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Text
iKu:
fi»!H
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EINLEITUNG
Insekten sind die erfolgreichsten
Tiere auf der Welt. Sie krabbelten
bereits vor den ersten Dinosauriern auf
unserer Erde herum, und heute findet
man sie überall: sowohl in glühend heißen
Wüsten als auch in eiskalten Seen. Dabei
unterscheiden sich Insekten sehr stark von uns
Menschen — so wie die Außerirdischen, die
wir aus Film und Fernsehen kennen.
Insekten haben keine Wirbelsäule. Ein Außenskelett
umgibt ihren Körper wie eine Ritterrüstung. Anstelle
von Lungen haben sic Körperöffnungen, die in
Atmungsröhren münden - das so genannte 1 racheen-
system. Viele Insekten können mit den Füh- f-
lern riechen und mit den
Füßen schmecken. Und
so könnte man noch
weitere Besonderheiten
aufzählen ...
Es gibt viel mehr
Insekten als
Menschen. Manche
Wissenschaftler
schätzen ihre
Zahl auf
PIE MEISIEN INSEKTEN-WIE PIE5E
11 E.U5CI1 RLCKL HABEN FLÜGEL.
MIT PCNEN SIE SICH FORTBLWLGEN.
. .. ....- : :
HR STELLEN Pit GRÖSSTE INSEKTEN-
DAR. DI ESER GROSSE PILZKAFER AUS
V. RIKA LEGT SEINE EIER AUF PILZE
GES HOLZ.
bis u zehn Quintillioncn
< ()(>0.000.000.000.000.000)
li »e nde Exemplare.
I ninach kämen rund
I • Milliarden Insekten
iiii jeden Menschen
d < xer Erde. Wenn es
> viele Krabbellicre
p I ’i sollte man unsere
I le dann vielleicht besser
< Planet der Insekten'1 um-
1nennen?
Aul jeden Fall haben Insekten
, । Ten Einfluss auf unser tägliches Leben. Gesundheits-
- xperlen gehen davon aus, dass weltweit jeder sechste
nsch an einer durch Insekten übertragenen Krankheit
l< ilct. Andererseits leisten uns Insekten auch wertvolle
I 'irnste, indem sie z.B. Pflanzen bestäuben: Ohne sic
ibe cs viele Pflanzen nicht mehr, von denen sich die
imischen ernähren. Wir sehen also, dass cs viele gute
• i indc gibt, mehr über diese seltsamen Geschöpfe in
I । lahrung zu bringen.
Wenn du mehr über Insekten wissen möchtest
.(Ultest du dir auch die Web-Tipps in diesem
I ich ansehen. Hier findest du viele -2F
\d ressen von aufregenden Internetseiten
und um die Krabbclticre. Willkommen in '
der laszinierenden und völlig anderen
Welt der Insekten!
Insekten
WAS SIND INSEKTEN?
\ A / ’r me^nen natürlich alle zu wissen,
/ Vwas Insekten sind. Aber wie genau
kann man ein Insekt definieren? Zuerst einmal
sind Insekten winzige Krabbeltierchen Stimmt.
Von denen es nur so wimmelt. Auch richtig. Und die
uns in die Haare fliegen. Auch richtig.
Und die zig Beinchen haben. Falsch!
Zwar sehen viele Krabbler wie Insek-
ten aus, doch die echten Insekten
besitzen nur sechs Beine.
DIE SECHS KRÄFTIGEN, MIT
6ELENKEN VERSEHENEN BEINE.
K äfer, Fliegen & Co.
Insektenforscher (oder Entomologen,
wie sie korrekt genannt werden)
haben herausgefunden, dass es rund
30 Hauptgruppen von Insekten gibt -
zum Beispiel Schaben, Ameisen, Fliegen,
Kälcrusw. Diese Gruppen bezeichnet man
wissenschaftlich als Ordnungen Innerhalb
jeder Ordnung gibt cs viele Familien mit
jeweils zahlreichen unterschiedlichen
Arten. Und natürlich hat jede Ordnung,
Familie und Art ihre Besonderheiten.
DIE HEIDEN FÜHLER UND DAS
FEÜCELPAAR BEWHSIN, DASS
ES SICH BEI DIESER BUNTEN
RAUBWANZE UM EIN ECHTE»
INSEKT HANDELT.
8
II IHWUHMIST KEIN INSEKT, DA ER
il l INE BESITZT UND SEINEM EIN-
.. . SÖRPFR FÜHLER UND FLU6EL
< ROSSE UND ALTE WÜRMER
M . BIS ZU JO CM IANG WERDEN.
D Bein l est
I ».»•. inzig sichere Merkmal, um
<i Insekt von einem anderen
1 h u unterscheiden, ist die
An- ihl seiner Beine. Zuerst
•i>< r. man das Insekt natürlich
iL i bringen, so lange still zu
• • n bis man seine Beine ge-
llt hat Beim Bem-Test muss
IN lann wissen, dass alle
Im.« i« n sechs Beine besitzen.
• 11 Ausnahme!
' le Menschen glauben,
'm n seien Insekten — sollen
. । ug glauben Zählt man
♦I»« !< ine, so stellt man fest,
M ic acht davon besitzen,
ton«! i< li bewiesen wäre, dass
Spin I« n keine Insekten sind
Mo isscln mit ihren 14 oder
I Inn In tfüßer mit min-
dest! ns M Beinen
keinen
I ' 1.1IINLIBELLE IESIT2EN ALLE
l» iN IINEN DREITEILIGEN KÖRPER.
* A KOPE. BRUST (DEM MITTLEREN
UNTERLEIB (DEM HINTEREN
tlll »IS1IHT
100, wie der Name vermuten
lässt) gehören auch nicht zu
den Insekten Dasselbe gilt für
Würmer und Schnecken, die
gar keine Beine besitzen
C liederfüßer
Dass man Insekten und andere
Krabbeltiere so leicht miteinan-
der verwechseln kann, hat einen j
Grund: Sie sind alle entfernte
&MKÜLV ---
9
Verwandte.
Insekten gehören zu den
( .liederfüßern (wissenschaft-
licher Name: Arthropoden)
Die Beine der Gliederfüßer
weisen Gelenke auf, wie wir
sie auch bei uns Menschen
kennen (z.B. Knie und Knö-
ALLE 120 OOO FUEGENARTEN
KÖNNEN SEHR GUT FLIEGEN.
PAZU VERWENDEN 5IE IM GEGEN
FATZ ZU AN EHREN INSEKTEN NUR
EIN FLÜGELPAAR ANSTELLE VON ZWEI.
Beine befinden) und Hin-
terleib (dem hinteren Teil,
der Herz und Verdauungs-
bzw. Fortpflanzungsorgane
enthält). Zweitens haben sie
ein Paar Antennen auf dem
Kopf - die Fühler. Schließlich
besitzen die meisten (aber nicht
alle) Insekten ein bis zwei Flü-
gelpaare. Ameisen und Ter-
miten. die eindeutig zu den
Insekten zählen, sind nor ,
malerweise flügellos Die
meisten anderen Insekten
haben jedoch Flügel und
einige - darunter die
Libellen — können damit
chel). Sie haben außerdem
ein hartes Außcnskclctt, das
die lebenswichtigen inneren
Organe schützt. Man nennt
cs auch Ektoskelctt. Zu den
Gliederfüßern zählen außer
den Insekten noch Krabben
und Garnelen, Spinnen,
Milben und Tausendfüßer
Zum Glück unterscheiden
sich Insekten von anderen
Gliederfüßern durch einige
wichtige Merkmale. Als Erstes
besteht ihr Körper aus drei
Teilen — Kopf, Brust (dem
Mittelteil, an dem sich die
genauso schnell fliegen wie
Vögel.
D as Geheimnis ihres Erfolgs
Wenn man em Insekt aus der
Nähe betrachtet, sollte man
einmal über folgende Frage
nachdenken Was macht
Insekten zu den erfolg-
reichsten Tieren, die
jemals die Erde bevöl-
kerten? Ein wichtiger
PIE GO1 TESANBETERIN BENUTZE IHRE
MUNPWERKZLUGE WIE EINE KREIVSÄGE,
UM PAMIT IHRE BEUTE ZU ZERLEGEN.
IO
genüber anderen
1»< n ist, dass Insekten
•n ui sind. Die meisten
M< < hen glauben, dass die
II ilebenschancen in der
Vi Ims besser sind, je größer
in ist Insekten profitieren
jrd i von ihrer „Kleinheit".
I Mehrzahl von ihnen ist
iuht einmal 25 mm groß
Unter den Aller-
kleinsten wäre
DER LANCE.
SCHARFE
KIEFER PER
AUSTRALISCHEN
BULLPOCCCN
AASEISE IST AMT
STACHELN BESETZT.
aber selbst diese Größe
noch gigantisch
Denn Insekten
wie z.B Höhe,
I X S F K T F IS
EINE RÄUBERISCHE AMEI5EN
GRUPPE ZIEN I IHRE RIESIGE
BEUTE AIS I ECKERBISSEN IN
DIE AMEISENKOLONIE.
und lassen sich selbst -./'*!
durch heftiges Kratzen
nicht stören. Minicrflicgcii
und einige Blasenfüßer
haken sich ganz gemüt
lieh zwischen der
^8/ hauchdünnen Ober
und Unterschicht
' ' von Blättern auf.
Verschiedene Käfcr-
arten bohren sich durch
Baumrinde und .
Holz, wo sic nie- \ > >
mand aufstöbern
kann hin wei-
rerer Vorteil kleiner
Insekten liegt darin,
dass sic mit viel weniger
als einem Hamburger satt zu
kriegen sind. Ihnen genügen
winzigste Happen. Selbst in
Läuse, Blasenfüßer und Bonsten-
schwänzc sind so winzig, dass
man sie mit bloßem Auge kaum
erkennen kann.
Die echten Minis wie bei-
spielsweise die Fcdcrflügler sind
kaum größer als der Punkt am
Ende dieses Satzes Stc führen
ein glückliches, wenn auch etwas
ekliges Leben in verrottendem
Ticrmist, wo sie sich von
leckeren Pilzsporen ernähren.
K lein ist clever
Kleine Insekten können sich in
den winzigsten Ecken und Spal-
ten verkriechen. Flöhe leben
warm und behaglich im
Fell von Katzen
schlechten Zeiten gibt es für
Insekten immer noch einen
reich gedeckten Tisch.
K lein ist gefährlich
Der größte Nachteil
besteht darin, dass man v*
sehr leicht platt getreten
Mecainteressant
Di grössten Insekten ai ler
Zeiten waren I mllen, de vor
3lX) Mll.1 IONEN JAHREN DIE
Sümpfe bewohnten. Vh<-
STtlNERUNGEN ZEICFN. DASS IHRE
fLÜCEl SPANNWEITE BIS 7tl
75 CM BETRUG.
12
Was sind I n s f k t h n ’
wild wenn man so klein ist.
'Olo nan an Windschutz-
uli< h ii von Autos leicht sehen
kum werden täglich Millionen
Vnn I isekten getötet, weil sie
tn Ii inlach zur falschen Zeit
ils. hen Ort aufhielten.
( .1 n Hiso ergeht es einem Insekt
von < Größe eines Streich-
h"l uptcs, das plötzlich von
rin« > Regentropfen getroffen
•• I I s geht ihm dann etwa so
ui» i cm Menschen, dem ein
I. । ntopf auf den Kopf fällt.
E>IE ATLASSPINNfR AUS SÜDOSTAiltN
UND INDIEN SIND ILIEGFNDE GIGANTEN:
I IRE FLÜCELSINP GRÖSSER ALS BEI IEPER
ANDEREN INSEKTENART.
|) großen Jungs
I ni|'< Insekten - allerdings
im t viele - wollten einfach
in* werden, um sich in der
rin < htzufinden.
Si< ' hen allesamt in
il( r I ropen, wo die
I Rnsbedingungen für
Ins I ten besondersangenehm
sind und wo es das ganze Jahr
über reichlich Nahr ung gibt.
Das schwerste Insekt ist der
afrikanische (.oliathkäfcr.
Ausgewachsen kann er bis 1
zu 100 Gramm wiegen
das ist so viel wie eine
mit Zucker gefüllte Tasse. IM
Auch der 1 Icrkulcskälcr ggS
ist ein riesiges Insekt,
das bis zu 19 cm lang
werden kann. Da
jedoch ein massives
Horn die Hällte SET
seiner Korperlänge
INSEKTEN
PER GOLIATIIKÄFER GILT
ALL WAHRES MONSTRUM
IN DER INSEKl ENWtLT. ER
WÜRDE DIE HANDFLÄCHE
EINES MENSCHEN KOMPLETT
AUSrÜLLEN. DIESER KAPER ERNÄHRT
SICI I VON FRÜCHTEN, DIE I IOCH OBEN
AUF BÄLJMLN WACHSEN.
der verschiedenen Insektenarten,
sondern auch die der einzelnen
Exemplare gemeint. Entomolo
gen kennen über eine Million
verschiedener Insektenarten,
und jährlich werden rund 8000
neue entdeckt. Man ver-
mutet, dass cs noch
vier Millionen un-
entdecktc Arten
gibt. Zum Ver-
gleich: Auf
Well gibt cb
weniger als
10 000 Vogel-
arten und nur
5000 Säuge-
tierarten.
ACHT VON ZEHN TIERARTEN
SIND INSEKTEN.
ausmacht, wiegt er weniger als
der Goliath-Käfer. Auch einige
tropische Schmetter linge und
Motten wachsen zu wahren
Riesen heran. So beträgt die
Flügelspannweitc der aul Papua-
Neuguinea beheimateten Vogel
laltcr bis zu 28 cm!
A us der Urzeit
Ein (.rund für die große
Anzahl vor Insekten ist, z
dass sie schon seil
Urzeiten unsere Erde
bevölkern. Vor etwa 400
Millionen Jahren tauchten
Z ahlenmäßig stark
Was den meisten Insekten an
Größe fehlt, das machen sic
mengenmäßig wieder wett.
Damit ist nicht nur die Zahl
Vögel und selbst
Dinosaurier zu denken
war. Sic hallen also
genügend Zeit, um
unseren Planeten zu 'sd
14
Insekt, das sich
davon ernährt.
Das ist eine clcvcrc
Taktik. Immerhin
ist das Überleben gesichert,
wenn man seine Um-
gebung aufessen kann!
IN KAI T EN WINTERN VERSAMMELN
SICH MAIUFNKAFER ZUM ÜBERWINTERN
AUF EINEM HAUFEN. IM SOMMER KÖN-
NEN SIE CROSSE SCHWÄRME BILDEN.
Ju v II ein. Es gibt nur wenige
in denen man keine
•... i Findet. Dazu gehören
' >l< l der höchsten
<.<l'i -<• der Nord-und
Seid I und die Meere.
ft mic'Nahrung
m res Erfolgsgeheimnis
d* । isekten ist ihre vielfältige
Ifn.i n ng Man kann auf-
l*hl । was man möchte-
llnl.’ Seife, Öl, Mist —
• * tmdet sich
15
I N S E K T B N
INSEKTENSCHAREN
Würde man für jedes Insekt auf der
Welt eine Münze bekommen,
dann hätte man einen riesigen Geldberg! Es
gibt so viele Insekten, dass man sie nicht
zählen kann. Um sich eine Vorstellung von ihrer Zahl
zu machen, erforschen Wissenschaftler immer wieder
Verhalten und Fortpflanzung einzelner Tiere.
T onnenweise Termiten
Termiten sind leicht zu erfor-
schen, weil sie Staaten Hilden
große Kolonie kann etwa
sieben Millionen Termiten
umfassen — das entspricht den
Einwohnern von New York
(USA) Würde man sämtliche
auf der Weh lebenden Ter-
miten wiegen .
und das Ergebnis mit dem
Gewicht der sechs Milliarden
Menschen auf der Erde ver-
gleichen, dann würden die Ter-
miten ganz klar im Verhältnis
। zwei zu eins gewinnen!
H euschrecken-
sch wärme
Eine Furcht
Ahnung
von den
Br*'; • i> Insektenmengen
»iimt man, wenn man
tim ui I fcuschreckenschwarm
•i<i ‘ ihrungssuche begegnet.
II. • lirecken sind eine Art
tt i Grashüpfer. Sie bewfih-
IW" I lockengebiete in Nord-
llid dem Nahen Osten und
Ahm dien. Meist sind sie grau-
I». । gefärbt, scheu und leben
»w ii K li einsam. Sobald jc-
il<» I he Regenfällc cinsetzen,
alten sie die größten
I»»'« <• npartys, die man sich
vor. Ilun kann.
B I ttv Hüpfer
M du rcitung aul die Party
kk । die Weibchen viel mehr
ls sonst in den feuchten
H< । Nach einigen Wochen
orange, gelb |
und schwarz
%
be,:
schließen sich
schon bald zu
C.mppen zusammen.
Aus den Gruppen
werden Schwärme, die sich
weiter vergrößern, bis sic viele
Quadratkilometer bedecken
I nsektenwolken
Es dauert nicht lange, bis die
Heuschrecken das letzte Blatt
und den letzten Grashalm ab-
gefressen haben Mittlerweile
sind sie zu geflügelten Insekten
hcrangcwachsen, sodass sic
davonfliegen können, uni neue
Nahrungsqucllen ausfindig zu
du I ii ty berausgeputzt haben
V. 1 Ile des eintönigen
l.» .ii uauns sind diese
|l< Uten
l liiplcr
gultäll ig
h i| »len Armeen junger
EINE EINZIGE HEUSCHRECKE VERTILGT TÄG-
h recken, die sich alle für
LICH IHR EIGENES KÖRPERGEWICHT ,
AN GRA5 UNP BlÄTTERN EIN HEU
SCHRECKEN4CHWARM KANN IN
WENIGEN STUNDEN EIN GANZES
Insekten
EIN HEUSCHRECKENSCHWARM ÄHNELT
EINER WOLKE. DIE DEN HIMMEL VERDUN-
KELT DFR SCHWARM ZIEHT ERST WEITER.
