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Author: Burckhardt Coco
Tags: medizinische pflanzen children's books
ISBN: 978-3-8001-0312-6
Year: 2016
Text
Sofort-Hilfe aus der Natur
Schon gewusst? Kleeblüten stillen den Juckreiz nach einem
Insektenstich, die Wald-Erdbeere hilft bei Sonnenbrand und
das Gänseblümchen lindert den Schmerz bei einer Verstau
chung. Viele unserer „Allerweltskräuter“ lassen sich bei
kleinen Notfällen unterwegs einsetzen - zerrieben oder
zerkaut können sie wahre Wunder bewirken.
Coco Burckhardt stellt die 35 besten Wildpflanzen für die
Erste Hilfe unterwegs vor:
• Wie erkenne ich die richtigen Pflanzen?
• Welche Pflanzenteile helfen bei was?
Die natürliche und sanfte Medizin ist ruckzuck hergestellt
Alle Pflanzen werden direkt angewendet, aufwendiges
Salbekochen oder Tinkturherstellen entfällt.
Mit Extrawissen:
• Pflanzen für die Frühjahrskur
• Schnelle Breiumschläge
• Die besten Pflanzen zum Knabbern für Kids
Gegen Schnupfen, Husten, Heiserkeit
Coco Hurtkhardt
Erste Hilfe
mit frischen
Wildpflanzen
Die Naturapotheke
für unterwegs
Das steckt im Buch
Wenn’s außen
wehtet 6
Wenn’s innen
schmerzt
Bei Schrammen, Sonnenbrand
und Insektenstichen helfen
Ampfer. Gundermann, Spitz-
wegerich. Wald-Erdbeere und
Co. blitzschnell. Probieren
Sie’s aus.
Gegen Muskelkater, müde Füße,
Verstauchungen und auch bei
Bauchweh. Zahnschmerzen.
Kopfschmerzen helfen neben
Beifuß. Gänseblümchen, Hir-
tentäschel und Vogelmiere noch
viele weitere Wildpflanzen.
Soforthilfe aus der Natur 4
Sogeht’s 5
Sammeln leicht gemacht 5
Wenn der kleine
Hunger koomW 66
Mc.hr Pjlunze.n-
Wisse.n
Verlaufen, falsche Richtung,
keine Busverbindung? Bei
knurrendem Magen unterwegs
überbrücken Brennnessel. Weiß-
dorn und Wlesen-labkraut noch
so manche Strecke.
Schnell gemacht:
Breiumschläge 18
fit ins Frühjahr 48
Husten, Schnupfen,
Heiserkeit... 60
Knabberelen für Kids 78
Service 90
Alle Pflanzen und ihre Anwen-
dung im Überblick 92
Pflanzen und Beschwerden
schnell finden 95
Weiterführende Infos 94
Zum Weiterlesen 94
So^ovtVxitiJe.
aus der Matur
Sicher kennen Sie das: Man ist unterwegs bei einer Wanderung oder
einem Spaziergang, und schon ist es passiert - man stolpert, zieht
sich eine Schramme zu oder verstaucht sich den Knöchel, schnei-
det sich beim Picknick in den Finger, sitzt zu lange in der Sonne,
oder der Wind pfeift, und die Ohren fangen an zu schmerzen.
Eine kleine Apotheke hat man selten dabei, doch beim Blick in die
umgebende Natur werden Sie so manche Pflanze finden, die Ihnen
mit schneller Hilfe zur Seite steht.
5
So gehf'5
Das Zerreiben der Pflanzen leistet gute Dienste, bei den meisten
äußeren Blessuren ist das Zerkauen und Einspeicheln aber besser.
Unser Speichel enthält Schielmstoffe, die die Wundheilung fördern,
außerdem Enzyme, die die Verfügbarkeit der Pflanzeninhaltsstoffe
steigern, und Immunglobuline, die antibakteriell wirken.
Wenn es Ihnen irgendwie möglich ist, sollten Sie den Pflanzenbrei
auch an den zu behandelnden Stellen fixieren. Falls Sie kein Tuch
oder ähnliches zur Verfügung haben, kann auch mal ein Blatt aus-
helfen, vom Ampfer beispielsweise oder vom Wegerich, einer Eiche
oder einem anderen Baum.
SaMAneln kicM
Da es hier ausschließlich um schnelle Hilfe und Sofortbehandlung
geht, kann man das gerade herrschende Wetter logischerweise ver-
nachlässigen. Auch der in den Porträts angegebene Erntezeltpunkt
ist relativ: Wenn Sie die Pflanze brauchen, greifen Sie zu, auch wenn
es^erade nicht die beste Zelt ist. Ihre Wirkung mag zwar etwas
schwächer sein, aber helfen wird sie trotzdem. Des Weiteren gilt füt
das Sammeln:
• Nicht in Naturschutzgebieten
• Möglichst nicht auf konventionell bewirtschafteten Wiesen oder
Ackerrandstreifen
• Möglichst nicht an Hundegassiwegen oder viel befahrenen
Straßen
• Auf keinen Fall verwenden, wenn sich Tierkot in der unmittel-
baren Nähe befindet
• Am besten auf Brachwiesen, an Bachufern, am Waldrand
• Nicht zu viel von einer Pflanze nehmen, sie soll danach noch
weiterleben
• Nur so viel sammeln, wie benötigt wird
• Gesunde Pflanzen sammeln (ohne Mehltau. Läuse etc.)
Das Thema der Sofortbehandlung ohne weitere Verarbeitungsschritte
finde Ich sehr faszinierend. Es ist so einfach und dabei so wirkungs-
voll und erfüllt mich mit einer besonderen Art von Dankbarkeit
gegenüber .Floras Kindern'. Mal schauen, ob es ihnen ähnlich
ergeht...
Wenn’s außen
wehtut
b<?i Schr<k4/\rtAen, Sonnenbrand
und In^eMen^Hchen helfen
Annpjer, Gundermann,
Spit z-We*)eric h, Wald-Erdloeer ?
und Co. Wifzschnetl.
9
Dar^ ich versteifen?
SO HEISST ER: Stumpfblättriger A.. Rumex obtuslfollus
SO SIEHT ER AUS: 50-100 cm hohe Staude;
Blätter breit, lanzettlich: Blüte: 3-5 mm grün, rötlich
ER BLÜHT VON: JUnrÄUgUSt
hier wächst er: Wegränder, Äcker, wiesen
kann verwechselt werden MIT: anderen Ampfer-
arten. ungefährlich
Wann was sartArtneln?
Bereits im Winter kann man die
Ampferrosette auf der Wiese ent-
decken. Die Blätter können 5le bis
in den Spätsommer ernten. Danach
beginnt er langsam zu welken.
Wenn die Blätter welk, von Käfern
durchlöchert oder vom Pilz befallen
sind, kann man sie natürlich nicht
mehr verwenden.
Schneite HiQe...
• BEI INSEKTENSTICHEN: Verreiben
Sie die Blätter auf den ent-
sprechenden Stellen. Sie werden
augenblicklich Linderung
erfahren.
• BEI BRENNNESSELVERBRENNUNCEN:
Hier verhält es sich genauso wie
bei den Insektenstichen: einfach
Blätter darauf verreiben.
• KÜHLEND: Bei großer Sommer
hitze kühlt so ein Ampferblatt
Kopf, Nacken oder andere Kör-
perstellen. Dazu einfach ein Blatt
auflegen.
• als mineralbombe: Sein junger
Trieb, den er aus der Rosette
schiebt, ist eine echte Mineral-
bombe. Um an ihn heranzukom-
men, den Trieb vorsichtig aus
der Rosette ziehen. Er schmeckt
etwas bitter und Ist leicht schlei-
mig. dabei aber erfrischend und
sehr kräftigend.
Da hiQf er noch
ALS HEILMITTEL INNERLICH: leicht
abführend, regt den Callefluss an,
blutreinigend.
I
DatJ ich verstellen'
SO heisst sie: Gewöhnliche E., Fraxinus excelsior
so sieht sie aus: bis zu 40 m hohei Baum;
Rinde: grau, glatt, später dunkler und rissig;
Blätter: 9-15-fach gefiedert, gesägt, langgestielt;
Blüte: bräunlich violett In Rispen angeordnet;
Samen: flache, elliptische, geflügelte Nüsschen
SIE BLÜHT VON: April-Mai
HIER WÄCHST SIE: Wegränder, Wälder
KANN VERWECHSELT WERDEN MIT: als Jungbaum mit
Eberesche, ungefährlich
Vlar\t\ was saMAnffln1
idealerweise verwendet man die
Blätter von Ende Mai bis Ende
August. Sie können die Erntezeit
aber auch gut bis Ende September
ausdehnen.
Schneite HiQe...
• bei wunden: Mit den Blättern
können Sie frische Wunden
behandeln. Traditionell verwen-
dete man die Esche vor allem bei
Bisswunden. Zerreiben Sie die
Blätter und geben Sie diese auf
die Wunde. Falls es Ihnen mög-
lich Ist, fixieren Sie die Blätter,
z. B. mit einem Tuch oder mit
einem weiteren unzerriebenen
Eschenblatt und einem Grashalm.
• bei müden Füssen: Ein Eschen-
blatt belebt Ihre fuße, wenn
Sie es zwischen Fußsohle und
Strumpf legen.
Da hiljt ste auch
ALS HEILMITTEL INNERLICH: ent-
wässernd. Nieren- und Gallensteine,
milz-, nieren-. leberstärkend.
ALS HEILMITTEL ÄUSSERLICH: Mus-
kelkater. Rheumaschmerzen.
LECKER_______
Die ganz jungen, nocln
klebrigen Blätter kömwn
Sie i»Vi Mai zu Salaten essen,
etwas herb, alaet
erfrischend.
13
DaiJ ich verketten?
so HEISST SIE: Rot-F„ Picea abies
SO sieht SIE AUS: bis zu 60 m hoher Baum;
Rinde: rötlich glatt, im Alter graubraun, schuppig;
Nadeln: 4-kantig, spitz, glänzend grün (erneuern sich
alle 7 Jahre), Blüte: weiblich: rötliche, kleine Kerzen;
männlich: rot bis grüne Zapfen
SIE BLÜHT VON: April-Mai
hier wächst SIE: ursprünglich: Mittelgebirge,
Bergwälder (bis 2000 m)
kann verwechselt werden mit: Tanne. Douglasie.
ungefährlich
Wann Vvas sart/i/vte In'
Das Fichtenharz kann zu jeder Zeit
gesammelt werden. Für die hier
beschriebenen Verwendungen neh-
men Sie am besten frisches, d. h.
weiches und klebriges Harz.
Schneit« HilJ«...
• BEI SPLITTERN IN DER HAUT:
Geben Sie eine kleine Harzkugel
auf die Stelle und fixieren diese.
Fichten haben oft Wunden, die
der Baum mit seinem Harz ver-
schlieft. Achten Sie beim Ernten
des Harzes darauf, die Wunde des
Baums nicht erneut zu öffnen,
entfernen Sie also nur ein klein
wenig und nur ganz oberflächig.
