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Tags: kinderliteratur dinosaurier
Text
Hiev isV keuHe
SckkMönvie P\eev!
Eine Welt voller
Dinosaurier
Vor langer, langer Zeit sah unsere Erde
ganz anders aus. Heute haben wir sie-
ben Kontinente, sprich: Erdteile. Vor
Millionen von Jahren gab es nur einen
einzigen, riesigen Kontinent.
Diesen Urkontinent nennen die
Wissenschaftler Pangäa.
Einige Teile von Pangäa bestanden
aus Wüsten. Andere waren Sumpf-
gebiete. Es gab Wälder, Ebenen und
Berge, Flüsse und Seen.
Ein Kontinent
ist eine
zusammen-
hängende
Landnasse.
93
Und fast überall lebten Dinosaurier.
Manche Dinosaurier waren größer als ein
riesiges Haus. Andere waren so klein wie
eine Ente.
Einige Dinosaurier gingen auf vier
Beinen - ähnlich wie Hunde. Andere liefen
wie wir Menschen auf nur zwei Beinen.
Es gab Dinosaurier, die mehrere Reihen
Reptilien sind
Kriechtiere
mit schuppiger
Haut
Schlangen,
Schildkrßten
und Echsen
sind heutige
Reptilien.
scharfer Zähne besaßen. Andere hatten
überhaupt keine Zähne.
Doch in gewisser Hinsicht waren sich
alle Dinos ähnlich.
Sie alle waren urzeitliche Reptilien. Sie
lebten an Land und legten Eier. Sie hat-
ten eine schuppige Haut, kein Fell oder
Haare. Und keiner von ihnen konnte flie-
gen.
U»-z.ett-licke RepHlieh
LeY>Fev\ «nh
LegFen Eie*
Schuppige - Leih Fell
FltA^un-P^ki^
Das Zeitalter der Reptilien
Man glaubt heute, dass die ersten
Dinosaurier vor ungefähr 230 Millionen
96
Jahren auftauchten. Und auch, dass sie
vor etwa 65 Millionen Jahren ausstarben.
Das bedeutet, dass es auf unserer Erde
165 Millionen Jahre lang Dinosaurier gab!
All diese Dinosaurier lebten in einem
Zeitalter, das die Wissenschaft mit
Mesozoikum (Mittelalter der Erde) bezeich-
net. Es wird aber auch Zeitalter der Rep-
tilien oder Dinosaurier-Zeitalter genannt.
Die Wissenschaftler unterteilen das
Mesozoikum in drei Epochen. Zuerst kam
Trias, dann Jura und zuletzt die Kreidezeit.
In jeder Epoche gab es andere Dino-
saurier-Arten. Am meisten wissen wir heu-
te über jene des Juras und der Kreidezeit.
Doch auch die letzten Dinosaurier waren
schon seit über 60 Millionen Jahren tot, als
die ersten Menschen auftauchten.
Wieso wissen wir dann überhaupt etwas
von diesen urzeitlichen Tieren, wo doch
97
<
kein Mensch jemals eines gesehen hat?
Nun, wir wissen von ihnen, weil sie uns
TRIAS
vor 260-205 Mio. Jahren
- MESOZOIKUM
JURA
vor 203-146 Mio. Jahren
etwas hinterlassen haben - Knochen,
Zähne und ihre Fußspuren.
Anne und Philipp
Fossilien
Wenn wir heute Dinosaurier-Knochen
finden, sind das nicht Knochen an sich,
sondern Fossilien.
Manche Dinosaurier sind an einem
Fluss oder Strom verendet. Wenn dieser
Fluss dann über die Ufer trat, wurde der
tote Dinosaurier mit Schlamm und Sand
bedeckt. Im Laufe der Jahrmillionen ver-
wandelten sich Schlamm und Sand in
massives Gestein. Und mittendrin war
das Dino-Skelett!
Fossilien
sind verstel
nerte Reste
urzeitlicher
Lebewesen.
Fossil eines T-Rex, ge-PiMvAen
in MonFtnn^,
101
Mineralien
sind natürliche
Substanzen in
der Erde, die
nicht von
Pflanzen oder
Tieren
stammen.
Gleichzeitig zu diesem Vorgang
sickerte Wasser im Erdboden auch in
die Knochen des Dinosauriers. Und die
Mineralien im Wasser ließen die
Gebeine versteinern.
Das Fossil eines Dinosauriers ist in
Wirklichkeit also ein Stein, der früher ein
Knochen war, verborgen in einem ande-
ren Gestein, das früher Schlamm und
Sand gewesen ist! Alles klar?
. Dies ist- A<as HözAell eines Dinos^iAriers,
V- ßo^Aen eihes FliASsbeFFs ve*ev\<AeV i$E
Fossilien erzählen uns viel über die
Dinosaurier.
Versteinerte Zähne verraten uns, wie
und wovon sich das Tier ernährt hat.
Flache Kauzähne deuten auf einen
Pflanzenfresser hin. Fleischfresser hin-
gegen hatten scharfe, spitze Zähne.
Versteinerte Beinknochen sagen uns,
wie sich der Dinosaurier fortbewegt hat.
Lange Beine lassen auf einen guten
Läufer schließen. Und kurze, stämmige
Beinknochen weisen darauf hin, dass
sich ihr Besitzer langsam und träge
bewegt hat.
