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Aus dem Lektorat Liebe Leserin, lieber Leser, die Entwicklung der Smartphones geht ständig weiter und das Angebot ist unüberschaubar. Auch das Betriebssystem Android ruht nicht. Jedes Jahr gibt es eine neue Version, die ein neues Design und neue Funktionen mit sich bringt. Bei den vielfältigen Möglichkeiten, Einsatzszenarien aber auch Risiken ist es wichtig, dass Sie verlässliche Informationen erhalten. Dieses gibt Ihnen der erfahrene Autor Rainer Hattenhauer, der sein geballtes Android-Wissen für Sie in dieses Buch gepackt hat. In der inzwischen sechsten Auflage zeigt er Ihnen nach bewährtem Konzept, wie alles funktioniert. Mit verständlichen Schritt-für-Schritt-Anleitungen sind Sie immer auf der sicheren Seite, ganz gleich welches Gerätemodell mit Android (ab Version 9 bis 12) Sie nutzen. Sie erfahren ganz genau, wie Sie Ihr Smartphone in Betrieb nehmen und wichtige Einstellungen vornehmen. Sie telefonieren, nutzen Ihre gut sortierte Kontaktsammlung zum Schreiben von Nachrichten und E-Mails, surfen im Internet, fotografieren und sichern, wenn Sie das möchten, Ihre Dateien in der sogenannten Cloud. Sie navigieren durch Städte, hören Musik und lesen E-Books. Die vielen Empfehlungen und Tipps zur Sicherheit sorgen dafür, dass auch nach dem Konsum etlicher Apps aus dem Store keine Reue aufkommt. Dieses Buch wurde mit größter Sorgfalt geschrieben und hergestellt. Sollten Sie dennoch einmal einen Fehler finden oder inhaltliche Anregungen haben, freue ich mich, wenn Sie mit mir in Kontakt treten. Für Kritik bin ich dabei ebenso offen wie für lobende Worte. Doch nun wünsche ich Ihnen erst einmal viel Freude mit Ihrem Smartphone und dieser Anleitung! Ihr Erik Lipperts Lektorat Vierfarben erik.lipperts@rheinwerk-verlag.de
Auf einen Blick Auf einen Blick 1 Start mit dem Android-Smartphone ................................................................. 13 2 Das Smartphone einrichten und bedienen ..................................................... 33 3 Telefonieren und Kontakte einrichten .............................................................. 79 4 Nachrichten senden und empfangen ................................................................ 109 5 Online mit dem Android-Smartphone .............................................................. 119 6 E-Mails senden und empfangen .......................................................................... 151 7 Kalender, Termine, Erinnerungen und Co. ....................................................... 169 8 Apps installieren und verwalten ......................................................................... 189 9 Fotografieren mit dem Android-Smartphone ................................................ 215 10 Videos aufzeichnen und abspielen ..................................................................... 249 11 Karten und Navigation ............................................................................................ 265 12 Musik und E-Books auf dem Smartphone ....................................................... 287 13 Nützliche Apps und Spiele ..................................................................................... 313 14 Sicherheit, Datenschutz und Backup ................................................................. 327 15 Die Akkulaufzeit verlängern .................................................................................. 355 16 Tipps, Tricks und Fehlerbehebung ....................................................................... 365
Impressum Impressum Dieses E-Book ist ein Verlagsprodukt, an dem viele mitgewirkt haben, insbesondere: Lektorat Isabella Bleissem, Erik Lipperts Korrektorat Friederike Daenecke, Zülpich Herstellung E-Book Denis Schaal Covergestaltung Silke Braun Coverbilder Freepik: Handydarstellung © Zlatko Plamenov Satz E-Book weiss.design / zienke.design, Stefan Zienke Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek: Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.dnb.de abrufbar. ISBN 978-3-8421-0837-0 6. Auflage 2022 © Rheinwerk Verlag GmbH, Bonn 2022 Vierfarben ist eine Marke des Rheinwerk Verlags. www.rheinwerk-verlag.de
Inhalt Inhalt Kapitel 1: Start mit dem Android-Smartphone ................ 13 Frisch ausgepackt ...................................................................................................... 14 Die Bedienelemente eines Android-Smartphones .......................................... 15 Das Android-Smartphone zum ersten Mal starten ......................................... 17 Das Smartphone auf dem neuesten Stand halten .......................................... 30 Kapitel 2: Das Smartphone einrichten und bedienen ......................................................................................................... 33 Die Oberfläche im Überblick .................................................................................. 33 Frühjahrsputz – überflüssige Extras entfernen ................................................ 43 Die Oberfläche selbst einrichten .......................................................................... 46 Den dunklen Modus verwenden ........................................................................... 48 Ordnung schaffen mit Ordnern ............................................................................ 49 Die Displaysperre einrichten .................................................................................. 49 So bedienen Sie Ihr Android-Smartphone .......................................................... 52 Texte eingeben ........................................................................................................... 53 Copy & Paste ............................................................................................................... 57 Schnellzugriffsleiste und Einstellungsmenü ..................................................... 59 Die Spracheingabe und der Google Assistant ................................................... 64 Apps aus dem Google Play Store installieren .................................................... 68 Eine App suchen und installieren ......................................................................... 69 Eine App per QR-Code installieren ........................................................................ 72 Apps auf dem neuesten Stand halten ................................................................. 74 Inhalte auf dem Smartphone und im Internet suchen .................................. 76 5
Inhalt Kapitel 3: Telefonieren und Kontakte einrichten ............ 79 Die Telefon-App .......................................................................................................... 79 Jemanden anrufen .................................................................................................... 81 Einen Anruf annehmen ........................................................................................... 83 Verpasste Anrufe ....................................................................................................... 85 Das Anrufprotokoll einsehen und löschen ........................................................ 86 Die Mailbox einrichten ............................................................................................ 87 Rufnummernunterdrückung und Anklopfen .................................................... 89 Weitere Konfigurationsoptionen .......................................................................... 90 Ein Headset nutzen ................................................................................................... 91 Kontakte einrichten und verwalten ..................................................................... 93 Einen neuen Kontakt hinzufügen ......................................................................... 95 Verbindung zu einem Kontakt herstellen .......................................................... 96 Das Kontakte-Menü .................................................................................................. 96 Kontakte im Browserinterface ............................................................................... 98 Kontakte importieren ............................................................................................... 99 Klingeltöne und Vibration anpassen ................................................................... 102 Eigene Klingeltöne verwenden ............................................................................. 104 Lautstärkeprofile einrichten ................................................................................... 106 Kapitel 4: Nachrichten senden und empfangen .............. 109 SMS senden und empfangen ................................................................................. 109 Weitere SMS-Optionen ............................................................................................ 111 SMS verwalten ........................................................................................................... 114 WhatsApp – die kostenlose Alternative ............................................................. 115 6
Inhalt Kapitel 5: Online mit dem Android-Smartphone ........... 119 Über WLAN günstig ins Internet ........................................................................... 119 WLAN aktivieren und einrichten ........................................................................... 119 Ein erster Verbindungstest ..................................................................................... 122 Was tun bei Problemen? ......................................................................................... 123 Überall online mit 5G, LTE und Co. ....................................................................... 124 Den mobilen Datenzugang einrichten ................................................................ 127 Den Zugang manuell einrichten ........................................................................... 128 Zwischen Verbindungsarten wechseln ............................................................... 130 Behalten Sie Ihr Datenvolumen im Blick ............................................................ 131 Mit anderen Geräten die Internetverbindung Ihres Smartphones nutzen (Tethering) ............................................................... 132 Im Internet surfen ..................................................................................................... 134 Browsen mit mehreren Tabs .................................................................................. 138 Lesezeichen anlegen und verwalten .................................................................... 139 Lokale Suche auf Webseiten ................................................................................... 140 Webseiten teilen ........................................................................................................ 141 Privat surfen und die Chronik aufrufen .............................................................. 142 Der Google Assistant ................................................................................................ 144 Kapitel 6: E-Mails senden und empfangen ............................ 151 Das Google-Programm Gmail ................................................................................ 151 Gmail im Überblick ................................................................................................... 154 Eine E-Mail schreiben ............................................................................................... 155 E-Mails verwalten, ordnen und sortieren ........................................................... 156 E-Mails über die Website am PC abrufen ........................................................... 158 Einstellungen vornehmen ...................................................................................... 159 Bilder und andere Dokumente an E-Mails anhängen .................................... 160 7
Inhalt Andere E-Mail-Anbieter einrichten: GMX, WEB.DE, Yahoo und Co. ............ 162 E-Mails an Kontakte aus dem Adressbuch schicken ....................................... 165 Signatur und Benachrichtigungston anpassen ................................................ 166 Kapitel 7: Kalender, Termine, Erinnerungen und Co. .................................................................................... 169 Die Kalender-App ....................................................................................................... 169 Der Google-Kalender ................................................................................................ 170 Einen Termin eintragen ........................................................................................... 171 Termine auf dem Smartphone verwalten .......................................................... 173 Die Kalender-App im Detail .................................................................................... 178 Einen Termin mit einer Erinnerung versehen ................................................... 179 Regelmäßige Termine eintragen ........................................................................... 180 Einen neuen Kalender ­erstellen ............................................................................ 181 Aufgaben, Listen und Memos ................................................................................ 184 Kapitel 8: Apps installieren und verwalten ........................... 189 Ein Rundgang durch den Google Play Store ...................................................... 189 Installierte Apps anzeigen und auf Updates prüfen ....................................... 191 Was Apps dürfen ....................................................................................................... 194 Apps suchen ................................................................................................................ 196 Eine App kaufen ......................................................................................................... 198 Eine App erneut installieren ................................................................................... 204 Optionen der Play-Store-App ................................................................................. 206 Apps überprüfen und verwalten ........................................................................... 209 Apps komplett löschen oder zurücksetzen ........................................................ 212 8
Inhalt Kapitel 9: Fotografieren mit dem Android-Smartphone .................................................................................... 215 Ein erstes Foto machen ............................................................................................ 215 Die Kamera-App kennenlernen ............................................................................. 219 Den Blitz einsetzen ................................................................................................... 223 Ein Selbstporträt aufnehmen ................................................................................ 225 360° und Panoramafunktion ................................................................................. 225 HDR-Aufnahmen ....................................................................................................... 227 Nachtaufnahmen anfertigen ................................................................................. 229 Google Lens ................................................................................................................. 230 Darf's eine Linse mehr sein? .................................................................................. 234 Fotos in der Fotos-App anzeigen ........................................................................... 235 Alben erstellen ........................................................................................................... 240 Eine Diashow vorführen .......................................................................................... 243 Fotos bearbeiten ........................................................................................................ 244 Bilder und Alben mit anderen teilen ................................................................... 246 Kapitel 10: Videos aufzeichnen und abspielen ................. 249 Ein Video aufnehmen und wiedergeben ............................................................ 249 Aufnahmen nachbearbeiten .................................................................................. 253 Videos vom Smartphone auf den Computer übertragen .............................. 256 Videos auf YouTube anschauen ............................................................................. 259 Filme im Play Store ausleihen oder kaufen ........................................................ 260 Kapitel 11: Karten und Navigation ................................................. 265 Die Lokalisierung einrichten ................................................................................... 265 Google Maps kennenlernen ................................................................................... 268 Mit Google Maps unterwegs ................................................................................. 275 Navigation – der Routenplaner ............................................................................. 282 9
Inhalt Kapitel 12: Musik und E-Books auf dem Smartphone ............................................................................................... 287 Musik auf das Smartphone übertragen ............................................................. 287 Musik abspielen ......................................................................................................... 290 Musik in der Cloud speichern ................................................................................ 292 Ein Streaming-Abo bei YouTube Music abschließen ....................................... 295 YouTube Music im Überblick .................................................................................. 297 Alternative Streamingdienste nutzen ................................................................. 301 Musik zusammenstellen – Playlists und eigene Radiosender ..................... 303 Radio hören ................................................................................................................. 307 Hörbücher .................................................................................................................... 309 E-Books lesen .............................................................................................................. 310 Kapitel 13: Nützliche Apps und Spiele ....................................... 313 Mit dem Android-Smartphone auf Reisen ......................................................... 313 Praktische Apps für den Alltag .............................................................................. 320 Auf dem Laufenden: Spiegel, Stern und Co. ...................................................... 322 Knobel- und Geschicklichkeitsspiele ................................................................... 324 Abenteuerspiele ......................................................................................................... 325 Google Play Pass – die Spiele-Flatrate ................................................................. 326 Kapitel 14: Sicherheit, Datenschutz und Backup ............ 327 Vor Viren und Trojanern schützen ........................................................................ 327 Lokale Sicherheit: Den Sperrbildschirm einrichten ......................................... 332 Die PIN der SIM-Karte ändern ................................................................................ 336 Android und der Datenschutz ............................................................................... 337 Googles eingebauter Airbag .................................................................................. 340 Eine lokale Datensicherung erstellen .................................................................. 344 10
Inhalt Kontakte und Daten mit dem Google-Konto ­synchronisieren ..................... 346 Den Google-Onlinespeicher nutzen .................................................................... 348 Ihr Android-Smartphone wiederfinden und aus der Ferne sperren ........... 353 Kapitel 15: Die Akkulaufzeit verlängern .................................. 355 Die großen Stromfresser ......................................................................................... 356 Erste Schritte zum Stromsparen ........................................................................... 357 Apps ermitteln, die zu viel Energie verbrauchen .............................................. 360 Kapitel 16: Tipps, Tricks und Fehlerbehebung .................... 365 Das Gerät neu starten .............................................................................................. 365 Tipps und Hilfe in Internetforen finden .............................................................. 371 Hilfe aus der Ferne erhalten ................................................................................... 373 Dokumente vom Smartphone aus drucken ....................................................... 375 Material You - die individuelle Oberfläche ........................................................ 378 Das Benachrichtigungssystem steuern .............................................................. 379 Bluetooth-Hardware verwenden .......................................................................... 380 Stichwortverzeichnis ................................................................................................ 383 11

Kapitel 1 – Start mit dem Android-Smartphone Kapitel 1 Start mit dem Android-Smartphone Sie haben sich ein Android-Smartphone zugelegt oder tragen sich mit dem Gedanken, dies zu tun? Dann ist dieses Buch genau das richtige für Sie, behandelt es doch unabhängig vom Gerätehersteller die aktuelle, für alle gültige Betriebsversion – ganz gleich also, ob es sich um ein Gerät von Samsung, Xiaomi, HTC, LG, Motorola, Medion, Nokia oder OnePlus handelt. Alle modernen »Androiden« bieten mittlerweile eine Rechen- und Grafikpower, die ihresgleichen sucht. Mit der Leistung der Hardware Ihres neuen Telefons hätte man in den Achtzigerjahren bequem ein ganzes Rechenzentrum betreiben können. Ein Android-Smartphone ist eine multimediale eierlegende Wollmilchsau. Ihr Navigationssystem, Ihre Fotoausrüstung, Ihre CD- und Videosammlung – all die lieb gewonnenen Multimedia-Utensilien können in Zukunft zu Hause bleiben, denn sie werden durch Ihren neuen elektronischen Begleiter ersetzt. Aber auch Aufgaben wie Terminplanung, To-do-Listen oder das Bearbeiten von Office-Dokumenten gehören zum Repertoire eines Android-Smartphones. Ein topaktuelles Android-Smartphone aus dem Hause Google mit der puren Android-Oberfläche. 13
Kapitel 1 – Start mit dem Android-Smartphone Frisch ausgepackt YouTube ist voll von sog. Unboxing-Videos, in denen stolze Käufer ihre Smartphones vor laufender Kamera auspacken. Sie haben nun selbst das Vergnügen, Ihr Gerät und das mitgelieferte Zubehör näher in Augenschein zu nehmen. Folgendes ist in der Regel im Lieferumfang enthalten: c b 5 4 a a das Smartphone b ein USB-Ladekabel c ein Ladeadapter für 230-V-Steckdosen, der an das USB-Kabel ­angeschlossen werden kann d ein Stiftwerkzeug zum Einsetzen der SIM-Karte e ggf. ein Adapter, um Daten von Vorgängermodellen zu übertragen 14
Die Bedienelemente eines Android-Smartphones Beachten Sie: Der Lieferumfang kann natürlich von Hersteller zu Hersteller bzw. von Gerät zu Gerät variieren. Bei einigen Geräten liegt ein zusätzliches Headset bei, dafür findet man bei anderen keinen USB-Ladeadapter mehr und muss diesen separat erwerben. ACHTUNG Sicher wollen Sie Ihr gutes Stück so schnell wie möglich in Betrieb nehmen. Aber halt – überstürzen Sie nichts! Entfernen Sie zunächst das Verpackungsmaterial, und laden Sie anschließend Ihr neues Android-Smartphone auf. Laden Sie Ihr Smartphone zuerst vollständig auf! Laden Sie Ihr Gerät zunächst vollständig auf. Näheres dazu entnehmen Sie der Be­ dienungsanleitung. Den Ladezustand kön­ nen Sie durch einen kurzen Druck auf den Ein/Aus-Schalter jederzeit kontrollieren. Aus Gründen der Sicherheit werden Akkus bei elektronischen Geräten, die verschickt werden, stets nur halb aufgeladen. Mit der ersten vollständigen Ladung sorgen Sie zu­ dem dafür, dass die Ladeelektronik korrekt kalibriert wird. Die Bedienelemente eines Android-Smartphones Während des Aufladens können Sie sich schon einmal mit den Knöpfen und Anschlüssen Ihres neuen Smartphones vertraut machen. Folgende Elemente werden Sie in der Regel entdecken (auch hier soll wieder ein SamsungGerät als Muster dienen): 15
Kapitel 1 – Start mit dem Android-Smartphone a b h d c d f g e a Ein/Aus-Schalter b Lautstärkewippe c USB-Anschluss (bei modernen Geräten in USB-C-Form) d Lautsprecher/Mikrofone e Kamera (je nach Modell mit mehreren Linsen, z. B. für Weitwinkel, Superweitwinkel und Tele) f Fingerabdrucksensor g LED-Blitz h Frontkamera Die früher übliche Home-Hardwaretaste ist mittlerweile nur noch bei einigen wenigen älteren Geräten auf der Frontseite im Rahmen zu finden: i Home-Hardwaretaste j Softbutton Zuletzt geöffnete Anwendungen (erscheint bei Bedarf) k Softbutton Zurück (erscheint bei Bedarf) 16 j i k
Das Android-Smartphone zum ersten Mal starten Aktuelle Geräte verfügen hingegen im unteren Bildschirmbereich ausschließlich über sog. Softschaltflächen bzw. -buttons, die l m n die Funktionalitäten Zurück l, m Home und Zuletzt geöffnete Anwendungen n ansprechen. Beachten Sie: Die Reihenfolge der Funktionsschaltflächen ist bei Geräten, die »pures« Android verwenden, im Vergleich zu Samsung-Geräten spiegelbildlich vertauscht. Google geht bei Pixel-Geräten noch weiter und zeigt in der Grundkonfiguration nur noch einen schmalen Strich am unteren Bildrand. Sämtliche Funktionen im System werden hier per Gestensteuerung aufgerufen. Mehr dazu erfahren Sie im Abschnitt »So bedienen Sie Ihr AndroidSmartphone« auf Seite 52. In der aktuellen Android-Version findet man bei einem »puren« Android-­System unten nur noch einen schmalen Balken. Das Android-Smartphone zum ersten Mal starten Nachdem der Akku frisch geladen ist, steht dem ersten Start nichts mehr im Wege. Legen Sie einfach los: 1. Legen Sie nach Anweisung des Herstellers die SIM- a Karte bzw. Micro-SIM-Karte 1 Ihres Providers in den dafür vorgesehenen Einschub. Dazu lassen Sie einen Schlitten 2 mithilfe des Stiftwerkzeugs 3 aus dem Telefon fahren. Bei einigen älteren Model- 2 len ist es hingegen erforderlich, die rückwärtige Abdeckung des Geräts zu entfernen. Einen separaten Akku findet man mittlerweile kaum noch vor – die c Batterie ist in der Regel fest im Gerät verbaut. 17
Kapitel 1 – Start mit dem Android-Smartphone d Es ist nicht zu empfehlen, das Smartphone ohne SIM-Karte in Betrieb zu nehmen, da sonst ggf. einige Funkkanäle für den WLAN-Betrieb nicht freigeschaltet werden. Anhand der eingelegten Karte erkennt das Gerät nämlich, in welchem Land Sie sich befinden, und passt anhand dieser Information die Kanäle, die Systemzeit sowie die Sprache der Oberfläche an. 2. Falls Ihr Gerät über einen Platz für eine externe Micro-SD-Speicherkarte 4 verfügt und Sie eine solche Karte (die nicht im Lieferumfang enthalten ist) bereits erworben haben, können Sie diese Karte nun ebenfalls in den vorgesehenen Einschub einsetzen. Damit erweitern Sie die Speicherkapazität Ihres Smartphones. Allerdings stirbt auch diese Option inzwischen aus. 3. Schieben Sie den Schlitten nun wieder ins Gerät, bzw. befestigen Sie, INFO falls notwendig, bei älteren Geräten wieder den hinteren Gehäusedeckel, und schalten Sie das Gerät durch einen langen Druck auf den Einschaltknopf ein, den Sie auf der rechten Seite des Geräts finden. Mit einer kurzen Vibration bestätigt das Smartphone, dass es eingeschaltet ist. Der Zoo der SIM-Karten Standard-, Micro-, ja sogar Nano-SIM-Karten bevölkern derzeit den Markt. Aktuelle Android-Smartphones benötigen Nano-SIM-Karten. Relativ neu auf dem Markt ist die eSIM. Dabei handelt es sich um ein elektronisches Profil, das vom Provider per Internetverbindung auf das Smartphone übertragen wird und somit die physische Karte ersetzt. Die eSIM wird von den meisten aktuellen OberklasseSmartphones unterstützt. Von links nach rechts: Standard-, Micro- und Nano-SIM 18
Das Android-Smartphone zum ersten Mal starten Der erste Startvorgang (das Booten) des Betriebssystems beansprucht eine gewisse Zeit. Nachdem der Startvorgang abgeschlossen ist, begrüßt Sie der erste Dialog zur Einrichtung und Personalisierung Ihres Smartphones. Jetzt geht es mit den folgenden Schritten weiter. Beachten Sie bitte, dass die Erstkonfigurationsroutine von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich gestaltet sein kann. Die wesentlichen Schritte, die ich hier zeige, werden Sie aber sicher auch auf Ihrem Gerät wiedererkennen. Die Screenshots wurden übrigens auf einem Google-Gerät mit »purem« Android (d. h. ohne herstellerspezifische Anpassungen) erstellt. 1. Bei eingelegter SIM-Karte werden Sie zunächst aufgefordert, die PIN (persönliche Identifikationsnummer) der Karte einzugeben. Folgen Sie der Aufforderung. Die PIN finden Sie im Schreiben Ihres Providers oder auf der Plastikkarte, aus der Sie den SIM-Chip herausgelöst haben. Die PIN lässt sich jederzeit ändern (mehr dazu im Abschnitt »Die PIN der SIM-Karte ändern« ab Seite 336). Bestätigen Sie Ihre Eingabe durch Antippen der Weiter-Schaltfläche 1. b a c d 19
Kapitel 1 – Start mit dem Android-Smartphone 2. Ein Assistent nimmt Sie bei der Ersteinrichtung Ihres Smartphones an die Hand. Im ersten Schritt wählen Sie die Sprache der Benutzeroberfläche aus. Sollten Sie wie empfohlen bereits eine heimische SIM-Karte in das Gerät eingesetzt haben, erfolgt die Auswahl der richtigen Sprache automatisch. Sollte dies bei Ihnen nicht der Fall sein, tippen Sie einfach auf die Zeile mit der Spracheinstellung 2. Über den Menüpunkt Einstellungen für Sehbehinderte 3 können Sie außerdem bereits an dieser Stelle die Displayschrift vergrößern. 3. Durch Betätigen der Schaltfläche Starten 4 gelangen Sie zum eigent­ lichen Einrichtungsdialog, der von Gerät zu Gerät unterschiedlich aussehen kann. 4. Befinden Sie sich in der Nähe eines drahtlosen Netzwerks (WLAN), haben Sie nun die Gelegenheit, sich mit diesem zu verbinden. Dies sollten Sie nach Möglichkeit tun, da Sie nur so wichtige Grundeinstellungen vornehmen können. Tippen Sie den Eintrag an, der dem Namen Ihres Netzes entspricht. Anschließend werden Sie nach Ihrem WLAN-Passwort 5 gefragt, das Sie mithilfe der virtuellen Tastatur eingeben. Experten können sich an dieser Stelle die erweiterten Optionen zum Herstellen der WLAN-Verbindung 6 anzeigen lassen. e 6 20
Das Android-Smartphone zum ersten Mal starten 5. Anschließend erscheint bei einigen Geräten ein Dialog, um die Systemuhrzeit manuell einzustellen. Bereits an dieser Stelle sollte das Telefon aber schon per WLAN eine Verbindung zum Internet aufgebaut haben, sodass die aktuelle Zeit aus dem Netz bezogen wird. Nach erfolgreicher Verbindung wird das Gerät für die Ersteinrichtung vorbereitet. Dabei werden außerdem (falls vorhanden) schon erste Updates für das Android-Betriebssystem im Hintergrund heruntergeladen. 6. Bei manchen Geräten (z. B. Samsung) müssen Sie anschließend die Endbenutzerlizenzvereinbarung des Herstellers bestätigen. Das kennen Sie sicher schon, wenn Sie bereits ein gängiges Computerbetriebssystem (z. B. Windows) selbst installiert haben. Auch verlangen einige Hersteller (ebenfalls Samsung) an dieser Stelle die Einrichtung eines spezifischen Kontos, um das Gerät später einmal im Falle von Verlust oder Diebstahl leichter finden zu können. Es besteht aber die Möglichkeit, die hier geforderten Schritte zu überspringen und später nachzuholen. 7. Nun haben Sie die Gelegenheit, Daten von Ihrem alten Smartphone zu übertragen. Das klappt mittlerweile sogar mit einem iPhone. Dazu müssen Sie die beiden Geräte lediglich mit einem USB-Kabel miteinander verbinden. Ich werde an dieser Stelle aber das Gerät als neues Gerät einrichten und wähle daher den Punkt Nicht kopieren 7. 8. Im nächsten Schritt wird nachgefragt, ob Sie ein bestehendes Google-Konto nutzen möchten. In der Regel verfügen g 21
Kapitel 1 – Start mit dem Android-Smartphone die meisten Android-Nutzer schon über ein Konto bei Google, z. B. wenn sie einen Gmail-Account besitzen. Sie können sich also bereits an dieser Stelle mit den entsprechenden Login-Daten, also Ihrer Gmail-E-MailAdresse und Ihrem Passwort, anmelden. Im vorliegenden Fall habe ich mein Google-Konto bereits mit einer sog. Zwei-Faktor-Authentifizierung versehen, was generell empfehlenswert ist. Dabei wird bei der ersten Anmeldung eine SMS an eine von Ihnen angegebene Telefonnummer geschickt, um Ihre Identität zu prüfen, bzw. muss eine Bestätigung auf einem anderen Gerät (in meinem Fall auf einem iPhone) erfolgen. 8 22 Das Google-Konto ist der Dreh- und Angelpunkt eines Android-Smartphones. Sollten Sie noch kein solches Konto eingerichtet haben, können Sie das an dieser Stelle nachholen, indem Sie auf Konto erstellen 8 tippen. Der Assistent führt Sie dann durch die notwendigen Schritte. Alternativ lässt sich ein Google-Konto auch bequem am PC mithilfe eines Browsers einrichten.
Das Android-Smartphone zum ersten Mal starten 9. Zur Absicherung – falls Ihnen doch einmal das Passwort Ihres GoogleKontos abhandenkommen sollte – haben Sie im folgenden Dialog die Gelegenheit, eine Telefonnummer zu hinterlegen. Dies würde ich Ihnen in jedem Fall empfehlen. Klicken Sie anschließend auf die Schaltfläche Ja, ich stimme zu 9. i 10. Bestätigen Sie im nächsten Schritt Googles Lizenzbedingungen für Android, indem Sie die Schaltfläche Ich stimme zu j antippen. Anschließend werden Sie aufgefordert, einige Dienste zu aktivieren, die für die Nutzung Ihres Smartphones wichtig sind. Über die Schaltfläche Mehr k können Sie sich alle angebotenen Dienste anschauen. Unter anderem haben Sie die Möglichkeit, z. B. die Standortbestimmung zu aktivieren. Vorsichtige Naturen lassen die Finger davon: Schließlich können Sie so jederzeit über Ihr Smartphone lokalisiert werden. Außerdem aktivieren Sie an dieser Stelle auch die automatische Sicherung aller Apps und Einstellungen auf Google Drive l, was in jedem Fall sehr praktisch ist, falls Sie Ihr Smartphone aus irgendwelchen Gründen einmal zurücksetzen müssen (siehe dazu Kapitel 14, »Sicherheit, Datenschutz und Backup«). Schließen Sie diesen Teil der Einrichtung über die Schaltfläche Akzeptieren m ab. 23
Kapitel 1 – Start mit dem Android-Smartphone j m k l 11. Nun gelangen Sie zu einem Dialog, in dem Sie dazu aufgefordert werden, Ihr Gerät zumindest durch eine PIN (persönliche Identifikationsnummer) abzusichern, sodass es nicht durch Unbefugte entsperrt werden kann. Dies sollten Sie auf jeden Fall tun. Geben Sie in dem Dialog eine Ihnen vertraute Zahlenkombination ein, und bestätigen Sie diese im Folgeschritt. 24
Das Android-Smartphone zum ersten Mal starten 12. Sollte Ihr Gerät über einen Fingerabdruck- bzw. Irisscanner verfügen, wird Ihnen im nächsten Dialog angeboten, diesen einzurichten. Diese Prozedur können Sie aber ebenso gut später noch nachholen. 13. Nun erscheint der Dialog zur Einrichtung weiterer Dienste, z. B. des Google Assistant, eines Sprachassistenten. Folgen Sie den Anweisungen des Assistenten, und Ihr Smartphone wird Ihnen in Zukunft aufs Wort gehorchen. Sie können die Einrichtung des Assistants aber auch genauso gut später noch nachholen und an dieser Stelle die Schaltfläche Überspringen antippen. Sie werden an einigen Stellen des Einrichtungsassistenten die Möglichkeit haben, bestimmte Schritte zu überspringen. Im Regelfall ist es sinnvoll, sich gleich während der Ersteinrichtung um die vom Assistenten vorgeschlagenen Punkte zu kümmern, da man diese später im alltäglichen Betrieb leicht aus den Augen verliert. 25
Kapitel 1 – Start mit dem Android-Smartphone 14. Schließlich wird Ihnen die Möglichkeit geboten, Ihr Smartphone im dunklen Modus zu betreiben, was ein Quäntchen mehr Akkulaufzeit verspricht. Aktivieren Sie diese Option, falls gewünscht. 26
Das Android-Smartphone zum ersten Mal starten 15. Der Einrichtungsassistent schließt mit einer Erläuterung der Gesten, mit deren Hilfe Sie künftig das Android-Betriebssystem steuern bzw. den Google Assistant aufrufen. Diese Gesten werde ich Ihnen im nächsten Kapitel noch ausführlich vorstellen. Geschafft! Ihr Android-Smartphone ist nun einsatzbereit und begrüßt Sie mit dem Startbildschirm. Bei der ersten Benutzung tauchen meist noch einige erläuternde Dialoge auf, die Ihnen das Zurechtfinden in der neuen Umgebung erleichtern sollen. Bestätigen Sie diese, indem Sie auf die Dialogschaltfläche OK tippen. Sehen Sie sich nun einmal auf der Oberfläche ein wenig um. Welche Symbole bevölkern bereits den Bildschirm, gelangen Sie durch wischen zu weiteren Bildschirmen? Lassen Sie Ihrer Neugier freien Lauf, Sie können dabei nichts »kaputt machen«. 27
Kapitel 1 – Start mit dem Android-Smartphone Gegebenenfalls lädt Ihr neues Smartphone noch Updates für einige bereits auf dem Gerät befindliche Apps aus dem Internet, wofür sich eine WLANVerbindung anbietet (siehe dazu auch den Kasten »Ersteinrichtung im WLAN« auf Seite 29). Das geschieht alles automatisch im Hintergrund. Sie bemerken es an kleinen unscheinbaren Meldungen in der Statuszeile, dass Apps aktualisiert wurden bzw. ein Update zur Installation bereitsteht. Möchten Sie sich die Meldungen näher anschauen, dann wischen Sie einfach mit dem Finger vom oberen Bildschirmrand in die Mitte des Displays. Der Benachrichtigungsbereich zeigt wichtige Informationen über die laufende Systemaktualisierung. 28
Das Android-Smartphone zum ersten Mal starten INFO Falls ein komplettes Systemupdate angeboten wird, ist auch dies in der Statuszeile ersichtlich. Wie man von solchen Updates profitiert, erfahren Sie im folgenden Abschnitt »Das Smartphone auf dem neuesten Stand halten« ab Seite 30. Ersteinrichtung im WLAN Die erste Einrichtung Ihres Smartphones sollten Sie stets in Verbin­ dung mit dem heimischen WLAN vornehmen. Das geht schneller, und außerdem belasten die notwendigen Datentransfers (z. B. für Updates) nicht unnötig Ihr Onlinebudget. Es empfiehlt sich stets, das Smartphone auf dem aktuellen Stand zu halten. Mehr zur Aktualisierung von Apps erfahren Sie im Abschnitt »Ein Rundgang durch den Google Play Store« ab Seite 189. Nachdem Sie nun Ihr Gerät in Betrieb genommen haben, sehen wir uns nach Möglichkeiten um, wie wir dem guten Stück eine Pause gönnen können. Das Display ist der größte Stromverbraucher, sodass Sie es bei Nichtverwendung tunlichst deaktivieren sollten. Gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Ein kurzer Druck auf den Ein/Aus-Schalter bringt Ihr Telefon in den Standby-Modus bzw. erweckt es wieder. Nach dem Aufwachen ist es in der Grundeinstellung erforderlich, die Bildschirmsperre zu lösen, indem Sie das Sperrsymbol mit aufgelegtem Finger nach oben schieben. Haben Sie während der Einrichtungsprozedur eine andere Sperrfunktion eingerichtet (z. B., falls vorhanden, den Fingerabdruckscanner oder eine PIN), verwenden Sie natürlich diese Methode. 2. Möchten Sie das Gerät komplett ausschalten, halten Sie den Ein/AusSchalter etwas länger gedrückt. In dem Menü, das nun erscheint, wählen Sie die Option, um das Telefon herunterzufahren. Bei einfachen Geräten finden Sie mitunter nur die Optionen Ausschalten und Neustart. Einige Geräte bieten darüber hinaus an dieser Stelle die Option Notfall an. Damit wird die Nummer 112 oder ein zuvor festgelegter Kontakt angerufen. 29
Kapitel 1 – Start mit dem Android-Smartphone Das Smartphone auf dem neuesten Stand halten Nicht jeder hat das Geld, um sich jedes Jahr das allerneueste Smartphone zu leisten. So fragen sich nun sicher die Besitzer älterer Android-Smartphones, ob es Mittel und Wege gibt, dem eigenen Gerät eine Frischzellenkur zu verpassen. Leider sind die Hersteller stets bemüht, ihre allerneueste Hardware unters Volk zu bringen, und betagte Geräte werden oft nur stiefmütterlich behandelt. Dennoch empfiehlt es sich stets, ein neu erworbenes Gerät so lange wie möglich mit den Bordmitteln des Herstellers auf dem aktuellen Stand zu halten. Dies geschieht in der Regel mit sog. Over-Air-Updates, d. h., Sie müssen nichts tun – Ihr Gerät wird sich melden, wenn ein Update zum Download und zur Installation zur Verfügung steht. Sie erkennen das an einer entsprechenden Meldung in der Statusleiste am oberen Bildrand. Durch Antippen der Meldung im Benachrichtigungsbereich werfen Sie schließlich den Updateprozess an. Es empfiehlt sich, ein Update stets über Nacht laufen zu lassen, damit Sie tagsüber nicht auf Ihr Smartphone verzichten müssen. Aktuelle Smartphones werden in regelmäßigen Abständen mit sog. Sicherheits- und Funktionspatches versorgt. 30
INFO Das Smartphone auf dem neuesten Stand halten Sie verwenden eine ältere Android-Version? In jedem Fall können Sie die meisten Inhalte des vorliegenden Bu­ ches, das auf Grundlage von Android 12 geschrieben wurde, auch mit älteren Android-Geräten problemlos nachvollziehen – sogar ohne Systemupdate. Ich habe mich bemüht, einen Großteil der be­ schriebenen Funktionalitäten auf App-Ebene zu beschreiben, und die verwendeten Android-Apps sehen mittlerweile auf jedem Gerät gleich aus. Google ist erfreulicherweise dazu übergegangen, einen Großteil der Betriebssystemfunktionalität direkt in die Apps bzw. Dienste auszu­ lagern. Dadurch ist sichergestellt, dass auch Besitzer älterer Geräte in den Genuss zeitnaher sicherheitskritischer Updates kommen. Damit Sie den maximalen Nutzen aus diesem Buch ziehen können, sollte Ihr Gerät aber mindestens über die Systemversion 9 verfügen. Mit welcher Android-Version Ihr Gerät arbeitet, bringen Sie in der Einstellungen-App im Bereich Über das Telefon E Android-Version in Erfahrung (siehe dazu auch die nachfolgende Abbil­ dung). 31

Kapitel 2 – Das Smartphone einrichten und bedienen Kapitel 2 INFO Das Smartphone einrichten und bedienen »Oberflächlich« betrachtet sehr unterschiedlich Die Optik der Android-Oberflächen ist sehr vielfältig und kann von Hersteller zu Hersteller abweichen. Ich gehe nachfolgend auf die Elemente des schon eingangs erwähnten »puren« Android (auch Vanilla-Android genannt) ein, die man in dieser Form auf Geräten findet, die im Google Play Store erhältlich sind. Die grundsätzliche Anordnung der Bildschirmelemente findet sich aber letztlich bei allen Android-Smartphones, sodass Sie sich nach den folgenden Erläuterungen auch auf Ihrem speziellen Gerät rasch zurechtfinden werden. Das Maskottchen von Android ist ein kleiner Roboter. (Bildquelle: android.com) Die Oberfläche im Überblick Sollten Sie das erste Mal ein Smartphone in der Hand haben, sind Sie vielleicht von der bunten Oberfläche voller Symbole (auch Icons genannt) ein wenig überfordert (siehe dazu die Abbildung auf der folgenden Seite). 33
Kapitel 2 – Das Smartphone einrichten und bedienen Beginnen wir daher mit dem grundlegenden Aufbau. Auf einem »puren« Android-System werden Sie folgende Elemente entdecken: a b a Statusleiste mit wichtigen Informationen rund um das System (von links nach rechts: Uhrzeit, WLAN-Empfang aktiv, Mobilfunknetz, Akku) b Informationsfläche bzw. Widget (hier: Datum und Temperatur) c Verknüpfung zu einer einzelnen App (hier: zur Kalender-App) c d e 6 d Wischen Sie von unten nach oben über das Display, gelangen Sie zu einer Übersicht über alle auf dem Smartphone installierten Programme. Dies ist das sog. App-Menü, das auch Launcher genannt wird. e Schnellzugriffsleiste mit Apps, die auf jedem Home-Bildschirm erscheinen f Google-Suchfeld. Über das Sprachkommando »Ok Google« bzw. »Hey Google« aktivieren Sie hier auch den Google Assistant. g g Indikator für aktivierte Gestensteuerung: Ist dieser waagerechte Strich am unteren Bildrand sichtbar, so können Sie Ihr Smartphone per Wischgeste bedienen. Insbesondere gelangen Sie stets zurück auf den Startbildschirm, wenn Sie von unten her kommend über den schmalen Balken streichen. Bei einigen Geräten bzw. Konfigurationen finden Sie am unteren Bildrand die folgenden speziellen Schaltflächen: h Zurück-Schaltfläche i Home-Schaltfläche bzw. Startbildschirm-Taste j Schaltfläche Zuletzt geöffnete Apps h 34 i j
Die Oberfläche im Überblick Folgende Begriffe sind vielleicht neu für Sie: Home-Bildschirm bzw. Startbildschirm: Darunter versteht man den Bildschirm, auf dem sich die bunten Bildchen und Symbole Ihres Smartphones tummeln. Da ein einziger Bildschirm nicht sonderlich viel Platz auf dem kleinen Display bieten würde, gibt es mehrere: Sie wechseln zwischen den einzelnen Bildschirmen, indem Sie mit einem Finger über das Display von rechts nach links oder umgekehrt wischen. Oft verwende ich im Buch für die Home- oder Startbildschirme auch das Synonym Desktop. Das verdeutlicht die Ähnlichkeit des Smartphones mit dem entsprechenden Bereich auf dem Computer. Einige Geräte verfügen in der Grundkonfiguration nur über einen einzigen Bildschirm. Sobald Sie aber versuchen, mehrere Elemente auf diesem abzulegen, wird bei Platzmangel automatisch ein neuer Bildschirm erzeugt. Apps: Der Begriff »App« ist die Kurzform von Application. Früher nannte man so etwas einfach »Programm«. Apps sind also Programme auf dem Smartphone und damit ein ganz entscheidender Teil dessen, was das Smartphone so universell einsetzbar und »smart« im Sinne von »intelligent« macht. Wo finden Sie die Apps, die auf Ihrem Android-Smartphone installiert sind? Wischen Sie dazu einmal mit gedrücktem Finger vom unteren Drittel des Displays nach oben. Dadurch landen Sie im Bereich aller installierten Apps – im App-Menü bzw. Launcher. Um vom Launcher wieder zurück auf den Homebildschirm zu gelangen, wischen Sie mit gedrücktem Finger vom oberen Drittel des Displays nach unten. Der Launcher zeigt alle auf Ihrem Smartphone installierten Apps. In der oberen Reihe tauchen diejenigen Apps auf, die Sie zuletzt verwendet haben. 35
Kapitel 2 – Das Smartphone einrichten und bedienen Lassen Sie uns nun einmal eine App starten, um mehr über die Bedienung Ihres Smartphones zu erfahren. Dazu bietet sich die Telefon-App an, die bei jedem Android-Gerät auf dem Startbildschirm zu finden ist. Sie erkennen sie am Telefonhörersymbol. Tippen Sie das Symbol kurz an, und die App wird gestartet. Möchten Sie die App wieder verlassen, so wischen Sie per Finger vom unteren Displayrand nach oben. Diese Geste ersetzt die HomeTaste bei älteren Geräten bzw. Android-Versionen. Insbesondere ältere Geräte sind über drei Schaltflächen am unteren Rand des Displays zu bedienen. Sie sind bei einigen Exemplaren ständig als Softbuttons präsent, bei anderen müssen sie erst durch Überstreichen zum Vorschein gebracht werden. Auch bei topaktuellen Android-Smartphones lassen sich die drei Schaltflächen durch eine Systemeinstellung wieder zum Vorschein bringen, falls Ihnen diese Art der Bedienung eher zusagt als die Gestensteuerung. b 1 3 Die Steuerung über die klassischen Schaltflächen wird von Android-Veteranen bevorzugt. Die Tasten haben folgende Funktionalitäten: Home-Taste 1: Mit ihr gelangen Sie aus jeder Situation wieder zurück auf den Startbildschirm. Sie können sich auf Ihrem Smartphone also praktisch nicht verlaufen. Die Home-Taste ist auf älteren Samsung-Geräten als echte physikalische Taste realisiert (siehe dazu auch den Abschnitt »Die Bedien­elemente eines Android-Smartphones« ab Seite 15), während man bei jüngeren Samsung-Modellen sowie auf »puren« Android-Geräten – also Geräten, die Google selbst herstellt bzw. fertigen lässt – eine virtuelle Schaltfläche vorfindet. Die Home-Taste befindet sich stets in der Mitte im unteren Bereich Ihres Smartphones. Bei einigen Geräten ist in dieser Taste außerdem der Fingerabdruckscanner untergebracht. Samsung hat sogar bei seinem Flaggschiff Galaxy den Fingerabdruck komplett als Ultraschallsensor im Display integriert. 36
Die Oberfläche im Überblick Zurück-Taste 2: Mit ihr bewegen Sie sich aus einem Untermenü einer App jeweils um einen Schritt zurück. Wenn Sie sich bereits im Hauptmenü der App befinden, beenden Sie die App durch Betätigen der ZurückTaste. Zuletzt geöffnete Anwendungen 3: Damit rufen Sie eine Liste aller unlängst von Ihnen geöffneten Anwendungen auf, um bequem per Wischgeste zwischen ihnen wechseln zu können. Das ist in etwa zu vergleichen mit dem Wechsel zwischen Fenstern von verschiedenen Programmen auf einem PC. INFO Wie bereits erwähnt, treten die FunktionsVerschaffen Sie sich einen tasten in den aktuellen Android-Versionen Überblick über die Anwendungen, die Sie zuletzt verzunehmend in den Hintergrund und werwendet haben. den durch eine Kombination aus Gestensteuerung und kontextabhängigen Tasten innerhalb der Apps ersetzt. Die Gestensteuerung lässt sich über die Einstellungen im Bereich System E Gesten und Bewegungen E Systemsteuerung ­aktivieren bzw. zugunsten der drei üblichen Schaltflächen deaktivieren. Durch Antippen des Zahnradsymbols 1 auf Seite 38 können Sie in diesem Menü auch die Touchscreen-Empfindlichkeit für die Wischgeste Zurück nach Ihren persönlichen Vorlieben anpassen. Position der Tasten bei Samsung-Smartphones Im Vergleich zu den Tasten in der »puren« Android-Version, die Sie beispielsweise bei Google-Geräten finden, hat Samsung die Posi­ tionen der Tasten Zurück und Zuletzt geöffnete Anwendungen vertauscht. 37
Kapitel 2 – Das Smartphone einrichten und bedienen a Mithilfe der Gestensteuerung führen Sie folgende Aktionen durch: * Vom unteren Bildschirmrand über die Linie nach oben wischen: zum Home-Bildschirm wechseln (vergleichbar mit der Home-Schaltfläche). * Mit gedrücktem Finger über die Linie halb nach oben wischen: die zuletzt verwendeten Apps anzeigen und zwischen diesen wechseln (vergleichbar mit der Taste Zuletzt geöffnete Anwendungen). * Mit gedrücktem Finger waagerecht vom rechten oder linken Bildschirmrand zur Mitte wischen: eine Ebene in einer App zurück wechseln (vergleichbar mit der Zurück-Taste). Während die Geste ausgeführt wird, erscheint ein kleiner Pfeil 2 auf dem Display. Beim Surfen im Internet ersetzt die Wischgeste die Zurück-Schaltfläche im Browser. 38 b
Die Oberfläche im Überblick Wie bereits oben erläutert, wechseln Sie durch eine Wischgeste auf dem Bildschirm von unten nach oben in den Bereich aller installierten Apps. Sämtliche der nachfolgend im Buch beschriebenen Aktionen können Sie sowohl per Gestensteuerung als auch über die klassischen Android-Schaltflächen nachvollziehen. Sollte es bei der einen oder anderen Methode zu Besonderheiten kommen, werde ich das entsprechend erwähnen. Genug der Erklärungen, Zeit für einige praktische Übungen: 1. Wechseln Sie vom Startbildschirm auf einen anderen Home-Bildschirm, indem Sie nach links oder rechts wischen, und sehen Sie sich an, womit Ihr Hersteller die anderen Home-Bildschirme bestückt hat. Achtung: Sollten Sie ein Google-Gerät verwenden, finden Sie in der Standardkonfiguration nur einen einzigen Home-Bildschirm vor. Wenn Sie jedoch eines der darauf befindlichen Symbole mit gedrücktem Finger nach ganz rechts oder links verschieben, wird ein neuer Bildschirm geöffnet. Der Positionsanzeiger – ein dünner Strich oberhalb der App-Symbole 1 – zeigt Ihnen, auf welchem Desktop Sie sich gerade befinden. c a 2. Halten Sie einen Finger länger auf dem Hintergrundbild gedrückt. Nun erscheint das Startbildschirm-Kontextmenü mit den Punkten Startbildschirm-Einstellungen, Widgets und Designs und Hintergründe. In diesen drei Untermenüs können Sie nun nach Belieben Ihren Startbildschirm konfigurieren, den Hintergrund ändern oder Ihre Oberfläche mit Widgets ausstaffieren. 39
Kapitel 2 – Das Smartphone einrichten und bedienen b Je nach Hersteller finden Sie in der Grundkonfiguration einen oder mehrere Startbildschirme vor. Meist befindet sich an der Stelle des äußerst linken Startbildschirms ein Nachrichtenüberblick, bei Samsung-Geräten ist dies der upday- bzw. Bixby-Nachrichtenkanal. Bei Google-Geräten erscheint nach der Konfiguration der Google Assistant-Überblick 2. Sie wechseln zwischen den einzelnen Bildschirmen, indem Sie von links nach rechts und umgekehrt wischen. e d 3. Tippen Sie im Startbildschirm-Kontextmenü auf die Schaltfläche Widgets 3, und wählen Sie beispielsweise die Analoguhr 4 durch langes Antippen aus. Diese kann nun auf einen Bildschirm Ihrer Wahl gezogen werden 5, falls dort genügend Platz für das Widget ist. 4. Um einen neuen Home-Bildschirm zu den bereits bestehenden hinzuzufügen, müssen Sie lediglich ein Widget oder eine App-Verknüpfung hinter den letzten Home-Bildschirm ziehen. Weitere Funktionen der Oberfläche verbergen sich hinter der Statusleiste am oberen Displayrand. Diese sehen wir uns nun näher an: 40
Die Oberfläche im Überblick 1. Ziehen Sie mit gedrücktem Finger die Statusleiste ein Stück herunter. Zunächst erscheint ein erweiterter Bereich, der ggf. Statusmeldungen von Apps bzw. vom Betriebssystem enthält. Im Beispiel erkennen Sie, dass eine Mail auf meinem Gmail-Konto eingegangen ist. 2. Die im Statusbereich erscheinenden Meldungen können Sie durch eine einfache Wischgeste nach links entfernen. Möchten Sie alle Benachrichtigungen löschen, dann begeben Sie sich per Wischgeste ans Ende der Meldungen und tippen dort die Schaltfläche Alle löschen 1 an. b a Tauchen wir nun noch einmal etwas tiefer in den Statusbereich ab: c 3. Tippen Sie die Statusleiste am oberen Bildrand in INFO der Mitte an 2, und ziehen Sie den Finger dabei d ein kleines Stück nach unten. Nun erscheinen die sog. Schnellschaltflächen 3. Mit diesen können Sie gezielt die wichtigsten Funktionen Ihres Smartphones aktivieren oder deaktivieren, ohne gleich bis in die Tiefen der Einstellungen-App hinabsteigen zu müssen. Wir werden uns im Abschnitt »Schnellzugriffsleiste und Einstellungsmenü« ab Seite 59 noch ausführlicher mit den Schnellschaltflächen beschäftigen. Wie viele Home-Bildschirme dürfen’s denn sein? Sie können Ihrer Oberfläche beliebig viele Home-Bildschirme hinzu­ fügen. Das Ganze kann natürlich bisweilen unübersichtlich werden, aber keine Angst: Ziehen Sie überflüssige leere Home-Bildschirme einfach in der Übersichtsansicht aus dem Displaybereich nach oben heraus, und schon sind sie verschwunden. Bei aktuellen AndroidGeräten werden Home-Bildschirme automatisch entfernt, wenn diese frei von App-Verknüpfungen und Widgets sind. 41
Kapitel 2 – Das Smartphone einrichten und bedienen 4. Um Zugriff auf sämtliche Schnellschaltflächen zu erhalten, ziehen Sie nun das Feld am kleinen Balkensymbol 4 noch etwas herunter. Dadurch erscheint das erweiterte Menü. 5. Begeben Sie sich jetzt durch Antippen der Schaltfläche Einstellungen 5 in weitere Menüebenen Ihres Smartphones. Der Einstellungsbereich ist der Dreh- und Angelpunkt, wenn es um die Konfiguration Ihres Android-Geräts geht. Wischen Sie einmal mit dem Finger in dem Menü der Einstellungen hoch und runter, um sich einen ersten Eindruck von der Vielfalt der Einstellungsmöglichkeiten zu verschaffen. Schauen Sie sich ruhig auch einmal durch Antippen das ein oder andere Untermenü an. e 6. Verlassen Sie schließlich den Einstellungsbereich durch mehrfaches Durchführen der Zurück-Geste (Wischen über dem Bildschirm vom Rand zur Mitte) bzw. per Home-Geste (Wischen vom unteren Bildrand nach oben). Sollten Sie die alternative Steuerung über die Schaltflächen am unteren Bildrand aktiviert haben, dann betätigen Sie die ­Zurück-Taste mehrfach oder einmalig die Home-Taste. 42
Frühjahrsputz – überflüssige Extras entfernen TIPP Damit wäre unser erster Rundgang durch die Oberfläche beendet. Besonders schnell zur Schnelleinstellungsübersicht wechseln Sie gelangen ohne zweimaliges Wischen direkt mit einer Fingerbe­ wegung zu allen Schnelleinstellungen, wenn Sie mit zwei Fingern parallel von der Statusleiste aus herunterwischen. Frühjahrsputz – überflüssige Extras entfernen TIPP Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich bin nicht begeistert, wenn mir jemand vorschreibt, wie ich mein Heim einrichten soll. Das ist mir Grund genug, die vorhandenen Home-Bildschirme von allen vorkonfigurierten Extras zu säubern. Keine Angst: Es handelt sich dabei um App-Verknüpfungen und sog. Widgets, die Sie bei Bedarf jederzeit wieder auf die Home-Bildschirme zurückbefördern können. App-Icons und Widgets Auf den Home-Bildschirmen werden lediglich Verknüpfungen zu den Apps (Icons) oder Informationsfelder von Apps (Widgets) abge­ legt, nicht jedoch die eigentlichen Programme (Apps). Wenn Sie den Home-Bildschirm säubern, werden die mit den Icons und Widgets verknüpften Apps nicht gelöscht. Umgekehrt verschwindet ein Icon oder Widget automatisch vom Startbildschirm, wenn die zugehöri­ ge App deinstalliert wird. Los geht’s mit dem Frühjahrsputz auf der Oberfläche! 1. Tippen Sie nacheinander auf jedes unerwünschte Element auf der Startseite und den übrigen Home-Bildschirmen, und ziehen Sie es mit gedrücktem Finger nach oben auf den Bereich mit der Bezeichnung Entfernen 1. Das Objekt verschwindet nach dem Loslassen von Ihrem Bildschirm. 43
Kapitel 2 – Das Smartphone einrichten und bedienen a a b Bei Apps, die Sie nachträglich installiert haben, können Sie an dieser Stelle auch die Option Deinstallieren 2 auswählen, um die Apps komplett vom Smartphone zu entfernen. Auch die Fix-Icons (Telefon, Messages [Nachrichten] etc., auch Favoriten genannt) am unteren Bildschirmrand können Sie entfernen und durch neue ersetzen. Lassen Sie uns den Desktop auch noch mit einem neuen Hintergrundbild versehen, etwa mit dem Live-Hintergrund eines Küstenbildes, bei dem sich die Wellen am Strand brechen. 2. Halten Sie den Finger auf einem leeren Bereich der Oberfläche gedrückt, und wählen Sie im erscheinenden Startbildschirm-Kontextmenü den Punkt Designs und Hintergründe. 3. Wählen Sie aus der Hintergrundbildgalerie, der Fotogalerie oder aus dem Bereich Lebendiges Universum (Letzterer erscheint nur bei Goo­ gle-Geräten) einen neuen Hintergrund aus. Sollte sich der Hintergrund noch nicht auf dem Smartphone befinden, so müssen Sie ihn zunächst über die Download-Schaltfläche 3 herunterladen. Bestätigen Sie Ihre Auswahl mit dem kleinen Häkchen 4. 44
Frühjahrsputz – überflüssige Extras entfernen 5 c d 4. Entscheiden Sie abschließend, ob der Hintergrund nur für den Startbild- TIPP schirm oder für den Start- und Sperrbildschirm 5 verwendet werden soll. Eigene Bilder als Hintergrund wählen Selbstverständlich können Sie auch eigene Bilder für den Hinter­ grund auswählen. Dazu müssen sich diese in der Galerie- bzw. Fotos-App befinden. Den Umgang mit diesen Apps lernen Sie im Ab­ schnitt »Fotos in der FotosApp anzeigen« ab Seite 235. Wenn Ihnen der AndroidHintergrund auf Dauer zu langweilig ist, wählen Sie ein eigenes Bild als Hintergrund. Die eigenen Bilder finden Sie im Auswahlmenü zum Hintergrund im Bereich »Meine Fotos«. 45
Kapitel 2 – Das Smartphone einrichten und bedienen Die Oberfläche selbst einrichten Nachdem Sie nun aufgeräumt haben, ist es an der Zeit, alle Apps auf die Home-Bildschirme zu befördern, die Sie aller Voraussicht nach häufiger verwenden werden. Doch wo finden Sie sie? 1. Führen Sie auf Ihrem Display eine Wischgeste vom unteren Drittel nach oben aus. Dadurch gelangen Sie in den Bereich aller auf Ihrem Smartphone installierten Apps. Bei älteren Android-Versionen tippen Sie zum gleichen Zweck die App-MenüSchaltfläche (Drawer genannt) an 1. Wer auf diese Schaltfläche nicht verzichten mag, der kann sie zumindest bei Samsung-Geräten über die Einstellungen im Menü Anzeige E Startbildschirm E AppSchaltfläche zum Vorschein bringen. 2. Halten Sie in der App-Übersicht einen Finger über einer App gedrückt, und verschieben Sie sie auf die freie Fläche eines beliebigen Home-Bildschirms. Wenn Sie anschließend den Finger loslassen, wird eine Verknüpfung zur App auf dem Screen abgelegt (nicht die App selbst!). Auf die gleiche Weise können Sie natürlich auch Widgets auf den Home-Bildschirmen ablegen. Sie gelangen zu den Widgets, wie bereits oben beschrieben, indem Sie einen Finger eine Weile auf dem Hintergrundbild ruhen lassen. a 46
INFO Die Oberfläche selbst einrichten Lassen Sie sich nicht durch das Kontextmenü irritieren! In den aktuellen Android-Versionen erscheint stets ein Kontextme­ nü, wenn man mit dem Finger auf eine App-Verknüpfung tippt. Las­ sen Sie sich dadurch nicht irritieren: Sobald Sie den aufgelegten Finger bewegen, erscheint eine Übersicht der Home-Bildschirme, und Sie kön­ nen das App-Icon an der gewünsch­ ten Stelle ablegen. TIPP Auf aktuellen Systemen stört bisweilen das Kontextmenü. App-Vorschläge am unteren Bildschirm anzeigen lassen Wenn Sie häufig zwischen Apps hin- und herspringen, dann bietet sich eine Einstellung an, um einfacher zwischen den zuletzt be­ nutzten Apps zu wechseln: Tippen Sie länger auf eine freie Stelle des Homescreens, und wählen Sie den Kontextmenüpunkt Startbildschirm-Einstellungen. Tippen Sie anschließend auf den Punkt Vorschläge, und aktivieren Sie den Schalter Vorschläge auf Startbildschirm. Daraufhin erscheint eine Extraleiste im unteren Bildschirm­ bereich, in der Ihre meistverwendeten Apps zu sehen sind. Die Symbole dort haben einen ringförmigen Rand und ändern sich ständig – je nachdem, wie häufig Sie eine App verwenden. 47
Kapitel 2 – Das Smartphone einrichten und bedienen Den dunklen Modus verwenden Mittlerweile bieten alle modernen Betriebssysteme einen dunklen Modus (engl. Dark Mode) zur Darstellung der Inhalte an. Dieser empfiehlt sich in zwei Situationen: * In dunklen Umgebungen, z. B. am Abend, ist der dunkle Modus deutlich augenschonender. * Der Akku wird im dunklen Modus geschont, da die Darstellung von hellen Displayelementen den Energieverbrauch in die Höhe treibt. Sie aktivieren den dunklen Darstellungsmodus folgendermaßen: 1. Begeben Sie sich in den Einstellungen in den Bereich Display. 2. Aktivieren Sie den Schalter bei Dunkles Design. Außerdem haben Sie in diesem Menübereich die Möglichkeit, die Darstellung Nachtlicht zu aktivieren. Dabei werden Blautöne stark reduziert, und das Display erscheint gelblich. Der Vorteil ist, dass Sie auf diese Weise kurz vor dem Zubettgehen »beruhigt« werden und besser einschlafen können. 48
Die Displaysperre einrichten Ordnung schaffen mit Ordnern Mit der Zeit werden die Home-Bildschirme recht unübersichtlich, wenn zu viele Icons auf ihnen liegen. Der Trick: Legen Sie die Icons in Ordnern ab. 1. Halten Sie einen Finger auf einer App(-Verknüpfung) gedrückt, die sich auf dem Home-Bildschirm befindet, und ziehen Sie diese App auf eine andere, die zum Thema passt. Dadurch werden die Apps automatisch in einen Ordner gruppiert. Sie können z. B. die Apps YouTube Music und Google Play Filme in einem Ordner namens Unterhaltung zusammenfassen. 2. Geben Sie dem Ordner einen prägnanten Namen, indem Sie auf Name bearbeiten tippen und den Eintrag überschreiben (im Beispiel mit dem Namen Unterhaltung). Ziehen Sie anschließend die Icons der Apps, die in demselben Ordner enthalten sein sollen, in ihn hinein. 3. Um auf eine App zuzugreifen, die sich in einem Ordner befindet, tippen Sie den Ordner einfach an. Darauf »entfalten« sich alle Apps, und Sie können die gewünschte App durch Antippen starten. Die Displaysperre einrichten Wenn Sie Ihr Android-Smartphone durch einen kurzen Druck auf den Ein/ Aus-Schalter in den Standby-Modus versetzen und es anschließend wieder aufwecken, landen Sie auf dem Sperrbildschirm. Um diesen zu verlassen, streichen Sie normalerweise einfach von unten nach oben über das Display. Das ist natürlich kein wirkliches Hindernis für einen Dieb, der Ihnen 49
Kapitel 2 – Das Smartphone einrichten und bedienen das Gerät gestohlen hat. Bereits während der Einrichtungsprozedur Ihres Smartphones wurden Sie dazu aufgefordert, mindestens einen PIN-Code als Schutz einzurichten. Haben Sie diesen Schritt seinerzeit übersprungen, so können Sie ihn folgendermaßen über das Einstellungsmenü nachholen: 1. Ziehen Sie die Statusleiste mit zwei Fingern herunter, und tippen Sie auf das dort sichtbare kleine Zahnradsymbol. Alternativ können Sie auch die App Einstellungen aus dem App-Menü bzw. Launcher starten. 2. Wechseln Sie in das Menü Sicherheit, und tippen Sie im Unterbereich Gerätesicherheit auf den Punkt Displaysperre 1. Hier können Sie u. a. einen PIN-Code 2 einrichten, wie in den folgenden Abbildungen zu sehen ist, oder bei einigen Geräten das Entsperren des Smartphones per Blick in die Frontkamera (Face Unlock) konfigurieren. Die meisten Geräte beherrschen mittlerweile die Entsperrung per Fingerabdruck (Google Imprint bei Pixel-Geräten), einige sogar per Irisscan. Man spricht in diesem Zusammenhang von einer biometrischen Sicherung. Wir werden uns in Kapitel 14, »Sicherheit, Datenschutz und Backup«, noch ausführlicher mit dem Thema Sicherheit und der Displaysperre beschäftigen. b a 3. Auf Android-Smartphones werden wichtige Informationen automatisch auf dem Sperrbildschirm angezeigt. Diese sog. Sperrbildschirm- bzw. Lockscreen-Widgets präsentieren aktuelle Meldungen (z. B. entgangene 50
Die Displaysperre einrichten Anrufe, eingegangene Nachrichten oder Mails), ohne dass das Gerät dafür entsperrt werden müsste. Stellen Sie daher abschließend noch ein, ob Sie Nachrichten auf dem Sperrbildschirm erhalten möchten oder nicht 3 und ob diese ggf. gefiltert werden sollen. So können etwa vertrauliche Nachrichten ausgeblendet werden 4. c d 5 c INFO Einige Apps gestatten es, direkt zu ihnen zu wechseln, indem man die entsprechende Benachrichtigung 5 antippt. Die Meldungen entfernen Sie aus dem Display, indem Sie sie einfach mit dem Finger »hinauswischen«. Der Benachrichtigungsbereich Wenn Sie mit dem Finger von der Statusleiste nach unten wischen, öffnet sich der Benachrichtigungsbereich des Android-Systems. Die Benachrichtigungen sind dort in zwei Gruppen aufgeteilt: Benachrichtigungen und Lautlos. Bei Letz­ teren bleibt Ihr Handy stumm, wenn eine neue Benachrichtigung eingeht. Sie können das Benachrichtigungssys­ tem Ihren Vorlieben entsprechend anpas­ sen, indem Sie die Schaltfläche Verwalten f 6 antippen. 51
Kapitel 2 – Das Smartphone einrichten und bedienen So bedienen Sie Ihr Android-Smartphone Die Oberfläche und ihre Elemente haben Sie bereits kennengelernt. Jetzt geht es darum, Ihre Kenntnisse zur Bedienung Ihres Smartphones zu erweitern. Hier sind noch einmal die wichtigsten Grundregeln: * Apps, Widgets, Menüpunkte, also einfach alles, was als Symbol auf dem Bildschirm liegt, starten Sie durch Antippen. * Sie gelangen mit der Zurück-Geste bzw. Zurück-Schaltfläche stets eine Ebene zurück oder verlassen damit ggf. auch eine gestartete App. * Sollten Sie sich einmal komplett »verfahren« haben: Eine Wischgeste von unten nach oben bzw. ein kurzer Druck auf den Home-Button bzw. die virtuelle Home-Schaltfläche genügt, und Sie landen auf dem zuletzt verwendeten Home-Bildschirm. Sie möchten schnell zu einer kürzlich gestarteten Anwendung zurückwechseln? Führen Sie eine Wischgeste mit gedrücktem Finger von unten bis zur Hälfte des Displays durch, und belassen Sie den Finger dort auf dem Display. Alternativ gilt bei der Steuerung per Schaltflächen: Tippen Sie auf die Schaltfläche Zuletzt geöffnete Anwendungen. Sie erhalten eine Übersicht über alle Apps, die im Hintergrund schlummern und die Sie durch seitliches Wischen durchblättern können. Tippen Sie eine App in der Übersicht an, wird sie erneut in den Vordergrund geholt und kann benutzt werden. Möchten Sie eine App aus der Übersicht endgültig entfernen bzw. beenden, halten Sie den Finger über der Anwendung gedrückt und ziehen sie (je nach Hersteller) entweder nach oben oder seitlich aus dem Bildschirm heraus. Möchten Sie alle Apps, die Sie zwischenzeitlich gestartet hatten, auf einen Streich beenden, wischen Sie in der Übersicht ganz nach links (bei einigen Herstellern ganz nach unten) und tippen dort auf Alle Apps schließen 1. Aufgrund des guten Speichermanagements aktueller Systeme ist es allerdings im Prinzip nicht mehr nötig, alle Apps auf einmal zu beenden. Dieses Vorgehen hat sich aber beispielsweise dann bewährt, wenn das Smartphone sehr schnell an Akkukapazität verliert und man die dafür »verantwortliche« App nicht auf die Schnelle ausmachen kann. 52
Texte eingeben 1 Die Übersicht der zuletzt geöffneten Anwendungen wird auch »Multitasking-Menü« genannt. Sie können hier durch einfaches Antippen der Vorschaubilder von App zu App springen. Blitzschnell zwischen Apps wechseln Auch wenn Sie mit dem Finger über den dünnen Strich am unteren Bildrand nach rechts bzw. links wischen, können Sie zwischen den zuletzt geöffneten Apps hin- und herwechseln. Texte eingeben Sie haben die virtuelle Tastatur bereits bei der Einrichtung Ihres AndroidSmartphones kennengelernt. Schauen wir uns das gute Stück einmal näher an. Dazu werden wir auch unsere erste App aus dem App-Menü starten. 1. Wechseln Sie in das App-Menü, und starten Sie die universelle Notiz­ zettel-App Google Notizen mit einem Fingertipp. 53
Kapitel 2 – Das Smartphone einrichten und bedienen Bei einigen Geräten mag die Google-Notizen-App nicht vorinstalliert sein. Verwenden Sie an ihrer Stelle eine beliebige andere App, die es ermöglicht, Texte einzugeben. 2. Wechseln Sie in das Hauptmenü von Google Notizen, und erstellen Sie durch das Antippen der Plusschaltfläche Notiz schreiben 1 eine neue Notiz. a Nachdem Sie einige Buchstaben eingegeben haben, erscheinen Wortvorschläge über der Tastatur. Sie können einen Wortvorschlag jederzeit durch Antippen des Wortes 2 in den Text übernehmen. Dadurch erhöht sich Ihre Tippgeschwindigkeit beträchtlich. Auch falsch getroffene Tasten erkennt das System zuverlässig und liefert Korrekturvorschläge. c b d d f 54
Texte eingeben 3. Schreiben Sie Umlaute und Sonderzeichen, indem Sie den Finger länger auf dem entsprechenden Grundbuchstaben platzieren 3. Für ein ä halten Sie z. B. das a länger gedrückt. Das ß erreichen Sie durch längeren Druck auf die Taste s. Auf die gleiche Weise gelangen Sie in der Standard-Google-Tastatur durch einen längeren Druck auf q, w, e, r, t usw. zu den Ziffern 1, 2, 3, 4 etc. 4. Für Sonder- bzw. Satzzeichen tippen Sie auf die Taste ?123 4. Sie gelangen dann zu einem speziellen Layout für Sonderzeichen. Dieses verlassen Sie wieder durch Antippen der Schaltfläche ABC 5. g e 5. Auch den berühmten Emojis hat man eine eigene Seite gewidmet, die Sie erreichen, wenn Sie die Emoji-Schaltfläche 6 etwas länger antippen. Praktisch ist hier die Möglichkeit, durch die Eingabe eines Begriffs in das Suchfeld 7 ein bestimmtes Emoji zu suchen. 6. Wer es bei Chats besonders theatralisch mag, der kann an dieser Stelle auch ein animiertes GIF-Bild nutzen. Die GIF-Auswahl nebst Suchmaske erreichen Sie durch Antippen des Menüpunkts GIF 8. 7. Sie können Ihre virtuelle Tastatur auch jederzeit feinkonfigurieren. Dazu wechseln Sie in die Einstellungen Ihres Smartphones und begeben sich in das Menü System E Sprachen & Eingabe und dort in die Rubrik Bildschirmtastatur 9. Wählen Sie im erscheinenden Menü diejenige Tastatur aus, die Sie konfigurieren möchten – etwa Gboard j. Hier können Sie auch im Handumdrehen die zu verwendenden Eingabesprachen k festlegen, nach Wunsch ändern und beispielsweise die Autokorrektur l gezielt beeinflussen. h 55
Kapitel 2 – Das Smartphone einrichten und bedienen k i l m j Mit der original Google-Tastatur Gboard können Sie Wörter auch per Wischgeste über die Tastatur schreiben. Dazu rufen Sie Bildschirmtastatur E Gboard auf, wählen den Menüpunkt Glide Typing m und aktivieren den entsprechenden Schalter n. Anschließend können Sie zum Schreiben mit dem Finger von Buchstabe zu Buchstabe wischen. Sie brauchen dabei nicht auf Groß- und Kleinschreibung zu achten – das intelligente Wörterbuch des Android-Systems erkennt die Wörter automatisch. Diese Technik nennt sich übrigens Swypen. o Bei der Eingabemethode Swypen wischen Sie von Buchstabe zu Buchstabe. Das System erkennt anhand der Strichzugfolge das Wort. Die Diktierfunktion ist mittlerweile auch schon einigermaßen ausgereift, ab und zu gibt es aber noch Probleme mit der Groß- und Kleinschreibung. 56 n
Copy & Paste TIPP Wer es noch bequemer haben möchte, der kann Texte auch direkt diktieren. Tippen Sie dazu auf das Mikrofonsymbol o am oberen rechten Rand der Tastatur. Genehmigen Sie der App den Zugriff auf das Mikrofon (Bei Nutzung der App), und sprechen Sie munter drauflos. Das Gesprochene wird nun unmittelbar in Text umgewandelt. Alternative Tastaturen Alternative Tastaturen bieten oft andere Möglichkeiten als die Standardsystemtastatur. Mein persönlicher Favorit ist SwiftKey von Microsoft, eine Tastatur mit nahezu hellseherischen Fähigkeiten in puncto Wortvorhersage. Ein tolles Feature ist die Möglichkeit, den mit der Zeit angesammelten persönlichen Wortschatz mithilfe ei­ nes persönlichen Kontos im Internet (in der sog. Cloud) zu verknüp­ fen – das ist in der Regel Ihr Microsoft-Konto. Dadurch passt sich die App immer besser Ihrem individuellen Schreibstil an. Sie finden Tastatur-Apps im Google Play Store (siehe dazu auch den Abschnitt »Apps aus dem Google Play Store installieren« ab Seite 68). a Die SwiftKey-Tastatur verfügt auch über die Möglichkeit der Spracheingabe. Zur Aktivierung tippt man etwas länger auf die kleine MikrofonSchaltfläche 1 links neben der Leertaste. Copy & Paste Es ist nicht nur bei Verfasserinnen und Verfassern unrühmlicher Doktorarbeiten in Mode: das Kopieren und Einfügen von Text. Hier eine Anleitung für Ihr Smartphone: 57
Kapitel 2 – Das Smartphone einrichten und bedienen 1. Doppeltippen Sie auf eine Stelle im Text, sodass zwei kleine Markierungen 1 erscheinen. Diese können Sie durch Verschieben mit dem Finger am Anfang und am Ende des zu kopierenden Textes positionieren. Das buchstabengenaue Positionieren wird dabei durch eine virtuelle Lupe erleichtert. 2. Tippen Sie nun auf die Schaltfläche Kopieren 2. b a c 3. Wechseln Sie an die Stelle, an der der zu kopierende Text eingefügt werden soll. Das kann durchaus auch eine andere Anwendung sein. Tippen Sie dazu einfach die gewünschte Stelle an. 4. Fügen Sie den Text mit der Schaltfläche Einfügen 3 an dem entsprechenden Ort ein. TIPP In ganz ähnlicher Weise positionieren Sie den Cursor durch Antippen der gewünschten Stelle und können ihn buchstabengenau mithilfe der gerade erwähnten Lupenfunktion verschieben. 58 Intelligente Textanalyse Google hat in Android ein nettes Feature in die Textauswahl ein­ gebaut: Wenn Sie eine Telefonnummer oder eine Adresse in einem Text auswählen (siehe die Schrittanleitung oben), haben Sie die Möglichkeit, die entsprechende Nummer über die Telefon-App an­ zurufen bzw. die Adresse in Google Maps darzustellen.
