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Author: Hattenhauer R.
Tags: betriebssysteme digitalelektronik digitaltechnik telefone
ISBN: 978-3-8421-0837-0
Year: 2022
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Aus dem Lektorat
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Entwicklung der Smartphones geht ständig weiter und das Angebot ist
unüberschaubar. Auch das Betriebssystem Android ruht nicht. Jedes Jahr
gibt es eine neue Version, die ein neues Design und neue Funktionen mit
sich bringt. Bei den vielfältigen Möglichkeiten, Einsatzszenarien aber auch
Risiken ist es wichtig, dass Sie verlässliche Informationen erhalten. Dieses
gibt Ihnen der erfahrene Autor Rainer Hattenhauer, der sein geballtes Android-Wissen für Sie in dieses Buch gepackt hat. In der inzwischen sechsten Auflage zeigt er Ihnen nach bewährtem Konzept, wie alles funktioniert.
Mit verständlichen Schritt-für-Schritt-Anleitungen sind Sie immer auf der
sicheren Seite, ganz gleich welches Gerätemodell mit Android (ab Version
9 bis 12) Sie nutzen.
Sie erfahren ganz genau, wie Sie Ihr Smartphone in Betrieb nehmen und
wichtige Einstellungen vornehmen. Sie telefonieren, nutzen Ihre gut sortierte Kontaktsammlung zum Schreiben von Nachrichten und E-Mails, surfen im Internet, fotografieren und sichern, wenn Sie das möchten, Ihre Dateien in der sogenannten Cloud. Sie navigieren durch Städte, hören Musik
und lesen E-Books. Die vielen Empfehlungen und Tipps zur Sicherheit sorgen dafür, dass auch nach dem Konsum etlicher Apps aus dem Store keine
Reue aufkommt.
Dieses Buch wurde mit größter Sorgfalt geschrieben und hergestellt. Sollten Sie dennoch einmal einen Fehler finden oder inhaltliche Anregungen
haben, freue ich mich, wenn Sie mit mir in Kontakt treten. Für Kritik bin
ich dabei ebenso offen wie für lobende Worte. Doch nun wünsche ich Ihnen
erst einmal viel Freude mit Ihrem Smartphone und dieser Anleitung!
Ihr Erik Lipperts
Lektorat Vierfarben
erik.lipperts@rheinwerk-verlag.de
Auf einen Blick
Auf einen Blick
1
Start mit dem Android-Smartphone ................................................................. 13
2
Das Smartphone einrichten und bedienen ..................................................... 33
3
Telefonieren und Kontakte einrichten .............................................................. 79
4
Nachrichten senden und empfangen ................................................................ 109
5
Online mit dem Android-Smartphone .............................................................. 119
6
E-Mails senden und empfangen .......................................................................... 151
7
Kalender, Termine, Erinnerungen und Co. ....................................................... 169
8
Apps installieren und verwalten ......................................................................... 189
9
Fotografieren mit dem Android-Smartphone ................................................ 215
10 Videos aufzeichnen und abspielen ..................................................................... 249
11 Karten und Navigation ............................................................................................ 265
12 Musik und E-Books auf dem Smartphone ....................................................... 287
13 Nützliche Apps und Spiele ..................................................................................... 313
14 Sicherheit, Datenschutz und Backup ................................................................. 327
15 Die Akkulaufzeit verlängern .................................................................................. 355
16 Tipps, Tricks und Fehlerbehebung ....................................................................... 365
Impressum
Impressum
Dieses E-Book ist ein Verlagsprodukt, an dem viele mitgewirkt haben, insbesondere:
Lektorat Isabella Bleissem, Erik Lipperts
Korrektorat Friederike Daenecke, Zülpich
Herstellung E-Book Denis Schaal
Covergestaltung Silke Braun
Coverbilder Freepik: Handydarstellung © Zlatko Plamenov
Satz E-Book weiss.design / zienke.design, Stefan Zienke
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der
Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind
im Internet über http://dnb.dnb.de abrufbar.
ISBN 978-3-8421-0837-0
6. Auflage 2022
© Rheinwerk Verlag GmbH, Bonn 2022
Vierfarben ist eine Marke des Rheinwerk Verlags.
www.rheinwerk-verlag.de
Inhalt
Inhalt
Kapitel 1: Start mit dem Android-Smartphone
................
13
Frisch ausgepackt ......................................................................................................
14
Die Bedienelemente eines Android-Smartphones ..........................................
15
Das Android-Smartphone zum ersten Mal starten .........................................
17
Das Smartphone auf dem neuesten Stand halten ..........................................
30
Kapitel 2: Das Smartphone einrichten
und bedienen .........................................................................................................
33
Die Oberfläche im Überblick ..................................................................................
33
Frühjahrsputz – überflüssige Extras entfernen ................................................
43
Die Oberfläche selbst einrichten ..........................................................................
46
Den dunklen Modus verwenden ...........................................................................
48
Ordnung schaffen mit Ordnern ............................................................................
49
Die Displaysperre einrichten ..................................................................................
49
So bedienen Sie Ihr Android-Smartphone ..........................................................
52
Texte eingeben ...........................................................................................................
53
Copy & Paste ...............................................................................................................
57
Schnellzugriffsleiste und Einstellungsmenü .....................................................
59
Die Spracheingabe und der Google Assistant ...................................................
64
Apps aus dem Google Play Store installieren ....................................................
68
Eine App suchen und installieren .........................................................................
69
Eine App per QR-Code installieren ........................................................................
72
Apps auf dem neuesten Stand halten .................................................................
74
Inhalte auf dem Smartphone und im Internet suchen ..................................
76
5
Inhalt
Kapitel 3: Telefonieren und Kontakte einrichten
............
79
Die Telefon-App ..........................................................................................................
79
Jemanden anrufen ....................................................................................................
81
Einen Anruf annehmen ...........................................................................................
83
Verpasste Anrufe .......................................................................................................
85
Das Anrufprotokoll einsehen und löschen ........................................................
86
Die Mailbox einrichten ............................................................................................
87
Rufnummernunterdrückung und Anklopfen ....................................................
89
Weitere Konfigurationsoptionen ..........................................................................
90
Ein Headset nutzen ...................................................................................................
91
Kontakte einrichten und verwalten .....................................................................
93
Einen neuen Kontakt hinzufügen .........................................................................
95
Verbindung zu einem Kontakt herstellen ..........................................................
96
Das Kontakte-Menü ..................................................................................................
96
Kontakte im Browserinterface ...............................................................................
98
Kontakte importieren ...............................................................................................
99
Klingeltöne und Vibration anpassen ................................................................... 102
Eigene Klingeltöne verwenden ............................................................................. 104
Lautstärkeprofile einrichten ................................................................................... 106
Kapitel 4: Nachrichten senden und empfangen
.............. 109
SMS senden und empfangen ................................................................................. 109
Weitere SMS-Optionen ............................................................................................ 111
SMS verwalten ........................................................................................................... 114
WhatsApp – die kostenlose Alternative ............................................................. 115
6
Inhalt
Kapitel 5: Online mit dem Android-Smartphone
........... 119
Über WLAN günstig ins Internet ........................................................................... 119
WLAN aktivieren und einrichten ........................................................................... 119
Ein erster Verbindungstest ..................................................................................... 122
Was tun bei Problemen? ......................................................................................... 123
Überall online mit 5G, LTE und Co. ....................................................................... 124
Den mobilen Datenzugang einrichten ................................................................ 127
Den Zugang manuell einrichten ........................................................................... 128
Zwischen Verbindungsarten wechseln ............................................................... 130
Behalten Sie Ihr Datenvolumen im Blick ............................................................ 131
Mit anderen Geräten die Internetverbindung
Ihres Smartphones nutzen (Tethering) ............................................................... 132
Im Internet surfen ..................................................................................................... 134
Browsen mit mehreren Tabs .................................................................................. 138
Lesezeichen anlegen und verwalten .................................................................... 139
Lokale Suche auf Webseiten ................................................................................... 140
Webseiten teilen ........................................................................................................ 141
Privat surfen und die Chronik aufrufen .............................................................. 142
Der Google Assistant ................................................................................................ 144
Kapitel 6: E-Mails senden und empfangen
............................ 151
Das Google-Programm Gmail ................................................................................ 151
Gmail im Überblick ................................................................................................... 154
Eine E-Mail schreiben ............................................................................................... 155
E-Mails verwalten, ordnen und sortieren ........................................................... 156
E-Mails über die Website am PC abrufen ........................................................... 158
Einstellungen vornehmen ...................................................................................... 159
Bilder und andere Dokumente an E-Mails anhängen .................................... 160
7
Inhalt
Andere E-Mail-Anbieter einrichten: GMX, WEB.DE, Yahoo und Co. ............ 162
E-Mails an Kontakte aus dem Adressbuch schicken ....................................... 165
Signatur und Benachrichtigungston anpassen ................................................ 166
Kapitel 7: Kalender, Termine,
Erinnerungen und Co. ....................................................................................
169
Die Kalender-App ....................................................................................................... 169
Der Google-Kalender ................................................................................................ 170
Einen Termin eintragen ........................................................................................... 171
Termine auf dem Smartphone verwalten .......................................................... 173
Die Kalender-App im Detail .................................................................................... 178
Einen Termin mit einer Erinnerung versehen ................................................... 179
Regelmäßige Termine eintragen ........................................................................... 180
Einen neuen Kalender erstellen ............................................................................ 181
Aufgaben, Listen und Memos ................................................................................ 184
Kapitel 8: Apps installieren und verwalten
........................... 189
Ein Rundgang durch den Google Play Store ...................................................... 189
Installierte Apps anzeigen und auf Updates prüfen ....................................... 191
Was Apps dürfen ....................................................................................................... 194
Apps suchen ................................................................................................................ 196
Eine App kaufen ......................................................................................................... 198
Eine App erneut installieren ................................................................................... 204
Optionen der Play-Store-App ................................................................................. 206
Apps überprüfen und verwalten ........................................................................... 209
Apps komplett löschen oder zurücksetzen ........................................................ 212
8
Inhalt
Kapitel 9: Fotografieren mit dem
Android-Smartphone ....................................................................................
215
Ein erstes Foto machen ............................................................................................ 215
Die Kamera-App kennenlernen ............................................................................. 219
Den Blitz einsetzen ................................................................................................... 223
Ein Selbstporträt aufnehmen ................................................................................ 225
360° und Panoramafunktion ................................................................................. 225
HDR-Aufnahmen ....................................................................................................... 227
Nachtaufnahmen anfertigen ................................................................................. 229
Google Lens ................................................................................................................. 230
Darf's eine Linse mehr sein? .................................................................................. 234
Fotos in der Fotos-App anzeigen ........................................................................... 235
Alben erstellen ........................................................................................................... 240
Eine Diashow vorführen .......................................................................................... 243
Fotos bearbeiten ........................................................................................................ 244
Bilder und Alben mit anderen teilen ................................................................... 246
Kapitel 10: Videos aufzeichnen und abspielen
................. 249
Ein Video aufnehmen und wiedergeben ............................................................ 249
Aufnahmen nachbearbeiten .................................................................................. 253
Videos vom Smartphone auf den Computer übertragen .............................. 256
Videos auf YouTube anschauen ............................................................................. 259
Filme im Play Store ausleihen oder kaufen ........................................................ 260
Kapitel 11: Karten und Navigation
................................................. 265
Die Lokalisierung einrichten ................................................................................... 265
Google Maps kennenlernen ................................................................................... 268
Mit Google Maps unterwegs ................................................................................. 275
Navigation – der Routenplaner ............................................................................. 282
9
Inhalt
Kapitel 12: Musik und E-Books auf
dem Smartphone ...............................................................................................
287
Musik auf das Smartphone übertragen ............................................................. 287
Musik abspielen ......................................................................................................... 290
Musik in der Cloud speichern ................................................................................ 292
Ein Streaming-Abo bei YouTube Music abschließen ....................................... 295
YouTube Music im Überblick .................................................................................. 297
Alternative Streamingdienste nutzen ................................................................. 301
Musik zusammenstellen – Playlists und eigene Radiosender ..................... 303
Radio hören ................................................................................................................. 307
Hörbücher .................................................................................................................... 309
E-Books lesen .............................................................................................................. 310
Kapitel 13: Nützliche Apps und Spiele
....................................... 313
Mit dem Android-Smartphone auf Reisen ......................................................... 313
Praktische Apps für den Alltag .............................................................................. 320
Auf dem Laufenden: Spiegel, Stern und Co. ...................................................... 322
Knobel- und Geschicklichkeitsspiele ................................................................... 324
Abenteuerspiele ......................................................................................................... 325
Google Play Pass – die Spiele-Flatrate ................................................................. 326
Kapitel 14: Sicherheit, Datenschutz und Backup
............ 327
Vor Viren und Trojanern schützen ........................................................................ 327
Lokale Sicherheit: Den Sperrbildschirm einrichten ......................................... 332
Die PIN der SIM-Karte ändern ................................................................................ 336
Android und der Datenschutz ............................................................................... 337
Googles eingebauter Airbag .................................................................................. 340
Eine lokale Datensicherung erstellen .................................................................. 344
10
Inhalt
Kontakte und Daten mit dem Google-Konto synchronisieren ..................... 346
Den Google-Onlinespeicher nutzen .................................................................... 348
Ihr Android-Smartphone wiederfinden und aus der Ferne sperren ........... 353
Kapitel 15: Die Akkulaufzeit verlängern
.................................. 355
Die großen Stromfresser ......................................................................................... 356
Erste Schritte zum Stromsparen ........................................................................... 357
Apps ermitteln, die zu viel Energie verbrauchen .............................................. 360
Kapitel 16: Tipps, Tricks und Fehlerbehebung
.................... 365
Das Gerät neu starten .............................................................................................. 365
Tipps und Hilfe in Internetforen finden .............................................................. 371
Hilfe aus der Ferne erhalten ................................................................................... 373
Dokumente vom Smartphone aus drucken ....................................................... 375
Material You - die individuelle Oberfläche ........................................................ 378
Das Benachrichtigungssystem steuern .............................................................. 379
Bluetooth-Hardware verwenden .......................................................................... 380
Stichwortverzeichnis ................................................................................................ 383
11
Kapitel 1 – Start mit dem Android-Smartphone
Kapitel 1
Start mit dem Android-Smartphone
Sie haben sich ein Android-Smartphone zugelegt oder tragen sich mit dem
Gedanken, dies zu tun? Dann ist dieses Buch genau das richtige für Sie, behandelt es doch unabhängig vom Gerätehersteller die aktuelle, für alle gültige Betriebsversion – ganz gleich also, ob es sich um ein Gerät von Samsung,
Xiaomi, HTC, LG, Motorola, Medion, Nokia oder OnePlus handelt. Alle modernen »Androiden« bieten mittlerweile eine Rechen- und Grafikpower, die
ihresgleichen sucht. Mit der Leistung der Hardware Ihres neuen Telefons
hätte man in den Achtzigerjahren bequem ein ganzes Rechenzentrum betreiben können.
Ein Android-Smartphone ist eine multimediale
eierlegende Wollmilchsau. Ihr Navigationssystem, Ihre Fotoausrüstung, Ihre CD- und Videosammlung – all die lieb gewonnenen Multimedia-Utensilien können in Zukunft zu Hause
bleiben, denn sie werden durch Ihren neuen
elektronischen Begleiter ersetzt. Aber auch Aufgaben wie Terminplanung, To-do-Listen oder
das Bearbeiten von Office-Dokumenten gehören
zum Repertoire eines Android-Smartphones.
Ein topaktuelles Android-Smartphone aus dem Hause
Google mit der puren Android-Oberfläche.
13
Kapitel 1 – Start mit dem Android-Smartphone
Frisch ausgepackt
YouTube ist voll von sog. Unboxing-Videos, in denen stolze Käufer ihre
Smartphones vor laufender Kamera auspacken. Sie haben nun selbst das
Vergnügen, Ihr Gerät und das mitgelieferte Zubehör näher in Augenschein
zu nehmen. Folgendes ist in der Regel im Lieferumfang enthalten:
c
b
5
4
a
a das Smartphone
b ein USB-Ladekabel
c ein Ladeadapter für 230-V-Steckdosen, der an das USB-Kabel
angeschlossen werden kann
d ein Stiftwerkzeug zum Einsetzen der SIM-Karte
e ggf. ein Adapter, um Daten von Vorgängermodellen zu übertragen
14
Die Bedienelemente eines Android-Smartphones
Beachten Sie: Der Lieferumfang kann natürlich von Hersteller zu Hersteller
bzw. von Gerät zu Gerät variieren. Bei einigen Geräten liegt ein zusätzliches
Headset bei, dafür findet man bei anderen keinen USB-Ladeadapter mehr
und muss diesen separat erwerben.
ACHTUNG
Sicher wollen Sie Ihr gutes Stück so schnell wie möglich in Betrieb nehmen.
Aber halt – überstürzen Sie nichts! Entfernen Sie zunächst das Verpackungsmaterial, und laden Sie anschließend Ihr neues Android-Smartphone auf.
Laden Sie Ihr Smartphone zuerst vollständig auf!
Laden Sie Ihr Gerät zunächst vollständig
auf. Näheres dazu entnehmen Sie der Be
dienungsanleitung. Den Ladezustand kön
nen Sie durch einen kurzen Druck auf den
Ein/Aus-Schalter jederzeit kontrollieren.
Aus Gründen der Sicherheit werden Akkus
bei elektronischen Geräten, die verschickt
werden, stets nur halb aufgeladen. Mit der
ersten vollständigen Ladung sorgen Sie zu
dem dafür, dass die Ladeelektronik korrekt
kalibriert wird.
Die Bedienelemente eines Android-Smartphones
Während des Aufladens können Sie sich schon einmal mit den Knöpfen und
Anschlüssen Ihres neuen Smartphones vertraut machen. Folgende Elemente werden Sie in der Regel entdecken (auch hier soll wieder ein SamsungGerät als Muster dienen):
15
Kapitel 1 – Start mit dem Android-Smartphone
a
b
h
d
c
d
f
g
e
a Ein/Aus-Schalter
b Lautstärkewippe
c USB-Anschluss (bei modernen
Geräten in USB-C-Form)
d Lautsprecher/Mikrofone
e Kamera (je nach Modell mit
mehreren Linsen, z. B. für Weitwinkel, Superweitwinkel und
Tele)
f Fingerabdrucksensor
g LED-Blitz
h Frontkamera
Die früher übliche Home-Hardwaretaste ist mittlerweile nur noch bei einigen wenigen älteren Geräten auf der Frontseite im Rahmen zu finden:
i Home-Hardwaretaste
j Softbutton Zuletzt geöffnete Anwendungen (erscheint bei Bedarf)
k Softbutton Zurück (erscheint bei
Bedarf)
16
j
i
k
Das Android-Smartphone zum ersten Mal starten
Aktuelle Geräte verfügen hingegen im unteren Bildschirmbereich
ausschließlich über sog. Softschaltflächen bzw. -buttons, die
l
m
n
die Funktionalitäten Zurück l,
m
Home
und Zuletzt geöffnete Anwendungen n ansprechen. Beachten Sie: Die Reihenfolge der Funktionsschaltflächen ist bei Geräten, die »pures« Android verwenden, im Vergleich
zu Samsung-Geräten spiegelbildlich vertauscht.
Google geht bei Pixel-Geräten
noch weiter und zeigt in der
Grundkonfiguration nur noch einen schmalen Strich am unteren
Bildrand. Sämtliche Funktionen
im System werden hier per Gestensteuerung aufgerufen. Mehr
dazu erfahren Sie im Abschnitt
»So bedienen Sie Ihr AndroidSmartphone« auf Seite 52.
In der aktuellen Android-Version
findet man bei einem »puren«
Android-System unten nur noch
einen schmalen Balken.
Das Android-Smartphone zum ersten Mal starten
Nachdem der Akku frisch geladen ist, steht dem ersten
Start nichts mehr im Wege. Legen Sie einfach los:
1. Legen Sie nach Anweisung des Herstellers die SIM- a
Karte bzw. Micro-SIM-Karte 1 Ihres Providers in
den dafür vorgesehenen Einschub. Dazu lassen Sie
einen Schlitten 2 mithilfe des Stiftwerkzeugs 3
aus dem Telefon fahren. Bei einigen älteren Model- 2
len ist es hingegen erforderlich, die rückwärtige Abdeckung des Geräts zu entfernen. Einen separaten
Akku findet man mittlerweile kaum noch vor – die c
Batterie ist in der Regel fest im Gerät verbaut.
17
Kapitel 1 – Start mit dem Android-Smartphone
d
Es ist nicht zu empfehlen, das Smartphone
ohne SIM-Karte in Betrieb zu nehmen, da sonst
ggf. einige Funkkanäle für den WLAN-Betrieb
nicht freigeschaltet werden. Anhand der eingelegten Karte erkennt das Gerät nämlich, in
welchem Land Sie sich befinden, und passt anhand dieser Information die Kanäle, die Systemzeit sowie die Sprache der Oberfläche an.
2. Falls Ihr Gerät über einen Platz für eine externe Micro-SD-Speicherkarte
4 verfügt und Sie eine solche Karte (die nicht im Lieferumfang enthalten ist) bereits erworben haben, können Sie diese Karte nun ebenfalls
in den vorgesehenen Einschub einsetzen. Damit erweitern Sie die Speicherkapazität Ihres Smartphones. Allerdings stirbt auch diese Option
inzwischen aus.
3. Schieben Sie den Schlitten nun wieder ins Gerät, bzw. befestigen Sie,
INFO
falls notwendig, bei älteren Geräten wieder den hinteren Gehäusedeckel, und schalten Sie das Gerät durch einen langen Druck auf den Einschaltknopf ein, den Sie auf der rechten Seite des Geräts finden. Mit einer kurzen Vibration bestätigt das Smartphone, dass es eingeschaltet ist.
Der Zoo der SIM-Karten
Standard-, Micro-, ja sogar Nano-SIM-Karten bevölkern derzeit den
Markt. Aktuelle Android-Smartphones benötigen Nano-SIM-Karten.
Relativ neu auf dem Markt ist die eSIM. Dabei handelt es sich um
ein elektronisches Profil, das vom Provider per Internetverbindung
auf das Smartphone übertragen
wird und somit die physische
Karte ersetzt. Die eSIM wird von
den meisten aktuellen OberklasseSmartphones unterstützt.
Von links nach rechts: Standard-,
Micro- und Nano-SIM
18
Das Android-Smartphone zum ersten Mal starten
Der erste Startvorgang (das Booten) des Betriebssystems beansprucht eine
gewisse Zeit.
Nachdem der Startvorgang abgeschlossen ist, begrüßt Sie der erste Dialog
zur Einrichtung und Personalisierung Ihres Smartphones. Jetzt geht es mit
den folgenden Schritten weiter. Beachten Sie bitte, dass die Erstkonfigurationsroutine von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich gestaltet sein kann.
Die wesentlichen Schritte, die ich hier zeige, werden Sie aber sicher auch
auf Ihrem Gerät wiedererkennen. Die Screenshots wurden übrigens auf einem Google-Gerät mit »purem« Android (d. h. ohne herstellerspezifische
Anpassungen) erstellt.
1. Bei eingelegter SIM-Karte werden Sie zunächst aufgefordert, die PIN
(persönliche Identifikationsnummer) der Karte einzugeben. Folgen Sie
der Aufforderung. Die PIN finden Sie im Schreiben Ihres Providers oder
auf der Plastikkarte, aus der Sie den SIM-Chip herausgelöst haben. Die
PIN lässt sich jederzeit ändern (mehr dazu im Abschnitt »Die PIN der
SIM-Karte ändern« ab Seite 336). Bestätigen Sie Ihre Eingabe durch Antippen der Weiter-Schaltfläche 1.
b
a
c
d
19
Kapitel 1 – Start mit dem Android-Smartphone
2. Ein Assistent nimmt Sie bei der Ersteinrichtung Ihres Smartphones an
die Hand. Im ersten Schritt wählen Sie die Sprache der Benutzeroberfläche aus. Sollten Sie wie empfohlen bereits eine heimische SIM-Karte
in das Gerät eingesetzt haben, erfolgt die Auswahl der richtigen Sprache
automatisch. Sollte dies bei Ihnen nicht der Fall sein, tippen Sie einfach
auf die Zeile mit der Spracheinstellung 2. Über den Menüpunkt Einstellungen für Sehbehinderte 3 können Sie außerdem bereits an dieser
Stelle die Displayschrift vergrößern.
3. Durch Betätigen der Schaltfläche Starten 4 gelangen Sie zum eigent
lichen Einrichtungsdialog, der von Gerät zu Gerät unterschiedlich aussehen kann.
4. Befinden Sie sich in der Nähe eines drahtlosen Netzwerks (WLAN), haben Sie nun die Gelegenheit, sich mit diesem zu verbinden. Dies sollten
Sie nach Möglichkeit tun, da Sie nur so wichtige Grundeinstellungen
vornehmen können. Tippen Sie den Eintrag an, der dem Namen Ihres
Netzes entspricht. Anschließend werden Sie nach Ihrem WLAN-Passwort 5 gefragt, das Sie mithilfe der virtuellen Tastatur eingeben. Experten können sich an dieser Stelle die erweiterten Optionen zum Herstellen der WLAN-Verbindung 6 anzeigen lassen.
e
6
20
Das Android-Smartphone zum ersten Mal starten
5. Anschließend erscheint bei einigen
Geräten ein Dialog, um die Systemuhrzeit manuell einzustellen.
Bereits an dieser Stelle sollte das
Telefon aber schon per WLAN eine
Verbindung zum Internet aufgebaut haben, sodass die aktuelle Zeit aus dem Netz bezogen wird. Nach
erfolgreicher Verbindung wird das Gerät für die Ersteinrichtung vorbereitet. Dabei werden außerdem (falls vorhanden) schon erste Updates
für das Android-Betriebssystem im Hintergrund heruntergeladen.
6. Bei manchen Geräten (z. B. Samsung) müssen Sie anschließend die
Endbenutzerlizenzvereinbarung des Herstellers bestätigen. Das kennen
Sie sicher schon, wenn Sie bereits ein gängiges Computerbetriebssystem
(z. B. Windows) selbst installiert haben. Auch verlangen einige Hersteller (ebenfalls Samsung) an dieser Stelle die Einrichtung eines spezifischen Kontos, um das Gerät später einmal im Falle von Verlust oder Diebstahl
leichter finden zu können. Es besteht
aber die Möglichkeit, die hier geforderten Schritte zu überspringen und später
nachzuholen.
7. Nun haben Sie die Gelegenheit, Daten
von Ihrem alten Smartphone zu übertragen. Das klappt mittlerweile sogar
mit einem iPhone. Dazu müssen Sie
die beiden Geräte lediglich mit einem
USB-Kabel miteinander verbinden. Ich
werde an dieser Stelle aber das Gerät
als neues Gerät einrichten und wähle
daher den Punkt Nicht kopieren 7.
8. Im nächsten Schritt wird nachgefragt,
ob Sie ein bestehendes Google-Konto
nutzen möchten. In der Regel verfügen
g
21
Kapitel 1 – Start mit dem Android-Smartphone
die meisten Android-Nutzer schon über ein Konto bei Google, z. B. wenn
sie einen Gmail-Account besitzen. Sie können sich also bereits an dieser
Stelle mit den entsprechenden Login-Daten, also Ihrer Gmail-E-MailAdresse und Ihrem Passwort, anmelden. Im vorliegenden Fall habe ich
mein Google-Konto bereits mit einer sog. Zwei-Faktor-Authentifizierung
versehen, was generell empfehlenswert ist. Dabei wird bei der ersten
Anmeldung eine SMS an eine von Ihnen angegebene Telefonnummer
geschickt, um Ihre Identität zu prüfen, bzw. muss eine Bestätigung auf
einem anderen Gerät (in meinem Fall auf einem iPhone) erfolgen.
8
22
Das Google-Konto ist der Dreh- und Angelpunkt eines Android-Smartphones. Sollten Sie noch kein solches Konto eingerichtet haben, können
Sie das an dieser Stelle nachholen, indem Sie auf Konto erstellen 8 tippen. Der Assistent führt Sie dann durch die notwendigen Schritte. Alternativ lässt sich ein Google-Konto auch bequem am PC mithilfe eines
Browsers einrichten.
Das Android-Smartphone zum ersten Mal starten
9. Zur Absicherung – falls Ihnen doch einmal das Passwort Ihres GoogleKontos abhandenkommen sollte – haben Sie im folgenden Dialog die
Gelegenheit, eine Telefonnummer zu hinterlegen. Dies würde ich Ihnen in jedem Fall empfehlen. Klicken Sie anschließend auf die Schaltfläche Ja, ich stimme zu 9.
i
10. Bestätigen Sie im nächsten Schritt Googles Lizenzbedingungen für
Android, indem Sie die Schaltfläche Ich stimme zu j antippen. Anschließend werden Sie aufgefordert, einige Dienste zu aktivieren, die
für die Nutzung Ihres Smartphones wichtig sind. Über die Schaltfläche
Mehr k können Sie sich alle angebotenen Dienste anschauen. Unter
anderem haben Sie die Möglichkeit, z. B. die Standortbestimmung zu
aktivieren. Vorsichtige Naturen lassen die Finger davon: Schließlich
können Sie so jederzeit über Ihr Smartphone lokalisiert werden. Außerdem aktivieren Sie an dieser Stelle auch die automatische Sicherung aller Apps und Einstellungen auf Google Drive l, was in jedem
Fall sehr praktisch ist, falls Sie Ihr Smartphone aus irgendwelchen
Gründen einmal zurücksetzen müssen (siehe dazu Kapitel 14, »Sicherheit, Datenschutz und Backup«). Schließen Sie diesen Teil der Einrichtung über die Schaltfläche Akzeptieren m ab.
23
Kapitel 1 – Start mit dem Android-Smartphone
j
m
k l
11. Nun gelangen Sie zu einem Dialog, in dem Sie dazu aufgefordert werden, Ihr Gerät zumindest durch eine PIN (persönliche Identifikationsnummer) abzusichern, sodass es nicht durch Unbefugte entsperrt werden kann. Dies sollten Sie auf jeden Fall tun. Geben Sie in dem Dialog
eine Ihnen vertraute Zahlenkombination ein, und bestätigen Sie diese
im Folgeschritt.
24
Das Android-Smartphone zum ersten Mal starten
12. Sollte Ihr Gerät über einen Fingerabdruck- bzw. Irisscanner verfügen,
wird Ihnen im nächsten Dialog angeboten, diesen einzurichten. Diese
Prozedur können Sie aber ebenso gut später noch nachholen.
13. Nun erscheint der Dialog zur Einrichtung weiterer Dienste, z. B. des
Google Assistant, eines Sprachassistenten. Folgen Sie den Anweisungen
des Assistenten, und Ihr Smartphone wird Ihnen in Zukunft aufs Wort
gehorchen. Sie können die Einrichtung des Assistants aber auch genauso gut später noch nachholen und an dieser Stelle die Schaltfläche Überspringen antippen.
Sie werden an einigen Stellen des Einrichtungsassistenten die Möglichkeit haben, bestimmte Schritte zu überspringen. Im Regelfall ist es sinnvoll, sich gleich während der Ersteinrichtung um die vom Assistenten
vorgeschlagenen Punkte zu kümmern, da man diese später im alltäglichen Betrieb leicht aus den Augen verliert.
25
Kapitel 1 – Start mit dem Android-Smartphone
14. Schließlich wird Ihnen die Möglichkeit
geboten, Ihr Smartphone im dunklen
Modus zu betreiben, was ein Quäntchen
mehr Akkulaufzeit verspricht. Aktivieren Sie diese Option, falls gewünscht.
26
Das Android-Smartphone zum ersten Mal starten
15. Der Einrichtungsassistent schließt mit einer Erläuterung der Gesten,
mit deren Hilfe Sie künftig das Android-Betriebssystem steuern bzw.
den Google Assistant aufrufen. Diese Gesten werde ich Ihnen im nächsten Kapitel noch ausführlich vorstellen.
Geschafft! Ihr Android-Smartphone ist nun einsatzbereit und begrüßt Sie
mit dem Startbildschirm. Bei der ersten Benutzung tauchen meist noch
einige erläuternde Dialoge auf, die Ihnen das Zurechtfinden in der neuen
Umgebung erleichtern sollen. Bestätigen Sie diese, indem Sie auf die Dialogschaltfläche OK tippen.
Sehen Sie sich nun einmal auf der Oberfläche ein wenig um. Welche Symbole bevölkern bereits den Bildschirm, gelangen Sie durch wischen zu weiteren Bildschirmen? Lassen Sie Ihrer Neugier freien Lauf, Sie können dabei
nichts »kaputt machen«.
27
Kapitel 1 – Start mit dem Android-Smartphone
Gegebenenfalls lädt Ihr neues Smartphone noch Updates für einige bereits
auf dem Gerät befindliche Apps aus dem Internet, wofür sich eine WLANVerbindung anbietet (siehe dazu auch den Kasten »Ersteinrichtung im
WLAN« auf Seite 29). Das geschieht alles automatisch im Hintergrund. Sie bemerken es an
kleinen unscheinbaren Meldungen in der Statuszeile, dass Apps aktualisiert wurden bzw.
ein Update zur Installation bereitsteht.
Möchten Sie sich die Meldungen näher anschauen, dann wischen Sie einfach mit dem
Finger vom oberen Bildschirmrand in die Mitte
des Displays.
Der Benachrichtigungsbereich
zeigt wichtige Informationen über die
laufende Systemaktualisierung.
28
Das Android-Smartphone zum ersten Mal starten
INFO
Falls ein komplettes Systemupdate angeboten wird, ist auch dies in der Statuszeile ersichtlich. Wie man von solchen Updates profitiert, erfahren Sie
im folgenden Abschnitt »Das Smartphone auf dem neuesten Stand halten«
ab Seite 30.
Ersteinrichtung im WLAN
Die erste Einrichtung Ihres Smartphones sollten Sie stets in Verbin
dung mit dem heimischen WLAN vornehmen. Das geht schneller,
und außerdem belasten die notwendigen Datentransfers (z. B. für
Updates) nicht unnötig Ihr Onlinebudget.
Es empfiehlt sich stets, das Smartphone auf dem aktuellen Stand zu halten.
Mehr zur Aktualisierung von Apps erfahren Sie im Abschnitt »Ein Rundgang
durch den Google Play Store« ab Seite 189.
Nachdem Sie nun Ihr Gerät in Betrieb genommen haben, sehen wir uns
nach Möglichkeiten um, wie wir dem guten Stück eine Pause gönnen können. Das Display ist der größte Stromverbraucher, sodass Sie es bei Nichtverwendung tunlichst deaktivieren sollten. Gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Ein kurzer Druck auf den Ein/Aus-Schalter bringt Ihr Telefon in den
Standby-Modus bzw. erweckt es wieder. Nach dem Aufwachen ist es in
der Grundeinstellung erforderlich, die Bildschirmsperre zu lösen, indem Sie das Sperrsymbol mit aufgelegtem Finger nach oben schieben.
Haben Sie während der Einrichtungsprozedur eine andere Sperrfunktion eingerichtet (z. B., falls vorhanden, den Fingerabdruckscanner oder
eine PIN), verwenden Sie natürlich diese Methode.
2. Möchten Sie das Gerät komplett ausschalten, halten Sie den Ein/AusSchalter etwas länger gedrückt. In dem Menü, das nun erscheint, wählen Sie die Option, um das Telefon herunterzufahren. Bei einfachen
Geräten finden Sie mitunter nur die Optionen
Ausschalten und Neustart. Einige Geräte bieten
darüber hinaus an dieser Stelle die Option Notfall an. Damit wird die Nummer 112 oder ein
zuvor festgelegter Kontakt angerufen.
29
Kapitel 1 – Start mit dem Android-Smartphone
Das Smartphone auf dem neuesten Stand halten
Nicht jeder hat das Geld, um sich jedes Jahr das allerneueste Smartphone zu
leisten. So fragen sich nun sicher die Besitzer älterer Android-Smartphones,
ob es Mittel und Wege gibt, dem eigenen Gerät eine Frischzellenkur zu verpassen. Leider sind die Hersteller stets bemüht, ihre allerneueste Hardware
unters Volk zu bringen, und betagte Geräte werden oft nur stiefmütterlich
behandelt.
Dennoch empfiehlt es sich stets, ein neu erworbenes Gerät so lange wie
möglich mit den Bordmitteln des Herstellers auf dem aktuellen Stand zu
halten. Dies geschieht in der Regel mit sog. Over-Air-Updates, d. h., Sie müssen nichts tun – Ihr Gerät wird sich melden, wenn ein Update zum Download und zur Installation zur Verfügung steht. Sie erkennen das an einer
entsprechenden Meldung in der Statusleiste am oberen Bildrand. Durch
Antippen der Meldung im Benachrichtigungsbereich werfen Sie schließlich
den Updateprozess an. Es empfiehlt sich, ein Update stets über Nacht laufen
zu lassen, damit Sie tagsüber nicht auf Ihr Smartphone verzichten müssen.
Aktuelle Smartphones werden in regelmäßigen Abständen
mit sog. Sicherheits- und Funktionspatches versorgt.
30
INFO
Das Smartphone auf dem neuesten Stand halten
Sie verwenden eine ältere Android-Version?
In jedem Fall können Sie die meisten Inhalte des vorliegenden Bu
ches, das auf Grundlage von Android 12 geschrieben wurde, auch
mit älteren Android-Geräten problemlos nachvollziehen – sogar
ohne Systemupdate. Ich habe mich bemüht, einen Großteil der be
schriebenen Funktionalitäten auf App-Ebene zu beschreiben, und
die verwendeten Android-Apps sehen mittlerweile auf jedem Gerät
gleich aus.
Google ist erfreulicherweise dazu übergegangen, einen Großteil der
Betriebssystemfunktionalität direkt in die Apps bzw. Dienste auszu
lagern. Dadurch ist sichergestellt, dass auch Besitzer älterer Geräte
in den Genuss zeitnaher sicherheitskritischer Updates kommen.
Damit Sie den maximalen Nutzen aus diesem Buch ziehen können,
sollte Ihr Gerät aber mindestens über
die Systemversion 9 verfügen. Mit
welcher Android-Version Ihr Gerät
arbeitet, bringen Sie in der Einstellungen-App im Bereich Über das Telefon
E Android-Version in Erfahrung (siehe
dazu auch die nachfolgende Abbil
dung).
31
Kapitel 2 – Das Smartphone einrichten und bedienen
Kapitel 2
INFO
Das Smartphone einrichten
und bedienen
»Oberflächlich« betrachtet sehr unterschiedlich
Die Optik der Android-Oberflächen ist sehr vielfältig und kann von
Hersteller zu Hersteller abweichen. Ich gehe nachfolgend auf die
Elemente des schon eingangs erwähnten »puren« Android (auch
Vanilla-Android genannt) ein, die man in dieser Form auf Geräten
findet, die im Google Play Store erhältlich sind. Die grundsätzliche
Anordnung der Bildschirmelemente findet sich aber letztlich bei
allen Android-Smartphones, sodass Sie sich nach den folgenden
Erläuterungen auch auf Ihrem speziellen Gerät rasch zurechtfinden
werden.
Das Maskottchen von Android ist ein kleiner Roboter.
(Bildquelle: android.com)
Die Oberfläche im Überblick
Sollten Sie das erste Mal ein Smartphone in der Hand haben, sind Sie vielleicht von der bunten Oberfläche voller Symbole (auch Icons genannt) ein
wenig überfordert (siehe dazu die Abbildung auf der folgenden Seite).
33
Kapitel 2 – Das Smartphone einrichten und bedienen
Beginnen wir daher mit dem grundlegenden Aufbau. Auf einem »puren«
Android-System werden Sie folgende Elemente entdecken:
a
b
a Statusleiste mit wichtigen Informationen
rund um das System (von links nach rechts:
Uhrzeit, WLAN-Empfang aktiv, Mobilfunknetz, Akku)
b Informationsfläche bzw. Widget (hier: Datum und Temperatur)
c Verknüpfung zu einer einzelnen App (hier:
zur Kalender-App)
c
d
e
6
d Wischen Sie von unten nach oben über das
Display, gelangen Sie zu einer Übersicht
über alle auf dem Smartphone installierten
Programme. Dies ist das sog. App-Menü,
das auch Launcher genannt wird.
e Schnellzugriffsleiste mit Apps, die auf jedem
Home-Bildschirm erscheinen
f Google-Suchfeld. Über das Sprachkommando »Ok Google« bzw. »Hey Google« aktivieren Sie hier auch den Google Assistant.
g
g Indikator für aktivierte Gestensteuerung: Ist dieser waagerechte Strich
am unteren Bildrand sichtbar, so können Sie Ihr Smartphone per Wischgeste bedienen. Insbesondere gelangen Sie stets zurück auf den Startbildschirm, wenn Sie von unten her kommend über den schmalen Balken streichen.
Bei einigen Geräten bzw. Konfigurationen finden Sie am unteren Bildrand
die folgenden speziellen Schaltflächen:
h Zurück-Schaltfläche
i Home-Schaltfläche bzw. Startbildschirm-Taste
j Schaltfläche Zuletzt geöffnete Apps
h
34
i
j
Die Oberfläche im Überblick
Folgende Begriffe sind vielleicht neu für Sie:
Home-Bildschirm bzw. Startbildschirm: Darunter versteht man den Bildschirm, auf dem sich die bunten Bildchen und Symbole Ihres Smartphones
tummeln. Da ein einziger Bildschirm nicht sonderlich viel Platz auf dem
kleinen Display bieten würde, gibt es mehrere: Sie wechseln zwischen den
einzelnen Bildschirmen, indem Sie mit einem Finger über das Display von
rechts nach links oder umgekehrt wischen. Oft verwende ich im Buch für
die Home- oder Startbildschirme auch das Synonym Desktop. Das verdeutlicht die Ähnlichkeit des Smartphones mit dem entsprechenden Bereich auf
dem Computer. Einige Geräte verfügen in der Grundkonfiguration nur über
einen einzigen Bildschirm. Sobald Sie aber versuchen, mehrere Elemente
auf diesem abzulegen, wird bei Platzmangel automatisch ein neuer Bildschirm erzeugt.
Apps: Der Begriff »App« ist die Kurzform von Application. Früher nannte
man so etwas einfach »Programm«. Apps sind also Programme auf dem
Smartphone und damit ein ganz entscheidender Teil dessen, was das Smartphone so universell einsetzbar und »smart« im Sinne von »intelligent« macht.
Wo finden Sie die Apps, die auf Ihrem Android-Smartphone installiert
sind? Wischen Sie dazu einmal mit gedrücktem Finger vom unteren Drittel
des Displays nach oben. Dadurch landen Sie im Bereich aller installierten
Apps – im App-Menü bzw. Launcher.
Um vom Launcher wieder zurück auf
den Homebildschirm zu gelangen, wischen Sie mit gedrücktem Finger vom
oberen Drittel des Displays nach unten.
Der Launcher zeigt alle auf Ihrem Smartphone installierten Apps. In der oberen
Reihe tauchen diejenigen Apps auf, die
Sie zuletzt verwendet haben.
35
Kapitel 2 – Das Smartphone einrichten und bedienen
Lassen Sie uns nun einmal eine App starten, um mehr über die Bedienung
Ihres Smartphones zu erfahren. Dazu bietet sich die Telefon-App an, die bei
jedem Android-Gerät auf dem Startbildschirm zu finden ist. Sie erkennen
sie am Telefonhörersymbol. Tippen Sie das Symbol kurz an, und die App
wird gestartet. Möchten Sie die App wieder verlassen, so wischen Sie per
Finger vom unteren Displayrand nach oben. Diese Geste ersetzt die HomeTaste bei älteren Geräten bzw. Android-Versionen.
Insbesondere ältere Geräte sind über drei Schaltflächen am unteren Rand
des Displays zu bedienen. Sie sind bei einigen Exemplaren ständig als Softbuttons präsent, bei anderen müssen sie erst durch Überstreichen zum Vorschein gebracht werden. Auch bei topaktuellen Android-Smartphones lassen sich die drei Schaltflächen durch eine Systemeinstellung wieder zum
Vorschein bringen, falls Ihnen diese Art der Bedienung eher zusagt als die
Gestensteuerung.
b
1
3
Die Steuerung über die klassischen Schaltflächen
wird von Android-Veteranen bevorzugt.
Die Tasten haben folgende Funktionalitäten:
Home-Taste 1: Mit ihr gelangen Sie aus jeder Situation wieder zurück auf
den Startbildschirm. Sie können sich auf Ihrem Smartphone also praktisch nicht verlaufen. Die Home-Taste ist auf älteren Samsung-Geräten als
echte physikalische Taste realisiert (siehe dazu auch den Abschnitt »Die
Bedienelemente eines Android-Smartphones« ab Seite 15), während man
bei jüngeren Samsung-Modellen sowie auf »puren« Android-Geräten –
also Geräten, die Google selbst herstellt bzw. fertigen lässt – eine virtuelle
Schaltfläche vorfindet. Die Home-Taste befindet sich stets in der Mitte im
unteren Bereich Ihres Smartphones. Bei einigen Geräten ist in dieser Taste außerdem der Fingerabdruckscanner untergebracht. Samsung hat sogar
bei seinem Flaggschiff Galaxy den Fingerabdruck komplett als Ultraschallsensor im Display integriert.
36
Die Oberfläche im Überblick
Zurück-Taste 2: Mit ihr bewegen Sie sich
aus einem Untermenü einer App jeweils um
einen Schritt zurück. Wenn Sie sich bereits
im Hauptmenü der App befinden, beenden
Sie die App durch Betätigen der ZurückTaste.
Zuletzt geöffnete Anwendungen 3: Damit
rufen Sie eine Liste aller unlängst von Ihnen
geöffneten Anwendungen auf, um bequem
per Wischgeste zwischen ihnen wechseln
zu können. Das ist in etwa zu vergleichen
mit dem Wechsel zwischen Fenstern von
verschiedenen Programmen auf einem PC.
INFO
Wie bereits erwähnt, treten die FunktionsVerschaffen Sie sich einen
tasten in den aktuellen Android-Versionen
Überblick über die Anwendungen, die Sie zuletzt verzunehmend in den Hintergrund und werwendet haben.
den durch eine Kombination aus Gestensteuerung und kontextabhängigen Tasten
innerhalb der Apps ersetzt. Die Gestensteuerung lässt sich über die Einstellungen im Bereich System E Gesten und Bewegungen E Systemsteuerung
aktivieren bzw. zugunsten der drei üblichen Schaltflächen deaktivieren.
Durch Antippen des Zahnradsymbols 1 auf Seite 38 können Sie in diesem
Menü auch die Touchscreen-Empfindlichkeit für die Wischgeste Zurück
nach Ihren persönlichen Vorlieben anpassen.
Position der Tasten bei Samsung-Smartphones
Im Vergleich zu den Tasten in der »puren« Android-Version, die Sie
beispielsweise bei Google-Geräten finden, hat Samsung die Posi
tionen der Tasten Zurück und
Zuletzt geöffnete Anwendungen
vertauscht.
37
Kapitel 2 – Das Smartphone einrichten und bedienen
a
Mithilfe der Gestensteuerung führen Sie folgende Aktionen durch:
* Vom unteren Bildschirmrand über die Linie nach oben wischen: zum
Home-Bildschirm wechseln (vergleichbar mit der Home-Schaltfläche).
* Mit gedrücktem Finger über die Linie halb nach oben wischen: die zuletzt verwendeten Apps anzeigen und zwischen diesen wechseln (vergleichbar mit der Taste Zuletzt geöffnete Anwendungen).
* Mit gedrücktem Finger waagerecht vom
rechten oder linken Bildschirmrand zur
Mitte wischen: eine Ebene in einer App
zurück wechseln (vergleichbar mit der
Zurück-Taste). Während die Geste ausgeführt wird, erscheint ein kleiner Pfeil
2 auf dem Display.
Beim Surfen im Internet ersetzt
die Wischgeste die Zurück-Schaltfläche
im Browser.
38
b
Die Oberfläche im Überblick
Wie bereits oben erläutert, wechseln Sie durch eine Wischgeste auf dem
Bildschirm von unten nach oben in den Bereich aller installierten Apps.
Sämtliche der nachfolgend im Buch beschriebenen Aktionen können Sie
sowohl per Gestensteuerung als auch über die klassischen Android-Schaltflächen nachvollziehen. Sollte es bei der einen oder anderen Methode zu
Besonderheiten kommen, werde ich das entsprechend erwähnen.
Genug der Erklärungen, Zeit für einige praktische Übungen:
1. Wechseln Sie vom Startbildschirm auf einen anderen Home-Bildschirm,
indem Sie nach links oder rechts wischen, und sehen Sie sich an, womit
Ihr Hersteller die anderen Home-Bildschirme bestückt hat. Achtung:
Sollten Sie ein Google-Gerät verwenden, finden Sie in der Standardkonfiguration nur einen einzigen Home-Bildschirm vor. Wenn Sie jedoch eines der darauf befindlichen Symbole mit gedrücktem Finger nach ganz
rechts oder links verschieben, wird ein neuer Bildschirm geöffnet. Der
Positionsanzeiger – ein dünner Strich oberhalb der App-Symbole 1 –
zeigt Ihnen, auf welchem Desktop Sie sich gerade befinden.
c
a
2. Halten Sie einen Finger länger auf dem Hintergrundbild gedrückt. Nun
erscheint das Startbildschirm-Kontextmenü mit den Punkten Startbildschirm-Einstellungen, Widgets und Designs und Hintergründe. In diesen
drei Untermenüs können Sie nun nach Belieben Ihren Startbildschirm
konfigurieren, den Hintergrund ändern oder Ihre Oberfläche mit Widgets ausstaffieren.
39
Kapitel 2 – Das Smartphone einrichten und bedienen
b
Je nach Hersteller finden Sie in der Grundkonfiguration einen oder mehrere Startbildschirme vor. Meist befindet sich an der Stelle des äußerst
linken Startbildschirms ein Nachrichtenüberblick, bei Samsung-Geräten ist dies der upday- bzw. Bixby-Nachrichtenkanal. Bei Google-Geräten erscheint nach der Konfiguration der Google Assistant-Überblick 2.
Sie wechseln zwischen den einzelnen Bildschirmen, indem Sie von links
nach rechts und umgekehrt wischen.
e
d
3. Tippen Sie im Startbildschirm-Kontextmenü auf die Schaltfläche Widgets 3, und wählen Sie beispielsweise die Analoguhr 4 durch langes
Antippen aus. Diese kann nun auf einen Bildschirm Ihrer Wahl gezogen
werden 5, falls dort genügend Platz für das Widget ist.
4. Um einen neuen Home-Bildschirm zu den bereits bestehenden hinzuzufügen, müssen Sie lediglich ein Widget oder eine App-Verknüpfung
hinter den letzten Home-Bildschirm ziehen.
Weitere Funktionen der Oberfläche verbergen sich hinter der Statusleiste
am oberen Displayrand. Diese sehen wir uns nun näher an:
40
Die Oberfläche im Überblick
1. Ziehen Sie mit gedrücktem Finger die Statusleiste
ein Stück herunter. Zunächst erscheint ein erweiterter Bereich, der ggf. Statusmeldungen von Apps
bzw. vom Betriebssystem enthält.
Im Beispiel erkennen Sie, dass eine Mail auf meinem
Gmail-Konto eingegangen ist.
2. Die im Statusbereich erscheinenden Meldungen
können Sie durch eine einfache Wischgeste nach
links entfernen. Möchten Sie alle Benachrichtigungen löschen, dann begeben Sie sich per Wischgeste
ans Ende der Meldungen und tippen dort die Schaltfläche Alle löschen 1 an.
b
a
Tauchen wir nun noch einmal etwas tiefer in den
Statusbereich ab:
c
3. Tippen Sie die Statusleiste am oberen Bildrand in
INFO
der Mitte an 2, und ziehen Sie den Finger dabei
d
ein kleines Stück nach unten. Nun erscheinen die
sog. Schnellschaltflächen 3. Mit diesen können Sie gezielt die wichtigsten Funktionen Ihres Smartphones aktivieren oder deaktivieren, ohne
gleich bis in die Tiefen der Einstellungen-App hinabsteigen zu müssen.
Wir werden uns im Abschnitt »Schnellzugriffsleiste und Einstellungsmenü« ab Seite 59 noch ausführlicher mit den Schnellschaltflächen beschäftigen.
Wie viele Home-Bildschirme dürfen’s denn sein?
Sie können Ihrer Oberfläche beliebig viele Home-Bildschirme hinzu
fügen. Das Ganze kann natürlich bisweilen unübersichtlich werden,
aber keine Angst: Ziehen Sie überflüssige leere Home-Bildschirme
einfach in der Übersichtsansicht aus dem Displaybereich nach oben
heraus, und schon sind sie verschwunden. Bei aktuellen AndroidGeräten werden Home-Bildschirme automatisch entfernt, wenn
diese frei von App-Verknüpfungen und Widgets sind.
41
Kapitel 2 – Das Smartphone einrichten und bedienen
4. Um Zugriff auf sämtliche Schnellschaltflächen zu erhalten, ziehen Sie
nun das Feld am kleinen Balkensymbol 4 noch etwas herunter. Dadurch erscheint das erweiterte Menü.
5. Begeben Sie sich jetzt durch Antippen der Schaltfläche Einstellungen 5
in weitere Menüebenen Ihres Smartphones. Der Einstellungsbereich ist
der Dreh- und Angelpunkt, wenn es um die Konfiguration Ihres Android-Geräts geht. Wischen Sie einmal mit dem Finger in dem Menü der
Einstellungen hoch und runter, um sich einen ersten Eindruck von der
Vielfalt der Einstellungsmöglichkeiten zu verschaffen. Schauen Sie sich
ruhig auch einmal durch Antippen das ein oder andere Untermenü an.
e
6. Verlassen Sie schließlich den Einstellungsbereich durch mehrfaches
Durchführen der Zurück-Geste (Wischen über dem Bildschirm vom
Rand zur Mitte) bzw. per Home-Geste (Wischen vom unteren Bildrand nach oben). Sollten Sie die alternative Steuerung über die Schaltflächen am unteren Bildrand aktiviert haben, dann betätigen Sie die
Zurück-Taste mehrfach oder einmalig die Home-Taste.
42
Frühjahrsputz – überflüssige Extras entfernen
TIPP
Damit wäre unser erster Rundgang durch die Oberfläche beendet.
Besonders schnell zur Schnelleinstellungsübersicht wechseln
Sie gelangen ohne zweimaliges Wischen direkt mit einer Fingerbe
wegung zu allen Schnelleinstellungen, wenn Sie mit zwei Fingern
parallel von der Statusleiste aus herunterwischen.
Frühjahrsputz – überflüssige Extras entfernen
TIPP
Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich bin nicht begeistert, wenn mir
jemand vorschreibt, wie ich mein Heim einrichten soll. Das ist mir Grund
genug, die vorhandenen Home-Bildschirme von allen vorkonfigurierten Extras zu säubern. Keine Angst: Es handelt sich dabei um App-Verknüpfungen
und sog. Widgets, die Sie bei Bedarf jederzeit wieder auf die Home-Bildschirme zurückbefördern können.
App-Icons und Widgets
Auf den Home-Bildschirmen werden lediglich Verknüpfungen zu
den Apps (Icons) oder Informationsfelder von Apps (Widgets) abge
legt, nicht jedoch die eigentlichen Programme (Apps). Wenn Sie den
Home-Bildschirm säubern, werden die mit den Icons und Widgets
verknüpften Apps nicht gelöscht. Umgekehrt verschwindet ein Icon
oder Widget automatisch vom Startbildschirm, wenn die zugehöri
ge App deinstalliert wird.
Los geht’s mit dem Frühjahrsputz auf der Oberfläche!
1. Tippen Sie nacheinander auf jedes unerwünschte Element auf der
Startseite und den übrigen Home-Bildschirmen, und ziehen Sie es mit
gedrücktem Finger nach oben auf den Bereich mit der Bezeichnung
Entfernen 1. Das Objekt verschwindet nach dem Loslassen von Ihrem
Bildschirm.
43
Kapitel 2 – Das Smartphone einrichten und bedienen
a
a
b
Bei Apps, die Sie nachträglich installiert haben, können Sie an dieser
Stelle auch die Option Deinstallieren 2 auswählen, um die Apps komplett vom Smartphone zu entfernen.
Auch die Fix-Icons (Telefon, Messages [Nachrichten] etc., auch Favoriten genannt) am unteren Bildschirmrand können Sie entfernen und
durch neue ersetzen. Lassen Sie uns den Desktop auch noch mit einem
neuen Hintergrundbild versehen, etwa mit dem Live-Hintergrund eines
Küstenbildes, bei dem sich die Wellen am Strand brechen.
2. Halten Sie den Finger auf einem leeren Bereich der Oberfläche gedrückt,
und wählen Sie im erscheinenden Startbildschirm-Kontextmenü den
Punkt Designs und Hintergründe.
3. Wählen Sie aus der Hintergrundbildgalerie, der Fotogalerie oder aus
dem Bereich Lebendiges Universum (Letzterer erscheint nur bei Goo
gle-Geräten) einen neuen Hintergrund aus. Sollte sich der Hintergrund
noch nicht auf dem Smartphone befinden, so müssen Sie ihn zunächst
über die Download-Schaltfläche 3 herunterladen. Bestätigen Sie Ihre
Auswahl mit dem kleinen Häkchen 4.
44
Frühjahrsputz – überflüssige Extras entfernen
5
c
d
4. Entscheiden Sie abschließend, ob der Hintergrund nur für den Startbild-
TIPP
schirm oder für den Start- und Sperrbildschirm 5 verwendet werden soll.
Eigene Bilder als Hintergrund wählen
Selbstverständlich können Sie auch eigene Bilder für den Hinter
grund auswählen. Dazu müssen sich diese in der Galerie- bzw.
Fotos-App befinden. Den Umgang mit diesen Apps lernen Sie im Ab
schnitt »Fotos in der FotosApp anzeigen« ab Seite 235.
Wenn Ihnen der AndroidHintergrund auf Dauer zu
langweilig ist, wählen Sie
ein eigenes Bild als Hintergrund. Die eigenen Bilder
finden Sie im Auswahlmenü
zum Hintergrund im Bereich
»Meine Fotos«.
45
Kapitel 2 – Das Smartphone einrichten und bedienen
Die Oberfläche selbst einrichten
Nachdem Sie nun aufgeräumt haben, ist es an der Zeit, alle Apps auf die
Home-Bildschirme zu befördern, die Sie aller Voraussicht nach häufiger
verwenden werden. Doch wo finden Sie sie?
1. Führen Sie auf Ihrem Display eine Wischgeste vom
unteren Drittel nach oben aus. Dadurch gelangen
Sie in den Bereich aller auf Ihrem Smartphone installierten Apps. Bei älteren Android-Versionen
tippen Sie zum gleichen Zweck die App-MenüSchaltfläche (Drawer genannt) an 1. Wer auf diese Schaltfläche nicht verzichten mag, der kann sie
zumindest bei Samsung-Geräten über die Einstellungen im Menü Anzeige E Startbildschirm E AppSchaltfläche zum Vorschein bringen.
2. Halten Sie in der App-Übersicht einen Finger über
einer App gedrückt, und verschieben Sie sie auf die
freie Fläche eines beliebigen Home-Bildschirms.
Wenn Sie anschließend den Finger loslassen, wird eine
Verknüpfung zur App auf dem Screen abgelegt (nicht
die App selbst!). Auf die gleiche Weise können Sie natürlich auch Widgets
auf den Home-Bildschirmen ablegen. Sie gelangen zu den Widgets, wie bereits oben beschrieben, indem Sie einen Finger eine Weile auf dem Hintergrundbild ruhen lassen.
a
46
INFO
Die Oberfläche selbst einrichten
Lassen Sie sich nicht durch das Kontextmenü irritieren!
In den aktuellen Android-Versionen erscheint stets ein Kontextme
nü, wenn man mit dem Finger auf eine App-Verknüpfung tippt. Las
sen Sie sich dadurch nicht irritieren:
Sobald Sie den aufgelegten Finger
bewegen, erscheint eine Übersicht
der Home-Bildschirme, und Sie kön
nen das App-Icon an der gewünsch
ten Stelle ablegen.
TIPP
Auf aktuellen Systemen stört bisweilen
das Kontextmenü.
App-Vorschläge am unteren Bildschirm anzeigen lassen
Wenn Sie häufig zwischen Apps hin- und herspringen, dann bietet
sich eine Einstellung an, um einfacher zwischen den zuletzt be
nutzten Apps zu wechseln: Tippen Sie länger auf eine freie Stelle
des Homescreens, und wählen Sie den Kontextmenüpunkt Startbildschirm-Einstellungen. Tippen Sie anschließend auf den Punkt
Vorschläge, und aktivieren Sie den Schalter Vorschläge auf Startbildschirm. Daraufhin erscheint eine Extraleiste im unteren Bildschirm
bereich, in der Ihre meistverwendeten
Apps zu sehen sind. Die Symbole dort
haben einen ringförmigen Rand und
ändern sich ständig – je nachdem, wie
häufig Sie eine App verwenden.
47
Kapitel 2 – Das Smartphone einrichten und bedienen
Den dunklen Modus verwenden
Mittlerweile bieten alle modernen Betriebssysteme einen dunklen Modus
(engl. Dark Mode) zur Darstellung der Inhalte an. Dieser empfiehlt sich in
zwei Situationen:
* In dunklen Umgebungen, z. B. am Abend, ist der dunkle Modus deutlich
augenschonender.
* Der Akku wird im dunklen Modus geschont, da die Darstellung von hellen Displayelementen den Energieverbrauch in die Höhe treibt.
Sie aktivieren den dunklen Darstellungsmodus folgendermaßen:
1. Begeben Sie sich in den Einstellungen in den Bereich Display.
2. Aktivieren Sie den Schalter bei Dunkles Design.
Außerdem haben Sie in diesem Menübereich die Möglichkeit, die Darstellung Nachtlicht zu aktivieren. Dabei werden Blautöne stark reduziert, und
das Display erscheint gelblich. Der Vorteil ist, dass Sie auf diese Weise kurz
vor dem Zubettgehen »beruhigt« werden und besser einschlafen können.
48
Die Displaysperre einrichten
Ordnung schaffen mit Ordnern
Mit der Zeit werden die Home-Bildschirme recht unübersichtlich, wenn zu
viele Icons auf ihnen liegen. Der Trick: Legen Sie die Icons in Ordnern ab.