• BEI ENTZÜNDLICHEN WUNDEN:
Wenn sich um eine Wunde ein
roter Wundrand gebildet hat oder
sie leicht eitrig ist. können Sie
diese ebenfalls mit Fichtenharz
behandeln.
• KRAFTNAHRUNG UNTERWEGS:
Pfarrer Kneipp empfahl, zur Anre-
gung und Kräftigung des Körpers
eine erbsengroße Harzkugel zu
lutschen.
Da hiQf sie noch
Ais HEILMITTEL INNERLICH: kräf-
tigend; Nadeln: schweißtreibend.
Erkältungen.
ALS HEILMITTEL ÄUSSERLICH:
nervenstärkend, entspannend.
Erkältung, Rheuma. Hautleiden.
LECKER
Line jeine Süfi^keil ei kaffen
Sie, uenn Sie die Vveiloficken
Zapjen i.t-s April und Mai
töMen.
Frauenmantel
Dar/ ich voretelkn?
so heisst ER: Alchemilla xanthochlora
SO SIEHT er AUS: 10-50 cm große Staude.
Blätter: lang gestielt, behaart, 9-13-lappig,
Abschnitte gezähnt; Blüte: ohne Kronblätter, 3-5 mm,
gelblich grün in lockeren Knäueln
ER BLÜHT VON: Mai-AugUSt
hier wächst ER: Wiesen, Hänge, Wald- und Graben-
ränder, auf trockenem, humosem Lehmboden
KANN VERWECHSELT WERDEN MIT: -
Wann tvas sa/VtrVreln'
Am besten sammeln Sie die Blätter
von Mai bis September. Sie sind
allerdings schon ab März und
bis In den November hinein jung
zu finden und können In diesen
Zeiträumen natürlich auch genutzt
werden.
Schnelle Hil/e...
• bei wunden: Zerreiben oder zer-
kauen Sie die Blätter und geben
Sie sie auf die betreffende Stelle.
• BEI NASENBLUTEN: Die gut
zerriebenen Blätter können Sie
In die Nase geben. Am besten
pressen Sie dabei so viel Saft
aus den Blättern wie möglich
und schnupfen diesen vorsichtig
hoch.
Da hil/f er inodn
ALS HEILMITTEL INNERLICH: Regel-,
Magen-, Unterleibsschmerzen,
Unfruchtbarkeit
ALS HEILMITTEL ÄUSSERLICH: Pilz-
infektionen, Augenentzündungen.
Ekzeme, siehe auch Breiumschläge
auf Seite 19.
LECKER_____
Die jungen blätter sind eine
erfrischende Ergänzung irtn
Salat und gut geeignet als
Essiggurke ngewiitv.
Dar^ ich vorsteUen'
so heisst er: Clechomo hederaceo
SO SIEHT ER AUS: 15-40 cm lange, kriechende Staude;
Stängel: vierkantig, an den Knoten wurzelnd;
Blätter nierenförmig, behaart, gekerbt; Blüten:
15-20 mm, blauviolett, In Scheinquirlen angeordnet
ER BLÜHT VON: April-J Uli
HIER WÄCHST ER: Hecken, unter Büschen, schattige
kurze Wiesen
kann verwechselt werden mit: Im jungen Stadium
mit Günsel und Ehrenpreis, ungefährlich
Wann was saMrtneln?
Die Blätter können Sie über einen
langen Zeitraum sammeln. Sobald
der Schnee geschmolzen Ist, fängt
d e Pflanze an zu treiben und ist
•' s zum ersten Schneefall verfüg-
ir. Die Wirkstoffkonzentration
• zwischen April und Oktober am
höchsten.
Schnelle HiQe...
• bei wunden: Legen Sie die zer-
kauten oder zerriebenen Blätter
auf die Wunde. Neben seiner
blutstillenden und heilenden
Flgenschaften hilft er auch
hervorragend bei entzündeten,
eitrigen Verletzungen - das
althochdeutsche Wort für .Eiter“
ist „Gund*.
• BEI HOLZSPLITTERN: Legen Sie die
zerkauten oder zerriebenen Blät-
ter auf die Stelle, wo der Holz-
splitter in die Haut gedrungen ist.
Nach kurzer Einwirkzeit lässt er
sich ganz einfach herausziehen.
• BEI ERSCHÖPFUNG: Die Blätter
schmecken anregend und bele-
bend. insbesondere bei langen
Wanderungen.
Da hiQf et noch
ALS HEILMITTEL INNERLICH:
Schwermetallentgiftung. Erkältun-
gen. Verdauungsprobleme, Gicht,
herzstärkend.
als Heilmittel äusserlich: Ver-
brennungen. Geschwüre, Zahnweh,
Hämorrhoiden.
LECKER
Wenn Sie die Gunder-
ruannWdHer •scUokolieren,
(»aloen Sie ein
„Pjl<Anzen-A(|(er-Li‘-}W".
Schnett genncicht:
ß rei u4A5chtäge
Nach den in diesem Buch beschriebenen Frischkrautauflagen sind
die Breiumschläge der schnellste und einfachste Weg, die Heilkraft
der Pflanzen zu nutzen.
Da haben wir».
Rupi vchhkrtAuf
• Fieberumschlag
Zerstoßen Sie das frische Kraut mit einem Schuss Essig und fügen
etwas Salz hinzu. Den Pflanzenbrei nun in ein Tuch geben, an der
Fußsohle fixieren und für 20-30 Minuten dort belassen. Die Anwen-
dung kann mehrmals täglich erfolgen.
Beinwell
• Verletzungen des Bewegungsapparats (Sehnenriss, Zerrung,
Sehnenscheiden- und Schleimbeutelentzündung, Knochenhaut-
reizung. Arthritis)
• Narbenrückbildung, Narbenschmerzen
• Geschwüre, Nagelbettentzündung, Neurodermitis
Die Wurzel, möglichst Im Frühjahr ausgraben, reinigen und zu
einem Brei verarbeiten. Diesen auf die betroffenen Stellen geben
und fixieren. Den Breiumschlag 1-mal täglich wechseln.
Bei der Ernte darauf achten, dass der Pflanze genug Wurzelmasse
bleibt!
Weiße 1 (xulone55el
• Gelenkschmerzen & Gichtschmerzen
Zerstoßen Sie das frische Kraut mit etwas Essig und Salz zu einem
Brei. Diesen geben Sie auf die betroffenen Stellen und fixieren ihn
dort fürca. 30 Minuten. Die Anwendung kann mehrmals täglich
erfolgen.
• Verbrennungen
Die im Porträt beschriebene Frischkrautauflage ist ein guter Helfer,
noch ein wenig besser und wohltuender ist das Krautgel. Dazu das
19
frische Kraut etwas klein rupfen und kochendes Wasser hinzufü-
gen. aber nur so viel, dass das Pflanzenmaterlai gerade gesättigt
ist. Dann 2 Stunden stehen lassen, und das Gel ist fertig.
frcruehrtAtintel
• Unreine, großporige Haut
Legen Sie gequetschte Frauenmantelblätter wie eine Gesichts-
maske an. Frauenmantel strafft und reinigt die Haut. Die Anwen
düng nur 1 mal täglich für ca. 20 Minuten durchführen.
Melkenwurz
• Frostbeulen
Zerkleinern und quetschen Sie dazu die frische Wurzel oder das
junge Kraut. Falls Sie getrocknete Wurzeln zur Hand haben oder
sich schon einen Vorrat davon zugelegt haben, können Sie diese
auch pulverisieren. Nun das Pflanzenmaterial mit etwas Wasser zu
einem Brei anrühren, auf die betroffenen Stellen geben und dort
für ca. 30 Minuten fixieren. Die Anwendung kann mehrmals täglich
erfolgen.
21
Dar^ ich verstellen
so heisst ER: Rot-K„ Trifolium protense
so sieht er aus: 15-30 cm große Staude;
Blätter: oft mit weißen Flecken. Nebenblätter zuge-
spitzt; Blüte: 15-18 mm. rot. rosa, weiß, dicht kugelig
angeordnet
er blüht von: Mai-September
hier wächst er: Fettwiesen, Weiden, Nass- und
Moorwiesen
KANN VERWECHSELT WERDEN MIT: anderen Kleearten,
ungefährlich
Wann vvas Sans »Vse In'
nie Blüten können Sie zwischen Mai
und September sammeln, manch-
mal blühen einzelne Pflanzen auch
schon früher und andere etwas
länger.
Schnell« HiQ«...
- BEI INSEKTENSTICHEN: Legen Sie
zerriebene oder zerkaute Blüten
auf den Stich, und der Juckreiz
wird bald nachlassen.
KRAFTNAHRUNG UNTERWEGS: Die
nektarreichen Blüten versüßen
manche Wanderung.
Da hiljl er noch
ALS HEILMITTEL INNERLICH: blut-
reinigend, entzündungshemmend,
harntreibend. Erkältungen, bei
Regelschmerzen und Problemen in
den Wechseljahren.
ALS HEILMITTEL ÄUSSERLICH:
Geschwüre. Schwellungen. Lymph-
drüsenschwellungen. Rheuma-
schmerzen.
LECKER
Die bluten sind eine
süßliche und schöne Deko
Jür Salate und Speisen
aller Ad.
Dck«7 <ch vorsktkn?
so HEISST SIE: Wilde M. Malva sifvestris
so sieht sie aus: 25-100 cm große Staude, manch-
mal nur zweijährig; Blätter: handförmig geteilt, dun-
kel gefleckt; Blüte: 25-40 mm, hell oder dunkelpurpur
mit dunklen Streifen
SIE BLÜHT VON: Juni-Oktober
hier wächst sie: Wege, Mauern, Schuttplätze,
Unkrautgemeinschaften
kann verwechselt werden MIT: anderen Malven,
ungefährlich
Wann was sa/vtivteln?
Sie können im Prinzip die ganze
Pflanze verwenden. Die Wurzel im
I tühling oder Herbst, die Blätter
von Mai bis Oktober und die Knos-
pen von Mai bis September Für die
sc hnelle Hilfe eignet sich am besten
,1 e Wurzel, dann die Blätter und als
Drittes die Knospen.
Schnell« Hil^e ...
• bei Insektenstichen: Pflanzen
teile zerreiben oder noch besser
zerkauen - Sie werden merken,
dass der Brei recht schleimig
wird - und auf den Stich geben.
• BEI SONNENBRAND: Hier ver-
fahren Sie genauso wie beim
Insektenstich.
Da hiQf sie noch
ALS HEILMITTEL INNERLICH. Magen-
Darm-Schleimhautentzündungen.
Erkältungen, Sodbrennen, harn-
treibend.
ALS HEILMITTEL ÄUSSERLICH:
entzündete, müde Augen, Ekzeme.
Hämorrhoiden.
LECKER______
Die bluten können Sie
auch als essbare
Dekoration Verübenden
und die Knospen zu einens
schrtnackhajfen V7ild-
•jennüse anbraten.
