Tags: waffen   luftfahrt  

Year: 1936

Text
                    20 m/m 
Flugzeug-Mehrfachkanone
„0ERLIK0N“
Beschreibung, Bedienungs- und
Einbauanleitung
WERKZEUGMASCHINENFABRIK OERLIKON
ZÜRICH-OERLIKON / SCHWEIZ
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WERKZEUGMASCHINENFABRIK OERLIKO] ZURICH - OERLIKON 20 mm Flugzeug-Mehrfachkanone "Oerlikon" Beschreibung, Bedienungs- und Einbauanl ei jung
I Inhaltsverzeichnis »>♦«*»#»**♦#♦***♦*******♦*»***♦*»** Seite I) Beschreibung des Systems der 20 mm Flugzeug- Mehrfachkanone w0erlikonw ........................ 1 II) Beschreibung der Wirkungsweise..................... 1 1) Allgemeines................................... 1 2)^ Spanneinrichtung............................. 2 a) Spannvorrichtung an der Kanone....... 2 b) Spanneinrichtung im Flugzeug............ 3 3) Sicherung und Abzug........................... 5 a) Sicherungs- und Abzugsmechanismus in der Kanone............................... 3 b) Sicherungseinrichtung im Flugzeug . . . 7 c) Abzugseinrichtung im Flugzeug ........... 8 III) Bedienungsanleitung.............................. 10 1) Anleitung zum Zerlegen der Kanone...... 10 2) Das Wiederzusammenbauen der Kanone........... 13 3) Verhalten bei Störungen...................... 14 4) Laden des Magazins........................... 13 3) Aufsetzen des Magazins auf die Kanone. ... 13 IV) Einbauanleitung.................................. 17« 1) Anordnung der Kanonen im Flugzeug............ 17 2) Einbau der Kanone in den Flügel. ...... 17 3) Einjustierung der Kanonen.................... 20
II Verzeichnis swaoaaeamäiaaBaaaBBa der FOTOS, ZEICHNUNGEN UND SKIZZEN IM ANHANG. Ho. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 Die 20 mm Flügelkanone nOerlikontt Type FF im Kampf- einsitzer Die 20 mm Fltigelkanone "FF*" Die Flügelkanone "FFn auf dem Prüfstand des Werkes Flugzeug-Mehrfachkanone "Oerlikon" in Auf- und Grund- riss mit Haupt-Einbaumassen Kanone im Flügel liegend, die Holme durchdringend gelagert Kanone unter dem Flügel aufgehängt Skizze zur Beschreibung der Wirkungsweise Spanneinrlohtung im Flugzeug Sicherungs- und Abzugsmechanismus in der Kanone Sicherungseinrichtung im Flugzeug Abzugseinriohtung im Flugzeug Abzugseinrichtung im Flugzeug für 4 eingebaute Kanonen Magazinverriegelung, Aufsätzen des Magazins. Lauf- Ein- und Ausbau Zerlegung des Verschlusses Ausbau der Kralle Laden des Magazins Hülsensammelraum im Flügel Waffenlagerung für im Flügel liegende Kanone Waffenlagerung für unter dem Flügel aufgehängte Kanone Einjustierung der Kanonen.
1 I. BESCHREIBUNG DES SYSTEMS DER 20 mm PLUGZEUG-MEHRFACHKANONE ==IJ-=c;===;^==“ = =============:=====-===========:===t==zsx:=E=«=cssxc= "OERLIKON". Sa^BSSSSBSK Die Flugzeug-Mehrfachkanone arbeitet mit mas- senverriegeltem Verschluss. Die durch eine Vorholfeder der Ver— Schlussmässe beim Vorlauf erteilte Energie vernichtet im Augen- blick der Zündung, wo der Verschlusskopf die Patrone bis zur allseitigen Umschliessung ins Patronenlager geführt hat und der gasdichte Abschluss erreicht ist, einen Teil des Pulvergasrück- druckes. Der verbleibende Rest schleudert den Verschluss wieder zurück. Dieses Zurückschleudern geschieht gegen den Druck der Vorholfeder, die bei Erreichung ihres Spannungsmaximums den Ver- schluss hinten umkehren lässt und erneut vorwärts treibt. Da der Verschluss mithin in seiner vorderen Umkehr durch den zwischen Geschossboden und Hülse sich bildenden Gaspuffer, und in der hinteren Umkehr durch die Vorholfeder abgefangen wird, nirgends also ein stossartiges Auffangen von bewegten Massen stattfindet, kommt jenes weiche Arbeiten der Waffe zustande, das ihr gegen- über anderen Systemen den Vorzug im Flugzeug sichert. Blatt 4 der am Schlüsse des Heftes beigefüg- ten Zeichnungen und Skizzen zeigt die Kanone im Aufriss und Grundriss mit den Haupteinbaumassen. II. BESCHREIBUNG DER WIRKUNGSWEISE. (Skizze 7.) s sc«E»citx==xx: =«wxus=x sassss 1) Allgemeines. Die Kanone ist zur Abgabe von Dauerfeuer ein- gerichtet. Beim Abziehen wird durch Drehen des Abzugshe- bels 1 die Verschlusshakensperrung aufgehoben. Der Verschlussha- ken 2 kann dadurch aus der Fangstellung ausdrehen, der Verschluss
