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Tags: waffen
Year: 1942
Text
eins ü endF lertJer lag- Wim
DIE
EUCHTPISTOLE
UND IHR
GEBRAUCH
Bearbeitet und zusammengestellt
von Heinz Denckler
HEINZ DENCKLER-VERLAG
Berlin C 2, An der Schleuse 5a
ISNO'.Z DRUCK HR LIN
Inhaltsverzeichnis
Seite
Die Leuchtpistole und ihr Gebrauch
Allgemeines .............................. 3
Beschreibung der Leuchtpistole
Die Leuchtpistole (Teile, Zubehör und Tragweise) 3
Die Handhabung der Leuchtpistole
Laden der Leuchtpistole........................ 6
Spannen ...................................... 6
Abschießen ................................... 7
Versager ..................................... 7
Nichtladefähige Patronen ..................... 8
Nach dem Abschuß ............................. 8
Vorsichtsmaßregeln beim Abschießen der Leucht-
pistole .................................. 8
Reinigung der Leuchtpistole
Reinigungs- und Schutzmittel . ................ 9
Allgemeine Regelung für die Reinigung .... 9
Die Leucht- und Signalmunition
Allgemeines ........................................ 10
Die Leucht- und Signalmunition ................ 10
Die Leuchtmunition..............................10
Die Signalmunition ........................ 11
Teile und Beschreibung der Munition.......... 11
Die Leuchtpatrone........................... 11
Die Signalpatrone mit Einzelstern........... 12
Die Signalpatrone mit Doppelstern........... 13
Vorgang in der Patrone beim Abschuß aus der
Pistole .................................. 14
Kennzeichnung der Munition ......... 14
Verpackung der Leucht- und Signalmunition 15
Lagerung der Munition........................ 16
Die Vernichtung von Versagern und unbrauchbar
gewordener Leucht- und Signalmunition 17
Leuchtpistole und ihr Gebrauch
Allgemeines
Die Leuchtpistole, auch kurz L.P. genannt, dient zum
Verschießen von Leucht- und Signalpatronen.
Das Abschießen von Signalpatronen dient dazu, ver-
einbarte Signale zu geben. Je nach der festgelegten, zur
Täuschung des Gegners oft wechselnden Bedeutung der
Farben und Zahl der Sterne der Patronen bedeutet z. B.
ein roter Stern das Signal an die Artillerie „Schießt so-
fort Sperrfeuer, Feind greift an", oder zwei grüne
Sterne „Feuerwalze vorverlegen, sind in die feindliche
Stellung eingedrungen" oder „Pak sofort nach vorn,
Panzer greifen an" usw.
Das Abschießen von Leuchtpatronen dient dazu, ein
Gelände in einem bestimmten Umkreis auf einige Se-
kunden zu erhellen, um z. B. einen nächtlich vor-
gehenden feindlichen Spähtrupp oder den nächtlich an-
greifenden Gegner besser bekämpfen zu können.
Je nach dem Gelände, dem Hintergrund und der
Beleuchtung ist die Sichtbarkeit der Leuchtzeichen ver-
schieden. Verwechslungen mit feindlichen Zeichen und
absichtliche Täuschung durch den Gegner sind möglich.
Beschreibung der Leuchtpistole
Die Leuchtpistole (Teile, Zubehör und Tragweise)
Die Leuchtpistole hat einen nichtgezogenen Lauf von
26,65 mm Kaliber. Das Oeffnen und Schließen erfolgt
mittels Hebelverschluß (Kipplauf).
Die Länge der Leuchtpistole, alte Anfertigung, beträgt
32,6 cm, die der neuen Ausführung 25 cm. Das Gewicht
der Leuchtpistole, alte Anfertigung, beträgt mit Zubehör
1,83 kg, das der neuen Ausführung 1,23 kg.
Das zu jeder Leuchtpistole gehörende Zubehör be
steht aus:
einer Leuchtpistolentasche mit Tragriemen
einem Wischstock aus Stahl zum Entfernen von
Hülsenresten und Rückständen
einer Leuchtpatronentasche mit Tragriemen zum
Mitführen der Munition.
