/
Text
©eutfdje
^olfelieber
Sentfdje
^Solfelteber
Gesammelt und bearbeitet
von Oskar Geilfuss
VERLAG «KASACHSTAN»
Alma-Ata, 1971
Das vorliegende Sammelbändchen enthält 50 deutsche
Volkslieder, die der bekannte Komponist Oskar Geilfuß auf dem
Territorium Kasachstans und Mittelasiens gesammelt hat Viele
dieser Lieder wurden nie gedruckt und können von großem
Interesse nicht nur für die Liebhaber des Volksliedes, sondern
auch für die Musikwissenschaftler sein.
npejuiaraeMbiH HHiaiejno, cöopHHK cojxepacHT 50 HeMemcHx
napoÄHbix necen, coöpaHHbix H3BecTHbiM komhoshtopom OcxapoM
reftjib(J)ycoM na TeppuTopmi Kasaxcrana h Cpe/xuen Ashh. Mho-
rue H3 3thx necen HUKorna He nyöjiHKOBajiHCb h MoryT npe/x-
cTaßjiHTb öojibinoH HHTepec ne tojibko ä-hh jnoÖHTejieü napo/xHoft
neCHH, HO H ÄJIfl My3bIKOBejXOB.
B cöopHHKe npe/xcTaBJieHbi necHH no caMoft pasnooöpasHOH
TeMaTHKe — HCTopHqecKHe, peBOJnoixHOHHbie, öbiTOBbie, JiHpwqe-
cKHe; neKOTopbie H3 hhx oöpaöoTanbi komhoshtopom h MoryT
ÖblTb HCn0JIb30B3HbI K3K CaMOAeHTeJIbHbIMH, T3K H npO(j)eCCHO-
Ha/IbHblMH HCnOJIHHTeJIHMH.
9—4—6
141—Tn—71 M
VOM HERAUSGEBER
Die vorliegende Sammlung enthält u. a. Volkslieder,
die auf dem Territorium Mittelasiens und Kasachstans
auf gezeichnet worden sind. Aus der Vielzahl der vom
Herausgeber zusammengetragenen Volkslieder sind in die
Sammlung nur diejenigen aufgenommen worden, die in
musikalischer und poetischer Hinsicht besonders kenn-
zeichnend sind. Es sind dies erstens altertümliche Balladen
und Lieder, die in die Zeit der Übersiedelung der Deutschen
nach Rußland zurückreichen — Brauchtums-, soziale,
lyrische, Scherz- und Trinklieder; zweitens solche, die
später unter bedeutendem Einfluß der russischen und
ukrainischen Weisen entstanden sind und historische
Ereignisse des Krimkrieges von 1853—1856, des Russisch-
Japanischen Krieges von 1905, der Oktoberrevolution und
des Bürgerkrieges behandeln; ferner Lieder, die Volkshel-
den und das neue Leben besingen. Die Melodien der Lieder
sind in der Tonalität angeführt, wie sie die Gewährsleute
vermittelt haben. Da die meisten Liedertexte mundartlich
gefärbt waren, erfuhr der poetische Teil der Sammlung
eine unbedeutende literarische Bearbeitung. Wenn einige
Varianten desselben Liedes vorlagen, wurde nur die eine
davon, die besonders markante und eigenständige in die
Sammlung aufgenommen. Einige Melodien wurden vom
Herausgeber für den Chor arrangiert.
Man möchte hoffen, daß die Lieder der Sowjetdeutschen
• bei allen Freunden der Volksmusik lebhaften Widerhall
finden und für sie ein gutes Geschenk sein werden.
O. G eil f u ß.
2—523
In den grünen Steppen
Volksweise
Frisch und kräftig
In dengrü.nen Step - pen hat vor vie - »en Ta - gen
die Ar.meeBu-djon.nys un . Se .ren Feind ge-Schla. gen.
2. Ruhe unsren Helden, weit im Feld begraben,
Die für uns gestritten und geblutet haben.
Refrain.
Budjonnylied
Volksweise
Munter
Wie im Takt die Hu . fe klap_ pern,und das Gras, das
4
wir be -reit, Bu - djon - ny< Rei - te . r»ei .
2. Alle Zeit sind wir bereit,
Budjonnys Reiterei.
Bei Zarizyn besiegten
wir die Banden
Volksweise
Schrittmäßig, [risch
2. Hoch zu Roß jagt den Feind er durch die Steppe,
Er jagt ihn im Galopp und auch im Trab.
Den Donbaß und die Gruben und die Schächte,
Die gibt er keinem weißen Schurken ab.
2*
5
3. Wenn jedoch die Halunken sollten wagen,
Von neuem unsre Heimat zu bedrohn,
So werden wir sie wiederum verjagen,
Sie kriegen ihren wohlverdienten Lohn!
Robert Blum
Volksweise
Getragen, doch nicht zu langsam
Des Mor.gens in der vier, ten Stun . de, da off - nei
2. Ja, Robert Blum, er rasselt mit den Ketten.
Kein deutscher Mann, der ihm zur Seite steht!
Und des Henkers Knecht wohl in der Mitten,
Er lieset ihm sein Todesurteil vor.
3. Er aber sprach: «Ich bin bereit zu sterben!
Geb gern mein Leben für euch alle hin!
Aber eins, aber eins, es liegt mir schwer am Herzen:
Es ist mein vielgeliebtes Weib und Kind!
4. Hier diesen Brief, ihn gebet meinem Freunde!
Hier diesen Ring meinem vielgeliebten Weib!
Aber diese kleine goldne Uhr,
Die gebet Alfred, meinem jüngsten Sohn!»
5. Die erste Kugel traf ihn in die Schläfe,
Die zweite seine Brust mit Ehr und Ruhm,
Und so erschossen sie den treuesten,
Den Freiheitskämpfer Robert Blum.