Schnellzugriffsleiste und Einstellungsmenü Schnellzugriffsleiste und Einstellungsmenü Im Vergleich zum iPhone verfügt Ihr Android-Smartphone über schier unglaubliche Konfigurationsmöglichkeiten. Das kann für den Profi ein Segen sein, für den Einsteiger aber auch ein Fluch. Die Bereiche Einstellungen bzw. Schnelleinstellungen erreichen Sie, wie der Name vermuten lässt, auf direktem Wege. Ziehen Sie einfach die Statusleiste mit einem Finger herunter. Im oberen Bildschirmbereich finden Sie die wichtigsten Schnelleinstellungen. Alle Schaltflächen bringen Sie zum Vorschein, indem Sie das Feld mithilfe des kleinen Balkensymbols 1 weiter nach unten ziehen. a Mit den nun sichtbaren Schaltflächen können Sie bestimmte Funktionalitäten sofort konfigurieren. Die Art und die Reihenfolge der Schaltflächen können je nach Hersteller abweichen, ggf. müssen Sie auch nach links oder rechts wischen, um weitere Optionen zum Vorschein zu bringen. Im vorliegenden Fall finden Sie folgende Schaltflächen bzw. Regler: b Helligkeitsregelung c WLAN-Empfang aktivieren bzw. deaktivieren. Die Schaltfläche ist mit dem Namen des aktuell genutzten Netzes beschriftet. d Bluetooth-Empfang aktivieren bzw. deaktivieren e keine Unterbrechungen zulassen f Blitz-LED als Taschenlampe nutzen (falls vorhanden) g automatische Displayrotation deaktivieren bzw. wieder aktivieren h Energiesparmodus aktivieren: Diese Option verlängert die Laufzeit Ihres Smartphones. i Mobile-Daten-Modus aktivieren bzw. deaktivieren j Flugmodus aktivieren bzw. deaktivieren k Nachtlicht: Stellt das Display auf einen warmen Farbton um, der augenfreundlich bei umgebender Dunkelheit ist. 59
Kapitel 2 – Das Smartphone einrichten und bedienen l Start einer Bildschirmaufnahme. Damit können Sie bei Problemen kleine Videos von Ihrer Oberfläche anfertigen, um sich Hilfe von Experten zu holen. m Nearby Share (Tausch von Dateien über eine kurze Distanz) n Akku teilen mit Peripheriegeräten o Bearbeitung des Schnellschaltflächen-Menüs p Wechsel zu den Einstellungen b e h i j c k d f l n g m o p Sehen wir uns nun aber noch einmal das Einstellungsmenü etwas genauer an (in den beiden Abbildungen wird es in Auswahl gezeigt). Wechseln Sie dazu durch Antippen des Zahnradsymbols p in den Einstellungsbereich Ihres Smartphones. Ich stelle Ihnen die Optionen nach Relevanz vor, also in der Reihenfolge, in der diese für viele von Ihnen wichtig sein könnten. * Ganz oben befindet sich eine Suchmaske, um bestimmte Einstellungen ausfindig zu machen. Diese Funktion nutze ich persönlich sehr häufig. Direkt darunter erscheinen ggf. Vorschläge für Konfigurationsaktionen, die Sie noch nicht durchgeführt haben, oder Statusberichte. 60
Schnellzugriffsleiste und Einstellungsmenü * Im Bereich Netzwerk & Internet legen Sie fest, auf welche Weise Ihr Gerät mit der Umwelt kommunizieren soll. Ob per WLAN, LTE oder 5G: Alles, was Datentransfers anbelangt, stellen Sie in diesem Bereich ein. * Verbundene Geräte: In diesem Bereich dreht sich alles um Kurzstreckenfunkverbindungen. Zum Beispiel können Sie hier den Bluetooth-Chip oder den NFC-Chip aktivieren bzw. deaktivieren. Aber auch das Streamen von Videos oder Bildern per Chromecast-Stick auf Ihr Fernsehgerät wird hier konfiguriert. * Apps : An dieser Stelle legen Sie u. a. fest, welche Apps als Standardanwendung für welche Dokumenttypen gelten sollen * Benachrichtigungen: Hier legen Sie fest, welche Benachrichtigungen Apps an das System senden dürfen. * Digital Wellbeing & Jugendschutzeinstellungen: Digital Wellbeing bedeutet sinngemäß übersetzt »Digitales Wohlbefinden«. Damit ist gemeint, dass Ihr Smartphone Ihr Nutzungsverhalten kritisch verfolgt und Sie von Zeit zu Zeit daran erinnert, Pausen einzulegen. Auch die Jugendschutzeinstellungen können an dieser Stelle angepasst werden, falls Sie einmal dem Nachwuchs Ihr Smartphone kurzzeitig überlassen möchten. 61
Kapitel 2 – Das Smartphone einrichten und bedienen * Akku: Hier dreht sich alles rund um den Energiespeicher Ihres Smartphones. Unter anderem kann an dieser Stelle die Anzeige der verbleibenden Restkapazität als Prozentwert in der Statusleiste aktiviert werden. * Speicher: Die aktuelle Android-Version verfügt über ein exzellentes intelligentes Speichermanagement. Hier erfahren Sie u. a., wo sich Speicherfresser auf Ihrem Gerät befinden. Das intelligente Speichermanagement sollte hier in jedem Fall aktiviert werden. * Ton & Vibration: Über diesen Bereich personalisieren Sie die Tonausgabe Ihres Smartphones. So können Sie Ihr Gerät mit einem passenden Klingelton ausstatten. Aber auch die Medienlautstärke und der Vibrations­ alarm kann in diesem Bereich angepasst werden. * Display: An dieser Stelle lässt sich die Displayhelligkeit, aber auch die Zeit bis zur automatischen Aktivierung des Standby-Modus einstellen. Letzteres geschieht im Untermenü Erweitert. * Designs & Hintergünde: Hier können Sie zwischen verschiedenen Design­ formen auswählen. Diese verschaffen Ihrem Smartphone einen personalisierten, ganzheitlichen Look. * Bedienungshilfen: Dieser Bereich hilft Menschen mit einem Handicap, besser mit ihrem Smartphone zurechtzukommen. Sehbehinderte Personen können sich beispielsweise automatisch Bildschirminhalte vorlesen oder die Schriftgröße der Menüs deutlich vergrößert darstellen lassen. Hier finden Sie u. a. auch die Option für Talkback. Damit werden Elemente des Displays vorgelesen. * Sicherheit: In diesem Unterbereich dreht sich alles um die Absicherung Ihres Geräts. Unter anderem können Sie hier die Displaysperre konfigurieren oder den aktuellen Stand der Sicherheitsupdates einsehen. * Datenschutz: Hier können Sie sowohl die Berechtigungen der auf dem Gerät installierten Apps einsehen und feinjustieren als auch die »Geschwätzigkeit« des Systems im Zaum halten. * Standort: In diesem Untermenü können Sie prüfen, welche Apps in letzter Zeit Zugriff auf die Standortbestimmung hatten. Dadurch lässt sich ungewolltes Positionstracking verhindern. 62
Schnellzugriffsleiste und Einstellungsmenü * In der Rubrik Konten können Sie alle Ihre Onlinekonten (Accounts), z. B. das Google-Konto, bequem verwalten. * Google: Hier erhalten Sie direkten Zugriff auf Ihr Google-Konto und die damit verbundenen Dienste. So können Sie in einem entsprechenden Untermenü die Genauigkeit der Lokalisierungsfunktion festlegen, um Ihr Gerät im Verlustfall besser aufspüren zu können. * Im Untermenü System finden Sie die Möglichkeit, Datum und Uhrzeit einzustellen. Auch zusätzliche Sprachpakete lassen sich über diesen Unterbereich installieren. * Über das Telefon: In diesem Bereich sehen Sie, welche Android-Version auf Ihrem Smartphone installiert ist. * Tipps und Support: Dies ist ein Link zum Dokumentations- und Hilfesystem von Android, das von Google online zur Verfügung gestellt wird. TIPP Ich werde im jeweiligen thematischen Zusammenhang noch auf die wichtigsten Funktionen eingehen. Für den Moment genügt es, wenn Sie wissen, in welchen Bereichen sich die einzelnen Optionen verstecken. Bestimmte Einstellungen suchen und finden Innerhalb der Einstellungen können Sie über das Suchsym­ bol (die Lupe) gezielt nach Kon­ figurationsmöglichkeiten im Einstellungsmenü suchen. Der Suchbegriff darf hier auch relativ ungenau sein bzw. aus wenigen Buchstaben bestehen, denn das System macht bereits während der Eingabe entsprechende Vor­ schläge. Sie müssen sich nicht für jede Funktion, die Sie aktivieren oder deaktivieren wollen, umständlich durch die Tiefen der Einstellungen-App hangeln. Um beispielsweise Bluetooth oder WLAN auf die Schnelle zu aktivieren bzw. zu 63
Kapitel 2 – Das Smartphone einrichten und bedienen TIPP deaktivieren, ziehen Sie einfach die Statusleiste herunter und tippen das entsprechende Symbol länger an. Sie gelangen dadurch gleich in das entsprechende Menü. Auch der Flugzeugmodus, in dem Ihr Gerät kaum Energie verbraucht, lässt sich hier recht schnell aktivieren. Schnellschaltflächen konfigurieren Im Schnellschaltflächen-Bereich finden Sie die Option Bearbeiten in Form eines Stiftsymbols 1. Wenn Sie diese Schaltfläche antippen, gelangen Sie in ein Menü, in dem Sie die aktiven Schaltflächen Ihren Vorstellungen gemäß anordnen können. Außerdem finden Sie hier noch eine Reihe weiterer Schaltflächen, die weitere Funktionen be­ reithalten. Halten Sie zur Umordnung von Schaltflächen den Finger über dem gewünschten Symbol gedrückt, und verschieben Sie es an die gewünschte Stelle. Die Symbole, die ganz oben angeordnet sind, erscheinen dann sofort beim einmaligen Antippen und Herunterziehen der Statusleiste. Sym­ bole, die Sie nicht benötigen, ziehen Sie entsprechend weiter nach unten. a Die Spracheingabe und der Google Assistant Erinnern Sie sich an die Serie Raumschiff Enterprise (später Star Trek), in der u. a. Mr. Spock mit dem Computer spricht? Das ist mit Ihrem Android- 64
Die Spracheingabe und der Google Assistant Smartphone längst Realität geworden. Mehr noch: Der integrierte Google Assistant verknüpft dabei in geschickter Weise kontextabhängig Informationen; ja, er kann teilweise sogar hellsehen, wie in den Beispielen weiter unten und im Abschnitt »Der Google Assistant« ab Seite 144 noch deutlich wird. Um in den Genuss des kompletten Funktionsumfangs der Spracherkennung zu kommen, sind zuvor einige weitere Konfigurationsschritte notwendig. Im Normalfall haben Sie grundlegende Schritte bereits bei der Ersteinrichtung Ihres Smartphones vorgenommen. Mit den folgenden Schritten können Sie Ihre Ersteinrichtung aber noch einmal überprüfen bzw. nachholen. 1. Begeben Sie sich in den Bereich der Einstellungen, und suchen Sie dort mithilfe der Suchmaske nach dem Stichwort »Assistant«. Tippen Sie anschließend auf den Treffer Assistant-Einstellungen 1. 2. Lassen Sie uns als Erstes den Assistant auf Ihre Stimme trainieren. Tippen Sie zu diesem Zweck auf das Feld Voice Match 2. a b 65
Kapitel 2 – Das Smartphone einrichten und bedienen Sie werden nun Schritt für Schritt durch eine Einrichtungsprozedur geführt, bei der der Assistent lernt, auf Ihre Stimme beim Stichwort Hey Google zu reagieren. Sollten Sie bereits ein Android-Smartphone mit Google-Konto besessen haben, so können Sie im Verlauf der Einrichtung auch das bisher registrierte Sprachprofil übernehmen. Im Hinblick auf den Datenschutz sollten Sie sich überlegen, ob es notwendig ist, Ihre Audioaufnahmen in der Google Cloud zu speichern. Darüber hinaus können Sie das Sprachmodell jederzeit neu trainieren. 66
Die Spracheingabe und der Google Assistant c 3. Sie haben nach der Einrichtung drei Möglichkeiten, den Google Assistant zu starten: Entweder sprechen d Sie direkt das Kommando »Hey Google« bzw. »OK Google« in Ihr Smartphone, oder Sie tippen Sie auf das Google-Assistant-Feld 3 am rechten Rand des Google-Such-Widgets auf dem Home-Bildschirm. Neu in Android 12 ist eine Wischgeste von der rechten bzw. linken unteren Display-Ecke nach oben, um den Goo­ gle Assistant damit zu starten. Ob diese Möglichkeit auch bei Ihnen vorhanden ist, erkennen Sie an den kleinen Kurvenbögen 4 am unteren Displayrand. 4. Testen Sie den Google Assistant, indem Sie ihm die Frage »Hey Google! Was kannst du?« stellen. Sie erhalten eine Übersicht über die wichtigsten Kommandos. Wischen Sie mit dem Finger etwas hin und her, um einen Überblick zu erhalten. 5. Wenn Sie das Entdecken-Symbol 5 antippen, werden einige Anwen- dungsbeispiele aufgelistet. Probieren Sie diese ruhig einmal aus. e 67
Kapitel 2 – Das Smartphone einrichten und bedienen Mithilfe des Google Assistants lassen sich Tagesroutinen erstellen. Weitere Infos und Beispiele für die Anwendung des Google Assistants finden Sie, wie gesagt, im Abschnitt »Der Google Assistant« ab Seite 144. Apps aus dem Google Play Store installieren Apps sind die Bausteine, mit deren Hilfe Sie aus Ihrem Smartphone die sprichwörtliche »eierlegende Wollmilchsau« machen können: Kleine Programme oder Applikationen, kurz Apps genannt, erweitern die Möglichkeiten Ihres Minicomputers in nie gekannter Weise. Dieser und die folgenden Abschnitte sind Handreichungen, damit Sie die kleinen digitalen Freunde im Handumdrehen auf Ihr Android-Smartphone befördern. Die zentrale Anlaufstelle für Apps ist der Google Play Store. Sie gelangen in den Play Store, indem Sie das entsprechende Icon im App-Menü antippen. In der Standardeinstellung der meisten Android-Smartphones ist oft be68
Eine App suchen und installieren reits ein Verknüpfungssymbol zum Play Store auf Ihrem Home-Bildschirm vorhanden. Bevor Sie den Play Store aufrufen, sollten Sie natürlich sicherstellen, dass Sie auch mit dem Internet verbunden sind (siehe dazu auch Kapitel 5, »Online mit dem Android-Smartphone«). Sehen Sie sich zunächst einmal in Ruhe im Play Store um. Es gibt dort viel zu entdecken. Wir werden uns später, in Kapitel 8, »Apps installieren und verwalten«, noch sehr ausführlich dem Play Store widmen. An dieser Stelle genügt es zu wissen, wie Sie eine App suchen, installieren und ggf. aktualisieren. Die im Folgenden vorgestellten Apps sind kostenlos, erfordern also noch keine Einrichtung von Googles Bezahlsystem. Dies wird ebenfalls später erläutert. Eine App suchen und installieren Beginnen wir damit, die vielleicht wichtigste App für Ihr künftiges Leben im Android-Kosmos zu installieren: einen Virenscanner. Ja, Sie haben richtig gelesen – auch auf Googles Smartphone-Betriebssystem spielen die fiesen kleinen digitalen Schädlinge mittlerweile eine ernst zu nehmende Rolle. Sie sollten daher einen Virenscanner installieren. Einen sehr guten Ruf genießt Bitdefender Antivirus Free. Sie installieren ihn folgendermaßen: 1. Starten Sie die App Google Play, und geben Sie per Tastatur in das Suchfeld 1 »bitdefender free« ein. Wählen Sie in der nun erscheinenden Liste den Eintrag Bitdefender Antivirus Free. a 69
Kapitel 2 – Das Smartphone einrichten und bedienen Auf dem folgenden Bildschirm erfahren Sie mehr über die Eigenschaften der App. 2. Tippen Sie auf die Schaltfläche Installieren 2. Bei älteren Android- Versionen werden nun die von der App eingeforderten Berechtigungen aufgelistet, die zu bestätigen sind. In der aktuellsten Version geschieht die Berechtigungsprüfung später beim ersten Start der App bzw. beim Zugriff auf die gewünschte Systemfunktion. c b 3. Betätigen Sie nach der Installation die Schaltfläche Öffnen 3. Daraufhin wird die App gestartet. Beim ersten Start bzw. Zugriff durchlaufen Sie einen Assistenten, der Sie mit den Möglichkeiten der App vertraut macht. Bestätigen Sie am Ende die Nutzungsbedingungen. 4. Führen Sie nach dem Start der App einen ersten Scann des Systems durch, indem Sie die Schaltfläche Scan starten 4 antippen. Bestätigen Sie anschließend die eingeforderte Berechtigung (Zugriff auf den Gerätespeicher) durch Antippen der Schaltfläche Zulassen 5. Nach erfolgtem Scan erhalten Sie eine entsprechende Statusmeldung. Verlassen Sie die App per Wischgeste oder Home-Schaltfläche. Der Scanner verrichtet von nun an unauffällig im Hintergrund seinen Dienst und schützt Sie vor digitalen Schädlingen aus dem Internet. Ein kleines Symbol in Form des Buchstabens B im Statusbereich zeigt, dass der Scanner aktiv ist. Wer mehr Komfort wünscht, sollte sich einmal die kostenpflichtige werbefreie Version von Bitdefender anschauen. 70
Eine App suchen und installieren e INFO d Google Play Protect – der eingebaute Airbag Die aktuelle Play-Store-App ist mit einem eingebauten Virenscanner ausgestattet, der Drittanbieterlösungen dann überflüssig macht, wenn nur Apps aus dem Play Store installiert werden. Mittels Play Protect werden Apps vor der Instal­ lation gescannt und auf digitales Ungeziefer hin überprüft. Play Protect kann im Play Store über das gleichna­ mige Menü aktiviert werden bzw. ist in der Standardkonfiguration bereits aktiviert. Google Play Protect kann helfen, Sie vor schädlichen Viren zu schützen. 71
Kapitel 2 – Das Smartphone einrichten und bedienen Eine App per QR-Code installieren Sie haben sich sicher auch schon mal über diese merkwürdigen zerfransten schwarz-weißen Quadrate gewundert, die öfter z. B. auf Plakaten zu sehen sind, oder Sie sind beim Durchblättern des vorliegenden Buches bereits auf sie gestoßen. Dabei handelt es sich um sog. QR-Codes (oder Tags). Ihre Aufgabe besteht im Folgenden darin, eine App auf Ihrem Android-Smartphone zu installieren, die in der Lage ist, die QR-Codes in lesbare Informationen umzuwandeln. Dazu installieren Sie die Scanner-App QR & Barcode Scanner von TeaCapps. 1. Suchen Sie im Play Store in der Rubrik Apps nach dem Begriff »qr scanner«, und installieren Sie die Scanner-App QR & Barcode Scanner (Deutsch) von TeaCapps. Die werbefinanzierte Version ist kostenlos. Mit dieser App sind Sie nun bestens ausgerüstet, um die im Buch vorgestellten Apps per Knopfdruck zu installieren. Ein Test gefällig? 2. Starten Sie den Barcode-Scanner nach der Installation. Tippen Sie auf die Schaltfläche Mit der Kamera scannen 1, und erlauben Sie anschließend, dass auf die Kamera zugegriffen werden darf (Bei Nutzung der App 2). b a 72
Eine App per QR-Code installieren 3. Scannen Sie nun den Barcode hier am Seitenrand ein. 4. Ist Ihnen der erste Scan geglückt (um es gleich zu verraten: Ihnen wird dann zu Ihrer ersten QR-Code-Entschlüsselung gratuliert), scannen Sie doch auch noch den folgenden QR-Code ein, der auf dieser Seite abgebildet ist. Hinter diesem QR-Code verbirgt sich ein Link zu der App Google Übersetzer im Google Play Store. Hierbei handelt es sich um eine beliebte App zur Textübersetzung. 5. Tippen Sie anschließend auf die Schaltfläche URL öffnen 3 bzw. direkt auf den entschlüsselten Link. Sie werden nun per Play-Store-Browser zur entsprechenden App im Store geleitet. Google Übersetzer d c INFO 6. Installieren Sie die App über die Schaltfläche Installieren 4. QR-Code und Textunterschrift im Buch Hier im Buch ist außer dem QR-Code auch immer der Name der App abgedruckt. So können Sie sie manuell im Play Store suchen, falls der Hersteller den Link kurzfristig ändern und der Scanner-Link da­ durch ins Leere laufen sollte. 73
Kapitel 2 – Das Smartphone einrichten und bedienen Apps auf dem neuesten Stand halten Ebenso wichtig wie die Installation eines Virenscanners ist die Aktualisierung Ihrer Apps in regelmäßigen Abständen. Sie werden gelegentlich durch eine Meldung in der Statusleiste informiert, wenn aktualisierbare Apps im Google Play Store vorliegen. Sie können aber auch einstellen, dass diese Apps automatisch aktualisiert werden. Das bietet sich vor allem dann an, wenn Sie die Aktualisierung über das heimische WLAN vornehmen. 1. Starten Sie die Play-Store-App, und begeben Sie sich durch Antippen Ihres Konto-Symbolbilds 1 in das Menü der Play Store App. Sollten Sie noch kein Profilfoto für Ihr Google-Konto angefertigt haben, so erscheint anstelle eines Fotos eine kreisförmige Schaltfläche mit Ihren Initialen. a 2. Begeben Sie sich im nun folgenden Dialogfenster in den Bereich Einstellungen 2, und wählen Sie hier den Punkt Allgemein. Halten Sie Ausschau nach dem Menüpunkt Apps automatisch aktualisieren 3. Hier sollte als Option Automatische App-Updates nur über WLAN zulassen stehen. Alternativ lassen sich die automatischen Updates an dieser Stelle auch ganz deaktivieren – die beste Wahl für vorsichtige Naturen. Sollten Sie die automatischen Updates ganz deaktiviert haben, empfiehlt es sich, von Zeit zu Zeit einmal nachzuschauen, ob für Apps Aktualisierungen vorliegen. Sie erhalten in diesem Fall auch eine Benachrichtigung in der Statuszeile. Gehen Sie folgendermaßen vor, um Apps manuell zu aktualisieren: 74 b
Apps auf dem neuesten Stand halten c 3. Ziehen Sie die Statusleiste herunter, und tippen Sie auf die Updatemeldung 4. Alternativ: Begeben Sie sich durch Antippen des Kontosymbols neben dem Mikrofonsymbol ins Menü der Play-Store-App, und tippen Sie dort den Punkt Meine Apps und Spiele an. Es erscheint eine Übersicht über alle Apps, die auf Ihrem Smartphone installiert sind. Ganz oben in der Liste stehen Apps, für die Aktualisierungen bereitstehen. Dahinter sehen Sie das Schlüsselwort Aktualisieren 5. d f e 75
Kapitel 2 – Das Smartphone einrichten und bedienen 4. Sie können nun die aktualisierbaren Apps entweder selektiv durch An- TIPP tippen auf den neuesten Stand bringen oder aber den Punkt Alle aktualisieren 6 wählen, was wesentlich komfortabler ist. Generell empfehle ich Ihnen allerdings, es bei der automatischen Aktualisierung, die voreingestellt ist, zu belassen. App-Icons nicht automatisch auf den Startbildschirm bringen Etwas lästig ist die Tatsache, dass für neu installierte Apps automa­ tisch eine Verknüpfung auf dem Home-Bildschirm angelegt wird. Das führt dazu, dass dieser rasch überfrachtet wird. Die Lösung: Tippen Sie etwas länger auf eine freie Stelle des Startbildschirms, und begeben Sie sich in das Menü Startbildschirm-Einstellungen. Deaktivieren Sie hier den Schalter Symbol zum Startbildschirm hinzufügen. Inhalte auf dem Smartphone und im Internet suchen In diesem letzten Abschnitt der grundlegenden Einführung in Ihr Android-­ Smartphone beschäftigen wir uns mit der Möglichkeit, Inhalte auf dem Smartphone, aber auch im Internet zu finden. Dazu verwenden Sie am einfachsten das vorinstallierte Google-Such-Widget auf der Startseite, das mit einer echten Android-Spezialität verknüpft ist: dem Google Assistant. Sie haben den Assistant ja bereits im Abschnitt »Die Spracheingabe und der Google Assistant« ab Seite 64 kennengelernt. Im Folgenden geht es um die reine Suchfunktion. 76
Inhalte auf dem Smartphone und im Internet suchen Standardmäßig ist diese Funktion so voreingestellt, dass Inhalte sowohl auf Ihrem Smartphone als auch im Internet gesucht werden. Möchten Sie z. B. auf die Schnelle eine App suchen, die sich in den Tiefen des Anwendungsmenüs verbirgt, so geben Sie einige Anfangsbuchstaben der App an, und schon wird sie in einer Auswahlliste angezeigt. INFO Per Google-Suche können Sie sowohl den Inhalt Ihres Smartphones als auch die Weiten des Webs durchsuchen. Im vorliegenden Fall wird nach der ­QR-Scanner-App gesucht. Suche innerhalb von Apps In der Standardkonfiguration funktioniert die Suche per Google Assistant auch innerhalb von Apps oder Dokumenten bzw. Medien, die sich auf Ihrem Smartphone befinden, etwa mit den Kontakten aus Ihrer Kontaktsammlung oder mit Musikstücken aus Ihrer Musik­ sammlung. Um festzulegen, was alles durchsucht werden soll, kön­ nen Sie zunächst in den Einstellun­ gen nach dem Begriff »AssistantEinstellungen« suchen und im Menü Personalisierung definieren. Hier muss die Schaltfläche Persönliche Ergebnisse aktiviert sein. 77

Kapitel 3 – Telefonieren und Kontakte einrichten Kapitel 3 Telefonieren und Kontakte einrichten Wer hätte das gedacht: Sie können mit Ihrem Android-Smartphone sogar telefonieren. Man verzeihe mir an dieser Stelle den ironischen Unterton – Fakt ist, dass ein Smartphone mittlerweile nur noch einen Bruchteil der Zeit für die ursprüngliche Aufgabe eines Handys genutzt wird. Trotzdem sollten Sie natürlich wissen, wie Sie mit Ihrem Gerät telefonieren. Die Telefon-App Der Weg zur eingebauten Telefoniefunktion führt über das entsprechende Symbol 1 in der Leiste der Hauptanwendungen bzw. aus dem App-Menü. a Die Leiste der Hauptanwendungen befindet sich am unteren Displayrand. Auf der Startseite der Telefon-App erscheinen die Kontakte, mit denen Sie häufig kommunizieren. 79
Kapitel 3 – Telefonieren und Kontakte einrichten Nach dem Antippen der Tastatur-Schaltfläche 2 öffnet sich die gewöhnliche Telefontastatur auf Ihrem Display. Hier können Sie nun eine beliebige Nummer per Hand eintippen und wie gewohnt telefonieren. Sollte die Nummer bereits in Ihrem Kontaktverzeichnis gespeichert sein, erscheinen nach der Eingabe der ersten b Ziffern Kontakte zur Auswahl, deren Telefonnummer mit den eingegebenen Ziffern beginnt. Auf den Bildern unten sehen Sie die Telefon-App beim Tätigen eines Anrufs sowie die Elemente und Schaltflächen, die Sie dabei benutzen können: Die App zum Telefonieren nach dem ersten Start. Rufnummern werden nach Eingabe der ersten Ziffern mit den Kontakten verglichen. e f c d 8 i g j 80
Jemanden anrufen c Mikrofon ausschalten (falls Sie einer Person in der Nähe etwas mitteilen möchten, was der Angerufene nicht erfahren soll) d zum Wahlbereich (Tastatur) wechseln e Freisprech-Lautsprecher aktivieren bzw. deaktivieren Ist der Anruf aufgebaut (siehe die rechte Abbildung auf Seite 80 unten), erscheinen weitere Informations- bzw. Schaltflächen: f aktuelle Anrufdauer g ins Kontaktverzeichnis wechseln und einen weiteren Kontakt anrufen h Videoanruf einleiten (falls von Gegenstelle unterstützt) i Anruf halten j Anruf beenden Die Verwendung des Telefonmenüs ist selbsterklärend – jeder, der schon mit einem Handy telefoniert hat, wird auf Anhieb mit der App klarkommen. Jemanden anrufen Ein Anruf kann ganz klassisch, aber auch unterstützt durch die Suchfunktion vorgenommen werden: 1. Geben Sie eine Telefonnummer über die Tastatur ein. Alternativ können Sie über das Suchfeld 1 einen Namen oder ein Suchwort eingeben. Dazu muss allerdings zunächst der Telefon-App der Zugriff auf Ihre Kontakte sowie die Standortbestimmung über die Schaltfläche Erlauben 2 gewährt werden. Möchten Sie häufiger eine Telefonnummer über die Standortbestimmung nutzen, so empfiehlt es sich, im folgenden Dialog die Option Bei Nutzung der App 3 auszuwählen. Dadurch werden Ihre Kontakte durchsucht. Falls Sie mit dem Internet verbunden sind und die Lokalisierungsfunktion in den Einstellungen der Telefon-App aktiviert wurde, funktioniert das sogar mit Suchabfragen wie »Pizzeria«. Es werden dann alle in der Nähe befindlichen Pizze- 81
Kapitel 3 – Telefonieren und Kontakte einrichten rien aufgelistet, und Sie können einen Anruf schnell durch Antippen des Eintrags aufbauen. a b c 1. Falls Sie eine Nummer per Tastatur eingegeben haben, tippen Sie auf das grüne Feld mit dem Hörer 4. Dadurch wird der Anruf aufgebaut. d 2. Zum Beenden des Anrufs tippen Sie auf das Feld mit dem rot unterlegten Hörer (siehe dazu die Abbildung auf Seite 80 unten). Die rote Farbe signalisiert eine aktive Verbindung bzw. einen Verbindungsaufbau. 82
TIPP Einen Anruf annehmen Günstig per Messenger telefonieren Nahezu alle Messenger-Programme (Google Meet, WhatsApp, Sig­ nal, Telegram) gestatten es, mit anderen Nutzern sog. Voice over IP-Telefonate (VoIP-Telefonate) zu führen, also Telefonate über das Internet. Im Fall von WhatsApp begeben Sie sich dazu in den Bereich Anrufe und starten einen Anruf zu einem Kontakt, der ebenfalls WhatsApp nutzt. Videoanrufe sind ebenfalls möglich. Mehr zu diesem universellen Messen­ ger erfahren Sie im Abschnitt »WhatsApp – die kostenlose Al­ ternative« ab Seite 115. Einen Anruf annehmen Auch die Entgegennahme eines Anrufs ist kein Hexenwerk: 1. Wenn ein Anruf im Normalbetrieb eingeht, erhalten Sie eine entsprechende Meldung im Bereich der Statusleiste. Um den Anruf entgegenzunehmen, tippen Sie auf das Feld 2 Annehmen 1. Sie gelangen auch durch Antippen der Statusmeldung 2 direkt in die Telefon-App. 2. Wenn Sie den Anruf hingegen abweisen möchten, tippen Sie auf das Feld Ablehnen 3 im Statusbereich. c a 3. Befinden Sie sich in der Telefon-App oder wurde das Telefon aus dem Standby-Modus geweckt, wischen Sie das Hörersymbol 4 zum Annehmen eines Anrufs nach oben. 83
Kapitel 3 – Telefonieren und Kontakte einrichten e d f Zum Abweisen wischen Sie das Hörersymbol nach unten. Achtung: Diese Vorgehensweise kann von Gerät zu Gerät unterschiedlich sein. Sollten Sie über ein zweites Telefon verfügen, rufen Sie sich ggf. selbst einmal vor einem »echten« Telefonat an und probieren aus, wie es auf Ihrem Gerät funktioniert. 4. Alternativ können Sie den Anruf auch mit einer vorgefertigten Nachricht abweisen (z. B. Ich rufe später zurück). Dazu tippen Sie einfach das Textsymbol Antworten 5 an. 5. Nun erscheint ein Feld, in dem Sie bereits einige vorgefertigte Texte sehen, die zu vielen Situationen passen. Sie können aber auch einen eigenen Text über den Punkt Eigene Antwort schreiben… 6 erstellen. 84
TIPP Verpasste Anrufe Wahl per Spracheingabe Praktisch ist die bei Android-Smartphones integrierte Möglichkeit, per Sprache zu wählen. Samsung bietet in seiner Galaxy-Reihe dazu den Assistenten Bixby an. Auf aktuellen Android-Geräten gelangen Sie via Google Assistant mit Sätzen wie »Ok Google. Rufe Name des Kontakts an!« zum Ziel (eine Internetverbindung und Google-KontoAnbindung vorausgesetzt). Der Google Assistant unterstützt Sie bei der Sprachwahl. Stehen mehrere Nummern zur Verfügung, sagen Sie einfach »x-te Nummer anrufen«. Verpasste Anrufe Haben Sie einen Anruf verpasst? Keine Sorge, die Statusleiste bzw. das Benachrichtigungszentrum weist Sie auf verpasste Anrufe hin – und das sogar auf dem Sperrbildschirm. Sie erfahren dann, wann Sie angerufen wurden. Weitere Informationen zum verpassten Anruf erhalten Sie, wenn Sie den Eintrag antippen 1. Sie können vom Benachrichtigungsfeld aus auch direkt zurückrufen oder dem Anrufer eine Nachricht zukommen lassen. a 85
Kapitel 3 – Telefonieren und Kontakte einrichten b INFO Unbeantwortete Anrufe werden in der Statusleiste bzw. als Benachrichtigung auf dem Sperrbildschirm angezeigt und befinden sich darüber hinaus im Verlaufsprotokoll der Telefon-App. Auch am Telefon-Icon 2 wird durch einen Punkt signalisiert, ob ein Anruf eingegangen ist. Name von unbekannten Anrufern anzeigen lassen Unter Android werden auch die Namen unbekannter Anrufer ange­ zeigt, sofern diese ihre Daten in einem Onlineadress- bzw. Online­ telefonbuch hinterlegt haben. Das Anrufprotokoll einsehen und löschen Sie gelangen von der Telefon-App aus in das Verlaufsprotokoll, indem Sie die Schaltfläche Anrufliste am unteren Bildschirmrand antippen. Alternativ gelangen Sie über das interne App-Menü 1 (kurz: In-App-Menü, erkennbar an den drei untereinanderstehenden Punkten) zur Anrufliste. a 86 b
Die Mailbox einrichten Hier können Sie dann bei Bedarf mithilfe des In-App-Menüs Ihre Anruferliste über den nun auftauchenden Menüpunkt Anrufliste E Anrufliste leeren 2 auch löschen. Die Mailbox einrichten Zur Einrichtung Ihrer Mailbox müssen Sie eine Rufumleitung auf selbige einrichten. Gehen Sie dazu folgendermaßen vor: 1. Bringen Sie zunächst die Mailboxnummer Ihres Providers in Erfahrung, am besten durch eine Google-Recherche. Die nebenstehende kleine Tabelle gibt Ihnen dazu einige Anhaltspunkte. 2. Starten Sie die Telefon-App, und begeben Sie sich per In-App-Menü in den Bereich Einstellungen 1. Provider Mailboxnummer T-Mobile 3311 Vodafone 5500 O2 333 a b 3. Wechseln Sie im folgenden Menü in den Bereich Mailbox 2, und begeben Sie sich hier in das Untermenü Erweiterte Einstellungen E Einrichtung. Hier tragen Sie die Nummer Ihres Providers ein und bestätigen abschließend die Eingabe mit OK 3. 87
Kapitel 3 – Telefonieren und Kontakte einrichten c 4. Die eigentliche Einrichtung der Sprachansage Ihrer Mailbox erfolgt dann über die providerspezifische Anleitung, die Sie mit Ihrem Mobilfunkvertrag erhalten haben. 5. Konfigurieren Sie nun die Rufumleitungsoptionen gemäß der Anleitung Ihres Providers. Dies können Sie auch einfach im Bereich Anrufe E Rufweiterleitung erledigen, falls die SIM-Karte Ihres Providers dies unterstützt. Bei den Rufumleitungen unterscheidet man folgende Typen: * Bei der absoluten Rufumleitung werden alle Anrufe ohne Wenn und Aber an Ihre Mailbox weitergeleitet. * Bei der bedingten Rufumleitung werden die Anrufe nur unter bestimmten Bedingungen weitergeleitet, z. B. wenn Ihr Telefon gerade besetzt ist oder wenn Sie nicht erreichbar sind. Verpasste Anrufe, die auf der Mailbox gelandet sind, werden im Statusbereich angezeigt. 88
Rufnummernunterdrückung und Anklopfen Rufnummernunterdrückung und Anklopfen Gehen Sie zur Unterdrückung Ihrer Rufnummer folgendermaßen vor: 1. Begeben Sie sich in die Telefon-App und dort im In-App-Menü (gekennzeichnet durch die drei Punkte) zum Bereich Einstellungen E Anrufe E Zusätzliche Einstellungen. a c 2. Tippen Sie dort den Punkt Anrufer-ID 1 an, und wählen Sie die entsprechende Option für die Rufnummernunterdrückung 2. Bei der Netzwerk-Standardeinstellung übernimmt Ihr Provider die Wahl für Sie, in der Regel ist dann die Rufnummernunterdrückung deaktiviert. 3. Im Menü Zusätzliche Einstellungen können Sie INFO außerdem die Anklopfen-Funktion aktivieren bzw. deaktivieren 3. Sie erhalten dann ggf. ein akustisches Signal, wenn während eines Telefonats ein weiterer Teilnehmer versucht, Sie zu erreichen. b Wo finde ich meine Telefonnummer? Die allseits beliebte Frage bei Gelegenheitsnutzern heißt: »Wie lau­ tet eigentlich meine Telefonnummer?« Diese finden Sie schnell in den Einstellungen im Bereich Über das Telefon E Status der SIM-Karte. Im Bereich Über das Telefon sehen Sie ebenfalls die MAC-Adresse des WLAN-Adapters sowie die ein­ deutige Hardwarekennung IMEI. Letztere zu kennen kann sich loh­ nen, falls das Smartphone einmal gestohlen wird. 89
Kapitel 3 – Telefonieren und Kontakte einrichten Weitere Konfigurationsoptionen Die Telefon-App bietet weitere Möglichkeiten zum Feintuning. Dazu rufen Sie das Menü der App über die entsprechende Schaltfläche auf und begeben sich zum Punkt Einstellungen. Beachten Sie bitte, dass einige der genannten Optionen nur bei eingelegter SIM-Karte erscheinen. Außerdem darf sich Ihr Smartphone nicht im Flugzeugmodus befinden. In den jeweiligen Einstellungsmenüs finden Sie u. a. die folgenden interessanten Optionen: * Anzeigeoptionen: Bestimmen Sie, in welcher Form die Kontakte im Kontaktverzeichnis angezeigt werden. Standard ist hier die in Deutschland etwas unübliche Variante der Sortierung per Vorname. * Töne und Vibration: Hier legen Sie den Klingelton sowie das Vibrationsverhalten bei eingehenden Anrufen fest. Auch die Möglichkeit, beim Wählen Tastentöne zu erzeugen, wird hier festgelegt. * Kurzantworten: Definieren und bearbeiten Sie in diesem Dialog Kurzantworten, falls Sie nicht gestört werden wollen und den Anrufer mit einer SMS informieren möchten. * Anrufe: Dies ist ein großes Untermenü, in dem Sie u. a. die Rufweiterleitungen setzen können. * Blockierte Nummern: Geben Sie hier Nummern von Personen ein, von denen Sie nicht behelligt werden möchten. * Mailbox: In diesem Bereich können Sie Ihre Mailbox konfigurieren. * Bedienungshilfen: Hier können Sie den TTY-Modus aktivieren, der Sprach- bzw. Hörbehinderte dadurch unterstützt, dass diese während eines Telefonats zusätzlich per Text kommunizieren können. * Unterstützung für Nummerneingabe: Sollten Sie im Ausland unterwegs sein, wird Ihnen bei Aktivierung dieser Option eine Landesvorwahl vorgeschlagen, um beispielsweise Kontakte auf einer Webseite mit der korrekten Vorwahl anzurufen. Außerdem können Sie an dieser Stelle Ihr Heimatland manuell konfigurieren. 90
Ein Headset nutzen * Anrufer-ID und Spam: Google versucht, beispielsweise Werbetelefonate als solche zu kennzeichnen, indem es in einer entsprechenden Datenbank nach der eingehenden Nummer Ausschau hält. * Orte in der Nähe: Die Aktivierung dieser Option ermöglicht die gezielte Suche nach Telefonnummern zu Lokalitäten (siehe dazu auch den Abschnitt »Jemanden anrufen« ab Seite 81). * Phone umdrehen, um "Psst" zu aktivieren: Ist diese Option aktiviert, dann wird die Funktion Bitte nicht stören aktiviert, wenn Sie das Telefon mit dem Display auf den Tisch legen. Nettes Feature: Das Telefon wird beim Umdrehen auf das Display in den »Nicht stören«Modus versetzt. Ein Headset nutzen Bis vor Kurzem wurden die meisten Android-Smartphones mit einem Headset geliefert. Dieses ließ sich per 3,5-mm-Klinkenstecker nutzen. Mittlerweile hat sich die Situation geändert: Viele Geräte verfügen lediglich über einen USB-C-Multifunktionsanschluss. Die Hersteller sind außerdem dazu übergegangen, das Extra-Headset einzusparen und es den Anwender*innen zu überlassen, sich selbst auf die Suche nach dem passenden Zubehör zu 91
Kapitel 3 – Telefonieren und Kontakte einrichten begeben. In diesem Zusammenhang bieten sich Bluetooth-Headsets an. Mehr zum Anschließen von Bluetooth-Hardware erfahren Sie im Abschnitt »Bluetooth-Hardware verwenden« ab Seite 380. Bei aktuellen Geräten, die mit einem USB-C-Anschluss versehen sind, liegt in der Regel auch ein Adapter für einen 3,5-mm-Klinkenkopfhörer bei. Sollten Sie ein Gerät mit beiliegendem kabelgebundenem Headset erworben haben, dann testen Sie doch einmal dessen Funktionsfähigkeit, indem Sie es an Ihr Smartphone anschließen und ein Probetelefonat führen. Bei einigen Geräten (z. B. bei der Samsung-Galaxy-Serie) erscheint nach dem Anschluss des Headsets eine Meldung in der Statusleiste; andere schalten die Tonausgabe ohne Kommentar auf das Headset. Nach dem Anschluss des Headsets ste­hen Ihnen auf Samsung-Geräten Schnell­zugriffe auf Apps, die das Audiosystem nutzen, zur Verfügung. Ziehen Sie dazu die Statusleiste herunter. Zwei verschiedene Typen von Headsets: Das kabelgebundene Headset (oben) verfügt über ein kleines Mikrofon nebst externer Lautstärkeregelung. Die »Samsung Galaxy Buds« (unten) arbeiten drahtlos per Bluetooth und ­bieten mehr Tragekomfort. 92
Kontakte einrichten und verwalten Kontakte einrichten und verwalten Das Adressbuch namens Kontakte ist der Dreh- und Angelpunkt, wenn es darum geht, Freunde oder Geschäftspartner dauerhaft an Ihrem digitalen Leben teilhaben zu lassen. Wenn Sie ein Google-Konto eingerichtet haben, sollten Sie es als Basis für Ihre Kontaktdatensammlung verwenden. Dadurch ist sichergestellt, dass Ihnen Ihre Kontakte auch auf dem PC per Browser zur Verfügung stehen oder auf weiteren Android-Smartphones, die mit dem gleichen GoogleKonto verknüpft sind. Alternative Speicherorte für Ihre Kontakte sind die SIM-Karte oder der Speicher Ihres Smartphones. Beide genannten Alternativen sind allerdings nicht dafür geeignet, die Adresssammlung auf unterschiedlichen Geräten synchron zu halten. Im Folgenden gehe ich zunächst davon aus, dass Sie bereits über eine reichhaltige Kontaktsammlung auf Ihrem Android-Smartphone verfügen. Sollten Sie von einem anderen System (z. B. Outlook oder Exchange) kommen und Ihre bestehenden Kontakte noch nicht in Ihr Google-Konto importiert haben, können Sie die Vorgehensweise jetzt schon einmal im Abschnitt »Kontakte importieren« ab Seite 99 nachlesen. Starten Sie die Kontakte-App. Der Bildschirm der Kontakte-Anwendung ist recht aufgeräumt und listet alle mit Ihrem Google-Konto verknüpften Kontakte auf. In einigen älteren Systemen findet man noch zwei Teilbereiche (Favoriten und Alle). Auf modernen Android-Systemen erscheinen die Favoriten in der Übersicht ganz oben neben dem Sternsymbol (1 auf Seite 94). Das sind diejenigen Kontakte, mit denen Sie bevorzugt kommunizieren. Scrollen Sie durch die Kontaktsammlung, indem Sie den gedrückten Finger mittig auf dem Display auf- und abbewegen. Möchten Sie schneller navigieren, bewegen Sie Ihren Finger an der rechten Bildschirmseite entlang. Ein Buchstabe erleichtert Ihnen dabei die Navigation. Folgende Schaltflächen (siehe die Abbildung auf Seite 94) sind für Sie außerdem interessant: 93
Kapitel 3 – Telefonieren und Kontakte einrichten c d b a e b Hauptmenü der App: Erstellen Sie eigene Kontaktgruppen bzw. Labels. Außerdem gelangen Sie hier zu den Einstellungen der App. c Suchfeld: Hier suchen Sie gezielt durch Texteingabe nach Kontakten. d In-App-Menü: Hier können Sie u. a. mehrere Kontakte auswählen, was recht nützlich für den Versand von Gruppennachrichten ist. INFO e Kontakt hinzufügen: Ergänzen Sie einen weiteren Kontakt. 94 Kontakte nach Nachnamen sortieren Die Kontakte-App ordnet die Namen alphabetisch nach Vornamen, was zumindest im deutschen Sprachraum nicht üblich ist. Möchten Sie die übliche Ordnung per Nachna­ men, begeben Sie sich durch Drücken der Hauptmenü-Schaltfläche ins Menü der App und wählen im Bereich Einstellungen unter Sortieren nach die Option Nachname sowie bei Namensformat die Option Nachname zuerst.
