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Tags: elektrotechnik ingenieurwesen gebäudetechnik wasserversorgung heiztechnik
Year: 2012
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E DIN EN 13203-5:2012-10
²(QWZXUI²
Anwendungsbeginn
Anwendungsbeginn dieser Norm ist *)
Nationales Vorwort
Diese Norm enthält sicherheitstechnische Festlegungen.
Dieses Dokument (prEN 13203-5:2012) wurde vom Technischen Komitee CEN/TC 109 „Zentralheizungskessel für gasförmige Brennstoffe“ erarbeitet, dessen Sekretariat vom NEN (Niederlande) gehalten wird.
Die nationalen Interessen bei der Erarbeitung wurden vom Arbeitsausschuss NA 032-03-01 AA „Häusliche,
gewerbliche und industrielle Gasanwendung“ im Normenausschuss Gastechnik (NAGas) im DIN wahrgenommen.
Dieses Dokument wurde vom DIN Deutsches Institut für Normung e. V. im Einvernehmen mit dem DVGW
Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e. V. aufgestellt.
Diese Norm wird in das DVGW-Regelwerk „Gas“ aufgenommen.
*) Wird bei Herausgabe als Norm festgelegt.
2
²(QWZXUI²
CEN/TC 109
Datum: 2012-08
prEN 13203-5:2012
CEN/TC 109
Sekretariat: NEN
Gasbeheizte Geräte für die sanitäre Warmwasserbereitung für den
Hausgebrauch — Teil 5: Bewertung des Energieverbrauchs von Gasgeräten
mit elektrischer Wärmepumpe
Appareils domestiques produisant de l'eau chaude sanitaire utilisant les combustibles gazeux — Partie 5 :
Evaluation de la consommation énergétique — Appareils à gaz combinés à une pompe à chaleur électrique
Gas-fired domestic appliance producing hot water — Part 5: Assessment of energy consumption of gas fired
appliances combined with electrical heat pump
ICS:
Deskriptoren
Dokument-Typ: Europäische Norm
Dokument-Untertyp:
Dokument-Stage: CEN-Umfrage
Dokument-Sprache: D
STD Version 2.4e - RC2
E DIN EN 13203-5:2012-10
prEN 13203-5:2012 (D)
Inhalt
²(QWZXUI²
Seite
Vorwort ................................................................................................................................................................3
1
Anwendungsbereich .............................................................................................................................4
2
Normative Verweisungen ......................................................................................................................4
3
Begriffe ...................................................................................................................................................5
4
4.1
4.2
4.3
4.4
4.4.1
4.4.2
4.4.3
4.4.4
4.4.5
4.4.6
Allgemeine Prüfbedingungen ...............................................................................................................6
Referenzbedingungen ...........................................................................................................................6
Spezifische Bedingungen der Wärmequelle .......................................................................................6
Messunsicherheiten ..............................................................................................................................7
Prüfbedingungen ...................................................................................................................................8
Allgemeines ............................................................................................................................................8
Installationen für die Prüfung ...............................................................................................................8
Wasserversorgung ................................................................................................................................9
Beharrungszustand ...............................................................................................................................9
Anfangseinstellung des Gerätes ..........................................................................................................9
Stromzufuhr............................................................................................................................................9
5
5.1
5.2
5.2.1
5.2.2
Bestimmung des Energieverbrauchs der Geräte ............................................................................ 10
Allgemeines ......................................................................................................................................... 10
Zapfprogramme................................................................................................................................... 10
Allgemeines ......................................................................................................................................... 10
Prüfung für die Festlegung des täglichen Energieverbrauchs ...................................................... 16
Anhang A (informativ) Prüfbedingungen ....................................................................................................... 21
Anhang B (informativ) Prüfstand und Messeinrichtungen .......................................................................... 24
Anhang C (normativ) Geräte, die von dieser Europäischen Norm abgedeckt werden ............................. 27
2
²(QWZXUI²
E DIN EN 13203-5:2012-10
prEN 13203-5:2012 (D)
Vorwort
Dieses Dokument (prEN 13203-5:2012) wurde vom Technischen Komitee CEN/TC 109 „Zentralheizungskessel für gasförmige Brennstoffe“ erarbeitet, dessen Sekretariat vom NEN gehalten wird.
Dieses Dokument ist derzeit zur CEN-Umfrage vorgelegt.
3
E DIN EN 13203-5:2012-10
prEN 13203-5:2012 (D)
1
²(QWZXUI²
Anwendungsbereich
Diese Europäische Norm gilt für gasbeheizte Geräte für die häusliche sanitäre Warmwasserbereitung. Sie gilt
sowohl für gasbeheizte Durchlauf-Wasserheizer als auch für gasbeheizte Vorratswasserheizer mit elektrischer
Wärmepumpe.
Sie ist gültig für ein System, das als eine einzelne Einheit gekennzeichnet ist oder von einem Hersteller
umfassend beschrieben ist und:
eine Wärmebelastung hat, die 70 kW nicht überschreitet;
eine Speicherkapazität für Warmwasser hat, die 500 l nicht übersteigt.
Diese Europäische Norm EN 13203 besteht aus mehreren Teilen, die die Aspekte der häuslichen Warmwasserbereitung behandeln.
Die Norm EN 13203-1 legt die quantitativen und qualitativen Bedingungen der Effizienz bei der Entnahme
(Zapfung) von sanitärem Warmwasser für eine Auswahl von Benutzungsarten fest. Sie enthält ebenfalls
Hinweise zur entsprechenden Information des Betreibers. Dieser erste Teil vervollständigt EN 26, EN 89 und
EN 625.
Der vorliegende Teil 5 legt ein Verfahren zur Bewertung der Energieeffizienz von Gasgeräten mit Wärmepumpe mit elektrisch angetriebenem Verdichter nach EN 16147 fest.
Diese Europäische Norm gilt nicht für Gaskessel mit Rückgewinnungssystemen, die Verbrennungsprodukte
als Wärmequelle für die elektrische Wärmepumpe nutzen.
Wenn die elektrische Wärmepumpe in der Sommerzeit nicht für die häusliche sanitäre Warmwasserbereitung
eingesetzt wird, ist die vorliegende Norm nicht für die Bewertung der Energieeffizienz geeignet, in diesem Fall
muss EN 13203-2 zur Bewertung der Energieeffizienz angewendet werden.
2
Normative Verweisungen
Die folgenden Dokumente, die in diesem Dokument teilweise oder als Ganzes zitiert werden, sind für die
Anwendung dieses Dokuments erforderlich. Bei datierten Verweisungen gilt nur die in Bezug genommene
Ausgabe. Bei undatierten Verweisungen gilt die letzte Ausgabe des in Bezug genommenen Dokuments
(einschließlich aller Änderungen).