6
Lustig, ihr Brüder
Volksweise
Munter
2. Wir tun exerzieren, antworten darauf:
«Wir geben die Festung Stadt Landau nicht auf!
Wir tun uns nicht ergeben; wir wollen kein’n König;
Wir lieben die Freiheit und fürchten uns gar wenig!
3. Ihr wollt uns aushungern? Wie kommt ihr dazu!
Ihr habt nur sechs Kreuzer, wir fünfzehn Sous;
Wir haben gut Fleisch, gut Bier und gut Wein,
Die Tore sein verschlossen, ihr könnt nicht herein.
4. Wir haben tiefe Gräben und gute Mauern.
Wir sitzen in Kasematten und können’s ausdauern;
Wir geben die Festung Stadt Landau nicht auf
Und gehn als Kriegsgefangene nicht ’raus!»
5. «So spielen wir aufs Lafett und lassen’s knallen
Und lassen Kanonen, Haubitzen ’nein fallen,
Daß alle die Dächer und Gewölber zertrennt,
Und daß ihr müßt meinen, ihr wärt schon verbrennt.»
6. «Und ob schon die ganze Stadt liegt in Aschen,
Wann nur das Schnupftuch nicht brennt in der Taschen!
7
Für eure Kanonen, da ist uns nicht bang;
Geht ihr nur nach Preußen und wartet nicht lang!»
Die taurische Festung
bei Konstantinopol
Volksweise
Nicht zu langsam
. no . pol, sie kam ja he. run.ter bei Se - was -
2. Sie meinten, bei ihren fünfhundert Schiffen,
Die Krim sei so leicht wie in die Luft gepfiffen.
So leicht wie der Knabe die Feder umschnellt,
So leicht sei die Krim von den Feinden umstellt.
3. O wartet, ihr Türken, o wartet, Franzosen!
Wir geben euch allen die ledernen Hosen!
Wir hauen euch alle von Kopf bis zu Fuß
Und schenken euch Pulver und Kugeln zum Gruß!
4. Und wollt ihr es trotzdem noch einmal versuchen,
So trifft euch zur Mahlzeit gepfefferter Kuchen.
Den wolln wir euch hauen aus Marmorstein,
Die Rosinen, das sollen die Bomben sein.
8
Wie sieht’s aus
im Fernen Osten?
Volksweise
Ruhig
2. Wieviel Eltern werden weinen
Um ihr heißgeliebtes Kind,
Wieviel Bräuten wird es scheinen,
Daß der Krieg kein Ende nimmt.
3. Manches Schwesterlein wird klagen:
«Wo ist denn mein Brüderlein,
9
Warum muß sein Leben wagen
Brüderlein und kehrt nicht heim?»
4. Mancher Sohn wird traurig fragen:
«Wo ist denn der Vater mein?»
Und die Mutter wird ihm sagen:
«Vielleicht kehrt er doch noch heim!»
5. Manches Weib wird bitter weinen
Um den vielgeliebten Mann,
Und die Kinderlein, die kleinen,
Bleiben arme Waislein dann.
6. Ach, wie schnell wird doch ein Krieger
Dort sein junges Leben los.
Ob besiegt oder als Sieger,
Kam er doch nach Hause bloß!
7. Ach, wie dunkel ist es heute,
Ach, wie finster ist die Nacht!
Ach, es sterben viele Leute
in der mörderischen Schlacht.
Dem aufgehenden Vollmonde
Worte: J. W. Goethe
Volksweise
Nicht zu langsam
2. Doch du fühlst, wie ich betrübt bin,
Blickt dein Rand herauf als Stern!
Zeugest mir, daß ich geliebt bin,
Sei das Liebchen noch so fern.
3. So hinan denn! Hell und heller,
Reiner Bahn in voller Pracht!
Schlägt mein Herz auch schmerzlich schneller,
Überselig ist die Nacht.
10
Es zogen drei Burschen wohl
über den Rhein
Worte: L. Uhland
Volksweise
Nicht zu langsam
2. «Mein Bier und Wein ist frisch und klar,
Mein Töchterlein liegt auf der Totenbahr.»
Und als sie traten zur Kammer hinein,
Da lag sie in einem schwarzen Schrein.
3. Der erste, der schlug den Schleier zurück
Und schaute sie an mit traurigem Blick:
«Ach lebtest du noch, du schöne Maid!
Ich würde dich lieben von dieser Zeit!»
4. Der zweite deckte den Schleier zu
Und kehrte sich ab und weinte dazu:
«Ach, daß du liegst auf der Totenbahr!
Ich hab dich geliebet so manches Jahr!»
5. Der dritte hub ihn wieder sogleich
Und küßte sie auf den Mund so bleich:
«Dich liebt’ ich immer, dich lieb ich noch heut’
Ich werde dich lieben in Ewigkeit.»
3—523
11
Es waren zwei Königskinder
Volksweise
Ruhig
2. «0 Liebster, kannst du nicht schwimmen?
So schwimme doch her zu mir!
Drei Kerzen will ich dir anzünden,
Und die sollen leuchten dir.
3. Das hört eine falsche Nonne,
Die tat, als wenn sie schlief;
Sie tat die Kerzen auslöschen;
Der Jüngling ertrank so tief.
4. Ein Fischer wohl fischte lange,
Bis er den Toten fand.
Nun sieh da, du liebliche Jungfrau,
Hast hier deinen Königssohn!»
5. Da hängte sie um den Mantel
Und sprang in den tiefen See.
«O weint nicht, lieb Vater, lieb Mutter,
Zur ewigen Ruh ich geh!»
12
Wie zu Hamburg eine Mutter
Volksweise
Nicht zu langsam
das möcht mir bre - eben,wenn ich
Ach»mei n
2. Ein Herr Graf, der wollt’ sie nehmen,
Wenn nur dieses Kind nicht wär.