25
Dar^ ich vorstelten7
so heisst sie: Echte N., Geum tirbanum
so sieht sie AUS: 25-70 cm hohe behaarte Staude;
Blätter: gefiedert, oben 3-zählig, Nebenblätter laub-
ähnlich; Blüte: 8-15 mm. gelb
sie blüht von: Mal-September
hier WÄCHST SIE: Wegränder, Gebüsche. Auwälder
KANN VERWECHSELT WERDEN MIT: Fingerkräutern,
Blätter: Odermennig, ungefährlich
Wann was san/wtoeln'
Ab März erscheinen die Blätter und
können bis in den Herbst hinein
'.enutzt werden. Die Wurzel der
Nelkenwurz können Sie ebenfalls in
diesem Zeitraum graben.
Schnette Hil/e ...
• bei wunden: Die Blätter zer-
reiben oder zerkauen und zum
Blutstillen auf die Wunde geben.
• BEI MUNDGERUCH: Die gereinigte
Wurzel langsam zerkauen. Mit
ihrem starken Nelkengeruch
hemmt sie den Mundgeruch und
wirkt desinfizierend.
Da hiQt sie noch
ALS HEILMITTEL INNERLICH: leitet
Schwermetalle aus, schmerzlin-
dernd. antiseptisch. Magen-Darm-
Erkrankungen, entkrampfend.
ALS HEILMITTEL ÄUSSERLICH: Siehe
dazu Breiumschläge auf Seite 19.
LECKER
Die Würzet können Sie
c.ts Gewützne(kenet5alz
veru.enc<en.
27
Dor/ ich verstellen?
so HEISST SIE: Petasites hybridus
so sieht sie AUS: 20-100 cm groß« behaarte Staude,
steht gerne in großen Herden; Blätter, lang gestielt,
groß, Unterseite weißfilzig; Blüte: blasspurpur.
Scheibenblüten
SIE BLÜHT VON: März-Mai
hier Wächst SIE: Flüsse, Bäche. Auwälder, feuchte
Fluren
KANN VERWECHSELT WERDEN MIT: Weiße PeStWUtZ,
Blätter: Huflattich, ungefährlich
Wunn vucäs scÄrtflAneln?
I >ie Blätter der Pestwurz erscheinen
••’St nach ihrer Blüte. Sie können
Sie von Mai bis in den September
I nein sammeln. Als Regenhaube
gar noch etwas länger.
Schnelle Hit^c...
• BEI SCHMERZENDEN, WUNDEN
russEN: Stoßen sie Blätter leicht
an und legen diese auf die betrof-
fenen Stellen am Fuß.
• „LRKÄLTUNCSVORBEUCEND“: Die
Blatter der Pestwurz sind so groß,
dass man sie leicht als Regen-
haube tragen kann. Falls Sie von
einem Gewitter überrascht wer-
den. bleiben dann zumindest die
Haare trocken und Sie vermeiden
vielleicht eine Erkältung.
Dc* hiQt sie noch
ALS HEILMITTEL INNERLICH:
Migräne. Verschleimung, Erkältung,
entkrampfend, schweiß- und harn-
treibend, tegt die Periode an (nicht
während der Schwangerschaft
ein nehmen).
ALS HEILMITTEL ÄUSSERLICH:
(brennende) Hautirritationen.
29
Dar/ ich vor stellen '
so heisst sie: Hunds-R., Rosa ccinino
so sieht sie aus: 150-200 cm großer Strauch mit
gekrümmten Stacheln; Blätter: 2-3-fach gefiedert,
gezähnt; Blüte: 40-50 mm, rosa, selten weiß;
Frucht: rote Butte
sie blüht von: Juni-Juli
hier WÄCHST SIE: Hecken, Wald- und Wegränder.
lichte Laub- und Nadelwälder
kann verwechselt werden MIT: anderen Wildrosen.
ungefährlich
Wann was sa/VoVteln'
Hel der Rose sind es die Blüten, die
uns schnelle Hilfe leisten. Sie kön-
। die Blüten meist zwischen Juni
und Juli sammeln. Wenn In Ihrem
. nten Rosen wachsen, können Sie
auch deren Blüten nutzen.
Schnelle HiQe...
* BEI MÜDEN GESCHWOLLENEN
augen: Die Blütenblätter leicht
anstoßen und dann auf die
Augen legen.
• BEI KLEINEN BRANDWUNDEN:
Blütenblätter leicht anstoßen
oder vorsichtig ankauen und auf
die betroffene Stelle geben.
• bei wunden: Hier können Sie
genauso verfahren wie bei den
kleinen Brandwunden.
Da hiQl sie hoch
ALS HEILMITTEL INNERLICH:
abwehrsteigernd, stoffwechsel-
anregend. Blasen-Nieren-Leiden,
entzündungshemmend, entkramp-
fend. beruhigend.
ALS HEILMITTEL ÄUSSERLICH: Haut-
leiden, beruhigend.
LECKER_______
Das Ha^elouffe.nrvsark ist
zwar Mühsaru he.rzuslelten,
ist aloet eine «jtofce Delika-
tesse. Die btülen können
Sie als essfoare Dekoration
verwenden
Dar) ich vorstetten?
so heisst sie: Wiesen-S„ Achlllea mlllefolium
so SIEHT SIE AUS: 20-40 cm (gelegentlich bis 70 cm)
hohe Staude; Blätter fiedrig (im Frühjahr ßlattro-
sette); Stängel: zäh. unverzweigt; Blüten: in Schein-
doldenform angeordnet
sie blüht VON: Juni-September
hier wächst SIE: Wiesen, Weg- und Feldränder, keine
besonderen Bodenansprüche
KANN VERWECHSELT WERDEN MIT: -
Wann was sa/urt/seln?
Sie können bereits ab Anfang April
die ganz jungen Blättchen verwen-
den und dann bis in den September
die gesamte Pflanze.
Schnette Hit)e...
• bei wunden: Blätter oder Kraut
zerkauen oder zerreiben und aut
die Wunde geben. Die Blutung
hört dann sehr schnell auf, und
die Wundheilung beginnt.
• BEI NASENBLUTEN: Stopfen Sie
sich das zerkaute Kraut in die
Nase und legt den Kopf ein wenig
in den Nacken, sodass der Pflan-
zensaft In Richtung Nasenwurzel
gelangt.
• BEI ZAHNSCHMERZEN: Kauen Sie
langsam Blätter und Blüten der
Pflanze an der Stelle des betroffe-
nen Zahns.
Da hit)t sie hoch
ALS HEILMITTEL INNERLICH: Magen-
leiden. Regelschmerzen, entkramp
fend, entblähend, galleanregend.
ALS HEILMITTEL ÄUSSERLICH:
Geschwüre, Fisteln, Unterleibs-
schmerzen. Pilzinfektionen, Hämor-
rhoiden. Stärkung der Venenwände.
LECKER______
Blüten und Bläffer sind eine
riroAnafisch-herbe Würze.
33
Dar^ ich verstellen?
SO HEISST ER: Plantago lanceolata
so sieht er AUS: 5-50 cm große Staude, behaart bis
fast kahl: Blätter: lanzettlich. Nerven deutlich her-
vortretend: Blüte: 4 mm lang, bräunlich mit weißen
Antheren In schwärzlich kurzen Ähren, Ährenstiel lang
und gefurcht
ER BLÜHT VON: Mai-Oktober
hier Wächst ER: Wegränder. Fettwiesen. Weiden
KANN VERWECHSELT WERDEN MIT: -
Wann was sartnrVteln?
Der Spitz-Wegerich steht sehr lange
zur Verfügung. Seine Blattrosette
überwintert, sodass man die Blätter
das ganze Jahr Uber sammeln kann.
Die Wirkstoffkonzentration ist aber
in der schneefreien Zeit zwischen
April und Oktober am höchsten.
Schnelle HiQe...
• BEI INSEKTENSTICHEN: Der Spitz-
wegerich wirkt außerordentlich
bei Insektenstichen jeder Art.
legen Sie die zerquetschten oder
zerkauten Blätter direkt auf die
Stichstelle. Der Juckreiz hört
auf. und die Schwellung fällt viel
schwächer aus.
• bei wunden: Auch bei Schnitten,
Stichverletzungen, Schürfwun-
den oderwundgelaufenen Füßen
Ist der Spitz-Wegerich ein tolles
Wundheilmittel.
Dazu die Blätter wie bei den
Insektenstichen zerkauen oder
zerreiben und auflegen.
Da hiljl er noch
ALS HEILMITTEL INNERLICH: Husten,
blutreinigend, immunstimulierend,
entzündungshemmend, bei Verdau-
ungsstörungen, Blasenleiden.
ALS HEILMITTEL ÄUSSERLICH:
Sonnenbrand, Neurodermitis.
Zugpflaster, schmerzlindernd, bei
wundgelaufene Füße, Hautentzün-
dungen.
LECKER_______
Oer Spitz-W««jerich ist
ein t ret vor tobendes Witd-
gemüse Asil ChoAApkjnon-
ui-W (ck. vor aUe/ta
in den Knospen.
Taubnessel
35
DatJ ich vorsfelten?
so HEISST SIE: weiße I. tamium album
so sieht sie aus: 20-60 cm große Staude, rauhaarig;
Blätter: gestielt, dreieckig eiförmig, gesägt; Blüte:
20-30 mm, weiß. Oberlippe kapuzenförmig
SIE BLÜHT VON: April-Oktober
HIER WÄCHST SIE: Wegränder, Gebüsche. Schutt.
Gräben
kann verwechselt werden mit: vor der Blüte mit
anderen Taubnesseln, ungefährlich
Wann was saitaiVteln?
e können das Kraut von April bis
11ktober verwenden. Es sollte mög-
u hst jung, das Grün der Blätter
also hell und leuchtend sein. Die
Weiße Taubnessel kann mehrfach
un Jahr neu austreiben, vor allem
>venn sie zwischendurch geschnit-
ten wird.
Schnelle HiQe...
• bei schrammen: Für diese
zwar oberflächlichen, oft aber
großflächigen Wunden das Kraut
möglichst zerkauen und auf die
Verletzung geben.
• BEI VERBRENNUNGEN: Zur
Behandlung von Verbrennungen
verfahren Sie genauso wie bei
Schrammen.
• BEI SPLITTERN IN DER HAUT: Auch
hier möglichst das Kraut zer-
kauen. auf die betroffene Stelle
geben und dort fixieren.
Da hil^t sie noch
ALS HEILMITTEL INNERLICH:
schleimlösend, entkrampfend, bei
Magen-Darm-Beschwerden. Weiß
fluss, Prostatabeschwerden.
ALS HEILMITTEL ÄUSSERLICH: Siehe
Breiumschläge auf Seite 18.
LECKER_______
Die jungen Bläffer sind
eine -sehr leckere Salat-
Jaei^cxlje und die Blüten eine
„Iwni^licGe“ Deko.