WENN ER KEINE NAHRUNG MEHR FINDET
machen Über einen einzigen
Quadratkilometer Land können
sich bis zu 200 Millionen Heu-
schrecken hinwegbewegen. Bei
ganz großen Plagen können cs
noch hundertmal mehr Tiere
sein. Diese Milliarden
Heuschrecken
verzehren , \ /
täglich so viel i Tt
Nahrung, wie sie die VJS
Stadt New York be-
nötigt. Wo sich ein / 1
solcher Schwarm
niederlässt, ist das Land /
Im Jahr 1957 (raßen die Heu-
schrecken in Afrika 167 000
Tonnen Getreide. Mit dieser
Getreidemenge halte man eine
Million Menschen ein Jahr lang
ernähren können Im Jahr 1998
erstreckte sich ein riesiger Heu-
schrcckcnschwarni vom Iran im
Nahen Osten bis an die Atlantik-
küstc Nordwestafrikas.
M illionen Mücken
In vielen Teilen der
Welt schwirren Schwär-
me von Mücken über Seen
' und Teichen. Diese Mücken
ZUCLCMÜCKEN LEBEN NUR EINIGE WOCHEN.
SIE PAAREN SICH WÄHREND DES fLUCS IM
s SCHWARM UND LEGEN IHRE EIER AUF
\ DEM WASSER ODER AUF Pf LANZEN AB
18
Insekten-Scharen
tin winzige Fliegen - so win-
Blg dass sic mit bloßem Auge
l । n zu erkennen sind.
k t ikanische Entomologen
h n in einem einzigen Qua-
di meier Seeschlamm bis zu
Jt <KX) Muckcnlarvcn gezählt.
<V Victoria-See in Ostafrika
sich von Pflanzensäften er-
nähren. Ein Blattlaus-Weibchen
kann pro Woche 50 Nachkom-
men erzeugen. Wenn alle Blatt-
lausjungcn überleben und sich
ihrerseits vermehren würden,
wäre die ganze Erdc nach
einem Jahr mit
BIS ZU 40 MRD. HEUSCHRECKEN
JEDEN EINEN SCHWARM.
d die Mückcnschwärmc so
ht, dass die Einheimischen
inzc Hände voll davon ein-
immcln und sie zu Fladen zer-
nicken Diese „Mückenfladen'
< rden dann über dem
I euer gebacken und .
erzehrt Wie viele Xkl
Mücken ein Fladen
nthält, weiß keiner...
/. ahllose Blattläuse
I )er Grund für das zM
o zahlreiche Vor-
kommen von Insekten
ist einfach Insekten
bekommen Llnmen- ‘-‘isjjB
en von Nachkommen
\m produktivsten sind die
Weibchen der Blattläuse
I )as sind kleine Insekten die
einer 150 km
dicken Blattlaus-
schicht über-
zogen. Zum ;
Glück er- <j
nähren sich jl
viele Tiere **43
, von ihnen,
sodass wir
nicht durch
einen See aus
Blattläusen i
k walen
fiwbl müssen!
8LATTIÄU5L 5INP GARTENSCHÄP
INCE ZUM GLUCK GIBT Ei INSEKTEN
WIE DIE HAETE. DIE DIE ZAHL DIR
GATTLÄUSE IN GRENZEN HALTEN.
I \ S I K r E X
WO INSEKTEN LEBEN
Insekten gibt es überall. Sic haben un-
seren Planeten erfolgreicher bevölkert
als Säugetiere, Vögel oder jedes andere Tier
Darüber hinaus haben sic auch nichts dagegen,
unsere Wohnung mit uns zu teilen. Und sie nisten sich
sogar gern auf unserem Körper ein - das ist uns dann
doch etwas zuviel des hautnahen Zusammenlebens!
Hopfläusc
Es gibt ein Insekt von der Große
eines Sesamkorns, das sein
ganzes Leben aul uns Menschen
verbringt - die Kopflaus. Sic
klammert sich mit ihren sechs
Beinen an einer Haarsträhne
fest und macht cs sich in der
l IN C KOOIAJS KLAWAER SICH AN EIN
HAAR DAS
OVALE IST
EIN CI.
Nähe der Kopfhaut gemütlich,
wo es warm und dunkel ist.
Wenn sie Hunger verspürt,
pikst sie ein Loch in
die Kopfhaut und
schlürft etwas
Blut Wir
merken das
erst dann,
wenn der
Wo I N S Ii K T E M I. I B E N
EINE HUNGRIGE BETTWANZE KANN
BEI EINER MAHIZEIT DAS SECHSFACHE
IHRES KÖRPERGEWICHTS AN BEUT
juckende Speichel der Laus
unter unsere I laut gelangt ist.
Diese Tierchen werden über-
tragen, wenn wir dem Kopf
eines von Läusen befallenen
Menschen zu nahe kommen.
Qlöhe auf Haustieren
Hast du eine Katze oder einen
I lund? Wenn ja, dann kann cs
sein, dass du mehr „Haustiere"
hast, als du bisher wusstest -
nämlich Flöhe, die sich eben-
falls von Blut ernähren. Aber
wenn seine flaut vom Flohbiss
rot wird
IJlettgenossen
Nehmen wir mal an, jemand hat
keine Läuse und Flöhe. Dann
kann er sich beruhigt ins Bert
legen. Lieber nicht! In Bettspal-
ten und Matratzen lauert schon
der nächste Blutsauger die
Bettwanze. Sie kommt nachts
heraus, stößt ihren Schnabel in
die iMcnschenhaut und löscht
ihren Durst. Dann lässt sie sich
Flöhe leben nicht auf uns Men-
schen, wie es z H Läuse tun Sie
kommen einfach, beißen zu und
gehen wieder. 1 löhe aaern in
Bettwäsche. Teppichen und
Kleidung Vor hier springen sie
auf das Opfer, das eine Katze,
ein Hund oder ein Mensch sein
kann. Ein hungriger Floh beißt
mehrere Male pro Minute zu
Der Mensch merkt das erst,
wieder fallen und verschwindet.
MECA NTERESSANT
Ofekhschc-hensind kleinf
FlUC.tl I.C'SL INSEKTEN, Oll. AN SEHR
HEIßFN FROCKTNEN (')RTEN ÜBER
LEBEN KÖNNEN. OFT FINDET MAIN
sir in Ritzen i unter Ituer-
S! ELLEN OJ >R BACKÖFEN.
I N S I K T E A
.$';chaben in der Küche
Überall auf der Weh teilen die
Menschen ihre Küchen mit
fetten Kakerlaken. Schaben
ernähren sich von Küchcn-
abfällcn und Müll, ange-
fangen bei Feigwareri
bis hin zu Papier.
Diese daumen-
großen Lcbewt-
Sen findet man unter Spül-
becken, sie quetschen sich durch
Spalten, die nicht breiter als ein
Streichholz sind, und kriechen
Rohre entlang, sodass sic über
all liingclangen. Sie heißen und
siechen nicht, tragen aber Kei
nie auf sich und vermehren sich
so schnell, dass sie jede Ecke
des I langes besetzen können.
SELBST IN RAUMSCHIFFEN
.GIBT ES SCHABEN.
ii f
KOTFI IET.FN
LEBEN AUf
WIESEN. WÖ
Sil IHRE ULK
AUF T t RAVST
ABLECfN. NACH
DtMSjCHtÜHTN
ERN.AI KEN SICH
DIE JUN6EN
l VON DEM KOT
H ier und da und überall
Außer in menschlichen Bchau-
Ä sungen findet man Insekten
äl zum Beispiel auf Wiesen,
in Busch- und Heideland
B sowie in Wäldern. Der
jM» . einzige I .ebensraum,
j mit dem sic sich nie
h - U so recht anfreunden
. könnten, ist das
äreQ/Meer Z war g i b t es
einige Alten, die über
|BB^P die Wasserobcrllä-
, ehe laufen, aber die
O Meere selbst sind
Ry nlsektcnlrci. Da sich
J die Mehrzahl der Insek-
/ ter vön Pilanzcn ernährt —und
es der Rest auf diese Pflanzen-
fresser abgesehen hat—, leben
die meisten Insekten in den
tropischen Regenwäldern, in
denen man die üppigste und
vielseitigste Flora der Welt
vorfindet. Ein einziger
Regenwaldbaurn kann rund
580 Insektenarten beheimaten!
nur
12 mm
große,
flügellose
Mücke, die
dort überleben
kann, obwohl sie
dtejmeiste Zeit
des Jahres steif
gefroren ist. Sobald
das Wetrer wärmer
DltStN GRASElÜPfll« KANN
MAN WEGEN SEINER EARKEN-
PRACH I KMJMVON LXN (SUN
'EN PFIANZIN OES RFC.FN-
WAlPES UNTERSCHEIDEN.
wird taut die Mücke
nen die Insekten sogar an den
unwirtlichsten Orten der Welt
auf und wird aktiv. Die einzigen
A npassungsfähig und
fruchtbar
Insekten sind so weil verbreitet,
weil sich ihr Körper im Lauf von
JahrmiIIinnen an eine Vielzahl
von Umgebungen angepasst -
oder sie adaptiert - hat. Auch
ihr Ektoskelctt war dabei von
Nutzen. Dieses robuste Gehau
sc umgibt die Außenseite des
Körpers wie eine Rüstung. Hs
ist stabil und hilft, den Körper
zu isolieren. Außerdem besitzt
es einen wachsartigen, wasser-
dichten Überzug. Mit diesem
Schutzanzug ausgestattet, kön
überleben.
Extreme Kälte
Auf welchem Kontinent ist ein
Insekt das größte Landtier? Die
Antwort lautet; in des Antarktis!
I iscftcri. die sonst noch in der
Antarktis leben, sind I .äuse und
Zecken, die im Gefieder von
Vögeln und im Pelz der Robben
heimisch sind Viele Insekten
können in extremer Kälte über-
Die Siegerin ist eine winzige.
leben, weil sie in ihrem Körper
23
I N s > k t r rs
eine Art Frostschutzmittel
haben, das sie vor dem Ein-
frieren bewahrt. Damit können
z.B. die Crillenschaben im
Schnee der Gebirge ohne Schal
und Handschuhe überleben.
ffllühende Hitze
Insekten sind auch Wüstenbe-
wohnet. Zahlreiche Käfer und
Kakerlaken krabbeln durch die
I litze der Wüste und buddeln
sich in den Sand ein, wenn die
Sonne unerträglich wird. Es
gibt viele Wüsteninsekten, die
in ihrem ganzen Leben keinem
einzigen Regentropfen begeg-
nen Durch ihr wasserdichtes
Ske ettkann der Körper keine
Feuchtigkeit verlieren, sodass
sic last nie zu trinken brauchen
Die 1 arven c ncr all ikanischen
Mückenart trocknen in Dürrc-
perioder sogar völlig aus. Jedes
andere I ier würde dabei ster
ben, doch die 1.arven nehmen
he Regen wieder Wasser auf
und erwachen zu neuem Leben.
Hinter der Erde
Einige Insekten bevorzugen ein
Leben unter der Erde. Dort gibt
es viele Wurzeln, verrottende
Pflanzen und Ausscheidungen
PER WÜST EN KÄFER ERHALT PU NÖTIG!
FIUCHTIGKUT. INDEM ER fit WASSER-
TRÖPFCHEN PES MORGENTAUS AUf SEINEM.
KÖRPER SAMMEL I
24
DIE MAULWURFSGRILLE GRASTSICH
AMT DEN VORDERBEINEN DURCFI
DIE ERDE UND ZERTEILT WUR-
ZELN MIT DEN MUNDWLRK-
2EUGFN
von Tieren, an
denen man
sich satt
fressen
kann Die
Körper
dieser Grubenarbeiter
haben sich an das Leben unter
der Li de angepasst: Maulwurfs-
grillen besitzen nur winzige
; Flügel auf dem Rücken und ihre
kurzen Grabbeine sind wie
schwach. Das machen sic aber
durch ihre langen Fühler und
Beine, die sic zum Riechen und
Tasten cinsetzen, wieder wett.
In vielen Höhlen Neuseelands
Schaufeln geformt. Die Ainei-
sengrillen sind flügellos, klein
und platt sodass sie unbemerkt
in einen Ameisenstaat eindrin-
gen können. Sie vertilgen
Ameise ne ier, Nah rungsabfäl 1 e
und Flüssigkeiten, die der
Ameisenkörper produziert.
H m Dunkeln
Viele Käfer und Grillen lieben
Hohlen wegen der dort herr-
schenden Feuchtigkeit und
Dunkelheit. Sic teilen diese
Vorliebe mit Spinnen, Lausend
fußern und Plaitwürmern
Höhlenschrecken haben sich
durch ihre Umgebung stark
verändert. Sie zirpen nicht
mehr und ihr Sehvermögen ist
KAKERLAKEN 1 RIEFT A\AN FAST ÜRERALl -
IN SUMPFEN, WÜSTEN. GEBIRGEN UND
EAUMWURZELN. JA SOGAR TIEF UNTER
DER ERDEWIL DIESE RICSENSCHABL HUR
scheint die Decke von winzigen
blauen Sternchen zu glitzern.
Diese Sternchen sind in
Wirklichkeit die Larven der
Pilzmückc, die Licht
aussenden, um Beutetiere
anzulocken. Insekten die
auf das Licht zufliegen,
werden von den
Larven gefangen j
und aufge- /Ä
fressen. Z t V- '
Auf dem Wasser
Viele Insekten lieben Tümpel,
Bäche und Seen. Aber nicht alle
schwimmen odei treiben im
W asser. Manche werden nicht
einmal richtig nass.
Insekten wie Bach-
und Wasserläufer
sind nämlich so leicht dass
sic auf dem Wasser gehen
können. Sie werden durch die
Oberflächenspannung gehalten,
durch die sich die Wasserober-
fläche wie eine elastische Haut
verhält. Die „Haut' trägt kleine
Insekten, sodass sic nicht
untergeben Beim Laufen ver
direkt unter der Wasserober-
fläche, atmen durch eine
schwimmen und sogar kleine
1 ische langen. Wasser-
wenden sie die Vorderbeine, um
Nahrung zu hingen. Die mittle-
ren Reine dienen als Antrieb und
die Hinterbeine als Ruder.
Unter Wasser
Einige Insekten schwimmen
oder krabbeln auf dem Grund
von Bächen und Flüssen und
tragen dabei ihre eigene Luft-
blase mit sich herum Sowohl
die Ruderwanze als auch der
Gclbrandkäfer haben lange, be-
haarte Hinterbeine mit denen
sic unter Wasser paddeln kön-
nen. Gclbrandkäfer ernähren
sich von Insektenlarven,
Schnecken und Würmern.
en PER UNI EKWAD SEKJAGD
L- ATM fr PER GEL8RANPKÄI ER
DIE (.UFT, DU Elt UNTER SEINEN .
FLÜGEEM ODER ZWISCHEN
SEINER KÖRPER
Hf HAARUMC I RAGT.
DIC RUDFRWAN7r
f-ÄNCT AUF DU-: KÖRPER-
UNTERSEITE LUH BIASEN
EIN UND BECIBT SICH
DANN DIREKT UNTERHAI B
DER WASSEROBERFLÄCHE
VF BFUTEFANC.
schnorchclähnhche Röhre und
ergreifen mit ihren kräftigen
Klauen jedes Insekt, das sich aul
dem Wasser ausruhen will.
M erkwürdige Aufenthaltsorte
Insektenlarven bewohnen
äußerst seltsame Orte. Die
Larven der Petroleum-Fliege
leben in Erdollachcn, wo sic
anderen Insekten
auf lauern, um sie zu
verspeisen, wenn sie in
dem klebrigen Zeug
hängen bleiben
Noch merkwürdi-
KOCI tERFUECEN-
LAliVEN LUSIN IN
lÜAWtlN UND
VERBERGEN SICH
IN StIPENRÖl I
KEN; DIE AMT
UIÄTTERN. Sl EI-
NEN UND SAND
GEDECKT SIND
gcre Orte bewohnen Renn-
fl iegen-Larven. xMan hat sic
schon in Schuhcreme, in Lei
eben, die in Formal in eingelegt
waren, und sogar in Lungen
lebender Menschen gefunden!
Etwas weniger gruselig sind
die Käfcrlarven, die ihr Leben
in Mehlpackungen verbringen.
Das führt uns aber wieder
zurück in die
Küche wo wir
bereits waren ...
Megainteressant
Die ! ARVEN MASfOl IER 1 UH'.IN-
AR.nN SICH <£RN IM
WSöl I IFiBER QUEU-EX Alll. I)T
MEISTEN ANDEREN LeREWSES
WLlRDPs BADtWASSl.RTtNI'h-
RAEUREN V(.)X 49“ G GAR NICHT
ÜBEREH1FN
97
Insekten
VOLL IN AKTION
Supcrheldcn und Kunstflieger
kann man vergessen! Wenn
du echte Flugkünste sehen willst,
solltest du Insekten beobachten.
Sie waren die ersten Tiere, die fliegen
konnten - schon vor 300 Millionen
Jahren. Außerdem können sie laufen,
hüpfen und krabbeln - doch
erst ihre Flügel machen sie
zu etwas Besonderem.
50 km/h, wenn
sie auf der Jagd
sind Ihre Hug-
muskulatur ist
Fliegens
Was macht das I I egen so ein-
zigartig? F.rstcns können Insek
ten so bei der Nahrungssuche
viel längere Strecken zurücklc
gen und mehr Artgenossen tref-
fen, wenn sie gerade aul „Braut-
schau" sind. Zweitens entkom-
men sie ihren Feinden schneller.
LIBELLEN KÖNNEN IWFLUC
S1EHEN BLEIBEN,WEIL EIN
FLUCELPAAR NACH OBEN.
DAS ANDERE ABER
NACH UNTEN
SCHLACK
so kräftig, dass sic wie winzige
Hubschraubcr in der Luft
stehen bleiben und sogar rück
wärts fliegen können.
F lug-Asse
Die Formel-1-Flieger unter
den Insekten sind die Libellen.
Die schnellsten erreichen
Geschwindigkeiten von über
C’röße und Flügelschlägc
Linser gesunder Menschenver-
stand sagt Lins, dass die größten
Insekten mit den stärksten
Muskeln ihre Flügel kräftiger
und schnellerschlagen können
28
Voll j n Aktion
SCHMETTERLINGE FLIEGEN IN ZICKZACK
LINIEN. WOBEI IHRE FLÜGEL ACHTER-
FIGUREN BE5CIIRLIPEN.
als ihre mickrigen Verwandten.