1. Halten Sie einen Finger auf einer App(-Verknüpfung) gedrückt, die sich
auf dem Home-Bildschirm befindet, und ziehen Sie diese App auf eine
andere, die zum Thema passt. Dadurch werden die Apps automatisch in
einen Ordner gruppiert. Sie können z. B. die Apps YouTube Music und
Google Play Filme in einem Ordner namens Unterhaltung zusammenfassen.
2. Geben Sie dem Ordner einen prägnanten Namen, indem Sie auf Name
bearbeiten tippen und den Eintrag überschreiben (im Beispiel mit dem
Namen Unterhaltung). Ziehen Sie anschließend die Icons der Apps, die
in demselben Ordner enthalten sein sollen, in ihn hinein.
3. Um auf eine App zuzugreifen, die sich in einem Ordner befindet, tippen
Sie den Ordner einfach an. Darauf »entfalten« sich alle Apps, und Sie
können die gewünschte App durch Antippen starten.
Die Displaysperre einrichten
Wenn Sie Ihr Android-Smartphone durch einen kurzen Druck auf den Ein/
Aus-Schalter in den Standby-Modus versetzen und es anschließend wieder
aufwecken, landen Sie auf dem Sperrbildschirm. Um diesen zu verlassen,
streichen Sie normalerweise einfach von unten nach oben über das Display. Das ist natürlich kein wirkliches Hindernis für einen Dieb, der Ihnen
49
Kapitel 2 – Das Smartphone einrichten und bedienen
das Gerät gestohlen hat. Bereits während der Einrichtungsprozedur Ihres
Smartphones wurden Sie dazu aufgefordert, mindestens einen PIN-Code
als Schutz einzurichten. Haben Sie diesen Schritt seinerzeit übersprungen,
so können Sie ihn folgendermaßen über das Einstellungsmenü nachholen:
1. Ziehen Sie die Statusleiste mit zwei Fingern herunter, und tippen Sie auf
das dort sichtbare kleine Zahnradsymbol. Alternativ können Sie auch
die App Einstellungen aus dem App-Menü bzw. Launcher starten.
2. Wechseln Sie in das Menü Sicherheit, und tippen Sie im Unterbereich
Gerätesicherheit auf den Punkt Displaysperre 1. Hier können Sie u. a.
einen PIN-Code 2 einrichten, wie in den folgenden Abbildungen zu sehen ist, oder bei einigen Geräten das Entsperren des Smartphones per
Blick in die Frontkamera (Face Unlock) konfigurieren. Die meisten Geräte beherrschen mittlerweile die Entsperrung per Fingerabdruck (Google
Imprint bei Pixel-Geräten), einige sogar per Irisscan. Man spricht in diesem Zusammenhang von einer biometrischen Sicherung. Wir werden
uns in Kapitel 14, »Sicherheit, Datenschutz und Backup«, noch ausführlicher mit dem Thema Sicherheit und der Displaysperre beschäftigen.
b
a
3. Auf Android-Smartphones werden wichtige Informationen automatisch
auf dem Sperrbildschirm angezeigt. Diese sog. Sperrbildschirm- bzw.
Lockscreen-Widgets präsentieren aktuelle Meldungen (z. B. entgangene
50
Die Displaysperre einrichten
Anrufe, eingegangene Nachrichten oder Mails), ohne dass das Gerät dafür entsperrt werden müsste. Stellen Sie daher abschließend noch ein,
ob Sie Nachrichten auf dem Sperrbildschirm erhalten möchten oder
nicht 3 und ob diese ggf. gefiltert werden sollen. So können etwa vertrauliche Nachrichten ausgeblendet werden 4.
c
d
5
c
INFO
Einige Apps gestatten es, direkt zu ihnen zu wechseln, indem man die entsprechende Benachrichtigung 5 antippt. Die Meldungen entfernen Sie aus
dem Display, indem Sie sie einfach mit dem Finger »hinauswischen«.
Der Benachrichtigungsbereich
Wenn Sie mit dem Finger von der Statusleiste nach unten wischen,
öffnet sich der Benachrichtigungsbereich des Android-Systems.
Die Benachrichtigungen sind dort in zwei Gruppen aufgeteilt:
Benachrichtigungen
und Lautlos. Bei Letz
teren bleibt Ihr Handy
stumm, wenn eine
neue Benachrichtigung
eingeht. Sie können das
Benachrichtigungssys
tem Ihren Vorlieben
entsprechend anpas
sen, indem Sie die
Schaltfläche Verwalten
f
6 antippen.
51
Kapitel 2 – Das Smartphone einrichten und bedienen
So bedienen Sie Ihr Android-Smartphone
Die Oberfläche und ihre Elemente haben Sie bereits kennengelernt. Jetzt
geht es darum, Ihre Kenntnisse zur Bedienung Ihres Smartphones zu erweitern. Hier sind noch einmal die wichtigsten Grundregeln:
* Apps, Widgets, Menüpunkte, also einfach alles, was als Symbol auf dem
Bildschirm liegt, starten Sie durch Antippen.
* Sie gelangen mit der Zurück-Geste bzw. Zurück-Schaltfläche stets eine
Ebene zurück oder verlassen damit ggf. auch eine gestartete App.
* Sollten Sie sich einmal komplett »verfahren« haben: Eine Wischgeste
von unten nach oben bzw. ein kurzer Druck auf den Home-Button bzw.
die virtuelle Home-Schaltfläche genügt, und Sie landen auf dem zuletzt
verwendeten Home-Bildschirm.
Sie möchten schnell zu einer kürzlich gestarteten Anwendung zurückwechseln? Führen Sie eine Wischgeste mit gedrücktem Finger von unten bis zur
Hälfte des Displays durch, und belassen Sie den Finger dort auf dem Display. Alternativ gilt bei der Steuerung per Schaltflächen: Tippen Sie auf die
Schaltfläche Zuletzt geöffnete Anwendungen. Sie erhalten eine Übersicht
über alle Apps, die im Hintergrund schlummern und die Sie durch seitliches Wischen durchblättern können. Tippen Sie eine App in der Übersicht
an, wird sie erneut in den Vordergrund geholt und kann benutzt werden.
Möchten Sie eine App aus der Übersicht endgültig entfernen bzw. beenden,
halten Sie den Finger über der Anwendung gedrückt und ziehen sie (je nach
Hersteller) entweder nach oben oder seitlich aus dem Bildschirm heraus.
Möchten Sie alle Apps, die Sie zwischenzeitlich gestartet hatten, auf einen
Streich beenden, wischen Sie in der Übersicht ganz nach links (bei einigen
Herstellern ganz nach unten) und tippen dort auf Alle Apps schließen 1.
Aufgrund des guten Speichermanagements aktueller Systeme ist es allerdings im Prinzip nicht mehr nötig, alle Apps auf einmal zu beenden. Dieses
Vorgehen hat sich aber beispielsweise dann bewährt, wenn das Smartphone
sehr schnell an Akkukapazität verliert und man die dafür »verantwortliche«
App nicht auf die Schnelle ausmachen kann.
52
Texte eingeben
1
Die Übersicht der zuletzt geöffneten Anwendungen wird auch
»Multitasking-Menü« genannt. Sie können hier durch einfaches
Antippen der Vorschaubilder von App zu App springen.
Blitzschnell zwischen Apps wechseln
Auch wenn Sie mit dem Finger über den dünnen Strich am unteren
Bildrand nach rechts bzw. links wischen, können Sie zwischen den
zuletzt geöffneten Apps hin- und herwechseln.
Texte eingeben
Sie haben die virtuelle Tastatur bereits bei der Einrichtung Ihres AndroidSmartphones kennengelernt. Schauen wir uns das gute Stück einmal näher
an. Dazu werden wir auch unsere erste App aus dem App-Menü starten.
1. Wechseln Sie in das App-Menü, und starten Sie die universelle Notiz
zettel-App Google Notizen mit einem Fingertipp.
53
Kapitel 2 – Das Smartphone einrichten und bedienen
Bei einigen Geräten mag die Google-Notizen-App nicht vorinstalliert
sein. Verwenden Sie an ihrer Stelle eine beliebige andere App, die es
ermöglicht, Texte einzugeben.
2. Wechseln Sie in das Hauptmenü von Google Notizen, und erstellen Sie
durch das Antippen der Plusschaltfläche Notiz schreiben 1 eine neue
Notiz.
a
Nachdem Sie einige Buchstaben eingegeben haben, erscheinen Wortvorschläge über der Tastatur. Sie können einen Wortvorschlag jederzeit
durch Antippen des Wortes 2 in den Text übernehmen. Dadurch erhöht
sich Ihre Tippgeschwindigkeit beträchtlich. Auch falsch getroffene Tasten erkennt das System zuverlässig und liefert Korrekturvorschläge.
c
b
d
d
f
54
Texte eingeben
3. Schreiben Sie Umlaute und Sonderzeichen, indem Sie den Finger länger auf dem entsprechenden Grundbuchstaben platzieren 3. Für ein
ä halten Sie z. B. das a länger gedrückt. Das ß erreichen Sie durch längeren Druck auf die Taste s. Auf die gleiche Weise gelangen Sie in der
Standard-Google-Tastatur durch einen längeren Druck auf q, w, e, r, t
usw. zu den Ziffern 1, 2, 3, 4 etc.
4. Für Sonder- bzw. Satzzeichen tippen Sie auf die Taste ?123 4. Sie gelangen dann zu einem speziellen Layout für Sonderzeichen. Dieses verlassen Sie wieder durch Antippen der Schaltfläche ABC 5.
g
e
5. Auch den berühmten Emojis hat man eine eigene Seite gewidmet, die
Sie erreichen, wenn Sie die Emoji-Schaltfläche 6 etwas länger antippen. Praktisch ist hier die Möglichkeit, durch die Eingabe eines Begriffs
in das Suchfeld 7 ein bestimmtes Emoji zu suchen.
6. Wer es bei Chats besonders theatralisch mag, der
kann an dieser Stelle auch ein animiertes GIF-Bild
nutzen. Die GIF-Auswahl nebst Suchmaske erreichen
Sie durch Antippen des Menüpunkts GIF 8.
7. Sie können Ihre virtuelle Tastatur auch jederzeit feinkonfigurieren. Dazu wechseln Sie in die Einstellungen
Ihres Smartphones und begeben sich in das Menü
System E Sprachen & Eingabe und dort in die Rubrik
Bildschirmtastatur 9. Wählen Sie im erscheinenden Menü diejenige Tastatur aus, die Sie konfigurieren möchten – etwa Gboard j. Hier können
Sie auch im Handumdrehen die zu verwendenden Eingabesprachen k
festlegen, nach Wunsch ändern und beispielsweise die Autokorrektur l
gezielt beeinflussen.
h
55
Kapitel 2 – Das Smartphone einrichten und bedienen
k
i
l
m
j
Mit der original Google-Tastatur Gboard können Sie Wörter auch per
Wischgeste über die Tastatur schreiben. Dazu rufen Sie Bildschirmtastatur
E Gboard auf, wählen den Menüpunkt Glide Typing m und aktivieren den
entsprechenden Schalter n. Anschließend können Sie zum Schreiben mit
dem Finger von Buchstabe zu Buchstabe wischen. Sie brauchen dabei nicht
auf Groß- und Kleinschreibung zu achten – das intelligente Wörterbuch des
Android-Systems erkennt die Wörter automatisch. Diese Technik nennt sich
übrigens Swypen.
o
Bei der Eingabemethode Swypen wischen Sie von Buchstabe zu Buchstabe. Das
System erkennt anhand der Strichzugfolge das Wort. Die Diktierfunktion ist
mittlerweile auch schon einigermaßen ausgereift, ab und zu gibt es aber noch
Probleme mit der Groß- und Kleinschreibung.
56
n
Copy & Paste
TIPP
Wer es noch bequemer haben möchte, der kann Texte auch direkt diktieren.
Tippen Sie dazu auf das Mikrofonsymbol o am oberen rechten Rand der
Tastatur. Genehmigen Sie der App den Zugriff auf das Mikrofon (Bei Nutzung der App), und sprechen Sie munter drauflos. Das Gesprochene wird
nun unmittelbar in Text umgewandelt.
Alternative Tastaturen
Alternative Tastaturen bieten oft andere Möglichkeiten als die
Standardsystemtastatur. Mein persönlicher Favorit ist SwiftKey von
Microsoft, eine Tastatur mit nahezu hellseherischen Fähigkeiten in
puncto Wortvorhersage. Ein tolles Feature ist die Möglichkeit, den
mit der Zeit angesammelten persönlichen Wortschatz mithilfe ei
nes persönlichen Kontos im Internet (in der sog. Cloud) zu verknüp
fen – das ist in der Regel Ihr Microsoft-Konto. Dadurch passt sich
die App immer besser Ihrem individuellen Schreibstil an. Sie finden
Tastatur-Apps im Google Play Store (siehe dazu auch den Abschnitt
»Apps aus dem Google Play Store installieren« ab Seite 68).
a
Die SwiftKey-Tastatur verfügt auch über die Möglichkeit der Spracheingabe. Zur Aktivierung tippt man etwas länger auf die kleine MikrofonSchaltfläche 1 links neben der Leertaste.
Copy & Paste
Es ist nicht nur bei Verfasserinnen und Verfassern unrühmlicher Doktorarbeiten in Mode: das Kopieren und Einfügen von Text. Hier eine Anleitung
für Ihr Smartphone:
57
Kapitel 2 – Das Smartphone einrichten und bedienen
1. Doppeltippen Sie auf eine Stelle im Text, sodass zwei kleine Markierungen 1 erscheinen. Diese können Sie durch Verschieben mit dem Finger
am Anfang und am Ende des zu kopierenden Textes positionieren. Das
buchstabengenaue Positionieren wird dabei durch eine virtuelle Lupe
erleichtert.
2. Tippen Sie nun auf die Schaltfläche Kopieren 2.
b
a
c
3. Wechseln Sie an die Stelle, an der der zu kopierende Text eingefügt werden soll. Das kann durchaus auch eine andere Anwendung sein. Tippen
Sie dazu einfach die gewünschte Stelle an.
4. Fügen Sie den Text mit der Schaltfläche Einfügen 3 an dem entsprechenden Ort ein.
TIPP
In ganz ähnlicher Weise positionieren Sie den Cursor durch Antippen der
gewünschten Stelle und können ihn buchstabengenau mithilfe der gerade
erwähnten Lupenfunktion verschieben.
58
Intelligente Textanalyse
Google hat in Android ein nettes Feature in die Textauswahl ein
gebaut: Wenn Sie eine Telefonnummer oder eine Adresse in einem
Text auswählen (siehe die Schrittanleitung oben), haben Sie die
Möglichkeit, die entsprechende Nummer über die Telefon-App an
zurufen bzw. die Adresse in Google Maps darzustellen.
Schnellzugriffsleiste und Einstellungsmenü
Schnellzugriffsleiste und Einstellungsmenü
Im Vergleich zum iPhone verfügt Ihr Android-Smartphone über schier unglaubliche Konfigurationsmöglichkeiten. Das kann für den Profi ein Segen
sein, für den Einsteiger aber auch ein Fluch. Die Bereiche Einstellungen bzw.
Schnelleinstellungen erreichen Sie, wie der Name vermuten lässt, auf direktem Wege.
Ziehen Sie einfach die Statusleiste mit einem
Finger herunter. Im oberen Bildschirmbereich
finden Sie die wichtigsten Schnelleinstellungen. Alle Schaltflächen bringen Sie zum Vorschein, indem Sie das Feld mithilfe des kleinen
Balkensymbols 1 weiter nach unten ziehen.
a
Mit den nun sichtbaren Schaltflächen können Sie bestimmte Funktionalitäten sofort konfigurieren. Die Art und die Reihenfolge der Schaltflächen
können je nach Hersteller abweichen, ggf. müssen Sie auch nach links oder
rechts wischen, um weitere Optionen zum Vorschein zu bringen. Im vorliegenden Fall finden Sie folgende Schaltflächen bzw. Regler:
b Helligkeitsregelung
c WLAN-Empfang aktivieren bzw. deaktivieren. Die Schaltfläche ist mit
dem Namen des aktuell genutzten Netzes beschriftet.
d Bluetooth-Empfang aktivieren bzw. deaktivieren
e keine Unterbrechungen zulassen
f Blitz-LED als Taschenlampe nutzen (falls vorhanden)
g automatische Displayrotation deaktivieren bzw. wieder aktivieren
h Energiesparmodus aktivieren: Diese Option verlängert die Laufzeit
Ihres Smartphones.
i Mobile-Daten-Modus aktivieren bzw. deaktivieren
j Flugmodus aktivieren bzw. deaktivieren
k Nachtlicht: Stellt das Display auf einen warmen Farbton um,
der augenfreundlich bei umgebender Dunkelheit ist.
59
Kapitel 2 – Das Smartphone einrichten und bedienen
l Start einer Bildschirmaufnahme. Damit können Sie bei Problemen kleine Videos von Ihrer Oberfläche anfertigen, um sich Hilfe von Experten
zu holen.
m Nearby Share (Tausch von Dateien über eine kurze Distanz)
n Akku teilen mit Peripheriegeräten
o Bearbeitung des Schnellschaltflächen-Menüs
p Wechsel zu den Einstellungen
b
e
h
i
j
c
k
d
f
l
n
g
m
o
p
Sehen wir uns nun aber noch einmal das Einstellungsmenü etwas genauer
an (in den beiden Abbildungen wird es in Auswahl gezeigt). Wechseln Sie
dazu durch Antippen des Zahnradsymbols p in den Einstellungsbereich Ihres Smartphones. Ich stelle Ihnen die Optionen nach Relevanz vor, also in
der Reihenfolge, in der diese für viele von Ihnen wichtig sein könnten.
* Ganz oben befindet sich eine Suchmaske, um bestimmte Einstellungen
ausfindig zu machen. Diese Funktion nutze ich persönlich sehr häufig.
Direkt darunter erscheinen ggf. Vorschläge für Konfigurationsaktionen,
die Sie noch nicht durchgeführt haben, oder Statusberichte.
60
Schnellzugriffsleiste und Einstellungsmenü
* Im Bereich Netzwerk & Internet legen Sie fest, auf welche Weise Ihr Gerät mit der Umwelt kommunizieren soll. Ob per WLAN, LTE oder 5G:
Alles, was Datentransfers anbelangt, stellen Sie in diesem Bereich ein.
* Verbundene Geräte: In diesem Bereich dreht sich alles um Kurzstreckenfunkverbindungen. Zum Beispiel können Sie hier den Bluetooth-Chip
oder den NFC-Chip aktivieren bzw. deaktivieren. Aber auch das Streamen von Videos oder Bildern per Chromecast-Stick auf Ihr Fernsehgerät
wird hier konfiguriert.
* Apps : An dieser Stelle legen Sie u. a. fest, welche Apps als Standardanwendung für welche Dokumenttypen gelten sollen
* Benachrichtigungen: Hier legen Sie fest, welche Benachrichtigungen
Apps an das System senden dürfen.
* Digital Wellbeing & Jugendschutzeinstellungen: Digital Wellbeing bedeutet sinngemäß übersetzt »Digitales Wohlbefinden«. Damit ist gemeint,
dass Ihr Smartphone Ihr Nutzungsverhalten kritisch verfolgt und Sie von
Zeit zu Zeit daran erinnert, Pausen einzulegen. Auch die Jugendschutzeinstellungen können an dieser Stelle angepasst werden, falls Sie einmal
dem Nachwuchs Ihr Smartphone kurzzeitig überlassen möchten.
61
Kapitel 2 – Das Smartphone einrichten und bedienen
* Akku: Hier dreht sich alles rund um den Energiespeicher Ihres Smartphones. Unter anderem kann an dieser Stelle die Anzeige der verbleibenden Restkapazität als Prozentwert in der Statusleiste aktiviert werden.
* Speicher: Die aktuelle Android-Version verfügt über ein exzellentes intelligentes Speichermanagement. Hier erfahren Sie u. a., wo sich Speicherfresser auf Ihrem Gerät befinden. Das intelligente Speichermanagement sollte hier in jedem Fall aktiviert werden.
* Ton & Vibration: Über diesen Bereich personalisieren Sie die Tonausgabe
Ihres Smartphones. So können Sie Ihr Gerät mit einem passenden Klingelton ausstatten. Aber auch die Medienlautstärke und der Vibrations
alarm kann in diesem Bereich angepasst werden.
* Display: An dieser Stelle lässt sich die Displayhelligkeit, aber auch die
Zeit bis zur automatischen Aktivierung des Standby-Modus einstellen.
Letzteres geschieht im Untermenü Erweitert.
* Designs & Hintergünde: Hier können Sie zwischen verschiedenen Design
formen auswählen. Diese verschaffen Ihrem Smartphone einen personalisierten, ganzheitlichen Look.
* Bedienungshilfen: Dieser Bereich hilft Menschen mit einem Handicap,
besser mit ihrem Smartphone zurechtzukommen. Sehbehinderte Personen können sich beispielsweise automatisch Bildschirminhalte vorlesen
oder die Schriftgröße der Menüs deutlich vergrößert darstellen lassen.
Hier finden Sie u. a. auch die Option für Talkback. Damit werden Elemente des Displays vorgelesen.
* Sicherheit: In diesem Unterbereich dreht sich alles um die Absicherung
Ihres Geräts. Unter anderem können Sie hier die Displaysperre konfigurieren oder den aktuellen Stand der Sicherheitsupdates einsehen.
* Datenschutz: Hier können Sie sowohl die Berechtigungen der auf dem
Gerät installierten Apps einsehen und feinjustieren als auch die »Geschwätzigkeit« des Systems im Zaum halten.
* Standort: In diesem Untermenü können Sie prüfen, welche Apps in letzter Zeit Zugriff auf die Standortbestimmung hatten. Dadurch lässt sich
ungewolltes Positionstracking verhindern.
62
Schnellzugriffsleiste und Einstellungsmenü
* In der Rubrik Konten können Sie alle Ihre Onlinekonten (Accounts),
z. B. das Google-Konto, bequem verwalten.
* Google: Hier erhalten Sie direkten Zugriff auf Ihr Google-Konto und die
damit verbundenen Dienste. So können Sie in einem entsprechenden
Untermenü die Genauigkeit der Lokalisierungsfunktion festlegen, um
Ihr Gerät im Verlustfall besser aufspüren zu können.
* Im Untermenü System finden Sie die Möglichkeit, Datum und Uhrzeit
einzustellen. Auch zusätzliche Sprachpakete lassen sich über diesen Unterbereich installieren.
* Über das Telefon: In diesem Bereich sehen Sie, welche Android-Version
auf Ihrem Smartphone installiert ist.
* Tipps und Support: Dies ist ein Link zum Dokumentations- und Hilfesystem von Android, das von Google online zur Verfügung gestellt wird.
TIPP
Ich werde im jeweiligen thematischen Zusammenhang noch auf die wichtigsten Funktionen eingehen. Für den Moment genügt es, wenn Sie wissen,
in welchen Bereichen sich die einzelnen Optionen verstecken.
Bestimmte Einstellungen suchen und finden
Innerhalb der Einstellungen
können Sie über das Suchsym
bol (die Lupe) gezielt nach Kon
figurationsmöglichkeiten im
Einstellungsmenü suchen. Der
Suchbegriff darf hier auch relativ
ungenau sein bzw. aus wenigen
Buchstaben bestehen, denn das
System macht bereits während
der Eingabe entsprechende Vor
schläge.
Sie müssen sich nicht für jede Funktion, die Sie aktivieren oder deaktivieren
wollen, umständlich durch die Tiefen der Einstellungen-App hangeln. Um
beispielsweise Bluetooth oder WLAN auf die Schnelle zu aktivieren bzw. zu
63
Kapitel 2 – Das Smartphone einrichten und bedienen
TIPP
deaktivieren, ziehen Sie einfach die Statusleiste herunter und tippen das
entsprechende Symbol länger an. Sie gelangen dadurch gleich in das entsprechende Menü. Auch der Flugzeugmodus, in dem Ihr Gerät kaum Energie verbraucht, lässt sich hier recht schnell aktivieren.
Schnellschaltflächen konfigurieren
Im Schnellschaltflächen-Bereich finden Sie die Option Bearbeiten in
Form eines Stiftsymbols 1. Wenn Sie diese Schaltfläche antippen,
gelangen Sie in ein Menü, in dem Sie die aktiven Schaltflächen Ihren
Vorstellungen gemäß anordnen können. Außerdem finden Sie hier
noch eine Reihe weiterer Schaltflächen, die weitere Funktionen be
reithalten. Halten Sie zur Umordnung von Schaltflächen den Finger
über dem gewünschten Symbol gedrückt, und verschieben Sie es an
die gewünschte Stelle. Die Symbole, die
ganz oben angeordnet sind, erscheinen
dann sofort beim einmaligen Antippen
und Herunterziehen der Statusleiste. Sym
bole, die Sie nicht benötigen, ziehen Sie
entsprechend weiter nach unten.
a
Die Spracheingabe und der Google Assistant
Erinnern Sie sich an die Serie Raumschiff Enterprise (später Star Trek), in
der u. a. Mr. Spock mit dem Computer spricht? Das ist mit Ihrem Android-
64
Die Spracheingabe und der Google Assistant
Smartphone längst Realität geworden.
Mehr noch: Der integrierte Google Assistant verknüpft dabei in geschickter Weise kontextabhängig Informationen; ja,
er kann teilweise sogar hellsehen, wie in den Beispielen weiter unten und
im Abschnitt »Der Google Assistant« ab Seite 144 noch deutlich wird. Um
in den Genuss des kompletten Funktionsumfangs der Spracherkennung zu
kommen, sind zuvor einige weitere Konfigurationsschritte notwendig. Im
Normalfall haben Sie grundlegende Schritte bereits bei der Ersteinrichtung
Ihres Smartphones vorgenommen. Mit den folgenden Schritten können Sie
Ihre Ersteinrichtung aber noch einmal überprüfen bzw. nachholen.
1. Begeben Sie sich in den Bereich der Einstellungen, und suchen Sie dort
mithilfe der Suchmaske nach dem Stichwort »Assistant«. Tippen Sie anschließend auf den Treffer Assistant-Einstellungen 1.
2. Lassen Sie uns als Erstes den Assistant auf Ihre Stimme trainieren. Tippen Sie zu diesem Zweck auf das Feld Voice Match 2.
a
b
65
Kapitel 2 – Das Smartphone einrichten und bedienen
Sie werden nun Schritt für Schritt durch eine Einrichtungsprozedur geführt, bei der der Assistent lernt, auf Ihre Stimme beim Stichwort Hey
Google zu reagieren. Sollten Sie bereits ein Android-Smartphone mit
Google-Konto besessen haben, so können Sie im Verlauf der Einrichtung
auch das bisher registrierte Sprachprofil übernehmen. Im Hinblick auf
den Datenschutz sollten Sie sich überlegen, ob es notwendig ist, Ihre
Audioaufnahmen in der Google Cloud zu speichern. Darüber hinaus
können Sie das Sprachmodell jederzeit neu trainieren.
66
Die Spracheingabe und der Google Assistant
c
3. Sie haben nach der Einrichtung drei
Möglichkeiten, den Google Assistant zu starten: Entweder sprechen
d
Sie direkt das Kommando »Hey
Google« bzw. »OK Google« in Ihr Smartphone, oder Sie tippen Sie auf
das Google-Assistant-Feld 3 am rechten Rand des Google-Such-Widgets
auf dem Home-Bildschirm. Neu in Android 12 ist eine Wischgeste von
der rechten bzw. linken unteren Display-Ecke nach oben, um den Goo
gle Assistant damit zu starten. Ob diese Möglichkeit auch bei Ihnen vorhanden ist, erkennen Sie an den kleinen Kurvenbögen 4 am unteren
Displayrand.
4. Testen Sie den Google Assistant, indem Sie ihm die Frage »Hey Google!
Was kannst du?« stellen. Sie erhalten eine Übersicht über die wichtigsten Kommandos. Wischen Sie mit dem Finger etwas hin und her, um
einen Überblick zu erhalten.
5. Wenn Sie das
Entdecken-Symbol 5 antippen, werden einige Anwen-
dungsbeispiele aufgelistet. Probieren Sie diese ruhig einmal aus.
e
67
Kapitel 2 – Das Smartphone einrichten und bedienen
Mithilfe des Google Assistants lassen sich Tagesroutinen erstellen.
Weitere Infos und Beispiele für die Anwendung des Google Assistants finden Sie, wie gesagt, im Abschnitt »Der Google Assistant« ab Seite 144.
Apps aus dem Google Play Store installieren
Apps sind die Bausteine, mit deren Hilfe Sie aus Ihrem Smartphone die
sprichwörtliche »eierlegende Wollmilchsau« machen können: Kleine Programme oder Applikationen, kurz Apps genannt, erweitern die Möglichkeiten Ihres Minicomputers in nie gekannter Weise. Dieser und die folgenden
Abschnitte sind Handreichungen, damit Sie die kleinen digitalen Freunde
im Handumdrehen auf Ihr Android-Smartphone befördern.
Die zentrale Anlaufstelle für Apps ist der Google Play Store. Sie gelangen in
den Play Store, indem Sie das entsprechende Icon im App-Menü antippen.
In der Standardeinstellung der meisten Android-Smartphones ist oft be68
Eine App suchen und installieren
reits ein Verknüpfungssymbol zum Play Store auf Ihrem Home-Bildschirm
vorhanden. Bevor Sie den Play Store aufrufen, sollten Sie natürlich sicherstellen, dass Sie auch mit dem Internet verbunden sind (siehe dazu auch
Kapitel 5, »Online mit dem Android-Smartphone«). Sehen Sie sich zunächst
einmal in Ruhe im Play Store um. Es gibt dort viel zu entdecken.
Wir werden uns später, in Kapitel 8, »Apps installieren und verwalten«,
noch sehr ausführlich dem Play Store widmen. An dieser Stelle genügt es
zu wissen, wie Sie eine App suchen, installieren und ggf. aktualisieren. Die
im Folgenden vorgestellten Apps sind kostenlos, erfordern also noch keine
Einrichtung von Googles Bezahlsystem. Dies wird ebenfalls später erläutert.
Eine App suchen und installieren
Beginnen wir damit, die vielleicht wichtigste App für Ihr künftiges Leben im
Android-Kosmos zu installieren: einen Virenscanner. Ja, Sie haben richtig
gelesen – auch auf Googles Smartphone-Betriebssystem spielen die fiesen
kleinen digitalen Schädlinge mittlerweile eine ernst zu nehmende Rolle. Sie
sollten daher einen Virenscanner installieren. Einen sehr guten Ruf genießt
Bitdefender Antivirus Free. Sie installieren ihn folgendermaßen:
1. Starten Sie die App Google Play, und geben Sie per Tastatur in das Suchfeld 1 »bitdefender free« ein. Wählen Sie in der nun erscheinenden Liste den Eintrag Bitdefender Antivirus Free.
a
69
Kapitel 2 – Das Smartphone einrichten und bedienen
Auf dem folgenden Bildschirm erfahren Sie mehr über die Eigenschaften der App.
2. Tippen Sie auf die Schaltfläche
Installieren 2. Bei älteren Android-
Versionen werden nun die von der App eingeforderten Berechtigungen
aufgelistet, die zu bestätigen sind. In der aktuellsten Version geschieht
die Berechtigungsprüfung später beim ersten Start der App bzw. beim
Zugriff auf die gewünschte Systemfunktion.
c
b
3. Betätigen Sie nach der Installation die Schaltfläche Öffnen 3. Daraufhin wird die App gestartet. Beim ersten Start bzw. Zugriff durchlaufen
Sie einen Assistenten, der Sie mit den Möglichkeiten der App vertraut
macht. Bestätigen Sie am Ende die Nutzungsbedingungen.
4. Führen Sie nach dem Start der App einen ersten Scann des Systems
durch, indem Sie die Schaltfläche Scan starten 4 antippen. Bestätigen
Sie anschließend die eingeforderte Berechtigung (Zugriff auf den Gerätespeicher) durch Antippen der Schaltfläche Zulassen 5.
Nach erfolgtem Scan erhalten Sie eine entsprechende Statusmeldung.
Verlassen Sie die App per Wischgeste oder Home-Schaltfläche. Der
Scanner verrichtet von nun an unauffällig im Hintergrund seinen Dienst
und schützt Sie vor digitalen Schädlingen aus dem Internet. Ein kleines Symbol in Form des Buchstabens B im Statusbereich zeigt, dass der
Scanner aktiv ist. Wer mehr Komfort wünscht, sollte sich einmal die kostenpflichtige werbefreie Version von Bitdefender anschauen.
70
Eine App suchen und installieren
e
INFO
d
Google Play Protect – der eingebaute Airbag
Die aktuelle Play-Store-App ist mit einem eingebauten Virenscanner
ausgestattet, der Drittanbieterlösungen dann überflüssig macht,
wenn nur Apps aus dem Play Store installiert werden. Mittels Play
Protect werden Apps vor der Instal
lation gescannt und auf digitales
Ungeziefer hin überprüft. Play Protect
kann im Play Store über das gleichna
mige Menü aktiviert werden bzw. ist
in der Standardkonfiguration bereits
aktiviert.
Google Play Protect kann
helfen, Sie vor schädlichen
Viren zu schützen.
71
Kapitel 2 – Das Smartphone einrichten und bedienen
Eine App per QR-Code installieren
Sie haben sich sicher auch schon mal über diese merkwürdigen zerfransten
schwarz-weißen Quadrate gewundert, die öfter z. B. auf Plakaten zu sehen
sind, oder Sie sind beim Durchblättern des vorliegenden Buches bereits auf
sie gestoßen. Dabei handelt es sich um sog. QR-Codes (oder Tags). Ihre Aufgabe besteht im Folgenden darin, eine App auf Ihrem Android-Smartphone
zu installieren, die in der Lage ist, die QR-Codes in lesbare Informationen
umzuwandeln. Dazu installieren Sie die Scanner-App QR & Barcode Scanner von TeaCapps.
1. Suchen Sie im Play Store in der Rubrik
Apps nach dem Begriff »qr scanner«,
und installieren Sie die Scanner-App
QR & Barcode Scanner (Deutsch) von
TeaCapps. Die werbefinanzierte Version ist kostenlos. Mit dieser App sind
Sie nun bestens ausgerüstet, um die
im Buch vorgestellten Apps per Knopfdruck zu installieren. Ein Test gefällig?
2. Starten Sie den Barcode-Scanner nach der Installation. Tippen Sie auf
die Schaltfläche Mit der Kamera scannen 1, und erlauben Sie anschließend, dass auf die Kamera zugegriffen werden darf (Bei Nutzung der
App 2).
b
a
72
Eine App per QR-Code installieren
3. Scannen Sie nun den Barcode hier am Seitenrand ein.
4. Ist Ihnen der erste Scan geglückt (um es gleich zu verraten: Ihnen wird
dann zu Ihrer ersten QR-Code-Entschlüsselung gratuliert), scannen Sie
doch auch noch den folgenden QR-Code ein, der auf dieser Seite abgebildet ist.
Hinter diesem QR-Code verbirgt sich ein Link zu der App Google Übersetzer im Google Play Store. Hierbei handelt es sich um eine beliebte
App zur Textübersetzung.
5. Tippen Sie anschließend auf die Schaltfläche URL öffnen 3 bzw. direkt
auf den entschlüsselten Link. Sie werden nun per Play-Store-Browser
zur entsprechenden App im Store geleitet.
Google
Übersetzer
d
c
INFO
6. Installieren Sie die App über die Schaltfläche Installieren 4.
QR-Code und Textunterschrift im Buch
Hier im Buch ist außer dem QR-Code auch immer der Name der App
abgedruckt. So können Sie sie manuell im Play Store suchen, falls
der Hersteller den Link kurzfristig ändern und der Scanner-Link da
durch ins Leere laufen sollte.
73
Kapitel 2 – Das Smartphone einrichten und bedienen
Apps auf dem neuesten Stand halten
Ebenso wichtig wie die Installation eines Virenscanners ist die Aktualisierung Ihrer Apps in regelmäßigen Abständen. Sie werden gelegentlich durch
eine Meldung in der Statusleiste informiert, wenn aktualisierbare Apps im
Google Play Store vorliegen. Sie können aber auch einstellen, dass diese
Apps automatisch aktualisiert werden. Das bietet sich vor allem dann an,
wenn Sie die Aktualisierung über das heimische WLAN vornehmen.
1. Starten Sie die Play-Store-App, und begeben Sie sich durch Antippen
Ihres Konto-Symbolbilds 1 in das Menü der Play Store App. Sollten Sie
noch kein Profilfoto für Ihr Google-Konto angefertigt haben, so erscheint
anstelle eines Fotos eine kreisförmige Schaltfläche mit Ihren Initialen.
a
2. Begeben Sie sich im nun folgenden Dialogfenster in den Bereich Einstellungen 2, und wählen Sie hier den Punkt Allgemein. Halten Sie
Ausschau nach dem Menüpunkt Apps
automatisch aktualisieren 3. Hier sollte
als Option Automatische App-Updates nur
über WLAN zulassen stehen. Alternativ
lassen sich die automatischen Updates an
dieser Stelle auch ganz deaktivieren – die
beste Wahl für vorsichtige Naturen.
Sollten Sie die automatischen Updates
ganz deaktiviert haben, empfiehlt es sich,
von Zeit zu Zeit einmal nachzuschauen,
ob für Apps Aktualisierungen vorliegen.
Sie erhalten in diesem Fall auch eine Benachrichtigung in der Statuszeile. Gehen
Sie folgendermaßen vor, um Apps manuell zu aktualisieren:
74
b
Apps auf dem neuesten Stand halten
c
3. Ziehen Sie die Statusleiste herunter, und tippen Sie auf die Updatemeldung 4. Alternativ: Begeben Sie sich durch Antippen des Kontosymbols
neben dem Mikrofonsymbol ins Menü der Play-Store-App, und tippen
Sie dort den Punkt Meine Apps und Spiele an. Es erscheint eine Übersicht
über alle Apps, die auf Ihrem Smartphone installiert sind. Ganz oben in
der Liste stehen Apps, für die Aktualisierungen bereitstehen. Dahinter
sehen Sie das Schlüsselwort Aktualisieren 5.
d
f
e
75
Kapitel 2 – Das Smartphone einrichten und bedienen
4. Sie können nun die aktualisierbaren Apps entweder selektiv durch An-
TIPP
tippen auf den neuesten Stand bringen oder aber den Punkt Alle aktualisieren 6 wählen, was wesentlich komfortabler ist. Generell empfehle
ich Ihnen allerdings, es bei der automatischen Aktualisierung, die voreingestellt ist, zu belassen.
App-Icons nicht automatisch auf den Startbildschirm bringen
Etwas lästig ist die Tatsache, dass für neu installierte Apps automa
tisch eine Verknüpfung auf dem Home-Bildschirm angelegt wird.
Das führt dazu, dass dieser rasch
überfrachtet wird. Die Lösung:
Tippen Sie etwas länger auf eine
freie Stelle des Startbildschirms,
und begeben Sie sich in das Menü
Startbildschirm-Einstellungen.
Deaktivieren Sie hier den Schalter
Symbol zum Startbildschirm hinzufügen.
Inhalte auf dem Smartphone und im Internet suchen
In diesem letzten Abschnitt der grundlegenden Einführung in Ihr Android-
Smartphone beschäftigen wir uns mit der Möglichkeit, Inhalte auf dem
Smartphone, aber auch im Internet zu finden. Dazu verwenden Sie am
einfachsten das vorinstallierte Google-Such-Widget auf der Startseite, das
mit einer echten Android-Spezialität verknüpft ist: dem Google Assistant.
Sie haben den Assistant ja bereits im Abschnitt »Die Spracheingabe und der
Google Assistant« ab Seite 64 kennengelernt. Im Folgenden geht es um die
reine Suchfunktion.
76
Inhalte auf dem Smartphone und im Internet suchen
Standardmäßig ist diese Funktion so
voreingestellt, dass Inhalte sowohl auf
Ihrem Smartphone als auch im Internet
gesucht werden. Möchten Sie z. B. auf
die Schnelle eine App suchen, die sich in den Tiefen des Anwendungsmenüs verbirgt, so geben Sie einige Anfangsbuchstaben der App an, und schon
wird sie in einer Auswahlliste angezeigt.
INFO
Per Google-Suche können Sie sowohl
den Inhalt Ihres Smartphones als auch
die Weiten des Webs durchsuchen.
Im vorliegenden Fall wird nach der
QR-Scanner-App gesucht.
Suche innerhalb von Apps
In der Standardkonfiguration funktioniert die Suche per Google
Assistant auch innerhalb von Apps oder Dokumenten bzw. Medien,
die sich auf Ihrem Smartphone befinden, etwa mit den Kontakten
aus Ihrer Kontaktsammlung oder
mit Musikstücken aus Ihrer Musik
sammlung. Um festzulegen, was
alles durchsucht werden soll, kön
nen Sie zunächst in den Einstellun
gen nach dem Begriff »AssistantEinstellungen« suchen und im
Menü Personalisierung definieren.
Hier muss die Schaltfläche Persönliche Ergebnisse aktiviert sein.
77
Kapitel 3 – Telefonieren und Kontakte einrichten
Kapitel 3
Telefonieren und Kontakte einrichten
Wer hätte das gedacht: Sie können mit Ihrem Android-Smartphone sogar
telefonieren. Man verzeihe mir an dieser Stelle den ironischen Unterton –
Fakt ist, dass ein Smartphone mittlerweile nur noch einen Bruchteil der
Zeit für die ursprüngliche Aufgabe eines Handys genutzt wird. Trotzdem
sollten Sie natürlich wissen, wie Sie mit Ihrem Gerät telefonieren.
Die Telefon-App
Der Weg zur eingebauten Telefoniefunktion führt über das entsprechende
Symbol 1 in der Leiste der Hauptanwendungen bzw. aus dem App-Menü.
a
Die Leiste der Hauptanwendungen befindet sich am
unteren Displayrand.
Auf der Startseite der Telefon-App erscheinen die Kontakte, mit denen Sie
häufig kommunizieren.
79
Kapitel 3 – Telefonieren und Kontakte einrichten
Nach dem Antippen der Tastatur-Schaltfläche 2 öffnet sich die gewöhnliche Telefontastatur auf Ihrem Display. Hier können Sie nun eine beliebige Nummer per
Hand eintippen und wie gewohnt telefonieren. Sollte die Nummer bereits in Ihrem Kontaktverzeichnis gespeichert sein,
erscheinen nach der Eingabe der ersten
b Ziffern Kontakte zur Auswahl, deren Telefonnummer mit den eingegebenen Ziffern
beginnt.
Auf den Bildern unten sehen Sie die Telefon-App beim Tätigen eines Anrufs sowie
die Elemente und Schaltflächen, die Sie
dabei benutzen können:
Die App zum Telefonieren nach dem
ersten Start. Rufnummern werden
nach Eingabe der ersten Ziffern mit
den Kontakten verglichen.
e
f
c
d
8
i
g
j
80
Jemanden anrufen
c Mikrofon ausschalten (falls Sie einer Person in der Nähe etwas mitteilen
möchten, was der Angerufene nicht erfahren soll)
d zum Wahlbereich (Tastatur) wechseln
e Freisprech-Lautsprecher aktivieren bzw. deaktivieren
Ist der Anruf aufgebaut (siehe die rechte Abbildung auf Seite 80 unten),
erscheinen weitere Informations- bzw. Schaltflächen:
f aktuelle Anrufdauer
g ins Kontaktverzeichnis wechseln und einen weiteren Kontakt anrufen
h Videoanruf einleiten (falls von Gegenstelle unterstützt)
i Anruf halten
j Anruf beenden
Die Verwendung des Telefonmenüs ist selbsterklärend – jeder, der schon
mit einem Handy telefoniert hat, wird auf Anhieb mit der App klarkommen.
Jemanden anrufen
Ein Anruf kann ganz klassisch, aber auch unterstützt durch die Suchfunktion vorgenommen werden:
1. Geben Sie eine Telefonnummer über die Tastatur ein. Alternativ können Sie über das Suchfeld 1 einen Namen oder ein Suchwort eingeben.
Dazu muss allerdings zunächst der Telefon-App der Zugriff auf Ihre Kontakte sowie die Standortbestimmung über die Schaltfläche Erlauben 2
gewährt werden. Möchten Sie häufiger eine Telefonnummer über die
Standortbestimmung nutzen, so empfiehlt es sich, im folgenden Dialog
die Option Bei Nutzung der App 3 auszuwählen.
Dadurch werden Ihre Kontakte durchsucht. Falls Sie mit dem Internet
verbunden sind und die Lokalisierungsfunktion in den Einstellungen
der Telefon-App aktiviert wurde, funktioniert das sogar mit Suchabfragen wie »Pizzeria«. Es werden dann alle in der Nähe befindlichen Pizze-
81
Kapitel 3 – Telefonieren und Kontakte einrichten
rien aufgelistet, und Sie können einen Anruf schnell durch Antippen des
Eintrags aufbauen.
a
b
c
1. Falls Sie eine Nummer per Tastatur eingegeben haben, tippen Sie auf
das grüne Feld mit dem Hörer 4. Dadurch wird der Anruf aufgebaut.
d
2. Zum Beenden des Anrufs tippen Sie auf das Feld mit dem rot unterlegten Hörer (siehe dazu die Abbildung auf Seite 80 unten). Die rote Farbe
signalisiert eine aktive Verbindung bzw. einen Verbindungsaufbau.
82
TIPP
Einen Anruf annehmen
Günstig per Messenger telefonieren
Nahezu alle Messenger-Programme (Google Meet, WhatsApp, Sig
nal, Telegram) gestatten es, mit anderen Nutzern sog. Voice over
IP-Telefonate (VoIP-Telefonate) zu führen, also Telefonate über das
Internet. Im Fall von WhatsApp begeben Sie sich dazu in den Bereich
Anrufe und starten einen Anruf
zu einem Kontakt, der ebenfalls
WhatsApp nutzt. Videoanrufe
sind ebenfalls möglich. Mehr zu
diesem universellen Messen
ger erfahren Sie im Abschnitt
»WhatsApp – die kostenlose Al
ternative« ab Seite 115.
Einen Anruf annehmen
Auch die Entgegennahme eines Anrufs ist kein Hexenwerk:
1. Wenn ein Anruf im Normalbetrieb eingeht, erhalten Sie eine entsprechende Meldung im Bereich der Statusleiste. Um den Anruf entgegenzunehmen, tippen Sie auf das Feld
2
Annehmen 1. Sie gelangen auch durch
Antippen der Statusmeldung 2 direkt in
die Telefon-App.
2. Wenn Sie den Anruf hingegen abweisen
möchten, tippen Sie auf das Feld Ablehnen 3 im Statusbereich.
c
a
3. Befinden Sie sich in der Telefon-App oder wurde das Telefon aus dem
Standby-Modus geweckt, wischen Sie das Hörersymbol 4 zum Annehmen eines Anrufs nach oben.
83
Kapitel 3 – Telefonieren und Kontakte einrichten
e
d
f
Zum Abweisen wischen Sie das Hörersymbol nach unten. Achtung:
Diese Vorgehensweise kann von Gerät zu Gerät unterschiedlich sein.
Sollten Sie über ein zweites Telefon verfügen, rufen Sie sich ggf. selbst
einmal vor einem »echten« Telefonat an und probieren aus, wie es auf
Ihrem Gerät funktioniert.
4. Alternativ können Sie den Anruf auch mit einer vorgefertigten Nachricht abweisen (z. B. Ich rufe später zurück). Dazu tippen Sie einfach das
Textsymbol Antworten 5 an.
5. Nun erscheint ein Feld, in dem Sie bereits einige vorgefertigte Texte sehen, die zu vielen Situationen passen. Sie können aber auch einen eigenen Text über den Punkt Eigene Antwort schreiben… 6 erstellen.
84
TIPP
Verpasste Anrufe
Wahl per Spracheingabe
Praktisch ist die bei Android-Smartphones integrierte Möglichkeit,
per Sprache zu wählen. Samsung bietet in seiner Galaxy-Reihe dazu
den Assistenten Bixby an. Auf aktuellen Android-Geräten gelangen
Sie via Google Assistant mit Sätzen wie »Ok Google. Rufe Name des
Kontakts an!« zum Ziel (eine Internetverbindung und Google-KontoAnbindung vorausgesetzt).
Der Google Assistant unterstützt Sie bei der Sprachwahl.
Stehen mehrere Nummern zur Verfügung, sagen Sie einfach
»x-te Nummer anrufen«.
Verpasste Anrufe
Haben Sie einen Anruf verpasst? Keine Sorge, die
Statusleiste bzw. das Benachrichtigungszentrum
weist Sie auf verpasste Anrufe hin – und das sogar
auf dem Sperrbildschirm. Sie erfahren dann, wann
Sie angerufen wurden. Weitere Informationen
zum verpassten Anruf erhalten Sie, wenn Sie den
Eintrag antippen 1. Sie können vom Benachrichtigungsfeld aus auch direkt zurückrufen oder dem
Anrufer eine Nachricht zukommen lassen.
a
85
Kapitel 3 – Telefonieren und Kontakte einrichten
b
INFO
Unbeantwortete Anrufe werden in der Statusleiste bzw. als Benachrichtigung
auf dem Sperrbildschirm angezeigt und befinden sich darüber hinaus im
Verlaufsprotokoll der Telefon-App. Auch am Telefon-Icon 2 wird durch einen
Punkt signalisiert, ob ein Anruf eingegangen ist.
Name von unbekannten Anrufern anzeigen lassen
Unter Android werden auch die Namen unbekannter Anrufer ange
zeigt, sofern diese ihre Daten in einem Onlineadress- bzw. Online
telefonbuch hinterlegt haben.
Das Anrufprotokoll einsehen und löschen
Sie gelangen von der Telefon-App aus in das Verlaufsprotokoll, indem Sie
die Schaltfläche Anrufliste am unteren Bildschirmrand antippen. Alternativ
gelangen Sie über das interne App-Menü 1 (kurz: In-App-Menü, erkennbar
an den drei untereinanderstehenden Punkten) zur Anrufliste.
a
86
b
Die Mailbox einrichten
Hier können Sie dann bei Bedarf mithilfe des In-App-Menüs Ihre Anruferliste über den nun auftauchenden Menüpunkt Anrufliste E Anrufliste leeren
2 auch löschen.
Die Mailbox einrichten
Zur Einrichtung Ihrer Mailbox müssen Sie eine Rufumleitung auf selbige
einrichten. Gehen Sie dazu folgendermaßen vor:
1. Bringen Sie zunächst die Mailboxnummer
Ihres Providers in Erfahrung, am besten
durch eine Google-Recherche. Die nebenstehende kleine Tabelle gibt Ihnen dazu
einige Anhaltspunkte.
2. Starten Sie die Telefon-App, und begeben
Sie sich per In-App-Menü in den Bereich
Einstellungen 1.
Provider
Mailboxnummer
T-Mobile
3311
Vodafone
5500
O2
333
a
b
3. Wechseln Sie im folgenden Menü in den Bereich Mailbox 2, und begeben Sie sich hier in das Untermenü Erweiterte Einstellungen E Einrichtung. Hier tragen Sie die Nummer Ihres Providers ein und bestätigen
abschließend die Eingabe mit OK 3.
87
Kapitel 3 – Telefonieren und Kontakte einrichten
c
4. Die eigentliche Einrichtung der Sprachansage Ihrer Mailbox erfolgt
dann über die providerspezifische Anleitung, die Sie mit Ihrem Mobilfunkvertrag erhalten haben.
5. Konfigurieren Sie nun die Rufumleitungsoptionen gemäß der Anleitung
Ihres Providers. Dies können Sie auch einfach im Bereich Anrufe E Rufweiterleitung erledigen, falls die SIM-Karte Ihres Providers dies unterstützt.
Bei den Rufumleitungen unterscheidet man folgende Typen:
* Bei der absoluten Rufumleitung werden
alle Anrufe ohne Wenn und Aber an
Ihre Mailbox weitergeleitet.
* Bei der bedingten Rufumleitung werden die Anrufe nur unter bestimmten
Bedingungen weitergeleitet, z. B. wenn
Ihr Telefon gerade besetzt ist oder wenn
Sie nicht erreichbar sind.
Verpasste Anrufe, die auf der
Mailbox gelandet sind, werden im
Statusbereich angezeigt.
88
Rufnummernunterdrückung und Anklopfen
Rufnummernunterdrückung und Anklopfen
Gehen Sie zur Unterdrückung Ihrer Rufnummer
folgendermaßen vor:
1. Begeben Sie sich in die Telefon-App und dort
im In-App-Menü (gekennzeichnet durch die
drei Punkte) zum Bereich Einstellungen E Anrufe E Zusätzliche Einstellungen.
a
c
2. Tippen Sie dort den Punkt Anrufer-ID 1 an,
und wählen Sie die entsprechende Option
für die Rufnummernunterdrückung 2. Bei
der Netzwerk-Standardeinstellung übernimmt
Ihr Provider die Wahl für Sie, in der Regel ist
dann die Rufnummernunterdrückung deaktiviert.
3. Im Menü Zusätzliche Einstellungen können Sie
INFO
außerdem die Anklopfen-Funktion aktivieren
bzw. deaktivieren 3. Sie erhalten dann ggf.
ein akustisches Signal, wenn während eines
Telefonats ein weiterer Teilnehmer versucht,
Sie zu erreichen.
b
Wo finde ich meine Telefonnummer?
Die allseits beliebte Frage bei Gelegenheitsnutzern heißt: »Wie lau
tet eigentlich meine Telefonnummer?« Diese finden Sie schnell in
den Einstellungen im Bereich Über das Telefon E Status der SIM-Karte. Im Bereich Über das Telefon sehen Sie ebenfalls die MAC-Adresse
des WLAN-Adapters sowie die ein
deutige Hardwarekennung IMEI.
Letztere zu kennen kann sich loh
nen, falls das Smartphone einmal
gestohlen wird.
89
Kapitel 3 – Telefonieren und Kontakte einrichten
Weitere Konfigurationsoptionen
Die Telefon-App bietet weitere Möglichkeiten zum Feintuning. Dazu rufen
Sie das Menü der App über die entsprechende Schaltfläche auf und begeben
sich zum Punkt Einstellungen. Beachten Sie bitte, dass einige der genannten
Optionen nur bei eingelegter SIM-Karte erscheinen. Außerdem darf sich Ihr
Smartphone nicht im Flugzeugmodus befinden.
In den jeweiligen Einstellungsmenüs finden Sie u. a. die folgenden interessanten Optionen:
* Anzeigeoptionen: Bestimmen Sie, in welcher Form die Kontakte im Kontaktverzeichnis angezeigt werden. Standard ist hier die in Deutschland
etwas unübliche Variante der Sortierung per Vorname.
* Töne und Vibration: Hier legen Sie den Klingelton sowie das Vibrationsverhalten bei eingehenden Anrufen fest. Auch die Möglichkeit, beim
Wählen Tastentöne zu erzeugen, wird hier festgelegt.
* Kurzantworten: Definieren und bearbeiten Sie in diesem Dialog Kurzantworten, falls Sie nicht gestört werden wollen und den Anrufer mit einer
SMS informieren möchten.
* Anrufe: Dies ist ein großes Untermenü, in dem Sie u. a. die Rufweiterleitungen setzen können.
* Blockierte Nummern: Geben Sie hier Nummern von Personen ein, von
denen Sie nicht behelligt werden möchten.
* Mailbox: In diesem Bereich können Sie Ihre Mailbox konfigurieren.
* Bedienungshilfen: Hier können Sie den TTY-Modus aktivieren, der
Sprach- bzw. Hörbehinderte dadurch unterstützt, dass diese während
eines Telefonats zusätzlich per Text kommunizieren können.
* Unterstützung für Nummerneingabe: Sollten Sie im Ausland unterwegs
sein, wird Ihnen bei Aktivierung dieser Option eine Landesvorwahl vorgeschlagen, um beispielsweise Kontakte auf einer Webseite mit der korrekten Vorwahl anzurufen. Außerdem können Sie an dieser Stelle Ihr
Heimatland manuell konfigurieren.
90
Ein Headset nutzen
* Anrufer-ID und Spam: Google versucht, beispielsweise Werbetelefonate
als solche zu kennzeichnen, indem es in einer entsprechenden Datenbank nach der eingehenden Nummer Ausschau hält.
* Orte in der Nähe: Die Aktivierung dieser Option ermöglicht die gezielte
Suche nach Telefonnummern zu Lokalitäten (siehe dazu auch den Abschnitt »Jemanden anrufen« ab Seite 81).
* Phone umdrehen, um "Psst" zu aktivieren: Ist diese Option aktiviert, dann
wird die Funktion Bitte nicht stören aktiviert, wenn Sie das Telefon mit
dem Display auf den Tisch legen.
Nettes Feature: Das Telefon
wird beim Umdrehen auf das
Display in den »Nicht stören«Modus versetzt.
Ein Headset nutzen
Bis vor Kurzem wurden die meisten Android-Smartphones mit einem Headset geliefert. Dieses ließ sich per 3,5-mm-Klinkenstecker nutzen. Mittlerweile hat sich die Situation geändert: Viele Geräte verfügen lediglich über
einen USB-C-Multifunktionsanschluss. Die Hersteller sind außerdem dazu
übergegangen, das Extra-Headset einzusparen und es den Anwender*innen
zu überlassen, sich selbst auf die Suche nach dem passenden Zubehör zu
91
Kapitel 3 – Telefonieren und Kontakte einrichten
begeben. In diesem Zusammenhang bieten sich Bluetooth-Headsets an.
Mehr zum Anschließen von Bluetooth-Hardware erfahren Sie im Abschnitt
»Bluetooth-Hardware verwenden« ab Seite 380.
Bei aktuellen Geräten, die mit einem USB-C-Anschluss versehen sind, liegt
in der Regel auch ein Adapter für einen 3,5-mm-Klinkenkopfhörer bei. Sollten Sie ein Gerät mit beiliegendem kabelgebundenem Headset erworben
haben, dann testen Sie doch einmal dessen Funktionsfähigkeit, indem Sie
es an Ihr Smartphone anschließen und ein Probetelefonat führen.
Bei einigen Geräten (z. B. bei der
Samsung-Galaxy-Serie) erscheint nach
dem Anschluss des Headsets eine Meldung in der Statusleiste; andere schalten die Tonausgabe ohne Kommentar
auf das Headset.
Nach dem Anschluss des Headsets stehen Ihnen auf Samsung-Geräten Schnellzugriffe auf Apps, die das Audiosystem
nutzen, zur Verfügung. Ziehen Sie dazu
die Statusleiste herunter.
Zwei verschiedene Typen von Headsets:
Das kabelgebundene Headset (oben)
verfügt über ein kleines Mikrofon nebst
externer Lautstärkeregelung.
Die »Samsung Galaxy Buds« (unten)
arbeiten drahtlos per Bluetooth und
bieten mehr Tragekomfort.
92
Kontakte einrichten und verwalten
Kontakte einrichten und verwalten
Das Adressbuch namens Kontakte ist der Dreh- und Angelpunkt, wenn es
darum geht, Freunde oder Geschäftspartner dauerhaft an Ihrem digitalen
Leben teilhaben zu lassen.
Wenn Sie ein Google-Konto eingerichtet haben, sollten Sie es als Basis für
Ihre Kontaktdatensammlung verwenden. Dadurch ist sichergestellt, dass
Ihnen Ihre Kontakte auch auf dem PC per Browser zur Verfügung stehen
oder auf weiteren Android-Smartphones, die mit dem gleichen GoogleKonto verknüpft sind. Alternative Speicherorte für Ihre Kontakte sind die
SIM-Karte oder der Speicher Ihres Smartphones. Beide genannten Alternativen sind allerdings nicht dafür geeignet, die Adresssammlung auf unterschiedlichen Geräten synchron zu halten.
Im Folgenden gehe ich zunächst davon aus, dass Sie bereits über eine reichhaltige Kontaktsammlung auf Ihrem Android-Smartphone verfügen. Sollten Sie von einem anderen System (z. B. Outlook oder Exchange) kommen
und Ihre bestehenden Kontakte noch nicht in Ihr Google-Konto importiert
haben, können Sie die Vorgehensweise jetzt schon einmal im Abschnitt
»Kontakte importieren« ab Seite 99 nachlesen.
Starten Sie die Kontakte-App. Der Bildschirm der Kontakte-Anwendung ist
recht aufgeräumt und listet alle mit Ihrem Google-Konto verknüpften Kontakte auf. In einigen älteren Systemen findet man noch zwei Teilbereiche
(Favoriten und Alle). Auf modernen Android-Systemen erscheinen die Favoriten in der Übersicht ganz oben neben dem Sternsymbol (1 auf Seite 94).
Das sind diejenigen Kontakte, mit denen Sie bevorzugt kommunizieren.
Scrollen Sie durch die Kontaktsammlung, indem Sie den gedrückten Finger
mittig auf dem Display auf- und abbewegen. Möchten Sie schneller navigieren, bewegen Sie Ihren Finger an der rechten Bildschirmseite entlang. Ein
Buchstabe erleichtert Ihnen dabei die Navigation.
Folgende Schaltflächen (siehe die Abbildung auf Seite 94) sind für Sie außerdem interessant:
93
Kapitel 3 – Telefonieren und Kontakte einrichten
c
d
b
a
e
b Hauptmenü der App: Erstellen Sie eigene Kontaktgruppen bzw. Labels.
Außerdem gelangen Sie hier zu den Einstellungen der App.
c Suchfeld: Hier suchen Sie gezielt durch Texteingabe nach Kontakten.
d In-App-Menü: Hier können Sie u. a. mehrere Kontakte auswählen, was
recht nützlich für den Versand von Gruppennachrichten ist.
INFO
e Kontakt hinzufügen: Ergänzen Sie einen weiteren Kontakt.
94
Kontakte nach Nachnamen sortieren
Die Kontakte-App ordnet die Namen alphabetisch nach Vornamen,
was zumindest im deutschen Sprachraum nicht üblich ist. Möchten
Sie die übliche Ordnung per Nachna
men, begeben Sie sich durch Drücken
der Hauptmenü-Schaltfläche ins Menü
der App und wählen im Bereich Einstellungen unter Sortieren nach die Option
Nachname sowie bei Namensformat die
Option Nachname zuerst.
Einen neuen Kontakt hinzufügen
Einen neuen Kontakt hinzufügen
Bevor Sie einen neuen Kontakt hinzufügen, sollten Sie sicherstellen, dass
Ihre Kontakte mit Ihrem Google-Konto synchronisiert werden, sodass der
neue Kontakt auch auf anderen Geräten gleich zur Verfügung steht. Begeben Sie sich dazu in die Einstellungen der Kontakte-App,
und prüfen Sie dort, ob beim Eintrag Standardkonto für
neue Kontakte Ihr Google-Konto ausgewählt ist.