«Brauchst darob dich nicht zu grämen,
Denn mein Kind lebt bald nicht mehr!»
3. Und sie denkt nur an den Grafen,
Zerrt ihr Kindlein an der Hand
In den Keller, wie zur Strafe,
Und verriegelt Schloß und Band.
4. Und drei Tage ist das arme
Kindlein ohne Speis und Trank.
«Mütterlein, hab doch Erbarmen»,
Lispelt es, «ich bin so krank!»
. 5. Doch die Mutter läßt es klagen,
Übt am eignen Kind Verrat.
Und der Tischler nach drei Tagen
Bringt fürs Kind die Totenlad’.
6. Bei dem ersten Hammerschlage
Fängt das Kind zu weinen an.
Und beim zweiten Hammerschlage
Fängt das Kind zu sprechen an:
7. «Du bist schuld an meinem Jammer,
Du bist schuld an meiner Pein.
Wenn du auch nun Hochzeit feierst,
Wird das Glück dir ferne sein.
3*
13
8. Alle Gäste, die geladen,
Werden Henkersknechte sein.
Alle Glocken, die da läuten,
Werden Todesglocken sein!»
Unsre Abreise von Riga
Volksweise
Nicht zu langsam
2. Doch da sprachen die Matrosen:
«Aber warum grad heut?
Heute ist ja schöner Sonntag
Für die ehrlichen Leut’.»
3. Drauf erwiderte der Bootsmann:
«Ich bin wahrlich nicht schuld.
Unser Käpten, dieser Seebär,
Der hat keine Geduld.»
4. Und es spielten die Matrosen,
Und sie sangen gar fein,
Und es schlüpften schmucke Mädchen
In das Schifflein hinein.
5. Unsre Abreise von Riga,
Die fällt allen so schwer,
Holino, ihr lieben Mädchen,
Morgen sehn wir euch nicht mehr.
14
O Tannenbaum
2. 0 Tannenbaum, o Tannenbaum, du kannst mir sehr gefallen.
Wie oft hat nicht nur Weinachtszeit ein Baum von dir mich hoch erfreut.
O Tannenbaum, o Tannenbaum, du kannst mir sehr gefallen!
3. O Tannenbaum, o Tannenbaum, dein Kleid will mich was lehren:
Die Hoffnung und Beständigkeit gibt Trost und Kraft zu jeder Zeit!
O Tannenbaum, o Tannenbaum, dein Kleid will mich was lehren!
15
Es fuhr ein reicher Kaufmannssohn
Volksweise
Ernst
Es fuhr ein rei .eher Kauf.Tnanns.sohn,hol - di . a.
E in
1.25.4.5.6 |[7
-.1
er schon. wen^ tut.
2. Wen traf er auf der Reise an? Holdia.
Ein reiches Mädchen traf er an, holdia.
Wen traf er auf der Reise an?
Ein reiches Mädchen traf er an.
3. Ach großer Gott, was fang ich an? Holdia.
Daß ich die Arme meiden kann? Holdia.
Ach großer Gott, was fang ich an,
Daß ich die Arme meiden kann?
4. Er schenkt ihr ein Glas voll Wein, holdia,
Und schüttet heimlich Gift hinein, holdia.
Er schenkt ihr ein Glas voll Wein.
Und schüttet heimlich Gift hinein.
5. Als sie den Wein getrunken hatt’, holdia,
Sank sie ins kühle Grab hinab, holdia.
Als sie den Wein getrunken hatt’,
Sank sie ins kühle Grab hinab.
6. Das Grab, das war ja viel zu klein, holdia.
Er stößt sie mit dem Fuß hinein,-holdia.
Das Grab, das war ja viel zu klein.
Er stößt sie mit dem Fuß hinein.
7. Verflucht sei all das Geld und Gut, holdia.
Das in der Welt regieren tut, holdia.
Verflucht sei all das Geld und Gut,
Das in der Welt regieren tut.
16
Das Waisenkind
Volksweise
Ruhig
Ver.las.sen in der gan.zen Welt, kei n Stlick _chen
nin euren Nacht und Wind. Ach} iie . be ff - lein.
2. Ach, liebe Mutter, hör mich an
Und sag, wo ich Dich finden kann?
Wenn Du mich nimmst in Deine Arm,
Dann wird’s mir wieder wohl und warm.
3. Und denkt euch nur, was dann geschah’.
Sein Mütterlein im Traum es sah’.
Das Kindlein war nun vo’ler Freud,
Die Mutter gab ihm Seligkeit.
4. Und denkt euch nur, ihr lieben Leut’,
Vom Heimatdorf nicht all zu weit,
Da liegt ein kleiner Hügel Schnee,
Ein Händchen weiß ragt in die Höh’.
5. Hier liegt das Waisenkind verschneit,
Von allem irdisch Leid befreit.
Nun ist das Kind nicht mehr allein,
Es ist bei seinem Mütterlein.
17
O, wie wohl ist mir am Abend
Worte: R. Schulz
Einfach
Volksweise
O, wie wohl ist’ mir am Abend, mir am Abend
Wenn zur Ruh’ die Glocken läuten, Glocken läuten-
Bim, bam, bim, bam bim, bam.
Reihenfolge der Stimmen: A —Alt
S — Sopran
T — Tenor
B —Baß
Friihlingskollektivgesang
Volksweise
Getragen, doch nicht zu langsam
18
von der Früh.jahrs.saat , mit je . dem Tag’ sie Schnel-Ier
naht. Sie trau.men von der Früh.jahrs.saat, mit je - dem
Tag’ sie sehne) . 1er naht. Drum ]f -Sang.
2. Drum weckt die Schläfer aus der Ruh,
Ruft ihnen immer lauter zu:
«Habt ihr schon alles vorbereit’t?