Aus fossilen Fußabdrücken können wir
schließen, wie viel das Tier gewogen
hat. Sind die Abdrücke tief, stammen sie
von einem schweren Dinosaurier. Bei
flachen Abdrücken handelte es sich
FrUher
bezeichneten
Menschen
alles, was sie
aus den Boden
atisgmben, als
Fossilien
(sogar
Kartoffeln!).
vermutlich eher um ein Leichtgewicht.
103
V--?;
An fossilen Fußabdrücken kann man
sogar erkennen, in welcher Gemeinschaft
die Dinos lebten. Führen viele Spuren in
dieselbe Richtung, wissen wir, dass die
betreffenden Saurier Rudeltiere waren.
Große Spuren neben kleinen Spuren
bedeuten, dass die Dinos in Familien-
verbänden unterwegs waren.
Alles, was wir über die Dinosaurier
wissen, wurde durch Fossilien heraus-
gefunden. Doch diese geben uns nur
Hinweise auf die urzeitlichen Reptilien und
ihre Zeit. Wir brauchen unsere Fantasie,
um uns genau vorzustellen, wie diese
erstaunlichen Geschöpfe wirklich aus-
sahen, wie sie lebten und auch starben.
H\ekveve Tiev-PiAßspuren (Fälnv+en),
^ie in «dieselbe RickFun^ weisen,
nennF vn<nn ‘Tierp-p4n<A.
105
Aus Fossilien wissen wir auch von Dino-
saurier-Eiern, ihren Nestern und ihrem
Nachwuchs.
Dinosaurier-Eier findet man in Nestern.
Doch diese Nester sind anders als Vogel-
nester. Die meisten Dino-Nester waren in
Sand oder Schlamm eingebuddelt.
Die Wissenschaftler glauben, dass einige
Dinosaurier Jahr für Jahr zur selben Brut-
stätte zurückkehrten.
Das größte fossile Dinosaurier-Ei, das je
gefunden wurde, hatte etwa die Größe
eines Fußballs. Dabei
stammte es von einer
Dino-Mutter, die über
zwölf Meter 9 II
lang war! * ..----B
Warum legten auch riesige Dinosaurier
recht kleine Eier? Ganz einfach - bei
großen Eiern wäre die Schale so dick
gewesen, dass das Dino-Baby sie nicht
mehr hätte aufpicken können.
Dinosaurier-Jäger
Die ersten Menschen, die auf Dinosaurier-
Fossilien stießen, hatten keine Ahnung,
was sie da entdeckt hatten.
Im alten China hielt man sie für die
Gebeine eines Drachen.
Die indianischen Ureinwohner dachten,
sie stammten von Riesenschlangen.
Andere Leute, die Fossilien fanden,
glaubten, es wären die Überreste von sehr
großen Elefanten - oder gar von mensch-
lichen Riesen!
1822 entdeckten Mary Ann und Gideon
109
Ein Legnaa
ist eine große
südanierika-
nlsche Echse.
Mantell, ein englisches Ehepaar, in der
Nähe ihres Hauses ein paar riesige ver-
steinerte Zähne.
Gideon ging damit in ein Museum und
verglich sie mit anderen Tierzähnen.
Doch nichts ähnelte den fossilen
Zähnen, die er und Mary Ann gefunden
hatten. Deshalb kam er zu dem Schluss,
die Fossilien müssten zu einem Tier
gehören, das inzwischen ausgestorben
war.
Gideon fand, dass die fossilen Zähne
am ehesten denen des Riesenleguans
ähnelten. Deshalb nannte er das Tier,
von dem sie stammten, Iguanodon
(Leguanzahn).
Etwa zur gleichen Zeit untersuchte
William Buckland, ein englischer Profes-
sor, das Fossil eines riesigen versteiner-
ten Kieferknochens. Er vermutete eben-
110
falls, dass der Knochen nur von einem Tier
stammen konnte, das längst ausgestorben
war.
Er nannte dieses Tier Megalosaurus. Das
kommt aus dem Griechischen und bedeu-
tet „Riesenechse“.
Fast 20 Jahre später studierte der engli-
sche Forscher Richard Owen die Fossilien
des Iguanodons und des Megalosaurus.
Auch er war sich sicher, dass sie von
Tieren stammen mussten, die ganz anders
111
waren als alle heute lebenden Tiere. Diese
Tiergruppe verdiente seiner Meinung nach
einen eigenen Namen.
Richard Owen entschied sich für einen
griechischen Begriff, der auf Deutsch
Schreckliche Echse bedeutet.
Dieser Name lautet Dinosaurier.
Wie die Dinosaurier zu ihren
Namen kamen
Die Dinosaurier-Forscher verwendeten
lateinische und griechische Wörter, um die
Dinos, die sie entdeckten, zu benennen.
Einige bekamen ihre Namen nach den
Orten, an denen sie gefunden wurden. So
wurde Alamosaurus bei Alamo, einer Stadt
in Texas, entdeckt.
Andere wurden nach den Personen
Nach diesen ersten Fossilienfunden
erwachte auf einmal das Jagdfieber. Die
Wissenschaftler wollten unbedingt mehr
Dino-Fossilien finden, um sie zu unter-
suchen. Museen wollten Dinosaurier-
Skelette ausstellen. Ein wahres Dino-
saurier-Fieber brach aus!
benannt, die sie entdeckt hatten. Deshalb
heißt Marshosaurus wie der Fossilien-
sucher Othniel Charles Marsh.