3
Die Leuchtpatronentasche ist so eingerichtet, daß die
besonders gekennzeichneten Böden der mitgeführten
Leucht- und Signalpatronen gut übersehen werden können.
Ist keine Leuchtpistolentasche vorhanden, so wird
die Leuchtpistole am zweckmäßigsten an dem um den
Hals gelegten Brotbeutelband getragen. Der eine Kara-
binerhaken wird an der Schnalle des Brotbeutelbandes,
der andere an dem Tragering der Pistole befestigt. Die
so befestigte Pistole wird dann zwischen Leibriemen und
Rock gesteckt. Ist keine Leuchtpatronentasche vorhanden,
und ist nichts anderes angeoranet, so werden die Leucht-
und Signalpatronen im Brotbeutel getragen.
Die wichtigsten Teile der Leuchtpistole sind:
Lauf
Kasten
Schloß
Abzugseinrichtung
Kolbengriff
4
Der Lauf-besteht aus einer Verschlußschiene mit
Gelenkbohrung, Verschlußhaken, Patronenauszieher und
Auszieherhahn.
Der Kasten besteht aus Kastenschiene, Stoßboden
und Schloßlager.
Das Schloß besteht aus der Verschlußeinrichtung
mit Feder, Hahn und Schlagfedereinrichtung.
□
Die Abzugseinrichtuna besteht aus dem Abzug mit
Feder, Abzugsoügel mit den Bolzensicherungen für Ver-
schlußhebel-, Abzugs- und Hahnbolzen.
Der Kolbengriff ist in der Art ausgeführt wie bei
den Trommelrevolvern und mit Griffschalen und einem
Tragering versehen.
Die Handhabung der Leuchtpistole
Bei jeder Handhabung der Leuchtpistole, ganz gleich
ob. Laden oder Spannen, wird die Pistole in die rechte
Hand genommen, wobei der Kolben fest zu umfassen
ist und der Lauf stets nach links unten gerichtet sein muß.
Laden der Leuchtpistole
Beim Laden der Leuchtpistole umfaßt der stehende
Schütze mit der rechten Hand fest den Kolben der Pi-
stole, wobei der Lauf nach links unten gerichtet sein
muß. Mit dem Daumen der linken Hand wird der Ver-
schlußhebel nach vorn gedrückt, wodurch sich die Pistole
selbständig öffnet. Danach wird eine je nach dem Zweck
gewählte Patrone in das Patronenlager eingeführt und
die Pistole geschlossen, indem mit der linken Hand der
Lauf umfaßt und durch eine kurze kräftige Aufwärts-
bewegung der Arme der Verschlußriegel in den Ver-
schlußhaken zum Einspringen gebracht wird. Nur wenn
das Einspringen deutlich hörbar war, ist die Pistole richtig
geschlossen. Der Verschlußhebel wird nach dem Schließen
aer Pistole mit der Hand nochmals fest gegen den Ab-
zugsbügel gedrückt.
Spannen.
Die Leuchtpistole wird nach dem Laden, Lauf immer
nach links unten gerichtet, gespannt, indem mit dem
Daumen der rechten Hand der Daumengriff des Hahnes
bis zum Einschnappen zurückgezogen wird. Die rechte
Hand umfaßt den Kolbengriff fest und bringt die Leucht-
pistole in die Abschußstellung. Dann erst wird der
Zeigefinger in den Abzugsbügel gesteckt und nicht früher,
da durch Berühren des Abzugs schwere Unfälle entstehen
können.
6
Abschießen
Das Abschießen erfolgt mit schwach gekrümmtem,
in der Schulterebene aufwärts gehobenen rechten Arm,
um durch starken Rückstoß usw. die Verletzungsmöglich-
keit zu verringern. Während des Abschießens wird das
Gesicht der linken Schulter zugewendet.
Versager
Versagt eine Patrone, so muß der Schütze noch un-
gefähr 6 Sekunden im Anschlag bleiben, um bei einem
Nachbrennen des Zündhütchens nicht verletzt zu werden
und um zu vermeiden, daß der Schuß irgendwelche in
der Nähe befindlichen Gegenstände oder Menschen trifft.