Wenn nicht, wacht auf, ’s ist höchste Zeit!»
3. Die Lerche singt ein neues Lied,
Die Wagen rasseln unermüd’ (lieh),
Traktoren brummen tagelang
Den Frühlingskollektivgesang.
Mein stilles Tal
Volksweise
b«rs tb-ne
4—523
19
1. Wo sich Ähr’ an Ähre reihet
Weithin übers ebne Land,
Wo mit Stolz der Blick sich weidet,
Blüht mein liebes Heimatland.
Blüht mein liebes Heimatland.
Refrain: O, Kutschurgan, mein stilles Tal,
Sei mir gegrüßt, sei mir gegrüßt
Viel tausendmal.
20
2. Wo die blühende Akazie
Sich im lauen Winde wiegt,
Wo das Lied von Mund zu Munde
Freudig sich zusammenfügt,
Freudig sich zusammenfügt.
Re frain: Dort ist mein Tal, mein Kutschurgan,
Viel tausendmal, viel tausendmal
Sei mir gegrüßt.
Im schönsten Wiesengrunde
Worte: W. Ganzhorn
Volksweise
Gemächlich und sanft
4
21
2. Muß aus dem Tal jetzt scheiden, wo alles Lust und Klang;
Das ist mein herbstes Leiden, mein letzter Gang.
Dich, mein stilles Tal, grüß’ ich tausendmal!
Da zog ich manche Stunde ins Tal hinaus.
3. Sterb’ ich, im Talesgrunde will ich begraben sein;
Singt mir zur letzten Stunde beim Abendsohein:
«Dir, o stilles Tal, Gruß zum letzten Mal!»
Singt mir zur letzten Stunde beim Abendschein.
Drunten im Unterland
Worte: G. Weigele
Fröhlich
Volksweise
22
Un . ter . land, möcht’
sein .
2. Drunten im Neckartal, da ist’s halt gut.
Ist mer’s da oben rum manchmal auch noch so dumm,
Han i doch alleweil drunten gut’s Blut.
3. Kalt ist’s im Oberland, unten ist’s warm,
Oben sind d’ Leut so reich, d’ Herzen sind gar net weich,
B’sehn mi net freundlich an, werden net warm.
4. Aber da unten rum, da sind d’ Leut arm,
Aber so froh und frei und in der Liebe treu,
Drum sind im Unterland d’ Herzen so warm.
So leb’ denn wohl,
du stilles Haus
Worte: Raimund
Musik: W. Müller
2. So leb denn wohl, du Mädchen mein,
Soll ich von dir geschieden sein,
So reiche mir die treue Hand,
Und schließ mich ein ins Freundschaftsband.
3. Und kehr’ ich nicht zurück zu dir,
Nur deine Liebe wünsch’ ich mir;
Dann ist mir alles, alles gleich,
Nur deine Liebe macht mich reich.
23
4. So schlaf denn wohl und sanft die Nacht,
Bis mir ein heiter Morgen lacht;
Mein größtes Glück ist schon gemacht,
Da mir dein holdes Auge lacht.
5. Ich wünsche nichts auf dieser Welt
Als viele Tausend bares Geld;
Mein größtes Glück ist dann gemacht,
Wenn mir dein holdes Auge lacht.
Müde kehrt ein Wandersmann zurück
Volksweise
Nicht zu langsam
2. Und die Gärtnerin, so hold, so bleich,
Zeigt ihm ihres Gartens Blumenreich.
Doch bei jeder Rose, die sie bricht,
Rollt eine Träne ihr vom Angesicht.
3. «Warum weinst du, holde Gärtnerin,
Liegt die Liebe dir in deinem Sinn,
Weinst du um die Rose, die du brichst?»
«Ach nein, ach nein, um diese wein’ ich nicht.
4. Um den Liebsten wein’ ich nur allein,
Der gezogen ist weit übern Rhein,
24
Dem ich cw’ge Treu’ geschworen hab’,
Die ich im Herzen ihm gebrochen hab’.»
5. «Treue Liebe hast du nicht gehegt.
Doch die Blumen immer treu gepflegt.
Ach, so gib mir, holde Gärtnerin,
Einen Strauß, Vergißmeinnicht darin.
6. Mit dem Blumensträuße in der Hand
Will ich wandern durch das ganze Land,
Bis der Tod mein müdes Auge bricht.
Leb wohl, Geliebte, und vergiß mein nicht.»
Als Gott, der Herr,
die Welt hat erschaffen
Volksweise
2. Als Gott, der Herr, sein Werk nun betrachtete,
Auch ein Weibchen er zu schaffen gedachte.
Darum nahm er Adam eine Rippe heraus
Und schuf für ihn die Eva daraus.
Und in diese weite große Welt
Hat er die Eva hingestellt.
25
3. Als Adam dann aus seinem Schlaf erwachte,
Saß neben ihm ein schmuckes Weib und lachte.
«Herr», rief Adam, «nimm mir alle Rippen raus
Mach geschwind mir lauter Weiber draus!»
«Herr», rief Adam, «nimm mir alle Rippen raus,
Mach geschwind mir lauter Weiber draus!»
Wer ein faules Gretchen hat
Volksweise
Leicht, bewegt
Wer ein fau.les Gret.chen hat ,der braucht sich nicht
2. Alle Küh sind schon im Wald,
Wie schmeckt das Gras so fein!
Eine steht allein im Stall,
Sie will gemolken sein.
Sie brüllt und ruft die Schläferin:
«Komm her, du faules Ding!
Komm her, du faules Ding!»
3. Endlich zieht sich Gretchen an,
Ist das doch eine Schänd:
Sie fängt die Kuh zu melken an
Mit ungewasch’ner Hand.
Als sie gemolken hat die Kuh,
Da gießt sie Wasser zu,
Da gießt sie Wasser zu.