Wieder andere bekamen ihren Namen
aufgrund ihres Aussehens. Corythosaurus
bedeutet zum Beispiel „Helmechse“.
Alberns«* iav-ias!
Der Knochenkrieg
Die Wissenschaftler, die Fossilien erfor-
schen, nennt man Paläontologen. Zwei der
berühmtesten Paläontologen waren Othniel
Charles Marsh und Edward Drinker Cope,
zwei Amerikaner. Sie begannen 1870,
gezielt nach Fossilien zu suchen.
Marsh und Cope waren so ver-
rückt auf neue Fossilien, dass sie
darüber zu erbitterten
Gegnern wurden.
Sie verheimlichten
neue Funde, schickten
sich gegenseitig Spione ins
Lager und versuchten sogar,
einander Knochen zu klauen!
Diese zwei Dinosaurier-Jäger bekämpften
sich gut 20 Jahre lang. Doch ihr Knochen-
krieg führte zur Entdeckung von über 130
verschiedenen Dinosaurier-Arten.
114
Während der letzten hundert Jahre
waren Menschen auf der ganzen Welt im
Dinosaurier-Fieber. Auf jedem Kontinent
und in fast jedem Land der Erde wurden
Dino-Fossilien entdeckt. Und mit jeder
neuen Entdeckung haben wir ein kleines
bisschen mehr über das Zeitalter der
Dinosaurier erfahren.
115
Werkzeug eines Dinosaurier-Jägers
Paläontologen brauchen viele Ausrüs-
tungsgegenstände. Hier einige der Dinge,
die du stets bei dir haben solltest, wenn du
nach Dinosauriern gräbst.
k^n\er«n - iava Aen FunA-
orF wn<A <Aie Fossilien z.u
lupe - Z-Uva
UnFersucken
kleiner Fossilien
(wie Z-^kne)
PoFogr^n-Pieren
NoFiihiAck - <?\lle
FunAe z.u notieren
HA$b<nn<A un<A Lineal -
uvn Aie Gröjle <Aer
knocken tu messen
PtasPikHif-cken -
Pur GesPeinsproben
unA FossilienspliH-er
117
Pinsel - iav*a un^A
Er<Ae u/egiiMwlscken
Selbst berühmte Dinosaurier-Jäger kön-
nen sich irren!
Kleine Verwechslung
Viele Jahre lang bestaunten die Muse-
umsbesucher einen Dinosaurier namens
Brontosaurus (Donnerechse) - dabei war
es in Wirklichkeit gar kein Brontosaurus!
Ende des 19. Jahrhunderts hatte ein Dino-
Jäger einem Apatosaurus-Skelett den
Schädel und einige andere Knochenteile
von Camarasaurus verpasst. Diesen
zusammengewürfelten Dinosaurier nannte
er Brontosaurus. Es dauerte Jahre, bis
jemand diesen Fehler bemerkte und der
Name zu Apatosaurus korrigiert wurde.
Verkehrt herum
Am Anfang seiner Karriere grub der
Fossiliensucher Edward Drinker Cope die
Knochen eines riesigen Meeresreptils aus.
Doch als er die Einzelteile zusammenfüg-
te, unterlief ihm ein gewaltiger Fehler: Er
verwechselte Hals- und Schwanzknochen.
Folglich musste das arme Tier seinen Kopf
am Schwanzende spazieren tragen!
tSitiSÄ
Horn oder Kralle?
Als Gideon Mantell die Fossilien eines
Iguanodons untersuchte, wusste er mit
einer der Krallen nichts anzufangen. Er
hielt sie für ein Horn und setzte sie dem
armen Iguanodon einfach auf den Kopf!
Von wegen Räuber!
Vor etwa 80 Jahren entdeckten Dino-
saurier-Jäger in Asien neben einem Nest
mit versteinerten Eiern ein kleines Dino-
Skelett. Sie dachten, der Dinosaurier sei
im Begriff gewesen, das Nest auszurau-
ben. Deshalb nannten sie ihn Oviraptor,
was „Eierdieb“ bedeutet. Vor einiger Zeit
haben Paläontologen jedoch herausge-
funden, dass Oviraptor gar keine fremden
Eier klaute. Er bewachte vielmehr die
eigenen Eier!
Diese Dihös<*uviev
vückV hu*- Fl ei sek, söv\<Aewv
eih-P«nck AllE^ - Gekivn,
khockeh, Eih^eiweiAe
sog«**- /kA^P^-
Fleischfresser
Als die Dinosaurier-Jäger immer mehr und
mehr Fossilien ausgruben, erkannten sie,
dass es hunderte verschiedener
Arten gegeben
haben musste.
Um einen Über-
blick zu
bekommen,
teilten sie die
Dinosaurier
deshalb in
Gruppen ein.
123
Woher wissen wir, was die
Dinosaurier fraßen?
Anhand von Fossilien können die
Paläontologen erkennen, wovon sich die
betreffende Dinosaurier-Art ernährte.
Manchmal finden sie in einem Fossil die
Knochen eines anderen Tiers. Das be-
deutet, dass das erste Tier nur ein Fleisch-
fresser gewesen sein kann!
Diese*-
spiFie
^eköv+e eihew
FleiscVvPv-essev.
Einige Fossilzähne sind kurz und platt.
Sie waren nicht geeignet, um Fleisch aus
einem anderen Tier zu reißen. Sie können
also nur von einem Pflanzen fressenden
Dinosaurier stammen.