2 3 wird freigegeben und die Masse schnellt durch den Druck der Vorholfeder 4 nach vorn. Im Vorlauf schiebt der Verschluss die unterste Patrone im Magazin in den Laderaum. Bevor die Masse ganz nach vorn gelaufen ist, schlägt der Schlaghammer 5 im Verschluss a>n die Sohlagplatte 6, dadurch dreht sich der Schlaghammer um den Sohlaghammerbolzen 7 und stösst den Schlagbolzen 8 auf die Zünd- kapsel im Patronenboden. Durch die entwickelten Pulvergase wird die Verschlussmasse gestoppt und zurückgestossen, mit ihr auch die leere Patronenhülse. Diese stösst auf dem Rückwege an den Auswerfer 9 und wird von diesem ausgeworfen. Bleibt der Abzug gezogen, so feuert die Kanone automatisch, solange die Patronenzufuhr etattfindet. Zum Unter- brechen des Feuers wird der Abfeuerungshebel losgelassen. 2) Spanneinr iohtung. (Skizze 7.) Das Spannen des Verschlusses geschieht mittels der pneumatischen Spannvorrichtung. Beim Einlassen von Pressluft in den Zylinder 12 wird durch den Kolben 13, da dieser auf die vor ihm liegende, in die Spannvorrichtung hineinragende Spannase 14 der Verschlussohiene drückt, der Verschluss, die Vorholfeder spannend, nach rechts verschoben. Man lässt die Luft einströmen bis der Kolben 13 am Zylinderende anstösst; der Verschluss liegt dann rechts, hinter der Pangstellung. Nach dem Spannen wird die Luft aus der Spann- vorriohtung ausgelassen. Durch die Vorholfeder wird der Versohlusi in die Pangstellung vorgeführt, wo ihn der Abzugshaken 2 fest- hält. Der Kolben 13 wird durch eine Zugfeder beim Auslassen der Luft in seine Anfangsstellung zurückgezogen.
5 Die Spannvorriohtung kann auf der rechten oder linken Seite der Kanone angesohraubt werden. Es sind zu diesem Zweck beide Versohlusschienen mit .einer Spannase versehen, und der Querkeil 17, der den Verschluss mit den Vetsohlusschienen kuppelt, lässt sich beim Wechseln auch von der anderen Seite her einbauen. (Skizze 8.) Die Pressluft zum Spannen des Verschlusses wird der Bord-Pressluftflasche 1 entnommen und der Spannvorrich- tung 6 der Kanone durch einen Pressluft schlauch 4 zugeführt. Die Bedienung der Spannvorrichtung erfolgt mittels eines in die Pressluftleitung eingebauten, vom Piloten- sitz aus erreichbaren Manometerhahnes 2 mit EntlüftungsÖffnung d (Dreiweghahn). Zum Spannen der Kanone wird der Reiber 3 des Hah- nes entsprechend der Stellung in Pig.I eingestellt. Hach dem Spannen des Verschlusses ist der Reiber um 90° in die in Pig.II gezeichnete Stellung zu drehen. In dieser Stellung ist der Zu- fluss aus der Pressluftflasohe 1 her gesperrt und die Luft kann aus der Spannvorrichtung 6 durch das Entlüftungslooh im Manome- terhahn entweichen. Die Kanone ist nun nach Entsichern schuss- bereit. Ein Ganzmetall-PresBluftsohlauoh 4 von 3m Länge, lich- te Weite 4 mm, doppelt drahtumsponnen, beidseitig mit Ansohluss- nippel 3 versehen, wird zu jeder Kanone mitgeliefert. Die Abmessungen der Gewindenippel 7 für den Anschluss des Schlauches sind aus Fig.III ersichtlich. Das An- sohlussgewinde ist normales metrisches Peingewinde von 12 mm Durchmesser und 1,3 mm Steigung. Das Entlüftungslooh im Manome- terhahn soll nicht kleiner als 4 mm sein. Der Pressluftdruok muss im Minimum 12 At.ü
- 4 - betragen. Zur Schonung der Kanone wird beim Entspannen derselben die Spannvorrichtung vorteilhaft als Bremse benutzt. Man lässt vor dem Entspannen Pressluft in die Spannvorrichtung einströmen, zieht hierauf die Waffe ab und lässt bei abgezogener Waffe die Luft aus der Spannvorrichtung wieder entweichen. Die Vorholfeder hilft nun selber mit, die Luft auszußtossen. Mit dem Bedienungshahn kann das Ausströmen der Luft beliebig gedrosselt, die Vorholfeder daher entsprechend langsam entspannt werden.
