Author: W. Migula  

Tags: flora   flora von deutschland  

Year: 1931

Text
                    Direktor Prof. Dr. Thomes
Flora oon Deutschland, Österreich
und der Schroei3
in Wort und Bild
Band XII, Abteilung 2:
Kryptogamen-Flora
Moose, Algen, Flechten und Pilje
(Die Farne befinden sich in Band I)
Etroa 30000 Arten und Varietäten
Bearbeitet oon
Prof. Dr. W. Migula
Band IV: Flechten, 2. Teil
Berlin^Liditerfelde
Hugo Bermühler Verlag
1931


30 SET.1985 K Kryptogamen-Flora oon Deutschland, Deutsch - Österreich und der Sdiroei3 im Anschluß an Thomes Flora oon Deutschland bearbeitet oon Prof. Dr. W. Migula Band IV: Flechten, 2. Teil Gymnocarpeae (Schluß) Pyrenocarpeae (kernfrüchtige) l0.% ' Berlin*Liditerfelde Hugo Bermühler Verlag 1931
Alle Rechte auch das der Üb ersetzung, v orbehal ten. Copyright by Hugo Bermühler Verlag 1931, Berlin-Lichterfelde. Otto Wigand’sche Buchdruckerei G.m.b.H,, Leipzig.
Familie Cladoniaceae. Lager krustig, einförmig oder am Rande gelappt, schuppig bis blatt¬ artig, mit den Hyphen des Vorlagers, mit Rhizinen oder mit einer kurzen, verzweigten Achse an der Unterlage befestigt, unberindet oder befindet, mit Pleurococcusgonidien; Zephalodien vorhanden oder fehlend. Podetien flächen- seltener randständig, kurz, verlängert oder mächtig entwickelt, einfach oder verzweigt, in letzterem Falle bis strauchartig, walzlich, spie߬ förmig bis becherförmig erweitert, nackt oder mit Schuppen mehr oder weniger bekleidet, unberindet oder berindet, innen hohl oder solid. Apo- thecien end- oder seitenständig ; Gehäuse meist nur aus Hyphen zusammen¬ gesetzt und keine Gonidien einschließend; Hypothecium zumeist hell, selten dunkel, mit oder ohne Gonidien unterhalb desselben, Paraphysen in der Regel unverzweigt; Schläuche sechs- bis achtsporig; Sporen farblos, einzellig, parallel-mehrzellig oder mauerartig-vielzellig, mit dünner Wand und dünnen Scheidewänden. Fulkren exobasidial. Übersicht der Gattungen: i. Lagerstiele kurz, einfach, selten gegabelt, mit endständigen Apothecien abgeschlossen 2, Lagerstiele meist becherförmig oder mehr oder weniger strauchartig verzweigt, meist ansehnlich. Apothecien end- oder seitenständig 4. 2. Hypothecium hell 3. Hypothecium kehlig Pilophoron. 3. Lager häutig, Sporen fadenförmig, parallel vielzellig Gomphillus. Lager körnig-krustig bis kleinschuppig oder einförmig oder am Rande gelappt, Sporen ellipsoidisch, ein- bis vierzellig Baeomyces. 4. Lager ohne Zephalodien, Lagerstiele hohl, Sporen einzellig Cladonia. Lager mit Zephalodien, Podetien voll, Sporen vier- bis mehrzellig Stereocaulon. Gattung Baeomyces Pers. Lager krustig, körnig bis kleinschuppig, einförmig oder am Rande gelappt, mit den Hyphen der Markschicht an der Unterlage befestigt, ohne Rhizinen, unberindet, mit Pleurococcusgonidien. Apothecien mehr oder weniger gestielt, kreisrund, mit endlich herabgedrücktem Rande und dann Thome-Migula, Flechten. II. 1
9 schildförmig oder fast kugelig, mit hellem, weichem, vom Lager nicht be- randetem eigenem Gehäuse. Stiele der Apothecien einfach, selten ver¬ zweigt, innen hohl, spinnwebartig oder solid und kornartig, außen nackt oder vom. Lager umkleidet. Hypothecium zumeist hell, seltener dunkel; Paraphysen unverzweigt, locker; Schläuche schmal, mit gleichmäßig dünner Wand, achtsporig; Sporen farblos, ellipsoidisch bis spindelförmig, einzellig oder parallel zwei- bis vierzellig, mit zylindrischen Fächern und dünner Wand. Gehäuse der Pyknokonidien in Lagerwärzchen versenkt, mehr oder weniger kugelig; Fulkren kurzgliedrig, exobasidial; Pyknokonidien kurz, zylindrisch-, gerade. Übersicht der Arten: i. Apothecien im Innern hohl oder mit lockerem, spinnwebartigem Ge¬ flecht B. roseus. Apothecien im Innern voll 2. 2. Lager schuppig-blattförmig 3. Lager körnig oder schuppig-körnig 4. 3. Lager rosettenförmig, gelblich, bräunlich oder bläulichgrau B. placo- phyJlus. Lager dachziegelig-schuppig, mattgrün B. speciosus. 4. Lager durch KOH erst gelb, dann blutrot gefärbt B. carneus. Lager durch« KOH bleibend gelb gefärbt 5. 5. Apothecien randlos B. byssoides. Apothecien mit weißlichem, lange oder dauernd bleibendem Rande B. callfanthus. 826. B. roseus Pers. — Lichen ericetorum Ach. — L. baeomyces Ehrh. — Taf. LXXII, Fig. 10, 11. Lager weißlich oder hellgrau, durch KOH gelb gefärbt, krustig- warzig, mit bald sehr spärlichen, bald zahlreichen und sich berührenden Wärzchen. Apothecien auf weißlichen, bis 5 mm hohen, 1 mm dicken, drehrunden, kräftigen Stielen, halbkugelig oder fast kugelig gewölbt, fleischfarbig-rosa, durch KOH orangerot werdend, innen spinnwebig locker. Hypothecium farblos, Epithecium leicht gebräunt. Schläuche schlank walzenförmig, Paraphysen locker, oben gelblich. Sporen lang spindel¬ förmig, 10—25 u lang, 2—3 p, dick, meist ungeteilt, vereinzelt zweizeilig. Hymenialgallert durch Jod im oberen Teil gebläut. Pyknokonidien gerade, 5 p lang, 1 p dick. Auf nacktem Sand- und Heideboden, in trockenen Wäldern von der Ebene bis ins Gebirge häufig.
3 827. B. placophyllus Ach. — Biatora placophylla Fr. — Baeomyces rufus v. subsquamulosus Harm. Lager graugrün, bald etwas gelblich oder bräunlich, trocken grau¬ weißlich, unterseits weiß, dem Substrat eng anliegend, krustig-schuppig, in der Mitte warzig-faltig, am Rande lappig und mit etwas sich erheben¬ den dicken Schuppen, oft etwas sorediös, durch KOH gelb gefärbt. Apo- thecien fleischfarben-bräunlich oder rotbräunlich, gewölbt, auf weißlichen, zusammengedrückten, einfachen oder geteilten, trocken runzelig-längs- faltigen, in der Mitte des Lagers oft geselligen Stielen. Hypothecium farblos, Epithecium körnig, schwach bräunlich, Hymenium durch Jod nicht gebläut, Paraphysen schlank, verzweigt, locker zusammenhängend, am Scheitel kaum angeschwollen. Schläuche lang, dünn, walzig, aus sehr ver¬ schmälertem Grunde, achtsporig, 120—130^ lang, 6—8/4 breit. Sporen länglich-spindelförmig, stumpf, einzellig, 10—15 /z lang, 3—4/z dick, meist schräg hintereinander im Schlauch. Sehr zerstreut auf sandigem und lehmigem Heideboden in der nord¬ westdeutschen Ebene, Westfalen, Harz, Vogtland, Alpen. Tirol: Mittel¬ berg; Silz; Kühetai; unter dem kleinen Finstertaler Gletscher; Gurgl; Brenner, oberhalb des Vennatales bis über den Wilden See; Plose; Fassa, Monzon i. 828. B. speciosus (Kbr.). — Sphyridium speciosum Kbr. Lager aus krustigen Anfängen ausgezeichnet schuppig-blättrig, meer¬ grün, fast bereift, Schuppen aufsteigend, dachziegelig sich deckend, viel¬ fach geteilt, leicht gewölbt, an den Enden ein wenig zurückgebogen und soredienstaubig, unten weiß. Früchte zahlreich, gestielt, hutförmig, fleisch¬ farbig, in der Jugend undeutlich weiß berandet. Sporen wie bei B. bys- soides (Stein.) Auf sandiger Erde in der kleinen Schneegrube im Riesengebirge nur einmal 1862 gefunden. 829. B. carneus Fike. — B. rufus v. carneus Nyl. — B. rufus f. sessilis Nyl. — Sphyridium carneum- Flöt. — Sph. fungiforme carneum Kbr. — Sph. byssoides ß carneum Stein. Lager mehr aschgrau-grünlich bis grau-ockerfarben, ziemlich dünn, aus kleinen schuppenartigen, gekerbten Körnchen zusammengesetzt, später oft staubig-sorediös, durch KOH erst gelb, dann blutrot werdend. Apo- thecien sitzend oder fast sitzend, blaß rötlich, mit blasserem, sehr dünnem Lagerrand und schwach gewölbter, in der Mitte oft vertiefter Scheibe. Im übrigen dem B. byssoides ähnlich. 1*
4 Sehr zerstreut auf Sand- und Lehmboden, selten auf Felsen. Schlesien, Westfalen, Hessen, Anhalt. 830. B. byssoides (L.) Schaer. — Lichen byssoides L. — L. rufus Ach. — Baeomyces rupestris Ach. — B. rufus Wahlenb. — Sphyridium byssoides Th. Fr. — Sph. fungiforme Kbr. — Stereocaulon fungiforme Schaer. — Taf. LXSXII, Fig. 1—3. Lager krustig, fast glatt oder gewöhnlich etwas schuppig-körnig mit etwas angeschwollenen, seltener verflachten und dann am Rande manchmal leicht gelappten Schuppen, oft mehr oder weniger sorediös, weißlich, grau¬ grünlich, grünlich oder rußbräunlich, verschieden dick, durch KOH schön gelb gefärbt. Gonidien kugelig, 5—10 p dick. Lagerstiele 2—3 mm hoch, 0,5—1 mm dick, seitlich zusammengedrückt, gerieft, fleischrötlich, voll, fest. Apothecien fleischfarben-rosa oder bräunlich-fleischfarben oder röt¬ lich, randlos, 1—2 mm breit. Sporen zu 8, farblos, einzellig, länglich, meist mit zwei Tröpfchen, die eine Teilung in zwei Zellen vortäuschen, 6—12 p lang, 2,5—4 p dick. Pyknokonidien gerade, ellipsoidisch, 4—$p lang, 1 p dick. Durch das ganze Gebiet zerstreut, im Gebirge häufiger, auf etwas feuchtem Sand- und Lehmboden, auch auf morschem Holz, über alten Moosen. Je nach dem Standort unterscheidet man eine Forma terrestris, rupestris und lignorum. var. sessilis Nyl. — B. rufus f. sessilis Nyl. Apothecien sitzend oder fast sitzend. Tirol: Ehrenburg; Sarntal, Kaserböden; Jenesien, auf Erdboden am Krummenbühel, auf Sandstein im Walde rechts vom Wege auf den Alten. 831. B. callianthus Lettau. % Lager weit ergossen, mit nicht ausgebildetem Rande, graugrün, mehr oder weniger deutlich kleinschuppig, mit ziemlich flachen, nicht dach- ziegeligen, unregelmäßig gekerbt-vieleckigen oder fast kreisrunden, etwa 80—400 p breiten Schuppen, zum Teil durch Zusammenwachsen eine fast zusammenhängende und glatte Kruste bildend, etwa 80—100p dick; obere Rinde ungleich, farblos, plektenchymatisch und mit der dickeren Gonidien- schicht verwebt; stellenweise durch unregelmäßige größere oder kleinere Flecke in kleinkörnige, grüngelbliche Soredien aufbrechend; durch KOH deutlich gelb, durch CaCL ebensowenig wie durch KOH + CaCl2 verändert. Gonidien kugelig, freudig grün, 6—10 p dick. Lagerstiele zahlreich, außen weißlich oder meist mehr oder weniger von dem körnig-schuppigen, grau¬ grünen Lager bekleidet, innen weiß, solid, 1—1,5, selten bis 2 mm lang,
5 i—1,5 mm breit, i—4, selten 6—8 Apothecien tragend. Apothecien 1 bis 2 mm breit, schildförmig, rundlich oder gewöhnlich länglich und in ver¬ schiedener Weise gekerbt und eingeschnitten, fast flach oder meist leicht gewölbt. Gehäuse weißlich, einen dünnen, lange oder fast dauernd bleiben¬ den, fein gekerbten und in verschiedener Weise eingebogenen, innen blaß graugelblichen oder fast farblosen, aus strahligen Fäden verwebten Rand bildend. Scheibe nackt, glanzlos, glatt, fleischfarben-rosa oder blaß rosa, im Alter sich nicht entfärbend, angefeuchtet mehr oder weniger blaß fleischfarben-bräunlich, durch KOH fleischfarben-zitronengelb, nach einer bis mehreren Stunden blutrot werdend. Hypothecium schmal, blaß gelb¬ lich. Hymenium etwa 85—no^u hoch, farblos oder etwas gelblich. Para¬ physen leicht trennbar, wenig verzweigt, schlaff, etwa 1,2—1,5 /z breit, durchweg farblos, am1 Scheitel nicht verdickt, weder durch Jod noch durch KOH gefärbt. Epithecium fehlt. Schläuche verlängert, zylindrisch-keulen¬ förmig, nach dem Grunde hin verschmälert, etwa 80—100 //. lang, 7—ga breit, achtsporig, durch Jod braunrot gefärbt. Sporen 1—i1/2reihig an¬ geordnet, meist zweizeilig, 10—*7 lang, 3—4,8 y, breit. Thüringen: Bei ,, Allzunah“ unweit Stutzerbach an einer sumpfigen Waldstelle gegen den roten Berg hin (770 m) auf feuchter Walderde und abgestorbenen Moosen. Gattung Gomphyllus Nyl. Lager krustig, häutig, am Rande gelappt, homöomerisch, ohne Rhi- zinen, mit Pleurococcusgonidien. Podetien flächenständig, an der Spitze 1—5 Apothecien tragend, nicht beschuppt; Gehäuse der Apothecien keine Gonidien einschließend, hornartig, gefärbt; Hypothecium farblos, fast hornartig; Paraphysen fädlich, unverzweigt; Schläuche zylindrisch, acht¬ sporig; Sporen farblos, fadenförmig, parallel viel- (bis hundert-) zellig, mit zylindrischen Fächern und dünner Wand. Fulkren exobasidial; Pykno¬ konidien zylindrisch, gerade. 832. G. calicioides (Del.) Nyl. — Baeomyces calicioides Del. — Myce- todium calicioides Mass. — Taf. LXI O, Fig. 1—3. Erklärung zu Tafel LXI 0. Fig. 1. Gomphyllus calicioides, Schnitt durch Podetium und Apothecium, Vergr. 50. Schlauch mit Paraphysen, Vergr. 200. n 3* „ „ Sporen, Vergr. 500. „ 4- Pilophoron cereolus, Schnitt durch Podetium und Apothecium, Vergr. 500. n 5- >1 n Schlauch mit Paraphysen, Vergr. 500. s» 6. ,, „ Sporen, Vergr. 1000.
6 Lager sehr dünn oder fast fehlend, grau oder graugrünlich, firnisartig über die Moose ausgebreitet. Apothecien kreisel-linsenförmig, 0,2—0,4 mm breit, schwarzbräunlich, auf kurzen Podetien. Sporen 160—200^ lang, 3 p breit, fadenförmig. Pyknokonidien 2 p lang, 0,5 p, dick. Über Moosen und- Jungermannien, äußerst selten. Alpen: Locarno; Riva; Chiavenna. Gattung Pilophoron (Tuck,) Th, Fr. Lager körnig-krustig, warzig bis. angepreßt-schuppig, mit den Hyphen der Markschicht an der Unterlage befestigt, unber indet, mit Pleurococcus- gonidien und außerdem mit kleinen bräunlichen Zephalodien, welche Cyano- phyceengonidien einschließen. Podetien aufrecht, einfach oder spärlich verzweigt, zylindrisch, außen körnig-schuppig, unberindet, äußere Mark¬ schicht locker, die Gonidien einschließend, innere Markschicht aus längs- laufenden Hyphen zusammengesetzt, fester gewebt, solid oder ausgehöhlt. Apothecien endständig, einzeln oder gehäuft, bald kopfig oder halbkugelig und unberandet. Hypothecium dick, hornig, dunkel, unterhalb desselben keine Gonidien. Paraphysen unverzweigt, verklebt, querseptiert, mit dunklen Spitzen. Schläuche schmal, mit am Scheitel verdickter Wandung, achtsporig; Sporen farblos, ellipsoidisch bis länglich-ellipsoidisch, einzellig, mit dünner Wand. Gehäuse der Pyknokonidien auf den Spitzen der Podetien sitzend, kugelig; Fulkren exobasidial; Pyknokonidien stäbchen¬ förmig, gerade oder nur leicht gekrümmt. 833. P. cereolus (Ach.) Th. Fr. — Lichen cereolus Ach. — Stereo- caulon cereolus Ach. — St. cereolinum Ach. — St. condensatum, var. cereo¬ linum Nyl. — Taf. LXI O, Fig. 4—6. Lager grauweiß. Schuppen am Grunde eine warzig-körnige Kruste bildend. Lagerstiele kurz, meist nur 3—6 mm hoch, einfach, warzig-körnig oder etwas staubig. Apothecien fast kugelig, 0,6—1,3 mm breit, einzeln. Sporen etwa 16—22 lang, 4—5 dick. Selten, in den Alpen auf Felsen und in Felsritzen und meistens steril. Tirol: Stanzertal, an Glimmerschieferblöcken im Verwalltale; Silz, an Phyllitwänden; Lüsen, an Schieferwänden vor St. Nicolaus; Predazzo, am Fuße der Margola und an verschiedenen Stellen zwischen Predazzo und dem' Rollepaß. Die zu S. condensatum var. cereolinum Nyl. von Stitzen- berger angeführten Schweizer Standorte: ad saxa granitica et micacea supra lacum Verbanum in Mont£ Rosso, prope Locarno, in valle Peccia, in Valsesia, gehören wohl ebenfalls sämtlich hierher. — Außerdem im Fränk. Jura: steril an vorstehenden Sandsteinfelsen in den Waldhohl¬
7 wegen oberhalb Spielberg westlich von Schwandorf und an niedrigen Sandsteinfelsen am Schutzengelsteinbruch im Veldensteiner Forst. Gattung Cladonia (Hill.) Wainio. Lager schuppig bis blattartig, seltener krustig, geschichtet, mit Pleuro¬ coccusgonidien, berindet, Rinde aus dickwandigen, senkrecht zur Ober¬ fläche verlaufenden Hyphen gebildet, einem ergossenen Vorlager aufliegend oder durch zahlreiche am Rande oder an die Unterseite der Lagerschuppen angeheftete Rhizinen oder durch eine kurze verzweigte Achse an der Unterlage befestigt; Podetien flächen-, seltener randständig, einfach, spieß- oder becherförmig, wiederholt sprossend oder strauchartig verzweigt, nackt oder mit Lagerschuppen mehr oder weniger bekleidet, an den Achsenenden geschlossen oder durchbohrt, röhrig, Rindenschicht fast amorph, aus mehr oder weniger längslaufenden, verklebten Hyphen gebildet. Apothecien an den Enden der Podetien oder am Rande der Becher, ausnahmsweise auf den Lagerschuppen sitzend, verschieden gefärbt, mit hellem oder dunklem, vom Lager nicht berandetem eigenem Gehäuse, welches aus mehr oder weniger strahlenförmig angeordneten, dickwandigen und verklebten Hyphen gebildet wird. Hypothecium. farblos oder gefärbt, aus dicht ver¬ webten Hyphen zusammengesetzt. Paraphysen einfach, verklebt, seltener gegabelt. Schläuche keulig-zylindrisch, mit anfangs am Scheitel verdickter Wand, sechs- bis achtsporig. Sporen farblos, eiförmig, länglich bis spindel¬ förmig, in der Regel einzellig, ausnahmsweise zwei- bis vierzellig, mit dünner Wand. Gehäuse der Pyknokonidien an den Enden der Podetien, am Rande oder an den Seiten wänden der Becher, seltener auf den Schuppen dös Lagers sitzend oder kurz gestielt, zylindrisch, konisch, eiförmig, an der Basis mitunter verschmälert; Fulkren exobasidial; Pyknokonidien zylindrisch bis fädlich, leicht gebogen oder fast gerade. Übersicht der Arten: i. Lagerschuppen fehlen oder wenn vorhanden krustig, ebenso wie die Lagerstiele unberindet 2. Lagerschuppen berindet, Lagerstiele meist berindet (Subg. Ceno- myce) 8. Erklärung zu Tafel EXIL Fig. i. Cladonia rangiferina, schwache Form. „2. „ alpestris, kleinere Form. „ 3. „ macilenta. „ 4- H flabelliformis, nat. Gr.
8 2. Lagerstiele am Grunde absterbend, verlängert, stark ästig (Subg. Cladina) 3. Lagerstiele kurz, ausdauernd, einfach oder wenig verzweigt, (Subg. Pycnothelia) Clad. papillaria. 3. (Cladina) Spitzen der Lagerstiele und Verzweigungen durchweg ein¬ heitswandig 4. Spitzen der Lagerstiele mehr sparrig-allseitswandig 7. 4. KOH ruft Gelbfärbung hervor CI. rang]ferina. KOH ruft keine Gelbfärbung hervor 5. 5. Bitter schmeckend 6. Nicht bitter schmeckend CI. mitis. 6. Lagerstiele grünlich bis gelblich, locker verzweigt, mit wenig zahl¬ reichen Endästchen, sehr bitter CI. tenuis. Lagerstiele weißlich bis gelblich, an der Spitze stark büschelig ver¬ zweigt, meist mit offenen Achseln, mäßig bitter CI. silvatica. 7. Lagerstiele graugrün, von stumpfer, rauher Oberfläche; Pykniden ohne rote Gallerte CI. impexa. Lagerstiele weißlich oder gelblich, im oberen Teile sehr dicht kronen¬ förmig verzweigt, Pykniden mit roter, durch KOH violett gefärbter Gallertmasse CI. alpestris. 8. (Cenomyce) Apothecien und Pykniden rot, selten wachsgelb, durch KOH violett oder schwarz gefärbt (I. Reihe Cocciferae) 9. Apothecien braun oder gelblich, durch KOH nicht gefärbt. Pykniden schwarz, braun oder blaß (II. Reihe Ochrophaeae) 17. 9. (I. Reihe Cocciferae) Lagerschuppen oberseits graugrün, dunkel oliv¬ farben oder gelblich, unterseits weißlich. KOH 4- CaO wirken ebenso wie KOH allein (Subglaucescentes) 10. Lagerschuppen oberseits strohgelb oder gelbgrün, unterseits weißlich. KOH allein färbt nicht, erst KOH + CaCl (Stramineo-flavidae) 14. 10. (Subglaucescentes) Lagerstiele typischbecherlos 11. Lagerstiele typisch bechertragend 13. 11. KOH färbt gelb (Thammolsäure) CI. macilenta. KOH färbt nicht 12. 12. Typische Lagerstiele glatt (bei f. intermedia sorediös) CI. Floerkeana. Lagerstiele mehlig-sorediös CI. bacillaris. 13. Gelbfärbung durch KOH in Violett übergehend, Lagerschuppen dünn, eingeschnitten-gekerbt CI. polydactyla. Gelbfärbung durch KOH in ockerfarben übergehend, Lagerschuppen groß, gelappt CJ. digitata.
9 14- Lagerstiele der typischen Formen becherlos CI. incrassata. Lagerstiele typisch bechertragend 15. 15. Lagerstiele typisch ohne Schuppen 16. Lagerstiele typisch mit Schuppen Ci. bellidifiora. 16. Lagerstiele soredienlos oder grobkörnig CI. coccifera. Lagerstiele fein mehlig-sorediös CI. deformis. 17. (Ochrophaeae) Lagerschuppen gewöhnlich bald verschwindend, Lager¬ stiele meist gelblich, am Grunde gewöhnlich absterbend und am Scheitel lange weiter wachsend (Unciales) x8. Lagerschuppen bleibend oder erst spät verschwindend 21. 18. (Unciales) Lagerstiele ungleich großgrubig CI. sublacunosa. Lagerstiele nicht ungleich großgrubig 19. 19. Lagerstiele gelblich oder graugrün 20. Lagerstiele hechtgrau oder weißlich, Achtspitzen und Achsen ge¬ schlossen Ci. destricta. 20. Lagerstiele mit geschlossenen oder teilweise trichterig offenen oder durchbohrten Bechern. Pykniden ohne rote Gallerte CI. amaurocraea. Lagerstiele mit durchweg offenen, von sternartigen Spitzen um¬ gebenen Achseln. Pykniden mit roter Gallerte CI. uncialis. 21. Typische Lagerstiele trichterig offen (Chasmariae) 22. Typische Lagerstiele becherlos oder Becher durch eine Haut ge¬ schlossen. Achseln geschlossen 33. 22. Lagerschuppen klein, schmal, klein geteilt oder gekerbt (Micro- , philleae) 23. Lagerschuppen gut entwickelt, breit gelappt (Macrophilleae) CL turgida. 23. (Microphilleae) Lagerstiele soredienlos oder grobkörnig sorediös 24. Lagerstiele reichlich und fein mehlig sorediös 32. 24. Lagerstiele lang oder kurz, aber gut entwickelt 25. Lagerstiele sehr kurz stiftförmig, oft fast verschwindend CI. caespiticia. 25. KOH färbt gelb 26. KOH färbt nicht 29. 26. Lagerstiele schuppenlos CI. rangiformis. Lagerstiele mit Schuppen 27. 27. Lagerstiele becherlos 28. Lagerstiele wenigstens zum Teil bechertragend CI. subsquamosa. 28. Flechte kräftig, furcata-ähnlich CI. subrangiformis. Zartere, kleine Flechte CI. delicata.
10 29. Lagerstiele weder in den Achseln noch an den Spitzen klaffend er¬ weitert CI. furcata. Lagerstiele zum Teil bechertragend oder mit erweiterten, klaffenden Achseln 30. 30. Lagerstiele ohne Soredien mit zusammenhängender oder sich be¬ rührend gefelderter Rinde 31. Lagerstiele soredienlos oder körnig, ganz unberindet oder mit warzig, zum Teil zerstreut gefelderter Rinde CI. squamosa. 31. Lagerstiele gewöhnlich bechertragend CI. crispata. Lagerstiele becherlos CI. Delessertii. 32. Lagerstiele meist bechertragend, sterile Spitzen gewöhnlich, offen, oft bechertragend CI. cenotea. Lagerstiele meist becherlos, sterile Spitzen gewöhnlich pfriemen- formig CI. glauca. 33. Lagerschuppen auffallend entwickelt, groß, unterseits gelb oder weiß (Foliosae) 52. Lagerschuppen weniger auffallend, oft klein, unterseits weiß 34. 34. Apothecien braun oder blaß, dann aber die Lagerstiele nicht gelb 35. Apothecien auffallend hellbräunlich, Lagerstiele klein, gelblich (Ochro- leucae) 53. 35. Lagerstiele becherlos, stets oder gewöhnlich fertil, an der Spitze ver¬ dickt oder mit engen, zerrissenen Höhlungen (Podostelides) 36. Lagerstiele gewöhnlich bechertragend oder oft bei derselben Art becherlos, sehr oft steril (Thallostelides) 43. 36. (Podostelides) Lagerstiele kurz, meist fruchtend. Apothecien unter dem Rande oft zusammengezogen und fast schildförmig. Pykniden gewöhnlich auf den kräftigen Lagerschuppen (Helopodium) 37. Lagersti eie von mittlerer Länge, teils fruchtbar, teils steril. Apo¬ thecien unter dem Rande nicht verengt, nicht schildförmig, vom stumpfen Scheitel des Lagerstiels gestützt. Pykniden gewöhnlich am Ende der Lagerstiele (Macropus) 40. 37. (Helopodium) Lagerstiele kurz, dickfrüchtig, durch KOH nicht ge¬ färbt CI. brevis. Lagerstiele durch KOH gefärbt 38. 38. Lagerstiele durch KOH erst gelb, dann rasch blutrot gefärbt Ci. sub- cariosa. Lagcrstiele nach der Gelbfärbung durch KOH nicht blutrot wer¬ dend 39.
11 39- Lagerstiele zum größten Teil berindet CI. cariosa. Lagerstiele schwächer, zum Teil entrindet CL leptophyila. 40. (Macropus) Lagerschuppen dick, breit oder breit gelappt, Lagerstiele soredienlos, durch KOH nicht gefärbt CI. alpicola. Lagerschuppen dünner, schmal geschlitzt, Lagerstiele gewöhnlich mit körnigen Soredien 41. 41. Durch KOH nicht gefärbt Ci. decorticata. Durch KOH gelb gefärbt 42. 42. Färbung durch KOH gelb bleibend Ci. acuminata. Färbung durch KOH gelb, später orangerot C. foliata. 43. (Thallostelides) Lagerstiele typisch nicht aus der Mitte der Becher sprossend 44. Lagerstiele aus der Mitte der Becher sprossend 50. 44. Lagerstiele weder filzig noch später am Grunde weißfleckig 45. Lagerstiele soredienlos, zwischen den Rindenfeldern etwas filzig, am Grunde zuletzt gefleckt 49. 45. Lagerstiele verlängert und durchweg oder doch größtenteils 1>e- rindet 46. Lagerstiele kurz und berindet, oder wenn länger, sorediös entrindet 47. 46. Lagerstiele soredienlos oder selten spärlich körnig CI. gracilis. Lagerstiele nach dem Scheitel zu sorediös CI. cornuta. 47. Lagerstiele bechert ragend, mit meist weiten, vom Grunde an all¬ mählich verbreiterten Bechern, glattrindig oder warzig berindet / CI. pyxidata. Lagerstiele becherlos oder, wenn bechertragend, mit kleinen oder mittelgroßen Bechern, meist mehr oder weniger sorediös 48. 48. Rinde grob oder körnig sorediös CI. pityrea. Rinde fein mehlig sorediös CI. fimbriata. 49. KOH färbt nicht, Lagerschuppen klein oder mittelgroß CI. degenerans. KOH färbt gelblich, Lagerschuppen gelblich CI. ceresphora. 50. Lagerstiele durch Prolifikationen schließlich verlängert, sterile Enden rüsselförmig oder zum Teil becherlos, hornförmig CI. gracilescens. Lagerstiele kürzer, mit Bechern oder Apothecien endend 51. 51. Lagerschuppen groß und breit. Lagerstiele einfach oder mit kleinen Prolifikationen, durch KOH gelb werdend CI. macrophyllodes. Lagerschuppen kleiner, Lagerstiele später mit kräftigen Prolifika¬ tionen, durch KOH nicht gefärbt CI. verticillata.
12 52. (Foliosae) Lagerschuppen sehr groß, durch. KOH 4- CaCl gelb gefärbt CI. foliacea. Lagerschuppen kleiner, durch KOH 4- CaCl blaugrün gefärbt CI. strepsilis. 53. (Ochroleucae) Lagerstiele soredienlos, berindet CI. botrytes. Lagerstiele sorediös, mehr oder weniger entrindet 54. 54. Lagerstiele bechertragend mit regelmäßigen Bechern CI. carneola. Lagerstiele becherlos oder mit unregelmäßigen Bechern 55. 55. Lagerstiele kurz (3—15 mm) CI. bacilliformis. Lagerstiele mittellang oder meistens lang (30—80 mm) CI. cyanipes. 1. Subgenus Cladina. 834. CI. rangiferina (L.) Web. — Lichen rangiferinus L. — Baeomyces rangiferinus Ach. — Cenomyce rangiferina Ach. — Patellaria rangiferina Wallr. — Capitularia rangiferina Mart. — Cladonia rangiferina a vulgaris Schaer. — CI. fusca m. rangiferina Rabenh. — Cladina rangiferina Nyl. — Taf. LXII, Fig. 1; LXII B, Fig. 1; LXXIIB, Fig. 9. Lagerstiele weißlich, grau-blaugrün, bräunlich, rötlich-bräunlich oder violett, gewöhnlich aufgerichtet, steif und fest, zylindrisch, selten sich spaltend, an der Oberfläche leicht spinnwebig, bedeckt mit mehr oder weniger genäherten gonidienführenden, weißen oder gefärbten und beson¬ ders in letzterem Falle sich mit KOH gelb färbenden Flecken. Zweige einzeln, büschelig oder strahlig, letzte Ästchen sämtlich nach derselben Seite zurückgekrümmt, im fertilen Zustande aber dicker, aufrecht, eine Traube bildend. Astwinkel oft durchbohrt. Gonidien 6—13^ breit. Sehr selten fruchtend. Apothecien fast halbkugelig, braun, 0,5—1 mm breit, einzeln oder gehäuft. Sporen länglich-spindelförmig, 8—15 p lang, 2 bis 3,5 p dick. Hypothecium blaß, Epithecium bräunlich, Hymenialschicht durch Jod bleibend blau gefärbt. Pykniden an den Endverzweigungen der Lagerstiele, meist eiförmig oder fast kugelig, ohne rote Substanz. Pykno¬ konidien zylindrisch, mehr oder weniger gekrümmt, 4—7 p lang, 1 p dick. In trockenen Wäldern, auf Heideplätzen von der Ebene bis ins Hoch¬ gebirge gemein. f. major Floerke. — f. gigantea Ach. — Lagerstiele kräftig, 100 bis Erklärung zu Tafel LXII B. Fig. I. Cladonia rangiferina, typische, kräftige Form. „ 2. ,, alpicola f. Mougeotii. 3. „ f. macrophylla.
13 i6omm hoch, 2—3 mm dick, von unten auf nur spärlich aufstrebend ver¬ ästelt, die Spitzen nickend, obere Enden leicht gekrümmt. f. tenuior Sandst. — f. minor Harm. — Podetien nicht über 5 cm hoch und 0,7 mm breit. f. crispata Coöm. — Lagerstiele stark gekräuselt. f. rigida Harm. — Sterile Endverzweigungen weniger nickend, dicht¬ rasig, starrer, straffer als tenuior, mit kurzen, stumpfen, gespreizt um offene Achsen stehenden oberen Ästchen. f. humilis Anders. — Rasen flach angedrückt. f. prolifera Flöt. — Warzigrauh, mit kurzen, dornig-hakigen Nach¬ schüssen auf dem Rücken der meist übergebogenen Lagerstiele. f. soralifera Sandst. — Mit 1—3 mm langen und 1—2 mm breiten, länglichrunden Soralen an den Lagerstielen, besonders an geknieten Stellen. Die Sorale zerfallen in graues oder gelbliches, feinkörniges Pulver. f. adusta Rabenh. — Lagerstiele 30—50 mm lang, kräftig, teilweise schwarzbraun gefärbt. f. incrassata Schaer. — Lagerstiele weißlichgrau, 35—40 mm lang, 1—1,5 mm dick, weniger verzweigt, dichter warzig, an den Spitzen dunkler und gewöhnlich dicker und mehr aufrecht. Tirol: Ehrenburg, auf Erde der Steinmauer am Marbacher Sattel. Böhmen: Jeschken. 835. CI. tenuis (Elke.) Harm. — CI. rangiferina y tenuis Fike. — CI. sylvatica (L.) Hoffm. a sylvestris Oed. f. tenuis Floerk. — Taf. LXII C, Fig 3- I Lagerstiele gelblich-grünlich, weißlich-grünlich, blaugrüngelblich oder graugrün, heller oder dunkler, auf gerichtet oder niederliegend, ziemlich glatt, zart, 40—90 mm hoch, 0,8—1,5 mm dick, verzweigt, aber wenig büschelig; obere Zweige nicht sehr zahlreich, an den Enden gebräunt und wie bei CI. rangiferina zierlich alle nach derselben Seite umgebogen; Winkel der Hauptäste ganz oder durchlöchert, selten im Alter weit offen; die gonidienführenden Flecke stark entwickelt, mehr oder weniger ge¬ nähert, flach, nicht warzenförmig, durch KOH gelblich werdend oder grün bleibend. Die Flechte schmeckt infolge des hohen Gehaltes an Fumar- protocetrarsäure sehr stark bitter. Erklärung zu Tafel LXII C- Fig. 1. Cladonia subrangiformis. „ 2. „ impexa, f. subpellucida. 11 3- h tenuis.
14 An ähnlichen Standorten wie CI. silvatica, z. B.: Oldenburg, Brandenburg, Thüringen, Mähren. f. ftavicans (Fike.) Harm. — Cladonia rangiferina y tenuis b. flavi- cans Fike. Lagerstiele besonders nach oben zu gelblich, Zweigehen am Ende zurückgebogen und braun. f. decumbens (Fike.) Harm. — CI. rangiferina y tenius c. decumbens Fike. Lagerstiele niederliegend in lockeren Büscheln, gewöhnlich buchtig verflochten. /. fuscescens (Fike.) Harm. — Cladonia rangiferina y tenuis d. fus- cescens Fike. Zweige und Zweigehen gebräunt, mit nickenden Spitzen. f. viridescens Harm. — Lagerstiele in dicht buschigen, niederliegen¬ den, schön dunkelblaugrünen Rasen. 836. CI. silvatica (L.) Hoffm. — CI. rangiferina e sylvatica Fike. — CI. sylvatica a sylvestris Oed. Lagerstiele weiß, gelbweiß oder graugrün, meist ziemlich kräftig, meist glatt, im Alter zuweilen warzig-runzelig oder spinnwebig-filzig, 50 bis 120 mm' hoch., 1—2 mm und darüber dick, mit ausgebreiteten, sehr wenig vortretenden gonidienführenden Flecken. Achseln der Hauptäste offen. Ästchen zahlreich, oben meist dicht zusammenschließend und einseitswandig nickend, weißlich oder bräunlich. Apothecien locker schirmförmig gestellt. Nach Zopf enthält CI. silvatica rechtsdrehende Usninsäure und die bittere Fumarprotocetrarsäure. Überall häufig und gemein in trockenen Wäldern, Heiden, auf Torf, selbst über Felsen von der Ebene bis ins Hochgebirge. f. arbuscula (Wallr.) (incl. f. grandis Fike.). — Patellaria foliacea m. arbuscula Wahr. Lagerstiele stark, nach unten weniger, nach oben stärker verästelt, mit locker baumförmigen Kronen, nickenden Spitzen und gelblicher, glatter Berindung. /. pygmaea Sandst. ist eine durch niedrigen gedrängten Wuchs in polsterförmigen Rasen ausgezeichnete, oft etwas gelblich gefärbte Form. f, glaucescens Harm. — Lagerstiele mehr oder weniger grau-blaugrün. f, sorediata Sandst. — Soredientragende Form. f. de pauperata Harm.
15 Lagerstiele mehr oder weniger kräftig, Zweigehen wenig entwickelt und wenig zahlreich, an den Enden etwas runzelig-warzig. f. sphagnoides (Fike.) Oliv. — Cladonia rangiferina e sylvatica c. sphagnoides Fike. Zwei gehen sehr zahlreich, gedrängt, gebogen, steril. 837. CI. mitis Sandst. — Taf. LXV D, Fig. 7. Lagerstiele 30—70 mm hoch, 1—1,5—2 mm dick, im Schatten und mäßigem Licht weißlich, im freien Licht mehr schiefergrau, in der Sonne eher geschwärzt als bräunlich, die Rinde ziemlich geglättet; Altersformen haben dickwarzige Berindung. Die Äste sind schlank gabelig aufstrebend gestellt, die Achseln zumeist offen. An den Lagerstielen häufig feine Längsrisse, die Spitzen durchweg mehr allseitswendig, im Umfang der Rasen einseitswendig nickend, viele mit kurzen, zylindrischen Pykniden. Pyknokonidien 6—8 /x lang, 1 /4 dick, walzig, leicht gekrümmt. Früchte klein, fast kugelig, trugdoldig gestellt, hell kastanienbraun oder mit einem Stich ins Bläuliche. Bildet gern polsterförmige Rasen, deren einzelne Stämmchen nicht so stark verästelt und im ganzen nicht so« stark verwebt sind wie bei CI. silvatica, von der sie sich auch durch die hellere, weißliche Färbung unterscheidet. Die Flechte enthält im Gegensatz zu CI. silvatica keine Fumarprotocetrarsäure und schmeckt deshalb nicht bitter. Strausberge bei Bösel, Oldenburg, auf Sanddünen, Schwarzes Moor in der Rhön; Thüringen, Brandenburg, bei Nordhausen; Böhmen, Mähre n usw. 838. CI. impexa Harm. — Cenomyce sylvatica y latiuscula Del. — C. sylvatica v. intermedia Desmaz. — Cladonia rangiferina var. latiuscula Del. — Taf. LXII C, Fig. 2; Taf. LXIID, Fig. 1. Lagerstiele weißlich, gelblich-weißlich, gräulich oder graublau-grün¬ lich, besonders im' oberen Teil mit dünnen, später hauptsächlich nach dem Grunde zu durchscheinenden Wänden, 2—12 cm lang, kaum 1 mm dick, nur im Alter zuweilen in monströser Weise bis auf 5 mm verdickt und ge¬ spalten. Verzweigung im allgemeinen wie bei silvatica, die letzten Ver¬ zweigungen aber sehr dünn, kurz, ausgebreitet oder nur schwach nach allen Richtungen hin gebogen. Gonidienführende Flecken anfangs grünlich, aus¬ gebreitet und oft sich berührend, im Alter nur als sehr kleine, weiße, zer¬ streute Körnchen erkennbar. Im übrigen kaum von CI. silvatica abwei¬ chend. Sporen bis 13,5 lang, 2,5 p, dick. Harmand faßt — wohl mit Recht — CI. laxiuscula Del., CI. conden¬ sata (Fike.) Coem., CI. spumosa (Fike.) Coem. und CI. portentosa (Duf.)
16 Del. zu einer Art, der CI. impexa, zusammen. Von CI. rangiferina, tenuis, silvatica unterscheidet sich diese neue Art hauptsächlich dadurch, daß die letzten feinen Verästelungen gerade oder nur schwach und nicht einseitig gekrümmt sind, von CI. alpestris durch weniger büschelige Verzweigung und das Fehlen der Chrysophensäure in den Pykniden. Nach Zopf ent¬ halten die hier zusammengefaßten Arten Usninsäure, aber keine Fumar- protocetrarsäure. Da die Formen sämtlich früher zu CI. silvatica alpestris oder rangi¬ ferina gezogen wurden, ist die Verbreitung der Art nicht sichergestellt, doch scheint sie in Deustchland nicht selten zu sein. f. laxiuscula Del. Wein. — Cladonia laxiuscula Del. Sandst. — CI. impexa f. subpellucida Harm. Podetien 6—12 cm lang, 1—1,4 mm dick, stellenweise gespalten, am Grunde sehr blaß weißgräulich, durchscheinend, besonders in feuchtem Zustande, im unteren Teile mit milchweißen genäherten, im oberen mit blaugraugrünlichen, mehr entfernten Körnchen überstreut; Hauptachseln selten durchbohrt, Endzweigehen ziemlich plötzlich verdünnt, fast weiß, gerade oder sehr wenig gekrümmt. f. portentosa (Duf.) Harm. — Cenomyce portentosa Duf. — C. sylva- tica f portentosa Del. — Cladonia rangiferina <5 portentosa Schaer. — Taf. LUD, Fig. 1. Lagerstiele verdickt, 60—120 mm hoch, 3—6 mm dick, lockerstehend, häufig mißgestaltet. Die Rinde runzelig grubig, manchmal warzig rauh, stellenweise knorpelig, durchscheinend oder spinnwebig-filzig, von grau¬ grüner ins gelbliche spielender Färbung, am Grunde oft schwärzlich, Achsenenden unregelmäßig offen, die Äste kurz, verbogen, knorrig mit kurzen Ästchen, die Köpfchen der Äste und Stiele oft mit kleinen warzen¬ förmigen oder stiftförmigen Verkümmerungen, die von Pykniden gekrönt sind. Solche Köpfchen haben das Aussehen von Kopfweiden, die vor kurzem geschoren wurden. (Sandst.) f. condensata (Fike.) Coem. — Cladonia sylvatica-sylvestris f. conden¬ sata Fike. — CI. impexa Harm. Lagerstiele mit schön gewölbter dichter Krone, unten weniger, oben dicht verästelt. Ästchen kurz, gespreizt, allseitswendig, wenig nickend, Erklärung zu Tafel LXII D. Fig. 1. Cladonia impexa f. portentosa. ,, 2. „ gracilis f. elongata laontera „ 3- h brevis.
17 höhere und niedere Stämmchen nebeneinander, 30—120 mm hoch, in bestens entwickelten Rasen stark an CI. alpestris erinnernd. Färbung der Lagerstiele weißgrau, graugrün oder leicht ins Gelbliche spielend, die Spitzen auch wohl gebräunt. Fruchtet selten. (Sandstede.) f. spumosa (Fike.) — CI. sylvatica f. spinosa Fike. — CI. alpestris v. spumosa Fike. Graugrüne, weißgrüne oder aschgraue Lagerstiele, kräftig, 1—3 mm dick, locker oder dicht stehend, einzelne Stämmchen ragen hervor, bis fast 120 mm hoch, und sind mit fast winkelig gestellten, kurzen Ästchen ver¬ sehen, an der Spitze oft von warzenförmigen Ästchen sparrig rauh. Die Ästchen umstehen runde Achsenöffnungen; andere Rasen haben besser entwickelte, lockere Kronen. Übergänge zu laxiuscula, condensata und portentosa in allen Abstufungen. Bei älteren Exemplaren die Rinde run¬ zelig, warzig rauh. (Sandstede.) 839. CI. alpestris (L.) Rabenh. — Lichen rangiferinus alpestris L. — Cenomyce rangiferina 7 alpestris Ach. — C. sylvatica v. alpestris Fike. — Baeomyces rangiferinus ß alpestris Ach. — Cladonia rangiferina <5 alpestris Schaer. — Patellaria sylvatica Wahr. — Cladonia rangiferina var. sylva¬ tica * alpestris Kbr. — CI. rangiferina var. alpestris Nyl. — Cladina syl¬ vatica f. alpestris Leight. — CI. peltasta f. alpestris Leight. — CI. alpestris Harm. — Taf. LXII, Fig. 2; Taf. LXV C, Fig. 1. Podetien weißlich oder besonders oben weißlich-gelblich, meist ziem¬ lich kräftig, aufgerichtet, an der Oberfläche spinnwebig, mit wenig ent¬ wickelten gonidienführenden Warzen, sehr buschig, oben dichte und reich verzweigte Sträuße bildend. Apothecien und Sporen ähnlich wie bei CI. rangiferina, sehr selten. Pykniden mit rötlichem Inhalt (Chrysophansäure), mit KOH eine violette Lösung gebend. Enthält keine Fumarprotocetrar¬ säure. Auf bloßer Erde in den Alpen weit verbreitet, wohl auch in den deutschen Mittelgebirgen auf den höchsten Erhebungen. Die f. inturgescens Arn. ist eine krankhafte, durch stellenweise ziem¬ lich stark aufgetriebene Lagerstiele ausgezeichnete Form. Tirol: Kühetai. 2. Sub genus Pycnothelia. 840. CI. papillaria (Ehrh.) Hoffm. — Lichen papillaria Ehrh. — Baeo¬ myces papillaria Ach. — Cenomyce papillaria Ach. — Patellaria coccinea c. papillaria Wallr. — Cladina papillaria Nyl. — Taf. LXII E, Fig. 4, 5. Thome-Migula. Flechten. II. 2
18 Lagerschuppen warzig-körnig, eine schmutzig graugrünliche, wei߬ lich-aschgraue oder gelbbräunliche Kruste bildend, ohne Rindenschicht. Lagerstiele ohne Rindenschicht, anfangs warzig, später keulig oder walzig, kaum io—20 mm hoch, 0,5—2,5 mm dick, einfach oder mit wenigen, gleich¬ hohen Ästen, brüchig, glatt oder warzig, strohgelb. Apothecien selten, klein, 0,3—0,9 mm breit, braunrötlich, später dunkler, anfangs flach mit sehr dünnem eigenem-Rande, zuletzt gewölbt und randlos. Epithecium dick, ockerbraun, durch KOH sich entfärbend; Hypothecium blaß; Schläuche verlängert, gerade, zylindrisch, am- Scheitel dickwandig. Sporen zu 6—8, lang ellipsoidisch, anfangs einzellig, später mit 1—3 Querwänden, 9—15 p lang, 2—4,5 /z dick. Pykniden braun, an den Enden der sterilen Äste oder auf den Lagerschuppen, einzeln oder gruppenweise, eiförmig oder fast zylindrisch. Pyknokonidien mehr oder weniger gekrümmt, 8—14/z lang, 0,5 dick. Die Flechte enthält Atranorsäure und wird durch KOH gelb gefärbt. Durch das ganze Gebiet von der Ebene bis ins Hochgebirge auf trockenem Heideboden, Torf usw. verbreitet und stellenweise häufig. f. papillosa Fr. Lagerstiele kurz, mehr oder weniger angeschwollene oder verlängerte, einfache Warzen bildend. f. symphycarpa Schaer. Lagerstiele einfach, verlängert, am Scheitel mit gehäuften Apothecien. f. molariformis Hoffm. — CI. papillaria f. prolifera Schaer. Lagerstiele gut entwickelt, verzweigt, steril oder fruchtbar. Tirol: Ehrenburg, auf dem Kienberge. /. stipata Fike. Lagerstiele ziemlich kurz, etwas angeschwollen, mit zahlreichen, ge¬ drängten Verzweigungen. 3. Subgenus Cenomyce. 841. CL Floerkeana (Fr.) Smrf. — CI. bellidiflora ß Floerkeana Schaer. Cenomyce Floerkeana Fr. Erklärung zu Tafel LXII E. Fig. 1. Cladonia gracilis f. elongata, „ 2. „ decorticata. „ 3. „ bacillaris. ,, 4. ,, papillaria f. molariformis. „5. „ ,, fruchtend.
19 Lagerschuppen wenig entwickelt, zerstreut oder genähert, fast ein¬ fach, gekerbt oder kerbig gelappt, mit blasserem etwas aufgeworfenem Rande, nicht oder nur wenig sorediös, durch KOH nicht gefärbt. Podetien auf der Oberseite der Lagerschuppen, fast zylindrisch, becherlos, einfach, stumpf oder gleichhoch verzweigt, anfangs berindet, glatt, später unberin¬ det, körnig-sorediös, schuppig, durch KOH nicht gefärbt. Apothecien mittelgroß, einzeln oder in kleiner Zahl auf den Gipfeln der Podetien und ihrer Verzweigungen, bald gewölbt und randlos. Hypothecium blaß, Hyme¬ nium am Scheitel scharlachrot, im übrigen rosarot, mit Jod sich dauernd blau färbend. Sporen länglich oder länglich spindelförmig, 8—14^ lang, 2,5—4^ dick. Pykniden eiförmig oder fast zylindrisch, am Grunde kaum verengt; Sterigmen am Grunde verzweigt; Pyknokonidien zylindrisch, ge¬ krümmt, an den Enden etwas verjüngt, 6—9 p lang, 1 p dick. Auf sandigem oder humosem Boden, auf Blößen auf abgestorbenen Moosen verbreitet. var. chloroides (Fike.) Wain. — Cenomyce chloroides Fike. — C. clo- noides Fike. — Patellaria coccinea c. Floerkeana ct continua Wallr. — Cladonia Floerkeana f. vulgaris Th. Fr. — Taf. LXXII C, Fig. 9. Podetien mittelgroß, berindet, soredien- und schuppenlos. Preußen: Niesky, Greifswald. Elsaß-Lothringen: Bitsch. Oldenburg usw. Schweiz. var. intermedia Hepp. — Lichen macilentus Ehrh. Podetien mittelgroß mit teils berindeten, teils sorediösen Stellen, schuppenlos. S a c h s e n: Dresden. 01 d e n b u r g usw. Schweiz. var. carcata (Nyl.) Wain. — Cladonia macilenta var. carcata Nyl. — CI. Floerkeana f. squamosissima Th. Fr. Podetien mittelgroß, becherlos, schuppig. Rostock, Zwischenahn. Schweiz. var. symphicarpea (Fr.) Wain. — Cladonia coccifera B. symphi- carpa Fr. — CI. Floerkeana f. minor Rabenh. — CI. Floerkeana var. sessile- flora Ohl. Podetien sehr kurz, 0,5—1,5 mm hoch, einfach, becherlos. Preußen: Ossecken. — Sachsen. var. xanthocarpa Nyl. Podetien mittelgroß, am Grunde berindet, nach oben zu unberindet und weißkörnig, stellenweise sorediös. Apothecien klein, gehäuft, blaß, oft mit orange roten untermischt. Preußen: Heia. — Oldenburg usw. 2*
20 842. CI bacillaris Nyl. — CI. Floerkeana var. bacillaris Nyl. — Taf. LXIIE, Fig. 3. Lagerschuppen wenig entwickelt, zerschlitzt oder lappig-zerschlitzt, mitunter am Rande oder selbst auf der Oberfläche sorediös, durch KOH nicht gelb gefärbt. Podetien becherlos, meist einfach, oft steril, am Scheitel stumpf oder pfriemlich, fast der ganzen Länge nach staubig-sorediös, am Grunde schuppig oder nackt, durch KOH nicht verändert. Sonst wie CI. Floerkeana. Auf Erde, über Moosen und zerstörten Pflanzenresten, auf faulen Baumstümpfen, verbreitet. var. clavata (Ach.) Wain. Lagerstiele mittelgroß oder ziemlich kurz, nach dem Ende zu nicht stark verjüngt, mit meist stumpfem Scheitel, gewöhnlich einfach. Schwerin; Neustadt in Thüringen; Heidelberg; Schweiz; Steier¬ mark. — Tirol: Ehrenburg auf dem Kimberge häufig. f. subtomentosula Sandst. Lagerstiele etwa 20 mm hoch, 2 mm dick, mehlig-staubig, grauweiß oder leicht ins Grünliche spielend, einfach oder wenig verästelt, oben ge¬ schwollen verdickt und besonders stark bestäubt oder oben in einige Milli¬ meter kurze und fast gleich dicke, knollige, dichtstaubige Ästchen geteilt, steril oder mit kleinen, eingesenkten Fruchtanlagen. Oldenburg: Föhrenschonungen um Varrelbusch. f, xanthocarpa Nyl. Apothecien wachsgelb. 843. CI. macilenta Hoffm. — Baeomyces scolecinus Ach. — B. bacil¬ laris <5 macilentus Ach. — Cenomyce bacillaris y macilenta Ach. — C. bacillaris Schaer. — Cladonia polydactyla y corymbiformis Fike. — Taf. LXII, Fig. 3. Lagerschuppen meist wenig entwickelt, gekerbt, gelappt oder lappig zerschlitzt, selten fast ganz, zerstreut, genähert oder gedrängt, mit oder ohne Soredien unterseits und an den Seiten, oberseits durch KOH gelb gefärbt. Podetien auf der Oberseite der Lagerschuppen zylindrisch, becher¬ los, auf dem größten Teil der Oberfläche sorediös-mehlig, seltener berindet- warzig, selten durchweg schuppig, einfach oder wenig verzweigt, oft steril, durch KOH gelb gefärbt. Apothecien gewölbt, selten zusammenfließend oder gehäuft. Sporen länglich oder länglich spindelförmig, 8—15 p lang, 2,5—3,5 p dick. Pykniden auf der Oberseite und am Rande der Lager¬ schuppen sitzend, fast kugelig oder eiförmig, schwärzlich; Sterigmen meist einfach; Pyknokonidien zylindrisch, gebogen, 6—8 p lang, 1 p dick.
21 Auf morschem Holz, an alten Zäunen, Dächern, auf Torfboden, zwischen Moosen, von der Ebene bis ins Hochgebirge gemein. var. styracella (Ach.) Wain. — Baeomyces bacillaris y styracella Ach. Lagerschuppen zerschlitzt oder gekerbt. Lagerstiele mittelgroß, ein¬ fach oder nach dem Scheitel zu verzweigt, mit kurzen ziemlich dicken Zweigen, rindenlos, dicht sorediös, wenigstens im oberen Teile schuppenlos. Die gewöhnliche, überall gemeine, aber nicht immer fruchtende und deshalb leicht übersehene Form. f. tomentosula Floerk. Lagerstiele dichter haarig-staubig bekleidet. f. scyphulifera Sandst. Becherbildung vorhanden, mehr oder weniger ausgeprägt. var. squamigera Wainio. Lagerschuppen zerschlitzt und gekerbt. Lagerstiele mittelgroß, ein¬ fach oder nach dem Scheitel zu spärlich verzweigt, mit kurzen, ziemlich dicken, am Scheitel stumpfen Zweigen, nicht oder spärlich berindet, durch¬ weg mit Schuppen. Heidelberg; Zwischenahn. f. ostreata Nyl. Lagerschuppen klein, fast ganzrandig, aufsteigend, unterseits sorediös, an das Lager von Lecidea ostreata erinnernd. Lagerstiele sehr kurz, gegen i mm lang, am Scheitel stumpf. Bildet kleine gewölbte Polster auf Rohrhalmen und über Moosen. Oldenburg: Reitdach in Kaihausen. f.'ochrocarpia Tuck. Früchte stumpf gelblich bis hell lederbraun. Oldenburg: auf dem Hirnschnitt morscher Föhrenstämme bei Hohenfelde und an anderen Orten. f. isidiosa Sandst. Lager bläulichgrau, in dichte, halbkugelige, isidiöse, bis io mm breite und hohe Polster auswachsend; Isidien berindet, die älteren staubig-sorediös zerfallend; auch an den Podetien befinden sich knollige Auswüchse von gleicher Beschaffenheit. Oldenburg: auf Reitdächern in Aschhausen, Kaihausen, Elmendorf. var. corticata Wainio. Lagerschuppen zerschlitzt oder gekerbt. Lagerstiele berindet, spärlich sorediös, ohne Schuppen. Auf trocknem Torfboden in Sachsen.
22 844- CI. flabelliformis (Fike.) Wainio. — Capitularia flabelliformis Fike. — Taf. LXII, Fig. 4. Lagerschuppen bleibend oder zuletzt verschwindend, mehr oder weniger entwickelt, mitunter bis 8 mm lang, 5 mm breit, zerschlitzt, ein¬ geschnitten oder gelappt, zerstreut oder gedrängt, oberseits blaß graugrün, unterseits ganz weiß oder nach dem Grunde zu ockerfarben und körnig- sorediös, durch KOH beiderseits gelb, später oberseits meist violett ge¬ färbt. Podetien auf der Oberseite oder am Grunde der Lagerschuppen, gewöhnlich weißgelblich und nach dem Grunde zu ockerfarben, mit oder ohne Becher, nur selten am Grunde glatt berindet, meist körnig und nach dem Scheitel zu sorediös, mit oder ohne Schuppen, durch KOH meist gelb, selten im berindeten Teile violett gefärbt, noch seltener ungefärbt. Becher eng, undeutlich erweitert, oft durchbohrt, am Rande meist gezähnt oder strahl ig proliferierend. Apothecien mittelgroß: Sporen länglich oder läng¬ lich spindelförmig, 9—11 p lang, 2,5—3,5 p dick. Pykniden eiförmig¬ gestutzt, am Rande der Becher zwischen den Apothecien, braun, 1/2 mm breit; Sterigmen am Grunde verzweigt: Pyknokonidien gekrümmt, 7—8p lang, 1 p dick. An morschen Baumstümpfen in Wäldern, zerstreut. var. tubaeformis (Mudd.) Wain. Lagerstiele fast einfach, trompetenartig. var. polydactyla (Fike.) Wain. Lagerstiele bechertragend, wiederholt proliferierend, wenigstens im oberen Teile ohne Schuppen. f. cornuta Scriba. Lagerschuppen gelappt, eingerollt. Lagerstiele den Schuppen ange¬ heftet, becherlos oder mit verkümmerten, undeutlichen Bechern, 5—15 mm lang, mehr oder weniger eingekrümmt, am unteren Ende berindet und körnig-sorediös oder entblößt. KOH reagiert weniger stark. An verschiedenen Standorten in Oldenburg, Hannover, Westfalen. 845. CI. digitata (Web.) Schaer. — Cenomyce digitata Ach. — Cla¬ donia polymorpha var. digitata Web. — Taf. LXIII, Fig. 5, 6. Lagerschuppen mehr oder weniger entwickelt, manchmal bis 15 mm lang und breit, rundlich gelappt oder eingeschnitten, zerstreut oder ge¬ drängt, oberseits bläulich graugrün oder blaß graugrünlich, unterseits weiß oder bräunlich, hier und an den Rändern oft sorediös, durch KOH gelblich oder gelb gefärbt. Podetien auf der Oberseite und am Rande der Lager¬ schuppen entstehend, aber oft fehlend, ziemlich kräftig, fast stets becher¬
23 tragend, unten berindet, oben staubig-sorediös, Innenseite der Becher meist berindet. Verzweigungen selten. KOH färbt gelb. Apothecien am Rande der Becher oder an den Spitzen der Podetien, gewölbt, randlos. Sporen eiförmig länglich oder länglich, io—14p lang, 3—4 p dick. Pykniden am Rande, seltener an den Seiten der Becher, meist kurz gestielt, eiförmig¬ kegelig oder kurz zylindrisch, am Grunde nicht eingeschnürt; Sterigmen verzweigt; Pyknokonidien zylindrisch, gerade oder leicht gekrümmt, 5—9p lang, 1 p dick. Von der Ebene bis ins Hochgebirge häufig, stellenweise gemein auf morschen Baumstümpfen, humosem oder torfigem Boden, in trockenen Mooren, Heiden, Kiefernwäldern. Formenreich, aber mit sehr unbestän¬ digen Formen. /. monstrosa (Ach.) Wainio. Lagerstiele bechertragend, Becher ziemlich weit, im oberen Teile sorediös, im unteren berindet. f. ceruchoides Wainio. Lagerschuppen groß oder ziemlich groß. Lagerstiele meist becherlos, an den Enden stumpf oder pfriemlich. f. denticulata Ach. Podetien einfach, bechertragend, Rand der Becher gezähnt, wenig proliferierend. f. cephalotes Ach. Podetien einfach, fruchtend. f. prolifera Laur. Podetien mit proliferierenden Bechern, Prolifikationen am Ende ge¬ zähnt oder ästig oder mit kleinen Bechern. f. brachytes Ach. Lagerschuppen stark entwickelt. Podetien einfach, steril, mit engen Bechern. Tirol: Waldrast; Paneveggio; Pinzolo. Erklärung zu Tafel LXIII. Fig. i. Cladonia coccifera. „ 2. „ „ var. pleurota. ,, 3. It incrassata. „ 4- „ deformis f. scyphosa crenulata. „5. „ digitata. „ 6. n „ f. dentata. „ 7. n bellidiflora, nat. Gr.
24 846. Cl. incrassata Fike. — CI. cornucopioides v. incrassata Fike. — CI. extensa v. cylindrica Schaer. — CI. Hoffmanni Duf. — Taf. LXIII, Fig- 3- Lagerschuppen bleibend, klein bis mittelgroß, 0,5—3 mm lang und breit, gekerbt oder eingeschnitten, anliegend oder aufsteigend, flach oder etwas gewölbt, oberseits gelblich oder gelblich olivfarben, unterseits wei߬ lich, durch KOH oder KOH 4- CaCl nicht verändert, mit oder ohne Soredien an den Rändern und auf der Unterseite. Podetien auf der Ober¬ seite der Lagerschuppen, 1—7 mm lang, am Grunde 0,5—1 mm dick, zylindrisch oder am Scheitel verdickt, meist becherlos, einfach oder im oberen Teile verzweigt mit kurzen Zweigen, nur ausnahmsweise becher- tragend mit plötzlich ausgebreiteten strahligen, meist schlecht entwickelte Apothecien tragenden Bechern; meist soredienlos, mit zusammenhängender oder zersprungener, etwas warziger Oberfläche, gelblich oder schmutzig gelblich, weder durch KOH noch CaCl, wohl aber durch KOH + CaCl gelb gefärbt. Sporen länglich oder eiförmig, 8—11 p lang, 3,5—4 p dick. Pykniden eiförmig oder fast warzig, am Grunde etwas eingeschnürt. Pyknokonidien zylindrisch, gekrümmt, 6—8 p lang, 1 p dick. Auf Torfboden und zerstörten Moosen in Mooren und an Graben¬ rändern, sehr zerstreut in der Ebene und in den Alpen. 847. CI. coccifera (L.) Willd. — Lichen cocci ferus L. — Cenomyce coccifera Ach. — Cladonia cornucopioides Fr. — Cl. extensa Schaer. pr. p. — Taf. LXIII, Fig. 1, 2; LXXII B, Fig. 1—6. Lagerschuppen meist klein bis mittelgroß, selten stärker entwickelt, unregelmäßig eingeschnitten, gekerbt oder gelappt, ziemlich flach oder leicht nach oben gerollt, zerstreut, genähert oder selbst rasenförmig ge¬ drängt, oberseits blaß gelblich-graugrün, oliv- oder graugrün, unterseits weißlich, nach dem Grunde zu nicht selten ockerfarben, selten am Rande oder auf der Unterseite sorediös, durch KOH nicht oder nur schwach gelb gefärbt. Podetien auf der Oberseite der Lagerschuppen entstehend, mit kaum merklich bis plötzlich erweiterten Bechern, am Becherrande ganz, gezähnelt, strahlig oder proliferierend; Podetien vollständig berindet, im oberen Teile zuweilen körnig-sorediös, mit oder ohne Schuppen, durch KOH meist nicht verändert. Apothecien meist scharlachrot. Sporen spindelförmig oder länglich, 8—12 p lang, 2,5—3,5^ dick. Pykniden eiförmig, fast kegelig oder fast zylindrisch; Pyknokonidien fast zylindrisch, mehr oder weniger gekrümmt, 6—8 p lang, 1 p dick. Überall von der Ebene bis ins Hochgebirge auf Sand- und Herde¬ boden häufig und oft fruchtend.
25 var. pleurota (Fike.) Schaer. — Capitularia pleurota Fike. — Baeo¬ myces pleurotus Wahlenb. — Cenomyce pleurota Ach. — Cladonia cocci- fera a pleurota Schaer. — CI. crenulata ß pleurota Fike. — CI. macilenta D pleurota Rabenh. — CI. cornucopioides ß mixta Flöt. — CI. pleurota Schaer. — CI. cornucopioides v. pleurota Nyl. — CI. extensa ß pleurota Krempelh. Podetien mehr oder weniger sorediös, ohne Schuppen. Apothecien scharlachrot. var. asotea (Ach.) Wain. — Baeomyces cocciferus y asoteus Ach. — Capitularia asotea Fike. — Cenomyce coccifera y asotea Ach. — C. extensa v. asotea Fike. — Cladonia coccifera y cornucopioides Schaer. — CI. cocci¬ fera a centralis Fike. — CI. coccifera a extensa Schaer. — CI. coccifera A. vulgaris e centralis Rabenh. — CI. extensa scyphosa centralis Schaer. — CI. cornucopioides a coccifera 4. centralis Kbr, — CI. cornucopioides var. asotea Nyl. — CI. coccifera c. asotea Arn. Podetien soredienlos und schuppenlos; Prolifikationen aus der Mitte der Becher hervortretend. Apothecien scharlachrot. var. stenunatina (Ach.) Wiain. — Cenomyce coccifera a C. stemmatina Avh. — Capitularia extensa Fike. — Cladonia coccifera ß extensa Schaer. — CI. coccifera A. vulgaris Rabenh. — CI. cornucopioides a coccifera Kbr. — CI. coccifera a communis Th. Fr. Podetien ohne Soredien und Schuppen, einfach oder am Rande der Becher proliferierend. Apothecien scharlachrot. f, phyllocoma Fike. Lagerstiele am Rande der Becher proliferierend, 2—4 cm lang, von mittlerer Dicke, schuppig, Schuppen besonders den Bechern anhaftend. Verbreitete Form. f. extensa Ach. Lagerstiele 5—20 mm lang, kreiselförmig, einfach oder am Rande der Becher mit Prolifikationen, die am Ende Apothecien tragen. Becher all¬ mählich erweitert. Tirol: Kühetai, auf Erdboden. var. ochrocarpia Fike. — CI. coccifera Ä. vulgaris g. ochrocarpia Rabenh. — CI. cornucopioides y ochrocarpia Flöt. — CI. coccifera a com¬ munis f. ochrocarpia Stein. Podetien soredienlos, einfach oder am Becherrande proliferierend. Apothecien blaß oder mit orangeroten Flecken. var. cerina (Naeg.) Th. Fr. — Cladonia cerina Naeg. — CI. carneola y cerina Kbr. — CI. pyxidata subsp. cerina Arn.
26 Podetien mehr oder weniger sorediös; Apothecien teils blaß, teils orangerötlich. 848. CL deformis Hoffm. — Baeomyces deformis Ach. — B. crenulatus Floerke — Capitularia crenulata Floerke — Cladonia crenulata Floerke — CI. deformis a vulgaris Schaer. — CI. coccifera ß deformis Schaer. — Taf. LXIII, Fig. 4. Lagerschuppen meist klein bis mittelgroß, selten groß, eingeschnitten, gekerbt oder gelappt, aufsteigend oder angedrückt, ziemlich flach oder mit etwas nach oben gerolltem Rande, zerstreut oder genähert, oberseits grau¬ grünlich oder gelblich graugrün, unterseits weiß, nach dem Grunde zu oft bräunlich, nicht oder nur wenig sorediös, durch KOH nicht, durch KOH 4- CaCl gelb gefärbt. Lagerstiele auf der Oberseite der Lager¬ schuppen, nur selten becherlos, meist mit langen, sehr wenig oder plötzlich erweiterten, nicht oder erst im Alter durchbohrten Bechern, nur jung nicht sorediös, später mehr oder weniger weit sorediös-staubig, im unteren Teile berindet, selten kleinschuppig, gelblich graugrün, oben mitunter schwefel¬ gelb, durch KOH meist nicht, durch KOH + CaCl gelb gefärbt. Apo¬ thecien verschieden groß. Sporen 8—10 p lang, 2,5—3 p dick, länglich. Pykniden selten, auf dem Becherrande, eiförmig, am Scheitel verschmälert, am Grunde nicht eingezogen; Pyknokonidien zylindrisch, gerade oder ge¬ bogen, 8—11 p lang, 1 p dick. Von der Ebene bis ins Hochgebirge verbreitet, aber zerstreut, auf bloßer Erde, auf Torf, zwischen Moos und an morschen Baumstümpfen besonders in Heiden und Mooren. f. ochrocarpia Torseil. — CI. crenulata <5 pallescens Laur. — CI. de¬ formis ß pallescens Kplhbr. Apothecien blaß. Waldstein im Fichtelgebirge. f, lateralis Kovar. Lagerstiele mit seitlichen kleinbecherigen Nachschüssen von der Mitte oder dem oberen Drittel aus. Oldenburg: Litteler Fuhrenkamp. f. cyathiformis Kovar. Weite pokalartige Becher, kurz gestielt, mit gekerbtem Rande, der CI. pleurota ähnlich. Oldenburg: Litteler Fuhrenkamp. f. palmata Flöt. Aus dem Becherrande fingerig flach ausgezogen, einseitig sproßend, kurze, stumpfe, kleinbecherige Sprossungen, andere sprossen allseitig,
27 gestutzt-becherig, meist gleichhoch endigend oder die Sprossungen sind einfach und lang ausgezogen. Oldenburg: Litteler Fuhrenkamp. f. gonecha Ach. Podetien verlängert, im oberen Teile aufgetrieben, steril oder fruch¬ tend, mit unregelmäßigen, zerschlitzten Bechern. Tirol: verbreitet. f. subulata Schaer. Podetien an den Enden verjüngt mit kaum erkennbaren Bechern. f. phyllocoma Rakete. Lager stark entwickelt, die Blättchen dicht gedrängt, aufstrebend, nach oben umgerollt, die Ränder verdickt, einzelne sorediös aufgelöst, die Oberseite bläulichgrau, die Unterseite weiß, stellenweise ockerfarben ge¬ fleckt. Die Blättchen steigen an den Lagerstielen bis zur Mitte und höher auf. Lagerstiele pfriemlich, rüsselförmig, meist übergebogen, andere mit größeren Bechern, die Schließhaut derselben meist klaffend offen oder sieb¬ artig durchlöchert. Görlitzer Heide ; schattige Dünentäler in den Osenbergen in Oldenburg. 849. CI. bellidiflora (Ach.) Schaer. — Scyphophorus bellidiflorus Ach. — Cenomyce coccocephala Ach. — Patellaria polycephala Wallr. — Taf. LXIII, Fig. 7; LXXIIC, Fig. 8. Lagerschuppen wenig entwickelt und bald verschwindend, klein, ein¬ geschnitten-gekerbt oder geschlitzt, aufsteigend oder anliegend, oberseits gelblich graugrün oder weißlich graugrün, unterseits gelblich oder weißlich, nach dem Grunde zu oft bräunlich, soredienlos, weder durch KOH noch durch KOH 4- CaCl gefärbt. Podetien am Grunde absterbend und oben fortwachsend, fast zylindrisch, teils mit, teils ohne Becher. Becher sehr eng, zuweilen plötzlich verbreitert, einfach oder proliferierend, oft steril, soredienlos, mit zusammenhängender oder rissiger Rinde, rauh, gelblich oder grünlichweiß, meist schuppig, durch KOH oder CaCl nicht, durch KOH + CaCl gelb gefärbt. Apothecien rot, oft unförmig, oft gerissen oder gelappt. Sporen länglich spindelförmig, 9—12 lang, 2,5—3,5 ja dick. Pykniden eiförmig, am Grunde aufgeblasen und gelblich, am Scheitel bräunlich; Sterigmen verzweigt; Pyknokonidien zylindrisch, gekrümmt, 7—8 /z lang, 1 /z dick. Im Hochgebirge zwischen Moosen, auf Baumstümpfen häufig, nicht in der Ebene. f. coccocephala (Ach.) Wain.
28 Lagerstiele verlängert, bechertragend oder becherlos, schuppig. Apo¬ thecien scharlachrot. Die gewöhnliche Form. /. Hookeri (Tuck.) Nyl. — CI. Hookeri Nyl. Lagerstiele verlängert, bechertragend, meist ganz schuppenlos. Apo¬ thecien scharlachrot. T i r o 1: Roßkogel. f. ochropallida Flöt. — CI. bellidiflora f. ochrocarpa Stein. Lagerstiele verlängert, mehr oder weniger mit Schuppen besetzt, mit oder ohne Becher; Rinde zusammenhängend oder geborsten. Apothecien blaß ockergelblich. Schlesien: am Basalt der kleinen Schneegrube. Hierher gehört wahrscheinlich auch CI. straminea Smrft. von den Schneegrubenrändern, mit großbecherigen Lagerstielen. f. polycephala (Ach.) Fike. Lagerschuppen laubartig, Lagerstiele schuppig-beblättert, oben er¬ weitert, schwarzpurpurne, gehäufte Apothecien tragend. Tirol: Kühetai; Gurgl. 850. CI. amaurocraea (Fike.) Schaer. — CI. gracilis v. amaurocraea Fr. — Capitularia amaurocraea Fike. — Cenomyce oxyceras Ach. — Cladina amaurocraea Nyl. — Taf. LXIV, Fig. 1. Lagerschuppen selten entwickelt und meist bald verschwindend, wo noch vorhanden sehr klein, gekerbt oder fingerförmig eingeschnitten, auf¬ steigend, ziemlich flach, zerstreut oder genähert, oberseits graugrünlich, unterseits weißlich, durch KOH nicht verändert. Podetien am Grunde absterbend, oben fortwachsend, dichotom oder fast quirlig verzweigt, mit meist wieder verzweigten Ästchen, in den Achseln geschlossen, becherlos oder meist teilweise bechertragend. Becher plötzlich ausgebreitet, bis 5 mm breit, ganz oder durchbohrt, am Rande gewöhnlich stachelig zerrissen oder strahlig und proliferierend. KOH verändert die Farbe nicht. Apothecien von mittlerer Größe, endständig, einzeln oder gruppenweise, zuletzt ge¬ wölbt, randlos. Hypothecium blaß, Epithecium blaßbraun. Sporen läng¬ lich spindelförmig oder länglich-eiförmig, 8—14 p, lang, 2,5—3,5 p, dick. Fig. I. Cladonia amaurocraea. „ 2. „ uncialis. 11 3- it n f- obtusa. n 4« h furcata f. racemosa. „ 5« ii ii £ adspersa, nat. Gr. Erklärung zu Tafel LXIV.
29 Pykniden eiförmig oder fast zylindrisch; Pyknosporen zylindrisch, leicht gekrümmt, 7—9 /4 lang, 1,5 p, dick. An moosigen Plätzen im Gebirge bis ins Hochgebirge zerstreut. Tirol ziemlich verbreitet. f. fasciculata Kernstock. — (Ohne Beschreibung.) Tirol: auf den Hügeln vor Ehrenburg. 851. CI. destricta Nyl. — CI. amaurocraea f. destricta Nyl. — CI. Zopfii Wain. — Taf. LXXI, Fig. 1. Lagerschuppen nicht lange ausdauernd. Lagerstiele 30—60 mm hoch, graugrün oder mit einem Stich ins Gelbliche oder Weißliche, trocken ins Bläuliche spielend, hornrindig. Durch die vortretenden gonidienführenden Stellen leicht warzig-grubig, ohne Schuppen, trocken sehr zerbrechlich, aufrecht oder gespreizt niederliegend, wiederholt gabelspaltig, Äste spitz, die Spitzen meist heller gefärbt, Achsenenden geschlossen, bei guter Ent¬ wicklung mit angedeuteten Bechern, an den Astspitzen fast stets mit schwärzlichen Pyknokonidienbehältern, die keine rote Gallerte besitzen. Früchte sehr selten, klein, hellbraun. Durch KOH nicht, durch KOH + CaCl gelb gefärbt. Auf Heideboden hauptsächlich in Nord Westdeutschland, stellenweise. f. scyphosula Sandst. Lagerstiele aufrecht, 40—50 mm hoch, dichtrasig, die Achsenenden weisen becherartige Andeutungen auf, die flachen Aushöhlungen sind ge¬ schlossen, sehr selten durchlöchert. An halbschattigen, feuchten Standorten. f. adpressa Sandst. Lagerstiele spreizend, dem Boden angeschmiegt, durch Einwirkung freieren Lichtes bleigrau gefärbt, die Lagerstiele etwas flach gedrückt. An sonnigen Standorten mit sandigem Boden, an Stellen, an denen sich zeitweise Regenwasser ansammelt. f. spinosa Sandst. Mit absterbenden und wieder aus sprossenden Lagerstielen als Folge von Umscharren oder Niedertreten der Pflanze oder von plötzlichem Wechsel in der Belichtung. 852. CI. unicialis (L.) Web. — Lichen uncialis L. — Lichen ceranoides Neck. — Baeomyces uncialis Ach. — Cenomyce uncialis Ach. — Cladonia stellata Schaer. — Cladina uncialis Nyl. — Taf. LXIV, Fig. 2, 3.
30 Lagerschuppen selten entwickelt und bald verschwindend, sehr klein, gekerbt oder eingeschnitten, aufsteigend, flach, zerstreut oder genähert, oberseits graugrün-gelblich, unterseits weißlich, soredienlos, durch KOH nicht gefärbt. Lagerstiele 2—io cm hoch, i—2 mm dick, aufgetrieben walzig, gabelästig, strohgelb oder grünlichgelb, becherlos, in den Achseln durchbohrt, Durchbohrungen oft fast becherartig, aber ohne Membran, glatt, fast glänzend. Sterile Äste aufrecht, spießförmig oder strahlig ge¬ teilt mit 2—6 braunen Spitzen. Soredien und Schuppen fehlen. KOH verändert die Farbe nicht. Fertile Äste oben fingerförmig geteilt mit ein¬ zeln oder in kleinen Gruppen stehenden, 0,5—0,8 mm breiten, hell bräun¬ lichroten oder scherbengelben, zuletzt randlosen Apothecien. Sporen 10 bis [5 p lang, 3—3,5 p dick. Pyknokonidien 6—7 plang, 1 p dick. Auf nackter Erde, in Sandgruben, Heiden, sonnigen Waldblößen und Wegrändern von der Ebene bis ins Hochgebirge gemein. f. adunca Ach. Lagerstiele kräftig, 6—7 cm lang und 1,5—2 mm dick, weißlich-gelb¬ lich, mit weit durchbohrten Achseln. f. dicraea Ach. Lagerstiele 3—4 cm lang, mit meist nicht durchbohrten Achseln. Hochgebirge. obtusata (Ach.) Schaer. — Cenomyce obtusata Ach. Lagerstiele 1,5—2 mm dick, dicht strahlig verzweigt, mit fein durch¬ bohrten oder zum Teil verschlossenen Achseln. Endverzweigungen kurz und stumpf. Tn den Alpen häufig. f. turgescens Del. Lagerstiele ziemlich lang und dick, weniger verzweigt, Zweige auf¬ recht und stumpf, Achseln stellenweise durchbohrt, im Habitus der CI. turgida ziemlich ähnlich, ohne Schuppen und Lagerschuppen, schmutzig¬ weißlich oder graugrünlich-weißlich. In den Alpen nicht selten. f. setigera And. Lagerstiele dicht rasig, oft runde Polster bildend, etwa 30 mm lang, a/4—1 mm dick, gelblichgrün oder grau, reichlich verzweigt. Achseln offen, die Spitzen lang ausgezogen, umgebogen, in Härchen verlängert. f. corymbifera Del. Etwas niedergedrückt, schlanke Lagerstiele, 25—40 mm hoch, 1 bis ix/2mm dick, graugrün, ziemlich glatt, stark verzweigt, in den Achseln aufgerissen, mit mehreren, strahligen Sprossungen, die sternartig offene
31 Spitzen haben. Die Lagerstiele oben trichterig klaffend, vom Rande aus wiederholt strahlig sprossend. Oldenburg. f, pseudooxyceras (Del.) Schaer. Lagerstiele 50—110 mm lang, über 0,7 mm dick, reich verzweigt, gelblich, glänzend, am Scheitel verjüngt, mit teils offenen, teils geschlos¬ senen Achseln. Oldenburg: Ocholter Moor, unter Heide. 853. CL sublacunosa Wainio. — Cladina lacunosa Nyl. — Cladonia lacunosa Rehm. Lagerschuppen unbekannt. Lagerstiele aus den Zweigen älterer, ab¬ gestorbener Lagerstiele sich bildend, am Grunde absterbend, am Scheitel lange fortwachsend, ziemlich dick, becherlos, vielarmig verzweigt mit weit durchbohrten Achseln, an den Seiten ganz, mit stumpfen Spitzen, etwas runzelig, nach dem Scheitel zu fast spinnwebig-filzig, im unteren Teil glatt befindet, durchweg ungleich grubig, 40—50 mm hoch, 1,5—3 mm dick, ohne Soredien und Schuppen, strohgelb, durch KOH nicht verändert. Apothecien fast einzeln oder meist gehäuft auf den Zweigspitzen, bräun¬ lich, völlig entwickelte nicht bekannt. Tirol: Kühetai, in einem kleinen Rasen auf Erde des Felsengerölles am Eingänge in das Längental. Einziger Standort. 854. CI. rangifortnis Hoffm. — Lichen pungens Ach. — Cladonia pun¬ gens Ach. — CI. furcata y fruticosa Schaer. — Taf. LXV, Fig. 1, 2; LXXII B, Fig. 7, 8. Lagerschuppen bald verschwindend, mittelgroß, unregelmäßig gekerbt oder eingeschnitten gekerbt, aufsteigend, ziemlich flach, zerstreut oder genähert, oberseits graugrünlich oder weißlich-graugrünlich, zuweilen bräunlich, unterseits weiß, soredienlos. durch KOH gelbgrünlich gefärbt. Lagerstiele becherlos, zylindrisch, dichotom oder unregelmäßig allseitig vielästig verzweigt, in den Achseln nicht oder undeutlich durchbohrt, sehr selten klaffend, gewöhnlich dichtrasig, aufgerichtet, mit pfriemförmigen, gabelspaltigen Spitzen, 2—6 cm hoch, weißlichgrün, graugrün oder bräun- Erklärung zu Tafel LXV. Fig. 1. Cladonia rangifonnis. „ 2. „ „ f. pungens. ,, 3. ,, squamosa. ,, 4. ,, ,, f. ventricosa multibracteata. „ 5- „ „ f- rigida- „ 6. „ delicata, nat. Gr.
32 lieh, durch KOH gelb gefärbt. Apothecien klein, 0,5—0,7 mm breit, fast traubig oder doldig-strahlig an den Enden der Zweige und Zweigehen, braun. Kosmopolitisch. An dürren, unfruchtbaren Orten von der Ebene bis in die Bergregion gemein. f. pungens (Ach.) Wainio. — Lichen pungens Ach. Lagerstiele zart, soredienlos, ohne Schuppen, glatt; sterile Zweige dünn und pfriemlich. Die häufigste Form. f. foliosa Fike. Lagerstiele dünn, soredienlos, mit Schuppen; sterile Zweige dünn und pfriemlich. Verbreitet, stellenweise häufig, z. B. um Rostock. f. sorediophora (Nyl.) Wain. — CI. furcata var. sorediophora Nyl. Lagerstiele meist dünn, ohne Schuppen, aber mit Soredien. Sterile Zweige dünn und pfriemlich. Bayern: bei Friedrichsfeld. f. muricata (Del.) Arn. — Cenomyce muricata Del. — Cladonia rangi- formis f. valida Rabenh. — CI. furcata v. muricata Nyl. Lagerstiele ziemlich dick, ohne Soredien und Schuppen. Zweige stumpflich. f. reptans Del. Niederliegend. Eine dunkelbraun bis schwärzlich gefärbte Pflanze aus sehr sonniger und trockener Lage beim Bahnhof Rehdörfel, Böhmen. 855. CI. subrangiformis Sandst. — Taf. LXII C, Fig. 1. Lager aus mittelgroßen, meist nicht bleibenden Blättchen gebildet. Lagerstiele mit KOH sich gut gelbfärbend, sehr bitter schmeckend (wahr¬ scheinlich Fumarprotocetrarsäure enthaltend). Im Aussehen einer groben CI. furcata ähnlich, doch sparrig, mit zahlreichen Prolifikationen, an den sterilen Enden spitz, an den fertilen durchbrochen-klaffend; neu entstan¬ dene Teile grünlich, glatt, ältere im Licht bräunlich, grubig-runzelig und ritzig, am Grunde mit Auswüchsen der äußeren Markschicht, die fast ring¬ förmig erscheinen, später platzen, Rinde und Gonidienschicht aufreißen und die weiße Markschicht ans Licht treten lassen. Stellenweise, besonders unterhalb zerstreut, rundliche Blättchen; aus den Seiten der Fruchtstiele und an offenen Stellen entspringen schwärzliche Rhizinen. Rindenschicht normal etwa 35—50 p, Gonidienschicht fast 25 p, äußere Markschicht 45 p, innere 125 p dick, unter Auswüchsen des äußeren Markes stark, bis zu 400^. verdickt. Apothecien 1—1,5 mm breit, einzeln oder gehäuft an den
33 klaffenden Spitzen der Zweige. Sporen 9—13^ lang, 3—3,5 p dick. Pyk¬ niden eiförmig, gestutzt und unten etwas eingeschnürt. Pyknokonidien unregelmäßig zylindrisch, 8—12 p lang, 1,2—1,5 p dick. Baden: Kahlberg bei Wertheim. — Thüringen: Abhänge der Hainleite. — Sachsen: Pirna? 856. CL delicata (Ehrh.) Floerke. — Lichen delicatus Ehrh. — Cla¬ donia parasitica Hoffm. — CI. squamosa v. delicata Fr. — CI. ventricosa y parasitica Schaer. — CI. squamosa c. parasitica Rabenh. — Taf. LXV, Fig. 6. Lagerschuppen klein, lappig eingeschnitten oder kerbig, aufsteigend, meist ziemlich dichtrasig, oberseits blaß, weißlich, graugrünlich oder oliv¬ grau, unterseits weißlich und ebenso wie an den Rändern körnig sorediös, durch KOH intensiv gelb gefärbt. Podetien auf der Oberfläche der Lager¬ schuppen, kurz, etwa 1 cm lang, becherlos, fast zylindrisch oder unregel¬ mäßig aufgetrieben, einfach oder am Scheitel kurz verzweigt, in den Achseln gespalten oder geschlossen, mehr oder weniger körnig-sorediös, schuppig, durch KOH intensiv gelb gefärbt. Apothecien klein, 0,3—1,5 mm breit, an den Spitzen der Podetien gehäuft, meist zahlreich, zuletzt ge¬ wölbt, braun, selten scherbengelb. Sporen länglich oder länglich-spindel¬ förmig, 7—14 p lang, 2,5—3,5 p dick. Pykniden an den Spitzen und Schuppen der Podetien und am Rande der Lagerschuppen, etwa köpfchen¬ förmig, am Grunde eingeschnürt, braunschwarz; Sterigmen verzweigt; Pyknokonidien zylindrisch, gekrümmt, 5—9 p lang, kaum 1 p dick. Im Gebiet der Flora verbreitet, aber nirgends häufig, auf humosem Boden und morschem Holz an schattigen, trocknen Stellen, selten auf Torf. Tirol: Pinzolo, häufig auf modernden Kastanienstrünken. 857. CL subsquamosa (Nyl.) Wainio. — CI. delicata v. subsquamosa Nyl. Lagerschuppen mittelgroß, verschwindend. Lagerstiele auf der Ober¬ seite der Lagerschuppen entspringend, fast zylindrisch oder trompeten¬ förmig, becherlos oder bechertragend, strahlig oder unregelmäßig ver¬ zweigt oder proliferierend, mit durchbohrten Bechern und offenen Achseln, mehr oder weniger körnig, fast entrindet oder mit warziger oder gefel¬ derter Rinde, ohne oder mit Schuppen und Schüppchen, weiß oder grau¬ bräunlich, durch KOH intensiv gelb werdend. Apothecien wie bei CL squamosa. Sporen 8—12 p lang, 2,5—3 p dick. Pyknokonidien 5—8 p lang, 1 p dick, leicht gekrümmt. An gleichen Standorten wie CL squamosa, aber sehr viel seltener. Schweiz. — Baden: Heidelberg. — Südrand des Harzes. — Preußen: Thome-Migula, Flechten, n. (Flora XII, 2.) 3
34 Karthaus. — N o r d wes t den tsche T i e f e b e n e mehrfach. — Mäh¬ ren: Salamanderschlucht bei Groß-Maisspitz. — N iederösterreich: Reisalpe bei Lilienfeld. 858. CL furcata (Huds.) Schrad. — Lichen furcatus Huds. — Ceno¬ myce furcata Ach. — Taf. LXIV, Fig. 4, 5. Lagerschuppen meist bald verschwindend, mittelgroß, unregelmäßig fingerförmig zerschlitzt, gelappt oder gekerbt, aufsteigend, ziemlich flach, zerstreut oder genähert, oberseits graugrünlich, olivbräunlich oder wei߬ lich-grünlich, unterseits weiß, nicht sorediös, durch KOH nicht verändert. Podetien auf der Oberfläche oder am Rande der Lagerschuppen, zylin¬ drisch oder fast zylindrisch, becherlos, in verschiedener Weise meist sparrig, oft dichotom verzweigt, Zweige an den Achseln leicht angeschwol¬ len, Achseln durchbohrt oder gespalten, selten klaffend oder ganz; Podetien nicht oder selten etwas sorediös, mit oder ohne Schuppen, ganz oder rissig, durch KOH gar nicht oder nur sehr schwach gelb gefärbt. Apothecien klein, 0,3—1,5 mm breit, einzeln oder gruppenweise an den Spitzen der Zweige, bald gewölbt und randlos, gewöhnlich rundlich, braun oder scher¬ bengelb, selten blaß. Sporen eiförmig, länglich oder spindelförmig, 9 bis 18^ lang, 2,5—3,5 p dick. Pykniden auf den Spitzen der Zweige, selten auf den Lagerschuppen, ungefähr eiförmig, am Grunde zusammengezogen, braun oder schwärzlich. Sterigmen verzweigt; Pyknokonidien zylindrisch, gewöhnlich schwach gebogen, 5—6 p lang, 1 p dick. Häufig bis gemein von der Ebene bis ins Hochgebirge an Wegrändern, auf Torf- und Heideboden, in lichten Wäldern. Z. Podetien durchweg oder zum größten Teil weißlich oder graugrünlich. A. Podetien soredienlos. var. racemosa (Hoffm.) Floerke. — Cladonia racemosa Hoffm. — Cenomyce racemosa Ach. Podetien ohne Soredien und Schuppen. f. furcato-subulata (Hoffm.) Wain. Podetien pfriemlich, steril. f. corymbosa (Ach.) Nyl. Podetien fertil, fast doldenstraußartig. var. pinnata(Floerke) Wainio. — Cenomyce racemosa v. pinnata Fike. Podetien schuppig. f. foliolosa Del. Sterile Podetien pfriemlich; fertile fast ebenstraußartig. f. truncata Fike.
35 Podetien am Scheite! stumpfer, gewöhnlich fertil und fast eben¬ straußartig. B, Podetien körnig-sorediös. van scabriuscula (Del.) Coöm. — Cenomyce scabriuscula Del. Podetien mehr oder weniger isidientragend oder sorediös, mit oder ohne Schuppen, mit zerstückelter oder fast verschwundener Rinde. f. surrecta Flke4 Podetien mit Isidien, Soredien oder Warzen, mit oder ohne Schuppen am Grunde, pfriemlich, ganz. f. adspersa Fike. Podetien größtenteils entrindet, schuppig und gleichzeitig mit Isidien, Körnchen oder Wärzchen. II. Podetien größtenteils dunkel oder blaßscherbengelb. j4. Podetien schuppenlos. var. palamaea (Ach.) Nyl. Podetien soredienlos mit fast zusammenhängender Rinde, größtenteils dunkel oder scherbengelb. f. subulata Fike. Podetien blaß. B. Podetien mit Schuppen. var. rigldula Mass. Podetien soredienlos, mit Schuppen. /. syrtica Ohlert. Podetien schuppig - rauh oder isidienartig - schuppig, ohne größere Schuppen, mit stellenweise warziger Rinde. f. polyphylla Fike. Lagerstiele ziemlich kurz, weißlich-graugrün, in verschiedener Weise verzweigt, mit blättchenartigen Schuppen dicht bedeckt. Tirol: St. Anton; in den Wäldern an der Scanuppia. f. foliolifera Nyl. Lagerstiele ziemlich dick, trugdoldig verzweigt, durchweg ziemlich reich mit mittelgroßen bis großen und eingeschnittenen, an den Seiten hier und da zerschlitzten Schuppen bedeckt. Tirol: Ehrenburg, auf dem Kienberge. f. recurva Hoffm. Lagerstiele an der Seite nicht geschlitzt, dicht feinschuppig, grau- 3*
36 grünlich, mit ziemlich dünnen, pfriemlichen, meist zurückgebogenen Zweigen. Tirol: Monte Baldo. 859. CL crispata (Ach.) Flöt. — Baeomyces turbinatus f crispatus Ach. — Cladonia furcata e crispata Fike. — CI. ceranoides Schaer. — CL gracilis v. crispata Nyl. — Taf. LXV B, Fig. 1—6; LXV C, Fig. 2. Lagerschuppen bleibend oder verschwindend, mittelgroß, fingerförmig zerschlitzt und gekerbt, aufsteigend, zerstreut oder seltener gedrängt, ober¬ seits graugrünlich oder olivbräunlich, unterseits weißlich und nach dem Grunde zu oft bräunlich, soredienlos, durch KOH nicht verändert. Podetien auf der Oberfläche der Lagerschuppen, fast zylindrisch oder unregelmäßig, fast trompetenförmig aufgetrieben, mit oder ohne Becher, mit oder ohne Schuppen, mit zusammenhängender oder zerstreuter Rinde, mit randstän¬ digen wiederholten Prolifikationen. Becher weit offen, selten durch eine Membran geschlossen, Achseln der nicht bechertragenden, verzweigten Podetien klaffend. KOH ruft keine Gelbfärbung hervor. Apothecien klein, 0,5—0,7 mm breit, gewöhnlich in kleinen Häufchen zu 2—4 an den Scheiteln kurzer Zweige, braun oder seltener gelbbraun, zuletzt mehr oder weniger gewölbt. Sporen spindelförmig, 9—14^ lang, 2—3 p dick. Pyk¬ niden am Rande der Becher, an den Achseln, an den Spitzen der Zweige oder an den Schuppen der Podetien, gewöhnlich zylindrisch; Sterigmen verzweigt; Pyknokonidien zylindrisch, gebogen, 5—8 p lang, 0,5 p dick. Verbreitet von der Ebene bis ins Hochgebirge auf Moor- und Heide¬ boden, auf humosen über Felsen lagernden Schichten. Sehr formenreich! f. infundibulifera (Schaer.) Wainio. Lagerstiele am Grunde meist bleibend, gewöhnlich dick oder ziemlich dick, mit breiten, klaffenden Bechern, an den Spitzen bechertragend, fast schuppenlos. f. divulsa (Del.) Arn. — Cenomyce divulsa Del. Lagerstiele am Grunde gewöhnlich ziemlich ausdauernd, meist dick oder ziemlich dick, mit ziemlich breiten, klaffenden Bechern, durchweg oder am Becherrande schuppig. Weit verbreitet. Erklärung zu Tafel LXV B. Fig. I. Cladonia crispata f. elegans. „ 2. „ „ f. gracilescens. „3- » „ f- virgata. „ 4. „ „ f. cetrariaeformis. „5. „ n f. infundibulifera, fruchtend. 11 b. n ,, 11 steril«
37 f. dilacerata (Schaer.) Malbr. — Cl. ceranoides prolifera dilacerata Schaer. — Cl. divulsa Nyl. Lagerstiele dick oder ziemlich dick, i—n cm lang, i—4 mm dick, unregelmäßig angeschwollen, becherlos., an den Spitzen unregelmäßig zer¬ rissen-verzweigt, fast schuppenlos. f. elegans (Del.), Wain. — Cl. turgida ß elegans Del. Lagerstiele dick oder ziemlich dick, unregelmäßig geschwollen, becher¬ los, an den Enden unregelmäßig zerrissen-verzweigt, mit Schuppen oder Schüppchen besetzt. f. virgata (Ach.) Wain. — Cenomyce gonorega e C. virgata Ach. Lagerstiele am Grunde absterbend, am Scheitel ziemlich lange fort¬ wachsend, ziemlich schlank, mit schmalen, offenen Bechern und meist zahlreichen Prolifikationen und Strahlen, an den Enden bechertragend, schuppenlos, meist scherbengelb. Auerbach in Franken; Kühetai in Tirol; Schweiz, St. Moritz. f. gracilescens (Rabenh.) Wain. — Cl. rangiferina f. gracilescens Rabenh. — Cl. furcata f. gracilescens Arn, Lagerstiele am Grunde absterbend, am Scheitel ziemlich lange weiter¬ wachsend, zart, mit sehr engen, fast verschwindenden, offenen Bechern, an den Enden becherlos und dornig, schuppenlos, graugrünlich. Hamburg, Oberfranken, Thüringen, Tirol. f. subracemosa Wainio. Lagerstiele am Grunde absterbend, am Scheitel ziemlich lange weiter¬ wachsend, ziemlich zart, mit undeutlichen Bechern, an den Enden becher¬ los, schuppig, graugrünlich. Nur halb so hoch (30—40 mm), dabei aber dicker (0,7—1 mm) als f. gracilescens. Bayern: Wending, auf sandiger Erde in einem Kiefernwalde. f. rigidula Am. Lagerstiele dicht zusammengedrängt, 3—4 cm lang, 0,5—1 mm dick, ziemlich spärlich verzweigt, fast becherlos, aber mit zum Teil etwas er¬ weiterten Achseln. Zweige dünn, strahlig. Rinde etwas rissig-felderig. Tirol: Kühetai; Paneveggio. var. cetrariaefonnis (Del.) Wain. — Cenomyce gracilis o. cetrariae- formis Del. Erklärung zu Tafel LXV C. Fig. 1. Cladonia alpestris, dichte, kräftige Form. „2. „ erispata f. dilacerata.
38 Lagerstiele braun öder scherbengelb, fast schuppenlos, bechert ragend, mit sehr engen, 1,5—2 mm breiten, durchbohrten, undeutlich verbreiterten, unregelmäßigen, schrägen, mit Zähnen oder sehr kurzen Zweigen, prolife¬ rierenden Bechern; die Prolifikationen können sich mehrfach wiederholen. Sterile Zweige zylindrisch von kleinen Bechern oder Zweigehen gekrönt oder seltener pfriemenförmig. f. peritheta Sandst. Podetien meist warzig rauh, Rasen oder dichte, verflochten, ver¬ wachsene Büschel bildend. Aus dem Rücken der meist übergebogenen Lagerstiele entspringen zahlreiche, einige Millimeter bis 2 Zentimeter lange, dornige, pfriemförmige Sprossungen, kammförmig oder büschelig gestellt, von denen wenige etwas geöffnet sind. Rinde meist warzig-rauh. Oldenburg: Kehnmoor, Markhausen usw. f. paradoxa Sandst. Trichter durch eine Schließhaut zunächst abgesperrt, die entweder un¬ verändert erhalten bleibt oder unregelmäßig oder rund durchbohrt aufreißt. Oldenburg: Kehnmoor, Richtmoor, Osenberge. 860. CL Delessertii (Nyl.) Wiain. — Cenomyce Delessertii Del. — Cla¬ donia degenerans d. subfurcata Nyl. — CI. subfurcata Arn. Lagerschuppen bald verschwindend, ziemlich groß mit langen, linearen Lappen. Podetien am Grunde absterbend, 3—10 cm lang, becherlos, mit klaffenden Achseln und mehr oder weniger offenen Spitzen, sparrig ver¬ zweigt, braun oder grauoliv färben, an der Oberfläche glatt oder runzelig, oft am Grunde fleckig. Fortpflanzungsorgane wie bei CI. crispata. Pyk¬ niden eine rote Masse enthaltend. An steinigen Stellen zwischen Moosen und auf moosbewachsenen Felsen, auf humoser Erde in Oldenburg und bei Greifswald. Tirol: Mittelberg, an verschiedenen Stellen; Zillertal, Grünberg in einem kleinen bemoosten Felsengerölle. 861. CI. squamosa Hoffm. — Lichen squamosus Scop. — Cladonia ventricosa Schrad. — Taf. LXV, Fig. 3—5. Lagerschuppen meist mittelgroß, unregelmäßig, oft fast fingerig oder fiederig zerschlitzt und gekerbt, mit meist keilförmigen, flachen oder etwas Erklärung zu Tafel LXV D. Fig. I. Cladonia mitis. „ 2. „ cerasphora. „ 3< ,, cariosa f. corticata (=C1. symphicarpia). „ 4, 5. „ macrophyllodes.
39 umgerollten Abschnitten, zerstreut oder gedrängt, oberseits graugrünlich, blaß, olivfarben oder bräunlich, unterseits weiß, soredienlos oder spärlich körnig, durch KOH nicht gefärbt. Lagerstiele auf der Oberfläche der Lagerschuppen entspringend, fast zylindrisch oder unregelmäßig an¬ geschwollen oder trompetenförmig, bechertragend oder becherlos und dann verzweigt, mit -durchbohrten Achseln, an den Enden bechertragend oder stumpf oder pfriemlich, unberindet oder warzig oder felderig berindet, schuppig oder kleiig-schuppig, seltener ganz nackt, durch KOH nicht oder kaum gefärbt, 2—6 cm hoch. Becher schmal, durchbohrt, gezähnt, wieder¬ holt unregelmäßig sprossend. Apothecien meist rotbraun, seltener blaß, trugdoldig gehäuft, flach mit deutlichem Rande, später mehr gewölbt und fast unberandet. Mehr an schattigen Orten auf nackter Erde und zwischen Moosen, auch an Holz und Steinen vom Hügelland bis ins Hochgebirge gemein. f. denticollis Fike. — CI. denticollis Hoffm. Lagerstiele bechertragend, entrindet, nicht oder spärlich körnig, klein- oder großschuppig. Die häufigste Form. f. muricella (Del.) Wain. — CI. attenuata Hoffm. Lagerstiele becherlos, meist ziemlich entrindet, nicht oder spärlich körnig, mehr oder weniger mit Schuppen und Schüppchen besetzt. Seltener, z. B. bei Frankfurt a. d. Oder. Bayern: Spielberg. Schweiz. var. levicorticata Sandst. Lagerstiele bechertragend, mit proliferierenden Bechern, glatt, be¬ rindet, wenig körnig, fast schuppenlos. Zerstreut. Sudeten, Thüringen, bei München, Alpen. /. phyllocoma Rabenh. Lagerstiele bechertragend, berindet, weder körnig noch kleiig, mit ziemlich großen Schuppen. Tirol: Kühetai, Insbruck. — Bayern: an verschiedenen Stellen. — Thüringen: bei Neustadt. polychonia Fike. Lagerstiele bechertragend, mittelgroß, entrindet, ziemlich körnig, ohne Schuppen und Schüppchen. Rostocker Heide; Frankenjura. turfacea Wain. Lagerstiele von dunkler Farbe, grünlich blaugrau, braun oder braun¬ schwärzlich.
40 862. Cl. caespiticia (Pers.) Floerke. — Baeomyces caespiticius Pers. — Lichen fuscus Hoffm. ;— L. agariciformis Wulf. — L. symphicarpus Ehrh. — Cenomyce caespiticia Del. — C. strepsilis Del. — Cladonia ventri- cosa <5 fungiformis Schaer. — Cl. squamosa £ epiphylla Flöt. — Cl. squa¬ mosa d. fungiformis Rabenh. — Cl. pyxidata +4- caespiticia Ohlert. Lagerschuppen gewöhnlich mittelgroß, unregelmäßig oder fast finger¬ förmig zerschlitzt und gekerbt, aufsteigend, oberseits graugrünlich, unter¬ seits weißlich und nur selten körnig-sorediös. Podetien auf der Oberseite der Lagerschuppen entstehend, meist sehr kurz, bis höchstens 8 mm hoch, becherlos, einfach oder verzweigt, fast immer fruchtend, nackt oder schuppig, rindenlos, in feuchtem Zustande halb durchscheinend, durch KOH nicht verändert. Apothecien einzeln oder gehäuft, in der Mitte durchbohrt. Sporen länglich oder eiförmig länglich, 8—16 p lang, 3—4 /z dick. Pyk¬ niden auf den Lagerschuppen sitzend; Pyknokonidien zylindrisch, ge¬ krümmt, 7—12 p lang, 0,5 p dick. Von der Ebene bis ins Hochgebirge, hier häufiger, zerstreut auf bloßer Erde, auf Torfboden in trockenen Mooren, zwischen Moos, an morschen Baumstümpfen. f, corticata Sandst. Berindet und graugrün. Oldenburg: Gristede. 863. CL cenotea (Ach.) Schaer. — Cl. uncinata Hoffm. — Cl. fusca M. brachiata Rabenh. — Cl. cenotea a brachiata Schaer. — Taf. LXVI, Fig. !♦ Lagerschuppen klein bis mittelgroß, unregelmäßig geteilt, ein¬ geschnitten, gelappt oder fast fingerförmig mit gekerbten Abschnitten, auf¬ steigend, zerstreut oder gedrängt, oberseits graugrünlich, olivfarben, bräunlich oder blaß, unterseits weißlich, mit oder ohne Soredien, durch KOH nicht gefärbt. Podetien auf der Oberseite der Lagerschuppen, kegel- oder trompeten förmig, fast zylindrisch oder unregelmäßig aufgetrieben, mit durchbohrten, meist wiederholt proliferierenden, gewöhnlich innen braunen Bechern, durchweg sorediös-st au big, rindenlos, nur zuweilen am Grunde berindet, mit oder ohne Schuppen, am Grunde, durch KOH nicht gelb werdend. Apothecien klein, 0,5—1,5 mm breit, anfangs flach, später ge¬ wölbt, oft durchbohrt oder nierenförmig. Sporen länglich oder eiförmig, selten spindelförmig, 8—12 p lang, 2,5—3,5 p dick. Pykniden kurz zylin¬ drisch, am Grunde nur wenig oder gar nicht zusammengezogen; Pykno¬ konidien zylindrisch, gebogen, 6—8 p lang, 1 p dick.
41 Verbreitet von der Ebene bis ins Hochgebirge auf Moor- und Heide¬ boden, in Nadelwäldern, auch auf morschem Holz. var. exaltata Nyl. — Cladonia cenotea ß viminalis Nyl. Podetien verlängert, undeutlich bechertragend. var. crossota (Ach.) Nyl. — Cenomyce cenotea b. crossota Ach. — Cladonia cenotea a brachiata infundibulifera Schaer. Podetien kurz, deutlich bechertragend, am Scheitel mit einem Becher oder kurzen strahligen Ästen abschließend, am Grunde oft schuppentragend. f. prolifera (Wahr.) Harm. Randständige Prolifikationen mehr oder weniger oft wiederholt. f. squamosa Harm. Lagerstiele am Grunde mit Schuppen und Schüppchen. 864. CI. glauca Elke. — CI. cenotea b. viminalis Elke. — CI. brachiata b. furcellata Fr. — Taf. LXVI, Fig. 23. Lagerschuppen von verschiedener Größe, ähnlich denen von CI. cenotea, durch KOH nicht verändert. Podetien meist in dichten Gruppen, zylin¬ drisch oder trompetenförmig, becherlos oder mit kleinen durchbohrten, proliferierenden oder strahligen Bechern, einfach oder verzweigt, mit meist aufrechten, an den Spitzen meist pfriemlich zugespitzten, in den Achseln durchbohrten oder geschlossenen Zweigen, durchweg staubig-sorediös, zu¬ weilen nach dem Grunde zu berindet oder schuppig, durch KOH nicht gefärbt. Im übrigen wie CI. cenotea. Auf lehmigem und humosem Boden, über Moosen in Kiefernwäldern und Heiden verbreitet, aber nicht häufig. f: muricelloides Sandst. Lagerstiele zum Teil ganz oder gefeldert, knopelig, glattrindig, grau¬ grün, doch häufig ganz von Rinde entblößt, nackt oder kleiig, stellenweise stark blättchentragend, mit derben, gekerbten Blättchen. Blättchen oft, in trockenem Zustande immer aufwärts eingerollt, wodurch die weiße Unter¬ seite sichtbar wird. Lagerstiele vom Grunde oder von der Mitte oder meist vom oberen Drittel an büschelig-schopfig verzweigt. Verzweigungen steif aufrecht, spitz oder lang mäuseschwanzartig vorgezogen, oft eingekrümmt, sorediös oder mit unverletzter Rinde, nur an den Spitzen bräunlich und Erklärung zu Tafel LXVL Fig. i. Cladonia cenotea. >1 2. „ glauca. ,» 3. „ glauca, fruchtend. „ 4—6. „ turgida, nat. Gr.
42 geschlossen, mitunter an den Spitzen wenig offen und hin und wieder mit klaffenden Achseln. Oldenburg: häufiger. f. süblevigata Sandst. Lagerstiele kahl-knopelig berindet, an den Spitzen etwas sorediös, ab* gezwackt, an schattigen Orten olivgrün, an sonnigen bräunlich, zierlich Strauch- oder besenförmig verzweigt, meist lang pfriemlich, spitz, die fruchtenden trugdoldig gestutzt, länger als die sterilen. Oldenburg: Heide bei Rostrap, im Oldenburger Sand auf den Resten vermoderter Föhrenstümpfe. 865. CI. turgida (Ehrh.) Hoffm. — Lichen turgidus Ehrh. — L. parechus Ach. — Taf. LXVI, Fig. 4—6. Lagerschuppen meist ausdauernd und stark entwickelt, bis 25 mm lang, lappig zerschlitzt, aufsteigend oder aufrecht, sehr brüchig, locker¬ rasig, oberseits graugrün, unterseits weißlich, soredienlos, durch KOH beiderseits gelb gefärbt. Lagerstiele auf der Oberseite der Schuppen ent¬ springend, 2—7 cm und darüber lang, lang walzenförmig oder schmal kreiselförmig, becherlos oder undeutlich bechertragend, mit wenig er¬ weiterten, von einer durchlöcherten oder durchbohrten Membran ver¬ schlossenen Bechern, am Rande strahlig-proliferierend, mit am Ende stumpfen und kurz strahligen, gegabelten oder schmal bechertragenden Ästen, nicht sorediös, berindet, mit fast zusammenhängender oder schlie߬ lich gefelderter Rinde, meist schuppenlos, glatt, graugrün, durch KOH gelb gefärbt. Apothecien klein, nur bis 0,5 mm breit, hell rotbraun, seltea bleich, oft in kleinen Häufchen am Rande der undeutlichen Becher oder an trugdoldenartigen Verzweigungen der Lagerstiele, anfangs flach und schwach berandet, später randlos, gewölbt, oft gelappt. Sporen 8—18/z lang, 2,5—3,5 ft dick. Pyknokonidien 5 p, lang, 1 p dick, gekrümmt. An sonnigen Halden, an Wegrändern, auf Heideboden von der Ebene bis ins Gebirge verbreitet, aber zerstreut und nicht häufig. 866. CI. brevis Sandst. — CI. verticillata Hoffm. — CI. cervicornis m. brevis Sandst. — Taf. LXII D, Fig. 3. Lagerschuppen rundlich, lappig gekerbt, angedrückt oder muschel¬ förmig aufsteigend, 1—3 mm im Durchmesser, oben runzelig, olivgrün oder bräunlich, unten weißlich, durch KOH nicht gefärbt. Podetien aus der Mitte oder vom Rande der Lagerschuppen entspringend, durch KOH nicht gefärbt, 2—8 mm hoch, unten 1—1,5 mm dick, oben bis 3 mm anschwellend, hier auch oft mehr verflacht, felderweise dick, berindet, olivgrün, einfach oder oben kurz gegabelt. Apothecien endständig, braun oder blaß, wulstig
43 gewölbt, oft ringförmig ausgebildet, gedrängt, mitunter mit eingestreuten Schuppen, selten zusammenfließend, noch seltener sitzend oder kurz gestielt an den Seiten der Podetien. Pykniden auf der Oberfläche der Lager¬ schuppen oder an isidienartigen Wucherungen, am Grunde eingeschnürt, fast kugelig, mit deutlicher Mündung, schwarz. — Der Cl. subcariosa ähnlich, noch ähnlicher der Cl. verticillata cervicornis. Oldenburg: An einem sandigen Wegrande im Dünengebiet von Sandhatten; Litteler Fuhrenkamp; Feldberggegend im Schwarzwald, Kien¬ bach bei Schramberg. 867. CL subcariosa Nyl. — Patellaria symphycarpa a continua Wahr. — Cladonia firma Nyl. — Taf. LXVII, Fig. 1. Lagerschuppen bleibend, meist groß, fast gabelig zerschlitzt, gebuchtet oder gekerbt, aufsteigend oder aufrecht gedrängt, oberseits grünlich, grau¬ grün oder bräunlich, innen und unterseits weiß, im Alter oft bräunlich oder rosa, soredienlos, durch KOH unterseits erst gelb, dann rot werdend. Lagerstiele meist am Rande der Lagerschuppen entspringend, verhältnis¬ mäßig kurz und dick, fast zylindrisch oder oben etwas kreiselförmig, becherlos, stets fertil, meist einfach, seltener verzweigt oder unregelmäßig zerspalten, berindet, mit fast zusammenhängender oder sich berührend¬ gefelderter Rinde, soredienlos und meist auch ohne Schuppen, durch KOH gelb, später blutrot gefärbt. Apothecien rotbraun, seltener gelbbraun, gegen mittelgroß, meist gehäuft und oft zusammenfließend, am Grunde wenig oder nicht zusammengezogen, bald gewölbt und randlos. Sporen 8—16 p lang, 2—4 p dick. Pyknokonidien 7—10 p lang, 0,5 p dick, gebogen. . Auf nackter, sandiger Erde und zwischen Moosen an sonnigen, trockenen Orten, in. trockenen Torfmooren, zerstreut und selten. Tirol, Bayern, Baden, Schweiz, Thüringen, Harz, Böhmen, Mähren. 868. Cl. cariosa (Ach.) Spreng. — Lichen cariosus Ach. — Cenomyce symphicarpa Smrft. — Cladonia degenerans Fr. — Cl. pyxidata 4. neglecta Schaer. — Cl. pyxidata v. cariosa Nyl. — Taf. LXVII, Fig. 2. Lagerschuppen klein bis mittelgroß, selten groß, fast gabelig oder un¬ regelmäßig. lappig oder gekerbt, aufsteigend oder anliegend, gewöhnlich dicht gedrängt, oberseits graugrün oder olivgraugrün, unterseits weiß und nach Erklärung zu Tafel LXVIL Fig. 1. Cladonia subcariosa. ,, 2. „ cariosa. ,, 3. „ fimbriata var. cornuto-radiata (nicht decorticata). „4. „ gracilis var. chordalis, nat. Gr.
dem Grunde zu oft bräunlich, durch KOH oberseits gelb gefärbt. Podetien ziemlich kurz (etwa lomm lang) und dick, am Rande oder auf -der Ober¬ seite der Lagerschuppen entstehend, fast zylindrisch oder oben aufgeblasen, becherlos, gewöhnlich verzweigt und fertil, furchig-rissig, in den Achseln geschlossen oder offen, mit gefelderter oder warzig gefelderter, seltener fast zusammenhängender Rinde, nicht sorediös, durch KQH gelb gefärbt. Apothecien 0,5—4 mm breit, zusammenfließend oder gehäuft, gewöhnlich durchbohrt oder gelappt, bald gewölbt. Sporen länglich bis länglich-spindel¬ förmig, 9—16/4 lang, 2,5—4/z dick. Pykniden meist am Rande oder auf der Oberseite der Lagerschuppen, fast kugelig oder eiförmig, am Grunde deutlich zusammengezogen, grau oder bräunlichgrau. Pyknokonidien zylin¬ drisch, gekrümmt, 8—10 p lang, 0,5 p dick. Auf Moor- und Heideboden, auch über felsigem Grund von der Ebene bis ins Hochgebirge verbreitet, aber zerstreut und nicht überall. f. cribrosa (Wallr.) Wain. — CI. cariosa a vulgaris Kbr. Lagerstiele gut entwickelt, ohne Schuppen mit zerstreuter Rinde. f. corticata Wainio. — Cenomyce symphicarpa Ach. — Capitularia symphicarpa Fike. — CI. cariosa ß symphicarpia Fike. — CI. symphicarpia Arn. — CI. alpicola v. karelica Wain. — Taf. LXVD, Fig. 3. Lagerstiele gut entwickelt, ohne Schuppen, stellenweise mit fast zu¬ sammenhängender Rinde überzogen. Nach Harmand unterscheidet sich diese Form von CI. subcariosa hauptsächlich dadurch, daß sich die Schup¬ pen auf beiden Seiten mit KOH mehr oder weniger intensiv gelb färben, welches blasser ist als bei cariosa und nicht in Blutrot wie bei subcariosa übergeht, sondern nur blaßrötlich wird. Tirol: Monte Baldo. — Thüringen? — Baden. — Böhmen. — Mähren. Neuerdings wird die Form meist als eigene Art CI. symphacarpia Ach. Fike, betrachtet. f, squamulosa (Müll.-Arg.) Wainio. Lagerstiele gut entwickelt, schuppig, berindet, mit teils fast zu¬ sammenhängender, teils aus zerstreuten oder sich fast berührenden Feldern bestehender Rinde. Schweiz: am Fuß des Mont Saleve. — Bayern: um München. f. squamosissima Anders. Podetien und besonders die Fruchtstände reich mit derben Blättchen besetzt. Böhmen: Neugarten.
45 869. CL leptophylla (Ach.) Fike. — Cenomyce leptophylla Ach. — Cla¬ donia cariosa y leptophylla Hepp. Lagerschuppen klein, 0,5—2 mm lang und breit, mehr oder weniger zerstreut, rundlich ganz oder leicht gekerbt, seltener verlängert oder stark gekerbt oder eingeschnitten-geteilt, oberseits blaß graugrün, unterseits weiß, soredienlos, durch KOH gelb gefärbt. Podetien am Rande oder auf der Oberseite der Lagerschuppen, fast zylindrisch, becherlos, einfach oder seltener zwei- bis dreiteilig, gewöhnlich rindenlos, körnig, sorediös oder warzig, meist schuppenlos, durch KOH mehr oder weniger deutlich gelb gefärbt. Apothecien blaßrötlich, 0,5—3 mm breit, gewölbt ohne deutlichen Rand. Sporen länglich, 10—18^ lang, 2—4^ dick, gewöhnlich an beiden Enden stumpf. Pykniden schwarz, fast kugelig oder eiförmig, am Grunde eingezogen; Sterigmen verzweigt. Pyknokonidien fast zylindrisch, ge¬ krümmt, 7—9 p lang, 0,5 p dick. Ziemlich selten auf sandigem oder humosem Boden an trockenen, offenen Stellen, sehr zerstreut. Schweiz. — Jura. — Baden. — Hessen. — Bayern. — Westfalen. — Schlesien. 870. CL alpfcola (Flöt.) Wainio. — CI. pyxidata ß alpicola Wainio. — CI. cariosa ß symphicarpia b. foliosa Fike. — CI. ventricosa ß macrophylla Schaer. — CL decorticata Nyl. Coll. Fl. Kar. — CI. decorticata f. alpestris macrophylla Hepp. — CI. coralloidea Th. Fr. — CI. macrophylla Th. Fr. — Cenomyce decorticata Fr. — Baeomyces cariosus Wbg. — Taf. LXII B, Fig. 2, 3. Lagerschuppen 3—8 mm lang und breit, fast ganz oder unregelmäßig gelappt oder gekerbt, soredienlos, durch KOH nicht gefärbt. Podetien 10—60 mm hoch, auf der Oberseite der Lagerschuppen, 5—8 mm dick, zylindrisch, becherlos, die fertilen meist unverzweigt, die sterilen gewöhn¬ lich mehr oder weniger verzweigt mit aufrechten, stumpfen, seltener pfriemlichen Ästen, außen rissig oder furchig, soredienlos, mit in Form von Feldern oder Warzen zerstreuter, selten zusammenhängender Rinde, die zuletzt in Form von anliegenden oder wagerecht abstehenden Schuppen erscheint. Apothecien 0,7—5 mm breit, zusammenfließend oder gehäuft, mitunter zerrissen-lappig, oft mit mehr oder weniger großen Schuppen untermischt, unter der Scheibe nicht zusammengezogen, bald mehr oder weniger gewölbt. Sporen länglich, 7—12 p lang, 2—3 p dick. Pykniden einzeln, am Scheitel oder an den Seiten der Podetien oder der Zweige, kurz eiförmig oder fast kugelig, am Grunde eingeschnürt; Sterigmen ver¬ zweigt; Pyknokonidien zylindrisch, gebogen, 7—12 p lang, kaum I p dick. Auf feuchtem, humosem Boden über Felsen und Gestein, seltener auf
46 sandigem Boden, die typische f. foliosa; in Preußen, Schlesien, Sachsen, Fichtelgebirge, Thüringen, Harz, Allgäu, Tirol, Schweiz, Böhmen, Mähren. var. foliosa (Sommerf.) Wainio. Lagerschuppen gewöhnlich ziemlich groß und breit, gekerbt und ge¬ lappt. Lagerstiele meist mittelgroß, mit gefelderter oder warziger Rinde; Felder oder Warzen meist zerstreut, seltener sich berührend, zuletzt ge¬ wöhnlich in schildförmige Schuppen auswachsend. Der Raum zwischen den berindeten Feldern ist bis zum Grunde unberindet. — f. macrophylla (Schaer.) Wainio und f. Monges-tii (Del.) Wainio sind hierhergehörige, wenig konstante Formen. 871. Cl. decorticata (Floerke) Spreng. — Capitularia decorticata Floerke. — Cenomyce pityrea e. decorticata Ach. — Cladonia decorticata b. symphicarpa Fr. — Cl. fusca a symphicarpa Rabenh. — Cl. decorticata ß primaria Th. Fr. — Taf. LXIIE, Fig. 2. Lagerschuppen früher oder später ganz verschwindend, wenig ent¬ wickelt, 1—4 mm lang, halb so breit, gekerbt oder schmal gelappt, zuletzt vertieft mit nach oben gerolltem Rande, oberseits graugrünlich oder grau¬ olivgrün, unterseits weiß, nach dem Grunde zu oft bräunlich, nackt oder nur sehr unbedeutend körnig, weder durch KOH noch durch KOH + CaCI gefärbt. Podetien auf der Oberseite der Lagerschuppen, am Grunde oft dunkel, braun bis schwärzlich, 1—3 cm lang, 0,7—2,5 mm dick, zylin¬ drisch, becherlos, einfach oder verzweigt, die letzten fruchtenden Ver¬ zweigungen sind etwas- verbreitert, die sterilen stumpf oder pfriemlich. Oberfläche der Soredien fast ganz oder schwach rissig oder körnig sorediös oder schuppig und zwischen den Schuppen und Körnchen rindenlos. Apo¬ thecien von 0,7—5 mm Breite gelappt, zusammenfließend oder gehäuft am Scheitel der Podetien und ihrer Verzweigungen, anfangs flach, bald ge¬ wölbt, randlos; Sporen länglich bis fast spindelförmig, 7—14^ lang, 2,5 bis 3/z dick. Pykniden eiförmig, am Grunde zusammengezogen; Sterig- men verzweigt; Pyknokonidien gekrümmt, 5—6p lang, 0,5 p dick. Auf felsigem Boden im Gebirge, besonders im Hochgebirge sehr zer¬ streut, selten in der Ebene. Tirol: Arlberg, Paneveggio, Pinzolo. — Mähren. — Ostpreußen. 871. Cl. acuminata (Ach.) Norrl. — Cenomyce pityrea b. acuminata Ach. — C. acuminata Del. — C. subuliformis Duf. — Cladonia cenotea y acuminata Schaer. — Cl. decorticata * acuminata Flöt. — Cl. pityrea f. acuminata Malbr.
47 Lagerschuppen verschieden groß, die kleineren gekerbt, die größeren mit schmalen Abschnitten, aufsteigend, zuletzt vertieft oder am Rande nach unten gerollt, nackt, oder unten und am Rande etwas gekörnt, durch KOH auf beiden Seiten schwach gelb gefärbt, zuletzt verschwindend. Podetien auf der Oberseite oder am Rande der Lagerschuppen, 1,5—4,5 cm lang, 0,8—3 mm dick, zylindrisch, einfach oder verzweigt, steril oder fertil. Fertile Podetien am Scheitel verbreitert, sterile stumpf, seltener pfriemlich, an der Oberfläche meist rissig gefurcht oder sorediös-körnig, mehr oder weniger entrindet und schuppig, durch KOH auch in den ent¬ rindeten Teilen gelb gefärbt. Apothecien 0,7—3 mm breit, oft durchlocht oder gelappt, zusammenfließend oder gedrängt, gewölbt, randlos. Sporen länglich spindelförmig, 10—16 p lang, 3—3,5 p dick. Pykniden am Grunde verengt; Sterigmen verzweigt; Pyknokonidien gekrümmt, 5—8 p lang, 0,5 p dick. Auf bloßer Erde und zwischen Moosen, selten. Nordböhmen. — Baden: Heidelberg. — In den Alpen etwas verbreiterter. — Tirol: Arlberg, Waldrast, Ehrenburg, Jenesien, Paneveggio. 872. CL foliata (Arn.) Wain. — CI. acuminata Arn. — CI. acuminata f. foliata Arn. — CI. decorticata Rehm. Lagerschuppen meist mittelgroß, wie bei CI. acuminata, aber durch KOH intensiver gelb gefärbt. Podetien meist auf der Oberseite der Lager¬ schuppen, mittelgroß, becherlos, fertil oder steril, einfach oder verzweigt, an den Seiten fast ganz oder gefurcht, mit spärlichen, kleinen Rinden¬ warzen, sonst unberindet, meist spärlich körnig, mehr oder weniger schuppig, nicht durchscheinend, mit KOH sich erst gelb, dann orangeröt¬ lich färbend. Apothecien braunrot. Sonst wie CI. acuminata, der sie sehr nahe steht. Sehr selten. Tirol: Plansee, auf kurzbegrastem Boden in kleinen Waldlichtungen, östlich davon; Paneveggio, auf Waldboden seitwärts vom Wege zur Wasserklause. 873. CL gracilis (L.) Willd. — Lichen gracilis L. p. p. — Baeomyces gracilis Ach. — Capitularia gracilis Fike. — Cenomyce ecmocyna Ach. — Cladonia gracilis 3. gracilis Nyl. — Taf. LXVII, Fig. 4; LXVJII, Fig. 1; LXII D, Fig. 2; LXIIE, Fig. 1. Lagerschuppen meist mittelgroß, unregelmäßig lappig zerschlitzt und gekerbt, zerstreut oder genähert, aufsteigend, oberseits graugrünlich oder oliv-graugrünlich, unterseits weiß, mitunter nach dem Grunde zu bräun¬ lich-schwärzlich, durch KOH nicht verändert. Podetien auf der Oberseite
48 der Lagerschuppen, lang, zylindrisch, becherlos oder mit ziemlich tiefen, regelmäßigen oder unregelmäßigen, proliferierenden oder strahlig gezähn¬ ten Bechern, einfach oder wenig verzweigt, mit fast zusammenhängender oder gefelderter Rinde, gewöhnlich soredienlos, selten mit Schuppen, in den jüngeren Teilen durch KOH gewöhnlich gelb gefärbt. Apothecien ganz oder durchbohrt, regelmäßig oder gelappt, sitzend oder kurz gestielt, gehäuft auf den Spitzen und am Becherrande, bald gewölbt und randlos. Sporen länglich oder länglich-spindelförmig, 9—15/z lang, 2,5—4^ dick. Pykniden eiförmig, Sterigmen verzweigt, Pyknokonidien fast zylindrisch, mehr oder weniger gekrümmt, 5—7 p lang, 0,5 p dick. Von der Ebene bis ins Hochgebirge in Nadelwäldern und Heiden ge¬ mein und oft massenhaft. Z. Podetien immer bechertragend. A. Becher ziemlich regelmäßig. var. dilatata (Hoffm.) Wain. — Cladonia dilatata Hoffm. Podetien schuppenlos, an den sterilen Enden bechertragend. var. anthocephala Elke. Podetien mit Schuppen, an den sterilen Enden bechertragend. B. Becher wenigstens zum Teil unregelmäßig. var. dilacerata Elke. Podetien schuppig, an den sterilen Enden bechert ragend. II. Podetien teils becherlos, teils mit engen Bechern. A. Podetien mit ziemlich schlankem Fuß. 1. Podetien schuppenlos. var. chordalis (Fike.) Schaer. — Capitularia gracilis B. chordalis Fike. — Podetien mit regelmäßigen oder zum Teil unregelmäßigen Bechern, bräunlich-scherbengelb oder oliv-graugrünlich. var. leucochlora Fike. Podetien mit regelmäßigen Bechern, weißlich-graugrünlich. Erklärung zu Tafel LXVIIL Fig. I. Cladonia gracilis f. aspera (nicht chordalis). „ 2. „ cornuta. „3. „ degenerans f. cladomorpha. ,, 4. n botrytes, nat. Gr.
49 f. platydactyla (Wallr.) Wainio. Podetien mit unregelmäßigen Bechern. 2. Podetien mit Schuppen. var. aspera Fike. Podetien schlank, schuppig. B. Podetien mit ziemlich dickem Fuß. i. Podetien schuppenlos. var. elongata (Jacq.) Fike. Podetien bräunlich-scherbengelb, blaß oder oliv-graugrünlich, mit wenigstens zum Teil unregelmäßigen Bechern. var. ecmocyna (Ach.) Wain. — Cenomyce ecmocyna Ach. Podetien graugrünlich. f. sub dilacerata Wain. Podetien mit schiefen, zerrissenen, mitunter ziemlich weiten Becher«. 2. Podetien mit Schuppen. var. laontera (Del.) Arn. Becher regelmäßig. var. phyllophora Rabenh. Podetien zum Teil unregelmäßig verbreitert und verflacht, Proli¬ fikationen ein Sympodium bildend. f. pleurocarpa Sandst. Lagerstiele zart, 0,7—1,2 mm dick, niederliegend oder aufstrebend, scheckig-graugrün oder bräunlich, je nach dem stärkeren oder schwächeren Schatten am Standort, pfriemlich oder mit wenig entwickelten Bechern, die schwach fruchten. Die Seiten der Lagerstiele und Becher, auch die Oberfläche der wenigen Lagerblättchen und Schüppchen der Stiele dicht mit winzigen, 0,25—0,50 mm im Durchmesser haltenden, schwärzlichen Pykniden besetzt; sie stehen einzeln oder gruppenweise gedrängt, dabei auch kleine Apothecien, sitzend oder auf 0,25—0,50 mm hohen, blaß fleisch¬ farbenen Stielchen, das Hymenium dürftig entwickelt. Sandstede, Clad. exs. 473. Ostfriesland: Wälder bei Hesel. — Oldenburger Sand. f. foliosa Sandst. Podetien zierlich, pfriemlich, einfach oder mehrfach gleich hoch ver¬ zweigt oder schmal, bechertragend mit pfriemförmigen Auswüchsen, durch Thom ä-Migula, Flechten. IT. (Flora XII, 2.) 4
50 KOH gelbrot gefärbt, zusammenhängend knorpelig berindet, flach oder zum Teil weiß gefleckt, zerstreut mit dünnen, gekerbten Blättchen besetzt, die oben graugrün, unterseits weiß sind. Oldenburg: im Schatten der Föhren in den Kronsbergen bei Bösel. 874. CL cornuta (L.) Schaer. — Lichen cornutus L. — Cenomyce coni- craeo Smrft. — Cladonia coniocraeca Spreng. — CI. cornuta a excelsa Fr.— CI. gracilis 3. cornuta Schaer. — Taf. LXVIII, Fig. 2. Lagerschuppen mittelgroß, zuletzt verschwindend, unregelmäßig lappig zerschlitzt, aufsteigend, zerstreut oder genähert, oberseits graugrünlich oder oliv-graugrünlich, unterseits weiß, nach dem Grunde zu mitunter bräunlich, soredienlos, selten körnig, durch KOH nicht verändert. Pode¬ tien auf der Oberseite der Lagerschuppen, lang zylindrisch oder trompeten¬ förmig, ohne oder mit engen, oft proliferierenden Bechern, einfach oder wenig verzweigt, selten fruchtend, ganz oder an den Seiten oft gespalten oder durchbrochen, am Grunde und meist weit hinauf berindet, mit fast zusammenhängender oder etwas gefelderter Rinde, im oberen Teil sorediös, meist schuppenlos, selten am Grunde etwas schuppig, gewöhnlich oben graugrün oder gelblich, unten olivbräunlich, durch KOH nicht gefärbt. Fortpflanzungsorgane wie bei CI. gracilis. Verbreitet, aber zerstreut von der Ebene bis ins Hochgebirge auf Heide und Waldboden, auf morschem Holz, zwischen Moos, an trockenen, sonnigen Stellen. f, phyllotoca (Fike.) Am. — Cladonia coniocraea ß phyllotoca Fike. Podetien am Grunde schuppig. 875. CL pyxidata (L.) Fr. — Lichen pyxidatus L. — Cenomyce pyxi¬ data Ach. — Baeomyces pyxidatus Ach. — Capitularia pyxidata Fike. — Pyxidium pyxidatum Pers. — Taf. LXIX, Fig. 2—4; LXXII C, Fig. n. Lagerschuppen ziemlich derb, mittelgroß, unregelmäßig eingeschnit¬ ten, zerschlitzt oder gelappt, zerstreut oder genähert, oberseits graugrün, olivgrün, blaß oder bräunlich, unterseits meist weiß, im Alter oft braun, durch KOH nicht verändert. Lagerstiele auf der Oberfläche der Lager¬ schuppen entspringend, kurz, kreiselförmig, bechertragend, mit gewöhnlich breiten, regelmäßigen, allmählich erweiterten, am Grunde berindeten, oben mehr oder weniger weit unberindeten Bechern, soredienlos oder im oberen Teil spärlich körnig, in der Becherhöhlung warzig oder spärlich körnig. Apothecien braun, selten blaß. Sporen länglich oder eiförmig, 9—14 /a lang, 3,5—4/4 dick.
51 Von der Ebene bis ins Hochgebirge gemein, an sonnigen, trockenen Orten, an Heideplätzen, Waldrändern, Blößen usw. var. neglecta (Fike.) Mass. — Capitularia decipiens Fike. — C. neglecta Fike. — Cladonia pyxidata b. neglecta Schaer. — CI. neglecta Spreng. Lagerschuppen kleinblätterig, aufsteigend, zerstreut oder lockerrasig. Lagerstiele bechertragend, mehr oder weniger berindet, kurz, soredienlos. var. chlorophaea Fike. — CI. chlorophaea Spreng. — CI. fimbriata y chlorophaea Flöt. — Taf. LXX, Fig. 7. Lagerschuppen kleinblätterig, derb, aufsteigend, getrennt. Lagerstiele verlängert-kreiselförmig, bechert ragend, im oberen Teil mehr oder weniger sorediös. var. Pocillum (Ach.) Flöt. — Cenomyce pyxidata var. Pocillum Ach. — C. neglecta b. Pocillum Fike. — Capitularia pyxidata Pocillum Fike. Lagerschuppen großblättrig, sehr derb, angedrückte Blattkrusten bildend. Lagerstiele kurz, breit, bechertragend, mehr oder weniger berindet, soredienlos. f. simplex Ach. Becher einfach, steril, ganzrandig. f. syntheta Ach. Lagerstiele am Rande proliferierend, nackt oder staubig, zuletzt etwas schuppig. Tirol: Ehrenburg, Jenesien, Paneveggio, Pinzolo. ■f. cerina (Nagel p. p.) Arn. Lagerstiele schuppig, Apothecien fleischfarben. Tirol: Verwalltal, Innsbruck, Ehrenburg, Bozen, Paneveggio. f. staphylea (Ach.) Nyl. Apothecien ziemlich groß, kurzgestielt, bräunlich, auf dem Rande der Becher. Tirol: Paznaun, Waldrast, Jenesien, Predazzo, Pinzolo. Erklärung zu Tafel LXIX. Fig. 1. Cladonia verticillata. i> 2. „ pyxidata v. neglecta f. simplex. »»3* „ *> v. „ f. staphylea. h 4- i) p v. Pocillum. „5- 11 fimbriata f. apolepta« h 6. „ „ v. cornuto-radiata f. nemoxyne, nat. Gr. 4*
52 f. carpophora (Fike.) Kbr. Apothecien gestielt, Becher weit fruchtbar. Tirol: Groeden, Paneveggio. 876. CL fimbriata (L.) Fr. — Cenomyce fimbriata Ach. — Cladonia pixidata a Fike. — Lichen fimbriatus L. . , ■ Lagerschuppen mittelgroß, etwas dick, unregelmäßig eingeschnitten, gelappt oder geschlitzt, zerstreut oder genähert, oberseits bläulich-graugrün, unterseits weiß, nach dem Grunde zu oft schwärzlich oder dunkel,, meist soredienlos, durch KOH nicht verändert. Podetien auf der Oberseite der Lagerschuppen, mit oder ohne Becher, zylindrisch oder trompetenförmig, an den sterilen Enden- bechertragend, stumpf oder pfriemlich, staubig- sorediös, nur zuweilen am Grunde etwas berindet, mit oder ohne Schuppen, durch KOH nicht oder nur schwach gelb gefärbt. Apothecien braun oder rötlich-, selten scherbengelb. Sporen spindelförmig öder länglich, 8—15 p lang, 2—4 p dick. Pykniden ei- oder warzenförmig, am Grunde meist nicht zusammengezogen; Pyknokonidien mehr oder weniger gebogen, 5—8 p lang, 0,5—1 p dick. Auf Heide- und Moorboden bis ins Hochgebirge häufig an trockenen, sonnigen Stellen. Sehr reich an Formen, aber die Verbreitung derselben noch wenig, festgestellt. Neuerdings werden hauptsächlich auf Grund chemischer Verschieden¬ heiten aus Cl. fimbriata eine Anzahl Formen als selbständige Arten aus¬ gesondert, und zwar: . Cl. major (Hag.) Zopf. Lagerstiele stets zuletzt länger, etwa 25—35 mm lang oder auch kürzer, regelmäßig großbecherig. Wände der Becher oft fester.und dicker. Becherhöhlung zunächst berindet, erst im Alter sich sorediös auflösend. Sprossen becherig, nicht pfriemlich, aus dem Rande oder der Mitte becherig sprossend. Geschmack bitter. Dazu auch prolifera. Cl. cornuto-radiata (Coem.) Zopf. — Taf. LXVII, Fig. 4. Lagerstiele verlängert, einfach oder verästelt, pfriemlich oder becherig. Geschmack bitter; enthält Fumar-Protocetrarsäure, keine Atranorsäure. Cl. ochrochlora Floerke. Lagerstiele becherig und daneben pfriemlich, Becher mit pfriemlichen oder becherigen Sprossungen. Rinde stellenweise glatt. Besitzt Fumar- Protocetrarsäure, daher- Geschmack bitter, keine Atranorsäure. Cl. coniocraea (Floerke) Wainio. Von der vorigen hauptsächlich chemisch verschieden, enthält neben Fumar-Protocetrarsäure auch Atranorsäure.