124
Manchmal blieben auch die Ausschei-
dungen eines Dinosauriers als Fossilien
erhalten. Fand man darin Pflanzenfasern,
wusste man, dass das Urtier ein Pflanzen-
fresser war. Waren hingegen Knochenteil-
chen enthalten, wies dies auf einen
Fleischfresser hin.
Paläontologen gehen davon aus, dass
die allerersten Dinosaurier Fleischfresser
waren.
Das älteste Dino-Fossil, das bisher
gefunden wurde, war das eines Raub-
sauriers, der so groß war wie eine Gans.
Diesen Dino nannte man Eoraptor. Das
bedeutet „Räuber bei Tagesanbruch“.
Wöin! Eov^pFov
kleinem kop-P,
i/Aekv
Z.älAv\e!
Eoraptor lebte vor über 225 Millionen
Jahren - zu Beginn des Dinosaurier-Zeit-
alters.
Eoraptor und andere frühe Dinosaurier
haben sich vermutlich von Insekten und
kleinen Echsen ernährt.
Fleisch fressende Dinos gab es in unter-
schiedlichen Größen. Aber sie hatten alle
eine ähnliche Körperform.
Die meisten Fleischfresser gingen und
rannten auf den Hinterfüßen. Meist hatten
sie kurze Ärmchen, dafür aber lange, kräf-
tige Schwänze. Und ihr Maul war voll von
sehr spitzen Zähnen.
FleisclvPvesser
Gingen «nu-P Hinterbeinen
kleine Avvncken
‘SVcnvVe ^cUwänie
‘Scln<Av--Pe Z-älnne!
126
Die Paläontologen glauben, dass die
Fleischfresser sich beim Gehen kaum auf-
richteten. Sie rannten nach vorn gebeugt
und hielten mit dem Schwanz das Gleich-
gewicht.
Die Fleisch fressenden Dinosaurier
ernährten sich auf unterschiedliche Weise.
Einige von ihnen jagten und töteten kleine-
re Dinosaurier und andere Tiere. Solche
Jäger nennt man Raubtiere. Die gejagten
Tiere sind die Beutetiere.
Andere Fleischfresser jagten nicht selbst.
Sie ernährten sich von dem, was die
Raubdinosaurier übrig gelassen hatten.
Solche Tiere nennt man Aasfresser.
128
In allen drei Epochen des Reptilien-Zeit-
alters gab es Fleischfresser. Sie waren
clever. Sie waren wild. Sie waren schnell.
Vermutlich waren sie die furchterregends-
ten Lebewesen, die jemals auf dieser Erde
gelebt haben.
Es UunAevFe vevsckieAehev
A+en Vöh R<*(Ab<AihdS<AUviev-h, <Aeh
häcksi-eh ‘SeiVeh sieksf- einige
Uhsevev LiebHh^s-FleiscMVessev-.
129
Coelophysis
Coelophysis ist einer der frühesten Dino-
saurier. Dank seiner leichten Knochen und
langen Beine war er vermutlich ein flinker
Läufer.
Auf der so genannten Geister-Ranch
in New Mexico fanden Fossiliensucher
dutzende von Coelophysis-Skeletten.
Manche Leute behaupten, dass Geister
dieser Raubsaurier jede Nacht auf die
Ranch kommen und herumspuken!
.
So ^vöJ$ sivuA unv p- -
verliehen «Aie-
sm Plhos^MAviev.
Die Paläontologen halten Troödon für
den cleversten aller Dinosaurier. Sein
Gehirn war im Verhältnis zum Körper
Die Zähne von Troödon waren kleiner
als die eines Menschen, dafür aber
gezackt und SEHR scharf und spitz.
Zudem war Troödon äußerst schnell!
Man schätzt, dass er es auf bis zu 50
Kilometer in der Stunde brachte. Der
schnellste Mensch schafft nur etwa 35!
kleine, <Abev
spiVie Z-^kne!
krallen <Aen
Vov\Aev-pMßen
Velociraptor
Velociraptor hatte eine lange, scharfe
Kralle an jedem Hinterfuß. Beim Rennen
konnte er diese hochziehen. Zum Beute-
schlagen fuhr er sie aus.
1971 entdeckten Dinosaurier-Jäger das
Fossil eines Velociraptors zusammen mit
dem eines anderen Dinosauriers.
Velociraptor hielt den Kopf dieses Dinos
mit eisernem Griff umklammert. Es sieht
ganz so aus, als wäre er gerade dabei
gewesen, ihm mit seiner spitzen Kralle den
Bauch aufzuschlitzen.
Dev
VelocivtAfVör
Y>eAeu1-eF
ehwfA \,%0
RiÄiAbev".
————
.
ZJäkne in Reihen
^ickelkl«nuen
"4* ‘Splitt
Baryonyx
Die Schnauze von Baryonyx sieht aus
wie die eines Krokodils.
Er hatte doppelt so viele Zähne wie die
meisten Fleischfresser und an jeder
Der btAvyöhyx
„Hand“ eine Kralle, die so lang und scharf
war, dass er sie als Speer benutzen konnte.
Die Forscher glauben, dass Baryonyx
mit seinen „Speer-Krallen“ Fische fing.
Warum? Weil man im Bauch eines
Baryonyx-Skeletts einen halb verdauten
Tyrannosaurus Rex
Tyrannosaurus Rex ist der berühmteste
Fleisch fressende Dinosaurier aller Zeiten.
