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                    M SOSTSCHENKO
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die
\achtigaU sang
соловей
M ЗОЩЕНКО

INHALT ОГЛАВЛЕНИЕ Wovon die Nachtigall sang...........4 Das Bad .......................... 58 Das Bad und die Leute..............66 О чем пел соловей...................5 Ваня............................... Баня и люди........................ 2 а
WOVON DIE NACHTIGALL SANG 1 In dreihundert Jahren wird man ja doch liber tins Lachen! Seltsam, werden die Leute sagen, haben die Menscben damals gelebt. Irgendwelches Geld, werden sie sagen, batten sie und Passe. Und irgendwelche staatsbOrgerrechtliche Akten und festgesetzte Quadrat me ter Vohnflache... Nun was tut's? Sollen sie ruhig lachen! Argerlich ist nur das eine: Nicht mal die Halfte werden sie топ all dem verste - hen, die Teufel! Ja, und wie sollen sie es auch, wenn sie dann so ein Leben haben, wie wir es uns vielleicht nicht einmal traumen lassen! Der Verfasser weifl nicht —und er will auch gar nicht lange daran herumratseln, — wie das Leben bei ihnen aussehen wird. Tozu sollte er seine Nerven strapazieren und seine Gesundheit ruinieren, wo doch das ganz zwecklos ware: denn er wird ja sowieso dieses zulriinftige, herrliche Leben niemals genieBen. Ja, und ob es iiberhaupt so herrlich wird, das ist auch noch die Frage. Aus Grlinden der Selbstberuhigung glaubt der Verfas - ser jedenfalls fest daran, daB es auch dann noch viel Unsinn und Mist geben wird. Ubrigens kann es serd, daB dieser Unsinn von geringer Bedeutung sein wird. Sagen wir mal, man wird — entschuldigen Sie meine Einfallsarmut —jemanden von einem Luftschiff aus anspucken. Oder man verwechselt im Krematorium die Asche und gibt jemandem anstelle seines verstorbenen Verwandten wertlose Uberreste eines wildfremden Menschen mitnach Hause. Natiirlich wird es ohne das nicht abgehen — es werden auch nichtige Unannehmlichkeiten im Alltag passieren. Aber das Gbri- ge Leben, das wird sicherlich groBartig und wunderbar sein! 4
О ЧЕМ ПЕЛ СОЛОВЕЙ 1 А ведь посмеется над нами лет через триста! Странно, скажут, людишки жили. Какйе-то, скажут* у них б£ли деньги, паспорт/. Какие-то акты граждан- ского состояния и квадратные метры жилищной площади. Ну, что ж! Пущай смеется. Одно обидно: не поймут ведь, черти, половину. Да и где ж им понять, е'сли жизнь у них такая будет, что, уожет, нам и во сне не снилась. Автор не зн/ет и не хочет загадывать, какая у них будет жизнь. Зачем же трепать свой нёрвы и рас- страивать здоровье — все равно бесцельно, все равно не увидит /втор /той б/дущей прекрасной жйзни. Да и будет ли она* прекрасна — это еще* вопрос. Для собственного успокоения /втору кажется, что и там мнбго будет ерунды и дряни. Впрочем, может, эта ерунд/ будет мелкого каче- ства. Ну, скажем, в кого-нибудь, извините за бедность мысли, плюнули с дирижабля. Или кому-нибудь пе- пел в крематории перепутали и выдали замёсто по- мершего родственника какую-нибудь чужую и недоб- рокачественную труху... Конечно, это не без того*, — будут случаться так- же ничтожные неприятности в мелком повседневном лл/не. А остальная-то жизнь, наверное, будет превос- ходна и замечательна. 5
Vielleicht gibt es dann aucb keinGeld mehr. Vielleicht wird alles unentgeklich, umsonst sein. Nehmen wir an, es werden einem im Kaufhaus kostenlos Pelze oder Schals aufgedrangt... "Nehmen Sie, Burger", wird man sagen, "hier diesen vor- ziiglichen Pelz von uns". Aber du gehst voriiber. Uad.dein Herz schlagt nicht hoher. "Nein, verehrte Genossen", wirst du antworten, "was, zum Teufel, soil ich mit eurem Pelz? Ich habe schon secbs davon zu Hause." Ach, wie lustig und schon erscheint dem Verfasser das zukiinftige Lebenl Aber hler lohnt es sich, einmal nachzudenken. Denn in welch herrliche Bahnen wird sich das Leben selbst ergieflen, wenn man alle geldlichen Dinge und eigenntitzigen Motive aus ihm entfemt! Welch unwergleichlichen Wen werden die mensch- lichen Beziehungen annehmen! Zum Beispiel die Liebe. In welch prachtiger Bliite wird wohl dieses schonste aller Gefiih* le erbliihenl Ach, lieber Freund, was wird das fiir ein Leben, was fur ein wunderbares Lebenl Mit welch siiBer Freude denkt der Ver- fasser datan, sogar aus der Feme, sogar ohne die geringste Hoffnung, je da ran teilzuhabenl Doch —die Liebe. Das ist eine besondere Frage. Viele Gelehrte und Parteileute sind geneigt, dieses Gefiihl iiberhaupt herabzusetzen; "Erlauben Sie", sagen sie, "was soli denn das sein.—die Liebe?Es gibt gar keine Liebe. Und es hat sie niege- geben”. Und iiberhaupt, heiBtes, sej das ein ganz alltaglicher Akt aus dem staatsbiirgerlichen Leben, etwa in der selben Ordnung wie ein Begrabnis. Aber damit kann sich nun der Verfasser keinesfalls ein- verstanden erklaren. Der Verfasser will keineswegs eine Beichte vor jedem beliebigen Leser ablegen, und er mbchte such einigen, ihm besonders unangenehmen Kritikern keinesfalls sein intimstes Leben offenbaren; und doch erinnert er sich, wenn er in diesem herumkramt, an ein Magdelein aus den Tagen sei- ner Jugend. Was hatte sie doch fiir ein dummes, 6
Может быть, д/же д^нег не будет. Может быть, все будет бесплатно, д/ром. Скажем, д/ром б/цут на- вязывать какие-нибудь шубы или кашнэ в Гостином двор/... — Возьмйте, скажут, у нас, гражданин, отлич- ную шубу. А ты мимо пройде'шь. И сердце не забь/тся. — Да нет, — скажешь, уважаемые товарищи. На ч/рта мне сдалась ваша шуба. У меня их шесть. Ах, чорт! До чего веской и привлекательной ри- суется автору будущая жизнь! Но тут стоит призадуматься. Ведь если выкинуть из жизни Какие-то денежные сч/ты и корыстные мо- тивы, то в какие же удивительные ф/рмы выльется сам/ жизнь! Какие же отличные качества приобретут человеческие отношения! И, например, любовь. Ка- ким, неббсь, пышным цветом расцветет это изящней- шее чувство! Ах, ты, как/я будет жизн!* как/я жизнь! С какой сл/дкой р/достью думает о ней /втор, д/же вчуже, д/же без малейшей гар/нтии застать ее. Но вот — люб/вь. Об этом должн/ быть ос/бая речь. Ведь многие ученые и партийные люди вообщЯ скл/нны понижать /то чувство. Позвольте, говорят, как/я люб/вь? Нет никак/й любви. И никогда и не было. И вообще, мол, /то заурядный акт тог/ же гражданского состояния, ну, например, в р/де похорон. Вот с этим /втор не м/жет согласиться. Хвтор не х/чет исповедываться п£ред случайным читателем и не х/чет некоторым ос/бо непри/тным /втору критикам открыв/ть сво/й интимной жизни, но все' же, разбираясь в ней, автор вспоминает одну девицу в дни своей юности. Этакое было у ней гл/- 7
weifles Gesichtchen, was fiir Handchen und welch diinne Schul- terchen. Und in welch kalbiache Verziickung geriet darob der Verfasserl Welch gefuhlsbeseelte Minuten durchlebte er, als er aus OberfluB an alien moglichen edlen Gefiihlen vorihr auf die Knie fiel und, wie ein ausgemachter Troctel, den Erdboden kiiBte. Jetzt, nachdem fiinfzehn Jahre vergangen sind und der Ver- fasser infolge verschiedener Krankheiten, der Erachiitterungen des Lebens und der Sorge um das Stiicklein Brot, leicht ergraut ist, jetzt, da der Verfasser einfach nicht lugen will und auch garkeinen Grund dafiir hat, jetzt, wo er das Leben sehenmochte, wie es wirklich ist—ohne jegliche Entstellung oder Beschoni* gung, — jetzt behauptet er stocksteif, ohne Furcht davor, als liicherlicher Mensch aus dem vorigen Jahrhundert zu erscheinen, daB man in Gelehrten - und Parteikreisen sich diesbeziiglich stark irrt. In Hinblick auf diese Zeilen uber die Liebe sieht der Vet- fasser schon eine Reihe gnadenloser Kritiken vonseiten fiihren - der Leute voraus. "Genosse”, werden sie sagen, "das ist keineswegs ein Vorbild, Due eigene Person. Was stoBen Sie uns immer mit der Nase auf Due Liebesaffaren? Ihre Person", werden sie sagen, "steht nicht im Einklang mit der heutigen Epoche und hat iiberhaupt nur rein zufallig den heutigen Tag iiberlebt". HabenSie gehort? Zufallig! Darf ich vielleicht fragen, wieso zufallig? Wollen Sie etwa, daB ich mich vor eine ScraBenbahn werfe? "Ganz wie Sie wollen”, werden sie antworten. "vor die StraBenbahn oder von einer Briicke'runter , jedenfalls ist Ihre Existenz dutch nichts begriindet. Betrachten Sie", wird man mir vorhalten, "nur einmal einfache, ungekiinstelte Menschen, und Sie werden sehen, wie ganz anders diese urteilen". Ha! Entschuldige, lieber Leser, dieses nichtswiirdige Lachen. Erst kiixzlich las der Verfasser in der "Prawda", daB ein kleinex Handwerker, eln Friseurlehrling, aus Eifersucht einer Burgerin die Nase abgebiaaen hat. 8
пое, белое лйчико, р^чки, жИлкие пле'чики. А в ка- кбй телячий восторг впадал 4втор! Какие чувстви- тельные минуты переживал £втор, когда, от избытка всевозможных благородных чувств, пАдал на колени и, как дурак, целовал землю. Теперь, когдй прошло пятнадцать лет, и Автор слегка седе'ет от различных болезней и от жизненных потрясений и от забот о куске хлАба, когда Автор просто не хбчет врать и нА для чего' ему врать, когдА, наконец, Автор желает увйдеть всю жизнь, как она есть, без всякой лжи и украшений, — он, не боясь показаться смешнйм человеком из прошлого столе- тия, все же утверждает, что в ученых и партийных кругах сильно на этот счет ошибаются. На эти строчки о любви Автор ужА предвидит ряд жестоких отповедей со сторонй общественных деятелей. — Это, — скажут, — товарищ, не пример собст- венная ваша фигура. ЧтЗ вы, — скажут, — в нос ты- чете свой любовные шашни? Ваша, — скажут, — пер- сона не созвучна эпбхе и вообщА случайно дожила до тепе'решних дней. — Видели? Случайно! То есть, дозвольте вас спросить, как это случайно? Что ж, прикажете под трамвай ложиться? — Да Ато как вам угодно, — скажут. — Под трамвай или с моста, а тблько существование ваше ни на чем не обосновано. Посмотрите, — скажут, — на простых, неискушенных людей, и вы увидите, как иначе онА рассуждают. Ха!.. Прости, читатель, за ничтожный смех. Не- давно Автор вычитал в «ПрАвде> о том, как одйн мел- кий кустАрь, парикмахерский ученик, из ревности нос откусил одной гражданке.