53 CI. ncmoxyna (Ach.) Nyl. — Taf. LXIX, Fig. 6. Enthält weder Atranorsäure noch Fumar-Protocetrarsäure, schmeckt also im Gegensatz zu den vorhergenannten nicht bitter, dagegen eine neue Säure: Nemoxynsäure. So wünschenswert eine Zerlegung dieser umfangreichen Sammelspezies CI. fimbriata ist, scheinen doch zurzeit noch nicht genügend sichere An¬ haltspunkte dafür gegeben zu sein, besonders so lange sich die neuen Arten nur im chemischen Laboratorium unterscheiden lassen. Hierbei spielen ganz sicher auch äußere Verhältnisse eine Rolle, die wohl nicht immer genügend gewürdigt wurden und sich zum Teil auch noch der Feststellung entziehen. Deshalb wurde im Nachfolgenden eine Übersicht der wichtigsten Formen hauptsächlich in Anlehnung an Wainios Monographie gegeben. var. simplex (Weis) Flöt. — Lichen fimbratus a simplex Weis. — Cla¬ donia pyxidata tubaeformis Hoffm. Podetien bechertragend, einfach oder mit Apothecien tragenden Stielchen am Becherrande, schuppenlos, ganz unberindet und sorediös oder am Grunde etwas berindet, undurchscheinend, Höhlung der Becher sorediös. Apothecien braun, selten scherbengelb gestreift. Podetien (f. minor) meist 10—25 mm hoch. — Die Flechte enthält nach Zopf Fumar-Protocetrarsäure und Fimbriatsäure, während die äußerlich sehr ähnliche f. major mit 25 bis 35 mm hohen Podetien keine Fimbriatsäure, sondern nur Fumar-Proto¬ cetrarsäure und Atranorsäure enthält. var. prolifera (Retz.) Mass. — Lichen fimbriatus ß prolifer Retz. Podetien mit gut ausgebildeten Bechern, proliferierend, die sterilen durch. Becher begrenzt, schuppenlos, ganz unberindet und sorediös oder am Grunde etwas berindet, nicht durchscheinend. Apothecien braun. — Nach Zopf enthält diese Form Fumar-Protocetrarsäure und Atranorsäure, wes¬ halb sie nach Sandstede mit der f. major der vorigen var. als Cladonia major (Hag.) Zopf zusammenzufassen wäre. var. cornuto-radiata Coem. — Cladonia fimbriata cylindrica Schaer. — CI. cornuto-radiata Zopf. 1 Podetien verlängert, becherlos oder mit ziemlich engen oder ver¬ kümmerten Bechern, einfach oder verzweigt und die Zweige wenigstens zum Teil homförmig und becherlos, schuppenlos oder nach dem Grunde zu kleinschuppig, nicht durchscheinend, ganz unberindet und sorediös oder im unteren Teile und mitunter auch unterhalb der Apothecien etwas berindet, Höhlung der Becher sorediös. Apothecien braun. Pyknokonidien gut ge¬ krümmt. Taf. LXVII, Fig. 3.
var. radiata (Schreb.) Coem. Podetien verlängert, rindenlos, sorediös, bechertragend, Becher ziem¬ lich eng, proliferierend, mit meist strahligen, seltener vereinzelten, sämtlich becherlosen, hornförmigen oder vereinzelt verkümmerte Becher tragenden Prolifikationen. var. subulata (L.) Wainio. Podetien verlängert, becherlos, unregelmäßig verzweigt oder einfach, fast durchweg unberindet und sorediös. var. nemoxyna (Ach.) Nyl. — Cladonia nemoxyna Nyl. — Baeomyces radiatus ß nemoxynus Ach. — Taf. LXIX, Fig. 6. Podetien verlängert, oft verzweigt, am Grunde oft berindet, mit engen Bechern und randständigen, strahligen Proliferationen; Strahlen und Zweige gewöhnlich durch schmale oder unregelmäßige Becher oder ein Apothecium gekrönt, selten sind sie pfriemlich. — Die Flechte enthält Nemoxynsäure, dagegen keine Fumar-Protocetrarsäure und Atranorsäure. var. subacuminata Wainio. Podetien verlängert, becherlos, verzweigt oder einfach, streifig be¬ rindet und unberindet, spärlich körnig oder soredienlos. var. apofepta (Ach.) Wain. — Taf. LXIX, Fig. 5. Podetien meist ziemlich kurz, becherlos oder mit schmalen, ver¬ kümmerten Bechern, mit oder ohne Schuppen, nicht durchscheinend, ganz unberindet und sorediös oder stellenweise, besonders nach dem Grunde zu und unter den Apothecien, berindet, Höhlung der Becher berindet oder sorediös. Pyknokonidien gewöhnlich leicht gekrümmt. var. coniocraea (Fike.) Wainio. Podetien ziemlich kurz, becherlos oder mit engen, verkümmerten Bechern, ohne oder später mit Schuppen, durchweg unberindet und sorediös oder seltener nach dem Grunde zu und unterhalb der Apothecien etwas berindet; Höhlung der Becher sorediös, seltener soredienlos und berindet. Apothecien braun oder rotbraun. Pyknokonidien leicht oder seltener stark gekrümmt. var. ochrochlora (Fike.) Wain. — Cladonia ochrochlora Fike, ex p. Podetien gewöhnlich ziemlich kurz, becherlos oder mit schmalen und verkümmerten Bechern, schuppenlos oder mehr oder weniger schuppig, nicht durchscheinend, rindenlose und sorediöse Streifen abwechselnd, manchmal nach dem Grunde zu und unterhalb der Apothecien berindet, manchmal durchweg sorediös. Apothecien scherbengelb oder blaß oder scherbengelb mit rötlichen oder bräunlichen Streifen. Pyknokonidien leicht gekrümmt.
55 var. pycnotheliza (Nyl.) Wain. — Cladonia pycnotheliza Nyl. Podetien entweder sehr kurz, von Apothecien gekrönt und soredienlos oder — oft in demselben Rasen — mittelgroß, seitlich ganz kurz gestielte oder fast sitzende Apothecien tragend und gewöhnlich mehr oder weniger sorediös. Apothecien dunkelbraun. 877. CL pityrea (Fike.) Fr. — Capitularia pityrea Fike. — Cenomyce pityrea Ach. — Cladonia degenerans ß pityrea Schaer. — Cl. pyxidata v. pityrea Nyl. — Taf. LXX, Fig. 1—3. Lagerschuppen klein und zart, sehr fein zerschlitzt, weißlich grün, zuletzt verschwindend. Lagerstiele aus der Oberfläche der Schuppen hervor- tretend, meist kurz, 1—2 cm hoch und zart, mit oder ohne Becherbildung, berindet oder fast ganz unberindet, meist oben körnig-mehlig, selten ganz ohne Soredien, mit oder ohne Schuppen. Die Becher sind meist unregel¬ mäßig, eng, viel und fein sprossend, mit braunzackigem Rande. Die nicht bechertragenden Lagerstiele sind einfach oder im oberen Teil gleichhoch ästig, braunspitzig, pfriemenförmig. Apothecien meist zusammen fließend, scherbengelb oder hell rotbraun. Über die ganze Erde verbreitet, aber im Gebiet der Flora zerstreut und selten auf modernden Baumstümpfen, auf humosem und sandigem Boden, zwischen Moosen. Schlesien, Thüringen, Harz, Westfalen, Hessen, Baden, in Norddeutschland an verschiedenen Stellen, auch in den Alpen. Die in Betracht kommenden Formen sind nach Wainio: f. scyphifera (Del.) Wainio. Podetien bechertragend, ziemlich kurz (bis 1 cm), berindet, ohne Soredien, ohne oder fast ohne Schuppen. f. crassiuscula (Coem.) Wainio. Podetien bechert ragend, bis 25 mm lang, berindet, soredienlos, mit oder ohne Schuppen. f. subuliformis Wainio. Podetien ziemlich kurz, becherlos, berindet, soredienlos, ohne Schuppen. f. phyllophora (Mudd.) Wainio. Podetien becherlos, ziemlich kurz, berindet, soredienlos, mit Schuppen. Erklärung zu Tafel LXX. Fig. I. Cladonia pityrea. „2. ,, „ f. crassiuscula, steril. » 3- h n ,i fruchtend. i, 4. „ foliacea fruchtend. ,,5. „ „ alcicornis, steril. „ 6. „ pyxidata v. chlorophaea, nat. Gr.
56 f. cladomorpha Flke. Podetien bechertragend, kurz, körnig oder sorediös, gegen den Grund warzig- oder gefeldert-berindet, ohne oder fast ohne Schuppen. f. hololepis (Fike.) Wainio. Lagerstiele bechertragend, ziemlich kurz, körnig, zum Teil, besonders nach dem Grunde zu warzig- oder felderig-berindet, schuppig oder isidiös- schuppig. f. subacuta Wainio. Lagerstiele becherlos, io—35 mm lang, durchweg körnig oder nach dem Grunde zu warzig- oder felderig-berindet, fast schuppenlos. f. squamulifera Wainio. Lagerstiele becherlos, 10—35 mm lang, unberindet oder stellenweise warzig berindet, schuppig. 878. CI. degenerans (Floerke) Spreng. — Baeomyces degenerans Fike. — B. trachynus Ach. — Cladonia cristata Hoffm. — CI. degenerans a glabra Schaer. — CI. degenerans a vulgaris Rbr. — Taf. LXVIII, Fig. 3. Lagerschuppen zuletzt verschwindend, meist mittelgroß, unregelmäßig lappig zerschlitzt, aufsteigend, zerstreut oder genähert, oberseits grau¬ grünlich oder olivgraugrünlich, unterseits weiß, nach dem Grunde zu oft bräunlich, soredienlos, durch KOH nicht verändert. Podetien auf der Ober¬ seite der Lagerschuppen, bechertragend mit geschlossenen, regelmäßigen oder unregelmäßigen kreiselförmigen oder trompeten förmigen Bechern, oder becherlos und fast zylindrisch, mit gefelderter Rinde, Felder zerstreut oder fast sich berührend, die dazwischenliegenden rindenlosen Teile er¬ scheinen unter der Lupe etwas wollig. Becher gewöhnlich am Rande mehr¬ fach proliferierend oder strahlig gezähnt; die sterilen Enden bechertragend, stumpf oder seltener pfriemlich. KOH färbt die berindeten Teile schwach gelblich. Apothecien klein bis mittelgroß, ganz oder gelappt und durch¬ bohrt, am Grunde schwach eingeschnürt, braun oder seltener blaß scherben¬ gelb, zuletzt randlos und gewölbt. Sporen länglich oder eiförmig, 9—14/z lang, 2,5—3,5 fA dick. Pykniden meist fast kugelig, am Grunde zusammen¬ gezogen ; Pyknokonidien fast spindeiig-zylindrisch, leicht gekrümmt, 5 bis 10/4 lang, 1 /e dick. Verbreitet und meist nicht selten von der Ebene bis ins Hochgebirge auf bloßer Erde, zwischen Moosen und auf bemoostem Gestein. f. euphorea Fike. — Cenomyce gonorega b. euphorea Ach. — C. g. a. aplotea Ach. — Cladonia degenerans p. prolifera Nyl. Podetien bechertragend, mit regelmäßigen Bechern.
57 •. f. cladomorpha (Ach.) Wainio. — Cenomyce gonorega g. cladomorpha Ach. — Cladonia degenerans b. glabra Afn. Podetien nicht oder wenig schuppig, becherlos oder mit unregel¬ mäßigen, wenig deutlichen, am Rande zerrissenen, in verschiedener Weise verzweigten Bechern. Tirol: gegenüber Paneveggio. f. dilacerata Schaer. — Cladonia degenerans f. fuscescens Nyl. Becher wenig entwickelt, zum Teil mit pfriemlichen Verzweigungen. Tirol: Mittelberg; Roßkogel. f. phyllophora (Ehrh.) Flöt. — Lichen phyllophorus Ehrh. — Ceno¬ myce gonorega f. lepidota, f. polypaea, f. anomaea Ach. — Cladonia cristata Hoffm. Podetien bechertragend oder becherlos, schuppig. Tirol: Arlberg, Ehrenburg; Jenesien; Paneveggio; Pinzolo. 879. CL cerasphora Wain. — CI. degenerans I gracilescens Fike. — CI. stricta Nyl. — CI. lepidota Rehm. — Taf. LXV D, Fig. 2. Lagerschuppen ziemlich groß, 5—12 mm lang und breit, bleibend oder zuletzt verschwindend, mehr oder weniger gelappt und gekerbt, ziemlich flach, oberseits weißlich-, graublaß- oder oliv-blaugrünlich, unterseits weiß, immer soredienlos, durch KOH leicht gelb gefärbt. Podetien auf der Ober¬ fläche der Lagerschuppen entstehend, 0,5—8 cm- lang, meist 1—1,5 mm dick, fast zylindrisch, becherlos, an den Enden hornförmig oder pfriemlich, fast einfach, gegabelt oder unregelmäßig verzweigt, in den Achseln ganz oder durchbrochen, meist aufrecht, oft gedrängt und rasenförmig, berindet, mit teils fast zusammenhängender, teils, namentlich im Alter, gefurchter oder gefelderter Rinde, soredienlos, mit oder ohne Schuppen, durch KOH gelb gefärbt. Apothecien unbekannt. Pykniden an den Spitzen der Podetien. eiförmig, ei-warzenförmig oder fast kugelig, am Grunde leicht eingeschnürt; Sterigmen verzweigt. Pyknokonidien 7—10/z lang, kaum 1 /z dick, zylin¬ drisch-spindelförmig bis fast zylindrisch, leicht gekrümmt. var. pterophora Wainio. Lagerschuppen zuletzt verschwindend. Podetien verlängert, 3—4,5 cm lang, am Grunde absterbend, am Scheitel lange weiter wachsend, schuppig. Tirol: bei Kühetai, auf Erde über Felsen (Cladonia degenerans v. gracilescens); Roßkogel, über dem Weißbacbe. 880. CL gracilescens (Fike.) Wain. — Capitularia degenerans O. gra¬ cilescens Fike. — Cenomyce degenerans O. gracilescens Fike. — Cladonia degenerans 1. gracilescens Fike. — CI. degenerans a vulgaris 11. gracilescens Kbr. — CI. lepidota Nyl.
58 Lagerschuppen zuletzt verschwindend, meist mittelgroß, flach, lappig oder kerbig, oberseits weißlichgrün, blaugrünlich, seltener olivgrün, unter¬ seits weiß, durch KOH schwach gelb gefärbt. Podetien 6—n cm hoch, 0,8—1,5 mm dick, bechertragend, mit 2—5 mm breiten, ziemlich regel¬ mäßigen, am Rande zahnartig geteilten, flach ausgehöhlten, durch eine Membran geschlossenen und aus der Mitte mehrere bechertragende oder pfriemliche Prolifikationen entsendenden Bechern, mit fast zusammen¬ hängender oder aus zerstreuten oder fast zusammenhängenden Felderchen bestehender Rinde, an den rindenlosen Teilen unter der Lupe etwas wollig, soredienlos, unter dem Becherrand klein- und dichtschuppig, wie die Lager¬ schuppen mit KOH schwach, aber deutlich gelb werdend. Apothecien klein bis mittelgroß, ganz oder zuletzt gelappt oder fast nierenförmig, auf kurzen Stielchen am Becherrande, bald gewölbt randlos, braun. Sporen länglich oder länglich-spindelförmig, 9—15^ lang, 2,5—3,5 p dick. Pykniden au/ dem Becherrande warzenförmig bis zusammengedrückt-kugelig; Sterigmen verzweigt; Pyknokonidien meist nur schwach gekrümmt, zylindrisch bis fast spindelförmig, 7—8 p lang, kaum 1 p dick. An feuchten sonnigen Orten, über Steinen und Felsen, ziemlich ver¬ breitet. 881. CI. macrophyllodes Nyl. — Taf. LXV D, Fig. 4, 5. Lagerschuppen groß oder ziemlich groß, bleibend, gelappt oder ein¬ geschnitten gelappt, aufsteigend, gehäuft und selbst rasig oder zerstreut, oben weißlich- oder blaß- oder oliv-graugrünlich, unten weiß, später zum Teil dunkel, ohne Soredien, durch KOH gelb gefärbt. Lagerstiele kurz, bechertragend, mit geringer Vertiefung der Becher, einfach oder aus der Mitte etwas proliferierend, zerstreut, mit gefelderter oder stellenweise fast zusammenhängender Rinde, kleinen nicht weit zerstreuten Felderchen, ohne Soredien, oft schuppig, durch KOH gelb gefärbt. Inneres Mark un¬ deutlich begrenzt. Apothecien braun, wahrscheinlich ganz wie bei Cl. gracilescens. Sehr selten. Tirol: Kühetai, auf Erde über Glimmerschieferblöcken im Gerolle links am Wege zu den Finsterthaler Seen, steril. 882. CL verticillata Hoffm. — Baeomyces dilatatus Fike. — Cladonia cervicornis Flöt. — Cl. gracilis verticillata Th. Fr. — Taf. LXIX, Fig. 1; LXXIIC, Fig. 12. Lagerschuppen mittelgroß bis ziemlich groß, keil- oder riemenförmig, gelappt, gekerbt oder eingeschnitten gelappt, am Grunde oft absterbend und am- Scheitel weiter wachsend, zuweilen vergänglich, aufsteigend, zer¬ streut oder genähert, oberseits graugrün, olivfarben, bräunlich oder blaß,
59 unterseits und innen weiß, stets soredienlos, durch KOH nicht oder kaum etwas gefärbt. Lagerstiele kurz, soredienlos, am Rande oder auf der Ober¬ fläche der Schuppen entspringend, braungrünlich, bechertragend, mit ziem¬ lich plötzlich erweiterten, wenig tiefen, am Rande ganzen oder kurz ge¬ zähnten, einfachen oder aus der Mitte oft wiederholt proliferierenden Bechern, fast zusammenhängend oder felderig berindet, durch KOH nicht oder schwach gelb gefärbt. Apothecien meist ziemlich klein, braun oder rötlich-scherbengelb, sehr selten blaß, sitzend oder kurz gestielt, am Rande der Becher, anfangs flach und schwach berandet, später gewölbt und rand¬ los. Sporen 7—16^ lang, 2—3^ dick. Auf sonnigen Waldblößen, Heideplätzen, an trockenen Waldrändern von der Ebene bis ins Hochgebirge häufig. f. evoluta Th. Fr. — CI. pyxidata * C. verticillata Hoffm. — Lichen pyxidatus Ehrh. Lagerschuppen sehr spärlich, schuppenförmig, Lagerstiele kräftig. f. cervicornis (Ach.) Fike. — Lichen cervicornis Ach. — Cenomyce cervicornis Ach. — CI. cervicornis Flöt. — Cl. gracilis * a cervicornis Schaer. Lagerschuppen zum Teil viel größer, dichtrasig gedrängt. Lagerstiele kürzer, bechertragend, mit schmäleren, einfachen oder nur wenig prolife¬ rierenden Bechern. Lagerstiele und Schuppen werden durch KOH nicht gefärbt. Nur im Gebirge. f. subcervicornis Wainio. Von der vorigen dadurch unterschieden, daß KOH Lagerstiele und Schuppen gelb färbt. Preußen: Angerburg, Weichselmünde. — Österreich: Seiten¬ stätten. — Schweiz. /. simplex (Wahr.) Wainio. Lagerstiele einfach. Tirol: Ehrenburg, auf dem Kienberge. f. phyllophora (Sommerf.) Rbh. Becher am Rande mit blättchenartigen Schuppen. Tirol: Ehrenburg, auf der Steinmauer am Marbacher Sattel. /. pulvinata Sandst. Lagerschuppen verdickt, knollig, isidienartig auswachsend, graugrün, Lagerspitzen verdickt, heller, hierdurch Soredienbildung vortäuschend, tat¬ sächlich aber sich nur äußerst selten pulverförmig auflösend, Unterseite
60 •der nicht knollig verdickten Blättchen weiß. Weder KOH noch CaCl rufen eine Färbung hervor. Mark aus schwärzlichen oder braunen, 3—4 ll dicken, gegliederten Hyphen gebildet. Lagerschuppen halbkugelige, 5—15 mm hohe und breite Pölsterchen bildend, außerdem manchmal auch in flacheren, ge¬ drängten Rasen. Lagerstiele 3—15 mm hoch, oft unten nackt, wegen der abgestorbenen Rinde schwarz, fast vom Grunde an mit knolligen Schuppen dicht bedeckt; Becher flach, fast bis zur Unförmigkeit mit knollig an- geschwollenen Schuppen beeckt und gewölbt. Apothecien vereinzelt unter¬ mischt, braun, gewölbt. Aus den Seiten der Lagerstiele und Becher, auch aus der Oberfläche der Lagerschuppen entspringen kleine Lagerstiele, welche meist im Zustand der Neubildung glattrindig und graugrün sind; die Lagerstiele am Rande mit Anfängen von Früchten besetzt. Krankhafte Abänderung, auf Boden mit zeitweise sich ansammelndem Regenwasser. Oldenburg: Markhausen, Sandhatten. 883. CL foliacea (Huds.) Schaer. — Lichen foliaceus Huds. — Cla¬ donia alcicomis Fike. — CI. endiviaefolia Mudd. — Taf LXX, Fig. 4, 5. Lagerschuppen stark entwickelt mit linearen Abschnitten, oberseits gelblichgrün oder graugrün, unterseits schwefelgelb, weißlich oder fast weiß. Podetien auf der Oberfläche oder am Rande der Lagerschuppen, kurz, steril oder fertili, mit zusammenhängender Rinde oder sich berühren¬ den Felderchen, durch KOH ebenso wie durch KOH + CaCl schmutzig¬ gelb werdend. Apothecien nicht immer entwickelt. Sporen 8—14 /z lang, 2—4 ja dick. Pykniden eiförmig oder fast kugelig; Pyknokonidien zylin¬ drisch, leicht gekrümmt, 7—10 /m lang, kaum 1 /z dick. subsp. alcicomis Fike. — Cladonia alcicomis Fr. — CI. damaecornis Buch. — Cenomyce damaecornis Schleich. Abschnitte der Lagerschuppen schmal und kleiner, unterseits weiß oder schwefelgelb und mit bräunlichen oder schwärzlichen Rhizinen be¬ setzt, durch KOH meist nicht oder nur blaßgelb gefärbt. Auf sterilem Boden in Nadelwäldern und Heiden verbreitet. subsp. convoluta (Lam.) Wainio. — Lichen convolutus Lam. — Lichen endiviaefolius Dicks. — Cladonia cornucopioides Hoffm. — CI. alcicomis ß endiviaefolia Fike. — CI. endiviaefolia Fr. — Cenomyce endiviaefolia Ach. — C. alcicomis Ach. Erklärung zu Tafel LXXL Fig. 1. Cladonia destricta. „ 2. „ cyanipes. „ 3. „ carneola, nat. Gr.
61 Abschnitte der Lagerschuppen viel größer, breiter und dicker, unter¬ seits gelb oder gelblich, ohne oder nur mit spärlichen, kurzen, weißlichen Rhizinen, durch KOH schwach gelb gefärbt. Auf sterilem Kalk- und Sandboden, verbreitet. var. Hrrna (Nyl.) Wain. — Cl. alcicornis v. firma Nyl. — Cl. firma Nyl. Lagerschuppen ziemlich breit, ohne Rhizinen, unterseits weiß oder rötlich, durch KOH oberseits gelb gefärbt. Tirol: Auf Augitporphyrerde an der Campröder bei Seis. 884. Cl. strepsilis (Ach.) Wain. — Baeomyces strepsilis Ach. — Ceno¬ myce coralloidea Ach. — Cladonia alcicornis f. cryptochlora Th. Fr. — Cl. pyxidata v. lutescens Arn. — Cl. athelia Nyl. — Cl. polybotrya Nyl. — Taf. LXX, Fig. 6. Lagerschuppen groß oder mittelgroß, meist ziemlich dicht gedrängt, unregelmäßig oder fast gabelig geteilt, brüchig, aufsteigend, oberseits grau-olivgrün, unterseits weiß oder gelblichweiß, innen weiß, durch KOH 4- CaCl2 oben und unten schön blaugrün gefärbt. Lagerstiele auf der Oberfläche oder am Ende der Abschnitte der Lagerschuppen ent¬ springend, becherlos, oben unregelmäßig verzweigt, am Scheitel gewöhn¬ lich mit Apothecien, berindet, mit gefelderter, warziger oder fast zu¬ sammenhängender Rinde, stets soredienlos, durch KOH + CaCL schön blaugrün gefärbt. Apothecien klein, meist gedrängt, oft traubig gehäuft auf dem Scheitel der Zweige, am Grunde meist schildförmig zusammen¬ gezogen, anfangs gewöhnlich flach und berandet, braun, selten blaß. Sporen ■ 7—11 p lang, 3—3,5 p dick. Pyknokonidien leicht gebogen, 8—10 p lang, 0,5 p dick. Auf humosem und sandigem Torfboden an sonnigen, trockenen Orten, über bemoostem Kieselgestein, zerstreut, stellenweise häufig. Schlesien. — Thüringen. — Westfalen. — Hannover. — Braunschweig. — Oldenburg. — Bayern. — Tirol. f. glabrata Wainio. Lagerstiele ohne Schuppen. f. sorediata Sandst. Thallusblättchen und Stiele stellenweise polsterartig sorediös auf- brechend, mitunter als abgegrenzte Sorale. f. coralloidea Wainio. Lagerstiele mehr oder weniger schuppig. 885. Cl. botrytes (Hag.) Willd. — Lichen botrytes Hag. — Baeomyces botrytes Pers. — B. abietinus Pers. — Cenomyce botrytes Ach. — Patel-
62 laria coccinea, b. botrytes Wallr. — P. botrytes Wallr. — Cladonia coccinea e. botrytes Rabenh. — Taf. LXVIII, Fig. 4; LXXII C, Fig. 10. Lagerschuppen sehr klein, meist verschwindend, unregelmäßig gelappt oder gekerbt, meist aufsteigend, zerstreut oder fast rasig, oberseits hell- grünlich, unterseits weiß. Podetien kurz, kaum über 1 cm hoch, zylindrisch, becherlos oder seltener mit engen, undeutlichen Bechern, einfach oder gabelig geteilt mit abstehenden Ästchen, gelbgrünlich bis weißgrünlich, berindet, meist feinkörnig warzig, zuweilen felderig, zerrissen, soredienlos, meist nackt, selten am Grunde schuppig, meist fertil. Apothecien klein, kurz gestielt oder sitzend und dann meist gehäuft, hell fleischrot. Sporen 7—14^ lang, 2—3,5 p dick, länglich bis länglich-spindelförmig. Pykniden am Rande oder auf der Oberfläche der Lagerschuppen oder seitlich an den Podetien sitzend, sehr kurz zylindrisch, sehr klein; Sterigmen am Grunde spärlich verzweigt; Pyknokonidien zylindrisch, gekrümmt, 5—8 lang, 0,5 dick. Zerstreut und ziemlich selten von der Ebene bis ins Hochgebirge auf morschen Baumstümpfen, alten Holzzäunen und Holzdächern, seltener auf bloßer Erde zwischen Moosen an trockenen Stellen. 886. CL carneola Fr. — Cenomyce carneola Fr. — Cladonia pyxidata y carneopallida Fike. — Cl. pallida scyphosa Schaer. — Cl. carneola a genu¬ ina Kbr. — Taf. LXXI, Fig: 3—5. Lagerschuppen verschieden entwickelt, 3—13 mm lang, 1—10 mm breit, flach oder nach oben gerollt, auf steigend, genähert oder zerstreut, oberseits gelblich-graugrün, unterseits weiß oder weißlich-gelblich, nach dem Grunde zu oft bräunlich. Podetien am Rande oder auf der Oberfläche der Lagerschuppen entstehend, meist kurz, mit meist regelmäßigen, oft sterilen, einfachen oder proliferierenden Bechern, am Grunde fast immer Erklärung zu Tafel LXXIL Fig. i. Baemoyces byssoides, Lager mit Früchten, nat. Gr. „ 2. „ „ Teil des Lagers mit Früchten, Vergr. 8- „ 3. „ „ Querschnitt durch ein Apothecium, Vergr. 50. „ 4. Stereocaulon coralloides, fertiler Zweig des Lagerstieles in nat. Gr. „ 5. ,, ,, Lagerschuppen bei Lupenvergrößerung. „ 6. „ „ Querschnitt durch Lagerstiel und Apothecien sowie Schuppen (soweit grüne Algenzellen sichtbar sind), Vergr. 80. „ 7. „ „ Lagerschuppen und Zephalodium (rechts) im Querschnitt, Vergr. 400. „ 8. „ „ Schlauch, Vergr. 500. „ 9. „ „ Sporen, Vergr. 1000. „ 10. Baeomyces roseus, Schlauch, Vergr. 500. ,, 11. „ „ Sporen, Vergr. 1000.
63 mehr oder weniger berindet, sorediös - mehlig, seltener körnig-sorediös, nicht oder nur wenig schuppig, im Alter am Grunde schwärzlich-bläulich, durch KOH nicht gefärbt, durch KOH + CaCl gelb werdend. Apothecien meist gestielt, fast immer am Rande der Becher, oft groß, blaßbraun, flach oder zuletzt schwach gewölbt. Sporen länglich oder eiförmig, 7—12 p lang, 2,5—3,5 p dick. Pykniden fast zylindrisch; Sterigmen am Grunde ver¬ zweigt; Pyknokonidien fast spindelförmig, gebogen, 5—8 p lang, 1 p dick. Auf humosem und steinigem Boden, über Felsen, selten und sehr zer¬ streut, im Gebirge etwas häufiger. Tirol: Stanzertal; bei Trins; Ehren¬ burg; Paneveggio; Trient. — Steiermark: Stuhleck bei Spital; Wech¬ sel gegen die Thalbergerschwaig. — Baden: Kniebis, bei Kaltenbrunn.— Fränk. Jura: Sandboden eines Föhrengehölzes bei den Schwalbmühlen unweit Wendling. — Hessen: Wächtersbach, Ober-Reisig, Birstein, Fulda, Schlierbach, Darmstadt. — Böhmen: Schneeberg bei Tetschen; Kalter Grund bei Quitkau. — Mähren: Saar. 887. CI. bacilHforniis (Nyl.) Wain. — Cladonia carneola v. bacilli formis Nyl. — CI. cyanipes a. var. bacilli formis Oliv. — CI. carneopallida v. bacil- liformis Arn. Podetien nur 3—25 mm lang, zylindrisch, gewöhnlich becherlos, fast immer einfach, pfriemlich, meist steril oder sehr selten mit einem end¬ ständigen Apothecium, durchweg mehlig-sorediös, schuppenlos, gelblich oder schwefelgelb, durch KOH nicht oder nur schwach gelb gefärbt. Sonst wie CI. cyanipes. Auf faulen Baumstümpfen, an altem Holzwerk über Moosen und Ge¬ stein, selten. Preußen: bei Labiau. — Tirol: Ampezzo, St. Gertraud, Wolkenstein im Groedener Tal. 888. CI. cyanipes (Smrft.) Wain. — Cenomyce cyanipes Smrft. — Cladonia straminea Fike. — CI. carneola e. cyanipes Fr. — CI. pallida cylindrica Schaer. — CI. pallida ß cyanipes Hepp. — CI. carneopallida ß cyanipes Flöt. — Taf. LXXI, Fig. 2. Lagerschuppen wenig entwickelt, zuletzt verschwindend, eingeschnit¬ ten-lappig, oberseits gelb oder gelblich-graugrün, unterseits weiß, ohne oder nur spärlich mit Soredien am Rande und unterseits durch KOH nicht oder nur schwach gefärbt. Podetien auf der Oberseite oder am Rande der Lagerschuppen entstehend, zylindrisch, meist becherlos, selten mit un¬ deutlichen, kleinen Bechern, einfach, gabelig oder verschiedenartig ver¬ zweigt, gewöhnlich steril, meist vollständig berindet oder nach unten zu berindet, nach oben zu staubig-sorediös, selten am Grunde mit Schuppen
64 oder Schüppchen, im Alter am Grunde oft bläulich-schwärzlich, durch KOH nicht oder sehr schwach gelb, durch KOH 4- CaCl gelb gefärbt. Im übrigen wie Cl. carneola. Selten, im Hochgebirge. Alpen. — Harz. — Riesengebirge. Auf alten Pflanzenresten und Moosen an feuchten, schattigen Stellen. Tirol: Arlberg, am Gehänge über den Albonseen; Pitztal; Tschachtal usw.; Gröden, auf beschatteten Porphyrblöcken bei Wolkenstein. — Mähren. f. Despreauxii (Tuckerm.) Oliv. Lagerstiele hauptsächlich nach dem Scheitel zu verzweigt. T i r o 1: Ehrenburg. Gattung Stereocaulon Schreb, Lager fast krustig, körnig, warzig bis schuppig. Podetien strauch¬ artig verzweigt, ansehnlich, seltener einfach, aufrecht, von berindeten Schuppen, verschieden gestalteten Warzen oder mit kurzen, einfachen oder verzweigten, fast drehrunden Adventivsprossen (Phyllocladien) bedeckt, mehr oder weniger hornartig, berindet oder unberindet, äußere Markschicht' spinnwebig, die gehäuften Protococcusgonidien einschließend, innere Mark¬ schicht aus längslaufenden, dickwandigen, verklebten Hyphen zusammen¬ gesetzt und einen soliden zentralen Markstrang bildend; an den Podetien finden sich ferner, den Phyllocladien untermischt, Zephalodien von un¬ regelmäßig kugeliger oder kopfartig-höckeriger Gestalt und hell- bis dunkel¬ brauner Farbe, welche Cyanophyceen-Gonidien einschließen. Apothecien braun bis schwarz, mit eigenem Gehäuse ohne Gonidien, seltener mit Goni¬ dien einschließendem, lekanorinischem Gehäuse, in allen Fällen besitzt das Gehäuse eine spinnwebige Markschicht; Hypothecium farblos, Paraphysen einfach, locker; Schläuche schmal, keuüg, sechs- bis achtsporig. Sporen farblos, länglich, spindelförmig bis nadelförmig, parallel vier, bis mehr¬ zellig, ausnahmsweise einzellig, mit zylindrischen Fächern und dünner Erklärung zu Tafel LXXII B. Fig. i. Cladonia coccifera, fruchtende Pflanze, nat. Gr. lf 2. „ „ Querschnitt durch ein Apothecium, Vergr. ca. 40. „3. „ ,, Schlauch, Vergr. 500. „ 4. „ ,, Sporen, Vergr. 1000. „5. „ ,, Querschnitt durch eine Pyknide, Vergr. 200. „ 6. „ „ Pyknokonidien, Vergr. 1000. „7. „ rangiformis, Querschnitt durch einen Lagerstiel, Vergr. ca. 60. „ 8. „ „ Teil desselben, Vergr. 300. „ 9. „ rangiferina, Teil eines Querschnittes durch einen Lagerstiel, Vergr. 300.
65 Wand. Gehäuse der Pyknokonidien end- oder seitenständig, eingesenkt, ei¬ förmig bis kugelig, mit dunklem Scheitel; Fulkren exobasidial; Pykno¬ konidien fädlich bis fast zylindrisch, gerade oder gekrümmt. Übersicht der Arten: i. Lagerkörnchen am Grunde der Lagerstiele und auf dem Substrat bald verschwindend 2. Lagerkörnchen am Grunde der Lagerstiele und auf dem Substrat eine bleibende Kruste bildend, Lagerstiele kurz 8. 2. Lagerstiele nicht oder ganz wenig filzig 3. Lagerstiele wenigstens stellenweise deutlich filzig 6. 3. Sporen bis 4 /z- dick 4. Sporen 5—6 dick St evolutum. 4. Lagerschuppen schildförmig-rundlich St. denudatum. Lagerschuppen nicht schildförmig-rundlich 5. 5. Lagerschuppen fingerförmig-ästig St. coralloides. Lagerschuppen warzig-schuppig, gekerbt St. paschale. 6. Lagerstiele dicht zottig-filzig 7. Lagerstiele mit vergänglichem, stellenweise, namentlich unten fehlen¬ dem, weißlichem Filze St. alpinum. 7. Lagerstiele 1,5—2 cm lang St. incrustatum. Lager stiele 2—8 cm lang St tomentosum. 8. Lager frisch spangrün, trocken weißlich-graugrün St. nanum. Lager auch frisch weißgrau 9. 9. Lagerstiele meist kaum 3 mm hoch 10. Lagerstiele 10—30 mm hoch 11. Erklärung zu Tafel LXXII C. Fig. i. Stereocaulon saxonicum, fertiler Lagerstiel, Vergr. 5. h 2. „ n Lager mit sterilen Lagerstielen, Vergr. 5. h 3’ >» alpinum, Teil eines Lagerstieles, Vergr. 5. » 4- • „ ,, schuppenfreies Stück des Lagcrstieles mit stellenwciser Filz¬ bekleidung, Vergr. 20. 11 5* n nanum, Lager mit Lagerstielen, schwach vergr. 11 6. „ incrustatum, Hyphen aus dem Haarfilz der Lagerstiele, Vergr. 150. »> 7- 11 u Lagerstiel mit Lagerschuppen, Vergr. 5. „ 8. Cladonia bellidiflora, Lagerschuppen und fertiler Lagerstiel, nat. Gr. j» 9- >> Floerkeana v. chloroides, Lagerstiele a mit Apothecien, b mit Pyknidcn. „ XO. ,, botrytes, Lager mit fertilen Lagerstielen. h ii- 1* pyxidata v. neglecta, fertiler Lagerstiel. m 12. „ verticillata, fertile Lagerstiele. Thome-Migula, Flechten. II. (Flora XII, 2.) 5
66 io. Lagerstiele oben wie kämm förmig St tiroliense. Lagerstiele oben mit rundlichem Köpfchen St saxonicum. ii. KOH färbt Mark und Rinde gelb St spissum. KOH färbt nur die Rinde gelb 12. 12. Lagerstiele zart weißfilzig, später kahl, wenig ästig, kurz, oft fast fehlend, meist auf Sandboden St condensatum. Lagerstiele kräftiger, meist einfach, von anfang an kahl, auf Felsen St. pileatum. 889. St. coralloides Fr. — Lichen paschalis Ach. — Stereocaulon pa¬ schale Ach. — St. dactylophyllum Fike. — St. corallinum Laur. — St. pa¬ schale y corallinum Schaer. — Taf. LXXII, Fig. 4—7; LXXIII, Fig. 1. Lager rasig mit aufsteigenden oder aufrechten, 3—8 cm hohen, zylin¬ drischen oder fast zylindrischen, meist sehr reich verzweigten Lagerstielen von fast Scherben gelber Farbe, kahl oder nur mit sehr feinem Filz. Lager¬ schuppen am Grunde fehlen, weiter aufwärts zahlreich, dunkel-aschgrau, fingerförmig-ästig. K,OH färbt den Thallus gelb. Apothecien end- oder seitenständig, einzeln oder gehäuft, bald stark gewölbt halbkugelig. Sporen zylindrisch-spindelförmig, meist vierzellig, 22—40 lang, 2—3,5 p dick. Pyknokonidien gerade, 5—6 p lang, 1 p dick. Im Gebirge und besonders in den Alpen ziemlich verbreitet auf Kieselgestein. 890. St paschale (L.) Ach. — Lichen paschalis L. — Baeomyces pa¬ schalis Wahlenb. — Taf. LXXIV Fig. 2. Lagerstiele 1—5 cm hoch, nicht oder nur locker rasig, aufrecht, an der Unterlage wenig oder nicht haftend, vielästig, zusammengedrückt, anfangs dünnfilzig, bald kahl werdend. Lagerschuppen am Grunde verschwindend, nach oben zu gehäuft, warzig-schuppig, gekerbt, grau oder weißgrau. Apothecien meist endständig, braun oder braunrötlich, 0,5—1 mm breit, wenig gewölbt. Sporen spindel-nadelförmig, vier- bis zehnzellig, 18—40 p lang, 3,5—4,5 p dick. Pyknokonidien ziemlich gerade, 4,5—,5 p lang, kaum 1 p dick. Im Gebirge, besonders im Hochgebirge, verbreitet, aber nicht häufig, auf bloßer Erde und Steinen an Waldrändern, auf Heideplätzen. Seltener in der Ebene, auf Heideboden, z. B. an verschiedenen Stellen in Oldenburg. Erklärung zu Tafel LXXIII. Fig. I. Stereocaulon coralloides. „ 2. „ incrustatum, nat. Gr.
67 891. St denudatum Fike. — Baeomyces denudatus Hepp. — Stereo- caulon paschale 6 denudatum Schaer. — St. glaucescens Tuck. — Taf. LXXV, Fig. 2. Lagerstiele 2—5 cm hoch, aufrecht, holzig, starr, an der Unterlage fest haftend, nach dem Scheitel zu verschmälert, nackt oder nur mit ganz feinem Filz bekleidet, wenig oder stark und sparrig verzweigt, durch KOH blaßgelb gefärbt. Lagerschuppen schildförmig, rundlich, ziemlich dick, später in der Mitte vertieft und dunkler, graugrün-weißlich, mit wei߬ lichem, oft gekerbtem Rande, nach den Enden zu manchmal spärlicher und mehr kleiig. Apothecien klein, flach oder wenig gewölbt, end- oder seitenständig. Sporen lang-spindelförmig, vierzellig, 25—46/z lang, 2 bis 4 p, dick. Pyknokonidien ziemlich gerade, 8—9 lang, 0,5 u. dick. Im Gebirge, besonders im Hochgebirge, an Steinen und Felsen ver¬ breitet und meist häufig. var. pulvinatum (Schaer.) Flöt. — St. paschale e pulvinatum Schaer. — St. denudatum c. compactum Kbr. Lagerstiele niedrig, dichtrasig, vom Grunde an verworren-verzweigt, mit mehr kugelig-knotigen Lagerschuppen, die zuletzt meist zu einer Kruste zusammengedrängt sind. Tirol: Gipfel des Großglockner. 892. St. evolutum Graewe. Lagerstielc rasig, fest anhaftend, besonders gegen den Scheitel zu \erzweigt, kahl. Phyllocladien an den Spitzen der Lagerstiele gehäuft und diese fast bedeckend, graugrünlich oder weißlich. Apothecien endständig, ziemlich groß, bald gewölbt und randlos, zuletzt knotig-unförmig. Sporen derb, länglich oder länglich-spindelförmig, 16—20 p lang, 5—6 p dick, stumpf, vierzellig. f. fastigiatum. (Anzi.) Th. Fr. — St. fastigiatum Anzi. — St. tomen- tosum var. botryosum Nyl. Lagerstiele sehr stark gleichhoch verzweigt, dicht polsterförmig. Phyllocladien kleinkörnig, weißlich. Apothecien bis 5—6 mm breit. Schweiz: An senkrechten Granitwänden in der Schnee- und Eis¬ region des Val Teblina. 893. St. tomentosum Fr. — St. paschale Hoffm. — St. paschale ß tomen- tosum Dub. — St. tomentosum ß incisocrenatum Schaer. — St. tomen¬ tosum a campestre Kbr. — Taf. LXXV, Fig. 1. Lagerstiele 2—8 cm lang, aufrecht, einzeln oder lockerrasig, an der Unterlage nicht haftend, wiederholt fast gabelästig-sparrig und oft gleich¬ hoch verzweigt, Mark durch KOH wenig, Rinde deutlich gelb werdend. 5* -
68 sehr dicht grauweiß spinn webig-filzig. Lagerschuppen am Grunde spärlich, aufwärts dichter, kleinschuppig, eingeschnitten gekerbt, weißgrau bis grün¬ lichgrau. Apothecien end- oder seitenständig, 0,5—1 mm breit, zahlreich, gewölbt bis- fast kugelig. Sporen spindel-nadelförmig, vier- bis achtzellig, 23—43 /4 lang, 2—4 dick. Pyknokonidien gerade, 4—5 lang, 0,5 dick. Im Gebiet stellenweise von der Ebene bis ins Hochgebirge häufig bis gemein, in anderen Gegenden (z. B. nordwestdeutsche Ebene) selten, in? lichten Nadelwäldern, auf sandigem Heideboden, auf Gestein und Ge¬ steingrus. 894. St. incrustatum Elke. — St. tomentosum a incrustatum Schaer. — Taf. LXXII C, Fig. 6, 7; LXXIII, Fig. 2. Lagerstiele 1,5—2 cm hoch, von einem gemeinsamen Mittelpunkt auf¬ steigend, rasendbildend, der Unterlage fest anhaftend, kräftig, sparrig- ästig, sehr dicht filzig, weißgrau, oft bläulich oder rosa angehaucht, sehr brüchig, wenig ästig. Lagerschuppen warzig, am Grunde spärlich, nach oben gehäuft, bläulich-grau. Apothecien endständig, 1—2 mm breit, mit leicht gewölbter Scheibe. Sporen fast haarförmig, vier- bis sechszellig, 25—35 lang, 2,5—3 dick. Selten und zerstreut auf sandigem Boden in dürren Kieferwäldern, auf Heideplätzen, in Sandgruben von der Ebene bis ins Gebirge, in den Alpen stellenweise häufiger. 895. St alpinum Laur. — Taf. LXXII C, Fig. 3, 4; LXXIV, Fig. 1. Lagerstiele aufrecht, rasig, ästig, an der Unterlage fest haftend, dicht weiß-filzig, aber mit vergänglichem, stellenweise, namentlich unten, fehlen¬ dem Filz; Lagerschuppen geknäult, warzenförmig, die unteren kleinschup¬ pig, cingeschnitten gekerbt, reinweiß oder grauweiß; 2—4 cm hoch. Apo¬ thecien meist endständig, 2—5 mm breit. Sonst dem St. tomentosum sehr ähnlich und nahestehend. Stellenweise im höheren Gebirge auf Steinen und Kiesboden. Su¬ deten: Gesenke. — Rhön. — Alpen: verbreitet und häufig. var. botryosum Laur. Lagerstiele weniger entwickelt, rasig, dichte Kissen bildend, mit auf¬ getriebenen, sich berührenden Schuppen. In den Alpen. Erklärung zu Tafel LXXIV. Fig. 1. Stereocaulon alpinum. „ 2. ,, paschale, nat. Gr.
69 896. St. nanum Ach. — St. quisquiliare Hoffm. — Baeomyces nanus Hepp. — Leprocaulon nanum Nyl. — Taf. LXXII C, Fig. 5. Lagerstiele klein, 2,5—8 mm lang, 0,2—0,8 mm dick, einfach oder rutenförmig-ästig, dichte samtartige, staubig-schorfige, spangrüne, trocken weißgraue Polster bildend. Lagerschuppen warzenförmig oder flockig¬ staubig, spangrün, durch KOH gelb gefärbt, während die Lagerstiele un¬ verändert bleiben. — Nach Rabenhorst sind die Apothecien gewölbt, schwarzbraun. Sporen nadelförmig, drei- bis fünfteilig; fruchtend ist die Art nur im Bielaer Grund in der Sächsischen Schweiz gefunden worden, sonst überall steril. Im Gebirge bis in die Alpen nicht selten an feuchten Felsspalten und schattigen Felswänden, lepraartige Überzüge bildend. 897. St. saxonicurn E. Bachmann. — Taf. LXXII C, Fig. 1, 2. Das Lager in der Umgebung der sterilen Podetien besteht aus weißen, 0,1—0,25 mm großen, goni diener füllten Hügeln von wechselnder Gestalt, in der Umgebung der ferti len aus echten Schuppen, von schmal band-, selten breitblattartiger oder fingerförmiger Gestalt, deren Länge 2 mm bei 0,3 mm Breite erreichen kann. Sterile Podetien bis über 100 dicht bei¬ sammenstehend, 1—2, selten 3—4 mm hoch, 0,2—0,5 mm dick, nach oben dicker werdend, dreh rund, höchstens oben schwach abgeflacht, stellenweise mit kleinen gonidienführenden grauen Kügelchen oder weißen Soredien bedeckt, an nackten Stellen graubräunlich. Am oberen Ende ein halb¬ kugeliges, schneeweißes, soredienbedecktes Köpfchen von 0,3—0,6 mm Durchmesser, ausnahmsweise zwei bis drei ungestieltfc Köpfchen bei¬ sammen, wie fächerartig ausgebreitet. Fertile Podetien 5—12 mm lang, 0,5—0,7 mm dick, nackt und dann braun gefärbt oder mit kleinen gonidien- führenden grauen Kügelchen und einzelnen oder dichtstehenden schuppen- förmigen Phyllocladien oder auch lang stielförmigen von 0,15—2 mm Länge bedeckt. Apothecien meist zu zwei bis drei an den dichotom verästelten Podetien, selten einzeln, endständig bis 2,5 mm breit, kastanienbraun, hut¬ pilzähnlich gewölbt. Hypothecium, lufthaltiges, farbloses Plaktenchym. Farbloser Teil des Hymeniums 56—58 p hoch, mit gegliederten Para¬ physen, deren verdickt bräunliche Köpfchen das 8 p dicke Epithecium bilden. Schläuche 51—57 p lang, 12—13,6^ breit, keulen- bis dickkeulen¬ förmig. meist achtsporig. Sporen jung zweizeilig, später vier- bis acht¬ zellig, farblos, 24—30,6 p lang, 4—4,5 pt dick, stumpfendig. Pykniden Erklärung zu Tafel LXXV. Fig. I. Stereocaulon tomentosum. „ 2. „ denudatum, nat. Gr.
70 einfach oder durch Faltenbildung der Gehäusewand unvollständig gekam¬ mert, dunkelbraun; Pyknokonidien schlank-spindelförmig, gerade, 5 lang, bis 1 p dick. Zephalodien olivenbraun, rundlich, mit stumpfhöckeriger Oberfläche, bis 1,5 mm groß, gründ- oder stengelständig, mehrere Cyano- phyceenarten enthaltend. Sachsen: Oberbrambach (Vogtland); Geising bei Altenberg; Pöhl- berg bei Annaberg; Scheibenberger Hübel; Barenstein bei Mittweida; Spitzberg bei Gottesgab, überall auf Basalt des Erzgebirges. Böhm. Leipa auf Phonolith des Kleis. Selten fruchtend (Pöhlberg, Spitzberg, Kleis). 898. St tiroliense (Nyl.) E. Bachmann. Sterile Podetien flachgedrückt, (oft reich) verzweigt, fast immer mit mehreren sorediösen, schneeweißen Köpfchen, die fächerförmig an¬ geordnet sind, wodurch der Anschein eines linienhaft ausgebreiteten, sorediösen Randes erzeugt wird. Apothecien nicht bekannt. Pyknokonidien zylindrisch, schwach gebogen, farblos, 6—8 lang, 0,8—1,1 /z dick. Lager zum Teil lepraartig aufgelöst. Lagerstiele 2—3 mm hoch, am Grunde 0,3—0,5 mm breit, zusammengedrückt. Tirol: Stanzertal; Roßkogel an verschiedenen Orten; Zillertal. Zu¬ meist auf Gneis und Glimmerschieferfelsen. 899. St spissum Nyl. Lagerstiele weißgrau, fast mit der Unterlage verbunden, entweder dicht gedrängt, aufrecht, etwa 10 mm hoch, dann bald nackt, oder frei, niederliegend oder aufstrebend, höher, etwa 10—30 mm, mit warzigen oder drehrunden Phyllocladien dicht besetzt. Lager, auch die oft sorediös entblößte Markschicht durch KOH gelb gefärbt. Manchmal bildet die Pflanze nur eine wenige Millimetei hohe warzig-staubige Kruste. Apo¬ thecien zuerst scbüsselförmig vertieft, dann flach, rotbraun, mit hellerem Rande, später stark gewölbt, schwarzbraun, der Rand verschwunden; Hypothecium farblos, Paraphysen oben unregelmäßig knotig verdickt, rot¬ braun, durch KOH nicht verändert. Jod färbt die Hymenialgallert blau. Sporen zu 6 oder 8 im Schlauch, keulig-spindelförmig, nach einem Ende mehr spitz zulaufend, 20—35 p lang, 2,5—4p dick, vierteilig, einzelne auch sechsteilig, jüngere ungeteilt, richtig keilig geformt. Pykniden kugelig¬ warzig mit eingedrückter Spitze. Pyknokonidien gerade oder ganz leicht gekrümmt, 4—5 p lang, 1 p dick, an einem Ende ein wenig dünner (Sandstede). Auf Ziegeldächern, auf erratischen Blöcken, auf bloßer Erde in der nordwestdeutschen Ebene an verschiedenen Stellen, auch in Brandenburg.
71 900. St. condensatum Hoffm. — St. paschale ß pileatum Whlbg. — St. paschale ß condensatum Schaer. Lagerstiele aufrecht, niedrig, zuweilen fast fehlend, der Unterlage fest angeheftet, wenig ästig, anfangs dünn weißfilzig, bald fast kahl werdend, höchstens 1,5 cm hoch, durch KOH Rinde gelb, Mark nicht ge¬ färbt. Lagerschuppen schuppig-körnig, am Grunde krustenartige Rasen bildend, an den Stielen zerstreut, weißlich-graugrün. Apothecien schwarz- braun, bis 2 mm breit, leicht gewölbt, oft zusammenfließend, bei fehlenden Lagerstielen zwischen den Lagerschuppen sitzend, sonst endständig. Sporen spindeiig-fadenförmig, vier- bis achtzellig, 28—34 p. lang, 3—4 p dick. Pyknokonidien gerade oder leicht gebogen, 4—5 p lang, 1 p. dick. Von der Ebene bis ins Hochgebirge verbreitet, meist nicht häufig auf sandigem Heideboden, an Wegrändern, trockenen Waldblößen, auf Steinen. 901. St. pileatum Ach. — St. condensatum Fr. — St. cereolinum Kbr. — St. cereolinum a pileatum Th. Fr. — St. cereolus Ach. — St. paschale v. cereolinum Schaer. — St. condensatum v. cereolinum Nyl. Lagerstiele aufrecht, niedrig, nur 1—1,5 cm hoch, der Unterlage fest anhaftend, fast einfach, kahl. Lagerschuppen am Grunde gehäuft und bleibend, ein schuppig-körniges, weißlich-graues Lager bildend, an den Stielen spärlich. KOH färbt die Rinde gelb, das Mark wird nicht ver¬ ändert. Apothecien selten, endständig, hutartig aufsitzend, 0,5—1 mm breit, flach oder wenig gewölbt. Sporen spindelförmig-walzig, vierzellig, an den Enden stumpf, 18—44/4 lang, 4,5/4 dick. Pyknokonidien gerade oder leicht gebogen, 4,5—6/4 lang, 1 p. dick. -Ziemlich selten in Felsritzen und auf Steinen im Gebirge. Sudeten, Böhmen, Harz, Röhn, Jura, Thüringen. f. sorediiferum Nyl. — St. cereolinum ß cereolus Th. Fr. Sterile Lagerstiele gewöhnlich sehr kurz und oben mit einer weißlichen Staubschicht bedeckt, durch KOH H- CaCL rot gefärbt. Thüringen: auf einem Diabasblock auf dem Rennsteig nahe der Höhe des Spießberges. Familie Lecideaceae. Lager krustig, eiförmig oder am Rande gelappt, zusammenhängend, rissig bis schuppig, mit den Hyphen des Vorlagers oder der Markschicht an der Unterlage befestigt, ohne echte Rhizinen, unberindet oder mit un¬ vollkommener, aus dickwandigen, vertikalen Hyphen gebildeter, nie pseudo- parenchymatischer Rinde. Markschicht wergartig, mit echten oder gloeo-
72 capsaähnlichen Protococcusgonidien. Apothecien kreisrund, sitzend, seltener eingesenkt oder kurz gestielt, mit eigenem, hellem oder kohligem, vom Lager nicht berandetem Gehäuse, welches, in der Regel keine Markschicht ein¬ schließt; Hypothecium farblos bis kohlig, Gonidien nicht enthaltend. Paraphysen zumeist einfach, seltener verzweigt, verklebt oder locker. Schläuche i—8-, nur ausnahmsweise 16—ßosporig. Sporen farblos oder gebräunt, einzellig, parallel zwei- bis mehrzellig oder mauerartig vielzellig, mit zumeist dünner, selten stark verdickter Wand, mit zylindrischen bis linsenförmigen Zellen, mit oder ohne Schleimhülle. Gehäuse der Pykno¬ konidien in das Lager versenkt; Fulkren exo-, seltener endobasidial. Pyknokonidien länglich, ellipsoidisch bis zylindrisch. Übersicht der Gattungen: i. Lager mit Trentepohliagonidien Arthrorh<aphis. Lager mit Protococcusgonidien 2. 2. Paraphysen straff, nicht (oder ausnahmsweise) verzweigt, nicht unter¬ einander verbunden 3. Paraphysen schlaff, verzweigt, untereinander verbunden Rhizocarpon. 3. Sporen einzellig 4. Sporen mehrzellig 5. 4. Sporen dünnwandig, klein Lecidea. Sporen dickwandig, sehr groß Mycoblastus. 5. Sporen mauerartig vielzellig Lopadium. Sporen parallel zwei- bis mehrzellig 6. 6. Sporen parallel zweizeilig Catillaria. Sporen parallel drei- bis mehrzellig 7. 7. Sporen sehr groß und dickwandig Bombyliospora. Sporen dünnwandig 8. 8. Lager unberindet Bacidia. Lager berindet Toninia. Gattung Arthrorhaphis Th, Fr, Gonidien gelb (Trentepohlia). Fruchtscheibe dunkel. Gehäuse dunkel, weich, Hypothecium hell. Sporen nadelförmig gerade, parallel vielteilig. 901a. A. flavovirescens (Dicks.) Th. Fr. — Lichen flavovirescens Dicks. — L. citrinellus Ach. — Lecidea citrinella Ach. — Lecidea flavo¬ virescens Borr. — Rhaphiospora flavovirescens Kbr. Lager ausgebreitet, körnig oder staubig aufgelöst, leuchtend zitronen¬ gelb oder sattgelb, mitunter im Hochgebirge fast knorpelig-kleinschollig
73 (var. alpina), auf undeutlichem Vorlager. Apothecien selten über 0,5 mm breit, angedrückt, mit flacher oder leicht vertiefter, matt schwarzer Scheibe und dickem, vortretendem, bleibendem, schwarzem Rande. Gehäuse schmutzig grünlich, weich. Hypothecium fast farblos. Paraphysen dünn, verklebt, farblos, oben trüb grünlich. Schläuche schmal keulig, acht¬ sporig. Sporen lang nadelförmig, acht- bis mehrzellig, 60—100/z lang, 2—2,5 dick. Diese Art wurde längere Zeit als ein hauptsächlich, auf Baeomyces byssoides schmarotzender Pilz angesehen, nach Untersuchungen von Tobler handelt es sich aber um eine echte Flechte. Verbreitet und oft nicht selten auf Baeomyces byssoides. Alpen, Bayern, Fränk. Jura, Baden, Erzgebirge, Schlesien, Thüringen, Westfalen, Nordwestdeutschland usw. Gattung Lecidea (Ach.) Th, Fr. Lager krustig, einförmig, zusammenhängend, rissig, warzig, gefeldert oder schuppig oder am Rande gelappt, mit den Hyphen des Vorlagers und der Markschicht an der Unterlage befestigt, ohne Rhizinen, unberindet oder mit schmaler Rinde, nackt oder sorediös; echte Sorale und Zepha¬ lodien selten; mit Protococcusgonidicn. Apothecien kreisrund, durch gegenseitigen Druck mitunter unregelmäßig oder eckig, ausnahmsweise etwas in die Länge gezogen, eingesenkt, sitzend oder sehr kurz gestielt, mit hellem, gefärbtem bis kohligem, aus dicht verwebten Hyphen ge¬ bildetem, eigenem Gehäuse, vom Lager nicht oder ausnahmsweise vorüber¬ gehend oder unvollkommen berandet. Scheibe hell bis schwarz, nackt oder bereift. Hypothecium farblos, gefärbt bis kohlig. Paraphysen unver¬ zweigt, an ihren Enden kaum breiter oder mehr weniger kopfig verdickt, verklebt oder locker. Schläuche 8-, ausnahmsweise lösporig. Sporen farb¬ los, einzellig, klein, kugelig, eiförmig, ellipsoidisch bis länglich stäbchen¬ förmig, gerade oder etwas gekrümmt, mit dünner Wand. Behälter der Pyknokonidien eingesenkt, mit dunklem Scheitel, kugelig; Pyknokonidien kurzwalzig bis fädlich, gerade oder gekrümmt; Fulkren exobasidial. Die Gattung Lecidea ist die artenreichste Flechtengattung im Gebiet der Flora; die einzelnen Arten sind oft nur sehr schwer zu unterscheiden und die Unterscheidungsmerkmale mitunter sehr unscheinbarer Natur. Die Ansichten über die Umgrenzung der einzelnen Arten und Formen sind zurzeit noch sehr geteilt; man wird im Nachfolgenden manche Art nur als Form einer anderen aufgeführt finden, die bei vielen Autoren als selb¬ ständige Art gilt. Das Synonymenverzeichnis am Schluß des Werkes wird in den meisten Fällen Aufklärung geben.
74 Die nachstehende Bestimmungstabelle kann deshalb für die typi¬ schen Formen allein maßgebend sein, nicht aber für irgendwelche Abweichungen. Die Reihenfolge der Arten wurde, um das Aufsuchen zu erleichtern, ungefähr der Bestimmungstabelle entsprechend geordnet. Die eingeklammerten Zahlen vor dem Artnamen in der Bestimmungstabelle geben die Nummer der Art im Text an. Übersicht der Arten: i. Lager einförmig 2. Lager am Rande gelappt oder schuppig bis schuppig-gefeldert (Subg. Psora) 302. 2. Apothecien mit dunklem, kohligem Gehäuse (Subg. Eulecidea) 3. Apothecien mit hellem oder gefärbtem, aber nie kohligem Gehäuse (Subg. Biatora) 189. 3. Lager deutlich entwickelt 4. Lager undeutlich oder fast fehlend 183. 4. Lager weiß, grau oder grünlich 5. Lager dunkelgrau, braun oder schwärzlich 154. 5. Auf bloßer Erde oder organischen Substraten (Holz, Rinde, über Moosen und Pflanzenresten) 6. An Gestein 23. 6. An Holz und Rinde 7. Auf Erde, über Moosen, abgestorbenen Pflanzenresten 18. 7. Lager wenig entwickelt, oft fast fehlend (902) L. lignicola. Lager gut entwickelt 8. 8. Hypothecium dunkel 9. Hypothecium farblos oder hell gefärbt. 9. Lager gelb oder gelblichgrau 10. Lager weiß, grau oder grünlich 11. 10. Lager durch KOH blutrot, durch CaCl rötlich gefärbt (903) L. Giselae. Lager durch KOH bräunlichrot, durch CaCl nicht gefärbt (904) L. zanthococca. 11. Sporen 6—9^ lang (905) L. enalliza. Sporen 9—15^. lang 12. 12. Sporen nur bis 4^ dick 13. Sporen über 4^ dick 14.
75 iß. Apothecien bleibend berandet (908) L. pontifica. Apothecien bald randlos (909) L. elabens. 14. Apothecien sehr klein, 0,2—0,4 mm breit (910) L. alba. Apothecien über 0,5 mm breit 15. 15. Lager gelb oder grünlichgelb (911) L. olivacea. Lager weiß bis grau 16. 16. Gehäuse fuchsrot (912) L. parasema. Gehäuse smaragdgrün-schwärzlich 17. 17. Sporen 9—12/z, lang (913) L. xylophila. Sporen 14^ lang (914) L. proxima. 18. Lager locker körnig, Körnchen isidienartig (915) L. isidiosa. Lager nicht körnig oder Lagerkörnchen nicht isidienartig 19. 19. Hypothecium dunkel 20. Hypothecium hell gefärbt 22. 20. KOH färbt das Lager gelb (916) L. neglecta. KOH verändert die Farbe des Lagers nicht 21. 21. Apothecien angepreßt (917) L. assimilata. Apothecien auf kurzem, dickem Stiel (918) L. crassipes. 22. KOH färbt das Lager gelb (919) L. muscorum. KOH färbt das Lager nicht (920) L. limosa. 23. Vorwiegend auf Kalk oder kalkhaltigem Gestein1) 24. Vorwiegend auf kieseiigem Gestein 61. 24, Sporen fast kugelig (921) L. spaerocarpa. Sporen ellipsoidisch bis länglich 25. ! 25. Sporen über 18 p lang 26. Sporen unter 18^ lang 30. 26. Sporen über 40 ju, lang (922) L. turgida. Sporen bis 30 lang 27. 27. Lager dünn, rissig gefeldert 28. Lager dicker, mehr warzig gefeldert 29. 28. Lager weißlich oder bläulichweißlich (923) L- petrosa. Lager gelblich oder ockerweißlich (934) L. obstans. 29. Apothecien anfangs krugförmig, später ziemlich flach (924) L. rhaetica. ’) Für L. sphaerocarpa, contorta, confluentula, subtrullisata siderolilhica, botryiza ist die Gesteinsart nicht genauer angegeben; sie sind, ebenso wie einige auf kalk- und kiesel¬ haltigem Gestein vorkommende Arten hier mit aufgeführt.
76 Apothecien anfangs flach, später geschwollen-gewölbt (925) L. su¬ perba. 30. Lager blau oder bläulich 31. Lager anders gefärbt 33. 31. Lager dick, blaß azurblau (926) L. azurea. Lager dünn 32. 32. Apothecien tiefschwarz, nicht bereift (927) L. transitoria. Apothecien anfangs blau bereift L. caerulea. 33. Lager gelblich, gelbgrau oder gelb (928) 34. Lager weiß, grau oder grünlich 38. 34. Apothecien von Anfang an gewölbt (929) L. leucospila. Apothecien anfangs flach, erst später gewölbt 35. 35. Sporen nur 6—7 lang (930) L. subtumidula. Sporen über 8 /4 lang 36. 36. Hypothecium farblos (931) L. elata. Hypothecium dunkel 37. 37. Paraphysen oben kastanienbraun (932) L. monticola. Paraphysen oben dunkelblau oder dunkelviolett (933) L. sublutescens. 38. Lager dunkelgrau 39. Lager nicht dunkelgrau 40. 39. Apothecien stets berandet (935) L. siderolithica. Apothecien später randlos (936) L. confluentula. 40. Lager dick 41. Lager dünn 49. 41. Sporen meist über 12^ lang 42. Sporen meist unter 12^ lang 45. 42. Apothecien anfangs bereift 43. Apothecien nackt 44. 43. Sporen 16—18 p lang, 10—n^u dick (937) L. euspeirea. Sporen 12—16 ju lang, 7—9^. dick (938) L. contorta. 44. Sporen 5 dick (939) L. atronivea. Sporen 6—8 fi dick (940) L. exornans. 45. Apothecien stellenweise bereift (941) L. seriata. Apothecien nackt 46. 46. Hypothecium farblos oder blaß 47. Hypothecium dunkel 48. 47. Lager warzig gefeldert (942) L. micropsis. Lager gebirgskammartig gewunden oder schollig (943) L. ileiformis. 48. Hypothecium gelbbraun (944) L. venustula. Hypothecium rötlichschwarz (945) L. mesenteriformis.
77 49- Hypothecium farblos (946) L. pulvinatula. Hypothecium gefärbt 50. 50. Scheibe genabelt (947) L. umbonata. Scheibe nicht genabelt 51. 51. Lager grünlichweiß (948) L. botryiza. Lager nicht grünlichweiß 52. 52. Sporen bis 11 p lang 53. Sporen meist über 11 lang 55. 53. Epithecium braun (949) L. subacervata. Epithecium schwarzgrün 54. 54. Sporen 9—n lang (950) L. decorosa. Sporen 6—8/4, lang (951) L. subtrullisata. 55. Hypothecium oben schmutziggrün (951) L. subvorticosa. Hypothecium oben nicht schmutziggrün 56. 56. Apothecien randlos oder mit später verschwindendem Rande 57. Apothecien mit bleibendem Rande 59. 57. Apothecien zuletzt fast kugelig gewölbt (952) L. emergens. Apothecien auch später flach oder nur wenig gewölbt 58. 58. Sporen 7—8/.c dick (953) L. Jurana. Sporen 6—8 p, dick (954) L. ligans. 59. Hypothecium bräunlich (955) L. subumbonata. Hypothecium schwärzlich oder braunschwarz 60. 60. Sporen 6 p. breit (956) L. Muverani. Sporen 7—10 p breit (957) L. Reuteri. 61. Sporen groß, durchschnittlich über 18 lang 62. , Sporen durchschnittlich weit unter 18 /7. lang 71. 62. Apothecien meist bleibend heran de t 63. Apothecien randlos oder mit später verschwindendem Rande 66. 63. Sporen 15—22/4 dick (958) L. consentiens. Sporen 8—12 dick 64. 64. Apothecien klein 65. Apothecien groß, 1—3 mm breit (961) L. phaeenterodes. 65. Sporen 20—23/4 lang (959) L. lygdiniza. Sporen i8u lang (960) L. spuriaeformis. 66. Hypothecium blaß L. alpestris. Hypothecium dunkel 67. 67. Lager durch KOH 4“ CaCl dunkelrot gefärbt (963) L. panaeola. Lager durch Reagentien kaum gefärbt 68. 68. Lager rissig gefeldert 69. Lager glatt oder feinrissig 70.
78 69. Epithecium dunkelgrün (964) L. contraponenda. Epithecium' braun (965) L. convexa. 70. Apothecien flach, auch später wenig gewölbt (966) L. albocaerulescens. Apothecien bald stark gewölbt (967) L. macrocarpa. 71. Sporen durchschnittlich nur 6—8 lang 72. Sporen fast stets über 8 p, lang 84. 72. Apothecien mit bleibendem Rand 73. Apothecien mit verschwindendem Rand 79. 73. Lager dünn oder wenig entwickelt oder aus zerstreuten kleinen Wärzchen bestehend 74. Lager dick 76. 74. Lager grau (968) L. pygmaea. Lager weiß 75. 75. Epithecium dunkelgrün (969) L. microspora. Epithecium braun (970) L. paratropoides. 76. Lager graugrünlich 77. Lager weiß 78. 77. Lager mit schwarzem Vorlager, nicht gescheckt (971) L. vapulata. Lager durch schwarzgrünliches Vorlager mißfarbig gescheckt (972) L. tiarata. 78. Vorlager undeutlich (973) L. speciosa. Vorlager deutlich, schwarz (974) L. metamorpha. 79. Lager durch KOH gefärbt 80. Lager durch KOH nicht gefärbt 83. 80. Hymenialschicht durch Jod tiefblau gefärbt (975) L. aglaea. Hymenialschicht durch Jod nur vorübergehend gebläut, dann wein¬ rot oder gelbbraun gefärbt 81. 81. Lager dick (976) L. aglaeiza. Lager dünn 82. 82. Apothecien 0,2—0,5 mm breit (977) L. tuberculata. Apothecien bis 1,5 mm breit (978) L. Pilati. 83. Hypothecium schwärzlichbraun (980) L. brachyspora. Hypothecium farblos (981) L. nivaria. 84. Sporen überwiegend unter 12 p lang 85. Sporen überwiegend über 12 p lang 128. 85. Hypothecium farblos oder blaß gefärbt 86. Hypothecium gefärbt1) 99. ’) L. pantherina hat mitunter auch ein gefärbtes Hypothicium, bei L. pallidaeformis, leptoceramia, pachyphloea ist die Farbe des Hypotheciums in den Beschreibungen nicht angegeben.
79 86. Lager gelb 87. Lager weiß, grau oder grünlich 90. 87. Lager weißlich ockerfarben 88. Lager lebhaft ockergelb (982) L. subsilacea. 88. Hypothecium farblos (983) L. oreja. Hypothecium blaßbräunlich (984) L. syncarpa. 89. Lager aschgrau-bleifarben (995) L. plumbea. Lager nicht aschgrau-bleifarben 90. 90. Apothecien randlos oder mit verschwindendem Rande 91. Apothecien mit bleibendem Rande 96. 91. Sporen 3—4^ dick 92. Sporen 5—7 /z dick 94. 92. Apothecien dauernd flach oder nur schwach gewölbt (985) L. perso¬ nata. Apothecien später gewölbt, Lager durch KOH nicht verändert 93. 93. Hymenialschicht durch Jod gebläut (986) U ecrustacea. Hymeni al schicht durch Jod intensiv weinrot gefärbt (987) L. con¬ ferenda. 94. Lager grüngrau (988) L. virescens. Lager nicht grüngrau 95. 95. Paraphysen am Scheitel dunkelbraun (989) L. subkochiana. Paraphysen am Scheitel bläuliebbraun oder schmutzig-smaragdgrün (990) L. pantherina. 96. Jod färbt die Hymenialschicht erst blau dann schmutzig (991) L. tesselata. Jod färbt die Hymenialschicht bleibend blau 97. 97. Lager weißlichgelb oder blaßfleischfarben (992) L. marginata. Lager weiß oder grau 98. 98. Scheibe feucht rötlich oder rötlichschwarz (993) L. lithophila. Scheibe auch feucht schwarz (994) L. plana. 99. Sporen durchschnittlich unter 4/z dick 100. Sporen über 5 p dick 110. 100. Paraphysen kirschrötlich oder leicht rötlich 101. Paraphysen nicht rötlich 102. 101. Rand bleibend (996) L. sarcogynoides. Rand verschwindend (997) L. intercalanda. 102. Paraphysen am Scheitel mehr oder weniger grünlich 103. ■ Paraphysen am Scheitel braun, violett, bläulich oder schwärzlich 106. 103. Mark durch Jod schwach violett gefärbt (998) L. promiscens. Mark durch Jod nicht violett gefärbt 104.
80 104- Hymenialschicht durch Jod weinrot gefärbt (999) L. erratica. Hymenialschicht durch Jod gebläut 105. 105. Apothecien nackt (1000) L. Sauteri. Apothecien blaugrün bereift (1001) L. leucothallina. 106. Hymenialschicht durch Jod erst gebläut, dann schmutzig entfärbt (1002) L. ramulosa. Hymenialschicht durch Jod bleibend gebläut 107. 107. Lager kleinschollig oder fehlend (1003) L. promixta. Lager feinrissig oder rissig gefeldert 108. 108. Apothecien groß, 1—4 mm breit (1004) L. auriculata. Apothecien kleiner 109. 109. Lager gefeldert rissig (1005) L. promiscua. Lager feinrissig (1006) L. gregalis. 110. Lager bläulichgrau (1007) L. pachyphloea. Lager nicht bläulichgrau in. in. Apothecien randlos oder mit fast verschwindendem Rande1) 112. Apothecien mit bleibendem oder sehr lange bleibendem Rande 122. 112. Scheibe spangrün bereift (1008) L. pallidaeformis. Scheibe reiflos oder doch nicht spangrün bereift 113. 113. Lager gelblichweiß, gelblichgrau, grünlichgelb 114. Lager weißlich oder grau 117. 114. Vorlager weiß (1014) L, speirea. Vorlager schwarz oder undeutlich 115. 115. Hypothecium dunkelbraun (1010) L. sudetica. Hypothecium hellbraun 116. 116. Lager mit KOH intensiv ziegelrot werdend (1012) L. alboflava. Lager mit KOH gelblich werdend (1011) L. viridans. II7. Lager durch KOH intensiv ziegelrot werdend (1012) L. alboflava. Lager durch KOH nicht ziegelrot gefärbt 118. 118. Apothecien zuletztstarkgewölbt (1013) L. obscurissima. Apothecien dauernd flach oder nur schwach gewölbt 119. 119. Hypothecium schwarz (1014) L. speirea. Hypothecium braun 120. 120. Apothecien groß (1015) L. leucitica. Apothecien klein, meist nicht über 0,5 mm breit 121. 121. Hymenialschicht durch Jod erst gebläut, dann schmutzig entfärbt (1016) L. lapicida. l) Für L. leucitica fehlt eine Angabe über die Berandung.
81 Hymenialschicht durch Jod dauernd blau, die Schläuche zuweilen etwas violett gefärbt (1017) L. declinascens. 122. Lager weißlichgelb oder gelb 123. Lager weiß bis grau 124. 123. Apothecien 1/5—1/2mm breit (1018) L. Gütingeri. Apothecien 1 mm breit (1019) L. theiodes. 124. Apothecien klein 125. Apothecien gegen 1 mm breit 127. 125. Rand erhaben, kräftig (1020) L. leptoceramia. Rand zart 126. 126. KOH färbt das Lager gelblich (1021) L. lacteola. KOH färbt das Lager nicht (1022) L. nigrogrisea. 127. Lager durch Reagenzien nicht verändert (1023) L. vorticosa. Lager durch KOH + CaCl rot gefärbt (1024) L. segregula. 128. Sporen g p. und darüber dick 129. Sporen meist unter 9 jll dick 130. 129. Lager aschgrau-ockerfarben (1025) L. oblita. Lager weißlich bis blaugrau (1026) L. incongrua. 130. Lager gelblichweiß bis gelb 131. Lager weißlich oder grau 135. 131. Lager durch Reagenzien nicht verändert (1043) L. crustulata. Lager durch KOH gelblich oder gelb gefärbt 132. 132. CaCl färbt das Lager orangerot (1027) L. protrusa. CaCl färbt das Lager nicht 133. 133. Hymenium durch Jod gebläut (1038) L. Brunneri. • Hymenium durch Jod erst gebläut, dann weinrot gefärbt 134. 134. Hypothecium farblos (1028) L. eliminata. Hypothecium bräunlich-gelblich (1047) L. bullata. 135. Sporen meist unter 6^. dick 136. Sporen über 6^. dick 141. 136. Lager meist aus blasig-faltigen Warzen bestehend (1029) L. formosa. Lager nicht aus blasig-faltigen Warzen bestehend 137. 137. KOH färbt das Lager nicht 138. KOH färbt das Lager gelb 139. 138. Paraphysen am Scheitel kaum verdickt (1030) L. Hillmanni. Paraphysen am Scheitel verdickt (1031) L. decolor. 139. Epithecium dunkelgrün (1032) L. lacticolor. Epithecium braun 140. 140. Apothecien zuletzt randlos (1033) L. pycnocarpa. Apothecien immer vortretend berandet (1034) L. lithophiloides. Thome-Migul a. Flechten. IT. (Flora XII, 2.) ß
82 141. Lager bleifarben (1035) L. subplumbea. Lager nicht bleifarben 142. 142. Hypothecium farblos oder blaß 143. Hypothecium gefärbt bis dunkel 146. 143. Jod färbt die Hymenialschicht blau, Schläuche weinrot (1036) L. diasemoides. Jodreaktion der Hymenialschicht anders 144. 144. Jod färbt die Schläuche blau, später violett, die Paraphysen gelb (1037) L. tenebrosa. Paraphysen durch Jod nicht gelb gefärbt 145. 145. Lager durch KOH gelblich gefärbt (1038) L. Brunnen. Lager durch KOH nicht verändert (1039) L. inserena. 146. Apothecien meist zusammenfließend oder faltig geschlängelte Knäuel bildend (1040) L. titubans. Apothecien zerstreut oder gesellig, nicht Knäuel bildend 147. 147. KOH färbt das Lager nicht 148. KOH färbt das Lager gelb oder gelblich 152. 148. Jod färbt die Hyphen des Markes blau (1041) L. sorediza. Jod färbt die Hyphen des Markes nicht blau 149. 149. Hypothecium braunschwarz 150. Hypothecium schmutzig olivfarben (1045) L. paraphana. 150. Apothecien mit dünnem Rande 151. Apothecien mit dickem, bleibendem Rande (1044) L. cinereoatra. 151. Hymenialschicht durch Jod dauernd gebläut (1042) L. soredizodes. Hymenialschicht durch Jod erst blau, dann schmutzig, Schläuche weinrot gefärbt (1043) L. crustulata. 152. CaCl färbt das Lager orangerot (1046) L. latypea. CaCl färbt das Lager nicht 153. 153. KOH färbt das Lager intensiv gelb (1047) L. bullata. KOH färbt das Lager nur gelblich (1048) L. distrata. 154. Sporen durchschnittlich unter 10/z lang 155. Sporen durchschnittlich über 10^ lang 168. 155. Hypothecium farblos oder blaß 156. Hypothecium gefärbt bis dunkel 162. 156. Lager bronzefarben (1049) L. nodulosa. Lager bräunlich, braun, schwärzlich 157. 157. Rand der Apothecien später verschwindend 158. Rand dauernd oder sehr lange bleibend 160. 158. Paraphysen am Scheitel braun (1050) L. scotina. Paraphysen am Scheitel grün 159.
83 159- Sporen 4/z* dick (1051) L. Wolfiana. Sporen 2—2,5/z. dick (IO52) L- exilis- 160. Scheibe grau bereift (1053) L. irrorata. Scheibe nackt 161. 161. Lager sehr zart, zerstreut kleinwarzig, grünlichbraun (1054) L. atomaria. Lager kleinschuppig, blaßbräunlich (1055) L. microsporella. 162. Hypothecium bläulich (1056) L. variegatula. Hypothecium nicht bläulich 163. 163. Sporen unter 4u dick 164. Sporen über 4 p dick 165. 164. Lager bläulich-schwärzlich (1057) L. Lahmii. Lager grünlichgrau oder graubraun (1058) L. silvicola. 165. Apothecien gewölbt (1059) L. confluens. Apothecien dauernd flach 166. 166. Paraphysen am Scheitel braun (1060) L. impavida. Paraphysen am Scheitel grünlich 167. 167. Rand undeutlich (1061) L. Privatii. Rand deutlich, erhaben (1062) L. silacea. 168. Sporen meist über 20/z. lang 169. Sporen fast stets unter 20/x lang 170. 169. Lager hirschbraun (1063) L. ocellulata. Lager schwärzlich bis dunkelgraulich (1064) L. trochodes. 170. Hypothecium farblos 171. , Hypothecium gefärbt 173. 171. Jod färbt die Hymenialschicht tief blau 172. Jod färbt die Hymenialschicht erst bläulich, dann weinrot (1067) L. contracta. 172. Paraphysen am Scheitel bläulichgrün (1065) L. assimilis. Paraphysen am Scheitel rotbräunlich bis violettschwärzlich (1066) L. goniophila. 173. Rand der Apothecien später verschwindend 174. Rand bleibend 177. 174. Apothecien groß, bis über 2 mm breit 175. Apothecien klein, 0,5—1 mm breit 176. 175. Apothecien anfangs dünn berandet (1068) L. fuscoatra. Apothecien von Anfang an randlos (1069) L. inturgescens. 176. CaCl färbt das Mark orangerot (1070) L. arctica. CaCl färbt das Mark nicht (1071) L. Bussanensis. 6*
84 1/7- Lager rostfarben (1072) L. Dicksonii. Lager rostfarben 178. 178. Scheibe graugrünlich bereift, angefeuchtet rotbraun (1073) L. glau- cophaea. Scheibe nackt, auch angefeuchtet schwarz oder fast schwarz 179. 179. Lager oberflächlich durch KOH gelb gefärbt (1074) L. intumescens. Lager oberflächlich durch KOH nicht gelb gefärbt 180. 180. Hymenialschicht durch Jod gebläut (1075) L. badioatra. Hymenialschicht durch Jod erst gebläut, dann weinrot gefärbt i8j. 181. Gehäuse braun (1076) L. fuscocinerea. Gehäuse schwärzlich 182. 182. Sporen 15—21 p. lang, 9—11 p. dick (1077) L. athroocarpa. Sporen 13—16/a lang, 7—9^. dick (1078) L. polygonia. 183. Scheibe weiß bereift (1079) L. interjecta. Scheibe nicht weiß bereift 184. 184. Hypothecium farblos (1080) L. microstigma. Hypothecium gefärbt bis dunkel 185. 185. Sporen bis io^u. lang 186. Sporen über 10 lang 187. 186. Hypothecium blaß bräunlich (1081) L. laboriosa. Hypothecium intensiv rotbraun (1082) L. vicinalis. 187. Scheibe grau bereift (1083) L. Baderi. Scheibe nicht grau bereift 188. 188. Sporen nur 3—3,5 p breit (1084) L. Kündigiana. Sporen 5—6 p. breit (1085) L. Arnoldiana. 189. (Biatora) An Gestein 190. Auf bloßer Erde, über Moosen, an Rinde und Holz 240. 190. An kalkhaltigem Gestein oder Kalk 191. An kieseiigem Gestein (Granit, Gneis, Porphyr, Schiefer, Sand¬ stein usw.) 203. 191. Sporen j6—26 p lang 192. Sporen nur ausnahmsweise über 16 p lang 194. 192. Hypothecium dunkel (1086) L. annularis. Hypothecium farblos oder blaß 193. 193. Paraphysen am Scheitel dunkelbraun (1087) L. Metzleri. Paraphysen undeutlich, oben rötlichbraun (1088) L. cyclisca. 194. Scheibe gelb (1089) L. lucida. Scheibe dunkel 195. 195. Lager grünlich (1090) L. anomaloides. Lager grau oder weißlich, nicht grünlich 196.
85 196. Scheibe blutrot (1091) L. erythrophaeoides. Scheibe nicht blutrot 197. 197. Apothecien zusammenfließend (1092) L. picila. Apothecien nicht zusammenfließend 198. 198. Sporen 7—8 p, dick (1093) L. immersa. Sporen unter 7 p dick 199. 199. Hymenialschicht farblos 200. Hymenialschicht gefärbt 202. 200. Lager ziemlich dick (1094) L. subdiffracta. Lager dünn 201. 201. Paraphysen oben dunkler, bräunlich (1095) L. fuscorubens. Paraphysen oben nicht dunkler (1096) L. lenticella. 202. Sporen 9—15 p lang, 4—7 p dick (1097) L. pullata. Sporen 7—9 /z lang, 3—5/z dick (1098) L. labulata. 203. Lager kaum wahrnehmbar 204. Lager deutlich entwickelt 205. 204. Sporen 7—8 p lang (1099) L. lithinella. Sporen 14—15 p lang (1100) L. subinvoluta. 205. Lager dunkel grau, grüngrau oder mehr oder weniger braun 20G. Lager hell, weißlich, gelblich, grau, graugrünlich 222. 206. Hypothecium dunkel3) 207. Hypothecium hell 212. 207. Lager graugrün 208. Lager braun 210. 208. Hypothecium tiefbraun (1101) L. deusta. 'Hypothecium bräunlich oder grünbraun 209. 209. Sporen 13—i8ju lang (1102) L. Ahlesii. Sporen t8—21 //, lang (1103) L. Brujeriana. 210. Apothecien braunschwarz oder schwarz 211. Apothecien rötlich-kastanienbraun (1105) L. subgranatina. 211. Sporen 18—21 // lang (1103) L. Brujeriana. Sporen 13—15 p lang (1104) L. brunnea. 212. Lager schwarzbraun (1106) L. instrata. Lager nicht schwarzbraun 213. 213- Lager grau, grünlichgrau, gelbgrau bis dunkelgelb 214. Lager grau 216. 214. Sporen 4—6/z lang (1107) L. clavulifera. Sporen über 12 /z lang 215. J) Für L. subgranatina und brunnea fehlt eine Angabe hierüber.
86 215- Lager grünlich oder dunkelgelb (1108) L. viridiatra. Lager olivgrün, trocken dunkler (1109) L. aeneovireus. 216. Sporen nur 7,5 p lang, 3,5 p dick (mo) L. holomicra. Sporen stets länger und breiter 217. 217. Apothecien randlos oder mit verschwindendem Rande 218. Apothecien berandet 219. 218. Sporen 4^ dick (im) L. Mosigiicola. Sporen 6—8 p dick (1112) L. lygaea. 219. Scheibe immer tiefschwarz und matt (1113) L. polycarpoides. Scheibe in der Jugend rotbraun bis braunschwarz 220. 220. Gehäuse gelbbräunlich (1114) L. leucophaea. Gehäuse außen dunkelbraun bis schwärzlich 221. 221. Apothecien kaum 1 mm breit, meist kleiner, Sporen 7—9 p lang (1115) L. mollis. Apothecien bis über 1,5 mm breit, Sporen 9—12 p lang (1116) L. rivulosa. 222. Lager gelb oder rosa-ockerfarben 223. Lager weiß, graugrünlich 226. 223. Scheibe rosa, fleischfarben oder braun 224. Scheibe schwarz 225. 224. Scheibe fleischfarben-rosa (1118) L. subconcolor. Scheibe schwarzbraun (1117) L. amabilis. 225. Apothecien 1—3 mm breit (1119) L. armeniaca. Apothecien 0,4—0,6 mm breit (1120) L. inamoena. 226. Sporen unter 10 p lang 227. Sporen über 10 p lang 233. 227. Lager rötlichweiß 228. Lager nicht rötlichweiß 229. 228. Sporen 3—4 p dick, Paraphysen am Scheitel grünlich (1121) L. Bauschiana. Sporen 4—6 p dick, Epithecium farblos (1122) L. dilutiuscula. 229. Hypothecium farblos oder gelblich 230. Hypothecium braun 232. 230. Apothecien rötlich oder bräunlich-scherbengelb (1123) L. meio- carpoides. Apothecien rotbraun bis schwarz 231. 231. Jod bläut die Hymenialschicht (1124) L. Casimiri. Jod färbt die Hymenialschicht bläulich, dann schmutzig weinrot (1125) L. Wallrothii.
87 232. Lager aschgrau (1126) L. Baumgartneri. Lager schneeweiß (1127) L. nivea. 233. Apothecien lange oder bleibend berandet 234. Apothecien randlos oder mit bald verschwindendem Rande 236. 234. Sporen nur bis 11,5 ju lang, 5 p breit (1128) L. sarcogynopsis. Sporen 11—16lang, 5—8 p breit 235. 235. Jod färbt die Hymenialschicht nicht (1129) L. Torellii. Jod färbt die Hymenialschicht erst blau, dann bräunlich weinrot (1130) L. disjecta. 236. Apothecien mit unechtem, weißem, epithallinischem Rande 237. Apothecien ohne solchen weißen unechten Rand 238. 237. Apothecien fleischrosa (1131) L. arridens. Apothecien rotbraun bis braunschwarz (1132) L. coarctata. 238. Apothecien zuletzt halbkugelig (1133) L. delincta. Apothecien vertieft oder flach 239. 239. Vorlager weiß (1134) L. chondrodes. Vorlager schwarz (1135) L. lulensis. 240. Hauptsächlich auf Erde wachsend (vgl. auch Bcrengeriana) 244. Vorwiegend auf organischen Substraten 248. 241. Schläuche 1 ösporig (1137) L. geophana. Schläuche 8sporig 242. 242. Rand erhaben, geschwollen, bleibend (1138) L. geochroa. Apothecien randlos oder mit verschwindendem Rande 243. 243. Lager zitronengelb (1139) L. Poetschiana. Lager nicht zitronengelb 244. 244. Hypothecium farblos 245. Hypothecium gefärbt 246. 245. Sporen 9—12 p lang, 4—6 p dick (1140) L. Massalongii. Sporen 12—15 p lang, 6—8 p dick (1141) L. aeruginosa. 246. Gehäuse blaß (1142) L. aeneofusca. Gehäuse dunkel 247. 247. Scheibe ockerrot, zimmetfarben oder rostfarben (1143) L. cuprea. Scheibe schwarzbraun bis schwarz (1144) L. uliginosa. 248. Lager nicht erkennbar 249. Lager nur ausnahmsweise schlecht erkennbar 251. 249. Apothecien wachsgelb (1145) U symmictella. Apothecien anders gefärbt 250. 250. Apothecien rot oder dunkelrot (1147) L. llgniaria. Apothecien bräunlich bis schwärzlich (1146) L. symmictiza.
88 251. Lager feucht intensiv lauchgrün (1148) L. prasinella. Lager anders gefärbt 252. 252. Lager gelb oder gelblich 253. Lager anders, gefärbt 255. 253. Apothecien ockergelb (1149) L. ochrocarpa. Apothecien nicht ockergelb 254. 254. Apothecien purpurn (1150) L. subpulicaris. Apothecien schwarzbraun (1151) L. subflavida. 255. Lager dunkel 256. Lager hell, weißlich, grau, graugrünlich, blaß bräunlich 259. 256. Lager schwarzgrün (1152) L. fallax. Lager nicht schwarzgrün 257. 257. Lager bräunlichschwarz (1153) L. fuliginea. Lager dunkelgrau 258. 258. Sporen 5^ lang, 2—2,5/4 dick (1154) L. Huxariensis. Sporen 9—12 /4 lang, 3,5—5 jui dick (1155) L. chrysantha. 259. Hypothecium farblos oder blaß 260. Hypothecium gefärbt bis dunkel 292. 260. Hypothecium blaß rosa (1156) L. percrenata. Hypothecium nicht rosa 261. 261. Schläuche meist I2sporig (1157) L. dodecamera. Schläuche 8sporig 262. 262. Apothecien fast bleibend berandet 263. Apothecien wenigstens im Alter randlos 268. 263. Scheibe fleischfarben bis rot 264. Scheibe braun bis schwarz 265. 264. Rand schwärzlich (1158) L. Decandollei. Rand heller (1159) L. carnea. 265. Lager weiß (1160) L. planorbis. Lager grau oder graugrün 266. 266. Sporen 7—9 u lang (1161) L. flexuosa. Sporen über 9 lang 267. 267. Apothecien mit blaßem Rande (1162) L. hypoptoides. Apothecien mit dunklem Rande (1163) L. Rhododendri. 268. Apothecien von Anfang an randlos oder undeutlich berandet 269. Apothecien anfangs berandet, später randlos 277. 269. Apothecien schwarz oder schwarzbraun (1164) L. asserculorum. Apothecien heller gefärbt 270. 270. Scheibe bräunlich, weißgrau bereift (1165) L. aestivalis. Scheibe nicht bereift 271.
89 271. Apothecien in der Jugend gelblich 272. Apothecien in der Jugend nicht gelblich 273. 272. Paraphysen am Scheitel braun (1166) L. meiocarpa. Paraphysen am Scheitel fast farblos (1167) L. helvola. 273. Sporen 10—16 p dick (1168) L. tornoensis. Sporen bis 7 p dick 274. 274. Paraphysen am Scheitel dunkler, bräunlichgrünlich 275, Paraphysen blaß, am Scheitel nicht dunkler 276. 275. Lager durch CaCl rötlich, gefärbt (1169) L. quernea. Lager durch CaCl nicht gefärbt (1170) L. viridescens. 276. Sporen 10—20 p lang, 4—6 p dick (1171) L. vernalis. Sporen 7—11 p lang, 3,5 //»dick (1172) L. exsequens. 277. Sporen kugelig, 5—7//. breit (1173) L. Nylanderi. Sporen länger als breit 278. 278. Gehäuse farblos oder hell (doch vgl. auch L. granulosa) 279. Gehäuse gefärbt bis dunkel 289. 279. Jod färbt die Hymenialschicht blau 280. Jod färbt die Hymenialschicht erst blau, dann schmutzig- oder wein¬ rot 281. 280. Lager durch KOH gelb gefärbt, Scheibe rot (1174) L. cinnabarina. Lager durch KOH nicht gefärbt, Scheibe braun (1175) L. propin¬ quata. 281. Paraphysen vollständig verschleimt (1176) L. atroviridis. Paraphysen mehr oder weniger deutlich erkenn1>ar 282. 282. Paraphysen undeutlich oder doch am Scheitel nicht kopfig und nicht dunkler 283. Paraphysen deutlich, am Scheitel kopfig und dunkler 285. 283. Scheibe in der Jugend rosa oder fleischrosa (1177) L. austriaca. Scheibe nicht rosa 284. 284. Scheibe rotbraun bis braunschwarz (1178) L. silvana. Scheibe schwärzlich oder schmutzig blaugrau (1179) L. gelatinosa. 285. Apothecien zuletzt fast kugelig gewölbt (1180) L. gibberosa. Apothecien flach oder mäßig gewölbt 286. 286. Sporen 10—18 p lang (n8i) L. erythrophaea. Sporen 6—n pt lang 287. 287. Apothecien zuletzt fast halbkugelig (1182) L. hypopta. Apothecien flach oder schwach gewölbt 288. 288. Vorlager weiß, Lager durch KOH nicht gefärbt (1183) L. Cadubriae. Vorlager braunschwarz, Lager durch KOH gelb gefärbt (1184) L. fuscescens.
90 289. Paraphysen undeutlich (1183) L. granulosa. Paraphysen deutlich 290. 290. Sporen 3—5 p dick (1186) L. obscurella. Sporen 6—8,5 p dick 291. 291. Lager weißlich oder blaß aschgrau (1187) L. rufofusca. Lager rötlich aschgrau oder bräunlich aschgrau (1188) L. porphyros- poda. 292. Jod färbt die Hymenialschicht blau 293. Jod färbt die Hymenialschicht oft nach vorübergehender Bläuung weinrot, violett oder schmutzig 295. 293. Paraphysen durchweg blaß (1189) L. albofuscescens. Paraphysen am Scheitel dunkler 294. 294. Lager ziemlich dick, geborsten warzig (1190) L. miscella. Lager sehr dünn, wenig deutlich (1191) L. diapensiae. 295. Apothecien von Anfang an randlos 296. Apothecien jung mit Rand 297. 296. Sporen 12—18 lang (1192) L. verrucula. Sporen 6—12 p lang (1193) L. turgidula. 297. Epithecium farblos (1194) L. subapochroella. Epithecium oder Scheitel der Paraphysen gefärbt 298. 298. Sporen 7—8 dick (1195) L. Ghisleri. Sporen bis 6 p dick 299. 299. Lager dünn oder undeutlich 300. Lager ziemlich dick 301. 300. Sporen 10—16 p lang, 4—6 p breit (1196) L. fusca. Sporen 9—11 p lang, 3—4^ breit (1197) L. Strasseri. 301. Auf morschem Holz und Rinde (1198) L. botryosa. Auf steinigem Boden, über Pflanzenresten (1199) L. Berengeriana. 302. (Psora) Lager weiß bis grünlichgrau 303. Lager dunkler, meist braun oder bräunlich 308. 303. Apothecien orange bis zimtbraun (1200) L. testacea. Apothecien braunschwarz bis schwärzlich oder schwarz 304. 304. Rand der Apothecien bleibend 305. Apothecien randlos oder mit verschwindendem Rande 306. 305. Schuppen angepreßt (1202) L. Limpricfttii. Schuppen aufsteigend oder aufrecht (1201) L. ostreata. 306. Epithecium dunkelgrün (1203) L. conglomerata. Epithecium braun oder rötlich 307. 307. Sporen 12—17 p lang, 5—7 p dick (1204) L. rubiformis. Sporen 18—21 p lang, 8—9,5 p dick (1205) L. thalloidemo-ides.
91 3o8. Sporen kugelig (1206) L. cinereorufa. Sporen länger als breit 309. 309. Sporen über 12^, lang (bei aenea 10—18^) 310. Sporen unter 12 p, lang 315. 310. Lager fleischrot, graurot oder ziegelrot 311. Lager rotbraun, braun oder grünlichbraun 312. 311. Apothecien bis 2,5 mm breit, Scheibe braun bis schwarzbraun (1207) L. demissa. Apothecien bis i mm breit, Scheibe schwarz (1208) L. decipiens. 312. Apothecien schließlich unberandet 313. Apothecien bleibend berandet 314. 313. Hypothecium braun (1209) L. globifera. Hypothecium farblos (1210) L. aenea. 314. Lager hirschrötlich (1211) L. sessitana. Lager grünbraun bis kastanienbraun (1212) L. lurida. 315. Lager olivschwarz (1213) L. opaca. Lager anders gefärbt 316. 316. Lager trocken grün-kastanienbraun, feucht lebhaft grün (1214) L. albilabra. Lager angefeuchtet nicht lebhaft grün 317. 317. Hypothecium farblos oder blaß 318. Hypothecium braun 321. 318. Paraphysen nach dem Scheitel zu gelblich (1215) L. cladonioides. Paraphysen nach dem Scheitel zu braun oder smaragdgrün-schwärz¬ lich 319. 319. Hyphen durch Jod intensiv gebläut (1218) L. atrobrunnea. Hyphen durch Jod nicht oder nur wenig gebläut 320. 320. Paraphysen am Scheitel dunkelgrün (1217) L. infirmata. Paraphysen am Scheitel braunrötlich (1216) L. lamprophora. 321. Apothecium später gewölbt und randlos (1221) L. fuliginosa. Apothecium mit dauernd oder lange bleibendem Rande 322. 322. Paraphysen durchweg oder nach der Spitze zu bräunlich (1220) L. Friesii. Paraphysen nach der Spitze zu bläulich oder schwärzlich smaragd¬ grün (1219) L. subfumosa. Untergattung Eulecidea, 902. L. lignicola-(Eitner). — Leci-della lignicola Eitner. Kruste fast fehlend, nur eine dunkelgraue Färbung der Holzoberfläche bildend. Hyphen und Gonidien zwischen der oberen lockeren Holzfaser
* 92 zerstreut. Apothecien sehr dünn und klein, kaum 0,1—0,2 mm groß, matt¬ schwarz, mit sehr dünnem, schwarzem, ziemlich hohem, oft verbogenem Rande. Gehäuse zellig, dunkelbraun, ebenso der Schlauchboden. Para¬ physen schmutzig hell bräun lieh, kräftig braunkopfig. Schläuche achtsporig, schmalkeulig, oft gekrümmt. Sporen ellipsoidisch-länglich, 5—6 jn, lang, 1,5—2/1, dick, farblos. Jod färbt Hyphen und Hymenium goldbraun. Schlesien: Karlsruhe (Oberschles.), Telegraphenstütze am Park. 903. L. Giselae A. Zahlbr. Lager oberrindig, dünn, ausgebreitet, warzig-körnig, gelblich oder ockergelblich, etwas glänzend, angefeuchtet schwefelgelb, durch KOH blut¬ rot, durch CaCl2 rötlich gefärbt, zum größten Teil mit gelben, ziemlich flachen, zusammenfließenden Soredien besetzt, am Rande nicht von einer dunkleren Linie begrenzt, auf sehr dünnem, weißlichem Vorlager, un¬ berindet. Markhyphen durch Jod nicht gebläut, bis 3,5 /,/. dick. Gonidien protokokkusartig, kugelig, 5—7 /4 breit, gcknäult, Knäulchen getrennt. Apothecien klein, 0,5—0,7 mm breit, angedrückt, nicht über das Lager hervorragend, rundlich oder unregelmäßig, schwarz, flach; Scheibe braun oder etwas ockerfarben bereift; eigener Rand sehr dünn, etwas spitz, wenig vorragend, bleibend. Gehäuse und Hypothecium rostbraun. Epithecium etwas körnig, schwärzlich, mit KOH reichlich eine purpur - karminrote Farbe abgehend. Hymenialschicht blaß, bräunlich, nach dem Epithecium zu blaugrün-bräunlich, 70—140/z hoch, durch Jod blaßblau, zuletzt fast blaugrün gefärbt. Paraphysen mäßig verklebt, einfach, fadenförmig, nicht septiert, etwa 1,5 dick, an den Enden nicht verdickt. Schläuche keulen¬ förmig oder länglich-keulenförmig, am Scheitel abgerundet oder abgerundet eingebogen, fast so lang wie das Hymenium, achtsporig. Sporen fast zwei¬ reihig, farblos, einzellig, eilipsoidisch oder eiförmig-ellipsoidisch, gerade, dünnwandig, 8,5—11 u lang, 3,6—9 dick. Pykniden halbeingesenkt, schwarz, glänzend, klein, zuletzt durchbohrt mit halbiertem, schwarzem Gehäuse. Fulcra exobasidial. Pyknokonidien länglich, an beiden Enden gleichmäßig abgerundet, gerade, 3,5 /4 lang, gegen 1 jli. dick. Steiermark: An Rotfichten in der Ramsau über Schladming (1000—1200m), fast stets steril, fruchtend beim kleinen. Torfmoor am südlichen Plateaurand. 904. L. xanthococca Smrft. — Lecidella xanthococca Kbr. — Lecidea praestabilis Nyl. Lager anfangs unterrindig, später hervorbrechend, weich, körnig oder aus runzeligen Warzen zusammengesetzt, strohgelb oder aschgraulich- oder
93 weißlich - gelblich, durch KOH bräunlichrot, durch CaCl nicht gefärbt, Hyphen durch Jod rotbraun gefärbt. Apothecien gewöhnlich angedrückt, bis o,8 mm groß, meist kleiner, schwarz, nackt, oft etwas rauh, flach und von dünnem, erhabenem Rande umgeben, zuletzt in verschiedener Weise hin und her gebogen. Gehäuse schwarz, kohlig. Hypothecium schwärzlich bis schwarz. Paraphysen mehr oder weniger dicht verklebt, zierlich, nach dem Scheitel zu schwärzlich oder violett-schwärzlich. Schläuche keulig. Sporen ellipsoidisch, 8—io/a lang, 4—5^ dick. Jod färbt hauptsächlich die Schläuche blau. Das Epithecium gibt in Kalilauge violette Wolken ab, mit Salpetersäure färbt es sich rosenrot. Pykniden groß, 0,5—0,7 mm breit, schwarz, fast kugelig, höckerig oder in verschiedener Weise vcrschrumpft. Pyknokonidien kurz zylindrisch, 3 p. lang. Sehr selten. Tirol: Jenesien, am Zaun aus Fichtenholz bei der Marienkapelle; auf einem Bretterzaun an einem Waldsaume gegen den Kreuzberger Hof. — Steiermark: Bürgeralpe bei Aflenz; Laut sch, an morschen Fichtenstumpfen. — Niederösterreich: An Zaunlatten an den Tormauern des Erlauftales. 905. L. enalliza Nyl. — L. myriocarpoides var. consimilans Nyl. — L. myriocarpoides Nyl. — L. plebeja Nyl. Lager sehr dünn, aschgraulich oder weißlich, nicht selten, kaum er¬ kennbar. Apothecien klein, angedrückt, 0,3—0,5 mm breit, anfangs flach und schwach berandet, später gewölbt und randlos, schwarz. Gehäuse dunkel, heller als das braune Hypothecium. Paraphysen ziemlich dick, mehr oder weniger verklebt, oben keulig und braun. Schläuche keulig, am Scheitel mit verdickter Membran. Sporen länglich, spindelförmig-ellip- soidisch oder fast ellipsoidisch, 6—9 p, lang, 2,5—3 dick. Hymenial- gallerte durch Jod gebläut, später mehr oder weniger rötlichgelb entfärbt. Fränk. Jura: Auf dem Holze einer Fichtenstange des Parkzaunes bei Eichstätt. — Allgäuer Alpen: Auf dem Holz dicker Eibenäste am Plansee. Erklärung zu Tafel LXXVL Fig. 1. Lecidea declinascens v. ochromeliza, Lager nat. Gr. „ 2. „ „ bei Lupenvergrößerung. n 3- »> lygaea, Lager nat. Gr. „ 4. „ „ Lupenvergrööerung. „5. „ tesselata var. caesia, Lager nat. Gr. „ 6. ,, ,, bei Lupenvergrößerung. „ 7. „ Kochiana, Lager nat. Gr. ,, 8. ,, „ bei Lupenvergrößerung.
94 906. L. Laureri (Hepp.) Anzi. — Biatora Laureri Hepp. — Lecidella Laureri Kbr. — Lecidea elaeochroma Laureri Th. Fr. Lager weinsteinartig, uneben, gehäuft warzig oder warzig schorfig, rein weiß oder grauweiß, auf weißlichem Vorlager, durch KOH gelb ge¬ färbt, durch CaCl nicht verändert. Apothecien sitzend, mit meist nackter, zuweilen dünn blaugrau bereifter, schwarzer, anfangs flacher und undeut¬ lich berandeter, sehr bald stark gewölbter, randloser Scheibe. Hypothecium dunkel gelbbraun. Paraphysen mäßig verklebt, oben smaragdgrün-schwärz¬ lich oder blaugrün - schwärzlich. Schläuche aufgetrieben - keulig. Sporen ellipsoidisch, gesäumt, io—14^ lang, 7—9^, dick. An Rinde von Nadelhölzern, seltener Laubhölzern. Schlesien: An Populus tremula im Sattler bei Hirschberg und im Botanischen Garten in Proskau. — Tirol: Niederdorf, an Lärchenrinde; Ampezzo, an Nadel¬ holzrinde längs der Straße zwischen Schluderbach und Ospedale; Jenesien, an Rinde verschiedener Laub- und Nadelhölzer; Rittneralpe an Wachol¬ der; Kematen am Ritten; Andalo, auf Tannen; Folgaria, an Wacholder.— Niederösterreich: Am Feldahorn bei Seitenstetten; an Buchen bei Randegg. — Baden: Zwischen Villingen und Schwenningen im Schwarzwald, an Buchen. — Bayern: An Eschen um Unterhaid bei Bamberg; bei Kremsmünster. — Westfalen: An Espen bei der Schule zu Glievenbeck, unweit Münster; an luglans regia auf dem Gute Well¬ bergen. — Thüringen: Am Grunde alter Kiefern im Mühltal bei Jena. Böhme n. — Mähren. 907. L. rhododendrina Nyl. Lager aschgrau-grünlich, dünn, ungleich körnig. Apothecien schwarz, ziemlich flach, etwas berandet, 0,4—0,6 mm breit, innen gleichfarbig. Sporen zu 8, farblos, länglich, einzellig, 9—15 p lang, 3,5—4,5^ dick. Paraphysen ziemlich dick, nicht deutlich gesondert, mit blaß blauem Epi- thecium. Hypothecium bläulich-schwärzlich. Jod färbt die Hymenial- gallerte bläulich, dann weinrot. Pyknokonidien stäbchenförmig, dünn, 5 bis 7 p lang, 0,5 p breit. Auf Rhododendron in den Alpen. Tirol: Arlberg, St. Christoph; Mittelberg; Gurgl, beim Langtaler Eck. 908. L. pontifica Kbr. Lager fast weinsteinartig, dünn, körnig-warzig, schmutzig-weißlich oder grünlichgrau, auf gleichfarbigem Vorlager. Apothecien sehr klein, sitzend, mit flacher, bleibend dick und vortretend berandeter, nackter,
95 schwarzer Scheibe, 0,2—0,3 nun breit. Gehäuse grünlich. Hypothecium farblos oder schmutziggrau. Paraphysen selten gut erkennbar, verklebt und bald krumig zersetzt, farblos, oben trüb bräunlichgrün. Schläuche kurz und breitkeulig. Sporen länglich-ellipsoidisch, 6—10 p, lang, 2—3 dick. Schlesien: Am Holze einer alten Brücke im Riemberger Walde bei Obernigk. 909. L. elabens E. Fr. — L. melancheima Tuche rm. — L. euphorea Nyl. — L. euphoroides Nyl. — Lecidella eluta Fl. Kbr. Lager ausgebreitet, körnig oder körnig-warzig, gelblichweiß oder grau¬ weiß, auf weißlichem Vorlager, durch KOH gelb, durch CaCl nicht gefärbt. Hyphen durch Jod nicht gebläut. Apothecien angedrückt, 0.5—1 mm breit, mit anfangs flacher, kräftig berandeter, bald bis halbkugelig gewölbter, unberandeter, nackter, meist glänzend schwarzer Scheibe. Gehäuse von gleicher Farbe wie der Scheitel der Paraphysen. Hypothecium farblos, seltener schmutzig-bräunlich. Paraphysen stark verklebt, oben dunkelgrau¬ braun, seltener rötlich- oder gelbbraun. Schläuche schmalkeulig. Sporen länglich-ellipsoidisch bis länglich, 8—12^ lang, 3—4^ dick. Hymenial- gallerte durch Jod intensiv gebläut. — Die Scheibe der Apothecien hat fast stets einen starken Fettglanz. An Rinde und Holz in den Alpen ziemlich verbreitet, sonst selten. Schlesien: An alten Zäunen bei Grünberg. — Baden: Mannheim, Handschuchsheim. — Westfalen: An Wacholder bei Höxter. — Tau¬ nus?— Vogtland: Schindeln der Scheune der Schneidemühle bei Schönberg; Kiefern bei Fröbersgrün. — Prov. Sachsen: Aschersleben, am Burgberge an einem alten Baumstamme. 910. L. alba Schleich. — Biatora pulveracea Stein. — B. denigrata Kbr. — Lecanora varia ß denigrata Schaer. — Lecidea pulveracea Fike. — L. elaeomelaena z dolosa (Ach.) Th. Fr. — L. dolosa Ach. Lager dünn, grau, weißgelblich oder schmutzig-gelblich, kleinfleckig, mit staubigen Soredien bedeckt, auf dünnem, weißlichem Vorlager, durch KOH nicht oder schmutziggelb, durch CaCl teils nicht, teils gelb, teils deutlich rot gefärbt. (Die Reaktionen werden verschieden angegeben.) Apothecien klein, 0,2—0,4mm groß, schwarz oder schwärzlich, flach, später gewölbt, mit dünnem, verschwindendem Rande. Hypothecium farblos oder schwachgelblich. Paraphysen locker, fädig, oben kopfig verdickt und trüb blaugrün. Schläuche keulig. Sporen eiförmig-ellipsoidisch., 8—10/z lang, 4—5 p dick.
96 Auf Rinde und Holz von Laub-, seltener Nadelbäumen. Tirol: Jenesien auf Ainus und Pinus Picea. — Bayern: München, an alten Eichen im Forstenrieder Forst, ferner bei Nymphenburg, Schäftlarn, Geiselgasteig. — Fränk. Jura: Bei Weißenkirchen (Carpinus); im Tie¬ fentale (Pinus) ; Eichstätt, an Eichenpfosten des Schweinsparkes unweit Breitenfurt bei Eichstätt. — Baden: Karlsruhe, im Sallewäldchen; Hei¬ delberg und Umgebung. — Thüringen: Hainwald (Carpinus) ; bei Arn¬ stadt ; Plaue. — F r a n k e n w a 1 d. — Schlesien: Am Holz werk alter Weinberghäuschen und an Erlen im Erlenbusch bei Grünberg. — West¬ falen: An Eichenpfosten in Ostbevernen; an eichenem Bretterzaun in der Nähe von Mauritzkirche unweit Münster. — Frankenwald: Baum¬ stumpf im Lobachtal. — Nordwestdeutschland-: An jungen Eichen in lichten Gehölzen nicht selten. — Brandenburg: Potsdam, an Taxo¬ dium distichum in Sanssouci. 911. L. olivacea (Hoffm.) Kbr. — L. parasema f. flavicans Nyl. — L. elaeochroma f. flavicans Th. Fr. — Taf. LXXVIIB, Fig. 4. Lager gelb oder grünlichgelb, dick, körnig-runzelig, zuweilen, nament¬ lich an jüngeren Bäumen, dünn und von schwarzen Vorlagerlinien durch¬ zogen, durch KOH leicht gelblich, durch CaCl deutlich rosenrot gefärbt. Apothecien mißfarben, rötlich, bis schwärzlich-blaugrün, lange flach, dann gewölbt, dünn berandet, bis 1,5 mm breit. Gehäuse fuchsbraun, Hypothe- cium schmutzig gelblich bis bräunlich-gelbrot, zuweilen fast farblos. Epi¬ thecium gelblich oder olivenfarben. Sporen ellipsoidisch, 10—15 lang, 6—9 jli dick. — Mit der sehr nahe verwandten L. parasema durch zahl¬ reiche Übergänge verbunden. An Rinde von Nadel- und Laubhölzern verbreitet und häufig. var. ambigua (Kbr.) — L. elaeochroma ß achrista Smrft, — L. tabes¬ cens Krmph. Lager aschgraulich oder weißlich, ziemlich lange flach und berandet. Hypothecium mehr oder weniger gelbrot. Paraphysen nach dem Scheitel zu meist dunkelbläulich. f. flavicans Ach. — L. anomala v. flavicans Ach. Lager dünn, etwas geglättet, gelblich oder aschgraulich-grünlich, oft schwarz begrenzt. Apothecien lange flach und dünn berandet. Hypo¬ thecium schmutzig-bräunlich rotgelb oder fast farblos. 912. L. parasema Ach. — Lichen parasemus Ach. — Lecidea dolosa Ach. — Taf. LXXX B, Fig. 3,4.
97 Lager sehr verschiedenartig entwickelt, begrenzt oder fast begrenzt, dünn oder ziemlich dick, körnig oder ziemlich glatt, meist weißlich oder grau, von schwarzen Vorlagerlinien begrenzt und öfter durchzogen. Durch KOH nicht gefärbt, ebensowenig durch CaCl allein, wohl aber durch KOH + CaCl orangerot. Apothecien anfangs flach und berandet, später gewölbt, schwarz, zuweilen verbleichend. Gehäuse fuchsrot, Hypothecium gelb, Hymenialschicht blaß, Paraphysen oben bläulich oder schmutzig oliv¬ grün. Sporen ellipsoidisch io—16 p lang, 5—8 p. breit. Pyknokonidien 13—16/z. lang, 6—8 p dick. Auf Rinde, besonders von Laubhölzern, auf allerlei altem Holzwerk im ganzen Gebiete sehr häufig. f. euphorea Fike. Kruste ziemlich dick, schorfig oder rissig, weißgrau oder schmutzig grau. Auf altem Holzwerk, dürren Zweigen, nicht selten. /. areolata Duf. Lager weißlichgrau, gefeldert. Durch KOH gelb gefärbt, durch CaCl nicht verändert, auf schwarzem Vorlager. Apothecien zahlreich, ange¬ drückt, flach, glänzend. Hypothecium dunkelbräunlich. Tirol: Jenesien, auf Fraxinus Ornus; Ratzes auf Fraxinus excelsior. f. atrorubens (Fr.) Arn. — Lecidea atrorubens Fr. — L. elaeochroma f. atrorubens Th. Fr. — Biatora olivacea ß rubiginosa Hepp. — Biatora similis (corticola) Kbr. Lager warzig-runzelig, zuletzt etwas schorfig, graugrünlich. Apothe¬ cien angewachsen, flach, zuletzt gewölbt mit schwarz-blutroter oder leber¬ farbener Scheibe und dünnem, etwas dunklerem Rande. Tirol: Ehrenburg, auf Alnus incana; Jenesien auf Castanea; Monte Gazza auf Salix glabra. var. elaeochroma Ach. — Lecidella olivacea Kbr. — Lecidea olivacea Arn. Lager gelblichbraun, körnig, durch KOH schwach gelblich, durch CaCl leicht ockerfarbig. Apothecien braun, lederfarbig verblassend. Hypo¬ thecium gelb, Hymenium gelblich, Epithecium gelblich, stellenweise blau¬ grün oder olivgrün. Pyknokonidien 12—16 p lang, 0,8 p, dick, fadenförmig, gebogen oder gestreckt. An Rinde von Laub- und Nadelholz, besonders im Gebirge. Thome-Migula, Flechten. IT. (Flora XIT, 2.)
98 var. rugulosa Ach. — L. punctata 8 rugulosa Schaer. — Buell ia para- sema ß rugulosa Kbr. Lager ziemlich dick, rissig-runzelig, weißlich. Apothecien ziemlich groß, gewölbt, unberandet. An Laubbäumen verbreitet. var. grandis (Fw.) Hepp. — Lecidella enteroleuca a vulgaris 4 grandis Fw. bei Kbr. Lager graugrün-weißlich, bald ziemlich dick, rissig gefeldert, von un¬ deutlichem, schwarzem Vorlager begrenzt. Apothecien groß, zerstreut, die größeren tiefschwarz. Besonders an Laubhölzern im Gebirge. Schlesien. — Tirol. var. pulveracea (Fike.). — Lecidella enteroleuca x vulgaris 5 pulveracea Fike, bei Kbr. Lager in eine lepraartige, weißlich- oder grünlichgelbe Schicht sich auflösend mit eingemengten, wie besudelten Apothecien. Hauptsächlich auf Buchen, Eichen, Nadelhölzern häufig. Sandstede gibt an: L. parasema var. aeruginosa Flk. Th. Fr. Scand p. 545. Lager körnig, sorediös aufbrechend, grünlich, im Herbar gelblich werdend, K + gelb, CaCl + rosenrot, Apothecien klein, angepreßt, schwarz, flach berandet. Hypothecium hell, Paraphysen oben schwach bläulich. 913. L. xylophila Th. Fr. Lager ziemlich dünn, rissig gefeldert oder warzig, weißlich-aschgrau oder aschgrau, durch KOH gelblich-grünlich, durch CaCl nicht gefärbt, durch Jod die Hyphen nicht gebläut. Apothecien angewachsen oder an- gedrückt-angewachsen, 0,5—0,8 mm breit, ziemlich flach, schwarz, nackt, etwas glänzend, mit dünnem, tiefer stehendem oder leicht vorragendem Rande, zuletzt mitunter etwas gewölbt und randlos. Gehäuse dem Epithe¬ cium gleichfarbig oder etwas mehr ins Schwarze gehend. Hypothecium farb¬ los oder undeutlich schmutzig. Paraphysen zusammengewachsen, nach dem Scheitel zu schmutzig smaragdgrün oder bläulich-smaragdgrün. Schläuche keulig. Sporen ellipsoidisch, 9—12^, lang, 4—12 p. dick. KOH färbt die Hymenialgallerte nicht, Jod vorübergehend blau, dann schmutzigviolett, HNO3 das Gehäuse und die Enden der Paraphysen rosaviolett. Baden: Schwarzwald, auf nacktem Holze am Schiebenfelsen im Zastler.
99 914- L- proxima Anzi. Lager körnig, ausgebreitet, weißlich, Apothecien bis zu i mm breit, schwarz, angewachsen, anfangs ziemlich- flach, später gewölbt, mit ver¬ schwindendem Rande. Epithecium intensiv smaragdgrün, Hypothecium blaß. Sporen länglich, ziemlich dickwandig, 14 p. lang, 6 breit. Schweiz: An abgestorbenen Lärchen zweigen im Val Viera bei Livigno. 915. L. isidiosa Anzi. Lager locker-körnig, etwas knorpelig, weißlich, Körnchen isidienartig. Apothecien klein, gedrängt, schwarz, zuerst flach, berandet, später kugelig. Sporen länglich, 13—17 /4 lang, 3—5^ dick. Alpen : Über Moosen und Lebermoosen um Bormio. 916. L. neglecta Nyl. — Lecidella neglecta Stein. Lager aus kleinen, fast zusammenfließenden Körnchen zusammen¬ gesetzt, zuweilen fast staubig aufgelöst, weißlich, aschgrau oder bleigrau, auf undeutlichem Vorlager, durch KOH mehr oder weniger deutlich gelb gefärbt, durch CaCl nicht verändert. Apothecien sehr klein, 0,15—0,25 mm groß, oberflächlich sitzend, mit mattschwarzer, flacher Scheibe und dickem, bleibendem oder spät verschwindendem Rande. Gehäuse schwärzlich. Hypothecium braun bis dunkelbraun. Paraphysen locker zusammen¬ hängend, farblos oder bräunlich, oben grünlichbraun, dunkler. Schläuche klein, keulig, sich leicht aus den Paraphysen trennend. Sporen länglich bis länglich-spindelförmig, 8—12 /4. lang, 3—4^ dick. Jod färbt die Hyme¬ nialschicht nicht oder schwach gelblich. Auf Erde, felsigem Boden, über Moosen und Pflanzenresten im Ge¬ birge verbreitet, aber selten fruchtend. 917. L. assimilata Nyl. —Lecidella assimilata Stein.—Taf.LXXVIII P.r Fig. 4; Taf. LXXX, Fig. 9. Lager körnig oder etwas gefeldert-körnig, weißlich oder gräulichgrün, auf undeutlichem, weißlichem Vorlager, durch Reagentien nicht wesentlich verändert. Apothecien angepreßt, 0,4—0,7 mm groß, bald gewölbt und randlos, nackt, schwarz, ohne Gehäuse. Hypothecium braunrötlich oder dunkelbraun bis schwarz, dick. Paraphysen stark verklebt, nach der Spitze zu grünlichbraun, bräunlich oder bläulich, zuweilen von einer farblosen Schicht bedeckt. Schläuche schmalkeulig. Sporen cllipsoidisch, eiförmig bis länglich, 10—16/4 lang, 4—6p, dick, einzellig, aber zuweilen durch Öl¬ tropfen scheinbar zweizeilig. Hymenialgallerte durch Jod anfangs gebläut, dann vorübergehend weinrot oder schmutzig. 7*
100 var. irrubata Th. Fr. Lager weißlich oder weißgrau. Hypothecium braunrötlich. var. infuscata Th. Fr. Lager graubräunlich. Hypothecium dunkelbraun bis schwärzlich. Auf Erde und absterbenden Moosen in den Alpen und im Riesen¬ gebirge, selten. — Tirol: Arlberg, Malfontal, St. Christoph; Mittelberg, unter dem Mittagskögele (auf alter Peltigera aphthosa); Finstertal von Kühetai bis zu den Seen; Gurgl; Roßkogel; Waldrast; Brenner, längs der Bergschnciden; Predazzo; Mulatto; am Fuße der Margola; Paneveggio, unweit der Wasserklause. — Schlesien: Im Hochgebirge; Peterstein im Gesenke (auch v. infuscata) ; Gipfel der Schneekoppe; Melzergrund; Kesselkoppe. — N iederösterreich: Humusboden und über abgestor¬ benen Alpenpflanzen auf dem Gipfel des Dörrensteins bei Lunz; Wechsel, unweit der Pyramide. 918. L. crassipes (Th. Fr.) Nyl. — Helocarpon crassipes Th. Fr. Lager dünn, ausgebreitet, aus über das blasse, firnisglänzende Vor¬ lager zerstreuten, kleinen, weißlichen Körnchen bestehend, durch Reagen- tien nicht sonderlich verändert. Apothecien auf kurzem und dickem Stiel, anfangs trichterförmig mit krugförmig vertiefter oder fast flacher Scheibe, von erhabenem Rande umgeben, später hutförmig mit gewölbter Scheibe und zurückgebogenem Rande, bis 1 mm breit, auf etwa .0,6 mm dickem Stiel, schwarz, mit schwarzem, selten etwas bräunlichem, in der Jugend mitunter weißlich bereiftem Rande. Gehäuse innen mitunter rötlich, heller als das schwärzliche oder rötlich-schwarze Hypothecium. Paraphysen dicht verklebt, schmutzig, oben rußbräunlich oder schwärzlich. Schläuche schmal keulenförmig. Sporen länglich, 12—18/z lang, 4—5^ dick. Hymenial- gallerte durch Jod anfangs gebläut, später weinrot oder rotbräunlich ge¬ färbt. Über absterbenden Moosen, selten. Tirol: Roßkogel, im Geröll längs des Weißbaches; Zillertal, nahe am Waxegg-Gletscher; Paneveggio, im Porphyrgeröll über dem Travignolo unterhalb des Ortes; auf Holz einiger morscher, umgestürzter Fichten zwischen Wasserkiause und Alpe Vineghie und am Holz abgedorrter Äste zwischen Paneveggio und Bellamonte. — Schlesien: Riesengebirge, Aufstieg aus der Kleinen Schneegrube nach der Baude in der dem Basalt gegenüberliegenden Schlucht; am Katzen¬ schloß bei der Schlingelbaude. 919. L. muscorum (Wulf.) Schaer. — Lichen muscorum Wulf. — L. sabuletorum ß muscorum Schaer. — L elaeochroma X muscorum Th. Fr. —
101 L. Wulfenii Anzi. — Lecidella Laureri b. muscorum Kbr. — L. Wulfenii Kbr. Lager zerstreut oder gedrängt körnig-warzig, weißlich, durch KOH mehr oder weniger stark gelb gefärbt, durch CaCl nicht verändert. Apo¬ thecien 0,5—1,5 mm breit, anfangs ziemlich flach, später gewölbt, schwarz, randlos, nackt. Hypothecium bräunlich (bis fast farblos); Paraphysen am Scheitel bräunlich oder braun-smaragdgrünlich. Sporen io—16 p. lang, 6—9 [i, breit. Über Moosen und veralteten Resten von Phanerogamen in den Alpen nicht selten. 920. L. limosa Ach. — L. sabuletorum y fuscocinerea Schaer. — L. mili¬ aria a terrestris Fr. — L. borealis Kbr. — L. alpestris Th. Fr. — L. Dov- rensis ß limosa Nyl. Lager ausgebreitet, dünn, kleinkörnig, weißlich oder grauweiß, auf weißlichem Vorlager, durch Reagentien nicht merklich verändert. Apo¬ thecien angedrückt, bis 1 mm groß, oft gedrängt, mit bald gewölbter bis halbkugeliger, randloser, nackter, schwarzer Scheibe. Gehäuse unten fast farblos, am Rande ähnlich gefärbt wie der Scheitel der Paraphysen. Hypo¬ thecium farblos bis undeutlich und blaß-rotbräunlich. Paraphysen ver¬ klebt, nach dem Scheitel zu smaragdgrünlich oder schmutzig bläulichgrün. Schläuche schmalkeulig. Sporen ellipsoidisch, länglich bis fast spindel¬ förmig, 9—18 /j, lang, 4—6^4 dick. Jod färbt die Hymenialschicht blau, dann schmutzig rotbräunlich. Pyknokonidien gerade, 6 ll lang, 1 ja dick. Pykniden selten, punktförmig, schwarz. Auf Erde, über Moosen und Pflanzenresten, in den Tiroler Alpen nicht selten, sonst zerstreut. — Schlesien : Im Hochgebirge nicht sel¬ ten. — Mähren. — Hessen: Im Taunus und um Frankfurt häufig; um Darmstadt; bei Schimmelsruhe; um Fulda. var. assimilata Nyl. Dunkler, Lager dunkelgräulich mit untermischten grünlichen Körn¬ chen*. Epithecium grün, Hypothecium gelbbräunlich, durch KOH nicht verändert. Sporen 15—17 lang, 5—6ju dick. Tirol: Gurgl, auf felsigem Boden der Höhen; Kühetai; Brenner auf Erde längs der Bergschneiden; Tauern; Rottenkogel. 921. L. sphaerocarpa Bagl. et Car. Lager dick, aschgrau-weißlich, etwas graugrünlich, aus geschwollenen, runzelig-rauhen, zu einer begrenzten Kruste dicht zusammentretenden Warzen gebildet. Apothecien sitzend, nackt, bald gewölbt, zusammen¬
102 fließend, mit sehr dünnem, verschwindendem Rande. Sporen meist kugelig, 7—9 p dick. Alpen: An Felsen um Alagna. 922. L. turgida (Ach.) Schaer. — Biatora turgida Ach. — Stenham- mara turgida Fw. Kbr. Lager weinsteinartig-mehlig, ausgebreitet oder abgegrenzt, feinrissig oder wulstig-warzig, reinweiß oder bläulichweiß, von schwarzem Vorlager begrenzt. Apothecien meist nicht über 1 mm groß, eingesenkt, später an¬ gedrückt und flach kugelig vortretend, mit flacher, matter, schwarzer, an¬ fangs grau bereifter, bald nackter, im Alter rauher oder runzeliger Scheibe, eigenem, dünnem, sehr undeutlichem, schwarzem Rande und bleibendem, dickem, blaugrauem oder weißlichem. Lagerrande. Gehäuse dünn, kohlig. Hypothecium sehr dick, braunschwarz. Paraphysen schlank, locker, nur mäßig verklebt, oben grünlich oder grünbräunlich, zuweilen auch vom Grunde bis zur Hälfte lichtbräunlich. Schläuche langkeulig. Sporen ellip- soidisch, sehr dickwandig, 50—60lang, 20—30^ dick, davon die Mem¬ bran io jtc; ein nimmt (nach Stein). Pykniden punktförmig, schwarz. Pykno¬ konidien nadelförmig, gerade, 15—20 lang, 1 p dick. Auf Kalk und kalkhaltigem Gestein, selten. Tirol: Grenzkamm, Kreuzeck; Waldrast, unter -den Wänden links ül>er der Matreier Grube: Kleiner Rettenstein; Geisstein; Predazzo; Paneveggio; Gipfel des Monte Viesena; Rollepaß, auf Sandstein und Mergelkalk. — Schweiz: Ziem¬ lich verbreitet, z. B. Veltlin, Pilatus, Faulborn, Riffel usw. — Allgäuer Alpen: Hochvogel; Linkerskopf, Trettachspitze; Schochengipfel; Sperr¬ bach; Kreuzeck ; Muthenkopf; Obermädelealpe; Steinernes Meer bei Berch¬ tesgaden. — Schlesien: Kalkschieferwände im Teufelsgärtchen. 923. L. petrosa Arn. —Taf. LXXVI B, Fig. 7. Lager weißlich oder blauweißlich, zart, rissig gefeldert oder fast fehlend, durch Reagentien nicht verändert. Apothecien sitzend oder an¬ gewachsen, zuerst und lange Zeit ziemlich flach und mit dickem Rande, bis 1 mm breit, meist kleiner, zuweilen bis doppelt so groß, zuletzt leicht gewölbt mit verschmälertem und oft etwas kerbig geborstenem Rande. Gehäuse dick, ebenso wie das Hypothecium braunschwarz, rotschwarz oder schwarz. Paraphysen gallertartig verklebt und zusammenfließend, nach dem Scheitel zu schmutzig und blaßbräunlich, smaragdgrün oder mehr bläulich oder violett. Schläuche keulig, querrunzelig. Sporen elüpsoidisch oder ei¬ förmig, 18—27 p, lang, 9—12 p. dick. Jod färbt die Hymenialschicht in¬ tensiv blau. Pyknokonidien nadelförmig, gerade oder leicht gekrümmt, 6—7 pt lang, 1 p dick.
103 Auf Kalk und kalkhaltigem Gestein, Dolomit, Sandstein in den Alpen, zerstreut. Tirol: Ziemlich verbreitet; Gurgl, Waldrast, Großer Retten¬ stein, Villnöß, Ampezzo, Sarntal, Fassa, Paganella usw. — Nieder- österreich: Auf Alpenkalk am Gamsstein; am Hochkor. — Steier¬ mark: Stuhleck. — Schweiz: Gran Muveran; M. Fenera. — All¬ gäuer Alpen: Burgstall; Himmelschrofen ; Beseler; Sorgschrofen; Rote Wand bei Pfronten. f. macrospora Kernst. Lager weiß, etwas mehlig. Apothecien den Grübchen eingesenkt, sitzend, flach oder vertieft, schwarz, mit ziemlich dickem Rande. Epithe¬ cium rußbraun; Hypothecium schwärzlich, oben blaugrüngrau, durch. KOH violett werdend. Sporen in einigen Apothecien 24^ lang, 11—14/t dick, in andern 27—34 ju. lang, 15—19 ja. dick. Tirol: Paganella, auf Kalk. 924. L. rhaetica Hepp. — Taf. LXXVIT, Fig. 1, 2. Lager kreidig-weinsteinartig, rissig gefeldert, mit anfangs ziemlich flachen, dann warzenförmigen, runzeligen Feldern, weiß, auf weißlichem, undeutlichem Vorlager, durch Reagentien nicht sonderlich verändert. Hyphen durch Jod nicht gebläut. Apothecien anfangs eingewachsen, krug¬ förmig, später angedrückt, ziemlich flach, mit dünnem, fast dauernd blei¬ bendem Rande, bis 1 mm breit, Gehäuse, rotschwarz. Hypothecium ebenso oder dunkel violettschwarz gefärbt. Paraphysen zierlich, verklebt, nach dem Scheitel zu violett-rußbraun, bläulich, smaragdgrünlich- oder bläulich- schwärzlich. Schläuche aufgeblasen- oder bauch ig-keulig. Sporen breit- Erklärung zu Tafel LXXVIB. Fig. i. Lecidea atronivea, Sporen. „2. „ ,, Pyknokonidien. ,,3. „ transitoria, Sporen. ,, 4. „ ,, Pyknokonidien. ,,5. ,, monticola, Sporen. „ 6. „ emergens, Sporen. „7. „ jurana, Sporen. „ 8. „ petrosa, Sporen. „ 9. „ caerulea Kplhbr., Sporen. ,, 10. ,, speira var. trullisata, Sporen. „11. ,, picila, Sporen. „ 12. „ Ahlesii, Sporen. „13. „ fuscorubens, Sporen. Nach Arnold.
104 ellipsoidisch bis länglich, 18—30 //. lang, 10—13/z dick. Jod färbt die Hymenialschicht intensiv blau. Auf Kalk, Dolomit, Sandstein in den Alpen. Tirol: Verbreitet, Stanzertal; Almejurjoch; Kaiserjoch; Gurgl; Hohe Mut; Waldrast, in beiden Gruben; Serieswände; Trinser Markung; Großer Rettenstein; Sul- den; Sarntal; Fassa; Predazzo; Paneveggio usw. — Salzburg: Rad¬ städter Tauern. — Schweiz: St. Moritz; Bormio; Rhonegletscher; Sim- plon; Valsesia; Torembe. — Bayrische Alpen: Tanzeck, oberhalb der Benzingalpe bei Fischbachau; Obermädelealpe; Biberalpe; Seealpe; Höfats usw. var. micropsis (Mass.) Arn. — L. micropsis Mass. Lager schmutzig weißlich, schollig-warzig. Apothecien klein, sitzend, schwarz, flach, mit bald verschwindendem, dünnem Rande. Epithecium dunkel-blaugrün, Hymenium farblos, Hypothecium schwarz. Sporen ei¬ förmig, stumpf, 25 p. lang, 12—14^ breit. Tirol: Schiern, auf rotem Raiblerdolomit. — Niederöster¬ reich: Am Ötscher, auf Raiblerdolomit. 925. U superba Kbr. Lager weinsteinartig, fast abgegrenzt, warzig gefeldert oder warzig, reinweiß oder grau-rötlichweiß, auf meist ganz unkenntlichem, grau¬ weißem Vorlager. Apothecien kaum 1 mm überschreitend, angedrückt oder den Warzen untermischt, mit anfangs flacher, später geschwollen gewölbter, nackter, braunschwarzer, angefeuchtet rotbrauner Scheibe und grauweißem oder schwarzem, anfangs vortretendem, später fast verschwindendem Rande. Paraphysen haarförmig, verklebt, gelbbraun oder nußbraun. Schläuche aufgetrieben-keulig. Sporen ellipsoidisch oder lang-ellipsoidisch, mit regelmäßig tropfig-öligem Inhalt, 23—28^. lang, 10—12 dick. Selten, auf Granit, Kalkhornstein usw. im Gebirge. Tirol: Kitz¬ bühel; Grenzkamm; Kreuzeck, auf Kalkhornstein. — Niederöster¬ reich: Auf Sandstein bei Gresten. — Schweiz: Glimmerschieferfelsen im Val di Furno; Valsesia; auf Granit um Riva. — Allgäuer Alpen: Auf der Höfats; Obermädelealpe; bei Oberstdorf. — Salzburg: An Felsen im Radstädter Tauern. — Böhmer Wald: Gipfel des Rachel. — Schlesien: Basalt der Kleinen Schneegrube; Teufelsgärtchen (Kalk¬ glimmerschiefer). — Harz: Bärenklippe, über Drei-Annen. — West¬ falen: Bielefeld; Wildenburg bei Freudenfeld. — Baden: Feldberg (Gneis); Zastler.
