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Tags: waffen
Year: 1943
Text
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MAU5ER
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MAUSER
.0°
Die neue MAUSER-Hahn-Selbstspannerpistole
Modell HSc Kaliber 7,65
ist das dritte Modell der von unserem Werk, einer Stätte alter Pionierarbeit
im Waffenbau, herausgebrachten Hahnpistolen. Jahrzehntelange Erfahrun-
gen in der Entwicklung von weltbekannten Hand- und Faustfeuerwaffen
aller Art setzten unsere Konstrukteure in den Stand, bei der Entstehung
dieses Modells alle Gesichtspunkte sowohl in Waffen- wie in fertigungs-
technischer Hinsicht zu berücksichtigen. Es ist damit eine Pistole ge-
schaffen worden, die allen Forderungen, welche heute an eine moderne
Faustfeuerwaffe gestellt werden, in jeder Hinsicht entspricht.
In ihr sind die Vorzüge des Revolvers und der Selbstladepistole vereinigt.
Abmessungen, Gewichtsverteilung und äußere Form sind so gehalten, daß
die Pistole in jeder Schützenhand gut liegt.
Die Waffe, die völlig staubdicht geschlossen ist und eine glatte Ober-
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fläche ohne vorstehende Teile hat, weist alle Eigenschaften auf, die ein
rasches und sicheres Bedienen gewährleisten.
Die ständige Feuerbereitschaft und die vielseitigen Sicherungseinrichtun-
gen machen die Pistole zu einer vollwertigen, modernen und schützen-
sicheren Gebrauchswaffe.
Konstruktive Merkmale
Die Pistole ist ein Rückstoßlader.
DerVerschluß wird durch die Masse des Verschlußstückes und durch die
Druckkräfte der Vorhol- und Schlagfeder gebildet.
Der Abzug ist als Spannabzug ausgebildet, d. h. der Schütze kann auch
den Hahn (03) direkt mit dem Abzug (05) spannen und den Schuß lösen
— hingeworfener Schuß.
2
Der hierbei vorhandene Druckpunktgibt dem Schützen aber bei langsamem
Durchziehen des Abzuges die Möglichkeit, auch dann einen gezielten
Schuß abzugeben.
Gibt der Schütze den gespannten Hahn durch leichten Druck auf den Ab-
zug für den Zündschlag frei, hat er den Präzisionsschuß.
Es ist also beim Abziehen zu unterscheiden zwischen:
1. Abziehen des entspannten Hahnes,
2. Abziehen des gespannten Hahnes.
Zu 1. Bei dem Zurückziehen des Abzuges (05) wird die Abzugsstange
(06), die mit dem Hahn (03) in Eingriff stoht, nach vorne bewegt, bis
sie durch eine Steuerfläche, die an dem Unterbrecher (020) abgleitet,
außer Eingriff mit dem Hahn kommt und ihn zur Zündung freigibt.
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Zu 2. Ist der Hahn von Hand oder durch das zurückgleitende Verschluß-
stück (02) gespannt worden, so wurde dadurch der Abzug vom Hahn
(03) über die Abzugstange (06) bis kurz vor den Druckpunkt gebracht.
Es bedarf daher nur noch eines ganz kurzen Abzugsweges, um die Unter-
stellung des Hahnes durch die Abzugsklinke (04) aufzuheben und diesen
wiederum zum Zündschlag freizugeben.
Weil nach Abgabe eines Schusses der Abzug meist nicht gleich wieder
losgelassen wird, muß eine selbsttätige Unterbrechung der Abzugsstange
(06) von der Abzugsklinke (04) erfolgen, damit der Hahn (03) sofort
einrasten kann. Dies bewirkt der Unterbrecher (020), der durch das Ver-
schlußstück (02) nach unten geschleudert wird, dabei die Abzugsstange
(06) mitnimmt und diese so außer Eingriff mit der Abzugsklinke (04)
bringt. Der Eingriff der Abzugsklinke in die Hahnrast ist so bemessen,
daß die Pistole gegen Doppelschüsse gesichert ist.
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Der außenliegende Hahn ist so angeordnet, daß er sowohl in gespann-
tem wie in entspanntem Zustande den Schloßmechanismus vollständig
staubdicht abschließt und in seiner jeweiligen Lage leicht erkennbar und
gut greifbar ist.
