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Text
M. D. BERLITZ f
Praktifdje
Dtiitfdjc Sdiulgrammatili
£in fursgefa^tes Cefyrbud; bei
iau^fduuitrigkritni
im 3)eutfd)en.
JTtit jaf)Ireid)en Übungen.
HO. verbeffcrte Huflage.
BERLIN
SIEGFRIED CRONBACH
PARIS
THE BERLITZ SCHOOL
31 BOULEVARD DES ITALIENS
1911
NEW YORK
M. D. BER LITZ
LONDON
THE BERLITZ SCHOOL
321 OXFORD STREET
St. PETERSBURG
M. O. WOLFF
M. D. BERLITZ &
Prcifttifcbe
Drntldir S^nlgramwntih
£in fnrsgefafjtes fefyrbud; ber
fjQiipIfitjiuirriiilifitcii
im Deutfdje».
fllit ^aljlreidjen Übungen.
JO. verbefferte Huflage.
1911
BERLIN
SIEGFRIED CRONBACH
PARIS
THE BERLITZ SCHOOL
31 BOULEVARD DES ITALIENS
NEW YORK
M. D. BERLITZ
LONDON
THE BERLITZ SCHOOL
321 OXFORD STREET
ST- PETERSBURG
M. O. WOLFF
3Ille Diedjte Vorbehalten.
©8 tfi HrenflftenS unterfagt, fid> meines Samens für JteHamepvedte oljne
meine f$riftli$e ^uftimmung jn bebienen.
2» D. Serlifc
Dorrebe.
Seit langer Qeit haben wir bie SRotwenbigteit einer
beutfdjen Srammatif empfunben, bei bercn Stubium
ber Sdjüler feine 3eit nidjt mit Sfjeorte unb unnützen
Spitjfinbigfeiten nergeubct.
9lad) unferer Meinung ift ber eigentliche Sweet
einer für ben Spractjunterridjt im 2lu§Ianbe beftimmten
Srammatif üielmeljr, bem Sernenben richtiges Spredjen
unb Schreiben beijubringen, als if)tn ju einer ®eroanbt=
heit im ßerlegen ber Sätje unb Klaffifijieren ber SBörter
ju verhelfen. 2lu§ biefem Srunbe tjaben wir in bem
üorltegenben 53ud)e bie letzteren fünfte febr flüchtig be«
rütjrt unb and) baS nur, wo fie jum SBerftänbniffe un=
umgänglich nötig waren. Ser größere Seil be§ $8ud)e3
be^anbelt bie ftlettion, SRettion unb <5at}let)re, benn
gerabe gegen biefe Seile ber Srammatif fünbigt ber
Sdjüler am meiften.
©emafi bem Spridjroort: „Übung mad)t ben
SReifter" glauben wir unfern ßwed e^er burd) jaljl»
reiche ^eifpiele unb Übungen ju erreichen, al§ burd)
ffirllärungen. 2ßir geben be§wcgen bie letzteren in
tv
möglidjft bünbiger 3-orm; ber ßeßrer ßat biefelben
ofyneßin in Sßorte ju fleiben, bie betn 33er»
ftünbniffe be§ Sdjülerf angepaßt finb.
SJleinent ^rcunbe, £>errn Otto ß. Sdjroetjfg,
bin id) für feine $ilfe in ber Aufarbeitung mancher
Übungen unb in ber ^orreftur bef Söudjef jtt großem
©anfe ocrpflidjtet.
3ntyalt.
(Sinleitnng: ®cite
(Mlarung grammatifalifct)er Vu^brücfe .... 1—4
QkrMdjre:
Konjugation ber ^ilf^jeitmörter.................... 7
’&benbenbe Konjugation............................. 8
^Iblautenbe Konjugation....................... 8, 9
Unregelmäßige formen.............................. 10
3ufammengcfet}te geitcn............................. u
Vntvenbung von „fein" unb „haben".................. 12
brennbare Verba.................................... 13
$Da3 ^ßartijip ber Vergangenheit................... 13
brennbare unb untrennbare 3cilroörter .... 14
Übungen jum prüfens................................ 14
9 jur ^Inivenbung von „fein" unb „haben" 15
« jur Vergangenheit.......................17 — 19
9lnivenbung ber ßeiten............................ 20
SDer Konjunttiv in ber inbiretten 9iebe .... 21
Übung baju........................................ 22
$er Konjunttiv in fjinalfä^en (mit Übung). . . 23
SDer Konjunttiv aI3 Optativ (mit Übung) ... 23
$er Konjunttiv unb KonbitionaliS (mit Übung) . 24
$er Konjunttiv in Söunfdjfäfcen (mit Übung) . . 25
2)a§ Vaffiv (mit Übungen).....................26, 27
®er Infinitiv (mit Übungen)....................... 28
$ie mobalcn ©ilfSverba (mit Übungen) .... 29—31
/
VI
Sn^alt.
€eite
ScHinntionMeftre:
$)ie perfönlitfjen Fürwörter (mit Übungen) . . .35, 36
Slrtilel, bemonftrative, poffeffwe unb relative Für*
roörter.............................................. 37
3lbjeftive............................................ 38
Ein^atjl ber Hauptwörter..........................39, 40
Übungen jum beftünmten Slrtitcl...................41, 42
- jum unbeftimmten 9lrtitel.............42, 43
9 ju ben poffeffiven Fürwörtern . . . . 43, 44
» ju ben relativen unb fragenben Für*
Wörtern...........................45, 46
s jum Slbjcttiv..........................46, 47
? gum 4bjcttiv mit Subftantiv . . . . 47, 48
SJletjrjatjl ber Hauptwörter.....................49—58
Übungen $ur SMcfynabl ber Hauptwörter.... 53
- ' * * 4rtiicl.................. 54
- 5 * ' poffeffiven Fwwörter 55
9 i 9 * bemonftrativen unb
relativen Fürwörter 55
9 9 = bei 3at)lwörtcrn .... 56
2)etlination ber Eigennamen................... 57
Steigerung (mit Übung)......................57—59
tteftionMe&re:
S)ie Fülle von Qeitroörtern.
Nominativ (mit Übungen)...........................63, 64
Eenitiv (mit Übung)...............................64- 66
$ativ (mit Übung)...................................66—68
Übung ^um Eenitiv unb $)ativ...................... 68
£>ativ (Fortfetjung).................................. 69
Übung flum $ativ mit Ulttufativ....................... 70
$n t) a 11
VII
„ (Seite
Übung jum ©enitin mit Slttufativ unb 2)atin mit
Slffufatio.............................. 71
tfffufatw........................................73-75
doppelter 9lffufativ............................... 75
Übungen ju allen JJ^^en..........................75—78
^Iboerbialer (Sfcbraud) ber 3-älle................. 78
DIettion ber $lbjeftive.............................. 79
Übung ba$u......................................80, 81
fltettion ber sPräpofitionen.
sCräpofitioncn, bie einen gaH regieren............82, 83
Übungen ba^u.....................................83-87
s]häpofitionen, bie ben S)ativ unb 9lftufatiü regieren 88
Übungen bajn.....................................89—92
Qbiomatifdjcr ßJebraucb ber ^ßräpofitionen ... 93
Übung $ur Schien aller sßräpofitionen .... 94—96
* * = ber ^räpofitionen unb Serben 96—100
SaUldJve:
Wortfolge (mit Übungen)........................103—106
gnverfion (mit Übung)........................107 -108
SBeiorbnung unb Unterorbnung.................109 — 110
Übungen bapi.................................111—117
tlnbang:
3ntcrpunftion^le^re....................... 118—120
(Einleitung
ßtriärunn nrammatitalifrfier SlitSHrürfe.
Subftantib ober ^aujjtwort = ein SBort, baS als Be-
nennung bient: j. B. Sifcf), SBalb, Hoffnung, 5?arl.
©iibjett - baSjenige, non bem etwas auSgefagt wirb:
ber £ifd) ift lang; Jtarl fdjreifct ufw.
Berb ober 3eitroort = baS SBort, welches von bem
<5ubjeft etwas auSfagt, ober bie SluSfage mit bem
Subjeft verbinbet, gewöhnlich ein ßuftanb ober
eine ^anblung: ber ßnabe fpringt; ber Schüler
fdjreibt ben Brief; ber Baum ift grün.
3iifinitit> = bie Berbalform, unabhängig vom Subjeft:
?. B. Slnbere tabeln ift leicht. @3 ift nötig ju
ftubieren, um ju lernen.
tßartijtyien — ber Segenwart: baS betenbe Äinb;
ber blütjenbe Baum; —
ber Bergangenheit: gefdjrieben, ge«
lefen, getommen ufw ; —
ber ^ufunft: ber ju fctjreibenbe
Brief; bie ju lernenbe Seftion.
Snbiftith) = bie Berbalform ber gewöhnlichen 2lu§=
fageweife.
Söerlt^, Teutfdhe ©djulgranunatit. 1
2 (Einleitung.
.QonjunttitJ = eine befonbere, non gewiffen SluSbrüctcn
abhängige SBerbalform.
9lttto = eine $anblung, bie baS Subjett auf einen
anberen Segen ftanb auSübt: ber Änabe fdjlägt
ben £>unb.
ißaffw = eine $anblung, bie auf baS Subjett auS=
geübt wirb: ber $unb wirb gefdjlagen.
Dbjett ober 3iti — ber von ber fpanblung betroffene
Segenftanb: ber 23ater liebt ben Soljn. Ser
Steuer geljordjt bem $errn. 3$ gebente
meinet ffreunbeS.
'Nbjettiü ober Giflenfrfjniteioort = ein bem Subffantw
jur näheren Srflärung ober 23efd>reibung bei»
gefügtes Sßort: ber fleißige Sdjüler lernt, ©er
Sdjüler ift fleißig.
Baljlnwrt — Sarbinalia: eins, jwei, brei ufw.
Drbinalia: ber erfte, jweite, britte ufw.
Pronomen ober Fürwort = ein ffeHoertretenbeS SBort.
1. perfönlictjeS Fürwort: id), bu, er, mir, bidj, fie,
unS ufw.
2. fragenbeS Fürwort Onterrogatioum): wer, waS,
welker ufw.
3. relatioeS Fürwort ober 23inbefürwort = ißronomen,
weldjeS einen Satj mit einem SBorte oerbinbet:
j. 23. Sd) waS Sie fagen. Ser SDtann,
ben Sie fefyen, ift mein 23ruber. (Sin §unb,
weid)er bellt, beißt nid)t.
IBejie^ungSglieb = baS Söort, auf weldjeS fii^ ein ißro»
nomen be^ieljt: Sin $unb, welcher bellt, beißt
©tnleitung.
3
nid)t .ßuweilen muh baS $ejiel)ungSglieb t)inju=
gebaut werben: $d) Ijöre (baS), waS Sie fagen.
Sßronominaleg StbjeÜiv ober iöefHintnungSlwt = ein
ißronomen, wetdjeS bei einem Subftantiv als
nähere Söeftimmung ftetjt.
1. binroeifenbeS Fürwort: biefer, jener ufw.
2. befitjanjeigenbeS Fürwort: mein, bein, fein, unfer,
euer, itjr ufw.
drittel ober ©efdjledjtswort — beftimmt: ber, bie, baS;
unbeftimmt: ein, eine, ein.
Slbtterb ober llmftanböWort = Sßörter, bie nidjt ju ben
fd)on erwähnten Klaffen gehören:
1. beS DrteS: f)ier, bort, jenfeitS, bieSfeitS ufw.
2. ber $eit: Ijeute, morgen, jetjt, fogleid) ufw.
3. ber 3Irt unb SEßeife: baS ißferb läuft fctjnelX.
Start fdjreibt fd)ön.
4. beS SrabeS: fetjr, aufjerorbentlid), fo.
5. fragenb: wie, wo, wann ufw.
6. beS SDlaheS: viel, wenig, genug ufw.
7. ber ®enfweife: ja, nein, bodj, vielleicht,
jwar ufw.
fßräjwfition ober Verhältniswort = ein Slbverb, baS
ein Subftantiv ober ein Pronomen als Srgänjung
nötig f;at: vox mir, auf bem £ifd), wätjrenb
beS SommerS, burd) ben SBalb ufw.
Stoiijnnftion ober Sinbeivort — ein ®ort, welrfjeS Sätje
mit einanber verbinbet, ober SBörter, ohne bereu
$orm ju beeinfluffen: 3ßir tönnen nidjt auSget>en,
©inleitung.
benn e§ regnet. SRein unb bein Sßater fmb
greunbe. Oft er ein Kaufmann ober ein $anb=
werter.
Übung 1.
Der Scfjüler gebe eine Sinjabl von SBeifpielen ju ben obigen
2Iu§brücfen.
Derblefyre«
Bünjugatiun bßr Einfadjen Steifen.
SHlf^eitmörter.
haben.
ich bu er mir ihr He
Ind. praes. habe haft fyat haben habt haben
Conj. praes. habe habcfi habe haben habet haben
Ind. impf. I^atte fjatteft hatte fyatten hattet hatten
Conj. impf. hätte hätteft tjätte hätten hättet hätten
Imper. habe, habt! Part, praes. habcnb. Part. perf. gehabt.
fein.
irf) bu er mir ihr fie
Ind. praes. bin bift ift finb feib finb
Conj. praes • Ri feicft fei feien feiet feien
Ind. impf. war warft war waren wäret waren
Conj. imp. wäre wäreft Imper. fei, feiet! wäre Part. wären wäret perf. gewefen. wären
werben.
i<h bu er mir ihr fie
Ind praes. werbe wirft wirb werben werbet werben
Conj. praes. werbe werbeft werbe werben werbet werben
Ind. impf. warb warb ft warb würben würbet würben
(würbe) (wurbeft) (würbe)
Conj. impf, würbe würbeft würbe würben würbet würben
Imper. werbe, werbet! Part, praes. werbenb.
Part. perf. geworben (worben für ba§ ^affivnm fielje unten).
8
Konjugation ber einfachen Beiten.
Äbenbcnöe Konjugation,
lieben.
i<U Oil er wir tljr fic
Ind. prass. liebe liebft liebt lieben liebt lieben
Conj. prass. liebe liebelt liebe lieben liebet lieben
Ind. impf liebte liebteft liebte liebten liebtet liebten
Conj. impf. liebte liebteft liebte liebten liebtet liebten
Imper. liebe, liebt! Part, prass, liebenb. Part. perf. geliebt.
®in e wirb eingefdialtet vor ben ©nbungen ft, t,
it, wenn ber Stamm auf b ober t enbigt (reitet, fdjabet,
fcfjabete, fdjabeteft) unb vor ft nad) einem $ifd)laut (f,
I, fifj — bu rafeft). 2)a3 e wirb auSgelaffen in ben
©nbungen en, enb nad) I, r (manbel’n, wanber’n) unb
vor ben Snbfiiben Ic, re (manb’le, roanb’re).
MblautenUe Konjugation.
geben.
i« Du er wir Wr ffc
Ind. prass. gebe gibft gibt geben gebt geben
Conj. prass. gebe gebeft gebe geben gebet geben
Ind. impf. gab gabft gab gaben gabt gaben
Conj. impf. gäbe gäbeft gäbe gäben gäbet gäben
Imper. gib, gebet! Part, prass, gebenb. Part. perf. gegeben
ttblaiitcnbe Seittoörtcr nadj Klaffen geordnet.
a, u, a: tragen, trug, getragen.
baden*, laben*, fdjlagen, ivadjfen, fahren,
graben, roafdjen.
I. a (u, au) — ie — a (u, au): taffen, lieg, gelaffen.
blafen, braten*, fallen, fangen, galten, Rängen,
raten, fdjlafcnf, rufenf, laufen; and) ftogen,
beigen.
2Rit bem Umlaut in ber 2ten unb 8ten ißerfon Sing, tßräf-
3nb. SBeiin mit * bejcictjnet, jumciten artet) ohne Umlaut; mit
f niemals Umlaut.
Sfonjugation bet einfachen Seiten.
9
II.
in.
e, a, e: geben, gab, gegeben.
freffen, genefen*, gefcßeßen, lefen, mcffen,
feßen, treten, vergeffen.
e, ii, o: bredjen, brach, gebrochen.
befehlen, empfehlen, bergen, berften, gelten,
helfen, (dielten, fdjredenj-, ftecßen, fprecßen,
ftehlen, fterben, treffen, oerberben, werfen,
werben; and) fdjwinunen, beginnen, rinnen,
fpinnen, finnen, gewinnen.
Diefe SJerba haben i (in langer Silbe fr) in ber 2ten unb Sten fRerfon
Sing. ^ßräf. 2Jnb. unb int Sing, beö SmperatiüS, mit Sluönahme ber mit einem •
bneichneten. Die mit t finb, wenn tranfitiv, abenbenb; j üi. ®r erfdjrectt mich,
erfcfjrecfte mich, hat mich erfcßrectt — aber: er erfchrictt ufw.
ei, i, i: reißen, riß, qcriffen.
beißen, fdjleidjen, gleidjen, gleiten, greifen,
weichen, fcßreiten, fneifen, ftreicßen, leiben,
fdjleifen, reiten, pfeifen, ftreiten, befleißen,
fdjneiben.
et, ie, ie: bleiben, blieb, geblieben.
reiben, fetjeiben, feßeinen, gebeiben, preifen,
ineiben, feßreiben, feßreien, feßroeigen, fpeien,
fteigen, treiben, weifen, geißen, leißen.
ie, o, o: gießen, goß, gegoffen.
biegen, bieten, fliegen, fließen, fließen, frieren,
genießen, trieeßen, riechen, fdjieben, fließen,
feßließen, ftieben, verbrießen, oerlieren, wiegen,1
gießen; and) faufen, bewegen,1 feeßten,2 fledp
ten,2 ßeben, quellen,3 glimmen, f^)mel^en,3tt
fd)weUen,:i-f"[- feßeren, weben, wägen, erfcEjallett,
erlöfcßen, brefdjen.3
1 „wiegen" ift ablautenb nur in ber Sebeutung „fdhwer fein"; „bewegen"
nur in ber Sebeutung „veranlagen".
2 fönnen biefeS i haben ober and) ba5 e beS $räfen3 behalten.
3 biete haben i in ber 2ten unb Sten fßerfon Sing. $nb. gJräf. unb int
Sing. be$ Imperativs
tt abenbenb wenn tranfitiv.
10
Konjugation ber einfachen Seiten.
V. < ’ i, a, u: fingen, fang, gefnngen. binben, bringen, finben, Hingen, fcfjroinben,
feffroingen, finten, fpringen, trinfen, swingen, gelingen, ringen, fdjlingen, winben.
Ablaut unb 'llbciibiuifl haben: brennen, brannte, gebrannt.
VI. fennen, nennen, rennen, fenben, roenben*; beuten, badjte, gebacEjt; bringen, braute, ge= brad)t; unb bie folgenbcn:
Ind. prses. icb tann barf maß mu|j foH will weife bu fannft barfft magft mufet foUft roiHft weifet
er fann barf mag mufe foH will weife wir fönneu bürfen mögen müffen foHen wollen wiffen ibr fönnt bürft mögt müßt foHt wollt wißt fie fönnen bürfen mögen müffen foHen wollen wiffen
Conj. prses . irf) fönne bürfe möge müffe foHe mode roiffe
Ind. impf. irf) tonnte bnrfte mochte mufete foHte wollte wufete
Conj. Imp. impf irf) fönnte bürfte mödjte müßte foHte wollte wüßte wolle! wiffe! wollt! wifet!
Part. prses fönnenb bürfenb mögenb müffenb foHenb woHenb wiffenb
Part. perf. getonnt geburft gemocht gemußt gefoHt gewollt gewußt
Inf. fönnen bürfen mögen müffen foHen wollen wiffen llnrcgctmäfiiiic formen.
geben ging gegangen tommen fam getommen
ftetjen ftanb geftanben fitjen faß gefeffen
bitten bat gebeten effen aß gegeffen
liegen lag gelegen tun tat getan
nehmen (bu nimmft, er nimmt) nahm genommen
bauen ßieb genauen Übung 2.
®er Schüler benu^e bie fyauptfacfylirfjften ber obigen Scitmörtcr
ju Gätjen in ber britten ^ßcrfon.
* s2lucl) abenbenb.
ßufammenjjefetjte Seiten.
11
Beiten.
2)ie jufammengefehten körnten ber Vergangenheit
bilbet man mit ben $ilf Zeitwörtern haben ober fein
unb bem ißartijip ber Vergangenheit.
Veifpiele mit „haben".
ich bu tx
Ind. perf. habe gehabt haft gefchrieben hat genauft ufw.
Conj. perf. habe gehabt habeft getrieben habe genauft ufw.
Ind. plusq. hatte gehabt hatteft gehört hatte gefpielt ufw.
Conj. plusq. hätte getankt hätteft gewußt hätte gelefen ufw.
Veifpiele mit „fein".
fd! bu er
Ind. perf. bin gegangen bift genommen ift gelaufen ufw.
Conj. perf. fei geworben feift abgereift fei gefunnen ufw.
Ind. plusq. war gegangen warft angenommen war auSgeftiegen ufw.
Conj. plusq. wäre gegangen wärft angelommen wäre auSgeftiegen ufw«
©a§ fpilfZeitroort „werben" bient:
1. $ur Vilbung be§ $uturum3 aller 3citroörter,
Ind. fut. ich werbe
Conj. fut. ich werbe
Ind. fut. perf. td> werbe
Conj. fut. perf. td> werbe
(bu wirft)
(bu werbeft)
(bu wirft)
(bu werbeft)
haben, fein, gehen, lefen ufw.
haben, fein, gehen, lefen ufw.
gehabt haben, gewefen fein ufw.
gehabt haben, gewefen fein ufw.
II. ßur Vilbung be£ ßonbitionaliä:
Cond. ich würbe (bu würbeft) ha&en, fein, gehen, lefen ufw.
Cond. perf. ich würbe (bu würbeft) gehabt haben, gewefen fein ufw.
12 •3ufammengefe&te .geiten.
Hntoeubung ber SilfSjeitmörter „fein" unb „haben".
©a§ ^ilfSjeitwort fein bient bei folgenben Seit«
Wörtern jur Vilbung ber jufammengefetjten formen
ber Vergangenheit (bei ben nidjt hier erwähnten fteht
haben):
1. Vei fein, werben, bleiben (auSnahm^weife auch
bei fitjen, liegen, fteljen).
2. Vei ^itroörtern, bie Eintreten in einen 3uftanb
auSbr liefen, j. V. ertalten, verberben, jerbredjen,
aufblühen, einfd)lafen, aufwachen, fterben, genefen,
berften, erfranfen, erfchrecfen. — Selbftverftänblidh
fteht baS £)ilfSjeitwort haben, wenn biefe Verba
aufhören biefe Vebeutung ju haben (wenn fie
tranfitiv werben): ©er VJein verbucht = er ift
verborben. 3d) verberbe ben Sßein = id) habe
ihn verborben. ©a§ Sla§ jerbricht, e§ ift jer»
brodln. 3$ jerbred)e baS ®la§ = id) habe eS
jerbrochen.
3. Vei foldjen, bie eine CrtSveränberung auäbrücfen,
j. V. gehen, laufen, fliegen, fchwimmen, fließen,
rollen, fteigen, aufftehen, eilen, reiten, fallen,
finfen ufw. $aben fteht jeboct) bei reflexiven
(= tranfitiven): ®r hot fich nach bem £>aufc be»
geben. ®r hat fid) mübe gelaufen. 3d) habe
meine Schuhe burchgegangen. 3d) habe ba§ fßferb
geritten, ©er Vall ift unter ba3 Sofa geroßt.
3d) §obe ihn unter baS Sofa geroßt.
Sßenn man befonberS bie $anblung betont (nidjt
bie DrtSveränberung), tann auch haben ftehen (mit
Bufammengefefcte Betten 13
9ht§naf)me oon tommen, geljen, faden, finfen, unb non
Serben mit Sorfilbe, j. S. aufftetjen, abreifen, au§»
reiten, auffteigen ufro.). @r Ijat lange gelaufen. @r
ift in§ Rimmer gelaufen. gd) ljabe oft gef^roommen.
gd) bin an§ Ufer gefdjroommen. 3d) fjobe »iel geritten.
3d) bin nad) Serlin geritten (aber immer: id) bin ab»
gereift ufro.).
brennbare ®erba.
Slfjentuierte Sorfilben t)aften an bem ^nfinitw
unb ißartijip ißerf., am Serb aber nur, roenn eS am
@nbe be3 SatjeS (Sran&pofition) ftef)t. $n anberen
gälten roirb eine foldje Sorfilbe trom Serb getrennt
unb allein an§ @nbe be§ SatjeS gefteUt. Seifpiele:
3d) werbe Bitten oorlefen. (3nf.)
3d) b°t>e 3bnen »orgelefen. Oßart)
SBiinfdjen Sie, ba£ id) Qffjnen oorlefe? (2:ran3p.)
Qd) lefe 3bncn flem DOt- (®etrennt.)
2)a3 „ju" be§ gnftnitivS ftel)t bei trennbaren jroifdjen
Sorfilbe unb Serb: (Urlauben Sie mir, gtjnennor ju lefen.
Serben mit unatjentuierten Sorfilben ftnb nid)t trennbar.
tyartijtp Oer Söcrgangenljcit.
2lße ißartijipien ißerf. oon Serben, roeldje ben
Slfjent auf ber erften Silbe tjaben, nehmen ba§ Hing»
ment „ge" an; bei trennbaren fteljt biefeS „ge" jroifdjcn
ber Sorfilbe unb bem Stamme. Sine jroeite Sorfilbe be»
einftufjt bie gorm be3 SerbS nid)t: budjftabie'ren (bud)»
ftabiert), roälflen (geroat)lt), au£'roät)len (auSgeroäfylt),
erroälj'Ien (erroäfylt), auS'erroälj'len (auS'erroaljlt).
14
Zufammengefetjte ßeiten.
brennbare nnb untrennbare Zeitwörter.
Anmcrtung: Abtrennbar finb Abverben, abverbicHe Abjettive
unb Sßräpofitionen (Qrormfilben, wie: „be, ge, ent, er, ver
unb 3er" finb nid)t trennbar), SB.:
beinfgeben, tyer’bringen, forffabren, ab’fcfyreiben,
auf’Men, ein’fd)lafcn, fyotf)’achten, gut’fagen,vor’fommcn,
nactfmachen, ju’fcbliefjcn, au3rfommen, befftefyen ufw.
Ausnahmen: „hinter, wiber, voll", $ SB.:
bintergeben, tyinterbringen, Ijintcrlaffen, wiberfpredjen,
wibcrfatjren, wibcrftc^cn, voUenben, voHfübren, voll-
bringen.
S)ic mit „wieber" jufammengefebten Zeitwörter finb trennbar,
mit Ausnahme von „wiebertjokn"; alfo: $d) tomme wieber;
aber: id) wicberljole.
brennbar ober untrennbar, je nad) ber SBebeutung, finb:
„über, unter, burd), um", 3. SB.:
2)ie Augen gingen ifjin über. — Übergeben Sie mid) nid)t
— @r lief $um JJcinbe über. — 3^) überlaffe S^nen bie
(Sntfdjeibung. — 2)a3 Sd)iff gebt unter. — ®r unterftü^t
mid). — Sd) bringe mein ©epatf im Slöagen unter. —
@r unternimmt bie Arbeit. — Seine SBoSbeit blicft burd).