4. Ein Seihtuch hat sie nicht bereit,
Durch einen Strumpf, der stinkt,
Wird die ganze Milch geseiht.
O, Jammer, wer sie trinkt!
26
Dem Hans reißt endlich die Geduld,
Er jagt die Grete raus,
Und bleibt allein im Haus!
Das Lied von dem kleinen Mann
und der grossen Frau
Volksweise
Leicht, bewegt
Es war ein-mal ein Klei - ner Mann,
2. Die Frau wollt’ sich im Tanze drehn,
Und der Mann, der wollte auch mit mir gehn.
Nu—di usw.
3. «Du kleiner Mann, du bleibst zu Haus!
Wasch die Schüssel, Töpfe und Teller aus!»
Nu—di...
4. Und als die Frau vom Tanze kam,
Da war die Arbeit noch nicht getan.
Nu—di...
5. Da war die Frau vor Ärger bleich,
Und den kleinen Mann schlug sie windelweich.
Nu—di...
6. Er kroch vor Angst ins Butterfaß,
Doch das machte ihm recht wenig Spaß.
Nu—di...
27
7. Drum huschte er zum Haus hinaus,
Und verbarg sich zitternd im Nachbarhaus.
Nu—di...
8. Der Nachbar sagt: «Gewöhn dich dran,
Denn du bist ja schließlich ein kleiner Mann!»
Nu—di...
Kürbisse wachsen in dem Sande
Volksweise
Nicht zu langsam
3. Hühner legen in den Wäldern
Täglich Eier siebenmal.-
Wenn die Eier aufgeschlagen,
Muß der Koch halbtot sich tragen
An der leeren Eierschal’.
4. Welschkorn haben wir ’ne Menge.
Jeder Kolben ist so lang,
Daß da nur ein Bauernwagen
Ihn vom Feld kann heimwärts tragen
Hü und Hott, das Viergespann!
28
5. Kommt und lebt bei uns im Dorfe,
Denn wir haben gutes Land.
Jedes Jahr kann man mit Freuden
Seinen Acker zweimal schneiden
Und verschnauft im Ruhestand.
Gestern, Brüder,
könnt ihr’s' glauben?
Worte: G. E. Lessing
Sanft
Volksweise
2. Drohend schwang er seine Hippe,
Drohend sprach das Furchtgerippc:
Fort, du teurer Bacchusknecht!
Fort, du hast genug gezecht!
3. Lieber Tod, sprach ich mit Tränen,
Solltest du nach mir dich sehnen?
Sieh, da stehet Wein für dich!
Lieber Tod, verschone mich.
4. Lächelnd greift er nach dem Glase,
Lächelnd trinkt er’s auf der Base,
Auf der Pest Gesundheit leer;
Lächelnd setzt er’s wieder her.
5. Fröhlich glaubt’ ich mich befreiet,
Als er schnell sein Droh’n erneuet:
Narre, für dein Gläschen Wein,
Denkst du, spricht er, los zu sein.
6. Tod, bat ich, ich möcht’ auf Erden
Gern ein Mediziner werden
29
Laß mich, ich verspreche dir,
Meine Kranken halb dafür.
7. Gut, wenn das ist, magst du leben,
Ruft er, nur sei mir ergeben!
Lebe, bis du sattgeküßt
Und des Trinkens müde bist.
8. O wie schön klingt das den Ohren!
Tod, du hast mich neu geboren!
Dieses Glas von Rebesaft,
Tod, auf gute Brüderschaft!
9. Ewig muß ich also leben,
Ewig! denn beim Gott der Reben!
Ewig soll mich Lieb’ und Wein,
Ewig Wein und Lieb’ erfreun!
Des Morgens,
wenn ich früh aufsteh’
Munter Volksweis.
Schnaps! Ich will ein SchnäpsJeinha.ben, ist dasnicht
30
2. Und wenn ich krank geworden bin,
Muß ich zum Doktor gehen.
Der Arzt verschreibt mir dann Chinin,
Das laß ich aber stehen.
Refrain.
3. Und wenn ich einst gestorben bin,
Da wird man mich begraben,
Und schreibt auf meinen Grabstein hin:
«Der wollt’ ein Schnäpslein haben!»
Refrain.
Hopsapolka
Worte: Joh. Schaufler
Munter
Volksweise
31
2. «Hopsapolka!» ruft der Greis,
«Daß ich euch was zeige,
Spielt mir eine lust’ge Weis’
Auf Zimbal und Geige».
Vetter Sepp das Mädel packt,
Und sie dreh’n sich munter.
Hopsassa! Im Polkatakt
Immer kunterbunter.
3. Silberweiß ist schon das Haar,
Doch noch flink die Füße.
«Platz! Es kommt ein junges Paar,
Vetter Sepp und Liese!»
Und so tanzt der Vetter Sepp
Mit der Komsomolka.
Alles lacht sich krumm und schepp,
Heitre Hopsapolka.
Tanzlied
Volksweise
Lebhaft
32
33
2. Dreh’n wir uns leicht im Tanz.
Frohsinn reicht uns den Kranz,
Lieben des Lebens Mai,
Heissa, juhei!
Jugend blüht, wenn’s Alter naht,
Gibt es keinen Blumenpfad,
Überall liegt dann nur Schnee.
Heissa, huhe!
Zwei Sternlein
am Himmel
Worte: J. G. Seidel
Munter
Volksweise
hol
1 _
34
2. Ka Vögerl ist treuer
Beim Nesterl am Barn,
Als i beim lieb’n Dirndel,
Ob i wach oder tram.
Diridie, diridie, diridie, diridie,
Diridie, diridie, diridie, tju, la, la, la!
3. Und bei meinem Dirndel,
Da bin i so gern,
Und da wird ma so guat,
Daß am übel kunnt wer’n.