Bei den Sicherungen wurden alle Momente des praktischen Gebrauches
in Betracht gezogen, um den Schützen und seine Umgebung vor der un-
gewollten Lösung eines Schusses zu schützen. Trotz der Vereinigung
aller Sicherheitsvorzüge, die eine Fehlbedienung ausschließen, ist die Ein-
fachheit der Pistole beim Gebrauch nicht beeinträchtigt worden.
Die Sicherungseinrichtungen unterteilen sich in selbsttätige Sicherungen
und die von Hand zu bedienende Sicherung.
Selbsttätige Sicherungen:
1. Bei nicht ganz hergestelltem Verschluß kann der Schuß nicht gelöst
werden.
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Solange das Verschlußstück nicht In seiner vordersten Lage (Schußstel-
lung) ist, drückt dieses die Abzugsstange (06) über den Unterbrecher
(020) nach unten und trennt sie so von der Abzugsklinke (04) und vom
Hahn (03). Der Abzug geht leer.
2. Der Hahn kann den Schlagbolzen (018) auch bei entsicherter Pistole
nicht treffen, sofern der Abzug nicht durchgezogen, d. h. der Schuß ge-
wollt ist.
Ein Schlag auf den gespannten oder auf den ungespannten Hahn z. B.
oder das Abgleiten vom Hahn beim Spannen von Hand wird also den
Schuß nicht lösen. Dies wird durch eine zweite Rast am Hahn bewirkt,
in welche die Abzugsklinke einspringt und den Stoß vor dem Auftreffen
auf den Schlagbolzen abfängt.
3. Bei herausgenommenem oder nicht ganz eingeschobenem Magazin ist
der Abzug gesperrt. Der Auswerfer (07) greift dann unter Einwirkung
der Auswerferfeder (030) hakenartig in die entsprechende Ausnehmung
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der Abzugsstange (06) ein und legt diese fest. Es kann weder bei ge-
spanntem noch bei entspanntem Hahn abgezogen werden.
4. Die Pistole kann nur in gesichertem Zustand zerlegt und zusammen-
gesetzt werden.
In Feuerstellung konfmt die Sicherung (014) gegen einen entsprechen-
den Ansatz am Auswerfer (07) zu liegen und verhindert, daß das Ver-
schlußstück nach vorne geschoben und abgenommen bzw. auf den Griff-
kasten (01) aufgesetzt werden kann.
Von Hand zu bedienende Sicherung:
Durch Einstellen der Sicherung auf Sicherheitsstellung
— sichtbar — wird
1. ein Auftreffen des Hahnes auf den Schlagbolzen verhindert. Der
Schlagbolzen ist um seine Spitze nach oben aus dem Schlagbereich
des Hahnes geschwenkt. Zusätzlich tritt ein zylindrisch ausgebilde-
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ter Ansatz des Schlagbolzens in eine Bohrung im Verschlußstück
ein und legt diesen in Längsrichtung fest.
2. das gefahrlose Ablassen des gespannten Hahnes mit dem Abzug
möglich, weil bei ausgeschwenktem Schlagbolzen der Hahn ins
Leere schlägt.
3. das Spannen des Hahnes unmöglich, weil die Abzugskiinke soweit
durch die Sicherung gesperrt ist, daß sich der Hahn nicht voll-
ständig bis in die Spannrast zurückziehen läßt.
4. trotzdem die Voraussetzung geschaffen, die gesicherte Pistole zu
laden und zu entladen.
Der Hahn wird allerdings bei diesem Vorgang entgegen der in Punkt
3 geschilderten Sperrung gespannt, weil diese durch die mit dem
Verschiußstück zurückgehende Sicherung aufgehoben wird. Nach
dem Vorgieiten des Verschlußstückes, wodurch gleichzeitig eine
Patrone in den Lauf eingeführt wird, kann der Hahn wie unter Punkt 2
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aufgeführt, durch die Betätigung des Abzuges gefahrlos entspannt
werden.
Die Lagerung und Befestigung des Laufes verbindet mit guter Schuß-
leistung leichte Zerlegbarkeit der Pistole sowie bequemes Reinigen und
Auswechseln des Laufes.
Die äußere Form der Pistole ist glatt und gefällig, die Waffe allseitig
staubdicht geschlossen. Die von Hand zu betätigenden Teile wie Siche-
rung, Hahn, Lauf- und Magazinhalter sind trotzdem griffig und gut zu-
gänglich. Die Ose für einen Karabinerhaken ist in den Griffkasten ein-
gelassen.