Einen neuen Kontakt hinzufügen Einen neuen Kontakt hinzufügen Bevor Sie einen neuen Kontakt hinzufügen, sollten Sie sicherstellen, dass Ihre Kontakte mit Ihrem Google-Konto synchronisiert werden, sodass der neue Kontakt auch auf anderen Geräten gleich zur Verfügung steht. Begeben Sie sich dazu in die Einstellungen der Kontakte-App, und prüfen Sie dort, ob beim Eintrag Standardkonto für neue Kontakte Ihr Google-Konto ausgewählt ist. Die Einrichtung eines neuen Kontakts ist ganz leicht: 1. Tippen Sie einfach auf das +-Kontaktsymbol am unteren Bildrand der Kontakte-App. 2. Geben Sie die Kontaktdaten 1 ein. Durch Antippen des Kamerasymbols 2 können Sie von Ihrem Kontakt auch sofort ein Foto per Smartphone schießen und es mit dem Kontakt verknüpfen. c b a 3. Weitere Optionen finden Sie, wenn Sie die Schaltfläche Weitere Felder am unteren Ende der Eingabemaske antippen. 4. Bestätigen Sie die Änderungen schließlich durch Antippen der Schaltfläche Speichern 3. 95
Kapitel 3 – Telefonieren und Kontakte einrichten Verbindung zu einem Kontakt herstellen Die Kommunikation mit den gespeicherten Kontakten ist kinderleicht: 1. Tippen Sie einen Kontakt aus dem Adressbuch an, oder suchen Sie ihn per Eingabe in das Suchfeld. Die Kontaktdaten erscheinen, und es werden Ihnen entsprechend den Kontaktinformationen diverse Kommunikationsmöglichkeiten angeboten, um mit dem gewählten Kontakt in Verbindung zu treten. 2. Wählen Sie die gewünschte Möglichkeit durch Antippen aus, und die Verbindung wird entsprechend aufgebaut. a Durch Antippen des Sterns 1 fügen Sie den Kontakt Ihren Favoriten hinzu; durch Antippen der Schaltfläche »Kontakt bearbeiten« 2 begeben Sie sich in den Bearbeitungsmodus. b Das Kontakte-Menü In der aktuellen Android-Kontakte-App finden Sie zwei Menübereiche: das Hauptmenü und das In-App-Menü. Schauen wir uns diese beiden Bereiche einmal genauer an. Wir beginnen mit dem Hauptmenü, das Sie durch Antippen der drei Striche links oben im Display aufrufen: 96
Das Kontakte-Menü * Kontakte: Zeigt, wie viele Kontakte aktuell mit Ihrem Konto verbunden sind. Durch Antippen des Menüpunkts wechseln Sie zurück in die Kontaktübersicht. * Zusammenfügen und korrigieren: Prüft, ob es an einer anderen Stelle (z. B. auf der SIM-Karte oder auf anderen Geräten, die ebenfalls mit dem Google-Konto verknüpft waren bzw. sind) noch Kontakte gibt, die sich importieren lassen. Außerdem ist es an dieser Stelle möglich, Duplikate zu finden und diese ggf. zusammenzuführen. * Label: Hier können Sie den Kontakten bestimmte Gruppen zuordnen, die durch ein sog. Label gekennzeichnet sind. In meinem Fall sind dies z. B. die Arbeitskollegen und die Familie. * Label erstellen: Ermöglicht die Definition eines neuen Labels. * Einstellungen: Führt zum Konfigurationsbereich der App. Im Bereich der Einstellungen finden Sie die folgenden Untermenüs: * Synchronisierungseinstellungen für Google Kontakte: In diesem Bereich erhalten Sie einen Einblick in den Synchronisierungsstatus Ihrer Kontakte-App in Verbindung mit Ihrem Google-Konto. Sollten Sie einmal versehentlich einen Kontakt gelöscht haben, so finden Sie hier einen Papierkorb, aus dem Sie den Kontakt ggf. wiederherstellen können. 97
Kapitel 3 – Telefonieren und Kontakte einrichten * Meine Informationen: Hier können Sie Ihr Konto durch weitere Informationen ergänzen. * Konten: Zeigt die mit der Kontakte-App verknüpften Konten an, also z. B. das Google-Konto. * Anzeige: Hier stehen Optionen zur Sortierung bzw. zu dem Anzeigeformat der Kontakte. * Kontakte bearbeiten: Hier legen Sie u. a. das mit der App verknüpfte Standardkonto fest. Im Normalfall sollte dies Ihr Google-Konto sein. * Kontakte verwalten: Über diesen Menübereich lassen sich Kontaktdaten z. B. zwischen SIM-Karte und Telefonspeicher austauschen. Kontakte im Browserinterface Die nahtlose Integration des Android-Systems in die Google Cloud wird auch bei den Kontakten deutlich: Sie können auf Ihre Kontakte von jedem PC oder Mac per Browser zugreifen. 98
Kontakte importieren Loggen Sie sich mit Ihrem Google-Account per Browser (z. B. Chrome) ein, und begeben Sie sich zum Bereich Gmail E Kontakte. Alternativ geben Sie https://contacts.google.com/ in die Adresszeile Ihres Browsers ein. Dort finden Sie alle Kontakte Ihres Google-Kontos, die auch mit Ihrem AndroidSmartphone synchronisiert wurden. a Ihre Kontakte finden Sie nach der Synchronisation online im Bereich »Google-Kontakte« – vorausgesetzt, Sie haben sich bei Ihrem Google-Konto eingeloggt. Im Browser können Sie über den Punkt Labels E Label erstellen 1 Kontakte zu Gruppen zusammenfassen. Insgesamt ähnelt die Oberfläche sehr derjenigen, die Sie bereits aus der Kontakte-App kennen. Kontakte importieren Das einfachste Szenario: Ihre Kontakte sind auf Ihrer SIM-Karte gespeichert, die sich in Ihrem neuen Smartphone befindet. 99
Kapitel 3 – Telefonieren und Kontakte einrichten Gehen Sie zum Import folgendermaßen vor: 1. Begeben Sie sich in die Kontakte-App, und wechseln Sie dort per AppMenü in den Bereich Einstellungen. Tippen Sie hier auf den Menüpunkt Kontakte verwalten E Importieren. Alternativ können Sie auch den Bereich Vorschläge aufrufen. Dort wird Ihnen direkt der Import von Kontakten von der SIM-Karte vorgeschlagen. 2. Es erscheint der Auswahldialog Kontakte importieren von. Wählen Sie hier den Punkt SIM-Karte 1. b a 3. Nun wählen Sie die Kontakte aus, die übernommen werden sollen. Normalerweise sind zunächst alle Kontakte ausgewählt, Sie können aber durch Antippen des Häkchens auch einige Kontakte vom Import ausschließen. 4. Starten Sie den Import schließlich durch Auswahl der Schaltfläche Importieren 2. Etwas komplexer gestaltet sich der Import Ihrer Daten von einem OutlookKonto oder der Adressdatenbank anderer Anbieter. Hier empfiehlt sich der Umweg über einen PC via Browserschnittstelle. Das werde ich Ihnen im Folgenden am Beispiel von Microsoft Outlook 365 bzw. Outlook 2021 demonstrieren. Bei anderen Outlook-Versionen können sich ggf. Abweichungen ergeben. 1. Begeben Sie sich in Outlook zunächst in den Bereich Kontakte. Wählen Sie nun den Reiter Datei und anschließend den Menüpunkt Öffnen und 100
Kontakte importieren Exportieren auf der linken Seite 3. Folgen Sie dem Link Importieren/ Exportieren 4. c d e Daraufhin wird der Import-/Exportassistent für Kontakte gestartet. 2. Wählen Sie In Datei exportieren und im nächsten Schritt als Typ Durch Trennzeichen getrennte Werte. 3. Anschließend definieren Sie die Exportquelle, in diesem Fall die Kontakte-Anwendung 5. 4. Nach Festlegung eines Exportnamens und -ortes wird die Datei schließlich erstellt. Zum Import in die Google-Kontakte-Anwendung gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Rufen Sie in Ihrem Browser den Link https://contacts.google.com auf, und melden Sie sich mit Ihren Google-Kontodaten an. 2. Klicken Sie auf den Menüpunkt Importieren 1. 101
Kapitel 3 – Telefonieren und Kontakte einrichten b a 3. Geben Sie für den Import die soeben erstellte CSV-Datei über die Schaltfläche Datei auswählen 2 an, und bestätigen Sie den Import durch Anklicken der Schaltfläche Importieren. TIPP Das Ganze klappt auch mit anderen Adressbuchanwendungen, sofern diese den Export ins CSV-Format beherrschen. Microsoft Outlook auf dem Smartphone nutzen Die oben beschriebene Vorgehensweise eignet sich für den einma­ ligen Import eines Outlook-Kontaktverzeichnisses. Wenn Sie sich dauerhaft im Microsoft-Universum bewegen möchten, dann emp­ fiehlt sich die Installation der Outlook App. Mehr zu diesem Thema erfahren Sie in Kapitel 7. Klingeltöne und Vibration anpassen Was wäre das Smartphone nur ohne die bunte Welt der Klingeltöne? Auf den nächsten Seiten erfahren Sie, wie Sie Ihr Android-Smartphone soundtechnisch individualisieren. 102
Klingeltöne und Vibration anpassen 1. Schauen wir uns zunächst einmal an, was Android an Bordmitteln bietet. Starten Sie die Telefon-App, und begeben Sie sich im In-App-Menü (das sind die drei Punkte oben rechts) in den Bereich Einstellungen E Ton & Vibration. 2. Zur Auswahl eines Klingeltons gehen Sie zum Bereich Erweitert und tippen auf Klingelton 1. Bei einigen Geräten, beispielsweise denen der Google-Pixel-Serie, sind die Klingeltöne auch noch einmal in Kategorien zusammengefasst, sodass Sie an dieser Stelle ggf. noch eine Kategorie 2 durch Antippen auswählen müssen. d a 3. Tippen Sie hier verschiedene Töne 3 an. Diese werden in Form einer akustischen Vorschau sofort wiedergegeben. Wählen Sie einen Ton aus, der Ihnen zusagt. 4. Soll das Smartphone beim Klingeln auch vibrieren, aktivieren Sie die entsprechende Option über den Menübereich Vibration & haptisches Feedback 4. Sie gehören zu dem Typ Smartphone-Nutzer, der bestimmten Kontakten gern einen individuellen Klingelton zuweist? Kein Problem! 103
Kapitel 3 – Telefonieren und Kontakte einrichten b e c 5. Möchten Sie individualisierte Klingeltöne für bestimmte Kontakte verwenden, begeben Sie sich in die Kontakte-App und wählen den gewünschten Kontakt aus. Wählen Sie aus dem In-App-Menü rechts oben den Punkt Klingelton auswählen 5 aus. Nun können Sie dem Kontakt einen individuellen Ton zuweisen. Eigene Klingeltöne verwenden Sie finden die Systemklingeltöne langweilig? Dann importieren Sie doch individuelle Klingeltöne: 1. Schließen Sie Ihr Smartphone per USB-Anschluss als Massenspeicher an Ihren PC an. Wie das funktioniert, wird z. B. im Abschnitt »Musik auf das Smartphone übertragen« ab Seite 287 gezeigt. Sollte das Smartphone nicht im Explorer erscheinen, ziehen Sie die Statusleiste am Gerät herunter und tippen den Eintrag für die aktive USBVerbindung im Informationsbereich an. Stellen Sie sicher, dass hier der Punkt Dateiübertragung/Android Auto 1 aktiviert ist. 104
Eigene Klingeltöne verwenden 2. Suchen Sie auf Ihrem PC oder Mac eine MP3oder M4A-Audiodatei heraus. Die beiden Formate sind in Onlinemusikshops wie YouTube Music (vormals Goo­gle Play Music) oder Apple Music zu finden. Mithilfe eines kostenlosen Audioeditors wie beispielsweise Audacity lassen sich die Musikstücke am PC zunächst auf die richtige Länge kürzen. a 3. Kopieren Sie die Datei mithilfe eines Dateimanagers in das Verzeichnis Ringtones 2 auf Ihrem Smartphone. Die Verwendung eines Dateimanagers zum Transfer von Dateien bzw. Medien wird ebenfalls in dem in Schritt 1 erwähnten Abschnitt besprochen. b 4. Sie können nun auf den importierten Klingelton über die Einstellungen im Bereich Töne E Klingelton zugreifen. Auf Google-Pixel-Geräten müssen Sie sich hier zusätzlich in das Untermenü Meine Töne begeben. 105
Kapitel 3 – Telefonieren und Kontakte einrichten 5. Passen Sie ggf. die Lautstärke des Klingeltons bzw. der Benachrichtigungen in den Einstellungen Ihres Smartphones über das Untermenü Ton & Vibration per Schieberegler 3 an. Alternativ betätigen Sie die Lauterbzw. Leiser-Taste an Ihrem Smartphone. Weiteres, wie etwa die Lautstärke für die Medienwiedergabe 4, können Sie ebenfalls im Untermenü Ton & Vibration der Einstellungen direkt per Schieberegler anpassen. d TIPP c Töne drahtlos beziehen Sollte Ihnen der Transfer per USB-Kabel zu umständlich sein, so kön­ nen Sie sich einen Klingelton auch per Mailanhang an Ihre eigene Mailadresse senden und ihn direkt installieren. Mehr zu Mailanhän­ gen erfahren Sie in Kapitel 6. Lautstärkeprofile einrichten Nichts ist störender für die Umwelt als das laut klingelnde Smartphone in der Opernaufführung oder im Kinosaal. Aber auch die Nachtruhe ist den meisten Menschen heilig, sie möchten nicht ohne gravierenden Grund aus dem Schlaf gerissen werden. Folgende Bordmittel bringt Android mit, um Ihr Gerät gezielt zum Schweigen zu bringen: 106
Lautstärkeprofile einrichten 1. Der Klassiker: Sie sitzen im Kino oder in einer Besprechung und möchten nicht gestört werden. Ziehen Sie die Statusleiste herunter, um zu den Schnellschaltflächen zu gelangen. a 2. Tippen Sie auf die Schaltfläche Bitte nicht stören 1. Dadurch wird Ihr Smartphone für eine gewisse Zeit stummgeschaltet. 3. Zur Feinjustierung tippen Sie etwas länger auf Bit- te nicht stören. Im Menü lassen sich nun Ausnahmen festlegen. Beispielsweise sind die Weckfunktion und die Wiedergabe von Medien im Standard-Ruhemodus noch aktiviert und müssten – auf Wunsch – ggf. auch noch stummgeschaltet werden. 4. Sie können den eingestellten Modus wieder beenden, indem Sie erneut die entsprechende Schnellschaltfläche antippen. b Über die Einstellungen im Bereich Bitte nicht stören können Sie außerdem nach dem Antippen von Zeitpläne 2 sog. Profile erstellen. Das ist z. B. nützlich, wenn das Telefon am Wochenende oder in der Nacht nicht klingeln soll. Mithilfe von Zeitplänen können Sie das Verhalten Ihres Smartphones Ihren Gepflogenheiten anpassen. 107

Kapitel 4 – Nachrichten senden und empfangen Kapitel 4 Nachrichten senden und empfangen Die SMS ist mittlerweile fast 30 Jahre alt. Und obwohl wir im Zeitalter des mobilen Internets in erster Linie per Mail, Messenger oder Videokonferenz kommunizieren, hat sie noch nicht ausgedient. Gerade im nichteuropäischen Ausland bietet sie eine günstige Form der Kommunikation, denn mobile Internetverbindungen sind dort noch vergleichsweise teuer. Auch als Sicherheitsmerkmal im Zusammenhang mit der Zwei-Faktor-Authentifizierung hat die SMS eine Renaissance erlebt. Auf der anderen Seite stehen Messenger wie WhatsApp und Co. Diese erfreuen Ihre lieben Verwandten, wenn Sie Ihr Abbild vor den klassischen Touristenzielen zeigen. SMS senden und empfangen Beginnen wir mit dem Klassiker: der guten alten SMS. Die Abkürzung steht für Short Message Service. Eines sei vorab gesagt: Es gibt heute wesentlich günstigere Methoden, Informationen per Text auszutauschen. So findet sich bei heise online ein alter, aber immer noch gültiger Artikel aus dem Jahr 2008, der die Kosten für die Übertragung einer Datenmenge von einem Megabyte bei einem Tarif von 6 Cent pro SMS auf 470 € beziffert (siehe http:// bit.ly/1nJVaAk). Im Vergleich dazu übertragen Sie heute die gleiche Datenmenge per E-Mail für günstige 25 Cent. Der große Vorteil der SMS ist aber: Sie funktioniert auch im hintersten Winkel der Eifel oder des Harzes. Der Weg zur ersten SMS auf Ihrem Android-Smartphone ist leicht. Er führt direkt über die Kommunikations-App Messages. Die folgende Beschreibung bezieht sich auf »pure« Google-Android-Geräte. Es kann durchaus sein, dass 109
Kapitel 4 – Nachrichten senden und empfangen a Geräte anderer Hersteller (z. B. Samsung) noch eine eigenständige SMS-App namens Nachrichten oder dergleichen verwenden. 1. Starten Sie die Messages- bzw. Nachrichten-App. In der Standardkonfiguration finden Sie das Icon der App in der Schnellzugriffsleiste im unteren Bereich des Bildschirms 1. b 2. Am schnellsten erstellen Sie eine SMS, indem Sie auf die Schaltfläche Chat starten 2 in der App tippen und den gewünschten Kontakt per Suchfeld 3 erfragen. Wählen Sie anschließend den Kontakt in der Liste der Suchergebnisse aus. c 3. Geben Sie einen Text in das Nachrichtenfeld 4 ein. Mithilfe der integrierten Spracheingabe von Android (erreichbar durch Antippen des Mikrofonsymbols 5 im Bereich der Tastatur) können Sie die kurzen Texte sogar diktieren – vorausgesetzt, Sie sind online. f 4. Nachdem Sie Ihren Text erstellt haben, tippen Sie schließlich auf die SendenSchaltfläche SMS 6. 110 e d
Weitere SMS-Optionen Fertig! Die SMS tritt nun ihren Weg zum Empfänger an. Die Antwort Ihres Gegenübers erscheint direkt unter der verschickten SMS bzw. im StandbyBetrieb auch auf dem Sperrbildschirm. Android-typisch werden Kommunikationen im Gesprächsverlauf gespeichert. Solche Verläufe nennt man ­Threads. Die Antwort erfolgt dann direkt im Thread. Weitere SMS-Optionen d Die Messages-App bietet weitere Möglichkeiten für den SMS-Versand oder die Verwaltung Ihrer SMS. Beginnen wir mit dem In-App-Menü, das Sie über die übliche DreiPunkte-Schaltfläche innerhalb einer laufenden Kommunikation erreichen. a b c In diesem Bereich können Sie über das Menü Details 1 nähere Informationen zu der Person abrufen, mit der Sie aktuell kommunizieren, sowie Nachrichtenstränge archivieren 2 oder löschen 3. Gehen Sie nun mit der Zurück-Schaltfläche 4 eine Ebene in der App zurück; Sie gelangen in deren Hauptbereich. Hier finden Sie Ihre sämtlichen SMS. Tippen Sie einmal etwas länger auf eine SMS. Es öffnet sich ein Menü mit weiteren Optionen, die als Symbole am rechten oberen Bildrand zu finden sind. Diese haben folgende Bedeutung: e SMS archivieren f SMS löschen g Absender der SMS blockieren e 6 7 111
Kapitel 4 – Nachrichten senden und empfangen Über das In-App-Menü im Hauptbe­ reich erhalten Sie Zugang zu weiteren Optionen: a b a Messages Web: Verbindet Ihr Smartc phone mit Ihrem PC, sodass Sie dort d bequem Kurznachrichten mit der e PC-Tastatur tippen können, um diese anschließend über das Smartphone zu versenden. Dazu begeben Sie sich im Browser Ihrer Wahl auf die Seite https://­messages.google.com/web/authentication und scannen den dort erscheinenden QR-Code mit Ihrem Smartphone. b Design auswählen: Damit ändern Sie das Aussehen der Messages-App. Ihnen steht hier u. a. der beliebte dunkle Modus zur Verfügung. c Archiviert: Damit gelangen Sie zu den archivierten Nachrichten. 112
Weitere SMS-Optionen d Als Spam markiert & blockiert: Zeigt, welche Kontakte Sie aktuell abgewiesen haben. e Einstellungen: Führt zum Konfigurationsbereich der App. Tauchen wir hier weiter ab in den Bereich Einstellungen 5. Dort finden Sie u. a. folgende Menüpunkte: f g h j i f Chatfunktionen: Ermöglicht den Versand von Kurznachrichten über WLAN bzw. mobiles Datenvolumen, was wesentlich günstiger ist. g Benachrichtigungen: In diesem Untermenü finden Sie einige Schalter, die die Benachrichtigungen steuern. h Bubbles: Darstellung der Konversationen in Form von Sprechblasen, die über der Oberfläche schweben. Diese Funktion kannte man bislang schon vom Facebook Messenger. Auf aktuellen Android-Smartphones werden die Bubbles von allen installierten Messenger-Programmen (WhatsApp, Telegram, Signal etc.) genutzt. i Erweitert: Dieser Bereich enthält u. a. die Möglichkeit, Zustellberichte einzufordern j. 113
Kapitel 4 – Nachrichten senden und empfangen Die Bubbles sind ein praktisches Feature, um bei Konversationen stets auf dem Laufenden zu bleiben. Sie lassen sich beliebig auf dem Homescreen platzieren. Soll eine Bubble wieder verschwinden, so verschieben Sie diese mit gedrücktem Finger in Richtung des unteren Displayrands. SMS verwalten b 1 Um ganze Konversationen bzw. Threads zu entfernen, begeben Sie sich in das Hauptmenü der Messages-App und tippen dann den entsprechenden Thread länger an. Nun erscheint ein Papierkorbsymbol, und Sie können den Thread durch Antippen des Symbols 1 löschen. Möchten Sie hingegen den Thread archivieren, tippen Sie das Ordnersymbol 2 an. Sie finden die archivierten Threads über das App-Menü im Bereich Archiviert. 114
WhatsApp – die kostenlose Alternative WhatsApp – die kostenlose Alternative Es gibt kostengünstige bzw. kostenlose Alternativen zur klassischen SMS. Der Platzhirsch ist hier sicher WhatsApp – in letzter Zeit zu Unrecht etwas in Verruf geraten. Nach wie vor ist WhatsApp aber der am weitesten verbreitete Messengerdienst, sodass wir unseren Fokus zunächst darauf richten werden. INFO Der Name der App ist ein Wortspiel mit dem englischen Ausdruck What’s up?, zu Deutsch: »Was ist los?«. WhatsApp gibt es für alle prominenten Smartphone-Betriebssysteme, und die App ist wirklich sehr verbreitet, sodass die Chancen gut stehen, dass Sie damit eine Vielzahl von Freunden erreichen können. WhatsApp Messenger WhatsApp und der Datenschutz Im Jahr 2021 ging ein Aufschrei durch die digitale Gemeinde, als WhatsApp seine allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) änder­ te. Insbesondere junge Menschen verließen scharenweise den be­ liebten Messenger und wanderten ab zu Signal, Telegram und Co. Ist die Lage wirklich so kritisch, d. h., gibt WhatsApp persönliche Daten an den Mutterkonzern Facebook weiter? Klare, kurze Antwort: Für Privatanwender hat sich durch die neue Richtlinie nichts geändert. Lediglich Unternehmen, die WhatsApp zu geschäftlichen Zwecken verwenden, sollten sich intensiver mit der Thematik beschäftigen. Generell unterliegen nämlich WhatsApp bzw. Facebook in Deutsch­ land der DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung). Machen Sie sich bei der Nutzung von WhatsApp allerdings stets klar, dass Ihre Daten gezielt zur Erforschung Ihres Konsumverhaltens verwendet werden. Wenn Sie WhatsApp ausprobieren möchten, installieren Sie im Play Store zunächst die App über den nebenstehenden QR-Code, oder suchen Sie im Play Store nach »WhatsApp«. Über das kostenlose WhatsApp können Sie so viele Nachrichten schreiben, wie Sie möchten. Und so richten Sie WhatsApp ein: 115
Kapitel 4 – Nachrichten senden und empfangen 1. Starten Sie die App, und bestätigen Sie beim ersten Start die Nutzungsbedingungen 1. a 2. Tragen Sie im ersten Dialogfeld Ihre Mobiltelefonnummer ohne führende Null ein 2. 3. Bestätigen Sie im nächsten Dialogfeld Ihre Telefonnummer. Das Anmeldungssystem testet nun per SMS-Gateway, ob Ihre Nummer gültig ist. Dazu erhalten Sie eine SMS. Meist erfolgt die Aktivierung nach Eingang der SMS automatisch. Falls nicht, öffnen Sie die SMS und tippen in dieser SMS auf den Bestätigungslink. 2 c 4. Sollten Sie bereits WhatsApp auf einem anderen Android-Smartphone verwendet haben, besteht die Möglichkeit, eine Datensicherung der bisher geführten Kommunikationen vom alten Gerät über ein Backup auf Ihr neues zu befördern 3. 116
WhatsApp – die kostenlose Alternative 5. Erteilen Sie WhatsApp dabei zudem die Erlaubnis, auf Ihre Kontakte und Medien zugreifen zu können. Andernfalls steht Ihnen nicht die komplette Funktionalität zur Verfügung. Möchten Sie ein Backup zurückspielen, das sich auf Google Drive befindet, so sind eben diese weiteren Berechtigungen zu erteilen. 6. Wählen Sie im nächsten Schritt einen Namen und ggf. ein Profilbild aus 4. Dieses können Sie entweder aus der Galerie aussuchen oder auch direkt neu anfertigen. Denken Sie bei dem Namen und Foto daran, dass Sie von Ihren Freunden und Gesprächspartnern erkannt werden wollen. d 7. Durch Betätigen der Schaltfläche Weiter schließen Sie die Grundkonfiguration ab. 8. Schauen Sie nun einmal nach, wer von Ihren Freunden in der Kontaktsammlung WhatsApp bereits verwendet. Dazu tippen Sie auf die Symbolschaltfläche für Chat beginnen 5 rechts unten im Display. 9. Kontaktieren Sie einen Freund, indem Sie seinen Namen in der WhatsApp-Liste antippen. Das Schöne an WhatsApp: Sie sind nicht in der Länge Ihrer Botschaften beschränkt und können auch Bilder, Audiodateien oder Videos anfügen. Und das Ganze ist, wie gesagt, kostenlos. 117
Kapitel 4 – Nachrichten senden und empfangen e INFO Mit WhatsApp können Sie auch Bilder kostenlos verschicken. 118 Alternativen zu WhatsApp Wie bereits eingangs erwähnt, ist WhatsApp ein wenig in Verruf geraten, sodass sich viele Anwender mittlerweile nach Alternativen umgesehen haben. Hier bieten sich die Apps Signal, Threema und Telegram an. Deren Einrichtung und Nutzung ist sehr ähnlich wie bei WhatsApp. Sie finden die Apps per Suche im Google Play Store.
Kapitel 5 – Online mit dem Android-Smartphone Kapitel 5 Online mit dem Android-Smartphone Sicherlich wollen Sie mit Ihrem Android-Smartphone auch ins Internet. Vielleicht war das ja sogar der Grund, warum Sie sich Ihr Gerät gekauft haben. Deshalb werde ich Ihnen in diesem Kapitel zeigen, wie Sie das am besten anstellen und welche Möglichkeiten es gibt. Über WLAN günstig ins Internet Bevor Sie das Budget bei Ihrem Mobilfunkprovider unnötig strapazieren, zeige ich Ihnen den einfachsten und günstigsten Weg, mit Ihrem Smart­ phone ins Internet zu gelangen: per WLAN. So ein drahtloses Netz steht vielen Menschen zu Hause oder im Büro zur Verfügung, und so verursacht das Surfen keine weiteren Kosten. WLAN aktivieren und einrichten Bevor Sie sich in einem WLAN anmelden, müssen Sie zunächst den WLANEmpfang am Smartphone aktivieren. Das sollte für Ihr heimisches WLAN schon bei der Inbetriebnahme Ihres Geräts geschehen sein (siehe dazu den Abschnitt »Das Android-Smartphone zum ersten Mal starten« ab Seite 17). Zur nachträglichen Aktivierung bzw. Deaktivierung des WLAN-Zugangs gehen Sie folgendermaßen vor: 119
Kapitel 5 – Online mit dem Android-Smartphone a 1. Ziehen Sie die Statusleiste mit dem Finger herunter. Nun erscheinen die Schnellschaltflächen. 2. Das WLAN-Zeichen 1 sollte teilweise oder ganz ausgefüllt und mit dem Namen des Netzwerks versehen sein, mit dem Sie aktuell verbunden sind. Falls das nicht der Fall ist, tippen Sie die Schaltfläche an, um den WLAN-Empfang zu aktivieren. 3. Sollten Sie sich im heimischen WLAN befinden, wird die Verbindung sofort hergestellt, falls Sie während der Einrichtung Ihres Smartphones den Zugang zu diesem Netz schon definiert haben. TIPP Mithilfe der WLAN-Schnellschaltfläche lässt sich der WLAN-Empfang auch schnell wieder deaktivieren, um beispielsweise den Akku zu schonen, wenn Sie fernab von heimischen oder offenen drahtlosen Netzwerken sind. Die permanente Suche nach drahtlosen Funknetzen nagt nämlich beträchtlich am Energiespeicher. 120 Wenn möglich, WLAN verwenden! Die meisten Mobilfunkverträge bieten Zugang zum Internet per LTEStandard an, und das neue, schnellere 5G-Netz findet man schon in vielen Regionen. Mittlerweile beinhalten alle abgeschlossenen Mo­ bilfunkverträge ein sog. Highspeed-Datenvolumen, das allerdings begrenzt ist: Bei den viel beworbenen Mobilflatrates ab ca. 10 € pro Monat wird nach einer gewissen übertragenen Datenmenge (meist zwischen 1 und 6 GB) die Geschwindigkeit der Verbindung drastisch reduziert. Es empfiehlt sich also fast immer, Ihr Datenvolumen zu schonen, wo es nur geht. Nutzen Sie stattdessen ein WLAN, um ins Internet zu gehen. Das gilt umso mehr, wenn Sie im Ausland den Internetzugang per Roaming nutzen.
WLAN aktivieren und einrichten Der Zugang in fremde Netze funktioniert folgendermaßen: 1. Aktivieren Sie zunächst den WLAN-Empfang durch Antippen der entsprechenden Schnellschaltfläche. Tippen Sie nun etwas länger auf die Schaltfläche. Sie landen dadurch in den Einstellungen im Bereich Netzwerke & Internet E WLAN. Ihr Smartphone scannt nun automatisch nach drahtlosen Netzwerken. c b d 2. Wählen Sie aus der Liste das Netz aus, dessen Zugangsdaten Sie besitzen. Im vorliegenden Fall ist es das Netz mit dem Namen Drosselweg 2. Dieser Name wird auch als SSID (Service Set Identifier) bezeichnet. 3. Geben Sie das Kennwort für das Netz ein 3. Experten haben an dieser Stelle auch die Möglichkeit, sich erweiterte Optionen zur Konfiguration anzeigen zu lassen. Dazu tippen Sie einfach das Pfeilsymbol 4 an. 4. Kurze Zeit später sollten Sie die Meldung erhalten, dass Ihr Smartphone mit dem WLAN verbunden wurde. Außerdem wird dies durch ein entsprechendes Symbol 5 in der Statusleiste rechts oben angezeigt. Eine parallele Onlineverbindung per Mobilfunknetz wird in der Grundeinstellung übrigens zugunsten der WLANVerbindung abgebrochen. e 121
Kapitel 5 – Online mit dem Android-Smartphone Ein erster Verbindungstest Nachdem Sie Ihr Smartphone nun erfolgreich mit dem Internet verbunden haben, rufen Sie eine beliebige Seite im Browser des Smartphones auf, um sich zu überzeugen, dass die Verbindung steht. Der Browser versteckt sich je nach Hersteller entweder hinter einem weltkugelförmigen Icon mit dem Namen Internet bzw. Browser oder Sie sehen (beispielsweise bei Google-­ Geräten) den Google-eigenen Browser Chrome. Starten Sie also den Browser durch Antippen des entsprechenden Icons, und rufen Sie z. B. die Internetadresse www.google.de auf. Um einen Eindruck von der Verbindungsgeschwindigkeit zu erhalten, googeln Sie einmal nach der Seite »DSL Speed-Test«, oder nutzen Sie die Internetadresse www.wieistmeineip.de/speedtest. Test des Internetzugangs und der Verbindungsgeschwindigkeit. Die hier sichtbaren Spitzenwerte werden in der Praxis selten erzielt. Der limitierende Faktor ist meist die geringe Geschwindigkeit des WLANs. 122
Was tun bei Problemen? Was tun bei Problemen? Im Normalfall wird sich Ihr Smartphone ohne Probleme mit dem heimischen Router verbinden. Sollte trotz aller Bemühungen keine Verbindung zustande kommen, prüfen Sie, ob auf Ihrem Router ein sog. DHCP-Server läuft. Dieser weist den angeschlossenen Endgeräten, im vorliegenden Fall also Ihrem Smartphone, automatisch eine eindeutige Netzwerkadresse zu. Bei Verbindungsproblemen hilft ein Blick in die Routereinstellungen. Umgekehrt erfordert der Login in einige Firmen-WLANs, dass Ihr Smartphone mit einer festen IP-Adresse versehen wird. Diese definieren Sie ebenfalls in den WLAN-Einstellungen. Tippen Sie dazu auf den zu bearbeitenden WLAN-Eintrag 1 in den Einstellungen im Bereich Netzwerk & Internet E WLAN. Sie gelangen in das Menü der Netzwerkdetails. Tippen Sie hier auf das Stiftsymbol (Netzwerk ändern) 2, gelangen Sie in ein Konfigurationsmenü. 123
Kapitel 5 – Online mit dem Android-Smartphone b a Im erweiterten Menübereich können Sie das Feintuning der Netzwerk-­ einstellungen vornehmen, so z. B. auch eine statische IP-Adresse für Ihr Gerät definieren. Ändern Sie nun die bestehenden Einstellungen. Berücksichtigen Sie dabei aber: Viele Optionen, so auch die Konfiguration einer statischen IP-Adresse, werden erst sichtbar, wenn Sie diese in den Erweiterten Optionen entsprechend aktivieren. In einigen Netzwerken ist es erforderlich, die sog. MAC-Adresse Ihres Geräts in Erfahrung zu bringen. Dabei handelt es sich um eine eindeutige Hardwareadresse, anhand derer das Gerät in besonders abgesicherten WLANs identifiziert werden kann. Die MAC-Adresse finden Sie in der Übersicht des Netzwerkeintrags. Überall online mit 5G, LTE und Co. Nachdem Sie nun per WLAN den ersten Kontakt zum Internet hergestellt haben, wünschen Sie sich vielleicht, per Mobilfunknetz überall online gehen zu können. 124
Überall online mit 5G, LTE und Co. In der folgenden Tabelle sehen Sie zunächst, welche Übertragungsraten beim mobilen Datenverkehr aktuell zur Verfügung stehen: Mobilfunktechnik Maximale Downloadrate Zeit für 5-MBDownload EDGE 217 kbit/s 190 Sekunden UMTS (auch: WCDMA) 384 kbit/s 105 Sekunden HSDPA (1. Ausbaustufe) 1.800 kbit/s 20 Sekunden HSDPA (2. Ausbaustufe) 3.600 kbit/s 10 Sekunden HSDPA+ (3. Ausbaustufe) 7.200 kbit/s 5 Sekunden LTE (4. Ausbaustufe) 100.000 kbit/s < 1 Sekunde 5G (5. Ausbaustufe) 10 Gbit/s < 1 Sekunde Übersicht über die Übertragungstechniken und theoretisch möglichen Datenraten beim mobilen Datenverkehr Was bedeuten die Raten in der Praxis des mobilen Surfens? * Mit dem EDGE-Standard sind Sie in der Lage, auf speziell aufbereiteten mobilen Webseiten zu surfen. Reines UMTS ist nicht wesentlich schneller als EDGE, sodass Sie im Zweifelsfall EDGE bevorzugen sollten; dieses Verfahren belastet den Akku Ihres Smartphones weniger. In der Statusleiste erscheint in diesem Fall ein E in der Nähe des Netzsymbols. Außerdem werden Sie automatisch auf EDGE heruntergestuft, wenn Sie das monatliche Highspeed-Volumen Ihres Mobilfunkvertrags aufgebraucht haben. (UMTS wurde im Juli 2021 in Deutschland abgeschaltet.) * Wenn es flotter gehen soll und Sie größere Datenmengen aus dem Internet herunterladen möchten, ist HSDPA das Mittel der Wahl. Diese Verbindung erkennen Sie an den Zeichen 3G bzw. H in der Statusleiste. Die schnellste Variante ist erkennbar an einem +-Symbol. Beachten Sie, dass das 3G-Netz in Deutschland in naher Zukunft eingestellt wird. * Mittlerweile steht in Deutschland der Datenturbo LTE nahezu flächendeckend zur Verfügung. Problematisch bei allen »schnellen« Netzwer125
Kapitel 5 – Online mit dem Android-Smartphone ken ist die Tatsache, dass Sie bei unbedachter Nutzung Ihr in der Regel limitiertes Datenvolumen binnen kürzester Zeit verbrauchen. LTE wird bei den meisten Smartphones durch 4G im Statusbereich angezeigt. * 5G ist schließlich das Netz der Zukunft. Es steht an immer mehr Orten zur Verfügung. Damit können Sie teilweise schneller als an einem Festnetzanschluss surfen. TIPP a SpeedTest 3G, 4G, 5G 126 Dieses Smartphone ist per LTE 1 mit dem Internet verbunden. Die Information über das verwendete Mobilfunknetz erhalten Sie dann im Statusbereich, wenn der WLAN-Empfang deaktiviert ist. Netzabdeckung feststellen Mit der App namens SpeedTest 3G, 4G, 5G können Sie sich jederzeit einen Eindruck davon verschaffen, wie es um die Netzabdeckung in einem bestimmten Gebiet bestellt ist. Installieren Sie einfach die App mit dem nebenstehenden QRCode. Bestätigen Sie nach dem Start die geforderten Berechtigungen, und begeben Sie sich in den Bereich Mobilfunknetze E Karten. Wählen Sie Ihren Netzbetreiber aus, und sehen Sie sich die Messwerte auf der Karte an. Diese wurden von Nutzer*innen ermittelt, die die App ebenfalls auf ihren Smart­ phones installiert haben. Aus der Ab­ bildung wird ersichtlich, dass sich die meisten Anwender*innen während der Messung auf Straßen bewegt haben.
Den mobilen Datenzugang einrichten Den mobilen Datenzugang einrichten In den Pionierzeiten des mobilen Internets hätte an dieser Stelle eine mehrseitige Anleitung gestanden. Heute heißt es: SIM-Karte ins Smartphone stecken bzw. eSIM aktivieren, fertig! Die Provider bieten mittlerweile vorkonfigurierte Zugänge zum mobilen Internet an. Sobald eine Internetverbindung erforderlich ist, stellt das Smartphone sie automatisch über die auf der (e)SIM-Karte abgelegten Providerdaten her. Der Test der Verbindung erfolgt dann wieder, wie im Abschnitt »Ein erster Verbindungstest« auf Seite 122 beschrieben, über den Aufruf einer Seite im Android-Webbrowser. Interessanter ist es, dem Smartphone abzugewöhnen, automatisch eine Internetverbindung herzustellen. Das kann beispielsweise im Ausland erforderlich sein, um die Roaming-Gebühren nicht exorbitant in die Höhe zu treiben. Gehen Sie dazu folgendermaßen vor: 1. Ziehen Sie die Statusleiste mit zwei parallel geführten Fingern herunter, und begeben Sie sich dadurch zum Bereich aller Schnellschaltflächen. 2. Tippen Sie hier auf den Eintrag Mobile Daten 1. Dadurch deaktivieren Sie die mobile Datenübertragung. a b c 3. Alternativ können Sie die mobile Datenübertragung auch in den Einstellungen im Bereich Netzwerk & Internet entsprechenden Schalter 2 deaktivieren. E Mobilfunknetz über den 127
Kapitel 5 – Online mit dem Android-Smartphone Im selben Bereich lässt sich im Übrigen auch die Kostenfalle Roaming 3 ausschalten – eine wichtige Option, wenn Sie im nichteuropäischen Ausland unterwegs sind. Zudem können Sie im Untermenü Bevorzugter Netzwerktyp auswählen, über welchen Netzwerkstandard (siehe die Tabelle auf Seite 125) die Verbindung erfolgen soll 4. Der LTE-Modus zehrt ebenso wie der Datenturbo 5G stärker am Akku als der 2G- bzw. EDGE-Modus. Wenn Sie sowieso auf dem Land unterwegs sind, sollten Sie Letzteren bevorzugen. Dadurch wird auch verhindert, dass Ihr Smartphone versucht, ständig zwischen den Modi zu wechseln, was ebenfalls viel Energie kostet. TIPP d Online im Ausland Im Rahmen der Tarifangleichung in der EU surfen Sie mittlerweile im EU-Ausland zu den gleichen Tarifen wie in der Heimat. Dennoch werden Sie durch exzessives Surfen oder die Navigation per Google Maps Ihr Datenkontingent rasch überschreiten. In der Regel lässt es sich per SpeedOn-Option aufstocken. Einige Mobilfunkprovider bie­ ten für das Ausland jenseits der EU spezielle Auslandstarife an. Und wer’s ganz günstig haben möchte, der erwirbt eine lokale SIM-Karte im jeweiligen Reiseland. Den Zugang manuell einrichten Einige Provider erfordern manuelle Nacharbeit, wenn es darum geht, den mobilen Zugang zum Internet herzustellen. Das ist insbesondere bei Prepaid-Anbietern der Fall, wenn Sie nicht von vornherein eine Flatrate für den Datenzugang mitgebucht haben. So richten Sie den Zugang manuell ein: 128
Den Zugang manuell einrichten 1. Begeben Sie sich in den Einstellungen zum Menü Netzwerk & Internet E Mobilfunknetz E Erweitert. b a 2. Zur Einrichtung eines Zugangs zum mobilen Internet wählen Sie ganz unten in der Übersicht den Punkt Zugangspunkte (APNs) 1 und erstellen über die Plus-Schaltfläche (Neuer APN) 2 einen solchen neuen Zugang. Das Kürzel APN steht hierbei für Access Point Name, also Zugangspunktname. 3. Tragen Sie hier die von Ihrem Provider vorgegebenen Daten ein. Diese Daten finden Sie auf der Website Ihres Providers oder per Google über die Suchabfrage »APN ›Name des Providers‹«. Für das T-Mobile-Netz sehen Sie die benötigten Daten in der folgenden Tabelle. Benutzername und Passwort sind zwar beliebig, dürfen aber dennoch nicht leer gelassen werden. Menüpunkt Einstellung Name z. B. Telekom Internet APN internet v6 telekom Nutzername Telekom Passwort telekom Authentifizierungstyp PAP Die für die Eingabemaske erforderlichen Daten können Sie per Internetrecherche ermitteln. 129
Kapitel 5 – Online mit dem Android-Smartphone Zwischen Verbindungsarten wechseln Ihr Android-Smartphone kann sich mit unterschiedlichen Datenraten mit dem Internet verbinden. In der Praxis ist es ratsam, die schnellsten Übertragungsmodi 5G bzw. LTE nur dann zu wählen, wenn Sie sie wirklich nutzen können und wollen, z. B. bei grafik- oder multimedialastigen Internetseiten oder im Bedarfsfall bei Downloads. Beachten Sie: Einige günstige Smartphones verfügen nicht über die Möglichkeit, eine Onlineverbindung per 5G aufzubauen. Darüber hinaus versurfen Sie Ihr Freivolumen per LTE und 5G auch schneller, als Ihnen lieb sein dürfte. In der Statusleiste finden Sie Informationen darüber, wie schnell Sie aktuell mit dem Internet verbunden sind. Die nebenstehenden Symbole bedeuten (von links nach rechts): EDGE-Modus, UMTS- bzw. 3G-Modus, HSDPA-Modus, 4G/LTE-Modus, 5G-Modus (siehe zu den Modi auch den Abschnitt »Überall online mit 5G, LTE und Co.« ab Seite 124) Sie schalten zwischen dem normalen GSM-Modus und den schnellen Übertragungsmodi im Einstellungsmenü Netzwerk & Internet E Mobilfunknetz E Bevorzugter Netzwerktyp um. Während der Datenübertragung erkennen Sie an dem entsprechenden Symbol in der Statuszeile, ob Sie sich im schnellen Übertragungsmodus befinden. 130
Behalten Sie Ihr Datenvolumen im Blick Behalten Sie Ihr Datenvolumen im Blick Eigentlich ist es ziemlich riskant, ein Smartphone ohne mobile Datenflatrate zu betreiben: Zu groß ist die Gefahr, durch unbeabsichtigten Verbindungsaufbau in die Kostenfalle zu geraten. Aber auch Flatrate-Inhaber sollten sich darüber im Klaren sein, dass ihr Highspeed-Freivolumen nicht unbegrenzt ist und sie nach dessen Verbrauch im Schneckentempo im Internet unterwegs sind. Grund genug, den Datentransfer zu überwachen. Bei Ihrem Android-Smartphone können Sie Ihren Datenverbrauch direkt in den Systemeinstellungen überprüfen. 1. Begeben Sie sich in den Einstellungen in den Bereich Netzwerk & Internet E Mobilfunknetz E Datenwarnung und -limit 1. Hier können Sie den Datenverbrauch einsehen, aber auch Limits festlegen. d c b a 2. Legen Sie Ihr Datenlimit nach Antippen des Punktes Datenlimit fest 2. Auf der gleichen Seite können Sie auch ein Warnlimit für mobile Daten 3 einstellen. 3. Passen Sie den Zeitraum der Überprüfung an, indem Sie die Schaltfläche Nutzungszyklus mobile Daten 4 antippen. 131
Kapitel 5 – Online mit dem Android-Smartphone Nach dem Überschreiten eines solchen Limits werden Sie benachrichtigt, und die Onlineverbindung wird gekappt, sodass keine weiteren Kosten anfallen können. Sie können auch überprüfen, welche Apps den meisten Datenverkehr verursacht haben. Scrollen Sie dazu in der App nach unten. Mit anderen Geräten die Internetverbindung Ihres Smartphones nutzen (Tethering) Stellen Sie sich vor, Sie sind unterwegs und wollen mit Ihrem Laptop oder Tablet-PC ins Internet, haben aber keinen WLAN-Zugang. Kein Problem! Denn Sie können die Internetverbindung Ihres Smartphones nutzen und so Ihren Laptop oder auch andere Geräte über das Smartphone mit dem Internet verbinden. Das nennt man Tethering. Sie können über Tethering eine Verbindung sowohl über USB als auch kabellos über einen WLAN-Hotspot herstellen. Nachfolgend wird die einfacher zu realisierende kabellose Variante beschrieben. 1. Stellen Sie mit Ihrem Smartphone wie beschrieben eine Datenverbindung mit dem Mobilfunknetz her. 2. Begeben Sie sich in den Einstellungen zum Bereich Netzwerk & Internet, tippen Sie dort auf Hotspot und Tethering 1, und wechseln Sie in den Bereich WLAN-Hotspot 2. Aktivieren Sie den Hotspot über den entsprechenden Schalter 3. 3. Damit können Sie bereits Ihren per Smartphone bereitgestellten Hotspot von anderen Geräten aus finden. Suchen Sie mit dem Gerät, das Sie mit dem Internet verbinden wollen, einfach nach einem drahtlosen Netzwerk mit dem Namen, der unter dem Menüpunkt Name des Hotspots 4 angezeigt wird. In meinem Fall ist dies »Pixel_4360«. Das Zugangspasswort erfahren Sie, wenn Sie auf dem Gerät auf den Menüpunkt Passwort des Hotspots 5 tippen. Auf Ihrem Smartphone erscheint nach der Freigabe per Tethering ein charakteristisches Symbol in der Statusleiste rechts oben 6. 132
Mit anderen Geräten die Internetverbindung nutzen 2 d f c a e 4. Nun sollten Sie den Zugang personalisieren. Tippen Sie auf den Menüpunkt Name des Hotspots 4. Dann öffnet sich eine Eingabemaske. Hier lässt sich zunächst der Access Point Name (APN) verändern, z. B. zu »Mein_Hotspot«. Anschließend können Sie durch Antippen des Menüpunkts Passwort des Hotspots 5 ein individuelles Passwort definieren. 5. Achten Sie darauf, dass nach der erneuten Konfiguration des WLANHotspots der Schalter zur Aktivierung des Hotspots 3 eingeschaltet ist. 6. Verbinden Sie sich nun auf Ihrem Laptop bzw. Tablet via Tethering mit Ihrem Smartphone, indem Sie den Eintrag des freigegebenen Netzwerks antippen und Ihr zuvor definiertes Passwort eingeben. Nun können Sie sich auf dem Laptop mit Ihrem Smartphone wie mit jedem anderen WLAN-Hotspot verbinden. 133
Kapitel 5 – Online mit dem Android-Smartphone Im Internet surfen Ihr Android-Smartphone verfügt über einen leistungsfähigen Browser. Dabei handelt es sich entweder um Googles Browser Chrome oder um eine vom jeweiligen Smartphone-Hersteller angepasste Form von Chrome. Ich beziehe mich bei den folgenden Ausführungen auf den Chrome-Browser, den Sie für alle Android-Smartphones bei Bedarf auch aus dem Play Store nachinstallieren können. Google Chrome Durch Antippen des Chrome-Icons starten Sie den Browser. Rufen Sie eine beliebige Internetseite auf. Tippen Sie dazu in die Adresszeile des Browsers z. B. »www.rheinwerk-verlag.de« ein; die Seite wird dann aufgerufen. b c d a e Schauen wir uns nun die Elemente des Browsers näher an: a Schnellzugang zur vordefinierten Startseite b Adresszeile zur Eingabe einer Internetadresse oder Suchabfrage. Sollte diese nicht sichtbar sein, so wischen Sie einfach mit dem Finger nach unten über das Display. 134
Im Internet surfen c Browserfenster- bzw. Tab-Schaltfläche zum Aufrufen der Tab-Übersicht d In-App-Menü-Schaltfläche e aktuelle Seite, dargestellt im Mobilbrowser-Modus Wenn Sie auf die In-App-Menü-Schaltfläche 4 Ihres Smartphones tippen, erscheinen weitere Funktionen und Optionen: Option Bedeutung Vorwärts-Navigation, Lesezeichen erstellen, Downloads, Informationen zur Seite, aktuelle Seite neu laden Öffnet ein neues Fenster in Form eines Tabs. Ermöglicht das anonyme Surfen in einem neuen Tab. Chronologischer Verlauf der bisher besuchten Seiten Heruntergeladene Inhalte einsehen Öffnet den Lesezeichen-Manager. Bringt eine Übersicht über die letzten besuchten Seiten. Übermittelt den aktuellen Link per Mail an einen Emp­ fänger oder auch direkt an soziale Netzwerke. Lokale Suche nach Begriffen auf der aktuell dargestell­ ten Seite Übersetzt z. B. eine englischsprachige Seite auf Deutsch. Legt die aktuelle Seite auf dem Startbildschirm ab. Zeigt die aktuelle Seite so, wie man sie mit einem ­PC-Browser sähe. Konfigurationsmenü des Chrome-Browsers 135
Kapitel 5 – Online mit dem Android-Smartphone Mit diesen Optionen ist es Ihnen also möglich, Ordnung und Übersicht in Ihre Internetbesuche zu bringen. Mit dem Sternsymbol legen Sie Seiten, die Sie häufig besuchen, als Lesezeichen an, die Sie nach Betätigen der Lesezeichen-Schaltfläche auch wieder löschen oder neu sortieren können. Über Zum Startbildschirm zufügen können Sie eine Website auch direkt auf dem Home-Bildschirm abspeichern und zukünftig von dort aus öffnen. Ein weiteres Beispiel für die Anwendung einer der obigen Optionen: In der Regel erkennt der Server, dessen Internetseite Sie aufrufen, dass es sich bei Ihrem Gerät um ein mobiles Endgerät handelt. Die Seite wird dementsprechend als informationsreduzierte Mobilseite dargestellt, um die Datenmenge für die Übertragung klein zu halten. Das geschieht bei modernen Webseiten automatisch, man spricht hier auch von responsivem Design. Um diese Automatik zu umgehen, aktivieren Sie die Option Desktopwebsite aus dem Einstellungsmenü. Begeben Sie sich nun auf eine grafisch überladene Seite wie z. B. www.spiegel.de, um den Unterschied zwischen Mobil­ browser und klassischer Browseransicht deutlich zu machen. Links sehen Sie die Mobil­ ansicht, rechts die Desktop­ ansicht von »spiegel.de«. Nur Ihr Optiker dürfte sich über diesen Modus freuen. 136
Im Internet surfen Wie bereits oben erwähnt: In der Regel versucht der Seitenanbieter zu erkennen, ob Sie mit einem mobilen Endgerät unterwegs sind, und versucht dann, die Seite entsprechend zu optimieren. Sollten Sie dennoch einmal auf eine Seite stoßen, die nicht optimiert wurde, bietet sich die Pinch-toZoom-Technik an: Legen Sie Daumen und Zeigefinger auf das Display, und spreizen Sie sie – daraufhin wird der Inhalt dynamisch vergrößert. Ziehen Sie zum Vergrößern der Webseite das Bild mit gespreizten Fingern auseinander (»Pinch-to-Zoom«). Auf der nun vergrößerten Seite bewegen Sie sich, indem Sie mit dem Finger auf das Display drücken und ihn hin- und herschieben. Um die ursprüngliche Skalierung wiederherzustellen, tippen Sie einfach kurz doppelt auf das Display. Folgende goldene Regeln gelten beim Surfen mit dem mobilen Browser: * Sie folgen einem Link, indem Sie ihn antippen. * Mit der Zurück-Wischgeste gelangen Sie zurück zur vorher betrachteten Seite. Falls Ihr Smartphone eine Zurück-Schaltfläche bietet, tippen Sie diese an. * Durch Antippen der Vorwärts-Schaltfläche im Browsermenü gelangen Sie eine Seite nach vorn. * Durch doppeltes Antippen des gewünschten Textabschnitts erhalten Sie eine optimal vergrößerte Ansicht eines Seitenbereichs. Nochmaliges doppeltes Antippen stellt erneut den Inhalt der gesamten Seite auf dem Display dar. Das wären erst einmal die Basics zum mobilen Surfen; schauen wir uns nun die erweiterten Möglichkeiten an. 137
Kapitel 5 – Online mit dem Android-Smartphone Browsen mit mehreren Tabs Fenster im eigentlichen Sinne, wie Sie sie von Ihrem Desktopbrowser gewohnt sind, gibt es aufgrund des kleinen Displays nicht. Aber: Sie können mehrere Browserinstanzen in Form von kleinen Reitern (Tabs) öffnen, zwischen denen Sie dann beliebig hin- und herwechseln. Das geht folgendermaßen: a b c 1. Starten Sie den Browser, und öffnen Sie eine beliebige Webseite durch Eingabe einer URL in die Adresszeile 1. 2. Tippen Sie auf der geöffneten Seite die Tab-Schaltfläche 2 an. 3. Nun öffnet sich die Tab-Übersicht des Chrome-Browsers. Tippen Sie dort auf die +-Schaltfläche, und geben Sie in dem neu erscheinenden Fenster eine neue URL ein, um zu dieser Seite zu surfen. Sie können auf diese Weise mehrere Fenster öffnen. In der Tab-Schaltfläche erscheint dann eine Zahl, die die Anzahl der geöffneten Fenster angibt. 138
Lesezeichen anlegen und verwalten 4. Wechseln Sie nun zwischen den Fenstern, indem Sie die Tab-Schaltfläche antippen. Sie erhalten eine Übersicht über die im Browser geöffneten Seiten und können zwischen diesen Fenstern durch Antippen hinund herspringen. 5. Fenster, die nicht mehr gewünscht sind, ziehen Sie per Fingerstreich einfach aus der Übersicht heraus oder schließen sie alternativ durch Antippen des Schließen-Symbols 3. Lesezeichen anlegen und verwalten Zugriff auf Ihre Lesezeichen erhalten Sie über das Menü durch Antippen der Option Lesezeichen. Aber wie setzt man ein solches Lesezeichen? 1. Rufen Sie im Browser eine Webseite auf, für die Sie ein Lesezeichen setzen möchten. 2. Öffnen Sie anschließend das Browsermenü durch Antippen der In-AppMenü-Schaltfläche, und tippen Sie das nun erscheinende Lesezeichen- symbol 1 an. Dieses ist anschließend blau markiert. a 3. Tippen Sie das Lesezeichensymbol erneut an, und geben Sie dem Lesezeichen eventuell einen neuen Namen 2 bzw. belassen Sie es bei der schon vorgegebenen Bezeichnung. 139
