: Mühelos wechseln sie
von Pflanze zu Pflanze. In Gärten fressen sie oft den Salat an.
MEERESNACKTSCHNECKEN
Meeresnacktschnecken werden auch Nacktkiemer genannt.
Die schönsten Exemplare findet man in warmen Gewässern.
Mit ihren bunten Farben und wunderlichen Formen ähneln sie Pflanzen
Sie ernähren sich von Algen oder kleinen Krustentieren.
FRÖSCHE
Frösche gehören zu den Amphibien. Amphibien sind Tiere,
die sowohl im Wasser als auch an Land leben.
Es gibt viele Froscharten: Man findet große und kleine
Frösche, auffällig gefärbte und gut getarnte.
Der Jung frosch
verlässt das
Wasser zur
Nahrungssuche.
Aus den Eiern, dem Froschlaich, schlüpfen Larven: die Kaulquappen.
Sie ernähren sich von winzigen Pflanzenteilchen. Je nach Art dauert die
Entwicklung von der Larve zum Frosch unterschiedlich lang.
FORTPFLANZUNG
Frösche brauchen eine bestimmte Temperatur, um aktiv zu sein.
Im Winter halten sie Winterruhe. Im Frühling paaren sie sich.
Das Männchen lockt das Weibchen mit Balzrufen an, die durch die
Schallblase verstärkt werden. Die Paarung findet im Wasser statt.
Zuerst
wachsen die
Hinterbeine.
Kaulquappe mit
langem Schwanz
Wenn die Vorderbeine
entstehen, bildet sich
der Schwanz zurück.
ERNÄHRUNG
Frösche sind Fleischfresser. Sie ernähren sich hauptsächlich von
Insekten. Einige Arten wagen sich jedoch auch an größere Beute.
Mit seiner langen, klebrigen Zunge
fängt der Frosch Insekten.
In dieses große Maul passt
eine ganze Maus!
Dank ihrer muskulösen Hinterbeine können Frösche weit springen.
Das nützt ihnen beim Beutefang oder auf der Flucht.
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VERTEIDIGUNG
Einige Frösche tarnen sich oder wechseln die Farbe.
Andere sondern giftige Sekrete ab, um sich zu schützen.
Diese Frösche schrecken mit ihrer auffälligen Körperzeichnung Feinde
ab. Die Signalfarben sagen: Vorsicht, wir sind giftig!
Die augenähnliche Zeichnung auf Dieser Frosch ist im Laub
dem Hinterleib wehrt Feinde ab. so gut wie unsichtbar.
Seine Vorderbeine
ähneln Händen mit
kräftigen Krallen. Mit
diesen Schaufeln wühlt
er sich durchs Erdreich.
MAULWURFE
Der Maulwurf lebt unter der Erde. Dort findet er Futter, schläft und bringt
seine Jungen auf die Welt. Er sieht schlecht, kann aber gut riechen.
Maulwürfe brauchen viel Futter: Die tägliche Nahrungsmenge
entspricht fast dem Eigengewicht der Tiere. Auf ihrem Speiseplan
stehen Regenwürmer, insekten, Larven und Engerlinge.
Vier Wochen nach der Paarung bringt das Weibchen
zwei bis drei blinde und nackte Junge zur Welt. Die Mutter verjagt sie,
wenn sie ausgewachsen sind - Maulwürfe sind Einzelgänger.
MAULWURFSHÜGEL
Wenn der Maulwurf seine Gänge gräbt, schiebt er die überschüssige
Erde regelmäßig an die Oberfläche: So entstehen die Maulwurfshügel
Fledermäuse sehen schlecht
Dunkeln durch Rufe im Ultrasch
'tieren sich im
und deren Echo.
Die Bulldogfledermaus hat lange
Ohren, die bis über die Augen
längen. Ihren Namen verdankt sie
ihrer knautschigen Schnauze.
Die Vampirfledermaus ernährt
sich vom Blut anderer Säugetiere
und Vögel, deren Haut sie mit den
FLEDERMÄUSE
Fledermäuse fliegen, aber sie sind keine Vögel, sondern Säugetiere. Ihre
Flügel bestehen aus einer Flughaut, die die Gliedmaßen umspannt.
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Einige Fledermäuse jagen Fische
an der Wasseroberfläche.
Obst fressende Fledermäuse können
in Plantagen große Schäden anrichten. y
Die meisten Fledermäuse fressen Insekten, doch einige Arten
ernähren sich auch von Früchten oder Nektar, Fröschen, Fischen oder
kleinen Säugetieren. Vampirfledermäuse trinken ausschließlich Blut.