DcuJ ich vorsklkn?
so heisst sie: Fragatio vesca
so sieht sie aus: 8-15 cm groß« Staude, bildet
Wurzelausläufer; Blätter: 3-zahlig gestielt, Unterseite
seidenhaarig: Blüte: 12-18 mm. weiß
SIE BLÜHT VON: April-Juli
hier wächst sie: Waldränder, Böschungen. Kahl-
schlag. Wegränder
KANN VERWECHSELT WERDEN MIT: -
Wann vvas sarVi/tA«ln'
i 'le Beeren reifen meist zwischen
lunl und Juli, natürlich können Sie
auch später gereifte benutzen.
i >ie Blätter lassen sich von März bis
August, in der Not auch bis in den
Oktober hinein verwenden.
Sc hnett« HiQ« ...
• BEI SONNENBRAND UND ENTZÜN-
DUNGEN: Es mag zwar etwas selt-
sam anmuten, sich zerquetschte
Beeren auf die Haut zu legen,
aber sie lindern dennoch mög-
liche Sonnenbrände und helfen
entzündeten Hautpartien.
• bei wunden: Hier helfen Ihnen
die zerkauten oder zerquetschen
Blätter als Auflage
• sinnesverwirrung: Ein recht
altes Rezept rät, bei Sinnesstö-
rungen Erdbeerblätter um den
Kopf zu binden.
Dg hiQl si« noch
ALS HEILMITTEL INNERLICH: Magen
Darm-Störung, Schleimhautentzün
düngen, Menstruationsbeschwer-
den, Nerventonikum.
ALS HEILMITTEL ÄUSSERLICH:
Geschwüre, Hämorrhoiden und
Schleimhautentzündungen.
LECKER______
Da*s5 die kleinen
Wald-L< dheeren eine
echte Delikatesse sind,
»Vsuss AA<«n eigentlich
yu nicht eruähnen.
Wenn’s innen
schmerzt
Ge<jen Muskelkater, ytoüde büße,
Verstauchungen und auch
hei Bauchweh, Zahnschmerzen,
KopJschrtAerzen helfen neben bei/uß,
Cx<nselo(ü.tAchen/ Hicfer\lö6cl\e( und
Vogel/uiere noch viele andere
V/ildpi/lanzen.
Dar^ ich verstellen ?
SO HEISST ER: Artemisia vulgaris
SO SIEHT ER AUS: 100-150 cm hoch, mehrjährig;
Stängel: dunkel bis braunrot, fest, mit ausgebreiteten
Seitenästen; Blätter: einfach oder doppelt gefledert,
spitz zulaufend, oben glatt dunkelgrün, unten weiß-
filzig; Blüten: klein, eiförmig, graufilzig mit gelber bis
rotbrauner Krone
er blüht von: Juli-September
hier wächst ER: Wegränder, Steinbrüche, Bahn-
dämme, Böschungen
KANN verwechselt werden mit: verwandten
Beifußarten, ungefährlich
Wann was sann/ueln?
Mi Mai, Juni sind die Blätter des Bei-
uiRes meist schon groß genug, um
u als Schuheinlage zu verwenden,
'n diesem Zweck können Sie sie bis
* ide September nutzen.
Schne Ile Hit/«...
• bei MÜDEN FÜSSEN: Wenn Ihnen
bei langen Wanderungen die
Füße zu schmerzen beginnen,
können Sie sich Beifußblätter
unter die Fußsohle In die Socken
legen. Das geht auch vorbeugend
zu Beginn einer Wanderung. Die
Blätter machen Ihre müden Füße
wieder munter.
• INSEKTENSCHUTZ: Zur Abwehr
von Mücken einfach die Haut mit
dem Kraut einreiben.
Da hil/f er noch
ALS HEILMITTEL INNERLICH: ver
dauungsfördernd. entblähend.
blutreinigend, entkrampfend,
erwärmend, Erkältungen und Regel-
schmerzen. wehenfördernd (daher
nicht während der Schwangerschaft
verwenden).
ALS HEILMITTEL ÄUSSERLICH: durch-
blutungsfördernd, entkrampfend.
LECKER
ßrtijuß k>l ein
ausgezeichnete*) Bcalen-
*jevvürz, vor atleAn Jüi die
„Felle Gans".
43
Dar| ich Vörstetten?
so heisst er: Symphytum offidnole
so SIEHT ER AUS: 30-100 cm hohe Staude; Blätter;
haarig, breit, lanzettllch, bilden an den Blütenstängeln
geflügeltes Paar; Blüte: 15 mm, rot-violett, gelblich
weiß, glockenförmig mit langen Kelchzipfeln
ER BLÜHT VON: Juni-August
hier wächst ER: Nasswiesen, Au- und Bruchwälder,
nährstoffreiche, auch torfige Lehm- und Tonböden
KANN VERWECHSELT WERDEN MIT: -
Wann was sartArtneln?
*m besten sammeln Sie die Wurzel,
ind dies möglichst im Frühjahr
1er Herbst. Sie können aber auch
<• Blätter zwischen April und Okto-
••i pflücken Sie haben zwar einen
iwas geringeren Wirkstoffgehalt
*ls die Wurzel, sind aber dennoch
n hervorragendes Heilmittel.
'm h nette Hit^e ...
• BEI VERLETZUNGEN DES BEWE-
GUNGSAPPARATS, also bei stump-
fen Prellungen. Quetschungen.
Stauchungen, Blutergüssen, Mus-
kelverhärtung. Überanstrengung
der Gliedmaßen: Entweder die
recht schleimige Wurzel zerquet-
schen oder die zerquetschten
oder zerkauten Blätter auf die
betroffenen Stellen geben und
dort mit einem Tuch oder einem
großen Beinwellblatt fixieren.
Da hiQl er noch
ALS HEILMITTEL INNERLICH: bei
inneren Verletzungen. Rippenfell-
entzündung, Husten, Gelenkver-
schleiß.
ALS HEILMITTEL ÄUSSERLICH: Siehe
Breiumschläge auf Seite 18.
LECKER_______
Di« jungen blaffet sind «in
hervorragender Spinal-
er sah mit einem sehr hohen
Gehalt an Mineralslojje.n
und Vitaminen.
45
Dar^ ich vorstellcn?
so heisst sie: Schwarz-E., Ainus glutinöse
so sieht sie aus: bis zu 30 m hoher Baum:
Rinde: zunächst glatt, später rotbraun, rissig;
Blatten umgekehrt eiförmig, eingekerbte Spitze;
Blüte: weiblich: Kätzchen mit roter Narbe; männlich:
hängende Kätzchen mit roten Staubbeuteln
SIE BLÜHT VON: März-April
HIER WÄCHST SIE: Uferbereiche. Moore
KANN VERWECHSELT WERDEN MIT: -
Wann u/a5 sonnA/xcln?
( e Blätter der Erle sammeln Sie am
i esten zwischen Juni und Septem-
ber.
't hncrlle HiQc...
- BEI MÜDEN FÜSSEN: Wenn Ihre
Füße beim Wandern müde wer-
den, können Sie sich die Blätter
der Erle zwischen Fußsohle und
Strumpf packen. Sie wirken erfri-
schend und belebend.
• bei SCHWELLUNGEN: Zerriebene
Blatter helfen bei Schwellung.
Am besten geben Sie sie auf die
betroffene Stelle und fixieren
sie dort mit einem Tuch oder
zur Not mit einem Ampferblatt
oder einem ähnlich großen Blatt
und binden es mit einem langen
Halm fest.
Bei dieser Methode sollte die
betroffene Stelle möglichst ruhig
gehalten werden, da der impro-
visierte Verband sonst leicht
verrutscht.
Da hiQl 5k noch
als Heilmittel innerlich: entzün-
dungshemmend, fiebersenkend, bei
Halsschmerzen.
ALS HEILMITTEL ÄUSSERLICH: bei
Entzündungen, Ausschlägen,
eiternden Wunden.
Gänseblümchen
47
Da<J icli vorsfelkn7
so HEISST ES: Bellis perennis
so SIEHT ES AUS: 2-15 cm hohe Staude;
Blätter: Grundrosette, spateiig, gekerbt; Blüte: an
einzeln stehenden, behaarten Stielen. Strahlenblätter
weift, oft rötlich auslaufend, Scheibenblüten gelb
ES BLÜHT VON: Marz-November (manchmal auch das
ganze Jahr hindurch)
HIER WÄCHST ES: Wiesen, Grasplätze, Parkrasen
KANN VERWECHSELT WERDEN MIT: -
Wann was saAaAn<?ln7
ic können das blühende Kraut zu
Irr Jahreszeit verwenden. Am
>. 'ksamsten ist es zwischen Mai
>nd September, wenn die Sonne
। ht nur den Boden, sondern auch
ms Menschen wärmt.
’n (nnelle Hit/« ...
BEI BLAUEN FLECKEN: Das Kraut
•erkauen oder zerreiben, auf die
betroffenen Stellen geben und
fixieren.
• BEI VERSTAUCHUNGEN UND
ZERRUNGEN: Das Kraut zerreiben
oder zerkauen und die betrof-
fenen Stellen vorsichtig damit
einmassieren.
• BEI INSEKTENSTICHEN: Und
wieder zerkauen oder zerreiben
und auf den Stich geben. „Unsere
stete kleine Begleiterin“ wird den
Juckreiz schnell lindern und eine
Schwellung abmildern.
Da hiQt es noch
ALS HEILMITTEL innerlich: appe-
titanregend. stoffwechselanregend,
bei Milchschorf, Husten.
ALS HEILMITTEL ÄUSSERLICH: bei
Milchschorf, chronischen Hautlei-
den, Juckreiz.
LECKER_______
Die Knospen können Sie als
falsche Kapern einle'jen und
die. o^ene blüfe als Ziel de
Jür Speisen nutzen.
Fif itvs FrüF\jc<hr
Fast jeder kennt das Phänomen der Frühjahrsmüdigkeit: Man
will nicht recht in die Gänge kommen und hat das Gefühl, seinen
Körper einem Großputz unterziehen zu müssen. Mit unseren
Wildpflanzen ist das kein Problem. Die folgenden Pflanzen können
Sie als fee oder Smoothie zu sich nehmen oder als Salat, Pesto oder
Suppe genießen.
49
brennnewel
Die Brennnessel wirkt stärkend. Sie regt die Nierentätigkeit an und
fordert so das Ausschwemmen von Toxinen.
(»fcrscfo
Der Giersch ist auch eine kräftigende und harntreibende Pflanze,
die vermehrt Harnsäure auszuleiten vermag.
I rnvenzahh
Der Löwenzahn stärkt die Leber und fördert die Gallenproduktion,
über die die In der Leber anfallenden Toxine ausgeleitet werden.
Außerdem wirkt er harntreibend und spült die Niere durch.
Vocjelrt/tkr«
Die Vogelmiere unterstützt die Leber und Ist ein großer Lieferant
von Spurenelementen.
1 'undet/Vtcinn
Der Gundermann wirkt harntreibend, regt die Leber an und kann
Schwermetalle aus dem Körper schwemmen. Zudem stärkt er das
Herz und das Immunsystem.