5 3) Sicherung und Abzug» 5}w§i2^2SH2S2r-5B2«422Bß®922^5212BB®-lB-22?-52B252i-l§^A5£2-2- Vor dem Abziehen ist die Waffe zu entsichern. Zu diesem Zweck wird der die Abzugsklinke am Herausdrehen hin- dernde Sioherungehebel 1 nach rechts aus seiner Sperrlage wegge- zogen. Die um die Achse 2 im Abzugshebel drehbare Abzugsklinke 3 ist Uber Gelenkstange 4 und Federhülse 3 mit dem Abzugekabel 6 verbunden. Die Abzugsklinke 3 wird durch die Ab- zugsfeder 7 Uber die Gelenkstange 4 nach links gedrückt, so, dass ihre Nase rechts am Absugshebel 8 anstösst. Wird der Abzug gezogen, so dreht eich zunächst die Abzugsklinke 3 um die Achse 2, bis ihr linker Arm am Abzugs- hebel 8 anschlägt. Der rechte Arm der Abzugsklinke 3 hat sich vom Abzugshebel 8 nach rechts wegbewegt. Seine Stossfläche steht nun ausserhalb der Hitnahmenase des Schwinghebels 9« Wird jetzt am Abzugskabel weiter gezogen, so dreht sich der Abzugshebel 8 um seine Aohse 10, der Sperrnocken des Hebels, der den Abzugs- haken 11 in der Panglage hält, bewegt sich nach links. Der Ab- zughaken kann sich nun, durch die Vorholfeder und die Feder 12 nach oben gedrückt, aus der Fangstellung herausdrehen. In der abgezogenen Stellung stösst der Abzug- hebel 8 gegen den Ansohlaglappen 13 des Hebels 14. Ist der Abzug- haken 11 aus der Fangeteilung ausgedreht, so ist der Verschluss 16 freigegeben und er schnellt durch den Druck der Vorholfeder nach vorn. Der um die Aohse 10 drehbare Schwinghebel 9 wird, wenn das rechte Versohlussende unter ihm weggleitet, von der Feder 15 nach links gedreht, bis zum Anschlägen oben im Inneren der Ver- schlusshülse. Vom zurückgeworfenen Verschluss wird er wieder in
6 «•ine frühere Stellung zurückgeführt. Das Auffangen des Verschlusses geschieht auf* folgende Voise: Lässt man das Abzugskabel los, so wird die Ab- zugsklinke 3 von der Abzugefeder 7 naoh links gedrückt. Während des Vorlaufs defT' Verschlusses kann sich, wenn der Schwinghebel 9 nach links bewegt worden ist und in dieser Stellung bis zum Wie- derauf treff en des Verschlusses stillsteht, der rechte Arm der Abzugsklinke 3 auf den Abzugshebel 6, vor die Mitnahme des Schwinghebels 9» niedersetzen. Durch den zurüokkehrenden Ver- schluss wird über den Schwinghebel, der nun auf den rechten An der Klinke auf schlägt, der Abzughebel 8 wieder in seine Sperr- stellung surüokgef ührt. Die Stellung ist erreicht, bevor der Ver- schluss in Wangstellung kommt. Die naoh links federnde Abzugs- klinke 17 am Verschluss gleitet unter dem Abzugshaken durch and fängt den Verschluss nach dessen Umkehr durch Aufschlagen auf den Abzugshaken wieder auf. Durch schnelles Drücken und sofortiges Loslas- sen des Abfeuerungshebels ist es möglich, Einzelfeuer abzugeben. Da bei ausgebautem Verschluss der Schwinghebel 9 abwärts pendeln könnte, würde er beim Viedereinführen des Ver- schlusses dessen Einbau verhindern. Der Schwinghebel wird des- halb durch den Haltehebel 14 hoohgehalten. Beim Entsichern der Waffe wird durch den Sioherungshebel auch dieser Haltehebel weg- geoohoben. Bei ausgebautem Verschluss soll deshalb tunlichst die Kanone nicht entsichert werden, sonst fällt der Schwinghebel herunter. Ist ein Magazin leergeschossen, so bleibt der
7 Verschluss, da nun die rücktreibende Kraft fehlt, vorn im Patro- nenlager liegen. Wird jetzt der Feuerungshebel losgelassen, so kann Bich die Abzugsklinke 5 wohl vor den Schwinghebel 9 nieder- setzen, der Abzugehebel 8 bleibt jedoch, da ihn der von der Fe- der 12 nach oben gedrückte Abzugshaken 11 an Zurückdrehen hin- dert, in der abgezogenen Stellung stehen. Per Abzugshebel 8 wird erst beim Spannen der Kanone wieder in die Fanglage zurückgeführt. Int sichert und abgezogen wird die Kanone im Flugzeug durch Bowdenzüge. Die Bedienung erfolgt vom Instrumentenbrett des Flugzeuges aus. Der Sicherungshebel 1 im Abzugsgehäuse der Kanone wird mittels Hebel 4 über das Kabel 5 des Bowdenzuges 6 betätigt. Sowohl in gesicherter wie entsicherter Stel- lung muss der Bedienungshebel 4 durch eine Sperrung in seiner Lage festgehalten werden. In der Skizze wird der Hebel durch den Sperrbolzen 7 arretiert. Beim Entsichern fasst die linke Hand den Griff des Hebels. Der Daumen drückt auf die Klappe 9, wodurch der Ar- retierstift 7 zurückgesohoben wird und dessen konisch angedrehte Partie in die Ansenkung des Loches im Hebel zu liegen kommt. Bun kann der Hebel gedreht werden. Beim Drehen wird der Arretierstift durch die konische Ansenkung im Hebel noch ganz aus der Arretier- bohrung gestossen. In der entsicherten Stellung schlägt der He- bel gegen einen Anschlag. Lässt man nun die Hand los, so springt der Arretierbolzen in die Bohrung II des Hebels und arretiert diesen wiederum in dieser Stellung. Mittels Mutter 10 wird das