— Qd) burdjblide ibn. — $)ie Sßabrbeit bringt burd). —
Slöaffcr burdjbringt bie ($rbe. — 3?d) fteige auf bem
SBabnbofe uni. — (Soot umfegcltc bie (Srbe — @r fam
im Kriege um. — 2)ie Sßiffcnfdbaft umfaßt allc3 Renten.
2)ie SBorfilbc „mifs" gilt beute als unabtrennbar, j. SB.:
„mifjad)tcn, mifwerfteben, mifjfaUen".
Übung 3.
3)er Sdjüler bilbe Sä^e im SßräfenS au§ folgenben SBortgruppen.
$dj btefen SQrief (abfdjreiben). Sßann fie bamit (an=
fangen)? ®ieZigeuner bie ganje ^elt (burdjjiefyen). ®er
JJe^rer bie fdjledjten Slrbeiten (burcfyftreidjen). auf
meiner Dteife baS Kap £>orn (umfRiffen). Um wieviel llljr
Ji'onjugierübungen.
15
Sie (abreifen)? 9ReinSruber biefe Sitte (abfchlagen). ©er
Slrjt ben Traufen (unterfingen). 3» ber Serlih’Sdjule bie
Schüler niemals (überfeinen). 3>h meinen Söiüen (burd)=
feinen). ©er Schiffer unS (überfeinen). ©er fßräfibent alle
nier3«f)re feine Stellung (nieberlegcn). Um fed)§Ut)rmein
Sruber (aufftehen), (fiel} anfleiben) unb (roeggehen). ©er
Fimmel (fid) umroolf en). SBir(umfehren). ©er fRicljter bas
Urteil (unterfdjreiben). 3*h uicf)t alle Südjer im Sucher»
fdjranf (unterbringen). 2Ba§ Sie heute 2lbenb (unter»
nehmen)? infolge ber Slnnonce mid) bie Sittfteller
(überlaufen), ©ie SJlilch (überlaufen). 3<h bie ©ür
(aufmachen). 9Rein Dnfel miet) auf Sonntag (ein*
laben). 3<h feine (Sinlabung gerne (annehmen). Söarum
Sie baS fßapier (burdjfchneiben)? SBelctje Straffe ben
©arten (burchfchneiben)? SBer in ber lateinifefjen
Sprache (unterrichten)? Sie 3hrem ßehrer nicht (nüber»
fprechen). ©aS fieber beS Oranten (nachlaffen). Sr
fid) eine grobe Arbeit (oornehmen). 3<h jebem Sinnen
(beiftehen). Sßarum er ben fjunb (loSlaffen)? 3<i> mit
meiner Slrbeit morgen (fortfahren), ©er Sriefträgcr
bie Sriefe (überbringen), ©er Sater bem Sohn fein
Vermögen (hinterlaffen). 3^ Sie nicht (hintergehen),
©er Sohn ftdj mit feinem Sater (überwerfen). 2ßir
bei fcfjlechtem Wßetter nicht (auSgehen). ©er ftarfe
SRenfch alle Seiben (überroinben).
Übung 4.
2Inroenbung ber ©ilfSjeitroörter fein unb haben-
2ßohin — Starl gegangen? 3<h glaube, er unb feine
Schroefter — fid; inS ©heute* begeben, griebrich —
16
Sonjugierübungen.
ben ©ater nad) ber ©a^n gefahren. (Seroöljnlid) geljt
ber ©ater ju gu§, aber ^ute — er gefahren, benn baS
SCßetter war il)m gu fd)led)t. 3d> — lange gefdjtafen,
benn id) — erft gegen ©lorgen eingefdjlafen. SJleine
Sdjtvefter — jurücfgeteljrt; fie — fid) non iljrer Äranf«
Ijeit erholt. ©rciinal — id) itjn geroecft, aber er —
nid)t aufgeftanben. Soeben erhalte id) bie ^Qatfjricfjt,
bafj mein ©ater geftorben —. @r — fid) erföltet. ®a§
ßinb — infolge be§ fdjledjten Xrinfroafferä erfranft.
Qßo ift mein Stoct, er — Ijter in ber @(fe geftanben.
©lein ©ruber — bie letjte sJlad)t fdjledjt gefd)lafen, er
— trotjbem feljr frül) aufgeftanben, — fid) angefleibet
unb — fdjon um 5 Uljr oon Ulero^orf abgereift. @r
— mittelft ber Seiter. auf ben ©aum geftiegen unb —
Slpfel gepflücft. Sein fjreunb Starl — tjinauf geflettert.
©eibe — fid) gefdjaufelt unb — herunter gefallen. Start
— einen 2lrm gebrodjen, — aber jetjt genefen. SBir
— ben gangen 2Ibenb getankt. ©leine Sdjwefter —
fid) erfältet unb — fdjroer ertranft. ®a3 ©läbdjen —
IjeifjeS Sßaffer in ba§ ®la3 gegoffen unb baSfetbe —
gerfprungen. Sie — mid) erfdjredt, id) - nod) gang
erfdjrocfen. SBie — er umS ßeben gefommen? @r —
beim ©aben ertrunfen. ^unbertc — baS 2anb »er«
laffen unb Saufenbe — ber Cholera erlegen. @r —
fid) bret SJlonate in ©erlin aufgetjalten unb — geftern
nad) £aufe jurücfgete^rt. @r — fid) erholt, aber er —
immer nod) nid)t gang genefen.
Jtonjugierübungen. 17
Übung 5.
©er Scgüler fetje bie folgenben Zeitwörter in bie erfte ißerfon
be§ ZmperfettS unb be§ SßerfettS.
a) lernen, tanjen, fegaben, raffen, forbern — fd)la=
gen, waegfen, fahren, laben, wafegen — fallen, laufen,
fcfjlafen, raten — lefen, fegen, uergeffen, treten —
fpreegen, Reifen, treffen, werfen, beginnen, finnen —
beigen, gleichen, fdpreiten, leiben, reiten, fdjneiben —
fegeinen, preifen, meiben, fegreiben, fcEjreien, fdjroeigen,
fteigen, leigen — bieten, fliegen, frieren, geniegen, rieten,
fdjliegen, oerlieren, wiegen, gieren, geben — fingen,
binben, finben, finten, fpringen, trinfen, zwingen —
fennen, fenben, wenben, benfen, bringen, bürfen, müffen,
wollen, fönnen, wiffen — gegen, ftegen, fiten, bitten,
nehmen — «erlernen, unterrichten, abreifen, jurüctfetjen
— auflaben, erfcfjlagen — einfangen, abgüngen — auf»
effen, genefen — empfehlen, oorwerfen, erwerben — er«
greifen, beftreiten, jerfegneiben — übertreiben, aufweifen,
abreiben — »erbieten, erfrieren, uerfegieben.
b) reichen, riechen, ftegen, ftellen, bringen, benfen,
laufen, fiten, feten, oerlängern, erhöhen, befegen,
negmen, fid) entfinnen, fcgmeicgeln, fallen, gefallen, mig«
fallen, oergeffen, bewunbern, fcgelten, fegiegen, fcgliegen,
treiben, reiten, jurüctfegren, rauegen, »ervoUfommnen,
oollbringen, entnehmen, meinen, abfehreiben, anfangen,
einfegen, nacgfcglagen, »erfiegen, jugören, fieg erfunbi»
gen, nerjeigen, mitfahren, Überfeten, naegfragen, hinter»
gegen, unterlaffen, beforgen, überforbern, überlaffen,
oeranlaffen, oorfommen, fieg ereignen, treffen, erfinben,
©erlifc, ®eutfcge Sdjulgrammatit 2
18
ßonjug terübungett.
öffnen, auSljalten, eintreten, fcfjiveigen, reben, abeln,
jerreifjen, reifen, reifen, fcfjroäcfjeit, gelangen, gelingen,
gelten, verlaffen, brüten, fpalten, einfangen, entlaufen,
pfeifen, auSla^en, begreifen, fliehen, fliegen.
Übung 6.
3n§ Smperfett, Sßerfett unb ^luSquamperfett ju fefcen.
©er SJlonb geljt auf. S<t) erwarte il»n, aber er
Fommt nid)t. Sie Fann baS nicht. SQBir wollen wohl,
aber wir bürfen nidjt. ©er Säger fließt ben $afen.
©ie Saunte blühen prächtig. @S fdjneit. ©ie Sonne
fcheint. Arbeitet ihr ober treibt iF)r ißoffen? Sßer fingt
unb lad>t benn fo luftig? Sift bu fein greunb? SRag
er ben buchen nitfjt? @r barf Feinen Suchen effen. @r
Fann nidjt lefen. Sie fahren aufs ßanb. ©aS gilt
bir. ©er 2lrjt verbinbet bie SBunbe. ®r beljanbelt
mich fdjlecfjt. Sch treffe ihn täglich- ©u begegneft
ntir häufig. Sie ladjt mich aus. Sßann Fommt er an?
Sßer reift ab? 2ßie gefällt er eu<h? SBaS fällt bir ein?
Umarmen fie fid)? Unterhaltet ihr eud) gut? Sefehlen
Sie ein ®laS Sßaffer? Serftehen Sie mich? Sinb Sie
gefunb? Sie hüben mein Such in ber §anb. ®r fragt
na<h Shuen. Sie antwortet nidjt. ®r benft nach- $ier
geht etwas vor. SBaS ift los? ®r lügt uns etwas
vor. SJlan fagt ihr nur ®uteS nach- ©aS Jtinb läuft
hin unb her. ©er Slitj fdjlägt ein. ©aS $auS brennt,
©er Stall brennt nieber. ©er Sd>nee fdjmilgt unb
wirb jn Söaffer. 2BaS wirb auS ihm? ®S bietet fid)
eine ©elegenheit. SBir bitten um Serjeihung. Sie
Sonjugierübungen.
19
betet anbä<f)tig. ©aS Sarometer fteigt unb fällt.
Sdjwimmft bu über ben See? ©u fdjwimmft gefdjicft.
®S verbrieft mid). ©u giltft mir meßr als er. ©u
jerrcifjeft mir ben 9tocf. Sie beßält wenig uon bem,
waS fie lernt. Sßie fdjmedt Qljnen ber Sraten, mögen
Sie iljn? ©ie SJlutter ftreidjt bem Knaben ein Sutter«
brot unb belegt eS mit Sdjinfen. @r pfeift fid) ein
Sieb. $arl bläft bie glöte. ©einrid) erwadjt unb
ftel)t auf. ©er ©unb ftirbt. Sßann fd)tafen Sie ein?
@r nennt fid) ißrofeffor. ©ie Sombe plat}t. ©ie
Srbe birft. Sie fdjiebt itjm bie Sdjulb in bie Sd>ul)e.
2Bir gieren am erften 9Jlai um. Setjeft bu beinen
SCßiUen burd)? 2ßo filjt fie? friert eS bid)? Sßeinft
ober lad)ft bu? 2ßie befinben Sie fid)? Sffiie gel)t eS
$Ijnen? ©ie Sdjmerjen nergeljen. Sßir effen unb
triuten. ©aS Siel) fäuft unb frißt. @r labet mid) ein.
Sie überfetjt ben Säfar. ©er fjäßrmann fetjt un§ über,
©er ßeljrer nneberljolt feine Srflärung. ©er Änabe
wirft ben Stotf in§ SBaffer unb fein ©unb ßolt ißn
wieber. ©er Srief überzeugt mid) uon ber SBa^rßeit
beiner SluSfage. Sin Sdjauber überläuft iljn. ©er
Solbat läuft ju ben geinben über, ©ier bringe id)
meinen ©oljoorrat unter, ©er Sote unterfertigt eine
Summe Selbes. $d) Ijöre ißn fommen. Sie laffen
etwas fallen. SBarum wiHft bu nid)t Ijören?
Übung 7.
Sdjufer fetje Übung 6 in§ 5u^rum.
2«
20 2lnwenbuug bet Seiten.
flntvetibniig bet Seiten beb ^nbifntios.
Sie ©eßenwart geigt an, baß bie $anblung ober ber
ßuftanb gegenwärtig fortbauert, and) wenn ber Anfang
berfelben in ber SBergangenljeit liegt: „3d) wobne fdjon
brei SJlonate in Serlin" (= id) wobne alfo nod) ba).
Sag Sßerfeftum geigt an, baß bie $anblung ober
ber $uftanb nidjt mehr fortbauert, fonbern gänglid) ver=
gangen ift: „Qd) tjabe brei SRonate in Berlin gewohnt"
(= id) wobne nid)t mehr ba). ®a3 ißerfeftum erfd)eint
oft in furgen SJlitteilungen in ber Stonverfation: „3d)
habe geftern fpcrrn 9JI. gefeben".
SaS 3mperfeftum gibt bie vergangene fjjanblung
in iljrer ®auer an: „2öir aßen, al§ er eintrat". ©a§
3mperfeftum erfdjeint oft in Sefdjreibungen unb @r«
Jätungen: war einmal ein Sönig, ber regierte
fet>r weife". ©a3 prüfens fteljt oft für ba§ $mper«
feftum, um ba§ Srgäblte lebhaft vor Singen gu führen:
„3d> gelje geftern fpagieren, ba fommt plötjlid) ein
SBagen gefahren".
Sa3 5ßlngquatnperfeftum geigt an, baß bie $anb=
lung vor einer vergangenen anberen $anblung vollenbet
war: „Qd) batte ben 93rief gefdjrieben, elje er fam".
Sa§ futurum brüdt eine gufünftige ^anblung
au§: „Qd) werbe nädjftcn Sommer aufs ßanb geben".
Statt be§ guturumg ftebt Ijäufig ba§ SßräfenS: „9lädp
ften Sommer gebe id) in bie Serge“. SefonberS häufig
ift bie§ ber galt nad) Stonjunftioncn: „Sobalb er fommt
(= fommen wirb), werben wir effen".
Slnroenbung ber 3e'ten.
2t
©a§ futurum tßerfettum geigt an, bah eine £>anblung
in ber ßufunft noHenbet fein wirb: ,,3d) werbe um brei
Uf)r ben ©rief getrieben hoben". Statt beffen fteljt
in bem uutergeorbneten Satje ba§ tßerfett: „SBenn ich
gegeffen höbe (= gegeffen haben werbe), werbe id)
fommcn".
Übung 8.
®cr ©cfjüler bitte fcctjä ®ätje nach jebem ber obigen SBeifpiele.
Ser AonjunttW in her inbircttcn 'Hebe.
©en Äonjunftio be§ ißröfenS ober ©erfettS ge»
braucht man in ber inbireften fRebe, um eine SluSfage
ju wteberf)olen, ohne anjubeuten, wa§ bie eigene
Meinung betreffs berfelben ift. — 3u weiten fteljt ber
Äonjunftio beS BmperfeftS, namentlich in fällen, wo
bie fj-orm be§ ÄonjunftioS ber (Segenwart fid) nicht von
ber beS ^nbifativS unterfdfeibet. ©er imperativ wirb
burd) „foUen" umfchrieben.
©eifpiele:
2)irette Diebe. Diebe.
Schreibe mir einen ©rief I @r fagte, ba§ ich thm einen
©rief fchreiben folte;
ober: @r fagte, id) folle ihm
einen ©rief fchreiben.
@S ift warm. @r fagte, bah e§ warm fei;
ober: @r fagte, e§ fei warm.
regnete geftern. @r fagte, bafj e§ geftern
geregnet höbe;
ober: ®r fagte, eS höbe
geftern geregnet.
22
Ser Sonjunttiv.
Übung 9.
Ser Scßüter übertrage bie folgenben Sätje in bie inbirette SRebe.
SRein Gruber f^reibt mir: „3d) habe bein 23ud),
aber e§ ift nid)t gebunben". 5?arl teilt mir mit: „3$
Ijabe beutfctjen Unterricht unb mache gute Fortschritte".
®r fragte mich: „Söieviel Uhr ift e§?" 3n bem Briefe
heißt e§: „Sein 23ater ift tränt unb ber 2lrjt hat wenig
Hoffnung auf Sefferung“. @r fagte mir: „Qd) werbe
bir ba3 33ud) morgen fd)icten". 3d) fragte ibn: „SBarum
haft bu eß nidjt früher gefdjictt?" @r meinte: „@S bat
feine @ile". 3d) fragte ibn: „SBober fommft bu?"
@r erwiberte: „3d) habe eine frangöfifdje Stunbe ge=
habt, unb bin eine halbe Stunbe bei meinem ßcbrer
gewefen". 2ll§ id) ibn verließ, fagte er: „3cb will um
neun Uhr ju bir fommen, früher fann ich nidht". @r
fagte: „3»h barf nid)t mitgeben, ich muß ju §aufe
bleiben". $)ie Wiener jweier öffijiere Sprachen von
ihren Herren: „3$ muß jeben SRwgen bie Uniform
meinet £>errn auSHopfen", tlagte ber eine. - „So?“
fagte ber anbere, „bei un§ ift eS umgefel)rt. — 3)tein
^>err Hopft mir bie Uniform au§." — „S)aS fann id)
unmöglich glauben", verfemte ber erftere. — „Unb bod)
ift eS wahr", ladjte fein g-reunb, „aber mein £err sietjt
feinen SRoct beim SluSflopfen au§, unb ich behalte meinen
an." — 3d) fragte: „SBann gebt ber ft'nabe ^ur Sdjule,
wie lange bleibt er, waS lernt er, finbet er greube
am Stubium, wa§ will er werben, wie oft bat er
Ferien unb wo bringt er fie ju?" SJQein greunb
fagte: „(Seftern fanb id) beinen Srtef auf meinem
®er ffonjuntti».
23
Schreibtifch" — ®r fcfjreibt: „Sin J?inb fiel in ben
fJluB; ich 30g meinen Mocf au§, fprang bem Äinbe
nach unb rettete e§." 3n ärgerlichem Sone fagte er
mir: „231eibe hier!" Sie SRutter fagte mir: „Sehe
nidjt auf ba§ Si§!" Ser Sßater fagte: „Sehe in bie
SBelt unb verfucfje bein Slücf!" „Sei mit wenigem
jufrieben“, fagt man, „^Reichtum madjt nicht glücflich"
Ter toniunftiti in ginalfäfeen.
iRad) „bamit“ (auch -M" in ber SSebeutung oon
„bamit") fteht juweilen ber Äonjunftiv: „Spotte nicht
über anbere, bamit man ni<f)t über bid> fpotte".
ü&nna 10.
@h« SBater unb SRutter, bamit bu lange leb—!
Ser Seneral fteHte SSorpoften au§, bamit ber fjeinb
ihn nicht überrafd)—. Sr bat mich, bah ich ihn be=
fuchen mö—. Sr gab ihm warme Kleiber, bamit eS
ihn nicht frier—. Bitten Sie ben Schneiber, bafj er
mir ben Slnjug halb brin-
get ®on|unttit> als Sptatit).
Um ju fegnen, benutzt man ben Sonjunftin ber
©egenwart (oft mit „mögen" oerbunben): „^Behüt’ bich
Sott!" „Wlöge er glücflich fein “ „3Röge er fühnen,
wa§ er oerfchulbet hat."
24
®er konjunttiv.
Übung 11.
©er ®<f)üler bilbe auS ^olgenbem 39eifpicte nacf) bem SJlufter
ber obigen.
©er ®önig lebt lange, ©er $immel befd)ütjt Sie.
Sie erfreut fiel) ber beften ®efunbf)eit. ©er Fimmel
leitet beine Stritte. (Sott, ber £>err, fegnet biet), er
läßt fein 2Ingefid)t lenkten auf bir unb ift bir gnäbig,
ber £>err ergebt fein 9lngefid)t auf biet) unb fdjenft bir
grieben.
©er Sonjnnttib unb SonöitivniiiiS.
©er Konjunttiv be§ 3mperfett§ ober ißluSquam*
perfettS fteljt im ®ebingung§fat}e mit bem KonbitionaliS
ober Konjunttiv im jJolgefatje, wenn bie Erfüllung ber
Sebingung al§ unroaljrfdjeinlid) ober unroirtlid)bargeftellt
wirb, Satje: „Wnn id) ein granjofe märe,
mürbe id) in ißariS wohnen", liegt bie 2lnnal)me, bafj
id) fein Sranjofe bin. SBort „roenn" fann au§=
gelaffen werben, aber ba§ 23erb mufj bann am Anfang
be§ SatjeS fteljen: „2Büre id) ein granjofe, mürbe id) in
ißariä rooljnen," ober: „SBäre id) ein granjofe, fo wohnte
id) in ißari§“.
Übung 12.
®et Sdjüler verändere folgenbe Sage nact) bem SRufter ber
obigen SBeifpiele.
Sßenn mein Gruber früher fommt, roirb er mid)
ju ^»aufe finben. 3d) werbe e§ tun, roenn id) etroaS
babei gewinne. SJlandjer 2Renfd) roirb glücfliefjer leben,
roenn er jufriebener ift. fjall§ man Sie ljier finbet,
ftnb Sie verloren. Qd) bin juftieben, wenn idj fo viele
S)ei Stonjunttiv.
25
S8ü<f)er habe wie Sie. Sßenn id) weifj, baf? mein greunb
heute abcnb nidjt fommt, werbe id) inS Stjeater gehen.
3m 3ade id) Selb habe, werbe id) nad) Suropa reifen.
Sefetjt, eS fällt im Sßinter fein Sd)nee, fo werben bie
@rbfrüd)te erfrieren. ©er SDlann fann glücklicher leben,
wenn er nicht fo viel trinft. Sefetjt, mein 33ater ahnt
etwas baoon, bann ift bie größte 3reube norüber. Sßenn
ber Sturm heftig ift, wirb baS Sdjiff untergeben.
'iSuitfdn'ägc.
@Hiptifd)e SebingungSfätje, oft burd) bie 2lboerbien
nur ober bod) verftärft, bienen als SBunfdjfätje; 5. 33.:
2ßenn ich bod) teid) wäre! Schiene nur bie Sonne!
Übung 13.
®cr ®d)ütet neränbere fJoIgenbeS in ffiunfdjfätje.
3d) habe Selb. ($ätte id) boch Selb!) ©aS SBetter
ift fd)ön. 3d) &in an feiner Stelle. @r fommt halb.
®r geht. @r hört auf -ju fpielen. 3d) bin grofj unb
ftarf. ©er ©iamant gehört mir. SJlein Gruber gewinnt
baS Spiel. @r fommt fpäter an, unb wir fönnen fein
ßimmer beforieren. @r ift aufrichtig. 3d) fann mir
ben fftamen merfen. ®r glaubt mir.
Ter ftonjunttib in ®eraleid)cn.
sJlad) „als, als ob, als wenn" benutzt man ebenfalls
ben Konjunfti» beS 3mP- ober ißluSq., um anjubeuten,
bafj man mit einem nicht norbanbenen ßuftanbe vergleicht;
j. 53.: ®r tut, als wäre er reich (= er ift nicht reid»)
26
®a§ Sßaffiv.
Übung 14.
Sr lebt in einem großen fpaufe, al§ ob er —
Wleine SButter fieljt fo blafi au§, al§ wenn fie —. Ster
Fimmel ift fo grau, al§ wenn —. SDleine Sdjwefter
jlngt fo gut, al§ ob —. Ster alte SJlann ge£)t, al§ ob
er —. Ster ®nabe fdjläft fo ruljig, al§ ob —. 3Jleine
Soufine fpridjt franjöfifd), al§ —.
leibrnbi' 3form (ba» ^alftb).
S)a§ 23erb werben bient jur 33ilbung beS ißaffws
burd) bie $injufügung be§ 'ßart. ißerf. eine§ tranfitioen
Berb§. Seworben wirb in foldjem fJaUe ju worben
oertürjt.
Prses. 3$ werbe geliebt
Perf. 3$ bin geliebt worben
Fut 3<b werbe geliebt werben
Imp. 3$ (warb) würbe geliebt
Plusq. 3dj war geliebt worben
Fut. perf. werbe geliebt worben fein
Cond. 3$ würbe geliebt werben Cond. perf. 3$ würbe geliebt worben fein
2ludj non intranfitioeu Beitwörtern bilbet man
'ßaffioformen, inbem man ba§ unperfönlid)e „eS" als
Subjett fetjt. S)a§ Cbjeft ftet)t aud) tjier natürlidj im
S)atio, j. 33: SJlein SSater erlaubt mir auSjugetjen.
wirb mir oon meinem SBater erlaubt au^uge^en.
Übung 15.
®er ®<f)üler uerroanble bie tätige in bie leibenbe ftorm.
3d) fc^lage, er trifft, wir bitten, Sie «erfolgen, it)r
fetyt, bu oerleumbeft, fie begleiten, id) uerftanb, bu be»
leibigteft, fie latste au§, wir entfdjäbigten, it)r oerlieüet,
®a8 Sßafftv.
27
fie bewunberten, fte festen über, bu Ijaft uergeffen, er
ljat gefd)itft, idj Ijatte gefragt, wir ljaben aufgefdjrieben,
tf)r Ijabt bemerft, Sie Ratten nidjt gewafd)en, fie ljaben
begrübt, id) werbe fürdjten, bu wirft lieben, er wirb
gefaßt t)aben. — $ier fpridjt man beutfd). $ier beffert
man Sd)ulje aus. ©aS I)at man iljm an feiner SBSiege
nid)t gefungen. Sille lieben if)n. Silan ftrafte it)n. Sein
Vater verfließ unb enterbte i£>n. @r wirb il)n oerftofjen
unb enterben. Silan teilt bie ©iere in Klaffen ein. Kain
erfdjlug Sibel. Sin ©eutfdjer erfanb bie Vud)brucferfunft.
Sßer entbectte Slmerifa? Silan t)at iljn jum ©obe ver-
urteilt. Seine ^reunbe begrüßten i£)n auf baS $erjlid)fte.
©ie greunbe erfud)ten unS, it)n ju begleiten. ®r verließ
un§, als wir in ber größten Slot waren. Silan fd)icfte
iljn auf brei ^aljre in bie Verbannung. Vei unS lieft
man foldje Vüdjer nid)t. Seit bem breißigjährigen Kriege
ljat man folcfye Sreuel nidjt gefetjen. Seine SHutter oer»
järtelte itjn, unb feine fjreunbe nergötterten ifjn. Silan
wirb iljn jwingen. SHan wirb ifjn gezwungen ljaben.
SHeine greunbe ljaben mid) oon biefem Vorfall in Kenntnis
gefegt. ©er Stabtprebiger ljat fie in ber SljriftuStirdje
getraut. Seine fjeinbe l>aben if)n auf baS VöSwiHigfte
oerleumbet. — Silan tanjte ben ganzen Slbenb. Silan
geftattete unS ni^t, oor gwölf Ut)r nad) §aufe ju geljen.
Silan fagte eS mir geftern. ©er fjjerr teilte mir mit,
baß mein greunb tränt fei. Sliemanb glaubte eS mir.
SHein fjreunb verfid»erte eS mir Ijoct) unb heilig, ©iefer
Sllann £>at eS if)m Betraten. Silan afj unb tränt, fpielte
unb ladjte.
28
©er Snfinitio.
^ßv Jnfinifitr.