Ist das ▼ielleicht keine Liebe? Ist das Tielleicht nichts? Tur de etwa Duer Meinung nach die Nase zu einer Geschmacks - probe abgebissen? Nun, hoi’ Sie der Teufel! Der Verfasser will sich bier nicht aufregen und dadurch sein Blut vergiften. Er muB noch seine Erzahlung zu Ende schreiben, nach Moskau fahren und auBerdem einige unangenehme Besuche bei gewissen Literaturkritikem machen und sie bitten, sich mit der Abfas> sung kritischer Artikel und Rezensionen Uber diese Erzahlung nicht zu beeilen. Also — die Liebe. Mag iiber dieses henliche Gefiihl jeder denken, wie es ihm paBt. Der Verfasser aber bleibt, obwohl er seine eigene Nichtswurdigkeit und seine Untauglichkeit furs Leben voll anerkennt, trotz der StraBenbahn, die ihm —zum Teufel noch* mall — droht, stur bei seiner Meinung. Der Verfasser mbchte dem Leser nur eine kleine Liebes- geschichte erzahlen, die sich тог dem Hintergrund der jetzigen Tage abspielte. Wieder, wird man mir vorwerfen, unbedeutende Episoden? Wieder, wird man sagen, nur unbedeutende Kleinig- keiten in einern Buch, das zwei Rubel kostet? Sie haben ja den Verstand eerloren, junger Mann, wird es heiBen. Wer, wird man mir entgegenhalten, braucht denn soetwasnoch in einer Zeit, da man in kosmischen MaBstaben denkt? Der Verfasser aber bittet offen und ehrlich : "Stbrt mich gefalligst nicht, Genossen! LaBt den Menschen sich aussprechen, und sei es auch nur im Rahmen einer Dis- kussion”. 2 Phu, wie schwerig es ist, es in der Literatur zu etwas zu bringen! Im SchweiBe deines Angesichts muBt du dich dutch undurchdringliche Hindernisse hindurchkampfen. Und wozu das alles? Nur wegen irgendeiner Liebesge* schichte des Burgers Bylinkin. Mit demVerfasser ist er weder verwandt noch verschwigert. Auch Geld geliehen hat der Ver- fasser bei ihm nicht. Und er ist auch dutch keine Ideologic mit ihm verbunden. 10
Это что, не люб/вь? Это. по-вйшему, жук нага- дил? Это, по-в/шему, нос откушен для вкусов&х ощу- щений? Ну и чорт с вЯми! Автор не желает расстраи- ваться и портить себ/ кровь. Ему, н/добно еще* закон- чить пОвесть, съ/здить в Москву и сделать, крОме то- гО, нисколько неприятных /втору виз/тов к кое-ка- ким литературным критикам, попросйв их не торо- питься с написанием критических статей и рецензий на /ту по'весть. Итак, любОвь. t t Пущай об этом изящном чувстве каждый думает как хочет. А*втор же, признавая собственное ничто- жество и неспособность к жизни, д/же, чорт с вЯми, пущйй трамвай впереди, — йвтор все же остается при своем мнении. Хвтор тблько хочет рассказать читателю об од- нОм мёлком любОвном эпизОде, случившемся на фО- не теперешних дней. ОпЯть, скЯжут, мЯлкие эпизОды? ОпЯть, скЯжут, мелочи в двухрублевой книге? Да что вы, ск/жут, очумели, молодой человек? Да кому, ска- жут, это нужно в космическом масштабе? Автор честно и открыто просит: — Не мешайте, товарищи! Дайте человеку вы- сказаться хотЯ бы в порядке дискуссии. 2 Фу! Трудно до чего писЯть в литературе! Пбтом весь изойдешь, покуда продерЯщься через непроходимые дббри. И рйди чего? РЯди какбй-то любЯвной истории гражданина Былйнкина. А'втору он не свЯт и не брЯт. Хвтор у него* в долг не занимёл. И идеологией с ним не свЯзан. 11
J a, wenn wir schoa die Wahrheit sagen wollen, so ist er dem Verfasser zutiefst gleichgtiltig. Und ihn hi er in kraftigen Farben zu schildern, dazu hat der Verfasser keine Lust. Zudem erinnert sich der Verfasser nicht einmal mehr allzu deutlich an das Gesicht dieses Bylinkin, Wassilij Wassiljewitsch. Was nun die iibrigen Personen betrifft, die in der einen oder anderen Weise bei dieser Geschichte dabei sind, so zogen auch sie ziemlich unbemerkt an den Augen des Verfassers тог- bei. Ausoehmen konnte man hochstens Lisotschka Rundukowa, die der Verfasser aus ganz be sonde ten, sozusagen subjektiven Griinden im Gedachtnis behalten hat. Schon Mischka Rundukow, ihr jiingerer Bruder, ein Kom- somolze, blieb weniger im Gedachtnis haften. Es war dies ein iiberaus freches und streitsiichtiges Biirschchen.Seinem Aus- seren nach war er so ein Flachskopf mit einem breiten Gesicht. w* Sich iiber sein Aussehen zu verbreiten, dazu hat der Ver- fasser jedoch auch keine Lust. Er ist im llbergangsalter, der Bursche. Man beschreibt ihn, indessen wachst er, der Hunde- sohn, welter, und zu der Zeit, wenn dieses Buch erscheint, soli man sich noch auskennen, wie dieser Mischka Rundukow noch aussieht! Und wo plotzlich sein Schnurrbart herkommt, da er doch in dem Augenblick, als die folgenden Ereignisse be- schrieben warden, gar keinen Schnurrbart hatte! Was nun die Alte selbst angeht, die Mutter Rundukowa, so wird sich der Leser wohl kaum beschweren, wenn wir die al- te Frau in unserer Beschreibung ganz iibergehen. Umso weniger, weil man ja alte Weiber sowieso schwerlich kiinstlerisch be- schreiben kann. Ein akes Weib ist nun mal ein sites Weib, und derTeufel soli sich da auskennhn, was das gerade fur eine Alte ist. Ja, und fur wen ware denn auch die Beschreibung, sagen wit, ihrer Nase vonnoten? Nase bleibt Nase. Und wenn man sie noch so ausfiihrlich beschreibt, so wird da von fur den Leser das Leben auf Erden doch nicht leichter. Nattirlich, hatte sich der Verfasser niemals unterfangen, schbngeistige Erzahlungen zu schreiben, besaBe er nur so arm- selige und mangelhafte Kenntnisse iiber die Helden. Der Verfas - 12
Да уж если говорить правду, то Автору он глу- бокб безразличен. И расписывать его сильными крас- ками автору нет охоты; К тому же автор не слиш- ком-то помнит лицё этого Былйнкина, Василия Ва- сильевича. Что касается других лиц, участвующих так или иначе в этой истории, то и другие лица тоже про- шли перед взором автора мало замеченные. Разве что Лизочка Рундукова, которую автор запомнил по причинам соверше'нно особенным и, так сказать, субъ- ективным. Уже* Мишка Рундуков — братишка ее*, комсомо- лец, — ме'нее запомнился. Это был парнишка крайне нахальный и задира. Наружностью своей он был эта- кий белобрысенький и слегка мордастый. Да о наружности его а'втору тоже нет охоты рас- пространяться. Возраст у парнишки переходный. Опи- шешь его, а он, сукин сын, подрастет к моменту вы- хода книги, и там разбирайся — какой это Мишка Рундуков. И откуда у него усы взялись, если у него и усёв-то не было в момент описания событий. Что же касается самой старухи — так сказать, мамаши Рундуковой, то читатель и сам вряд ли вы- разит претензию, если мы старушку и вовсе обой- дём в своём описании. Тем более, что старушек во- обще трудновато художественно описывать. Старуш- ка и старушка. А пес ее разберёт, какая это старуш- ка? Да и кому это нужно описание, скажем, ее* нбса? Нос и нос., И от подробного его описания читателю не легче будет жить на свете. Коне'чно, автор не взялся бы писать художествен- ные повести^ если бы, были у него, только, такие скуд- ные и ничтожные свёдения о героях. Све'дений у ёв- 1Э
set besitzt geniigend Infonnationen fiber sie. Zum Beispiel zeichnet sich ihr ganzes Leben sehr Jebhaft vor ihm ab. Und auch das kleine, armselige Rundukow* sche Haus. So ein diis- teres, einstockiges Gebaude. An der Fassade ist die Nummer 22 zu lesen. Dariiber ist auf ein Brett ein Feuerhaken gemalt. Fiir den Fall eines Brandes. Jeder soli wissen, was er im Faile eines Brandes anzupacken hat. Die Rundukows sollen ihren Brandhaken mitnehmen. Ob sie aber iiberhaupt einen haben? Ach, vielleicht haben sie noch nicht mal einen... Nun, es ist nicht Sache der schongeistigen Literatur, sich damit zu befassen und womoglich die Aufmerksamkeit der Ortsverwal- tung darauf zu lenken. Das'ganze Innere ihres Hauschens und sozusagen seine materielle Ausstattung im Sinne von Mobeln, zeichnet sich auch geniigend plastisch ab in der Erinnerung des Verfassers... Drei kleine Kammem. Ein schiefer FuBboden. Ein Beckerflii* gel. Grade so ein miserabler Flugel. Aber spielen kann man darauf. Ein paar Mobelstiicke. Ein Sofa. Eine Katze oder ein Kater sitzt darauf. Auf dem Spiegeltisch unter einem Glassturz eine kleine Standuhr. Das Gias ist verstaubt. Und der Spiegel selbst ist triibe und verzerrt das Bild. Eine riesige Truhe. Ein Geruch nacb Naphthalin und toten Fliegen geht von ihr aus. Langweilig kame es wohl einem GroBstadter vor, in sol* chen Kammem zu wohnen. Einem GroBstadter ware es wohl auch zuwider, die Kiiche zu betreten, wo an einer Leine die nasse Vasche aufgehangt ist. Und wo die Alte am Herd das Essen be* reitet, zum Beispiel Kartoffeln schalt und die Schale ringelt sich wie ein Band unter dem Messer. Der Leser soil jetzt nur nicht denken, daB der Verfasser diese Details mit Liebe und Entziicken beschreibt. Keineswegs! In diesen nebensachlichen Erinnerungen ist weder SiiBe enthal- ten noch Romantik. Der Verfasser kennt solche Hauser und auch solche Kiichen. Er war schon drin. Und hat drin gelebt. Und lebt villeicht auch jetzt noch darin. Es ist nichts Gutes daran-nur bitterstes Elend. Betritts du eine solche Kiiche, stoBt du unbedingt 14
тора хватает. Например, автору очень живо рисует- ся вся йхн«у< жизнь. Ихний небольшой рундук<$вский домишко. Этакий тёмненький, в одйн этёж. На фаса'- де — номер 22. Повыше на досточке багор нарисо- ван. На предмет пожйра. Кому что тащить. Рундукб- вым^ значит, баг<5р тащить. А только есть ли у них багор? Ох, небось, нёту... Ну да не дело художест- венной литературы разбираться и обращать на это внимание уездной администра'ции. А вся вн/тренность ихнего дбмика и, так сказать, вещественное его оформление в смысле мебели тоже достаточно рельефно вырисовывается в памяти Авто- ра... Три комнаты небольшие. Пол кривой. Рояль Бек- кера. Этакий жуткий ро|(ль. Но играть на нём можно. Кой-какёя мебелйшка. Диван. Ко'шка или кот на ди- ване. На подзеркальнике часйшки под колпаком. Кол- пак пыльный. А само' зеркало мутное — морду врет... Сундук огромный. Нафталином и до'хлыми мухами от него' пахнет... Скучно, небось, было бы жить в этих комнатах столичным гражданам! Скучно, небось, столичному гражданину и в их- нюю кухню войти, где мокрое бельё на бечёвке раз- вешено. И у плиты старуха продукты стряпает. Кар- тошку, например, чистит. Шелуха лёнтой с под но- жа свивается. z Только пущай не думает читатель, что автор опи- сывает эти мелкие мелочи с любовью и восхищени- ем. Нету! Нету в этих мелких воспоминаниях ни сла- дости, ни романтизма. Знает автор и эти домики, и эти кухни. Заходил. И жил в них. И может и сейчас живёт. Ничего в этом нету хорошего, так — жалкая жалость. Ну войдешь^в эту кухню и ведь непременно 15
mit dem Gesicht in die nasse Vasche. Und du kannst noch von Gluck sagen, wenn du in einen anstandigen Teil geratst; aber wenn du auf einen nassen Strumpf triffst; dann stehe dir Gott beil Es ist verdammt widerwartig, mit dem Gesicht auf einen nassen Strumpf zu stoBen! Zum Teufel damitlSo eine Schweine* rei. Aber aus Griinden, die mit der schongeistigen Literatur nichts zu tun haben, kam der Verfasser mehrmals in die Ver- legenheit, bei den Rundukowa zu verweilen. Und er wunderte sich jedesmal dariiber, wie hier, inmitten solcher Faulnis und Beschranktheit, ein so prachtiges Fraulein, so ein —man darf ruhig sagen — Maiglockchen oder Buschwindroschen wie Liso- tschka Rundukowa gedeihen konnte. Der Verfasser miBt dem Menschen keine allzu groBe Be- deutung bei. Es ist, lieber BBrger, endlich an der Zeit, den sinnlosen Stolz abzulegen. Der Verfasser ist der Meinung, daB ein Mensch sich mit feuchter Vasche e ben so einleben kann, wie es eine Kellerassel auf feuchten verschimmelten Stellen tut. Dennoch hatte der Verfasser immer sehr viel Mitleid mit Lisotschka Rundukowa. Mit ihr werden wir uns zur rechten Zeit ausfiihrlich und eingchend befassen, vorerst aber sieht sich der Verfasser gezwungen, etwas iiber den Burger Wassilij Wassiljewitsch Bylinkin zu erzahlen. Ob er politisch zuver- lassig ist. Und in welchem Verhaltnis er zu den geschatzten Rundukowa stehu Ob er vielleicht ein Verwandter von ihnen ist. Nein, ein Verwandter ist ernicht. Er ist einfach zufallig in ihr Leben geraten. Der Verfasser hat dem Leser schon erofnet, daB ihm die Physiognomic dieses Bylinkin nicht sonderlich im Gedachtnis haften blieb. Trotzdem sieht ihn der Vervasser, wenn er die Augen schlieBt, gleichsam leibhaftig vor sich. Es hatte dieser Bylinkin einen langsamen, ja bedachtigen Gang. Seine Hande pflegte er auf dem Rucken verschrankt zu halten. Schrecklich oft blinzelte er mit den Augenlidern. Er hatte einen etwas krummen Rucken, dem Anschein nach durch die Lebensumstande gebeugt. Seine Absatze pflegte 16
мордой в мокрое белье угодишь. Да ещ^ спасибо, е'жели в благородную часть туалета, а то в мокрый чулЗк какой-нибудь, прости, Господи! Противно же мордой в чулок. Ну его к чорту! Така'я гадость. А по причинам, не касающимся художественной литературы, автору приходилось несколько раз бы- вать у Рундуковых. И автор всегда7 удивлялся^ как это в тако'й прели и мелкоте жилО такая выдающая- ся барышня, такой, можно сказать, ландыш и настур- ция, как Лизочка Рундукова. А'втор не слишком-то превозносит человека. По- ра же, граждане, наконец, отказаться от бессмыслен- ной к себе7 гордости! Автор считает, что е'сли карака- тица ужива'ется на мокрой плесени, то почему бы и человеку на сыром белье7 не ужиться. Все же а7втору всегда7 было очень-очень жаль Ли- зочку Рундукову. О ней будем в свое время длинно и обстоятель- но говорить, пока, же автор принужден рассказать кое-что о гражданине Василии Васильевиче Былинки- не. И благонадежен ли он политически. И какое от- ношение он имеет к уважаемым Рундуковым. И не родственник ли он им. Нет, он не родственник, он просто случайно за- мешкался в их жизнь. f f А'втор уже7 предупреждал читателя, что физионо- мия этого Былинкина ему не слишком запомнилась. Хотя7, вместе с тем, а'втор, закрывая глаза, видит его, как живого. t ' t t с£гот Былицкин ходил всегда' медленно, даже вдумчиво. Руки держал позади. Ужа'сно чауто моргал ресницами. И фигуру имел несколько сутулую, види- мо, придавленную житейскими обстоятельствами. Каб- 17