8 Kabel 5 am Hebel 4 festgeklemmt.Die Klemmvorrichtung gestattet ein leichtes Bin- und Hachstellen des Kabels. Als Feineinstellung dient die Schraube 11, in der die am Ende der BowdenhÜlle aufge- lötete Büchse 12 gelagert ist. Beim Einstellen des Bowdenkabels ist auf fol- gendes zu achten: Der Sicherungshebel 1 muss zum Sichern, wie in der Skizze, über die Nase 8 der Abzugsklinke bis zum Anschlägen zurüokdrehen können. Beim Entsichern muss der Sicherungshebel um den ganzen Betrag des Weges S (12 mm) vom Kabel zurückgezogen werden. Die Stirnseite der Pederbüchse 2 muss hierbei in der Boh- rung zum Anschlägen kommen. Wegen der Elastizität des Kabels und den eventuell an diesem vorhandenen Krümmungen muss der Kabelweg am Bedienungshebel grösser sein als der Betrag S im Abzugsgehäu- se. Die Länge des Weges richtet sich nach der Länge des Kabels. Eine Drehungsfeder 13 hilft beim Sichern, den Bedienungshebel 4 zurückzudrehen. Sie unterstützt die Sicherungs- feder 3 im Abzugsgehäuse. (Skizze 11.) Die Bedienung erfolgt hier vom Steuerknüppel aus. Durch Drücken mit dem Daumen auf den Peuerungshebel 4 wird über das Kabel 3 des Bowdenzuges 6 der Abzug betätigt. Die Kabelbefestigung am Hebel 4 und die Fein- einstellung ist in gleicher Weise wie beim Sicherungsmechanismus ausgeführt. Eine Arretierung für den Peuerungshebel ist hier Überflüssig; solange der Daumen auf den Hebel drückt, feu- ert die Kanone automatisch. Wird der Hebel losgelassen, so wird der Verschluss gefangen, das Feuer gestoppt. In dieser Stellung
9 zieht das Bowdenkabel den Hebel durch den Zug der Abzugsfeder 5 gegen einen Anschlag 7. Beim Einstellen des Bowdenkabels ist auf fol- gendes zu achten: In der skizzierten Stellung des Abzughebels 1 im Abzugsgehäuse - der Hebel stösst links im Abzugsgehäuse an - muss die Abzugskllnke 2 auf einen Druck am Peuerungshebel 4 so- fort anspielen» Beim Loslassen des Peuerungshebels muss sich die Klinke unter dem Druck der Abzugsfeder 5 bis zum Anschlägen an Hebel 1 zurückdrehen. Der Weg S zum Abfeuern beträgt am Abzugsgehäu- se 15 mm. Am Abfeuerungehebel muss der Kabelweg entsprechend dem früher Gesagten je nach der Länge des Kabels grösser sein. Um den nötigen Daumendruck zum Abfeuern auf ein günstiges Mass zu bringen, ist die Länge des Feuerungshebels im entsprechenden Ver- hältnis zum Radius der Kabelrinne auszuführen. Damit der Abzug leicht funktioniert ist noch folgendes zu beachten: Der Bowdenzug soll mit möglichst wenigen Krümmungen und wennmöglich in einer Ebene liegend montiert wer- den. Die notwendigen Krümmungen sollen möglichst gross sein. Bei der Einführung in die Kanone muss der Bowdenzug auf eine Länge von 500-400 mm parallel zur Kanonenaohse verlaufen. Die Kanone wird mit je 5m Bowdenhtille und 6m Bowdenkabel für Sicherung und Abzug geliefert. Skizze 12 zeigt eine Anordnung des Abzugsmecha- nismus für vier eingebaute Kanonen. Jede Kanone besitzt hier ei- nen separaten Abzugshebel la, 1^, l0, 1^, sodass jede einzeln be- tätigt werden kann. Durch einen Gruppenfeuerhebel 2, der beim Drehen in Pfeilrichtung durch die Keilwelle 5 die Einzelfeuerhe- bel mitdreht, können aber auch alle Kanonen gleichzeitig abgefeu-
10 ert werden. III) BEDIENUNGSANLEITUNG 8===============-======M 1) ANLEITUNG ZUM ZERLEGEN DER KANONE. A. Manipulationen^ die ohne Ausbau der Verschlusshülse aus dem Flügel vorgenommen werden können. a) Magazin abheben. (Skizze 15•) Sicherungsknopf 5 hineindrücken und Magazinrie- gel 3 mit Magazinhebel 4 zurückschieben. Magazin aussohwenken und herausheben. b) Entspannen der Kanone. Vor dem Entspannen prüfe man zuerst, ob Lauf und Patronenlager frei sind. (Ist die Waffe nach dem Schiessen schon entspannt, so ist sie zur Vornahme dieser Kontrolle noch- mals zu spannen.) Luft in die Spannvorrichtung einlassen. Hahn auf Spannstellung stehen lassen und Kanone abziehen. Bei abgezo- gener Kanone Luft langsam ausströmen lassen. o) lauf ausbauen. (Skizze 14.) Knopf 1 hineindrücken zum Entsichern des Lau- fes. Lauf vorn anfassen, entgegen der Pfeilriohtung nach links drehen bis zum Anschlägen, und ausziehen. d) Ausbau des Abzugshakens. (Skizze 7.) Hebel 18 zur Sicherung des hinteren Waffen- Abschlussdeckels 19 hineindrücken. Abschlussdeckel um 45° nach linke drehen (in Schussrichtung gesehen) und herausziehen. Abzugshakenhalter 20 herausziehen. Achsbolzen 21 ausstossen. e) Ausbau des Verschlusses. (Skizze 7.) Ausbauen des Abzugshakenhalters nach d).