105 926. L. azurea Kplhbr. Lager unregelmäßig ausgebreitet, dick, rissig gefeldert oder runzelig¬ höckerig, blaß-azurblau, ein schwarzblaues Vorlager überziehend. Apo¬ thecien mittelgroß, schwarz, flach, seltener gewölbt und genabelt, nackt, mit dünnem, eckigem, zuletzt fast verschwindendem Rande. Hymenium oben braungrün; Paraphysen etwas verklebt; Hypothecium blaß, krümelig. Sporen zu 8 in keuligen Schläuchen, klein, eiförmig, ellipsoidisch, einzellig (öfters scheinbar zweizeilig), doppelt so lang als breit, farblos. Allgäuer Alpen: Auf Kalkhornstein auf der Höfats. — Pinz¬ gau: Auf kalkhaltigem Chloritschiefer. — Graubündener Alpen: Auf Alpenkalk. 927. L. transitoria Arn. — Taf. LXXVI B, Fig. 3, 4. Lager sehr dünn, nur durch einen bläulichen Fleck angedeutet, er¬ gossen. Apothecien tiefschwarz, klein, mit ziemlich flacher, nicht selten etwas gewölbter Scheibe und dünnem, gleichfarbigem Rande. Epithecium und Hypothecium unter der Lupe schwarz, ersteres unter dem Mikroskop dunkel, schmutzig schwarzbläulich, letzteres schwärzlich, Hymenium farb¬ los, durch Jod dunkelblau gefärbt. Paraphysen verklebt, am Scheitel nicht keulig. Sporen zu 8 im Schlauch, farblos, einzellig, oval, 12—15^ lang, 6—7 breit. Tirol: Waldrast; ziemlich selten an Kalkfelsen der Matreier und Series-Grube. var. subcaerulescens Arn. Lager durch bläuliche Flecke angezeigt. Apothecien klein, schwarz, nackt, fast flach. Gehäuse, Epithecium und Hypothecium schmutzig schwarzblau, durch KOH und HNO8 etwas gefärbt. Hymenium farblos, durch Jod gebläut. Paraphysen dicker, am Scheitel allmählich und leicht verdickt. Sporen oval, seltener länglich, 10—12^ lang, 5 p, breit. Tirol: Waldrast; an Kalksteinen auf dem kleinen Plateau oberhalb Trinser Markung; Schiern; an Kalksteinen in der Nähe des Heubades; Predazzo; Monte Cavignon, auf Kalk; Paneveggio; Monte Viesena; Monte Mulaz; Castellazzo. 928. L. caerulea Kplhbr. — Taf. LXXVI B, Fig. 9. Lager dünn, weinsteinartig, zusammenhängend, blau, mitunter fast fehlend. Apothecien sitzend, gegen 1 mm breit, blau bereift, zuletzt oft reif los, meist flach, fein runzelig, mit zuerst ganzem, dann kerbigem, bald verschwindendem Rande. Epithecium schwarzgrün, durch KOH nicht ver¬
106 ändert. Hypothecium schwarz, durch KOH purpurn gefärbt. Paraphysen verklebt, oben grünlichbraun. Sporen io—14^ lang, 5—7^, breit. Auf Kalk und Dolomit in den Alpen ziemlich verbreitet. var. pusilla Arn. Lager ziemlich dünn, bläulich. Apothecien klein, schwarz, reiflos. Epithecium und Hypothecium schwarz. Sporen 12—18 p lang, 6—8 // breit. Tirol: Schiern, an Kalkblöcken über dem Heubade. Dic f. nuda Arn. zeichnet sich durch frühzeitig reiflose Apothecien aus und kommt nicht selten gleichzeitig mit der Art vor. 929. L. leucospila Anzi. Lager ausgebreitet, aschgrau-gelblich, etwas schorfig, verschwindend. Apothecien sehr klein, von Anfang an gewölbt, tiefschwarz. Sporen läng¬ lich, 10—12 p, lang, 4—6 p dick. Schweiz: An Kalkfelsen im Val Pisella bei Bormio. 930. L. subtumidula Nyl. Lager durch einen dem Stein gleichfarbigen, blaßgelblichen Flecken angedeutet, oder weißlich oder aschgräulich, dünn, körnig, etwas zerstreut. Apothecien klein, schwarz, flach, lx?randet oder zuletzt etwas gewölbt und unberandet, 0,3—0,5 mm groß, innen gleichfarbig. Epithecium dunkel¬ smaragdgrün, Hymenium unter dem Mikroskop farblos, durch Jod gebläut. Paraphysen breiter, gegliedert, am Scheitel keulig und grünlich, gesondert. Hypothecium grünschwarz, der obere Teil fast smaragdgrün, durch Sal¬ petersäure gefärbt. Schläuche länglich, achtsporig. Sporen zweireihig, farblos, ellipsoidisch, nicht selten, fast kugelig, 6—7 lang, 4—5 /z, breit. Pykniden punktförmig, schwarz; Pyknokonidien, 4—4,5 p lang, 1 p breit. In T i r o 1 in Höhen über 2000 m nach Arnold nicht selten : Stanzertal, am Gatschkopf auf Mergelkalk; Waldrast, auf Kalkglimmerschiefer ober¬ halb Trinser Markung; Gröden, auf Wengernkalk bei der Ladiniahütte; oberhalb des Heubades auf Raiblerdolomit. 931. L. elata Schaer. — Lichen amylaceus Ach. — Lee i del la elata Kbr. — Lecidea amylacea Ach. — L- glacialis Schaer. Lager weinsteinartig, zusammenhängend oder spärlich rissig, einer¬ seits etwas mehlig, blaß schwefelgelb oder weißlich, auf blauschwärzlichem Vorlager, durch KOH oder KOH + CaCl dunkler gelb, durch CaCl allein nicht gefärbt. Hyphen durch Jod nicht gefärbt. Apothecien anfangs ein¬
107 gesenkt und vom Thallus etwas überragt, 0,5—1,5 mm breit, dünn be- randet, später vortretend, gewölbt, unberandet, nackt, schwarz. Gehäuse kaum erkennbar. Hypothecium farblos. Paraphysen stark verklebt, oben rußbraun oder braun - smaragdgrün. Schläuche keulig oder aufgeblasen- keulig. Sporen ellipsoidisch, 10—12 ju. lang, 5—7 jn dick. Hymenial- gallerte durch Jod erst blau, dann schmutzigrot gefärbt. Pyknokonidien nadelförmig, gerade oder ganz leicht gekrümmt, 15—22lang. Auf Kalk, Dolomit und kalkhaltigem Gestein in den Alpen. Tirol: Verbreitet; Kleines Walsertal, Grenzkamm, Stanzertal, Waldrast, Großer Rettenstein, Meran, Tauern, Paneveggio usw. — Schweiz: Rothorn, Braulio, Parpaner Schwarzhorn, Gürgaletsch, Urdenalp, Pilatus usw. — Allgäuer Alpen: Gottesackerwände, Gipfel des Schneck, Kreuzeck, Fellhorn, Höfats, Bolgen. 932. L. monticola (Ach.) Schaer. — Lecidea lapicida ß monticola Ach. Taf. LXXVIB, Fig. 5. Lager ausgebreitet, sehr dünn, schorfig-wein steinartig, gelblichgrau, auf undeutlichem Vorlager, oft sehr wenig deutlich. Apothecien klein. 0,4 bis 0,8 mm, sitzend, mit anfangs flacher, kräftig berandeter, später ge¬ schwollen gewölbter unberandeter, etwas rauher, mattschwarzer, ange¬ feuchtet zuweilen braunschwarzer Scheibe. Gehäuse und Hypothecium schwärzlich-rotbraun. Paraphysen stark verklebt, oben heller oder dunkler kastanienbraun. Schläuche keulig, Sporen ellipsoidisch, 8—12 lang, 4—6 a dick. N iederösterreich: Brühl bei Wien an Kalkfelsen; Gamsstein; Hochkor. — Salzburg: Kalkfelsen l>ei Untertauern. — Schweiz: An Felsen l>ei Zürich, Lagern, Mt. Saleve, Schwyz. — Allgäuer Alpen: Jauchenmoos; Gottesackerwände. — Bayern: Hüting in Schwaben. — Fränk. Jura: Streitberg: Kunstein. — Baden: Bei Lautersberg. — Hessen: Auf Basalt bei Burghasungen. — W e s t f a 1 e n: Ziegenberg bei Höxter; an Massenkalk bei Brilon. — Schlesien: An Kalkfelsen im Riesengrund. 933. L. sublutescens Nyl. Lager weißlich-gelblich oder ockerweißlich, dünn, ziemlich flach, ge¬ feldert. Apothecien ziemlich flach, berandet, 1 mm breit oder kleiner. Ge¬ häuse und Hypothecium schwarz. Epithecium dunkelbläulich oder dunkel¬ violett. Sporen zu 8, farblos, einzellig, ellipsoidisch, 12—19^1 lang, 7 bis 8^ dick. Jod färbt die Hymenialschicht dauernd intensiv blau. Pykno¬ konidien an beiden Enden etwas verdickt, 5—6lang, 0,7 /4 dick.
108 Auf Kalk in den Alpen, selten. Tirol: Stanzertal; Kaiserjoch; Wald¬ rast; Trinser Markung; Stilfser Joch in der Nähe des Ebengletschers; Ampezzo; unter dem Griestalgletscher; Paneveggio; Rollepaß gegen den Cimon. — Steiermark: Bürgeralpe bei Ifflenz (?). — Allgäuer Alpen: Auf den Zeigergipfeln 934. L. obstans Nyl. Der L. sublutescens sehr ähnlich, aber durch größere Sporen von 16 bis 24^ Länge und 8—14 /z. Dicke und gleichmäßig zylindrische, 5—7 lange und 0,7 (u dicke Hyknokonidien verschieden. Tirol: Waldrast, an größeren Steinen aus Kalkglimmerschiefer Längs des Grenzgrabens auf Trinser Markung gegen das Kalbjoch. 935. L. siderolhhica Müll.-Arg. Lager dünn weinsteinartig, geborsten gefeldert, dunkelblau oder grau, oft fast fehlend oder auf zerstreute Felderchen beschränkt, auf undeut¬ lichem Vorlager. Apothecien 0,2—0,5 mm breit, sehr zahlreich, gedrängt, oft durch gegenseitigen Druck eckig, sitzend, ziemlich dick, anfangs vom dicken Rande fast verdeckt, bald mehr geöffnet und dünner berandet, stets mit vortretendem, schwarzem, mattem Rande. Scheibe stets flach, schwarz, aber von einem schwarzgräulichem Reif bedeckt, innen farblos. Hymenial¬ schicht 70—75 /Li hoch, jung grünlich oder braungrün, später farblos, Epi¬ thecium olivschwärzlich, Hypothecium braunschwarz. Paraphysen dicht verwachsen. Schläuche verkehrt eiförmig-zylindrisch, oben nicht dick¬ wandig, achtsporig. Sporen farblos, einzellig, 8—12/z. lang, 5—6/z breit, eiförmig oder ellipsoidisch, an beiden Enden stumpf abgerundet. Schweiz : An Felsen auf dem Gipfel des M. Saleve. 936. L. confluentula Müll.-Arg. Lager zerstreut-felderig, dunkelgrau oder fast fehlend. Apothecien 0,3—0,5 mm breit, sitzend, schmal vortretend berandet, innen und außen überall schwarz, sehr matt, bald halbkugelig gewölbt und dann unberandet, niemals bereift. Hymenialschicht etwa 70^ hoch, anfangs grün, später farblos, nur unter dem Epithecium grün; dieses ist grünschwarz oder braungrün-schwarz. Hypothecium braunschwarz, oben braun. Paraphysen verklebt, durch Druck trennbar, dünn, entfernt gegliedert. Schläuche schmal keulig-zylindrisch, achtsporig. Sporen farblos, einzellig, 10—13 u lang, 31/,»—5 breit, länglich-eiförmig oder ellipsoidisch, an beiden Enden stumpf. Schweiz: An Felsen des M. Saleve.
109 937- L* euspeirea Nyl. Der L. speirea Ach. sehr ähnlich. Apothecien etwa 2 mm breit, flach, berandet. Epithecium weißlich angehaucht oder blaugrau bereift oder nackt. Sporen 16—18^ lang, 10—n p dick. Schweiz : Gemmi, auf Kalk. 938. L. contorta. Bagl. et Car. Lager milchweiß, weinsteinartig, gefeldert mit zimlich dicken, run¬ zelig eingeschnürten, auf weißem Vorlager stehenden, zu einer rinnig zu¬ sammenschließenden Kruste vereinigten Feldern. Apothecien oberflächlich, in der Mitte angeheftet, im Umfang frei, einzeln oder zusammenfließend und unförmlich, in der Jugend flach und blaugrau bereift, später nackt, ge¬ wölbt und mit zurückgebogenem welligem Rande. Sporen eiförmig, dick¬ wandig, von einem Hof umgeben, 12—16 pt lang, 7—gp dick. Schweiz : Felsen am Palanca. 939. L. atronivea Arn. — Taf. LXXVI B, Fig. 1,2; LXXVII, Fig. 6 bis 8 ; LXXVI C, Fig. 4. Lager dick, schneeweiß, rissig gefeldert, begrenzt, weder durch KOH noch CaCl verändert. Apothecien klein, nicht selten gedrängt, tiefschwarz, etwas glänzend, flach oder gewölbt, mit dünnem, gleichfarbigem Rande. Epithecium, Hypothecium unter der Lupe schwarz, Hymenium smaragd¬ grün; unter dem Mikroskop Epithecium mit dem oberen Teil des Hyme¬ niums blaugrün, der untere Teil farblos, Hypothecium schwärzlich, der oberste Teil schmutzig gelbbraun. Paraphysen verklebt, am Scheitel nicht keulig-. Sporen zu 8, gerade, einzellig, hier und da mit 1—2 Tropfen, 12 bis 16 p lang, 5 p breit. Pyknokonidien ziemlich gekrümmt, selten fast gerade, 22—26 (—34) p lang, 1 p dick. Tirol: Stanzertal, Kaiserjoch auf kalkarmem Gestein; auf merge¬ ligem Kalk am Gipfel des Gatschkopfes; Waldrast, auf Trinser Markung Erklärung zu Tafel LXXVI C. Fig. i. Lecidea macrocarpa, Querschnitt durch ein Apothecium n 2. ,, goniophila „ „ „ h 3- n tesselata „ „ „ „ n 4. ii atronivea „ „ „ „ ii 5- ii albofuscescens „ „ „ „ ii 6. „ lygaea „ „ „ h 7* ii tenebrosa n n „ n n 8* ii ocellulata „ n „ „ Vergrößerung 50.
110 auf Kalkglimmerschiefer: großer Rettenstein, auf Dolomit; Gröden, Lange¬ thal in der Nähe der Ladin iahütte; Fassa, Westseite der Rodella auf Sand¬ stein; Aufstieg zum Sasso dei Mugoni, auf Hornsteinknollen. — Bayr. Alpen: Kalkhornsteinblöcke auf dem Hocligern. 940. L. exornans (Arn.) Nyl. — Lecidella um bonata f. exornans Arn. — L. exornans Arn. Lager weinsteinartig, zusammenhängend oder leicht rissig, dick, im Umfang etwas strahlig, milchweiß, von blauschwarzem Vorlager begrenzt. Apothecien anfangs eingewachsen, dann leicht konkav oder flach, mit blei¬ bendem, etwas geschwollenem Rande, zuletzt gewölbt, zusammenfließend und oft durch gegenseitigen Druck eckig. Epithecium smaragdgrünlich. Paraphysen am Scheitel verdickt, schwärzlich. Sporen ellipsoidisch, 12 bis 18/.6 lang, 6—dick. Mark durch Jod blau gefärbt. Pykniden punkt¬ förmig, schwarz, über das Lager zerstreut. Pyknokonidien zylindrisch, gerade, 12—14/z. lang, 1 /z breit. Tirol: Täufers, Knuttental, auf Phyllit; Schlerngebiet, Eingang zur Schlernklamm, Schlernplateau; im oberen Damers; Kalkfelsen beim Heubade; bei der Zollinger Scbwaig; Predazzo; am Satteljöchl; Pane¬ veggio; Gipfel des Monte Viesena; am Rollepaß; am Monte Castellazzo. ■ 941. L. seriata (Th. Fr.) Bagl et Car. — Lecidea polycarpa var. seriata Th. Fr. — L. conturmans Nyl. Lager gipsweiß, ziemlich dick, aus erhabenen, fast parallelen Rippen gebildet, in denen die gehäuften, eckigen, geschwollenen, hier und da mit einem leichten weißen Reif überstreuten Apothecien sitzen. Rand ver¬ schmälert, verschwindend. Sporen klein, ellipsoidisch, 7—g jli lang, 4 bis 5 n dick. Alpen : An Kalkfelsen bei Riva; Wallis. 942. L. micropsis Mass. Lager warzig gefeldert, ausgebreitet; Felder weiß, klein, geschwollen, unregelmäßig, glatt, getrennt oder stellenweise zu einer warzig gefelderten Kruste zusammengedrängt, auf undeutlichem, wenigstens nicht schwarzem Vorlager. Apothecien klein, schwarz, mi.t erst flacher, dünn berandeter, dann unberandeter, etwas gewölbter Scheibe, zwischen, den Feldern, oder in diesen selbst sitzend, aber sie nicht überragend. Sporen zu 8, eiförmig, einzellig, mit Hof, farblos, etwa 9—13^ lang, etwa 1—H/^mal länger als breit. Hypothecium blaß, zart. — (Der L. verruculosa nahestehend nach Krempelhuber, wogegen aber einzellige Sporen sprechen.)
111 Allgäuer Alpen: An der Dittersbachwanne, auf Liasmergel¬ schiefer. 943. L. ileiformis Fr. Kruste dick, geschwollen, wie ein Gebirgskamm gewunden, oder schollig, mit mehr oder weniger zusammenfließenden Schollen, weißlich, durch KOH gelb, durch CaCl nicht gefärbt. Hyphen durch Jod nicht ge¬ bläut. Apothecien ziemlich groß, 1—2 mm breit, einzeln oder gehäuft, ge¬ wölbt, randlos, schwarz, nackt. Äußerer Teil des Gehäuses und die Spitzen der Paraphysen etwas smaragdgrün oder grünbläulich, durch HNO3 rosa¬ violett gefärbt. Hypothecium farblos; Paraphysen verwachsen. Sporen klein, ellipsoidisch, 9—12^ lang, 4—5 p dick. Jod färbt die Hymenial¬ schicht blau, dann die Schläuche weinrot oder fuchsrot; KOH verändert die Farbe kaum. Schweiz : Auf Kalkerde im Entremonttaie; Wallis. 944. L. venustula Arn. Lager dick, rissig gefeldert, weißlich, durch Reagentien nicht verän¬ dert, Hyphen durch Jod wenig violett gefärbt. Apothecien schwarz, nackt, gerandet, innen durch KOH nicht gefärbt. Epithecium schwarzgrün, durch Salpetersäure gefärbt. Hymenium farblos, durch Jod gebläut. Hypothe¬ cium gelbbraun. Sporen länglich, 10—12 p lang, 5 p breit, zu 8 im Schlauch. Tirol : Paneveggio, auf Sandstein und Mergelkalk ; am Rollepaß. 945. L. mesenteriformis (Vill.) Lettau. — Toninia mesenteriformis (Vill.) Oliv. — Thalloidema mesen ter i forme Arn. — Th. mamillare Mass. — Lichen mamillaris Gonau. — Lichen tumidulus Sm. — Biotorina tumidula A. L. Sm. Lager fast begrenzt, ziemlich dick, warzig oder gefeldert-schuppig, mit etwas lappig gefalteten, geschwollenen, an der Oberfläche gesprungenen oder rissigen Felderchen, weiß oder blaugrün-weiß, durch Reagentien nicht verändert. Apothecien mäßig groß, am Rande der Felderchen sitzend, an¬ fangs flach und dann berandet, später gewölbt und randlos, oft zusammen¬ fließend, schwarz, nackt, innen schwarz. Hypothecium dick, rötlich¬ schwarz. Sporen länglich, undeutlich zweizeilig, 12^ lang, Gp dick. Jod färbt die Hymenialschicht bläulich. Tirol : Riva, nicht häufig an Klalkwänden oberhalb der Straße beim Eingang ins Ledrotal. — Schweiz : Sion; auf Kalkfelsen l>ei Neuchätel; am M. Saleve. — Niederösterreich : Brühl bei Wien, an Kalk- und Dolomitfelsen; Mödling. — Fränk. Jura: An Kalkwänden vom
112 Hummerberge bis zum Langentale bei Streitberg; zwischen Dollnstein und Breitenfurt bei Eichstätt. — Thüringen? Totenstein bei Elgersburg, steril, nicht sicher bestimmbar. 946. L. pulvinatula Arnold. Lager feinwarzig, fleckenartig, blaß grünlichweiß, durch Reagenzien nicht verändert, Hyphen durch Jod gelbbraun gefärbt. Apothecien schwärz¬ lich, im Aussehen biatorinisch, gewölbt, nackt, einzeln oder stellenweise ge' häuft. Epithecium dunkelgrün, durchKOH nicht, durch Salpetersäure violett¬ purpurn gefärbt. Hymenium farblos, durch Jod gebläut. Paraphysen sehr locker. Hypothecium farblos. Sporen einzellig, länglich, 12—14 /4 lang, 5 /bi. dick. Tirol: Kühetai, an größeren Blöcken des Gerölles zwischen den Finstertaler Seen; Gurgl, an der Unterfläche der Felsen auf der Nordseite der Hohen Mut. 947. L. umbonata (Hepp) Nyl. — Biatora umbonata Hepp. — Lecidella umbonata Kbr. — Taf. LXXiVIII, Fig. 1,2; LXXVIII B, Fig. 1. Lager begrenzt, mehlig-weinsteinartig, zusammenhängend, weiß, auf schwarzem Vorlager. Apothecien gedrängt, anfangs eingewachsen, später sitzend, tiefschwarz, mit etwas angeschwollenem, eckigem Rande und etwas genabelter Scheibe. Hymenium oben schwarzbraun; Paraphysen etwas verklebt. Schläuche achtsporig, keulig. Sporen eiförmig-ellipsoidisch, einzellig, farblos, wolkig trüb oder mit Öltropfen, 9—13 /u lang, 5 bis 6 /1 dick. Schweiz : An Kalkfelsen in den Rhätischen Alpen; Pilatus; Ro߬ stock; Grimsel. — Niederösterreich: Auf dem Schneeberg. 948. L. botryiza Nyl. — L. modesta Müll.-Arg. Lager ergossen, dünn, feinrissig gefeldert, grünlich-weiß, weder durch KOH noch CaCl» verändert. Apothecien klein, oberflächlich, etwas vor¬ ragend, gewölbt, einzeln oder zusammengedrängt und warzig, braun, innen dunkel. Paraphysen verklebt, Epithecium farblos, Hypothecium braun. Sporen ellipsoidisch, 6—9 lang, 3,5—4,5 p, dick. Hymenialgallerte durch Jod weinrot gefärbt. Schweiz: Auf trockenem Sand am Mont Saleve. 949. L. subacervata Müll.-Arg. Lager mit dem Felsen verwachsen, einen weißen Flecken bildend. Apothecien 0,2—0,7 mm breit, gehäuft und gleichzeitig zerstreut, die Häufchen aus 3—12 gedrängten, durch gegenseitigen Druck eckigen Apo-
113 thecien gebildet. Apothecien in der Jugend vortretend berandet, vertieft, später zumeist gehäuft und von einem dünnen, etwas glänzenden und zurückgebogenen, nicht vortretenden Rande umgeben, eckig. Scheibe flach gewölbt. Scheibe unter der Lupe trocken schwarzbraun, angefeuchtet fast schwarz, matt. Hymenialschicht 75 p hoch, farblos, durch Jod zuerst bläulich-grünlich, bald schmutzigbraun gefärbt. Epithecium braun oder blaßbraun, dünn; Hypothecium dick, tief schwarzbraun. Paraphysen ver¬ klebt, außergewöhnlich dick, der ganzen Länge nach gegliedert, am Scheitel verdickt und braun; Glieder zumeist i1/^—2 mal so lang als breit und öfters nach dem Scheitel zu deutlich verbreitert, weshalb die Paraphysen aus¬ gesprochen knotig erscheinen. Schläuche verkehrt-eiförmig zylindrisch oder fast zylindrisch, am Scheitel dickwandig, achtsporig. Sporen 6—7 p lang, 4—5 p breit, breit ellipsoidisch, an beiden Enden stumpf, einzellig, farblos. Schweiz : An Dolomitfelsen des Reculet. 950. L. decorosa Arn. — Taf. LXXVII, Fig. 3—5 ; LXXVII B, Fig. 5. Lager ausgebreitet, milchweiß oder bläulichweiß, weinsteinartig, fein¬ rissig, durch Ragenzien nicht verändert, Hyphen durch Jod gebläut. Apothe¬ cien tiefschwarz, einzeln oder zu mehreren gehäuft, gewölbt, innen durch KOH nicht verändert. Hypothecium braun; Epithecium schwarzgrün, durch HNO3 gefärbt. Hymenialschicht unter der Lupe smaragdgrünlich, unter dem Mikroskop fast farblos. Sporen eiförmig, 7—10 p lang, $p breit, zu 8. Pykniden schwarz, punktförmig. Pyknokonidien gerade, 9—11 p lang, 1 p dick. Tirol : Paneveggio, Sandstein und Mergelkalk am Rollepaß. 950. L. subtrullisata Müll.-Arg. Lager sehr dünn, weinsteinartig, rissig gefeldert, weiß oder bläulich¬ weiß oder zuletzt graulich; Felderchen sich fast berührend und flach oder zerstreut und dann niedergedrückt-scholienförmig, etwas staubig, ohne be¬ grenzendes Vorlager. Apothecien 1—3 mm breit, sitzend, einzeln oder oft herdenweise zusammenfließend, anfangs ganz weiß- oder graustaubig be¬ reift, sehr dick und hoch eingerollt berandet, mit anfangs grau bereifter, bald nackter und schwarzer, immer flacher Scheibe; Rand lange dick und weißgrau bereift, später dünn und vortretend, zuletzt schwarz und mit der matten Scheibe gleichfarbig, jung ganz, bald aber stark wellig-faltig, jedoch nicht gekerbt. Hymenialschicht 65—75 p hoch, grünlich bis farblos; Epi¬ thecium olivschwarz, Hypothecium schwarz, im oberen Teil braun. Para- physeh leicht trennbar, außer am mäßig verdickten Scheitel i2/3p breit, oben dichter, unten entfernter gegliedert, oben leicht perlschnurartig, ein- Thomd-Migula, Flechten. II. (Flora XII, 2.) g
114 fach oder zweigipfelig. Schläuche etwa 40 lang, gewöhnlich viel kürzer als die Hymenialschicht, fast birnenförmig, unten lang verschmälert, am Scheitel stumpf, nicht dickwandig. Sporen zu 8, einzellig, farblos, länglich- ellipsoidisch, an beiden Enden stumpf abgerundet, nur 6—8 lang, 4 p breit. Schweiz: An Steinen auf den Weiden des M. Saleve. 95I. L. subvorticosa Nyl. Lager etwas gefeldert, schmutzig weißlich, wenig entwickelt, durch KOH nicht verändert, Mark durch Jod braungelb gefärbt. Apothecien schwarz, etwas glänzend, in der Jugend etwas krugförmig, mit erhabenem, kahlem Rande, später fast flach. Epithecium dunkelgrün. Hymenium unter dem Mikroskop grünlich, durch Jod gebläut. Hypothecium im oberen Teile schmutzig und dunkelgrün, durch KOH nicht, durch Salpetersäure schön rosaviolett gefärbt, ebenso das Epithecium. Gehäuse schwärzlich, durch KOH schmutzigviolett werdend. Paraphysen oben gegliedert, weicher und weniger deutlich als bei L. vorticosa. Hymenium heller als bei dieser. Sporen 12—15 w (—21) /1. lang, 6—8 breit. — Der Unterschied gegen L. vorticosa ist äußerst gering. Tirol: Waldrast auf Kalkglimmerschiefer des Abhanges oberhalb Trinser Markung. 952. L. emergens Fw. — L. lithyrga Fr. — Taf. LXXVI B, Fig. 6. Lager dünn oder fast fehlend, zusammenhängend oder etwas rissig, wei߬ lich oder aschgräulich, durch Reagenzien nicht verändert. Apothecien mit der Basis eingesenkt und kleine Grübchen bildend, sonst über das Lager hervor¬ tretend, bis 1 mm oder wenig darüber breit, anfangs ziemlich flach, später fast kugelig oder knötchenförmig, mit ziemlich dickem, erhabenem, später verschwindendem Rande, schwarz, nackt, angefeuchtet knorpelig. Gehäuse dick, rotschwarz, mit dem rötlichen oder schwärzlich-rötlichen Apothecium zusammenfließend. Paraphysen zäh gallertartig verklebt, oben bläulich smaragdgrün oder rauchbraun-olivfarben. Schläuche keulenförmig. Sporen fast spindeiig oder ellipsoidisch, 12—17 lang, 6—7 dick, zuweilen untermischt mit kleineren, kugelig-ellipsoidischen. Hymenialgallerte durch Jod intensiv blau gefärbt. Pyknokonidien kurz nadelförmig, gerade oder leicht gekrümmt, 6—7 p lang und gegen 1 ^dick. Auf Kalk und Dolomit in den Alpen und im Riesengebirge, nicht häufig. Tirol verbreitet: Karwendelgebirge, Seefeld, Waldrast, Gipfel des vorderen Sonnenwendjoches, Großer Rettenstein, Sulden Ampezzo, Gröden, Schlerngebiet, Paneveggio usw. — Niederösterreich: Auf Alpen¬
115 kalk am Hoclikar. — Salzburg: Radstädter Tauern, Speiereck. — Schweiz: Rhaetische Alpen, Frohnalpe bei Schwyz, Pilatus, Rosenaui- gletscher, Gipfel des M. Dole. — Allgäuer Alpen: Kemptner Hütte, Beseler, Oytal, Breitenberg. — Schlesien : An Kalkschiefer in einem alten Bruch an der Weißkoppe bei Eisersdorf-Glatz. f. pruinata Kernst. Lager weiß, durch KOH nicht verändert, Hyphen durch Jod nicht gebläut. Apothecien anfangs eingewachsen, dann vortretend, klein, blau¬ grau bereift, ziemlich flach. Epithecium rußbraun. Hypothecium und unterer Teil des Hymeniums violettpurpurn. Sporen 14—18^, lang, 5 bis 7 p dick. Tirol: Paganella auf Kalk. 953. L. jurana Schaer. — Taf. LXXVI B, Fig. 7; LXXVIIB, Fig. 2; LXXVIII, Fig. 7,8. Lager dünn, oft fast fehlend, zusammenhängend oder spärlich fein¬ rissig, weinsteinartig-mehlig, weißlich, rötlichweiß oder schmutzig bläulich¬ weiß, auf weißlichem Vorlager, durch Reagenzien nicht verändert. Apo¬ thecien bis 1 mm breit, angewachsen, anfangs vertieft, später lange oder dauernd flach, mit mattschwarzer, nackter Scheibe und fast glänzendem, anfangs dickwulstigem, vortretendem, später dünner werdendem und fast verschwindendem Rande. Gehäuse dick, schwarz. Hypothecium rötlich- oder violettschwarz. Paraphysen gallertig zusammenfließend, verklebt, nach dem Scheitel zu dunkelviolett. Sporen breit ellipsoidisch, an beiden Enden stumpf, 12—16 p lang, 7—8/z dick. Jod färbt die Hymenialschicht inten¬ siv blau. Auf Kalk und kalkhaltigem Gestein. In den Alpen verbreitet. — Fränk. Jura: Eßling, Müggendorf, zwischen Schönfeld und Eßling bei Eichstätt; im Weißmainbachtal bis zur Donau zerstreut. — Schlesien: An Kalkfelsen im Riesengrunde; Glatz, Wolmersdorfer Kalkberg. — Hessen: bei Sontra. — Thüringen: Auf Muschelkalk; Wachhügel bei Arnstadt; gegen Espenfeld; Ziegengrund bei Plaue; Pfaffenstein bei Königsee; bei Oberhof usw. — Weserbergland: Muschelkalk des Gladerberges bei Hardegsen. — Westfalen: Bilstein bei Stadtberge. f. dispersa Arn. Lager weißlich, sehr dünn oder fast fehlend. Apothecien ziemlich hart, reiflos. Epithecium schmutzig, schwarzgrün, durch HNO3 leicht violett gefärbt. Hymenium farblos, Hypothecium schwärzlich bis schwarz- grün. Sporen oval, 18—22 pt lang, 9—11 p breit. 8*
116 Tirol: Kalkfelsen am Achensee; Gipfel des vorderen Sonnenwend¬ joches; Gröden, oberhalb der Ladiniahütte im Langetal bei Wolkenstein; Schiern, im oberen Damers. 954. L. ligans Nyl. Lager graulich oder weißlich, dünn, körnig-gefeldert, durch KOH nicht verändert, wenig entwickelt. Apothecien schwarz, ziemlich flach oder etwas gewölbt, 0,5—0,9 mm breit, un berandet, innen fast gleichfarbig. Ge¬ häuse dunkel, durch KOH und HNO3 rosaviolett gefärbt. Epithecium dunkelbläulich, durch KOH nicht, durch HN.O3 rosaviolett gefärbt. Hyme¬ nium farblos, durch Jod gebläut. Hypothecium bräunlich, durch KOH violett gefärbt, durch HNO3 nicht verändert. Paraphysen nicht deutlich unterscheidbar. Sporen länglich, 9—15 p. lang, 5—6 breit. Pykniden punktförmig, schwarz; Pyknokonidien zylindrisch, gerade, 6 fz lang, 0,5 p dick. Bayern: Kämpen wand, an Steinen. 955. L. subumbonata Nyl. — L. umbonata Arn. — Taf. LXXVIII B, Fig. 2. Lager weiß, matt, ziemlich dünn, ausgebreitet, etwas kleinrissig, stellenweise begrenzt, durch; Reagenzien nicht verändert, Hyphen durch Jod nicht gebläut. Apothecien zahlreich, 0,7—1,5 mm breit, flach berandet, Rand ganz, hin und her gebogen, Mitte nicht selten genabelt, tiefschwarz, innen schwarzbraun. Epithecium schwarzgrün, fast schwärzlich, durch KOH nicht verändert, durch Salpetersäure braunpurpurn gefärbt. Hyme¬ nium farblos, durch Jod satt blau gefärbt. Hypothecium bräunlich, nicht blaß. Sporen zu 8 im Schlauch, eiförmig-ellipsoidisch, 11—14 lang, 5—7 breit. Tirol: Stanzertal, auf mergeligem Kalk oberhalb der Augsburger Hütte und auf der Spitze des Gatschkopfes bei Pians; Gröden, Langetal in der Nähe der Ladiniahütte (Wengernkalk); Paneveggio, auf Sandstein und Mergelkalk am Rollepaß. — Schweiz: Kalkfelsen am M. Tournette. 956. L. Muverani Müll,-Arg. — L. caerulea var. Muverani Stitzenb. Lager dünn, leicht rissig, weißlich. Mark durch Jod rotbraun gefärbt. Apothecien schwarz, reiflos, mit flacher Scheibe und ganzem Rande. Ge¬ häuse mit KOH braunpurpurn gefärbt. Epithecium rauchgrau, durch KOH wenig verändert. Hymenium farblos, durch Jod gebläut. Hypothecium schwärzlich, oben schmutzigblau. Sporen länglich, 12—15 p, lang, 6 breit. Tirol: Paneveggio; Monte Castellazzo, auf Kalk. — Schweiz: An Kalkfelsen etwas oberhalb der Baumgrenze am Grand Muveran.
117 957- L. Reuteri Müll,-Arg. Lager weinsteinartig-mehlig, dünn, zusammenhängend oder oft auf kleine, unregelmäßig zerstreute, staubförmige oder fein warzig-mehlige Spuren beschränkt, weiß oder etwas grauweiß, ohne deutliches Vorlager. Apothecien ziemlich zahlreich, 0,7—1,5 mm breit, sitzend, ziemlich dick, in der Jugend geschwollen-berandet, durchweg gleichfarbig schwarz und matt, regelmäßig, später erweitert, mit weniger oder kaum vortretendem, in verschiedener Weise bogigem oder gefaltetem Rande und gewölbter, oft etwas höckerig-proliferierender, besonders nach dem Rande zu zart grau bereifter Scheibe, immer ziemlich hart. Hymenialschicht etwa 90 hoch, blaßbräunlich; Epithecium schwarzbräunlich, deutlich; Hypothecium braunschwarz, dick; Paraphysen verklebt. Schläuche verkehrt-eiförmig¬ zylindrisch, achtsporisch. Sporen 13—15 u lang, etwa 7—10 p, breit, breit- cllipsoidisch oder breit-eiförmig, einzellig, farblos. KOH färbt das Lager nicht, Jod färbt die Hymenialschicht intensiv und rein blau. Schweiz: An hohen Wänden der Kalkfelsen am Rcculet, oberhalb Creux de Pransioux. 958. L. consentiens Nyl. — Aspicilia polybotrya Arn. Lager ziemlich dick, rissig gefeldert, gewöhnlich runzelig und rauh, weißlich oder pfirsichblütrot-weißlich, durch Reagenzien nicht verändert, Hyphen durch Jod nicht gebläut. Apothecien eingewachsen, gegen 1 bis 1,5 mm breit, vertieft oder zuletzt ziemlich flach, nackt, gewöhnlich von einem erhabenen, ungeteilten Rande umgeben, mitunter aber so tief ein¬ gesenkt, daß der eigene Rand fast verschwindet und sie von einem Lager¬ rand umgeben scheinen. Gehäuse dünn, schwärzlich. Hypothecium schwarzbraun. Paraphysen zierlich, deutlich, nach dem Scheitel zu schwärz¬ lichbraun. Schläuche keulig oder aufgeblasen-keulig. Sporen meist zu 8, ellipsoidisch oder länglich-ellipsoidisch, 26—28 p< lang, 15—22 p dick. Jod färbt die Hymenialschicht blau, dann schmutzig gelbrot, die Schläuche weinrot. Tirol: Roßkogel, an Blöcken und größeren Steinen längs des Baches unter dem Seeabfluß. — Allgäuer Alpen: Auf Gneis auf dem Bolgen¬ gipfel. 959. L. lygdiniza Nyl. Lager weiß, ziemlich dünn, zuletzt geborsten-gefeldert, unbegrenzt. Apothecien flach, berandet, 1 mm oder darunter breit. Sporen 20—23 lang, 10—11 pt dick. Epithecium braunviolett-schwärzlich. Hypothecium dünn, schwarz. Pyknokonidien zylindrisch, 8—9/6 lang, wenig über 0,5 p
118 dick. Im übrigen der L. sublutescens, von der sie überhaupt vielleicht nicht zu trennen ist, sehr ähnlich. Tirol: Waldrast, auf Glimmerschiefer am Abhange vor der Quelle auf Trinser Markung. 960. L. spuriaeformis Anzi. Lager ausgedehnt, weiß, weinsteinartig, flach, einförmig, rissig ge¬ feldert, von schwarzem Vorlager begrenzt, mit geglätteten, vieleckigen, sich berührenden Feldern. Apothecien ziemlich klein, angedrückt, flach, schwarz, mit ziemlich dickem, etwas vortretendem Rande. Sporen ellip¬ soidisch, etwas zugespitzt, 18/z. lang, 8—10/1 dick. Schweiz? 961. L. phaeenterodes Nyl. Lager weißlich-gelblich, fest, etwa 0,5 mm dick, rissig gefeldert. Apo¬ thecien flach, 1—3 mm breit, mit schmutzig schwärzlichem, blaugrau über¬ laufenem Epithecium und schwarzem, bleibendem, bogigem Rande. Sporen zu 8, ellipsoidisch, 14—22 p lang, 8—12 p dick. Paraphysen schlank, am Scheitel gelblich; Hypothecium dunkel braunrot, im oberen Teile bräunlich. Jod färbt die Hymenialschicht intensiv und bleibend blau. Schweiz: An nassen Felsen, Grimsel, Täte noire, Alptal bei Schwyz. 962. L. alpestris Smrft. — L. sabuletorum ß syncomista b alpestris Smrft. — L. sabuletorum a alpestris Fr. — L. Dovrensis Nyl. — L. Dov- rensis var. stenotera Nyl. — L. stenotera Nyl. Lager ziemlich dick, ausgebreitet, körnig oder warzig geborsten, aus gewölbten, sich berührenden oder zerstreuten Körnchen gebildet, weißlich oder aschgräulich, durch Reagenzien nicht merklich verändert. Apothecien angedrückt, 0,5—2,0 mm breit, oft zu mehreren gedrängt und zusammen¬ fließend, von Anfang an oder doch sehr frühzeitig gewölbt und randlos, schwarz, nackt. Gehäuse am Grunde blaß oder schmutzig, Hypothecium blaß, fast ganz farblos oder blaß und schmutzig rötlich oder bräunlich. Paraphysen verklebt, nach den Enden zu smaragdgrün-bräunlich oder fast bläulich. Schläuche schmal-keulig. Sporen sehr verschieden lang, lang¬ zylindrisch oder länglich oder schmal Spindel- oder stäbchenförmig, 14 bis 25 p lang, 3—4 p dick. Durch Jod wird die. Hymenialschicht erst gebläut, dann schmutzig bräunlich entfärbt, während die Schläuche oft etwas wein- rot werden. Von L. limosa nicht sehr verschieden und mit dieser vielfach ver¬ einigt und vermischt, so daß diese in Skandinavien häufige Flechte bei
119 uns noch nicht mit Sicherheit nachgewiesen ist; manche für limosa an¬ gegebene Standorte werden wahrscheinlich hierher gehören. Schweiz: Gotthard, Val Tremola. 963. L. panaeola Ach. Lager weinsteinartig, warzig-gefeldert, mit geschwollenen Warzen, weißlich-aschgrau oder grau, durch rötliche oder fleischrot-bräunliche Knöt¬ chen gescheckt, durch KOH nicht oder nur sehr blaßgelb gefärbt, durch CaCl blaßrot, durch KOH -F CaCl dunkelrot gefärbt. Apothecien den Warzen angewachsen oder ihnen untermischt, anfangs vertieft oder ziem¬ lich flach, mit ziemlich dickem Rande, zuletzt gewölbt und randlos, schwarz oder braunschwarz, nackt oder bereift. Gehäuse dick, schwarz. Hypo¬ thecium schwärzlich oder schwarzbraun. Paraphysen zierlich, gallertig verklebt, nach dem Scheitel zu braun. Schläuche aufgeblasen-keulig. Sporen ellipsoidisch oder durch gegenseitigen Druck in verschiedener Weise eckig, frei von einem Hof umgeben, 17—27 p, lang, 8—12 tu dick. Durch Jod wird die Hymenialschicht zuerst intensiv gebläut, dann schmutzig entfärbt. Pyknokonidien kurz nadelförmig, gerade, 7—10 p. lang, etwa 1 ja, dick. Auf kieselhaltigem Gestein, sehr selten. Tirol: Predazzo, auf Syenit am Fuße der Margola; Paneveggio, auf Porphyr oberhalb des Travignolo; Formen auch: Jenesien auf Porphyr; Pinzolo, auf Tonalit-Feldmauern. — Schweiz: An Granitfelsen der Alpen oberhalb Rodolo im Veltlin; Grimsel; bei Intschi; um Riva. — Böhmer Wald: Gipfel des Arber. 964. L- contraponenda Arn. Lager weißlich, rissig gefeldert, äußerlich der L. meiospora Nyl. ziemlich ähnlich, mit flachen Felderchen, durch Reagenzien nicht verändert, Hyphen durch Jod leicht, aber deutlich blau gefärbt. Apothecien etwas gewölbt, schwarz, nackt; stellenweise sehr leicht bereift. Hypothecium braun, Epithecium dunkel, schmutziggrün. Sporen länglich, 18—22 p. lang, 6—8 breit. Tirol: Auf Steinen und kleinen Glimmerschieferblöcken am Fu߬ wege des Abhanges zwischen Kühetai und den Finstertaler Seen. 965. L. convexa (Fr.) Th. Fr. — L. contigua £* convexa Schaer. Lager gewöhnlich dick, rissig gefeldert, auf schwarzem Vorlager, durch KOH nicht verändert oder nur undeutlich gelb gefärbt. Apothecien den Lagerfeldern untermischt und angedrückt, anfangs so hoch oder wenig höher als das Lager, flach und ziemlich dick berandet, später mehr oder weniger vorragend, gewölbt, randlos, nackt, schwarz. Gehäuse dick,
120 schwärzlich. Hypothecium schwarzbraun. Paraphysen dünn, verklebt. Schläuche keulig. Sporen ellipsoidisch, 16—22^ lang, 6—9^ dick. Jod färbt die Hymenialschicht blau, die Schläuche weinrot. Tirol: Ehrenburg, auf Tonschiefer der Steinmauer am Marbacher Sattel. — Vogtland: Auf Quarzit des Wendelsteins bei Falkenstein. — Harz: Brockengruppe. — Westfalen: Sandsteinblöcke der Dornther Klippen bei Ibbenbüren; bei Bentheim; bei Riesenbeck. — Schlesien: Schwarze Koppe, Riesengrund, Blaugrund, Rabenfelsen bei Krummhübcl (überall). — Böhmen: Jeschken bei Reichenberg. — Nordwest¬ deutschland: Häufig. var. musiva Kbr. — L. contigua ß convexa Fr. — L. musiva Kbr. — Die Form ß hydrophila kommt im Gebiet nicht vor. Lager weißlich-aschgrau oder grau. Epithecium olivbraun oder braun. 966. L. albocoerulescens (Wulf.) Ach. — Lichen albocoerulescens Wulf. — Lecidea contigua var. albocoerulescens Nyl. Lager weinsteinartig, ziemlich dick, ölig schimmernd, glatt oder fein¬ rissig, gelblichweiß oder schmutzig weißgrünlich, auf schwarzem Vorlager KOH — CaCl —. Apothecien angedrückt, flach, mit schwarzer, bläulich bereifter Scheibe und nacktem, vortretendem, schließlich fast verschwin¬ dendem Rande, bis gegen 2 mm breit. Hypothecium dick bräunlichschwarz, fast kohlig, Gehäuse schwarz. Paraphysen verklebt, nach dem Scheitel zu grünlichbraun bis braun, oft mit körniger Deckschicht. Schläuche auf- geblasen-keulig. Sporen meist schlecht entwickelt, länglich bis ellipsoidisch, 18—28^ lang, 7—10 dick. Mit Jod werden die Schläuche weinrötlich, die Hymenialgallerte dunkelblau gefärbt. Auf kieselhaltigem Gestein im Gebirge; in den Alpen verbreitet, stellenweise selten; in W e s t f a 1 e n z. B. nur an den Bruchhauser Steinen. var. vulgaris Schaer. Lager dünn. Apothecien angepreßt, klein, dünn berandet. var. alpina Schaer. Lager dicker. Apothecien breiter, flach oder gewölbt, sitzend, vor¬ tretend, dick und etwas wollig berandet. Im Hochgebirge. Tirol: Stubai, Waldrast, Jenesien, Predazzo usw. var. flavocoerulescens Horn. — L. pruinosa ** oxydata Fw. in Kbr. Syst. p. 236. Lager ganz oder teilweise ockergelb. Apothecien angepreßt, dünn bereift oder nackt. Im Gebirge; in Tirol verbreitet.
121 967. L. macrocarpa (DC.) Th. Fr. — Taf. LXXVI C, Fig. 1; LXX1X, Fig.5.6. Lager ausgebreitet, fast weinsteinartig bis mehlig, dünn, zuweilen fast fehlend, wulstig uneben, feinrissig, weißgrau, weißlich oder schmutzig graubräunlich, auf meist undeutlichem, schwarzem Vorlager, durch Reagen¬ zien nicht verändert, Hyphen durch Jod nicht gebläut. Apothecien sitzend, bis zu etwa 2 mm groß, mit anfangs flacher, dick berandeter, später stark gewölbter, unberandeter, schwarzer, meist nackter Scheibe. Gehäuse dick, schwarz. Hypothecium braunschwarz oder dunkelbraun. Paraphysen gallertig verklebt, zierlich, am Scheitel schmutzig olivbraun bis bräunlich. Schläuche keulig. Sporen ellipsoidisch bis länglich, zuweilen tränenförmig, 17—27p, lang, 8—11 p dick, oft von einem ziemlich dicken Hof umgeben. Jod färbt die Hymenialschicht anfangs intensiv blau, dann tritt gewöhnlich Verfärbung ein, während die Schläuche rot werden. Pyknokonidien stäb¬ chenförmig, fast gerade, 10—14^. lang, 1 p dick. var. platycarpa (Ach.) Th. Fr. — Patellaria macrocarpa DC. — P. albozonaria DC. — Lecidia platycarpa Ach. — L. lygaea 6 insolata Ach. — L. contigua ß platycarpa Fr. — L. parasema c contigua f. macrocarpa et platycarpa Br. et Rostr. Lager dünn bis sehr dünn, rissig, rinnig, weißlich-aschgrau oder weißlich. Apothecien sitzend oder angewachsen-sitzend, lange oder blei¬ bend flach, schwarz. Von der Ebene bis ins Hochgebirge auf verschiedenen Silikatgesteinen häufig. f, steriza Ach. Lager fast fehlend, Fruchtscheibe bald stark gewölbt, oft schwach bereift. In den Hochalpen verbreitet. f. oxy data Kbr. Lager durch Eisenocker rostgelb. In den Alpen nicht selten. var. tumida Mass. Lager dick, rissig gefeldert, blaugrau oder bläulichweiß. Fruchtscheibe schwarz, meist deutlich bereift. Tirol: Grenzkamm, Kreuzeck. var. phaea Flöt. — Biatora phaea Kbr. Lager dünn, firnisartig, schollig zerteilt. Fruchtscheibe rotbraun¬ schwarz.
122 var. trullisata Arn. Lager weißlich, etwas mehlig, weder durch KOH noch CaCl verändert, Mark durch Jod gebräunt. Apothecien etwas blaugrau bereift, innen durch KOH nicht verändert. Epithecium schmutzig dunkelgrün, durch HNO3 schmutzig rosaviolett gefärbt. Hymenium breit, farblos, durch Jod satt¬ blau gefärbt. Hypothecium braun. Sporen an beiden Enden etwas ver¬ schmälert, 18—25 lang, 9—12 dick. Tirol : Stanzertal; Kaiserjoch; Gurgl, an Kalk der Hohen Mut; Waldrast, auf Kalk oberhalb Trinser Markung und oberhalb der Matreier Grube; Paneveggio, auf Porphyr bei der Wasserklause; Rollepaß, auf Sandstein und Mergelkalk. var. flavicunda (Ach.) Nyl. — L- flavicunda Ach. — L. platycarpa var. flavicunda Arn. Lager blaß ockergelb. Mark durch Jod gebräunt. Pyknokonidien ge¬ rade, nadelförmig, 15 /z lang, 1 dick. Tirol: Arlberg, Roßkogel, Zillertal, Salve, Jufen, Kleiner Retten¬ stein, Predazzo, Paneveggio usw. caesio convexa Wain. Lager fehlend. Apothecien mittelgroß, gewölbt, dünn berandet, hier und da bereift. Sporen kleiner, 14—16 ju lang, 8u dick. Tirol : Sarntal; nördliches Kreuzjoch, auf Sandstein. f. pruinosa Wain. Lager sehr zart, undeutlich, weiß, durch Jod nicht gebläut. Apothe¬ cien zerstreut oder herdenweise, erhaben sitzend, flach, mit vortretendem, dickem, oft gebogenem Rande und leicht bereifter Scheibe. Sporen 18 u lang, 8—9 /z, dick. Tirol : Sarntal, Kaserböden auf Sandstein. f. flexuosa Eitner. Lager dünn, eben, ausgebreitet, kleinwarzig, wellig rauh, sandgrau bis schwärzlichgrau. Apothecien sitzend, dünn, konkav, verbogen, bis 3,5 mm groß, mit geschwollenem, gebogenem Rande. Schlesien: Gr. Kriegnitz; Kr. Nimptsch, Windmühlenberg. /. microspora Eitner. Lager durch KOH nicht gefärbt, körnig, warzig, faltig, mit glatter, fester Oberhaut, gelb bis graubraun. Apothecien schwarz, erst flach, dünner oder dicker wulstig und glänzend berandet, dann knotig gewölbt, unberandet.
123 Gehäuse und Hypothecium schwarz, Paraphysen fädlich, verklebt, farblos, oben graugrünlich. Sporen in schmal keuligen Schläuchen oft einzeln über¬ einander gelagert zu 8, 13^4 lang, 6u dick. Jod bläut die Hyphen nicht, das Hymenium intensiv und färbt es dann schmutzig schwarz. Schlesien : Brünneiheide im Gesenke. 968. L. pygmaea (Eitner). — Lecidella pygmaea Eitner. Lager grau, aus verstreuten oder gehäuften, flachen, kaum 0,1 mm großen Wärzchen bestehend. Apothecien den Wärzchen aufsitzend, kaum größer, erst vertieft, gut berandet, dann flach, schwarz oder ins bräunliche übergehend. Paraphysen dick, straff, locker verbunden, oben leicht keulig, dunkelgoldbraun, wie das Gehäuse. Schlauchboden mehr rot wie von Gold¬ staub erfüllt. Schläuche achtsporig, eiförmig-keulig. Sporen ellipsoidisch, mit spitzen Enden, 8^ lang, 4 p dick. Jod bläut die Hyphen nicht und färbt das Hymenium nach leichter Bläuung weinrot, Schlesien : Riesengrund, altes Bergwerk. 969. L. microspora Nyl. Lager weißlich, fast kreidig, wenig entwickelt, durch Reagenzien nicht verändert, Mark durch Jod gelbbraun gefärbt. Apothecien schwarz, nackt, mit ungeteiltem Rande, oft gehäuft oder gereiht, innen durch KOH nicht verändert. Gehäuse und Epithecium dunkelgrün, durch Salpetersäure rosa¬ violett gefärbt. Hymenium farblos, durch Jod tiefblau gefärbt. Hypothe¬ cium bräunlich. Sporen klein, eiförmig, 6—8 lang, 5 p breit, zu 8 im Schlauch. — Der L. speirea sehr ähnlich. Tirol : Tauern, an Glimmerschieferwänden bei Innergschlöß. 970. L. paratropoides Müll.-Arg. Lager undeutlich oder rudimentär etwas zerstreut schollig, unberindet, weiß. Apothecium 1—3 mm breit sitzend, jung dick berandet, später ge¬ drängt und durch gegenseitigen Druck eckig, oft eingeschnitten-lappig, selten traubig, alt dünn und kaum vortretend berandet oder fast randlos, flach, schwarz und matt, innen unter der Hymenialschicht und dem farb¬ losen, später braunen Hypothecium weit herab schneeweiß ; Hymenialschicht etwa 90 p hoch, farblos oder durchsichtig bräunlich; Epithecium schwarz¬ braun; Paraphysen verklebt. Schläuche eng, oben gedrängt die Sporen tragend, achtsporig. Sporen einzellig, farblos, klein, 5—8 p lang, 3—41/«, p breit, ellipsoidisch bis kugelig-eiförmig. KOH färbt das Lager nicht. Schweiz: Wallis, an Gneißblöcken k>ei Torembe im Vallee de Bagnes.
124 971- L- vapulata Anzi. Lager begrenzt, graugrün, abgeflacht, weinsteinartig, dick, von einem schwarzen Vorlager begrenzt. Apothecien mittelgroß, angedrückt, sich be¬ rührend oder durch gegenseitigen Druck eckig, schwarz, mit flacher, ge¬ glätteter von vergänglichem Reif bedeckter Scheibe und dickem, zuletzt verschmälertem Rande. Sporen klein, ellipsoidisch. Alpen. — Von Stitzenberger zu L. confluens gezogen. 972. L. tirata Kbr. Lager weinsteinartig, ungleich höckerig-warzig, etwas feinrissig, grau- grünlich, durch schwarzgrünliches Vorlager mißfarbig gescheckt. Apothe¬ cien sitzend mit flacher, tiefschwarzer, bereifter Scheibe, mit dickem, stumpf vorragendem, zuletzt hin und hergebogenem Rande. Hypothecium krumig, gelblich. Paraphysen fadenförmig, ziemlich locker. Epithecium braungrünlich. Schläuche lang keulenförmig, achtsporig. Sporen klein, eiförmig-ellipsoidisch, 21/2—3 mal so lang als dick, farblos. An Gneisfelsen in den Pinzgauer Alpen (Velbertauern) 973. L. speciosa Müll.-Arg. Lager ziemlich dick, weinsteinartig, schneeweiß, zwiebelig gefeldert, mit vielgestaltigen, eckigen oder gelappten, immer angeschwollenen, sehr fein mehlig-kleinwarzigen, 1—i1/4mm breiten, bald auch etwas zusammen¬ fließenden dichteren oder leckereren Feldern, ohne deutliches Vorlager. Apothecien 1—2 mm breit, sitzend, flach, vortretend dünn berandet, mit eckig-bogigem Rande, zuletzt mäßig gewölbt, immer aber, wenn auch zu¬ letzt sehr dünn berandet, etwas bläulichschwarz und matt, niemals bereift, innen unter dem Hypothecium schneeweiß. Hymenialschicht niedrig, etwa 40 hoch, blaugrün. Epithecium schwarzgrünlich, Hypothecium sehr dick, achtmal so hoch als -das Hymenium, in der oberen Hälfte rauchbraun, unten mäßig braun, in sehr dünnen Schnitten blaßbraun. Paraphysen oben mäßig verklebt, zum Teil trennbar, gegliedert, am Scheitel kopfig. Schläuche acht¬ sporig, dünn, nur oben die gedrängten Sporen tragend. Sporen sehr klein, 6—lang, 3x/2—41/ayu. breit, bald schmäler, bald breiter ellipsoidisch, an beiden Enden stumpf. Schweiz: Wallis; Vallee de Bagnes, an Glimmerschieferfelsen bei Torembe. 974. L. metamorpha Anzi. — L. polycarpa f. metamorpha Anzi. Lager begrenzt, dick, weinsteinartig, ungleich, rissig gefeldert, mit etwas gewölbten, oft schwärzlichen Feldern, frisch weiß, im Herbar gelb¬ lich, auf schwarzem Vorlager. Apothecien eingewachsen, kaum das Lager überragend, einzeln oder sich berührend, schwarz, nackt oder aschgrau
125 bereift, flach, mit dünnem, bleibendem Rande. Sporen klein, eiförmig, schlecht entwickelt. Alpen : An glimmerhaltigem Gestein am Splügen und in den Alpen um Bormio. 975. L. aglaea Smf. — Lecidella aglaea Kbr. Lager weinsteinartig, dick (bis 4 mm), abgegrenzt, tief rissig gefel¬ dert, mit etwas gewölbten Feldern, glänzend gelblichweiß oder weißgrau, meist durch zahlreiche Pykniden schwarz punktiert, auf schwarzem Vor¬ lager. KOH gelb, CaCl —, KOH + CaCl gelb. Apothecien eingesenkt oder angepreßt, 1—2 mm breit, mit flacher oder flach gewölbter, nackter, glänzendschwarzer, bald völlig unberandeter Scheibe. Paraphysen verklebt, oben blaugrünlich. Epithecium bläulich-schwarz, Hypothecium farblos oder schmutzig gelblich. Sporen eiförmig bis länglich-ellipsoidisch, 10—16 p lang, 6—8 p dick. Schläuche keulig, mit Jod oft schmutzig violett. Hyme- nialgallerte tiefblau gefärbt. Pyknokonidien länglich-zylindrisch, 6—8 p lang, 1—1,5 p dick. Auf kieselhaltigem Gestein, zerstreut. Tirol: Ziemlich verbreitet; Paznaun, Roßkogel, Zillertal, Kleiner Rettenstein, Sulden, Predazzo, Pane¬ veggio usw. — Pinzgau: Gipfel des Heiderbergkopfes. — Bayeri¬ scher Wald : Gipfel des Lusen Arber, Rachel. — Hessen : Hornberg bei Biedenkopf, Marburg. — Schlesien : Riesengebirge, im Hochgebirge sehr verbreitet; Glatzer Schneeberg. — Westfalen: Sehr spärlich an den Bruchhauser Steinen. 976. L. aglaeiza Nyl. Der L. aglaea ziemlich ähnlich, aber mit etwas glänzendem Lager, kleineren, nur 9—11 p langen, 5—6 p breiten Sporen und anderer Jodreak¬ tion der Hymenialschicht. Diese wird nämlich durch Jod braun gefärbt, nur die Schläuche werden erst bläulich, dann violett-weinrot oder rötlich¬ violett. Das Lager wird 1, selbst bis 2 mm dick und besteht aus ungleichen, etwas gewölbten, oben ringsherum durch das Vorlager schwarz gesäumten Feldern. Rindenschicht durch KOH nicht oder kaum etwas gelblich ge¬ färbt. Apothecien ungleich, unberandet, 0,7—1,5mm breit, innen dunkel; Paraphysen am Scheitel verdickt, bläulich-smaragdgrün. Schweiz : An Granitfelsen des Nufenen. 977. L. tuberculata Smrft. — L. botryocarpa Nyl. — L. apochroella v. botryoides Nyl. — L. subinfidula Nyl. — L. Hellbomii Hellb. Lager ausgbreitet, dünn, schorfig oder rissig-körnig, grünlich- oder scherbengelb-weißlich, durch KOH undeutlich dunkel und schmutziggelb,
126 durch CaCl nicht gefärbt, Hyphen durch Jod nicht gebläut. Apothecien klein, 0,2—0,5 mm groß, bald halbkugelig und höckerig, unberandet, schwärzlich oder schmutzig spangrün. Gehäuse dunkel-smaragdgrün oder bläulichschwarz, mit dem mehr oder weniger dunkel-smaragdgrünen Hypothecium zusammenfließend. Paraphysen verklebt, nach dem Scheitel nicht dunkler. Schläuche kurz, keulig. Sporen schmal länglich, 5—8 /& lang, 1,5—2,5 /z. dick. Hymenium dünn, stellenweise mehr oder weniger smaragd¬ grün oder bläulich, nach dem Grunde zu dunkler, durch Jod flüchtig und leicht gebläut, dann weinrot oder gelbrotbraun gefärbt. Tirol : Brixen, zwischen dem Walderhof und Luhsen auf Schiefer; Predazzo, auf Syenit am Fuße der Margola. 978. L. Pilati (Hepp) Kbr. — Biatora Pilati Hepp. — Lecidella botryosa (Hepp.) Arn. — L. glomerulosa Kbr. — L. proludens Nyl. Lager dünn oder fast fehlend, körnig oder unregelmäßig kleinwarzig, weißlich, durch KOH blaß grünlichgelb, durch CaCl nicht gefärbt, Hyphen durch Jod nicht gebläut. Apothecien sitzend, anfangs vertieft oder ziem¬ lich flach, in verschiedener Weise buchtig oder hin- und hergebogen beran¬ det, später gewölbt, randlos, etwas unförmlich, verschiedenartig höckerig, bis 1,5 mm groß. Gehäuse dick, schwarz, Körnchen von Chrysophansäure enthaltend, Hypothecium blaß. Paraphysen verklebt, nach dem Scheitel zu braunschwarz oder bläulich-rußbraun. Schläuche schmal keulig. Sporen ellipsoidisch, 6—9 /z lang, 3—4 yu, dick. Hymenialschicht schmutzig oder blaß, durch Jod anfangs leicht gebläut, dann schmutzig-weinrot oder gelb- braun gefärbt. Auf kieselhaltigem Gestein in den Alpen zerstreut, in Tirol etwas häu¬ figer. — Schlesien, Riesengebirge: Dreisteine. 979. L. chrysoteicha Nyl. Von L. Pilati nur dadurch verschieden, daß das Hypothecium im oberen schmalen Teil, in einer dünnen Schicht goldgelb schimmernd ist, bei Pilati durchweg bräunlich. Schweiz: An Sandsteinfelsen bei Schmadribachfall bei Trach- sellauenen im Lauterbrunnental. 980. L. brachy spora Th. Fr. Lager rissig gefeldert, aschgrau-weißlich, durch Reagenzien nicht ver¬ ändert, Hyphen durch Jod stellenweise leicht gebläut. Apothecien ange¬ drückt oder angewachsen, 0,5—2 mm groß, flach, rund und dünn berandet, zuletzt meist gewölbt und randlos, gewöhnlich in verschiedener Weise höckerig und rissig geborsten. Gehäuse außen dick oder dünn schwärzlich
127 oder violettschwarz, innen blaß mit einem Stich ins Violette. Hypothecium und unterer Teil des Hymeniums schwärzlichbraun. Paraphysen wie bei L. auriculata. Schläuche keulenförmig. Sporen fast kugelig, 4—5 p. dick oder kurz ellipsoidisch, 6—7 lang, 4—5 p dick. Tirol : Schabs bei Brixen, auf Granit. — Schweiz: Am Val- dobbiahospiz. 981. L. nivaria Arn. — Lecidella nivaria Arn. Lager weißlich, kleinrissig gefeldert, durch Reagenzien nicht verän¬ dert, Mark durch Jod braungelb gefärbt. Apothecien klein, schwarz, matt, flach oder leicht gewölbt. Epithecium breit, tief smaragdgrün, mit Salpeter¬ säure rosaviolett werdend. Hypothecium farblos. Hymenium farblos, durch Jod gebläut. Paraphysen verklebt. Sporen ellipsoidisch, stumpf, 6—8//, lang, 5 /1 breit, zu 8 im Schlauch. Tirol: Kühetai, auf Glimmerschiefersteinen längs der Einsattelung östlich über den Plendele-Seen; Gur-gl, an Glimmerschieferfelsen am Wege zum Ramoljoch; längs der Gipfelschneide des Festkogel. 982. L. subsilacea Nyl. Lager lebhaft ockergelb, oberseits rostfarben, körnig gefeldert, nur wenig (etwa 0,5mm) dick, stellenweise etwas zerstreut; Mark durch Jod violett gefärbt. Apothecien flach, 1 mm oder etwas weniger breit, schwarz, berandet, innen schwärzlich. Paraphysen mittelstark, am Scheitel verdickt und schwärzlich-bläulich; Epithecium schwarz. Sporen zu 8, ellipsoidisch, 7—10^ lang, 5—6^ breit. Jod färbt die Hymenialgallerte intensiv blau. Alpen: Häufig an verwitterten Glimmerschieferfelsen um Riva, Alagna, Rima, Carcafora. 983. L. oreja Stitzenb. Lager dick, weißlich-ockerfarben, weinsteinartig, felderig geborsten, mit kleinen, geschwollenen Felderchen. Apothecien hervortretend schwarz. Hypothecium dick, fast farblos. Paraphysen am Scheitel bläulich. Sporen klein, eiförmig, 8—9 lang, 5—6 dick. Schweiz : An Granitfelsen in den Hochalpen bis zur Grenze des ewigen Schnees; Trellathal; Malenco; Casanna. 984. L. syncarpa A. Zahlbr. Lager epilithisch, krustig, einförmig, ziemlich dick, bis I mm hoch, ziemlich weit ausgebreitet, blaß-ockerfarben, etwas glänzend, rissig gefel¬ dert; Felder durch ziemlich klaffende Risse begrenzt, etwas gewölbt, an der Oberfläche mehr oder weniger ungleich, die randständigen hier und da etwas lappig-warzig und etwas kreisfaltig, ohne Isidien und Soredien,
128 nicht von einen dunkleren Hypothallus umgeben. Rindenschicht schmal, durch KOH erst gelb dann rot gefärbt, durch CaCl nicht verändert, aus dichten Hyphen verflochten. Mark dick, weiß, durch Jod violett, durch KOH nicht, durch KOH J- CaCl gelb gefärbt. Apothecien lezideinisch, schwarz, etwas glänzend, sitzend, i—2 mm breit, jung unregelmäßig, fast rund oder eingeschnitten lappig oder buchtig, bald zu. mehreren gehäuft, gewölbte, zerstreute oder mehr oder weniger zusammenfließende, ziemlich große Pölsterchen bildend und dann durch gegenseitigen Druck sehr un¬ regelmäßig. Scheibe erst vertieft, dann fast flach, ohne Reif, in der Mitte mit einer nabelförmigen oder mehreren punkt-warzenförmigen Prolifika- tionen; Rand bleibend, deutlich, etwas glänzend, über die Scheibe gut hervorragend und etwas eingebogen. Gehäuse farblos, nur am äußeren Rande nach dem Hymenium zu und am Scheitel schwärzlich. Hypothecium fast linsenförmig, bräunlich. Hymenium oben spangrün- oder olivgrün¬ schwärzlich, durch NHO3 purpurbräunlich, sonst farblos, nicht mit einge¬ streuten Körnchen, 70—80 p hoch, durch Jod violett gefärbt. Epithecium nicht pulverförmig. Paraphysen fadenförmig, 1,7—i,8ju, dick, verklebt, steif, einfach, nicht septiert, am Scheitel wenig verbreitert oder fast keulenförmig. Schläuche länglich-keulig, wenig kürzer als das Hymenium, achtsporig. Sporen fast zweireihig, farblos, einzellig, oval oder fast ellip¬ soidisch, dünnrandig, 7—9 p lang, 4,5—5 p breit. Pykniden klein, einge¬ senkt, am Scheitel punktförmig, das Lager kaum überragend, mit außer am Scheitel farblosem Gehäuse. Fulkren exobasidial; Basidien flaschen¬ fadenförmig, dick. Pyknokonidien stäbchenförmig, gerade oder etwas ge¬ krümmt, an beiden Enden eingezogen, 8—9 p lang, gegen 1 p breit. Niederösterreich : Hoher Umschuß des Wechsels auf Glimmer¬ schiefer. 985. L. personata Flöt. — Lecidella personata Kbr. Lager weinsteinartig, ziemlich dick, ausgebreitet, von unreinem Aus¬ sehen, rissig gefeldert, mit flachen oder konkaven Felderchen, weißgrau oder schmutzig aschgrau, auf schwarzem Vorlager. Apothecien nur selten 1 mm Größe erreichend, eingesenkt, oft gedrängt, mit flacher oder leicht gewölbter, matter, auch angefeuchtet schwarzer Scheibe und dünnem, schwarzem, zuletzt verschwindendem Rande. Gehäuse grünschwärzlich, Hypothecium fast farblos. Paraphysen stark verklebt, oben trüb grünlich¬ braun. Schläuche keulig bis breitkeulig, selten gut entwickelt. Sporen länglich-ellipsoidisch bis länglich, 8—14^ lang, 3—4 p dick. Sehr selten an Sandstein im Gebirge. Schlesien: An Felsblöcken unterhalb der Pappelsteine bei Warmbrunn; Altheide, Höllengrund an
129 Sandstein; an Sandsteinfelsen des Harthelberges vor Neuland bei Löwen¬ berg. — Böhmer Wald: Gipfel des Arber (?). — Schweiz: An Glimmerschiefer bei Bormio; M. Saleve. — Westfalen: Dömther Klippen bei Ibbenbüren. 986. L. ecrustacea (Nyl.) Arn. — L. plana var. ecrustacea Nyl. — L. polycarpa var. ecrustacea Anzi. — L. declinans var. ecrustacea Arn. Lager wenig entwickelt, weißlich, feinrissig, durch Reagenzien nicht verändert, Mark durch Jod gelbbraun gefärbt. Apothecien schwarz, nackt, etwas traubig, gewölbt, innen durch KOH nicht verändert. Epithecium schwarzgrün, Paraphysen zart, am Scheitel bläulichgrün. Hypothecium farblos. Hymenialschicht durch Jod gebläut. Sporen länglich, gerade, mit¬ unter ganz leicht gekrümmt, zu 8 im Schlauch, 10—12 p lang, 4^ breit. Tirol : Stanzertal, auf Glimmerschiefer über den Albonseen; Gipfel des Wirth; Rendeltal; Gleiß; Finstertal, zwischen Kühetai und den Seen; Gurgl: am Wege zum Eissee; Nordseite der Hohen Mut; am Fuße des Festkogel; Roßkogel, an Felsen am See; Brenner, in der Nähe des Wilden Sees; Kleiner Rettenstein; Pinzolo; Mandron, auf Tonalit. — Schweiz: Rhätische Alpen; Schwarzhorn, oberhalb Tourtemagne; Distelgrat; Val- dobbiahospiz. 987. L. conferenda Nyl. — L. umbratilis Arn. — L. conferenda f. um¬ bratilis Arn. — L. parasema v. vitidula Nyl. — L. Kolaensis Nyl. — L. lapicida f. minor Nyl. — L. sylvicola v. infidula Nyl. — L. sylvicola Nyl. Lager dünn, ausgebreitet, körnig oder warzig, grünlich-weißlich oder aschgräulich, durch Reagenzien nicht verändert. Apothecien klein, bis 0,8 mm- breit, aber meist kleiner, angewachsen, anfangs ziemlich flach und dünn berandet, später gewölbt und randlos, nackt, schwarz oder dunkel¬ olivfarben. Gehäuse bläulich oder schwärzlichviolett. Hypothecium meist farblos, oder oben mehr oder weniger dunkel violett. Paraphysen zusammen¬ hängend. Sporen länglich, an beiden Enden stumpf, 9—13 p lang, 3—4^ dick. Hymenialgallerte durch Jod intensiv weinrot gefärbt. Auf Gneiß, Glimmerschiefer, Hornblendeschiefer usw., selten. Tirol: Gurgl, auf Hornblendeschiefer rechts oberhalb des Gaisberg- gletschers; an Glimmerschiefersteinen unter Fichten oberhalb der Wald¬ rast; Brenner, auf Gneiß unweit eines Baches im Hintergründe des Venna- tales. — Steiermark: Niederwechsel, auf Gneis. — Schweiz: An Steinen am Waldrande bei Gossen. — Schlesien : Bei Grünberg. 988. L, virescens Müll.-Arg. Lager begrenzt, etwa 1—2 mm dick, weinsteinartig, glatt, graugrün, matt, innen weiß, unvollkommen rissig gefeldert, mit 2—3 armigen, nicht Thomä-Migula, Flechten. IL (Flora XII, 2.) 9
130 netzförmig verbundenen Rissen, flachen oder undeutlich welligen Feldern und schwarzem Vorlager. Apothecien eingewachsen, 0,2—0,5 mm breit, flach, anfangs mit gekerbtem, gräulichem Rande; später ist der Rand ganz, allmählich immer schwärzer werdend, ohne Gonidien, dünn, niedrig, aber immer vortretend. Scheibe schwarz oder braunschwarz, matt, niemals be¬ reift. Im Querschnitt erscheint die Hymenialschicht schwarzgrau, alles übrige schwarzbraun. Später fließen die Apothecien zu drei oder mehr zu¬ sammen und bilden einen zusammengesetzten, 2—3 mm breiten, gewölb¬ ten, randlosen Haufen. Hymenialschicht 85—ioo/x hoch, farblos, oben olivgrün; Epithecium oliv-schwärzlich; Hypothecium farblos, unten dunkel. Paraphysen verklebt. Schläuche achtsporig, schmal. Sporen 9—10 lang, 5—7 breit, ellipsoidisch, an beiden Enden stumpf. KOH färbt das Lager sofort intensiv gelb, bald schön blutrot. Schweiz : Wallis, an Glimmerschieferfelsen beim Hotel Monvoisin im Vallee de Bagnes. 989. L. subkochiana (Nyl.) Cromb. — Lecidea tesselata f. subkochiana Nyl. Lager krustig, begrenzt, weiß oder gräulich, glatt, rissig gefeldert mit flachen, sich berührenden Feldern, durch KOH gelb, dann rot gefärbt, durch CaCl nicht verändert. Die Hyphen werden durch Jod gebläut. Apo¬ thecien schwarz, eingewachsen oder sitzend, zahlreich, mit vortretendem, oft verschwindendem Rande, nackt. Hypothecium farblos oder sehr blaß bräunlich. Paraphysen nach dem Scheitel zu dunkelbraun. Sporen klein, ellipsoidisch, 8—12 p, lang, 5—6 p dick. Hymenialschicht durch Jod ge¬ bläut. Gehört wahrscheinlich zu L. pantherina, von der sie sich hauptsäch¬ lich nur durch ein stets helles Hypothecium unterscheidet. Westfalen: An Felsen des Holman bei Brilon; Bruchhauser Steine. — Niederösterreich: An Gneisfelsen beim Jägerhaus Ernst¬ hof nächst Arnsdorf im Bezirk Mautern. 990. L. pantherina (Ach.) Th. Fr. — L. lapicida a et ß pantherina Ach. — L. polycarpa Fr. L. E. — L. lapicida * polycarpa Nyl. — L. lactea Nyl. Lager weinsteinartig, ausgebreitet, kleinfelderig geborsten, mit an¬ fangs flachen, zuweilen später gewölbten Feldern, weißlich, weißgrau, asch¬ grau oder rötlichgrau, auf schwarzem Vorlager, durch Kalilauge anfangs gelb, später mehr oder weniger intensiv blutrot gefärbt, durch CaCl nicht verändert. Apothecien eingesenkt oder angedrückt, anfangs leicht vertieft,
131 später meist dauernd ziemlich flach, nackt, schwarz, mit dünnem, anfangs vortretendem, grauschwarzem, später fast verschwindendem, schwarzem Rande, 0,5—1,0 mm breit. Gehäuse schwärzlich. Hypothecium farblos, zu¬ weilen auch bei demselben Lager bräunlich oder schmutzigbraun oder röt¬ lich. Paraphysen ziemlich locker zusammenhängend, nach dem Scheitel zu bläulichbraun oder schmutzig smaragdgrün. Schläuche schmalkeulig. Sporen ellipsoidisch bis länglich, 9—12 p, lang, 5 breit, meist spärlich entwickelt. Hyphen des Lagers durch Jod gebläut. Jod färbt die Hymenial¬ schicht blau, später verblaßt die Farbe und die Schläuche erscheinen violett¬ rot oder rotbräunlich. Pyknokonidien kurz nadelförmig, gerade oder leicht gekrümmt, 9—12 lang. Auf kieselhaltigen Gesteinen im Gebirge zerstreut, in den Alpen häufig. var. ampla Arn. Pflanze ansehnlich, Apothecien größer, oft gewölbt, schwarz, nackt. Tirol: Roßkogel, im Geröll über dem Weißbach; Finstertal, von Kühetai bis zu den Bergschneiden; Paneveggio, auf Porphyr am West¬ abhang des Cavalazzo. var. subgrisella (Nyl.) Arn. — Lecidea subgrisella Nyl. Lager weißlich oder weißlich-isabellgelb, etwas matt, ziemlich flach, zusammenhängend, rissig, etwa 0,5 mm dick. Apothecien schwarz, oft blau¬ grau angehaucht, eingewachsen, flach, berandet, etwa 1 mm breit, innen blaß. Sporen zu 8, ellipsoidisch, 11—16/z lang, 5—6 dick. Epithecium braun, Paraphysen schlank, Hypothecium fast farblos oder blaß schmutzig gelblich.' Jod färbt die Hymenialgallerte intensiv blau, die Schläuche später violett. Tirol: An Augitporphyrblöcken längs der Feldmauern bei Seis. f. subecrustacea Nyl. Lager nur in Spuren vorhanden, durch KOH rot gefärbt. Apothecien herdenweise. Tirol: Salden, auf Glimmerschieferfelsen am hinteren Grat. f. radians Ach. Lager ziemlich dick, ausgebreitet, graubräunlich, rissig gefeldert, mit in der Mitte vertieften, am Rande knotig-lappig ausgebildeten Feldern. Apothecien in der Mitte der Felder eingesenkt, schwarz mit hellem Rande, hin und wieder eingedrückt. Durch hellere Paraphysen und oft dunklen Schlauchboden sich der L. alboflava nähernd. KOH ruft die gleiche Fär¬ bung hervor wie bei der typischen Form. 9*
132 Schlesien: Schneekoppe, Popenstein im Eulengebirge, Zobtengipfel. var. ochromela Schaer. Lager mehr oder weniger ockergelb. Im Gebirge verbreitet. var. theiodes (Smrft.) Arn. — Lecidea theiodes Smrft. ? Lager blaß zitronengelb. Tirol: Gurgl, an einem Glimmerschieferfelsen im gegenüberliegen¬ den Gerolle. var. sublactea Lamy. — L. sublactea Kern. Apothecien flach, mehr oder weniger deutlich blaugrau'bereift. Tirol: Paznaun; Jamtal, auf Glimmerschiefer; Grasstein, auf Granit; Hinteres Lusen, auf Schiefer; Sarntal, östliche Kaserböden (Sandstein); Prcdazzo am Saccinabache, am Fuße der Margola; Paneveggio am Cava- lazzo. 991. L. tesselata Fike. — L. lapicida var. cyanea Ach. — L. spilota Fr. _ l. cyanea (Ach.) Fr. — Taf. LXXVI, Fig. 5,6; LXXVI C, Fig. 3. Lager weißlich oder grau, weinsteinartig, rissig gefeldert, mit flachem oder gewölbten Feldern, durch KOH oder CaCl nicht verändert, Hyphen durch Jod blau gefärbt. Apothecien angedrückt oder eingewachsen, zer¬ streut oder meist gedrängt, 1—2 mm groß, schwarz, leicht bereift, flach oder etwas gewölbt, mit dünnem-, erhabenem, fast dauernd bleibendem Rande. Gehäuse nur außen schwärzlich, sonst schmutzig. Hypothecium blaß. Paraphysen locker zusammenhängend, am Scheitel verdickt und braunschwarz. Schläuche keulig. Sporen ellipsoidisch oder länglich-ellip- soidisch, 9—12^ lang, 4—6/1 dick. Jod färbt die Hymenialschicht erst blau, dann schmutzig, während die Schläuche rotviolett werden. Pykno¬ konidien stäbchenförmig, gerade, etwa 10—12 lang. Erklärung zu Tafel LXXVII. Fig. r. Lecidea rhaetica, Lager nat. Gr. „ 2. „ „ „ Lupenvergrößerung. „3- „ decorosa, Lager nat. Gr. » 4. „ „ „ Lupenvergrößerung. ,,5. „ „ Apothecien, Vergrößerung ca. 20. „ 6. ,, atronivea, Lager nat. Gr. n 7- .1 » » Lupenvergrößerung. „ 8. „ „ Apothecien, Vergrößerung ca. 20. „ 9. „ diducens, Lager nat. Gr. „ 10. ,, 1, Apothecien, Vergrößerung ca. 20.
133 Auf Glimmerschiefer, Phyllit, Tonschiefer, Sandstein, Syenit usw. im Gebirge verbreitet und häufig, in der Ebene selten an erratischen Blöcken. var. ecrustacea Nyl. — Lecidella spilota Kbr. var. ecrustacea Nyl. Lager weißlich, wenig entwickelt, durch KOH nicht verändert, Mark durch Jod gebläut. Apothecien gereiht, schwarz, nackt, innen durch KOH nicht verändert. Epithecium dunkelgrün, durch HNO3 rosaviolett werdend. Hymenium und Hypothecium farblos, durch Jod gebläut. Sporen oval, 12 (M lang, 5—6 dick. Tirol: Vent, am Gipfel der Kreuzspitze; Sarntal, südliches Kreuz- joch, auf Sandstein. var. caesia Anzi. — L. injuncta Nyl. Lager blaugrau. Apothecien schwarz, ohne oder mit sehr rasch ver¬ seh windendem Reif. Tirol: Stanzertal, Kaiserjoch; bei der Augsburger Hütte; Fassa, auf Sandstein am Westabhang der Rodella; Predazzo, auf Augitporphyr- breccie links über dem Sattelijöchl; Paneveggio, Gipfelhöhe des Monte Viesena, Sandstein, und Mergelkalk am Rollepaß. var. ochracea Arn. Lager ocker-rostfarben ergossen, kleinrissig gefeldert. Mark durch Jod gebläut. Apothecien schwarz, nackt. Epithecium dunkelgrün, durch HNO3 rosaviolett. Hymenium und Hypothecium farblos, durch Jod ge¬ bläut. Sporen oval, 12—14 p, lang, 5—6 dick. Pyknokonidien gerade oder fast gerade, zylindrisch, 15 p lang, 0,5 //. dick. Tirol: Tauern, selten an Glimmerschieferblöcken unweit Ausserg- schlöß. Hierherzuziehen ist auch wahrscheinlich var pericarpoides Nyl. ( = Lecidea polycarpoides Nyl.). Tirol : Predazzo, am Fuße der Margola auf Syenit. 992. L. marginata Schaer. — Lecidella marginata Kbr. Lager weinsteinartig, ziemlich dick, abgegrenzt, zusammenhängend und feinrissig gefeldert, mit flachen Felderchen, glatt, weißlich-gelb oder weißlich-fleischfarben, von einem oft undeutlichen, schwarzen Vorlager umsäumt, durch Reagenzien nicht merklich verändert. Apothecien an¬ gedrückt, mit stets flacher, nackter Scheibe und schwarzem, anfangs wulstig eingebogenem, später dünnem, niedergedrücktem Rande. Gehäuse braun. Hypothecium blaß, fast farblos, krumig. Paraphysen verklebt, oben
134 olivgrün. Sporen eiförmig, io—15 /z lang, 5—7,5^ dick. Jod bläut die Hymenialschicht. Auf kieselhaltigem Gestein, selten. Tirol: Kreuz joch bei Ellbogen, an Schieferfelsen (?); Kleiner Ret¬ tenstein, am Gipfel häufig; Geisstein; Predazzo und Paneveggio, auf Por¬ phyr über der Waldgrenze bis zum Bocchegipfel; an niedrigen Porphyr¬ felsen oberhalb des Colbricconesees. — Schweiz: Susten, Grimsel, Wen¬ gernalp, Riffel. — B a y r. Wald: Gipfel des Arber. — Schlesien: An den Felsen, welche vom Koppenkegel in den Riesengrund abstürzen. 993. L. lithophila (Ach.) Th. Fr. — L. lapicida var. lithophila Ach. Lecidella pruinosa und L. cyanea Kbr. Lager weinsteinartig, rissig gefeldert, grau oder weißlich, mit flachen Feldern, dünn, auf schwarzem Vorlager, durch Reagenzien nicht verändert: Hyphen durch Jod nicht gebläut. Apothecien angedrückt, 0,5—1,0 mm groß, zahlreich, zerstreut oder gehäuft und dann oft eckig, flach, oder leicht vertieft, trocken schwarz, nackt oder blaugrau bereift, feucht rötlich oder rötlich schwarz mit dünnem, vortretendem, bleibendem Rande. Gehäuse nur außen schwarz, Hypothecium farblos. Paraphysen zierlich, ziemlich locker verklebt, etwas keulig, oben bräunlich. Schläuche keulig. Sporen selten gut entwickelt, ellipsoidisch, 9—I2^z lang, 5—6 jtz dick. Jod färbt die Hymenialgallerte intensiv blau. Auf kieselhaltigem Gestein, in der Ebene auch auf Findlingen, steiner¬ nen Brückengeländern, Grenzsteinen usw. häufig. f. geographica Arn. Lager gräulich, von dem schwarzen Vorlager begrenzt und durchzogen, weder durch KOH noch CaCl verändert. Mark durch Jod braunrot ge¬ färbt. Apothecien etwas kleiner als beim Typus, schwarz, nackt, oder leicht bereift, berandet. Epithecium schmutzig grünbraun, durch KOH nicht ver¬ ändert, durch HNO3 etwas bräunlich werdend. Hypothecium farblos. Sporen länglich, 12—15 u. lang, 5 /z dick. Pyknokonidien gerade,. 12—15 p lang, 1 /z dick. Tirol: Brenner, an Gneisblöcken am Waldsaume über dem Kaserer im Vennatale; Ehrenburg, auf Tonschiefer bei Mühlen; Sarntal, nördliches Kreuzjoch, auf Sandstein. f, umbrosa Fw. Lager weißlich, mehlartig. Apothecien bräunlich, etwas bereift. Epi¬ thecium bräunlich, durch HNOS nicht gefärbt. Sporen länglich, 10 p lang, 5 /z, dick.
135 Tirol: Voldertal, auf Schiefer; an Glimmerschieferblöcken unterhalb der Waldrast; Paneveggio, auf schattigen Porphyrblöcken am Waldwege nach Giuribell. f. ochracea Ach. — L. daphoena ß ochracea Ach. Lager durchweg ocker-rostfarben. In den Alpen sehr häufig. — N o r d w e s t d e u ts c h 1 a n d. f. macularis Kernst. Apothecien fleckenförmig gehäuft, flach, eckig, sehr dünn berandet, mit verschieden verbogenem Rande, nackt, jung bereift, auch angefeuchtet schwarz. Tirol: Meran, Vöranerjoch auf Sandstein; Sarntal häufig in den Möltneralpen, südliches Kreuz joch, Kaserböden, östliche Kaserböden, auf Sandstein- und Porphyr. f. arthonioides Eitner. Lager sehr dick, etwa i mm, mit effiguriertem, überhängendem Rande, weißgrau, feinrissig gefeldert. Apothecien unregelmäßig fleckförmig ein¬ gesenkt, mit überhängendem Lagerrand. Schlesien : Seitendorf bei Roetschdorf, Weg nach dem Kalkberg an Felsblöcken; Eulengebirge, Popenstein. f. subnuda Fr. Lager dünn, Apothecien schwarz, nackt, flach, dichtgedrängt, dadurch eckig. f. cyanea Fike. Lager dicker, körnig, Apothecien gewölbt, bereift. var. minuta Kplh, Lager meist ganz fehlend. Apothecien klein, oft zusammengedrängt, eckig, nackt (f. nuda Rabenh.). var. nigrata A. Zahlbr. Lager rissig gefeldert, Felder fast flach, aschgräulich, weißlich, matt. Apothecien schwarz, nackt, nur in der Jugend angefeuchtet braun, erst dem Lager gleichhoch und dünn berandet, bald gewölbt, zuletzt oft zu¬ sammenfließend. N iederösterreich: Zwischen Puchers und Karlstift an Granit. 994. L. plana (Lahm.) Arn. — Lecidella plana Lahm. — Taf. LXXVIII B, Fig. 5; LXXIX, Fig. 7, 8.
136 Lager dünn oder fast fehlend, rissig oder warzig gefeldert, weißgrau oder aschgrau, auf -dünnem, oft undeutlichem, schwarzem Vorlager, durch Reagenzien nicht verändert. Apothecien meist zahlreich, klein, 0,3—0,8 mm breit, angedrückt, rund, rundlich-bogig oder bogig-eckig, mit anfangs ver¬ tiefter, später flacher, matter, nackter, schwarzer Scheibe und bleibendem, vortretendem, glänzendem Rande. Gehäuse schwärzlich. Hypothecium farblos. Paraphysen ziemlich dick, locker zusammenhängend, an den Enden schmalkeulig oder kopfig und grünlichbraun. Schläuche schmalkeulig. Sporen schmallänglich, 8—12^. lang, 2,5—4/z dick. Jod färbt die Hyme¬ nialschicht intensiv blau. Auf kieselhaltigem Gestein verbreitet. f. perfecta Arn. Lager schollig-rissig, blaß aschgrau, weder durch KOH noch durch CaCl verändert. Mark durch Jod rotbraun gefärbt. Apothecien schwarz, nackt, einzeln oder durch gegenseitigen Druck eckig, leicht gewölbt, innen durch KOH nicht verändert. Gehäuse schmutzig olivfarben, Epithecium dunkelgrün, beide durch HNOS purpurrosa gefärbt. Hymenium farblos, durch Jod gebläut. Sporen langgestreckt, 15—17 /z lang, 4—5 breit. Pyknokonidien nadelförmig, fast gerade, 18/z. lang, 1 ju, dick. Tirol: Mittelberg, auf Gneis und Glimmerschiefer am Wege zum Taschachgletscher; Gurgl, am Weg zum Gaisberggletscher; Westseite der Hohen Mut; unterhalb Waldrast; Sarntal, nördliches und südliches Kreuz¬ joch, Kaserböden; Hochübergang zwischen Val Maor und Caoria; ober¬ halb des Rollepasses. f. per convexa Nyl. Lager fast fehlend. Apothecien zerstreut, schwarz, stark gewölbt, einzeln oder zu drei bis vier gehäuft, die älteren eingedrückt-faltig, innen durch KOH nicht verändert. Epithecium dunkelgrün, -durch HNO3 violett- roa gefärbt. Hymenium und Hypothecium farblos, durch Jod gebläut. Sporen 12^ lang, 3 breit. Tirol: Tauern, an der senkrechten Seite einer Glimmerschieferwand seitwärts vom Wege zwischen Inner- und Außergschlöß. f. ecrustacea Nyl. Lager fast fehlend. Apothecien schwarz, nackt, herdenweise, einzeln oder gedrängt und durch gegenseitigen Druck eckig, innen durch KOH nicht verändert. Gehäuse und Epithecium schwarzgrün, durch HN1O3 violettrosa gefärbt. Hymenium und Hypothecium farblos, durch Jod ge¬ bläut. Sporen dünn, 9—11 lang, 3—4 breit.
137 Tirol: Gurgl, an der senkrechten Seite der Felsen im gegenüber¬ liegenden Gerolle, an Gneissteinen der Wiesenmauer außerhalb des Ortes am Wege zum Kuhkampleseck; Sarntal, nördliches Kreuzjoch, östliche Kaserböden, auf Sandstein. 995. L. plumbea Gar. Lager kreisrund, begrenzt, rissig gefeldert, aschgrau-bleifarben, unter¬ seits schwarz, mit etwas geschwollenen, gewölbten, am Rande nieder¬ gedrückten, etwas gelappten Felderchen. Apothecien aus den Felderchen entspringend, krugförmig eingesenkt, dann sitzend und flach bis etwas ver¬ tieft, von gleicher Höhe wie die Felder, berandet. Hypothecium blaß. Sporen eiförmig, kaum doppelt so lang als breit. Pyknokonidien ge¬ krümmt, 18—24 p, lang. Schweiz: An Granit in den Rhätischen Alpen; Gipfel des Aletsch- hornes; Valsesia. 996. L. sarcogynoides Kbr. Lager dünn, ausgebreitet, weinsteinartig-schorfig ; unregelmäßig rissig, wulstig uneben, schmutzig weißlich oder bräunlich, oft fast fehlend, stets verunreinigt aussehend, auf undeutlichem Vorlager. Apothecien angepreßt, immer gedrängt und durch gegenseitigen Druck unförmlich, meist nicht über 0,5 mm groß, mit vieleckig verbogener, flacher, mattschwarzer, oft dünn grau bereifter Scheibe und erhabenem, bleibendem, später etwas zurücktretendem, ungeteiltem oder welligem Rande. Gehäuse rotbraun, Hypothecium dunkelbraun oder schwärzlichbraun. Paraphysen verklebt, kirschrötlich, oben mit dunklerem, körnigem Epithecium. Schläuche schmal- keulig. Sporen länglich bis fast stäbchenförmig, 8—11 p lang, 2—3 p dick, oft von unregelmäßiger Form, gebogen oder in der Mitte eingeschnürt. Auf kieselhaltigem Gestein im Gebirge ziemlich verbreitet. Tirol: Gurgl, Brixen, Ehrenburg, Sarntal, Paneveggio. — Schweiz: M. Saleve bei Voirons. — Allgäuer Alpen: Bei Oberstdorf, auf Fly sch Sandstein; oberes Oytal.—Baden: An Granitfelsen bei Heidelberg. — Westfalen: Bruchhauser Steine. — R h e i n p r o v i n z: Drachenfels. — Thüringen: (Rutha?) — Sachsen: Auf Granit zwischen Stolpen und Neustadt; bei Dohna; auf erratischen Blöcken bei Königsbrück. — Böhmen: Auf Granit bei Puchers. — Schlesien: Nicht selten ; häufig im Hirsch¬ berger Tal auf bröckeligem Granit; auf Granit der Steinbrüche bei Streh¬ len verbreitet. — Anhalt. — Brandenburg : Zerbst, Potsdam, Kros¬ sen. — N iederösterreich: Agstein in der Wachau. 997’ L. intercalanda Hrn.
138 Lager mit Sirosiphon durchsetzt. Apothecien von biatorinischem Aus¬ sehen, schwarz, nackt, leicht gewölbt, mit verschwindendem Rande. Ge¬ häuse und Epithecium dunkel rauchbraun. Hymenium fast farblos, leicht rötlich, durch KOH nicht gefärbt, durch Jod gebläut. Hypothecium rötlich¬ braun. Sporen länglich eiförmig, io—14/6 lang, 3—4 dick, zu 8 im Schlauch. — Der L. sarcogynoides Kbr. sehr nahestehend, aber das blasse Hymenium durch KOH nicht gefärbt. Tirol: Paneveggio, auf Porphyr am Bocchegipfel; zwischen dem Rollepaß und dem Cavallazzo; oberhalb des Cavallazzosees; auf den obersten Höhen westlich vom Colbriccon. 998. L. promiscens Nyl. — L. inops Th. Fr. — Taf. LXXVIII, Fig. 5,6; LXXVIII B, Fig. 3. Lager sehr dünn, zerstreut, schmutzig aschgräulich-weißlich oder fehlend, durch Reagenzien nicht verändert, Hyphen durch Jod nur wenig violett gefärbt. Apothecien angewachsen, ziemlich klein, bis 1 mm groß, meist kleiner, regelmäßig, anfangs ziemlich flach und dünn berandet, später gewölbt und randlos. Gehäuse außen schmutzig smaragdgrünoder smaragd¬ grün-rußbraun, Hypothecium dunkel, braun oder schwarzbraun. Hymenial¬ schicht durchweg mehr oder weniger smaragdgrün, durch Jod gebläut, dann schmutzig, die Schläuche weinrot gefärbt. Paraphysen ziemlich locker zusammenhängend, zierlich, nach dem Scheitel zu etwas verdickt und wie der äußere Teil des Gehäuses gefärbt. Schläuche keulig. Sporen länglich, an beiden Enden stumpf, 9—11 lang, 3—4 p dick. Auf kieselhaltigem Gestein, besonders Gneis und Glimmerschiefer in den Zentralalpen häufig. 999. L. erratica Kbr. — L. expansa Nyl. — L. dispansa Nyl. — L. sar¬ cogynoides * dispansa Br. et Rostr. — L. enalliza ß fuliginea Th. Fr. — L. paraclitica Nyl. — Taf.LXXVIIB, Fig. 3. Lager sehr dünn, firnisartig ausgebreitet, zusammenhängend oder fein¬ rissig, seltener kleinkörnig bis kleinwarzig, schmutzig aschgrau oder grau- Erklärung zu Tafel LXXVII B. Fig. i. Lecidea declinascens, Schnitt durch ein Apothecium „ 2. „ jurana, „ „ „ „ ii 3* i» erratica, ,, ,, ,, ,, h 4- „ olivascens, „ „ „ „ h 5* i» decorosa, ,, ,, „ ,, „ 6. „ auriculata v. diducens, „ „ „ „ 7. „ fuliginosa, „ „ „ Vergrößerung 50.
139 weißlich, auf blauschwarzem, dendritisch gefranstem Vorlager, durch Rea¬ genzien nicht verändert. Apothecien klein, 0,3—0,7 mm breit, mit tief¬ schwarzer, anfangs flacher, vortretend dünn berandeter, später gewölbter, unberandeter Scheibe. Gehäuse außen blaugrün, innen fast farblos, Hypo¬ thecium schwarzbraun. Paraphysen verklebt, oben schwärzlichgrün oder dunkel olivbräunlichgrün. Sporen ellipsoidisch bis länglich, 6—11 lang, 3—4 p dick. Hymen ialgallerte durch Jod weinrot gefärbt. Pykniden ziem¬ lich häufig, warzenförmig, schwärzlich. Pyknokonidien länglich-zylindrisch oder fast ellipsoidisch, leicht gekrümmt, etwa 4 p lang, 1,5 p dick. Auf Granitgeröll, kieselhaltigem Gestein, Backsteinen durch das Ge¬ biet zerstreut. — AllgäuerAlpen: Auf Gneis am Bolgen. — Bayern: Zwischen Holzhausen und Deining; Augsburg, an einem Sandstein bei Gabelbach. — Fränk. Jura : An umherliegenden Hornsteinen im Nadel¬ walde oberhalb Schwandorf. — Baden: Merkur (Sandstein); Gunzen¬ bacher Tal bei Baden (Porphyr); Zastler; Kleinlaufenburg; um Heidel¬ berg. — Erzgebirge: Rittersgrün, Breitenbrunn. — Vogtland: Auf Quarzitblöcken bei Rommersreut. — Schlesien: Nimkau, Grünberg, Sagan usw. — Sachsen. — Hessen. — Westfalen, an verschiedenen Stand¬ orten. — Thüringen : Dörrberg, auf Sandsteinchen im Waldboden; ? Apfelstädtgrund bei Tambach, auf Holz eines Baumstumpfes. — Nord¬ west d.: Auf Geröll, häufig. — Schleswig-Holstein: Sachsenwald, zwischen Bordesholm und Einfeld, Kr. Kiel. — Brandenburg: Pots¬ dam, auf einem Stein im Walde bei den Ravensbergen. — Rügen : Auf Geröll am Denkmal von Groß-Stresow. — Niederösterreich: Sem¬ mering; Ziereck, auf Schieferplatten. 1Ö00. L. Sauteri Kbr. Lager ziemlich dick, weinsteinartig, warzig-gefeldert, weißlich, auf undeutlichem Vorlager, durch Reagenzien nicht verändert, Mark durch Jod gelbbraun gefärbt. Apothecien angewachsen, schwarz, nackt, ziemlich flach, innen durch KOH nicht verändert. Epithecium schwarzgrün, Hymenium farblos, durch Jod dunkelblau gefärbt. Hypothecium dick, dunkelrotbraun. Paraphysen kräftig, oben undeutlich gegliedert und dunkelgrün, mäßig und allmählich verdickt. Sporen länglich, 9—10 p lang, 3 p dick. Tirol : An Schieferfelsen des kleinen Rettenstein. IOOI. L. leucothallina Arn. Lager gefeldert mit flachen, fast milchweißen Felderchen, durch Rea¬ genzien nicht verändert, auf schwarzem, durch KOH nicht verändertem Vorlager. Mark durch Jod gelbbraun gefärbt. Apothecien zwischen den Feldern stehend, schwarz, regelmäßig blaugrün bereift, innen durch KOH
140 nicht verändert, Gehäuse dunkel olivfarben, durch Salpetersäure wenig gefärbt. Hymenium farblos, durch Jod gebläut. Hypothecium braun. Sporen einzellig, länglich, 9—12 p lang, 4/z dick, zu 8 im Schlauch.’ An Glimmerschiefer, Porphyr in den Alpen, selten. — Tirol: Kühe¬ tai, am Wege zu den Finstertaler Seen; Gurgl, Kühkampleseck und Rich¬ tung gegen den Festkogel; Zillertal, am oberen Schwarzenstein-See; im Porphyrgebiet des Travignolo vom Hochübergang gegen Caoria und bis zum Bocchegipfel verbreitet; westlich vom Colbriccon. 1002. L. ramulosa Th. Fr. Lager ausgebreitet, weißlich und stellenweise etwas bläulichgrau ge¬ scheckt, durch Reagenzien nicht verändert. Apothcien zerstreut oder ge¬ häuft und dann in verschiedener Weise eckig, sitzend oder angewachsen, bis 1 mm groß, zuerst lange flach und von dünnem Rande umgeben, später gewölbt und randlos. Gehäuse außen dunkel olivgrünlich, im übrigen blaß. Hypothecium rötlich-bräunlich. Paraphysen eng zusammenhängend, mehr oder weniger rötlich-bräunlich oder farblos, nach dem Scheitel zu schwärz¬ lich. Schläuche schmal keulig. Sporen länglich bis fast stäbchenförmig, gerade, an beiden Enden abgestumpft, 9—16^ lang, 3—4^ dick. Hyme¬ nialschicht durch Jod erst gebläut, dann schmutzig entfärbt. Riesengebirge in Schlesien: Kleine Schneegrube, Moos am Basalt inkrustierend (f. depressa Th. Fr.). 1003. L. promixta Nyl. Lager kleinschollig, dünn, weiß, meist aber fehlend oder als kleine Schüppchen am Grunde der Apothecien stehend, durch Reagenzien nicht verändert. Apothcien klein, mit anfangs vertiefter, später flacher oder leicht gewölbter, meist nackter, selten etwas bereifter Scheibe und dünnem, bleibendem, oft etwas eingebogenem Rande. Hypothecium schwarzbraun. Paraphysen oben verdickt und schwärzlich mit schwärzlichem, ins Violette spielendem Epithecium. Sporen länglich bis fast kahnförmig, 7—13 p lang, 2—3 p dick. Jod färbt die Hymenialschicht blau. Pyknokonidien stäbchenförmig 0,7 X 1 . Schlesien : Um die Kessel kuppe. — N o r d w e s t d.: Auf kleinem Geröll im Flugsand der Heide stellenweise, z. B. l>ei Döhlen, Viesbecker Heide, Süderburg, Issendorf usw. f. rupicola Sandst. Lager nicht erkennbar. Apothecien zerstreut. Gehäuse mit KOH rosenrot, etwas violett, Hypothecium schmal, braun, Epithecium grünlich bis schwärzlich. Sporen etwas größer, 8—12 p lang, 3—4 p dick.
141 Oldenburg: Auf den Granitblöcken einiger Steindenkmäler: Visbecker Braut; Steenoben zwischen Zeven und Steinfeld, überall spärlich. 1004. L. auriculata Th. Fr. — L. sarcogyniza Nyl. — L. phyllisco- carpa Nyl. — L. platycarpa Smrf. — L. lapicida a Nyl. Lager weißlich oder aschgrau-weißlich, rissig gefeldert, manchmal fast fehlend, durch Reagenzien nicht verändert. Apothecien angedrückt oder angewachsen, 1—2,5 mm, selbst bis 4 mm breit, meist etwas unregelmäßig und buchtig gelappt, anfangs flach, später mehr oder weniger gewölbt und in der Mitte oft genabelt-niedergedrückt mit meist lange bleibendem, welli¬ gem Rande, schwarz, nackt oder schwarz bereift. Gehäuse außen violett¬ schwarz. Hypothecium schmutzigbraun. Paraphysen locker zusammen¬ hängend, am Grunde schmutzigbraun, an der Spitze kopfig oder keulen¬ förmig verdickt und rußbraun, grünlich-rußbraun oder bläulich. Schläuche spärlich, schmal keulenförmig. Sporen länglich, 6—11 p lang, 2,5—3,5 p dick. Hymenialgallerte durch Jod tiefblau gefärbt. Auf kieselhaltigem Gestein, selten. Tirol : Jenesien, auf Porphyr im Gerolle am Saume des Lärchenwaldes gegen das kühle Brünnl; Pinzolo auf Tonalit. — Schweiz: Gipfel des Matter- und Wetterhorn; Gondo- schlucht (?) ; Gotthard (subsp. diducens?); obere Kaseralp l>ei Riva. — Steiermark : Auf Gneis der Gleinalpe. — Schlesien: Quadersand¬ stein der Heuscheuer. — No r d we s t d.: Auf Geröll am Wellohsberge bei Wildeshausen; Ahrensch in. der Gegend von Cuxhafen; Dünental bei Nord¬ dorf auf Amrum. var. diducens (Nyl.) Th. Fr. — Lecidea diducens Nyl. — L. auricu¬ lata /T paupera Th. Fr. — L. lapicida var. declinans Nyl. — L. 1. var decli¬ nata Nyl. — Taf. LXXVII, Fig. 9, 10; LXXVII B, Fig. 6. Lager fast fehlend. Tirol: Pinzolo, auf Tonalit. — Schweiz : Oien. 1005. L. promiscua Nyl. Lager dünn, weißlich, rissig gefeldert, unbegrenzt, durch KOH nicht verändert, Hyphen durch Jod gebläut. Apothecien schwarz, angewachsen und berandet, zuletzt gewölbt und randlos, 0,8—1,5 mm breit, innen gleich¬ farbig oder mit dunkelaschgrauer Hymenialschicht. Sporen zu 8, länglich, einzellig, 8—13 p lang, 2,5—3,5 p dick. Paraphysen zierlich, am Scheitel verdickt und braunschwärzlich, mit schwärzlichem Epithecium. Hypothe¬ cium braun. Jod färbt die Hymenialgallerte intensiv blau. Auf kieselhaltigem Gestein, besonders Gneis und Sandstein in den Alpen, selten. Tirol: Mittelberg, auf Gneisblöcken beim Mittagskögele;
142 Brenner, auf Gneisblöcken am Waldsaum über dem Kaserer im Ven natale; Meran, Vöranerjoch, auf Sandstein; Ridnaun, auf Schiefer; Sarntal, Kaser¬ böden auf Sandstein. 1006. L. gregalis Arn. Lager weißlich, feinrissig, durch Reagenzien nicht verändert, Hyphen durch Jod gebläut. Apothecien schwarz, herdenweise wachsend, ziemlich klein. Epithecium braun-olivschwarz, durch Salpetersäure gefärbt. Hyme¬ nium farblos, durch Jod gebläut, Hypothecium bräunlich. Sporen einzellig, dünn, 9—11 /z lang, 3 p, breit. Tirol : Paneveggio, an kleineren Porphyrblöcken auf der mit Senecio cordatus bewachsenen Wiesenfläche oberhalb der Alpe vor dem Rollepaß. 1007. L. pachyphloea Kbr. Lager weinsteinartig, ziemlich dick, begrenzt rissig, bläulich-lichtgrau, innen rein weiß, auf undeutlichem Vorlager. Apothecien mittelgroß, ober¬ flächlich sitzend, tiefschwarz, nackt, dauernd flach, mit geschwollenem, vor¬ tretendem, etwas glänzendem, zuletzt hin und hergebogenem Rande. Para¬ physen verklebt, Epithecium grünlichbraun. Schläuche keulig, achtsporig. Sporen mittelgroß, ellipsoidisch mit spitzlichen Enden, farblos, 3—31/2mal so lang als breit. Ostpreußen: An erratischen Granitblöcken bei Labiau. Nach Körber steht die Art genau zwischen L. albocoerulescens (Wulff.) Kbr. und L. confluens (Web.) Kbr. Nach Nyl. bei Ohlert p. 14 ist sie eine L. platycarpa mit dichterem Lager. 1008. L. pallidaeiormis Anzi. Lager weißlich, warzig-körnig, mit zerstreuten oder in eine geborstene Kruste vereinigten Körnchen. Apothecien fast kugelig, unberandet, etwas spangrün bereift. Sporen ellipsoidisch, 10—12 p. lang, 4—5 dick. Alpen : An Glimmerschiefer im Val Tartano. 1009. L. distans Kplhbr. — Lecidella distans Kbr. — Lecidea strami¬ nea Anzi. Lager weinsteinartig, fast kreisrund abgegrenzt, kleinfelderig, mit flachen Feldern, flach, glatt, graugelblich oder hell grünlichgelb, auf vor¬ tretendem, schwarzem Vorlager. Apothecien dauernd eingesenkt, klein, 0,2 bis 0,4 mm breit, das Lager nicht überragend, mit flacher, nackter, schwar¬ zer Scheibe und dünnem, zuweilen versewindendem Rande. Gehäuse dunkel¬ braun, Hypothecium hell- oder dunkelbräunlich. Paraphysen stark verklebt, am Scheitel schwärzlich-smaragdgrün. Schläuche breitkeulig, oft etwas auf¬
143 getrieben. Sporen ellipsoidisch bis fast kugelig, breit gesäumt 8—12/z lang, 4—5 p dick. Schlesien : Am Granit des Schneekoppengipfels. — Tirol: Stanzertal, an der senkrechten Seite eines Glimmenschieferfelsens oberhalb der Albonseen; Paznaun; Jamtal; Kühetai, zwischen den beiden Finster¬ taler Seen; Gurgl, am Wege zum Eissee; Roßkogel, über dem Tale, in welchem der Weißbach entspringt, an Felsen der Bergschneide; Paneveggio, an einer Porphyrwand unterhalb des linken Bocchesees. — S ch we i z : An Granitfelsen um Bormio; im Engadin. — Allgäuer Alpen: Auf Gaultsandstein in den Gottesackerwänden. 1010. L. sudetica Kbr. — Lecidella sudetica Stein. Lager weinsteinartig, dick, ausgebreitet, oft runzelig-wulstig, rissig gefeldert, mit meist gewölbten Felderchen, matt gelblichweiß, rötlichgrau oder grau-ockerfarben, auf selten wahrnehmbarem schwarzem Vorlager. Apothecien eingesenkt oder vortretend, selten bis 1 mm breit, oft gedrängt und zusammenfließend, mit meist flacher, schwarzer, nackter Scheibe und meist verschwindendem, dünnem, schwarzem Rande. Gehäuse dunkelbraun. Hypothecium dunkelbraun. Paraphysen oben grünlichbraun oder grün¬ schwärzlich. Sporen ellipsoidisch, 9—12^ lang, 4—5 dick. Auch diese Art wird von Arnold zu L. pantherina gezogen. Alpen: Auf Glimmerschiefer im Engadin, Bormio, M. Fenera. — Allgäuer Alpen: Gottesacker wände. — B a y r. Wald: Gipfel des Arber. — Erzgebirge: Um Altenberg, Porphyr des Kahlenberges, westliche Steingehänge nahe dem Gipfel. — Schlesien: An Glimmer¬ schieferblöcken der Schneekoppe; auf Granit der schwarzen Koppe, der Dreisteine und der Kesselkoppe. — Harz : Mehrfach, z. B. Brockenkuppe, Achtermannshöhe, Heinrichshöhe, Leistenklippen, Bärenklippe, Zeter¬ klippen; Hahnenkleeklippen. 1011. L. viridans Fr. — Lecidella viridans Kbr. Lager weinsteinartig, sehr dünn, kleinkörnig, gelbgrünlich oder schmutzig gelblich, auf undeutlichem schwarzem Vorlager, durch KOH gelblich, durch KOH + CaCl orangerot, durch CaCl allein nicht gefärbt. Apothecium klein, 0,2—0,4 mm groß, sitzend, mit nackter, schwarzer, erst flacher, dünn berandeter, später mäßig gewölbter Scheibe, fast randlos. Ge¬ häuse rotbraun-schwärzlich, Hypothecium gelbbraun. Paraphysen locker, fädig, ungefärbt, oben trüb grünbräunlich oder grünschwärzlich. Schläuche keilförmig. Sporen klein, eiförmig bis fast keulig, 9—12 p lang, 6—8(u dick, undeutlich gesäumt. Jod färbt die Hymenialschicht bläulich.
144 Auf kieselhaltigem Gestein im Gebirge weit verbreitet, aber nicht be¬ sonders häufig. 1012. Lecidea alboflava (Kbr.) — Lecidella alboflava Kbr. Lager weinsteinartig, dick, ausgebreitet, rissig gefeldert, mit flachen oder leicht gewölbten Felderchen, weiß, weißgelblich oder ganz hellbräun¬ lich, mit KOH intensiv ziegelrot sich färbend, auf zartem, oft undeutlichem, schwarzem Vorlager. Apothecien meist gedrängt, etwa i mm breit, oft zu¬ sammenfließend, angedrückt oder sitzend, mit flacher oder geschwollener, schwarzer, nackter Scheibe und dünnem, anfangs hellgrauem, vortreten¬ dem, später fast verschwindendem, glänzendschwarzem Rande. Hypothe¬ cium hellbräunlich. Sporen eiförmig-ellipsoidisch (nach Stein), 9—11 fi lang, 4—5 breit. Gehäuse braunschwarz. Paraphysen verklebt, oben nicht verdickt und schmal, trüb olivgrün oder bräunlichgrün. Schläuche keulig. Schlesien : Basalt der kleinen Schneegrube sehr häufig. — Schweiz : Reculet bei Genf; an. Glimmerschiefer am M. Massucco im Val di Dentro; bei Tarasp; Furka; Scheidegg; Rhonegletscher. 1013. L. obscurissima Nyl. — Lecidella Mosigii Kbr. — Lecidea Mo- sigii Hepp. Lager weinsteinartig, rissig gefeldert, mit eckigen, flachen Felderchen, weißlichgrau, aschgrau bis grauschwärzlich, auf schwarzem Vorlager. Apo¬ thecien den Felderchen untermischt, anfangs eingesenkt, später vortretend, mit erst flacher, dünn berandeter, später stark gewölbter, unberandeter nackter, schwarzer Scheibe. Gehäuse braungrünlich, Hypothecium hell oder dunkel gelbbraun. Paraphysen locker zusammenhängend, oben keulig verdickt, braungrünlich oder schwärzlichgrün. Schläuche breit- bis aufgeblasen-keulig. Sporen breit ellipsoidisch bis kugelig, ge¬ säumt, 10—14 p.\ lang, 6—10^ dick. Der L. tenebrosa äußerlich fast ganz gleich. Schlesien: In der Hochgebirgsregion des Riesengebirges an Granit, nicht selten. — Alpen, ziemlich häufig in den Hochalpen auf Glimmerschiefer, Porphyr und anderen kieselhaltigen Gesteinen. 1014. L. speirea Ach. — L. contigua v. platycarpa Fr. — L. con¬ tigua Fr. — L. contigua v. speirea Nyl. — Taf. LXXVI B, Fig. 10. Lager ausgebreitet, weinsteinartig, ziemlich dick, glatt, runzelig oder rissig gefeldert, rein weiß oder gelblichweiß, auf weißem Vorlager, durch KOH oder CaCl nicht verändert. Apothecien 1—2 mm breit, anfangs an¬ gedrückt, später oft stark vortretend, mitunter in der Form ziemlich un¬ regelmäßig, mit fast glänzendschwarzer, dauernd flacher oder zuletzt
145 gewölbter, nackter oder leicht bereifter Scheibe und meist sehr undeut¬ lichem, dünnem, nackt schwarzem oder grau bestaubtem eigenem Rande. Lagerrand dick', weiß, zuletzt meist ganz verschwindend. Gehäuse dick, schwärzlich. Hypothecium dick, schwarz oder dunkelbraunschwarz. Para¬ physen mehr oder weniger dicht verklebt, zierlich, nach dem Scheitel zu heller oder dunkler grünlichbraun. Schläuche keulig. Sporen ellipsoidisch oder tränenförmig, 8—14 lang, 5—7 p dick. Jod färbt die Hymenial¬ schicht intensiv blau. Auf kieseiigem Gestein, seltener auf kalkhaltigem im Gebirge ver¬ breitet, in den Alpen häufig. f. alpina (Hepp.) Arn. — L. alpina Hepp. — Lager weißlich, mehlartig, rissig gefeldert, weder durch KOH noch CaCl verändert. Hyphen durch Jod gebläut. Apothecien kleiner, flach, durch gegenseitigen Druck eckig, reiflos, innen durch KOH nicht verändert. Epithecium schmutziggrün, durch HNO3 wenig gefärbt. Hypothecium bräunlich, 15 p lang, 5—6 p breit. Tirol: Paneveggio, auf Sandstein oberhalb des Rollepaß in der Nähe der Felsenmulde. f. trullissata (Krempelh.) — Porpidia trullissata b. microscarpa Kbr. Apothecien hervortretend, Scheibe stark gewölbt, fast dauernd weiß be¬ randet. — Tirol, ziemlich verbreitet. 1015. L. leucitica Fr. — L. confluens f. leucitica Schaer. Lager weißlich, kleinrissig, weder durch KOH noch CaCl verändert. Hyphen durch Jod gebläut. Apothecien schwarz, nicht selten gehäuft. Epithecium dunkelgrün, durch HNO3 gefärbt. Hymenium farblos, Hypo¬ thecium braun. Sporen länglich, 10—12 p lang, 4 p breit. Pyknokonidien gerade, 10—12^ lang, 1 p dick. Tirol : Kleines Walsertal, auf Kalkhornstein am Schlappoltereck; Fellhorn; großer Rettenstein, auf Phyllit; Plose, auf Schiefer; Sarntal, südliches Kreuzjoch, auf Porphyr; Kaserböden und östliche Kaserböden, auf Sandstein; Villnöß, Bad Troi, auf Phyllit; Paneveggio, auf Porphyr am Bocchegipfel; Pinzolo, Mandron, auf Tonalit. — Steiermark: Niederwechsel, auf Gneis. — Schweiz: „ad saxa in alpibus“ ohne nähere Standortangabe. 1016. L. lapicida Ach. — L. polycarpa Fike. — L. lithophila Nyl. — L. caesia Ach. — Lager dünn, weinsteinartig, ausgebreitet, kleinrissig gefeldert, mit meist flachen Felderchen, weißlich oder aschgrau, auf undeutlichem, Thomö-Migula, Flechten. II. (Flora XII, 2.) ]Q
146 grauem oder schwarzem Vorlager, durch Kalilauge nicht gefärbt, im Aus¬ sehen dürr, wie vertrocknet. Hyphen durch Jod gebläut. Apothecien bis 0,5 mm breit, selten bis 2 mm, anfangs eingesenkt, später angedrückt, zu¬ weilen gedrängt und zusammenfließend, anfangs leicht vertieft, später fast dauernd flach, schwarz, nackt, von dünnem, vortretendem Rande umgeben, zuweilen schwach gewölbt, randlos und verbogen. Gehäuse schwärzlich, Hypothecium dunkler oder heller rötlichbraun. Paraphysen schwächer oder stärker verklebt, am Scheitel schwärzlichblau, bräunlich-smaragdgrün oder bräunlich. Schläuche keulenförmig oder etwas aufgeblasen - keulig. Sporen ellipsoidisch, 9—13 p, lang, 4—6 dick. Die Hymenialschicht wird durch Jod gebläut, dann schmutzig entfärbt. Pyknokonidien 10—12 f.t lang, ähnlich wie bei L. pantherina. Von L. pantherina ist die Flechte durch ihr dürres, vertrocknetes Aus¬ sehen meist gut zu unterscheiden, im übrigen besteht aber kein scharfer Unterschied, da nach Fries auch die Kalireaktion unzuverlässig ist. Auf Urgestein, besonders Glimmerschiefer, schieferigem Gestein, Gneis, in den Alpen verbreitet und zum Teil häufig, sonst zerstreut. f. ochromela (Ach.) Arn. — L. confluens <5 ochromela Ach-. — L. decli¬ nans v. subterluens und var. ochromelaena Nyl. Lager durch Eisenverbindungen ockergelb gefärbt. Sporen 9—15 /4 lang, 4—7 p. breit. In den Alpen sehr verbreitet. 1017. L. declinascens Nyl. — Taf. LXXVI, Fig. I, 2; LXXVII B, Fig-1- Der L. lapicida sehr ähnlich, aber die Paraphysen nicht deutlich ge¬ gliedert, am Scheitel bläulich-schwärzlich. Sporen 10—14/4 lang, 5— dick. Jod färbt die Hymenialschicht mitsamt den Schläuchen dauernd blau oder die Schläuche etwas violett. Tirol: Stanzertal, Höhe des Kaiserjoches; Randeital, auf Glimmer¬ schiefer; Predazzo, auf Porphyr am Jochübergange von Val Maor nach Caoria und am Bocchegipfel; Pinzolo, auf Tonalit bei St. Stefano. — Schweiz: St. Gotthard, auf Gneis. var. subterluescens Nyl. — Lecidea subterluescens Arn. Unterscheidet sich durch farbloses oder fast farbloses Hypothecium. Jod färbt die Hymenialschicht blau, dann die Schläuche violett. Pykno¬ konidien 10—14/Zi lang, 0,6/z dick. T i rol: Gurgl, an Glimmerschieferblöcken rechts über dem Gaisbcrg- gletscher; Zillertal, Grünberg, Gehänge über den Hütten; Stilfserjoch, auf
147 Glimmerschiefer auf der Jochhöhe; Predazzo, auf Porphyr am Jochüber- gang zwischen Val Maor und Caoria und am Bocchegipfel; Paneveggio, auf Porphyrblöcken am Gipfel des Cavallazzo. Schweiz. f. ochromeliza Nyl. — L. subterluescens f. ochromeliza Arn. Lager rostrot gefärbt. Hymenialgallerte durch Jod gebläut, die Schläuche später violett gefärbt. Pyknokonidien 7—11 // lang, 0,7—0,8 p dick. Tirol: Stanzertal, Kaiserjoch; Malfontal; Waldrast; Predazzo, am Fuße der Margola; Pinzolo, auf Tonalit k>ei S. Stefano. — Schweiz: St. Moritz; um Riva; um Alagna. f. oxy data Anzi. Lager blaß ockergelb. Mark durch Jod gebläut. Epithecium schwarz¬ grün, durch KOH nicht verändert. Hymenium farblos, durch Jod gebläut. Hypothecium fast farblos oder gelblich. Sporen 12—15 p lang, 5—6 p dick. Tirol: Finstertal, Umhausen, Gurgl, Roßkogel, Waldrast, Großer Rettenstein, Seis, Predazzo, Paneveggio. — Steiermark: Stuhlalpe. — Schweiz: Val Furva. 1018. L. Güttingeri Müll.-Arg. Lager weinsteinartig, aschgrau-ockergelb, geborsten-gefeldert; Felder nach allen Richtungen rissig und spitzwarzig, auf gleichfarbigem Hypo¬ thallus. Apothecien x/5—x/2 mm breit, polsterförmig gehäuft und zum Teil fast einzeln, angewachsen-oberflächlich, schwarz, etwas glänzend, immer vortretend berandet und bald runzelig-faltig; Rand etwas geschwollen, oft ziemlich zusammenneigend, Scheibe flach, schwarz. Hymenium intensiv spangrün, etwa 40—50 p hoch, Epithecium schwärzlich spangrün, Hypo¬ thecium dick, schwarzbraun. Paraphysen stark verklebt; Schläuche läng¬ lich verkehrt-eiförmig, achtsporig. Sporen 9—13 p lang, 4—5 p breit, ei¬ förmig oder länglich-eiförmig, einzellig, farblos. Schweiz: Matterhorn. 1019. L. theiodes Smrft. — Lecidella theiodes Kbr. Lager dick, weinsteinartig, rissig gefeldert, mit runzeligen oder warzig-faltigen Feldern, fast schwefelgelb, durch KOH gelb, dann blutrot gefärbt, welche Farbe durch CaCl wieder verschwindet, letzteres allein färbt nicht. Die Hyphen werden durch Jod blau. Apothecien eingesenkt, das Lager nicht überragend, ziemlich flach, mit anfangs bleigrau bereifter, 10*
148 später meist nackter, schwarzer Scheibe und bleibendem, vortretendem, dünnem, bogigem Rande, etwa i mm breit. Gehäuse schwärzlich. Hypo¬ thecium schmutzig bräunlich oder braungelblich. Paraphysen gallertig ver¬ klebt, aber ziemlich deutlich, oft gegliedert, nach dem Scheitel zu braun¬ schwarz. Schläuche keulig. Sporen sehr selten, iolang, 5^ dick, ellip¬ soidisch. Jod färbt die Hymenialschicht erst blau, dann schmutzig weinrot oder violett. Schlesien: Nur einmal an einem vom Rosenberge herabgerollten Magnetkiesblock frei der G. Buchbergerschen Baude im Riesengrunde ge¬ funden. — Der Standort im Taunus ist sehr unwahrscheinlich. 1020. L. leptoceramia Anzi. — L. confluens var. leptoceramia Stitzenb. Lager sehr weit ausgebreitet, weiß-aschgrau, dünn, flach, rissig ge¬ feldert, zuletzt zerstreut. Apothecien klein, angedrückt, herdenweise, sehr zahlreich, den mittleren Teil des Lagers dicht bedeckend, durch gegen¬ seitigen Druck eckig, vertieft oder flach mit erhabenem Rande. Sporen eiförmig, 10—13 lang, 5—7 dick. Schweiz: Über Glimmerschiefer am Splügen. 1021. L. lacteola Nyl. Lager dünn, weißlich, kleinschuppig angedrückt gefeldert, stellenweise aus etwas zerstreuten Schüppchen gebildet, ohne erkennbares Vorlager. Apothecien schwarz, angewachsen, flach, 0,2—0,3 mm groß, zart berandet, immer aschgräulich. Gehäuse bläulich dunkel, Hypothecium leicht rötlich. Paraphysen gesondert. Sporen zu 8, ellipsoidisch, einzellig, 10—12 lang, 6—7 p dick. Jod färbt die Hymenialschicht, besonders die Schläuche, bläu¬ lich, dann wein rot-bräunlich. Pyknokonidien wenig gebogen, 10—12 p lang, 5 dick. Kalilauge färbt das Lager schwach gelblich. Heidelberg: Auf Sandsteinen im lichten Niederwalde an der Süd¬ seite des Heiligenberges über dem Philosophenwege und seltener auf dem Ringwall. 1022. L. nigrogrisea Nyl. Lager weißgrau, körnig, aber gefeldert, weder durch KOH noch CaCl verändert. Hyphen durch Jod nicht gebläut. Apothecien schwarz, flach, dünn berandet, nackt oder leicht bereift, innen schwarz. Hypothecium dunkelbraun, dick, in das schwarze Gehäuse übergehend. Epithecium und Gehäuse schwärzlichgrün oder schwarz, kräftig. Sporen 10—13 p lang, 5 p dick. Jod färbt die Hymenialgallerte bläulich, die Schläuche bräunlich¬ weinrot.
149 Nordwestdeutschland: Auf einem Granitblock des Steindenk¬ mals bei Leitstade; an der steil abfallenden Wand eines Granitblockes bei Steinkimmen; auf Dachziegeln auf Rasmus Stall in Zwischenahn. 1023. L. vorticosa (Flk.) Kbr.—L. sabuletorum ö vorticosa Flörke.— L. pullulans Th. Fr. — L. sublatypea Leigth. — L. latybodes Nyl. Lager ausgebreitet, dünn, oft fast fehlend, rissig zerteilt, weißlich oder aschgrau, auf schwarzem Vorlager, durch Reagenzien nicht merklich ver¬ ändert. Hyphen durch Jod nicht blau gefärbt. Apothecien meist sehr zahl¬ reich, bis 1 mm breit, angepreßt bis fast eingesenkt, mit anfangs krug¬ förmiger, später flacher oder leicht gewölbter, feinrauher, matter, schwarzer Scheibe und dünnem, vortretendem, meist bleibendem Rande. Gehäuse und Hypothecium schwarzbraun. Paraphysen gallertig verklebt, farblos oder blaß bläulich, am Scheitel prachtvoll bläulich-smaragdgrün. Schläuche keulig. Sporen länglich oder länglich-ellipsoidisch, 11—13^ lang, 4—5 (j. dick. Jod färbt die Hymenialschicht intensiv blau. Auf kieselhaltigem Gestein im Gebirge; in den Alpen verbreitet und nicht selten. — Im R i e s e n ge b i r g e selten: Schneekoppe; Kleiner Teich ; Reifträger; Kesselkoppe. — Erzgebirge: Rittersgrün, Glimmerschiefer¬ felsen bei Breitenbrunn; Phyllitfelsen am roten Hammerweg; um Alten¬ berg, Basaltblöcke des Geisings; westliche Steingehänge des Kahleberges; Porphyr des roten Steins. — Hessen: Hanau (?). 1024. U segregula Nyl. Lager weißlich, körnig, aus etwas gewölbten, bis 0,5 mm breiten oder kleineren, etwas felderartigen, zerstreuten oder stellenweise sich berühren¬ den Körnchen gebildet, durch KOH J- CaCl rot gefärbt. Apothecien schwarz, flach, berandet, bis fast 1 mm breit bereift oder fast nackt, innen weißlich, am Grunde schwarz. Gehäuse und Hypothecium schwarz. Para¬ physen gegliedert mit blaß schwärzlichem Epithecium. Sporen zu 8, ellip¬ soidisch, einzellig, 10—12^. lang, 4—6 p, dick. Jod färbt die Hymenial¬ schicht blau, später, besonders die Schläuche, weinrot. Heidelberg: Granitfelsen am Haarlasse; Sandsteine des Haar- lasses. — M i 11 e 1 f r a n k e n. f, fuscior Nyl. Lager blaugrün-bräunlich, mehr zusammenhängend gefeldert. Sporen öfters länglich, n—15 lang, etwa 4,5 dick. Heidelberg: Auf Sandsteinen des Ringwalles. 1025. L. oblita Bagl. et Car.
150 Lager ausgebreitet, aschgrau-ockerfarben aus meist etwas getrennten Körnchen und kleinen Warzen gebildet. Apothecien mittelgroß, sitzend, schwarz, dauernd flach, mitunter etwas traubig gehäuft und unförmlich, mit ziemlich dickem, erhabenem, zuletzt verschmälertem, hin und her ge¬ bogenem Rande. Sporen ziemlich groß, stumpf ellipsoidisch, 15—19 p lang, 9—12 p dick. Alpen: Granitfelsen bei Varallo. 1026. L. incongrua Nyl. Lager ziemlich dick weißlich bis blaugrau, ungleich körnig, zerrissen bis grobrissig gefeldert, zuweilen nur in einzelnen Körnchen über das schwarze Vorlager zerstreut, weder durch KOH noch CaCl verändert. Mark durch Jod gebräunt. Apothecien ziemlich flach, schwarz, etwas glän¬ zend, jung leicht bereift, innen durch KOH nicht verändert. Epithecium dunkel schmutziggrün, durch KOH nicht verändert, durch HNO3 leicht violett gefärbt. Hymenium und Hypothecium farblos, durch Jod gebläut. Paraphysen mäßig verklebt, nach dem Scheitel zu allmählich und schwach verdickt. Sporen bei der nordischen Form 12—16 p lang, 8—10 ^dick, bei der Tiroler 9—14^. lang, 5—6 p breit. Pykniden schwarz, punktförmig, in den Thallus eingesenkt. Pyknokonidien nadelförmig, gekrümmt 22 p lang, 1 p dick. Tirol: Stanzertal, Glimmerschiefer über den Albonseen; im Rendel¬ tale ; Roßkogel oberhalb des Weißbaches; Brenner, nicht weit vom Wilden See; Zillertal; Grünberg; Jenesien, rechts vom Weg auf den Salten; Pre¬ dazzo, auf Porphyr am Hochübergang zwischen Val Maor und Caoria; Paneveggio, über dem Castelazzo-See. — Schweiz: M. Saleve. Von L. incongrua Nyl. ist kaum L. subcongrua Nyl. zu trennen; sie unterscheidet sich im wesentlichen nur dadurch, daß das Lager durch KOH + CaCl gelbrötlich wird. Tirol: Brixen, auf Tonschiefer am Wege vom Walderhof nach Lüsen. 1027. L. protrusa Fr. — Lecidella protrusa Kbr. — Lecidea scabra Tayl. — L. enterochlora Tayl. Lager ausgebreitet, ziemlich dick, krustig, körnig-warzig, mit sich berührenden oder zerstreuten Warzen, mitunter sorediös, blaß schwefel¬ farben, durch KOH gelb, durch CaCl orangerot gefärbt. Apothecien schwarz, zahlreich, oft zusammenfließend, eingewachsen-sitzend, anfangs flach, dann gewölbt, schwarz, nackt, mit glattem, ungeteiltem, mitunter verschwindendem Rande. Hypothecium rotbraun. Paraphysen locker zu¬
151 sammenhängend, am Scheitel schwarzgrün. Sporen länglich-ellipsoidisch, ii—14 jll lang, 7—8 dick. Hymenialschicht durch Jod gebläut. Auf kieselhaltigem Gestein im Süden und Südwesten, ziemlich selten. Tirol: Jenesien, Porphyr, am Krummbühel; Paneveggio, auf Sandstein und Mergelkalk am Rollepaß, an einer Felswand am südlichen Absturz der Mulde; an den Felsen des Geisstein (?). — Schweiz: Alpe Trella; Wallis. — Fränk. Jura: Selten an Sandsteinblöcken im Föhrenwalde oberhalb Pretzfeld; an Hornsteinen am Waldsaume oberhalb Neues sing unweit Randegg; an Quarzblöcken im Schweinsparke bei Eichstätt. — Baden: Hausach- und Kinzigtal auf Gneis; um Heidelberg, Schlierbach, Handschuchsheim. — Taunus. — Nord westdeutsch land: Auf Backsteinen bei Damme; Brückenmauer von Gristede; Scharrel; Kappeln; Bliedersdorf; Norderney, Nordstrand; Umgegend von Hamburg. — Hol¬ stein : Stein wälle im Sachsenwald. f. lignicola Sandst. Thallus körnig-sorediös, durch KOH und CaCl wie bei der Hauptform gefärbt. Gehäuse fuchsrot, Hypothecium gelb, Epithecium, blaugrün, dick. N o r d wes t deu t sc hl an d: An Holzwerk der Kirche in Middoge; Holz werk auf Baltrum. var. meiococca (Nyl.) — Lecidea meiococca Nyl. Von der typischen Form verschieden durch rötliche oder etwas blasse Apothecien. Baden : Heidelberg, auf Porphyr im Fuchstrapp. 1028. L. eliminata Arn. — L. atrosulphurea var. eliminata Arn. — L. marginata Arn. — L. marginata var. eliminata Arn. Lager blaßgelblich, durch KOH gelblich, durch CaCl nicht gefärbt, etwas dick, fast kugelig-felderig, Mark durch Jod gelbbraun gefärbt. Apo¬ thecien lecideinisch, olivschwärzlich, nackt, gewölbt, innen durch KOH nicht gefärbt. Epithecium schmutzig gelblichgrün, durch HNO3 nicht gefärbt. Hypothecium farblos, Hymenium durch Jod gebläut, dann schmutzig wein¬ rot gefärbt. Hymenialgonidien nur unter dem Rande des Apotheciums liegend. Sporen eiförmig, 12^ lang, 5—6 dick, zu 8 im Schlauch. Pyk¬ niden selten, schwarz, eingesenkt, punktförmig. Pyknokonidien nadel¬ förmig, gebogen, 14—16 ju lang, 1 p dick. Tirol: Kleiner Rettenstein, nicht selten am Wege zum Roßgrubkogel. 1029. L. formosa Bagl. et Car. Lager weiß oder aschgrau-weißlich, warzig, mit felderartigen, ab¬ gerundeten, meist blasig - faltigen, mehr oder minder dicht zusammen¬
152 gedrängten Warzen. Apothecien angedrückt oder zuletzt erhaben-sitzend, gewölbt mit verschmälertem, bald verschwindendem Rande. Sporen ei¬ förmig, io—2i //. lang, 5—6^ breit. Tirol: Brenner, selten an Geröllsteinen unter einem Felsen nicht weit vom Wilden See. — Schweiz : An Felsen bei Alagna. 1030. L. Hillmanni Anders. Thallus epilitisch, dem Substrat wie firnisartig angegossen, fast glatt, glanzlos, feinrissig, Areolen flach; Thallusoberfläche schmutzig grau bis weißlich, hie und da, besonders am Saume, durch Eisenoxyd rotbraun ge¬ färbt. Apothecien 0,25—1 mm groß, anfangs eingesenkt, fast punktförmig, mit flacher oder etwas vertiefter Scheibe, oft scheinbar vom Thallus be¬ randet, später nur wenig über die Oberfläche der Areolen erhaben, mit ein wenig gewölbter, unbereifter Scheibe; diese schwarzbraun bis schwarz, im feuchten Zustand hellbraun, Rand sehr dünn, grau bis schwärzlich, bleibend. Paraphysen einfach, an der Spitze nicht erheblich verdickt. Schläuche keulig, etwa 42 X 15 /x. groß. Sporen meist zweireihig im Schlauch, läng¬ lich elliptisch, 12 X 14 (16) X 5—5,5 p groß, griesig erfüllt, oft insbeson¬ dere gegen -die beiden Enden zu; nach der Behandlung mit K erscheinen die Sporen durch Zusammenballung des öligen Inhaltes scheinbar zwei¬ zeilig. Pykniden konnten nicht aufgefunden werden. Jod färbt die Para¬ physen intensiv blau, die Schläuche trüb blaugrün, die Sporen gelb. KOH und CaCl rufen keine Veränderung hervor. HCl färbt den- Thallus vorüber¬ gehend dunkel grasgrün, während der Thallus der ähnlichen L. crustulata bleibend hellgrün bis gelbgrün gefärbt wird. Böhmen: Auf losen Basaltstücken des Waldrandes am Nordfuße des Lindberges bei Langenau nächst Leipa; Klei sge roll, Kitzberg bei Sonneberg. 1031. L. decolor Arn. Lager dünn, rissig, blaß, schmutzig weißlich oder seltener aschgräu¬ lich, durch KOH nicht verändert, Hyphen durch Jod stellenweise aber deutlich gebläut. Apothecien klein, schwarz, nackt, zahlreich, innen durch KOH nicht verändert. Paraphysen zierlich oder mittelstark, am Scheitel verdickt und braun oder braunschwärzlich mit dunklem, dunkel olivgrün¬ lichem Epithecium. Hypothecium braun. Sporen länglich, 12—15 p\ lang, 5—7 p breit, zu 8 im Schlauch. Jod bläut die Hymenialschicht, während die Schläuche etwas violett gefärbt werden. T i rol: Gurgl, an Glimmerschieferblöcken im gegenüberliegenden Ge¬ röll und längs der Gipfelschneide des Festkogel; Roßkogel, an Glimmer¬
153 schieferblöcken unterhalb des Seeauflusses; Tauern, am Gipfel des Rotten- kogel; Sarntal, südliches Kreuz joch. 1032. L. lacticolor Arn. Lager Weinstein artig, etwas scholl ig-felderig, weißlich, durch KOH gelb, durch CaCl nicht gefärbt, Mark durch Jod gebläut. Apothecien schwarz, bereift, im Alter gewölbt. Epithecium dunkelgrün, durch KOH nicht verändert, durch Salpetersäure rosaviolett gefärbt. Hymenium farb¬ los, durch Jod gebläut. Sporen zu 8, eiförmig oder länglich, einzellig, 12 bis 15 /z lang, 5—6 p. breit. Pykniden schwarz, punktförmig, in den Lagerschollen sitzend. Pyknokonidien gerade, stäbchenförmig, 15 lang, 1 p, dick. Auf Glimmerschiefer, Gneis, Porphyr in den Alpen, nicht häufig.— Tirol: Paznaun; Jamtal; Mittelberg; Kühetai, oberhalb des Finstertaler Sees und an einigen anderen Stellen; Gurgl, oberhalb des Gaisbergglet- schers; Westseite der Hohen Mut; Predazzo, auf dem Gipfel des Monte Paradiso; Paneveggio, auf Porphyr an der Westseite des Monte Castellazzo. 1033. pyenocarpa Kbr. — L. symphorella Nyl. — L. amphotera Leight. — Biatorina microbotrys Th. Fr. et Helb. Lager warzig oder warzig gefeldert, weiß oder weißlich-aschgrau, auf undeutlichem Vorlager, durch KOH gelb gefärbt, durch CaCl nicht ver¬ ändert. Apothecien sehr klein, etwa 0,3 mm groß, sehr dicht in kleine, 1—1,5 mm breite, kreisrunde oder halbkreisförmige Häufchen zusammen¬ gedrängt, anfangs flach und von gleichfarbigem, dünnem Rande umgeben, später gewölbt und randlos, schwarz. Gehäuse mehr oder weniger gebräunt, Hypothecium braun. Paraphysen verklebt, gegen den Scheitel olivbraun. Schläuche aufgeblasen-keulig. Sporen in Form und Größe ziemlich ver¬ änderlich, meist 12—17/z laug, 3—6/z« dick. Jod färbt anfangs besonders die Schläuche blau, dann schmutzig violett. Selten, an Gestein im Gebirge, sehr selten an Findlingen in der Ebene. Tirol: Roßkogel, selten auf Blöcken des Gerölles oberhalb des Wei߬ baches. — Preußen: An Findlingen, selten; Stellienen bei Labiau. — Schlesien: Riesengebirge, Pferdekopf über der neuen Schlesischen Baude. 1034. L. lithophiloides Müll.-Arg. Lager dünn, weinsteinartig, feinrissig oder geborsten-, selbst zerstreut- gefeldert, mit kleinen, flachen, glatten, blaugrau-weißlichen Feldern. Vor¬ lager schwarz, zwischen den getrennteren Feldern überall deutlich. Apo¬ thecien 0,5—0,6 mm breit angedrückt-sitzend, schwarz, innen schwärzlich¬
154 grau, mit dickem, immer vortretendem, schwarzem, mattem Rande. Scheibe flach oder zuletzt in der Mitte breit nabelförmig gewölbt, grau bereift, dann fast nackt und schwarz. Hymenialschicht farblos oder sehr blaßgrünlich, Epithecium braunschwärzlich oder etwas olivschwärzlich, Hypothecium bald blaß rötlichbraun, bald unten braunschwärzlich, oben rotbräunlich. Paraphysen dünn verklebt. Schläuche ziemlich schmal, achtsporig. Sporen einzellig, farblos, lang ellipsoidisch, 12—13/4. lang, 21/2—3mal so lang wie breit. KOH färbt das Lager anfangs gelb, dann rostfarben. Schweiz: An Granitfelsen beim See Champey oberhalb Orsieres im Wallis. 1035. subplumbea Anzi. Lager ausgebreitet, weinsteinartig, ziemlich dick, rissig oder geborsten gefeldert, bleifarben. Apothecien klein, anfangs eingesenkt, zuletzt sitzend, immer flach, zart berandet. Sporen länglich, 13—16 p lang, 6—7 breit. Alpen: An Glimmerschieferfelsen an der Baumgrenze, Furvatal, Torembe, Valdobbiahospiz. 1036. L. diasemoides Nyl. Der L. incongrua ziemlich ähnlich, aber verschieden durch Gelbfärbung des Lagers mit KOH, braunes Epithecium, Blaufärbung und baldige Ent¬ färbung der Hymenialschicht durch Jod, während die Schläuche weinrot werden. Sporen 12—16/4, lang, 7—9 p dick. Tirol : Ehrenburg, auf Tonschiefer auf Hügeln gegen Kiens; Pane¬ veggio, oberhalb des Rollepasses an den oberen Teilen des Bergabhanges. 1037. L. tenebrosa Fw. — L. ambigua b. griseoatra Ach. — Aspicilia tenebrosa Kbr. — Lecanora tenebrosa Nyl. — L. griseoatra Ach. — Lecidea fuscoatra ß gibba Ach. — Taf. LXXVI C, Fig. 7; LXXIX, Fig. 1, 2. Lager rissig oder warzig gefeldert, dunkel oder' blaß aschgrau, durch Reagenzien nicht wesentlich verändert. Apothecien eingewachsen oder dicht angepreßt, in gewölbten Warzen sitzend, 0,6—0,8 mm breit, ziemlich flach, nicht selten auch etwas gewölbt, mit dünnem oder fehlendem Rande. Ge¬ häuse außen dunkel, innen heller, Hypothecium farblos oder blaß und schmutzigbräunlich. Paraphysen sehr leicht trennbar, nach dem Scheitel zu smaragdgrün- oder olivbräunlich. Schläuche fast zylindrisch-keulenförmig, leicht frei werdend. Sporen ellipsoidisch, 11—17 p lang, 6—7 p dick. Durch Jod werden die Schläuche erst blau, dann violett, die Paraphysen gelb. Auf kieselhaltigem Gestein im Gebirge verbreitet, in der Ebene hier und da an erratischen Blöcken.