©er JQtofctittiv hat ba§ Sorroort „ju" mit 9Iu3-
nähme folgenber gälte:
1) 2113 Subjeft: Spazierengehen ift gefunb.
2) 2113 imperativ: 2lufpaffen! Stutjig fein!
3) 9lad) ben tnobalen Hilfszeitwörtern: fönnen,
foHcn ufw-, unb ben folgenben Serben: taffen, beißen,
machen, helfen, brauchen*), lehren, lernen, gehen, bleiben,
fehen, hören, fühlen,; j. ® : gd) gehe fdjlafen. gd)
helfe ihm fdjreiben. @r lehrt mich tanjen. 3$ fel)e
it>n fommen. @r madjt mich erröten ufro.
2113 Einbeulung beS BroecfS fteht „um ju" oor allen
Qnfinitiocn. j. 23-: SBir gehen 311 Sett, um ju fchlafen.
Übung 16.
2)er Schüler erfetje bie (Striche burd) paffenbe Infinitive mit
ober ohne „su" (bejiv. um ju).
— ift leidjt, — fcfjroer. 3)1 an foÜ feinen 9Qäd)ften
—, wie fid) felbft. — ift feliger als nehmen, ©eftatten
Sie mir, Sie eine Slrecfe —. ©er Koffer ift ju fdjroer
für mid), helfen Sie mir ihn —. Qft eS leicht, eine
Spraye — ? ©er Schüler geht in bie Sd)ule, —. SHan
muß arbeiten, —. Qch bin jet)t bereit, mit Qhnen einen
*) EleucrbinflS nur mit 51t. brauche e§ nidjt ju tun
(ober nicht tun).
©er Infiniti».
29
Spaziergang —. Sian ifit, —, aber man lebt nicht,
—. Sah ein Snab’ ein StöSlein —. 93iele Papageien
fönnen —. Srlaubt ber Seneral ben Solbaten — ?
2)ie Stinber gingen in ben 2ßalb, —. 3d) glaube, Sie
geftern gefeljen —. @3 ift mir ein grofjeS ©ergnügen,
3h«en bie SehenSwürbigfeiten ber Stabt —3d) hoffe,
Sie Ijeute Slbenb —. Sr ift ftetS bereit, Unglücflitten
—. 3<i) hbre tf)n —• — ift menfdjlicf). Steine Slutter
lehrte mid) — unb —. $eifj mid) nicht —, l)eifj mid)
fdjroeigen. SOßir finb mübe unb geben —. früher habe
id) nichts, als grammatifdje Siegeln gelernt, in biefer
Sd)ule lerne id) —. $ören Sie ben S)onner — ? Sr
fühlte ben Srbboben unter fid) —. Reifen Sie mir
baS Slätfel —. ©aS Stücf war fo langweilig, eS machte
mid) —.
fibunn 17.
©er ®d)üler erfetje bie nwbalen $ilf3jeitroörter burd) anbete
2lu§brücfe.
fönnen = imftanbe fein, möglich fein,
wollen = ben Sßunfd) (bie Slbfidjt) haben,
müffen = gezwungen fein.
bürfen = bie Srlaubnü haben.
foHen = eS wirb geroünfd)t, eS wirb »erlangt, „man fagt".
laffen = nicht »erhinbern, geftatten.
mögen = möglich fein, gern haben, 2uft haben etwas
ju tun.
©arf id) meinen ©ruber begleiten? können Sie
mir helfen? SBill bein ©ruber baS £auS laufen? Sr
möd)te eS wohl laufen, aber er muh ba§ Selb ju ho«h
30
©lobale $ilfSjeitroörter.
verrufen. @r tonnte ben ©eweiS nicfjt liefern. 34)
möchte 3bnen baS £8ud) gern leiben, aber icf) mufj e§
beute abenb jurücf geben. ©arf ich fragen, wem eS
gebärt? SJleinem greunbe, ich foU eS ibm roteber jurücf»
bringen. ®r bat eS fo gewollt. ©a§ mag fein, aber
(Sie foHten ibm verreiben. @ewo(lt bat mein ©ruber
eS ni4)t, aber er bat eS tun müffen. ßaffen <Sie mich
geben! ©eftern wollte i4) Sie begleiten, aber id) tonnte
nid)t. 3et}t müffen wir unfere <5d)ularbeiten ma^en,
unb wenn wir bamit fertig ftnb, bürfen wir fpielcn.
(Sie foUen binauSgeben. Um neun Ubr follen wir auf
bem ©alle fein.
fttnina 18.
©er Sdjüter brücfe bie im ©auptfa^e liegenbe ftbee burct) ein
mobateS §ilf§jeitnjort au§.
(Scftatten Sie mir, 3br2ltbum ju betrachten? ßetjten
Sommer batte id) bie Slbfidjt, nach ©eutfdjlanb ju reifen,
al3 mein ©ater plötjlid) erfranfte. -fpaben Sie ben
ffiunfd), einen 3irtu§ ju befudjen? 34) habe Suff,
Sie ju begleiten. 3ft e§ ihm möglich, bie Prüfung ju
befielen? <£jat ber 2lrjt bir erlaubt, jJIeifct) -ju genießen?
3ft eS 3baen gefällig, ein^utreten? 34) 3te^e »or, b’cr
ju bleiben. @r hat oorgejogen, ju haben. 3^ befehle
bir, ju fdjweigen. ®r weigerte fid), ben 2luftrag au§=
jufübren. -Jlein, er war nid)t baju imftanbe. ©aS ift
möglid). 34) geftatte meinem Sohne nidjt, mit biefen
ßinbern ju fpielen. ©a§ bat man unS nicht geftattet.
©ater, erlaubft bu unS, btaauS ju geben, ©iefen
S4)riftfteHer lefe i4) nicht gern. £>aben Sie Suft, mir
SWobale ©ilfäjeitTOörter.
31
etwa§ vorjulefen? 3^) ^abe niemals ben SBunfdj gehabt.
Sie haben bie 2lbfid)t gehabt, baS £auS gu laufen.
SlllerbingS, aber eS war mir nidjt möglid). Sftöglid)
wäre eS 3bnen gewefen, aber man bat eS nidjt gcwünfdjt.
£jat 3br Slater 3bnen nidjt erlaubt, inS Sweater ju
geben? @r hat eS mir erlaubt, aber ich batte feine Jßuft.
sJJlan wünfdjt, bah id) bie Xürcn unb ^enftcr jumad)e.
SBir haben uns geweigert, barüber ju (preßen. SJtein
'Bater bat mir nicht verboten, in ben ©arten 31t gehen-
Sßenn baS ißart. ^erf. ber mobalen Hilfszeitwörter
(fönnen, fallen, wollen ufw., aud) laffen, beiden unb
einige anbere, weniger gebräuchliche) einen ^Jfnfinitiü
regiert, fo nimmt baS ißart. bie fyorm eines Infinitivs
an; Seifpiele: $d) habe eS getonnt. 3<b habe eS tun
fönnen. 3<b habe ibn hier gelaffen. 3<b habe iljn geben
laffen.
Übung 10.
(3fnS Verfett ju fetjen.)
3<f) will ein S8ud) 3d) will lefen. @t beißt ibn
einen Spitzbuben. @r heißt ibn geben. Sßir laffen
unfere Bücher hier. 3<b laffe mein 33ud) hier liegen.
JDBir fönnen Seutfd). SBir fönnen fpredben. -3d)
inS £>auS. 3<b muf? geben. SßoUen Sie baS S3rot?
'ffiollen Sie effen? Qd) laffe baS ißafet fallen. @r
fann eS nicht tun. ®aS Äinb barf nicht inS Rimmer.
@8 barf nidjt auSgeben.
©eflinationskfyre.
öcrli|, £euM$e Sc&ulgrammatit
Wfclinaftint ber perfönltdien Jfirivürfer.
Lfte fßerfon. 2te ißerfon. 3te ißerfon.
®injal)I.
männl. hrribl. rstfii.
N. tefy bu er fie eS
G meiner f beiner f feinerf ifjrert feiner 1
D. mir bir iljm*) iljr*) ilfm*)
A mid) bid) i^n*) fie*) eS*)
Wtetjrsat)!.
für alle brei <ßerdlleri|ter.
N. mir if>r fie
G. unfer euer itjrer
D. un§ eud? itjnen*)
A. uns euch fie*)
iibunn 20.
a) ®er ®d)üler fetje bie ftürroörter auS ber Sinjatjl in bie
SDle^rjaijl unb utngefeijrt:
3<f) tjabe fein ®elb bei mir. Scfyäme bid)! @r freut
fid) meiner. neunte mir baS 9ted)t. 2)u fennft tljn
nid)t Sie erinnert fid) beiner. ®r gibt bir Seit- SBir
fetten unS. 3f)r Ijabt unS eingelaben. ^d) fenbe bir
9lad)tid)t. $d) fenbe bid) nad) föaufe. 2Bir gebenfen
euer. $at er e§ befommen? sIßot)er tjaben fie iEjn?
*) in reflektier SBebeutung „fid)".
t) juroeilen aud): mein, bein ufm.
36 S)etlination.
b) $)er ©cfyüler fetje bie jroeite unb britte $erfon für bie erfte,
bie erfte unb britte für bie jroeite ufro.:
3d) fetje mid). 2Bir fetjen unS. 3d) roünfd)e mir
eine U(?r. 3d) bin meiner nid)t fidjer. 2Bir roünfdjen
un§ @lüd. 2Bir finb unfer brei. ©u freuft bid) <$u
früt). 3^t braucht eud) nidjt ju fd)ämen. ©u fannft
bir baS rooljl benfen. @r ift meiner iiberbrüfftg. 3^
freut end). 3d) erinnere mid) nitfjt beiner. ®u gefäUft
mir. ©u roiUft mid) auSladjen. ®r fpottet meiner.
Sie faufen fid) Äudjen. 3e^t fommt bie Steife an
mid), un§. ©ie Steife ift an bir, end)
c) ©er ©cfjüler ergänze bie Säfee nacfe bem SWufter be8 erften
SafeeS:
2Bie bu mir, fo id) bir. 'dßie iljr unS, fo-------------.
ÜBie er mir, fo — —. 2Bie fie bir, fo — —. SEBie
mir if)m, fo---------. Sßie Sie il)r, fo---------. SBie mir
euä), fo--------.
d) ©er Sdjüler antworte auf bie fragen nacfe bem Slufter
ber Stntroort auf bie erfte fjragc:
Äennft bu meinen Gruber? 3d) erinnere mid)
feiner nur feljr bunfel; er mar fet)r flein, als id) itjn
juletjt faf). Äennft bu meine Sdjroefter? meine Gröber?
mid)? unS? kannte er bi(^? end)? Srfennen Sie
mid)? unS? it)n? eS? bie greunbe?
e) öbenfo:
SBomit fann id) 3^nen bienen, $err S.? SBenn
Sie mir einen ©efallen tun moQen, fo fetjen Sie fid)
neben mid) unb oerplaubern ein Stünbdjen mit mir
® c tlinati on.
37
Söomit fann idj bir, i^m, it)r, irrten, 3tjnen 0ßl.),
end) bienen? SBomit fönnen wir .Qfjnen, iljm bienen?
Sßomit fönnen fie bir, mir, un§, end) bienen? SBomit
fann er ihm, ifyr, ihnen bienen?
^rhlinatiun
örr Brtikrl unb ber Sr|ttnumutn$hi öfter.
A. ©er beftimmte 2lrtifel:
männl. turibl. töt «He bret (öerdjlrctjtrr.
N. ber bie ba§ bie
G. be£ (beffen*) ber (bereu*) be§ (beffen*) ber (bereu*)
D. bem ber bem ben (benen*)
A. ben bie ba§ bie
B. ©a§ binweifenbe Fürwort:
N. biefer biefe biefe§ biefe
G. btefeS biefer biefer biefer
D. biefem biefer biefem biefen
A. biefen biefe biefer biefe
ebenfo: jener, welcher, jeber, aller.
2113 fftelatwpronomen benutzt man ben beftimmten
SIrtifel ober ba§ Fragewort „weiter". 3n ben oben mit *
bezeichneten fallen muffen jebod) al§ ^Relativpronomen
bie eingeflammerten formen gebraucht werben. 2113 $8e»
jiebungSglieb be§ 9telativum§ ftet)t oft ber beftimmte
2lrtifel; im Senitio beS $ßlural§ ftel)t bann berer
„©ie SReinung berer, bie mid) baffen, ift mir gleichgültig."
38
S)eHinatton.
C. S)er unbcftimttite 2lrttfel:
N, ein eine ein
G. eines einer eine§
D. einem einer einem
A. einen eine ein
ebenfo: bie befi^anjeigenben Fürwörter mein, bein, fein, iljr,
unfcr, euer, ifjr unb baS negative fein.
SInmerf ungen: — 2öenn feine 2Ibjjeftive oberSubftantive
auf bie unter C. aufgefübrten folgen, gelten biefclbcn nad) bex
2)eflination B.; alfo: „einer" ufw.
®dilinatimt ber
A. -Jtad) Slrtifel ober beflinierten SeftimmungS- Wörtern:
männl. ©injabl. tadbl. fadil. für ^Rebr^abl- alle brei (Sefdllrälleff.
N. ber gute bie gute baS gute bie guten
G. bcS guten ber guten beS guten ber guten
D. bem guten ber guten bem guten ben guten
A. ben guten bie gute baS gute bie guten
ebenfo: berfelbe, ber meinige ufw.
B. Dfyne Slrtifcl ober SBefitntmungäroörier:
N. guter gute gutes gute
G. guten guter guten guter
D. gutem guter gutem guten
A. guten gute gutes gute
ebenfo: folger (ofjne ^Irtifel).
$iel, wenig werben im Singular gewöf)nlid) nicfjt betli«
niert (veraltet ift eS wie B. $u betlinieren); im Plural N. viele
gute, G. vieler guten, D. vielen guten, A. viele gute.
SJetltnation.
39
iteftlinatinn ter ^aupftvörtrr. - CBinjaljl.
Starte Tctltnatiun.
SRännl.: N. ber «Wann G. bed «Wannte D. bem «Wanne A. ben «Wann
eä<$l.: N. bad öol! G. bed «olfee D. bem Boite A. bad Colt
SBörter mit tonlofem e in ber ©nbung unb folc^e
auf „lein" nehmen in ber ©eflination fein jroeiteS c an,
alfo ©enitin non ©ngel, Sltem, Sater, ©oben ift: @ngel§,
2ltem§ ufm. — Satin: bem ©ngel, ®ater ufro. 9lud)
läfjt man biefeä e in anberen SBörtern auS (namentlich
mehrfilbigen), wenn ber SEBotjlflang e£ erforbert.
Scfjivadje Setlination.
«Wännl.: N. ber Änabe G. bed Änabrrt D. bem Jlnabnr A. ben Änabrn
Sei weiblichen SBörtern neränbert fid) in ber ©in»
jahl ba§ Subftantin nicht:
«ffieibi.: N bie grau G. ber grau D. ber grau A. bie grau
(Sn einigen ibiomatifd)en 2lu3brücfen unb in 3«’
fammenfetjungen finbet man noch frühere gallenbung
n, j. S.: ju ©unften, auf ©rben, non Seiten, Sonnen»
ltd>t ufro.)
ßu ber ftarlen Seflination gehören:
1. ©ie «DlaSfulina (mit Slußnahme ber unter ber
fchroachen ©eflination angeführten).
2. 2lHe «Reutra.
40
SDetlination.
8u ber fcfyroadjen Seflination gehören:
Sie SJlaSfulina mit ber Sinjahlenbung e, wie
83ote, $nabe, $afe, 2öwe, SRiefe ufw. (SMfe gehört
au§nahm3roeife jur ftarfen.)
golgenbe einfilbigen ailaSf ulina: 2lhn, $8är, Sfjrtft,
Söurfd), fjinf, fjürft, (Sraf, $elb, .£jerr, SJlenfd), SJlohr,
9larr, Dd)3, ißfau, ißrinj, Spat}, Sdjenf, Sor unb bie
gweifilbigen ©efell, Vorfahr.
SSölfernamen, äuget berioatioen auf „er", wie:
33apet, Sßommer, Ungar, Vulgär, Sartar, Slofaf; fowie
viele gfrembwörter, bie ben Slfjent auf ber letzten Silbe
haben, 3. Q3.: Slboofat, Solbat, ißoet, ^efuit, 3biot,
ißroteftant, .^nfant (aud) ber Siername: Slefant),
(Stubent, ißräfibent, ißietift, Surift, Spiritualift,
Xtjeolog, Sßtntofopl)/ Slftronom, ßitlwgrapb, ißh°t°s
grapb ufw.
S)a3 Sßort $err im Singular unb bie nid)t auf
ber letzten Silbe atjentuierten SBölfernamen flogen „e"
oor „n" au3: alfo be3 ^errn; be§ Ungarn.
SJlan befliniert ba§ Neutrum „§erj" wie folgt:
baS ^erj, be§ ^erjen8, bem $erjen, ba§ $erj-
Sinige SHaSfulina höben im SRominatio ber Sin«
jahl eine boppelte fjorm: Flamen ober 9lame; bie
anbcren formen ftnb oon ber auf en abgeleitet, alfo:
G. be§ 9lamen§, D. bem Flamen, A. ben Flamen.
Sahin gehören: Söuchftaben, Sradjen, ^rieben, Junten,
©ebanfen, ©tauben, Raufen, — ober: 93ud)ftabe,
Stacke u. f. f.
® c tlination.
41
Übung 21.
®et ®cf)üter feije bie rid)tige gotm be§ beflimmten SIrtifelä,
roo ein b. fieljt.
a) Slominativ unb Senitiv: — 2). ßidjt b.
2Jlonbe§. 2). Spitze b. SdfroerteS. 2). Staub b. Sdjüffel.
®. ©art b. Sd)lüffel3. 2). ©ebet b. $errn. 2). ©erud)
b. ©turne. 2). <Sc^önt)eit b. grau. 2). Ijödjfte @rab b.
ßieben^würbigfeit. 2). Sd)atten b. ©aume3. 2). $at)r
b. $eil§. 2). Sipfel b. ©erge§. 2). Stimme b. ©ogel3.
2). glud) b. ©Öfen. 2). gamort b. ©raut. 2). Summen
b. ©iene. 2). SängerS glud;. 2). ©turnen 9tad)e.
2). 3Rad)t b. SJlufif. 2). £)odjjeit b. gigaro. 2). ®e=
roid)t b. ®olbe£. 2). ßatpi b. 3eit. 2). SUlätjne b.
ßöroen.
b) ©enitiv unb 9lftufativ: — Stenne mir b.
Flamen b. Stabt, b. ©reis b. £)aufe§, b. $auptftabt b.
SanbeS, b. 2:itel b. $errn, b. SBofynung b. 2)ame, b.
Stummer b. Stube, b. Üßort b. Sßeifen, b. gat)r b.
®eburt, b. geinb b. gelben, b. getjter b. Sdjülerin,
b. 2>id)ter b. Siebet, b. ©rfinber b. Ut)r, b. Sntbecfer
b. neuen Sßett, b. Sttter b. gürften, b. Ärone b.
Schöpfung, b. Sffiert b. Wtünje, b. größten Siebenftufc
b. Slt)ein§, b. erften SJlonat b. gat)re3, b. letzten iag
b. SBodjc, b. ißräfibenten b. Union.
c) 2)ativ unb 91 ffufativ: — ®ib b. Knaben b.
Kudjen, b. ^unbe b. ^3eitfd)e, b. Katje b. gifd), b. Slrmen
b. ©rot, b. Slä^erin b. £ot)n, b. ©oten b. Quittung, b.
SJlagb b. ©efetjt, b. Sdjroefter b. Sinlafifarte, b. ©oget
b. gutter, b. ®elb b. Kellner, b. ©lume b. Kranfen, b.
42
©eflination.
Gunbin b. Stethnung, b. Schaffner b. gahrfd)ein, b.
Schwalbe b. greiheit, b. Kranj b. Sieger, b. SBaljrfyeit
b. @t)re, b. @nte b. gutter.
d) ©er Sd)üler fefce vor bie Hauptwörter ben beftimmten 9lr=>
titeL — ©ie eingetfammerten tBudjftaben geben ben gaH an.
®ib (D) Könige, ma§ (G) Königs ift (D) SRutigen
gehört (N) SBelt. (D) Starren gefällt (N) eigene Kappe.
(N) $unb ift (N) greunb (G) SRenfcljen. (N) SBiffen.
fdjaft ift (N) $ierbe (G) gugenb unb (N) Stoff (G)
2llter§. (N) gute äRenfch »ergibt (D) geinbe. (N) grau
ift (N) Sflaoin (G) SRobe. ' ®el)ord)e (D) Stimme (G)
®eroiffen§. (D) Schmeichler barf man nidjt trauen,
gliefje (A) Schmeichler. Sticht jeber hat (A) Kraft, (D)
Serfuchung ju roiberftehen. ift (N) Pflicht (G)
Steidjen, (D) Firmen beijuftehen. Sßenn’3 (D) ®fel ju
roohl ift, geht er auf’3 @i£ tanjcn.
e) ©er Sdjüler fefce in a), b), c), wo e3 pajjt, anftatt bc3
beftimmten 9IrtiteIS, ben betreffenben galt von „bicfep
jener, jeber, aller, fold)er, tveldjer". |SBeifpiele: ©ie <Spit)e
biefeS Sebtoerteä, ben ißreiS jene? £>au[e§, ben SßJert
foldjer SDlünje uftv.
Übung 22.
1. ©er Spüler fc^e ben unbeftimmten Ütrtitel im Slominativ
vor bie folgenben SBörter.
Stofe, Knabe, Sßinter, KranEheit, güngling, gu|,
Sluge, gebet, Koffer, ®abel, Stagel, Käfe, SBort, 2lnt»
wort, iffieib, Stedjnung, SJorfaK, ©ebirge, ©efdhicljte,
©ebicht, $inberni3, Srücfe, llljr, £>h*, ®<i)lag, Schlacht,
©etlination.
43
©efchlecht, Schlagen, Schläger, Srittel, Srei, Sdjreiben,
Schrift, Schreiber, Schreiberin, Schreiberei, (Gefchreibfel,
Überbleibfei, SBorfatjr, gahrt, guhre, fahren, (Gefahr,
(Gereicht.
2. ©er Sctjüler fetje bie unbeftimmten Ütrtitel int 2tftufativ »or
bie obigen SBorte, bann im ©ati» unb enblid) im Oenitfo.
3. Satin unb Slffufativ: — @r geigt e. SRäbchen
e. Sbelftein, e. grau e. ©lieferet e. 9lad)barn e. ißferb.
3d) gebe e. jeben e. Gipfel, e. Settier e. (Gabe, e. Gunbin
e. Quittung, e. Korrefponbenten e. Slntmort, e. (Gebanfen
e. 2lu§brutf, e. 2lu§fprud)e e. Auslegung, e. $unbe e.
Knochen, e. Katjc e. gifet), e. Siebe e. (Gelegenheit, e.
Settlerin e. Sllmofen.
4. ®enitit> unb Slffufatit): — flenne mir e.
Serfaffer e. ßuftfpielS, e. frucht e. ißflanje, e. Soll e.
gnfel, e. (Gebirge e. Kontinents, e. gelben e. Sage, e.
2lnfang e. (Gefehlte, e. Srfinbung e. ißrofefforS, e.
ßieblingSblume e. KaiferS, e. Sau e. $rau, e. 3U9 *•
gelbherrn, e. Silb e. ^>ollänberS, e. gabel e. ®ried)eu,
e. Sat e. Königin, e. Sßrobuft e. ßanbeS, e. Stifter e.
Religion, e. Schloß e. gürften.
Übung 23.
©er Srfjüler erfetje im golgenben ben Strid) burd) ein befi^
anjeigcnbeS gürroort ber erften (ßerfon, ber jroeiten Sßerfon
unb ber britten (ßerfon Singular!
Sitte, reichen Sie mir — (A) £>ut, — Saffe, —
Halstuch! gräulein S., er fragt nach — (D) Sefinben,
— Flamen, — SBohnung. £>err Softor, er bebarf —
44
SD etl tna 11 o n.
(G) $ilfe, — Seiftanbe3, — ©elbeS. SJtein greunb,
biefer SQßeg füt>rt (bidj) nod) — (D) £>aufe, — $eimat,
— ©arten.
2Bte oben, mit ben ißerfonen abroedjfelnb.
®a§ ift nidjt — (N) Sd)irm, fonbern —, nidjt —
Sadje, fonbern —, — ®et)eimni§ unb nidjt —. Sie
»erlangt — (A) Slnteil unb nidjt —. @r £jat — (A)
Stube gereinigt ftatt ber — (G). ©eben Sie mir —
(A) 93udj für — (A)! $aft bu mit — (D) gebet ge=
fdjrieben ober mit —? Sprechen Sie oon — (D) fßlan
ober oon — ? SBart itjr bei — (D) Sdjneiber ober
bei —? Seljört biefer Stiemen ju — (D) Koffer ober
ju bem —? 2)ieS ift — (N) Stotf, Surfte, £udj, wo
ift —? 3d) ljabe — (A) SJteffer, Sdjere, jammer ver=
legt, leilje mir —! Soll fie fidj — (G) SQefferS, ©abcl,
JßöffelS bebienen ober —? Sitte, verroedjfeln Sie —
(A) Sörfe, Überjieljer, $ut nidjt mit — (D)!
flbmtß 24.
®er ©djüler eifere ben ®trid) burcf, ben entfpredjenben galt
oon „ein, fein, fein,
geljlt ein Sud)? ga, — (N). geljlt jemanb, eine
Stummer, ein SRitglieb? ga, — (N). Stein, —. £>at
er einen Srief gebrad)t, ein ißatet, eine ßeitung? 3a,
— (A). Sßie viel SJtildj, SBaffer, $onig, $olj, <5anb=
ftein, SÖßoUe brauchen Sie? SJanfe, wir brauchen —
(A). SBeffen U£jr, Sting, $al£tud) ift ba§? S)a§ ift —
(N). Sei weffen Stuber finb Sie gewefen? Sei —
(D). Sei weffen Sd)weftercf)en. Saute, Setter? Sei
®etlinatfon.
45
— (D). SBeffen S3ruber§ erinnert er fid), wcffen @rofj«
mutter, 53efud)e§, 2lu§fet)en§, Seburt? — (G). SJlit
wie viel ®elb f)at er angefangen, mit wie viel fiuft,
Hoffnung, Vertrauen, ®ifer? SRit — (D).
Übung 25.
®cr @d)ü(er gebrauche bie richtigen formen ber angebeuteten
binjeigenben, jurücf bezüglichen unb fragenben <Jürn>örter.
a) SB- nicht hören wiU, muß fühlen. SB. einmal
lügt, b. (D) glaubt man nid)t, unb wenn er auch bie
SBahrljeit fpridjt. SB. ein §ätd;en werben will, b. frümmt
fid) bei feiten. SB. (G) S3rot ich efK ö- Sieb ich finge-
£rau, fd)au, tv. (D). SB. fid) grün macht, b. freffen
bie 3teg«n. SB. ich *itd)t weif?, mad)t mid) nid)t heiß.