11 Querkeilhaltebolzen 22 ausziehen. Querkeil 17 an der Oese mit kräftigem Huck he raus ziehen. Verschluss nach hinten herausschieben. Die Verschlußschienen bleiben durch die Bolzen 23, die an den Haltenasen 24 der Verschlusshülse anstehen und Uber die längsseitigen lappen üb er greif en, auch bei ausgebautem Querkeil in ihrer Lage festgehalten. f) Zerlegen des Verschlusses. (Skizze 15.) Abzugßklinken-Haltebolzen 1 ausziehen. Sohlaghammerbolzen 2 mit Schraubenzieher um 180° drehen und ausstossen. Schlaghammer 3 seitwärts und Schlagbolzen 4 nach rückwärts herausklopfen. g) Ausbau der Pufferfeder im Verschluss. (Skizze 15.) Sicherungshebel 5 zurückdrücken und Abzugs- klinkenhalter 6 aus Pufferhtilse 7 linksdrehend heraus schrauben. (Querkeil zum Ausschrauben benutzen.) Beim Ausschrauben wird gleichzeitig die im Ab- zugsklinkenhalter 6 gelagerte Puffermutter 8 vom Haltebolzen 1 losgeschraubt. Die achsial bewegliche Puffermutter 8 ist durch den Keil 9 mit dem Abzugsklinkenhalter 6 gekuppelt. Pufferfeder herausholen. (Die Pufferfedet be- zweckt ein schlagfreies Auffangen des Verschlusses bei Peuerun- terbrechung») h) Ausbau der Abzugsklinke: (Skizze 15.) Durch Ausstössen der Achse 12 nach Entfernung der Seegersicherung. i) Ausbau der Kralle. (Skizze 16.)
12 Mit dem Krallenechltißßel 1 werden die Greifer 2 nach aus een gedrückt. In die Greifernuten der Kralle 3 setzen sich die Mi tnehme maßen des Schlüssels. Hach Anheben der Si- cherungsfeder 4 mit dem Blattfederanheber 5 ist mit dem Krallen- echlüssel 1 die Kralle um 90° zu drehen. In dieser Stellung kann die Kralle von Hand, wenn nötig durch Bachhilfe mit dem abge- flachten Bade des Krallenschlüssels, auegezogen werden. Schlüs- sel auf Greifer auflegen. Kralle mit Schlüsselende an der Lippe unterfassen und anheben. ?19621-2BE£B5SB2B-l®2i k) Ausbau der Magazinverriegelung. (Skizze 13.) Hach dem Ausziehen des Achsbolzene 6 zum Maga- zinverriegelungshebel 4 können Hebel, Hiegel 3, Sicherungsbolzen 3 und Hedem weggenommen werden. 1) Ausbau des Auswerf ers. (Skizze 7*) Von der Patronen-Einführöffnung her gegen den Auswerfer 9 drücken. Blattfeder des Haltekeils 11 anheben und Haltekeil ausstossen. Auswerfer 9 samt Jeder 10 herausschieben. m) Zerlegen des Abzuges. (Skizze 9.) (bolzen Durch Bohrung im Abzugsdeckel Deckelsicherungs- zurüokdrücken und Deokel seitwärts aussohieben. Abstützschieber 18 ausstossen, Jeder 19 und Federhülsen ausbauen. Federbolzen in den Achsbolzen 10 und 20 ausziehen und Aohsbolzen ausstossen. Bowdenzughalter 21 nach oben he raus schieben. n) Ausbau der Vorholfeder. (Skizze 7.) Spannvorrichtung abschrauben.