Die Einrichtung eines neuen Kontakts ist ganz leicht:
1. Tippen Sie einfach auf das +-Kontaktsymbol am unteren Bildrand der
Kontakte-App.
2. Geben Sie die Kontaktdaten 1 ein. Durch Antippen des Kamerasymbols
2 können Sie von Ihrem Kontakt auch sofort ein Foto per Smartphone
schießen und es mit dem Kontakt verknüpfen.
c
b
a
3. Weitere Optionen finden Sie, wenn Sie die Schaltfläche Weitere Felder
am unteren Ende der Eingabemaske antippen.
4. Bestätigen Sie die Änderungen schließlich durch Antippen der Schaltfläche Speichern 3.
95
Kapitel 3 – Telefonieren und Kontakte einrichten
Verbindung zu einem Kontakt herstellen
Die Kommunikation mit den gespeicherten Kontakten ist kinderleicht:
1. Tippen Sie einen Kontakt aus dem Adressbuch an, oder suchen Sie ihn
per Eingabe in das Suchfeld.
Die Kontaktdaten erscheinen, und es werden Ihnen entsprechend den
Kontaktinformationen diverse Kommunikationsmöglichkeiten angeboten, um mit dem gewählten Kontakt in Verbindung zu treten.
2. Wählen Sie die gewünschte Möglichkeit durch Antippen aus, und die
Verbindung wird entsprechend aufgebaut.
a
Durch Antippen des Sterns 1 fügen
Sie den Kontakt Ihren Favoriten hinzu;
durch Antippen der Schaltfläche
»Kontakt bearbeiten« 2 begeben Sie
sich in den Bearbeitungsmodus.
b
Das Kontakte-Menü
In der aktuellen Android-Kontakte-App finden Sie zwei Menübereiche: das
Hauptmenü und das In-App-Menü. Schauen wir uns diese beiden Bereiche
einmal genauer an. Wir beginnen mit dem Hauptmenü, das Sie durch Antippen der drei Striche links oben im Display aufrufen:
96
Das Kontakte-Menü
* Kontakte: Zeigt, wie viele Kontakte aktuell mit Ihrem Konto verbunden
sind. Durch Antippen des Menüpunkts wechseln Sie zurück in die Kontaktübersicht.
* Zusammenfügen und korrigieren: Prüft, ob es an einer anderen Stelle
(z. B. auf der SIM-Karte oder auf anderen Geräten, die ebenfalls mit
dem Google-Konto verknüpft waren bzw. sind) noch Kontakte gibt, die
sich importieren lassen. Außerdem ist es an dieser Stelle möglich, Duplikate zu finden und diese ggf. zusammenzuführen.
* Label: Hier können Sie den Kontakten bestimmte Gruppen zuordnen,
die durch ein sog. Label gekennzeichnet sind. In meinem Fall sind dies
z. B. die Arbeitskollegen und die Familie.
* Label erstellen: Ermöglicht die Definition eines neuen Labels.
* Einstellungen: Führt zum Konfigurationsbereich der App.
Im Bereich der Einstellungen finden Sie die folgenden Untermenüs:
* Synchronisierungseinstellungen für Google Kontakte: In diesem Bereich
erhalten Sie einen Einblick in den Synchronisierungsstatus Ihrer Kontakte-App in Verbindung mit Ihrem Google-Konto. Sollten Sie einmal
versehentlich einen Kontakt gelöscht haben, so finden Sie hier einen Papierkorb, aus dem Sie den Kontakt ggf. wiederherstellen können.
97
Kapitel 3 – Telefonieren und Kontakte einrichten
* Meine Informationen: Hier können Sie Ihr Konto durch weitere Informationen ergänzen.
* Konten: Zeigt die mit der Kontakte-App verknüpften Konten an, also
z. B. das Google-Konto.
* Anzeige: Hier stehen Optionen zur Sortierung bzw. zu dem Anzeigeformat der Kontakte.
* Kontakte bearbeiten: Hier legen Sie u. a. das mit der App verknüpfte
Standardkonto fest. Im Normalfall sollte dies Ihr Google-Konto sein.
* Kontakte verwalten: Über diesen Menübereich lassen sich Kontaktdaten
z. B. zwischen SIM-Karte und Telefonspeicher austauschen.
Kontakte im Browserinterface
Die nahtlose Integration des Android-Systems in die Google Cloud wird
auch bei den Kontakten deutlich: Sie können auf Ihre Kontakte von jedem
PC oder Mac per Browser zugreifen.
98
Kontakte importieren
Loggen Sie sich mit Ihrem Google-Account per Browser (z. B. Chrome) ein,
und begeben Sie sich zum Bereich Gmail E Kontakte. Alternativ geben Sie
https://contacts.google.com/ in die Adresszeile Ihres Browsers ein. Dort
finden Sie alle Kontakte Ihres Google-Kontos, die auch mit Ihrem AndroidSmartphone synchronisiert wurden.
a
Ihre Kontakte finden Sie nach der Synchronisation online im Bereich
»Google-Kontakte« – vorausgesetzt, Sie haben sich bei Ihrem Google-Konto
eingeloggt.
Im Browser können Sie über den Punkt Labels E Label erstellen 1 Kontakte
zu Gruppen zusammenfassen. Insgesamt ähnelt die Oberfläche sehr derjenigen, die Sie bereits aus der Kontakte-App kennen.
Kontakte importieren
Das einfachste Szenario: Ihre Kontakte sind auf Ihrer SIM-Karte gespeichert, die sich in Ihrem neuen Smartphone befindet.
99
Kapitel 3 – Telefonieren und Kontakte einrichten
Gehen Sie zum Import folgendermaßen vor:
1. Begeben Sie sich in die Kontakte-App, und wechseln Sie dort per AppMenü in den Bereich Einstellungen. Tippen Sie hier auf den Menüpunkt
Kontakte verwalten E Importieren. Alternativ können Sie auch den Bereich Vorschläge aufrufen. Dort wird Ihnen direkt der Import von Kontakten von der SIM-Karte vorgeschlagen.
2. Es erscheint der Auswahldialog Kontakte importieren von. Wählen Sie
hier den Punkt SIM-Karte 1.
b
a
3. Nun wählen Sie die Kontakte aus, die übernommen werden sollen. Normalerweise sind zunächst alle Kontakte ausgewählt, Sie können aber
durch Antippen des Häkchens auch einige Kontakte vom Import ausschließen.
4. Starten Sie den Import schließlich durch Auswahl der Schaltfläche Importieren 2.
Etwas komplexer gestaltet sich der Import Ihrer Daten von einem OutlookKonto oder der Adressdatenbank anderer Anbieter. Hier empfiehlt sich der
Umweg über einen PC via Browserschnittstelle. Das werde ich Ihnen im Folgenden am Beispiel von Microsoft Outlook 365 bzw. Outlook 2021 demonstrieren. Bei anderen Outlook-Versionen können sich ggf. Abweichungen
ergeben.
1. Begeben Sie sich in Outlook zunächst in den Bereich Kontakte. Wählen
Sie nun den Reiter Datei und anschließend den Menüpunkt Öffnen und
100
Kontakte importieren
Exportieren auf der linken Seite 3. Folgen Sie dem Link Importieren/
Exportieren 4.
c
d
e
Daraufhin wird der Import-/Exportassistent für Kontakte gestartet.
2. Wählen Sie In Datei exportieren und im nächsten Schritt als Typ Durch
Trennzeichen getrennte Werte.
3. Anschließend definieren Sie die Exportquelle, in diesem Fall die Kontakte-Anwendung 5.
4. Nach Festlegung eines Exportnamens und -ortes wird die Datei schließlich erstellt.
Zum Import in die Google-Kontakte-Anwendung gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Rufen Sie in Ihrem Browser den Link https://contacts.google.com auf,
und melden Sie sich mit Ihren Google-Kontodaten an.
2. Klicken Sie auf den Menüpunkt Importieren 1.
101
Kapitel 3 – Telefonieren und Kontakte einrichten
b
a
3. Geben Sie für den Import die soeben erstellte CSV-Datei über die Schaltfläche Datei auswählen 2 an, und bestätigen Sie den Import durch Anklicken der Schaltfläche Importieren.
TIPP
Das Ganze klappt auch mit anderen Adressbuchanwendungen, sofern diese
den Export ins CSV-Format beherrschen.
Microsoft Outlook auf dem Smartphone nutzen
Die oben beschriebene Vorgehensweise eignet sich für den einma
ligen Import eines Outlook-Kontaktverzeichnisses. Wenn Sie sich
dauerhaft im Microsoft-Universum bewegen möchten, dann emp
fiehlt sich die Installation der Outlook App. Mehr zu diesem Thema
erfahren Sie in Kapitel 7.
Klingeltöne und Vibration anpassen
Was wäre das Smartphone nur ohne die bunte Welt der Klingeltöne? Auf
den nächsten Seiten erfahren Sie, wie Sie Ihr Android-Smartphone soundtechnisch individualisieren.
102
Klingeltöne und Vibration anpassen
1. Schauen wir uns zunächst einmal an, was Android an Bordmitteln bietet. Starten Sie die Telefon-App, und begeben Sie sich im In-App-Menü
(das sind die drei Punkte oben rechts) in den Bereich Einstellungen E Ton
& Vibration.
2. Zur Auswahl eines Klingeltons gehen Sie zum Bereich
Erweitert und
tippen auf Klingelton 1. Bei einigen Geräten, beispielsweise denen der
Google-Pixel-Serie, sind die Klingeltöne auch noch einmal in Kategorien zusammengefasst, sodass Sie an dieser Stelle ggf. noch eine Kategorie 2 durch Antippen auswählen müssen.
d
a
3. Tippen Sie hier verschiedene Töne 3 an. Diese werden in Form einer
akustischen Vorschau sofort wiedergegeben. Wählen Sie einen Ton aus,
der Ihnen zusagt.
4. Soll das Smartphone beim Klingeln auch vibrieren, aktivieren Sie die
entsprechende Option über den Menübereich Vibration & haptisches
Feedback 4.
Sie gehören zu dem Typ Smartphone-Nutzer, der bestimmten Kontakten gern einen individuellen Klingelton zuweist? Kein Problem!
103
Kapitel 3 – Telefonieren und Kontakte einrichten
b
e
c
5. Möchten Sie individualisierte Klingeltöne für bestimmte Kontakte verwenden, begeben Sie sich in die Kontakte-App und wählen den gewünschten Kontakt aus. Wählen Sie aus dem In-App-Menü rechts oben
den Punkt Klingelton auswählen 5 aus. Nun können Sie dem Kontakt
einen individuellen Ton zuweisen.
Eigene Klingeltöne verwenden
Sie finden die Systemklingeltöne langweilig? Dann importieren Sie doch individuelle Klingeltöne:
1. Schließen Sie Ihr Smartphone per USB-Anschluss als Massenspeicher
an Ihren PC an. Wie das funktioniert, wird z. B. im Abschnitt »Musik auf
das Smartphone übertragen« ab Seite 287 gezeigt.
Sollte das Smartphone nicht im Explorer erscheinen, ziehen Sie die Statusleiste am Gerät herunter und tippen den Eintrag für die aktive USBVerbindung im Informationsbereich an. Stellen Sie sicher, dass hier der
Punkt Dateiübertragung/Android Auto 1 aktiviert ist.
104
Eigene Klingeltöne verwenden
2. Suchen Sie auf Ihrem PC oder Mac eine MP3oder M4A-Audiodatei heraus.
Die beiden Formate sind in Onlinemusikshops wie YouTube Music (vormals Google
Play Music) oder Apple Music zu finden. Mithilfe eines kostenlosen Audioeditors wie beispielsweise Audacity lassen sich die Musikstücke am PC zunächst auf die richtige Länge
kürzen.
a
3. Kopieren Sie die Datei mithilfe eines Dateimanagers in das Verzeichnis Ringtones 2 auf
Ihrem Smartphone. Die Verwendung eines
Dateimanagers zum Transfer von Dateien
bzw. Medien wird ebenfalls in dem in Schritt 1
erwähnten Abschnitt besprochen.
b
4. Sie können nun auf den importierten Klingelton über die Einstellungen
im Bereich Töne E Klingelton zugreifen. Auf Google-Pixel-Geräten müssen Sie sich hier zusätzlich in das Untermenü Meine Töne begeben.
105
Kapitel 3 – Telefonieren und Kontakte einrichten
5. Passen Sie ggf. die Lautstärke des Klingeltons bzw. der Benachrichtigungen in den Einstellungen Ihres Smartphones über das Untermenü Ton &
Vibration per Schieberegler 3 an. Alternativ betätigen Sie die Lauterbzw. Leiser-Taste an Ihrem Smartphone. Weiteres, wie etwa die Lautstärke für die Medienwiedergabe 4, können Sie ebenfalls im Untermenü
Ton & Vibration der Einstellungen direkt per Schieberegler anpassen.
d
TIPP
c
Töne drahtlos beziehen
Sollte Ihnen der Transfer per USB-Kabel zu umständlich sein, so kön
nen Sie sich einen Klingelton auch per Mailanhang an Ihre eigene
Mailadresse senden und ihn direkt installieren. Mehr zu Mailanhän
gen erfahren Sie in Kapitel 6.
Lautstärkeprofile einrichten
Nichts ist störender für die Umwelt als das laut klingelnde Smartphone in
der Opernaufführung oder im Kinosaal. Aber auch die Nachtruhe ist den
meisten Menschen heilig, sie möchten nicht ohne gravierenden Grund aus
dem Schlaf gerissen werden. Folgende Bordmittel bringt Android mit, um
Ihr Gerät gezielt zum Schweigen zu bringen:
106
Lautstärkeprofile einrichten
1. Der Klassiker: Sie sitzen im Kino oder in einer Besprechung und möchten nicht gestört werden. Ziehen Sie
die Statusleiste herunter, um zu den Schnellschaltflächen zu gelangen.
a
2. Tippen Sie auf die Schaltfläche
Bitte nicht stören 1.
Dadurch wird Ihr Smartphone für eine gewisse Zeit
stummgeschaltet.
3. Zur Feinjustierung tippen Sie etwas länger auf
Bit-
te nicht stören. Im Menü lassen sich nun Ausnahmen
festlegen. Beispielsweise sind die Weckfunktion und
die Wiedergabe von Medien im Standard-Ruhemodus
noch aktiviert und müssten – auf Wunsch – ggf. auch
noch stummgeschaltet werden.
4. Sie können den eingestellten Modus wieder beenden,
indem Sie erneut die entsprechende Schnellschaltfläche antippen.
b
Über die Einstellungen im Bereich Bitte nicht stören können
Sie außerdem nach dem Antippen von Zeitpläne 2 sog.
Profile erstellen. Das ist z. B. nützlich, wenn das Telefon am
Wochenende oder in der Nacht nicht klingeln soll.
Mithilfe von Zeitplänen
können Sie das Verhalten
Ihres Smartphones Ihren
Gepflogenheiten anpassen.
107
Kapitel 4 – Nachrichten senden und empfangen
Kapitel 4
Nachrichten senden und empfangen
Die SMS ist mittlerweile fast 30 Jahre alt. Und obwohl wir im Zeitalter des
mobilen Internets in erster Linie per Mail, Messenger oder Videokonferenz
kommunizieren, hat sie noch nicht ausgedient. Gerade im nichteuropäischen Ausland bietet sie eine günstige Form der Kommunikation, denn
mobile Internetverbindungen sind dort noch vergleichsweise teuer. Auch
als Sicherheitsmerkmal im Zusammenhang mit der Zwei-Faktor-Authentifizierung hat die SMS eine Renaissance erlebt. Auf der anderen Seite stehen
Messenger wie WhatsApp und Co. Diese erfreuen Ihre lieben Verwandten,
wenn Sie Ihr Abbild vor den klassischen Touristenzielen zeigen.
SMS senden und empfangen
Beginnen wir mit dem Klassiker: der guten alten SMS. Die Abkürzung steht
für Short Message Service. Eines sei vorab gesagt: Es gibt heute wesentlich
günstigere Methoden, Informationen per Text auszutauschen. So findet
sich bei heise online ein alter, aber immer noch gültiger Artikel aus dem Jahr
2008, der die Kosten für die Übertragung einer Datenmenge von einem Megabyte bei einem Tarif von 6 Cent pro SMS auf 470 € beziffert (siehe http://
bit.ly/1nJVaAk). Im Vergleich dazu übertragen Sie heute die gleiche Datenmenge per E-Mail für günstige 25 Cent. Der große Vorteil der SMS ist aber:
Sie funktioniert auch im hintersten Winkel der Eifel oder des Harzes.
Der Weg zur ersten SMS auf Ihrem Android-Smartphone ist leicht. Er führt
direkt über die Kommunikations-App Messages. Die folgende Beschreibung
bezieht sich auf »pure« Google-Android-Geräte. Es kann durchaus sein, dass
109
Kapitel 4 – Nachrichten senden und empfangen
a
Geräte anderer Hersteller (z. B. Samsung)
noch eine eigenständige SMS-App namens
Nachrichten oder dergleichen verwenden.
1. Starten Sie die Messages- bzw. Nachrichten-App. In der Standardkonfiguration finden Sie das Icon der App in der
Schnellzugriffsleiste im unteren Bereich
des Bildschirms 1.
b
2. Am schnellsten erstellen Sie eine SMS, indem Sie auf die Schaltfläche Chat starten
2 in der App tippen und den gewünschten Kontakt per Suchfeld 3 erfragen.
Wählen Sie anschließend den Kontakt in
der Liste der Suchergebnisse aus.
c
3. Geben Sie einen Text in das Nachrichtenfeld 4 ein. Mithilfe der integrierten
Spracheingabe von Android (erreichbar
durch Antippen des Mikrofonsymbols 5
im Bereich der Tastatur) können Sie die
kurzen Texte sogar diktieren – vorausgesetzt, Sie sind online.
f
4. Nachdem Sie Ihren Text erstellt haben,
tippen Sie schließlich auf die SendenSchaltfläche SMS 6.
110
e
d
Weitere SMS-Optionen
Fertig! Die SMS tritt nun ihren Weg zum Empfänger an. Die Antwort Ihres
Gegenübers erscheint direkt unter der verschickten SMS bzw. im StandbyBetrieb auch auf dem Sperrbildschirm. Android-typisch werden Kommunikationen im Gesprächsverlauf gespeichert. Solche Verläufe nennt man
Threads. Die Antwort erfolgt dann direkt im Thread.
Weitere SMS-Optionen
d
Die Messages-App bietet weitere Möglichkeiten für den SMS-Versand oder die Verwaltung Ihrer SMS. Beginnen wir mit dem
In-App-Menü, das Sie über die übliche DreiPunkte-Schaltfläche innerhalb einer laufenden Kommunikation erreichen.
a
b
c
In diesem Bereich können Sie über das Menü Details 1 nähere Informationen zu der Person abrufen, mit der Sie aktuell kommunizieren, sowie Nachrichtenstränge archivieren 2 oder löschen 3.
Gehen Sie nun mit der Zurück-Schaltfläche 4 eine Ebene in der App zurück;
Sie gelangen in deren Hauptbereich. Hier finden Sie Ihre sämtlichen SMS.
Tippen Sie einmal etwas länger auf eine SMS. Es öffnet sich ein Menü mit
weiteren Optionen, die als Symbole am rechten oberen Bildrand zu finden
sind. Diese haben folgende Bedeutung:
e SMS archivieren
f SMS löschen
g Absender der SMS blockieren
e 6 7
111
Kapitel 4 – Nachrichten senden und empfangen
Über das In-App-Menü im Hauptbe
reich erhalten Sie Zugang zu weiteren
Optionen:
a
b
a Messages Web: Verbindet Ihr Smartc
phone mit Ihrem PC, sodass Sie dort
d
bequem Kurznachrichten mit der
e
PC-Tastatur tippen können, um diese
anschließend über das Smartphone
zu versenden. Dazu begeben Sie sich
im Browser Ihrer Wahl auf die Seite
https://messages.google.com/web/authentication und scannen den dort
erscheinenden QR-Code mit Ihrem Smartphone.
b Design auswählen: Damit ändern Sie
das Aussehen der Messages-App. Ihnen steht hier u. a. der beliebte dunkle Modus zur Verfügung.
c Archiviert: Damit gelangen Sie zu den
archivierten Nachrichten.
112
Weitere SMS-Optionen
d Als Spam markiert & blockiert: Zeigt, welche Kontakte Sie aktuell abgewiesen haben.
e Einstellungen: Führt zum Konfigurationsbereich der App.
Tauchen wir hier weiter ab in den Bereich Einstellungen 5. Dort finden Sie
u. a. folgende Menüpunkte:
f
g
h
j
i
f Chatfunktionen: Ermöglicht den Versand von Kurznachrichten über
WLAN bzw. mobiles Datenvolumen, was wesentlich günstiger ist.
g Benachrichtigungen: In diesem Untermenü finden Sie einige Schalter,
die die Benachrichtigungen steuern.
h Bubbles: Darstellung der Konversationen in Form von Sprechblasen,
die über der Oberfläche schweben. Diese Funktion kannte man bislang
schon vom Facebook Messenger. Auf aktuellen Android-Smartphones
werden die Bubbles von allen installierten Messenger-Programmen
(WhatsApp, Telegram, Signal etc.) genutzt.
i Erweitert: Dieser Bereich enthält u. a. die Möglichkeit, Zustellberichte
einzufordern j.
113
Kapitel 4 – Nachrichten senden und empfangen
Die Bubbles sind ein praktisches Feature, um bei Konversationen stets auf dem
Laufenden zu bleiben. Sie lassen sich beliebig auf dem Homescreen platzieren.
Soll eine Bubble wieder verschwinden, so verschieben Sie diese mit gedrücktem
Finger in Richtung des unteren Displayrands.
SMS verwalten
b
1
Um ganze Konversationen bzw. Threads zu entfernen, begeben Sie sich in das Hauptmenü der
Messages-App und tippen dann den entsprechenden Thread länger an. Nun erscheint ein
Papierkorbsymbol, und Sie können den Thread
durch Antippen des Symbols 1 löschen. Möchten Sie hingegen den Thread archivieren, tippen Sie das Ordnersymbol 2
an. Sie finden die archivierten Threads über das App-Menü im Bereich Archiviert.
114
WhatsApp – die kostenlose Alternative
WhatsApp – die kostenlose Alternative
Es gibt kostengünstige bzw. kostenlose Alternativen zur klassischen SMS.
Der Platzhirsch ist hier sicher WhatsApp – in letzter Zeit zu Unrecht etwas in
Verruf geraten. Nach wie vor ist WhatsApp aber der am weitesten verbreitete Messengerdienst, sodass wir unseren Fokus zunächst darauf richten
werden.
INFO
Der Name der App ist ein Wortspiel mit dem englischen Ausdruck What’s
up?, zu Deutsch: »Was ist los?«. WhatsApp gibt es für alle prominenten
Smartphone-Betriebssysteme, und die App ist wirklich sehr verbreitet, sodass die Chancen gut stehen, dass Sie damit eine Vielzahl von Freunden
erreichen können.
WhatsApp
Messenger
WhatsApp und der Datenschutz
Im Jahr 2021 ging ein Aufschrei durch die digitale Gemeinde, als
WhatsApp seine allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) änder
te. Insbesondere junge Menschen verließen scharenweise den be
liebten Messenger und wanderten ab zu Signal, Telegram und Co. Ist
die Lage wirklich so kritisch, d. h., gibt WhatsApp persönliche Daten
an den Mutterkonzern Facebook weiter? Klare, kurze Antwort: Für
Privatanwender hat sich durch die neue Richtlinie nichts geändert.
Lediglich Unternehmen, die WhatsApp zu geschäftlichen Zwecken
verwenden, sollten sich intensiver mit der Thematik beschäftigen.
Generell unterliegen nämlich WhatsApp bzw. Facebook in Deutsch
land der DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung). Machen Sie sich
bei der Nutzung von WhatsApp allerdings stets klar, dass Ihre Daten
gezielt zur Erforschung Ihres Konsumverhaltens verwendet werden.
Wenn Sie WhatsApp ausprobieren möchten, installieren Sie im Play Store
zunächst die App über den nebenstehenden QR-Code, oder suchen Sie im
Play Store nach »WhatsApp«. Über das kostenlose WhatsApp können Sie so
viele Nachrichten schreiben, wie Sie möchten. Und so richten Sie WhatsApp
ein:
115
Kapitel 4 – Nachrichten senden und empfangen
1. Starten Sie die App, und bestätigen
Sie beim ersten Start die Nutzungsbedingungen 1.
a
2. Tragen Sie im ersten Dialogfeld Ihre
Mobiltelefonnummer ohne führende Null ein 2.
3. Bestätigen Sie im nächsten Dialogfeld Ihre Telefonnummer. Das Anmeldungssystem testet nun per SMS-Gateway, ob Ihre Nummer gültig ist.
Dazu erhalten Sie eine SMS. Meist erfolgt die Aktivierung nach Eingang
der SMS automatisch. Falls nicht, öffnen Sie die SMS und tippen in dieser SMS auf den Bestätigungslink.
2
c
4. Sollten Sie bereits WhatsApp auf einem anderen Android-Smartphone
verwendet haben, besteht die Möglichkeit, eine Datensicherung der bisher geführten Kommunikationen vom alten Gerät über ein Backup auf
Ihr neues zu befördern 3.
116
WhatsApp – die kostenlose Alternative
5. Erteilen Sie WhatsApp dabei zudem die Erlaubnis, auf Ihre Kontakte
und Medien zugreifen zu können. Andernfalls steht Ihnen nicht die
komplette Funktionalität zur Verfügung. Möchten Sie ein Backup zurückspielen, das sich auf Google Drive befindet, so sind eben diese weiteren Berechtigungen zu erteilen.
6. Wählen Sie im nächsten Schritt einen Namen und ggf. ein Profilbild aus
4. Dieses können Sie entweder aus der Galerie aussuchen oder auch
direkt neu anfertigen. Denken Sie bei dem Namen und Foto daran, dass
Sie von Ihren Freunden und Gesprächspartnern erkannt werden wollen.
d
7. Durch Betätigen der Schaltfläche Weiter schließen Sie die Grundkonfiguration ab.
8. Schauen Sie nun einmal nach, wer von Ihren Freunden in der Kontaktsammlung WhatsApp bereits verwendet. Dazu tippen Sie auf die Symbolschaltfläche für Chat beginnen 5 rechts unten im Display.
9. Kontaktieren Sie einen Freund, indem Sie seinen Namen in der WhatsApp-Liste antippen. Das Schöne an WhatsApp: Sie sind nicht in der Länge Ihrer Botschaften beschränkt und können auch Bilder, Audiodateien
oder Videos anfügen. Und das Ganze ist, wie gesagt, kostenlos.
117
Kapitel 4 – Nachrichten senden und empfangen
e
INFO
Mit WhatsApp können Sie auch Bilder kostenlos verschicken.
118
Alternativen zu WhatsApp
Wie bereits eingangs erwähnt, ist WhatsApp ein wenig in Verruf
geraten, sodass sich viele Anwender mittlerweile nach Alternativen
umgesehen haben. Hier bieten sich die Apps Signal, Threema und
Telegram an. Deren Einrichtung und Nutzung ist sehr ähnlich wie
bei WhatsApp. Sie finden die Apps per Suche im Google Play Store.
Kapitel 5 – Online mit dem Android-Smartphone
Kapitel 5
Online mit dem
Android-Smartphone
Sicherlich wollen Sie mit Ihrem Android-Smartphone auch ins Internet.
Vielleicht war das ja sogar der Grund, warum Sie sich Ihr Gerät gekauft
haben. Deshalb werde ich Ihnen in diesem Kapitel zeigen, wie Sie das am
besten anstellen und welche Möglichkeiten es gibt.
Über WLAN günstig ins Internet
Bevor Sie das Budget bei Ihrem Mobilfunkprovider unnötig strapazieren,
zeige ich Ihnen den einfachsten und günstigsten Weg, mit Ihrem Smart
phone ins Internet zu gelangen: per WLAN. So ein drahtloses Netz steht vielen Menschen zu Hause oder im Büro zur Verfügung, und so verursacht das
Surfen keine weiteren Kosten.
WLAN aktivieren und einrichten
Bevor Sie sich in einem WLAN anmelden, müssen Sie zunächst den WLANEmpfang am Smartphone aktivieren. Das sollte für Ihr heimisches WLAN
schon bei der Inbetriebnahme Ihres Geräts geschehen sein (siehe dazu den
Abschnitt »Das Android-Smartphone zum ersten Mal starten« ab Seite 17).
Zur nachträglichen Aktivierung bzw. Deaktivierung des WLAN-Zugangs gehen Sie folgendermaßen vor:
119
Kapitel 5 – Online mit dem Android-Smartphone
a
1. Ziehen Sie die Statusleiste mit dem
Finger herunter. Nun erscheinen
die Schnellschaltflächen.
2. Das WLAN-Zeichen 1 sollte teilweise oder ganz ausgefüllt und mit
dem Namen des Netzwerks versehen sein, mit dem Sie aktuell verbunden sind. Falls das nicht der Fall ist,
tippen Sie die Schaltfläche an, um den WLAN-Empfang zu aktivieren.
3. Sollten Sie sich im heimischen WLAN befinden, wird die Verbindung
sofort hergestellt, falls Sie während der Einrichtung Ihres Smartphones
den Zugang zu diesem Netz schon definiert haben.
TIPP
Mithilfe der WLAN-Schnellschaltfläche lässt sich der WLAN-Empfang auch
schnell wieder deaktivieren, um beispielsweise den Akku zu schonen, wenn
Sie fernab von heimischen oder offenen drahtlosen Netzwerken sind. Die
permanente Suche nach drahtlosen Funknetzen nagt nämlich beträchtlich
am Energiespeicher.
120
Wenn möglich, WLAN verwenden!
Die meisten Mobilfunkverträge bieten Zugang zum Internet per LTEStandard an, und das neue, schnellere 5G-Netz findet man schon in
vielen Regionen. Mittlerweile beinhalten alle abgeschlossenen Mo
bilfunkverträge ein sog. Highspeed-Datenvolumen, das allerdings
begrenzt ist: Bei den viel beworbenen Mobilflatrates ab ca. 10 € pro
Monat wird nach einer gewissen übertragenen Datenmenge (meist
zwischen 1 und 6 GB) die Geschwindigkeit der Verbindung drastisch
reduziert. Es empfiehlt sich also fast immer, Ihr Datenvolumen zu
schonen, wo es nur geht. Nutzen Sie stattdessen ein WLAN, um ins
Internet zu gehen. Das gilt umso mehr, wenn Sie im Ausland den
Internetzugang per Roaming nutzen.
WLAN aktivieren und einrichten
Der Zugang in fremde Netze funktioniert folgendermaßen:
1. Aktivieren Sie zunächst den WLAN-Empfang durch Antippen der entsprechenden Schnellschaltfläche. Tippen Sie nun etwas länger auf die
Schaltfläche. Sie landen dadurch in den Einstellungen im Bereich Netzwerke & Internet E WLAN. Ihr Smartphone scannt nun automatisch nach
drahtlosen Netzwerken.
c
b
d
2. Wählen Sie aus der Liste das Netz aus, dessen Zugangsdaten Sie besitzen. Im vorliegenden Fall ist es das Netz mit dem Namen Drosselweg 2.
Dieser Name wird auch als SSID (Service Set Identifier) bezeichnet.
3. Geben Sie das Kennwort für das Netz ein 3. Experten haben an dieser
Stelle auch die Möglichkeit, sich erweiterte Optionen zur Konfiguration
anzeigen zu lassen. Dazu tippen Sie einfach das Pfeilsymbol 4 an.
4. Kurze Zeit später sollten Sie die Meldung
erhalten, dass Ihr Smartphone mit dem
WLAN verbunden wurde. Außerdem
wird dies durch ein entsprechendes Symbol 5 in der Statusleiste rechts oben angezeigt. Eine parallele Onlineverbindung
per Mobilfunknetz wird in der Grundeinstellung übrigens zugunsten der WLANVerbindung abgebrochen.
e
121
Kapitel 5 – Online mit dem Android-Smartphone
Ein erster Verbindungstest
Nachdem Sie Ihr Smartphone nun erfolgreich mit dem Internet verbunden
haben, rufen Sie eine beliebige Seite im Browser des Smartphones auf, um
sich zu überzeugen, dass die Verbindung steht. Der Browser versteckt sich
je nach Hersteller entweder hinter einem weltkugelförmigen Icon mit dem
Namen Internet bzw. Browser oder Sie sehen (beispielsweise bei Google-
Geräten) den Google-eigenen Browser Chrome.
Starten Sie also den Browser durch Antippen des entsprechenden Icons,
und rufen Sie z. B. die Internetadresse www.google.de auf.
Um einen Eindruck von der Verbindungsgeschwindigkeit zu erhalten, googeln Sie einmal nach der Seite »DSL Speed-Test«, oder nutzen Sie die Internetadresse www.wieistmeineip.de/speedtest.
Test des Internetzugangs und der Verbindungsgeschwindigkeit.
Die hier sichtbaren Spitzenwerte werden in der Praxis selten erzielt.
Der limitierende Faktor ist meist die geringe Geschwindigkeit
des WLANs.
122
Was tun bei Problemen?
Was tun bei Problemen?
Im Normalfall wird sich Ihr Smartphone ohne Probleme mit dem heimischen Router verbinden. Sollte trotz aller Bemühungen keine Verbindung
zustande kommen, prüfen Sie, ob auf Ihrem Router ein sog. DHCP-Server
läuft. Dieser weist den angeschlossenen Endgeräten, im vorliegenden Fall
also Ihrem Smartphone, automatisch eine eindeutige Netzwerkadresse zu.
Bei Verbindungsproblemen hilft ein Blick in die Routereinstellungen.
Umgekehrt erfordert der Login in einige Firmen-WLANs, dass Ihr Smartphone mit einer festen IP-Adresse versehen wird. Diese definieren Sie ebenfalls in den WLAN-Einstellungen. Tippen Sie dazu auf den zu bearbeitenden WLAN-Eintrag 1 in den Einstellungen im Bereich Netzwerk & Internet
E WLAN. Sie gelangen in das Menü der Netzwerkdetails. Tippen Sie hier auf
das Stiftsymbol (Netzwerk ändern) 2, gelangen Sie in ein Konfigurationsmenü.
123
Kapitel 5 – Online mit dem Android-Smartphone
b
a
Im erweiterten Menübereich können Sie das Feintuning der Netzwerk-
einstellungen vornehmen, so z. B. auch eine statische IP-Adresse für Ihr
Gerät definieren.
Ändern Sie nun die bestehenden Einstellungen. Berücksichtigen Sie dabei
aber: Viele Optionen, so auch die Konfiguration einer statischen IP-Adresse,
werden erst sichtbar, wenn Sie diese in den Erweiterten Optionen entsprechend aktivieren.
In einigen Netzwerken ist es erforderlich, die sog. MAC-Adresse Ihres Geräts
in Erfahrung zu bringen. Dabei handelt es sich um eine eindeutige Hardwareadresse, anhand derer das Gerät in besonders abgesicherten WLANs
identifiziert werden kann. Die MAC-Adresse finden Sie in der Übersicht des
Netzwerkeintrags.
Überall online mit 5G, LTE und Co.
Nachdem Sie nun per WLAN den ersten Kontakt zum Internet hergestellt
haben, wünschen Sie sich vielleicht, per Mobilfunknetz überall online gehen zu können.
124
Überall online mit 5G, LTE und Co.
In der folgenden Tabelle sehen Sie zunächst, welche Übertragungsraten
beim mobilen Datenverkehr aktuell zur Verfügung stehen:
Mobilfunktechnik
Maximale
Downloadrate
Zeit für 5-MBDownload
EDGE
217 kbit/s
190 Sekunden
UMTS (auch: WCDMA)
384 kbit/s
105 Sekunden
HSDPA (1. Ausbaustufe)
1.800 kbit/s
20 Sekunden
HSDPA (2. Ausbaustufe)
3.600 kbit/s
10 Sekunden
HSDPA+ (3. Ausbaustufe)
7.200 kbit/s
5 Sekunden
LTE (4. Ausbaustufe)
100.000 kbit/s
< 1 Sekunde
5G (5. Ausbaustufe)
10 Gbit/s
< 1 Sekunde
Übersicht über die Übertragungstechniken und theoretisch möglichen
Datenraten beim mobilen Datenverkehr
Was bedeuten die Raten in der Praxis des mobilen Surfens?
* Mit dem EDGE-Standard sind Sie in der Lage, auf speziell aufbereiteten
mobilen Webseiten zu surfen. Reines UMTS ist nicht wesentlich schneller als EDGE, sodass Sie im Zweifelsfall EDGE bevorzugen sollten; dieses
Verfahren belastet den Akku Ihres Smartphones weniger. In der Statusleiste erscheint in diesem Fall ein E in der Nähe des Netzsymbols. Außerdem werden Sie automatisch auf EDGE heruntergestuft, wenn Sie das
monatliche Highspeed-Volumen Ihres Mobilfunkvertrags aufgebraucht
haben. (UMTS wurde im Juli 2021 in Deutschland abgeschaltet.)
* Wenn es flotter gehen soll und Sie größere Datenmengen aus dem Internet herunterladen möchten, ist HSDPA das Mittel der Wahl. Diese Verbindung erkennen Sie an den Zeichen 3G bzw. H in der Statusleiste. Die
schnellste Variante ist erkennbar an einem +-Symbol. Beachten Sie, dass
das 3G-Netz in Deutschland in naher Zukunft eingestellt wird.
* Mittlerweile steht in Deutschland der Datenturbo LTE nahezu flächendeckend zur Verfügung. Problematisch bei allen »schnellen« Netzwer125
Kapitel 5 – Online mit dem Android-Smartphone
ken ist die Tatsache, dass Sie bei unbedachter Nutzung Ihr in der Regel
limitiertes Datenvolumen binnen kürzester Zeit verbrauchen. LTE wird
bei den meisten Smartphones durch 4G im Statusbereich angezeigt.
* 5G ist schließlich das Netz der Zukunft. Es steht an immer mehr Orten
zur Verfügung. Damit können Sie teilweise schneller als an einem Festnetzanschluss surfen.
TIPP
a
SpeedTest
3G, 4G,
5G
126
Dieses Smartphone ist per LTE 1 mit
dem Internet verbunden. Die Information über das verwendete Mobilfunknetz
erhalten Sie dann im Statusbereich,
wenn der WLAN-Empfang deaktiviert ist.
Netzabdeckung feststellen
Mit der App namens SpeedTest 3G, 4G, 5G können Sie sich jederzeit
einen Eindruck davon verschaffen, wie es um die Netzabdeckung
in einem bestimmten Gebiet bestellt ist. Installieren Sie einfach
die App mit dem nebenstehenden QRCode. Bestätigen Sie nach dem Start
die geforderten Berechtigungen, und
begeben Sie sich in den Bereich Mobilfunknetze E Karten. Wählen Sie Ihren
Netzbetreiber aus, und sehen Sie sich
die Messwerte auf der Karte an. Diese
wurden von Nutzer*innen ermittelt,
die die App ebenfalls auf ihren Smart
phones installiert haben. Aus der Ab
bildung wird ersichtlich, dass sich die
meisten Anwender*innen während der
Messung auf Straßen bewegt haben.
Den mobilen Datenzugang einrichten
Den mobilen Datenzugang einrichten
In den Pionierzeiten des mobilen Internets hätte an dieser Stelle eine mehrseitige Anleitung gestanden. Heute heißt es: SIM-Karte ins Smartphone
stecken bzw. eSIM aktivieren, fertig! Die Provider bieten mittlerweile vorkonfigurierte Zugänge zum mobilen Internet an. Sobald eine Internetverbindung erforderlich ist, stellt das Smartphone sie automatisch über die auf
der (e)SIM-Karte abgelegten Providerdaten her. Der Test der Verbindung
erfolgt dann wieder, wie im Abschnitt »Ein erster Verbindungstest« auf Seite
122 beschrieben, über den Aufruf einer Seite im Android-Webbrowser.
Interessanter ist es, dem Smartphone abzugewöhnen, automatisch eine
Internetverbindung herzustellen. Das kann beispielsweise im Ausland erforderlich sein, um die Roaming-Gebühren nicht exorbitant in die Höhe zu
treiben. Gehen Sie dazu folgendermaßen vor:
1. Ziehen Sie die Statusleiste mit zwei parallel geführten Fingern herunter,
und begeben Sie sich dadurch zum Bereich aller Schnellschaltflächen.
2. Tippen Sie hier auf den Eintrag Mobile Daten 1. Dadurch deaktivieren
Sie die mobile Datenübertragung.
a
b
c
3. Alternativ können Sie die mobile Datenübertragung auch in den Einstellungen im Bereich Netzwerk & Internet
entsprechenden Schalter 2 deaktivieren.
E
Mobilfunknetz über den
127
Kapitel 5 – Online mit dem Android-Smartphone
Im selben Bereich lässt sich im Übrigen
auch die Kostenfalle Roaming 3 ausschalten – eine wichtige Option, wenn Sie im
nichteuropäischen Ausland unterwegs sind.
Zudem können Sie im Untermenü Bevorzugter Netzwerktyp auswählen, über welchen
Netzwerkstandard (siehe die Tabelle auf
Seite 125) die Verbindung erfolgen soll 4.
Der LTE-Modus zehrt ebenso wie der Datenturbo 5G stärker am Akku als der 2G- bzw.
EDGE-Modus. Wenn Sie sowieso auf dem
Land unterwegs sind, sollten Sie Letzteren bevorzugen. Dadurch wird auch
verhindert, dass Ihr Smartphone versucht, ständig zwischen den Modi zu
wechseln, was ebenfalls viel Energie kostet.
TIPP
d
Online im Ausland
Im Rahmen der Tarifangleichung in der EU surfen Sie mittlerweile
im EU-Ausland zu den gleichen Tarifen wie in der Heimat. Dennoch
werden Sie durch exzessives Surfen oder die Navigation per Google
Maps Ihr Datenkontingent rasch überschreiten. In der Regel lässt es
sich per SpeedOn-Option aufstocken. Einige Mobilfunkprovider bie
ten für das Ausland jenseits der EU spezielle Auslandstarife an. Und
wer’s ganz günstig haben möchte, der erwirbt eine lokale SIM-Karte
im jeweiligen Reiseland.
Den Zugang manuell einrichten
Einige Provider erfordern manuelle Nacharbeit, wenn es darum geht, den
mobilen Zugang zum Internet herzustellen. Das ist insbesondere bei Prepaid-Anbietern der Fall, wenn Sie nicht von vornherein eine Flatrate für den
Datenzugang mitgebucht haben. So richten Sie den Zugang manuell ein:
128
Den Zugang manuell einrichten
1. Begeben Sie sich in den Einstellungen zum Menü Netzwerk & Internet E
Mobilfunknetz E Erweitert.
b
a
2. Zur Einrichtung eines Zugangs zum mobilen Internet wählen Sie ganz
unten in der Übersicht den Punkt Zugangspunkte (APNs) 1 und erstellen
über die Plus-Schaltfläche (Neuer APN) 2 einen solchen neuen Zugang.
Das Kürzel APN steht hierbei für Access Point Name, also Zugangspunktname.
3. Tragen Sie hier die von Ihrem Provider vorgegebenen Daten ein. Diese
Daten finden Sie auf der Website Ihres Providers oder per Google über
die Suchabfrage »APN ›Name des Providers‹«. Für das T-Mobile-Netz sehen Sie die benötigten Daten in der folgenden Tabelle. Benutzername
und Passwort sind zwar beliebig, dürfen aber dennoch nicht leer gelassen werden.
Menüpunkt
Einstellung
Name
z. B. Telekom Internet
APN
internet v6 telekom
Nutzername
Telekom
Passwort
telekom
Authentifizierungstyp
PAP
Die für die Eingabemaske erforderlichen
Daten können Sie
per Internetrecherche
ermitteln.
129
Kapitel 5 – Online mit dem Android-Smartphone
Zwischen Verbindungsarten wechseln
Ihr Android-Smartphone kann sich mit unterschiedlichen Datenraten mit
dem Internet verbinden. In der Praxis ist es ratsam, die schnellsten Übertragungsmodi 5G bzw. LTE nur dann zu wählen, wenn Sie sie wirklich nutzen
können und wollen, z. B. bei grafik- oder multimedialastigen Internetseiten
oder im Bedarfsfall bei Downloads. Beachten Sie: Einige günstige Smartphones verfügen nicht über die Möglichkeit, eine Onlineverbindung per 5G
aufzubauen. Darüber hinaus versurfen Sie Ihr Freivolumen per LTE und 5G
auch schneller, als Ihnen lieb sein dürfte.
In der Statusleiste finden Sie Informationen darüber, wie schnell Sie aktuell
mit dem Internet verbunden sind. Die nebenstehenden Symbole bedeuten
(von links nach rechts):
EDGE-Modus, UMTS- bzw. 3G-Modus, HSDPA-Modus, 4G/LTE-Modus,
5G-Modus (siehe zu den Modi auch den Abschnitt Ȇberall online mit 5G,
LTE und Co.« ab Seite 124)
Sie schalten zwischen dem normalen GSM-Modus und den schnellen Übertragungsmodi im Einstellungsmenü Netzwerk & Internet E Mobilfunknetz E
Bevorzugter Netzwerktyp um.
Während der Datenübertragung erkennen Sie an dem entsprechenden
Symbol in der Statuszeile, ob Sie sich im schnellen Übertragungsmodus befinden.
130
Behalten Sie Ihr Datenvolumen im Blick
Behalten Sie Ihr Datenvolumen im Blick
Eigentlich ist es ziemlich riskant, ein Smartphone ohne mobile Datenflatrate zu betreiben: Zu groß ist die Gefahr, durch unbeabsichtigten Verbindungsaufbau in die Kostenfalle zu geraten. Aber auch Flatrate-Inhaber
sollten sich darüber im Klaren sein, dass ihr Highspeed-Freivolumen nicht
unbegrenzt ist und sie nach dessen Verbrauch im Schneckentempo im Internet unterwegs sind. Grund genug, den Datentransfer zu überwachen.
Bei Ihrem Android-Smartphone können Sie Ihren Datenverbrauch direkt in
den Systemeinstellungen überprüfen.
1. Begeben Sie sich in den Einstellungen in den Bereich Netzwerk & Internet E Mobilfunknetz E Datenwarnung und -limit 1. Hier können Sie den
Datenverbrauch einsehen, aber auch Limits festlegen.
d
c
b
a
2. Legen Sie Ihr Datenlimit nach Antippen des Punktes Datenlimit fest 2.
Auf der gleichen Seite können Sie auch ein Warnlimit für mobile Daten
3 einstellen.
3. Passen Sie den Zeitraum der Überprüfung an, indem Sie die Schaltfläche Nutzungszyklus mobile Daten 4 antippen.
131
Kapitel 5 – Online mit dem Android-Smartphone
Nach dem Überschreiten eines solchen Limits werden Sie benachrichtigt,
und die Onlineverbindung wird gekappt, sodass keine weiteren Kosten anfallen können. Sie können auch überprüfen, welche Apps den meisten Datenverkehr verursacht haben. Scrollen Sie dazu in der App nach unten.
Mit anderen Geräten die Internetverbindung
Ihres Smartphones nutzen (Tethering)
Stellen Sie sich vor, Sie sind unterwegs und wollen mit Ihrem Laptop oder
Tablet-PC ins Internet, haben aber keinen WLAN-Zugang. Kein Problem!
Denn Sie können die Internetverbindung Ihres Smartphones nutzen und so
Ihren Laptop oder auch andere Geräte über das Smartphone mit dem Internet verbinden. Das nennt man Tethering. Sie können über Tethering eine
Verbindung sowohl über USB als auch kabellos über einen WLAN-Hotspot
herstellen. Nachfolgend wird die einfacher zu realisierende kabellose Variante beschrieben.
1. Stellen Sie mit Ihrem Smartphone wie beschrieben eine Datenverbindung mit dem Mobilfunknetz her.
2. Begeben Sie sich in den Einstellungen zum Bereich Netzwerk & Internet,
tippen Sie dort auf Hotspot und Tethering 1, und wechseln Sie in den
Bereich WLAN-Hotspot 2. Aktivieren Sie den Hotspot über den entsprechenden Schalter 3.
3. Damit können Sie bereits Ihren per Smartphone bereitgestellten Hotspot von anderen Geräten aus finden. Suchen Sie mit dem Gerät, das
Sie mit dem Internet verbinden wollen, einfach nach einem drahtlosen Netzwerk mit dem Namen, der unter dem Menüpunkt Name des
Hotspots 4 angezeigt wird. In meinem Fall ist dies »Pixel_4360«. Das
Zugangspasswort erfahren Sie, wenn Sie auf dem Gerät auf den Menüpunkt Passwort des Hotspots 5 tippen. Auf Ihrem Smartphone erscheint
nach der Freigabe per Tethering ein charakteristisches Symbol in der
Statusleiste rechts oben 6.
132
Mit anderen Geräten die Internetverbindung nutzen
2
d
f
c
a
e
4. Nun sollten Sie den Zugang personalisieren. Tippen Sie auf den Menüpunkt Name des Hotspots 4. Dann öffnet sich eine Eingabemaske. Hier
lässt sich zunächst der Access Point Name (APN) verändern, z. B. zu
»Mein_Hotspot«. Anschließend können Sie durch Antippen des Menüpunkts Passwort des Hotspots 5 ein individuelles Passwort definieren.
5. Achten Sie darauf, dass nach der erneuten Konfiguration des WLANHotspots der Schalter zur Aktivierung des Hotspots 3 eingeschaltet ist.
6. Verbinden Sie sich nun auf Ihrem
Laptop bzw. Tablet via Tethering
mit Ihrem Smartphone, indem Sie
den Eintrag des freigegebenen Netzwerks antippen und Ihr zuvor definiertes Passwort eingeben. Nun
können Sie sich auf dem Laptop mit
Ihrem Smartphone wie mit jedem
anderen WLAN-Hotspot verbinden.
133
Kapitel 5 – Online mit dem Android-Smartphone
Im Internet surfen
Ihr Android-Smartphone verfügt über einen leistungsfähigen Browser. Dabei handelt es sich entweder um Googles Browser Chrome oder um eine
vom jeweiligen Smartphone-Hersteller angepasste Form von Chrome. Ich
beziehe mich bei den folgenden Ausführungen auf den Chrome-Browser,
den Sie für alle Android-Smartphones bei Bedarf auch aus dem Play Store
nachinstallieren können.
Google
Chrome
Durch Antippen des Chrome-Icons starten Sie den Browser. Rufen Sie eine
beliebige Internetseite auf. Tippen Sie dazu in die Adresszeile des Browsers
z. B. »www.rheinwerk-verlag.de« ein; die Seite wird dann aufgerufen.
b
c
d
a
e
Schauen wir uns nun die Elemente des Browsers näher an:
a Schnellzugang zur vordefinierten Startseite
b Adresszeile zur Eingabe einer Internetadresse oder Suchabfrage. Sollte
diese nicht sichtbar sein, so wischen Sie einfach mit dem Finger nach
unten über das Display.
134
Im Internet surfen
c Browserfenster- bzw. Tab-Schaltfläche zum Aufrufen der Tab-Übersicht
d In-App-Menü-Schaltfläche
e aktuelle Seite, dargestellt im Mobilbrowser-Modus
Wenn Sie auf die In-App-Menü-Schaltfläche 4 Ihres Smartphones tippen,
erscheinen weitere Funktionen und Optionen:
Option
Bedeutung
Vorwärts-Navigation, Lesezeichen erstellen, Downloads,
Informationen zur Seite, aktuelle Seite neu laden
Öffnet ein neues Fenster in Form eines Tabs.
Ermöglicht das anonyme Surfen in einem neuen Tab.
Chronologischer Verlauf der bisher besuchten Seiten
Heruntergeladene Inhalte einsehen
Öffnet den Lesezeichen-Manager.
Bringt eine Übersicht über die letzten besuchten Seiten.
Übermittelt den aktuellen Link per Mail an einen Emp
fänger oder auch direkt an soziale Netzwerke.
Lokale Suche nach Begriffen auf der aktuell dargestell
ten Seite
Übersetzt z. B. eine englischsprachige Seite auf Deutsch.
Legt die aktuelle Seite auf dem Startbildschirm ab.
Zeigt die aktuelle Seite so, wie man sie mit einem
PC-Browser sähe.
Konfigurationsmenü des Chrome-Browsers
135
Kapitel 5 – Online mit dem Android-Smartphone
Mit diesen Optionen ist es Ihnen also möglich, Ordnung und Übersicht in
Ihre Internetbesuche zu bringen. Mit dem Sternsymbol legen Sie Seiten, die
Sie häufig besuchen, als Lesezeichen an, die Sie nach Betätigen der Lesezeichen-Schaltfläche auch wieder löschen oder neu sortieren können. Über
Zum Startbildschirm zufügen können Sie eine Website auch direkt auf dem
Home-Bildschirm abspeichern und zukünftig von dort aus öffnen.
Ein weiteres Beispiel für die Anwendung einer der obigen Optionen: In der
Regel erkennt der Server, dessen Internetseite Sie aufrufen, dass es sich bei
Ihrem Gerät um ein mobiles Endgerät handelt. Die Seite wird dementsprechend als informationsreduzierte Mobilseite dargestellt, um die Datenmenge für die Übertragung klein zu halten. Das geschieht bei modernen Webseiten automatisch, man spricht hier auch von responsivem Design.
Um diese Automatik zu umgehen, aktivieren Sie die Option Desktopwebsite
aus dem Einstellungsmenü. Begeben Sie sich nun auf eine grafisch überladene Seite wie z. B. www.spiegel.de, um den Unterschied zwischen Mobil
browser und klassischer Browseransicht deutlich zu machen.
Links sehen Sie die Mobil
ansicht, rechts die Desktop
ansicht von »spiegel.de«.
Nur Ihr Optiker dürfte sich
über diesen Modus freuen.
136
Im Internet surfen
Wie bereits oben erwähnt: In der Regel versucht der Seitenanbieter zu erkennen, ob Sie mit einem mobilen Endgerät unterwegs sind, und versucht
dann, die Seite entsprechend zu optimieren. Sollten Sie dennoch einmal
auf eine Seite stoßen, die nicht optimiert wurde, bietet sich die Pinch-toZoom-Technik an: Legen Sie Daumen und Zeigefinger auf das Display, und
spreizen Sie sie – daraufhin wird der Inhalt dynamisch vergrößert.
Ziehen Sie zum Vergrößern
der Webseite das Bild mit
gespreizten Fingern auseinander
(»Pinch-to-Zoom«).
Auf der nun vergrößerten Seite bewegen Sie sich, indem Sie mit dem Finger
auf das Display drücken und ihn hin- und herschieben. Um die ursprüngliche Skalierung wiederherzustellen, tippen Sie einfach kurz doppelt auf das
Display.
Folgende goldene Regeln gelten beim Surfen mit dem mobilen Browser:
* Sie folgen einem Link, indem Sie ihn antippen.
* Mit der Zurück-Wischgeste gelangen Sie zurück zur vorher betrachteten
Seite. Falls Ihr Smartphone eine Zurück-Schaltfläche bietet, tippen Sie
diese an.
* Durch Antippen der Vorwärts-Schaltfläche im Browsermenü gelangen
Sie eine Seite nach vorn.
* Durch doppeltes Antippen des gewünschten Textabschnitts erhalten Sie
eine optimal vergrößerte Ansicht eines Seitenbereichs. Nochmaliges
doppeltes Antippen stellt erneut den Inhalt der gesamten Seite auf dem
Display dar.
Das wären erst einmal die Basics zum mobilen Surfen; schauen wir uns nun
die erweiterten Möglichkeiten an.
137
Kapitel 5 – Online mit dem Android-Smartphone
Browsen mit mehreren Tabs
Fenster im eigentlichen Sinne, wie Sie sie von Ihrem Desktopbrowser gewohnt sind, gibt es aufgrund des kleinen Displays nicht. Aber: Sie können
mehrere Browserinstanzen in Form von kleinen Reitern (Tabs) öffnen, zwischen denen Sie dann beliebig hin- und herwechseln. Das geht folgendermaßen:
a
b
c
1. Starten Sie den Browser, und öffnen Sie eine beliebige Webseite durch
Eingabe einer URL in die Adresszeile 1.
2. Tippen Sie auf der geöffneten Seite die Tab-Schaltfläche 2 an.
3. Nun öffnet sich die Tab-Übersicht des Chrome-Browsers. Tippen Sie
dort auf die +-Schaltfläche, und geben Sie in dem neu erscheinenden
Fenster eine neue URL ein, um zu dieser Seite zu surfen. Sie können auf
diese Weise mehrere Fenster öffnen. In der Tab-Schaltfläche erscheint
dann eine Zahl, die die Anzahl der geöffneten Fenster angibt.
138
Lesezeichen anlegen und verwalten
4. Wechseln Sie nun zwischen den Fenstern, indem Sie die Tab-Schaltfläche antippen. Sie erhalten eine Übersicht über die im Browser geöffneten Seiten und können zwischen diesen Fenstern durch Antippen hinund herspringen.
5. Fenster, die nicht mehr gewünscht sind, ziehen Sie per Fingerstreich
einfach aus der Übersicht heraus oder schließen sie alternativ durch
Antippen des Schließen-Symbols 3.
Lesezeichen anlegen und verwalten
Zugriff auf Ihre Lesezeichen erhalten Sie über das Menü durch Antippen
der Option Lesezeichen. Aber wie setzt man ein solches Lesezeichen?
1. Rufen Sie im Browser eine Webseite auf, für die Sie ein Lesezeichen setzen möchten.
2. Öffnen Sie anschließend das Browsermenü durch Antippen der In-AppMenü-Schaltfläche, und tippen Sie das nun erscheinende Lesezeichen-
symbol 1 an. Dieses ist anschließend blau markiert.
a
3. Tippen Sie das Lesezeichensymbol erneut an, und geben Sie dem Lesezeichen eventuell einen neuen Namen 2 bzw. belassen Sie es bei der
schon vorgegebenen Bezeichnung.
139
Kapitel 5 – Online mit dem Android-Smartphone
d
c
e
b
4. Die Eingaben werden automatisch gespeichert, wenn Sie das Menü über
die Pfeilschaltfläche 3 wieder verlassen. Möchten Sie das Lesezeichen
löschen, tippen Sie einfach auf die Symbolschaltfläche für Lesezeichen
löschen 4.
5. Möchten Sie die Seite später schnell wieder aufrufen, begeben Sie sich
INFO
in das Menü, tippen den Menüpunkt Lesezeichen an und wählen den
entsprechenden Favoriten aus der erscheinenden Liste aus. Über das
Kontextmenü 5 der einzelnen Lesezeichen lassen sich diese auch löschen oder in Unterordner verschieben.
Synchronisation von Lesezeichen
Äußerst praktisch ist die Tatsache, dass Ihre Lesezeichen (engl. Bookmarks) über sämtliche Systemgrenzen hinweg synchronisiert wer
den – vorausgesetzt, Sie benutzen überall Googles Chrome-Browser
und haben sich damit auf Ihrem Google-Konto eingeloggt. Sie fin
den dann die Lesezeichen, die Sie auf Ihrem Android-Smartphone
erstellt haben, im Bereich Lesezeichen E Mobile Lesezeichen.
Lokale Suche auf Webseiten
Möchten Sie auf einer Webseite einen bestimmten Begriff suchen, gehen Sie
folgendermaßen vor:
1. Öffnen Sie die gewünschte Webseite.
140
Webseiten teilen
2. Tippen Sie die In-App-Menü-Schaltfläche an, und wählen Sie den Punkt
Auf Seite suchen 1.
3. Geben Sie das Suchwort in das nun erscheinende Suchfeld 2 ein. Daraufhin wird das Dokument nach dem Schlüsselwort durchsucht, und
Treffer werden farbig markiert 3. Bei mehreren Treffern können Sie
mit den Pfeiltasten 4 von Fundstelle zu Fundstelle springen.
b
d
c
a
Webseiten teilen
Wenn man beim Surfen im Internet interessante Dinge entdeckt hat, möchte man sie oft auch gerne anderen mitteilen. Sie haben folgende Möglichkeiten, den Inhalt einer Webseite anderen zukommen zu lassen:
* Verschicken Sie den Link der Seite per Mail: Wählen Sie dazu einfach
aus dem Chrome-Menü den Punkt Teilen, und tippen Sie anschließend
die gewünschte Mail-App für den Versand an, z. B. Gmail 1. In der Übersicht erscheinen sämtliche Apps, die das Teilen eines Weblinks gestatten. Um sich alle Apps anzeigen zu lassen, wischen Sie einfach mit dem
Finger nach oben bzw. unten. Auch die Zwischenablage ist hier unter
dem Namen Link kopieren 2 aufgeführt. Damit können Sie den Link zur
Webseite auch leicht in eine lokale Textverarbeitungs-App einbinden.
141
Kapitel 5 – Online mit dem Android-Smartphone
a
b
* Auf die gleiche Weise können Sie den Link auch in sozialen Netzwerken
wie Twitter oder Facebook veröffentlichen. Zur Publikation auf Facebook bzw. Twitter muss die entsprechende App installiert sein.
Privat surfen und die Chronik aufrufen
Das Bedürfnis nach Anonymisierung ist mittlerweile auch bei Privatpersonen gestiegen. Der Chrome-Browser bietet eine Möglichkeit, zumindest
auf dem lokalen Gerät sowie in der Surfhistorie des Google-Kontos keine
Spuren zu hinterlassen. Begeben Sie sich folgendermaßen in den Inkognito
modus:
1. Starten Sie den Chrome-Browser, und wählen Sie aus dem Browser
menü die Option Neuer Inkognitotab 1.
a
2. Geben Sie eine beliebige URL ein: Sie surfen nun, ohne dass Informationen über die von Ihnen aufgerufenen Seiten gespeichert werden. Der
Kopf des Browsers erscheint nun dunkel. In diesem Modus sind noch
nicht einmal Screenshots möglich.
142
Privat surfen und die Chronik aufrufen
3. Möchten Sie das bzw. die Inkognitofenster wieder schließen, ziehen Sie die Statusleiste herunter und tippen schließlich auf den Eintrag Alle Inkognito-Tabs
schließen 2.
Beachten Sie aber, dass auf diese Weise
natürlich keine völlige Anonymisierung erreicht wird: Ihr Provider speichert die Dab
ten der Seiten, die Sie aufrufen, in jedem
Fall und kann diese jederzeit über die IP-Adresszuordnung mit Ihrer Person
bzw. Ihrem Konto verknüpfen.