EN 26, Gasbeheizte Durchlauf-Wasserheizer für den sanitären Gebrauch mit atmosphärischen Brennern
(einschließlich Berichtigung 1998)
EN 89, Gasbeheizte Vorrats-Wasserheizer für den sanitären Gebrauch
EN 625, Heizkessel für gasförmige Brennstoffe — Spezielle Anforderungen an die trinkwasserseitige Funktion
von Kombi-Kesseln mit einer Nennwärmebelastung kleiner als oder gleich 70 kW
EN 13203-1:2006, Gasbeheizte Geräte für die sanitäre Warmwasserbereitung für den Hausgebrauch —
Geräte, die eine Nennwärmebelastung von 70 kW und eine Speicherkapazität von 300 Liter Wasser nicht
überschreiten — Teil 1: Bewertung der Leistung der Warmwasserbereitung
EN 13203-2, Gasbeheizte Geräte für die sanitäre Warmwasserbereitung für den Hausgebrauch — Geräte, die
eine Nennwärmeleistung von 70 kW und eine Speicherkapazität von 300 Liter Wasser nicht überschreiten —
Teil 2: Bewertung des Energieverbrauchs
EN 14511-3:2011, Luftkonditionierer, Flüssigkeitskühlsätze und Wärmepumpen mit elektrisch angetriebenen
Verdichtern für die Raumbeheizung und Kühlung — Teil 3: Prüfverfahren
EN 16147, Wärmepumpen mit elektrisch angetriebenen Verdichtern — Prüfungen und Anforderungen an die
Kennzeichnung von Geräten zum Erwärmen von Brauchwarmwasser
4
²(QWZXUI²
3
E DIN EN 13203-5:2012-10
prEN 13203-5:2012 (D)
Begriffe
Für die Anwendung dieses Dokuments gelten die folgenden Begriffe.
3.1
Regelzyklus
Regelzyklus, bei dem einzelne Teile und/oder der Speicher (falls vorhanden) des sanitären Warmwasserkreises auf einer vorbestimmten Temperatur gehalten werden, ist gekennzeichnet durch eine Stellung „AN“,
wenn die Beheizung des sanitären Warmwassers (durch Gas oder eine Hilfsenergie) in Betrieb ist, und eine
Stellung „AUS“ wenn die Beheizung nicht in Betrieb ist
3.2
mittlere Temperatur des sanitären Warmwassers
Durchschnittstemperatur des im Zeitraum t gezapften Wassers
Tm #
Symbol
1
T " dt
t!
Tm
3.3
Prüftemperatur des sanitären Warmwassers
Temperatur des gezapften Wassers, bei der die Prüfungen durchgeführt werden
3.4
Nennwärmebelastung des sanitären Warmwassers
vom Hersteller 1) angegebener Wert für die Wärmebelastung zur Bereitung des sanitären Warmwassers
Symbol
Qnw
Anmerkung 1 zum Begriff:
Qnw wird in Kilowatt (kW) angegeben.
3.5
Betriebszustand „Ausgeschaltet“
ausgeschalteter Betriebszustand
vom Benutzer ausgewählter Betriebszustand eines Gerätes, bei dem kein sanitäres Warmwasser bereitet
werden kann
3.6
Betriebszustand „Bereitschaft“
Betriebszustand, bei dem das Gerät jederzeit sanitäres Warmwasser bereiten kann. Bei einem Gerät mit einer
Regelung zum Aufrechterhalten einer gewählten Temperatur von Bauteilen und/oder des sanitären Warmwasserspeichers wird keine Zapfung vorgenommen
3.7
Sommerbetrieb
Betriebszustand, bei dem das Gerät Energie ausschließlich für die Bereitung sanitären Warmwassers liefert
3.8
Speicher
Behälter für sanitäres Warmwasser und Heizungswasser
3.9
nutzbare Wassermenge
gezapfte Wassermenge, deren Temperaturerhöhung mit der festgelegten Anforderung für jede einzelne
Zapfung innerhalb der Zapfprogramme übereinstimmt
1)
Hersteller ist die Institution oder das Unternehmen, das für das Produkt die Verantwortung trägt.
5
E DIN EN 13203-5:2012-10
prEN 13203-5:2012 (D)
²(QWZXUI²
3.10
ungenutzte Wassermenge
nutzlose Wassermenge
gezapfte Wassermenge, deren Temperaturerhöhung mit der festgelegten Anforderung für jede einzelne
Zapfung innerhalb der Zapfprogramme nicht übereinstimmt
3.11
Winterbetrieb
Betriebszustand, bei dem das Gerät Energie für die Bereitung sanitären Warmwassers und/oder für die
Raumheizung liefert
3.12
Umgebungsluft
Umgebungsluft ist die Wärmequelle für eine Wärmepumpe, die Wärme über einen Außenwärmetauscher
aufnimmt, der ohne Kanalanschluss mit der Luft innerhalb des Gebäudes direkt verbunden ist
3.13
Sole
Wärmeträger(-medium) mit einem Gefrierpunkt, der gegenüber dem von Wasser niedriger ist
3.14
gasbeheizte Geräte mit elektrischer Wärmepumpe
Gerät, das entweder vom Hersteller in den Verkehr gebracht wird oder vom Hersteller als ein vollständiges
System festgelegt ist, um sicher und wirksam sanitäres Warmwasser und/oder Energie für die Raumheizung
zu liefern, es besteht im Wesentlichen aus:
elektrischer Wärmepumpe;
gasbeheiztem Gerät;
Kanälen, falls zutreffend;
Wärmespeicher.
4
4.1
Allgemeine Prüfbedingungen
Referenzbedingungen
Wenn nicht anders angegeben, gelten die folgenden allgemeinen Prüfbedingungen:
Kaltwassertemperatur: (10 ! 2) °C;
Kaltwasserdruck: (2 ! 0,1) bar;
Temperatur der Umgebungsluft: (20 ! 3) °C;
elektrische Stromversorgung:
(230 ! 2) V, Wechselstrom;
(400 ! 4) V, Drehstrom.
4.2
Spezifische Bedingungen der Wärmequelle
Die Prüfungen müssen, wie jeweils anwendbar, nach den in Tabelle 1 festgelegten Prüfbedingungen durchgeführt werden.