13 Haltebolzen 22 ausziehen. Querkeil 17 an der Oese herausziehen. Eine Verschlus schiene nach Ausziehen des zwei- ten Haltebolzens 23 von der Federhülse 13 abnehmen. Zweite Verschlusschiene durch Drücken gegen die Vorholfeder 4 und Ausschwenken aus der Haltenase 24 an der Versohlusshülse 16 abnehmen. Vorholfeder 4 herausnehmen. o) Ausbau der Pufferfeder in der Verschlusschiene. (Skizze 7.) An der abgenommenen Verschlusschiene Stift 26 zur Fixierung des Pederabstützbolzens 27 herausschlagen. Feder- abstützbolzen 279 Pufferfeder 28 und Pederbolzen 29 herausnehmen. (Die Pufferfedern in den Verschlusschienen verhindern ein An- schlägen der VerschlussmaBse in der hinteren Umkehrstellung.) p) Ausbau der Schlagplatte in der Versohlusshülse. (Skizze 7.) Entfernen der Verschlussohiene auf Sohlagplat- tenseite nach Ausziehen der Haltebolzen 22 und 25« Mit Blattfederanheber Sicherungsfeder anheben und Schlagplatte 6 nach oben ausstossen. 2) DAS WIEDERZUSAMMENBAUEN DER KANONE nach dem Zerlegen wird ohne weitere Anleitung verständlich sein. Es sei deshalb nur noch auf folgendes aufmerk- sam gemacht: a) lauf einbauen. (Skizze 14.) Sicherungshebel 2 in Aushaustellung lassen. Lauf mit dem eingravierten, beim Einführen zuvorderst stehenden Pfeil auf Pfeil an der Verschlusshülse richten und einsohieben bis zum Anschlägen. Lauf naoh rechts bis zum Anschlägen drehen«
14 Lauf sichern durch Hineindrücken des Sicherungshebels 2. Der zum Ausbauen hineingedrückte Knopf 1 springt beim Sichern wieder heraus. b) Einbau der Pufferfeder im Verschluss. (Skizze 15.) Das Aufschrauben der Puffermutter 8 auf den Haltebolzen 1 und das Einschrauben des Abzugsklinkenhalters 6 in die Pufferhülse 7 muss gleichzeitig erfolgen. Es ist deshalb zum Zusammenschrauben die Puffermutter in den Abzugsklinkenhalter hine inzus t e cken. c) Für die Bereitschaftsetellung der zusammengebauten Kanone zum Schiessen merke man sich folgende Reihenfolge der Manipulationen: 1) Waffe spannen durch Einlassen von Luft in die Spannvor- richtung 2) Luft auslassen 3) Sichern 4) Prüfen, ob Lauf und Patronenlager frei sind 5) Magazin auf setzen; Kanone schussbereit. 3) VERHALTEN BEI SIOERUNGEN AN DER WAFFE. Magazin abnehmen. Waffe spannen und sichern. Suchen der Störungsursache und diese beheben. Kontrolle, ob Lauf und Patronenlager frei sind. Magazin wieder aufsetzen; Kanone schussbereit. Den Hülsenauszieher mit Gabelenden voraus ganz in das Patronenlager schieben. Mit dem Entladestock von der Lauf- mündung her diesen mit leichten Schlägen wieder entfernen.
15 4) LABEN DES TROMMELMAGAZINS. (Skizze 17-) Zum Einfüllen der Patronen ist das Magazin, wie in der Skizze, auf das Magazin-Ladegestell 1 aufzusetzen. Auf das aussen am Magazin vorstehende, mit ei- nem Querbolzen 2 versehene Achsende 5 wird der als Schalträtsche ausgebildete Ladehebel 4 aufgesteckt. Beim Einfüllen der Patronen fasst die linke Hand den Hebel 4 und drückt ihn in Pfeilrichtnng hinunter. Die Drehung des Hebels 4 wird durch die Schaltklinke 5 auf das Klin- kenrad 6 und von diesem, da es durch die beiden Bajonettnuten mit dem Querbolzen 2 gekuppelt ist, auf die Magazinachse 5 über- tragen. Die Drehung bewirkt, dass sich der Patronenzubringer im Magazin, die Magazinfeder spannend, von der Magazinöffnung weg entfernt und den Platz zum Einschieben der Hülsen freigibt. Die Hülsen können nun mit der rechten Hand unter den Magazinlippen eingeschoben werden. Damit die Hülsen im Magazin nicht schräg zu liegen kommen, was eine Verklemmung zur Folge haben könnte, sind sie sorgfältig einzufüllen. Es soll mit dem Ladehebel nur stets soviel Platz geschaffen werden, dass sich im Maximum 2 Patronen einschieben lassen. 5) AUFSETZEN PES MAGAZINS AUF DIE KANONE, (Skizze 15.) Ist das Magazin über der Kanone anzubringen, so kann das Aufsetzen durch einen Mann vorgenommen werden. In schräger Lage wird das gabelförmige Halte- stück 1 des Magazinunterteils an den Haltebolzen 2 in der Ver- schlusshülse angelegt. Hierauf lässt man das Magazin um den Hal- tebolzen herunterdrehen und das Unterteil vorn am Magazinriegel 5 der Kanone aufliegen. Der Magazinriegel 5 wird nun mit dem Magazinverriegelungshebel zurückgeschoben. Zum Zurückschieben