Die Visierung ist klar und mit Rücksicht auf die glatte Form im Verschluß-
stück vertieft angebracht.
Die Pistole kann also ohne Behinderung aus der Rock- oder Pistolen-
tasche in Anschlag gebracht werden.
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Zur Erzielung einer besseren Handlage für besonders kräftige Hände
wurde als wahlweise Ausführung ein verlängerter Magazinboden ge-
schaffen (siehe Bild).
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Vorgänge in der Waffe beim Schießen
(Siehe Faltblatt am Schluß des Heftes)
Durch den Rückstoß wird das im Griffkasten (01) geführte Verschluß-
stück (02) zurückgeworfen. Dabei wird durch den Auszieher (019) die
leere Patronenhülse mitgenommen, bis diese auf den Auswerfer (07)
trifft und durch die Auswurföffnung im Verschlußstück (02) ausgewor-
fen wird. Durch das zurückgleitende Verschlußstück wird weiter die Vor-
holfeder (036) und die Schlagfeder (028) gespannt, der Hahn (03) nach
unten gedrückt und in dieser Stellung von der Abzugsklinke (04) fest-
gehalten. Durch die in der Vorholfeder aufgespeicherte Kraft wird das
Verschlußstück dann nach vorne in die Schußstellung gebracht, dabei
eine neue Patrone aus dem Magazin mitgenommen und in den Lauf (013)
eingeführt. Der Auszieher tritt mit seiner Kralle in die Rille der Patrone
ein, steht dadurch ungefähr 1 mm über das Verschlußstück vor und
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zeigt damit sichtbar und fühlbar an, daß die Waffe geladen, d. h. feuer-
bereit ist.
Dieser Vorgang wiederholt sich selbsttätig, so oft der Abzug durchgezo-
gen wird. Ist keine Patrone mehr im Magazin, so wird das Verschluß-
stück durch den Zubringer (012) aufgehalten, bleibt in seiner rückwär-
tigen Stellung stehen und zeigt dem Schützen an, daß die Pistole leer-
geschossen ist. Wird nun das leere Magazin herausgenommen, so tritt der
Auswerfer (07) durch eine Schwenkung anstelle des Zubringers (012) in
die Bahn des Verschlußstückes und hält dieses in der hinteren Stellung
fest. Die Waffe ist jetzt ladebereit.
Wird weitergeschossen, ist ein gefülltes Magazin einzuführen; wird aber
das Schießen beendet, ist die Pistole zu schließen (siehe Seite 18).
Soll das Schießen für längere Zeit unterbrochen werden, die Pistole aber
feuerbereit bleiben, so wird dies folgendermaßen bewerkstelligt: Sichern,
ein gefülltes Magazin einführen — das Verschlußstück gleitet ohne wei-
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teren Handgriff nach vorne und führt die oberste Patrone aus dem Magazin
in den Lauf ein, gleichzeitig werden Schlag- und Abzugsfeder entspannt
— dann entsichern.
Die Pistole ist geladen, feuerbereit, sämtliche Federn sind entspannt; sie
kann gefahrlos getragen werden.
Soll dagegen das Schießen nur für kurze Zeit unterbrochen werden, ist
lediglich zu sichern.
Ist das Schießen beendet und befinden sich noch Patronen im Lauf oder
Magazin, so ist die Waffe zu sichern, das Magazin herauszunehmen und
das Verschlußstück kräftig zurückzuziehen, damit die Patrone aus dem
Lauf ausgezogen und ausgeworfen wird. Wenn nun ein leeres Magazin
eingeführt wird, schließt sich die Pistole selbsttätig und ist in sämtlichen
Federn entspannt. Sie kann jetzt gereinigt bzw. an Ort gebracht werden.
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BEDIENUNGS-ANLEITUNG
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Füllen und Entleeren des Magazins
Nehme das Magazin in die linke Hand, Rundung nach außen. Siehe Bild
Seite 16 oben.
Die Patrone wird mit dem Patronenboden voraus auf den über die Ma-
gazinlippen vorstehenden Teil des Zubringers aufgesetzt und mit Druck
nach unten unter die Magazinlippen geschoben. In sinngemäßer Weise
ist nun Patrone auf Patrone einzuführen. Zum Entleeren streife man die
Patronen nach der offenen Seite des Magazins ab. Siehe Bild Seite 16
unten.
Durch die im Magazin angebrachten Schaulöcher ist ersichtlich, wie weit
das Magazin gefüllt ist.