Ihr Internetbrowser merkt sich zudem die Seiten, die Sie aufgerufen haben,
wenn Sie nicht gerade im Inkognitomodus unterwegs waren. Ihre sämtlichen Seitenaufrufe bringen Sie über den Punkt Verlauf (engl. History) im
Browsermenü in Erfahrung.
c
d
Durch Antippen von Browserdaten löschen… 3 können Sie die gespeicherten Seitenaufrufe löschen. Dabei müssen Sie den Zeitraum angeben 4, für
den die Daten gelöscht werden sollen.
143
TIPP
Kapitel 5 – Online mit dem Android-Smartphone
Firefox
Alternative Browser nutzen
Wie wäre es, einmal einen alternativen Browser auszuprobieren?
Zur Auswahl stehen hier Opera und der gute alte Firefox, der eine
wahre Verjüngungskur erfahren hat und mittlerweile in puncto Ge
schwindigkeit sogar Chrome den Rang abläuft.
Der Google Assistant
Eine echte Bereicherung im Umgang mit den Informationen, die Sie per
Google-Suchmaschine auf Ihrem Smartphone erhalten, ist der Google Assistant. Sie haben ihn bereits im Abschnitt »Die Spracheingabe und der Google
Assistant« ab Seite 64 kennengelernt. Im Folgenden sehen wir uns seine
Einsatzmöglichkeiten noch einmal etwas genauer an. Die Idee hinter dem
Assistant ist folgende: Sie erhalten personalisierte Informationen über ein
spezielles Startbildschirm-Widget und können beliebige – auch aufeinander
aufbauende – Fragen stellen. Diese werden auf Basis des schier unerschöpflichen Wissensfundus des Suchmaschinengiganten Google beantwortet.
1. Um den Google Assistant aufzurufen, können Sie eine der folgenden
Möglichkeiten nutzen:
* Tippen Sie im Widget auf das Symbol mit den farbigen Kreisen am
rechten Rand des Suchfelds 1. Das Google-Assistant-Widget lässt
sich auf Geräten, auf denen kein »pures« Android installiert ist,
nachträglich auf einen Startbildschirm bringen.
* Haben Sie während der Konfiguration schon das entsprechende Sprachkommando aktiviert, so genügt auch
ein gesprochenes »Hey Google«, um
den Assistant zu starten.
* Bei aktuellen Android-Geräten (ab Version 12) genügt eine einfache Wischgeste von der rechten oder linken unteren Bildschirmecke
zum Zentrum des Displays, um den Assistant zu starten.
144
a
Der Google Assistant
2. Nach dem Aktivieren des Assistants
können Sie bereits Ihre Frage stellen. In der Regel wird schon ein Anwendungsbeispiel für den Assistant
gegeben.
3. Beginnen Sie zunächst mit einer einfachen Frage, um den Assistant zu
testen, z. B.: »Wie wird das Wetter
morgen?« Sie erhalten prompt eine
Antwort.
Sie können den Google Assistant aber
auch für alle möglichen Information
nutzen: Termine, Aktienkurse, Verkehrsinformationen für den Weg zur Arbeit – all das kann Ihnen der Assistant
liefern. Eine individuelle Konfiguration
beginnt über die folgenden Schritte:
b
1. Klicken Sie im Assistant-Fenster oben
auf die Schaltfläche Mehr AssistantFunktionen aktivieren 2. Daraufhin
startet eine Konfigurations
routine,
in der Sie einige Präferenzen vorgeben können.
2. Nach Abschluss der Konfiguration
erhalten Sie personalisierte Informationen auf der Google-AssistantSeite. Letztere erreichen Sie, indem
Sie per Wischgeste bis zur Seite vor
der Startseite wischen. Hier finden
Sie zunächst einen persönlichen
Nachrichtenüberblick.
145
Kapitel 5 – Online mit dem Android-Smartphone
3. Durch Antippen des Snapshot-Symbols am linken oberen Bildrand 3
gelangen Sie in Ihren persönlichen Bereich, in dem Sie wichtige Informationen finden, die Ihren Tagesablauf betreffen. Hier lassen sich auch
Aktienkurse oder Wetterberichte abrufen.
c
Zugang zum geballten Wissen des Assistants erhalten Sie überdies mithilfe
der Google-App. Sie ist im Normalfall bereits auf dem Android-Betriebssys146
Der Google Assistant
tem installiert. Nach dem Start der App erscheinen zunächst auf der Übersichtsseite Meldungen, die anhand Ihrer bisherigen Google-Suchabfragen
den persönlichen Interessen angepasst wurden. Tippen Sie zunächst einmal
nacheinander auf die Symbole am unteren Bildschirmrand. Sie gelangen
dadurch in folgende Bereiche:
a
b
c
d
e
a Discover: Hier finden Sie Ihren persönlichen Nachrichtenüberblick.
b Snapshot: Enthält Ihre persönlichen Inhalte, z. B. Informationen zu Ihrem Terminkalender bzw. zu nahenden Ereignissen.
c Google-Suche durchführen
d Sammlungen: Hier erscheinen u. a. auf Google Maps favorisierte Orte,
aber auch Inhalte einiger Suchabfragen, die Sie durchgeführt haben.
e Mehr: Führt in den Konfigurationsbereich des Google Assistants.
Im Bereich Mehr 5 lässt sich über den Punkt Einstellungen E Google Assistant 6 anpassen, was in Ihrem Nachrichtenüberblick bevorzugt erscheinen
soll. Die Themen, die Sie vorausgewählt haben, können Sie anschließend
im Bereich Interessen 7 einsehen.
g
f
147
Kapitel 5 – Online mit dem Android-Smartphone
Äußerst interessant in Verbindung mit der Sprachsuchfunktion des Google
Assistants ist die Vernetzung von Informationen mithilfe einer Technik namens Google Knowledge Graph. So versteht die Suchmaschine ähnlich wie
Apples Sprachassistentin Siri gesprochene Suchabfragen oder Kommandos,
die in Umgangssprache formuliert werden, und versucht nach Möglichkeit,
diese mit weiteren Informationen über Karten zu vernetzen.
Googles geballte Intelligenz
Der Google Assistant ist ein weiterer Beweis dafür, wie perfekt
Google das Thema »künstliche Intelligenz« beherrscht.
Beachten Sie aber, dass Google sämtliche Ihrer Suchanfragen ab
speichert. So können Sie auch noch Jahre später über den Link
myactivity.google.com alle von Ihnen getätigten Suchanfragen ein
sehen. Besonders bedenklich dabei: Es werden auch Ihre gesproche
nen Suchabfragen gespeichert, sogar manchmal, wenn das System
versehentlich meint, ein »OK Google« erkannt zu haben. Dann wird
ein Teil des aktuell laufenden Hintergrundgesprächs aufgezeichnet
– ein datenschutzrechtlich äußerst kritischer Vorgang! Aber keine
Angst: Sie haben auf der genannten Seite die Möglichkeit, im Be
reich Meine Daten bei Assistant die Protokollierung Ihrer Aktivitäten
auszuschalten.
Google schneidet
alle Suchabfragen
mit. Besonders
kritisch ist dabei die
Aufzeichnung aller
Sprachaktivitäten.
148
Der Google Assistant
Mittlerweile gibt es für Nicht-Google-Smartphones auch eine eigene Assistant-App, die Sie mit dem nebenstehenden QR-Code installieren können.
Damit wird ein direkter Zugang zur künstlichen Intelligenz des Assistants
hergestellt.
Die folgende Tabelle gibt einen groben Überblick darüber, was mit dem Assistant möglich ist. Probieren Sie doch einmal einige der Beispiele aus!
Rubrik
Sprachbefehl
Spiel und Spaß
Lass uns ein Quiz spielen!
Google
Assistant
Erzähl mir etwas Lustiges!
Reisen und Verkehr
Wann geht mein Flug?
Welche interessanten Orte gibt es in M
ünchen?
Einkaufen
Setze Zucker und Salz auf meine Einkaufsliste!
Musik und Audio
Nächstes Lied!
Essen und Trinken
Wie viele Ballaststoffe sind in einer Avocado enthalten?
Bildung und
Information
Was heißt »Hallo« auf Koreanisch?
Lokale Informationen
Brauche ich heute einen Regenschirm?
Wie weit ist der Mond von der Erde entfernt?
Wo ist das nächste Eiscafé?
Produktivität
Stelle einen Timer auf 5 Minuten!
Weck mich morgen früh um 6 Uhr!
Smart Home
Temperatur erhöhen! (Setzt die Verbindung zu einem
digitalen Thermostat via Google Home voraus.)
Kommunikation
Schreibe eine SMS an Petra »Bin gleich da«!
Sende eine WhatsApp an Jan »Ich komme später«!
Filme, Fotos und TV
Zeig mir meine Fotos von Katzen!
Zeig mir meine neuesten Fotos!
149
Kapitel 5 – Online mit dem Android-Smartphone
Rubrik
Sprachbefehl
Gesundheit und
Fitness
Wie viele Schritte habe ich heute gemacht?
Liste einiger Google-Assistant-Befehle.
Quelle: https://assistant.google.de/intl/de_de/discover/
150
Kapitel 6 – E-Mails senden und empfangen
Kapitel 6
E-Mails senden und empfangen
Sie ist zwar mittlerweile infolge des hohen Spamaufkommens ein wenig in
Verruf geraten, ist aber immer noch ein Standardkommunikationsmittel:
die E-Mail. Zentrale Schnittstelle für alles, was elektronische Post auf Ihrem
Android-Smartphone betrifft, ist das Programm Gmail. Manche Hersteller
verwenden eigene Lösungen, ich werde mich aber nachfolgend auf die Beschreibung von Gmail beschränken. Diese App finden Sie auf allen aktuellen Android-Smartphones.
Das Google-Programm Gmail
Das Gmail-Konto steht Ihnen sofort nach der Aktivierung Ihres Smart
phones bei Google zur Verfügung. Zur Anmeldung steht es Ihnen frei, eine
E-Mail-Adresse entweder in der Form <IhrName>@gmail.com oder in der
Form <IhrName>@<IhrProvider>.de zu verwenden.
Testen wir zunächst, ob Ihr Gmail-Account funktioniert. Stellen Sie dazu
sicher, dass Ihr Smartphone online ist:
1. Schicken Sie sich vom PC aus mit Ihrem gewohnten Mailaccount eine
E-Mail an Ihre Gmail-Adresse. Die Mailadresse hat typischerweise die
Form <IhrName>@gmail.com.
2. Achten Sie auf den oberen Displaybereich Ihres Smartphones: Nach
kurzer Zeit sollte der Eingang der neuen E-Mail über das Benachrichtigungssystem angezeigt werden
1. Befindet sich Ihr Smartphone
a
151
Kapitel 6 – E-Mails senden und empfangen
im Standby-Modus, wird die Meldung auf dem Sperrbildschirm angezeigt 2. Am Icon der Gmail-App erscheint nach Eingang einer Mail eine
punktförmige Markierung – Badge genannt.
c
b
3. Lesen Sie die E-Mail, indem Sie entweder die Statuszeile herunterziehen und die Benachrichtigung 3 antippen oder Gmail aus dem AppMenü starten. Aus dem Sperrbildschirm heraus können Sie die Mail lesen, indem Sie diese doppelt antippen.
4. Beim ersten Start der App führt ein Assistent Sie durch die Konfiguration. Hier lassen sich u. a. weitere Mailkonten hinzufügen, die per
Gmail-App verwaltet werden. Nach der ersten Konfiguration können Sie
schließlich die eingetroffene Mail lesen.
d
152
e
Das Google-Programm Gmail
5. Beantworten Sie die geöffnete E-Mail, indem Sie die Schaltfläche Antworten 4 bzw. bei mehreren Absendern Allen antworten 5 antippen,
und versenden Sie Ihre Antwort später durch Betätigen der Schaltfläche
Senden 6. Durch Antippen der drei waagerechten Punkte 7 können Sie
Ihre Mail auch innerhalb des zitierten Textes 8 formulieren.
f
h
g
TIPP
Die E-Mail wird nun gesendet, was Gmail Ihnen noch einmal bestätigt.
An dieser Stelle haben Sie übrigens für einen kurzen Zeitraum (ca. 30
Sekunden) noch die Gelegenheit, den Versand der Mail über die Schaltfläche Rückgängig machen 9 zu widerrufen, etwa wenn Sie die Kündigung an Ihren Chef voreilig rausgeschickt haben, weil Sie gerade
i
feststellen, dass Sie doch keinen
6er im Lotto haben.
Tooltips erleichtern die Orientierung
Sollten Sie einmal die Bedeutung eines Symbols vergessen haben,
gehen Sie folgendermaßen vor: Halten Sie einen Finger auf das ent
sprechende Symbol gedrückt. Nach kur
zer Zeit erscheint ein kleiner Tooltip, der
die Bedeutung des Symbols erläutert.
153
Kapitel 6 – E-Mails senden und empfangen
Gmail im Überblick
Schauen wir uns die Gmail-App nun etwas genauer an. Dazu begeben wir
uns in den Hauptbereich der App, in den Sie gelangen, wenn Sie Gmail direkt starten, z. B. aus dem App-Menü. Sie landen nach dem Start zunächst
im Posteingang, in dem sämtliche eingehenden Mails in Form von Kommunikationen gesammelt werden.
Hier finden Sie folgende Elemente:
a
b
a Hauptmenü der App
b Suchfunktion
c aktuelles Verzeichnis bzw. Label
c
d Tipps (Diese erscheinen beim
erstmaligen Aufruf eines Bereichs
und können über die Schaltfläche
Schließen rechts entfernt werden.)
d
e
e Kommunikation bzw. sog. Thread
mit sämtlichen Mails, die Sie mit
einem bestimmten Kommunikationspartner ausgetauscht haben
f
f Schaltfläche zum Erstellen einer
neuen Mail
g
g Wechsel zum Videokonferenzsystem Google Meet, um eine Blitzkonferenz mit dem Absender der
Mail zu starten
Wechseln Sie jetzt über die entsprechende Schaltfläche 1 in das Hauptmenü. Hier finden Sie im Wesentlichen die Ordner bzw. Labels Ihres E-MailPostfachs sowie den Zugang zu den Einstellungen der Gmail-App. Damit
werden wir uns später noch ausführlicher beschäftigen.
154
Eine E-Mail schreiben
Wechseln Sie nun per Zurück-Taste oder
durch Antippen des Links Posteingang wieder in den Eingangsbereich der App, und
tippen Sie die soeben getätigte Mailkommunikation noch einmal an. Sie finden hier folgende Funktionsschaltflächen:
h
i j k l
m
h Zurück in den Posteingang
i E-Mail archivieren
j E-Mail löschen
k E-Mail als ungelesen markieren
l In-App-Menü
m E-Mail als Favorit markieren
Das In-App-Menü beherbergt weitere wichtige Funktionen; u. a. können Sie hier die Mail
in andere Ordner verschieben bzw. anderen
Hauptlabels zuordnen, die Labels der Mail
ändern, aber auch Spam- und Phishingmails
melden. Bei Letzteren handelt es sich um unerwünschte Werbung bzw. um
Versuche, Ihnen Informationen zu entlocken.
Eine E-Mail schreiben
Es ist ganz einfach, eine E-Mail zu schreiben und zu versenden. Dazu sind
folgende Schritte nötig:
1. Um eine neue E-Mail zu schreiben, starten Sie die Gmail-App und tippen
einfach auf die Schaltfläche Schreiben 1 im unteren Displaybereich.
155
Kapitel 6 – E-Mails senden und empfangen
2. Tippen Sie auf das Empfängerfeld 2, und geben Sie die Mailadresse des
Empfängers ein. Befindet sich der Kontakt bereits in Ihrem Adressbuch,
können Sie diesen nach Eingabe der
ersten Buchstaben rasch aus einer
a
Liste auswählen. Für einen ersten
Test bietet es sich an, Ihre eigene
Mailadresse zu verwenden.
3. Formulieren Sie einen knappen Be-
e
treff 3.
4. Schreiben Sie einen Text in das Textb
feld 4.
5. Versenden Sie Ihre Mail durch Antippen der Schaltfläche Senden 5.
E-Mails verwalten, ordnen und sortieren
Wenn man mit älteren Mailprogrammen am PC aufgewachsen ist, dann
erscheint die Art und Weise, in der Gmail die E-Mails abspeichert, gewöhnungsbedürftig: Die Mails werden in sog. Konversationen angeordnet. Das
sind Gruppierungen von Mails, die z. B. denselben Betreff haben oder zwischen denselben Personen hin- und hergesendet wurden. Jeder Mailaustausch wird dabei in einem Thread, also
der Konversation, gesammelt. Die einzelnen Mails lassen sich dann durch Antippen der Statuszeile separat lesen.
Threaddarstellung der Mails.
Neu eingetroffene
Mails erscheinen fett gedruckt.
156
c
d
E-Mails verwalten, ordnen und sortieren
Mithilfe von Labels ordnen Sie Ihre Konversationen. Im Beispiel habe ich die
Google-Play-Rechnungen mit dem Label »Google Play Rechnungen« versehen
und dementsprechend geordnet abgelegt.
Wenn Sie schon eine Reihe von Mails bekommen haben, fragen Sie sich sicherlich, wie Sie Ordnung in die scheinbar willkürliche Folge von Konversationen bekommen. Die Lösung lautet: mit Labels! Das Ganze können Sie
sich in etwa so vorstellen, als würden Sie Etiketten an jede Mail heften. Die
E-Mail von Ihrem Bruder bekommt z. B. das Etikett Privat, die Bestellbestätigung von Amazon das Etikett Einkäufe. Das kennen Sie bestimmt schon,
denn das funktioniert so wie das alte Ordnerprinzip: Jede Mail wird in einen Ordner verschoben. Labels können aber noch mehr. Sie können einer
E-Mail auch mehrere Labels zuweisen; z. B. bekommt die E-Mail von Ihrem
Bruder zusätzlich das Label Familie oder die Bestellbestätigung zusätzlich
das Label Amazon. So können Sie geschickter sortieren und behalten viel
besser den Überblick über Ihre Mails.
157
Kapitel 6 – E-Mails senden und empfangen
Um eine E-Mail oder einen Thread mit einem Label zu versehen, tippen Sie
länger auf die Mail und wählen anschließend aus dem Gmail-Menü den
Punkt Labels ändern 1.
a
b
Nun öffnet sich ein weiteres Fenster, in dem Sie ein oder mehrere vordefinierte Labels auswählen können 2. Die Verwendung mehrerer Labels für
die gleiche E-Mail hat den Vorteil, dass Sie Ihre Mails so in verschiedene
Kategorien gleichzeitig einordnen können. Die Labels definieren Sie am
einfachsten über Gmail per PC-Browser unter dem Punkt Labels verwalten
(mehr dazu im folgenden Abschnitt).
Sie greifen auf die verschiedenen Labels in der Mail-App über das Hauptmenü der App zu (siehe den Abschnitt »Gmail im Überblick« ab Seite 154).
Auch der Posteingang und der Postausgang erscheinen dort als Labels.
E-Mails über die Website am PC abrufen
Das Schöne an Gmail ist die Möglichkeit, dass Sie am heimischen PC per
Browser bequem auf Ihre Konversationen zugreifen können:
1. Starten Sie Ihren Browser auf dem PC, und loggen Sie sich mit Ihrem
Google-Account bei www.google.de ein.
158
Einstellungen vornehmen
2. Klicken Sie den Link Gmail im Google-Menü im oberen rechten Bereich
des Browserfensters an. Sie können nun Ihre E-Mails im Browser betrachten, bearbeiten, einordnen und mit neuen Labels versehen.
a
3. Wischen Sie mit der Maus über den linken Fensterbereich 1, sodass sich der
Labelbereich entfaltet.
4. Begeben Sie sich zum Menüpunkt Mehr
E
Labels verwalten 2. Hier können Sie
neue Labels anlegen, die später auch
auf Ihrem Smartphone in der GmailApp erscheinen.
b
Einstellungen vornehmen
Durch Betätigen der Menü-Schaltfläche innerhalb des Hauptmenüs von
Gmail gelangen Sie über den Menüpunkt Einstellungen in das Optionsmenü der App. Dieses ist in die Bereiche Allgemeine Einstellungen sowie in die
speziellen Einstellungen für Ihr Google-Konto unterteilt. Hier finden Sie die
üblichen Möglichkeiten zur Konfiguration einer Mailanwendung. Insbesondere können Sie dort auch eine individuelle Signatur definieren, die an jede
E-Mail angehängt wird 1 (siehe dazu auch den Abschnitt »Signatur und
Benachrichtigungston anpassen« auf Seite 166).
159
Kapitel 6 – E-Mails senden und empfangen
a
Die Einstellungen der GmailApp: oben die allgemeinen
Einstellungen, rechts die
Optionen für ein einzelnes
E-Mail-Konto
Bilder und andere Dokumente an E-Mails anhängen
Bilder lassen sich nicht nur mit dem Messenger WhatsApp verschicken. Bei
größeren Schriftwechseln bietet es sich an, diese an eine E-Mail anzuheften. Das geht folgendermaßen:
a
1. Schreiben Sie eine Mail, wie ab Seite 155
beschrieben.
2. Tippen Sie auf die Büroklammer 1. Dadurch öffnen Sie das Menü zum Anhängen einer Datei. Tippen Sie in dem Menü
auf den Punkt Datei anhängen.
3. Wählen Sie als Bildquelle nun die FotosApp 2 oder auch den Bereich Bilder 3
aus. In Letzterem finden Sie die Bilder,
die lokal auf Ihrem Smartphone gespeichert wurden. Die Fotos-App hingegen
zeigt sämtliche Bilder, die mit Ihrem
160
Bilder und andere Dokumente an E-Mails anhängen
c
Google-Konto verknüpft sind und sich
auf Ihrem Google-Onlinespeicher befinden.
4. Suchen Sie ein Bild oder mehrere Bilder aus, die Sie an die Mail anhängen
möchten. Tippen Sie die Bilder zur Auswahl so lange an, bis ein Häkchen 4 als
Markierung erscheint.
b
5
d
5. Bestätigen Sie Ihre Auswahl über die
Schaltfläche Fertig 5.
Möchten Sie nur ein Bild verschicken,
genügt es, dieses kurz anzutippen. Es
landet dann unmittelbar in der Mail.
6. Verschicken Sie schließlich Ihre E-Mail
f
durch einen Tipp auf die Schaltfläche
Senden 6.
Wenn es sich um ein Originalbild der eingebauten Kamera handelt, sollten Sie das Bild
ggf. vor dem Versenden komprimieren. Wie
das funktioniert, erfahren Sie im Kasten
»Ein Bild auf die Schnelle verkleinern« auf
Seite 245.
Dateimanager+
Sie können aber nicht nur Bilder, sondern
auch andere Anhänge versenden. Möchten
Sie Ihrem Kollegen ein PDF- oder gar ein
Word-Dokument schicken? Auch das ist
kein Problem! Zuvor ist es sinnvoll, einen
Dateimanager zu installieren. Diese gibt es
zuhauf im Play Store, ich verwende nachfolgend den beliebten Dateimanager+.
161
Kapitel 6 – E-Mails senden und empfangen
h
g
Verschicken Sie beliebige Dokumente von Ihrem Smartphone
aus mit dem Dateimanager+.
Dieser kann sogar auf einen
am Smartphone angeschlossenen USB-Stick zugreifen.
1. Installieren Sie den Dateimanager+ (mithilfe des auf Seite 161 abgebildeten QR-Codes).
2. Schreiben Sie eine Mail. Wählen Sie wie schon beim Versand des Bildes
oben den Punkt Datei anhängen (siehe Schritt 2 auf Seite 160), nun aber
die Option Dateimanager+ 7.
3. Navigieren Sie mit dem Dateimanager zur gewünschten Datei 8, und
wählen Sie diese durch langes Antippen aus. (Mehr zur Verwendung
eines Dateimanagers erfahren Sie z. B. im Abschnitt »Musik auf das
Smartphone übertragen« ab Seite 287).
4. Verschicken Sie die Mail wie gewohnt, indem Sie die Schaltfläche Senden betätigen.
Andere E-Mail-Anbieter einrichten:
GMX, WEB.DE, Yahoo und Co.
Möchten Sie Ihren gewohnten E-Mail-Provider auf Ihrem Android-Smartphone nutzen, können Sie das ebenfalls in Verbindung mit der Gmail-App
tun: Dazu richten Sie dort einfach ein weiteres Konto ein.
162
Andere E-Mail-Anbieter einrichten
1. Starten Sie die Gmail-App, und wechseln Sie im Hauptmenü zu den Einstellungen. Tippen Sie dort auf den Eintrag Konto hinzufügen 1.
2. Wählen Sie im erscheinenden Dialog einen
Kontotyp aus der Liste der Anbieter aus.
Sollte Ihr spezieller Anbieter hier nicht
aufgelistet sein, wählen Sie zur manuellen
Konfiguration den Punkt Sonstige 2.
c
a
b
Ich wähle nachfolgend zur Einrichtung ein GMX-Konto, indem ich auf
den entsprechenden Eintrag tippe 3.
3. Geben Sie nun zunächst die Adresse Ihres Mailzugangs 4 an, den Sie
mit Ihrem Android-Smartphone nutzen und verwalten möchten. Betätigen Sie anschließend die Schaltfläche Weiter. An dieser Stelle haben Sie
die Möglichkeit, den E-Mail-Empfang über eine manuelle Einrichtung
noch genauer anzupassen 5. Das empfiehlt sich bei exotischeren Mail
anbietern. Hier müssen Sie dann insbesondere die verwendeten Mailserver in Erfahrung bringen.
d
f
e
163
Kapitel 6 – E-Mails senden und empfangen
4. Geben Sie im nächsten Schritt Ihr Passwort für den Mailzugang ein 6,
und bestätigen Sie die Eingabe gleichfalls über Weiter.
5. Nun wird der Zugang zum Maileingangs- und Mailausgangsserver geprüft. Anschließend haben Sie die Möglichkeit, über den Dialog Konto
optionen die Abruffrequenz 7 für Ihre E-Mails anzupassen. Betätigen
Sie anschließend die Weiter-Schaltfläche.
g
h
6. Benennen Sie das Konto ggf. noch um 8, und beenden Sie den Assistenten per Schaltfläche Weiter. Das neu eingerichtete Konto sollte nun in
der Übersicht erscheinen 9. Um zu diesem Konto zu wechseln, tippen
Sie es einfach an.
j
i
164
E-Mails an Kontakte aus dem Adressbuch schicken
INFO
Das war’s: Ihr Konto ist eingerichtet und wird in Zukunft automatisch vom
Android-System synchronisiert. Auf diese Weise können Sie so viele Mailkonten in Gmail integrieren, wie es Ihnen beliebt. Die eingehenden Mails
landen im gemeinsamen Posteingang, der Eingang wird in der Statuszeile
signalisiert. Die unterschiedlichen Konten erscheinen in Gmail, wenn Sie
auf das Kontensymbol oben rechts j tippen. Dort können Sie auch Ihre
Konten verwalten.
Alternative Mailprogramme
Es steht Ihnen natürlich frei, eines der zahlreichen alternativen
Mailprogramme anstelle der im letzten Abschnitt vorgestellten
integrierten Lösung zu verwenden. Ich persönlich habe sehr gute
Erfahrungen mit dem Mailprogramm Aqua Mail gemacht. Sie fin
den es im Play Store und installieren es über den nebenstehenden
QR-Code. Ein Vorteil von Aqua Mail ist die Vielfalt der Konfigurati
onsmöglichkeiten.
Aqua Mail
E-Mails an Kontakte aus dem Adressbuch schicken
Eine E-Mail lässt sich auch direkt an einen Empfänger aus Ihrem Kontaktverzeichnis schreiben:
1. Starten Sie die Kontakte-App, und wählen Sie einen Kontakt aus, an den
Sie eine E-Mail verschicken möchten.
2. Tippen Sie auf die E-Mail-Adresse neben dem Umschlagsymbol 1. Gegebenenfalls erhalten Sie hier eine Auswahl mehrerer Mailadressen.
3. Sollten Sie mehrere Mail-Apps auf Ihrem Smartphone installiert haben,
wählen Sie im nächsten Schritt die Mail-App aus, die Sie verwenden
möchten. Durch Auswahl der Schaltfläche Immer 2 wird diese MailApp in Zukunft standardmäßig verwendet. Wenn Sie das nicht wünschen, wählen Sie an dieser Stelle Nur diesmal 3 aus.
165
Kapitel 6 – E-Mails senden und empfangen
a
c
b
INFO
4. Schreiben Sie Ihre E-Mail, und verschicken Sie sie wie üblich.
Ihr Adressbuch direkt in der Mail-App nutzen
Alternativ zur oben beschriebenen Vorgehensweise können Sie
natürlich auch in der Gmail-App direkt auf Ihr Adressbuch zugrei
fen. Geben Sie dazu in das An-Feld
einfach die ersten Buchstaben Ihres
Kontakts ein. Dadurch wird eine
Suche im Adressbuch gestartet.
Den gewünschten Kontakt wählen
Sie dann einfach, indem Sie auf das
passende Ergebnis tippen.
Signatur und Benachrichtigungston anpassen
Sie haben die Möglichkeit, Ihre Mails mit einer persönlichen Signatur zu
versehen, die Ihre Adressdaten, aber auch andere Informationen enthält.
Mehr noch: Für unterschiedliche Mailkonten können Sie sowohl unterschiedliche Signaturen als auch unterschiedliche Benachrichtigungstöne
festlegen.
166
Signatur und Benachrichtigungston anpassen
1. Starten Sie Gmail, und wechseln Sie über das Hauptmenü in den Bereich der Einstellungen. Diesen Punkt finden Sie ganz unten im Menü.
2. Tippen Sie in der Übersicht das Konto an, dessen Signatur bzw. Benachrichtigungston Sie festlegen möchten.
3. Nun können Sie zunächst die Mobile Signatur 1 durch Antippen des entsprechenden Menüpunkts anpassen.
4. Einen speziellen Benachrichtigungston stellen Sie ein, indem Sie sich
im Bereich Benachrichtigungen in das Untermenü Benachrichtigungen
verwalten 2 begeben. Hier können Sie über den Menüpunkt Ton 3 einen speziellen Benachrichtigungston auswählen und entscheiden, ob
Ihr Smartphone beim Eingang einer Nachricht auch vibrieren soll. Außerdem lässt sich einstellen, ob beim Eingang einer Mail ein Benachrichtigungspunkt (Badge) am Icon der App angezeigt werden soll.
a
b
c
Jedes Mailkonto kann mit einem
Benachrichtigungston und einer speziellen
Signatur versehen werden.
167
Kapitel 7 – Kalender, Termine, Erinnerungen und Co.
Kapitel 7
Kalender, Termine,
Erinnerungen und Co.
Android ist längst Bestandteil der Businessliga. Das System bietet eine exzellente Terminverwaltung und Aufgabenplanung und lässt sich obendrein
mit Office-Software bestücken, sodass Sie auch unterwegs jederzeit noch
schnell an einem wichtigen Vortrag feilen oder Ihre Spesenabrechnung vornehmen können.
Die Kalender-App
Ihr Android-Smartphone ist von Haus aus mit einer perfekten Terminverwaltung ausgestattet. Ich muss an dieser Stelle zugeben, dass es mir anfänglich
äußerst suspekt war, meine beruflichen und privaten Termine der Datenkrake Google anzuvertrauen. Andererseits: Sie liegen dort wahrscheinlich
sicherer als im Safe einer Schweizer Bank, wenn man einige grundlegende
Prinzipien des Datenschutzes beachtet. Und es ist schon äußerst bequem,
eine reibungslose Terminsynchronisation zu haben, ohne dass man dafür
das Smartphone wie früher umständlich per Dockingstation oder USB-Kabel mit dem PC verbinden muss.
Dieses Kapitel gibt Ihnen einen Überblick darüber, was Sie beachten sollten,
wenn Sie sich Ihren Alltag von Google planen lassen möchten. Dabei lege
ich besonderen Wert auf die Verzahnung und Synchronisation von Smartphone und Google-Kalender. Die Synchronisation mit Outlook und Co. beschreibe ich ebenfalls.
169
Kapitel 7 – Kalender, Termine, Erinnerungen und Co.
Der Google-Kalender
a
Bevor wir uns den Möglichkeiten des Kalenders auf dem Smartphone widmen, sehen wir uns zunächst einmal den »großen Bruder« im Netz näher
an. Im Folgenden gehe ich davon aus, dass Sie ein Google-Konto besitzen
und dieses so eingerichtet haben, wie im Abschnitt
»Das Android-Smartphone zum ersten Mal starten«
ab Seite 17 beschrieben.
1. Loggen Sie sich auf Ihrem PC per Browser an Ihrem Google-Konto ein.
2. Begeben Sie sich ins Google-Menü 1 im rechten
oberen Bereich des Browserfensters, und wählen
Sie dort die Option Kalender 2.
b
c
Jetzt öffnet sich der Google-Kalender. Er ist in folgende Bereiche aufgeteilt:
f
g
d
h
170
e
Einen Termin eintragen
c Monatsübersicht: Hier können Sie schnell zwischen den einzelnen Monaten wechseln.
d Meine Kalender: Zeigt Ihre aktuell verwendeten Kalender an. Das ist zunächst der zu Ihrem Konto gehörende Standardkalender, aber auch der
Aufgabenbereich taucht hier in Form des Kalenders Tasks auf. Sie können jederzeit neue Kalender definieren, z. B. einen gemeinsamen Kalender für Projektmitarbeiter, um Projektmeilensteine einzutragen und
einzuhalten. Kalender, die mit einem Häkchen versehen sind, werden
im Hauptbereich angezeigt.
e Zentraler Kalender: Hier tragen Sie Ereignisse und Termine in den Browser ein. Der aktuelle Tag ist ebenso markiert wie die aktuelle Zeit. Letztere erkennen Sie an einem roten Strich – vorausgesetzt, Sie befinden
sich in der Tages- bzw. Wochenansicht.
f Ansichten: Durch Anklicken des Auswahlpfeils wechseln Sie zwischen
verschiedenen Kalenderansichten. Im Normalfall ist die Wochenansicht
am günstigsten, um sich einen Überblick über die aktuelle Arbeitswoche zu verschaffen.
g Aufgaben: Die Aufgabenliste am rechten Rand erscheint, wenn Sie den
Punkt Tasks (auf Deutsch: »Aufgaben«) im Bereich Meine Kalender aktiviert haben. Ist das nicht der Fall, klicken Sie dort einfach einmal auf
Tasks 8.
Einen Termin eintragen
a
Um einen neuen Termin in den Onlinekalender einzutragen, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Navigieren Sie zum gewünschten Datum, und
klicken Sie einfach auf das gewünschte Zeitfeld. Es öffnet sich ein kleines Fenster, in dem
Sie den Termin näher beschreiben können 1.
Durch Betätigen der Schaltfläche Speichern 2
wird der Termin im Kalender fixiert. Mit Weic
b
d
171
Kapitel 7 – Kalender, Termine, Erinnerungen und Co.
tere Optionen 3 können Sie den Termin feinjustieren und somit etwa
u. a. auch den Veranstaltungsort ergänzen. Neu ist die Möglichkeit, den
Termin mit einer Google-Meet-Videokonferenz zu verknüpfen 4.
2. Sollte Ihnen das Zeitfenster im Nachhi
nein zu klein erscheinen, können Sie
den soeben erstellten Termin beliebig
verlängern. Fassen Sie ihn dazu am unteren Ende mit einem Mausklick, und ziehen Sie den Bereich auf. Sie können den
Termin sogar innerhalb des Kalenderbereichs im Browser verschieben.
3. Die Terminbeschreibung erscheint Ihnen im Nachhinein zu unklar, Sie
möchten außerdem weitere Einzelheiten ergänzen? Klicken Sie den
Termin im Kalender doppelt an. Daraufhin öffnet sich ein Fenster, in
dem Sie die bisher festgelegten Einzelheiten zum Termin sehen, die Sie
nun weiter bearbeiten bzw. ändern oder ergänzen können. So lässt sich
hier z. B. der Veranstaltungsort 5 näher festlegen. Der Planer macht dabei Ortsvorschläge aufgrund Ihrer Eingaben.
f
e
4. Schließen Sie Ihre Änderungen ab, indem Sie auf die Schaltfläche Speichern 6 tippen.
172
Termine auf dem Smartphone verwalten
Termine auf dem Smartphone verwalten
Sie gelangen zum Kalender Ihres Smartphones, indem Sie die Kalender-App
starten. Hier können Sie nach Belieben Ihre Termine verwalten.
Ich empfehle Ihnen, das Kalender-Widget für einen schnellen Zugriff auf den
Terminplaner auf einem Homescreen zu deponieren. Tippen Sie zu diesem
c
Zweck das Icon der Kalender-App etwas länger an.
Dann erscheint ein Kontextmenü. Tippen Sie hier
das Widgets-Symbol 1 an, und halten Sie im unteren Displaybereich Ausschau nach einem passenden
Widget, indem Sie per Fingerwisch durch die angebotenen Möglichkeiten scrollen. Halten Sie den Finger
c
länger über dem gewünschten Widget 2 gedrückt,
und ziehen Sie es auf einen freien Homescreen. Sie
können die Größe des Widgets ändern, indem Sie
länger darauf tippen und die Fläche durch Anfassen
der Punkte 3 auf die gewünschte Größe ziehen.
c
c
a
b
Schauen Sie sich die angezeigten Termine an. Falls der Termin, den Sie im
vorigen Abschnitt per Browser in Ihren Google-Kalender eingetragen haben, nicht im Kalender bzw. im Kalender-Widget auftaucht, prüfen Sie, ob
die Synchronisierung des Kalenders aktiviert wurde. Gehen Sie dazu folgendermaßen vor:
1. Kontrollieren Sie in den Einstellungen im Bereich Konten, ob die automatische Synchronisierung aktiviert ist 1.
173
Kapitel 7 – Kalender, Termine, Erinnerungen und Co.
5
3
2
4
1
2. Tippen Sie nun auf das Google-Konto 2, und kontrollieren Sie anschließend durch Antippen des Menüpunkts Kontosynchronisierung 3, ob der
Schalter bei Kalender 4 aktiviert wurde. Im In-App-Menü 5 lässt sich
die Synchronisation über den Punkt Jetzt synchronisieren auch noch einmal manuell anwerfen.
Jetzt sollten Ihre Termine alle im Kalender zu sehen sein. Schauen wir uns
die Kalender-App doch einmal etwas genauer an:
1. Starten Sie sie durch Antippen des Kalender-Widgets oder des KalenderIcons. Beim ersten Start erhalten Sie eine Einführung in Form eines kleinen Tutorials. Um die Informationen zu lesen, wechseln Sie per Wischgeste durch die Seiten und bestätigen die letzte Seite mit OK.
2. Nun begrüßt Sie der Kalender mit Ihren zuvor eingetragenen Terminen.
Für einen ersten Überblick eignet sich die Terminübersicht; Sie können
aber auch per App-Menü links oben zur Tages- bzw. Wochenansicht
wechseln.
Ein nettes Feature der Terminübersicht: Die Kalender-App versucht,
passende Hintergrundbilder für die jeweilige Aktivität zu finden.
Wenn Sie ein neues Ereignis in die Kalender-App Ihres Smartphones eintragen wollen, gehen Sie folgendermaßen vor:
174
Termine auf dem Smartphone verwalten
a
1. Tippen Sie auf das +-Symbol am rechten unteren Bildschirmrand 1.
Nun erscheint eine Übersicht mit den Optionen Ziel, Erinnerung, Aufgabe, Termin. Hier können Sie sich also an zu erledigende Aufgaben erinnern lassen (z. B. »Milch einkaufen«) oder sich auch langfristigere Ziele
setzen (»Sich bewegen«, »Etwas Neues lernen« etc.).
2. Wir wollen hier aber nun einen Termin anlegen und
tippen daher auf die entsprechende Schaltfläche 2.
3. Benennen Sie zunächst Ihren Termin 3. Bei der Eingabe erkennt die Kalender-App intelligent gängige Aktivitäten (z. B. »Kaffee trinken«) und schlägt Varianten
vor (bestimmte Personen, aber etwa auch – nach Eingabe des Ortes – ein bestimmtes Café). Folgen Sie dem
Assistenten, und bestätigen Sie abschließend den Termin über die Schaltflächen OK 4 bzw. Speichern 5.
b
175
Kapitel 7 – Kalender, Termine, Erinnerungen und Co.
e
c
d
Alternativ erstellen Sie einen neuen Termin durch Antippen eines entsprechenden Zeitfensters in der Kalender-App:
1. Tippen Sie auf einen Zeitraum in der Kalenderübersicht. Daraufhin
wird dort ein Feld angezeigt. Tippen Sie den Bereich Titel hinzufügen 1
an, und vergeben Sie eine aussagekräftige Überschrift 2.
e
b
c
a
176
d
Termine auf dem Smartphone verwalten
2. Passen Sie ggf. das Datum und die gewünschte Dauer des Termins in der
Eingabemaske an 3.
3. Optional können Sie hier auch wieder den Ort festlegen 4, an dem der
Termin stattfindet. Das ist etwa dann nützlich, wenn Sie mithilfe des eingebauten Routenplaners zu Ihrem Termin navigieren möchten. Sofern
es sich um ein Geschäft oder einen öffentlichen Platz handelt, versucht
Android, Ihre Angaben sofort bei der Eingabe zu erkennen. Schließlich
können Sie auch noch einige Notizen zum Termin hinzufügen.
4. Speichern Sie den neuen Termin ab, indem Sie auf die Schaltfläche Speichern 5 tippen.
Sie können einen Termin später auch noch ändern. Gehen Sie dazu nach
der Terminerstellung folgendermaßen vor:
5. Tippen Sie zunächst den Termin im Kalender an. Klicken Sie anschließend auf das Stiftsymbol (Bearbeiten) 6. Mithilfe des Farbpunktsymbols 7 weisen Sie dem Termin ein anderes Farbsymbol zu. Außerdem
können Sie im Menü eine Benachrichtigung für den Termin aktivieren
8 oder weitere Teilnehmer per Mail einladen 9. Mittels Speichern bestätigen Sie erneut Ihre Änderungen.
f j
i
k
h
g
6. Schließlich können Sie einen
ausgewählten Termin über das
In-App-Menü j auch löschen
k.
177
Kapitel 7 – Kalender, Termine, Erinnerungen und Co.
Auf die gleiche Weise verlegen Sie einen Termin auf ein anderes Datum.
Nach dem Bearbeiten von Terminen werden diese automatisch mit dem
Google-Kalender synchronisiert, sofern Sie die Synchronisierung wie oben
beschrieben korrekt konfiguriert haben. Ob das tatsächlich funktioniert
hat, testen Sie ganz einfach, indem Sie den Google-Kalender auf Ihrem PC
im Browser öffnen.
Die Kalender-App im Detail
Die Kalender-App ist folgendermaßen aufgebaut (wobei die linke Abbildung das Seitenmenü darstellt):
f
bg
1
c
h
d
i
e
a Auswahl der Darstellungsweise (Terminübersicht, Tag, 3 Tage, Woche,
Monat)
b Suchfunktion
c Hauptkonto des Kalenders (hier: mein Gmail-Konto)
d spezielle Kalenderbereiche (Termine, Geburtstage etc.)
178
Einen Termin mit einer Erinnerung versehen
e Einstellungen der App
f Monatsübersicht (erscheint, wenn man den Monatsnamen antippt)
g Sprung zum aktuellen Tag
h Termine des entsprechend ausgewählten Tages
i Erstellen eines neuen Termins
Einen Termin mit einer Erinnerung versehen
Wenn Sie sich im Voraus an wichtige Termine erinnern lassen wollen, stellen Sie das so auf Ihrem Smartphone ein:
1. Öffnen Sie den Termin durch Antippen, und wählen Sie die Option Bearbeiten über das Stiftsymbol.
2. Tippen Sie das Feld Benachrichtigung hinzufügen an.
1
b
c
4
3. Definieren Sie den Benachrichtigungsvorlauf 1 durch Antippen eines
Eintrags aus der Liste. Über den Punkt Benutzerdefiniert 2 lässt sich der
Benachrichtigungsvorlauf individuell bestimmen 3 und u. a. auch die
Benachrichtigungsform (Smartphone-Alarm, E-Mail) 4 einstellen.
179
Kapitel 7 – Kalender, Termine, Erinnerungen und Co.
Sie können sich auf diese Weise auch
mehrfach an den Termin erinnern lassen, indem Sie einfach über die Schaltfläche Benachrichtigung hinzufügen 5
mehrere Benachrichtigungen erstellen.
Diese lassen sich natürlich auch wieder entfernen: Dazu tippen Sie auf das
Schließen-Symbol 6 der zu löschenden
Benachrichtigung.
f
e
Regelmäßige Termine eintragen
Sicher haben Sie auch einige Termine, die sich regelmäßig wiederholen. In
meinem Fall wäre das z. B. der wöchentliche Termin zum Yoga. Einen solchen wiederkehrenden Termin legen
Sie folgendermaßen an:
g
1. Starten Sie die Kalender-App,
und geben Sie den gewünschten
Termin wie gewohnt ein.
2. Tippen Sie auf das Feld mit der
Beschriftung Einmalig 1.
3. Stellen Sie im folgenden Menü a
die gewünschte Wiederholungsfrequenz 2 ein.
4. Optional: Geben Sie im Menü Benutzerdefiniert 3 noch den Wo-
chentag 4 und ein Enddatum 5
an. Sie können an dieser Stelle
auch die Anzahl der Wiederholungen des Termins eingeben.
Verlassen Sie diesen Menübereich
über die Schaltfläche Fertig 6.
180
2
3
Einen neuen Kalender erstellen
5.
Speichern 7 Sie schließlich den fer-
tigen Termin ab.
Obwohl Geburtstage und Jubiläen als
wiederkehrende Ereignisse auf die gleiche Art eingegeben werden können,
empfiehlt es sich, dafür einen eigenen
Kalender einzurichten. Wie das funktioniert, erfahren Sie im nächsten Abschnitt.
f
d
e
Einen neuen Kalender
erstellen
Möchten Sie Ihren höchstpersönlichen Kalender mit selektiven Einträgen
erstellen (z. B. mit Meilensteinen für ein Projekt), so gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Loggen Sie sich per Browser an Ihrem Google-Konto ein, und begeben
Sie sich in den Bereich Kalender.
2. Tippen Sie unterhalb von
Meine Kalender auf die +-Schaltfläche neben Weitere Kalender 1 und anschließend auf den nun erscheinenden
Menüpunkt Neuen Kalender einrichten 2.
c
a
d
b
e
181
Kapitel 7 – Kalender, Termine, Erinnerungen und Co.
3. Benennen Sie den neuen Kalender im Feld Name 3, fügen Sie darunter
eventuell eine Beschreibung 4 hinzu, und beenden Sie den Dialog mit
der Schaltfläche Kalender erstellen 5.
4. Der Kalender sollte jetzt in der Kalenderübersicht im Browser erscheinen. Über das Kontextmenü, das sich hinter den drei senkrechten Punkten neben dem Kalender verbirgt, haben Sie Gelegenheit, diesem eine
neue Farbe zuzuordnen.
5. Wählen Sie anschließend den Menüpunkt Nur diesen zeigen 6 aus, und
tragen Sie Ihre Projektmeilensteine oder Ähnliches ein.
6. Blenden Sie danach die anderen Kalender wieder ein,
indem Sie auf die nun nicht
mehr farbigen Felder neben
ihren Namen tippen 7.
7. Schließlich müssen Sie noch
kontrollieren, ob Ihr Kalender
korrekt auf Ihr Smartphone
übernommen wurde. Prüfen
Sie dazu im Hauptmenü der
Kalender-App, ob der neu
angelegte Kalender in der
Liste der Google-Kalender
auftaucht 8. Ist das nicht
der Fall, begeben Sie sich in
die Einstellungen der App 9
und schauen dort nach, ob
der Kalender in Ihrem Goo
gle-Bereich auftaucht. Sollte
auch das nicht der Fall sein,
synchronisieren Sie einfach
noch einmal die Kalender-
182
f
Einen neuen Kalender erstellen
App. Gehen Sie dazu so vor, wie im Abschnitt
»Termine auf dem Smartphone verwalten« ab
Seite 173 beschrieben. Die Kalendereinträge
erscheinen nun im Hauptmenü Ihres Kaleng
ders j. Im Beispiel ist zu sehen, dass Termine
unterschiedlicher Kalender in verschiedenen
Farben dargestellt sind. Das hilft Ihnen, den
Überblick zu bewahren, und schützt Sie vor
einer »Überbuchung«.
h
i
j
Um z. B. einen solchen Projektkalender allen Beteiligten zugänglich zu machen, können Sie ihn öffentlich oder auch nur für bestimmte Teilnehmer
freigeben. Dazu passen Sie einfach die Eigenschaften des Google-Kalenders
im Browser an.
183
INFO
Kapitel 7 – Kalender, Termine, Erinnerungen und Co.
Alternative Kalender-Apps
Der Play Store ist randvoll mit alternativen Kalender-Apps, die teil
weise wesentlich komfortabler sind als die eingebaute Lösung.
Mein persönlicher Favorit ist aCalendar+. Bei diesem voll individua
lisierbaren Kalender können Sie perfekt per Wischgesten durch ver
schiedene Ansichten navigieren.
aCalendar+
Wechseln Sie per
Wischgeste durch die
unterschiedlichen
Ansichten.
Aufgaben, Listen und Memos
Ihr Google-Konto verfügt auch über eine Aufgabenplanung namens Google
Tasks. Diese haben Sie sicher schon am rechten Fensterrand entdeckt, wenn
Sie per Browser Ausflüge in
die Kalender-App unternommen haben.
a
Googles Aufgabenplanung ist in
den Google-Kalender integriert.
Sollte sie nicht zu sehen sein,
dann klicken Sie auf die kreisförmige blaue Schaltfläche 1.
184
Aufgaben, Listen und Memos
Um auch auf Ihrem Android-Smartphone auf die Aufgabenliste zugreifen
zu können, müssen Sie zunächst die App Google Tasks auf Ihr Smartphone
befördern:
1. Installieren Sie die App mit dem nebenstehenden QR-Code, und starten
Sie sie. Überspringen Sie den Begrüßungsdialog durch Anklicken der
Schaltfläche Jetzt starten 2.
2. Kontrollieren Sie, ob die Aufgaben, die Sie eventuell bereits am PC erstellt haben, in der Liste auftauchen.
Google
Tasks
c
b
f
3. Erstellen Sie eine neue Aufgabe, indem Sie das
+-Zeichen 3 antippen.
Optional können Sie für die erstellte Aufgabe auch
ein Fälligkeitsdatum setzen 4 oder Unteraufgaben definieren 5.
d
e
185
Kapitel 7 – Kalender, Termine, Erinnerungen und Co.
4. Verlassen Sie nach Fertigstellung der neuen Aufgabe das Menü über die
Pfeilschaltfläche 6. Die Aufgabe sollte nun im Überblick erscheinen 7.
Nachdem die Aufgabe erstellt wurde, erscheint sie sofort auch im Aufgabenbereich des Google-Kalenders 8, auf den Sie im Browser am PC
zugreifen können.
g
h
Ein Memo ist eine kleine Notiz (vergleichbar mit den kleinen gelben Postit-Zetteln). Dazu verwenden Sie die Google-App Notizen, die Sie bereits im
Abschnitt »Texte eingeben« ab Seite 53 kennengelernt haben. Dort wurde
auch gezeigt, wie man mithilfe von Google Notizen ein Memo erstellt. Inte
ressant ist nun vor allem, wo man die erstellten Notizen systemübergreifend
online findet.
Google
Notizen
1. Starten Sie die Notizen-App, und erstellen Sie eine beliebige Notiz, z. B.
eine Einkaufsliste. Die Symbole in der folgenden Abbildung bedeuten:
b
c
d e
a
a eine neue einfache Notiz erstellen
b Liste erstellen (z. B. eine Einkaufsliste)
c handschriftliche Notiz vornehmen
d Sprachnotiz erstellen
e Fotonotiz anfertigen
186
Aufgaben, Listen und Memos
2. Ihre Notizen werden online auf Ihrem Google-Konto gespeichert. Rufen
Sie im PC-Browser die Seite https://keep.google.com auf, und loggen
Sie sich dort mit Ihren Google-Kontodaten ein. Hier finden Sie alle Notizen – vorausgesetzt, die Synchronisation für Google Notizen ist aktiviert. Das prüfen Sie in den Einstellungen unter Konten, indem Sie Ihren
Google-Kontoeintrag antippen und den Bereich Kontosynchronisierung
kontrollieren (siehe dazu auch den Abschnitt »Termine auf dem Smartphone verwalten« ab Seite 173).
f
Sehr praktisch ist die Funktion, eine Notiz mit anderen zu teilen. Bei uns
privat läuft das beispielsweise so ab, dass ich eine Einkaufsliste erstelle
und für meine Frau freigebe. So kann jeder abhaken, was er bereits gekauft
hat, und der Partner sieht den Status in der synchronisierten Liste. Tippen
Sie zum Teilen einer Liste einfach im Menü zur geöffneten Notiz auf das
Mitbearbeiter-Symbol 6, und wählen Sie dort eine weitere Person, die ein
Google-Konto besitzt.
187
INFO
Kapitel 7 – Kalender, Termine, Erinnerungen und Co.
Evernote
188
Alternative Memo-App: Evernote
Evernote ist wohl die derzeit funktionsreichste App unter den Notizund Memo-Programmen. Die damit erstellten Notizen können be
liebige Anhänge enthalten. Evernote speichert nämlich auch Bilder
und andere Dateien in den Notizen ab und eignet sich somit vorzüg
lich als Universalnotizbuch im privaten wie geschäftlichen Bereich.
Kapitel 8 – Apps installieren und verwalten
Kapitel 8
Apps installieren und verwalten
In diesem Kapitel sehen wir uns die Standardquelle aller Apps etwas genauer an, den Google Play Store (kurz Google Play oder Play Store). Er ist der
Dreh- und Angelpunkt, wenn es darum geht, Apps auf Ihr Android-Smartphone zu befördern. Aber es gibt auch andere Softwarequellen.
Ein Rundgang durch den Google Play Store
Im Einstiegskapitel haben Sie bereits Bekanntschaft mit dem Google Play
Store gemacht und danach sicher auch die eine oder andere App installiert.
Sie können sowohl unterwegs als auch vom heimischen WLAN aus jederzeit
auf Google Play zugreifen. Grund genug, an dieser Stelle noch einmal etwas
genauer auf den zentralen Markt der Apps einzugehen. Zunächst sehen wir
uns lediglich den Teil des Markts an, der für die Apps zuständig ist:
1. Starten Sie den Play Store, indem Sie auf sein Icon im Programmmenü tippen. Zur Navigation gibt es zwei verschiedene Menübereiche.
Am unteren Displayrand finden Sie das Rubrikenmenü Spiele, Apps,
Filme/Serien und Bücher 1. Am oberen Bildschirmrand erscheint kontextabhängig zu den Rubriken ein passendes Untermenü 2.
In diesem Kapitel richten wir unseren Fokus auf die Apps. Diese finden
Sie unter Apps bzw. Spiele.
2. Tippen Sie auf den Menüpunkt Apps. Sie gelangen in den Bereich der im
Play Store erhältlichen Apps.
189
Kapitel 8 – Apps installieren und verwalten
b
a
In den Bereichen »Apps« bzw. »Filme/Serien« finden Sie
unterschiedliche Unterabteilungen.
Durch Antippen der Unterbegriffe innerhalb der jeweiligen Rubriken am
oberen Bildrand 2 wechseln Sie zwischen verschiedenen Sortierungen der
Apps.
190
Rubriken
Bedeutung
Für dich
Empfehlungen, die auf Ihrem Nutzerverhalten basieren
Top-Charts
Hier finden Sie eine Übersicht über die beliebtesten Apps
und Spiele.
Kategorien
Durchsuchen Sie verschiedene App-Kategorien nach interes
santen Apps.
Empfehlungen
Diese Apps wurden von der Redaktion des Play Stores ausge
wählt.
Familie
Nach Altersgruppenempfehlung sortierte Apps sowie Spiele
für die ganze Familie
Installierte Apps anzeigen und auf Updates prüfen
Die genannten Rubriken sind ihrerseits in einzelne Unterabteilungen gegliedert. Eine Suche per Eingabemaske durchkämmt stets die ausgewählte
Rubrik. Das heißt, wenn Sie sich im Bereich der Apps befinden, werden auch
nur solche als Treffer gelistet.
Installierte Apps anzeigen und auf Updates prüfen
Um sich einen Überblick zu verschaffen, welche Apps auf dem aktuellen
Gerät installiert sind bzw. welche Apps Sie bislang erworben haben, tippen
Sie einfach oben auf Ihr Profilbild neben dem Suchfeld 1 und wählen den
Menüpunkt Meine Apps und Spiele 2.
a
c
b
d
Übersicht über automatische Updates (Mitte) und manuell vorzunehmende
Updates (rechts)
Sollten Sie, wie ich es Ihnen im Abschnitt »Apps auf dem neuesten Stand
halten« ab Seite 74 bereits empfohlen habe, die automatische Aktualisierung der Apps aktiviert haben, so erscheint im Bereich Zuletzt aktualisiert 3
191
Kapitel 8 – Apps installieren und verwalten
eine Übersicht, welche Apps vor Kurzem ein Update erhalten haben. Wenn
Sie dagegen die manuelle Aktualisierung bevorzugen, dann finden Sie an
dieser Stelle Hinweise, für welche Apps Updates vorliegen, und können diese über die Schaltfläche Aktualisieren 4 anstoßen. In diesem Fall erscheint
dann außerdem am Icon der App Play Store ein Punkt (Badge) und im Statusbereich eine Benachrichtigung.
Automatische Updates aktivieren!
Lassen Sie installierte Anwendungen nach Möglichkeit automatisch
aktualisieren. Achten Sie aber darauf, dass die Apps nur bei aktiver
WLAN-Verbindung aktualisiert werden. Begeben Sie sich dazu in die
Einstellungen der Play-Store-App (tippen Sie dazu auf Ihr Kontosym
bolbild), und aktivieren Sie dort über den Punkt Allgemein E Apps
automatisch aktualisieren die entsprechende Option 5. In der Regel
werden automatische Updates auch nur dann durchgeführt, wenn
Ihr Gerät geladen wird.
e
Im Bereich Ihrer Apps erkennen Sie darüber hinaus, ob der integrierte
Schädlingswächter Play Protect Bedrohungen durch Viren oder Trojaner
entdeckt hat, die sich in den Play Store bzw. auf Ihr Gerät geschmuggelt
haben.
Unter dem Reiter Installiert erscheint eine Übersicht über alle Apps, die Sie
auf Ihrem aktuellen Gerät installiert haben und für die ggf. Updates angeboten werden.
Im Bereich Mediathek finden Sie sämtliche Apps, die Sie bislang mit Ihrem
Google-Konto getestet, aber eventuell auch wieder deinstalliert haben.
192
Installierte Apps anzeigen und auf Updates prüfen
Das sind insbesondere auch Apps, die sich auf anderen Geräten befinden,
die ebenfalls mit Ihrem Google-Konto verknüpft sind. Scrollen Sie vertikal
durch die Liste, um sich einen Überblick darüber zu verschaffen, welche
Apps Sie schon einmal installiert haben.
Im Bereich Teilen haben Sie die Möglichkeit, Apps an Personen, die sich in
Ihrer Nähe befinden, direkt per NFC-Datenübertragung (Near Field Communication) weiterzugeben. Das ist dann vorteilhaft, wenn man keine Internetverbindung zur Verfügung hat.
Sollten Sie eine sog. Beta-App (das sind Apps, die vom Hersteller als unfertig eingestuft werden) wie z. B. die Facebook-App installiert haben, taucht
diese in einem zusätzlichen Bereich Beta auf.
Mithilfe der Rubriken verschaffen Sie sich schnell einen Überblick.
193
Kapitel 8 – Apps installieren und verwalten
Was Apps dürfen
Besondere Aufmerksamkeit sollten Sie auf die Berechtigungen richten, die
Apps für sich auf Ihrem Smartphone beanspruchen. Diese werden Ihnen im
Informationsbereich der App im Play Store angezeigt. Im folgenden Bild sehen Sie z. B. links, dass die App Google Lens u. a. den Zugriff auf die Kamera
und das Mikrofon Ihres Geräts anfordert. Mit dieser App kann man Texte
einscannen und Objekte identifizieren.
a
3
2
Schauen Sie sich die Liste der Berechtigungen genau an, und installieren
Sie eine App nicht, wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie ihr diese Berechtigungen erteilen möchten. Skepsis ist z. B. angebracht, wenn ein vermeintlich harmloses Spiel Zugriff auf den SMS-Versand beansprucht, denn so
können kostenpflichtige Dienste durch die Hintertür auf Ihr Smartphone
gelangen. Aber keine Sorge: Beim ersten Start der entsprechenden App
194
Was Apps dürfen
wird noch einmal explizit darum gebeten, wenn die Erteilung von Berechtigungen gewünscht ist. In diesem Fall müssen Sie auf die Schaltfläche Bei
Nutzung der App 1 bzw. Zulassen 2 tippen. Sie können die Genehmigung
auch nur einmalig vergeben. In diesem Fall wählen Sie die Schaltfläche Nur
dieses Mal 3.
Haben Sie während der Installation den Berechtigungen durch Antippen zu
schnell zugestimmt und möchten Sie sich diese nachträglich noch einmal in
Ruhe ansehen, können Sie das in der App-Übersicht tun. Halten Sie dazu im
Launcher (der Übersicht aller Apps) Ihren Finger lange auf die betreffende
App. Tippen Sie anschließend auf App-Info 4 und schließlich auf den Punkt
Berechtigungen 5, um sich noch einmal die benötigten bzw. gewährten Berechtigungen der App anzeigen zu lassen. Sollten Sie bereits die erforderlichen Genehmigungen erteilt haben, so wird das an dieser Stelle ersichtlich.
d
e
Durch Antippen der Berechtigungen können Sie der App diese Rechte selektiv zuweisen oder auch wieder entziehen. Beachten Sie aber, dass dadurch
die App ggf. nicht mehr wie gewünscht funktioniert. So ist es z. B. wenig
sinnvoll, einer Fotografie-App den Zugriff auf die Kamera zu verweigern.
195
INFO
Kapitel 8 – Apps installieren und verwalten
Neu ab Android 12: das Privatsphäredashboard
Seit der Version Android 12 hat das Privatsphäredashboard Einzug in
das System gehalten. Es bietet in Form einer Übersicht Informatio
nen darüber, wann welche App auf datenschutzkritische Hardware
(Mikrofon, Kamera etc.) zugegriffen hat. Sie erreichen das Dash
board über die Einstellungen unter dem Punkt Datenschutz E Privatsphäredashboard.