Kapitel 5 – Online mit dem Android-Smartphone d c e b 4. Die Eingaben werden automatisch gespeichert, wenn Sie das Menü über die Pfeilschaltfläche 3 wieder verlassen. Möchten Sie das Lesezeichen löschen, tippen Sie einfach auf die Symbolschaltfläche für Lesezeichen löschen 4. 5. Möchten Sie die Seite später schnell wieder aufrufen, begeben Sie sich INFO in das Menü, tippen den Menüpunkt Lesezeichen an und wählen den entsprechenden Favoriten aus der erscheinenden Liste aus. Über das Kontextmenü 5 der einzelnen Lesezeichen lassen sich diese auch löschen oder in Unterordner verschieben. Synchronisation von Lesezeichen Äußerst praktisch ist die Tatsache, dass Ihre Lesezeichen (engl. Bookmarks) über sämtliche Systemgrenzen hinweg synchronisiert wer­ den – vorausgesetzt, Sie benutzen überall Googles Chrome-Browser und haben sich damit auf Ihrem Google-Konto eingeloggt. Sie fin­ den dann die Lesezeichen, die Sie auf Ihrem Android-Smartphone erstellt haben, im Bereich Lesezeichen E Mobile Lesezeichen. Lokale Suche auf Webseiten Möchten Sie auf einer Webseite einen bestimmten Begriff suchen, gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Öffnen Sie die gewünschte Webseite. 140
Webseiten teilen 2. Tippen Sie die In-App-Menü-Schaltfläche an, und wählen Sie den Punkt Auf Seite suchen 1. 3. Geben Sie das Suchwort in das nun erscheinende Suchfeld 2 ein. Daraufhin wird das Dokument nach dem Schlüsselwort durchsucht, und Treffer werden farbig markiert 3. Bei mehreren Treffern können Sie mit den Pfeiltasten 4 von Fundstelle zu Fundstelle springen. b d c a Webseiten teilen Wenn man beim Surfen im Internet interessante Dinge entdeckt hat, möchte man sie oft auch gerne anderen mitteilen. Sie haben folgende Möglichkeiten, den Inhalt einer Webseite anderen zukommen zu lassen: * Verschicken Sie den Link der Seite per Mail: Wählen Sie dazu einfach aus dem Chrome-Menü den Punkt Teilen, und tippen Sie anschließend die gewünschte Mail-App für den Versand an, z. B. Gmail 1. In der Übersicht erscheinen sämtliche Apps, die das Teilen eines Weblinks gestatten. Um sich alle Apps anzeigen zu lassen, wischen Sie einfach mit dem Finger nach oben bzw. unten. Auch die Zwischenablage ist hier unter dem Namen Link kopieren 2 aufgeführt. Damit können Sie den Link zur Webseite auch leicht in eine lokale Textverarbeitungs-App einbinden. 141
Kapitel 5 – Online mit dem Android-Smartphone a b * Auf die gleiche Weise können Sie den Link auch in sozialen Netzwerken wie Twitter oder Facebook veröffentlichen. Zur Publikation auf Facebook bzw. Twitter muss die entsprechende App installiert sein. Privat surfen und die Chronik aufrufen Das Bedürfnis nach Anonymisierung ist mittlerweile auch bei Privatpersonen gestiegen. Der Chrome-Browser bietet eine Möglichkeit, zumindest auf dem lokalen Gerät sowie in der Surfhistorie des Google-Kontos keine Spuren zu hinterlassen. Begeben Sie sich folgendermaßen in den Inkognito­ modus: 1. Starten Sie den Chrome-Browser, und wählen Sie aus dem Browser­ menü die Option Neuer Inkognitotab 1. a 2. Geben Sie eine beliebige URL ein: Sie surfen nun, ohne dass Informationen über die von Ihnen aufgerufenen Seiten gespeichert werden. Der Kopf des Browsers erscheint nun dunkel. In diesem Modus sind noch nicht einmal Screenshots möglich. 142
Privat surfen und die Chronik aufrufen 3. Möchten Sie das bzw. die Inkognitofenster wieder schließen, ziehen Sie die Statusleiste herunter und tippen schließlich auf den Eintrag Alle Inkognito-Tabs schließen 2. Beachten Sie aber, dass auf diese Weise natürlich keine völlige Anonymisierung erreicht wird: Ihr Provider speichert die Dab ten der Seiten, die Sie aufrufen, in jedem Fall und kann diese jederzeit über die IP-Adresszuordnung mit Ihrer Person bzw. Ihrem Konto verknüpfen. Ihr Internetbrowser merkt sich zudem die Seiten, die Sie aufgerufen haben, wenn Sie nicht gerade im Inkognitomodus unterwegs waren. Ihre sämtlichen Seitenaufrufe bringen Sie über den Punkt Verlauf (engl. History) im Browsermenü in Erfahrung. c d Durch Antippen von Browserdaten löschen… 3 können Sie die gespeicherten Seitenaufrufe löschen. Dabei müssen Sie den Zeitraum angeben 4, für den die Daten gelöscht werden sollen. 143
TIPP Kapitel 5 – Online mit dem Android-Smartphone Firefox Alternative Browser nutzen Wie wäre es, einmal einen alternativen Browser auszuprobieren? Zur Auswahl stehen hier Opera und der gute alte Firefox, der eine wahre Verjüngungskur erfahren hat und mittlerweile in puncto Ge­ schwindigkeit sogar Chrome den Rang abläuft. Der Google Assistant Eine echte Bereicherung im Umgang mit den Informationen, die Sie per Google-Suchmaschine auf Ihrem Smartphone erhalten, ist der Google Assistant. Sie haben ihn bereits im Abschnitt »Die Spracheingabe und der Google­ Assistant« ab Seite 64 kennengelernt. Im Folgenden sehen wir uns seine Einsatzmöglichkeiten noch einmal etwas genauer an. Die Idee hinter dem Assistant ist folgende: Sie erhalten personalisierte Informationen über ein spezielles Startbildschirm-Widget und können beliebige – auch aufeinander aufbauende – Fragen stellen. Diese werden auf Basis des schier unerschöpflichen Wissensfundus des Suchmaschinengiganten Google beantwortet. 1. Um den Google Assistant aufzurufen, können Sie eine der folgenden Möglichkeiten nutzen: * Tippen Sie im Widget auf das Symbol mit den farbigen Kreisen am rechten Rand des Suchfelds 1. Das Google-Assistant-Widget lässt sich auf Geräten, auf denen kein »pures« Android installiert ist, nachträglich auf einen Startbildschirm bringen. * Haben Sie während der Konfiguration schon das entsprechende Sprachkommando aktiviert, so genügt auch ein gesprochenes »Hey Google«, um den Assistant zu starten. * Bei aktuellen Android-Geräten (ab Version 12) genügt eine einfache Wischgeste von der rechten oder linken unteren Bildschirmecke zum Zentrum des Displays, um den Assistant zu starten. 144 a
Der Google Assistant 2. Nach dem Aktivieren des Assistants können Sie bereits Ihre Frage stellen. In der Regel wird schon ein Anwendungsbeispiel für den Assistant gegeben. 3. Beginnen Sie zunächst mit einer einfachen Frage, um den Assistant zu testen, z. B.: »Wie wird das Wetter morgen?« Sie erhalten prompt eine Antwort. Sie können den Google Assistant aber auch für alle möglichen Information nutzen: Termine, Aktienkurse, Verkehrsinformationen für den Weg zur Arbeit – all das kann Ihnen der Assistant liefern. Eine individuelle Konfiguration beginnt über die folgenden Schritte: b 1. Klicken Sie im Assistant-Fenster oben auf die Schaltfläche Mehr AssistantFunktionen aktivieren 2. Daraufhin startet eine Konfigurations­ routine, in der Sie einige Präferenzen vorgeben können. 2. Nach Abschluss der Konfiguration erhalten Sie personalisierte Informationen auf der Google-AssistantSeite. Letztere erreichen Sie, indem Sie per Wischgeste bis zur Seite vor der Startseite wischen. Hier finden Sie zunächst einen persönlichen Nachrichtenüberblick. 145
Kapitel 5 – Online mit dem Android-Smartphone 3. Durch Antippen des Snapshot-Symbols am linken oberen Bildrand 3 gelangen Sie in Ihren persönlichen Bereich, in dem Sie wichtige Informationen finden, die Ihren Tagesablauf betreffen. Hier lassen sich auch Aktienkurse oder Wetterberichte abrufen. c Zugang zum geballten Wissen des Assistants erhalten Sie überdies mithilfe der Google-App. Sie ist im Normalfall bereits auf dem Android-Betriebssys146
Der Google Assistant tem installiert. Nach dem Start der App erscheinen zunächst auf der Übersichtsseite Meldungen, die anhand Ihrer bisherigen Google-Suchabfragen den persönlichen Interessen angepasst wurden. Tippen Sie zunächst einmal nacheinander auf die Symbole am unteren Bildschirmrand. Sie gelangen dadurch in folgende Bereiche: a b c d e a Discover: Hier finden Sie Ihren persönlichen Nachrichtenüberblick. b Snapshot: Enthält Ihre persönlichen Inhalte, z. B. Informationen zu Ihrem Terminkalender bzw. zu nahenden Ereignissen. c Google-Suche durchführen d Sammlungen: Hier erscheinen u. a. auf Google Maps favorisierte Orte, aber auch Inhalte einiger Suchabfragen, die Sie durchgeführt haben. e Mehr: Führt in den Konfigurationsbereich des Google Assistants. Im Bereich Mehr 5 lässt sich über den Punkt Einstellungen E Google Assistant 6 anpassen, was in Ihrem Nachrichtenüberblick bevorzugt erscheinen soll. Die Themen, die Sie vorausgewählt haben, können Sie anschließend im Bereich Interessen 7 einsehen. g f 147
Kapitel 5 – Online mit dem Android-Smartphone Äußerst interessant in Verbindung mit der Sprachsuchfunktion des Google Assistants ist die Vernetzung von Informationen mithilfe einer Technik namens Google Knowledge Graph. So versteht die Suchmaschine ähnlich wie Apples Sprachassistentin Siri gesprochene Suchabfragen oder Kommandos, die in Umgangssprache formuliert werden, und versucht nach Möglichkeit, diese mit weiteren Informationen über Karten zu vernetzen. Googles geballte Intelligenz Der Google Assistant ist ein weiterer Beweis dafür, wie perfekt Google das Thema »künstliche Intelligenz« beherrscht. Beachten Sie aber, dass Google sämtliche Ihrer Suchanfragen ab­ speichert. So können Sie auch noch Jahre später über den Link myactivity.google.com alle von Ihnen getätigten Suchanfragen ein­ sehen. Besonders bedenklich dabei: Es werden auch Ihre gesproche­ nen Suchabfragen gespeichert, sogar manchmal, wenn das System versehentlich meint, ein »OK Google« erkannt zu haben. Dann wird ein Teil des aktuell laufenden Hintergrundgesprächs aufgezeichnet – ein datenschutzrechtlich äußerst kritischer Vorgang! Aber keine Angst: Sie haben auf der genannten Seite die Möglichkeit, im Be­ reich Meine Daten bei Assistant die Protokollierung Ihrer Aktivitäten auszuschalten. Google schneidet alle Suchabfragen mit. Besonders kritisch ist dabei die Aufzeichnung aller Sprachaktivitäten. 148
Der Google Assistant Mittlerweile gibt es für Nicht-Google-Smartphones auch eine eigene Assistant-App, die Sie mit dem nebenstehenden QR-Code installieren können. Damit wird ein direkter Zugang zur künstlichen Intelligenz des Assistants hergestellt. Die folgende Tabelle gibt einen groben Überblick darüber, was mit dem Assistant möglich ist. Probieren Sie doch einmal einige der Beispiele aus! Rubrik Sprachbefehl Spiel und Spaß Lass uns ein Quiz spielen! Google Assistant Erzähl mir etwas Lustiges! Reisen und Verkehr Wann geht mein Flug? Welche interessanten Orte gibt es in M ­ ünchen? Einkaufen Setze Zucker und Salz auf meine Einkaufs­liste! Musik und Audio Nächstes Lied! Essen und Trinken Wie viele Ballaststoffe sind in einer Avocado enthalten? Bildung und ­Information Was heißt »Hallo« auf Koreanisch? Lokale Informationen Brauche ich heute einen Regenschirm? Wie weit ist der Mond von der Erde entfernt? Wo ist das nächste Eiscafé? Produktivität Stelle einen Timer auf 5 Minuten! Weck mich morgen früh um 6 Uhr! Smart Home Temperatur erhöhen! (Setzt die Verbindung zu einem digitalen Thermostat via Google Home voraus.) Kommunikation Schreibe eine SMS an Petra »Bin gleich da«! Sende eine WhatsApp an Jan »Ich komme später«! Filme, Fotos und TV Zeig mir meine Fotos von Katzen! Zeig mir meine neuesten Fotos! 149
Kapitel 5 – Online mit dem Android-Smartphone Rubrik Sprachbefehl Gesundheit und Fitness Wie viele Schritte habe ich heute gemacht? Liste einiger Google-Assistant-Befehle. Quelle: https://assistant.google.de/intl/de_de/discover/ 150
Kapitel 6 – E-Mails senden und empfangen Kapitel 6 E-Mails senden und empfangen Sie ist zwar mittlerweile infolge des hohen Spamaufkommens ein wenig in Verruf geraten, ist aber immer noch ein Standardkommunikationsmittel: die E-Mail. Zentrale Schnittstelle für alles, was elektronische Post auf Ihrem Android-Smartphone betrifft, ist das Programm Gmail. Manche Hersteller verwenden eigene Lösungen, ich werde mich aber nachfolgend auf die Beschreibung von Gmail beschränken. Diese App finden Sie auf allen aktuellen Android-Smartphones. Das Google-Programm Gmail Das Gmail-Konto steht Ihnen sofort nach der Aktivierung Ihres Smart­ phones bei Google zur Verfügung. Zur Anmeldung steht es Ihnen frei, eine E-Mail-Adresse entweder in der Form <IhrName>@gmail.com oder in der Form <IhrName>@<IhrProvider>.de zu verwenden. Testen wir zunächst, ob Ihr Gmail-Account funktioniert. Stellen Sie dazu sicher, dass Ihr Smartphone online ist: 1. Schicken Sie sich vom PC aus mit Ihrem gewohnten Mailaccount eine E-Mail an Ihre Gmail-Adresse. Die Mailadresse hat typischerweise die Form <IhrName>@gmail.com. 2. Achten Sie auf den oberen Displaybereich Ihres Smartphones: Nach kurzer Zeit sollte der Eingang der neuen E-Mail über das Benachrichtigungssystem angezeigt werden 1. Befindet sich Ihr Smartphone a 151
Kapitel 6 – E-Mails senden und empfangen im Standby-Modus, wird die Meldung auf dem Sperrbildschirm angezeigt 2. Am Icon der Gmail-App erscheint nach Eingang einer Mail eine punktförmige Markierung – Badge genannt. c b 3. Lesen Sie die E-Mail, indem Sie entweder die Statuszeile herunterziehen und die Benachrichtigung 3 antippen oder Gmail aus dem AppMenü starten. Aus dem Sperrbildschirm heraus können Sie die Mail lesen, indem Sie diese doppelt antippen. 4. Beim ersten Start der App führt ein Assistent Sie durch die Konfiguration. Hier lassen sich u. a. weitere Mailkonten hinzufügen, die per Gmail-App verwaltet werden. Nach der ersten Konfiguration können Sie schließlich die eingetroffene Mail lesen. d 152 e
Das Google-Programm Gmail 5. Beantworten Sie die geöffnete E-Mail, indem Sie die Schaltfläche Antworten 4 bzw. bei mehreren Absendern Allen antworten 5 antippen, und versenden Sie Ihre Antwort später durch Betätigen der Schaltfläche Senden 6. Durch Antippen der drei waagerechten Punkte 7 können Sie Ihre Mail auch innerhalb des zitierten Textes 8 formulieren. f h g TIPP Die E-Mail wird nun gesendet, was Gmail Ihnen noch einmal bestätigt. An dieser Stelle haben Sie übrigens für einen kurzen Zeitraum (ca. 30 Sekunden) noch die Gelegenheit, den Versand der Mail über die Schaltfläche Rückgängig machen 9 zu widerrufen, etwa wenn Sie die Kündigung an Ihren Chef voreilig rausgeschickt haben, weil Sie gerade i feststellen, dass Sie doch keinen 6er im Lotto haben. Tooltips erleichtern die Orientierung Sollten Sie einmal die Bedeutung eines Symbols vergessen haben, gehen Sie folgendermaßen vor: Halten Sie einen Finger auf das ent­ sprechende Symbol gedrückt. Nach kur­ zer Zeit erscheint ein kleiner Tooltip, der die Bedeutung des Symbols erläutert. 153
Kapitel 6 – E-Mails senden und empfangen Gmail im Überblick Schauen wir uns die Gmail-App nun etwas genauer an. Dazu begeben wir uns in den Hauptbereich der App, in den Sie gelangen, wenn Sie Gmail direkt starten, z. B. aus dem App-Menü. Sie landen nach dem Start zunächst im Posteingang, in dem sämtliche eingehenden Mails in Form von Kommunikationen gesammelt werden. Hier finden Sie folgende Elemente: a b a Hauptmenü der App b Suchfunktion c aktuelles Verzeichnis bzw. Label c d Tipps (Diese erscheinen beim erstmaligen Aufruf eines Bereichs und können über die Schaltfläche Schließen rechts entfernt werden.) d e e Kommunikation bzw. sog. Thread mit sämtlichen Mails, die Sie mit einem bestimmten Kommunikationspartner ausgetauscht haben f f Schaltfläche zum Erstellen einer neuen Mail g g Wechsel zum Videokonferenzsystem Google Meet, um eine Blitzkonferenz mit dem Absender der Mail zu starten Wechseln Sie jetzt über die entsprechende Schaltfläche 1 in das Hauptmenü. Hier finden Sie im Wesentlichen die Ordner bzw. Labels Ihres E-MailPostfachs sowie den Zugang zu den Einstellungen der Gmail-App. Damit werden wir uns später noch ausführlicher beschäftigen. 154
Eine E-Mail schreiben Wechseln Sie nun per Zurück-Taste oder durch Antippen des Links Posteingang wieder in den Eingangsbereich der App, und tippen Sie die soeben getätigte Mailkommunikation noch einmal an. Sie finden hier folgende Funktionsschaltflächen: h i j k l m h Zurück in den Posteingang i E-Mail archivieren j E-Mail löschen k E-Mail als ungelesen markieren l In-App-Menü m E-Mail als Favorit markieren Das In-App-Menü beherbergt weitere wichtige Funktionen; u. a. können Sie hier die Mail in andere Ordner verschieben bzw. anderen Hauptlabels zuordnen, die Labels der Mail ändern, aber auch Spam- und Phishingmails melden. Bei Letzteren handelt es sich um unerwünschte Werbung bzw. um Versuche, Ihnen Informationen zu entlocken. Eine E-Mail schreiben Es ist ganz einfach, eine E-Mail zu schreiben und zu versenden. Dazu sind folgende Schritte nötig: 1. Um eine neue E-Mail zu schreiben, starten Sie die Gmail-App und tippen einfach auf die Schaltfläche Schreiben 1 im unteren Displaybereich. 155
Kapitel 6 – E-Mails senden und empfangen 2. Tippen Sie auf das Empfängerfeld 2, und geben Sie die Mailadresse des Empfängers ein. Befindet sich der Kontakt bereits in Ihrem Adressbuch, können Sie diesen nach Eingabe der ersten Buchstaben rasch aus einer a Liste auswählen. Für einen ersten Test bietet es sich an, Ihre eigene Mailadresse zu verwenden. 3. Formulieren Sie einen knappen Be- e treff 3. 4. Schreiben Sie einen Text in das Textb feld 4. 5. Versenden Sie Ihre Mail durch Antippen der Schaltfläche Senden 5. E-Mails verwalten, ordnen und sortieren Wenn man mit älteren Mailprogrammen am PC aufgewachsen ist, dann erscheint die Art und Weise, in der Gmail die E-Mails abspeichert, gewöhnungsbedürftig: Die Mails werden in sog. Konversationen angeordnet. Das sind Gruppierungen von Mails, die z. B. denselben Betreff haben oder zwischen denselben Personen hin- und hergesendet wurden. Jeder Mailaustausch wird dabei in einem Thread, also der Konversation, gesammelt. Die einzelnen Mails lassen sich dann durch Antippen der Statuszeile separat lesen. Threaddarstellung der Mails. Neu eingetroffene Mails erscheinen fett gedruckt. 156 c d
E-Mails verwalten, ordnen und sortieren Mithilfe von Labels ordnen Sie Ihre Konversationen. Im Beispiel habe ich die Google-Play-Rechnungen mit dem Label »Google Play Rechnungen« versehen und dementsprechend geordnet abgelegt. Wenn Sie schon eine Reihe von Mails bekommen haben, fragen Sie sich sicherlich, wie Sie Ordnung in die scheinbar willkürliche Folge von Konversationen bekommen. Die Lösung lautet: mit Labels! Das Ganze können Sie sich in etwa so vorstellen, als würden Sie Etiketten an jede Mail heften. Die E-Mail von Ihrem Bruder bekommt z. B. das Etikett Privat, die Bestellbestätigung von Amazon das Etikett Einkäufe. Das kennen Sie bestimmt schon, denn das funktioniert so wie das alte Ordnerprinzip: Jede Mail wird in einen Ordner verschoben. Labels können aber noch mehr. Sie können einer E-Mail auch mehrere Labels zuweisen; z. B. bekommt die E-Mail von Ihrem Bruder zusätzlich das Label Familie oder die Bestellbestätigung zusätzlich das Label Amazon. So können Sie geschickter sortieren und behalten viel besser den Überblick über Ihre Mails. 157
Kapitel 6 – E-Mails senden und empfangen Um eine E-Mail oder einen Thread mit einem Label zu versehen, tippen Sie länger auf die Mail und wählen anschließend aus dem Gmail-Menü den Punkt Labels ändern 1. a b Nun öffnet sich ein weiteres Fenster, in dem Sie ein oder mehrere vordefinierte Labels auswählen können 2. Die Verwendung mehrerer Labels für die gleiche E-Mail hat den Vorteil, dass Sie Ihre Mails so in verschiedene Kategorien gleichzeitig einordnen können. Die Labels definieren Sie am einfachsten über Gmail per PC-Browser unter dem Punkt Labels verwalten (mehr dazu im folgenden Abschnitt). Sie greifen auf die verschiedenen Labels in der Mail-App über das Hauptmenü der App zu (siehe den Abschnitt »Gmail im Überblick« ab Seite 154). Auch der Posteingang und der Postausgang erscheinen dort als Labels. E-Mails über die Website am PC abrufen Das Schöne an Gmail ist die Möglichkeit, dass Sie am heimischen PC per Browser bequem auf Ihre Konversationen zugreifen können: 1. Starten Sie Ihren Browser auf dem PC, und loggen Sie sich mit Ihrem Google-Account bei www.google.de ein. 158
Einstellungen vornehmen 2. Klicken Sie den Link Gmail im Google-Menü im oberen rechten Bereich des Browserfensters an. Sie können nun Ihre E-Mails im Browser betrachten, bearbeiten, einordnen und mit neuen Labels versehen. a 3. Wischen Sie mit der Maus über den linken Fensterbereich 1, sodass sich der Labelbereich entfaltet. 4. Begeben Sie sich zum Menüpunkt Mehr E Labels verwalten 2. Hier können Sie neue Labels anlegen, die später auch auf Ihrem Smartphone in der GmailApp erscheinen. b Einstellungen vornehmen Durch Betätigen der Menü-Schaltfläche innerhalb des Hauptmenüs von Gmail gelangen Sie über den Menüpunkt Einstellungen in das Optionsmenü der App. Dieses ist in die Bereiche Allgemeine Einstellungen sowie in die speziellen Einstellungen für Ihr Google-Konto unterteilt. Hier finden Sie die üblichen Möglichkeiten zur Konfiguration einer Mailanwendung. Insbesondere können Sie dort auch eine individuelle Signatur definieren, die an jede E-Mail angehängt wird 1 (siehe dazu auch den Abschnitt »Signatur und Benachrichtigungston anpassen« auf Seite 166). 159
Kapitel 6 – E-Mails senden und empfangen a Die Einstellungen der GmailApp: oben die allgemeinen Einstellungen, rechts die ­Optionen für ein einzelnes ­E-Mail-Konto Bilder und andere Dokumente an E-Mails anhängen Bilder lassen sich nicht nur mit dem Messenger WhatsApp verschicken. Bei größeren Schriftwechseln bietet es sich an, diese an eine E-Mail anzuheften. Das geht folgendermaßen: a 1. Schreiben Sie eine Mail, wie ab Seite 155 beschrieben. 2. Tippen Sie auf die Büroklammer 1. Dadurch öffnen Sie das Menü zum Anhängen einer Datei. Tippen Sie in dem Menü auf den Punkt Datei anhängen. 3. Wählen Sie als Bildquelle nun die FotosApp 2 oder auch den Bereich Bilder 3 aus. In Letzterem finden Sie die Bilder, die lokal auf Ihrem Smartphone gespeichert wurden. Die Fotos-App hingegen zeigt sämtliche Bilder, die mit Ihrem 160
Bilder und andere Dokumente an E-Mails anhängen c Google-Konto verknüpft sind und sich auf Ihrem Google-Onlinespeicher befinden. 4. Suchen Sie ein Bild oder mehrere Bilder aus, die Sie an die Mail anhängen möchten. Tippen Sie die Bilder zur Auswahl so lange an, bis ein Häkchen 4 als Markierung erscheint. b 5 d 5. Bestätigen Sie Ihre Auswahl über die Schaltfläche Fertig 5. Möchten Sie nur ein Bild verschicken, genügt es, dieses kurz anzutippen. Es landet dann unmittelbar in der Mail. 6. Verschicken Sie schließlich Ihre E-Mail f durch einen Tipp auf die Schaltfläche Senden 6. Wenn es sich um ein Originalbild der eingebauten Kamera handelt, sollten Sie das Bild ggf. vor dem Versenden komprimieren. Wie das funktioniert, erfahren Sie im Kasten »Ein Bild auf die Schnelle verkleinern« auf Seite 245. Dateimanager+ Sie können aber nicht nur Bilder, sondern auch andere Anhänge versenden. Möchten Sie Ihrem Kollegen ein PDF- oder gar ein Word-Dokument schicken? Auch das ist kein Problem! Zuvor ist es sinnvoll, einen Dateimanager zu installieren. Diese gibt es zuhauf im Play Store, ich verwende nachfolgend den beliebten Dateimanager+. 161
Kapitel 6 – E-Mails senden und empfangen h g Verschicken Sie beliebige Dokumente von Ihrem Smartphone aus mit dem Dateimanager+. Dieser kann sogar auf einen am Smartphone angeschlossenen USB-Stick zugreifen. 1. Installieren Sie den Dateimanager+ (mithilfe des auf Seite 161 abgebildeten QR-Codes). 2. Schreiben Sie eine Mail. Wählen Sie wie schon beim Versand des Bildes oben den Punkt Datei anhängen (siehe Schritt 2 auf Seite 160), nun aber die Option Dateimanager+ 7. 3. Navigieren Sie mit dem Dateimanager zur gewünschten Datei 8, und wählen Sie diese durch langes Antippen aus. (Mehr zur Verwendung eines Dateimanagers erfahren Sie z. B. im Abschnitt »Musik auf das Smartphone übertragen« ab Seite 287). 4. Verschicken Sie die Mail wie gewohnt, indem Sie die Schaltfläche Senden betätigen. Andere E-Mail-Anbieter einrichten: GMX, WEB.DE, Yahoo und Co. Möchten Sie Ihren gewohnten E-Mail-Provider auf Ihrem Android-Smartphone nutzen, können Sie das ebenfalls in Verbindung mit der Gmail-App tun: Dazu richten Sie dort einfach ein weiteres Konto ein. 162
Andere E-Mail-Anbieter einrichten 1. Starten Sie die Gmail-App, und wechseln Sie im Hauptmenü zu den Einstellungen. Tippen Sie dort auf den Eintrag Konto hinzufügen 1. 2. Wählen Sie im erscheinenden Dialog einen Kontotyp aus der Liste der Anbieter aus. Sollte Ihr spezieller Anbieter hier nicht aufgelistet sein, wählen Sie zur manuellen Konfiguration den Punkt Sonstige 2. c a b Ich wähle nachfolgend zur Einrichtung ein GMX-Konto, indem ich auf den entsprechenden Eintrag tippe 3. 3. Geben Sie nun zunächst die Adresse Ihres Mailzugangs 4 an, den Sie mit Ihrem Android-Smartphone nutzen und verwalten möchten. Betätigen Sie anschließend die Schaltfläche Weiter. An dieser Stelle haben Sie die Möglichkeit, den E-Mail-Empfang über eine manuelle Einrichtung noch genauer anzupassen 5. Das empfiehlt sich bei exotischeren Mail­ anbietern. Hier müssen Sie dann insbesondere die verwendeten Mailserver in Erfahrung bringen. d f e 163
Kapitel 6 – E-Mails senden und empfangen 4. Geben Sie im nächsten Schritt Ihr Passwort für den Mailzugang ein 6, und bestätigen Sie die Eingabe gleichfalls über Weiter. 5. Nun wird der Zugang zum Maileingangs- und Mailausgangsserver geprüft. Anschließend haben Sie die Möglichkeit, über den Dialog Konto­ optionen die Abruffrequenz 7 für Ihre E-Mails anzupassen. Betätigen Sie anschließend die Weiter-Schaltfläche. g h 6. Benennen Sie das Konto ggf. noch um 8, und beenden Sie den Assistenten per Schaltfläche Weiter. Das neu eingerichtete Konto sollte nun in der Übersicht erscheinen 9. Um zu diesem Konto zu wechseln, tippen Sie es einfach an. j i 164
E-Mails an Kontakte aus dem Adressbuch schicken INFO Das war’s: Ihr Konto ist eingerichtet und wird in Zukunft automatisch vom Android-System synchronisiert. Auf diese Weise können Sie so viele Mailkonten in Gmail integrieren, wie es Ihnen beliebt. Die eingehenden Mails landen im gemeinsamen Posteingang, der Eingang wird in der Statuszeile signalisiert. Die unterschiedlichen Konten erscheinen in Gmail, wenn Sie auf das Kontensymbol oben rechts j tippen. Dort können Sie auch Ihre Konten verwalten. Alternative Mailprogramme Es steht Ihnen natürlich frei, eines der zahlreichen alternativen Mailprogramme anstelle der im letzten Abschnitt vorgestellten integrierten Lösung zu verwenden. Ich persönlich habe sehr gute Erfahrungen mit dem Mailprogramm Aqua Mail gemacht. Sie fin­ den es im Play Store und installieren es über den nebenstehenden QR-Code. Ein Vorteil von Aqua Mail ist die Vielfalt der Konfigurati­ onsmöglichkeiten. Aqua Mail E-Mails an Kontakte aus dem Adressbuch schicken Eine E-Mail lässt sich auch direkt an einen Empfänger aus Ihrem Kontaktverzeichnis schreiben: 1. Starten Sie die Kontakte-App, und wählen Sie einen Kontakt aus, an den Sie eine E-Mail verschicken möchten. 2. Tippen Sie auf die E-Mail-Adresse neben dem Umschlagsymbol 1. Gegebenenfalls erhalten Sie hier eine Auswahl mehrerer Mailadressen. 3. Sollten Sie mehrere Mail-Apps auf Ihrem Smartphone installiert haben, wählen Sie im nächsten Schritt die Mail-App aus, die Sie verwenden möchten. Durch Auswahl der Schaltfläche Immer 2 wird diese MailApp in Zukunft standardmäßig verwendet. Wenn Sie das nicht wünschen, wählen Sie an dieser Stelle Nur diesmal 3 aus. 165
Kapitel 6 – E-Mails senden und empfangen a c b INFO 4. Schreiben Sie Ihre E-Mail, und verschicken Sie sie wie üblich. Ihr Adressbuch direkt in der Mail-App nutzen Alternativ zur oben beschriebenen Vorgehensweise können Sie natürlich auch in der Gmail-App direkt auf Ihr Adressbuch zugrei­ fen. Geben Sie dazu in das An-Feld einfach die ersten Buchstaben Ihres Kontakts ein. Dadurch wird eine Suche im Adressbuch gestartet. Den gewünschten Kontakt wählen Sie dann einfach, indem Sie auf das passende Ergebnis tippen. Signatur und Benachrichtigungston anpassen Sie haben die Möglichkeit, Ihre Mails mit einer persönlichen Signatur zu versehen, die Ihre Adressdaten, aber auch andere Informationen enthält. Mehr noch: Für unterschiedliche Mailkonten können Sie sowohl unterschiedliche Signaturen als auch unterschiedliche Benachrichtigungstöne festlegen. 166
Signatur und Benachrichtigungston anpassen 1. Starten Sie Gmail, und wechseln Sie über das Hauptmenü in den Bereich der Einstellungen. Diesen Punkt finden Sie ganz unten im Menü. 2. Tippen Sie in der Übersicht das Konto an, dessen Signatur bzw. Benachrichtigungston Sie festlegen möchten. 3. Nun können Sie zunächst die Mobile Signatur 1 durch Antippen des entsprechenden Menüpunkts anpassen. 4. Einen speziellen Benachrichtigungston stellen Sie ein, indem Sie sich im Bereich Benachrichtigungen in das Untermenü Benachrichtigungen verwalten 2 begeben. Hier können Sie über den Menüpunkt Ton 3 einen speziellen Benachrichtigungston auswählen und entscheiden, ob Ihr Smartphone beim Eingang einer Nachricht auch vibrieren soll. Außerdem lässt sich einstellen, ob beim Eingang einer Mail ein Benachrichtigungspunkt (Badge) am Icon der App angezeigt werden soll. a b c Jedes Mailkonto kann mit einem Benachrichtigungston und einer speziellen ­Signatur versehen werden. 167

Kapitel 7 – Kalender, Termine, Erinnerungen und Co. Kapitel 7 Kalender, Termine, Erinnerungen und Co. Android ist längst Bestandteil der Businessliga. Das System bietet eine exzellente Terminverwaltung und Aufgabenplanung und lässt sich obendrein mit Office-Software bestücken, sodass Sie auch unterwegs jederzeit noch schnell an einem wichtigen Vortrag feilen oder Ihre Spesenabrechnung vornehmen können. Die Kalender-App Ihr Android-Smartphone ist von Haus aus mit einer perfekten Terminverwaltung ausgestattet. Ich muss an dieser Stelle zugeben, dass es mir anfänglich äußerst suspekt war, meine beruflichen und privaten Termine der Datenkrake Google anzuvertrauen. Andererseits: Sie liegen dort wahrscheinlich sicherer als im Safe einer Schweizer Bank, wenn man einige grundlegende Prinzipien des Datenschutzes beachtet. Und es ist schon äußerst bequem, eine reibungslose Terminsynchronisation zu haben, ohne dass man dafür das Smartphone wie früher umständlich per Dockingstation oder USB-Kabel mit dem PC verbinden muss. Dieses Kapitel gibt Ihnen einen Überblick darüber, was Sie beachten sollten, wenn Sie sich Ihren Alltag von Google planen lassen möchten. Dabei lege ich besonderen Wert auf die Verzahnung und Synchronisation von Smartphone und Google-Kalender. Die Synchronisation mit Outlook und Co. beschreibe ich ebenfalls. 169
Kapitel 7 – Kalender, Termine, Erinnerungen und Co. Der Google-Kalender a Bevor wir uns den Möglichkeiten des Kalenders auf dem Smartphone widmen, sehen wir uns zunächst einmal den »großen Bruder« im Netz näher an. Im Folgenden gehe ich davon aus, dass Sie ein Google-Konto besitzen und dieses so eingerichtet haben, wie im Abschnitt »Das Android-Smartphone zum ersten Mal starten« ab Seite 17 beschrieben. 1. Loggen Sie sich auf Ihrem PC per Browser an Ihrem Google-Konto ein. 2. Begeben Sie sich ins Google-Menü 1 im rechten oberen Bereich des Browserfensters, und wählen Sie dort die Option Kalender 2. b c Jetzt öffnet sich der Google-Kalender. Er ist in folgende Bereiche aufgeteilt: f g d h 170 e
Einen Termin eintragen c Monatsübersicht: Hier können Sie schnell zwischen den einzelnen Monaten wechseln. d Meine Kalender: Zeigt Ihre aktuell verwendeten Kalender an. Das ist zunächst der zu Ihrem Konto gehörende Standardkalender, aber auch der Aufgabenbereich taucht hier in Form des Kalenders Tasks auf. Sie können jederzeit neue Kalender definieren, z. B. einen gemeinsamen Kalender für Projektmitarbeiter, um Projektmeilensteine einzutragen und einzuhalten. Kalender, die mit einem Häkchen versehen sind, werden im Hauptbereich angezeigt. e Zentraler Kalender: Hier tragen Sie Ereignisse und Termine in den Browser ein. Der aktuelle Tag ist ebenso markiert wie die aktuelle Zeit. Letztere erkennen Sie an einem roten Strich – vorausgesetzt, Sie befinden sich in der Tages- bzw. Wochenansicht. f Ansichten: Durch Anklicken des Auswahlpfeils wechseln Sie zwischen verschiedenen Kalenderansichten. Im Normalfall ist die Wochenansicht am günstigsten, um sich einen Überblick über die aktuelle Arbeitswoche zu verschaffen. g Aufgaben: Die Aufgabenliste am rechten Rand erscheint, wenn Sie den Punkt Tasks (auf Deutsch: »Aufgaben«) im Bereich Meine Kalender aktiviert haben. Ist das nicht der Fall, klicken Sie dort einfach einmal auf Tasks 8. Einen Termin eintragen a Um einen neuen Termin in den Onlinekalender einzutragen, gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Navigieren Sie zum gewünschten Datum, und klicken Sie einfach auf das gewünschte Zeitfeld. Es öffnet sich ein kleines Fenster, in dem Sie den Termin näher beschreiben können 1. Durch Betätigen der Schaltfläche Speichern 2 wird der Termin im Kalender fixiert. Mit Weic b d 171
Kapitel 7 – Kalender, Termine, Erinnerungen und Co. tere Optionen 3 können Sie den Termin feinjustieren und somit etwa u. a. auch den Veranstaltungsort ergänzen. Neu ist die Möglichkeit, den Termin mit einer Google-Meet-Videokonferenz zu verknüpfen 4. 2. Sollte Ihnen das Zeitfenster im Nachhi­ nein zu klein erscheinen, können Sie den soeben erstellten Termin beliebig verlängern. Fassen Sie ihn dazu am unteren Ende mit einem Mausklick, und ziehen Sie den Bereich auf. Sie können den Termin sogar innerhalb des Kalenderbereichs im Browser verschieben. 3. Die Terminbeschreibung erscheint Ihnen im Nachhinein zu unklar, Sie möchten außerdem weitere Einzelheiten ergänzen? Klicken Sie den Termin im Kalender doppelt an. Daraufhin öffnet sich ein Fenster, in dem Sie die bisher festgelegten Einzelheiten zum Termin sehen, die Sie nun weiter bearbeiten bzw. ändern oder ergänzen können. So lässt sich hier z. B. der Veranstaltungsort 5 näher festlegen. Der Planer macht dabei Ortsvorschläge aufgrund Ihrer Eingaben. f e 4. Schließen Sie Ihre Änderungen ab, indem Sie auf die Schaltfläche Speichern 6 tippen. 172
Termine auf dem Smartphone verwalten Termine auf dem Smartphone verwalten Sie gelangen zum Kalender Ihres Smartphones, indem Sie die Kalender-App starten. Hier können Sie nach Belieben Ihre Termine verwalten. Ich empfehle Ihnen, das Kalender-Widget für einen schnellen Zugriff auf den Terminplaner auf einem Homescreen zu deponieren. Tippen Sie zu diesem c Zweck das Icon der Kalender-App etwas länger an. Dann erscheint ein Kontextmenü. Tippen Sie hier das Widgets-Symbol 1 an, und halten Sie im unteren Displaybereich Ausschau nach einem passenden Widget, indem Sie per Fingerwisch durch die angebotenen Möglichkeiten scrollen. Halten Sie den Finger c länger über dem gewünschten Widget 2 gedrückt, und ziehen Sie es auf einen freien Homescreen. Sie können die Größe des Widgets ändern, indem Sie länger darauf tippen und die Fläche durch Anfassen der Punkte 3 auf die gewünschte Größe ziehen. c c a b Schauen Sie sich die angezeigten Termine an. Falls der Termin, den Sie im vorigen Abschnitt per Browser in Ihren Google-Kalender eingetragen haben, nicht im Kalender bzw. im Kalender-Widget auftaucht, prüfen Sie, ob die Synchronisierung des Kalenders aktiviert wurde. Gehen Sie dazu folgendermaßen vor: 1. Kontrollieren Sie in den Einstellungen im Bereich Konten, ob die automatische Synchronisierung aktiviert ist 1. 173
Kapitel 7 – Kalender, Termine, Erinnerungen und Co. 5 3 2 4 1 2. Tippen Sie nun auf das Google-Konto 2, und kontrollieren Sie anschließend durch Antippen des Menüpunkts Kontosynchronisierung 3, ob der Schalter bei Kalender 4 aktiviert wurde. Im In-App-Menü 5 lässt sich die Synchronisation über den Punkt Jetzt synchronisieren auch noch einmal manuell anwerfen. Jetzt sollten Ihre Termine alle im Kalender zu sehen sein. Schauen wir uns die Kalender-App doch einmal etwas genauer an: 1. Starten Sie sie durch Antippen des Kalender-Widgets oder des KalenderIcons. Beim ersten Start erhalten Sie eine Einführung in Form eines kleinen Tutorials. Um die Informationen zu lesen, wechseln Sie per Wischgeste durch die Seiten und bestätigen die letzte Seite mit OK. 2. Nun begrüßt Sie der Kalender mit Ihren zuvor eingetragenen Terminen. Für einen ersten Überblick eignet sich die Terminübersicht; Sie können aber auch per App-Menü links oben zur Tages- bzw. Wochenansicht wechseln. Ein nettes Feature der Terminübersicht: Die Kalender-App versucht, passende Hintergrundbilder für die jeweilige Aktivität zu finden. Wenn Sie ein neues Ereignis in die Kalender-App Ihres Smartphones eintragen wollen, gehen Sie folgendermaßen vor: 174
Termine auf dem Smartphone verwalten a 1. Tippen Sie auf das +-Symbol am rechten unteren Bildschirmrand 1. Nun erscheint eine Übersicht mit den Optionen Ziel, Erinnerung, Aufgabe, Termin. Hier können Sie sich also an zu erledigende Aufgaben erinnern lassen (z. B. »Milch einkaufen«) oder sich auch langfristigere Ziele setzen (»Sich bewegen«, »Etwas Neues lernen« etc.). 2. Wir wollen hier aber nun einen Termin anlegen und tippen daher auf die entsprechende Schaltfläche 2. 3. Benennen Sie zunächst Ihren Termin 3. Bei der Eingabe erkennt die Kalender-App intelligent gängige Aktivitäten (z. B. »Kaffee trinken«) und schlägt Varianten vor (bestimmte Personen, aber etwa auch – nach Eingabe des Ortes – ein bestimmtes Café). Folgen Sie dem Assistenten, und bestätigen Sie abschließend den Termin über die Schaltflächen OK 4 bzw. Speichern 5. b 175
Kapitel 7 – Kalender, Termine, Erinnerungen und Co. e c d Alternativ erstellen Sie einen neuen Termin durch Antippen eines entsprechenden Zeitfensters in der Kalender-App: 1. Tippen Sie auf einen Zeitraum in der Kalenderübersicht. Daraufhin wird dort ein Feld angezeigt. Tippen Sie den Bereich Titel hinzufügen 1 an, und vergeben Sie eine aussagekräftige Überschrift 2. e b c a 176 d
Termine auf dem Smartphone verwalten 2. Passen Sie ggf. das Datum und die gewünschte Dauer des Termins in der Eingabemaske an 3. 3. Optional können Sie hier auch wieder den Ort festlegen 4, an dem der Termin stattfindet. Das ist etwa dann nützlich, wenn Sie mithilfe des eingebauten Routenplaners zu Ihrem Termin navigieren möchten. Sofern es sich um ein Geschäft oder einen öffentlichen Platz handelt, versucht Android, Ihre Angaben sofort bei der Eingabe zu erkennen. Schließlich können Sie auch noch einige Notizen zum Termin hinzufügen. 4. Speichern Sie den neuen Termin ab, indem Sie auf die Schaltfläche Speichern 5 tippen. Sie können einen Termin später auch noch ändern. Gehen Sie dazu nach der Terminerstellung folgendermaßen vor: 5. Tippen Sie zunächst den Termin im Kalender an. Klicken Sie anschließend auf das Stiftsymbol (Bearbeiten) 6. Mithilfe des Farbpunktsymbols 7 weisen Sie dem Termin ein anderes Farbsymbol zu. Außerdem können Sie im Menü eine Benachrichtigung für den Termin aktivieren 8 oder weitere Teilnehmer per Mail einladen 9. Mittels Speichern bestätigen Sie erneut Ihre Änderungen. f j i k h g 6. Schließlich können Sie einen ausgewählten Termin über das In-App-Menü j auch löschen k. 177
Kapitel 7 – Kalender, Termine, Erinnerungen und Co. Auf die gleiche Weise verlegen Sie einen Termin auf ein anderes Datum. Nach dem Bearbeiten von Terminen werden diese automatisch mit dem Google-Kalender synchronisiert, sofern Sie die Synchronisierung wie oben beschrieben korrekt konfiguriert haben. Ob das tatsächlich funktioniert hat, testen Sie ganz einfach, indem Sie den Google-Kalender auf Ihrem PC im Browser öffnen. Die Kalender-App im Detail Die Kalender-App ist folgendermaßen aufgebaut (wobei die linke Abbildung das Seitenmenü darstellt): f bg 1 c h d i e a Auswahl der Darstellungsweise (Terminübersicht, Tag, 3 Tage, Woche, Monat) b Suchfunktion c Hauptkonto des Kalenders (hier: mein Gmail-Konto) d spezielle Kalenderbereiche (Termine, Geburtstage etc.) 178
Einen Termin mit einer Erinnerung versehen e Einstellungen der App f Monatsübersicht (erscheint, wenn man den Monatsnamen antippt) g Sprung zum aktuellen Tag h Termine des entsprechend ausgewählten Tages i Erstellen eines neuen Termins Einen Termin mit einer Erinnerung versehen Wenn Sie sich im Voraus an wichtige Termine erinnern lassen wollen, stellen Sie das so auf Ihrem Smartphone ein: 1. Öffnen Sie den Termin durch Antippen, und wählen Sie die Option Bearbeiten über das Stiftsymbol. 2. Tippen Sie das Feld Benachrichtigung hinzufügen an. 1 b c 4 3. Definieren Sie den Benachrichtigungsvorlauf 1 durch Antippen eines Eintrags aus der Liste. Über den Punkt Benutzerdefiniert 2 lässt sich der Benachrichtigungsvorlauf individuell bestimmen 3 und u. a. auch die Benachrichtigungsform (Smartphone-Alarm, E-Mail) 4 einstellen. 179
Kapitel 7 – Kalender, Termine, Erinnerungen und Co. Sie können sich auf diese Weise auch mehrfach an den Termin erinnern lassen, indem Sie einfach über die Schaltfläche Benachrichtigung hinzufügen 5 mehrere Benachrichtigungen erstellen. Diese lassen sich natürlich auch wieder entfernen: Dazu tippen Sie auf das Schließen-Symbol 6 der zu löschenden Benachrichtigung. f e Regelmäßige Termine eintragen Sicher haben Sie auch einige Termine, die sich regelmäßig wiederholen. In meinem Fall wäre das z. B. der wöchentliche Termin zum Yoga. Einen solchen wiederkehrenden Termin legen Sie folgendermaßen an: g 1. Starten Sie die Kalender-App, und geben Sie den gewünschten Termin wie gewohnt ein. 2. Tippen Sie auf das Feld mit der Beschriftung Einmalig 1. 3. Stellen Sie im folgenden Menü a die gewünschte Wiederholungsfrequenz 2 ein. 4. Optional: Geben Sie im Menü Benutzerdefiniert 3 noch den Wo- chentag 4 und ein Enddatum 5 an. Sie können an dieser Stelle auch die Anzahl der Wiederholungen des Termins eingeben. Verlassen Sie diesen Menübereich über die Schaltfläche Fertig 6. 180 2 3
Einen neuen Kalender ­erstellen 5. Speichern 7 Sie schließlich den fer- tigen Termin ab. Obwohl Geburtstage und Jubiläen als wiederkehrende Ereignisse auf die gleiche Art eingegeben werden können, empfiehlt es sich, dafür einen eigenen Kalender einzurichten. Wie das funktioniert, erfahren Sie im nächsten Abschnitt. f d e Einen neuen Kalender ­erstellen Möchten Sie Ihren höchstpersönlichen Kalender mit selektiven Einträgen erstellen (z. B. mit Meilensteinen für ein Projekt), so gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Loggen Sie sich per Browser an Ihrem Google-Konto ein, und begeben Sie sich in den Bereich Kalender. 2. Tippen Sie unterhalb von Meine Kalender auf die +-Schaltfläche neben Weitere Kalender 1 und anschließend auf den nun erscheinenden Menüpunkt Neuen Kalender einrichten 2. c a d b e 181
Kapitel 7 – Kalender, Termine, Erinnerungen und Co. 3. Benennen Sie den neuen Kalender im Feld Name 3, fügen Sie darunter eventuell eine Beschreibung 4 hinzu, und beenden Sie den Dialog mit der Schaltfläche Kalender erstellen 5. 4. Der Kalender sollte jetzt in der Kalenderübersicht im Browser erscheinen. Über das Kontextmenü, das sich hinter den drei senkrechten Punkten neben dem Kalender verbirgt, haben Sie Gelegenheit, diesem eine neue Farbe zuzuordnen. 5. Wählen Sie anschließend den Menüpunkt Nur diesen zeigen 6 aus, und tragen Sie Ihre Projektmeilensteine oder Ähnliches ein. 6. Blenden Sie danach die anderen Kalender wieder ein, indem Sie auf die nun nicht mehr farbigen Felder neben ihren Namen tippen 7. 7. Schließlich müssen Sie noch kontrollieren, ob Ihr Kalender korrekt auf Ihr Smartphone übernommen wurde. Prüfen Sie dazu im Hauptmenü der Kalender-App, ob der neu angelegte Kalender in der Liste der Google-Kalender auftaucht 8. Ist das nicht der Fall, begeben Sie sich in die Einstellungen der App 9 und schauen dort nach, ob der Kalender in Ihrem Goo­ gle-Bereich auftaucht. Sollte auch das nicht der Fall sein, synchronisieren Sie einfach noch einmal die Kalender- 182 f
Einen neuen Kalender ­erstellen App. Gehen Sie dazu so vor, wie im Abschnitt »Termine auf dem Smartphone verwalten« ab Seite 173 beschrieben. Die Kalendereinträge erscheinen nun im Hauptmenü Ihres Kaleng ders j. Im Beispiel ist zu sehen, dass Termine unterschiedlicher Kalender in verschiedenen Farben dargestellt sind. Das hilft Ihnen, den Überblick zu bewahren, und schützt Sie vor einer »Überbuchung«. h i j Um z. B. einen solchen Projektkalender allen Beteiligten zugänglich zu machen, können Sie ihn öffentlich oder auch nur für bestimmte Teilnehmer freigeben. Dazu passen Sie einfach die Eigenschaften des Google-Kalenders im Browser an. 183
INFO Kapitel 7 – Kalender, Termine, Erinnerungen und Co. Alternative Kalender-Apps Der Play Store ist randvoll mit alternativen Kalender-Apps, die teil­ weise wesentlich komfortabler sind als die eingebaute Lösung. Mein persönlicher Favorit ist aCalendar+. Bei diesem voll individua­ lisierbaren Kalender können Sie perfekt per Wischgesten durch ver­ schiedene Ansichten navigieren. aCalendar+ Wechseln Sie per Wischgeste durch die unterschiedlichen Ansichten. Aufgaben, Listen und Memos Ihr Google-Konto verfügt auch über eine Aufgabenplanung namens Google Tasks. Diese haben Sie sicher schon am rechten Fensterrand entdeckt, wenn Sie per Browser Ausflüge in die Kalender-App unternommen haben. a Googles Aufgabenplanung ist in den Google-Kalender integriert. Sollte sie nicht zu sehen sein, dann klicken Sie auf die kreisförmige blaue Schaltfläche 1. 184
Aufgaben, Listen und Memos Um auch auf Ihrem Android-Smartphone auf die Aufgabenliste zugreifen zu können, müssen Sie zunächst die App Google Tasks auf Ihr Smartphone befördern: 1. Installieren Sie die App mit dem nebenstehenden QR-Code, und starten Sie sie. Überspringen Sie den Begrüßungsdialog durch Anklicken der Schaltfläche Jetzt starten 2. 2. Kontrollieren Sie, ob die Aufgaben, die Sie eventuell bereits am PC erstellt haben, in der Liste auftauchen. Google Tasks c b f 3. Erstellen Sie eine neue Aufgabe, indem Sie das +-Zeichen 3 antippen. Optional können Sie für die erstellte Aufgabe auch ein Fälligkeitsdatum setzen 4 oder Unteraufgaben definieren 5. d e 185
Kapitel 7 – Kalender, Termine, Erinnerungen und Co. 4. Verlassen Sie nach Fertigstellung der neuen Aufgabe das Menü über die Pfeilschaltfläche 6. Die Aufgabe sollte nun im Überblick erscheinen 7. Nachdem die Aufgabe erstellt wurde, erscheint sie sofort auch im Aufgabenbereich des Google-Kalenders 8, auf den Sie im Browser am PC zugreifen können. g h Ein Memo ist eine kleine Notiz (vergleichbar mit den kleinen gelben Postit-Zetteln). Dazu verwenden Sie die Google-App Notizen, die Sie bereits im Abschnitt »Texte eingeben« ab Seite 53 kennengelernt haben. Dort wurde auch gezeigt, wie man mithilfe von Google Notizen ein Memo erstellt. Inte­ ressant ist nun vor allem, wo man die erstellten Notizen systemübergreifend online findet. Google Notizen 1. Starten Sie die Notizen-App, und erstellen Sie eine beliebige Notiz, z. B. eine Einkaufsliste. Die Symbole in der folgenden Abbildung bedeuten: b c d e a a eine neue einfache Notiz erstellen b Liste erstellen (z. B. eine Einkaufsliste) c handschriftliche Notiz vornehmen d Sprachnotiz erstellen e Fotonotiz anfertigen 186
Aufgaben, Listen und Memos 2. Ihre Notizen werden online auf Ihrem Google-Konto gespeichert. Rufen Sie im PC-Browser die Seite https://keep.google.com auf, und loggen Sie sich dort mit Ihren Google-Kontodaten ein. Hier finden Sie alle Notizen – vorausgesetzt, die Synchronisation für Google Notizen ist aktiviert. Das prüfen Sie in den Einstellungen unter Konten, indem Sie Ihren Google-Kontoeintrag antippen und den Bereich Kontosynchronisierung kontrollieren (siehe dazu auch den Abschnitt »Termine auf dem Smartphone verwalten« ab Seite 173). f Sehr praktisch ist die Funktion, eine Notiz mit anderen zu teilen. Bei uns privat läuft das beispielsweise so ab, dass ich eine Einkaufsliste erstelle und für meine Frau freigebe. So kann jeder abhaken, was er bereits gekauft hat, und der Partner sieht den Status in der synchronisierten Liste. Tippen Sie zum Teilen einer Liste einfach im Menü zur geöffneten Notiz auf das Mitbearbeiter-Symbol 6, und wählen Sie dort eine weitere Person, die ein Google-Konto besitzt. 187
INFO Kapitel 7 – Kalender, Termine, Erinnerungen und Co. Evernote 188 Alternative Memo-App: Evernote Evernote ist wohl die derzeit funktionsreichste App unter den Notizund Memo-Programmen. Die damit erstellten Notizen können be­ liebige Anhänge enthalten. Evernote speichert nämlich auch Bilder und andere Dateien in den Notizen ab und eignet sich somit vorzüg­ lich als Universalnotizbuch im privaten wie geschäftlichen Bereich.