Diridie,...
Schönes Mädel,
charmantes Gretel
Volksweise
Munter
Schö.nes Ma _ del ,char_ man . tes Gre . tel, was kannst du
ma .chen,was kannst du Spie-len? Ich kann spie - len auf
Gei - ge. Scho - nes // -z.au - bern.
35
2. Schönes Mädel, charmantes Gretel,
Was kannst du .machen, was kannst du spielen?
Ich kann spielen auf einem Dudelsack,
Du-du-du-du-du-du, so macht der Dudelsack.
3. Schönes Mädel, charmantes Gretel,
Was kannst du machen, was kannst du spielen?
Ich kann spielen auf einer Trommel,
Tra-ta-ta-ta-ta-ta, so macht die Trommel.
4. Schönes Mädel, charmantes Gretel,
Was kannst du machen, was kannst du spielen?
Ich kann spielen mit meinen Augen,
Kann jeden, den ich will, damit bezaubern.
Mädel, willts du
mit mir gehen?
Volksweise
Frisch
y j r । i
. di, ju . hai - da, ju . hat . ras . sa, ju .• hai .
2. Meine Wirtschaft ist nicht groß,
Aber sie ist sorgenlos.
Refrain:
Juhaidi, juhaida, juhairassa,
Juhaidi, «moja krasna dewiza»
3. Mädel, pflück dir grünes Kraut,
Heute wirst du meine Braut.
Refrain.
4. Mädel, komm, wir laden Gast’,
Feiern unser Hochzeitsfest.
Refrain.’
36
Es wollt ein Mägdlein
tanzen gehn
Text aus dem 16. Jahrhundert
Satz: Fr. Bachmann
Frisch und bewegt
Volksweise
We - g’e stehn,was fand sie an dem We g'e stehn? Ju .
.hai.ras - sa, ju ha» . ras - s a , ei n Ha . sei, die war
gru - ne „Nun // der“
2. «Nun grüß dich Gott, Frau Haselin, julia Haselin,
Von wann bist du so grüne? Juha, juhaha.
Von wann bist du so grüne?
37
«Ei, grüß dich Gott, fein’s Mägdelein, juha, Mägdelein,
Von wann bist du so schöne? Juha, juhairassa, juhairassa,
Von wann bist du so schöne?
3. Von wannen ich so schöne bin, juha, schöne bin?
Das darf ich dir wohl sagen, juha, juhaha.
Das darf ich dir wohl sagen.
Ich eß weiß’ Brot, trink kühlen Wein, juhairassa, juhairassa,
Davon bin ich so schöne,
Davon bin ich so schöne.
4. «Und wenn du auch so schöne bist, juha, schöne bist,
Deine Ehr hast du verschlafen, juha, juhaha,
Deine Ehr hast du verschlafen.
Du hast dein rot Goldfingerlein, juhairassa, juhairassa,
In seiner Hand gelassan,
In seiner Hand gelassen.
5. «Hüte dich, hüte dich, Frau Haselin,
Das Wort soll dich gereuen; juha, juhaha.
Das Wort soll dich gereuen!
Ich han der stolzen Brüder zwei, juhairassa, juhairassa,
Die sollen dich abhauen,
Die sollen dich abhauen.»
6. «Und haun sie mich im Winter ab, juha, Winter ab,
Im Sommer grün ich wieder, juha, juhalia.
Im Sommer grün ich wieder.
Verliert ein Mägdlein ihren Kranz, juhairassa, juhairassa,
Den find’t sie nimmer wieder,
Den find’t sie nimmer wieder.»
Es wollt ein Mädchen in
der Früh aufstehn
Volksweise
Fröhlich
daß der Tag an - brach. Kaum /
38
2. Kaum war das Mädchen in dem düstern Wald,
Da kam der Forst-Scholar,
Der sprach und faßt sie um den Leib,
Juha, sie um den Leib,
Ich schütz’ dich vor Gefahi.
3. Drauf eilt das Mädchen voller Schreck davon,
Da naht der Forst-Adjunkt
Der nahm sie keck auf seinen Schoß,
Juha, auf seinen Schoß,
Als schönster Ruhepunkt
4. Vor Angst das Mädchen springt zur Lichtung ab,
Dem Förster in den Arm,
Der küßt mit Schneid den frischen Mund,
Juha, den frischen Mund,
Ihm wird dabei ganz warm.
5. Drum merkt euch, Mädchen, alle jung und hübsch,
Schon manches Engelsbild
Ward in dem Wald den Jägersleut’,
Juha, den Jägersleut’,
Das liebste Edelwild.
Was trägt die Gans
auf ihrem Schnabel?
Volksweise
Leicht
Wasträgtdie Gans auf ih - rem Schna .bei, die
Ga . bei trägt die Gans auf ih .rem Schna. bei, die
al - 1er . schön.ste Gans, was trägt die j[ Gans.
39
2. Was trägt die Gans auf ihrem Kopfe,
Die allerschönste Gans?
Paar klare Wassertropfen
Trägt die Gans auf ihrem Kopfe,
Die allerschönste Gans.
3. Was trägt die Gans auf ihrem Rücken,
Die allerschönste Gans?
Ein gelbes Gänsekücken
Trägt die Gans auf ihrem Rücken,
Die allerschönste Gans.
4. Was trägt die Gans auf ihrem Schwänze,
Die allerschönste Gans?
Den Blumenkranz zum Tanze
Trägt die Gans auf ihrem Schwänze,
Die allerschönste Gans.
Hans gern die Grete hätt’
Volksweise
Einfach
Hansgemdie Gre . te halt', frei . en könnt er sie mt,
2. Und als der Herbst dann kam
Mit Sturm und Wolken schwer,
Peter die Grete nahm,
Hans grämt sich sehr.
Refrain:
Drum, willst du freien gehn,
Hab doch auch Mut.