SB- ©hren hat j« hören, b. höre!
b) ®. foll antworten, b. id) frage. ®. foll fommen,
b. (D) id) winte. SB. hat 4>a§ ßefagt? SB. (G) .£>anb=
fd)ul) ift ba3? SB. (D) fd)reiben Sie? SB. (D) £>errn,
w. ®ame foll id) bich vorfteden? S3on w. (D) fprechen
Sie? S3on w. ®tnge rebet ihr? SB. ßeute fotten wir
einlaben? SB. fperrn meinft bu? w. S3uch? w. Leitung?
w. Schachtel?
c) S?on w. (D) haft bu ba§ gehört? 93on b.j.
(D), w. (N) auf bem Sofa fitjt. Über w. (A) ärgerft
bu bidj? Über b.j. (A), w. (A) bu vorhin bemerft haft.
SB. wegen (G) wollen Sie fort? SBegen b. (G), w.
(A) Sie gefagt haben. SB. (N) ift ba£? ®.j. (N)
fjjerr, b. (G) Slntunft wir erwarten. Stuf w. (A) wartet
man? Sluf b.j. (A) ®ame, b. (G) Sefang bie Unter«
46
S)e Hin a ti on.
Haltung eröffnen foH SB. (G) Steuber ift er? @r ift
ber Steuber b.j. (G) .gjerrn, b. (G) Spiel Sie fo feßr
berounbern, b. (ro.) (A) id) 3ßnen oorgeftellt ßabe, b.
(ro.) (D) Sie miet) vorgeftellt ljaben. SB. ^rudjt gieren
Sie oor? ®.j., ro. in ber Sla^fdiale liegt. SJtit ro.
(D) ®ame, £>errn, roünfcßen Sie ju fpredjen? SFtit b.j.
(D), m. (D) id) ben SSrief gebraut ljabe- Über to. (A)
£>errn, SJläbdjen lachen Sie? Über b.j. (A), b. (D)
man biefen Streif gefpielt ßat.
Übuttfl 26.
®er Sctjüler fetje ben beftinunten unb bann ben unbeftinunten
Slrtifel nor bie Slbjettine.
a) Qm Stominativ: — Steif. Slpfel, braun. Sluge,
frauf. $aar, eifern. Sting, weif?. Stofe, lebern. Pantoffel,
ßot). SJtaft, alt. SBeib, ebl. SJtenfd), föftl. ?Jrud)t, beutfeß.
Sind), böllern. Stein, breiter. Strom, größer. ®orf,
ßöflidj. SBort, grob. Slntroort, fdjroad). 2id)tftrat)I, Ijöljer.
Seroalt, eifig. SBinb, natürl. ®nbe, ed>t. ©eutfd)., be=
rüt)mt. SBeif., grünblicf). Unterricht, rauft. ®efd)rei, be»
legt. Butterbrot.
b) S)a3felbe im Slffufatio.
c) 3m ©enitio: — $öt)er. Söd)terfd)ule, bar«
barifd). Gebrauch-, oergeblid). SJlütie, großartig, förfolg.,
albern. ®ecf., hol). $err., gefdjicft.. 3Renfd), fütjt ®etränf.,
roarm. ^ery, erfaßten. Slrjt., gefeiert. Äünftlerin, rid)tig.
SJlaß., feft. ®ntfcf)luß., gefällig. Stadjbar., orbentlicß.
SJrofeffor., tief. Scßmerj., traurig. Stßicffal., fuß. Triebe.,
unerfdßütterlid). Staube., leere. SluSrebe, eitl. Bfau., ßeiß.
Setlination.
47
Slut., gnöbig. grau, bunt. Siliertet., fchroarjtneig. gähne,
blaugrau. $leib., tapfer. Solbat.
d) ©aSfelbe ohne Slrtifel, im Seniti».
e) gm Satin, mit bem beftimmten unb ohne
Slrtifel: — Sröfjt. Vergnügen, fctjarf. Sheffer, Ijerjlid).
greube, betrübt. SJliene, »ollenbet. Soweit, leif. Sichern,
höd)ft. Sebeutung, gering. Stufen, innig. Siebe, beliebt.
Schaufpieler, traurig. $erg., reid). Sauer., feicEjt.
äöaffer, fauer. ÜDlild), fdjlanf- güngling, fräftig.
Streid), berebt. ÜBort, genannt. Ort, liöljern. Stift,
grün, genfterlaben, fdjattig. Saube, freunblid). Srufj,
eifern. Sefen.
Übung 27.
Ser Sdjüler gebe ben @igenfd)aft§n)8rtern nnb ®auptroörtern
bie richtige gorm. Ser galt ift, außer beim Subjett unb ©bjett,
angebcutet.
a) gn bunfel. (D) Stacht unb bei eifig. (D) SBinb.
ging bie Sruppe »oll gröfjt. (G) Sapferfeit unb unbe»
grenzt. Sertrauen. »ormärtS. Seicht. ^erj. (G) unb eilig,
gufj. »erlieft er un3. Sin ftrömenb. (N) Siegen unb ein
heftig. Sönnern unterbrachen unfer Spiel. Sin laut.
(N) Stufen begann, geh ha&c ein. golben. (A) Sting
unb ein filbern. Slrmbanb gefunben. gd) jiehe mein,
eigen. (A) (Einrichtung, ißferb, $unb, Arbeit, b. euer.
(D) »or. Sr h«t fein jüngft. -(A) SßerE mit (D)
gröfjt. Sifer, Sorgfalt, Umficht, Slücf, Softenaufroanb
»oUenbet, unb trotj (G) manch- $inberniffe£, Slnfeinbung,
SinfprucheS.
48
©ettination.
b) Surdj (A) gefpannt. Slufmerffamfeit unb ^äß.
fjleifj bat er ftaunenäroert. (A) @rfolg erhielt. SBegen
häufig. (G) Unrooblfein., länger. 2lbroefenbeit unb ge=
legentlidj. anber. Störung bat fie bie Sdjule fel»r un«
regelmäßig befugt. Sin ungeftört. Schlaf, gefunb.
Wahrung unb ein täglich- falt. Stab finb ihm S3ebürfni3.
Qd) habe fein, luftiger. SRenfdj., fein, prächtiger,
garbe, fein gefchmadvoller. Kleib, fein artiger. Kinb
gefeben. -Wenne mir b. größt. Sichter ber Sleujjeit, b.
längft. fjluß, b. oerbreitetft. 93ud)z b. bebeutenbft. König
$ranfreid)3, b. fdjönft. Stabt ber SBelt. SWit (D)
folcb 2lrbeit, ein. foldj. Antwort, foldj. SJefdjeib, ein.
folcb Benehmen, ein. foldj. fieiftung, all. folcb- ®«n,
ein. fold). Slnfang, fold). Srfolg, folcb- Slebanblung
fann idj mich nidjt ^ufrieben geben, bringen Sie mir
ein Sla§ (G ober A) roarm. SWild), eisfalt. SBaffer.,
weiß. SBein., eine Saffe fdjmaq. Kaffee., beiß. Sdjofo«
labe. ®r bat eine Sllenge (G) b. feinft. SBoHe, Samen,
$olj., SBare, Sud), gefauft unb eine Partie (G) alt.
SBein-, fdjroarj. Seibe, alt. Sifen.
äHebrjabL
49
UMjqaljl bet Hjanpffttörter.
9lnmerhtng: — Sie ißluralfornt be§ Stominatin? gilt
aud) für bie anbcren ^IitralfäUe, erljält jebod) int Satin ein
„n“, wenn ba§ Sffiort nid)t fd)on auf n enbigt
A) ©iefelbe ©nbung rote in ber @injaf)I tjaben
(gerootjnlid) ben Umlaut annefymenb):
1. SRaSfulina unb Neutra mit tonlofem „e" in ber
©nbung*), 3. 93.: ©arten, 33äter, ©ngel, ©eroölbe,
©ebäube. ®ie, roeldje im fJlominativ Singular^
bie ®oppelform auf „e", „en" fyaben (wie: ber
fyiinfe ober Junten, 9lame ober Flamen, $aufe
ober Raufen ufro.), beljalten im ißlural bad „n";
alfo: bie Junten, Flamen, Raufen-
2. Soldje auf „lein": Knäblein.
3. SDlütter, 2öd)ter.
B) Sie ©nbung „e" Ifaben (teilroeife mit Umlaut):
1. ®ie SQaStulina, mit SluSnaljme ber 3ur fdpoad)en
Seflination geljörenben unb ber unter A 1, unb
unter ber fßluralenbung „er" aufgefüt)rten.
2. ©troa 30 einfilbige geminina (ftet§ umlautenb).
S)ie nndjtigften finb: 2Ijt, 93raut, grucljt, fyauft,
* 2tu§nabme unter D2.
SJerlife, ©cutfdbe Scbularanunatit 4
50
fflMrjaljL
®an§, ©ruft, Hanb, Haut, $luft, Greift, Jtul),
ßunft, £uft, Sladjt, SRagb, 3Rau§, 9tat)t, Slu£
Sdjnur, Stabt, Sßanb, SBurft.
3. golgenbe einftlbige Sleutra (of)tie ben Umlaut
anjunetjmen): Sein, Seil, Soot, Srot, ©ing,
©rj, fJeH, ©ift, Haar, ^eer, $cft, OocE),
Änie, £o§, SJleer, Stet}, ißaar, ißferb, Sfun^»
9led)t, Stfirf, 9loB, Salj, Sdjaf, Sd)iff, Sd)roein,
Seil, Spiel, ©or, SBerf, Siel.
4. ©ie burd) bie Sorfilbe „®e" gebilbeten Sleutra,
j. S.: ©cfprädje, ©eräufdje, ©efüljle, ©cfäHe ufro.,
mit Sluänatjme ber unter C 4 »erjei^neten.
5. Sille auf „fal“ unb „ni3", of)ne Stüctfidjt auf ba§
Scfd>lcd)t, roie: $inbcrniffe, Sdjicffale, ©rangfale,
©rfenntniffc.
C) ©ie ©nbung „er" buben (tt, o, u mit Umlaut):
1. ^olgeube SJlaSfulina: ©eift, ©ott, £eib, SDtann,
Slanb, Strand), Sßalb, SBurm, Sormunb, Söje»
roid)t.
2. SlHe Sleutra, mit 2lu3nal>me ber unter A 1, B 3
unb D 4 unb 5 aufgefubrten.
3. Sille Subftantioa auf „tifm", ofme Siüdfidj.t
auf ba3 ©efdjledjt, alfo: Sertürner, 9leid)tümer,
Herzogtümer, SiStümer ufro.
4. golgenbe mit ber Sorfilbe „©e" gebilbeten Slcutra:
©emädjer, ©emüter, ©eroänber, ®efd)led)ter, Se=
fpenfter.
3Het) rjab l.
51
D) ©ie (Stiftung „n" (nad) Konfonanten „en"),
aber nie ben Umlaut, haben:
1. ©ie geminina, mit 9lu§naf;me ber unter A 3
unb B 2 aufgefül)iten.
2. Sille 8Jla§fuIina, welche im Singular fdjwad) be»
fliniert werben.
3. Sie folgenben männlidjen Hauptwörter, welche im
Singular ftarf bcflinicrt werben: ©orn, fjorft,
Sorbccr, SRaft, 2)lu§fel, ÜRadjbar, ißfau, Schmer^,
Pantoffel, Staat, Stachel, See, Strahl, Untertan,
Setter, ©eoatter; ©oftor, s$aftor (unb anbere
auf „or").
4. golgenbe Sleutra: Oljr, Singe, Hera, Onfeft, @nbe,
Hemb, Sett.
5. ©iejenigen fremben Slentra, roeldje bie (Enbung
„ium“ l>aben (ober gehabt haben), befommen
„ien", wie Stubium -- Stubien, Svangclium —
(Evangelien ufw.
©cfonöerc Semcrtunßcii.
1. ®a§ „n“ ber (Enbfilbe „in" ber Feminina wirb
vor Slnhängung ber Sßluralenbung „en" ver=
boppelt, alfo: greunbimten, Seherinnen ufw.
2. Subftantiva auf a, i, o, u im Singular bilben
ben $lural auf Sofa-§, Kolibri-3, @d)o-S,
Hinbu-§.
3. Statt „Scanner" (ißlural von 9)?ann) braudjt man
4
52
SH et) al)I.
ingufammenfehungen „Beute", falls eineWnfdjem
tlaffe ober ein Staub be^eitfjnet wirb, g. S-: @bel=
leute, Sanbleute, ©ienftleute, Seeleute; alle bc=
geid)nen im follettiven Sinn fowoljl ißerfonen
männlichen wie weiblichen ©efchlectjtS- Sagegen
gebraucht man Sörfen männer, Staatsmänner,
©hemänner, Flügelmänner, fofern man von
einzelnen, fid) oon anbern unterftheibenben ißer=
fonen fpricht.
4. SSiele Hauptwörter foinmen nur im ißlural vor:
(Sltern, Sente, (Sefdjwifter, ©liebmafjen, Poften,
Binfen, Srümmer, 9Ilpen, Dftern, sßfingften, 2Beih=
nachten, Reifte», Ferien.
5. SJlanche Hauptwörter haben eine hoppelte ’ißlu«
ralform, guweilen mit verriebener Sebeu=
tung, guweilen ohne Unterfd)ieb ber Sebeutung;
g. OK; Sanbe (Feffeln), Sänber (gum Sinben),
— Saufen (Sörfen), Sänfe (Sihplähe), —
Sauern (Slcfcrbauer), Sauer (S?äfig), — (Se=
fid)te (Srfcheinungen), Oefidjter (^Iiitliije), —
Home, (Wirten ber Hornniaffe)/ Hbrner (eines
SiereS), — ßaben (Fenfterlaben), 2äben (Ser=
taufSplähe), — Scannen (Safallen), äQänner
(erwadjfene männliche fßerfonen), — Orte 0ßlat0,
Örter (Sörfer unb Stäbte), — SBorte (9iebe)z
SBörter (grammatifche Segeidjnung), — Suche
(Seugftoffe,) Sucher (Safdjentüdjer, Halstücher
u. f. w)
aKetjrjaljl.
53
6. SJlännliche unb fachliche Hauptwörter bemalten
al§ SQapbeftimmung in ber Siegel bie fjorm beS
Singulars bei; fo fagt man:
12 SJlann Solbaten, 3 Söucf) ißapier,
6 guh Sänge, 3 ^3aar Sdjutje,
5 Sacf Äaffee, 4 ißfunb ^leifch,
2 SlaS SBein.
©ie weiblichen Hauptwörter nehmen jebodj bie
SJlehr-jahl an, beShalb: 2 ©onneit Sohlen, 6 bannen
SJlild), 7 ©Heu Beug.
SluSnahme: bie Sliarf. 1000 Sliarf (nidjt SJlarfen).
Übung 28.
Ser ®<J)üter fetje uor bie folgenben Hauptwörter ben beftimmten
ülrtilel im Singular unb '|?(ural.
$rau, 9)lann, Äinb, SJienfdj, fjreunb, ÄatEjolif,
'ßrinj, ißringeffin, fjifdier, Kaufmann, Siadjbar, H«uS,
Ääfe, SQBort (2), Antwort, Saben (2), SJlaft, SCßalb,
SBeib, Kenntnis, Huhu, Han^ Äiffen, Sicht (2),
2lrm, Sefetj, ®efd)ichte, Sieb, Q-elS, Slieer, (Seroidjt,
SRutter, ©odjter, ©eutfehe, SBerwanbte, SSogel, ©ier,
fjlofc, Schiff, SBant (2), Saal, Whfal, Sefdjreibung,
Färberei, Slnftalt, Vergnügen, 3lnfid)t, ©efidjt (2), ®e=
mälbe, (Sentahl, ©emahlin, 2lrt, Sorte, ©egenftanb,
Schritt, Stof?, 3uÜz ®d)tag, ©ag, Slionat, Sßalaft, ®15
bogen, ©aumen, gauft, gaji, ©onne, Rappel, Siche,
Schulter, Sdjlüffel, Schöffel, SJiafi, HiuberniS, Steiclp
tum, Slbtei, Sofa, ^unft, SJlineral, Stubium, Stubent,
54
2H et) rj ab L
Unwerfität, $eft, $erj, ©ott, ®ngel, SBiffenfchaft,
$8erg, Sebirge, 9ianb, Sööferoidjt, Kaffen, Kiffe, Sorf,
Stabt, Staat, Komma, Kolon, ißunft, gahrt, Vorfall,
SluSgang, SRaufefalle, Slbfchrift, ©nbung, Slbenb, Sag,
Schmetterling, Segel, Sabel, König, Kaifer, ^erjog,
gürft, Seneral, Oberft, SRajor, Hauptmann, Leutnant,
Korporal, Softer, ®hct Kanjleirat, Slbt, Slbtiffin,
ißaftor, ißrofeffor, Sheater, Qfraut, fRinb, ißferb, S3är,
Kalb, Slffe, SJläbdjen, Zeitalter, Sßalb, Beinchen,
Äuglein, ^Regiment, Spital, Shre, Sebet, ©efang,
SFlatjl, Senfmai, Saft, fRitter, Sperling, Schwalbe,
®anf (2), SQanb (2), Sefchenf, ©eroalt, ©eberbe, Semüt,
SRarfjt, 9letj, 9left, Strauch, Schaufel, Schlag, Schlacht,
©efchlecht-
Übung 29.
©er <Sd)ü(er fe^e bie folflenben 9Iu§brüde in ben fßlural.
Ser $ügel beS ßanbeS. Ser SBipfel be3 $8aume§.
Sa§ $orn ber Kuh. Sßie MB* &er ®ib mir
ben Stocf be§ $errnl Ser ßehrer beä Schüler^. Sa§
Sieb be§ SöngerS. Ser fftebenflufj be§ Stromes. Ser
ißräfibent be§ Staates. ®ib bem jungen baS Safchen-
tu<h! 2ßo ift ber Knabe? ®ib ihm ben Slpfel; bie
33irne ift nicht reif unb bie Pflaume ift noch fltun«
Ser Knabe fpielt mit bem SRäbchen. Sie haben einen
Söall, eine ißuppe, eine ißeitfehe unb eine Srommel.
Sa ift unfere ftreunbin! Siefe Same ift bie Sehrerin
meiner Sochter.
55
Übung 30.
©er ©cfjüler fetjc vor bie folgenden $auptn>örter trn Plural
ein Slbjettiv unb abn>ed)felnb ben beftimmten 2Irtitel unb ein
ßaljlroort
93lume, 2lffe, ßeljrer, ßöffel, ®at)rf)eit, gering,
®rufj, £)t)r, geber, ©od)ter, tJenffer, Sdjnabel, ®abel,
Sßort, SIntroort, Meinung, Söett, ©efpräd), Sßeib, ©afel,
®ebirge, Stuf), @efct)ict)te, ßöroe, ®cfd)led)t, Svangelium,
glufs, fßutjmadjerin, Sßoljnung, ßim'mer, Sdjlofj,
Sd)lüffel, 2Banb, Stäfe, Ufjr-
Übung 31.
SJlan gebe ben folgenden Sätjcn bie ^(uralform.
®a§ ift nidjt mein $anbfdjulj, fonbern ber beine;
nid)t meine gebet, fonbern bie feinige; meine Sarfje
unb nid)t bie beine. gd) tue eS im gntereffe meines
SöruberS. SJleine Sdjroefter fpridjt nietjt gern non ifjrer
greunbin. @S ift ja and) it>r @et)eimni§ unb nidjt
ba§ meine. ®ef)ört bifcfer Sd)lüffel ju meinem Koffer
ober ju bem Qtjren? ®iefer $aten gehört ju unferm
SSogelbauer, nidjt roaljr? Stein, ju bem eurigen, ©iefe
gebet pafit nietjt in meinen Raiter. §plen Sie meine
anbere Sdjadjtel. $ier ift ber Sdjlüffel gu ber
<Sd)ublabe.
Übung 33.
©er Schüler fefce baS folgende in bie SRefjtjaljl.
©er foU tommen, ben id) rufe, ©er foü eintreten,
bem id) bie ©ür öffne. 3Rit meldjer ©ame foü id)
bid) befannt madjen? SJlit berjenigen, bie Maoier
56
®l et) rj a t> l.
fpielt. 93on roelßjem ^»errn fpredjen Sie? 23on bem,
ber un§ geftern norgeftellt rourbe. $cb meine ben®
jenigen, ber meine Scbroefter naß; .fpaufe begleitete.
Ser £jerr, beffen 2lnfunft mir erwarten, ift plötjlidj
erfranft. Sie Same, bie jugefagt ljat, ift geftern ab=
gereift. Sa§ Heine 9Jläbd)en, beffen SSiolinfpiel Sie
fo fef)r berounberten, roirb roatjrfdjeinlid) gegen acfyt
Uljr eintreffen. Ser §err, ber fie geftern begleitete,
roirb fie gegen elf Uhr abljolen. Ser Stubent, ber fi<f)
geftern bei un§ verabfcfyiebete, gebt morgen in bie Serien.
Ser fßrofeffor, ber hier roar, macht eine Stubienreife
inS SluSlanb. Sßelcben mein ft bu? 9lun, benjenigen,
ber lebten Sßinter bie populären naturroiffenfcbaftlicben
33orträge ljielt.
ftbunn 33.
®benfo »erfahre ber <5d)ü(cr mit bem fjotgenben.
$n roenig. Sag. feljr. mein, trüber jurütf.
habe non fein, tapfer. Solbat. gebärt. SBelcEje^ finb b.
gräbt. Staatsmann. beS neunzehnten ^at)rl>unbert§?
•Jlenne mir auch b. gräbt. Siebter iJranEreidjS. Sinb
Qbnen brei griedjifd)- £>elb. befannt? 2Rit folct). SBaffe.
ift eS fdjroer, brei mächtig, fyeinb. ju befiegen. Dhnc
gut. Starte, ift e§ nicht ratfam, ben ßrieg in geinbeS
2anb ju fpielen. SJlit bunbert Sefang. unb fünf erbeut.
Jtanone. trafen bie Sruppen Ijier ein.
Steigerung.
57
Wfclinatwn brr (Eigennamen.
©igennamen befommen im ©enitiv 8: S8ertha3,
2effing§, SßafhingtonS.
SSornamen auf ö, j, j unb e haben im ©enitiv uä
(auch juroeilen im S)ativ u): SRayenS £>ut, ©milien?
5ßuppe.
Qrrembe Flamen auf §, x-, j befommen im ©enitiv
einen 3Ipoftrop^: Wiadjt, ®uma§’ SBerfe.
SBcnn ein 2IrtifeI ober anbereS S8cffimmungSroort
benutzt wirb, befommen ©igennamen feine ©enitiv»
enbung: 2)ie sJßerfe be§ ®icl)terS 2effing.
SBenn mehrere fRamen berfelben fßerfon angeführt
werben, fo erhält nur ber legte bie ©nbung: 2ouiS
spljilippS ^Regierung.
JBfetgernng.
^ßofith). komparativ. Superlativ.
arm ärmer am ärmften
ber arme ber ärmere ber ärmfte
93ei »ielen Slbjeftiven (namentlich bei mehrfilbigen)
tritt ber Umlaut nietjt ein; j. 58.: matt, matter, am
matteften; verhaßt, verhaßter, am verhaßteren. — 58ci
58
(Steigerung.
mandjen finben fid) Doppelformen; 3. $8.: fdjmal,
fdjmaler ober fdjmäler, am fdjmalften ober am fcfymälften.
SSei 2lbjeftiven auf ei, er, en fällt im komparativ
gewößnlid) ba§ e au§; 3. eb(e)Ier, mag(e)rer.
‘’Radj Dentallauten b, t, f, fdj wirb im Superlativ
ein e eingefdjaltet: frifd), am frifdjeften; milb, am mil*
beften. Sroß l)at am größten ober am größeften.
Unregelmäßige formen.
ißofitiv. Komparativ. Superlativ.
gut beffer am beften
l)od) Ijötyer am l)öd)ften
nal) nälfer am nädiften
ßu bem Slbverb viel gehören bie formen met>r,
am meiften, al§ ißofitiv ju minber, am minbeften
gilt wenig, obfdjon biefeS aud) regelmäßig gefteigert
wirb. 3u bem SIbverb gern gehören lieber, am lieb-
ften; al§ Steigerung von halb benutzt man gewößnlid)
früher, am früßeften, ober e^er, am eljeften.
Übung 84.
SDer Sdjiiler feße bie Slbjettive in ben Komparativ unb ben
Superlativ.
a) Der fjluß ift breit. Der See ift tief. Da§
Wleer ift groß. DaS Sßaffer ift feidjt. Der 3Ront 93lanc
ift ljod). $n ben Stäbten finb bie Käufer fdjön. Der
fpanifdje Sßein ift gut. 3df effe Weintrauben gern.
£err WüHer ißt viel, aber er trintt wenig. Die kauf’
Steigerung.
59
leute in Sonbon finb reid). Sie 9lofe riedjt gut. SRein
Gruber fommt halb. ©er ift fdjlau. ©er @fel
ift bumm. ©er 93aum ift biet. ©a§ 93ud> ift bünn.
©er ©arten ift natje bem $aufe.
b) ©er gute Äaffee fommt au8 Arabien. ©er
breite fjlufj ift nidjt tief, ©er Ijolje 53erg ift fteil.
©ie reichen ßeute finb nidjt immer bie freigebigen.
©aS gute Äinb ift ba§ fleißige. ©a§ fdjmale Rimmer
ift niebrig. ©ie langen ©age finb angenehm. ©a8
fdjneUe ©ier Reifet £>afe. ©a§ gute $ier fommt au§
©eutfdjlanb. ©ie nalje Stabt ift überfdjroemmt. ©ie
milbe £uft ift gefunb. ©elb madjt nidjt ebel.
Jleftionslefyre.
Jälle tat Jteiftotafmt.
Wominntio.
©er Nominativ fte^t:
1. als Subjeft be3 93ert»§z
2. nad) ben SScrben: fein, werben, bleiben, fdjeinen
Reißen.
Veifpiele: @r ift mein Sruber. ©er Änabe wirb
ein Kaufmann. 3d) bleibe fein fjreunb. ®a3 Sier
fdjeint ein ^ßflan-jenfreffer. ©er ^perrfefjer von 9iufj»
lanb fjeifjt ber Bar aller Stuffcn.
Übung 35.
“Der Scfyüler ergänze folgcnbe ®ät}e.
©er Slefant ift------. ©er Sifd) ift-----. ©ie Stofe
ift-------. @i§ ift-------. $eu ift--------. ©a§ füllen
wirb--------. ©a3 Äalb wirb------------. ©a§ ^üfjndjen
wirb------. @r fpridjt gebrochen beutfd), er fdjeint----.
Sie bat eine fo bunfle Sefid)t§farbe, fie fd)eint-------.
— ^öcE)fte Beamte eine§ greiftaateS beifct — ^ßräfibent.
— ebelfte Oefübjl ift — Siebe ju ben Sltern.
^Inmerfung: — ^Inftatt eines Nominativs nad) werben
ftefjt oft „$u" mit bem SDativ, ober ber bem $8erb vorangeljenbe
Nominativ fann burd) „auS" mit bem SJativ erfefct werben;
Söeifpiclc: $)er ftnabe wirb ein Sftann, ba§ 9Jiäbd)en eine fjrau.
2)er Sfriabe wirb ju einem Sttann, ba§ Sttäbdjen einer ^rau.