Er hatte scharfe Zähne - viele davon mehr
als fünfzehn Zentimeter lang. Allein sein
Kopf war so groß wie eine Badewanne. Von
dem, was Tyrannosaurus Rex mit einem
Bissen verschlungen hat, könnte sich eine
Menschenfamilie wochenlang ernähren.
T-Rex hatte lange, kräftige Beine. Doch
seine Ärmchen waren so kurz, dass er sich
damit nicht einmal an den Mund fassen
konnte. Man nimmt an, dass T-Rex sie nur
gebraucht hat, um sich nach einem Nicker-
chen wieder aufzurichten.
Dev TyvinvihosenuviAS
'! Rex beAeuVe+- „König <Ae*
^ckveckehsecUsen"
Giganotosaurus
Bisher wurde nur ein einziges Giganoto-
sai/ras-Skelett entdeckt. Doch die Forscher
vermuten, dass dieser riesige Fleisch
fresser noch größer war als T-Rex!
nRiesexeckse <Aes
Wissenschaftler suchen natürlich nach
weiteren Skeletten des Giganotosaurus.
Falls sie welche finden, könnte Giganoto-
saurus T-Rex als König der Fleisch fres-
senden Dinosaurier entthronen.
Pflanzenfresser
Die ersten, schnellsten und cleversten
Dinosaurier waren Fleischfresser. Die
allergrößten Dinosaurier jedoch waren
reine Pflanzenfresser.
Die ersten Pflanzen fressenden Dino-
saurier tauchten vermutlich erst etliche
Jahrmillionen nach den Fleischfressern
auf der Erde auf. Doch genau wie diese
gab es sie in allen drei Epochen des
Dinosaurier-Zeitalters.
Es gab entschieden mehr Arten von
Pflanzenfressern als von Fleischfressern.
143
Einige von ihnen ernährten sich von
Farnen und Buschwerk. Andere waren so
riesig, dass sie die Blätter von den höchs-
ten Baumwipfeln zupfen konnten.
Die größten Pflanzenfresser waren die
Sauropoden. Sie hinterließen Fußab-
drücke, die so groß sind wie Lastwagen-
reifen! Sie haben Namen erhalten wie
„Monster-Echse“ oder „Titanen-Echse“.
Lange Zeit hielten die Paläontologen
einen Sauropoden namens Brachiosaurus
für den größten Dinosaurier aller Zeiten.
Mit 27 Meter Länge war Brachiosaurus
so lang wie drei Schulbusse! Doch inzwi-
schen wurden die Knochen von drei noch
<jvöß größeren Dinosauriern entdeckt:
Supersaurus,
was „Superechse“ bedeutet;
Ultrasaurus,
was „extreme Echse“ bedeutet;
Seismosaurus,
was „Erdbeben verursachende Echse“
bedeutet.
146
Über diese Riesen-Sauropoden wissen
wir leider nicht viel, weil bisher nur wenige
Knochen von ihnen gefunden wurden.
Manche Paläontologen vermuten, dass
Seismosaurus etwa 40 Meter lang war-
das wären mehr als vier Schulbusse!
War Seismosaurus der größte Dino-
saurier aller Zeiten? Das weiß niemand.
Denn Jahr für Jahr werden neue Fossilien
entdeckt. Und es ist durchaus möglich,
dass die Dinosaurier-Jäger eines Tages
die Knochen eines noch gewaltigeren
Riesen ausgraben.
Au-P <Aen näcksVen Seiten sieksF
einige unsevev lieblings-P-Pl£nnz.en-Presser!
147
’<»'hi
Stegosaurus
Stegosaurus war etwa so groß wie ein
Mini-Van. An seiner Schwanzspitze hatte er
vier spitze Stacheln. Und auf seinem
Rücken wuchsen große, flache Platten.
Er hatte einen sehr kleinen Kopf. Jahre-
lang stand in den Büchern, sein Gehirn
wäre so klein wie ein Golfball gewesen.
Inzwischen glauben die Paläontologen, das
Gehirn von Stegosaurus habe vielmehr
einem Hot Dog ähnlich gesehen!
“Sem beAeu.Vet' „be^A^chf-e Echse".
Euoplocephalus
Euoplocephalus war ungefähr so groß
wie ein Panzer - und genauso gebaut!
Seinen Rumpf und seinen Kopf bedeckte
ein Panzer aus hartem Knochenmaterial.
^Penhievkop-P".
sckiwevev P«nmev-
enls ^ckuf-z..
Er schützte Euoplocephalus vor Fleisch
fressenden Dinosauriern wie T-Rex.
Euoplocephalus hatte eine mächtige
Keule am Ende seines Schwanzes. Damit
hat er vermutlich um sich geschlagen,
wenn er von einem anderen Dinosaurier
angegriffen wurde.
Edmontosaurus
Edmontosaurus wurde früher auch
Anatosaurus (Entensaurier) genannt, weil
sein Maul wie ein Entenschnabel aussah.
Aber er hatte über tausend Zähne im
Maul! Wenn einer dieser Zähne alt war und
ausfiel, wuchs einfach ein neuer nach.
Die Paläontologen glauben, dass
Edmontosaurier sehr gut auf ihre Jungen
aufpassten. Sie beschützten die Nester.