6
E DIN EN 13203-5:2012-10
prEN 13203-5:2012 (D)
²(QWZXUI²
Tabelle 1 — Prüfbedingungen für besondere Typen von Systemen
Temperatur der
Wärmequelle
Typ der Wärmequelle
°C
Bereich der
Umgebungstemperatur
für die Wärmepumpe
°C
Umgebungstemperatur
für den Speicher
°C
Außenluft (Wärmepumpe im
Gebäude) mit Luftkanal
7
(6
0,2
0,3)
20
3
20
3
Außenluft (Wärmepumpe
außerhalb des Gebäudes)
7
(6
0,2
0,3)
7
3a
20
3
Abluft
20
(12
0,2
0,3)
20
3a
20
3a
Wasser (Einlass)
10
0,15
20
3
20
3
Sole (Einlass)
0
0,15
20
3
20
3
Direktverdampfung
4
0,5
20
3
20
3
ANMERKUNG 1
Alle Temperaturen der Wärmequelle sind Einlasstemperaturen, in °C.
ANMERKUNG 2
Alle Lufttemperaturen in (Klammern) sind Feuchtkugeltemperaturen, in °C.
ANMERKUNG 3
Zulässige äußere Druckdifferenzen und damit verbundene innere Druckdifferenzen an den Wärmetauschern außerhalb des Gebäudes müssen vom Hersteller in Pascal (Pa) für Anwendungen mit Kanalverbindung
angegeben werden.
a
4.3
In diesem Fall ist die Umgebungstemperatur der Wärmepumpe die gleiche wie die Temperatur der Wärmequelle (die Abweichung
zu EN 16147 ist begründet durch den möglichen Einbau des Gerätes in einen Wohnraum).
Messunsicherheiten
Wenn in den Prüfbedingungen nicht anders angegeben, dürfen die Messunsicherheiten bei den durchgeführten Prüfungen die nachstehend angeführten größten Messunsicherheiten nicht überschreiten.
Das Prüflabor bewertet diese Standardabweichungen unter Berücksichtigung der verschiedenen Unsicherheitsquellen: Einfluss des Messgerätes, Wiederholbarkeit, Kalibrierung, Umgebungsbedingungen usw.:
!
Wasserdurchfluss:
!
Gasdurchfluss:
!
Zeit:
!
Temperaturen:
1 %;
1 %;
0,2 s;
!
Umgebungstemperatur:
!
Luft als Wärmequelle, Trockenkugeltemperatur:
!
Luft als Wärmequelle, Feuchtkugeltemperatur:
!
Wassertemperatur:
!
Gastemperatur:
!
Masse:
!
Gasdruck:
!
Heizwert des Gases:
!
Gasdichte:
!
elektrische Energie:
1 °C;
0,2 °C;
0,3 °C;
0,5 °C;
0,5 °C;
0,5 %;
2 %;
1 %;
0,5 %;
2 %.
Die angegebenen Messunsicherheiten betreffen einzelne Messungen. Bei Messungen, die eine Anzahl von
einzelnen Messungen beinhalten, können kleinere Unsicherheiten erforderlich sein, um eine Gesamtunsicherheit von 5 % (2 ") sicherzustellen.
7
E DIN EN 13203-5:2012-10
prEN 13203-5:2012 (D)
4.4
²(QWZXUI²
Prüfbedingungen
4.4.1
Allgemeines
Wenn nicht anders angegeben, wird das Gerät unter den folgenden Bedingungen geprüft.
Bei Kombi-Kesseln werden die Prüfungen nur im Sommerbetrieb durchgeführt.
Die Prüfbedingungen sind in Tabelle 1 angegeben.
Wird ein anderer Flüssigkeits-Wärmeträger als Wasser verwendet, dann müssen die spezifische Wärmekapazität und die Dichte dieses Wärmeträgers bestimmt werden und bei der Bewertung berücksichtigt
werden.
4.4.2
Installationen für die Prüfung
Das System wird in einem gut belüfteten und zugfreien (Luftgeschwindigkeit kleiner als 0,5 m/s) Raum
aufgestellt.
Das System wird vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt.
Wenn das System einen Wärmetauscher mit der Luftquelle außerhalb des Gebäudes umfasst, ist ein weiterer
Prüfraum erforderlich. Die Größe dieses Prüfraumes muss so gestaltet sein, dass eine Behinderung des
Luftstroms an den Lufteintritts- und Luftaustrittsöffnungen des Prüfgegenstands vermieden wird. Der Luftstrom
durch diesen Raum darf keinen Kurzschluss zwischen den beiden Öffnungen verursachen, daher darf die
Luftstromgeschwindigkeit an diesen beiden Stellen bei abgeschaltetem Prüfgegenstand 1,5 m/s nicht überscheiten. Die Luftgeschwindigkeit im Raum darf außerdem nicht höher sein als die mittlere Geschwindigkeit
an der Eintrittsöffnung des Geräts.
Sofern vom Hersteller nicht anders angegeben, müssen die Lufteintritts- und Luftaustrittsöffnungen in einem
Abstand von mindestens 1 m zu den Oberflächen des Prüfraums angeordnet sein; das gilt auch für
Messkanäle.
Jede direkte Wärmeabstrahlung (z. B. Sonnenstrahlung) von den Heizgeräten im Prüfraum auf die
Wärmepumpe oder die Temperaturmesspunkte ist zu vermeiden.
Das Einstellen der luftseitigen äußeren statischen Druckdifferenz bei Wärmepumpen mit Kanalanschluss ist in
EN 14511-3:2011 beschrieben (siehe 4.4.1.1 bis 4.4.1.3).
Bei vom Speicher getrennt angeordneten Wärmepumpen muss der Flüssigkeitsstrom an der Seite des
Flüssigkeitsaustritts der Wärmepumpe auf den vom Hersteller festgelegten Nennvolumenstrom eingestellt
werden.
Das System muss für die Prüfung so aufgestellt und angeschlossen werden, wie vom Hersteller im
Installations- und Betriebshandbuch festgelegt.
Temperatur- und Druckmessstellen müssen so angeordnet sein, dass signifikante Mittelwerte erhalten
werden.
Die Sollwerte für geräteinterne Regeleinrichtungen wie Thermostate, Druckschalter oder Mischventile müssen
auf die vom Hersteller angegebenen Werte eingestellt werden.
Luft und mitgeführte Gase müssen
Wärmeträgersystemen entfernt werden.
sorgfältig
aus
allen
Wasser-
oder
sonstigen
Flüssigkeits-
Falls das System eine einzelne Wärmepumpe in Split-Bauweise umfasst, müssen die folgenden Installationsbedingungen eingehalten werden:
a)
Jede Kältemittelleitung muss entsprechend den Anleitungen des Herstellers verlegt werden. Die Länge
jeder Leitung muss 5 m bis 7,5 m betragen.
b)
Die Leitungen müssen so verlegt werden, dass der Höhenunterschied nicht mehr als 1 m beträgt.