2lu§ bem Knaben wirb ein Sftann, auS bem SJiäbdjen eine ftrau.
G4 SRettion ber ßcitmörter.
Übung 36.
©er Schüler crfetje auf uorftebenbc '-Keife einen ber jn>ei
SRominatine in folgenbcn Sätjen:
©er Sdjneeball fann eine Saroine roerbcn- ©et
SJlann roirb ein SreiS, bie grau eine (Sreifin. ©ie
Staupe roirb eine fßuppe unb biefe ein Schmetterling.
@r roirb ein ®efd)äft§mann. ©ie fölüte roirb eine
^ritdft. @r roirb ein guter Solbat. $n bem SJlunbe
ber Seute roirb eine fyiiege ein Slefant. Abneigung
fann -Safi roerben, unb Steigung roirb oft Siebe.
Erktimi ber Jteitfoörtcr.
Cbjefti» ift ein 3eitroort, roenn e§ eine ©ätig=
feit auSbrücft, roeldje auf einen Segenftanb ober eine
fßerfon einroirft ober fid) barauf begießt; g. ®.: @r
fiefjt mid). @r hilft mir. ®r bebarf meiner.
Subjeftiv ift roenn bie ©ätigfeit auf ba§
Subjeft befdjränft bleibt; g. ®.: £$d) fdjlafe. @r Iad)t ufro.
Dbjeftioe föerba, roeldje ben Slffufatio regieren,
tyeiBen tranfiti».
2>en ®enitit> rcoicren bie Serba:
1. ermangeln (immer);
2. ad)ten*), ljarren, warten ( ijarren), (biefe
brei ljaben and) auf mit Slff.), benfen (aud)
) aber immer ben 9I£fufatio in ber Sebentnng ebren.
9iettiott ber 3eitn>örter. 65
an mit 2ltf.), gebenfen, ladjen unb fpotten (and)
über mit 2lff.)
3. bcbürfen, genießen, entbehren, erwähnen, oer»
geffen, tjüten, wahren, fchonen, pflegen, warten
(in ber SBebeutung non pflegen): alle biefe Serba
ftegen and) mit bem 3lff.
5)en ©enitio ber Sache unb SIffufativ ber fßerfon
haben*):
1. anflagen, befdjulbigen, berichtigen, jei^en, be»
rauben, entbinben, entblößen, entlaben, entheben,
entfleiben, entlebigen, cntfetjen, entwöhnen, ent«
laften, loSfpredjen, überführen, belehren (gewöhn»
liä) üb.er mit überzeugen (gewöhnlich non
mit 2)atio), tterfichern, würbigen;
2. bie folgenben rurucfberüglidjen: fid) annehmen, ent=
halten, entäußern, erwehren, befleißigen, bemächtigen,
erbarmen, fd)ämcn, freuen (bie brei letzteren and) mit
über unb 2lff.), rühmen, erinnern (and) mit an unb
2lff.), entfinnen, bebienen, erbreiften, unterfangen,
erfredjen, oermeffen, erfühlten.
®er Schüler merfe fid) noch folgenbe ibiomatifdjc
9lu3brücfe: beJ SanbeS terweifen, einer Stellung (eines
9lmte§) entheben, fid) feines SebenS (feines SeibcS,
feiner $aut) wehren, unterrichteter Sache jurüctfehrcn,
fid) ber SJlühe lohnen (oerlohnen), meinet @rad)tenS
(= nach meiner 9lnfid)t), $ungetS fterben, beS £obeS
*) Um ba8 ®ebäd)ioi§ ber ©djüter tiidjt unnöttgcrtoeife
ju überbiirbett, haben wir mehrere ungebräuchliche 93erba nicht
mit aufgeführt.
»erIfft, $eutfdhe Sdbulgranvnatil.
6
66
9lettion bet 3ei‘n’örtcr-
fein; id) bin ber Meinung, ber SInfidjt, öeS(SlaubenSufro.,
id) bin luftigen Sinnes, guten SJhiteS, böfen ^erjenS,
nieberer 2lbftanunung, ebler @eburt, guter 2lrt ufro.
ift meines 9lmteS.
ütnin« 37.
2)cr Schüler bilbe Sätjc mit folgenden Sdtroärtcrn:
ad)ten, warten, benfeu, braunen, entbehren, Der*
geffeu, pflegen, fronen, anflagen, berauben, fid) an*
nehmen, fid) bemächtigen, fid) freuen, fid) erinnern, fid)
bebienen.
ter tatW*) ftcftt:
1. bet allen fubjeftinen Seitwörtern, wenn auSge*
brücft werben fall, bajs bie $anblung jum 9lut}en,
jum Schaben ber betreffenben ^erfon gefd)iel)t
♦) Xhcoretifch betrachtet ift ber tativ bei Beitroörtern
ber fjad, in weld)em baS Dbjett als Sßerfon aufgefafjt wirb,
ber OTufatio ber ftall, in welchem baS Objett als <Sad)e gilt,
b. 1). ber S)atio nimmt inbireft an ber burd) baS (Subjett auS«
geübten ©anblung teil; ber 9lffufativ ift baS untätige Sid,
gegen welches bie föanblung gerichtet ift, 3. 33. wenn jemanb
mir etwa§ gibt, nehme id) burd) baS (Empfangen an ber
©anblung teil; wenn jemanb mir fd)meiche(t, ift oorauSgefcht,
bajs ich bafür empfänglich bin. SJlan fann eine Sad)e loben,
aber man fann nid)t einer Sache f^mcidjeln. Um jemanbem
ju gehorchen, muf? berfelbe befehlen; um jemanbem etwas ju
erlauben, muh berfelbe eS tun wollen ufw.
Sehren ift nur fdjeinbar eine Ausnahme, benn eS ift eigent*
lieh du ^aufatioum = wiffen machen; ebenfo einige anberc.
$)cr (Gebrauch be§ S)atioS bei 3lbjettioen ift bem Obigen
finnt)erwanbt.
IRettion ber 3citn>örter.
67
ober fie angeljt; 3. $8.: ®r flucht (mir). $d) ant=
worte (ifjnt). ®el)’ (mir) nidjt fo lange fpajieren!
3d) arbeite (itjm) ju lange. Senaten Sie (itjm).
3wei SJlarf finb (mir) geblieben. SDQein fjreunb
feljlt (mir). ©a§ ißferb get)t (il>m) burd). 2lud)
nad) ben 3nterjeftionen „wo^l" unb „wel)e", wie:
Sßoi)l bir! SCBelje mir!
2. bei folgenben objeftioen Zeitwörtern: ähneln,
begegnen, bauten, bienen, brofyen, folgen, fröljnen,
frommen, gefallen (mißfallen), gehören, gel)ord)en,
gelingen, glücfen (mißlingen, mißglücfen), ge»
fernen, gleichen, Ijelfen (abljelfen), ljulbigen,
nütjen, paffen, fdjaben, fdjmecten, fd)einen,
fdjmeidjeln, trauen, trogen, meinen, minfen,
•jürnen, unterliegen, mehren, fteuern*);
3. bei oielen mit Slbjeftioen jufammengefe^ten: leib
—tun, wol)l—wollen;
4. bei ben mit ju, bei, oor, nad) jufammengefe^ten,
bie fid) nur auf ißerfonen ober Sätigteiten be«
jieljen, wie: juljören, jufe^en, jufommen, jurufen,
jutrinfen, beiwohnen, beiftel)en, beiftimmen, oor»
lefen, oorfommen, nad)ftel)en, nad)ftellen, nad)»
tommen;
5. bei ben fubjeftioen, bie burd) $injufügung ber
SBorftlbe „ent", „roiber" ober einer trennbaren
ißräpofition ju objettioen Serben geworben finb;
3. S.: enttommen, entfpredjen, wiberfa^ren, wiber»
♦) ber SJebeutung »on rocbreit, aber in ber SBebeutung
von lenten ftet)t ber 9Itt.; 3. 33.: @in fteuern.
5*
68 SHeftioit ber 3e>t«’8rter.
flehen, wiberfprechen, wiberftreben, aufwarten,
auflauern, aufpaffen, auffaßen, entgegengeben,
entgegenarbeiten. 2lu§nalpnen: fiebje unter 2lffu«
fatit), 3.
Übung 38.
©er Sdjüler bilbe Sätje mit folgenben Seitroörtern:
bienen, gehorchen, bauten, brotjen, begegnen, ge«
faßen, gehören, gelingen, helfen, nütjen, fdjaben, paffen,
fdpneidjeln, fdjeinen, trauen, jubören, beiwohnen, oor«
fteben, beiftehen, jurufen, naebfteßen, entgehen, einfaßen,
wiberftehen, roiberfpreefjen, auffaßen, entgegengeben,
naebfotttmen.
Übung 89.
©er Schüler ergänze bie oertürjtcn SBörter unb erfetje
bie auSgelaffenen.
@3 bebarf nur ein— SBort—, er wirb ib— ge«
boreben. Bd) ermangle b— göttlichen Söeiftanb— unb
menfdjliche £>ilfe nütjt m— nid)t§. @r brobte ib—,
bod) fie achtete fein— SBorte nidjt. SBerbet nicht mut«
lo§, fonbern harret beffer— Beiten. Seib getroft afle,
bie 3br b— «fjerrn barret. (Sr achtete b— Unwetters
nicf)t unb trotzte b— teilte. Sitte, adjten Sie auf b—
ßinber, bamit b— kleinen fein Unglücf begegnet.
Steuern Sie b— SFlutroißen ber Knaben, fte müffen —
geboteben. @r ift hilflos, warte —. Sitte, warten Sie
auf m—. 2)enfe m— in ber gerne, gd) höbe oft an
b— gebaut. (Sott achtet and) b— Sperling—, benn
aße SBefen gehören ib—. SBir achten unb ehren bief—
SHcfiion ber 3e*tnjörter.
69
SRann. SaS SBeib ähnelt b— Spljeu, eß bebarf b—
Stütje. 3d) mißtraue b—, ber m— fdjmeidjelt, beim
vielleicht fpottet er m—, wenn id) eß nid)t höre. @S
wirb ih— nicf)t§ nütjen, m— ju erwähnen.
Xcr Stititt ftdjt ferner:
1. bei tranfitioen als entfernteres Subjeft neben bem
Slffufatiu: 3<h gebe (ihm) baS 23ud). ®r nimmt
(mir) baS (Selb. SRadjen Sie (mir) bie Sure
auf! Schreiben Sie (ihm) einen $8rief. Sprechen
Sie eS (ihr) nor. 3d) habe eS (bem Änaben)
jugerufen. Srlauben Sie eS (mir)! 3d) habe
eS (ihm) entriffen. 3<h fann eS (3f)nen) nicht
nad>mad)en. 3d) fann eS (mir) nicht norftellen.
Sagen Sie eS (mir)! Seilen Sie eS (itjm) mit!
@r fjat (mir) ben 9lod jerriffen. 3d) wiberfetje
mid) (ihm).
2. 93ei ben jurüdbejüglidjen, roeldje jwei Objefte
regieren unb nicht auf Seite 65 erwähnt finb,
fteht baS perfönlidje Dbjeft im Satin, wie: id)
merfe eS mir, id) bilbe mir baS ein ufw., and)
wenn bie obigen (unter 2, Seite 67) jurüdbejüglid)
benutzt werben: 3d) fdjmeidjle mir.
3. Ser Satin fteht juweilen als entfernteres Dbjeft,
wenn aud) ber 9ltfufatin nicht auSgebrüdt ift: ®r
befiehlt (eS) mir. 3d) erlaube (eS) ihm. Sie
fchreibt mir (einen 93rtef). ®r mad)t (eS) mir nad).
4. ferner in folgenben unperfönlidjen SluSbrüden:
®S fdjruinbelt, fd)aubert, graufet (mir); eS liegt
70
SReftion ber äeitroSrtet.
(mir) baran; eS geljt, ergebt (mir gut ufro.); e3
ift mir root)l, übel, gut ju SJlut ufro.; bem ift fo.
Selbftoerftänblid) fiet>t ber Satin auch, roenn bie
oben (unter 2, Seite 67) ermähnten unperfönlict)
benutzt werben; j $8.: e§ glücft mir, e§ fctjeint mir.
ftbunn 40.
Der <Sd)üter ergünjc bie rertürjten SB örter.
Nehmen Sie b— Sepätfträger b— Koffer ab, unb
geben Sie ib---------Srinfgelb. @r Ijat fein— Sohn—
— Sud) getauft. 3d) bot it)— b— $anb. Sitte,
jeigen Sie mi— b— Sßeg. Sagen Sie mi— bie s-ffiabr=
beit. (Srjäblen Sie mi— b— @ef^id)te noch einmal.
(Er ift burftig, biete ib-------Sla§ Sßaffer an. können
Sie mi— b— 33üd)er bi§ morgen liefern? Soll ich
b— £>errn b— (Selb leiben? Srjeige ib — b— Se»
fälligfeit. 3d) fann ib— fein— Sitte nicht geroäbren.
3d) fenbe mein— Sruber b— Leitung jeben Sag ju.
Sib b— fiebrer b— £>anb. ©ollen Sie mi— ein—
$lat} anroeifen? 2Bir haben ib— b— Sienft gefünbigt.
Sie gelobten ib— Sreue. 3d) erbitte mi— bein—
£>ilfe. 3d) bebinge mi— pünftlid)— Sejablung au§.
Sßir baten ib— b— Sd)limmfte noch »erfcbroiegen.
SJlan glaubt ib— jeb— SCßort. Sie SQannfdjaft über»
liefj b— Schiff b— SßeHen. $eige b— Sebrer bein—
Schularbeit—! SftelbenSie mi— 3te—§err—! Sonne
bein— Sruber b— Vergnügen! Srbitte bi — fein— Sei»
ftanb. Su ib— b— Sefallen! 3$ ntuf? ib — fein—
Sitte abftblagen. Wlan oerroebrte ib — ben Singang. 3$
SRettion ber 3eitroÖrtet. 71
habe if;— manch — ©ienft geleiftet. fVian hat mi— b —
Vorfall rechtzeitig gemelbet. ®r rettete mi— b— Seben.
ißann fönnen Sie nti— b— Koffer fdjicfen? Söie
benfft bu bi— b— Sache? 3d) überlaffe b— bein—
Sdjicffal. HJlan hat mi— b— Wd)e reichlich gelohnt.
Übunß 41.
3ht habt m— all— mein— greube beraubt. -3hr
habt m— all— mein— greube getrübt. f)lel)inen Sie
fid) fein— an. fJlctjmcn Sie il) - b— ®ürbe ab! Sie
haben il)— b— Stöbe entriffen. $d) banfe — unb ver»
fid)ere — mein— <£)od)ad)tung $d) entbinbe il)— fein —
®erfpred)en—. 2)er .Sperr traut fein— Stiener nicht, er
t>at ih — b— ®iebftahl§ angeflagt. HJJein ^reunb ift
feljr befd)äftigt, id) will il)— b— fOiühe entheben. 3d)
will ih— b— SJlühe fparen. Stie f^cinbe beraubten
mein— ®ater fein— ®elb — unb fein— Jtoftbarfeiten,
b— gut— 9lamcn fonnten fie il)— nicht rauben. 3JJan
brol)te b— fUlüiifter, ih— b — .podjuerrat— ju befd)uU
bigen. ®aS Unternehmen ift ih — mifjglücft, man wirb
ih— fein— filmt— entfetten. ©— öffentlich — Sföillen ju
Sefallen, muhte man b— gremben b— ßanb— t>er=
weifen. 3efu§ fprad): SCBer fann m— ein— Sünbe
Reihen. Hßir fönnen b— 33erfud)ung nid)t wiberftehen.
3d) fonnte m— b— Sd)lafe3 nicht erwehren. $d)
tonnte tn— nicht helfen ®r hat m— ein— SQeffer—
belehrt. @r hat m— etwas föeffereS gezeigt. 9Jian
überführte ih— b— Unwahrheit, fülan bewies ih—
b— Unwahrheit— feiner Hingaben. @r würbtgte ih—
72
SReftion ber 3eitroörter.
fein— blict—. ©ie ßerdje freut ftdj ihr— ßebenS
unb banft b— (Schöpfer burd) ihr— (Sefang. @r
nahm fid) b— arm— $inb— an. 3d) bin b— (Seroalt
gereichen unb f)abe m— b— 9ted)t— begeben. 3d)
erinnere m— fein—, befleißige b— ein— gut—
2lu§fprad)e. (Seroößne b— ein— gut— 2lu3fprad)e an.
@r überzeugte m— ein— beffer—. @r zeigte m—
ein— beffer— Sßeg. ©er (Sered)te erbarmt fid) fein—
bieh—• 3d) fann m— bein— nidjt entfinnen. 3d)
fann mid) nid)t auf b— ©atum befinnen. Silan flagte
(SofrateS b— (SotteSläfterung an. 3d) trohe b—
ffeinb. 3d) biene b— fjreunb. 3d) rüeidje il)— nidjt.
3d) roeljre m— mein— fjjaut. 2Bir fonnten un§
fein— befud)— nidjt erroeßren. Erinnere b— oft
bein— fjreunb—! Unfere Slrmee unterlag b— fjeinbe,
biefer bemädjtigte fid) b— ©orf-. (Srbarme b—
mein—! 3d) n>iH m—- b— fcßnette Sprechen abge»
roößnen. ©er ßaifer entflcibete iß— feine— SBürbe.
@r rourbe b— ßanb— oerroiefen unb mußte beinahe
junger— fterben. ßuftig — Sinn— reifte id) ab, fam
jebod) unterrichtet— <Sad)e roieber jurücf, benn alle
Unternehmungen roaren m— mißglücft @r ift b—
SReinung, baß eS fid) nidjt b— 9Jlüt)e lohnt, il)— ju
bienen. £)bfd)on nieber— Slbftammung, ift er ebl—
föerz— unb hulbigt nur b— ebelfte— (Srunbfät)—.
SJlein— ®rad)ten— ift e§ roeber fein— 2lmt—, iß —
b— berbredjen— ju überführen, nod) il)— ju brohen.
JHettion ber 3eitroörter.
73
Sen Slffiifatil) regieren:
1. bie nidjt in ben früheren Slbfdjnitten aufgeführten
objettiven ^eitroörter, befonberä alle faufalen*):
tränfen, fchroemmen, legen, reinigen, röten, fättigen,
ftärfen, f^roädjen, abeln, erniebrigen, vernieten,
verbeffern, vergrößern, frumm fitjen, mübe laufen,
blutig fdjlagen;
2. bie mit „be‘‘ jufammengefetjten, foroie bie weiften
mit „er" unb „ver" gebilbeten (roenn and) baS
ißerb ohne biefe Sßorfilben fubjeftiv ift), wie: be«
fdjütjen, beroeinen, erbauen, erfreuen, ermahnen,
verraten, verfpotten ufro.
2lu§nal)men finb: begegnen, besagen, belieben,
befommen, ergeben, erliegen, roelrfje ben ©ativ
regieren, unb foldje mit „er" unb „ver", bie eine
ßuftanbSverünberung auäbrücfen (alfo fubjeftiv
finb), roie: erroadjen, erfalten (aber nidjt: erfüllen),
verroelfen, verftummen, vergeben ufro
3. foldje, bei benen „ent" eine Beraubung au3brücft,
roie: entehren, enthaupten; ebenfo foldje mit
burd), Ijinter, über, um, voll untrennbar
jufammengefetjt, 3. ®.: burdjreifen, ljirttergeljen,
*) ßaitfal ift ein 23erb, wclcfeeS auSbrücft: madfeen, bafj
ctwa§ gefd)iefet ober in einen ßnftanb oerfefet wirb; $. 23.: [teilen
ftefeen macfecn, fefeen = fifeen macfeen, fefewärven = fefewarv
macfeen, oerniefeten — ju niefete macfeen, fiefe trumm fifeen = fo
lange frumm fifeen, bafj man fiefe frumm macfet. Sftancfee
ftaufatioa feaben btefelbe ^te ^ntranfitioa: 2)a§
§euer brät baS fjleifdfe (= macfet eS braten). $aS JJleifcfe brät
jerbriefet baS ®laS (== er macfet bafj verbriefet).
?4 Sleftion ber SeitroÖrtet.
überfahren, überfallen, übergehen, überzeugen,
umreiten, oollenben unb bie mit „an" (gewöhnlich
trennbar) -jufammengefehten: angehen, anreben,
anftaunen ufw.*);
4. zurücfbe-piglidje 93erba, bie fein weiteres Dbjeft,
als baS gurüctbegüglidje Fürwort haben fönnen,
3. 93.: fürchte, freue, wunbere, gräme mid). Sr
befinbet fict)- ®ir irren unS. Sie fputen ficf>.
®u entfd)liefjeft bid). (Solche, bie ben Slffufativ
ber HJerfon unb Senitiu ber Sache haben, ftelje
Seite 65.)
5. bie folgenben unperfönlidjen: eS friert, bürftet,
hungert, fd)läfert mich unb niele anbere auS=
nal)mSweife unperfönlid) benutze, wie: eS freut
mich, ärgert mich ufw.
®et Slffufatin fteht auch bei fubjeftioen 23erben,
bei welchen baS Cbjeft nur ben 93egriff wieberholt ober
uerftärft; 5. 93: einen Sd)laf fdjlafen, eine Sprache
fpred)en, blutige tränen weinen ufw.
93ei Sätigfeiten, weldje auf eine ißerfon ein«
wirfen, fteht:
1. ber 2lffufatio ber ißerfon: Sr fd)lägt mid). 3*h
wärme mich- ®r wäfcht fi<h;
2. ber ®ati» ber ißerfon nebft älffufatio bcS Körper«
teileS: Sr hält mir ben 2lrm. $d) wärme mir
bie £>änbe. .3d) wafthe mir baS Seficht;
*) „anfommen" regiert ben Satin in Säfeen wie:
tommt mir baranf an — eS fommt mir fd)n>er an ufro.; fonft
regiert eS ben 'Uffufatio: fommt miet) ein Sittern an.
ffteftion ber 3e'tro<kte*-
75
3. ber ültfufatin ber fßerfon nebft näherer 23eftim>
mung be§ Körperteile^ (bejw. KIeibung§ftüde§)
burd) eine ißräpofition: @r fcljlägt midj auf ben
2km. @r 30g mid) am sJtocte.
Ter hoppelte Httufatib.
I. 2)en hoppelten Slffufatio ber fßerfon unb <Sad)e
regieren nur „lehren" unb „fragen".
SHnmerfung: — 53ei „toften" fteht bie Perfon im 2lttu»
fati», wenn eine Preisangabe folgt; wenn figürlich, fteht bie
Perfon oft im ®ativ: ®S tofict mich einen Taler. ®S toftet
mir gro^c 9lnftrengung
II. „nennen“ unb anbere äljnlidje; j. 23.: taufen,
beiden, fdjelten: @r tjeifjt mid) einen ®elel)rten. @r
fd)ilt i^n einen •‘Harren.
Übung 42.
®cr Schüler oerroenbe folgenbc Seitmörter jtt Sähen:
legen, fetjen, nehmen, werfen, erhöben, ftärfen, er«
niebrigen, mübelaufen, blantreiben, befdjütjcii, bebauern,
begegnen, behagen, befdjreiben, befommen, erfahren, er«
halten, erliegen, erlangen, entlaufen, entbeefen, entfallen,
bur^breifen, überfallen, überzeugen, umgeben, anreben,
angeben, anfommen, foften, lehren, fragen, betten-
Übung 43.
Ter Schüler ergänze bie vertürjten SBörter unb erfetje bie
auSgelaffenen.
3d) habe ib— lange nicht gefeben. 3d) febe ib~
ähnlich. ®r ähnelt — 2Hutter mehr al£ — SBater.
Sie werben mein— greunb begegnen. 3<h ib~
76
SReftion i>er 3e*tn,örter.
ju treffen, folgen Sie itj—. befolge mein— bat.
SB— nicfjt ju raten ift, b— ift auch nidjt ju Ijelfen.
$d) fdjmeidjle —, ben getjler »erbeffern ju fönnen. @r
bebarf b— $ilfe nidjt meljr. 3d) banfe — oon ^erjen.
©aS bud) gefällt m—. @r erwähnte m— blutter. ®r»
innern Sie fid) — ? Äarl bleibt lange, idj fürdjte, —
ift ein Unglüd roiberfatjren; idj tjabe — befohlen, um
9 tltjr ljier ju fein, unb er getjordjte m— fonft immer.
®r ^ört m—. ©a§ bud) getjört m—. Sie müffen —
berfudjung wiberfteljen, unb nidjt immer 3tjr— beigun»
g— frötjnen; befämpfen Sie bief— Steigung. 3dj oer«
lange nidjt mefjr, als m— jufommt. blan muß b—
Obrigfeit getjordjen. bermeibe f— Umgang. SBoUen
Sie m— oerlaffen? ©er <£jerr mißtraut jeb—. 3dj
weiß nidjt, wer — Sdjule norfteljt. 3d) werbe itj—
Ijeute badjmittag befudjen. ©iefeS bedjt fteljt b—
Käufer nidjt ju. Sein Geburtstag ift tjeute, gratulieren
Sie ilj— baju. fragen Sie itj—. bergeben Sie iß—.
3d) bitte —. beantworten Sie mein— $rage. 2lnt.
werten Sie m—. 3$ ^be eS oergeffen, e§ will m—
nidjt einfallen. SBir finb b— $err— ftetS frcunblidj
entgegengefommen. 5B— Übelftanbe fann man abtjelfen.
©er bater fommt, wir wollen — entgegengeljen. ©er
Äranfe bebarf b— pflege; wir ljaben ein— Slrjt. ©ie
Äinber finb b— 2luffidjt bebfirftig. ©etjordje b— batet
unb b— blutter. Sßenn b— bie böfen buben loden,
fo folge — nidjt. ©er $ut fteljt mein— bruber gut.
31)— roäljrt bie ßeit lange, ©er Sßinter muß b—
fjfriiljling weidjen. @r bat fein— ffreunb tief beleibigt
Siettion ber ßeitroörter.
77
Strane b— tndjt, ber b— fdjmeidjelt. (S§ fommt m—
ferner an. 2ln bem Söucfje ift m— nid)t§ gelegen.
Stehe bein— Gruber bei, unterftütje ib— unb hilf
roo bu tannft. (Sin (Si gleidjt b— anbern. (Sin (Si ift
roie b— anber—. ®er SCßegelagerer lauert b— Sleifenben
auf, er überfällt il)—. SBie ift b— bie Steife befommen?
SBober l>aft bu b— (Selb befommen? ®iefe§ (Sffen fagt
mein— SSater nidjt ju, e§ befriebigt aud) m— nidjt.
3<f) habe ib— abgeraten, länger tjier ju bleiben, morgen
verlaffen mir b— (Stabt. 2)a§ ßeben in biefer Stabt
bcbagt m— nicht. ftimme b— bei (id) bin ganj
b— Slnfidjt), e§ ift febr langweilig. SDer SJlörber ift
f— Sßerfolg— entfommen. Silan fudjt — überall. SBenn
man f— SBerftecf entbecft, roirb man ib— enthaupten.