Erst nach dieser Zeit darf die Leuchtpistole geöffnet
werden. Nach dem Oeffnen der Pistole wird die Leucht-
patrone etwas gedreht und dann nochmals abgedrückt.
Versagt die Patrone wiederum und hat die Hahnspitze
einen genügend tiefen Eindruck im Zündhütchen b.:-1^-
lassen, so gilt die Leuchtpatrone als Versager und ist
entsprechend den Bestimmungen zu vernichten oder zur
Vernichtung einzuschicken.
Nicht ladefähige Patronen
Nicht ladefähige gequollene Patronen, deren Hülse
beschädigt ist, oder deren Zündhütchen fehlt, sind un-
brauchbar und müssen wie Versager behandelt werden.
Nach dem Abschuß
Nach dem Abschuß wird die Leuchtpistole in gleicher
Weise wie beim Laden geöffnet und die durch den
Patronenauszieher nach rückwärts geschobene Patronen-
hülse aus der Pistole gezogen. Vor dem Neueinschieben
jeder Patrone muß geprüft werden, ob der Pistolenlauf
frei von Verrostungen, Verschmutzungen und Rückstän-
den alter Hülsen ist. Letztere sind dann mit dem Wisch-
stock zu entfernen.
Vorsichtsmaßregeln beim Abschießen der Leuchtpistole
Die Aufstellung der Posten zum Abschießen von
Leucht- und Signalmunition richtet sich je nach den
Aufgaben, dem Gelände und der Windstärke. Bei star-
kem Winde darf selbstverständlich nicht gegen den Wind
geschossen werden, da der evtl, noch brennende Feuer-
werkskörper dadurch auf den Schützen fallen kann.
Brennende herunterfallende Sterne können durch ihren
hohen Wärmegrad leicht entzündbare Gegenstände ent-
flammen und Brände hervorrufen, weshalb insbesonders
auch in Ortschaften (Strohdächer), in der Heide und an
Waldrändern (Heide- und Waldbrände) besondere Vor-
sicht nötig ist.
Gelände, Sichtverhältnisse, Windrichtung und -stärke
können es notwendig machen, daß die vorderen Signal-
posten in Richtung auf die rückwärtigen Posten schießen.
Nach Möglichkeit ist bei allen abgeschossenen Signalen
zu beobachten, ob sie richtig abbrennen und genügend
hochsteigen.
Die Leuchtpistole und die Leucht- und Signalmunition
sind mit der gleichen Vorsicht zu handhaben und zu
behandeln wie die übrigen Schußwaffen und ihre Muni-
tion. Das Gerät ist sorgsam instandzuhalten und die
Munition nach den gegebenen Bestimmungen sorgfältig
zu lagern.
Reinigung der Leuchtpistole
Reinigungs- und Schutzmittel
1. Wischstock (aus Stahl) zum Reinigen des Laufinnern,
2. Rundholz zum Reinigen des Patronenlagers,
3. Werg zum Reinigen des Laufinnern una der Federn,
4. Lappen (leinene und baumwollene) zum Reinigen und
Trockenwischen; (wollene) zum Fetten,
5. Holzspäne zum Reinigen und Fetten der Stellen, zu
denen man mit dem Lappen oder Werg allein nicht
gelangen kann,
6. Reinigungsfett zum Reinigen und Fetten aller Metall-
teile, zum Verhüten und Lösen von Rost,
7. Leinölfirnis zum Einreiben der Griffschalen nach dem
Reinigen.
Zusammengefaßt werden also gebraucht: Wisch-
stock, Rundholz, Werg, Holzspäne, Reinigungsfett und
Leinölfirnis.
Die Reinigungs- und Schutzmittel müssen sich stets
in solchem Zustand befinden, daß bei Befolgung der
Vorschriften über ihre Anwendung die gute Erhaltung
der Pistole gesichert ist.
Ein verbogener Wischstock darf nicht verwendet
werden und ist durch den Waffenmeister zu richten.