8
²(QWZXUI²
E DIN EN 13203-5:2012-10
prEN 13203-5:2012 (D)
c)
Die Leitungen müssen entsprechend den Anleitungen des Herstellers mit einer Wärmedämmung
versehen werden.
d)
Mindestens die Hälfte der Verbindungsleitungen muss nach außen verlegt werden, die übrigen Leitungen
nach innen, sofern dies nicht durch die Konstruktion eingeschränkt ist.
Bei indirekten Systemen muss jede Wasserleitung nach den Angaben des Herstellers bis zur angegebenen
Höchstlänge oder 5 m ausgeführt werden; es gilt der jeweils kleinere Wert. Die Leitungen sind entsprechend
den Angaben des Herstellers mit einer Wärmedämmung zu versehen.
4.4.3
Wasserversorgung
Für die Prüfungen gilt:
der häusliche Wasserdruck ist der statische Eingangsdruck unter dynamischen Bedingungen, gemessen
so nahe wie möglich am Gerät;
die Einlauf- und Auslauftemperaturen des häuslichen Wassers werden in der Mitte der Strömung und so
nahe wie möglich am Gerät gemessen.
Die Einlauftemperaturen werden unmittelbar vor dem Anschlussstück des Wasserzuflusses gemessen. Wenn
nicht anders festgelegt, werden die Auslauftemperaturen unmittelbar nach dem Anschlussstück des Wasserabflusses gemessen, oder bei Geräten mit Auslauftülle mit einer eingetauchten Temperaturmesseinrichtung,
z. B. ein U-förmiges Rohr, das am Auslauf eines Rohres mit gleicher Länge wie die normalerweise vom
Hersteller gelieferte Mindestlänge der Auslauftülle angebracht wird.
Die Warmwassertemperatur wird mit einem Thermometer mit kurzer Ansprechzeit gemessen.
Unter einem „Thermometer mit kurzer Ansprechzeit“ ist ein Messgerät mit einer Ansprechzeit zu verstehen,
bei der 90 % der maximalen Temperaturerhöhung von 15 °C bis 100 °C innerhalb von 1 s erreicht werden,
wenn der Fühler in ruhiges Wasser eingetaucht wird.
4.4.4
Beharrungszustand
Der Beharrungszustand gilt als erreicht, wenn die Änderung der Temperatur des sanitären Warmwassers am
Geräteausgang kleiner wird als die Temperaturschwankung bei konstantem Wasserdurchfluss, !T2 nach
EN 13203-1:2006, 3.8.
4.4.5
Anfangseinstellung des Gerätes
Das Gerät wird nach den Anleitungen des Herstellers aufgestellt.
Die Wärmebelastung muss so eingestellt werden, dass sie " 2 % der Nennwärmebelastung des sanitären
Warmwassers unter den zur Zeit der Prüfung vorherrschenden Bedingungen beträgt.
Die Zapfwassertemperatur am Auslauf des Gerätes ist wie folgt festgelegt (siehe die Bilder A.1.1 und A.1.2):
a)
Geräte mit einer einstellbaren Temperatur: Die Prüfungen werden bei einer Temperatur nicht höher als
65 °C und einer Mindest-Temperaturerhöhung gleich oder größer als 45 K über der Wassereinlauftemperatur durchgeführt.
b)
Geräte mit einer fest eingestellten Temperatur: Die Prüfungen werden bei der vom Hersteller angegebenen Temperatur durchgeführt mit einer Mindest-Temperaturerhöhung, die gleich oder größer als
45 K ist.
Die gleichen Bedingungen für die Anfangseinstellung, wie sie vom Hersteller angegeben werden, müssen für
alle Prüfungen verwendet werden. Diese Bedingungen müssen im Prüfbericht angegeben werden.
4.4.6
Stromzufuhr
Das Gerät wird mit Nennspannung oder mit einer Spannung aus dem Bereich der Nennspannungen versorgt.
9
E DIN EN 13203-5:2012-10
prEN 13203-5:2012 (D)
5
²(QWZXUI²
Bestimmung des Energieverbrauchs der Geräte
5.1
Allgemeines
Der vorliegende Abschnitt definiert die zur Bestimmung des Energieverbrauchs der Geräte anzuwendenden
Prüfverfahren.
5.2
Zapfprogramme
5.2.1
Allgemeines
Alle Prüfverfahren beschreiben eine 24-h-Messdauer. Innerhalb dieser Messdauer sind die Anfangszeiten und
der gesamte Energieinhalt (in kWh entsprechend dem gezapften Warmwasser) für jede Zapfung festgelegt.
Darüber hinaus kann die Zapfung auf zweierlei Arten beschrieben werden:
a)
„Becken“-Zapfung (Bad, Geschirrspülen) gegenüber „Dauer“-Zapfung (Dusche usw.).
Das Ziel der erstgenannten Zapfungsart ist es, eine mittlere Temperatur in der Wanne zu erreichen,
sodass alle bereitgestellte Energie ab Beginn der Zapfung als nutzbar betrachtet werden kann (die
geringste nutzbare Temperaturerhöhung ist 0 K).
Die zweite Zapfungsart ist nur ab einer bestimmten Temperatur nutzbar (die geringste nutzbare
Temperaturerhöhung ist 15 K niedriger als die gewünschte Temperatur); oder
b)
„Geschirrspülen“-Zapfung, die mit einer Wassertemperaturerhöhung von 45 K durchgeführt wird, anstatt
30 K wie in a).
Die gezapften Wassermengen, die angewendet werden, um die verschiedenen Arten der Zapfungen von
jedem der in den Tabellen 3 bis 7 festgelegten fünf Zapfprogramme durchzuführen, sollten nach Tabelle 2
angewendet werden.
Wenn diese Zapfmengen zu einer Zapfdauer von weniger als 15 s führen, muss die jeweilige Flussrate so
vermindert werden, dass die Zapfdauer (15 1) s beträgt.
Wenn bauartenbedingt die Prüfung nicht mit diesen niedrigen Zapfmengen durchgeführt werden kann, dann
wird die zur Zündung des Gerätes erforderliche kleinste Zapfmenge genommen.
Wenn das Gerät bauartenbedingt mit einem Ventil für außergewöhnlich großen Durchfluss ausgerüstet ist,
werden die Prüfungen bei diesem großen Durchfluss ausgeführt.