In Wirklichkeit ist es aber so:
Je größer das Insekt, umso lang
sanier schlägt es mit seinen
Flügeln. Große Schmetterlinge
wie der Schwalbenschwanz
bewegen die Flügel nur fünfmal
pro Sekunde. Die mittelgroßen
Hummeln schwirren mit etwa
200 Flügelschlägen und einige
winzige Mücken — nur halb
Paar Flügel, die unabhängig
so groß wie eine
EIN MAIKÄFER KLAPPT SEINE PICKEN
SCHUTZGEHAUSE ZUR SEITE. PA MIT LR
SEINE HINTEREN FLUCELENTFAI IEN
UND EW/ONFLAITERN KANN.
29
Wimper - können über 1000-
mal pro Sekunde mit ihren
Flügeln schlagen.
F I üge lausstattun g
Schnelle Flieger wie Libellen
und Kleinlibellen besitzen zwei
voneinander be-
wegt werden
können. Andere
Insekten, darun
ter Motten und
Schmetterlinge,
Insekten
besitzen Haken, mit denen die
Flügelpaare zusammengehalten
werden. Im Flug bewegen sich
beide Paare gleichzeitig. Die
Käfer verwenden nur die neiden
hinteren Flügel zum Fliegen.
I )ie vorderen haben sich zu
einem Schulzgehäuse ent-
wickelt, das die hinteren Flüge
bedeckt Wenn der Käfer star-
tet, wird das Schutzgehäuse zur
Seite geklappt, damit das hin-
tere Flügelpaar loslegen kann.
23 ie man an der Decke landet
Besitzt ein Insekt nur zwei
Flügel, dann ist es mit Sicher-
heit eine Fliege. Bei den echten
Fliegen haben sich die hinteren
Flügel zu Balancier-Vorrichtun-
gen entwickelt. Damit können
Fliegen ihre Geschwindigkeit
und Position in der Luft ein-
schätzcn. Außerdem ermögli-
chen sie den Stubenfliegen,
kopfüber an der Zimmerdecke
zu landen. Wenn die Fliege
direkt unterhalb der Zimmer-
decke entlangschwirrt, hebt sie
die Vorderbeine und ertastet
MONARCF'FALTEK $ NP WELTRUSENDE.
JIDES IA-IFI FLIEGEN SIE VON KANADA AUS
BIS NACH KAI IFOIN'EN.' IUSA) UNO MEXI-
KO. UM DER WINTERKÄLTE ZU ENWELIEHFN
SIE LEGEN TÄGL CH BIS ZU 1JB KM ZURÜCK
30
ut’T
1
äiSKw?
streicht sich etwas Alleskleber
aut die Füße, der so stark ist
dass er das Körpergewicht
trägt. Dann könnte man als
Mersch selbst an Wänden und
die darüber befindliche Fläche.
Dann schwingt sic ihren Körner
hoch wie ein Sportler am Barren
- und landet mit vier weiteren
Füßen auf der Decke
BEIM LANDEN WINKELT DIE
KRIEBELMÜCKE HREBE'xE
AN, UM DEN ETOSS
ABZUDÄMPFEN. DIE
KRALLEN HELFEN.
PEN LANDE-
PLATZ ZU
GREIFEN
DIE GRÖSSTE FLIEGE DER WELT HAT DIE
GRÖSSE EINES DAUMENS.
Qlebrige Füße
Außer dieser verblüffenden
Landung können Fliegen auch
noch ganz munter kopfüber
laufen. Das funktioniert, weil
sie eine Art Haftstreiten an
ihren Beinen haben. Man muss
sich das so vorstellen: Man
Rin Blick auf die Beine
Insektcnbeine sind - wie unsere
auch fürs Gehen, Rennen und
Hüpfen gedacht. Allerdings
stellen sie die Mcnschenbcinc
total in den Schatten. Werfen
wir mal einen Bick auf die
I n 5 E K I B. IS
* Diese
X enorme
Sprungkrafl ist
auf gummiartige
Stellen am unteren Ende der
I lintcrbciue zurückzuiühren.
Diese Stellen werden von
Muskeln lest zusainnienge-
drückt, bis der floh sprung-
bereit ist Sobald sieb die
Muskeln entspannen, wird
der Floh mit einem deutlich
hörbaren „Klick' nach oben
katapultiert.
Grashüpfer und I leuschrecke
Sie haben lange, kräftige 1 Im
terbeine, mit denen sie beim
I lüpfen wie Raketen davon-
schncllen. Der weiteste
Sprung den eine Heu-
schrecke durchführte;,
war 50 cm — das \
ist das Zehnfache s\ \
ihrer Körper-
/h 1 1 <k1
^pjgßgr.' sprung-
Asse
| Insekten -
,* allen voran d
* Flöhe haben
es im Springen zur
Meisterschaft ge-
bracht. Ein gut durch
Bll '-VEITEN
SPRÜNGEN ENI-
FAI FtN GRASHÜPFER
UND HEUSCHRECKEN
IHRE HÜGEL UND
GLHEN IN GLEIT
FLUG ÜBER. i-*'«!
AB ALS EINE WELTRAUMRAKETE.
trainierter menschlicher
Athlet kann gerade mal so
hoch wie seine eigene Körper-
größe springen, beim Stab-
hochsprung vielleicht dreimal
höher. Ein Floh kann — ohne
Training und Aufbaunahmng-
100-mal so hoch wie seine
eigene Körpergröße springen
32
G ehmechanismen
Nicht alle Insekten können so
spektakulär springen. Die meis-
ten begnügen sich mit Gehen
und Rennen. Lange Zeit konnte
man sich nicht genau vor-
stellen, wie ein Insekt mit sechs
Beinen gehen kann, ohne stän
dig über sich selbst zu stolpern
V y I. I. i >
Erst mit I lilie der
Zeitlupe konnte man
genau sehen, wie
sich Ameisen
fortbewegen. Beim Gehen
bleiben drei Beine auf
dem Boden, wahrend
die anderen drei nach
>. vorne bewegt wer-
i h den. Es schwingen
immer Vorder-und
‘ > Hinterbein auf der
einen sowie das
mittlere Bein auf
der anderen
Seite vor, wäh-
rend die anderen drei Beine
Aktion
K rabbelmuskulatur
Dass Insekten so geschäftig
henimwnseln können, hängt
von den Muskeln in der Brust
also dem mittleren Teil des
Körpers, ab. Die Brustmuskula-
tur ist ständig damit beschäftigt,
die Beine hin und her zu bewe-
gen, während die Muskeln in
den Beinen für das Biegen der
Gelenke zuständig sind.
S print-Wettbcwcrb
Wenn Menschen, Katzen oder
Pferde schnell rennen, kommen
sie an einen Punkt, an dem sich
alle ihre Beine auf einmal in der
I uft befinden. Bet Insekten
spick es jedoch keine Rolle,
wie schnell sic sich
EIN HUNGRIGER FLOH
KANN IO CiW HOCH
UND BIS ZU 600-,WAL IN
PER STUNDE SPRINGEN.
aut dem boden
bleiben. Genau be-
trachtet, ist es bei
uns genauso - 50%
unserer Beine haben
Kontakt zum Boden,
die anderen 50%
schwingen vor.
33
INSEKTEN
R ESENWAN7FN PADDELN MIT DEN HINTEREN
Megaintep.essant
St »- ->PIXNJ| k-R \.JPL<
i,AS<N’S< ' v >M W Kö auf '
N-l Fl rn:l'! • U.7FK TRHRfN
ätDAUM::\ .•'•NSFDFKrArtTM
' VON Ztt ! I .1 N -IIS SIE VON H*H<
Bris-: zum Nächst .x Ftrnttc
•_ I1ÄTZ<£WO t'tRDfcN.
UND MITTLEREN BEINEN, MIT DEN VORDEREN
FANGEN SIE IHRE 9EUTL
ihrer Beine immer auf dem
Boden bleiben. Schön lür sic,
wirst du jetzt sagen, das kommt
wohl daher dass sich Insekten
einfach nicht sehr schnell fort
/Sekunde. Ein ren
nender Kakerlak
। erreicht dagegen
eine Spitzengcschwin-
/ digketl von etwa 5 km/h
Das sind 40 Körpcrlängen
pro Sekunde!
A Ilzwcck-Beine
Insektenbeine werden nicht nur
bewegen. Al>er damit liegst du
zum Gehen, Rennen und Sprin-
total daneben’
gen verwendet. Schtnetlcr-
DIE GOTHSANRETf HIN EÄNGTIIIRE HEUIE
MIT DEN VORDER «EINEN. DIE MIT STA-
CHELN UNP HAKEN BEWEH RT S INtX
Nahrung schmecken,
während Bienen zum Pollen
sammeln spezielle Bürsten
und Körbe auf ihren Beinen
besitzen. Grashüpfer können
Ein Mensch kann 35 km/h
schnell rennen. Das entspricht
etwa vier Körperlängen pro
linge können mit de
Vorderbeinen
„singen", indem sie ihre Hinter-
beine gegen die Flügel reiben,
und Grillen hören mit ihren
.Ohren', die auf den Knien
sitzen. Beine können auch
zum Graben, Schwimmen
und Wasserläufen verwendet
werden Bei einigen Insekten
wurden die Beine zu Jagdwaf-
fen um gewandelt. So besitzt
die Gottesanbeterin mächtige
Vorderbeine, mit denen sie
ihre Beute fängt und festhält,
während sie sie verschlingt.
U nechte Beine
Raupen sind sehr trickreich. Sie
scheinen zig Beine zu haben,
doch tatsächlich haben sie
nur sechs - genau wie
Die Beine sitzen vor-
ne. Sie dienen zur Fort
Bewegung und beför-
dern Blätter zwischen
die Kiefer der Raupe,
w Alles andere sind
Muskeln, die aus dem
Körper herausragen und
an der Spitze nut I laaren
versehen sind. Damit kann
sich die Raupe am Untergrund
lesthaltcn. Doch damit nicht
genug: Einige Raupen können
sich sogar an einem seidenen
Sicherhcitsfadcn von den
Baumwipfeln fallen lassen!
fiwr SCHWAt 6F s|$CI IWANZRAUPt
UMKLAMMERT EINE PFLANZE
INSEKTEN
ARCHITEKTEN
Die meisten Insekten leben als No-
maden, d.h. sic ziehen von einem
Ort zum anderen. Solange sic Futter, einen
Paarungspartner und ein Versteck linden, sind
sie zufrieden mir der Welt. Einige bauen zum Schutz
ihrer Eier und Jungen Nester, andere - die Staaten
bildenden Insekten — leben in Kolonien zusammen.
Z usanimenleben
Arbeiterinnen die sieb uni das
Zu den Staaten bildenden Insek-
ten gehören Termiten, Ameisen
und einige Wespen und Bienen.
Jede Kolonie besitzt eine Köni-
gin, die sämtliche Eiei legt. Alle
anderen Bewohner des Staates
Nest, die Jungen und Nahrung
kümmern. Manchmal gibt es
noch Soldaten, die das Nest
verteidigen. Sic alle leben als
Großfamilie zusammen.
sind ihre Nachkommen Die
meisten sind
EINE WC5PEN-
KÖNIGIN FORMT
PIE WÄNDE DES
NE5TSZU SCHICHTEN
UM DIE EIER DAR N
ZU SCHUTZEN.
K önigliche Heimwerker
Große kamihen brauchen ein
großes Heim, und das bedeutet
viel Arbeit. Einen Großteil der
Bauarbeiten erledigen die Arbei-
terinnen mit 1 lille ihrer
.Mundwerkzeuge. Wenn aber
eine Wespenkönigin aul die
Idee kommt, einen neuen
Staat gründen zu wollen,
dann muss sie viele Arbeiten
selbst austuhren. Im Frühjahr
rkaut die Königin I lolzfasern
und verwandelt sie in brei-
artiges Pappmaschee Das
ist ihr Baumaterial.
Zuerst baut sie einen kurzen
Stiel, aul den sie ein schirm-
artiges Dach setzt. Darunter
36
A R C H 1 T K K T T N
konstruiert sic eine Wabe mit
einem halben Dutzend Karn-
mern, in die sic ihre ersten
Eier legt Während sie
darauf wartet, dass
die Jungen schlüp
HgajSffi fen, baut sic um
die Wahe weitcrc
Schichten als
\ Schutz gegen
’ Wind und
Regen. Sobald die jungen Wes-
pen groß genug sind, führen sie
die Bauarbeiten fort und das
Nest hat bald die Größe
"* eines Basketballs. Im Früh-
ha ling und Sommer können
hier bis zu 10 ()()() Wes-
H pen leben. Die meisten
( w haben aber nur eine kurze
JB Lebenserwartung und stcr-
ben bald vor Erschöpfung.
V Einzelgänger
। I )ie meisten Wespen und
L Bienen sind Singles: Sie
ziehen ein Leben als
' Einzelgänger dem hek-
tischen Leben in einem Staat
vor Sic liclxm das Alleinsein so
sehr, dass sie nicht einmal ihren
frisch geschlüpften Jungen be-
gegnen wollen. Um zu zeigen
dass ihnen ihre Pilege dennoch
am Herzen liegt hauen sie ihre
Nester an Orten wie alten
FEIPWESPEN FÜTTERN IFIRE LARVEN, DIE
SICH IN PEN NE5T7EILEN ENTWICKFIN.
MII VORCEKAUTEN RAUPEN.
I N $ JE: K t ii N
LINE GRASWESPE »ALT AUF EINEM HA1M
EIN SCHI AMMNfSTFUR EIN HN7ICK II
Spinnenh üblen, hohlen Bflan-
zenstängeln, Raumhohlrn und
sogar Schneckenhäusern
Manche Wespen und Bienen
sind noch fürsorglicher Die
Sandwespe gräbt ein I och in
den Sandboden, in das sie ein
Ei und eine fette Raupe als
Mahlzeit für ihr Junges legt.
Maurer, Töpfer, Zimmerleute
Sand ist nur einer von vielen
Baustoffen die von allein leben*
MEGAINTERE55AN7
IN EINEM EINZIGEN I.AIIK KANN EIN
ÖIENLNVO1K Hb ZU 45 KG HONIG
PRODUZIEREN: DAZU MUSSEN DIE
ÄKEtlTERINNI N IEDEN TAG ZWEI
bis drei Millionen Bi.uien
ALIIS'JCHIN UND DEN NEKTAR
El iNS AMMELN.
den Wespen und Bienen ver
wendet werden. Mauerb cnen
sowie Grab- und Lehmwespen
konstruieren aus feuchten Erd
kägekhen Schlammnester. Das
Mauerbicncn- Weibchen spürt
eine Mauerspaltc odfef ein altes
Käferbohrloch auf Dorthin
transportiert cs nun Schlamm
und formt daraus eine Zelle, die
cs mit zerkauten Blättern und
I ierhaaren auskleidet. Dann
stoplt es die Zelle ir.il Blüten
pbllen und Nektar voll und legt
ein Ei darauf. Die Biene über-
dacht die Zelle mit einem
Schlammdeckel.
Weibliche Hplzbienen bc
Vorzügen Holz als Baumaterial.
Zum Nestbau nagen sie einen
Tunnel in das Elolz. Danach
38
A < C H I TJb K r F N
schnitzen sic mit Hilfe ihici
Kiefer eine Zelle hinein, in die
uc e r Ei legen.
H onig als Babynahrung
Gezüchtete Honigbienen führen
ein Viel leichteres Leben. In del
und I Innig gefüllt. Die jungen
Bienen werden anfangs mit
„Gelte Royale1' (einem nährstoff
reichen Speichel der Arbeiter- ;
bienen), später mit 1 lonig und
Pollen gefüttert.
A nieiscnarchitektcn
Wenn es um den Nestbau geht,
sind Ameisen sehr erfinderisch.
Wildnis bauen diese Staaten
bildenden Insekten ihren
Bienenstock in hohle Bäume
BIENENKÖNIGINNEN KONTROLLIEREN
IHR VOLK DURCH DÜFTE.
oder I .öcher
in Felswän-
den Sic sind
leben
IN KLEINEN KOLONIEN. PIE KÖNIGIN BAU!
DAS NEST INVERIASStNE MAUSELÖCHER
ODE R IN BÜSCHEL AUS DICHTEM GRAS.
aber überglück-
lich wenn sie die von
Imker aufgestellten künst-
ln heb Bienenstöcke ihr
Zuhause nennen dürfen.
Ein großes Bienenvolk
kann aus 801)1)0
Arbeiterinnen und
einer einzigen Köni-
gin bestehen Der
Bienenstock ist mit
mehreren Wabenreihen
angefüllt. Jede Wabe
besteht aus Hunderten sechs-
eckiger Zellen, die aus Wachs
hcrgcstellt werden, das die
Arbeiterinnen aus ihrem Körper
absondern. In einigen Zellen
befinden sich Eier und Larven
Andere sind mit Blütenpollcn
39
DIE ARBEIIERINN:N PER WEBERAMEI5EN
BAUEN EIN BAUMNEST. EINE KOLONIE KANN
MLf 1RLRE NESTER H EWOHN EN.
nebeneinander. Kleinere
Arbcitcranieisen halten Larven
genannt)
ist mehrere
Ameisenschichten
dick rind sehr gemütlich!
K agenhaftc Weber
Die Weberameisen ferti-
gen Baumnester an . indem
sic große Blätter zusanimen-
nähcn ( .nippen aus Arbeiter-
amciscn ziehen zwei Blätter
herbei und halten sic dicht
Wandcramciscn brauchen z.B.
keinen festen Wohnsitz, weil
zwischen ihren Kiefern, die
klebrige Seidenfäden abson-
dern. Mn diesen Seidenfäden
sie ständig in Bewegung sind.
werden dann die Blätter an den
Stattdessen schlagen sic ihr
Lager in einem „Bchcllsncst"
Kanten zusammengenäht.
aul, das sie aus ihren eigenen
U nterirdische Städte
Körpern bilden! Sic kuscheln
sich auf dem Boden dicht an
einander und fassen sich an den
Hißen. Das Nest („Biwak“
Unterirdisch leben-
de Ameisen bauen
Nester, die wie
Städte im Mini-
MirAIMHtr.SANT
In Jacan EMTbECKTii man i:inf
• b .1- ÄMESEkW'vi Sn-
3UQ Mn.i MNtN
ÄHh<n nir ;\ 45 ::<h
NtS11R.Vl.tli; FN.. J < .