Das Werg muß rein, langfaserig und frei von
Stengelteilen und die Lappen müssen sauber und nicht
zu klein sein.
Reinigungsfett und Leinölfirnis sind in reinen, gut
verschlossenen Gefäßen aufzubewahren.
Allgemeine Regeln für die Reinigung
Die Pistole muß grundsätzlich nach jedem Gebrauch
gereinigt werden. Vor allen Dingen aber muß das Lauf-
innere nach jedem Schießen sobald als möglich vorläufig
gefettet werden.
Die Reinigung hat im Standort stets unter Aufsicht
eines Ausbilders stattzufinden.
Es dürfen nur erlaubte Reinigungsmittel in reinem,
unverdorbenem Zustand verwendet werden.
9
Die Reinigung hat sich nur auf die Beseitigung von
losen Rückständen, Staub, Schmutz, altem Fett, Nässe
und Rost zu erstrecken; zum Schutz gegen Witterungs-
einflüsse erfolgt das Fetten und Firnissen.
Alle zu reinigenden Teile sind abzuwischen und von
neuem zu fetten. Das Fett ist hauchartig aufzutragen.
Die dunklen Teile sind nur abzutupfen, nicht abzureiben.
Roststellen sind reichlich zu fetten und am nächsten Tage
•von neuem abzuwischen. Dieses Verfahren wird solange
wiederholt, bis der rote Rost verschwunden und nur
noch die darunter befindliche schwarze Haut sichtbar ist.
Polieren und Blankmachen der Teile sowie das Beseitigen
der Rostnarben und Rostgruben ist verboten.
Wird eine Pistole bei kalter Witterung zur Reini-
gung in einen wärmeren Raum gebracht, so darf sie
erst gereinigt werden, wenn die Metallteile nicht mehr
beschlagen sind.
Die Leucht- und Signalmunition
Allgemeines
Man unterscheidet Leuchtmunition und Signal-
munition.
Die Leucht- und Signalmunition
Die verschiedenen Ausführungen der Leuchtpatronen
sind einmal durch die Färbung des Lackabschlusses er-
cenntlich und durch die Riffelung am Bodenrand fühlbar
Nacht) gekennzeichnet. So ist der Lackabschluß bei den
.euchtpatronen weiß und bei den Patronen mit einem
oder zwei roten Sternen rot, bzw. bei den Patronen mit
einem oder zwei grünen Sternen grün. Der Bodenrand
bei den grunen Signalpatronen ist rundherum glatt, wäh-
rend er bei den roten Signalpatronen ringsherum auf-
gerauht ist und der Boden bei den Leuchtpatronen ist
zur Hälfte glatt und zur anderen Hälfte raun.
Die Leuchtmunition
Die Leuchtmunition dient zur Beleuchtung eines Ge-
ländes auf kurze Zeit und enthält nur einen weißen
Einzelstern. Beim Abschuß darf der Schütze selbst und
seine nächste Umgebung nicht beleuchtet werden.
10
Die Signalmunition
Die Signalmunition dient zur Abgabe von verein-
barten Signalen. .Da das Signal oft in den weit entfernt
liegenden Artilleriestellungen, Bataillonsgefechtständen
usw. bei Tag und Nacht noch gut erkennbar sein muß,
ist größtmögliche Steigheit erforderlich und die Pistole
beim Abschuß entsprechend zu halten. Man unterscheidet
bei der Signalmunition die Farben rot und grün und die
Arten Einzel- und Doppelstern. Grüne Sterne müssen
auch bei Tage einwandfrei von weißen zu unterscheiden
sein. Trübes Wetter mindert die Sichtbarkeit stark herab.
Gegen dunklen Hintergrund, Berge, Wälder usw. sind
die Zeichen besser erkennbar, während sie gegen die
Sonne gesehen an Lichtstärke und Deutlichkeit der Farbe
erheblich abnehmen. Am besten sind die Signale in der
Nacht erkennbar.
Teile und Beschreibung der Munition
Man unterscheidet:
Kurze Einzelsternpatronen von 83 Millimeter
Länge mit nur einem Stern (Leucht- und Signal -
patrone)
Lange Doppelsternpatronen von 135 Millimeter
Länge mit zwei Sternen (Signalpatrone).