SJl— ärgert biefer $8rief. ®a§ entfpridjt gang mein—
SJlcinung. SH— fehlt bie letzte Stummer. SB— nidjt
ju raten ift, b— ift aud) nidjt ju helfen, darüber fteht
nt— fein Urteil ju. »erftebe ib - nicht. ®af? Sie
ib— moblroollen, weif? ich- SBillfabren Sie fein— Söitte.
©ernähren Sie ib— fein— Sitte. (Sr trotjt m—. (Sr
bat m— betrogen. 2)aS tut ib— welje. (Sbre, w—
(Sljre gebührt. SBir erwarten ib— feit einer Stunbe.
SB — gehört baS £>au3? 3<b glaube, e§ gehört b—
$errn (b— ftrau) N. £>aben Sie m— gehört? Sine
gelinbe Slntwort ftiUt b— ßorn. ®a§ unterliegt fein—
Zweifel. SBir müffen unS b - ißorfdjrift — unterwerfen.
Sööfe Saat trägt böf— fjrücbte. 2)er Krieg brobt bief—
2anb— nicht. (Sr bebarf bein— SSeiftanb — nidjt. ®u
braudjft ib— bief— nidjt gu lehren. (Sr ift empfinblidj
78
JRettion ber 3ettn5örter.
[djonen Sie —. ©aS aßerl lobt b— SJleifter. (Sr nennt
il)— b— £)rt. aßegen feiner Anlagen nennt man it>—
ein— ©id)ter. fragen Sie m—? 5lntworten Sie
m—. Sagen Sie — m—.
ttbtterbialer ©ebrand) ber gälte.
(Sin SDlaSfulinum ober Sleutrnm im ©enitw Sin«
gular mit einem Slbjeftiv ftefyt oft als Slbverbium ber
aßeife; 3. 33.: (Sr ging fdinellen fyufjeS (= mit fc^nellem
Orufj = ftfjneH). ®r arbeitete fräftigen SlrrneS (= mit
fräftigem Slrm). 3d; ftanb gefenften $aupteS. Reffen
SlugeS fal) id) tljm inS ©efidjt.
©er aboerbiale Senitio briictt aud) auS:
1. einen ßeitpuntt: beS SJlorgenS, beS aibenbS, beS
9lad)tS, eines ©ageS*) ufw.;
2. gewiffe CrtSbeftimmungen, wie: rechter $anb,
geraben 3BegeS, feines äßegeS getjen, beS äßegeS
fommen.
©er aboerbiale Slffufatio briicft auS:
1. einen .geitpunft: Berlin, ben 6. Sluguft. ®r fam
benfeiben ©ag;
2. eine Seitbauer: @r blieb ben ganjcn ©ag. 3ct)
wartete einen SUonat;
3. eine Stiftung: ©ie ©reppe hinauffteigen, ben
Sßeg gel>en, ben Slbfiang tierunter fallen.
*) Slicfelben Sßörter ol)rte 9lrtitel finb einfad) 2lbverbien, alfo
tleinju j'd)teiben: nwrgenS, abenbä, nad)t3 (bieg le^te 9Börtbärf
nic^t aI8 ®cnitio non 9tad)t ftetjen, fonbern ift ein 9lbverbium).
fHettion ber 9tbjettive.
79
(Rektion ber ©bjeftttbe.
S)en ©enitiv regieren: bar, lebig, lo§*, quitt,
bebürftig, benötigt, bewußt, eingebenf, funbig, fähig,
mächtig, gewahr*, gewärtig, anfidjtig*, tjabfyaft, froh,
inübe*, fatt*, überbrüffig*, wert*, würbtg, gewohnt*,
teilhaftig, verbächtig, gewiß, fidjer, »oll*, leer.
S8ei ben mit * bezeichneten ift auch ber Slftufativ
gebräuchlich (bei voll nur ohne 9lr titel).
S8ei folgenben 2lbjeftiven fann ftatt beS ©enitivS
eine fßräpofition mit ihrem ßafuS fteßen: fähig (ju),
froh (über); frei, lebig, loS, voll (von), leer (von, an);
jufrieben hat ben Slffufativ juweilen in 9lu§=
brücfen, wie: „Qch bin e§ jufrieben", fonft regiert e§
bie fßräpofition „mit".
Sßiele Slbjettive brücfen eine SBert«, SJJaß» ober .ßett»
beftimmung burd) einen 9lffufativ qu§: @3 ift einen
Saler wert, einen $uß breit, ein Sßfunb fchwer. @r
ift ein $ahr alt; er ift einen Jlopf größer als ich-
fjaft alle 2lbjettive fönnen ein perfönlidjeS öbjeft
im S)ativ annehmenf); j. ®.:
©3 ift mir angenehm, lieb, nütjlidj, erwünfdjt, ärgerlid),
bequem, peinlid), gleidjgiltig, teuer, nachteilig ufw.
f) 3;n biefem fJaUe aud) bie folqenben, fd)on oben ermähnten:
roert. oerbädjtig, gewiß, fidjer; j SB.: (St ift e§ wert (fäd)lid)c§
Übjett). ®r ift mir wert (perfönlidjcS Objett), ffir ift meiner
fid)er (fädilidjeS Objett). ®r ift mir fieber (pcrfönlictjeS Dbjett).
80
SHettion ber 2lbjcttioe.
ift ihm erinnerlidj, befannt, rätfelljaft, unbegreiflich,
beutlidj, waljrfdjeinltd), fühlbar, funb, unglaublich ufw.
®a§ ift ihr gefunb, tjeilfain, heilig, bitter, füg, ähnlich,
gefährlidj, tjolb ufw.
@8 ift mir falt, warm, fdjlimm, wohl, weh, angft,
fdjwinblig ufw.
Übung 44.
®er Sdjüter ergänje bie »ertürjten Sßörter.
®er Sohn ift b— SBater ähnlich- ®er ‘Dlenfdj foH
b— Sob— eingebenf fein. ®ie Sache ift mein— ^reunbc
einleudjtenb. Sein Benehmen war fein— Stellung nidjt
angemeffen. ®ie Slrmen finb b— $ilfe bebürftig. ®er
Slngeflagte ift b— SBerbredjen— fctjulbig. @r ift b—
beutfdje — Sprache mächtig. ®er ©iener ift fein— $err—
feljr ergeben. ®ott ift aud) b— fdjlimmft— Sünber
gnäbig. ®a§ gran-jöfifdje ift mein— Sdjwefter geläufig.
3dj glaube b— Sache gewig ju fein. $dj bin mir fein—
Serbredjen— bewugt. 33) glaube nicfjt, bajj $err H.
b— Stellung gewadjfen ift. ®a8 fraufe $aar ift b—
Sieger— gemein Sein plötjlütyeS ®rfdjeinen war b—
SBerfammelten unangenehm. SBir finb b— SBarten—
mübe. ®r ift fein— ßüge fähig- SDlein— SStuber ift
angft. ®r wirb fein— ßeben— nicht froh- ®tef« ®egenb
ift ih— nicht befannt. @r war mein— SBater behilflich-
Unmäfngfeit ift b— ©efunbheit nidjt bienlidj. 2Bir finb
b— nicht gewig. SRan fonnte b— SBerbredjer— nidjt
habhaft werben. 33) glaube, er ift b— 2Beg— tunbig.
SBenn eS m— fjfreunbe möglidj ift, fommt er gewig.
®a§ ift m— SJater unb m— SJlutter lieb. ®er SluSbrud
gieEtion ber aibjcttioe. 81
ift b — £)crr— frcmb. Sr ift bief— 2lrbeit gerooljnt.
©a§ Stubium beS ©eutfdjen roirb mein—Sdjroefter leidjt.
SKjiv finb fein— SSefetjIe geroärtig. ©er Umgang roirb
mein— greunbe gefätjrtid). ®a§ ift b— 23orfd)rift
gemdfj. ©afj er traut ift, tut m— leib. ©— ßeibe3
bift bu lebig: Sott fei — Seele gnäbig. @3 ift m—
33ater lieb, bafi Sie fommen ©ie lebten Utadjridjten
auS ©eutfdjlanb fommen 3f)t— fjreunbin fefjr erroünfd)t.
3ft er f— SJlutter äf)nlid)? Sßeniger b— SRutter als
b— 23ater. 2Bieoiel bift bu b— £>errn fdjulbig? ©aS
ift m— 23ruber redjt. ®3 ift m— Sdjroefter nid)t
möglicf). ©aS ift üj— fefjr angenehm. Qdj glaube, Sie
finb b— überbrüffig. ©iefe Siebe ift b— nidjt roürbig.
Sott fei b— Sünber gnäbig. ©ie Srbe fei il>— leicfjt.
2ßa§ gritj ba fdjreibt, ift m— gar nidjt fremb. ©ie
SOiineralroaffer in $arl§bab roaren b— Stranten Ijeilfam.
©aS ift faum ein— Ringer breit. SQ— ift fo roel).
SJlan tonnte b— ©ieb— nicEjt Ijabtjaft rocrben. ©er
Äorb roar troll b— fdjönft— £)bft—. ©iefer Sting ift
t— ©aler roert. ©iefe Slac^ric^t ift m— t)öd)ft peinlid).
©aS Stinb ift erft ei— SJionat alt. @r ift b— geroärtig.
ift mein— Gruber angft unb bange. ©aS ift nid)t
b— SJlübe roert, bie roir unS geben. ©iefe§ betragen
ift m— unerflärlidj. Qd) bin b— Srmaljnungen ein»
gebenf. Snblirf) finb roir ben SJlenfdjen loS. roar
b— $errn ungemein peinlid), nictjt b— ©eutfdjen
funbig ju fein. 2113 fie b— SBart— mübe roar, ging
fie fort. ®a§ ift m— Ijödjft gleidjgiltig.
®erIi|, fceutf^e Sdjulßvarnmatif.
6
82
JRcftion ber ^rüpofitionen.
fReftfhnt bet ^räpDjtttimn (A).
$rä|>ofitionen mit bem GSenitib:
fßräpofitionen, bte ben Senitio regieren, ftnb ge«
roöfjnlid) non Subftantioen ober 9lbjeftioen abgeleitet,
©ie roidjtigften finb: unweit, mittelft, traft, oermöge,
ivät)renb, laut, ungeachtet, anftatt ober ftatt, aufjertjalb,
innerhalb, oberhalb, unterhalb, bieSfeit, jenfeit, halber
nnb halben, wegen, um — willen, längs*, jufolge*,
trotz*, bezüglich, ufw.
iDie mit einem * bezeichneten werben and) mit bem Xativ
»etbunben. »zufolge" jebod) nur, wenn eä feinem StafuS
nachgcfetjt ift: zufolge feines SöefeljIS, aber feinem SBefetjIe zu-
folge; wegen unb halben werben oft mit ben Fürwörtern
zufammengezogen unb bilben bann Formen wie: meinetwegen,
feinetbalben, upfcrthalben ufw.; wegen fteht zuweilen nach
feinem SafuS, halber (halben) immer.
illuch viele DrtSabverbien werben alä ißräpofitionen, ben
©enitiv regierenb, benutjt; z- abfeitS be§ SEßegeS, inmitten
ber Stämpfenben ufw.
<Prä|iofitioiten mit bem Satin:
1. (^ufammenfein auSbrficfenb) bei, mit, nebft, ju»
nach ft*, famt;
2. (Trennung, SluSgangS» ober 2lnfang§punft be«
jeichnenb) aufter, oon, auS, feit;
3. (baS ßiel einer Bewegung) ju, nacht);
f) oft auch mit anberer ©ebeutung in ibiomatifchen 9luS>
brüden.
SRettion ber ©räpofitionen. 83
4. (StichtungStenbeng) gegenüber*, entgegen*, gu=
roiber* gemäf*;
5. (jeitlidieS ©arinfein) binnen.
®te mit * bezeichneten werben gewöhnlich bent Subftantiv
nadigefe^t; in ber SBebeutung von getnäjs fteht guweilen aud)
nad) hinter bent Subftantiv.
^rätwfitionen mit bem Wftnfatib:
burd), für, ohne, fonber, gegen, rotber, um, entlang.
Slnmertung: — ©inige ©räpofitionen werben oft auf
fotgenbe SBeife mit bem Slrtitel jufammengejogen: vom = von
bem, jum = ju bem, jur = ju ber, beim = bei bem, burd)3,
fürS, um? = burd) ba§, für ba?, um ba?.
Übung 45.
2)er Schüler ergänze bie verfügten SBörter.
©ermöge b— ©aftfiuneS bewerten roir bie fjärte
eines ÄörperS, mit b— @eficE)t bie verriebenen färben.
SBegen fein— lang— Unrootjlfein— ift er verhinbert,
ju b— Unterricht ju fommen. ©ei ein— ©erge jenfeit
b— gluff— liegt ein ©orf. 2Bät)renb b— ganzen
SommerS bleibt er trotj b— großen £jit$e bei fein—
©ruber in ber Stabt. Statt b— (Selb— fanbte er mir
einen 2ßed)fel mit b— ©oft ®r wohnt b— ©heater
gegenüber, uuroeit ein— ^irdje. Ungeachtet fein— ©eid)»
tum— ift er geizig unb fein— @eij— wegen verhalt,
©innen ein— ©lonat— roirb er wieber bei fein—
fjamilie fein, roährenb ich erft nach etn— Qahre jurüd»
tehren fann. Äraft b— (Sefet)— bürfen mittellofe @in«
roanberer nicht lanben. üJJlittelft b— Büffel — tann ber
©lefant allerlei verrichten, roaS roir mit unfer— £änb—
6*
84
SRefHon ber 5ßrftpofitioncn
tun. ßängS b — $?üfte non 9lero Qerfep finb wegen b—
unerträglichen $itje währenb b— Sommer— alle Rotels
oon ben ©inroohnern 9lew=?)ort§ unb ^ß^tlabelp^ia^
überfüllt ßaut b— ©efetj— barf feit ein— ftaljr— nur
eine Heine ©arnifon innerhalb b— Stabtgrenjen unter»
gebracht werben. ©eben Sie ju b— Slrjt? fftein, i<f)
bin fchon bei ih— gewefen. SBaren Sie audj bei b—
$utjmad)erin? £> ja, ich war mit mein— Schwefter
trotj b— ftf)Ied>t— Sßetter— bei —. <£>at er jufolge
b— befehl— baä ©elb beponiert? 9lein, er hat b—
befehl juwiber gehanbeit. 91ä<hft b— ©efrdjt ift baS
Sel)ör ber midjtigfte Sinn, weil vermittelft b - felben ber
©ebanfenauStaufch ermöglicht wirb. SInftatt b— SJlunb—
unb b— Slafc hoben bie 93ögel einen Schnabel, mittelft
b— fie Nahrung ju fid) nehmen unb atmen. Sein—
©efunbheit halber muhte er au§ b— ®efdj)äft fort. Seit
b— 3ahre 1870 ift ffranfretd) eine Siepublif. Slufjer
bief— ßanbe ift auch bie Sd)roeq ein fjreiftaat. 9)1—•
halben brauchen Sie nicht ju fommen. Sehen Sie mit
m— ober mit ih—? 3d) bin f—roeaen jju ih— ge«
aangen, fonnte aber fein SBort ber ©rflarung au§ ih—
herauSbringen. Srotj f— werbe ich binnen wenig—
Sag— famt mein— fjreunbe ju b— fommen unb
mährenb b— heiß— Sßctter— bei b— bleiben, jeboch
bitte ich, m—wegen feine Umftanbe ju machen.
Übung 46.
^3ei fein— Jtenntniff— hat er fictjerlidj großen SBert
für bief— Sefchäft. Sie Sage be§ ©artens eignet fid)
Dtettion bet ^räyofitionen.
85
ju— SBeinbau, aber ot)ne b— Suftimmung bc§ 23eft^er3
bürfen wir nid>t mit b— Anpflanzung ber Sieben be»
ginnen; jebenfalte muffen wir einen Saun um b—
©arten machen laffen. ©egen b— ©umm^eit fämpfen
©ötter felbft vergebens. 2Rit gröfjt— «Schonung fetjte
er if>n burd) ein— Sörief non b— Unglücf in Kenntnis.
Stur bei natürlid)— Talent fann man ofjne ein — fiefjrer
eine Sprache erlernen. ©urd) bief— 23erf elfen t)at er fid)
für b— ganje Sehen um f— politischen ©influB gebracht.
Sßiber b— ©ob ift fein Straut gewadifen. 3Jlit b—
Sd)idfal läBt fid) nicE)t ftreiten. ©egen b— Unglücf
fann id) nicht fämpfen. -illad) b— Arbeit ift gut rufyen.
@r würbe non ©in— zu b— Anb— gefdpcft. @r hat
ba§ ©elb burdf m—, aber nidft non m— erhalten. Ot)ne
ilf— fann id) nid)t§, mit if>— bin idf be§ ©rfolgeS
fidfer. ©aä 23aterlanb trauert um b— gefallen—
gelben, ©ie ©Item fargen für if> — ßinber. Au3
Siebe ju if)— Äinbern legen ©Item fid) groBe Opfer
auf. allein— Meinung nach ift er nicht mit b— ©rfolg
jufrieben. $aben Sie Suft ju ein— ©affe Kaffee?
SJladf w— fragt er? Um w— bittet er? ©er 23er«
zweifelte ift ju SIH— fällig. Starl ift um ein— Äopf
gröBer al§ id). $df fümmere midf nidjt um b— ©or«
feiten ber SJlenfdjen. ©er 23erirrte erfunbigte fic^ nad)
b— SBBege. 23em©e beine Seit ju— Slrbeit! Qd) fe^ne
mid) nad) b— Heimat, ©ie ÜDlutter weinte um il)—
Äinb. 3$ fann mid) mit b— Summe nid)t begnügen.
23ei folc^— Söetter ift e§ ratfam, ju £>aufe ju bleiben.
©8 riedjt l)ier nad) fölnifd)— 2Baffer.
86
Slettion ber ^ßräpofitioneu.
Übutifl 47.
3für w— tun Sie ba§? $ür m— ©ruber. @r
tann nid)t oljne m— leben. £)l»ne ein— bitt— SBinter«
rod mödjte id) bie Steife nidjt madjen. Unterhalb b—
©orf— fteljt eine 3)lüljle. ©egenüber b— SlatfjauS
finben Sie bie Slpotljefe. @r get)t um — ©de ©ie
SJlutter geljt mit iljr— ©odjter ju b— Sdjneiberin.
SInftatt ein— ©rief— ftfjicfte er ein fßafet burd) fein—
Soljn. ©er 2fpfel fällt nicfjt weit »— Stamm, ©ie
Solbaten lagerten fid) um b— fjeuer. innerhalb b—
UmfaffungSmauern »ernannt man feinen Saut. ©egen
b— fßräfibent— ber ©erfid)erungSgefellfd)aft reidjte
mein ©ruber Slage ein. infolge b— anbauernben
$itje ftodt ba§ ®efd)äft. Seit b— ©obe meines ©aterS
waren wir nidjt ba. ©er ©raben läuft um b— Stabt.
iDleine SQutter gebt ju b— Sdjlädjter. jenfeit b—
SJleer— ift eS nun Sladjt. ©er 2ßeg führt burd)
ein— bidjt— Sßalb. Saufen Sie 3fjre £>üte bei b—
©utjmactjerin? @r fann nidjt wiber b— Strömung
fdjwimmen. $err SPlülIer ift feit fein— Sinbljeit taub.
©— ©efeljl— be§ 2lrjte§ juwiber »erlief) ber Sranfe
ba§ ©ett. Slufiertjalb b— Stabt ift ber ©augrunb
billiger, ©ei mein— greunb— fanb idj eine große
©efeUfdjaft. ©rot} all— ©orficljt würbe idj gefeljen.
®r ge^t gegen mein— SBiU— au§. ^fdj faufe meine
©üdjer bei b— ©udjljänbler Sdjönljoff. SängS b—
©eleif — waren ju fein— Sicherheit fDlilitärpoften auf»
gefteUt. borgen fahren wir nach b— Stabt. Slußer
SRettion ber ^rüpofitionen. 87
ein— golben— Utjr nahm ber ©ieb noch ^roei wertvolle
fRinge mit. ©er Sater fommt von b— Söörfe- ©icS«
feit§ b— gluff— ^atte bie fernere IReiterei SluffteUung
genommen. £>err unb grau SRüller nebft b— $inber—
reiften Ijeutj nad) San granjiSfo. Ungeachtet b—
ftreng— $?älte unternahmen roir ben SluSflug. 23er«
mittelft ein— groß— Quantität ©gnamit rourbe ber
©urm gefprengt. £>hne ein— Pfennig in b— ©afdje
betrat er ba§ Sleftaurant. Sinnen roenig— SRinuten
erlöfte ihn ber ©ob. SRein— Sefehlen entgegen oer«
lieg er bie gefehlte Stellung. Slnftatt ein— fran«
göfifd)— Sud)— laS er ein beutfcheS. Um b— lieb—
grieben— nriUen gab id) nad). Sinnen furj— roerbet
ihr mich roieberfehen. Seit viel— 2Bod)— I^atte ich
ihn nicht mehr gefeljen. SBegen fold)— Kühnheit rourbe
ihm bie gebiihrenbe @hre juteil. Seit jen— ^eit be»
fteht unfere greunbfdjaft. ©ie Zugvögel febren bei
b— $erannal)en ber roarmen gahre^eit roieber jurücf.
gnnerhalb ein— gahr— machte er bie 9?eife nach
Suropa fed)3mal. @r fuhr mit b— Sifenbahn, id) mit
b— ©ampffdjiff- geh ha&e ^in Sertrauen ju ih—.
®r intereffiert fid) für m—. ©rot) mein— Siebe ju b—
Stinber — mufjte id) fie roegen ihr— Setragen— ftrafen.
ÜRad) getan— Slrbeit ift gut ruhen, gntereffieren Sie
fid) für b— beutfd)— Siteratur? Sßährenb b— Sßinter—
fann man bei fold)— SBetter nid)t ohne f— Überrod
auSgehen. Sinnen ein— SRonat roirb bie SIrbeit ju
ghr— ooQft— gufriebenheit oollenbet roerben.
88
Scttion ber ^räpofiiionett.
itßlifiün ber ^räpoptionen (B).
©ie folgenben fßräpofitionen regieren ben ©atio,
roenn fie ba§ ©afein an einem ©rtc, ober einen 3eit=
puuft bezeichnen; ben Slffufatio, roenn fie bie ^Bewegung
nad) einem 3iele auSbrüden: an, auf, unter, über, hinter,
neben, tror, ^roifdjen, in
Söeifpiele: 3d) gebe an ben ©ifd). 3d) fifee an bem
Tifd). @r legt ba§ Such unter ben Stuf)l. @3 liegt
unter bem Stuhl- @r fommt in ber 9tad)t.
Slnmetlung: — SBcnn bie Sßörter „feft", „niebet",
„an" ufro. einem Qeitroort beigefügt roerben, fteljt bet Slatin:
„3<h biube ba§ Sßferb an bem Saum feft“, aber „3d) binbe ba8
Sßferb an ben Saum" (b. b- ba8 ißferb tommt erft an ben Saum).
3d) fomme in ber Stabt an. 3<b falle t»or i()m nieber.
3n figürlicher Sebeutung fteljt ber 2lffufativ bei
ben obigen fßräpofitionen, roenn fie ba§ Sferfetjen, refp.
(gelangen, in einen $uftanb ober bie 9tid;tung nach einem
ßiel auSbrücfen; ber ©atio, roenn baS Sefinben in einem
.ßuftanbe, in einer ^anblung ober ©abeifein bezeichnet
roirb; j. 55.; 3d) zerreiße ba§ fßapier in Stüde. ift
in Stücfen. 3d) fefereibe an bie Tafel. fte^t an ber
Tafel getrieben. 3d) ridjte einen S8rtef an ibn. ©ie
9ieibe ift an ibm. ®r mif^t fid) in 2lde§. 3n meiner
Slngft lief id) baoon. 3m ©eben fann man nidjt lefen.
9Inmertung: — ®urd) Seifügung beS 9Borte3 „biä" be»
jcidjnen obige Sräpofttioncu bie ftortfefcung bi§ ju einer Srenje,
SRettion ber 'ßräpofitionen. 89
regieren alfo ben Slttufatio: SBir biteben big in bie 9tad)t,
big an ben SRorgen. ®r fab ade big auf einen.
ffolgenbe äufaminenjiehungen finb fjäufig: am =
an bem; im = in bent; ang = an bag; ing = in bag;
aufg = auf bag.
Übung 48.
Ser ©djiiler ergänze bie »ertürjten ©örter.
34) fitje an b— SCBanb; mein Gruber fetjt fid; an
b— fünfter. @r trat in bag ßinuner unb tjatte ben
f)ut auf b— Kopfe. @rft muß id) mid) auf b— Stuljl
fetjen, bann fiije id) auf b—felb—. ßeben bie fjifdje
i— SÖBaffer ober auf b— £anbe? ©ag Kinb fiel in
b— Sßaffer. ©er $of liegt neben b— $aufe. Sieben
b— Kirche ift ber fjriebtjof. 34) ü:gte bag Sud) neben
m—. Sitte, £>err Sd)tnibt, ftellen Sie fid) neben
mein— fjreunb. ©ie Infanterie fetjt? über b— fflufj.
©er $unb liegt unter b— ©ifd). §err Saale rootjnt
eine ©reppe über m-. $d) legte ben Sd)lüffel unter
b— ©eppid). fjjeute früt) ftanb id) vor b— Slufgang
ber Sonne auf. Sor b— Schlafengehen jiehe id) meine
Uhr auf. 34) fielle bag Klavier givifdjen b— beib—
ffenfter. 3roifd)en b— £>ügel unb b— Sad) fteht ber
befannte Saum, ©ie Ktnber gehen tn b— Sd)ule.
3n b— Sd)ule roirb unterrichtet. 3*t b— ©heater
roirb ein Suftfpiel gegeben. (Sehen Sie oft in b—
©heater? Sßir gehen jeben Sonntag in b— Kir^c.
SBaren Sie audh vorigen Sonntag in b— Kirche? 6t
wohnt in ein— (Safthof. (Sehen Sie auf b— Sahn«
90
Dtcttion ber ^räpofitionen.
hof. ©a§ ^orn roädjft auf b — gelb, bie 23lumen auf
b— SBiefe unb baS Semüfe in b— Satten, kommen
Sie mit in b— Satten? -jlein, id) will in b— Äonjert.
SEßie lange bleiben Sie in b— ^onjert? 2Ji3 fpät
in b— 9tad)t. @3 ift ein Vergnügen, auf b— See
fpajiercn ju fahren. Sehen Sie auf b— £anb? Stuf
b— ßanbe unb an b— See ift e§ i— Sommer fühl-
©ie Sonne ift hinter b— Sßolfen verfteett. ift
nidjt fchön, hinter b - ©ür ju horchen. ®a§ Unglücf
ereignete fich auf b— Strafte, geh fetje mid) an b —
Klavier, um ju fpielen. 2Bann geht Smil in b— Schule?
®r ift heute junt erftenmal in b— Schule, hinter b—
fpaufe befinbet fich ein Heiner Satten. 2luf b— ©urn;
rocht bie gähne. 3So ift mein 93ud), <£>an§? geh h^e
e§ auf b— Sofa gelegt. g<h fann meine £>anbf<huhe
nicht finben; ich haüe fie in b— Körbchen gelegt, ©u
finbeft biefelben in b— Schublabe, groifchen b— beib—
Raufern befinbet fid) ein Heiner fpof. Unter b— ©ia»
manten roaren viele falfdje. ©er 2lufftieg auf b—
St. iöernharbt ift ungemein fchroierig; auf b-felben
fteht ba3 $ofpij, in welch— man übernachten fann.