Rezepte
• Teekur
Pflanzen zu gleichen Teilen mischen, ca. 2 EL getrocknetes Kraut
(frisch doppelte Menge) mit 11 kochendem Wasser übergießen,
1-21 täglich und dazu mindestens 2-3 I Wasser trinken.
• Pesto
Je eine Handvoll frisches Kraut klein wiegen. Die Masse mit Olivenöl
sättigen und nach Geschmack salzen. Das Pesto können Sie zu
Nudeln essen oder einfach aufs Brot schmieren.
• Suppe für 2 Personen
Sammeln Sie je 2 Handvoll frisches Kraut und schneiden es ein
wenig klein. Dann mit etwas Wasser kurz aufköcheln lassen, einen
Schuss Sahne und etwas Brühe dazu und mixen. Fertig ist die Wild-
kräuterrahmsuppe.
Hirtentäschel
I
Dar/ ick vorsleltcn?
so heisst ES: Capsella burso-postoris
so sieht es aus: 20-40 cm hoch; ein- bis zweijährig:
meist behaart: Blätter: Grundrosette, gezähnt bis fie-
derspaltig; Blüten: 2-4 cm, weiß: Früchte: umgekehrt
herzförmige Schötchen
ES BLÜHT VON: März-Oktober
hier wächst ES: Acker, Gärten, Wege, Schuttplätze
kann verwechselt weroen mit: Ackertäschelkraut,
Bauernsenf; ungefährlich
Wann was sßMuetn?
können das gesamte Kraut zwi-
hen Mai und September sammeln
und verwenden.
Schnette Hit/« ...
• BEI BLUTERGÜSSEN UND QUET-
SCHUNGEN: Das Kraut anquet-
schen oder zerkauen und auf den
betroffenen Stellen fixieren.
hei WUNDEN: Auch hier geben
sie das Kraut zerquetscht oder
zerkaut als Pflanzenbrei auf die
Wunde. Die Blutung wird darauf-
hin sehr schnell nachlassen.
• bei Nasenbluten: Das fein zer-
kaute Kraut In die Nase einführen
und den Kopf leicht nach hinten
kippen, damit der austretende
Pflanzensaft in Richtung Nasen-
wurzel gelangt.
Da hit/t es noch
ALS HEILMITTEL INNERLICH: bei
starker Regelblutung und Beschwer-
den in den Wechseljahren, blut-
druckregulierend. entwässernd,
wehenfördernd (daher nicht
während der Schwangerschaft
verwenden).
ALS HEILMITTEL ÄUSSERLICH:
Hämorrhoiden. Leistenbruch.
LECKER
Di« kleinen hei zjor »tilgen
So>vtenschölchen sehen
nicht nur nef I aus, sie
hereichetn auch And ihrenn
nussigen GeschA/rack so
AAc<nches Buffethiol oder
Salat
53
Darf ich verstellen?
$0 heisst ES: Tüpfel )., Hypericum perforatum
SO SIEHT ES AUS: 30-60 cm hohe Staude;
Stängel: zweikantig; Blätter: eiförmig mit durchschei-
nenden Öldrüsen; Blüten: 20 mm, gelb mit kleinen
schwarzen Punkten
ES blüht VON: Juni-September
hier WÄCHST ES: Magerrasen, Weiden. Brachen,
Wegränder, Dämme. Böschungen
kann verwechselt werden mit: anderen Johannis-
krautarten, ungefährlich
Wann was sortA/Vteln?
Am besten verwenden Sie die
iiutenknospen zwischen Juni und
•ptember. Das Kraut und die Blü-
tcn stehen den Knospen allerdings
i mm nach. Zur Wundbehandlung
vi'ken die noch nicht ausgereiften
imenkapseln am besten.
Sc hnelte HiQe...
- bei NERVENSCHMERZEN: Zerrei-
ben Sie die Pflanzenteile auf den
betroffenen Stellen und schützen
diese vor direkter Sonnenein-
strahlung.
• BEI SONNENBRAND UND VER-
BRENNUNGEN: Zerreiben Sie die
Pflanzenteile zunächst leicht zwi-
schen den Fingern, dann geben
Sie den Brei auf die Verbrennung
und schützen diese ebenfalls vor
direkter Sonneneinstrahlung.
« bei wunden: Auch hier wieder
zerkauen oder zerreiben und
auflegen.
Da hiQl es noch
ALS HEILMITTEL INNERLICH: anti-
depressiv, schlaffördernd, keim-
hemmend, bei trockenem Husten,
entzündungshemmend, stärkt den
Kreislauf, fördert die Genesung.
ALS HEILMITTEL ÄUSSERLICH:
wundheilend, bei Nervenschmer-
zen, Rheuma, Gürtelrose.
Mädesüß
55
DatJ ich verstellen?
SO HEISST ES: Echtes M„ Filipendula ulmaria
so SIEHT es AUS: 20-150 cm hohe Staude;
Stängel: rot; Blätter: unpaarig gefledert;
Blüten: weiß, 5-10 mm
ES BLÜHT VON: Juli-September
hier wächst ES: Uferböschung, Feuchtwiesen,
Auwälder
KANN VERWECHSELT WERDEN MIT: -
Wann was sartnrtneln?
Blätter des Madesüß können sie
. »n Mal bis September sammeln,
‘ hten Sie aber darauf, dass die
ritanze nicht von Mehltau befallen
i. was In feuchteren Jahren öfter
»kommt. Die Wurzel hat im Früh-
mr und im Herbst die meiste Kraft,
wirkt aber auch zu den anderen
lahreszelten.
Schnelle Hil/e...
• BEI ZAHNWEH: Hier hilft die Wur-
zel. Bei schlechtem Atem. Zahn-
schmerzen und zum Desinfizie-
ren brauchen Sie die gereinigte
Wurzel nur zu kauen und den Saft
möglichst lange im Mundraum
zu belassen. Der Geschmack der
Wurzel erinnert an Kaugummi
oder Kinderzahncreme.
• BEI WUNDEN: Vor allem bei Stich-
und Schnittwunden helfen die
Blätter des Mädesüß. Am besten
zerkauen oder wenn es Ihnen
zu bitter und zu gerbstoffreich
ist, auch zerreiben und auf die
Wunde geben.
Da hiQl es noch
ALS HEILMITTEL INNERLICH:
schweißtreibend, schmerzlindernd,
entzündungshemmend, bei Kopf-
schmerzen, Gicht und Verdauungs-
störungen.
ALS HEILMITTEL ÄUSSERLICH:
schmerzlindernd bei Gicht und
Arthritis.
LECKER_______
Blülenjeinet Apjelsajt:
Zwei, drei blühende Äste
in t ( z Stunden
ziehen lassen.
57
Dar^ ich vorsletlen?
so HEISST SIE: Ross-Minze. Mentha longifolia
so sieht sie AUS: 10100 cm hohe Staude;
Blätter: eiförmig-lanzettlich, Unterseite graufilzig;
Blüte: helllila in Scheinähren
SIE BLÜHT VON: Juli-Oktober
HIER WÄCHST SIE: Ufer. Gräben. Wegränder, Auwälder
KANN VERWECHSELT WERDEN MIT: Polei-Minze
(gefährlich)
Wann was sartnAnetn7
i' Blätter können Sie von April bis
in den September hinein ernten.
•m stärksten wirken sie bei schöner
unneneinstrahlung.
Schnelle HiQe ...
BEI MÜDEN. ÜBERANSTRENGTEN
GELENKEN: Die Blätter auf den
betroffenen Gelenken zerreiben.
Sie wirken dort zunächst kühlend
und fördern nach einiger Einwirk-
zeit die lokale Durchblutung.
• ALS ERFRISCHUNGSSNACK: Wie
alle Minzen ist auch die Ross-
minze in ihrem Geschmack
erfrischend und belebend.
• BEI MAGENSCHMERZEN: Außer-
dem hilft sie bei Magenschmer-
zen und Verdauungsproblemen.
Einfach ein paar Blätter nehmen
und langsam essen.
Da hiQf sie noch
ALS HEILMITTEL INNERLICH:
verdauungsfördernd, entblähend,
schweißtreibend, stoffwechsel-
anregend.
ALS HEILMITTEL ÄUSSERLICH:
Rheuma, entzündete Gelenke, Ner-
venschmerzen.
LECKER______
Sie können die jungen
blätter von Apt jl bis
Sepfewrbet ah BasilikuAn-
etsafz inn Tonnalensalaf
verwenden oder schokolied
ah „Ajfer ei<jW* genießen.
59
Dar j ich vorstellen?
so heisst ER: Kleiner 0., Agrlmonlo eupatorla
so sieht er AUS: 30-130 cm hohe Staude.
Stängel: rauhaarig; Blätter: unpaarig gefiedert:
Blüte: 5-8 mm, gelb
ER blüht VON: Juni-September
hier wächst ER: Trockenrasen, Wegränder
KANN verwechselt werden mit: Blätter: Fingerkräu-
ter, Nelkenwurz; ungefährlich
Wahn was sart/Wsetn?
hon ab April kann man die ersten
1 Utter des Odermennig nutzen.
nie Erntezeit reicht dann bis in den
September.
Schnette HiQe...
• bei micräne: Quetschen oder
zerkauen Sie das Kraut und geben
es auf Schläfen und Stirn. Natür-
lich sollten Sie sich außerdem
auch ausruhen und möglichst
hinlegen.
• bei WUNDEN: Die zerriebenen
oder zerkauten Blätter wirken
blutstillend und können zu die-
sem Zweck auf Wunden gegeben
werden.
Da hiQf er noch
Ais HEILMITTEL INNERLICH: nieren-
und leberstärkend, stoffwechselan-
regend, zur Stärkung der Stimm-
bänder.
ALS HEILMITTEL ÄUSSERLICH:
Bindehautentzündung, Wunden,
Geschwüre, Venenleiden.
Husten, Schnupfen,
Heiserkeit...
Leider Ist der Winter häufig mal von Schniefnasen und Husten
begleitet. Auch hierfür und damit es erst gar nicht so weit kommt,
hält unsere Wildpflanzenflora einiges parat.
Lioc resche
Die Beeren der Eberesche enthalten sehr viel Vitamin C und stärken
somit unsere Abwehrkräfte. Wenn die Abwehr es dann leider doch
nicht schafft, den Körper zu schützen, helfen uns die Früchte eben-
falls weiter: Sie lindern Lymphdrüsenschwellungen und Hustenreiz.
Ktee
Die Kleeblüten helfen bei Bronchitis und zur Rekonvaleszenz nach
Erkä Itungskran kheiten.
Spitz-Wegerich
Der Spitz-Wegerich ist ein klassischer Hustenheiler und darf in kei-
ner Erkältungsmischung fehlen. Er wirkt antibiotisch, fördert den
Schleim, sei es beim Schnupfen oder Husten, und schützt dabei
gleichzeitig die Schleimhäute - also auch etwas für die Prophylaxe.