Bylinkin bis auf den Grund herunterzutreten. Was seine Bildung be tri f ft, so bestand diese alien Anzeichen nach aus mindestens vier Klassen des alten Gymnasiums. Uber seine soziale Herkunft ist nichts bekannt. Es war dieser Mensch mitten im Trubel der Revolution aus Moskau an - gekommen und hatte sich nicht weiter uber seine Person geauBert. Weshalb er hierher kam, ist ebenfalls unklar. Vielleicht glaubte er, in der Provinz leichter satt werden zu kbnnen. Oder hielt es ihn nicht auf einem Fleck und es lockten ihn sozusa- gen unbekannte Weiten und Abenteurt? Der Teufel kenne sich aus in seiner Seele! In das Innenleben eines jeden Menschen kann man nicht eindringen. Doch eher als alles andere schien es sich in der Provinz setter zu leben. Deswegen trieb sich dieser Mensch die erste Zeit immer auf dem Markt umher, betrachtete die frischen Brote und Berge von alien mbglichen Lebensmitteln, und es lief ihm dabei das Wasser im Munde zusammen. Doch auf welche Weise er sich durchschlug, das ist unter anderm fiir den Verfasser ein tief verschleiertes Geheimnis. Vielleicht hat er sogar manchem bettelnd seine Hand hingehalten. Oder vielleicht sammelte er Kor - ken von Mineralwasser-und Fruchtsaftflascben. Und verkaufte sie spater. Es gab auch solch verzweifelteSpekulanten in derStadt. Offensichtlich war nur eins, namlich, daB es ihm schlecht ging. Er war ganz heruntergekommen und begann bereits, Haare zu verlieren. Und beim Gehen blickte er sich angstlich um, und seine FiiBe schleiften auf dem Boden nach. Sogar das Blinzeln mit den Augen hatte aufgehort und sein Blick war starr und nichtssagend geworden. Spater aber war er dann aufeinmal, aus unerklarlichen Griin - den.iiberm Berg. Und zu dem Zeitpunkt, da unsere Liebesge- schichte sich abspielt, hatte Bylinkin eine gesicherte soziale Stellung, einen Staatsposten und bekarn den Tarif der siebten Lohnklasse mit zusatlicher Vergiitung fiir Mehrarbeit. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Bylinkins Gestalt schon et- was gerundet, er hatte, wie man so schon sagt, seine verlorenen Lebenssafte wieder aufgesogen und begann nach alter Gewohn- heit haufig und ungezwungen mit den Augen zu blinzeln. 18
луки же Былйнкин снашивал внутрь до сймых зад- ников. t Что касается образования, то на вид образование было не ниже четырех классов старой гимназии. Социальное происхождение — неизвестно. Приехал человек из Москвы в самый разгар ре- волюции и о себе не распространялся. А зачем приехал — тбуе неясно. Сытнее, что ли, в провинции показалось? Или не сиделось ему на од- н<5м месте и влекли его, так сказать, неведомые да- ли и приключения? Чорт его' душу разберет. Во вся- кую психологию не влезешь. Но скоре'й всего' в провинции сытне'й показалось. Потому первое время ходил человек по базару и с аппетитом посма'тривал на свежие хлебы и на горы всевозможных продуктов. Но, между прочим, как он кормился — для ав- тора нея'сная тайна. Мбжет, он даже и руку протя'ги- вал. А мйжет, и пробки собирал от минеральных и фруктовых вод. И продавйл пбсле. Были и такие от- чаянные спекулянты в городе. Только, видимо, жил челове'к худо. Весь сносил- ся и волосы стал терять. И ходил рббко, огля'дываясь по сторонам и волоча нбги. Даже глаза'ми перестал моргать и смотрел неподвижно и скучно. А после, по невыясненной причине, в гору пошел. И к моменту разыгравшейся н&шей любовной исто- рии имел Былйнкин прочное социальное положе'ние, государственную службу и оклад по седьмому разря- ду плюс за нагрузку. t , И к этому моменту Былйнкин уже', несколько, округлйлся в свое'й фигуре, влил, так сказать, в,себя снова потерянные жизненные соки и снова попрежне- му часто и развязно моргал глазами. 19
Und auf der StraBe ging er jeczt mit dem schweren, gewich- tigen Gang eines vom Leben hartgesottenen Menschen, der ein Recht auf sein Leben bat und der sich seines Vertes wohl be - wuBt ist. Und tatsachlich war er in dem Augenblick, da sich diese Ereignisse abspielten, ein durchaus stattlicher Mann mit seinen knapp zweiunddreiBig Jahren. Er ging viel und oft dutch die StraBen spazieren, schwang seinen Stock und schlug auf dem Wege Gras und Blumen oder sogar Blatter von den Strauchern. Manchmal setzte er sich auf eine Bank in den Anlagen und atmete unter gliicklichem Lacheln kraftig und aus vol 1 er Brust. Woran er dabei dachte, und welcbe hervorragenden Ideen sein Haupt umkreisten, ist niemandem bekannt. Vielleicht dach- te er an gar nichts.Vielleicht war er nur durchdrungen von reiner Freude iiber die gezetzliche Berechtigung seiner Existenz. Oder am ehesten dachte er daran, daB er unbedingt, ganz drin - gend seine Vohnung wechseln miisse. Und wirklich: Er wohnte bei Volossatow, einem Diakon der "lebendigen Kirche”, und in Anbetracht seiner dienstlichen Stellung war er sehr beun - ruhigt dariiber, bei einer Person zu wohnen, die politisch so belastet war. Er hatte oft herumgefragt, ob nicht jemand, um Gottes willen, irgendeine kleine Vohnung fiir ihn wiiBte oder ein Zim- merchen, da er nicht imstande sei, noch linger bei dem Diener eines gewissen Kultes zu wohnen; Und schlieBlich hatte ihm jemand, aus lauter Herzensgiite, ein kleines Zimmer mit einer Flache von vier Quadratmetern vermittelt. Es befand sich ausgerechnet im Hause der geehrten Rundukows. Bylinkin zog unverziiglich um. An einem Tag besichtigte er das Zimmer und schon am anderep Morgen zog er aus) wobei ihm der Wasserfahrer Nikita behilflich war. Fiir den Vater Diakon war dieser Bylinkin von keiner Seite her gesehen irgendwie vonnoten, und doch schimpfte 20
И ходйл по улице тяжеловатой похбдкой челове- ка, насквозь прожженного жизнью и имеющего пра- во жить и знающего себе' полную цену. И, действительно} к моменту развернувшихся со- бытий был он мужчина хоть кудй в свой неполные тридцать два года. Он много и часто гулял по улицам и, размахи- вая палкой, сбивал по дороге цветы или траву, или даже листья. Йногда присаживался на скамейку бульвара и бодро дышал полной грудью, счастливо улыбаясь. О чем он думал и какие исключительные иде'и осеняли егЗ голову — никому неизвестно. Может, он и ни о чем не думал. Может, он просто проникался восторгом своег^ законного существования. Йли, ско- рей всего, думал, что ему соверше'нно необходимо пе- ременить квартиру. t f И в самом деле: он жил у Волосатова, у дьякона живой церкви, и, в силу своего служебного положе- ния, весьма беспокоился жить у лица, столь полити- чески запачканного. t Он много раз спрашивал^ не знает ли кто, ради Бога, какой-нибудь квартиренки йли комнаты, так как он не в силах более жить у служителя определен- ного культа. И, наконец, кто-то, по доброте душевной, сосва- тал ему небольшую, в две квадратные сажени, ком- нату. Это было как раз в доме уважаемых Рундуко- вых. Былинкин немедленно же перее'хал. Сегодня он осмотрел кбмнату и за'втра с утра выехал, наняв для этой цели водовоза Никиту. Отцу дьякону ни с какой стороны не нужен был 21
er auf furchtbare Weise, da er offenbar in seinen zwar nicht ganz ersichtlichen, aber zweifelsohne elden Gefiihlen verletzt war, und drohte sogar bei dieser Gelegenheit, Bylinkin die Schnauze tiichtig zu verhauen. Und wahrend Bylinkin sein Hab und Gut auf das Wagelchen lud, stand der Diakon am Fenster und lachte gewollt und drohnend, womit er seine vollige Gleich- giiltigkeit gegeniiber dem Auszug bekunden wollte. Die Diakonin aber rannte von Zeit zu Zeit auf den Hof hinaus, warf noch irgendetwas auf den Wagen und rief: "Hauen Sie nur abl Wie einStein ins Wasser! Wir halten niemanden auf*. Die versammelten Nachbarn und andere Zuschauer lachten aus vollem Hals und spielten dabei unverbliimt auf ihr angebli - ches Liebesverhaltnis an. Hier lehnt es der Verfasser ab, bestiramtes zu sagen. Er weiB nichts. Und er will auch nicht Oberfliissige Klatschereien in die schongeistige Literatur auf* nehmen. 7 Es war dieses Zimmer an Bylinkin Wassilij Wassiljewitsch ohne jeglichen Eigennutz und sogar ohne besondere Notwendig - keit vermietet worden. Besser gesagt, die alte Darja Wassiljew* na Rundukowa hegte die durchaus berechtigte Sorge, daB man sonst infolge der Wohnungskrise das Zimmerchen durch Ein* quartierung irgendeines groben und iiberfliissigen Elementes zwangsbesetzen konnte. Bylinkin niitzte in gewisser Weise diesen Umstand sogar aus. Und als er an dem Beckerfliigel vorbeiging, warf er einen schiefen Blick darauf und machte die miBvergniigte Bemerkung, daB dieses Instrument —im groBen und ganzen — iiberfliissig sei, und daB er, Bylinkin selbst, ein stiller, durch die Erschiit- terungen des Lebens gereifter Mann, der an zwei Fronten ge- standen und von schwerer Artillerie beschossen worden sei, keine iiberfliissigen, kleinburgerlichen Tone ertragen konne. 22
/тот Былинкин, одн/ко, вйдимо уязвленный в нейс- ных, но отличных своих чувствах, дьякон страшным образом ругался и даже грозил при случае набить Былйцкину морду. И когда Былинкин складывал свое добро' на телегу, дьякон стоял у окна и громко искус- ственно хохотал, желая этим показать полное свое равнодушие к отъезду. Дьяконица же выбегала время от времени , во двор и, кидая на телегу какую-нибудь вещь, кричала: t '— Скатертью дорожка. Камнем в воду. Не за- держиваем. * t Собравшаяся публика и соседи с удовольствием хохот/ли, прозрачно намекая на ихние будто бы лю- бовные отношения. Об /том /втор не берется утвер- ждать. Не знает. Да и не желает заводить излишних сплетен в изящной литературе. 3 Комната Былйнкину, Василию Васильевичу, бы- ла' сдана' без всякой корысти и даже без особой на то нужды. Вернее, старуха Дарья Васильевна Рунду- кова побаивалась, как бы из-за жилищного кризиса ихнюю квартирку не уплотнили бы вселением какого- нибудь грубого и лишнего элемента. , Былинкин этим обстоятельством не'сколько даже воспользовался. И, проходя мимо беккеровского роя- ля, сердито покосился на него' и с неудовольствием заметил, что этот инструмент, вообще, говоря, лиш- нее, и что сам он, Былинкин, человек тихий и потря- сенный жизнью, побывавший на двух фронтах и об- стрелянный тяжелой артиллерией, не может перено- сить лишних мещанских звуков. 23
Die Alte erwiderte hierauf mit beleidigter Miene, dieser zierliche Flugel stehe be re its vierzig Jahre bei ihnen, und blofi wegen der Launen eines Bylinkin konnten sie ihn nicht zerschlagen oder die Saiten und Pedale aus ihm herausreiBen, umso weniger, als LisotschkaRundukowa das Spielen auf die* sem Instrumente zu erlernen im Begriffe sei; und vielleicht sei dies iiberhaupt ihr Hauptziel im Leben. Bylinkin fertigte die Alte erbost mit der Erklarung ab, er rede ja in der Form einer hbflichen Bitte und keineswegs in der eines strengen Befehls. Daraufhin fing die Alte, zutiefst gekrankt, zu heulen an, und sie hatte ihtn be in ah e iiberhaupt das Zimmer abgeschlagen, wenn ihr picht erneut der Gedanke an die Moglichkeit einer Zwangsvermiening von auBen gekom* men ware. Bylinkin zog morgens um, und bis zum Abend winschaftete er heium, bis er alles nach seinem groBstadtischen Geschmack umgestellt und eingerichtet hatte. Zwei, drei Tage waren dahingegangen oboe besondere Ereignisse. Bylinkin ging zum Dienst, kehrte spat zuriick und ging lange, mit seinen Filzpantoffeln schliirfend, im Zimmer umher. Ab Abend kaute er irgendetwas und schlief schlieBlich ein unter leisem Schnarchen und Schniefen mit der Nase. Lisotschka Rundukowa ging die zwei Tage erwas stiller umher und fragte haufig ihre Frau Mama oder auch Miacha Run* dukow dariiber aus, was dieser Bylinkin ihrer Meinung nach fiir ein Mensch sei, ob er Pfeife rauche und ob er in seinem Leben irgendwelche Verbindung zum Seekommissariat gehabt ha be. Endlich, am dritten Tag, bekam auch Lisotschka sei bat diesen Bylinkin zu Gesicht. Es war am friihen Morgen. Bylinkin machte sich, wie ge- wohnlich, fertig, um zum Dienst zu gehen. Er schliirfte dutch den Korridor in einem Nachthemd mit weit offenstehendem Kragen. Die Hosentrager baumelten hinten in verschiedenen 24
Старуха обиженно сказала, что у них со'рок лет стоит этот роя'льчик, и для былйнкинских прихотей не могут они его сломать йли выдернуть из него стру- ны и педали, тем б(5лее, что Лизочка Рундукова обу- чается игре на инструменте и, может быть, это у ней основная цель в жизни. Былинкин сердито отмахнулся от старухи, заявив, что он говорит это в форме деликатной просьбы, а отнюдь не в виде строгого приказания. На что старуха, крайне обидевшись, расплака- лась и чуть было вовсе не отказала от комнаты, если б не подумала о возможностях вселения со стороны. Былинкин переехал утром и до вечера кряхтел в своей комнате, устанавливая и прибирая все по свое- му столичному вкусу. Два или три дня прошли тихо и без особых пе- ремен. Былинкин ходил, на службу, возвращался поздно и долго, ходил по комнате, шаркая войлочными туф- лями. Вечером жевал что-то и, наконец, засыпал, слег- ка похрапывая и вереща носом. Лизочка Рундукова эти два дня ходила несколь- ко притихшая и много раз расспрашивала свою ма- машу, а также и Мишку Рундукова о том^ какой это Былинкин на ихний взгляд, курит ли он трубку и имел ли он в своей жизни какое-нибудь прикосновение к морскому комиссариату. Наконец, на третий день она' и сама увидела Бы- лйнкина. , ” Это было рано утром. Былинкин, по обыкнове- нию, собирался на службу. , Он шел по коридору в ночной рубашке с рас- стегнутым воротом. Пбмочи от штанов болтались по- 25
Richtungen. Er ging langsam; in der einen Hand hielt er Hand- tuch und Toilettenseife, mit der anderen versuchte er, seine iiber Nacht widerspenstig gewordenen Haare glattzustreichen. Sie stand in der Kiiche, mit ihren hausfraulichen Pflichten beschaftigt, fachte das Feuer im Samowar an und schnitzelte gerade топ einem diirren Holzscheit einen Span herunter. Bei seinem Anblick entfuhr ihr ein leiser Aufschrei, und sie wich zur Seite, voller Scham iiber ihre unordentliche Morgentoilette. Bylinkin aber stand in der Tiir und starrte mit einem er* staunten, ja sogar entztickten Blick auf das Fraulein. Und wirklich: Sie war sehr hiibsch an diesem Morgen. Da war diese jugendliche Frische eines etwas verschlafenen Ge* sichtes, dieser lassige Tasserfall ihrer blondlockigen Haare, ihr leicht nach oben geschwungenes Naschen. Und ihre hellen Augen, ihre nicht hohe und etwas voile Figur. All das war ungewohnlich reizvoll an ihr. Sie hatte diese bezaubemde Nachlassigkeit, vielleicht sogar Unordentlichkeit jener russischen Frau an sich, die mor* gens aus dem Bett springt und, ohne sich erst lange mit Wa- schen aufzuhalten, barfuB in Filzpantoffeln zu wirtschaften anfiingt. Dem Verfasser gefallen solche Frauen vielleicht sogar. Er hat aber auch gar nichts gegen solche Frauen. In Virklichkeit ist iiberhaupt nichts Schones an ihnen, an diesen fiilligen Weibern mit ihrem tragen Blick. Kein Leben, kein ausgepragtes Temperament und schlieBlich, keinerlei Koketterie in der Bewegung. Nein, — sie bewegen sich iiber* haupt nur wenig, in weichen Pantoffeln, ungekammt... Alge - mein gesprochen — vielleicht ist sogar etwas widerwartiges daran. Und trotzdem... Ist es nicht seltsam, mein lieber Leserl Irgend so ein pup- penhaftes Damchen, sozusagen ein Gebilde der bourgeoises 26