Ä
r-1 n e
i
JBr ZESSION
A'J!> BlAI I-
SCHNEIDER-
IN AMEISEN TRACT
PFI AN7FNTFILE INS
NIST. IM DAMI* DIE
PILZCÄRl FN 70 DÜNCEN.
Architekten
formal aussehen. Nach der
Paarung sucht sich die Ameisen-
königin einen Erdspalt und gräbt
eine kleine Kammer. Dort hinein
legt sic ihre ersten Eier und Be-
wacht sic, bis die Jungen schlüp-
fen. Sobald die ersten Arbeiter-
Verlässt eine
Königin das
Nest, um eine
e^re
7ii gründen, nimmt
sie winzige Pilzteile
für einen neuen Pilz-
ameisen da sind, verwandeln sie
garten mit.
die Kolonie in eine Baustelle
Sie graben immer tiefer und
bauen dabei em Labyrinth aus
Tunneln und Kammern. Die
Hauptkammer gehört der Eier
legenden Königin. Daneben
befinden sich die Kammern für
A mcisenhügel
Einige Ameisenkolonien legen
auf der Spitze ihres Nestes
einen Hügel an. Am auilälligs-
ten sind die Hügel der Wald-
die restliche Kolonie. Manche
von ihnen enthalten Eier, ande-
re Larven und Puppen.
U nterirdische Gärten
Blattschneidcramcisen sind tolle
Gärtner! Es mag vielleicht selt-
sam klingen, aber diese
Ameisen bauen wirklich ihr
eigenes Fuller au Pilze näm-
lich. In ihren uu
ziehen die
Pilze aui einem
Dünger, der
aus zerkauten
Blättern und
Ameisenkot
hcrgestellt wird
INSEKTEN
amciscn, die aus unzähligen
Tannennadeln bestehen. Bei
Hügel hüfthoch sein. Wald-
ameisen ernähren sich von
einer großen Kolonie von rund
Insekten und eine Kolonie
kann täglich Tausende von
Beutetieren erlegen.
WO 000 Ameisen kann dieser
Z wei Herrscher
Nur Termitenkolonicn haben
einen König und eine Köni-
gin. Die Königin legt die
Eier, die der König be-
fruchtet (bei Staaten
bildenden Wespen,
Ameisen und Bienen
stirbt das Männchen,
das die Eier befruch-
tet hat, bevor die
Kolonie gegrün-
det wird). Ihr
I .eben lang legt
die Königin alle
paar Sekunden ein Ei.
Dieser Job lässt sic
zu einer (eiten
Wurst anschwel-
len. Da sie nun zu
dick ist, um sich zu
bewegen, muss sic sich
von den Arbeite
rinnen füttern und
pflegen I assen.
T: ermitenh ügcl
Die größten Insekten
Bauwerke sind Fcrtnitcnhügel.
Die Nester afrikanischer Ter
DIESER HÜGEL WURDE VON AFRIKANI-
SCHEN IFRMITEN ERBALT DIE SCHIRM-
FÖRMIGEN DÄCHER SOLLEN DAS NESI
WOHL von UNWETTERN SCHÜ I ZEN
Architekten
DIE DICKE TCRAAITINKÖNIGIN WIRD VON
ARRLITERINNEN VERSORGT DIE GROSSE
TERMITE IM VORDERGRUND IST DER KÖNIG
miten erreichen oll eine Höhe
von 7,5 m. Im Verhältnis dazu
müssten wir Menschen einen
9,6 km hohen Wolkenkratzer
erbauen! Jeder dieser Hügel wird
aus Erdklümpchen, vermischt
stellt.
Ein Fermitenhügcl funktioniert
wie eine klimatisierte Wohnung.
Vom Nest wird wanne Luft
ahgesaugt und durch
kühlere von oben
ersetzt, sodass die
Termiten in der
Hitze, die durch
Millionen von
DIF SOLDATEN
SCHÜTZEN DAS
TEItMITENNEST
VOR ANCREIEERN.
Körpern entsteht nicht gerostet
werden. Unter dem Hügel be-
findet sich das bis zu ? m große
Nest. Darin liegen die Kammer
der Königin, I arvenstuben und
Pilzgärten. Viele Gänge führen
vom Nest in den Hügel Diese
Gänge werden von den Arbeite-
rinnen verbreitert oder verengt,
um den Lidtslrom zu regulieren
Dadurch wird erreicht, t
dass die Temperatur I
im Nest höchstens um /
ein Grad schwankt. I
1 N 5 l K I (• \
STOLZE ELTERN
Nach unserem Ermessen sind Insek-
ten schlechte Eltern — die meisten
verlassen ihre Eier, sobald sic gelegt sind, und
überlassen die Jungen ihrem Schicksal. Dafür
produzieren sie Unmengen von Kindern - und bevor sie
eine Großtamilie gründen, brauchen sic etwas Romantik!
W ic locke ich Partner an?
Wenn Männer und Trauen be-
sonders attraktiv wirken möch-
ten dann umgeben sic sich mit
Parfüm und Rasicrwasscr. Die
Bei den Motten sind cs die
Weibchen, die romantische
Duitstoffc absondern. Beim
Kleinen NIachtpfauenaugc ist
der Geruch des Weibchens so
Insekten machen cs ähnlich;
Schmetterlinge und Motten
sind echte Duftkcnncr. Bei ei ni-
gen Schmetterlingen fliegt
das Männchen an einem
Weibchen vorbei und
besprüht es mit wohl
riechendem Staub.
Dieser Dult bewirkt,
dass das umnebelte
Weibchen zur Landung
ansetzt und das Männ-
chen zur Paarung einlädt
cs Spuren dieses Parfüms wahr-
genommen hat, startet cs durch,
um die Trägerin dieses Duftes
ausfindig zu machen.
betörend, dass selbst ein kilo-
meterweit entferntes Männchen
nicht widerstehen kann. Sobald
SC H METTE V
EINGE UND
MOTTEN NEHMEN
MIT DEN fÜHLEKN
GERÜCHE WAHR. BEI
EINIGEN MOTTENAKTEN
KÖNNEN DIE MÄNN-
CHEN EIN WEIBCHEN
AUS EINER ENTFER-
NUNG VON ÜBER
11 KM ERSCHNLP
PERN.
Stolze El t r. n n
L icbeslieder
Grillen zirpen und
Zikaden singen, um Part-
ner auf sich aufmerksam zu
machen Und je lauter sic zir-
pen. umso romantischer klingen
sie für ihre Paarungsparlncr.
Männliche Zikaden können
eine Lautstärke von 100 Dezi-
bel erreichen - das ist lauter als
ein Staubsauger, der auf Hoch-
touren läuft! Das Männchen
„singt" indem cs rasend schnell
Knackgeräusche erzeugt. Dazu
benutzt cs so genannte Trom
inelorganc, die sich auf beide
Seiten des Bauches befinden.
WENN EIN ZIKADENMANNCH EN .SINGT",
WERDEN DIE KN AZ KG t RAUSCH t. DIE Ei
AMT SEINEN 1 RO/AAaELDRGANVN
ERZEUGT, DURCH
LUmÄCKt IAA KÖR-
PER Vt RS IÄKK I.
Die meis-
ten Insekten
wollen die
Paarung schnell
hinter sich brin-
gen. Nur I ihellen
und Kleinlibellen ver-
harren bis zu 10 Stunden
lang in leidenschaftlicher Um-
armung! Außerdem vollführen
sic dabei akrobatische Verren-
D ie Glut der Liebe
Lungen bindet ein verliebtes
Glühwürmchen sind eigentlich
Käfer. Ihren Namen verdanken
sic den Männchen, die nachts
Lichtfunken aus ihrem Bauch
aussenden, um eine Partnerin
anzulocken. Das Licht entsteht
durch chemische Stoffe im
Körper der Glühwürmchen
P aarungsmarathon
Aul die romantische Begegnung
folgt dann die Paarung
BH DER PAARUNG UWASS I DAS
KlEINILIÜCILEN MÄNNCHEN
(RECHTS! DEN HAIS DES WEIB
CHENS. DAS SEINEN
SCHWAN7 NACH
VORNE SIEGT.
K l I N
CIN SriNKKAFERWEIBCHEN
BEWACHT SEINE El ER AN
EINEM PELANZENSTÄNCCL.
1 n s >:
Männchen
ein williges Weib
dien, dann schlingt cs
t seinen Hinterleib um
dessen Hals. In diesem
vom, um mit der St hwanzspitze
Sperma aus einer Bauchtasche
des Männchens aufzu nehmen.
C. efährliches Treffen
Gottesanbeterin-Männ-
chen leben gefährlich.
Wenn sie nicht
vorsichtig sind,
können sic von
ihrer Geliebten
zum Abend-
essen verspeist
werden! Das
Weibchen ist
großer als das
Männchen und
verschlingt Ver-
ehrer gerne mit
I laut und Haa-
cn. Um diesem
Schicksal zu ent-
gehen, bewegt sich
das Männchen sehr
vorsichtig aul das
Weibchen zu. Es winkt
il den Fühlern, stampft
den Füßen auf und
wackelt mit dem Körper, um zu
zeigen, dass seine Absichten
ehrenhaft sind Dann springt cs
aut den Rücken des Weibchens,
sodass es sich außer Reichweite
der stachclbcsetzten Vorder
beine befindet Puh, geschallt!
festen „Halsgriff" fliegen
sic davon. Sobald sie ge-
landet sind, rollt das Weib
chen seinen Körper nach
W egwerf Eier
Nach der Paarung müssen
Insekten einen Platz für die
Eiablage finden. Für manche
46
S I U L /. I l L T *. K N
DIE BI AUE SCHMEISSFLIEGE HATIHR-N
NAMEN VON PER FARBE IHRES HINTERLEIBS.
pifsf liier legtihre eierauf fleisch ab.
scheint diese Arbeit eher eine
Nebenbeschäftigung zu sein.
Mit ein paar Zuckungen des
Hinterleibs verstreut das Weib-
chen der Gespenslschrecke seine
Eier wie Konfetti. Da sic die
Eier jedoch weitläufig in der
Gegend verteilt, macht sic cs
Feinden schwer, sic zu finden.
E iervcrstccke
seinen Eiern einen guten Start
Alle Insekten suchen für ihre
ins Leben zu
sichern. Mit
seinem Rüssel
Pit HAUS"
SCHABE BEWAHR!
IHRE EIER IN EINEM
SPEZIEILEN GEHÄUSE
AUF. DAS AN IHREM
H NTERLF B BEFES
TICT IST UND DAS SIE
BIS ZUM SCHLÜPFEN DER
JUNGEN MIT SICH I RAGT.
Eier einen Ort, an dem es reich
lieh Nahrung und
Versteck-
inöglichkeilcn gibt. Deshalb
legt die Blaue Schmeißfliege
ihre Eier aul einen Kadaver. Em
Maus- oder Vogclkadaver stellt
einen riesigen Hcischvorrat für
die schlüpfenden Maden dar.
Der cichelfressendc Rüssel-
käfer nimmt sich viel Zeit, um
47
1 X $ I K T E X
L> E5E KAFEKLAKVtN WLRPEN VON IHREN
ELTERN Vf IUA55EN, POCH IHRE STACHELN
SCHÜTZEN SIE VOR FEINPEN
bohrt er ein Loch in eine frische
Eichel, dreht sich um und
injiziert ein Li in die Eichel.
Wenn dann die Riisselkäfer-
made schlüpft. befindet sic sich
inmitten von Futter’
Andere Insekten sind Meister
im Verstecken ihrer Eier. Man-
che Wasserwanzenarten verber-
gen ihre Lier so gut in Stängeln
von Wasserpflanzen, dass kein
Eierdicb sie aulspüren kann
Heldenhafte Beschützer
Manche Insekten lassen ihre
Lier nie allein. Sie tun alles, um
sie gegen Feinde zu verteidigen
Lin Beispiel dafür ist ein win-
ziger Blasenfüßer, der sich von
Pilzen ernährt und in den
Regenwäldern Panamas lebt
(Blasenfüßer sind schlanke In-
sekten mit zwei Paar schmalen,
am Rand behaarten Flügeln).
Die Weibchen beschützen
nicht nur ihre Eier, sondern
bleiben auch nach dem Schlüp-
fen bei den Jungen. Am Tage
MtCMNTEftESSANT
MÜHMHCHF T^sZRJFffN
l :l> KKHt..HhN .1 IKi:K P.AICINFRH D
I U'ITEHPÄKF-TE ALS ,H( > TI/, ir-. ,
Geschenk'. Das Ieä henk j
ELSTEIiTAUSl-WHKI f-N, [jlE . 1
in Srjnr kingpvigkelt
Vl.lt >l\.
4«
S r o i z f F. i i r r \
führt das Weibchen die Jungen
zu Futterplätzen und a:n Abend
bringt sic alle unter der Rinde
eines Baumes in Sicherheit.
0 uper-Papa
Zwar kümmern sich die wenigs-
ten Insektenvätcr um die Auf-
zucht der Jungen, doch es gibt
BLATTLÄUSE GEBÄREN LEBENDE
JUNGE - UND ZWAR OHNE PAARUNG!
BSjuper-Mama
Die Ohrwurmniulier gräbt unter
Steinen ein Loch in den Boden
und legt 2Ü bis 50 perlweißc
Eier hinein. Bis zum Schlüpf-
termin dreht sie sic immer
wieder um und befreit sie von
Schmutz und schädlichen
Pilzen Nähert sich ein
Feind, dann droht sie
ihm mit ihren scharten
Scheren Nach dem
Schlüpfen füttert sic
die Jungen, indem sie
Nahrung aus ihrem
Magen hcrvorwürgl.
Ohrwurmbahys
bleiben meist eine
Woche lang bei ihrer
Mutter, bis sie für
sich selbst sorgen
können. Wenn die
Jungen nicht gehen
wollen, dann hat
Mama eine gute
Methode sic zu
überreden sie
versucht sie
auf zu fressen!
Ausnahmen. Das Männchen der
Riesenwanze lässt sich vom
Weibchen einen Stapel Fier auf
den Rücken kleben. Die Eier
haften am Papa, bis die Jungen
schlüpfen Er trägt sie mit sich
herum und streichelt sie, damit
sie sauber bleiben. Das ist ein
UM rEINP: ABZUWEHREN, PiE DEN
JUNGEN GEFÄHRLICH WERDEN KÖNNEN
SONDERT DAS WEIBCHEN DES STINK
KÄFERS :INEN ABSCHEULICH RIECHEN'
PEN PUFTSTOfE AB
1 N S E K. T B N
hartes Stück Arbeit:
Weil die Eier ihn so
beeinträchtigen kann er
nicht mal Nahrung suchen.
Kampf ums Überleben
Insekten müssen viele Nach-
kommen hervorbringen, um das
Überleben der Familie zu
sich unsichtbar.
Beim Schlürfen
sichern (junge Insekten sind be-
liebte Snacks für Vögel und
andere Tiere). Junge Schaum-
von Pflanzensaft sondern sic
eine schäumende Flüssigkeit
aus dem f lintcrleib ab. So
AUS DER PU PPI GEHT EIN
SCHMETTERIINC HERVOR. DER
SICH VON EINER RAUPE
ZU EINEM WUNDER-
SCHÖNEN INSEKT
ENTWICKELT
HAT.
zikaden haben herausgefunden,
wic man es verhindert,
verspeist zu wer-
den: Man
macht
sind sie bald von Schaum über-
zogen und damit unsichtbar.
E rwachsenwerden
Vom Ei bis zum erwachsenen
häutet sich das junge Insekt
mehrere Male, um sein Außen-
STOLZE
skelett zu vergrößern. Insekten
wie Schaben, Grillen Ohr-
würmer und Kleinlibellen
\ sehen schon hei der (ieburt
I wie ihre Eltern aus Sie
machen beim Erwachsen werden
eine so genannte ,.unvollständi-
ge Metamorphose" durch. Das
heißt, dass sie sich während
der Häutungen nicht sehr stark
verändern. Meist sprießen
ihnen nur ein Paar Flügel und
der Appetit wird größer. Von
zehn Insekten entwickelt sich
eines auf diese Art und Weise.
S tanke Veränderung
Neun von zehn Insekten durch
laufen auf ihrem Weg zum
erwachsenen Tier eine „voll-
ständige Metamorphose".
Das heißt, sie verändern sich
stark. Die 1 arve, die aus dem Fi
schlüpft, ähnelt Mama und Papa
überhaupt nicht. Wenn die Lar-
ve groß genug ist, häutet sie
sich zum letzten Mal I )ie neue
Haut verhärtet sich zu einem
Schutzgehäuse, der Chrysalis
(cs gibt auch Insekten, die um
die Puppe einen Scidenbeutel —
oder Kokon - spinnen) Dieses
Puppenstadium verläuft äußer-
lich ganz ruhig, während im
Innern der alte Körper zerfällt
und ein neuer Körper entsteht.
Aus dem Puppenstadium geht
I
EIN SCHAUMMANIH SCHÜTZT PtN
WEICHEN KÖRPER DER SCHAUMZIKADE
VOR PIM AU5TROC KN L N
It I. ‘I E l< N
WENN SICH Kl E INI IHFI LEN
7UM LETZTEN MAI HÄU-
TEN. PUMPEN SIE BLUT
IN IHRE NEU GEBILDETEN
FLÜGEI. DAMIT SIE SICH
ZU IHRER VOLLEN CROSSE
ENTFALTEN KÖNNEN.
ein völlig
verändertes
Insekt hervor.
Zu den Insek-
ten die dieses
I .arven- und Pup-
penstadium durch
laufen, zählen Fliegen,
Ameisen, Bienen,
Wespen, Motten und
Schmetterlinge.
Insekten
SUPERSINNE
Cehirnmäßig haben Insekten nicht
J viel zu bieten. Das Insektenhirn
enthält zwischen einigen tausend und einer
Million Gehirnzellen — je nach Insektenart.
Wir Menschen besitzen dagegen einige hundert Milliar-
den graue Zellen. Aber Insekten machen die fehlenden
Gehirnzellen durch unglaublich gute Sinnesorgane wett.
S uper-Augen
Das Insektenhirn ist zu 80%
tet. Bei der Libelle beispiels-
weise nehmen die Augen den
damit beschäftigt, Informatio-
nen von den Augen und Fühlern
zu verarbeiten. Das wird ver-
ständlicher, wenn man die Grö-
ße von Insektenaugen betrat h-
Großlcil des Kopfes ein — wie
bei uns Menschen die 1 laarc
Libcllenaugcn sind so groll und
vorstehend, dass sic oben auf
i*^?i
MIT HU IE IHRER ImL
RltSICfN AUf.fN,
DI E UM DEN CISAM
TEN KOPF VERLAUFEN.