Mädesüß
Wenn Sie nun wirklich mit Fieber im Bett liegen, hilft das Mäde-
süß weiter. Es Ist schweißtreibend, fördert so die Ausscheidung
der Krankheitstoxine und senkt das Fieber. Außerdem hat es eine
schmerzlindernde Wirkung, die man bei grippalen Gliederschmer-
zen dankend annimmt.
Sektehe
Auch die Beeren der Schlehe sind sehr reich an Vitamin C und
dienen als allgemeines Stärkungsmittel nach und wahrend einer
Grippe.
Aus den Beeren können Sie auch durch Dampfentsaftung einen
Stärkungssaft- oder -sirup herstellen.
61
5c hnu(^ncis«.n-T«e
Die getrockneten Kräuter zu gleichen Teilen mischen. Je 1 EL
getrocknete Beeren über Nacht in 11 Wasser einweichen lassen. Am
nächsten Tag aufkochen und mit dem Kochwasser 2-3 EL getrock-
nete Kräuter überbrühen und ca. 5 Minuten ziehen lassen, im
akuten Fall 11 täglich über den Tag verteilt trinken. Zur Prophylaxe
reicht auch etwas weniger Tee, mehr ist aber auch nicht schädlich.
Natürlich können Sie die Kräuter auch einzeln als Tee genießen.
63
DorJ ich verstellen?
so heisst es: Geranium robertianum
so sieht es aus: 20-50 cm, einjährig, rot überlaufen;
Stängel: welch behaart, Blätter: 3-5-teilig, rot wer
dend; Blüten: 20 mm, rosenrot; Früchte: 10-20 mm
langer Schnabel
ES BLÜHT VON: Mai-Oktober
hier wächst ES: an schattigen Mauern, In Schluch-
ten, auf Schotter, in krautreichen Wäldern
KANN VERWECHSELT werden mit: Geruch: -;
Aussehen: anderen Storchenschnäbeln, ungefährlich
Wann wgs stuwineln?
M< r annen das gesamte Kraut von
Ma> Ins Oktober sammeln und
verwenden.
•>< hn<4te HiQc ...
• Htl OHRENSCHMERZEN: Quet-
i.hen Sie das Kraut leicht an und
K-iben damit die Ohrmuschel und
den Ohransatz ein. Bel akuten
' < hmerzen sollten Sie diesen
Vorgang mehrmals täglich wie-
derholen.
• BEI SCHWÄCHE UND NERVEN-
KHIRREIZTHEIT: Ein altes Rezept
rät dazu, den Nacken mit ange-
•luetschtem Kraut einzureiben.
Da hi(Jf cs noch
ALS HEILMITTEL INNERLICH: Fieber,
Gicht, Durchfall, blutdruckregulie-
rend, Nervenüberreiztheit.
ALS HEILMITTEL ÄUSSERLICH:
Nervenschmerzen, nässende Aus-
schlage. Hautflechten, siehe auch
Krautauflage auf Seite 18.
Vogelmiere
65
Dcuj ich vorstctten?
SO HEISST SIE: Stellaria medio
so sieht sie aus: 10-60 cm groß, einjährig, oft
kriechend; Blätter: eiförmig zugespitzt; Stängel: rund,
einreihig behaart; Blüte: 5-10 mm. weiß. Kronblätter
tief ausgerandet
SIE BLÜHT VON: März-Oktober
hier wächst sie: Wege, Gärten, Schutt, Ufer, auf
feuchten, nährstoffreichen Böden
kann VERWECHSELT WERDEN MIT: anderen Mieren,
ungefährlich
Wann was sauvwvtfdn?
e können das gesamte Kraut von
März bis Oktober und teilweise
latüber hinaus sammeln und
verwenden.
Sc h nette Hi (je...
• BEI SCHWELLUNGEN: Quetschen
Sie das Kraut leicht an und fixie-
ren es auf der betroffenen Stelle.
• HEI SCHMERZEN: Auch hier das
Kraut leicht anquetschen und auf
die betroffene Stelle geben. Diese
Stelle anschließend mit einem
luch oder Schal möglichst warm
halten.
• KRAFTNAHRUNG UNTERWEGS:
Das junge Kraut ist ein stär-
kender und leckerer Snack für
unterwegs.
Da hiljl sie noch
ALS HEILMITTEL INNERLICH: herz-
stärkend, schleimlösend, bei Fieber,
Rheuma. Frühjahrsmüdigkeit.
ALS HEILMITTEL ÄUSSERLICH: bei
Verbrennungen, Geschwüre, Aus-
schlag, Holzsplittern. Bronchitis.
LECKER_______
Michl nur ruh oder in*
Salat sch/tneckl das junge
Ktaul, auch in Suppen oder
diversen anderen gekochten
Gerichten ist es eine leckere
und Mineralreiche
Ergänzung.
Wenn der
kleine Hunger
kommt
bei knurrendeyvx M<Ä<jen unfetxvegs
tiloet hr ücken bi ennnessel,
Weißdorn und VJiesen-L-cdokrauf
noch so rtaanche Strecke.
DcuJ ich vorsfellen?
so HEISST SIE: Urtica dioica
so sieht sie AUS: 30-150 cm hohe Staude mit Brenn-
haaren, meist zweihäusig; Blätter: eiförmig, gesägt,
gegenständig. Blüte: klein, grünlich, in Scheinähren
sie blüht von: Mal-Septembet
HIER WÄCHST SIE: Wege, Schuttplätze, Siedlungsnähe,
auf frischen, nährstoffreichen Ton- und Lehmböden
KANN VERWECHSELT WERDEN MIT: -
Wnnn was scAMMeln?
»le jungen Blätter können Sie von
April bis September sammeln, die
unreifen Samen ab Juni und die
.itisgereiften ab Juli.
Schnelle HiQe ...
• KRAFTNAHRUNG UNTERWEGS:
Oif vielen Mineralstoffe und
Vitamine in den Blättern und
Samen geben einem bei einer
langen Wanderung die Kraft,
auch noch die letzten Meter zu
bewältigen. Die Samen lassen
.ich ohne Weiteres essen. Bei den
Blattern müssen Sie zunächst die
Btennhaare brechen. Vorsichtig
abpflücken, dann das Blatt vom
Stiel her einrollen und im einge
tollten Zustand noch zwischen
den Handflächen hin und her
telben Auf diese Welse können
sie die Härchen unbeschadet
brechen.
Da hiQl sie noch
ALS HEILMITTEL INNERLICH: Stoff-
wechselanregend, harntreibend,
milchbildend, entzündungshem-
mend.
ALS HEILMITTEL ÄUSSERLICH:
bei Arthrose, Rheuma. Nerven-
reizungen, juckender Haut, haar-
wuchsfördernd.
LECKER_______
LeicW gewdzen und ohne
Fett gerösfef: So »w.chl Anon
<«U5 den blöflei n Chips.
Geriystele Sonnen
schrtnecken seht gut cuzj
denn bulterlarol.
71
Dar J ich vorteilen?
SO HEISST SIE: Sorbus aucupario
so sieht sie aus: bis zu 20 m hoher Baum;
Rinde: silbern glänzend, leicht längsrissig;
Blätter: 9-19-fach gefiedert. Ian zeitlich, gesägt;
Blüte: weiße, aufrechte Doldenrispen; Früchte: koral-
lenrote Beeren, doldenartig angeordnet
SIE BLÜHT VON: Mai-Juni
HIER WÄCHST SIE: Waldränder. Lichtungen. Kahl-
schläge. Felsen (eigentlich findet man sie überall)
KANN VERWECHSELT WERDEN MIT: junger ESChe,
ungefährlich
Wann Vvas sart/tAneln7
Die Beeren können Sie ab August
ernten. Wie lange? Das hängt ganz
von den Vögeln ab. In manchen
Jahren sind die Bäume schon im
Oktober leer gefressen.
Schnelle HiQe...
• KRAFTNAHRUNG UNTERWEGS:
Die Beeren sind eine erfrischende
Zwischenmahlzeit und bei langen
Wanderungen sehr wohltuend.
Sie stärken den Körper, regen die
Herztätigkeit an, drosseln die
Schweißabsonderung und wirken
durstlöschend.
Aber: Sie sollten die Dosis von
3-5 frischen Beeren, über ca.
5 Stunden verteilt, möglichst
nicht überschreiten. Ab einer
Menge von 10 Beeren kann es
zu Durchfall oder Erbrechen
kommen Dies liegt an der Para-
sorbinsäure, die erst durch den
Kochvorgang zerstört wird.
Da hiQf sie noch
ALS HEILMITTEL INNERLICH: bei Grü-
nem Star, stoffwechselanregend,
leberstärkend, bei Verdauungsstö-
rungen, Lymphknotenschwellung,
abwehrsteigernd, bei Husten.
LECKER_______
Aus der »Mährischen
Lheresche*, einer
Züchter An, lassen sich
die feinsten Fruchispeisen
herslellen.
Dftt ^ ich wrstelkn?
so heisst er: Aegopodium podagrarla
so SIEHT ER AUS: 50-100 cm hohe Staude;
Blätter: doppelt 3 zählig; Doldenblüten: 2 mm. weiß
ER BLÜHT VON: Juni-August
hier wächst ER: Waldränder, Gärten, Ufer, Auwälder
KANN verwechselt werden MIT: Blattern der Engel-
wurz In Ihrem ersten Jahr, ungefährlich
Viann was sartnAneln.'
Als Kraftnahrung sind seine jungen,
möglichst noch etwas zusammen-
gefalteten Blätter von März bis Juni
zu genießen, danach wird er zäh
und bitter. Wenn Sie mit ihm Wun-
den und Insektenstiche behandeln
möchten, können Sie den Erntezeit-
taum bis in den August ausdehnen.
Schnell« Hilf« ...
• KRAFTNAHRUNG UNTERWEGS:
Wie so viele Wildgemüsesorten
ist auch der Giersch reich an
Mineralstoffen und Vitaminen.
Neben seinen kräftigenden
inhaltstoffen hat er auch einen
sehr belebenden und erfrischen
den Geschmack.
• bei wunden: Zerkauen oder zer-
reiben Sie die Blätter und geben
Sie diese auf die betroffene Stelle.
• BEI INSEKTENSTICHEN: Auch hier
zerkauen oder zerreiben und auf
den Stich geben.
Da hiljl er noch
ALS HEILMITTEL INNERLICH: bei
Gicht, harnsäureausleitend.
ALS HEILMITTEL ÄUSSERLICH:
Gelenkschmerzen. Krampfadern.
LECKER_______
Heben denn „Krajfsnack"
zu/ischendui ch ehfnel sich
dei Giersch seht «jul als
Zugabe Jur Salale^ Suppen
und ander« Speisen.
Kohl-Kratzdistel
i
75
DatJ ich vorstellen?
SO HEISST SIE: Cirslum oleraceum
SO SIEHT SIE AUS: 50-150 cm große Staude;
Blätter lanzettllch, flederspaltig, gezähnt, weich-
dornig; Blüte: 25 40 mm, weißgelb. Hüllblätter
dornig gezähnt
sie BLÜHT VON: Juni-September
hier wächst SIE: Nass- und Feuchtwiesen, Auwälder,
Ufer und Quellgebiete
KANN VERWECHSELT WERDEN MIT: -
Wann was sa/v\»v\eln?
sie können die Blätter der Kohl-
Kratzdistel von Mai bis September
sammeln. Vorher wird es sich
wegen der Größe kaum lohnen,
und danach sind sie nicht mehr so
saftig.