155 1038. L. Brunneri Schaer. Lecidella Brunneri Arn. — L. aglaea var. Brunner i Arn. Lager dick, weinsteinartig-körnig, weißlich oder etwas blaß gelblich¬ weißlich, durch KOH gelblich, durch CaCl nicht gefärbt, Hyphen durch Jod braungelb. Apothecien schwarz, nackt, mehr oder weniger gewölbt. Hypothecium farblos, Epithecium dunkelgrün. Sporen eiförmig, 12—15/4 lang, 6 p breit. Hymenialschicht durch Jod gebläut. Pykniden schwärzlich, punktförmig, den Lagerschollen eingesenkt. Pyknokonidien gerade, 6 bis 7 u lang, 1,5 breit. Im übrigen der L. aglaea sehr ähnlich. Tirol : Gurgl, an einigen großen Blöcken im gegenüberliegenden Ge¬ rolle; Fassa, Monzoni, auf rotbraunem Diorit; Predazzo, auf Melaphyr auf der Höhe des Mulatto; auf größeren Syenitblöcken am Fuße der Margola; auf Porphyr am Gipfel des Monte Paradiso. — Schweiz : Hauptsächlich an Glimmerschiefer. St. Gotthard; Schwarzhorn; Rhaetische Alpen. 1039. L. inserena Nyl. Lager ziemlich dick, aschgrau oder grau, rissig gefeldert oder körnig- felderig mit flachen Feldern, oft als zerstreute Körnchen auf einem schwar¬ zen Vorlager auftretend. Apothecien flach oder schwach gewölbt. Hypothe¬ cium farblos mit einer undurchsichtigen, weißen Schicht im unteren Teile. Paraphysen undeutlich, an den Enden olivschwärzlich. Sporen ellipsoidisch bis länglich, 12—17 p lang, 6—8 p dick. Hymenialgelatine mit Jod gebläut, Schläuche violett gefärbt. Lager weder durch KOH noch durch CaCl ver¬ ändert, auch die Apothecien im Innern durch KOH nicht gefärbt. Mark durch Jod braunrot gefärbt, Epithecium schmutziggrün, durch HNO3 etwas gebläut. Pyknokonidien nadelförmig, gerade, 24—25 p lang, 1 p. dick. Auf kieselhaltigem Gestein im Harz und in den Alpen. Tirol: Mittelberg; Kühetai; Brenner; Kraxentrag; Zillertal; Floisental; Kleiner Rettenstein; Roßgrubkogel; Sarntal, südliches Kreuzjoch. — Harz : Auf Klippen bei Riesenrode im Südostharz. f. nigricans Arn. Schwärzlich. Lager rissig. Mark durch Jod rotbraun gefärbt. Apo¬ thecien leicht gewölbt. Epithecium schmutzig grünbraun, weder durch KOH noch durch HNO3 verändert. Hymenium durch Jod gebläut. Para¬ physen dicker. Hypothecium fast farblos oder leicht gelblich. Sporen läng¬ lich, 12—15 p laug, 5—7 p. breit. Tirol : Brenner, in vereinzelten Exemplaren nicht weit vom Kaserer im Vennatal und an feuchten Gneisblöcken des Kraxentrag. var. subplumbea (Anzi.) Arn. — L. subplumbea Anzi. — Biatora obnubila Th. Fr. et Hellb.
156 Lager ergossen, weinsteinartig, ziemlich dick, rissig oder geborsten gefeldert, bleigrau. Apothecien ziemlich klein, anfangs etwas eingesenkt, zuletzt sitzend, immer flach, dünn berandet. Sporen länglich, 13—16^ lang, 6—7 /z breit. Tirol : Arlberg, Gipfel des Wirt; Mittelberg, Taschachtal, Mittags- kogel; Finstertal, zwischen Kühetai und den Seen; Gurgl; Roßkogel, an Blöcken im Felsengerölle oberhalb des Weißbaches. 1040. L. titubans Bagl. et Car. Lager weinsteinartig, gefeldert, mit weißlichen, bisweilen schwarz punktierten, etwas angeschwollenen, vielgestaltigen, meist getrennten, aus einem schwarzen Vorlager entspringenden Felderchen. Apothecien flach, nackt, dünn berandet, oft unförmlich und zusammenfließend oder in faltig¬ geschlängelte Knäuel zusammengedrängt. Sporen ellipsoidisch, stumpflich, oft mit Öltropfen, sehr dünnwandig, 14 lang, 6—9 tu. dick. Schweiz : Am Schieferfelsen des M. Palanca. 1041. L. sorediza Nyl. — L. subconfluens Th. Fr. Lager dünner oder dicker, etwas polsterartig, mit rundlichen oder ver¬ zerrten, zerstreuten oder gedrängten, etwas vertieften, gut abgegrenzten Soralen, grau, durch KOH und CaCl nicht verändert, die Hyphen durch Jod tiefblau gefärbt. Apothecien flach, später leicht gewölbt, nackt oder leicht bereift, dünn berandet. Hypothecium braun oder schwärzlichbraun. Paraphysen oben verdickt, bräunlich. Schläuche aufgetrieben. Sporen 12 bis 16 (—22) lang, 6—9/z. dick. Jod färbt die Hymenialschicht dauernd blau. — Meist steril. Auf Granit, Porphyr, Glimmerschiefer usw. im Gebirge, nicht überall. Tirol : Grasstein, auf Granit; Jenesien, Geröll gegen das kühle Brünnl; am Weg auf den Salten; Villnöß; Bad Froi, auf Glimmerschiefer; auf Por¬ phyr im Brantentale bei Weißenstein. — Bayern : München, auf einem größeren Glimmerstein im Walde zwischen Irschenhausen und Merlbach; auf Gneisblöcken in einem Buchenwalde zwiseinen Haarkirchen und Merl¬ bach ; Amberg. — Fränkische Jura: An Sandsteinen im Föhrenwald des Kreuzberges bei Vilseck; unweit Vierzehnheiligen; zwischen Banz und Altenbanz; zwischen Schnabelwaid und Thurndorf. — Baden: Um Heidelberg. — Thüringen: Auf Porphyrgestein, verbreitet. — Schlesien: Fürstensteiner Grund, an Felsen, welche die alte Burg tragen. — Erzgebirge: Um Rittersgrün, verbreitet; Altenberg, Kahleberg, Pinge. — Nord westdeutsch land: Steril, nicht selten, fruchtend nur auf Granit des Visbecker Bräutigams. — Holstein: Stein¬
157 häufen an der Chaussee von Oedendorf im Sachsenwald. — Branden¬ burg : Triglitz, an Mauersteinen, steril. 1042. L. soredizodes (Lamy) Nyl. — L. crustulata f. soredizodes Arn. Der L. sorediza ganz ähnlich, aber Hyphen durch Jod nicht gefärbt. München Exsics. N. 355. — Nordwestd.: An Geröll bei Bagband, Ostfriesl.; Dach des Kirchturmes in Zwischenahe und daselbst auf Glas¬ schlacken in Rickmers Garten. 1043. L. crustulata (Ach.) Kbr. — L. parasema var. crustulata Ach. — L. nitidula Fr. — L. contigua v. meiospora Nyl. — L. parasema c. conti¬ gua f. crustulata Br. et Rostr. — Taf. LXXX, Fig. 1, 2; LXXXB, Fig. 1. Lager sehr dünn, ausgebreitet, schorfig-weinsteinartig oder etwas war¬ zig, aschgrau, weißlich oder gelblichgrau, auf schwarzem, mehr oder weni¬ ger deutlichem Vorlager, durch Reagenzien nicht verändert. Apothcien klein, angedrückt sitzend, 0,4—0,8 mm breit mit meist dauernd flacher und dünn herandeter oder im Alter gewölbter, unberandeter, glänzender, nack¬ ter, schwarzer Scheibe. Gehäuse dick, schwarz, Hypothecium schwarz¬ braun. Paraphysen stark vergallertet, oben bräunlich oder olivbräunlich. Schläuche aufgeblasen keulig. Sporen meist gut entwickelt, ellipsoidisch bis ellipsoidisch-spindelförmig, 12—20^ lang, 6—9^. dick. Hymenial- gallerte durch Jod intensiv gebläut, dann schmutzig verfärbt, während die Schläuche weinrot werden. Auf kieselhaltigem Gestein im Gebirge verbreitet; in der Ebene stellen¬ weise, z. B. Nordwestd. häufig an Steingeröll usw. f'. sub concentrica Stein. Apothecien fast konzentrisch gestellt. f. macrospora Kbr. Kruste meist graugelblich. Sporen sehr kräftig, 15—20 /z lang, 7—9^ dick (wohl = meiospora Nyl.). f. periphaea Nyl. — Lecidea periphaea Nyl. — Rand der Apothecien ockerrötlich. f. concentrica Kernst. Apothecien deutlich konzentrisch angeordnet, in 1 cm großen Kreisen. f. meiosporella (Wain.) — Lecidea meiosporella Wain. Lager rissig, sehr dünn, von Vorlagerlinien durchzogen. Apothecien klein, zahlreich, angewachsen, nackt, matt, mit dickem Rande. Sporen 15 bis 24 lang, 7—9^ dick.
158 Tirol : Jenesien, auf Porphyr am Krummenbühel. 1044. L. cinereoatra Ach. — L. lapicida a Ach. — L. epipolia Smrft. — L. contigua Fr. — L. contigua v. meiospora Nyl. — L. meiospora Nyl. p. p. Lager gewöhnlich dünn, weinsteinartig, anfangs zusammenhängend, später sehr feinrissig oder kleinwarzig oder fast gefeldert, weißlich oder graugrünlich, matt; Vorlager schwarz, gewöhnlich undeutlich. Apothecien fast eingesenkt oder angepaßt, bis gegen 1 mm breit, meist kleiner, mit an¬ fangs vertiefter, später flacher oder seltener leicht gewölbter, schwarzer, oft blaugrün bereifter Scheibe und mit meist bleibendem, dickem, nacktem, schwarzem Rande. Gehäuse dick, schwarz, Hypothecium schwarzbraun bis schwarz. Paraphysen meist stark verklebt, oben olivbräunlich bis braun. Schläuche keulenförmig oder aufgeblasen - keulenförmig. Sporen meist spärlich entwickelt, ellipsoidisch oder länglich oder ellipsoidisch-spindel- förmig, 12—17/z lang, 6—9 /z dick. Hymenialgallerte durch. Jod anfangs gebläut, dann schmutzig verfärbt, während die Schläuche weinrot werden. KOH färbt das Lager nicht. Auf kieselhaltigem Gestein im Gebirge ziemlich häufig, auch in der Ebene an Findlingen, Grenzsteinen, Brückenpfeilern usw. f. lobulata (Eitner) — L. fuscoatra ß contigua f. lobulata Eitner. Lager stumpf gelbbraun, wellig-schuppig, auf schwarzem Vorlager zer¬ streut. Apothecien angedrückt, leicht gewölbt, randlos, samtschwarz, kahl, sehr groß, zusammenfließend. Schlesien : Kesselgrund an der Kesselkoppe. f. tegularis Sandst. Lager kräftig, kreisrund, am Rande von schwarzem Vorlager umgeben, hier dünn und grau, in der Mitte dicker, rissiger; die jüngeren Apothecien nach dem Lagerrande zu angeordnet, flach, berandet, schwarz, die älteren in der Lagermitte, am Rande umgerollt und randlos. Sporen 15—16 /1 lang, 8 /bi dick. Hypothecium braun, Epithecium schön grün. Nordwestd.: Auf Dachziegeln in Specken und Edewecht. var, subcretacea Arn. — L. contigua v. subcretacea Arn. Lager weißlich, fast kreideartig, ergossen, zart rissig, weder durch KOH noch durch CaCl verändert, Mark durch Jod gebläut. Apothecien schwarz, mehr oder weniger dick berandet, die jüngeren nicht selten mit pseudolekanorinischem, weißbereiftem Rande, nackt, einzeln oder durch gegenseitigen Druck eckig. Epithecium schwarzgrün, durch KOH nicht, durch HNO3 dunkelviolett gefärbt. Hymenium farblos, durch Jod gebläut.
159 Paraphysen verklebt, oben schwarzgrün. Hypothecium schwärzlich, in dünnen Schnitten grünlichbraun, durch Reagenzien nicht verändert. Sporen 9—12 /z lang, 4—5 breit. Tirol : Waldrast, nicht selten auf den großen Kalkglimmerschiefer¬ blöcken in der Seriesgrube. 1045. 1“ paraphana Nyl. Lager ziemlich kleinkörnig, etwas schmutzig, wenig entwickelt, durch KOH nicht verändert. Mark durch Jod gebräunt. Apothecien schwärzlich, zerstreut, in der Jugend flach, später etwas gewölbt. Epithecium schmutzig- grün, unter dem Mikroskop blasser. Hymenium farblos, durch Jod gebläut. Paraphysen verklebt, nach dem Scheitel zu grünlich, nicht kopfig. Hypothe¬ cium schmutzig olivfarben, durch KOH wenig gefärbt, wie das Epithecium durch HNO3 rosaviolett gefärbt. Sporen lang länglich, mitunter an beiden Enden verschmälert, lang, 4/z. breit. Pykniden nicht selten, punkt¬ förmig. Pyknokonidien gerade, fast stäbchenförmig, ziemlich dick, 6—7/z lang, 1,5 /z. dick. Tirol: Stanzertal, Kaiserjoch auf kalkarmem Gestein (var.); Gurgl, an der feuchten Unterfläche der Glimmerschieferblöcke auf der Westseite der Hohen Mut. 1046. L. latypea Ach. — L. parasema var. latypea Nyl. — L. coniops Mudd. — L. continuior Nyl. Lager ausgebreitet, ziemlich dick, ungleich, körnig gefeldert, weißlich oder grauweißlich, durch KOH gelb, durch CaCl orangerot gefärbt; Vor¬ lager gewöhnlich nicht erkennbar. Apothecien klein, manchmal ziemlich groß, schwarz, flach, dünn berandet, später gewölbt und randlos. Hypo¬ thecium dick, bräunlich bis dunkelbraun. Paraphysen etwas verklebt, an den Enden dunkel bläulichgrün oder beinahe schwarz. Sporen ellipsoidisch, 10—15 p, lang, 6—9 /z. dick. Auf kieselhaltigem Gestein im Gebirge, in den Alpen verbreitet, sonst zerstreut. — München: An der Glimmersäule zwischen Bavaria und Untersendling; Kiesgrube bei Allach; zwischen Dettenhausen und Ege- ling; auf Ziegeln der Mauer der Mühle in Nymphenburg. — Fränk. Jura: Mauer bei Otting; Schönhofen; Kalmung; Müggendorf auf Dolo¬ mit; Weischenfeld (f. aequata mit zarterem, gelblichem Hypothecium Arnold); hier und da auf Dachziegeln. — Unterfranken: Hammel¬ burg, Zeib. — Augsburg: Amberg. — Württemberg: Ehingen, auf Ziegeln des Almendinger und Schelklinger Friedhofes. — Baden: Um Heidelberg; häufig im südlichen Schwarzwald. — Thüringen nicht
160 selten. — Westfalen überall häufig usw. — Nordwestdeutsch¬ land. var. elaeochromoides Nyl. Lager weißlich, weinsteinartig-körnig, durch KOH gelb, durch CaCl ockerrötlich gefärbt, Mark durch Jod gebräunt. Tirol: An einem großen Phyllitfelsen am Wege vom Tauernhause nach Proseck und an Chloritschieferblöcken bei Proseck. 1047. L. bullata (Kbr.) Th. Fr. — Lecidella bullata Kbr. Lager weinsteinartig, dick, unregelmäßig schollig oder tiefrissig¬ warzig, mit aufgetrieben-geschwollenen, etwa 1 mm breiten Warzen, rein weiß oder gelblichweiß, oft durch Anflug schmutzbräunlich bestäubt, durch KOH intensiv gelb gefärbt, durch CaCl nicht verändert, auf undeutlichem Vorlager. Apothecien zwischen den Warzen oder diesen angedrückt, 2 bis 2,5 mm breit, später vortretend-sitzend, anfangs mit flacher, spangrün be¬ reifter, dann mit stark gewölbter, nackter, schwarzer Scheibe und bald verschwindendem Rande. Gehäuse undeutlich, Hypothecium bräunlich- gelblich. Paraphysen ziemlich locker vereinigt, am Scheitel rauchbraun oder bräunlich-blaugrün. Sporen ellipsoidisch oder eiförmig, n—15 ja lang, 6—7 dick. Die Schläuche werden durch Jod anfangs blau, dann weinrot gefärbt. Schlesien: An Basalt der kleinen Schneegrube und an Gneis auf dem Gipfel der Schneekoppe; Schwalbensteine; Glatzer Schneeberg. 1048. L. distrata Arn. Lager körnig, weißlich, durch KOH gelblich, durch CaCl nicht ge¬ färbt ; Hyphen durch Jod nicht gebläut. Apothecien gesellig, schwarz. Epithecium dunkelgrün, durch KOH nicht verändert, durch HNOS ge¬ färbt. Hypothecium gelbbräunlich. Paraphysen locker. Sporen zu 8, läng¬ lich, farblos, 15 /z lang, 6/z dick. Hymenialschicht farblos, durch Jod blau, dann weinrot gefärbt. Tirol: Jenesien, auf Porphyr loser Rainmauern auf dem Wiesen¬ wege zum Paterwald; Paneveggio, an einer Porphyrwand am alten Saum¬ wege gegen Giuribell; an Porphyr über den Sägemühlen. 1049. nodulosa (Kbr. — Lecidella nodulosa Kbr. Lager fast knorpelig, ziemlich dick, klein gefeldert mit geschwollenen Felderchen von 0,5 mm Durchmesser, warzig, schwach glänzend bronze¬ farben, auf dunklem Vorlager. Apothecien sehr klein, angedrückt, anfangs eingesenkt, mit vertiefter oder flacher, nackter, schwarzer Scheibe und
161 bleibendem, vortretendem, anfangs dickem, später sich verdünnendem Rande. Gehäuse grünbraun - schwärzlich. Hypothecium hellgelblich oder schmutzig weißlich. Paraphysen verklebt, am Scheitel grünlichbraun. Schläuche breit bis aufgetrieben keulig. Sporen ellipsoidisch, 8—io/i lang, 4—5 dick. Schlesien: An Gneistrümmern auf der Schneekoppe. 1050. L. scotina (Kbr.) Arn. — Lecidella scotina Kbr. Lager weinsteinartig, schuppig, gefeldert, schwarzbraun, mit viel¬ gestaltigen, in eine unregelmäßig geborstene Kruste zusammengedrängten Schuppen, auf schwarzem, etwas kleiigem Vorlager. Apothecien sehr klein, mit bloßem Auge gar nicht wahrnehmbar, gedrängt, angewachsen, mit matter, schwarzer, dauernd flacher, dünn berandeter, zuletzt randloser Scheibe. Paraphysen leicht voneinander trennbar, am Scheitel braun und dickköpfig. Schläuche keilförmig, achtsporig. Sporen klein, farblos, 21/«» bis ßmal so lang wie breit. Im Gebirge, selten. Tirol (Buchenstein oder Predazzo). — Fränk. Jura: An einer Dolomitfelsengruppe am Südabhange des Frauenberges bei Eichstätt; an sonnigen Dolomitklippen über dem Tiefental. 1051. L. Wolfiana Müll.-Arg. Lager kaum zentimetergroße, kreisrunde Flecken bildend, olivfarben bis braunschwärzlich, weinsteinartig, etwas rissig gefeldert; Felderchen auf schwarzem Hypothallus, fast schollig und undeutlich kleingrubig- runzelig. Apothecien schwarz, sitzend (nicht abgeflacht-angedrückt), x/4 bis x/8 mm breit, flach, sehr dünn berandet, mit kaum vorragendem, zuletzt verschwindendem) Rande und etwas glänzender, ausgewachsen nicht ge¬ wölbter, schwarzer Scheibe. Hymenialschicht niedrig und farblos, oben spangrün; Epithecium intensiv smaragd-spangrün, Hypothecium farblos; Paraphysen verklebt; Schläuche länglich-keulenförmig, oben breit abgerun¬ det-stumpf und dickwandig, achtsporig. Sporen einzellig, farblos, 6—9 /1 lang, 4 breit, breiter oder schmäler ellipsoidisch. — Der L. inserena ähn¬ lich, aber mehr glänzend und kleinsporiger. Schweiz: An Gneisfelsen des Weißmies im Saastal. 1052. L. exilis (Kbr.). — Lecidella exilis Kbr. Lager ausgebreitet, schorfig-kleinkörnig, schmutzig lederbraun, auf unkenntlichem Vorlager. Apothecien sehr zahlreich, oft das Lager ganz dicht bedeckend, sehr klein, 0,1—0,2 mm groß, sitzend, mit schwarzer, vertiefter oder flacher Scheibe und vortretendem, später verschwindendem Rande. Gehäuse smaragdgrün bis trüb grün-braun. Hypothecium farblos Thom6-Migula, Flechten. II. (Flora XII, 2.) H
162 oder gelblich. Paraphysen schlaff, verklebt, oben breit, smaragdgrün und mit gleichfarbiger, dünner körniger Deckschicht. Schläuche klein und kurz- keulig. Sporen selten gut entwickelt, fast eiförmig, 5—7 lang, 2—2,5 p dick. Hymenialschicht durch Jod intensiv und dauernd blau gefärbt. Schlesien: An alten Bretterzäunen und Planken um Lissa und Herdain bei Breslau. — Thüringen: An alten Baumstrunken am Fu߬ wege von Schnepfental nach Reinhardsbrunn. 1053. L. irrorata (Laur.) — L. rivulosa var. irrorata Laur. — Leci¬ della irrorata Kbr. Lager weinsteinartig, rissig gefeldert, blaß rötlichbraun, mit ziemlich flachen Feldern, von schwarzem Vorlager begrenzt. Apothecien mittelgroß, sitzend, einzeln, mit flacher, schwarzer, grau bereifter, öfter gebuckelter Scheibe und dünnem, etwas gebogenem, lange bleibendem Rande. Hypo¬ thecium blaß. Paraphysen schlaff. Schläuche verkehrt eiförmig - keulig, achtsporig. Sporen klein, einzellig, kugelig-eiförmig, farblos, 1—2mal so lang wie breit. Fichtelgebirge: An Granitfelsen am Rudolphstein. 1054. L. atomaria Th. Fr. Lager sehr zart, aus kleinen, zerstreuten, grünlich-bräunlichen Wärz¬ chen gebildet, durch Reagenzien nicht merklich verändert. Apothecien sehr klein, nicht über 0,4 mm breit, angedrückt oder angedrückt-angewachsen, vertieft oder zuletzt flach, zart berandet, schwarz, nackt. Hypothecium blaß oder farblos. Paraphysen verschleimt, nach dem Scheitel zu smaragd¬ grün oder bräunlich-smaragdgrün. Schläuche keulenförmig; Sporen ellip¬ soidisch, länglich ellipsoidisch oder eiförmig, 4—6 lang und gegen 2 p. dick. Hymenialgallerte durch Jod anfangs gebläut, später dunkel schmutzig gefärbt. Selten, an Sandstein, Basalt, an Lehmmauern. Bayern: München, an kleinen Sandsteinen eines Grabenaufwurfes am Waldsaum westlich bei Obersendling; an kleinen Sand- und Glimmersteinen längs eines Grabens am Parkzaum westlich von Pullach; an einem Glimmersteine im Fichten¬ gehölz zwischen Pasing und Lochham. — Fränk. Jura: An kleinen Sandsteinen am Waldhohlwege zwischen Lichtenfels und dem Staffelberge; auf dem Hügel' Landeck oberhalb Thalmessing. — Schlesien: An um¬ herliegenden Basaltsteinen im Roßdorfer Wald bei Falkenberg; an einer alten Lehmmauer am Telegraphenberg bei Grünberg; an einem Basaltblock bei Rudzinietz in Oberschles.; auf Kieseln des alten Festungswerkes in Schweidnitz.
163 f. inornata Eitner. Lager und Apothecien sehr kräftig entwickelt. Epithecium und Exci¬ pulum nicht schön stahlblau wie beim Typus, sondern grünlich-graubraun. Schlesien: Obernigk, Kiefernwald gegen Jaeckel. 1055. L. microsporella Lettau. Lager blaß bräunlich oder hell mißfarben braun, angefeuchtet unver¬ ändert, weder durch KOH noch CaCl verändert, angewachsen, klein¬ schuppig, ohne deutliches Vorlagen Schuppen sich entweder berührend und eine lockere, gefelderte Kruste bildend oder getrennt und über den Stein zerstreut, mit verschiedenen anderen Flechten untermischt wachsend, klein, ausgewachsen etwa 0,2—0,5 mm breit, 0,1—0,2 mm dick, in ver¬ schiedener Weise lappig-vieleckig, mit gleichfarbigem, angewachsenem, glattem, seltener etwas gekerbtem, weißlicherem, etwas aufsteigendem Rande. Mark durch Jod nicht oder stellenweise deutlich, aber sehr blaß gebläut. Apothecien sehr zahlreich, schwarz, angedrückt, immer beinahe flach, rundlich oder öfters etwas unregelmäßig eckig und hier und da mit abgeflachten Seiten sich berührend, in den Schüppchen sitzend und ein wenig vorragend, einzeln oder zu wenigen in jeder Schuppe, entweder in der Mitte oder gewöhnlich am Rande halb eingesenkt und dann oft die Schuppe ganz oder zum größten Teil bedeckend, etwa 0,1—0,4 mm breit, mit einem fast bleibenden, dünnen, schwarzen, etwas glänzenden Rand und reifloser Scheibe. Gehäuse (unter dem Mikroskop) braunschwarz, etwa 20—30^ dick, nach dem- Rande zu allmählich dünner, nach unten zu oft etwas verdickt, die subhymeniale Schicht mehr oder weniger vollständig abschließend. Letztere farblos oder blaß rauchbräunlich, 50—100^ dick. Hymenium etwa 35—45 tu hoch, ganz oder zum Teil smaragdgrün, von einem teils gallertigen, teils schollig-körnigen, dünnen, dunkler smaragd¬ grünen Epithecium bedeckt; KOH verändert nicht, HNOS färbt alles, auch Hypothecium und Gehäuse, weinrot, Jod färbt blau, dann dunkel, die Schläuche gebräunt. Paraphysen steif, dünn, etwa 1—1,3 [x dick, eng an¬ einanderhängend, am Scheitel nicht verdickt. Schläuche zahlreich, aber öfters verkümmert, keilförmig-keulig, am Scheitel etwas eingezogen, etwa 30—40 jbt lang, 5—iOjU breit. Sporen zu 8 im Schlauch, fast zweireihig, eiförmig oder mehr ellipsoidisch, farblos, dünnwandig, klein, etwa 5,3—7 /z lang, 2—3 /z dick. Thüringen: Auf anstehendem, schiefrigem Gestein des Ehren¬ berges bei Grenzhammer nahe dem westlichen Waldrand. — Ost¬ preußen: Moditten bei Königsberg auf Granitsteinen eines grasigen Abhanges. 11
164 1056. L. variegatula Nyl. Lager hirschbraun oder schmutzig hirschbraun, gefeldert oder ge¬ feldert-schuppig, ziemlich dünn, angewachsen, mit wenig sichtbarem, schwarzem Vorlager. Apothecien schwarz, flach-, 0,5 mm breit, dünn be¬ randet. Sporen zu 8, farblos, ellipsoidisch oder länglich, 7—9 p lang, 3,5 bis 5,5 p dick. Hymenium und Hypothecium bläulich. Preußen: Kahlberg, an Kalksteinen. 1057. L. Lahmü Hepp. Lager sehr dünn, zusammenhängend, bläulich-schwärzlich, auf undeut¬ lichem Vorlager. Apothecien sehr klein, angewachsen, 0,3—0,5 mm breit, schwarz, von Anfang an gewölbt und fast unberandet. Hypothecium bräun¬ lich. Paraphysen verklebt und fast zusammenfließend, am Scheitel grünlich¬ braun. Schläuche fast keulig, 8sporig. Sporen ellipsoidisch, einzellig, farb¬ los, 6—9/2 lang, 3—4^ dick. Auf kieselhaltigem Gestein, selten. Österreich: Bei Schwarzen¬ berg. — Schweiz: Bei Pringy. — R h e i n 1 a n d e: Werden a. d. Ruhr, auf Sandstein. — Nassau: Wilms bei Ems, auf Grauwackenschiefer. 1058. L. silvicola Fw. — L. sanguinotra * fuscorubens Nyl. — L. para¬ sema v. nitidula Nyl. — L. incincta Nyl. — L. infidula Nyl. — L. pro¬ pinqua Th. Fr. Lager dünn, ausgebreitet, schorfig-wcinsteinartig, uneben, rissig zer¬ teilt, schmutzig grünlichgrau oder graubraun, auf undeutlichem Vorlager, durch Reagenzien nicht merklich verändert. Apothecien klein, kaum 1 mm erreichend, angedrückt, von Anfang an oder doch sehr frühzeitig gewölbt und randlos, dann fast kugelig und oft knotig - höckerig, mattschwarz oder grünlichschwarz, nackt. Gehäuse nicht deutlich ausgebildet. Hypo¬ thek um dick, schwarz oder violettschwarz. Paraphysen verklebt, oben smaragdgrün, zuweilen auch die ganze Hymenialschicht, oder deren Basis smaragdgrün. Schläuche keulenförmig. Sporen ellipsoidisch oder länglich ellipsoidisch, 6—8 p lang, 2,5—3,5^ dick. Jod färbt die Hymenialschicht weinrot. An schattigem, kieselhaltigem Gestein verbreitet, aber nicht häufig. Tirol: An Augitporphyr im' Walde links vom Wege von Ratzes nach Seis. In den Waldungen um Predazzo und Paneveggio, aber nirgends häufig. — Baden: Heidelberg. — Westfalen, nicht selten. — Harz. — Thüringen. — Vogtland. — Böhmer Wald. — Sudeten. — Nord Westdeutschland. var. Hellbohmn (Lahm.) Leight. — Lecidea Hellbomii Lahm. — L. aggerata Mudd.
165 Lager dunkelgraubraun. Apothecien kugelig-knötchenförmig, zusam¬ mengeballt. Sporen etwas kleiner, 5—7 p lang, 3—4 /z dick. N ieder-Österreich: Auf Glimmerschieferblöcken am Hochkar. — Thüringen (wahrscheinlich): Oberhalb Bahnhof Gehlberg an einer Felsenwand des Rotliegenden. 1059. L. confluens (Web.) Fr. — L. confluens Ach. pr. p. — Lichen confluens Web.? — L. contigua * confluens Nyl. Lager ziemlich dick, weinsteinartig, rissig gefeldert, bläulichgrau oder bräunlich-aschgrau, matt, auf .schwarzem Vorlager, durch Reagenzien kaum verändert; Hyphen durch Jod gebläut. Apothecien ziemlich groß, 1 bis 1,5 mm und selbst darüber breit, angedrückt oder angewachsen, gewölbt, nackt, tief schwarz, mit dünnerem oder dickerem, vortretendem, zuletzt ver¬ schwindendem Rande. Gehäuse schwarz, Hypothecium schwarzbraun oder dunkelbrau. Paraphysen mehr oder weniger verklebt, zierlich, oben smaragdgrün- oder bräunlich-schwärzlich. Schläuche ziemlich schmalkeulig. Sporen ellipsoidisch oder ellipsoidisch-kugelig, 7—9 /z lang, 5—7 ja. dick. Hymenialgallerte durch Jod intensiv blau gefärbt. Pykniden gewöhnlich ellipsoidisch, länglich oder strichförmig, auch verzweigt, mit schmalem, schwarzem Spalt. Pyknokonidien stäbchenförmig, gerade oder leicht ge¬ krümmt, 7—12 /z lang. Auf kieselhaltigem Gestein im Gebirge häufig. f. plana Kernst. Lager bläulichgrau, rissig. Apothecien mittelgroß, in fast gleicher Höhe mit dem Lager, flach, etwas bereift. Sporen 12—15 /z lang, 4—5 /z breit. Tirol: Sarntal, östliche Kaserböden auf Sandstein. f. oxydata Kbr. Lager ockergelb. Mark durch Jod gebläut. Apothecien gewölbt. Epi¬ thecium schwarzgrün, durch KOH nicht verändert. Hymenium farblos, durch Jod dunkelblau gefärbt. Hypothecium rot. Sporen 12—15 lang, 5—6 p breit. Tirol: Waldrast, an Glimmerschieferblöcken am Wege gegen Matrei. 1060. L. impavida Th. Fr. — L- Mosigii Hellb. Lager dünn, ausgebreitet, kleinwarzig, schwärzlich oder dunkel kasta¬ nienbraun, etwas glänzend, auf schwarzem Vorlager, Hyphen durch Jod nicht gebläut. Apothecien bis 0,7 mm breit, gewöhnlich kleiner, angewach¬ sen, dauernd flach und von einem erhabenen, etwas glänzenden, matten Rande umgeben, mit matter, nackter Scheibe. Gehäuse schwärzlich, mit dem dunkelbraunen Hypothecium zusammenfließend. Paraphysen voll¬
166 ständig verklebt, undeutlich, nach dem Scheitel zu braun. Schläuche auf- geblasen-keulig. Sporen ellipsoidisch oder kugelig-ellipsoidisch, 8—11 « lang, 6—7 dick. Hymenialschicht durch Jod anfangs schwach bläulich, dann weinrot-gelbbraun gefärbt. Auf kieselhaltigem Gestein, sehr selten. Tirol: Gurgl, auf Glimmerschiefer längs der Gipfelschneide desFest- kogel und auf der Hohen Mut. — Riesengebirge. 1061. L. Privatii Müll.-Arg. Lagerfelder auf gut entwickeltem, schwarzem Hypothallus dicht zer¬ streut, ziemlich flach, klein, schmutzigbraun oder grünlichbraun, etwas glänzend, am Rande etwas erhaben und oft blaß oder blaßstaubig. Apo¬ thecien eingewachsen, eckig, flach und nackt, schwarz, mit dünnem, etwas undeutlichem, schwarzem Rande; Hymenium farblos; Epithecium oliv¬ grün-schwärzlich, Hypothecium dunkel, in sehr dünnen Schnitten farblos. Paraphysen verklebt, Schläuche achtsporig. Sporen länglich-ellipsoidisch, 9—io,u. lang, 4—4,5 breit. Der L. athroocarpa äußerlich ähnlich. Schweiz: Am Fuße des Schwarzhorn. 1062. L. silacea Ach. — L. lapicida Fr. Körber Syst. — L. lapicida var. silacea Stitzenb. Lager weinsteinartig, warzig gefeldert oder geschwollen warzig, dunkelgrau, graubräunlich oder durch Eisenocker rostfarbig, auf undeut¬ lichem Vorlager, durch Reagenzien nicht verändert. Apothecien angedrückt oder sitzend, 1—1,5 mm groß, zuweilen zusammenfließend, mit nackter, schwarzer, fast dauernd flacher, von erhabenem, nur bei den zusammen- fließenden Apothecien zuweilen verschwindendem Rande. Gehäuse außen schwärzlich, innen blasser. Hypothecium schmutzig bräunlich oder grün¬ lich. Paraphysen mehr oder weniger locker zusammenhängend, gewöhnlich farblos, nach dem Scheitel bläulich- oder smaragdgrün-schwärzlich, seltener durchweg wie .das Hypothecium gefärbt. Schläuche schmalkeulig bis keulig. Sporen ellipsoidisch oder kugelig-ellipsoidisch, 8—n lang, 5—6 /li dick. Jod färbt die Hymenialschicht intensiv blau. Schlesien: An eisenhaltigem Gestein im Riesengrunde und um den Schreibershauer Hochstein.. — Tirol: Stanzertal, auf Glimmerschiefer im Rendeltale; auf Schiefer zwischen Strengen und Pians; Paznaun; Mittel¬ berg, am Wege zum Tasebachgletscher; Kühetai, bei den Finstertaler Seen; Gurgl; Roßkogel, längs des Weißbaches.; Zillertal, in der Zemm, im Floiten- tale; Autholz, auf Glimmerschiefer im Achstale; um Trient. — Steier¬ mark: Weiße Wand im Untertal (Kl. Tauern). — Schweiz: An ähn¬ lichen Orten wie L. lapicida.
167 1063. L. ocellulata (Schaer.) Th. Fr. — L. fumosa ß ocellulata Schaer. — Aspicilia psoroides Anzi. — Biatora psoroides Hepp. — Lecidella pso- roides Arn. — Taf. LXXVI C, Fig. 8; LXXXIX, Fig. 3, 4. Lager weinsteinartig-knorpelig, hirschbraun verbleichend, ausgebreitet, schuppig-gefeldert, mit getrennten oder dachziegeligen, verschieden gestal¬ teten, etwas lappig gekerbten und am Rande mitunter faltig gekräuselten, kaum eingerollten, zuweilen verblassenden Schuppen. Apothecien flach, bald gewölbt oder halbkugelig, schwarz, nackt oder bereift, mit dünnem, erhabenem, zuletzt niedergedrücktem, verschwindendem Rande. Sporen durchschnittlich 20—21 p lang, 10—11,5 p dick, aber in der Größe ziem¬ lich schwankend, stumpf ellipsoidisch. Alpen: Am Felsen im Val Vogna. — Die Standorte für Taunus, Böhmen, Mähren sind zweifelhaft. 1064. L. trochodes (Tayl.) Leight. — Opegrapha saxigena ß trochodes Tayl. — Rimularia limborina Nyl. — Lecidea inconcinna Nyl. — L. sub- gyratula Nyl. Lager dünn oder fast fehlend, rissig gefeldert oder etwas gefeldert, schwärzlich oder dunkel graulich. Apothecien angewachsen oder ange¬ drückt, kreisrund, länglichrund oder geschweift, matt, runzelig, mit ziem¬ lich flacher oder vertiefter oder in der Mitte gebuckelter oder knotiger Scheibe, von dem dicken, eingebogenen, rissigen oder ungleichen Rande durch eine schmale Furche geschieden. Gehäuse dick, kohlig, schwarz. Hypothecium schmutzig braun, dünn. Paraphysen gallertig verklebt, ver¬ zweigt und anastomosierend. Schläuche aufgetrieben- oder bauchig-keulig. Sporen ellipsoidisch, ziemlich groß, 18—30 p, lang, 11—16 /zidick, oft dunkel gefärbt. Jod färbt die Hymenialschicht erst blau, dann intensiv weinrot. 1065. L. assimilis Hampe. — Lecidella assimilis Kbr. Lager zart, etwas knorpelig, warzig oder warzig-gefeldert, hirsch¬ braun oder schmutzig, durch Reagenzien nicht verändert. Apothecien klein, 0,5—0,8 mm breit, sitzend oder angewachsen, anfangs etwas vertieft mit erhabenem Rand, dann dauernd flach oder leicht gewölbt, randlos, nackt, schwarz. Gehäuse dick, dunkelbraun bis schwarzbraun. Hypothecium farb¬ los. Paraphysen dünn, in Schleim gehüllt, nach dem Scheitel zu schön bläu¬ lichgrün. Schläuche aufgeblasen keulenförmig. Sporen ellipsoidisch, 11 bis 13 /ll lang, 5—7 ja. dick. Hymenialgallerte mit Jod tiefblau gefärbt. Harz: Auf Grundsteinporphyr bei Blankenburg. 1066. L. goniophila Fike. — Lecidella goniophila Kbr. — Lecidea en- teroleuca Ach. p. p. — L. elaeochroma var. pilularis Th. Fr. — Lecidella pilularis Stein. — Taf. LXXVI C, Fig. 2; LXXVIII, Fig. 3, 4.
168 Lager fast weinsteinartig, warzig gefeldert, warzig bis körnig, grau¬ gelblich, graugrünlich oder braungrünlich, auf undeutlichem Vorlager, durch KOH nicht oder schwach gelb gefärbt. Apothecien angedrückt bis fast eingesenkt, bis i mm breit, mit erst flacher, dick berandeter, bald mehr oder weniger gewölbter, randloser, nackter, mattschwarzer, feucht braunschwar¬ zer Scheibe. Gehäuse blau-schwärzlich. Hypothecium farblos. Paraphysen locker verklebt, oben schmal dunkel rotbraun, rotschwärzlich oder violett¬ schwärzlich. Schläuche keulig oder schmalkeulig. Sporen ellipsoidisch bis eiförmig, schmal gesäumt, 12—15 p lang, 7—9 /z dick. Jod färbt das Hymenium tiefblau. Pyknokonidien bogig gekrümmt, fädlich, 16/./. lang, 1 p dick. Durch das ganze Gebiet an kieselhaltigem Gestein, an Dachziegeln, seltener auf Holz verbreitet, im Gebirge meist häufig. var. granulosa Arn. Lager weißlich, körnig. Apothecien größer. Epithecium schwarzgrün. Sporen 15—18 p lang, 9—11 p breit. Tirol: verbreitet. f. aequata (Fike.) Kernst. — L. sabuletorum s aequata Fike. — L. elaeo- chroma y aequata Th. Fr. Lager geglättet, rissig. Apothecien klein, anfangs dem Lager ein¬ gewachsen, später mehr oder weniger erhaben, fast dauernd ziemlich flach und berandet. Tirol: Jenesien, auf Sandstein an dem Hügel westnordwestlich vom Dorfe. f. pulverulenta (Tb. Fr.). — L. elaeochroma ö pulverulenta Th. Fr. — L. enteroleuca f. pulverulenta Kernst. Lager körnig-pulverig, grünlich- oder gelbgraulich. Apothecien an- gewachsen, dann gewölbt, unberandet. Hypothecium gelbbraun. Para¬ physen gewöhnlich mit körnigem Epithecium bedeckt. Tirol: Jenesien, auf Porphyrblöcken längs des Waldweges nach Glaning. var. enteroleuca (Ach.). — L. enteroleuca Ach. Erklärung zu Tafel LXXVHI. Fig. I. Lecidea umbonata, Lager, nat. Gr. ,, 2. ,, ,, Apothecien bei Lupenvergrößerung. ,,3. „ goniophila, Lager, nat. Gr. ,, 4. ,, ,, Apothecien bei Lupenvergrößerung. ,, 5. ,, promiscens, Lager, nat. Gr. ,1 6. „ „ Apothecien bei Lupenvergrößerung. „ 7. ,, jurana, Lager, nat. Gr. „ 8. ,, „ Apothecien bei Lupenvergrößerung.
169 Lager fast fehlend. Gehäuse außen, smaragdgrün, Paraphysen oben bräunlich. f. glabra (Kplhbr.). — L. glabra Kplhbr. — L. enteroleuca f glabra Arnold. Fr. Jura. Lager schmutzig ockerfarben, gelblich oder blaßgrau, weinsteinartig, zusammenhängend, ausgebreitet. Apothecien klein, schwarz, anfangs dem Lager eingesenkt, dann sitzend, mit flacher Scheibe und ziemlich dickem, glänzendem Rande. Hypothecium blaß. Fränk. Jura: An Kalk- und Dolomitblöcken bei Eichstätt. — Schlesien: Glatz, Kreuzberg bei Seitenberg-Landeck. f. atrosanguinea (Hoffm.) Jatta. — Lecidea nigrocruenta Anzi. Lager weißlich, fast fehlend. Apothecien zerstreut, schwarz-blutrot. Tirol: Im Walde unterhalb Ratzes an einem beschatteten Augit- porphyrblock; Grenzkamm, Kratzer; Gurgl, oberhalb der Granatenschneide im Verwalt Sonst weit verbreitet in Tirol. var. aggregata Arn. Lager fast fehlend, weißlich. Apothecien gehäuft, gewölbt. Epithecium schwarz oder blaugrau-grünlich. Sporen 15—18 lang, 7—9/4 dick. Tirol: Schiern, an Dolomit im oberen Damers und beim Heubade; Paneveggio, an Kalkfelsen des Monte Castellazzo. var. glabella Arn. Lager durch kahle weiße Flecke angezeigt. Apothecien größer. Epi¬ thecium schwarzgrün. Sporen 15—17 lang, 8 dick. Tirol: Schiern, an Dolomit im oberen Damers. /. lurida Stein. Lager dick gefeldert, schmutzig braungelb. Schlesien: Am Sakrauer Berge. var. pungens Kbr. Lager sehr dünn, körnig oder fast fehlend. Apothecien klein, flach, berandet. Im Gebirge verbreitet. var. gracilis Arn. Paraphysen zarter, weniger locker. Sporen schmäler, häufig an beiden Enden zugespitzt, 12—15 jlc lang, 4—5(—6) breit. Tirol: Großer Rettenstein, an Dolomitblöcken des Abhanges ; Schiern, an Kalkfelsen oberhalb des Heubades. f. egena Kplhbr. Lager fehlend. Apothecien in den Felsen sitzend, mit dünnem, zuletzt verschwindendem Rande und meist konvexer Scheibe.
170 Tirol: Kreuzeck auf Kalk; Paganella. f. ligniaria Bagl. Epithecium blaugrün, Hymenium farblos. Sporen einzellig, 12—i6;i lang, 5—6 p breit. Tirol: Prags, auf altem Holze beim Bade; Schlerngebiet, bei Seis an Fichtenplanken; auf einem Lärchenstrunk bei der Zallinger Schwaig. f. pruinosa Kernst. Apothecien weiß bereift, klein, ziemlich flach, fast unberandet. Epi* thecium und Gehäuse außen smaragdgrün, innen, wie das Hypothecium, farblos. Paraphysen gewöhnlich kräftiger, etwas verzweigt, fast frei. Sporen ellipsoidisch, 9 p lang, 5 p dick. Tirol: Sarntal, Kaserböden auf Sandstein. 1067. L. contracta Th. Fr. — L. umbriformis Nyl. Lager umbrafarben-aschgrau, dünn, gefeldert-geborsten, etwas aus¬ gebreitet. Apothecien schwarz, klein, 0,25 mm breit oder kleiner und un¬ förmig, länglich oder etwas eckig oder linear, eingewachsen, vom Lager nicht berandet. Sporen zu 8, farblos, ellipsoidisch, einzellig, n—17—20 p lang, 8—11 p dick. Epithecium bräunlich. Paraphysen schlank, nicht ver¬ klebt. Hypothecium farblos oder mitunter unten etwas undeutlich bräun¬ lich. Jod färbt die Hymenialgallert erst undeutlich bläulich, dann bräunlich weinrot. Lager durch KOH nicht, durch CaCl leicht rötlich gefärbt. München: Auf einem Gneisblock an einer lichten Waldstelle zwischen Percha und Nieufahrn. — Heidelberg: Auf Sandsteinen des Ringwalles auf dem Heiligenberge (mit Endococcus triphractus). — Westfalen: Bei Höxter im Solling, an Sandsteinblöcken über dem Roten Grunde (als L. corrugatula). 1068. L. fuscoatra (L.) Th. Fr. — L. fumosa Ach. — L. fuscoatra Ach. p. p. — L. cechumena Ach. — Verrucaria fumosa Hoffm. Lager weinsteinartig, aus fast flachen oder etwas konkaven Feldern zusammengesetzt, glänzend bräunlich oder grau, auf deutlichem, schwarzem Vorlager und oft von diesem umsäumt, durch KOH nicht, durch CaCl rötlich gefärbt (wenigstens stets unter dem Mikroskop), Mark durch Jod nicht gebläut. Apothecien angedrückt, mit anfangs flacher, dünn berandeter, später etwas gewölbter und unberandeter, nackter oder dünn bleigrau be¬ reifter, schwarzer Scheibe, bis 2 mm oder wenig darüber groß. Gehäuse schwärzlich, kohlig, Hypothecium braunschwarz. Paraphysen mehr oder weniger stark verklebt, oben braunschwärzlich oder trüb grünlichbraun. Schläuche schmal keulig. Sporen länglich bis ellipsoidisch, 10—15 p lang,
171 5—7 P dick. Hymenialgallerte durch Jod gebläut, später schmutzig violett oder rot gefärbt. Pyknokonidien zylindrisch, gerade. Durch das ganze Gebiet an Silikatgesteinen, in der Ebene an erratischen Blöcken, Grenzsteinen, Brücken usw. häufig. /. meiosporiza Nyl. Lager glanzlos, weiß mit sehr undeutlichen Schuppen. Apothecien dünn und flach, bald fast von der Farbe des Lagers, bald unbereift, schwarz, mit dünnem Rande. Oberschlesien: An Erzschurfstellen bei Matzdorf. f. caeruleoatra Eitner. Lager undeutlich schollig, schwärzlich. Apothecien klein, aufsitzend, schwarz, mit dauernd blauweiß dicht bereifter Scheibe und dünnem, vor¬ stehendem, schwarzem Rande. Schlesien: Kuhberg bei Bahnhof Hirschberg und um Schloß Paulinum. var. fumosa (Hoffm.)*Th. Fr. Lager glänzend rotbräunlich, kastanienbraun oder dunkel gelbbraun. An Kieselgestein, besonders im Gebirge. f. ocellata Schaer. Felderchen konkav, weiß gerandet. f. Mosigii Ach. Früchte dünn bereift. var. subcontigua Fr. — L. fumosa y grrsella Floerke. — L. interjecta Nyl. — L. fuscoatra var. grisella Nyl. — L. fuscoatra var. pallescens Fr. — L. grisella Nyl. — L. interjecta Nyl. Lager matt, grau oder graubräunlich. Auf kieselhaltigem Gestein im Gebirge verbreitet. f. verrucosa Eitner. Kruste glänzend hellbraun, wellig-warzig. Apothecien zwischen den Areolen entspringend und sich dann über die Warzen verbreitend, i—2 der¬ selben einnehmend, samtschwarz. 1069. L. inturgescens Nyl. — L. fumosa var. turgidula Anzi. Lager kastanienbraun, gefeldert-schuppig, mit gewölbten Schuppen. Apothecien von Anfang an un berandet und gewölbt. Sonst wie L. fuscoatra. Schweiz: Auf Granit im Val de Sotto; am M. Salevula. 1070. L. arctica Smf. — Lecidella arctica Kbr. Lager ausgebreitet, gedrängt oder zerstreut, körnig-warzig, mit halb¬ kugeligen oder papillenartigen, 0,1—0,3 mm großen Warzen, bräunlich oder weißliebgrau (KOH 4- gelb oder unverändert, Mark mit CaCl orangerot),
172 auf undeutlichem Vorlager. Apothecien klein, bis i mm breit, fast ein¬ gesenkt oder angedrückt, mit bald randloser, stark gewölbter, zuletzt fast halbkugeliger oder höckeriger, schwarzer, meist bläulich bereifter, selten nackter Scheibe. Gehäuse fast farblos oder blaß bräunlich, Hypothecium meist hell rotbräunlich. Paraphysen verschleimt, undeutlich, nach oben zu trüb grün oder grünbräunlich. Sporen länglich oder ellipsoidisch, 13—18 //, lang, 6—8 p, dick. Über absterbenden Moosen, besonders gern über Rhacomitrium im Gebirge, ziemlich zerstreut. Tirol: Stanzertal; Mittelberg; Finstertal; Gurgl; Roßkogel; Zillertal, am Wategg-Gletscher; Kleiner Rettenstein; Geisstein. — Schweiz: Rhätische Alpen; Urner Alpen; Grimsel; Engstel- alp; am Valdobbiahospiz; Valsesia. — Böhme rwa Id: Gipfel des Arber und Lüsen. — Schlesien: Schneekoppe; schwarze Koppe; kleiner Teich; Hohes Rad; Schneegruben usw. — Harz: Brockenkuppe und Achter¬ mannshöhe über Andreaea. — Westfalen: Auf nackter Erde bei Handorf. 1071. L. Bussanensis Harmand. Lager bräunlich, blaß, gefeldert, mit kleinen, nicht über 0,5 mm großen Felderchen, durch Reagenzien nicht verändert, Hyphen durch Jod nicht gebläut. Apothecien klein, 0,5 mm selten erreichend, unregelmäßig, eckig, schwarz, eingesenkt, mit etwas papillöser Scheibe. Hypothecium braun, Epithecium fast farblos. Sporen ellipsoidisch oder fast eiförmig, 11—14 lang, 4—7 yu dick. Vogesen: Bussang, an hartem Kieselgestein, selten. 1072. L. Dicksonii Ach. — Lichen Dicksonii Ach. — Lecidea melano- phaea Fr. — L- variegeeta ß melanophaea Krplh. — Aspicilia melano¬ phaea Kbr. Lager dünn, weinsteinartig, fleckig, abgegrenzt oder ausgedehnt, fein- rissig bis rissig-kleingefeldert, mit flachen Feldern, durch Eisenocker stets rostfarben auf schwarzem Vorlager, durch Reagenzien nicht verändert, auch die Hyphen werden durch. Jod nicht gebläut. Apothecien klein, 0,4 bis 0,7 mm breit, anfangs eingesenkt, später vortretend, mit stets vertiefter schwarzer Scheibe und erhabenem, bleibendem, ungeteiltem, schwarzem Rande. Gehäuse verschieden entwickelt, meist ziemlich dick und schwarz. Hypothecium braun oder schwarzbraun. Paraphysen sehr zart, verschleimt, oben rauchbraun. Schläuche schmal keulig. Sporen zu 8, ellipsoidisch- ciförmig, 11—14^ lang, 6—8/4 dick. Hymenialgallerte durch Jod erst flüchtig und leicht gebläut, dann weinrot oder rotgelb gefärbt. Pykno¬ konidien länglich-zylindrisch oder in der Mitte etwas schmäler, 2—3 ja. lang.
173 An kieselhaltigen Gesteinen in den höheren Gebirgslagen verbreitet, in den Alpen stellenweise häufig. f, normalis Eitner. Kruste fast ganz ohne Ockerfärbung, bräunlichgrau, zusammenhängend, zum Teil feinrissig gefeldert. Apothecien gyalectaähnlich, zwischen oder auf den Feldern eingesenkt sitzend, von dünnem, schwarzem, wulstig hervorstehendem Rande begrenzt. Schlesien: Glatz; Seitenberg-Landeck, auf dem Kreuzberg auf über Kalk liegendem, sehr hartem Glimmer. f. plicata Eitner. Lager schuppig gewellt, sorediös, fast brennendrot, im Herbar ver¬ blassend. Apothecien randlos, schwarz, eingesenkt, oft von den Thallus- rändern bedeckt. Riesengebirge: Teufelsgärtchen. 1073. L. glaucophaea Kbr. Lager ausgebreitet, dünn, weinsteinartig, zusammenhängend, uneben, graubräunlich, hin und wieder in weiße Soredien aufbrechend, auf undeut¬ lichem, weißem Vorlager. Apothecien klein, zerstreut sitzend, mit flacher, graugrünlich bereifter, schwarzer, angefeuchtet rotbrauner Scheibe und schwach glänzendem, bleibendem Rande. Paraphysen verklebt, oben rotbräunlich. Schläuche keulig. Sporen eiförmig, 12—15 lang, 6 bis 7 dick. Schlesien: Auf bröckeligem Granit in der Grafschaft Glatz; an Gabbro auf dem Gipfel des Zobten; Felsen über Steinkunzendorf a. d. Eule; Warthaberg bei Wartha. 1074. L. intumescens (Flöt.) Nyl. — L. badia var. /? intumescens Flöt. — L. insularis Nyl. — L. confervoides £ intumescens Schaer. — Lecidella insularis Kbr. Lager in Form von kleinen, fast kreisrunden Flecken auftretend, rissig gefeldert mit warzig gefalteten Feldern, braungrau oder hirschbraun auf dunklem Vorlager, durch KOH gelb gefärbt, durch CaCl nicht verändert. Apothecien klein, kaum 0,5 mm erreichend, angedrückt oder eingewachsen¬ angedrückt, flach, mit gebogenem, vorragendem, dünnem Rande, schwarz. Gehäuse schwärzlich, mit dunklem Hypothecium zusammenfließend. Para¬ physen verklebt, nach dem Scheitel zu mehr oder weniger dunkelbraun. Schläuche aufgeblasen keulig. Sporen ellipsoidisch oder länglich, io—13 fi lang, 5—6 fA dick. Jod färbt die Hymenialschicht anfangs blau, dann schmutzig gelbbraun, violett oder weinrot.
174 Auf dem Lager von Lecanora sordida und L. sulfurea an Felsen. — Nieder-Österreich: Ziemlich verbreitet; Salzburg. — Schweiz: Stellenweise, z. B. Mont Saleve; Valsesia; Malenco oberhalb Torre. — Baden: Todtnau. — Fränk. Jura: An einem Quarzblock bei Biber¬ bach unweit Gößweinstein. — Schlesien: Im Hirschberger Tal häufig; Rosengarten bei Seifersdorf. — Sachsen: Bei Königsbrück; Ponickau bei Großenhain; auf Basalt bei Altenberg; am Hochwald in der Ober¬ lausitz. — Thüringen: Schobsergrund bei Amt Gehren. — Mähren. — Westfalen: Bei Brilon am Hollman; an den Bruchhauser Steinen; am hohen Seelbachkopf bei Siegen auf Basalt. 1075. L. badioatra (Hepp.) Arn. — Lecanora badioatra Hepp. — L- corrugatula Nyl. — Lecidea corrugatula Arn. Lager im Aussehen der Buellia aethalea sehr ähnlich, bräunlich- aschgrau, rissig gefeldert, durch Reagenzien nicht verändert, Mark durch Jod gelbbraun gefärbt. Apothecien in den Felderchen sitzend, schwarz, nackt, etwas urnenförmig, mit ungeteiltem, vorragendem Rande, nicht selten unförmlich und verschrumpft, zahlreich. Gehäuse und Hypothecium braun. Paraphysen verklebt, nach dem Scheitel zu allmählich verbreitert und bräunlich, aber nicht kopfig. Sporen eiförmig, nicht selten fast ellipsoidisch, einzellig, farblos, 12—15 p lang, 8—9 p dick, zu 8 im Schlauch. Hymenialschicht durch Jod gebläut. Sehr selten, an Glimmerschiefer, Melaphyr-Porphyr usw. Tirol: Arlberg, Rosannaschlucht, an überflutetem Glimmerschiefer bei St. Anton; Predazzo, auf Melaphyr- und Uralitporphyr am Saccina- bache; auf Syenit am Fuße der Margola. — Schweiz: An Felsen im Maderaner Tal. — Weserbergland: An Sandstein im Solling bei Lakenhaus; Weg zwischen Grimmerfeld und dem Jagdhause. 1076. L. fuscocinerea Nyl. — L. atroalba Fr. — L. hydropica Kbr. — L. gyrizans Nyl. Lager ausgebreitet, dick, weinsteinartig, tief, rissig gefeldert, an¬ gefeuchtet fast schwammig, mit runzelig - warzigen, bis 1 mm breiten Felderchen, aschgrau oder bräunlich-aschgrau, auf schwarzem Vorlager, durch Reagenzien nicht verändert, nur das Mark wird durch KOH gelb. Apothecien dicht angepreßt, klein, bis 0,8 mm breit, aber nicht kleiner, meist flach und von einem dünnen, etwas vortretenden Rand umgeben, oft wellig oder in verschiedener Weise gebogen oder eckig, mattschwarz. Ge¬ häuse und Hypothecium braun oder schwarzbraun. Paraphysen schlank, verklebt, oben grünlichbraun oder rauchbraun. Schläuche aufgeblasen- keulig. Sporen selten gut entwickelt, ellipsoidisch, 9—14^ lang, 6—10 p
175 dick. Hymen ialgallerte erst sehr schwach bläulich, dann weinrot durch Jod gefärbt. S c h le s i en: Riesengebirge, an grobkörnigem Granit des Echofelsens am Kynast. — Nordwest-Deutschland: An den Granitblöcken des Steindenkmals in den herrschaftlichen Fuhrenkämpen an der Chaussee zwischen Steinfeld und Damme; an dem Steindenkmal an der Chaussee zwischen Sögel und Klein-Beerssen, Hümmling; mit Apothecien auf einigen Blöcken des Denkmals bei Oldendorf, unweit Amelinghausen, Lüneburg. 1077. L. athroocarpa Ach. — Lichen athroocarpus Ach. — Lecidea atrofuscescens Nyl. Lager gefeldert, mit ziemlich flachen oder unregelmäßig narbigen oder etwas vertieften, an den Rändern leicht vorragenden Feldern, heller oder dunkler braun oder weiß gerandet, durch KOH außen nicht verändert, innen schwach gelb gefärbt, durch CaCl nicht verändert, durch Jod die Hyphen gebläut. Apothecien angewachsen, o,8—1,2 mm breit, oft eckig, nackt, flach, mit schwarzer, matter oder wie etwas bereifter Scheibe und leicht erhabenem Rande. Gehäuse mehr oder weniger entwickelt, schwärz¬ lich, Hypothecium heller oder dunkler braun. Paraphysen zart, ziemlich locker verklebt, nach dem Scheitel zu schwärzlichbraun. Schläuche auf- geblasen-keulig. Sporen ellipsoidisch oder eiförmig bis länglich, 15—21 u lang, 9—11 /Lb dick, in demselben Apothecium verschieden groß. Hymenial- gallerte durch Jod vorübergehend gebläut, später weinrot gefärbt. Pykno¬ konidien kurz nadelförmig, gerade oder sehr schwach gekrümmt, 10—16 u lang. An Glimmerschiefer, Phyllit, Porphyr, Syenit in den Alpen ver¬ breitet. — Westfalen: Zwischen Astenberg und Westfeld im obersten Lennetal auf Schiefer; auf Porphyr der Bruchhauser Steine. — Thü¬ ringen: Auf Granitblöcken südlich oberhalb Brotterode. — Schlesien: Nach Eitner in den Sudeten verbreitet. f. opponenda Arn. — Lecidella opponenda Arn. Lager ergossen, rissig gefeldert, ziemlich dick, fast flach, gelblich¬ weißlich, weder durch KOH noch CaCl verändert. Mark durch Jod ge¬ bläut. Apothecien flach, schwärzlich, kreisfaltig, innen durch KOH nicht verändert. Epithecium bräunlich. Hymenium und Hypothecium farblos, durch Jod gebläut. Paraphysen kräftig. Sporen oval, 18—20lang, 9 bis 10 p breit. Tirol: Kleiner Rettenstein, an Phyllit des Gipfelmassivs und ober¬ halb der Einsenkung des Roßgrubkogels. 1078. L. polygonia (Fw.) Nyl. — Lecidea fumosa var. polygonia Fw.
176 Von L. athroocarpa hauptsächlich nur durch kleinere Sporen verschie¬ den. Sporen 13—16^ lang, 7—9/1 dick. Pyknokonidien stäbchenförmig, gerade, 6—8 lang, 0,7 p dick. Schweiz: Auf hartem Gestein bei Gampeln. Dahin gehört nach Nylander auch Arnold Exr. Nr. 557 vom, Roßgrubkogel als Lecidea athro¬ ocarpa var. opponenda Arn. 1079. L. interjecta Bagl. et Car. Lager sehr dünn, staubig oder fehlend. Apothecien sitzend, schwarz, etwas buchtig hin und her gebogen, anfangs flach, sich fast berührend, un¬ förmlich, später etwas gewölbt, weiß bereift, mit dünnem, zurücktretendem Rande. Sporen länglich, 9—11 p lang, 3 p dick. Alpen: Sehr selten. Auf Granit am Valdobbiahospiz. 1080. L. microstigma Nyl. Lager kaum erkennbar. Apothecium schwarz, sehr klein, kaum 0,2 mm Durchmesser erreichend, oft nur 0,1 mm breit, dünn, fast unberandet. Ge¬ häuse schwärzlich, Hypothecium farblos, Paraphysen zart, mit fast farb¬ losem Epithecium. Sporen zu 8, farblos, einzellig, länglich, 10—n lang, 4—5 p dick. Jod bläut die Hymenialgallerte nicht, sondern färbt sie gelb. Heidelberg: Auf Sandsteinen am. kurzbegrasten Rande des Fahr¬ weges über dem Schloß auf die Molkenkur mit L. lithynella. 1081. L. laboriosa Müll.-Arg. Lager undeutlich. Apothecien gedrängt, 2/3—i^mm breit, angedrückt sitzend oder am Grunde fast stielförmig verschmälert, anfangs gyalekta- artig geschwollen berandet und schwarz, später flach, aber vortretend dünn berandet, blaß schwarz bereift, kreisrund oder zum Teil gedreht oder mit bogigem Rande, zuletzt kugelig angeschwollen und randlos, innen unter der Hymenialschicht schwärzlichgrau. Hymenialschicht etwa 70 p hoch, blau¬ grün, Epithecium schwarzgrün; Paraphysen mäßig verklebt, blaß blaugrün, am Scheitel keulig, 2 p breit, gegliedert, an den Querwänden kaum ein¬ geschnürt. Hypothecium blaß bräunlich oder rauchgraubräunlich oder grau¬ bräunlich. Schläuche schmal, am Grunde lang verschmälert. Sporen zu 8, einzellig, farblos, stäbchenförmig-ellipsoidisch, ziemlich weit von gleicher Breite, an beiden Enden stumpf, 7—10 p lang, 3—4mal so lang wie breit. Schweiz: Wallis, an senkrechten Felswänden auf Alpenweiden am See Champey oberhalb Orsieres. 1082. L. vicinalis Müll.-Arg. Lager undeutlich. Apothecien unregelmäßig gedrängt, zuletzt herden¬ weise zusammenfließend, 0,4—0,7 mm breit, angedrückt sitzend, flach, deut-
177 lieh, berandet, bald eckig, zuletzt gelappt und wie in mehrere kleinere, un- berandete, gewölbte und etwas gehäufte geteilt, innen überall braunschwarz, unter dem Scheitel aber mit einer gebogenen, schwarzgrauen Hymenial- linie. Rand kaum vorragend, dünn, zuletzt undeutlich, wie die Scheibe schwarz oder bräunlich-schwarz und matt. Hymenialschicht etwa 70 u hoch, farblos; Epithecium dünn, braunrötlich; Hypothecium dick, intensiv rotbraun. Paraphysen mäßig leicht trennbar, nur am Scheitel gefärbt. Schläuche achtsporig, schmal. Sporen klein, 6—8 lang, 31/,—6 breit, ellipsoidisch, an beiden Enden sehr stumpf. 4 Schweiz: Vallee de Baques, an Granitfelsen neben dem Hotel Mon- voisin. 1083. L. Baderi Müll.-Arg. Lager nicht erkennbar. Apothecien 0,6—0,8 mm breit oder kleiner, sitzend oder gestielt-sitzend, gedrängt, ziemlich dick, die jüngeren stark und vortretend, die entwickelten dünn berandet, flach, zuletzt randlos und leicht gewölbt, angefeuchtet schwarzbraun, mit grau bereifter Scheibe. Hymenialschicht 80—100 jli hoch, farblos, durch Jod intensiv gebläut. Epi¬ thecium bräunlich; Hypothecium dick, schwarzbraun. Paraphysen ver¬ klebt. Schläuche verkehrt-eiförmig-zylindrisch, etwa 75 /.t lang, achtsporig. Sporen 12—17(—20) p lang, 5—7 breit, ellipsoidisch bis eiförmig, farb¬ los, innen körnig. Schweiz: An nach Norden gerichteten senkrechten Wänden erra¬ tischer Blöcke am Mont Saleve. 1084. L. Kündigiana Müll.-Arg. Lager fehlend. Apothecien schwarz, 1/2—2/3 mm breit, immer gyalekta- artig vertieft, hoch vortretend und gewissermaßen eingerollt berandet, zu¬ letzt grobfaltig-eckig, mit flacher Scheibe, mitunter mit mehr zusammen¬ neigenden, fast ritzenförmigen Rändern. Hymenium 40—50 p., hoch, in¬ tensiv spangrün; Epithecium schwarz-spangrün; Hypothecium dick und intensiv schwarzbraun; Paraphysen verklebt; Schläuche ziemlich schmal, achtsporig. Sporen 10—14 lang, 3—3x/2^ breit, zuerst ellipsoidisch, dann länglich-ellipsoidisch, einzellig, farblos. — Der L. Pilati nahestehend. Schweiz: Auf Quarzgestein auf dem Gipfel der Bella Tola und auf Quarzschiefer am Weißmies. 1085. L. Anioldiana. Dalia Torre et Sarnth. — L. subterhiescens f. ecrustacea Arn. — L. ecrustacea Arn. Lager wenig entwickelt, körnig. Mark durch Jod gebläut. Apothecien schwarz, zerstreut oder nicht selten gereiht und durch gegenseitigen Druck Thomö-Migula, Flechten. IT. (Flora XII, 2.) 12
178 eckig, nackt. Epithecium schwarzgrün, durch KOH nicht, durch HNO3 dunkel purpurbraun gefärbt. Hymenium durch Jod gebläut. Hypothecium bräunlich oder braun, weder durch KOH noch durch HNO3 verändert. Paraphysen ziemlich dick verklebt, am Scheitel dunkelgrün und allmählich und schwach verdickt. Sporen länglich, 12—15 lang, 5—6 p, breit. Tirol: Brenner, nicht selten an Gneisblöcken gleich oberhalb des Wilden Sees. 2. Untergattung Biatora. 1086. L. annularis (Müll.-Arg.). — Biatora annularis Müll.-Arg. Lager weder durch KOH noch CaCL gefärbt, ergossen, sehr dünn, weinsteinartig-mehlig, schneeweiß, ohne deutliches Vorlager oder vollstän¬ dig verschwindend. Apothecien angedrückt sitzend, in der Jugend dicker, im Alter dünner berandet, 0,9—1,3mm breit; Scheibe schwarz, nicht be¬ reift, flach oder leicht gewölbt; Rand immer vortretend und auf der Innen¬ seite die Scheibe mit einem grau bereiften Ring umgebend, sonst schwarz. Hymenialschicht breit, sonst farblos oder oben blaß blaugrün-bräunlich, durch Jod schön blau gefärbt. Epithecium rauchgrau oder zuletzt bräun¬ lich blaugrün ; Hypothecium dick, blaß-schwarz oder blaugrün-schwärzlich. Paraphysen verklebt. Schläuche achtsporig, weit, bauchig-verkehrt-eiförmig, etwa 100 p lang, 40^. breit, am stumpf abgerundeten Scheitel verdickt. Sporen 22—26 p lang, 14—17 p breit, breit-ellipsoidisch, an den Enden oft breit-rundlich gestutzt. Schweiz: An Kalkfelsen des Grand Muveran oberhalb Bex. 1087. L. Metzleri (Kbr.) Th. Fr. — Biatora Metzleri Kbr. — Lecidea oolithina Nyl. Lager undeutlich, mit Kalk durchsetzt, ausgebreitet, dünn, grauweiß oder weißlich, durch Reagenzien nicht verändert. Apothecien klein, 0,3 bis 0,5 mm groß, in kleinen Grübchen eingewachsen, ziemlich flach und dünn berandet, zuletzt etwas vorragend, gewölbt und randlos, trocken schwarz, angefeuchtet schwarz-purpurn. Gehäuse dünn, braun. Hypothecium farb¬ los oder blaß bräunlich, Paraphysen gallertig verklebt, am Scheitel mehr oder weniger dunkelbraun. Schläuche aufgeblasen oder fast bauchig-keulen¬ förmig. Sporen länglich oder fast spindeiig, 16—26 p lang, 6—10 p< dick. Jod färbt die Schläuche nach vorübergehender Bläuung intensiv rot. Auf Kalk, selten. Tirol: Schloß Arco, Schloß Penedal bei Nago, auf Kalk. — Schweiz: An Tuffsteinfelsen am Mont Saleve. — Bayern: Augsburg, an kalkreichen Sandsteinen bei Fischbach. — Fränk. Jura: An Kalksteinen auf einem Brachacker bei Steifling oberhalb Pottenstein;
179 im Laubwalde oberhalb Wasserzell; Langetal bei Streitberg. — Hessen. Westfalen: Ziemlich häufig, besonders um Büren und Höxter. — Weserbergland: Muschelkalk bei Hillerse; Gladeberg bei Hardegsen. Thüringen: Im Gebiet des Muschelkalkes häufig, so bei Plane, Ziegen¬ ried, Reinsburg, Dosdorf, Haarhausen. 1088. L. cyclisca (Mass.) Malbr. — Biatora cyclisca Mass. Lager dick, knorpelig, ungleichmäßig, graugrünlich-aschgrau-weißlich, kleiig bestäubt. Apothecien klein, schwärzlich-braun, unregelmäßig in kleinen Kreisen stehend, flach, randlos, angefeuchtet rötlich und dann etwas gedunsen und gewölbt. Hypothecium farblos. Paraphysen undeut¬ lich, oben rötlichbraun. Sporen dickwandig, länglich-ellipsoidisch, 16—18 p. lang, 9—10 /6 dick. Auf Kalk, selten. Tirol: Marocche bei Dr6; alter Weg von Arco nach Nago; Castell Penedal. — Nieder-Öst erreich: Bei Drosendorf auf Urkalk. — Bayern: Hüting. — Fränk. Jura: An sonnigen Kalk¬ felsen in kleinen Höhlungen am Wintersdorfer Bergabhang; bei Streitberg und Müggendorf; Donauufer bei Kehlheim; an Dolomit zwischen Eichstätt und Landershofen; an Kalktuff vor dem Langetal. 1089. L. lucida Ach. — Lichen lucidus Ach. — Lepraria Floerkeana Ach. — Biatora lucida Fr. Lager dünnschorfig oder körnig-staubig oder mehlig, strohgelb, zitro¬ nengelb oder grünlichgelb, auf weißlichem Vorlager, durch Reagenzien nicht verändert. Apothecien angepreßt, klein, 0,2—0,5 mm groß, mit bald gewölbter, sattgelber oder zitronengelber, unberandeter Scheibe, zuweilen zusammenfließend und dann eckig-unförmlich und höckerig. Gehäuse farb¬ los oder nur außen schwach gelblich. Hypothecium farblos. Paraphysen locker zusammenhängend, kräftig, farblos mit körnigem, grünlichgelbem Epithecium. Schläuche kurzkeulig. Sporen länglich-zylindrisch oder fast länglich. Keulenförmig, klein, 4—7(—12) /z lang, 1,5—2,5 /z dick. Jod färbt die Schläuche vorübergehend blau, dann weinrot oder violett, die übrige Hymenialschicht bräunlich. Auf Kalk und kalkhaltigem Gestein, selten auf Holz und Rinde über¬ gehend, im Gebirge verbreitet und nicht selten. 1090. L. anomaloides (Mass.). — Biatora anomaloides Mass. — B. anomaliza Nyl. Lager rissig gefeldert, weinsteinartig-schorfig, grünlich, ergossen. Apothecien zusammenfließend, anfangs eingesenkt, vertieft, später etwas vortretend-sitzend, flach oder gewölbt, schwarzbraun, angefeuchtet schwarz- rot. Sporen länglich 13—14^4 lang, 5 /z dick. 12*
180 Schweiz: An Felsen am Reculet; auf Kalk am Grand Muveran (var. alpestris Arn.). ’ 1091. L. erythrophaeoides Lettau. Lager steinbewohnend, unberindet und ohne Soredien, unregelmäßig ausgebreitet, stellenweise (in Grübchen des Steines) etwas dicker, etwas feinrissig-geknäult und runzelig, im übrigen fast sehr dünn, unterbrochen fast körnig-runzelig, matt, nicht begrenzt, weiß-aschgraulich, ins blaß Gelbgrüne spielend, durch KOH, CaCl und Jod nicht verändert, auf un¬ deutlichem Vorlager. Gonidien lebhaft grün, 8—15 (—18) breit, kugelig, mit mehr oder minder dicker Membran. Apothecien zahlreich, angedrückt¬ sitzend, zerstreut oder mitunter zusammenwachsend, fast regelmäßig rund, bis zu 0,8 (—1,0) mm breit, anfangs flach und lange ziemlich flach bleibend, später mäßig gewölbt, mit dunkel blutroter oder schwarzroter nackter Scheibe und gut entwickeltem, schwarzem, etwas glänzendem-, vortreten¬ dem, später kaum sichtbarem Rande. Gehäuse kräftig, ungeteilt, an der Oberfläche rotbraun, nach innen zu allmählich blasser. Hymenium farblos, etwa 70—80^ hoch. Paraphysen einfach, zahlreich, etwa 1,5 (—2) dick, nicht septiert, leicht gebogen oder fast gerade, wenig zusammenhängend, am Scheitel nicht oder nur wenig verdickt, blaß braun oder seltener blaß olivbraun. Ein körniges Epithecium fehlt. Paraphysen mit Jod dunkelblau, fast schwarzblau oder dunkel schmutzig gefärbt. Hypothecium dick, dicker als das Hymenium, immer farblos, ohne Gonidien. Schläuche verlängert- keulig, schmal, so lang oder 8—10 kürzer als die Paraphysen, dünn¬ wandig, am Scheitel nicht gestutzt. Sporen zu 8, einzellig, farblos, breit- ellipsoidisch oder fast eiförmig, an den Enden stumpf, etwa 13—18 p, lang, 6—9 p dick, selten fast kugelig, bis 12 p lang und 10 p dick. Thüringen: Zinkenstein bei Elgersburg, an mäßig beschattetem porphyrischen Gestein mit kalkhaltigem Bindemittel (650—670 m). 1092. L. picila (Mass.) Jatta. — Biatora picila Mass. — Taf. LXXVI B, Fig. ii. Lager weinsteinartig-mehlig, ausgebreitet, zusammenhängend, dünn, schmutzig weißlich, angefeuchtet etwas grünlich. Apothecien zusammen¬ fließend, warzenförmig, halbkugelig-becherförmig vorragend, schwarzbraun und mißfarbig gescheckt, angefeuchtet schwarz, sehr zart- und feinwarzig. Sporen klein, länglich, 9 lang, 2—3 dick. Niederösterreich: An Kalkfelsen der Raxalpe. — Fränk. Jura: Vorwiegend an der Unterfläche von Kalkblöcken; Wolfsgraben unweit Streitberg; Schlucht Steinleiten oberhalb der Wöhrmühle; beim
181 Leiterle oberhalb Würgau; an Kalkwänden in Laubwäldern im Affental bei Eichstätt und zwischen Kehlheim und Weltenburg. 1093. L. immersa (Web.) Ach. — L. albocoerulescens ß immersa Fr. — L. immersa ß calcivora Schaer. — Hymenelia immersa a calcivora Kbr. — Biatora immersa Hepp. Lager sehr dünn, oft undeutlich und mit Kalk durchsetzt, weiß oder grauweiß, durch Reagenzien nicht verändert. Apothecien in kleinen Grübchen eingesenkt, ziemlich flach, mit dünnem, bleibendem oder ver¬ schwindendem Rande, schwarz oder dunkel schwarzpurpurn, 0,5—0,8 mm breit. Gehäuse braun, mit dem dunklen Hypothecium zusammenfließend. Paraphysen verklebt, nach dem Scheitel zu gelblichbraun bis braun. Schläuche keulenförmig. Sporen ellipsoidisch oder kugel ig-ellipsoidisch. 10—15 jLt lang, 7—8 dick. Hymenialgallerte, besonders die Schläuche durch Jod wein rot gefärbt. Die Hyphen des Lagers werden durch Jod nicht gebläut. Auf Kalk und Dolomit im Gebirge, verbreitet. Alpen, Bayern, Würt¬ temberg, Baden, Liessen, Westfalen, Thüringen, Sachsen, Böhmen. — Brandenburg: Berlin, am Kalkfelsen bei Rüdersdorf, selten. var. flavescens (Anzi) Arn. — Aspicilia flavescens Anzi. Lager sehr dünn, fleckenartig, gclblich-pfirsichblütrot. Apothecien klein, eingewachsen, schwarz, krugförmig oder flach. Epithecium bräunlich. T i rol: Slavini di San Marco bei Mori, auf Kalk mit der Stammform. 1094. L. subdifiracta Arn. — Biatora subdi ff racta Arn. Lager weiß, im Alter schmutzig, ziemlich dick, etwas gefeldert- /•i geborsten, ergossen. Apothecien braun, zerstreut, gewölbt. Epithecium und Hypothecium braun, Hymenium farblos, durch Jod gebläut, Paraphysen verklebt. Sporen zu 8, einzellig, farblos, 12—15 lang, 5 p, breit. — Schließt sich eng an L. Berengeriana an und ist nach Arnold vielleicht nur deren steinbewohnende Form. Tirol: Waldrast, auf Kalkfelsen der Matreier und Seriesgrube und auf Trinser Markung; vorderes Sonnenwendjoch, an Kalkfelsen des Gipfels; Großer Rettenstein auf Dolomit. f. picila Arn. Lager etwas körnig, schmutzig. Apothecien braun, klein. Epithecium farblos, Hypothecium dick, braun. Paraphysen verklebt, durch Jod gebläut. Sporen dünn, farblos, einzellig, I2u lang, 3^. dick. Tirol: Schiern, auf weißem Raiblerdolomit oberhalb des Heubades. /. alpestris Arn. — Biatora picila Mass. var. alpestris Arn.
182 Thallus fast fehlend, weißlich. Apothecien nahe beisammenstehend, dunkelbraun. Epithecium und Hymenium farblos, Hypothecium dunkel- rotbraun. Paraphysen verklebt. Sporen zu 8, schmal, einzellig, 12—15 p lang, 4—5 breit. Tirol: Waldrast, an Kalkfelsen der Matreier- und Series-Grube; Großer Rettenstein; Paneveggio, auf Kalk am Castellazzo. 1095. L. fuscorubens Nyl. — Biatora fuscorubens Nyl. — Lecidea sanguineo-atra * fuscorubens Nyl. — L. cinnamomea Fike. — L. sympathe¬ tica Tayl. — Biatora ochracea Hepp. — Lecidella ochracea Kbr. — Taf. LXXVIB, Fig. 13. Lager dünn, feinrissig oder fast zusammenhängend, glatt, mitunter fast fehlend, schmutzig grau, durch Reagenzien nicht verändert. Apothecien klein, 0,5—0,8 mm breit, angewachsen oder sitzend, anfangs ziemlich flach und zart berandet, später gewölbt und unberandet, nackt, schwärzlich braunrot, dunkel schwarzbraun oder schwarz. Hypothecium dick, rötlich schwarzbraun oder braunschwarz, Gehäuse schwärzlich. Paraphysen ver¬ klebt, oben bräunlich. Schläuche keulig. Sporen ellipsoidisch, 8—13 p lang, 5—7 p dick. Hymenialgallerte durch Jod anfangs gebläut, dann blaß wein¬ rot gefärbt. Auf Kalk, Porphyr, Sandstein, ziemlich verbreitet. f. ruf0fusca Arn. Lager fast fehlend, nur durch einen weißen Fleck angedeutet, seltener spärlich und kleinkörnig. Apothecien rotbraun. Epithecium gelblich, durch KOH nicht verändert. Hymenium durch Jod gebläut, dann weinrot gefärbt. Hypothecium braun, durch KOH nicht verändert. Sporen oval, an beiden Enden stumpf, seltener etwas spitz, 9—12—15 p. lang, 4—7 p breit. Tirol: Waldrast, Großer Rettenstein, Ampezzo, Paneveggio usw. f. picila Arn. — Biatora ochracea f. picila Arn. Lager ergossen, dünn, sehr schwach rissig gefeldert, etwas mehlig, weißlich. Apothecien schwarzrot mit dunkelroter Scheibe und dunklerem Rande, innen weder durch KOH noch durch HNOÖ gefärbt. Epithecium braun, Hymenium farblos, durch Jod gebläut. Hypothecium breit, braun. Paraphysen verklebt, am Scheitel leicht gelblich. Sporen oval, 12 p lang, 5—6 p breit. Pyknokonidien zylindrisch, gerade, 6 p lang, 1—1,5 p> dick. Tirol: An einer Kalkwand nicht weit vom vorderen Obernberger See. f. monticola (Hepp.) Arn. — Biatora monticola Hepp. — Lecidea monticola Arn.
183 Lager dünn. weiß. Apothecien gewölbt. Epithecium und Hypothecium schwarz, in dünnen Schnitten schwarzbraun. Sporen io—15 p lang, 4—7 it breit. Tirol: Seefeld, auf Kalk bei der Asphaltfabrik; Kufstein, an Kalk¬ blöcken auf dem kahlen Abhange oberhalb des Oberkaserers im Kaisertale; Ratzes, auf Dolomit; an Dolomitblöcken im Walde zwischen Hauenstein und Schlernklamm. 1096. L. lenticella (Arn.). — Biatora lenticella Arn. Lager dünn, ergossen, weißlich. Apothecien schwarzbraun, ziemlich klein. Epithecium dunkel, unter dem Mikroskop farblos; Hymenium und Hypothecium farblos, durch Jod gebläut. Paraphysen verklebt, am Scheitel weder keulig noch dunkler gefärbt. Sporen einzellig, hier und da mit Öl¬ tropfen, zu 8, farblos, 12—14^. lang, 4 ja breit. Tirol: Waldrast, selten an Kalkfelsen in der Matreier- und Series- Grube. — Schweiz: Auf Kalk bei Montvoisin. 1097. L. pullata (Norm.) Th. Fr. — Biatora pullata Norm. Lager dünn, ausgebreitet, feinwarzig, schmutzig aschgrau oder bräun¬ lichgrau, mit hervorbrechenden, weißlich- oder grünlichgrauen Soredien bestreut, auf schwärzlichem oder bläulichschwärzlichem Vorlager, durch Reagenzien nicht verändert. Apothecien angewachsen, bis 1 mm, meist aber nur halb so groß, von Anfang an etwas gewölbt und randlos, matt, mi߬ farbig-schwarz. Gehäuse bräunlich oder braunschwärzlich. Hypothecium wie die Paraphysen gefärbt. Paraphysen eng zusammenhängend, heller oder dunkler stahlblaugrün, bräunlich oder smaragdgrün, nach dem Scheitel zu dunkler. Schläuche schmal keulig. Sporen ellipsoidisch, 9—15 jll lang, 4 bis 7/x dick. Jod färbt die Hymenialschicht intensiv violett. Auf Rhododendron in den Zentralalpen ziemlich verbreitet, aber meist steril (status sorediosus der Lecanora subfusca nach Arnold). — Tirol: Stanzertal, Thaja im Malfontale, auch auf dem Holz abgefallener Lärchen¬ zweige; Pleiß am Riffier; Mitteiber; Kühetai; Oetztal; unweit der Pollesalpe oberhalb Huben; Waldrast, am Blaser auf Zweigen von Pinus Mughus; Kleiner Rettenstein. — Schweiz: Am Grunde von Nadelholz¬ stämmen an der oberen Baumgrenze; Alp Suena im Val di Sotto; Val Vogus oberhalb Riva. — Westfalen: An Birken auf dem Astenberg. — Mähren. — Thüringen: Steril. Masserberg, Schmiedefeld, Stützer¬ bach, Ilmenau, Oberhof. — N i e d e r ö s t.e r r e i c h: Ostseite des Schnee¬ berges, an einem Baumstumpf bei der krummen Ries. 1098. L. labulata (Hepp.). — Biatora labulata Hepp.
184 Lager kleinschuppig, grau oder weißlich; Schuppen zerstreut, getrennt, klein. Apothecien einzeln oder zu zwei in den Schuppen sitzend, kugelig, unßerandet, schwarz. Hymenialschicht smaragdgrün. Sporen zu 8 im Schlauch, ellipsoidisch, einzellig, farblos, 7—9 p lang, 3—5 p breit. Auf Kalkfelsen bei Untertauern im Radstadter Tauern. — Felsberg unweit Chur in der Schweiz. 1099. L. lithinella Nyl. — Biatora lithinella Kernstock. Lager ausgebreitet, kaum erkennbar. Apothecien rötlich-scherbengelb, etwas gewölbt, unberandet, angewachsen, 0,3—0,4 mm breit, innen gleich¬ farbig. Hypothecium ockergelblich, Paraphysen verklebt, Epithecium blaß. Sporen zu 8, ellipsoidisch-spindelförmig, einzellig, 7—Solang, 3—4p dick. Jod färbt die Hymenialgallerte bläulich, dann weinrot-gelblichbraun. Tirol: Jenesien, auf Sandstein am Wege nach Flaas. — Nieder- österreich: Auf herumliegenden Steinchen im Walde auf der Hochram- alm bei Gablitz. — Baden: Auf Sandsteinen am Rande des Fahrweges auf die Molkenkur und bei Holtermanns Eiche am Wege nach der Hoch¬ straße. — Fränk. Jura: An einem Sandsteinblocke am Waldwege von Banz nach Altenbanz. — Westfalen: Bielefeld; Steinbruch bei Bent¬ heim auf Sandstein. 1100. L. subinvoluta Müll.-Arg. Lager fehlend. Apothecien wie bei L. Kündigiana, eine zierliche Form der L. Pilati vortäuschend, stets konkav, hoch und dick, etwas eingerollt berandet, mit etwas glänzendem Rande. Hymenium und Hypothecium farblos, Epithecium schön blau; Paraphysen leicht trennbar, oben deutlich gegliedert. Schläuche aebtsporig. Sporen etwas länglich-ellipsoidisch, 14 bis 15 lang, 5 p breit. Schweiz: An Gneisfelsen des Weißmies im Saastal. 1101. L. deusta (Mass.). — Biatora deusta Mass. Lager ergossen, sehr feinkörnig, blaugrau-grünlich, mit spärlichen, auf einem dicken, schwammigen, schwarzen Vorlager sitzenden Körnchen. Apothecien angedrückt, anfangs flach, bald gewölbt und fast randlos, blaß braun, zuletzt schwarz. Hypothecium und Hymenium tief braun. Schläuche schmal keilförmig, achtsporig. Sporen schräg gereiht, ziemlich klein, schmal ellipsoidisch, einzellig, farblos, 21j2—4mal so lang als breit. Tirol: Bei Seis, auf Melaphyr. — Westfalen: An Buchen des Astenberges und westlich davon an der Feuerstätte (?). — Nord West¬ deutschland: An einem Granitblock des Visbecker Bräutigam; schön an den Wächtern am Eingang zum Steindenkmal Visbecker Braut; an
185 einem Block des südlichen Steindenkmals der Mehringer Steine bei Leschede, Emsland. 1102. L. Ahlesii (Kbr.). — Biatora Ahlesii Kbr. — Taf. LXXVI B, Fig- 13- Lager ergossen, krustig-weinsteinartig, etwas glatt firnisglänzend, zu¬ sammenhängend, später feinrinnig, schmutzig grünlich-aschgrau, mit dem weißlichen Vorlager zusammenfließend. Apothecien angewachsen, flach, fahlgrau-bräunlich, mit zartem, dunklerem Rande. Paraphysen verklebt, gebogen, nach der Spitze zu grünlichbraun. Hypothecium grünbraun. Schläuche keulenförmig, achtsporig. Sporen eiförmig-ellipsoidisch, zwei- bis dreimal so lang wie breit, etwa 13—18 p, lang, einzellig. Baden: An Sandsteinen im Bache bei Wohlfahrtsweiher, unweit Karlsruhe; Heidelberg, im Forellenbache; über dem Haarlaß an beschat¬ teten Sandsteinen und hinter dem Stift. — Westfalen: Auf Steinen in Bächen des Solling bei Höxter. 1103. L. Brujeriana (Schaer.) Nyl. — Parmelia coarctata var. ß Bru¬ jeriana Schaer. — Biatora lopadioides- Th. Fr. Lager dünn, ausgebreitet, warzig oder körnig, bräunlich-rostfarben oder grünlich-aschgrau, durch Reagenzien nicht verändert. Apothecien emporgehoben, etwa 1 mm breit, fast trichterförmig und mit dunkel braun¬ schwarzem, geschweiftem und oft eingerolltem Rande, später fast flach und beinahe randlos, mit schwarzer, matter, nackter Scheibe. Gehäuse dick, braun oder schwarzbraun; Hypothecium schmutzig-bräunlich. Paraphysen zart, sich leicht voneinander trennend, fast farblos, nach der Spitze zu bräunljch. Schläuche schmal, verlängert, die Sporen oft in einer Reihe ent¬ haltend, zylindrisch-keulenförmig. Sporen eiförmig oder ellipsoidisch, 18—21 p lang, 8—11 p dick. Durch Jod wird der Schlauchinhalt gelbbraun, das übrige wird nicht verändert. Die Apothecien sehen den Fruchtkörpern einer kleinen Peziza ähnlich. Auf kieselhaltigem Gestein, selten. Tirol: Paneveggio, an Porphyr¬ blöcken längs des Waldbaches gegen den Rollepaß; oberhalb Rolle gegen den Cavallazzo. — Schweiz: An Felsen bei Schaffhausen; an feuchten Steinmauern bei Gossen. — Baden. — Vogesen. — Hessen: Bei Offenbach (?). — Schlesien: Am Brunnenberg, Riesengrund; am Kleinen Teich. Die schlesischen Standorte beziehen sich vielleicht auf L. geochroa. f. deplanata Kernst. — Biatora Brujeriana v. deplanata Kernst. Lager abgeflacht, etwas zerstreut felderig, mit flachen, stellenweise gewölbten, blaß ockerfarbenen Felderchen. Apothecien herdenweise ge¬
186 drängt, eckig oder in verschiedener Weise gebogen, vortretend, vertieft, schwarz, rauh mit dünnem verbogenem Rande. Jod färbt das Hymenium bräunlichrot. Schläuche zylindrisch-keulig. Sporen zu 8, oft einreihig, zu- gespitzt-zylindrisch, 19—20 /z. lang, 7—9 p dick. Paraphysen frei, faden¬ förmig. Tirol: Sarntal, nördliches Kreuzjoch auf Sandstein. 1104. L. brunnea (Anzi) Jatta. — Biatora brunnea Anzi. Lager nicht begrenzt, braun, dick, warzig gefeldert. Apothecien klein, sitzend, braunschwarz, schmal gerandet, flach, bald gewölbt. Sporen läng¬ lich oder keilförmig, dünnwandig, 13—15 p lang, 7 p breit. Schweiz: Auf Glimmerschiefer in den Rhätischen Alpen, nahe der Grenze des ewigen Schnees. 1105. L. subgranatina nom. nov. — Biatora Laureri Fw. in Körber, Parerga, p. 149. — Stein, p. 199: „Kruste weinsteinartig, rissig gefeldert, graurotbraun, Felderchen auf undeutlichem, schwarzem Vorlager mehr oder weniger zerstreut. Früchte klein, untermischt, leicht gewölbt, fast unberandet, glänzend rötlich-kasta¬ nienbraun. Sporen ziemlich klein, ellipsoidisch, 21/2—4mal länger als breit. Die Felderung der rotbraunen bis schokoladebraunen Kruste ist so ziemlich dieselbe wie bei leucophaea, doch sind die einzelnen Areolen ge¬ wöhnlich noch mehr zerklüftet und entbehren des schagrinartigen Über¬ zuges, sind vielmehr durch kleine, schwarzbraune Linien gleichsam seicht gefurcht oder strotzen voll kleiner, rotbräunlicher, eingewachsener Flecken (teils rudimentäre Apothecien, teils Spermogonien). Die Apothecien sind stellenweise sehr zahlreich, entspringen meist zwischen den Areolen, er¬ heben sich wenig über das Niveau des Lagers, sind schwach glänzend und haben einen nur selten wahrnehmbaren, sehr dünnen, dunkleren Rand. Die Sporen sind scbmal-ellipsoidiscb, eigentlich keilförmig-ellipsoidisch, von wenig kräftigem Aussehen/' Körber zieht als mögliches Synonym hierzu Parmelia granatina Smmrf. An Granitfelsen im Riesen- und Weißwassergrund und an einer trie¬ fenden Felswand im Melzergrunde im Riesengebirge von Laurer und v. Flotow aufgefunden. — Exemplare existieren vermutlich nur im Flotow- schen Herbar, und erst nach Untersuchung derselben wird sich eine ge¬ naue Beschreibung der Flechte ermöglichen lassen. — Der Name mußte geändert werden, da schon eine Lecidea Laureri Hepp existiert. Da die Art eine unverkennbare Ähnlichkeit mit L. granatina Smrft. besitzt, wie schon Körber bemerkt, wurde der Name L. subgranatina gewählt.
187 Eitner führt noch eine f. infuscata Fw. an Granitblöcken über dem Pantschefall an. 1106. L. instrata Nyl. — Biatora instrata Arn. Lager schwarzbraun, runzelig-geglättet, fast felderig-rissig geborsten, 0,4—0,7 mm dick, auf schwarzem, erst beim Zerteilen sichtbar werdendem Vorlager, weder durch KOH noch durch Jod verändert. Apothecien schwarz, flach, eingesenkt, nicht über das Lager hervorragend, 0,5 mm oder weniger breit, unberandet, nur mitunter wie von einem dünnen Lagerrand umgeben, abgerundet - unförmlich, innen hornig. Hypothecium farblos. Paraphysen nicht deutlich getrennt, mittelgroß, am Scheitel verdickt und bräunlich; Epithecium braun. Sporen zu 8, farblos, ellipsoidisch, einzellig. 10—12/2. lang, 5—7 jU dick. Jod färbt die Hymenialschicht bläulich, dann die Schläuche gelblich. Tirol: Stanzertal, Malfontal (Glimmerschiefer); unweit der Augs¬ burger Hütte bei Pians (Glimmerschiefer) ; Paneveggio, an Quarzporphyr¬ blöcken längs einer trockenen Wasserrinne oberhalb des Rollepasses. 1107. L. clavulifera Nyl. Lager ausgebreitet, dünn, körnig oder etwas schorfig, mit oft etwas zerstreuten Körnchen, grünlich-aschgrau oder gelblich, durch Reagenzien nicht verändert. Apothecien angewachsen, 0,2—0,5 mm breit, von Anfang an gewölbt und randlos, fast kugelig, schwarz oder seltener ockergelb¬ rötlich oder schmutzig scherbengelb. Hypothecium blaß. Paraphysen gallertig verklebt, in den schwarzen Apothecien durchweg, nach dem Scheitel zu dunkler rußbraun oder schmutzig smaragdgrün, in den rötlichen Apothecien blaß. Schläuche schmal keulenförmig. Sporen klein, länglich oder an einem Ende »dicker, 4—6 u. lang, etwa 1 p dick. Hymenialgallerte durch Jod gebläut, dann weinrot gefärbt. Die Hyphen des Thallus werden durch Jod nicht gebläut. Heidelberg: Auf Granitsteinen am Rande des Fahrweges im Walde über dem Haarlasse; an Sandsteinen auf dem Geisberge; am Fu߬ wege in der Wolfsschlucht (f. subviridicans Nyl., mit mehr grünlichem Lager). 1108. L. viridiatra (Stenh.) Schaer. — Biatora viridiatra Stenh. — Lecidea luteoatra Nyl. Lager grünlich oder dunkelgelb, ausgebreitet, ziemlich dick, rissig ge¬ feldert, mit flachen oder gewölbten, sich berührenden oder zerstreuten Felderchen, auf undeutlichem, schwarzem Vorlager, durch KOH gelblich, durch CaCl und Jod nicht gefärbt. Apothecien klein, angedrückt, flach und
188 dünn berandet, später etwas gewölbt und randlos, schwärzlich. Hypothe¬ cium farblos. Paraphysen verklebt, an den Enden dunkel gefärbt. Sporen ellipsoidisch, 12—15^ lang, 5—6^ dick. Jod färbt die Hymenialgallerte bläulich, dann schmutzig, die Schläuche weinrötlich. Schlesien: Riesengebirge, Reifträger. — Nord Westdeutsch¬ land: Auf Granit der Steinsetzung in den Knokelsbergen an der Lethe, sog. zwölf Apostel. 1109. L. aeneovirens Müll.-Arg. Lager begrenzt, dick, dicht gefeldert, im Umfang von dem mäßig deutlichen, schwarzen Vorlager umgeben. Felder dicht gedrängt, flach, an¬ gefeuchtet schön olivgrün, trocken dunkler, matt, zuletzt etwas bräunlich und undeutlich glänzend, innen überall schneeweiß. Apothecien sitzend, erhaben, 0,5—1,3 mm breit, kreisrund oder zuletzt eckig, immer flach, dünn und wenig vortretend ecki£ berandet; Scheibe schwarz oder dunkel schwarzbraun, Rand glänzend, im Querschnitt überall schneeweiß, nur mit gefärbter Epithecialschicht. Hymenialschicht 75 /a hoch, ebenso wie das Hypothecium farblos; Epithecium braun oder olivbraun, dünn; Paraphysen verklebt. Schläuche eng, achtsporig. Sporen einzellig, farblos, 12—14^6 lang, 7—8 breit, eiförmig oder in verschiedener Weise ellipsoidisch. KOH färbt das Lager nicht, Jod bläut die Hymenialschicht nicht, KOH färbt sie krautgrün. Schweiz: An Gneis-Glimmerschieferfelsen bei Torembe im Vallee de Bagnes, Wallis. 1110. L. holomicra (Anzi) Jatta. — Biatora holomicra Anzi. Lager ausgebreitet, sehr dünn, grau, etwas fleckenförmig. Apothecien sehr klein, halbkugelig, sitzend, schwärzlich, angefeuchtet kaum heller, zahlreich, aber selten zusammenfließend. Hypothecium schmutzig gelblich. Sporen sehr klein, schmal länglich, 7,5 lang, 3,5 dick. Schweiz: Berge um Bormio. — Nach Stitzenberger vielleicht nur eine Form von L. denigrata. 1111. L. mosigiicola (Eitner). — Biatora mosigiicola Eitner. Lager graue Flecken auf dem schwarzen Lager der Lecidea Mosigii {=. obscurissima) bildend, kleinschollig gefeldert, den Thallus der Mutter¬ flechte meist durchsehen lassend. Felder gelblich grauweiß, etwas glänzend, mehr oder weniger hervortretend oder glatt eingesenkt, flach oder etwas gewölbt, bis 0,8 mm groß. Apothecien eingesenkt oder den Feldern an¬ gedrückt aufsitzend, bis 0,5 mm groß, erst kreisrund, dünn und glänzend berandet, dann randlos, kaum gewölbt und oft unregelmäßig eckig. KOH
189 ruft keine Veränderung hervor. Excipulum braunschwarz oder bei den eingesenkten Früchten fehlend. Schlauchboden farblos. Paraphysen fest verklebt, kräftig, farblos, oben braun oder violett-graugrün. Schläuche achtsporig, eiförmig oder breit-keulig. Sporen 7—9 u. lang, 4 p. dick. Jod bläut die Hyphen nicht, das Hymenium intensiv; die Farbe geht dann in braunschwarz über. Schlesien: Riesengebirge, Grat zwischen den Schneegruben und an den Mannsteinen auf Lecidea obscurissima (= Lecidella Mosigii Hepp). 1112. L. lygaea Ach. — L- Kochiana Hepp. — Biatora rivulosa ß Kochiana Fw. — Taf. LXXVI, Fig. 3, 4; LXXVI C, Fig. 6. Lager ausgebreitet, rissig gefeldert, glatt, mäusegrau oder heller oder dunkler graubraun, durch das schwarze Vorlager begrenzt, durch Reagen¬ zien nicht verändert; Felderchen flach oder leicht gewölbt. Apothecien ein¬ gewachsen, bis 1 mm groß, meist kleiner, mit dem Lager fast gleichhoch stehend, flach, randlos oder von zartem, verschwindendem Rande umgeben, oft gebogen oder eckig-unförmlich, schwarz, innen dunkel. Gehäuse sehr zart, bräunlich oder schwärzlich. Hypothecium dünn, farblos. Paraphysen getrennt. Sporen kurz-ellipsoidisch, 8—11 lang, 6—8 dick. Schläuche keulig oder verlängert-keulig. Jod färbt die Hymenialschicht bläulich, die Schlauchspitzen zuletzt weinrot. In den Alpen auf kieselhaltigem Gestein. Tirol: Mittenwald (Granit); Gröden, bei Wolkenstein (Porphyr); um St. Ulrich; Überetsch, an beschat¬ teten Porphyrfelsen der Eislöcher. — Nieder-Österreich: An Granit¬ felsen bei Traunstein, Bez. Ottenschlag. — Schweiz: An Schieferfelsen bei Martigny. — Erzgebirge: Rittersgrün, auf Phyllit nördlich vom Schützenhaus; um Altenberg, mehrfach. — Schlesien: Gipfel der Schneekoppe.—Westfalen: ([?] Bruchhauser Steine, ,,lygaea autorum“). Eitner gibt noch an: „Eine f. geographica mit fast körniger, gefelder¬ ter, weißgrauer, vom schwarzen Vorlager landkartenähnlich durchkreuzter und berandeter Kruste und kleinen, eingesenkten, oft dünn berandeten Apothecien auf dem Hohen Jeschken in Böhmen. Eine ähnliche Form ohne das Vorlage r an Felsen unterm Lomnitzfall im Riesengebirge. Nach Letten beziehen sich die meisten Standortsangaben wahrschein¬ lich auf L. Kochiana, die aber wohl kaum artlich verschieden sein dürfte und die im Gebirge ziemlich verbreitet ist. (Taf. LXXVI, Fig. 7 u. 8, ist eine als L. Kochiana bezeichnete Form.) 1113. L. polycarpoides Müll.-Arg. Lager weder durch KOH noch CaCl gefärbt, ergossen, weinsteinartig, dünn, rissig gefeldert, grau, stellenweise rauchgrau, mit flachen Feldern.
190 Vorlager tiefschwarz. Apothecien zahlreich, 0,3—0,5 mm, vereinzelt 0,7 bis o,8mm breit, jung fast eingewachsen, dünn berandet und flach oder fast flach, später eng angedrückt-sitzend, abgeflacht, dünn berandet oder fast randlos und eckig, immer tiefschwarz und matt. Hypothecium farblos oder blaßbräunlich; Epithecium schwärzlich - bläulich. Hymenialschicht farblos, durch Jod intensiv gebläut. Paraphysen verklebt, oben verdickt, die Schläuche ziemlich lang überragend. Schläuche keulenförmig, acht¬ sporig. Sporen 12—15^ lang, 6—7 u breit, länglich-ellipsoidisch oder ei¬ förmig, an beiden Enden stumpf. Schweiz: An Quarzfelsen des Mont Tournette, oberhalb des Hotels des Diablerets. 1114. L. leucophaea (Fike.) Nyl. — Biatora leucophaea Fike. — B. pannaeola Fr. — B. viridiatra Fr. Lager ausgebreitet, ziemlich dünn, warzig oder warzig gefeldert oder geknäult, grau oder blaß bräunlich-grau, mit mehr oder weniger gewölbten Feldern, auf schwarzem Vorlager, durch Reagenzien nicht verändert. Apo¬ thecien 0,4—0,8 mm breit, angewachsen oder angedrückt mit meist dauernd flacher, dünn berandeter, rotbrauner, braunschwarzer bis schwarzer Scheibe. Gehäuse gelbbräunlich. Hypothecium fast farblos bis gelblich. Paraphysen wenig verklebt, farblos, an den Enden grünbräunlich. Schläuche keulig. Sporen ellipsoidisch, 9—14^, lang, 4—8 [i dick. Jod färbt die Hymenial¬ gallerte anfangs blaßblau, die Schläuche schmutzig-weinrot. An kieselhaltigem Gestein verbreitet, aber zerstreut. T i ro 1: Arlberg, äußeres Verwalltal (Glimmerschiefer) ; Kleiner Rettenstein, am Wege zum Roßgrubkogel (Phyllit). — Nieder-Ös.t erreich: Salzburg. — Schweiz. — Bayr. Alpen. — Fichtelgebirge. — Augsburg. Baden: Todtnau und Kandel, auf Gneis. — Westfalen. — Harz. — Vogtland. — Thüringen. — Böhmer Wald. — Schlesien. a genuina (Kbr.) Th. Fr. — Biatora pannaeola Fr. — B. leucaphaea a genuina Kbr. — B. leucophaea Kbr. — Lecidea pannaeoloides Nyl. — Biatora consanguinea Anzi. Lager dünn, warzig, grau oder hellaschgrau. Apothecien klein, mit flacher, berandeter rotbrauner bis braunschwärzlicher Scheibe. f. pelidna Flw. Warzen kleiner, gedrängt. Apothecien kleiner, gedrängt, angedrückt. In der Hochgebirgsregion des Riesengebirges. ß griseoatra (Fw.) Th. Fr. — Lecidea griseoatra Fw. — Biatora leuco¬ phaea ß griseoatra Kbr. — Lecidella griseoatra Kbr.
191 Lager dicker, dunkelgrau bis grauschwärzlich. Apothecien größer, oft bogig-eckig, mit glänzend schwärzlicher, angefeuchtet braunschwarzer, erst flacher, dünnberandeter, später gewölbter, unberandeter Scheibe. Tirol: Pinzolo, Mandron oder Cornoalto auf Tonalit. ii 15. L. mollis (Wahlenb.) Nyl. — L. rivulosa var. mollis Wahlenb. Lager weinsteinartig, begrenzt, rissig gefeldert, grau, violett- oder bräunlich-aschgrau, von schwarzem Vorlager umsäumt, durch Reagenzien nicht verändert. Apothecien sitzend oder angedrückt, bis 1 mm breit, aber meist kleiner, mit braunschwarzer oder schwarzer, rauher, meist flacher Scheibe und bleibendem, ungeteiltem, erhabenem, ziemlich dickem Rande. Gehäuse besonders nach außen bräunlich oder schwärzlich. Hypothecium farblos. Paraphysen locker zusammenhängend, ziemlich dick, am Scheitel verdickt und bräunlich. Schläuche keulig. Sporen breit ellipsoidisch oder kugelig-ellipsoidisch, gesäumt, 7—9 zz lang, 5—6 p, dick. Jod färbt die Hymenialschicht leicht blau, dann die Schläuche weinrot oder violett. Auf kieselhaltigem Gestein, selten. Tirol: Grasstein (Granit); Brixen, am Wege zum Walderhof (Schiefer) ; Jenesien (Porphyr); Pinzolo bei St. Stefano (Tonalit, Tonschiefer). — Harz: Achtermannshöhe; Wurm¬ berg; Brockenkuppe; Acker. — Böhmen: Kleis bei Haida. — Schlesien: Im Hochgebirge nicht selten. — Frankenwald: Diabas der Elisenhöhe. /. aggegata Fw. Kruste fast fehlend, Früchte gehäuft, mit bereifter, sprossender Scheibe. Schlesien: Spatlöcher bei Krummhübel; Dreisteine; Heuscheuer. — Harz: Wurmberg. f. albescens Kbr. Kruste gefeldert, rein weiß, nicht kreisrund und hervorstehend schwarz umsäumt. Früchte einzeln, angedrückt. Schlesien: Teufelsgärtchen; Schlingelbaude, an Felsblöcken im Walde. ii 16. L. rivulosa Ach. — Biatora rivulosa Fr. — Lecanora falsaria ß rivulosa Ach. Lager weinsteinartig, rissig oder warzig gefeldert, mäusegrau, braun¬ grau oder weißgrau auf schwarzem Vorlager, durch Reagenzien nicht merk¬ lich verändert. Apothecien angedrückt oder sitzend, bis über 1,5 mm groß, ziemlich flach, mit feinrauher, bräunlich fleischroter, braunschwarzer bis schwarzer Scheibe und deutlichem, erhabenem, meist bleibendem Rande. Gehäuse außen dunkelbraun, Hypothecium farblos. Paraphysen ziemlich locker zusammenhängend, kräftig, kopfig, nach dem Scheitel zu braun.
192 Schläuche schmal keulig. Sporen meist bohnenförmig, an beiden Enden stumpf, 9—12 p lang, 4—6 p dick. Jod färbt besonders die Schlauchspitzen blau, dann weinrot. An Granit, Porphyr, Tonschiefer usw., nicht selten in den Alpen und Mittelgebirgen, auch in der nordwestdeutschen Ebene. — Rügen: Gr. Stresow, Spuren auf einem Granitblock. II17. L. amabilis Müll.-Arg. Lager inselweise auf dem schwarzen Hypothallus wachsend; Inseln etwas zusammenfließend, unregelmäßig, ziemlich dick, flach gewölbt, blaß bis fleischfarben oder weißlich-pfirsichblütrot, ris-sig. Apothecien trocken schwarzbraun, angefeuchtet blaß braun oder rötlichbraun, eingesenkt, nicht oder nur wenig aus dem Lager hervorragend, unberandet; Scheibe leicht gewölbt. Hymenium und Hypothecium farblos, Epithecium fuchsrot¬ bräunlich, Paraphysen verklebt, Schläuche achtsporig. Sporen farblos, ein¬ zellig, 10—15 p lang, 5—7 p breit, eiförmig oder länglich eiförmig. Schweiz: Schwarzhorn oberhalb Tourtemagne. 1118. L. subconcolor (Anzi) Jatta. — Biatora subconcolor Anzi. Lager ausgebreitet, rosa-ockerfarben, feinrissig gefeldert, die einzelnen Felderchen flach mit je 2—8 schwarzen, vom Lager sehr dünn staubig berandeten, eingedrückten Punkten. Apothecien klein, sitzend, mit fleisch¬ farbenrosa Scheibe und dickem, braunschwärzlichem Rande. Hypothecium blaß. Sporen eiförmig. Tirol: Predazzo, Syenit am Fuß der Margola; Paneveggio, an Porphyr am Waldsaume gegen Vineghie und an der Waldstraße im Travignolotale. 1119. L. armeniaca (DC.) E. Fr. —Rhizocarpon armeniacum DC. Lager schwach begrenzt, dick oder mäßig dick, weinsteinartig, rissig gefeldert, mit flachen oder leicht gewölbten Feldern, ockerfarben oder rötlichgelb, mit KOH blutrot, nach CaCl-Zusatz nicht weiter verändert, durch CaCl allein nicht verändert, auf oft kaum sichtbarem blauschwarzeni Vorlager. Apothecien 1—3 mm breit, angedrückt oder eingewachsen, an¬ fangs ziemlich flach, später oft gewölbt und vortretend, unberandet, Erklärung zu Tafel LXXVHIB. Fig. I. Lecidea uinbonata, Schnitt durch ein Apothecium. ,, 2. „ subumbonata, „ „ ,, „ t* 3* » promiscens, „ „ ,, „ 11 4- h assimilata, „ „ „ „ h 5’ h plana, „ „ ,, „ Vergr. 50.
193 schwarz, innen dunkel, mit undeutlich sich abhebendem Excipulum; Hypo¬ thecium farblos oder schmutzig. Paraphysen dicht verklebt, nach dem Scheitel zu dunkel olivbraun. Schläuche keulenförmig. Sporen ellipsoidisch oder länglich, 9—13 p lang, 4—6 dick. Hymenialgallerte durch Jod tief¬ blau gefärbt. Auf kieselhaltigem Gestein in den Alpen nicht selten. Bayrischer Wald: Gipfel des Lusen. — Schlesien: Im Hochgebirge nicht selten. — Die Angabe Falkenstein in Hessen ist sehr unwahrscheinlich. f. lutescens Anzi. Lager blaß strohgelb. Apothecien etwas größer. In den Alpen verbreitet. f. nigrita Schaer. Felder des Lagers schwärzlich-kupferig, durch das schwarze Vorlager wie gefranst. Tirol: Brenner, an Gneisfelsen nicht weit vom Wilden See; Kleiner Rettenstein (?). — Schweiz: Pasterze. — Salzburger Alpen. var. intermedia Müll.-Arg. Hypothallus schwarz, stark vorherrschend, Felderchen getrennt, braun bis gelblich, zuletzt rissig und mit zahlreichen Furchen. Am Fuß des Rothorn oberhalb Tourtemagne in der Schweiz. 1120. L. inamoena Müll.-Arg. Lager dünn, von einer zarten, schwarzen Vorlagerlinie begrenzt, wachsartig oder etwas schorfig-weinsteinartig, zusammenhängend oder später rissig gefeldert, zuletzt gedrängt felderig-geborsten, mit eckigen, flachen, x/3—x/2 mm breiten Feldern, lehmgelb, hernach fast verschwindend. Apothecien 0,4—0,6 mm breit und kleiner, angedrückt-sitzend, regelmäßig, flach, mittelmäßig berandet, schwarz und matt, später mäßig gewölbt, mit bald schmalerer, bald breiterer Scheibe, mißfarbig-blaß, innen unterhalb des Hymeniums überall weißlich. Hymenialschicht etwa 75 p hoch, farblos, oben deutlich bläulich oder bläulich-bräunlich; Epithecium blauschwärzlich, Hypothecium farblos. Paraphysen leicht trennbar, dünn, oben spärlich ver¬ zweigt oder einfach, an den Enden leicht keulig. Schläuche verkehrt eiförmig-zylindrisch, achtsporig. Sporen einzellig, farblos, 12—14// lang, 6—8 p breit, eiförmig oder ellipsoidisch, an beiden Enden stumpf. Alpen: Wallis, an Qranitfelsen bei Törembe im Vallee de Bagnes. 1121. L. Bauschiana (Kbr.). — Biatora Bauschiana Kbr. Lager sehr dünn, ausgebreitet, schorfig, rötlichweiß. Apothecien Sitzend, bis 0,5 mm breit, matt, von Anfang an gewölbt, etwas kopfförmig, unberandet. Schläuche spärlich, keilförmig. Sporen ziemlich klein, eiförmig- Thomd-Migula, Flechten. H. (Flora XU, 2.) 13
194 ellipsoidisch, 7—9 p lang, 3—4 p dick, farblos. Paraphysen nach der Spitze zu grünlich. Sehr selten. Niederösterreich: Auf Alpenkalk am Gamsstein bei Höllenstein. — Baden: An einem Porphyrfelsen am Weg von Baden nach der Yburg; hinter dem Caecilienberge bei Lichtental; Heidelberg, im Föhrenwalde auf dem Heidenknörzel. 1122. L. dilutiuscula Nyl. Der L. Bauschiana sehr nahe verwandt, aber die Apothecien sind mi߬ farbig oder mißfarbig-blaß, innen durchweg blaß. Sporen ellipsoidisch, 7—lOß lang, 4—6^ dick. Epithecium und Hypothecium farblos. Um Heidelberg: Waldwege bei Handschuchsheim-Peterstal, bei der Molkenkur (Zwackh Exs. 279 A, B und 594 unter Bauschiana). 1123. L. meiocarpoides Nyl. — Biatora meiocarpoides Arn. Lager weißlich, dünn, etwas schorfig. Apothecien rötlich- oder bräun¬ lich-scherbengelb, gewölbt, klein, etwa 0,25 mm breit. Hypothecium etwas gelblich ; Paraphysen undeutlich; Epithecium farblos. Sporen zu 8, eiförmig, 7—8 p lang, etwa 3,5 p dick. Jod färbt die Hymenialschicht vorübergehend undeutlich blau, dann weinrot. Niederösterreich: Sonntagsberg. — Schweiz: Riffersweil, an Rinde von Pirus Malus. — München: An Steinen längs eines Fichten¬ waldsaumes zwischen Mühltal und Königswiesen. — Fränk. Jura: An Sandsteinen längs der Waldwege zwischen Banz und Altenbanz; in einem Waldhohlwege zwischen Lichtenfels und dem Staffelberge; an Hornsteinen längs eines Waldrandes vor dem Schweinsparke in Eichstätt. — Baden. Auf Sandsteinen eines kurz begrasten Abhanges am Wolfsbrunnenwege. — Schlesien: Rosenberg O.-S., Charlottenberg; Reichenbach, Südabhang des Költschenberges; Bolkenhain, Berge bei Siebenhufen. 1124. L. Casimiri (Müll.-Arg.). — Biatora Casimiri Müll.-Arg. Lager begrenzt, ziemlich dick, grau-milchweiß, an der Oberfläche etwas mehlig, sehr fein rissig gefeldert, mit flachen Felderchen; Vorlager hier und da eine bläulichschwarze Randlinie bildend. Apothecien klein, ein¬ gesenkt, zuletzt kaum vorragend, zahlreich, gedrängt, immer nackt, schwarz, matt, dünn berandet oder zuletzt fast unberandet, 0,5—0,6 mm breit. Hypothecium weißlich; Hymenialschicht farblos, am Scheitel braun, durch Jod gebläut. Schläuche keulig, 8sporig, etwa 40 p lang, am Scheitel etwas dickwandig. Sporen nur 6—8 p lang, ellipsoidisch, an beiden Enden stumpf abgerundet, oft um die Hälfte oder fast das Doppelte länger als breit. Schweiz: An Schieferfelsen auf dem Gipfel des Dent du Midi und der Diablerets.
195 1125- L. Wallrothii (Spreng.) Floerke. — L. glebulosa Nyl. — L. Sal- weii Borr. — Biatora glebulosa Fr. Lager zerstreut oder gedrängt warzig-schollig bis kleinschuppig, weiß oder grauweiß, auf undeutlichem Vorlager, durch KOH gelb, durch KOH mit CaCl rot gefärbt. Apothecien sitzend, oft gehäuft, kaum über i mm groß, mit runder, im Alter unregelmäßig lappiger, flacher oder leicht ge¬ wölbter, rotbrauner bis schwärzlicher Scheibe und lange bleibendem, hellem Rande. Gehäuse gelblich. Hypothecium sehr dick, flockig-krumig, un¬ gefärbt oder hellgelblich. Paraphysen locker zusammenhängend, wasserhell, oben schmutzig gelbbräunlich. Schläuche sehr schmal keulig. Sporen fast kugelig, 5—7 /z. lang, 5 dick. Jod färbt die Hymenialschicht bläulich, dann schmutzig weinrot. Schweiz: An feuchten Sandsteinfelsen im Val Travaglio; an Granit¬ felsen im Val Albignia und Val Mastellone; am Pilatus; um Riva und Alagna über dem Lager von Solorina saccata und Peltigeraarten; M. Saleve. — Baden: An lehmigen Waldrainen bei Obersasbach; Heidel¬ berg; Ludwigstal bei Schrießheim; an Granitgeröll zwischen Schrießheim und Leutershausen. — Im Taunus. — Thüringen: Um Weida bei Jena. — Sachsen: Halle. — Schlesien: Schreibershauer Hochstein; Eulengrund bei Krummhübel; Freiwaldau. 1126. L. Baumgartneri A. Zahlbr. Lager weit ausgebreitet, weinsteinartig, matt, aschgrau, ziemlich dick, 0,7—1 mm hoch, rissig gefeldert, Felder fast flach, etwas faltig-ungleich, weder durch KOH noch CaCl verändert; Mark weiß, durch KOH zuerst gelb, dann orange gefärbt, durch Jod intensiv violett werdend. Gonidien zu Protococcus gehörig, unter der Rindenschicht eine ziemlich schmale Zone bildend, 8—17 im Durchmesser. Apothecien ziemlich zahlreich, ein¬ gewachsen-sitzend, zerstreut, seltener genähert, erst rundlich, dann mäßig eingeschnitten gelappt, etwa 1 mm breit. Scheibe schwarz, matt, nackt, leicht vertieft oder flach; Rand sehr dünn, spitz, ganz, zuletzt hin- und hergebogen, graulich. Hymenium blaß, 120—140 hoch, durch Jod violett¬ blau, zuletzt dunkelblau gefärbt. Hypothecium braun oder rotbraun, ver¬ kehrt kegelig. Paraphysen sehr zart, verklebt, einfach, nicht septiert, am Scheitel keulig. Epithecium körnig, olivgrün-schwärzlich, durch KOH oder HNO3 nicht verändert. Schläuche länglich keilförmig, fast nur halb so lang als das Hymenium, achtsporig. Sporen einzellig, farblos, ellipsoidisch, 9—10p lang, 5—5,5 jLi breit, dünnwandig. Niederösterreich: An Gneisfelsen beim Ernsthof nächst Arns¬ dorf im Bezirke Mautern. 13*
196 f. athallina Eitner. Lager dünn, fast fehlend, grauweißlich, die Gesteinsunebenheiten aus¬ füllend. Vorlager schwarz, auf den vorstehenden Gesteinkörnern sichtbar. Apothecien schwarz, aufsitzend bis fast eingesenkt, erst flach mit dünnem, wenig bemerkbarem Rande, dann faltig gewölbt, randlos, i mm und darüber groß. Gehäuse und Schlauchboden braunschwarz. Paraphysen locker ver¬ bunden, fädlich, oben grüngrau mit keuligen Enden. Sporen zu 8 in keuligen, gestielten Schläuchen, io—n lang, 5—6 p, dick, mitten leicht eingeschnürt. Jod bläut die Hyphen und das Hymenium intensiv und färbt letzteres dann trüb schwarz. Schlesien: Schneekoppe. 1127. L. nivea (Müll.-Arg.). — Biatora nivea Müll.-Arg. Lager ziemlich dünn, weinsteinartig, an der Oberfläche etwas mehlig, zart rissig gefeldert, schneeweiß oder bei durchscheinendem Vorlager bläulichweiß. Apothecien anfangs eingesenkt, immer schwarz und matt, später angedrückt, a/4 mm breit. Hypothecium braun; Hymenialschicht farblos, am Scheitel schwarzbraun; Paraphysen am Scheitel verdickt. Schläuche etwa 35 p lang, keulenförmig, oben dickwandig, achtsporig. Sporen 6—8 lang, ellipsoidisch, an beiden Enden stumpf abgerundet. Schweiz: Gipfel des Dent du Midi an Schieferfelsen. 1128. L. sarcogynopsis Nyl. — Lecanora sarcogynopsis Nyl. Lager weiß-aschgrau, ungleich, rissig. Apothecien matt, mit hin- und hergebogenem Rande, innen dunkel, Paraphysen leicht trennbar. Sporen 10,5—11,5^ lang, 5/z breit. Niederösterreich: An Granitblöcken bei Groß-Motten nächst Gföhl. 1129. L. Torellii (Anzi). — Biatora Torellii Anzi. Lager weißlich, ziemlich dünn, ausgebreitet, körnig, mit ziemlich weichen, öfters etwas zerstreuten Körnchen, durch Reagenzien nicht ver¬ ändert. Apothecien schwärzlich, ziemlich flach, etwa 1 mm breit, mit zuletzt unregelmäßigem Rande, innen dunkel. Gehäuse anfangs blaß, später ebenso wie das Hypothecium bräunlich. Paraphysen zierlich. Sporen zu 8, farblos, ellipsoidisch, einzellig, 11—16 lang, 7—8 p breit. Jod färbt die Hymenial¬ schicht nicht. Tirol: Unterhalb Paneveggio gegen Colbriccon auf einem Porphyr¬ blocke an einem Waldfußwege. 1130. L. disjecta Nyl. — Biatora disjecta Arn. Lager weißlich-aschgrau, körnig-felderig, mit zerstreuten, fast polster¬ förmigen, 1 mm oder weniger breiten, stellenweise kleineren und gehäuften
197 Körnchen, durch Reagenzien nicht verändert. Apothecien dunkel kastanien¬ braun, 0,5—0,9 mm breit, flach, berandet, seltener etwas gewölbt, innen weißlich, öfters zwischen den Lagerfelderchen zerstreut. Paraphysen nicht deutlich getrennt, mit bräunlichem Epithecium. Sporen zu 8, ellipsoidisch, einzellig, io—14/4 lang, 5—7 dick. Jod färbt die Hymenialschicht blau, dann bräunlich weinrot, besonders die Schläuche. Pyknokonidien ge¬ krümmt, 16—21 p lang, 0,5 p dick. Tirol: Predazzo, auf Syenit am Fuße der Margola; im Walde unter¬ halb Paneveggio und in der Umgebung (Porphyr) ; Fußweg gegen Giuri- bell; Waldsam zwischen Paneveggio und Alpe Vineghie. 1131. L. arridens Nyl. Lager weiß oder weißlich, sehr dünn, flach, rissig, etwas zerstreut. Apothecien lebhaft fleischrosa, ziemlich flach, unberandet, etwa 0,5 mm breit, unregelmäßig, öfters mit einem unechten, unregelmäßigen, weißen, epithallinischen Rande, innen der Scheibe gleichfarbig. Sporen zu 8, ellipsoidisch, einzellig, 14—18/4 lang, 7—10 p dick. Paraphysen ziemlich schlank, nicht gedrängt. Perithecium, Epithecium und Hypothecium farb¬ los. Jod färbt die Hymenialgallerte weinrot bis braunrot. Lager weder durch KOH noch CaCl gefärbt. Schweiz: An Quarzfelsen bei Mettmenstetten. 1132. L. coarctata (Sommerf.) Nyl. — Lichen coarctatus Sommerf. — Rinodina coarctata Gray. — Lecanora coarctata Hook. Lager ziemlich dünn, ausgebreitet, rissig, etwas gefeldert oder zu¬ sammenhängend, weißlich oder grau, durch KOH nicht oder nur schwach gelb,-durch CaCl meist tief rot, ausnahmsweise nur schwach oder gar nicht gefärbt, Hyphen durch Jod nicht gebläut. Apothecien klein, 0,2—0,6 mm breit, eingesenkt, später sitzend, flach oder gewölbt, rotbraun, braun oder braunschwarz, von einem falschen, epithallinischen, weißen, anfangs oft fast über dem Apothecium sich zusammenschließenden Rande umgeben. Ge¬ häuse dünn, dunkelbraun; Hypothecium farblos oder bräunlich. Paraphysen zierlich, locker zusammenhängend, am Scheitel bräunlich oder gelblich. Schläuche keulenförmig oder zylindrisch-keulenförmig. Sporen farblos oder blaßrosa, ellipsoidisch, groß, 14—26 p lang, 7—12 ^.dick. Hymenialgallerte, besonders die Schläuche, durch Jod erst gebläut, dann weinrot gefärbt. Auf kieselhaltigem Gestein, Mauern, Dachziegeln, auch auf Erdboden, im ganzen Gebiet verbreitet und meist häufig. var. ornata (Smrft.) Th. Fr. — Lecanora coarctata ß ornata Smrft. — Parmelia coarctata a ornata, b microphyllina, c trapelia Fr. — L. ocri- naeta Ach.
198 Lager dicker, aus am Rande kerbig eingeschnittenen Schuppen ge¬ bildet. var. elachista (Ach.) Th. Fr. — Parmelia elachista Ach. — P. coarctata d, e, f Fr. Lager dünn, gefeldert, warzig oder staubig, weißlich oder asch¬ graulich. Auf kieseiigem Gestein verbreitet. f. terrestris Fw. Lager körnig, weißgrau. Früchte größer, sitzend; Scheibe gewölbt, braunschwarz. f. cotaria (Ach.). Kruste staubig oder fast fehlend. Früchte klein, angedrückt; Scheibe flach, rotbraun bis braunschwarz. f. deliciosula Th. Fr. Kruste dünn, körnig, schmutzig grüngrau. Früchte klein, angedrückt; Scheibe eingedrückt oder ausgehöhlt, rötlich, angefeuchtet durchscheinend rosa, mit weißlichem Lagerrande. f, ocrinaeta Ach. Lager flach, ins Rötliche spielend. var. obtegens Th. Fr. Lager dick, weit ausgebreitet, körnig-staubig, aschgrau-grün. Apo¬ thecien braunrötlich. 1133. L. delincta Nyl. — Biatora delincta Arn. Lager ausgebreitet, rissig, gleichförmig oder ungleichförmig-warzig, blaß, durch KOH nicht verändert, Hyphen durch Jod nicht gebläut. Apo¬ thecien angewachsen, anfangs flach und stumpf berandet, später halbkugelig und randlos, dunkel schwarzpurpurn oder schwarz-rotbraun. Gehäuse schwärzlichviolett. Hypothecium schwarzviolett oder schwarzbraun, Para¬ physen verklebt, am Scheitel blaß gelblich. Sporen länglich oder oval, 10—12 p, lang, 5—6 p breit, zu 8. Bayern: Auf Sandsteinen auf der Westseite des Blomberges oberhalb der Zwieselschlucht. 1134. L. chondrodes (Mass.) Jatta. — Biatora chondrodes Mass. Lager dick, knorpelig, ausgebreitet, feinkörnig, runzelig-faltig, wei߬ lich graugrün, grünlich gescheckt oder schmutzig gelblich, angefeuchtet mehr graugrün oder grün, auf weißem Vorlager. Apothecien anfangs ein¬ gesenkt, punktförmig, dann sitzend, flach schüsselförmig, mit verschwin¬ dendem Rande, schwarz, angefeuchtet schwarzbraun oder fleischrot-gallertig.
199 Sporen fast birnförmig oder an beiden Enden verschmälert-ellipsoidisch, 15 lang, 6 dick. An Kalk und Dolomit, selten. Tirol: Pönale bei Riva, an Kalkfelsen; Slavini di San Marco bei Mori, in kleinen Höhlungen des Gesteins. — Niederösterreich: Auf Kalkkonglomeraten der Ybbsufer am Fuße des Sonntagsberges. — Schweiz: Bei Monnetier. — AllgäuerAlpen: Oytal. — Schwaben: Hüting. — Fränk. Jura: An Dolomit und Kalk zwischen Schirradorf und Sanspareil; bei Obereichstätt, Wintershofer Bergabhang; Müggendorf, Kehlheimer Gegend; vor dem Langetal bei Streitberg. — Westfalen: Klippen der Weser bei Forst; Kalkklippen bei Letmathe; am Wulfenbcrg bei Stadtberge; Kalkfelsen bei Büren. — Thüringen: Dosdorfer Haart bei Espenfcld; Pabstfelsen bei Watzdorf; Grenzstein im Walde bei Oberhof. 1135. L. lulensis (Hellb.). — Biatora Lulensis Hellb. — Lecidea leuco- phaeoides Nyl. Lager körnig gefeldert, mit glatten, flachen oder etwas rundlichen Felderchen, graulich-weiß, stellenweise von dem schwarzen Vorlager be¬ grenzt, durch Kalilauge gelb, dann orangerot gefärbt. Apothecien schwarz oder bräunlich-schwarz, ziemlich flach, bald randlos. Hypothecium farb¬ los. Paraphysen wenig verklebt, schlank, oben umbrabraun. Sporen ellip¬ soidisch oder länglich, 10—17 p lang, 4—6 jn, dick. Jod färbt die Hymenial¬ schicht bläulich. Pyknokonidien gebogen. Die Art stimmt im allgemeinen mit L. leucophaea überein und unterscheidet sich hauptsächlich durch die KOH-Reaktion. Schlesien: Schneekoppe; Mannsteine; Große Sturmhaube; Kleine Sturmhabe; Popensteine im Eulengebirge. Unvollkommen beschriebene Art. 1136. L. areolata Schaer. Felder des Lagers weiß, etwas gelappt, getrennt oder in eine rissig gefelderte Kruste zusammengedrängt. Apothecien in den Feldern sitzend, flach, mit vortretendem Rande, schwarz, angefeuchtet schwarzrot, innen weiß. Schweiz: An Glimmerschieferfelsen des St. Bernhard. 1137. L. geophana Nyl. — L. boreella Nyl. — L. trichogena Norm. — Steinia luridescens Kbr. — St. geophana Stein. Lager ausgebreitet, sehr dünn, schorfig oder fast schleimig-schmierig, graugelblich bis lederfarben, zuweilen kaum wahrnehmbar, mit dem gleich¬ farbigen Vorlager vermischt. Apothecien 0,2—0,6 mm groß, zahlreich,
200 oberflächlich sitzend, mit anfangs flacher, bald stark gewölbter bis halb¬ kugeliger, unberandeter, braunschwarzer oder mattschwarzer Scheibe. Ge¬ häuse nicht vorhanden, Hypothecium bräunlich oder gelbbräunlich. Para¬ physen verklebt, farblos, am Scheitel bräunlich oder gelbbräunlich. Schläuche etwas aufgeblasen-keulenförmig, sechzehnsporig. Sporen kugelig, 5—7 mm dick. Hymenialgallerte durch Jod bald mehr oder weniger in¬ tensiv blau gefärbt, bald nach vorübergehender Blaufärbung weinrot. Stein gibt noch an: „Spermogonien zahlreich, punktförmig, schwarz; im kohligen Gehäuse an einfachen Sterigmen winzige eiförmige Sperma- tien von 0,5 /4 Dicke und 1—1,5 p, Länge bergend. Die Kruste trägt außer¬ dem noch schwarze, punktförmige Pykniden, welche braunrote, elliptische, parallel vierteilige Stylosporen von 3—4 /4 Dicke und 8—12/4 Länge ent¬ halten, ob diese wirklich in einem Bezug zu unserer Flechte stehen, ist mir nicht sicher." Auf Lehm- und Sandboden zerstreut und selten, obwohl weit ver¬ breitet. Schweiz: Mettmenstetten und Gossau. — Niederöster¬ reich: Auf Stirnschnitten alter Stöcke am Sonntagsberg, auf alten, ver¬ wesenden Brunnenröhren- daselbst. — Bayern: Augsburg, Straßberg. — Fränk. Jura: Auf lehmhaltigem Boden einer kleinen Erhöhung unweit der Taubenlache im Scherndorfer Forste bei Eichstätt. — Böhmen: Kirschberg bei Oberlibich; Neubauerberg bei Mickenhan. — Mähren: Gryglov nächst Olmütz. — Schlesien: Auf Sandboden des Blücher- berges und auf Ackerland bei Grünberg; auf feuchtem Sande an einem Wegrande bei Bahnhof Obernigk. — Thüringen: Oberhalb Roda bei Illmenau und Stützerbach an alten Baumstümpfen. — Westfalen (?). Rheinpro-vinz: Kirbingshof bei Aachen. — Württemberg. — Pommern: Stettin. — Nord Westdeutschland: Beim Bahnhof Kranenkamp, am Wegrande auf sandigem Lehmboden; Stormarn, in Ton¬ gruben bei Lohbrügge; bei Sande. f. Hgnicola Strasser. Apothecien tiefschwarz. Sporen 5—6 /4 dick. N i e d e r ö s t e r r e i c h: Auf dem Stirnschnitt alter, faulender Stöcke in der Nähe des Heiligen Brunnens am Sonntagsberge und auf alten, feuchten Biunnenröhren. 1138. L geochroa (Kbr.). — Biatora geochroa Kbr. Lager ausgebreitet, aus kleinen, warzigen, zu einer kompakten, rissig zerteilten Kruste zusammengesetzten Körnchen bestehend, lederbraun, mit dem weißlichen Vorlager vermischt. Apothecien selten und teils spärlich, teils genähert, angedrückt, eckig - unförmig, mit flacher, schwärzlicher
201 Scheibe und etwas hellerem, eingebogenem, erhabenem, geschwollenem Rande. Hypothecium ledergelb. Paraphysen lang, feinfädig, verworren. Schläuche zahlreich, rübenförmig - zylindrisch, achtsporig. Sporen fast mittelgroß, eiförmig, i1/*—2mal so lang wie breit. Schlesien: Auf nackter Erde in den Spalten der alten Treppen¬ stufen im Aufstieg zur Schneekoppe. 1139. L. Poetschiana (Kbr.). — Biatora Poetschiana Kbr. Lager weinsteinartig körnig, Körnchen bald in eine zusammen¬ hängende, rissig-geborstene Kruste verschmelzend, zitronengelb, später weiß-verblassend, ein (weißes?) Vorlager bedeckend. Apothecien klein, angewachsen, mit bald gewölbter, fast randloser, braunschwarzer Scheibe. Hypothecium dick, braun. Paraphysen ziemlich breit, nach oben gelbbraun. Schläuche schmal keulenförmig, achtsporig. Sporen klein (größer als bei cuprea, während die Apothecien kleiner und dunkler sind), ellipsoidisch,. an beiden Enden auffallend verschmälert, farblos, 4—5mal so- lang wie breit. Niederösterreich: Hochkor. — Allgäuer Alpen: Feldalpe. Auf Erde. 1140. L. Massalongii (Kbr.). — Zeora Massalongii Kbr. — Biatora Massalongii Stein. Lager dünn, anfangs ergossen, später staubig aufgelöst, schmutzig graugrün oder weißlich grün, angefeuchtet fast gallertartig schmierig, apfelgrün, auf undeutlichem Vorlager. Apothecien zahlreich, aber zer¬ streut, klein, 0,1—0,3 mm groß, eingesenkt oder angedrückt, mit flacher oder' leicht gewölbter, rotbrauner, später schwarz werdender, matter Scheibe, weißgrauem oder zimtbraunem, dünnem, ungeteiltem, bald ver¬ drängt werdendem Lagerrande und oft undeutlichem, dünnem, schwarzem, eigenem Rande. Gehäuse und Schlauchboden farblos. Paraphysen stark verklebt, fädlich, nach oben hellgrünlich. Schläuche schmalkeulig (mohr¬ rübenförmig). Sporen eiförmig, 9—12/z lang, 4—6 p* dick, farblos, nicht gesäumt. Jod färbt die Hymenialschicht schmutziggrün oder bräunlich¬ grün, den unteren Teil vorher vorübergehend leicht weinrötlich. Schlesien: Auf nackter Erde im Salzgrunde bei Fürstenstein. 1141. L. aeruginosa Borr. — L. flexuosa f. aeruginosa Leight. Lager dicklich, schorfig körnig oder staubig aufgelöst, oft rissig zer¬ klüftet, graugrünlich oder schmutzig gelblichgrau, auf undeutlichem, dunk¬ lerem Vorlager. Apothecien angepreßt bis fast eingesenkt, mit anfangs flacher, undeutlich berandeter, später leicht gewölbter, randloser, matt¬
202 schwarzer Scheibe. Sporen in aufgetriebenen, keuligen Schläuchen, ellip¬ soidisch oder länglich-ellipsoidisch, gesäumt, 6—8 dick, 12—15^ lang. Paraphysen oben gelbbräunlich oder trüb grünlich-rotbraun. — Zu dem abweichenden Äußern der wahrscheinlich häufigeren Flechte treten als innere Merkmale der bis 1 mm großen Früchte ein hell rotbräunliches Hypothecium und die Färbung der oberen Paraphysenpartie. (Nach Stein, Flechtenflora von Schlesien, p. 243.) Schlesien: Auf nackter Erde in den Ritzen einer alten Steinmauer des Dominiums Nieder-Streit bei Striegau. 1142. Lecidea aeneofusca Flk. — Biatora gelatinosa var. aeneofusca Flk. — Biatora aeneofusca Arn. — Lecidea prasinorufa Nyl. Thallus zart ergossen, mit den Rändern sich berührend, etwas gallertig und körnig, lauchgrün oder lauchgrün-graulich, stellenweise in graugrün¬ liche Soredien sich auflösend. Kalilauge verändert nicht. Apothecien klein, etwa 1 mm breit, einzeln oder gehäuft, angedrückt, fleischrot, rot werdend oder zuletzt schwärzlich-bräunlich, anfangs flach, dann gewölbt, seltener zuletzt fast halbkugelig und formlos, zuerst von einem zarten, blassen Rande umgeben, zuletzt unberandet. Gehäuse blaß. Hypothecium mehr oder weniger gelblich oder braungelblich. Paraphysen undeutlich, gelblich, dem Hypothecium gleichfarbig, am Scheitel etwas dunkler, olivbräunlich. Schläuche schmal keulenförmig, 50—55 ja lang, 12—15/4 breit. Sporen zu 8 in den Schläuchen, meist zweireihig, farblos, eiförmig, klein, 6—10/1 lang, 3,5—5 /t breit. Hymenium anfangs mit Jod sich bläuend, zuletzt leicht rötlichbraun werdend. — Von der zunächst verwandten L. gelatinosa Flk. unterscheidet sie sich durch dickeren, etwas körnigen, anders ge¬ färbten Thallus und blassere Apothecien. Niederösterreich: Am Sonntagsberg bei Rosenau, auf schlam¬ miger Erde an den Rändern von Waldwegen. — Schweiz: Auf Erde im Walde des Albis. — Bayern: München, auf Erde am Parkzaun südlich von Baierbrunn; längs einer Wegböschung im Walde zwischen Leutstetten und Oberdill. — Fränk. Jura: Auf lehmig-sandigen, mit Polytrichum bewachsenen Erhöhungen des Bodens beim Waldsumpfe vor dem Schweins¬ parke bei Eichstätt. — Thüringen: Gerberstein bei Ruhla auf Erde zwischen Moosen und Fels. 1143. L. cuprea Smrft. — Biatora cuprea Fr. Lager dick, ausgebreitet, fast weinsteinartig, rissig-körnig, ungleich, weiß, durch Reagenzien nicht wesentlich verändert, nur durch KOH mit¬ unter undeutlich und schmutzig gelblich gefärbt. Apothecien angewachsen, bis zu 1,5 mm oder etwas darüber breit, nicht selten traubig gehäuft, halb¬
203 kugelig, randlos, ockerrot, zimtfarben oder dunkel rostfarben. Gehäuse braun oder rotbraun. Hypothecium anfangs blaß, später gelbbräunlich oder bräunlich. Paraphysen verklebt, durchweg blaßbräunlich, an den En¬ den kaum dunkler gefärbt. Schläuche fast keulig. Sporen länglich bis länglich-ellipsoidisch, io—22^ lang, 3—6p dick. Jod färbt die Hymenial¬ schicht erst leicht und flüchtig blau, dann weinrot. Tirol: Auf kiesigem Boden am westlichen Gehänge des Kleinen Rettenstein. — Schweiz: Auf dem Piz Minschun. 1144. L. uliginosa (Schrad.) Ach. — Lichen uliginosus Schrad. — Biatora uliginosa Th. Fr. — Taf. LXXX, Fig. 8. Lager ziemlich dünn, ausgebreitet, körnig oder schorfig, dunkel grau¬ braun, rotbraun oder schwarzrot, auf braunschwarzem Vorlager, durch Reagenzien nicht merklich verändert. Apothecien 0,4—0,8 mm breit, an¬ gewachsen oder sitzend, mit flacher, später gewölbter, braunschwarzer oder schwarzer Scheibe und dünnem, gleichfarbigem oder nur wenig hellerem, verschwindendem Rande. Gehäuse schwärzlich. Hypothecium gelb- oder schwärzlichbraun. Paraphysen meist durchweg bräunlich, mitunter aber auch fast farblos und immer an den Enden bräunlich, eng verklebt. Schläuche etwas aufgeblasen-keulig. Sporen ellipsoidisch oder länglich- ellipsoidisch, ziemlich verschieden groß, 8—17 p, lang, 4—8 p. breit. Jod färbt die Hymenialschicht sehr leicht und flüchtig oder deutlicher und an¬ haltender blau, dann weinrot oder rotbräunlich. Pyknokonidien länglich oder fast ellipsoidisch. Auf torfigem oder steinigem Boden, auf morschem Holze ziemlich verbreitet und häufig. f. fuliginea (Ach.) Th. Fr. — L. fuliginea Ach. — Biatora fuliginea Kbr. Fr. Lager kleiig oder schorfig körnig, rotbraun. Apothecien eingesenkt, schwarz. Sporen eiförmig-ellipsoidisch, 8—12^ lang, 3—5/x dick. Holz¬ bewohnend. T irol: Bozen, auf alten Planken am Hörtenberg. Erklärung zu Tafel LXXIX. Fig. i. Lecidea tenebrosa, Lager, nat. Gr. „ 2. „ „ „ bei Lupenvergrößerung. „ 3. ,, ocellulata, Lager, nat. Gr. „ 4- 11 » 11 bei Lupenvergrößerung. , , 5« ,, macrocarpa, Lager, nat. Gr. „ 6. „ „ Apothecien bei Lupenvergrößerung. „ 7. ,, plana, Lager, nat. Gr. , , 8. ,, „ Apothecien bei Lupenvergrößerung.