KÖNNEN LIBELLEN IN FAST
ALLE RICHTUNCEN SEHEN.
EINZELAUCE
EINE WESPE BESITZT
DREI UNZEIAlkitN
AUF DEM KOPF
UND EIN
CROSSES. . «
HERVOR
STEH INDES
FACEI I EN- .
AUGE AUE
JEDER SEITE JH
dem Kopf
w beinahe zusammen
V stoßen. Dadurch kann
F eine Libelle, die aul
einem Schiligrashahn sitzt,
nach oben, unten, vorne und
hinten sehen, ohne auch nur
Die kleinsten werden
F Finzclaugcn genannt und
bestehen aus einer Schicht
lichtempfindlicher Zellen. Die
Einzeläugen können zwischen
hell und dunkel unterscheiden,
aber keine Bilder erzeugen.
' FACETTEN
AUCE
den Kopf zu bewegen. Das ist
Diese Aufgabe übernehmen die
ein Trick, der Libellen zu erbar-
mungslosen Insekten jägern
macht.
Das Sehvermögen der Libelle
ist so gut, dass sic selbst in der
Dämmerung noch auf Mücken-
fang gehen kann, wenn wir
längst nichts mehr sehen.
Extra-Augen
Der Mensch besitzt zwei Augen
die so ziemlich gleich ausse-
h . hen. Insekten aber können
vier, fünf oder noch nicht
unterschiedliche Augen
i ’ über den ganzen Kopf
verteilt haben
größeren Augen, die so genann-
ten Faceltenaugtn. Jedes
Faccttenaugc ist mit Hunderten,
ja Tausenden winziger Linsen
ausgcslailet (bei einigen
Libellen sind cs fast 30 000).
_ -j d T-:j: T -J’ . • i •?
Megainteressant -f
Manche Nachti^kitis sind
hseö 1 EINT Lnhtmljeii.i
i; SH KST MIT K DECKTEN ÄUGEN j
'vuviim/'C iis. D i; Grund DM; ;e
w >wnziclL<hts
DJE ÜBER DEM (..ESAMTEN KCR?£R :
VERTl’.LT SEND. •;
. ..
53
I n S e k t i -: n
DIE BEIN IÄSCHEN VOLLER POLLliN. FLIEGT
EINE BIENEMIT HILFE IHRES ULTRAVIOUT
TEN SEHVERMÖGENS ZUR NÄCHSTEN BLÜTE.
Wir wissen nicht genau, was
Insekten mit ihren Facettcn-
augen sehen können, doch auf
jeden Fall können sie unwahr-
scheinlich gut Bewegungen
wahrnehmen.
Larven besitzen meist nur
Einzelaugcn, erwachsene Insek-
MFCAINT? RfSSANT
F NF ARBFITERStFNt-. V'«I Hl I .1
EINEN BESONDERE TäNZ. UM EIN
\m<i.<lnBl>l\ , J 11 Y
X'O ES NaHRUM,. <.'Hl. I1R Üfr.
7Eb(HAUENS)l\lilfMN OttMiN
AUEJ DK BlÜTENGSÜCIIE AH
: I Iinwis.
ten dagegen auch Facetten -
äugen. So haben Wespen z.B.
drei zu einem Dreieck angeord-
nclc Einzelaugen atil dem Kopf
und ein Facetten äuge auf jeder
Seite. Eventuell dienen die
Einzelaugen dazu, beim Fliegen
das Gleichgewicht zu halten.
TI befragendes Sehvermögen
Insekten nehmen mit ihren
Augen Dinge wahr, die dir uns
Menschen unsichtbar sind: So
z.B. ultraviolette Strahlung die
Teil des Sonnenlichtes ist und
beim Menschen Sonnenbrand
54
der Nase zu jf
tun. Insekten
riechen mit
den Fühlern, die
DIESE ARBClTERAMEIStN
VtRSTÄNDIGEN SICH MIT
DLN FÜHEHLN. SIETAU-
SCHEN ÜBER GERUCHS
STOFFE BOT-
verursacht. Viele Blu-
men besitzen Linien-
inuster die nur in ultra-
violettem I icht erkenn-
bar sind. Diese Linien —
auch Honigmaie genannt
führen die Insekten zum
Blütennektar. Mit Hille der
Honigmaie können sie auch
eine „Bicncnkcttc" zu ihrem
butter herstellen
F ühlt sich lecker an
Man sollte nun aber nicht
denken, dass alle
Insekten gut sehen kön-
nen. Ameise naugen sind
z.B. seht schwach - viele
Ameisen sind sogar blind.
Und doch kommen sic ohne
Probleme zurecht, weil
sic einen sagenhaften Ge
ruchssinn besitzen. Wenn
man jedoch bei Insekten
von Geruchssinn spricht,
dann hat das nichts mit
OOCKKÄfLR HABEN KLEINE
AUGEN, IHRE FÜHLER SINE?
JEOCCII VIERMAL LANGER
ALS IHR KÖRPER
mit winzigen,
geruchscmpfindliehen
I Lärchen überzogen
sind. Diese Antennen werden
________/auch zum Tasten
eingesetzt.
Ä'intisen-
Koniin unikation
Wenn sich zwei
n begegnen,
dann streichen sic erst einmal
gegenseitig über ihre Fühler,
um zu ertasten und zu riechen,
was die andere Ameise zu sagen
hat Wenn sic die Fühler gegen-
einander reihen, dann tauschen
sie dabei C.eruchsstoffe aus,
die Informationen
I N S I K I I N
über Nahriingsquellen, Fier,
Gefahren und anderes liefern.
So könnte z.B. eine Geruch sin-
formation bedeuten: „Komm,
wir tragen mal die tote Ameise
aus dein Nest." Ein anderer
die Soldaten, wir müssen das
Nest verteidigen!"
Ähnliches geschieht in einem
Bienenstock. Wird eine Honig-
biene angegrillcn, dann gibt
sie einen Gcruchsstoff ab Die
anderen Bienen nehmen ihn
wahr und reagieren, als ob je-
mand die .Alarmglocke geläutet
Geruch könnte heißen: „Ruft
hätte. Sic summen wütend in
der Gegend herum und stechen
alles, was eine Gefahr darstellen
könnte.
G eschmacksdetektoren
Wie wär's mit Riechen
durch die Füße? ( .enau das
tun Insekten, weil sie aul
ihren Füßen - und auf den
Mundwerkzeugen -
spezielle Gcschinacks-
härchen aufweisen.
Wozu die gut sind?
Nun, das Weibchen des
Kohlweißlings legt seine
Eier z.B. vorzugsweise
aul Kohl, weil er die Licb-
lingsspeise der Nachkom-
men ist Es kann Kohl von
anderen Pflanzer unter
scheiden, weil er nach Senlöl
schmeckt. Wenn das Weib-
chen also aul einem Blatt lan-
det, muss cs nur hcrumlaufcn,
um herauszufinden, um welche
Pflanze cs sich handelt.
AMT IHREN GROSSEN FACITTENAUGEN
UND UNZÄHLIGEN SINNESHÄRCHEN
KÖNNEN SICH FLIEGEN GUT IN PER
UMWELT ZU RECHTFI NPEN.
S I PERSINNE
Schwellung sicht
zwar wie eine Beule
aus, ist aber in Wirk
hehkeit ein Ohr, das
dazu dient, die Paarungsn.de
WENN MOTT EN El NC FLEDERMAUS HORtN,
I ASSEN SIE SICH AUF PIF ERDE PLUMPSEN,
UM NICHT GEFRESSEN ZU WERDEN
B erührung und Bewegung
Außerdem besitzen Insekten
auch noch winzige Härchen
aul dem Körper,
die empfindlich
auf Berührung
und Schwin-
gungen in der
Luft reagie-
ren Wer-
den diese
I larchen
umgcknickt,
z.B. durch
einen Gegenstand
oder eine Luftbewegung, dann
senden sic Ncrvcnsignale an das
Insekte ngchirn.
Durch die Wahrnehmung von
Luftschwingungcn können
Insekten z.B erfahren, ob sich
ein Feind nähert.
anderer Grillen aufzunehmen
Gottesanbeterinnen haben
die Ohren auf ihrem Brustkorb
während sic sich bei Haften
und einigen Mottenarten auf
den Flügeln befinden Bei Zika
den, Grashüpfern und anderen
MANCHE FLIEGEN RIECHEN VERWE-
SENDES FLEISCH KILOMETERWEIT.
S eltsame Ohren
Auch Insekten sind im Stande,
Geräusche wahrzunehmen, sie
haben jedoch keine Ohren, die
zu beiden Seiten des Kopfes
herausragen. Grillen Ixrsiizen
eine Schwellung unterhalb der
Knie ihrer Vorderbeine. Diese
Motten finden wir die Ohren
auf dem Hinterleib. Bei einigen
Motten dienen die Ohren dazu,
die Töne wahrzunehmen, die
Fledermäuse ausstoßen Mit
etwas Glück haben die Motten
dann noch genug Zeit, dem
Feind zu entkommen
57
Insekten
FORM UND FARBE
$o wie Spione sich verkleiden, um
nicht erkannt zu werden, setzen
Insekten alles daran, nicht gefressen zu wer-
den. Die beste Tarnung besteht darin, sich
unsichtbar zu machen. Deshalb haben Insekten gelernt,
sich in Form und Farbe ihrer Umgebung anzupassen.
U nsichtbar durch Tarnung
Wenn Farbe und Form mit der
AUf BAUMRINDE IST EINE APRILEULE LEICHT
ZU ENTDECKEN. AUf HECHTEN ABER VER-
SCHWINDET SIE
Umgebung verschmelzen, so
spricht man von Tarnung. Diese
kann sehr einfach sein, wie bei
Grashüpfern, die sich durch ihre
grüne Farbe zwischen Pflanzen
verbergen können. Es gibt aber
auch Insekten, die Tarnung bis
zur Perfektion beherrschen. Ihre
Farbmuster und merkwürdigen
Formen lassen sie vor be-
stimmten Hintergründen
unsichtbar erscheinen
DIE HEUSCH RECkENART
WANDELNDES BLATTSIEHT
WIE UN WEI
KES BLATT
AUS. ES SIND
SOGAR LO-
CHER SICHT
BAR - WIE BEI
ECHTEM
LAUB.
Ihre Muster stim-
men mit den
braunweißen
Flechten über
ein, sodass sic
unsichtbar sind
F lechten-Fans
Viele Insekten verstecken sich
auf Baumstämmen. Einige Rin-
denwanzen aus Mittelamerika
haben einen durchsichtigen
Körper. Wenn sie auf Baum
rinde sitzen, sieht ein Raubtier
nur die Rinde, nicht die Wanze.
Viele Käfer und Motten verber-
gen sich auf Flechten -
einem pilzähnlichen
Zeug, das auf Baum-
stämmen wächst
B lätter und Stäbe
Bei den Gcspcnstschrecken
sind Hinterleib und Beine abge-
flacht, sodass sie eine verblüf-
58
Megainteressant
Es GIBT M( JTTEN, DIE SICH Al S
VOCEI KOT „VFRKI EIDEN' WENN
SIE AUF EINEM Bl ATT SIT7.EN,
SEHEN SIF WEGEN IHRER WEISSEN
Härchen wie Vogel-
FXKRLMLNIL AUS. j
BFI DIFSFN DOR
NEKT HANDEITES
SICH UM INSEKt EN.
IHRE AUFrÄLLICEN
FARBEN SOLLEN EINE
WARNUNG AN
FEINDE SEIN, RASS
SIE LENGE NI ESSBAR
SIND.
fende Ähn-
lichkeit mit
Blättern haben.
Ihre Musterung
sieht aus wie die
Maserung eines
Blattes. Diese
einzigartige Tar-
nung schützt sic vor
den Blicken ihrer Feinde, doch
cs bleibt ein geringes Risiko,
stattdessen versehentlich
von einem Pflanzcn-
ircsscr verspeist zu
werden!
Wenn die Stabheuschrecke
auf einem Baum oder Busch
sitzt, sieht sie mit ihrem dün-
nen Körper aus; wie ein ganz
normaler Zweig. Meist funk-
tioniert diese larnung nach dem
Molto: Wenn du dich ruhig
verhakst, wirst du nicht ent-
deckt.
D'orneninsekten
Eine andere An der Tarnung ist
es, sich als „nicht essbar* darzu-
stellen. Genau das tun einige
Buckclzirpcn. Sie besitzen eine
spitz zulaufcndc Verlängerung
zum Brustkorb hin, sodass sic
wie Dornen ausschcn. Diese
,Dorneninsekten“ versammeln
sich haufenweise aui Pflanzen,
von deren Saft sie sich ernäh-
ren und sind zufrieden, weil sie
wissen, dass sic für hungrige
Vögel völlig uninteressant sind.
Wer isst schon gern Dornen?
Diese Insekten bewegen sich
nur von der Stelle um eine
neue Nahrungsquelle zu
suchen.
S ignalfarbcn
Manchen Insekten ist cs
dagegen total egal, ob
werden. Mit ihren tod
schicken Mustern und
grellen Farben wollen sic
Form und Farbe
geradezu auflallen Cs scheint,
als ob sie sagen wollten: „He,
schaut alle hcr. I licr komme
ich!" Sic sind entweder mit Gift
ausgestattet oder können so
übel stechen oder zubeißen,
aus den Raupen noch lang keine
süßen Happen. Die Blätter
enthalten nämlich das tödliche
Gift Zyanit, das im stachclbe-
selzten Körper der Raupe
gespeichert wird. Die hübsch
EINE GRASHÜPFERART SIEHT AUS WIE
EIN BROCKEN QUARZGESTEIN.
dass niemand etwas mit ihnen
zu um haben will.
DIECIFTS I ACH EIN DER PAS-
SIONSBLUMCNrALTLR-RAUPCN
SOLLEN VÖCEL ABSCHRECKEN.
G iftiger Schönling
Die Raupen des l’assionsblu-
nienldjlers ernähren sich von
den Blättern der Passions-
frucht. Das hört sich
romantisch an,
macht aber
verzierten Raupen laufen daher
mit einer Miene herum, die so
viel bedeutet wie „Iss mich
doch, dann fällst du lot uni”. Es
wirkt - Vögel vergreifen sich
höchstens einmal an ihnen!
N achahmcr
Zahlreiche harmlose Insekten
haben gelernt, das Aussehen
anderer Insekten nachzuahmen,
die stechen können oder übel
riechende chemische Stoffe
enthalten. Diese Art der
Nachahmung nennt man
Mimikry. Schwebfliegen
ahmen beispielsweise
Wespen und Hummeln
in Aussehen und Flug-
lechnik nach, sodass sic
nur von wenigen Eieren
angegriffen werden Doch
nicht alle Nachahmer imitieren
Insekten. In Neuguinea lebt ein
Rüsselkäfer, der findet dass das
Leben viel sicherer ist, wenn
man sich als Spinnt ausgibt. Er
DIE 5CHWIBH IEGF (I INkS) MAT UNGEFÄHR
PIE GLEICHE FARBE, GRÖSSE UND FORM WIE
EPIE WESPE (RE<I TS). PIE SCHWEBELIEGI BE-
SITZT IEPOCH ZWEI, PIE WESPE VIER FLÜGEL.
62
F o R m und Fahrf
AUF PEN FLÖGELN DIESES AUGE.NFALI ER5
BEFINDEN SICH GROSSE AUGENFLECK E. MIT
DENEN ER SEINE FEINDE ERSCHRECKT,
hat zwar nur sechs Beine, doch
mit diesen rennt er spinnen-
mäßig durch die Gegend.
Dieser Trick verbessert seine
Überlcbcnschancen erheblich.
S chockthcrapie
In heiklen Situationen ist es
manchmal am besten, sich
schleunigst aus dem Staub zu
machen. Um die Flucht zu ver-
einfachen, haben einige Insek-
ten augenähnliche Flecken auf
den Flügeln. Bei Gelahr breiten
sie die Flügel aus und zeigen
diese Augenfleckc. I )cr Angrei-
fer denkt dann, das Fier sei viel
MEGAINTERE55AM
lAKNUNG ’UNKTIONIERT 5L JäCLRN
unö i'Ti Gwagatm. Oie Teufels:
ULI. ML äip I XVII I IM ( I 1)11 <
ntüTi. aus. Girr cmitbTsnzr w
ai j . einer Blüte und lauert
Ins i-.i i.\ hi i >i: ir : -t NACH
\ ! R'.INL, SÜt HIN
hat vorne am Brustkorb einen
roten Ring und schwarze Au-
gcnllcckc. Bei Bedrohung zieht
sie den Kopl in den Brustkorb,
sodass ein fieses, gesichtsähn-
liches Muster entsteht. Wenn
die Raupe sich auFbäumt und
wie eine wütende Schlange
bedrohlich hin und her bewegt,
lässt ein Angreifer vielleicht
D rohverhalten
Feinde kann man auch durch
Drohvcrhaltcn abschrecken.
Die Raupe des Gabelschwanzes
DIE RAUPE DES GABtLSCI IWAN7ES $< HI ÄGT
IHRE PFITSCHENÄHNUCHEN SCHWÄNZE
HIN UND MFII. DAMIT IHRE FUNDE SIE
großer Das Insekt erhält da-
durch eine kleine Chance, mit
dem Leben davonzukoinmen.
von ihr ab
Insekten
BÄRENHUNGER
Warum gleicht eine Horde
hungriger Kinder einem Heu-^^
schreckenschwarm? Antwort Beide können in
kürzester Zeit einen Kühlschrank leer essen!
Während die Kinder zum Essen — hoffentlich - Messer
und Gabel benutzen würden, befördern Insekten ihre
Nahrung mit Hilfe ihrer Mundwerkzeuge in den Magen.
Z wei Paar Kiefer
Die form der Mundwerkzeuge
hängt von den Fressgewohn-
heiten eines Insekts ah Käier,
Grashüpfer und Termiten z.B.
kauen ihre Nahrung und be-
sitzen daher ein Paar Kiefer, die
man Mandibeln nennt. Die
Kiefer haben gezackte Kanten
wie hei einer Säge. Diese kräfti-
gen Werkzeuge bewegen sich
seitwärts, um die Nahrnngs-
happen abzuschneiden und zu
zerkleinern. Hinter den
Mandibeln liegt ein zweites
Paar Kiefer, dicMaxillcn,
die nicht ganz so kräftig sind.