2113 er vor b— ^önig geführt rourbe, fniete er vor
ih — nieber. ©ie gnbianer führten ben Unglücklichen
an ein— 23aum unb banben ihn an b—fclben feft.
Übung 49.
geh ha^e einen langen 23rief an mein— Schroefter
gerietet, ©er Bettler heftete fich an mein— gerfe.
geh werbe mid) auf ih— verlaffen. Sßer auf Sott ver=
SReftion ber ^ßräpofttionen.
9t
traut, t)at auf fein— Sanb gebaut. 3d) verbarg meine
2Ingft hinter ein— gleidjgiltigen ©efidjt. Siele ßeute
rennen blinblin^S in— Serberben Stad; fur^er Unter«
rebung mären mir in all— fünften einig. Slit b—
SBölf— mufj man Ijeulen. Sian mufj fid) im ücben
über viel— Singe ljinroegfetjen. Sßer fid) in b— ®e=
faljr begibt, fommt barin um. SJlein $reunb ift in
ein— fd)led)te SefeHfdjaft geraten. 3d) f)abe eine fdjmer«
roiegenbe fjrage auf b— $erjen. Sieben b— fdjrecE«
lidjen Sefetje ber Sergünglidjfeit fteljt ba§ freunblidje
©efetj ber SBiebergeburt. 3d) wätjlte unter b— viel—
Übeln ba3 fleinfte. Über all— Sier— fteljt ber SJlenfd).
3d) t)abe bie Sadje vor b— SRicEjter gebracht. 3d) laffe
mid) nidjt vor b— Kopf ftofien. 2ln b— Spitje eineä
9?egiment§ fteljt eilt Oberft. 3Rein 93ruber trat jroifd)en
b — . ftreitenben Parteien unb fdjlidjtete ben Streit.
3d) ftel)e auf b— Sprunge, nad) Suropa ju reifen.
Sein ßeben Ijängt an ein— gaben. Sie Unroaljrt)eit
feiner Eingaben liegt auf b— fpanb. Ser Sator rebete
bem Sofjne fdjarf in— ©eroiffen, fonnte aber nidjt hinter
fein— Sd)lidje fommen. Ser SoHfüljne fetjt fid) über
b— ®röfje ber ©efaljr Ijinroeg. 3« b— Sladjt finb
alle Katjen grau. Ser Sdjroadje mujj fiel) unter b—
3odj be3 Starfen beugen. $odjmut fommt vor b—
$all. ®r f>at e§ mir verfprodjen, id) ljalte mid> an
if)—. @r will mid) auf b— ißrobe ftellen. 2Bir fetjen
viel Sertrauen in itj—. Sie Sd)ulb liegt an m—
@r ift fdjulb an b— Unglücf. ®r tut, wa3 in fein—
Kraft fteljt. SJlein Sruber verfiel in ein— fdjroer—
92
SRettion ber Sßräpofitionen.
®rantl)eit @r »erteilt (Selb unter b— Sirmen. Unter
b — Slrmen gibt eS niete redjtfdjaffene Beute. @r mifd)t
(idj unter b— Slrmen. ©or b— ewigen Siidjter ift
fein Unterfd)ieb jwifdien b— SRenfdjen. Sein neues
£auS fällt jebem fjremben in b— Singen. @r brang
in m—, feine SSitte $u erfüllen. Seit er in b— Un=
glud geraten ift, l)at er feine greunbe verloren. Unter
b— ©orauSfetjung, baß id) Sie treffen würbe, bin id)
vor brei Sag— tjier angefoinnten. SSitte fd>reiben Sie
^jfEjren Slawen unter b— ©ertrag. (Sallien geriet in
b— erften $al;rl)unbert v. ®l)r. unter b— ^errfdjaft
ber Stömer. SJlan legte ein Sud; über b— Sifd).
©ie SJlöven fliegen über— ©leer. @r liegt immer
über b— Söücfjerrt. Um fid) ju erholen, geljt man
im Sommer auf b— £anb. Qd) ftanb auf b—
Sprunge, abjureifen, als id) beinen ©rief erhielt. (Sr
t)at mir ©Borte in b— ©lunb gelegt, weld>e id) niemals
gebraudjt ßabe. 2llS id) Zeugnis gegen if*n ablegte,
fiel er mir mehrmals in b— Siebe. Sßir leben a—
@nbe biefeS QaßrßunbertS in ein— unruhig— ßeit.
©ie ©lagb jerbrad) bie ©afe in mehrer— Stüd— unb
liefi fie in Stüd— auf bem ©oben liegen. (Sr teilte
bie Slrjnei in mehrer— ©ofen ein. $n Heiner—
©ofen erwies fid) bie Slrjnei als ungefätjrlid). ©itte,
binben Sie bie ©lumen in ein— Strauß unb ftellen
Sie ißn in b— ©afe. ©BaS für ©lumen finb in bief—
Strauß?
SRettion ber ^ßräpofitionen. 93
äbiomatif^er Gkbrtiurfj ber Vtöfiofitioncn.
„Stuf" unb „über“ regieren in figürlichen 9Iit^
brücfen ben Slffufatiu, bie anbern $räpofitionen ben
2)atw. SluSnatjmen finb mit * bezeichnet
SInmertuug: — 2öenn „über" bie ©ebcutung non „bei"
bat, ftebt ber S)atio: Über bem ßefen (= bet bem Cefen) bin
ich eingefd)lafen; in anbcrer SBebeutung ber Ulftufatio: Über
ben 8ärm (= wegen beg Särmg) bin id) aufgeroacfyt.
Übung 50.
Der Schüler bilbe Säfce auS folgenben SluSbrücfen:
a) „an".
fterben an, franf fein an, eS fef)tt an, gewönnen
an*, benfen an*, fid) erinnern an*, (gefallen finben an,
fid) rädjen an, grcnjen an*, erfennen an, glauben an*,
jweifeln an, fdjreiben an*, teilneljtnen an.
b) „auf".
feilen, f)ören, achten, fid) befmnen auf —; ter«
laffen, bauen, redjnen, vertrauen auf —; eS fommt an
auf —; fid) einbilben, ftolg fein, böfe fein, ncibifd) fein
auf —; fid) verfielen, fid) berufen auf —; folgen auf,
warten auf, jemanben vertröften auf, fid) freuen auf,
einlaben auf —; auf morgen, auf furje Beit, o«f
ewig —; auf meine ®t)re, auf b— erft— £8lict, auf
fein— Stoffen, aufs fd)önfte, aufs t)errlid}fte.
c) „über“.
berrfd>en, fiegen über —; 2luffid)t haben, verfügen
über —; fid) freuen, ärgern, weinen, ladjen, fid) ver<
94
SReftton ber tßräpofitionen.
rounbern über —; fdjreiben, (preßen, nadjbenfen, ftreiten
über —; ertvadjen, aHe§ vergeffen über.
d) „unter".
unter Ijeftig— Sdjnterjen, unter bief— Untftänben,
unter b— SorauSfetjung, baB-----------, unter b— ftärfft—
^Beteuerungen.
e) „vor".
9tefpett, fffurdjt haben vor — —; ftd) fcfjämen,
fürchten vor------; fd)ütjen vor------; vor fjroft, Slngft,
junger.
f) „in".
fidj verlieben in*, fid) irren, tauften in, gefcfjicft,
erfahren fein, ein Steiftet fein in.
fibitn« 51.
2)er ®d)ü(er ergänze bte verfärbten Söörter.
Sßof)in gebft bu, Äarl? $n b— 28alb. Sleibe
hier; i— Sorten unter b— Saunte— ift e§ viel ft^öner.
Söir bürfen jroar nidjt auf b— Saunte flettern, aber
oft fällt ein 2lpfel ober eine Sirne v— Saunte.
Siel), unter b— Sirne— auf bief— Saunte finb fdjon
viele reife. Unb freuft bu bief) nicht über b— Sefang
ber Sögel? Sieb nuc, wie fi® üon ein— ßrveig auf
b— anb— Ijüpfen. ©ort itafdjen fie von b— ^irfdjen.
©er ba hnt auf ein— Statt ein Qiifeft gefunben ®r
forgt für f— jungen, fliegt jurütf nad) f— Sleft unb
bringt e§ ihnen. Siber roo ift benn ba§ SJleft? Unroeit
b— alt— Sirnbaunt—, bieSfeit b— Stauer, über b—
SReftion ber tßräpofitionen.
95
f^enfter ber 9Jloo3f)ütte. <Sinb bie SSögel ba§ ganje
3ial)r ba? Stein, roäfyrenb b— SB in ter — galten fie fid)
i— ©üben auf, aber roüljrenb b— Sommers erfreuen
fie un§ burd) ty- ©efang. HRittelft b— Setter fann
id) an b— SReft gelangen unb einen non b— !Bögel—
berauSneljmen 5lid)t mit mein— SBillen. ift b —
Slnorbnungen meines SJaterS juroiber; er ift um b—
SSögel feljr beforgt. £)t)ne fein— SBiHen barfft bu nidjt
einmal in b— SQeft feljen. ®ann gelj mit m— in ben
SBalb, gleidj jenfeitS b— breit— Sßeg — treifj id) jroei
Slefter mit mehrer - @i—. 2luf ein- - 59aum? Stein,
unter ein — ®ebüfd), in b— f)ob— ®rafe. ®ann miß
id) ben 23ater um f— (MaubniS bitten. SBo ift er?
$d) glaube i— ®artent)aufe, jenfeitS b— Söacfj—. SBolleit
mir barfufj burd) b— SSad) getjen? Stein, ficljft bu bie
SSrücfe nidjt, roeldje über b— S3adj fütjrt? SRidjt weit
non b - SSrüde ift ein Seid), in b—felb— finb and)
einige ®olbfifd)e. ®ut, gelje ju — SSater, id) will
t»ier bei b— SSrücfe auf b— märten. Seljne bidj aber
nidjt über b— Selänber, fonft fättft bu in— Sßaffcr.
$mgftige bidj nidjt um m—, id) fdjroimme, roie ein
$ifd> i— SBaffer. ßnblid) jurüd! $d) ljabe lonfle auf
b— geroartet. 2Ba§ fagt bein SSater? @r roill nidjt,
bafj id) mit b— gelje SIber roenn bu roiUft, fannft bu
mit m— nad) b— Stabt fahren, SSater roill bort
einige Sinfäufe madjen. £), ba§ roüre fdjön. Sie^, ber
J?utfd)er fpannt bie Sßferbe vor b— Sßagen. $dj felje
mid) neben b— SSater. ®ut, idj fitje gern auf b—
SSod, neben b— $utfd)er. 3n ein— Stunbe finb roir
96
SRcftion ber ißräpofitioncn.
ba, trotj b— fcljledjt— 2Beg—. ©leid) biegen wir um
b— @cfe, l)alte bid) ja feft, fonft fällft bu in b—
®raben Siet) ba, nidjt weit »an b— SBegweifer ift
ber Kirchhof. @3 getjt eine SJJauer um b— Kirchhof,
fja^ren wir an b— Kirdjbof uorbei? 5Rein, wir biegen
bieöfeit b— SBcgweiferS ab. Qe^t fahren wir burd)
b— Öftertor. £)ier ift unfer ®aftt)au3. SBollen wir
auf b— ®agen fi^en bleiben? SRein, ich gebe mit b—
Kutfdjer in b— Stall. Später begleite id) b— SSatcr
in b— Stabt. .Querft geben wir ju— Sdjlädjter. SBa§
wollt ibr bei— Sd)Iäd)ter? fjleifd) taufen. 93on b—
Sdjladjter geben wir ju— Kaufmann. 2lber ehe ich eS
»ergeffe, muh icb biefen 53rief auf b— ißoft bringen.
®a§ ift nidjt nötig, bort an b— @cfe ift ein 93rief=
faften- SBo? ©— Kirche gegenüber. So, jetjt müffen
wir un§ auf b— fftücfweg machen. ®ie§mal gebt e§
gegen b— SBinb. Qd) werbe noch oft an bief— SRacb=
mittag benfen, aber morgen fommft bu ju m—, bann
wollen wir einen Spaziergang burd) b— SBalb madjen.
Sut! Ülber wo treffen wir un§? Oberhalb b— 93rüde,
nid)t weit non b— £ügcl.
Übung 5*2.
®er Sdjüter ergänze bie »erfürjten ©örter unb erfefce
bie auSgelaffenen.
gritj unb ber SBolf.
fjritj war b— Sohn ein— beutfef)— fJ-örfterS —
ßanbe ißolen. Seine ©tern Ratten ihr Räuschen mitten
— Sßalbe, ungefähr eine Stunbe uon ein— SDorfe, unb
SRettiort ber 'Präpositionen ttnb Werbet. 97
bctljttt rourbe gritj beute bei einbredjenb— sJlad)t mit
ein— 53rief gefdjicft. @3 roar tief — SBinter, b—
Schnee glitzerte; eben ging b— SJlonb a— $immel auf.
iJritj blieb lange — ©orfe, er ftattete all— fein—
ftreunb— ®efutf)e ab unb trat erft fpät in b— 9Rad)t
b— fRücfroeg roieber an. 2113 er nun i— SBalbe un»
gefäbr noeb breitjunbert Sdjritte von b— $aufe fein—
©Item entfernt roar, fab er etroaS — Sßege fitjen, baS
er anfangs für ein— $unb fjielt. 2ßie er aber b—
Siete nü^er fam, fab er ju fein— größt— (Sdjrerfen,
baB e§ fein $unb, fonbern ein SGBolf roar; b— Solf
fieljt nämlid) b— $unb— feljr äbnlid). ©a fiel — ein,
baB man fid) auf b— ©rbe legen muB, roenn man von
ein— Söären verfolgt roirb; in b— Slngft verroedjfelte
er bamit b— Söolf unb roarf fid) platt auf b— 2Beg.
©er SÖBolf näherte fid) augenblicflid) mit langfam—
Schritt—, ftanb vor — fülle unb fdjnoberte il)— for»
fdjenb an. fjrit) rührte f— ©lieb.
Qetjt ging b— SBolf um — Ijerum, ftanb bann
unten bei b— fJüB - ftiU unb fing an, il)— ju be=
riedjen unb hiev unb ba mit b— Schnauze ju beftoBen.
Überall traf er auf ^leibungSftücfe. ®r rüdte immer
höher unb höher nad) b— Äopfe herauf unb gelangte an
b— ©enief, b— erft— Sfleifd). @r leefte, er fd>noberte,
er fniff mit b— Sippen, baS Sßaffer lief — au§ b—
9?ad)en in gritjenS ^alSbinbe. ©a§ Seifen rourbe leb»
Bafter, baS <Sd>nauben heftiger unb gieriger, ©er SBolf
trat jetjt mit ein— 3mBe über, fo baB er fJritjenS £>al§
jroifchen fein— beib— SBorberflauen batte.
®er$eutföe S^ulgrammattt. 7
98 Stettion ber Sßräpofitionen unb Serba.
Qetjt Sob ober fieben! baeßte grit}. ScßneH rote
b— Sölitj faßte er b— SDBoIf bei b— beib — SBorber»
Pfoten, 30g ib— feft an fid), fprang auf unb trug fo
fein— hungrig— (Saft auf b— SRücfeit. Ser SBolf
rooHte beißen; allein 3-ritj jog — fo bitfjt an fid), baß
er meßt 9lautn genug beßielt, um mit fein— B^ßnen
eingreifen ju fönnen. Sie Scßnauje lag hießt an
§rißen£ linf— Söacte, bie feßarfe, troefene Bunge ßing
neben fein— 2Jlunbe; ber SBolf rödjelte, bie Keßle
rourbe iß— faft jugefeßnürt, unb fragte mit fein—
^interflauen b— armen jungen bie SBaben bureß
Stiefel unb Strümpfe blutig. „SBater, Sßater!" rief
nun fjriß, als er glüdlicß an b— Hoftür gelangt roar,
„SBater, um (SotteS roillen, SSater!“ roieberßolte er in
feßreetließ— Slngft, benn niemanb ßörte. Sie Sür roar
inroenbig verriegelt; i— fpaufe feßlief alles. (Sr roar
erfeßöpft. ißoeßen fonnte er meßt, er batte feine $anb
frei; mit b— fjuße traute er fid) nießt an b— Sür ju
ftoßen, roeil er füreßtete, b— (Sleidjgeroidjt ju verlieren
unb untjufallen. (Snblidj rannte er rücfroärtS mit fein—
fj-reunb Sßolf gegen b— Sür. Ser SBolf fretfdjte- Sa
feßlugen alle £>unbe i— §ofe an, SiraS, Siana, SBalb»
mann, ber fleine SadjS, SucßS, fjlinf; alle roaren mit»
einanber auf b— sßlatje.
„23ater!" rief er bureß b— fjmnbegebell, „um (Sott—
roillen maeßt auf, icß ßabe ein— SBBolf lebenbig!" Qeßt
ßörte b— alte görfter; b — forgfam— SJlutter roar
aueß feßon unten i— $ofe unb öffnete b— Sür, roo
b— Sßater mit ein— Slugelbüeßfe in Slnfeßlag ftanb.
iHettion ber '.ßräpofitionen unb Serba. 99
„Sdjießt nicht!" rief — ber Sohn entgegen, „idj ljabe
— ja auf b— Stücfen! Stur bie Sdjeune aufgemadjt!"
@r ftcUte fid) mit b— SRücfen gegen b— Scheunen»
Öffnung unb warf ben Sßolf mit ein— fRucf auf bie
Senne. $ier erwarteten bie £>unbe b— befangenen.
Srei biß er tot, bis eine Kugel fein— Beben ein
®nbe madjte.
Übung 53.
« fjfriebridj ber ©roße.
fjfriebridj b— ©roße war, wenn er in b— ftiH—
Straßen SßotSbamS fid) auf fein— alten SRoHwi^er
Schimmel feljen ließ, gewöhnlich non ein— Schwarme
Straßenjungen umgeben, an b— er feine $reube hatte.
Sie nannten ihn „ißapa ^rit}", betupften b— ißferb,
auf weid)— er ritt, faßten bie Steigbügel an, füßten
if)— bie fjüße unb fangen Kriegs» unb SBolfSlieber.
2llS fie an ein— Sonnabenbnadjmittag eS — einmal
ju arg madjten, fjob griebridj fein— Krüdftod in b—
$öf)e mit b— SBorten: „Schäfers, geht in b— Sd)ule!'‘
unb b— fröhlich— Knaben riefen laut: „^ßapa grit}
weiß nicht einmal, baß Sonnabenb nachmittags fein—
Schule ift".
(Sinntal, als auf b— Steife b— ^ßferbe gewed)felt
würben, brängte ftd) ein SJlüt fernen bidjt an b—
SBagen b— König—. „SBaS wollt ihr?" fragte —
ber König feljr gnäbig. „Stur 3hr 2lngefid)t feljen,
unb nichts weiter", erwiberte bie Sllte. Ser König gab
— einige f5riebrid)3b’or unb fagte: „Seht, liebe fjrau,
7*
100 SRettion ber ^Jräpofitioncn unb SBerba.
auf bief— ©ingern ba ftebe — uiel beffer; ba fönnt
itjr m— betrauten, fo lange it>r wollt, jet}t t>abe id)
nid)t b— ßeit, — länger anfefjen ju taffen".
®eifte§gegenwart unb 3Rut befafj griebrid), wie
wenige 9Renfd)en. Sinntal i— gelbe machte er ein—
SRitt gegen b— öfterreid)ifd>e ßager unb fant babei b—
feinblid)— Vorpoften ju nahe. ©a legte ein ißanbur
ba§ Sewehr auf iE)— an unb wollte abbrücfen. ©er
König, b— e§ bemerlte, t)ob b— <Stod mit ein—
broljenben ,,©u, bu!" gegen b— ißanburerf. ©a§ fetjte
bief— in ein— fo grofj— Verwirrung, b«B er fein
Sewetjr fenfte unb b— König rutjig baoonreiten lieft.
Safyletyte.
Witrifnlgc.
Sie Seile be§ SatfeS fielen gewöfmlid in folgen«
ber Crbnung:
1. Subj. 2. ®crb. 3. ßeit. 4. Sßräbitat*)
Sa§ @ra§ ift im Sommer grün.
1. ®ubj. 2. ®erb. 3. ßcit. 4. pcrfönl. Obj. 5. fäd)(. Obj.
3d) fdjreibe Ijeute meinem Sruber einen ^örief-
2lnmerfungen.
A. Sßenn ba§ 93erb au3 mehreren SBörtern beftef)t,
bleibt nur ba§ ^ilfäocrb an ber jweiten Stelle, ^ßarti»
jipien unb ^nfinitioe ftefyen am ®nbe be§ Satje£ unb
3 war ber Infinitiv nad) bem ^ßartijip; 3. 93.: @r ift
geftern franf geroefen. @r wirb morgen ben §errn be«
fudjen. @r wirb morgen ben 93rief getrieben ljaben.
B. Srennbare 93orfilben be§ .ßeitworteS unb foldje
Subftantive unb Slbjeftiue, bie mit bem $eitroorte jju«
fammen nur einen einzelnen ©ebanfen auSbrüden, fielen
am ®nbe be§ SatjeS, jebod) uor bem ^nfinitio unb
ißartijip; 3. 93.: 3d) feilte meine SefHonen an.
3d) ^)ft6e geftern meine ßeftionen angefangen. 3d leifte
oft ben Sinlabungen meiner fjreunbe $olge. 3d
immer ben ©inlabungen geleiftet.
*) Sßräbifat ift ba§, 10a£ oon bein Subjett auSgefagt roirb,
3. ®.: ®a§ ®ra§ ift grün. @r ift mein ®ruber.
104
9Bortf o Ige.
C. ®a§ Fürwort im 2lffufativ fteljt vor bem im
®ativ. Sßenn ba§ Übjett ein ^ürroort ift, fteljt e3
vor ben ßeitabverbien; and) fonft fteljt ba§ perfönlidje
übjcft juweilen vor ber -Seit; 3. S-: 3dj tjabe e§ itjm
geftern gegeben. 3<i) bja.be meinem Sruber geftern
einen Srief gefdjriebcn.
D. ürt§abverbien*) ober fßräpofitionen unb beren
©rgänjungen ftetjen nad) bem Sßort, wcldjeS fie nätjer
beftimmen; wenn fie fid) aber auf ba§ Serb bcjieljen,
ftetjen fie juletjt, jebodj vor ben unter B erwähnten;
3. 23.: SJlan tjat geftern ben Ülngettagten oon ber
Scfjulb freigefprodjen. 3dj Ijabe itjn geftern fjier
gefeljen. 2)ie fJ-euerSbrunft oon geftern ljat mehrere
Seben getoftet. ©a§ $au§ tjier getjört meinem Sruber.
Qdj werbe itjm morgen einen Srief nad) ©eutfdjlanb
fdjreiben.
E. S)ie Negation nidjt unb bie SÄbverbien ber
SBeife ober be3 (SrabeS fteben vor bem SÖBort, auf
weldjeS fie ftd; besietjen; bc3ieljen fte ftdj auf ba§ Serb
*) @in 2lu§bruct, ber bie Munition eine? 2lboerbiuni§
bat, be<f>t abverbtal unb nimmt biefelbe ©teile im ©atje ein,
roie ba8 einfache Slboerbium.
Slbverbiale ber Seit: am Sage, in biefer SBodje, roäbrenb
bc§ 5tage§ ufro.
Slbnerbiale be§ sOrtcS: in ber ©djule, auf bem Theater,
bei mir, nach ©amburg ufro
2lbverbiale ber Slöcife: mit Vergnügen, vor fjreuben ufro.
Sind) Sßartijipien unb 2Ibjettive fteben oft als 'Jlbverbien
®r gab e8 mir fdjroeigenb. ®r fab mich aufmertfam an, feften
Slugeä. ®r ging fd)neHen fJufieS.
SBortfolge.
105
ober ben Saft, fo fielen fie am ®nbe be§ SatjeS (jebodj
oor ben unter B ermähnten); 3. 53.: Sticht id), fonbern
er hat ben S8rief gefdjrieben. 3d) fdjreibe ben 53rief
nid)t. $d) l?al*e ben Sörief nicht gefchrieben. 34) «er*
ftelje baS Sßort nicht. 3$ serftehe nidjt baS SBort,
aber ben Sah- tiefer ®efang ift fd)ön. Siefer ©efang
gefällt mir fefjr. ®r hat mir fel>r gefallen.
F. 53eftimmungen, bie fid) auf Slbjeftioe (unb
ißartijipien als SIbjeftioe gebraust) beziehen, flehen
oor biefen; 3. 8.: SaS mir fo intereffante 53ud) Sa§
oon mir gefaufte $au3.
3n 3dHen, roeldje oben nidjt ermähnt finb, roirb
bie Stellung ber SBörter burd) ben SBohlflang unb bie
2)eutlid)feit beftimmt.
fibung 54.
®<>r ®d)üter gebe ben folgenben Säften bie gerabe
SBortfoIge.
Summen roirb ba§ gell über bie £)t)ren ge3ogen.
©h»e Sornen ift leine Stofe. SJlit heiterem ®efid)t
erfchien er in ber ©efellfdjaft. Um trier Uhr roerbe id)
mit 3hrer (Erlaubnis fpa3ieren gehen. Sah ein Änab’
ein SiöSlein ftehn. 2lu§ ber SBolfe ftrömt ber Siegen,
fieben unb ©ebettjen gibt ber Siegen ber fßflanse. Sort
bin ich roenigftenS nicht überflüffig. Sin mir liegt bie
Sdjulb. SJleinetroegen hat mein 53ater fi<f> biefe Stoffen
gemacht. ®rft gegen Slbenb tarn er nach <£>aufe 3urücf.
2luf feinen S3rief h“be ich geantwortet. Sßie ein 53er«
banntet muh ich leben. 53alb erreichten fie ben Jlufj.
106 ffiortfolge.
SJ)urd) feinen SCßitj fann er eine gange SefeUfchaft an«
genehm unterhalten. Sort lernte er feinen fyreunb
fennen. Sinern hungrigen SBolfe begegnete ein Sfel.
Blumen haben mir gepflüdt unb Stränge gebunben.
Sloch einmal mürben bie Släfer gefüllt. ©iefe Siner»
fennung hatte mein 5teuub nicht erroartet. Slod) oft
beute id) mit Ißergnügen an meine Steife. Sd)roeigenb
hörte fie mir gu. SSittenb fah fie mid) an. SJlir hat
fie e§ gefagt. Silit Ungebulb haben mir Sie erwartet.
Silit bem brei Uhr $ug fann er nicf)t me()r fahren.
Sin ihren fjrüdjten foHt ihr fie erfennen. Sen Sad
fctjlägt er unb ben Sfel meint er. Silit Sped fängt
man Slläufe. Über färben barf man nid)t ftreiten.
3n feinem eigenen Sanbe ift niemanb ein Prophet.
Silit guten SBorten hat er mich abgufpeifen verfucht.