Im Winter ist das
Nahrungsangebot
beschränkt und die
Fledermäuse halten
Winterschlaf. Sie
suchen geschützte
Höhlen auf und
krallen sich kopfüber
an der Decke fest.
SPITZMÄUSE
Spitzmäuse ähneln kleinen Mäusen, sind aber keine Nagetiere.
Man erkennt sie an ihrer spitzen Nase und den kleinen Augen.
Die Spitzmaus ist ein Einzelgänger. Sie hält Winterschlaf.
Im Frühjahr bringt sie ihre Jungen auf die Welt.
Bei manchen Spitzmausarten zeigen die Jungen ein lustiges Verhalten:
Sie laufen im Gänsemarsch hinter der Mutter her und verbeißen sich dabei
am Schwanzansatz des vorausgehenden Tieres.
Die Spitzmaus frisst Würmer, Insekten, Schnecken und Spinnen.
Sie kann sogar durch Nackenbisse kleine Nager erbeuten.
ERNÄHRUNG
Spitzmäuse brauchen viel Futter, so viel wie ihr Eigengewicht. Finden
sie nicht genug Nahrung, verhungern sie in wenigen Stunden.
Spitzmäuse verteidigen ihr Revier Manche Arten leben am Wasser
bis aufs Blut gegen Artgenossen. und tauchen nach Fischen.
SPITZMAUSARTEN UND ELEFANTENSPITZMAUS
Spitzmäuse sind auf der ganzen Welt verbreitet. Die Tiere mit der langen
Schnauze gehören zu den kleinsten Säugetieren.
Diese beiden Tiere kommen in Afrika vor. Die Elefantenspitzmaus rechts
ist gar keine Spitzmaus, sondern zählt zur Familie der Rüsselspringer.
Etruskerspitzmaus und Zwergspitzmaus gehören zu den kleinsten
bekannten Säugetieren: Sie messen weniger als 7 cm - mit Schwanz.
GARTENSCHLÄFER
Dieses kleine Säugetier erkennt man an der schwarzen Augenmaske und
seinem langen Schwanz. Manchmal nistet er sich in Häusern ein.
Gartenschläfer sind nachtaktiv und gute Kletterer. Sie fressen Insekten
oder Schnecken und plündern Vogelnester.
Der Schwanz ist verhältnismäßig dünn. Bei Gefahr kann der Garten
Schläfer ihn abwerfen, um einem Fressfeind zu entkommen.
Im Winter zieht sich der Gartenschläfer zum Winterschlaf zurück.
Dafür sucht er dichte Hecken, Baumhöhlen oder Dachböden auf.
Im Frühling werden vier bis fünf Jungtiere geboren und gesäugt.
Die zunächst nackten Jungen sind Der Gartenschläfer frisst Fleisch,
mit drei Monaten ausgewachsen. Obst, Samen und Nüsse.
Eulen stellen die größte Gefahr Beim Winterschlaf rollt er sich tief im
für den Gartenschläfer dar. Nest in seinen Schwanz ein.
HASELMÄUSE
Die Haselmaus kann gut klettern und verbringt die meiste Zeit auf Bäumen.
Sie frisst Beeren und Nüsse, selten auch Insekten und Würmer.
Tagsüber schläft sie auf Büschen
oder Bäumen in ihrem kugelförmigen
Nest. Im Winter hält sie Winterschlaf.
Die Jungen kommen in der warmen
Jahreszeit zur Welt. Sie werden etwa
vier Wochen lang gesäugt.
Sie ist ein wendigem-
Kletterer. Mit ihrem Greif- M
schwänz hält sie sich an ;
Gräsern und Zweigen fest
In etwa 50 cm Höhe baut
sie ihr kugeliges Nest
zwischen die Halme.
Zwergmäuse können bis zu
sechsmal im Jahr Junge werfen.
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ZWERGMÄUSE
Dieser kleine Nager lebt in Getreidefeldern oder dichten Hecken. Die
Zwergmaus ernährt sich von Getreide, Samen, Insekten und Früchten.
Die Westschermaus sieht der
Feldmaus sehr ähnlich. Sie lebt am
Wasser und kann schwimmen.
Von ihren unterirdischen Gängen
aus kann die Feldmaus bequem
Pflanzenwurzeln annagen.
FELDMÄUSE
Die Feldmaus ist weit verbreitet und gehört zu den Wühlmäusen.