204 f. humosa (Ehrh.) Ach. — Lichen humosus Ehrh. Lager dünn, körnig, braunschwarz. Apothecien angedrückt, braun¬ schwarz oder schwarz. Sporen eiförmig oder breit-ellipsoidisch, 12—17 lang, 5—8 /z dick. Erdbewohnend. Tirol: Malfontal; Ehrenburg, Kienberg. — Heidelberg: An Wegrändern auf dem Königstuhl. f, argillacea Krmph. — L. u. f. proletaria Th. Fr. Lager fast fehlend. Apothecien auf dem schwarzen Vorlager, kleiner, angedrückt, schwarz. Sporen ellipsoidisch, 10—13^ lang, 5—7 /u. dick. Sand und Lehm bewohnend. 1145. L. symmictella Nyl. — Agyrium caesium Fr. Lager unterrindig, vollständig verborgen. Apothecien sehr klein, 0,1 bis 0,3 mm groß, feucht fast durchsichtig, weich, trocken hart, empor¬ gehoben-angewachsen, gewölbt, randlos, zuerst wachsgelb, dann mißfarbig, glänzend. Gehäuse außen etwas gebräunt oder blaß; Hypothecium farb¬ los; Paraphysen verklebt, farblos, von einem körnigen, gelblichen Epithe¬ cium bedeckt. Schläuche schmalkeulig. Sporen länglich oder länglich- ellipsoidisch, 4—6 lang, 1,5—2,5 dick. Jod färbt die Hymenialschicht blau. Auf alten, entrindeten Kiefernstumpfen, behauenen Stämmen, sehr selten. — Niederösterreich: An alten, behauenen Holzstämmen am Sonntagsberg. — Allgäuer Alpen: Rote Wand bei Pfronten (Fichtenstrunk). — Schweiz: Auf Kiefernholz. — Baden: Todtnau und Zastler auf alten Stirnschnitten von Fichten und Ahorn. — Bayern: München mehrfach, z. B. zwischen Pullach und Baierbrunn, Forstenrieder Park usw.; Augsburg, auf Fichtenwurzeln bei Waldberg. — Fränk. Jura: Auf dem Hirnschnitt alter Fichtenstrunke am Waldsaume östlich oberhalb Adelschlag bei Eichstätt. — Vogtland: Hirnschnitt eines Kiefernstumpfes bei Ebmath. — Thüringen: Langer Grund bei Ober¬ hof auf Holz eines Baumstumpfels. — Preußen: Angerburg; Kahlberg. 1146. L. symmictiza Nyl. — L. hypoptella Wain. — Biatora sarcopisi- oides f. feracissima Anzi. — Biatorina exusta Mudd. — Lecanora symmic¬ tiza Hedi. Lager gewöhnlich fehlend, selten kleinkörnig, blaß. Apothecien an¬ fangs niedergedrückt, mit stumpfem, blassem, wenig entwickeltem, ver¬ schwindendem Rande, später oder von Anfang an gewölbt, blaß- oder dunkelbraun, rötlich oder bräunlichschwarz, selten ins Olivgrüne spielend, 0,2—0,5 mm breit, innen farblos oder blaßgelblich. Hypothecium farblos. Paraphysen ziemlich leicht trennbar, meist durchweg farblos, am Scheitel
205 nicht merklich verdickt, von einem gelblichen Epithecium bedeckt. Sporen zu 8, meist einzellig, zuweilen einzelne mit einer zarten Querwand, läng¬ lich, stumpf-gerade, 8—14 p lang, 3,5—4,5 p dick. Pyknokonidien ellip- soidisch-zylindrisch, 3—4/1 lang und etwa 1,75 p dick. Jod färbt die Hymenialschicht anfangs blau, dann gelblich, die Schläuche violett oder wenn entleert, dauernd blau. Bayern: Wälder bei Kreuth. — Thüringen: Auf Holz alter Baumstrünke bei Stutzhaus; Großes Steintal oberhalb Arlesberg; Großes Übeltal bei Gehlberg; Schobsergrund bei Gehren. 1147. L. ligniaria (Kbr.). — Biatora ligniaria Arn. — B. conglomerata b ligniaria Kbr. — B. Cadubriae var. symphicarpoides Müller. Lager fast fehlend. Apothecien rot oder dunkelrot, ziemlich groß, mehr oder weniger gewölbt, einzeln oder gehäuft. Hypothecium farblos. Paraphysen verklebt, nach dem Scheitel zu wenig und allmählich verdickt, mit bräunlichem, nicht körnigem Epithecium. Sporen zu 12 im Schlauch, 9—12 p lang, 4—5 p breit, länglich. Jod färbt die Hymenialschicht dunkel¬ blau, dann schmutzig-weinrot. Vielleicht identisch mit L- epiphaea Nyl. Auf Holz und Rinde von Nadelhölzern, selten. Tirol: Waldrast, auf morschem Holze alter Strunke am Waldsaume unter den Serieswänden; Jenesien, Salten, auf Lärchenzapfen (?); Paneveggio, auf einem alten Fichtenstrunke. — Schweiz: An faulen Nadelholzstämmen am Fuß des Grand Muveran. 1148. L. prasinella Müll.-Arg. Lager korallenartig- oder körnig-schorfig, trocken dunkelgrün, an¬ gefeuchtet intensiv lauchgrün, ohne deutliches Vorlager. Apothecien ge¬ drängt oder stellenweise zusammenfließend, 0,15—0,25 mm breit, schon in der Jugend gewölbt und randlos, später hochgewölbt, fast kugelig, am Grunde etwas zusammengezogen, sitzend, mißfarben bis grünlichschwarz, innen gleichfarbig, aber unten grau, weich, glatt, matt. Hymenialschicht nur 25—30 p hoch, mißfarbig-grünlich, durch Jod schmutzig blau, durch KOH violett gefärbt. Epithecium blaß oliv-bräunlich; Hypothecium farb¬ los. Schläuche etwa 18^, lang, schmal verkehrt-eiförmig, oben breit ab¬ gerundet und dickwandig. Paraphysen oben etwas verdickt, nicht ge¬ gliedert. Sporen zu 8, farblos, einzellig, sehr klein, 5—7 p lang, i3/4—2 p breit, keilförmig-verkehrt-eiförmig. Schweiz: An Lärchenrinde in einem Wäldchen oberhalb Bover- nier, zwischen Martigny und Sembrancher im Wallis.
206 1149- k. ochrocarpa (Kbr.). — Biatora ochrocarpa Kbr. Lager dünn, fast häutig, zusammenhängend, glatt, isabellfarben bis weißgelblich, auf weißlichem, undeutlichem Vorlager. Apothecien an¬ gedrückt klein, oft zusammenfließend, mit zusammengezogener, ockergelber Scheibe und schwellendem, ungeteiltem, im Alter bogigem Rande. Sporen in pfriemenförmigen Schläuchen, zu 8, ziemlich klein, fast rundlich ei¬ förmig, ix/2—2mal länger als breit. Abgesehen von der eigentümlichen Farbe des Lagers und der Apo¬ thecien, sieht die Flechte in ihrem ganzen Habitus einer Lecanora pallida a albella äußerst ähnlich und auch die Sporen und Schläuche stimmen über¬ ein. Allein der Fruchtrand der vorstehenden Flechte ist biatorinisch, das Hypothecium viel dicker, fleischiger, gelber, eine Deckschicht und somit der Reif der Scheibe fehlt gänzlich, die Paraphysen sind borstig-fädig, sehr leicht voneinander trennbar, meist gebogen, zuweilen geleimt und innerhalb der Hymenialschicht auffallend parallel gelagert. (Nach Körber, Syst., p. 206.) Schlesien: An Tannen um den Molkenbach bei Flachenseifen, un¬ weit Lähn. — Mittelfranken (?). 1150. L. subpulicaris Anzi. — Biatora subpulicaris Anzi. Lager sehr dünn, aus gelblichen, über das spinnwebartige Vorlager zerstreuten Körnchen bestehend. Apothecien klein, sitzend, flach, purpurn, mit gleichfarbigem Rande. Sporen ellipsoidisch, dickwandig, 12 p lang, 6 p dick, Alpen: An Fichtenrinde in dichten Wäldern im Val di Dentro. 1151. C. subflavida Nyl. Lager gelblich, dünn, etwas schorfig. Apothecien schwarzbraun, matt, 0,5—0,9 mm breit, gewölbt, oft geknäuelt, innen etwas dunkel. Hymenium rauchbraun, nach dem Hypothecium zu abblassend. Sporen zu 8 in keulen¬ förmigen Schläuchen, farblos, ellipsoidisch oder verlängert-länglich, 11 bis 20 p lang, 4—5 p dick, einzellig. Paraphysen nicht getrennt. Hymenial- gelatine durch Jod gebläut. — Am nächsten der Lecidea turgidula ver¬ wandt. Preußen: Kopyken bei Lyck; Stawken bei Angerburg. Auf Tannen. 1152. L. fallax (Hepp.) Leight. — Biatora fallax Hepp. — B. vernalis f. fallax Arn. — ? B. conglomerata Kbr. p. p. Lager ausgebreitet, dünn, etwas schorfig, schwarzgrün. Apothecien gelblich-fleischfarben, etwas gewölbt, später ohne Rand, innen farblos. Paraphysen dünn, deutlich getrennt. Sporen länglich oder länglich-spindel¬
207 förmig, 9—13 mm lang, 3 /z. dick, einzellig, scheinbar durch Öltropfen zwei¬ zeilig. Hymenialgallerte anfangs blau, dann violett durch Jod gefärbt. An Rinde von Nadel- seltener Laubbäumen am Grunde von Stämmen im Gebirge zerstreut. Tirol: Kleiner Rettenstein, an Fichten oberhalb Paß Thurn; Ampezzo, zwischen Schluderbach und Ospedale (Fichten); Schiern; Seiseralpe (Pinus Mughus) ; Bozen; Eggental; Paneveggio, am Fahrwege gegen Giuribell (Fichten). — Allgäuer Alpen: Mehrfach. Bayern: Umgebung von München; über Moosresten und Holzmoder am Grunde einer alten Föhre in der Waldschlucht des Kalkgrabens Bei Tutzing. — Fränk. Jura: Zwischen Wasserzell und Breitenfurt (Bir¬ ken- und Föhrenrinde) ; Waldungen bei Eichstätt; Veldensteiner Forst. — Baden: Am Erlbrunnen auf der Ostseite des Königstuhls über bemooster Birkenrinde. — Thüringen: Mehrfach; überhaupt wahrscheinlich in Mitteldeutschland verbreitet; angegeben aus Böhmen, Hessen, West¬ falen usw. Die Standortsangaben beziehen sich aber vielleicht auf die sehr ähnliche L. helvola (siehe diese), von der es nicht sicher ist, ob sie nicht mit fallax zu vereinigen ist. 1153. L. fuliginea Ach. — L. uliginosa var. ß fuliginea Mudd. Lager ausgebreitet, feinkörnig, bräunlichschwarz oder rauchbraun, mit kugeligen, gedrängten, etwas rauhen Körnchen, durch Reagenzien nicht verändert. Apothecien klein, anfangs flach und dünn berandet, später ge¬ wölbt und randlos, rötlich oder dunkelbraun. Hypothecium gelblichbraun. Paraphysen undeutlich, bräunlich. Sporen ellipsoidisch, 8—15 ju lang, 4 bis 7 // dick. Hymenialgallerte durch Jod anfangs schwachblau, später bräun¬ lich-gelb-weinrot gefärbt. Auf torfiger und steiniger Erde, auf Baumstümpfen und Holzwerk, Schindeln usw. durch das ganze Gebiet verbreitet und nicht selten. f. huwiosa Ehrh. Lager grünlichbraun oder braun. Auf Waldboden, über Moosen, nicht selten. 1154. L. Huxariensis (Beckh.). — Biatora Huxariensis Beckh. Lager sehr dünn, fleckenförmig, dunkelgrau. Apothecien sehr klein, angedrückt, dauernd flach bleibend, dünn berandet, mattschwarz, an¬ gefeuchtet etwas heller. Schläuche keulig, oben etwas gestutzt, 20—24 lang. Paraphysen undeutlich, keulenförmig, von einem schmutzig oliv¬ farbenen Epithecium bedeckt. Hypothecium farblos. Sporen zu 8—12 im Schlauch, einzellig, farblos, eiförmig, 5 lang, 2—21l2/n breit. Hymenial¬ schicht durch Jod anfangs gebläut, dann weinrot gefärbt.
208 Westfalen: Lattenzaun von Kiefernholz am Waldrand des Solling beim Steinkrug (Höxter). — Niederösterreich: An entrindeten Zaunstangen beim Herzogsberg am Sonntagsberg. — Pommern: Stettin. Thüringen: Stützerbach, gegen die Massenmühle an Holz eines Weg¬ zaunes. 1155. L. chrysantha A. Zahlbr. Lager oberrindig, krustig, einförmig, dünn, 0,18—0,22 mm dick, weit ausgebreitet oder stellenweise fast verschwindend, dunkelgrau oder grau- schwärzlich, matt, weder durch KOH noch CaCl verändert, zusammen¬ hängend, oben wenig ungleich, hier und da, besonders in der Lagermitte, etwas kleiig, ohne deutliches Vorlager, fast homöomer, aus wenig zähligen Gruppen von kugeligen, 6—8 p breiten Cystococcusgonidien und dünnen, verwebten, durch Jod sich nicht bläuenden Hyphen gebildet, unregelmäßige, lufthaltige Höhlen einschließend, mit deutlichen, gelben, anfangs klein warzenförmigen, bald vergrößerten, bis 2 mm breiten, zerstreuten und dann mehr oder weniger abgerundeten, meist aber gehäuften und zusammen¬ fließenden, durch Reagenzien nicht veränderten, etwas gewölbten und staubigen Soralen bedeckt. Apothecien biatorinisch, sitzend, schon in der Jugend gewölbt, zuletzt mehr oder weniger halbkugelig, am Grunde zu¬ sammengezogen, zerstreut oder genähert, und zuletzt fast traubig gehäuft, klein, bis 1 mm breit, fleischfarben, schmutzig fleischfarben, etwas mi߬ farbig, rotbraun oder schwärzlich, matt, angefeuchtet mehr oder weniger umbrabraun und durchscheinend mit niedergedrücktem Rande. Gehäuse unter das Hymenium vorgezogen, dick, ans radialstrahligen, dickwandigen und oft septierten, verklebten Hyphen gebildet, farblos, nur am Rande zart umbrabraun. Hypothecium farblos, selten blaß ockerfarben oder ocker¬ farben, weich, aus verwebten Hyphen gebildet. Hymenium oben schmal umbrabraun und ungleichmäßig etwas staubig-körnig bestreut, weder durch KOH noch HNO3 verändert, im übrigen farblos, 65—75 p hoch, durch Jod anfangs blau, bald dunkel rotbraun gefärbt. Paraphysen dicht verklebt, fadenförmig, bis 1,5 /z breit, einfach, nicht septiert, am Scheitel leicht keulenförmig und umbrabraun. Schläuche ungefähr von der Länge des Hymeniums, länglich keulenförmig, am Scheitel abgerundet, achtsporig. Sporen farblos, einzellig, länglich oder länglich spindelförmig, dünnwandig, 9—12,5 p lang, 3,5—5 /Z breit. Pykniden sitzend, halbkugelig, schwarz, klein, angefeuchtet glänzend; Perifulkrum oben bräunlich-schwärzlich; Fulkren exobasidial; Basidien büschelig, kurz, fast breit zylindrisch, kürzer als die Pyknokonidien. Pyknokonidien fadenförmig, in verschiedener Weise gewunden oder gebogen, sehr lang, 35—60 p lang, gegen 1,5 p breit.
209 Niederösterreich: An der Rinde und über Moosen auf Tannen¬ stämmen am Aufstiege zum Turnitzer Höger bei Lilienfeld. — Mähren. 1156. L. percrenata Nyl. — Psora percrenata Zahlbr. Lager weißlich, groß kerbig-schuppig, durch KOH leicht gelb gefärbt. Apothecien schwarzbraun, außen am Grunde heller gefärbt, anfangs fast flach und schwach berandet, sehr bald stark gewölbt und völlig randlos. Hypothecium blaß rosa. Sporen länglich oder länglich-spindelförmig, 9 bis 11 p lang, 3—4 /z dick. Schläuche lang. Jod färbt die Hymenialgallerte braungelb, besonders die Schläuche. Paraphysen spärlich und unregelmäßig zwischen den Schläuchen eingestreut. Epithecium etwas bräunlich. Niederösterreich: An morschen Stöcken im St. Peterwalde bei Seitenstetten. 1157. L. dodecamera Müll.-Arg. Lager ausgebreitet, sehr dünn, schorfig, graugrünlich oder fast ver¬ schwindend, etwas glatt, ohne deutliches Vorlager. Apothecien 0,3—0,4 mm breit, angewachsen-sitzend, tellerförmig, schmutzig braun, weich, innen ziemlich blaß, fast flach, aber ziemlich dick, mit stumpfem, anfangs etwas blassem, später schwärzlichem, wenig oder nicht vorragendem Rande. Hymenialschicht etwa 45—55 p hoch, farblos. Hypothecium farblos, Epi¬ thecium blaß bräunlich, Paraphysen verklebt. Schläuche länglich-verkehrt¬ eiförmig, am Scheitel breit stumpf und dickwandig. Sporen meist zu 12 (12—15) im Schlauch, einzellig, farblos, 6—9 p lang, etwa 5 p breit, ellipsoidisch, an beiden Enden breit abgerundet-stumpf. Gonidien farblos¬ dickwandig, etwa 8—10 p breit, lebhaft grün. Schweiz: Spärlich an der Rinde junger Fichten am Mont Saleve bei Genf. 1158. L. Decandollei Hepp. — Biatora Decandollei Kbr. — B. exigua Fr. — B. geographica Mass. — Lecidea exigna Chaub. Lager begrenzt, sehr dünn, körnig- oder kleiig-schorfig, blaugrün¬ aschgraulich, von einem stellenweise entblößten, blauschwarzen Vorlager begrenzt. Apothecien zahlreich, flach oder etwas gewölbt, sehr klein, oft geballt und formlos, Scheibe anfangs fleischfarben-bräunlich, später rot, mit sehr dünnem, schwärzlichem Rande. Sporen eiförmig oder fast kugelig, klein, 8—10 p lang, 6—8 p breit. Auf Rinde von Laubhölzern. Steiermark: Ragnitztal; Stifting- tal. — München: Auf dem Hirnschnitt eines Pfostens in Obersendling. — Fränk. Jura: An Buchen im Walde des Schweinsparkes in Eichstätt; an dünnen Lärchenzweigen im Walde hinter Schäfstall bei Donauwörth; an Buchen bei Pottenstein; an jungen Eichen der Donauauen bei Gerolfing; Thomö-Mignla, Flechten. II. (Flora XII, 2.) 14
210 an Birkenrinde zwischen Breitenfurt und Dollnstein. — Baden: Karls¬ ruhe; Rusheim; Heidelberg. — Westfalen: Ziemlich häufig. — Preußen: Angerburg; Marienburg. 1159. L. carnea (Kbr.) — Biatora carnea Kbr. Lager ausgebreitet, runzelig-warzig, feinrissig, grünlichgrau, auf weißem Vorlager. Apothecien klein, sehr zahlreich, meist gehäuft und zu¬ sammenfließend, mit stets flacher, fleischgelblicher Scheibe und bogigem, kaum vortretendem, hellerem Rande. Hypothecium gelblich. Paraphysen borstig, verklebt. Schläuche keilig-keulig. Sporen zu 6—8, ziemlich klein, eiförmig, 1—2mal länger als breit. Schlesien: An der Rinde junger Ebereschen im Schloßpark zu Kühschmalz bei Grottkau. 1160. L. planorbis (Kbr.). — Biatora planorbis Kbr. Lager sehr dünn, uneben, firnisartig, zuletzt fast schorfig, weiß, auf undeutlichem Vorlager. Apothecien klein, sitzend, kreisrund, mit flacher, braunschwarzer Scheibe und fast dauerndem, dünnem, gleichfarbigem Rande. Hypothecium dick, fleischig, fast farblos. Paraphysen stark ver¬ klebt. Schläuche stumpf pfriemlich. Sporen klein, ellipsoidisch, 3—4mal so lang als dick, Schlesien: An Buchen im Grunewaldtal bei Reinerz. 1161. L. flexuosa (Fr.) Nyl. — Biatora flexuosa Fr. — L. viridescens ß sapinea Fr. — L. decolorans * flexuosa Nyl. — Biatora decolorans ß flexuosa Fr. Lager dünn, aus Warzen oder Körnchen zusammengesetzt, grünlich oder grünlich-aschgrau, auf undeutlichem Vorlager. CaCl ruft eine blaß rötliche Färbung hervor, die aber bei dunklerer Färbung des Lagers nicht bemerkbar ist. Apothecien klein, angedrückt, mit stets flacher, schwarzer oder schwärzlicher Scheibe und erhabenem, schwarzgrauem, oft welligem Rande; bis 0,5 mm, selten etwas darüber breit. Gehäuse außen schwärzlich, nach innen zu heller. Hypothecium blaß, Paraphysen verschleimt, am Scheitel schmutzig olivgrün oder fast rauchbräunlich. Schläuche lang, schmal keulig. Sporen ellipsoidisch oder länglich ellipsoidisch, 7—9 lang, 3—4,5 dick. Hymenialgallerte durch Jod schmutzig blau gefärbt, dann bräunlich rotgelb entfärbt. Pyknokonidien sehr dünn, zylindrisch, gerade. An Rinde, morschem Holz, alten Bretterzäunen usw. durch das ganze Gebiet verbreitet. 1162. L. hypoptoides Nyl. Lager grau, etwas körnig, dünn oder verschwindend. Apothecien schwärzlich oder braun, matt, etwa 0,5 mm breit, flach, berandet, mit oft
211 blassem Rande, zuletzt etwas gewölbt mit verflachtem Rande, innen weiß. Sporen zu 8, farblos, ellipsoidisch oder länglich, einzellig, 8—14^ lang, 3,5—4,5 dick. Paraphysen nicht getrennt. Epithecium braun oder bräun¬ lich, Hypothecium farblos. Jod färbt die Hymenialgallerte blau. Schweiz: An entrindeten Stämmen im Lauenental in den Berner Alpen. 1163. L. Rhododendri (Hepp.) Zahlbr. — Biatora silvana var. Rhodo¬ dendri Hepp. — B. Rhododendri Arnold. Lager grau. Apothecien anfangs fast krugförmig, dann lange Zeit flach und dunkelberandet, dunkelbraun. Hypothecium farblos. Paraphysen ver¬ klebt, oben bräunlich. Hymenium durch Jod blau gefärbt. Sporen 9—15 u lang, 2—4 /z, breit. * Pyknokonidien sichel- oder bogenförmig gekrümmt, 14—16 lang, 1,4—1,6^ breit. Auf Rhododendron in den Alpen verbreitet, auch an Salix retusa, Sorbus chamaemespilus. Tirol: Waldrast, Brenner, Großer Rettenstein, Sarntal, Gröden, Schlenklamm usw. — Niederösterreich: Schnee¬ berg, an einer alpinen Salixart im oberen Schneidergraben. 1164. L. asserculorum Schrad. — Biatora asserculorum Th. Fr. — Lecidea anomala f. misella Nyl. — Biatora misella Falk. — L. globularis Ach. Nyl. Lager klein und zerstreut körnig, grünlich-aschgrau, manchmal fast fehlend. Apothecien spärlich, von Anfang an gewölbt, 0,2—0,3 mm groß, kugelig, niedergedrückt-kugelig oder knötchenförmig, schwarz oder braun¬ schwarz, feucht ins Olivgrüne spielend, nackt. Excipulum undeutlich oder von gleicher Farbe wie die Spitze der Paraphysen. Hypothecium bla߬ schmutzig, Paraphysen verschleimt, an der Spitze olivbraun. Schläuche keulenförmig oder aufgeblasen keulenförmig. Sporen eiförmig oder länglich¬ eiförmig, 7—9 p, lang, ungefähr 3 dick. Hymenialgallerte durch Jod anfangs blau, später weinrot gefärbt. An alten Baumstümpfen, morschem Holz, Bretterzäunen usw., selten. Tirol: Waldrast, auf dem Hirnschnitt alter Lärchenstümpfe; bei der Ochsenalm; unter den Serieswänden; Ehrenburg. — Niederöster¬ reich: Auf Zaunlatten in der Längapiesting bei Gutenstein; bei Lilien¬ feld. — Allgäuer Alpen: Oberstdorf, Alpspitze; Breitenberg. — Bayern: München, auf dem Hirnschnitt eines morschen Fichtenstrunkes im Walde westlich von Planegg; ebenso südlich von Deisenhofen; gegen Wornbrunn; auf verhärtetem Polyporus fomenterius auf dem Hirnschnitte eines Fichtenstrunkes südlich von Deisenhofen; Augsburg, bei Straßberg; Amberg. — Fränk. Jura: In den Waldungen um Eichstätt hier und da auf 14*
212 dem Hirnschnitt alter Eichen- und Föhrenstrünke. — Schlesien: Rotes Wasser bei Grünberg (an Birken); Zaun des Kuchengartens in Koschentin. — Thüringen: Masserberg-Kahlert; wahrscheinlich auch auf Holz eines Zaunes bei Bahnhof Au-Wallenburg. — Frankenwald: Baumstumpf im Lohbachtal; beim Drachenfels. 1165. L. aestivalis Ohlert. Lager körnig, gelbgrün, verschwindend, inkrustiert die Moosblättchen, auf denen die Flechte wächst. Apothecien klein, kaum x/2 mm, bräunlich, ungerandet, weißgrau bestäubt. Hymenialschicht und Hypothecium hell, Schläuche breiter und größer als bei L. vernalis mit 2—3 /z dicken Wänden. Sporen einzellig, 15—16 lang, 5—6 /z dick. Jod färbt die Hymenialschicht nach vorhergehender Bläuung bräunlich weinrot.' Ostpreußen: Pelonken bei Angerburg am Grunde eines Carpinus- stammes auf Moos. 1166. L. meiocarpa Nyl. — L. anomala var. y minuta Schaer p. p. — L. minuta Crombie. — L. effusa Mudd. Lager ergossen oder durch kleine blasse Flecke angedeutet, sehr dünn, körnig-schorfig, graulich oder grünlichweiß, oft fast verschwindend, durch Reagenzien nicht verändert. Apothecien klein, etwas gewölbt, gesellig, un¬ berandet, jung hellgelb, später bis dunkelrotbraun. Hypothecium farblos. Paraphysen verklebt mit braunem Epithecium. Schläuche länglich, acht¬ sporig. Sporen länglich, 10—15 p, lang, 3—5 dick. Jod bläut die Hymenialschicht. Selten, an Rinde von Laubhölzern. Tirol: Auf dem Hirnschnitt eines alten Fichtenstammes gegenüber Paneveggio; an den dickeren Zweigen eines Grünerlengebüsches am Bache zwischen Paneveggio und Vineghie. — Schweiz: Hauptsächlich an Holz und Rinde von Nadelhölzern, ziemlich verbreitet, z. B. Zürich, Schaffhausen, Como, Mettmenstetten und Riffers- weil, Urner Alpen, Grand Muveran usw. — Baden: Heidelberg, bei der Brunnenstube (Populus tremula); Engelwiese (Quercus) ; Auerhahnkopf (Fagus). — Harz: Ilsetal, bei den Fällen an Buchen; bei Braunlage, an abgestorbenen Fichtenzweigen. — Nordwestdeutschland: Eschen in den Gießelhorster Waldungen, bei Halsbeck im Brook, im Hasbruch; Pinneberg, an freiliegenden Callunawurzeln im Tävsmoor bei Appen. — Preußen: Angerburg; Pr. Friedland; Schwarzort. 1167. L. belvola (Kbr.) Th. Fr. — Biatora belvola Kbr. — B. vernalis var. effusa Fr. Lager dünn, zuweilen fast fehlend, ausgebreitet körnig oder körnig- staubig, grünlichraschgrau oder aschgrau-weißlich, auf weißlichem Vorlager,
213 durch Reagenzien nicht verändert. Apothecien angedrückt, 0,2—o,6 mm groß, von Anfang an unberandet, anfangs ziemlich flach und wachsgelblich oder blaß fleischfarben, später bis halbkugelig, hellgelblichbraun bis rötlich¬ braun. Gehäuse blaß. Hypothecium farblos, Paraphysen fast vollständig vergallertet, fast vollständig farblos oder ganz schwach gelblich, auch am Scheitel fast farblos. Schläuche keulenförmig. Sporen 9—17// lang, 4 bis 4,5 ja dick, ellipsoidisch bis länglich. Hymenialgallerte durch Jod zuerst gebläut, dann die Schläuche weinrot-violett gefärbt, nur am Scheitel die blaue Farbe bewahrend. An Rinden hauptsächlich von Nadelhölzern, selten. Tirol: An Ainus incana in den Innauen bei Inzing. — Niederösterreich: Auf der Rinde alter Fichten am Sonntagsberg. — Steiermark: An Tannenrinde in der Waldregion des Fastenberges. — Schweiz: Maderanertal, auf Rinde von Abies. — Schlesien: Melzergrund; Seifenlehne; Rabensteine am Zackenfall; unterhalb der Schlingelbaude im Elbgrund (Fichten); am Elbfall (Vaccinium uliginosum); Rosenberg O.-S.: Sembowitz, Wendzin, Boroschau, Bierdzau usw. 1168. L. tornoensis Nyl. — Biatora tornoensis Th. Fr. Lager sehr dünn, firnisartig oder etwas gallertig-ungleich, bleich rot¬ braun oder aschgrau oder fehlend. Apothecien oberflächlich, klein, 0,3 bis 0,8 mm groß, fast kugelig, von Anfang an unberandet, dunkel blutrot, schwarzrot oder schwärzlich, am Grunde und an den Seiten oft blaß, etwas runzelig und im Alter oft in verschiedener Weise höckerig. Gehäuse bräun¬ lich oder blaß. Hypothecium farblos, gelblich oder bräunlich-gelblich. Paraphysen verklebt, farblos oder schmutzig bräunlich, nach dem Scheitel zu dunkler gefärbt, nach Zufügung von Kalilauge braun und kopfig er¬ scheinend, oft von einem amorphen, farblosen Epithecium bedeckt. Schläuche aufgeblasen- oder sackförmig-keulig. Sporen ellipsoidisch oder kugelig-ellipsoidisch, 16—24 [a lang, 10—16 dick, von einem breiten, doppelten Hof umgeben. Jod färbt die Hymenialschicht blau oder schmutzig violett. Auf Holz und Rinde von Nadelhölzern in den Alpen, selten. Tirol: Kühetai, am Holz eines alten Zirbenstrunkes am Eingänge in das Längetal; gegenüber Waldrast an der Rinde von Lärchenstämmen; im Walde unter den Serieswänden; Kleiner Rettenstein, an entrindeten Zweigen im Walde oberhalb Paß Thum. 1169. L. quernea (Dicks.) Ach. — Lichen querneus Dicks. — Biatora quernea Fr. — Pyrrhospora quernea Kbr.
214 Lager dünn, ausgebreitet, körnig-staubig, hell grünlichgelb oder heil bräunlichgelb, oft vom schwarzen Vorlager begrenzt, durch KOH dunkler gelb, durch CaCl rötlich werdend. Jod färbt die Hyphen braungelb. Apo¬ thecien 0,5—1,0 mm groß, fast eingesenkt, mit leicht gewölbter bis fast halbkugeliger, rotbrauner oder dunkelbrauner, randloser Scheibe, im Alter oft knotig oder unförmlich. Gehäuse außen von gleicher Farbe wie das Epithecium, sonst farblos. Hypothecium farblos oder blaß. Paraphysen locker zusammenhängend, meist farblos mit bräunlichem Epithecium, seltener durchweg bräunlichgelb gefärbt. Schläuche breitkeulig. Sporen fast kugelig oder breit-ellipsoidisch, 7—11 lang, 5—7/z dick, oft schon in den Schläuchen absterbend und zerfallend, dabei die Schläuche mit einer rotbraunen, körnigen Masse erfüllend. Jod färbt nur oder hauptsächlich die Schläuche blau, dann schmutzig weinrot-bräunlich. Selten. An der Rinde alter Eichen und Buchen. Alpen: Monte di Campiago bei Como-. — Baden: An Eichen bei Kirchgarten. — Hessen: An Eichen im Krofdorfer Walde. — Westfalen: Verbreitet, stellen¬ weise auch fruchtend; in den Dornther Klippen auch auf Hilssandstein. — Böhmen: Eichen am Müllerstein bei Salesl a. d. Elbe. — Schlesien: An alten Eichen bei Meffersdorf; an alten Tannen im Talgraben, Riesen¬ gebirge. — Nord westdeutsch land: Verbreitet. — Holstein: An alten Eichen im Sachsenwalde. — Rügen: An Buchen und Eichen in der Stubbnitz und Granitz, Greifswalder Ooi, Vilm. — Preußen: Auf den Nehrungen Schwarzort, Kahlberg, Pröbbernau auf Pinus; Cranzcr Wald gegen Grenz auf Picea. 1170. L. viridescens (Schrad.) Ach. — Lichen viridescens Schrad. — Biatora viridescens Fr. — B. viridescens ß putrida Kbr. Lager ziemlich dünn, ausgebreitet, körnig oder staubig aufgelöst, grau¬ grünlich, gelbgrünlich oder schmutzig-grünlich, auf undeutlichem, gleich¬ farbigem Vorlager, durch KOH schmutzig-gelbbräunlich, durch CaCl nicht gefärbt. Jod färbt die Hyphen nicht blau. Apothecien klein, gegen 0,5 bis 0,8 mm breit, selten breiter, sitzend, mit stets gewölbter, fast randloser, schmutzig-weißrötlicher, mißfarbiger bis schwarzer Scheibe. Gehäuse oliv¬ farben, außen dunkler. Hypothecium ungefärbt grünlich. Paraphysen schlank, verklebt, fast farblos oder grünlich, am Scheitel bräunlich-grün¬ lich. Schläuche schmalkeulig. Sporen länglich oder länglich-ellipsoidisch, 9—i2/x lang, 4—6jlc dick. Jod färbt die Hymenialschicht blaßblau, den Schlauchinhalt gelbrot. Auf morschen Baumstümpfen, altem Holz, seltener über Moos und Erde, ziemlich zerstreut. Tirol: Ehrenburg, auf morschen Strünken;
215 Jenesien, an Zaunholz; Eggental, auf faulen Fichtenstrünken arn Karrer See. — Schweiz: Um Bern; Buembachtal; bei Neuchätel; Veltlin; Ürz- likon. — Bayr. Alpen: Mittenwald; Schattenberg; Freibergsee; Schwan¬ see. — Bayern: Um München, in Obersendling; Augsburg, Lobwäld¬ chen, Haspelmoor. — Fränk. Jura: Auf morschem Holze alter Eichen¬ strünke um Eichstätt; Kelheim, Veldensteiner Forst; nirgend häufig. — Baden: Heidelberg. — Hessen: Stellenweise häufig. — Westfalen: Solling bei Höxter, an Eichen; zwischen Paderborn und Neuhaus an Kie¬ fern. — Schlesien: Verbreitet. — Thüringen: Falkenstein bei Diet¬ harz ; Bärenkopf, nördlich Gehlberg. — Erzgebirge: Rittersgrün, Weg nach Johanngeorgenstadt (moorige Erde); am Cunnersbach (Fichten¬ stumpf). — Hamburg: Pinneberg, auf moderndem Holz im Innern einer Kopfweide bei Scholenfleth in der Haseldorfer Marsch, — Preußen: Labiau; Lippink im Kreise Schwetz. 1171. L. vernalis (L.) Ach. — Lichen vernalis L. — Biatora vernalis ß conglomerata Fr. — B. conglomerata Kbr. Lager dünn, ausgebreitet, etwas körnig oder spinnwebeartig, weißlich oder aschgräulich- oder weißlich-grünlich, durch Reagenzien nicht merklich verändert. Apothecien angewachsen, von Anfang an gewölbt, fast un¬ berandet, glänzend rot oder gelblich-rostfarben, bis 1 mm oder wenig dar¬ über breit. Gehäuse dick, farblos, gelblich oder blaß bräunlich-gelblich. Hypothecium farblos. Paraphysen dick verklebt, durchweg gelblich oder blaß bräunlich-gelblich, nach dem Scheitel zu nicht dunkler gefärbt. Schläuche keulig. Sporen länglich oder länglich-ellipsoidisch, mitunter an einem Ende etwas schmäler, mit zartem Hof, 10—20 jlc lang, 4—6 p, dick. Jod färbt die Hymenialschicht gewöhnlich erst sehr leicht und flüchtig blau, dann weinrot oder rotbraun. Pyknokonidien nadelförmig-zylindrisch, gekrümmt. Über Moosen, seltener auf Rinde und Erde in den Alpen verbreitet. Schlesien. — Brocken. — Hessen. Doch sind hier möglicherweise Verwechselungen mit L. fallax vorliegend. — Erzgebirge: Altenberg, Rinde eines alten Birnbaumes in Schellerhau. — Preußen: Mariensee (fallax ? oder helvola ?). f. subduplex Nyl. — Biatora vernalis f. rhododendri Arn. Sporen zum Teil mit zarter Scheidewand. Tirol: Innsbruck, Waldrast, Großer Rettenstein. Auf Rinde von Rhododendron, Ainus, Salix retusa. f. minor Nyl.
216 Rindenbewohnend. Apothecien gewöhnlich viel kleiner, 0,2—0,4 mm breit* Tirol: Häufig auf alpinen Sträuchern, besonders Rhododendron. f, subgilva Arn. Lager feinkörnig, gelblich-grünlich. Apothecien etwas gewölbt, fleisch¬ farben-gelblich. Hymenium durch Jod gebläut. Sporen länger und dünner, 15—18, selten bis 21 p, lang, 3 breit, vereinzelt mit einer Querwand. Tirol: Stanzertal, an Rhododendron bei den Zirben auf der Höhe westlich von St. Anton; ötztal, an Rhododendron ferrugineum oberhalb der Pollesalpe bei Huben. 1172. L. exsequens Nyl. — Biatora exsequens Arn. Lager durch weiße Flecken angedeutet, bei voller Entwicklung sehr dünn, zusammenhängend, runzelig, dunkel aschgrau, mit geballten Gonidien. Apothecien rötlich, etwas gewölbt, unberandet, 0,4—0,5 mm breit. Hypo¬ thecium farblos. Epithecium gelblich. Paraphysen schlank, nicht keulig. Sporen zu 8, ellipsoidisch-eiförmig, einzellig, 7—11 lang, etwa 3,5 jm dick. Tirol: Predazzo, auf dem Hirnschnitt alter Fichten- und Tannen¬ strünke am Fuß der Margola; auf dem Hirnschnitt alter Fichtenstrünke unterhalb Paneveggio. — Niederösterreich: Auf morschen Tannen¬ strünken auf der Haselrast zwischen Rohr und Gutenstein; Herzogs¬ bergwald am Sonntagsberg, an entrindeten, morschen Stöcken; auf Zaun¬ latten bei St. Agyd am Neuwalde; auf trockenem Tannenholz auf dem Turnitzer Höger bei Lilienfeld. — Bayern: München, auf dem Holze eines Buchenstrunkes im Walde zwischen Leutstetten und Oberdill; an morschem Holze einer Brücke bei Schwabmünchen. 1173. L. Nylanderi (Anzi) Th. Fr. — L. fuscescens Nyl. — L. fus- cescens v. leprodea Nyl. — L. leprodea Nyl. — Biatora Nylanderi Anzi. Lager ausgebreitet, dünn oder etwas dicker, körnig-schorfig, asch¬ grau oder weißlich- oder grünlich-aschgrau, durch Reagenzien nicht ver¬ ändert. Vorlager schwarz, meist nicht vortretend. Apothecien 0,4—1 mm breit, sitzend oder angewachsen, anfangs flach und von einem blasseren Rande umgeben, zuletzt gewölbt, randlos und oft unförmlich, rotbraun oder dunkel rotbraun. Gehäuse farblos oder mehr oder minder bräunlich. Hypo¬ thecium farblos. Paraphysen dicht zusammenhängend, nach dem Scheitel zu bräunlich, nach Zufügung von KOH kopfig-keulig erscheinend. Schläuche kurz, aufgeblasen-keulig. Sporen kugelig, 5—7 11 breit. Jod färbt die Hymenialschicht erst blau, dann schmutzig-braun, das Hypothecium bleibt blau.
217 An der Rinde von Nadelholzzweigen, auch an Rhododendron in den Alpen verbreitet, sonst zerstreut und nicht häufig. — Bayern: Mün¬ chen, selten an der Rinde von Föhren im Walde zwischen Hesselohe und Schwaneck; Augsburg, Haspelmoor. — Fränk. Jura: Selten an der Rinde älterer Föhren im Webertale unterhalb Pietenfeld; bei Breitenfurt, zwischen Kevenhüll und Beilngries. — Baden: Heidelberg, an alten, eichenen Weinbergpfählen im Sensenriede; an der Rinde alter Föhren am Bromberg; Schwarzwald. — Spessart. — Schlesien: Gleiwitz, Kieferstädteler Wald bei Groß-Schirakowitz; Gogölin, Försterei bei Klein- Stein; Lublinitz, Wald gegen Tworog, überall an Kiefernstangenholz. — Preußen: Johannisburg; Kahlberg. 1174. L. cinnabarina Sommerf. — Biatora cinnabarina Fr. Lager dünn, ausgebreitet, glatt oder körnig-staubig, weißlich, auf gleichfarbigem Vorlager, durch KOH gelb, durch CaCl nicht gefärbt. Apo¬ thecien angedrückt bis sitzend, bald gewölbt, zinnoberrot oder gelblich bis bräunlichrot mit bald verschwindendem oder undeutlichem Rande, 0,5 bis 1 mm oder wenig darüber breit. Gehäuse gelblich, Hypothecium farblos. Paraphysen dicht verklebt, oben rotbraun. Schläuche kurz, keulig. Sporen länglich bis fast spindelförmig, 8—12^ lang, 2—3 /1 dick. Durch Jod werden besonders die Schläuche gebläut. An Rinde und Holz von Nadelhölzern und Rhododendron, selten. — Tirol: Stanzer Tal, Mittelberg, Kühetai, Gurgl; Roßkogl; Kleiner Retten¬ stein, überall auf Rhododendron. — Steiermark: Seyfrieden in den Rottenmanner Tauern. — Schweiz: Urner und Berner Alpen; bei Genf. Schlesien: Riesengebirge, an Fichten auf der Wasserkugl. / 1175. L. propinquata Nyl. — Biatora propinquata Arn. — Lecidea scabra Tayl. — L. enterochlora Tayl. Lager zusammenhängend, ausgebreitet, dünn, fast glatt oder etwas feinkörnig-schorfig, weißlich, matt, weder durch KOH noch CaCl ver¬ ändert, am Rande nicht von einer dunkleren Linie umgeben; Hyphen des Markes durch Jod nicht gefärbt. Apothecien sitzend, klein, bis 0,7 mm breit, anfangs leicht konvex mit mehr oder weniger stumpfem, blaß leichenfarbigem oder fast farblosem, wachsartigem' Rande, zuletzt gewölbt und randlos. Scheibe mißfarben-bräunlich, braun oder braunschwärzlich, matt. Gehäuse etwas knorpelig. Gehäuse und Hypothecium farblos. Hyme¬ nium gestreift-umbrabraun, besonders im oberen Teile, durch KOH nicht verändert, durch Jod in den farblosen Teilen gebläut. Paraphysen verklebt, fadenförmig, nicht septiert, nicht verzweigt, am Scheitel kaum breiter. Schläuche oval-keulenförmig, wenig kürzer als das Hymenium, am Scheitel
218 abgerundet und mäßig dickwandig, achtsporig. Sporen farblos, einzellig, schmal-ellipsoidisch oder länglich-ellipsoidisch, seltener fast fingerförmig, dünnwandig, 8—10,5^ lang, 2,8—4/1 breit. Pykniden klein, halb ein¬ gesenkt, schwärzlich mit bräunlichem Gehäuse. Pyknokonidien exobasidial, fadenförmig gekrümmt oder hakenförmig, 12—15^ lang, gegen 1 p breit. Sehr selten. Tirol: Hier und da an Tannenrinde im Walde südlich von Predazzo. — Niederösterreich: An Tannenstämmen in der Großen Klause bei Aspang, reichlich und schön entwickelt. 1176. L. atroviridis (Arn.) Th. Fr. — Lecidella turgidula var. atro- viridis Hellb. — Biatora atroviridis Hellb. Lager dünn, etwas ungleich oder körnig, aschgrau oder weißlich-asch¬ grau, durch Reagenzien nicht verändert. Apothecien angewachsen, 0,5 bis 0,8 mm breit, in der Jugend ziemlich flach, später gewölbt, glänzend-kasta¬ nienbraun bis schwärzlich-kastanienbraun, mit anfangs deutlichem, zartem, blasserem, später verschwindendem Rande. Gehäuse blaß. Hypothecium schmutzig-blaß oder bräunlich. Paraphysen vollständig verschleimt. Sporen ellipsoidisch, länglich oder verlängert-länglich, 6—12^ lang, 3—4 p dick. Schläuche keulenförmig. Hymenialgallerte durch Jod gebläut, später schmutzig gelbbräunlich-weinrot gefärbt. An Holz und Rinde von Tannen und Fichten, selten. Tirol: Unter¬ halb Ratzes (Fichtenrinde); Predazzo, an glatter Rinde im Tannenwalde am Wege zur Alpe Val Maor; Paneveggio, an Fichtenrinde. — N ie der¬ bster re ich: An Erlen an der Piesting zwischen Waldegg und Oed. — Steiermark: Bürgeralpe bei Afflenz (Picea). — Schweiz: An trock- ner Tannenrinde oberhalb Riva. — Fränk. Jura: An Fichtenrinde im Affental bei Eichstätt und zwischen Pfünz und Hofstetten; auf dem Holze dürrer Fichtenäste im Affentale. 1177. L. austriaca A. Zahlbr. — L. subalpina A. Zahlbr. Lager oberrindig, sehr dünn, ausgebreitet, ziemlich zusammenhängend oder unregelmäßig und spärlich rissig, feinkörnig oder etwas körnig¬ ungleich, weißlich-aschgrau, matt, durch Reagenzien nicht verändert, ohne Soredien und Isidien, am Rande nicht von einer dunkleren Linie begrenzt, unberindet. Markhyphen durch Jod nicht gebläut. Gonidien palmellaartig, geballt, kugelig, 9—15 p breit, freudig-grün, dünnwandig. Apothecien zer¬ streut oder mehr oder weniger genähert, sitzend, klein, 3—3,5 mm breit, biatorinisch, erst flach, rosa oder rosa-fleischrot, von einem dünnen, ganzen, nicht vorragenden, dunkleren Rande umgeben, bald mißfarbig-bräunlich, bräunlich oder dunkel, gewölbt, randlos, matt. Gehäuse vollständig, weiß-
219 lieh, am Rande dunkel, aus strahl igen Hyphen gebildet, pseudoparenchyma- tisch. Epithecium undeutlich. Hypothecium farblos oder zum Teil umbra¬ braun gescheckt, 46—50 hoch, durch Jod anfangs blaßbläulich, bald rötlich gefärbt. Paraphysen nicht häufig, verklebt, einfach, unseptiert, am Scheitel nicht verdickt. Schläuche zahlreich, fast so lang wie die Hymenialschicht, länglich-keulenförmig, am Scheitel abgerundet-eingebogen und dickwan¬ diger, achtsporig. Sporen zweireihig und schräg, farblos, einzellig, länglich mit abgerundeten Enden, gerade oder leicht gekrümmt, dünnwandig, 10 bis 16/4 lang, 1,8—2,2/z breit. Pykniden zahlreich, eingesenkt, mit punkt¬ förmigem, schwarzem Scheitel. Fulcra exobasidial; Basidien kürzer als die Pyknokonidien, spindeiig-fadenförmig. Pyknokonidien fadenförmig, mehr oder weniger gekrümmt oder hin und her gebogen, 16—18 p, lang, gegen 1 p breit. Steiermark: Auf der Rinde eines Holunderstammes am rechten Ufer der Enns zwischen Schladming und Pichl; auf der Rinde des Stammes von Bergahornen in den Karolinenanlagen bei Schladming. — Tirol: An alten Holunderstämmen im Aufstieg zum Hochmißl bei Vamp (etwa 1200 m). 1178. L. silvana (Kbr.) Th. Fr. — Biatora sylvana Kbr. Lager dünn, körnig uneben, weißlich oder grünlich-grau auf wei߬ lichem Vorlager. Apothecien klein, bis 0,6 mm groß, angewachsen, bald halbkugelig, hell- oder dunkel-rotbraun bis braunschwarz mit dünnem, gleichfarbigem, verschwindendem Rande. Gehäuse blaß oder fast fehlend; Hypothecium blaß. Paraphysen verklebt, farblos oder streckenweise violett oder rötlich, am Scheitel nicht dunkler. Schläuche keulenförmig. Sporen länglich oder verlängert-länglich, 9—15 p lang, 3—4 p dick. Jod färbt die Hymenialschicht weinrot. — Von L. albohyalina fast nur durch die Farbe der Apothecien verschieden. Hauptsächlich an der Rinde von Laubhölzern. (Seltene und unsichere Art nach Lettau.) Alpen: An Rhododendron im Val Sermenza und Val Vogno; an Apfelbäumen bei Aeugst; Säntis usw. — Allgäuer Alpen: Gutenalpe, Biberalpe. — Niederösterreich: Auf Stämmchen der Salix retusa auf dem Dürrenstein bei Lunz. — Hessen: An Fraxinus irn Haidetränktal. — Westfalen: Schloßgarten zu Münster (Eschen); im Solling bei Höxter (Buchen). — Fränk. Jura: An der Rinde eines alten Holzapfelbaumes am Waldsaum oberhalb Wasserzell; an der rissigen Rinde einer alten Ulme im Affentale bei Eichstätt; an einer alten Buche vor dem Hirschparke bei Eichstätt. — Nordböhmen: Schneiderrang bei Mariental, an alten Fichten. — Schlesien: An Fichten oberhalb des
220 Zackenfalles im Riesengebirge. — Nordwestdeutschland: (?) An Eichen im Brook bei Gernholz. 1179. L. gelatinosa Fike. — Biatora viridescens var. cc gelatinosa Kbr. Lager dünn, ausgebreitet, zusammenhängend, schorfig-gallertig, grün¬ lich-aschgräulich oder fast graugrün, durch Reagenzien nicht verändert. Apothecien angedrückt oder eingewachsen, 0,5—0,8 mm, selten darüber breit, flach, schwärzlich, schwärzlich-olivfarben oder schmutzig-blaugrau, anfangs von einem dünnen, blasseren Rande umgeben, später randlos, oft unförmig. Gehäuse blaß oder etwas olivfarben. Hypothecium in der Farbe mit den Paraphysen übereinstimmend. Paraphysen farblos oder durchweg blaß und schmutzig-bräunlich, undeutlich. Schläuche schmalkeulig. Sporen ellipsoidisch oder länglich-ellipsoidisch, 7—9 lang, 4—5 breit. Hyme¬ nialgallerte durch Jod flüchtig und leicht gebläut, dann schmutzig-rotbräun¬ lich gefärbt. Auf nackter Erde, über Moosen, zerstreut. Tirol: Vordertal; Kleiner Rettenstein, auf Erde der Phyllitwände am Wege zum Roßgrubkogel; Ehrenburg, Kienberg; Jenesien, am Krummenbühel. — Schweiz, z. B. Rigi, Bremgarten, Signau, Gurnigl. — München: Auf sandhaltigem Boden einer Waldblöße zwischen Irschenhausen und Merlbach. — Fränk. Jura: Auf Erde und über abgedorrten Pflanzenresten am Grunde alter Tannen zwischen Glashütten und Volsbach. — Baden: Um Heidelberg; Notschrei und Muggenbrunn im Schwarzwald. — Hessen: Marburg, beim Forstgarten. — Thüringen: Arnstadt; auf Porphyrboden am Waldrand gegen den Lindenberg bei Ilmenau; Schloßberg bei Oberhof. — Böhmen: Prag. — Schlesien: Im Gebirge stellenweise. — Vogt¬ land: Auf Tonschiefer bei Pirk. — Schleswig-Holstein: Auf Lehmboden im Buchenwald am Schwentineufer bei Neumühlen. 1180. L. gibberosa Ach. — L. luteola v. gibberosa Fr. — Biatora sapinea Th. Fr. — B. conglomerata b ligniaria Kbr. Lager dünn, oft kaum erkennbar, körnig, schmutzig aschgrau oder graugrün, auf weißlichem Vorlager. Apothecien 0,4—1,0 mm groß, sitzend oder angewachsen, anfangs fast flach oder leicht gewölbt mit nieder¬ gedrücktem, stumpfem, blassem Rande, später gewölbt und fast kugelig, unberandet, weißlich wachsgelb, rötlichgelb bis rotbraun. Gehäuse dick, farblos, ebenso das Hypothecium. Paraphysen etwas verklebt, farblos, von einem grünlich-gelblichen, gelblichen oder bräunlich-gelblichen, dünnen, körnigen Epithecium bedeckt. Schläuche schmal keulig. Sporen eiförmig oder länglich eiförmig, 9—12 u lang, 3—4^ dick, zuweilen mit 1—2 öl¬
221 tropfen. Hymenialschicht durch Jod nach vorübergehender Bläuung leicht schmutzig weinrot gefärbt. Sehr selten, auf entrindeten Baumstümpfen. Niederösterreich: An entrindeten alten Nadelholzstöcken am Sonntagsberg bei Rosenau. — Schlesien: Forstkamm; Aupagrund; oberhalb der Korallensteine; Elb¬ grund; Dammerauer Berg bei Grünberg; Weg von Obernigk nach Schimmelwitz, im Innern hohler Weiden. — (Türingen: Am Ickersbach bei Kleinschmalkalden auf Holz eines Baumstumpfes; Schobsergrund bei Gehren. Wahrscheinlich nach Lettau zu Lecanoraarten gehörig.) 1181. L. erythrophaea Fike. — Biatora tenebricosa Norman. — Biatora erythrophaea Th. Fr. — B. hyalinella Kbr. — Lecidea mutabilis var. steno- spora Nyl. — L. tenebricosa Nyl. Lager sehr dünn bis fast fehlend, firnisartig, weißlich, auf gleich¬ farbigem Vorlager, durch Reagenzien nicht verändert. Apothecien an¬ gedrückt, klein, 0,5—1 mm breit, mit anfangs flacher, später oft gewölbter, hell oder dunkel braunroter bis rotschwarzer, angefeuchtet etwas durch¬ scheinender, nackter Scheibe und zartem, vortretendem, ungeteiltem, im Alter meist verschwindendem, dunklem Rande. Gehäuse blaß, außen meist hellbräunlich. Hypothecium farblos oder sehr blaß gelblich. Paraphysen meist ziemlich locker zusammenhängend, nur am Scheitel bräunlich und mehr oder weniger keulig. Schläuche keulenförmig. Sporen länglich bis länglich-spindelförmig, 10—18 lang, 3—5 dick. Hymenialgallerte durch Jod intensiv gebläut, später oft schmutzig verfärbt. An der Rinde von Laub- und Nadelhölzern, in den Alpen auch über Dryas. Tirol: Seefeld, auf Krummholz beim See; Waldrast, Matreier Grube über alter Dryas; Überetsch, an Rhododendron bei den Eislöchern; Paganella, über Dryas. — Baden: An Eschen bei Freiburg. — Schle¬ sien: An der Rinde alter Eschen und Zitterpappeln bei Sprottau. — Westfalen: An einer Eiche bei Höxter. — Nordwestdeutsch¬ land: Zerstreut an Eschen in den ammerländischen Waldungen, z. B. bei Helle, Mansholt, Gernholt, Gießeihorst, Linswege, Halsbek. — Preußen: Angerburg, Danzig, Pr. Friedland; Wiskianter Wäldchen. 1182. L. hypopta Ach. — L. luteola ?? hypopta Ach. — L. luteola y fuscorubella Ach. — L. enalla Nyl. — L. insequens Nyl. Lager dünn, weißlich-aschgrau oder unterrindig und nicht wahrnehm¬ bar. Apothecien ziemlich klein, 0,4—0,7 mm groß, angewachsen oder an¬ gedrückt, anfangs flach und dünn berandet, bald gewölbt und unberandet, zuletzt halbkugelig, schwarz oder braunschwarz. Gehäuse dick, blaß, Epi¬ thecium farblos. Paraphysen verklebt, ziemlich dick, am Scheitel deutlich,
222 besonders nach Anwendung von Kalilauge köpf förmig und bräunlich. Schläuche fast keulig. Sporen ellipsoidisch oder eiförmig, 8—n ft lang, 4—5 ft dick. Hymenialgallerte durch Jod schmutzig violettblau gefärbt. Nach Lettau möglicherweise in Thüringen und Schlesien. 1183. L. Cadubriae (Mass.) Nyl. — Biatora Cadubriae Mass. — B. aitema Mass. — B. turgidula Nyl. — B. phaeostigma Stenh. — Lecidea (vernalis) turgidula Nyl. — L. pinicola Th. Fr. Lager dünn, zerstreut, schollig oder körnig, weißgrau oder hell bräun¬ lichgelb, durch Reagenzien nicht wesentlich verändert, auf weißem Vor¬ lager. Apothecien angewachsen, 0,4—0,8 mm breit, anfangs mit flacher oder etwas vertiefter, zimt- oder nußbrauner, oft dünn bereifter, hell gelb¬ braun berandeter, später leicht gewölbter, braunschwarzer bis schwarzer, unberandeter Scheibe. Gehäuse ungefärbt bis bräunlich, Hypothecium farb¬ los. Paraphysen stark verklebt, am Scheitel bräunlich oder gelbbräunlich. Schläuche schmal keulenförmig. Sporen länglich-ellipsoidisch bis länglich, 8—11 ft lang, 3—4 ft dick. Hymenialgallerte durch Jod erst gebläut,# dann schmutzig verfärbt. An der Rinde alter Lärchen und Eichen in den Alpen, nicht häufig. Tirol: Waldrast, Serieswände; Brenner, im Griesberg; Brandenberg: Ampezzo, am Misurino-See; Sarntal, am Wege von der Möltnerkaser zum Kreuzjoch. — Salzburg: An Tannen bei Tweng; Gastein; Heiligen¬ blut. — Schweiz: Grunwald; Gampeln; Riva; Bormio. — Bayern: Berchtesgaden; München, Fürstenrieder Forst, Überfällen. — Fränk. Jura: Nicht selten. — Westfalen: Handorf, an einem alten eichenen Schlagbaum; an altem Eichenholz beim Dorfe Mesum. — Schlesien: An Fichten im Riesengrunde. — Niederösterreich: An Lärchen¬ stämmen auf der Nordseite der Gippelmäuer. /. heterella (Nyl.). — L. heterella Nyl. Paraphysen am Scheitel mit gelber Keule. Hymenialgallerte erst durch Jod gebläut, dann die in Entwicklung begriffenen Schläuche weinrot oder weinrotbräunlich gefärbt. Tirol: Waldrast, an Lärchenrinde im Walde unter den Serieswänden. var. leucoplaca A. Zahlbr. Von der typischen Pflanze verschieden durch blasseres, zusammen¬ hängendes, weniger körniges Lager und mehr oder weniger zusammen¬ fließende Apothecien. Lager ausgebreitet, oberrindig, krustig, einförmig, dünn, 0,14—0,18 mm hoch, aschgraulich-weißlich, matt, durch KOH nicht gefärbt, ebensowenig durch CaCl, in der Mitte mehr zusammenhängend, kleinwarzig oder fast warzig-ungleichmäßig, Schuppen oder Körnchen nach
223 dem Lagerrande zu zerstreut, klein, gegen 0,15 mm breit, gewölbt. Hyphen des Markes durch Jod nicht gefärbt. Apothecien zahlreich, zerstreut, meist, aber gehäuft und zusammenfließend, anfangs etwas vertieft, mit dünnem, etwas vorragendem Rande, später gewölbt, fast eingesenkt, verschieden¬ farbig, fuchsrot bis braun oder schwärzlich, mitunter etwas bereift. Ge¬ häuse nur an den Seiten des Hymeniums entwickelt, unter der Mitte des letzteren fehlend, innen fast farblos, am Rande bräunlich. Hypothecium farblos, durch Jod nicht gebläut. Hymenium ziemlich schmal, 55 hoch, im oberen Teile dunkler, im unteren blaß umbrabraun, durch HNO3 nicht verändert, durch Jod erst violett, dann schmutzig dunkel gefärbt. Para¬ physen verklebt, fadenförmig, nicht septiert, am Scheitel nicht breiter. Schläuche keulig, dem Hymenium an Länge fast gleich, achtsporig. Sporen mehr oder weniger zweireihig, farblos, einzellig, ellipsoidisch oder lang ellipsoidisch, dünnwandig, gerade, 12—14^ lang, 3,5—5,5 dick. Niederösterreich: An Zaunlatten auf der Schach neralm bei St. Ägyd am Neuwalde. 1184. L. fuscescens Smrft. — Biatora fuscescens Fr. Lager dünn oder sehr dünn, begrenzt, aus kleinen, weißlichen oder aschgraulichen Warzen zusammengesetzt, die über einem dünnen, braun¬ schwarzen Vorlager zerstreut sind, durch KOH gelb gefärbt, durch CaCl und Jod nicht merklich verändert. Apothecien angewachsen oder an¬ gewachsen-sitzend, 0,4—0,8 mm breit, dauernd flach oder gewölbt und mit dünnem, zuletzt verschwindendem Rande, braun oder schwärzlich. Gehäuse und Hypothecium blaß oder farblos. Paraphysen locker zusammenhängend, an den Enden keulenförmig und bräunlich, rötlich oder schwärzlich. Schläuche kurz, fast keulig. Sporen ellipsoidisch oder kugelig, klein, 6 bis 10 p lang, 4—7^ dick, dünnwandig. Jod färbt die Hymenialschicht blau, dann, besonders die Schläuche, etwas weinrötlich oder bräunlich. Sehr selten. Tirol: An Lärchenzweigen oberhalb der Waldrast, nicht häufig. — Schweiz: Grunwald, an Nadelholzrinde; um Bormio; Rophaien. — Allgäuer Alpen: Stillachufer bei Oberstdorf, an rinden¬ losen Fichtenstämmen. — München: Großhesselohe. — Fränk. Jura: Eichstätt (Föhren). 1185. L. granulosa (Ehrh.) Schaer. — Lichen granulosus Ehrh. — Lecidea decolorans Floerke. — L. quadricolor Hook. — Verrucaria decolo¬ rans Hoffm. Lager ausgebreitet, ziemlich dünn, warzig gefeldert, körnig oder warzig, oft sich schorfig auflösend, weißlich oder grünlichgrau, durch KOH gelblich, durch CaCl rötlich gefärbt. Apothecien angedrückt, ziemlich flach,
224 in der Farbe sehr wechselnd, ziegelrot oder schmutzig fleischrot bis oliv¬ bräunlich oder schwärzlich, matt, mit dünnem, blasserem, später oft ver¬ schwindendem, zuweilen bogigem Rande, später gewölbt und oft unförm¬ lich, bis 2 mm groß. Gehäuse je nach der Farbe des Apotheciums ungefärbt oder außen mehr oder weniger dunkel. Hypothecium farblos, bräunlich oder blaß grünlichgelb. Paraphysen verklebt, undeutlich, farblos oder schmutzig, von einem körnigen, bräunlichen, grünlich-bräunlichen oder gelblichen Epithecium bedeckt. Schläuche schmal keulig. Sporen länglich- ellipsoidisch oder ellipsoidisch, 8—16 p, lang, 4—7 (m dick. Hymenialgallerte durch Jod nach vorübergehender blasser Bläuung schmutzig violett oder rotbräunlich gefärbt. Über Moosen und abgestorbenen Pflanzen, morschem Holz, Heide- und Moorboden durch das ganze Gebiet häufig. f. escharoides (Ehrh.) Schaer. — Lichen escharoides Ehrh. — Lecidea escharoides Ach. — Biatora decolorans f. escharoides Rehm. Apothecien schwarz. Auf Erde in den Alpen, nicht selten. f hilaris Ach. Apothecien fleischfarben, klein, schön bleibend berandet, Hypothecium und Epithecium farblos, Paraphysen schlanker, freier. Sporen 10—12 /z lang, 4—5 /z dick. Zum Beispiel in Nordwestdeutschland mehrfach. f. glebulosa Harm. Lager aschgrau und blaugrau, grobkörnig, fast schollig-schuppig; Apothecien dick, stark gewölbt, vielfach gehäuft. f. aporetica Ach. Lager stark leprös, bisweilen ganz staubig aufgelöst, häufig steril. 1186. L. obscurella (Sommerf.) Nyl. — L. pellucida y obscurella Sommerf. — L. nitida Sommerf. — Biatora phaeostigma Kbr. — Lecidea obscurella Nyl. Lager sehr dünn, körnig, aschgraulich oder grünlich, sehr oft fehlend, durch Reagenzien nicht verändert. Apothecien klein, nicht über 0,5 mm groß, angewachsen, anfangs ziemlich flach und von einem dünnen, fast gleichfarbigen Rande umgeben, bald gewölbt und randlos, nackt, trocken braunschwarz oder schwärzlich, feucht rötlich oder schwarz-blutrot. Ge¬ häuse außen bräunlich, Hypothecium farblos. Paraphysen ziemlich locker zusammenhängend, am Scheitel kopfig oder keulig, bräunlich und oft ge¬ gliedert. Schläuche keulig oder aufgeblasen-keulig oder fast birnförmig. Sporen länglich oder länglich-ellipsoidisch, an beiden Enden stumpf, 8 bis
225 12/x lang, 3—5 p dick. Jod färbt die Hymenialschicht blau, dann violett oder rötlich. Pykniden halb eingesenkt mit schwärzlicher oder dunkel bräunlicher Mündung. Pyknokonidien ellipsoidisch oder fast kurz zylin¬ drisch oder in der Mitte leicht eingeschnürt, 4—5 /x lang, 2,5—3 p dick. An der Rinde von Nadelhölzern, zerstreut. Tirol: Brenner, an Lärchen im Walde des Griesbergtales; Salten bei Jenesien auf Larix; Pinzola, auf modernden Kastanienstrunken. — Steiermark, Schweiz, Niederösterreich, Bayern, Baden, Fränk. Jura, Thüringen, Harz, Böhmen, Schlesien ziemlich häufig. — Preußen: Cranzer Wald; Caporner Heide. var. microcarpa A. Zahlbr. Apothecien 0,2, seltener 0,3 mm im Durchmesser. Sporen 10—13 p lang, 3,5—4 p breit. Hymenium durch Jod gebläut, dann weinrot gefärbt. Niederösterreich: An alten Stümpfen in der Lobau. 1187. L. .rufofusca (Anzi) Nyl. — Biatora rufofusca Anzi. — B. decolo¬ rans ß cinnamomea Hellb. — Lecidea aquilonia (Krmph.) Nyl. Lager ausgebreitet, ungleich, ziemlich dick, aus geballten oder zer¬ streuten, kleinen, warzigen Körnchen zusammengesetzt, blaß aschgrau oder weißlich, durch Reagenzien nicht verändert oder durch KOH schmutzig und undeutlich gelblich, Hyphen durch Jod nicht gebläut. Apothezien sitzend oder angewachsen, anfangs und lange Zeit flach und von einem gleichfarbigen, erhabenen Rande umgeben, zuletzt gewölbt und randlos, rotbraun oder schwarzpurpurn, kaum über 1 mm groß. Gehäuse mehr oder weniger gebräunt. Hypothecium farblos oder blaß gelblich. Paraphysen locker zusammenhängend, am Scheitel deutlich kopfig und braun. Sporen länglich ellipsoidisch oder fast eiförmig, 13—18 p lang, 6—8,5 p dick. Jod färbt hauptsächlich den Teil der Hymenialschicht um die Schläuche intensiv blau, mitunter nur die Schläuche allein so, dann werden diese nicht selten zuletzt etwas weinrötlich entfärbt. Auf Erde oder über veralteten Moosen in den Alpen, selten, Tirol: Waldrast, über veralteten Moosen in der Matreier Grube; Brenner, auf steinigem Boden zwischen Salix herbacea am Wege zum Wilden See; an beiden Standorten selten. — Schweiz: Rezzolungo im Val di Dentro, Campofinole oberhalb Poschiavo, Lia, Ernstfeldertal an Rinde von Rhodo¬ dendron hirsutum. 1188. L. porphyrospoda (Anzi) Th. Fr. — Biatora porphyrospoda Anzi. — B. leprosula Arn. — Lecidea amaurospoda Nyl. Lager etwas zerstreut, erst warzig oder aus zerstreuten oder geballten Körnchen zusammengesetzt, dann sich kleiig auf lösend, kleine ungleiche Knäuelchen bildend, rötlich-aschgrau oder aschgrau-bräunlich oder ver- Thome-Migula, Flechten. II. (Flora XII, 2.) 15
226 bleichend, durch Reagenzien nicht merklich verändert. Apothecien sitzend oder angewachsen, 0,5—0,7 mm breit, anfangs und lange flach und von einem ungeteilten, erhabenen Rande umgeben, zuletzt gewölbt und randlos, etwas durchscheinend rötlich oder purpurn. Gehäuse am Rande von gleicher Farbe wie die Paraphysenenden, sonst blasser. Hypothecium farblos. Paraphysen zierlich, locker zusammenhängend, am Scheitel kopfig-keulig und braun. Schläuche aufgeblasen keulig. Sporen ellipsoidisch oder länglich- ellipsoidisch, 12—18 p, lang, 7—8 fA dick. Jod färbt die Gegend um die Schläuche blau, dann diese violett. Auf Rhododendron in den Alpen, nicht häufig. Tirol: Stanzertal, bei Thaja im Malfontale; Mittelberg; Kühetai, im. Längentale und am Wege zu den Seen; vor dem Langthaler Eck; Kleiner Rettenstein; Tauern, unweit vom Beginn des Schlattenkees. — Niederösterreich: Auf zeitweise überrieselten Kalkwänden in der Schlucht beim Lassingfall nächst Wienerbrück. — Schweiz: An Lärchenstämmen in der Alp Camsciano oberhalb Poschiano. — Nord westdeutsch land: An krüppeligen Callunastämmchen hinter dem Rarnefuhrer Holze. 1189. L. albofuscescens Nyl. — Taf. LXXVI C, Fig. 5; Taf. LXXX, Fig- 4, 5- Lager dünn, ausgebreitet, körnig, etwas ungleich blätterig oder dünn¬ schorfig, weiß oder weißlich, durch Reagenzien nicht merklich verändert, nur durch KOH manchmal blaß- und schmutzig-gelblich gefärbt. Apo¬ thecien sitzend oder angewachsen, bis 1 mm groß, meist kleiner, anfangs flach und von einem dünnen, glänzenden Rande umgeben, später oft ge¬ wölbt und randlos, dunkelbraun, schwarzrot oder schwärzlich. Gehäuse außen blaß, innen dem braunschwärzlichen oder dunkelrotbraunen Hypo¬ thecium gleichfarbig. Paraphysen eng verklebt, durchweg blaß. Schläuche keulig. Sporen ellipsoidisch bis ellipsoidisch-spindelig, 9—12^ lang, 4 bis 5 /x dick. Jod färbt die Hymenialschicht intensiv blau. Erklärung zu Tafel LXXX. Fig. I. Lecidea crustulata, Lager, nat. Gr. „ 2. „ „ „ bei Lupenvergrößerung. „ 3. „ turgidula, Lager, nat. Gr. „ 4- h albofuscescens, Lager, nat. Gr. „5. „ „ „ bei Lupen Vergrößerung. „6. „ ostreata, Lager, nat. Gr. 7. „ „ ,, bei Lupenvergrößerung. „ 8. ,, uliginosa, Lager, nat. Gr. „ 9. ,, assimilata, Lager, nat. Gr.
— 227 Tirol: Eggental, an Tannen im Karrerwalde; Predazzo, an der rissigen Rinde am Grunde einer alten Tanne im Walde am Wege zur Alpe Val Maor. — Bayern: Auf Flechten bei Oberammergau. 1190. L. miscella Ach. — Biatora miscella Fr. Lager ziemlich dick, geborsten warzig, weißlich; Warzen aus dicht¬ gedrängten Körnchen gebildet. KOH färbt das Lager gelb, CaCl ver¬ ändert die Farbe nicht. Hyphen durch Jod nicht gebläut. Apothecien klein, in den Warzen eingesenkt, so hoch oder etwas höher als das Lager, gewölbt und randlos, schwarz oder schwärzlich. Hypothecium bräunlich oder braun- schwärzlich. Paraphysen verklebt, nach dem Scheitel zu rußbraun, bräun¬ lich oder olivfarben. Schläuche keulig. Sporen ellipsoidisch oder länglich, 12—18 (.l lang, 5—7 p. dick. Jod färbt das Hymenium, besonders die Schläuche, blau. Tirol: Pizzolo, Mandron, über Moosen, steril. — Die Art ist zweifel¬ haft und es ist außerdem unsicher, ob die Tiroler Pflanze hierher gehört. 1191. L. diapensiae Th. Fr. Lager sehr dünn, weißlich oder gewöhnlich verborgen. Apothecien klein, bis 1 mm breit, meist kleiner, sitzend oder erhaben sitzend, flach und dünn berandet oder zuletzt gewölbt, unberandet, schwarz oder blutrot¬ schwarz, etwas glänzend. Hypothecium dick, schwärzlich oder dunkel violett-schwärzlich, viel dunkler als das flecken- oder strichweise rote Ge¬ häuse. Paraphysen deutlich, nicht besonders stark verklebt, am Scheitel bräunlich- oder gelblich-rötlich. Schläuche keulig. Sporen länglich oder verlängert, 10—17 jm lang, 4—5^ dick. Pykniden schwarz, punktförmig; Pyknokonidien fast zylindrisch, ziemlich gerade, 3,5—5 /z lang. Jod färbt die Hymenialschicht intensiv blau, KOH färbt sie nicht besonders. Im Norden auf Diapensia lapponica parasitisch, die Pflanze abtötend. Von J. Müller für die Schweiz angegeben: Am Grand Muveran, auf Moosen. 1192. L. verrucula (Norm.) Tb. Fr. — Biatora turfosa Mass. Lager sehr dünn, weit ausgebreitet, firnisartige Überzüge bildend, glatt, angefeuchtet fast schleimig, blaßhellgrau bis schwärzlich, auf schwärzlichem Vorlager, durch Reagenzien nicht merklich verändert. Apo¬ thecien klein, 0,2—0,4 mm breit, sehr zahlreich, meist gehäuft, erhaben angewachsen, linsen - kreiselförmig bis kugelig, von Anfang an randlos, schwarz, glänzend. Gehäuse fast fehlend. Hypothecium bräunlich, Para¬ physen gallertartig verklebt, ganz undeutlich, farblos oder blaß, nach dem Scheitel zu bräunlich, braun oder grünlichbraun. Schläuche keulig oder 15*
228 * — aufgeblasen-keulig. Sporen, oft nicht gut entwickelt, länglich bis fast spindelförmig, mit zartem Hof, 12—[8 lang, 3—5 p, dick. Jod färbt fast allein die Schläuche blau, dann schmutzigviolett. Pyknokonidien gerade, fast zylindrisch, etwa 3—4 lang. Schlesien: Riesengebirge, über Sphagnum und Pflanzenresten auf Sumpfboden des Hochgebirges. Gipfel der Schneekoppe; Koppenplan an der Lomnitz und in den Schneegruben. 1193. L. turgidula Fr. — Lecidella turgidula Kbr. — Biatora turgidula Nyl. — Taf. LXXX; Fig. 3; LXXX B, Fig. 2. Lager anfangs unterrindig, ausgebreitet, später sehr dünn, staubig oder staubig-körnig, oft fast fehlend, weiß, grauweiß oder schmutzig-bräun¬ lich, auf gleichfarbigem, undeutlichem Vorlager, durch Reagenzien nicht verändert. Apothecien klein, 0,2—0,5 mm groß, angewachsen, mit bald geschwollen-gewölbter, nackter oder bläulichgrau bereifter, schwarzer oder braunschwarzer Scheibe, unberandet. Gehäuse dunkel. Hypothecium bla߬ bräunlich oder dunkel. Paraphysen dicht verklebt, farblos und nur an den Enden braun oder durchweg bräunlich oder mehr oder weniger intensiv blaugrünlich. Schläuche kurz keulenförmig. Sporen ellipsoidisch bis läng¬ lich, 6—12^ lang, 3—5 u dick. Durch Jod wird die Hymenialschicht ge¬ bläut, dann schmutzig entfärbt. Pyknokonidien ähnlich wie bei L. Cadubria. An der Rinde von Nadelhölzern und allerlei altem Holzwerk in den Alpen verbreitet, sonst seltener. — Bayern: München, auf der rissigen Rinde einer alten Birke bei Grünwald; an einer Planke von Eichenholz bei Groß-Hesselohe; Augsburg, Haspelmoor. — F r ä n k. J u r a: An der Rinde einer alten Tanne im Frauenforste oberhalb Kelheim; an Fichtenrinde zwischen Pfünz und Hofstetten; an Eichenpfosten des Parkzaunes bei Eichstätt. — Baden: Im südlichen Schwarzwald nicht selten; Kirch¬ zarten, Ruhberg, um Heidelberg. — Westfalen: Steinkrug, unweit Höxter; Winnentsiel im Solling; bei Langern. — Hessen: Mehrfach, z. B. Lorcher Gemeindewald (Eichen); Kiefern im Frankfurter Wald; alte Eichen bei Hochstadt und Wilhelmsbad. — Thüringen: Nicht selten an Fichtenrinde und Holz alter Baumstümpfe. — Erzgebirge: Ritters¬ grün, auf der Rinde eines Spitzahorns am Pöhlwasser bei Tellerhäuser. — Schlesien: Im Gebirge nicht selten. — F r an ke n wa Id: Baumstumpf Erklärung zu Tafel LXXXB. Fig. i. Lecidea crustulata, Schnitt durch Lager und Apothecium, Vergr. 100. m 2. „ turgidula, „ „ „ „ „ „ IOO. „ 3. „ parasema, „ „ „ „ „ „ 100. n 4- h v m » .» Vergr. 250.
229 im Lobbachtal (f. pityophila). — Nordwestdeutschland: An Pfosten aus hartem Eichenholz bei Mausholt; an einem Eichenstumpf am Bachufer in Deepenfurth; auf Baltrum, Borkum, Spiekeroog, Wangeroog auf altem Holz. — Preußen. f, typica Th. Fr. e Lager sehr dünn, körnig oder fehlend. Apothecien bereift oder nackt, innen schmutzig-weißlich. f. pityophila Smrft. (f. denudata Th. Fr.). Lager fast fehlend. Apothecien nackt, innen bläulich. Holzbewohnend. Preußen: Sullenczin. f. pulveracea Th. Fr. Lager dicker, aus sehr kleinen Körnchen zusammengesetzt. f. erumpens Nyl. Von der typischen Form durch undeutlichen Thallus und zwischen den Holzfasern hervorbrechende Apoithecien verschieden. Tirol: An modernden Kastanienstrünken oberhalb Pinzolo. — Preußen: Danzig. 1194. L. subapochroella A. Zahlbr. Lager oberrindig, sehr dünn, ausgebreitet, staubig-aschgrau, grünlich- aschgrau oder grünlich, matt, durch KOH nicht verändert, am Rande nicht von einer dunkleren Linie begrenzt; Hyphen des Markes durch Jod nicht gebläut. Gonidien pleurokokkusartig, rund, 9—15 /z. breit. Apothecien sitzend, klein, 0,2—0,3 mm breit, zerstreut, anfangs flach, ziemlich dicht, blaugrau bereift, von einem, eigenen, ungeteilten, sehr dünnen, spitzlichen, nicht vorragenden Rande umgeben, zuletzt mäßig gewölbt, am Grunde zusammengezogen, mehr oder weniger reiflos, rötlich- oder gelblichbraun, etwas glänzend. Epithecium farblos oder blaßgelblich, wenig körnig. Ge¬ häuse braun, innen blaß, aus strahligen, dicht verklebten, nicht septierten Hyphen gebildet, durch Jod nicht gebläut. Hypothecium dunkelgelbbraun, ziemlich dick, durch KOH nicht verändert. Hymenialschicht farblos oder blaßgelblich, 30—45 hoch, durch Jod anfangs gebläut, dann rötlichbraun oder dunkelrötlichgelb entfärbt. Paraphysen fadenförmig, einfach, nicht septiert, am Scheitel wenig breiter, aber nicht dunkler, ziemlich zerstreut, eine feste Gallertmasse durchziehend. Schläuche länglich-keulig, wenig kürzer als die Hymenialschicht, 24—27 lang, 7,5—9 /z. breit, am Scheitel etwas dickwandiger, achtsporig. Sporen farblos, einzellig, länglich-eiförmig oder eiförmig-spindeiig, am Scheitel abgerundet, gerade, dünnwandig, 6 bis lO/z lang, 3—3,75 p breit. Pyknokonidien gerade, kurz, stäbchenförmig¬ länglich, an einem Ende etwas breiter, 2—3 lang, kaum 1 p dick.
230 Küstenland: An entrindeten Erlenstämmen bei Marcel ji. 1195. L. Ghisleri (Hepp.) Stzbgr. — Biatora Ghisleri Hepp. — Leca- nora Ghisleri Arn. Lager aschgrau, ausgebreitet, kleinwarzig, Flecken auf Zweigen bil¬ dend* Apothecien klein, anfangs flach, braun, mit gleichfarbigem Rande, später gewölbt, schwärzlich. Gehäuse aus strahligen, dicht verklebten, nicht septierten Hyphen gebildet. Epithecium ziemlich dick, blaß-umbrabraun oder etwas violett-umbrabraun. Hymenialschicht 70—90 hoch, durch Jod anfangs blau, dann schmutzig weinrot - bräunlich gefärbt. Hypothecium bräunlichschwarz oder braun, durch KOH rötlich gefärbt. Paraphysen ziemlich frei, einfach, nicht septiert, am Scheitel nicht verdickt. Schläuche länglich oder länglich-ellipsoidisch, etwas keulig, 50—55 lang, 16—18 p breit. Sporen fast zweireihig angeordnet, eiförmig, ellipsoidisch, seltener fast bohnenförmig, gerade, farblos, einzellig, dünnwandig, 12—15 p. lang, 7—8 p. dick. Pykniden punktförmig, etwas eingesenkt, mit schwarzbraunem, etwas vorragendem Scheitel, während das übrige Gehäuse blaß ist. Fulcra exobasidial, Basidien ziemlich kurz. Pyknokonidien fadenförmig, in ver¬ schiedener Weise gekrümmt oder hakenförmig, seltener fast gerade, 20 bis 30 lang und kaum 1 /z breit, länger als die Basidien. Salzburg: Auf dem Gipfel des Radstädter Tauern an Zweigen von Rhododendron. — Tirol: Stanzertal, Mittelberg, Kühetai, Gurgl, Ro߬ kogel, Brenner, Kleiner Rettenstein, Sarntal, überall auf Rhododendron verbreitet und zum Teil sehr häufig. — Schweiz: An Stämmen von Rhododendron in den Alpen von Bormio; Alpe Sella im Val Vogna. — Baden: In der Gegend von Heidelberg an alten Eichen, Espen und Buchen. 1196. L. fusca (Schaer.) Th. Fr. — Biatora vernalis ß sanguineoatra Fr. L. E. — B. atrosanguinea Fr. — B. vernalis Kbr. — Lecidea sanguineo¬ atra Nyl. Lager dünn oder undeutlich, glatt oder durch kleine Körnchen stellenweise feinrunzelig, grünlich oder weißlich aschgrau, durch Reagen¬ zien nicht verändert. Apothecien sitzend oder angewachsen, 0,5—1,5 nun breit, anfangs flach und von einem aufgeworfenen Rand umgeben, später gewölbt und randlos, braun oder schwärzlich. Gehäuse dick, heller oder dunkler braun. Hypothecium dunkelbraun, seltener gelbbräunlich. Para¬ physen dicht verklebt, nach dem Scheitel zu dunkelgelb oder bräunlich. Schläuche keulenförmig. Sporen ellipsoidisch oder länglich, 10—16 /z lang, 4—6 ja breit. Hymenialgallerte durch Jod gebläut, später weinrot gefärbt.
231 a sanguineoatra (Wulf.?) Th. Fr. — Lecidea sphaeroides var. fusca Schaer. — Lichen sanguineoater Wulf.? — Biatora cartilaginea Lönnr. — B. fusca Th. Fr. Apothecien bräunlich-blutrot, dunkelbraun oder schwärzlich, früh¬ zeitig gewölbt und randlos. Ohne Körnchen im Hymenium. ß atrofusca (Fw.) Th. Fr. — Biatora atrofusca Fw. — Biatorina atro- fusca Lönnr. — Lecidea sanguineoatra var. fusca Nyl. Apothecien schwärzlich oder dunkel schwarzbraun, länger flach blei¬ bend, öfter berandet. KOH löst die dunklen im Hymenium eingestreuten Körnchen unter Blaufärbung. Über Moosen, Pflanzenresten, zuweilen auf Rinde, Baumstümpfen, auf bloßem Erdboden in den Alpen ziemlich verbreitet, sonst zerstreut. 1197. L. Strassen A. Zahlbr. Lager dünn, zusammenhängend, körnig, grün-aschgräulich, angefeuch¬ tet grünlich, durch Reagenzien nicht verändert; Gonidien kugelig, 9—13 fx dick. Apothecien angewachsen, anfangs fast flach, mit wenig deutlichem, stumpfem Rande von gleicher Farbe wie die Scheibe, zuletzt gewölbt und fast kugelig, seltener unförmlich, einzeln, gehäuft oder traubig-geballt, klein, 0,6—0,8 mm breit, blaß kastanien- oder umbrabraun, etwas glänzend, angefeuchtet dunkel-umbrabraun. Gehäuse von gleicher Farbe wie das Hypothecium, aber blasser. Hypothecium kastanienbraun oder schwärzlich¬ kastanienbraun. Hymenium gelblich, 52—58 /x hoch, durch Jod weinrot¬ bräunlichgelb. Paraphysen schlank, eng zusammenhängend, am Scheitel etwas keulig und dunkler (gelbbräunlich). Schläuche schmalkeulig, fast so lang wie das Hymenium, 8—12 jx breit. Sporen einreihig und etwas schräg in den Schläuchen liegend, länglich-spindelförmig, nicht selten leicht ge¬ krümmt und an beiden Enden zugespitzt, 9—11 (x lang, 3—4 [x dick. Pyknokonidien nicht beobachtet. N iederösterreich: Über abgestorbenen Pflanzen und Fichten- nadeln in schattigen Wäldern bei St. Andrä, bei Rekawinkel und im Dür¬ renbachtal bei Waldegg. 1198. L. botryosa Th. Fr. — Biatora botryosa Fr. — Lecidea glomeru¬ losa Th. Fr. — L. miscelloides Nyl. — L. hypopodia Nyl. — L. miscelli- formis Nyl. — L. uliginosa * botryosa Nyl. — L. crassipes f. minor Nyl. Lager ausgebreitet, ziemlich dick, dem Substrat etwas locker an¬ haftend, anfangs aus gehäuften Körnchen oder Wärzchen zusammen¬ gesetzt, später durch gehäufte, gewölbte, oben körnige, warzige oder etwas staubig verwitterte Köpfchen wie rissig-warzig, grünlich oder blaßbräun¬ lich-aschgrau, durch Reagenzien nicht verändert. Apothecien trichter¬
232 förmig erhaben oder fast sitzend, klein, 0,3—0,5 mm breit, meist gehäuft, ziemlich flach, schwärzlich oder schwarzbraun, mit zartem, blasserem, später verschwindendem Rande. Gehäuse schwarzbraun; Hypothecium bräunlich oder schwarzbraun. Paraphysen zusammenhängend, bald farblos, bald schmutzig, nach dem Scheitel zu bräunlich. Schläuche kurz, keulen¬ förmig. Sporen ellipsoidisch bis verlängert-länglich, 7—13 /z lang, 3—5^ dick. Hymenialgallerte durch Jod gebläut, später oft schmutzig-violett werdend. Böhmen: Auf morschem Holz zwischen Hammern und Eisenstein im Böhmer Wald; auf Fichtenrinde der Staudenspitze bei Aussig. — Preußen (?). 1199. L. Berengeriana (Mass.) Th. Fr. — Biatora Berengeriana Mass. — Lecidea miscella Smrft. Lager ausgebreitet, ziemlich dick, zusammenhängend oder rissig, aus kleinen Körnchen zusammengesetzt, weißlich oder grünlich-aschgrau, durch Reagenzien nicht verändert. Apothecien angewachsen, meist gegen 1 mm breit, anfangs flach und von einem zarten, dunkleren Rande umgeben, später gewölbt und randlos, oft etwas formlos, mit braunschwarzer oder dunkelzimmtbrauner Scheibe. Gehäuse dem dicken, braunen Hypothecium gleichfarbig, außen blaß. Paraphysen verklebt, farblos, nach oben zu kopfig verdickt und gelblich oder bräunlich. Schläuche keulenförmig oder fast zylindrisch-keulenförmig. Sporen länglich oder eiförmig, 9—16^ lang, 4—6 u, dick. Hymenialgallerte durch Jod weinrot gefärbt. Auf steinigem Boden, zuweilen über Moosen in den Alpen. — Tirol: Verbreitet. — Steiermark: Über veralteten Moosen am Pla- butsch; Mitteralpe. — Schweiz: Pilatus; Berner und Walliser Alpen; um Bex; Valsesia. — Bayrische Alpen: Nicht selten. — Fichtel¬ gebirge: Kemnath (?). — Niederösterreich: Schneeberg, Ochsen¬ boden auf Humus und über abgestorbenen Alpenpflanzen. 3, Untergattung Psora, 1200. L. testacea (Hoffm.) Ach. — Psora testacea Hoffm. — Lecanora testacea Ach. — Biatora testacea Fr. Lager angedrückt-schuppig, mit grünlichen oder gelblichgrauen, unten und am Rande weißen, ziemlich dicken, starren, fast dachziegelig gedräng¬ ten, wellig-lappigen Schuppen, durch KOH und CaCl nicht verändert. Apothecien 1—3 mm groß, sitzend, mit anfangs flacher, bald halbkugelig gewölbter, orangefarbener, zuletzt orange-zimtbrauner Scheibe und blas¬ serem, bald verschwindendem Rande. Gehäuse außen blaßgelbrötlich,
233 Hypothecium farblos. Paraphysen zusammenhängend, nach dem Scheitel zu orange oder bräunlich, durch Kalilauge intensiv violettrosa. Schläuche schmalkeulig. Sporen zu 8, ellipsoidisch oder länglich-ellipsoidisch, io bis 13^ lang, 5—7 jli dick. Durch Jod wird die Hymenialschicht blau, dann schmutzig entfärbt. Auf kalkhaltigem Boden und Kalkgestein in Schlesien, Böhmen, Süddeutschi and ziemlich verbreitet. 1201. L. ostreata (Hoffm.) Schaer. — Psora ostreata Hoffm. — Parmelia ostreata Fr. — Taf. LXXX, Fig. 6, 7. Lager kleinschuppig, weißgrau oder grünlichgrau mit häutigen, auf¬ steigenden bis aufrechten, nierenförmigen, an junge Cladonienlager er¬ innernden, aber eigentümlich fettig schimmernden, am Rande gekerbten und oft staubig in Soredien aufgelösten Schuppen, durch KOH nicht ver¬ ändert, durch CaCl wird das Mark blutrot gefärbt. Apothecien selten, an¬ gedrückt, mit flacher, mattschwarzer, oft weiß bereifter Scheibe und blei¬ bendem, grauschwarzem Rande, 2 mm und darüber groß. Gehäuse und Hypothecium kohlig. Paraphysen dicht verklebt, nach dem Scheitel zu leicht smaragdgrünlich. Schläuche schmalkeulig. Sporen oft unentwickelt, 10—12 p lang, 2,0—3,5 /z dick. Jod färbt die Hymenialschicht blau. Pyknokonidien zylindrisch, gerade. Auf Rinde und Holz alter Nadelbäume, alten Baumstümpfen, auf alten Zäunen und Brettern häufig, aber meist steril. var. myrmecina (Ach.) Schaer. — Lecidea scalaris ß myrmecina Ach. Schuppen hirschbraun. Schweiz: Mit der Hauptform im Furvatale. — (Wird auch für Taunus und Westfalen angegeben; kaum wahrscheinlich.) — Nie¬ derösterreich: An alten Föhren über Hohenberg bei Lilienfeld: an angekohlten Stämmen auf der Schachneralm bei St. Ägyd am Neu- walde; am Grunde alter Tannen am Fuße des Göllers bei den Tormäuern. 1202. L. Limprichtil (Stein.) — Psora Limprichtii Stein. Lager angepreßt-schuppig, Schuppen weißgrün bis graugrün, 1—2 mm groß, bis 0,3 mm dick, dem Substrat fest anliegend, nur an den Rändern sich ein wenig emporkrümmend, vieleckig-rundlich, höckerig, in eine rissig gefelderte, meist schmutzig-weißgrüne, mit schwarzen, punktförmigen Pykniden übersäte Kruste zusammengedrängt. Apothecien sitzend, bis 2 mm groß, mit flacher oder leicht gewölbter, blaugrau bereifter, schwarzer Scheibe und bleibendem, dünnem, schwarzem Rande. Gehäuse und das dicke Hypothecium kohlig. Paraphysen straff, oben dunkelbraun. Schläuche
234 keulig. Sporen eiförmig bis länglich-ellipsoidisch, 6—8 p lang, 2—3^ dick. Pyknokonidien gerade, stäbchenförmig. Schlesien: Am Basalt des Buchberges im Isergebirge. 1203. L. conglomerata Ach. — Psora conglomerata Arn. — Thalloidima conglomeratum Mass. Lager weißlich oder aschgräulich, dick, körnig zusammengeballt, warzig-faltig; Körnchen etwas gelappt, dachziegelig, weder durch KOH noch CaCl' gefärbt, Hyphen durch Jod gelbbraun gefärbt. Apothecien einzeln oder traubig gehäuft, wenig berandet, erwachsen gewölbt, selten flach, unberandet, schwarz, innen durch KOH nicht gefärbt. Epithecium dunkelgrün, durch HNO3 blau gefärbt. Hymenium durch Jod gebläut; Paraphysen verklebt; Hypothecium farblos. Sporen zu 8, einzellig, farb¬ los, länglich, 12—16 p lang, 5^ breit. Pykniden punktförmig, schwarz, den Lagerschollen eingesenkt. Pyknokonidien nadelförmig, gebogen, 16 bis 18 p lang, 1 p dick. Auf kieselhaltigem Gestein, aber auch auf kalkhaltigem Gestein in den H o c h a 1 p e n verbreitet. 1204. L. rubiformis Wnbg. — Baeomyces rubiformis Wnbg. — Ceno¬ myce rubiformis Ach. — Lecidea globifera var. diluta Nyl. — L. gl. var. rubiformis Nyl. Lager aufsteigend-schuppig, dachziegelig, weißlich oder schmutzig- und blaßbräunlich, mit fast nierenförmigen, derben, rundlich-lappigen, am Rande und unterseits weißen Schuppen, durch Reagenzien nicht verändert. Apothecien angewachsen, 1—1,5 mm breit, unberandet, gewölbt, schwärz¬ lich oder zart blaugrün überhaucht, einzeln oder gehäuft. Gehäuse schmutzig, außen dem Epithecium gleichfarbig. Hypothecium blaßbräun¬ lich. Paraphysen verklebt, nach dem Scheitel zu rötlich und durch KOH rosa-purpurrot gefärbt. Schläuche keulenförmig. Sporen zu 8, 12—17 p lang, 5—7 p dick, ellipsoidisch oder länglich. Jod färbt die Hymenialschicht blaßblau, dann schmutzig. Schweiz: In erdigen Spalten von Serpentinfelsen am ewigen Schnee auf dem Gipfel des Passes dei Dossi zwischen Semogo und Trepalle. 1205. L. thalloidemoides (Eitner). — Psora thalloidemoides Eitner. Lager weiß, knotig, lappig, mit herabgebogenen, selten freien Enden, hochgewölbt und faltig, wenig und feinrissig geteilt, dem von Toninia ähnlich, aber reiflos und glatt. Apothecien schwarz, hochgewölbt, mit rauher Scheibe und glattem, verschwindendem, grauschwarzem, in der
235 Jugend weißbereiftem Rand. Gehäuse braunschwarz, dünn, durch farb¬ lose Streifen vom dicken Schlauchboden getrennt. Schlauchschicht trüb hyalin. Paraphysen fädlich, leicht trennbar, oben graubraun. Das ganze Hymenium flaumig-gallertig. Schläuche keulig bis eiförmig, dichtstehend, achtsporig. Sporen stets kräftig entwickelt, länglich, schief-ellipsoidisch, ungeteilt, mit gespitzten Enden, 18—21 lang, 8—9,5 /z dick. Jod färbt das Hymenium intensiv blau, die Hyphen gelbbraun. KOH und CaCl färbt das Lager grau. Schlesien: Riesengebirge, Riesengrund, an Felsblöcken an der Aupa. 1206. L. cinereorufa Schaer. — L. lugubris Sommerf. — Psora cinereo- rufa Th. Fr. — Schaereria lugubris Kbr. — Schaereria cinereorufa Th. Fr. Lager ziemlich dick, aus kleinen, etwas gelappten, zu einer warzig gefelderten oder schollig-rissigen Kruste vereinigten Schuppen gebildet, mit aufrechten Schuppen, fast glänzend rotbraun bis dunkelbraun; Rand¬ schuppen angedrückt, durch Reagenzien nicht verändert. Apothecien sitzend oder angedrückt, 1—1,5 mm breit, mit stets flacher, matt schwarzer Scheibe und bleibendem, vortretendem, ganzem, zuweilen leicht welligem, glänzen¬ dem, schwarzem Rande. Gehäuse und Hypothecium dunkelbraun. Para¬ physen zart, sehr locker zusammenhängend, am Scheitel verdickt und smaragdgrün. Schläuche schmal, verlängert zylindrisch, am Grunde ver¬ schmälert. Sporen zu 8, meist einreihig, zart gesäumt, kugelig, 8—9 dick. Hymenialgallerte durch Jod gebläut. Pykniden punktförmig, schwarz, oft zahlreich. Pyknokonidien kurz, zylindrisch, gerade. Auf kieselhaltigem Gestein im Gebirge, sehr selten. Schlesien: Riesengebirge, an Urgestein auf dem Koppenplan, an den Dreisteinen und auf der Kesselkoppe. — Tirol: Stanzertal, an der senkrechten Seite eines Glimmerschieferfelsens im Malfontale; Brenner, vereinzelt an einem Glimmerschieferfelsen im Vennatale. — Schweiz: An Granit in den Tälern di Mello und di Sotto; Grimsel; Riva; Alagna. — Bayr. Wald: Auf dem Gipfel des Falkensteins bei Zwiesel. — Baden: Feldberg; Schauinsland. — Preußen: Marienburg, auf Dachziegeln. 1207. L. demissa (Rutstr.) Th. Fr. — Lichen demissus Rutstr. — Psora atrorufa Hook. — Biatora demissa Fr. — B. atrorufa Kbr. Fr. Lager krustig, gefeldert-gelappt, in der Mitte mehr warzig, nach dem Rande zu mehr schuppig-lappig, dick, knotig-wulstig, hell graurötlich bis braunrötlich, auf schwarzem Vorlager, durch Reagenzien nicht verändert. Apothecien angedrückt, bis 2,5 mm breit, im Alter oft unförmig, anfangs flach und dünn berandet, bald leicht gewölbt und randlos, dunkel zimtbraun
236 bis schwarzbraun. Gehäuse dünn, außen braun, Hypothecium farblos. Paraphysen ziemlich dick, nach oben verdickt und braun. Schläuche keulen¬ förmig. Sporen zu 8, länglich oder ellipsoidisch, 12—17 p. lang, 5—8 pt dick. Hymenialgallerte durch Jod intensiv gebläut. Auf kalkhaltigem, sandigem oder humosem Erdboden im Gebirge, in den Alpen verbreitet. — Baden: Muggenbrunn; Feldberg. — Bayr. Wald: Gipfel des Rochel und Arber; bei Viechtal. — Schlesien: Im Hochgebirge nicht selten. — Erzgebirge. — Harz. — Westfalen: An Mauern beim Moosberg im Solling. 1208. L. decipiens (Ehrh.) Ach. — Lichen decipiens Ehrh. — Psora decipiens Hook. — Lichen gypsophilus Ach. — L. incarnatus Thunb. Lager angedrückt-schuppig, mit zerstreuten oder gedrängten Schuppen, fleischrot oder ziegelrot, seltener schmutzig rotbraun, unten weiß, durch Reagenzien nicht verändert. Schuppen schildförmig, mit bucht ig gelapptem, meist weißem. Rande. Apothecien randständig, angedrückt, bis 1 mm breit, mit bald stark gewölbter, nackter, schwarzer Scheibe und dünnem, hellerem, bald verschwindendem Rande. Gehäuse blaß bräunlich oder schmutzig; Hypothecium fast farblos oder bräunlich. Paraphysen verklebt, oben braun. Schläuche keulenförmig. Sporen zu 8, länglich oder fast spindelförmig, 12—16 p lang, 5—7 p dick. Durch Jod wird die Hymenialgallerte gebläut. Die Lagerschuppen werden 2—5, selten bis 10 mm groß. Auf kalkhaltigem Boden im Gebirge verbreitet und nicht selten. 1209. L. globifera Ach. — Biatora globifera Fr. — Psora globifera Kbr. Lager aufsteigend-schuppig, dachziegelig, grünlich-kastanienbraun oder rötlich, etwas glänzend, mit dicken, starren, nierenförmigen, rundlich¬ lappigen, runzeligen Schuppen, durch Reagenzien nicht verändert. Apo¬ thecien vortretend, 0,75—1,5 mm groß, bald gewölbt und zuletzt kugelig, oft zusammengeballt, randlos, schwarz oder braunschwarz, gewöhnlich zart olivfarben bereift. Gehäuse dick, außen schmal, dunkelbräunlich, innen schmutzig-blaß. Hypothecium heller oder dunkler braun. Paraphysen dicht verklebt, nach dem Scheitel zu rötlichbraun, durch KOH mehr oder weniger intensiv violett-purpurn. Schläuche schmal keulig. Sporen zu 8, fast ellipsoidisch, 12—15 p lang, 5—6^ dick. Jod färbt die Hymenialschicht blaß blau, dann fast weinrot. Auf Kalkgestein und kalkhaltiger Erde in den Alpen. Tirol: Inns¬ bruck, an Kalkfelsen des rechten Siblufers in der Gluirsch; Voldertal auf Schiefer. — Schweiz: Rhätische Alpen; St. Gotthard; Scheibenfluh; Susten; Öschenental; Locarno; Zermatt; Riva.
237 I2io. L. aenea Dufour. Lager ziemlich deutlich begrenzt, dicklich, rissig oder warzig gefeldert, schimmernd, hirschbraun bis dunkelbraun, auf schwarzem Vorlagen Felder flach oder mehr oder weniger gewölbt. CaCl — KOH färbt manchmal gelb¬ lich, J färbt das Mark nicht blau. Apothecien gegen 2 mm und etwas darüber breit, angewachsen anfangs flach und dünn berandet, zuletzt ge¬ wölbt und unberandet, dunkel schwarzbraun, trocken schwarz. Hypothecium farblos. Paraphysen verklebt, nach der Spitze zu rußbräunlich. Schläuche keulenförmig, zuweilen etwas aufgeblasen. Sporen ellipsoidisch oder läng¬ lich, meist io—15(—18) lang, 5—7breit. Hymenialgallerte durch Jod erst gebläut, dann schmutzig gefärbt. Pyknokonidien lang, nadelförmig, gekrümmt. Auf kieselhaltigem Gestein im Gebirge, nicht häufig. Tirol: Arlberg. Gipfel des Wirt (Glimmerschiefer); Paznann in der Nähe der Jamtaler¬ hütte; Kühetai, an Felsen zwischen den Finstertaler Seen; Ramoljoch; Gurgl; Roßkogel, Felsgeröll über dem Weißbache; Innsbruck, Neuner¬ spitze; Brenner, am Wilden See; Stelfser Joch, Paßhöhe; Meran, Veraner- joch; Velbertauern; Gipfel des Rottenkogel; Predazzo; Paneveggio. — Schlesien: An Felsen des Schneekoppengipfels sehr häufig, Reif träger. — Fichtelgebirge: Schneeberg. — Erzgebirge: Altenberg, auf Granitporphyr nördlich von Altenberg. /. corrugata Arn. Lager dunkler, fein runzelig und geborsten. Mark durch KOH nicht verändert, Hyphen durch Jod nicht gebläut. Epithecium braun, Hypo¬ thecium farblos. Sporen länglich, 12—16/z lang, 5—7 ju. breit. Tirol: Arlberg, Gdpfel des Wirt, auf Glimmerschiefer. 1211. L. Sessitana Bagl. et Car. Lager aus rundlich-lappigen, verschieden großen, wellig-buchtigen, flach-geschwollenen, hirschrötlichen, glänzenden, unterseits weißlichen, sich berührenden oder etwas dachziegeligen Schuppen zusammengesetzt. Apo¬ thecien sitzend, nur in der Mitte angeheftet, schwarz, ziemlich groß, mit¬ unter wellig hin- und hergebogen oder etwas sternförmig gelappt, dauernd flach, mit schwarzbereifter Scheibe und dünnem, durchscheinendem, dauernd vorragendem Rande. Sporen ellipsoidisch., 12—15 /1 lang, 5 ja dick. Alpen: Obere Caseralp und am Palonca bei Riva. 1212. L. larida (Sw.) Ach. — Lichen luridus Sw. — Biatora lurida Fr. — Psora lurida Kbr. Lager fast kreisrund, dachziegelig-schuppig, mit angedrückten, starren, an den Rändern buchtig-gewellten, aufsteigenden Schuppen, lederbraun bis
238 grünlichbraun, durch Reagenzien nicht verändert. Apothecien angedrückt, meist nur bis i mm groß, mit anfangs flacher, dann wenig gewölbter, nackter, schwarzer oder schwarzbrauner Scheibe und undeutlichem, bleiben¬ dem, bogigem, schwarzem Rande. Gehäuse dunkelbraun. Hypothecium farblos bis bräunlich. Paraphysen dick, verklebt, nach dem Scheitel zu rötlich-bräunlich, durch KOH nicht verändert. Schläuche keulig, achtsporig. Sporen ellipsoidisch bis länglich-ellipsoidisch, 12—16/z lang, 5—7^ dick. Jod färbt mitunter nach vorübergehender Bläuung die Hymenialschicht weinrot. Auf Kalk und Dolomit, auf kalkhaltigem Erdboden im Gebirge ver¬ breitet. 1213. L. opaca Dufour. — Psora opaca Mass. — Astroplaca opaca Bagl. Lager olivschwarz, strahlig gefaltet mit schmalen, peripherischen, buchtig-lappigen Abschnitten, in der Mitte warzig gefeldert. Apothecien angedrückt, schwarz, flach, zuletzt halbkugelig, mit bleibendem Rande. Sporen ellipsoidisch, 9 lang, 3—4 jlc dick. Westfalen: Am Hallenberge bei Stadtberge auf Devonkalk und an den Leitmarschen Klippen. — Litorale. 1214. L. albilabra Dufour. — Psora albilabra Kbr. — Biato-ra albilabra Fr. — Lecidea paradoxa Schaer. — L. Vallesiaca Schaer. Lager schuppig, olivgrün-kastanienbraun, angefeuchtet lebhaft grün, Schuppen etwas rundlich buchtig-lappig, getrennt, an den Rändern weiß pulverig, unterseits schneeweiß, auf schwarzem Vorlager. Apothecien nicht berandet, schwarz, schwach graublau bestäubt, angefeuchtet schwarzbraun, zuletzt nackt, fast kugelig, einen weißen Rand verbergend. Epithecium schwärzlich. Schläuche keulenförmig, Sporen ellipsoidisch bis länglich eiförmig, farblos, 10 lang, 3—4^. dick. (Nach Nyl. spindelförmig mit einer, selten bis drei Querwänden, 16—23 lang, 3,5 /z. dick.) Schweiz: Kanton Wallis in der Erde in Felsspalten. Der Ehr- hartsche Standort bei Göttingen ist wohl zu streichen. — Hessen: Meißner; auf kalkhaltigem Boden südlich der Lohe bei Bischofsheim und auf den Kalkhügeln auf dem Escherich bei Offenbach. Auch diese hessischen Standorte beruhen wohl auf falscher Bestimmung. 1215. L. cladonioides (Fr.) Th. Fr. — L. scalaris ß myrmecina Fr. — L. anthracophila Nyl. — Biatora ostreata v. cladonioides Fr. Lager aus ziemlich derben, gesonderten oder dachziegeligen, auf¬ steigenden, nierenförmigen, am Rande gekerbten, hirschbraunen oder grau¬ grünen Schuppen zusammengesetzt, durch KOH nicht verändert, durch CaCl die kleineren, unterseits nicht staubigen Schuppen nicht verändert,
239 die größeren, unterseits staubigen blutrot gefärbt. Apothecien 0,3—0,7 mm breit, angewachsen, zuletzt gewölbt und randlos, rot, anfangs ziemlich flach und mit dünnerem, gewöhnlich blasserem Rande, zerstreut oder geknäuelt, zuletzt mit runzeliger oder rissiger Scheibe. Gehäuse blaß, Hypothecium farblos. Paraphysen dicht verklebt, nach dem Scheitel zu gelblich. Schläuche schmal keulig. Sporen spindelförmig oder länglich spindeiig, gerade oder etwas gekrümmt, 7—13/^ lang, 2—4 dick. Hymenialschicht durch Jod anfangs mehr oder weniger intensiv gebläut, dann fast weinrot entfärbt. An alten Nadelholzstämmen. Preußen: Turoscheln bei Johannis¬ burg, an Kiefernrinde. 1216. L. lamprophora (Kbr.) Zahlbr. — Psora lamprophora Kbr. — Thalloedema lamprophora Müll.-Arg. — Fritzea lamprophora Stein. Lagerschuppen angedrückt, stark gewölbt, rundlich oder lappig, zu einer lockeren Kruste vereinigt, fettig glänzend, graugelb bis hell bräunlich, fast durchscheinend. Apothecien bis 1 mm breit, anfangs in die Schuppen eingesenkt, später hervortretend, mit bald gewölbter, glänzender, hell leber¬ brauner Scheibe und höchst undeutlichem oder fehlendem dunklerem Rande. Sporen eiförmig bis ellipsoidisch, oft leicht gebogen, gesäumt, 9—12 lang, 4—5 p. dick, mit zuweilen undeutlicher Querscheidewand. (Vgl. Stein, Flechten von Schlesien, S. 114.) Schlesien: Riesengebirge, am mittleren Basaltfelsen der kleinen Schneegrube, nicht selten. N iederösterreich: Auf Glimmerschiefer¬ blöcken nächst der Pyramide auf dem Hochwechsel. Zahlbrückner gibt von der österreichischen Pflanze folgende Beschrei¬ bung: ,,Lager oberseits durch KOH orangebräunlich, durch CaCl nicht gefärbt, imberindet. Mark durch Reagenzien nicht verändert, durch Jod nicht gebläut. Gonidien kugelig, 5—7 p breit. Hypothecium1 dick, farblos. Hymenium stellenweise blaßbräunlich, stellenweise farblos, ziemlich nied¬ rig, 60—70 [a hoch, durch Jod gebläut. Paraphysen nicht verklebt, einfach, nicht septiert, am Scheitel keulig und braunrötlich. Schläuche oval-keulig, kürzer als das Hymenium, dickwandig, achtsporig. Sporen farblos, ein¬ zellig, 8—10 p lang, 3,5—4 p breit.“ 1217. L. infirmata Arn. — Psora infirmata Arn. Lagerschuppen oft getrennt, schwach hirschbraun oder blasser oder schmutzig hirschbraun, weniger entwickelt. Hyphen durch Jod wenig ge¬ bläut. Apothecien von denen der atrobrunnea kaum verschieden, innen durch KOH nicht verändert. Epithecium dunkelgrün, durch HNO3 violett¬ rosa gefärbt. Hymenium farblos, Hypothecium braun. Sporen oval oder länglich, 8—10lang, 4—5 breit. (Arnold, Exsicc., Nr. 845.)
240 Tirol: Predazzo, an Porphyrblöcken auf der Jochhöhe zwischen Val Maor und Caoria; oberhalb dieses Standortes am Fuße der Porphyrzacken (Exs. Nr. 845) ; Paneveggio bis auf den Bocchegipfel an Porphyrblöcken des kahlen Abhanges oberhalb Giuribrutt. 1210. L. atrobrunnea (Ram.) Schaer. — Rhizocarpon atrobrunneum Ram. — Psora atrobrunnea Mass. — Lecidella atrobrunnea Kbr. Lager dick, weinsteinartig-knorpelig, warzig-gefeldert, mit ausgewach¬ sen gedunsenen, etwas schuppigen Feldern, kupferrot oder mehr oder weniger dunkelrotbraun, durch KOH äußerlich nicht, innen gelb, durch CaCl nicht gefärbt; Hyphen durch Jod intensiv gebläut. Apothecien an¬ gewachsen, 1—2 mm breit, flach, später gewölbt, schwarz, nackt, mit ziem¬ lich dickem, bleibendem bis verschwindendem Rand. Hypothecium farblos oder blaßbräunlich. Gehäuse außen dem Epithecium gleichfarbig, sonst blaß. Paraphysen verschleimt, nach der Spitze zu bläulich oder schwärz¬ lich-smaragdgrün. Schläuche keulenförmig. Sporen ellipsoidisch bis läng¬ lich, 8—12 /z lang, 4—6// dick. Hymenialgallerte durch Jod erst blau, später schmutzig gefärbt. Pyknokonidien nadelförmig, gerade oder leicht gebogen, 9—13/z lang. Auf kieselhaltigem Gestein in den Alpen verbreitet. var. leprosolimbata Arn. — Psora atrobrunnea v. leprosolimbata Arn. Lagerschuppen blasser als bei der typischen Form, hirschbraun, am Rande weißlich-schorfig. Hyphen durch Jod gebläut. Epithecium dunkel¬ grün, Hypothecium gelblich. Sporen oval, 9—10 p lang, 5 breit. Tirol: Paneveggio, Monte Viesena, am Gipfel und auf der Seite gegen Val Peregrino auf Blöcken einer harten Augitporphyrbreccie. f. aeneola Arn. — Psora subfumosa f. aeneola Arn. — Lecedella aeneola Arn. Lager rissig gefeldert, braunrötlich, glänzend, weder durch KOH noch CaCl verändert. Mark durch Jod rotbraun gefärbt. Apothecien schwarz, nackt, leicht gewölbt, innen durch KOH nicht verändert. Epithecium schwarzgrün, Hymenium farblos, durch Jod gebläut, Hypothecium rötlich. Paraphysen kräftig, am Scheitel etwas gegliedert, dunkelgrün. Sporen farblos, verlängert, 9—12 jli breit, 4 dick, zu 8 im Schlauch. Tirol: Kleiner Rettenstein, nicht häufig an Phyllitfelsen des Gipfel¬ massivs ; Paneveggio, nicht häufig an Porphyr blocken auf den Höhen west¬ lich vom Colbriccone über der Waldregion. 1219. L. subfumosa (Arn.). — Psora atrobrunnea var. subfumosa Arn. Lager durch KOH oder CaCl nicht gefärbt, Hyphen durch Jod stellenweise gebläut, meist aber gelb gefärbt. Hypothecium gelblichbraun,
241 etwas dunkler als bei der typischen L. atrobrunnea. Sporen länglich, 9 bis 12 jjl lang, 4—5 /z dick. Tirol: Arlberg, an Glimmerschiefer im Rendeltale; Mittelberg im Taschachtale; Vent, am Gipfel der Kreuzspitze; Gurgl, am Wege zum Gaisberggletscher; Roßkogel, Geröll über dem Weißbache; Kleiner Retten¬ stein, an Phyllit des Abhanges vor der Einsenkung; Predazzo, auf Porphyr am Jochübergange von Val Maor gegen Caoria; auf Quarzporphyr im Be¬ reiche des Rollepasses. — Schweiz: An Felsen, Valdobbia. — West¬ falen: Prankensteine bei Steinkrug unweit Höxter. f. fuscoatra (Nyl.) Arn. — Lecidea fuscoatra Nyl. — Psora subfumosa f. fuscoatra Arn. Hyphen schwach, aber deutlich durch Jod blau gefärbt, Schuppen am Rande blaß. Tirol: Kühetai, an Glimmerschieferblöcken gegen die Finstertaler Seen; Pinzolo, Mandron auf Tonalit. 1220. L. Friesfl Ach. — Lecidea myrmecina Fr. Lager der Ps. ostreata v. myrmecina sehr ähnlich und steril nicht sicher von ihr zu unterscheiden, aus kleinen, rundlichen, ganzrandigen oder leicht gekerbten, höckerig-gewölbten, eingeschlagenen, feucht olivgrünen, trocken hirschbraunen oder gelblich-hirschbraunen, glänzenden Schuppen gebildet, durch KOH und CaCl nicht verändert. Schuppen zerstreut oder gedrängt, angedrückt oder leicht aufsteigend. Apothecien klein, 0,1—0,5 mm breit, oft knäulförmig gehäuft und in verschiedener Weise eckig oder unförmig gebogen, schwarz, nackt, dünn, flach, zuletzt runzelig gefaltet, mit dünnem, bleibendem Rande. Gehäuse dunkel schwärzlich; Hypothecium schmutzig¬ braun' Paraphysen eng verklebt, durchweg oder nach der Spitze zu etwas rauchbraun oder bräunlich. Schläuche schmal-keulenförmig. Sporen ellip¬ soidisch, 6—8^ lang, 3—5 jll dick. Hymenialschicht durch Jod leicht ge¬ bläut, weder durch KOH noch CaCl merklich verändert. Pykniden warzen¬ förmig, schwarz, zerstreut oder gehäuft; Pyknokonidien länglich oder zylindrisch, gerade, etwa 3 /z lang. Preußen: Pottlitz bei Pr.-Friedland auf Pinus silvestris. 1221. L. fuliginosa Tayl. — L. confusa Nyl. — L. badia Nyl. — Psora conglomerata Körb. — Ps. Körberi Mass. — Taf. LXXVII B, Fig. 7. Lager in kleine Polster zusammen ged rängt, schollig-schuppig, mit ge¬ wölbten, wulstig-faltigen Schuppen, fast glänzend hirschbraun bis rötlich¬ braun, durch Reagenzien nicht verändert. Apothecien klein, einzeln oder zu 2—3 gehäuft, 0,5—0,6, selten mehr Millimeter breit, angedrückt, schwarz, nackt, flach, mit ungeteiltem, dünnem, schwarzem Rande, später Thome-Migula, Flechten. II. (Flora XII, 2.) 16
242 gewölbt und randlos. Gehäuse schwarzbraun oder braun, außen heller, Hypothecium schwarzbraun. Paraphysen stark vergallertet, nicht gesondert, mehr oder weniger schmutzigbräunlich, am Scheitel schwärzlichbraun. Schläuche klein, schmalkeulig. Sporen ellipsoidisch oder eiförmig, 7 bis 10 mm lang, 4—6 mm dick. Durch Jod werden hauptsächlich die Schläuche blau gefärbt. Pyknokonidien fadenförmig, gekrümmt. An kalkhaltigem Gestein im Gebirge, ziemlich selten, in der Ebene an erratischen Blöcken sehr selten. Tirol: Waldrast, an Kalkfelsen der Series¬ grube (i Ex.); an Kalkblöcken im Tale der Ochsenalm, sehr selten; an Kalkstein unweit der Schlernquelle (1 Ex.). — Niederösterreich: An überhängenden Glimmerschieferfelsen unweit der Pyramide auf dem Hchwechsel. — Schweiz: Am Fuße des Schwarzhornes bei Tourte- magne. — Bayern: Ansbach. — Baden: Schwarzwald bei Todtnau häufig; Zastler; Muggenbrunn. — Westfalen: Stadtberge, auf Ton¬ schiefer am Wege zur Oberstadt. — Schlesien: Auf grobkörnigem Granit der Finkensteine an der Hirschberg-Stonsdorfer Straße; an Kessel¬ felsen unter der Kesselkoppe, an Granit. — Thüringen: Meisenstein bei Thal, auf Porphyr; Gerberstein bei Ruhla, auf Granit. — Nordwest¬ deutschland: Verbreitet, aber meist überall nur spärlich. Gattung Mycoblastus Norm. Lager krustig, einförmig, mit den Hyphen des Vorlagers und der Markschicht an die Unterlage befestigt, unberindet, mit Protococcusgoni¬ dien. Apothecien kreisrund, sitzend, mit eigenem, dunklem, vom Lager nicht umsäumtem Gehäuse, mit flacher bis gewölbter Scheibe. Schläuche ein- bis zweisporig. Sporen farblos, verhältnismäßig groß, einzellig (sehr selten zweizeilig), ellipsoidisch bis länglich, mit dicker Wandung, bei der Keimung mehrere Keimschläuche treibend. Pyknokonidien exobasidial, kurz, nadelig, gerade. 1222. M. sanguinarius (L.) Th. Fr. — Lecidea sanguinaria Ach. — Lichen sanguinarius L. — Oedemocarpon sanguinarium Th. Fr. — Taf. LXXXIV. Lager ergossen, fast weinsteinartig, weißlich-aschgrau oder grünlich¬ grau, auf fimisartigem, weißlichem Vorlager. Apothecien groß, bis 2 mm breit, angedrückt, glänzend, mit bald gewölbter schwarzer, nackter, un- berandeter Scheibe. Sporen einzeln oder zu zweien, ellipsoidisch, einzellig, sehr groß, von breitem Hof umgeben, 60—100 p lang, 25—40 p dick. Jod färbt die Hymenialschicht intensiv und bleibend blau.
243 Auf Rinden, altem Holz, Mauern, über Moosen verbreitet, aber nicht überall. Tirol: Predazzo, an einer älteren Tanne am Wege zur Alpe Val Maor. — Schweiz. — Baden. — Bayern. — Hessen. — West¬ falen. — Thüringen. — Sachsen. — Erzgebirge. — Schle- s i en usw. a endorhodeus Th. Fr. — Megalospora sanguinaria Kbr. Hypothecium blutrot. Sporen einzeln. An abgeriebenen Stellen tritt mitunter auf dem ganzen Lager die rote Farbe hervor. ß alpinus (Fr.) Hellb. — Lecidea sanguinaria ß alpina Fr. — L. affinis Schaer. — Megalospora affinis Kbr. — Oedemocarpon sanguinarium ß affine Th. Fr. — Lecidea sanguinaria ß affinis Nyl. Lager weiß oder weißlich. Hypothecium blaßgelblich. Sporen einzeln. Tirol: Paneveggio, Charakterflechte der Waldungen, an der Rinde alter Fichten. — Steiermark: Am Becher. — Schweiz: Nunenen bei Bern; Grünwald bei Altorf; Roßwald bei Amsteg. — Baden: Feldberg. y melinus (Kmplhbr.). — Megalospora melina Kplhbr. — Mycoblastus melinus Hellb. — Lecidea sanguinaria var. melina Nyl. Lager dünn, Apothecien kleiner, Hypothecium farblos, Sporen zu 2, kleiner, 51—68 p lang, 28—44 p dick. Gattung Bacidia (De Not.) A. Zahlbr. Lager krustig, einförmig, homöo- oder heteromerisch, mit den Hyphen des Vorlagers und der Markschicht an die Unterlage befestigt, unberindet, mit Protococcusgonidien. Apothecien kreisrund, sitzend, seltener etwas eingesenkt oder fast gestielt, mit flacher oder stark gewölbter Scheibe, mit hellem oder dunklem, vom Lager nicht berandetem, eigenem Gehäuse, nackt oder in der Jugend, seltener bleibend, behaart. Paraphysen unverzweigt, locker oder verklebt, an ihren Enden oft kopfartig verdickt. Hypothecium hell oder dunkel. Schläuche acht-, ausnahmsweise sechzehnsporig. Sporen farblos, parallel drei- bis vielzellig, länglich, spindelförmig bis schmal nadel- förmig, an beiden Enden gleich gestaltet oder an einem Ende schwanzartig zugespitzt, gerade, bogig gekrümmt oder spiralig ineinander gewunden, mit zylindrischen Fächern, dünnen, oft undeutlichen Scheidewänden, ohne Schleimhof. Pyknokonidien exobasidial, kurzwalzig, länglich, zylindrisch bis nadelförmig, gerade oder gekrümmt. Übersicht der Arten: 1. Sporen vierzellig, länglich, bohnenförmig gekrümmt, an beiden Enden abgerundet (subg. Arthrosporum) B. acclinis. Sporen anders gestaltet 2. 16*
244 2. Sporen vier- bis achtzellig (bis zehnzellig), länglich, finger- bis spindel¬ förmig, gerade oder nur leicht gekrümmt, an beiden Enden ab¬ gerundet und gleich gestaltet, subg.Weitenwebera 4. Sporen nadelförmig 3. 3. Sporen schmal und lang, nadelförmig bis fast haarförmig, seltener spindel- oder stäbchenförmig, gewöhnlich an einem Ende zugespitzt, seltener an beiden Enden abgerundet, gerade oder leicht gekrümmt, parallel sechs- bis vielzellig, subg. Eubacidia 46. Sporen nadelförmig, stark gekrümmt oder spiralig ineinander gewun¬ den, vier- bis sechzehnzellig, subg. Scoliciosporum 69. 4. (Weitenwebera) Sporen zwei- bis vierzellig 5. Sporen vier- bis sechzehnzellig 35. 5. Hypothecium dunkel 6. Hypothecium farblos oder hell gefärbt 14. 6. Lager isabellfarben B. chytrina. Lager anders gefärbt 7. 7. Lager ausgesprochen grün oder schwarzgrün 8. Lager graugrün, grau, weißlich oder bräunlich 9. 8. Apothecien fast kugelig B. marginata. Apothecien flach oder leicht gewölbt B. subtrachona. 9. Paraphysen unkenntlich, verquollen B. coniangioides. Paraphysen erkennbar 10. 10. Hymenium durch Jod blau gefärbt B. trachona. Hymenium durch Jod erst blau, dann weinrot gefärbt 11. 11. Rand bleibend B. hormospora. Rand verschwindend 12. 12. Paraphysen am Scheitel violett oder blauschwarz B. melaena. Paraphysen olivschwärzlich oder grün 13. 13. Paraphysen verklebt B. caesiomarginata. Paraphysen ziemlich locker B. coprodes. 14. Apothecien anfangs blaß-fleischfarben oder gelblich 15. Apothecien schon in der Jugend dunkler gefärbt 19. 15. Lager weißlich B. peliocarpa. Lager grau oder graugrünlich 16. 16. Jod färbt das Hymenium dauernd blau 17. Jod färbt die Hymenialschicht schließlich weinrot 18. 17. Apothecien gelb-rötlichbraun, angefeuchtet gelb B. lividofusca. Apothecien weißlich-fleischfarben, zuletzt mißfarbig B. albicans. 18. Paraphysen nicht erkennbar B. metamorpha. Paraphysen verklebt, aber erkennbar B. sphaeroides.
245 19- An Gestein 20. Über Erde, Moosen, Pflanzenresten, an Rinde 24. 20. Sporen 8—14^ lang 21. Sporen 13—30 p lang, 22. 21. Lager graugrünlich bis braungrün B. nanipara. Lager schmutzig-weißlich B. (ecideoides. 22. Hymenialschicht durch Jod weinrot gefärbt B. fuscoviridis. Hymenialschicht durch Jod gebläut 23. 23. Paraphysen oben dunkelsmaragdgrün B. circumpallens. Paraphysen oben farblos B. cuprea. 24. Lager weißlich 25. Lager aschgrau oder grünlich oder gelb 28. 25. Sporen bis 14 p lang B. pinguicula. Sporen über 15 p lang 26. 26. Apothecien schwärzlich B. sordida. Apothecien jung rotbraun 27. 27. Apothecien klein, 0,5—0,8 mm breit B. microcarpa. Apothecien ziemlich groß, 0,8—1,5 mm breit B. obscurata. 28. Sporen nur 7—11 p lang B. laminularis. Sporen 12—25 p und darüber lang 29. 29. Sporen bis 5 p dick 30. Sporen über 5 p dick 32. 30. Lager blaß-schwefelgelb oder weiß B. pinguicula. Lager aschgrau-grünlich oder gelbgrau 31. 31. Apothecien bis 1 mm breit B. sabulosa. Apothecien 0,2—0,3 mm breit B. Nitzschkeana. 32. Paraphysen oben blaugrün B. trisepta. Paraphysen oben bräunlich 33. 33. Apothecien in der Jugend vertieft, zuletzt schwach gewölbt B. obscurata. Apothecien bald gewölbt und halbkugelig 34! 34. Hymenium stellenweise bräunlichrosa B. microcarpa. Hymenium zimtbraun B. indurata. 35. Apothecien in der Jugend hellfarbig 36. Apothecien von anfang an dunkel 41. 36. Apothecien anfangs blaß-purpurrot B. mullea. Apothecien anders gefärbt 37. 37. Auf Dachziegeln B. mitescens. Auf andern Substraten 38. 38. Auf lehmiger Erde, an Lehmmauern, über Moosen B. sabuletorum. An Baumrinden 39.
246 39- Hypothecium farblos 40. Hypothecium gelbbraun B. borborodes. 40. Jod färbt die Hymenialschicht blau B. Naegelii. Jod färbt die Hymenialschicht erst blau, dann weinrot B. cinerea. 41. Sporen 30—60/z lang B. accedens. Sporen nur ausnahmsweise bis 38^ lang 42. 42. Hypothecium farblos 43. Hypothecium gefärbt 45. 43. Paraphysen am Scheitel olivbraun B. Auerswaldii. Paraphysen am Scheitel dunkeloliv- oder blaugrün 44. 44. Sporen 3—5 p dick B. chlorococca. Sporen 5—7 /z dick B. ligniaria. 45. An Baumrinde B. atrocandida. Über Pflanzenresten B. scoliciosporioides. 46. (Eubacidia) Apothecien in der Jugend hellfarbig 47. Apothecien auch in der Jugend dunkel 56. 47. An Gestein B. inundata. An Rinde, Holz, über Moosen 48. 48. Sporen meist unter 45 p lang 49. Sporen meist über 50 p lang. 51. 49. Apothecien feucht hellfarbig, trocken dunkel B. Beckhausii. Apothecien auch trocken in der Jugend hellfarbig 50. 50. Jod färbt das Hymenium blau B. effusa. Jod färbt das Hymenium erst blau, dann weinrot B. albescens. 51. Hypothecium farblos oder gelblich 52. Hypothecium gefärbt 55. > 52. Lager braungrün B. vexans. Lager heller 53. 53. Scheibe zuletzt kastanienbraun bis schwärzlich B. acrina. Scheibe dauernd rosen- oder fleiöchrot 54. 54. Epithecium körnig, gelblich B. rosella. Ohne deutliches Epithecium B. rubella. 55. Sporen 1—2 p dick B. herbarum. Sporen 3—5 p dick B. fuscorubella. 56. Sporen über 3 p dick (B. endoleuca 2—5) 56. Sporen 1—3 p dick 59. 57. Apothecien bald halbkugelig B. propinqua. Apothecien dauernd fast flach oder nur leicht gewölbt 58. 58. Sporen 24—42 p lang B. atrosanguinea. Sporen 36—75 p lang B. endoleuca.
247 59- An Gestein 60. Über Moosen, auf Erde, an Rinde und Holz 63. 60. Rand der Apothecien azurblau bereift B. coelestina. Rand nicht azurblau bereift 61. 61. Hypothecium gelblich oder bräunlichgelb B. egenula. Hypothecium schwarz 62. 62. Lager bleigrau B. caesitia. Lager grünlich oder gelblich-aschgrau B. Arnoldiana. 63. Hypothecium farblos oder blaß 64. Hypothecium dunkel 67. 64. Gehäuse farblos oder außen etwas bläulich B. Frieseana. Gehäuse außen braun oder violett 65. 65. Paraphysen oben gelbbraun B. arceutina. Paraphysen oben smaragdgrün 66.. 66. Sporen 12—20 p lang B. abbrevians. Sporen 22—42 p lang B. subincompta. 67. Hypothecium braun oder violettrötlich 68. Hypothecium schwarz B. Bagliettoana. 68. Gehäuse violettrötlich B. incompta. Gehäuse dunkelrotbraun B. muscorum. 69. (Scoliciosporum) An Gestein (vgl. auch B. compacta) 70. An Rinde, Holz, über Moosen 71. 70. Apothecien erst schmutziggelb, dann dunkelrotbraun B. turgida. Apothecien schwarzbraun bis schwarz B. umbrina. 71. Scheibe anfangs hell 72. Scheibe von Anfang an schwarz oder schwarzbraun 74. 72. Apothecien rötlich, dann braunschwarz B. Baggei. Apothecien rotbraun 73. 73. Hymenialschicht durch Jod gebläut B. cortkicola. Hymenialschicht durch Jod erst blau, dann gelbgrünlich gefärbt B. Kiefferi. 74. Lager grauschwarz bis schwarz B. compacta. Lager schmutzigbraun oder aschgräulich 75. 75. Sporen 22—35 p lang B. vermifera. Sporen bis 20 p lang 76. 76. Lager schmutzigbraun B. holophaea. Lager grünlich oder grünlich-aschgrau B. perpusilla. Zu Weitenzvebera ist noch zu stellen B. Dufour ei, deren Sporen in Größe und Form sehr veränderlich sind. Unsicher ist die Stellung von B. capitata (Anzi), B. leprosa (Schaer.), B. albovirella (Nyl.).