задй, развеваясь в разные стороны. Он шел медлен* но, держа в одной руке полотенце и душистое мыло. Другбй руко'й он приглаживал встрепанные за ночь вблосы. Она' стояла в кухне по своим домашним делам, раздувая самовар или нащипывая о*г сухого поле'на лучину. Она тихо вскрикнула, увидев его, и бро'силась в сторону, стыдясь своего непрйбранного утреннего туалета. А Былйнкин, стоя в дверях, разглядывал барыш- ню с некоторым изумлением и даже восторгом. Ц верно: в то утро она была очень хороша. z Эта юная свежесть слегка засланного лица. Этот небрежный поток белокурых волбс. Слегка припод- нятый 'кве'рху носик. И светлые глаза. И небольшая по высоте', но полненькая фигура. Все это было в ней необыкновенно привлека'тельно. В ней была та очаровательная небрежность и, по- жа'луй, даже неряшливость той русской же'нщины, ко- торая вска'кивает поутру с постели и, немытая, в вой- лочных туфлях на босу нбгу, возится по хозяйству. Автору, пожалуй, даже нравятся такие женщины. Он ничего не имеет против таких же'нщин. В сущности, нет ничего' в них хорошего, в этих полных, с ленивым взглядом, женщинах. Нет в них ни живости, ни яркости темперамента,, ни, наконец^ ко- кетливости позы. Так— мяло двигается, в мягких туфлях, неприче'санная... Вообще' говоря', пожалуй, даже противно. Но вот подите ж! И странная вещь, читатель! Такая какая-нибудь кукольная дамочка, так ска- зать — измышление буржуазной западной культуры 27
westlichen Zivilisation, ist dem Verfasser keineswegs nach seinem Sinn. Sie hat so eine extravagante Frisur, der Teufel weiB, so eine Art griechische — drankommen darf man nicht. Kommst du trotzdem dran, kannst du dich vor Schreien und Schimpfen nicht retten. Dann hat sie so ein Kleid, — kein richti- ges: Fafl ja nicht drant Sonst machst du es noch kaputt oder schmutzig? Sagen sie mal, wer kann so etwas schon brauchen. Worin besteht denn hier noch der Reiz und die Freude des Daseins? Unsere Frau setzt sich zum Beispiel so hin', 'daB man auch wirklich sehcn kann, daB sie sitzt, und nicht so, als ware sie mit einer Nadel aufgespieBt, wie jene. Aber die sitzt tatsach* lich wie auf einer Nadelspitze. Ver braucht so etwas schon? Der Verfasser ist von vielem in der auslandischen Kultur begeistert, beziiglich der Frauen aber bleibt er bei seiner national begrenzten Meinung. Auch Bylinkin gefiel diese unsere Art von Frauen anscheinend. Jedenfalls stand er jetzt mit vor Entziicken leicht geoffne- tem Mund vor Lisotschka Rundukowa, blickte mit freudigem Erstaunen auf sie und vergaB dabei sogar seine herabhangen- den Hosentrager. Doch das dauerte nur eine einzige Minute. Dann stieB Lisotschka Rundukowa einen leisen Seufzer aus, lief paar Mal hin und her und verlieB schlieBlich die KG* che; beim Gehen zupfte sie an ihrer Toilette und an ihren wirr herabhangenden Haaren he rum. Gegen Abend, als Bylinkin vom Dienst zuruckkehrte, ging er langsam seinem Zimmer zu, in der Hoffnung, Lisotschka auf dem Korridor zu treffen. Doch er traf sie nicht. Spater schlenderte Bylinkin fGnf, sechs Mal in Richtung Kucbe, und schlieBlich traf er dabei auf Lisotschka Rundukowa, vor der er sich furchtbar achtungsvoll und galant verbeugte; dabei neigte er den Kopf ein wenig auf die Seite und vollfuhrte mit den Hiinden eine undefinierbare Bewegung, die Entziicken und auBergewdhnliche Freude ausdrficken sollte. 28
совсем не по душе автору. Этакая прическа у ней, чорт ее знает какая, греческая — дотронуться нельзя. А дотронешься — криков и скандалу не оберешься. Этакое платье не настоящее — опять не дотронись. Или порвешь, или запачкаешь. Скажите, кому это нужно? В чем тут прелесть и радость существования? Наша, например, как сядет, так вполне' видишь, что сидит, а не на булавке пришпилена, как иная. А та как на булавке. Кому это надо? Автор многим восхищен в инозе'мной культуре, однако, относительно женщин автор остается при сво- е'м национальном мне'нии. Былйнкину тоже, видимо, нравились такие жен- щины. Во всяком случае, он стоял теперь пе'ред Лизоч- кой Рундуковой и, слегка раскрыв рот от восторга и не прибрав даже вися'щие подтя'жки, смотрел на неё с радостным изумле'нием. Но это длилось одну минуту. Лизочка Рундукова, тихо охнув и заметавшись по кухне, вышла прочь, на ходу поправля'я свой туалет и спутанные во'лосы. К ве'черу, когда Былйнкин вернулся со службы, он медленно прошёл в свою комнату, рассчитывая встре- тить в коридоре Лизочку. Но не встрётил. t Тогда' попозже, к вёчеру, Былйнкин пять или шесть рвз смотался на кухню и, наконёц, встрётил Лизочку Рундукову, которой и поклонился страшно почтительно и галантно, слегка склонив голову на бок и делая рука'ми тот неопределённый жест, который условно показывает восхищёние и чрезвычайную приятность. 29
Einige Tage solcher Begegnungen auf dem Korridor brach- ten sie einander sichtlich naher. Venn Bylinkin jetzt nach Hause kam und horte, wie Liso- tschka dem Flugel irgendwelches Geklimper entlockte, bet er sie, mehr gefiihlvolle Stiicke zu spielen. Und sie spielte daraufhin irgendeinen Hundewalzer oder einen Jimmy oder griff mit Bravour ein paar Akkorde aus der zweiten oder dritten oder sogar —der Teufel soil sich darin auskennen — der vierten Rhapsodie von Liszt... Und er, Bylinkin, der zweimal an alien Fronten gestanden hatte und von der schweren Artillerie beschossen worden war, lauschte den zittemden Tdnen des Beckerfliigels, als bore er sie zum ersten Mal. Und wenn er in seinem Zimmer saO, lehn- te er sich in seinem Sessel vertraumt zuruck und dachte dabei an die Annehmlichkeiten des menschlichen Daseins. Ein sehr luxuridses Leben begann nun fiir Mischka Run- dukow. Bylinkin gab ihm zweimal ein Zehnkopekenstuck und einmal ein Fiinfzehnkopekenstuck, wobei er Mischka bat, leise dutch die Finger zu pfeifen, wenn die Alte in ihrer Kiiche und Lisotschka allein im Zimmer sei. Vozu Bylinkin das brauchte, ist dem Verfasser im hoch- sten MaBe unklar. Die Alte blickte voller Entziicken auf die Verliebcen und dachte bereits daran, sie nicht sparer als bis zum Herbst zu verheiraten und so Lisotschka loszuwerden. Mischka Rundukow machte sich ebenfalls keinerlei Ge- danken uber die psychologischen Feinheiten Bylinkins; er pfiff kraftig an die sechs Mal tiiglich dutch die Finger und ermunterte Bylinkin, bald in diesem, bald in jenem Zimmer nachzusehen. Und Bylinkin betrat das Zimmer, setzte sich neben Li- sotschka, tauschte zunachst belanglose Redens art en mit ihr und bat sie dann, ihr Lieblingsstiick zu spielen. Und dort am Fliigel legte Bylinkin, wenn Lisotschka zu spielen aufhorte, 30
Несколько дней таких встреч в коридоре и на кухне значительно их сблизили. Былинкин приходил теперь домой и,, слушая, как Лизочка играет какой-нибудь трамбля'м на рояле, упрашивал ее изобразить еще и еще что-нибудь щи- пательное. ’ t . И она' играла какой-нибудь собачий вальс или шимми, йли брала нисколько бравурных аккордов второй йли третьей, а может, даже — чорт их разбе- рет! — и четвертой рапсодии ЛЙста. И он, Былйнкин, дважды побывавший на всех фронтйх и обстрелянный тяжелой артиллерией,, как бы впервые слушал эти дребезжащие звуки бекке- ровского рояля. И, сйдя в своей комнате, мечтательно откйдывался на спйнку кресла, думая о прелестях че- ловеческого существования. Очень роскошная жизнь началась у Мишки Рун- дукова. Былйнкин дважды давал ему по гривеннику и один раз пятиалтынный, прося’ Мйшку тихонько свистеть в пальцы, когда старуха у себ«( на кухне и Лйзочка одна в кймнате. Заче'м это понадобилось Былйнкину, автору край- не неясно. Старуха с'совершенным восторгом смотре'- ла на влюбленных, рассчйтывая не позднее осени по- венчать их и сбыть Лизочку с рук. 'Мишка Рундуков т^кже не разбирался в психо- логических тонкостях Былйнкина и самосильно сви- стел раз по шесть в день, приглашая Былйнкина за- глянуть то в ту, то в другую комнату. , И Былинкин входил в кбмнату, садился подле Лизочки, перекидывался с ней сначала незначитель- ными фразами, потом просйл сыграть на инструмен- те какую-нибудь наиболее ее любймую вещь. И там, у рояля, когда Лйзочка переставила играть, Былйн- 31
seine knotigen Finger, die Finger eines philosophisch veran- lagten Menschen, der vom Leben hartgesotten und von schwe- rer Artillerie beschossen worden war, auf Lisotschkas weifle Hande und bat das Fraulein, aus ihrem Leben zu erzahlen, indem er ein lebhaftes Interesse an den Einzelheiten aus ihrem friiheren Dasein zeigte. Manchmal fragte er sie auch, ob sie schon einmal das Beben der echten, wahren Liebe verspiirt habe, oder ob dies das erste Mai sei. Und das Fraulein Idchelte ratselhaft und sagte, wahrend sie sachte iiber die Klaviertasten strich: "Ich weifl nicht...". \J< Sie waren in leidenschaftlicher und schwarmerischer Liebe zueinander entbrannt. Sie konnten sich gegenseitig nicht ansehen, ohne in Tranen auszubrechen und jenes siiBe Beben zu fiihlen. Und so oft sie sich trafen, empfanden sie jedesmal einen immer neuen Strom von Freude und Entziicken. Bylinkin betrachtete sich iibrigens sogar mit einem ge- wissen Schrecken und stellte erstaunt fest, daB er, der zweimal an alien Fronten gestanden und sich on ter ungewohnlichen Schwierigkeiten das Recht auf das Dasein erkampft hatte, jetzt, ohne auch nur mit der Vimper zu zucken, sein Leben Kir eine einzige, nichtswiirdige Laune dieses ailerdings ziemlich liebreizenden Vesens hingeben wiirde. Und wenn er in seiner Erinnerung die Frauen durchging, die an seinem Leben voriibergezogen waren, und sogar wenn er an die letzte dachte, die Diakonsfrau, mit der er doch eine Romanze hatte (der Verfasser ist hiervon vollig iiberzeugt), glaubte Bylinkin unbeirrbar daran, daB er erst jetzt, in seinem zweiunddreiBigsten Lebensjahr, die wahre Liebe und das echte Beben des Gefiihls erfahren habe. Ob nun Bylinkin seine Lebenssafte zum Garen brachten, oder ob der Mensch iiberhaupt eine Vorliebe und Neigung fur ab- strakte romantische Gefiihle hat, das bleibt bis jetzt noch ein Naturgeheimnis. 32
кин клал свой узловатые пальцы философски настро- енного человека, прожженного жйзнью и обстрелян- ного тяжелой артиллерией, на Лизочкины белые ру- ки и просил рассказать барышню об ее жизни, живо интересуясь подробностями ее' прежнего существо- вания. Иногда же спрашивал, чувствовала ли она' ког- да-нибудь тре'пет настоящей, истинной любви, или это у нее' в первый раз. И барышня загадочно улыбалась и, тихо пере- бирая рояльные кла'виши, говорила: не знйю. 4 Они стра'стно и мечтательно полюбили друг др^ • •• к • ’ Они не могли видеться без слез и трепета. И встречаясь, вся'кий раз испытывали все новый и н<5вый прилив восторженной радости. Былйнкин, впрочем, с некоторым даже испугом вглядывался в себя и с изумлением думал, что он, дважды побывавший на всех фронтах и с необыкно- венной трудностью заработавший себе' пра'во сущест- вования, с легкостью бы тепе'рь отдал свою жизнь за один ничтожный каприз этой довольно миленькой ба'- рышни. t И, перебирая в своей памяти тех женщин, кото- рые прошли в его жизни и даже последнюю, дьйкони- цу, с которой у него таки был роман, автор совер- шенно в этом уве'рен, Былинкин с уверенностью ду- мал* что только теперь, на тридцать первом году, он узнал истинную любовь и подлинный трепет чувства. Распирали ли Былйнкина erJ жизненные соки, или же у человека бывает предрасположение и склон- ность к отвлеченным романтическим чувствам — по- ка остается тайной природы. 33
So oder anders, Bylinkin' stellte jedenfals fest, daB er jetzt ein ganz anderer Mensch sei als friiher, daB sich sein Blut in seiner Zusammensetzung gewandelt habe und daB das ganze Leben lacherlich und eitel sei gegeniiber dieser so auBerordentlichen Macht der Liebe. Und Bylinkin, dieser etwas zynische und vorn Leben hart- gesottene Mensch, der vorn Donner der Geschosse betaubt war und der tnehr als einmal dem Tod ins Antlitz geblickt hatte, dieser furchtbare Bylinkin verirrte sich sogar in die Poesie, indem er etwa ein Dutzend verschiedener Gedichte und eine Ballade verfaBte. Der Verfasser ist mit seinen Versen nicht weiter bekannt; doch ein Gedicht mit dem Titel "An sie ugd nur an diese", das von Bylinkin an die "Diktatur der Arbeit’’ gesandt, aber von der Redaktion als in die sozialistische Epoche nicht passend abgelehnt worden war, gelangte rein zufiillig und dank der Liebenswiirdigkeit des technischenSekretarsIwan Abramowitsch Kranz zur Kenntnis des Verfassers. Der Verfasser hat seine eigene Meinung liber Verschen und Amateurgedichte, und deshalb will er die Leser und die Setzer nicht mit dem ganzen, ziemlich langen Gedicht behelli - gen. Der Verfasser bietet den Setzern nur ein paar der letzten klangvollsten Strophen an: Als ihres Herzens innigste Devise Die Lieb’ den Fortschritt hat genannt. Und blicket stets nur auf das Abbild Des lieben Auges dein gespannt. Ach Lisa, ach ich bin Verbrannt wie Asche von dem Feuer Bekanntschaft, ach, mit dir. 34
Так йли иначе, Былйнкин вйдел, что он инбй те- перь человек, чем был раньше, и что кровь у него изменилась в свое'м составе, и что вся жизнь — смеш- на и ничтбжна пбред столь необычайной силой любви. И Былйнкин, этот слегка циник и прожженный жизнью человек, оглушенный снаря'дами и видевший не рйз лицом к лицу смерть, этот жуткий Былйнкин слегкй удАрился даже в поэзию, написав с деся'ток различных стихотворений и одну балладу. Автор не знаком с его' стишками, но одно стихо- творение; под заглавием: «К ней и к, этой»..., послан- ное Былинкиным в «Диктатуру Труда» и не принятое редакцией, как несозв^ное социалистической эпбхе, случайно и благодаря любезности технического се- кретаря, Ивана Абрамовича Кранца, сделалось извест- ным автору. У автора особое мнение насчет стишков и люби- тельской поэзии, и поэтому автор, не будет утру- ждать читателей и наборщиков целым и довольно длинным стихом. Автор предлагает вниманию набор- щиков только пару последних, наиболее звучных строф: Девизом сердца своего, Любовь прогрессом называл И только образ твоего Изящного лица внимал. Ах, Лиза, это я Сгорел, как пе'пел отлогий Тому подобного знакомства, 35