Kapitel 8 – Apps installieren und verwalten Kapitel 8 Apps installieren und verwalten In diesem Kapitel sehen wir uns die Standardquelle aller Apps etwas genauer an, den Google Play Store (kurz Google Play oder Play Store). Er ist der Dreh- und Angelpunkt, wenn es darum geht, Apps auf Ihr Android-Smartphone zu befördern. Aber es gibt auch andere Softwarequellen. Ein Rundgang durch den Google Play Store Im Einstiegskapitel haben Sie bereits Bekanntschaft mit dem Google Play Store gemacht und danach sicher auch die eine oder andere App installiert. Sie können sowohl unterwegs als auch vom heimischen WLAN aus jederzeit auf Google Play zugreifen. Grund genug, an dieser Stelle noch einmal etwas genauer auf den zentralen Markt der Apps einzugehen. Zunächst sehen wir uns lediglich den Teil des Markts an, der für die Apps zuständig ist: 1. Starten Sie den Play Store, indem Sie auf sein Icon im Programm­menü tippen. Zur Navigation gibt es zwei verschiedene Menübereiche. Am unteren Displayrand finden Sie das Rubrikenmenü Spiele, Apps, Filme/Serien und Bücher 1. Am oberen Bildschirmrand erscheint kontextabhängig zu den Rubriken ein passendes Untermenü 2. In diesem Kapitel richten wir unseren Fokus auf die Apps. Diese finden Sie unter Apps bzw. Spiele. 2. Tippen Sie auf den Menüpunkt Apps. Sie gelangen in den Bereich der im Play Store erhältlichen Apps. 189
Kapitel 8 – Apps installieren und verwalten b a In den Bereichen »Apps« bzw. »Filme/Serien« finden Sie unterschiedliche Unterabteilungen. Durch Antippen der Unterbegriffe innerhalb der jeweiligen Rubriken am oberen Bildrand 2 wechseln Sie zwischen verschiedenen Sortierungen der Apps. 190 Rubriken Bedeutung Für dich Empfehlungen, die auf Ihrem Nutzerverhalten basieren Top-Charts Hier finden Sie eine Übersicht über die beliebtesten Apps und Spiele. Kategorien Durchsuchen Sie verschiedene App-Kategorien nach interes­ santen Apps. Empfehlungen Diese Apps wurden von der Redaktion des Play Stores ausge­ wählt. Familie Nach Altersgruppenempfehlung sortierte Apps sowie Spiele für die ganze Familie
Installierte Apps anzeigen und auf Updates prüfen Die genannten Rubriken sind ihrerseits in einzelne Unterabteilungen gegliedert. Eine Suche per Eingabemaske durchkämmt stets die ausgewählte Rubrik. Das heißt, wenn Sie sich im Bereich der Apps befinden, werden auch nur solche als Treffer gelistet. Installierte Apps anzeigen und auf Updates prüfen Um sich einen Überblick zu verschaffen, welche Apps auf dem aktuellen Gerät installiert sind bzw. welche Apps Sie bislang erworben haben, tippen Sie einfach oben auf Ihr Profilbild neben dem Suchfeld 1 und wählen den Menüpunkt Meine Apps und Spiele 2. a c b d Übersicht über automatische Updates (Mitte) und manuell vorzunehmende Updates (rechts) Sollten Sie, wie ich es Ihnen im Abschnitt »Apps auf dem neuesten Stand halten« ab Seite 74 bereits empfohlen habe, die automatische Aktualisierung der Apps aktiviert haben, so erscheint im Bereich Zuletzt aktualisiert 3 191
Kapitel 8 – Apps installieren und verwalten eine Übersicht, welche Apps vor Kurzem ein Update erhalten haben. Wenn Sie dagegen die manuelle Aktualisierung bevorzugen, dann finden Sie an dieser Stelle Hinweise, für welche Apps Updates vorliegen, und können diese über die Schaltfläche Aktualisieren 4 anstoßen. In diesem Fall erscheint dann außerdem am Icon der App Play Store ein Punkt (Badge) und im Statusbereich eine Benachrichtigung. Automatische Updates aktivieren! Lassen Sie installierte Anwendungen nach Möglichkeit automatisch aktualisieren. Achten Sie aber darauf, dass die Apps nur bei aktiver WLAN-Verbindung aktualisiert werden. Begeben Sie sich dazu in die Einstellungen der Play-Store-App (tippen Sie dazu auf Ihr Kontosym­ bolbild), und aktivieren Sie dort über den Punkt Allgemein E Apps automatisch aktualisieren die entsprechende Option 5. In der Regel werden automatische Updates auch nur dann durchgeführt, wenn Ihr Gerät geladen wird. e Im Bereich Ihrer Apps erkennen Sie darüber hinaus, ob der integrierte Schädlingswächter Play Protect Bedrohungen durch Viren oder Trojaner entdeckt hat, die sich in den Play Store bzw. auf Ihr Gerät geschmuggelt haben. Unter dem Reiter Installiert erscheint eine Übersicht über alle Apps, die Sie auf Ihrem aktuellen Gerät installiert haben und für die ggf. Updates angeboten werden. Im Bereich Mediathek finden Sie sämtliche Apps, die Sie bislang mit Ihrem Google-Konto getestet, aber eventuell auch wieder deinstalliert haben. 192
Installierte Apps anzeigen und auf Updates prüfen Das sind insbesondere auch Apps, die sich auf anderen Geräten befinden, die ebenfalls mit Ihrem Google-Konto verknüpft sind. Scrollen Sie vertikal durch die Liste, um sich einen Überblick darüber zu verschaffen, welche Apps Sie schon einmal installiert haben. Im Bereich Teilen haben Sie die Möglichkeit, Apps an Personen, die sich in Ihrer Nähe befinden, direkt per NFC-Datenübertragung (Near Field Communication) weiterzugeben. Das ist dann vorteilhaft, wenn man keine Internetverbindung zur Verfügung hat. Sollten Sie eine sog. Beta-App (das sind Apps, die vom Hersteller als unfertig eingestuft werden) wie z. B. die Facebook-App installiert haben, taucht diese in einem zusätzlichen Bereich Beta auf. Mithilfe der Rubriken verschaffen Sie sich schnell einen Überblick. 193
Kapitel 8 – Apps installieren und verwalten Was Apps dürfen Besondere Aufmerksamkeit sollten Sie auf die Berechtigungen richten, die Apps für sich auf Ihrem Smartphone beanspruchen. Diese werden Ihnen im Informationsbereich der App im Play Store angezeigt. Im folgenden Bild sehen Sie z. B. links, dass die App Google Lens u. a. den Zugriff auf die Kamera und das Mikrofon Ihres Geräts anfordert. Mit dieser App kann man Texte einscannen und Objekte identifizieren. a 3 2 Schauen Sie sich die Liste der Berechtigungen genau an, und installieren Sie eine App nicht, wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie ihr diese Berechtigungen erteilen möchten. Skepsis ist z. B. angebracht, wenn ein vermeintlich harmloses Spiel Zugriff auf den SMS-Versand beansprucht, denn so können kostenpflichtige Dienste durch die Hintertür auf Ihr Smartphone gelangen. Aber keine Sorge: Beim ersten Start der entsprechenden App 194
Was Apps dürfen wird noch einmal explizit darum gebeten, wenn die Erteilung von Berechtigungen gewünscht ist. In diesem Fall müssen Sie auf die Schaltfläche Bei Nutzung der App 1 bzw. Zulassen 2 tippen. Sie können die Genehmigung auch nur einmalig vergeben. In diesem Fall wählen Sie die Schaltfläche Nur dieses Mal 3. Haben Sie während der Installation den Berechtigungen durch Antippen zu schnell zugestimmt und möchten Sie sich diese nachträglich noch einmal in Ruhe ansehen, können Sie das in der App-Übersicht tun. Halten Sie dazu im Launcher (der Übersicht aller Apps) Ihren Finger lange auf die betreffende App. Tippen Sie anschließend auf App-Info 4 und schließlich auf den Punkt Berechtigungen 5, um sich noch einmal die benötigten bzw. gewährten Berechtigungen der App anzeigen zu lassen. Sollten Sie bereits die erforderlichen Genehmigungen erteilt haben, so wird das an dieser Stelle ersichtlich. d e Durch Antippen der Berechtigungen können Sie der App diese Rechte selektiv zuweisen oder auch wieder entziehen. Beachten Sie aber, dass dadurch die App ggf. nicht mehr wie gewünscht funktioniert. So ist es z. B. wenig sinnvoll, einer Fotografie-App den Zugriff auf die Kamera zu verweigern. 195
INFO Kapitel 8 – Apps installieren und verwalten Neu ab Android 12: das Privatsphäredashboard Seit der Version Android 12 hat das Privatsphäredashboard Einzug in das System gehalten. Es bietet in Form einer Übersicht Informatio­ nen darüber, wann welche App auf datenschutzkritische Hardware (Mikrofon, Kamera etc.) zugegriffen hat. Sie erreichen das Dash­ board über die Einstellungen unter dem Punkt Datenschutz E Privatsphäredashboard. Apps suchen Eine interessante Option im Play Store ist die selektive Auswahl von Apps per Suchfunktion. Hierbei führen auch ungenau formulierte Fragen oft zum Erfolg. Dazu gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Öffnen Sie den Play Store, und wechseln Sie durch Antippen der Schaltfläche Apps in den App-Bereich. a b c 196
Apps suchen 2. Tippen Sie das Suchfeld an, und geben Sie Ihre Suchabfrage ein. Bereits ein Stichwort reicht, damit ähnliche Suchabfragen aufgelistet werden. Beschleunigen Sie ggf. die Eingabe, indem Sie einen Eintrag aus der erscheinenden Liste 1 antippen. 3. Untersuchen Sie die gefundenen Apps daraufhin, ob sie sich für Ihre speziellen Zwecke eignen. Ein guter Anhaltspunkt sind die Bewertungen zu den Apps: Schauen Sie nach der im Durchschnitt vergebenen Anzahl an Sternen 2 sowie nach der Anzahl der Downloads 3. 4. Eine weitere Möglichkeit, um interessante Apps zu finden, ist die Kategoriensuche. Begeben Sie sich zu diesem Zweck in den Bereich Kategorien 4 der Play-Store-App, und wählen Sie dort die Kategorie aus, die Sie interessiert. d 5. Suchen Sie sich dort beispielsweise eine nette kostenlose App aus dem Bereich Fotografie aus, und installieren Sie diese. 197
Kapitel 8 – Apps installieren und verwalten Eine App kaufen Der Google Play Store hält sehr viele gute kostenlose Apps bereit. Wer allerdings wirklich professionelle Software mit vollem Funktionsumfang installieren möchte, kommt nicht umhin, von Zeit zu Zeit auch die Pro-Versionen von Apps bzw. App-Abonnements zu kaufen. Dabei stellt sich die Frage, wie Sie an das Bezahlsystem von Google angebunden werden. Prinzipiell stehen Ihnen folgende Optionen zur Wahl: * Sie besitzen eine gültige Kreditkarte: Melden Sie sich, um Ihre Apps zu bezahlen, zunächst beim Google-Bezahlsystem Google Payment an, und geben Sie dort Ihre Kreditkartendaten ein. * Etliche Mobilfunkprovider gestatten die Bezahlung für Einkäufe aus dem Play Store per Mobilfunkrechnung. Informieren Sie sich am besten im Internet darüber, ob das bei Ihrem speziellen Provider der Fall ist. * Mittlerweile gibt es in fast allen Supermärkten oder Tankstellen Guthabenkarten für den Play Store zu kaufen. Das ist sicherlich der einfache, risikolose Weg, Apps aus dem Play Store zu erwerben. Auf der Rückseite der Karten befindet sich ein Rubbelcode, den Sie direkt im Play Store einlösen können. Darüber hinaus können Sie Google-Play-Guthaben auch online erwerben, z. B. auf www.guthaben.de. Beginnen wir mit der Einrichtung eines Google-Payment-Kontos (kurz: Google Pay oder GPay). Beachten Sie: Dieses ist nicht zwingend notwendig, wenn Sie ausschließlich Guthabenkarten verwenden möchten. Allerdings können Sie damit stets bequem Ihren Play-Store-Kontostand auch am PC kontrollieren. Eine Guthabenkarte, wie Sie sie in vielen Supermärkten kaufen können 198
Eine App kaufen 1. Begeben Sie sich auf https://payments.google.com, und loggen Sie sich mit Ihrem regulären Google-Account dort ein. a b 2. Wechseln Sie anschließend in den Bereich Zahlungsmethoden 1. Soll- TIPP ten hier noch keine Zahlungsmittel aufgelistet sein, können Sie über die Schaltfläche Zahlungsmethode hinzufügen 2 ein neues Zahlungsmittel festlegen. PayPal nutzen Sie können Play-Store-Einkäufe auch über PayPal abrechnen. Das hat den Vorteil, dass die Zahlbeträge via PayPal direkt von Ihrem Bankkonto abgebucht werden und Sie somit keine gebührenpflichti­ ge Kreditkarte einsetzen müssen. Viele werden vermutlich die Zahlung per Guthabenkarte bevorzugen. Das Aufladen Ihres Google-Kontos funktioniert dann folgendermaßen: 1. Rubbeln Sie nach dem Erwerb der Karte das entsprechende Feld auf der Rückseite frei. Verwenden Sie dazu keine scharfkantigen Gegenstände. Diese könnten das Codefeld zerstören. Ideal dafür geeignet ist etwa ein Fingernagel. 199
Kapitel 8 – Apps installieren und verwalten 2. Starten Sie die Play-Store-App auf Ihrem Smartphone, und tippen Sie auf Ihr Profilbild bzw. das Profilsymbol am rechten oberen Displayrand. Wählen Sie im Hauptmenü den Punkt Zahlungen und Abos 1 und im folgenden Untermenü die Option Gutscheincode einlösen 2. b a 3. Geben Sie schließlich den auf der Karte befindlichen Code ein 3, und bestätigen Sie mit Einlösen 4, gefolgt von Bestätigen, das Auffüllen Ihres Kontos. c e f d 4. Sie erhalten schließlich eine Meldung, dass Ihr Guthaben aufgeladen wurde. Gegebenenfalls erscheint noch eine Meldung, dass Sie eine Prämie in Form einer kostenlosen App erhalten haben. Diese können Sie später im Bereich Benachrichtigungen und Angebote E Angebote im Menü der Play-Store-App einsehen. Bestätigen Sie die letzte Meldung 200
Eine App kaufen mit Später 5, oder schauen Sie sich ggf. Ihre Prämie durch Anklicken der Schaltfläche Zur Prämie 6 an. Nun können Sie im Play Store auf Shoppingtour gehen: 1. Suchen Sie sich eine kostenpflichtige App bzw. eine kostenfreie App im Play Store aus 1. (Achtung, auch bei kostenfreien Apps können aufgrund von sog. In-App-Käufen Kosten auf Sie zukommen!) Tippen Sie zum Kauf auf den Preis der App 2. Erfreulich ist, dass die meisten Android-Apps für wenige Euro zu erwerben sind. Wer aufpasst, kann auch öfter einmal Apps im Rahmen von Play-Store-Werbeaktionen für wenige Cents kaufen. Beachten Sie bitte, dass viele Apps zunächst kostenfrei installiert und getestet werden können. Um in den Genuss des kompletten Funktionsumfangs zu kommen, lassen sich die Apps im Nachhinein per In-AppBezahlung aufwerten (siehe dazu auch den Kasten »Vorsicht vor InApp-Bezahlung und automatisch verlängerten Abos!« auf Seite 206). Dies geschieht dann ebenfalls durch Belastung Ihres Google-Play-StoreKontos. a b 2. Bestätigen Sie beim erstmaligen Kauf einer App in Google Play zunächst die Nutzungsbedingungen über die Schaltfläche Zustimmen 3. Tippen Sie anschließend auf die Schaltfläche Kaufen 4. 201
Kapitel 8 – Apps installieren und verwalten c d 3. Sofern Sie die Passwortbeschränkung für den Play Store eingerichtet haben (siehe dazu den Abschnitt »Optionen der Play-Store-App« ab Seite 206), müssen Sie im nächsten Schritt Ihr Google-Passwort eingeben 5. Es empfiehlt sich aus Sicherheitsgründen, mit der Einstellung Ja, immer 6 festzulegen, dass das Passwort oder auch eine andere Authentifizierungsmethode jedes Mal angefordert werden soll. Alternativ zum Passwort können Sie an dieser Stelle auch die biometrische Authentifizierung aktivieren 7. Dann könnten Sie Ihren nächsten Einkauf beispielsweise per Fingerabdruck oder Irisscan legitimieren. e g f Sollte die App sehr groß sein, werden Sie vor dem Download noch einmal gewarnt, dass dieser tunlichst über eine WLAN-Verbindung erfolgen sollte. Damit wäre der Kauf abgeschlossen, und die kostenpflichtige App wird auf Ihrem Smartphone installiert. 202
Eine App kaufen Sie haben jetzt die Möglichkeit, die App direkt über die Schaltfläche Öffnen (bei Apps) bzw. Spielen (bei Spielen) 8 zu starten. Sollte sie Ihnen nicht zusagen, können Sie sich das Geld über die Schaltfläche Erstatten 9 wieder zurückholen. Dafür navigieren Sie einfach im Play Store erneut zurück zur soeben installierten App und tippen auf den Button. Bei Nichtgefallen können Sie sich das Geld für eine App nach der ­Installation wieder zurückholen. Das ist innerhalb von zwei Stunden nach dem Erwerb möglich. INFO h i Apps kaufen oder Abos abschließen War es in den Anfangsjahren der Smartphone-Ära noch üblich, Apps in Form von unlimitierten Pro-Versionen zu kaufen, so hat sich heute das Abo-System durchgesetzt. Damit mieten Sie die Software vollumfänglich für einen bestimmten Zeitraum – meist für einen Monat oder auch (entsprechend vergünstigt) für ein Jahr. Dieses System hat Vor- und Nachteile. Der Vorteil eines Abos besteht darin, dass Sie dieses über eine entsprechende Login-Kennung erwerben und oft betriebssystemübergreifend nutzen können. Dadurch kön­ nen Sie ein und dieselbe App sowohl auf einem Android-Smart­phone als auch auf einem iPhone gleichermaßen nutzen. Der Nachteil ist, dass Sie spätestens nach Ablauf eines Jahres Ihr Abonnement erneuern müssen, somit also lau­ fende Kosten anfallen. Mehr Informationen zu anfallenden Abo-Kosten erhalten Sie im Informa­ tionsbereich einer App (Über diese App E In-AppKäufe) im Play Store bzw. direkt innerhalb der App. 203
Kapitel 8 – Apps installieren und verwalten Eine App erneut installieren TIPP Das Schöne an Apps, die Sie im Play Store erworben haben, ist die Tatsache, dass Sie sie nicht verlieren können. Sie können sie immer wieder neu installieren, z. B. auch dann, wenn Sie ein neues Smartphone kaufen. Dann können Sie aus der Sicherung Ihres Google-Kontos alle Ihre gekauften Apps wieder aufspielen. Wie das genau funktioniert, erfahren Sie in der folgenden Anleitung. Einmal kaufen – vielfach nutzen Apps, die Sie einmal erworben haben, können Sie auf beliebig vielen Android-Geräten nutzen – vorausgesetzt, diese sind mit demselben Google-Konto verknüpft. Sie müssen eine App noch nicht einmal per Smartphone installieren. Sie können sich auch Apps bequem per Browser auf Ihrem Computer aussuchen und sie ferngesteuert auf Ihrem Gerät installieren. Das geht folgendermaßen: 1. Begeben Sie sich im Browser auf Ihrem Computer zum Google Play Store (https://play.google.com). 2. Klicken Sie auf Anmelden, und loggen Sie sich dort mit Ihrem GoogleAccount ein. c a b 204
Eine App erneut installieren 3. Schauen Sie sich zunächst einmal im Bereich Apps um, indem Sie die entsprechende Schaltfläche auf der linken Seite anklicken. Über den Link Meine Apps 1 können Sie sich alle Anwendungen anzeigen lassen, die Sie über Ihr Google-Konto auf Ihrem Android-Gerät bereits installiert haben 2. Umgekehrt ist Ihr Smartphone eindeutig Ihrem GoogleAccount zugeordnet. 4. Halten Sie über die Suchfunktion 3 nach einer App Ausschau, die Sie gern erneut installieren möchten. Der Play Store sieht im Browser ganz ähnlich aus wie auf dem Smartphone. Bereiten Sie im PC-Browser die Installation auf dem Smartphone vor, indem Sie auf die entsprechende Schaltfläche klicken. d e f 5. Sollten Sie die App bereits einmal auf einem Gerät installiert haben, so erscheint die Schaltfläche Installiert 4. Klicken Sie darauf. 6. Sollten Sie mehrere Android-Geräte besitzen, können Sie nun auswählen, auf welchem Ihrer Geräte die App installiert werden soll. Klicken Sie nach der Auswahl über die Pfeile 5 auf die Schaltfläche Installieren 6. Dadurch wird die Installation schließlich angeworfen. Wie von Zauberhand landet die App auf Ihrem Android-Smartphone – vorausgesetzt, dieses ist mit dem Internet verbunden. 205
INFO Kapitel 8 – Apps installieren und verwalten Vorsicht vor In-App-Bezahlung und automatisch verlängerten Abos! Vermeintlich kostenlose Apps können schnell teuer werden. In ei­ nigen Apps lassen sich Funktionen nachträglich freischalten, wenn Sie diese per In-App-Bezahlung über den Play Store abrechnen. Hier müssen Sie sorgfältig abwägen, ob Sie dadurch wirklich einen Mehr­ wert erhalten. Ebenso schnell können Sie auf diese Weise nämlich überteuerte Abos kaufen, aus denen Sie so schnell nicht wieder he­ rauskommen. Google hat an dieser Stelle übrigens die Sicherheit der Play-Store-App nachgebessert: Mittlerweile erfordern auch In-AppKäufe ein Passwort, wenn dies in den Einstellungen definiert wur­ de. Möchten Sie einen Überblick über die aktiven Abonnements haben, so begeben Sie sich durch Anklicken Ihres Profilbilds in das Menü der App. Tippen Sie hier den Punkt Zahlungen und Abos an, und wechseln Sie in das Untermenü Abos. Dort erhalten Sie einen Überblick über aktive und abgelaufene Abos. Möchten Sie ein Abo beenden, so tippen Sie es in der Liste an und beenden es im nächsten Bildschirm. Abonnements können im Play-Store-Menü einfach ­verwaltet werden. Optionen der Play-Store-App Über die Einstellungen der Play-Store-App, die Sie über das Hauptmenü erreichen, erhalten Sie Zugriff auf weitere Optionen. 206
Optionen der Play-Store-App Durch die Installation bzw. den Kauf von Apps erwerben Sie Google Play Points. Stellen Sie sich diese wie die berühmten Rabattpunkte an den Supermarktkassen vor. Sie erhalten einen Play Point pro im Play Store umgesetzten Euro. Die gesammelten Punkte können Sie später in Play-StoreGuthaben umwandeln oder für In-App-Käufe einsetzen. Apps und Geräte verwalten gibt einen Überblick über alle installierten Apps und informiert Sie darüber, welche Apps kürzlich aktualisiert wurden. Über die Schaltfläche Mediathek gelangen Sie zu Ihren bereits erworbenen Filmen und Serien. Mehr dazu erfahren Sie im Abschnitt »Filme im Play Store ausleihen oder kaufen« ab Seite 260. Im Untermenü Zahlungen und Abos verwalten Sie Ihre Zahlungsmethoden und können im Bedarfsfall Abonnements kündigen oder reaktivieren. Der Bereich Play Protect gibt Auskunft darüber, ob ggf. schädliche Apps installiert wurden. Play Protect ist der Virenscanner des Play Stores. Im Bereich Benachrichtigungen und Angebote erhalten Sie Informationen über aktuelle Aktionen im Play Store. Der Unterpunkt Play Pass ermöglicht das Buchen einer Spiele-Flatrate innerhalb des Play Stores. Begeben wir uns schließlich noch in das Untermenü der Einstellungen. Hier finden Sie folgende wichtige Teilbereiche: 207
Kapitel 8 – Apps installieren und verwalten * Allgemein: Hier verwalten Sie Ihr Konto und steuern den Mechanismus für automatische Updates. * Nutzersteuerung: In diesem Menü erlauben Sie u. a. die Autorisierung per Fingerabdruck beim Kauf von Apps. * Familie: Dieses Menü ermöglicht es, gekaufte Apps mit Familienmitgliedern zu teilen. Der letztgenannte Punkt ist äußerst interessant: Mit einer Familienfreigabe können Sie Ihre erworbenen Apps mit bis zu fünf Familienmitgliedern teilen, d. h., diese sind dadurch in der Lage, auf ihren Geräten Apps zu installieren, die Sie im Play Store erworben haben. Voraussetzung dafür ist, dass Sie sich durch Betätigen der entsprechenden Schaltfläche als Familienadministrator legitimieren und ein gemeinsames Zahlungsmittel definieren. Per Familienfreigabe lassen sich einmal erworbene Apps auf unterschiedlichen Geräten mit unterschiedlichen Konten nutzen. 208
INFO Apps überprüfen und verwalten Google Play Protect – der eingebaute Wächter Google hat seine Play-Store-App mit einem mächtigen Sicherheits­ feature ausgestattet: Der Viren- und Trojaner-Scanner Play Protect sorgt dafür, dass kein fieser Schädling über den Play Store Zugang zu Ihrem Smartphone erhält. Jedes Mal, wenn Sie eine App aus dem Store installieren, wird diese von Play Protect durchleuchtet. Ein weiterer Virenscanner, den wir im Abschnitt »Eine App suchen und installieren« ab Seite 69 installiert haben, wird, wie dort ausgeführt, lediglich dann benötigt, wenn Sie beabsichtigen, Apps außerhalb von Google Play zu erwerben (siehe dazu den folgenden Abschnitt). Stellen Sie über die Play-Protect-Einstellungen 1 sicher, dass die au­ tomatische Überprüfung von Apps aktiviert ist 2. a b Apps überprüfen und verwalten Ob Sie es wollen oder nicht: Der Speicher Ihres Smartphones füllt sich mit der Zeit durch die Unmengen von Apps, die Sie »nur mal so zum Spaß« installiert haben. Auch wenn die einzelnen Apps für sich genommen meist nicht viel Platz beanspruchen, wird der Speicher zusehends weniger. Meist laden die Apps selbst viele temporäre Dateien herunter, beispielsweise Navigations-Apps wie Google Maps bei der Verwendung von Offline-Karten. Hier gilt es, den Überblick zu bewahren und von Zeit zu Zeit einmal aufzuräumen. 209
Kapitel 8 – Apps installieren und verwalten Wo erhalten Sie also Einblick, wie viele und welche Apps auf Ihrem Smartphone installiert sind und wie viel Speicherplatz diese belegen? 1. Wählen Sie in den Einstellungen im Bereich Apps den Punkt Alle [Anzahl der auf Ihrem Smartphone installierten Apps] Apps ansehen 1. Dadurch starten Sie den Anwendungsmanager. Hier finden Sie alles, was mit der Verwaltung und Installation der Apps zusammenhängt, die auf Ihrem Smartphone verwendet werden. Sie werden zunächst von einem Bereich begrüßt, der Ihnen sämtliche auf dem Gerät heruntergeladenen und somit installierten Apps anzeigt. Damit lassen sich bereits die größten Speicherfresser identifizieren. bc a 2. Über das Suchsymbol 2 können Sie nach speziellen Apps suchen und sich durch Antippen deren Status anschauen. 3. Möchten Sie einen Blick unter die Haube werfen und sich alle Systemprozesse anzeigen lassen, wählen Sie aus dem InApp-Menü des Hauptmenüs 3 die Op- 210 d e
Apps überprüfen und verwalten tion System-Apps anzeigen 4 aus. Damit werden dann auch diejenigen Programme aufgelistet, die für einen runden Lauf des Systems sorgen. 4. Außerdem finden Sie im In-App-Menü den Punkt App-Einstellungen zurücksetzen 5. Damit lassen sich Programmzuordnungen (wie etwa das Öffnen bestimmter Dokumentarten) wieder auf die Standardwerte einstellen. 5. Wenn Sie eine der aufgelisteten Apps auf der Startseite antippen, gelangen Sie zu dem App-spezifischen Info-Menü. Dabei macht es einen Unterschied, ob die App fest mit dem System verknüpft oder aber nachträglich installiert wurde. Im letztgenannten Fall lässt sich die App löschen, im ersten Fall lediglich deaktivieren. Die folgenden Abbildungen zeigen dies am Beispiel der systemeigenen App Google Maps sowie einer nachträglich installierten App (Dateimanager+). 6. In dem Menübereich können Sie nun die App entweder deaktivieren 6, deinstallieren also löschen 7, beenden 8 oder temporäre Daten, die die App gesammelt hat, löschen. Für Letzteres tippen Sie den Link Speicher und Cache 9 an und wählen die entsprechenden Optionen im nächsten Bildschirm (mehr dazu im nächsten Abschnitt). 7 h j f k i 211
Kapitel 8 – Apps installieren und verwalten 7. Auch die Versionsnummer der App j sowie die Berechtigungen, die die App einfordert k, sind in der App-Info ersichtlich. Durch Antippen des Links Berechtigungen können diese im nächsten Dialog selektiv erteilt werden. Wird eine neue Berechtigung von der App benötigt, erhalten Sie eine entsprechende Meldung auf dem Bildschirm. Dann können Sie sich überlegen, ob Sie diese Berechtigung erteilen wollen oder nicht. Prinzipiell brauchen Sie sich bei aktuellen Android-Geräten keine Sorgen zu machen, ob der flüchtige Speicher (RAM genannt) eventuell überladen oder das Smartphone durch zu viele parallele Dienste ausgebremst wird: Das Android-System verfügt als Abkömmling des bekannten Betriebssystems Linux über ein exzellentes Speicher- und Dienstemanagement. Apps komplett löschen oder zurücksetzen Je mehr Anwendungen Sie auf Ihrem Smartphone installieren, desto größer ist die Gefahr, den Speicher des Geräts zu überfüllen. Von Zeit zu Zeit kann es daher notwendig sein, Ihr Smartphone von überflüssigen, weil nicht genutzten Apps zu befreien. Am schnellsten geht das folgendermaßen: 1. Begeben Sie sich ins App-Menü oder auf den Startbildschirm, und tippen Sie dort länger auf die App, die Sie entfernen wollen. Schieben Sie nun die App mit dem Finger in Richtung des oberen Bildschirmrandes. 2. Dort erscheint ein Papierkorbsymbol nebst der Beschriftung Deinstallieren 1. Schieben Sie die App mit dem Finger auf dieses Symbol. Heben Sie anschließend den Finger an. b a 212
Apps komplett löschen oder zurücksetzen 3. Bestätigen Sie die folgende Meldung mit OK 2, und die entsprechende App wird deinstalliert bzw. gelöscht. Leider lässt die oben beschriebene Methode oft Dateileichen zurück. Zum rückstandsfreien Löschen einer App gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Wechseln Sie zur Übersicht aller Apps, und halten Sie einen Finger längere Zeit auf dem App-Symbol gedrückt. Nun erscheint die Schaltfläche App-Info 3. Tippen Sie darauf. c 2. Tippen Sie nun auf den Link Speicher und Cache 4 und anschließend auf die Schaltflächen Cache leeren sowie Speicherinhalt löschen 5. Darauf- hin werden sämtliche von der App gespeicherten Daten aus dem (Permanent-)Speicher des Smartphones gelöscht. Diese Verfahrensweise bietet sich übrigens auch dann an, wenn eine App nicht mehr so läuft, wie sie sollte, und Sie sie von Grund auf neu konfigurieren möchten. f e g d 213
Kapitel 8 – Apps installieren und verwalten 3. Zum Löschen der App tippen Sie zunächst den Punkt Beenden erzwingen 6 an (sofern die Schaltfläche aktiv und nicht ausgegraut ist), gefolgt von Deinstallieren 7. Ich empfehle Ihnen, regelmäßig Ihre Apps durchzusehen und überflüssige zu deinstallieren. Sie sparen so Speicherplatz und Ressourcen. 214
Kapitel 9 – Fotografieren mit dem Android-Smartphone Kapitel 9 Fotografieren mit dem Android-Smartphone Der Markt der Kompaktkameras schrumpft stark. Kein Wunder: Ersetzen doch die modernen Smartphones die früher allgegenwärtigen Immer-dabei-Knipsen. Jedes aktuelle Android-Smartphone ist mit einer hochauflösenden Kamera ausgestattet, die bei guten Lichtverhältnissen sogar den Vergleich mit einer teuren und schweren Spiegelreflexausrüstung nicht zu scheuen braucht. In diesem Kapitel erfahren Sie, wie Sie das Optimum aus der Hardware herausholen und mit Ihrem Smartphone gute Fotos erstellen. Ich beschreibe im Folgenden die Standard-Kamera-App eines »puren« An­droid-Systems (Google Kamera) zum Zeitpunkt der Drucklegung des B ­ uches. ­Deren Optik kann sich einerseits aufgrund der dynamischen Entwicklung des Android-Systems laufend ändern, aber auch die Hardwarehersteller kochen mit der Kamera-App oft ihr eigenes Süppchen. Die meisten der beschriebenen Funktionen sollten dennoch bei allen Varianten zu finden sein. Ein erstes Foto machen Der Weg zur Kamerafunktion führt über die Kamera-App, die auf jedem Android-Smartphone von Haus aus installiert ist und die Sie in der Standardkonfiguration meist direkt auf dem Home-Bildschirm finden. Das Symbol der App kann hier von Gerät zu Gerät variieren. Bei dem nebenstehenden Symbol handelt es sich beispielsweise um die Kamera-App des Google-­ Pixel-Smartphones. 215
Kapitel 9 – Fotografieren mit dem Android-Smartphone 1. Tippen Sie das Kamera-App-Icon an, um die in Ihrem Smartphone integrierte Kamera zu starten. 2. Bestätigen Sie beim ersten Start die Frage, ob die App auf die Kamerahardware sowie die Lokalisierung zugreifen darf, durch Tippen auf Bei Nutzung der App 1. a 3. Beim ersten Start der App führt Sie bei vielen Smartphone-Herstellern ein kurzes Tutorial zu den wichtigsten Funktionen der Kamera-App. Hier können Sie einige Grundeinstellungen festlegen, z. B. ob Ihre Fotos künftig mit einer Markierung des Standorts, an dem sie erstellt wurden, versehen werden sollen. Bei der Standard-Kamera-App sieht der Bildschirm nach dem Start wie in der linken Abbildung gezeigt aus: 4. Blicken Sie auf das Display. Es erscheint der Vorschaubildschirm, und Sie sehen nun im Bild kurzzeitig einen dünnen weißen Kreis 2. Dieses Feld sucht intelligent den Bereich, der nach Meinung der Automatik scharf gestellt werden soll. Der Kreis dient zudem der Spotfeld-Belichtungsmessung. 5. Die Kamera-App fokussiert nun automatisch, was in der Regel recht gut funktioniert. Möchten Sie manuell scharf stellen, was erforderlich wird, wenn sich das Hauptmotiv nicht in der Bildmitte befindet, dann tippen 216
Ein erstes Foto machen Sie mit dem Finger auf den Bereich im Bild, den Sie scharf stellen möchten. Erneut erscheint ein weißer Kreis 3, der andeutet, dass fokussiert wird. Darüber hinaus wird die Belichtung an den gewählten Bereich angepasst. Mit dem virtuellen Schieberegler 4 können Sie die Helligkeit auch manuell justieren. d b c e 6. Tippen Sie nun einfach auf den Auslöser 5, und schon wird Ihr Foto geschossen. Damit sind Sie bereits gut für Ihre ersten Aufnahmen gerüstet. Möchten Sie sich Ihre Fotos anschauen, wechseln Sie in die Fotos-App oder bei einigen Smartphones in die Galerie-App, die Sie im App-Menü aufrufen können. Oft finden Sie aber auch eine Abkürzung zur Fotos- bzw. Galerie-App direkt aus der Kamera-App heraus (6 auf Seite 218). 217
Kapitel 9 – Fotografieren mit dem Android-Smartphone f ACHTUNG Bilder lassen sich direkt aus der Kamera-App heraus sichten. Wenn Sie auf das Vorschau-Bild tippen, landen Sie in der Fotos- bzw. Galerie-App. Möglichst nicht zoomen! Sie haben die Möglichkeit, einen Bildausschnitt durch Spreizen der Finger auf dem Display zu vergrößern. Davon rate ich Ihnen jedoch ab, da durch diesen sog. Digitalzoom die Auflösung der Aufnahme leidet und die Verwacklungsgefahr steigt. Sinnvoller ist eine spätere Nachbearbeitung am PC, bei der Sie den Bildausschnitt nachträglich festlegen. Das Zoomen erfolgt mit gespreizten Fingern auf dem Display (»Pinchto-Zoom«). Meist erscheint dann eine Animation des Zoomvorgangs in Form eines Schiebereglers am unteren Bildschirmrand. 218
Die Kamera-App kennenlernen In der Fotos- bzw. Galerie-App finden Sie in Zukunft Ihre gesammelten digitalen Werke. Ein Tipp: Sie können bei Samsung-Geräten zu Ihrer Bildergalerie in der Fotos-App wechseln, indem Sie in der Kamera-App mit dem Finger auf dem Display nach links wischen. Bei einer Vielzahl von AndroidGeräten wechseln Sie außerdem zur Kamera, indem Sie zweimal schnell hintereinander auf den Einschaltknopf drücken. Ein Foto nehmen Sie durch Drücken einer Lautstärketaste auf. Dadurch sind Sie auch im Winter trotz dicker Handschuhe bestens für Schnappschüsse gerüstet. Die Bilder und Videos in der Galerie können sich sowohl lokal auf dem Smartphone als auch in Ihrem Google-Konto in der Cloud befinden (mehr dazu folgt im Abschnitt »Fotos in der Fotos-App anzeigen« ab Seite 235). Die Kamera-App kennenlernen Nach dem Start der Kamera-App sehen Sie einige Schaltflächen und Anzeigen auf dem Bildschirm. Bei der StandardAndroid-Kamera-App, die sich besonders einfach handhaben lässt, erscheinen folgende Schaltflächen direkt nach dem Start der App: a a Extramenü für weitere Optionen (Blitz, Selbstauslöser ...) b Zoomleiste c Wechsel von der Rück- zur Front­ kamera und zurück d Auslösetaste b d e e Wechsel zur Bildvorschau in der ­Galerie- bzw. Fotos-App c f f Kameramodi (u. a. Foto- und ­Videomodus) 219
Kapitel 9 – Fotografieren mit dem Android-Smartphone Durch Antippen der pfeilförmigen Schaltfläche 1 am oberen Bildrand öffnet sich das Extramenü, das vom gewählten Hauptmodus abhängt. Im Kameramodus beinhaltet es folgende Menüpunkte: g h i g Lichtoptionen (deaktiviert, Nachtsicht, Blitz) j h Motion-Modus (nur bei Google-Geräten) l i Selbstauslöser bzw. Timer j Bildverhältnis (16:9 bzw. 4:3) k Zoom l Einstellungen der Kamera-App k Beachten Sie bitte: Google aktualisiert, wie eingangs erwähnt, die hier dargestellte Kamera-App recht häufig. Die im Folgenden beschriebenen Elemente können sich daher bereits wieder geändert haben. Auf die Funktionalität hat dies jedoch keinen Einfluss. Davon abgesehen kocht jeder Hersteller von Android-Smartphones sein eigenes Süppchen. Schauen wir uns zunächst die verschiedenen Kameramodi an. Diese wechseln Sie am einfachsten per Wischgeste von links nach rechts und umgekehrt. * Nachtsicht: Fertigen Sie tolle Fotos bei ungünstigen Lichtverhältnissen an. * Porträt: Stellt Ihr Motiv vor dem Hintergrund frei. * Panorama: Damit lassen sich schöne Panoramen von Landschaften erstellen, indem Einzelbilder nebeneinandergesetzt werden. * Kamera: Das ist der »normale« Fotografiemodus. * Video: Damit schaltet man die Kamera in den Modus für die Aufzeichnung von Videos. * Modi: Hier wechseln Sie in einen Bereich, der noch weitere Modi enthält, und zwar: 220
Die Kamera-App kennenlernen – Panorama: Damit lassen sich schöne Panoramen von Landschaften erstellen, indem Einzelbilder nebeneinandergesetzt werden. – 360°: Erstellen Sie eine 3D-Rundum- sicht. – Lens: Dies ist die Schnittstelle zur App Google Lens (siehe dazu den Abschnitt »Google Lens« ab Seite 230). Die genannten Modi sowie das Aufzeichnen von Videos werden später noch genauer erklärt. In den Einstellungen können Sie die folgenden Änderungen vornehmen: * Standort speichern: Versehen Sie Ihre Aufnahmen mit einem sog. GeoTag. Damit können Sie später genau feststellen, an welchem Ort die Aufnahme angefertigt wurde. * Kameratöne: Einstellen eines simulierten Verschlussgeräusches * Google Lens-Vorschläge: Hilft Ihnen bei der Entschlüsselung von QRCodes bzw. bei der Übersetzung fremdsprachiger Texte, die im Kameraausschnitt sichtbar sind. * Teilen in sozialen Netzwerken: Ermöglicht das direkte Weiterleiten einer Aufnahme zu YouTube und Co. * Gesten und Bewegungen: Hier können Sie eine spezielle Funktion für die Lautstärketaste definieren, z. B. die Auslöser- oder Zoomfunktion. * Oft fotografierte Gesichter: Erkennt, ob bestimmte Personen häufiger fotografiert werden, und ordnet diesen ggf. auch Namen zu. * Gerätespeicher: Ermöglicht das Abspeichern von Bildern in reduzierter Qualität, wenn der Speicherplatz auf dem Gerät zu knapp werden sollte. * Erweitert: Hier lässt sich bei einigen Modellen der Fotografiemodus RAW auswählen. 221
Kapitel 9 – Fotografieren mit dem Android-Smartphone * Tipps zur Bildkomposition: Gibt motivabhängige Hinweise zur Optimierung von Aufnahmen. * Rastertyp: Blendet über dem Fotoausschnitt ein Raster ein, um die Bildproportionen optimal einstellen zu können. * Fotoauflösung der Kamera: Hier stellen Sie die Standardauflösung für Fotos ein. * Selfie wie in Vorschau speichern: Durch Aktivierung dieses Schalters wird ein Selbstporträt spiegelverkehrt abgespeichert. * Videostabilisierung: Aktiviert (falls vorhanden) den im Smartphone verbauten optischen Bildstabilisator, der bei Videoaufzeichnungen sehr praktisch ist. * Audio-Zoom: Verstärkt den Ton beim Heranzoomen von Objekten. 222
INFO Den Blitz einsetzen Der Kameraindikatorpunkt Neu ab Android-Version 12: Immer dann, wenn eine Kamera in Be­ trieb ist, leuchtet ein kleiner grüner Indikatorpunkt 1 in der oberen rechten Ecke des Smartphones. Dadurch ist unter anderem sicher­ gestellt, dass Hacker nicht unbemerkt die Kameras des Geräts akti­ vieren und in Ihre Privatsphäre eindringen können. a Den Blitz einsetzen Nachts sind alle Katzen grau – es sei denn, man verwendet den Blitz des Smartphones. Lediglich einige wenige Modelle verfügen nicht über eine LED-Blitz-Leuchtdiode neben dem Objektiv. Für alle übrigen Modelle gilt: Aktivieren Sie den Blitz über das Optionsmenü, indem Sie das Blitzsymbol antippen und den Blitz entweder auf Automatik- oder Permanentblitz einstellen. Die Blitz-LED eines Smartphones (hier als weißer Kreis zu erkennen) befindet sich meist direkt oberhalb oder neben der bzw. den Kameralinse(n). 223
Kapitel 9 – Fotografieren mit dem Android-Smartphone INFO Dasselbe Objekt ohne (links) und mit Blitz (rechts) bei sehr schwachen ­Lichtverhältnissen. Durch den Blitz werden die Konturen und Details besser abgebildet, allerdings erkauft man sich dies oft durch einen leichten, unnatürlich wirkenden Farbstich. 224 Blitz statt Auto-ISO Es empfiehlt sich stets, bei kritischen Lichtbedingungen vom (per­ manenten) Blitz Gebrauch zu machen, da sonst die Kamerasoftware versucht, den Lichtmangel durch Anheben der sog. ISO-Zahl zu kom­ pensieren. Mithilfe des ISO-Wertes wird die Lichtempfindlichkeit des Sensors Ihrer Kamera gesteuert. Durch eine Erhöhung dieses Wertes können in der Regel schlechte Lichtverhältnisse ausgegli­ chen werden, und die Farben kommen besser zur Geltung. Doch Sie handeln sich dadurch häufig ein sog. Bildrauschen ein, das die Bildqualität verschlechtert.
360° und Panoramafunktion Ein Selbstporträt aufnehmen Sie benötigen auf die Schnelle ein Selbstporträt, etwa für Ihr Facebook-Profil? Dann schalten Sie zu diesem Zweck mithilfe der Option zum Kamerawechsel 1 von der Rück- zur Frontkamera um. TIPP Das obligatorische Selfie für das ­Profilbild. Im vorliegenden Fall schlägt die intelligente Szenenanalyse vor, in den Porträtmodus zu wechseln. a Das schönere Selfie – per Sprachsteuerung Das Selfie per Frontkamera ist nicht jedermanns Sache – ist doch deren minderwertige Optik stets mit einem Qualitätsverlust verbunden. Bei einigen Smartphones gibt es aber eine einfache Möglichkeit, die Hauptkamera für ansprechende Selbstporträts zu nutzen. Samsung-Geräte beispielsweise verfügen über eine Sprach­ steuerung. Mit dem Kommando »Bitte lächeln« lässt sich die Ka­ mera sprachgesteuert auslösen und somit auch die Hauptkamera nutzen, ohne dass man mühselig von der Rückseite her den Auslöse­ knopf finden muss. 360° und Panoramafunktion Sie kennen Google Street View? Mit der Google-Kamera-App haben Sie selbst die Möglichkeit, räumliche Panoramaaufnahmen mithilfe des 360°-Aufnahmemodus anzufertigen und diese anschließend als Google Street View-Foto zur Verfügung zu stellen. Das geht ganz leicht. Ich führe zu diesem Zweck eine 3D-Kamerafahrt durch unseren Garten durch. 225
Kapitel 9 – Fotografieren mit dem Android-Smartphone 1. Starten Sie die Kamera-App, und wählen Sie im Menü Modi den Modus 360° (siehe dazu den Abschnitt »Die Kamera-App kennenlernen« ab Sei- te 219). 2. Nun erscheinen ein erstes kleines Vorschaubild sowie ein grauer Ring 1. Tippen Sie zum Starten der Aufnahme auf das Auslösersymbol 2. a b c 3. Bewegen Sie nun das Smartphone gleichmäßig im Kreis, sodass sich der graue Ring mit dem nun sichtbaren blauen Punkt deckt. Dabei sollten Sie sich möglichst gleichmäßig und ruhig auf der Stelle um Ihre eigene Achse drehen. 4. Sie können auf diese Weise auch Bilder nach oben und unten aufnehmen und so eine komplette Fotokugel erstellen (daher der Name 360°- bzw. Photo-Sphere-Modus). Betrachter haben dann später den Eindruck, sie seien mittendrin im Geschehen – ganz wie bei Google Street View. 5. Beenden Sie schließlich die Aufnahme über die Fertig-Schaltfläche 3. Die einzelnen Bilder werden nun von Ihrem Smartphone zu einem Gesamtpanorama zusammengesetzt. 6. Wenn Sie das Panorama in der Galerie aufrufen, wird es automatisch in Form einer Kamerafahrt bewegt. Sie halten die Kamerafahrt durch Antippen des Displays an. Per Wischgeste mit dem Finger können Sie ebenfalls im virtuellen Panorama navigieren. 226
HDR-Aufnahmen Auch in Google Earth bzw. Google Maps findet man mittlerweile derartige Panoramen, die von Nutzern hochgeladen wurden. Diese entwickeln einen ganz eigenen Charme mithilfe von Virtual Reality-Brillen wie z. B. der Google Daydream. Ein Rundgang durch unseren Garten – hier per Fotos-App auf dem Smartphone dargestellt »Gewöhnliche« Panoramen können Sie übrigens jederzeit im klassischen Panoramamodus erstellen. Für Landschaftsschwenks verwendet man den klassischen Panoramamodus. HDR-Aufnahmen Eventuell kennen Sie das Problem: Sie möchten ein Gebäude mit dunklem Vordergrund aufnehmen, bekommen aber bei keiner Einstellung eine gleichmäßige Beleuchtung hin. Ein anderer Fall: Sie wollen aus einem dunklen Fenster in einem Gebäude fotografieren, und es soll sowohl die Innen227
Kapitel 9 – Fotografieren mit dem Android-Smartphone einrichtung als auch die Szene außen korrekt belichtet werden. Hier schlägt die Stunde der HDR-Fotografie: HDR steht für High Dynamic Range und löst das genannte Problem durch die geschickte Überlagerung mehrerer Aufnahmen, die in Serie mit unterschiedlichen Belichtungseinstellungen aufgenommen werden. Einige Modelle wie die Google-Pixel-Smartphoneserie fertigen stets automatisch und ohne weiteres Zutun HDR-Aufnahmen an. Bei anderen Smartphones muss dieser Modus explizit in der verwendeten Kamera-App aktiviert werden. 1. Aktivieren Sie (falls bei Ihrem Smartphone erforderlich) zur Erstellung einer HDR-Aufnahme den HDR-Modus, indem Sie die entsprechende Schaltfläche im Bereich der Einstellungen antippen. Bei den GooglePixel-Smartphones ist dieser Modus automatisch aktiviert. 2. Fokussieren Sie ein Objekt in einer Szene, die einen starken Kontrastunterschied aufweist. 3. Halten Sie nun Ihr Smartphone sehr ruhig (oder stützen Sie es auf einer Unterlage ab), und betätigen Sie den Auslöser. Je nach Situation wird eine Reihe von Bildern mit unterschiedlichen Belichtungen aufgenommen. 4. Die Bilder werden anschließend intern vom Programm automatisch überlagert, sodass sich ein gleichmäßig belichtetes Bild ergibt. Der Fotograf bekommt davon nichts mit und staunt über das Ergebnis. 228
Nachtaufnahmen anfertigen Mit der HDR-Option (unteres Bild) wird sowohl das Zimmer als auch der ­Garten, der durch das Fenster hindurchscheint, korrekt belichtet. Nachtaufnahmen anfertigen Eine herausragende Eigenschaft aktueller Android-Smartphones ist die Möglichkeit, selbst in tiefster Nacht bei nahezu vollständiger Dunkelheit ansprechende Aufnahmen zu bekommen. Dahinter steckt eine ausgefeilte Software, die mehrere Einzelbilder verknüpft und dadurch zu verblüffenden Ergebnissen gelangt. Gehen Sie für eine Nachtaufnahme folgendermaßen vor: 1. Wechseln Sie bei der Android-Kamera-App in den Modus Nachtsicht. (Diese Bezeichnung kann von Gerät zu Gerät abweichen.) 2. Halten Sie Ihr Smartphone absolut ruhig. Bei Stadt- bzw. Landschaftsaufnahmen ist es hilfreich, das Gerät auf einer Mauer oder Ähnlichem abzustützen. Auch der Einsatz des Selbstauslösers ist hier zu empfehlen. 3. Betätigen Sie den Auslöser. Ihr Smartphone fertigt nun mehrere Aufnahmen mit unterschiedlichen Belichtungseinstellungen an und rechnet sie anschließend zu einem optimal belichteten, kontrastreichen Bild zusammen. 229
Kapitel 9 – Fotografieren mit dem Android-Smartphone 4. Begutachten Sie die neue Aufnahme in der Bildergalerie, und freuen Sie sich über das erstaunliche Ergebnis. INFO Der Nachtmodus macht die Nacht zum Tag. Oben sehen Sie das dunkle Originalbild, das konventionell erstellt wurde, unten das per Nachtmodus errechnete Bild. KI in der Smartphonefotografie Benötigt man als Hobbyfotograf noch eine teure Systemkamera? Die Antwort lautet in 90 % aller Fälle bzw. Motive: Nein! Aktuelle Smartphones sind in der Lage, Bilder durch ausgefeilte Algorithmen der künstlichen Intelligenz (kurz: KI) mithilfe ihrer leistungsfähigen Prozessoren schönzurechnen, sodass der Laie bei Alltagsmotiven in normaler Vergrößerung keinen Unterschied zu Aufnahmen einer mehrere Tausend Euro teuren Profikamera erkennen wird. Mittler­ weile wurden sogar schon komplette Kinofilme mit dem Smart­ phone realisiert. Google Lens Die Funktionen der faszinierenden App Google Lens haben mittlerweile Einzug in die Android-Kamera-App gehalten. Sollten Sie ein anderes Smartphone besitzen, können Sie die App mit dem nebenstehenden QR-Code installieren. 230
Google Lens Was kann diese tolle App? Nun, sie ist quasi Ihr Rundum-sorglos-Paket, wenn es darum geht, Informationen zu Objekten zu erhalten oder Texte bequem einzuscannen. Begleiten Sie mich doch einfach einmal auf einem Rundgang: 1. Starten Sie die App, und bestätigen Sie die Nutzungsvereinbarungen. Am unteren Displayrand erscheinen verschiedene Bereiche, die wir uns in Form von Beispielen näher anschauen werden. Google Lens 2. Die erste Übung: Wählen Sie am unteren Bildrand den Bereich Suche aus. Wir scannen zunächst QR-Codes. Suchen Sie sich einen in diesem Buch abgedruckten Code aus, und halten Sie in der Lens-App die Kamera Ihres Smartphones auf den Code. Sie werden bemerken, dass dieser mit einem weißen Rahmen versehen wird. Tippen Sie zunächst auf den Auslöser, und der Code wird erfasst. Tippen Sie anschließend auf den entschlüsselten Code, und der Google Play Store wird aufgerufen. 3. Auf die gleiche Weise können Sie beliebige Texte kopieren, die Sie mit der Kamera innerhalb von Google Lens erfasst haben. Begeben Sie sich zunächst mithilfe des Menüs am unteren Bildrand zum Bereich Text. Bringen Sie nun einen Text, den Sie digitalisieren möchten, vor die Kamera­ linse, und tippen Sie auf den Auslöser. Der Text wird dadurch digitalisiert und kann in andere Apps kopiert werden. Tippen Sie dazu einfach auf den erfassten Text im Sucherbild. Mithilfe der blauen Marker 1 können Sie den Textaus231
Kapitel 9 – Fotografieren mit dem Android-Smartphone schnitt auch weiter eingrenzen und nach Antippen der Schaltfläche Text kopieren 2 zur Weiterverarbeitung in eine andere App einfügen. 4. Möchten Sie einen fremdsprachigen Text (z. B. auf einer Webseite) übersetzen lassen, so begeben Sie sich zunächst in den Bereich Übersetzen. a Halten Sie das zu übersetzende Dokument vor die Linse Ihres Smartphones. Der Text wird simultan übersetzt. Möchten Sie den Text kopieren, so betätigen Sie einfach den a Auslöser. Das Ganze lässt sich übrib gens auch im Ausland prima dazu nutzen, im Restaurant Speisekarten oder Informationstafeln bzw. Straßenschilder zu übersetzen. 232
Google Lens 5. Und noch eine schöne Anwendung: Gehen Sie doch einmal in den Garten oder die freie Natur, und lassen Sie eine Blume von Google Lens bestimmen. Hierzu begeben Sie sich erneut in den Bereich Suchen. Sie werden staunen, wie gut das mittlerweile dank der hervorragenden künstlichen Intelligenz (kurz: KI) funktioniert. Aber auch berühmte Gemälde oder antike Bauten werden zielsicher identifiziert. 6. Last, but not least: In den Zeiten des Homeschoolings während der Corona-Pandemie half Google Lens dem Nachwuchs auch bei den Hausaufgaben. Kostprobe gefällig? Schreiben Sie eine mathematische Gleichung auf, begeben Sie sich in Google Lens in den Bereich Hausaufgaben, und fotografieren Sie die Gleichung ab. Ihnen wird nun angeboten, diese Gleichung automatisch lösen zu lassen. Dazu ziehen Sie einfach am unteren Bildrand den Bereich Schritte zur Lösung nach oben. 233
Kapitel 9 – Fotografieren mit dem Android-Smartphone Dr. Google hilft dem Nachwuchs bei den Mathe-Hausaufgaben. Darf's eine Linse mehr sein? Mittlerweile gibt es kaum noch ein Android-Smartphone, das sich mit einer einzigen Kameralinse begnügt. Die Standardkombination besteht aktuell aus: * Standardweitwinkellinse * Ultraweitwinkellinse * Zoomlinse (je nach Gerät 2- bis 10-fach) Linsenblock eines aktuellen Android-Smartphones. Beim »Pixel 5« gibt es eine Weitwinkelsowie eine Ultraweitwinkellinse. 234
Fotos in der Fotos-App anzeigen Sie wechseln zwischen den Linsen durch Antippen der Zoom-Schaltflächen in der Kamera-App. Mein Tipp: Setzen Sie die Linsen jenseits der Standardweitwinkellinse sparsam ein. Es gibt relativ wenige Situationen, die einen Ultraweitwinkel, geschweige denn einen Zoom erfordern. Einen Zoom-Effekt erreicht man meist ebenso gut über eine Ausschnittsvergrößerung am PC. TIPP Die linke Aufnahme wurde mit dem regulären Objektiv angefertigt, die rechte mit dem Ultraweitwinkelobjektiv. Zoom und Effekte besser am PC nachbearbeiten Obwohl der Zoom durch Extra-Linsen und die Echtzeitberechnung von Effekten via KI eine spektakuläre Möglichkeit ist, empfehle ich Ihnen, das Motiv im Regelfall »normal« abzulichten und ggf. später am PC mit einer gängigen Bildbearbeitungssoftware zu behandeln. Mit ihr haben Sie wesentlich mehr Einfluss darauf, wie Ihre Bilder am Ende aussehen, und obendrein behalten Sie auch noch die Ori­ ginalaufnahme. Fotos in der Fotos-App anzeigen Sie haben nun schon eine Reihe ansprechender Aufnahmen gemacht und wollen sich diese jetzt anschauen. Hierzu verwenden Sie die Fotos-App von Google. Sie können die App aus dem App-Menü oder direkt aus der Kamera-App starten. Die Fotos-App ersetzt bei reinen Google-Smartphones die Google Fotos 235
Kapitel 9 – Fotografieren mit dem Android-Smartphone Info Galerie-App, die Sie noch auf älteren Android-Smartphones bzw. SamsungSmartphones finden. Sie können aber die Fotos-App jederzeit auch auf älteren Handys nachinstallieren. Verwenden Sie dazu den nebenstehenden QR-Code. Google Fotos und die Cloud-Anbindung Eine praktische Eigenschaft von Google Fotos ist die Möglichkeit, dass alle Bilder, die Sie mit Ihrem Smartphone anfertigen, automa­ tisch in der Google-Cloud (Google Drive bzw. Google One) gesichert werden. Seit dem Jahr 2021 wurde jedoch das Datenkontingent limitiert. Ihnen stehen – sofern Sie nicht Besitzer eines GooglePixel-Smartphones sind – nunmehr nur noch 15 GB Cloudspeicher­ platz zum Sichern Ihrer Bilder zur Verfügung. Sie haben aber stets die Möglichkeit, Onlinespeicher kostenpflichtig nachzubuchen. Für 1,99 € im Monat bzw. 19,99 € im Jahr erhalten Sie 100 GB Cloud­ speicher, was eine ganze Weile genügen sollte: Damit ließen sich ca. 30.000 Bilder in höchster Auflösung abspeichern. In der Fotos-App finden Sie sowohl Ihre auf dem Smartphone gespeicherten Aufnahmen als auch Onlinealben, die im Normalfall per PC-Browser bei Google im Bereich Fotos zu finden sind. Aber starten Sie doch erst einmal die Fotos-App auf Ihrem Android-Smartphone: 1. Beim ersten Start der App werden Sie zunächst mit der Möglichkeit konfrontiert, in der sog. Google Cloud eine Sicherung aller künftig per Smartphone geschossenen Bilder zu erstellen. Aktivieren Sie die entsprechende Option über die Schaltfläche Sicherung aktivieren 1. Bei Google-Pixel-Smartphones haben Sie die Möglichkeit, die Bilder bis zu einem bestimmten Datum in höchster Auflösung kostenfrei zu sichern. Bei allen übrigen Android-Smartphones müssen Sie entscheiden, in welcher Auflösung Ihr Bildmaterial gesichert werden soll. Die Qualität der gesicherten Bilder können Sie aber auch zu einem späteren Zeitpunkt noch in den Einstellungen der App bestimmen (siehe dazu auch Schritt 2 auf Seite 240). 236
Fotos in der Fotos-App anzeigen a b 2. Verlassen Sie die Startkonfiguration über Bestätigen 2. Danach befinden Sie sich im Hauptbereich der App. Sollten Sie bereits Bilder in Ihrem Google-Konto abgelegt haben, erscheinen diese nun in der Übersicht. Aber auch Bilder, die sich auf Ihrem Smartphone selbst befinden, erscheinen dort. Die Fotos-App ist in folgende drei Hauptbereiche aufgeteilt, die Sie über Schaltflächen am unteren Bildrand auswählen können: f c 4 5 237
Kapitel 9 – Fotografieren mit dem Android-Smartphone c Fotos: Zeigt alle in der Cloud und auf dem Gerät befindlichen Fotos an. d Suchen: Ermöglicht das Durchsuchen aller Bilder nach Themen oder Stichwörtern. Dazu müssen die Bilder nicht entsprechend manuell mit Begriffen versehen sein; die künstliche Intelligenz erkennt bestimmte Objekte und Szenen ganz automatisch. e Galerie: In diesem Bereich finden Sie unter anderem Ihre Alben. Wie man Alben anlegt, werde ich Ihnen im folgenden Abschnitt erklären. In der oberen linken Ecke finden Sie ein kleines Symbol, das zu folgendem Menü führt: f Teilen: Hier finden Sie sämtliche Inhalte (Fotos, Alben), die Sie selbst per Link in Google Fotos geteilt haben. Aber auch Abonnements aus fremden Kanälen werden hier dargestellt. 3. Damit ein Bild auf dem ganzen Bildschirm erscheint, tippen Sie es einfach an. Per Fingerstreich können Sie nun durch die Bilder im Vollbildmodus navigieren. Zur Darstellung von Bildern im Querformat drehen Sie Ihr Smartphone. Achten Sie dabei darauf, dass die automatische Rotation bei den Schnellschaltflächen aktiviert wurde 7. g 4. Per Zurück-Schaltfläche 8 gelangen Sie wieder in den Hauptbereich der App. Schauen wir uns hier einmal das Hauptmenü an: Durch Antippen Ihres Profilbilds 9 am rechten oberen Displayrand gelangen Sie in das Hauptmenü der App. 238
Fotos in der Fotos-App anzeigen h i Im Hauptmenü finden Sie folgende Bereiche: Option Bedeutung Zeigt an, dass die lokal auf dem Gerät gespei­ cherten Fotos mit der Google-Cloud synchroni­ siert wurden. Information, wie viel Cloudspeicher zur Siche­ rung von Fotos noch zur Verfügung steht Kann lokale Bilder löschen und Speicherplatz freigeben, falls die Bilder bereits in der GoogleCloud gesichert sind. Führt zur Konfiguration der Fotos-App. Unter anderem können Sie hier die Sicherungsoptio­ nen für die Google-Cloud anpassen. Google verfolgt mit der Fotos-App die Philosophie, dass Ihre gesamten Bilder in der Google-Cloud gesichert werden. Dazu werden diese im Hintergrund auf den Google-Onlinespeicher hochgeladen, vorausgesetzt, Sie ha239
Kapitel 9 – Fotografieren mit dem Android-Smartphone ben diese Option (etwa bereits beim ersten Start der App) aktiviert. Dies können Sie aber jederzeit in den Einstellungen der Fotos-App ändern bzw. nachholen: 1. Begeben Sie sich in das Menü der Fotos-App, indem Sie Ihr Profilbild am rechten oberen Bildschirmrand antippen. Wechseln Sie in den Bereich Google Fotos-Einstellungen. 2. Begeben Sie sich zum Punkt Back-up & Sync, und prüfen Sie, ob der Schalter 1 aktiviert wurde. Hier können Sie auch die Uploadgröße und damit die Qualität Ihrer Fotos durch Antippen der entsprechenden Option 2 anpassen. Wie bereits erwähnt, ist das Abspeichern von Bildmaterial in Originalqualität in unbegrenzter Menge a möglich, falls Sie ein Google-Pixel-Gerät nutzen. Besitzer anderer Android-Smartphones müssen ggf. kostenpflichtigen Speicherplatz erwerben. 3. Sie haben hier zudem die Möglichkeit, die Sicherung feinzutunen, also beispielsweise Bilder auch per Mobilfunknetz hochzuladen, wovon ich Ihnen aber dringend abraten möchte, da dies beträchtlich an Ihrem Datenkontingent nagt. Sinnvoll ist hingegen, dass der Upload automatisch auf Zeiten beschränkt wird, in denen Ihr Smartphone am Ladegerät hängt. Alben erstellen Nachdem Sie Ihre Fotos gesichtet haben, wäre es schön, diese thematisch geordnet in Alben unterzubringen. Wir beginnen zunächst damit, ein neues Album mit einigen Fotos anzulegen: 240 b