Der Durchmesser beträgt 26,3 Millimeter. Aeußerlich
ähnelt die Patronenhülse den Jagdpatronen. Sie besteht
aus Aluminium und ist mit einem Patronenboden aus
Messing abgeschlossen. Das offene Ende der Patronen-
hülse ist umgebördelt, wodurch gleichzeitig die die
Patrone verschließende Pappscheibe und die darunter
liegende Korkscheibe fest auf die Ladung gedrückt
werden und dadurch die Patrone verschließen.
Die Leuchtpatrone
Nach j|em Abschuß brennt der Feuerwerkskörper
der Leuchtpatrone zunächst mit wenig sichtbarer röt-
licher Flamme. Erst nach etwa VA Sekunden entzündet
sich der Stern zur vollen Helliglceit. Die Leuchtdauer
eines Sternes beträgt etwa 6 Sekunden. Durch Abfeuern
mehrerer Leuchtpatronen hintereinander, was aber einige
Uebung erfordert, kann eine anhaltende Beleuchtung
11
erzielt werden, was bei feindlichen Nachtangriffen und
deren Abwehr von größter Bedeutung sein kann. Die
Leuchtkraft einer Leuchtpatrone reicht aus, um bei einem
Abschußwinkel von 55 Grad auf 100 Meter Entfernung
vom Schützen noch Einzelheiten scharf zu erkennen.
— Zrtibkbunj
Leuchtpatrone
Die Signalpatrone mit Einzelstem
Die Signalpatrone mit Einzelstern wird in den Far-
ben rot und grün gefertigt. Bei annähernd senkrechtem
Abschuß beträgt die Steighöhe des Signals (Feuerwerks-
Slgnailpatrone mit Einzelstem
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körper) durchschnittlich 80 Meter. Bei Tage ist das
Signal unter günstigen Verhältnissen noch auf etwa
2,5 km erkennbar. Im höchsten Punkt der Flugbahn hat
der Stern seine vollste Leuchtkraft erreicht. Die Leucht-
dauer der Sterne aller Farben beträgt etwa 6 Sekunden.
Die Signalpatrone mit Doppelstern
Die Signalpatrone mit Doppelstern wird in den
Farben rot und grün gefertigt. Im höchsten Punkt der
Flugbahn erreichen die nach verschiedenen Seiten aus-
Slgnalpatrone mit
Doppelstern
einandersprühenden Sterne ihre höchste Leuchtkraft. Bei
annähernd senkrechtem Abschuß beträgt die Steighöhe
des Signals (Feuerwerkskörper) durchschnittlich 60 Meter.
Die Sichtbarkeit ist etwa wie die bei den Signalpatronen
mit Einzelstern. Die Leuchtdauer beträgt etwa 6 Sekunden.
13
Vorgang in der Patrone beim Abschuß aus der Pistole
Durch die Kraft der Treibladung wird der Feuer-
werkskörper aus der durch die Papp- und Korkscheiben
abgeschlossenen Patronenhülse herausgeschossen. Gleich-
zeitig wird hierbei der Sicherheitszünder bei der Signal-
patrone und die Anfeuerung des Leuchtsternes bei der
Leuchtpatrone entzündet. Während des Fluges brennt
der Sicherheitszünder ab, und kurz vor dem höchsten
Punkt der Flugbahn werden die in der Metalleinsatz-
hülse befindlichen Signalsterne brennend ausgestoßen.