Tabelle 2 — Zapfdurchflüsse
Art der Zapfung
Energie
kWh
Warmwasserdurchflüsse entsprechend
einer Temperaturerhöhung von 45 K
l/min
Haushaltsreinigung
0,105
3
0,5
Klein
0,105
3
0,5
Bodenreinigung
0,105
3
0,5
Geschirrspülen
0,315
4
0,5
Geschirrspülen
0,420
4
0,5
Geschirrspülen
0,735
4
0,5
Groß (Programm Nr. 1)
0,525
4
0,5
Duschen
1,400
6
0,5
Duschen (Programme Nr. 4 und Nr. 5)
1,800
6
0,5
Bad
3,605
10
0,5
Bad (Programm Nr. 4)
4,420
10
0,5
Duschen und Bad (Programm Nr. 5)
6,240
16
0,5
10
E DIN EN 13203-5:2012-10
prEN 13203-5:2012 (D)
²(QWZXUI²
ANMERKUNG
Für alle anderen Temperaturerhöhungen wird eine proportionale Korrektur wie folgt für die
Warmwasserdurchflüsse angewendet: K (55 ! 10)/(nach 4.3.5 — 10 festgelegte Temperatur des gezapften Wassers).
Tabelle 3 — Zapfprogramm Nr. 1
Min. "T Beginn der
Erfassung der
Nutzenergie
K
K
Energie
h:min
kWh
1
07.00
0,105
klein
15
2
07.30
0,105
klein
15
3
08.30
0,105
klein
15
4
09.30
0,105
klein
15
5
11.30
0,105
klein
15
6
11.45
0,105
klein
15
7
12.45
0,315
Geschirrspülen
8
18.00
0,105
klein
15
9
18.15
0,105
Haushaltsreinigung
30
10
20.30
0,420
Geschirrspülen
11
21.30
0,525
groß
Summe
Art der Zapfung
Während des Zapfens
zu erreichendes
gewünschtes "T
Start
45
45
0
0
30
2,1
Vergleichbare Warmwassermenge in Litern von 60 °C
36
11
E DIN EN 13203-5:2012-10
prEN 13203-5:2012 (D)
²(QWZXUI²
Tabelle 4 — Zapfprogramm Nr. 2
Min. T ! Beginn der
Erfassung der
Nutzenergie
K
K
Energie
h:min
kWh
1
07.00
0,105
klein
15
2
07.15
1,400
Duschen
30
3
07.30
0,105
klein
15
4
08.01
0,105
klein
15
5
08.15
0,105
klein
15
6
08.30
0,105
klein
15
7
08.45
0,105
klein
15
8
09.00
0,105
klein
15
9
09.30
0,105
klein
15
10
10.30
0,105
Bodenreinigung
11
11.30
0,105
klein
15
12
11.45
0,105
klein
15
13
12.45
0,315
Geschirrspülen
14
14.30
0,105
klein
15
15
15.30
0,105
klein
15
16
16.30
0,105
klein
15
17
18.00
0,105
klein
15
18
18.15
0,105
Haushaltsreinigung
30
19
18.30
0,105
Haushaltsreinigung
30
20
19.00
0,105
klein
15
21
20.30
0,735
Geschirrspülen
22
21.15
0,105
klein
15
23
21.30
1,400
Duschen
30
Summe
Art der Zapfung
Während des Zapfens
zu erreichendes
gewünschtes T
Start
45
45
5,845
Vergleichbare Warmwassermenge in Litern von 60 °C
12
30
100,2
0
0
0
E DIN EN 13203-5:2012-10
prEN 13203-5:2012 (D)
²(QWZXUI²
Tabelle 5 — Zapfprogramm Nr. 3
Min. T ! Beginn der
Erfassung der
Nutzenergie
K
K
Energie
h:min
kWh
1
07.00
0,105
klein
15
2
07.05
1,400
Duschen
30
3
07.30
0,105
klein
15
4
07.45
0,105
klein
15
5
08.05
3,605
Bad
6
08.25
0,105
klein
15
7
08.30
0,105
klein
15
8
08.45
0,105
klein
15
9
09.00
0,105
klein
15
10
09.30
0,105
klein
15
11
10.30
0,105
Bodenreinigung
12
11.30
0,105
klein
15
13
11.45
0,105
klein
15
14
12.45
0,315
Geschirrspülen
15
14.30
0,105
klein
15
16
15.30
0,105
klein
15
17
16.30
0,105
klein
15
18
18.00
0,105
klein
15
19
18.15
0,105
Haushaltsreinigung
30
20
18.30
0,105
Haushaltsreinigung
30
21
19.00
0,105
klein
15
22
20.30
0,735
Geschirrspülen
45
0
23
21.00
3,605
Bad
30
0
24
21.30
0,105
klein
Summe
Art der Zapfung
Während des Zapfens
zu erreichendes
gewünschtes T
Start
30
30
45
0
0
0
15
11,655
Vergleichbare Warmwassermenge in Litern von 60 °C
199,8
13
E DIN EN 13203-5:2012-10
prEN 13203-5:2012 (D)
²(QWZXUI²
Tabelle 6 — Zapfprogramm Nr. 4
Min. T ! Beginn der
Erfassung der
Nutzenergie
K
K
Energie
h:min
kWh
1
07.00
0,105
klein
15
2
07.15
1,82
Duschen
30
3
07.26
0,105
klein
15
4
07.45
4,42
Bad
5
08.01
0,105
klein
15
6
08.15
0,105
klein
15
7
08.30
0,105
klein
15
8
08.45
0,105
klein
15
9
09.00
0,105
klein
15
10
09.30
0,105
klein
15
11
10.00
0,105
klein
15
12
10.30
0,105
Bodenreinigung
13
11.00
0,105
klein
15
14
11.30
0,105
klein
15
15
11.45
0,105
klein
15
16
12.45
0,735
Geschirrspülen
17
14.30
0,105
klein
15
18
15.00
0,105
klein
15
19
15.30
0,105
klein
15
20
16.00
0,105
klein
15
21
16.30
0,105
klein
15
22
17.00
0,105
klein
15
23
18.00
0,105
klein
15
24
18.15
0,105
Haushaltsreinigung
30
25
18.30
0,105
Haushaltsreinigung
30
26
19.00
0,105
klein
15
27
20.30
0,735
Geschirrspülen
45
0
28
20.46
4,42
Bad
30
0
29
21.15
0,105
klein
30
21.30
4,42
Bad
Summe
Art der Zapfung
Während des Zapfens
zu erreichendes
gewünschtes T
Start
30
45
0
0
0
15
30
19,07
Vergleichbare Warmwassermenge in Litern von 60 °C
14
30
325
0
E DIN EN 13203-5:2012-10
prEN 13203-5:2012 (D)
²(QWZXUI²
Tabelle 7 — Zapfprogramm Nr. 5
Min. T ! Beginn der
Erfassung der
Nutzenergie
K
K
Energie
h:min
kWh
1
07.00
0,105
klein
15
2
07.15
1,82
Duschen
30
3
07.26
0,105
klein
15
4
07.45
6,24