Vom Standpunkt der ’'formellen Methode** sind diese Verse vielleicht ganz tragbar. Im allgemeinen sind es ziearfich miese Verse und wirklich in Klang und Rhythmus unserer Epoche wesensfremd. Im weiteren lieB sich Bylinkin nicht mehr von der Poesie verleiten und beschritt nicht den schweren Veg eines Dichters. Bylinkin, der schon immer etwas zum Amerikanismus neigte, lieB bald seine literarischen Errungenschaften ganzlich fallen, vergrub sein Talent ohne Gnade in der Erde und begann wieder sein friiheres Leben, ohne weiterhin seine verriickten Ideen dem Papier anzuvertrauen. Bylinkin und Lisotschka trafen sich, jetzt jeden Abend verlieBen das Haus und schlenderten bis in die Nacht durch die menschenleeren Strailen und Anlagen. Manchmal stiegen sie zum FluB hinab, saBen dann liber dem sandigen A bhang und blickten mit defer, wortloser Freude hinter dem schnellflieBen* den Vasser der Kosjawka her. Manchmal faBten sie einander bei der Hand, seufzten leise und begeisterten sich fiir die ungewohnlichen Far ben der Natur oder fiir eine leichte, luftige Vo Ike, die am Himmel vorbeizog. All das war fur sie neu und reizvoll und, was die Hauptsa- che ist, es kam ihnen vor, als sahen sie alles zum ersten Mal. Manchmal verlieBen die Verliebten die Stadt und gingen in den Wald. Dort faBten sie sich bei den Fingern und spazierten aufgelost umher, blieben vor irgendeiner Fichte oder Kiefer stehen und betracbteten sie geriihrt, voller Bewunderung fiber das seltsame und kiihne Spiel der Natur, die aus dem Boden ei- nen Baum hatte hervorschieBen lessen, der fiir den Menschen so niitzlich ist. Und dann geschah es, daB Wassilij Bylinkin erschiittert von der AuBergewohnlichkeit des Daseins auf der Erde und von ih .• ren wundervollen Gesetzen im Uberschwang seiner Gefiihle vor dem Fraulein auf die Knie fiel und den Boden rings um ihre FiiBe kiiBte. Und ringsherum — ringsherum der Mond, die geheimnisvolle Stille der Nacht, das Gras, die zirpenden Leuchtkafer, der schweigende Wald, Frosche und Insekten. Ringsherum solch ein 36
С точки зрения формального метода стишки эти как-будто и ничего себе. Но вообще же стишки — довольно паршивые стишки и, действительно, несо- звучны и несоритмйчны с эпохой. В дальнейшем Былйнкин не увлекался поэзией и не пошёл по тяжкому пути поэта. Былйнкин, всегда несколько склонный к американйзму, забросил вско- ре свой литературные достижения, без сожаления за- копал талант в землю и стал жить попрёжнему, не проектируя свойх безумных идёй*на бумагу. Былйнкин и Лйзочка, встречаясь теперь по вече- рам, уходйли из дому и до ночи бродили по опустев- шим улицам и бульварам. Иногда спускались к реке и сидели над песчаным обрывом, с глубокой и мол- чаливой радостью следя за быстрой водой реки «Ко- зявки». Иногда же, взяв друг друга за руки, тихо аха- ли, восторгаясь необычайными красками природы йли лёгкой воздушной тучкой, пробегавшей по нёбу. Все йто было им ново, очаровательно и, главное, казалось, что вйдят они все в пёрвый раз. Иногда влюблённые уходили за город и шли к лёсу. А там, взявшись за пйльцы, ходйли разомлев- шие и, останавливаясь перед какой-нибудь сосной йли елкой, смотрёли на неё с изумлением, йскренно удив- ляясь причудливой и смёлой игре прирбды, выкинув- шей из-под землй столь нужное для человека дёрево. И тогда* Васйлий Былйнкин, потрясенный необы- чайностью существования на землё и удивительны- ми её законами, пёдал от избытка чувств на колени перед барышней и целовал землю вокруг ее' ног. А кругём-то — луна кругам — тайнственность но- чи, трава, светлячки чирикают, лес молчаливый, ля- гушки и букашки. Кругом этакая сладость и умйро- 37
siiBcr Friede in der Luft. Ringsherum herrschte jene Freude ei - nes einfachen Daseins, auf die der Verfasser noch keineswegs ganzlich verzichten will; und er kann sich auch deshalb unter gar keinen Ums tan den damit abfinden, dad er eine iiberflus- sige Figur am Hintergrund des aufgehenden Lebens sein soil. Der Verfasser, wie auch jedes andere Menschlein, fiihlt sich im Recbt, sich irgendwie durch das Leben durchzuschlagen, trotz aller Zurechtweisungen Strenger und ungeduldiger Kritiker. So gewannen Bylinkin und Lisotschka diese ihre Spazier- gange auBerhalb der Stadt imtner Jieber. Jedoch auf einem dieser so reizvollen Spaziergange, ver- mutlich in einer feuchten Nacht, hatte sich der unvorsichtige Bylinkin erkaltet, *und er muBte das Bett hiiten. Eine Krank- heit, eine Art Ziegenpeter oder Mumps befiel ihn. Schon am Abend verspiirte Bylinkin einen leichten Schiit- telfrost und einen schneidenden Schmerz in der Kehle. In der Nacht nun begann sein Gesicht aufzudunsen. Lisa kam still weinend in sein Zimmer, und mit aufgelo- sten Haaren und in weichen Pantoffeln rannte sie vom Bett zum Tiach, ratios, was sie untemehmen sollte, was zu tun sei, und wie man das Los des Kranken erleichtern konne. Sogar Mamachen Rundukowa schlUrfte mehrere Male am Tag ins Zimmer, um zu fragen, obder Kranke keine Moosbeeren* suppchen wiinsche, die ja unersetzlich sei bei Infektionskrank * heiten aller Art. Nach zwei Tagen, als Bylinkins Gesicht bis zur Unkennt* lichkeit aufgequollen war, lief Lisotschka nach dem Arzt. DerDoktor untersuchte den Kranken, verschrieb ihm irgend- welche Medikamente und ging dann wieder, wobei er in seinem Innem gewiB dariiber fluchte, daB man ihn mit Kleingeld bezahlt hatte. Lisotschka lief hinter ihm her, holte ihn auf der StraBe ein und fragte hand eringend mit unsicherer Stimme: "Wie steht’s? Was ist? Besteht noch Hoffnung?" Und der Arzt solle 38
творение в воздухе. Кругом та радость простого су- ществования, от которой автор не хочет ещё до кон- ца отказаться и поэтому ни под каким видом не мо- жет признать себя лишней фигурой на (рбне восхо- дящей жизни. Автор, как и всякий человечишка, счи- тает себя в праве, хотя бы как-нибудь прожить^ не- смотря ни на какие окрики строгих и нетерпеливых критиков. Так вот, Былинкин с Лизочкой наиболее любили эти свой прогулки за город. Но в одну из таких прелестных прогулок, види- мо сырой ночью, неосторожный Былйнкин просту- дился и слёг. У него открылась болёзнь вроде свйнки. Уже' к вечеру Былйнкин почувствовал лёгкий озноб и режущую боль в горле. К ночи же морду его стало раздувать. С тихим плачем входила Лиза в его комнату и с распущенными волосйми, в мягких туфлях, металась от постели к столу, не зная, что ей предпринять, и что делать, и как облегчить участь больного. Мамаша Рундукова и та вкатывалась в комнату по несколько раз в день, расспрашивая, не хочет ли болящий клюквенного киселька, который, будто бы, незаменйм при все'х инфекционных заболеваниях. Че'рез два дня, когда ,морду у Былйнкина разду- ло до неузнаваемости, Лйзочка побежала за докто- ром. Осмотре'в больного и прописав, ему какие-то медикамёнты{ доктор ушёл, в душе видимо ругаясь, что дали ему мёлочью. Лизочка Рундукова побежала за нйм, и, догнав его' на улице, заламывая руки, стала лепетать и спра- шивать: Ну как? Что? Есть ли надежда? И что пущай 39
ruhig wissen, daB sie das Ende dieses Menschen nicht uber» leben werde. Da sagte der Arzt, der dutch seinen Beruf an solcherlei Szenen gewohnt war, gleichgultig, daB Ziegenpeter eben Zie- genpecer sei und daB daran zu sterben leider nicht in Frage komme. Etwas enttauscht Uber die geringe Gefahr, kehrte Liso- tschka traurig nach Hause zuriick und begann, den Kranken aufopfernd zu pflegen, ohne ihre schwachen Krafte, noch ihxe Gesundheit zu schonen, und ohne Furcht davor, infolge An- steckung auch Ziegenpeter zu bekommen. Bylinkin scheute sich die ersten Tage davor, den Kopf vom Kissen zu erheben, und indent er seinen angeschwollenen Hals befUhlte, fragte er erschreckt, ob Lisotschka Rundukowa nach seiner Krankheit nicht aufhoren werde, ihn zu lieben, da sie ihn mit einem so haBlichen und abstoBenden AuBeren gese- hen habe. Doch.das Fraulein bat ihn, sich deswegen nicht zu beun • ruhigen und sagte, ihrer Meinung nach sei er stattlicherer Mann geworden, als er vorher war. Und Bylinkin erklirte unter stillem und dankbarem Lacheln, diese Krankheit habe im hUchstmoglichen MaB die Festigkeit ihrer gegenseitigen Liebe erprobt. Es war dies eine vollkommen auBergewohnliche Liebe. Seit der Zeit, da Bylinkin von seinem Krankenlager sich erhoben und Haupt und Hals wieder ihre friihere Form angenom- men batten, schien ihm, Lisotschka Rundukowa allein habe ihn vom unausweichlichen Untergang errettet. Demzufolge machte sich auch in ihren Liebesbeziehungen eine gewiase Feierlichkeit und sogar ein Hochgefiihl des Herzens bemerkbar. An einem der folgenden Tage nach der Krankheit nahm By- 1 inkin Lisotschka bei der Hand und bat sie mit dem Ton eines 40
врач знйет, что бна не перенесет гйбели йтого чело- века. Тогда' врач, в сйлу свое'й профессии, привыкший к этим сценам, равнодушно сказал, что свинка — свин- ка и йсть, и помирать от йтого, к сожалению, не при- ходится. Несколько раздосадованная незначительной опас- ностью, Лизочка грустно вернулась домой и стала са- моотверженно ухаживать за больным, не щадя ни свойх слабых сил, ни здоровья, не боя'сь даже схва- тить эту сймую свинку от заражения. Былйнкин первые дни боялся подняться с поду- шек и, ощупывая раздувшееся свое' горло, с ужасом спрашивал, не разлюбит ли его Лизочка Рундукова пбсле болезни, которая позволила увидеть его в столь безобразном и омерзительном виде. Но барышня, упрашивая ег<5 не беспокоиться, го- ворила, что, на ее' взгляд, он стал еще более предста- вительный мужчйна, чем был раньше. И Былйнкин тйхо и благодарно смеялся, говоря, что эта болезнь, как нельзя более, испытала крепость ихней любвй. 5 • , , , , Это была совершенно необыкновенная любовь. А с тех пор, когда Былйнкин встал с одра бо- лезни и голова с шеей снова приняли прежние формы, ему стало казаться, что ЛЙзочка Рундукова спасла егЗ от неминуемой гйбели. От этого в йхние любо'вные отношения вошла некоторая торжественность и даже великодушие. В один из tближайших после болезни дней Бы- лйнкин взял Лизочку за руку и тоном решйвшегося 41
Menschen, der sich zu irgendetwas entschlossen hat, ihn bis zum Ende anzuhbren, ohne einstweilen irgendwelche iiber- fliissigen Fragen zu stellen und ohne ihre dummen Bemer- kungen zu rnachen. Bylinkin hielt eine lange und feierliche Rede dariiber, daB er sich voll und ganz uber das Leben im klaren sei, und daB er wisse, wie schwer es sei, auf Erden zu leben, und daB er friiher, als griiner Junge, dem Leben mit unverant- wortlichem Leichtsinn entgegengetreten sei und dafiir sei- nerzeit schwer habe biiBen miissen, daB er aber jetzt, dutch seine Lebenserfahrung gewitzt, wisse, wie man' zu leben habe, und daB er nun die rauhen und unwandelbaren Gesetze des' Lebens kenne. Und daB er jetzt, da er alles noch ein- mal reiflich iiberdacht habe, die Absicht hege, gewisse Ver- anderungen in sein eben kurz dargelegtes Leben einzufiihren. Mit einem Won, Bylinkin machte Lisotschka einen offi* ziellen Heiratsantrag, verbunden mit der Bitte, sich keine Sorgen um ihr kiinftiges Wohlergehen zu rnachen, selbst fiir den Fall, daB Lisotschka Rundukowa auch in Zukunft ar- beitslos bleiben und nicht in der Lage sein sollte, das ihr mogliche Scherflein fiir die gemeinsame schmale Kost bei* zusteuem. Sie ihrerseits hatte, obwohl sie zuerst leicht verschamt tat und, der Erhabenheit des eben durchlebten Augenblickes wegen, etwas von der freien Liebe daherredete, den Antrag doch voller Entziicken entgegengenommen, und sie'gestand dann, daB sie ihn schon langst erwartet habe, und daB er, hatte er ihn nicht gemacht, schlimmer gewesen ware, als der letzte Scburke und Gauner. Und was die freien Beziehun- gen angehe, so seien diese zwar sehr gut und ausgezeichnet zu gegebener Zeit, aber doch nicht ganz das, wie das andere... Mit ihrer freudigen Neuigkeit lief Lisotschka Rundu- kowa unverziiglich zu Mamachen und auch zu den Nachbam und lud sie ein, bei der EheschlieBungsfeier zu erscheinen, die in kiirzester Zeit stattfinden und einen bescheidenen, familiaren Charakter tragen werde. 42
на что-то человека попросил ее’ выслушать его, не за- давая пока'-что лишних вопросов и не вмешиваясь со своими глупыми ре'пликами. Былйнкин сказал длинную и торжественную речь о том, что он совершенно знйет, что такое жизнь, и знает, как трудно существовать на земле', и что рань- ше, когда он, был еще' неоперившимся юнцо'м, он с преступной легкостью относился к жизни, за что' силь- но пострадал в свое' вре'мя, но тепе'рь, когда ему пере- валило за тридцать лет, он, умудре'нный житейским о'пытом, знает, как надо жить, и знает суровые и не- поколебимые законы жизни. И что, все это обду- мав, он предполагает внести кой-какие изменения в свок5 намеченную жизнь., А Одним словом, Былйнкин сде'лал Лизочке Рунду- кЗвой официальное предложение с просьбой не тре- вожиться за будущее благосостояние, даже если Ли- зочка Рундуко'ва и впредь останется безработной и не будет в состоянии вносить посильную лепту в -об- щий скромный котел. Она', слегка поломавшись и поговорив для изя'щ- ности переживаемого момента о свободной любви, все же с восторгом приняла предложение, говоря', что она' давно ждала' егсГ и что е'сли б он не сде'лал этого, то был бы последним мазуриком и проходимцем. А что свободные отноше'ния, хотя' и тоже очень хо- роши и отличны в свое время, но £то уж не то, что иное прочее. Со своей радостной новостью Лизочка Рундукб- ва немедленно,побежала к,мама'ше^ а также и к сосе- дям, приглашая их прийти на бракосочетание, кото- рое состоится в весьма непродолжительном времени и будет носить скромный и семейственный характер. 43
Die Nachbam begliickwiinschten sie eifrigst und sagten, sie habe nun schon lange genug hinter dem Ofen gesessen und sich mit der Einsamkeit ihres Daseins abgequalt. Mamachen Rundukow begann natiirlich zu weinen und suchte eilends Bylinkin auf, urn sich selbst von der Richtig* keit dieser Tatsache zu iiberzeugen. Und Bylinkin bestatigte der Alten seine ernsten Absich- ten und bat sie zugleich feierlich urn die Erlaubnis, sie vom heutigen Tage an Mamachen nennen zu diirfen. Die Alte schneuzte sich unter Trinen in ihre Scbilrze und sagte, sie lebe nun schon dreiundfiinfzig Jahre auf dieser Veit, aber dieser heutige Tag sei der allerglilcklichste in ihrem Leben. Und sie erbat ihrerseits von Bylinkin die Erlaubnis, ihn Wassja zu nennen. Vozu Bylinkin gnadig seine Zustimmung erteilte. Was Mischka Rundukow angeht, so verhielt er sich der Veranderung im Leben seiner Schwester gegeniiber ziemlich gleichgultig und sauste mit heraushangender Zunge irgendwo in den StraBen herum. Jetzt gingen die Verliebten am Abend nicht mehr auBer- halb der Stadt spazieren. Meistens saBen sie zu Hause, plauderten bis in die Nacht hinein und machten Plane fiir ihr zukQnftiges Leben. Und bei einem dieser Gesprache machte sich Bylinkin daran, mit dem Bleistift in der Hand, auf einem Bogen Pa* pier den Plan ihrer kunftigen Zimmer zu zeichnen, die ein zwar kleines, aber gemiitliches Heim bilden sollten. Dabei gerieten sie immer mehr in Feuer, stxitren mit- einander und erklarten sich gegenseitig, wohin man am beaten das Bett und wohin den Tiach stellen solle, und wo der Vaschtisch seinen Platz finden werde. Bylinkin ermahnte Lisotschka, keine Dummheiten zu machen und den Toilettentiach nicht in die Ecke zu stellen. "Das ware absolutes SpieBbiirgertum", sagte Bylinkin, "wenn man den Toilettentiach in die Ecke stellen wollte. Jedes x —beliebige Fraulein stellt ihre Mobel so. Viel Besser und wuchtiger nimmt sich die Kommode in der Ecke aus, zumal, wenn man sie mit einer feinen Spitzendecke 44