Alben erstellen 1. Begeben Sie sich über die Menüleiste am unteren Bildschirmrand in den Bereich Galerie, und tippen Sie dort im Bereich Alben auf die Schaltfläche Neues a Album 1. 2. Geben Sie dem neu zu erstellenden Album zunächst einen Titel, indem Sie auf das Feld Titel hinzufügen tippen. Wählen Sie anschließend mit der Schaltfläche Fotos auswählen 2 die Fotos aus, die in dem Album enthalten sein sollen. Diese werden mit einem Häkchen versehen. c b d 3. Wenn Sie Ihre Auswahl getroffen haben, tippen Sie oben auf den Punkt Hinzufügen 3. Das war’s schon: Ihr Album ist fertig! Betrachten Sie es, indem Sie das Album in der Übersicht antippen. Im In-App-Menü des Albums (erkennbar an den drei Punkten 4 am oberen rechten Bildrand) verstecken sich weitere Möglichkeiten rund um die Albenerstellung: e Auswählen: Hier wählen Sie einzelne Fotos des Albums aus, um diese zu teilen. f Album bearbeiten: Hier können Sie u. a. den Titel des Albums ändern, dem Album weitere Bilder hinzufügen oder auch das Album löschen. 241
Kapitel 9 – Fotografieren mit dem Android-Smartphone g Optionen: Hier erstellen Sie einen Link, um das Album in einfacher Weise teilen zu können. h Album löschen: Löscht das aktuelle Album. e f g h Über die Albenbearbeitung können Sie Ihr Album beschriften oder auch einen Ort markieren. Das Album kann nun auch per PC-Browser in Ihrem Google Fotos-Bereich bewundert werden. Rufen Sie dazu die Seite photos.google.com auf, und loggen Sie sich mit Ihren Google-Zugangsdaten ein. Sie finden hier nun alle Ihre auf dem Smartphone erstellten Alben bzw. hochgeladenen Fotos. »Google Fotos« im Browser 242
Ti p p Eine Diashow vorführen Fotos sortieren In der Fotos-App sowie im PC-Browser haben Sie auch die Möglich­ keit, die Fotos eines Albums umzusortieren. Begeben Sie sich dazu in das Album, und wählen Sie aus i dem Menü (gekennzeichnet durch drei Punkte) den Punkt Album bearbeiten. Sie können die Bilder nun nach Wunsch mit gedrücktem Finger hin- und herschieben bzw. anordnen oder aber auch über die Sortierschaltfläche 9 nach bestimmten Kriterien (z. B. dem Aufnahmedatum) ordnen. Eine Diashow vorführen Sämtliche Fotoalben, die in der Fotos-App zur Verfügung stehen, können Sie außerdem als Grundlage einer eigenen Diashow auf dem Smartphone oder im PC-Browser nutzen. 1. Öffnen Sie hierzu in der Fotos-App ein Album im Bereich Alben, indem Sie es antippen. Wählen Sie anschließend das erste Bild, das in der Diashow wiedergegeben werden soll, ebenfalls durch Antippen aus. 2. Betätigen Sie die In-App-Menü-Schaltfläche, und wählen Sie aus dem sich nun öffnenden Menü den Punkt Diashow 1, um diese zu starten. a 243
Kapitel 9 – Fotografieren mit dem Android-Smartphone 3. Sie können die Diashow jederzeit durch Antippen des aktuell angezeigten Bildes unterbrechen oder auch wieder fortsetzen. Die Effekte bzw. Übergänge der eingebauten Diashow sind allerdings spärlich. Wenn Sie diesbezüglich höhere Ansprüche haben, sollten Sie sich eine der zahlreichen auf Diashows spezialisierten Apps aus dem Play Store besorgen, z. B. den MoShow Diashow Gestalter. Fotos bearbeiten Die Fotos-App ist so vielseitig, dass Sie sogar Ihre Fotos gleich auf dem Smartphone bearbeiten können. Beschneiden Sie beispielsweise Ihre Bilder, oder reduzieren Sie sie in ihrer Auflösung, bevor Sie die Fotos per Mail verschicken oder bei Facebook veröffentlichen. Gehen Sie zum Beschneiden eines Bildes folgendermaßen vor: 1. Öffnen Sie das gewünschte Foto durch Antippen in der Fotos-App. MoShow Diashow Gestalter 2. Tippen Sie auf das Symbol mit den Schiebereglern 1 am unteren Bildschirmrand. Nun erscheint das Bildbearbeitungsmenü. a 3. Wählen Sie aus dem Menü die Option Zuschneiden 2. 4. Legen Sie einen individuellen Bildausschnitt fest, indem Sie den Rahmen anpassen 3. Dazu ziehen Sie diesen einfach per Fingerwisch auf die entsprechende Größe. Verschieben Sie anschließend das Motiv mit gedrücktem Finger, sodass es optimal in den Rahmen passt. 5. Drehen Sie (falls gewünscht) das Motiv mithilfe des Reglers 4 bzw. der Skala am unteren Displayrand. 244
Fotos bearbeiten c c d 2 e 6. Auf ähnliche Weise können Sie mit der integrierten Bildbearbeitung dem Bild auch einen Effekt bzw. Rahmen hinzufügen oder per HDR einen Kontrastausgleich durchführen. Letzteren müssen Sie nach seiner Anwendung über die Schaltfläche Fertig 5 bestätigen. Sämtliche Funktionen erschließen sich intuitiv über die Werkzeugleiste am unteren Bildschirmrand. Dort finden Sie viele weitere Optionen zur Bearbeitung Ihrer Bilder. 7. Sichern Sie Ihre Arbeit schließlich über die Schaltfläche Speichern. Bei Ti p p der Bearbeitung wird stets eine Kopie des Originals erstellt. Ein Bild auf die Schnelle verkleinern Leider beherrscht die Google-eigene Fotos-App die Verkleinerung von Bildern (noch) nicht. Eine Bildreduktion ist z. B. dann erforder­ lich, wenn Sie ein schönes Urlaubsbild per Mail an die Lieben zu Hause verschicken wollen und die zu übertragende Datenmenge möglichst klein halten möchten. Hier springt die App Bilder verkleinern für Sie in die Bresche, die Sie mit dem nachfolgenden QR-Code aus dem Play Store installieren können. 245
Kapitel 9 – Fotografieren mit dem Android-Smartphone Bilder und Alben mit anderen teilen Sie können Ihre Aufnahmen natürlich auch in einem sozialen Netzwerk wie z. B. Facebook oder Instagram veröffentlichen. Aufgrund seiner großen Verbreitung zeige ich hier, wie man ein Foto auf Facebook veröffentlicht: 1. Wählen Sie das zu publizierende Bild oder Album in der Fotos-App aus, und tippen Sie die Teilen-Schaltfläche 1 an. Bilder verkleinern a 2. Wählen Sie in der Übersicht, die nun erscheint, Facebook 2 als Adressaten aus. 3. Geben Sie im nächsten Schritt noch eine kurze Beschreibung des Ereignisses ein 3. Per Menü können Sie auswählen, in welchem Rahmen das Bild veröffentlicht werden soll (Freunde, öffentlich etc.). d c b 246
Bilder und Alben mit anderen teilen 4. Geben Sie das Bild bzw. Album schließlich über die Schaltfläche Posten 4 frei. Ti p p Das Teilen von Bildern oder Alben über andere Kanäle (Instagram, WhatsApp etc.) funktioniert analog: Sämtliche Apps, die in der Lage sind, Bildmaterial zu teilen, erscheinen im entsprechenden Bereich (siehe die Abbildung zu Schritt 2 und 3 auf der vorigen Seite), wenn man per Fingerwisch etwas weiter nach rechts oder links scrollt. Einen Screenshot anfertigen Ein Abbild des aktuellen Bildschirminhalts (Screenshot) ist z. B. dann recht nützlich, wenn Sie einem Experten in der Ferne ein Problem mit Ihrem Smartphone schildern wollen. Screenshots fertigen Sie bei Android-Smartphones in der Regel mit einer speziellen Tasten­ kombination an. Bei den meisten Geräten drücken Sie dazu gleich­ zeitig die Ein- und die Leise-Taste. Danach erscheint am linken unte­ ren Bildrand ein Vorschaubild 1, das Sie entweder direkt teilen oder durch Antippen öffnen und weiterbearbeiten können. Danach lässt sich der Screenshot wie beschrieben in der Fotos-App betrachten und über deren Schaltfläche Teilen weiterleiten. a 247

Kapitel 10 – Videos aufzeichnen und abspielen Kapitel 10 Videos aufzeichnen und abspielen Mit ihren hochauflösenden Displays sind moderne Android-Smartphones wie geschaffen dafür, Videomaterial in Kinoqualität wiederzugeben. Dank der eingebauten Videofunktion in der Kamera-App können Sie aber auch selbst anspruchsvolle HD-Videos (bei aktuellen Geräten sogar 4k- und 8kVideos) direkt mit dem Smartphone drehen. Aber auch als Mediathek zur Wiedergabe von Spielfilmen und Serien sämtlicher Couleur lässt sich Ihr Android-Smartphone prima nutzen. Ein Video aufnehmen und wiedergeben Die folgenden Ausführungen beziehen sich wieder auf die originale Google Kamera-App (siehe dazu auch das vorherige Kapitel), eingesetzt auf einem Google-Pixel-Smartphone. Bei Geräten anderer Hersteller bzw. anderen Kamera-Apps kann es ggf. Abweichungen in der Menüführung geben. Der Weg zum ersten eigenen Video führt über die Kamera-App und ist kinderleicht: 1. Starten Sie die Kamera-App, und wechseln Sie durch Antippen des Menüpunkts Video 1 in den Videomodus. Dadurch ändert sich das Symbol des Auslösers 2. Oberhalb des Auslösers haben Sie die Auswahl zwischen verschiedenen Videomodi 3 sowie unterschiedlichen Objektiven 4. Falls vorhanden, lässt sich an dieser Stelle auch ein Bildstabilisator 5 aktivieren, um die Aufnahme vor dem Verwackeln zu schützen. 2. Kontrollieren Sie im oberen Menü der Kamera-App (erreichbar durch die pfeilförmige Schaltfläche am Displayrand) die voreingestellte Video249
Kapitel 10 – Videos aufzeichnen und abspielen auflösung. Diese lässt sich durch Antippen der entsprechenden Schaltflächen separat für die Front- und die Rückkamera anpassen. Aktuelle Geräte bieten an dieser Stelle den hochauflösenden 4k- oder sogar den 8k-Modus an. Für Standardaufnahmen empfiehlt sich aber die Auswahl des Full-HD-Formats, da 4k- bzw. 8k-Videomaterial sehr viel Speicherplatz belegt. d e f bc a 3. Bei dunklen Lichtverhältnissen können Sie auch die integrierte LED per Blitz-Schaltfläche 6 aktivieren, sofern Ihr Gerät über eine solche ver- fügt. Dadurch arbeitet die Blitz-LED als permanente Lichtquelle. 4. Geben Sie der Smartphone-Kamera genügend Zeit, um automatisch auf das Motiv zu fokussieren. 5. Tippen Sie zum Aufzeichnen des Videos auf den Auslöser, und schon wird Ihr Film aufgenommen. j h i g 6. Sie sehen während der Aufnahme die momentan abgelaufene Zeit 7 sowie die rot unterlegte Stopp-Schaltfläche. 250
Ein Video aufnehmen und wiedergeben 7. Beenden Sie die Aufnahme über die Stopp-Schaltfläche 8. Fertig! Schon haben Sie Ihr erstes Video gedreht! Außer der Start/Stopp-Schaltfläche erscheinen noch zwei weitere Schaltflächen: die Pause-Taste 9 und die Fotoaufnahme-Taste j, mit deren Hilfe Sie aus der laufenden Videoaufzeichnung ein Standbild anfertigen können. k Sie können nun Ihr Material durch Antippen des kleinen Vorschaubildes k begutachten. Dadurch gelangen Sie in den Vorschaumodus innerhalb der Fotos- bzw. Galerie-App. Tippen Sie zur Wiedergabe auf die Play-Schaltfläche, die über dem Videostandbild erscheint l. l o n Sichtung des Materials m p Um während der Wiedergabe innerhalb des Videos zu navigieren, tippen Sie einfach auf das Display. Daraufhin erscheinen die typischen Schaltflächen, mit deren Hilfe Sie die Wiedergabe stoppen oder im Video vor- und zurückspulen. Hierzu »ziehen« Sie einfach an dem Punkt auf der Wieder­ gabeleiste m. Sie können das erstellte Videomaterial auch jederzeit später in der FotosApp erneut sichten. Starten Sie dazu einfach die Fotos-App, und tippen Sie das gewünschte Video in der Übersicht an. Daraufhin öffnet sich wieder der integrierte Videoplayer. 251
Kapitel 10 – Videos aufzeichnen und abspielen Gefällt Ihnen ein Film nicht, wählen Sie ihn einfach in der Fotos-App aus und tippen auf das Papierkorbsymbol (n auf Seite 251). Über die TeilenSchaltfläche o können Sie den Film auch in sozialen Netzwerken veröffentlichen. Das Symbol mit den Schiebereglern p führt zu einem einfachen Videobearbeitungsprogramm, mit dem Sie u. a. ein verwackeltes Video korrigieren oder ein typisches Handy-Hochkantvideo drehen können. Mithilfe der beiden Schieberegler am rechten und linken Rand q lässt sich das Video zudem zurechtstutzen. q q Im »Bearbeiten«-Modus der Fotos-App finden Sie diverse Möglichkeiten zur einfachen Gestaltung Ihres Films. Über das In-App-Menü der Fotos-App (erreichbar über die drei Punkte oben rechts) können Sie sich außerdem Details zu dem ausgewählten Video anzeigen lassen. Sogar der Aufzeichnungsort der Filmaufnahme wird hier ersichtlich r, vorausgesetzt, Sie haben den Lokalisierungsdienst Ihres Smartphones aktiviert. 252
Aufnahmen nachbearbeiten r Aufnahmen nachbearbeiten Einzelne Clips lassen sich auch direkt auf dem Smartphone schneiden bzw. trimmen. Dazu benötigen Sie allerdings bei den meisten Android-Smartphones eine Extra-App. Ich verwende die App AndroVid Pro, die einige wichtige Videobearbeitungsfunktionen mitbringt und im Play Store erworben werden kann. Obwohl es auch eine kostenfreie Version gibt, empfehle ich an dieser Stelle gleich die Pro-Version, da hier beispielsweise ein verbesserter Videoexport integriert ist. Gehen Sie dazu folgendermaßen vor: AndroVid 1. Starten Sie den AndroVid-Videoeditor. Dieser durchsucht Ihr Smartphone nach vorhandenen Videos. Alle lokal auf dem Smartphone gespeicherten Videos erscheinen in der Galerieansicht. Für ergonomisches Arbeiten ist es empfehlenswert, das Smartphone ins Querformat zu drehen. 253
Kapitel 10 – Videos aufzeichnen und abspielen a 2. Wählen Sie das zu bearbeitende Video 1 durch Antippen in der Übersicht aus. Dadurch wird das Video im Bearbeitungsmodus geöffnet. Am oberen Displayrand stehen Ihnen diverse Funktionen zur Videobearbeitung zur Verfügung. Im Folgenden werde ich das Video trimmen, d. h., den Anfang und das Ende anpassen. Stoppen Sie zunächst die automatische Wiedergabe durch Antippen des Displays. 3. Wählen Sie den Menüpunkt Trimmen 2, und legen Sie mit den erscheinenden Schiebereglern den Anfang 3 und das Ende 4 des Videos fest. b c 254 d
Aufnahmen nachbearbeiten 4. Leiten Sie den Schnitt schließlich über die Cut5 Schaltfläche ein. Sie haben die Möglichkeit, den so ausgewählten Bereich über Trimmen stehen zu lassen oder mittels der Option Ausgewähltes Teil löschen 6 herauszuschneiden. Tippen Sie auf die entsprechende Option. e f 5. Anschließend werden Sie gefragt, ob Sie mit dem Schnitt das Originalbild überschreiben oder den Clip als neue Datei speichern möchten 7. Letzteres empfiehlt sich, falls der Speicher Ihres Smartphones noch nicht allzu knapp bemessen ist. Geben Sie dabei dem neu abzuspeichernden Clip noch einen aussagekräftigen Namen 8, und bestätigen Sie den Speichervorgang, indem Sie auf die Schaltfläche Anwenden 9 tippen. g h i j 6. Nun hübschen wir den Film noch mit einem netten Soundtrack auf. Wählen Sie in der Menüleiste den Punkt Musik Hinzufügen j, und tippen Sie danach auf das Icon mit der Note k. k 7. Wählen Sie im folgenden Menü eine Musikquelle auf Ihrem Smartphone. Suchen Sie sich ein passendes Stück aus, und bestätigen Sie die Auswahl durch Antippen der grünen Schaltfläche mit dem Haken l. Sie haben anschließend die Möglichkeit, den Originalton und die Musiklautstärke über die Schieberegler m anzupassen. l 8. Lassen Sie das Video durch Antippen des Häkchens n neu erstellen. Speichern Sie Ihre Arbeit erneut ab. m n 255
Kapitel 10 – Videos aufzeichnen und abspielen INFO Auf die gleiche Weise können Sie auch Effekte hinzufügen. AndroVid bietet zahlreiche Effekte an, z. B. zur Schärfung eines Clips oder zur Darstellung in Fremdfarben. Dazu tippen Sie zunächst auf die Schaltfläche Bearbeiten links oben in der Menüleiste (siehe dazu auch die Abbildung oben auf Seite 254) und wählen aus dem nun sichtbaren Bereich Effekte einen netten Effekt aus. Videoschnitt: Besser am PC Eines muss an dieser Stelle deutlich gesagt werden: Für komplexere Videoarbeiten empfiehlt sich in jedem Fall der Einsatz professionel­ ler Videoschnittsoftware auf dem PC. Dazu sollten Sie natürlich zu­ nächst das Videomaterial vom Smartphone auf den PC übertragen. Wie das geht, zeigt der folgende Abschnitt. Videos vom Smartphone auf den Computer übertragen Um Videos (und auch andere Dateien) vom Smartphone auf Ihren PC bzw. Mac zu übertragen, gehen Sie wie folgt vor: 1. Schließen Sie Ihr Gerät per USB-Kabel an Ihren PC oder Mac an. Unter Windows erscheint das Smartphone daraufhin als Massenspeicher bzw. Mediengerät im Explorer – vorausgesetzt, Sie haben entsprechende Treiber des Smartphone-Herstellers installiert. Bei aktuellen Systemen wie Windows 10 bzw. 11 werden derartige Treiber aber meist automatisch vom System installiert. Für die Datenübertragung zum Mac benötigen Sie ein spezielles Programm, beispielsweise Android File Transfer (siehe dazu den Kasten auf Seite 259). 256
Videos vom Smartphone auf den Computer übertragen b c a 2. Unter Windows begeben Sie sich in den Explorer und prüfen, ob Ihr Gerät (in unserem Beispiel ein Google Pixel 5) dort erscheint 1. Per Rechtsklick auf das Symbol des Smartphone-Speichers 2 lässt sich feststellen, wie viel Speicherplatz Ihnen dort zur Verfügung steht 3. e d 257
Kapitel 10 – Videos aufzeichnen und abspielen 3. Sollte Ihr Gerät nicht in der Übersicht erscheinen bzw. können Sie nicht auf dessen Speicher zugreifen, dann kontrollieren Sie, ob auf dem Smartphone die Datenübertragung per USB aktiviert wurde 4. Ziehen Sie dazu die Statusleiste herunter, und tippen Sie den USB-Eintrag 5 an. 4. Führen Sie anschließend im Dateimanager auf dem PC einen Doppelklick über dem Gerätesymbol durch, und navigieren Sie in den Ordner, in dem die gewünschten Dateien gespeichert sind. Bei den mit dem Smartphone aufgenommenen Videos ist das üblicherweise das Verzeichnis DCIM/Camera 6. 5. Verschieben Sie die gewünschte Datei, in unserem Fall das Video, per Drag & Drop in ein Arbeitsverzeichnis auf Ihrem Rechner. Damit speichern Sie es auf Ihrem Computer. Nun können Sie auch schon das Video mit einer Videoschnittsoftware Ihrer Wahl öffnen und bearbeiten. f 258
INFO Videos auf YouTube anschauen Ein Android-Smartphone an den Mac anschließen Für den Mac benötigen Sie ein spezielles Programm zur Dateiüber­ tragung. Ich empfehle Ihnen, hierzu das Programm Android File Transfer zu installieren. Sie können es auf folgender Seite herunter­ laden: www.android.com/filetransfer Videos auf YouTube anschauen Mit Ihrem Android-Smartphone können Sie nicht nur ganz bequem Ihre Videos auf YouTube veröffentlichen, sondern auch kinderleicht YouTubeVideos anderer Produzenten anschauen. Dafür ist die YouTube-App bereits vorab auf Ihrem Smartphone installiert, und Sie finden sie im App-Menü: 1. Öffnen Sie die App. Nach einer kurzen Einführung können Sie sich durch Antippen der Lupe 1 über die Stichwortsuche ein interessantes Video aussuchen. a 2. Sobald Sie das Vorschaubild antippen, beginnt die Wiedergabe des Videos im oberen Teil des Smartphone-Displays. 3. Die Schaltfläche mit dem nach unten weisenden Pfeil 2 schiebt das Video zur Wiedergabe in den unteren Displaybereich. Von dort befördern Sie es per Fingerstreich wieder nach oben. Für eine Vollbilddarstellung tippen Sie einfach die Schaltfläche rechts unten im Video 3 an. 4. Sie können je nach Ihrer Verbindungsart und Bandbreite die Qualität anpassen (diese Einstellungsmöglichkeit finden Sie im In-App-Menü 4 im gleichnamigen Bereich 5). 259
Kapitel 10 – Videos aufzeichnen und abspielen b dc e 5. Indem Sie an der Statusleiste »ziehen«, können Sie, ähnlich wie beim TIPP integrierten Videoplayer, im Video vor- oder zurückspulen. Das kennen Sie schon aus der Videovorschau, die im ersten Abschnitt dieses Kapitels vorgestellt wurde. Über die Schaltfläche unten rechts (siehe 3) verlassen Sie den Vollbildmodus wieder. Durch Drehen in den Vollbildmodus Sie gelangen auf einfache Weise in den Vollbildmodus bzw. zurück, indem Sie Ihr Smartphone drehen. Achten Sie dabei darauf, dass der Rotationssensor Ihres Smartphones aktiviert ist (entweder über die entsprechende Schnellschaltfläche im Statusbe­ reich oder über die Einstellungen im Bereich Display E Bildschirm automatisch drehen). Filme im Play Store ausleihen oder kaufen Nun kann man mit selbst gedrehten Videos sicher nur schwer eine langweilige Zugfahrt überbrücken. Abhilfe verschafft Ihnen in diese Lage der Videobereich des Play Stores. Hier können Sie eine unüberschaubare Menge Filme, darunter viele aktuelle Blockbuster aus Hollywood, kaufen oder auch leihen. Am schnellsten gelangen Sie in den Play-Store-Filmbereich mit der Google-App Play Filme & Serien. 260
Filme im Play Store ausleihen oder kaufen 1. Starten Sie Play Filme & Serien aus dem App-Bereich, und arbeiten Sie zunächst die kurze Einführung durch. Hier erfahren Sie einiges Wissenswertes zur Filmabteilung im Play Store. Neuerdings ist es z. B. auch möglich, Filme und Serien mit bis zu fünf Familienmitgliedern zu teilen. 2. Scrollen Sie nun von oben nach unten durch die Bereiche Meistverkaufte Filme, Vorzeitige Premieren & mehr, Empfehlungen für dich und weitere Kategorien, und schauen Sie sich um. Durch Wischen von links nach rechts und umgekehrt blättern Sie in den einzelnen Kategorien. Möchten Sie die Suche auf Filme, Serien, Kauf- bzw. Leihfilme einschränken, dann tippen Sie auf die entsprechenden Schaltflächen, um einen Filter zu setzen. Sind Sie auf der Suche nach speziellen Filmen oder Serien, tippen Sie die Lupe an. Damit können Sie ganz gezielt nach Filmen suchen, deren Titel Ihnen bekannt ist. 261
Kapitel 10 – Videos aufzeichnen und abspielen 3. Wenn Sie einen interessanten Film oder eine Serie entdeckt haben, tippen Sie ihn bzw. diese an. Es öffnet sich die Übersicht zum Film bzw. zur Serie mit weiteren Informationen wie Altersfreigabe und Spielfilm- bzw. Serienlänge. Sie können sich auch über den Link Mehr 1 über den jeweiligen Inhalt informieren. Brandaktuelle Filme sowie Serien lassen sich zunächst nur kaufen, ältere Filme können Sie sowohl kaufen als auch leihen. Sie können zwischen einer HD- und einer SD-Version wählen. Die HD-Version verfügt über eine höhere Auflösung, allerdings ist ihr Dateiumfang größer. Von Zeit zu Zeit gibt es Promo-Aktionen, bei denen Filme vergünstigt ausgeliehen werden können, oder man erhält einen Gutschein für einen Film. 4. Haben Sie sich für eine Version (HD bzw. SD) entschieden, tippen Sie die entsprechende Schaltfläche an. Bestätigen Sie auch den folgenden Dialog über die entsprechende Schaltfläche. Gegebenenfalls müssen Sie in einem weiteren Dialog Ihr GooglePasswort eingeben und bestätigen. 262 a
Filme im Play Store ausleihen oder kaufen TIPP Nun haben Sie die Möglichkeit, sich den Film per Streaming anzusehen oder ihn erst herunterzuladen und dann offline zu schauen. Streaming oder Download? Sollte der Speicher Ihres Smartphones bereits knapp sein, empfehle ich Ihnen, Filme per Streaming anzuschauen (eine bestehende In­ ternetverbindung ist dabei allerdings Voraussetzung). Dadurch ha­ ben Sie auch die Möglichkeit, den Film auf verschiedenen Geräten anzusehen, vorausgesetzt, diese sind mit demselben Google-Konto verknüpft. Sie sollten dabei beachten, dass ein einmal begonnener Leihfilm Ihnen nur 48 Stunden zur Verfügung steht, allerdings kön­ nen Sie ihn innerhalb dieses Zeitraums beliebig oft anschauen. Nach dem Herunterladen werden Ihre geliehenen oder gekauften Filme in der App Play Filme & Serien im Bereich Mediathek gespeichert. Sobald Sie sich über das Menü am unteren Displayrand dorthin begeben, werden Ihre erworbenen Medien angezeigt. Möchten Sie sich einen Film anschauen, wählen Sie diesen aus und tippen zum Abspielen auf das Wiedergabesymbol 1. Ein Antippen des Pfeilsymbols 2 startet den kompletten Download des Films auf Ihr Gerät, um ihn auch offline genießen zu können. Außerdem wird Ihnen bei Ihren Leihfilmen die verbleibende Ausleihzeit angezeigt. a b 263

Kapitel 11 – Karten und Navigation Kapitel 11 Karten und Navigation Ihr Android-Smartphone besitzt einen eingebauten GPS-Chip, der Ihnen fantastische Möglichkeiten bietet: Mithilfe der App Google Maps zeigt Ihnen das Smartphone den Weg zur nächsten Pizzeria oder Tankstelle, und im Street View-Modus erkunden Sie wildfremde Städte, als wären Sie dort vor Ort. Die Lokalisierung einrichten Der Einstieg in die Navigation mit dem Android-Smartphone ist kinderleicht. Folgen Sie dazu einfach diesen Schritten: 1. Prüfen Sie zunächst, ob die Lokalisierungsfunktion auf Ihrem AndroidSmartphone aktiviert wurde. Begeben Sie sich dazu in den Einstellungen in den Bereich Standort, und aktivieren Sie dort (falls noch nicht geschehen) den Schalter zur Standortbestimmung 1. a 265
Kapitel 11 – Karten und Navigation Alternativ können Sie die Standortbestimmung auch über eine Schnellschaltfläche aktivieren bzw. deaktivieren. Sollte diese nicht beim einmaligen Herunterziehen des Statusbereichs auftauchen, so befördern Sie die Schaltfläche über die Bearbei- b ten-Funktion 2 in die Übersicht (vgl. Kapitel 2). Im Bereich Standort können Sie außerdem über den Punkt Standortdienste E Standortgenauigkeit die Lokalisierung über den Schalter Standortgenauigkeit verbessern 3 optimieren. Ist der Schalter aktiviert, werden sog. Assisted-GPS-Daten aus dem Internet heruntergeladen, die die Lokalisierung Ihres Standorts beschleunigen und eine genauere Navigation ermöglichen. Zusätzlich wird die Position der Mobilfunkzelle ausgewertet, in der Sie sich gerade aufhalten. Innerhalb des Menüs Standortdienste lassen sich weitere Faktoren zur genauen Bestimmung des Standorts aktivieren, z. B. die Verbesserung der Standortbestimmung über WLAN- oder Bluetooth-Signale. c 266
Die Lokalisierung einrichten 2. Zum Test der Lokalisierung sollten Sie nun das Haus verlassen und eine App starten, die von der Standortbestimmung Gebrauch macht. Das ist z. B. Google Maps. Falls Sie die App zum ersten Mal starten, müssen Sie zustimmen, dass die App die Standortbestimmung verwenden darf. 3. Nach kurzer Zeit sollte Ihre aktuelle Position anhand eines kleinen blauen Kreises 4 in Google Maps erkennbar sein. Zusätzlich erscheint in der Statusleiste das Lokalisierungssymbol 5. e f d 4. Auf Wunsch können Sie sich auch eine Satellitenansicht Ihres aktuellen Standorts anzeigen lassen. Tippen Sie dazu auf das Ebenensymbol 6 im rechten oberen Bereich der Karte, und wählen Sie als Kartentyp Satellit 7. Daraufhin erscheint das Satellitenbild mit Ihrem aktuellen Standort. In Pandemiezeiten ist es sogar möglich, sich an dieser Stelle in einer Darstellungsebene aktuelle Inzidenzwerte zu COVID 19 anzeigen g zu lassen. Sie können die Funktion der Lokalisierung folgendermaßen testen: Gehen Sie ein paar Schritte eine Straße entlang, und beobachten Sie dabei die Veränderung Ihres Standorts in Google Maps. Sie werden überrascht sein, wie präzise Ihr Standort wiedergegeben wird. 267
Kapitel 11 – Karten und Navigation Google Maps kennenlernen Im Folgenden werde ich Ihnen die zentrale Navigations-App Google Maps, die Sie auf jedem Android-Gerät vorfinden, genauer vorstellen und Ihnen die verschiedenen Elemente und Schaltflächen auf dem Display (siehe dazu die Abbildung auf Seite 269) erläutern. a Wenn Sie auf Ihr Profilbild im rechten oberen Displaybereich tippen, gelangen Sie in das Hauptmenü der App. b In das Suchfeld können Sie Orte, Adressen oder Sehenswürdigkeiten eingeben und nach ihnen suchen. Die Formulierung der Suchanfrage kann dabei auch durchaus unscharf sein, also z. B. »Tankstellen in der Nähe«. c Wenn Sie auf das Mikrofon tippen, können Sie Ihr Ziel auch per Spracheingabe suchen. d Der blaue Punkt zeigt Ihnen Ihre eigene Position an. Wenn Sie diesen antippen, erhalten Sie nähere Informationen zu Zielen in der Umgebung. Wenn Sie per Fingerspreiz-Geste in die Karte hineinzoomen, dann stellt der schwach blaue Kreis die aktuelle Ungenauigkeit der Lokalisierung dar, und der darin befindliche dunkle Sektor zeigt Ihre aktuelle Blick- bzw. Bewegungsrichtung immer dann an, wenn Sie in Bewegung sind. e Mit dieser Schaltfläche zentrieren Sie die Karte auf Ihre eigene Position oder ändern den Darstellungsmodus der Karte. f Durch Antippen dieses Links gelangen Sie zum Routenplaner. 268
Google Maps kennenlernen c a b e d f g h i g Über die Option Erkunden am unteren Bildrand gelangen Sie zu einer Kategoriensuche. So lassen sich beispielsweise nette Restaurants in der Umgebung ausfindig machen oder auch Sehenswürdigkeiten aufspüren. Darüber hinaus finden Sie hier Tipps von lokalen Guides – das sind Menschen, die Ihre Erfahrungen in der Region gerne mit anderen teilen. 269
Kapitel 11 – Karten und Navigation h Route: Hier können Sie Lieblingsrouten hinterlegen sowie den schnellsten Weg zum Arbeitsplatz finden. i Gemerkt: Zeigt in einer Übersicht die von Ihnen gespeicherten favorisierten und besuchten Orte. In diesem Bereich gibt es einige interessante Untermenüpunkte: * Zuletzt gemerkt: Das sind diejenigen Orte, die Sie erst kürzlich favorisiert (d. h. mit einem Stern markiert) haben. * Besucht: Orte, an denen Sie bereits gewesen sind, werden hier angezeigt, sofern die Lokalisierungsfunktion Ihres Smartphones aktiv war. * Zeitachse: Gibt den zeitlichen Verlauf der Orte wieder, die Sie in letzter Zeit besucht haben. * Reservierungen: Sofern Sie per Google Mail ein Hotel reserviert haben, taucht in diesem Bereich die entsprechende Benachrichtigung bzw. Buchung auf. * Beitragen: Wenn Sie als sog. Local Guide tätig sind und Lokalitäten wie Restaurants und Bars bewerten, können Sie an dieser Stelle Ihre eigenen Beiträge einsehen. * Aktuell: Dies ist eine Schnittstelle, in der Sie Tipps zu Sehenswürdigkeiten und Ereignissen in Ihrer näheren Umgebung erhalten. 270
Google Maps kennenlernen Wenn Sie in der App auf Ihr Profilbild in der rechten oberen Ecke des Displays tippen, finden Sie weitere interessante Punkte: * Inkognitomodus aktivieren: Damit sind Sie in Google Maps anonym unterwegs, d. h. ohne Aufzeichnung Ihrer Bewegungsdaten. * Mein Profil: Führt Sie zu Ihren Beiträgen als Local Guide. * Meine Zeitachse: Eine chronologische Zusammenstellung aller Orte, die Sie bislang besucht haben. * Standortfreigabe: Sie möchten, dass Ihre Freunde stets wissen, wo Sie sich befinden? Dann aktivieren Sie über diesen Menüpunkt die Standortfreigabe und definieren Sie anschließend einen oder mehrere Kontakte 1, denen Sie Ihren Standort mitteilen möchten. 271
Kapitel 11 – Karten und Navigation a * Offlinekarten: Hier finden Sie Karten, die Sie über ein WLAN zur Offlinenavigation heruntergeladen haben. Mehr dazu erfahren Sie im Abschnitt »Mit Google Maps unterwegs« ab Seite 275. * Ihre Daten in Maps: An dieser Stelle können Sie Ihren Heimatstandort sowie Ihren Arbeitsplatz definieren. Außerdem können Sie hier die Protokollierung Ihres Standortverlaufs deaktivieren. * Einstellungen: Führt zur Konfiguration der Maps-App. Hier können Sie u. a. über den Punkt Maßstab auf der Karte anzeigen E Immer einen permanten Maßstabsbalken in Ihre Karte legen. Anderenfalls erscheint dieser nur dann, wenn Sie aktiv in der Kartendarstellung zoomen. 272
Google Maps kennenlernen Das Ebenensymbol im zentralen App-­ Bereich haben Sie ja bereits auf Seite 267 zur Nutzung der Satellitenansicht für sich entdeckt. Mit ihm lassen sich insgesamt die folgenden Ansichten aktivieren und nutzen: * Standard: Hierbei handelt es sich um die »ganz normale« Kartendarstellung, in der Straßen und Wege in gezeichneter Form erscheinen. * Satellit: Die Karte wird in der Satellitenansicht gezeigt. * Gelände: Dabei wird die Karte in topografischer Ansicht (d. h. mit Höhenlinien, ideal zum Wandern) dargestellt. * Öffentl. Verkehrsmittel: Ermöglicht die Navigation unter Berücksichtigung öffentlicher Verkehrsmittel. * Verkehrslage: Informationen zur Verkehrslage werden in der aktuellen Karte eingeblendet. * Fahrrad: Zeigt beliebte Fahrradwege in der Karte an. * COVID-19-Info: Zeigt aktuelle Inzidenzwerte (ein Feature in den Zeiten der Pandemie). * 3D: Darstellung von dreidimensionalen Gebäuden innerhalb der Kartenansicht. * Street View: Schnittstelle zu Daten von Google Street View. Die unterschiedlichen Darstellungsformen der Karte werden durch Antippen der entsprechenden Felder aktiviert bzw. wieder deaktiviert. Kommen wir zum Umgang mit der Karte. Sie können mit Ihren Fingern bei Berührung des Displays den Kartenausschnitt anpassen. Die wichtigsten Gesten erläutere ich Ihnen hier: 273
Kapitel 11 – Karten und Navigation * Legen Sie einen Finger auf das Display und bewegen Sie ihn, verschieben Sie so den aktuellen Kartenausschnitt. Das eignet sich besonders dann, wenn Sie etwas in der näheren Umgebung eines Ortes suchen. * Sie können den Kartenausschnitt vergrößern und eine detailreichere Karte ansehen, indem Sie mit zwei gespreizten Fingern das Display berühren und die Finger auseinanderziehen (Pinch-to-Zoom). Wenn Sie hingegen den Kartenausschnitt mit zwei gespreizten Fingern zusammenziehen, verkleinert sich die Karte, Sie sehen also weniger Details. * Wenn Sie zwei Finger parallel auf das Display legen und nach oben oder unten fahren, kippen Sie die Displaydarstellung. Sie erreichen diese gekippte Darstellung auch durch Antippen des Lokalisierungssymbols in der rechten unteren Displayecke: Dadurch wird die Karte entweder in Draufsicht (in der linken Abbildung) oder in perspektivischer Darstellung (in der rechten Abbildung) gezeigt. In Letzterer wird zusätzlich ein Kompasssymbol 1 eingeblendet und Gebäude werden perspektivisch dargestellt. Durch Antippen des Kompasssymbols landen Sie wieder in der Draufsicht. a 274
Mit Google Maps unterwegs * Wenn Sie zwei gespreizte Finger auf dem Display drehen, können Sie den Kartenausschnitt entsprechend drehen. TIPP Mithilfe dieser Gesten können Sie sich die Kartenausschnitte nach Ihren Wünschen und Bedürfnissen anzeigen lassen. Den Kompass kalibrieren Führt Sie der eingebaute Kompass in die Irre, dann können Sie ihn relativ leicht kalibrieren. Tippen Sie dazu einfach auf den blauen Punkt Ihrer aktuellen Position in Google Maps. Dadurch öffnet sich das folgende Menü. Mithilfe des Menüpunkts Kompass kalibrieren 1 lässt sich schnell eine Steigerung der Genauigkeit erreichen. a Mit Google Maps unterwegs Haben Sie bei Ihrem Mobilfunkvertrag ein begrenztes Datenvolumen, gelangen Sie bei häufiger Verwendung von Google Maps über das Mobilfunknetz womöglich schnell an Ihr Datenlimit, denn die zur Positionsbestim275
Kapitel 11 – Karten und Navigation mung verwendeten Karten werden bei Ihren Anfragen stets aktuell aus dem Internet geladen. Aber auch für dieses Problem bietet Ihnen die App eine Lösung: Sie können die benötigten Kartenausschnitte bereits zu Hause bei bestehender WLAN-Verbindung herunterladen und speichern. Unterwegs nutzen Sie dann die zuvor gespeicherten Karten und benötigen keine Internetanbindung. Dieses Vorgehen nennt sich Onboard Navigation. 1. Starten Sie zunächst Google Maps, und suchen Sie den benötigten Kartenausschnitt. Benutzen Sie auch die ab Seite 274 erläuterten Fingergesten, um den richtigen Ausschnitt in der richtigen Größe zu erhalten. b a d c 276
Mit Google Maps unterwegs 2. Begeben Sie sich durch Antippen des Profilbilds in das Hauptmenü der App, und wählen Sie hier den Menüpunkt Offlinekarten. Tippen Sie auf die Schaltfläche Wähle Deine eigene Karte aus 1. Auf Wunsch können Sie die Eigenschaften Ihrer Offlinekarten auch noch über das Zahnradsymbol 2 genauer anpassen. 3. Betätigen Sie nun die Schaltfläche Herunterladen 3. 4. Optional: Benennen Sie den Kartenausschnitt über sein Kontextmenü 4, und tippen Sie anschließend auf Speichern 5. Dadurch laden Sie den gewünschten Kartenausschnitt in den Offlinespeicher der App. f e g Sie können diesen Kartenteil nun in Zukunft also auch ohne Internetverbindung nutzen. Dazu müssen Sie nichts weiter tun – die Karten werden im Offlinebetrieb für diejenigen Bereiche angezeigt, die zuvor he­ runtergeladen wurden. Das Praktische dabei: Die Offlinekarten werden stets aktualisiert, wenn Sie mit einem WLAN verbunden sind und dies in den Einstellungen zu den Offlinekarten (siehe die Abbildung zu Schritt 2) aktiviert haben. 5. Die heruntergeladenen Karten können stets im Bereich Offlinekarten des Hauptmenüs eingesehen und verwaltet werden. Zum Umbenennen nutzen Sie das Kontextmenü 6 zur heruntergeladenen Karte. Sollte der Speicher Ihres Smartphones mit der Zeit ein wenig voll werden, können Sie hier die entsprechenden Karten per Schaltfläche löschen 7. 277
Kapitel 11 – Karten und Navigation Wuchtige Faltpläne und Straßenkarten gehören somit der Vergangenheit an. Doch damit ist die Funktionsvielfalt von Google Maps noch lange nicht erschöpfend beschrieben. Schauen wir uns daher die App noch etwas genauer an. Suchen Sie zunächst nach einer beliebigen Adresse, indem Sie sie in das Suchfeld 1 der App eingeben. a d c b Wird Ihnen Ihr Ziel angezeigt, können Sie nun durch Antippen der Schaltfläche Route 2 die Wegbeschreibung zu der gesuchten Adresse aufrufen. Im vorliegenden Beispiel erhalten Sie damit die Fahrtstrecke für das Auto. Zudem wird Ihnen bereits die voraussichtliche Fahrzeit angezeigt 3, und im Bedarfsfall werden auch Umleitungen einkalkuliert. Als Startpunkt für die Messung wird standardmäßig immer Ihr aktueller Standort verwendet. Sie können die Routenführung jederzeit an Ihre Fortbewegungsart anpassen. Wechseln Sie dazu über die Schaltflächen oberhalb der Karte 4 zwischen der Routenplanung für Fußgänger, Auto- und Radfahrer bzw. für den öffentlichen Nahverkehr (mehr dazu lesen Sie im folgenden Abschnitt ab Seite 282). 278
Mit Google Maps unterwegs Auch Sehenswürdigkeiten werden intelligent gefunden. Tippen Sie dazu einfach in das Suchfeld, und formulieren Sie ganz allgemein ein Ziel, das Sie interessiert. Durch Antippen der auf der Karte gezeigten Ziele erhalten Sie nähere Informationen. f e Über die Lesezeichen-Schaltfläche Speichern 5 lässt sich ein Ort in einer Liste mit interessanten Zielen ablegen 6. Mit Google Maps können Sie sich auch schon vorab die nähere Umgebung einer Adresse anschauen, z. B. wenn Sie eine Rast in einer Unterkunft planen, aber die Gegend bisher nicht kennen. Diese Option funktioniert allerdings nur, wenn der Ort per Google Street View erfasst wurde oder ein anderer Android-Nutzer ein 360°-Panorama mit seiner Smartphone-Kamera erstellt hat. Obwohl Street View in Deutschland leider nicht flächendeckend zur Verfügung steht, können Sie hier von der gigantischen Gemeinschaft profitieren, die in Eigenregie Google Maps mit einer Vielzahl von 360°-Panoramen gefüllt hat. Um Street View oder 360°-Panoramen innerhalb der Google-Maps-App zu nutzen (z. B. um die nähere Umgebung einer Unterkunft zu inspizieren), gehen Sie folgendermaßen vor: 279
Kapitel 11 – Karten und Navigation 1. Geben Sie eine Adresse oder Unterkunftsbezeichnung in das Suchfeld ein. Tippen Sie anschließend das Ebenensymbol oben rechts auf der Karte an, und aktivieren Sie die Ebene Street View. Falls Street View für die Gegend verfügbar ist, wird Ihnen das durch ein entsprechendes Symbol angezeigt 1. In diesem Fall gelangen Sie durch Antippen des Bildes gleich in die StreetView-Ansicht. Gibt es für die Gegend 360°-Panoramen, erscheinen diese als blaue Punkte in der Kartendarstellung. a 2. Im Street-View-Modus können Sie sich, indem Sie mit den Fingern die blaue Linie entlangfahren, »umsehen« bzw. im Bild bewegen und per Fingerspreizen den Ausschnitt vergrößern oder verkleinern. b 3. Tippen Sie auf das Kompasssymbol 2 im Street-View-Fenster. Nun können Sie sich mit Ihrem Smartphone um 360 Grad drehen, um einen Rundumblick von der Gegend zu erhalten. Neigen Sie Ihr Smartphone, wird die Perspektive geändert – das nenne ich virtuellen Tourismus! 280
Mit Google Maps unterwegs Zu guter Letzt haben Sie die Möglichkeit, die Google Earth-App aus dem Play Store zu installieren. Starten Sie Google Earth nach der Installation, und gestatten Sie der App zunächst die Nutzung der Lokalisierung. Google Earth c Innerhalb der Earth-App geben Sie Suchanfragen so ein, wie Sie es bereits von Google Maps gewohnt sind. Sie erhalten dann eine 3D-Satellitenansicht Ihrer Suchanfrage und können sich das Geländeprofil der Umgebung anschauen. Wenn Sie das Symbol mit dem Männchen 3 antippen, landen Sie im Street-View-Modus. Alle blau dargestellten Straßenzüge oder Orte können nun durch Antippen ausgewählt und näher angeschaut werden. Die blauen Punkte sind (wie oben bereits beschrieben) 360°-Panoramen von 281
Kapitel 11 – Karten und Navigation anderen Nutzern. Auch die Steuerung per Fingergesten funktioniert hier ganz ähnlich wie in Google Maps. So können Sie sich bequem von Ihrem Sofa aus auf Weltreise begeben. Navigation – der Routenplaner Kommen wir nun zu einer kleinen Navigationsaufgabe. Sie möchten eine Route zwischen zwei Orten planen. Dies können Sie direkt aus Google Maps heraus tun: 1. Starten Sie Google Maps, und tippen Sie auf das Routenplanersymbol 1. Als Startort wird zunächst automatisch Ihr aktueller Standort verwendet. Sie können hier aber auch andere Startorte vorgeben, indem Sie das entsprechende Feld 2 antippen und eine andere Adresse eingeben. Die Zieleingabe kann durchaus unscharf sein, die App schlägt Ihnen dann entsprechende Ziele in einer Liste vor. a b c l d 282
Navigation – der Routenplaner 2. Nachdem Sie den Anfangs- und Endpunkt der Route eingegeben haben, wird diese sofort berechnet und in einem Vorschaubild grafisch dargestellt. Neben der blau dargestellten Hauptroute erscheinen meist auch weitere grau unterlegte Alternativrouten 3. Wählen Sie die gewünschte Route durch Antippen aus. Neben den Routenvorschlägen wird Ihnen außerdem die ungefähre Dauer angezeigt. Durch Antippen der Schaltfläche Schritte 4 gelangen Sie in eine Übersicht, die die wichtigsten Navigationspunkte angibt. Außerdem erfahren Sie auf diesem Bildschirm, ob Verkehrsstörungen auf der geplanten Strecke vorliegen. e 6 7 8 9 3. Über die Wahlfelder am oberen Rand des Displays bestimmen Sie, ob die Routenführung für Autofahrer 5, öffentliche Verkehrsmittel 6, Fußgänger 7, per Taxi bzw. Uber 8 oder für Radfahrer 9 berechnet werden soll. Soll die Fahrzeit via Uber angezeigt werden, dann muss sich die gleichnamige App auf dem Smartphone befinden. Über die Routenoptionen j im In-App-Menü können Sie z. B. einstellen, ob Autobahnen oder mautpflichtige Straßen vermieden werden sollen; und über den Punkt Stopp einfügen k können Sie auch Zwischenziele zu Ihrer Route ergänzen. j k 283
Kapitel 11 – Karten und Navigation 4. Starten Sie nun die Routenführung durch Antippen der Schaltfläche Starten (l auf Seite 282). 5. Sie werden nun sowohl optisch als auch akustisch über Ihre Route geführt. Durch Antippen des Feldes am unteren Bildschirmrand m und eine anschließende Auswahl von Wegbeschreibung n können Sie die verschiedenen Zwischenstationen aufrufen. Dabei werden auch Alternativrouten angezeigt. n m Sie können die Routenführung vorab im Detail durchgehen. 284
Navigation – der Routenplaner Sollten Sie oft mit dem Auto unterwegs sein, interessiert Sie sicher auch die aktuelle Verkehrslage. Google Maps bietet in Verbindung mit der Navigations-App die Möglichkeit, die Verkehrssituation in der aktuellen Karte einzublenden und bei Bedarf nach Umleitungen zu suchen. b a INFO Wählen Sie im Ebenenmenü der App die Option Verkehrslage 1 aus. Ihnen wird sofort die aktuelle Verkehrslage in Form von grünen (flüssiger Verkehr), gelben (zäh fließender Verkehr) und roten Linien (Stau) angezeigt. Zusätzlich erhalten Sie einen Überblick über bestehende Straßensperrungen, Baustellen oder andere Verkehrsbehinderungen. Durch Antippen der Symbole bzw. Stauanzeigen 2 erhalten Sie nähere Informationen zu der entsprechenden Störung. Android Auto: Navigation in modernen Autos In modernen Fahrzeugen können Sie mithilfe von Googles Android Auto navigieren. Dabei wird der Displayinhalt Ihres Android-Smart­ phones auf einen Informationsmonitor im Auto übertragen – in der Regel per USB-Kabel, bei aktuellen Android-Versionen auch kabellos via Bluetooth. Android Auto 285

Kapitel 12 – Musik und E-Books auf dem Smartphone Kapitel 12 Musik und E-Books auf dem Smartphone Eine gute Nachricht: Sie müssen auf Ihrem Android-Smartphone nicht auf Ihre mühsam zusammengetragene digitale Musiksammlung verzichten. Das Android-System ist für die Wiedergabe diverser Tonformate bestens aufgestellt und besitzt mit YouTube Music (kurz: YT Music) sogar eine ide­ale Möglichkeit, Ihre Lieblingssongs in der Google Cloud zu sichern. Möchten Sie Ihren musikalischen Horizont erweitern, bietet sich die YouTubeMusic-Flatrate an. Musik auf das Smartphone übertragen Wenn Sie ohne große Umstände sofort loslegen und Musik auf Ihrem Smartphone hören möchten, übertragen Sie einzelne Stücke oder Alben am einfachsten per USB-Anschluss vom PC auf Ihr Gerät. Das funktioniert auf Windows-PCs folgendermaßen: 1. Sollten Sie eigene CDs besitzen, so können Sie die darauf enthaltenen Musikstücke unter Windows problemlos in komprimierte, digitale Audiodateien (MP3, WMA) kopieren, indem Sie diese in das CD-Laufwerk Ihres PCs legen und den Windows Media Player starten. Wählen Sie als Kopierformat aus dem Menü unter Kopiereinstellungen am besten das Format MP3. Die Audioqualität belassen Sie auf 256 kBit/s (MP3). 287
Kapitel 12 – Musik und E-Books auf dem Smartphone 2. Klicken Sie die Schaltfläche CD kopieren an. Dadurch wird diese in Ihre lokale Medienbibliothek kopiert. Sie finden diese mithilfe des Windows Explorers im Ordner Dieser PC E Musik, jeweils geordnet nach Interpret und Album. Von hier aus können Sie die Dateien später via Drag & Drop in den Musikordner auf Ihrem Smartphone verschieben. 3. Schließen Sie Ihr Smartphone per USB-Kabel an Ihren PC an. Das Gerät wird als Mediengerät oder Massenspeicher ähnlich wie ein USB-Stick erkannt. Meist werden zunächst automatisch einige Treiber installiert. Windows 10 bzw. 11 bringen diese Treiber in der Regel schon mit. 4. Nach der Installation der Treiber erscheint Ihr Gerät im Dateimanager von Windows. Hier können Sie nun bequem auf den Speicher Ihres Smartphones 1 zugreifen und Dateien austauschen. 288
Musik auf das Smartphone übertragen a b Sollte Ihr Gerät noch mit einer externen SD-Karte ausgestattet sein, tauchen im Explorer zwei Einträge für Ihr Smartphone auf: Phone bezeichnet den internen Speicher, Card die SD-Karte. Idealerweise kopieren Sie Ihre Musik auf eine solche SD-Karte, denn das spart wertvollen internen Speicherplatz. 5. Navigieren Sie nun einmal per Dateimanager zum internen Speicher Ihres Geräts. Dort gibt es - wie oben beschrieben - bereits einen Ordner namens Music. Hier werden alle Musikstücke verwaltet. Sie können einen solchen Ordner 2 mithilfe des Explorers aber auch problemlos auf der externen SD-Speicherkarte Card erstellen, falls eine solche eingebaut ist. Bei Geräten, die nicht über die Möglichkeit verfügen, mit einer externen Karte aufgerüstet zu werden, erstellen Sie einen Ordner Music im Hauptverzeichnis Phone, falls dieser nicht sowieso schon vorhanden ist. 6. Suchen Sie nun mithilfe des Explorers ein Stück oder ein ganzes Album aus, das Sie auf Ihrem Smartphone hören möchten. Wissen Sie nicht, wo sich die Musik auf Ihrem PC befindet, schauen Sie einmal in der Bi­ bliothek Musik, ob Sie dort fündig werden. Unter Windows wird Ihre komplette Musiksammlung mithilfe der Media-Player-App verwaltet. Sollten Sie iTunes verwenden, so finden Sie die dadurch importierte Musik über den Pfad iTunes/iTunes Media/­ Music in dem entsprechenden Ordner. Am Mac finden Sie Ihre kom289
Kapitel 12 – Musik und E-Books auf dem Smartphone plette Musiksammlung im Verzeichnis Music (iTunes gibt es seit macOS 10.15 Catalina nicht mehr). 7. Ziehen Sie die gewünschten Stücke bzw. Alben per Drag & Drop in das INFO Verzeichnis Music auf Ihrem Smartphone bzw., falls vorhanden, auf die externe SD-Karte. Der YouTube Music-App ist es egal, ob die Stücke ungeordnet oder in Ordnern zusammengefasst auf dem Speicher landen. Es ist aber sinnvoll, die auf dem PC vorgegebene Ordnerstruktur beizubehalten. Fertig! Sie haben Ihr Android-Smartphone nun mit Futter für die Ohren ausgestattet. Auf dem Mac Android File Transfer verwenden Sind Sie Mac-Besitzer? Dann verwenden Sie zur Datenübertragung am besten das Programm Android File Transfer, das Sie von www.android.com/filetransfer herunterladen können. Beachten Sie: Die so übertragenen Dateien dürfen eine Größe von 4 GB nicht überschrei­ ten. Bei Musikstücken ist diese Bedingung erfüllt, bei Filmmaterial kann es aber schon einmal problematisch werden. Musik abspielen Zur Wiedergabe der soeben übertragenen Musik verwenden wir die You­ Tube-Music-App. Diese ist Bestandteil des Android-Basissystems. 1. Starten Sie die YouTube-Music-App aus dem App-Menü. Beim ersten Start erhalten Sie eine Aufforderung, sofort ein Abonnement bei You­ Tube Music abzuschließen. Darauf verzichten wir zunächst, indem wir diesen Schritt mittels Nein danke (1 auf Seite 291) überspringen. Achten Sie außerdem darauf, dass die App mit Ihrem Google-Konto verknüpft ist. Das erkennen Sie anhand des Google-Kontonamens bzw. Profilbilds im rechten oberen Bereich 2. 2. Wechseln Sie jetzt in Ihre Mediathek 3, und lassen Sie zu, dass Audiodateien, die sich auf Ihrem Gerät befinden, wiedergegeben werden können. Bestätigen Sie die folgende Information mit OK. 290
Musik abspielen b a c 3. Suchen Sie sich ein Album oder ein Stück aus, das Sie gerne hören möchten. Um lokal gespeicherte Stücke wiedergeben zu können, wechseln Sie einfach in den Bereich Dateien auf Gerät. Tippen Sie die Schaltfläche zur Wiedergabe des Stücks bzw. des Albums 4 an. d 291
Kapitel 12 – Musik und E-Books auf dem Smartphone 4. Das aktuell ausgewählte Musikstück wird nun wiedergegeben. Sollten Sie die App verlassen, wird das Stück bzw. Album weiter im Hintergrund abgespielt. Möchten Sie wieder in den Player-Modus wechseln, ziehen Sie einfach die Statusleiste herunter und tippen auf die Player-Statusmeldung 5. Mit den rudimentären Schaltflächen können Sie u. a. die Wiedergabe anhale ten bzw. zum vorherigen oder nächsten Titel springen. 5. Sie gelangen durch Antippen der Player-Meldung erneut in die PlayerOberfläche der Play-Musik-App. Möchten Sie hingegen die Musikwiedergabe im Hintergrund beenden, wischen Sie einfach die Player-Statusmeldung mit dem Finger aus der Übersicht heraus. Der Medienplayer erscheint bei Aktivität auch auf dem Sperrbildschirm und kann dort bedient werden. Musik in der Cloud speichern Die im vorigen Abschnitt beschriebene Vorgehensweise mutet heutzutage altmodisch an. Der moderne Datennomade geht heute anders vor. Er gleicht seine Musiksammlung mit der Cloud ab. Die Cloud ist dabei eigentlich nichts anderes als eine große Festplatte im Internet. So werden dann sämtliche Musikstücke der Musiksammlung auf einen Server hochgeladen oder mit bestehenden Stücken abgeglichen. Der Clou dabei: Selbst wenn es 292
Musik in der Cloud speichern sich bei Teilen Ihrer Musik um qualitativ schlechte Internetradio-Mitschnitte oder Ähnliches handelt, wird stets versucht, das Originalstück zu finden und mit Ihrem Konto zu verknüpfen. Die Wiedergabe der so gespeicherten Stücke erfolgt per Streaming, was natürlich eine bestehende Onlineverbindung voraussetzt. Es gibt aber auch die Möglichkeit, Stücke oder Alben aus der Cloud herunterzuladen und für eine Offlinewiedergabe dauerhaft auf dem Gerät zu speichern. Auch Google bietet eine solche Cloud-Lösung an. Gehen Sie zum Abgleich Ihrer Musiksammlung mit der Google Cloud folgendermaßen vor: 1. Begeben Sie sich per Browser auf die Seite music.youtube.com, und loggen Sie sich mit Ihren Google-Accountdaten dort ein. Am besten verwenden Sie dabei den Google-eigenen Browser Chrome, den Sie auf www.google.de/chrome/browser/desktop/ finden und von dort herunterladen können. 2. Betätigen Sie im Hauptmenü (erreichbar durch Anklicken des Profilbilds) die Schaltfläche Musik hochladen 1. a b 293
Kapitel 12 – Musik und E-Books auf dem Smartphone 3. Nun öffnet sich unter Windows ein Explorer-Fenster. Navigieren Sie damit zum Ort der Musikdateien, die Sie hochladen möchten, und wählen Sie diese aus. Klicken Sie danach auf die Schaltfläche Öffnen 2, und die Dateien werden in Googles Cloudspeicherbereich hochgeladen. c 4. Begeben Sie sich nach dem Hochladen mit einem Klick auf die Schaltfläche Zur Mediathek 3 in Ihre Mediensammlung, und kontrollieren Sie, ob sich die Stücke dort befinden. Die Musikstücke wurden erfolgreich hochgeladen. Sie stehen Ihnen nun auch auf Ihrem Android-Smartphone über die Cloud zur Verfügung. Achtung: Musik, die mit dem digitalen Kopierschutz DRM versehen wurde, kann auf die beschriebene Weise nicht mit der Google Cloud synchronisiert werden! Mittlerweile gibt es allerdings kaum noch Anbieter, die DRM einsetzen. 294
Ein Streaming-Abo bei YouTube Music abschließen Ein Streaming-Abo bei YouTube Music abschließen Das oben beschriebene Verfahren ist auf die Dauer sehr mühsam, wenn es darum geht, komplette Musiksammlungen – sprich: CDs – zu digitalisieren. Hier ist es wesentlich sinnvoller, ein Abonnement bei Googles StreamingDienst YouTube Music abzuschließen. Das Beste daran ist, dass für Sie als Neukunde der erste Monat der Nutzung kostenlos ist. Jeder weitere Monat schlägt mit 9,99 € zu Buche. Die so erworbene Musik kann zum OfflineGenuss auf das Smartphone heruntergeladen werden. Sie müssen also nicht mit dem Internet verbunden sein, wenn Ihnen der Sinn nach Musik steht. Gehen Sie folgendermaßen vor, um ein Abonnement abzuschließen: 1. Starten Sie die YouTube Music-App, und tippen Sie im Menü am unteren Displayrand auf die Schaltfläche Upgrade 1. a 2. Sollten Sie YouTube Music bisher noch nicht abonniert haben, dann haben Sie die Gelegenheit, den Musikdienst für einen Monat kostenlos zu testen. Klicken Sie in diesem Fall auf die Schaltfläche Kostenlos testen 2. Sollten Sie bereits in den Genuss eines kostenlosen Abos gekommen sein, dann wird Ihnen das an dieser Stelle mitgeteilt. Begeben Sie sich in diesem Fall durch Anklicken Ihres Profilbilds in das Hauptmenü der App zum Punkt Kostenpflichtige Mitgliedschaften, und schließen Sie dort ein Abo ab. Alternativ funktioniert das auch am PC per Browser unter www.youtube.com/musicpremium. Loggen Sie sich hier mit Ihrem GoogleKonto ein, und schließen Sie dort das Abo ab. Sie erkennen den erfolgreichen Abschluss Ihres Abonnements daran, dass nun die UpgradeSchaltfläche voll ausgefüllt erscheint 3. Außerdem werden Sie darauf hingewiesen, dass Sie in Zukunft Ihre Lieblingstitel zum Offline-Hören herunterladen können. b 295
Kapitel 12 – Musik und E-Books auf dem Smartphone Ihnen steht nun einer der größten ­Musikkataloge der Welt mit über 40 Millionen Titeln zur Verfügung. 3. Sollten Sie sich umentscheiden und möchten Sie das Streaming-Abo wieder kündigen oder pausieren lassen, dann begeben Sie sich einfach per PC-Browser auf die Seite https://youtube.com/paid_memberships. Über den Link Mitgliedschaft verwalten 4 können Sie Ihr Abo entweder abbestellen oder auch für eine Zeit pausieren. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, hier ein vergünstigtes Familienabo abzuschließen. Alternativ lässt sich ein Abo auch in der YouTube Music-App im Hauptmenü unter Kostenpflichtige Mitgliedschaften stornieren. c d 296
YouTube Music im Überblick YouTube Music im Überblick Das Streamen von Musik ersetzt die Tonträger des letzten Jahrhunderts – mit schier unglaublich erweiterten Möglichkeiten. Die YouTube Music-App ist die Schaltzentrale für sämtliche Aktivitäten, die sich unter Android um Musik drehen. Sehen wir uns daher ein wenig auf der Oberfläche um. Die Beschreibung bezieht sich auf die Gestaltung der App, nachdem YouTube Music Premium aktiviert wurde. 1. Über die Schaltflächen am unteren Displayrand erreichen Sie folgende Hauptbereiche der App: * Start: Hier werden Ihnen aktuelle Trends in der Musik präsentiert. * Entdecken: In diesem Bereich können Sie gezielt Musik nach Stimmungen bzw. Genres entdecken. Nach einer gewissen Zeit präsentiert Ihnen YouTube Music an dieser Stelle Titel, die basierend auf Ihren Hörgewohnheiten Ihrem Musikgeschmack entsprechen. 297
Kapitel 12 – Musik und E-Books auf dem Smartphone * Mediathek: In diesem Menübereich finden Sie unter anderem Ihre selbst erstellten Playlists. Das ist eine Sammlung von Musikstücken, die Sie persönlich mögen. Die ältere Generation kennt in diesem Zusammenhang sicher noch die gute, alte Musikkassette mit den »Best of«-Hits, die man seinem Schwarm heimlich zusteckte. 2. Sehr wichtig ist das Suchfeld am oberen Displayrand: Damit können Sie gezielt auf die Suche nach speziellen Musikstücken bzw. Alben gehen. Die Funktionsweise der Suche hängt davon ab, in welchem Bereich man sich aktuell befindet. 3. Wenn Sie ein interessantes Album gefunden haben, können Sie dieses entweder direkt per Streamingfunktion anhören (dazu ist eine bestehende Internetverbindung erforderlich) oder auch zum Offline-Hören auf Ihr Gerät herunterladen. Dazu tippen Sie in der Albumübersicht einfach die Downloadschaltfläche 1 an. Diese zeigt während des Herunterladens den Ladefortschritt 2 an. 298
YouTube Music im Überblick a 2 4. Alben, die Sie auf diese Weise heruntergeladen haben, finden Sie nun im Bereich Mediathek E Downloads. YouTube Music verfügt wie alle Musikabo-Dienste über die Möglichkeit, Wiedergabelisten zu erstellen. Mehr zu diesem Thema erfahren Sie im Abschnitt »Musik zusammenstellen – Playlists und eigene Radiosender« ab Seite 303. Werfen wir abschließend noch einen Blick auf das Hauptmenü der App, das Sie durch Antippen des Kontosymbols am rechten oberen Bildrand erreichen. 299
Kapitel 12 – Musik und E-Books auf dem Smartphone Folgende Bereiche sind hier von Bedeutung: * Mein Kanal: Teilen Sie Ihre Playlisten und somit Ihren Musikgeschmack in Form eines öffentlichen Kanals. * Downloads: Das ist der Ort Ihrer heruntergeladenen Musikstücke. * Verlauf: Führt die Stücke auf, die Sie sich zuletzt angehört haben. * Kostenpflichtige Mitgliedschaften: Führt Sie in einen Bereich zur Verwaltung Ihrer laufenden Abos. * Einstellungen: Hier können und sollten Sie unter anderem den Schalter Nur über WLAN streamen aktivieren, um zu verhindern, dass Ihr Daten- INFO freivolumen übermäßig strapaziert wird. Außerdem steuern Sie hier die Qualität der Audiowiedergabe. 300 Musiktext anzeigen und Musikclip wiedergeben Während der Wiedergabe eines Musikstücks besteht die Möglich­ keit, sich durch Antippen der Schaltfläche Text den Text zum aktuell laufenden Stück anzeigen zu lassen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich über den Bereich Video den Musikclip zum Stück (falls vorhanden) anzuschauen. Dieses enthält bei Bedarf auch deut­ sche Untertitel.