Apps suchen
Eine interessante Option im Play Store ist die selektive Auswahl von Apps
per Suchfunktion. Hierbei führen auch ungenau formulierte Fragen oft zum
Erfolg. Dazu gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Öffnen Sie den Play Store, und wechseln Sie durch Antippen der Schaltfläche Apps in den App-Bereich.
a
b
c
196
Apps suchen
2. Tippen Sie das Suchfeld an, und geben Sie Ihre Suchabfrage ein. Bereits
ein Stichwort reicht, damit ähnliche Suchabfragen aufgelistet werden.
Beschleunigen Sie ggf. die Eingabe, indem Sie einen Eintrag aus der erscheinenden Liste 1 antippen.
3. Untersuchen Sie die gefundenen Apps daraufhin, ob sie sich für Ihre
speziellen Zwecke eignen. Ein guter Anhaltspunkt sind die Bewertungen zu den Apps: Schauen Sie nach der im Durchschnitt vergebenen Anzahl an Sternen 2 sowie nach der Anzahl der Downloads 3.
4. Eine weitere Möglichkeit, um interessante Apps zu finden, ist die Kategoriensuche. Begeben Sie sich zu diesem Zweck in den Bereich Kategorien 4 der Play-Store-App, und wählen Sie dort die Kategorie aus, die
Sie interessiert.
d
5. Suchen Sie sich dort beispielsweise eine nette kostenlose App aus dem
Bereich Fotografie aus, und installieren Sie diese.
197
Kapitel 8 – Apps installieren und verwalten
Eine App kaufen
Der Google Play Store hält sehr viele gute kostenlose Apps bereit. Wer allerdings wirklich professionelle Software mit vollem Funktionsumfang installieren möchte, kommt nicht umhin, von Zeit zu Zeit auch die Pro-Versionen
von Apps bzw. App-Abonnements zu kaufen. Dabei stellt sich die Frage, wie
Sie an das Bezahlsystem von Google angebunden werden. Prinzipiell stehen
Ihnen folgende Optionen zur Wahl:
* Sie besitzen eine gültige Kreditkarte: Melden Sie sich, um Ihre Apps zu
bezahlen, zunächst beim Google-Bezahlsystem Google Payment an, und
geben Sie dort Ihre Kreditkartendaten ein.
* Etliche Mobilfunkprovider gestatten die Bezahlung für Einkäufe aus
dem Play Store per Mobilfunkrechnung. Informieren Sie sich am besten
im Internet darüber, ob das bei Ihrem speziellen Provider der Fall ist.
* Mittlerweile gibt es in fast allen Supermärkten oder Tankstellen Guthabenkarten für den Play Store zu kaufen. Das ist
sicherlich der einfache, risikolose Weg,
Apps aus dem Play Store zu erwerben.
Auf der Rückseite der Karten befindet
sich ein Rubbelcode, den Sie direkt im
Play Store einlösen können. Darüber hinaus können Sie Google-Play-Guthaben
auch online erwerben, z. B. auf www.guthaben.de.
Beginnen wir mit der Einrichtung eines
Google-Payment-Kontos (kurz: Google Pay
oder GPay). Beachten Sie: Dieses ist nicht
zwingend notwendig, wenn Sie ausschließlich Guthabenkarten verwenden möchten. Allerdings können Sie damit
stets bequem Ihren Play-Store-Kontostand auch am PC kontrollieren.
Eine Guthabenkarte, wie Sie
sie in vielen Supermärkten
kaufen können
198
Eine App kaufen
1. Begeben Sie sich auf https://payments.google.com, und loggen Sie sich
mit Ihrem regulären Google-Account dort ein.
a
b
2. Wechseln Sie anschließend in den Bereich Zahlungsmethoden 1. Soll-
TIPP
ten hier noch keine Zahlungsmittel aufgelistet sein, können Sie über die
Schaltfläche Zahlungsmethode hinzufügen 2 ein neues Zahlungsmittel
festlegen.
PayPal nutzen
Sie können Play-Store-Einkäufe auch über PayPal abrechnen. Das
hat den Vorteil, dass die Zahlbeträge via PayPal direkt von Ihrem
Bankkonto abgebucht werden und Sie somit keine gebührenpflichti
ge Kreditkarte einsetzen müssen.
Viele werden vermutlich die Zahlung per Guthabenkarte bevorzugen. Das
Aufladen Ihres Google-Kontos funktioniert dann folgendermaßen:
1. Rubbeln Sie nach dem Erwerb der Karte
das entsprechende Feld auf der Rückseite frei. Verwenden Sie dazu keine
scharfkantigen Gegenstände. Diese
könnten das Codefeld zerstören. Ideal
dafür geeignet ist etwa ein Fingernagel.
199
Kapitel 8 – Apps installieren und verwalten
2. Starten Sie die Play-Store-App auf Ihrem Smartphone, und tippen Sie
auf Ihr Profilbild bzw. das Profilsymbol am rechten oberen Displayrand.
Wählen Sie im Hauptmenü den Punkt Zahlungen und Abos 1 und im
folgenden Untermenü die Option Gutscheincode einlösen 2.
b
a
3. Geben Sie schließlich den auf der Karte befindlichen Code ein 3, und
bestätigen Sie mit Einlösen 4, gefolgt von Bestätigen, das Auffüllen Ihres Kontos.
c
e
f
d
4. Sie erhalten schließlich eine Meldung, dass Ihr Guthaben aufgeladen
wurde. Gegebenenfalls erscheint noch eine Meldung, dass Sie eine
Prämie in Form einer kostenlosen App erhalten haben. Diese können
Sie später im Bereich Benachrichtigungen und Angebote E Angebote im
Menü der Play-Store-App einsehen. Bestätigen Sie die letzte Meldung
200
Eine App kaufen
mit Später 5, oder schauen Sie sich ggf. Ihre Prämie durch Anklicken
der Schaltfläche Zur Prämie 6 an.
Nun können Sie im Play Store auf Shoppingtour gehen:
1. Suchen Sie sich eine kostenpflichtige App bzw. eine kostenfreie App im
Play Store aus 1. (Achtung, auch bei kostenfreien Apps können aufgrund von sog. In-App-Käufen Kosten auf Sie zukommen!) Tippen Sie
zum Kauf auf den Preis der App 2. Erfreulich ist, dass die meisten Android-Apps für wenige Euro zu erwerben sind. Wer aufpasst, kann auch
öfter einmal Apps im Rahmen von Play-Store-Werbeaktionen für wenige Cents kaufen.
Beachten Sie bitte, dass viele Apps zunächst kostenfrei installiert und
getestet werden können. Um in den Genuss des kompletten Funktionsumfangs zu kommen, lassen sich die Apps im Nachhinein per In-AppBezahlung aufwerten (siehe dazu auch den Kasten »Vorsicht vor InApp-Bezahlung und automatisch verlängerten Abos!« auf Seite 206).
Dies geschieht dann ebenfalls durch Belastung Ihres Google-Play-StoreKontos.
a
b
2. Bestätigen Sie beim erstmaligen Kauf einer App in Google Play zunächst
die Nutzungsbedingungen über die Schaltfläche Zustimmen 3. Tippen
Sie anschließend auf die Schaltfläche Kaufen 4.
201
Kapitel 8 – Apps installieren und verwalten
c
d
3. Sofern Sie die Passwortbeschränkung für den Play Store eingerichtet
haben (siehe dazu den Abschnitt »Optionen der Play-Store-App« ab Seite 206), müssen Sie im nächsten Schritt Ihr Google-Passwort eingeben
5. Es empfiehlt sich aus Sicherheitsgründen, mit der Einstellung Ja, immer 6 festzulegen, dass das Passwort oder auch eine andere Authentifizierungsmethode jedes Mal angefordert werden soll. Alternativ zum
Passwort können Sie an dieser Stelle auch die biometrische Authentifizierung aktivieren 7. Dann könnten Sie Ihren nächsten Einkauf beispielsweise per Fingerabdruck oder Irisscan legitimieren.
e
g
f
Sollte die App sehr groß sein, werden Sie vor dem Download noch einmal
gewarnt, dass dieser tunlichst über eine WLAN-Verbindung erfolgen sollte.
Damit wäre der Kauf abgeschlossen, und die kostenpflichtige App wird auf
Ihrem Smartphone installiert.
202
Eine App kaufen
Sie haben jetzt die Möglichkeit, die App direkt über die Schaltfläche Öffnen
(bei Apps) bzw. Spielen (bei Spielen) 8 zu starten. Sollte sie Ihnen nicht
zusagen, können Sie sich das Geld über die Schaltfläche Erstatten 9 wieder
zurückholen. Dafür navigieren Sie einfach im Play Store erneut zurück zur
soeben installierten App und tippen auf den Button.
Bei Nichtgefallen können Sie sich
das Geld für eine App nach der
Installation wieder zurückholen.
Das ist innerhalb von zwei Stunden
nach dem Erwerb möglich.
INFO
h
i
Apps kaufen oder Abos abschließen
War es in den Anfangsjahren der Smartphone-Ära noch üblich,
Apps in Form von unlimitierten Pro-Versionen zu kaufen, so hat sich
heute das Abo-System durchgesetzt. Damit mieten Sie die Software
vollumfänglich für einen bestimmten Zeitraum – meist für einen
Monat oder auch (entsprechend vergünstigt) für ein Jahr. Dieses
System hat Vor- und Nachteile. Der Vorteil eines Abos besteht darin,
dass Sie dieses über eine entsprechende Login-Kennung erwerben
und oft betriebssystemübergreifend nutzen können. Dadurch kön
nen Sie ein und dieselbe App sowohl auf einem Android-Smartphone
als auch auf einem iPhone gleichermaßen nutzen. Der Nachteil ist,
dass Sie spätestens nach
Ablauf eines Jahres Ihr
Abonnement erneuern
müssen, somit also lau
fende Kosten anfallen.
Mehr Informationen zu
anfallenden Abo-Kosten
erhalten Sie im Informa
tionsbereich einer App
(Über diese App E In-AppKäufe) im Play Store bzw.
direkt innerhalb der App.
203
Kapitel 8 – Apps installieren und verwalten
Eine App erneut installieren
TIPP
Das Schöne an Apps, die Sie im Play Store erworben haben, ist die Tatsache, dass Sie sie nicht verlieren können. Sie können sie immer wieder neu
installieren, z. B. auch dann, wenn Sie ein neues Smartphone kaufen. Dann
können Sie aus der Sicherung Ihres Google-Kontos alle Ihre gekauften Apps
wieder aufspielen. Wie das genau funktioniert, erfahren Sie in der folgenden Anleitung.
Einmal kaufen – vielfach nutzen
Apps, die Sie einmal erworben haben, können Sie auf beliebig vielen
Android-Geräten nutzen – vorausgesetzt, diese sind mit demselben
Google-Konto verknüpft.
Sie müssen eine App noch nicht einmal per Smartphone installieren. Sie
können sich auch Apps bequem per Browser auf Ihrem Computer aussuchen und sie ferngesteuert auf Ihrem Gerät installieren. Das geht folgendermaßen:
1. Begeben Sie sich im Browser auf Ihrem Computer zum Google Play
Store (https://play.google.com).
2. Klicken Sie auf Anmelden, und loggen Sie sich dort mit Ihrem GoogleAccount ein.
c
a
b
204
Eine App erneut installieren
3. Schauen Sie sich zunächst einmal im Bereich Apps um, indem Sie die
entsprechende Schaltfläche auf der linken Seite anklicken. Über den
Link Meine Apps 1 können Sie sich alle Anwendungen anzeigen lassen,
die Sie über Ihr Google-Konto auf Ihrem Android-Gerät bereits installiert haben 2. Umgekehrt ist Ihr Smartphone eindeutig Ihrem GoogleAccount zugeordnet.
4. Halten Sie über die Suchfunktion 3 nach einer App Ausschau, die Sie
gern erneut installieren möchten. Der Play Store sieht im Browser ganz
ähnlich aus wie auf dem Smartphone. Bereiten Sie im PC-Browser die
Installation auf dem Smartphone vor, indem Sie auf die entsprechende
Schaltfläche klicken.
d
e
f
5. Sollten Sie die App bereits einmal auf einem Gerät installiert haben, so
erscheint die Schaltfläche Installiert 4. Klicken Sie darauf.
6. Sollten Sie mehrere Android-Geräte besitzen, können Sie nun auswählen, auf welchem Ihrer Geräte die App installiert werden soll. Klicken
Sie nach der Auswahl über die Pfeile 5 auf die Schaltfläche Installieren 6. Dadurch wird die Installation schließlich angeworfen. Wie von
Zauberhand landet die App auf Ihrem Android-Smartphone – vorausgesetzt, dieses ist mit dem Internet verbunden.
205
INFO
Kapitel 8 – Apps installieren und verwalten
Vorsicht vor In-App-Bezahlung und automatisch verlängerten Abos!
Vermeintlich kostenlose Apps können schnell teuer werden. In ei
nigen Apps lassen sich Funktionen nachträglich freischalten, wenn
Sie diese per In-App-Bezahlung über den Play Store abrechnen. Hier
müssen Sie sorgfältig abwägen, ob Sie dadurch wirklich einen Mehr
wert erhalten. Ebenso schnell können Sie auf diese Weise nämlich
überteuerte Abos kaufen, aus denen Sie so schnell nicht wieder he
rauskommen. Google hat an dieser Stelle übrigens die Sicherheit der
Play-Store-App nachgebessert: Mittlerweile erfordern auch In-AppKäufe ein Passwort, wenn dies in den Einstellungen definiert wur
de. Möchten Sie einen Überblick über
die aktiven Abonnements haben, so
begeben Sie sich durch Anklicken Ihres
Profilbilds in das Menü der App. Tippen
Sie hier den Punkt Zahlungen und Abos
an, und wechseln Sie in das Untermenü
Abos. Dort erhalten Sie einen Überblick
über aktive und abgelaufene Abos.
Möchten Sie ein Abo beenden, so tippen
Sie es in der Liste an und beenden es im
nächsten Bildschirm.
Abonnements können im
Play-Store-Menü einfach verwaltet
werden.
Optionen der Play-Store-App
Über die Einstellungen der Play-Store-App, die Sie über das Hauptmenü erreichen, erhalten Sie Zugriff auf weitere Optionen.
206
Optionen der Play-Store-App
Durch die Installation bzw. den Kauf von Apps erwerben Sie Google Play
Points. Stellen Sie sich diese wie die berühmten Rabattpunkte an den Supermarktkassen vor. Sie erhalten einen Play Point pro im Play Store umgesetzten Euro. Die gesammelten Punkte können Sie später in Play-StoreGuthaben umwandeln oder für In-App-Käufe einsetzen.
Apps und Geräte verwalten gibt einen
Überblick über alle installierten Apps
und informiert Sie darüber, welche
Apps kürzlich aktualisiert wurden.
Über die Schaltfläche Mediathek gelangen Sie zu Ihren bereits erworbenen
Filmen und Serien. Mehr dazu erfahren
Sie im Abschnitt »Filme im Play Store
ausleihen oder kaufen« ab Seite 260.
Im Untermenü Zahlungen und Abos verwalten Sie Ihre Zahlungsmethoden und
können im Bedarfsfall Abonnements
kündigen oder reaktivieren.
Der Bereich Play Protect gibt Auskunft
darüber, ob ggf. schädliche Apps installiert wurden. Play Protect ist der Virenscanner des Play Stores.
Im Bereich Benachrichtigungen und Angebote erhalten Sie Informationen über
aktuelle Aktionen im Play Store.
Der Unterpunkt Play Pass ermöglicht
das Buchen einer Spiele-Flatrate innerhalb des Play Stores.
Begeben wir uns schließlich noch in das
Untermenü der Einstellungen. Hier finden Sie folgende wichtige Teilbereiche:
207
Kapitel 8 – Apps installieren und verwalten
* Allgemein: Hier verwalten Sie Ihr Konto und steuern den Mechanismus
für automatische Updates.
* Nutzersteuerung: In diesem Menü erlauben Sie u. a. die Autorisierung
per Fingerabdruck beim Kauf von Apps.
* Familie: Dieses Menü ermöglicht es, gekaufte Apps mit Familienmitgliedern zu teilen.
Der letztgenannte Punkt ist äußerst interessant: Mit einer Familienfreigabe
können Sie Ihre erworbenen Apps mit bis zu fünf Familienmitgliedern teilen, d. h., diese sind dadurch in der Lage, auf ihren Geräten Apps zu installieren, die Sie im Play Store erworben haben. Voraussetzung dafür ist, dass
Sie sich durch Betätigen der entsprechenden Schaltfläche als Familienadministrator legitimieren und ein gemeinsames Zahlungsmittel definieren.
Per Familienfreigabe lassen sich einmal erworbene Apps auf unterschiedlichen
Geräten mit unterschiedlichen Konten nutzen.
208
INFO
Apps überprüfen und verwalten
Google Play Protect – der eingebaute Wächter
Google hat seine Play-Store-App mit einem mächtigen Sicherheits
feature ausgestattet: Der Viren- und Trojaner-Scanner Play Protect
sorgt dafür, dass kein fieser Schädling über den Play Store Zugang
zu Ihrem Smartphone erhält. Jedes Mal, wenn Sie eine App aus dem
Store installieren, wird diese von Play Protect durchleuchtet. Ein
weiterer Virenscanner, den wir im Abschnitt »Eine App suchen und
installieren« ab Seite 69 installiert haben, wird, wie dort ausgeführt,
lediglich dann benötigt, wenn Sie beabsichtigen, Apps außerhalb
von Google Play zu erwerben (siehe dazu den folgenden Abschnitt).
Stellen Sie über die Play-Protect-Einstellungen 1 sicher, dass die au
tomatische Überprüfung von Apps aktiviert ist 2.
a
b
Apps überprüfen und verwalten
Ob Sie es wollen oder nicht: Der Speicher Ihres Smartphones füllt sich mit
der Zeit durch die Unmengen von Apps, die Sie »nur mal so zum Spaß« installiert haben. Auch wenn die einzelnen Apps für sich genommen meist
nicht viel Platz beanspruchen, wird der Speicher zusehends weniger. Meist
laden die Apps selbst viele temporäre Dateien herunter, beispielsweise Navigations-Apps wie Google Maps bei der Verwendung von Offline-Karten.
Hier gilt es, den Überblick zu bewahren und von Zeit zu Zeit einmal aufzuräumen.
209
Kapitel 8 – Apps installieren und verwalten
Wo erhalten Sie also Einblick, wie viele und welche Apps auf Ihrem Smartphone installiert sind und wie viel Speicherplatz diese belegen?
1. Wählen Sie in den Einstellungen im Bereich Apps den Punkt Alle [Anzahl
der auf Ihrem Smartphone installierten Apps] Apps ansehen 1. Dadurch
starten Sie den Anwendungsmanager.
Hier finden Sie alles, was mit der Verwaltung und Installation der Apps
zusammenhängt, die auf Ihrem Smartphone verwendet werden. Sie
werden zunächst von einem Bereich begrüßt, der Ihnen sämtliche auf
dem Gerät heruntergeladenen und somit installierten Apps anzeigt. Damit lassen sich bereits die größten Speicherfresser identifizieren.
bc
a
2. Über das Suchsymbol 2 können Sie
nach speziellen Apps suchen und sich
durch Antippen deren Status anschauen.
3. Möchten Sie einen Blick unter die Haube werfen und sich alle Systemprozesse
anzeigen lassen, wählen Sie aus dem InApp-Menü des Hauptmenüs 3 die Op-
210
d
e
Apps überprüfen und verwalten
tion System-Apps anzeigen 4 aus. Damit werden dann auch diejenigen
Programme aufgelistet, die für einen runden Lauf des Systems sorgen.
4. Außerdem finden Sie im In-App-Menü den Punkt App-Einstellungen zurücksetzen 5. Damit lassen sich Programmzuordnungen (wie etwa das
Öffnen bestimmter Dokumentarten) wieder auf die Standardwerte einstellen.
5. Wenn Sie eine der aufgelisteten Apps auf der Startseite antippen, gelangen Sie zu dem App-spezifischen Info-Menü. Dabei macht es einen
Unterschied, ob die App fest mit dem System verknüpft oder aber nachträglich installiert wurde. Im letztgenannten Fall lässt sich die App löschen, im ersten Fall lediglich deaktivieren. Die folgenden Abbildungen
zeigen dies am Beispiel der systemeigenen App Google Maps sowie einer
nachträglich installierten App (Dateimanager+).
6. In dem Menübereich können Sie nun die App entweder deaktivieren 6,
deinstallieren also löschen 7, beenden 8 oder temporäre Daten, die
die App gesammelt hat, löschen. Für Letzteres tippen Sie den Link
Speicher und Cache 9 an und wählen die entsprechenden Optionen im
nächsten Bildschirm (mehr dazu im nächsten Abschnitt).
7
h
j
f
k
i
211
Kapitel 8 – Apps installieren und verwalten
7. Auch die Versionsnummer der App j sowie die Berechtigungen, die die
App einfordert k, sind in der App-Info ersichtlich. Durch Antippen des
Links Berechtigungen können diese im nächsten Dialog selektiv erteilt
werden.
Wird eine neue Berechtigung von der App benötigt, erhalten Sie eine
entsprechende Meldung auf dem Bildschirm. Dann können Sie sich
überlegen, ob Sie diese Berechtigung erteilen wollen oder nicht.
Prinzipiell brauchen Sie sich bei aktuellen Android-Geräten keine Sorgen
zu machen, ob der flüchtige Speicher (RAM genannt) eventuell überladen
oder das Smartphone durch zu viele parallele Dienste ausgebremst wird:
Das Android-System verfügt als Abkömmling des bekannten Betriebssystems Linux über ein exzellentes Speicher- und Dienstemanagement.
Apps komplett löschen oder zurücksetzen
Je mehr Anwendungen Sie auf Ihrem Smartphone installieren, desto größer
ist die Gefahr, den Speicher des Geräts zu überfüllen. Von Zeit zu Zeit kann
es daher notwendig sein, Ihr Smartphone von überflüssigen, weil nicht genutzten Apps zu befreien. Am schnellsten geht das folgendermaßen:
1. Begeben Sie sich ins App-Menü oder auf den Startbildschirm, und tippen Sie dort länger auf die App, die Sie entfernen wollen. Schieben Sie
nun die App mit dem Finger in Richtung des oberen Bildschirmrandes.
2. Dort erscheint ein Papierkorbsymbol nebst der Beschriftung Deinstallieren 1. Schieben Sie die App mit dem Finger auf dieses Symbol. Heben
Sie anschließend den Finger an.
b
a
212
Apps komplett löschen oder zurücksetzen
3. Bestätigen Sie die folgende Meldung mit OK 2, und die entsprechende
App wird deinstalliert bzw. gelöscht.
Leider lässt die oben beschriebene Methode oft Dateileichen zurück. Zum
rückstandsfreien Löschen einer App gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Wechseln Sie zur Übersicht aller
Apps, und halten Sie einen Finger
längere Zeit auf dem App-Symbol gedrückt. Nun erscheint die Schaltfläche App-Info 3. Tippen Sie darauf.
c
2. Tippen Sie nun auf den Link Speicher
und Cache 4 und anschließend auf
die Schaltflächen Cache leeren sowie Speicherinhalt löschen 5. Darauf-
hin werden sämtliche von der App gespeicherten Daten aus dem (Permanent-)Speicher des Smartphones gelöscht. Diese Verfahrensweise
bietet sich übrigens auch dann an, wenn eine App nicht mehr so läuft,
wie sie sollte, und Sie sie von Grund auf neu konfigurieren möchten.
f
e
g
d
213
Kapitel 8 – Apps installieren und verwalten
3. Zum Löschen der App tippen Sie zunächst den Punkt Beenden erzwingen
6 an (sofern die Schaltfläche aktiv und nicht ausgegraut ist), gefolgt
von Deinstallieren 7.
Ich empfehle Ihnen, regelmäßig Ihre Apps durchzusehen und überflüssige
zu deinstallieren. Sie sparen so Speicherplatz und Ressourcen.
214
Kapitel 9 – Fotografieren mit dem Android-Smartphone
Kapitel 9
Fotografieren mit dem
Android-Smartphone
Der Markt der Kompaktkameras schrumpft stark. Kein Wunder: Ersetzen
doch die modernen Smartphones die früher allgegenwärtigen Immer-dabei-Knipsen. Jedes aktuelle Android-Smartphone ist mit einer hochauflösenden Kamera ausgestattet, die bei guten Lichtverhältnissen sogar den
Vergleich mit einer teuren und schweren Spiegelreflexausrüstung nicht
zu scheuen braucht. In diesem Kapitel erfahren Sie, wie Sie das Optimum
aus der Hardware herausholen und mit Ihrem Smartphone gute Fotos erstellen. Ich beschreibe im Folgenden die Standard-Kamera-App eines »puren« Android-Systems (Google Kamera) zum Zeitpunkt der Drucklegung
des B
uches. Deren Optik kann sich einerseits aufgrund der dynamischen
Entwicklung des Android-Systems laufend ändern, aber auch die Hardwarehersteller kochen mit der Kamera-App oft ihr eigenes Süppchen. Die
meisten der beschriebenen Funktionen sollten dennoch bei allen Varianten
zu finden sein.
Ein erstes Foto machen
Der Weg zur Kamerafunktion führt über die Kamera-App, die auf jedem Android-Smartphone von Haus aus installiert ist und die Sie in der Standardkonfiguration meist direkt auf dem Home-Bildschirm finden. Das Symbol
der App kann hier von Gerät zu Gerät variieren. Bei dem nebenstehenden
Symbol handelt es sich beispielsweise um die Kamera-App des Google-
Pixel-Smartphones.
215
Kapitel 9 – Fotografieren mit dem Android-Smartphone
1. Tippen Sie das Kamera-App-Icon an, um die in Ihrem Smartphone integrierte Kamera zu starten.
2. Bestätigen Sie beim ersten Start die Frage, ob die App auf die Kamerahardware sowie die Lokalisierung zugreifen darf, durch Tippen auf Bei
Nutzung der App 1.
a
3. Beim ersten Start der App führt Sie bei vielen Smartphone-Herstellern
ein kurzes Tutorial zu den wichtigsten Funktionen der Kamera-App.
Hier können Sie einige Grundeinstellungen festlegen, z. B. ob Ihre Fotos
künftig mit einer Markierung des Standorts, an dem sie erstellt wurden,
versehen werden sollen.
Bei der Standard-Kamera-App sieht der Bildschirm nach dem Start wie
in der linken Abbildung gezeigt aus:
4. Blicken Sie auf das Display. Es erscheint der Vorschaubildschirm, und
Sie sehen nun im Bild kurzzeitig einen dünnen weißen Kreis 2. Dieses Feld sucht intelligent den Bereich, der nach Meinung der Automatik
scharf gestellt werden soll. Der Kreis dient zudem der Spotfeld-Belichtungsmessung.
5. Die Kamera-App fokussiert nun automatisch, was in der Regel recht gut
funktioniert. Möchten Sie manuell scharf stellen, was erforderlich wird,
wenn sich das Hauptmotiv nicht in der Bildmitte befindet, dann tippen
216
Ein erstes Foto machen
Sie mit dem Finger auf den Bereich im Bild, den Sie scharf stellen möchten. Erneut erscheint ein weißer Kreis 3, der andeutet, dass fokussiert
wird. Darüber hinaus wird die Belichtung an den gewählten Bereich angepasst. Mit dem virtuellen Schieberegler 4 können Sie die Helligkeit
auch manuell justieren.
d
b
c
e
6. Tippen Sie nun einfach auf den Auslöser 5, und schon wird Ihr Foto
geschossen.
Damit sind Sie bereits gut für Ihre ersten Aufnahmen gerüstet. Möchten Sie
sich Ihre Fotos anschauen, wechseln Sie in die Fotos-App oder bei einigen
Smartphones in die Galerie-App, die Sie im App-Menü aufrufen können. Oft
finden Sie aber auch eine Abkürzung zur Fotos- bzw. Galerie-App direkt aus
der Kamera-App heraus (6 auf Seite 218).
217
Kapitel 9 – Fotografieren mit dem Android-Smartphone
f
ACHTUNG
Bilder lassen sich direkt aus der Kamera-App heraus sichten. Wenn Sie auf das
Vorschau-Bild tippen, landen Sie in der Fotos- bzw. Galerie-App.
Möglichst nicht zoomen!
Sie haben die Möglichkeit, einen Bildausschnitt durch Spreizen der
Finger auf dem Display zu vergrößern. Davon rate ich Ihnen jedoch
ab, da durch diesen sog. Digitalzoom die Auflösung der Aufnahme
leidet und die Verwacklungsgefahr steigt. Sinnvoller ist eine spätere
Nachbearbeitung am PC, bei der Sie den Bildausschnitt nachträglich
festlegen.
Das Zoomen erfolgt mit gespreizten Fingern auf dem Display (»Pinchto-Zoom«). Meist erscheint dann eine Animation des Zoomvorgangs in
Form eines Schiebereglers am unteren Bildschirmrand.
218
Die Kamera-App kennenlernen
In der Fotos- bzw. Galerie-App finden Sie in Zukunft Ihre gesammelten digitalen Werke. Ein Tipp: Sie können bei Samsung-Geräten zu Ihrer Bildergalerie in der Fotos-App wechseln, indem Sie in der Kamera-App mit dem
Finger auf dem Display nach links wischen. Bei einer Vielzahl von AndroidGeräten wechseln Sie außerdem zur Kamera, indem Sie zweimal schnell
hintereinander auf den Einschaltknopf drücken. Ein Foto nehmen Sie durch
Drücken einer Lautstärketaste auf. Dadurch sind Sie auch im Winter trotz
dicker Handschuhe bestens für Schnappschüsse gerüstet.
Die Bilder und Videos in der Galerie können sich sowohl lokal auf dem
Smartphone als auch in Ihrem Google-Konto in der Cloud befinden (mehr
dazu folgt im Abschnitt »Fotos in der Fotos-App anzeigen« ab Seite 235).
Die Kamera-App kennenlernen
Nach dem Start der Kamera-App sehen
Sie einige Schaltflächen und Anzeigen
auf dem Bildschirm. Bei der StandardAndroid-Kamera-App, die sich besonders einfach handhaben lässt, erscheinen folgende Schaltflächen direkt nach
dem Start der App:
a
a Extramenü für weitere Optionen
(Blitz, Selbstauslöser ...)
b Zoomleiste
c Wechsel von der Rück- zur Front
kamera und zurück
d Auslösetaste
b
d
e
e Wechsel zur Bildvorschau in der
Galerie- bzw. Fotos-App
c
f
f Kameramodi (u. a. Foto- und
Videomodus)
219
Kapitel 9 – Fotografieren mit dem Android-Smartphone
Durch Antippen der pfeilförmigen Schaltfläche 1
am oberen Bildrand öffnet sich das Extramenü, das
vom gewählten Hauptmodus abhängt. Im Kameramodus beinhaltet es folgende Menüpunkte:
g
h
i
g Lichtoptionen (deaktiviert, Nachtsicht, Blitz)
j
h Motion-Modus (nur bei Google-Geräten)
l
i Selbstauslöser bzw. Timer
j Bildverhältnis (16:9 bzw. 4:3)
k Zoom
l Einstellungen der Kamera-App
k
Beachten Sie bitte: Google aktualisiert, wie eingangs erwähnt, die hier
dargestellte Kamera-App recht häufig. Die im Folgenden beschriebenen
Elemente können sich daher bereits wieder geändert haben. Auf die Funktionalität hat dies jedoch keinen Einfluss. Davon abgesehen kocht jeder
Hersteller von Android-Smartphones sein eigenes Süppchen.
Schauen wir uns zunächst die verschiedenen Kameramodi an. Diese wechseln Sie am einfachsten per Wischgeste von links nach rechts und umgekehrt.
* Nachtsicht: Fertigen Sie tolle Fotos bei ungünstigen Lichtverhältnissen
an.
* Porträt: Stellt Ihr Motiv vor dem Hintergrund frei.
* Panorama: Damit lassen sich schöne Panoramen von Landschaften erstellen, indem Einzelbilder nebeneinandergesetzt werden.
* Kamera: Das ist der »normale« Fotografiemodus.
* Video: Damit schaltet man die Kamera in den Modus für die Aufzeichnung von Videos.
* Modi: Hier wechseln Sie in einen Bereich, der noch weitere Modi enthält, und zwar:
220
Die Kamera-App kennenlernen
–
Panorama: Damit lassen sich schöne
Panoramen von Landschaften erstellen, indem Einzelbilder nebeneinandergesetzt werden.
–
360°: Erstellen Sie eine 3D-Rundum-
sicht.
–
Lens: Dies ist die Schnittstelle zur
App Google Lens (siehe dazu den Abschnitt »Google Lens« ab Seite 230).
Die genannten Modi sowie das Aufzeichnen von Videos werden später noch
genauer erklärt. In den Einstellungen können Sie die folgenden Änderungen
vornehmen:
* Standort speichern: Versehen Sie Ihre Aufnahmen mit einem sog. GeoTag. Damit können Sie später genau feststellen, an welchem Ort die Aufnahme angefertigt wurde.
* Kameratöne: Einstellen eines simulierten Verschlussgeräusches
* Google Lens-Vorschläge: Hilft Ihnen bei der Entschlüsselung von QRCodes bzw. bei der Übersetzung fremdsprachiger Texte, die im Kameraausschnitt sichtbar sind.
* Teilen in sozialen Netzwerken: Ermöglicht das direkte Weiterleiten einer
Aufnahme zu YouTube und Co.
* Gesten und Bewegungen: Hier können Sie eine spezielle Funktion für die
Lautstärketaste definieren, z. B. die Auslöser- oder Zoomfunktion.
* Oft fotografierte Gesichter: Erkennt, ob bestimmte Personen häufiger fotografiert werden, und ordnet diesen ggf. auch Namen zu.
* Gerätespeicher: Ermöglicht das Abspeichern von Bildern in reduzierter
Qualität, wenn der Speicherplatz auf dem Gerät zu knapp werden sollte.
* Erweitert: Hier lässt sich bei einigen Modellen der Fotografiemodus
RAW auswählen.
221
Kapitel 9 – Fotografieren mit dem Android-Smartphone
* Tipps zur Bildkomposition: Gibt motivabhängige Hinweise zur Optimierung von Aufnahmen.
* Rastertyp: Blendet über dem Fotoausschnitt ein Raster ein, um die Bildproportionen optimal einstellen zu können.
* Fotoauflösung der Kamera: Hier stellen Sie die Standardauflösung für
Fotos ein.
* Selfie wie in Vorschau speichern: Durch Aktivierung dieses Schalters wird
ein Selbstporträt spiegelverkehrt abgespeichert.
* Videostabilisierung: Aktiviert (falls vorhanden) den im Smartphone verbauten optischen Bildstabilisator, der bei Videoaufzeichnungen sehr
praktisch ist.
* Audio-Zoom: Verstärkt den Ton beim Heranzoomen von Objekten.
222
INFO
Den Blitz einsetzen
Der Kameraindikatorpunkt
Neu ab Android-Version 12: Immer dann, wenn eine Kamera in Be
trieb ist, leuchtet ein kleiner grüner Indikatorpunkt 1 in der oberen
rechten Ecke des Smartphones. Dadurch ist unter anderem sicher
gestellt, dass Hacker nicht unbemerkt die Kameras des Geräts akti
vieren und in Ihre Privatsphäre eindringen können.
a
Den Blitz einsetzen
Nachts sind alle Katzen grau – es sei denn, man verwendet den Blitz des
Smartphones. Lediglich einige wenige Modelle verfügen nicht über eine
LED-Blitz-Leuchtdiode neben dem Objektiv. Für alle übrigen Modelle gilt:
Aktivieren Sie den Blitz über das Optionsmenü, indem Sie das Blitzsymbol
antippen und den Blitz entweder auf Automatik- oder Permanentblitz einstellen.
Die Blitz-LED eines Smartphones (hier als weißer
Kreis zu erkennen) befindet
sich meist direkt oberhalb
oder neben der bzw. den
Kameralinse(n).
223
Kapitel 9 – Fotografieren mit dem Android-Smartphone
INFO
Dasselbe Objekt ohne (links) und mit Blitz (rechts) bei sehr schwachen
Lichtverhältnissen. Durch den Blitz werden die Konturen und Details
besser abgebildet, allerdings erkauft man sich dies oft durch einen
leichten, unnatürlich wirkenden Farbstich.
224
Blitz statt Auto-ISO
Es empfiehlt sich stets, bei kritischen Lichtbedingungen vom (per
manenten) Blitz Gebrauch zu machen, da sonst die Kamerasoftware
versucht, den Lichtmangel durch Anheben der sog. ISO-Zahl zu kom
pensieren. Mithilfe des ISO-Wertes wird die Lichtempfindlichkeit
des Sensors Ihrer Kamera gesteuert. Durch eine Erhöhung dieses
Wertes können in der Regel schlechte Lichtverhältnisse ausgegli
chen werden, und die Farben kommen besser zur Geltung. Doch
Sie handeln sich dadurch häufig ein sog. Bildrauschen ein, das die
Bildqualität verschlechtert.
360° und Panoramafunktion
Ein Selbstporträt aufnehmen
Sie benötigen auf die Schnelle ein Selbstporträt,
etwa für Ihr Facebook-Profil? Dann schalten Sie
zu diesem Zweck mithilfe der Option zum Kamerawechsel 1 von der Rück- zur Frontkamera um.
TIPP
Das obligatorische Selfie für das
Profilbild. Im vorliegenden Fall schlägt
die intelligente Szenenanalyse vor,
in den Porträtmodus zu wechseln.
a
Das schönere Selfie – per Sprachsteuerung
Das Selfie per Frontkamera ist nicht jedermanns Sache – ist doch
deren minderwertige Optik stets mit einem Qualitätsverlust
verbunden. Bei einigen Smartphones gibt es aber eine einfache
Möglichkeit, die Hauptkamera für ansprechende Selbstporträts zu
nutzen. Samsung-Geräte beispielsweise verfügen über eine Sprach
steuerung. Mit dem Kommando »Bitte lächeln« lässt sich die Ka
mera sprachgesteuert auslösen und somit auch die Hauptkamera
nutzen, ohne dass man mühselig von der Rückseite her den Auslöse
knopf finden muss.
360° und Panoramafunktion
Sie kennen Google Street View? Mit der Google-Kamera-App haben Sie selbst
die Möglichkeit, räumliche Panoramaaufnahmen mithilfe des 360°-Aufnahmemodus anzufertigen und diese anschließend als Google Street View-Foto
zur Verfügung zu stellen. Das geht ganz leicht. Ich führe zu diesem Zweck
eine 3D-Kamerafahrt durch unseren Garten durch.
225
Kapitel 9 – Fotografieren mit dem Android-Smartphone
1. Starten Sie die Kamera-App, und wählen Sie im Menü Modi den Modus
360° (siehe dazu den Abschnitt »Die Kamera-App kennenlernen« ab Sei-
te 219).
2. Nun erscheinen ein erstes kleines Vorschaubild sowie ein grauer Ring
1. Tippen Sie zum Starten der Aufnahme auf das Auslösersymbol 2.
a
b
c
3. Bewegen Sie nun das Smartphone gleichmäßig im Kreis, sodass sich der
graue Ring mit dem nun sichtbaren blauen Punkt deckt. Dabei sollten
Sie sich möglichst gleichmäßig und ruhig auf der Stelle um Ihre eigene
Achse drehen.
4. Sie können auf diese Weise auch Bilder nach oben und unten aufnehmen
und so eine komplette Fotokugel erstellen (daher der Name 360°- bzw.
Photo-Sphere-Modus). Betrachter haben dann später den Eindruck, sie
seien mittendrin im Geschehen – ganz wie bei Google Street View.
5. Beenden Sie schließlich die Aufnahme über die Fertig-Schaltfläche 3.
Die einzelnen Bilder werden nun von Ihrem Smartphone zu einem Gesamtpanorama zusammengesetzt.
6. Wenn Sie das Panorama in der Galerie aufrufen, wird es automatisch
in Form einer Kamerafahrt bewegt. Sie halten die Kamerafahrt durch
Antippen des Displays an. Per Wischgeste mit dem Finger können Sie
ebenfalls im virtuellen Panorama navigieren.
226
HDR-Aufnahmen
Auch in Google Earth bzw. Google Maps findet man mittlerweile derartige Panoramen, die von Nutzern hochgeladen wurden. Diese entwickeln
einen ganz eigenen Charme mithilfe von Virtual Reality-Brillen wie z. B.
der Google Daydream.
Ein Rundgang durch unseren Garten – hier per Fotos-App
auf dem Smartphone dargestellt
»Gewöhnliche« Panoramen können Sie übrigens jederzeit im klassischen
Panoramamodus erstellen.
Für Landschaftsschwenks verwendet man den klassischen Panoramamodus.
HDR-Aufnahmen
Eventuell kennen Sie das Problem: Sie möchten ein Gebäude mit dunklem Vordergrund aufnehmen, bekommen aber bei keiner Einstellung eine
gleichmäßige Beleuchtung hin. Ein anderer Fall: Sie wollen aus einem dunklen Fenster in einem Gebäude fotografieren, und es soll sowohl die Innen227
Kapitel 9 – Fotografieren mit dem Android-Smartphone
einrichtung als auch die Szene außen korrekt belichtet werden. Hier schlägt
die Stunde der HDR-Fotografie: HDR steht für High Dynamic Range und löst
das genannte Problem durch die geschickte Überlagerung mehrerer Aufnahmen, die in Serie mit unterschiedlichen Belichtungseinstellungen aufgenommen werden. Einige Modelle wie die Google-Pixel-Smartphoneserie
fertigen stets automatisch und ohne weiteres Zutun HDR-Aufnahmen an.
Bei anderen Smartphones muss dieser Modus explizit in der verwendeten
Kamera-App aktiviert werden.
1. Aktivieren Sie (falls bei Ihrem Smartphone erforderlich) zur Erstellung
einer HDR-Aufnahme den HDR-Modus, indem Sie die entsprechende
Schaltfläche im Bereich der Einstellungen antippen. Bei den GooglePixel-Smartphones ist dieser Modus automatisch aktiviert.
2. Fokussieren Sie ein Objekt in einer Szene, die einen starken Kontrastunterschied aufweist.
3. Halten Sie nun Ihr Smartphone sehr ruhig (oder stützen Sie es auf einer
Unterlage ab), und betätigen Sie den Auslöser. Je nach Situation wird
eine Reihe von Bildern mit unterschiedlichen Belichtungen aufgenommen.
4. Die Bilder werden anschließend intern vom Programm automatisch
überlagert, sodass sich ein gleichmäßig belichtetes Bild ergibt. Der Fotograf bekommt davon nichts mit und staunt über das Ergebnis.
228
Nachtaufnahmen anfertigen
Mit der HDR-Option (unteres Bild) wird sowohl das Zimmer als auch der
Garten, der durch das Fenster hindurchscheint, korrekt belichtet.
Nachtaufnahmen anfertigen
Eine herausragende Eigenschaft aktueller Android-Smartphones ist die
Möglichkeit, selbst in tiefster Nacht bei nahezu vollständiger Dunkelheit
ansprechende Aufnahmen zu bekommen. Dahinter steckt eine ausgefeilte
Software, die mehrere Einzelbilder verknüpft und dadurch zu verblüffenden Ergebnissen gelangt. Gehen Sie für eine Nachtaufnahme folgendermaßen vor:
1. Wechseln Sie bei der Android-Kamera-App in den Modus
Nachtsicht.
(Diese Bezeichnung kann von Gerät zu Gerät abweichen.)
2. Halten Sie Ihr Smartphone absolut ruhig. Bei Stadt- bzw. Landschaftsaufnahmen ist es hilfreich, das Gerät auf einer Mauer oder Ähnlichem
abzustützen. Auch der Einsatz des Selbstauslösers ist hier zu empfehlen.
3. Betätigen Sie den Auslöser. Ihr Smartphone fertigt nun mehrere Aufnahmen mit unterschiedlichen Belichtungseinstellungen an und rechnet sie anschließend zu einem optimal belichteten, kontrastreichen Bild
zusammen.
229
Kapitel 9 – Fotografieren mit dem Android-Smartphone
4. Begutachten Sie die neue Aufnahme in der Bildergalerie, und freuen Sie
sich über das erstaunliche Ergebnis.
INFO
Der Nachtmodus macht die Nacht zum Tag. Oben sehen Sie das dunkle
Originalbild, das konventionell erstellt wurde, unten das per Nachtmodus
errechnete Bild.
KI in der Smartphonefotografie
Benötigt man als Hobbyfotograf noch eine teure Systemkamera?
Die Antwort lautet in 90 % aller Fälle bzw. Motive: Nein! Aktuelle
Smartphones sind in der Lage, Bilder durch ausgefeilte Algorithmen
der künstlichen Intelligenz (kurz: KI) mithilfe ihrer leistungsfähigen
Prozessoren schönzurechnen, sodass der Laie bei Alltagsmotiven in
normaler Vergrößerung keinen Unterschied zu Aufnahmen einer
mehrere Tausend Euro teuren Profikamera erkennen wird. Mittler
weile wurden sogar schon komplette Kinofilme mit dem Smart
phone realisiert.
Google Lens
Die Funktionen der faszinierenden App Google Lens haben mittlerweile Einzug in die Android-Kamera-App gehalten. Sollten Sie ein anderes Smartphone besitzen, können Sie die App mit dem nebenstehenden QR-Code installieren.
230
Google Lens
Was kann diese tolle App? Nun, sie ist quasi Ihr Rundum-sorglos-Paket,
wenn es darum geht, Informationen zu Objekten zu erhalten oder Texte
bequem einzuscannen. Begleiten Sie mich doch einfach einmal auf einem
Rundgang:
1. Starten Sie die App, und bestätigen Sie die Nutzungsvereinbarungen.
Am unteren Displayrand erscheinen verschiedene Bereiche, die wir uns
in Form von Beispielen näher anschauen werden.
Google
Lens
2. Die erste Übung: Wählen Sie am unteren Bildrand den Bereich Suche
aus. Wir scannen zunächst QR-Codes. Suchen Sie sich einen in diesem
Buch abgedruckten Code aus, und halten Sie in der Lens-App die Kamera Ihres Smartphones auf den Code. Sie werden
bemerken, dass dieser mit einem weißen Rahmen versehen wird. Tippen Sie zunächst auf den
Auslöser, und der Code wird erfasst. Tippen Sie
anschließend auf den entschlüsselten Code, und
der Google Play Store wird aufgerufen.
3. Auf die gleiche Weise können Sie beliebige Texte
kopieren, die Sie mit der Kamera innerhalb von
Google Lens erfasst haben. Begeben Sie sich zunächst mithilfe des Menüs am unteren Bildrand
zum Bereich Text. Bringen Sie nun einen Text,
den Sie digitalisieren möchten, vor die Kamera
linse, und tippen Sie auf den Auslöser. Der Text
wird dadurch digitalisiert und kann in andere
Apps kopiert werden. Tippen Sie dazu einfach
auf den erfassten Text im Sucherbild. Mithilfe
der blauen Marker 1 können Sie den Textaus231
Kapitel 9 – Fotografieren mit dem Android-Smartphone
schnitt auch weiter eingrenzen und
nach Antippen der Schaltfläche Text
kopieren 2 zur Weiterverarbeitung
in eine andere App einfügen.
4. Möchten Sie einen fremdsprachigen
Text (z. B. auf einer Webseite) übersetzen lassen, so begeben Sie sich
zunächst in den Bereich Übersetzen. a
Halten Sie das zu übersetzende Dokument vor die Linse Ihres Smartphones. Der Text wird simultan
übersetzt. Möchten Sie den Text kopieren, so betätigen Sie einfach den a
Auslöser. Das Ganze lässt sich übrib
gens auch im Ausland prima dazu
nutzen, im Restaurant Speisekarten
oder Informationstafeln bzw. Straßenschilder zu übersetzen.
232
Google Lens
5. Und noch eine schöne Anwendung: Gehen Sie doch einmal in den Garten oder die freie Natur, und lassen Sie eine Blume von Google Lens
bestimmen. Hierzu begeben Sie sich erneut in den Bereich Suchen. Sie
werden staunen, wie gut das mittlerweile dank der hervorragenden
künstlichen Intelligenz (kurz: KI) funktioniert. Aber auch berühmte Gemälde oder antike Bauten werden zielsicher identifiziert.
6. Last, but not least: In den Zeiten des Homeschoolings während der
Corona-Pandemie half Google Lens dem Nachwuchs auch bei den
Hausaufgaben. Kostprobe gefällig? Schreiben Sie eine mathematische
Gleichung auf, begeben Sie sich in Google Lens in den Bereich Hausaufgaben, und fotografieren Sie die Gleichung ab. Ihnen wird nun angeboten, diese Gleichung automatisch lösen zu lassen. Dazu ziehen Sie
einfach am unteren Bildrand den Bereich Schritte zur Lösung nach oben.
233
Kapitel 9 – Fotografieren mit dem Android-Smartphone
Dr. Google hilft dem Nachwuchs bei den Mathe-Hausaufgaben.
Darf's eine Linse mehr sein?
Mittlerweile gibt es kaum noch ein Android-Smartphone, das sich mit einer
einzigen Kameralinse begnügt. Die Standardkombination besteht aktuell
aus:
* Standardweitwinkellinse
* Ultraweitwinkellinse
* Zoomlinse (je nach Gerät 2- bis 10-fach)
Linsenblock eines aktuellen
Android-Smartphones. Beim
»Pixel 5« gibt es eine Weitwinkelsowie eine Ultraweitwinkellinse.
234
Fotos in der Fotos-App anzeigen
Sie wechseln zwischen den Linsen durch Antippen der Zoom-Schaltflächen
in der Kamera-App. Mein Tipp: Setzen Sie die Linsen jenseits der Standardweitwinkellinse sparsam ein. Es gibt relativ wenige Situationen, die einen
Ultraweitwinkel, geschweige denn einen Zoom erfordern. Einen Zoom-Effekt erreicht man meist ebenso gut über eine Ausschnittsvergrößerung am
PC.
TIPP
Die linke Aufnahme wurde mit dem regulären Objektiv angefertigt, die rechte
mit dem Ultraweitwinkelobjektiv.
Zoom und Effekte besser am PC nachbearbeiten
Obwohl der Zoom durch Extra-Linsen und die Echtzeitberechnung
von Effekten via KI eine spektakuläre Möglichkeit ist, empfehle ich
Ihnen, das Motiv im Regelfall »normal« abzulichten und ggf. später
am PC mit einer gängigen Bildbearbeitungssoftware zu behandeln.
Mit ihr haben Sie wesentlich mehr Einfluss darauf, wie Ihre Bilder
am Ende aussehen, und obendrein behalten Sie auch noch die Ori
ginalaufnahme.
Fotos in der Fotos-App anzeigen
Sie haben nun schon eine Reihe ansprechender Aufnahmen gemacht und
wollen sich diese jetzt anschauen. Hierzu verwenden Sie die Fotos-App von
Google. Sie können die App aus dem App-Menü oder direkt aus der Kamera-App starten. Die Fotos-App ersetzt bei reinen Google-Smartphones die
Google
Fotos
235
Kapitel 9 – Fotografieren mit dem Android-Smartphone
Info
Galerie-App, die Sie noch auf älteren Android-Smartphones bzw. SamsungSmartphones finden. Sie können aber die Fotos-App jederzeit auch auf älteren Handys nachinstallieren. Verwenden Sie dazu den nebenstehenden
QR-Code.
Google Fotos und die Cloud-Anbindung
Eine praktische Eigenschaft von Google Fotos ist die Möglichkeit,
dass alle Bilder, die Sie mit Ihrem Smartphone anfertigen, automa
tisch in der Google-Cloud (Google Drive bzw. Google One) gesichert
werden. Seit dem Jahr 2021 wurde jedoch das Datenkontingent
limitiert. Ihnen stehen – sofern Sie nicht Besitzer eines GooglePixel-Smartphones sind – nunmehr nur noch 15 GB Cloudspeicher
platz zum Sichern Ihrer Bilder zur Verfügung. Sie haben aber stets
die Möglichkeit, Onlinespeicher kostenpflichtig nachzubuchen. Für
1,99 € im Monat bzw. 19,99 € im Jahr erhalten Sie 100 GB Cloud
speicher, was eine ganze Weile genügen sollte: Damit ließen sich
ca. 30.000 Bilder in höchster Auflösung abspeichern.
In der Fotos-App finden Sie sowohl Ihre auf dem Smartphone gespeicherten Aufnahmen als auch Onlinealben, die im Normalfall per PC-Browser bei
Google im Bereich Fotos zu finden sind. Aber starten Sie doch erst einmal
die Fotos-App auf Ihrem Android-Smartphone:
1. Beim ersten Start der App werden Sie zunächst mit der Möglichkeit
konfrontiert, in der sog. Google Cloud eine Sicherung aller künftig per
Smartphone geschossenen Bilder zu erstellen. Aktivieren Sie die entsprechende Option über die Schaltfläche Sicherung aktivieren 1. Bei
Google-Pixel-Smartphones haben Sie die Möglichkeit, die Bilder bis zu
einem bestimmten Datum in höchster Auflösung kostenfrei zu sichern.
Bei allen übrigen Android-Smartphones müssen Sie entscheiden, in
welcher Auflösung Ihr Bildmaterial gesichert werden soll. Die Qualität
der gesicherten Bilder können Sie aber auch zu einem späteren Zeitpunkt noch in den Einstellungen der App bestimmen (siehe dazu auch
Schritt 2 auf Seite 240).
236
Fotos in der Fotos-App anzeigen
a
b
2. Verlassen Sie die Startkonfiguration über Bestätigen 2. Danach befinden Sie sich im Hauptbereich der App. Sollten Sie bereits Bilder in Ihrem Google-Konto abgelegt haben, erscheinen diese nun in der Übersicht. Aber auch Bilder, die sich auf Ihrem Smartphone selbst befinden,
erscheinen dort.
Die Fotos-App ist in folgende drei Hauptbereiche aufgeteilt, die Sie über
Schaltflächen am unteren Bildrand auswählen können:
f
c
4
5
237
Kapitel 9 – Fotografieren mit dem Android-Smartphone
c Fotos: Zeigt alle in der Cloud und auf dem Gerät befindlichen Fotos
an.
d Suchen: Ermöglicht das Durchsuchen aller Bilder nach Themen oder
Stichwörtern. Dazu müssen die Bilder nicht entsprechend manuell
mit Begriffen versehen sein; die künstliche Intelligenz erkennt bestimmte Objekte und Szenen ganz automatisch.
e Galerie: In diesem Bereich finden Sie unter anderem Ihre Alben. Wie
man Alben anlegt, werde ich Ihnen im folgenden Abschnitt erklären.
In der oberen linken Ecke finden Sie ein kleines Symbol, das zu folgendem Menü führt:
f Teilen: Hier finden Sie sämtliche Inhalte (Fotos, Alben), die Sie selbst
per Link in Google Fotos geteilt haben. Aber auch Abonnements aus
fremden Kanälen werden hier dargestellt.
3. Damit ein Bild auf dem ganzen Bildschirm erscheint, tippen Sie es einfach an. Per Fingerstreich können Sie nun durch die Bilder im Vollbildmodus navigieren. Zur Darstellung von Bildern im Querformat drehen
Sie Ihr Smartphone. Achten Sie dabei darauf, dass die automatische Rotation bei den Schnellschaltflächen aktiviert wurde 7.
g
4. Per Zurück-Schaltfläche 8 gelangen Sie wieder in den Hauptbereich der
App. Schauen wir uns hier einmal das Hauptmenü an: Durch Antippen
Ihres Profilbilds 9 am rechten oberen Displayrand gelangen Sie in das
Hauptmenü der App.
238
Fotos in der Fotos-App anzeigen
h
i
Im Hauptmenü finden Sie
folgende Bereiche:
Option
Bedeutung
Zeigt an, dass die lokal auf dem Gerät gespei
cherten Fotos mit der Google-Cloud synchroni
siert wurden.
Information, wie viel Cloudspeicher zur Siche
rung von Fotos noch zur Verfügung steht
Kann lokale Bilder löschen und Speicherplatz
freigeben, falls die Bilder bereits in der GoogleCloud gesichert sind.
Führt zur Konfiguration der Fotos-App. Unter
anderem können Sie hier die Sicherungsoptio
nen für die Google-Cloud anpassen.
Google verfolgt mit der Fotos-App die Philosophie, dass Ihre gesamten Bilder in der Google-Cloud gesichert werden. Dazu werden diese im Hintergrund auf den Google-Onlinespeicher hochgeladen, vorausgesetzt, Sie ha239
Kapitel 9 – Fotografieren mit dem Android-Smartphone
ben diese Option (etwa bereits beim ersten Start der App) aktiviert. Dies
können Sie aber jederzeit in den Einstellungen der Fotos-App ändern bzw.
nachholen:
1. Begeben Sie sich in das Menü der Fotos-App, indem Sie Ihr Profilbild am
rechten oberen Bildschirmrand antippen. Wechseln Sie in den Bereich
Google Fotos-Einstellungen.
2. Begeben Sie sich zum Punkt
Back-up & Sync, und prüfen Sie, ob der
Schalter 1 aktiviert wurde. Hier können Sie auch die Uploadgröße
und damit die Qualität Ihrer Fotos durch Antippen der entsprechenden
Option 2 anpassen. Wie bereits erwähnt,
ist das Abspeichern von Bildmaterial in
Originalqualität in unbegrenzter Menge
a
möglich, falls Sie ein Google-Pixel-Gerät
nutzen. Besitzer anderer Android-Smartphones müssen ggf. kostenpflichtigen
Speicherplatz erwerben.
3. Sie haben hier zudem die Möglichkeit, die
Sicherung feinzutunen, also beispielsweise Bilder auch per Mobilfunknetz hochzuladen, wovon ich Ihnen aber dringend
abraten möchte, da dies beträchtlich an
Ihrem Datenkontingent nagt. Sinnvoll ist
hingegen, dass der Upload automatisch
auf Zeiten beschränkt wird, in denen Ihr
Smartphone am Ladegerät hängt.
Alben erstellen
Nachdem Sie Ihre Fotos gesichtet haben, wäre es schön, diese thematisch
geordnet in Alben unterzubringen. Wir beginnen zunächst damit, ein neues
Album mit einigen Fotos anzulegen:
240
b
Alben erstellen
1. Begeben Sie sich über die Menüleiste am unteren
Bildschirmrand in den Bereich Galerie, und tippen
Sie dort im Bereich Alben auf die Schaltfläche Neues a
Album 1.
2. Geben Sie dem neu zu erstellenden Album zunächst
einen Titel, indem Sie auf das Feld Titel hinzufügen
tippen. Wählen Sie anschließend mit der Schaltfläche Fotos auswählen 2 die Fotos aus, die in dem Album enthalten sein sollen. Diese werden mit einem
Häkchen versehen.
c
b
d
3. Wenn Sie Ihre Auswahl getroffen haben, tippen Sie
oben auf den Punkt Hinzufügen 3. Das war’s schon:
Ihr Album ist fertig! Betrachten Sie es, indem Sie das
Album in der Übersicht antippen.
Im In-App-Menü des Albums (erkennbar an den drei
Punkten 4 am oberen rechten Bildrand) verstecken sich
weitere Möglichkeiten rund um die Albenerstellung:
e Auswählen: Hier wählen Sie einzelne Fotos des Albums aus, um diese zu teilen.
f Album bearbeiten: Hier können Sie u. a. den Titel des
Albums ändern, dem Album weitere Bilder hinzufügen oder auch das Album löschen.
241
Kapitel 9 – Fotografieren mit dem Android-Smartphone
g Optionen: Hier erstellen Sie einen Link, um das Album in einfacher Weise teilen zu können.
h Album löschen: Löscht das aktuelle Album.
e
f
g
h
Über die Albenbearbeitung können Sie Ihr Album beschriften oder auch
einen Ort markieren.
Das Album kann nun auch per PC-Browser in Ihrem Google Fotos-Bereich
bewundert werden. Rufen Sie dazu die Seite photos.google.com auf, und
loggen Sie sich mit Ihren Google-Zugangsdaten ein. Sie finden hier nun alle
Ihre auf dem Smartphone erstellten Alben bzw. hochgeladenen Fotos.
»Google Fotos« im Browser
242
Ti p p
Eine Diashow vorführen
Fotos sortieren
In der Fotos-App sowie im PC-Browser haben Sie auch die Möglich
keit, die Fotos eines Albums umzusortieren. Begeben Sie sich dazu
in das Album, und wählen Sie aus
i
dem Menü (gekennzeichnet durch
drei Punkte) den Punkt Album
bearbeiten. Sie können die Bilder
nun nach Wunsch mit gedrücktem
Finger hin- und herschieben bzw.
anordnen oder aber auch über
die Sortierschaltfläche 9 nach
bestimmten Kriterien (z. B. dem
Aufnahmedatum) ordnen.
Eine Diashow vorführen
Sämtliche Fotoalben, die in der Fotos-App zur Verfügung stehen, können
Sie außerdem als Grundlage einer eigenen Diashow auf dem Smartphone
oder im PC-Browser nutzen.
1. Öffnen Sie hierzu in der Fotos-App ein Album
im Bereich Alben, indem Sie es antippen. Wählen Sie anschließend das erste Bild, das in der
Diashow wiedergegeben werden soll, ebenfalls
durch Antippen aus.
2. Betätigen Sie die In-App-Menü-Schaltfläche, und
wählen Sie aus dem sich nun öffnenden Menü
den Punkt Diashow 1, um diese zu starten.
a
243
Kapitel 9 – Fotografieren mit dem Android-Smartphone
3. Sie können die Diashow jederzeit durch Antippen des aktuell angezeigten Bildes unterbrechen oder auch wieder fortsetzen.
Die Effekte bzw. Übergänge der eingebauten Diashow sind allerdings spärlich. Wenn Sie diesbezüglich höhere Ansprüche haben, sollten Sie sich eine
der zahlreichen auf Diashows spezialisierten Apps aus dem Play Store besorgen, z. B. den MoShow Diashow Gestalter.
Fotos bearbeiten
Die Fotos-App ist so vielseitig, dass Sie sogar Ihre Fotos gleich auf dem
Smartphone bearbeiten können. Beschneiden Sie beispielsweise Ihre Bilder, oder reduzieren Sie sie in ihrer Auflösung, bevor Sie die Fotos per Mail
verschicken oder bei Facebook veröffentlichen. Gehen Sie zum Beschneiden eines Bildes folgendermaßen vor:
1. Öffnen Sie das gewünschte Foto durch Antippen in der Fotos-App.