Соседи горячо поздравляли ее* говоря*, что она' достаточно уж засиделась и намучилась безысход- ностью своего существования. / f / / ^Мамаши Рундукова всплакнула,' конечно^ и по- шла к Былинкину, чтоб самой убедиться в подлинно- сти факта. И Былйнкин ^удостоверил старуху, торжественно попросив разрешение называть ее' с этого дня мама- шей. Старуха, плача и сморкаясь в передник, сказала, что онй пятьдесят три года живе'т на свете, но что этот день — самый счастливый в ее жизни. И, в свою очередь, попросила называть его Васей. На что' Бы- лйнкин мйлостиво дал свое согласие. Что каса'ется Мишки Рундукова, то Мишка до- вольно равнодушно отне'сся к жизненной перемене свое*й сестры и в настоящее вре'мя мотался где'-то по улицам сломя голову и высуня язык. Теперь влюбленные не ходили уже' за город. Боль- шей частью они просиживали дома и, болтая до но- чи, обсуждали план своей дальнейшей жизни. И в одну из таких бесе'д Былйнкин принялся с ка- рандашом в руках чертить на бумаге план их будущих комнат, которые будут составлять кйк бы отдельную, маленькую, но уютную квартирку. Онй, совершенно захлебываясь и споря друг с другом, доказывали, куда лучше поставить кровать и куда поставить стол, и где расположить туалет. Былйнкин убеждйл ЛЙзочку не делать глупостей и не ставить туалетный столик в углу. — Это абсолютное мещанство, — сказал Былйн- кин, — ставить туалетный столик в углу. Это каждая барышня ставит этак. В углу гораздо лучше н мону- ментальнее поставить комод и покрыть его легкой 45
ziert, die uns Mamachen hoffentlich niche vorenthalten wird”. "Die .Kommode in die Ecke zu stellen, ist genauso spieB- biirgerlich”, antwortete Lisotschka schon fast unter Tranen, "ja, und auBerdem gehbrt die Kommode Mama, und ob sie sieher- gibt, oder nicht, das ist auch noch eine Frage". "Ach was", erwiderte Bylinkin, "warum sollte sie sienicht hergeben? Wir kbnnen doch schlieBlich unsere Wasche nicht auf dem Fensterbrett aufbewahren. Das ware ja glatter Unsinn”. "GutWassja, sprich du dariiber mit Mamachen”, sagte Liso- tschka streng, "rede ganz einfach mit ihr, wie mit deiner leibli- chen Mutter. Sage zu ihr: Geben Sie uns Dire Kommode, Miittercherf! "Unsinn”, entgegnete Bylinkin, "aberQbrigens kann ichauch sofort zu der Alten hinubergehen, wenn du es so haben willst”. Und Bylinkin trat ins Zimmer der Alten. Es war schon ziemlich spat. Die Alte schlief hereits. Bylinkin riittelte sie lange wach, sie abet walzte sich schlaftrunken bin und her und wollte auf keinen Fall aufstehen und begreifen,worum es sich handelt. "Wachen Sie doch auf, Mamachenl” sagte Bylinkin streng, "Wir kbnnen doch mit Lisotschka auf einen kleinen Komfort rechnen? Die Wasche.kann ja schlieBlich nicht auf den Fenster- brettem herumliegeni” Die Alte begriff nur miihsam, was man von ihr wollte, und begann dann davon zu reden, daB diese Kommode seit einund- fiinfzig Jahrenauf ihrem Platz stehe, und daB sie nun, im zwei- undfunfzigsten Jahre, keineswegs beabsichtige, sie in ver- schiedene Richtungen zu schleifen und nach rechts und links zu bugsieren. Und daB sie auch ihre Kommoden nicht selbst herstelle. Und daB es fiir sie etwas split sei, noch auf ihre alten Tage das Tischlerhandwerk zu erlernen. Es werde Zeit, daB er das begreife, und er solle eine alte Frau nicht beleidigen. Bylinkin begann Mamachen ins Gewissen zu reden. Er sagte, daB er, det an alien Fronten gewesen und zweimal von der schweren Artillerie beschossen worden sei, schlieBlich wohl Anspruch auf ein ruhiges Leben habe. 46
кружевной скатертью, котирую мамаша, надеюсь, не откажет дать. — Комод в углу тоже мещанство, — сказала Ли- зочка, едва' не плача. — Да, к тому же, комод мама- шин, и даст ли она его или нет, это еще вопрос и ответ. — Ерунда, — сказал Былйнкин, — как это она* не даст? Не держать же нам белье' на подоконниках! Явная чушь. — Ты, Вася, поговори с мамашей, — строго ска- зала Лизочка. — Поговори просто как с родной ма- терью. Скажи, дескать, дайте, маменька, комод. — Ерунда,, — сказал Былинкин. — Да, впрочем, я могу и сейчас сходить к старухе, если тебе этого так хочется.. . , , И Былинкин пошел в старухину комнату. Было уже довольно поздно. Старуха спала. Былйнкин д<5лго раскачивал ее, и та, брыкаясь во сне, никйк не хотела встать и понять, в чем дело. — Проснитесь же, мамаша, — строго сказал Бы- лйнкин. — Ведь можем же мы с Лизочкой рассчиты- вать на какой-то небольшой комфорт? Ведь не тре- паться же белью на подоконниках. С трудом понимая, что от нее нужно, старуха принялась говорить, что комод этот пятьдесят, один год стоит на свое'м месте, и на пятьдесйт втором го- ду она не наме'рена перетаскивать ercf в разные сто- роны и разбрасывать его* налево и направо. И что ко- моды она* не сама делает. И что поздно ей, на старости лет, обучаться столярному ремесл^. Пора бы это по- нять и не обижать старуху. , Былинки принялся стыдить мамашу, говоря, что он, побывавший на всех фронтах и дважды об- стрелянный тяжелой артиллерией, м<5жет же, наконец, рассчитывать на покойную жизнь. 47
"Schamen Sie sich, Mamachen!” sagte Bylinkin, "Die Kommode tut Ihnen also leid! Aber ins Grab werden Sie sie ja doch nicht mitnehmen kbnnen. Nehmen Sie das zur Kenntnis!” "Die Kommode gebe ich nicht her!” kreischte die Alte, "Venn ich tot bin, konnt ihr meinetwegen die ganzen Mobel nehmen”. “Venn Sie tot sind!” sagte Bylinkin entnistet, "Da kann man lange warten!” Als die Alte sah, daB die Sache emst wird, begann sie zu heulen und zu jammem, in einem solchen Fall, sagte sie, soli das unschuldige Kind, Mischka Rundukow, aus eigenem Munde das letzte Wort sprechen, umso me hr, als er der einzige m'ann- liche Vertreter des Rundukowschen Hauses sei und die Kommode von rechts wegen ihm gehbre und nicht Lisotschka. Der aus dem Schlaf gerissene Mischka Rundukow wollte die Kommode auf keinen Fall hergeben: *'Ja-a”, sagte Mischka, "da laBt man einmal ein 10-Ko- pekenstiick springen und dann will man eine ganze Kommode dafilr! Kommoden kosten ebenfalls Geld”. Daraufhin schlug Bylinkin die Tiire zu.ging in sein Zimmer und machte Lisotschka bittete Vorwiirfe, wobei er ihr erklarte wenn er die Kommode nicht habe, so sei das fiir ihn gleichbe- deutend damit, keine Hande rnehr zu haben, und er selbst, der er im Kampf gestahlt sei, wisse ja schlieBlich, was es heiBt zu leben, und er werde keinen einzigen FuBbreit von seinen Idealen abweichen. Lisotschka lief buchstablich zwischen der Mutter und Bylinkin hin und her und flehte sie an, sich irgendwie zu eini • gen. Sie schlug vor, die Kommode von Zeit zu Zeit aus dem einen Zimmer in das andere zu schaffen. Hierauf bat Bylinkin Lisotschka mit dem Herumlaufen aufzuhoren und machte ihr den Vorschlag, sich sofort schlafen zu legen und Krafte zu sammeln, damit man sich am Morgen von neuem mit dieser verhiingnisvollen Frage auseinandersetzen kbnne. Der Morgen brachte nichts Gutes. Auf beiden Seiten wurden viele bittere und beleidigende Wahrheiten gesagt. 48
— Стыдно, мамаша! — сказал Былйнкин. — Жал- ко вам комода. А в гроб вы его не возьмете. Знайте это. — Не дам комода! — визгливо сказала стару- ха. — Помру, тогда' и берите хоть всю мебель. — Да, помрете! — сказал Былйнкин с негодова- нием. — Жди!.. Видя, что дело принима'ет серьезный оборот, ста- руха принялась плйкать и причитать, говорй, что в та- ксам случае пущай невинный ребенок, Мишка Рунду- ков, своими устйми скйжет последнее слово, тем бо- лее, что он единственный мужской представитель в ихнем рундук<$вском роду, и комод, по пра'ву, принад- лежит ему, а не Лизочке. Разбуженный Мишка Рундуко'в крайне не захотел отдавать комйда. — Да-а, — сказал Мишка. — Небо'сь, гривенник отвалят, а комод взять хочут. Комоды тоже денег сто'ят. Тогда Былйнкин, хлопнув дверью, пошел в, свою ко'мнату и, горько отчитывая Лизочку, говорил ей, что ему без комода как без рук, и что он сам, зака- ленный борьбой, знает, что такое жизнь, и ни на шаг не отступится от своих идеалов. Лизочка буквально металась от матери к Былнн- кину, умоляя их как-нибудь прийти к соглашению и предлага'я, по временам, перетаскивать комод из од- ной кймнаты в другую., , Тогда', попросив Лизочку не метаться, Былйнкин предложйл ей немедленно лечь спать и набраться сил с тем,,чтобы с утра заняться этим роковым вопросом. Утро ничего хорошего не принесло. Мнйго было сказано со всех сторон горьких и обидных йстин. - 49
Die erziirnte Alte erklarte mit verzweifelter Entschlossen - heit, sie durchschaue ihn’, Wassilij Wassiljewitsch Bylinkin voll und ganz; heute verlange er von ihr die Koinmode, und morgen werde er sie vielleicht zu Siilze verkochen und mit einem Stuck Brot aufessen. So ein Mensch sei erl Bylinkin schrie, er werde beim Fahndungsamt einen An- trag auf die Verhaftung der Aken stellen, wegen Verbreitung nachweislich liignerischer und verleumderischer Geriichte. Lisotschka rannte, leise aufschreiend, von einem zum anderen und bat sie schlieBlich, nicht so zu briillen und sich zu bemiihen, die Frage in Ruhe beizulegen. Darauf erwiderte die Alte, sie sei bereits iiber das Alter hinaus, in welchem man briille, und sie werde auch ohne zu briillen alien und jedem sagen, daB Bylinkin wahrend dieser Zeit dreimal bei ihnen zu Mittag gegessen, es jedoch der Miihe nicht wert befunden habe, —nicht einmal aus Anstand, — ein kleines Entgelt auch nur fur eine einzige Mahlzeit anzubieten. Furchtbar erregt, entgegnete Bylinkin darauf giftig, da fur habe er bei den Spaziergangen mit Lisotschka ihr des ofteren Drops und Fruchtkonfekt sowie zweimal einen BlumenstrauB gekauft, und nichtsdestoweniger lege er Mamachen keinerlei Rechnungen vor. Daraufhih biB sich Lisotschka auf die Lippen und antwortete, er solle doch nicht so unverschamt liigen ; sie habe gar kein Fruchtkonfekt bekommen, sondern es seien nur Lutschbonbons gewcsen und ein kleines VeilchenstrauB - chen, hochstens einen Groschen wert, das zudem am nachsten Tag schon verwelkt gewesen sei. Nach dieseh Worten verlieB Lisotschka weinend das Zim- mer und uberlieB alles weitere dem Schicksal. Bylinkin wollte ihr nachlaufen und sich fur seine ungenau- en Angaben entschuldigen, doch gcriet er wieder mit der Alten aneinander, nannte sie des Teufels GroBmutter, spuckte sie an und lief aus dem Haus. Bylinkin hatte das Haus verlassen, und zwei Tage lang 50
Разгневанная старуха с отчаянной решимостью сказала, что онй видит егй, Василия Васильевича Бы- лйнкина, вдоль Н'ПОперб^ и что сегодня он комод от нее требует, а завтра студень из нее сверит и съест с хлебом. Вот это како'й человек! Былйнкин кричал, что он подаст в уголовный ро- зыск прошение об аресте старухи за распространение заведомо ложных и порочащих слухов. Лйзочка с тихим крйком перебега'ла от одного к другому, упрашивая их, наконец, не орать и поста- раться спокойно разобраться в вопросе. Тогда старуха сказала, что она* вышла из того во'зраста, когда орут, и что она* и без оранья скажет всем и ка*ждому, что Былйнкин за это врс*мя у них обедал три раза и не потрудился даже, ради любе'з- ности, предложить некоторую компенсацию хотя бы за одйн обед. Стра'шно взволнованный, Былйнкин язвительно сказал, что зато он, гуляя с ЛЙзочкой, много раз поку- пал ей леденцы и пастилу* и два ра*за буке'ты цветов и, тем не ме*нее, не представляет мамаше никакйх сче- тов. На что Лйзочка, закусив губы, сказала, что пусть он не врет нахйльно, что никакбй пастилы не было, а было лишь монпансье* и небольшой букетик фиалок, которым грош цена' и которые, к тому же, на другой день завйли. Сказав это, Лизочка с плачем вышла из комнаты, предоста'вив все на волю судьбы. Былйнкин хоте'л побежать за ней и извиниться за неточные сведения, но, снйва связавшись со стару- хой, назвйл ее чйртовой мамашей и, плюнув в нее* вы- бежал из дому. Былинкин ушел из дому и два дня пропадал 51
wuBte niemand, wo er sich herumtrieb. Und als er wieder auf- tauchte, erklarte er in offiziellem Ton, daB es ihm nicht moglich sei, weiterhin in diesem Hause zu verbleiben. Zwei Tage darauf zog Bylinkin in eine andere Vohnung urn, ins Haus der Owtschinnikows. Lisotschka verbcachte die- se Tage demon strati v in ihrem Zimmer. Der Verfasser kennt die naheren Umstande des Umzugs nicht, und er weiB auch nicht, welch bittere Augenblicke Lisotschka durchmachte. Und ob sie sie iiberhaupt durch- machte. Und ob Bylinkin das Ganze irgendwie leid tat, oder ob er all das bei vollem BewuBtsein und mit tiefer Entschlos- senheit getan hatte. Dem Verfasser ist lediglich das eine bekannt, daB By- linkin noch lange Ze it nach seinem Umzug, allerdings erst nach seiner Verheiratung mit Marussja Owtschinnikowa, Li- sotschka Rundukowa zu besuchen pflegte. Und dann saBen sie zu zweit, erschiittert von ihrem Ungliick, nebeneinander und wechselten belanglose Worte. Ubrigens • manchmal, wenn sie in ihrer Erinnerang die eine oder andere gliickliche Epi- sode oder einen Vorfall wachriefen, redeten sie mit trauri- gem, kummervollem Lacheln davon und konnten kaum' die Tranen verhalten. Mitunter kam auch die Mutter ins Zimmer, und dann bedauerten sie ihr Schicksal zu drin. Spater dann horte Bylinkin auf, die Rundukows zu be- suchen. Und wenn er Lisotschka auf der StraBe traf, griiBte er sie knapp und korrekt und ging vorbei... 4 6 So endete diese Liebe. Natiirlich, zu einer anderen Zeit, sagen wir in dreihundert Jahren, hatte diese Liebe kein solchesEnde genommen. Sie hat- te sich, mein Lieber Leser, zu feuriger, auBergewbhnlicher Bliite entfaltet. Aber das Leben diktien seine Gesetze. Am SchluB der Erzahlung mochte der Verfasser noch hinzu- 52
неизвестно где. И когд/ явился, то официальным тб- ном заявил, что он не считает более возможным пре* бывать в этом доме. Через два дня Былинкин перее'хал на другую квартиру, в дом Овчинниковых. Лизочка демонстра- тивно, просидела /ти дни в свое'й комнате. Автор не зна'ет подробностей перее'зда и также не зн/ет, какие горькие минуты переживала Лизочка. И переживала ли она' их. И сожалел ли обо' всем Бы- линкин или все делал с полным сознанием и реши- мостью. Хвтору известно только, что Былйнкин, переехав, долгое еще' вр/мя, правда, уже' пбсле свое'й женить- бы на Марусе Овчинниковой, ходил к Лизочке Рун- дукбвой. И они вдвое'м, потрясенные своим несча- стьем, сидели рядом, перебрасываясь незначительны- ми словами. Иногда', впрочем, перебира'я в свое'й па- мяти тот или иной счастливый эпизод или случай из прошлого, говорили о нем с грустной и жалкой улыб- кой, сде'рживая сл/зы. Иногда' приходила в кбмнату мать, и тогда' они втроем оплакивали свок$ судьбу. Пбсле Былйнкин перестал ходить к Рундукбвым. И, встречаясь с Лизочкой на улице, корре'ктно и сдер- жанно кланялся ей и проходил мимо... 6 Так кончилась эта любовь. Конечно, в инбе вре'мя, лет, скажем, через триста, эта любовь так бы не кбнчилась. Она бы расцвел/, дорогой читатель, пышным и необыкновенным цве том. Но жизнь диктует свой законы. В заключение повести /втор хочет сказать, что, 53