Die Maxilien sammeln die
Nahrung, um sie dann in den
Insektenmagen zu befördern.
64
Bärin ii un Ger
B lutsauger
N ektarschlürfer
SCHASETTE RUNGE HABEN EINE ROH
RENfÖRAMGE ZU NGl DIE SIE BEI
NICHTBENUTZUNG EINROUEN.
rcmsc einmal cm I icr
ausfindig gemacht,
dann jagt sic hir
ter ihm her.
Nach der
Viele Insekten nehmen ihre
Mahlzeiten gern so einfach wie
möglich ein - in flüssiger Form
Tierblul ist eine eiweißreiche
Nahrung die von Bremsen und
anderen Blutsaugern bevorzugt
wird I lat eine weibliche
Motten und Schmetterlinge be-
sitzen eine lange Zunge (Säug-
rüssel genannt), die aufgcrollt
wie ein Feuerwehrschlauch unter
dem Kopf sitzt. Wenn sie auf
einer Blüte landen, pumpen
sic Blut in den Rüssel. Dieser
rollt sich aul und reicht bis an J
den Boden der Blüte, wo sich J
der süße Nektar befindet.
Dann kann das Insekt
seinen Imbiss einnehmen. 9
Landung
reißt sie seine
Haut mit Hille
und sich von Blut
ernähren.
schwertartigen Kieler
auf Anschließend .dljm
bohlt sic mit einem
scharfen Stab auf
und ab, bis das Blut ^V\9
fließt. Wahrend sie
das Blut mit ihrer
Mundröhre aufsaugi,
pumpt sic Speichel in
die Wunde, damit das Zjg
Blut nicht gerinnen kann. BB
Lind was macht die ’W
männliche Bremse wäh-
rend dieses blutrünstigen
Vorgangs? Wahrscheinlich
sitzt sic auf irgendeiner Blüte
und trinkt Nektar, weil
bei den Bremsen nur
die Weibchen Beiß
I X S K K T H N
BEI DIESEN 1RINKENPEN BIENEN SIND
DEUTLICH KIE^tX UND SAUGENDE MUND-
WERKZEUCE ZU ERKENNEN.
Hafttrinker
Bei den echten Insekten hat
der Mund die Form einer Injek-
tionsnadcl, wie sie vom Arzt
zum Spritzen verwendet wird.
Viele von ihnen verwenden
diese kleine Spritze, um Löcher
in Pflanzen zu bohren und so
an den Saft darin zu gelangen.
Blattläuse zapfen Pflanzenadern
EINE SCHILDWANZE TRINKT $AFTAJ$
EINEM PF ANZENSTÄNGEL. EINIGE SAFT-
TRINKER. WIE 7 8. BLAT-LÄUSE. KÖNNEN
BEIMTRIN <EN CCFÄnRlICHE VIREN VON
EINER PFLANZE ZUR ANDEREN ÜBERTRAGEN.
an und gluckern so viel Sait
hinunter, dass er an ihrem Hin-
terteil als Honigtau wieder
hinausspritzt Das ist der süße
Sirup, den Ameisen so liehen.
Eleutetiere werden verflüssigt
Einige Insekten, die auf Flüssig-
nahrung stehen, sind erbar-
mungslose Killer. Die Mord
fliege fängt andere Insekten ein
fach mitten aus der Luft, indem
sie sie mit ihren stachelbe-
setzren Beinen schnappt. Mit
dem Mund durchstößt sie den
Körper ihres Opfers und spritzt
Speichel hinein, der schnell die
Innereien au (löst Nachdem sie
die Flüssigkeit ausgesaugt hat,
fliegt sic davon und lässt nur
den verschrumpelten Kör-
per ihrer Heute zurück.
66
BAUE X II 11 X G E R
ffl eh rz weck-M un d werkze uge
Wespen und Bienen besitzen
sowohl beißende dis auch sau-
Megainteressant
T NE SCHABENAR’1 KANN OHNE
Nahrung 90 Tage und öi ine
Nahrung und Wasser 40 Tage
ÜBERLEBEN Slf ZEHRT VON IHREN)
Fett - dem weissen Zeug, das
iieräusquii i.t? wenn man eine
Sei IAHE ZERQUCTSC1 (T
während der röhrenförmige
Säugrüssel meist zum Nektar-
trinken verwendet wird. Einige
Wespenarien benutzen ihre
Kieler jedoch dazu, die Körper-
flüssigkcit aus ihren Bcuteticrcn
auszuquetschen, die sie dann
gende Mundwerkzeuge. Die
aufsaugen.
Beißwerkzeuge weiden zum
mit Baumaterialien
tl.NlA'sOWFLIEGE
DURCH BO HRTIHR
□ ’FLR DER ~OD
SETZTUNVEfl-
ZÜGLICH EIN -
Ins I -: k T k \
MIT IHREN BAUCUFÜISEN UMKLAMMEU
EINE 5CIDEN$f INNERRAUPE EINEN AST UND
VCR5PEI5TEIN BLATT. WÄHREND SIE SICH
DURCH BLÄTTER UND STÄNGEL NAGT,
BEWEGEN SICH I URL Kl LE LR VON LINER
SEITE ZUR ANDEREN.
: L.:.;; ; :E-Ü. : / . ..11 i : .
Mecainteressant
Dir UNi.-.sir NsS ii x/.r-j .i - h.
Wh i i:>: man m hne-r
St'liVÄRMIiRAItT AI II XlAPiAi ASkAli =
.......... : g:.:t
enTIX?cx~ Sie- misst ?r cm unej c;
DIENT DAZU. DEN VlW AI IS DEN
TÜTCK'ßl.L IFNR )1 RI M DER
ORCniWRMZLHIOli-N.
Tl •:!' ii! J- 'd
S peichelsuppc
Von allen Insekten haben Stu-
benfliegen wahrscheinlich die
abscheulichsten Tischmaniercn.
Landet eine Fliege auf etwas
Leckerem (sie kann den
Geschmack mit Hille ihrer
Geschmacksknospen an den
Füßen erkennen), dann spuckt
sic daraLiil Der Uiegenspeichel
zersetzt die Nahrung und ver-
wandelt sie in eine Flüssigkeit
Mit Hilfe einer schwammarti-
gen Stelle am Ende der Mund
röhre saugt die Fliege alles auf
B liitterknabberer
Flüssignahrung ist nicht ieder-
nianns Geschmack. Viele Insek-
ten ziehen feste Nahrung wie
z.B. Blätter vor. Zli den größten
Blättcrvcrzchrern gehören
Grashüpfer Blattkäfer, Satlcl-
schrcckcn und die Raupen von
Schmetterlingen und Motten.
__ Raupen werden oft
als „Fressmaschinen'
bezeichnet weil sie
als Larven ständig
futtern müssen, um als
BÄRENHUNGER
erwachsene Tiere genug Eiweiß
zur Eiablage gespeichert zu
haben. Ihre .Mundwerkzeuge
eignen sich perfekt zum Zermal-
men von Blättern. Die Kieler
besitzen überstehende Kanten,
die wie Scheren die Blätter zer-
schneiden, sowie Mahlschcibcn,
die alles zu Brei zermatschen.
V erdauungshilfcn
Holz mag vielleicht nicht sehr
appetitlich sein, aber Insekten
wie z.B Holztermitcn und
einem Insektenmagen stellen
die Mikroben chemische Stoffe,
so genannte Enzyme, her, die
Zellulose in einfachere, für das
Insekt verdauliche Substanzen
aufspalten.
Fleischfresser
Manche Insekten - dazu
gehören Schwarzkäfer, Eang-
schrcckcn und viele Amciscn-
arten — kennen nichts Schöne-
res, als herzhaft in ein Stück
Elcisch zu beißen. E)er wildeste
Holzbohrer ernähren sich
und schnellste von ihnen ist der
davon. Die meisten Tiere kön-
nen Zellulose, einen der
Sandlaufkäfer. Wie jeder andere
Heisch fressende Kater besitzt
Hauptbestandteile von Holz,
nicht verdauen. Aber im Ver-
dauungssystem dieser Insekten
lohen Mikroben (winzige,
einzellige Organismen, die
Protozoen und Bakterien
genannt werden). Als
Gegenleistung für ihr
auch er zwei Paar große Kiefer,
LANGEN HEINEN, KURZE
STRECKEN FLIEGT ER
AUCH.
I X S E K T K N
INSEKTENKRIECE
Egal, wie gefährlich ein Insekt ist - es
gibt immer einen, der ihm nach dem
Leben trachtet. Die Lieblingsspeise so vieler
anderer Tierarten zu sein, ist schlimm genug.
Aber Insekten führen auch noch untereinander Krieg -
entweder nm ihren Hunger zu stillen oder wegen Rcvicr-
und Partnerstreitigkeiten. Insektenkriege sind mitunter
sehr brutal, oft sogar tödlich.
Wespen auf Raubzug
Sandwespen sind Verwandte
der I lornissen und der ge-
wöhnlichen Wespen, die uns
beim Picknick um den Kopf
surren. Ihr Stachel besitzt die
gleiche Durchschlagkraft, wird
aber nur gegen andere Insekten
eingesetzt Fängt eine weibliche
Wespe cm Beuteticr, dann in-
jiziert sie zuerst ihr Gift. Da-
durch wird das Opfer gelähmt,
aber nicht getötet. Dann trägt
sic die noch lebende Beute in
ein Loch. Sic legt ein Ei aul ihr
Opfer und fliegt weg. Das
Ganze dient dazu, Nahrungs-
vorräte für ihr Junges
anzulegen. Später wird
das Kleine nach dem
Schlüpfen reichlich
Futter vorfinden.
Manche Sand-
wespen lagen nur
Spinnen, andere
Fliegen oder Raupen
Die ganze Nahrung,
die sie finden ist nur
EINE AUF RÜSSELKÄFER SPEZIALISIERTE
SANDWESPE JAGT NUR DIESE INSEKTEN.
SIE LÄI IMF IHR OPFER DURCH EINEN
SIKH IN PIE UNTERSEITE DES KÖRPERS.
INSIK.TJENK.K11G
VOM RÜCKEN DIESER RAUPE HANGEN 5EI-
DFNKCKONS HERAB, DIE VON DEN LARVEN
DER 4CHU;PFWE5Pf CE5PONNFN WURDEN.
wie sich der Wirt dabei
Inne-
reien des
Wirtstieres
und verpuppen
sich in seinem Kör-
per. Wir wissen nicht,
fühlt, doch eines ist gewiss; Die
I.arven bedeuten seinen 1 od.
für die Jungen bestimmt
die erwachsenen ' iere leben
streng vegetarisch.
C icr in Eiern
Wie die Sandwespen fallen
auch die Schlupfwespen über
verschiedene Insekten her
G efahr von innen
Viele stehen auf grobe weiche
Reutetierc wie z R die Raupen
Die beste Methode einem
Feind zu Leibe zu
rücken, ist der
Angriff von
innen. Die Larven
vieler Wespenarten
sind Parasiten, d.h. sic leben
und wachsen in oder
auf dem Körper eines
anderen l’ieres.
Das Weibchen der
Schluplwespc legt
seine Eier auf oder
in den lebenden
Körper eines
Insekts. Nach
dem Schlüpfen
mampfen die
Wespcniarven
die köstlichen
von Motten und Schmetterlin-
gen. Andere jagen die Larven
von Käfern und Fliegen. Viele
kleine Wespen - die so genant)
len Chalcididen - haben cs aul
die Eier anderer Insekten abge-
sehen. Sic legen ihre Eier in
bereits gelegte Eier.
Da ihre Jungen
I N S f K IHN
MeüainterBsant
TrdI'ISCI IE WäKDHURTMN
MARM HIERIN IN BIS ZU 20 M I AN-
GEN Ruhen durch den Rfge.N- •-
WALD. Die Trumn eln n HEM Alt«
Millionen von Tieren und
FRESSEN III JES INSLK I. DAS IHNEN ’
EF.GLt M l.
f rüher schlüpfen, haben sie
genügend Zeit, das Ei, in dem
sie leben, auizufressen.
ti roßkriege
Manchmal nehmen Insekten-
kriege derartige Ausmaße an,
dass Hunderte oder Tausende
Einzelinsektcn daran beteilig!
sind Wie immer sind Ameisen
auch bei Kriegen zahlenmäßig
sehr stark vertreten - wobei
Termitennester die Lieblings-
ziele vieler Ameisen sind. Die
räuberischen Ameisen dringen
in jedes Loch und jede Spalte
desTermitennestes ein, greifen
sich Arbeiterinnen und Jung-
tiere und schleppen sie davon,
um sie aufzufressen. Termiten
besitzen zwar keinen Stachel,
haben aber durchaus ihre eige-
nen Vcrteidigungsmcihoden.
Die Soldaten sind viel größer
als die Arbeiterinnen und
haben einen sehr breiten Kopf.
Manche davon können eine
Ameise mit einem einzigen Biss
ihrer Kiefer töten. Andere
besitzen einen kurzen flachen
Kopf, mit dem sie die Nestcin-
SEFT MILLIONEN FAUKtN SIND SICH AMEISEN
UNDTE UMHIN SPINNEFEIND HIER GREIF I
EINEAMFISE EINE SOLDA11NTERAAITE AN.
74
HIIR SPIhSST EIME RAUS-
WANZE MIT HRtM DOLCH
AKI I6EN SCI INASEL (INEN
C RASHÜPFER AUF
gänge verstopfen,
um die Eindring-
linge zu stoppen.
Es gibt sogar Soldatcn-
termiten, die aus ihrem
Mund klebriges Zeug aul
den Angreifer abfeuern
können
H interhalte
Einigen Insekten
sind solche
Kampfe
viel zu anstren-
gend. Viele
Raubwanzen
sind stattdessen
Spezialisten für
I lintci halle Sir
lauern geduldig
auf Blättern,
Baumrinde
oder Blüten und
warten, bis ein Insekt in
Sprungweite kommt Blitz
schnell ergreift die Wanze
ihr Opfer und bohrt ihren
Schnabel tief in seinen
Körper, um es zu töten.
F allcnsteller
Einige der im Hinterhalt
lauernden Killer stellen fallen.
Aussehen und Geruch von
Mist an Wenn sich nun eine
hungrige 1 liege aul ihr Abend-
essen Ireut, wird sic selbst ver-
speist!
I )er Ameisenlöwe ist die I arve
eines Insekts, das einer Klein-
libelle gleicht. Pur die Jagd grübt
er sich eine Grube in den Sand-
boden. Während er dort lauert,
Um Fliegen anzulocken, die
sich von Tierkot ernähren,
nimmt eine Art der Kurzflügler
schleudert er Sandkörner aul
vorbei kommende Insekten da
mit sie in seine Grube fallen.
I N S I K ’l F M
F amilicnfehden
Von Fremden angegriffen zu
werden ist in der Inscktcnwell
ganz normal. Manche Insekten
tragen jedoch auch ernste
Kample gegen Artgenossen aus.
Ein männlicher Hirschkäfer
packen. Der Erste., dem das
gelingt, hebt seinen Gegnerin
die Luit und wirft ihn auf den
Rücken. Wenn möglich
schubst er den Kater vuni Ast .
sodass dieser auf die Erde fällt.
Aber immerhin: Der Verlierer
bewacht und verteidigt sein
wird nur selten getötet.
Fleckchen Heimaterde, das meist
aus einem Baumstamm oder Ast
besteht. Dort wirbt er um ein
Weibchen und dort werden
auch die Eier gelegt. Taucht
nun ein männlicher Rivale auf,
wird gekämpft. Die
beiden Männchen
drehen sich im
Kreis und ver-
suchen sich
gegenseitig mit
ihren riesigen
Kiefern in der
Körpermitte zu
Luftschlacht
Bei den Libellen
bewachen die
Männchen ihr
Revier, das
UNTER III R5CMKÄFERN
HANPEET ES SICH UM KRAFT
PROBEN. WENN PER »ESItOTE
KÄFER AUE PtM KÜCKEN
LANDEI . MUSS EH RASCI I
WILDER AUE DIE BEINE
KOMMEN. SONSI
FÄIIT ER DEN
AMEISEN
ZUM
OPFER
L ärmbelästigung
Männchen einer aincrikani-
sehen Schmetlerlingsart gehen
oder ein Büschel
Schilfgras sein kann
Dringt ein anderes Männ-
chen in das Revier ein, stellt
der Verteidiger seine prächti-
gen Farben zur Schau. Lässt
sich der Rivale dadurch nicht
abschrccken, kommt es zum
Kampf Manchmal wird dabei
ein Männchen ins Wasser
gestoßen und ertrinkt.
da eleganter vor. Wenn andere
Männchen in ihr Revier ent-
dringen, schlagen sie ihre
Flügel zusammen, um ein
knackendes Geräusch zu
erzeugen. Dann tanzen sic
die Wcta, eine Grillen-
art aus Neuseeland,
ein. Wenn der An-
greifer nicht reagiert
und verschwindet,
G egenschlag
Insekten haben viele
Tricks auf Lager,
mit denen sic
EINEWETAHEBI DIEHINTtR
BEIN! ALI DROHGEBÄRDE.
um den Eindringling herum
und vertreiben ihn mit den
lauten Geräuschen.
DIE RAUPE DES BÄRENSPINNERS
SIEHT WEICH UND r LAUSCH IG
AUS-ABtR DAS TAUSCH I BEI
BERÜHRUNG BRECHEN OIC
GELBEN HÄRCHEN AB
UND BLEIBEN IN PER
HAUT STECKEN.
gegen Randaliererund Feinde
vorgehen, die ihnen das Leben
schwer machen Die einfachste
Art der Verteidigung sind
Drohgebärden. Genau die setzt
1XSEKTFN
DER KOMBAKDinKÄrCR KANN DIE SClrZf
SEIN 15 HINTERLEIBS DH t HEN UND SOMII
IN JEDE RICHTUNG SPRITZEN UND ZWAR
JOO-AAAl PRO SEKUNDE!
riskiert er, durch die stachel -
besetzten Hinterlxrinc der
Weta verletzt zu werden.
Eine weitere gute Methode ist
es, sich unantastbar zu machen.