Bitt keinen andern drum,
Das tut nicht gut.
40
Ach, Heinrich,
stolzer Heinrich
Volksweise
Ruhig, nicht schleppend
2. Ach, Liebchen, du mein Liebchen!
Wirst du es mir verzeihn?
Die Mutter will es haben,
Ich soll ’ne reiche frei’n.
3. Ach, Heinrich, stolzer Heinrich,
Wenn’s deine Mutter sagt,
So such dir eine Reiche,
Die dir wohl mehr behagt.
4. Da greift der stolze Heinrich
Zwei, dreimal an den Hut:
«Adieu, Adieu, mein Liebchen,
So ist’s für beide gut!»
41
Keine Rose
ohne Dornen
Volksweise
Sanft
2. Bis die Berge niedersinken,
Bis die Bäche rückwärtsfließen,
Bis die Tannen Blätter tragen
Wird auch meine Liebe sprießen.
Stiefele muss sterben
Volksweise
Leicht
42
Horch, was kommt
von draussen rein
Volksweise
Lustig
Horch, was kommt von drau . ßen rein, hol .la _ hi,
hol - la . ho,
2. Leute haben’s oft gesagt, hollahi, hollaho,
Daß ich ein Feinsliebchen hab, hollahiaho.
Laß sie reden, schweig fein still, hollahi, hollaho,
Kann ja lieben, wen ich will, hollahiaho!
3. Wenn mein Liebchen Hochzeit hat, hollahi, hollaho,
Ist für mich ein Trauertag, hollahiaho.
43
Geh’ ich in mein Kämmerlein, hollahi, hollaho,
Trage meinen Schmerz allein, hollahiaho.
4. Wenn ich dann gestorben bin, hollahi, hollaho,
Trägt man mich zum Grabe hin, hollahiaho,
Setzt mir keinen Leichenstein, hollahi, hollaho,
Pflanzt mir drauf Vergißnichtmein, hollahiaho.
Frühlingsbotschaft
Volksweise
Bewegt
Ku .ckuck. Ku -ckuck, ruft aus dem Wald.
Las.Set uns sin . gen, ian. xen und Sprin . gen!
P r» 11 k 1 inrf F r» 11 k linrf va/ i r»/4 AC nun h 1 rl '
Früh - ^*ng, Früh . 1 ing wird es nun bald !
2. Kuckuck, Kuckuck läßt nicht sein Schrei’n.
Kommt in die Felder, Wiesen und Wälder!
Frühling, Frühling, stelle dich ein!
3. Kuckuck, Kuckuck, trefflicher Held!
Was du gesungen, ist dir gelungen.
Winter, Winter räumet das Feld!
Ach, wie ist’s möglich dann...
Worte: A. Rost
Weise: Fr. Wilhelm
Innig
Ach,wie ist’s mbgJich dann, dafo Ich dich las-sen kann!
2. Blau blüht ein Blümelein, das heißt Vergißnichtniein,
Dies Blümlein leg ans Herz und denke mein!
Stirbt Blum und Hoffnung gleich, wir sind an Liebe reich,
Denn die stirbt nie bei mir, das glaube mir!
3. Wär ich ein Vögelein, bald wollt ich bei dir sein,
Scheut’ Falk und Habicht nicht, flog schnell zu dir.
Schoß mich ein Jäger tot, fiel ich in deinen Schoß;
Sähst du mich traurig an, gern stürb’ ich dann.
Auf einem Baum ein Kuckuck sass
Volksweise
Heiter
45
2. Da kam ein junger Jägersmann.
Sisula, rumbum, basula, tusula,
Reitula, reitula,
Da kam ein junger Jägersmann.
3. Der Schoß den armen Kuckuck tot.
Sisula, rumbum, basula, tusula,
Reitula, reitula,
Der schoß den armen Kuckuck tot.
4. Und als ein Jahr vergangen war.
Sisula, rumbum, basula, tusula,
Reitula, reitula,
Und als ein Jahr vergangen war.
5. Da war der Kuckuck wieder dfc.
Sisula, rumbum, basula, tusula,
Reitula, reitula,
Da war der Kuckuck wieder da.
Sehnsucht nach dem Frühling
Volksweise
Munter
2. Auf die Berge möcht ich fliegen,
Möchte sehn ein grünes Tal,
Möcht’ in Gras und Blumen liegen
Und mich freun am Sonnenstrahl.
3. Möchte hören die Schalmeien
Und der Herde Glockenklang,
Möchte freuen mich im Freien
An der Vögel süßem Sang.
4. Ja, du bist uns treu geblieben,
Kommst nun bald mit Pracht und Glanz.
Bringst uns alle deine Lieder,
Sang und Freude, Spiel und Tanz.
46
Hab mein Wage voll gelade
Volksweise
Lustig
Hab mein Wa . g'e voll- g“e - la . de, voll mit
Als wir in die Stadt nein . ka . men, fingen sie
al • ten Weib.sen.| Drum lad ich all mein Le. be .
an zu kei . fen J
2. Hab mein Wage voll gelade, voll mit Männern, alten.
Als wir in die Stadt neinkamen, murrten sie und schalten.
Drum lad ich all mein Lebetage nie alte Männer auf mein Wage.
Hü, Schimmel hü, hü, Schimmel, hü!
3. Hab mein Wage voll gelade, voll mit jungen Mädchen.
Als wir zu dem Tor neinkamen, sangen sie durchs Städtchen.
Drum lad ich all mein Lebetage nur junge Mädchen auf mein Wage.
Hü, Schimmel, hü, hü, Schimmel, hü!
Die Pioniere und Elvire
Volksweise
Nicht zu langsam
47
2. Doch abseits weinte leise am nahen Waldessaum
Elvire, eine Waise, gelehnt an einen Baum.