Das Magazin faßt 8 Patronen,
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Laden der Pistole w
Sichere, ziehe das Verschlußstück
zurück (damit bleibt die Pistole
offenstehen) und führe das gefüllte
Magazin kräftig in die Pistole ein, bis
der Magazinhalter hörbar einrastet.
Dabei springt das Verschlußstück
nach vorne und bringt die oberste
Patrone selbsttätig in den Lauf. Der
dann auf der rechten Seite des Ver-
schlußstücks etwa 1 mm vorstehende
Auszieher zeigt an, daß sich eine
Patrone im Lauf befindet.
Merke beim Hantieren mit der Pistole:
Finger weg vom Abzugl
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Entladen der Pistole
Sichere, drücke mit dem
Daumen der linken Hand
den Magazinhalter zurück und neh-
me das Magazin mit Zeigefinger und
Daumen nach unten heraus.
Ziehe das Verschlußstück bis zum
Anschlag zurück. Dabei ist zu be-
achten, daß die im Laufe befindliche
Patrone auch wirklich ausgeworfen
ist.
Merke beim Hantieren mit der Pistole:
Finger weg vom Abzugl
Zerlegen der Pistole (zum Reinigen)
1. Spanne den Hahn, sichere. Drücke mit dem Daumen*) der linken Hand
den Laufhalter vorne im Abzugsbügel nach unten. Schiebe mit der rech-
ten Hand das Verschlußstück nach vorne und hebe es nach oben ab.
Siehe Abbildung links oben.
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Merke:
In ungesichertem Zustand und bei
entspanntem Hahn läßt sich die Pi-
stole nicht zerlegen!
2. Nehme das Verschlußstück in die
linke Hand, Visierung nach unten,
Mündung nach außen; drücke mit
dem Daumen*) der rechten Hand den
Lauf an seinem hinteren Ende einige
Millimeter nach vorne und fahre dann
mit Lauf und Vorholfeder nach oben
aus. Siehe Bild Seite 22 rechts.
*) Wer das Herunterdrücken des Laufhalters beim Zerlegen der Pistole nicht mit dem Daumen
ausführen will, kann den Boden des Magazins zu Hilfe nehmen. Dasselbe gilt auch für das
Herausnehmen des Laufes aus dem Verschlußstück (siehe Bild oben).
Es empfiehlt sich, vor dem Zerlegen das Magazin herauszunehmen.
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Zusammensetzen der Pistole. Siehe Bilder Seite 22 und 24.
1. Sichere, führe den Lauf mit Vorholfeder leicht schräg nach vorne in
das Verschlußstück ein. (Bild Seite 22 rechts.)
2. Spanne den Hahn (sofern er nicht gespannt geblieben ist, setze nun-
mehr das Verschlußstück mit Lauf und Vorholfeder von oben mit leich-
tem Druck auf den Griffkasten auf, und zwar so, daß die vorderen und
damit auch die hinteren Führungswarzen des Verschlußstückes auf die
entsprechenden vorderen Aussparungen (siehe roter Pfeil) des Griff-
kastens kommen und ziehe das Verschlußstück kurz zurück.
Merke: In ungesichertem Zustand und bei entspanntem Hahn läßt sich
die Pistole nicht zusammensetzen!
25
Instandhaltung der Pistole
Der Käufer einer Waffe kann, soweit es sich um ein erstklassiges Erzeug-
nis handelt, mit Fug und Recht verlangen, daß sie ihn in keinem Falle
im Stich läßt. Bei allen MAUS ER-Waffen treffen diese Voraussetzungen
in jeder Hinsicht zu. Jede einzelne Waffe wird, ehe sie unser Werk ver-
läßt, einer strengen Prüfung auf Funktion und Treffsicherheit unterzogen,
nachdem sie zuvor vom staatlichen Beschußamt aut ihre Haltbarkeit ge-
prüft worden ist.
Es liegt im ureigensten Interesse des Trägers, sich diese absolute Bereit-
schaft auch zu erhalten, denn, wenn schon zur Pistole gegriffen werden
muß, gilt es meist, Gut und Leben zu schützen. Wer also in der Lage
sein will, jederzeit zur schußbereiten Pistole greifen zu können, sollte die
Mühe nicht scheuen, ihr die nötige Wartung und Pflege zuteil werden
zu lassen. Die rauchschwachen Treib- und rostverhütenden Zündmittel,
die heute ausnahmslos zur Herstellung von Pistolenmunition Verwendung
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finden, hinterlassen wenig Rückstände und erleichtern dadurch das Rei-
nigen. Dennoch sind für die Instandhaltung nachstehende Punkte zu
beachten:
Die Pistole ist, auch wenn sie nicht ständig im Gebrauch ist, in kürzeren
Zeitabständen auseinanderzunehmen, zu reinigen und einzufetten.