Alternative Streamingdienste nutzen Alternative Streamingdienste nutzen Auch andere Anbieter bieten Musik-Flatrates an. Allen voran ist hier Spotify zu nennen, der derzeit weltgrößte Anbieter im Bereich der MusikstreamingServices. Spotify ist mehr als ein reiner Streaminganbieter: Millionen begeisterter Anwender teilen hier ihre Playlists mit anderen Spotify-Abonnenten. Mehr zum Thema »Playlisten« erfahren Sie im nächsten Abschnitt. Spotify Mein persönlicher Favorit ist Spotify – die Nummer 1 unter den Streaming­ anbietern. Hier tauscht man mit Millionen von Anwendern Playlists aus und kann dadurch den eigenen Musikgeschmack erweitern. Mittlerweile ist auch Apple eine etablierte Größe auf dem Musikstreamingsektor. Mit Apple Music gibt es auch eine App für Android, die Ihnen Zugang zu Apples reichhaltiger Musikbibliothek gewährt – vorausgesetzt, Sie haben ein Abo abgeschlossen. 301
Kapitel 12 – Musik und E-Books auf dem Smartphone Die Preise der genannten Streamingdienste bewegen sich in der Regel bei 9,99 € pro Monat. Wer gleich ein Jahresabo abschließt, kann etwas Geld sparen. Die Struktur der Apps ähnelt im Großen und Ganzen der Struktur von YouTube Music, sodass Sie sich nach dem Studium der letzten Abschnitte schnell zurechtfinden werden. INFO Apple Music 302 Musik für Audiophile Apple ist mittlerweile dazu übergegangen, seinen Abonnenten Zugang zu hochqualitativem Audiostreaming ohne Mehrpreis zu bieten. Zur Auswahl stehen verlustfreie (d. h. nicht komprimierte) Aufnahmen sowie 3D-Audio bei ausgewählten Produktionen. Zum Zeitpunkt der Drucklegung dieses Buches standen diese Möglich­ keiten allerdings zunächst nur den Besitzern von Apple-Hardware (iPhone, AirPods) zur Verfügung. Es ist sicher eine Frage der Zeit, bis Spotify & Co. diese Möglichkeit auch für das Android-Universum anbieten.
Musik zusammenstellen – Playlists und eigene Radiosender Musik zusammenstellen – Playlists und eigene Radiosender Hören Sie sich unterwegs noch komplette Alben am Stück an, oder legen Sie sich auch schon einmal Wiedergabelisten (engl. Playlists) mit gemischten Stücken an? Das geht selbstverständlich nicht nur vom Computer aus, sondern auch direkt mit Ihrem Android-Smartphone. Im Folgenden beschreibe ich, wie Sie eine Playlist mithilfe von YouTube Music erstellen können. Bei anderen Apps bzw. Diensten (z. B. Spotify) ist das Vorgehen recht ähnlich. 1. Starten Sie YouTube Music, und begeben Sie sich in den Bereich Mediathek. Tippen Sie hier auf die Schaltfläche Neue Playlist 1. Geben Sie der Playlist einen aussagekräftigen Namen, und achten Sie zunächst darauf, dass Sie bei Sichtbarkeit die Option Privat einstellen. Tippen Sie anschließend auf die Schaltfläche Erstellen 2. a b 2. Nun können Sie die Playlist mit Ihren Lieblingsliedern füllen. Tippen Sie die Schaltfläche Titel hinzufügen 3 an. Suchen Sie mithilfe der nun erscheinenden Suchmaske Stücke, die Sie der Liste hinzufügen möchten. Durch einfaches Antippen landen die gesuchten Lieder oder auch Musikvideos in Ihrer Liste. 303
Kapitel 12 – Musik und E-Books auf dem Smartphone c 3. Alternativ können Sie außerhalb der Playlist Ihre Lieblingsstücke bzw. Interpreten durchforsten. Wenn Sie ein Stück entdecken, dass Ihnen gefällt, dann tippen Sie einfach dessen Kontextmenü an (die drei kleinen Punkte neben dem Stück) und wählen anschließend die Option Zu Playlist hinzufügen 4, gefolgt von der gewünschten Playlist. d 4. Fahren Sie so fort, bis Sie genügend Stücke in Ihrer Playlist gesammelt haben. 5. Zur Wiedergabe der Liste begeben Sie sich im Hauptmenü der App in den Bereich Mediathek und wählen dort den Bereich Playlists. Starten Sie die Wiedergabe der gewünschten Kollektion durch Antippen der Wiedergeben-Schaltfläche 5. 304
Musik zusammenstellen – Playlists und eigene Radiosender f g e 6. Wenn Sie mögen, können Sie auch sämtliche Stücke der Liste für die Offlinewiedergabe herunterladen. Haben Sie eine WLANVerbindung? Dann tippen Sie das Downloadsymbol 6 an. Eine tortenförmige Markierung zeigt den Fortschritt des Downloads an. Auf diese Weise können Sie auch andere Stücke oder komplette Alben auf Ihr Smartphone herunterladen, um sie offline zu hören. 7. Möchten Sie die Titelabspielreihenfolge zufällig gestalten, klicken Sie einfach auf Zufallsmix 7. Das Erstellen von Playlists ist Ihnen zu mühsam? Dann lassen Sie doch die App Ihre Arbeit machen! Die Lösung ist die Erstellung eines eigenen Radiosenders bzw. Schnellmixes mit Ihrer Lieblingsmusik. Das funktioniert aus der soeben erstellten Playlist heraus folgendermaßen: 1. Begeben Sie sich in eine Playlist, und wählen Sie im In-App-Menü den Punkt Radio starten (8 auf der nächsten Seite). Sollten Sie kein YouTube-Music-Abo abgeschlossen haben, so erscheint an dieser Stelle die Option Schnellmix starten. 305
Kapitel 12 – Musik und E-Books auf dem Smartphone h i 2. Daraufhin sucht das System nach ähnlich klingenden Titeln bzw. Inter- INFO preten und ergänzt die bestehende Liste. Möchten Sie die Liste der folgenden Titel komplett einsehen, so tippen Sie den Menüpunkt Nächste 9 am unteren Bildschirmrand an. Es ist erstaunlich, wie gut die Stücke miteinander harmonieren und Ihren Musikgeschmack abbilden. Das Ganze funktioniert allerdings nur, wenn Sie über eine Onlineverbindung zu YouTube Music verfügen. Rocket Player 306 Alternative Musikplayer Der Google Play Store bietet eine schier unbegrenzte Anzahl an al­ ternativen Musikwiedergabe-Apps an. Mein persönlicher Favorit ist der Rocket PlayerPremium Audio. Der Player bietet sich insbesondere zur Wiedergabe von Offlinemusik an, die Sie per USB-Kabel auf Ihr Smartphone befördert haben. Er ist im Vergleich zu YouTube Music eine bequemere Möglichkeit, um lokal auf dem Smartphone gespei­ cherte Musik wiederzugeben.
Radio hören Radio hören Nahezu jeder bekannte Radiosender im deutschsprachigen Raum lässt sich mittlerweile per Smartphone über eine Internetverbindung hören – mit der passenden App. Besonders bewährt hat sich hier TuneIn Radio. 1. Installieren Sie die TuneIn-App, und starten Sie sie. Beim ersten Start wird Ihnen TuneIn Premium als Abonnement angeboten. Das ignorieren Sie am besten, denn das könnte richtig ins Geld gehen. Tippen Sie dazu beim ersten Start auf das Kreuz rechts oben auf dem Startbildschirm 1 – keinesfalls aber auf die Schaltfläche Kostenlos testen 2, es sei denn, Sie möchten nach der Probezeit automatisch ein Abo abschließen. a TuneIn Radio c b 2. Gestatten Sie der App beim ersten Aufruf, Ihren Gerätestandort zu nutzen, um Ihnen Sender aus Ihrer Umgebung zu präsentieren. 3. Verschaffen Sie sich zunächst einen Überblick über die lokalen Sender, indem Sie sich auf der Startseite umschauen. Hier können bereits erste lokale Sender durch Antippen ausgewählt und wiedergegeben werden. Sind Sie auf der Suche nach einem speziellen Sender, so tippen Sie ein307
Kapitel 12 – Musik und E-Books auf dem Smartphone fach das Lupensymbol 3 am rechten oberen Displayrand an. Wählen Sie anschließend den gewünschten Sender in der Liste der Treffer aus. Dieser wird unmittelbar wiedergegeben. 4. Sie können aber auch Musiksender nach Zeitraum oder Genre auswählen. Dazu begeben Sie sich auf der Startseite zum Untermenüpunkt Musik 4 und tippen nun den Bereich an, der Sie persönlich interessiert, z. B. Jahrzehnte E 80er. d f e g 308
Hörbücher 5. Wählen Sie aus der erscheinenden Liste einen Sender 5 aus. In der Liste ist bei vielen Sendern auch ersichtlich, welches Musikstück aktuell auf dem Sender gespielt wird. Nach kurzer Zeit beginnt die Wiedergabe. Diese können Sie jederzeit durch Betätigen von Stopp 6 unterbrechen bzw. mit der Pause-Schaltfläche auch kurzfristig anhalten 7. Die kostenpflichtige Pro-Version der App bietet weitere interessante Features: So können Sie den Livestream über eine Aufnehmen-Schaltfläche aufzeichnen. Die Qualität der angebotenen Streams lässt sich in den Einstellungen im Hauptmenü anpassen. Hörbücher Die beliebteste Plattform für Hörbücher in Deutschland ist Audible, ein Tochterunternehmen von Amazon. Hier können Sie eine Vielzahl aktueller Hörbücher erwerben und direkt auf Ihr Smartphone herunterladen. 1. Installieren Sie Audible mithilfe des nebenstehenden QR-Codes. 2. Nach dem Start der App legen Sie entweder ein neues Konto an oder melden sich, falls Sie bereits Kunde bei Amazon sind, mit Ihren Amazon-Kontodaten an. 3. Auf der Oberfläche stehen Ihnen einige Gratishörproben zur Verfügung, Audible die Sie sich durch Antippen der Wiedergabe-Schaltfläche 1 zu Gemüte führen können. Selbstverständlich können Sie über die eingebaute Suchfunktion 2 gezielt selbst nach Hörbüchern suchen. a b 309
Kapitel 12 – Musik und E-Books auf dem Smartphone 4. Haben Sie ein Hörbuch erworben, können Sie dieses entweder per Streaming direkt aus der Cloud hören oder sich eine lokale Kopie zur Offlinenutzung herunterladen. Dazu tippen Sie das entsprechende Hörbuch einfach im Bereich Meine Bibliothek an. 5. Während der Wiedergabe können Sie jederzeit über die Schaltfläche Geschwindigkeit 3 die Vorlesegeschwindigkeit ändern. c E-Books lesen Der Google Play Store besitzt eine eigene Abteilung für E-Books. Starten Sie die Play Store-App, und schauen Sie sich einmal in der Rubrik Bücher 1 um, die Sie mit der Schaltfläche am unteren Bildrand erreichen. Alternativ können Sie auch die Play Bücher-App aus dem Play Store installieren, die eine übersichtliche Darstellung der Bücherabteilung bietet. 310
E-Books lesen Google Play Books a Bücher können Sie entweder direkt über den Play Store (links) oder über die separat erhältliche Play-Bücher-App (rechts) kaufen. Durch Antippen der Menüschaltflächen im Bereich Einkaufen wechseln Sie in der Play-Bücher-App durch verschiedene Rubriken. Wenn Sie sich zum Kauf eines E-Books entschlossen haben, finden Sie dieses nach der Bezahlung über Ihr Google-Konto in der Play-Bücher-App unter Mediathek 2. Die Play-Bücher-App ist bereits mit einigen kostenlosen E‑Books »vorbefüllt«. Dabei handelt es sich um Werke, deren Urheberrecht abgelaufen ist, 311
Kapitel 12 – Musik und E-Books auf dem Smartphone z. B. Goethes Faust. Laden Sie doch einfach einmal eines der angebotenen Werke herunter. Sie blättern, indem Sie auf die rechte Displayseite tippen. INFO Amazon Kindle Im Vergleich zu Deutschlands größtem Angebot an E-Books bei Amazon fällt das Portfolio des Google-Bücherbereichs eher bescheiden aus, wenngleich die meisten aktuellen Bestseller auch in der Play-Bücher-App zu finden sind. Wer eine umfangreichere Auswahl haben möchte, installiert am besten zusätzlich die App Amazon Kindle, die Zugriff auf den Amazon Kindle Store bietet. Dort erworbene Bücher können Sie dann plattformübergreifend nutzen, die entsprechende App vorausgesetzt. 312 b Auch das gibt es: Eine Flatrate für Leseratten Wenn Sie Amazon-Prime-Kunde sind, dürfen Sie sich jeden Monat ein E-Book kostenlos ausleihen. Möchten Sie mehr Lesestoff, können Sie eine Leseflatrate abschließen. Hier haben sich neben Amazon Kindle Unlimited (9,99 € pro Monat) insbesondere die Angebote von Skoobe (www.skoobe.de, 11,99 € pro Monat) und Readfy (www.readfy.com) etabliert. Der Service von Readfy wird dadurch interessant, dass Sie hier alle angebotenen Bücher kostenlos lesen können – falls Sie sich damit abfinden, in der Lese-App mit Werbeeinblendungen konfrontiert zu werden.
Kapitel 13 – Nützliche Apps und Spiele Kapitel 13 Nützliche Apps und Spiele »Gibt’s da nicht ’ne App für?« In der Tat lassen sich heutzutage die meisten Probleme in Alltag und Freizeit mit einem kleinen elektronischen Helfer besser meistern. Und auch für die Kurzweil ist gesorgt: Der Google Play Store bietet unzählige spannende Spiele für den entspannten Feierabend. Mit dem Android-Smartphone auf Reisen So richtig nützlich ist Ihr Smartphone auch im Urlaub: Schlagen Sie beispielsweise schnell die Fahrpläne öffentlicher Verkehrsmittel nach, oder rufen Sie noch kurz den Wetterbericht ab, um zu wissen, ob Sie den Regenschirm einpacken sollten. Lernen Sie nützliche Apps kennen, die Ihnen in der schönsten Zeit des Jahres wertvolle Dienste leisten. »Öffi« Sie sind in einer fremden Stadt unterwegs und möchten sich mit öffentlichen Verkehrsmitteln fortbewegen? Bevor Sie sich an der Bushaltestelle durch die teils unübersichtlichen Fahrpläne quälen, sollten Sie sich einmal Öffi anschauen – diese App gibt Ihnen die Fahrpläne der meisten deutschen und europäischen Metropolen an; zudem können Sie Ihre Route über Land mit Bus und Bahn genauestens planen. Öffi besteht aus drei Teil-Apps: Öffi Haltestellen, Öffi Netzpläne und Öffi Verbindungen. Nach dem ersten Start einer der Apps (z. B. Öffi Verbindungen) müssen Sie zunächst die Lokalisierung gestatten und angeben, ob Sie Verbindungen europaweit oder im deutschen Verkehrsverbund suchen. Öffi 313
Kapitel 13 – Nützliche Apps und Spiele Anschließend werden Ihnen die Verbindungen in Ihrer näheren Umgebung angezeigt. Ihr Aufenthaltsort wird sowohl per Mobilfunknetz als auch mithilfe des eingebauten GPS ermittelt. Sie können aber auch Verbindungen in anderen Städten recherchieren und sich Netzpläne anzeigen lassen. Dazu verwenden Sie das Menü der App. Dort können Sie auch den Routenplaner aufrufen, der gezielt Verbindungen zwischen zwei Orten sucht. Dabei werden alle Umsteigemöglichkeiten sowie Fußwege zwischen den Haltestellen aufgelistet. Wählen Sie eine Verbindung aus, erhalten Sie außerdem einen detaillierten Streckenverlauf. Bei den Fußwegen haben Sie die Möglichkeit, sich durch Anklicken des Kartensymbols 1 zur nächsten Haltestelle navigieren zu lassen. Im Inland funktioniert das allerdings noch besser mit dem DB Navigator. a »DB Navigator« DB Navi­ gator 314 Auch die Deutsche Bahn bietet Ihnen ihren Fahrplan als App an: Mit dem DB Navigator können Sie jederzeit unterwegs Ihre benötigte Verbindung suchen. Auch hier geben Sie dazu Ihren Start- und Zielort ein, das Programm sucht dann passende Verbindungen für Sie heraus und stellt sie Ihnen zur Wahl.
Mit dem Android-Smartphone auf Reisen TIPP Zum Wandern aus Mitteldeutschland in die Alpen ab 39,90 € – das Sparpreisangebot der Bahn macht’s möglich (vorausgesetzt, Sie buchen weit genug im Voraus!). Tickets und Leihwagen online buchen Bei Bedarf können Sie mit der App auch gleich ein Handy-Ticket bu­ chen: Sie erhalten Ihr Ticket also digital direkt auf Ihr Smartphone und benötigen keinen ausgedruckten Fahrschein. Dabei handelt es sich um ein Piktogramm ähnlich den im Buch verwendeten QRCodes, das vom Schaffner mit einem Scanner eingelesen wird. Auch ein Leihwagen per DB-Flinkster-Netz kann per App reserviert wer­ den. »TripAdvisor« und »Booking.com« TripAdvisor Wo finde ich ein gutes Hotel? Welches kulturelle Angebot erwartet mich am Reiseziel? Ihr Android-Smartphone gibt Ihnen bereitwillig Auskunft. Äußerst beliebt sind die Apps von Booking.com und TripAdvisor. Mit ihnen können Sie Hotels, Pensionen und touristische Besonderheiten in der Nähe Ihres Aufenthaltsorts finden sowie (ganz wichtig!) aktuelle Beurteilungen anschauen. Sie sollten die Bewertungen jedoch kritisch betrachten, da möglicherweise einige von den Betreibern unter falschem Namen erstellt wurden, um die Unterkunft in einem besseren Licht zu präsentieren. Bei TripAdvisor erhalten Sie von der Community darüber hinaus Tipps und Empfehlungen zu Gaststätten und Sehenswürdigkeiten. Booking. com 315
Kapitel 13 – Nützliche Apps und Spiele Die Booking.com-App (links) führt durch den Hoteldschungel; TripAdvisor hilft dabei, die umliegende Gegend zu erkunden. »WetterOnline« und »Windy« Nun können Sie also mit dem Smartphone Ihre Reise planen und eine Unterkunft finden. Fehlt nur noch, die aktuelle Wettervorhersage an jedem beliebigen Ort mit sich zu führen. Das ist auch dann recht praktisch, wenn Sie während der Rad- oder Motorradtour eine Regenfront am Horizont entdecken: So können Sie Ihre Strecke noch vor dem ersten Tropfen anpassen. Wetter­ Online pro 316 Eine sehr umfangreiche, aber dennoch übersichtliche Wettervorhersage bietet die WetterOnline-App. Sie umfasst neben der einfachen Vorhersage für einen Ort auch den Zugriff auf Satellitenfilme sowie das Niederschlagsradar. Sie gibt Ihnen auf diese Weise einen genauen Überblick, mit welchem Wetter Sie sowohl in Deutschland als auch im Ausland rechnen müssen. Die werbefreie Pro-Version kostet einmalig 6,99 €.
Mit dem Android-Smartphone auf Reisen Ein Highlight der Wetter­online-App ist die 9 ­ 0-Minuten-Prognose. »Worldscope Webcams« Im Urlaub haben Sie vielleicht auch schon einmal die Situation erlebt: Sie befinden sich in einem Skiort in den Alpen, und das Tal ist komplett nebelverhangen. Da wäre es doch ideal, wenn Sie auf die Gipfel blicken könnten, um zu sehen, ob dort bereits die Sonne scheint. Hierzu eignet sich eine Webcam-Browser-App wie Worldscope Webcams. Die App wird durch Werbung finanziert. Mit dem Worldscope-Webcams-Browser haben Sie Zugriff auf fast alle Webcams dieser Welt und können sich ein Bild vom aktuell herrschenden Wetter machen. So verpassen Sie keine Sonnenstunden mehr auf dem Gipfel oder am Strand, während es zu Hause regnet. Worldscope Webcams 317
Kapitel 13 – Nützliche Apps und Spiele Worldscope Webcams bietet zusätzlich ein Widget, mit dem Sie Ihre Lieblings-Webcams direkt auf dem Smartphone-Desktop ablegen können. »Flora Incognita und Peakfinder« Flora Incognita 318 Sie wandern durch den Wald und entdecken eine schöne, Ihnen unbekannte Blume. Schade, dass Sie in der Schule in Biologie bzw. Botanik nicht so gut aufgepasst haben – aber kein Problem, wenn Sie Ihr Smartphone dabei und die App Flora Incognita installiert haben. Damit gerät die Bestimmung von unbekannten Pflanzen zum Kinderspiel.
Mit dem Android-Smartphone auf Reisen Ein einfaches Foto mit der eingebauten Kamera genügt, und Flora Incognita erkennt die Spezies. Gehen wir nun in die andere Dimension: vom Kleinen zum Großen. Sie möchten wissen, wie die Berggipfel heißen, die Sie auf Ihrer Wanderung erblicken? Nichts leichter als das – installieren Sie dazu einfach die PeakFinder-App. Diese kostet 4,69 € und bietet die Möglichkeit, eine Ebene mit Bergnamen über das Livebild Ihrer Smartphonekamera zu legen. PeakFinder PeakFinder zeigt die Bezeichnung der umgebenden Gipfel nebst Höhenangabe in Metern. Die Höhe des aktuellen Gipfels ­erscheint im Vordergrund. 319
Kapitel 13 – Nützliche Apps und Spiele Praktische Apps für den Alltag »Smart Tools 2« Eine Wasserwaage, ein Winkel- und Entfernungsmesser oder gar ein Magnetfeldmessgerät zum Aufspüren von Metall – all das finden Sie im Play Store. Sehr beliebt ist hier insbesondere die App Smart Tools 2 – Werkzeugkasten, die regen Gebrauch von den eingebauten Sensoren Ihres Smart­ phones macht. Die Vollversion der App kostet derzeit 3,50 €. Smart Tools 2 Ob Magnetfelddetektor oder Vibrationsmessgerät zur Früherkennung von Erdbeben: Die »Smart Tools 2« bieten ein komplettes Messlabor für Ihr Smartphone. 320
Praktische Apps für den Alltag »LEO Wörterbuch« Ihnen fehlt die eine oder andere Vokabel? Dann installieren Sie doch das beliebte LEO Wörterbuch mit dem nebenstehenden QR-Code. Das LEO Wörterbuch beherrscht acht Sprachen, u. a. Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch. Mit dieser App gehen Ihnen also die richtigen Wörter auf Ihren Reisen nicht allzu bald aus. LEO Wörterbuch Mit dem »LEO Wörterbuch« ­bleiben Sie vor manch unangenehmer Erfahrung verschont. »Hi-Q MP3 Recorder« Oft möchte man auf die Schnelle einen Geistesblitz aufzeichnen. Anstatt diesen umständlich auf der kleinen Tastatur z. B. in Google Notizen einzutippen, verwende ich hierzu lieber eine Diktiergerät-App. Bei mir hat sich der Hi-Q MP3 Recorder bewährt, der die Aufnahmen in Echtzeit in platzsparende MP3-Dateien umwandelt. Die App kostet in der Pro-Version 3,79 € und ist den zahlreichen ähnlichen Apps im Play Store, was Zuverlässigkeit und Funktionsumfang anbelangt, um Längen voraus. Mit der kostenlosen Testversion lassen sich Aufnahmen mit bis zu zehn Minuten Dauer aufzeichnen. Hi-Q MP3 Recorder 321
Kapitel 13 – Nützliche Apps und Spiele Der »Hi-Q MP3 Recorder« ist vielseitig konfigurierbar. Es empfiehlt sich, die Signalstärke für ein optimales Aufnahmeergebnis leicht zu erhöhen. Im vorliegenden Fall erfolgte dies um +2.0 dB. Auf dem Laufenden: Spiegel, Stern und Co. Information ist der Rohstoff des 21. Jahrhunderts. Gut, wenn man mehrere Quellen dafür in petto hat. Im Folgenden stelle ich Ihnen eine kleine Auswahl an Apps vor, mit denen am Weltgeschehen oder auch an Spezialthemen wie IT Interessierte auf ihre Kosten kommen. »Spiegel Online« und »Stern« Der ­Spiegel 322 Wohl kaum jemand kommt um Deutschlands Nachrichtenmagazin Nummer 1 herum. Die Spiegel-App bietet Aktuelles in bewährter Qualität. Aber auch der Stern präsentiert ein gutes Onlineangebot: Henri Nannens Vermächtnis gibt es mittlerweile ebenfalls als App.
Auf dem Laufenden: Spiegel, Stern und Co. Der Stern »Spiegel« vs. »Stern« – in den Zeiten der Pandemie war seriöse ­Berichterstattung gefragter denn je. »heise online – News« und »Golem IT-News« Für IT-Interessierte sind die Seiten von Heise und Golem ein »Muss« – auch hier gibt es jeweils eine App für Ihr Android-Smartphone. heise online News »Heise« und »Golem« liefern Nachrichten rund um IT-Themen. Golem ITNews 323
Kapitel 13 – Nützliche Apps und Spiele Knobel- und Geschicklichkeitsspiele Kommen wir zum unterhaltsamen Teil des Buches: Im Folgenden stelle ich Ihnen einige meiner Lieblingsspiele vor. Beginnen wir mit Knobel- und Geschicklichkeitsspielen. »Monument Valley« Einer meiner Favoriten, mit dem ich unzählige kurzweilige Stunden verbracht habe, ist Monument Valley. Das Spielprinzip ist schnell erzählt und verstanden: Sie bewegen eine Figur namens Ro entlang eines Pfades, der aus aneinandergereihten Quadern besteht. Die Quaderblocksegmente lassen sich verdrehen, sodass sich dadurch oft ungeahnte neue Wege ergeben. Ein Level ist absolviert, wenn Ro die quadratische Zielplattform erreicht hat. Mittlerweile gibt es zwei Teile des spannenden Puzzlespiels. Diese kosMonument ten 2,99 € bzw. 5,49 €. Valley Durch geschickte perspektivische Veränderungen öffnen sich bei »Monument Valley« neue Wege. 324
Abenteuerspiele »Labyrinth 2« Schließlich stelle ich Ihnen noch ein nettes kleines Geschicklichkeitsspiel vor, das wir in der »Analogversion« zu Schulzeiten heimlich unter der Bank gespielt haben: Navigieren Sie mithilfe der Neigungssensoren Ihres Smartphones die Kugel an den Löchern des Labyrinths vorbei. Kippen Sie das Smartphone und dirigieren Sie die silberne Kugel zum karierten Loch. Labyrinth 2 Abenteuerspiele »Baphomets Fluch« Der erste Vertreter der Kategorie Abenteuer (engl. adventure) ist Baphomets Fluch (Preis im Play Store: 4,99 €), die Umsetzung eines beliebten PC-Spiels auf die Android-Plattform. Das Adventure umfasst mittlerweile mehrere Teile. Hier erleben Sie spannende Abenteuer mit einem Detektiv und dessen Freundin. Baphomets Fluch Erkunden Sie in »Baphomets Fluch« die dunklen Seiten von Paris. 325
Kapitel 13 – Nützliche Apps und Spiele »Limbo« Für mich persönlich eines der faszinierendsten Abenteuerspiele: Im Spiel Limbo (im Play Store für 5,21 € erhältlich) sucht ein Junge in einer schwarzweiß gestalteten Welt nach seiner Schwester. Das Spiel überzeugt durch atmosphärische Dichte und knifflige Rätsel. Limbo Die Steuerung von »Limbo« ist denkbar einfach – dafür sind die Rätsel umso kniffliger. Google Play Pass – die Spiele-Flatrate Sie spielen gern und viel und möchten nicht Hunderte von Euro an teure InApp-Käufe verschwenden? Dann sollten Sie sich einmal Google Play Pass genauer ansehen. Für einen Preis von 4,99 € pro Monat oder alternativ 29,99 € pro Jahr erhalten Sie Zugriff auf mehrere Hundert hochwertige AndroidSmartphone-Spiele. Mehr Informationen dazu finden Sie unter ­https://play.google.com/ intl/de_de/about/play-pass/. 326
Kapitel 14 – Sicherheit, Datenschutz und Backup Kapitel 14 Sicherheit, Datenschutz und Backup INFO Je mehr sich ein Betriebssystem verbreitet, umso stärker gerät es auch in das Visier von Kriminellen, die es darauf abgesehen haben, das schnelle Geld zu machen. Android ist infolge seiner großartigen Verbreitung im Bereich der mobilen Betriebssysteme zum Hauptziel der Hacker geworden. Dieses Kapitel zeigt Ihnen zunächst, wie Sie sich schützen und was Sie tun können, wenn Sie doch einmal Viren oder Trojaner auf Ihrem System haben: es neu installieren und ein sauberes Backup (eine Sicherung) Ihrer gesicherten Daten zurückspielen. Nicht zuletzt werfen wir auch einen Blick darauf, wie man nur diejenigen Daten von sich selbst preisgibt, die für einen reibungslosen Betrieb des Smartphones unbedingt erforderlich sind. Viren und Trojaner Während ein Virus das Betriebssystem eines Computers oder Smart­ phones lahmlegen oder dessen Softwarestruktur nachhaltig schädi­ gen kann, sind Trojaner darauf aus, sich unbemerkt in dem System einzunisten, Ihre persönlichen Informationen abzufangen und diese nach außen zu tragen. Die Begriffe Viren und Trojaner fasst man mit der Bezeichnung Malware, zu Deutsch »Schadprogram­ me«, zusammen. Vor Viren und Trojanern schützen Glaubt man den Herstellern von Antivirensoftware, tummeln sich derzeit Schadprogramme für Android in zweistelliger Millionenhöhe im Netz, 327
Kapitel 14 – Sicherheit, Datenschutz und Backup Tendenz steigend. Natürlich haben die Hersteller eigene Interessen, ihre Software zu verbreiten und damit Geld zu verdienen, sodass Sie diese Zahl kritisch hinterfragen sollten. Die renommierte Computerzeitschrift c’t des Heise Verlags klärte jedoch auf, dass bei der Zählweise der Antivirensoftware-Hersteller alle Einzelfälle gezählt werden, die sich oft nur minimal voneinander unterscheiden. Die Krönung war schließlich die Erkenntnis einer Studie des Fraunhofer Instituts, dass ein Großteil der aktuell für An­ droid erhältlichen Virenscanner selbst eklatante Sicherheitslücken aufweist. So werden die wichtigen, stets aktuell zu haltenden Signaturendateien bei vielen Herstellern über eine unverschlüsselte Verbindung aus dem Internet geladen, was es einem Angreifer recht leicht macht, diese per Man-in-theMiddle-Attacke, d. h. unter vollständiger Kontrolle des Datenaustauschs zwischen dem Hersteller und dem Nutzer, zu manipulieren (siehe dazu auch den Artikel unter http://bit.ly/28P8UOg). Darüber hinaus verlangen diverse Antivirenprogramme nach besonderen Rechten, wodurch das Gesamtsystem latent unsicherer wird. Wie sieht aber nun die aktuelle Gefährdungslage aus? Die stärkste Bedrohung für Smartphones geht von Trojanern aus: * Ein Trojaner kann Ihre persönlichen Daten und Adressen auf dem Smartphone ausspähen und weiterleiten. * Ein Trojaner kann ein Smartphone in ein großes Netzwerk integrieren, das Schaden anrichtet, und ohne Ihr Wissen könnten so beispielsweise Betrugsmails von Ihrem Smartphone versandt werden. * Ein Trojaner kann Ihre Onlinebanking- oder Kreditkarteninformationen abfangen und dem Ersteller zuspielen. * Ein Trojaner kann von Ihrem Smartphone kostenpflichtige SMS an überteuerte Dienste verschicken, ohne dass Sie es als Nutzer mitbekommen. Die Frage ist, wie zuverlässig die empfohlenen Antivirenkits Sie gegen die beschriebenen Gefahren schützen können. Sie sollten sich immer bewusst sein, dass Ihnen eine Antivirensoftware Schutz bietet, dies aber auch nur in einem begrenzten Rahmen. Sobald ein bekanntes Schädlingsprogramm beispielsweise nur leicht verändert wird, wird es von den meisten Schutz- 328
Vor Viren und Trojanern schützen programmen nicht mehr erkannt. Es ist daher immer wichtig, dass Sie sich selbst mit der nötigen Vorsicht im Internet bewegen. Ich werde Ihnen nun einige Tipps dazu geben und Ihnen erläutern, was Sie beachten sollten. Der beste Schutz vor Viren und Trojanern auf Ihrem Android-Smartphone ist zurzeit die Vorbeugung bzw. der »GMV« (der gesunde Menschenverstand). Lassen Sie daher bei Ihrem Mobilfunkprovider kostenpflichtige SMS-Nummern sperren. Informationen dazu erhalten Sie auf der Webseite oder über den Kundenservice Ihres Providers. Es ist außerdem ratsam, dass Sie Apps für Ihr Smartphone nur aus dem Google Play Store laden und auch Installationen nur über den Store zulassen. Seit der Android-Version 9 »Pie« ist das System so abgesichert, dass die Installation von Fremddateien (sog. .apk-oder .aab-Paketen) auf dem System nur über spezielle Apps erfolgen kann, denen man zu diesem Zweck eine eigene Berechtigung erteilt. Möchten Sie nun kontrollieren, ob es auf Ihrem System Apps gibt, die über derartige Berechtigungen verfügen, dann gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Begeben Sie sich dazu in die Einstellungen und dort in den Bereich Apps E Allgemein E Spezieller App-Zugriff. Tippen Sie hier auf den Menüpunkt Installieren unbekannter Apps 1. Alternativer Weg bei Geräten mit herstellerbezogenem Android: Geben Sie in den Einstellungen im Suchfeld den Suchbegriff »unbekannte Apps« ein. Es erscheint eine Ergebnisliste, in der auch der genannte Suchbegriff auftauchen wird. Tippen Sie diesen an. 2. Schauen Sie in der nun erscheinenden Liste der a Apps nach, ob es eine App gibt, der die Berechtigung zur Installation von unbekannten Apps (also in der Regel .apk-Dateien) erteilt wurde. Im vorliegenden Fall ist dies beim Browser Chrome der Fall 2. 329
Kapitel 14 – Sicherheit, Datenschutz und Backup b c 3. Um der App diese Berechtigung zu entziehen, tippen Sie diese in der Liste an und deaktivieren den Schalter bei Dieser Quelle vertrauen 3. 4. Eine weitere Schwachstelle sind Apps, die als Geräteadministratoren eingesetzt werden. Diese haben sehr starke Berechtigungen und können bei Missbrauch ebenfalls Schadsoftware auf Ihr Gerät einschleusen. Sie finden derartige Apps im Bereich Sicherheit E Apps zur Geräteverwaltung 4. e d f 330
Vor Viren und Trojanern schützen 5. Im Beispiel besitzt die App, die es Ihnen ermöglicht, im Verlustfall Ihr Smartphone aufzufinden, Administratorenrechte. Der Grund: Man kann damit den Inhalt Ihres Geräts per Fernsteuerung löschen, falls es einem Dieb in die Hände gefallen sein sollte. Das ist sicherlich sinnvoll. Nicht sinnvoll wäre es an dieser Stelle, der Outlook-App volle Kontrolle über das Gerät zu ermöglichen. 6. Tippen Sie auf eine der Apps 5, erhalten Sie eine Übersicht über die Rechte der entsprechenden App. Möchten Sie diese Rechte nicht zulassen, tippen Sie die Schaltfläche Diese App zur Geräteverwaltung deaktivieren 6 an. Die wichtigsten Informationen und Konfigurationsmöglichkeiten zum Android-Sicherheitssystem finden Sie in den Einstellungen im Bereich Sicherheit. Hier sollten Sie zunächst einen Blick auf die Rubrik Sicherheitsstatus werfen. Erscheint hier ein Eintrag rot markiert, so tippen Sie diesen an, um Informationen über ein mögliches Update zu erhalten. Liegt ein solches vor, dann wird Ihnen die Installation via Neustart angeboten. Kommen Sie der Aufforderung nach. Anschließend sollten alle Meldungen im Bereich Sicherheitsstatus wieder »im grünen Bereich« sein. a Mit Google Play Protect 1 hat das Android-Betriebssystem einen eigenen Viren- und Trojanerschutz auf Systemebene erhalten. Prüfen Sie durch Antippen des Zahnradsymbols 2 im gleichnamigen Bereich, ob der Schalter bei 331
Kapitel 14 – Sicherheit, Datenschutz und Backup Apps mit Play Protect scannen 3 aktiviert wurde. Eine Übersicht zeigt, welche Apps zuletzt überprüft wurden. Einen manuellen Scan können Sie jederzeit über die Schaltfläche Scannen 4 anwerfen. Es bleibt Ihnen natürlich freigestellt, eine der zahlreichen Antiviren-Apps als zusätzlichen Schutz zu installieren. Wie das funktioniert, haben Sie ja bereits im Abschnitt »Eine App suchen und installieren« ab Seite 69 am Beispiel der Bitdefender-App gelernt. Die Installation einer externen Antiviren-App ist insbesondere dann sinnvoll, wenn Sie planen, Apps aus Quellen jenseits des Play Stores zu installieren. Aber auch ein permanenter Scan des Systems im Hinblick auf verdächtige Aktivitäten ist sinnvoll. Diese Programme testen während der Installation einer App, ob diese (bekannte) schädliche Codes enthält. Auch hier noch einmal der Warnhinweis: Antivirensoftware bietet Ihnen Schutz, die wenigsten der genannten Apps jedoch erkennen brandaktuelle Viren und Trojaner zuverlässig. Lokale Sicherheit: Den Sperrbildschirm einrichten Zur zusätzlichen Sicherung Ihres Geräts sollten Sie unbedingt eine Displaysperre einrichten. Dadurch können ein Dieb oder andere Unbefugte Ihr Smartphone nicht auf die Schnelle nach Ihren persönlichen Daten durchsuchen. Gehen Sie zum Einrichten einer Bildschirmsperre wie folgt vor: 332 b d c
Lokale Sicherheit: Den Sperrbildschirm einrichten 1. Begeben Sie sich in den Einstellungen in den Bereich Sicherheit, und tippen Sie dort unter Gerätesicherheit auf den Eintrag Displaysperre 1. Sie sehen daraufhin ein Menü mit verschiedenen Optionen zur Sicherung des Bildschirms. An dieser Stelle können Sie auch bei Geräten, die das unterstützen, die Absicherung des Geräts per Fingerabdruck konfigurieren. Bei Google-Pixel-Smartphones heißt diese Option Pixel Imprint. b a 2. Wir entscheiden uns für die Option PIN 2, ein guter Kompromiss zwischen Bequemlichkeit und Sicherheit. Zudem steht diese Methode auch auf preiswerten Geräten zur Verfügung. Die anderen Methoden wie Wischen, Gesichtserkennung oder Muster erkläre ich Ihnen ab Seite 335. 3. Geben Sie eine von Ihnen selbst gewählte PIN ein, und bestätigen Sie diese. 333
Kapitel 14 – Sicherheit, Datenschutz und Backup c Sie können nun noch festlegen, welche Benachrichtigungen auf dem Sperrbildschirm erscheinen sollen. Hier empfiehlt es sich, sensible Benachrichtigungsinhalte (Mails, SMS etc.) auszublenden 3. 4. Nach Ablauf der Display-on-Zeit – also der Zeit, bis das Telefon in den Standby-Modus wechselt – schaltet sich das Display aus. Zum Aufwecken aus dem Standby-Modus müssen Sie zunächst auf dem Display von unten nach oben wischen und anschließend Ihre PIN eingeben. Sollte Ihnen die Zeit bis zum Eintreten des Standby-Modus zu kurz erscheinen, können Sie sie jederzeit in den Einstellungen im Bereich Display E Display automatisch ausschalten ändern. 334
Lokale Sicherheit: Den Sperrbildschirm einrichten Das ständige Eintippen einer PIN ist Ihnen zu mühsam? Nach der Einrichtung der primären Displaysperre haben Sie bei aktuellen Android-Geräten die Möglichkeit, einen bequemeren, aber nicht unsicheren Entsperrmechanismus einzurichten. Das erledigt die Funktion Smart Lock. 1. Begeben Sie sich in den Einstellungen in den Bereich Sicherheit. Tippen Sie hier den Menüpunkt Smart Lock 1 an. Dieser ist erst auswählbar, wenn Sie eine primäre Displaysperre wie z. B. die PIN eingerichtet haben. d b c a 2. Geben Sie Ihre PIN ein, und wählen Sie eine der im folgenden Dialog angebotenen Möglichkeiten (Trageerkennung, Vertrauenswürdige Orte, Vertrauenswürdige Geräte) aus. Ein Assistent führt Sie dann durch die jeweilige Konfigurationsroutine und erklärt auch den speziellen Entsperrmechanismus. Außer mit einer PIN können Sie die Displaysperre je nach Gerät auch über andere Methoden sichern. Bei der Option Wischen müssen Sie zur Aktivierung Ihres Smartphones lediglich mit einem Finger einmalig über das Display streichen. Dazu erscheint bei den meisten Geräten ein entsprechendes Schlosssymbol, das Sie nach rechts schieben müssen. Falls dies von Ihrem Smartphone unterstützt wird: Wenn Sie Vertrauenswürdige Gesichter im Bereich Smart Lock wählen, schauen Sie zum Entsperren des Bildschirms in die Frontkamera. In jedem Fall benötigen Sie aber noch eine PIN, falls die Gesichtserkennung nicht optimal funktioniert oder Sie 335
Kapitel 14 – Sicherheit, Datenschutz und Backup diese wieder deaktivieren möchten. Beachten Sie: Die Gesichtserkennung ist bei vielen Smartphones nicht sonderlich sicher und lässt sich bereits mit einem Foto austricksen. Mittlere Sicherheit bietet Ihnen die Option Muster. In diesem Modus müssen Sie mit Ihrem Finger ein Entsperrmuster auf das Display »zeichnen«. Clevere Diebe können aber ein solches Muster oft an den Fettspuren nachvollziehen, die Ihr Finger auf dem Display hinterlässt. Recht praktisch und ebenfalls mittelmäßig sicher ist die Entsperrung über Vertrauenswürdige Orte (2 auf Seite 335) bzw. Vertrauenswürdige Geräte 3: Hier wird Ihr Gerät automatisch entsperrt, wenn Sie z. B. zu Hause sind oder eine Smartwatch bei sich tragen, die mit dem Smartphone gekoppelt ist. Komfortabel, aber naturgemäß nicht allzu sicher ist die Option Trageerkennung 4 – sofern vorhanden. Dabei bleibt das Gerät so lange entsperrt, wie sein Besitzer es bei sich trägt. Dies wird mit dem eingebauten Bewegungssensor des Smartphones kontrolliert. Den höchsten Sicherheitsgrad bietet Ihnen die Option Passwort. Hier geben Sie entweder ein Wort oder eine Buchstaben-Zeichen-Kombination ein. Das ist freilich die unbequemste Variante zur Entsperrung Ihres Smartphones. Die Möglichkeit, Ihr Smartphone per Fingerabdruck zu entsperren, finden Sie mittlerweile schon bei Mittelklasse-Smartphones und selbstverständlich bei nahezu allen Top-Smartphones. Bei den Google-Pixel-Smartphones wird der Entsperrmechanismus wie eingangs erwähnt Pixel Imprint genannt. In der Samsung-Galaxy-S-Reihe wurde der Fingerabdruckscanner in das Display auf der Vorderseite integriert; er arbeitet per Ultraschallabtastung und funktioniert überaus zuverlässig. Die PIN der SIM-Karte ändern Direkt nach dem Einschalten werden Sie nach der PIN der eingelegten SIMKarte gefragt. Sie können diese jederzeit ändern: 336
Android und der Datenschutz 1. Stellen Sie zunächst sicher, dass die SIM-Karte eingelegt ist und sich Ihr Smartphone nicht im Flugzeugmodus befindet. 2. Begeben Sie sich nun in den Einstellungen in den Bereich Sicherheit E SIM-Kartensperre 1. b c a 3. Stellen Sie sicher, dass hier der Schalter SIM-Karte sperren 2 aktiviert wurde. 4. Möchten Sie die SIM-PIN ändern, begeben Sie sich in das entsprechende Untermenü 3. 5. Nun müssen Sie zunächst die alte PIN eingeben. Danach geben Sie Ihre neue PIN ein, die Sie im Anschluss noch einmal bestätigen müssen. Es bleibt Ihnen natürlich freigestellt, auf die Eingabe der SIM-PIN gänzlich zu verzichten. Allerdings bietet Ihnen diese Option zusätzliche Sicherheit. Android und der Datenschutz Generell stehen Datenschützer dem Konzern, der hinter dem Betriebssystems Android steckt – nämlich Google –, äußerst skeptisch gegenüber. Die These ist, dass man das vermeintlich kostenlose Betriebssystem dadurch bezahlt, dass man eine große Menge persönlicher Daten preisgibt. Schauen wir uns nachfolgend einmal an, wie Sie kontrollieren können, ob Ihr Smart337
Kapitel 14 – Sicherheit, Datenschutz und Backup phone allzu geschwätzig gegenüber dem »Big Brother« ist und was Sie ggf. dagegen unternehmen können. Die zentrale Anlaufstelle zur Analyse der Zugriffe auf kritische Daten bzw. Hardware ist seit Android Version 12 das Privatsphäredashboard. Sie finden es in den Einstellungen unter Datenschutz E Privatsphäredashboard. Im vorliegenden Fall wurden im Hintergrund permanent Standortabfragen durchgeführt. In Form einer Tortengrafik wird dort zunächst gezeigt, welche Apps auf welche kritischen Datenbereiche bzw. auf welche Hardware zugegriffen haben. Dazu zählen unter anderem: * Standort: Wer möchte schon gerne, dass die eigene Position lückenlos erfasst wird? Datenschützer sprechen in diesem Zusammenhang von der Erstellung von Bewegungsprofilen. * Kamera: Hätten Sie gedacht, dass Hacker in der Lage sind, Ihre Smartphonekamera(s) unbemerkt zu aktivieren? Im Dashboard erhalten Sie schnell Auskunft darüber. * Mikrofon: Auch das kann kritisch sein: der unerwünschte Mitschnitt von Gesprächen über die eingebaute Audiohardware. * Kontakte: Was würden Ihre Freunde wohl dazu sagen, wenn ihre Kontaktdaten (E-Mail, Handy-Nummer, ...) infolge eines Hackerangriffs auf Ihrem Smartphone im Internet veröffentlicht werden? 338
Android und der Datenschutz * SMS: Das kann sehr teuer werden: Kurznachrichten, die an gebührenpflichtige Nummern im Ausland verschickt werden und/oder gebührenpflichtige Dienste/Abonnements auslösen. * Telefon: Auch der Telefonservice lässt sich beliebig gut missbrauchen, Stichwort »0190-Nummern«. Schauen Sie also mal von Zeit zu Zeit ins Privatsphäredashboard, und kontrollieren Sie, ob irgendwelche dubiosen Apps auf die oben genannten kritischen Bereiche zugegriffen haben. Sie können sich mit einem einfachen Experiment von der Funktionsfähigkeit des Dashboards überzeugen: 1. Starten Sie die Kamera-App, und blicken Sie eine Zeitlang durch die Optik bzw. das Display. 2. Sollten Sie eine Sprachnotiz-App installiert haben, so starten Sie diese und sprechen ein paar Sätze in das Diktiersystem. 3. Wechseln Sie nun in das Privatsphäredashboard, und kontrollieren Sie, ob der Zugriff auf die Audio- und Videohardware protokolliert wurden. Sollten Sie bei der Inspektion via Privatssphäredashboard unerwünschte Aktivitäten feststellen, dann können Sie diese stets über die Schaltfläche Berechtigungen verwalten anpassen, die am unteren Displayrand erscheint. Das Privatsphäredashboard überwacht den Zugriff auf kritische Hardware. 339
Kapitel 14 – Sicherheit, Datenschutz und Backup Vom iPhone übernommen wurde ein Indikator 1 in Form eines kleinen grünen Punkts, der am oberen rechten Bildrand neben dem Batteriesymbol erscheint. Dieser informiert Sie darüber, ob die Mikrofon- oder Kamerafunktion gerade aktiv ist. a Googles eingebauter Airbag Ihr Android-Smartphone lässt sich über Ihr Google-Konto sichern. Dabei wird ein Backup aller Android-spezifischen Einstellungen sowie aller bislang installierten Apps erstellt. Google hat die integrierte Sicherung mittlerweile stark nachgebessert, dennoch kann es vorkommen, dass nach einer Wiederherstellung bei einigen Apps die spezifischen Einstellungen verloren gehen. Die Google-Sicherung ist somit als Basis-Rettungsfallschirm zu verstehen. Die Einrichtung ist sehr leicht: 1. Stellen Sie sicher, dass Sie per Smartphone an Ihrem Google-Konto angemeldet sind. Das geschieht normalerweise automatisch bei dessen Einrichtung. Im Normalfall haben Sie dabei bereits auch die Sicherung über das Google-Konto konfiguriert (siehe den Abschnitt »Das Android-Smartphone zum ersten Mal starten« ab Seite 17). 2. Falls Sie noch keine Sicherung vorgenommen haben, können Sie dies nun in den Einstellungen im Bereich System E Sicherung jederzeit nachholen, indem Sie bei Auf Google Drive sichern die eingebaute automatische Sicherung über den Schalter 1 aktivieren. Möchten Sie unmittelbar eine Sicherung durchführen, so tippen Sie auf die Schaltfläche Jetzt sichern 2. Es empfiehlt sich, die Sicherung ausschließlich via WLAN durchzuführen, um Ihr mobiles Datenkontingent zu schonen. Dazu ist der entsprechende Schalter 3 zu aktivieren. 340
Googles eingebauter Airbag a d b c 3. Durch Antippen der evtl. schon vorhandenen Sicherung 4 können Sie sich ein Bild davon machen, welche Komponenten in den einzelnen Bereichen gesichert werden. Das war’s dann auch schon: Damit werden Ihre Daten automatisch in Ihrem Google-Konto via Google Drive gesichert. Sie sollten allerdings noch einmal kontrollieren, ob Ihr Gerät auch tatsächlich mit Ihrem Google-Konto verknüpft ist und Ihre Sicherungsdaten dort auftauchen. 4. Dazu melden Sie sich über den Browser auf dem PC an Ihrem GoogleKonto an und begeben sich in den Play Store. In den über das Zahnradsymbol erreichbaren Einstellungen 5 werden Ihnen die Geräte angezeigt, die mit Ihrem Google-Konto verknüpft sind. Hier sollte nun auch Ihr Smartphone erscheinen. Über die Schaltfläche Bearbeiten 6 können Sie die aufgelisteten Geräte übrigens mit individuellen Namen versehen. 341
Kapitel 14 – Sicherheit, Datenschutz und Backup e 6 5. Kontrollieren Sie nun, ob die Sicherung Ihrer mit dem Google-Konto verknüpften Geräte auf Google Drive erscheint. Dazu begeben Sie sich per Browser auf drive.google.com und loggen sich dort mit Ihren GoogleZugangsdaten ein. Die Sicherungen finden Sie unter der gleichnamigen Rubrik 7. 7 Nach einem Systemreset (z. B. wenn Sie Ihr Gerät auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt haben; siehe dazu den Abschnitt »Das Gerät neu starten« ab Seite 365) werden Sie in einem Einrichtungsdialog gefragt, ob Sie das 342
Googles eingebauter Airbag ­ erät von dem verknüpften GoogleG Konto wiederherstellen möchten. Markieren Sie einfach die entsprechende Option, und sämtliche bislang installierten Apps werden automatisch wieder auf Ihr Smartphone geladen. Sie haben hier aber auch die Möglichkeit, die Sicherung eines anderen Geräts einzuspielen. Gehen Sie dazu während der Neueinrichtung des Geräts folgendermaßen vor: 1. Wählen Sie im entsprechenden Einrichtungsdialog unter dem Menüpunkt Apps & Daten kopieren die Schaltfläche Weiter aus. 2. Sie werden nun zu einem Dialog weitergeleitet, der es ermöglicht, das Gerät aus den Sicherungsdaten von Google Drive wiederherzustellen. Wählen Sie das gewünschte Gerät im Geräteauswahlmenü aus (falls mehrere Geräte mit dem Konto verknüpft wurden). 3. Nun können Sie entscheiden, ob Sie sämtliche Apps wiederherstellen möchten oder ob einige Apps von der Wiederherstellung ausgeschlossen werden sollen. Tippen Sie dazu einfach die betreffenden Apps an, sodass das dort bereits gesetzte Häkchen verschwindet. 4. Starten Sie den Wiederherstellungsprozess über die Schaltfläche Wiederherstellen. Das eingebaute Backup ist insbesondere dann hilfreich, wenn man sich ein neues Android-Smartphone zugelegt hat und die Apps und Einstellungen von einem alten Gerät übernehmen möchte. Beachten Sie aber, dass, wie oben erwähnt, durch das Google-eigene Backup oft nicht sämtliche AppEinstellungen vom alten Gerät wiederhergestellt werden. Diese müssen Sie nach dem Zurückspielen des Backups dann einmalig nachträglich einrichten. 343
Kapitel 14 – Sicherheit, Datenschutz und Backup Eine lokale Datensicherung erstellen Damit Sie bei einem Ausfall der Hardware und/oder Cloud noch eine Sicherung der Telefondaten haben, empfehle ich Ihnen eine externe Sicherung Ihrer gespeicherten persönlichen Daten (z. B. Ihrer Fotos) zusätzlich zur Cloudsicherung. Diese erfolgt per USB-Kabel auf einem PC. Etliche Hersteller (z. B. Samsung) setzen mit einer eigenen PC-basierten Software (Samsung Smart Switch) auf proprietäre Lösungen, die dann nur mit der eigenen Hardware funktionieren. Ich zeige nachfolgend einen herstellerunabhängigen Weg zur Sicherung der persönlichen Daten. Diese werden per USB-Verbindung zum PC gesichert. 1. Informieren Sie sich zunächst, ob Sie für den Anschluss Ihres Smart­ phones an den PC spezielle USB-Treiber benötigen. Ist dies der Fall, ­sollten diese zuvor installiert werden. 2. Schließen Sie Ihr Smartphone per USB-Kabel an den PC an. Dieses wird kurze Zeit später im Dateimanager (Explorer) angezeigt. Sollte das nicht der Fall sein, so kontrollieren Sie, ob im Statusbereich die Meldung Gerät wird über USB aufgeladen erscheint. Tippen Sie die Meldung an, und wählen Sie die USB-Option Dateiübertragung/Android Auto 1 aus. Nun sollte das Smartphone seinen Speicherinhalt im Windows Explorer offenbaren. a 344
Eine lokale Datensicherung erstellen b d c 3. Kopieren Sie entweder alle Verzeichnisse oder ausgewählte Bereiche per Drag & Drop auf Ihren PC. Interessant sind dabei insbesondere die im Bild gezeigten Ordner: b DCIM enthält alle Fotos, die Sie mit der integrierten Kamera ­angefertigt haben. c Movies enthält heruntergeladene oder überspielte Filme. d Music enthält Ihre Musiktracks. Umgekehrt können Sie auf die gleiche Weise Ihr Smartphone mit Medien füllen. Das kennen Sie ja bereits aus einigen der vorhergehenden Kapitel. Sollten Sie eine ergänzende SD-Speicherkarte in Ihrem Smartphone eingebaut haben, empfiehlt es sich, auch deren Inhalte zu sichern. Diese Karte taucht dann mit einem entsprechenden Eintrag im Explorer auf. 345
TIPP Kapitel 14 – Sicherheit, Datenschutz und Backup MyPhoneExplorer – das Rundum-sorglos-Paket Möchten Sie einen erweiterten Zugriff auf das am lokalen PC per USB angeschlossene Smartphone erhalten, dann sollten Sie sich einmal die App bzw. das Programm MyPhoneExplorer anschauen (www.fjsoft.at/de/). Damit können Sie ebenfalls lokale Backups des Smartphonespeichers anlegen, z. B. auch den SMS-Verlauf sichern. MyPhoneExplorer Kontakte und Daten mit dem Google-Konto ­synchronisieren In regelmäßigen Abständen sollten Sie Ihre Kontakte und Daten zwischen Ihrem Google-Konto, Ihrem PC und Ihrem Smartphone synchronisieren, sodass alle Daten überall auf dem gleichen Aktualitätsstand sind. Bereits bei der ersten Inbetriebnahme haben Sie Ihr Smartphone mit einem bestehenden Google-Konto verknüpft oder ein neues Konto eingerichtet. Im Folgenden zeige ich Ihnen, wie Sie die Daten und Inhalte auswählen, die Sie dann mit Ihrem Google-Konto abgleichen möchten. Dadurch erhalten Sie automatisch eine Sicherung der betreffenden Daten in der Google-Cloud. 346
Kontakte und Daten mit dem Google-Konto ­synchronisieren 1. Zunächst schauen wir nach, ob das Konto permanent synchron gehalten wird. Dazu begeben Sie sich in den Einstellungen in den Bereich Passwörter und Konten 1 und tippen hier den Eintrag Ihres Google-Kontos 2 an. Im folgenden Dialog erkennen Sie, dass die Synchronisierung des Geräts aktiviert wurde. b c a 2. Sehen wir nun einmal nach, welche Daten über Ihr Google-Konto synchronisiert werden. Dazu tippen Sie auf den Eintrag Kontosynchronisierung 3. 3. Überprüfen Sie hier, ob alle Schalter aktiviert sind. Scrollen Sie dazu auch weiter nach unten – die Liste ist hier sehr lang. Auf diese Weise werden Ihre gesamten Anwendungsdaten mit Ihrem Google-Konto abgeglichen. Sie können natürlich auch einige Punkte durch Antippen der aktiven Schalter gezielt von der Synchronisation ausschließen. 4. Die Synchronisierung erfolgt üblicherweise automatisch. Sie können sie aber über den Punkt Jetzt synchronisieren im In-App-Menü 4 auch manuell starten. Andererseits lässt sich dort auch eine aktive Synchronisierung stoppen. 347
Kapitel 14 – Sicherheit, Datenschutz und Backup d e Während des Datenabgleichs erscheint neben der Schaltfläche ein sich drehendes Pfeilsymbol 5. Sobald Sie dieses nicht mehr sehen, ist die Synchronisation abgeschlossen, und Ihre Daten wurden mit Ihrem Google-Konto abgeglichen. INFO Den Google-Onlinespeicher nutzen 348 Google Drive vs. Google One Was unterscheidet Google Drive von Google One? Google Drive ist der Cloudspeicher von Google nebst gleichnamiger App, die auf diesen Speicher zugreifen kann. Google One ist die Schnittstelle zur Verwaltung und Buchung eines Abos für mehr Speicherplatz. Dabei werden alle datenspeicherintensiven Dienste (Google Fotos, Google Drive, Gmail) zusammengezählt und dem gebuchten Datenkontin­ gent zugeordnet.