248 1223. B. acclinis (Kbr.) Zahlbr. Lecidea acclinis Kbr. — Arthro- sporum accline Kbr. — Arthrospora acclinis Th. Fr. Lager dünn, körnig-warzig, aschgrau - weißlich oder grünlich, mit¬ unter fast fehlend. Apothecien angewachsen oder angedrückt, 0,3—1,0 mm groß, flach und mit dünnem Rande, seltener zuletzt leicht gewölbt und fast randlos. Gehäuse violettpurpurn oder heller. Hypothecium fast farblos oder bräunlich oder rötlich. Paraphysen dünn, locker zusammenhängend, am Scheitel verdickt und rußbraun oder schwärzlich-olivfarben. Schläuche aufgeblasen-keulig. Sporen zu 8—16, länglich oder länglich-ellipsoidisch, gewöhnlich in verschiedener Weise gekrümmt, reif normal vierzellig, 10 bis 18 p lang, 4—4,5 p dick. Durch Jod wird die Hymenialschicht zuerst ge¬ bläut, dann schmutzigviolett entfärbt, während die Schläuche weinrot werden. An der Rinde verschiedener Laubhölzer, seltener von Nadelhölzern, sehr zerstreut. Tirol: Innauen bei Inzing, auf Alnus incana; Ehrenburg, auf verschiedenen Laubhölzern; Jenesien, Seis, Ratzes, Bozen, Salurn: Pinzolo; Ragoli. — Schweiz: In den rhätischen Alpen; bei Konstanz; Zürich; Riffersweil; Altorf; Genf; auf dem Sparon oberhalb Mollia in Valsesia. — Allgäu er Alpen: Inselanlagen an der Trettach bei Oberst¬ dorf an Espen. — Bayern: Um Amberg; Augsburg, Deuringen, Haspel¬ moor, — München: Isarauen (Pappel). — Fränk. Jura: Bei Eichstätt (Straßenpappeln, Prunus domestica, Sorbus aucuparia). — Württem¬ berg: Ehingen, Staffelberg (Hollunder); Berkach (Faulbaum, Trauben¬ kirsche). — Baden: Kirchzarten; Knielingen; Heidelberg; Schwetzingen. — Hessen: Kirchditmold; Marburg. — Westfalen: Umgegend von Münster; St. Mauritz bei Münster, an Pappeln; Umgegend von Höxter, an jungen Pappeln und Crataegus. — Thüringen: Mehrfach, z. B. Arn¬ stadt (Papulus). — Böhmen: Deutschbrod. — Schlesien: Hirsch¬ berg; Nimkau; Proskau; im Pilsnitzer Wald bei Breslau. — Preußen: Königsberg; Heilsberg, Losgehnen. 1224. B. chytrina (Stitzenb.) — Lecidea chytrina Stitzenb. Lager unbegrenzt, dünn, mehlig-kleiig, feinrissig, isabellfarben. Apo¬ thecien zerstreut, sitzend, anfangs dick und glänzend berandet, mit kon¬ kaver Scheibe und überragendem Rande, später unter Verflachung des Randes, flach bis leicht konvex, schwarz, innen ebenfalls schwarz; Durch¬ messer 0,5—1 mm. Hymenium auf dickem, schwarzem Keimboden, farb¬ los, 70 m hoch, ohne Epithecium, aus breiten, verklebten Paraphysen und 50—60 p langen, 12—15^ dicken, keulenförmigen Schläuchen bestehend. Sporen zu 8, vierzellig, länglich ellipsoidisch, zuweilen nierenförmig ge¬
249 bogen, farblos, 13—21 p lang, 3—5 p dick. Jod färbt das Hymenium erst blau, dann weingelb. Allgäuer Alpen: Nebelhorn. 1225. B. subtrachona (Arn.). — Bilimbia subtrachona Arn. Lager ziemlich dick, körnig, grün bis schwarzgrün, zuweilen fast fehlend. Apothecien braunschwarz bis schwarz, flach oder gewölbt, mit dünnem Rande. Paraphysen oben grünlichbraun. Sporen drei- bis vierzellig, bisweilen leicht gekrümmt, spindeiig-stäbchenförmig, 15—27 p lang, 3—4 p breit. Tirol: Stanzertal, auf mergeligem Kalk bei der Augsburger Hütte; Waldrast, an Kalkfelsen der Matreier- und Seriesgruben, an den Series¬ wänden; Großer Rettenstein, an Dolomitblöcken des Abhanges; Schiern, oberhalb des Heubades; Paneveggio, Nordseite des Monte Castellazzo; auf Mörtel beim Schlosse Arco. f. athallina (Arn.). — Bilimbia subtrachona f. athallina Arn. Lager fast fehlend, Apothecien über den Stein zerstreut. Tirol: Waldrast, auf dem Kalksteingerölle unter den Serieswänden, var. obtegens Arn. Lager weißlich, feinkörnig. Apothecien schwärzlich. Epithecium schwarzgrün, in dünnen Schnitten grün, durch KOH nicht verändert. Hymenium farblos. Paraphysen verklebt, am Scheitel keulig verdickt, mit grünlicher Keule. Hymenium durch Jod gebläut, später weinrot gefärbt. Hypothecium rot, in dünnen Schnitten rötlich. Sporen vier-, seltener sechs¬ zellig, an beiden Enden zugespitzt, seltener stumpfiich, 20—28 p lang, 3—4^ breit. Tirol: Waldrast, ziemlich selten auf veralteten Moosen der Series¬ und Matreier Grube. 1226. B. marginata (Arn.). — Bilimbia marginata Arn. — Lecidea micromma Nyl. Lager krustig, unbegrenzt, schorfig, grün. Apothecien zerstreut, an¬ fangs sitzend, fast kugelig, geschlossen mit grauem Gehäuse, später geöffnet, sitzend bis angedrückt aufgewachsen, mit dünnem, grauem, schließlich schwindendem Rande und anfangs vertiefter, dann flacher, zuletzt schwach gewölbter und unberandeter, schmutzig braun oder dunkelbrauner Scheibe, 0,6—0,7 mm breit. Apothecien innen dunkel mit grauer Hymeniallinie. Hymenium etwa 50 p hoch, farblos. Hypothecium rotbraun. Paraphysen spärlich, verklebt. Schläuche dick keulenförmig, achtsporig, 45 p hoch, 15 p dick. Sporen Spindel-, keulen- oder schiffchenförmig, vierzellig, farblos, 14—20 p lang, 3—5 p dick. Jod färbt das Hymenium blau.
250 Fränk. Jura: An Rottannen und Kiefern bei Eichstätt. — Mün¬ chen: An dünnen Zweigen junger Fichten längs des Waldsaumes an der Straße gegen Wörnbrunn. — Baden: An sehr jungen Zweigen von Wei߬ tannen bei Freiburg. — Schweiz: An Holz und Zweigen von Fichten um Gossau und Mettmenstetten, an Steinen bei Oberuster. 1227. B. coniangioides (Eitner). — Bilimbia coniangioides Eitner. Lager grauweiß, körnig bis knotig, zur dichten Kruste vereinigt oder auf gleichfarbigem Vorlager zerstreut, durch KOH nicht verändert. Apo¬ thecien auf oder zwischen den Lagerknötchen, tiefschwarz, samtartig, bis 0,8 mm groß, selten berandet. Der innere Fruchtbau einer Arthonia. Ge¬ häuse braunschwarz, kohlig. Schlauchboden trüb grünlich, braunschwarz, •in die schmutzig grünbraune Schlauchschicht übergehend. Paraphysen un¬ kenntlich, eine homogene Füllmasse bildend, in welcher die keuligen, acht¬ sporigen Schläuche eingebettet sind. Sporen meist keilförmig, oft gebogen, 28 /z lang, 8 p dick, drei- bis fünfzellig. Querwände dick, der obere Teil¬ körper meist größer als die anderen. Jod färbt weißgelb, später trüb braun. Schlesien: Schneekoppe, auf Moosen. 1228. B. trachona (Ach.) Arn. — Verrucaria trachona Ach. — Throm- bium trachonum Wall. — Biatora trachona Fw. — Lecidea trachona Nyl. — L. vernalis var. trachona Nyl. Lager krustig, unbegrenzt, schorfig, bald heller, bald dunkler graugrün. Apothecien selten, zerstreut, sitzend, anfangs vertieft und dick berandet, später gewölbt bis höckerig, unberandet, mit matter, schwarzer, zuweilen schmutzig rotbrauner oder braunschwarzer Scheibe, bis 0,5 mm breit; innen schwarz. Hymenium farblos bis bräunlich, durch Jod blau gefärbt, 50 p hoch, auf gewöhnlich dunkelbraunem Hypothecium. Paraphysen verklebt. Schläuche 40 p lang, 8 p dick, achtsporig. Sporen verlängert ellipsoidisch, wurst- oder spindelförmig, meist vierzellig, farblos, 12—30p lang, 3 bis 5 p dick. An kieselhaltigem Gestein und an Rinde im Gebirge, selten. Schweiz: An Steinen oberhalb Belp. — Allgäuer Alpen: Schönkahler. — Fränk. Jura: An Hornsteinen bei den großen Quarzblöcken oberhalb Nassenfels bei Eichstätt. — Baden: Haslach im Kinzigtal; Geroldsau; Gunzenbachtal; Merkur; Umgebung von Heidelberg hinter dem Stift Neu¬ burg, Handschuchsheim, Schlierbach usw. — Hessen. — Westfalen: Roter Grund bei Höxter, an einem alten Eichenstumpf, — Schlesien: Im Gebirge häufig. var. intercedens Arn.
251 Lager dünn, schmutzig oder fast fehlend. Apothecien schwarz, lezi- deinisch. Epithecium schwarzgrün. Hymenium farblos, durch Jod gebläut, später weinrot gefärbt. Hypothecium gelblich. Paraphysen verklebt, am Scheitel dunkelgrün. Sporen vierzellig, farblos, gerade, 12—14 p lang, 3—4 p breit. Pykniden farblos, vortretend, Pyknokonidien gerade, 5—6 p lang, 1,5 p dick. Tirol: Waldrast, an Stämmchen von Salix retusa in der Matreier Grube; an Lärchenrinde im Walde unter den Serieswänden; Brenner, an Lärchenrinde im Walde des Griesbergtales. 1229. B. hormospora (Stitzenb.). — Lecidea chytrina var. hormospora Stitzenb. Lager unbegrenzt, dünn, schorfig, rissig, graubraun. Apothecien ge¬ häuft, sitzend, anfangs vertieft, dickrandig, schließlich flach bis schwach gewölbt unter Verdünnung des Randes, matt, schwarz, innen gleichfarbig, 0,5 bis (selten) 1,0 mm breit. Hymenium 60—70 p hoch, auf braunem Hypothecium. Paraphysen fast frei. Schläuche keulenförmig, 50—60 p hoch, 10—12 p dick, achtsporig. Sporen ellipsoidisch, vierzellig, an den Zwischenwänden eingezogen, farblos, 14—17 p lang, 5—6 p dick. Jod färbt die Hymenialschicht weinrot. Pykniden punktförmig, schwarz; Pykno¬ konidien ziemlich groß, verlängert länglich, hier und da mit zwei Tropfen, gerade, 7—9 p lang, 2 p breit. Fränk. Jura: Eichstätt, auf Kalksteingeröll im Rinnsal des Rosen¬ tales. 1230. B. melaena (Nyl.) — Lecidea melaena Nyl. — L. milliaria var. turfosa et ligniaria Fr. — L. vernalis var. melaena Nyl. — Lecidea sphaeroides var. melaena Nyl. — Belimbia melaena Arn. — B. sabuletorum c. melaena Br. et Rostr. Lager dünn, schorfig oder körnig, aschgrau-grünlich, aschgrau oder dunkel, nicht selten fehlend. Apothecien klein, 0,3—0,5 mm groß, sitzend, gewölbt oder höckerig, randlos, schwarz, nackt. Gehäuse und Rand violett¬ blau, Hypothecium braunrötlich oder schwarzpurpurn. Paraphysen ver¬ klebt oder gallertig zusammenfließend, durchweg mehr oder weniger schmutzig bläulich- oder violettdunkel, nach dem Scheitel zu violett- oder blauschwarz. Schläuche keulig oder etwas aufgeblasen keulig. Sporen länglich, gerade oder leicht gekrümmt, an beiden Enden stumpf, an dem einen oft schmäler, vierzellig, 12—22 p lang, 4—6 p dick. Jod färbt fast nur die Schläuche weinrot. Auf alten Baumstümpfen, morschem Holz durch das ganze Gebiet zerstreut.
252 1231. B. caesiomarginata (Kernst.). — Bilimbia caesiomarginata Kernst. Lager schorfig-körnig, Moose überziehend oder zerstreut, grünlich¬ aschgrau. Apothecien zahlreich, mittelgroß, anfangs krugförmig oder flach, mit blaugrau bereiftem, pseudolekanorinischem, bald nacktem Rande, zu¬ letzt gewölbt oder halbkugelig, unberandet, immer etwas glänzend schwarz. Hypothecium braun, Epithecium blaß graugrün. Paraphysen verklebt, am Scheitel keulig, grün. Sporen verlängert länglich, stumpf, gerade, in der Mitte kaum dicker, zwei- bis vierzellig, 11—19/z lang, 3—4^ dick. Jod färbt das Hymenium sehr flüchtig blau, dann schön weinrot. Tirol: über Moosen an Kalkblöcken am Karrer See. 1232. B. coprodes (Kbr.) Th. Fr. — Bilimbia coprodes Kbr. — Lecidea trachona var. coprodes Stitzenb. Lager dünn, körnig oder körnig-geknäuelt, grünlich, aschgräulich- oder rosa-weißlich, Apothecien sitzend oder angewachsen, 0,4—0,8 mm breit, zuerst flach und von dünnem, ganzem Rande umgeben, später gewölbt, randlos, schwarz, nackt. Gehäuse wie das Hypothecium violettbraun oder dunkelrot, oder außen ins Smaragdgrünliche spielend. Paraphysen etwas kräftig, ziemlich locker zusammenhängend, am Scheitel kopfig oder etwas keulig und olivschwärzlich oder smaragdgrün oder durchweg farblos oder blaß schmutzig oder smaragdgrün. Schläuche zylindrisch-keulig. Sporen zu 8, sehr verschieden gestaltet, meist vier- (selten zwei-)zellig und 12 bis 19 p lang, 3—6 p dick, ellipsoidisch oder verlängert länglich. Jod färbt die Hymenialschicht vorübergehend leicht blau, dann weinrot. Auf Kalkstein, Mörtel, Phyllit, Porphyr, ziemlich selten. Tirol: Kleiner Rettenstein, an Phyllitfelsen des Gipfelmassivs; Meran, auf Mörtel im Innern des Turmes der Ruine Brunnenburg; Vöraner Joch, auf Porphyr; Predazzo, auf Porphyrsteinen längs des Waldbaches auf der Höhe der Margola. — Niederösterreich : Auf kalkhaltigen Sandsteinfelsen bei Kronstein, Sonntagsberg bei Rosenau; auf Kalk in Wasserspreng bei Kal- tenleutgeben; bei Spitz. — Schweiz: Am Fuße des Monte Saleve bei Freyneeres oberhalb Bex. — Bayern: München, auf einem Glimmerstein eines Steingerölls im Buchenwalde östlich oberhalb Mühltal; Augsburg, Kloster Schönefeld auf dem Mörtel der Umfassungsmauer. — Fränk. Jura: An einem Kalkstein im Laubwalde oberhalb Wasserzell bei Eich¬ stätt, zwischen der Frauenkapelle und dem Hirschparke. — Westfalen: Mühlental bei Alme; Horst bei Vlotho auf Kalk. — Schlesien: An im Schatten liegenden Kalksteinen beim alten Bergwerk im Riesengrunde; an
253 versteckten Sandsteinblöcken im Höllental bei Althaide, Grafschaft Glatz; Wolmsdorfer Marmorberg. — Böhmen: Prag. 1233. B. peliocarpa (Anzi). — Bilimbia peliocarpa Anzi. — Lecidea hemipolioides Nyl. Lager weißlich, sehr dünn, sehr fein zerstreut-körnig. Apothecien kugelig, gedrängt, erst blaß fleischrot, dann mißfarbig oder mißfarbig¬ schwärzlich. Hypothecium gelblich. Sporen zylindrisch, mitunter etwas gekrümmt, vierzellig, 17—20 p lang, 5 p dick. Schweiz: Über Moosen in den Bergen bei Locarno. 1234. B. lividofusca (Eitner). — Bilimbia lividofusca Eitner. Lager sehr dünn, feinkörnig, rauh, grau, auf unkenntlichem Vorlager. Apothecien sehr klein, bis höchstens 0,2 mm groß, angepreßt, flach oder leicht gewölbt, gelbrötlichbraun, angefeuchtet fast gelb, mit dunklerem, wenig bemerkbarem, im Alter oft welligem Rande. Excipulum und Hypo¬ thecium graugelblich, wachsartig. Paraphysen fast verwachsen, gelblich, mit gleichfarbigen Enden. Schläuche eiförmig, achtsporig. Sporen 15 p lang, 5,2 p dick, zwei- bis vierzellig. Jod färbt das Hymenium dauernd blau, das Gehäuse gelbrot, die Hyphen werden nicht gebläut. Schlesien: Nimptsch, Diersdorfer Wald an Populus tremula. 1235. B. albicans (Arn.) — Bilimbia albicans Arn. Lager schmutzig, klein, fast schorfig-körnig, ziemlich dünn. Apo- thezien zahlreich, weißlich, fleischfarben, zuletzt mißfarbig, innen farblos, durch KOH nicht verändert; Hymenialschicht durch Jod gebläut. Para¬ physen am Scheitel nicht keulig. Sporen gerade oder leicht gebogen, farb¬ los, vierzellig, an beiden Enden stumpflich, zu 8 im Schlauch, 15—18 p lang, 4 p dick. N iederösterreich: Auf Sandsteingeröll am Sonntagsberg. — Fränk. Jura: An Sandsteinen und kleineren Blöcken am Waldwege von Banz nach Altenbanz; ebenso oberhalb Vierzehnheiligen; im Föhrenwalde oberhalb der Straße am Kreuzberge bei Vilseck. 1236. B. metamorphes (Nyl.). — Lecidea metamorphea Nyl. Lager krustig unbegrenzt, sehr dünn, leprös, grüngrau. Apothecien genähert, oft etwas zusammenfließend, eingewachsen., im Umfang rund bis unförmig, flach unberandet, schmutziggrau bis blaßfleischfarben, innen grau, 0,4—0,5 mm breit, Hymenium 100 p hoch, auf hellem Keimboden, ohne Paraphysen. Schläuche länglich-birnförmig, dickwandig, 90—95 p lang, 20—25 p dick, je acht Sporen enthaltend. Sporen ellipsoidisch, läng¬ lich-ellipsoidisch bis ellipsoidisch-spindelförmig, zwei- bis vierzellig, färb-
254 los, 16—23 jU lang, 5—7 p, dick. Jod färbt die Schläuche weinrot, zuweilen mit vorausgehender Bläuung. — („Bezeichnend für diese Art sind die ein¬ gewachsenen, randlosen, außen und innen hellen Früchte, der Mangel an Paraphysen nebst den Dimensionen der Sporen/4 Stitzenberger.) Preußen: Oliva, auf Erde. 1237. B. sphaeroides (Dicks.) Zahlbr. — Lichen sphaeroides Dicks. — L. vernalis Wnbg. — Lecidea sphaeroides Smrft. — L. vernalis ß sphae¬ roides Ach. — L. alabastrina ß sphaeroides Ach. — Biatora vernalis ß sphaeroides Fr. — Bilimbia badensis Kbr. Lager fast staubig-körnig, aschgrau-grünlich oder aschgrau-weißlich,, meist ziemlich dünn. Apothecien 0,5—1,2 mm groß, oft gehäuft oder höckerig zusammenfließend, sitzend, anfangs vertieft, mit ziemlich dickem, erhabenem, blassem Rande, zuletzt fast kugelig, unberandet, hellgelb, bla߬ fleischfarben oder gelb-fleischrot. Gehäuse und Hypothecium farblos. Para¬ physen gallertig verklebt, farblos oder blaßgelblich. Schläuche schmal¬ keulig. Sporen zuletzt vierzellig, ellipsoidisch oder länglich, an beiden Enden stumpf oder stumpflich, 12—24 p. lang, 4—6 /1 dick. Jod färbt die Hymenialschicht intensiv weinrot, manchmal vorher sehr schwach und vor¬ übergehend bläulich. Über Moosen an Stämmen und Steinen, zerstreut. Tirol: Waldrast, Obernberg, Brenner, Ehrenburg, Jenesien, Gröden, Bozen, Eggental, Pred¬ azzo, Paganella. — Allgäuer Alpen. — Fränk. Jura: An der morschen Rinde einer alten Eiche zwischen Attenzell und Neuburg bei Eichstätt (f. versatilis) ; an der morschen, bemoosten Rinde einer alten Eiche zwischen Meilenhofen und Attenzell bei Eichstätt (f. subsphae- roides). — Baden. — Hessen: Kassel. — Westfalen: Tiergarten zu Wolbeck; Sundwig, auf Erde über Moosen. — Erzgebirge: Um Rittersgrün. — Böhmen. — Schleswig-Holstein: Klusries bei Flensburg. — N iederösterreich: Schneeberg, Ochsenboden über ab¬ gestorbenen Alpenpflanzen. versatilis Stitzenb. Lager unbegrenzt, dünn, leprös, grünlichgrau. Früchte gehäuft, sitzend, erst flach, dünn berandet, blaßrötlichgelb, dann rasch gewölbt bis höckerig, randlos, rotbraun bis braunschwarz, innen weiß, bis 0,8 mm breit. Hymenium auf gelblichem Keimboden, 60^ hoch, oben gelblich, aus schwach verklebten Paraphysen und schlank keulenförmigen Schläu¬ chen von 50/x Länge und 15/z Dicke bestehend. Letztere enthalten je 8 verlängert-ellipsoidische, vierzellige, farblose, 14—20 ja. lange, 4—5 p, dicke Sporen. Jod färbt das Hymenium weingelb.
255 Schweiz: Affoltern, Kanton Zürich. — Fränk. Jura: Eichstätt. f. subsphaeroides (Nyl.) Arn. — Lecidea sabuletorum f. subsphae- roides Nyl. Lager unbegrenzt, dünn, leprös bis knorpelig, grünlichgrau. Früchte zerstreut, sitzend, gewölbt, randlos, gelbrot bis braunrot, innen hell, 0,5 mm breit. Hymenium ioo/z hoch, auf hellem Keimboden, farblos, aus freien Paraphysen und 90 // hohen, 25 p dicken Schläuchen bestehend. Sporen zu 8, verlängert-ellipsoidisch oder spindelförmig, sechs- bis achtzellig, farb¬ los, 27—32^ dick. Hymenium durch Jod blau gefärbt. Auf Rinden. 1238. B. nanipara (Stitzenb.). — Lecidea nanipara Stitzenb. Lager unbegrenzt, sehr dünn, schorfig, graugrünlich bis braungrün. Apothecien gehäuft, sitzend, erst leicht vertieft oder flach, mit abgerun¬ detem, dann endlich gewölbt, mit schwindendem Rande, schwarz, innen gleichfarben, etwa 0,5 mm breit. Hymenium auf einem nach oben schmutzig blaßbräunlichen Hypothecium, mit blaugrünem Epithecium, 60//.hoch, aus schwach verklebten, oben kopfartig aufgetriebenen Paraphysen und zylin¬ drischen bis keulenförmigen, achtsporigen, 50 p langen, 4 p dicken Schläu¬ chen. Sporen vierzellig, ellipsoidisch oder eiförmig, farblos, 8—12^4 lang, 3—5 p dick. Jod färbt das Hymenium vorübergehend blau, dann intensiv weingelb. Fränk. Jura: Auf Hornsteinen im Laubwalde oberhalb Wasserzell, selten; an der Rinde vorstehender Buchenwurzeln im Walde am Fußwege zum Bahnhofe bei Eichstätt. 1239. B. lecideoides (Anzi). — Bilimbia lecideoides Anzi. — Taf. LXXXI, Fig. 1. Lager ausgebreitet, etwas weinsteinartig, schmutzig-weißlich, aus zu einer rissig-geborstenen Kruste vereinigten Körnchen gebildet. Apothecien angewachsen, schwarz, anfangs flach, sehr dünn berandet, bald gewölbt und unberandet. Hypothecium gelblich. Sporen spindelförmig, vierzellig, 12 bis 14/z lang, 5—6 p dick. Schweiz: An Talgschieferfelsen am St. Gotthard. 1240. B. fuscoviridis (Anzi). — Bilimbia fuscoviridis Anzi. Lager ausgebreitet, zuerst faltig-weinsteinartig, rissig gefeldert, sich bald in eine dicke, pulverige, blaugrüne Kruste auflösend. Apothecien ziemlich klein, angewachsen oder sitzend, blaßbraun bis schwärzlich, flach, mit dünnem, gleichfarbigem Rande, später gewölbt, mit verschwindendem Rande. Hypothecium blaß. Sporen spindeiig, vierzellig, 20—25 p lang,-
256 5—6/z dick. Pyknokonidien nadelförmig, gerade oder gebogen, io—22^ lang. Hymenialschicht durch Jod weinrot gefärbt. Sehr selten auf Sandstein. Schweiz: An beschatteten Mauern bei Suna am Lago maggiore. — Bayern. — Baden: Heidelberg, an Sand¬ steinen einer feuchten, niederen Mauer unter dem Stift; am Grunde alter Mauern am Wolfsbrunnenwege; auf Granitfelsen in der Hirschgasse. — Thüringen: Schönbrunn bei Arnstadt, auf Muschelkalkplättchen im Schatten, steril. — Niederösterreich: An Kalksteinen auf dem Sonntagsberg bei Rosenau. hygrophila Stitzenb. Lager unbegrenzt, dünn, leprös bis weinsteinartig, zuweilen soreu- matisch, graugrün bis graubraun. Apothecien zerstreut oder genähert, sitzend, in der Jugend flach und berandet, bald aber konvex bis höckerig und randlos, fleischrot, braun oder schwarz, innen weiß, 0,4—1,0 mm breit. Hymenium 70—100 p hoch, farblos, auf farblosem Keimboden, bestehend aus verklebten, schlanken, haarförmigen Paraphysen und länglichen, keulen¬ förmigen Schläuchen, letztere mit elliptischen bis spindelförmigen, vier¬ zelligen, farblosen Sporen, von 15—20/z. Länge und 4—6^ Dicke. Jod färbt das Hymenium weingelb. Bayern: München, an Kalksteinen unter alten Buchen bei Harla¬ ching; auf Nagelfluhsteinen im Walde unterhalb Baierbrunn. — Fränk. Jura: An Kalksteinen im Laubwalde oberhalb Wasserzell, ebenso in den Anlagen und zwischen Baumfurt und Müggendorf; zwischen Schönfeld und Eßling; an einem Kalkblocke am Bache des Hottergrabens hinter Schäfstall bei Donauwert. * 1241. B. circumpallens Nyl. Lager dünn, häutig ergossen, grau mit einem Schimmer ins Braun¬ rötliche, weder durch KOH noch CaCl verändert. Apothecien schwarz, sitzend, mit dünnem, stumpfem, unterseits und seitlich braunem Rande und etwas vertiefter, leicht bereifter Scheibe, später die Scheibe flach oder leicht gewölbt. Rand zurücktretend. Gehäuse außen rotbraun. Hypothecium fast farblos, Paraphysen kräftig, 1,5 /z dick, oben knopfig verdickt, 4/4; Hyme¬ nium etwa 30ytz hoch, oben smaragdgrün; Epithecium stellenweise dick- körnig, dunkelsmaragdgrün. Sporen kurz nadelförmig bis fast walzig, gerade oder leicht gebogen, an einem Ende meist etwas dicker, an den Enden in stumpfe Spitzen auslaufend, 13—26/z lang, 2,5—3 p dick, normal vierteilig, jüngere zweiteilig. KOH färbt das Excipulum rötlich¬ violett, das Apothecium nicht, das Epithecium dunkler, hinzugefügte HNOS das Excipulum kräftig rötlich, das Hymenium und Epithecium schön hell-
257 amethystfarben. Jod färbt schön dauernd blau. Durch das fast farblose Hypothecium, die kräftigen Paraphysen, die kurzen vierteiligen Sporen von B. muscorum verschieden. Insel Sylt, in einem Dünental. 1242. B. cuprea (Mass.). — Bilimbia cuprea Mass. — Biatora cuprea Kbr. — Lecidea cupreorosella Nyl. — L. luterosella Nyl. — Taf. LXXXI C, Fig. 2. Lager ausgebreitet, grünlich, weißlich oder kupferfarben, feinkörnig, oft etwas felderig werdend. Apothecien klein, hell- oder dunkelbräunlich, oft mit dunklerem Rande, allmählich sich verflachend, kastanien- oder röt¬ lichbraun und randlos. Hypothecium farblos. Paraphysen wenig verklebt, farblos. Sporen linear- oder spindelförmig-ellipsoidisch, zwei bis vier¬ zellig, 15—30^ lang, 2—4^ dick. Hymenialschicht durch Jod gebläut. Auf Granit, Dolomit, an Mauern, selten. Schweiz: An Steinen und Mauern bei Como, Veyrier, Valsesia, Locarno, Engerberg. — Bayern: München, an den großen Nagelfluhblöcken im Buchenwalde unterhalb Baierbrunn. — Fränk. Jura: An Dolomitfelsen in Laubwäldern unweit der Geilenreuter Höhle bei Müggendorf, um Eichstätt, Pottenstein und Weischenfeld, Nabtal bei Pielenhofen. — Baden: Heidelberg. — West¬ falen: Ziegenberg bei Höxter. —Weserbergland: Basalt des Hohen Hagen. var. chlorotica (Mass.). — Bilimbia chlorotica Mass. — B. bacidioides ß chlorotica Kbr. — B. cuprea b. chlorotica Stzbgr.' Lager etwas weinsteinartig-schorfig, schmutzig, feucht lebhaft grün¬ lich. Apothecien klein, 0,2—0,4 mm breit, sitzend, anfangs ziemlich flach t mit tieferem, blasserem Rande, später gewölbt und randlos, blaßfleischrot bis rötlichgelblich, später oft dunkler. Hypothecium farblos. Paraphysen verklebt, ganz blaß, auch am Scheitel nicht dunkler. Sporen vierzellig, 10—16^ lang, 3—4/z dick. Hymenialgallerte durch Jod weinrot gefärbt. Tirol: Großer Rettenstein, an der Schattenseite eines Dolomit¬ blockes am Abhange. — Bayern: München, an beschatteten Nagelfluh¬ blöcken im Buchenwalde unterhalb Baierbrunn; Amberg, Koferinger Tal. Fränk. Jura: An Dolomitfelsen im Laubwalde zwischen Pottenstein und Tüchersfeld; auf Gerolle in Felsklüften am Quakenschloß bei Müggen¬ dorf; Wolfsgraben bei Streitberg. 1243. B. sordida (Anzi). — Bilimbia sordida Anzi. — Dimerospora proteiformis b. sordida Sarnth. et Dalia Torre. Lager ausgebreitet, dünn, schmutzig-weißlich, weinsteinartig-mehlig, locker, rissig gefeldert oder kleinfaltig, zuletzt schorfig-körnig. Apothecien Thomä-Migula, Flechten. II. (Flora XI], 2.) 17
258 klein, gedunsen, schwärzlich, feucht braun. Hypothecium gelblich. Sporen gerade oder etwas gekrümmt, spindelförmig, vierzellig, 15—20 p lang, 5 p dick. Tirol: Seiseralpe, auf Pseudoleskea catenulata an Dolomitblöcken, unweit der Proßliner Schweig. 1244. B. laminularis (Müll.-Arg.). — Patellaria sect. Bilimbia lami- nularis Müll.-Arg. Lager weder durch KOH noch durch CaCl gefärbt, dünn, knorpelig- schorfig, grün bis grauweiß, ergossen. Vorlager weiß, sehr zart, glatt. Apothecien x/3—5/9 mm breit, sitzend, anfangs von einem stumpfen, vor¬ ragenden, gleichfarbigen Rande umgeben, dann sehr bald randlos, flach oder zuletzt leich gewölbt, immer bläulich-schwarz, matt, etwas weich, innen schwarz, unter dem dicken Hypothecium grauschwarz. Hymenial- schicht sehr niedrig, etwa 30p hoch, farblos oder oben leicht bräunlich; Epithecium bräunlich bis grünlichschwarz; Hypothecium fast farblos, dick. Paraphysen dicht verklebt. Schläuche etwa 25 p lang, länglich-ver¬ kehrt-eiförmig, achtsporig. Sporen sehr zart, 7—11 p lang, etwa vier- bis fünfmal so lang wie breit, länglich-stäbchenförmig, in der Mitte etwas ein¬ gezogen, an beiden Enden stumpf, farblos, zwei- bis vierzellig, mit ein¬ zelligen untermischt. Jod färbt die Hymenialschicht erst bläulich, dann kupferfarben bis braunrot. Schweiz: Le Beulet am Mont Saleve, an halbfaulen Apfelbäumen. 1245. B. pinguicula (Bagl.). — Bilimbia pinguicula Bagl. Lager krustig, unbegrenzt, mehlig bis pulverig, blaßschwefelgelb oder weiß. Apothecien zerstreut, sehr klein, erst eingewachsen, punktförmig vertieft und berandet, dann sitzend, flach bis gewölbt und randlos, im Alter etwas eckig verzogen, graubraun bis schwarz, innen dunkel. Hyme¬ nium 40 p hoch, durch Jod erst blau, dann dunkel gefärbt. Hypothecium dick, gelb. Paraphysen verklebt mit braunem Epithecium. Schläuche keu- lig, 30 p lang, 10 p dick. Sporen zu 8, länglich, zwei- bis vierzellig, 10 bis 14 p lang, 2 p dick. Alpen: Auf Fichtenharz bei Riva. Erklärung zu Tafel LXXXL Fig. I. Bacidia rubella, Lager, nat. Gr. n 2. „ „ „ Lupenvergrößerung. „ 3. „ ,, Querschnitt durch Lager und Apothecium, Vergr. 88. „ 4. „ i, Schlauch, Vergr. 500. „ 5. „ „ Sporen, Vergr. 1000. „ 6. „ propinqua, Lager, nat. Gr. ,, 7. „ „ „ Lupenvergrößerung.
259 1246. B. sabulosa (Kbr.). — Bilimbia sabulosa Kbr. Lager zusammenhängend oder zerstreut-körnig oder warzig-schollig, gelbgrau, auf undeutlichem Vorlager. Apothecien bis 1 mm breit, sitzend, mit gewölbter bis fast halbkugeliger, unberandeter, matt-olivschwarzer oder braunschwarzer Scheibe. Hypothecium gelblich bis gelbbräunlich. Paraphysen verklebt, oben braun oder auch ganzviolettbräunlich. Schläuche keulig. Sporen spindelförmig, meist an beiden, zuweilen nur an einem Ende zugespitzt, zwei- bis vierzellig, 15—20 p lang, 4—5 jlc dick. Schlesien: Auf nackter Erde und über Moosen im Hochgebirge. Gipfel der Schneekoppe; Elbgrund. — Tirol: Auf Erde am Pragser See; Vallarsa, am Monte Campobruno. — Vogtland: Auf abgestorbenen Moosen bei Schönberg. 1247. B. Nitschkeana (Lahm.). — Bilimbia Nitschkeana Lahm. Lager dünn, schorfig oder körnig, aschgrau-grünlich oder fehlend. Apothecien klein, 0,2—0,3 mm breit, sitzend oder angewachsen, gewölbt, unberandet, braunschwarz bis schwarz, matt bis schmutzig bereift. Ge¬ häuse von der gleichen Farbe oder heller wie die Spitzen der Paraphysen. Hymenium etwa 36 p, hoch, auf farblosem Hypothecium. Paraphysen spär¬ lich, frei, ästig, hin und her gebogen, schlank, am Scheitel olivfarben. Schläuche birnförmig, oben dickwandig, 25—36^ lang, 12 //. dick, acht¬ sporig. Sporen vierzellig, 12—20^ lang, 3, selten 4 dick, gerade oder etwas gekrümmt, spindelförmig-ellipsoidisch oder etwas halbmondförmig. Jod färbt die Schläuche erst blau, dann braunviolett. An Rinde von Laub- und Nadelhölzern, sehr zerstreut. — Tirol: Sparsam am Holze der Fichtenstrunke unterhalb Paneveggio. — Steier¬ mark: An Föhren am Plabutsch. — Niederösterreich: An Tannenstämmen am Aufstieg zum Turnitzer Höger in einer Schatten¬ form mit körnigem, grünem Thallus. — Schweiz: An jüngeren Stämmchen von Pinus silvestris bei Oberottikon. — Bayern: Mün¬ chen, an dünnen Zweigen junger Föhren im Walde südlich bei Baier¬ brunn, auf der bewaldeten Anhöhe nördlich von Lohhof, am Waldsaum südlich bei Schleißheim; Malbacher Filz (Pinus Pumlio); in der Em¬ meringer Leiten bei Olching (Ainus glut.) ; an dürren Fichtenästen am Waldsaume südlich bei Olching. — Fränk. Jura: Wald oberhalb Solen¬ hofen ; Wasserzell (junge Föhren); Nonnenholz bei Wemding (alte Föh¬ ren) ; auf der Höhe über den Schwalbenmühlen; im Hirschparke bei Eich¬ stätt; Augsburg. — Württemberg: Ehingen, an Wacholderz weiger, bei Ahlmen. — Baden: Rüppurer Wald bei Karlsruhe (Birken); um Heidelberg. — Erzgebirge: Rittersgrün, am Kaffenberg. — Schle¬ 17*
260 sien: Waldhaus bei Sagan; Forst bei Konstadt; Muckerauer Wald bei Lissa usw. — Westfalen: An vielen Stellen. — Thüringen: Jonas- tal bei Arnstadt, an Fichtenästchen. — Franken wald: Baumstumpf im Lohbachtal. — Nordwestdeutschland: An Zweigen von Weymouth- kiefern auf dem Hostjekamp vor Elmendorf; auf Föhrenzweigen und Stämmen in Rostrup; auf Sarothamnus bei Bergedorf, Oldenburg; an Myrica Gale bei Fickensholt und Südholt; an einem Pflaumenbaum in Zwischenahn; Eppendorfer Moor, an der rissigen Rinde einer Betula pubescens nordöstlich vom Kugelfang; Stormarn, Oldesloe an Sorbus au- cuparia im Rethwischholz. — Rügen: An Sarothamnus in der Schmalen Heide, selten, — Preußen: Samland, auf Kiefernästchen im Cranzer Wald; Rauschen; Caporner Heide. 1248. B. trisepta (Naeg.) Zahlbr. — Biatora trisepta Naeg. — B. lignaria var. conglomerata Hepp. — Lecidea sabuletorum var. milliaria f. trisepta Stitzenb. — L. lignaria Schaer. — L. vernalis var. milliaria Nyl.— Biatora lignaria y milliaria Hepp. — Bilimbia milliaria Kmplhbr. — B. milliaria ß lignaria Kbr, — B. m. y saprophila Kbr. — B. ligniaria f. saxi- cola Arn. — B. m. f. saxigena Arn. — B. saxigena Uloth. — Lecidea ter¬ naria Nyl. Lager unbegrenzt, meist dünn, mitunter etwas dicker, schorfig oder fein- bis grobkörnig, grau, grünlich oder bräunlich, mitunter fehlend. Apothecien gehäuft bis zusammenfließend, sitzend, 0,3—0,5 mm breit, halbkugelig, unberandet, mattschwarz, zuweilen bläulich bereift, innen grau. Hymenium 40—70 p, hoch, oben blaugrün, seltener olivfarben, durch Jod gebläut. Hypothecium farblos. Paraphysen verklebt. Schläuche 35 bis 60/z lang, 12—16dick, birnförmig, achtsporig. Sporen ellipsoidisch bis spindelförmig, gerade oder etwas gekrümmt, vierzellig, farblos, 12—23 /z, sehr selten bis 30 p lang, 4—6 /z. dick. An Rinde, Baumstümpfen, über Moosen und Steinen durch das ganze Gebiet zerstreut. Tirol: Ehrenburg, Plansee, Innsbruck, Jenesien, Fassa, Paneveggio usw. — Niederösterreich. — Bayern. — Würt¬ temberg. — Baden. — Hessen. — Thüringen. — Böhmen. — Schlesien. — Westfalen usw. — Nordwestdeutschland: Selten, an einer Esche im Juhrener Busch, Kr. Pinneberg; an Calluna bei Heidrege, bei Ütersen, im Himmelmoor bei Quickborn; Harburg, an star¬ ken Stämmen von Pinus Strobus bei der Majestätischen Aussicht in der Haake. — Brandenburg: Potsdam, an Pappeln der Berliner Chausse; neuer Garten. — Preußen: Samland, Wald bei Groß-Raum an graniti¬ schem Grenzstein.
261 var. ternaria (Nyl.). — Lecidea sabuletorum var. ternaria Nyl. — L. ternaria Nyl. — Bilimbia milliaria ß saxicola Kbr. — B. trisepta f. saxi- cola Arn. Lager körnig-schorfig, schmutzig grünlich, mitunter verschwindend. Apothecien schwärzlich, matt. Sporen mittelgroß. Steinbewohnend. — Tirol: Predazzo, am Fuß der Margola, auf Syenitblöcken; auf Porphyr am Waldwege vor der Alpe Val Maor; im Travignolotal unterhalb Bellamonte. — Heidelberg? 1249. B. obscurata (Smrft.) Zahlbr. — Lecidea sphaeroides b. obscu¬ rata Smrft. Lager meist ziemlich dünn, körnig oder körnig-faltig, weißlich, grün¬ lich-aschgrau oder aschgrau. Apothecien ziemlich groß, 0,8—1,5 mm breit, sitzend, anfangs vertieft und mit dickem, erhabenem Rande, später ver¬ flacht, zuletzt gewölbt mit vertieftem und verschwindendem Rande, rot¬ braun bis braunschwarz. Gehäuse farblos oder nach innen zu etwas bräunlich, am Rande dunkler. Hypothecium gelbbräunlich oder fast farblos. Paraphysen mehr oder weniger locker zusammenhängend, nach dem Scheitel zu gelblich bis bräunlich. Schläuche keulig. Sporen ellipsoidisch bis fast spindelförmig, vierzellig, 15—30 /z lang, 5—8 /4 dick. Jod färbt die Hymenialschicht vorübergehend blau, dann dunkel weinrot. Über Moosen am Grunde alter Laubbäume, selten. Steiermark: Über veralteten Moosen am Plabutsch; Lautsch. — Niederösterreich: Über Moosen auf dem Gipfel des Ötschers; Schneeberg, Ochsenboden über Moosen und abgestorbenen Alpenpflanzen. — Allgäuer Alpen: Ober- mädelealp. — Fränk. Jura: Über veralteten Moosen auf Dolomitboden der kahlen Gehänge zwischen Eichstätt und dem Tiefentale; auf abgedorrten Pflanzenresten auf der Ehrenburg und dem Brand bei Hezelsdorf. — Baden: Kaiserstuhl; Oberschaff hausen; Triberger Wasserfall; Meißen¬ heim a. Rh., am Rande einer Sandgrube; Jöhlingen; Heidelberg; zwischen Kleinkems und Istein. — Westfalen: Ilschengrund bei Höxter (über Moosen und Peltigera canina) und im Roten Grund (alte Eiche); Gassel- stiege auf dem Wege nach Nienberge (Acer campestre). — Erzgebirge: Rittersgrün, Phyllitfelsen am roten Hammerweg. — Böhmen: Marien- bad. — Mähren: Wenzelsdorf. — Schlesien: Auf Moospolstern in der kleinen Schneegrube; Schneekoppe; Kitzelberg bei Kauffung, an der Südseite auf Hypnum. 1250. B. microcarpa Th. Fr. — Bilimbia microcarpa Th. Fr. — Lecidea sabuletorum f. microcarpa Stitzenb. — L. sabuletorum f. triplicans Nyl. — L. triplicans Nyl. — L. meiobola Nyl.
2G2 Lager dünn oder fast fehlend, zerstreut körnig oder warzig, weißlich oder grünlich-aschgräulich. Apothecien klein, 0,5—0,8 mm breit, gewöhn¬ lich gedrängt, bald gewölbt oder kugelig, unberandet, dunkel kastanien¬ braun, zimtbraun oder schwärzlich, etwas glänzend. Gehäuse farblos, Hypothecium blaß rötlich oder farblos. Paraphysen verklebt. Hymenium stellenweise bräunlichrosa. Schläuche aufgeblasen keulig. Sporen spindel¬ förmig, vierzellig, gerade oder leicht gekrümmt, an beiden Enden ver¬ schmälert, 16—28 p lang, 5—6 p dick. Jod färbt die Hymenialschicht erst blau, dann dunkel weinrot. über Pflanzenresten und Moosen, selten. T i r o 1: Stanzertal, Almejur- joch; Waldrast, Matreier Grube; unter den Serieswänden; auf dem Blaser; Gipfel des vorderen Sonnenwendjoches; Schiern, im oberen Damers. — Schweiz: Gletscherschutt am Morteratsch ; Ütli bei Zürich ; Lenzerhaide; Pilatus. — Baden: Um Heidelberg; Feldberg; Todtnau. — Vogtland: Auf Moos im Steinicht. — Thüringen: MÖnchstuhl bei Garsitz; Pabst- felsen bei Watzdorf; Jonastal bei Arnstadt; Hohler Stein bei Thal auf Dolomit zwischen Moosen. — Schlesien: Auf überrieselten Sphagnum- polstern und Pflanzenresten am großen Teich; Mannsteine, über Moosen in Felsspalten. — Preußen: Berent. 1251. B. indurata A. Zahlbr. Lager epilithisch, krustig, einförmig, dünn, ausgebreitet, dunkel und schmutzig aschgrau oder stellenweise mehr weißlich, matt, weder durch KOH noch CaCl verändert, zusammenhängend, körnig-ungleich, ohne Soredien und Isidien, nicht von einem deutlichen Vorlager umgeben, oben von einer aus verwebten Hyphen gebildeten, farblosen und fleckenweise schwarz inspersen Rindenschicht überzogen. Gonidien geknäuelt; Knäuel nicht zahlreich, klein und mehr oder weniger zerstreut. Apothecien biato- rinisch, zerstreut oder genähert, bis 1,2 mm breit, dunkelbraun oder schwärzlich, matt, schon in der Jugend gewölbt und zuletzt fast halb¬ kugelig, unberandet, rund oder abgerundet oder kleinhöckerig. Gehäuse seitlich, knorpelig, aus strahligen, dickwandigen, verklebten, nicht septierten Hyphen gebildet, innen breit farblos, nach dem Umfang zu leicht umbra¬ braun und gegen das Hymenium zu ockerbräunlich. Hypothecium dick, unterhalb des Hymeniums schmal braungelblich, im übrigen weiß (unter dem Mikroskop farblos), aus sehr dicht verflochtenen, ziemlich dick¬ wandigen Hyphen gebildet, dicht, keine Luft einschließend, etwas knorpelig, durch Jod leicht gelb gefärbt. Ein deutliches Epithecium fehlt. Hymenium ohne eingestreute Körnchen, mehr oder weniger zimtbräunlich, oben schmal braunschwärzlich, 110—140 p. hoch, durch Jod erst blau, dann dunkel rötlich
263 gefärbt. Paraphysen fadenförmig, einfach, nicht septiert, dicht verklebt, am Scheitel kopfig-keulig und dunkler, mit bis 4 /z. breitem Kopf. Schläuche fast so lang als das Hymenium, länglich-keulenförmig, achtsporig. Sporen mehr oder weniger zweireihig angeordnet, farblos, länglich-spindelförmig, länglich-ellipsoidisch oder fast oval, an beiden Enden abgerundet oder an einem Ende etwas zugespitzt, gerade, mit drei dünnen Querwänden, dünn¬ wandig, 17—25^ lang, 7—8 p breit. Niederösterreich: Unterer Ochsenboden des Schneeberges, auf humosem Kalkboden zwischen Gras. 1252. B. mullea (Kplhbr.). — Bilimbia mullea Kplhbr. — B. hexamera De Not? Lager schorfig, etwas körnig, dünn, schmutzig gelblich-gräulich, er¬ gossen, manchmal von einer schwarzen Linie begrenzt. Apothecien zer¬ streut, einzeln, mittelgroß, oder in kleine Pölsterchen zusammengeballt und dann sehr klein, anfangs blaß und schmutzig purpurn, mißfarbig, mit flacher, zart berandeter Scheibe, zuletzt schwarz, matt, mit gewölbter un- berandeter Scheibe. Sporen farblos, lang spindelförmig, acht- bis zehnzellig, etwa 37 p lang, 1,2 p breit. Paraphysen verklebt, undeutlich. Hypothecium rötlich. — Der B. muscorum nahestehend. Bayern (in Krempelhuber, die Lichenenflora von Bayern), aber ohne Standortsangabe. 1253. B. mitescens Nyl. Lager warzig-körnig, graugrün, durch KOH nicht verändert. Apo¬ thecien in der Jugend flach berandet, später tritt der Rand zurück, bleibt aber häufig als ein heller Streifen erhalten, rötlichgelb, lederbraun, im Alter tiefbraun oder schwärzlich. Hypothecium und Hymenium farblos, Paraphysen frei, oben knopfig verdickt; dieser verdickte Teil manchmal olivgrün und schwärzlich angehaucht. Schläuche schmal, 50 p lang, 8 p breit. Sporen zu 8, spindeiig, spitz oder etwas stumpf, meist durch ein¬ seitige Anschwellung in der Mitte mit leichter Krümmung, durchweg vier¬ zellig, sehr selten achtzellige untermischt, jüngere zweizeilig. Aus¬ gewachsene Sporen messen 20—28 p Länge und 3 p Breite. Jod färbt die ganze Schlauchschicht schön und dauernd kobaltblau; KOH und HNO3 verändern das Hymenium nicht. Gonidien meist gruppenweise von Gallert¬ hüllen umschlossen. Pyknokonidien fadenförmig, leicht gekrümmt, 30 p lang, 0,6 p dick. Auf Dachziegeln auf der Insel Juist. 1254. B. sabuletorum (Fike.) — Lecidea sabuletorum Fike. — L. hypnophila Ach. — L. fuscolutea y sanguineoatra Ach. — L. vernalis var.
264 dolosa Nyl. — L. vernalis var. muscorum Nyl. — L. sphaeroides var. sabuletorum Nyl. — Biatora vernalis ß sanguineo-atra Fr. — B. fuscescens Nyl. — Bilimbia hypnophila Th. Fr. — B. sphaeroides i. muscorum Kbr. — B. sabuletorum a hypnophila Br. et Rostr. — Taf. LXXXI B, Fig. 7. Lager ausgebreitet, kleinwarzig, körnig oder schorfig, gewöhnlich ziemlich dünn, aber in der Dicke wechselnd, schmutzig aschgräulich oder grünlich oder weißlich. Apothecien 0,3—1,0 mm breit, sitzend, anfangs vertieft oder ziemlich flach, berandet, später gewölbt, halbkugelig, un- berandet, in der Farbe sehr verschieden, gewöhnlich erst hell fleischrot, dann rötlich- oder mißfarbig bräunlich, zuletzt schwärzlich oder von Anfang an dunkel. Gehäuse blaß. Hypothecium fast farblos bis rotbraun. Paraphysen verklebt, meist farblos und mit einem bräunlichen oder braungelben, dünnen Epithecium bedeckt. Schläuche etwas aufgeblasen. Sporen normal spindel¬ förmig oder lang spindelförmig, aber in der Gestalt sehr wechselnd, vier- bis zwölfzellig, 20—40 p, lang, 5—8 fj. dick. Jod färbt die Hymenialschicht erst blau, dann dunkel violett oder fast weinrot oder gelbrot. Uber Moosen, auf lehmiger Erde, an Lehmmauern, nicht selten. f, atrior Stitzenb. Apothecien bald gewölbt, von Anfang an schwärzlich. 1255. B. Naegelii (Hepp.) Zahlbr. — Bilimbia faginea Kbr. — B. Naegelii Anzi. — Biatora Naegelii Hepp. — Lecidea Naegelii Stitzenb. — Taf. LXXXI C, Fig. 3. Lager dünn, uneben, körnig, oft rissig geteilt, graugrün oder schmutzig weißlich, auf hellem Vorlager. Apothecien gehäuft, sitzend, angedrückt, erst leicht vertieft oder flach, fleischrot, mit dünnem, grauem Rande, später gewölbt, unberandet, fleischrot, scherbengelb, hell- oder dunkelbraun oder braunrot bis schwarz, innen weiß, bis 0,5 mm breit. Hymenium 50—60 u hoch, farblos, nach oben blaß olivenfarben bis bräunlich, auf farblosem Hypothecium. Paraphysen verklebt, zuweilen spärlich. Schläuche keulen¬ förmig, 40—50 ßz hoch, etwa 15 /x, dick, achtsporig. Sporen zwei- bis vier-, selten sechs- bis achtzellig, elliptisch, häufig gekrümmt, spindel- oder Erklärung zu Tafel LXXXI B. Fig. I. Bacidia atrosanguinea. „ 2. „ effusa Smith. „ 3. „ endoleuca. „ 4. „ rubella. „ 5. ,, muscorum. „ 6. „ cinerea. „ 7. ,, sabuletorum. • Sporen, Vergr. 1000.
265 keulenförmig, 14—25 lang, 4—6, selten 8 p dick. Jod färbt die Hymenial¬ schicht blau. Auf Rinde von Laub- und Nadelhölzern verbreitet, aber nicht überall. var. occulta Stitzenb. — Biatora lignaria y limosa Hepp. Lager unbegrenzt, dünn, schorfig bis körnig, schmutzig graugrün bis grün. Apothecien gehäuft bis zusammenfließend, sitzend, gewölbt bis halb¬ kugelig, randlos, weiß oder hell bis dunkelgrau, zuweilen durchscheinend, innen weiß, 0,2—0,5 mm breit. Hymenium 50 /x hoch, farblos, auf farb¬ losem Hypothecium. Paraphysen verklebt. Sporen länglich-ellipsoidisch, vierzellig, farblos, 14—19 /4 lang, 4 dick. Hymenium durch Jod erst gebläut, dann verdunkelt. var. nigricans Lettau. Lager oft fast fehlend. Apothecien von Anfang an schwarz und oft gewölbt, randlos oder mit undeutlichem, schwärzlichem Rande. Epithecium meist dunkler olivfarben oder schwarzgrünlich und fast smaragdgrün. Preußen: Cranz beim Belvedere und gegen Rosehnen an Salix. 1256. B. cinerea (Schaer.) — Lecidea cinerea Schaer. — Bilimbia cinerea Kbr. — B. delicatula Kbr. — Taf. LXXXI B, Fig. 6. Lager dünn, körnig oder schorfig, weißlich oder grünlich-aschgrau. Apothecien klein, 0,3—0,5 mm breit, mitunter zusammenfließend, sitzend, anfangs ziemlich flach, bald gewölbt und mit blasserem, verschwindendem Rande, fleischrot - mißfarbig, oliv - mißfarbig, mäusefarbig oder zuletzt dunkel. Gehäuse und Hypothecium farblos. Paraphysen verklebt, ganz un¬ gefärbt oder nach dem Scheitel zu sehr leicht olivfarben. Schläuche auf- geblaserr-keulig. Sporen meist etwas gekrümmt, zylindrisch, an beiden Enden stumpf, meist sechs- oder achtzellig (selten vier- oder zwölfzellig), 20—32 /z lang, 4—6 breit. Jod färbt die Schläuche erst blau, dann weinrot. An Rinde, alten Stämmen, freiliegenden Wurzeln, selten. Tirol: Kleiner Rettenstein, an der Rinde jüngerer Fichtenbäume im Walde ober¬ halb Paß Thurn; an jüngeren Fichten im Walde unterhalb Paneveggio. — Allgäuer Alpen: Buchenrain; Albspitze; Edelsberg; Nonnenhorn. — Schweiz: Könitzberg; Hochfluh; Rigi; bei Pfäffikon; Rüti; Zürich; im Veltlin über Moosen. — Bayern: München, an jüngeren Föhren im Kapu- zinerhölzel; an jungen Fichten im Wald bei Baierbrunn; an Föhren bei Groß-Hesselohe; zwischen Deisenhofen und Dingparting; an Pallisaden des Parkzaunes südlich von Baierbrunn; Reschberg bei Partenkirchen. — Baden: Felsenmeer bei Heidelberg (Birke); Notschrei im Schwarzwald. Hessen: Um Frankfurt; Schlierbach. — Thüringen: Roter Berg bei
266 Stützerbach, an bemoosten Stämmen alter Buchen. — Schlesien: Am Grunde und auf bloßliegenden Wurzeln alter Fichten im Gehänge, Zacken¬ wald, Melzergrube; Glatz, Hollengrund bei Altheide an beschatteten Sand¬ steinblöcken über Moosen. — Nordwestdeutschland: An Calluna- stämmchen im Willbrock; an Sarothamnus in der Heide bei Bergedorf. f. hypoleuca Stitzenb. Lager unbegrenzt, pulverig, saftgrün. Apothecien schwach gewölbt, randlos, gelblichweiß, innen weiß, 0,2—0,4 mm im Durchmesser. Hyme¬ nium farblos, auf farblosem Keimboden, etwa 60 /z hoch, aus undeutlichen, verklebten Paraphysen und birnförmigen, 55—60 p langen, 14—18 p dicken Schläuchen bestehend. Sporen zu 8, verlängert - ellipsoidisch, etwas ge¬ krümmt, vier- bis achtzellig, farblos, 20—32 p lang, 4—5 p dick. Schläuche durch Jod blau, im unteren Teile undeutlich violett. Bayern: München, an dünnen Fichtenzweigen längs des Wald¬ saumes an der Straße gegen Wörnbrunn. — Fränk. Jura: An der Rinde junger Fichten im Walde des Affentales und im Hofstettner Forste bei Eichstätt. 1257. B. borborodes (Kbr.). — Bilimbia borborodes Kbr. — Lecidea dolosa Ach. — Bilimbia sabuletorum f. dolosa Ach. Lager dünn, ausgebreitet, körnig - staubig, schmutzig-gelbbraun, auf dünnem, weißlichem Vorlager. Apothecien nicht über 0,5 mm breit, sitzend, von mattem, bestaubtem Aussehen, mit erst flacher, niedergedrückt beran¬ deter, gelbbräunlicher, später stark gewölbter, unberandeter, rotbrauner bis braunschwärzlicher Scheibe. Hypothecium gelbbraun. Paraphysen ziemlich verklebt, ganz farblos oder oben schmutzig-grünbräunlich. Sporen spindel¬ förmig, an einem oder beiden Enden zugespitzt, meist nur vier- (selten sechs- bis acht-) zellig, 15—25 p lang, 5—6 p dick. Schläuche keulig. Zerstreut und nicht häufig an Rinden. Tirol: Andalo, auf Fichten. N iederösterreich: Um Seitenstellen ziemlich verbreitet an der Rinde von Birnbäumen, bemoosten Stöcken, Baumwurzeln; Sonntagsberg; Gresten; Kremsmünster. — Fränk. Jura: Auf morscher, bemooster Eichenrinde im Schernfelder Forst bei Eichstätt. — Mittelfranken: München, im Englischen Garten. — Baden: Heidelberg, an alten Eichen am Kaiser¬ stuhl. — Schlesien: An Apfelbäumen bei Schreiberhau; an Eichen im Wilhelmsberger Wald bei ProSkau; Gr. Leubuscher Wald bei Brieg. — Westfalen: An alten Ahornen bei Nienberge. 1258. B. decedens (Hepp.). — Biatora decedens Hepp. — Bilimbia accedens Arn. — B. muscorum var. accedens Arn. — Lecidea sabuletorum var. decedens Stzbgr. — L. decedens Stzbgr.
267 Lager krustig, unbegrenzt, sehr dünn, schorfig-körnig, grau, häufig obliteriert. Apothecien sitzend, zerstreut, erst flach, dann halbkugelig, un¬ berandet, matt-braunschwarz bis schwarz, innen schwarz mit grauer Hyme- niallinie, 0,5 mm breit. Hymenium 110^ hoch, farblos, oben blaugrün auf rotbraunem Hypothecium. Paraphysen verklebt, Schläuche birnförmig, 100//. hoch, 22 /z dick. Sporen zu 8, spindelförmig, sechs- bis sechzehnzellig, 40—75 /z lang, 5—8 /z dick. Jod färbt das Hymenium blau. Über Moosen und Pflanzenresten, nicht häufig. Schweiz: Über Moosen am Pilatus; an Eichenrinde bei Bern. — Tirol: Finstertal zwi¬ schen Kühetai und den Seen; Brenner, längs der Bergschneiden und im Nadelwalde des Greesberger Tales; Gipfel des vorderen Sonnenwendjoches; Gipfel des Kleinen Rettenstein; Gröden, am Wege von Wolkenstein zur Regensburger Hütte; Ratzes. — Allgäuer Alpen: Plansee, an Buchen. Bayern: München, Schleißheim, Grünwalder Park, Iserabhang vor Grün¬ wald. — Fränk. Jura: Uber Hypnum molluscum an Kalkfelsen des Hummerberges bei Streitberg; über veralteten Moosen am Waldsaume vom Weinsteige gegen Landershofen bei Eichstätt und an einem Kalkblock im Affentale. — Württemberg: Ehingen über Moosen an einer alten Eiche im Büchele und im Osterholz. — Schlesien: Teufelsgärtchen im Riesen¬ gebirge. 1258. B. Auerswaldii Hepp. — B. effusa Auersw. — Bilimbia effusa Auersw. — Lecidea effusa Stitzenb. — Taf. LXXXI C, Fig. 4. Lager dünn, schorfig oder körnig, schmutzig-aschgrau-grünlich. Apo¬ thecien sitzend, 0,5—0,8 mm breit, erst vertieft, mit ziemlich dickem, er¬ habenem Rande, später mehr flach mit vertieftem und verschmälertem Rande, zuletzt leicht gewölbt und randlos, schwarz-purpurn oder schwarz. Gehäuse und besonders der Rand blaßviolettbraun oder rußbräunlich-violett. Hypothecium farblos. Paraphysen leicht trennbar, schlank, kopfig, nach dem Scheitel zu olivbraun. Schläuche keulig. Sporen länglich oder ver- Erklärung zu Tafel LXXXI C. Fig. i. Bacidia lecideoides var. trigemmis, 7 Sporen, nach Arnold. ,, 2. ,, cuprea. „ 3. „ Naegelii. ,, 4- »i Auerswaldii. „ 5. „ chlorococca. ,, 6. ,, Frieseana. „ 7. „ ligniaria. „ 8. „ inundata. m 9. „ incompta. Sporen, Fig. 2—9 Vergr. 1000.
268 längert-länglich, an beiden Enden stumpf, vier- bis achtzellig, 20—36 p lang, 4—6/z dick. Jod färbt die Hymenialschicht intensiv weinrot. An Rinde und Holz alter Eichen. Niederösterreich: An der Rinde eines alten Stammes von Cornus mas bei der Krainer Hütte in Helenental bei Baden. — Schweiz: Genf; Knonau. — Bayern: An einer Esche bei Dietenhofen; an einer Fichte bei Forhant nächst Parten¬ kirchen. — Westfalen: An Eichen bei den Extersteinen; an Eichen im Solling; an Carpinus zwischen Hockergrund und Rottminde bei Höxter; an einem eichenen Pfahl bei Handorf. — Schlesien: An alten Eichen in Skarsine bei Breslau und im Groß-Leubuscher Walde bei Brieg. — Böhmen. — Hessen. — Hamburg: Segeberg, an Weiden bei Harten¬ holm. — Preußen: Danzig, Samland, Park Warnicken. 1259. B. chlorococca Graewe. — Bilimbia chlorococca Graewe. — Leci¬ dea chlorococca Stitzenb. — Biatora hypnophila ß chlorococca Graewe. — Bacidia chlorococca a tristior Th. Fr. — Taf. LXXXI C, Fig. 5. Lager dünn, schorfig oder körnig, schmutzig-grünlich oder gelblich¬ grünlich. Apothecien klein, 0,2—0,3 mm breit, zerstreut oder gedrängt, angewachsen, gewölbt und randlos, rötlichbraun, dunkelschwarzbraun bis schwarz. Hypothecium farblos. Paraphysen deutlich, eine reichliche Gal¬ lertmasse durchziehend, nach dem Scheitel zu dunkelolivgrün. Gehäuse von gleicher Farbe, aber etwas blasser. Hymenium etwa 50^, hoch, durch Jod, besonders die Schläuche zuerst gebläut, dann schmutzigweinrot oder violett gefärbt. Schläuche aufgeblasen oder aufgeblasen-keulig. Sporen zu 8, ge¬ rade oder gewöhnlich gebogen, an beiden Enden, besonders an einem, zu¬ gespitzt, vier- bis achtzellig, 22—38 /z lang, 3—5 breit. An Rinde von Nadelhölzern, seltener Birken. Bayern: München, an dünnen Fichten- und Föhrenzweigen im Gehölze nördlich beim Bahnhof von Groß-Hesselohe. — Fränk. Jura: An dünnen Lärchenzweigen bei Weißkirchen unweit Eichstätt und im Walde hinter Schaefstall bei Donau¬ wörth. — Schlesien: Goldberger Stadtwald; Kreuzburg (Ober-Schl.), Wald bei Budzow; Rosenberg, Wald nach Boroschau, überall an Kiefern; Oppeln, Grudschützer Wald. — Erzgebirge: Rittersgrün, auf jungen Buchenzweigen auf dem Kaffenberg; Tellerhäuser, an einem Fichtenzweig; Antonstal, Tannenzweige; auf Phyllit im Hochwald hinter dem Gasthaus zum Engel; Altenberg, Buche im Bielatal; vor dem Großen Lugstein; Vorderzinnwald; Kahleberg; Geising. — Nordwestdeutschland: Eppendorfer Moor; Harburg, in der Haake an Pinus montana; Stormarn. zwischen Poppenbüttel und Lehmsal an Kiefern. — Preußen: Samland, Schwarzort, Rauschen.
269 a tristior Th. Fr. Apothecien schwarzbraun bis schwarz, sitzend; Paraphysen am Schei¬ tel schmutzig-olivfarben. Thüringen: Anscheinend verbreitet. — Schlesien: An Erlen- ästen im Park von Pleß, an Birken bei Konstadt und bei Gleiwitz. ß hilarior Th. Fr. Apothecien rötlich oder rotbraun. Paraphysen am Scheitel nicht dunkler. Schlesien: An Populus tremula in den Sitten bei Obernigk. 1260. B. ligniaria (Ach.) Lettau. — Bilimbia milliaria Kbr. — B. syn- comista Kbr. — Lecidea lignaria Ach. — L. milliaria Fr. — L. uliginosa var. geomoea Ach. — L. geomoea Tayl. — L. sabuletorum var. milliaria Cromb. — Taf. LXXXI C, Fig. 7. Lager ausgebreitet, körnig, graugrün oder weißlich, zuweilen fast feh¬ lend, auf undeutlichem, braunem Vorlager, durch KOH gelb, durch CaCl rötlich gefärbt. Apothecien 0,3—0,5 mm breit, abgerundet, mit von An¬ fang an stark gewölbter bis halbkugeliger, unberandeter schwarzer Scheibe. Hypothecium blaß. Paraphysen verklebt, straff, an den Enden dunkelblau¬ grün oder dunkelolivfarben. Schläuche breitkeulig. Sporen länglich oder schmal länglich-spindelförmig, gerade oder leicht gekrümmt, vier- bis acht¬ zellig, 16—32 p lang, 5—7 p dick. Jod färbt die Hymenialschicht bläulich, die Schläuche zuletzt dunkel. Über alten Moosen, Flechten, Pflanzenresten auf Holz, Erdboden, auch auf Steinchen übergehend durch das ganze Gebiet ziemlich verbreitet. f. nigrata Zahlbr. — Lecidea saubuletorum var. milliaria f. nigrata Nyl. — Bilimbia milliaria f. nigrata Th. Fr. Lager dunkler. N iederösterreich: Ochsenboden auf dem Schneeberg, über Moosen und abgestorbenen Alpenpflanzen. 1261. B. scoliciosporoides (Bagl. et Carest.). — Bilimbia scoliciospo- roides Bagl. et Car. — Lecidea milliaria f. scoliciosporoides Stitzenb. Lager krustig, unbegrenzt, dünnschorfig, grauweiß. Apothecien ge¬ häuft, 0,7 mm breit, sitzend, gewölbt, randlos, glänzendschwarz, innen graubraun. Hymenium nach oben olivenfarben, durch Jod erst blau, dann dunkel gefärbt, 60 p hoch. Hypothecium bräunlich. Paraphysen spärlich; verklebt. Schläuche 55 p lang, 18 p dick. Sporen zu 8, lang-ellipsoidisch, vier- bis achtzellig, farblos, 16—2q(—36) p lang, 4—5(—6) p dick. Alpen: Über Silene acaulis am Hospiz in Valdobbia.
270 I2Ö2. B* atro-candida (Eitner). — Bilimbia atrocandida Eitner. Lager wie firnisartig-schorfig, weiß, leprös-gelblich sich auflösend. Früchte sehr klein, unberandet, schwarz, nackt, angefeuchtet nicht heller werdend, flach bis leicht gewölbt, rund bis unregelmäßig. Schlauchboden dunkelrotbrau; Paraphysen farblos, ziemlich verklebt, oben braun, kopfig verdickt. Schläuche blasig, keulig, achtsporig. Sporen schmal spindelförmig an beiden Enden scharf zugespitzt, 20 /z lang, 3—4 p dick, vier- und sechs¬ zellig, farblos. Die Farbe des Schlauchbodens steigt oft in die Paraphysen, so daß diese auch ganz hellbräunlich werden. Schlesien: An nicht zu alten Eichen im Groß-Leubuscher Wald bei Brieg. 1263. B. Dufourei (Ach.). — Lecidea Dufourei Ach. — Lecidea sabule¬ torum f. simplecior Nyl. — Bilimbia sabuletorum f. simplicior A. L. Sm. — B. sphaeralis Kbr. — Catillaria sphaeralis Anzi. Lager warzig-körnig, graurötlich, mitunter schmutzig entfärbt, mit meist zu einer faltig-warzigen Kruste vereinigten, seltener etwas schorfig aufgelösten Körnchen, auf undeutlichem Vorlager. Apothecien tief schwarz, von Anfang an gewölbt und randlos, später zusammenfließend und etwas verflacht. Sporen in Gestalt und Größe sehr veränderlich, länglich oder etwas keulenförmig, an einem Ende spitz, 9—18 lang, 3—5 /z dick. Moose über Steinen und Felsen überziehend. Über Andreaea petro- phila in den Alpen des Furvatalcs, selten. 1204. B. inundata (E. Fr.) Kbr. — Biatora inundata Fr. — B. vernalis var. inundata Fr. — B. luteola var. inundata Fr. — Lecidea arceutina var. inundata Nyl. — Bacidia arceutina c. inundata Br. et Rostr. — Taf. LXXXI C, Fig. 8. Lager meist dünn, körnig oder ausgebreitet und rissig zerteilt, schmutzig hell- oder dunkelgraugrün auf undeutlichem, gleichfarbigem Vorlager. Apothecien klein, 0,3—0,8 mm breit, angedrückt, mit anfangs flacher, dünn berandeter, bald gewölbter, unberandeter, fleischrötlicher, rot¬ brauner, grünbrauner, mißfarbiger bis schwärzlicher Scheibe. Gehäuse bei den helleren Früchten dem Hypothecium gleichfarbig, bei den dunkleren schmutzigviolett oder violettbraun. Hypothecium blaß, fast farblos, gelb¬ lich oder leicht bräunlich. Paraphysen ziemlich verklebt, ganz farblos oder durchweg schmutzig. Schläuche keulig. Sporen gerade oder ziemlich ge¬ rade, vier- bis achtzellig, an einem Ende verschmälert-zugespitzt, 27 bis 40^ lang, 1,5—2,5 p dick. Jod färbt die Hymenialschicht erst leicht blau, dann weinrot oder violett.
271 Auf kieselhaltigem Gestein, besonders an überspülten oder überriesel¬ ten Felsblöcken in Bächen durch das ganze Gebiet zerstreut Tirol: Kühetai; Umhausen; Roßkogel im Bach bei den Laken; Brenner, in den Gletscherbächen; Vennatal; Kleiner Rettenstein; Travignologebiet, in Bächen. — München; Fränk. Jura; Württemberg; Baden; Westfalen; Thüringen; Erzgebirge; Schlesien; Harz; Vogtland. — Nord West¬ deutschland: An der feuchten Mauer eines Stallgebäudes in Zwischen¬ ahn. — Preußen: Wolfsschlucht im Park Warnicken, Samland. f. lacus tris Ach. — Lee. lacustris Ach. Apothecien dunkler, blutrot-schwarz oder schwärzlich. Steinbewoh¬ nend. f. saxicola Fr. Apothecien heller. Steinbewohnend. f. lignorum Fr. Apothecien blasser, meist fleischrötlich. Holz bewohnend. 1265. B. Beckhausii (Kbr.) Arn. — Lecidea umbrina var. bacillifera Nyl. — L. bacillifera Nyl. — Biatora stenospora Hepp. — Lecidea steno- spora Nyl. Lager dünn, körnig-schorfig, weißlich oder aschgräulich-weißlich, zu¬ weilen kaum entwickelt. Apothecien klein, 0,2—6,7 mm groß, angewachsen, bald gewölbt und randlos, feucht mehr oder weniger blaß oliv- oder mi߬ farben, trocken dunkel. Hypothecium und Gehäuse fast farblos. Para¬ physen verklebt, nach dem Scheitel zu olivfarben oder grünlich, an be¬ reiften Formen mit körnigem Epithecium. Schläuche keulig. Sporen ge¬ rade, am beiden Enden stumpf lieh, 16—32 p lang, 2—3 p dick, bis acht¬ zellig. Hymenialschicht durch Jod blau, dann weinrot gefärbt. Die ge¬ färbten Teile des Apotheciums werden durch Jod weinrot-violett gefärbt. Lager durch Reagenzien nicht verändert. An Rinde von Laubhölzern durch das Gebiet sehr zerstreut. Tirol: Gurgl; Hohe Mut (Rhododendron); Waldrast; Matreier Grube, unter den Serieswänden (Rhododendron, Zwergweiden) ; Brenner, beim Kaser im Vennatale; Kleiner Rettenstein (Ainus); Paganella, über Moosen. — Allgäuer Alpen: Obermädelealpe; Birgsau; Grünten; Breitenberg; Höfatshang. — Bayern: München, Forstenrieder Park, an der rissigen Rinde einer jungen Eiche im Karolinengeräumt; Augsburg; Wöllenburg. Fränk. Jura: An rissiger Rinde von Ulmen und an Carpinus im Affen¬ tale bei Eichstätt. — Böhmen: Spitzberg im Böhmer Wald. — West¬ falen: Höxter, Münster, im Solling, Kloppenburg usw. — Thüringen: An Bergahornrinde, Ickersbachtal bei Kleinschmalkalden; bei Oberhof, an
272 der Straße zum Rondel; im Sieglitztal oberhalb Dorrberg; im Tal der Zahmen Gera bei Gehlberg (auch auf Fraxinus) ; Ochratal usw. — Mäh¬ ren. — Schlesien. — Harz. — Vogtland. — Frankenwald. — Nordwestdeutschland: An Eschen in einer Waldung bei Hüllsteder- diele unweit Gießeihorst, Gern. Westerstede; Stormam, Oldesloe an einer alten Buche im Kueden (v. obscurior). — Preußen: Memel, Oletzko, Karthaus, Zempelburg; Samland, Großraumer Wald, Wosegauer Wäld¬ chen, Wiskiauter Wäldchen. var. obscurior Th. Fr. — Secoliga Beckhausii Stitzenb. Apothecien trocken schwarz oder schwärzlich, gewöhnlich nackt. var. poliaena (Nyl.) Arn. — Lecidea umbrina var. poliaena Nyl. — L. bacillifera f. subpallens Nyl. — L. stenospora var. poliaena Nyl. — Secoliga arceutina var. poliaena Stitzenb. Apothecien trocken blaß, mißfarben oder etwas olivfarben, nackt oder mehr oder weniger weißlich bereift. f. stenospora (Hepp.) Th. Fr. — Biatora stenospora Hepp. Apothecien bereift. Tirol: Paneveggio, an den Rhizomen von Sedum roseum über dem Kleinen Cavalazzo-See. — Fränk. Jura: An der Rinde jüngerer Eichen im Hirschparke am Wege gegen Weißenkirchen bei Eichstätt. — Böh¬ men. 1266. B. effusa (Smith) Arnold. — Lichen effusus Smith. — Biatora effusa var. ß intermedia Hepp. — Lecidea effusa Leight. — L. intermedia Leight. — Biatora anomala Fr. — Bacidia anomala Kbr. — Taf. LXXXIB, Fig. 2. Lager ausgebreitet, dünn, krustig, schorfig, gelblichgrün oder wei߬ lich, mitunter kaum erkennbar. Apothecien ziemlich klein, zerstreut oder manchmal in verschiedener Weise gehäuft, anfangs flach, mit ziemlich dickem Rande, dann gewölbt und randlos, blaß gelblich - fleischfarben, manchmal rötlich oder bräunlich werdend. Paraphysen schlank, wenig ver¬ klebt, farblos, manchmal mit dünnem, braunem Epithecium. Sporen schmal¬ keulig, gerade oder leicht gekrümmt, mehrzellig, etwa 45/z lang, 1—2tu dick, bald etwas kürzer, bald etwas länger. Hymenialschicht und Schläuche durch Jod gebläut. Tirol: Bozen, auf einem mit Pilzen besetzten, vermoderten Laub¬ holzast hinter Haslach. — Niederösterreich: An Rinden am Heu berge bei Dornbach. — Steiermark: Prebergraben in den Kraggen usw. Schweiz: Zürich, Riffersweil. — Baden: Konstanz; Felsenmeer des Königsstuhles (Populus tremula, Quercus) ; an der Hilsbach. — Hessen:-
273 Längetal bei Frankenberg (Acer); auf der Landsburg (Eschen) ; Sauer¬ berg (Eichen); Kammerforst (Erlen) usw. 1267. B. albescens (Arn.) Zw. — Scolicosporum atrosanguineum f. albescens Arn. — Bacidia phacodes Kbr. — Secoliga arceutina ß albescens Stitzenb. — Lecidea luteola var. chlorotica Nyl. — L. inundata f. carneo- luteola Nyl. — L. chlorotica (Ach.) Nyl. Lager dünn, schorfig-körnig, zuweilen gallertig-firnisartig, grünlich¬ aschgrau, grünlich oder weißlich. Apothecien klein, bis 0,6 mm breit, meist kleiner, angewachsen, anfangs ziemlich flach, meist gedrängt, von einem niedergebogenen, blasseren Rande umgeben, später bald gewölbt, unberan¬ det, weißlich oder rosig oder rötlich, mitunter blaß und schmutzig ocker¬ farben. Gehäuse und Hypothecium farblos. Paraphysen zusammenhängend, farblos, ohne deutliches Epithecium oder nach dem Scheitel zu sehr schwach gelblich. Schläuche schmalkeulig. Sporen haarnadelförmig, nach dem Grunde zu schmäler, undeutlich vier- bis sechzehnzellig, 24—42 lang, 1 p dick. Jod färbt die Hymenialschicht erst leicht blau, dann weinrot. Auf Rinde und Holz, selbst Holzmoder, altem Polyporus, Knochen, altem Ziegenkot, zerstreut durch das ganze Gebiet. Tirol: Plansee, an Buchenstämmen; Arlberg, auf schieferartigem Glimmergestein gegenüber St. Anton, auch auf Ziegenkot; Verwalltal (Polyporus) ; Predazzo, Fuß der Margola (alter Knochen); Paneveggio. — Bayern: München, mehrfach in der Umgebung; Augsburg. — Allgäuer Alpen: Birgsau, Buchen¬ rain. — Fränk. Jura. — Baden. — Hessen. — Westfalen. — Thüringen: Gabelbach, Friedrichsroda. — Erzgebirge: Ritters¬ grün, Altenberg. — Böhmen. — Schlesien. — Vogtland. — Nord Westdeutschland. — Rügen. — Preußen. 1268. B. vexans (Stitzenb.) — Secoliga vexans Stitzenb. Lager schorfig, braungrün. Apothecien sehr klein, 0,2—0,3 mm breit, bleibend krugförmig, dick und stumpf berandet, in der Jugend braungelb, gallertartig durchscheinend, später schwarzbraun. Hypothecium farblos. Hymenium etwa 60 mm hoch, oben mit bräunlichem Epithecium. Para¬ physen frei, nicht selten gabelig geteilt. Schläuche birnförmig, 50—60 p, lang, 8—12 dick, achtsporig. Sporen 40—55 /z lang, acht- bis drei¬ zehnmal so lang wie breit, plump nadelförmig, beiderseits ungleich zu¬ gespitzt, meist achtzellig. Westfalen: An jungen Waldbäumen in der Umgebung von Mün¬ ster, Handorf, im Schifftal bei Beverungen. 1269. B. acerina (Pers.) Arn. — Lichen acerinus Pers. — Secoliga acerina Stitzenb. — Lecidea acerina Nyl. — L- lateola ß acerina Ach. — Thome-Migula, Flechten. II. (Flora XII, 2.) 18
274 L. carueola ß arceutina Ach. — Rhaphiospora atrosanguinea a biatorina Kbr. Lager warzig-körnig, gelblich- oder grünlich-weißlich, mehr oder weniger dünn. Apothecien kreiselförmig hervortretend oder sitzend, bis i mm breit, anfangs vertieft, später fast dauernd ziemlich flach und berandet, seltener zuletzt leicht gewölbt, mit nackter, fleischfarbener, lederbrauner, kastanien¬ brauner, schwarzblutroter oder schwärzlicher Scheibe und ungeteiltem, der Scheibe gleichfarbigem oder hellerem, zuletzt verschwindendem Rande. Gehäuse entweder ganz farblos oder besonders am Rande blaß, aber deut¬ lich ins Rosenrote spielend. Hypothecium farblos. Paraphysen schlank, locker zusammenhängend, je nach der Farbe des Apotheciums heller oder dunkler violettbläulich, violett oder violettrot. Schläuche schmalkeulig. Sporen gerade oder gewöhnlich spiralig gewunden, an einem Ende ver- schmälert-zugespitzt, mit zahlreichen, bis 15 Querwänden, 50—80^ lang, 2,5—3 dick. Jod färbt die Hymenialschicht erst blau, dann weinrot. Auf der Rinde besonders von Nadelhölzern ziemlich selten. Tirol: Sarntal, an Fichten bei der Möltenerkaser; Jenesien; Ratzes; Überetsch; Predazzo; Paneveggio; überall an Nadelholz. — Steiermark: Reifnig; Pfaffen sattel. — Schweiz: An Tannenrinde bei Oberuster. — Allgäuer Alpen: Birgsau. — Bayern: Augsburg, an Fichten beim Spickei. — Fränk. Jura: An der Rinde alter Fichten im Affental; an einer Tanne nicht weit vom Buchgraben im Veldensteiner Forst; an bemooster Eichen¬ rinde zwischen Weißenburg und Hardt; in den Donauauen südlich von Gerolfing und oberhalb Attenzell bei Meilenhofen. — Baden: An Eichen des Königstuhles und Auerhahnkopfes bei Heidelberg; Zastler im Schwarz¬ wald; Schmelzplatz bei Todtnau. — Schlesien: Bankauer Wald bei Kreuzburg. — Thüringen: Roter Berg bei Stützerbach; nördlicher Erbskopf bei Gabelbach an Acer Pseudoplatanus. — Preußen: Anger¬ burg; Berent, Zempelburg. var. violacea Arn. — Bacidia violacea Arn. — B. Frieseana var. violacea Arn. Scheibe violett. Epithecium blau oder violett. Hypothecium farblos. Sporen sehr zierlich, an den Enden allmählich verschmälert, 64 // lang, 2 ja dick. Tirol: Jenesien, auf Fichten am Wege nach Flaas und am Remp. — München. — Fränk. Jura. — Amberg. — AllgäuerAlpen. — Württemberg. 1270. B. rosella (Pers.) De Not. — Lichen rosellus Pers. — Lecidea rosella Ach. — Biatora rosella Fr. — Secoliga rosella Stitzenb. — Lecidea alabastrina ß rosella Ach.
275 Lager ausgebreitet, dünn, körnig oder etwas schorfig, weißlich oder blaß grünlich-aschgräulich. Apothecien bis 1,5 mm breit, meist kleiner, sitzend, anfangs vertieft, später lange flach mit ziemlich dickem, un¬ geteiltem, herabgebogenem, blasserem Rande, zuletzt gewölbt und randlos, mit rosenroter oder fleischroter, zart bereifter Scheibe. Gehäuse und Hypo¬ thecium farblos. Paraphysen schlank, locker zusammenhängend, von einem gelblichen, körnigen Epithecium bedeckt. Schläuche schmal zylindrisch- keulig. Sporen nadelförmig, 12—lözellig (oder selbst noch mehrzelliger), gewöhnlich nach dem Grunde zu verschmälert, 60—100 p lang, 4—5 p dick. Jod färbt die Hymenialschicht blau, dann schmutzig violett, die Schläuche violettrot. Auf glatten Rinden von Laubhölzern, zerstreut durch das ganze Gebiet. 1271. B. rubella (Ehrh.) Mass. — Lichen rubellus Ehrh. — L. corti¬ catus Rutstr. — L. luteolus Ach. — Secoliga rubella Stitzenb. — Lecidea luteola Ach. — Biatora luteola Fr. — Taf. LXXXI, Fig. 1—5; Taf. LXXXI B, Fig. 4. Lager schorfig oder lappig-körnig, verschieden dick, aschgräulich oder aschgrau-grünlich. Apothecien 0,5—1 mm groß, sitzend, anfangs becher¬ förmig, später flach und gewölbt, mit stumpfem, verschwindendem Rande, gelbrot oder fleischrot, nackt. Gehäuse dick, becherförmig, blaß. Hypo¬ thecium gelblich oder farblos. Paraphysen schlank, mehr oder weniger locker zusammenhängend oder leicht zu trennen, ohne deutliches Epi¬ thecium. Schläuche schmalkeulig. Sporen nadelförmig, nach dem Grunde zu zugespitzt, zuletzt bis lözellig, 58—100 p lang, 3—4p dick. Jod färbt die Hymenialschicht erst blau, dann violett oder weinrot. An Rinde und Holz von Laubbäumen durch das ganze Gebiet zerstreut, var. a luteola (Schrad.) Th. Fr. — Lichen luteolus Schrad. Rand der Apothecien nackt. f. vulgaris Kbr. Lager körnig, graugrün, Apothecien schließlich gewölbt. f. fallax Kbr. Lager schuppig-warzig, weißlich. Apothecien dauernd fast flach. var. ß porriginosa (Turn.) Arn. — Lichen porriginosus Turn.— Lecidea luteola y porriginosa Ach. — Bacidia fraxinea Lönnr. — Secolica rubella f. porriginosa Stitzenb. Rand der Apothecien weiß bereift. Kruste körnig, meist dicker. var. y assulata Kbr. Lager staubig, fast rissig zerteilt. Apothecien sehr klein, bald gewölbt und randlos. 18
276 1272. B. herbarum (Hepp.) Arn. — Secoliga herbarum Hepp. — Leci¬ dea bacillifera var. herbarum Nyl. Lager sehr dünn, firnisartig oder zerstreut körnig, weißlich oder asch¬ gräulich. Apothecien bis 1 mm groß, sitzend oder leicht vortretend, rötlich oder kastanienbraun bis schwarz-blutrot, anfangs vertieft oder etwas flach, mit dünnem Rande, zuletzt gewölbt und randlos. Gehäuse ähnlich wie das Hypothecium gefärbt, aber blasser. Hypothecium braungelb, rotgelb oder gelbbraun. Paraphysen verklebt, fast farblos, nach dem Scheitel zu kaum dunkler. Schläuche keulig. Sporen sehr zierlich nadelförmig, an einem Ende schmäler, 4—lözellig, 40—60 p lang, 1—2 /4 dick. Jod färbt die Hymenialschicht blau, dann weinrot oder rotviolett. Über Moosen und Pflanzenresten, selten. Niederösterreich: Auf absterbenden Pflanzenresten am Edelstein nächst dem Bahnhof von Gutenstein und in der Nähe dieses Standortes in einer f. lignicola an be¬ arbeitetem Holze; Schneeberg. — Schweiz: Forch bei Zürich; Gipfel des Mont Saleve; Pilatus; Alp Blatti (Urn) ; Alp Cerdecco (Rhätien). — Allgäuer Alpen: Faltenbach; Kreuzeck; Seealpe; schwarze Milz; Obermädelealp. — München: An Juniperusrinde auf der Heide östlich bei Lobhof; auf dem Hirnschnitt eines Fichtenstrunkes an der Waldstraße zwischen Haarkirchen und Farchach. — Fränk. Jura: Am Holz ab¬ gedorrter Juniperusäste zwischen Schönfeld und dem Altmühltale bei Eich¬ stätt ; auf der Platte des Brand bei Hötzelsdorf; unweit der Kirche Ober- Krögelstein; auf einem bemoosten Dolomitfelsen unweit Landershofen bei Eichstätt. — Westfalen: Gipfel des Weinberges bei Höxter auf dürren Gräsern. — Thüringen: Patschberg bei Arnstadt auf veraltetem Moos, ebenso Pabstfelsen bei Watzdorf; Wasserleite bei Arnstadt. — Preußen: Tilsit, Oletzko; Marienburg. 1273. B. fuscorubella (Hoffm.) Arn. —Verrucaria fuscorubella Hoffm. — Lecidea luteola ö fuscorubella Ach. — Biatora polychroa Th. Fr. — B. fuscorubella x polychroa Th. Fr. Lager ausgebreitet, ziemlich dick, runzelig oder körnig, aschgräulich. Apothecien bis 1 mm groß, jung rötlich, später zimtfarben, schwarz-blutrot oder schwarzpurpurn, nackt, nur in der Jugend mitunter sehr vorüber¬ gehend und leicht weiß bestäubt, anfangs ziemlich flach und zart berandet, später gewölbt und randlos. Gehäuse schmutzig gelb. Hypothecium intensiv gelbbraun. Paraphysen schlank, locker zusammenhängend, nach dem Scheitel zu leicht gelblich. Schläuche schmalkeulig. Sporen ziemlich gerade, nach dem Grunde zu gewöhnlich verschmälert, 4—lözellig, 60—75 /z lang, 3—5 fi dick. Jod färbt die Hymenialschicht erst blau, dann weinrot.
277 Selten an Rinde von Laubbäum-en. Schweiz: Frohburg. — Bayern: München, bei Nymphenburg (Fraxinus und Populus tremula); im Wald unterhalb Pullach an Acer campestre. — Fränk. Jura: Donauauen bei Ingolstadt (Ulmus); Weißenkirchen (Acer campestre, Carpinus, Fraxinus) ; unterhalb Geilenreuth (Populus tremula). — Baden: Tobel bei Konstanz: Wutachtal; Feldberg; Heidelberg, hinter dem Stift. — Württemberg: Ehingen, am Waldrande südwestlich vom Allmendinger Ried bei Berkach (Ahorn). — N iederösterreich: An der Rinde von Ahorn im Langen¬ tal am hohen Lindkogel bei Baden. — Hessen. — Westfalen: Bei Höxter (Acer campestre) ; Drubel bei Brilon (A. c.) ; Schloßgarten zu Münster (Populus). — Preußen: Angerburg; Samland, Park von Warnicken. var. ß phaea (Stitzenb.) Th. Fr. — Lecidea luteola var. fuscorubella Nyl. — Secoliga fuscorubella var. phaea Stitzenb. Lager sehr dünn, weiß oder weißlich. Apothecien anfangs blaß zimt- farben mit oft weißbereiftem Rande, später braun und nackt. 1274. B. propinqua (Hepp.) Arn. — Biatora atrogrisea ß anomala Hepp. — Taf. LXXXI, Fig. 6, 7. Lager dünn, ausgebreitet, körnig oder etwas staubig, weißlich. Apo¬ thecien angewachsen, 0,5—1 mm breit, anfangs ziemlich flach und stumpf berandet, bald gewölbt und halbkugelig, schwarz. Gehäuse farblos oder blaß. Hypothecium dunkelbraun oder rötlichbraun oder schwarz. Para¬ physen verklebt, nach den Enden zu schmutzig und blaß olivfarben. Hymenialschicht nach Entleerung der Schläuche stellenweise schmutzig dunkelyiolett, durch Jod zuerst blau, dann violettrot gefärbt. Schläuche keulig oder etwas aufgeblasen, zylindrisch-keulig. Sporen 4—lözellig, oft an beiden oder einem Ende verschmälert, 36—64 lang, 3—5 p. dick. An Rinde von Laubhölzern, sehr selten. Schweiz: An Rinde von Populus tremula bei Riffersweil. — Fränk. Jura: An der Rinde einer Espe am Waldwege zwischen Schernfeld und Schönfeld bei Eichstätt. 1275. B. atrosanguinea (Schaer.) Th. Fr. — B. elevata Kbr. — Rhaphiospora atrosanguinea ß lecidina Kbr. — Lecidea anomala <5 atro- sanguinea Schaer. — L. rubella ß atrosanguinea Schaer. — L. vermifera Nyl. — L. separabilis Nyl. — Secoliga atrosanguinea Stitzenb. — Taf. LXXXI B, Fig. 1. Lager ausgebreitet, körnig oder unterbrochen schollig-war zig, wei߬ grau, zuweilen fehlend, auf blaugrauem, firnisartigem Vorlager, durch Reagenzien nicht verändert. Apothecien klein, 0,5—1,0 mm groß, sitzend oder erhaben sitzend, mit flacher oder leicht gewölbter, braunschwarzer
278 Scheibe und lange bleibendem, erhabenem, schwarzem Rande. Hypothecium rötlichbraun. Paraphysen ziemlich dick, an den Enden oft bläulich, Epi¬ thecium schwärzlich. Sporen nadelförmig, nicht verschmälert, ziemlich gerade, 24—42 lang, 3—4 dick, 8—lözellig. Hymenialschicht durch Jod erst gebläut, dann weinrot gefärbt. Über Moosen, an Rinde von Laubhölzern, selten auf bloßer Erde oder über Steinen, zerstreut und ziemlich selten. T i rol: Paneveggio, an Sorbus aucuparia. — Niederösterreich. — München: Am Grunde alter Buchen im Walde bei Baierbrunn; bei Wornbrunn; bei Großhesselohe. — Fränk. Jura: In den Waldungen um Eichstätt; bei Velburg; Affental; Weißenburg. — Allgäuer Alpen: Um Oberstdorf und Pfronten. — Augsburg: Bei Lützelburg. — Baden: Konstanz; Zastler; Schauins- land; Heidelberg, bei Ziegelhausen, Handschuchsheim, Königstuhl; Baden. — Hessen: Kassel, an Tannenrinde im Stadtwäldchen; Taunus. — Westfalen: Lütkenbeck bei Münster (Carpinus); an Buchen zu Nien¬ berge; an Eichen zu Büren; an Buntsandstein im Hohen Felde bei Höxter; auf Kalk bei Steinkrug an der .Weser. — Mähren. — Schlesien: Melzergrund; Seifenlehne; Bad Landeck, Trebnitz, Kupp usw. — Preußen: Angerburg, Danzig, Berent, Pr. Friedland. f, affinis (Zwackh.) Arn. Lager fast fehlend, schorfig, grünlich. Apothecien klein, schwärzlich, ziemlich flach. Epithecium fast farblos, aus hier und da blaß graugrünen Keulen bestehend. Hypothecium rötlich, durch KOH violett gefärbt, oben mehr ins Grünliche gehend. Sporen nadelförmig, gerade, 19—27 /4 lang, 2 dick, vierzellig, stumpf. Tirol: Arlberg, auf Rhododendron bei St. Christoph; Mittelberg; Waldrast und Umgebung, auf Rinde verschiedener Laubhölzer an ver¬ schiedenen Stellen; Kleiner Rettenstein; Tauern; Monte Gazza. — Bayern: Kampenwand. — Baden: Kohlkopf bei Heidelberg. — Thüringen: Auf Rinde eines Buchenstumpfes beim Hohen Fels unweit Oberhof. 1276. B. endoleuca (Nyl.) Kickx. — Biatora luteola f. endoleuca Nyl. — B. atrogrisea Hepp. — Secoliga atrogrisea Stitzenb. — Lecidea luteola var. fuscella Nyl. — Taf. LXXXI B, Fig. 3. Lager dünn, rissig oder rissig-warzig, aschgräulich-weißlich oder grünlich-aschgräulich, zuweilen fast fehlend. Apothecien sitzend oder an¬ gewachsen, bis zu 1 mm breit, anfangs leicht vertieft, mit dickem, erhabenem Rande, später ziemlich flach oder zuletzt etwas gewölbt mit verdünntem und verschwindendem Rande, schwarz oder schwarzpurpurn.
279 Gehäuse außen violett. Hypothecium anfangs farblos, später in der Mitte gelblich oder bräunlich mit zuletzt gewöhnlich rötlichem, rotem oder rot¬ braunem Rande. Paraphysen ziemlich locker zusammenhängend, schlank, am Scheitel keulig verdickt und dunkel olivbläulich oder schwärzlichviolett. Schläuche keulig oder schmalkeulig. Sporen 4—lözellig, gerade oder leicht gebogen, gewöhnlich an einem Ende abgestumpft, am- andern verschmälert¬ zugespitzt, 36—75 p lang, 2—5 ^4 dick. Jod färbt die Hymenialschicht leicht blau, dann weinrot oder schmutzig gelbrot. Sehr zerstreut an Rinde von Laub-, seltener Nadelbäumen. Tirol: Innsbruck, an Fichten- und Tannenrinde bei Hotting; an Fichtenrinde im Walde unterhalb Ratzes ; Überetsch, an Rhododendronzweigen bei den Eis¬ löchern. — Schweiz. — Bayern: München, an einer Buche bei Groß- Hesselohe; Augsburg, Diebeltal, Lechfeld, Mühlhausen. — Fränk. Jura: Zwischen Pfünz und Hofstetten; bei Eichstätt; Müggendorf; Affental bei Eichstätt. — Baden: Heidelberg. — Hessen: Stellenweise. — West¬ falen: Ziemlich häufig. — Schlesien: Groß-Leubuscher Wald bei Brieg, an Populus tremula und Fagus. — Böhmen: Wittingau. — Nord- westdeut sch land: Häufig. — Rügen. — Preußen. 1277. B. coelestina Anzi. — Lecidea coelestina Stitzenb. Lager etwas knorpelig, körnig-kleinwarzig, weiß. Apothecien klein, schwarz, sitzend, anfangs krugförmig, dann flach, mit dickem, etwas vor¬ ragendem, azurblau bereiftem Rande. Sporen nadelförmig, vielzellig, an beiden Enden stumpf, 30—50 p lang, 2—3 p dick. In Felsritzen auf Kalk in den Rhätischen Alpen über der Knie- holzregion (di Trella). — Tirol: Waldrast, sehr selten auf Erde (Kalk¬ boden) des Blaser. 1278. B. egenula (Nyl.) Th. Fr. — Lecidea egenula Nyl. — Bacidia tenella Kullh. Lager sehr dünn, aschgräulich oder aschgräulich-weißlich, zerstreut oder fast fehlend. Apothecien klein, 0,3 mm oder wenig darüber breit, gewöhnlich kleiner, angewachsen, anfangs ziemlich flach und von einem stumpfen, vertieften Rande umgeben, dann leicht gewölbt und randlos trocken schwarz oder schwarzpurpurn, feucht blutrot-schwarz oder dunkel rotbräunlich. Gehäuse violett. Hypothecium gelblich oder bräunlich-gelb¬ lich. Paraphysen verklebt, nach dem Scheitel zu nicht dunkler. Schläuche schmalkeulig. Sporen gerade oder fast gerade, undeutlich, mehrzellig, 21—30 p lang, etwa 1 p dick. Jod färbt die Hymenialschicht erst sehr schwach und flüchtig blau, dann weinrot.
280 Auf kieselhaltigem Gestein, sehr selten. Baden: Heidelberg, auf Porphyrsteinen einer losen Mauer am Rande eines beschatteten Weges zwischen Handschuchsheim und Dossenheim; auf Sandsteinen am Philo¬ sophenweg; auf Granitsteinen in der Hirschgasse; Schwarzwald, am Todtnauberger Wasserfall. — Schlesien: Auf Kalk auf der Weißkoppe, Grafschaft Glatz. — Nordwestdeutschland: Auf Mörtel der Stein¬ pyramide „Upstallsboom“ bei Aurich; an der inneren Seitenwand des Stein¬ denkmals im Garten des Müllers Stüve bei Stüvemühle; Sylt, Backstein¬ trümmer bei Morsum. 1279. B. caesitia (Schaer.) Jatta. — Lecidea triptophylla var. caesitia Schaer. — Lecidea caesitia Nyl. — Biatora caesia Naeg. — Scoliciosporium caesitium. Lager bleigrau, körnig - schorfig, ausgebreitet. Apothecien klein, schwarz, stumpf berandet. Hypothecium schwarz. Sporen nadelförmig, 25—48 /z lang, 2—3 /z dick. An Kalk und Dolomit ih den Alpen: Bormio, Como, Zürich, Baden, Sewen, Weißenstein, Interlaken, Pilatus, Mont Saleve, Fenera, Val Vogna, Schweizer Jura. 1280. B. Arnoldiana Kbr. — Secoliga inundata Stitzenb. Lager dünn, körnig-schorfig, schmutzig grünlich- oder gelblich-asch¬ grau. Apothecien klein, bis 0,8 mm groß, meist kleiner, sitzend oder an- gewachsen, anfangs vertieft und erhaben berandet, später fast dauernd ziemlich flach mit verkleinertem Rande, heller oder dunkler braun oder rötlichbraun oder zuletzt schwärzlich. Hymenium etwa 0,6 mm hoch, durch Jod erst gebläut, dann weinrot oder violett gefärbt. Gehäuse farblos oder außen ganz leicht bräunlich; Hypothecium schwarz. Paraphysen durchweg farblos oder am Scheitel leicht gelblich, schlank, verklebt. Schläuche schmalkeulig. Sporen am Grunde verschmälert zugespitzt, 39—60 p lang, 1,5—2 p, dick. Auf Kalkstein und Mauern in West- und Süddeutschland, selten. — Allgäuer Alpen: Spachtelbach bei Pfronten; Meilingen. — Nieder- ö s t e r r e i c h:*Auf Liaskalk bei Gresten. — Schweiz: Sandsteinfelsen bei Zürich; Riffersweil. — Bayern: München, an einer Nagelfluhwand im Buchenwald unterhalb Pullach; Augsburg mehrfach. — Fränk. Jura: An Kalkblöcken im Laubwalde unweit Pöverleins Keller bei Weißenburg; an Kalkblöcken in der Waldschlucht des Rosentales bei Eichstätt; auf Dolomit im Veldensteiner Forst; am Grunde einer beschatteten Mauer bei Weltenburg; auch sonst zerstreut auf Steinen unter Hecken usw. — Baden: Brunnenstäbe, Königsstuhl, Hirschgasse in Heidelberg; auf
281 Mörtel an der Gartenmauer der Handschuchsheimer Burgruine (f. muralis Nyl.). — Württemberg: Ehingen, am Staffelberg. — Westfalen: Havixbeck; Botanischer Garten in Münster; an beschatteten Mauern bei Kappenberg. — Preußen. f. modesta Zw. — f. corticola Krplhbr. Rindenbewohnend. Fränk. Jura: An der Rinde einer alten Föhre am Waldsaume zwischen Altenzell und Neuburg; an vorstehenden Thujawurzeln in den Anlagen bei Eichstätt. — Preußen: Wikiauer Wäldchen an glatterer Rinde von Carpinus (Samland). f. assulata Kbr. — Bacidia rubella var. y assulata Kbr. Lager ergossen, schorfig, etwas geborsten, schmutzigaschgraugrünlich. Apothecien klein, rötlich, zuletzt braun. An alten Zäunen, Pfosten, Schindeldächern, faulem Holz usw. — Fränk. Jura: An der hölzernen Einfassung des Brunnens unterhalb der Riesenburg bei Müggendorf. — Schweiz: Um Bern. — Baden: Um Konstanz. — österr. Alpen: Zell am See; Hausleiten bei Krems- münster. — Schlesien: Schreiberhau. 1281. B. Friseana (Hepp.) Kbr. — Biatora Frieseana Hepp.— Secoliga Frieseana Stitzenb. — Bacidea caerulea Kbr. — Lecidea Norlini Lamy. — Taf. LXXXI C, Fig. 6. Lager dünn, körnig oder etwas schorfig, aschgräulich oder schmutzig¬ grünlich. Apothecien klein, 0,4—0,5 mm breit, selten darüber, angewach¬ sen, anfangs vertieft und erhaben berandet, später ziemlich flach mit herab¬ gebogenem Rande, zuletzt gewölbt und randlos, trocken gewöhnlich mi߬ farben- oder bläulich-schwarz oder schwärzlich, feucht meist heller. Ge¬ häuse farblos oder am äußeren Rande etwas bläulich oder bläulich-oliv¬ farben. Hypothecium farblos. Paraphysen verklebt und zusammenhängend, am Scheitel meist keulig verdickt und mehr oder weniger bläulich-oliv¬ farben. Schläuche keulig. Sporen nadelförmig, gerade oder fast gerade, nach dem Grunde zu verschmälert-zugespitzt, vier- bis achtzellig, 30—60 /z lang, 2—3 dick. Jod färbt die Hymenialschicht erst blau, dann weinrot. An Rinde von Laubhölzern, besonders Sambucus, seltener Nadel¬ hölzern durch das ganze Gebiet zerstreut. Tirol: Seefeld, auf dünnen Fichtenzweigen im Walde an der Straße gegen Scharnitz; Jenesien, an den Astnarben von Birken. — Schweiz. — Bayern: Umgebung von Mün¬ chen; Amberg, an der Köferinger Straße. — Niederösterreich. — Steiermark. — Baden: Schloßgarten in Heidelberg. — Westfalen; Nicht selten. — Hessen. — Nordwestdeutschland. — Schles¬ wig-Holstein: Sachsenwald. — Brandenburg: Landsberg a. W.,
282 an Erlen um Kladow; Triglitz, in einer Hecke an Sambucus. — Rügen: Greifswalder Oie, an Sambucus. — Preußen: Samland, am Rande des Wiskiauter Wäldchens. 1282. B. arceutina (Ach.) Arn. — Lecidea luteola y arceutina Ach. — L. carneola ß arceutina Ach. — L. luteola var. fuscescens E. Nyl. — L. 1. var. endoleuca Nyl. — L. 1. var. fuscorubella Nyl. — L. arceutina Nyl. — Secoliga arceutina Stitzenb. — Biatora luteola var. fuscella Fr. Lager sehr dünn, körnig-warzig oder glatt, weißlich oder aschgräulich, oder ganz fehlend. Apothecien gewöhnlich klein, gegen 1/2 mm groß, sitzend, anfangs ziemlich flach und von herabgebogenem, gewöhnlich dunk¬ lerem Rande umgeben, später gewölbt, randlos, dunkel oder blaßbraun, zu¬ letzt gewöhnlich schwarzbraun. Gehäuse außen mehr oder weniger braun, Hypothecium gelb oder gelblich. Paraphysen zusammenhängend, nach dem Scheitel zu gelbbraun; Epithecium braun oder bräunlich, oft körnig. Schläuche schmalkeulig. Sporen sehr dünn nadelförmig, gewöhnlich nach dem Grunde zu schmäler, vier- bis sechzehnzellig, gerade oder in verschie¬ dener Weise wenig gekrümmt, 46—52/z lang, 1—2 /u, dick. Jod färbt die Hymenialschicht erst blau, dann weinrot oder schmutzigviolett. An Rinde von Laub- und Nadelhölzern zerstreut. Tirol: Jenesien, Remp, auf Tannenrinde. — Alpen. — Bayern: München, Augsburg. — Fränk. Jura, — Baden. — Westfalen: Häufig. — Hessen. — Thüringen. — Sachsen. — Schlesien. — Nord Westdeutsch¬ land. — Preußen, 1283. B. abbrevians (Nyl.) Th. Fr. — Lecidea bacillifera Nyl. — L. igniaria Nyl. — L. bacillifera f. abbrevians Nyl. — L. abbrevians Nyl. Lager sehr dünn, firnisartig oder etwas schorfig, weißlich oder asch¬ gräulich, zuweilen fast fehlend. Apothecien klein, 0,2—0,5 mm groß, an¬ gewachsen oder sitzend, anfangs vertieft oder ziemlich flach, mit dünnem, dunklerem Rande, zuletzt mitunter leicht gewölbt und randlos, schwarz oder schwärzlich. Gehäuse mehr oder weniger ins Violette spielend. Hypo¬ thecium farblos oder blaßgelblich. Paraphysen ziemlich locker zusammen¬ hängend, nach dem Scheitel zu kopfig und dunkelgrün oder smaragdgriin- oder bläulich - schwärzlich. Schläuche keulig. Sporen meist vier-, selten achtzellig, an beiden Enden stumpf lieh, 12—20 p, lang, 2—3/z dick. Jod färbt die Hymenialschicht anfangs blau, dann weinrot oder rotviolett. Sehr selten an Rinde von Laub-, seltener Nadelhölzern. Tirol: Jene¬ sien (Populus tremula, Tilia, Pirus, Fraxinus) ; Pinzolo (Populus tremula). Schweiz: Über Moosen bei St. Moritz; bei Affoltern; an Rinde von Salix cinerea bei Gossen. — Fränk. Jura: An der Rinde jüngerer Fichten
283 um Eichstätt, bei der Fasanerie; zwischen Pfuntz und Hofstetten, am Waldwege zum Affental. — Schlesien: An Sorbus im Reinersdorfer Wald bei Konstadt; Aufstieg zum Großen Schneeberg, Glatz, an Acer Pseudoplatanus; Münsterberg, Morckwitzer Bruchwald; Groß-Leubuscher Wald bei Brieg. — Thüringen: Weiße Hütte in Tambach; Inselsberg; Neustadt a. R. — Preußen: Pr. Friedland (?). f. bacillifera (Nyl.). — B. bacillifera Nyl. Apothecien kräftiger, schwarz. Sporen 20—34 jlc. lang, 2,5—3,5 tu breit. Schlesien: Glatz, Rückers hinter Hubertus, an Buchen; Habel- schwerdt; Wölfeisgrund; Aufstieg zum Schneeberg, an Acer Pseudoplata¬ nus. — Allgäuer Alpen. 1284. B. subincompta (Nyl.) Arn. — Lecidea bacillifera var. subin¬ compta Nyl. — Bacidia atrosanguinea var. subincompta Mereschk. Der B. abbrevians sehr nahestehend. Gehäuse schmal, dunkelbraun, am Rande mitunter farblos, geschlossen, aus radial verlaufenden und ver¬ klebten Hyphen gebildet; durch KOH nicht verändert. Epithecium schmutzig-grünblau, durch KOH nicht verändert. Hymenium durch Jod trüb-weinrot gefärbt. Sporen vierzellig, gerade, an beiden Enden stumpf- lich abgerundet, 24—26 /1 lang, 2—3 p. breit. Niederösterreich: An Ulmen auf dem Türnitzer Höger bei Lilienfeld. — Schweiz: An Rinde bei Zürich, Zug, Genf. — Baden : Konstanz. 1285. B- incompta (Borr.) Anzi. — Lecidea incompta Anzi. — Scolicio- sporium molle Kbr. — Secoliga atrosanguinea y incompta Stitzenb. — Taf. LXXXI C, Fig. 7. Lager schorfig-körnig, weißlich, aschgräulich oder grünlich. Apothe¬ cien ziemlich klein, 0,3—0,8 mm breit, angewachsen oder angedrückt, an¬ fangs etwas vertieft oder flach und dünn berandet, später mitunter gewölbt und randlos, schwarz oder schwarzpurpurn. Gehäuse violettrötlich, Hypo¬ thecium bräunlich- oder violettrötlich. Paraphysen ziemlich verklebt, durch¬ weg blaßschmutzig oder mitunter rötlichbräunlich, am Scheitel nicht leb¬ hafter, nicht smaragdgrün gefärbt. Schläuche schmalkeulig. Sporen gerade oder ziemlich gerade, meist vier- (seltener zwei- oder acht-) zellig, 15 bis 29 n lang, 2 dick. Jod färbt die Hymenialschicht sehr leicht blau, dann weinrot. Auf Rinde von Laubhölzern, selten. Niederösterreich: Auf modernden Stöcken, entrindeten Zwetschkenbäumen bei Randegg. — Schweiz: Zürich; Riffersweil; Veltlin; Vernallo; Genf. — Bayern:
284 München, an der rissigen Rinde einer alten Pappel im Englischen Garten; Mittenwald; Landsberg; Augsburg. — Fränk. Jura: An einer alten Pappel im Wiesengäßchen bei Eichstätt; an Ulmen der Donauauen bei Ingolstadt; an Pappeln unweit Würgau bei Scheßlitz. — Baden: Schlo߬ garten zu Karlsruhe (Ulmen, Pappeln) ; Schwetzingen, im Park (Ulmen). Thüringen: Jena. — Schlesien: Wahrscheinlich nicht selten, so um Breslau. — Westfalen: Eichen bei der Friedrichsburg, unweit Münster, und im Schloßgarten zu Münster (f. minor); an Weiden bei Nienberge; an Eichen bei Büren und Handorf. — Harz: Rehberger Graben, an Acer, nur spärlich. — Nordwestdeutschland: Am unteren Stammende einer Buche im Rehagen bei Gristede; an einer Eiche im Scharnebecker Holz, Lüneburg. /. prasina Lahm. Kruste ziemlich dick, körnig, schmutzig-grünlich. Westfalen: An alten Buchen im Tiergarten zu Wolbeck. — Schlesien: An Eichenrinde im Rudawald bei Rybnik. — Nordwest¬ deutschland: An einer Pappel bei Gristede; Kr. Oldenburg, an einer Ulme bei Weißenhaus (f. prasina). — Rügen: Greifswalder Ooi, an Ulmen. —r Preußen: Angerburg; Danzig. 1286. B. muscorum (Sw.) Mudd. — Lichen muscorum Sw. — Lecidea muscorum Ach. — Scoliciosporium viridescens Mass. — Rhaphiospora viridescens Kbr. — Bacidia atrosanguinea ß muscorum Th. Fr. — Biatora protensa Kbr. — Taf. LXXXI B, Fig. 5. Lager ausgebreitet, dünn, körnig gräulich weiß, grünlich oder weißlich, durch Reagenzien nichts verändert, auf undeutlichem Vorlager. Apothecien klein, bis 1 mm groß, aber meist viel kleiner, anfangs angedrückt sitzend, mit dünnem, ungeteiltem Rande, bald gewölbt und randlos, mit braun¬ schwarzer oder meist schwarzer, höckeriger Scheibe. Gehäuse dunkel rot¬ braun. Hypothecium dunkel rotbraun. Paraphysen an den Enden verdickt. Epithecium schwärzlich. Sporen schmal nadelförmig, gerade oder leicht ge¬ krümmt, 4—8zellig, 20—60 p lang, 1,5—3 dick. Jod färbt die Hymenial¬ schicht blaß blau, dann weinrot. Über Moosen und abgestorbenen Pflanzenteilen, auch über Erdboden durch das ganze Gebiet zerstreut. Tirol: Waldrast, Sulden, Ehrenburg, Jenesien, Seiseralpe, Paneveggio, Montegazza, Pönale bei Riva. — Nieder¬ österreich. Allgäuer Alpen. München. Fränk. Jura. Augsburg. Amberg. Württemberg. Baden. Böhmen. Schlesien gemein. Westfalen nicht selten. Nordwestdeutschland. Preußen.
285 var. contrista Arn. Lager schmutzig grau, ziemlich dick, derbkörnig, durch KOH nicht verändert, Mark durch Jod rotbraun gefärbt. Apothecien schwarz, un¬ bereift, im Alter tellerförmig, innen durch KOH nicht verändert. Epi¬ thecium breit, schwarzgrün, durch HNO3 blauviolett werdend. Hymenium farblos, durch Jod gebläut, dann weinrot werdend. Hypothecium rötlich. Paraphysen nach dem Scheitel zu etwas verdickt. Sporen nadelförmig, gerade oder fast gerade, mit etwa 9—13 undeutlichen Querwänden, 45 bis 54 lang, 3 breit, zu 8 im Schlauch. Tirol: Brenner, längs der Bergschneiden auf felsigem Boden; Kleiner Rettenstein, auf Erde des Gipfels. 1287. B. Bagliettoana (Mass.) Jatta. — Scoliciosporium Bagliettoanum Mass. Lager häutig-knorpelig, runzelig-warzig, aschgrau-grünlich, ausge¬ breitet. Apothecien flach, schwarz, später gewölbt, etwas kopfig. Hypo¬ thecium schwarz. Sporen nadelförmig, 24—30^ lang, 1—i»5/x dick. — Wohl zu B. muscorum gehörig. Über Moosen. Schlesien: Tichauer Chaussee bei Nicolai. 1288. B. turgida (Kbr.) Hellb. — Scoliciosporium turgidum Kbr. — Bacidia umbrina ß turgida Th. Fr. — Secoliga umbrina ß turgida Stzbgr. — Scoliciosporum umbrinum ß turgida Arn. — L. pelidniza Nyl. — Sc. pso- tinum Fr. Lager unbegrenzt, schorfig-körnig, graugrün, ohne wahrnehmbares Vorlager. Apothecien sitzend, gehäuft, halbkugelig, randlos, erst schmutzig gelb, dann dunkel rotbraun, innen weiß, etwa 0,5 mm breit. Hymenium etwa 40 /z hoch, nach oben gelblichbraun, auf hellem, gelblichem Hypo¬ thecium. Paraphysen spärlich, verklebt, nach dem Scheitel zu blaß bräun¬ lich. Schläuche breit birnförmig, 40 /z lang, 14 dick, achtsporig. Sporen gewunden, wurmförmig, an einem Ende etwas,zugespitzt, vierzellig, farb¬ los, 25—32 /z lang, 2—3 dick. An Gestein und Mauern, ziemlich selten. Fränk. Jura: An Sand¬ steinblöcken eines begrasten Abhanges zwischen Auerbach und Kirchen¬ dornbach. — Heidelberg: Föhrenwald auf dem Heidenknörzel; an Buchenwurzeln hinter dem Stift. — Westfalen: Schiefer im Hönne- tal. — Rheinprovinz: Bonn, auf Quarzkonglomerat. — Thüringen: Rodebachfelsen bei Georgental; Dietharzer Grund. — Böhmen: Mehr¬ fach. — Harz: An der Bärenklippe; auf Sandstein bei Bernburg und Rothenburg a. S. — Nord westdeutsch land: Verbreitet.
28(5 f. psotina (Fr.) Th. Fr. — Biatora fuliginea y psotina Fr. — Lecidea epilidna Nyl. Apothecien schwarz oder schwärzlich. Paraphysen am Scheitel bräun¬ lich oder schmutzig olivfarben. T iroil: Auf oft überspülten Glimmerschieferblöcken in der Rosanna¬ schlucht bei St. Anton; Grasstein, auf Granit; Ehrenburg, Steinmauer am Marbacher Sattel; Paneveggio, Fußwege gegen Rolle, auf Porphyr. 1289. ß- umbrina (Ach.) Br. et Rostr. — B. asserculorum Th. Fr. — Lecidea umbrina Ach. — L. elaeochroma y dolosa Smrft. — L. luteola var. umbrina Nyl. — Secoliga umbrina Stitzenb. — Lecidea pelidna Ach. Nyl. Par. Lager meist unbegrenzt, gewöhnlich dünn, etwas schorfig bis zart¬ körnig, zuweilen rissig geborsten, aschgräulich, schmutzig grünbraun bis schwarzbraun, mitunter fast fehlend. Apothecien zahlreich, 0,3—0,4 mm groß, sitzend oder angewachsen, anfangs flach und berandet, später halb¬ kugelig und randlos, schwarzbraun bis schwarz. Hymenium etwa 40 p hoch, oben olivfarben bis bräunlich, durch Jod anfangs blau, dann gelbrot oder etwas weinrot gefärbt. Hypothecium blaß, Gehäuse bräunlich oder schmutzig olivfarben. Paraphysen spärlich, verklebt, am Scheitel olivfarben bis bräun¬ lich. Schläuche birnförmig. Sporen spiralig gedreht, anfangs ungeteilt, später 4—8zellig, 20—40 p lang, 2—3^ dick. Auf kieselhaltigem Gestein verbreitet und besonders im Gebirge nicht selten. f. crustosa (Eitner). — Scoliciosporium umbrinum f. crustosum Eitner. Kruste bis 1,5 mm dick, filzartig, gelbbraun, dem Substrat abhebbar aufliegend, aus Hyphen, Gonidien und gelöstem Substrat bestehend. Apo¬ thecien sehr klein, heller bis dunkler rotschwarz, 0,2 mm groß, unberandet, wenig gewölbt. Excipulum leicht gebräunt, sonst wie bei umbrina. Sporen an einem Ende kopfig verdickt, vierteilig, 20 p lang, 1,5—2 p dick. Jod bläut das Hymenium, besonders die Schläuche, dann färbt es gelb, die Schläuche allein trüb rotschwärzlich. Glatz: Höllengrund bei Altheide, auf im Schatten liegenden Sand¬ steinblöcken. 1290. B. Baggei (Metzl.) Sarnth. et Dalia Torre. — Scoliciosporium Baggei Metzl. Kruste sehr dünn, schorfig, fleckig-ergossen, schmutzig grünlich, mit sehr winzigen, weißen Körnchen bestreut, auf undeutlichem Vorlager. Früchte sehr klein, sitzend, anfangs rötlich, dann braunschwarz, an¬ gefeuchtet heller, sehr bald gewölbt und berandet. Paraphysen gelblich, ganz
287 verklebt. Hypothecium fast farblos. Sporen in keilförmigen Schläuchen, zu 8, älchenförmig, undeutlich vielteilig, vielmals länger als dick. Tirol: An Linden bei Ratzes. — Schlesien: An Rinden junger Zweige von Laubhölzern bei Obernigk; Trebnitzer Buchenwald (Ainus incana); Wald hinter Schimmelwitz bei Obernigk in Menge; Konstadt (Birken); im Walde bei Kl.-Schmograu; Wohlau, an Eichenästchen; Grim¬ berg ; Bunzlau. — Frankfurt a. M.: An Fagus. var. epithymum Stein. Früchte 0,05—0,1 mm, gelbrötlich bis rotbraun, fast dauernd fein dunkel berandet, feucht durchscheinend, stark gewölbt, der unscheinbaren graugrün-körnigen Kruste locker aufsitzend. Hypothecium farblos, Para¬ physen sehr zart, verklebt, farblos bis licht gelblich, Schläuche keulig- eiförmig, Sporen vielfach ineinandergewunden, 12—15^ lang, 1 p dick. Auf Thymus Serpyllum an der Berliner Chaussee und im Rohrbusch bei Grünberg in Schlesien. 1291. B. corticicola (Anzi). — B. holomelaena var. corticicola Anzi. — Scoliciosporium turgidum f. corticicolum Arn. — Sc. perpusillum Lahm. Lager sehr dünn, oft fleckenartig, mitunter fast fehlend, feinkörnig¬ staubig, graugrün. Apothecien sehr klein, rotbraun oder schmutzig braun, angefeuchtet gelblichrot, oft gedrängt, zuletzt gewölbt, randlos. Hypo¬ thecium farblos, Hymenialschicht durch Jod gebläut. Epithecium schmutzig gelblich, durch KOH nicht verändert. Paraphysen verklebt. Sporen nadel¬ förmig, spiralig gewunden, 25—39^ lang, 2—3^ dick, undeutlich geteilt. Zerstreut durch das ganze Gebiet an Rinde besonders von Laubhölzern. Tirol: Plansee, Roßkogel, Kleiner Rettenstein, Ehrenburg, Windisch- matrei, Jenesien, Überetsch, hinteres Eggental, Paneveggio, Andalo. — Ferner in den Allgäuer Alpen, um München, Augsburg, Amberg, Württem¬ berg, Baden, Westfalen, Thüringen, Schlesien, Nordwestdeutschland, Preußen. 1292. B. Kieffer! (Harm.). — Lecidea Kiefferi Harm. Lager aschgrau-weißlich, sehr dünn, glatt, durch KOH ockergelb, durch CaCl nicht gefärbt. Apothecien zuerst Gyalecta-artig, von einem dicken Lagerrand umgeben, etwas staubig, zuletzt stark vortretend, ohne Lager¬ rand, mit blaß braunroter, flacher, bereifter Scheibe, mit sehr dünnem, fast mit der Scheibe verschmelzendem, eigenem Rande. Hypothecium farblos, Epithecium gelblich. Paraphysen frei. Schläuche verlängert. Sporen spiralig gedreht, einzellig, bis 80 p lang, 3,5—5,5 p dick. Jod färbt die Hymenial¬ schicht blau, dann gelbgrünlich. Vogesen: An alten Fichtenstämmen; Schlucht; Retournemer.
288 1293* B- compacta (Kbr.). — Scoliciosporium compactum Kbr. — Lecidea pelidna Ach. — Bacidia umbrina var. compacta (Körb.) Th. Fr. Lager meist ziemlich dick, ausgebreitet, körnig-schorfig, grauschwärz¬ lich, schwarzgrünlich oder schwarz, auf schwärzlichem Vorlager. Apo¬ thecien bis 0,5 mm breit, mit schwarzer, anfangs flacher, dünn und glänzend berandeter, später mehr oder weniger gewölbter, unberandeter Scheibe. Gehäuse blaugrün oder grünschwärzlich, Hypothecium gelblich. Paraphysen oben blaugrün, smaragdgrün oder grünschwärzlich. Sporen und Schläuche wie bei B. umbrina, von der sie vielleicht nicht zu trennen ist. Auf altem Holz, kieselhaltigem Gestein, Dachziegeln, Erde zerstreut, in den Alpen seltener, z. B. am Gotthard, um Locarno, Genf usw. /. sabuletorum (Auersw. als Art). Fruchtscheibe dauernd flach und unberandet. Erdbewohnend. 1294. B. vermifera (Nyl.) Tb. Fr. — Lecidea vermifera Nyl. — L mixta Smrft. — L. muscorum var. mixta Nyl. — L. umbrina f. vermifera Nyl. — Scoliciosporium vermiferum Arn. — Sc. lecideoides Hazsl. — Secoliga lecideoides Stitzenb. — Bacidia mollis Th. Fr. Lager dünn, körnig oder etwas schorfig, weißlich, blaß aschgräulich oder blaß grünlich. Apothecien klein, 0,3—0,8 mm groß, angewachsen, schwarz oder schwarzpurpurn, anfangs vertieft oder ziemlich flach, zuletzt gewölbt, mit anfangs ziemlich dickem, dann verdünntem und verschwin¬ dendem Rande. Gehäuse dunkel rotbraun. Hypothecium farblos, gelblich oder sehr blaß bräunlich. Paraphysen mehr oder weniger locker zusammen¬ hängend, nach dem Scheitel zu braun- oder schwärzlichrot. Schläuche kurz keulig. Sporen spiralig gedreht, nach dem Grunde zu verschmälert, 22 bis 35 /z lang, 2,5—4 dick. Hymenialschicht durch Jod anfangs blau, dann weinrot oder schmutzig violett gefärbt. Auf Rinde von Laubholz, selten. Tirol: Jenesien, häufig, doch immer nur wenig vorhanden, auf Zaunholz und verschiedenen Laubhölzern. — N iederösterreich: An Buchenrinde bei Anzbach nächst Rekawinkel; Hinterberg bei Pöggstall (Apfelbaum). — Alpen: Riva (Espen) ; Alagna (Ulmus montana); am Sorgscbrofen im Allgäu (Ahorn). — Hessen. — Mittelfranken. — Sachsen: An alten Eichen bei Bischoffrode (Eis¬ leben). — Schlesien: An Eichen im Groß-Leubuscher Walde bei Brieg.— Thüringen: Im Spittertal und beim Nesselberghaus unweit Tambach an freier stehenden Buchen. 1295. B. holophaea (Anzi) Jatta. — Scoliciosporium holophaeum Anzi. — Lecidea holophaea Stitzenb.
289 Lager weit ausgebreitet, dünn, schorfig, schmutzig braun. Apothecien klein, sitzend, flach, bald unförmlich, schwarzbraun. Paraphysen ziemlich dick, schleimig. Sporen spindel-wurmförmig, oft einzellig, reif vielzellig, 18/z lang, i—20 dick. An glatter Rinde von Juglans am Fuße der Berge bei Fusine im Veltlin und bei Como. 1296. B. perpusilla (Lahm) Th. Fr. — Scoliciosporium perpusillum Lahm. Lager dünn, ausgebreitet, körnig, grünlich oder grünlich-aschgräulich. Apothecien klein, 0,1—0,2 mm breit, angewachsen, anfangs ziemlich flach und berandet, dann halbkugelig und unberandet, schwarz. Gehäuse von gleicher Farbe wie die Spitzen der Paraphysen. Hypothecium farblos. Paraphysen gallertig verklebt, nach dem Scheitel zu schmutzig olivfarben oder olivbraun. Schläuche kurz, aufgeblasen oder fast bauchig-keulig. Sporen gewöhnlich gebogen oder leicht gedreht, an beiden oder an einem Ende verschmälert, kurz nadelförmig, zuletzt vierzellig, 14—20 u lang, 1,5—2 p. dick. Jod färbt die Hymenialschicht erst blau, dann schmutzig violett. An Rinde von Kiefern, selten. Schweiz: An Kiefern- und Lärchen¬ zweigen bei Gossau; an Pappeln bei Erstfeld. — Erzgebirge: Alten¬ berg, am Fuß einer Eberesche zwischen Altenberg und Geising. — West¬ falen: Überems, an jungen Kiefern; Nobiskrug bei Münster; Alzenau unweit Honau. — Schlesien: Trebnitz, am Eisensteinweg hinter Klein - Ujeschütz. — Hamburg: An Zweigen und Nadeln junger, feuchtstehender Fichten bei Wohldorf. 1297. B. capitata (Anzi). — Lecidea capitata Anzi. — Bilimbia capitata Stitzenb. Jatta. Lager ausgebreitet, ungleich, warzig gefeldert, lebhaft ockergelb. Apothecien ziemlich klein, schwarz, flach, mit ziemlich dickem, sehr zart bereiftem Rande. Paraphysen verklebt, an den kopfigen Enden braun. Hypothecium blaß. Sporen noch nicht in reifem Zustande beobachtet. Alpen (rhätische): Monte della Parete, an Marmorblöcken. 1298. B. leprosa (Schaer.). — Lecidea leprosa Schaer. Lager weiß, schorfig-staubig, ausgebreitet. Apothecien schwarz, an¬ gefeuchtet schwarzrot, innen weiß, sitzend, gewölbt, fast unberandet. Schweiz: Kanton Freiburg, an Sandsteinfelsen bei Chäire. 1299. B. albovirella (Nyl.). — Lecidea albovirella Nyl. Lager freudig grün, dünn, etwas schorfig, zusammenhängend. Apo¬ thecien weißlich-fleischfarben, unberandet, etwa 0,25 mm breit. Jod färbt die Hymenialschicht blau, dann die Schläuche violettrot. Thome-Migula, Flechten. II. (Flora XII, 2.) 19
290 Heidelberg: An der Unterseite von Granitfelsen in der Hirsch¬ gasse. Gattung Catillaria (Mass.) Th. Fr. Lager krustig, endo- oder epilithisch, einförmig oder am Rande ge¬ lappt, mit den Hyphen des Vorlagers und der Markschicht an die Unterlage befestigt, unberindet, mit Protococcusgonidien, welche nur von der Zell¬ wand oder außer dieser noch von einer Schleimhülle begrenzt sind. Apo¬ thecien kreisrund, eingesenkt bis sitzend, mit hellem, gefärbtem bis kohligem, vom Lager nicht berandetem, eigenem Gehäuse. Scheibe vertieft bis gewölbt, hell bis dunkel; Hypothecium hell, gefärbt oder kohlig. Para¬ physen unverzweigt, frei oder verklebt, an ihren Enden kopfartig verdickt. Schläuche achtsporig. Sporen in der Regel verhältnismäßig klein, farblos, eiförmig, ellipsoidisch, länglich bis stäbchenförmig, gerade oder gekrümmt, zweizeilig, oft lange Zeit einzellig, mit dünner Wand und dünnen Scheide¬ wänden, ohne Schleimhülle. Pyknokonidien exobasidial, länglich, länglich- ellipsoidisch oder schmal hantel- oder flaschen förmig, gerade oder leicht gekrümmt. Übersicht der Arten: i. Gehäuse der Apothecien und Hypothecium hell oder gefärbt, aber nie kohlig Subg. Biatorlna 2. Gehäuse der Apothecien und Hypothecium dunkel oder kohlig (Subg. Eucatillaria) 35. 2. (Subg. Biatorina) Scheibe der Apothecien dauernd hell gefärbt (vgl. auch C. synothea) 3. Scheibe der Apothecien wenigstens später stets dunkel 4. 3. Sporen 25—30 p lang C. albohyalina. Sporen bis 18^ lang 4. 4. Rand der Apothecien bald verschwindend 5. Rand der Apothecien bleibend 11. 5. Lager undeutlich oder fehlend 6. Lager deutlich entwickelt 7. 6. Sporen 7—10 lang C. erysiboides. Sporen 13—18 p lang C. Arnoldi. 7. Lager weiß oder weißlich C. rugulosa. Lager gefärbt 8. 8. Sporen 15—17 p lang C. sphaeroides. Sporen unter 15/4 lang 9. 9. Apothecien von anfang an fast kugelig C. micrococca. Apothecien erst flach, später etwas gewölbt 10.
291 io. Hymenialschicht durch Jod erst blau, dann schmutzig violett gefärbt C. Ehrhardtiana. Hymenialschicht durch Jod erst blau, dann schmutzig gelb, Schlauch¬ spitzen dauernd blau gefärbt C. Bouteillei. ii. Sporen 15—18^. lang C. rubicola. Sporen 8—12 /z lang C. diaphana. 12. Apothecien randlos oder mit bald verschwindendem Rande 13. Apothecien mit lange oder dauernd bleibendem Rande 31. 13. Apothecien purpurn B. subpulicaris. Apothecien anders gefärbt 14. 14. Lager undeutlich oder fast fehlend C. adpnessa. Lager deutlich entwickelt 15. 15. Lager grünlich oder graugrünlich 16. Lager anders gefärbt 22. 16. Lager dünn 17. Lager ziemlich dick 19. 17. Sporen 10—14^ lang, 5—7 /z dick C. atropurpurea. Sporen 7—10 p. lang, 3—5 dick 18. 18. Apothecien rötlichbraun bis schwarzbraun C. subnigrata. Apothecien weißlich oder rötlich C. prasina. 19. Reagenzien verändern die Farbe des Lagers nicht C. synothea. KOH verändert die Farbe des Lagers in Gelb oder Braun 20. 20. Apothecien anfangs fleischrot oder bräunlich C. tricolor. Apothecien von Anfang an dunkler 21. 21. Apothecien braunrot C. gfomerella. Apothecien schwarz C. pulveracea. 22. Apothecien in der Jugend fleischrot oder bräunlich C. tricolor. Apothecien schon in der Jugend dunkler 23. 23. Lager (oft fast fehlend) graubraun bis schwärzlich oder aschgrau 24. Lager weiß oder weißlich 26. 24. Jod färbt die Hymenialschicht blau C. nigroclavata. Jod färbt die Hymenialschicht erst blau, dann weinrot 25. 25. Sporen 6—11 lang C. lenticularis. Sporen kräftiger, länger C. punctulata. 26. Sporen 15—19^ lang C. mendax. Sporen unter 15 /z lang 27. 27. Epithecium blaugrün oder grünschwärzlich C. heterodoxa. Epithecium braun oder schwarzbraun 28. 28. Apothecien angefeuchtet rot C. Neuschildii. Apothecien angefeuchtet braun oder schwärzlich 29. 19*
292 29. Lager ziemlich dick C. synothea. Lager dünn, oft fast fehlend 30. 30. Scheibe meist von Anfang an randlos C. globulosa. Scheibe anfangs weiß berandet C. vernicea. 31. Lager undeutlich C. tumidula. Lager deutlich entwickelt 32. 32. Rand blasser als die Scheibe C. Lighthfootii. Rand dunkler oder ebenso dunkel als die Scheibe 33. 33. Lager weißlich C. anisospora. Lager gefärbt 34. 34. Rand angefeuchtet rotbraun C. silvestris. Rand dunkelbraun C. endodesmia. 35. (Eucatillaria) Sporen 20—30/7. und darüber lang C. grossa. Sporen unter 20 tu lang 36. 36. Epithecium grün oder grünbraun 37. Epithecium braun bis schwärzlich 39. 37. Hypothecium braunschwarz C. riparia. Hypothecium rötlich oder schwarzrot 38. 38. Hypothecium schwarzpurpurn C. subnitida. Hypothecium dunkel rötlich C. athallina. 39. Hypothecium schwarz, oben bläulich C. chloroscotina. Hypothecium anders gefärbt 40. 40. Sporen unter 12 p, lang 41. Sporen 12—18^ lang 43. 41. Sporen 5 p. und darüber dick C. lutosa. Sporen bis 4 dick 42. 42. Lager dunkelgrün oder bleifarben C. chalybea. Lager grünlichgelb C. Schumannii. 43. Lager dilrch KOH gelb, dann rötlich gefärbt C. irritabilis. Lager durch KOH nicht oder höchstens gelblich gefärbt 44. 44. Gehäuse hell oder schmutzig C. Laureri. Gehäuse schwarzbraun C. picilioides. 1300. L. albohyalina (Nyl.) Th. Fr. — L. luteola v. albohyalina Nyl.— L. anomala var. albohyalina Nyl. — L. globulosa var. albohyalina Nyl. — Biatora sylvana Norm. Lager ergossen, sehr dünn, schorfig, schmutzigweißlich, zuweilen fast verschwindend, K—, CaCl—. Apothecien klein, gewölbt oder fast kugelig, weißlich oder weißlich-fleischfarben, später dunkler, zerstreut. Hypothe¬ cium und Paraphysen farblos. Sporen länglich oder länglich-spindelförmig,
293 einzellig oder öfters mit einer Querwand, 25—30 w lang, 8—14 dick. Mit Jod färbt sich die Hymenialgallerte leicht bläulich, dann braungelblich¬ weinrot. Tirol: Jenesien, auf Ulmus campestris, nur wenige Apothecien zwischen Moosen versteckt. — Schweiz: An Sambucusrinde bei Alagna und an Rinde von Betula ovata im Val di Rezzo. — Fränk. Jura: An der Rinde einer alten Tanne im Frauenforst zu Kehlheim. — Schlesien: Landsberg, Buckower Wald, an mageren Kiefernstangen. 1301. C. Arnoldi (Kmplhbr.) Th. Fr. — Biatorina Arnoldi Kmplhbr.— Bilimbia Arnoldi Kbr. — Lecidea luteella Nyl. — (Biatorina minuta Mass.?) — Taf. LXXXII B, Fig. 10. Lager undeutlich. Apothecien sitzend oder angewachsen, klein, bis 0,4 mm groß, anfangs krugförmig und von einem dicken, erhabenen Rande umgeben, später ziemlich flach und fast randlos, safranrötlich, mit etwas blasserem Rande. Gehäuse ziemlich dick, gelblich, Hypothecium gelblich. Paraphysen locker zusammenhängend und leicht zu trennen, schlank, mit gelblichem Epithecium. Schläuche keulig oder aufgeblasen-keulig. Sporen länglich, an beiden Enden stumpf, zweizeilig, 13—18 /z lang, 5—6 dick. Jod färbt die Hymenialschicht erst blau, dann weinrot. Nach Arnold ist diese Art = Biatorina minuta Mass., die jedoch nach Mass, ein weinsteinartig-staubiges, ungleich körniges Lager, völlig unberandete Apothecien und (nach Jatta) 9 p lange, 4 p dicke, etwas ge¬ krümmte Sporen hat. Auf Kalk, selten. Tirol: Waldrast, an Kalkfelsen auf Trinser Mar¬ kung: Kufstein, Kalkwand am Eingang des Kaisertales. — Bayern: München, an Nagelfluhblöcken unterhalb Pullack und Baierbrunn. — Fränk. Jura: Wolfsgraben bei Streitberg; im Laubwald bei Pöverleins Keller bei Weißenburg; Landershofen und Tiefental bei Eichstätt; um Streitberg und Müggendorf; bei Pappenheim; Donautal bei Welten¬ burg. — Württemberg: Ehingen, auf der Unterseite von Kalksteinen im Osterholze. — Westfalen: Kalkfelsen zwischen Beverungen und Dahlhausen; Honnetal; am Bielstein bei Warstein; Mühlental bei Alme. — Hessen: Taunus. — Thüringen: Hausberg bei Jena. 1302. C. erysiboides (Nyl.) Th, Fr. — Lecidea erysiboides Nyl. — Biatorina erysiboides Th. Fr. Lager fast fehlend. Apothecien klein, 0,2—0,4 mm breit, anfangs ziemlich flach und mit blasserem Rande, später gewölbt und randlos, scher¬ bengelb-rötlich, gelblich-scherbengelb oder fast wachsfarben. Gehäuse und Hypothecium farblos oder blaßgelblich. Paraphysen verklebt, durchweg
294 ungefärbt. Schläuche keulig. Sporen eiförmig oder kurz-eiförmig, zwei¬ zeilig, mit meist einer schmäleren Zelle, 7—io^u lang, 3—5 p. dick. Jod färbt die Hymenialschicht blau, dann weinrot. Auf morschen Baumstümpfen und alten, harten Baumschwämmen, selten. Tirol: Auf dem Hirnschnitt alter Fichtenstrunke und an alten, verhärteten Pilzen unterhalb Paneveggio. — Niederösterreich: Auf dem Hirnschnitt alter Buchenstöcke am Sonntagsberg. — Fränk. Jura: Auf dem Hirnschnitte eines alten Eichenstrunkes im Hienheimer Forst bei Kelheim. — Baden: Feldberg, Todtnau, Zastler, Oberried. — Westfalen: An einem Eichenstumpf im Tiergarten zu Wolbeck. — Thüringen: An Holz eines morschen Baumstumpfes am Roten Berg bei Stützerbach. — Erzgebirge: Um Altenberg; Fichtenstumpf beim Gasthof zum Engel, Rittersgrün. 1303. L. rugulosa (Hepp.). — Biatora rugulosa Hepp. — Biatorina rugulosa Kbr. — Dimerospora rugulosa Stein. — Taf. LXXXIIB, Fig. 13. Lager dünn, warzig-körnig, fast ölschimmernd, weiß oder grauweiß, auf weißlichem Vorlager. Apothecien 0,4—0,8 mm groß, angedrückt sitzend, mit rötlichgelber, trocken meist graurötlich überhauchter, an¬ gefeuchtet durchscheinend gelblicher, anfangs flacher oder leicht gewölbter, niedergedrückt heller bis weißlich berandeter, später oft stark gewölbter, randloser Scheibe. Gehäuse farblos mit zahlreichen Gonidien, Hypothecium farblos. Paraphysen mäßig verklebt, farblos, mit oft sehr dünnem, kör¬ nigem, gelblichem Epithecium. Schläuche keulig oder schmalkeulig. Sporen ellipsoidisch, an beiden Enden gleichmäßig wenig verschmälert, zweizeilig, mit zarter Querwand, 8—11 p lang, 3—4 p, dick. Schlesien: Riesengebirge, an Buchen im Elbgrunde. 1304. C. sphaeroides (Mass.) Zahlbr.—Biatorina sphaeroides Mass.— B. pilularis Kbr. — B. subduplex Nyl. — Taf. LXXXII, Fig. 5, 6; LXXXIIB, Fig. 12; LXXXII C, Fig. 5. Erklärung zu Tafel LXXXIL Fig. r. Catillaria synothea, Lager, nat. Gr. „ 2. „ „ „ Lupenvergrößerung. „ 3. „ grossa, Lager, nat. Gr. „ 4. „ „ „ Lupenvergrößerung. ,, 5* 11 sphaeroides, Lager, nat. Gr. ,, 6. „ „ Lupenvergrößerung. „ 7. „ glomerella, Lager, nat. Gr. ,, 8. „ ,, Lupenvergrößerung. „ 9. ,, subnitida, Lager, nat. Gr. „ 10. „ „ Lupen Vergrößerung.