Sie sammelten Futter für ihren Nach-
wuchs. Vermutlich behüteten sie ihre
Kinder, bis diese alt genug waren, um für
sich selbst zu sorgen.
eihe Eht-e
•Vf'/: -
Triceratops
Der Kopf von Triceratops sah aus wie
eine schaurige Halloween-Maske. Er hatte
einen Schnabel wie ein Papagei und drei
lange Hörner auf dem Kopf.
Die Forscher glauben, dass Triceratops
seine Hörner hauptsächlich benutzte, um
Raubdinosaurier abzuwehren. Doch
vielleicht wurden diese Hörner auch ein-
gesetzt, wenn sich zwei Triceratops-
Männchen um ein Weibchen stritten.
•/
Tricev-tfd-öps
NtnckevxschildA Muck
^evienHhf-)
P^pdngeieh
sckhenbel
Diplodocus
Diplodocus war ein langer, dünner
Sauropode mit langem Schwanz und kräf-
tigen Beinen. Man nimmt an, dass
Diplodocus auf Hinterbeinen und Schwanz
balancierte, um bis zu den Baumwipfeln zu
gelangen und sie abzuknabbern.
Diplodocus war fast die ganze Zeit mit
Fressen beschäftigt, denn sein Maul war
so klein, dass er gut hundert Maul voll fres-
sen musste, bis er einigermaßen satt war!
h <n
kleines
H<au.1
kleine
kop-P
Brachiosaurus
Brachiosaurus sah ein bisschen wie eine
Giraffe aus. Er hatte einen sehr langen
Hals und einen kleinen Kopf. Seine Vorder-
füße waren länger als seine Hinterfüße.
Doch Brachiosaurus war doppelt so hoch
wie eine Giraffe. Und seine Nasenlöcher
saßen witzigerweise oben am Kopf!
rc/" (\wegeh
<Aev lenh^en VöY<Aev-Puße).
Aickev
41 Philipps twvA Annes £)
HRM9RHRBBHBHHnBvSNMKNn^olNmli?h^Ki:
DER GRÖSSTE KOPF
Torosaurus
Torosaurus war ein Pflanzenfresser. Kein
anderes uns bekanntes Landtier hatte
einen größeren Kopf als er. Dinosaurier-
Jäger fanden Schädel von Torosauriern,
die über zwei Meter lang waren! Man
nimmt an, dass der Kopf von Torosaurus
ungefähr ein Drittel seiner Körperlänge
ausgemacht hat.
vJebb Abbes kop-P eib (MH-el
ihre* körpe^Üb^e «nusi^wnckeb
vwür^Ae, s2ike sie Sö «Mas.
160
h';
Q Q BUCH DER REKORDE
DER LÄNGSTE HALS
Mamenchisaurus
Auch Mamenchisaurus war ein Pflanzen-
fresser. Er hatte von allen Dinosauriern
den längsten Hals. Dieser war stolze
15 Meter lang. Das war fast die Hälfte der
Gesamtlänge von Mamenchisaurus.
vJiäve Philipps H<*ls h<Alb so I^h^ iwie
seih kövpev, sähe Philipp so <nus.
Q.
Philipps unA Annes Q
;.\': ’ '' J . r. ‘ . '
DIE GRÖSSTEN AUGEN
Dromiceiomimus
Dromiceiomimus war ein Fleischfresser.
Er war etwa so groß wie ein Straußenvogel
und hatte Augen so groß wie Orangen.
uJenn Ahnes Augen so gro_ß
bäe Ovenngen u/ären, sähe
sie so «aus.
162
Q BUCH DER REKORDE
b(ä«Wifi!5in*fTvKiw(föHl9RB&nflHi9RNHBMH9B0WPQPMHMQHMHHMHHHI
DER LÄNGSTE NAME
Micropachycephalosaurus
Micropachycephalosaurus, ein Pflanzen-
fresser, dessen Knochen in China entdeckt
wurden, war sehr klein. Dafür ist sein
Name umso länger. Er bedeutet „winzige“
(micro), „Dick-“ (pachy), „Schädel-“
(cephalo) „Echse“ (saurus).
vickHgev IcniAf-eV-
B rill e- R iacVs^cV-J e.
163
Seeungeheuer und
Flugmonster
Im Zeitalter der Reptilien regierten Dino-
saurier die Erde. Doch sie waren nicht
die einzigen Lebewesen jener Epoche.
Dinosaurier-Jäger entdeckten auch die
Fossilien von merkwürdigen Reptilien, die
fliegen oder schwimmen konnten und die
zur gleichen Zeit gelebt haben müssen.
Fliegende Reptilien nennen wir Ptero-
saurier. Dieses Wort stammt aus dem
Griechischen und bedeutet „geflügelte
Echse“.
164
Fossil eines PFev<nno<Aons
Die Pterosaurier hatten Flügel aus Haut
und Knochen. An jedem Flügel befand sich
ein sehr langer „Finger“. Dieser Finger
erstreckte sich von der „Hand“ bis zur
Flügelspitze. Manchmal war dieser Finger
über drei Meter lang!
Die Forscher glauben, dass die meisten
Pterosaurier flogen, indem sie ihre Flügel
ausbreiteten und sich vom Wind tragen
ließen.
165
Fliegende RepHKen
Flügel <*us
tfpoyjev
Ließen sich vöw vJin<A Fr^evi
Es gab auch schwimmende Reptilien.
Ichthyosaurier (Fischechsen) sahen aus
wie Delfine. Sie hatten große Augen und
lange Schnäbel.