Duschen und Bad
5
08.01
0,105
klein
15
6
08.15
0,105
klein
15
7
08.30
0,105
klein
15
8
08.45
0,105
klein
15
9
09.00
0,105
klein
15
10
09.30
0,105
klein
15
11
10.00
0,105
klein
15
12
10.30
0,105
Bodenreinigung
13
11.00
0,105
klein
15
14
11.30
0,105
klein
15
15
11.45
0,105
klein
15
16
12.45
0,735
Geschirrspülen
17
14.30
0,105
klein
15
18
15.00
0,105
klein
15
19
15.30
0,105
klein
15
20
16.00
0,105
klein
15
21
16.30
0,105
klein
15
22
17.00
0,105
klein
15
23
18.00
0,105
klein
15
24
18.15
0,105
Haushaltsreinigung
30
25
18.30
0,105
Haushaltsreinigung
30
26
19.00
0,105
klein
15
27
20.30
0,735
Geschirrspülen
45
0
28
20.46
6,24
Duschen und Bad
30
0
29
21.15
0,105
klein
30
21.30
6,24
Duschen und Bad
Summe
Art der Zapfung
Während des Zapfens
zu erreichendes
gewünschtes T
Start
30
30
45
0
0
0
15
30
0
24,53
Vergleichbare Warmwassermenge in Litern von 60 °C
420
15
E DIN EN 13203-5:2012-10
prEN 13203-5:2012 (D)
5.2.2
²(QWZXUI²
Prüfung für die Festlegung des täglichen Energieverbrauchs
5.2.2.1
Zapfprogramme
In Abhängigkeit von der Anwendungsart gibt es fünf Zapfprogramme.
Für jede Anwendungsart ist (sind) das (die) entsprechende(n) Zapfprogramm(e) in den Tabellen 3, 4, 5, 6
und 7 angegeben. Jede einzelne Zapfung eines Zapfprogramms muss beendet werden, d. h., der Zapfhahn
muss geschlossen und eine zusätzliche Wartezeit von mindestens einer Minute eingehalten werden, bevor
die nächste Zapfung begonnen wird.
Beginn der Zapfprogramme:
Bei Geräten ohne Energieverbrauch zwischen den Zapfungen (Gas oder Strom) beginnt das
Messprogramm um 07:00 Uhr bei kaltem Gerät und endet, wenn der Brenner nach der Zapfung um
21:30 Uhr ausgeschaltet wird (siehe Bild A.2.1).
Bei Geräten mit Speicher mit Energieverbrauch zwischen den Zapfungen (Gas oder Strom) beginnt das
Zapfprogramm unmittelbar nachdem die Wärmepumpe das letzte Mal durch den im Speicher befindlichen
Temperaturregler abgeschaltet wurde. Der Prüfzyklus endet mit dem letzten Abschalten der
Wärmepumpe, wenn die Entnahmezyklusdauer tTTC mindestens 24 h oder mehr beträgt (siehe Bild 1,
oberer Teil). Falls die Wärmepumpe nicht läuft, wenn vom Beginn des Prüfzyklus an 24 h vergangen
sind, muss der Prüfzyklus verlängert werden, bis die Wärmepumpe sich erneut anschaltet und wieder
abschaltet (siehe Bild 1, unterer Teil).
Legende
A
B
C
D
tTTC
Erste Entnahme eines Zapfprogramms
Letzte Entnahme eines Zapfprogramms
Laufzyklus der Wärmepumpe unmittelbar vor Beginn des Zapfprogramms
Laufzyklus der Wärmepumpe nach der letzten Entnahme (B)
die Zeitdauer des Zapfprogramms
Bild 1 — Darstellung einer Prüfung für ein mögliches Zapfprogramm
16
²(QWZXUI²
5.2.2.2
E DIN EN 13203-5:2012-10
prEN 13203-5:2012 (D)
Messung der von der nutzbaren Wassermenge aufgenommenen Energie
Die von der nutzbaren Wassermenge aufgenommene Energie QH2O (kWh) wird mit der folgenden Gleichung
berechnet:
QH2O $ 1,163 # 10
'3
n t1
% & di # "Ti t ! dt
i $1 0
Dabei ist
n
die Anzahl der Zapfungen;
di
der Wasserdurchfluss, in l/min;
"Ti (t)
die sofortige Temperaturerhöhung während des Zapfens, in K;
ti
die Zapfdauer des nutzbaren Wassers, in min.
Die bei jeder einzelnen Zapfung aufgenommene Nutzenergie wird mit den Werten der Tabellen 3, 4, 5, 6
und 7 verglichen.
Für jede einzelne Zapfung muss die Genauigkeit des Wertes ( 10 Wh oder ( 2 % mit einer Grenzabweichung
von ( 2 % von der gesamten Energieaufnahme betragen.
5.2.2.3
Berechnung des Gasenergie
Der tägliche Gasverbrauch wird mit der folgenden Gleichung berechnet:
Qgas $
Vg # K # NCV # Qtot
QH2O
(1)
Dabei ist
Qgas die täglich verbrauchte Energie, in kWh, berechnet mit dem Heizwert NCV;
Vg
der Gasverbrauch, in m3;
NCV
der untere Heizwert, in kWh/m3 (bei 15 °C und 1 013,25 mbar).
und
K$
pa ) p g
1 013,25
#
288,15
Tg ) 273,15
(2)
Dabei ist
pa
der Atmosphärendruck, in mbar;
pg
der Gasdruck, in mbar;
Tg
die Gastemperatur, in °C;
QH O
2
die gemessene, vom Wasser aufgenommene Energie nach 5.2.2.2, in kWh;
Qtot
die gesamte, beim verwendeten Zapfprogramm aufgenommene Energie, Wert aus den
Tabellen 3, 4, 5, 6 und 7, in kWh.
17
E DIN EN 13203-5:2012-10
prEN 13203-5:2012 (D)
5.2.2.4
²(QWZXUI²
Berechnung der elektrischen Energie
Die elektrische Energie der Wärmepumpe und aller elektrischen Hilfseinrichtungen, die nach Angaben des
Herstellers für den Betrieb des (der) Zapfprogramms(e) bei üblicher Nutzung erforderlich sind, wird
gemessen, auch wenn diese Hilfseinrichtungen nicht integrale Bestandteile des Gerätes sind.