16 muss der aus der Verschlusshülse vorragende Knopf 5t der den Riegel gegen Entriegelung sichert» hineingedrückt werden. Das Magazin fällt nun von selbst in die richtige Lage auf die Ver- schluß shiilse. lässt w jetzt den Knopf 5 wieder los, so schiebt sich der Magazinriegel zurück, das Magazinunterteil vorn über- deckend; gleichzeitig wird der Riegel durch den Knopf wieder ge- sichert. Ist das Magazin seitlich oder unter der Kanone aufzusetzen, so geschieht dies in analoger Weise, das Aufsetzen muss jedoch von 2 Mann ausgeführt werden. Ein Mann wird zum Hal- ten und Einführen des Magazins benötigt, der andere bedient die Magazinverriegelung. Da der Schwerpunkt des Magazins in einem er- heblichen Abstand von der Waffenachse liegt, muss es im Flugzeug bei seitlicher Anordnung aussen, von der Holmtraverse aus, noch- mals gehalten werden. (Siehe Bild 5.) Am Zweckmässigsten ge- schieht dies durch eine schwenkbare Zugstange mit schnell lösba- rem Verschluss, eventuell nur durch Aufhängung an einem Leder- riemen. Zweckmässig wird eine Abstützung des Magazins auf eine Holmverbindung auch für die übrigen Einbauarten vorge- nommen, um ein Verdrehen der Verschlusshülse und des Magazinun- terteiles bei auftretenden Trägheitskräften, hervorgerufen durch Geschwindigkeits- und Richtungsänderungen des Flugzeuges, zu vermelden. Eine an unserem Schiessgestell für Schiessver- suche ausgeführte Magazinbefestigungsart ist in Bild 3 wiederge- geben .
17 IV) EINBAUABLEITUBß. XaZSXBEXaBSKSSXXSS3S 1) Anordnung der Kanonen im Flugzeug. Die Kanonen werden, Schussrichtung in Flugrich- tung, ausserhalb des Propellerskreises am Flügel plaziert. Vorgesehen ist stets doppelseitige Anordnung, also je eine oder zwei Kanonen pro Pitigelhälfte. 2) Einbau der Kanone in den Flügel. Der Einbau kann auf verschiedene Arten erfol- gen, nämlich: a2j)ieJJ^one_ist_imJ?l^el_Belbstxjlie Jio^e jlx£chdringend£ gelagertL (Bild 5.) Bei dieser Einbauart kommt das Magazin seitlich zur Kanone zu liegen. Es wird von der Flügelunter- oder Oberseite her eingesetzt. Heber der Kanone liegt die pneumatische Spannvor- richtung. Aerodynamisch ist dieser Einbau am günstigsten, da die ganze Bewaffnung im Fltigelprofil untergebracht werden kann, oder zumindest eine nur unwesentliche, vom normalen Profil abweichen- de Verkleidung erforderlich ist. Da der Htilsenauswurf seitlich erfolgt, ist im Flügel ein Führungskanal, der die Hülsen in einen Sammelbehälter leitet, anzuordnen. Skizze 18 zeigt schematisch die Anordnung von Führungskanal und Sammelbehälter. Die Abmessun- gen des Sammelbehälters, der 75 Hülsen aufnehmen kann, sind expe- rimentell bestimmt worden. Eine Fallklappe 1 beim Eintritt in den Sammelbehälter hat ein Zurückgleiten der Hülsen in den Ftihrungs- kanal zu verhindern. b)_pi£jte?2?e_ist jmter_demj?l^el_aitf gehängt x (Bild 6.) Die Holme brauchen hier nicht ausgenommen zu werden. Das Magazin sitzt über der Kanone und ist deshalb von der
18 Flügeloberseite her einzusetzen. Die pneumatische Spannvorrich- tung liegt seitlich. Da die Kanone an den die Holme verbindenden Traversen unter dem Flügel hängt, wird eine grössere Verkleidung für den Strömungsabfluse notwendig. Eine Sammlung der Hülsen ist hier nicht möglich, man lässt sie unten frei heraußfliegen. c) Wenn erwünscht, kann die Kanone auch über^den^Holmen gela- gert werden. In diesem Falle wird das Magazin unter der Waffe hängend plaziert. Der Hülsenauswurf erfolgt nach oben ins Freie. Die Hülsen werden beim Auswerfen vom Flugwind nach rückwärts ausserhalb des Flügelendes getragen. Da die schlagfrei arbeitende Kanone "Oerlikon” nur eine geringe Rüokstosskraft entwickelt, ist für den Einbau eine Verstärkung der Flügelkonstruktion nicht notwendig. Beim Einbau nach a), wo. die Kanone die Holme durchdringt, muss selbstredend die Schwächung der Holme durch eine örtliche Verstärkung ausgeglichen werden. , Bei allen Einbauarten wird die Kanone regu- lierbar an geeigneten, die Holme verbindenden Traversen befe- stigt. Für den Einbau nach a) ist die Befestigung entsprechend Skizze 19, Fig.I und II, auszuführen. Beim vorderen Waffenlager nach Fig.I gestatten die Gewindebüchsen 1 eine seitliche Einstellung der Waffenachse. Die Waffenhaltebolzen 2 sind in den Büchsen 1 drehbar gelagert. An ihnen wird die Kanone mittels der Schrauben 3 befestigt; zu- gleich bilden sie die Schwenkachse für die Höheneinstellung. Beim hinteren Waffenlager nach Fig.II gestat- tet die Gewindebüchse 1 eine Einstellung der Waffenachse in der