Sie bevorzugt Äcker, Wiesen und Weiden als Lebensraum.
Feldmäuse fressen
Körner, Wurzeln,
Grünpflanzen und
Früchte. Sie leben zu
mehreren in unter¬
irdischen Gängen
und Nestkammern.
Die Jungen kommen
zwischen Mai und
Oktober auf die Welt.
HAUSMÄUSE
Hausmäuse sind auf der ganzen Welt verbreitet. Sie suchen die Nähe
der Menschen, denn dort finden sie leicht Nahrung.
In Haushalten können
die kleinen Nager
Schaden anrichten:
Sie haben es nicht
nur auf Lebensmittel
abgesehen, sondern
knabbern auch Kabel
und Holzböden an.
Verpackungen sind für die Haus¬
maus kein Hindernis.
Mäuse vermehren sich schnell. Die
Jungen werden nackt geboren.
Zu ihrer Nahrung gehören Samen,
Knospen, junge Triebe, Raupen und
Tausendfüßer.
WALDMÄUSE
Die Waldmaus ähnelt der Hausmaus, hat aber einen weißen Bauch.
Auch sind ihre Ohren größer, und die Augen treten stärker hervor.
Die Waldmaus
ist scheu und sehr
lebhaft. Sie kann
klettern und sprin¬
gen, und bei Gefahr
schwimmt sie sogar.
Ihre Feinde sind
Katzen, Wiesel, Eulen,
Käuze und Greifvögel.
Die Jungen kommen zwischen März
und Oktober zur Welt und werden rund
20 Tage lang gesäugt
Durch die Verbreitung des Rattenflohs
wurden im Mittelalter die großen
Pestepidemien ausgelöst.
RATTEN
Ratten sind größer als Mäuse und weltweit verbreitet.
Wanderratten können zu Tausenden auftreten.
Australische Maus
Die meisten Rattenarten
Früchte und Nüsse, aber eigentlich
Ratten Allesfresser. Sie passen sich schnell
an und leben in kleineren oder größeren
Gruppen zusammen.
Nagetier. Ihre Zähne
sind messerscharf.
EIDECHSEN
Eidechsen sind Reptilien. Ihre Haut ist geschuppt. Als wechselwarme
Tiere brauchen sie das warme Sonnenlicht.
Eidechsen ernähren sich von Insekten, Würmern und Larven. Bei Gefahr
können sie ihren Schwanz abwerfen. Er wächst nach, wenn auch nicht in voller
Länge. Dank ihrer kräftigen Krallen sind Eidechsen hervorragende Kletterer.
FORTPFLANZUNG
Nach der Paarung legt das Weibchen seine Eier in ein Loch, bedeckt
sie mit Erde und überlässt sie dann ihrem Schicksal.
In der Paarungszeit zeigt sich das Männchen in leuchtenden Farben und
aggressiv. Vor der Begattung packt es das Weibchen am Schwanz.
Die Jungen durchstoßen die Eierschale mit dem Eizahn. Sie gleichen den
ausgewachsenen Eidechsen und sind auf sich selbst gestellt.
Weltweit gibt es viele Echsenarten: von kleinen Arten mit rund 20 cm
Körperlänge bis hin zu großen Arten von gut 4 m.
Die Mauereidechse gehört mit rund 20 cm Länge zu den kleinen Arten.
Sie bevorzugt südliche Regionen und lebt an Felswänden, Steinmauern, Bahn-
und Straßenböschungen. Schutz findet sie in Fugen und Spalten.
Eidechsen sind ausgezeichnete
Kletterer. Sie bewegen sich wendig
und geschmeidig.
Eidechsen häuten sich mehrfach,
während sie wachsen. Die Flaut löst
sich in Fetzen ab.
KOLIBRIS
Kolibris kommen nur in Amerika vor, vor allem in Äquatornähe. Sie
messen kaum 5 cm und sind damit die kleinsten Vögel überhaupt.
Das Weibchen ist nicht so
bunt wie das Männchen.
Die Paarung findet in der
blütenreichen Zeit statt.
Nach der Begattung legt
das Weibchen seine Eier in
ein winziges Nest. Abends
fallen die Kolibris in tiefen
Schlaf und ihr Herzschlag
verlangsamt sich.
Das Männchen ist auffälliger
gefärbt als das Weibchen.
Kolibris sind die Vögel mit dem
schnellsten Flügelschlag: bis
zu 80 Schläge pro Sekunde.
Entsprechend groß ist ihr
Energiebedarf. Sie ernähren
sich von Blütennektar und
einigen Insekten.