295 Lager ausgebreitet, körnig-schorfig, blaßblaugrau-grünlich, auf weißem Vorlager. Apothecien sitzend, gewölbt, gelblich, gelblich-fleischfarben oder mitunter rötlich, unberandet, innen farblos. Paraphysen verklebt. Schläuche schmalkeilförmig, achtsporig. Sporen fast spindelig-länglich, ein- bis zwei¬ zeilig, 15—17 jU lang, 4—5 p dick, farblos. Hymenialschicht durch Jod ge¬ bläut, bald weinrot gefärbt. Zerstreut durch das ganze Gebiet am Fuße alter Laubbäume, über Moosen und Pflanzenresten. Tirol: Über alten Moosen am Travignolo unterhalb Paneveggio, Paganella, auf Dryas; Ronchital bei Ala. — Schle¬ sien, Thüringen, Westfalen, Hessen, Baden, Bayern, Nordwestdeutschland, Rügen, Preußen; Niederösterreich. 1305. C. micrococca (Kbr.) Th. Fr. — Biatora micrococca Kbr. Lager dünn, ausgebreitet, schorfig, kleinkörnig oder fast staubig, leb¬ haft oder schmutziggrün. Apothecien sehr klein, 0,1—0,3 mm groß, an¬ gewachsen oder eingesenkt, von Anfang an fast kugelig und randlos, bla߬ fleischrot-weißlich oder fleischrot - gelblich. Gehäuse völlig ungefärbt, Hypothecium farblos. Paraphysen dicht verklebt, durchweg ungefärbt. Schläuche kurz, keulig. Sporen länglich, ein- oder zweizeilig, 8—12 p lang, 2—3 p dick. Jod färbt die Hymenialschicht erst blau dann weinrot. Pyk¬ niden sehr klein. Pyknokonidien stäbchenförmig, 5—7 p lang, 0,7—1 p breit. Stylosporen bogig, zwei- bis sechszellig, in der Mitte 2 p dick, 20 bis 25 p lang, an den Enden verjüngt. Zugehörigkeit zu C. micrococca noch nicht sicher, aber wahrscheinlich. An Rinde und Holz von Nadel-, seltener Laubbäumen, ziemlich ver¬ breitet. Allgäuer Alpen, Schweiz; um München, Augsburg; Fränk. Jura; Baden, Hessen, Westfalen, Thüringen, Böhmen, Erzgebirge, Vogtland, Schlesien; Nordwestdeutschland nicht häufig; Ostfriesland, an jungen Eichen bei Rostrup und Oldehave; Pinneberg: an Kiefernzweigen bei Wit¬ tenbergen; Stormam: an Zweigen von Pinus montana zwischen Poppen- büttel und Lehmsal; Harburg: Haake bei Ehestorf; Höhenzug zwischen Eddelsen und Groß-Klecken; Preußen: Samland, Wosegauer Wäldchen. 1306. C. Ehrhardtiana (Ach.) Th. Fr. — Lichen Ehrhardtianus Ach.— Lecidea Ehrhardtiana Ach. — L. corrugata Ach. — Biatora Ehrhardtiana Kbr. — Taf. LXXXIIB, Fig. 4. Lager dünn, ausgebreitet, körnig oder runzelig-warzig, strohgelb oder graugrünlich bis weißlich, mit großen, verschrumpften, schwarzen Pyk¬ niden besetzt, auf firnisartigem, weißlichem Vorlager, durch Reagenzien nicht verändert oder durch KOH blaßgelblich gefärbt. Apothecien 0,5 bis 1 mm breit, angewachsen, flach, mit dünnem, stumpflichem, oft wellig ge¬
296 bogenem, meist etwas blasserem Rande, später gewölbt und randlos, gelb¬ lich oder blaßgelblich-fleischfarben. Gehäuse gelblich, Hypothecium farb¬ los. Paraphysen dicht verklebt, farblos, von einem körnigen, gelben Epi¬ thecium bedeckt. Schläuche schmalkeulig. Sporen länglich, Stäbchen- oder fast länglich-spindelförmig, mit zarter Querwand, 7—11/z. lang, 2,5 bis 3,5 p, dick. Jod färbt die Hymenialschicht blau, dann schmutzigviolett. Pykniden groß, bis 0,8^ breit, oberflächlich, runzelig-warzig, schwarz. Pyknokoniden länglich, 2—3 p lang, 1 p dick. An dürren Zweigen, altem Holzwerk, alten Laubbäumen, zerstreut. Tirol: Ampezzo, am Holz dürrer Äste gegen den Dürrenstein; Pinzolo, Corno alto an Fichtenzweigen. — Schweiz. — Bayern: München, an einer alten Eiche im Grünwalder Park östlich bei Grünwald; an alten Eichen hier und da in größeren Waldungen. — Fränk. Jura: An alten Eichen; an einer alten Bretterwand in Hohenmirschberg oberhalb Pottenstein; an alten Brettern einer Scheune in Brennersfeld bei Schnabelwaid. — Baden: Donaueschingen. — Hessen: Wilhelmshöhe. — Westfalen: Handorf, Münster, Brakei, Marienmünster. — Schlesien: Nicht selten. — Böh¬ men: Verbreitet. — Frankenwald: An einem Baumstumpf zwischen Lohbachtal und Drachenfels. — Nordwestdeutschland: Wulsdorf, Celle, Hudemühlen; Gießeihorst (Pyknokonidienform) ; um Hamburg ver¬ breitet. — Brandenburg: Zerbst; Potsdam; Krossen; Triglitz sehr häufig. — Preußen: Schuiken, Kr. Insterburg, am Holz einer Scheunen¬ wand. 1307. C. Bouteillei (Desm.) Zahlbr. — Parmelia Bouteillei Desmaz.— Lecidea Bouteillei Nyl. — Biatorina Bouteillei Arn. Lager körnig-staubig, hellgraugrün oder weißlichgrün, auf undeut¬ lichem, hellerem Vorlager. Apothecien 0,1—0,2 mm breit, angedrückt, mit flacher oder leicht gewölbter, hell fleischrötlicher Scheibe und ungeteiltem, erst erhabenem, später verschwindendem, weißlichem Rande. Gehäuse farb¬ los, wachsartig. Hypothecium farblos. Paraphysen schlank, unregelmäßig. Schläuche breitkeulig. Sporen ellipsoidisch oder eiförmig, mitunter in der Mitte leicht eingeschnürt, fast sohlenförmig, 8—15/z lang, 3—5^ dick. Jod färbt die Hymenialschicht anfangs bläulich, dann schmutziggelb, den Scheitel der Schläuche dauernd bläulich. Auf lebenden Tannennadeln, besonders der unteren Äste, sehr zer¬ streut. Alpen: Riffersweil; Gossen; Riva. — Baden: An alten Mauern bei Neuenheim; Freiburg. — Westfalen: Auf Fichtennadeln bei Höxter. — Schlesien: Nicht selten. — Um Hamburg nicht selten. — Niederösterreich: An Fichtennadeln auf dem Sonntagsberg in Rosenau.
297 1308. C. rubicola (Cronau). — Lecidea rubicola Nyl. — Biatorina. rubicola Cronau. — B. Hohenbühelii Poetsch. Lager kleinkörnig bis schorfig, grünlich. Apothecien blaßgelblich mit deutlichem, gleichfarbigem, dünnem Rande, innen farblos. Hymenium durch Jod gebläut. Sporen an einem oder beiden Enden zugespitzt, 15 bis 18/z lang, 4—4,5 /4 breit, zu 8 in länglichen Schläuchen, zweizeilig. Pyk¬ niden blaßgelblich, gyalektaförmig, ähnlich den jungen Apothecien; Pykno¬ konidien flaschenförmig, 4 p lang, 1,5 p dick. Sehr selten. Bayern: München, an Glimmersteinen eines Wald¬ weges zwischen dem Bahnwärterhaus und Wörnbrunn im Grünwalder Park; auf Glimmersteinen am Waldsaum südlich von Haarkirchen; in einer Kiesgrube im Walde östlich über der Reismühle; westlich von Planegg; an den oberen dünnen Zweigen junger Fichten am Waldsaum im Grün¬ walder Park, westlich von Haching. — Fränk. Jura: An Sandsteinen am Waldwege von Banz nach Altenbanz. — Württemberg: An den Nadeln jüngerer Fichten im Osterholz bei Ehingen. — Baden: Heidel¬ berg, an Zweigen und Nadeln junger Fichten auf dem Heidenknörzel und auf dem Königstuhl. — Niederösterreich: An Sandstein in einem Graben am Sonntagsberg. — Nord westdeutsch land: Auf Nadeln und Zweigen jüngerer Fichten, nicht selten in Waldungen und Parkanlagen. Holstein: Sachsenwald. 1309. C. dlaphana (Kbr.). — Biatorina diaphana Kbr. Lager sehr dünn, firnisartig ergossen, glatt, schmutzigrotbraun, an¬ gefeuchtet dunkler, auf undeutlichem Vorlager. Apothecien 0,2—0,4 mm breit, angedrückt, mit erst vertiefter, später fast flacher, feucht schwellend und durchscheinend und fleischrötlicher bis hellbräunlicher, trocken fast brauner Scheibe und dünnem, erhabenem, bleibendem Rande. Gehäuse weich, farblos. Paraphysen frei, farblos, feinfädig. Schläuche schmal¬ keulig. Sporen breit-ellipsoidisch, zweizeilig, in der Mitte oft leicht ein¬ geschnürt, an den Enden abgerundet oder zugespitzt, 8—12 p. lang, 5 bis 12 p dick. An überflutetem Granit im Hochgebirge. Schlesien: Riesen¬ gebirge, im Abfluß des Kleinen Teiches und im Lomnitzfall; Felsen in der Aupa im Riesengrunde. — PNiederösterreich: An feucht gelegenem Sandsteingeröll am Sonntagsberg. 1310. C. subpulicaris (Anzi). — Biatorina subpulicaris Anzi. Lager sehr dünn, aus gelblichen, über das spinnwebartige Vorlager zerstreuten Körnchen bestehend. Apothecien klein, sitzend, flach, purpurn, mit gleichfarbigem Rande. Sporen ellipsoidisch, ziemlich dickwandig, 12//
298 lang, 6 p dick. Schläuche acht- bis zwölfsporig, sonst der atropurpurea sehr ähnlich. Schweiz: An Rinde von Pinus picea in dichteren Wäldern des Val di Dentro. 13ii. C. adpressa (Hepp.). — Biatora adpressa Hepp. — Biatorina adpressa Kbr. — Taf. LXXXII B, Fig. 1. Lager schorfig - ausgebreitet, fast fehlend. Apothecien nackt, flach, später gewölbt, schwarzbraun bis tiefschwarz, mit etwas glänzendem, schwarzem, zuletzt verschwindendem Rande. Schläuche kurzkeulig, acht¬ sporig. Sporen ganz stumpf schräg-ellipsoidisch, fast biskuitförmig, zwei¬ zeilig, 9—11 p. lang, 4—5 dick. Paraphysen zart, verklebt. Hypothecium hell, krumig. Die C. adpressa ist wohl nur als eine Form der C. atropurpurea auf¬ zufassen. Scharfe Unterschiede sind nicht vorhanden. An alten, entrindeten Baumstümpfen und Wurzeln, seltener an Rinde, selten. Tirol: Arlberg, Moostal (Zirbenstrünke) ; Waldrast, unter den Serieswänden; Kleiner Rettenstein, an Rinde von Alnus incana am Wald¬ saum längs der Straße bei Paß Thurn; auf Hirnschnitten von Fichten- und Tannenstämmen am Fuße der Margola bei Predazzo und unterhalb Pane¬ veggio. — Schweiz: An entrindeten Stämmen und Wurzeln von Fichten auf dem Pilatus und imVeltlin. — Allgäuer Alpen: Freiberg; Mittag¬ berg. — Bayern: Augsburg, Eichen bei Deuringen. — Fränk. Jura: An der rissigen Rinde einer Ulme im Walde des Affentales bei Eichstätt; an Tannen zwischen Kroegelstein und Wiesentfels. — B a d e n: An Tannen¬ strünken bei Lichtental. — Württemberg. — Thüringen: Ilme¬ nau gegen Gabelbach; Oberhof (Acer pseudoplatanus); Erbskopf bei Gabelbach; Roter Berg bei Stützerbach; Masserberg. — Schlesien: Pappeln der Berliner Chaussee bei Grünberg. — Preußen: Berent, Neu stadt. 1312. C. atropurpurea (Schaer.) Th. Fr. — Lecidea sphaeroides ß atro purpurea Schaer. — Biatorina atropurpurea Mass. — B. arceutina Kbr. — B. adpressa Hepp, und Biatorina adpressa Kbr. bei Th. Fr. — Lecidea gyaliza Nyl. — Taf. LXXXII B, Fig. 2. Lager sehr dünn, staubig, oft fast fehlend, graugrün, auf weißlichem Vorlager. Apothecien kaum über 0,5 mm breit, angedrückt, mit erst ver¬ tiefter, später flacher, rotbrauner, rotschwarzer oder fast schwarzer Scheibe und dünnem, anfangs erhabenem, später verschwindendem schwarzem Rande. Gehäuse weich, braun. Hypothecium meist gelblich. Paraphysen locker zusammenhängend, oben verdickt und gebräunt. Schläuche keulig
299 oder aufgetrieben-keulig. Sporen abgestumpft-ellipsoidisch, in der Mitte oft leicht eingeschnürt, mit deutlicher Querwand, io—14^ lang, 5—7 /z dick. Jod färbt die Hymenialschicht sehr schwach und sehr flüchtig blau, dann intensiv weinrot. Pyknokonidien kurz, fast zylindrisch oder an beiden Enden schwach verdickt, gerade oder leicht gekrümmt, etwa 3—3,5 lang, kaum 1 /4 dick. Auf Rinde und Holz von Nadel-, seltener Laubbäumen, selten. Tirol: Plansee, an Fichten; an Fichten im Walde unterhalb Ratzes; an Bretter¬ planken an der Straße vor Pinzolo. — Niederösterreich: An Hirn¬ schnitten von Fagus im Walde oberhalb der Kirche von Kaltenlautgeben. Steiermark: Pfaffensattel. — Allgäuer Alpen: Birgsau; See¬ wände; Plansee. — Bayern: München bei Wörnbrunn, Hohenbrunn, Holzhausen, Ebenhausen, Percha; Augsburg, Liebentischwald. — Fränk. Jura: Nicht selten im Hofstettener Forst bei Eichstätt; Labertal, Affen¬ tal, Engeltal bei Hersbruck usw. — Baden: Haslach im Kinzigtal (Tannen); Badener Höhe; Pforzheim; Schau instand; Heidelberg (Buchen, Eichen). — Schlesien: Auf der Rinde junger Tannen im Zackenwalde; bei Grünberg, Groß-Leubuscher Wald bei Brieg. — Preußen: Anger¬ burg; Samland, Wikiauer Wäldchen. 1313. C. subnigrata (Eitner). — Biatorina subnigrata Eitner. Lager einen schwärzlichen Anflug bildend oder als sich ablösende, körnige, graugrüne, dünne Kruste auftretend. Apothecien rötlichbraun bis schwarz, angefeuchtet heller werdend, erst flach, dünn gleichfarbig be- randet, bald gewölbt, randlos, angedrückt. Paraphysen ziemlich verklebt, farblos, oben hellbraun, kopfig verdickt. Hypothecium und Gehäuse farblos bis leicht gelblich, ohne Gonidien. Schläuche sackförmig bis breitkeulig, achtsporig. Sporen zweizeilig, oft traubenkernförmig, 7—9 lang, 5 bis 5,5 u dick. Jod färbt das Hymenium tiefblau, dann schmutzigviolett. Schlesien: Nimptsch, an alten Weiden im Wiesengrund bei Gaumitz. 1314. C. prasina (Fr.) Th. Fr. — Taf. LXXXII B, Fig. 7. Lager schorfig-körnig, grün oder grünlich. Apothecien klein, bald ge¬ wölbt und randlos, wenigstens später stets dunkel. Hypothecium blaß. Paraphysen verwachsen. Sporen eiförmig, stumpfendig, klein. Durch das ganze Gebiet verbreitet, aber ziemlich selten. Allgäuer Alpen: Freibergsee bei Oberstdorf. — Niederösterreich: Auf morschem Holz in der Eng bei Reichenau; in der kleinen Klause bei Aspang; Seitenstetten; Mittelberg; Randegg. — München: Auf den Schuppen abgefallener Fichtenzapfen am Waldsaum zwischen der Station
300 Mühltal und Königswiesen. — Augsburg: Haspelmoor; Lobwäldchen. — Baden: Kirchzarten; Brunnberg bei Freiburg; Haslacher Stadtwald; Wolfsbrunnen bei Heidelberg. — Erzgebirge: Fichtenstumpf am Fuß des Kaffenberges. — Böhmen: Böhmer Wald zwischen Hammern und dem Berg Osser an morschem Holz. — Schlesien: An faulen Birken auf dem Königshayner Spitzberg; Glatz. — Nord westdeut sc bland: Um Hamburg mehrfach; Sylt. — Niederösterreich: An morschen Strünken auf dem Tumitzer Höger und auf der Klosteralpe bei Lilienfeld (C. prasiniza Nyl.) ; Sonntagsberg. a laeta Th. Fr. — Micarea prasina Fr. — Biatora vernalis f. prasina Fr. Apothecien 0,2—0,5 mm breit, anfangs lebhaft gefärbt, rötlich oder weißlich, später sich verfärbend und dunkler werdend. Paraphysen anfangs am Scheitel nicht dunkler gefärbt. Jod färbt die Hymenialgallert erst blau, dann weinrot. Sporen 7—10 p, lang, 3—5 p dick. Pyknokonidien kurz nadel- fÖrmig, gerade, 8—io/z. lang. An alten Stümpfen von Laub- und Nadelholz, selten. Thüringen: Bei Wipfra am Grunde einer Espe; an der Halskappe; bei Elgersburg: Gabelbach; oberes Schobsetal. — München: Auf morschem Holze eines Fichtenstrunkes im Walde nordwestlich von Tutzing. — Westfalen: an einer faulen Eiche im Solling bei Höxter. — Harz: Hackel. /. prasinoleuca Nyl. Apothecien mißfarbig, weiß oder weißlich. Fränk. Jura: An der Rinde jüngerer Föhren im Walde zwischen Breitenfurt und Dollenstein; an jungen Fichten im Schwalbenwalde bei Wemding. — Nordwestdeutschland: Kiel, faulende Kiefernzweige im Hailoher Forst bei Großenaspe. — Niederösterreich: An Tannen¬ stämmen bei Preßbaum. — Die Form ist wohl kaum von laeta zu trennen. ß byssacea (Zw.) Th. Fr. — Biatora byssacea Zw. — Lecidea sordi- descens Nyl. — L. prasiniza Nyl. Apothecien von Anfang an dunkler, nußfarbig, schmutzig olivgrün, olivbräunlich oder schwärzlich. Paraphysen am Scheitel dunkler. Sporen oft dauernd einzellig bleibend. Tirol: Kleiner Rettenstein, auf modernden Fichten am Bache zwischen Paß Thurn und Kirchamwald. — Thüringen: Patschberg und Steingraben bei Arnstadt; Sturmheide bei Ilmenau; Masserberg. — West¬ falen: Sporkhof bei Delbrück (Kiefernstumpf) ; an einem Bretterzaun auf dem Gute Wellbergen. — Böhmen: Am Arbersee. — Schlesien: Obernigk, Wald gegen Jaeckel. — Nordwestdeutschland: Nicht selten. — Preußen: Samland, im Cranzer Walde.
301 1315- glomerella (Nyl.) Th. Fr. — Lecidea anomala var. glomerella Nyl. — L. glomerella Nyl. — Biatorina glomerella Arn. — Taf. LXXXII, Fig. 7, 8; LXXXII C, Fig. 3. Lager ziemlich dick, warzig, oliv- oder aschgräulich-grünlich, durch KOH gebräunt, durch CaCl nicht verändert; Hyphen durch Jod nicht ge¬ bläut. Apothecien 0,4—1,0 mm groß, angewachsen, von Anfang an gewölbt und randlos, halbkugelig oder meist in verschiedener Weise, oft sehr stark höckerig, braunrot. Gehäuse undeutlich, Hypothecium farblos. Paraphysen vollständig verklebt, fast farblos oder blaß bräunlichgelb, nach dem Scheitel zu gelbbräunlich. Schläuche keulig. Sporen zweizeilig, länglich bis länglich¬ spindelförmig, 10—18/4 lang, 3—4 p dick. Durch Jod wird die Hymenial¬ schicht erst gebläut, dann schmutzig entfärbt. Auf faulendem Holz, alten Baumstümpfen von Nadelhölzern, sehr selten. Tirol: Brandenberg, auf einem alten Lärchenstumpf am Abhange gegen Bineck. — Allgäuer Alpen: Burgstall; Alpspitze. — Bayern: München (s. f. simplicata); Augsburg, Haspelmoor, an entrindeten Latschen und Vaccinium uliginosum. — Baden: An Kastanienstrünken über dem Schlosse; bei Neuenheim; Handschuchsheim. — Vogtland: Schindeln der Scheune der Schneidemühle bei Schönberg. — Preußen: Johannisburg. f. simplicata Nyl. Lager körnig, dunkel aschgrau-grünlich. Apothecien schwarz, knotig. Epithecium braun, durch KOH nicht gefärbt; Hypothecium farblos. Sporen ein- bis zweizeilig, verlängert-länglich, gerade oder leicht gekrümmt, 12 bis 18 p lang, 3—4 p dick. München: An der senkrechten Seite der Parkzaunpfosten zwischen Wörnbrunn und Grunwald. 1316. C. pulveracea (Borr.) — Lecidea pulveracea Borr. — Biatorina pulveracea Mudd. — Lecidea commutata Ach. — L. Lightfootii ß commu¬ tata Schaer. Lager ausgebreitet, ziemlich dick, feinkörnig-staubig oder schorfig, weich, graugrün, blaugraugrün oder gelblichgrün, weiß werdend, durch KOH gelb, durch CaCl nicht gefärbt. Apothecien ziemlich groß, zerstreut, angewachsen-sitzend, flach, schwarz, mit blasserem, etwas vortretendem Rande, zuletzt gewölbt und randlos, innen blaß, untere Schicht weiß. Paraphysen verklebt, an den Spitzen schwärzlich. Sporen länglich oder ellipsoidisch, zweizeilig, 12—19 ju lang, 6 p dick. Hymenialgallert durch Jod tiefblau, dann violett gefärbt. Auf Rinde von Picea, Abies, seltener von Buchen zerstreut. T irol: Auf Fichten bei Ammerwald; Kleiner Rettenstein, an Tannenrinde ober¬
302 halb Paß Thurn; Kitzbühel, Rinde von Weißtannen im Löwenbergwalde. — Allgäuer Alpen, Bayern (München), Baden (Heidelberg), Hessen, Thü¬ ringen, Sächs. Schweiz, Böhmen, Schlesien nicht selten. 1317. C. tricolor (With.) Th. Fr. — Lichen tricolor With. — Lecidea tricolor Nyl. — L. hamadrys Ach. — L. parasema v. microcarpa Ach. — L. enteroleuca v. grandinosa Ach. — L. anomala Ach. — L. vernalis v. anomala Nyl. — L. -discoidella Nyl. — Lecanora anomala v. ferruginea Ach. — Biatora mixta Fr. — B. vernalis v. mixta Nyl. — Bilimbia tricolor Br. et Rostr. — Biatorina Griffithii Sm. Lager weißlich oder graugrünlich oder aschgräulich-weißlich, sehr ver¬ schiedenartig, ziemlich dick, runzelig-warzig oder dünn, ungleich oder fast fehlend, durch KOH schmutzig gelblich, durch CaCl nicht gefärbt; Hyphen durch Jod nicht gefärbt. Apothecien bis zu 1 mm breit, gewöhnlich kleiner, angewachsen, gewöhnlich ziemlich flach und dünn berandet, zuletzt mit¬ unter gewölbt und randlos oder unförmlich, fleischrot, mißfarben oder fleischrot- oder mißfarben-bräunlich oder zuletzt braun und schwärzlich, mit zuweilen grau bereifter Scheibe und meist blasserem Rande. Gehäuse dick, blaß, schmutzig, zuweilen etwas dunkler. Hypothecium farblos. Paraphysen mehr oder weniger verklebt, je nach der Farbe der Apothecien am Scheitel schwärzlich, bräunlich oder gelblich. Schläuche schmalkeulig. Sporen spindeiig oder länglich, mit zarter Querwand, 8—16 p lang, 3—4/z dick. Hymenialschicht durch Jod intensiv gebläut, später oft schmutzig entfärbt oder, besonders die Schläuche, weinrot gefärbt. Pyknokonidien zylindrisch, gekrümmt, nach den Enden zu mehr oder weniger verschmälert. An Rinde und Holz von Laub-, seltener Nadelbäumen, ziemlich selten. Schweiz: Um Bern. — Hessen: An der Rinde alter Laubbäume. — Westfalen: Alleen des Schlosses Bentlage bei Rheine. — Böhmen: Vochow bei Pilsen; Hammern im Böhmer Wald. — Hessen: Um Kassel. Nordwestdeutschland: Recht häufig. — Schleswig - Hol stein: Sachsenwald; Forst Jürgensgaard bei Appenrade; Sylt. — Rügen: Nicht selten. — Preußen: Zoppot, Schwarzort, Cranser Wald. 1318. C. nigroclavata (Nyl.) Arn. — Lecidea nigroclavata Nyl. — L. lenticularis subsp. nigroclavata Nyl. — L. baliola Nyl. — L. spodoplaca Nyl. Lager ausgebreitet, sehr dünn, graubraun oder fast fehlend, durch Reagenzien nicht verändert. Apothecien klein, oberflächlich, anfangs flach und dünn berandet, zuletzt gewölbt und randlos, schwärzlichbraun. Hypo¬ thecium bräunlich oder farblos. Paraphysen dick, an den Enden dunkel¬ braun und keulig oder beinahe kugelig. Sporen länglich, meist einzellig, 7—12 p lang, 3—4 p dick. Jod bläut die Hymenialschicht.
303 Im Gebirge an Rinde von Laubbäumen verbreitet, in Oldenburg auch an Findlingen und Dachziegeln. Nord Westdeutschland: Witten¬ höhe bei Döhlen; Hünengrab in Dötlingen, auf Granit; auf Dachziegeln in Zwischenahn. f. lenticularis Arn. — Catillaria lenticularis a vulgaris Fr. Apothecien sehr klein, schwarz, innen durch KOH nicht gefärbt. Epi¬ thecium schwärzlich, körnig. Hymenium unter dem Mikroskop farblos, durch Jod gebläut. Hypothecium bräunlich. Paraphysen locker vereinigt, mit schwarzer, fast kugeliger Keule. Sporen undeutlich zweizeilig, 9 /z, lang, 3 u breit. Tirol: Groden, auf Porphyr an der Berghalde bei Wolkenstein bei St. Peter; Überetsch, an Blöcken der Eislöcher. — Rügen: Am Strande bei Lohme, auf Granit. 1319. C. punctulata (Kbr.). — Biatorina punctulata Kbr, Der C. lenticularis sehr nahestehend. Lager ausgebreitet, sehr dünn, schorfig, graubraun, auf undeutlichem Vorlager. Apothecien sehr klein, sitzend, von Anfang an gewölbt, kopfförmig, unberandet, schwarzbraun. Sporen zu 8 in kurzen, keuligen Schläuchen, ziemlich klein, schmal ellipsoi¬ disch, zweizeilig, drei- bis viermal so lang als breit, farblos. Die Sporen sind kräftiger und namentlich länger als bei C. lenticularis. Westfalen: Münster, an dem Wege nach Kinderhaus am Nubben- berg; am Ziegenberge; Unterlagen des Gradierhauses zu Rheine. Eitner bringt im III. Nachtrag zur schlesischen Flechtenflora (1910) eine „Biatorina punctulata Whlbg. Bolkenhain, hinter den Steinhäusern im Gräbeler Tal. Thallus sehr dünn, körnig graubraun oder krustig und gefeldert, bisweilen fehlend und die Apothecien dem schwärzlichgrauen Vorlager entspringend. Apothecien winzig, 0,1—0,3 mm groß, mattschwarz, flach, sehr dünn, erhaben berandet oder wenig gewölbt, randlos, angefeuchtet schwarz bleibend. Hypothecium bräunlich bis fast gelblich, weich. Para¬ physen wenig verleimt, straff, hyalin, großkopfig verdickt, mit 3—4 /z dicken, blauschwarzen Köpfen. Sporen zu 8, zweiteilig in keuligen Schläuchen, büchsenförmig, d. h. zylindrisch mit gestutzten Enden, 5,5 bis 6/z lang, 2,5—2,7 ja dick. Jod bläut das Hymenium intensiv, dann schwarz, die Hyphen nicht. Gehäuse dunkelbraun, körnig, dünn, innen gelblich.“ Eine Originalbeschreibung Wahlenbergs war mir nicht zugänglich. 1320. C. lenticularis (Ach.) Th. Fr. — Zeora lenticularis Fw. — Bia¬ torina lenticularis Kbr. — Lecidea lenticularis Nyl. — Bilimbia lenticularis Br. et Rostr.
304 Lager dünn oder fehlend, wo vorhanden meist körnig, zuweilen warzig oder fast rissig gefeldert, blaß, aschgräulich, umbrabraun oder schwärzlich, aber gewöhnlich nur ganz unbedeutend entwickelt, weder durch KOH noch CaCl verändert. Hyphen durch Jod nicht gebläut. Apothecien 0,2—0,4 mm breit, angewachsen, flach und erhaben berandet, zuletzt gewölbt und randlos. Hypothecium bräunlich oder farblos. Paraphysen schlank, leicht von¬ einander zu trennen, an den Enden kopfig und braunschwarz oder braun. Schläuche schmalkeulig. Sporen länglich oder länglich-ellipsoidisch, 6—11 lang, 2—4 ft dick, zweizeilig. Jod färbt die Hymenialschicht erst blau, dann weinrot. An Kalk, Mauern, Porphyr im Gebirge zerstreut, in den Alpen ver¬ breitet. Bayern: München, an der senkrechten Seite großer Nagelfluh¬ blöcke im Buchenwalde unterhalb Baierbrunn; am Isarabhang vor Grun¬ wald; Augsburg, Scheuring; Amberg. — Fränk. Jura: Nicht selten. — Württemberg: Ehingen, an Kalkfelsen bei Altsteußlingen. — Baden. Auf Jurakalk am Isteiner Klotz; auf Sandsteinen an der Schloßgarten¬ mauer zu Karlsruhe; an den Mauern des Heidelberger Schlosses. — West¬ falen: Häufig. — T ü r i n ge n: Mehrfach (formae!); Jena. — Hessen. — Vogtland, — Böhmen. — Schlesien: Kitzelberg und Mühl¬ berg bei Kaufung; Zementmauer bei Sagan; Sakrauer und Nieder-Ellguther Kalkberg bei Gogolin; Warthaberge bei Kamenz; Tschischdorfer Kalkberg, Kr. Löwenberg. — Nordwestdeutschland: Zwischenahner See, an zeitweise überspülten Granitfindlingen; verschüttetes Steindenkmal im Flögeler Holz. f. nigricans Arn. Lager schwärzlich, dünn, kleiig, gefeldert, flach. Apothecien etwas breiter, schwarz. Tirol: Marocche bei Drö auf Kalk. — Fränk. Jura: Wintershof, Streitberg, Müggendorf. — Thüringen: Hörselberg; Watzdorf; Asbach. f. pulicaris (Mass.) Arn. — Biatorina pulicaris Mass. Tirol: Schloß Arco, auf Kalk. — Fränk. Jura: Müggendorf, Streitberg. var. erubescens (Fw.) Th. Fr. — Lecidea lenticularis Ach. — Biatorina lenticularis var. erubescens Fw. — B. versicolor Hellb. Lager mit dem Substrat (Kalk) durchsetzt, weiße, gelbliche oder ockerfarben-rötliche Flecke bildend. Apothecien zuerst eingewachsen, dann angewachsen, trocken dunkel, mitunter bereift, angefeuchtetblutrot-schwarz oder blaß braun mit schwärzlichem Rande. Gehäuse bräunlich, Hypo¬ thecium farblos.
305 Zum Beispiel: Thüringen: Dolomitwand der Pabstfelsen bei Watz¬ dorf; oberhalb Leutnitz. — Schlesien: Sacrauer und Nieder-Ellguther Kalkberg bei Gogolin. — Niederösterreich: Kalkfelsen auf dem Türnitzer Höger bei Lilienfeld. 1321. C. mendax (Anzi). — Biatorina mendax Anzi. Lager ausgebreitet, weißlich, dünn, körnig-schorfig, auf weißem Vor¬ lager. Apothecien ziemlich klein, angewachsen, mißfarbig braun oder schwärzlich, anfangs flach, mit blasserem Rande, dann gewölbt und randlos. Sporen länglich, zweizeilig, ziemlich dickwandig, 15—19/4 lang, 6^ dick. Alpen: An beschatteten Tannenstämmen im Val Tartano. 1322. C. heterodoxa Müll.-Arg. — Patellaria (sect. Rehmiopsis) hetero- doxa Müll.-Arg. Lager weinsteinartig, 3/4—1 mm dick, rissig gefeldert, außen und innen bläulichweiß, ohne deutliches Vorlager; Felderchen etwas wellig oder flach, glatt, etwa 2 mm breit. Apothecien bald in der Mitte, bald am Rande der Felder, bald in den Furchen zwischen diesen sitzend, anfangs flach ein¬ gewachsen, später mäßig vortretend, zuletzt 1 mm breit, lezideinisch, schwarz, etwas grau bereift, innen grau, anfangs mit ziemlich dickem, außen lagergrauem oder scheinbar dem Lager angehörigem, später schwarzem und bald etwas gefaltet-runzeligem Rande, zum Teil zuletzt zusammenfließend und dann eine zusammengesetzte, faltig-runzelige Scheibe vortäuschend. Hymenialschicht 95 p hoch, glashell, am Scheitel mit dem Epithecium blaugrün oder grünschwärzlich ; Hypothecium sehr breit, farb¬ los, am Grunde braun. Paraphysen —2 p breit, am Scheitel mäßig ver¬ dickt, entfernt gegliedert, an den Gliedern nicht eingeschnürt, nicht steif. Schläuche verkehrt-eiförmig-zylindrisch, dünnwandig, achtsporig. Sporen durchsichtig, polar-zweizeilig, 9—12 p lang, 5—7 p breit, länglich eiförmig bis ellipsoidisch, an beiden Enden stumpf, oft an dem einen etwas spitzer; Scheidewand 2—4 p breit, Kanal nicht deutlich. (Wohl zu Buellia.) Schweiz: Mont Saleve, an der Sonne ausgesetzten Sandsteiinfelsen. 1323. C. Neuschildii (Kbr.) Th. Fr. — Biatorina Neuschildii Kbr. — Lecidea gyaliza var. pleiotera Nyl. — L. adpressa var. pleiotera Nyl. Lager ergossen, sehr dünnschorfig, aschgrau-weißlich. Apothecien klein, 0,2—0,3 mm breit, angewachsen, immer flach, braun oder schwarzbraun, angefeuchtet rot, mit dünnem, hellerem, bald verschwindendem Rande. Gehäuse außen braun, Hypothecium farblos. Paraphysen schlank, leicht trennbar, nach dem Scheitel zu bräunlich und verdickt. Schläuche keulig oder fast bauchig. Sporen zu 10—16 im Schlauch, breit eiförmig oder ellipsoidisch, an beiden Enden sehr stumpf, in der Mitte oft leicht ein- Thom£-Migula, Flechten. II. (Flora XII, 2.) 20
306 geschnürt, deutlich zweizeilig, 9—13 p lang, 5—7 p dick. Jod färbt die Hymenialschicht erst blau, dann, besonders die Schläuche, weinrot oder violett. Posen: An alten Eichen bei Schildberg. 1324. C. synothea (Ach.) Th. Fr. — Lecidea synothea Ach. — L. fungi¬ cola Ach. — L. vernalis var. denigrata Nyl. — L. anomala var. denigrata et var. pyrenothizans Nyl. — L. denigrata f. pyrenothizans Nyl. — L. parissima Nyl. — Biatora denigrata Fr. — Biatorina synothea Kbr. — Taf. LXXXII, Fig. 1, 2; LXXXII C, Fig.* 2. Lager körnig, grünlich bis grau oder weißlich, gewöhnlich ziemlich dick, durch Reagenzien nicht merklich verändert. Apothecien klein, 0,2 bis 0,4 mm breit, angewachsen oder angedrückt, gewölbt, randlos, schwarz oder schwärzlich, feucht dunkelbraun oder schwärzlich-olivfarben. Hypothecium blaß. Gehäuse deutlich, schmutzig. Paraphysen verklebt, durchweg schmutzig oder fast farblos, nach dem Scheitel zu etwas dunkler, dunkel cdivfarben oder olivfarben-bräunlich. Schläuche kurz, keulig. Sporen sehr verschieden, länglich, ellipsoidisch, spindelförmig, gerade oder leicht ge¬ krümmt, ein- bis zweizeilig, mit zarter Querwand, 7—13 lang, 2,5—4/z dick. Jod färbt die Hymenialschicht erst blau, dann weinrot. Pykniden oft zahlreich, oliv-rauchbraun oder rauchbraun. Pyknokonidien länglich oder länglich-ellipsoidisch, 4—5 lang, 2 p dick. Auf altem Holz, an Baumstümpfen von Nadelholz durch das ganze Gebiet verbreitet, doch nicht überall häufig. 1325. C. globulosa (Fike.) Th. Fr. — Lecidea globulosa Fike. — L. anomala Nyl. — L. vernalis v. anomala Nyl. — Biatorina globulosa Kbr. — Biatora anomala Fr. — B. vernalis f. Nyl. — Bilimbia globulosa Br. et Rostr. — Taf. LXXXIIB, Fig. 15; LXXXII C, Fig. 6. Lager sehr dünn oder oft fehlend, körnig oder körnig-warzig, weißlich, durch Reagenzien nicht wesentlich verändert. Apothecien klein, 0,2 bis 0,5 mm breit, angedrückt oder angewachsen, meist von Anfang an gewölbt und randlos, schwarz oder nußfarben- oder braun-schwärzlich, nackt, im Alter oft in verschiedener Weise höckerig, halbkugelig oder fast kugelig. Gehäuse und Hypothecium blaß. Paraphysen verklebt, nach dem Scheitel zu bräunlich bis schwärzlich. Schläuche schmalkeulig. Sporen länglich bis länglich spindelförmig, 9—15 /z lang, 2—3,5 p dick, zweizeilig, mit zarter, erst spät auftretender Scheidewand. Jod färbt die Hymenialschicht erst blau, dann weinrot. Auf Rinde von Laub- und Nadelhölzern, besonders gern in den Rissen von Eichenrinde, selten an entrindetem Holz im ganzen Gebiet zerstreut,
307 stellenweise verbreitet. Tirol: Gurgl, auf Salix retusa an der Hohen Mut; Waldrast, Matreier Grube (Salix retusa); Jenesien (Corylus); Pin¬ zolo, auf morschen Fichtenstrünken am Corno alto. — AllgäuerAIpen. — München. — Augsburg. — Amberg. — Baden. — Würt¬ temberg. — Hessen: Häufig. — Westfalen: Häufig. — Thü¬ ringen: Verbreitet. — Erzgebirge. — Böhmen. — Schlesien. — Nord Westdeutschland: Häufig. — Brandenburg: Potsdam, an Taxodium distichum in Sanssouci; Triglitz, an einer Eiche im Gehölz am Jacobsdorfer Wege. — Rügen: In der Granitz unweit der Schmalen Heide. — Preußen: Samland, Wäldchen bei Wosegau und Wiskiauten. var. fuscopurpurea Am. Lager fast fehlend. Apothecien gewölbt, schwärzlich, klein. Epithecium dunkel purpurn, auf Zufügen von KOH schmutzig grünlich verfärbt. Oberer Teil des Hymeniums purpurn, unterer und Hypothecium farblos. Paraphysen verklebt. Hymenium durch Jod gebläut. Sporen verlängert länglich, dünn, zweizeilig, 12—15^ lang, 3^ dick. Tirol: Waldrast, auf dem Holze alter Strünke am Waldsaum unter den Serieswänden. f. lignicola Zw. Lager dünn, weißlich. Apothecien schwärzlich; Epithecium schwarz- grün; Hymenium durch KOH nicht verändert, durch Jod gebläut; Hypo¬ thecium farblos; Paraphysen verklebt. Sporen zweizeilig, 12—15/x lang, 3 /x breit. Pyknokonidien gerade, 5—6 p lang, 1 p dick. Heidelberg: Auf altem Eichenholz. — Niederösterreich: An Fichtenstrünken bei Rekawinkel. / 1326. C. vernicea (Kbr.). — Biatorina vernicea Kbr. Lager sehr dünn, firnisartig ergossen oder mehlig aufgelöst, milchweiß oder gelblichweiß auf gleichfarbigem Vorlager, mit der sich auflösenden Holzoberfläche innig verbunden und mikroskopisch aus lockeren Hyphen und dazwischen eingestreuten einzelnen, großen Gonidien bestehend. Apo¬ thecien 0,2—0,4 mm breit, angedrückt, zahlreich, oft zusammenfließend, mit anfangs flacher, heller oder dunkler gelbbrauner, niedergedrückt weiß be¬ randeter, später stark gewölbter, zuletzt fast kugeliger, braunschwarzer r unberandeter Scheibe, angefeuchtet durchscheinend, in der Jugend ein sehr zartes, weiches, eigenes, schwarzbraunes Gehäuse zeigend. Paraphysen locker, oben bräunlich, zuweilen die ganze Schlauchschicht bräunlich ge¬ streift. Schläuche keulig. Sporen eiförmig oder breit ellipsoidisch, mit meist deutlicher Querwand, 10—12 p lang, 3—5 p dick. — Vielleicht zu Lecania cyrtella gehörig. 20
308 N iederösterreich: An Lärchenholz des Mühlfluders bei Ran- degg. — Schweiz: An Pfählen in der Arve. — Baden: Kastanien¬ strünke am Geisberg bei Heidelberg. — Württemberg: An entrindeten Baumstümpfen und Planken um Winzenweiler im Oberamt Geildorf. 1327. C. timidula Th. Fr. et Almqu. Lager undeutlich. Apothecien klein, angewachsen, bleibend flach und mit dünnem, aufgeworfenem, glänzendem, ganzem Rande, bis 0,5 mm breit, meist kleiner, schwärzlich oder schwarz. Hypothecium farblos. Paraphysen schlank, verklebt, nach dem Scheitel zu olivbräunlich. Schläuche keulen¬ förmig. Sporen ellipsoidisch oder länglich, lange Zeit einzellig, schließlich zweizeilig, 12—15 lang, 5—6 p dick, an beiden Enden stumpf. Jod färbt die Hymenialschicht blau, KOH verändert die Farbe nicht merklich, läßt aber die Teilung der Sporen deutlicher hervortreten. Erzgebirge: Rittersgrün, bei Breitenbrunn auf Glimmerschiefer. 1328. C. anisospora (Müll.-Arg.). — Patellaria anisospora Müll.-Arg. Lager dünn, weinsteinartig-mehlig, weißlich oder fast fehlend, bzw. mit dem Gestein verwachsen und einen weißlichen Flecken bildend. Apo¬ thecien 0,3—0,5 mm breit, erhaben-sitzend, am Grunde etwas gestielt- zusammengezogen, jung dick und vorragend berandet, später ziemlich flach und ohne vorragenden Rand, tiefschwarz und matt. Hymenialschicht etwa 55 /1 hoch, unten farblos, oben olivschwarz oder in dünnen Schnitten braun¬ grünlich. Hypothecium sehr breit farblos; Paraphysen dünn, oben dicker und olivschwärzlich, nicht perlschnurförmig gegliedert. Schläuche fast zylindrisch, achtsporig. Sporen 7—12^ lang, meist länglich-ellipsoidisch, aber in der Gestalt sehr veränderlich, fast kugelig bis linear-ellipsoidisch, */3—3l/2mal so lang als breit, farblos, zweizeilig, in der Mitte leicht ein¬ geschnürt. Jod färbt die Hymenialgallerte intensiv blau, dann braun. Schweiz: An Dolomitfelsen des Reculet bei Genf. 1329. C. Lightfootii (Sm.). — Lichen Lightfootii Sm. — Lecidea Lightfootii Ach. — Biatorina Lightfootii Mudd. — Taf. LXXXIIB, Fig. 14. Lager begrenzt oder etwas ergossen, ziemlich dick, körnig-warzig, grünlichweiß oder grünlichgrau, durch Reagenzien nicht verändert. Apo¬ thecien mäßig groß, fast eingewachsen-sitzend, flach- oder häufiger gewölbt, leicht glänzend, dunkelbraun oder schwarz, mit dünnem, glattem, ganzem oder wellig gebogenem, blasserem Rande. Paraphysen verklebt, an den Enden braun. Hypothecium blaß gräulich. Sporen ellipsoidisch, mit einer zarten Querwand, in der Mitte eingeschnürt. Pykniden klein, braun. Pyknokonidien fast kugelig, sehr klein, 2 p, lang, 1,5^ dick.
309 Auf Rinde und Holz hauptsächlich von Laubbäumen, selten und sehr zerstreut. Baden: Heidelberg, Felsenmeer (Birken); am Hilsbach. — Hessen. — Westfalen: Nicht selten. — Nord Westdeutschland. 1330. C. silvestris (Arn.). — Lecania silvestris Arn. — Biatorina Silvestris Arn. Lager ausgebreitet, aus sehr feinen, feilstaubähnlichen, gelbbräun¬ lichen, unregelmäßig zerstreuten Bröckelchen gebildet, auf schmutzig wei߬ lichem Vorlager. Apothecien klein, angewachsen, flach, zuletzt gewölbt, rotbraun, mit sehr dünnem, angefeuchtet rotbraunem Rande. Schläuche fast keulig, achtsporig. Sporen ellipsoidisch, zweizeilig, 8—11 p lang, 3—4/z dick. Fränk. Jura: An umherliegenden Kalksteinen am Föhrensaume zwischen Kevenhüll und Beilngries; zwischen Dietfurt und Pappenheim; auf einer kahlen Höhe zwischen Mautlach und Tittling. 1331. C. endodesmia Müll.-Arg. — Patellaria endodesmia Müll.-Arg. Lager ausgebreitet, dünn, schorfig-weinsteinartig, geborsten-gefeldert oder fein schollig-geborsten, blaß oder lehmgelb-weißlich, oft bald undeut¬ lich, ohne deutliches Vorlager. Apothecien in verschiedenem Grade zer¬ streut, später zusammenfließend, 0,4—0,7 mm breit, locker sitzend, am Grunde oft etwas zusammengezogen, angefeuchtet mit brauner oder rot¬ brauner, etwas durchscheinender Scheibe und dunklerem-, nicht vortreten¬ dem Rande, matt, flach, später mäßig gewölbt, ziemlich regelmäßig, innen überall braun. Hymenialschicht etwa 60—70 p hoch, farblos oder leicht rötlich-bräunlich ; Epithecium farblos oder undeutlich rotbräunlich; Hypo¬ thecium unter der Hymenialschicht lebhaft rotbraun, sonst farblos. Para¬ physen dicht verklebt. Schläuche achtsporig, eng, am Scheitel mäßig dickwandig. Sporen ein- bis zweizeilig, farblos, 10—13 p lang, etwa 4—5 p breit, an beiden Enden spitzlich. KOH verändert die Farbe des Lagers nicht. Schweiz: Wallis, an Kalkfelsen neben dem Hotel Monvoisin im Vallee de Bagnes. 1332. C. grossa (Pers.) Blomb. — Lecidea grossa Pers. — L. premnea Fr. — L. leucophaea Fr. — Bilimbia grossa Br. et Rostr. — Catillari a premnea Kbr. — Taf. LXXXII, Fig. 3, 4; LXXXIIB, Fig. 8, 9; LXXXII C, Fig. 1. Lager knorpelig oder zuletzt fast schorfig, ungleich, zusammen¬ hängend oder rissig, aschgraugrün oder weißlich, auf undeutlichem Vor¬ lager, durch KOH nicht oder undeutlich und schmutzig gelb, durch CaCl
310 nicht gefärbt. Hyphen durch Jod nicht gebläut. Apothecien ziemlich groß, i—1,8 mm breit, sitzend, flach, mit ziemlich dickem, stumpfem-, etwas glänzendem Rande, später gewölbt und randlos, mit etwas mattrauher, schwarzer Scheibe. Gehäuse dick, außen und innen bläulichschwarz, wäh¬ rend eine mittlere Schicht farblos bleibt. Hypothecium schwarz, durch KOH schwarzpurpurn. Paraphysen schlank, verklebt, nach dem Scheitel zu, smaragdgrün-bräunlich oder bräunlich-schwarzpurpurn. Schläuche fast zylindrisch oder länglich-keulig, achtsporig. Sporen ellipsoidisch, an beiden Enden stumpf, mitunter in der Mitte leicht eingeschnürt, 20—30 p lang, 8—18 p dick, mit breiter, heller Querwand. Jod färbt die Hymenialschicht erst blau, dann weinrot. Auf Rinde von alten Laubbäumen, besonders Buchen, in der Ebene und in den Mittelgebirgen zerstreut und nicht häufig. — Schlesien: An Zitterpappeln im Sattler bei Hirschberg. — Harz: An Eichen um Blan¬ kenburg. — Rheinlande: An Nußbäumen bei Lorch am Rhein. — Heidelberg. — Westfalen: Nienberge; Extersteine an Eichen; Alberslohe. — Nord westdeutsch land: Selten, an einer Esche im Baumweg, an einer Esche und einigen Zitterpappeln im Jührener Busch, an Eschen im Rottforde bei Linswege. — Schleswig-Holstein: Bei Hadersleben; auf Eichen im Drawitter Holz, Kr. Tondern. — Rügen: An Zitterpappeln in der Granitz. — Preußen: Labiau, Zoppot. 1333. C- riparia (Müll.-Arg.). — Patellaria riparia Müll.-Arg. Lager klein- fast kreisrund, ziemlich dünnkrustig, geborsten-gefeklert, rissig, dunkelgrau, im Umfang unbestimmt, ohne deutlich begrenzendes Vorlager. Felderchen leicht gewölbt, matt. Apothecien in der Jugend sitzend, flach, mit vortretendem, etwas glänzendem eigenem Rande, später Erklärung zu Tafel LXXXII B. Fig. I. Catillaria adpressa, Sporen, Vergr. 1000. „ 2. „ atropurpurea, Sporen, Vergr. 1000. „ 3. „ chalybea „ „ 1000. „ 4. ,, Ehrhardtian£ ,, ,, looo. ,, 5. ,, Laureri, Schlauch mit Sporen, Vergr. 500. „ 6. „ „ Sporen, Vergr. 1000. ,, 7. „ prasina, Sporen, Vergr. 1000. „ 8. „ grossa, Schlauch, Vergr. 400. „ 9. „ „ Sporen, Vergr. looo. „ io. n Arnoldi, „ „ 1000. „Ti. „ lutosa, „ „ looo. „ 12. „ sphaeroides, Sporen, Vergr. rooo. n T3* 11 rugulosa, „ „ looo. „ 14. ,, Lightfootii „ „ looo. ,, 15. „ globulosa „ „ 1000.
311 infolge Anschwellens der Lagerfelder eingedrückt-sitzend oder halbeinge¬ wachsen, fast randlos, 0,3—0,5 mm breit, flach oder leicht gewölbt, schwarz, matt. Hypothecium dick, braunschwarz. Hymenialschicht 55—70 /z hoch, farblos, am Scheitel grün bis braun, durch Jod anfangs grün, bald intensiv wein- oder kupferrot gefärbt. Paraphysen etwas verklebt, am Scheitel kopfig-keulig und intensiv grünbraun. Schläuche etwa 50 p lang, verkehrt eiförmig-zylindrisch, stumpf abgerundet, am Scheitel dickwandig. Sporen zu 8, farblos, zweizeilig, 12—17 p, lang, 21/,»—41/2mal so lang als breit, in der Mitte mäßig eingeschnürt. Weder KOH noch CaCl verändert die Farbe des Lagers. Schweiz: An schwärzlichen Kalkfelsen der Arveufer bei Genf. 1334. C. subnitida Hellb. — Taf. LXXXII, Fig. 9, 10. Lager sehr dünn, etwas schorfig, aschgräulich oder grünlich-aschgrau, auf undeutlichem Vorlager. ^Apothecien etwa 1 mm oder etwas weniger groß, angewachsen, lange ziemlich flach und dünn berandet, zuletzt mit¬ unter leicht gewölbt und randlos. Gehäuse dick, dunkel schwarzpurpurn, mit dem gleichfarbigen Hypothecium zusammenfließend. Paraphysen schlank, verklebt, hauptsächlich an den Spitzen schmutzig smaragdgrün oder smaragdgrün-rauchbraun. Schläuche schmalkeulig. Sporen länglich oder ellipsoidisch, 10—14^ lang, 3—4 u dick. Jod färbt die Hymenial¬ schicht weinrot. Auf Kalk in den Sudeten und Alpen, selten. Tirol: Seefeld, auf Kalk bei der Asphaltfabrik; Waldrast, Seriesgrube und Geröll unter den Series¬ wänden; Obernberg, nicht weit vom Vorderen See; Ampezzo, an niedrigen Kalkfelsen oberhalb der Platzwiesen; auf Dolomitsteinen links im Walde zwischen Schluderbach und Ospedale. — Schweiz: An Kalksteinen im Maientale. — Schlesien: Riesengebirge. 1335. C* athallina (Hepp.) Hellb. — Biatora athallina Hepp. — C. tristis c athallina Arn. — Biatorina lenticularis f. acrustacea Hepp. — C. tristis Müll.-Arg. Lager sehr dünn oder fehlend, weißlich, aschgräulich oder gelblich, auf undeutlichem Vorlager. Apothecien 0,5—0,8 mm breit, anfangs ein¬ gewachsen, später angedrückt oder angewachsen, ziemlich flach und dünn berandet, später gewölbt und randlos, nackt, schwarz. Gehäuse dunkel rötlich bis schwärzlichrot, Hypothecium dunkel rötlich. Paraphysen ziem¬ lich locker zusammenhängend, nach dem Scheitel zu verdickt und dunkel smaragdgrün oder schmutzig bläulich. Schläuche keulig. Sporen zu 8, ellipsoidisch oder länglich-ellipsoidisch, in der Mitte oft leicht eingeschnürt,
312 8—12 p lang, 4 p dick. Jod färbt nach vorübergehender Bläuung besonders die Schläuche weinrot. Auf Kalk und Sandstein im Gebirge zerstreut. Tirol: Verbreitet; Aggenstein bei Vite, Stanzertal, Gurgl, Seefeld, Waldrast, Vorderes Son¬ nenwendjoch, Jenesien, Seiser Alpe, Sasso dei Mugoni, Monte Gazza, Marocche bei Drö, zwischen Arco- und Nago usw. — Allgäuer Alpen. — Bayern: München, an Kalksteinen der Steinhaufen zwischen Detten¬ hausen und Egling; Augsburg. — Fränk. Jura: An einer Kalkfelsen¬ gruppe der kahlen Höhe zwischen Schönfeld und dem Altmühltale; Kalk¬ wand in einer Schlucht bei Obereichstätt — Württemberg: Ehingen, auf umherliegenden Kalksteinen zwischen Ehingen und Almendingen; beim Büchele. — Westfalen: Um Büren; bei Brochterbeck; bei Freuden¬ berg. — Weserbergland: Muschelkalk zwischen dem Hohen Hagen und Hoya. — Thüringen: Auf Muschelkalk anscheinend häufig, z. B. Jonastal, Alteburg, Steingraben, Kalkberg 4bei Arnstadt; Seeberger. — Schlesien: Kalkblöcke in Groß-Strehlitz; alter Bruch zwischen Schwie- ben und Langenberg bei Tost. 1336. C. chloroscotina (Nyl.) Arn. — Lecidea chloroscotina Nyl. Lager aschgrau-grün, ziemlich dünn, runzelig, rissig geborsten. Apo¬ thecium schwarz, ziemlich flach, berandet, 0,5—0,8 mm breit, etwas run¬ zelig, innen gleichfarbig (mit weißlicher Hymeniallinie im Querschnitt). Paraphysen locker, am Scheitel keulenförmig und schwärzlich. Hypothe¬ cium schwarz, oben bläulich, durch Salpetersäure rosenrot werdend. Sporen zu 8, zweizeilig, farblos, 9—14 p lang, 3—4 p dick. Epithecium schwärz¬ lichbraun, durch Salpetersäure nicht verändert. Pyknokonidien ellipsoi¬ disch, 2 p lang, 1 p dick. Tirol: Predazzo. auf Syenitblöcken am Fuße der Margola, selten. — Schweiz: Martigny, auf Schieferfelsen. 1337. C. lutosa (Mont.) Kbr. — Lecidea lutosa Mont — Biatorina lutosa Jatta. — Taf. LXXXII B, Fig. 11. Lager weinsteinartig, rissig gefeldert, mit flachen, mitunter fein¬ gelappten Feldern, schmutzig ockergelb, durch Reagentien nicht verändert, auf schwarzem oder meist fehlendem Vorlager. Apothecien gedrängt, ein¬ gewachsen und randlos, später angedrückt und mit dünnem, stumpfem, vortretendem Rande schwarz, flach, innen schwarz, klein. Hypothecium nelkenbraun bis schwarz. Paraphysen deutlich, an den Enden dicker und schwärzlich. Schläuche keulig, achtsporig. Sporen klein, 10—12 p lang, 5—6 p dick, ellipsoidisch bis länglich, zweizeilig.
313 Auf Kalk, selten. Tirol: Schiern, auf Tschapith, unweit der Pros- liner Schwaig. — Allgäuer Alpen: Rohrmoos, im Bache. — Böh¬ men: Auf dem Abhange oberhalb des Badehauses des Kuchelbades auf Kalkstein. — Württemberg. — Thüringen: Altenberger Grund; Mühltal bei Jena; am Kreuzchen bei Arnstadt und an der Bastei. 1338. C. chalybea (Borr.) Arn. — Lecidea chalybea Borr. — Biatorina chalybea Mudd. — B. melastigma Mudd. — Taf. LXXXII B, Fig. 4. Lager etwas ausgebreitet, dünn, zusammenhängend oder feinrissig, dunkelgrün oder dunkel bleigrau, durch Reagenzien nicht verändert, durch Jod das Mark nicht gebläut, auf sehr dünnem, schwarzem Vorlager. Apo¬ thecien klein, sitzend, flach oder leicht gewölbt, schwarz, mit dünnem, un¬ geteiltem Rande. Hypothecium ziemlich dick, bräunlichschwarz. Para¬ physen ziemlich dick, an den kopfigen Enden schwarz. Sporen länglich- ellipsoidisch, zweizeilig, klein, 7—10^ lang, 2,5—3,5 dick. Hymenial¬ schicht durch Jod tiefblau gefärbt. Auf Kalk und kalkfreiem Gestein im Gebirge zerstreut. Tirol: Silz, an Phyllit; Jenesien, auf Sandstein; auf Schiefer am Eingang in das Vill- nößtal; an Augitporphyr oberhalb Ratzes; Bozen, an Porphyr oberhalb Gries; Auer, Castell Feder, auf Porphyr; Predazzo, Syenitblöcke im Tra- vignolobett am Fuße der Margola und an einer Porphyrwand in der Tra- vignoloschlucht; Lago di Nembia bei Stenico auf Kalk. — Schweiz: An Quarzgestein bei Zürich; an Glimmerschiefer um Como; an härterem Ge¬ stein bei Locarno; Valsesia; bei Mornex, am M. Saläve. — Bayern: Auf Keuper bei Dietenhofen; Hüting in Schwaben, auf Hornstein. — Fränk. Jura: An sonnigen Kalkfelsen bei Dollnstein und Obereichstätt; am Wintershofer Bergabhang; gegenüber Kunstein (Biatorina lenticularis f. chalybeja Hepp, bei Arnold Fr. Jura Nr. 323). — Baden: Heidelberg, auf Sandstein alter Mauern im Schlangenpfade. — Hessen? — West¬ falen: Bei Büren nicht selten; Klippen vor dem Steinkrug bei Höxter; bei Letmathe; auf Dachziegeln bei Münster. — Thüringen: Werratal bei Blankenburg auf Tonschiefer. *339- C- Schumanni (Kbr.) Stein. — Lecidea Schumanni Kbr. — Lecidea argillacea Bell. Lager ausgebreitet, sehr dünn, fast schorfig, aber oft fast verschwindend, schmutzig grünlichgelb, an getrocknetem Material verbleichend, auf undeut¬ lichem Vorlager. Apothecien klein, 0,3—0,5 mm. breit angedrückt, mit sehr bald gewölbter bis fast halbkugeliger, nackter schwarzer Scheibe und früh¬ zeitig verschwindendem, dünnem Rande. Gehäuse und Hypothecium rot¬ braun-schwärzlich, das Gehäuse nur an jungen Apothecien wahrnehmbar.
314 Paraphysen locker zusammenhängend, ungefärbt mit dunkelrotbraunen Spitzen oder durchweg hellbraunrötlich. Schläuche breit-keulig. Sporen breit-ellipsoidisch mit zuweilen undeutlicher Querwand, 8—io p lang, 3—4 dick. Schlesien: Auf nackter, lehmiger Erde um Ernstdorf bei Reichen¬ bach. — Hessen: Auf nacktem., sandigem Lehmboden in der Nähe des ersten Eisenbahnviaduktes zwischen Nauheim und Botzbach. 1340. C. irritabilis Arn. Lager felderig-schollig, ziemlich dick, im Herbar gelblich-weißlich, durch KOH gelb, dann rötlich werdend, Mark durch Jod gelbbraun ge¬ färbt. Apothecien schwarz, nackt. Epithecium und Hypothecium schwärz¬ lich, durch K,OH schwach violettpurpurn, Epithecium durch Salpetersäure blau werdend. Hymenium durch Jod gebläut. Sporen länglich, farblos, zweizeilig, stumpf, 15—16 p. lang, 6—7^ dick, zu 8 im Schlauch. Pyk- niden schwarz, punktförmig, in den Lagerschollen sitzend. Pyknokonidien nadelförmig, gebogen, 24—28 lang, 1 p, dick. Tirol: Brenner, auf Steinen (Gneis) unter einem großen Felsen, nicht weit vom Wilden See, 2440 m. 1341. C. Laureri Hepp. — C. intermixta Arn. — Lecidea intermixta Nyl. — Bilimbia intermixta Br. et Rostr. — Lecidea parasema b. Fr. — Taf. LXXXII B, Fig. 5, 6; LXXXII C, Fig. 4. Lager zusammenhängend oder kleinrissig, weißlich, aschgräulich oder schmutzig aschgrau-grün lieh; hellere Lager werden durch KOH gelblich, dunklere nicht gefärbt. CaCl verändert nicht, Jod färbt die Hyphen nicht blau. Apothecien 1—1,5 mm breit, sitzend, sehr bald gewölbt, mit ziemlich dickem, glattem, bald verschwindendem Rande, in verschiedener Weise höckerig, mit rauher, schwarzer Scheibe. Hymenium bis zur Hälfte wie das Hypothecium braunrötlich, durch KOH violett gefärbt. Gehäuse blaß, schmutzig, weder schwarz noch schwarzpurpurn. Epithecium smaragdgrün bis grünschwärzlich, durch Salpetersäure rosenrot gefärbt. Paraphysen ver¬ klebt, am Scheitel braunschwärzlich. Schläuche keulig, achtsporig, Sporen ellipsoidiscb bis ellipsoidisch-spindelförmig, zweizeilig, 12—17 p, lang, Erklärung zu Tafel LXXXII C. Fig. I. Catillaria grossa. „ 2. „ synothea. „ 3- 11 glomerelia. „ 4. „ Laureri. ,,5* 11 sphaeroides. „ 6. „ globulosa. Querschnitte durch Lager und Apothezien, Vergr. 50.
315 6—7,5 Z4 dick. Hymenialschicht durch Jod erst gebläut, dann schmutzig entfärbt, Schläuche violett gefärbt. Auf Rinde von Eichen und Buchen, selten und sehr zerstreut. — Schlesien: Riesengebirge, über Mariental nach der alten Schlesischen Baude zu. — Westfalen: Bei Höxter im Solling an einer später ge¬ fällten Buche des Sonnenberges. — Nordwestdeutsche Ebene: An Buchen im Rehagen bei Dingsfeld; im Buchwedel bei Stelle. — Ham¬ burg: Wohldorf an Buchen; Plön, an einer Eiche bei Tramm; Harburg, an Buchen im Kleekerwald. — Rügen: Häufig an Buchen, auch an Eschen in der Stubbnitz. 1342. C. piciloid.es A. Zahlbr. Lager epilithisch, krustig, einförmig, sehr dünn, schmutzig aschgrau, matt, durch KOH oder CaCl nicht verändert, etwas schorfig-staubig, nicht scharf begrenzt, fast homöomer; Gonidien kugelig, freudig grün, 7—9 p, breit; Hyphen des Lagers dünn, dicht verwebt, durch Jod nicht gebläut. Apothecien lezideinisch, sitzend, zerstreut oder mehr oder weniger ge¬ nähert, rund, klein, bis 1 mm breit, schwarzbraun oder schwarz, etwas glänzend, erst flach mit dünnem, ganzem, spitzlichem und vortretendem eigenem Rande, dann gewölbt und fast randlos. Gehäuse schwarzbraun, heller und dunkler gestreift, ziemlich dick, aus strahligen, dicht verwebten Hyphen gebildet, durch KOH olivschwärzlich werdend, mit dem dicken, schwarzbraunen, durch KOH dunkel rotbraun werdenden Hypothecium zusammenfließend. Hymenium oben blaß bräunlich, nicht staubig, im übrigen farblos, keine Körnchen enthaltend, 70—80 p hoch, durch Jod erst gebläut, dann schmutzig spangrün werdend. Paraphysen fadenförmig, einfach oder gegen den Scheitel zu kurzgabelig, nicht septiert, verklebt, am Scheitel nicht oder kaum verbreitert, nie köpf förmig. Schläuche zahl¬ reich, fast so lang wie das Hymenium, länglich-keulenförmig, ringsum dünnwandig, achtsporig. Sporen fast zweireihig liegend, farblos, länglich, bald deutlich zweizeilig, an der Querwand nicht eingeschnürt, 16—18/z 5—6 p breit. • Niederösterreich: Auf einem Sandsteinblock im Reisenberg- wakl auf dem Sonntagsberge. Gattung Toninia (Mass.) Th. Fr. Lager krustig-schuppig, fast blattartig, wulstig, blasig bis stengelig, am Rande gelappt, mit den Hyphen der Markschicht an die Unterlage be¬ festigt, ohne echte Rhizinen, mit amorpher oder aus vertikal verlaufenden, dickwandigen, septierten Hyphen gebildeter, fast horniger Rinde, mit
316 Pleurococcusgonidien. Apothecien kreisrund, auf dem Lager sitzend, mit gefärbtem, bis dunklem, hornigem, vom Lager nicht berandetem, eigenem Gehäuse, welches aus strahlig verlaufenden, verklebten Hyphen gebildet wird. Paraphysen einfach, frei oder verklebt, an den Enden oft kopf¬ förmig verdickt. Hypothecium hell oder dunkel. Schläuche mit dünner Wandung, achtsporig. Sporen farblos, länglich, ellipsoidisch bis fast stäbchenförmig, parallel zwei- bis mehrzellig, mit zylindrischen Fächern, dünner Wand, ohne Schleimhülle. Behälter der Pyknokonidien eingesenkt, kugelig bis birnförmig; Fulkren exobasidial. Pyknokonidien haarförmig oder nadelförmig, bogig gekrümmt, seltener fast gerade. Übersicht der Arten: i. Sporen zwei-, selten dreizellig (Subg. Talloedema) 2. Sporen vier- und mehrzellig (Subg. Eutoninia) 9. 2. Lager pfirsich blütrot T. Toniniana. Lager anders gefärbt 3. 3. Lager braun T. tabacina. Lager nicht braun 4. 4. Rand verschwindend 5. Rand bleibend 7. 5. Sporen 7—10 p lang T. squalescens. Sporen über 14^ lang 6. 6. Paraphysen oben rußbraun T. coeruleonigricans. Paraphysen oben dunkel schmutzig violett T. rosulata. 7. Scheibe bereift T. diffracta. Scheibe nackt 8. 8. Epithecium dunkelgrün T. squalens. Epithecium umbrabraun bis violettschwärzlich T. melanocarpizans. 9. Hypothecium farblos oder hell gefärbt 10. Hypothecium dunkel gefärbt. 10. Lager grünschwärzlich (vgl. auch^T. cinereovirens) T. imbricata. Lager nicht grünschwärzlich n. Erklärung zu Tafel LXXXIH. Fig. I. Rhizocarpon Montagnei, Lager, nat. Gr. „ 2. ,, „ ,, bei Lupenvergrößerung. „ 3. „ Oederi, Lager, nat. Gr. » 4- „ n h bei Lupenvergrößerung. ‘ „ 5- 11 viridiatrum, Lager, nat. Gr. » 6. „ „ „ bei Lupenvergrößerung.
317 ii. Lager weiß oder weißlich, selten etwas rosarot 12. Lager aschgrau bis bräunlich oder braun 13. 12. Sporen 24—34/z lang T. alutacea. Sporen 16—24^ lang T. candida. 13. Sporen vielzellig T. multiseptata. Sporen vier- bis achtzellig 14. 14. Lagerschuppen mehr oder weniger getrennt, gestielt, dachziegelig- schuppig T. caulescens. Lagerschuppen zusammengewachsen 15. 15. Apothecien flach oder nur leicht gewölbt T. cinereovirens. Apothecien zuletzt halbkugelig T. squarrosa. 16. Apothecien mit bleibendem Rande 17. Apothecien mit verschwindendem Rande. 17. Sporen 11—15 p, lang T. caradocensis. Sporen 15—20 /m lang T. Boissieri. 18. Hypothecium kohlig-kirschrot T. carbonacea. Hypothecium rötlich, rotbraun oder schwärzlichbraun 19. 19. Lager dünn und feinschuppig T. fusispora. Lager dicker, schollig oder runzelig-schuppig 20. 20. Schuppen gekerbt oder kerbig gelappt T. syncomista. Schuppen blasig, knorrig oder körnig-faltig T. aromatica. 1343. T. Toniniana (Mass.) A. Zahlbr. — Thalloidima mamillare ß Toninianum Mass. — Biatora Toniniana (Mass.) Hepp. — Lecidea caesio- candida Nyl. — Taf. LXXXVII, Fig. n. * Lager weinsteinartig-mehlig, fast chagrinartig, polsterförmig gefeldert, pfirsichblütrot; Schuppen einzeln, mitunter gehäuft und sich berührend, geschwollen, zu einer wellig gefalteten Kruste zusammentretend, im Um¬ fang ziemlich flach, etwas gelappt, mit punktförmigen, kegeligen Warzen überstreut. Apothecien den Feldern untermischt, dauernd blaugrau bereift, anfangs flach und berandet, später gewölbt-geschwollen, unberandet. Sporen lang-ellipsoidisch, 16^4 lang, 2—3 dick. An Kalk, Dolomit, Glimmerschiefer, nicht häufig. Tirol: Brixlegg, an Felsen des Hügels und über dem Taxenpeter; Schianders, Ausgang des Schlandernauntales, an Glimmerschiefer; Seiseralpe, an dem großen Dolo- mitfelsen beim Frommerbilde; Fassa, an einem Kalkblock bei Vigo; Monte Baldo. — Schweiz: Felsberg bei Chur; Uldis bei Halden stein; oberhalb Monnetier bei Genf. — N iederösterreich: Auf einer feuchten Kalk¬ wand auf der Spitze des Proebenberges bei Ybbsitz. — Baden: Kaiser-
318 Stuhl. — Fränk. Jura: An Dolomitfelsen des sonnigen Abhanges zwischen Eichstätt und dem Tiefentale. 1344. T. tabacina (Ram.) A. Zahlbr. — Lichen tabacinus Ram. — Lecidea tabacina Schaer. — Psora tabacina Arn. — Thalloidema tabacinum Kbr. — Biatora tabacina Fr. — Biatorina tabacina Jatta. Lager braun, unten schwarz, knorpelig, aus blasig-geschwollenen, kreis¬ faltigen, dicken, erhabenen, mehr oder weniger angedrückten oder zer¬ sprungenen Schüppchen zusammengesetzt. Apothecien anfangs flach, später schildförmig, zuletzt aufgeblasen-kreisfaltig, fast traubig-eingeweideförmig, schwarz. Epithecium dunkel braunschwärzlich. Sporen zweizeilig, Spin¬ del ig, 9—15 p lang, 3—5 p, dick. Pyknokonidien sehr dünn, nadelförmig, iS—19/4 lan£- Auf steinigem Boden, an Kalkgestein. Baden: Auf steinigem Boden bei Schrießheim im Ludwigstale. — Württemberg. — Thüringen: Arnstadt, an Muschelkalkwänden nahe dem Schützenhaus Schönbrunn. — Hannover: Bei Göttingen. — Schweiz: Chur; Thiusis; um Bormio; Val Vogna; bei Riva; Unter-Wallis. — Tirol: Eppau, über Schloß Valentin; auf Kalkhumus an der Straße von Trient nach Vezzano; auf Kalk am alten Wege von Arco nach» Nago und am Abhange oberhalb Torbole. — Salzburg: Steinberg bei Salzburg. 1345. T. squalescens (Nyl.) Th. Fr. — Lecidea squalescens Nyl. — L. sabuletorum var. simplicior Nyl. — Thalloidima rimulosum Th. Fr. — Catillaria sphaeralis Kbr. Lager höckerig oder blasig-warzig, mit kleinen, gewölbten Warzen, aschgräulich oder graugelblich, auf unkenntlichem Vorlager, durch KOH zuletzt schmutzig braun, durch CaCl nicht gefärbt, Hyphen durch Jod nicht gebläut. Apothecien 0,5—0,8 mm breit, angedrückt-angewachsen, mit schwarzer, nackter, bald gewölbter, unberandeter Scheibe. Gehäuse schmutzig olivbräunlich. Hypothecium fast farblos oder blaß bräunlich. Paraphysen dicht verklebt, fast farblos, am Scheitel olivschwärzlich oder durchweg schmutzig grünlich und am Scheitel dunkler. Schläuche keulen¬ förmig. Sporen ellipsoidisch, zweizeilig, 7—10 lang, 4—6 /z dick. Durch Jod wird zuerst besonders die am Scheitel verdickte Schlauchwand gebläut, dann schmutzig violett gefärbt. Schlesien: Auf trockenen Moospolstern (Hypnum, Andreaea) in Felsspalten der Schneekoppe und Kesselkoppe. — Tirol: Finstertal, über Moosen, vorwiegend Grimmia und Gymnomitrium auf Blöcken des Fels¬ gerölles zwischen Kühetai und den Seen; Gurgl, über Moosen auf Felsen der Hohen Mut.
319 1346- T. coeruleonigricans (Lightf.) Th. Fr. — Lichen coeruleonigri¬ cans Lightf. — L. sedifolius Ach. — Patellaria vesicularis Hoffm. — Lichen vesicularis Ach. — Lecidea vesicularis Ach. — L. lutosa Ach. — L. glebosa Ach. — Thalloidima coeruleonigricans Poetsch. — Th. vesi¬ culare Kbr. — Taf. LXXXVII, Fig. 7; LXXXVII B. Lager blasig oder blasig-faltig, glatt, graugrünlich, blaß olivbräunlich oder blaugrün, nackt oder meist mit einem weißen oder grauen Reif über¬ zogen, durch CaCl nicht verändert, durch KOH zuerst nicht verändert, aber korrodiert und schließlich schmutzig braun. Hyphen durch Jod nicht ge¬ bläut. Apothecien schildförmig, gestielt, bis 4 mm groß, flach oder zuletzt etwas gewölbt, mit stumpfem, zuletzt verschwindendem Rande, matt- schwarz, nackt oder anfangs bereift. Gehäuse dick, blaß oder schwach bräunlich. Hypothecium rötlichbraun oder zuletzt schwarzbraun. Para¬ physen ziemlich dick, locker zusammenhängend, am Scheitel kopfig und rußbraun. Schläuche schmalkeulig. Sporen zweizeilig, fast spindeiig, 14 bis 25 yU lang, 2—4 dick. Jod färbt die Hymenialschicht blau, dann weinrot. Auf kalkhaltigem Boden, Kalk und Dolomit durch das ganze Gebiet, besonders im Gebirge verbreitet, gelegentlich auch über Moosen, stellen¬ weise selten, z. B. Niordwestdeutschland nur angegeben: Tagebau des Gips¬ berges bei Lüneburg auf verwettertem Gips. f. caulescens Lettau. Lagerschollen aufrechte, verlängerte Keulen bildend. Thüringen: Schönbrunn bei Arnstadt. 1347. T. rosulata (Anzi). — Thalloidima rosulatum Anzi. — Biatorina rosulata Jatta. — Lecidea rosulata Zw. Lager schmutzig weißlich oder olivfarben, blasig-faltig oder fast rosettenartig gebildet mit in der Mitte oft etwas warzig geschwollenen Lagerteilchen, durch Reagenzien nicht verändert, Hyphen durch Jod nicht gebläut. Apothezien einzeln oder gehäuft, angewachsen, schwarz, nackt, Rand anfangs mit einem zarten, vergänglichen, blaugrauen Reif bedeckt, zuletzt unberandet. Epithecium dunkel schmutzig violett, durch HNO3 rosenrot-violett werdend. Hymenium farblos, durch Jod gebläut, dann weinrot gefärbt. Hypothecium farblos oder fast farblos. Paraphysen ver¬ klebt. Sporen spindeiig-nadelförmig, mitunter an einem Ende stumpflich, zweizeilig, 18—27^ lang, 3—4/z dick, zu 8 im Schlauch. Auf Kalk und kalkhaltigem Boden in den Alpen, selten. Tirol: Selten auf steinigem Kalkboden am Dürrenstein; Paneveggio, gegen Vineghie; Castellazzo. — Schweiz: im Wallis; Val Fraele; Valdobbia.
320 1348. T. diffracta (Mass.). — Thalloidima vesiculare ß diffractum Mass. — Biatorina diffracta Jatta. Lager knorpelig, blasig-schuppig gefeldert, mit geschwollen-polster¬ förmigen, vereinzelten oder gehäuften Felderchen, geborsten-gelappt, körnig-weichwarzig, blaugrau-weiß oder weiß. Apothecien schwarz, an¬ fangs napfförmig, mit eigenem, ungeteiltem Rande, später verflacht, kreis¬ faltig, erhaben, bereift. Sporen spindelförmig, zweizeilig, an beiden Enden stumpf, 18 p lang, 3—4 dick. Hypothecium bräunlich. Epithecium ru߬ braun, durch KOH purpurnviolett werdend. Fränk. Jura: An einem Dolomitblock nahe am Boden am Doktors¬ berge bei Eichstätt. 1349. T. squalens Nyl. Lecidea squalens Nyl. — Thalloidima squalens Arn. — Psora conglomerata b. squalens Arn. Lager bläulich-aschgrau, dick, dickschollig, durch KOH nicht ver¬ ändert, Mark durch Jod nicht gebläut. Apothecien schwarz, nackt, einzeln oder knäuelförmig gehäuft, berandet. Epithecium dunkelgrün, durch KOH schmutzig gelbgrün, durch HNO3 blau gefärbt. Hymenium farblos, durch Jod gebläut, Hypothecium braun. Sporen farblos, ein- bis zweizeilig gerade oder einzelne sehr leicht gekrümmt, stumpf endig, 15—17 p lang, 5 p dick, zu 8 im Schlauch. Pykniden schwarz, punktförmig. Pyknosporen nadel¬ förmig, gekrümmt, mehr oder weniger bogig, 22—23 p lang, 1 p dick. Tirol: Kühetai, an der senkrechten Seite eines Felsens zwischen den Finstertaler Seen; Brenner, selten auf felsigem Boden längs der Berg¬ schneiden; Adlersruhe am Großglockner. 1350. T. melanocarpizans A. Zahlbr. Lager ausgedehnt, bis 5 cm breit, etwas krustig, am Rande mehr oder weniger gelappt, mit rundlichen bis unregelmäßigen, 1—2 mm langen, nicht strahl igen, kreisfaltig-ungleichen Lappen, stellenweise etwas warzig, zu¬ sammenhängend oder unregelmäßig zerrissen, oben körnig-staubig, nach dem Umfang zu weißlich, darauf gräulich bis schmutzig grünlich, weder durch KOH noch CaCl verändert, ohne Soredien und Isidien, oben be¬ rindet, mit 15—26 p dicker, oben schmutzig gebräunter, durch HN03 schmutzig violett werdender Rinde, die aus dicht verklebten, senkrechten, Erklärung zu Tafel LXXXIII B. Fig. 1 Rhizocarpon calcareum. ,, 2. „ geographicum f. contiguum. » 3» 4- n geminatum. ,, 5- »» geographicum f. atrovireus. Sporen, stark vergrößert.
321 dünnwandigen, 7—8 a dicken, spärlich septierten Hyphen gebildet ist. Gonidien in einer zusammenhängenden, aus senkrechten septierten Hyphen und kugeligen oder länglichen, 9—12 /z langen Gonidien gebildeten Schicht unter der Rinde. Mark durch KOH oder CaCl nicht verändert, durch Jod nicht gebläut. Apothecien angedrückt, zart, abgeflacht, rundlich bis un¬ regelmäßig eingeschnitten oder gelappt, bis 3 mm breit, schwarz, ohne Reif, angefeuchtet braunschwarz, ziemlich flach. Eigener Rand schwarz, reiflos, erst deutlich vorragend, ganz, später weniger dick, aber bleibend. Gehäuse seitlich aus strahligen, dicht verwebten, nicht septierten Hyphen gebildet, innen farblos, am Rande schmal violettschwarz, nicht inspers. durch KOH und auch -durch HNO3 schmutzig rosa oder fast violett. Hymenium oben schmal umbrabraun oder fast violett-schwärzlich, nicht inspers, im übrigen farblos, 90—120^ hoch, durch Jod erst blau, dann spangrün-braun gefärbt. Paraphysen steif, mehr oder weniger verklebt, gegen 1,8 /1 dick, dünnwandig, einfach, nicht septiert, am Scheitel kopfig- keulig. Schläuche fast so lang wie das Hymenium, oval oder länglich- keulig, achtsporig. Sporen fast zweireihig, farblos, spindeiig oder länglich¬ spindeiig, gerade oder ziemlich gerade, am Scheitel mehr oder weniger zugespitzt oder zuweilen spitz, seltener abgerundet, zweizeilig, an der Querwand nicht eingeschnürt, dünwandig, 18—28 lang, 3—5 /z breit. Niederösterreich: Ostseite des Schneeberges: ,,Breite Ries“ in Kalkfelsritzen. 1351. T. imbricata (Mont.) Arn. — Lecidea imbricata Mont. — Bia¬ tora imbricata Hepp. — Taf. LXXXVII, Fig. 10. Lager etwas dachziegelig - lappig grünschwärzlich, Rindenschicht, dunkelgrün, durch CaCl nicht, durch KOH violett gefärbt; Mark durch Jod rotbraun gefärbt. Apothecien schwarz. Epithecium dunkelgrün, durch KOH nicht verändert. Hymenium farblos, durch Jod gebläut später wein- rot werdend. Hypothecium schwach gelblich oder fast farblos durch KOH nicht verändert. Sporen vier- bis zehnzellig, stabförmig, 24—34 /z lang, 3—4 dick, zu 8 im Schlauch. Tirol: Windischmatrei, an einigen größeren Chloritschieferblöcken bei Proseck; unter dem Schloß Weißenstein; Bozen; ziemlich selten an den Porphyrfelsen bei Hortenberg. — Niederösterreich: Kalenderberg bei Wien auf sehr sprödem Gestein. 1352. T. alutacea Anzi. — Thabloidima alutaceum Anzi. — Biatorina alutacea Jatta. Lager schuppig, weiß, mitunter ins Rosenrote spielend, mit kleinen, dicht kleinwarzigen Schuppen. Apothecien schwarz, blaugrau bereift, an- Thome-Migula, Flechten. II. (Flora XII, 2.) 21
322 gedrückt, flach oder leicht gewölbt, mit stumpfem Rande. Epithecium oliv¬ farben, durch KOH gesättigt violett werdend, Hypothecium fast farblos. Hymenium durch Jod gebläut, später stellenweise weinrot gefärbt. Sporen mehr oder weniger spindelförmig, meist zwei-, seltener mehrzellig, 24—34(—38) lang, 3—4,5 V dick- Tirol: Fassa, ziemlich sparsam auf der senkrechten Seite einzelner Dolomitfelsen am Aufstiege zum Sasso dei Mugoni; Ampezzo, auf stei¬ nigem Boden des Monte Piano; (T. intermedia): Imst, Alpeil auf Erde und in Felsspalten; Tauern, ziemlich selten an Phyllitfelsen in Innergeschlöß; Fassa, am Aufstiege zum Sasso Mugoni auf den Blöcken auf Buchensteiner Kalk. — Schweiz: Am Serpentin- und Granitfelsen um Bormio; ober¬ halb Lourtier; an abschüssigen Gipswänden bei Granges. Th. intermedia Massai, ist kaum artlich verschieden, unterscheidet sich hauptsächlich durch vierzellige, nicht spindelförmige, sondern mehr nadel¬ förmige, relativ längere Sporen. 1353. T. candida (Web.) Th. Fr. — Lichen candidus Web. — Thalloi- dima candidum Kbr. — Taf. LXXXVII, Fig. 6. Lager runzelig gefaltet, aus in der Mitte geschwollenen, gedrängten und dachziegeligen, im Umfang gelappten Schuppen bestehend, weißlich, sich oberseits in Staub auflösend, durch Reagenzien nicht wesentlich ver¬ ändert. Apothecien bis zu 4 mm breit, angedrückt, flach oder etwas ge¬ wölbt, mit stumpfem Rande, schwarz, blaugrau bereift oder zuletzt nackt, im Alter oft eckig oder verbogen. Gehäuse dick, außen dunkel, sonst blaß. Hypothecium fast farblos oder blaß rötlichbraun. Paraphysen stark, locker zusammenhängend, am Scheitel kopfig verdickt und rußbraun oder bläulich. Schläuche schmalkeulig, mit am Scheitel verdickter Membran. Sporen zu 8, lang oder nadelförmig-spindelig, zwei- bis vierzellig, 16—24 tu lang, 3—4 dick. Jod färbt die Hymenialschicht blau, dann fast weinrot. Auf Kalkfelsen und kalkhaltiger Erde, verbreitet. f. alpina Arn. Lager weiß, Mark durch Jod rotbraun gefärbt. Apothecien leicht be¬ reift. Epithecium schwarzblau, durch KOH dunkelviolett, durch HNO3 purpurviolett werdend. Hymenium und Hypothecium farblos, durch Jod gebläut. Sporen zweizeilig, fast nadelförmig, 30—34 p lang, 4 /4 breit. 1354. T. multiseptata Anzi. — Lecidea multiseptata Nyl. — Bilimbia multiseptata Jatta. Lager braun, ergossen, dick, schollig geborsten, mit fast kreisrunden, zusammengeballten Schuppen. Apothecien klein, angedrückt, gehäuft oder zusammenfließend, flach, berandet, bald gewölbt und randlos, schwarz oder
323 blaugrau bereift. Hypothecium gelblich. Sporen zylindrisch, vielzellig, 32 bis 52 p lang, 3—4 p dick. Alpen: An beschatteten Granitfelsen am Corner See und am Faulhorn. 1355. T. caulescens Anzi. Lager graubraun, rasig-polsterig gedrängt, mit 4—5 cm breiten Räs- chen, zierlichen, nackten, am Grunde wurzeligen, am Scheitel dicht dach- ziegelig schuppigen Stielen und kleinen, fast kreisrunden, lederigen Schup; pen. Apothecien mittelgroß, oft gehäuft, sitzend, schwarz, unbereift, innen weiß, anfangs flach, später gewölbt, mit dünnem, verschwindendem Rande. Hypothecium gelblich. Sporen zylindrisch, vierzellig, 20—36 p lang, 5 bis 6 p breit. Tirol: Finstertal, zwischen Kühetai und den Seen an einer Fels¬ wand; Gurgl, Hohe Mut, an Glimmerschiefer, auf Erde und über Moosen; Kleiner Rettenstein, an Phyllit oberhalb der Alpe; Tauern, Moslinger Wand; Schlerngebiet, längs des Heuweges an Augitporphyr, auch bei Seis; Predazzo, Ostseite der Sforzella an Syenit; Paneveggio, oberhalb des Bocche-Sees; oberhalb Giuribrutt. — Schweiz: An sonnigen, erdbedeck¬ ten Granitfelsen; Bormio; Veltlin; Simpionhospiz; Wallis. 1356. T. cinereovirens (Schaer.) Mass. — Lecidea cinereovirens Schaer. — L. squalida Nyl. — Taf. LXXXVII, Fig. 12. Lager aschgrau, dunkelbraun- oder schwärzlichgrün, unterseits und an den Rändern meist weiß, mit kreisrunden, buchtig-lappigen dachziege- ligen Schuppen, durch Reagenzien nicht wesentlich verändert. Apothecien bis 1,5 mm breit, fast dauernd ziemlich flach und mit erhabenem Rande, mitunter zuletzt leicht gewölbt und randlos, schwarz, angefeuchtet schwarz¬ blutrot, nackt oder leicht blaugrau bereift. Gehäuse außen schwarzpurpurn, innen blasser; Hypothecium farblos oder leicht gelblich. Paraphysen ziem¬ lich stark, locker zusammenhängend, am Scheitel kopfig und rußbraun. Schläuche keulig. Sporen vier- bis achtzellig, an beiden oder an einem Ende etwas zugespitzt, 26—32 p lang, etwa 3 p dick. Jod färbt die Hyme¬ nialschicht anfangs blau, dann weinrot. An Kalkfelsen und auf kalkhaltigem Erdboden, über Moosen, selten. Tirol: Bozen, bei Hörtenberg; Auer, Castell Feder; Monte Baldo. — Niederösterreich: Auf Kalkfelsen des Predigerstuhles bei Kalten- leutgeben; Kalenderberg bei Mödling. — Schweiz: Chiavenna; Bor¬ mio ; Remüs; Kandersteg; Wallis; Sion. — Fränk. Jura? — Thürin¬ gen: Jena? — Westfalen: Ziegenberg bei Höxter; Bilstein bei Stadt¬ berge. 21*
324 1357- T. squarrosa (Ach.) Th. Fr. — Lecidea atrorufa b. squarrosa Ach. — L. squalida Ach. — L. norvegica Smrft. — Bilimbia squalida Jatta. — Toninia squalida Schleich Kbr. — Taf. LXXXVII, Fig. 5. Lager schuppig-zusammenwachsend, runzelig gefaltet, oft in Pölster¬ chen zusammengeballt und geborsten, hirschbraun bis aschgrau-bräunlich, durch Reagenzien nicht merklich verändert. Apothecien 0,6—1,0 mm breit, angewachsen, anfangs flach und berandet, später halbkugelig, randlos, schwarz, nackt. Gehäuse außen smaragdgrün oder schwärzlich; Hypo¬ thecium farblos oder gelblich. Paraphysen ziemlich dick, locker zu¬ sammenhängend, am Scheitel keulig und smaragdgrünlich oder schwärzlich¬ bräunlich. Schläuche keulig. Sporen gerade oder ziemlich gerade, vier-, selten bis achtzellig, nadelförmig, an beiden oder nur an einem Ende leicht verschmälert, 26—46/z lang, 2—4 p, dick. Jod färbt zuerst besonders die Schlauchmembran am Scheitel blau, dann wein rot. Auf Erdboden und über Moosen, selten. Tirol: Jenesien, auf Erd¬ boden über Porphyr bei Krummenhübel. — Salzburg: Radstadter Tauern an Felsen bei Tweng. — Schweiz: Hoherhone; Albis; Rhae- tien; Maderanertal; oberhalb Amsteg; Susten ; Grimsel; Servantal; Sim¬ peln; Valsesia. — Baden: Feldberg; bei Todtnau. — Fränk. Jura: (f. incana) Moose inkrustierend unterhalb der Piesenharder Römerschanze bei Eichstätt; hier und da in der Gegend von Eichstätt; bei Rabenstein in Oberfranken. — Bayrischer Wald: An bemoosten Granitblöcken bei St. Ostwald. — Hessen: Auf quarzigem, mit Moos und Humus be¬ decktem Gestein am Fuß des Wackekaderigs bei Lorch. — Der Standort in den Sudeten: „Kesselberg“ ist ganz unsicher. 1358. T. caradocensis (Leight) Lahm. — Lecidea caradocenses Leight. — Psora caradocensis Mudd. — Bilimbia caradocensis A. L. Smith. Lager ausgebreitet, feinschuppig-körnig, rissig gefeldert, blaß gräu¬ lich oder grünlich-olivfarben, mit angewachsenen, gewölbten, gedrängten, etwas runzeligen, an den Rändern mehr oder weniger gekerbten Schuppen, durch KOH gelb, durch CaCl orangegelb gefärbt. Apothecien sehr klein, eingewachsen-sitzend, schwarz, mit dickem, welligem Rande. Hypothecium rötlich oder dunkelbraun. Paraphysen verklebt, am Scheitel braun. Sporen ellipsoidisch-spindelförmig, vierzellig, 11—15^, lang, 4—5^ dick. Jod färbt die Hymenialgelatine bläulich. Westfalen: Südostseite des Botanischen Gartens zu Münster, an dem eichenen Lattenzaun. 1359. T. Boissieri Müll.-Arg. — Thalloidima Boissieri Müll-Arg. — Taf. LXXXVII, Fig. 1—4.
325 Lager durchweg schuppig-krustig, etwas knorpelig, mit abgerundeten, rundlich-gelappten, trocken braungrauen, angefeuchtet freudig olivgrünen, etwa ix/2 mm breiten Schuppen. Apothecien klein, nur bis x/2 mm breit, oberflächlich sitzend, schwarz, nackt, matt, mit etwas glänzendem, schwar¬ zem, anfangs etwas vortretendem, später etwas zurücktretendem Rande, bald flach oder flach gewölbt. Hymenialschicht bräunlich, oben braun¬ schwärzlich ; Hypothecium braunschwärzlich. Schläuche zylindrisch-ver¬ kehrt eiförmig, fünf- bis achtsporig, etwa 50 /z lang. Paraphysen, am Scheitel dunkler gebräunt, keulig und gegliedert, einfach oder zwei- bis dreigabelig. Sporen farblos, vierzellig, 15—20 lang, linear-ellipsoidisch, an beiden Enden stumpf, 3x/2—4mal so lang wie breit. Schweiz: Umgebung von Genf, an einem Molasseblock unterhalb Mornex. 1360. T. carbonacea Anzi. — Bilimbia carbonacea Jatta. — Lecidea carbonacea Cromb. Lager braun, fast kreisrund, Kreise 1,5—2,5 cm breit, dickschollig ge¬ borsten, mit kleinen, runzelig-gewölbten, ungeteilten oder eingeschnitten¬ gekerbten Schuppen. Apothecien klein, schwarz, sitzend, einzeln oder sich berührend und zusammenfließend, mit vortretendem Rande, zuletzt gewölbt und randlos. Hypothecium dick, kohlig-kirschrot. Sporen zylindrisch, oft etwas gekrümmt, vierzellig, 15—22 lang, 4 /z dick. Alpen: Um Bormio an Kalkfelsen und Kalktuff, stellenweise über Moosen. 1361. T. fusispora (Hepp.) Th. Fr. — Biatora fusispora Hepp. — Rhaphiospora fusispora Kbr. — Lecidea sabuletorum f. fusispora Sitzenb. — Taf. LXXXVII, Fig. 13. Lager dünn, feinschuppig, weiß oder gelblich-weißlich, durch Reagen¬ zien nicht wesentlich verändert; Schuppen anfangs warzig, dann verflacht, etwas gewölbt, mit ausgeschweiftem und gekerbtem Rande. Apothecien bis 1 mm oder wenig darüber breit, angewachsen, anfangs flach und er- Erklärung zu Tafel LXXXIH C. Fig. I. Rbizocarpon obscuratum, Schlauch mit Sporen, „ 2. ,, „ Paraphysen, „ 3. „ „ Sporen, ,, 4. ,, badioatrum, Sporen, 5. ,, polycarpum, Sporen, 6. ,, distinctum, Sporen, „ 7. ,, concentricum, Sporen, „ 8. „ Oederi, Sporen. Sämtlich stark vergrößert.
326 haben berandet, zuletzt gewölbt und randlos, schwarz, gewöhnlich nackt. Gehäuse dunkel rotbraun, Hypothecium braun oder rotbraun. Paraphysen ziemlich dünn, verklebt oder einzelne frei, nach dem Scheitel zu smaragd¬ grün. Schläuche keulig. Sporen zu 8, zylindrisch oder fast spindeiig, gerade, stumpfendig, vierzellig, 16—25 lang, 3—4 /z breit. Jod färbt die Hymenialschicht, besonders die am Scheitel verdickte Schlauch wand, erst blau, dann violett oder weinrot. Schweiz: Auf Erde im Churer Joch; Pilatus. 1362. T. syncomista (Fike.) Th. Fr. — Lecidea sabudetorum ß syn¬ comista Fike. — L. lobulata Smrft. — L- vernalis var. montana Nyl. — L. montana Nyl. — Bilimbia sabulosa Kbr. — B. Regeliana Kbr. — B. syn¬ comista Th. Fr. — Taf. LXXXVII, Fig. 9. Lager runzelig-schuppig, mit kleinen, mehr oder weniger gekerbten oder kerbi g-gelappten, in eine zusammenhängende Kruste verwachsenen Schuppen, graugrünlich bis bräunlich aschgräulich, achgrau oder weißlich, durch Reagenzien nicht wesentlich verändert. Apothecien 0,3—0,6 mm breit, sitzend, anfangs ziemlich flach und schmal berandet, bald halbkugelig, unberandet, schwärzlich. Gehäuse außen fast farblos, innen fast von glei¬ cher Farbe wie das rötlichbraune oder rötlich-schwärzliche Hypothecium. Paraphysen verklebt, nach dem Scheitel zu mehr oder weniger deutlich smaragdgrün oder bläulich smaragdgrün, mitunter fast durchweg farblos. Schläuche keulig. Sporen fast spindeiig, zwei- bis vierzellig, 12—25 /z lang, 3—6 p dick. Durch Jod wird die Hymenialschicht gebläut, später schmutzig violett verfärbt. Auf Erdboden, Kalkfelsen, über Moospolstern in den Alpen ver¬ breitet, sonst im Gebirge zerstreut. — Bayern: Gramlhof bei Amberg. — Fränk. Jura: Wolfsberg bei Neumarkt; zwischen Deining und Tauen¬ feld; Rohrberg bei Weißenburg; oberhalb Hainsfart bei Üttingen; Riesen¬ burg und Esperhöhle bei Müggendorf; Dollnstein; Geringer Anger; ober¬ halb Pegnitz; Königswiesen bei Regensburg. — Schlesien: Sakrauer Berg bei Gogolin; Ober-Streit bei Strigau; Zuchthausmauer an der Promenade bei Schweidnitz; Nimptsch, an einer alten Lebmmauer. — Thüringen: Arnstadt, auf Erde in den Ritzen des Kalkgesteins auf dem Pfennigsberg.— Westfalen: Bei Westheim am rechten Ufer der Diemel und zu Horst bei Vlotho. — Westpreußen: Marienburg. 1363. T. aromatica (Sm.) Mass. — Lichen aromaticus Sm. — Lecidea aromatica Ach. — Taf. LXXXVII, Fig. 8. Lager klein und gedrängt schollig-schuppig, mit anfangs ziemlich flachen, bald geschwollenen und zuletzt in verschiedener Weise knorrigen,
327 blasigen oder körnig-faltigen Schuppen, durch Reagenzien nicht verändert. Apothecien angewachsen oder angedrückt, 0,4—1 mm breit, zerstreut oder gewöhnlich gehäuft und zusammenfließend, flach und dünn berandet, später gewölbt und randlos, schwarz, nackt. Gehäuse dick, durchweg oder strich¬ weise schwarzpurpurn oder rötlichschwarz. Hypothecium rötlich oder schwarzbraun. Paraphysen teils leicht trennbar, teils verklebt, kopfig. Sporen vierzellig, spindelförmig oder spindeiig-zylindrisch, stumpfendig, 16—24/z lang, 4—5 p dick. Schläuche keulig, mit am Scheitel verdickter Membran. Jod färbt die Hymenialschicht erst blau, dann, besonders die Schläuche, weinrot. Auf Kalk und Dolomit, kalkhaltigen Gesteinen, Mauern, Mörtel, auf kalkhaltiger Erde, selten. Tirol: Meran, auf dem Mörtel des Turmes der Ruinen Brunnenberg; Jenesien, auf Sandstein eines Hügels; am Abhang oberhalb Torbole auf Kalk; Monte Baldo usw. — Niederösterreich: Auf Erde in der Alpenregion der Raxalpe. — Schweiz: Pilatus; St. Mo¬ ritz; Zebra; Riva; Malans. — Bayern: Hunnenstein bei Mittenwald; Marmorwand bei Ruhpolding; Kemptner Hütte in den Allgäuer Alpen; Augsburg. — Fränk. Jura: Schloßruine oberhalb Treuchtlingen; Peg¬ nitz; Schönhofen; Rupprechts Stegen; am heiligen Bühel oberhalb Müggen¬ dorf; oberhalb Bubenheim (var. a) ; Doktorsberg bei Eichstätt, zerstreut zwischen Eichstätt und Müggendorf und Pottenstein (var. ß). — Würt¬ temberg: Kalkfelsen bei Schmiechen und Schelklingen. — Baden: Mauern bei Konstanz; auf Mörtel der Anstaltswand bei Riegel; bei Vogts¬ burg. — Westfalen: Kalkklippen zwischen Ilschengrund und Stein¬ krug bei Höxter; bei Letmathe; bei Tecklenburg; Marienfeld. — Rhein¬ lande: Bei Burtscheid unweit Aachen. —We serbergland: Hadegsen; Papenberg bei Göttingen; Ziegelei westlich Ammensen am Hils. — Böh¬ men: Um Prag. — Hessen. — Schlesien. var. acervulata (Nyl.) Th. Fr. — Lecidea acervulata Nyl. — Toninia acervulata Anzi. — Thalloidima acervulatum Kbr. — Biatora acervulata Hepp. Lager schmutzig weißlich, aschgräulich oder blaß hirschbraun, schollig- laPpig» durch Reagenzien nicht verändert, Hyphen durch Jod nicht gebläut. Apothecien schwarz, nackt. Epithecium schwarzgrün, durch KOH nicht verändert, durch HNO3 violett oder blau gefärbt, Hymenium farblos, durch Jod gebläut, später weinrot gefärbt. Hypothecium rotbraun, durch KOH violett, durch HNO3 leicht und schmutzigviolett gefärbt. Paraphysen oben gegliedert, am Scheitel in eine längliche Keule übergehend. Sporen zwei- bis vierzellig, gerade oder leicht gekrümmt, stumpfendig, 18—22^ lang, 4—5 P -dick.
328 Von T. aromatica wohl kaum zu trennen. var. cervina (Lönnr.) Th. Fr. — Toninia cervina Lönnr. — T. con¬ gesta Hepp. Lager weniger entwickelt, schollig-schuppig, hirschbraun oder mi߬ farben bräunlich. Paraphysen am Scheitel rötlich oder dunkelbraun, durch KOH etwas weinrot-violett werdend. Sporen mitunter nur 13 p lang, 3 p dick. Gattung Bombyliospora De Not. Lager krustig, einförmig, mit den Hyphen des Vorlagers und der Markschicht an die Unterlage befestigt, glatt oder mit Soredien oder Isidien besetzt, unberindet, mit Protococcusgonidien. Apothecien kreisrund, sitzend oder angepreßt; eigenes Gehäuse hell oder dunkel, knorpelig, aus strahlig angeordneten, septierten, dickwandigen Hyphen gebildet, mit oder ohne Markschicht. Scheibe flach oder leicht gewölbt. Hypothecium hell oder dunkel, keine Gonidien enthaltend. Epithecium mit Kalilauge sich oft färbend. Hymenium schleimig, von unverzweigten, fädlichen, mehr oder weniger lockeren Paraphysen durchsetzt. Schläuche ein- bis achtsporig. Sporen groß, farblos, seltener etwas gebräunt, parallel drei- bis mehrzellig, mit fast linsenförmigen Fächern, dicker Wandung, ohne Schleimhülle. Pyknokonidien länglich-zylindrisch, gerade. Die Gattung wird von Zahl- brückner in der 2. Auflage seiner Flechten zu den Caloplacaceen gestellt. 1364. B. pachycarpa (Del.) De Not. — B. incana A. L. Sm. — Biatora pachycarpa Fr. — Lichen incanus Ach. — Lecidea incana S. F. Gray. — L. pachycarpa Duf. — Taf. LXXXVI. Lager ausgebreitet, ziemlich dick, feucht graugrün, trocken cremegelb, körnig-schorfig, durch KOH gelblich gefärbt, durch CaCl nicht verändert. Apothecien groß, an gewachsen, flach oder gewölbt, rötlichbraun mit blasserem, stumpfem-, bleibendem Rande. Hypothecium bräunlich«. Para¬ physen schlank, getrennt, am Scheitel gelblichbraun. Sporen länglich- ellipsoidisch, gewöhnlich acht- bis zwölfzellig, einzeln im Schlauch, 70 bis 160^ lang, 25—35p dick. Jod färbt die Hymenialgallerte gelblich, die Schläuche rötlich. Sehr selten am Grunde alter Stämme. Schweiz: Zürich, an alten Tannenstämmen im Aatal. — Bayrische Alpen: Waldungen um Mittenwald und Partenkirchen (Buchen, Fichten, Tannen); Staufen bei Ruhpolding (Buchen); Birgsau im Allgäu (Tannen); Buchenrain. — Preußen: Dammerau bei Angerburg, an Ainus und Fagus, steril.
329 Gattung Lopadium Kbr. Lager krustig, einförmig, mit den Hyphen des Vorlagers und der Markschicht an die Unterlage befestigt, unberindet, mit Protococcus¬ gonidien. Apothecien kreisrund, sitzend oder erhaben; eigenes Gehäuse weich oder knorpelig, hell oder dunkel und kohlig, ohne Gonidien, am Rande kahl oder behaart, vom Lager nicht berandet, aus dickwandigen, septierten, strahlig angeordneten Hyphen gebildet oder pseudoparenchymatisch und dann großzellig. Hypothecium hell, bräunlich bis dunkel; Hymenium schleimig, von unverzweigten freien oder verklebten, oder von verzweigten mit untermischten unverzweigten Paraphysen durchsetzt. Schläuche ein- bis achtsporig, .mit oft stark verdickter Wandung. Sporen farblos, gerade oder gekrümmt, mauerartig vielzellig, dünnwandig, ohne Schleimhülle. Pyknokonidien kurz, eiförmig oder ellipsoidisch, gerade. 1365. L. pezizoideum (Ach.) Kbr. — Lecidea pezizoidea Ach. — Taf. LXXXV. Lager ergossen, braun, braungrau oder grünlichgrau, auf braun¬ schwarzem, undeutlichem Vorlager. Apothecien erhaben sitzend, 0,5 bis 1,0 mm breit, fast kreiselförmig, mit vertiefter oder flacher, braunschwarzer oder schwarzer Scheibe und gleichfarbigem oder wenig hellerem, erhabenem, eingebogenem, ganz ungeteiltem Rande. Gehäuse außen schwarz oder bräunlich, Hypothecium blaß bräunlich. Paraphysen locker zusammen¬ hängend, am Scheitel kegelig- oder länglich-köpfig, in der oberen Hälfte schwärzlich. Schläuche bauchig-keulig, einsporig. Sporen ellipsoidisch oder länglich, gelblich oder blaß bräunlich, 48—120 /z lang, 20—46 dick, mauerförmig-vielteilig, ohne Schleimhof. Jod färbt die Paraphysen und Sporen gelb, die Schläuche erst schmutzig bläulich, dann rotbräunlich oder weinrötlich. An Rinde von Picea und Abies, über Moosen, seltener Erdboden im Gebirge, sehr zerstreut. Tirol: Plansee; Predazzo; Giurebell; Bella- monte. — Bayrischer Wald: Über abgestorbenen Moosen, Gräsern und Humuserde auf dem Gipfel des Arber. — Baden: An alten bemoosten Eichen auf dem Königstuhl und auf dem Auerhahnkopf bei Heidelberg. — Schweiz: Rhaetische und Urner» Alpen; Riva; Champey oberhalb Orsieres; Urnerboden; Gamplen; Alplerwand; Gristen. — Schlesien: An alten Fichten in der Nähe des Zackenfalles. — Thüringen: An alten Buchen um Stützerbach; Rennsteig bei Tambach; Simmetsberg bei Tabarz; Stutenhaus usw. — Hessen: Stellborn bei Lorch.
330 a disciforme (Fw.) Kbr. — Heterothecium pezizoideum ß disciforme Fw. — Lopadium pezizoideum Kbr. — L. pezizoideum ß disciforme Kbr. — Lopadium disciforme Kullh. Lager sehr dünn, grünlich-aschgräulich, etwas geglättet, warzig oder kleinschuppig. Apothecien kleiner (0,4—0,8 mm), schwarz. ß muscicolum (Smrft.) Th. Fr. — Lecidea pezizoidea Ach. — Lopadium pezizoideum Th. Fr. — Lecidea muscicola Smrft. — Biatora atrosanguinea var. muscicola Fr. Lager dicker, körnig-schuppig oder höckerig-körnig, schwärzlichbraun, feucht bräunlich-grünlich. Apothecien größer (0,7—1,0 mm). Tirol: Mittelberg beim Steinmandl; Kühetai; Gurgl. — Schlesien: Über Moosen, besonders Racomitrium microcarpum, oberhalb des kleinen Teiches. — Sächs. Schweiz: Pfaffensteine. — Harz: Brocken. — Böhmen. 1366. L. sociale (Hepp.) Kbr. — Biatora socialis Hepp. — L. fecun¬ dum Th. Fr. Lager ergossen, aus körnchenförmigen oder fast kleiigen Warzen zu¬ sammengesetzt, bräunlich- oder grünlichgrau, durch KOH nicht verändert. Apothecien sitzend, angedrückt, ganz schwarz, mit anfangs vertiefter, dann ziemlich flacher Scheibe und ganzem, erst erhabenem, dann verschwinden¬ dem Rande, im Alter oft verbogen und leicht gewölbt. Hypothecium bräunlich oder rötlich-bräunlich. Paraphysen schlank, unregelmäßig, ver¬ klebt, am Scheitel grünlich-schwärzlich oder schwärzlich, durch HN.O, violettrosa gefärbt. Schläuche aufgeblasen keulig, achtsporig. Sporen läng¬ lich, oft an einem Ende schmaler, farblos, mauerförmig geteilt, 22—40 /z lang, 10—18 //. dick. Jod färbt das ganze Hymenium intensiv und dauernd blau. Tirol: Grenzkamm, Schwarze Milz auf Moos; Gurgl, Nordseite der Holien Mut, über Moospolstern; Brenner, über alten Moosen auf steinigem Boden der Bergschneiden; Kleiner Rettenstein, auf Erde des Gipfels; Tauern, Rettenkogel auf Erdboden oder Moosen. Überall nicht häufig. — Schweiz: Alp Savogna im Bergell; Rosstock und Oberalp über Moosen; M. Rosa (v. tetraspora) ; Pilatus. — AllgäuerAlpen: Schwarze Milz; bei der Obermädelealpe. — N iederösterreich: Humöse Erde auf dem Gipfel des Göllers. « 1367. L. gemellum (Anzi.) Stzbg. — Bombiliospora gemella Anzi. — Diplotomma gemellum Jatta. Lager ausgebreitet, schorfig oder dachziegelig-körnig, gelblich, auf weißlichem Vorlager. Apothecien ziemlich groß, in der Mitte angeheftet,
331 schwarz, flach oder etwas vertieft, mit dünnem, grau bereiftem Rande. Hypothecium braun. Sporen zu 2 im Schlauch, länglich-ellipsoidisch, mehr¬ zellig, später mauerförmig, gelblich, 22—41 p lang, 9—15 /z dick. Alpen: Val di Dentro, über Moosen. Gattung Rhizocarpon (Rham.) Th. Fr. Lager krustig, einförmig, mit den Hyphen des oft stark entwickelten Vorlagers und des Markes an die Unterlage befestigt, unberindet, mit Pleurococcusgonidien. Apothecien kreisrund, zwischen den Lagerschollen oder auf dem Lager sitzend und in dasselbe eingesenkt, mit eigenem, kohligem, ausnahmsweise braunem, vom Lager nicht berandetem Gehäuse. Hypothecium dunkel. Hymenium schleimig, von den verzweigten und ver¬ bundenen, schlaffen Paraphysen durchsetzt. Schläuche ein- bis achtsporig. Sporen farblos oder später braun oder schon in der Jugend dunkel, parallel zwei- bis mehrzellig oder auch durch senkrechte Wände geteilt und dann mauerförmig, mit deutlicher Schleimhülle. Pyknokonidien zylindrisch bis nadelförmig, gerade oder fast gerade. Übersicht der Arten: 1. Sporen zweizeilig (Subg. Catocarpon) 2. Sporen mauerförmig (Subg. Eurhizocarpon) 12. 2. Sporen farblos 3, Sporen im Alter braun oder dunkel 5. 3. KOH färbt das Lager nicht oder schmutzig bräunlich Rh. applanatum. KOH färbt das Lager gelb bzw. rot 4. 4. Epithecium schmutzig bläulich Rh. seductum. Epithecium rußbraun oder olivfarben Rh. eupetraeoides. 5. Lager gelb 6. Lager gelb bis bräunlich 8. 6. Sporen 10—19 p lang, 6—10 dick Rh. sphaericum. Sporen 18—25^ lang, 9—15 dick 7. 7. KOH färbt das Lager dunkler, nach einiger Zeit blutrot Rh. chiono- philum. KOH färbt das Lager nicht Rh. oreites. 8. Hyphen des Markes durch Jod gebläut 9. Hyphen des Markes durch Jod nicht gebläut 10. 9. KOH verändert die Farbe des Lagers nicht Rh. simillimum. KOH färbt das Lager schmutzig bräunlich Rh. polycarpum. 10. Sporen 27—36 /z lang, 11—18/z dick Rh. badioatrum. Sporen 18—28 p, lang, 8—13/t dick n.
332 ii. Apothecien stets flach, nie vortretend Rh. concretum. Apothecien zuletzt gewölbt und vortretend Rh. Copelandii. 12. (fiurhizo carpum) Lager zitronen- oder grünlichgelb 13. Lager anders gefärbt 14. 13. Hyphen durch Jod gebläut Rh. geographicum. Hyphen durch Jod nicht gebläut Rh. viridiatrum. 14. Sporen unter 23 p lang 15. Sporen über 23 p lang 24. 15. Hyphen des Markes durch Jod gebläut Rh. Oederi. Hyphen des Markes durch Jod nicht gebläut 16. 16. Lager fast fehlend Rh. permodestum. Lager gut entwickelt 17. 17. Lager blaß ockergelb Rh. lotum. Lager nicht ockergelb 18. 18. Lager weißlich oder grünlich (vgl. auch Rh. postumans) 19. Lager aschgrau-bräunlich 22. 19. Epithecium dunkelgrün 20. Epithecium braun 21. 20. Lager weißlich Rh. subpostumum. Lager hellgrün oder aschgrau Rh. postumans. 21. Lager weißlich, auch angefeuchtet Rh. eupetraeum. Lager angefeuchtet grünlich Rh. chlorophaeum. 22. Parasitisch auf Lecanora lacustris Rh. parasiticum. Nicht parasitisch 23. 23. Jod färbt die Schläuche weinrot Rh. postumum. Jod färbt die Schläuche violettschwarz Rh. lomnitzense. 24. Lager weiß oder fast weiß 25. Lager gefärbt 27. 25. Sporen 36—48 p lang Rh. Hookeri. Sporen 20—33 p lang 26. 26. Scheibe dauernd flach Rh. calcareum. Scheibe später knotig^-nabelig Rh. umbilicatum. 27. Lager braun, hirschbraun, dunkelbraun oder schwarz 28. Lager aschgräulich bis bräunlich oder gelb 33. 28. Lager rotbraun 29. Lager dunkelbraun bis schwarz 31. 29. Sporen 30—34 p lang Rh. intersitum. Sporen 36—42 p lang 30. 30. Sporen bis 17^. dick Rh. pseudorivulare. Sporen 18—22 p dick Rh. leptolepis.
333 3i. Epithecium dunkelbraun Rh. pycnocappoides. Epithecium grün oder violettschwärzlich 32. 32. Schläuche achtsporig Rh. melaenum. Schläuche zwei- bis viersporig Rh. subgeminatum. 33. Hyphen des Markes durch Jod gebläut 34. Hyphen des Markes durch Jod nicht gebläut 37. 34. KOH färbt das Lager gelb Rh. parapetraeum. KOH färbt das Lager nicht oder nur schmutzig bräunlich 35. 35. Epithecium olivfarben Rh dissentiens. Epithecium violett, rußbraun oder dunkelpurpurn 36. 36. Sporen bald dunkel Rh. endamylon. Sporen farblos oder zuletzt blaß olivfarben Rh. distinctum. 37. Schläuche ein- bis zweisporig 38. Schläuche achtsporig 39. 38. Sporen einzeln in den Schläuchen Rh. Montagnei. Sporen zu 2 in den Schläuchen Rh. geminatum. 39. Paraphysen am Scheitel blaugrau Rh. subcaeruleum. Paraphysen am Scheitel braun 40. 40. Apothecien bald randlos 41. Apothecien dauernd berandet 42. 41. Paraphysen am Scheitel olivbräunlich Rh. reductum. Paraphysen am Scheitel violett- oder rußbraun-schwärzlich Rh. grande. 42. Lager gelb oder graubraun Rh. transiens. Lager anders gefärbt 43. 43. KOH färbt das Lager intensiv blutrot Rh. coniopsoideum. KOH färbt das Lager nicht blutrot 44. 44. Apothecien konzentrisch angeordnet Rh. concentricum. Apothecien nicht konzentrisch 45. 45. Lager weißlich bis blaß hirschbraun Rh. lavatum. Lager bräunlich oder aschgrau-rötlich Rh. obscuratum. 1368. Rh. applanatum (Fr.) Th. Fr. — Lecidea atroalba var. applanata Fr. — L. a. var. chlorospora Nyl. — L. atroalba Th. Fr. — L. colludens Nyl. — Catocarpus badioater c. grandis Arn. — Buellia chlorospora Hellb. — B. badioatra var. chlorospora Br. et Rostr. Lager gewöhnlich dünn, felderig-geborsten oder zusammenhängend, graurötlich oder bräun lich-aschgräu lieh, auf schwärzlichem Vorlager, durch KOH nicht oder schmutzig bräunlich gefärbt, durch CaCl nicht verändert. Hyphen durch Jod nicht gebläut. Apothecien ziemlich groß, gegen 1 bis i,2 mm breit, sitzend oder eingewachsen sitzend, flach oder in der Mitte
334 öfters genabelt, mit erhabenem Rande, schwarz, nackt. Gehäuse dunkel schwärzlich, Hypothecium braunschwarz. Paraphysen verklebt, farblos und nur an den kopfigen oder keuligen Enden dunkel smaragdgrün bis schwärz¬ lich oder durchweg mehr oder weniger smaragdgrün. Schläuche bauchig- keulig. Sporen zu 8, ellipsoidisch oder Spindel ig-ellipsoi di sch, an beiden Enden stumpf, farblos, 16—29^ lang, 6—13^ dick, von einem Hof um¬ geben. Jod färbt die Hymenialschicht intensiv blau. Zerstreut und ziemlich selten an kieselhaltigem Gestein im Gebirge. Tirol: Am Wege vom Walderhof nach Lüsen (Schiefer) ; Sarntal, nörd¬ liches Kreuzjoch (Sandstein); Paneveggio, im Geröll über dem Travignolo (Porphyr); oberhalb des Rollepasses (Porphyr). — Schlesien: Riesen¬ gebirge: Dreisteine; am Aufstieg durch die Melzergrube; Hockstein bei Schreiberhau; Zackenfall usw. — Mährisches Gesenke. — Böhmer Wald. — Sachsen: Freiberg. — Harz: Brocken. — Westfalen: Höxter. 1369. Rh. seductum (Nyl.). — Lecidea seducta Nyl. — Buellia con¬ creta Kbr. Lager aschgrau oder dunkel aschgrau, zusammenhängend-körnig, dünn, fast begrenzt, auf kaum erkennbarem Vorlager, durch KOH gelblich und zuletzt dunkel rötlich gefärbt, Hyphen durch Jod nicht gefärbt. Apothecien gegen 0,5 mm breit, schwarz, flach, berandet. Hypothecium braun. Para¬ physen nicht gut trennbar, mit schmutzig bläulichem Epithecium. Sporen zu 8, farblos, ellipsoidisch, 16—20 p lang, 7—9 p, dick. Jod färbt die Hymenialgallerte intensiv blau. Baden: Heidelberg, auf Sandsteinen des Ringwalles auf dem Hei¬ ligenberg; auf dem Königstuhl. — Jura? — Schlesien: Granitblöcke am Grenzweg vor Hauffen bei Riemberg. f, albocoerulescens Eitner. Kruste blauweiß, Sporen länger hellbleibend. Schlesien: Schwalbensteine auf dem Glatzer Schneeberg. 1370. Rh. eupetraeoides (Nyl.). — Rh», ignobile Th. Fr. Lager kleinwarzig, aschgräulich, weißlich oder graurötlich, auf schwar¬ zem Vorlager, durch KOH blutrot, durch CaCl nicht gefärbt, Hyphen durch Jod nicht gebläut. Apothecien 0,3—0,7 mm breit, zwischen den Warzen, anfangs so hoch wie das Lager, später angewachsen, ziemlich flach und dünn berandet, zuletzt gewölbt und randlos, schwarz, -nackt. Gehäuse schwärzlich, Hypothecium schwarzbraun. Paraphysen gallertig verklebt, nach dem Scheitel zu fast rußbraun oder olivfarben, durch HNOg violett¬ rosenrot. Schläuche aufgeblasen oder bauchig-keulig, ach-tsporig. Sporen
335 fast ellipsoidisch, am unteren Ende oft schmäler, von breitem Hof umgeben, normal farblos, 18—24^4 lang, 7—11 /z dick. Jod färbt die Hymenial¬ schicht intensiv blau. Thüringen: Im unteren Schmalwassergrund bei Dietharz auf Por- phyrgeröll nahe dem Bache. 1371. Rh. sphaericum (Schaer.). — Lecidea geographica e sphaerica Schaer. — L. superficialis Schaer. — Buellia effigurata Anzi. — Catocarpus effiguratus Arn. — Rhizocarpon effiguratum Th. Fr. — Catocarpus Anzi- anus Müll.-Arg. Lager gefeldert-warzig, mit sich berührenden oder getrennten, zitro¬ nengelben oder grünlich - zitronengelben Felderchen, auf undeutlichem, schwarzem Vorlager, weder durch KOH noch durch CaCl verändert. Hyphen durch Jod gebläut. Apothecien klein, 0,4—0,7 mm breit, schwarz, nackt, den Warzen untermischt, anfangs flach und dünn berandet, bald ge¬ wölbt und randlos. Gehäuse dick, fast schwarz, Hypothecium. dunkelbraun. Paraphysen gallertig zusammenfließend, nach dem Scheitel zu schwärzlich oder oliv - rußbraun. Schläuche aufgeblasen - keulig, Sporen zu 8, breit- ellipsoidisch, an beiden Enden stumpf, zweizeilig, reif schwärzlich, mit schmalem oder fast fehlendem Hof, 10—19^ lang, 6—io/z. dick. Jod färbt die Hymenialschicht blau. Tirol: Arlberg, auf Phyllit auf dem Gipfel des Wirth; Paznaun, bei der Jamtalhütte (Glimmerschiefer); Kühetai, zwischen den Finstertaler Seen (Gneis); Gipfel der Kreuzspitze; Gurgl; Ramoljoch; am Fuß des Hangerer; Innsbruck; Glungezer, an Felsen. — Schweiz: Monte Rosa; Matterhorn; Nesseltal am Susten; um Bormio. var. intermedium (Müll.-Arg.). — Catocarpus Anzianus var. inter¬ medius Müll.-Arg. Lager mehr grün, Hypothallus schwarz, zwischen den Areolen stark vorherrschend; Areolen glatt; Sporen etwas kleiner. Schweiz: Auf den Gipfeln des Monte Rosa und Susten. var. rugulosum (Müll.-Arg.). — Catocarpus Anzianus var. rugulosus Müll.-Arg. Hypothallus schwarz, stark entwickelt; Felderchen fast warzenförmig, am Rande von dem fast schwarzen Hypothallus umgeben, an der Ober¬ fläche schwarzgrün bis verbleichend und rissig-runzelig; Sporen 10— lang, ungefähr doppelt so lang wie breit, etwas schmäler als bei den vorher¬ gehenden Formen. Schweiz: Matterhorn.
336 I372- Rh. chioniphilum Th. Fr. — Rh. geographicum var. alpicoluni Kbr. — Lecidea alpicola Nyl. — Buellia alpicola Th. Fr. — Catocarpus alpicola (Wahlenbg.) Arn. — Lecidea atrovirens v. alpicola Wahlenb. Lager warzig gefeldert, ockergelb oder zitronengelb, auf schwarzem Vorlager, durch KOH dunkler gelb, nach einiger Zeit blutrot gefärbt, durch CaCl nicht verändert, Hyphen durch Jod nicht gebläut. Apothecien sitzend oder angedrückt, o,6—1,5 mm breit, schwarz, nackt, anfangs ziem¬ lich flach und berandet, zuletzt oft gewölbt und randlos, mitunter runzelig. Hypothecium bräunlich-schwarz, Gehäuse dunkel schwarzpurpurn. Para¬ physen eng verklebt, nach dem Scheitel zu braunschwarz oder braun¬ smaragdgrün, durch Salpetersäure rosaviolett gefärbt. Schläuche keulig. Sporen zu 8, ellipsoidisch, an beiden Enden stumpf, in der Mitte oft etwas eingeschnürt, zuletzt schwärzlich, oft von einem breiten Hof umgeben, 18—25 p lang, 9—15 p dick. Jod bläut die Hymenialschicht intensiv. Auf Glimmerschiefer, Phylitt, Porphyr usw. im Gebirge, zerstreut. Tirol: Arlberg, Wirt; Rendeltal; Mittelberg; Finstertal bei Kühetai; Gurgl am Ramoljoch und der Granatenschneide; Roßkogel; Brenner; Tauern, Rottenkogel; Predazzo; Val Sadole; Paneveggio; Rollepaß; Pin¬ zolo ; Corno alto. — Schweiz: Gipfel des Dent du Midi. — Allgäuer Alpen: Grat nach dem Seekopf. — Schlesien: An einem Granitblock der Kleinen Schneegrube; Schneekoppe; Glatzer Schneeberg. — E r z - gebirge. — Böhmer Wald. — Oberharz. — Hessen. — Thü¬ ringen. — Die meisten der mitteldeutschen Standorte sind unsicher und nach Letten wahrscheinlich auf Verwechslung mit Rh. oreites beruhend. — Hessen: Auf Basalt am Falkenstein bei Elmshagen. 1373. Rh- oreites (Wainio) A. Zahlbr. Von Rh. chionophilum hauptsächlich dadurch verschieden, daß KOH das Lager nicht färbt. Schlesien: Kamm des Riesengebirges überall verbreitet. — Harz: Brocken, auf Granit; Achtermannshöhe auf Hornfels; Wurmberg; Hein- richshöhe ; Zeterklippen ; Hauskühnenburg. 1374. Rh. simillimum (Anzi). — Buellia simillima Anzi. — Catocarpus simillimus Arn. Lager etwas weinsteinartig, rissig gefeldert, mit flachen, sich be¬ rührenden Felderchen, etwas bläulich-aschgräulich bis bräunlich, auf tief¬ schwarzem Vorlager, weder durch KOH noch durch CaCl verändert, Hyphen durch Jod gebläut. Apothecien klein, schwarz, flach, den Felder- cben eingefügt oder angewachsen, einzeln oder gehäuft. Epithecium ruß-
337 braun, Hypothecium braun, Hymenium farblos. Sporen länglich, oliv¬ bräunlich, 13—22 lang, 6—9/z dick, zweizeilig, zu 8 im Schlauch. Tirol: Ehrenburg, auf Tonschiefer der Steinmauer am Marbacher Sattel; Predazzo, auf Uralitporphyr und Turmalingranit am Mulatto. — Schweiz: Oberhalb Bormio an Glimmerschiefer. — Schlesien: Auf Glimmerschiefer der Tafelsteine,am Altvater; Zobten; Gipfel des Geiers¬ berges. Die Fundorte in Oberschlesien und vielleicht auch der am Alt¬ vater (und Eulengebirge) gehören zu polycarpum. 1375. Rh. polycarpum (Hepp) Th. Fr. — Lecidea confervoides <5 poly- carpa Hepp. — Catocarpus confervoides Krmplhbr. — Taf. LXXXIII C, Fig- 5- Lager klein gefeldert oder körnig-warzig, bräunlich oder aschgräulich, auf meist undeutlichem, schwärzlichem Vorlager, durch KOH schmutzig bräunlich gefärbt, Hyphen durch Jod gebläut. Apothecien 0,3—0,6 mm breit, den Feldern untermischt und mit ihnen meist von gleicher Höhe, ziemlich flach und dünn berandet, zuletzt gewölbt und mitunter randlos, schwarz, nackt. Gehäuse dunkel purpurschwarz, Hypothecium braun¬ schwarz. Paraphysen zierlich, gallertig verklebt, leicht kopfig und am Scheitel rußbräunlich oder schwarzpurpurn. Schläuche aufgeblasen oder bauchig-keulig. Sporen ellipsoidisch, anfangs farblos, später rußbräunlich, von breitem Hof umgeben, 20—26 p lang, 8—11 p dick, zweizeilig. Jod färbt die Hymenialschicht intensiv blau. An kieselhaltigem Gestein im Gebirge verbreitet, in den Alpen nicht selten. f. fallax Wainio. Lager flachgedrückt, kleinwarzig, weißlich, verstreut auf schwarzem Vorlager. Apothecien ziemlich erhaben auf den Feldern sitzend. Schlesien: Solitärsteine im Wald unter dem Katzenschloß und an diesem bei der Schlingelbaude. L triseptus Eitner. Sporen zum Teil vierzellig. Schlesien: An Steinen im Weißwassergrunde. 1376. Rh. badioatrum (Fike.) Th. Fr. — Buellia badioatra Kbr. — B. atroalba Th. Fr. — Lecidea atroalba Nyl. — Taf. LXXXIII C, Fig. 4. Lager rissig gefeldert, oder warzig, gewöhnlich mehr oder weniger dunkel bräunlich, auf schwärzlichem Vorlager, durch Reagenzien nicht merklich verändert, Hyphen durch Jod nicht gebläut. Apothecien so hoch wie das Lager, ziemlich flach, erhaben berandet, schwarz. Gehäuse dunkel schwarzpurpurn, Hypothecium schwärzlichbraun. Paraphysen gallertig Thomd-Migula, Flechten. II. (Flora XII, 3.) 22
338 verklebt, an den Scheiteln purpurn oder rosenfarben-bräunlich, durch KOH violettrosenrot. Schläuche bauchig-keulig, achtsporig. Sporen fast ellipsoidisch bis fast spindelförmig-länglich, in der Mitte mitunter etwas eingeschnürt, reif schwärzlichbraun, mit dünnem oder fehlendem Hof, 27—36 p lang, 11—18 p dick. Jod färbt die Hymenialschicht intensiv blau. var. rivularis (Flöt.) Kbr. — Lecidia badioatra Fllte. — L. incusa Fr. — Buellia badioatra ß rivularis Kbr. Besser entwickelt. Lager rissig warzig gefeldert. Apothecien ziem¬ lich groß, bis 1,5 mm breit. In den Gletscherbächen der Zentralalpen häufig. var. vulgaris Kbr. — Buellia badioatra a vulgaris Kbr. — Lichen atro- albus Wulf. — Lecidea atroalba Nyl. — Catocarpus atroalbus Arn. Lager dünner, warzig oder warzig gefeldert. Apothecien klein, 0,4 bis 0,7 mm breit. An kieselhaltigem Gestein im Gebirge, zerstreut, stellenweise ver¬ breitet. Tirol: Malfontal (Glimmerschiefer) ; Roßkogel, oberhalb Inzing; Brenner, Kraxentrag (Gneis) ; auf den Tonschieferalpen; Großer Retten¬ stein (Phyllit) ; Kleiner Rettenstein bei Ichberg (Tonschiefer); Lienz, am Wege zur Feldwaibelalpe (Glimmerschiefer); Jenesien auf Porphyr, Sand¬ stein, Granit; am Waldwege unterhalb Ratzes (Augitporphyr); Überetsch, Eislöcher; Predazzo, auf Höhe der Margola (Syenit); Paneveggio, am Cavallazzo über dem Colbricconesee (Porphyr). — Auch in den übrigen Alpen verbreitet. — Niederösterreich: An Urgesteinfelsen des Nebelsteins. — Bayrischer und Böhmer Wald. — Umgebung von München. — Baden: Feldberg, Schau insland usw. — Im Jura an¬ scheinend nicht vorhanden. — Schlesien: Im Gebirge stellenweise. — Böhmen, Erzgebirge usw. — Harz: Achtermannshöhe. — Thü¬ ringen: Spießberg. — Preußen: Carthaus. — Brandenburg: Potsdam, Muschelgrotte im Neuen Garten. f. subiculosus (Fike.) Arn. — Lecidea fuscoatra f. subiculosa Fike. Lagerschuppen bräunlichgrau, mehr oder weniger zerstreut, auf schwarzem Vorlager. Hyphen durch Jod nicht gebläut. Apothecien zwi- Erklärung zu Tafel LXXXIII D. Fig. I. Rhizocarpon Montagnei, Schnitt durch Lager und Apothecium, Vergr. 50. „ 2. „ „ Sporen, Vergr. 500. „ 3. ,, reductum, Schnitt durch ein Apothecium, Vergr. 50. „ 4. ,, viridiatrum, Schnitt durch ein Apothecium, Vergr. 50. , ,5. „ grande, Schnitt durch ein Apothecium, Vergr. 50. „ 6. „ geographicum, Schnitt durch Lager und Apothecium, Vergr. 50.
339 sehen den Lagerschuppen zerstreut, berandet. Epithecium dunkel bräun¬ lich, durch KOH purpurviolett gefärbt. Hymenium farblos, Hypothecium braun. Sporen farblos, grün oder braun, zweizeilig, 30—34/z. lang, 15 bis 17 /4 dick. Tirol: Zillertal; Paneveggio, auf Porphyr am Gehänge gegen Bocche. 1377. Rh. concretum (Kbr.). — Catillaria concreta Kbr. p. p. — Cato¬ carpus Körberi Stein. Lager weinsteinartig, geschwollen warzig oder warzig gefeldert, wei߬ lich oder hellgrau - rötlich, auf schwarzem, oft samtartigem Vorlager, Hyphen durch Jod nicht gebläut. Apothecien fast eingesenkt, die Kruste nicht überragend, 0,3—0,5 mm breit, mit stets flacher, nackter, schwarzer Scheibe und sehr dünnem, oft wellig gezahntem, im Alter fast verschwin¬ dendem Rande. Gehäuse braunschwarz, fast kohlig, Hypothecium braun¬ schwarz. Paraphysen verklebt, farblos, an den Enden kleinkopfig, grün¬ schwarz, braunschwärzlich oder schwarz. Schläuche auf getrieben keulig. Sporen ellipsoidisch, in der Mitte eingeschnürt mit breitem Schleimhofe, erst ungefärbt, bald graugrünlich, 22—28 p lang, 10—13 p dick. Auf kieselhaltigem Gestein im Gebirge. Für Tirol angegeben: Ge¬ mein auf Ton- und Grauwackenschiefer bis in die Alpen, auch auf Granit- und Gneisblöcken. — Schlesien: Granitblöcke am Weißwasser und im Teufelsgärtchen; Schneekoppe; Salzgrund l>ei Fürstenstein; Warthaberg (Kr. Frankenstein). — Bayern: München mehrfach, z. B. an Gneis und Glimmersteinen am Waldfußwege zwischen Irschenhausen und Wald¬ hausen. — Fränk. Jura: An Hornsteinen am Waldsaume oberhalb Neu- essing; im Laubwalde oberhalb Aicha; zwischen Wasserzell und Breiten- furt. — Allgäuer Alpen: Spiel mann sau, Oytal, Pfronten. — Baden: Auf Granit bei St. Wilhelm; auf Sandsteinpfosten bei Karlsruhe; an Sand¬ steinblöcken des Königstuhles über dem Wolfsbrunnen bei Heidelberg. — Böhmen: Am Jeschken. — Erzgebirge: Um Rittersgrün; Altenberg. Hessen. 1378. Rh. Copelandii (Kbr.) Th. Fr. — Buellia Copelandii Kbr. — B. atroalba Th. Fr. — Catocarpus Copelandi Arn. Lager warzig, weißlich, aschgräulich oder bräunlich, auf schwarzem Vorlager, durch CaCl nicht verändert, durch KOH gewöhnlich mehr oder weniger schmutzigbraun, bei den bräunlichen, selteneren Formen mitunter nicht gefärbt, selten zuletzt rostrot werdend. Hyphen durch Jod nicht ge¬ bläut. Apothecien 0,3—1 mm breit, zwischen den Warzen anfangs so hoch wie das Lager, später mehr oder weniger vortretend, ziemlich flach und dünn berandet, zuletzt gewölbt und wandlos, schwarz, nackt. Gehäuse 22*
340 dunkel schwarzpurpurn, Hypothecium schwarzbraun. Paraphysen gallert¬ artig verklebt, nach dem Scheitel zu rauchbraun-schwärzlich oder dunkel purpurbräunlich, durch HNO3 violett-rosenrot. Schläuche bauchig-keulig. Sporen zu 8, breit ellipsoidisch oder ellipsoidisch-länglich, an beiden Enden stumpf, in der Mitte oft etwas eingeschnürt, anfangs farblos, bald rauch¬ braun oder olivbräunlich, 18—26lang, 8—13^ breit, von einem Hof umgeben. Jod färbt die Hymenialschicht intensiv blau. Pyknokonidien nadelförmig, ziemlich gerade, 10—12^ lang. Nach Arnold in den Zentralalpen ziemlich verbreitet. Tirol: Mittel¬ berg, Griebenjoch links oberhalb des Riffelsees; Finstertal, von Kühetai bis zu den Seen (Gneis); Gipfel der Kreuzspitze; Gurgl, an Blöcken des gegenüberliegenden Gerölles. — Schlesien: Am Fuße der Koppe gegen den Riesengrund. 1379. RE geographicum (L.) DC. — Lichen geographicus L. — L. atrovirens L. — Lecidea geographica Fr. — L. atrovirens Ach, — Buellia geographica Br. et Rostr. — Taf. LXXXIII D, Fig. 6. Lager gefeldert, grünlich bis gelb oder zitronengelb, auf schwarzem Vorlager, durch Reagenzien nicht verändert, Hyphen durch Jod gebläut. Apothecien 0,5—1 mm breit, das Lager kaum überragend, oft eckig¬ umförmlich und zusammenfließend, mit ziemlich flacher, sehr dünn be¬ randeter, schwarzer, nackter Scheibe. Gehäuse tief schwarzpurpurn, Hypo¬ thecium braunschwarz. Paraphysen gallertig verklebt, am Scheitel rötlich¬ bräunlich oder violettschwärzlich. Schläuche bauchig-keulig. Sporen sehr verschiedengestaltig, ellipsoidisch oder fast länglich, zuletzt mauerförmig geteilt und schwärzlich, nicht selten von einem Hof umgeben, ohne diesen 22—36 mm lang, 11—13 /2 dick, zu 8 im Schlauch. Jod färbt die Hymenial¬ schicht intensiv blau. Pyknokonidien zylindrisch, gerade oder fast gerade. Überall an kieselhaltigem Gestein verbreitet und im Gebirge häufig. f. contiguum Fr. — Taf. LXXXIII B, Fig. 2. Felderchen gedrängt, das Vorlager verdeckend. f. atrovirens Fr. — Taf. LXXXIII B, Fig. 5. Felderchen zerstreut, Vorlager vortretend. f. geronticum Ach. Lager üppig entwickelt, Felderchen größer, geschwollen, fast runzelig, auf deutlichem Vorlager zerstreut. a) pulverulentum (Schaer.). Felderchen weiß bestäubt. b) immundum Kbr. Felderchen kleiner, gelblich bis schmutzig ockergelb.