setzen, daB er, wahrend er diese einfache Liebesgeschichte beschrieb und sich in gewissem MaBe von den Erlebnissen der Helden fesseln lieB, ganz und gar jene Nachtigall aus den Augen verloren hat, von der im Titel so geheitnnisvoll die Rede war. Der Verfasser befiirchtet, ein ehrlicher Leser oder ein Setzer oder sogar ein eifriger Kritiker konnte bei der Lek- ciire dieser Erzahlung unbeabsichtigt verstimmt werden. "Erlauben Sie," wird er sagen, "wo bleibt denn diese Nachtigall?" "Weshalb”, wird er sagen, "verdrehen Sie einem den Kopf und verlocken den Leser dutch eine leicht- fertige Uberschrift? ” Es ware naturlich lacherlich, noch einmal von vorne mit der Erzahlung von dieser Liebe zu beginnen. Der Verfasser versucht das auch gar nicht. Der Verfasser mochte sich nur an einige bestimmte Einzelheiten erinnem. Es war dies auf dem Gipfel, in der hochsten Entfaltung ihrer Gefiihle, als Bylinkin und das Fraulein die Stadt ver- lieBen und bis in die Nacht hinein dutch den Wald wanderten. Und dort lauschten sie dem Summen der Kafer und dem Ge- sang der Nachtigall und standen lange unbeweglich da. Und darnals fragte Lisotschka, die Hande verschrankend, me hr als einmal: "Wassja,was meinen Sie, wovon singt diese Nachtigall?" Worauf Wassja Bylinkin gemessen zu antworten pflegte: "Fressen will sie, und deshalb singt sie auch”. Und erst spater, als er einigermaBen mit der Psycholo- gic des Frauleins vertraut war, gab er ausfuhrlichere und nebelhaftere Antworten. Nunmehr mutmaBte er, daB der Vogel von einem zukiinftigen, wunderherrlichen Leben singe. Auch der Verfasser ist genau derselben Meinung: Sie sang von einem kiinftigen, ausgezeichneten Leben in, sagen wir, dreihundert Jahren und vielleicht auch schon friiher. J a, lieber Leser, sollen sie schneller, wie ein Traum vergehen, diese dreihundert Jahre, und dann werden wir richtig zu leben beginnen. 54
развертывая эту несложную историю любви и ни- сколько увле'кшись пережива'ниями героев, автор со- вершенно упустил из виду соловья, о котором столь загадочно сказано было в заглавии. Автор побаивается, что че'стный читатель, или набо'рщик, или даже отчаянный критик, прочтя эту повесть, невольно расстроится. — Позвольте, — скажет, — а где же соловей? Что вы, — ска'жет, — морОчите голову и заманиваете чита'теля на легкое заглавие? Было бы, кон/чно, смешно начинать с нача'ла по*- весть об этой любви. Автор и не пыта'ется этого сде- лать. Автор только хочет вспомнить кое-какие по- дробности. Это было в самый разгар, в самый наивысший момент ихнего чувства, когда Былинкин с ба'рышней уходили за гОрод и до но’чи бродили по лесу. И там, слушая стрекот букашек или п/ние соловья, подолгу стояли в неподвижных пбзах. И тогда Лизочка, зала- мывая руки, не раз спрашивала: — Вася, как вы думаете, о чем поет этот солове'й? На что Вася Былинкин обычно отвечал сдер- жанно: — Жрать хочет, оттого' и поет. И только потом, несколько освоившись с психо- логией ба'рышни, Былйнкин отвечал более подрббно и туманно. Он предполагал, что птица поет о какой-то будущей распрекрасной жизни. Автор тЗже именно так и думает: о будущей отличной жизни лет, скажем, через триста, а может, даже и ме'ньше. Да, читатель, скоре'й бы, как сон, прошли £ти триста лет, а там заживем!.. 55
Nun, wenn es aber auch dann noch schlecht sein wird, dann ist der Verfasser mit leerem, kaltem Herzen dazu be- reit, sich als iiberfliissige Person am Hintergrund eines auf- strebenden Lebens zu betrachten. Dann kann er sich auch unter die Trambahn legen. 1925. 56
Ну, а е'сли и там будет плбхо, тогд^ Sferop с пу- стым и холодным сердцем, согласится считать себя' лишней фигурой на фоне восходящей жизни. Тогда' можно и под трамвай. 1925 г. 57
DAS BAD Burger, in Amerika, sagt man, gibt es hervotragende Bader. Don komtnt, zum Beispiel, ein Burger hin, schmeiBt seine Vasche in einen eigens da fiir vorgesehenen Behalter und geht sich waschen. Er braucbt sich nicht einmal Sorgen zu rnachen — ▼on wegen Diebstahls oder Verlustes, er bekommt nicht einmal eine V&scbenummer. Nun, vielleicht sagt auch mancher besorgte Amerikaner zum Badewirter: — Good bye, sagt er, paB ein biBchen auf. Das ist aber auch alles. Dieser Amerikaner wascht sich. nun, kommt zuruck, und man reicht ihm die saubere Vasche —gewaschen und gebugelt. Die FuBlappen vielleicht weiBer als Schnee. Die Unterhosen sind geniht, geflickt. Das ware ein Leben! Bei uns hat es an Badem auch keine Not. Doch sind wir schlechter dran. Obwohl man sich hier ebenfalls waschen kann. Ein Elend ist es bei uns nur mit den Vaschenummern. Letzten Samstag ging ich ins Bad (ich kann ja schlieBlich, denke ich, nicht gleich nach Amerika fabren), — man gibt mir zwei Nummem. Eine fur die Vasche, die andere fiir Mantel und Miitze. Aber wo kann denn ein nackter Mensch diese Nummern hintun? Geradeheraus gesagt, nirgendwohin. Taschen hat er keine Ringshenun — nur Bauch und Beine. Ein ewiges Kreuz ist es mit diesen Nummem. An den Bart binden kann man sie sich ja nicht. Nun, ich band mir an jedes Bein eine Nummer, urn sie nicht alle beide auf einmal zu verlieren. Ich ging in den Baderaum. 58
БАНЯ Говорят, граждане, в Америке бани отличные. Туда', например, гражданин приедет, скинет белье в особый ящик и пойде'т себе' мыться. Беспокоиться даже не будет — мол, кража или пропажа, номерка дЯже не возьме'т. Ну, может, иной беспокойный американец и ска- жет банщику: — Гут бай, дескать, присмотри. Только и всего. Помоется этот американец, назад приде'т, а ему чистое белье' подают — стиранное и глаженное. Пор- тянки, небось, беле'е снега. Подшта'нники зашиты, за- платаны. Житьишко! А у нас бЯни тоже ничего'. Но хуже. Хотя' тбже мыться можно. У нас только с номерками беда. Про'шлую суббо- ту я пош/л в ба'ню (не ехать же, думаю, в Аме'рику), — дают два номеркЯ. Один за белье, другой за паль- то с ша'пкой. А голому челове'ку куда' номерки деть? Пря'мо сказать — некуда. Карманов нету. Кругам — живот да но'ги. Грех один с номерками. К бороде' не привя- жешь. Ну, привязал я к ногам по номерку, чтоб не враз потеря'ть. Вошел в баню. 59
Die Nummern schlagen mil jetzt gegen die Beine. Das Gehen wird einem zuwider. Aber es ist nicht zu vermeiden, das Gehen. Man braucht doch eine Waschschiissel. Was ware denn, das fur ein Baden, ohne eine Waschschiissel? Ein einziges Elend. Ich suche nach einer Waschschiissel. Ich sebe hin, da wascht sich ein Burger gleich in drei Waschschiisseln. In der einen steht er, in der andem seift er seinen Kopf ein, und die dritte halt er mit der linken Hand fest, damit man sie ihm nicht klauen kann. Ich zog eine Zeitlang an der dritten Waschschiissel, wollte sie, unter anderem, an mich nehmen, aber der Burger laBt nicht los. — Du, was bist denn du fur einer, — sagt tt,— stiehlst fremde Waschschiisseln, was? Wenn ich dir mit der Waschschiissel eins zwischen die Augen gebe, wirst du wenig Freude dran haben. Ich sage: — Wir haben doch, sage ich, kein Zarenregime mehr, daB man einfach mit Waschschiisseln zuschlagen kann. Auch andere Burger, sage ich, miissen sich schlieBIich waschen. Wir sind ja nicht im Theater, sage ich. Er aber hat mir den Riicken zugekehrt und ist schon wieder beim Waschen. "Du kannst ja doch nicht, denke ich, warten, bis er fertig ist. Jetzt, denke ich,' wird er sich absicbtlich drei Tage lang waschen”. Und ich ging weiter. Nach einer Stunde sehe ich hin, da hat sich irgendein Onkel in etwas vergafft und seine Waschschiissel aus der Hand gelas- sen. Ob er sich nur nach derSeife gebOcktoder einfach getraumt hatte, weifi ich nicht. Nur- jeneSchiiasel habe ich mir genommen. Jetzt habe ich schlieBIich auch eine Waschschiissel aber nichts, wo ich taich hinsetzen konnte. Und sich stehend zu waschen — was ist denn das fur ein Baden. Ein einziges Elend. Schon, ich stehe also da, halte die Waschschussel in der Hand, wasche mich. Ringsum aber, werte Herrschaften, geht eigenmachtig die 60
Номерки теперича по ногам хлопают. Ходить скучно. А ходить нбдо. Потому шайку надо. Без шай- ки какое ж мытье? Грех один. Ищ/ шайку. Гляжу, один гражданин в трех шай- ках моется. В одной стоит, в другой башку мылит, а третью левой рукой придерживает, чтоб не спе'рли. Потянул я третью шайку, хотёл, мбжду прочим, ее' себе взять, а гражданин не выпущает. — Ты что ж это, — говорит, — чужие шайки воруешь? Как ляпну теб^ шайкой между глаз — не зарадуешься. Я говорю: — Не ца'рский, говорю, режим шайками лопать. Эгоизм, говорю, какой. Надо же, говорю, и другим помыться. Не в теа'тре, говорю. А он з£дом повернулся и мбется. , , <Не стоить же, — думаю, — над, его' душой. Те- перича, думаю, он нарбчно три дня будет мыться». Поше'л дальше. Через час гляж/, какбй-то дйдя зазевался, вй- пустил из рук шайку. За мылом нагнулся или замеч- тался — не зн4ю. А тблько тую шайку я взял себе'. Теперича и шайка есть, а сесть негде. А стоя мыть- ся — како'е же мытье? Грех один. Хорошо. CtokS стбя, держу шайку в руке, моюсь. А кругом-то, б4тюшки-све'ты, стирка самосильно 61
Wascherei vor sich. Der eine wascht seine Hose, der andere scheuert seine Unterhose, ein dritter wringt auch noch etwas aus. Und ein Larm geht aus von diesem Waschen, da vergeht einem die Lust zu baden. Man kann nicht einmal horen, wie man sich abseift. Ein einziges Kreuz. Nun, denke ich, zum Teufel damit! Ich wasche mi ch zu Hause fertig. Ich komme in den Ankleideraum. Man handigt mir die Wa- sche aus gegen meine Nummer. Ich sehe nach — al les gehort mir, nur die Hose ist nicht die meine. — Burger, sage ich, in meiner war hier ein Loch, bei dieser ist er ganz woanders. Der Badewarter aber sagt: — Wir, sagt er, sind fiir Locher nicht verantwortlich. Wir sind nicht im Theater, sagt er. Schon. Ich ziehe also diese Hose an und gehe meinen Man - tel holen. Den Mantel aber gibt man mir nicht heraus — man verlangt die Nummer dafiir. Aber die Nummer habe ich an mei- nem Bein vergessen. Ich mufl mich wieder ausziehen.Ich lege die Hose ab, suche die Nummer,— die Nummer ist nicht da. Die Schnur zwar hangt am Bein, aber das Papier dran fehlt. Es hat sich im Wasser abgeldst, das Papier. Ich gebe dem Badewarter die Schnur —er will sie nicht nehmen. — Fiir eine Schnur, sagt er, gebe ich nicbts aus. Da konnte sich ja, sagt er, jeder Burger mehrere umbinden — man wiiBte gar nicht genug Mantel aufzutreiben. Warte, sagt er, bis sich das Publikum verlauft, dann gebe ich dir den, der ubrig bleibt. Ich sage: — Briiderchen! Und wenn da plotzlich nur so ein alter Fet- zen iibrig bleibt? Wir sind doch nicht im Theater. Gib ihn mir, sage ich, nach der Beschreibung. Eine Tasche, sage ich, ist heruntergerissen, die andere fehlt iiberhaupt. Was die Knopfe betrifft, so, sage ich, ist der oberste vorhanden, die unteren sind langst nicht mehr da. Er hat ihn mir doch gegeben. Und die Schnur nicht genommen. 62
идёт. Один штаны моет, другой подштанники трет, тре'тий еще' чтб-то крутит. И шум такой стоит от стир- ки — мыться неохота. Не слышишь, куда мыло трешь. Грех один. — Ну их, — думаю, — в болото. Дома домоюсь . Иду в предбанник. Выдают на номер бельё. Гля- жу — все моё, штаны не мои. — Гра'ждане, — говорю. — На моих тут дйрка была'. А на этих э'вон где. А ба'нщик говорит: — Мы, говорит, за дырками не приставлены. Не в театре, говорит. Хорошо. Надева'ю эти штаны, иду за пальтом. Пальто не выдают — номерок требуют. А номерок на ноге' забытый. Раздеваться надо. Снял штаны, ищу номерок — нету номерка. Верёвка тут, на ногё, а бу- мажки нет. Смылась бумажка. Подаю банщику верёвку — не хочет. — По верёвке, — говорит, — не выдаю. эГто, го- ворит, каждый гражданин настрижет верёвок, — паль- то' не напасёшься. Обожди, говорит, когда' публика разойдётся — выдам, какое останется. Я говорю: — Братишечка, а вдруг да дрянь останется? Не в театре же, говорю. Выдай, говорю, по приметам. Один, говорю, карман рваный, другого нету. Что ка- саемо пуговиц, то, говорю, вёрхняя есть, нижних же не предвидится. Все'-таки выдал. И веревки не взял. 63
Ich kleidete mich an, trat hinaus auf die StraBe. Plotzlich erinnerte ich mich: Du hast die Seife vergessen. Ich kehrte wieder zuriick. Im Mantel aber laBt man mich nicht hinein. — Ziehen Sie sich aus, — sagt man mir. Ich sage: - Burger, ich kann mich nicht das dritte Mal ausziehen. Wir sind nicht im Theater, sage ich. ErstattenSie mir dann doch wenigstens den Wert der Seife. Sie tun es nicht. Sie tun es nicht - laB sie. Ich bin ohne Seife fortgegangen. ' SchlieBlich wird nun der Leser rielleicht etwas neugierig sein: Was das fiir ein Bad ist? Wo es sich befindet? Die An * schrift? Was fur ein Bad? Ein ganz gewohnliches. Fiir zehn Коре* ken Eintritt. 64
Оделся я, в&шел на улицу. Вдруг вспомнил: м&ло забыл. • Вернулся снова. В пальто не впутают. — Раздевайтесь, — говорят. Я говори?: — Я, граждане, не могу в третий раз раздевать- ся. Не в театре, говорй. Выдайте тогда хоть стои- мость мыла. Не дают. Нё дают — не надо. Пошел без мыла. Конечно, читатель может полюбопытствовать: ка- кая, дескать, это ба'ня? Где она? Адрес? Какая баня? Обыкновенная. Которая за гривенник. 65
DAS BAD UND DIE LEUTE Seinerzeit schrieben wit irgendetwas iiber die Bader. Wiesen dringend auf eine Gefahr hin. Ein nackter Mensch habe nichts, wo er die Waschcnummern hintun konne, und so weiter. Seitdem sind einige Jahre vergangen. Das von uns angeschnittene Problem rief im Bade-und Waschereitrust hitzige Diskussionen hervor. Als Resultat hiervon hat man in einigen Badem eigene Behalter angebracht, in die jeder Besucher seine Kleidung legen kann, auch wenn sie noch so schabig ist. Dann wird der Behalter mit einem Schlussel abgeschlossen. Und der Besucher eilt frohen Her- zens in den Baderaum. Und dort bindet er diesen Schlussel an seine Waschschiissel. Oder laBt ihn, nach Belieben, nicht aus der Hand. Und badet dann irgendwie. Kurzum, es haben sich trotzdem Ereignisse wie folgt bei uns abgespielt, in einem der Leningrader Bader. Ein Techniker wollte sich bei uns, was ja ganz ver- standlich ist, nach dem Bad wieder ankleiden. Und plotzlich mufl er zu seinem Schrecken feststellen, dafl man ihm seine ganze Garderobe geklaut hat. Nur Weste, Miitze und Giirtel hatte ihm der Dieb, eine gutmiitige Seele, zuriickgelassen. Er iichzte geradeau, dieser Techniker. Ohne alles steht er neben seinem Kasten —und hat einfach keine Aussichten, 66