MoShow
Diashow
Gestalter
2. Tippen Sie auf das Symbol mit den Schiebereglern 1 am unteren Bildschirmrand. Nun erscheint das Bildbearbeitungsmenü.
a
3. Wählen Sie aus dem Menü die Option Zuschneiden 2.
4. Legen Sie einen individuellen Bildausschnitt fest, indem Sie den Rahmen anpassen 3. Dazu ziehen Sie diesen einfach per Fingerwisch auf
die entsprechende Größe. Verschieben Sie anschließend das Motiv mit
gedrücktem Finger, sodass es optimal in den Rahmen passt.
5. Drehen Sie (falls gewünscht) das Motiv mithilfe des Reglers 4 bzw. der
Skala am unteren Displayrand.
244
Fotos bearbeiten
c
c
d
2
e
6. Auf ähnliche Weise können Sie mit der integrierten Bildbearbeitung
dem Bild auch einen Effekt bzw. Rahmen hinzufügen oder per HDR einen Kontrastausgleich durchführen. Letzteren müssen Sie nach seiner
Anwendung über die Schaltfläche Fertig 5 bestätigen. Sämtliche Funktionen erschließen sich intuitiv über die Werkzeugleiste am unteren
Bildschirmrand. Dort finden Sie viele weitere Optionen zur Bearbeitung
Ihrer Bilder.
7. Sichern Sie Ihre Arbeit schließlich über die Schaltfläche Speichern. Bei
Ti p p
der Bearbeitung wird stets eine Kopie des Originals erstellt.
Ein Bild auf die Schnelle verkleinern
Leider beherrscht die Google-eigene Fotos-App die Verkleinerung
von Bildern (noch) nicht. Eine Bildreduktion ist z. B. dann erforder
lich, wenn Sie ein schönes Urlaubsbild per Mail an die Lieben zu
Hause verschicken wollen und die zu übertragende Datenmenge
möglichst klein halten möchten. Hier springt die App Bilder verkleinern für Sie in die Bresche, die Sie mit dem nachfolgenden QR-Code
aus dem Play Store installieren können.
245
Kapitel 9 – Fotografieren mit dem Android-Smartphone
Bilder und Alben mit anderen teilen
Sie können Ihre Aufnahmen natürlich auch in einem sozialen Netzwerk wie
z. B. Facebook oder Instagram veröffentlichen. Aufgrund seiner großen Verbreitung zeige ich hier, wie man ein Foto auf Facebook veröffentlicht:
1. Wählen Sie das zu publizierende Bild oder Album in der Fotos-App aus,
und tippen Sie die Teilen-Schaltfläche 1 an.
Bilder
verkleinern
a
2. Wählen Sie in der Übersicht, die nun erscheint, Facebook 2 als Adressaten aus.
3. Geben Sie im nächsten Schritt noch eine kurze Beschreibung des Ereignisses ein 3. Per Menü können Sie auswählen, in welchem Rahmen das
Bild veröffentlicht werden soll (Freunde, öffentlich etc.).
d
c
b
246
Bilder und Alben mit anderen teilen
4. Geben Sie das Bild bzw. Album schließlich über die Schaltfläche Posten 4 frei.
Ti p p
Das Teilen von Bildern oder Alben über andere Kanäle (Instagram, WhatsApp etc.) funktioniert analog: Sämtliche Apps, die in der Lage sind, Bildmaterial zu teilen, erscheinen im entsprechenden Bereich (siehe die Abbildung
zu Schritt 2 und 3 auf der vorigen Seite), wenn man per Fingerwisch etwas
weiter nach rechts oder links scrollt.
Einen Screenshot anfertigen
Ein Abbild des aktuellen Bildschirminhalts (Screenshot) ist z. B. dann
recht nützlich, wenn Sie einem Experten in der Ferne ein Problem
mit Ihrem Smartphone schildern wollen. Screenshots fertigen Sie
bei Android-Smartphones in der Regel mit einer speziellen Tasten
kombination an. Bei den meisten Geräten drücken Sie dazu gleich
zeitig die Ein- und die Leise-Taste. Danach erscheint am linken unte
ren Bildrand ein Vorschaubild 1, das Sie entweder direkt teilen oder
durch Antippen öffnen und weiterbearbeiten können. Danach lässt
sich der Screenshot wie beschrieben in der Fotos-App betrachten
und über deren Schaltfläche Teilen weiterleiten.
a
247
Kapitel 10 – Videos aufzeichnen und abspielen
Kapitel 10
Videos aufzeichnen und abspielen
Mit ihren hochauflösenden Displays sind moderne Android-Smartphones
wie geschaffen dafür, Videomaterial in Kinoqualität wiederzugeben. Dank
der eingebauten Videofunktion in der Kamera-App können Sie aber auch
selbst anspruchsvolle HD-Videos (bei aktuellen Geräten sogar 4k- und 8kVideos) direkt mit dem Smartphone drehen. Aber auch als Mediathek zur
Wiedergabe von Spielfilmen und Serien sämtlicher Couleur lässt sich Ihr
Android-Smartphone prima nutzen.
Ein Video aufnehmen und wiedergeben
Die folgenden Ausführungen beziehen sich wieder auf die originale Google
Kamera-App (siehe dazu auch das vorherige Kapitel), eingesetzt auf einem
Google-Pixel-Smartphone. Bei Geräten anderer Hersteller bzw. anderen
Kamera-Apps kann es ggf. Abweichungen in der Menüführung geben.
Der Weg zum ersten eigenen Video führt über die Kamera-App und ist kinderleicht:
1. Starten Sie die Kamera-App, und wechseln Sie durch Antippen des
Menüpunkts Video 1 in den Videomodus. Dadurch ändert sich das
Symbol des Auslösers 2. Oberhalb des Auslösers haben Sie die Auswahl
zwischen verschiedenen Videomodi 3 sowie unterschiedlichen Objektiven 4. Falls vorhanden, lässt sich an dieser Stelle auch ein Bildstabilisator 5 aktivieren, um die Aufnahme vor dem Verwackeln zu schützen.
2. Kontrollieren Sie im oberen Menü der Kamera-App (erreichbar durch
die pfeilförmige Schaltfläche am Displayrand) die voreingestellte Video249
Kapitel 10 – Videos aufzeichnen und abspielen
auflösung. Diese lässt sich durch Antippen der entsprechenden Schaltflächen separat für die Front- und die Rückkamera anpassen. Aktuelle
Geräte bieten an dieser Stelle den hochauflösenden 4k- oder sogar den
8k-Modus an. Für Standardaufnahmen empfiehlt sich aber die Auswahl
des Full-HD-Formats, da 4k- bzw. 8k-Videomaterial sehr viel Speicherplatz belegt.
d
e
f
bc
a
3. Bei dunklen Lichtverhältnissen können Sie auch die integrierte LED per
Blitz-Schaltfläche 6 aktivieren, sofern Ihr Gerät über eine solche ver-
fügt. Dadurch arbeitet die Blitz-LED als permanente Lichtquelle.
4. Geben Sie der Smartphone-Kamera genügend Zeit, um automatisch auf
das Motiv zu fokussieren.
5. Tippen Sie zum Aufzeichnen des Videos auf den Auslöser, und schon
wird Ihr Film aufgenommen.
j
h
i
g
6. Sie sehen während der Aufnahme die momentan abgelaufene Zeit 7
sowie die rot unterlegte Stopp-Schaltfläche.
250
Ein Video aufnehmen und wiedergeben
7. Beenden Sie die Aufnahme über die Stopp-Schaltfläche 8. Fertig! Schon
haben Sie Ihr erstes Video gedreht!
Außer der Start/Stopp-Schaltfläche erscheinen noch zwei weitere Schaltflächen: die Pause-Taste 9 und die Fotoaufnahme-Taste j, mit deren Hilfe Sie
aus der laufenden Videoaufzeichnung
ein Standbild anfertigen können.
k
Sie können nun Ihr Material durch Antippen des kleinen Vorschaubildes k
begutachten. Dadurch gelangen Sie in den Vorschaumodus innerhalb der
Fotos- bzw. Galerie-App. Tippen Sie zur Wiedergabe auf die Play-Schaltfläche, die über dem Videostandbild erscheint l.
l
o
n
Sichtung des Materials
m
p
Um während der Wiedergabe innerhalb des Videos zu navigieren, tippen
Sie einfach auf das Display. Daraufhin erscheinen die typischen Schaltflächen, mit deren Hilfe Sie die Wiedergabe stoppen oder im Video vor- und
zurückspulen. Hierzu »ziehen« Sie einfach an dem Punkt auf der Wieder
gabeleiste m.
Sie können das erstellte Videomaterial auch jederzeit später in der FotosApp erneut sichten. Starten Sie dazu einfach die Fotos-App, und tippen Sie
das gewünschte Video in der Übersicht an. Daraufhin öffnet sich wieder der
integrierte Videoplayer.
251
Kapitel 10 – Videos aufzeichnen und abspielen
Gefällt Ihnen ein Film nicht, wählen Sie ihn einfach in der Fotos-App aus
und tippen auf das Papierkorbsymbol (n auf Seite 251). Über die TeilenSchaltfläche o können Sie den Film auch in sozialen Netzwerken veröffentlichen. Das Symbol mit den Schiebereglern p führt zu einem einfachen
Videobearbeitungsprogramm, mit dem Sie u. a. ein verwackeltes Video korrigieren oder ein typisches Handy-Hochkantvideo drehen können. Mithilfe
der beiden Schieberegler am rechten und linken Rand q lässt sich das Video zudem zurechtstutzen.
q
q
Im »Bearbeiten«-Modus der Fotos-App finden Sie diverse Möglichkeiten
zur einfachen Gestaltung Ihres Films.
Über das In-App-Menü der Fotos-App (erreichbar über die drei Punkte oben
rechts) können Sie sich außerdem Details zu dem ausgewählten Video anzeigen lassen. Sogar der Aufzeichnungsort der Filmaufnahme wird hier ersichtlich r, vorausgesetzt, Sie haben den Lokalisierungsdienst Ihres Smartphones aktiviert.
252
Aufnahmen nachbearbeiten
r
Aufnahmen nachbearbeiten
Einzelne Clips lassen sich auch direkt auf dem Smartphone schneiden bzw.
trimmen. Dazu benötigen Sie allerdings bei den meisten Android-Smartphones eine Extra-App. Ich verwende die App AndroVid Pro, die einige
wichtige Videobearbeitungsfunktionen mitbringt und im Play Store erworben werden kann. Obwohl es auch eine kostenfreie Version gibt, empfehle
ich an dieser Stelle gleich die Pro-Version, da hier beispielsweise ein verbesserter Videoexport integriert ist.
Gehen Sie dazu folgendermaßen vor:
AndroVid
1. Starten Sie den AndroVid-Videoeditor. Dieser durchsucht Ihr Smartphone nach vorhandenen Videos. Alle lokal auf dem Smartphone gespeicherten Videos erscheinen in der Galerieansicht. Für ergonomisches Arbeiten ist es empfehlenswert, das Smartphone ins Querformat
zu drehen.
253
Kapitel 10 – Videos aufzeichnen und abspielen
a
2. Wählen Sie das zu bearbeitende Video 1
durch Antippen in der Übersicht aus. Dadurch wird das Video im Bearbeitungsmodus geöffnet. Am oberen Displayrand
stehen Ihnen diverse Funktionen zur Videobearbeitung zur Verfügung. Im Folgenden werde ich das Video trimmen,
d. h., den Anfang und das Ende anpassen.
Stoppen Sie zunächst die automatische
Wiedergabe durch Antippen des Displays.
3. Wählen Sie den Menüpunkt Trimmen 2,
und legen Sie mit den erscheinenden
Schiebereglern den Anfang 3 und das
Ende 4 des Videos fest.
b
c
254
d
Aufnahmen nachbearbeiten
4. Leiten Sie den Schnitt schließlich über die
Cut5
Schaltfläche
ein. Sie haben die Möglichkeit,
den so ausgewählten Bereich über Trimmen stehen zu lassen oder mittels der Option Ausgewähltes Teil löschen 6 herauszuschneiden. Tippen Sie
auf die entsprechende Option.
e
f
5. Anschließend werden Sie gefragt, ob Sie mit
dem Schnitt das Originalbild überschreiben oder
den Clip als neue Datei speichern möchten 7.
Letzteres empfiehlt sich, falls der Speicher Ihres
Smartphones noch nicht allzu knapp bemessen
ist. Geben Sie dabei dem neu abzuspeichernden
Clip noch einen aussagekräftigen Namen 8, und
bestätigen Sie den Speichervorgang, indem Sie
auf die Schaltfläche Anwenden 9 tippen.
g
h
i
j
6. Nun hübschen wir den Film noch mit einem netten Soundtrack auf. Wählen Sie in der Menüleiste
den Punkt Musik Hinzufügen j, und tippen Sie
danach auf das Icon mit der Note k.
k
7. Wählen Sie im folgenden Menü eine Musikquelle
auf Ihrem Smartphone. Suchen Sie sich ein passendes Stück aus, und bestätigen Sie die Auswahl
durch Antippen der grünen Schaltfläche mit dem
Haken l. Sie haben anschließend die Möglichkeit, den Originalton und die Musiklautstärke
über die Schieberegler m anzupassen.
l
8. Lassen Sie das Video durch Antippen des Häkchens n neu erstellen. Speichern Sie Ihre Arbeit
erneut ab.
m
n
255
Kapitel 10 – Videos aufzeichnen und abspielen
INFO
Auf die gleiche Weise können Sie auch Effekte
hinzufügen. AndroVid bietet zahlreiche Effekte an, z. B. zur Schärfung eines Clips oder zur
Darstellung in Fremdfarben. Dazu tippen Sie
zunächst auf die Schaltfläche Bearbeiten links
oben in der Menüleiste (siehe dazu auch die
Abbildung oben auf Seite 254) und wählen
aus dem nun sichtbaren Bereich Effekte einen
netten Effekt aus.
Videoschnitt: Besser am PC
Eines muss an dieser Stelle deutlich gesagt werden: Für komplexere
Videoarbeiten empfiehlt sich in jedem Fall der Einsatz professionel
ler Videoschnittsoftware auf dem PC. Dazu sollten Sie natürlich zu
nächst das Videomaterial vom Smartphone auf den PC übertragen.
Wie das geht, zeigt der folgende Abschnitt.
Videos vom Smartphone auf den
Computer übertragen
Um Videos (und auch andere Dateien) vom Smartphone auf Ihren PC bzw.
Mac zu übertragen, gehen Sie wie folgt vor:
1. Schließen Sie Ihr Gerät per USB-Kabel an Ihren PC oder Mac an. Unter
Windows erscheint das Smartphone daraufhin als Massenspeicher bzw.
Mediengerät im Explorer – vorausgesetzt, Sie haben entsprechende
Treiber des Smartphone-Herstellers installiert. Bei aktuellen Systemen
wie Windows 10 bzw. 11 werden derartige Treiber aber meist automatisch vom System installiert. Für die Datenübertragung zum Mac benötigen Sie ein spezielles Programm, beispielsweise Android File Transfer
(siehe dazu den Kasten auf Seite 259).
256
Videos vom Smartphone auf den Computer übertragen
b
c
a
2. Unter Windows begeben Sie sich in den Explorer und prüfen, ob Ihr
Gerät (in unserem Beispiel ein Google Pixel 5) dort erscheint 1. Per
Rechtsklick auf das Symbol des Smartphone-Speichers 2 lässt sich feststellen, wie viel Speicherplatz Ihnen dort zur Verfügung steht 3.
e
d
257
Kapitel 10 – Videos aufzeichnen und abspielen
3. Sollte Ihr Gerät nicht in der Übersicht erscheinen bzw. können Sie
nicht auf dessen Speicher zugreifen, dann kontrollieren Sie, ob auf dem
Smartphone die Datenübertragung per USB aktiviert wurde 4. Ziehen
Sie dazu die Statusleiste herunter, und tippen Sie den USB-Eintrag 5
an.
4. Führen Sie anschließend im Dateimanager auf dem PC einen Doppelklick über dem Gerätesymbol durch, und navigieren Sie in den Ordner,
in dem die gewünschten Dateien gespeichert sind. Bei den mit dem
Smartphone aufgenommenen Videos ist das üblicherweise das Verzeichnis DCIM/Camera 6.
5. Verschieben Sie die gewünschte Datei, in unserem Fall das Video, per
Drag & Drop in ein Arbeitsverzeichnis auf Ihrem Rechner. Damit speichern Sie es auf Ihrem Computer.
Nun können Sie auch schon das Video mit einer Videoschnittsoftware Ihrer
Wahl öffnen und bearbeiten.
f
258
INFO
Videos auf YouTube anschauen
Ein Android-Smartphone an den Mac anschließen
Für den Mac benötigen Sie ein spezielles Programm zur Dateiüber
tragung. Ich empfehle Ihnen, hierzu das Programm Android File
Transfer zu installieren. Sie können es auf folgender Seite herunter
laden: www.android.com/filetransfer
Videos auf YouTube anschauen
Mit Ihrem Android-Smartphone können Sie nicht nur ganz bequem Ihre
Videos auf YouTube veröffentlichen, sondern auch kinderleicht YouTubeVideos anderer Produzenten anschauen. Dafür ist die YouTube-App bereits
vorab auf Ihrem Smartphone installiert, und Sie finden sie im App-Menü:
1. Öffnen Sie die App. Nach einer kurzen Einführung können Sie sich
durch Antippen der Lupe 1 über die Stichwortsuche ein interessantes
Video aussuchen.
a
2. Sobald Sie das Vorschaubild antippen, beginnt die Wiedergabe des Videos im oberen Teil des Smartphone-Displays.
3. Die Schaltfläche mit dem nach unten weisenden Pfeil 2 schiebt das Video zur Wiedergabe in den unteren Displaybereich. Von dort befördern
Sie es per Fingerstreich wieder nach oben. Für eine Vollbilddarstellung
tippen Sie einfach die Schaltfläche rechts unten im Video 3 an.
4. Sie können je nach Ihrer Verbindungsart und Bandbreite die Qualität
anpassen (diese Einstellungsmöglichkeit finden Sie im In-App-Menü 4
im gleichnamigen Bereich 5).
259
Kapitel 10 – Videos aufzeichnen und abspielen
b
dc
e
5. Indem Sie an der Statusleiste »ziehen«, können Sie, ähnlich wie beim
TIPP
integrierten Videoplayer, im Video vor- oder zurückspulen. Das kennen
Sie schon aus der Videovorschau, die im ersten Abschnitt dieses Kapitels
vorgestellt wurde. Über die Schaltfläche unten rechts (siehe 3) verlassen Sie den Vollbildmodus wieder.
Durch Drehen in den Vollbildmodus
Sie gelangen auf einfache Weise in den Vollbildmodus bzw. zurück,
indem Sie Ihr Smartphone drehen. Achten Sie dabei darauf, dass der
Rotationssensor Ihres Smartphones aktiviert ist (entweder über die
entsprechende Schnellschaltfläche im Statusbe
reich oder über die Einstellungen im Bereich Display E Bildschirm automatisch drehen).
Filme im Play Store ausleihen oder kaufen
Nun kann man mit selbst gedrehten Videos sicher nur schwer eine langweilige Zugfahrt überbrücken. Abhilfe verschafft Ihnen in diese Lage der Videobereich des Play Stores. Hier können Sie eine unüberschaubare Menge Filme, darunter viele aktuelle Blockbuster aus Hollywood, kaufen oder auch
leihen. Am schnellsten gelangen Sie in den Play-Store-Filmbereich mit der
Google-App Play Filme & Serien.
260
Filme im Play Store ausleihen oder kaufen
1. Starten Sie Play Filme & Serien aus dem App-Bereich, und arbeiten Sie
zunächst die kurze Einführung durch. Hier erfahren Sie einiges Wissenswertes zur Filmabteilung im Play Store. Neuerdings ist es z. B. auch
möglich, Filme und Serien mit bis zu fünf Familienmitgliedern zu teilen.
2. Scrollen Sie nun von oben nach unten durch die Bereiche Meistverkaufte
Filme, Vorzeitige Premieren & mehr, Empfehlungen für dich und weitere
Kategorien, und schauen Sie sich um. Durch Wischen von links nach
rechts und umgekehrt blättern Sie in den einzelnen Kategorien. Möchten Sie die Suche auf Filme, Serien, Kauf- bzw. Leihfilme einschränken,
dann tippen Sie auf die entsprechenden Schaltflächen, um einen Filter
zu setzen. Sind Sie auf der Suche nach speziellen Filmen oder Serien,
tippen Sie die Lupe an. Damit können Sie ganz gezielt nach Filmen suchen, deren Titel Ihnen bekannt ist.
261
Kapitel 10 – Videos aufzeichnen und abspielen
3. Wenn Sie einen interessanten Film
oder eine Serie entdeckt haben, tippen Sie ihn bzw. diese an. Es öffnet
sich die Übersicht zum Film bzw. zur
Serie mit weiteren Informationen wie
Altersfreigabe und Spielfilm- bzw. Serienlänge. Sie können sich auch über
den Link Mehr 1 über den jeweiligen
Inhalt informieren.
Brandaktuelle Filme sowie Serien
lassen sich zunächst nur kaufen, ältere Filme können Sie sowohl kaufen
als auch leihen. Sie können zwischen
einer HD- und einer SD-Version wählen. Die HD-Version verfügt über eine
höhere Auflösung, allerdings ist ihr
Dateiumfang größer. Von Zeit zu Zeit
gibt es Promo-Aktionen, bei denen
Filme vergünstigt ausgeliehen werden können, oder man erhält einen
Gutschein für einen Film.
4. Haben Sie sich für eine Version (HD
bzw. SD) entschieden, tippen Sie die
entsprechende Schaltfläche an. Bestätigen Sie auch den folgenden Dialog über die entsprechende Schaltfläche. Gegebenenfalls müssen Sie
in einem weiteren Dialog Ihr GooglePasswort eingeben und bestätigen.
262
a
Filme im Play Store ausleihen oder kaufen
TIPP
Nun haben Sie die Möglichkeit, sich den Film per Streaming anzusehen
oder ihn erst herunterzuladen und dann offline zu schauen.
Streaming oder Download?
Sollte der Speicher Ihres Smartphones bereits knapp sein, empfehle
ich Ihnen, Filme per Streaming anzuschauen (eine bestehende In
ternetverbindung ist dabei allerdings Voraussetzung). Dadurch ha
ben Sie auch die Möglichkeit, den Film auf verschiedenen Geräten
anzusehen, vorausgesetzt, diese sind mit demselben Google-Konto
verknüpft. Sie sollten dabei beachten, dass ein einmal begonnener
Leihfilm Ihnen nur 48 Stunden zur Verfügung steht, allerdings kön
nen Sie ihn innerhalb dieses Zeitraums beliebig oft anschauen.
Nach dem Herunterladen werden
Ihre geliehenen oder gekauften Filme in der App Play Filme & Serien im
Bereich Mediathek gespeichert. Sobald Sie sich über das Menü am unteren Displayrand dorthin begeben,
werden Ihre erworbenen Medien angezeigt.
Möchten Sie sich einen Film anschauen, wählen Sie diesen aus und
tippen zum Abspielen auf das Wiedergabesymbol 1. Ein Antippen des
Pfeilsymbols 2 startet den kompletten Download des Films auf Ihr Gerät, um ihn auch offline genießen zu
können. Außerdem wird Ihnen bei
Ihren Leihfilmen die verbleibende
Ausleihzeit angezeigt.
a
b
263
Kapitel 11 – Karten und Navigation
Kapitel 11
Karten und Navigation
Ihr Android-Smartphone besitzt einen eingebauten GPS-Chip, der Ihnen
fantastische Möglichkeiten bietet: Mithilfe der App Google Maps zeigt Ihnen das Smartphone den Weg zur nächsten Pizzeria oder Tankstelle, und
im Street View-Modus erkunden Sie wildfremde Städte, als wären Sie dort
vor Ort.
Die Lokalisierung einrichten
Der Einstieg in die Navigation mit dem Android-Smartphone ist kinderleicht. Folgen Sie dazu einfach diesen Schritten:
1. Prüfen Sie zunächst, ob die Lokalisierungsfunktion auf Ihrem AndroidSmartphone aktiviert wurde. Begeben Sie sich dazu in den Einstellungen in den Bereich Standort, und aktivieren Sie dort (falls noch nicht
geschehen) den Schalter zur Standortbestimmung 1.
a
265
Kapitel 11 – Karten und Navigation
Alternativ können Sie die Standortbestimmung auch über eine Schnellschaltfläche aktivieren bzw. deaktivieren. Sollte diese nicht beim
einmaligen Herunterziehen des Statusbereichs auftauchen, so befördern
Sie die Schaltfläche über die Bearbei- b
ten-Funktion 2 in die Übersicht (vgl.
Kapitel 2).
Im Bereich Standort können Sie außerdem über den Punkt Standortdienste E Standortgenauigkeit die
Lokalisierung über den Schalter
Standortgenauigkeit verbessern 3 optimieren. Ist der Schalter aktiviert,
werden sog. Assisted-GPS-Daten aus dem Internet heruntergeladen, die
die Lokalisierung Ihres Standorts beschleunigen und eine genauere Navigation ermöglichen. Zusätzlich wird die Position der Mobilfunkzelle ausgewertet, in der Sie sich gerade aufhalten. Innerhalb des Menüs
Standortdienste lassen sich weitere Faktoren zur genauen Bestimmung
des Standorts aktivieren, z. B. die Verbesserung der Standortbestimmung über WLAN- oder Bluetooth-Signale.
c
266
Die Lokalisierung einrichten
2. Zum Test der Lokalisierung sollten Sie nun das Haus verlassen und eine
App starten, die von der Standortbestimmung Gebrauch macht. Das ist
z. B. Google Maps. Falls Sie die App zum ersten Mal starten, müssen Sie
zustimmen, dass die App die Standortbestimmung verwenden darf.
3. Nach kurzer Zeit sollte Ihre aktuelle Position anhand eines kleinen blauen Kreises 4 in Google Maps erkennbar sein. Zusätzlich erscheint in der
Statusleiste das Lokalisierungssymbol 5.
e
f
d
4. Auf Wunsch können Sie sich auch eine Satellitenansicht Ihres aktuellen Standorts anzeigen lassen. Tippen Sie dazu auf das Ebenensymbol
6 im rechten oberen Bereich der Karte, und wählen Sie als Kartentyp
Satellit 7. Daraufhin erscheint das Satellitenbild mit Ihrem aktuellen
Standort. In Pandemiezeiten ist es
sogar möglich, sich an dieser Stelle
in einer Darstellungsebene aktuelle
Inzidenzwerte zu COVID 19 anzeigen g
zu lassen.
Sie können die Funktion der Lokalisierung folgendermaßen testen: Gehen Sie
ein paar Schritte eine Straße entlang,
und beobachten Sie dabei die Veränderung Ihres Standorts in Google Maps. Sie
werden überrascht sein, wie präzise Ihr
Standort wiedergegeben wird.
267
Kapitel 11 – Karten und Navigation
Google Maps kennenlernen
Im Folgenden werde ich Ihnen die zentrale Navigations-App Google Maps,
die Sie auf jedem Android-Gerät vorfinden, genauer vorstellen und Ihnen
die verschiedenen Elemente und Schaltflächen auf dem Display (siehe
dazu die Abbildung auf Seite 269) erläutern.
a Wenn Sie auf Ihr Profilbild im rechten oberen Displaybereich tippen, gelangen Sie in das Hauptmenü der App.
b In das Suchfeld können Sie Orte, Adressen oder Sehenswürdigkeiten
eingeben und nach ihnen suchen. Die Formulierung der Suchanfrage
kann dabei auch durchaus unscharf sein, also z. B. »Tankstellen in der
Nähe«.
c Wenn Sie auf das Mikrofon tippen, können Sie Ihr Ziel auch per Spracheingabe suchen.
d Der blaue Punkt zeigt Ihnen Ihre eigene Position an. Wenn Sie diesen
antippen, erhalten Sie nähere Informationen zu Zielen in der Umgebung. Wenn Sie per Fingerspreiz-Geste
in die Karte hineinzoomen, dann stellt
der schwach blaue Kreis die aktuelle
Ungenauigkeit der Lokalisierung dar,
und der darin befindliche dunkle Sektor zeigt Ihre aktuelle Blick- bzw. Bewegungsrichtung immer dann an, wenn
Sie in Bewegung sind.
e Mit dieser Schaltfläche zentrieren Sie die Karte auf Ihre eigene Position
oder ändern den Darstellungsmodus der Karte.
f Durch Antippen dieses Links gelangen Sie zum Routenplaner.
268
Google Maps kennenlernen
c a
b
e
d
f
g
h
i
g Über die Option Erkunden am unteren Bildrand gelangen Sie zu einer
Kategoriensuche. So lassen sich beispielsweise nette Restaurants in der
Umgebung ausfindig machen oder auch Sehenswürdigkeiten aufspüren. Darüber hinaus finden Sie hier Tipps von lokalen Guides – das sind
Menschen, die Ihre Erfahrungen in der Region gerne mit anderen teilen.
269
Kapitel 11 – Karten und Navigation
h Route: Hier können Sie Lieblingsrouten
hinterlegen sowie den schnellsten Weg
zum Arbeitsplatz finden.
i Gemerkt: Zeigt in einer Übersicht die
von Ihnen gespeicherten favorisierten
und besuchten Orte.
In diesem Bereich gibt es einige interessante Untermenüpunkte:
* Zuletzt gemerkt: Das sind diejenigen
Orte, die Sie erst kürzlich favorisiert
(d. h. mit einem Stern markiert) haben.
* Besucht: Orte, an denen Sie bereits gewesen sind, werden hier angezeigt, sofern die Lokalisierungsfunktion Ihres
Smartphones aktiv war.
* Zeitachse: Gibt den zeitlichen Verlauf
der Orte wieder, die Sie in letzter Zeit
besucht haben.
* Reservierungen: Sofern Sie per Google
Mail ein Hotel reserviert haben, taucht
in diesem Bereich die entsprechende
Benachrichtigung bzw. Buchung auf.
* Beitragen: Wenn Sie als sog. Local Guide
tätig sind und Lokalitäten wie Restaurants und Bars bewerten, können Sie
an dieser Stelle Ihre eigenen Beiträge
einsehen.
* Aktuell: Dies ist eine Schnittstelle, in
der Sie Tipps zu Sehenswürdigkeiten
und Ereignissen in Ihrer näheren Umgebung erhalten.
270
Google Maps kennenlernen
Wenn Sie in der App auf Ihr Profilbild in der rechten oberen Ecke des Displays tippen, finden Sie weitere interessante Punkte:
* Inkognitomodus aktivieren: Damit sind Sie in Google Maps anonym unterwegs, d. h. ohne Aufzeichnung Ihrer Bewegungsdaten.
* Mein Profil: Führt Sie zu Ihren Beiträgen als Local Guide.
* Meine Zeitachse: Eine chronologische Zusammenstellung aller Orte, die
Sie bislang besucht haben.
* Standortfreigabe: Sie möchten, dass Ihre Freunde stets wissen, wo Sie
sich befinden? Dann aktivieren Sie über diesen Menüpunkt die Standortfreigabe und definieren Sie anschließend einen oder mehrere Kontakte 1, denen Sie Ihren Standort mitteilen möchten.
271
Kapitel 11 – Karten und Navigation
a
* Offlinekarten: Hier finden Sie Karten, die Sie über ein WLAN zur Offlinenavigation heruntergeladen haben. Mehr dazu erfahren Sie im Abschnitt »Mit Google Maps unterwegs« ab Seite 275.
* Ihre Daten in Maps: An dieser Stelle können Sie Ihren Heimatstandort sowie Ihren Arbeitsplatz definieren. Außerdem
können Sie hier die Protokollierung Ihres Standortverlaufs deaktivieren.
* Einstellungen: Führt zur Konfiguration
der Maps-App. Hier können Sie u. a.
über den Punkt Maßstab auf der Karte anzeigen E Immer einen permanten
Maßstabsbalken in Ihre Karte legen.
Anderenfalls erscheint dieser nur dann,
wenn Sie aktiv in der Kartendarstellung
zoomen.
272
Google Maps kennenlernen
Das Ebenensymbol im zentralen App-
Bereich haben Sie ja bereits auf Seite
267 zur Nutzung der Satellitenansicht
für sich entdeckt. Mit ihm lassen sich
insgesamt die folgenden Ansichten aktivieren und nutzen:
* Standard: Hierbei handelt es sich um
die »ganz normale« Kartendarstellung, in der Straßen und Wege in gezeichneter Form erscheinen.
* Satellit: Die Karte wird in der Satellitenansicht gezeigt.
* Gelände: Dabei wird die Karte in topografischer Ansicht (d. h. mit Höhenlinien, ideal zum Wandern) dargestellt.
* Öffentl. Verkehrsmittel: Ermöglicht die Navigation unter Berücksichtigung öffentlicher Verkehrsmittel.
* Verkehrslage: Informationen zur Verkehrslage werden in der aktuellen
Karte eingeblendet.
* Fahrrad: Zeigt beliebte Fahrradwege in der Karte an.
* COVID-19-Info: Zeigt aktuelle Inzidenzwerte (ein Feature in den Zeiten
der Pandemie).
* 3D: Darstellung von dreidimensionalen Gebäuden innerhalb der Kartenansicht.
* Street View: Schnittstelle zu Daten von Google Street View.
Die unterschiedlichen Darstellungsformen der Karte werden durch Antippen der entsprechenden Felder aktiviert bzw. wieder deaktiviert.
Kommen wir zum Umgang mit der Karte. Sie können mit Ihren Fingern bei
Berührung des Displays den Kartenausschnitt anpassen. Die wichtigsten
Gesten erläutere ich Ihnen hier:
273
Kapitel 11 – Karten und Navigation
* Legen Sie einen Finger auf das Display und bewegen Sie ihn, verschieben Sie so den aktuellen Kartenausschnitt. Das eignet sich besonders
dann, wenn Sie etwas in der näheren Umgebung eines Ortes suchen.
* Sie können den Kartenausschnitt
vergrößern und eine detailreichere
Karte ansehen, indem Sie mit zwei
gespreizten Fingern das Display berühren und die Finger auseinanderziehen (Pinch-to-Zoom). Wenn Sie hingegen den Kartenausschnitt mit
zwei gespreizten Fingern zusammenziehen, verkleinert sich die Karte,
Sie sehen also weniger Details.
* Wenn Sie zwei Finger parallel auf das Display legen und nach oben oder
unten fahren, kippen Sie die Displaydarstellung. Sie erreichen diese gekippte Darstellung auch durch Antippen des Lokalisierungssymbols in
der rechten unteren Displayecke: Dadurch wird die Karte entweder in
Draufsicht (in der linken Abbildung) oder in perspektivischer Darstellung (in der rechten Abbildung) gezeigt. In Letzterer wird zusätzlich ein
Kompasssymbol 1 eingeblendet und Gebäude werden perspektivisch
dargestellt. Durch Antippen des Kompasssymbols landen Sie wieder in
der Draufsicht.
a
274
Mit Google Maps unterwegs
* Wenn Sie zwei gespreizte Finger auf dem Display drehen, können Sie
den Kartenausschnitt entsprechend drehen.
TIPP
Mithilfe dieser Gesten können Sie sich die Kartenausschnitte nach Ihren
Wünschen und Bedürfnissen anzeigen lassen.
Den Kompass kalibrieren
Führt Sie der eingebaute Kompass in die Irre, dann können Sie ihn
relativ leicht kalibrieren. Tippen Sie dazu einfach auf den blauen
Punkt Ihrer aktuellen Position in Google Maps. Dadurch öffnet sich
das folgende Menü. Mithilfe des Menüpunkts Kompass kalibrieren
1 lässt sich schnell eine Steigerung der Genauigkeit erreichen.
a
Mit Google Maps unterwegs
Haben Sie bei Ihrem Mobilfunkvertrag ein begrenztes Datenvolumen, gelangen Sie bei häufiger Verwendung von Google Maps über das Mobilfunknetz womöglich schnell an Ihr Datenlimit, denn die zur Positionsbestim275
Kapitel 11 – Karten und Navigation
mung verwendeten Karten werden bei Ihren Anfragen stets aktuell aus dem
Internet geladen. Aber auch für dieses Problem bietet Ihnen die App eine
Lösung: Sie können die benötigten Kartenausschnitte bereits zu Hause bei
bestehender WLAN-Verbindung herunterladen und speichern. Unterwegs
nutzen Sie dann die zuvor gespeicherten Karten und benötigen keine Internetanbindung. Dieses Vorgehen nennt sich Onboard Navigation.
1. Starten Sie zunächst Google
Maps, und suchen Sie den benötigten Kartenausschnitt. Benutzen Sie auch die ab Seite 274 erläuterten Fingergesten, um den
richtigen Ausschnitt in der richtigen Größe zu erhalten.
b
a
d
c
276
Mit Google Maps unterwegs
2. Begeben Sie sich durch Antippen des Profilbilds in das Hauptmenü der
App, und wählen Sie hier den Menüpunkt Offlinekarten. Tippen Sie auf
die Schaltfläche Wähle Deine eigene Karte aus 1.
Auf Wunsch können Sie die Eigenschaften Ihrer Offlinekarten auch
noch über das Zahnradsymbol 2 genauer anpassen.
3. Betätigen Sie nun die Schaltfläche Herunterladen 3.
4. Optional: Benennen Sie den Kartenausschnitt über sein Kontextmenü
4, und tippen Sie anschließend auf Speichern 5. Dadurch laden Sie
den gewünschten Kartenausschnitt in den Offlinespeicher der App.
f
e
g
Sie können diesen Kartenteil nun in Zukunft also auch ohne Internetverbindung nutzen. Dazu müssen Sie nichts weiter tun – die Karten werden im Offlinebetrieb für diejenigen Bereiche angezeigt, die zuvor he
runtergeladen wurden. Das Praktische dabei: Die Offlinekarten werden
stets aktualisiert, wenn Sie mit einem WLAN verbunden sind und dies in
den Einstellungen zu den Offlinekarten (siehe die Abbildung zu Schritt
2) aktiviert haben.
5. Die heruntergeladenen Karten können stets im Bereich
Offlinekarten
des Hauptmenüs eingesehen und verwaltet werden. Zum Umbenennen
nutzen Sie das Kontextmenü 6 zur heruntergeladenen Karte. Sollte der
Speicher Ihres Smartphones mit der Zeit ein wenig voll werden, können
Sie hier die entsprechenden Karten per Schaltfläche löschen 7.
277
Kapitel 11 – Karten und Navigation
Wuchtige Faltpläne und Straßenkarten gehören somit der Vergangenheit
an. Doch damit ist die Funktionsvielfalt von Google Maps noch lange nicht
erschöpfend beschrieben. Schauen wir uns daher die App noch etwas genauer an. Suchen Sie zunächst nach einer beliebigen Adresse, indem Sie sie
in das Suchfeld 1 der App eingeben.
a
d
c
b
Wird Ihnen Ihr Ziel angezeigt, können Sie nun durch Antippen der Schaltfläche Route 2 die Wegbeschreibung zu der gesuchten Adresse aufrufen.
Im vorliegenden Beispiel erhalten Sie damit die Fahrtstrecke für das Auto.
Zudem wird Ihnen bereits die voraussichtliche Fahrzeit angezeigt 3, und
im Bedarfsfall werden auch Umleitungen einkalkuliert. Als Startpunkt für
die Messung wird standardmäßig immer Ihr aktueller Standort verwendet.
Sie können die Routenführung jederzeit an Ihre Fortbewegungsart anpassen. Wechseln Sie dazu über die Schaltflächen oberhalb der Karte 4 zwischen der Routenplanung für Fußgänger, Auto- und Radfahrer bzw. für den
öffentlichen Nahverkehr (mehr dazu lesen Sie im folgenden Abschnitt ab
Seite 282).
278
Mit Google Maps unterwegs
Auch Sehenswürdigkeiten werden intelligent gefunden. Tippen Sie dazu
einfach in das Suchfeld, und formulieren Sie ganz allgemein ein Ziel, das
Sie interessiert. Durch Antippen der auf der Karte gezeigten Ziele erhalten
Sie nähere Informationen.
f
e
Über die Lesezeichen-Schaltfläche Speichern 5 lässt sich ein Ort in einer
Liste mit interessanten Zielen ablegen 6.
Mit Google Maps können Sie sich auch schon vorab die nähere Umgebung
einer Adresse anschauen, z. B. wenn Sie eine Rast in einer Unterkunft planen, aber die Gegend bisher nicht kennen. Diese Option funktioniert allerdings nur, wenn der Ort per Google Street View erfasst wurde oder ein anderer Android-Nutzer ein 360°-Panorama mit seiner Smartphone-Kamera
erstellt hat. Obwohl Street View in Deutschland leider nicht flächendeckend
zur Verfügung steht, können Sie hier von der gigantischen Gemeinschaft
profitieren, die in Eigenregie Google Maps mit einer Vielzahl von 360°-Panoramen gefüllt hat. Um Street View oder 360°-Panoramen innerhalb der
Google-Maps-App zu nutzen (z. B. um die nähere Umgebung einer Unterkunft zu inspizieren), gehen Sie folgendermaßen vor:
279
Kapitel 11 – Karten und Navigation
1. Geben Sie eine Adresse oder Unterkunftsbezeichnung in das Suchfeld
ein. Tippen Sie anschließend das Ebenensymbol oben rechts auf der Karte
an, und aktivieren Sie die Ebene Street
View. Falls Street View für die Gegend
verfügbar ist, wird Ihnen das durch ein
entsprechendes Symbol angezeigt 1.
In diesem Fall gelangen Sie durch Antippen des Bildes gleich in die StreetView-Ansicht. Gibt es für die Gegend
360°-Panoramen, erscheinen diese als
blaue Punkte in der Kartendarstellung.
a
2. Im Street-View-Modus können Sie
sich, indem Sie mit den Fingern die
blaue Linie entlangfahren, »umsehen«
bzw. im Bild bewegen und per Fingerspreizen den Ausschnitt vergrößern
oder verkleinern.
b
3. Tippen Sie auf das Kompasssymbol 2 im Street-View-Fenster. Nun können Sie sich mit Ihrem Smartphone um 360 Grad drehen, um einen
Rundumblick von der Gegend zu erhalten. Neigen Sie Ihr Smartphone,
wird die Perspektive geändert – das nenne ich virtuellen Tourismus!
280
Mit Google Maps unterwegs
Zu guter Letzt haben Sie die Möglichkeit, die Google Earth-App aus dem
Play Store zu installieren. Starten Sie Google Earth nach der Installation,
und gestatten Sie der App zunächst die Nutzung der Lokalisierung.
Google
Earth
c
Innerhalb der Earth-App geben Sie Suchanfragen so ein, wie Sie es bereits
von Google Maps gewohnt sind. Sie erhalten dann eine 3D-Satellitenansicht
Ihrer Suchanfrage und können sich das Geländeprofil der Umgebung anschauen. Wenn Sie das Symbol mit dem Männchen 3 antippen, landen
Sie im Street-View-Modus. Alle blau dargestellten Straßenzüge oder Orte
können nun durch Antippen ausgewählt und näher angeschaut werden. Die
blauen Punkte sind (wie oben bereits beschrieben) 360°-Panoramen von
281
Kapitel 11 – Karten und Navigation
anderen Nutzern. Auch die Steuerung per Fingergesten funktioniert hier
ganz ähnlich wie in Google Maps. So können Sie sich bequem von Ihrem
Sofa aus auf Weltreise begeben.
Navigation – der Routenplaner
Kommen wir nun zu einer kleinen Navigationsaufgabe. Sie möchten eine
Route zwischen zwei Orten planen. Dies können Sie direkt aus Google Maps
heraus tun:
1. Starten Sie Google Maps, und tippen Sie auf das Routenplanersymbol
1. Als Startort wird zunächst automatisch Ihr aktueller Standort verwendet. Sie können hier aber auch andere Startorte vorgeben, indem
Sie das entsprechende Feld 2 antippen und eine andere Adresse eingeben. Die Zieleingabe kann durchaus unscharf sein, die App schlägt
Ihnen dann entsprechende Ziele in einer Liste vor.
a
b
c
l
d
282
Navigation – der Routenplaner
2. Nachdem Sie den Anfangs- und Endpunkt der Route eingegeben haben,
wird diese sofort berechnet und in einem Vorschaubild grafisch dargestellt. Neben der blau dargestellten Hauptroute erscheinen meist auch
weitere grau unterlegte Alternativrouten 3. Wählen Sie die gewünschte Route durch Antippen aus. Neben den Routenvorschlägen wird Ihnen
außerdem die ungefähre Dauer angezeigt. Durch Antippen der Schaltfläche Schritte 4 gelangen Sie in eine Übersicht, die die wichtigsten Navigationspunkte angibt. Außerdem erfahren Sie auf diesem Bildschirm,
ob Verkehrsstörungen auf der geplanten Strecke vorliegen.
e
6
7
8
9
3. Über die Wahlfelder am oberen Rand des Displays bestimmen Sie, ob
die Routenführung für Autofahrer 5, öffentliche Verkehrsmittel 6,
Fußgänger 7, per Taxi bzw. Uber 8 oder für Radfahrer 9 berechnet
werden soll. Soll die Fahrzeit via Uber angezeigt werden, dann muss
sich die gleichnamige App auf dem Smartphone befinden. Über die Routenoptionen j im In-App-Menü können Sie z. B. einstellen, ob Autobahnen oder mautpflichtige Straßen vermieden werden sollen; und über
den Punkt Stopp einfügen k können Sie auch Zwischenziele zu Ihrer
Route ergänzen.
j
k
283
Kapitel 11 – Karten und Navigation
4. Starten Sie nun die Routenführung durch Antippen der Schaltfläche
Starten (l auf Seite 282).
5. Sie werden nun sowohl optisch als auch akustisch über Ihre Route geführt. Durch Antippen des Feldes am unteren Bildschirmrand m und
eine anschließende Auswahl von Wegbeschreibung n können Sie die
verschiedenen Zwischenstationen aufrufen. Dabei werden auch Alternativrouten angezeigt.
n
m
Sie können die Routenführung vorab im Detail
durchgehen.
284
Navigation – der Routenplaner
Sollten Sie oft mit dem Auto unterwegs sein, interessiert Sie sicher auch
die aktuelle Verkehrslage. Google Maps bietet in Verbindung mit der Navigations-App die Möglichkeit, die Verkehrssituation in der aktuellen Karte
einzublenden und bei Bedarf nach Umleitungen zu suchen.
b
a
INFO
Wählen Sie im Ebenenmenü der App die Option Verkehrslage 1 aus. Ihnen
wird sofort die aktuelle Verkehrslage in Form von grünen (flüssiger Verkehr), gelben (zäh fließender Verkehr) und roten Linien (Stau) angezeigt.
Zusätzlich erhalten Sie einen Überblick über bestehende Straßensperrungen, Baustellen oder andere Verkehrsbehinderungen. Durch Antippen der
Symbole bzw. Stauanzeigen 2 erhalten Sie nähere Informationen zu der
entsprechenden Störung.
Android Auto: Navigation in modernen Autos
In modernen Fahrzeugen können Sie mithilfe von Googles Android
Auto navigieren. Dabei wird der Displayinhalt Ihres Android-Smart
phones auf einen Informationsmonitor im Auto übertragen – in der
Regel per USB-Kabel, bei aktuellen Android-Versionen auch kabellos
via Bluetooth.
Android
Auto
285
Kapitel 12 – Musik und E-Books auf dem Smartphone
Kapitel 12
Musik und E-Books auf
dem Smartphone
Eine gute Nachricht: Sie müssen auf Ihrem Android-Smartphone nicht auf
Ihre mühsam zusammengetragene digitale Musiksammlung verzichten.
Das Android-System ist für die Wiedergabe diverser Tonformate bestens
aufgestellt und besitzt mit YouTube Music (kurz: YT Music) sogar eine ideale Möglichkeit, Ihre Lieblingssongs in der Google Cloud zu sichern. Möchten Sie Ihren musikalischen Horizont erweitern, bietet sich die YouTubeMusic-Flatrate an.
Musik auf das Smartphone übertragen
Wenn Sie ohne große Umstände sofort loslegen und Musik auf Ihrem
Smartphone hören möchten, übertragen Sie einzelne Stücke oder Alben am
einfachsten per USB-Anschluss vom PC auf Ihr Gerät. Das funktioniert auf
Windows-PCs folgendermaßen:
1. Sollten Sie eigene CDs besitzen, so können Sie die darauf enthaltenen
Musikstücke unter Windows problemlos in komprimierte, digitale Audiodateien (MP3, WMA) kopieren, indem Sie diese in das CD-Laufwerk
Ihres PCs legen und den Windows Media Player starten. Wählen Sie als
Kopierformat aus dem Menü unter Kopiereinstellungen am besten das
Format MP3. Die Audioqualität belassen Sie auf 256 kBit/s (MP3).
287
Kapitel 12 – Musik und E-Books auf dem Smartphone
2. Klicken Sie die Schaltfläche CD kopieren an. Dadurch wird diese in Ihre
lokale Medienbibliothek kopiert. Sie finden diese mithilfe des Windows
Explorers im Ordner Dieser PC E Musik, jeweils geordnet nach Interpret
und Album. Von hier aus können Sie die Dateien später via Drag & Drop
in den Musikordner auf Ihrem Smartphone verschieben.
3. Schließen Sie Ihr Smartphone per USB-Kabel an Ihren PC an. Das Gerät
wird als Mediengerät oder Massenspeicher ähnlich wie ein USB-Stick
erkannt. Meist werden zunächst automatisch einige Treiber installiert.
Windows 10 bzw. 11 bringen diese Treiber in der Regel schon mit.
4. Nach der Installation der Treiber erscheint Ihr Gerät im Dateimanager
von Windows. Hier können Sie nun bequem auf den Speicher Ihres
Smartphones 1 zugreifen und Dateien austauschen.
288
Musik auf das Smartphone übertragen
a
b
Sollte Ihr Gerät noch mit einer externen SD-Karte ausgestattet sein, tauchen im Explorer zwei Einträge für Ihr Smartphone auf: Phone bezeichnet den internen Speicher, Card die SD-Karte. Idealerweise kopieren Sie
Ihre Musik auf eine solche SD-Karte, denn das spart wertvollen internen
Speicherplatz.
5. Navigieren Sie nun einmal per Dateimanager zum internen Speicher Ihres Geräts. Dort gibt es - wie oben beschrieben - bereits einen Ordner namens Music. Hier werden alle Musikstücke verwaltet. Sie können einen
solchen Ordner 2 mithilfe des Explorers aber auch problemlos auf der
externen SD-Speicherkarte Card erstellen, falls eine solche eingebaut
ist. Bei Geräten, die nicht über die Möglichkeit verfügen, mit einer externen Karte aufgerüstet zu werden, erstellen Sie einen Ordner Music im
Hauptverzeichnis Phone, falls dieser nicht sowieso schon vorhanden ist.
6. Suchen Sie nun mithilfe des Explorers ein Stück oder ein ganzes Album
aus, das Sie auf Ihrem Smartphone hören möchten. Wissen Sie nicht,
wo sich die Musik auf Ihrem PC befindet, schauen Sie einmal in der Bi
bliothek Musik, ob Sie dort fündig werden.
Unter Windows wird Ihre komplette Musiksammlung mithilfe der Media-Player-App verwaltet. Sollten Sie iTunes verwenden, so finden Sie
die dadurch importierte Musik über den Pfad iTunes/iTunes Media/
Music in dem entsprechenden Ordner. Am Mac finden Sie Ihre kom289
Kapitel 12 – Musik und E-Books auf dem Smartphone
plette Musiksammlung im Verzeichnis Music (iTunes gibt es seit macOS
10.15 Catalina nicht mehr).
7. Ziehen Sie die gewünschten Stücke bzw. Alben per Drag & Drop in das
INFO
Verzeichnis Music auf Ihrem Smartphone bzw., falls vorhanden, auf die
externe SD-Karte. Der YouTube Music-App ist es egal, ob die Stücke ungeordnet oder in Ordnern zusammengefasst auf dem Speicher landen.
Es ist aber sinnvoll, die auf dem PC vorgegebene Ordnerstruktur beizubehalten. Fertig! Sie haben Ihr Android-Smartphone nun mit Futter für
die Ohren ausgestattet.
Auf dem Mac Android File Transfer verwenden
Sind Sie Mac-Besitzer? Dann verwenden Sie zur Datenübertragung
am besten das Programm Android File Transfer, das Sie von www.android.com/filetransfer herunterladen können. Beachten Sie: Die so
übertragenen Dateien dürfen eine Größe von 4 GB nicht überschrei
ten. Bei Musikstücken ist diese Bedingung erfüllt, bei Filmmaterial
kann es aber schon einmal problematisch werden.
Musik abspielen
Zur Wiedergabe der soeben übertragenen Musik verwenden wir die You
Tube-Music-App. Diese ist Bestandteil des Android-Basissystems.
1. Starten Sie die YouTube-Music-App aus dem App-Menü. Beim ersten
Start erhalten Sie eine Aufforderung, sofort ein Abonnement bei You
Tube Music abzuschließen. Darauf verzichten wir zunächst, indem
wir diesen Schritt mittels Nein danke (1 auf Seite 291) überspringen.
Achten Sie außerdem darauf, dass die App mit Ihrem Google-Konto
verknüpft ist. Das erkennen Sie anhand des Google-Kontonamens bzw.
Profilbilds im rechten oberen Bereich 2.
2. Wechseln Sie jetzt in Ihre Mediathek 3, und lassen Sie zu, dass Audiodateien, die sich auf Ihrem Gerät befinden, wiedergegeben werden können. Bestätigen Sie die folgende Information mit OK.
290
Musik abspielen
b
a
c
3. Suchen Sie sich ein Album oder ein Stück aus, das Sie gerne hören
möchten. Um lokal gespeicherte Stücke wiedergeben zu können, wechseln Sie einfach in den Bereich Dateien auf Gerät. Tippen Sie die Schaltfläche zur Wiedergabe des Stücks bzw. des Albums 4 an.
d
291
Kapitel 12 – Musik und E-Books auf dem Smartphone
4. Das aktuell ausgewählte Musikstück wird nun wiedergegeben. Sollten
Sie die App verlassen, wird das Stück bzw. Album weiter im Hintergrund
abgespielt. Möchten Sie wieder in den
Player-Modus wechseln, ziehen Sie einfach die Statusleiste herunter und tippen auf die Player-Statusmeldung 5.
Mit den rudimentären Schaltflächen
können Sie u. a. die Wiedergabe anhale
ten bzw. zum vorherigen oder nächsten
Titel springen.
5. Sie gelangen durch Antippen der Player-Meldung erneut in die PlayerOberfläche der Play-Musik-App. Möchten Sie hingegen die Musikwiedergabe im Hintergrund beenden, wischen Sie einfach die Player-Statusmeldung mit dem Finger aus der Übersicht heraus.
Der Medienplayer erscheint
bei Aktivität auch auf dem
Sperrbildschirm und kann
dort bedient werden.
Musik in der Cloud speichern
Die im vorigen Abschnitt beschriebene Vorgehensweise mutet heutzutage altmodisch an. Der moderne Datennomade geht heute anders vor. Er
gleicht seine Musiksammlung mit der Cloud ab. Die Cloud ist dabei eigentlich nichts anderes als eine große Festplatte im Internet. So werden dann
sämtliche Musikstücke der Musiksammlung auf einen Server hochgeladen
oder mit bestehenden Stücken abgeglichen. Der Clou dabei: Selbst wenn es
292
Musik in der Cloud speichern
sich bei Teilen Ihrer Musik um qualitativ schlechte Internetradio-Mitschnitte oder Ähnliches handelt, wird stets versucht, das Originalstück zu finden
und mit Ihrem Konto zu verknüpfen. Die Wiedergabe der so gespeicherten
Stücke erfolgt per Streaming, was natürlich eine bestehende Onlineverbindung voraussetzt. Es gibt aber auch die Möglichkeit, Stücke oder Alben aus
der Cloud herunterzuladen und für eine Offlinewiedergabe dauerhaft auf
dem Gerät zu speichern.
Auch Google bietet eine solche Cloud-Lösung an. Gehen Sie zum Abgleich
Ihrer Musiksammlung mit der Google Cloud folgendermaßen vor:
1. Begeben Sie sich per Browser auf die Seite music.youtube.com, und loggen Sie sich mit Ihren Google-Accountdaten dort ein.
Am besten verwenden Sie dabei den Google-eigenen Browser Chrome,
den Sie auf www.google.de/chrome/browser/desktop/ finden und von
dort herunterladen können.
2. Betätigen Sie im Hauptmenü (erreichbar durch Anklicken des Profilbilds) die Schaltfläche Musik hochladen 1.
a
b
293
Kapitel 12 – Musik und E-Books auf dem Smartphone
3. Nun öffnet sich unter Windows ein Explorer-Fenster. Navigieren Sie damit zum Ort der Musikdateien, die Sie hochladen möchten, und wählen
Sie diese aus. Klicken Sie danach auf die Schaltfläche Öffnen 2, und die
Dateien werden in Googles Cloudspeicherbereich hochgeladen.
c
4. Begeben Sie sich nach dem Hochladen mit einem Klick auf die Schaltfläche Zur Mediathek 3 in Ihre Mediensammlung, und kontrollieren Sie,
ob sich die Stücke dort befinden.
Die Musikstücke wurden erfolgreich hochgeladen. Sie stehen Ihnen nun
auch auf Ihrem Android-Smartphone über die Cloud zur Verfügung.
Achtung: Musik, die mit dem digitalen Kopierschutz DRM versehen wurde,
kann auf die beschriebene Weise nicht mit der Google Cloud synchronisiert
werden! Mittlerweile gibt es allerdings kaum noch Anbieter, die DRM einsetzen.
294
Ein Streaming-Abo bei YouTube Music abschließen
Ein Streaming-Abo bei YouTube Music abschließen
Das oben beschriebene Verfahren ist auf die Dauer sehr mühsam, wenn es
darum geht, komplette Musiksammlungen – sprich: CDs – zu digitalisieren.
Hier ist es wesentlich sinnvoller, ein Abonnement bei Googles StreamingDienst YouTube Music abzuschließen. Das Beste daran ist, dass für Sie als
Neukunde der erste Monat der Nutzung kostenlos ist. Jeder weitere Monat
schlägt mit 9,99 € zu Buche. Die so erworbene Musik kann zum OfflineGenuss auf das Smartphone heruntergeladen werden. Sie müssen also nicht
mit dem Internet verbunden sein, wenn Ihnen der Sinn nach Musik steht.
Gehen Sie folgendermaßen vor, um ein Abonnement abzuschließen:
1. Starten Sie die YouTube Music-App, und tippen Sie im Menü am unteren
Displayrand auf die Schaltfläche Upgrade 1.
a
2. Sollten Sie YouTube Music bisher noch nicht abonniert haben, dann haben Sie die Gelegenheit, den Musikdienst für einen Monat kostenlos zu
testen. Klicken Sie in diesem Fall auf die Schaltfläche Kostenlos testen
2. Sollten Sie bereits in den Genuss eines kostenlosen Abos gekommen
sein, dann wird Ihnen das an dieser Stelle mitgeteilt. Begeben Sie sich in
diesem Fall durch Anklicken Ihres Profilbilds in das Hauptmenü der App
zum Punkt Kostenpflichtige Mitgliedschaften, und schließen Sie dort ein
Abo ab. Alternativ funktioniert das auch am PC
per Browser unter www.youtube.com/musicpremium. Loggen Sie sich hier mit Ihrem GoogleKonto ein, und schließen Sie dort das Abo ab.
Sie erkennen den erfolgreichen Abschluss Ihres Abonnements daran, dass nun die UpgradeSchaltfläche voll ausgefüllt erscheint 3. Außerdem werden Sie darauf hingewiesen, dass Sie in
Zukunft Ihre Lieblingstitel zum Offline-Hören
herunterladen können.
b
295
Kapitel 12 – Musik und E-Books auf dem Smartphone
Ihnen steht nun einer der größten
Musikkataloge der Welt mit über 40
Millionen Titeln zur Verfügung.
3. Sollten Sie sich umentscheiden und
möchten Sie das Streaming-Abo wieder kündigen oder pausieren lassen,
dann begeben Sie sich einfach per
PC-Browser auf die Seite https://youtube.com/paid_memberships. Über den
Link Mitgliedschaft verwalten 4 können Sie Ihr Abo entweder abbestellen
oder auch für eine Zeit pausieren. Außerdem haben Sie die Möglichkeit,
hier ein vergünstigtes Familienabo abzuschließen. Alternativ lässt sich ein
Abo auch in der YouTube Music-App
im Hauptmenü unter Kostenpflichtige
Mitgliedschaften stornieren.
c
d
296
YouTube Music im Überblick
YouTube Music im Überblick
Das Streamen von Musik ersetzt die Tonträger des letzten Jahrhunderts –
mit schier unglaublich erweiterten Möglichkeiten. Die YouTube Music-App
ist die Schaltzentrale für sämtliche Aktivitäten, die sich unter Android um
Musik drehen. Sehen wir uns daher ein wenig auf der Oberfläche um. Die
Beschreibung bezieht sich auf die Gestaltung der App, nachdem YouTube
Music Premium aktiviert wurde.
1. Über die Schaltflächen am unteren Displayrand erreichen Sie folgende
Hauptbereiche der App:
* Start: Hier werden Ihnen aktuelle Trends in der Musik präsentiert.
* Entdecken: In diesem Bereich können Sie gezielt Musik nach Stimmungen bzw. Genres entdecken. Nach einer gewissen Zeit präsentiert Ihnen YouTube Music an dieser Stelle Titel, die basierend auf
Ihren Hörgewohnheiten Ihrem Musikgeschmack entsprechen.
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Kapitel 12 – Musik und E-Books auf dem Smartphone
* Mediathek: In diesem Menübereich finden Sie unter anderem Ihre
selbst erstellten Playlists. Das ist eine Sammlung von Musikstücken,
die Sie persönlich mögen. Die ältere Generation kennt in diesem Zusammenhang sicher noch die gute, alte Musikkassette mit den »Best
of«-Hits, die man seinem Schwarm heimlich zusteckte.
2. Sehr wichtig ist das Suchfeld am oberen Displayrand: Damit können Sie
gezielt auf die Suche nach speziellen Musikstücken bzw. Alben gehen.
Die Funktionsweise der Suche hängt davon ab, in welchem Bereich man
sich aktuell befindet.
3. Wenn Sie ein interessantes Album gefunden haben, können Sie dieses
entweder direkt per Streamingfunktion anhören (dazu ist eine bestehende Internetverbindung erforderlich) oder auch zum Offline-Hören
auf Ihr Gerät herunterladen. Dazu tippen Sie in der Albumübersicht einfach die Downloadschaltfläche 1 an. Diese zeigt während des Herunterladens den Ladefortschritt 2 an.