Einige Raupenarten sind mit
brüchigen Härchen übersät, die
leicht abbrechen und dann in
der Haut oder dem Mund des
Feindes stecken bleiben.
C hemische Abwehrstoffe
Die ausgeklügeltste Methode
ist die Verwendung von chemi-
schen Stollen Viele Insekt en
R eflexbluten
können giftige
Chemikalien
abfeuem.
Der Bombar-
dierkäfer schlägt
Angreifer mit
einem heißen Spray
in die Flucht. Das S(
besteht aus zwei Sub-
stanzen die der Käfer
separat in seinem
Körper spei-
chert. Bei
Gefahr ver
mischen
sich die
beiden
Chemikalien, und
es gibt eine kleine
Explosion, bei der
ein heißer Strahl aus
dem Hinterleib aus
tritt
Manche Käfer, Grashüpfer und
andere Insekten sondern bei
Mecajntcressant
D1C tJITIGl N ÖtKAlTR SETZEN
ZU !1' KER Vl RIHD1OJKG DAS
..Reflexblut n'* hn. Ita Bntüri-
Rung sondern Sie Canti iaridn
LIS (j-[, I./SSO STARK ST,
DASS BERßTSi 0,T.3 € EINEN MtN
SCHSNTÖTEK;
•’ st a J . - . ...<
- 4 a *-! t 5
78
Gefahr eine giftige Flüssigkeit
aus den Beinen, ihrem Mund
oder Hinterleib ab. Diese Tak-
tik nennt man „Rcflcxbluten .
Die Flüssigkeit kann auf der
I laut des Feindes Blasen entste-
hen lassen und innere Verbren-
nungen verursachen, wenn das
Insekt verschluckt wird.
I K SEKTEN KRIEGE
ST DERPILZKAFER
i VCRTEIPIGTSICH.
INPEM FR CHEAMKA-
IIFN AUF PEN »UNGE-
LENKEN AUSONEJERT.
Z iscben und
Insekten können
zwar nicht um Hille
schreien, sie können
ihre Angreifer aber mit
Geräuschen ver-
Viele Fleischfresser machen
nämlich einen Bogen um tote
Insekten. Schnellkäfer ziehen
bei Bedrohung ihre Beine ein
und lassen sich vom Baum auf
die Erde fallen. Dort bleiben sie
auf dem Rücken liegen bis die
Gefahr vorüber ist Wenn der
Feind auf den Trick nicht
hereinlällt, schnellen die Kaier
in die Lull und geben dabei
DAS BOMBARDIERKAFER
SPRAY IST 100° C HEISS.
g wirren. Die Fauch-
g schabe aus Mada-
r gaskar erzeugt ein
lautes Zischen indem
sic Luft aus ihren Atem
löchern quetscht. Es
auch einen Käfer, der
iC\ INCLLKÄrtP. KATÄPUITIEIlCN
HCl I AMT HUFE EINER FEOERARTICEN
VORRICHTUNG IN PIE LUFT.
laute Klickgcräuschc von sich.
Dann können sic flüchten, wäh
rend sich der Angreifer fragt,
was hier vor sich
geht!
wenn er
T ot stellen
Wenn alles nichts
nützt, kann man
cs immer noch mit
Totstellen versuchen.
hochgehoben wird
79
Insekten
MULTI-TALENTE
Sind Insekten gut oder schlecht?
Wenn man gerade von einer Wespe
gestochen oder von einer großen, haarigen
Spinne erschreckt wurde, würde man wahr-
scheinlich am liebsten jedes Insekt auf der Welt zer-
quetschen. Bevor man die Krabbelliere jedoch verurteilt,
sollte man ihre Vor- und Nachteile abwägen.
Hufallskillcr
Wir Menschen haben viele
Insekten noch ein gemeines
Abschiedsgeschenk - eine
Gründe,, Insekten richt zu mö-
gen von ihnen gestochen zu
werden, steht dabei ganz oben
auf der Liste. Die meisten von
uns wissen, wie schmerzhaft
Stiche und Bisse von Mücken,
Bremsen, Bettwanzen, Höhen
und vielen anderen hlutrünsti
Krankheit. Ob man s glaubt
oder nicht; Moskitos sind die
größten Mcnschenkiller aul
Erden (natürlich abgesehen von
anderen Menschen'. Jedes Jahr
injizieren Moskitos Malaria-
erreger in 200 Millionen Men-
schen, von denen 3 Mtllio-
gen Lebewesen sein können.
80
ncn daran sterben. Die Erreger
werden beim Blutsauger) von
einem Menschen aut der
anderen übertragen. Sie
befinden sich im Speichel der
Moskitos, der durch die
Mundwerkzeuge in die Wunde
einfließt Man sagt, dass alle
zehn Sekunden irgendwo auf
de' Welt em Mensch an
Malaria stirbt.
Qrankheitsüherträger
Zu unserem Leidwesen
sind Moskitos nur die //
Spitze eines Eis- /
bergs. Es gibt
unzählige andere Insekten, die
Krankheiten auf Menschen
übertragen. Die Kleiderlaus
verbreitet Typhus, die Tsetse-
fliege die Schlafkrankheit, der
Indische Rattenfloh die Pest -
um nur einige dieser Plagegeis
ter zu nennen. Aber keine Panik'
Die Ärzte verfügen über viele
Mittel zur Bekämpfung dieser
Krankheiten
»El INSEKTENSTICHEN WERDEN CHEMI-
KALIEN IN UNSEREN KÖRPEK CiEPUMPT. SO
WIRD BEIM 3IENLN51 ICH SÄURE. BEI EINEM
WESPENS’ICH (OS:N) EINE LAUCE INJIZIERT
das I lolz in unseren Wohnun-
gen, Kleidermotten fressen
unsere Licblingsklcidcr auf,
Bücher äusc mampfen unsere
Büchcr und Papiere, und dann
gibt es noch unzählige, die den
Inhalt unserer Küchenschränke
lieben. Und diese Plagegeister
bevölkern auch noch Gärten
und beider, wo sie die Ernte
zunichte machen ...
Schädlinge im Haus
Nicht genug damit, dass Insek-
ten unseren Körper angreilen,
sie zerstören auch unseren
Besitz. Termiten, Totenuhr-
Käfer und Holzwürmer ver-
nichten mit großem Vergnügen
ZWEI KLEIDERMOTTEN SITZEN IN E NE?A
PU.LOVE C PIE OVALEN KOKONS SIND MIT
WOLLE GETARNT.
81
DK KARTOFTELKÄFER FRESSEN PFLANZEN SO
STARK AB. DASS NUR EIN SCHWÄRZLICHES
ETWAS ÜBRIG BLEIBT.
S chädlinge im Freien
Man stelle sich einmal vor,
ein Gärtner wacht morgens
auf Lind bemerkt, dass seine
gesamten Kartoffclpflanzen
verschwunden sind. Nach einem
tiefen Seufzer wird er vermut-
lich folgenden Satz ausstoßen:
„Sch... Kartoffelkäfer!' Diese
dicken kleinen Käfer sind die
schlimmsten Kartoffelschädlin-
gc auf der ganzen Welt Sowohl
die erwachsenen Tiere als auch
die Larven fressen die Blätter
der Pllanzen unil sind nur sehr
schwer nut chemischen Mitteln
zu bekämpfen
Ab und zu werden Insekten
zur richtigen Plage und er
wischen die Landwirte völlig
unvorl'iereitet. Im Jahr 1991
gab es im Süden der USA ein
Massenauftreten der Weißen
Fliege und ganze Melonen-,
Tomaten- und Baumwollplan-
tagen wurden vernichtet.
N icht alle sind schlecht?
Erfreulich ist dass nur eines von
hundert Insekten den Menschen
Schaden zufügt, viele der übri-
gen Arten sind uns sogar nütz-
lich Die wichtigste Aufgabe,
die sie übernehmen, ist die
Bestäubung von Pllanzen. Das
geschieht, wenn sie zum Fressen
in eine Blüte hineinfliegen oder
-kriechen. Dabei werden sie mit
Pollen eingenebelt. Besuchen
sie nun die nächste Pflanze,
dann löst sich der Pollen ah und
neue Saat und Früchte können
entstehen. Würden Insekten
keine Pflanzen bestauben wäre
die Menschheit am Verhungern.
Schon bald wären Beeren, Pflau-
men, Äpfel, Blumenkohl und
Gurken knapp.
S chädlingsbekämpfer
Um die Milliarden Insekten, die
unsere Frnten ver-
nichten in Schach
zu halten, werden
andere Insekten
eingesetzt, die es
auf die Schädlinge
abgesehen haben.
Das ist viel billiger als
chemische Bekämpfungs
mittel und auch besser für
die (fmwelt. Jäger wie z.B.
MAKI tNKÄFER )AGEN INSLK ILNSCHÄD
LINGt AMI WEICHEM KÖRPER. BAUERN SET
ZEN ME ALS SCHAPLINCSSEKAMPFEK HN.
82
MüLTt* TALENTE
Marienkäfer und Wespen
fressen täglich Millionen Blatt-
läuse und Raupen, die sich
sonst über unsere ange-
bauten Pflanzen herma-
chcn würden
Müllbeseitiger
SohHR>Z Eine weitere glänzende
F.igcnschali von Insekten ist
es, dass sie sich um die Ent
sorgung unseres Mülls kümmern.
Wenn überall Mist und tote
> Tiere und Pflanzen hemmlicgen
würden dann wären wir schon
w bald unter einem stinkenden
Berg aus Verfaultem begraben!
Zum Glück linden viele Insekten
Gefallen daran, dieses unappetit-
MECÄINTEWSANT
.ÄHltiXH HNÖEfl W 20 % DTF
Iltl lUI ÜWB C'Misr.
. . . . • ... ..........
X I I-. -.1 \ \t -<. -X V! N lixir
' IFKkw. IVljK'ntR; r-ASS
ÜAllrJtM Viel. rtIR SCHW -
1 INt.öß- k AMRJUNC AtiSGEBtN1.
. • : ....:.
51:
lasiert hat muss sich bei den
Insekten bedanken Bienen
stellen Honig her. Die Kokons
der Seidenspinner liefern uns
Rohseide Lind einige Holzla-
suren enthalten Schellack, eine
Substanz, die von einer Schild-
lausart aus Südostasicn und
Indien erzeugt wird. Diese
Insekten sondern das so genann
te Lackharz ab. Es wird in
N ütz liehe Produkte
I lolzlasuren, als Bindemittel in
Jeder, der schon einmal Honig
geschleckt, ein Seiden-
SüBigkeiten und läblctten oder
als Zutat in Druckertinte
verwendet.
hemd getragen
oder Holz
I N .S 1: K T £ N
Megainteressant
Wr Mlnschlx I'-ma ill:» I4J)0
l jv\-.Tr:v R.jxi. 500 davon
W’.RDrN VERZEHRT, Wb I SH- HN-
I \CI. IIMICKEK DerRIS VI !<
STECKT SICH i-N Obst Geatisi: uno
Mhi Wip ?.i ii- also Ik-
SEKTFSffSSERl • .• v-Lh'
E cht lecker
Man sollte Insekten dankbar
sein - sic ernähren viele Tiere.
Fledermäuse fangen Fluginsek-
tcn. Ameisenbären brechen
Amciscnnester auf. um sich
deren Bewohner einzuverleiben.
Dachse und Füchse graben nach
saftigen Maden. Eidechsen und
Frösche schnappen nach Fliegen
und selbst Alligatorenhabys
PIES HIER IST EIN NAHRHAFTES
Gf RICHT AUS RAUPEN.
ibL . ... DENN RAUPEN JE
gfe;.-; SIEHEN ZU 70%
•il' AUS EIWEISS.
ernähren sich von
Insekten.
K östliche Mahlzeit
Obwohl es ziemlich eklig klingt,
linden doch auch viele Men-
schen Geschmack an Insekten!
Schließlich liefern sic* Energie,
Vitamine und Mineralstoffe.
In Kolumbien braten sich die
Leute Ameisen zum Essen, wäh-
rend man in Taiwan Seiden-
spinner-Puppen röstet und ver-
zehrt. Die australischen Urein-
wohner grillen sich Käfcrlarvcn.
Das ist eigentlich auch nicht
abwegiger, als Shrimps oder
(iarnelen zu essen
Man sieht, dass Insekten und
Menschen durch so vieles
miteinander verbunden sind,
dass die einen nicht ohne die
anderen existieren könnten.
INFO-TEIL
Diesen Abschnitt kannst du ent-
weder nach oder vor der Lektüre
dieses Buches durch lesen. Aul alle
Fälle findest du auf den folgenden acht
Seiten nützliche Informationen. Hier
sieben jede Menge Fakten, Zahlen und
I Iintergrundinformationen, und unbe-
kannten Begriffe werden erklärt. Außer-
dem gibt es eine Liste von tollen Web-
seiten. Egal, ob du im Internet surfen
oder nach Fakten suchen möchtest: Auf
diesen Seiten findest du alles, was du
brauchst, um zum Inseklen-Expertcn
zu weiden.
Ix SEKTEN
KLASSIFIZIERUNG DER INSEKTEN
Uni die verschiedenen Tier- und Pflanzenarlen auseinander halten zu
können, werden sie von den Wissenschaftlern nach ihren gemeinsamen
Merkmalen in verschiedene Kategorien eingctcilt Die oberste Kate-
gorie ist das Tierreich Insekten sind Teil des Tierreichs wie auch
jede andere Tierart. Das Tierreich wird in immer kleinere Kategorien
unterteilt, bis schließlich die einzelnen Arten erreicht werden, le
kleiner die Kategorie, desto mehr gemeinsame Merkmale weisen die
dazugehörigen Tiere auf. Aut unten stehender Abbildung ist die
Klassifizierung der Koten Waldameise dargcstellc.
dieser Klassifizierung Die Tiere
einer Art sind sich ähnlich, können
sich fortpllanzcn und fruchtbare
Nachkommen zeugen.
86
Info- T i: i i.
INSEKTENORDNUNGEN
Die Label le beschreibt 24 der bedeutendsten Inscklcnordnungcn.
Namf Bedeutung Beispiel Arun Cem Merkmale
Collembola Klebriger Siiii Spring- 6500 schwänze Einfache; fltigelföse Insekten mit Springorg.w zum Hüpfen
Thysanura Borsten - schwänze Silber- 370 fisenchen Lange,, flügellose Insekten die dunk- le. euchre Ölte Bewohner.
l-'phemeroptcra 1 eben einen Tag Eintagsfliege 2500 1 arvtn leben in Süß- wasser Erwachsene Tiere Iwr nichts leben 1-2 Tage
Odonata 1 liegen mit Zähnen Libellen 5500 Klcinlibejfen Große riugitiscktcn mit riesigen Augen 1 arver jagen in Sußwasser.
Plecoptera Korbflügel Steint liegen 2000 1 arven leben in Siißwasser, ei Wüclisenc Tiere am Iller Fressen Pflanzen oder gar nichts
Blattodea Meiden das Licht Schaben 3700 Leben an dunklen Orten Allesfresser auch Aas.
koptera Gleiche Flügel Termiten 2750 Leben in großen Kolonien mit einer Königin, die alle Eier legt. Fressen meist Holz.
87
INSEKTEN
Pscoptcra
Name
Mantodea
Dermaptera
Orthoptera
Phasmatndea
Bedeutung Beispiel Artem Cem. Merkmaie
Wie ein Fang 2000 Raubinsekten mit
Prophet schrecken großen Augen und kräftigen Greif- beinen vorne.
1 jederiliigcl Ohrwürmer 1900 Scheren am Ende des Hinterleibs. Hintere Flügel fächerförmig. Allesfresser
Geradflügler Grillen, 20 500 lange Hinterbeine
Grashüpfer, zittn Springen
1 leusch recket I rgssen (.ras und
BÜrrer. Zirpen laut.
Wie ein Gespenst- 2500 Flache oder haut
Gespenst schrecken. artige Körper
Stahl ei- Gute Tarnung
schrecken zwischen Blatt- :
* t. werk. 1
Wßizcjiiiügci Staubläuse 3200 KlciiK?. weiche
Rtndenläuse Insekten Nagen an
. : Raumrinde llüchern
und Verpackungen.
Phthiraptera
1 lemiptera
Thysanoptera
l.aasllügel Tierläuse Flügellose Infekte1»
I eben .n I V igeln
und Tieren. Lrndh-
r<_ri stell von Blut,
Haut und l edern.
’ • . • .
Halbe Flügel Schnabel- 82 000 Saugende Mund-
kerfe wctkzciigc. Fres-
sen Pflanzen,dii
seinen. Säugetiere
bransenflüglcr Fransen- 50(X) Wi i Jge Ins. ktm.
flügler die Pilanzeusalt
trinken legen Eier
ohne Paarung.
88
I N F 0 - T E I L
Megaloptera Croße Flügel Schlatntn- f liegen 300 Larven sind Wasser- raubinsekten. Er- wachsene fressen Pflanzen oder nichts
Neuroptcra Nelzflüglti Halte, Ameisen löwen 5000 Larsen sind Raub- insekten. Erwach sene sind Pflanzen- oder Fleischfresser.
Coleoptern Harle Flügel Käfer 370 000 Vordcrflügel bil- den stabile C ehäu- se für Hinrcrflügcl
Mecoptcra Lange Flügel Skorpions- II i egen 550 Kleine Raub- insekten mit Beiß werk zeugen.
Siphonaptera Röhre ohne Flügel Flöhe 1400 Flügellos mit lan- gen 1 linterbeinen zum Springen. Saugen Tierblut.
Diptera Zweiflügler Fliegen 121) 000 Erwachsene fressen Pflanzen oder ’l iere. Larven sind beinlos
Trichoptera Behaarte Flügel Köchei - fliegen 10 ooo Larven leben in Süßwasser. Er- wachsene fressen Bluten oder nichts.
Lcpidoptcra Schuppige Flügel Schmetter linge, Motten 165 000 Erwachsene Tiere trinken Nektar rnit Säugrüssel. Larven fressen Pflanzen.
1 lymenoptera Memhran- flügcl Ameisen, Bienen, Wespen 19« (KM) Fleisch oder auch Pflanzenfresser. Leben meist allein oder bilden Kolonien.
89
I 'M S K K T E N
INSEKTEN-REKORPE
Am schwersten
Goliarhkäfcr- bis 100 g.