Kennzeichnung der Munition
Kennzeichnung der Leuchtpistolen-Munition
(Merkmale neuer Art)
Patronenart Farbe der Papp- hülse Fühlbare Merkmale am Bodenrand Sichtbare Merk- male durch den Lackabschluß
Leuchtpatrone hell- weiß
M.-Patrone R.-Patrone grau schwarz hell- / \ ! S Bodenrand 1 ) 5 halb glatt, \ 5 halb rauh weiß, mit auf- gedrücktem schwarzem M
grau
Signalpatrone rot
Einzelstern, rot rot > > \ Bodenrand V {rauh rot, mit schwarzem
Doppe!stern,rot Trennstrich
Sinaipatronen grün
Einzelstern, grün 1 (Bodenrand grün, mit
grün l /glatt schwarzem
Doppelstern, Trennstrich
grün l
Verpackung der Leucht- und Signalmunition
Die Leucht- und Signalpatronen werden in Papp-
schachteln zu je 10 Stück verpackt geliefert. Entsprechend
der Länge der zu verpackenden Patronen von 83 und
135 mm Länge besitzen sie folgende Abmessungen:
a) für 83 mm lange Hülsen:
b) für 135 mm lange Hülsen:
Höhe 14 cm
Breite 8,5 cm
Tiefe 6,2 cm
Höhe 14 cm
Breite 14 cm
Tiefe 6,2 cm
50 Schachteln bilden eine Kistenladung. Die Schach-
teln sind mit einem farbigen Umschlagpapier umklebt.
Der Aufdruck der Inhaltsbezeichnung zeigt, bildlich dar-
gestellt, die Zahl der Sterne, die in der einzelnen
Patronenhülse enthalten ist, ferner den Namen der
Fabrik, das Anfertigungsdatum und die Verbrauchszeit.
Nachstehend einige Beispiele:
Umschlagpapier rot
Umschlagpapier weiß
Lieferfirma: Angefertigt:
Verbrauchszelt bla:
10
Signal-Patronen
Einzelstern rot
Lieferfirma: Angefertigt:
Verbrauchszelt bis:
15
Umschlagpapler grün
10
Signal-Patronen
Doppelstern grün
Lieferfirma: Angefertigt:.......
Verbrauchezeit bis:......
Jede Pappschachtel ist außerdem mit einem Auf-
druck versehen, aus welchem die Lieferfirma, das An-
fertigungsdatum und das Datum, bis wann die Patronen
verbraucht sein müssen, zu ersehen ist.
Lagerung der Munition
Da die Leucht- und Signalmunition sehr brandge-
fährlich ist, erfordert die Lagerung besondere Vor-
sicht. Aus den Hülsen herausgenommene Sterne sind,
besonders in größeren Mengen, explosionsgefährlich.
Bei großer Hitze, direkter Sonnenbestrahlung kann
sich feuenfrgewordene Munition selbst entzünden.
Auch gegen Feuchtigkeit ist die Leucht- und Sjgnal-
munition sehr empfindlich. Bei starker Feuchtigkeitsein-
wirkung wird die Ladung zersetzt und damit unbrauchbar.
Die Munition muß deshalb in trockenen, öfters ge-
lüfteten Räumen, möglichst in einigem Abstand von den
Wänden auf Rosten oder Regalen gelagert werden.
Am Eingang des Lagerraumes soll sich ein Feuerlöscher,
zumindestens aber eine Kiste mit Sand und einer Schau-
fel befinden.
Die Kiisten dürfen keinen größeren Erschütterungen
ausgesetztt werden, d. h. weder geworfen noch gestürzt
werden.
(O
Die Vernichtung von Versagern und unbrauchbar ge-
wordener Leucht- und Signalmunition
Für die Vernichtung von unbrauchbar gewordener
Leucht- und Signalmunition und Versagern gelten die
gleichen Vorsichtsmaßnahmen wie sie bei der Vernich-
tung anderer Munition vorgeschrieben sind.
Die Vernichtung hat stets unter Aufsicht eines Feuer-
werkers oder eines Offiziers zu erfolgen.
Für die Vernichtung der Leucht- und Signalmunition
muß mindestens 250 Meter vom nächsten Gebäude ent-
fernt eine etwa 1 m tiefe Grube gegraben werden, deren
Boden mit trockenem Bruchholz, Reisig und altem Papier
hochbedeckt wird. Darauf wird dann die Munition, auf
einmal höchstens 2 kg gestapelt und darauf wieder reich-
lich Holz und Papier gepackt, so daß zumindest die
Munition völlig überdeckt ist.