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YouTube Music im Überblick
a
2
4. Alben, die Sie auf diese Weise heruntergeladen haben, finden Sie nun
im Bereich Mediathek E Downloads.
YouTube Music verfügt wie alle Musikabo-Dienste über die Möglichkeit,
Wiedergabelisten zu erstellen. Mehr zu diesem Thema erfahren Sie im
Abschnitt »Musik zusammenstellen – Playlists und eigene Radiosender«
ab Seite 303.
Werfen wir abschließend noch einen Blick auf das Hauptmenü der App, das
Sie durch Antippen des Kontosymbols am rechten oberen Bildrand erreichen.
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Kapitel 12 – Musik und E-Books auf dem Smartphone
Folgende Bereiche sind hier von Bedeutung:
* Mein Kanal: Teilen Sie Ihre Playlisten und somit Ihren Musikgeschmack
in Form eines öffentlichen Kanals.
* Downloads: Das ist der Ort Ihrer heruntergeladenen Musikstücke.
* Verlauf: Führt die Stücke auf, die Sie sich zuletzt angehört haben.
* Kostenpflichtige Mitgliedschaften: Führt Sie in einen Bereich zur Verwaltung Ihrer laufenden Abos.
* Einstellungen: Hier können und sollten Sie unter anderem den Schalter
Nur über WLAN streamen aktivieren, um zu verhindern, dass Ihr Daten-
INFO
freivolumen übermäßig strapaziert wird. Außerdem steuern Sie hier die
Qualität der Audiowiedergabe.
300
Musiktext anzeigen und Musikclip wiedergeben
Während der Wiedergabe eines Musikstücks besteht die Möglich
keit, sich durch Antippen der Schaltfläche Text den Text zum aktuell
laufenden Stück anzeigen zu lassen. Darüber hinaus besteht die
Möglichkeit, sich über den Bereich Video den Musikclip zum Stück
(falls vorhanden) anzuschauen. Dieses enthält bei Bedarf auch deut
sche Untertitel.
Alternative Streamingdienste nutzen
Alternative Streamingdienste nutzen
Auch andere Anbieter bieten Musik-Flatrates an. Allen voran ist hier Spotify
zu nennen, der derzeit weltgrößte Anbieter im Bereich der MusikstreamingServices. Spotify ist mehr als ein reiner Streaminganbieter: Millionen begeisterter Anwender teilen hier ihre Playlists mit anderen Spotify-Abonnenten. Mehr zum Thema »Playlisten« erfahren Sie im nächsten Abschnitt.
Spotify
Mein persönlicher Favorit ist Spotify – die Nummer 1 unter den Streaming
anbietern. Hier tauscht man mit Millionen von Anwendern Playlists aus und
kann dadurch den eigenen Musikgeschmack erweitern.
Mittlerweile ist auch Apple eine etablierte Größe auf dem Musikstreamingsektor. Mit Apple Music gibt es auch eine App für Android, die Ihnen Zugang
zu Apples reichhaltiger Musikbibliothek gewährt – vorausgesetzt, Sie haben
ein Abo abgeschlossen.
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Kapitel 12 – Musik und E-Books auf dem Smartphone
Die Preise der genannten Streamingdienste bewegen sich in der Regel bei
9,99 € pro Monat. Wer gleich ein Jahresabo abschließt, kann etwas Geld
sparen. Die Struktur der Apps ähnelt im Großen und Ganzen der Struktur
von YouTube Music, sodass Sie sich nach dem Studium der letzten Abschnitte schnell zurechtfinden werden.
INFO
Apple
Music
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Musik für Audiophile
Apple ist mittlerweile dazu übergegangen, seinen Abonnenten
Zugang zu hochqualitativem Audiostreaming ohne Mehrpreis zu
bieten. Zur Auswahl stehen verlustfreie (d. h. nicht komprimierte)
Aufnahmen sowie 3D-Audio bei ausgewählten Produktionen. Zum
Zeitpunkt der Drucklegung dieses Buches standen diese Möglich
keiten allerdings zunächst nur den Besitzern von Apple-Hardware
(iPhone, AirPods) zur Verfügung. Es ist sicher eine Frage der Zeit, bis
Spotify & Co. diese Möglichkeit auch für das Android-Universum
anbieten.
Musik zusammenstellen – Playlists und eigene Radiosender
Musik zusammenstellen –
Playlists und eigene Radiosender
Hören Sie sich unterwegs noch komplette Alben am Stück an, oder legen Sie
sich auch schon einmal Wiedergabelisten (engl. Playlists) mit gemischten
Stücken an? Das geht selbstverständlich nicht nur vom Computer aus, sondern auch direkt mit Ihrem Android-Smartphone. Im Folgenden beschreibe
ich, wie Sie eine Playlist mithilfe von YouTube Music erstellen können. Bei
anderen Apps bzw. Diensten (z. B. Spotify) ist das Vorgehen recht ähnlich.
1. Starten Sie YouTube Music, und begeben Sie sich in den Bereich Mediathek. Tippen Sie hier auf die Schaltfläche Neue Playlist 1. Geben Sie
der Playlist einen aussagekräftigen Namen, und achten Sie zunächst
darauf, dass Sie bei Sichtbarkeit die Option Privat einstellen. Tippen Sie
anschließend auf die Schaltfläche Erstellen 2.
a
b
2. Nun können Sie die Playlist mit Ihren Lieblingsliedern füllen. Tippen
Sie die Schaltfläche Titel hinzufügen 3 an. Suchen Sie mithilfe der nun
erscheinenden Suchmaske Stücke, die Sie der Liste hinzufügen möchten. Durch einfaches Antippen landen die gesuchten Lieder oder auch
Musikvideos in Ihrer Liste.
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Kapitel 12 – Musik und E-Books auf dem Smartphone
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3. Alternativ können Sie außerhalb der Playlist Ihre Lieblingsstücke bzw.
Interpreten durchforsten. Wenn Sie ein Stück entdecken, dass Ihnen gefällt, dann tippen Sie einfach dessen Kontextmenü an (die drei kleinen
Punkte neben dem Stück) und wählen anschließend die Option Zu Playlist hinzufügen 4, gefolgt von der gewünschten Playlist.
d
4. Fahren Sie so fort, bis Sie genügend Stücke in Ihrer Playlist gesammelt
haben.
5. Zur Wiedergabe der Liste begeben Sie sich im Hauptmenü der App in
den Bereich Mediathek und wählen dort den Bereich Playlists. Starten
Sie die Wiedergabe der gewünschten Kollektion durch Antippen der
Wiedergeben-Schaltfläche 5.
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Musik zusammenstellen – Playlists und eigene Radiosender
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6. Wenn Sie mögen, können Sie
auch sämtliche Stücke der Liste
für die Offlinewiedergabe herunterladen. Haben Sie eine WLANVerbindung? Dann tippen Sie
das Downloadsymbol 6 an. Eine
tortenförmige Markierung zeigt
den Fortschritt des Downloads
an. Auf diese Weise können Sie
auch andere Stücke oder komplette Alben auf Ihr Smartphone herunterladen, um sie offline zu hören.
7. Möchten Sie die Titelabspielreihenfolge zufällig gestalten, klicken Sie
einfach auf Zufallsmix 7.
Das Erstellen von Playlists ist Ihnen zu mühsam? Dann lassen Sie doch die
App Ihre Arbeit machen! Die Lösung ist die Erstellung eines eigenen Radiosenders bzw. Schnellmixes mit Ihrer Lieblingsmusik. Das funktioniert aus
der soeben erstellten Playlist heraus folgendermaßen:
1. Begeben Sie sich in eine Playlist, und wählen Sie im In-App-Menü den
Punkt Radio starten (8 auf der nächsten Seite). Sollten Sie kein YouTube-Music-Abo abgeschlossen haben, so erscheint an dieser Stelle die
Option Schnellmix starten.
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Kapitel 12 – Musik und E-Books auf dem Smartphone
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2. Daraufhin sucht das System nach ähnlich klingenden Titeln bzw. Inter-
INFO
preten und ergänzt die bestehende Liste. Möchten Sie die Liste der folgenden Titel komplett einsehen, so tippen Sie den Menüpunkt Nächste
9 am unteren Bildschirmrand an. Es ist erstaunlich, wie gut die Stücke
miteinander harmonieren und Ihren Musikgeschmack abbilden. Das
Ganze funktioniert allerdings nur, wenn Sie über eine Onlineverbindung zu YouTube Music verfügen.
Rocket
Player
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Alternative Musikplayer
Der Google Play Store bietet eine schier unbegrenzte Anzahl an al
ternativen Musikwiedergabe-Apps an. Mein persönlicher Favorit ist
der Rocket PlayerPremium Audio. Der Player bietet sich insbesondere
zur Wiedergabe von Offlinemusik an, die Sie per USB-Kabel auf Ihr
Smartphone befördert haben. Er ist im Vergleich zu YouTube Music
eine bequemere Möglichkeit, um lokal auf dem Smartphone gespei
cherte Musik wiederzugeben.
Radio hören
Radio hören
Nahezu jeder bekannte Radiosender im deutschsprachigen Raum lässt sich
mittlerweile per Smartphone über eine Internetverbindung hören – mit der
passenden App. Besonders bewährt hat sich hier TuneIn Radio.
1. Installieren Sie die TuneIn-App, und starten Sie sie. Beim ersten Start
wird Ihnen TuneIn Premium als Abonnement angeboten. Das ignorieren
Sie am besten, denn das könnte richtig ins Geld gehen. Tippen Sie dazu
beim ersten Start auf das Kreuz rechts oben auf dem Startbildschirm 1 –
keinesfalls aber auf die Schaltfläche Kostenlos testen 2, es sei denn, Sie
möchten nach der Probezeit automatisch ein Abo abschließen.
a
TuneIn
Radio
c
b
2. Gestatten Sie der App beim ersten Aufruf, Ihren Gerätestandort zu nutzen, um Ihnen Sender aus Ihrer Umgebung zu präsentieren.
3. Verschaffen Sie sich zunächst einen Überblick über die lokalen Sender,
indem Sie sich auf der Startseite umschauen. Hier können bereits erste
lokale Sender durch Antippen ausgewählt und wiedergegeben werden.
Sind Sie auf der Suche nach einem speziellen Sender, so tippen Sie ein307
Kapitel 12 – Musik und E-Books auf dem Smartphone
fach das Lupensymbol 3 am rechten oberen Displayrand an. Wählen
Sie anschließend den gewünschten Sender in der Liste der Treffer aus.
Dieser wird unmittelbar wiedergegeben.
4. Sie können aber auch Musiksender nach Zeitraum oder Genre auswählen. Dazu begeben Sie sich auf der Startseite zum Untermenüpunkt Musik 4 und tippen nun den Bereich an, der Sie persönlich interessiert,
z. B. Jahrzehnte E 80er.
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Hörbücher
5. Wählen Sie aus der erscheinenden Liste einen Sender 5 aus. In der Liste
ist bei vielen Sendern auch ersichtlich, welches Musikstück aktuell auf
dem Sender gespielt wird. Nach kurzer Zeit beginnt die Wiedergabe.
Diese können Sie jederzeit durch Betätigen von Stopp 6 unterbrechen
bzw. mit der Pause-Schaltfläche auch kurzfristig anhalten 7.
Die kostenpflichtige Pro-Version der App bietet weitere interessante Features: So können Sie den Livestream über eine Aufnehmen-Schaltfläche
aufzeichnen. Die Qualität der angebotenen Streams lässt sich in den Einstellungen im Hauptmenü anpassen.
Hörbücher
Die beliebteste Plattform für Hörbücher in Deutschland ist Audible, ein
Tochterunternehmen von Amazon. Hier können Sie eine Vielzahl aktueller
Hörbücher erwerben und direkt auf Ihr Smartphone herunterladen.
1. Installieren Sie Audible mithilfe des nebenstehenden QR-Codes.
2. Nach dem Start der App legen Sie entweder ein neues Konto an oder
melden sich, falls Sie bereits Kunde bei Amazon sind, mit Ihren Amazon-Kontodaten an.
3. Auf der Oberfläche stehen Ihnen einige Gratishörproben zur Verfügung,
Audible
die Sie sich durch Antippen der Wiedergabe-Schaltfläche 1 zu Gemüte führen können. Selbstverständlich können Sie über die eingebaute
Suchfunktion 2 gezielt selbst nach Hörbüchern suchen.
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b
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Kapitel 12 – Musik und E-Books auf dem Smartphone
4. Haben Sie ein Hörbuch erworben, können Sie dieses entweder per
Streaming direkt aus der Cloud hören oder sich eine lokale Kopie zur
Offlinenutzung herunterladen. Dazu tippen Sie das entsprechende Hörbuch einfach im Bereich Meine Bibliothek an.
5. Während der Wiedergabe können Sie jederzeit über die Schaltfläche Geschwindigkeit 3 die Vorlesegeschwindigkeit ändern.
c
E-Books lesen
Der Google Play Store besitzt eine eigene Abteilung für E-Books. Starten
Sie die Play Store-App, und schauen Sie sich einmal in der Rubrik Bücher 1
um, die Sie mit der Schaltfläche am unteren Bildrand erreichen. Alternativ
können Sie auch die Play Bücher-App aus dem Play Store installieren, die
eine übersichtliche Darstellung der Bücherabteilung bietet.
310
E-Books lesen
Google
Play
Books
a
Bücher können Sie entweder direkt über den Play Store (links) oder über die
separat erhältliche Play-Bücher-App (rechts) kaufen.
Durch Antippen der Menüschaltflächen im Bereich Einkaufen wechseln Sie
in der Play-Bücher-App durch verschiedene Rubriken.
Wenn Sie sich zum Kauf eines E-Books entschlossen haben, finden Sie dieses nach der Bezahlung über Ihr Google-Konto in der Play-Bücher-App unter Mediathek 2.
Die Play-Bücher-App ist bereits mit einigen kostenlosen E‑Books »vorbefüllt«. Dabei handelt es sich um Werke, deren Urheberrecht abgelaufen ist,
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Kapitel 12 – Musik und E-Books auf dem Smartphone
z. B. Goethes Faust. Laden Sie doch
einfach einmal eines der angebotenen
Werke herunter. Sie blättern, indem Sie
auf die rechte Displayseite tippen.
INFO
Amazon
Kindle
Im Vergleich zu Deutschlands größtem Angebot an E-Books bei Amazon
fällt das Portfolio des Google-Bücherbereichs eher bescheiden aus, wenngleich die meisten aktuellen Bestseller
auch in der Play-Bücher-App zu finden
sind. Wer eine umfangreichere Auswahl haben möchte, installiert am besten zusätzlich die App Amazon Kindle,
die Zugriff auf den Amazon Kindle
Store bietet. Dort erworbene Bücher
können Sie dann plattformübergreifend nutzen, die entsprechende App
vorausgesetzt.
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b
Auch das gibt es: Eine Flatrate für Leseratten
Wenn Sie Amazon-Prime-Kunde sind, dürfen Sie sich jeden Monat
ein E-Book kostenlos ausleihen. Möchten Sie mehr Lesestoff, können
Sie eine Leseflatrate abschließen. Hier haben sich neben Amazon
Kindle Unlimited (9,99 € pro Monat) insbesondere die Angebote von
Skoobe (www.skoobe.de, 11,99 € pro Monat) und Readfy (www.readfy.com) etabliert. Der Service von Readfy wird dadurch interessant,
dass Sie hier alle angebotenen Bücher kostenlos lesen können – falls
Sie sich damit abfinden, in der Lese-App mit Werbeeinblendungen
konfrontiert zu werden.
Kapitel 13 – Nützliche Apps und Spiele
Kapitel 13
Nützliche Apps und Spiele
»Gibt’s da nicht ’ne App für?« In der Tat lassen sich heutzutage die meisten Probleme in Alltag und Freizeit mit einem kleinen elektronischen Helfer besser meistern. Und auch für die Kurzweil ist gesorgt: Der Google Play
Store bietet unzählige spannende Spiele für den entspannten Feierabend.
Mit dem Android-Smartphone auf Reisen
So richtig nützlich ist Ihr Smartphone auch im Urlaub: Schlagen Sie beispielsweise schnell die Fahrpläne öffentlicher Verkehrsmittel nach, oder
rufen Sie noch kurz den Wetterbericht ab, um zu wissen, ob Sie den Regenschirm einpacken sollten. Lernen Sie nützliche Apps kennen, die Ihnen in
der schönsten Zeit des Jahres wertvolle Dienste leisten.
»Öffi«
Sie sind in einer fremden Stadt unterwegs und möchten sich mit öffentlichen Verkehrsmitteln fortbewegen? Bevor Sie sich an der Bushaltestelle
durch die teils unübersichtlichen Fahrpläne quälen, sollten Sie sich einmal
Öffi anschauen – diese App gibt Ihnen die Fahrpläne der meisten deutschen
und europäischen Metropolen an; zudem können Sie Ihre Route über Land
mit Bus und Bahn genauestens planen.
Öffi besteht aus drei Teil-Apps: Öffi Haltestellen, Öffi Netzpläne und Öffi
Verbindungen. Nach dem ersten Start einer der Apps (z. B. Öffi Verbindungen) müssen Sie zunächst die Lokalisierung gestatten und angeben, ob Sie
Verbindungen europaweit oder im deutschen Verkehrsverbund suchen.
Öffi
313
Kapitel 13 – Nützliche Apps und Spiele
Anschließend werden Ihnen die Verbindungen in Ihrer näheren Umgebung angezeigt. Ihr Aufenthaltsort wird sowohl
per Mobilfunknetz als auch mithilfe des
eingebauten GPS ermittelt.
Sie können aber auch Verbindungen
in anderen Städten recherchieren und
sich Netzpläne anzeigen lassen. Dazu
verwenden Sie das Menü der App. Dort
können Sie auch den Routenplaner aufrufen, der gezielt Verbindungen zwischen zwei Orten sucht.
Dabei werden alle Umsteigemöglichkeiten sowie Fußwege zwischen den Haltestellen aufgelistet. Wählen Sie eine
Verbindung aus, erhalten Sie außerdem
einen detaillierten Streckenverlauf. Bei
den Fußwegen haben Sie die Möglichkeit, sich durch Anklicken des Kartensymbols 1 zur nächsten Haltestelle
navigieren zu lassen. Im Inland funktioniert das allerdings noch besser mit dem
DB Navigator.
a
»DB Navigator«
DB Navi
gator
314
Auch die Deutsche Bahn bietet Ihnen ihren Fahrplan als App an: Mit dem
DB Navigator können Sie jederzeit unterwegs Ihre benötigte Verbindung suchen. Auch hier geben Sie dazu Ihren Start- und Zielort ein, das Programm
sucht dann passende Verbindungen für Sie heraus und stellt sie Ihnen zur
Wahl.
Mit dem Android-Smartphone auf Reisen
TIPP
Zum Wandern aus Mitteldeutschland in die Alpen ab 39,90 € –
das Sparpreisangebot der Bahn macht’s möglich (vorausgesetzt,
Sie buchen weit genug im Voraus!).
Tickets und Leihwagen online buchen
Bei Bedarf können Sie mit der App auch gleich ein Handy-Ticket bu
chen: Sie erhalten Ihr Ticket also digital direkt auf Ihr Smartphone
und benötigen keinen ausgedruckten Fahrschein. Dabei handelt
es sich um ein Piktogramm ähnlich den im Buch verwendeten QRCodes, das vom Schaffner mit einem Scanner eingelesen wird. Auch
ein Leihwagen per DB-Flinkster-Netz kann per App reserviert wer
den.
»TripAdvisor« und »Booking.com«
TripAdvisor
Wo finde ich ein gutes Hotel? Welches kulturelle Angebot erwartet mich am
Reiseziel? Ihr Android-Smartphone gibt Ihnen bereitwillig Auskunft.
Äußerst beliebt sind die Apps von Booking.com und TripAdvisor. Mit ihnen
können Sie Hotels, Pensionen und touristische Besonderheiten in der Nähe
Ihres Aufenthaltsorts finden sowie (ganz wichtig!) aktuelle Beurteilungen
anschauen. Sie sollten die Bewertungen jedoch kritisch betrachten, da
möglicherweise einige von den Betreibern unter falschem Namen erstellt
wurden, um die Unterkunft in einem besseren Licht zu präsentieren. Bei
TripAdvisor erhalten Sie von der Community darüber hinaus Tipps und
Empfehlungen zu Gaststätten und Sehenswürdigkeiten.
Booking.
com
315
Kapitel 13 – Nützliche Apps und Spiele
Die Booking.com-App (links) führt durch den Hoteldschungel;
TripAdvisor hilft dabei, die umliegende Gegend zu erkunden.
»WetterOnline« und »Windy«
Nun können Sie also mit dem Smartphone Ihre Reise planen und eine Unterkunft finden. Fehlt nur noch, die aktuelle Wettervorhersage an jedem
beliebigen Ort mit sich zu führen. Das ist auch dann recht praktisch, wenn
Sie während der Rad- oder Motorradtour eine Regenfront am Horizont entdecken: So können Sie Ihre Strecke noch vor dem ersten Tropfen anpassen.
Wetter
Online
pro
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Eine sehr umfangreiche, aber dennoch übersichtliche Wettervorhersage
bietet die WetterOnline-App. Sie umfasst neben der einfachen Vorhersage
für einen Ort auch den Zugriff auf Satellitenfilme sowie das Niederschlagsradar. Sie gibt Ihnen auf diese Weise einen genauen Überblick, mit welchem
Wetter Sie sowohl in Deutschland als auch im Ausland rechnen müssen. Die
werbefreie Pro-Version kostet einmalig 6,99 €.
Mit dem Android-Smartphone auf Reisen
Ein Highlight der Wetteronline-App ist die 9
0-Minuten-Prognose.
»Worldscope Webcams«
Im Urlaub haben Sie vielleicht auch schon einmal die Situation erlebt: Sie
befinden sich in einem Skiort in den Alpen, und das Tal ist komplett nebelverhangen. Da wäre es doch ideal, wenn Sie auf die Gipfel blicken könnten, um zu sehen, ob dort bereits die Sonne scheint. Hierzu eignet sich eine
Webcam-Browser-App wie Worldscope Webcams. Die App wird durch Werbung finanziert.
Mit dem Worldscope-Webcams-Browser haben Sie Zugriff auf fast alle Webcams dieser Welt und können sich ein Bild vom aktuell herrschenden Wetter
machen. So verpassen Sie keine Sonnenstunden mehr auf dem Gipfel oder
am Strand, während es zu Hause regnet.
Worldscope
Webcams
317
Kapitel 13 – Nützliche Apps und Spiele
Worldscope Webcams bietet zusätzlich ein Widget, mit dem Sie
Ihre Lieblings-Webcams direkt auf
dem Smartphone-Desktop ablegen
können.
»Flora Incognita und Peakfinder«
Flora
Incognita
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Sie wandern durch den Wald und entdecken eine schöne, Ihnen unbekannte Blume. Schade, dass Sie in der Schule in Biologie bzw. Botanik nicht so
gut aufgepasst haben – aber kein Problem, wenn Sie Ihr Smartphone dabei
und die App Flora Incognita installiert haben. Damit gerät die Bestimmung
von unbekannten Pflanzen zum Kinderspiel.
Mit dem Android-Smartphone auf Reisen
Ein einfaches Foto mit der eingebauten Kamera genügt,
und Flora Incognita erkennt die Spezies.
Gehen wir nun in die andere Dimension: vom Kleinen zum Großen. Sie
möchten wissen, wie die Berggipfel heißen, die Sie auf Ihrer Wanderung
erblicken? Nichts leichter als das – installieren Sie dazu einfach die PeakFinder-App. Diese kostet 4,69 € und bietet die Möglichkeit, eine Ebene mit
Bergnamen über das Livebild Ihrer Smartphonekamera zu legen.
PeakFinder
PeakFinder zeigt die Bezeichnung
der umgebenden Gipfel nebst
Höhenangabe in Metern.
Die Höhe des aktuellen Gipfels
erscheint im Vordergrund.
319
Kapitel 13 – Nützliche Apps und Spiele
Praktische Apps für den Alltag
»Smart Tools 2«
Eine Wasserwaage, ein Winkel- und Entfernungsmesser oder gar ein Magnetfeldmessgerät zum Aufspüren von Metall – all das finden Sie im Play
Store. Sehr beliebt ist hier insbesondere die App Smart Tools 2 – Werkzeugkasten, die regen Gebrauch von den eingebauten Sensoren Ihres Smart
phones macht. Die Vollversion der App kostet derzeit 3,50 €.
Smart
Tools 2
Ob Magnetfelddetektor oder Vibrationsmessgerät zur
Früherkennung von Erdbeben: Die »Smart Tools 2« bieten ein
komplettes Messlabor für Ihr Smartphone.
320
Praktische Apps für den Alltag
»LEO Wörterbuch«
Ihnen fehlt die eine oder andere Vokabel? Dann installieren Sie doch das beliebte LEO Wörterbuch mit dem nebenstehenden QR-Code. Das LEO Wörterbuch beherrscht acht Sprachen, u. a. Englisch, Französisch, Spanisch und
Italienisch. Mit dieser App gehen Ihnen also die richtigen Wörter auf Ihren
Reisen nicht allzu bald aus.
LEO
Wörterbuch
Mit dem »LEO Wörterbuch«
bleiben Sie vor manch unangenehmer Erfahrung verschont.
»Hi-Q MP3 Recorder«
Oft möchte man auf die Schnelle einen Geistesblitz aufzeichnen. Anstatt
diesen umständlich auf der kleinen Tastatur z. B. in Google Notizen einzutippen, verwende ich hierzu lieber eine Diktiergerät-App. Bei mir hat sich der
Hi-Q MP3 Recorder bewährt, der die Aufnahmen in Echtzeit in platzsparende MP3-Dateien umwandelt. Die App kostet in der Pro-Version 3,79 € und
ist den zahlreichen ähnlichen Apps im Play Store, was Zuverlässigkeit und
Funktionsumfang anbelangt, um Längen voraus. Mit der kostenlosen Testversion lassen sich Aufnahmen mit bis zu zehn Minuten Dauer aufzeichnen.
Hi-Q MP3
Recorder
321
Kapitel 13 – Nützliche Apps und Spiele
Der »Hi-Q MP3 Recorder« ist vielseitig konfigurierbar. Es empfiehlt sich,
die Signalstärke für ein optimales Aufnahmeergebnis leicht zu erhöhen.
Im vorliegenden Fall erfolgte dies um +2.0 dB.
Auf dem Laufenden: Spiegel, Stern und Co.
Information ist der Rohstoff des 21. Jahrhunderts. Gut, wenn man mehrere
Quellen dafür in petto hat. Im Folgenden stelle ich Ihnen eine kleine Auswahl an Apps vor, mit denen am Weltgeschehen oder auch an Spezialthemen wie IT Interessierte auf ihre Kosten kommen.
»Spiegel Online« und »Stern«
Der
Spiegel
322
Wohl kaum jemand kommt um Deutschlands Nachrichtenmagazin Nummer
1 herum. Die Spiegel-App bietet Aktuelles in bewährter Qualität. Aber auch
der Stern präsentiert ein gutes Onlineangebot: Henri Nannens Vermächtnis
gibt es mittlerweile ebenfalls als App.
Auf dem Laufenden: Spiegel, Stern und Co.
Der Stern
»Spiegel« vs. »Stern« – in den Zeiten der Pandemie war seriöse
Berichterstattung gefragter denn je.
»heise online – News« und »Golem IT-News«
Für IT-Interessierte sind die Seiten von Heise und Golem ein »Muss« – auch
hier gibt es jeweils eine App für Ihr Android-Smartphone.
heise online
News
»Heise« und »Golem« liefern Nachrichten rund um IT-Themen.
Golem ITNews
323
Kapitel 13 – Nützliche Apps und Spiele
Knobel- und Geschicklichkeitsspiele
Kommen wir zum unterhaltsamen Teil des Buches: Im Folgenden stelle ich
Ihnen einige meiner Lieblingsspiele vor. Beginnen wir mit Knobel- und Geschicklichkeitsspielen.
»Monument Valley«
Einer meiner Favoriten, mit dem ich unzählige kurzweilige Stunden verbracht habe, ist Monument Valley. Das Spielprinzip ist schnell erzählt und
verstanden: Sie bewegen eine Figur namens Ro entlang eines Pfades, der
aus aneinandergereihten Quadern besteht. Die Quaderblocksegmente lassen sich verdrehen, sodass sich dadurch oft ungeahnte neue Wege ergeben.
Ein Level ist absolviert, wenn Ro die quadratische Zielplattform erreicht
hat. Mittlerweile gibt es zwei Teile des spannenden Puzzlespiels. Diese kosMonument ten 2,99 € bzw. 5,49 €.
Valley
Durch geschickte perspektivische Veränderungen öffnen sich bei
»Monument Valley« neue Wege.
324
Abenteuerspiele
»Labyrinth 2«
Schließlich stelle ich Ihnen noch ein nettes kleines Geschicklichkeitsspiel
vor, das wir in der »Analogversion« zu Schulzeiten heimlich unter der Bank
gespielt haben: Navigieren Sie mithilfe der Neigungssensoren Ihres Smartphones die Kugel an den Löchern des
Labyrinths vorbei.
Kippen Sie das Smartphone und
dirigieren Sie die silberne Kugel
zum karierten Loch.
Labyrinth 2
Abenteuerspiele
»Baphomets Fluch«
Der erste Vertreter der Kategorie Abenteuer (engl. adventure) ist Baphomets
Fluch (Preis im Play Store: 4,99 €), die Umsetzung eines beliebten PC-Spiels
auf die Android-Plattform. Das Adventure umfasst mittlerweile mehrere
Teile. Hier erleben Sie spannende Abenteuer mit einem Detektiv und dessen Freundin.
Baphomets
Fluch
Erkunden Sie in »Baphomets
Fluch« die dunklen Seiten
von Paris.
325
Kapitel 13 – Nützliche Apps und Spiele
»Limbo«
Für mich persönlich eines der faszinierendsten Abenteuerspiele: Im Spiel
Limbo (im Play Store für 5,21 € erhältlich) sucht ein Junge in einer schwarzweiß gestalteten Welt nach seiner Schwester. Das Spiel überzeugt durch atmosphärische Dichte und knifflige Rätsel.
Limbo
Die Steuerung von »Limbo«
ist denkbar einfach –
dafür sind die Rätsel umso
kniffliger.
Google Play Pass – die Spiele-Flatrate
Sie spielen gern und viel und möchten nicht Hunderte von Euro an teure InApp-Käufe verschwenden? Dann sollten Sie sich einmal Google Play Pass genauer ansehen. Für einen Preis
von 4,99 € pro Monat oder
alternativ 29,99 € pro Jahr erhalten Sie Zugriff auf mehrere
Hundert hochwertige AndroidSmartphone-Spiele. Mehr Informationen dazu finden Sie
unter https://play.google.com/
intl/de_de/about/play-pass/.
326
Kapitel 14 – Sicherheit, Datenschutz und Backup
Kapitel 14
Sicherheit, Datenschutz und Backup
INFO
Je mehr sich ein Betriebssystem verbreitet, umso stärker gerät es auch in das
Visier von Kriminellen, die es darauf abgesehen haben, das schnelle Geld zu
machen. Android ist infolge seiner großartigen Verbreitung im Bereich der
mobilen Betriebssysteme zum Hauptziel der Hacker geworden. Dieses Kapitel zeigt Ihnen zunächst, wie Sie sich schützen und was Sie tun können,
wenn Sie doch einmal Viren oder Trojaner auf Ihrem System haben: es neu
installieren und ein sauberes Backup (eine Sicherung) Ihrer gesicherten Daten zurückspielen. Nicht zuletzt werfen wir auch einen Blick darauf, wie
man nur diejenigen Daten von sich selbst preisgibt, die für einen reibungslosen Betrieb des Smartphones unbedingt erforderlich sind.
Viren und Trojaner
Während ein Virus das Betriebssystem eines Computers oder Smart
phones lahmlegen oder dessen Softwarestruktur nachhaltig schädi
gen kann, sind Trojaner darauf aus, sich unbemerkt in dem System
einzunisten, Ihre persönlichen Informationen abzufangen und
diese nach außen zu tragen. Die Begriffe Viren und Trojaner fasst
man mit der Bezeichnung Malware, zu Deutsch »Schadprogram
me«, zusammen.
Vor Viren und Trojanern schützen
Glaubt man den Herstellern von Antivirensoftware, tummeln sich derzeit
Schadprogramme für Android in zweistelliger Millionenhöhe im Netz,
327
Kapitel 14 – Sicherheit, Datenschutz und Backup
Tendenz steigend. Natürlich haben die Hersteller eigene Interessen, ihre
Software zu verbreiten und damit Geld zu verdienen, sodass Sie diese Zahl
kritisch hinterfragen sollten. Die renommierte Computerzeitschrift c’t des
Heise Verlags klärte jedoch auf, dass bei der Zählweise der Antivirensoftware-Hersteller alle Einzelfälle gezählt werden, die sich oft nur minimal
voneinander unterscheiden. Die Krönung war schließlich die Erkenntnis
einer Studie des Fraunhofer Instituts, dass ein Großteil der aktuell für An
droid erhältlichen Virenscanner selbst eklatante Sicherheitslücken aufweist.
So werden die wichtigen, stets aktuell zu haltenden Signaturendateien bei
vielen Herstellern über eine unverschlüsselte Verbindung aus dem Internet
geladen, was es einem Angreifer recht leicht macht, diese per Man-in-theMiddle-Attacke, d. h. unter vollständiger Kontrolle des Datenaustauschs
zwischen dem Hersteller und dem Nutzer, zu manipulieren (siehe dazu
auch den Artikel unter http://bit.ly/28P8UOg). Darüber hinaus verlangen
diverse Antivirenprogramme nach besonderen Rechten, wodurch das Gesamtsystem latent unsicherer wird.
Wie sieht aber nun die aktuelle Gefährdungslage aus? Die stärkste Bedrohung für Smartphones geht von Trojanern aus:
* Ein Trojaner kann Ihre persönlichen Daten und Adressen auf dem
Smartphone ausspähen und weiterleiten.
* Ein Trojaner kann ein Smartphone in ein großes Netzwerk integrieren,
das Schaden anrichtet, und ohne Ihr Wissen könnten so beispielsweise
Betrugsmails von Ihrem Smartphone versandt werden.
* Ein Trojaner kann Ihre Onlinebanking- oder Kreditkarteninformationen
abfangen und dem Ersteller zuspielen.
* Ein Trojaner kann von Ihrem Smartphone kostenpflichtige SMS an überteuerte Dienste verschicken, ohne dass Sie es als Nutzer mitbekommen.
Die Frage ist, wie zuverlässig die empfohlenen Antivirenkits Sie gegen die
beschriebenen Gefahren schützen können. Sie sollten sich immer bewusst
sein, dass Ihnen eine Antivirensoftware Schutz bietet, dies aber auch nur
in einem begrenzten Rahmen. Sobald ein bekanntes Schädlingsprogramm
beispielsweise nur leicht verändert wird, wird es von den meisten Schutz-
328
Vor Viren und Trojanern schützen
programmen nicht mehr erkannt. Es ist daher immer wichtig, dass Sie sich
selbst mit der nötigen Vorsicht im Internet bewegen. Ich werde Ihnen nun
einige Tipps dazu geben und Ihnen erläutern, was Sie beachten sollten.
Der beste Schutz vor Viren und Trojanern auf Ihrem Android-Smartphone
ist zurzeit die Vorbeugung bzw. der »GMV« (der gesunde Menschenverstand). Lassen Sie daher bei Ihrem Mobilfunkprovider kostenpflichtige
SMS-Nummern sperren. Informationen dazu erhalten Sie auf der Webseite
oder über den Kundenservice Ihres Providers.
Es ist außerdem ratsam, dass Sie Apps für Ihr Smartphone nur aus dem
Google Play Store laden und auch Installationen nur über den Store zulassen. Seit der Android-Version 9 »Pie« ist das System so abgesichert, dass
die Installation von Fremddateien (sog. .apk-oder .aab-Paketen) auf dem
System nur über spezielle Apps erfolgen kann, denen man zu diesem Zweck
eine eigene Berechtigung erteilt. Möchten Sie nun kontrollieren, ob es auf
Ihrem System Apps gibt, die über derartige Berechtigungen verfügen, dann
gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Begeben Sie sich dazu in die Einstellungen und dort
in den Bereich Apps E Allgemein E Spezieller App-Zugriff. Tippen Sie hier auf den Menüpunkt Installieren
unbekannter Apps 1.
Alternativer Weg bei Geräten mit herstellerbezogenem Android: Geben Sie in den Einstellungen
im Suchfeld den Suchbegriff »unbekannte Apps«
ein. Es erscheint eine Ergebnisliste, in der auch der
genannte Suchbegriff auftauchen wird. Tippen Sie
diesen an.
2. Schauen Sie in der nun erscheinenden Liste der
a
Apps nach, ob es eine App gibt, der die Berechtigung
zur Installation von unbekannten Apps (also in der
Regel .apk-Dateien) erteilt wurde. Im vorliegenden
Fall ist dies beim Browser Chrome der Fall 2.
329
Kapitel 14 – Sicherheit, Datenschutz und Backup
b
c
3. Um der App diese Berechtigung zu entziehen, tippen Sie diese in der
Liste an und deaktivieren den Schalter bei Dieser Quelle vertrauen 3.
4. Eine weitere Schwachstelle sind Apps, die als Geräteadministratoren eingesetzt werden. Diese haben sehr starke Berechtigungen und können bei
Missbrauch ebenfalls Schadsoftware auf Ihr Gerät einschleusen. Sie finden derartige Apps im Bereich Sicherheit E Apps zur Geräteverwaltung 4.
e
d
f
330
Vor Viren und Trojanern schützen
5. Im Beispiel besitzt die App, die es Ihnen ermöglicht, im Verlustfall Ihr
Smartphone aufzufinden, Administratorenrechte. Der Grund: Man
kann damit den Inhalt Ihres Geräts per Fernsteuerung löschen, falls es
einem Dieb in die Hände gefallen sein sollte. Das ist sicherlich sinnvoll.
Nicht sinnvoll wäre es an dieser Stelle, der Outlook-App volle Kontrolle
über das Gerät zu ermöglichen.
6. Tippen Sie auf eine der Apps 5, erhalten Sie eine Übersicht über die
Rechte der entsprechenden App. Möchten Sie diese Rechte nicht zulassen, tippen Sie die Schaltfläche Diese App zur Geräteverwaltung deaktivieren 6 an.
Die wichtigsten Informationen und Konfigurationsmöglichkeiten zum Android-Sicherheitssystem finden Sie in den Einstellungen im Bereich Sicherheit. Hier sollten Sie zunächst einen Blick auf die Rubrik Sicherheitsstatus
werfen. Erscheint hier ein Eintrag rot markiert, so tippen Sie diesen an, um
Informationen über ein mögliches Update zu erhalten. Liegt ein solches vor,
dann wird Ihnen die Installation via Neustart angeboten. Kommen Sie der
Aufforderung nach. Anschließend sollten alle Meldungen im Bereich Sicherheitsstatus wieder »im grünen Bereich« sein.
a
Mit Google Play Protect 1 hat das Android-Betriebssystem einen eigenen Viren- und Trojanerschutz auf Systemebene erhalten. Prüfen Sie durch Antippen des Zahnradsymbols 2 im gleichnamigen Bereich, ob der Schalter bei
331
Kapitel 14 – Sicherheit, Datenschutz und Backup
Apps mit Play Protect scannen 3 aktiviert
wurde. Eine Übersicht zeigt, welche Apps
zuletzt überprüft wurden. Einen manuellen Scan können Sie jederzeit über die
Schaltfläche Scannen 4 anwerfen.
Es bleibt Ihnen natürlich freigestellt,
eine der zahlreichen Antiviren-Apps als
zusätzlichen Schutz zu installieren. Wie
das funktioniert, haben Sie ja bereits im
Abschnitt »Eine App suchen und installieren« ab Seite 69 am Beispiel der Bitdefender-App gelernt. Die Installation einer
externen Antiviren-App ist insbesondere
dann sinnvoll, wenn Sie planen, Apps aus
Quellen jenseits des Play Stores zu installieren. Aber auch ein permanenter Scan
des Systems im Hinblick auf verdächtige
Aktivitäten ist sinnvoll.
Diese Programme testen während der Installation einer App, ob diese (bekannte)
schädliche Codes enthält. Auch hier noch
einmal der Warnhinweis: Antivirensoftware bietet Ihnen Schutz, die wenigsten
der genannten Apps jedoch erkennen
brandaktuelle Viren und Trojaner zuverlässig.
Lokale Sicherheit: Den Sperrbildschirm einrichten
Zur zusätzlichen Sicherung Ihres Geräts sollten Sie unbedingt eine Displaysperre einrichten. Dadurch können ein Dieb oder andere Unbefugte Ihr
Smartphone nicht auf die Schnelle nach Ihren persönlichen Daten durchsuchen. Gehen Sie zum Einrichten einer Bildschirmsperre wie folgt vor:
332
b
d
c
Lokale Sicherheit: Den Sperrbildschirm einrichten
1. Begeben Sie sich in den Einstellungen in den Bereich Sicherheit, und tippen Sie dort unter Gerätesicherheit auf den Eintrag Displaysperre 1. Sie
sehen daraufhin ein Menü mit verschiedenen Optionen zur Sicherung
des Bildschirms. An dieser Stelle können Sie auch bei Geräten, die das
unterstützen, die Absicherung des Geräts per Fingerabdruck konfigurieren. Bei Google-Pixel-Smartphones heißt diese Option Pixel Imprint.
b
a
2. Wir entscheiden uns für die Option PIN 2, ein guter Kompromiss zwischen Bequemlichkeit und Sicherheit. Zudem steht diese Methode auch
auf preiswerten Geräten zur Verfügung. Die anderen Methoden wie Wischen, Gesichtserkennung oder Muster erkläre ich Ihnen ab Seite 335.
3. Geben Sie eine von Ihnen selbst gewählte PIN ein, und bestätigen Sie
diese.
333
Kapitel 14 – Sicherheit, Datenschutz und Backup
c
Sie können nun noch festlegen, welche Benachrichtigungen auf dem Sperrbildschirm erscheinen sollen. Hier empfiehlt es sich, sensible Benachrichtigungsinhalte (Mails, SMS etc.) auszublenden 3.
4. Nach Ablauf der Display-on-Zeit – also der Zeit, bis das Telefon in den
Standby-Modus wechselt – schaltet sich das Display aus. Zum Aufwecken aus dem Standby-Modus müssen Sie zunächst auf dem Display von
unten nach oben wischen und anschließend Ihre PIN eingeben. Sollte
Ihnen die Zeit bis zum Eintreten des Standby-Modus zu kurz erscheinen, können Sie sie jederzeit in den Einstellungen im Bereich Display E
Display automatisch ausschalten ändern.
334
Lokale Sicherheit: Den Sperrbildschirm einrichten
Das ständige Eintippen einer PIN ist Ihnen zu mühsam? Nach der Einrichtung der primären Displaysperre haben Sie bei aktuellen Android-Geräten
die Möglichkeit, einen bequemeren, aber nicht unsicheren Entsperrmechanismus einzurichten. Das erledigt die Funktion Smart Lock.
1. Begeben Sie sich in den Einstellungen in den Bereich Sicherheit. Tippen
Sie hier den Menüpunkt Smart Lock 1 an. Dieser ist erst auswählbar,
wenn Sie eine primäre Displaysperre wie z. B. die PIN eingerichtet haben.
d
b
c
a
2. Geben Sie Ihre PIN ein, und wählen Sie eine der im folgenden Dialog
angebotenen Möglichkeiten (Trageerkennung, Vertrauenswürdige Orte,
Vertrauenswürdige Geräte) aus. Ein Assistent führt Sie dann durch die
jeweilige Konfigurationsroutine und erklärt auch den speziellen Entsperrmechanismus.
Außer mit einer PIN können Sie die Displaysperre je nach Gerät auch über
andere Methoden sichern.
Bei der Option Wischen müssen Sie zur Aktivierung Ihres Smartphones
lediglich mit einem Finger einmalig über das Display streichen. Dazu erscheint bei den meisten Geräten ein entsprechendes Schlosssymbol, das Sie
nach rechts schieben müssen.
Falls dies von Ihrem Smartphone unterstützt wird: Wenn Sie Vertrauenswürdige Gesichter im Bereich Smart Lock wählen, schauen Sie zum Entsperren
des Bildschirms in die Frontkamera. In jedem Fall benötigen Sie aber noch
eine PIN, falls die Gesichtserkennung nicht optimal funktioniert oder Sie
335
Kapitel 14 – Sicherheit, Datenschutz und Backup
diese wieder deaktivieren möchten. Beachten Sie: Die Gesichtserkennung
ist bei vielen Smartphones nicht sonderlich sicher und lässt sich bereits mit
einem Foto austricksen.
Mittlere Sicherheit bietet Ihnen die Option Muster. In diesem Modus müssen Sie mit Ihrem Finger ein Entsperrmuster auf das Display »zeichnen«.
Clevere Diebe können aber ein solches Muster oft an den Fettspuren nachvollziehen, die Ihr Finger auf dem Display hinterlässt.
Recht praktisch und ebenfalls mittelmäßig sicher ist die Entsperrung über
Vertrauenswürdige Orte (2 auf Seite 335) bzw. Vertrauenswürdige Geräte
3: Hier wird Ihr Gerät automatisch entsperrt, wenn Sie z. B. zu Hause sind
oder eine Smartwatch bei sich tragen, die mit dem Smartphone gekoppelt
ist.
Komfortabel, aber naturgemäß nicht allzu sicher ist die Option Trageerkennung 4 – sofern vorhanden. Dabei bleibt das Gerät so lange entsperrt, wie
sein Besitzer es bei sich trägt. Dies wird mit dem eingebauten Bewegungssensor des Smartphones kontrolliert.
Den höchsten Sicherheitsgrad bietet Ihnen die Option Passwort. Hier geben
Sie entweder ein Wort oder eine Buchstaben-Zeichen-Kombination ein. Das
ist freilich die unbequemste Variante zur Entsperrung Ihres Smartphones.
Die Möglichkeit, Ihr Smartphone per Fingerabdruck zu entsperren, finden
Sie mittlerweile schon bei Mittelklasse-Smartphones und selbstverständlich bei nahezu allen Top-Smartphones. Bei den Google-Pixel-Smartphones
wird der Entsperrmechanismus wie eingangs erwähnt Pixel Imprint genannt. In der Samsung-Galaxy-S-Reihe wurde der Fingerabdruckscanner in
das Display auf der Vorderseite integriert; er arbeitet per Ultraschallabtastung und funktioniert überaus zuverlässig.
Die PIN der SIM-Karte ändern
Direkt nach dem Einschalten werden Sie nach der PIN der eingelegten SIMKarte gefragt. Sie können diese jederzeit ändern:
336
Android und der Datenschutz
1. Stellen Sie zunächst sicher, dass die SIM-Karte eingelegt ist und sich Ihr
Smartphone nicht im Flugzeugmodus befindet.
2. Begeben Sie sich nun in den Einstellungen in den Bereich Sicherheit E
SIM-Kartensperre 1.
b
c
a
3. Stellen Sie sicher, dass hier der Schalter SIM-Karte sperren 2 aktiviert
wurde.
4. Möchten Sie die SIM-PIN ändern, begeben Sie sich in das entsprechende Untermenü 3.
5. Nun müssen Sie zunächst die alte PIN eingeben. Danach geben Sie Ihre
neue PIN ein, die Sie im Anschluss noch einmal bestätigen müssen.
Es bleibt Ihnen natürlich freigestellt, auf die Eingabe der SIM-PIN gänzlich
zu verzichten. Allerdings bietet Ihnen diese Option zusätzliche Sicherheit.
Android und der Datenschutz
Generell stehen Datenschützer dem Konzern, der hinter dem Betriebssystems Android steckt – nämlich Google –, äußerst skeptisch gegenüber. Die
These ist, dass man das vermeintlich kostenlose Betriebssystem dadurch
bezahlt, dass man eine große Menge persönlicher Daten preisgibt. Schauen
wir uns nachfolgend einmal an, wie Sie kontrollieren können, ob Ihr Smart337
Kapitel 14 – Sicherheit, Datenschutz und Backup
phone allzu geschwätzig gegenüber dem »Big Brother« ist und was Sie ggf.
dagegen unternehmen können.
Die zentrale Anlaufstelle zur Analyse der Zugriffe auf kritische Daten bzw.
Hardware ist seit Android Version 12 das Privatsphäredashboard. Sie finden
es in den Einstellungen unter Datenschutz E Privatsphäredashboard.
Im vorliegenden Fall wurden im Hintergrund permanent
Standortabfragen durchgeführt.
In Form einer Tortengrafik wird dort zunächst gezeigt, welche Apps auf welche kritischen Datenbereiche bzw. auf welche Hardware zugegriffen haben.
Dazu zählen unter anderem:
* Standort: Wer möchte schon gerne, dass die eigene Position lückenlos
erfasst wird? Datenschützer sprechen in diesem Zusammenhang von
der Erstellung von Bewegungsprofilen.
* Kamera: Hätten Sie gedacht, dass Hacker in der Lage sind, Ihre
Smartphonekamera(s) unbemerkt zu aktivieren? Im Dashboard erhalten Sie schnell Auskunft darüber.
* Mikrofon: Auch das kann kritisch sein: der unerwünschte Mitschnitt von
Gesprächen über die eingebaute Audiohardware.
* Kontakte: Was würden Ihre Freunde wohl dazu sagen, wenn ihre Kontaktdaten (E-Mail, Handy-Nummer, ...) infolge eines Hackerangriffs auf
Ihrem Smartphone im Internet veröffentlicht werden?
338
Android und der Datenschutz
* SMS: Das kann sehr teuer werden: Kurznachrichten, die an gebührenpflichtige Nummern im Ausland verschickt werden und/oder gebührenpflichtige Dienste/Abonnements auslösen.
* Telefon: Auch der Telefonservice lässt sich beliebig gut missbrauchen,
Stichwort »0190-Nummern«.
Schauen Sie also mal von Zeit zu Zeit ins Privatsphäredashboard, und kontrollieren Sie, ob irgendwelche dubiosen Apps auf die oben genannten kritischen Bereiche zugegriffen haben. Sie können sich mit einem einfachen
Experiment von der Funktionsfähigkeit des Dashboards überzeugen:
1. Starten Sie die Kamera-App, und blicken Sie eine Zeitlang durch die Optik bzw. das Display.
2. Sollten Sie eine Sprachnotiz-App installiert haben, so starten Sie diese
und sprechen ein paar Sätze in das Diktiersystem.
3. Wechseln Sie nun in das Privatsphäredashboard, und kontrollieren Sie,
ob der Zugriff auf die Audio- und Videohardware protokolliert wurden.
Sollten Sie bei der Inspektion via Privatssphäredashboard unerwünschte
Aktivitäten feststellen, dann können Sie diese stets über die Schaltfläche
Berechtigungen verwalten anpassen, die am unteren Displayrand erscheint.
Das Privatsphäredashboard überwacht
den Zugriff auf kritische Hardware.
339
Kapitel 14 – Sicherheit, Datenschutz und Backup
Vom iPhone übernommen wurde ein Indikator 1 in Form eines kleinen
grünen Punkts, der am oberen rechten Bildrand neben dem Batteriesymbol erscheint. Dieser informiert Sie darüber, ob die Mikrofon- oder Kamerafunktion gerade aktiv ist.
a
Googles eingebauter Airbag
Ihr Android-Smartphone lässt sich über Ihr Google-Konto sichern. Dabei
wird ein Backup aller Android-spezifischen Einstellungen sowie aller bislang installierten Apps erstellt. Google hat die integrierte Sicherung mittlerweile stark nachgebessert, dennoch kann es vorkommen, dass nach einer
Wiederherstellung bei einigen Apps die spezifischen Einstellungen verloren
gehen. Die Google-Sicherung ist somit als Basis-Rettungsfallschirm zu verstehen. Die Einrichtung ist sehr leicht:
1. Stellen Sie sicher, dass Sie per Smartphone an Ihrem Google-Konto angemeldet sind. Das geschieht normalerweise automatisch bei dessen
Einrichtung.
Im Normalfall haben Sie dabei bereits auch die Sicherung über das
Google-Konto konfiguriert (siehe den Abschnitt »Das Android-Smartphone zum ersten Mal starten« ab Seite 17).
2. Falls Sie noch keine Sicherung vorgenommen haben, können Sie dies
nun in den Einstellungen im Bereich System E Sicherung jederzeit nachholen, indem Sie bei Auf Google Drive sichern die eingebaute automatische Sicherung über den Schalter 1 aktivieren. Möchten Sie unmittelbar eine Sicherung durchführen, so tippen Sie auf die Schaltfläche Jetzt
sichern 2. Es empfiehlt sich, die Sicherung ausschließlich via WLAN
durchzuführen, um Ihr mobiles Datenkontingent zu schonen. Dazu ist
der entsprechende Schalter 3 zu aktivieren.
340
Googles eingebauter Airbag
a
d
b
c
3. Durch Antippen der evtl. schon vorhandenen Sicherung 4 können Sie
sich ein Bild davon machen, welche Komponenten in den einzelnen Bereichen gesichert werden.
Das war’s dann auch schon: Damit werden Ihre Daten automatisch in
Ihrem Google-Konto via Google Drive gesichert. Sie sollten allerdings
noch einmal kontrollieren, ob Ihr Gerät auch tatsächlich mit Ihrem
Google-Konto verknüpft ist und Ihre Sicherungsdaten dort auftauchen.
4. Dazu melden Sie sich über den Browser auf dem PC an Ihrem GoogleKonto an und begeben sich in den Play Store. In den über das Zahnradsymbol erreichbaren Einstellungen 5 werden Ihnen die Geräte angezeigt, die mit Ihrem Google-Konto verknüpft sind. Hier sollte nun
auch Ihr Smartphone erscheinen. Über die Schaltfläche Bearbeiten 6
können Sie die aufgelisteten Geräte übrigens mit individuellen Namen
versehen.
341
Kapitel 14 – Sicherheit, Datenschutz und Backup
e
6
5. Kontrollieren Sie nun, ob die Sicherung Ihrer mit dem Google-Konto
verknüpften Geräte auf Google Drive erscheint. Dazu begeben Sie sich
per Browser auf drive.google.com und loggen sich dort mit Ihren GoogleZugangsdaten ein. Die Sicherungen finden Sie unter der gleichnamigen
Rubrik 7.
7
Nach einem Systemreset (z. B. wenn Sie Ihr Gerät auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt haben; siehe dazu den Abschnitt »Das Gerät neu starten«
ab Seite 365) werden Sie in einem Einrichtungsdialog gefragt, ob Sie das
342
Googles eingebauter Airbag
erät von dem verknüpften GoogleG
Konto wiederherstellen möchten. Markieren Sie einfach die entsprechende
Option, und sämtliche bislang installierten Apps werden automatisch wieder auf Ihr Smartphone geladen. Sie
haben hier aber auch die Möglichkeit,
die Sicherung eines anderen Geräts
einzuspielen. Gehen Sie dazu während
der Neueinrichtung des Geräts folgendermaßen vor:
1. Wählen Sie im entsprechenden
Einrichtungsdialog unter dem
Menüpunkt Apps & Daten kopieren
die Schaltfläche Weiter aus.
2. Sie werden nun zu einem Dialog weitergeleitet, der es ermöglicht, das
Gerät aus den Sicherungsdaten von Google Drive wiederherzustellen.
Wählen Sie das gewünschte Gerät im Geräteauswahlmenü aus (falls
mehrere Geräte mit dem Konto verknüpft wurden).
3. Nun können Sie entscheiden, ob Sie sämtliche Apps wiederherstellen
möchten oder ob einige Apps von der Wiederherstellung ausgeschlossen werden sollen. Tippen Sie dazu einfach die betreffenden Apps an,
sodass das dort bereits gesetzte Häkchen verschwindet.
4. Starten Sie den Wiederherstellungsprozess über die Schaltfläche Wiederherstellen.
Das eingebaute Backup ist insbesondere dann hilfreich, wenn man sich ein
neues Android-Smartphone zugelegt hat und die Apps und Einstellungen
von einem alten Gerät übernehmen möchte. Beachten Sie aber, dass, wie
oben erwähnt, durch das Google-eigene Backup oft nicht sämtliche AppEinstellungen vom alten Gerät wiederhergestellt werden. Diese müssen Sie
nach dem Zurückspielen des Backups dann einmalig nachträglich einrichten.
343
Kapitel 14 – Sicherheit, Datenschutz und Backup
Eine lokale Datensicherung erstellen
Damit Sie bei einem Ausfall der Hardware und/oder Cloud noch eine Sicherung der Telefondaten haben, empfehle ich Ihnen eine externe Sicherung Ihrer gespeicherten persönlichen Daten (z. B. Ihrer Fotos) zusätzlich
zur Cloudsicherung. Diese erfolgt per USB-Kabel auf einem PC. Etliche
Hersteller (z. B. Samsung) setzen mit einer eigenen PC-basierten Software
(Samsung Smart Switch) auf proprietäre Lösungen, die dann nur mit der
eigenen Hardware funktionieren.
Ich zeige nachfolgend einen herstellerunabhängigen Weg zur Sicherung der
persönlichen Daten. Diese werden per USB-Verbindung zum PC gesichert.
1. Informieren Sie sich zunächst, ob Sie für den Anschluss Ihres Smart
phones an den PC spezielle USB-Treiber benötigen. Ist dies der Fall,
sollten diese zuvor installiert werden.
2. Schließen Sie Ihr Smartphone per
USB-Kabel an den PC an. Dieses wird
kurze Zeit später im Dateimanager
(Explorer) angezeigt. Sollte das nicht
der Fall sein, so kontrollieren Sie, ob
im Statusbereich die Meldung Gerät
wird über USB aufgeladen erscheint.
Tippen Sie die Meldung an, und wählen Sie die USB-Option Dateiübertragung/Android Auto 1 aus. Nun sollte
das Smartphone seinen Speicherinhalt im Windows Explorer offenbaren.
a
344
Eine lokale Datensicherung erstellen
b
d
c
3. Kopieren Sie entweder alle Verzeichnisse oder ausgewählte Bereiche
per Drag & Drop auf Ihren PC. Interessant sind dabei insbesondere die
im Bild gezeigten Ordner:
b DCIM enthält alle Fotos, die Sie mit der integrierten Kamera
angefertigt haben.
c Movies enthält heruntergeladene oder überspielte Filme.
d Music enthält Ihre Musiktracks.
Umgekehrt können Sie auf die gleiche Weise Ihr Smartphone mit Medien
füllen. Das kennen Sie ja bereits aus einigen der vorhergehenden Kapitel.
Sollten Sie eine ergänzende SD-Speicherkarte in Ihrem Smartphone eingebaut haben, empfiehlt es sich, auch deren Inhalte zu sichern. Diese Karte
taucht dann mit einem entsprechenden Eintrag im Explorer auf.
345
TIPP
Kapitel 14 – Sicherheit, Datenschutz und Backup
MyPhoneExplorer – das Rundum-sorglos-Paket
Möchten Sie einen erweiterten Zugriff auf das am lokalen PC per
USB angeschlossene Smartphone erhalten, dann sollten Sie sich
einmal die App bzw. das Programm MyPhoneExplorer anschauen
(www.fjsoft.at/de/). Damit können Sie ebenfalls lokale Backups des
Smartphonespeichers anlegen, z. B. auch den SMS-Verlauf sichern.
MyPhoneExplorer
Kontakte und Daten mit dem Google-Konto
synchronisieren
In regelmäßigen Abständen sollten Sie Ihre Kontakte und Daten zwischen
Ihrem Google-Konto, Ihrem PC und Ihrem Smartphone synchronisieren, sodass alle Daten überall auf dem gleichen Aktualitätsstand sind.
Bereits bei der ersten Inbetriebnahme haben Sie Ihr Smartphone mit einem
bestehenden Google-Konto verknüpft oder ein neues Konto eingerichtet. Im
Folgenden zeige ich Ihnen, wie Sie die Daten und Inhalte auswählen, die Sie
dann mit Ihrem Google-Konto abgleichen möchten. Dadurch erhalten Sie
automatisch eine Sicherung der betreffenden Daten in der Google-Cloud.
346
Kontakte und Daten mit dem Google-Konto synchronisieren
1. Zunächst schauen wir nach, ob das Konto permanent synchron gehalten
wird. Dazu begeben Sie sich in den Einstellungen in den Bereich Passwörter und Konten 1 und tippen hier den Eintrag Ihres Google-Kontos
2 an. Im folgenden Dialog erkennen Sie, dass die Synchronisierung des
Geräts aktiviert wurde.
b
c
a
2. Sehen wir nun einmal nach, welche Daten über Ihr Google-Konto synchronisiert werden. Dazu tippen Sie auf den Eintrag Kontosynchronisierung 3.
3. Überprüfen Sie hier, ob alle Schalter aktiviert sind. Scrollen Sie dazu
auch weiter nach unten – die Liste ist hier sehr lang. Auf diese Weise
werden Ihre gesamten Anwendungsdaten mit Ihrem Google-Konto abgeglichen. Sie können natürlich auch einige Punkte durch Antippen der
aktiven Schalter gezielt von der Synchronisation ausschließen.
4. Die Synchronisierung erfolgt üblicherweise automatisch. Sie können
sie aber über den Punkt Jetzt synchronisieren im In-App-Menü 4 auch
manuell starten. Andererseits lässt sich dort auch eine aktive Synchronisierung stoppen.
347
Kapitel 14 – Sicherheit, Datenschutz und Backup
d
e
Während des Datenabgleichs erscheint neben der Schaltfläche ein sich
drehendes Pfeilsymbol 5. Sobald Sie dieses nicht mehr sehen, ist die
Synchronisation abgeschlossen, und Ihre Daten wurden mit Ihrem
Google-Konto abgeglichen.
INFO
Den Google-Onlinespeicher nutzen
348
Google Drive vs. Google One
Was unterscheidet Google Drive von Google One? Google Drive ist
der Cloudspeicher von Google nebst gleichnamiger App, die auf
diesen Speicher zugreifen kann. Google One ist die Schnittstelle zur
Verwaltung und Buchung eines Abos für mehr Speicherplatz. Dabei
werden alle datenspeicherintensiven Dienste (Google Fotos, Google
Drive, Gmail) zusammengezählt und dem gebuchten Datenkontin
gent zugeordnet.