Am längsten
Indonesische Stabheuschrecke —
Körperlänge 32.8 cm. (.Gesamt-
länge mit Beinen 50 an.
Am kleinsten
Zwcrgwespe - 0,17 mm
Die größte Flügelspannweite
Australischer Hcrkulcsspinncr —
28 cm,
Die längsten Fühler
Bockkäfer aus Neuguinea — 20 cm.
Der schnellste Flieger
Einige tropische Wespen- und
Bicncnartcn — bis 72 km/h
Die meisten Flügelschläge
Die Ztickmücke Forcipomiya -
62 760 Schlüge pro Minute.
Die wenigsten Flügelschläge
Schwalbenschwanz - 300 Schläge
pro Minute.
Der schnellste Läufer
Schaben der Familie I )ictyoptera -
5,4 km/h.
Der weiteste Springer
Wüsten ich recke 50 cm
Die weiteste Wanderung
Distelfalter 6436 km, von
Nordafrika bis Island.
Die längste Lebenserwartung
Prachtkäfer der Familie Dupreslidae
von einem Exemplar war bekannt,
dass es mindestens 47 Jahre alt
wurde.
Die kürzeste Lebenserwartung
Stubenfliege - vollendet ihren koin
pleiten Lebenszyklus in 17 Tagen
Das größte Ei
I )ic Stahheuschreckc Heteropteryx
dilitata aus Malaysia - l ,3 ein lang.
Das längste Eistadium
Der Käfer Titan m giganteus -
9,5 Monate.
Das größte Nest
Australische liermiien — bis zu 7 m
hoch und 31 m im Durchmesser.
Das höchste Nest
Afrikanische Termiten bis 12,8 m.
Am lautesten
Einige Zikaden und Maulwillfsglillen
kann man 1km weit hören.
Der empfindlichste Geruchssinn
Das Männchen des Kleinen Nacht-
pfauenauges riecht ein Weibchen
noch aus über 1 I km Entfernung
Am zahlreichsten
Springschwänze bis zu 6(1 OOD
Exemplare pro m
Das tödlichste Gift
Die- südafrikanische Amciscnwcspc
eme Art Trugameise)
Am todbringendsten
40 000 Menschen sterben jährlich an
Wespen- und Bienenstichen.
Schlimmster Krankheitsüberträger
Die Stubenfliege überträgt über
30 Krankheiten und Parasiten.
Tödlichste Krankheitsüberträger
Abgesehen von Kriegen und Un-
fällen gehen seit der Steinzeit 50%
aller I odesfällc auf das Konto der
Malaria übertragenden Moskitos.
Am zerstörerischsten
Ein I leiischreckenschwarm vor
schlingt täglich 20 WO Tonnen
an Ernteerträgen
Am fruchtbarsten
Theoretisch konnte eine Kohlraupe
in einem 'ahi so viele Nymphen pro-
duzieren, dass sie zusammen 822
Millionen Tonnen wiegen würden.
90
I N F O - T E 1 L
GLOSSAR
Abdomen
Der Hinterleib eines Insekts,
der Herz, Verdauungssystem und
Gcschlechtsorgu ne en (hält.
Antennen
Die beiden Fühler auf dem Insekten-
kopf, die zun Tasten, Schmecken
und Riechen eingesetzt werden. Sie
nehmen auch Schwingungen wahr.
Arbeiterin
Ein Mitglied einer Insektenkolonie,
zu dessen Aufgaben die Pflege
der I.arten, dieEuttersuche und die
Instandhaltung des Nestes gehört.
Arbeiterinnen sind unfruchtbar unc
können sich nicht fortpflanzen,
Augcnflcckc
Augenähnliche Muster auf Körper
oder Flügeln eines Insektes. Sie dienen
dazu, I finde abzuschrcckcn.
Außenskelett
Das harte, wasserdichte Außenge-
häusc eines Insekts, das die Muskeln
und Körperorgane an ihrem Platz
hält und dem 1 ier seine äußere Form
verleiht Es verhindert cm Austrock-
nen des Insektenkörpers.
Balz
Ein Verfüllen, das der Auswahl eines
Partners und der Paarung vorausgeh t
Bei Insekten kann die Balz mittels
Geräuschen und Gerüchen, Lichtsig-
nalcn. tanzartigen Bewegungen oder
Geschenken betrieben werden
Bauchfüße
Muskcldusstülpmigcn aus dem Körper
einer Raupe, mit denen sie sich an
Blättern und Zweigen feslklainmerc.
Bestäubung
Der I ransport von Blutens taub vom
männlichen Teil einer Pflanze zum
weiblichen Teil einer anderen
Pflanze Bilanzen werden durch
Insekten, Fledermäuse, Vögel und
sogar durch den Wind bestäubt.
Brustkorb
Der mittlere Teil des Inscktenkor-
pers, an dem sich Beine und Flügel
befinden
Chrysatis
Ein hartes Schutzgehäuse, das eine
Insektenpuppe umgibt, vor allem
bei Schmetterlingen oder Motten.
Einzelauge
Die primitiven Augen einer Insekten-
larve und einiger erwachsener Jnsck
ten. Sic können nur hell und dunkel
unterscheiden.
Entomologe
Wissenschaftler, der sich mit dem
Studium der Insekten beschäftigt.
Facettenaiige
Em Jpsektenauge, das aus Hunderten,
sogar Tausenden von .Mini Augen
bestehl, von denen jedes eine Linse
und Nervenzellen besitzt
Flügeldecken
Das Schutzgehäuse, das die Hin-
terflügel eines Käfers umgibt.
E>ie Flügeldecken werden aus den
Vorderflügeln gebildet, die zürn
Fliegen nicht benötigt werden.
Gliederfüßer
Em Insekt oder eine Spinne mit
einem gegliederten Körper mit
Außenskelett. Gliederfüßer besitzen
keine Wirbelsäule.
Honigmaie
Lnienmuster auf einer Blüte, das
Insekten zum Blüte nncktar führt
Honigtau
Klebrige Flüssigkeit, die aus dem
Hinterleib Saft trinkender Insekten
ausci itt
Königin
Gründerin und einziges Etcr legendes
Lier in einer Ameisen-, Bienen-
Wcspen- oder Temitcnkolönic.
Kokon
En Scideribeutel, der um die
Chrysalis hentmgesponnen wird.
Kolonie
Eine Gruppe von Ameisen, Wespen,
lemnlen oder Bienen, die dasselbe
Nest bewohnen und die gleiche Mut-
ter haben Alle Insekten einer Kolonie
leben zusammen.
Kopf
Ddf vorderste von drei Körperab-
schnitten eines Insekts In und auf
ihm befinden sich Mundwerkzeuge,
Augen, Fühler und natürlich das
Gehirn.
Larve
Das erste Stadium im Leben eines
Insekts, nachdem es aus dem Fi
geschlüpft ist
Made
Das Larvenstadiuüi im 1 eben eines
Käfers, einer Wespe oder B ene
Maridibeln
Das Kiefer paar, mildern Insekten
ihre Nahningzerkleinern Die
Mandibeln besitzen Kanten, die sich
seitwärts bewegen.
Maxilien
Das zweite Kiclcfpsar der Insekten.
Sic befördern die Nahrung n den
Mund des Insekts
Mimikry
Insekten, die das Aussehen und Ver-
halten anderer Arten nachähmen,
um sich vor Feinden zu schützen.
Nektar
Süße Flüssigkeit, die von Blüten
erzeugt wird
Nymphe
Bezeichnung für das Larvenstadium
eines Insekts, das eine unvollständige
Metamorphose durchläuft.
Parasit
Ein I ici . dis aul oder im Körper
eines anderen I icn?s (des so genann-
ten Wirtes) lebt.
Pollen
Blütenstaubteik hon, die die männ-
lichen Geschlechtszellen einen Blüte
enthalten Pollen müssen von einer
Blüte zui anderen transportiert
werden, damit sich Früchte, Nüsse
oder Saaten entwickeln können.
Puppe
Das Ruhestadiinn eines Insekts das
eine vollständige Metamorphose
durchläuft. In dieser Zeit entwickelt
es sich von einer Larve zum ausge-
wachsenen Tier.
Raupe
Das Larvenstadium von Schmetter-
lingen nach dem Schlüplcn.
Säugrüssel
Die röhrenförmigen Mundwerkzeuge
einiger Insekten.
Sinneshärcheti
Winzige Härchen, die Gerüche,
Geschmack, Geräusche und
Schwingungen wahrnehmen
Speichel
Eine Flüssigkeit, die im Mund
abgesonder t wird und mit der die
Nahrung vorvcrdaut wird.
Soldaten
Insekten in einer Kolonie, deren Auf-
gabe darin besieht, das Nest gegen
I indringlingc zu verteidigen. Sic
können sich nicht fortpflanzcn
Staate» bildende Insekten
Insekten, die in Kolonien leben,
wie Ameisen, Wespen, Bienen und
Temntcn.
92
I N F O - T t 1 l
Stachel
Der spitze Körperteil einiger Bienen.
Wespen oder Ameisen, mit dem sie
Gift injizieren können.
Tarnung
Eine Methode, sich in hinn oder
Parbe der Umgehung anzupassen,
um nicht bemerkt zu werden.
Tracheen
Winzige ÖiTnitilgen am Insektenkör-
per, durch die das Tier atmet
Unvollständige Metamorphose
Vorgang, bei dem ein Insekt in seiner
Entwicklung von der Larve bis zum
erwachsenen Tierdas Puppenstadium
überspringt. Die Larve (Nymphe)
gleicht dem erwachsenen l'ici wie
ein Abziehbild. Sic häute! sich viele
Male, bis sie die endgültige Größe des ;
ausgewachsenen I is.kts eiKichlhat
Vollständige Metamorphose
Vorgang, hei dern ein Insekt deutlich
erkennbare Erirwicklüngssiadien
durchläuft von der I arvc zur Puppe
und zum ausgewachsenen Tier. Die
I arven unterscheiden sich oft sehr
stark von den erwachsenen Tieren
und ernähren sich meist auch anders.
Wabe
I . ne Anzahl von Zellen in einem
Bienen- oder Wespennest, die in
einer Reihe angcordncl sind. In den
/eilen wird Nahrung gelagert und
wachsen die Larven heran.
WEBSEITEN ÜBER INSEKTEN
insccta.harlcquin.ch
Beschreibt die Geschichte der Insekten sowie Erkennungsmerkmale,
Ordnungen und Interessantes aus ihrem l.ehcn.
www.cduvinet.de/nial1ig/bio/7iusekt/7biene 1 .htm
Körperbau der Insekten am Beispiel der Biene-Lernprogramm mit
Mausanzcigcr Abtastbild, Trage und Antwort Spielen etc.
www.stmell.bayern.de/lwg/wcinbau/bcstiinmuiig
Ikstimniungsschlüsscl für Insekten und Spinnentiere.
www.sehmettcrling-raupc.de
Alles iilici Schmetterlinge mit Ai tcnvcrzcichnis, I pios und I ipps für
Hribhyforsc her
www.hyineuuptera.de
Vielfältige Informationen und Links zu Hummeln Wespen ind Hornissen
members.aon.at/s. pfeiffer
Alles über Käfer, I kusclirecken Libellen. Grillen Wanzen etc
www.diaardiiv.com/archivrauni/such/
Bildkatalog mit Tutos von Ameisen, Bienen, Heuschrecken, Käfern,
Schmetterlingen und anderen Insekten.
http://nafokii.de/faiina/htm/homi ssc. htm
Bericht über das Überwintern einer Horriisscnkönigin, mit 1 ink zu einer
I nscktc n - Tot usei tc:
93
REGISTER
A
Ameisen 10. 25, 51 84
Ernährung i 1,. 12, 66,
69. 70-71
Kolonien 36, 39-42
Kommunikation 55-56
Kriege 74-75
Ainciscngrille 25
Ameise' nlöwc 75
Augen 52-54, 56
Augrnflecke 63
Außenskelett 6, 10, 23, 51
B
Rachläufer 26
Balz 44-46, 4«
Beine 9, 10, 25, 31-33
Bestäubung 82
Bettwanze 9, 21
Bewegung 28-35
Bienen 51
Beine 31
Bienenstöcke .39
Einzelgänger 37-38
Flug 29
Kolonien 36, 39
Mundwcrkzeuge 66, 67
Blasenfüßer 11.. 12, 48-49
Blätter 12, 68-69
Blattläuse 19, 74-75
H1 nttschncidcrainei sr n 40,
41
Illaue Schmeißfliege 47
Blutsauger 65
Bockkäfer 55
Bomhardierkäter 78
Borstenschwanz 11
Bremsen 64,65
Buckclzirpen 60, 70
C,D
Ghrysalis 51
Dorneninwktm 60
E
Eier 12, 36 38, 46-49,
7.3-74
Eintagsfliegen 7(
Ektoskclett 10. 23 51
F
hallen 74
Fangschrecken 63, 69
Farben 58
Flechten 58
riciM.hfn.sscr 12 69-70
Flöhe 17 21 32, 81
Bewegung 11», 30 .31
Ernährung 68
Larven 22, 47. 51
Flug 28-30
Flügel 6, 8, 10, 25, 2.9 30
Fühler 1(1. 25. 44. 55
Füße .31, 56, 68
Gang .32-33
( K'lhrandkäfer 26
Geräusche 34, 45, 79
Geruch 4-1, 56
Geruchssinn 44, 55-56
Geschmack 34, 56
Geschwindigkeit 28, 31
Gespenstschrecken 58-61)
Gift 61-62, 72, 78
(Gliederfüßer 10
Ghihwin tnclieri 45
Goliathkäfcr 13, 14
(Gottesanbeterin 10, 34,
35,46,57
Grabwespen 38
Grashüpfer 34. 57, 78
Ernährung 64. 68
Springen 32
Tarnung 23. 58
Grillen 25, 3+, 45, 51,
57. 77
H
Haare 35. 56 57 77
I ialte 19, 57
I Icrkulcskäfcr 1 3
Heuschrecken 6, 16-18,32
Hirschkäfer 76
Höhlen 25
Holzbiene 38
Holzlresser 69
Holzwurm 81
Honigbienen .38. .39. 54. 56.
83
I lonigrnale 55
I loiiigUu 66, 70-71
Hummel 39
LJ
Insekten, Echte 8-9, 51. 66
Insektenfresser 84
Junginsekten 49-50, 72
K
Käfer 7, 55
Ernährung 64, 69 70
Flügel 29, 30
Gi ößc 12, 1 3, l 4
Larven 27, 48, 51
Lcbensräume 24. 25
Verteidigung 58, 78, 79
Kälte 23-74
Kartoffelkäfer 82
Kiefer 64, 67, 69, 76
Klcinltbellen 9, 10, 29, 45
51
Kleinste Insekten 12
Köcher! Ii egen-1 arve 27
Kokon 51
Kolonien 16, 36-42
Kommunikation 55-56
Kopfläuse 20
Körper 9. 10
Korfliege 22
Krankheiten 80 81
94
Kriege 74-79
Kurzflügler 75
L
Larven 27, 51, 72-73
Laufen 33-31
läuse 11,20,2.3,81
I .ebensräume 12, 20 27
I .ebenszyklus 50 51
1 .chmwespen 38
Libellen 12 45
Augen 52-53
Bewegung 10, 28, 29
Revier 76 77
Lichtsensoien 5.3
M
Marienkäfer I 5, 82
Mauerbienen 38
Maulwui Isgrille 25
Metamorphose 51
Mimikry 62-63
Mordfl icge 66,67
Moskitos 80-8 I
Motten 10. 14, 51, «I
I rnähmng 65. 6.8
Flug 29-30
Raupen 34
Sinne 44 57
Tarnung 58, 59
Mücken 18-19 23,24,29
Mundwerkzeuge 9 10 25,
64-67, 69
Muskeln 32, 33, 35
N, O
Nahrung 12, 15, 22. 39.
64-71
Nester 36 43, 67
UFenfischchcn 21
Ohren 57
Ohrwürmer 49, 5 1
P
Paarung 45-46 71
Passioiisblumenlaher 61
Petroleum Fliege 27
Pilzgärtcn 41,43
Pilzkäfer 7, 79
Pilzmücken Larven 25
Puppe .39, 50, 51
R
Raubwanze 8, 75
Raupen 73, 84
Bewegung 34 35
Ernährung 68
Verteidigung 61 -63,
77-78
Rcflexbkitcn 78
Regenwald 22-23
Rennfliegen 27
Rcviei 76-77
Rieseninsekten 13-14
Riesenwanzen 34. 48, 49
Rindenwairze 58
Ruderwanzen 26, 27
Rüsselkäfer 47-48 62 72
s
Safttrinker 66
Sandlaul kiler 69-70
Sandwespen 67, 72
Sultclschrvckcn 68
Schaben 51 67
Eiaufbewahrung 47
Gcräusclie 79
Laufgeschwindigkeit 34
I chcnsräurne 22, 24. 25
Schadl ingc 81-82, 83
Schaumzikaden 50, 51
Schildlausc 83
Schildwanzcn 66
Schlammkälcr 79
Schlupfwespen 73
Schmetterlinge 77
Augenfleckc 63
Ernährung 65
Flug 29, 30
Lebenszyklus 50. 51
Riesen 14
Sinne 34, 44. 56
Schnellkäfer 79
Schwärme 15, 17-19
Schwebfliegen 62
Seidenspinner 83, 84
Sinnesorgane 44 52 57
Springen 32, 33
St.ibheuschrcckcn 14, 47,
60
Stachel 80 81
Stinkkäfer 46. 49
Stubenfliegen 68
Tanzfliegen 48
Tarnung 58-60, 6.3
Tastsinn 57
Termiten 16. 36, 64, 81
Kriege 74-75
Kestei 10,42-43,74
Tot stellen 79
Toteiwhi-Käfer 81
Tsctse-Flicgc 81
Tunnels 24-25
U, V, w
Überwinterung 15
Ultraviolettes Licht 54
Verteidigung 58-63,
77-78
Waldameisen 12
Wanderanieisen 39 10, 74
Warme Orts 21.24,27
Wasserinsekten 26-27
Wasserlöufcr 26
Wasserskorpione 26
Weberaineisen 40
Wespen .36, 67, 83
Augen 53, 54
Einzelgänger 37-38
Larven 37, 51, 72, 73
Weta 77
Wüsten 24
z
Zahlen 14, 16-19
'Zucken 23
Zunge 65, 67,68
95
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fi»!H
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