SEEPFERDCHEN
Seepferdchen gehören zu den Fischen. Sie leben in Seegraswiesen und
Korallenriffen in wärmeren Meeren. Sie sind vom Aussterben bedroht.
Die Gründe dafür sind zahlreich: Ihre Lebensräume werden zerstört,
sie werden an Touristen verkauft und als Wundermedizin gehandelt.
FORTPFLANZUNG
Die Fortpflanzung der Seepferdchen ist in der Tierwelt einmalig:
Das Männchen trägt die Eier aus und bringt die Jungen zur Welt.
Die Balz dauert
mehrere Tage. Dabei
schwimmen Männ¬
chen und Weibchen
mit ineinanderver-
hakten Schwänzen
auf und ab. Bei der
Begattung spritzt das
Weibchen seine Eier
in die Bauchtasche
des Männchens.
ln dieser Bruttasche werden die Eier befruchtet und ausgetragen.
Nach einigen Wochen zieht sich das trächtige Männchen zurück und gebiert
die Jungfische, die jeweils zu viert oder fünft ausgetrieben werden.
GARNELEN
Besonders bekannt sind Felsengarnelen und Nordseegarnelen, auch
Krabben genannt. Doch es gibt noch viele andere, erstaunliche Arten.
Die geschlechtsreifen Weibchen sind nur kurz nach der Häutung
paarungsbereit. Nach der Paarung trägt das Weibchen die befruchteten
Eier an ihrem Hinterleib, bis die kleinen Garnelen schlüpfen.
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PLANKTON
Plankton sind kleine Organismen, die im Wasser treiben. Plankton
besteht aus winzigen Algen, Eiern, Larven, Einzellern...
Viele Meerestiere ernähren sich von Plankton: Wale, Walhaie oder
kleinere Fische wie Sardinen filtern es aus dem Wasser.
KOPFLÄUSE
Kopfläuse sind flügellose Parasiten, die nur den Menschen befallen.
Sie haben einen Stechrüssel und ernähren sich von Blut.
Kopfläuse lieben
Körperwärme, und
halten sich meist
an der Kopfhaut
auf. Durch die klei¬
nen Widerhaken
an ihren Beinen
können sie sich
gut an den Haaren
festklammern.
Das ausgewachsene Weibchen lebt etwa vier Wochen lang und kann in dieser
Zeit täglich Eier ablegen, die sogenannten Nissen. Die Nissen kleben an den Haaren.
Nach einer Woche schlüpfen Larven, die zwölf Tage später geschlechtsreif sind.
Die Zecke, auch Holzbock genannt, ist die größte Milbenart. Sie kommt
in Waldgebieten vor. Larven und Weibchen ernähren sich von Blut.
MILBEN
Milben sind winzige Spinnentiere, die auch Menschen besiedeln. Beim
Menschen können sie Allergien, Jucken und Hautausschlag auslösen.
Die Larven der Grasmilbe treten im Spät¬
sommer im Gras auf. Sie verursachen
beim Menschen Ausschlag: Erntekrätze.
Viele Milbenarten besiedeln Pflanzen.
Der Befall der Blätter ist an farbigen
Flecken oder Bläschen erkennbar.
Der Vogelparasit ernährt sich vom Blut der Wirtsvögel.
Hundefloh, mit Großansicht seines Kopfes.
PARASITEN IN DER VERGRÖSSERUNG
Diese Tierchen sind überall in unserer Umgebung. Sie sind winzig klein:
zwischen 0,2 und 3 mm. Unter dem Mikroskop sehen sie monströs aus.
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Hausstaubmilbe beim Fressen einer anderen Milbe
Von Milben besiedelte Milbe.
Pflanzenmilbe.
Fotos S. 122-123:
© Thierry Berrod / Monaüsa / LookatSciences
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Flinke Grashüpfer, farbenprächtige Schmetterlinge - schon ein Stück¬
chen Wiese ist voller Leben! Dieses Buch lädt ein, auf Entdeckungs¬
reise zu gehen und alles, was da summt, kriecht und krabbelt einmal
näher zu betrachten. Vorgestellt werden zahlreiche Insektenarten,
aber auch Spinnen, Amphibien, Nager und andere kleine Tiere. Tolle
Illustrationen geben einen Einblick in die kleinen Wunderwerke der
Natur und zeigen, wie vielfältig und bunt die Welt der Tiere ist.
Mit rund 350 Illustrationen
Ab 4 Jahren