Den Google-Onlinespeicher nutzen
In den letzten Jahren sind Onlinespeicherdienste zusehends beliebter geworden, da Sie so die Möglichkeit haben, Ihre Daten von unterwegs zu erreichen, und nicht darauf hoffen müssen, dass Ihr gewähltes Speichermedium (CD-ROM, DVD, USB-Stick, Festplatte etc.) in ein paar Jahren noch
lesbar ist. In Ihrem Google-Konto stehen Ihnen nach der Anmeldung 15 GB
Speicherplatz auf Google Drive, dem Internetspeicherdienst von Google,
zur Verfügung. Dieser Speicherplatz lässt sich mithilfe der Google-One-App
einfach verwalten und erweitern. Gehen Sie dazu folgendermaßen vor:
1. Installieren Sie Google One mit dem nebenstehenden QR-Code, und
starten Sie die App.
2. Tippen Sie im Begrüßungsdialog auf
Jetzt starten 1. Tippen Sie anschließend auf Datensicherung einrichten 2, und kontrollieren Sie, ob
die Schalter bei Gerätedaten 3 und Fotos und Videos 4 gesetzt sind.
Das haben Sie in der Regel schon infolge der oben beschriebenen Schritte erledigt.
Google
One
c
d
a
b
e
349
Kapitel 14 – Sicherheit, Datenschutz und Backup
3. Benötigen Sie mehr Speicher als
die kostenlosen 15 GB, so tippen
Sie die Schaltfläche Upgrade ausführen 5 an. Daraufhin werden Ihnen verschiedene Abo-Modelle für
Cloudspeicher angeboten. So kosten
100 GB Cloud-Speicher bei Google
1,99 € pro Monat oder 19,99 € pro
Jahr. Nach oben gibt es fast keine
Grenzen.
Cloudspeicher lässt sich via
»Google One« in nahezu beliebigen
Mengen aufrüsten.
Für den unkomplizierten Zugriff auf die Google-Cloud als transparentes
Speichermedium empfiehlt sich die App Google Drive. Sollte diese noch
nicht auf Ihrem Smartphone installiert sein, können Sie dies mit dem QRCode auf dieser Seite nachholen.
1. Starten Sie die Google-Drive-App. Bei dem ersten Programmstart zeigt
Google
Drive
350
Ihnen eine kleine Einführungstour zunächst die Möglichkeiten von
Google Drive.
2. Schließlich gelangen Sie in Ihr Google-Drive-Verzeichnis. Hier können
Sie sowohl eigene Ordner hinzufügen als auch Ihre Dateien direkt abspeichern. Praktischerweise stehen Ihnen dort auch eine vollwertige
Textverarbeitung und Tabellenkalkulation zur Verfügung, die Sie von
Ihrem Smartphone aus benutzen können. Tippen Sie auf die +-Schaltfläche 1, um ein neues Dokument zu erstellen.
Den Google-Onlinespeicher nutzen
a
Nun nutzen wir Google Drive als Speicher für Ihre Datensicherung. Dazu
eignet sich am besten der Dateimanager+, den Sie bereits im Abschnitt
»Bilder und andere Dokumente an E-Mails anhängen« ab Seite 160 kennengelernt haben. Installieren Sie diese App, sofern noch nicht geschehen,
zunächst mit dem nebenstehenden QR-Code. Um nun eine beliebige Datei
oder gar ein Verzeichnis vom Smartphone auf Google Drive hochzuladen
und somit zu sichern, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Starten Sie den Dateimanager, und tippen Sie auf das Symbol Cloud 2.
Datei
manager+
2. Definieren Sie über die Schaltfläche Einen Cloud-Speicherort hinzufügen
3 einen neuen Cloud-Zugang.
c
d
b
351
Kapitel 14 – Sicherheit, Datenschutz und Backup
3. Wählen Sie als Speicherort Google Drive 4 aus, und melden Sie sich mit
Ihren Google-Kontodaten an. Bestätigen Sie die vom Dateimanager angeforderten Berechtigungen.
4. Sie können nun jederzeit durch Antippen des Google-Drive-Symbols
mit Ihrem Kontonamen 5 im Cloud-Bereich des Dateimanagers in den
Google-Drive-Speicher wechseln.
5. Dateien und Ordner lassen sich jetzt
problemlos zwischen Ihrem lokalen
e
Speicher und dem Cloud-Speicher
hin- und herkopieren. Wechseln Sie
dazu per Dateimanager in ein lokales
Verzeichnis, und kopieren Sie eine Datei oder ein Verzeichnis, indem
Sie diese(s) länger antippen und anschließend die Schaltfläche Kopieren
6 auswählen. Sie können auch mehrere Dateien nacheinander durch
kurzes Antippen auswählen, nachdem Sie die erste länger angetippt
haben; und bei Bedarf schließen Sie einzelne Dateien durch erneutes
kurzes Antippen auch wieder von der Auswahl aus.
f
352
g
Ihr Android-Smartphone wiederfinden und sperren
6. Wechseln Sie nun, wie in Schritt 3 beschrieben, in Ihr
Google Drive-
Verzeichnis, und fügen Sie dort die kopierte Datei durch Antippen der
Einfügen-Schaltfläche 7 ein.
Ihr Android-Smartphone wiederfinden
und aus der Ferne sperren
Für den Fall, dass Sie Ihr Smartphone verlegt haben oder es Ihnen sogar
gestohlen wurde, bietet Ihnen Google einen Lokalisierungsdienst an. Dieser
lässt sich über den Android Geräte-Manager konfigurieren.
Prüfen Sie zunächst, ob der Google-Service Standortdienste auf Ihrem
Smartphone aktiviert ist. Dazu begeben Sie sich in den Einstellungen in den
Bereich Standort und prüfen dort, ob die Erfassung des Standorts über den
entsprechenden Schalter 1 aktiviert wurde. Tippen Sie anschließend auf
den Eintrag Standortdienste 2.
a
d
b
c
353
Kapitel 14 – Sicherheit, Datenschutz und Backup
1. Tippen Sie hier auf den Eintrag Standortgenauigkeit 3, und stellen Sie
sicher, dass der Schalter zur Verbesserung der Standortgenauigkeit 4
aktiviert wurde.
2. Rufen Sie am PC die folgende Seite in Ihrem Browser auf: www.google.
com/android/devicemanager. Sie werden aufgefordert, sich mit Ihren
Zugangsdaten bei Ihrem Google-Konto einzuloggen.
3. Ihr Smartphone wird lokalisiert und erscheint auf einem Ausschnitt von
Google Maps 5. Sie können nun Ihr Gerät mithilfe der entsprechenden
Schaltfläche klingeln lassen 6. Sollte das gleich klappen, funktioniert
auch im Fall der Fälle eine Fernsperrung des Geräts 7 bzw. die Fernlöschung seiner Inhalte 8.
f
g
e
h
Mit dem »Android Geräte-Manager«
können Sie Ihr Gerät aus der Ferne
sperren bzw. die Inhalte löschen. Auf
dem Gerät erscheint im Falle eines
aktiven Ortungsversuchs eine entsprechende Meldung.
354
Kapitel 15 – Die Akkulaufzeit verlängern
Kapitel 15
Die Akkulaufzeit verlängern
Eine große Enttäuschung, die ich seinerzeit beim Umstieg vom klassischen
Handy auf mein erstes Smartphone – ein Samsung Galaxy S der ersten Generation – erlebte, war die geringe Akkulaufzeit. Hielt mein Nokia-Handy
knapp eine halbe Woche durch, war beim Galaxy S nach nicht einmal einem Tag Feierabend. Erstaunlicherweise hat sich trotz des technischen
Fortschritts in den letzten 10 Jahren relativ wenig bezüglich der Akkulaufzeit geändert: Mehr als einen kompletten Tag halten die wenigsten (Top-)
Smartphones durch.
TIPP
Die gefühlt schlechte Akkuleistung hat einen guten Grund: Im Prinzip ist
ein Smartphone nichts anderes als ein mobiler Multimediacomputer, dessen erstaunlich leistungsfähiger Prozessor sowie das hochauflösende Display ihren Tribut fordern. Sowohl der Prozessor als auch das Display werden immer energiehungriger, sodass die Laufzeit trotz leistungsstärkerer
Akkus auf dem gleichen Niveau verharrt. Dennoch können Sie viel dazu
beitragen, dass dem Smartphone nicht schon binnen weniger Stunden der
Saft ausgeht. Dieses Kapitel hilft Ihnen dabei.
Richtig laden
Viele Smartphone-Besitzer sind der Meinung, dass sie ihr Gerät über
Nacht stets auf 100 % aufladen sollten, um eine optimale Akku
kapazität über den Tag zu erreichen. Das ist ein Irrglaube: Laden Sie
Ihr Gerät maximal auf 80 % auf, und lassen Sie den Akkustand wenn
möglich nie unter 20 % fallen. In diesem Intervall betrieben, dankt
es Ihnen Ihr Akku mit einer langen Lebensdauer. Die Ladeelektronik
aktueller Topgeräte geht aber noch einen Schritt weiter:
355
Kapitel 15 – Die Akkulaufzeit verlängern
Sie erkennt die typischen Nutzungszeiten des Anwenders und lädt
das Gerät so, dass zu bestimmten Zeiten immer die volle Kapazität
vorhanden ist. Im oben beschriebenen Fall würde das Gerät über
Nacht zunächst auf 80 % und in der letzten Stunde der Schlafzeit
auf 100 % nachgeladen werden. Diese Funktion wird adaptives Laden genannt.
Die großen Stromfresser
Das Ranking der großen Stromverbraucher auf einem Smartphone sieht in
etwa wie folgt aus:
Platz 1 nimmt unangefochten das Display ein. Hier gilt: Je höher dessen
Auflösung ist, umso mehr Energie wird für die Darstellung benötigt. Wundern Sie sich also nicht, wenn aktuelle Geräte, die mit einem stärkeren Akku
ausgestattet wurden, die gleiche oder sogar eine schlechtere Laufzeit als die
Vorgängermodelle besitzen – dies ist meist einer Steigerung der Display
auflösung geschuldet. Darüber hinaus trägt auch die gesteigerte Bildwiederholfrequenz von bis zu 120 Hz dazu bei, dass sich die topaktuellen
Smartphones rascher entladen.
Es folgt das Kamera-Modul: Das Anfertigen von Fotos, mehr noch das Aufzeichnen von Videos, schlägt energietechnisch zu Buche.
Die Netzturbos 5G bzw. LTE verbrauchen ebenfalls viel Energie, falls Sie
diese Netzstandards permanent nutzen. Ihr Android-Smartphone hat gewöhnlich die Option, je nach Empfangslage zwischen dem 5G- bzw. LTE(4G-) und dem gewöhnlichen GSM-(2G-)Netz hin- und herzuschalten, was
beträchtlich am Akku saugt.
Der aktivierte WLAN-Empfang beansprucht in gleicher Weise die Energiequelle, allerdings bei Weitem nicht so stark wie der 5G-Empfang.
Ebenso stellt die permanente Kopplung mit zusätzlichen Geräten per Blue
tooth-Kurzstreckenfunk (etwa mit der Freisprechanlage im Auto) eine Ener-
356
Erste Schritte zum Stromsparen
giesenke dar. Immerhin hält sich der Energiehunger seit Einführung des
Bluetooth Low Energy-Standards mittlerweile in Grenzen.
Generell bedeutet eine permanente Synchronisierung von Apps, die per
Mobilfunknetz oder WLAN auf Serverdaten zugreifen, eine deutliche Belastung des Energiespeichers.
Nicht ganz so dramatisch ist der Mehrverbrauch, der durch einen aktivierten GPS-Empfang hervorgerufen wird. Sie können also (von Datenschutzgründen einmal abgesehen) die Ortungsfunktion Ihres Smartphones permanent mitlaufen lassen.
Letztendlich ist aber die mittlere Prozessorlast ausschlaggebend dafür, ob
Ihr Akku den Tag übersteht oder schon nach wenigen Stunden in die Knie
geht. Das merken Sie daran, dass Sie zusehen können, wie die Akkuladung
schwindet, wenn Sie sich beispielsweise mit einem grafikaufwendigen 3DSpiel die Zeit vertreiben.
Erste Schritte zum Stromsparen
Wie bereits erwähnt, trägt das Display am meisten zum Energieverbrauch
bei. Die beiden goldenen Regeln lauten hier:
* Reduzieren Sie die Display-Standby-Zeit auf ein erträgliches Minimum.
* Regulieren Sie die Displayhelligkeit so, dass Sie bei den gegebenen
Lichtverhältnissen die Informationen gerade eben noch gut erkennen
können.
a
Das persönliche Empfinden ist natürlich in beiden Punkten recht subjektiv. Die entsprechenden Konfigurationsmöglichkeiten finden Sie in
den Einstellungen im Bereich Display oder über die entsprechende
Schnellschaltfläche zur Einstellung der Helligkeit 1, die erscheint, wenn
Sie die Statusleiste mit zwei Fingern herunterziehen.
357
Kapitel 15 – Die Akkulaufzeit verlängern
1. Begeben Sie sich in dem beschriebenen Bereich in das Untermenü Helligkeit 2, und passen Sie diese Ihren
Vorstellungen entsprechend an. Hier
finden Sie den gleichen Schieberegler
wie im Kontextmenü der Statusleiste.
b
d
2. In der Regel ist auf Ihrem Gerät der
c
automatische Helligkeitsmodus voreingestellt, d. h., der Modus Automatische Helligkeit 3 wurde über den entsprechenden Menüpunkt aktiviert.
Die so gewählte Displaybeleuchtung
e
ist allerdings meist zu dunkel, insbesondere im Freien. Um die Helligkeit
auf einen festen Wert einzustellen, müssen Sie zunächst die automatische Helligkeit über den genannten Schalter deaktivieren. Per Helligkeit
4 können Sie nun eine feste Helligkeit einstellen.
3. Die Standby-Zeit passen Sie über den Menüpunkt Display automatisch
ausschalten 5 an. Eine Zeit von 30 Sekunden genügt hier vollauf.
4. Eine Unsitte bezogen auf den Energieverbrauch sind die zwar hübsch
anzusehenden, aber prozessorhungrigen Live-Hintergründe, die Sie
nach einem langen Tipp auf die Startbildschirmseite beim Menüpunkt
Bildschirmhintergrund auswählen können. Wählen Sie hier in jedem Fall
ein statisches Hintergrundbild und keinen lebendigen bzw. Live-Hintergrund aus.
5. Der nächste Kandidat zum Energiesparen ist der Mobilfunknetz-Modus.
Solange Sie nicht im Internet auf grafisch aufwendigen Seiten surfen
oder größere Dateien herunterladen wollen, genügt der einfache GSM(2G-)Modus. Begeben Sie sich in den Einstellungen in den Bereich Netzwerk & Internet. Tippen Sie dort zunächst auf den Eintrag Ihres Mobilfunkproviders und anschließend auf das Zahnradsymbol 6 neben dem
Eintrag.
6. Wählen Sie im nächsten Untermenü
punkt 2G 7.
358
Bevorzugter Netztyp den Menü-
Erste Schritte zum Stromsparen
Sollten Sie wieder eine schnelle Datenverbindung benötigen, ändern
Sie die Einstellung.
f
g
7.
WLAN 8, Bluetooth 9 und die Lokalisierung per GPS, also Standort j,
können Sie bei sehr niedrigem Akkustand, falls Sie sie nicht benötigen,
generell deaktivieren. Das geschieht am einfachsten über die jeweilige
Schaltfläche in der Schnellzugriffsleiste (siehe dazu auch die Erklärungen im Abschnitt »Schnellzugriffsleiste und Einstellungsmenü« ab Seite
59). Das aktuelle Android-System sorgt allerdings meist von allein für
ein optimales Energiemanagement.
8. Viele Anwender beschweren sich darüber, dass ihr Gerät über Nacht viel
Energie verliert. Die Lösung für das Problem: Aktivieren Sie über Nacht
einfach den Flugzeugmodus, der sämtliche Netzwerkverbraucher abschaltet. Sie erreichen ihn über die Schnellschaltflächen (Statusleiste
mit zwei Fingern herunterziehen). Den aktivierten Flugzeugmodus erkennen Sie an dem kleinen Flugzeugsymbol k oben rechts in der Statusleiste.
k
Der Flugzeugmodus sollte über
Nacht aktiviert werden, wenn Sie
keine Netzverbindung benötigen.
Natürlich dürfen Sie nicht vergessen, diesen Modus am nächsten Morgen
wieder zu deaktivieren.
359
TIPP
Kapitel 15 – Die Akkulaufzeit verlängern
Der Energiesparmodus
Android verfügt über einen speziellen Energiesparmodus, der über
die Schnellschaltflächen erreichbar ist l. Dieser ist insbesondere
dann nützlich, wenn Ihr Smartphone nur noch wenig Akkukapazität
aufweist. Das Ganze funkti
oniert allerdings nur, wenn
m
Ihr Gerät nicht am Ladegerät
hängt. Nach der Aktivierung
erscheint ein kleines rotes
i
Batteriesymbol m in der Sta h
tusleiste. Die Restlaufzeit,
die ebenfalls dort angezeigt
wird, steigt durch die Aktion
erheblich.
j
Aktivierung des
Energiesparmodus
l
Apps ermitteln, die zu viel Energie verbrauchen
Wie bereits erwähnt, hat neben dem Display der Prozessor Ihres Smart
phones den größten Energiehunger, wenn er auf Volllast gefahren wird.
So ist es interessant, zu erfahren, welche der installierten Apps am meisten
Prozessorleistung beanspruchen. Das müssen nicht nur die von Ihnen selbst
gestarteten Apps sein, auch einige Dienste im Hintergrund können sich als
Stromfresser entpuppen.
1. Um einen Eindruck davon zu bekommen, welche App oder welcher
Dienst am meisten am Akku nagt, begeben Sie sich in die Einstellungen
und wählen dort den Bereich Akku durch Antippen aus.
360
Apps ermitteln, die zu viel Energie verbrauchen
2. Interessant ist hier insbesondere die Funktion Intelligenter Akku, die Sie über den
entsprechenden Menüpunkt 1 anpassen
können. Dabei werden Apps, die gestartet
wurden, aber nur selten benötigt werden,
automatisch in den Hintergrund gestellt,
sodass sie nicht mehr an der kostbaren
Akkukapazität nagen. Achten Sie darauf,
dass der entsprechende Schalter 2 im
Untermenü aktiviert wurde. An gleicher
Stelle finden Sie den Schalter, der das
sog. adaptive Laden aktiviert (siehe dazu
auch den Kasten »Richtig laden« auf Seite
355).
c
a
3. Durch Antippen des Menüpunkts
Akku
3
nutzung
gelangen Sie in einen Bereich,
in dem Ihnen Details zum Verbrauch angezeigt werden. Im vorliegenden Fall
wurden kürzlich die Google-App und die
Netflix-App benutzt. Über den Erweiterungsmenüpunkt Systemnutzung: letzte
24 Stunden werden Systemdienste angezeigt, die am Akku nagen. Man erkennt,
dass infolge von Systemzugriffen auch im
Ruhezustand Energie verbraucht wird.
b
4. In der Liste der Apps, die im Bereich Akku
nutzung erscheint, können Sie leicht »wild
gewordene« Apps identifizieren, die den
Akku über Gebühr in Anspruch nehmen.
Diese lassen sich jederzeit über den Systemmanager beenden. Tippen
Sie dazu die App in der Liste an, und beenden Sie diese über die Schaltfläche Beenden erzwingen 4. An dieser Stelle können Sie auch das Akkunutzungsverhalten anpassen. Hier empfiehlt es sich aber in der Regel,
den Schalter auf Optimiert zu belassen.
361
Kapitel 15 – Die Akkulaufzeit verlängern
d
5. Wenn alle Stricke reißen und Ihr Gerät immer noch einen unüblichen
Akkuverbrauch zeigt, hilft sehr oft ein Neustart des Geräts.
Schließlich ist es noch recht aufschlussreich, den prozentualen Ladezustand
des Akkus im Blick zu haben. Bei Verwendung einer neuen App können Sie
dann ggf. ein Energieleck schneller identifizieren. In der aktuellen AndroidVersion können Sie sich den Akkuladezustand als prozentuale Angabe in
der Statusleiste anzeigen lassen 5. Um dies einzurichten, begeben Sie sich
in den Einstellungen in den Bereich Akku und aktivieren dort den Schalter
bei Ladestandanzeige in Prozent 6.
e
Es ist sinnvoll, sich die Prozentzahl
der aktuellen Akkuladung im Statusbereich anzeigen zu lassen.
f
362
INFO
Apps ermitteln, die zu viel Energie verbrauchen
Powerbanks und induktives Laden
Sie sind die Lebensretter in der Energiewüste: Powerbanks, die
intelligenten Akkus, die mehrere Smartphoneladungen speichern
können. Einige dieser Exemplare beherrschen sogar das kabellose
Laden via QI-Technik. Dabei wird die elektrische Energie über ein
hochfrequentes Magnetfeld per Induktion zum Verbraucher (in die
sem Fall das Smartphone) befördert. Generell ist anzumerken, dass
diese Ladetechnik verlustbehafteter ist als das Laden über ein Kabel.
Wenn es Ihnen also auf das letzte Quäntchen verwertbarer Energie
ankommt, dann greifen Sie idealerweise zum Ladekabel.
Auch Powerbanks beherrschen mittlerweile das
induktive Laden via QITechnik. Einen schnelleren
Ladeerfolg erzielt man
allerdings per Kabelanschluss.
363
Kapitel 16 – Tipps, Tricks und Fehlerbehebung
Kapitel 16
Tipps, Tricks und Fehlerbehebung
Dieses Kapitel hilft Ihnen, Probleme mit Ihrem Android-Smartphone schnell
und unkompliziert zu lösen. Ich stelle Ihnen zudem die wichtigsten Anlaufstellen im Internet vor, bei denen Sie weiterführende Tipps und Hinweise
bei Problemen erhalten. Am Ende des Kapitels finden Sie schließlich noch
einige Ratschläge, wie Sie noch mehr aus Ihrem Smartphone herausholen
können.
Das Gerät neu starten
Es passiert selten, aber es kann durchaus vorkommen, dass Ihr Smartphone
auf keine Bildschirmeingaben mehr reagiert. Verursacht wird das meist
durch eine fehlerhafte (weil schlecht programmierte) App. Ich zeige Ihnen
nun, was Sie in solchen Fällen tun können, um Ihr Smartphone schnell wieder in Betrieb zu nehmen.
1. Stellen Sie sich diese Situation vor:
Sie benutzen eine App, und diese reagiert plötzlich nicht mehr auf Ihre
a
Bildschirmeingaben. Für mein Beispiel verwende ich die App WetterOnline. Versuchen Sie in solch einem
b
c
Fall zunächst, per Wischgeste über
den schmalen Strich 1 von unten
nach oben auf den Homescreen zu gelangen. In der klassischen Steuerung betätigen Sie stattdessen die Home-Schaltfläche 2.
365
Kapitel 16 – Tipps, Tricks und Fehlerbehebung
2. Sollte dies funktionieren, betätigen Sie
die Schaltfläche bzw. den Softbutton
Zuletzt geöffnete Anwendungen (3 auf
Seite 365), um zur Übersicht über die
geöffneten Apps zu gelangen. Falls Sie
die Gestensteuerung verwenden, wischen Sie von unten zur Mitte des Bildschirms und lassen den Finger dabei
auf dem Display. Schauen Sie zunächst
nach, ob die betreffende App in der Liste erscheint.
3. Ziehen Sie die App zum Beenden mit
gedrücktem Finger aus der Übersicht
des Task-Managers nach oben heraus.
Etwas schwieriger wird die Situation, wenn
das komplette System nicht mehr reagiert,
d. h., wenn Sie z. B. auch durch Betätigen
des Home-Buttons bzw. Durchführen der Home-Wischgeste keine Reaktion
vom Smartphone erhalten. Die App scheint förmlich »eingefroren« zu sein.
In diesem Fall empfehle ich Ihnen, einen sog. Soft Reset, also einen Neustart
des Geräts, durchzuführen:
1. Halten Sie den Ein/Aus-Schalter ca. eine Sekunde
gedrückt, sodass das Geräteoptionsmenü erscheint.
2. Wählen Sie Neustart 1, um Ihr Smartphone herunterzufahren und anschließend neu zu starten.
Sollte Ihr Gerät auch auf den längeren Druck des Ein/Aus-Schalters nicht
reagiert haben, müssen Sie eine andere Methode verwenden. Deren Nachteil ist allerdings, dass Sie sämtliche nicht gespeicherte Daten verlieren werden. Probieren Sie Folgendes aus:
1. Halten Sie die Ein/Aus-Taste für mindestens vier Sekunden gedrückt,
bei einigen Geräten auch länger. Dadurch schaltet sich Ihr Gerät aus,
366
a
Das Gerät neu starten
egal welche Anwendung oder welcher Systemdienst das Gerät derzeit
blockiert.
2. Um das Gerät nun neu zu starten, drücken Sie für ca. zwei Sekunden
den Ein/Aus-Schalter und lassen das Gerät hochfahren. Dies dauert unter Umständen ein wenig länger als der gewöhnliche Systemstart.
Sollten Sie häufiger mit einer bestimmten App Probleme haben, können Sie
versuchen, sie von Grund auf neu einzurichten. Dazu müssen Sie nur die
temporären Daten löschen, die von der App im Speicher Ihres Smartphones
abgelegt wurden. Gehen Sie dazu folgendermaßen vor (ich verwende im
Beispiel erneut die WetterOnline-App):
1. Begeben Sie sich in den Einstellungen in den Bereich Apps & Benachrichtigungen, suchen Sie dort über den Menüpunkt Alle [Anzahl der auf Ihrem
Smartphone installierten Apps] Apps ansehen 1 nach der betreffenden
App in der Übersicht, und tippen Sie diese an. Die kürzlich geöffneten
Apps erscheinen übrigens ganz oben in der Liste. Alternativ können Sie
die betreffende App auch gleich im App-Menü suchen, länger auf ihr
Symbol 2 und anschließend auf die nun erscheinende Schaltfläche
App-Details 3 tippen.
c
a
b
367
Kapitel 16 – Tipps, Tricks und Fehlerbehebung
2. Stoppen Sie die App zunächst über Beenden erzwingen 4. Löschen Sie
nun die temporär gespeicherten Daten. Begeben Sie sich dazu durch Antippen des entsprechenden Menüpunkts 5 in den Bereich Speicher und
Cache, und tippen Sie Speicherinhalt löschen 6 an. Sollten sich danach
noch Daten im Cache befinden, tippen Sie außerdem noch auf Cache
leeren 7.
g
f
d
e
3. Öffnen Sie die betreffende App danach wieder über das App-Menü, und
TIPP
richten Sie sie neu ein. Die App sollte nach diesem Vorgang wieder stabil funktionieren.
368
Wenn gar nichts mehr geht: Akku leerlaufen lassen
In sehr seltenen Fällen kann es vorkommen, dass Ihr Smartphone
selbst auf die Ein/Aus-Taste nicht mehr reagiert. Früher konnten Sie
das Telefon dann durch einfaches Herausnehmen des Akkus wieder
bedienbar machen. Das ist bei aktuellen Geräten leider nicht mehr
möglich, da die Energiespeicher fest verbaut sind. In diesem Fall
lassen Sie den Akku einfach leerlaufen. Das Gerät wird sich nach
Erreichen eines kritischen Pegels von selbst abschalten. Laden Sie
anschließend das Gerät auf, und schalten Sie es danach wie ge
wohnt ein.
Das Gerät neu starten
Der schlimmste Fall, der auftreten kann, ist allerdings, dass Schadsoftware
(Viren, Trojaner ...) wichtige Systemdateien zerstört oder zumindest komplett unbrauchbar gemacht hat. In dieser Situation helfen Ihnen der beschriebene Soft Reset, das Löschen temporärer App-Daten oder das Entladen des Akkus leider nicht, um das beschriebene Problem zu lösen.
Hier hilft Ihnen nur ein Hard Reset, der das Gerät auf die Werkseinstellungen zurücksetzt. Leider verlieren Sie bei diesem Schritt sämtliche persönliche Daten, Anwendungen und Einstellungen, die Sie auf Ihrem Smartphone
gespeichert haben. Gut, wenn Sie für solch einen Fall eine Sicherungskopie
der Daten angelegt haben (lesen Sie dazu den Abschnitt »Eine lokale Datensicherung erstellen« ab Seite 344). So können Sie das Gerät auch nach
einem Hard Reset schnell wiederherstellen.
1. Sollte das Gerät noch auf Ihre Eingaben reagieren, führen Sie einen
Hard Reset über die Einstellungen im Menübereich System E Optionen
zum Zurücksetzen 1 durch.
c
d
b
e
a
2. Wählen Sie aus dem folgenden Menü den Punkt Alle Daten löschen (auf
Werkseinstellungen zurücksetzen) 2.
369
Kapitel 16 – Tipps, Tricks und Fehlerbehebung
An dieser Stelle haben Sie zusätzlich die Möglichkeit, Ihre mobilen
Netzwerkverbindungen 3 bzw. die App-Zuordnungen 4 zurückzusetzen, falls es hier einmal Probleme geben sollte.
3. Im nächsten Menü erhalten Sie schließlich noch eine Warnung, dass
sämtliche Daten auf Ihrem Gerät gelöscht werden. Hier werden außerdem alle Konten aufgelistet, mit denen Ihr Gerät verbunden ist. Von diesen werden Sie bei einem Reset abgemeldet. Bestätigen Sie den Reset
über den Punkt Alle Daten löschen 5.
In besonders hartnäckigen Einzelfällen reagiert Ihr Bildschirm schon direkt
nach dem Einschalten nicht mehr. In diesem Fall lösen Sie einen Hard Reset
direkt nach dem Systemstart über eine Tastenkombination aus.
Diese Tastenkombination ist von Gerät zu Gerät bzw. von Hersteller zu Hersteller verschieden. Hier hilft eine Google-Recherche 6, um die spezielle
Tastenkombination Ihres Geräts in Erfahrung zu bringen.
f
TIPP
Die Hard-Reset-Prozedur per Tastenkombination ist von
Hersteller zu Hersteller verschieden und kann durch eine
Google-Recherche in Erfahrung gebracht werden.
370
Vor Verkauf auf Werkseinstellungen zurücksetzen
Sollten Sie sich irgendwann dazu entschließen, Ihr Smartphone als
gebrauchtes Gerät z. B. bei eBay zu verkaufen, empfiehlt sich ein
Hard Reset, um sämtliche persönlichen Daten auf dem Gerät rück
standsfrei zu löschen. Achten Sie dabei darauf, dass Sie auch den In
halt der externen SD-Speicherkarte löschen, falls diese mit verkauft
werden soll.
Tipps und Hilfe in Internetforen finden
Tipps und Hilfe in Internetforen finden
Android-Smartphones erfreuen sich großer Beliebtheit – ihr Marktanteil im
Smartphone-Sektor beläuft sich derzeit in Deutschland auf ca. 70 %. Daher
finden Sie im Internet schnell Rat und Hilfe von kompetenten Benutzern,
die in Foren und Blogs ihr Wissen weitergeben und Ihnen helfen, wenn Ihr
Android-Smartphone einmal nicht so funktioniert, wie Sie es sich wünschen.
Bevor Sie sich in einem Forum anmelden und Ihre Fragen stellen, sollten
Sie einige Grundregeln im Umgang mit Ihren digitalen Mitbürger*innen
berücksichtigen: Informieren Sie sich zunächst über die FAQ (die Liste häufig gestellter Fragen) und über die Suchfunktion des Forums, ob Ihre Frage
vielleicht zuvor schon beantwortet wurde. Auch sollten Sie darauf achten,
dass Sie stets freundlich und hilfsbereit auf die Fragestellungen anderer
Nutzer eingehen.
a
b
Damit Sie bei der Lösung Ihres Problems qualifiziert Hilfe bekommen, sollten Sie bei Ihrer Frage genügend Informationen zu dem verwendeten Gerät,
dem eingebauten Prozessor und der derzeit installierten Betriebssystemver371
Kapitel 16 – Tipps, Tricks und Fehlerbehebung
sion mitliefern. Diese Informationen bringen Sie zum Teil in den Einstellungen im Bereich Über das Telefon in Erfahrung. Hier können Sie die IMEINummer über den Punkt IMEI 1 und die WLAN-MAC-Adresse 2 Ihres Geräts
in Erfahrung bringen. Erstere ist eine eindeutige Identifikationsnummer Ihres Geräts, Letztere ist bei der Anbindung in speziell gesicherte drahtlose
Netze von Bedeutung.
CPU X
Den genauen Typ des Prozessors und zusätzliche Hardwareinformationen
erfahren Sie darüber hinaus mit der App CPU X. Die App liefert Ihnen viele
weiterführende Informationen über die verbaute Hardware, sollten Sie diese Informationen zur Lösung Ihres Problems benötigen.
Die App »CPU X« gibt Ihnen u. a. einen Überblick darüber, welcher Prozessortyp und welche
Sensoren in Ihrem Gerät verbaut sind.
In der folgenden Tabelle erhalten Sie einen Überblick über die wichtigsten
Anlaufstellen bei Fragen für Android-Nutzer. In den meisten Android-Foren
finden Sie stets auch eine Rubrik, die sich speziell mit Ihrem Gerät beschäftigt. Diese Zusammenstellung ist bei Weitem nicht vollständig, die genannten Websites haben mir jedoch stets bei Problemen oder Fragen geholfen.
372
Hilfe aus der Ferne erhalten
Name
URL
Inhalte
NEXTPIT
www.nextpit.de
Tipps und Tricks rund um S
martphones
Android-Hilfe
www.android-hilfe.de
Großes Forum zu Android
areamobile
www.areamobile.de
Beliebtes deutschsprachiges
Smartphone-Forum
PocketPC.ch
www.pocketpc.ch
Website zu allen gängigen Smartphones
mit großem Android-Bereich
USP-Forum.de
www.usp-forum.de
großes deutschsprachiges Forum zu allen
gängigen Smartphones
XDA-Developers
www.xda-developers.com
Expertenforum, Quelle diverser alter
nativer ROMs, englischsprachig
SamMobile
www.sammobile.com
Anlaufstelle für Informationen speziell
zu Samsung-Smartphones, englisch
sprachig
Einige Anlaufstellen im Internet bei Fragen rund um Ihr Android-Smartphone
Im Folgenden gebe ich Ihnen einige abschließende Tipps, mit deren Hilfe
Sie die Einsatzbereiche Ihres Smartphones erweitern können.
Hilfe aus der Ferne erhalten
Sie haben eine pfiffige Enkelin oder einen klugen Neffen, die bzw. der sich
hervorragend mit der modernen Technik auskennt, aber leider weit von ihnen entfernt wohnt? Dann sollten Sie das Fernwartungstool AnyDesk installieren. Damit kann eine Person Ihres Vertrauens Zugriff auf den Bildschirm
Ihres Smartphones erhalten und Ihnen bei der Lösung von Problemen helfen. Gehen Sie dazu folgendermaßen vor:
1. Installieren Sie die App AnyDesk mit dem nebenstehenden QR-Code,
AnyDesk
und starten Sie diese.
373
Kapitel 16 – Tipps, Tricks und Fehlerbehebung
2. Beim ersten Start der App werden Sie aufgefordert, ein sog. Plugin für
Ihr spezielles Smartphone zu installieren. Tun Sie das, und starten Sie
die App erneut.
3. Aktivieren Sie das Plugin nach der Aufforderung in den Einstellungen
im Bereich Bedienungshilfen. Tippen Sie dazu den entsprechenden Eintrag 1 an, und genehmigen Sie im folgenden Menü den Zugriff.
a
4. Ihr Helfer kann nun seinerseits die AnyDesk-App auf seinem Gerät starten. Nun müssen Sie ihm lediglich Ihre AnyDesk-Adresse 2 mitteilen.
Der Helfer gibt diese auf seinem Gerät dann als Zieladresse ein.
b
374
Dokumente vom Smartphone aus drucken
5. Schließlich müssen Sie beim Zugriffsversuch noch die Genehmigung
erteilen, und ihr freundlicher Helfer kann Ihnen bei der Lösung des Problems aus der Ferne beistehen.
TIPP
Der Bildschirm eines AndroidSmartphones wird per AnyDesk
auf einen Windows PC-übertragen.
TeamViewer – die Alternative
Mit der TeamViewer-App können Sie nicht nur den Bildschirminhalt
übertragen, sondern das Smartphone auch fernsteuern. Dies bietet
sich bei sehr unbedarften Anwendern an. Die Installation gestaltet
sich ein wenig komplexer als bei AnyDesk. Zur Nutzung der Fern
steueroption müssen Sie zuvor die App TeamViewer QuickSupport
sowie das TeamViewer Universal Add-On aus dem Play Store instal
lieren.
TeamViewer
Dokumente vom Smartphone aus drucken
Sie möchten Dokumente oder Bilder ausdrucken, die sich auf Ihrem Smartphone befinden? Mittlerweile ist es recht einfach, einen Drucker mit Ihrem
Smartphone zu verbinden. Die einfachste Variante ist dabei, die spezielle
App des Druckerherstellers zu verwenden. Damit können Sie dann in der
Regel auch Scans bei Multifunktionsgeräten durchführen.
375
Kapitel 16 – Tipps, Tricks und Fehlerbehebung
Stellen Sie zunächst sicher, dass Ihr Drucker im lokalen Netzwerk über den
Router eingebunden wurde. Dies geschieht in der Regel über das Druckerprogramm am PC.
1. Sehen Sie in der Anleitung Ihres Druckerherstellers nach, welche spezielle App er zum Drucken via Android empfiehlt, und installieren Sie
diese. Ich verwende im Folgenden die App für ein Canon-Modell (Canon
Print App).
2. Unter Umständen müssen Sie der App nach dem ersten Start einige Berechtigungen zuweisen. Danach beginnt die vollautomatische Konfiguration.
3. Ihr Smartphone bzw. die App beginnt nun, nach Druckern zu suchen,
die an Ihr lokales Netz angebunden sind. Deren Anbindung erfolgt dann
automatisch über den Assistenten.
4. Sie können nun aus jeder beliebigen App heraus drucken. Dazu wählen
Sie aus dem In-App-Menü den Punkt Drucken. In der Regel ist es beim
ersten Druckversuch auch noch einmal erforderlich, explizit den soeben
installierten Drucker auszuwählen. Der eigentliche Druck wird schließlich über die Druckerschaltfläche 1 gestartet.
376
Dokumente vom Smartphone aus drucken
a
Die Printer-App ist transparent im Betriebssystem eingebunden
und kann aus jeder beliebigen App genutzt werden.
TIPP
Beachten Sie bitte: Das Ganze funktioniert nur, wenn sich der netzwerkfähige Drucker im LAN befindet. Glücklicherweise bieten mittlerweile diverse
Druckerhersteller Hardware an, die für die Verwendung unter Android optimiert wurde.
Googles »Cloud Print«-Service nutzen
Bei Druckern ohne spezielle App funktioniert auch Folgendes: Sie
binden Ihren Drucker über den Google-Service Cloud Print an die
Google-Cloud an. Dies setzt voraus, dass der Drucker an einen PC
mit Internetzugang angeschlossen wird. Mehr zu Google Cloud Print
erfahren Sie hier:
www.google.com/intl/de_ALL/cloudprint/learn
377
Kapitel 16 – Tipps, Tricks und Fehlerbehebung
Material You - die individuelle Oberfläche
Mit Android 12 hat der vollkonfigurierbare Homescreen Einzug in die Welt
der Smartphones gehalten. Nach dem Motto »Alles kann, nichts muss« können Sie Ihre Arbeitsoberfläche maximal individualisieren – oder sich von
einer künstlichen Intelligenz dabei helfen lassen. Die Idee dabei ist folgende: Sie richten Ihr Lieblingsfoto als Hintergrundbild
ein. Ein intelligenter Assistent durchsucht das Bild nach
häufig auftretenden Farben und passt die Schaltflächen
und Menüs zur Bedienung an den Hintergrund an. Gehen Sie dazu folgendermaßen vor:
1. Tippen Sie länger auf eine freie Stelle des Homescreens, und wählen Sie den Kontextmenüpunkt
Hintergrund und Stil. Wählen Sie anschließend Hintergrund ändern E Meine Fotos, und wählen Sie dort
Ihr Lieblingsfoto aus. Zur Auswahl stehen alle Galeriebilder sowie Bilder, die Sie auf Google Drive gespeichert haben. Übernehmen Sie das gewünschte
Foto als Hintergrund.
2. Sie haben nun die Möglichkeit, die Farbpalette sowie die Grundfarben gemäß den Vorschlägen des
Assistenten anzupassen. Tippen Sie dazu die Paletten Hintergrundfarben bzw. Grundfarben an.
3. Darüber hinaus können Sie durch Setzen der Schaltflächen Dunkles Design sowie Symboldesigns die Optik der funktionalen Elemente individualisieren.
Mit »Material You« erzeugen Sie
ein einzigartiges, konsistentes Design Ihrer Smartphone-Oberfläche.
378
Das Benachrichtigungssystem steuern
Das Benachrichtigungssystem steuern
Nicht jeder ist darüber erfreut, in allen möglichen und unmöglichen Augenblicken vom Android-Benachrichtigungssystem gestört zu werden. In der
Regel können Sie das durch die Aktivierung des Nicht-stören-Modus verhindern:
1. Ziehen Sie die Statusleiste mit zwei Fingern herunter, und aktivieren Sie
die Schaltfläche Bitte nicht stören 1 durch Antippen.
a
Das Benachrichtigungssystem im Nicht-stören-Modus lässt sich dabei
an die eigenen Bedürfnisse anpassen:
c
d
f
b
e
379
Kapitel 16 – Tipps, Tricks und Fehlerbehebung
2. Tippen Sie etwas länger auf das Symbol Bitte nicht stören 1. Sie gelangen direkt in die Einstellungen und dort in den Bereich Ton & Vibration
E Bitte nicht stören. Hier können Sie die verschiedenen Optionen Ihren
Wünschen gemäß anpassen. Besonders interessant ist der Bereich Zeitpläne, den Sie durch Antippen des gleichnamigen Menüpunkts 2 erreichen.
3. Tippen Sie auf den Punkt Schlafen 3, und passen Sie die vorgegebenen
Zeiten Ihrem Schlafrhythmus an. Aktivieren Sie die Regel schließlich
über den Schalter Zeitplan verwenden 4. Dadurch ist sichergestellt,
dass Sie nachts nicht durch unerwünschte Benachrichtigungen geweckt
werden. Sollten Sie einen Wecker zu einem früheren Zeitpunkt eingestellt haben, dann kann dieser durch das Setzen des Schalters 5 den
Zeitplan außer Kraft setzen.
4. Es bleibt Ihnen schließlich freigestellt, über die Schaltfläche
Weitere
hinzufügen 6 eigene Regeln für den Bereich Bitte nicht stören zu defi-
nieren.
Bluetooth-Hardware verwenden
Viele Peripheriegeräte lassen sich mittlerweile drahtlos mit Ihrem Smartphone verbinden: Kopfhörer, Lautsprecher, Tastaturen, Fitnesstracker oder
Smartwatches werden im energiesparenden Bluetooth-5-LE-Modus gekoppelt, um den Datenaustausch mit dem Smartphone zu gewährleisten.
Eine sehr wichtige Anwendung ist die Kopplung eines Smartphones an die
Freisprechanlage eines Autos. Das gestattet das Telefonieren während der
Fahrt, ohne sich strafbar zu machen. Gehen Sie dazu folgendermaßen vor:
1. Ziehen Sie die Statusleiste mit zwei Fingern herunter.
Es erscheinen die Schnellschaltflächen.
2. Aktivieren Sie den Bluetooth-Empfang durch Antipa
380
pen des entsprechenden Symbols 1. Ihr Smartphone
ist nun bereit für eine Kopplung mit einem Peripheriegerät, in diesem Fall dem Bluetooth-System des Autos.
Bluetooth-Hardware verwenden
3. Bringen Sie Ihr Peripheriegerät (im Beispiel hier das Multimediasystem
des Autos) in den Kopplungsmodus. Wie das funktioniert, entnehmen
Sie bitte der entsprechenden Gebrauchsanleitung.
4. Wechseln Sie in den Einstellungen in den Bereich
Verbundene Geräte E Verbindungseinstellungen E
Bluetooth, und schauen Sie nach, ob Ihr Peripheriegerät bzw. Auto 2 in der Rubrik Verfügbare
Geräte auftaucht. Tippen Sie es in der Übersicht
an, um den Kopplungsvorgang durchzuführen.
In der Regel wird die Verbindung automatisch
aufgebaut. Oft ist es aber auch erforderlich, für
die Kopplung auf dem Smartphone einen Code
3 einzugeben bzw. zu vergleichen. Anschließend bestätigen Sie mit Koppeln 4. Damit ist
sichergestellt, dass die richtigen Geräte miteinander verbunden sind.
5. In den Einstellungen tauchen schließlich im Bereich Bluetooth alle Geräte auf, die Sie mit Ihrem
Smartphone gekoppelt haben. Über das In-AppMenü können Sie u. a. über die Schaltfläche Ge-
b
c
d
381
Kapitel 16 – Tipps, Tricks und Fehlerbehebung
rätename Ihrem Smartphone einen anderen Bluetooth-Namen geben,
TIPP
um von Freunden, die sich mit Ihnen per Smartphone verbinden wollen,
besser erkannt zu werden.
Android Auto
Android bietet mit der Auto-App ein Rund
um-sorglos-Paket, um Ihr Smartphone
transparent in das Multimediasystem Ih
res Fahrzeugs einzubinden. Android Auto
kann dabei unter Umständen sogar den
Bordcomputer ersetzen. Voraussetzung
zur Nutzung ist, dass das Infotainment
system Ihres Wagens dafür entsprechend
vorbereitet ist. Über Android Auto kön
nen Sie viele Android-Apps, die auf Ihrem
Smartphone installiert sind, direkt vom
Touchscreen des Fahrzeugs aus bedienen.
»Android Auto« fügt
sich transparent in das
Infotainmentsystem
Ihres Smartphones ein.
382
Stichwortverzeichnis
Stichwortverzeichnis
3D-Audio 302
4G 126
5G 120, 125, 126, 356
8k-Videomodus 250
360°-Fotomodus 225, 221
A
Abonnements 206
aCalendar+ 184
Adaptives Laden 356
Adressbuch 165
Akku 62
lange Lebensdauer 355
Akku-Prozentzahl 362
Akku teilen 60
Album erstellen 240
Alle löschen (Schaltfläche) 41
Amazon Kindle 312
Android Auto 285, 382
Android File Transfer 256, 259, 290
Android-Geräte 13
Benutzeroberfläche 33
Lieferumfang 14
Android-Version 31, 63
AndroVid Pro (Videoschnitt) 253
Anruf
abweisen 83
Anklopfen-Funktion 89
annehmen 83
per Spracheingabe 85
Rufweiterleitung 88
tätigen 81
verpasst 85
Anrufblockierung 90
Anrufliste 86
Anrufprotokoll 86
Ansicht vergrößern 137
Anwendungen, zuletzt gestartet 52
Anwendungsmanager 210, 367
AnyDesk (App) 373
APN 129, 133
App 35, 61, 68
aktualisieren 74
aus dem App-Menü starten 53
automatische Updates 74
Berechtigungen 194
bezahlen per Guthabenkarte 198, 199
bezahlen per Kreditkarte 198
bezahlen per Mobilfunkrechnung 198
deinstallieren 212
erneut installieren 204
im Play Store suchen und
installieren 69
In-App-Bezahlung 206
installieren 189
kaufen 198
löschen 212
per QR-Code installieren 72
Seitenmenü 75
suchen 196
Übersicht über installierte Apps 75
Verknüpfung erstellen 46
verwalten 210
Apple Music 105, 301
App-Menü aufrufen 34
App-Schaltfläche 46
383
Stichwortverzeichnis
Aqua Mail 165
Assistant 144, 149
Überblick Sprachkommandos 149
Assisted-GPS 266
Audacity 105
Audible 309
Aufladen 15
Ausschalten 29
Automatische Sicherung 23
Automatische Updates 192
B
Backup 327
Google 340
Badge 152, 167
Baphomets Fluch (Spiel) 325
Barcode-Scanner 72
Bedienelemente 15
Bedienungshilfen 62
Benachrichtigungen 41, 51, 61,
180, 379
alle löschen 41
Benachrichtigungsbereich 51
Benachrichtigungston 166
Benutzeroberfläche 33
Berechtigungen verwalten 339
Beta-App 193
Bild an E-Mail anhängen 160
Bildschirmaufnahme 60
Bildschirm, Methoden zur Sicherung 335
Bitdefender 69
Bitte nicht stören 91
Bixby 40, 85
Bluetooth 356, 380
aktivieren 59
deaktivieren 359
Bluetooth-Headset 92
384
Booking.com 315
Bookmark 140
Booten 19
Browser 134
alternative 144
Desktopansicht 136
Fenster 138
Optionen 135
Tabs 138
Browserdaten löschen 143
Bubbles 113
C
Cache leeren 213, 368
Canon Print App 376
Chatfunktionen 113
Chrome (Browser) 122, 134
Chromecast 61
Cloud 292
Cloud Print 377
Cloud-Speicher 348
Copy & Paste 57
CPU-Hardware-Informationen 372
CPU X 372
CSV-Datei 102
D
Dark Mode 48
Dateimanager+ 161, 351
Datenlimit festlegen 131
Datenschutz 62, 337
Datensicherung 344
eingebaute 340
Datenverbrauch 131
Datenvolumen 120, 131
Daten vom Smartphone
übertragen 256
Stichwortverzeichnis
Datum und Uhrzeit einstellen 63
DB Navigator 314
DCIM (Ordner) 345
Designs 62
DHCP 123
Diashow 243
Digital Wellbeing 61
Diktierfunktion 57
Display 62
Displayhelligkeit 357, 358
Display-on-Zeit 334
Displayrotation deaktivieren 59
Displaysperre 49, 50, 333
Display sperren 335
Gesichtserkennung 335
Muster 336
Passwort 336
Drawer 46
DRM (Kopierschutz) 294
Drucker verwenden 375
DSGVO 115
Dunkler Modus 26, 48, 378
E
E-Book 310
EDGE 125
Einschaltknopf 18
Einstellungsbereich 42
Einstellungsmenü 59
Einstellungsoptionen suchen 63
E-Mail
an Adressbuch-Kontakt senden 165
beantworten 153
Benachrichtigungston 166
Dokumentanhang verschicken 161
Einstellungen 159
empfangen 152
Konto einrichten 162
Konversation 156
Label 157
mit Anhang versenden 160
Provider 162
schreiben 155
Senden rückgängig machen 153
Signatur 159, 166
E-Mail zurückrufen 153
Emojis 55
Energiefresser enttarnen 360
Energiesparmodus 360
Ersteinrichtung 19
eSIM 18, 127
Evernote 188
Exchange 93
F
Facebook
Bild teilen 246
Face Unlock 50
Fernsperre des Smartphones 353
Film
kaufen 260
leihen 260
Fingerabdruckscanner 25
Fitnesstracker 380
Fix-Icon 44
Flora Incognita 318
Flugmodus 59, 64, 359
Forum (Hilfe zu Android) 371
Foto
ansehen 235
Auflösung und Qualität 222
automatische Sicherung 240
bearbeiten 244
beschneiden 244
Blitz 223
Datenmenge reduzieren 245
385
Stichwortverzeichnis
fokussieren und scharf stellen 217
Kamera-App 215
Nachtsicht 220
Panoramamodus 220, 221
Porträt 220
Standort speichern 221
teilen 246
zoomen 218
Fotos-App 235
Freisprechanlage im Auto 380
G
Galaxy Buds 92
Galerie
Fotos-App 238
Videos 251
Gboard 55
Geo-Tag 221
Gestensteuerung 27, 37, 39
GIF, animiert 55
Glide Typing 56
Gmail 22, 151
App und Einstellungen 154
Mailkonten 165
GMX 162
Golem-App 323
Google Assistant 64, 76, 85, 144
Ersteinrichtung 25
Überblick 40
Voice Match 65
Google Drive 348, 349, 351, 353
Fotos speichern 236
Google Earth 281
Google Imprint 50
Google-Kalender 170
Google Kamera 215
Google Knowledge Graph 148
Google-Konto 21, 63
Google Lens 221, 230
386
App-Berechtigungen 194
Google Maps 268
Inkognitomodus 271
Offlinekarten 272, 276
Orte suchen 279
Standortfreigabe 271
Google Meet 83, 154
Google Notizen 53, 186
Google One 348
Fotos speichern 236
Speicherupgrade 350
Google Pay 198
Google Play Books 310
Google Play Pass 326
Google Play Store 68, 189
Google Tasks 184
Google Übersetzer 73
Guides 269
H
Hard Reset 369
Tastenkombination 370
Hardwaretasten 15
HDR 227
bei Bildbearbeitung 245
HD-Videos leihen 262
Headset 91
Heise-App 323
Helligkeit 358
regeln 59
Hilfe aus der Ferne 373
Hintergrund ändern 378
Hintergrundbild 358
ändern 44
eigenes 45
Hi-Q MP3 Recorder 321
Hochkantvideo 252
Home-Bildschirm 35, 39, 41
App-Symbole entfernen 43
Stichwortverzeichnis
häufig genutzte Apps hinzufügen 46
neue App-Icons 76
Home-Taste 16, 17, 34, 36
Hörbuch 309
Hotspot 132
HSDPA 125
I
Icons vom Home-Bildschirm entfernen 43
IMEI 89
In-App-Bezahlung 206
In-App-Menü 86, 135
Induktives Laden 363
Inkognitomodus 142
Inkognitotab 142
Intelligenter Akku 361
Intelligente Textanalyse 58
Internetforum (Hilfe zu Android) 371
Inzidenzwerte 267
Irisscanner 25
ISO-Zahl 224
iTunes 105, 289
J
Jugendschutzeinstellungen 61
K
Kalender 169
App 174
Aufgabe erstellen 184
Aufgaben 171
Erinnerungen festhalten 174
neu erstellen 181
synchronisieren 173
Termin eintragen 171
Termin verwalten 173
Ziele festlegen 174
Kalender-Widget 173
Kamera-App 216, 219
Kamerafunktion 215
Kameraindikator 223, 340
Kameralinsen 234
Kamera wechseln 219
KI 230
Kindle 312
Klingeltöne 102
individualisieren 104
Kompass kalibrieren 275
Konfiguration 42
Kontakte 93, 165
anrufen 96
einrichten 93
hinzufügen 95
im Browser 98
importieren 99
Menüs der App 96
nach Nachnamen sortieren 94
zu Gruppen zusammenfassen 99
Konten 63
Kontextmenü 47
Konversation 156
Kopieren und Einfügen 57
Künstliche Intelligenz 230
Kurzantworten 90
L
Label 97, 157
erstellen 97
verwalten 158
Labyrinth (Spiel) 325
Ladeadapter 14
Ladekabel 14
Launcher 34, 35
Lautstärke anpassen 106
387
Stichwortverzeichnis
Lautstärkeprofile einrichten 106
Lebendiger Hintergrund 44
LED als Videoleuchte 250
LEO Wörterbuch 321
Lesezeichen 139
synchronisieren 140
Limbo
(Spiel) 326
Live-Hintergrund 358
Local Guide 271
Lokalisierung 265
deaktivieren 359
LTE 61, 120, 125, 356
M
MAC-Adresse 89, 124
Mailbox 90
einrichten 87
Malware 327
Material You 378
Memo 186
Messages 109
SMS 110
Messages Web 112
Messenger, telefonieren 83
Micro-SD 18
Micro-SIM 18
Mobile Daten 59, 127
Mobiler Internetzugang
einrichten 127
manuell einrichten 128
Mobilfunkzelle 266
Monument Valley (Spiel) 324
MoShow Diashow Gestalter 244
Movies (Ordner) 345
Multitasking-Menü 53
Music (Ordner) 345
Musik
abspielen 290
388
Download mit YouTube Music 305
in der Cloud speichern 292
Streams aufzeichnen 309
vom PC übertragen 287
Wiedergabe beenden 292
Musikstreaming 301
Musiktext anzeigen 300
MyPhoneExplorer 346
N
Nachrichten, dunkler Modus 112
Nachricht senden 109
Nachtaufnahme 229
Nachtlicht 59
Nachtlicht-Darstellung 48
Nachtsicht 229
Nano-SIM 18
Navigation 282
Optionen 283
Nearby Share 60
Neustart 365
NFC 61, 193
Notfallnummer anrufen 29
Notizen 53, 186
O
Oberfläche 34
Öffi 313
Offlinekarten zur Navigation 276
Onlinealben 236
Onlinespeicher Google Drive 349
Ordner für Apps 49
Outlook 93, 100
App 102
Over-Air-Update 30
Stichwortverzeichnis
P
R
Panoramamodus 227
PayPal 199
PeakFinder 319
Phishingmails 155
Photo-Sphere-Modus 226
PIN 19, 24, 333
Pinch-to-Zoom 137, 274
PIN-Code 50
ändern 336
Pixel Imprint 333, 336
Play Bücher 310, 311
Player-Modus 292
Play Filme & Serien 263
Playlist 303
Playlist erstellen 303
Play Points 207
Play Protect 71, 192, 209, 331
Play Store 68, 189
Filme 260
Filme teilen 261
Optionen 206
Startseite 189
Überblick 189
Powerbank 363
Privatsphäredashboard 196, 338
Privat surfen 142
Probleme bei der Internetverbindung 123
Profile 107
Radio hören 307
Radiosender 303, 305
RAW 221
Readfy 312
Roaming 128
Rocket Player 306
Rotation, automatische 238
Routenführung 278, 284
Routenplaner 282
Router 123
Rufnummer unterdrücken 89
Ruhezustand 358
Q
QI-Technik 363
QR-Code 72, 73
QR-Scanner 72
S
Samsung Galaxy 36
Samsung Smart Switch 344
Satellitenbildansicht 267
Schaltfläche am Smartphone 36
Schaltflächen-Info 153
Schnellmix 305
Schnellschaltflächen 41
Reihenfolge ändern 64
Schnellzugriff 34, 59, 92
Schriftgröße 62
Screenshot 142, 247
SD-Speicherkarte 289
SD-Videos leihen 262
Seitenmenü 75
Selbstporträt 225
Selfie 225
per Sprachsteuerung 225
Serientermine 180
Sicherheit 62
Sicherheitsstatus 331
Signal 83, 118
Signatur 166
389
Stichwortverzeichnis
SIM-Karte 19
einlegen 17
SIM-Kartensperre 337
Skoobe 312
Smart Lock 335
Smartwatch 380
SMS 109
Absender blockieren 111
archivieren 111
archivierte Unterhaltungen 114
Gesprächsverlauf (Thread) 111
löschen 111
Soft Reset 366
Softschaltflächen 17
Sonder- und Satzzeichen eingeben 55
Spam, Filter bei Telefonanrufen 91
SpeedOn-Option 128
SpeedTest 126
Speicher 62
Speicherkarte 18
Sperrbildschirm 49, 332
konfigurieren 51
Spiegel Online 322
Spiele 313, 324
Spotify 301
Spracheingabe 64
SSID 121
Standby 29
Standort 62
Standortbestimmung 23
Standortdienste 353
Standortgenauigkeit verbessern 354
Startbildschirm 27, 35, 39
konfigurieren 39
Startbildschirm-Taste 34
Starten, zum ersten Mal 17
Statusleiste 34, 40
nach unten wischen 51
Stern (App) 322
390
Streaming 293
Streamingdienste 301
Street View 280
Stromfresser identifizieren 356
Strom sparen 357
Suchanfragen 148
Suchen
innerhalb von Apps 77
per Suchfunktion 76
Suchfeld 34
Such-Widget 67, 76
SwiftKey 57
Swypen 56
Synchronisierung 346
System 63
Systemprozesse 211
Systemupdate 29
T
Tabellenkalkulation 350
Taschenlampe 59
Task-Manager 366
Tastatur 53, 80
Eingabesprache 55
per Wischgeste schreiben 56
Satzzeichen 55
Sonderzeichen eingeben 55
Textvorschläge übernehmen 54
Umlaut eingeben 55
TeamViewer (App) 375
Telefon-App 79
Telefonnummer, eigene 89
Telegram 83, 118
Termin-Erinnerung 179
Termin, regelmäßiger 180
Tethering 132
Text
Stichwortverzeichnis
Cursor positionieren 58
kopieren und einfügen 57
markieren 58
Textverarbeitung 350
Thread (E-Mail) 154, 156
Thread (SMS) 111, 114
Threema 118
Töne 62
Töne und Vibration 90
Tooltips 153
Trageerkennung 336
TripAdvisor 315
Trojaner 327, 328
TTY-Modus 90
TuneIn Radio 307
U
Uber 283
Übersetzen 232
Update, automatisches 192
URL 138
USB 288, 344
Übertragungsmodus 258
USB-C-Anschluss 92
V
Vanilla-Android 33
Verkehrslage 285
Verlauf (Browsermenü) 143
Verlaufsprotokoll (Telefon) 86
Vibrationsalarm 102
Video
aufnehmen 249
auf YouTube anschauen 259
Navigation 251
trimmen 253
vertonen 255
vom Smartphone auf Computer übertragen 256
Videoanruf 81
Videomodus 249
Videoschnitt 253, 256
Videostreaming 263
Viren 327
Virenscanner 69, 70, 332
Virenschutz 329
Vollbildmodus (Video) 260
W
WEB.DE 162
Webseite
durchsuchen 140
Lesezeichen erstellen 139
mit anderen teilen 141
Werkszustand 369
WetterOnline (App) 316, 365
WhatsApp 83, 115
Datenschutz 115
Widget 34, 39, 40, 43
Wiederherstellung 340
WLAN 61, 119
aktivieren 59, 119
deaktivieren 359
einrichten 119, 121
Verbindung herstellen 20
Worldscope Webcams 317
Y
Yahoo 162
YouTube
Video anschauen 259
YouTube Music 105, 287, 290, 297
Abo abschließen 295
391
Stichwortverzeichnis
Z
Zeitachse 271
Zeitpläne 107
Zufallsmix 305
Zuletzt geöffnete Anwendungen 16,
17, 37
Zurück-Geste 52
Zurücksetzen 365
Zurück-Taste 16, 17, 34, 37, 52
Zwei-Faktor-Authentifizierung 22
392
Über den Autor
Über den Autor
Rainer Hattenhauer ist einer der bekanntesten deutschen Fachbuchautoren und schreibt seit mehr als 20 Jahren Bücher, vor allem auch zum digitalen Alltag. Mit Android und Smartphones, aber auch mit Windows kennt
er sich bestens aus.
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