Schnell« HiQ«...
• KRAFTNAHRUNC UNTERWEGS:
Um an den Genuss der Kohl-
Kiatzdistel zu kommen, müssen
Sie die Mittelrippe der großen
Blätter herausschälen. Sie sind
wässrig, mit einer leicht salzigen
Note, und bieten an heißen
Sommertagen eine wunderbare
Erfrischung.
Da hil/t sie noch
als Heilmittel innerlich: ent-
krampfend, stoffwechselanregend,
bei Gicht, Rheuma.
ALS HEILMITTEL äusserlich: Zahn-
schmerzen.
LECKER______
Wie cMclx die anderen
Kc atzdisletn ist die Kohl-
Kratzdislet nah verwand!
.vuf der Artischocke
und ihr (M iifenknospenhoden
ebenso schrtnackhaj/f
Leider ist die Genussaus-
heule nur sehr klein.
Löwenzahn
DcitJ ich vorstellen'
SO HEISST ER: Tofaxocum offlcinale
SO sieht ER AUS: 5-50 cm hohe Staude mit Milchsaft;
Blätter Grundrosette, tief buchtig; Stängel: hohl;
Blüte: 35 55 mm. gelb. Hüllblätter oft nach unten
geschlagen
er blüht von: April-Juni (einzelne Individuen auch
mal zwischendurch)
hier wächst ER: Fettwiesen und weiden, Wegränder,
Dämme
kann verwechselt werden mit: Milchkraut,
Ferkelkraut, ungefährlich
Wann was sartnrtneln?
Die Blütenstängel können Sie zwi-
schen März und Juni pflücken.
Schneite HiQe...
• KRAFTNAHRUNC UNTERWEGS:
Die ßlütenstängel sind bitter,
aber unglaublich belebend und
gesund. Bei sich ankündigender
Müdigkeit 2-4 davon langsam
kauen - Sie werden den Effekt
augenblicklich spüren.
Da hiQt er noch
ALS HEILMITTEL INNERLICH: Stoff-
wechselanregend. leber-, nieren-,
herzstärkend, bindegewebs-
stärkend. beruhigend, bei Gicht.
Rheuma. Harnwegsentzündungen.
LECKER
Line kleine Delikatesse
sind die an^ehr cxlenen
Blutenknospen. Und wenn
Sie onßeschlifzte Stängel in
Wasser le^en, kringeln sich
diese ein und können
so jeden Salat verspielt
dekorieren.
KKGtlohereicK
Jür Kids
Wer erinnert sich nicht, als Kind den Nektar aus den Blüten der
Taubnessel gezuzelt zu haben. Es gab bestimmt auch ein paar mehr
Pflänzchen, die man beim Spielen draußen geknabbert hat und
unvergleichlich lecker fand. Denn Selbstgesammeltes schmeckte
und schmeckt auch heute noch am besten. Um den erwachse-
nen Lesern unter Ihnen die Erinnerung an Kindertage wieder ins
Gedächtnis zu rufen oder um Sie, falls Sie Kinder haben, zu beru-
higen, dass die Knabbereien der Kleinen vollkommen in Ordnung
sind, finden Sie im Folgenden eine kleine Liste an eben solchen
Kindersnacks.
Tausendschönchen - das Gänsehlürt/tchen
Diese kleine ach so treue Blume, die uns fast das ganze Jahr
hindurch erfreut, ist eine echte Kinderblume. Ob in der Pflanzen-
heilkunde. In der Homöopathie oder als Kränzchen, Kette oder
Armband, das Gänseblümchen, die kleine Sonnenfreundin, ist für
die Kinder da. Ihre Süße versteckt sie hinter einer leicht krautigen
Note, doch zu schmecken ist sie allemal.
Herzig - das Hirtentäschel
Allein die Form der kleinen Schotenfrüchte ist verlockend. Diese
netten Herzen laden regelrecht ein, gegessen zu werden. Selbst
In einem schon etwas reiferen Stadium sind sie noch zart. Und
ebenso zart Ist die Schärfe Ihres Geschmacks.
Weiß oder rot - der Klee
Auf einer Wiese voller Klee können Kinder, die oft noch etwas mehr
Geduld als die Erwachsenen haben. Stunden verbringen. Denn so
ein Blütenköpfchen besteht aus vielen Einzelblüten, die es alle
auszuzuzeln gilt, um an den süßen Nektar zu gelangen. Fast so wie
eine kleine Biene, die sich an einer Blüte nach der anderen labt.
79
Wcnf»? Iftulonc.S5«l
Die Taubnessel macht es einem schon etwas leichter als der Klee.
Ihre Blüten sind größer und tragen mehr Nektar in sich, sodass man
schneller vorankommt, um eine gewisse Menge am „süßen Saft zu
trinken". Die Blüten gleich im Ganzen zu essen ist sowohl bei der
Taubnessel als auch beim Klee eine legitime Option ...
Rol und rund - die Wald-Erdloeere
Keine Frage, hier haben wir den Höhepunkt manch eines Spazier-
gangs oder einer Wanderung. Sie sind einfach die Besten. An diesen
Geschmack reicht keine Erdbeere aus dem Supermarkt heran, und
natürlich haben Ihre Kleinen sie selbst gesammelt und entdeckt.
Mehr braucht man zur Wald-Erdbeere eigentlich nicht zu sagen...
L
Labkraut
81
Dar / ich vorstelten7
$0 HEISST ES: Wiesen-L., Callum mollugo
SO SIEHT ES AUS: 30-150 cm hohe Staude;
Blätter quirlständig; Blüten: 3-4 mm. weiß, lockere
Trugdolden
ES BLÜHT VON: April-Oktober
HIER wächst ES: Wegränder. Waldränder, Auwälder,
Halbtrockenrasen
kann verwechselt werden MIT: anderen
Labkräutern, ungefährlich
Wcinn was scAAArtAeln?
Die jungen Stiele samt Blättern des
Wiesen Labkrauts können Sie fast
die ganze schöne Jahreszeit hin-
durch sammeln. Es treibt ständig
neu aus. wobei das Wachstum im
laute der Zelt nachlässt.
St hnette Hitje...
• KRAFTNAHRUNG UNTERWEGS: Die
saftigen Stängel des häufig vor-
kommenden Wlesen-Labkrauts
sind ein erfrischender Snack, der
im Geschmack an grünen Salat
erinnert
• GESCHWOLLENE LYMPHKNOTEN:
Br. leicht geschwollenen Lymph-
knoten können Sie das Kraut
zerkauen oder zerstoßen und an
den betroffenen Knoten einige
Zelt einwirken lassen.
Da hiQt es noch
ALS HEILMITTEL INNERLICH: regt
den Lymphfluss an, wassertreibend.
ALS HEILMITTEL ÄUSSERLICH: regt
den Lymphfluss an. bei leichten
Verbrennungen, wundheilend.
LECKER
Auch «jekochl in Suppen,
Au^ciu^en oder ins Peslo
isl dos V7ie*?en-Lz«hk.r<Äuf
eine Bereicherung Jüi jede
Küche.
83
Dcx<7 ich verstellen?
so heisst sie: Prunus spinoso
SO sieht sie aus: bis zu 4 m hoher dorniger Strauch;
Rinde: rauchschwarz; Blätter: eiförmig, zum Stiel hin
schmaler: Blüte: weiß, an kurzen Stielen;
Früchte: schwarzblau
SIE BLÜHT VON: März-April
hier wächst sie: Hecken, Waldränder. Gebüsche
KANN VERWECHSELT WERDEN MIT: -
Wann was sort/sAndn?
Die Beeren können Sie nach dem
ersten Frost sammeln, davor sind
sie geschmacklich noch zu zusam-
menziehend Die Blätter lassen sich
von Mai bis September verwenden.
Schnelle Hil|«...
• KRAFTNAHRUNG UNTERWEGS: Die
Beeren sind voller Vitamine. Herb
und erfrischend im Geschmack,
stehen sie dem Wanderer vor
allem zu einer Jahreszeit zu Ver-
fügung. In der es sonst nicht viel
gibt: im Winter.
• bei wunden: Die Blätter werden
traditionell eigentlich nicht für
die Wundbehandlung benutzt,
allerdings besitzen sie wie alle
Rosengewächse einen hohen
Gehalt an Gerbstoffen und wirken
dadurch zusammenziehend und
blutstillend. Blätter zerreiben
oder zerkauen und auf die Wunde
geben
Da hiQf sk noch
als Heilmittel innerlich: nieren-
anregend, stoffwechselanregend,
bei Rheuma. Gicht, Erkältungen,
Heuschnupfen.
als Heilmittel äusserlich: Zahn-
fleischbluten.
LECKER_______
AU» Likör sind di« beeten
und «in Schuss
Sc»J( bereichet f den
Gesch/Vw.cjk von jede An
V/e i(w <c htepunsch.
85
DtuJ ich verstellen?
so hhssi ES: indisches$., Impotiens glondulifera
w su hi ts AUS: 50-200 cm groß, einjährig;
Blätter: lang, leicht gesägt, meist gegenständig;
Stängel: grün mit breiten rötlichen Streifen;
Blüte 20 40 mm. rosa bis magenta, mit dickem Sporn
IS blüht VON: juli-September
hii r wachst es: Gärten, Flussufer, auf nassen, nähr-
Mofhelchen oder sandigen Böden
KANN VERWECHSELT WERDEN MIT: -
Wann was saxvsrvietn?
sie können die Samen von Septem-
ber bis Oktober sammeln. Beim
Ernten müssen Sie nur darauf ach-
ten. dass ihre Hand beim Öffnen,
rigentlir h nur Berühren der Schoten
einigermaßen geschlossen ist - es
handelt sh h schließlich um ein
Springkraut..
Schneite HiQ<? ...
• KRAEtNAHRUNG UNTERWEGS:
Oie schwarzen Samen, die sogar
etwas größer sind als Sesamsaat,
haben ein sehr feines Nussaroma.
• bii Insektenstichen: Zerreiben
sie das Ktaut und geben es auf
den juckenden Stich.
• Bll BRENNESSEIVERBRENNUNGEN:
Hier können Sie genauso verfah-
ren wie bei den Insektenstichen.
Da hil^l cs noch
ALS HEILMITTEL ÄUSSERLICH: Pilz-
infektionen der Haut.
LECKER
Die Sanwen sind auch
geröstet eine echte
Delikatesse und verfeinern
Awanohes Gericht sogar
das Morgen>v>üsli.
87
I ich vocstetten.'