БАНЯ И ЛЮДИ В своё время мы чегб-то такое писали насчет бань. Сигнализировали опасность. Дескать, голому человеку номерки не'куда деть и так дёлее. Прошло после тогб несколько лет. Затронутая нами проблема вызвала горючие дис- куссии в ба'нно-прачечном тре'сте. В результате чего ко'е-где в банях отвели особые ящики, куда каждый пассажир может класть свою, какую ни на есть, оде'жду. Пбсле чего ящик замыкается на ключ. И пас- сажир с ра'достной душой поспеша'ет, мыться. И там привязывает этот ключ к шайке. Или, в крайнем случае, не выпускает его' из рук. И как-то там, моется. Коро'че говоря', несмотря на это, вот какие собы- тия развернулись у нас в одной из ленинградских бань. Один те'хник захотёл у нас после мытья, конечно, одеться. И вдруг он с ужасом замечает, что весь егб гардероб укрёли. И тблько вор, добрая душа', оставил ему жилетку, ке'пку и ремень. Он прямо ёхнул, этот те'хник. И са'м без ничего стоит около ящика своего — и прямо не имеет ника- 67
sein Zeug zu bekommen. Er steht neben dem Kasten, so wie ihn seine Mutter geboren hat, und fachiert mit den Handen. Er ist erschlagen. Aber er ist ein Techniker. Nicht ohne Bildung. Und er kann sich einfach nicht vorstellen, wie er jetzt nach Hause kommen soli. Er wiegt sich einfach auf den Beinen. Doch Jann zieht er plotzlich im Jahzorn seine Weste an, setzt die Miitze auf, nimmt den Gurtel in die Hand, und in diesern, man kann sagen vollstandig abstrakten, Zustand rennt er durch den Ankleideraum, ohne irgendetwas zu begreifen. Einige aus dem Publikum sagen: — In diesern Bad, da wird alle Tage was gestohlen. Unserm Techniker dreht sich der ganze Kopf, er beginnt bereits in einer Redeweise zu sprechen, wie sie unter dem alten Regime iiblich war, unter Anwendung der Worte "meine Herren”. Sicherlich hat er infolge der starken Erregung einige Vesens* ziige seiner neuen Personlichkeit verloren. Er sagt: — Mich, meine Herren, interessiert vor allem, wie ich jetzt nach Hause gehen soil. Einer von denen, die noch nicht gebadet haben, sagt: — Rufen Sie den Verwaiter herbei. Soli sich doch der einen Ausweg ausdenken. Der Techniker sagt mit schwacher Stimme: — Meine Herren, rufen Sie mir den Verwaiter. Da stiirzt der Badewarter, nur in Unterhosen, zum Aus* gang und erscheint kurz darauf mit dem Verwaiter. Und da merken plotzlich alle Anwesenden, daB dieser Verwaiter — eine Frau ist. Der Techniker hat seine Miitze vom Kopf ge- hommen und sagt nachdenklich: — Meine Herren, was sind den das fiir Zustande! Das ist ja noch schonerl- Wir alle traumten davon, sogleich einen Mann zu erblicken, doch plotzlich, stellen Sie sich vor, kommt da eine Frau daher. Das, sagt er, daB es in- einem Mannerbad solche Verwaiter gibt — das ist gera- 68
кбй перспективы. Он стоит бколо ящика, в чем егб мама родила', и рукёми разводит. Он ошеломлен. А он — техник. Не без образования. И он прямо не представляет себе', кйк он тепёрь домой пойдет. Он прёмо на ногах качается. , Но потбм он сгоряча' надев/ет на себя' жилетку и ке'пку, берёт в руки реме'нь и в таком, мбжно ска* зать, совершенно отвлечённом виде ходит по пред- баннику, мёло чего сообража'я. Некоторые из публики говорят: — В этой б4не каждый день крёжи воруют. Наш техник, имёя головокружение, начинает гово- рить уже' на каком-то старорежимном наречии с при- менением слов «господ^». Згго он, навёрно, от силь- ного волнения порастерял нёкоторые свойства своей нбвой личности. Он говорит: — Менй, господа, главное интересует, как я тепёрь домой пойду. Один из немывшихся ещё говорит: — Позовите сюдё заведующего. Надо же чегб- нибудь ему придумать. Техник говорйт слабым голосом: — Господа', позовите мне заведующего. Тогда' бйнщик в одних портках бросается к выхо- ду и вскбре является с заведующим. И тут вдруг все присутствующие замечают, что бтот заведующий — женщина. Техник, сняв кепку с головы, задумчиво говорйт: — Господа, да что' же это такбе! Ещё тогб чище! Мы все мечтали увидеть сейчас мужчину, но вдруг, представьте себе, приходит же'нщина. с£го, — говорйт, — чтоб в мужской бане были такйе заведующие — 69
dezu, sagt er, eine Magnetanomalie wie die von Kursk. Und nachdem er sich mit der Miitze verdeckt, sinkt er vollig erscbopft auf das Sofa. Die anderen Maner sagen: — DaB der Verwalcer eine Frau ist, das ist wirklich eine Kursker Magnetanomalie. Die Verwalterin sagt: — Fiir Sie mag ich vielleicht auch eine Kursker Magnet- anomalie sein. Aber dort bei mir, hinter dem kleinen Platz, don ist die Damenabteilung. Und don, sagt sie, bin ich bei weitem keine Kursker Anomalie. Unset Techniker hat sich in seine Weste gehiillt und sagt: — Wir wollten Sie keinesfalls beleidigen, Madame. Was re- gen Sie sich denn auf? Sie sollten lieber dariiber nachdenken, wie ich jetzt fonge^ien soli. Die Verwalterin sagt: — Selbstverstahdlicb waren vor mir die Verwaiter hier Manner. Und in dieser H&lfte hier waren sie sehr bcauchbar in ihrer Stellung, aber in (let Damenabteilung wurden sie alle verriickt. Sie sind zu oft. dorthin gelaufen. Und jetzt gibt man Mannern diese Stelle nur noch selten. Sondem man vergibt sie immer mehr an Frauen. Und was mich betrifft, so komme ich nur im Notfall hierher oder wenn hier etwas geklaut wurde, und ich denke mir nicht viel dabei. Aber wenn ich mir hier bei Ihnen standig Beleidigungen gefallen lassen und mich jeder Badegast unbedingt eine Kursker Anomalie nennen muB, so raache ich jeden, der mich kiinftig in meinem Amt beleidigt, darauf auf- merksam, daB ich solche Leute aufs Polizeirevier bringen las se... Was ist hier denn iiberhaupt passiert? Der Techniker sagt: — Meine Herren, was regt sie sich denn auf? Nun, soil sie der Teufel holen! Ich sehe keine Moglichkeit, wie ich ohne Hose nach Hause komme, und sie will mir nicht einmal gestat- ten, sie eine Kursker Anomalie zu nennen. Und sie droht, mich auf die Polizei bringen zu lassen. Nein, es ware doch besser, 70
это прймо, — говорит, — какая-то курская аномалия. И, прикрывшись кепкой, он, в изнеможении, са- дится на див/н. Другйе мужчины говорят: — Чтоб заведующий — жёнщина, /то действй- тельно, курская аномалия. Заведующая говорйт: — Для вас, мбжет, я и курская аномалия. А там у менй чёрез площёдку— думское отделение. И там — говорйт, — я далек/ никаха'я не курская аномалия. Наш техник, запахнувшись в свок5 жилётку, гово- рйт: — Мы, мад/м, не хотёли вас оскорбйть. Что вы ерепённтесь. Л^чше бы, — говорйт, — обдумали, в чем я тепёрь пойд£. Заведующая говорйт: — Конёчно, до менё тут были завёдующие мужчи- ны. И на /той вёшей половине они были бчень хоро- ши в своём назначении, а в думском отделёнии они все с ум/ посходили. Онй тудё слишком чёсто заска- кивали. И теперь мужчинам назначения рёдко да>6т. А да>6т все бёльше жёнщинам. И что кас/ется мен/, то я захожу сюда' по ме'ре надобности йли когдй тут что-нибудь спёрли, и я от этого не теряюсь. А что я постоянно нарываюсь тут у вас на оскорбления и меня каждый м/ющийся непременно обзывает курская ано- малия, то я предупреждаю каждого, который меня впредь оскорбит на моём посту, я велю такого отвести в отделение милиции... Что у вёс тут случйлось? Тёхник говорйт: — Господ/, что она ерепёнится? Ну ее к чорту. Я не предвижу, как я без штанбв домой пбйду, а она мне не позволяет называть ее курская аномалия. И она грозит меня' в милицию отвести. Нет, лучше бы 71
wenn der Verwelter ein Mann ware. Der konnte mir wenigstens eine топ seinen ubrigen Hosen leihen. Aber daB der Verwaiter hier eine Frau iat, das gibt mir endgiiltig den Rest. Und icb, meine Herren, bin jetzt davon iiberzeugt, daB icb dieses Bad einige Tage lang nicht werde verlassen konnen, — passen Sie nur auf. Die Umstehenden sagen zur Vetwalterin: — Horen Sie Madame, vielleicht ist hier im Bad auch Ihr Mann. Und vielleicht hat er auch eine iiberflussige Hose. Dann geben Sie sie doch wirklich zeitweilig dem Herm da! Sonst werden sich der Herr furchtbar aufregen. Und nicht wissen, wie er nach Hause kommen soil. Die Verwalterin sagt: — In der Damenabteilung bei mir herrscht vollige Ruhe und Ordnung, aber in dieser Halfte hier geht taglich zuwie bei einem Vulkanausbruch. Nein, meine Herren, da verzicbte ich darauf, noch langer Verwalterin zu sein. Mein Mann arbeitet in Wjatka. Und von irgendwelchen Hosen kann selbstverstandlich keine Rede sein. Umso weniger, als das heute schon die zweiteAn- zeige wegen Diebstahls ist. Nur gut, daB das erste Mai ЫоВ Kleinigkeiten gestohlen wurden. Sonst wiirde man mir wieder wegen einer Hose zusetzen. Nun, meine Herren, wissen Sie was: Wenn einer von Ihnen eine Hose iibrig hat, so geben Sie sie dem Herm, sonst kommt es mich geradezu schwer an, den Herm anzusehen. Icb bekomme schon Kopfschmerzen von all diesen Aufregungen. Der Badewarter sagt: - Na schon, dann werde halt icb wieder meine zweite Hose hergeben. Es muB aber schlieBIich eine Diensthose gen ah t werden. Bei uns wird haufig gestohlen, und da haben sie mir diesen Monat direkt meine Hose aufgetragen. Bald nimmt sie der bald jener. Und dies hier ist meine eigene. Der Badewarter gibt nun unserem Techniker eine Hose aus Zitzstoff, und einer der Badegaste eine Jacke und ein Paar Pan- 72
заведующий был мужчина. По крайней мбре он бы мне мог одолжить какие-нибудь свой запасные брм$ки. А что тут заведующая женщина — это менй оконча- тельно побивает. И я, господа, теперь уве'рен, что из этой б/ни я несколько дней не уйду, — вот посмот- рите. Окружающие говорят заведующей: — Слушайте, мадйм, мОжет, тут у вас в бйне есть муж. И, мйжет быть, он у вас имОет лишние бр>6ки. Тогдй дайте им в сймом деле их на врймя поносйть. А то онй стра'шно волн/ются. И не понимают, как им теперь дймой дойти. Заведующая говорит: — В думском отделении у меня полная тишина, а на этой половине ежедневно происходит все равнЗ как извержение вулкана. Нет, господ^, я тут отказы- ваюсь быть заведующей. У меня муж в Вятке рабо- тает. И ни о каких, конечно, штанах не может быть и рйчи. Тем бОлее, что сегОдня это ужО вторбе заявле- ние о краже. Хорошо, что в первый раз украли мело- чи. А то бы ко мне опять приставали с браками. Тогдй, господ^, вот что: если есть у кого-нибудь какие-нибудь запасные штаны, то дййте им, а то мне на них прямо тяжело глядеть. У менй мигрень начи- нает разыгрываться от всех Отих волнйний. Банщик говорит: t f — ХорошО, я опять дам свой запасные штаны. Но вообщй надо будет сшить, наконец, казенные. У нас ч/сто воруют, и в этот месяц у меня прямо сно- сили мой штаны. То одйн возьмет, то другбй. А это мой собственные. t z Вот банщик дает нашему технику ситцевые штаны, а одйн из моющихся дает куртку и шлепанцы. И вскб- 73
toffeln. Und sogleich hiillt sich unser Freund, nur mit Miihe ein Schlucbzen zuriickhaltend, in diesen museumsreifen Staat. Und mit einem aolcb unvorteilhaften AuBeren verlaBt er auch das Bad, ohne mehr viel zu begreifen. Gleich nach seinem Fortgehen schreit plotzlich jemand: — Da schaut her, da liegt noch jemands iiberflussige Veste und ein Socken. Da stellen sich alle um die gefundenen Gegenstande herum. Einer sagt: —Vahrscheinlich hat das der Dieb Terloren. Sehen Sie sich die Veste gut an, ob nicht etwas in den Taschen steckt. Viele haben in der Veste ihre Papiere. Man wendet die Taschen um und findet dort plotzlich eine Kennkarte. Es ist dies ein Ausweis auf den Namen Selifanow, Angestellter in der zentralen Schneidereiwerkstitte. Da wird nun alien klar, daB die Diebesspuren bereita ge* funden sind. Jetzt ruft die Verwalterin kiihn die Polizei an, und zwei Stunden darauf wird bei diesern Selifanow eine Haussuchung ▼orgenommen. Selifanow ist furchtbar verwundert und sagt: — Sie sind wohl vernickt geworden, meine Herren. Mir hat man beute selbst in diesern Bad Kleidungsstucke gestohlen. Ich habe sogar Anzeige dariiber erstattet. Und was diese meine Veste angeht, so hat sie sicherlicb der Dieb verloren. Hi er entschuldigen sich ajle bei Selifanow und erklaren, es miisse ein MiBverstandnis vorliegen. Doch plotzlich sagt der Leiter der Schneidereiwerkstatt, wo Selifanow beschaftigt ist: Schon, ich bin da топ iiberzeugt, daB Sie selbst im Bad Schaden erlitten haben. Aber sagen Sie: Vo kommt denn bei Ihnen dieses Snick Lodenstoff her, das .da in der Truhe liegt? Dieser Stoff stammt aus unserer Verkstatt. Bei uns geht er ab. Und sicher haben Sie ihn mitgehen lassen. Nur gut, daB ich aus Neugierde zusammen mit der Haussuchungskommission hi er her gekommen bin. 74
ре наш друг, с трудом сде'рживая рыдания, облачается в этот музе'йный наряд. И в таком нелепом виде он выходит из бани, мёло чегб понимая. Вдруг пбсле его ухода кто-то кричит: — Глядите, вон ещё чья-то лишняя жилётка ва- ляется и один носбк. Тогда все обступают Зти найденные предметы. Один говорйт: — Вероятно, это вор обронил. Поглядите хоро- шенько жилетку, нет ли там в карманах чего. Мнбгие в жилетках документы держат. Выворачивают карманы и вдруг там нахбдят удо- стоверение. Это пропуск на имя Селифанова, служа- щего в центральной пошивочной мастерской. Тут всем становится ясно, что воровские следы уже найдены. Тогда' заведующая бойко звонит в милицию, и через два часа' у ётого Селифанова устраивается обыск. Селифанов страшно удивля'ется и говорйт: — Че'го вы обалдели, господа. У менй у самого сегодня в этой бане вёщи укрёли. И я даже делал об этом заявление. А что касается этой моей жиле'тки, то ее, наверно, вор обронил. Тут пёред Селифйновым все извиня'ются и гово- рят ему: это недоразумение. Но вдруг заведующий пошивочной мастерской, где служит этот Селифанов, говорйт: — Да, я увёрен, что вы сами в бане пострадали. Но скажйте: откуда у вас этот кусок драпа, что ле- жит в сундукё. Этот драп из нашей мастерской. Егб у нёс нехватает. И вы егб навёрно взйли. Хорошо, что я из любопытства пришёл вместе с обыском. 75
Selifanow beginnt verschiedene Worte zu lallen, und gesteht bald den Diebstahl des Stoffes ein. Da verhaftet man ihn auf der Seelie. Und demit endec die Badegeschichte, und es beginnen bereits ganz andere Dinge. Daher wollen wir auch nicht dariiber reden, um nicht zwei Themen ineinander zu flechten. Im allgemeinen konnten sich, so scheint es, sowohl die Bader wie auch die Besucher derselben in der letzten Zeic etwas zusammenreitten und noch wirkungsvoller aussehen. In den Bidern konnte man sich diesbeziiglicb etwas aus- denken, die Leute aber konnten es bleiben lassen, an solch verantwortungsvollen Orten einem seine Halbs el igkei ten zu stehlen. Aber hier ist man, im Vergleich mit anderen Einrich* tungen, noch weit hinten dran. Und das ist sehr schade. 1935 76
Селифанов начинает лепетать разные слова', и вскоре он признае'тся в крОже Отого дра'па. Тут erd моментально арестовывают. И на Отом заканчивается ба'нная исто'рия, и начинаются ужё другие дела. Так что мы и помолчим, чтОбы не сме- шивать две темы. В общем и ба'ни и моющиеся там люди, казалось бы, могли за последнее врёмя подтянешься и выгля- деть еще' бо'лее эффе'ктно. В банях могли бы чего'- нибудь осдбенное придумать на этот счет, а люди могли бы не воровать имущество в таких ответствен- ных местах. Но тут, в сравнении с другими учреждениями, ещё плетется в хвосте'. И Ото Очень жаль. 1935 77