3. Das sahn die Pioniere und kamen rasch herzu:
Was weinest du, Elvire? Sag an, was weinest du?»
4. «Ich schaff für fremde Leute seit meiner Mutter Tod,
Doch gaben sie mir heute wie oft kein Stückchen Brotl»
5. «So komm einmal, Elvire, in den Sowjet geschwind.
Wir jungen Pioniere der Schutz der Waisen sind!»
Vergissmeinnicht
Volksweise
Nicht zu rasch
Es bliihleinßlü <, me auf ui’S.rer jfrü , nen
2. Es weiß nicht viel/u reden, und alles, was es spricht.
Ist immer nur das eine, ist nur: Vergißmeinnicht.
48
3. Wenn ich zwei Äuglein sehe, so heiter und so blau,
Dann denk ich an mein Blümelein auf unsrer grünen Au.
4. Da kann ich auch nicht reden, und nur mein Herze spricht
So bange nur, so leise, und nur Vergißmeinnicht!
Mit dem Fiedelbogen
Volksweise
Lebhaft
,b,
Mit dem Fie - del - bo- gen, da fie - dell es eich
gut. Um zum Tanz zu fie-dein, da braucht man kei. ne n
Mut. Der Bo _ gen streicht von selbst.
fft •<- p .r -1. .4Lr p—
Zim.mer. mann soll Zim . mer . leut* Schi .cken,
49
Krumm, krumm
Volksweise
Munter
J— / . Jt..J>-. . J- -Jl—p. |
. Kry mn^krumm geh’« die al • ten Wei. ber den gan.zen
-p Ip/rrf I
Tag .ums Haus he . rum. Die scho. nen jvrr - ger
4A:p P p -pj.r.f J1 t 1» *
M äd.chen,die geh'n gra.de,al . le Wei .ber ge . hen krumm.
INHALT
Vom Herausgeber ...................................
In den grünen Steppen .............................
Budjonnylied ......................................
Bei Zarizyn besiegten wir die Banden ....
Robert Blum........................................
Lustig, ihr Brüder.................................
Die taurische Festung bei Konstantinopol
Wie sieht’s aus im Fernen Osten? ....
Dem aufgehenden Vollmonde..........................
Es zogen drei Burschen wohl über den Rhein
Es waren zwei Königskinder ........................
Wie zu Hamburg eine Mutter.........................
Unsre Abreise von Riga.............................
O Tannenbaum . . . . *...................
Es fuhr ein reicher Kaufmannssohn..................
Das Waisenkind.....................................
O, wie wohl ist mir am Abend.......................
Frühlingskollektivgesang ..........................
Mein stilles Tal...................................
Im schönsten Wiesengrunde..........................
Drunten im Unterland...............................
So leb’ denn wohl, du stilles Haus.................
Müde kehrt ein Wandersmann zurück .. ..
Als Gott, der Herr, die Welt hat erschaffen -
Wer ein faules Gretchen hat........................
Das Lied von dem kleinen Mann und der großen Frau
Kürbisse wachsen in dem Sande .....................
Gestern, Brüder, könnt ihr’s glauben?
Des Morgens, wenn ich früh aufsteh’ ....
Hopsapolka . ......................
Tanzlied...........................................
Zwei Sternlein am Himmel...........................
Schönes Mädel, charmantes Gretel...................
Mädel, willst du mit mir gehen?....................
Es wollt ein Mägdlein tanzen gehn..................
Es wollt ein Mädchen in der Früh aufstehn
Was trägt die Gans auf ihrem Schnabel?
Hans gern die Grete hätt’ ... ...
Ach, Heinrich, stolzer Heinrich . . ...
Keine Rose ohne Dornen , ...
Stiefele muß sterben......................... ...
Horch, was kommt von draußen rein
Frühlingsbotschaft M ...
Ach, wie ist’s möglich dann ... ...
Auf einem Baum ein Kuckuck saß
Sehnsucht nach dem Frühling . . •
Hab mein Wage voll gelade ... .
Die Pioniere und Elvire . . . .
Vergißmeinnicht . . . .
Mit dem Fiedelbogen . . . .
Krumm, krumm % . . . .
. 3
. 4
. 5
6
. 7
- 8
• 9
. 10
• 11
’ 12
• 13
• 14
• 15
• 16
• 17
• 18
• 18
• 19
• 21
• 22
• 23
• 24
• 25
• 26
• 27
• 28
• 29
• 30
’ 31
• 32
• 34
’ 35
’ 36
’ 37
‘ 38
39
40
41
. 42
. 42
. 43
. 44
44
. 45
. 46
. 47
. 47
. 48
. 49
. 50
51
HAPOßHblE FIECHH
(Ha HCMei^KOM A3blKC)
CocTaBJieHMe h oÖpaßoTxa
OcKapa refijib$yca
PejiaKTopbi H. ncf)ecl)cl)ep, PL KyHq.
XyAOJKHHK P. BaÜHÖepzep.
XyÄ- pejiaKTop B. Tkühchko.
TexH. pejiaKTop A. Apecroea.
KoppeKTop r. ApHzoAbd.
CjiaHO b HaÖop 21/V 1971 r. IloAnHcaHo k neiaTH 13/VIII 1971 r.
OopMaT 84XIO8V32—1,625 = 2,53 yc. ji. ji. (2,84 yM.-H3A.
yr04019. Twpa>K 5500 3K3. Uena 29 Kon.
HaAQTejibcTBO «KaaaxcTaH», r. AjiMa-ATa, yji. CoBeTCKaa, 50.
3axa3 523. THnorpatfiHfl Ne 2 rjiaanojiHrpa^npoMa rocKOMHTera
Coaera Mhhhctpob KaaaxcKofi CCP no nenaTH, r. AjiMa-ATa, K. Mapxca, 63.
29 Kop.