SO Hl isst ER: Japanischer 5., Reynouiria japonica
so SIEHT ER AUS: 1-3 m große Staude;
Blatter: eiförmig, 5-14 cm lang, bis zu 13 cm breit;
Blüte: sehr klein, weiß, hängen ährenartig zusammen
t« blüht von: Juli-September
hier wächst ER: Ufer. Schuttplätze. Waldränder,
Kahlschläge. Böschungen
kann verwechselt werden mit: Sachalin-Stauden-
knöterich, ungefährlich
Wann was stuMrVsetn '
Ole jungen, noch glänzenden Triebe
erinnern ein wenig an Bambus
mH roten Sprenkeln. Sie können
von f nde März bis Mai geerntet
werden. Na< h einem Kahlschnitt
vo’ der Blute treibt er wieder aus.
sodass sich auch die Ernteperiode
verlängert
Schnelte Hilje...
• KRAETNAHRUNG UNTERWEGS: Der
fein säuerliche Geschmack der
geschälten Jungen Triebe erinnert
an Rhabarber und ist wie dieser
sehr erfrischend.
Du hil^t er noch
ALS HEILMITTEL INNERLICH:
antiseptisch, bei Borreliose,
schleimlösend, hustenstillend,
blutdrucksenkend, schmerzstillend,
entgiftend, bei Menstruatlons- und
Wechseljahrsbeschwerden.
LECKER_______
Die jungen, geschälten
Stängel können Sie auch
als pflanzliche Cannelloni
verwenden oder zu KoMpoH,
Rhahar herkuc he nersalz,
Marrtnelode etc. verat heilen.
89
Dar j ich vorsktten.'
so hi isst ER f mgriffliger W„ Crataegus monogyna;
Zwrignffiigct w, c laevigata
.11 '.11111 ir aus: bis zu 10 m hoher dorniger Strauch;
wind» . .ti । nm; Blätter: oval, tief eingebuchtet.
’ i Blüte: weiß, in aufrechten Trugdolden;
trüchte blutrot
ir müHT von Mai-Juni
nur wachst er Hecken. Waldränder
RANN VIRWICHSELT WERDEN MIT: -
was McAnAneln'
Stellenweise sr hon ab August bis
Ind» Oktobri können Sie die roten
teilen Beeren sammeln.
S< hne(k HiQe ...
• MA» (NAHRUNG UNTERWEGS:
Ole Beer» lien des Weißdorns
haben zunächst einen etwas
. süßlichen Geschmack, je
mehr man aber davon isst, umso
lr< knet werden sie. Sie sind eine
stark vitamlnC-halt ige Knabbe-
rn Im unterwegs. Und noch dazu
erhöhen sie die Sauerstoffauf-
nahme ms Blut, machen uns also
bei langen Wanderungen auch im
Gebirge leistungsfähiger.
• bei wunden: Blätter zerreiben
oder zerkauen und auf die Wunde
geben. Belm Weißdorn verhält es
sich bei dieser Anwendung wie
bei der Schlehe (Seite 83).
Da hiQt er noch
ALS HEILMITTEL INNERLICH:
blutdruckregulierend, bei Herz-
leiden, Schlafstörungen. Nervosi-
tät. Schwindel. Angstzuständen.
Zittern, Kreislaufstörungen,
Verspannungen.
LECKER
Aus den ßeecchen lässt
sich auch ein Jeiner Likör
oder «in Fruchlrt-ius
hersieden.
Service
Falls das fabelhafte TheMa der
Wildpflanzenkunde Ihre Meuqier geweckt
hat oder Sie der bereits vor handenen
Meugier noch ein wenkj weiter nachgeben
Vvotlen, finden Sie in* Folgenden einige
ßuehtipps sowie hilfreiche Inlerneltinks,
bezugsquellen und Adressen von
Wildpflanzen und Heilkundeschulen.
Mun aber erst Mal zwei Seiten Mil
einer Ühersichfstahelle.
All« Pflanzen und ihr« Anwendung in* Üloetlolick
Seite Kann man hkr Hoden Wenn's außen wehtut Insekten- stiche Wenn's innen schmerzt
Ampfer 8 Wtf form nwR«**'tt<r X B
Beifuß 40 wt iptrrtpWRUrei
Beinwell 42 Wf Zeninp*. Helmpn. QuetKhireen. hoch»
Brennnessel 68 WHt
Eberesche 70 Ht
Esche 10 Htf WUrtm
Erle 44 Hf $<*artkj»cpn
Fichte 12 Ht MQitSpIlttl. Wirte»
Frauenmantel 14 Wt warte». NaseaNaun
Gänseblümchen 46 Wt a gen. Ztiiu»|tfi
Giersch 72 GHt Wartet 8
Gundermann 16 H t IMartm.mcfeatrlg
Hirtentäschel 50 Wt Wirtpn»kjutrWtd Huerigitx CMitwtlingeT
Johanniskraut 52 Wt Rirten $o»nert«art llHWMffir»rr?»a
Klee 20 Wt 1
Kohl-Kratzdistel 74 Hf
Labkraut 80 Wt
Löwenzahn 7« wt
Madesüß 54 Wf Wirten ZahrMtfc
Malve 22 wt Somenteart K
Minze 56 wf p.e <<e<er*z.
Nelkenwurz 24 wt wirte*. Uuniilert
Odermennig SS wt Wirten. butwtert wudp«
Pestwurz 2« Wf
Rose 28 WHt Winten
Ruprechtskraut 62 Ht fcftMchr
Schafgarbe 30 wt •hi ulen tAnwibrt ZahawHi
Schlehe 82 wt wurten
Spitz-Wegerich 32 wt VWartcn X
Springkraut 84 Htf rrmmuIrwtiH'rijrT a
Staudenknötench 86 Ht
Taubnessel 34 WHt Srttjrrwn.rtbsHreer. •etUtmirige.-i
Vogelmiere 64 Wt Schwelungen. Silvnemn
Wald-Erdbeere 36 Ht StinreWiaad vnaiöen
Weißdorn 88 Ht Rudtr
H: Hecke. Waldrand: w Wiese, t trocken, t feucht
Bel müden lullen Kraftnahrung für den weg Für d«e Fnih- phtskur 0e« Schnupfen- nase Und wmt? I
MNnd
Mimaluutt u»d*1U 'iitikeeröe •
rihhchmd. t«te»»r«f X
»•ri*r*0 X
X rttNltMe Ce4c*af>Kkmt
X
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•
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«tto> MMURfklth X ^ewtmlme ivrjnknanr
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X X fu«»i Atm
X
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tenvteht Mitöe*o a
tLMm« X
Innftltf« iuUi.kttt SmewwMk’urc
HMmhc, ruhihatt
Weiterführende Infos iha WWW
Pflanzenhellkunde, Pflanzenvolkskunde s Wildpflanzenkücbe. Kurse & Vorträge
www.waldundwiesenwonne.de (Coco Burckhardt)
Naturpadagogrsche Fort- und Weiterbildung
www.naturschule-freiburg.de
internetportal zur Bestimmung von Wildpflanzen und deren Verwendungsmög
Heb ketten
www.pflanzenbestlmmung.ile
Zima Weiferlesen
Burckhardt, Coco: Alles aus Wildpflanzen. Kochen & konservieren, heilen &
vorbeugen, waschen & färben, räuchern & zaubern. Ulmer 2015.
Zum Eintauchen In die wunderbare Welt der Wildpflanzen: 100 heimische Wild-
pflanzen werden nach botanischen Merkmalen und Verwendungen Innerhalb der
Heilkunde, der Küche und des Brauchtums porträtiert. Sund ein Ontte) des Buches
beschäftigt sich mit dem Grundwissen, wie das Salbenkochcn, Käucherbuschenbin
den oder jahreszeitliche Wildkräutermenüs.
Bührlng, Ursel: Alles über Heilpflanzen. Ulmer 2014.
Ausführliches Werk über Heilkraft und Verarbeitung von Heilpflanzen, sehr gut auch
für loien geeignet.
Fleischhauer, Cuido: Essbare Wildpflanzen. 200 Arten bestimmen und verwen-
den. AI Verlag 2015.
Hier werden 200 Wildpflanzen für den kulinorischen Genug beschrieben.
Greiner. Karin: Meine Hausapotheke aus Wildpflanzen Ulmer 2015.
Ein Buch für Anfänger, die mit einfachen Rezepten Im Laufe der/ahreszelren die Weir
der Wildpflanzen hetlkundlich entdecken wollen.
Lüder. Rita: Grundkurs Pflanzenbestimmung. Quelle & Meyer 2015.
Richtiges Bestimmen als Beginn einer Freundschaft zwischen Mensch und Pflonze.
Pflanzenbestlmmungsburh mit stark vereinfachtem botanischen Schlüssel, auch
geeignet für Anfänger, die Pflanzen nicht nur anhand der Blütenforben. sondern
sicher nach Familie und Gattung erkennen wollen.
Pahlow, Mannfrled: Das GroRe Buch der Heilpflanzen. Nikol 2013.
Sehr umfoogrefches Nochschlogewerk zu heimischen und oueb nicht heimischen
Heilpflanzen
l’/h.iv* *h und Uc^cGwcrden 5cGhe.ll finden
tMWMMMlwir ||
V^ir. eMHtpxM^iWta 11
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»i>bwH<inum 63
IS
qmm4 n
MhWwIrNmcm 17
CwMermann 16
Hirtentäschel 50
Holzsplitter 17
Hypericum perfoartum 51
/mpotlrnsgfanduJifera SS
Insektenstiche 9.21.23. 33.
47.73. 8$
Johanniskraut 52
Klee 20
Kohl Kratzdistel 74
Kraftnahrung 13,65,49,
71.73. 75. 77.81.83.85,
87,89
Iabkraut 80
lomlumofbum 35
Löwenzahn 76
MJdesÜft 54
MotaosftastrB 23
Mähe 22
Mentha tongifotla 57
Migräne 59
Minze S6
Mundgeruch 25
Nasenbluten 15.31.51
Nelkenwurz 24
Nervenschmerzen 53
Nervenüberreiztheit 63
Odermennig 58
Ohrenschmerzen 63
Pestwurz 26
Prtosites hybridus 27
Picea obles 13
Pfontogo lonccotato 33
Prellung 43
Prunus spfnoso 83
Quetschung 43.51
Äeynoutrio)oponlco 87
JtosoconiiM 29
Rose 28
Ruine* obfusJfolius 9
Ruprechtskraut 62
Schafgarbe 30
Schlehe 82
Schmerzen 65
Schwache 63
Schwellung 65
Schwellungen 45
Slnnesverwlrrung 37
Sonnenbrand 23. 37,53
Sorbus nur upario 71
Spitz-Wegerich 32
Springkraut 84
Staudenknotench 86
Stefcrio medio 65
Symphytum officinalc 43
Toroxocum offldnofe 77
Taubnessel 34
nifolfum protense 21
Urticodiotat 69
Verbrennung 9. 35, 53
Verstauchung 43.47
Vogelmiere 64
Wald-Erdbeere 36
Wel&dorn 88
Wunden 11.13,15,17,25,
29, 31. 33. 35. 37. 51. 53.
55. 59. 73. 83
Zahnschmerzen 31,55
Zerrungen 47