Mosasaurier waren riesige Schwimm-
echsen. Sie hatten lange Zehen mit
Schwimmhäuten.
Plesiosaurier hatten ein ganz anderes
Aussehen als alles, was heute auf der
Erde lebt. Der Name bedeutet
„Schwanenhalsechse“.
Einige Plesiosaurier hatten einen kurzen
Hals und einen langen Kiefer, wie
Krokodile. Andere hatten einen langen
Hals und einen kleinen Kopf.
166
HeevesvepHVien
l ckH\yöS<n lA/tev
HöS^nS^lAviev
PleStöSenuriev-
Aia-P eAen häcksken Seif-eh sieksf-
<Au ebü^e unserer
UebUn^s-Fl ug-
repHlieh lav\<A
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HIER LANG
i——!
Pteranodon
Pteranodon hatte einen langen Schnabel
und einen langen Knochenkamm am
Hinterkopf - vermutlich als Gegengewicht
zu dem langen Schnabel, wenn er herab-
stieß, um einen Fisch zu fangen.
De*-
PFevtAHöAöK
betAeuFet-
^z-dnUhloser Fliege*-".
größte Lebewesen, das jemals fliegen
konnte. Einer seiner Flügel war an die
sechs Meter lang - also ungefähr so groß
wie der eines kleinen Flugzeugs!
Vev Nawe QiAeFz.«nlcö<AFliAS r.-' ...
' ' . / \ : ’ ; • / ' • - . ....
Ophthalmosaurus
Ophthalmosaurus war ein Ichthyosaurier
mit sehr großen Augen. Die Paläontologen
vermuten, dass sie ihm halfen, sich in den
dunklen Gewässern des Ozeans zurecht-
zufinden.
Elasmosaurus
Elasmosaurus gehörte zur Gruppe der
Plesiosaurier. Sein Hals machte mehr als
die Hälfte seiner Körperlänge aus.
Die Forscher glauben, dass Elasmo-
saurus auf der Suche nach Futter seinen
Kopf aus dem Wasser streckte und Fische
fing, die an der Oberfläche schwammen.
Echse".
7
Was geschah mit
den Dinosauriern?
Die Dinosaurier bevölkerten die Erde über
viele Jahrmillionen hinweg. Doch dann
waren sie auf einmal verschwunden.
Was war passiert? Warum starben sie
aus? Das vermag keiner mit Sicherheit zu
sagen.
Es gibt mehrere Theorien, die das
Aussterben der Dinosaurier zu erklären
versuchen. Als Theorie bezeichnen die
Wissenschaftler eine Idee, die nicht
bewiesen wurde.
173
Klima Ist. die
an einen
besttantcn
Ort herr-
schende
Witterung.
Ausgestorben
bedeutet
„nicht mehr
auf der Erde
lebend“.
Die Theorie über die Veränderung
des Klimas
Viele Jahre lang glaubten die Paläon-
tologen, dass die Dinosaurier ganz all-
mählich verschwunden seien. Die
Wissenschaftler dachten, sie wären
ausgestorben, weil sich das Klima nach
und nach verändert hatte.
Die Anhänger dieser Theorie vermu-
ten, dass sich das Klima auf der Erde
gegen Ende des Zeitalters der Reptilien
zu verändern begann. Folglich veränder-
te sich auch die Umwelt der Dinosaurier.
Vermutlich waren die Dinosaurier nicht
in der Lage, sich an diese Veränderun-
gen anzupassen.
Deshalb starben im Lauf der Jahre
immer mehr Dinosaurier, bis schließlich
keine mehr da waren. Sie waren ausge-
storben!
174
Die Asteroidentheorie
Die Theorie über die Veränderung des
Klimas war lange Zeit sehr beliebt. Doch
inzwischen halten viele eine andere
Theorie für wahrscheinlicher. Sie glau-
ben, dass Dinosaurier sehr rasch aus-
gestorben sind. Diese Theorie nennt
man die Asteroidentheorie.
Ein Asteroid ist ein Gesteinsbrocken
aus dem Kosmos. Die Anhänger der
Asteroidentheorie vermuten, dass am
Ende des Dinosaurier-Zeitalters ein
großer Asteroid auf die Erde aufschlug.
Er müsste einen Durchmesser von etwa
acht Kilometern gehabt haben.
Wenn ein solch großer Asteroid auf die
Erde aufschlüge, würden sämtliche
Lebewesen im Umkreis von hunderten
von Kilometern sterben. Denn sein
Aufschlag würde eine gewaltige Wolke
VjcnlAhsiHh!
D<aS ist-
Sö «Jröß
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3^nz.e
175
Ein Krater ist.
eine triehter-
för« Ige Öff-
nung In der
Erde.
von Staub, Rauch und Asche in die Luft
steigen lassen.
Diese Wolke wäre jahrelang in der Luft
und würde die Sonne fast ganz verdun-
keln.
Ohne Sonnenlicht wäre die Erde ein
sehr ungemütlicher, kalter Ort. Pflanzen
würden eingehen. Manche Lebewesen
würden erfrieren, andere verhungern.
Viele Jahre lang fragten sich die An-
hänger der Asteroidentheorie, wo dieser
riesige Asteroid wohl eingeschlagen
haben könnte.
Inzwischen glaubt man, die Stelle ent-
deckt zu haben. Im Golf von Mexiko
haben die Wissenschaftler einen Krater
von fast 200 Kilometer Durchmesser
gefunden. Er liegt etwa 800 Meter tief
unter dem Meeresgrund.