Wenn eine elektrische Hilfseinrichtung (z. B. eine Pumpe) für die Bereitstellung von Warmwasser erforderlich,
aber kein integraler Bestandteil des Gerätes ist, dann müssen die wesentlichen Eigenschaften dieser
Einrichtung in der Installationsanleitung des Gerätes angegeben sein. Eine geeignete Einrichtung muss zu
Prüfungszwecken verwendet werden.
Die Messung des Verbrauchs an elektrischer Energie beginnt und endet zur gleichen Zeit wie die Messung
des Gasverbrauches.
Diese Messung wird wie beim Gasverbrauch mit folgender Gleichung korrigiert:
Eelecco ! Eelecmes
Qtot
QH2O
Dabei ist
Eelecco
die korrigierte gesamte elektrische Energie, in kWh;
Eelecmes
die gemessene gesamte elektrische Energie, in kWh;
QH O
2
die gemessene, vom Wasser aufgenommene Energie nach 5.2.2.2, in kWh;
Qtot
die gesamte gezapfte Energie des verwendeten Zapfprogramms, in kWh, mit dem Wert aus
den Tabellen 3, 4, 5, 6 und 7.
5.2.2.5
Bestimmung des ungenutzten Wassers beim Zapfprogramm Nr. 2
Für jede einzelne Zapfung wird die Menge des nicht genutzten Wassers bestimmt und mit der folgenden
Gleichung, in Liter, angegeben:
Vw ! d i
tw
Dabei ist
Vw die Menge des ungenutzten Wassers, in Liter;
di
der Wasserdurchfluss beim Zapfen, in Litern pro Minute;
tw
die Zapfdauer des ungenutzten Wassers, in Minuten.
Die gesamte Menge des ungenutzten Wassers ist gleich der Summe der ungenutzten Wassermengen aus
jeder einzelnen Zapfung.
Dieser Wert wird in Prozent der gesamten, während der Messung nach 5.2.2.2 gelieferten nutzbaren
Wassermenge angegeben.
R ! (Vw/Vu)
100
Dabei ist
n t1
n t1
i !1 0
i !1 0
Vu ! " # di ti dt und Vw ! " # di tw dt
18
²(QWZXUI²
E DIN EN 13203-5:2012-10
prEN 13203-5:2012 (D)
Dabei ist
Vw die Menge des ungenutzten Wassers, in Liter;
Vu die Menge des nutzbaren Wassers, in Liter;
R
der Prozentsatz des ungenutzten Wassers.
ti
die Zapfdauer des nutzbaren Wassers, in Minuten.
5.2.2.6
Messung des Energieverbrauchs im Zustand der Betriebsbereitschaft
Wenn nicht anders angegeben, wird der Energieverbrauch im Zustand der Betriebsbereitschaft über eine
Dauer von 24 h ohne Zapfung gemessen.
Der Gas- und Hilfsenergieverbrauch kann über eine Zeitdauer (Ta) gemessen werden, die einer oder
mehreren Regelzyklus(en) gleich ist, wenn das Gerät auf regelmäßige Art und Weise arbeitet (siehe
Bild A.2.3).
Der tägliche Gasverbrauch wird nach der folgenden Gleichung berechnet:
Qgas.stb
Vg ! K ! NCV !
24
Ta
Dabei ist
Qgas.stb
die täglich verbrauchte Energie, in kWh, berechnet mit dem Heizwert NCV;
Vg
der Gasverbrauch, in m3, während der Prüfung;
NCV
der untere Heizwert, in kWh/m3 (bei 15 °C und 1 013,25 mbar);
Ta
die Dauer der Prüfung, in Stunden.
und
K
pa " p g
1 013,25
!
288,15
Tg " 273,15
(2)
Dabei ist
pa
der Atmosphärendruck, in mbar;
pg
der Gasdruck, in mbar;
Tg
die Gastemperatur, in °C.
Der tägliche Hilfsenergieverbrauch wird nach der folgenden Gleichung berechnet:
Eelecco.stb
Eelecmes.st b !
24
Ta
Dabei ist
Eelecco.stb
der tägliche Verbrauch an Hilfsenergie, in kWh;
Eelecmes.stb
die während der Prüfung gemessene Hilfsenergie, in kWh;
Ta
die Dauer der Prüfung, in h.
19
E DIN EN 13203-5:2012-10
prEN 13203-5:2012 (D)
5.2.2.7
²(QWZXUI²
Messung des Hilfsenergieverbrauchs im Betriebszustand „Ausgeschaltet“
Der Hilfsenergieverbrauch wird über eine Zeitdauer von einer Stunde gemessen.
Der tägliche Hilfsenergieverbrauch wird nach der folgenden Gleichung berechnet:
Eelecco.off
Eelecmes.off ! 24
Dabei ist
20
Eelecco.off
der tägliche Verbrauch an Hilfsenergie, in kWh;
Eelecmes.off
die während der Prüfung gemessene Hilfsenergie, in kWh.
²(QWZXUI²
E DIN EN 13203-5:2012-10
prEN 13203-5:2012 (D)
Anhang A
(informativ) 2)
Prüfbedingungen
Legende
A
B
C
D
Temperatur (°C)
Zeit (min)
Warmwasser
Kaltwasser
Bild A.1.1 — Anfangseinstellung des Gerätes mit Temperaturhaltung im Speicher
Legende
A
B
C
D
Temperatur (°C)
Zeit (min)
Warmwasser
Kaltwasser
Bild A.1.2 — Anfangseinstellung des Gerätes ohne Temperaturhaltung im Speicher
2)
Diese Bilder sind rein informativ und werden nur als Beispiele gezeigt.