Am Rand der Grube darf sich nichts Brennbares,
z. B. trockenes Heidekraut usw., befinden, was sich durch
das Herausschnellen einzelner Sterne entzünden könnte.
Nach dem Hineinwerfen eines Sturmstreichholzes
oder eines angezündeten Knauls Papiers hat sich jeder
mindestens 25 Meter yon der Grube zu entfernen und
darf erst wieder an sie herantreten, wenn der Aufsicht-
führende die Erlaubnis gibt.
R-Patronen und Munition in Metallhülsen sind zum
Vernichten an die Heeresmunitionsanstalt in Jüterbog
einzusenden.
17
<tn Sricfitinfdjliifl ftccfen und mit 3 'Pf. franficrcn
3$ ücftcllc au3 dem .^ciiig Tendier 'JScrlnn, Berlin (5 2, Nu der
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.......................................................................Äarabincr mit SleinigungSgerät -34 (33 ?(bb., 1 To fei) . . 0,25
......Tic ififtote 08 unö ifjr (Vebraud)...................... 0,25
......®rofie Unterridjtätafcl „Tie 'Viftole 08". Format
86X118 cm, ficbenfarbig, (janöfoloricrt, mit Sölccfj®
(elften unö 9(uf6ängcüoirjcbtung............................ 3,—
......23ie ermerbe icf) Öa8 $A.=(Sportabieidjcn?.................. 0,25
..................................................................(Sie ermerbe icf) öa§ Dlettbö’Sportabaeidiett?. 0,50
Allgemeine SdjieSlefjre (mit 30 Abb.)..................... 0,25
......SRidjHg markieren unö roa» ömu gebärt...................... 0,25
......Tie tfjanögranatc 24....................................... 0,25
......(Rt^ttg ®ntfernungSfd)äfcen................................ 0,25
......(Sintragebudj für ®ntfcrnungSfd)äfeen............................ 0,15
.......................................................................Ta8 Äleintaltberfcbtefeen (mit 80 Abb.)........... 0,25
......Tie SRafdjinenptftole...................................... 0,25
......®rfte fjflfe bei Unfällen.................................. 0,60
......Ter fRotnerbanö unö feine Anmenöung........................ 0,60
......SBtnten unö SRorfen........................................ 0,25
......fRidjtig Seite bauen (mit 80 Abb.)............................... 0,50
.......................................................................Tie 5Baltljer=$ifto[e 7,65........................ 0,25
......Tie Sauerpiftole 7,65...................................... 0,25
......Ter SRarf^fompafj unö fein ©ebrautb........................ 0,25
......Oelänöebeurteilung unö ©elänöebefdjreibung.................. 0,50
..................................................................5Bie ermerbe itfj öaB ßebenärettungSabieidjen?.0,60
......®ie belämpft man Branöbomben............................... 0,50
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......TienftlontroHbucfc für <Sd^ar= unö Truppfübret .... 0,25
......Tienftlontrollbtttb für mit Ttenftgraöabjeidjen . . 0,25
19
.....3)icnfttüntrulUmrt) für mit Dicnftgrababacicben . . 0,25
.....Sicnftfontroftbucb für 18TW.-3!OL mit 3)tenftgraöab-
oCidjen ............................................. 0,25
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.....Üftetöcblocf (Ocereevornbrtftämäijig) ................. 0,25
.....Uebungömclbcblocf mit '^Beifpicfen für DlcUniiigcn,
Stilen itfm.......................................... 0,3«»
.....Stärfcmelbnngen, 25 Statt, für $lntrittdftärfc......... 0,U»
............................................................etärfcmeldungen, 25 Slatt, für 2lntrittöftärfc. 0,25
.....SDicniHhtd) für 2$L,v3.,To.,u. neutral je ^trf. n,H:
.....Sicnftperfäiimnismelönngcn für $?L, ff, ............... 0,25
.....Sieberbucfj, 3olbatcn fingen........................... 0,3i»
.....SpnicOmelbinuun 150 Statt) für Winten unb Torfen : n,3n
Sonftigc Sürfjcr
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.....Ahnentafel für 30 Sorfabren........................... 0,20
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