Bu SiongS, bem Srjrannen, fd)lid) Samo§, ben Solch
im Seroanbe; ihn fdjlugen bie $äfd)er in SSanbe.
geftgemauert in ber Srbe fteht bie fjorm, auä 2ehm
gebrannt, herein mit bebäd)tigem Schritt ein Börne
tritt. Surd) Sebirg unb Sal fommt ber Schiit) ge«
gogcn, früh am SHorgenftraljl. Bu Strafjburg auf ber
Sdjang fing mein Stauern an. $u Süantua, gum
Sobe führt ihn ber ?}feinbe Schar. S3on Stöln roar id)
brei SBiertel ad)t be§ SJlorgenS fortgereift. SRich loden
nicht bie £>immel3auen im ißarabieä. Stuf meinem
Spiegel fdjroebt fo milb be§ blauen $immel§ freunblich
S3ilb. ißlöhlich, vielleicht auS blauer Suft, fällt ba§
Slüd auf bid) ^ernieber.
SBortfoige.
107
Jnberfion.
invertiert Ijeifjt ein Satj, in bem ba§ ©erb vor
bem Subjeft fteljt. S)iefe§ ift ber $alh
1- 3« fragen; i- 3ft er tjier?
2. 3m 3niPettttio ber erften ißerfon ©lural unb im
imperativ ber ülnrebe „Sie"; g. © : Sefjen mir!
kommen Sie bodj herein!
3. in Sßunfdj» unb ©ebingung^fätjen, wenn bie Ü?on»
junftion „ivenn" feljlt; j ©.: SBäre er bodj tjier!
SBäre er nidjt tränt, fo hätte er gefdjrieben.
4. 3n aßen Sätjen, in benen be§ 9lad)bruct3 wegen
ein SBort, ba§ nidjt ba§ Subjett ift, an bie erfte
Stelle gefctjt roirb; g. 50.: ©lir ljat er beute einen
©rief getrieben. $eute bat er mir einen ©rief
gefcbrieben. (Jinen ©rief bat er mir beute ge»
fcbrieben. ®efd)rieben bat er mir tjeute einen ©rief.
'ilnmertung: — JgcbeS ©ort, welche? befonber?
bervorgeboben roerben fofl, fann an bie Spitje be?
<Sat}e§ treten. SBenn ba? Subjett ober ba§ ^erb ber»
vorgeboben roirb, tritt bie ^nverfion ein unb ber Sah
beginnt mit bem ejptetioen Subjett ,,e§ '. ®ic fjorm
be? ®crb§ richtet fid) nicht nad) biefem ejptetioen „eS",
fonbern nach bem eigentlichen Subjett; j. 93.: @3 tommt
jemanb in? Rimmer (= jemanb tommt in? 3*mmer).
®? fteben jroei sJtegenfd)irme in ber ®cfe. ®? ftnb oicle
fieute an ber ®bolera geftorben.
5. SBenn ein Satj, ber mit einer ^onjunttion anfängt,
bem $auptfatje vorangeljt; j. © : 2ll§ er in ba§
Rimmer trat, roar idj eben beim ®ffen.
108
Sßortfolge.
Übiinn 55.
Sie eingetlammerten SBörtei ftnb an ben Anfang be§ SatjeS
ju ft ollen.
3d) werbe (um vier Utjr) ju bir fommen. 3d> werbe
(meinen Gruber) ju bem Kaufmann fdjitfen. ©u fannft
baS 93ud) niefjt nehmen, (ofjne ju fragen). 3d) werbe
(niemals) meine 9lnfid)t barüber änbern. @r fann
(Ijeute) nid)t fommen. @S ge^t nid)t (auf biefe Sßeife).
®r wirb (morgen) l)ier fein. ©aS ift nid)t (wafjrfdjein»
lid)). @r gab bem SJlanne baS (Selb (am näd)ften Slbenb)
•jurütf. @r fann (gegen jwölf Uljr) jurücf fein. ©aS
ift nid)t deidjt). ©er Sdjritt ber Beit ift (breifad));
bie Bufunft fommt (jögernb) fyergejogen; baS 3^t ift
(pfeilfdjnell) cntfloljn; bie 93ergangenl)eit ftef)t (ewig
ftiH). ©u fannft feine ^ortfdjritte machen, (ot)ne auf»
merffam unb fleißig ju fein), ©ie ©iana ber (Spfjefer
ift (grofi). SBir fönnen (t>eute) nid)t abreifen. 3<i> will
il)m feine 93itte gewahren, (weil er ein fleißiger 3unge
ift). ©rei SRciter (ritten) jum ©ore ^inauS. Sin
König Hjatte) einmal einen SRinifter. ©ie SBelt gehört
(bem WQutigen). 3<i) ^^e ba§ $8ud) nidjt (gefauft),
fonbern geborgt. Sie fdjönfte Stabt ber SCBelt ift
(meines Srad)tenS) ißariS. SRan fann nid)t fo gut
(mit einem 53Ieiftifte) fd)reiben wie mit einer $eber.
®r wirb wot)l (bie ©reppe) hinunter gefallen fein.
©aS Kinb mag fid) (oerirrt) t)aben. 3<f) werbe ju
$aufe bleiben, (wenn eS regnet). @r ljat nidjt gefetjen,
(baß id) bort war).
58cigeorbnete unb untcrgeorbnete (Sftlje. 109
Bdge&rlmetß uni» unfergeurlmcfe
®in <5ai$, ber burd) eine Konjunftion mit einem
anberen <5at) verbunben roirb, tjeifit beigeorbnet, wenn
er bem ^auptfa^ als gleichwertig beigefügt ift. ©ie
beigeorbneten ftonjunftionen finb: einfadjc: unb, ober,
fonbern, aber, allein, benn; forrelatioe: entroebcr
— ober, roeber — nod), nicf)t nur — fonbern
aud). 'Öeifpiele: @r geht unb id) fomme. ^Jdj) gelje
inS Sweater, ober id) bleibe ljier. ®r ift reid), aber
(er ift) nid)t freigebig. Qd) nehme meinen Schirm,
benn eS regnet.
®in beigefügter Sat) t»eiBt untergeorbnet, roenn er
nur Satjteil beS $auptfatjcS ift, b. h- roenn er baS
Slmt eine§ SubffantioS, eines SlbjeftivS ober eines
SlboerbS bcS £>auptfatjeS vertritt.
Subftantiofä^e: ©afj er fommt, freut mid). 3d)
l)öre, roaS er tut. 3d) roeifj nidjt, ob er fommen roirb.
$ur fubftantiven Seiorbnung bienen alle inter»
rogativen gürroörter unb bie ÄonjunfHonen: bafj, ob.
2lbjeftivfät)e: (©er Stu^l), roeldjen id) getauft
t)abe. (©er §err), roeldjer in baS ßimmer fommt.
(©ie ißerfonen), oon benen roir fpredjen.
Slbieftivfätje rocrben burd) relative fjürroörter ein»
geleitet.
HO Seigeorbnete unb untergeorbnete Sätje.
2lboerbia If ä t>e:
1. ©er 3^it: (3d) ging), et fr”1’-
2. ©er 53ebingung: (3<b gebe), roenn er fommt.
3. ©er (Einräumung: (3d) getje), obfdion er fommt.
4. ©er $8egrünbung: (3$ gebe), roeil er fommt.
5. ©e§ 3roccte3: (3d) gebe), bamit er fomme.
Slboerbialfäbe roerben burd) folgenbe Sonjunftionen
eingeleitet: bevor, ehe, als, roäbrenb, roie, inbem, bis,
nadjoem, feit, feitbem, roenn, fallt,, ba, roeil, als ob,
roenn and), roennglei<b, obgleid), obf^on, bamit.
2lnmerfungen.
(Sin beigeorbneter Satj bQt biefelbe Söortfolge roie
ein ^auptfat).
2Ran fann ben beigeorbneten Satj oon bem unter»
georbneten Ieid)t baburd) unterfcbeibeit, baß ber letztere
bem ^auptfatje voranfteben barf, roaS bei bem erfteren
nicht ber Jall ift; 3. 33.: ,,©a er fdjlief, ging id)", ober
„ich ging, ba er fctjlief", aber ber Sah „idj) ging, benn
er fdjlief", fann nidjt mit „benn“ anfangen.
3m untergeorbneten Satje ftebt baS Sßerb, bejro.
baS ^ilfSoerb am @nbe (©ranSpofition). 3d) febe,
baß Sie mir fdjon geftern einen 33rief gefdjrieben
haben. 3$ ®dß nicht, ob er ju mir inS ßimnier
fommt. ©er Stuhl, ben id) geftern bei £>errn X.
gefauft fjabe, ift ^erbrochen.
Sßiele Slboerbien roerben als Äonjunftionen benutjt,
jebocß tritt bie 3n»erfion (niemals bie ©ranSpofition)
ein, roenn fie an ber Spitze beS SatjeS fteben.
®etgeorbnete unb untergeorbnete Sätje. Hl
Sonjunftionen fielen am Anfang be§ angefügten
Satje§, nut ba§ Sßort aber barf and) eine anbere
Stelle einnebmen. 21I§ ßonjunftionen benutzte 2lb=
uerbien brauchen nicEjt am Anfang be§ SatjeS ju ftefjen.
SJeifpiele: 3d) fomme, aber er gebt (ober: er aber ge^t
— er geljt aber). Sßenn (^onj) er nid)t reict» märe,
würbe er nid)t ba wohnen. ®r muß reid) fein, fonft
(9lbu.) würbe er nidjt ba woljnen (ober: er würbe fonft
nid)t-----).
Übung 56.
Der Sd)üler ergänze folgenbe Sätje:
SReine Sdjwefter fdjreibt unb —. Sie muß ju £>aufe
bleiben, benn —. $d) mödjte iljm gern Reifen, aber —.
SRein 33ater t)at mir ein fßferb gefdjeuft, aud) —.
Stellen Sie einen Überred an, fonft —. 2lbel war ein
£>irt, aber . ÜRidit id), fonbern —. SRein Gruber
befitjt gute Anlagen, aud) —. ®r bat fein ®elb, folg»
lid) —. ©ie Sdjere ift ftumpf, folglid) —. 3d) weif?,
baB e3 bir fdjledjt gebt, unb —. ®r bat mit Schwierig»
feiten ju fämpfen, bod) —. ®r fann nidjt auSgcbcn,
benn —. Sie fann feine $ortfd)r itte ma^en, benn —.
SReine SRarfenfammlung ift -jwar größer als oor einem
Qabre, aber —. ©iefer SRenfdj ift glücflidj, benn —.
$d) habe ilju ©ft gebeten, bennod) —. Einlagen bat er,
jebodj —. SRit biefem 3uge fönnen wir nidjt mehr
fahren, benn —. ©a§ s2Bettcr war fo fdjledjt, barum
(beStjalb) —. ®r bat jwar ben guten SBillen, jeboeb — •
2Rein fyreunb bat mid) jwar eingelaben, allein —. ®r
112 SBcißCorbnete unb untergeorbncte Sätje.
fdjreibt ben Sörief nidjt, fonbern —. 3d) (jabe viele
®ebidjte auSwenbig gewußt, aber (allein) —. Sßir
geben unS viel SRülje, unb bennod) —. 3d) fann
3ßre Sitte nidjt gewähren, barum —. Gr fommt nidjt
vorwärts, benn erftenS —, ferner — unb enblid)
Übung 57.
Sätje ju ergänzen.
A. Gr teilte mir mit, baß. . . 3d fonnte nidjt
fetjen, waS . . . Söiffen Sie vielleidjt, ob . . .? 3d)
fann Sie verfidjern, baß . . 3d) weiß nidjt, warum . . .
©aß. . . fommt, unterliegt feinem ßweifel. Schreiben
Sie mir, bitte, wann . . . Sännen Sie mir erflären,
wie . . .? GS ift eine ©atfadje, baß . . . GS tut mir
ungemein leib, baß . . . $aben Sie gefeEjen, wer . . .?
SBtffen Sic, wo . . .? fRaten Sie mir, wie . . .? ©aß
..., ift ficfjer. ©aß .. ., ntadjt mir viel Vergnügen.
B, Gin SRann, weldjer . . ., ift überall beliebt. Gin
Sinh, baS . . verbient Strafe, ©ie Stau, beren ..,
geljt fdjwarj gefleibet. ©en 9Jlann, beffen . . ., nennt
man 2öitwer. ßeute, bie .. ., madjen fid) fjeinbc. ©aS
finb bie ißerfonen, von benen . . . Sinber, beren . . .,
finb ju beflagcn.
C. Gr verließ bie Stabt, als ... , SÖBeil..., müffen
wir umjieljen. StS ..., werbe id) E>ter bleiben. 9tadj*
bem .. ., wirb er vorfidjtiger fein. 3C • • > befto reidjer
wirb er. 3d) werbe iljm fdjreiben, obfdjon .. . £ßenn
.. ., barf man nidjt wätjlerifdj fein. Glje .. ., wirb
er fd)on wieber fort fein.
SBeigeorbuete unb untergeorbnete Sätje. 113
Übung 58.
©er ®d)üler benutje Dielativfä^e anftatt ber attributiven
TIbjeEtinc unb Partizipien.
©er beS Verrats fdjulbtg befunbene Solbat würbe
erfdioffen. $eute früh verlor td) bie meinem ^reunbc
gehörenbe Uhr. ©aS von mir gerettete Äinb brachte id)
ber SRutter jurüd. ©er gezähmte 2öwe machte bie
fdjönften Stunftftüde. Sin verbranntes Stinb fdjeut baS
geuer. ©aS erft vor furjem erfctjienene Vud) erlebte
fdjon bie 6. Auflage, ©er vor ber Schlacht fo ftegeS»
geroiffe Seneral erlitt eine fdpoere Vieberlage. ©ie
morgen aufjuführenbe neue Oper fann wegen Stranfheit
beS ©enorS nicht ftattfinben. ©ie am ©otenbette ver=
fammelten Äinber empfingen vom fterbenben Vater ben
Segen, ©er feit fünf fahren verfallene Stupon wirb
nicht mehr bezahlt, ©er $aifer begnabigte ben jum
©obe verurteilten Verbrecher- ©aS ber fiüqe überführte
Rinb erhielt vom Vater bie gerechte Strafe, ©er ben
Stranfen bebanbelnbe 2lrjt ift ein ausgezeichneter
Sbirurg. ©aS fonfirmierte ®inb ift f&litglieb ber Se=
meinbe geworben, ©er neuerbaute ©urm ift bebeutenb
höher als ber frühere, ©er jum $ßrafibenten vorge«
fd)lagene SRann ift ein Srofnnbuftrieller. ©aS mit allen
mobernen Vequemlidjfeiten auSgeftattete $auS würbe
ein Staub ber flammen. ©aS bem ©obe geweihte Stinb
würbe wie burd) ein SEunber errettet, ©ie ju bejah«
lenbcn ßinfen werbe id) Qhnen per Sd)erf überfenben.
©aS bem Jubilar ju überreid)enbe Sefdjenf beftanb
auS einem filbernen ©afelauffatj-
93 er (i|, $eutf$e «Sdhulgrammatit
8
114 Scigeorbnete unb uutcrgcorbnete ®äfce.
Übung 59.
®cr Schüler erfeije bie SHelatiofäije burd, 9Ibjettive ober
ißartijipien.
©er £>unb, welcher bellt, beifit nid)t. ©ie Sladpidjt,
weldje mir geftern mein Söruber gefanbt t>at, über«
rafdjte mid) feljr. ©ie SSölfer, welche tierumgieljen,
nennt man iRomaben. Slidjt aHeS SRetaK, welches
glänjt, ift Solb. ©aS Selb, welches mir meine SRutter
gegeben Ijat, gehört mir. ©er 2Rann, ber Iran! ift,
mürbe geftern operiert, üßer rechtfdjaffen ift, erfüllt
feine ißflidjt. ©er Oloct, ben mir ber Sdjneiber heute
jugefdjicft l»at, ift ju weit. Sin fflufi, welcher fd)nell
fließt, ift fdjroer 311 burdjfdjnrimmen. Söer fidj x>er«
brannt f)at, fürchtet baS ff euer. ©er ©arten, welchen
id) laufen foll, ift außerhalb ber Stabt gelegen, ©ie
Giranten, roeld)e biefer 2trjt beljanbelt, werben halb
gcfunben. ©er Stein, ber rollt, fetjt fein 9RooS an.
Sin Stinb, welches fdjläft, fdjreit nicht. Sinen $ug,
welcher feljr fd)neß geht, nennen mir einen Äurierjug
ober Siljug. ©er Stein, melden mein Gruber warf,
oerrounbete mid). ©ie Jtinber, welche ihre Sltern
unterftütjen, werben non Sott belohnt werben. ©aS
Sangerfeft, weld)e§ fonft jebe§ Qatjr abgetjalten wirb, ift
biefe§ Qaljr ausgefallen. ©a§ Schiff, ba§ morgen ben
£>afen »erläßt, gebrandet fieben ©age bis Southampton,
©er ©urner, welcher ben erften ißreiS erringt, erhält
aufjer einer SRebaitte auch e*n Selbgefchent. ©er SJajar,
weldjer morgen eröffnet werben foll, wirb ju Sunften
ber Slrmen jeher Äonfeffion fein, ©ie SRauS, welche
SBcigeorbnete unb untergcorbnete Sätje. 115
in ber fjalle gefangen ift, frißt nictjtS nief)t. S)a§
£>au§, ba§ foeben abbrannte, roar nidjt oerfidjert. SÖßer
ertrinft, flammert fid) an einen Strol)t)alin.
Übunu 60.
Slnftatt ber abverbialen 9tu§brü(fe (= tßräpofitioncn mit
(Srgänjung) benutje ber Sdjüier Slboerbtalfä^e.
93ei fdjledjtem Sßetter bleibe id) ju $aufe. ©bne
beibe Parteien getjört ju ljaben, fann id) fein Urteil
fällen. 2Begen bringenber ®efd)äfte muß id) meine
Steife oerfdjieben. 93or ber Slbfaljrt beä SdjiffeS erhielt
id) bie frofje 93otfd)aft. Srot} ber oäterlidjen ®rmat)=
nungen folgte er bennod) bem State eigennütziger fjreunbe.
©urd) ba§ pünftlidje (Eintreffen ber Slrtillerie rourbe
bie CSdjladjt gewonnen. 33or bem Sdjlafengeßen pflegt
mein 93ater nod) eine 3iSJarre iu raudjen. Stad) 93er»
lauf einer Stunbe roar baä fjau§ niebergebrannt. Srotj
ber fdjneHen §ilfe be§ SlrjteS ftarb ber Äranfe. Stad)
ber Slnfunft beS 3ugeS bemerfte id) meinen 93erluft.
93ei biefer Äälte jiel)e id) meinen ^ßeljrod an. D^ne
feine SluSbauer t)ätte er nie ba8 $iel erreidjen fönnen.
SBegen SJlangelS an Staufern fanb bie Sluftion nidjt
ftatt. infolge feines fd)led)ten betragens mußte er
feine Stellung oerlaffen. 93or beginn ber 93orfteHung
traf fie ber Unfall. SDurd) ba§ unaulljörlidje Sdjroanfen
be§ Sd)iffe3 rourbe meine SRutter fcßon am erften Sage
ber Seereife franf. £)t)ne bie @rlaubni§ meiner (Sltern
fann id) biefen Sdjritt nidjt tun. Stad) bem @ffen
machten roir einen langen Spaziergang. Söegen feiner
116 Seigeorbncte unb untergeorbnete Sätje.
Sapferfeit unb Unerfcfyrocfenljeit erhielt er ba§ eiferne
Kreujj. ®efd)äfte falber mußte idj meine geplante
dteife ücrfdjiebcn. -Jlach fdjrectlidjen ßeiben erlöfte ben
Berunglüctien ber Sob. !£rot) ber gefunben Sage ber
Stabt griff bie Spibemie rafcf) um fidj- Sei fturmifdjem
©etter jjiefjt man bie Segel ein. infolge ber fdjledjten
®efd)äft3lagc nerlor er fein ganjeS Vermögen, ©egen
©angelö an Beteiligung mußte bie in üluäficfjt geftedte
ißartie abgefagt werben. sJlad) bet Gefangennahme
tllapoleonS warb granfreich eine SRepublif. Ohne
feine Übermittelung hätte id) meinen ©unfd) nidjt
nerroirflid)en fönnen. Bei Abnahme einer größeren
SDlenge laffe ich 3hnen bie ©are jum @ngro$»^rete.
2luö ©runbfatj fann ich nicht näher auf 3hrc Sbeen
eingehen. Vtatf) Berlauf einiger SRinuten werben Sie
bie ©irfung ber Slrjnei bewerten.
Übung 61.
Ser Schüler erfetje bie 2lbi>erbial[ät}e burd) tHbuerbiale.
Obgleich e§ regnete unb ftürmte, ging er ju einem
Slrjt. ©enn bie Kälte anhält, müßt ihr euch warm
anjiehen. SRachbem wir gegeffen hatten, rauchten wir
eine .Qigarre. @he 3«9 abgeht, wirb geläutet,
©enn bie Slrbeit getan ift, fann man gut ruhen. @r
hat ade feine greunbe uerloren, weil er unhöflich ift.
©enn bie Schule au§ ift, bürfen bie Kinber fpielen.
Beeile bi<h, bu mußt ba fein, ehe bie Kaffe gefdjloffen
wirb. 5lad)bcm bie Kaffe gefd)loffen ift, fannft bu nir»
genbS ein Bidet befommen. ®a bie feiten fdjlec^t
SBeigeo rbnete unb untergeordnete <Süt>e. 117
waren, mußte er fein Sefdjäft aufgeben. SBeil er fleißig
war, würbe er fdjon Sßeifynacfyten nerfe^t. Seit wein
Gruber gefomwen ift, wohnen wir in ber Stabt. $n=
bem man ifät, fommt ber SKppetit. £)bfd)on fein eigenes
ßeben gefäljrbet war, rettete er baS Äinb »am fiebern
©obe. 2ßenn man alt ift, ift ba§ ©ebädjtniS fdjwad).
SBo fein Kläger ift, gibt e§ and) feinen SRidjter- SJlan
fann nidjt gut fdjreiben, wenn man gef)t. ©a, wo bie
SBefer in bie -Jlorbfee münbet, liegt SSremerfjaoen. ©a
id) ©efdjäfte fjabe, fann id) Sie nidjt begleiten. 3lad)=
bem bie Sonne untergegangen war, trat er ben 9tücf=
weg an. 2113 er fpajieren ging, bemerfte er eine
Solange. 2Bo ber Sßalb ein @nbe fjat, fangen bie
SBiefen an. SBenn er fommt, empfangt ifjn freunblidj,
unb wenn er fid) verabfd)iebet, gebt ihm bie $anb.
5lur wenn bu fleißig unb aufmerffam bift, fannft bu
»orwärtS fommen. 2Bie bie Umftänbe liegen, hätte id)
e§ gewiß getan. ©ie Sdjüler betragen fid) fo, baß ber
fiefjrer jufrieben ift. @he eS -Jladjt wirb, müffen wir
ju fpaufe fein, ©er fftidjter urteilt fo, wie bie ©efetje
eS oorfdjreiben. Sei nidjt beSwegen fleißig, bamit bu
gelobt werbeft, fonbern bamit bu gortfdjritte madjeft.
©ott belohnt unb beftraft un§ banadj, wie wir eS oer»
bient haben. Sßenngleidj er arm ift, ift er boch ein
redjtfdjaffener SUleufd).
JnferjmnfttfonalefirE.
1. ©er ißunft fielet nad) einem vollftänbigen 93e»
hauptungSfahe; 3. 93.: ©er £et>rer lehrt.
2. ©a§ gragejeidjen nad) einer bireften tyrage; 3. 93.:
SDSie geljt e§ 3hnen?
<3. ©a§ SluSrufung^eidjen nad) einem SluSrufe,
2Bunfd)e, 93efehle, aud) nad) einer Slnrebe, befonberS
in Briefen; 3 93.: 9BeI)e un§! SRöge ^nen ®ott
Reifen! £)öre auf ju Hagen! SBerter $err!
4. ©a§ Äonima trennt bie ©lieber einer 2lufsät)lung
ober bie Sahglieber; 3.50.: ©er 93ater, bie SJlutter,
bie ©od)ter unb ber Sohn finb auägegangen. Qd)
gehe in bie Sdjule, obwohl e§ regnet.
93or ben Äonjunftionen unb, ober fteht baS
ßomma nur bann, wenn fie einen vollftänbigen
Sah einleiten; 3. 93.: Sie gehen au3, unb id)
bleibe 3U $aufe. Sr mufj ba§ ®elb 3ahlen, ober
ich werbe ihn verflogen.
©a§ fiomma fteht auch 3roifd)en bem £>aupt=
fat) unb bem Qnfinitivfah, wenn beibe Sähe nidjt
SnterpunttionSlc^re.
119
fefyr furj finb; j. 93.: 3d) glaube, Qfjnen fein
Unrecht getan ju fyaben.
5. ©er Strichpunft bilbet ben Übergang vom Komma
jum ißunft. ®r trennt Sätje, weldje nur lofe
mit einanber verbunben finb unb oft felbft auS
verfd)iebenen burd) KommaS getrennten ©eilen
beftehen; j. 93.: ©ie Infanterie nahm bem
geinbe gegenüber Stellung, wiewohl fie erft
oon einem langen SJlarfdje gefommen war; i§re
glanfen fdjütjte bie Kavallerie, bie ihren Rührer
verloren ljatte; bie Artillerie wartete im dürfen
auf ben Söefeljl, baS Sefedjt ju beginnen; fobalb
biefer gegeben mürbe, füllte fid) bie Jßuft mit
unheimlichem ©etöfe.
6. ©er ©oppelpunft fteljt vor Anführungen ober
AufjätdunScn> i- fpratfj: @S werbe
Sicht! ®S gibt verfd)iebene Fürwörter: perfön*
liehe, hinweifenbe, relative unb befitjanjeigenbe.
7. Anführungszeichen ftehen vor unb nach wörtliihen
Anführungen; z- 93.: ißilatuS fragte: „SßaS ift
bie SEßahrheit?"
8. ©er ©ebanfenftrich wirb gebraucht, wenn etwas
Unerwartetes folgt, ober wenn ein ©ebanfe
plötjlich abgebrochen wirb; j. 93.: ®r eilte bie
©reppe hin^ unb — ?u feinen fjfüfjen lag
ber fieichnam eines §remben. Qd) wollte gehen,
aber —.
120 3fnterpunttion§Ie^te.
9. ©ie ißarentbefe bient jur @tnf<f)ftltung; j. 58.:
©er SntljufiaSmuS (58egeifterung) be§ 58olfeä
roar grofj.
10. ©a§ 58inbegeicf)en roirb in gufammengefetjten
SBörtern gebraust, um bie <3ufammenfetJung
anjubeuten, ober e§ vertritt einen ©eil ber im
nädjften Söorte enthaltenen 3u[ammenfet}ung;
3. 58.: ©er $aupt= unb 9lebenfa^. 3ieal»
Sgmnafium.
11. ©er Slpoftroph ftel)i ß« Stelle eine§ auSgelaffenen
58uchftaben§: j. 58.: ®e'g’ hinaus. $eil’ger Sott!