19 Höhe. Per gabelförmige Waffenhaltebolzen 2 ist in der Büchse 1 drehbar gelagert. An ihm wird die Kanone wiederum mittels der Schrauben 5 befestigt, zugleich bildet er die Schwenkachee für die Seiteneinstellung. Damit bei eventuellen Abweichungen in den ach- sialen Lagerdistanzen von Kanone und Flügel keine Einbauschwie- rigkeiten auftreten, ist es vorteilhaft, von vornherein ein Waf- fenlager, in diesem Fall das hintere, in Richtung der Waffenach- se verstellbar auszufUhren. Eine Einstellung in kleineren Grenzen kann er- reicht werden bei Ausführung wie in Skizze 19, Fig.II. Hier ist die Büchse 4 in der Traverse drehbar gelagert und die Gewinde- bohrung zum äusseren Durchmesser exzentrisch gebohrt, sodass durch Drehen der Büchse kleinere Differenzen in der Entfernung der Waffenlager ausgeglichen werden können. Beim Einbau nach b) erfolgt die Lagerung der Kanone entsprechend Skizze 20, Figuren I und II. Beim vorderen Waffenlager nach Fig.I gestattet die Gewindebüchse 1 eine Einstellung der Waffenachse in der Höhe, die Gewindebüchse 2, im Waffenhaltebolzen 5 gelagert, eine Ein- stellung nach der Seite. Eingestellt werden kann die Büchse 2, da sie durch den Keil 4 mit der Befestigungsschraube 5 gekuppelt ist. durch Verdrehen dieser Schraube. Das hintere Waffenlager kann hier entsprechend Fig.II ausgeführt werden. Der Waffenhaltebolzen 1 muss, da er zugleich die Schwenkachse für die Seitenverstellung bildet, drehbar an
20 der Holmtraverse gelagert sein. Sohwenkachse für die Höhenver- stellung ist die Befestigungsschraube 2. Um Einbauschwierigkeiten zu vermeiden, wird eines der beiden Waffenlager, wie früher be- schrieben, wiederum in Richtung der Waffenachse einstellbar aus- geführt . Das Einbauen der Kanonen in den Fltigel erfolgt in zwei Teilen. Zuerst wird von unten her das Verschlussgehäu- se samt Verschluss, Abzug und Spannvorrichtung in die Waffenhal- tebolzen eingebaut. Nachher kann der Lauf durch die Oeffnung vorn im Flügel eingesetzt werden. Beim Einbau nach a) muss das Verschlussgehäu- se zum Einbauen in schräger Lage, das hintere Ende nach abwärts, durch die vordere Holmöffnung eingeführt und nach vorn verscho- ben werden, bis das hintere Ende sich heben lässt und das Ver- schlussgehäuse durch die Oeffnung im hinteren Holm nach rück- wärts in die richtige Lage geschoben werden kann. Um diesen Ein- bau in schräger Lage zu ermöglichen ist die Oeffnung im vorderen Holm entsprechend gross auszuführen. Für den Ein- und Ausbau des Verschlussgehäuses ist an der Flügelunterseite eine entsprechende Bedienungsklappe anzuordnen. 3) Einjustierung der Kanonen. (Skizze 21.) Die nach Höhe und Seite einstellbare Waffenbe- festigung gestattet es, die Seelenachsen der Kanonen so einzu- richten, dass sich die Flugbahnen der Geschosse innerhalb der maximalen Reichweite in der gleichen Entfernung auf der Verlän- gerung der Visierlinie des Piloten schneiden. Dadurch wird er- reicht, dass auf einen Punkt, bei gleichzeitiger Auslösung des
20 mm Flügelkanone „OERLIKON* Type „FF“ im Kampfeinsitzer.
WAK *15 20 mm Flügelkanone „OERLIKON“ Type „FF“. Oben: Seitenansicht mit aufgesetztem Magazin. Unten; Ansicht von oben. M
20 mm Flügelkanone „OERLIKON“ Type „FF- auf dem Versuchsstand des Werkes.
4 Canon de 20 mm Oer/ikon Mod.fF S. A. de machines-outils Oerllkon, Oerlikon-Suisse
5 __ditpostnf f'tormtmtnt Canon de 20mm Oer/ikon Mod.fF" Montage coache dans /'afk J. x. <* mat^nK-wMt Oer/ikon, Orrifkon-SvfW
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