Heute glauben die meisten Paläonto-
176
logen an die Asteroidentheorie. Aber es ist
trotzdem nur eine Theorie!
Wir werden vermutlich nie mit absoluter
Sicherheit wissen, warum die Dinosaurier
vom Erdboden verschwunden sind. Der
Tod dieser merkwürdigen und großartigen
Geschöpfe ist eines der größten Rätsel
aller Zeiten.
Aia-P «Ach nädAS-bsn
evTtäfAvsV Kock itoex
177
Helxv ViKös^nuvlev-
Paläontologen untersuchen die Fossilien
von Dinosauriern schon seit fast 200 Jah-
ren. Doch es gibt noch immer Dinge, die
uns die Fossilien einfach nicht verraten
wollen ...
Fall 1: Schwarz-weiß oder Farbe?
Welche Farbe hatten die Dinosaurier?
Knallrot? Oder Grün und Gelb? Waren sie
gepunktet? Oder gar gestreift?
Auf diese Frage können uns die Fossilien
leider keine Antwort geben. Doch vermut-
lich waren die Dinosaurier so farbenpräch-
tig wie unsere heutigen Echsen und
Schlangen.
Fall 2: Alt oder nicht alt?
Wie alt wurden die Dinosaurier? Zehn
Jahre? Dreißig Jahre? Auch das weiß kei-
ner. Viele Paläontologen vermuten jedoch,
dass die Dinosaurier über hundert Jahre
alt wurden!
Fall 3: Zwei-Tonnen-Blashörner
Was für Töne gaben die Dinosaurier von
sich? Brüllten sie wie Löwen? Schnatterten
sie wie Gänse? Zischten sie? Piepsten
sie? Oder knurrten sie etwa?
Das können die Paläontologen nur auf-
grund der Kopfformen der Dinosaurier und
ihrer Körperform zu erraten versuchen.
Einige Dinos hatten Knochenröhren auf
dem Kopf. Wer weiß, vielleicht haben sie
hineingetutet wie in ein Jagdhorn!
Verwandte der
Dinosaurier
Dinosaurier gibt es auf der Erde nicht
mehr. Doch einige Tierarten, die schon
zur Zeit der Dinosaurier gelebt haben,
existieren noch immer.
Echsen waren die Leibspeise vieler
kleiner Fleischfresser. Die Paläontologen
vermuten, dass unsere heutigen Echsen
fast genauso aussehen wie jene, die im
Zeitalter der Reptilien gelebt haben.
Zu Zeiten der Dinosaurier gab es auch
schon die ersten Schildkröten. Sie sahen
181
den heutigen Schildkröten sehr ähnlich -
nur dass ihre Vorfahren sehr viel größer
waren. Paläontologen haben das Fossil
einer Schildkröte entdeckt, die über vier
Meter lang war!
isF
eine
ECHT
große
kvöFe!
Auch Krokodile lebten schon zur Zeit der
Dinosaurier. Die meisten von ihnen waren
wohl etwa so groß wie unsere heutigen
Krokodile.
Doch in Texas haben Dinosaurier-Jäger
182
den Schädel eines Krokodils entdeckt, der
über zwei Meter lang ist. Das bedeutet,
dass manche dieser urzeitlichen Krokodile
vermutlich fünfmal so groß waren wie heu-
tige Krokodile!
ein eckb
Die heutigen Tiere, die den Dinosauriern
am ähnlichsten sind, sind jedoch weder
die Echsen noch die Schildkröten noch die
Krokodile.
Es sind kleine Tierchen, die du jeden Tag
183
sehen kannst. Du kannst sie vor deinem
Fenster oder auch im Garten beobachten.
Es sind die Vögel!
DiHäSmiAviev
Echsen
^chilAk-vöt-en
Krokodile
VÖGEL!
Die Paläontologen glauben, dass die
ersten Vögel zur Zeit des Juras auf der
Erde auftauchten. Sie vermuten auch,
dass Vögel eng mit den Fleisch fressen-
den Dinosauriern verwandt sind. Einige
sind sogar der Meinung, dass es einst ein
Lebewesen gab, das halb Vogel, halb
Dinosaurier war!
In Deutschland entdeckten Minenarbeiter
184
im Jahre 1861 ein uraltes, versteinertes
Skelett. Dieses Skelett sah aus, als gehör-
te es einem kleinen, Fleisch fressenden
Dinosaurier. Doch als sie das Gestein um
die versteinerten Knochen herum näher
betrachteten, erkannten die Arbeiter
Abdrücke von Flügeln und Federn.
Dieser Dinosaurier hatte Flügel wie unsere
heutigen Vögel!
185
Die Wissenschaftler nannten dieses Tier
Archaeopteryx- das bedeutet „uralter
Flügel“. Sein Fossil gilt heute als eines der
wertvollsten auf der ganzen Welt.
Wie kam es, dass Vögel, Krokodile,
Schildkröten und Echsen überlebten,
während die Dinosaurier ausgestorben
sind?
Das weiß niemand. Dies ist ein
Geheimnis, das die Dinosaurier-Jäger
und Paläontologen der Zukunft noch lüften
müssen.
Es ist durchaus möglich, dass die Ant-
wort auf diese Frage im Moment noch
draußen in der Erde vergraben ist... und
darauf wartet, dass du sie ausgräbst!