21
E DIN EN 13203-5:2012-10
prEN 13203-5:2012 (D)
²(QWZXUI²
Legende
A
B
C
D
E
Gelieferte Grundenergie, kW/h
Zeit (h)
Gasdurchfluss
Beginn des Messprogramms
Ende des Messprogramms
Bild A.2.1 —
Temperaturhaltung im Speicher
Legende
A
B
C
D
E
Gelieferte Grundenergie, kW/h
Zeit (h)
Gasdurchfluss
Beginn des Messprogramms
Ende des Messprogramms
Bild A.2.2 —
ohne Temperaturhaltung im Speicher
22
²(QWZXUI²
E DIN EN 13203-5:2012-10
prEN 13203-5:2012 (D)
Legende
A
Zeit (h)
Bild A.2.3 — Betriebsbereitschaft mit Regelzyklen
23
E DIN EN 13203-5:2012-10
prEN 13203-5:2012 (D)
²(QWZXUI²
Anhang B
(informativ)
Prüfstand und Messeinrichtungen
B.1 Allgemeines
Ein allgemeines Schaubild für einen möglichen Prüfstand ist in Bild B.1 gezeigt:
Legende
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
Wasserzufluss
Wassererwärmung auf 10 °C
Einrichtung zum Ausgleichen des Temperatur- und Druckprofils über dem Rohrdurchmesser
Temperaturmesseinrichtung
Ausgleichsventil
Elektroventil
Durchflussmessgerät
Regelventil
Durchflussregelung
Wasserabfluss
Gerät während der Prüfung
Druckmesseinrichtung
Druckregelung
Bild B.1 — Beispiel eines Prüfstandes
24
²(QWZXUI²
E DIN EN 13203-5:2012-10
prEN 13203-5:2012 (D)
B.2 Druckmessung
Ein Beispiel einer Druckmesseinrichtung ist in Bild B.2 gezeigt. Die Länge der Rohrstücken vor der
Druckmesseinrichtung ist 15 di und hinter der Druckmesseinrichtung 5 di, dabei ist di der Durchmesser der
Rohrstücke.
Bild B.2 — Beispiel einer Druckmesseinrichtung
B.3 Temperaturmessung
Folgende Temperaturfühler können am Prüfstand verwendet werden:
Thermoelemente der Bauart T, Klasse 1, 0,5 mm Durchmesser;
Pt-100-Fühler mit kurzer Ansprechzeit, 2 mm Durchmesser;
Die Temperaturmesseinrichtung könnte wie folgt ausgerüstet sein:
3 Thermoelemente und ein Pt-100-Fühler, 2 mm Durchmesser; oder
4 Thermoelemente und ein Pt-100-Fühler, 2 mm Durchmesser.
Ein Beispiel einer Temperaturmesseinrichtung ist in Bild B.3 gezeigt.
Legende
1
2
3
4
Ausgang des geprüften Gerätes (Loch mit ! D)
Einrichtung zum Ausgleichen des Temperatur- und Druckprofils über dem Rohrdurchmesser
Thermoelement
Pt-100-Fühler
Bild B.3 — Beispiel einer Temperaturmesseinrichtung
25
E DIN EN 13203-5:2012-10
prEN 13203-5:2012 (D)
²(QWZXUI²
Die Anordnung der Thermoelemente (drei oder vier mit einem Thermoelement in der Mitte des
Wasserstromes) könnte wie in Bild B.4 gezeigt sein:
Bild B.4 — Beispiel für die Anordnung von Thermoelementen — Oberflächenmethode
Andere Messeinrichtungen können unter der Voraussetzung verwendet werden, dass die in der Norm
geforderten Ergebnisse auch erreichbar sind.
26
²(QWZXUI²
E DIN EN 13203-5:2012-10
prEN 13203-5:2012 (D)
Anhang C
(normativ)
Geräte, die von dieser Europäischen Norm abgedeckt werden
Legende
1
2
3
4
5
6
7
8
9
Wärmekreislauf (CH)
Drei-Wege-Ventile
Kessel
Elektrische Wärmepumpe
Quelle
Speicher
Entnahmeventil
Sanitäres Warmwasser (DHW)
Sanitäres Kaltwasser (DCW)
Bild C.1 — Kombi-System zur Bereitung von Warmwasser (DHW) und CH/Warmwasser (DHW)
Dieses System kann auf drei unterschiedlichen Wegen betrieben werden:
Die Wärmepumpe allein: Wenn die Quelle ausreichend Energie zur Erwärmung des Wassers liefert, darf
der Kessel nicht in Betrieb gehen und die Wärmepumpe wird allein angewendet.
Der Kessel allein: Wenn die Quelle keine Energie liefert, arbeitet der Kessel allein.
Die Wärmepumpe und der Kessel in Reihe: Die Wärmepumpe wärmt das Wasser vor, das dann im
Kessel erwärmt und zur Erzeugung von DHW im Speicher verwendet wird.
27
E DIN EN 13203-5:2012-10
prEN 13203-5:2012 (D)
²(QWZXUI²
Legende
1
2
3
4
5
6
7
Sanitäres Warmwasser (DHW)
Entnahmeventil
Kessel (Warmwasserbereiter)
Elektrische Wärmepumpe
Quelle
Speicher
Sanitäres Kaltwasser (DCW)
Bild C.2 — System zur unmittelbaren Bereitstellung von Warmwasser (DHW)
Dieses System kann auf drei unterschiedlichen Wegen betrieben werden:
Die Wärmepumpe allein: Wenn die Quelle ausreichend Energie zur Erwärmung des Wassers im unteren
Teil des Speichers liefert, darf der Kessel nicht in Betrieb gehen und die Wärmepumpe wird allein
angewendet.
Der Kessel allein: Wenn die Quelle keine Energie für den Speicher liefert, wird der Kessel mit Kaltwasser
(CH) aus dem Speicher beliefert und arbeitet dann allein.
Die Wärmepumpe und der Kessel in Reihe: Die Wärmepumpe wärmt das Wasser im unteren Teil des
Speichers vor, der Kessel erwärmt das Wasser im oberen Teil des Speichers und erzeugt Warmwasser
(DHW).
28
²(QWZXUI²
E DIN EN 13203-5:2012-10
prEN 13203-5:2012 (D)
Legende
1
2
3
4
5
6
7
8
Wärmekreislauf (CH)
Drei-Wege-Ventile
Kessel
Elektrische Wärmepumpe
Quelle
Sanitäres Warmwasser (DHW)
Speicher
Sanitäres Kaltwasser (DCW)
Bild C.3 — Kombi-System zur Bereitung von Warmwasser (DHW) und CH/Warmwasser (DHW)
Dieses System kann auf drei unterschiedlichen Wegen betrieben werden:
Die Wärmepumpe allein: Wenn die Quelle ausreichend Energie zur Erwärmung des Wassers im Speicher
liefert, darf der Warmwasserbereiter (Kessel) nicht in Betrieb gehen und die Wärmepumpe wird allein
angewendet.
Der Kessel allein: Wenn die Quelle keine Energie für den Speicher liefert, arbeitet der Warmwasserbereiter (Kessel) allein.
Die Wärmepumpe und der Kessel in Reihe: Die Wärmepumpe wärmt das Wasser im Speicher vor, das
dann im Warmwasserbereiter (Kessel) erwärmt wird und das dann zur Erzeugung von unmittelbarem
Warmwasser (DHW) aus dem Speicher verwendet wird.
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