Den Google-Onlinespeicher nutzen In den letzten Jahren sind Onlinespeicherdienste zusehends beliebter geworden, da Sie so die Möglichkeit haben, Ihre Daten von unterwegs zu erreichen, und nicht darauf hoffen müssen, dass Ihr gewähltes Speichermedium (CD-ROM, DVD, USB-Stick, Festplatte etc.) in ein paar Jahren noch lesbar ist. In Ihrem Google-Konto stehen Ihnen nach der Anmeldung 15 GB Speicherplatz auf Google Drive, dem Internetspeicherdienst von Google, zur Verfügung. Dieser Speicherplatz lässt sich mithilfe der Google-One-App einfach verwalten und erweitern. Gehen Sie dazu folgendermaßen vor: 1. Installieren Sie Google One mit dem nebenstehenden QR-Code, und starten Sie die App. 2. Tippen Sie im Begrüßungsdialog auf Jetzt starten 1. Tippen Sie anschließend auf Datensicherung einrichten 2, und kontrollieren Sie, ob die Schalter bei Gerätedaten 3 und Fotos und Videos 4 gesetzt sind. Das haben Sie in der Regel schon infolge der oben beschriebenen Schritte erledigt. Google One c d a b e 349
Kapitel 14 – Sicherheit, Datenschutz und Backup 3. Benötigen Sie mehr Speicher als die kostenlosen 15 GB, so tippen Sie die Schaltfläche Upgrade ausführen 5 an. Daraufhin werden Ihnen verschiedene Abo-Modelle für Cloudspeicher angeboten. So kosten 100 GB Cloud-Speicher bei Google 1,99 € pro Monat oder 19,99 € pro Jahr. Nach oben gibt es fast keine Grenzen. Cloudspeicher lässt sich via »Google One« in nahezu beliebigen Mengen aufrüsten. Für den unkomplizierten Zugriff auf die Google-Cloud als transparentes Speichermedium empfiehlt sich die App Google Drive. Sollte diese noch nicht auf Ihrem Smartphone installiert sein, können Sie dies mit dem QRCode auf dieser Seite nachholen. 1. Starten Sie die Google-Drive-App. Bei dem ersten Programmstart zeigt Google Drive 350 Ihnen eine kleine Einführungstour zunächst die Möglichkeiten von Google Drive. 2. Schließlich gelangen Sie in Ihr Google-Drive-Verzeichnis. Hier können Sie sowohl eigene Ordner hinzufügen als auch Ihre Dateien direkt abspeichern. Praktischerweise stehen Ihnen dort auch eine vollwertige Textverarbeitung und Tabellenkalkulation zur Verfügung, die Sie von Ihrem Smartphone aus benutzen können. Tippen Sie auf die +-Schaltfläche 1, um ein neues Dokument zu erstellen.
Den Google-Onlinespeicher nutzen a Nun nutzen wir Google Drive als Speicher für Ihre Datensicherung. Dazu eignet sich am besten der Dateimanager+, den Sie bereits im Abschnitt »Bilder und andere Dokumente an E-Mails anhängen« ab Seite 160 kennengelernt haben. Installieren Sie diese App, sofern noch nicht geschehen, zunächst mit dem nebenstehenden QR-Code. Um nun eine beliebige Datei oder gar ein Verzeichnis vom Smartphone auf Google Drive hochzuladen und somit zu sichern, gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Starten Sie den Dateimanager, und tippen Sie auf das Symbol Cloud 2. Datei­ manager+ 2. Definieren Sie über die Schaltfläche Einen Cloud-Speicherort hinzufügen 3 einen neuen Cloud-Zugang. c d b 351
Kapitel 14 – Sicherheit, Datenschutz und Backup 3. Wählen Sie als Speicherort Google Drive 4 aus, und melden Sie sich mit Ihren Google-Kontodaten an. Bestätigen Sie die vom Dateimanager angeforderten Berechtigungen. 4. Sie können nun jederzeit durch Antippen des Google-Drive-Symbols mit Ihrem Kontonamen 5 im Cloud-Bereich des Dateimanagers in den Google-Drive-Speicher wechseln. 5. Dateien und Ordner lassen sich jetzt problemlos zwischen Ihrem lokalen e Speicher und dem Cloud-Speicher hin- und herkopieren. Wechseln Sie dazu per Dateimanager in ein lokales Verzeichnis, und kopieren Sie eine Datei oder ein Verzeichnis, indem Sie diese(s) länger antippen und anschließend die Schaltfläche Kopieren 6 auswählen. Sie können auch mehrere Dateien nacheinander durch kurzes Antippen auswählen, nachdem Sie die erste länger angetippt haben; und bei Bedarf schließen Sie einzelne Dateien durch erneutes kurzes Antippen auch wieder von der Auswahl aus. f 352 g
Ihr Android-Smartphone wiederfinden und sperren 6. Wechseln Sie nun, wie in Schritt 3 beschrieben, in Ihr Google Drive- Verzeichnis, und fügen Sie dort die kopierte Datei durch Antippen der Einfügen-Schaltfläche 7 ein. Ihr Android-Smartphone wiederfinden und aus der Ferne sperren Für den Fall, dass Sie Ihr Smartphone verlegt haben oder es Ihnen sogar gestohlen wurde, bietet Ihnen Google einen Lokalisierungsdienst an. Dieser lässt sich über den Android Geräte-Manager konfigurieren. Prüfen Sie zunächst, ob der Google-Service Standortdienste auf Ihrem Smartphone aktiviert ist. Dazu begeben Sie sich in den Einstellungen in den Bereich Standort und prüfen dort, ob die Erfassung des Standorts über den entsprechenden Schalter 1 aktiviert wurde. Tippen Sie anschließend auf den Eintrag Standortdienste 2. a d b c 353
Kapitel 14 – Sicherheit, Datenschutz und Backup 1. Tippen Sie hier auf den Eintrag Standortgenauigkeit 3, und stellen Sie sicher, dass der Schalter zur Verbesserung der Standortgenauigkeit 4 aktiviert wurde. 2. Rufen Sie am PC die folgende Seite in Ihrem Browser auf: www.google. com/android/devicemanager. Sie werden aufgefordert, sich mit Ihren Zugangsdaten bei Ihrem Google-Konto einzuloggen. 3. Ihr Smartphone wird lokalisiert und erscheint auf einem Ausschnitt von Google Maps 5. Sie können nun Ihr Gerät mithilfe der entsprechenden Schaltfläche klingeln lassen 6. Sollte das gleich klappen, funktioniert auch im Fall der Fälle eine Fernsperrung des Geräts 7 bzw. die Fernlöschung seiner Inhalte 8. f g e h Mit dem »Android Geräte-Manager« können Sie Ihr Gerät aus der Ferne sperren bzw. die Inhalte löschen. Auf dem Gerät erscheint im Falle eines aktiven Ortungsversuchs eine entsprechende Meldung. 354
Kapitel 15 – Die Akkulaufzeit verlängern Kapitel 15 Die Akkulaufzeit verlängern Eine große Enttäuschung, die ich seinerzeit beim Umstieg vom klassischen Handy auf mein erstes Smartphone – ein Samsung Galaxy S der ersten Generation – erlebte, war die geringe Akkulaufzeit. Hielt mein Nokia-Handy knapp eine halbe Woche durch, war beim Galaxy S nach nicht einmal einem Tag Feierabend. Erstaunlicherweise hat sich trotz des technischen Fortschritts in den letzten 10 Jahren relativ wenig bezüglich der Akkulaufzeit geändert: Mehr als einen kompletten Tag halten die wenigsten (Top-) Smartphones durch. TIPP Die gefühlt schlechte Akkuleistung hat einen guten Grund: Im Prinzip ist ein Smartphone nichts anderes als ein mobiler Multimediacomputer, dessen erstaunlich leistungsfähiger Prozessor sowie das hochauflösende Display ihren Tribut fordern. Sowohl der Prozessor als auch das Display werden immer energiehungriger, sodass die Laufzeit trotz leistungsstärkerer Akkus auf dem gleichen Niveau verharrt. Dennoch können Sie viel dazu beitragen, dass dem Smartphone nicht schon binnen weniger Stunden der Saft ausgeht. Dieses Kapitel hilft Ihnen dabei. Richtig laden Viele Smartphone-Besitzer sind der Meinung, dass sie ihr Gerät über Nacht stets auf 100 % aufladen sollten, um eine optimale Akku­ kapazität über den Tag zu erreichen. Das ist ein Irrglaube: Laden Sie Ihr Gerät maximal auf 80 % auf, und lassen Sie den Akkustand wenn möglich nie unter 20 % fallen. In diesem Intervall betrieben, dankt es Ihnen Ihr Akku mit einer langen Lebensdauer. Die Ladeelektronik aktueller Topgeräte geht aber noch einen Schritt weiter: 355
Kapitel 15 – Die Akkulaufzeit verlängern Sie erkennt die typischen Nutzungszeiten des Anwenders und lädt das Gerät so, dass zu bestimmten Zeiten immer die volle Kapazität vorhanden ist. Im oben beschriebenen Fall würde das Gerät über Nacht zunächst auf 80 % und in der letzten Stunde der Schlafzeit auf 100 % nachgeladen werden. Diese Funktion wird adaptives Laden genannt. Die großen Stromfresser Das Ranking der großen Stromverbraucher auf einem Smartphone sieht in etwa wie folgt aus: Platz 1 nimmt unangefochten das Display ein. Hier gilt: Je höher dessen Auflösung ist, umso mehr Energie wird für die Darstellung benötigt. Wundern Sie sich also nicht, wenn aktuelle Geräte, die mit einem stärkeren Akku ausgestattet wurden, die gleiche oder sogar eine schlechtere Laufzeit als die Vorgängermodelle besitzen – dies ist meist einer Steigerung der Display­ auflösung geschuldet. Darüber hinaus trägt auch die gesteigerte Bildwiederholfrequenz von bis zu 120 Hz dazu bei, dass sich die topaktuellen Smartphones rascher entladen. Es folgt das Kamera-Modul: Das Anfertigen von Fotos, mehr noch das Aufzeichnen von Videos, schlägt energietechnisch zu Buche. Die Netzturbos 5G bzw. LTE verbrauchen ebenfalls viel Energie, falls Sie diese Netzstandards permanent nutzen. Ihr Android-Smartphone hat gewöhnlich die Option, je nach Empfangslage zwischen dem 5G- bzw. LTE(4G-) und dem gewöhnlichen GSM-(2G-)Netz hin- und herzuschalten, was beträchtlich am Akku saugt. Der aktivierte WLAN-Empfang beansprucht in gleicher Weise die Energiequelle, allerdings bei Weitem nicht so stark wie der 5G-Empfang. Ebenso stellt die permanente Kopplung mit zusätzlichen Geräten per Blue­ tooth-Kurzstreckenfunk (etwa mit der Freisprechanlage im Auto) eine Ener- 356
Erste Schritte zum Stromsparen giesenke dar. Immerhin hält sich der Energiehunger seit Einführung des Bluetooth Low Energy-Standards mittlerweile in Grenzen. Generell bedeutet eine permanente Synchronisierung von Apps, die per Mobilfunknetz oder WLAN auf Serverdaten zugreifen, eine deutliche Belastung des Energiespeichers. Nicht ganz so dramatisch ist der Mehrverbrauch, der durch einen aktivierten GPS-Empfang hervorgerufen wird. Sie können also (von Datenschutzgründen einmal abgesehen) die Ortungsfunktion Ihres Smartphones permanent mitlaufen lassen. Letztendlich ist aber die mittlere Prozessorlast ausschlaggebend dafür, ob Ihr Akku den Tag übersteht oder schon nach wenigen Stunden in die Knie geht. Das merken Sie daran, dass Sie zusehen können, wie die Akkuladung schwindet, wenn Sie sich beispielsweise mit einem grafikaufwendigen 3DSpiel die Zeit vertreiben. Erste Schritte zum Stromsparen Wie bereits erwähnt, trägt das Display am meisten zum Energieverbrauch bei. Die beiden goldenen Regeln lauten hier: * Reduzieren Sie die Display-Standby-Zeit auf ein erträgliches Minimum. * Regulieren Sie die Displayhelligkeit so, dass Sie bei den gegebenen Lichtverhältnissen die Informationen gerade eben noch gut erkennen können. a Das persönliche Empfinden ist natürlich in beiden Punkten recht subjektiv. Die entsprechenden Konfigurationsmöglichkeiten finden Sie in den Einstellungen im Bereich Display oder über die entsprechende Schnellschaltfläche zur Einstellung der Helligkeit 1, die erscheint, wenn Sie die Statusleiste mit zwei Fingern herunterziehen. 357
Kapitel 15 – Die Akkulaufzeit verlängern 1. Begeben Sie sich in dem beschriebenen Bereich in das Untermenü Helligkeit 2, und passen Sie diese Ihren Vorstellungen entsprechend an. Hier finden Sie den gleichen Schieberegler wie im Kontextmenü der Statusleiste. b d 2. In der Regel ist auf Ihrem Gerät der c automatische Helligkeitsmodus voreingestellt, d. h., der Modus Automatische Helligkeit 3 wurde über den entsprechenden Menüpunkt aktiviert. Die so gewählte Displaybeleuchtung e ist allerdings meist zu dunkel, insbesondere im Freien. Um die Helligkeit auf einen festen Wert einzustellen, müssen Sie zunächst die automatische Helligkeit über den genannten Schalter deaktivieren. Per Helligkeit 4 können Sie nun eine feste Helligkeit einstellen. 3. Die Standby-Zeit passen Sie über den Menüpunkt Display automatisch ausschalten 5 an. Eine Zeit von 30 Sekunden genügt hier vollauf. 4. Eine Unsitte bezogen auf den Energieverbrauch sind die zwar hübsch anzusehenden, aber prozessorhungrigen Live-Hintergründe, die Sie nach einem langen Tipp auf die Startbildschirmseite beim Menüpunkt Bildschirmhintergrund auswählen können. Wählen Sie hier in jedem Fall ein statisches Hintergrundbild und keinen lebendigen bzw. Live-Hintergrund aus. 5. Der nächste Kandidat zum Energiesparen ist der Mobilfunknetz-Modus. Solange Sie nicht im Internet auf grafisch aufwendigen Seiten surfen oder größere Dateien herunterladen wollen, genügt der einfache GSM(2G-)Modus. Begeben Sie sich in den Einstellungen in den Bereich Netzwerk & Internet. Tippen Sie dort zunächst auf den Eintrag Ihres Mobilfunkproviders und anschließend auf das Zahnradsymbol 6 neben dem Eintrag. 6. Wählen Sie im nächsten Untermenü punkt 2G 7. 358 Bevorzugter Netztyp den Menü-
Erste Schritte zum Stromsparen Sollten Sie wieder eine schnelle Datenverbindung benötigen, ändern Sie die Einstellung. f g 7. WLAN 8, Bluetooth 9 und die Lokalisierung per GPS, also Standort j, können Sie bei sehr niedrigem Akkustand, falls Sie sie nicht benötigen, generell deaktivieren. Das geschieht am einfachsten über die jeweilige Schaltfläche in der Schnellzugriffsleiste (siehe dazu auch die Erklärungen im Abschnitt »Schnellzugriffsleiste und Einstellungsmenü« ab Seite 59). Das aktuelle Android-System sorgt allerdings meist von allein für ein optimales Energiemanagement. 8. Viele Anwender beschweren sich darüber, dass ihr Gerät über Nacht viel Energie verliert. Die Lösung für das Problem: Aktivieren Sie über Nacht einfach den Flugzeugmodus, der sämtliche Netzwerkverbraucher abschaltet. Sie erreichen ihn über die Schnellschaltflächen (Statusleiste mit zwei Fingern herunterziehen). Den aktivierten Flugzeugmodus erkennen Sie an dem kleinen Flugzeugsymbol k oben rechts in der Statusleiste. k Der Flugzeugmodus sollte über Nacht aktiviert werden, wenn Sie keine Netzverbindung benötigen. Natürlich dürfen Sie nicht vergessen, diesen Modus am nächsten Morgen wieder zu deaktivieren. 359
TIPP Kapitel 15 – Die Akkulaufzeit verlängern Der Energiesparmodus Android verfügt über einen speziellen Energiesparmodus, der über die Schnellschaltflächen erreichbar ist l. Dieser ist insbesondere dann nützlich, wenn Ihr Smartphone nur noch wenig Akkukapazität aufweist. Das Ganze funkti­ oniert allerdings nur, wenn m Ihr Gerät nicht am Ladegerät hängt. Nach der Aktivierung erscheint ein kleines rotes i Batteriesymbol m in der Sta­ h tusleiste. Die Restlaufzeit, die ebenfalls dort angezeigt wird, steigt durch die Aktion erheblich. j Aktivierung des Energiesparmodus l Apps ermitteln, die zu viel Energie verbrauchen Wie bereits erwähnt, hat neben dem Display der Prozessor Ihres Smart­ phones den größten Energiehunger, wenn er auf Volllast gefahren wird. So ist es interessant, zu erfahren, welche der installierten Apps am meisten Prozessorleistung beanspruchen. Das müssen nicht nur die von Ihnen selbst gestarteten Apps sein, auch einige Dienste im Hintergrund können sich als Stromfresser entpuppen. 1. Um einen Eindruck davon zu bekommen, welche App oder welcher Dienst am meisten am Akku nagt, begeben Sie sich in die Einstellungen und wählen dort den Bereich Akku durch Antippen aus. 360
Apps ermitteln, die zu viel Energie verbrauchen 2. Interessant ist hier insbesondere die Funktion Intelligenter Akku, die Sie über den entsprechenden Menüpunkt 1 anpassen können. Dabei werden Apps, die gestartet wurden, aber nur selten benötigt werden, automatisch in den Hintergrund gestellt, sodass sie nicht mehr an der kostbaren Akkukapazität nagen. Achten Sie darauf, dass der entsprechende Schalter 2 im Untermenü aktiviert wurde. An gleicher Stelle finden Sie den Schalter, der das sog. adaptive Laden aktiviert (siehe dazu auch den Kasten »Richtig laden« auf Seite 355). c a 3. Durch Antippen des Menüpunkts Akku­ 3 nutzung gelangen Sie in einen Bereich, in dem Ihnen Details zum Verbrauch angezeigt werden. Im vorliegenden Fall wurden kürzlich die Google-App und die Netflix-App benutzt. Über den Erweiterungsmenüpunkt Systemnutzung: letzte 24 Stunden werden Systemdienste angezeigt, die am Akku nagen. Man erkennt, dass infolge von Systemzugriffen auch im Ruhezustand Energie verbraucht wird. b 4. In der Liste der Apps, die im Bereich Akku­ nutzung erscheint, können Sie leicht »wild gewordene« Apps identifizieren, die den Akku über Gebühr in Anspruch nehmen. Diese lassen sich jederzeit über den Systemmanager beenden. Tippen Sie dazu die App in der Liste an, und beenden Sie diese über die Schaltfläche Beenden erzwingen 4. An dieser Stelle können Sie auch das Akkunutzungsverhalten anpassen. Hier empfiehlt es sich aber in der Regel, den Schalter auf Optimiert zu belassen. 361
Kapitel 15 – Die Akkulaufzeit verlängern d 5. Wenn alle Stricke reißen und Ihr Gerät immer noch einen unüblichen Akkuverbrauch zeigt, hilft sehr oft ein Neustart des Geräts. Schließlich ist es noch recht aufschlussreich, den prozentualen Ladezustand des Akkus im Blick zu haben. Bei Verwendung einer neuen App können Sie dann ggf. ein Energieleck schneller identifizieren. In der aktuellen AndroidVersion können Sie sich den Akkuladezustand als prozentuale Angabe in der Statusleiste anzeigen lassen 5. Um dies einzurichten, begeben Sie sich in den Einstellungen in den Bereich Akku und aktivieren dort den Schalter bei Ladestandanzeige in Prozent 6. e Es ist sinnvoll, sich die Prozentzahl der aktuellen Akkuladung im Statusbereich anzeigen zu lassen. f 362
INFO Apps ermitteln, die zu viel Energie verbrauchen Powerbanks und induktives Laden Sie sind die Lebensretter in der Energiewüste: Powerbanks, die intelligenten Akkus, die mehrere Smartphoneladungen speichern können. Einige dieser Exemplare beherrschen sogar das kabellose Laden via QI-Technik. Dabei wird die elektrische Energie über ein hochfrequentes Magnetfeld per Induktion zum Verbraucher (in die­ sem Fall das Smartphone) befördert. Generell ist anzumerken, dass diese Ladetechnik verlustbehafteter ist als das Laden über ein Kabel. Wenn es Ihnen also auf das letzte Quäntchen verwertbarer Energie ankommt, dann greifen Sie idealerweise zum Ladekabel. Auch Powerbanks beherrschen mittlerweile das induktive Laden via QITechnik. Einen schnelleren Ladeerfolg erzielt man allerdings per Kabelanschluss. 363

Kapitel 16 – Tipps, Tricks und Fehlerbehebung Kapitel 16 Tipps, Tricks und Fehlerbehebung Dieses Kapitel hilft Ihnen, Probleme mit Ihrem Android-Smartphone schnell und unkompliziert zu lösen. Ich stelle Ihnen zudem die wichtigsten Anlaufstellen im Internet vor, bei denen Sie weiterführende Tipps und Hinweise bei Problemen erhalten. Am Ende des Kapitels finden Sie schließlich noch einige Ratschläge, wie Sie noch mehr aus Ihrem Smartphone herausholen können. Das Gerät neu starten Es passiert selten, aber es kann durchaus vorkommen, dass Ihr Smart­phone auf keine Bildschirmeingaben mehr reagiert. Verursacht wird das meist durch eine fehlerhafte (weil schlecht programmierte) App. Ich zeige Ihnen nun, was Sie in solchen Fällen tun können, um Ihr Smartphone schnell wieder in Betrieb zu nehmen. 1. Stellen Sie sich diese Situation vor: Sie benutzen eine App, und diese reagiert plötzlich nicht mehr auf Ihre a Bildschirmeingaben. Für mein Beispiel verwende ich die App WetterOnline. Versuchen Sie in solch einem b c Fall zunächst, per Wischgeste über den schmalen Strich 1 von unten nach oben auf den Homescreen zu gelangen. In der klassischen Steuerung betätigen Sie stattdessen die Home-Schaltfläche 2. 365
Kapitel 16 – Tipps, Tricks und Fehlerbehebung 2. Sollte dies funktionieren, betätigen Sie die Schaltfläche bzw. den Softbutton Zuletzt geöffnete Anwendungen (3 auf Seite 365), um zur Übersicht über die geöffneten Apps zu gelangen. Falls Sie die Gestensteuerung verwenden, wischen Sie von unten zur Mitte des Bildschirms und lassen den Finger dabei auf dem Display. Schauen Sie zunächst nach, ob die betreffende App in der Liste erscheint. 3. Ziehen Sie die App zum Beenden mit gedrücktem Finger aus der Übersicht des Task-Managers nach oben heraus. Etwas schwieriger wird die Situation, wenn das komplette System nicht mehr reagiert, d. h., wenn Sie z. B. auch durch Betätigen des Home-Buttons bzw. Durchführen der Home-Wischgeste keine Reaktion vom Smartphone erhalten. Die App scheint förmlich »eingefroren« zu sein. In diesem Fall empfehle ich Ihnen, einen sog. Soft Reset, also einen Neustart des Geräts, durchzuführen: 1. Halten Sie den Ein/Aus-Schalter ca. eine Sekunde gedrückt, sodass das Geräteoptionsmenü erscheint. 2. Wählen Sie Neustart 1, um Ihr Smartphone herunterzufahren und anschließend neu zu starten. Sollte Ihr Gerät auch auf den längeren Druck des Ein/Aus-Schalters nicht reagiert haben, müssen Sie eine andere Methode verwenden. Deren Nachteil ist allerdings, dass Sie sämtliche nicht gespeicherte Daten verlieren werden. Probieren Sie Folgendes aus: 1. Halten Sie die Ein/Aus-Taste für mindestens vier Sekunden gedrückt, bei einigen Geräten auch länger. Dadurch schaltet sich Ihr Gerät aus, 366 a
Das Gerät neu starten egal welche Anwendung oder welcher Systemdienst das Gerät derzeit blockiert. 2. Um das Gerät nun neu zu starten, drücken Sie für ca. zwei Sekunden den Ein/Aus-Schalter und lassen das Gerät hochfahren. Dies dauert unter Umständen ein wenig länger als der gewöhnliche Systemstart. Sollten Sie häufiger mit einer bestimmten App Probleme haben, können Sie versuchen, sie von Grund auf neu einzurichten. Dazu müssen Sie nur die temporären Daten löschen, die von der App im Speicher Ihres Smartphones abgelegt wurden. Gehen Sie dazu folgendermaßen vor (ich verwende im Beispiel erneut die WetterOnline-App): 1. Begeben Sie sich in den Einstellungen in den Bereich Apps & Benachrichtigungen, suchen Sie dort über den Menüpunkt Alle [Anzahl der auf Ihrem Smartphone installierten Apps] Apps ansehen 1 nach der betreffenden App in der Übersicht, und tippen Sie diese an. Die kürzlich geöffneten Apps erscheinen übrigens ganz oben in der Liste. Alternativ können Sie die betreffende App auch gleich im App-Menü suchen, länger auf ihr Symbol 2 und anschließend auf die nun erscheinende Schaltfläche App-Details 3 tippen. c a b 367
Kapitel 16 – Tipps, Tricks und Fehlerbehebung 2. Stoppen Sie die App zunächst über Beenden erzwingen 4. Löschen Sie nun die temporär gespeicherten Daten. Begeben Sie sich dazu durch Antippen des entsprechenden Menüpunkts 5 in den Bereich Speicher und Cache, und tippen Sie Speicherinhalt löschen 6 an. Sollten sich danach noch Daten im Cache befinden, tippen Sie außerdem noch auf Cache leeren 7. g f d e 3. Öffnen Sie die betreffende App danach wieder über das App-Menü, und TIPP richten Sie sie neu ein. Die App sollte nach diesem Vorgang wieder stabil funktionieren. 368 Wenn gar nichts mehr geht: Akku leerlaufen lassen In sehr seltenen Fällen kann es vorkommen, dass Ihr Smartphone selbst auf die Ein/Aus-Taste nicht mehr reagiert. Früher konnten Sie das Telefon dann durch einfaches Herausnehmen des Akkus wieder bedienbar machen. Das ist bei aktuellen Geräten leider nicht mehr möglich, da die Energiespeicher fest verbaut sind. In diesem Fall lassen Sie den Akku einfach leerlaufen. Das Gerät wird sich nach Erreichen eines kritischen Pegels von selbst abschalten. Laden Sie ­anschließend das Gerät auf, und schalten Sie es danach wie ge­ wohnt ein.
Das Gerät neu starten Der schlimmste Fall, der auftreten kann, ist allerdings, dass Schadsoftware (Viren, Trojaner ...) wichtige Systemdateien zerstört oder zumindest komplett unbrauchbar gemacht hat. In dieser Situation helfen Ihnen der beschriebene Soft Reset, das Löschen temporärer App-Daten oder das Entladen des Akkus leider nicht, um das beschriebene Problem zu lösen. Hier hilft Ihnen nur ein Hard Reset, der das Gerät auf die Werkseinstellungen zurücksetzt. Leider verlieren Sie bei diesem Schritt sämtliche persönliche Daten, Anwendungen und Einstellungen, die Sie auf Ihrem Smartphone gespeichert haben. Gut, wenn Sie für solch einen Fall eine Sicherungskopie der Daten angelegt haben (lesen Sie dazu den Abschnitt »Eine lokale Datensicherung erstellen« ab Seite 344). So können Sie das Gerät auch nach einem Hard Reset schnell wiederherstellen. 1. Sollte das Gerät noch auf Ihre Eingaben reagieren, führen Sie einen Hard Reset über die Einstellungen im Menübereich System E Optionen zum Zurücksetzen 1 durch. c d b e a 2. Wählen Sie aus dem folgenden Menü den Punkt Alle Daten löschen (auf Werkseinstellungen zurücksetzen) 2. 369
Kapitel 16 – Tipps, Tricks und Fehlerbehebung An dieser Stelle haben Sie zusätzlich die Möglichkeit, Ihre mobilen Netzwerkverbindungen 3 bzw. die App-Zuordnungen 4 zurückzusetzen, falls es hier einmal Probleme geben sollte. 3. Im nächsten Menü erhalten Sie schließlich noch eine Warnung, dass sämtliche Daten auf Ihrem Gerät gelöscht werden. Hier werden außerdem alle Konten aufgelistet, mit denen Ihr Gerät verbunden ist. Von diesen werden Sie bei einem Reset abgemeldet. Bestätigen Sie den Reset über den Punkt Alle Daten löschen 5. In besonders hartnäckigen Einzelfällen reagiert Ihr Bildschirm schon direkt nach dem Einschalten nicht mehr. In diesem Fall lösen Sie einen Hard Reset direkt nach dem Systemstart über eine Tastenkombination aus. Diese Tastenkombination ist von Gerät zu Gerät bzw. von Hersteller zu Hersteller verschieden. Hier hilft eine Google-Recherche 6, um die spezielle Tastenkombination Ihres Geräts in Erfahrung zu bringen. f TIPP Die Hard-Reset-Prozedur per Tastenkombination ist von Hersteller zu Hersteller verschieden und kann durch eine Google-Recherche in Erfahrung gebracht werden. 370 Vor Verkauf auf Werkseinstellungen zurücksetzen Sollten Sie sich irgendwann dazu entschließen, Ihr Smartphone als gebrauchtes Gerät z. B. bei eBay zu verkaufen, empfiehlt sich ein Hard Reset, um sämtliche persönlichen Daten auf dem Gerät rück­ standsfrei zu löschen. Achten Sie dabei darauf, dass Sie auch den In­ halt der externen SD-Speicherkarte löschen, falls diese mit verkauft werden soll.
Tipps und Hilfe in Internetforen finden Tipps und Hilfe in Internetforen finden Android-Smartphones erfreuen sich großer Beliebtheit – ihr Marktanteil im Smartphone-Sektor beläuft sich derzeit in Deutschland auf ca. 70 %. Daher finden Sie im Internet schnell Rat und Hilfe von kompetenten Benutzern, die in Foren und Blogs ihr Wissen weitergeben und Ihnen helfen, wenn Ihr Android-Smartphone einmal nicht so funktioniert, wie Sie es sich wünschen. Bevor Sie sich in einem Forum anmelden und Ihre Fragen stellen, sollten Sie einige Grundregeln im Umgang mit Ihren digitalen Mitbürger*innen berücksichtigen: Informieren Sie sich zunächst über die FAQ (die Liste häufig gestellter Fragen) und über die Suchfunktion des Forums, ob Ihre Frage vielleicht zuvor schon beantwortet wurde. Auch sollten Sie darauf achten, dass Sie stets freundlich und hilfsbereit auf die Fragestellungen anderer Nutzer eingehen. a b Damit Sie bei der Lösung Ihres Problems qualifiziert Hilfe bekommen, sollten Sie bei Ihrer Frage genügend Informationen zu dem verwendeten Gerät, dem eingebauten Prozessor und der derzeit installierten Betriebssystemver371
Kapitel 16 – Tipps, Tricks und Fehlerbehebung sion mitliefern. Diese Informationen bringen Sie zum Teil in den Einstellungen im Bereich Über das Telefon in Erfahrung. Hier können Sie die IMEINummer über den Punkt IMEI 1 und die WLAN-MAC-Adresse 2 Ihres Geräts in Erfahrung bringen. Erstere ist eine eindeutige Identifikationsnummer Ihres Geräts, Letztere ist bei der Anbindung in speziell gesicherte drahtlose Netze von Bedeutung. CPU X Den genauen Typ des Prozessors und zusätzliche Hardwareinformationen erfahren Sie darüber hinaus mit der App CPU X. Die App liefert Ihnen viele weiterführende Informationen über die verbaute Hardware, sollten Sie diese Informationen zur Lösung Ihres Problems benötigen. Die App »CPU X« gibt Ihnen u. a. einen Überblick darüber, welcher Prozessortyp und welche ­Sensoren in Ihrem Gerät verbaut sind. In der folgenden Tabelle erhalten Sie einen Überblick über die wichtigsten Anlaufstellen bei Fragen für Android-Nutzer. In den meisten Android-Foren finden Sie stets auch eine Rubrik, die sich speziell mit Ihrem Gerät beschäftigt. Diese Zusammenstellung ist bei Weitem nicht vollständig, die genannten Websites haben mir jedoch stets bei Problemen oder Fragen geholfen. 372
Hilfe aus der Ferne erhalten Name URL Inhalte NEXTPIT www.nextpit.de Tipps und Tricks rund um S ­ martphones Android-Hilfe www.android-hilfe.de Großes Forum zu Android areamobile www.areamobile.de Beliebtes deutschsprachiges S­martphone-Forum PocketPC.ch www.pocketpc.ch Website zu allen gängigen Smartphones mit großem Android-Bereich USP-Forum.de www.usp-forum.de großes deutschsprachiges Forum zu allen gängigen Smartphones XDA-Developers www.xda-developers.com Expertenforum, Quelle diverser alter­ nativer ROMs, englischsprachig SamMobile www.sammobile.com Anlaufstelle für Informationen speziell zu Samsung-Smartphones, englisch­ sprachig Einige Anlaufstellen im Internet bei Fragen rund um Ihr Android-Smartphone Im Folgenden gebe ich Ihnen einige abschließende Tipps, mit deren Hilfe Sie die Einsatzbereiche Ihres Smartphones erweitern können. Hilfe aus der Ferne erhalten Sie haben eine pfiffige Enkelin oder einen klugen Neffen, die bzw. der sich hervorragend mit der modernen Technik auskennt, aber leider weit von ihnen entfernt wohnt? Dann sollten Sie das Fernwartungstool AnyDesk installieren. Damit kann eine Person Ihres Vertrauens Zugriff auf den Bildschirm Ihres Smartphones erhalten und Ihnen bei der Lösung von Problemen helfen. Gehen Sie dazu folgendermaßen vor: 1. Installieren Sie die App AnyDesk mit dem nebenstehenden QR-Code, AnyDesk und starten Sie diese. 373
Kapitel 16 – Tipps, Tricks und Fehlerbehebung 2. Beim ersten Start der App werden Sie aufgefordert, ein sog. Plugin für Ihr spezielles Smartphone zu installieren. Tun Sie das, und starten Sie die App erneut. 3. Aktivieren Sie das Plugin nach der Aufforderung in den Einstellungen im Bereich Bedienungshilfen. Tippen Sie dazu den entsprechenden Eintrag 1 an, und genehmigen Sie im folgenden Menü den Zugriff. a 4. Ihr Helfer kann nun seinerseits die AnyDesk-App auf seinem Gerät starten. Nun müssen Sie ihm lediglich Ihre AnyDesk-Adresse 2 mitteilen. Der Helfer gibt diese auf seinem Gerät dann als Zieladresse ein. b 374
Dokumente vom Smartphone aus drucken 5. Schließlich müssen Sie beim Zugriffsversuch noch die Genehmigung erteilen, und ihr freundlicher Helfer kann Ihnen bei der Lösung des Problems aus der Ferne beistehen. TIPP Der Bildschirm eines AndroidSmartphones wird per AnyDesk auf einen Windows PC-übertragen. TeamViewer – die Alternative Mit der TeamViewer-App können Sie nicht nur den Bildschirminhalt übertragen, sondern das Smartphone auch fernsteuern. Dies bietet sich bei sehr unbedarften Anwendern an. Die Installation gestaltet sich ein wenig komplexer als bei AnyDesk. Zur Nutzung der Fern­ steueroption müssen Sie zuvor die App TeamViewer QuickSupport sowie das TeamViewer Universal Add-On aus dem Play Store instal­ lieren. TeamViewer Dokumente vom Smartphone aus drucken Sie möchten Dokumente oder Bilder ausdrucken, die sich auf Ihrem Smartphone befinden? Mittlerweile ist es recht einfach, einen Drucker mit Ihrem Smartphone zu verbinden. Die einfachste Variante ist dabei, die spezielle App des Druckerherstellers zu verwenden. Damit können Sie dann in der Regel auch Scans bei Multifunktionsgeräten durchführen. 375
Kapitel 16 – Tipps, Tricks und Fehlerbehebung Stellen Sie zunächst sicher, dass Ihr Drucker im lokalen Netzwerk über den Router eingebunden wurde. Dies geschieht in der Regel über das Druckerprogramm am PC. 1. Sehen Sie in der Anleitung Ihres Druckerherstellers nach, welche spezielle App er zum Drucken via Android empfiehlt, und installieren Sie diese. Ich verwende im Folgenden die App für ein Canon-Modell (Canon Print App). 2. Unter Umständen müssen Sie der App nach dem ersten Start einige Berechtigungen zuweisen. Danach beginnt die vollautomatische Konfiguration. 3. Ihr Smartphone bzw. die App beginnt nun, nach Druckern zu suchen, die an Ihr lokales Netz angebunden sind. Deren Anbindung erfolgt dann automatisch über den Assistenten. 4. Sie können nun aus jeder beliebigen App heraus drucken. Dazu wählen Sie aus dem In-App-Menü den Punkt Drucken. In der Regel ist es beim ersten Druckversuch auch noch einmal erforderlich, explizit den soeben installierten Drucker auszuwählen. Der eigentliche Druck wird schließlich über die Druckerschaltfläche 1 gestartet. 376
Dokumente vom Smartphone aus drucken a Die Printer-App ist transparent im Betriebssystem eingebunden und kann aus jeder beliebigen App genutzt werden. TIPP Beachten Sie bitte: Das Ganze funktioniert nur, wenn sich der netzwerkfähige Drucker im LAN befindet. Glücklicherweise bieten mittlerweile diverse Druckerhersteller Hardware an, die für die Verwendung unter Android optimiert wurde. Googles »Cloud Print«-Service nutzen Bei Druckern ohne spezielle App funktioniert auch Folgendes: Sie binden Ihren Drucker über den Google-Service Cloud Print an die Google-Cloud an. Dies setzt voraus, dass der Drucker an einen PC mit Internetzugang angeschlossen wird. Mehr zu Google Cloud Print erfahren Sie hier: www.google.com/intl/de_ALL/cloudprint/learn 377
Kapitel 16 – Tipps, Tricks und Fehlerbehebung Material You - die individuelle Oberfläche Mit Android 12 hat der vollkonfigurierbare Homescreen Einzug in die Welt der Smartphones gehalten. Nach dem Motto »Alles kann, nichts muss« können Sie Ihre Arbeitsoberfläche maximal individualisieren – oder sich von einer künstlichen Intelligenz dabei helfen lassen. Die Idee dabei ist folgende: Sie richten Ihr Lieblingsfoto als Hintergrundbild ein. Ein intelligenter Assistent durchsucht das Bild nach häufig auftretenden Farben und passt die Schaltflächen und Menüs zur Bedienung an den Hintergrund an. Gehen Sie dazu folgendermaßen vor: 1. Tippen Sie länger auf eine freie Stelle des Homescreens, und wählen Sie den Kontextmenüpunkt Hintergrund und Stil. Wählen Sie anschließend Hintergrund ändern E Meine Fotos, und wählen Sie dort Ihr Lieblingsfoto aus. Zur Auswahl stehen alle Galeriebilder sowie Bilder, die Sie auf Google Drive gespeichert haben. Übernehmen Sie das gewünschte Foto als Hintergrund. 2. Sie haben nun die Möglichkeit, die Farbpalette sowie die Grundfarben gemäß den Vorschlägen des Assistenten anzupassen. Tippen Sie dazu die Paletten Hintergrundfarben bzw. Grundfarben an. 3. Darüber hinaus können Sie durch Setzen der Schaltflächen Dunkles Design sowie Symboldesigns die Optik der funktionalen Elemente individualisieren. Mit »Material You« erzeugen Sie ein einzigartiges, konsistentes Design Ihrer Smartphone-Oberfläche. 378
Das Benachrichtigungssystem steuern Das Benachrichtigungssystem steuern Nicht jeder ist darüber erfreut, in allen möglichen und unmöglichen Augenblicken vom Android-Benachrichtigungssystem gestört zu werden. In der Regel können Sie das durch die Aktivierung des Nicht-stören-Modus verhindern: 1. Ziehen Sie die Statusleiste mit zwei Fingern herunter, und aktivieren Sie die Schaltfläche Bitte nicht stören 1 durch Antippen. a Das Benachrichtigungssystem im Nicht-stören-Modus lässt sich dabei an die eigenen Bedürfnisse anpassen: c d f b e 379
Kapitel 16 – Tipps, Tricks und Fehlerbehebung 2. Tippen Sie etwas länger auf das Symbol Bitte nicht stören 1. Sie gelangen direkt in die Einstellungen und dort in den Bereich Ton & Vibration E Bitte nicht stören. Hier können Sie die verschiedenen Optionen Ihren Wünschen gemäß anpassen. Besonders interessant ist der Bereich Zeitpläne, den Sie durch Antippen des gleichnamigen Menüpunkts 2 erreichen. 3. Tippen Sie auf den Punkt Schlafen 3, und passen Sie die vorgegebenen Zeiten Ihrem Schlafrhythmus an. Aktivieren Sie die Regel schließlich über den Schalter Zeitplan verwenden 4. Dadurch ist sichergestellt, dass Sie nachts nicht durch unerwünschte Benachrichtigungen geweckt werden. Sollten Sie einen Wecker zu einem früheren Zeitpunkt eingestellt haben, dann kann dieser durch das Setzen des Schalters 5 den Zeitplan außer Kraft setzen. 4. Es bleibt Ihnen schließlich freigestellt, über die Schaltfläche Weitere hinzufügen 6 eigene Regeln für den Bereich Bitte nicht stören zu defi- nieren. Bluetooth-Hardware verwenden Viele Peripheriegeräte lassen sich mittlerweile drahtlos mit Ihrem Smartphone verbinden: Kopfhörer, Lautsprecher, Tastaturen, Fitnesstracker oder Smartwatches werden im energiesparenden Bluetooth-5-LE-Modus gekoppelt, um den Datenaustausch mit dem Smartphone zu gewährleisten. Eine sehr wichtige Anwendung ist die Kopplung eines Smartphones an die Freisprechanlage eines Autos. Das gestattet das Telefonieren während der Fahrt, ohne sich strafbar zu machen. Gehen Sie dazu folgendermaßen vor: 1. Ziehen Sie die Statusleiste mit zwei Fingern herunter. Es erscheinen die Schnellschaltflächen. 2. Aktivieren Sie den Bluetooth-Empfang durch Antipa 380 pen des entsprechenden Symbols 1. Ihr Smartphone ist nun bereit für eine Kopplung mit einem Peripheriegerät, in diesem Fall dem Bluetooth-System des Autos.
Bluetooth-Hardware verwenden 3. Bringen Sie Ihr Peripheriegerät (im Beispiel hier das Multimediasystem des Autos) in den Kopplungsmodus. Wie das funktioniert, entnehmen Sie bitte der entsprechenden Gebrauchsanleitung. 4. Wechseln Sie in den Einstellungen in den Bereich Verbundene Geräte E Verbindungseinstellungen E Bluetooth, und schauen Sie nach, ob Ihr Peripheriegerät bzw. Auto 2 in der Rubrik Verfügbare Geräte auftaucht. Tippen Sie es in der Übersicht an, um den Kopplungsvorgang durchzuführen. In der Regel wird die Verbindung automatisch aufgebaut. Oft ist es aber auch erforderlich, für die Kopplung auf dem Smartphone einen Code 3 einzugeben bzw. zu vergleichen. Anschließend bestätigen Sie mit Koppeln 4. Damit ist sichergestellt, dass die richtigen Geräte miteinander verbunden sind. 5. In den Einstellungen tauchen schließlich im Bereich Bluetooth alle Geräte auf, die Sie mit Ihrem Smartphone gekoppelt haben. Über das In-AppMenü können Sie u. a. über die Schaltfläche Ge- b c d 381
Kapitel 16 – Tipps, Tricks und Fehlerbehebung rätename Ihrem Smartphone einen anderen Bluetooth-Namen geben, TIPP um von Freunden, die sich mit Ihnen per Smartphone verbinden wollen, besser erkannt zu werden. Android Auto Android bietet mit der Auto-App ein Rund­ um-sorglos-Paket, um Ihr Smartphone transparent in das Multimediasystem Ih­ res Fahrzeugs einzubinden. Android Auto kann dabei unter Umständen sogar den Bordcomputer ersetzen. Voraussetzung zur Nutzung ist, dass das Infotainment­ system Ihres Wagens dafür entsprechend vorbereitet ist. Über Android Auto kön­ nen Sie viele Android-Apps, die auf Ihrem Smartphone installiert sind, direkt vom Touchscreen des Fahrzeugs aus bedienen. »Android Auto« fügt sich transparent in das Info­tainmentsystem Ihres Smartphones ein. 382
Stichwortverzeichnis Stichwortverzeichnis 3D-Audio 302 4G 126 5G 120, 125, 126, 356 8k-Videomodus 250 360°-Fotomodus 225, 221 A Abonnements 206 aCalendar+ 184 Adaptives Laden 356 Adressbuch 165 Akku 62 lange Lebensdauer 355 Akku-Prozentzahl 362 Akku teilen 60 Album erstellen 240 Alle löschen (Schaltfläche) 41 Amazon Kindle 312 Android Auto 285, 382 Android File Transfer 256, 259, 290 Android-Geräte 13 Benutzeroberfläche 33 Lieferumfang 14 Android-Version 31, 63 AndroVid Pro (Videoschnitt) 253 Anruf abweisen 83 Anklopfen-Funktion 89 annehmen 83 per Spracheingabe 85 Rufweiterleitung 88 tätigen 81 verpasst 85 Anrufblockierung 90 Anrufliste 86 Anrufprotokoll 86 Ansicht vergrößern 137 Anwendungen, zuletzt gestartet 52 Anwendungsmanager 210, 367 AnyDesk (App) 373 APN 129, 133 App 35, 61, 68 aktualisieren 74 aus dem App-Menü starten 53 automatische Updates 74 Berechtigungen 194 bezahlen per Guthabenkarte 198, 199 bezahlen per Kreditkarte 198 bezahlen per Mobilfunkrechnung 198 deinstallieren 212 erneut installieren 204 im Play Store suchen und ­installieren 69 In-App-Bezahlung 206 installieren 189 kaufen 198 löschen 212 per QR-Code installieren 72 Seitenmenü 75 suchen 196 Übersicht über installierte Apps 75 Verknüpfung erstellen 46 verwalten 210 Apple Music 105, 301 App-Menü aufrufen 34 App-Schaltfläche 46 383
Stichwortverzeichnis Aqua Mail 165 Assistant 144, 149 Überblick Sprachkommandos 149 Assisted-GPS 266 Audacity 105 Audible 309 Aufladen 15 Ausschalten 29 Automatische Sicherung 23 Automatische Updates 192 B Backup 327 Google 340 Badge 152, 167 Baphomets Fluch (Spiel) 325 Barcode-Scanner 72 Bedienelemente 15 Bedienungshilfen 62 Benachrichtigungen 41, 51, 61, 180, 379 alle löschen 41 Benachrichtigungsbereich 51 Benachrichtigungston 166 Benutzeroberfläche 33 Berechtigungen verwalten 339 Beta-App 193 Bild an E-Mail anhängen 160 Bildschirmaufnahme 60 Bildschirm, Methoden zur Sicherung 335 Bitdefender 69 Bitte nicht stören 91 Bixby 40, 85 Bluetooth 356, 380 aktivieren 59 deaktivieren 359 Bluetooth-Headset 92 384 Booking.com 315 Bookmark 140 Booten 19 Browser 134 alternative 144 Desktopansicht 136 Fenster 138 Optionen 135 Tabs 138 Browserdaten löschen 143 Bubbles 113 C Cache leeren 213, 368 Canon Print App 376 Chatfunktionen 113 Chrome (Browser) 122, 134 Chromecast 61 Cloud 292 Cloud Print 377 Cloud-Speicher 348 Copy & Paste 57 CPU-Hardware-Informationen 372 CPU X 372 CSV-Datei 102 D Dark Mode 48 Dateimanager+ 161, 351 Datenlimit festlegen 131 Datenschutz 62, 337 Datensicherung 344 eingebaute 340 Datenverbrauch 131 Datenvolumen 120, 131 Daten vom Smartphone ­übertragen 256
Stichwortverzeichnis Datum und Uhrzeit einstellen 63 DB Navigator 314 DCIM (Ordner) 345 Designs 62 DHCP 123 Diashow 243 Digital Wellbeing 61 Diktierfunktion 57 Display 62 Displayhelligkeit 357, 358 Display-on-Zeit 334 Displayrotation deaktivieren 59 Displaysperre 49, 50, 333 Display sperren 335 Gesichtserkennung 335 Muster 336 Passwort 336 Drawer 46 DRM (Kopierschutz) 294 Drucker verwenden 375 DSGVO 115 Dunkler Modus 26, 48, 378 E E-Book 310 EDGE 125 Einschaltknopf 18 Einstellungsbereich 42 Einstellungsmenü 59 Einstellungsoptionen suchen 63 E-Mail an Adressbuch-Kontakt senden 165 beantworten 153 Benachrichtigungston 166 Dokumentanhang verschicken 161 Einstellungen 159 empfangen 152 Konto einrichten 162 Konversation 156 Label 157 mit Anhang versenden 160 Provider 162 schreiben 155 Senden rückgängig machen 153 Signatur 159, 166 E-Mail zurückrufen 153 Emojis 55 Energiefresser enttarnen 360 Energiesparmodus 360 Ersteinrichtung 19 eSIM 18, 127 Evernote 188 Exchange 93 F Facebook Bild teilen 246 Face Unlock 50 Fernsperre des Smartphones 353 Film kaufen 260 leihen 260 Fingerabdruckscanner 25 Fitnesstracker 380 Fix-Icon 44 Flora Incognita 318 Flugmodus 59, 64, 359 Forum (Hilfe zu Android) 371 Foto ansehen 235 Auflösung und Qualität 222 automatische Sicherung 240 bearbeiten 244 beschneiden 244 Blitz 223 Datenmenge reduzieren 245 385
Stichwortverzeichnis fokussieren und scharf stellen 217 Kamera-App 215 Nachtsicht 220 Panoramamodus 220, 221 Porträt 220 Standort speichern 221 teilen 246 zoomen 218 Fotos-App 235 Freisprechanlage im Auto 380 G Galaxy Buds 92 Galerie Fotos-App 238 Videos 251 Gboard 55 Geo-Tag 221 Gestensteuerung 27, 37, 39 GIF, animiert 55 Glide Typing 56 Gmail 22, 151 App und Einstellungen 154 Mailkonten 165 GMX 162 Golem-App 323 Google Assistant 64, 76, 85, 144 Ersteinrichtung 25 Überblick 40 Voice Match 65 Google Drive 348, 349, 351, 353 Fotos speichern 236 Google Earth 281 Google Imprint 50 Google-Kalender 170 Google Kamera 215 Google Knowledge Graph 148 Google-Konto 21, 63 Google Lens 221, 230 386 App-Berechtigungen 194 Google Maps 268 Inkognitomodus 271 Offlinekarten 272, 276 Orte suchen 279 Standortfreigabe 271 Google Meet 83, 154 Google Notizen 53, 186 Google One 348 Fotos speichern 236 Speicherupgrade 350 Google Pay 198 Google Play Books 310 Google Play Pass 326 Google Play Store 68, 189 Google Tasks 184 Google Übersetzer 73 Guides 269 H Hard Reset 369 Tastenkombination 370 Hardwaretasten 15 HDR 227 bei Bildbearbeitung 245 HD-Videos leihen 262 Headset 91 Heise-App 323 Helligkeit 358 regeln 59 Hilfe aus der Ferne 373 Hintergrund ändern 378 Hintergrundbild 358 ändern 44 eigenes 45 Hi-Q MP3 Recorder 321 Hochkantvideo 252 Home-Bildschirm 35, 39, 41 App-Symbole entfernen 43
Stichwortverzeichnis häufig genutzte Apps hinzufügen 46 neue App-Icons 76 Home-Taste 16, 17, 34, 36 Hörbuch 309 Hotspot 132 HSDPA 125 I Icons vom Home-Bildschirm entfernen 43 IMEI 89 In-App-Bezahlung 206 In-App-Menü 86, 135 Induktives Laden 363 Inkognitomodus 142 Inkognitotab 142 Intelligenter Akku 361 Intelligente Textanalyse 58 Internetforum (Hilfe zu Android) 371 Inzidenzwerte 267 Irisscanner 25 ISO-Zahl 224 iTunes 105, 289 J Jugendschutzeinstellungen 61 K Kalender 169 App 174 Aufgabe erstellen 184 Aufgaben 171 Erinnerungen festhalten 174 neu erstellen 181 synchronisieren 173 Termin eintragen 171 Termin verwalten 173 Ziele festlegen 174 Kalender-Widget 173 Kamera-App 216, 219 Kamerafunktion 215 Kameraindikator 223, 340 Kameralinsen 234 Kamera wechseln 219 KI 230 Kindle 312 Klingeltöne 102 individualisieren 104 Kompass kalibrieren 275 Konfiguration 42 Kontakte 93, 165 anrufen 96 einrichten 93 hinzufügen 95 im Browser 98 importieren 99 Menüs der App 96 nach Nachnamen sortieren 94 zu Gruppen zusammenfassen 99 Konten 63 Kontextmenü 47 Konversation 156 Kopieren und Einfügen 57 Künstliche Intelligenz 230 Kurzantworten 90 L Label 97, 157 erstellen 97 verwalten 158 Labyrinth (Spiel) 325 Ladeadapter 14 Ladekabel 14 Launcher 34, 35 Lautstärke anpassen 106 387
Stichwortverzeichnis Lautstärkeprofile einrichten 106 Lebendiger Hintergrund 44 LED als Videoleuchte 250 LEO Wörterbuch 321 Lesezeichen 139 synchronisieren 140 Limbo (Spiel) 326 Live-Hintergrund 358 Local Guide 271 Lokalisierung 265 deaktivieren 359 LTE 61, 120, 125, 356 M MAC-Adresse 89, 124 Mailbox 90 einrichten 87 Malware 327 Material You 378 Memo 186 Messages 109 SMS 110 Messages Web 112 Messenger, telefonieren 83 Micro-SD 18 Micro-SIM 18 Mobile Daten 59, 127 Mobiler Internetzugang einrichten 127 manuell einrichten 128 Mobilfunkzelle 266 Monument Valley (Spiel) 324 MoShow Diashow Gestalter 244 Movies (Ordner) 345 Multitasking-Menü 53 Music (Ordner) 345 Musik abspielen 290 388 Download mit YouTube Music 305 in der Cloud speichern 292 Streams aufzeichnen 309 vom PC übertragen 287 Wiedergabe beenden 292 Musikstreaming 301 Musiktext anzeigen 300 MyPhoneExplorer 346 N Nachrichten, dunkler Modus 112 Nachricht senden 109 Nachtaufnahme 229 Nachtlicht 59 Nachtlicht-Darstellung 48 Nachtsicht 229 Nano-SIM 18 Navigation 282 Optionen 283 Nearby Share 60 Neustart 365 NFC 61, 193 Notfallnummer anrufen 29 Notizen 53, 186 O Oberfläche 34 Öffi 313 Offlinekarten zur Navigation 276 Onlinealben 236 Onlinespeicher Google Drive 349 Ordner für Apps 49 Outlook 93, 100 App 102 Over-Air-Update 30
Stichwortverzeichnis P R Panoramamodus 227 PayPal 199 PeakFinder 319 Phishingmails 155 Photo-Sphere-Modus 226 PIN 19, 24, 333 Pinch-to-Zoom 137, 274 PIN-Code 50 ändern 336 Pixel Imprint 333, 336 Play Bücher 310, 311 Player-Modus 292 Play Filme & Serien 263 Playlist 303 Playlist erstellen 303 Play Points 207 Play Protect 71, 192, 209, 331 Play Store 68, 189 Filme 260 Filme teilen 261 Optionen 206 Startseite 189 Überblick 189 Powerbank 363 Privatsphäredashboard 196, 338 Privat surfen 142 Probleme bei der Internetverbindung 123 Profile 107 Radio hören 307 Radiosender 303, 305 RAW 221 Readfy 312 Roaming 128 Rocket Player 306 Rotation, automatische 238 Routenführung 278, 284 Routenplaner 282 Router 123 Rufnummer unterdrücken 89 Ruhezustand 358 Q QI-Technik 363 QR-Code 72, 73 QR-Scanner 72 S Samsung Galaxy 36 Samsung Smart Switch 344 Satellitenbildansicht 267 Schaltfläche am Smartphone 36 Schaltflächen-Info 153 Schnellmix 305 Schnellschaltflächen 41 Reihenfolge ändern 64 Schnellzugriff 34, 59, 92 Schriftgröße 62 Screenshot 142, 247 SD-Speicherkarte 289 SD-Videos leihen 262 Seitenmenü 75 Selbstporträt 225 Selfie 225 per Sprachsteuerung 225 Serientermine 180 Sicherheit 62 Sicherheitsstatus 331 Signal 83, 118 Signatur 166 389
Stichwortverzeichnis SIM-Karte 19 einlegen 17 SIM-Kartensperre 337 Skoobe 312 Smart Lock 335 Smartwatch 380 SMS 109 Absender blockieren 111 archivieren 111 archivierte Unterhaltungen 114 Gesprächsverlauf (Thread) 111 löschen 111 Soft Reset 366 Softschaltflächen 17 Sonder- und Satzzeichen eingeben 55 Spam, Filter bei Telefonanrufen 91 SpeedOn-Option 128 SpeedTest 126 Speicher 62 Speicherkarte 18 Sperrbildschirm 49, 332 konfigurieren 51 Spiegel Online 322 Spiele 313, 324 Spotify 301 Spracheingabe 64 SSID 121 Standby 29 Standort 62 Standortbestimmung 23 Standortdienste 353 Standortgenauigkeit verbessern 354 Startbildschirm 27, 35, 39 konfigurieren 39 Startbildschirm-Taste 34 Starten, zum ersten Mal 17 Statusleiste 34, 40 nach unten wischen 51 Stern (App) 322 390 Streaming 293 Streamingdienste 301 Street View 280 Stromfresser identifizieren 356 Strom sparen 357 Suchanfragen 148 Suchen innerhalb von Apps 77 per Suchfunktion 76 Suchfeld 34 Such-Widget 67, 76 SwiftKey 57 Swypen 56 Synchronisierung 346 System 63 Systemprozesse 211 Systemupdate 29 T Tabellenkalkulation 350 Taschenlampe 59 Task-Manager 366 Tastatur 53, 80 Eingabesprache 55 per Wischgeste schreiben 56 Satzzeichen 55 Sonderzeichen eingeben 55 Textvorschläge übernehmen 54 Umlaut eingeben 55 TeamViewer (App) 375 Telefon-App 79 Telefonnummer, eigene 89 Telegram 83, 118 Termin-Erinnerung 179 Termin, regelmäßiger 180 Tethering 132 Text
Stichwortverzeichnis Cursor positionieren 58 kopieren und einfügen 57 markieren 58 Textverarbeitung 350 Thread (E-Mail) 154, 156 Thread (SMS) 111, 114 Threema 118 Töne 62 Töne und Vibration 90 Tooltips 153 Trageerkennung 336 TripAdvisor 315 Trojaner 327, 328 TTY-Modus 90 TuneIn Radio 307 U Uber 283 Übersetzen 232 Update, automatisches 192 URL 138 USB 288, 344 Übertragungsmodus 258 USB-C-Anschluss 92 V Vanilla-Android 33 Verkehrslage 285 Verlauf (Browsermenü) 143 Verlaufsprotokoll (Telefon) 86 Vibrationsalarm 102 Video aufnehmen 249 auf YouTube anschauen 259 Navigation 251 trimmen 253 vertonen 255 vom Smartphone auf Computer übertragen 256 Videoanruf 81 Videomodus 249 Videoschnitt 253, 256 Videostreaming 263 Viren 327 Virenscanner 69, 70, 332 Virenschutz 329 Vollbildmodus (Video) 260 W WEB.DE 162 Webseite durchsuchen 140 Lesezeichen erstellen 139 mit anderen teilen 141 Werkszustand 369 WetterOnline (App) 316, 365 WhatsApp 83, 115 Datenschutz 115 Widget 34, 39, 40, 43 Wiederherstellung 340 WLAN 61, 119 aktivieren 59, 119 deaktivieren 359 einrichten 119, 121 Verbindung herstellen 20 Worldscope Webcams 317 Y Yahoo 162 YouTube Video anschauen 259 YouTube Music 105, 287, 290, 297 Abo abschließen 295 391
Stichwortverzeichnis Z Zeitachse 271 Zeitpläne 107 Zufallsmix 305 Zuletzt geöffnete Anwendungen 16, 17, 37 Zurück-Geste 52 Zurücksetzen 365 Zurück-Taste 16, 17, 34, 37, 52 Zwei-Faktor-Authentifizierung 22 392
Über den Autor Über den Autor Rainer Hattenhauer ist einer der bekanntesten deutschen Fachbuchautoren und schreibt seit mehr als 20 Jahren Bücher, vor allem auch zum digitalen Alltag. Mit Android und Smartphones, aber auch mit Windows kennt er sich bestens aus.
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