Grundsätzlich muß nach jedem Schießen, selbst wenn nur ein Schuß ab-
gegeben wurde, gereinigt werden. Wenn unmittelbar nach dem Schießen
keine Möglichkeit zur Reinigung besteht, ist auf jeden Fall der Lauf reich-
lich zu ölen. Die gründliche Reinigung ist sobald als möglich nach-
zuholen.
Eine ganz besondere Pflege verlangt das Laufinnere, weil von seiner
einwandfreien Beschaffenheit die Treffsicherheit der Waffe wesentlich
abhängt. Mit gutsitzenden Wergpolstern ist vom Patronenlager aus so
lange zu reinigen, bis sämtliche Rückstände entfernt sind. Anschließend
wird das Lauf innere leicht eingefettet. Auch die übrigen, insbesondere
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die gleitenden Teile, müssen von Zeit zu Zeit leicht eingefettet oder ge-
ölt werden.
Zum Reinigen und Fetten dürfen nur harz- und säurefreie Ole verwen-
det werden.
Nach dem Reinigen überzeuge man sich davon, daß das Laufinnere frei
von Fremdkörpern ist, zurückgebliebene, auch kleinste Reste von Reini-
gungsmaterial, können zu Beschädigungen des Laufes führen.
Ferner wird dringend davor gewarnt, die Laufmündung zum Schutz ge-
gen Eindringen von Schmutz zuzustopfen. Es kommt nämlich zu leicht
vor, daß im Gefahrenmoment übersehen wird, den Pfropfen zu entfernen,
was eine Laufaufbauchung, u. U. sogar eine Laufsprengung zur Folge
haben kann.
Zur Entfernung von Nickelansätzen im Laufinnern gibt es heute Reini-
gungsmittel, die In jeder Waffenhandlung zu haben sind. Läßt sich mit
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diesen der Ansatz nicht entfernen, so übergebe man die Waffe dem
Fachmann.
Auf keinen Fall darf der Versuch unternommen werden, den Ansatz mit
einer Stahlbürste zu entfernen, weil dadurch die glatte Oberfläche des
Laufinnern (Züge und Felder) verdorben und der Lauf unbrauchbar wird.
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Konstruktive und ballistische Angaben
Laufweite (Kaliber)................................ 7,65 mm
Länge der Pistole...................................162 mm
Höhe der Pistole....................................110 mm
Breite der Pistole über Griffschalen................ 28 mm
Länge des Laufes.................................... 85 mm
Länge der Visierlinie...............................128 mm
Gewicht der Pistole mit Magazin etwa................585 gr
Gewicht des Magazins etwa........................... 50 gr
Anzahl der Patronen im Magazin.................... 8 St.
Geschoßgewicht..................................... 4,7 gr
Pulverladung....................................... 0,16 gr
Mündungsgeschwindigkeit Vo etwa.....................290 m/se<
Mündungsenergie Eo etwa............................ 20,5 m/kg
Anzahl der Teile bei vollkommen zerlegter Pistole..40
30
035 013 034 02 018 022 029 04 .017
02S
^9
01
02
03
04
05
06
07
08
09
010
011
012
013
014
015
016
017
018
019
Griff kästen
Verschlußstück
Hahn
Abzugklinke
Abzug
Abzugstange
Auswerfer
Griffschale links
Griffschale rechts
Magazinrohr
Magazinboden
Zubringer
Lauf
Sicherung
Druckstück
Magazinhalter
Winkelstück
Schlagbolzen
Auszieher
Stückliste
020 Unterbrecher
021 Laufhalter
022 Visier
023 Hahnachse
024 Stift für Druckstück
025 Abzugstift
026 Stift für Abzugklinke
und Magazinhalter
027 Druck-Rastbolzen
028 Schlagfeder
029 Abzugklinkenfeder
030 Auswerferfeder
031 Laufhalterfeder
032 Abzugfeder
033 Zubringerfeder
034 Schlagbolzenfeder
035 Auszieherfeder
036 Vorholfeder
037 blanke Linsenschraube