341 f, lecanorinum (Flke.). — f. Lecanora Flke. Apothecien den geschwollenen Felderchen eingesenkt und von ihnen berandet. Tirol: Brand bei Bludenz; Stanzertal; Achental. f, urceolata Schaer. Apothecien krugförmig, mit eingeschnürterer, hellerer Mündung. var. medians Müll.-Arg. Lagerfelder ziemlich groß, anfangs getrennt, später herdenweise zu¬ sammenfließend, ziemlich flach, weißlichgelb, an der Oberfläche bald rissig, überall etwas staubig. Apothecien krugförmig, berandet, zuletzt flach. Schweiz: Vallee de Bagnes, Wallis; bei St. Moritz. — Tirol: Gipfel der Kreuzspitze. 1380. Rh. viridiatrum (Fike.) Kbr. — Lecidea atrovirens var. viridiatra Fike. — L. petraea var. viridiatra Fw. — Taf. LXXXIII, Fig. 5, 6; LXXXIIID, Fig. 4. Lager fast weinsteinartig, warzig-felderig, mit geschwollenen, meist * zerstreuten, matt grünlichgelben Felderchen, auf schwarzem Vorlager, Hyphen durch Jod nicht gebläut. Apothecien erst untermischt, bald über das Lager vortretend, mit anfangs flacher, undeutlich berandeter, sehr bald stark gewölbter, unberandeter, nackter, schwarzer Scheibe. Gehäuse, wenn vorhanden, kohlig. Hypothecium schwarzbraun. Paraphysen völlig ver¬ klebt, oben violett oder rotbraun-schwärzlich. Sporen lange Zeit vierteilig und olivgrünlich, zuletzt schwarz und spärlich mauerförmig geteilt, ellipsoidisch, mit schmalem Hof, 15—22 p lang, 6—gp dick. An kieselhaltigem Gestein im Gebirge weit verbreitet, aber nicht häufig. Tirol: Grasstein (Granit); Täufers (Glimmerschiefer); Sarntal, Kaserböden (Sandstein) ; Jenesien; Seis; Eppau (Porphyr) ; Predazzo, am Saccinabache (Melaphyr); Mulatto (Uralitporphyr); Pinzolo; St. Stefano (Tonalit, Tonschiefer). — Schweiz: Gipfel des Susten; Simpion; Sale- vula; um Como und im Veltlin; Valsesia. — Bayrischer Wald: Falkenstein; Umgebung von Zwiesel. — Fichtelgebirge. — Baden: Zastler; Kinzigtal; Krockenfelsen hinter dem Geroldsauer Wasserfall; Sauersberg bei Baden; Dreitrögtälchen und Schriesheim bei Heidelberg. — Erklärung zu Tafel LXXXIV. Fig. i. Mycoblastus sanguinarius, Lager, nat. Gr. n 2. „ n Lager, bei Lupenvergrößerung. »> 3* h h Querschnitt durch ein Apothecium, Vergr. 50- >1 4. „ „ Schlauch mit Paraphysen, Vergr. 250. >1 5- » n Sporen, Vergr. 500.
342 Hessen: An freiliegenden Granitblöcken am Staufen bei Eppstein und Usingen. — Westfalen: An Grünsteinporphyr des Hollman bei Brilon. — Erzgebirge: Altenberg, auf Porphyr des Kahlenberges. — Böhmen: Um Deutschbrod an den Chlystover Felsen; Böhmerwald. —Thüringen: Georgentaler Wand bei Tambach; Ingoklippe bei Blankenburg. — Schlesien: An Granitblöcken des Hirschberger Tales häufig; Nimptsch, Felsen des Windmühlenberges zwischen Senitz und Groß-Kniegnitz. — NordwestdeutscheTiefebene: Auf einem Granitblock der Glaner Braut. — Ostpreußen: Bei Rauschen, an einem erratischen Block. 1381. Rh. Oederi (Web.) Kbr. — Taf. LXXXIII, Fig. 3, 4; LXXXIII C, Fig. 8. Lager warzig gefeldert oder körnig-warzig, durch Eisenoxyd ocker¬ gelb, meist dünn, auf undeutlichem Vorlager. Hyphen des Markes durch Jod meist mehr oder weniger blau gefärbt. Apothecien klein, kaum 0,5 mm breit, angepreßt, mit meist flacher, zuweilen gefalteter, fast rilliger oder mitten warziger, schwarzer Scheibe und dünnem, bleibendem Rande. Gehäuse kohlig, Hypothecium braunschwarz. Paraphysen fädig, ganz ver¬ klebt, an den Spitzen smaragdgrün oder grünbräunlich. Schläuche kurz, aufgeblasen. Sporen zu 8, meist vierzellig, farblos, im Alter blaß bräunlich, mit oder ohne Hof, 12—22 p, lang, 6—10 /z dick. Jod färbt die Hymenial¬ schicht intensiv blau. Auf kieselhaltigem Gestein im Gebirge, selten. Tirol: Ehrenburg, auf den glatten Flächen der Tonschieferblöcke der Steinmauer am Mar- bacher Sattel. — Schweiz: Veltlin; Bormio; bei Catogne und Contre- mines. — Baden: Zastler; Todtnau; Utzenfeld. — Hessen: Meißner. — Harz: Roßtrappe. — Rheinprovinz: Malmedy. — Schlesien: Schreiberhauer Kochstein; an Quarzblöcken im Queis bei Webrau nächst Sprottau; Rohnau bei Kupferberg. — Mähren. 1382. Rh. permodestum Arn. Lager fast fehlend. Apothecien einzeln oder zu zwei bis drei zu¬ sammen, gesellig, denen der Lecidea promiscens Nyl. sehr ähnlich, schwarz, nackt. Gehäuse dunkel olivbraun, durch KOH deutlich braunpurpurn ge¬ färbt. Epithecium rußbraun, weder durch KOH noch durch HNO3 ver¬ ändert. Hymenium farblos, durch Jod gebläut. Hypothecium braun. Sporen ziemlich klein, oval, stumpf, anfangs farblos, bald braun oder dunkelbraun, mit 1—3 Querwänden und je einer Längswand, 15—18, seltener bis 22 /4 lang, 9—12 [a breit, zu 8. Tirol: Gurgl, an Glimmerschieferfelsen auf der Nordseite der Hohen Mut.
343 I3®3' Rh- Stzbgr. Thallus ergossen, zart, schorfig-pulverig, blaß ockergelb oder gräulich- verbleichend, mit Kalilauge und Chlorkalklösung sich nicht verändernd. Hyphen nicht stärkeartig. Apothecien zahlreich, zerstreut oder gedrängt 0,4—0,75 mm breit, sitzend, schwarz, etwas konkav oder eben, mit deut¬ lichem, wenig erhabenem Rande. Gehäuse braunschwarz. Hymenium 120 bis 140 p hoch. Paraphysen zart, unten farblos, eine reichliche Gallert¬ masse durchziehend, mit Jod sich bläuend, an den Scheiteln verdickt und keulig, schwarzbraun und meist mit drei Querwänden, mit Salpetersäure rotbraun werdend. Schläuche eiförmig-keulig, kürzer als die Paraphysen, achtsporig. Sporen spärlich maueriprmig geteilt, anfangs farblos, dann blaß bräunlich, von einem deutlichen Hof umgeben, 18—22 p lang, 8—10 p breit. Pyknokonidien nicht beobachtet. Niederösterreich: Sonntagsberg bei Rosenau, an Sandstein¬ felsen; an Sandsteinblöcken am Bachrande am Fuße des Jochgrabenberges bei Reckawinkei. — Baden: Merkur im Schwarzwald, auf Sandsteinen in einem Waldbach. 1384. Rh. postumans Nyl. Lager hellgrün oder aschgrau bis schwärzlich, aus geschwollenen, be- rindeten Körnchen bestehend, ausgebreitet, Vorlager grauschwärzlich, un¬ deutlich, Hyphen der Markschicht nicht amyloidhaltig. Apothecien klein, zwischen den Körnchen angedrückt, etwas gewölbt. Gehäuse schwärzlich¬ grün, Hypothecium braun, Hymenium oben schön smaragdgrün, ebenso das Epithecium. Hymenium etwa 60 p hoch. Schläuche aufgeblasen-keulig, 40—48 p lang, 20—24 p dick. Sporen länglich, vierteilig, selten wenig maüerförmig, bald grün, später grünschwärzlich, 15—18 p lang, 6—8 p dick. Epithecium durch KOH nicht verändert; HNO3 verändert alle grün¬ gefärbten Teile — Gehäuse, Epithecium, Hymenium, Sporen — in rosenrot; Jod färbt das Hymenium blau. Oldenburg: Auf Granitblöcken der sogenannten 12 Apostel in den Knokelsbergen an der Lethe; Glaner Braut; Steindenkmal auf der Witten¬ höhe bei Döhlen; auf einem Granitblock am Wege zwischen Siedenbögen und Varnhorn; auf erratischen Blöcken an der Wilseder Höhe; Stein¬ denkmal bei Oldendorf; Hünengrab zwischen Steinfeld und Zeven; in den Clöver Tannen bei Werpeloh; Hünengrab bei Werlte und bei KL-Beerssen im Hümling. *385- Rh- subpostumum (Nyl.) Arn. — Lecidea subpostuma Nyl. Lager körnig, weißlich, wenig entwickelt, Mark durch Jod gelbrot werdend. Apothecien ziemlich klein, schwarz. Gehäuse durch KOH etwas
344 purpurn werdend. Epithecium dunkelgrün, durch KOH nicht verändert. Hymenium farblos, durch Jod gebläut, Hypothecium braun. Sporen farb¬ los, im Alter grün oder bräunlich, vierzellig, einzelne Zellen mitunter mit Längswand, 22 lang, 8—9 dick, zu 8 im Schlauch. — Nach Arnold ist auch Rh. excedens Kplh. zu Rh. subpostumum zu ziehen. Tirol: Stanzertal, Kaiserjoch, auf kalkarmem Gestein; Gurgl, Weg zur Hohen Mut (Glimmerschiefer) ; Roßkogel, im Tal über dem Wei߬ bache, am Aufstieg zur Bergschneide; Jenesien, Remp (?, auf Porphyr); Paneveggio, am Rollepaß. — Alpen: Riva; Bolgen im Allgäu. — München: An Glimmersteinen am Waldrand östlich bei Neufahrn; an Glimmersteinen der Steinhaufen zwischen Dettenhausen und Egling. — Augsburg: Auf einem glimmerreichen Sandstein des Lechfeldes. 1386. Rh. eupetraeum (Nyl.) Arn. — Lecidea eupetraea Nyl. (var.? aut species propria nach Arnold.) „Lager warzig, weißlich, durch KOH gelb, dann bald rot gefärbt, durch CaCl nicht gefärbt, Hyphen durch Jod nicht gebläut. Apothecien klein, Epithecium olivbräunlich, durch KOH nicht verändert. Hypothecium braun. Sporen braun, stumpf, zwei- bis vierzellig, mit wenigen (2—7) Tropfen, 18—21^ lang, 7—9 breit, zu 8.“ In einem kleinen Exemplar auf Rhododendron ferrugineum im Jamtale bei Paznaun in Tirol gefunden. Nach Servit auch in Mähren. 1387. Rh. chlorophaeum Müll.-Arg. — Lecidea chlorophaea Leight. Lager polsterförmig gedrängt oder zerstreut gefeldert, Felder eckig oder etwas kleinlappig, ziemlich dick, weinsteinartig, geschwollen-gewölbt, an der Oberfläche glatt berindet, trocken grünlich oder weißlich, an¬ gefeuchtet bräunlich-grünlich oder bleifarben-grünlich. Apothecien 0,3 bis 0,6 mm breit, eingewachsen-angedrückt, jung deutlich berandet, später halbkugelig und randlos, intensiv blaugrau bereift, zuletzt nackt und schwarzbraun. Hymenialschicht farblos, Epithecium dünn, braun, Hypo¬ thecium schwarzbraun, ziemlich dick. Paraphysen dünn, mäßig verklebt, am Scheitel einfach oder zweilappig und gebräunt. Sporen zu 8, länglich¬ eiförmig oder -ellipsoidisch, gerade oder leicht gebogen, 14—16 lang, 7—8 /z breit, braun, gewöhnlich mit drei Querwänden, die beiden mittleren, mitunter auch alle Zellen mit noch einer, hier und da auch mit zwei Längs- wänden. Schweiz: An größeren Kalkfelsen an versteckten Stellen am Fuße des Mont Saleve „Eboulis du Coin“. — Taunus (?).
345 1388. Rh. parasiticum Eitner. Wandelt den üppigen Thallus der Wirtspflanze in dünnen, rotbraunen, ausstreichartigen um, der trocken feinrissig wird. Gonidienentwicklung sehr kräftig. Apothecien winzig klein, kaum 0,15 mm Durchmesser, mit schwarzer, vertiefter Scheibe und dünnem, gleichfarbigem, vorstehendem Rand. Gehäuse am Rande braunschwarz, unten heller bis fast fehlend, mit dem farblosen oder bräunlichen Schlauchboden verbunden und auf dicker Gonidienschicht aufsitzend. Paraphysen fädlich, locker, glatt, farblos, oben mit abgerundeten Enden. Schläuche achtsporig, fast zylindrisch-keulig, dickwandig. Sporen farblos, quer vierteilig, mauerartig acht- bis zehnteilig, mit Öltropfen und stark lichtbrechend, 16—18 lang, 7—9 dick. Lager durch KOH nicht gefärbt. Jod färbt Hyphen und Hymenium, besonders Sporen und Schläuche gelbbraun. Schlesien: Auf Aspicilia lacustris in der Aupa des Riesengrundes im Riesengebirge. 1389. Rh. postumum (Nyl.) Th. Fr. — Lecidea postuma Nyl. Lager weinsteinartig-mehlig, dünn, kleinkörnig-warzig, aschgräulich oder bräunlich, auf undeutlichem Vorlager, durch KOH oder CaCl kaum verändert, Hyphen durch Jod nicht gebläut. Apothecien klein, 0,3—0,6 mm breit, anfangs ziemlich flach und dünn berandet, später gewölbt und randlos, schwarz, nackt, angedrückt. Gehäuse und Hypothecium braunschwarz. Paraphysen verklebt, nach dem Scheitel zu rußbraun. Schläuche keulig, achtsporig. Sporen vierzellig, eine oder die andere Zelle mit Längsteilung, ellipsoidisch oder fast spindelig-ellipsoidisch, stumpfendig, mit schmalem oder fehlendem Hof, 11—16 p lang, 6—8 p dick. Jod färbt die Hymeniai- schicht blau, die Schläuche weinrot, die Sporen rotgelb. Selten. Tirol: Jenesien, auf Porphyr. — Schlesien: An umher¬ liegenden Rollsteinchen des Basaltes der kleinen Schneegrube; Kesselkoppe; am Weißwasser unweit der Wiesenbaude an kleinen Geröllsteinchen. — Westfalen: Auf Grünsteinporphyr des Hollman bei Brilon (?). Erklärung zu Tafel LXXXV. Fig. i. Lopadium pezizoideum, Lager, nat. Gr. n 2. „ ,, Lager, bei Lupenvergrößerung. h 3* n „ Apothecien bei stärkerer Lupenvergrößerung. » 4- b Lager und Apothecien im Querschnitt, Vergr. 8o. n 5- ii b Schlauch mit Sporen, Vergr. 500. n 6. n n junger Schlauch mit Paraphysen, Vergr. 500. h 7* „ ,, entwickelte Spora, Vergr. 500.
346 I39°- W1* lomnitzense Eitner. Äußerlich von Rh. distinctum nicht zu unterscheiden. Lager heller oder dunkler graubraun, fast glänzend, aus kleinen, flachen, nie gewölbten Feldern zusammengesetzt, das Vorlager völlig deckend und kleine, kaum einige Millimeter große Fleckchen zwischen anderen Flechten bildend. Apothecien 0,2—0,4 mm groß, mit konkaver Scheibe und vorstehendem, dünnem, verbogenem Rande, schwarz, sich nie wölbend, den Feldern ein¬ gesenkt oder zwischen ihnen entspringend. Gehäuse und Schlauchboden kohlig, braunschwarz. Paraphysen ziemlich verklebt, straff, weiß, oben braun oder wenig gefärbt, kaum verdickt. Sporen in schJankkeuligen Schläuchen zu 8, 3—4 quer und unregelmäßig, wenig mauerartig, kaum mehr wie achtteilig, bald grau und schnell grauschwarz gefärbt, 20—23 lang, 7—9 p dick. Jod bläut die Hyphen nicht, das Hymenium dauernd und violettschwarz. Schlesien: Riesengebirge, am Lomnitzfall. 1391. Rh. Hookeri (Borr.) A. Zahlbr. — Verrucaria Hookeri Borr. — Lecidea Hookeri Schaer. — Dacampia Hookeri Mass. Lager kleinschuppig, weißlich, dick, im Umfang etwas gelappt, an¬ gedrückt, mehlig, unberindet. Perithecien verkehrt bimförmig mit ziem¬ lich weiter Mündung. Peritheciumwand dunkelbraun, ziemlich dick, ganz. Paraphysen kräftig, verzweigt und verwirrt, verklebt oder frei. Schläuche verlängert, achtsporig. Sporen ellipsoidisch-spindelförmig, mit 3—5 Quer¬ wänden; in der Mitte mauerförmig (selten nur zweizeilige beigemengt), dunkelbraun, an den Zellenden schmäler und heller, 20—35 p lang, 10 bis 12p dick (nach Jatta 36—48p lang, 12—16p dick). Nach Zahlbruckner ist Dacampia eine auf Rhizocarpon Hookeri para¬ sitierende Sphaeriacee. Auf Erde und Felsen in den Alpen. Tirol verbreitet. 1392. Rh. calcareum (Weis) Th. Fr. — Lichen calcareus Weis. — Diplotomma calcareum Krmplh. — D. Weisii Mass. — Lecidea speirea Ach. — Siegertia calcarea Kbr. — Rhizocarpon calcareum a Weisii Th. Fr. — Rhizocarpon Weisii Th. Fr. — Taf. LXXXIII B, Fig. 1. Lager ziemlich dick, weiß, kreisrund, begrenzt, weinsteinartig, in der Mitte rissig gefeldert, im Umfang strahlig, durch Reagenzien nicht ver¬ ändert, Hyphen durch Jod nicht gebläut, auf dunklem, wenig deutlichem Vorlager. Apothecien 1—1,5 mm breit, eingesenkt oder niedergedrückt, mit anfangs vertiefter, später flacher, schwarzer, zuweilen schwach be¬ reifter Scheibe und dickem, später dünner werdendem, aber fast dauernd bleibendem, grauem Rande. Hypothecium schwarzbraun. Paraphysen ver¬
347 klebt, an den Enden olivfarben oder bräunlich. Sporen ellipsoidisch oder länglich-ellipsoidisch, stumpfendig, zuletzt mauerförmig geteilt, lange farb¬ los, zuletzt besonders an den Querwänden bräunlich, von einem deutlichen Hof umgeben, 22—30/4 lang, 12—18/4 dick. Jod färbt die Hymenial¬ schicht tief blau. Auf Kalk und kalkhaltigem Gestein zerstreut, in den Alpen häufiger und weit verbreitet. f. pseudospeirea Th. Fr. Lager dünner, Apothecien mehr vortretend, mit meist nackter Scheibe und oft weiß bestäubtem Rande. 1393. Rh. umbilicatum Ram. Lager rissig gefeldert, weiß, zusammengewachsen. Apothecien mit dickem, weiß überlaufenem Rande und oft knotig - nabeliger Scheibe. Sporen ziemlich groß, braun, mauerförmig geteilt, 20—33 p lang, 10 bis 15 /4 breit. Schweiz: Verbreitet. 1394. Rh. intersitum Arn. Im Aussehen dem Rh. polycarpum ziemlich ähnlich, Lager hirsch- braun, rissig gefeldert, durch Reagenzien nicht verändert, Hyphen durch Jod gelbbraun gefärbt. Apothecien schwarz, klein, auf dem schwarzen Vorlager stehend und den Feldercben untermischt, mit flacher Scheibe und ganzem Rande. Epithecium dunkel schmutzig-grün, durch KOH nicht ge¬ färbt. Hymenium farblos, durch Jod gebläut. Hypothecium braun. Sporen grünlich, braun, vier- bis fünfzellig, zuletzt mauerförmig zehn- bis zwölf¬ zellig, 30—34/4 lang, 15—17 ii dick, zu 8 im Schlauch. Tirol: Mittelberg, an Blöcken am. Wege zum Taschachgletscher; Gurgl, an Blöcken am Wege zum Eissee; im Travignologebiete an Por¬ phyrblöcken oberhalb der Waldregion; längs der im Sommer trockenen Wasserrinne über dem Rollepaß. 1395. Rh. pseudorivulare Eitner. Lager grünlich-rotbraun, dicklich, wie abgeschliffen eben, firnisartig oder fransig-rissig gefeldert. Apothecien klein, schüsselförmig, konkav mit nicht abgesetztem Rande, den Lagerfeldern eingedrückt, kaum hervor¬ ragend, schwarz, 0,3—0,6 mm groß. Gehäuse und Schlauchboden heller oder dunkler braun, zusammenfließend. Paraphysen kräftig, schleimig ver¬ bunden, mit bräunlichen, oft gegliederten Enden. Schläuche blasig-keulig, achtsporig. Sporen völlig und dauernd farblos, in Form und Teilung genau
348 denen des Rh. Montagnei gleich, 36—42^. lang, bis 17 // dick. Jod bläut die Hyphen nicht, das Hymenium intensiv. Schlesien: Riesengebirge, auf überspülten Felsplatten im Wei߬ wassergrund ; Riesengrund. 1396. Rh. leptolepis (Anzi) Arn. — Diplotomma leptolepis Anzi. Lager aus regelmäßig getrennt stehenden, meist flachen oder wenig gewölbten, rötlich - bräunlichen Felderchen bestehend, keine zusammen¬ hängende Kruste bildend, durch Reagenzien nicht verändert, Hyphen durch Jod nicht gebläut. Vorlager schwarz, durch KOH nicht verändert. Apo¬ thecien schwarz, nackt, zwischen den Lagerschollen stehend. Epithecium dunkel olivfarben, durch KOH leicht purpurn werdend. Hymenium fast farblos. Hypothecium braun. Sporen grün, braun, acht- bis zehnzellig und außerdem mauerförmig .geteilt, 36—42 lang, 18—22^ dick, zu 8 im Schlauch. Schweiz: Auf Granit bei St. Moritz; auf Glimmerschiefer im Furvatal; an Quarz bei Alagna. — Tirol: Gurgl, an einer Glimmer¬ schieferwand am Abhänge links oberhalb am Wege zur Hohen Mut; Tauern, auf Glimmerschieferblöcken zwischen Außer- und Innergeschlöß. 1397. Rh. pycnocappoides Eitner. Lager dünn, ungeteilt, ausgebreitet, körnig-staubig, rauh, dunkel¬ braun auf roter Unterlage, welche erst dem schwarzen Vorlager aufsitzt wie alter, dicker Eisenrost. Apothecien winzig klein, zu vielen in auf¬ sitzende, fast kugelige Warzen zusammengeballt, sich nur durch die glän¬ zenden Ränder voneinander abgrenzend. Excipulum, Hypothecium und Epithecium mehr oder weniger dunkelbraun. Paraphysen schleimig ver¬ bunden. Sporen in verschieden geformten, bald sich auf lösenden Schläu¬ chen zu 8, doch meist nur wenige ausgebildet, breit eiförmig, 27—29 p lang, 14—15 p, dick, quer zwei-, drei- bis vierteilig und mauerartig viel¬ teilig, stets farblos. Jod färbt das Hymenium intensiv blau, dann schwarz, die Hyphen werden nicht gebläut. Schlesien: An den alten Bergwerken im Riesengrunde. 1398. Rh. melaenum Kbr. Lager rissig gefeldert, braunschwarz, auf vortretendem, tiefschwar¬ zem, dendritisch ergossenem Vorlager. Apothecien klein, sitzend, mit tief¬ schwarzer, leicht vertiefter oder flacher Scheibe und bleibendem, ungeteil¬ tem Rande. Paraphysen verklebt, oben grünschwärzlich. Schläuche breit- keulig, achtsporig. Sporen ziemlich groß, schief ellipsoidisch, vierzellig bis mauerartig, mehrteilig, farblos, kaum jemals bräunlich.
349 Riesengebirge: An überspülten Granitfelsen des Lomnitzfalles im Melzergrunde; Abstieg zum Kleinen Teich vom Kamm im Riesen¬ gebirge; Weißwassergrund und Lomnitzfall. 1399. Rh. subgeminatum Eitner. Lager trüb schwärzlich-braun bis sehr dunkel graubraun, leicht ge¬ wölbt, schuppig. Die Schuppen mehr oder weniger zerstreut oder zur geschlossenen, das schwarze Vorlager fast verdeckenden Kruste vereinigt. Apothecien den Feldern angedrückt aufsitzend, hin und wieder auch zwischen denselben entspringend, bis 0,8 mm groß, dünn, flach, verbogen, mattschwarz mit kräftigem, meist glänzendem Rand. Excipulum und Hypothecium schwarz, fast kohlig. Paraphysen schleimig verbunden, farb¬ los, oben trüb grünlich bis violettschwarz. Sporen zu 2—4 in den Schläu¬ chen, 27—31^ lang, 13—16^ dick, stets farblos, erst absterbend mit braunen Teilwänden. Schleimhof deutlich. Jodreaktion wie bei Montagnei. Schlesien: Landeck, auf dem Dreiecker (zwei- bis dreisporig); Krummhübel, Rabenfelsen bei Marienruh (zwei- bis viersporig). 1400. Rh. parapetraeum (Nyl.) Zahlbr. — Lecidea p. Nyl. — Lecidea atroalba ß vera Naeg. Thallus mit K leicht gelb werdend, aber niemals blutrot, mit Chlor¬ kalk nicht gefärbt, mit K und Chlorkalk etwas rötlich. Medulla mit J sich bläuend. Sporen zu 8, mauerförmig geteilt, schwärzlich, 28—32 li lang, 11—13 /z breit. Niederösterreich: Gneisfelsen bei Gföhl. — Baden: Heidel¬ berg, auf Sandstein im Dreitrögtälchen; auf Granit über der Starkenburg bei Schriesheim. 1401. Rh. dissentiens Arn. Habituell von Rh. grande nicht zu unterscheiden, nur das Lager ist öfters körnig-warzig und etwas heller gefärbt, aschgräulich oder blaß asch¬ gräulich, durch KOH nicht, durch CaCl rötlich gefärbt. Mark durch Jod deutlich gebläut. Epithecium olivfarben, durch KOH nicht selten purpur¬ violett. Hypothecium braun. Sporen ganz wie bei Rh. grande. Tirol: Hier und da an Zweigen und Stämmchen von Rhododendron ferrugineum auf der Hohen Mut und beim Langthaler Eck (Gurgl) ; kaum eine besondere Art. 1402. Rh. endamyleott Th. Fr. — Lecidea petraeiza Nyl. — Rhizo¬ carpon petraeizum Arn. Lager deutlich warzig, aschgräulich oder bräunlich-aschgrau, durch KOH nicht verändert oder nur schmutzig bräunlich werdend, auf schwär-
350 zem Vorlager. Hyphen durch Jod gebläut. Apothecien klein, bis gegen o,8 mm breit, sitzend, anfangs flach und dünn berandet, später gewölbt und randlos. Gehäuse schwarz, Hypothecium braunschwarz. Paraphysen faden¬ förmig, in dicker Gallertmasse eingebettet, nach dem Scheitel zu dunkel¬ purpurn, durch KOH deutlicher violettpurpurn werdend. Schläuche sack¬ förmig keulig. Sporen zu 8, ellipsoidisch bis etwas länglich, mitunter leicht gekrümmt, 25—37/z lang, 12—18^ dick, von einem Hof umgeben, bald dunkel. Jod färbt die Hymenialschicht intensiv blau. Auf kieselhaltigem Gestein in den Alpen selten. Tirol: Gurgl, an der Breitseite einiger großer Blöcke im gegenüberliegenden Geröll; Ziller¬ tal, Finkenberg gegen Brunnhaus (Phyllit) ; Ehrenburg, auf Hügeln gegen Kiens (Tonschiefer) ; Pinzolo, auf Tonalit-Feldmauern bei Carisolo. — N iederosterreich: Am Gneisfelsen im Thayatale unterhalb Carlstein. 1403. Rh. distinctum Th. Fr. — Rh. atroalbum Arn. — Rh. atroalbum v. ambiguum Kmplh. — Lecidea atroalba v. ambigua Hepp. — Taf. LXXXIIIC, Fig. 6. Lager klein gefeldert oder warzig gefeldert, mit flachen oder leicht gewölbten, aschgräulichen oder braunen Feldern, durch KOH nicht oder mitunter bräunlich, durch CaCl nicht gefärbt, auf schwarzem Vorlager. Hyphen der Markschicht durch Jod violett gefärbt. Apothecien klein, 0,4—0,7 mm breit, niedergedrückt, flach oder ziemlich flach, dünn berandet oder unberandet, nackt, schwarz. Gehäuse dunkel schwarzpurpurn, Hypo¬ thecium schwarzbraun. Paraphysen haarförmig, in eine gallertige Masse eingebettet, am Scheitel violett-rußbraun, Schläuche bauchig. Sporen farb¬ los oder zuletzt blaß olivfarben, länglich ellipsoidisch oder unregelmäßig, parallel zwei- bis sechszellig oder spärlich mauerförmig geteilt, mit dickem oder undeutlichem Gallerthof, 24—32 /z lang, 12—15 /z dick. Jod bläut die Hymenialschicht intensiv. Auf kieselhaltigem Gestein durch das ganze Gebiet verbreitet. f. cinereum Fw. Lager aschgrau. f, fuscum Fw. Lager rotbraun. f. protothallinum Kbr. Felderchen auf dem Vorlager zerstreut. f. illotum (Nyl.) Sandst. — Lecidea illota Nyl. — Rhizocarpon illotum Arn. Lager fleckartig, meist kreisrund oder unregelmäßig, dünn, sehr klein¬ rissig gefeldert, schwarz, aschgrau oder kupferbraun, auf bläulich-schwar¬
351 zem oder rauchschwarzem, dünnem, strahligem Vorlager; Hyphen der Markschicht durch Jod gebläut. Apothecien klein, eingesenkt oder an¬ gedrückt, schwarz, flach, in der Jugend dünn und scharf berandet, später mit wenig gewölbter, rauher Scheibe und zurücktretendem Rande. Ge¬ häuse dunkelbraun, Hypothecium braun, Epithecium blauschwarz oder röt¬ lichbraun, Hymenium ganz hell, 85—100 /1 hoch, Schläuche bauchig-keulig. Sporen 18—26^. lang, 8—12^ dick, vierteilig, später mit einer Längs¬ teilung wenigstens in den mittleren Fächern, in der Jugend hell, dann grün¬ lich oder dunkelgrün, mit in der Jugend deutlichem, 5—8 dickem, später schmälerem und undeutlichem Schleimhof. Epithecium durch KOH schön violettpurpurn, Gehäuse dunkel purpurrot, durch HNO3 mehr rostrot als rosenrot. Nord Westdeutschland: Ziemlich häufig auf Ziegeldächern, in Zwischenahn, Emsteck, Kappeln in Oldenburg; Ohrwege, Sandstedt, Pla- kens, Benserstiel, Hallen in Ostfriesland; Hermannsburg, Grundoldendorf, Hollstedt in Lüneburger Gebiet. 1404. Rh. Montagnei Fw. Kbr. — Lecidea atroalba ß concreta Ach. — L. atroalba Fr. — L. geminata Fw. — L. Montagnei Fw. — Taf. LXXXIII, Fig. 1, 2; LXXXIII D, Fig. 1, 2. Lager warzig gefeldert oder warzig, braun, weißlich- oder grünlich- aschgrau, auf schwarzem Vorlager, durch KOH gewöhnlich schmutzig¬ braun, mitunter kaum, durch CaCl kaum oder blaß gelblichbraun gefärbt, Hyphen durch Jod nicht gebläut. Apothecien 0,4—0,8 mm breit, fast sitzend, schwarz, flach oder seltener etwas geschwollen, mit dünnem, bleibendem oder zuletzt verschwindendem Rande. Gehäuse dunkel schwarz¬ purpurn. Hypothecium schwarzbraun. Paraphysen fadenförmig, in reich¬ licher Gallertmasse eingebettet, nach dem Scheitel zu violett, braunviolett, weinrot-bräunlich. Schläuche aufgetrieben- oder bauchig-keulig. Sporen einzeln, anfangs farblos, dann grünlich, zuletzt schwärzlich, ellipsoidisch oder länglich-ellipsoidisch, oft von einem breiten Hof umgeben, 40—72 p, lang, 25—34 n dick. Jod färbt die Hymenialschicht intensiv blau. Erklärung zu Tafel LXXXVI. Fig. i. Bombiliospora pachycarpa, Lager, nat. Gr. >i 2. „ n Apothecien, Lupenvergrößerung. »i 3* h „ Lagerquerschnitt, Vergr. 6o. ii 4« „ „ Querschnitt durch ein Apothecium, Vergr. 6u. ii 5- h i, Schlauch mit Paraphysen, Vergr. 125. »1 6. n ,, Schlauch, Vergr. 250. »1 7* „ „ Sporen, Vergr. 500.
352 Auf kieselhaltigem' Gestein, auch auf Ziegeln in den Alpen verbreitet, sonst im Gebirge verstreut. f. protothallinum Kbr. Felderchen auf dem vorherrschenden Vorlager zerstreut. f. obliteratum Fw. Vorlager durch die zur dicht gedrängten, fast ergossenen Kruste ver¬ einigten Felderchen verdeckt. 1405. Rh. geminatum (Fw.) Kbr. — Lecidea geminata Fw. — Rhizo¬ carpon Montagnei f. geminatum Aut. — Taf. LXXXIII B, Fig. 3, 4. Lager etwas ergossen, warzig gefeldert mit sich berührenden oder etwas zerstreuten Feldern, grauweiß oder graubraun, durch KOH bräun¬ lich, durch CaCl blaß gelblichbraun gefärbt; Mark durch Jod nicht gebläut. Apothecien klein, fast sitzend, schwarz, mit ganzem, dünnem Rande; Hypothecium schwarzbraun; Paraphysen dünn, am Scheitel dunkelbraun. Sporen meist zu 2, sehr selten einzeln im Schlauch, 40—57 /4 lang, meist 29—32 p dick, ellipsoidisch oder länglich-ellipsoidisch, erst farblos, später dunkler bis bräunlichschwarz. Die Hymenialschicht färbt sich mit Jod intensiv blau. — Von Rh. Montagnei wesentlich nur durch die fast stets zweisporigen Schläuche verschieden; ob dieser Unterschied zuverlässig ist, dürfte noch zweifelhaft sein (vgl. Körber, Parerga, p. 230). Die meisten Fundorte sind in bezug auf die Zugehörigkeit unsicher, da beide Arten meist zusammengeworfen wurden. Tirol: Umhausen; Jenesien. — Schweiz: Gondoschlucht. — Niederösterreich: Fucha nächst Göttweig; Pfaffenberg und Aka¬ zienberg bei Stein. — Bayern: Teisenberg bei Inzell auf Flyschsandstein; Spielmannsau im Allgäu; bei Passau. — Fränk. Jura: Oberhalb Nassen¬ fels bei Eichstätt. — Hessen: Rhinberg und Ebersdorfer Grund bei Mar¬ burg. — Westfalen: Bei Gräfenbrück; Mauer bei Siedlinghausen. — Rheinprovinz: Montjoie; Adenau. — Thüringen: Totenstein bei Elgersburg; Ingoklippe bei Blankenburg; Emmafels bei Manebach (var.). — Schlesien: An sonnigen Felsblöcken in gebirgigen Gegenden häufig.— Ostpreußen: Angerburg. var. irriguum Fw. Lager weinsteinartig, begrenzt, rissig gefeldert, aschgrau-weißlich, von schwarzem Vorlager begrenzt. Apothecien etwas größer. Schlesien: An von Wasser bespülten Granitblöcken im Boberbett des Sattlers bei Hirschberg, namentlich am Sprengeisitz häufig.
353 1406. Rh. subcaeruleum Eitner. Lager sehr dünn, firnisartig zusammenhängend, feinrissig oder wie getuscht, kleinschuppig, das schwärzliche Vorlager durchblicken lassend, weißlich bis dunkel blaugrau, durch KOH nicht gefärbt. Apothecien ein¬ gesenkt oder angepreßt, das Lager mehr oder weniger überragend, klein, 0,2—0,3 mm groß, schwarz, stets etwas konkav, mit niedergedrücktem Rande. Gehäuse und Schlauchboden heller oder dunkler braun, zusammen¬ fließend. Paraphysen sehr kräftig, oft gruppenweise gelatinös verbunden, zellig gegliedert, besonders an den blaugrauen Endzeilen kugelig ab¬ gerundet; dieser Bau sich am Rande am längsten erhaltend, sich aber öfter auch in amorphes Braun umwandelnd. Schläuche blasig, von lang und schmal bis ganz unförmig breit, achtsporig. Sporen sehr verschieden, meist länglich, doch auch breit ellipsoidisch bis fast kugelig, 30—42 /j, lang, 17 dick, meist brombeerartig geteilt, bei völliger Reife bläulichbraun oder grau. In der Jugend kommen aber auch regelmäßig mauerartig vielteilige Sporen vor. Jod bläut das Hymenium intensiv und dauernd, die Hyphen nicht. Schlesien: Große Lomnitz über Krummhübel; Bäche im Blau¬ grund; Bach, der vom Kamm nach dem kleinen Teich fließt. 1407. Rh. reductum Th. Fr. — Taf. LXXXIII D, Fig. 3. Lager ziemlich dünn, warzig oder warzig-gefeldert, aschgrau oder aschgrau-bräunlich, auf schwarzem Vorlager, Hyphen durch Jod nicht ge¬ bläut. Apothecien klein, 0,4—0,8 mm breit, angedrückt und ungefähr von gleicher Höhe wie das Lager, anfangs flach und dünn berandet, später gewölbt und randlos, schwarz, nackt. Gehäuse dick oder fast fehlend, dunkel schwärzlich, Hypothecium braunschwarz. Paraphysen schlank, durch reichliche Gallertmassen verklebt, nach dem Scheitel zu oliv¬ bräunlich. Schläuche aufgeblasen-keulig. Sporen ellipsoidisch oder läng¬ lich, mauerförmig geteilt, 23—34 jtt lang, 10—14 /t dick. Jod färbt die Hymenialschicht intensiv blau. Schlesien: Ober-Salzbrunn, Wilhelmshöhe. 1408. Rh. grande (Flke.) Arn. — Lecidea grandis Flke. — Lecidea petraea a fuscoatra f. grandis Flke. — Taf. LXXXIII D, Fig. 5. Lager blasig-warzig, aschgräulich oder bräunlich, auf schwarzem Vor¬ lager, durch KOH meist deutlich schmutzig bräunlich, zuweilen kaum ge¬ färbt, durch CaCL kaum verändert oder blaß bräunlich-gelblich gefärbt, Hyphen durch Jod nicht gebläut. Apothecien bis 1 mm groß, dem Lager fast gleich hoch, anfangs ziemlich flach und dünn berandet, später halb- Thome-Migula, Flechten. II. (Flora XU, 2.) 23
354 kugelig und randlos, schwarz, nackt. Gehäuse dunkel schwarzpurpurn, Hypothecium braunschwarz. Paraphysen gallertig zusammenfließend, nach dem Scheitel zu violett- oder rußbraun-schwärzlich. Schläuche bauchig- keulig, achtsporig. Sporen ellipsoidisch oder fast länglich, reif olivfarben oder schwärzlich, mit 3—5 Querwänden und mauerförmig geteilt, anfangs von einem breiten Hof umgeben, 28—42^ lang, 12—20/z. dick. Jod färbt die Hymenialschicht intensiv blau. Auf kieselhaltigem Gestein durch das ganze Gebiet zerstreut. Tirol: Stanzertal, zwischen Pettneu und St. Jacob (Buntsandstein) ; zwischen Strengen und Pians (Schiefer) ; Mittelberg, an Rhododendron ; Umhausen, Weg zum Wasserfall; Gurgl, auf Rhododendron auf der Hohen Mut und beim Langtaler Eck; Innsbruck, am Goldbühel zwischen Igls und Patsch (Quarz) ; um Ehrenburg (Tonschiefer) ; Predazzo, auf Syenit am Fuße der Margola. — Schweiz. — Allgäuer Alpen. — Um München. — Fränk. Jura. — Böhmen: Um Leipa und Deutschbrod; Böhmer Wald. — Erzgebirge: Amberg. — Schlesien: An großen Feldsteinen vor Hauffen bei Riemberg; bei Sagan ; Räudchen bei Wohlau; Hirschberg; bei Glatz; Peiskretscham. — Thüringen: Ingoklippe bei Blanken¬ burg. — Heidelberg. — Vogtland: Auf Grünsteinblöcken im Zwoschwitztal. — Nordwestdeutsche Tiefebene: An erratischen Blöcken in der Heide unweit des Bahnhofs Jarlingen, Lüneburg. 1409. Rh. transiens Eitner. Lager körnig bis kleinschollig, knorpelartig, tief ein geschnitten, auf schwarzem Vorlager, gelb bis graubraun, äußerlich dem Rh. distinctum sehr ähnlich. Apothecien den Schollen eingewachsen, vom Lager körnig berandet oder mit eigenem, schwarzem, wulstigem Rand, etwas hervor- Erklärung zu Tafel LXXXVII. Fig. 1,2. Tominia Boissieri, Paraphysen, Vergr. iooo- „ 3. „ „ Schlauch, Vergr. 1000. „ 4- „ „ Sporen, Vergr. 1000. „ 5. „ squarrossa, Sporen, Vergr. 1000. „ 6. „ candida, Sporen. ,, 7. ,, coeruleonigricans, Sporen. „8. ,, aromatica, Sporen. „ 9. „ syncomista, Sporen. ,, 10. „ imbricata, Sporen. „11. „ Toniniana, Sporen. „ 12. „ cinereovirens, Sporen. ,, 13. ,, fusispora, Sporen. „ 14. Lecania erysibe, Sporen. Fig. 1—4 nach Müller-Argan.
355 stehend, klein, 0,3—0,5 mm groß. Jod bläut die Hyphen nicht, das Hymenium aber intensiv. Hypothecium und Excipulum braunschwarz. Paraphysen locker, kräftig, farblos oder vom Hypothecium aus gebräunt. Epithecium braunschwarz. Schläuche lang keulig, fast spindelförmig, acht¬ sporig. Sporen länglich, mit meist spitzen Enden, quer zwei-, drei- bis vierteilig, schräg oder selten längs geteilt, höchstens sechsteilig, im Alter mit braunen Teilwänden, bis 27 lang, 9—11 /4 dick. Schlesien: Obernigk, Heide gegen Jaekel. 1410. Rh. coniopsoideum Hepp. — Rh. rubescens Th. Fr. — Rh. plica¬ tili (Leight.) Sm. — Lecidea plicatilis Leight. — L. coniopsoidea Hue. Lager weiß oder aschgräulich-weißlich oder blaß pfirsichblütrot- weißlich, auf schwarzem Vorlager, durch KOH intensiv blutrot, durch CaCl nicht gefärbt (nach Smith durch KOH gelb, durch CaCl gelb gt färbt); Hyphen durch Jod nicht gebläut. Apothecien angewachsen oder angedrückt-angewachsen, 0,5—1 mm breit, schwarz, nackt, fast dauernd flach und von einem dünnen, erhabenen, nackten Rande umgeben. Gehäuse und Hypothecium schwarzbraun. Paraphysen schlank, durch reichliche Gallertmassen verklebt, nach dem Scheitel zu schwärzlichbraun. Schläuche aufgeblasen-keulig, achtsporig. Sporen anfangs vierzellig, später mauer¬ förmig geteilt, farblos, eiförmig oder ellipsoidisch, gewöhnlich von einem Hof umgeben, 21—34 /4 lang, 11—16/4 dick. Jod färbt die Hymenialschicht intensiv blau. Auf kieselhaltigem Gestein, selten. Tirol: Kühetai, an einer feuchten Felswand am Aufstiege zur Einsattelung über den Plendele-Seen ; Predazzo, zerstreut auf den Syenitblöcken am Fuße der Margola. — München: Am großen erratischen Block bei Haarkirchen; zwischen Haarkirchen und Merlbach; zwischen Haarkirchen und Irschenhausen. — Fränk. Jura: Selten auf Sandstein des Schutzengelsteinbruches im Veldensteiner Forst; auf Sandsteinen im Walde oberhalb Spielberg; Ostseite des Veldensteiner Forstes bei Rauna, Horlach. — Allgäuer Alpen: Pfronten. — Baden: Fuchstrappe bei Handschuchsheim; Felsenmeer; Königstuhl; Ringwall des Heiligenberges. — Westfalen: Buntsandstein bei Höxter im Solling. — Nordwestdeutschland: Selten, auf einem Granit¬ block auf der Wilseder Höhe; Feldsteinmauern in Neundorf. 1411. Rh. concentricum (Dav.) Beltr.— Lichen concentricus Davies.— Lecidea atroalba var. subconcentrica Fr. — Rhizocarpon atroalbum var. subconcentricum Kbr. — Rh. calcareum ß concentricum Th. Fr. — Rh. petraeum Mass. — Lichen petraeus Wulf. — Lecidea petraea Ach. — Taf. LXXXIII C, Fig. 7. 23*
356 Lager weiß oder grauweiß, dünn, begrenzt, kreisrund, runzelig oder fast glatt, fast zusammenhängend oder rissig gefeldert, mitunter fast fehlend, durch Reagenzien nicht verändert, Hyphen durch Jod nicht ge¬ bläut, auf undeutlichem oder fehlendem Vorlager. Apothecien klein, schwarz, konzentrisch angeordnet, angedrückt oder eingewachsen, vertieft oder flach, nackt, mit dickem, nacktem oder zart bereiftem Rande. Hypo¬ thecium schwärzlichbraun. Paraphysen verklebt, an den Enden bräunlich. Schläuche aufgetrieben-keulig. Sporen 24—45 /z lang, 10—17 /z dick, läng¬ lich, mauerförmig geteilt, farblos oder schwach bräunlich, von einem Hof umgeben. Jod färbt die Hymenialschicht tief blau. Auf kieselhaltigem Gestein im Gebirge weit verbreitet, in der Ebene selten, auch an Ziegeln. f. excentricum Ach. — Rh. excentricum (Ach.) Arn. Lager dünn, weiß oder blaugrau-weißlich, mit schwarzen Flecken und Linien. Apothecien unregelmäßig zerstreut. Im Gebirge häufig, in der Ebene seltener. f. nigricans Arn. — Rh. petraeum f. nigricans Arn. Schwärzlich; Lager rissig gefeldert, Mark durch Jod gebräunt. Apo¬ thecien mittelgroß, schwarz, innen durch KOH nicht verändert. Epithecium schmutzig dunkelgrün. Hymenium farblos, durch Jod gebläut; Hypo¬ thecium schwärzlich. Sporen farblos, jung vierzellig, zuletzt mauerförmig, mit 7 Querwänden, in der Mitte mit 3 Längswänden, 27—30 lang, 15/z breit. Tirol: Brenner, an Steinen in den Gletscherbächen. 1412. Rh. obscuratum (Ach.) Kbr. — Lecidea petraea 7 obscurata Ach. — L. lygaea y obscurata Ach. — L. panaeola ß obscurata Fr. — L. obscurata Schaer. — L. petraea f. concreta Nyl. — L. concreta Light. — Taf. LXXXIII C, Fig. 1—3. Lager dünn, klein gefeldert, mit ziemlich flachen Felderchen, blaß bräunlich oder aschgrau-rötlich, auf schwärzlichem, meist nicht ent¬ wickeltem Vorlager, durch KOH schmutzig und undeutlich gelb, durch CaCl nicht gefärbt. Hyphen durch Jod nicht gefärbt. Apothecien bis 1 mm oder wenig darüber groß, eingewachsen sitzend oder angewachsen, flach, Erklärung zu Tafel LXXXVII B. Fig. i. Toninia coeruleonigricans, Habitus, nat. Gr. „ 2. „ ,, Lager und Apothecium im Durchschnitt, Vergr. 12. „ 3. „ „ Durchschnitt durch Lagerwarzen, Vergr. 25. „ 4> h h Teil eines Schnittes durch Apothecium und darunter¬ liegende Lagerwarzen, Vergr. 50. „ 5* 1» »1 Schlauch mit Paraphysen, Vergr. 500.
357 schwarz, nackt, mit ziemlich dickem, nacktem, bleibendem Rande.’ Gehäuse dick, kohlig, Hypothecium schwarzbraun. Paraphysen gallertig verklebt, nach dem Scheitel zu schmutzigbraun. Schläuche bauchig-keulig, acht¬ sporig. Sporen ellipsoidisch oder länglich-ellipsoidisch, mitunter unförm¬ lich, farblos, zuletzt manchmal blaß olivschwärzlich, zuweilen von einem ziemlich breiten Hof umgeben, 24—50 p lang, 10—21 dick. Jod färbt die Hymenialschicht intensiv blau. Auf kieselhaltigem Gestein, auch auf Ziegeln verbreitet, in den Alpen ziemlich häufig. f. conspurcata Harm. Lager von einer gelbgrünlichen Alge durchsetzt. Vogesen. f. lavata (Fr.) Lager weißlich, durch Eisenocker gelbbraun gefärbt, Wasser bewohnend. f. oxydatum Kbr. Lager ocker-rostfarben. Tirol: Stanzertal, Bach bei St. Christoph; Rosannaschlucht bei St. Anton; Oetztal, Wasserfall bei Umhausen; Brenner, vom Kaserer bis zur Bergschneiden. f. ferratum Nyl. Lager kräftig, schuppig bis warzig, leuchtendrot bis braunrot, auf schwarzem, oft rot bereiftem Vorlager. Apothecien sehr kräftig, eingesenkt bis sitzend, schwarz, mit oft rot bereiftem, sehr dickwulstigem Rande. Schlesien: Riesengrund am Koppenbach und an den alten Berg¬ werken. f. contiguum Eitner. Lager kleinere Flecken auf schwarzem, oft dendritischem Vor lager bildend, ausstrichartig, matt, schwarzgrau, feinrissig. Apothecien dem Lager glatt eingesenkt, mit ebener, matter Scheibe und schnurartig vor¬ stehendem Rande. Sporen 26/4 lang, ca. 11 /4 dick. Schlesien: An Uferblöcken des Bober in der Sattlerschlucht bei Hirschberg; mit grauem Thallus in den Fuchsgruben bei Kolonie Praus (Reichenbach). f. subcontiguum Nyl. Lager hell weißgrau, gefeldert. Schlesien: Felsen am Pantschefall im Riesengebirge. var. elegans Eitner. Macht den Eindruck einer Lecidea. Der dünne, graue, aus flachen Feldern auf schwarzem Vorlager bestehende Thallus trägt aufsitzende,
358 rein schwarze Apothecien von 0,5—0,6 mm Größe, deren reine, ebene Scheibe von gleichfarbigem, senkrecht vorstehendem, dünnem Rande be¬ grenzt ist. Die straffen, farblosen Paraphysen sind oben frisch schwarz- braun, ebenso der Schlauchboden. Die Schläuche sind schlank keulig, mit acht, regelmäßig bis vierzehnteiligen, 30—40^ langen, 10—12^ dicken Sporen. Schlesien: Granitblöcke an der Gabel im Gesenke. f. 'macularis Sandst. Einzelne Lager voneinander durch schwarze Ränder getrennt, meist kreisrund, schwarz oder bleigrau, rissig, mit kleinen Felderchen, in der Mitte oft körnig, auf breitem, schwarzblauem oder blaugrauem Vorlagen Apothecien flach, mit deutlichem Rande und angedrückter, papillöser Scheibe, dem mittleren, dickeren Teil des Lagers eingesenkt, dann gewölbt, meist kreisförmig angeordnet. Mark durch Jod nicht gebläut. FTord Westdeutschland. 1413. Rh, lavatum (Ach.) Arn. — Lecidea lavata Ach. — non Rh. obscuratum f. lavata (Fr.). Lager schmutzig weißlich, fast blaß hirschbraun, kleinrissig, etwas geglättet, durch KOH oder CaCl nicht verändert, Hyphen durch Jod nicht gebläut. Apothecien angedrückt, innen weder durch KOH noch durch HNO3 verändert. Epithecium schmutzig olivfarben, Hypothecium braun. Sporen farblos, mit 7 Querwänden, Zellen nochmals geteilt, 30—36 lang, 12—15 /z dick. (Arnold.) Tirol: Grasstein, auf Granit; Sarntal, nördliches Kreuzjoch, östliche Kaserböden (Sandstein) ; Bozen, unter der Seitwand (Porphyr); Predazzo, am Fuß der Margola (Syenit). — Schweiz: Hochalpen, auf Granit. — Baden: Um Heidelberg häufig. — Schlesien: Obernigk, im Walde gegen Jaeckel; Schlackental bei Reichenstein. — Erzgebirge: Um Rittersgriin. — Vogtland: Auf Grünsteinblöcken im Triebtal. — Schleswig-Holstein: Auf Steingeröll und an Steinwällen durch das ganze Gebiet, auch auf Sylt. — Brandenburg: Triglitz, Gemäuer der Kirche, Feldsteinmauern, Steingeröll im Kiefernwald, ziemlich häufig. Familie Coenogoniaceae, Lager schwammartig-schimmelig oder kleine weiche Räschen bildend, homöomerisch, mit Trentepohlia- oder Cladophora-Gonidien, deren Fäden von den Hyphen umsponnen werden. Apothecien mit eigenem Gehäuse. Schläuche achtsporig. Sporen farblos, ein- oder zweizeilig. Pyknokonidien exobasidial.
359 Übersicht der Gattungen: Mit Trentepohlia-Gonidien; Pilzfäden verzweigt Coenogonium. Mit Cladophora-Gonidien; Pilzfäden nicht verzweigt Racodium. Gattung Coenogonium Ehrbg. Lager locker, schwammartig-spinnwebig, runde oder fast nieren¬ förmige, flache Körper bildend, welche entweder mit einer Kante der Unterlage angewachsen sind und von dieser wagerecht abstehen oder herab¬ hängen oder mit der Unterseite flach dem Substrate aufliegen, seltener stellt das Lager kleine, aufrechte und weiche Räschen dar, homöomerisch. Die Chroolepus-Gonidien bilden in der Regel nur wenig verzweigte und zumeist radiär angeordnete Fäden, deren Außenseite von der Länge nach verlaufenden, dünnwandigen, mehr oder weniger septierten, verzweigten Hyphen, welche ein dichtes Maschenwerk oder einen lückenlosen Zylinder¬ mantel bilden, umsponnen wird. Apothecien end- oder seitenständig, schild¬ förmig, kurzgestielt, biatorinisch, mit eigenem, pseudoparenchymatischem Gehäuse, ohne Markschicht. Paraphysen locker, unverzweigt, unseptiert oder durch zarte Scheidewände gegliedert. Schläuche achtsporig. Sporen farblos, spindelförmig, ellipsoidisch bis länglich, ein- oder zweizeilig. Behälter der Pyknokonidien kugelig; Fulkren exobasidial. Basidien ge- büschelt, mit untermischten Anaphysen. Pyknokonidien spindelförmig, gerade. 1414. C. germanicum Glück. — C. nigrum A. Zahlbr. — Taf. LXXXVIIT, Fig. 1—6. Lager schwarz, kurzrasig, weich, 4—8 mm hoch, meist große Flächen überziehend. Äste verzweigt, aus Fäden von Trentepohlia bestehend, die von einer einfachen, aus zahlreichen Fäden gebildeten Hyphenschicht um¬ geben sind. Erklärung zu Tafel LXXXYIH. Fig. i. Coenogonium germanicum, Lager natürliche Größe. » 2. „ ,, Teil des Lagers bei Lupenvergrößerung. ii 3- „ „ Faden des Lagers durch Diaphanol aufgehellt, Vergr. 8o. ii 4- b „ Fadenstück, nicht aufgehellt, Vergr. 500. » 5« „ „ Fadenstück, mit Diaphanol aufgehellt, Vergr. 1000. i> 6. „ „ Fadenquerschnitte, Vergr. 1000. ii 7. Racodium rupestre, Stück eines Fadens, nicht aufgehellt, Vergr. 250. 11 8. „ „ Fadenstück mit Diaphanol behandelt, Vergr. 250. »1 9* 11 „ Fadenstück mit Diaphanol behandelt, Vergr. 1000. »» 10. 11 „ Fadenquerschnitte, Verg. iooo.
360 An feuchten Gran.it- oder Sandsteinfelsen, selten. — Harz: Teufels¬ mauer bei Blankenburg. — Thüringen: Jena; am Eingang des Schmal- wassergrundes und am Falkenstein bei Dietharz; im Kanzlersgrund bei Oberschönau. — Erzgebirge: Rittersgrün, an hohen Phyllitfelsen im Mückenbachtale, böhmische Seite, einer halbwegs zwischen Böhmische Mühle und Halbemeila, der zweite kurz vor diesem Dorfe; an senkrechten Wänden einzelne bis talergroße Thalli bildend, die aber meist zu mehr als handflächengroßen Komplexen verschmolzen sind. — Sächs. Schweiz: Rauenstein, an Sandstein fei sen. — Baden: Oberes Zastlertal, auf Gneis.— Alpen: Kreuzeckgruppe in Kärnthen, meist auf Moosen, faulen Ästen (nur an einer Stelle am Kleinen Knoten eine Glimmerschieferwand am Grunde in der Längenausdehnung von etwa 8 m völlig deckend in allen Altersstadien, sonst nirgends auf Gestein), in nahezu senkrechter Lage der nach Nord und Nordost gerichteten Gebirgslehnen, in der Höhenlage von 1200—1500 m, aber auch bis 800 m herabsteigend, an feuchten, wind¬ geschützten Örtlichkeiten. Nach Simmers ist die Alge Trentepohlia aurea; die Algenzellen der Flechte sind zylindrisch, die umspinnenden Pilzhyphen, gleichfarbig dunkel¬ braun ; das ist aber nur zum Teil richtig, die Algenzellen zeigen auch bei C. germanicum vielfach tonnenförmige Anschwellung, wie sie in der Gattung Trentepohlia allgemein vorkommen. 1415. C. Schmidlei Simmer. Räschen höchstens handgroß, samtartig, jedoch steif, äußerst spröde und gebrechlich. Thallusäste aufrecht stehend und einfach monopodial selten und wenig verzweigt, etwa 1—3 mm lang, 12—20 p. dick, am Grunde lichtbraun, gegen die Spitze zu immer dunkler werdend. Die Alge, Trentepohlia Jolithus, zeigt tonnenförmige, trocken etwas torulöse Zellen. Pilzhyphen geschwärzt, zu 7—11 die Algenfäden in charakteristischer Weise lückenlos umschließend. Steril. Alpen: Kreuzeckgruppe in Kärnthen auf nahezu senkrechten Felsen von Glimmerschiefer, Tonschiefer, Chloritschiefer, auch Kalk in der Höhen¬ lage von 1900—2100 m, selten bis 1200 m herabsteigend, an feuchten, windgeschützten Örtlichkeiten im Kreuzeckgebiete. Der hauptsächlichste Unterschied gegenüber C. germanicum Glück scheint in der Verschiedenheit der Algenarten zu bestehen; dazu kommt die steifere und sprödere Beschaffenheit des Thallus bei C. Schmidlei und die hellbraune, nach den Spitzen zu immer dunkler werdende Farbe der Äste, während diese bei C. germanicum gleichfarbig dunkelbraun sind.
361 Gattung Racodium E. Fr. Lager kleine, aufrechte und weiche Räschen darstellend, welche mit Rhizoiden an die Unterlage befestigt sind, homöomerisch. Gonidien aus Cladophorafäden bestehend, welche an der Außenseite von mit der Längs¬ richtung der Gonidienfäden parallellaufenden, unverzweigten, dunkel¬ gefärbten, septierten Hyphen derart umsponnen werden, daß letztere um die Gonidien einen interstitien losen Zylindermantel bilden. Apothecien und Pyknokonidien unbekannt. 1416. R. rupestre Pers. — Cystocoleus rupestris (Thwaites) Aut. — Taf. LXXXVIH, Fig. 7—10. Lager schwarz, kurzrasig, weich. Äste spärlich verzweigt, aus Clado¬ phorafäden gebildet, die von einer einfachen Hyphenschicht aus 4—7 dicht und parallel gelagerter Pilzfäden umschlossen sind. Apothecien unbekannt. Coenogoniium germanicum Glück und Racodium rupestre (Pers.) Fr. sind früher nicht getrennt worden und werden auch heute noch viel mit¬ einander verwechselt. Sie sind aber typisch verschieden, sowohl nach Art der Alge, die allerdings bei beiden nur sehr selten deutlich zu erkennen ist, als auch nach dem Aussehen des Pilzes. Der letztere umschließt die Algenfäden bei beiden Flechten allerdings in Form von. dicht nebeneinander¬ verlaufenden Fäden, aber diese sind bei Racodium unverzweigt, gerade (vgl. Taf. LXXXVIH, Fig. 8, 9) und im Querschnitt in einer Zahl von nur 4—7 zu erkennen; bei Coenogonium sind sie verzweigt, ungleich und darmartig gewunden, dünnwandiger und stets in größerer Zahl (8—16) vorhanden (Fig. 4, 5, 6). Bei Behandlung mit Diaphanol werden die von den Pilzfäden umschlossenen Algenzellen schwach, aber deutlich erkennbar, bei Racodium nur ganz undeutlich ; letzteres ist überhaupt viel dunkler, fast schwarzbraun, und wird auch bei Diapbanolbehandlung nicht so hell wie Coenogonium. Die Fäden der letzteren Art zeigen bei schwacher Ver¬ größerung Anschwellungen und Einschnürungen (Fig. 3), die bei Raco¬ dium (Fig. 8) fehlen oder doch nur gelegentlich und mehr zufällig aus¬ gebildet sind. Bei Betrachtung mit bloßem Auge sind beide Flechten kaum zu unterscheiden; unter einer starken Lupe erscheinen die Fäden von Racodium straffer, starrer, die von Coenogonium mehr kraus, verworren. Die meisten unter dem Namen Racodium rupestre gehenden Flechten aus Deutschland und Böhmen sind Coenogonium germanicum, auch das in Rabenhorst, Lichen europ. Nr. 841. Auch der Standort im Erzgebirge: Rittersgrün ist nach Bachmanns brieflicher Mitteilung zu Coenogonium germanicum zu ziehen. Angegeben wird R. rupestre: Sächsische Schweiz nach Glück von Prof. Zopf gesammelt, ohne Standortsangabe. Alle unter diesem Namen
362 gehenden Flechten aus der Sächs. Schweiz, die ich gesehen habe, sind Coenogonium germanicum; ebenso ein bei Upice in Böhmen von Kufak gesammeltes Exemplar (Herbar Bachmann). — Adersbach (Herbar Körber) ist typisches Racodium rupeste. — Harz: Teufelsmauer bei Blankenburg (Glück). Familie Gyalectaceae. Lager krustig, homöomerisch oder heteromerisch, einförmig, seltener am Rande gelappt, unberindet, ohne Rhizinen, mit Chroolepus- oder Pbyl- lactidium-, ausnahmsweise mit Scytonema-Gonidien. Apothecien kreis¬ rund, eingesenkt bis sitzend, einzeln. Eigenes Gehäuse weich und hell oder kohlig, vom Lager dauernd oder vorübergehend berandet oder nackt. Para¬ physen gut entwickelt, einfach, meist locker. Schläuche sechs- und viel¬ sporig. Sporen farblos, einzellig, parallel zwei- bis vielzellig oder mauer¬ förmig, eiförmig bis nadelförmig, mit zylindrischen Fächern und dünner Wand. Gehäuse der Pyknokonidien flächenständig, eingesenkt, kugelig; Fulkren exobasidial. Übersicht der Gattungen: i. Lager mit Scytonema-Gonidien Petractis. Lager mit Trentepohlia-Gonidien 2. 2. Schläuche sechs- bis achtsporig 3. Schläuche zwölf- bis vielsporig Pachyphiale. 3. Sporen einzellig Jonaspis. Sporen mehrzellig 4. 4. Sporen zweizeilig Microphiaie. Sporen mehr als zweizeilig 5. 5. Eigenes Gehäuse dunkel Sagiolechia. Eigenes Gehäuse hell Gyalecta. Gattung Petractis E. Fr. Lager krustig, einförmig, ungeschichtet, fast ganz endolithisch, aus dünnwandigen, sehr feinen, dicht verwebten Pilzhyphen und von diesen teilweise umsponnen Scytonemafäden zusammengesetzt. Apothecien halb eingesenkt, kreisförmig, mit hellem, eigenem Gehäuse; das Lager überdeckt dasselbe in der Jugend, reißt am Scheitel später strahlig auf und legt die Scheibe frei. Paraphysen locker, einfach. Schläuche achtsporig, dünnwandig. Sporen farblos, länglich spindelförmig, parallel vierzellig mit zylindrischen Fächern; Zellwand und Scheidewände dünn. 1417. P. clausa (Hoffm.) Arn. — Lichen clausus Hoffm. — Thelo- trema clausum Schaer. — Gyalecta clausa Nyl. — G. exanthematica Fr. —
363 Petractis exanthematica Fr. — Lichen exanthematicus Sm. — Thelotrema exanthematicum Ach. — Taf. LXXXIX, Fig. i—5. Lager ausgebreitet, schorfig-weinsteinartig weißlich-aschgrau oder ockerfarben, sehr dünn, mitunter fast fehlend. Apothecien eingesenkt, klein, kleingrubig, gelblich-fleisch färben, mit einwärtsgebogenem, strahlig zerschlitztem Rande. Sporen elipsoi disch-spindelförmig, farblos 18—25 p lang, 6—8/4 breit (Extreme: 12—27p lang, 3—10/z breit). Auf Kalkgestein, zerstreut in den Mittelgebirgen und Alpen. — Tirol: Innsbruck, auf Kalkfelsen am Mühlauer Bache bei der Schweins- brücke. Brandenberg. Kufstein, Eingang des Kaisertales. Geschoß. Schlerngebiet, bei Ratzes, Seis, Salegg. Folgaria; Marocche bei Drb. Pönale bei Riva. Nago. — Schweiz verbreitet. — Allgäuer Alpen verbreitet. — Um München, — Fränk. Jura: An Kalksteinen im Laubwalde oberhalb Wasserzell; und auch sonst auf Kalk und Dolomit nicht selten. — Baden: Auf weißem Jura im Donautal; Isteiner Klotz; an Tuffsteinen im Schwetzinger Garten. — Württemberg: An Weiß- jurafelsen im Umclau bei Berkach, Ehingen; an Felsen nahe bei Altteuß- lingen und bei Schelklingen. — Hüting in Schwaben. — Hessen. — Westfalen ziemlich häufig. — Schlesien bisher selten beobachtet: Alter Kalkbruch auf der Anhöhe zwischen Schwieben und Langendorf Kr. Tost. — Berlin, auf Kalksteinen, — Böhmen. — Sachsen. — Harz. — Thüringen: Jonastal und Alteburg bei Arnstadt; bei Plaue. Gattung Microphiale (Stitzenb.) Zahlbr. Lager krustig, häutig, einförmig, mit den Hyphen des Vorlagers und der Märkschicht an die Unterlage befestigt, unberindet, mit kettenförmigen Chroolepus- oder Phyllactidium-Gonidien und wergartiger Markschicht. Apothecien kreisrund, klein, sitzend oder angepreßt, mit weichem oder knorpeligem, ganzwandigem, meist pseudoparenchymatischem Gehäuse, rudimentär vom Lager bekleidet, meist nackt. Scheibe krugförmig bis leicht gewölbt; Hypothecium hell; Paraphysen locker, unverzweigt. Schläuche achtsporig. Sporen farblos, zweizeilig, spindelförmig bis läng¬ lich, mit dünner Wand und zartem Septum. Pyknokonidien fast elip- soidisch, grade. Übersicht der Arten: 1. An Steinen 2. An Rinde, über Moos, Flechten 4. 2. Sporen 3 p, dick M. rosea. Sporen 5—6^ dick 3. .
364 3- Apothecien rötlich M. modesta. Apothecien schmutzig bräunlich M. humilis. 4. Apothecien 0,2—0,4 mm breit, Scheibe fleischrötlich-gelblich M. diluta, Apothecien bis 1 mm breit, dunkelgelb oder orange M. lutea. 1418. M. rosea (Eitner) — Secoliga rosea Eitner. Kruste dünn, feinkörnig rauh bis staubig aufgelöst, schmutzig, gelb- bräunlich, Apothecien kaum 0,2 mm erreichend, sitzend, krugförmig, fleischfarbig rosa. Gehäuse dick, parenchymatisch, große goldrote Goni¬ dien, enthaltend. Paraphysen locker, sehr kräftig, leicht knotig, oben keulig verdickt, hyalin. Schläuche unregelmäßig spindelförmig, achtsporig. Sporen lang ellipsoidisch, 9 lang, 3 /z dick, nur mit einer Scheidewand, farblos. Jod färbt das Gehäuse und Hymenium, erst gelb, dann rotbraun. „Den Sporen nach gehört die Flechte zu den Biatorineen, aber die Gonidien und das krugförmige Gehäuse zeigt die natürliche Verwandtschaft.“ Schlesien: Bolkenhein, Gräbeler Berge. 1419. M. modesta (Hegetschw.) — Lecidea modesta Hegetschw. — Secoliga modesta Hegetschweiler. Lager ausgebreitet, schorfig, sehr zart, grau. Apothecien klein, röt¬ lich, gyalectaartig. Sporen elipsoidisch, mit einer Querwand, zu 8 in lanzettlichen Schläuchen, 12—14^ lang, 6^ dick. Paraphysen fast frei. Hymenialgallerte mit Jod sich nicht färbend. Schweiz: In Wäldern bei Gossau, über feuchten Steinen. — Niederösterreich: An herumliegenden Steinchen im Walde auf der Hochramalpe bei Purkersdorf. — Bayern: München, an Sand- und Kalk¬ steinen längs des Waldfußweges südlich außerhalb Schäftlern; ebenso oberhalb Mühltal vor Sternberg; auf einem Ziegelstein am Waldsaum öst¬ lich oberhalb Mühltal. 1420. M. humilis (Lahm) — Gyalectella humilis Lahm. Lager dünn, weißlichgelb, auf weißlichem Vorlager. Apothecien bis 0,2 mm breit, anfangs eingesenkt, später sitzend, krugförmig, schmutzig bräunlich, mit gekerbtem, bleibendem Lagerrande. Schläuche schmal keulenförmig, 50—60^ lang. Sporen eiförmig, zugespitzt, 15—17/x lang, 5—6 breit. Westfalen: Teutoburger Wald, an kleinen zwischen Moosen und Pflanzen liegenden Kalksteinchen bei Lengerich. 1421. M. diluta (Pers.) A. Zahlbr. — Peziza diluta Pers. — Secoliga diluta Arn. — Lichen pineti Schrad. — Lecidea pineti Schaer. — Biatora vernalis b. pineti Fr. — Biatorina pineti Kbr. — Dimerella diluta Trev. — Gyalecta diluta Blomb. et Forss. — Taf. LXXXIX, Fig. 6—12.
365 Lager dünn, staubig, graugrün oder schmutzig gelbgrün, auf wei߬ lichem Vorlager. Apothecien 0,2—0,4 mm breit, sitzend, mit vertiefter bis fast flacher, im Alter zuweilen ausfallender fleischrötlich-gelblicher Scheibe und dickem, erhabenem, bleibendem, hellerem Rande. Gehäuse fast farb¬ los. Schläuche schmal zylindrisch, dünnwandig. Sporen länglich-ellip¬ soidisch, mit schmaler Querwand, 10—12 jm lang, 3—4^ dick. Am Grunde alter Baumstämme, auch über Moos, anderen Flechten und auf Erde, zerstreut durch das Gebiet. — Tirol: Mittelberg, Finstertal, Kühetei, Waldrast, Paneveggio, Ehrenburg usw. — Baden , um Heidel¬ berg häufig, auch sonst stellenweise. — Niederösterreich: Am Grunde alter Tannenstämme bei Rabenstein an der Pielach. — Bayern: München, an Schuppen abgefallener Fichtenzapfen auf Waldboden zwi¬ schen der Station Mühltal und der Ziegelei; auf Holzmoder und veraltetem Trametes im Walde nordwestlich von Tutzing. — Vogtland: An einem Baumstumpf zwischen Steinicht und Elsterberg. — Fränk. Jura: mehr¬ fach. — Hessen: häufig. — Westfalen: häufig. — Schlesien nicht selten. — Böhmen. — Thüringen. — Sachsen. — Norddeutsche Tief¬ ebene usw. 1422. M. lutea (Dicks.) Stnr. — Biatorina lutea Arn. — Lichen luteus Dicks. — Lecidea lutea (Dicks.) Schaer. — Lecidea melizaea Ach. Lager ausgebreitet, sehr dünn, mitunter fast verschwindend, schorfig¬ staubig, graulich-weiß oder graugrün. Apothecien zerstreut, mittelgroß, bis 1 mm breit, anfangs vertieft, später flach oder schwach gewölbt, dunkel¬ gelb oder orange mit blasserem, ganzem, dickem, meist bleibendem Rande und durchscheinendem Gehäuse. Paraphysen verklebt. Schläuche zylin¬ drisch. Sporen länglich oder länglich-spindelförmig, mit meist dicker Erklärung zu Tafel LXXXIX. Fig. i. Petractis clausa, Lager, nat. Gr. h 2. „ „ Lager bei Lupenvergr. h 3. „ ,, Querschnitt durch ein Apothecium, Vergr. 50. „4. „ „ Schlauch, Vergr. 500. h 5- m m Sporen, Vergr. 1000. „ 6. Microphiale diluta, Lager, nat. Gr. »»7* »> »» Lager bei Lupenvergr. n 8. ,, „ Apothezien von oben, Vergr. 20. >> 9* h >i Lager und Apothecien im Querschnitt, Vergr. 20. ” 10* » 11 11 1» 11 11 Vergr. loo. »1 11- n ,, Schläuche, Vergr. 500. » 12. „ ,, Sporen, Vergr. 1000. » Gyalceta ulmi, 2 Sporen, Vergr. 1000.
366 Querwand, 8—13 p lang, 3—5 p dick. Hymenialgallert mit Jod blaßblau, dann violett werdend. Vor lager glatt, weißlich. An der Rinde alter Eichen und Buchen, selten. Schweiz: An Buchenrinde bei Zürich, Bern; an Fichtenrinde bei Rüti; an Buchenrinde bei Riffersweil und Knonau. — Baden: Bei Kon¬ stanz (Fagus); Heidelberg, im Tälchen hinter dem Stift (Carpinus) und auf der Ostseite des Königsstuhls (Fagus); Notschrei und Zastler im Schwarzwald. — Fränk. Jura: An Buchenrinde im Walde zwischen Wasserzell und Breitenfurt, ebenso oberhalb des Affentales; an Fichten¬ rinde im Walde bei Weißenkirchen und im Schernfelder Forste. — Schlesi en: An alten Eichen im Rudawalde bei Rybnik und im Reiners- dorfer Wald bei Constadt. Gattung Jonaspis Th. Fr. Lager krustig bis häutig, einförmig oder am Rande gelappt, mit den Hyphen des Vorlagers oder der Markschicht an die Unterlage befestigt, mit Chroolepus-Gon-idien, deren Zellen zu Ketten vereinigt sind. Apothe¬ cien kreisrund, eingesenkt bis fast sitzend, mit hellem oder dunklem Ge¬ häuse, welches vom Lager mehr oder weniger berandet wird. Scheibe krugförmig bis fast flach. Paraphysen einfach, locker. Schläuche acht¬ sporig. Sporen farblos, einzellig, eiförmig bis ellipsoidisch, mit dünner Wand. Pyknokonidien kurz walzig, grade. Übersicht der Arten: 1. Apothecien schwarz 2. Apothecien hellfarbig 7. 2. Lager weißlich J. rnelanocarpa. Lager gefärbt 3. 3. Lager grauschwarz J. obscura. Lager ockergelb, graurot oder graubraun 4. 4. Lager grünlich graubraun J. fuscoclavata. Lager anders gefärbt 5. 5. Lager rotbräunlich J. chrysophana. Lager anders gefärbt 6. 6. Lager ockergelb bis graurot J. heteromorpha. Lager fast fleischrot oder hellgraurot J. suaveolens. 7. Lager braunrot oder graurotbraun 8. Lager weißlich, rosa oder ockerfarben 9. 8. Sporen 11—12^ lang, 7 p dick J. hyalocarpa. Sporen 8—10 lang, 3—4 p dick J. odora.
367 9- Apothecien mißfarben blau J. cyanocarpa. Apothecien rosa-fleischfarben io. 10. Lagerrand dick, verbogen; Sporen 13—20p lang, 8—11/z breit J. epulofica. Lagerrand dünn, eingebogen; Sporen 12—16p lang, 9—12^ dick J. carnosula. 1423. J. melanocarpa (Krplh.) Arn. — Hymenelia Prevostii melano¬ carpa Krplh. — H. melanocarpa Nyl. Lager weinsteinartig mehlig, schmutzig weißlich oder undeutlich, oft später verschwindend. Apothecien im Thallus eingesenkt, bei geringer Entwicklung des letzteren oberflächlich, schwarz, feucht braunschwarz, mit weißlichem, bestäubtem Rande. Paraphysen oben bläulich violett bis bräunlich. Sporen 18—24 p. lang, 9—10 /z dick. Auf Kalk und Dolomit, auf kalkhaltigem Boden in den Alpen ver¬ breitet. — H ü t i ng in Schwaben. — Böhmen: Radotiner Tal. — Aachen. f. minutella Arn. Apothecien kleiner, flacher. Lager blaß rosa, mit Chrysogonidien. Epithecium lebhaft blaugrün, mit Salpetersäure sich färbend. Tirol: Paneveggio, am Monte Castellazzo auf Kalk. — Nieder- österreich: Ostseite des Schneeberges, trockene, sonnige Felswand im Schneidergraben. var. affinis (Mass.). — Hymenelia affinis Mass. Lager ergossen, weinsteinartig, zusammenhängend, marmoriert, gelb¬ lich-weißlich, mit dem weißen Vorlager zusammenfließend. Apothecien sehr klein, völlig eingesenkt, rundlich oder elliptisch, mit lirellenförmiger, ver¬ tiefter, gelblicher oder blaß scherbengelber Scheibe und weißlichem Rande- Sporen zu 8 in unregelmäßig keuligen Schläuchen, mittelgroß, eiförmig, etwa 3mal so lang als breit, farblos. Salzburg: Radstädter Tauern. — Fränk. Jura: An Kalkfelsen oberhalb der Schlucht hinter Streitberg. / 1424. J. obscura Eitner. Lager und Vorlager grauschwarz, feinwulstig, rauh oder rissig ge¬ feldert, dünn. Apothecien flach eingesenkt oder angedrückt, mit vorstehen¬ dem, dünn wulstigem, schwarzem Rande und entblößter, heil rötlicher oder schwarzer Scheibe. Gonidien nur die großen goldroten in dicker Schleim¬ hülle, bis 35 fx Durchmesser. Gehäuse fast bestimmt mit äußerst feiner, schwarzer Randlinie. Paraphysen schleimig, verbunden, mit dünner, schwarzer, krumig-staubiger Decke. Sporen in schlank keuligen Schläuchen
368 zu 8, 12—15 u lang, 6—8 p* dick, mit gestutzten Enden. Jod färbt das Hymenium nach kurzer Bläuung gelbrot, K-Zusatz entfärbt. Schlesien: An Steinen und Blöcken am Ufer des oberen Wei߬ wassers, von der Wiesenbaude bis zum Grunde häufig; vereinzelt in der Aupa unter Wasser und unter dem Lomnitzfall. 1425. J. fuscoclavata Eitner. Kruste grünlich-graubraun, staubig dicklich bis rissig oder klein¬ schuppig gefeldert, wie ein Vorlager anderer Flechten erscheinend. Apo¬ thecien den Schuppen eingesenkt, mit schwarzer, konkaver Scheibe und wulstig aufgeworfenem Lagerrand, bis 0,2 mm groß. Die schwarze Decke der Scheibe verschwindet manchmal und erscheint die Scheibe dann gold¬ rot. Die goldroten Gonidien einzeln in dickem Schleimhof. Schlauchboden hell bräunlich, Gehäuse grünbräunlich, beide Gonidienklumpen enthaltend. Paraphysen dick, ausgezeichnet gegliedert, oben mit ein- bis dreizelligen, grünbraunen, keuligen Enden. Sporen in sackigen Schläuchen zu 8, 14^ lang, 9 p dick, eiförmig, oft fast dreieckig, gesäumt. Jod färbt das Hyme¬ nium nach leichter Bläuung gelbrot, K-Zusatz entfärbt völlig. Schlesien: Riesengebirge, Hohes Rad, an trockenen Felsblöcken. 1426. J. chrysophana (Kbr.) Stein. — Aspicilia chrysophana Kbr. Lager dünn, fast weinsteinartig, ergossen, fein rissig gefeldert, rot¬ bräunlich, im Herbar bald dunkel gelbgrau werdend, unscheinbar, auf sehr dünnem, gleichfarbigem Vorlager. Gonidien teils klein, goldgelb, teils groß, braunrot, von Schleim umhüllt und in Ketten. Apothecien sehr klein, 0,1—0,2 mm breit, eingesenkt, mit vertieft bleibender, schwarzer, an¬ gefeuchtet glänzend schwärzlicher Scheibe und dünnem, hervortretendem, später fast verschwindendem Rande. Paraphysen verklebt, oben olivgrün. Schläuche keulig, achtsporig. Sporen ellipsoidisch oder eiförmig, 6—10/1 lang, 3—5 p dick. Riecht stark nach Veilchen. Riesengebirge: Am Basalt der kleinen Schneegrube und an der Lomnitz im Melzergrunde. — Tirol: Stanzertal, Moostal, Rendeltal, Mittelberg, zwischen Kühetai und den Finstertaler Seen, Gurgl; Brenner, Alphütte des Kraxentrag; über dem Kaserer im Vennatale; Kleiner Retten¬ stein; Sarntal, nördliches Kreuzjoch; Kaserboden; Travignolo; Rolle¬ paß. — Schweiz: Erstfeldertal; Roßstock. — Allgäuer Alpen: Gottesackerwände; Sperrbach. var. conjungens Arn. Lager ergossen, rosa, im Herbar zuletzt schmutziggelb, grünlich, grünlich- oder schmutzig-grünlich-bräunlich werdend, mit kettenförmigen,
369 mit der Gallerthülle etwa 30—34// breiten Chrysogonidien. Apothecien blaß, leicht gelblich-fleischfarben, krugförmig, kleiner als bei der typischen Form. Epithecium gelblich. Hymenium mit Jod blau, später weinrot werdend; Paraphysen verklebt. Sporen oval, 9—11 p lang, 5 p breit. Tirol: Brenner, an platten Gneisblöcken im Walde oberhalb dem Kaserer im Venntal, auch an feuchten Gneisblöcken in der Nähe der Gletscherbäche, nicht häufig. var. oxy data Arn. Lager im Herbar schmutzig bräunlich, mit 30 p breiten Chrysogonidien, zartrissig. Apothecien klein, ocker-rostfarben. Tirol: Waldrast, selten an Glimmerschieferblöcken am Wege gegen Matrei; Brenner, selten an Gneisblöcken in der Nähe der Gletscherbäche. 1427. J. heteromorplia (Kplhbr.) Th. Fr. — Aspicilia cinereo rufescens var. heteromorpha Kplhbr. Lager ergossen, ockergelb oder graurot. Apothecien klein, eingesenkt, mit vertiefter, schwarzer, matter Scheibe. An Kalk in den Alpen. — Tirol: Seefeld, bei der Asphaltfabrik eine niedrige Kalkbank überziehend; Seriesgrube; Ampezzo, Kalkblöcke ober¬ halb der Plätzwiesen; Paneveggio, gegen Vineghie. — Salzburg: Rad¬ städter Tauern, an Felsen beim Tweng. — Allgäuer Alpen: Gottes¬ ackerwände ; Einödsbach. — BayerischeAlpen: Karwendel, Rötstein¬ alpe. — Fränk. Jura: An den gegen Norden gerichteten Kalkwänden des Göraner Angers östlich von Weismain in Oberfranken. 1428. J. suaveolens (Ach.) Th. Fr. — Urceolaria suaveolens Ach. — Aspicilia suaveolens Kbr. — Tf. XC, Fig. 1—5. Lager dünn, fimisartig, meist abgegrenzt, zusammenhängend oder sehr feinrissig, hell graurot oder fast fleischrot, im Herbar graugrün werdend, auf weißlichem Vorlager. Apothecien klein, 0,2—0,3 mm breit, eingesenkt, mit vertiefter, schwarzer, angefeuchtet dunkelbrauner Scheibe, dünnem, eigenem Rande und anfangs wulstigem, später verschwindendem Lager¬ rande. Epithecium dunkelgrün. Paraphysen verklebt, oben trüb grünlich. Schläuche keulig, achtsporig. Sporen ellipsoidisch oder eiförmig, 8—12 p lang, 3—4/4 dick. An feuchten oder überfluteten Felsen im Hochgebirge. — Tirol: Arlberg, im Bach bei St. Christoph; im Rendeltale; Rosannaschlucht: Bäche bei Kühetai; Umhausen, Bäche bei Gurgl; Roßkogel, im Bache bei den Lakln; Brenner, häufig in den Gletscherbächen; Bachbett am Velber¬ tauern; Eggental, an Kalkblöcken auf dem Boden des Karer Sees. Auch Thome-Mißrula, Flechten. II. (Flora XII, 2.) 24
370 anderwärts in den Alpen ziemlich verbreitet. — Riesengebirge: Lomnitzfall; Südlehne des kleinen Teiches; Kesselkoppe. Nach Eitner ziemlich verbreitet. 1429. J. hyalocarpa Eitner. Lager grau- bis rotbraun, anstrichartig-eben, rissig gefeldert, auf ver¬ schwindendem, dunklem Vorlager. Apothecien schalenförmig eingesenkt, randlos, fein rosa hyalin, angefeuchtet gelatinös polsterartig hervortretend. Hymenium völlig farblos, Schlauchboden körnig, Paraphysen fädlich, ästig, spärlich in der Gallerte enthalten. Schläuche keulig, Sporen zu 8, 11—12 p lang, 7 p dick. Apothecien bis 0,5 mm groß. Gonidien groß, rot, 28—32 p Durchmesser, mit Schleimhülle. Jod färbt Hymenium und Hyphen gelblich rotbraun, Zusatz von K entfärbt völlig. Schlesien: An Felsblöcken in der Aupa im Riesengrunde. var. colorata Eitner. Lager schmutzig rotbraun. Apothecien kleiner, mit konkaver, rotgelber Scheibe und hellerem, dünn wulstig hervorstehendem Rande. Angefeuchtet nicht polsterartig, sondern konkav und berandet bleibend. Schläuche schlanker. Die kräftigen Paraphysen sind oben meist gelb gefärbt oder mit solcher Decke versehen. Anscheinend am gleichen Standorte. 1430. J. odora (Ach.) Stein. — Aspicilia odora Kbr. Lager dünn, firnisartig, ergossen, zusammenhängend oder feinrissig, hell braunrot, im Herbar grüngrau werdend, auf weißlichem Vorlager. Apothecien 0,3—0,5 mm breit, anfangs eingesenkt, später vorragend, röt¬ lich. Paraphysen ganz farblos, mäßig verklebt. Schläuche breitkeulig, acht¬ sporig. Sporen meist ellipsoidisch, zuweilen dünn gesäumt, 8—10 p lang, 3—4 p dick. Pykniden zahlreich, warzenförmig, schwarz, am Scheitel durchbohrt, 0,1 mm groß. Erklärung zu Tafel XC. Fig« !• Jonaspis suaveolens, Lager, nat. Gr. „ 2. h ,, Lager bei Lupenvergr. „ 3. ,, „ Querschnitt durch Lager und Apothecien, Verg. 50. „ 4. „ „ Schlauch, Vergr. 500. „ 5. „ „ Sporen, Vergr. 1000. „ 6. „ carnosula, Lager, nat. Gr. „7. „ „ Lager bei Lupenvergr. „ 8- 9. Gyalecta ulmi, Schläuche, Vergr. 500. ,, io- ,, albocrenata, 4 Sporen. Fig. 10 nach Arnold, das übrige Original.
371 Riesengebirge: An stets oder zeitweise überfluteten Felsen: Aupafall, Kiesgruben, Teufelsgärtchen, Abfluß des kleinen Teiches; in allen Bächen des Kammes. — Salzburg: Radstädter Tauern. — Schweiz: Über dem Grimselhospiz; Göschenenalp; um Riva; Val Bregaglia. 1431. J. cyanocarpa (Anzi) Jatta. — Aspicilia cyanocarpa Anzi. — Lecanora cyanocarpa Nyl. Lager ausgebreitet, weinsteinartig-rissig, pfirsichblütrot. Apothecien klein, vortretend, mißfarben-blau, gewölbt, mit bleibendem Lagerrande. Sporen zu 8, klein, kugelig, 12 p dick. Schweiz: An feuchten Felsen an der Baumgrenze im Val del Forno bei Bormio. 1432. J. epulotica (Ach.) Th. Fr. — Gyalecta epulotica Ach. — Aspi¬ cilia epulotica Kbr. Lager meist ziemlich deutlich begrenzt und dünn, glatt oder rissig, weißlich, blaß oder ockerfarben. Apothecien eingesenkt, später anliegend, blaßrosa, mit ziemlich dickem, verbogenem Lagerrand. Sporen ungefähr ellipsoidisch, 13—20^ lang, 8—11 /z. breit. An Kalkfelsen, zerstreut, in den Alpen häufiger. — Tirol: Waldrast, Kufstein, Sulden, Lüsental, Ratzes usw. — Schweiz: Häufig. — All¬ gäuer Alpen. — Fränk. Jura: An Dolomitfelsen am Fußwege in der felsigen Schlucht oberhalb des Leitsdorfer Brunnens im Wiesentale bei Müggendorf; in der Waidmannsgeseeser Schlucht; häufig auf der Höhe der Kemitzen westlich von Weismain. — Hessen: Auf Sandsteinblöcken in der Nähe des Hansehauses bei Marburg. — Westfalen: Extersteine; Höcksberg bei Beckum. — Sachsen: In den Gebirgsbächen Müglitz, Weißeritz, Freiberger und Zwickauer Mulde, Zschoppau, Priesnitz, überall vereinzelt. — Die Angaben Hausberg und Landgrafenberg bei Jena sind wohl kaum richtig. var. patellula Arn. — Hymenelia Prevostii var. patellula Arn. (non Jonaspis Prevostii f. patellula Am.). Lager ergossen, weißlich, sehr schwach rissig. Apothecien blaß fleisch¬ farben, napfförmig. Tirol: Ampezzo, im Val Fonda; Paneveggio, an Kalkfelsen des Monte Castellazzo. Selten. :433- J* carnosula Arn. — Aspicilia carnosula Arn. — Taf. XC, Fig. 6, 7. Lager endolithisch, äußerlich durch einen ergossenen, weißlichen oder rosa-weißlichen, matten Flecken angedeutet, angefeuchtet wohlriechend, 24*
372 weder durch KOH noch CaCl2 verändert, hier und da mit anderen, haupt¬ sächlich gloeocapsaartigen Gonidien besetzt und dann an diesen Stellen schmutzig dunkel werdend, am Rande nicht durch eine schwarze Linie begrenzt, ohne Soredien und Isidien. Rindenschicht dünn, aus sehr dünnen und dicht verschlungenen Hyphen gebildet, farblos, nicht inspers; Gonidien- schicht unter der Rindenschicht gelegen, mehr oder weniger zusammen¬ hängend, mit sehr zarten, verflochtenen, die Gonidien dicht übefziehenden. durch Jod nicht gebläuten Hyphen. Gonidien zu Trentepohlia gehörend, mit kurz kettenförmigen oder einzelnen Zellen, ziemlich groß, 25—45 lang, rundlich oder breit ellipsoidisch, mit orangefarbenem oder blaß gelb¬ grünem Inhalt und bis 3,5 p dicker Membran. Macrosphaeroidzellen fehlen, dagegen sind die Endhyphen verdickt (5—6dick), verzweigt, fast netz¬ artig, dünnwandig, sehr zart septiert, mit länglichen, mit Öltröpfchen er¬ füllten Zellen. Apothecien lekanorinisch, erst fast eingesenkt, dann an¬ drückt oder sitzend klein, 0,4—0,6 mm breit, zerstreut, selten genähert, rundlich, nicht hoch1; Scheibe fleischfarben, matt, etwas gewölbt; Lager¬ rand weißlich, dünn, ganz oder fast ganz, mehr oder weniger vorragend, angefeuchtet etwas aufquellend, leicht eingebogen, aus dicht verflochtenen und inspersen Hyphen gebildet. Hymenium vollständig farblos, rein 100 bis 130^ hoch, durch Jod erst blau, dann dunkel rötlich gefärbt. Para¬ physen haarförmig, sehr dicht steif, einfach, nicht septiert, am Scheitel nicht verbreitert, verklebt. Schläuche meist etwas kürzer als das Hyme¬ nium, länglich keulenförmig, oben erst mit stark verdickter und calyptra- artiger Membran, achtsporig. Sporen in der Mitte der Schläuche zwei¬ reihig, sonst einreihig, farblos, einzellig, fast kugelig, breit ellipsoidisch oder eiförmig, dünnwandig, 12—16 p lang, 9—12 p breit. Pyknokonidien nicht beobachtet. Sehr selten. Bayern: Taubensee (Alpen). — Niederöster¬ reich : An Kalkblöcken am Lassingfall in den Ötschergräben. Gattung Gyalecta (Arch.) Zahlbr. Lager krustig, einförmig, mit den Hyphen des Vorlagers und der Markschicht an die Unterlage befestigt, unberindet, mit Chroolepus-Goni- dien, deren Zellen zu Ketten oder Fäden angeordnet sind, mit spinnweb¬ artiger, aus dünnwandigen Hyphen gebildeter Markschicht. Apothecien kreisrund, in das Lager dauernd versenkt, emporgehoben oder erhaben sitzend. Gehäuse wachsartig oder hornig, hell, nackt oder vom Lager mehr oder weniger berandet, mit schlüsselförmiger bis ebener Scheibe; Hypo¬ thecium hell und weich; Paraphysen straff, locker, unverzweigt. Schläuche
373 achtsporig. Sporerf farblos, spindelförmig, ellipsoidisch, länglich bis ei¬ förmig, parallel vier- bis mehrzellig oder nach beiden Richtungen des Raumes mehr oder weniger geteilt und mauerartig, mit zylindrischen, be¬ ziehungsweise kubischen Zellen, dünner Wand und zarten Scheidewänden. Fulkren exobasidial; Pyknokonidien lineal bis kurz walzig, gerade. Übersicht der Arten: i. Sporen parallel vier- bis vielzellig (Subgen. Secoliga) 2. Sporen mehr oder weniger mauerförrtiig geteilt (Subgen. Eugya- lecta) 16. 2. Sporen über 40 p, lang 3. Sporen unter 30 p lang 4. 3. Scheibe fleischfarben, Lager bleich G. annexa. Scheibe schwarz, Lager schmutzig grau G. bacidiospora. 4. Scheibe schwarz G. albocrenata. Scheibe heller gefärbt 5. 5. Scheibe braun, braunrot oder blutrot 6. Scheibe fleischrot, rötlich, mennigrot oder ockergelb 7. 6. Sporen 12—18 p, lang, 3—4 p, dick G. biformis. Sporen 16—24 /z lang, 6—9 p dick G. Ulmi. 7. Lager dottergelb G. tetrastica. Lager anders gefärbt 8. 8. Lager rosa, Sporen über 25 p, lang G. gyalectoides. Lager anders gefärbt, Sporen bis 21 p, lang 9. 9. Sporen 8—10 /z lang G. Friesei. Sporen über 12 /z lang 10. 10. Sporen 2—3 p. dick 11. Sporen 4—7 p dick 12. it. Apothecien fleischrot, dicht weiß bereift G. leucaspis. Apothecien rötlichgelb, nicht oder schwach bereift G. Gloeocapsa. 12. Sporen über 18 zz lang G. foveolaris. Sporen bis 18 p lang 13. 13. Lager blaß graugrün G. Peziza. Lager weißlich bis graugelblich 14. 14. Lager feinrissig G. carneonivea. Lager glatt oder etwas staubig 15. 15* Apothecien fleischfarben G. carnea. Apothecien blaß glebrötlich G. geoica. 16. Lager intensiv gelblichrot G. rivularis. Lager anders gefärbt 17.
374 17* Lager weißlich, schleimig G. pseudogeoica. Lager nicht schleimig 18. 18. Apothecien bräunlich bis schwarz 19. Apothecien rosa bis fleischfarben 23. 19. Sporen 11—16^ lang, 4—6 dick G. piceicola. Sporen über 16 p lang, über 7 /z. dick 20. 20. Lager graubräunlich G. truncigena. Lager grau oder weißlichgelb 21. 21. Sporen 25—32 /z lang G. lecideopsis. Sporen unter 25 p lang 22. 22. Sporen 16—24^ lang, 7—9/z dick G. psammoica. Sporen 18—22 p lang, 10—12 p dick G. Steinii. 23. Lager feucht freudig grün G. elegantula. Lager weißlich bis grau oder grünlich 24. 24. Scheibe gelblich fleischfarben G. scutellaris. Scheibe fleischrot, rosa oder rötlich 25. 25. Sporen über 24 p lang, über 9 dick 26. Sporen unter 24 p lang, unter 9 p dick 27. 26. Apothecien tief krugförmig, Scheibe fleischrötlich oder bräunlich G. FritzeL Apothecien leicht krugförmig oder fast flach., innen farblos G. roseola. 27. Guf Gestein G. cupularis. Auf Rinde G. Flotowii. 1434. G. annexa (Arn.) — Secoliga annexa Arn. Lager etwas gallertig, bleich, alte Moose, besonders Gymnomitrium überziehend. Apothecien klein, fleischfarben, mit blasserem, kahlem Rande, leicht krugförmig, innen farblos, mit Kalilauge sich nicht färbend. Hyme¬ nium mit Jod rotgelb gefärbt, ohne Gonidien unter dem farblosen Hypothe¬ cium. Paraphysen haarförmig, getrennt. Sporen fast gerade, stäbchen¬ förmig, an beiden Enden allmählich zugespitzt, farblos, parallel sechs- bis achtzellig, 45—50 p lang, 3 p breit, zu 8 in verlänger t-länglichen Schläuchen. Tirol: Arlberg, auf veralteter Solo ri na crocea im Verwalltale. Im Malfontale über veralteten Moosen, ebenso Mittelberg, Kühetai, Roßkogel längs des Weißbaches. • 1435. G. bacidiospora (Eitner). — Secoliga bacidiospora Eitner. Lager knorpelig, schmutziggrau, uneben. Apothecien halbkugelig, denen von Gyalecta cupularis Ehrh. ähnlich, jedoch klarer in der Farbe:
375 hervorbrechend, weißgelblich, oft rötlich durchscheinend, mit punkt¬ förmiger schwarzer Pore. Die dunkle Porendecke schwindet und läßt ein¬ gesenkt den goldgelben Kern erkennen. Dieser hat die Form der äußeren Frucht und ist von dickem Lagergehäuse eingeschlossen, welches die großen, goldroten Gonidien in dicker Schleimhiülle enthält. Paraphysen leicht gelblich, gegliedert, 1,5/x dick, verleimt. Schläuche spindelförmig, 100/x lang, 9—lO/z dick, sechssporig. Sporen spindeiig, keulig, 70—90 p lang, 3—4 p dick, mit einem lang haarförmig ausgezogenen Ende, vielmals quergeteilt. Jod färbt nach anfänglicher Bläuung gelb, dann rotbraun. Schlesien: Großer Kessel im Gesenke, an den obersten Felsen. 1436. G. albocrenata Arnold. Lager kleinkörnig, weißlich, fast fehlend. Apothecien klein, zerstreut, mit schwarzer, flacher Scheibe und weißem, dickem, eingeschnitten-ge¬ kerbtem Rande. Epithecium breit, schwärzlich; Hymenium und Hypo¬ thecium farblos. Paraphysen haarförmig, getrennt, am Scheitel weder ver¬ dickt noch gefärbt. Schläuche weit, achtsporig. Sporen farblos, vielzellig, oval, an beiden Enden stumpf, seltener abgerundet, mitunter in der Mitte etwas eingeschnürt, 18—28 p lang, 15—16 p breit. Tirol: Auf Kalk und kalkarmem Gestein Stanzertal, Kaiserjoch; Großer Rettenstein; Paneveggio östlich ober dem Rollepaß. 1437. G. biformis (Kbr.). — Secoliga biformis Kbr. Lager fast weinsteinartig, ausgedehnt, zerstreut körnig oder staubig, trocken mit bloßem Auge kaum wahrnehmbar, graugelblich auf gleich¬ farbigem, zartem Vorlager. Apothecien sehr klein, 0,1—0,2 mm breit, an¬ fangs fast eingesenkt, später sitzend, mit vertiefter, brauner, angefeuchtet durchscheinend rötlicher Scheibe und dickem, eingebogenem, erst braunem, ungeteiltem, später weißem, rissigem, eigenem Rande. Schläuche acht¬ sporig, 10—15 p breit, schmal keulenförmig. Sporen lang ellipsoidisch- spindelförmig, mit abgerundeten oder abgestumpften Enden, vier- bis acht¬ zellig, 12—18^ lang, 3—4^ dick. Schlesien: Am Basalt der kleinen Schneegrube im Riesengebirge, an der unteren feuchten Seite einer schrägüberhängenden Wand des unter¬ sten rechten Vorsprunges. 1438. G. Ulmi (Sm.) A. Zahlbr. — Lichen Ulmi Sm. — Phialopsis Ulmi Sm. — Lecanora rubra Ach. — Parmelia rubra Ach. — Patellaria rubra Hoffm. — Phialopsis rubra Kbr. — Gyalecta rubra Mass. — Taf. LXXXIX, Fig. 13; XC, Fig. 8, 9; XCI, Fig. 4—6. Lager dünn, schorfig, staubig-warzig, weiß bis grauweiß, auf weißem Vorlager. Apothecien meist herdenweise, ziemlich groß, bis 1,5 mm breit,
376 sitzend, krugförmig, braunrot oder blutrot, zuweilen fein bereift, mit dickem, gekerbtem oder körnig gezähneltem Rande. Sporen parallel vier¬ zellig, 16—24^ lang, 6—9 p. breit. An Rinden alter Laubbäume, sehr zerstreut durch Mittel- und Süd¬ deutschland. München: Englischer Garten an der rissigen Rinde der alten Esche unter dem Monopteros; an Apfelbaumrinde bei Wörnbrunn; an alten Eichen im Forstenrieder Park und bei Grünewald. — Fränk. Jura: An alten Straßenpappeln bei Würgau; bei Piesenhard (Birnbaum); an alten Ulmen in den Donauauen; an alten Eichen; an Sandsteinfelsen des Rohrberges bei Weißenburg (f. saxicola); über veralteten Moosen an Kalk- und Dolomitfelsen in der Gegend von Müggendorf: Toos, Hohle- berg, Hummerberg, oberhalb Enzendorf im Pegnitztale (f. ochrolechioides Mass.). — Alpen: Hauptsächlich an Ahorn, so am Karwendel, Vereins¬ alpe bei Mittenwald. —.Württemberg: Ehingen. — Baden: Kon¬ stanz, Donaueschingen, Baden, Karlsruhe, Durlach, Heidelberg usw. — Hessen: Ockershausen, Frankenberg, Wilhelmshöhe, Gießen, Zimmerer Wald, Heuchelheim. — Westfalen: Früher im Solling bei Höxter häufig; Tiergarten zu Wolbeck; bei Büren; bei den Extersteinen; Silber¬ mühle unweit Horn; an bröckligem Sandstein beim Eiskeller unweit Höxter (f. saxicola). — Thüringen: Nordhausen. — Sachsen: Um Königs¬ brück. Leipzig, Dresden, Hoflösnitz, Moritzberg, Chemnitz. — Harz: Um Aschersleben. — Böhmen: Alt-Leipa (f. muscicola). — Schle¬ sien: Schwiebedowe bei Militsch; Wilhelmsberg bei Proskau. — Bran¬ denburg: Neuruppin, an alten Eichen bei Rottstiel; Neumark. — Preußen: Vandsburg, Berent. Die f. saxicola Zw. Kbr. ist durch ihren Standort auf Gestein, die f. ochrolechioides Massai = muscicola Müll, auf veralteten Moosen aus¬ gezeichnet, übrigens aber nicht von der typischen Form verschieden. 1439. G. tetrastica (Nyl.) Jatta. — Lecanora tetrastica Nyl. Lager dottergelb, rissig gefeldert, verflacht, dünn. Apothecien ocker¬ gelb, fast biatorinisch, flach, berandet oder zuletzt mit verschwindendem Rande. Sporen ellipsoidisch, farblos, vierzellig, 14—18 p. lang, 6—8/z dick. Alpen: An Kalkfelsen der rhätischen Alpen. 1440. G. gyalectoides (Mass.). — Thelotrema gyalectoides Mass. — Lecidea thelotremo-ides Nyl. — Secoliga gyalectoides Kbr. — Gyalecta thelotremoides (Nyl.) Jatta. — Patellaria gyalectoides Hepp. — Taf. XCI, Fig. 9, 10. Lager ausgebreitet, krustig-knorpelig, rissig gefeldert, etwas glän¬ zend, rosa, auf undeutlichem, weißlichem Vorlager. Apothecien klein, an¬
377 fangs eingesenkt, punktförmig, dann hervortretend-sitzend, krugförmig, fleisch- bis mennigrot, mit bleibendem leicht gekerbtem Thallusrand. Sporen zu 8 im Schlauch, spindelförmig, sechs- bis achtzellig, 25—27 fz lang, 5—7/^ breit Selten, an Kalkgestein. Tirol: Ampezzo, Val Fonda. Schiern, an den Kalkschichten beim Wasserfalle rechts oberhalb Ratzes. — Nieder- österreich: An Kalkfelsen in der Steinbachklamm bei Göstling; an Kalkkonglomerat in der Vordereben bei Lilienfeld; auf dem Gipfel des Hohensteins; auf dem Turnitzer Hoger und auf dem „Rauhen Kamm“ des Ötschers. — Schweiz: Como; Puschlav; Stachelberg; Interlaken und Saxeten; Pilatus; Mont Saleve; Sewen. — Bayern: An den Förchen- seewänden des Wettersteins; Birgsau im Allgäu. — Fränk. Jura: An Kalk- und Dolomitwänden im Walde zwischen Wasserzell und der Linzer Kapelle; im Laubwalde des Tiefentales bei Eichstätt; Labertal, Welten¬ burg; in der Gegend von Müggendorf, bei der Riesenburg, um Kroegelstein und Schirradorf. — Westfalen: An feucht liegenden kleinen Kalk¬ steinen. Höxter, am Ziegenberg; bei Nienberge, Büren, Lengerich. 1441. G. Friesii Fw. — Secoliga Frisii Kbr. Lager ausgedehnt, körnig-staubig, graugrün oder schmutzig grünlich, auf weißlichem Vorlager. Apothecien groß, 0,5—1,5 mm breit, sitzend, mit erst vertiefter, später fast flacher, fleischroter bis gelbroter Scheibe, hellerem, ungeteiltem eigenen ^Rande und eingebogenem, verschwindendem Lagerrand. Hypothecium farblos, Gehäuse wachsartig, gelblich. Schläuche schmal, 6—8 fz breit, achtsporig. Sporen schräg einreihig, spindelförmig, vierzellig, 8—10 [z lang, 2,5—3 /z dick. Schlesien: Riesengrund im Riesengebirge, an entblößten, mor¬ schen Wurzeln alter Fichten am Weg oberhalb des Arsenikschachtes. — Salzburg: An Eichen im Bergwalde bei Salzburg. 1442. G. leucaspis (Krplh.). — Thelotrema leucaspis Krplh. — Lecidea leucaspis Nyl. — Secoliga leucaspis Mass. Lager weinsteinartig, feinrissig gefeldert bis staubig, schmutzig wei߬ lich, grau oder graugrünlich, auf gleichfarbigem Vorlager. Apothecien zu¬ erst krugförmig, später fast schildförmig flach, fleischrot, dicht weiß be¬ reift, mit ebenfalls weißbereiftem, dickem, eingebogenem, fast gekerbtem Rande. Sporen spindelförmig, parallel, mehrzellig, 12—18 jz lang, 2—3 breit. An Kalkfelsen, selten. Tirol: Tauern, auf niedrigen Phyllitblöcken nahe am Boden zwischen Inner- und Außergeschlöß; Schiern, an Dolomit¬ felsen im Walde unterhalb der Klamm. — Niederösterreich: An
378 Dolomit in der Vordereben , und auf dem Hohenstein bei Lilienfeld; an Kalkfelsen im Wassergespreng bei Kaltenleutgeben; in der Brühe: Kalenderberg. — Schweiz: Mont Saleve. — Fränk. Jura: Tiefental bei Eichstätt; Dolomitwand zwischen Jachhausen und Riedenburg; ober¬ halb Arnsberg bei Kipfenberg und bei Obereichstätt in Dolomitklüften; bei Prunn im Altmühltale; auf Dolomit bei Streitberg und Velberg. — Westfalen: An Dolomit des Ith bei Eschershausen. var. acicularis (Anzi) Nyl. — Gyalecta acicularis Anzi. Lager rosa-weiß, ergossen, dünn, weinsteinartig-zusammenhängend oder sehr feinrissig, oft schlecht entwickelt und fast verschwindend, auf undeutlichem, weißem Vorlager. Apothecien krugförmig, sitzend, zuerst geschlossen, mit fleischfarbener, dicht weißbereifter Scheibe und stern¬ förmig gezähmtem Rande, dessen anfangs 5 Strahlen sich später in 10—12 und darüber teilen. Sporen zu 8, nadelförmig, farblos, vielzellig, 38—404 lang, 3—5 /z dick. Schweiz: Bormio; M. Fenera; See von Poschiavo. 1443. G. Gloeocapsa (Nitschke) A. Zahlbr. — Secoliga bryophaga Kbr. — Gyalecta bryophaga Kbr. — Bryophagus Gloeocapsa Nitschke. — Lecidea Gloeocapsa Zw. Lager dünn, grünlichgrau, feucht aufquellend. Apothecien zerstreut, eingesenkt, krugförmig, rötlichgelb, mit körnigem Rande. Schläuche schwach keulenförmig, sechs- bis achtsporigi Sporen nadelförmig, vier- bis achtzellig, 15—20 p, lang, 3 p breit. Auf sandigem Boden, zerstreut. — München: Auf sandig-lehmigem Boden eines Grabens auf der bewaldeten Anhöhe oberhalb Argelstried. — Amberg: Auf sandigem Boden im Föhrenwalde westlich des Haid¬ weihers. — Baden: Auf sandiger Erde am Ruhberg bei Baden; Wolfs¬ brunnen bei Heidelberg. — Fränk. Jura: Auf Sandboden über ver¬ alteten Moosen am Schutzengelsteinbruch im Veldensteiner Forste. — Westfalen: Zwischen Münster und Nobiskrug an sandigen und feuchten Erdwällen; Brünningheide bei Kinderhaus; Handorf; zwischen Klein¬ rechen und Haltern; um Münster mehrfach. — Nordwestd. Tief¬ ebene: Mechelfeld bei Harburg, auf feuchtem Waldboden einer Schlucht im Höpea; Eppendorfer Moor. 1444. G- foveolaris (Ach.) Th. Fr. — Urceolaria foveolaris Ach. — Lecidea foveolaris Nyl. Lager ausgebreitet, körnig, höckerig, faltig oder fast staubig, wei߬ lich oder grauweiß bis rötlichgrau, sich weder mit Kalilauge noch Chlor¬ kalklösung färbend, auf undeutlichem Vorlager. Apothecien ziemlich groß,
379 bis i nun breit, krugförmig, fleischrot oder blaßrosa, mit dünnem, bleiben¬ dem, ganzem, weißlichem Rande. Paraphysen nicht getrennt. Sporen zu 8 im Schlauch, länglich-ellipsoidisch, vierzellig, 18—21 p lang, 6—7 p dick. Hymanialgallerte mit Jod bläulich, dann schmutzig werdend. Auf Kalkboden, über Moosen und verdorrtem Grase, in Felsritzen. — Tirol: Ziemlich verbreitet. — Niederösterreich: Schneeberg, öchsenboden, auf Humus. — Allgäuer Alpen: Kreuzeck; großer See¬ kopf. — Die Angaben für Hessen und für die Saalegegend beruhen wahr¬ scheinlich auf unrichtiger Bestimmung. 1445. G. Peziza (Mont.) Anzi. — Biatora Peziza Mont. — Secoliga Peziza Arn. Lager ausgebreitet, fast verschwindend, blaß graugrün. Apothecien pezizaartig, becherförmig, breit, mit vertiefter, fleischfarbener, nackter Scheibe und ganzem Rand. Sporen zu 8 im Schlauch, spindelförmig, vier¬ zellig, farblos, 15—16 p lang, 4—7 p breit. Auf Erdboden, über Moosen. — T i r o 1: Gurgl, am Gaisberggletscher; Brenner, längs der Bergschneiden; Tauern, Rottenkogel. — An Granit¬ felsen im Hochgebirge um Bomio, Zebrü, Calcar, Rocca, Alp Oien, beim Hospiz in Valdobbia. 1446. G. carneonivea (Anzi) Arn. — Lecidea carneonivea Anzi. Lager ausgebreitet, feinrissig, weißlich. Apothecien klein, schmutzig fleischfarben, mit weißlichem, nicht selten etwas gekerbtem Rand. Sporen länglich, vierzellig, 15 p lang, 6 p breit. Tirol: Über Moosen oder Rhododendron; Arlberg, St. Christoph, Malfontal, Fleiß; Paznaun, Jamtal; Mittelberg; Kühetai, am Wege zu den Finstertaler Seen, am Eingänge zum Langental, hier auch parasitisch auf Peltidea aphthosa; Roßkogel, längs des Weißbaches; Zillertal, Waxeggalpe ; Salden, im Schutzwalde oberhalb St. Gertraud; Paneveggio, Rollepaß; oberhalb des Cavalazzosees. — Schweiz: In den Bormienser Alpen. 1447. G. carnea (Arn.). — Secoliga carnea Arn. Lager ausgebreitet, zart, glatt, weißlich. Apothecien fleischfarben, etwas schüsselförmig, mit etwas dickerem Rande, weich, zerstreut oder genähert. Paraphysen getrennt, am Scheitel nicht verdickt. Epithecium fast fleischfarben, Hymenium und Hypothecium farblos. Sporen zu 8 im Schlauch, vierzellig, an beiden Enden etwas spitz, seltener stumpf, die jüngeren zweizeilig, farblos, 15—17 mm lang, 5—6 mm breit. Baden: Unterhalb des Geroldsauer Wasserfalles an oft über¬ schwemmten Granitblöcken in der Oos.
380 1448- G. geoica (Wahlenbg.) Ach. — Lichen geoicus Wahlenbg. — Gyalecta Wahlenbergiana Ach. — G. foveolaris Mudd. — Lecidea geoica Nyl. Lager ausgebreitet, dünn, etwas staubig, weißlich bis graugelblich, weder durch Kalilauge noch durch Chlorkalk verändert. Apothecien klein, dichtstehend, mehr oder weniger eingesenkt, krugförmig, blaß gelbrötlich, mit weißlichem, bleibendem, ganzem Rand. Hypothecium blaß. Para¬ physen etwas zusammenhängend, am Scheitel keulig. Sporen zu 8 im Schlauch, länglich oder ellipsoidisch, vierzellig, 12—18 p lang, 5—7 dick. Mit Jod färbt sich die Hymenialgallerte erst bläulich, dann schmutzig violett. Auf Kalkboden, über absterbenden Moosen, sehr selten. — Tirol: Vorderes Sonnen wend joch, auf Erde des Gipfels. — Schweiz: Alpe di Trella bei Bormio, Gemmi und Gantrisch; bei Monnetier am Mont Saleve. — Allgäuer Alpen: Obere Seealpe; Nebelhorn. — Mün¬ chen: Übei’ Holzmoder auf Erde am Grunde einer alten Föhre im oberen Teile der Schlucht des Kalkgrabens bei Tutzing. — Fränk. Jura: Über veralteten Moosen auf felsigem Boden zwischen Dollnstein und Hagen¬ acker; in der Gegend von Streitberg und Müggendorf; Görauer Anger bei Casendorf. — Hessen: Bei Hanau. — Westfalen: Warburg, auf Erde und mitunter auf Moosen an der alten Stadtmauer neben dem Pader¬ borner Tor in Münster; auf Erde bei Sundwig; auf feuchtem Heideboden bei Handorf. f. umbrosa Arn. Flora 1871, p. 485. Fränk. Jura: Auf lehmigem Boden längs eines Hohlweges im Laubwalde der Anlagen bei Eichstätt. 1449. G. rivularis Eitner. Lager dünn, staubig, krustig, intensiv gelblichrote Flecke bildend, von dunkleren Linien als Vorlager berandet. Apothecien sehr klein, nur durch die Lupe bemerkbar, nur mit dem schwarzen, aufrechten, dünnen Rand über den Thallus hervorstehend. Scheibe hell, rötlich, nur angefeuchtet sich entblößend. Gonidien stumpfgrün, in gelbrote Gallerte eingebettet. Gehäuse, Schlauchschicht und Schlauchboden farblos. Schläuche groß, keulig, aufgeblasen, achtsporig. Sporen mauerförmig, vierzellig, mit meist vier Querwänden und einer unterbrochenen Längsteilung, an den Teil¬ stellen meist stark eingeschnürt,eiförmig, 13—15 p lang, 6—7 p dick. Jod färbt das Hymenium weinrot, Thallus und Perithecium bleiben ungefärbt. Schlesien: Aupa im Riesengrunde, an überspülten Steinen.
381 145°- G* Anzi. Lager ausgebreitet, sehr dünn, schleimig, der Erde anklebend, wei߬ lich. Apothecien rosenrot, klein, krugförmig, halb eingesenkt, mit dünnem, ganzem, blasserem Rande. Sporen zu 6—8 im Schlauch, ziemlich groß, länglich-ellipsoidisch, mauerförmig geteilt, farblos. Alpen: Auf Kalkerde, Braulio. 1451. G. piceicola (Nyl.) Arn. — Lecidea piceicola Nyl. — Taf. XCI, Fig. 7. 8- Lager grünlichweißlich oder grauweißlich, sehr zart und unscheinbar, oft kaum ausgebildet. Apothecien blaßrötlich oder dunkler, flach, etwa 0,3 mm breit, mit schwärzlichem Rande und blaßbräunlicher Scheibe. Sporen zu 8, farblos, länglich, mit fünf Querwänden, die eine oder andere Zelle mit Längswand, 11—16 /z lang, 4—6/z dick. Gehäuse braun, Epi¬ thecium dünn und kaum gefärbt, Hypothecium farblos, Paraphysen schlank. Jod färbt die Hymenialgallert nicht, das Plasma der Schläuche fuchsrot. Sehr selten. — Württemberg: An Fichtenzweigen bei Leut- kirch. — Bayern: München, an dünnen Zweigen junger Fichten längs des Waldsaumes längs der Straße gegen Wörnbrunn im Grünwalder Park. — Kärnthen: An jungen Fichtenzweigen im Walde am nord¬ östlichen Abhange des Falkenbergs bei Klagenfurt. 1452. G. truncigena Ach. — G. Wahlenbergiana ß truncigena Ach. — Patellaria abstrusa Wallr. — Biatora abstrusa Bayrhoffer. — Bacidia abstrusa Kbr. — Secoliga abstrusa Kbr. Lager ausgebreitet, sehr dünn, staubig oder körnig, manchmal fast fehlend; graubräunlich, im Herbar grünlich werdend, auf dünnem, wei߬ lichem Vorlager, angefeuchtet nach Veilchen riechend- Apothecien sehr klein, 0,1 mm breit, angedrückt sitzend, mit vertiefter, anfangs punkt¬ förmiger, später heller oder dunkler brauner, angefeuchtet durchscheinender Scheibe und bleibendem, erst hellbräunlichem, später schwärzlichem, ein- Erklärung zu Tafel XCI. Fig. 1. Gyalecta cupularis, Lager, nat. Gr. „2. ,, n Lager bei Lupcnvergr. n 3. „ Querschnitt durch ein Apothecium, Vergr. 50. » 4. ,, ulmi, Lager, nat. Gr. „ 5. „ „ Lager bei Lupenvergr. . m 6. ,, ,, Querschnitt durch ein Apothecium, Vergr. 50. n 7' n piceicola, Lager, nat. Gr. »8. „ ,, Lager bei Lupenvergr. 1» 9* »> gyalectoides, Lager, nat. Gr. m 10. ’ „ „ Lager bei Lupenvergr.
382 gebogenem, kräftigem, eigenem Rande und bald verschwindendem hellem Lagerrande. Gehäuse gelblich bis bräunlich. Hymenium und Hypothecium ganz wasserhell. Schläuche keulig, ganz von den Sporen ausgefüllt. Sporen ellipsoidisch, an beiden oder einem Ende zugespitzt oder abgerundet¬ eiförmig, mit 3—7 Querwänden und i—2 Längswänden, 16—23 p, lang, 7—9 /z dick. An Rinde und Baumstümpfen von Laubhölzern, verbreitet, aber nicht häufig. — Tirol: Grenzkamm, Obermädelealpe; Plansee, an Buchen¬ stämmen; Jenesien, an Quercus lanuginosa; Bozen, auf einer alten Eiche in Haslach; Pinzolo, auf Castanea bei Carisolo, häufig. — Nieder¬ österreich: An Apfelbäumen bei der Eisenbahnstation Frankenfels und an Birnbäumen bei Lilienfeld. — Schweiz: Zürich; Engadin; Rütli; Genf. — Bayern: München, Englischer Garten (Ulme, Pappel) ; zwischen Gauting und Unterbrunn (Juniperus); Isarufer unterhalb Großhesselohe. — Amberg. — Allgäuer Alpen. — Fränk. Jura: Mehrfach. — Baden: Um Konstanz, Freiburg, Lichtental, Durlach, Heidelberg. — Hessen: Prankenberg, ökershausen, Alsfeld, Rödgen, Usingen. — Westfalen: Ziegenberg bei Höxter (Quercus); Park von Holzhausen bei Nienheim (Corylus); bei Münster und Nienberge (Salix) ; Schlo߬ garten zu Münster (Tilia); an einem Tannenpfahl bei Höxter. — Thü¬ ringen: Jonastal bei Arnstadt; Schwarzeck bei Blankenburg (Tilia); Heyda, im Walde auf einer alten Linde. — Sachsen: Im Kepp- und Rabenauer Grund. — Böhmen: Hammern im Böhmerwald. — Schle¬ sien: Hirschberger Tal (Salix); Niederkerbisdorfer Busch (Salix); auf dem Kavalierberg (Acer); an Linden vor der Burg auf dem Kynast; Heinrichauer Park (Ulmus); Groß-Leubuscher Park bei Brieg (Quercus); Groß-Marchwitz bei Namslau (Fraxinus); Oppeln, Turawaer Wald (Acer). — Preußen: Warnicken; Elbing; Danzig. 1453. G. lecideopsis Mass. — Lecidea hyalina Hepp. Lager ausgebreitet, sehr dünn, mehlig, schmutzig weißgelblich, auf weißlichem Vorlager. Apothecien zuletzt sitzend, rötlichbraun, später schwärzlich, ganzrandig. Sporen zu 4—8 im Schlauch, mauerförmig, vielzellig, 25—32 /u. lang, 9—12 p, dick. Auf Kalk und Sandstein, sehr selten. — Niederösterreich: Flußbett der Ybbs zwischen Rosenau und Waidhofen; auf Sandstein in einer tiefen Schlucht am Sonntagsberge. — Steiermark: Bürgeralp bei Aflenz; Pfaffensattel ober Rettenegg. — Schweiz: Mont Saleve; bei Zug; Burg Brand bei Münchsdorf; Valdobbia. — München: An Glimmer- und Kalksteinen an der Straße im Walde östlich bei Haar¬
383 kirchen; auf einem Kalksteine an der Böschung im Walde zwischen Percha und Neufahrn. — Allgäuer Alpen: Freiberg; Kalk an dem Quellbach zwischen den Seealpen; Pfronten. — Fränk. Jura: Selten auf Sand¬ stein unweit Würgen; an Kalk- und Dolomitblöcken in der Waldschlucht des Rosentales bei Eichstätt; an Kalkblöcken am Waldsaume von Pfünz gegen Hofstetten ; am Fuße der Happürg; auf Dolomit im Laubwalde des Ankatales bei Ruprechtstegen. — Baden: Sehr selten am Kaiserstuhl. — Westfalen: Brunsberg bei Höxter; an feuchtliegenden kleinen Kalk¬ steinen bei Büren. 1454. G. psammoica (Nyl.) Lettau. — Lecidea psammoica Nyl. Lager undeutlich, gräulich, sehr dünn, kaum erkennbar. Apothecien schwärzlich oder schmutzig braun schwärzlich, feucht blasser, ziemlich flach, etwa 0,5 mm im Durchmesser, unberandet. Sporen zu 8, farblos, länglich-eiförmig, mit 3—5 Querwänden und verschieden geteilt, 16—24/z lang, 7—9 dick. Paraphysen schlank, am Scheitel kaum verdickt, Epi¬ thecium und Hypothecium farblos. Jod färbt die Hymenialschicht nicht, nur das Plasma um die Sporen in den Schläuchen gelbbräunlich-weinrot. Schläuche zuletzt bimförmig geschwollen, bis 27—32 p. dick. Gonidien gewöhnlich 11—14^ im Durchmesser. Preußen: Strengeln bei Angerburg; Zempelburg in Westpreußen. Auf sandigem Boden unter Cladonien neben Lecidea uliginosa f. humosa, der sie äußerlich ähnelt. 1455. G. Steinii Noväk. Lager dünn, warzig-uneben, weißgrau oder grau, auf gleichfarbigem Vorlage'r. Apothecien in der Jugend krugförmig eingesenkt, später an¬ gedrückt, mit flacher bis fast gewölbter, körnig rauher, braunschwarzer, in feuchtem Zustande braunroter Scheibe. Eigener Rand dünn, ebenso der in der Jugend vortretende, später verschwindende Thallusrand. Paraphysen zusammengeklebt, farblos, oberhalb gelbbraun, mit breiter, körniger, gelb¬ brauner Decke. Excipulum gelbbraun, Subhymenialschicht wasserhell. Sporen zu 8 im Schlauch, ellipsoidisch, farblos, sich in der Jugend zuerst quer, dann der Länge nach teilend und endlich unregelmäßig geteilt, 18 bis 22^ lang, 10—I2^u breit. Böhmen: Heide hinter Parknau bei Chlystov; in der Umgebung von Deutschbrod. 1456. G. ele^antula Müll.-Arg. Lager ergossen, sehr dünn, schorfig, feucht freudiggrün, trocken gräulichgrün. Apothecien sitzend, niedergedrückt-kugelig, krugförmig, nur
384 */»—l/jk mm breit, mit ganzem, dickem, stumpfem, blaß fleischfarbigem, feucht wässerigem Rande und dunklerer, anfangs punktförmiger, später etwas erweiterter, vertiefter Scheibe. Hymenialschicht etwa 100 p hoch, blaß, durch Jod schmutzig blau gefärbt. Paraphysen haarförmig, leicht trennbar. Schläuche etwa 85 p lang, spindelförmig-zylindrisch, achtsporig. Sporen 12—15 p lang, dick eiförmig oder zylindrisch, an beiden Enden breit abgerundet-ge stutzt, mehr oder weniger mauerförmig geteilt und im Umfang höckerig. Schweiz: In Kalkhöhlen am Fuße des Mont Saleve bei Genf. 1457. G. scutellaris Bagl. • Lager weißgrau, schwammig-schorfig, aufgelöst, zuletzt verschwin¬ dend. Apothecien oberflächlich, in der Jugend klein, im Alter größer, ge¬ trennt oder sich berührend, krugförmig, später flach tellerförmig, mit gelblich-fleischfarbener, später ausfallender Scheibe und ziemlich dickem, weißlichem, ganzem oder kaum kerbig-runzeligem Rande. Sporen zu 8, mittelgroß, länglich-ellipsoidisch, an den Enden etwas spitzlich, mauer¬ förmig geteilt, fast dreimal so lang als breit. Alpen: Auf bemooster Erde in Valdobbia. 1458. G. Fritzel Stein. Lager ausgebreitet, sehr zart und dünn, firnisartig, meist nur in der Umgebung der Früchte erkennbar, weißlich oder rötlichweiß, mit undeut¬ lichem Vorlager. Apothecien erhaben sitzend, 0,3—0,5 mm breit, ganz durchscheinend, mit tief krugförmiger, fleischrötlicher oder bräunlicher Scheibe und hohem, kräftigem, dunkelbraunem, im Alter abgerieben wei߬ lichem Rande. Schläuche aufgeblasen, sehr groß, 60 p dick, 120 p lang, die 8 Sporen mit großen Zwischenräumen in sich enthaltend. Sporen un¬ regelmäßig mauerartig-vielzellig, eiförmig oder verzogen ellipsoidisch, an den Querwänden eingeschnürt, 24—28 p lang, 12—15 p dick. Hypothecium und Gehäuse farblos. Paraphysen zart, zusammenhängend, oben grünlich¬ braun, mit körniger, gleichfarbiger Deckschicht. Jod färbt Hypothecium und Schläuche gelbrötlich, die Hymenialgallerte nicht. Schlesien: An überflutetem Granit eines Baches an der Westseite der Kesselkoppe und des Lomnitzfalles in der Melzergrube; Bach vom Kamm nach dem kleinen Teich. 1459. G. roseola Arn. Lager wenig entwickelt, kleinkörnig, weißlich, mit gelbgrünen, 10 bis 12 p breiten Thallusgonidien. Apothecien vortretend, weich, leicht krug¬ förmig oder fast flach, klein, rosa, innen farblos, mit Kalilauge nicht ge¬
385 färbt. Paraphysen fadenförmig. Hymenium mit Jod sich rotgelb färbend. Sporen mauerförmig acht- bis zehnzellig, an beiden Enden mehr oder weniger stumpf, farblos, zu 8 im Schlauch, 24—30^ lang, 10—12^. breit. Tirol: Kleiner Rettenstein, an den Phyllitwänden oberhalb der Alpe, spärlich. 1460. G. cupularis (Ehrh.) Schaer. — Lichen cupularis Ehrh. — Lecidea cupularis Ach. — Lichen marmoreus With. — Lecidea marmorea Ach. — Taf. XCI, Fig. 1—3. Lager sehr dünn, fast mehlig, weißlich oder blaßgrau, mit Kalilauge und Chlorkalk ungefärbt bleibend, zuweilen fast fehlend, auf zartem, gleich¬ farbigem Vorlager. Apothecien erhaben sitzend, 0,5—1,0 mm breit, an¬ fangs geschlossen und fast kugelig, später mit vertiefter, fleischrötlicher oder rötlichgelber Scheibe und bleibendem, dickem, wulstigem, hell fleisch¬ rotem oder ausgebleichtem, ungeteiltem oder strahlig gezähntem Rande. Gehäuse fast ungefärbt. Schläuche fast zylindrisch, achtsporig. Sporen länglich-ellipsoidisch, vierzellig, später mauerartig-vielzellig, 10—17^ lang, 6—9 p dick. Auf Gestein,, hauptsächlich Kalk und Dolomit und von hier auch auf Erde und Moose übergehend im Gebirge, besonders in den Alpen verbreitet. 1461. Flotowii Kbr. — Lecidea querceti Nyl. Lager sehr dünn, fast firnisartig ergossen, feinkörnig, weißgrau oder grünlich grau, auf gleichfarbigem, zartem Vorlager. Apothecien klein, o,j—0,2 mm breit, meist zahlreich, angedrückt sitzend, mit vertiefter, oben zusammengezogener, fleischfarbiger bis gelbbrauner Scheibe, dünnem, er¬ habenem, braunem bis schwarzem, bleibendem eigenen Rande und oft ver¬ schwindendem, gezähntem, hellem Lagerrande. Hypothecium farblos, Epithecium gelblich bis dunkelbraun. Schläuche zylindrisch oder keulig, mit 8 einreihig oder unregelmäßig gelagerten Sporen. Sporen ellipsoidisch, unregelmäßig mauerförmig, oft gekreuzt vierzellig, 10—14 p lang, 8—9 p dick. An der Rinde alter Laubbäume, besonders Eichen, verbreitet, aber nicht häufig. München: An der morschen Rinde einer alten bemoosten Buche im Grunwalder Park. — Baden: Karlsruhe; Heidelberg; Zastler. •— Fränk. Jura: Zwischen Wasserzell und Breitenfurt; bei Schern¬ feld ; oberhalb Monheim. — Westfalen: An alten Hainbuchen des Sommerberges bei Höxter; an Eichen im Selling; bei Bleiwäsche unweit Büren; Tiergarten zu Wolbeck, an Eichen und faulen Buchen. — Schle¬ sien: Reinersdorfer Wald bei Constadt; Gr. Leubuscher Wald bei Brieg; Thome-Migula, Hechten. II. (Flora XII, 2.) 25
386 Frohnau bei Schurgast; Wilhelmsberg bei Proskau; Sagan. — Branden¬ burg: Schildberger Steinbusch bei Soldin an bejahrten Eichen, häufig. — Nord west d. Tiefebene: An alten Eichen im Baum weg bei Lethe. — Auch aus Hessen und Böhmen angegeben. — Preußen: Zempelburg, Berent. Gattung Sagiolechia Mass. Lager krustig, eiförmig, mit den Hyphen der Markschicht an die Unterlage befestigt, unberindet, mit Chroolepus-Gonidien. Apothecien kreisrund, zuerst in das Lager versenkt, dann hervorragend und sitzend, mit dunklem, kohligem Gehäuse, welches mit dem kohligen Hypothecium zusammenfließt, vom Lager dauernd oder vorübergehend berandet. Scheibe schüsselförmig bis gewölbt, mitunter unregelmäßig. Schläuche achtsporig. Sporen farblos, spindelförmig bis fast ellipsoidisch, parallel drei- bis vier¬ zellig, mit zyylindrischen Fächern, dünner Wand und zarten Scheide¬ wänden. 1462. S. protuberans (Ach.) Mass. — Sagedia protuberans Ach. — Lecidea protuberans Schaer. — Bilimbia protuberans Mass. — Taf. XCTI, Fig. 1—6. Lager ausgebreitet, zart, schorfig-weinsteinartig, grünlich-weißlich, olivgrün bis graulich-ockergelb, ohne deutliches Vorlager. Apothecien zu¬ erst eingesenkt, zuletzt sitzend, etwa 0,1 mm breit, mit vertiefter, schwar¬ zer, feucht schwarzroter Scheibe und dickem, meist unregelmäßig gekerb¬ tem Rande. Hymenium oben bräunlich; Paraphysen zart, verklebt; Hypo¬ thecium dunkel bis fast farblos. Sporen zu 8 im Schlauch, ellipsoidisch- spindelig, mit stumpflichen Enden, vierzellig, farblos, 15—25 ft lang, 5—7 /z breit. An Kalkgestein, selten. Tirol: Stanzertal, Alme jur joch. Kar- wendel. Waldrast, auf Kalkgeröll unter den Serloswänden und a. O. Bren¬ ner oberhalb des Kaserer im Vennatale. Kaisertal beim Oberkaserer. Ampezzo, Gipfel des Zumelles, Dürrenstein, Plateau des Monte Piano, Val Fonda. Gröden, St. Ulrich. Schiern, bei Salegg und im Damers. Eppan, auf Kalkblöcken bei Perdonig. Paneveggio, Gipfel des Monte Viesena. Folgaria. — Schweiz: M. Dolaz. Weißenburg, Stockhorn, Gasterntal. Hoherhone, Bormio, Tournette oberhalb Aigle, Zugerberg, Hinweiler Tobel. — Bayr. Alpen: Nordseite der Seewände, Oytal. Nebelhorn und Obermädelalp im Allgäu; auf dem Karwendel; bei Marquartstein; Inzell: Berchtesgaden. — Fränk. Jura: Esperhöhle bei Geilenreut; Langetal bei Streitberg; an Kalkblöcken in der Schlucht gegenüber Kunstein; Kalk¬
387 platten des Hezles bei Erlangen; bei Pottenstein, Rabenstein, am Goerauer Anger, bei Velburg. var. mamillata (Hepp) Kbr. — Biatorina protuberans var. mamillata Hepp. Lager fast fehlend. Apothecien mittelgroß, mit tiefschwarzem, ziem¬ lich regelmäßig und tief sternförmig eingerissenem Rande. Sporen kleiner. Tirol: Waldrast, auf Kalksteingeröll unter den Ser loswänden.; Pane¬ veggio, auf Mergelkalk an den Abhängen des Rollepasses gegen Cimon. Gattung Pachyphyale Lönnr. Lager krustig, eiförmig, mit den Hyphen des Vorlagers und der Mark¬ schicht an die Unterlage befestigt, unberindet, mit kettenförmigen Chroo- lepus-Gonidien. Apothecien kreisrund, klein, anfangs geschlossen, sitzend, mit hornigem, lichtem, ganzrandigem Gehäuse, vom Lager kaum oder nicht berandet. Scheibe krugförmig bis fast flach; Paraphysen locker, schlank, einfach; Hypothecium hell. Schläuche zwölf- bis mehrsporig. Sporen farb¬ los, spindel- bis nadelförmig, gerade oder leicht gekrümmt, parallel vier- bis vierzehnzellig, mit zylindrischen Fächern und dünnen Wandungen. 1463. P. fagicola (Hepp) Zw. — Biatora fagicola Hepp. — Secoliga fagicola Kbr. — Gyalecta polyspora Lahm. — Pachyphiale corticola Lönnr. — Gy electa fagicola Krplhbr. — Lecidea congruella Nyl. — Wilmsia latens Laben. Lager sehr dünn, ausgebreitet, schorfig-mehlig, schmutzig grünlich. Apothecien sehr klein, sitzend, schüsselförmig, mit fleischroter, vertiefter Scheibe und gleichfarbigem Rande. Sporen zu 24—32 im Schlauch, vier- bis achtzellig, 16—34 u lang, 5—7 [i dick. An der Rinde von Laubhölzern, besonders Buchen und Obstbäumen, selten. Steiermark: Reifnig (Picea). — Schweiz: Bei Knonan ; Mettmenstetten. — Baden : Iwerst bei Baden (Fichten) ; Karlsruhe (Car¬ pinus) ; Königsstuhl (Fagus); Stiftsgarten (Populus italica) ; hinter dem Stift (Carpinus); Brunnenstube bei Heidelberg (Carpinus). — Fränk. Jura: An einer Buche im Laubwalde der Anlagen bei Eichstätt; an Fichtenrinde im Affentale; an Buchen und Fichten zwischen Pfünz und Hofstetten. — Sachsen: An Buchen bei Tharandt; in der Nähe des Weges nach Heidenmühle. — Böhmen: Bei Hammer im Böhmerwald. — Thüringen: An alten Apfelbäumen bei Arnstadt; zwischen Klein¬ breitenbach und der Halskappe an alten Weiden; Übelberg l>ei Tabarz an Wurzeln einer Esche: bei Plaue und Arnstadt auf Fraxinus; Oberpörlitz, auf Populus; oberhalb Kleinschmalkalden, auf Acer. — Schlesien: An 25*
388 Ulmus im König!. Forst bei Connstadt; Rosenberg, alte Weide am Wege von Thule nach Laskowitz; Leschnitz, Weide im Czarnosiner Tal; Breslau, Auras, an Weiden bei Weitewalke. — Westfalen: An Eichen des Ziegenberges bei Höxter; an einer Esche und an einem alten Apfelbaum im Schloßgarten zu Münster; an einer faulen Buche im Ringelsteiner Wald bei Büren. — Preußen: Danzig; Cranzer Wald. 1464. P. carneola (Ach.) Am. — Lecidea carneola Ach. — Biatora carneola Fr. Bacidia carneola Kbr. — B. cornea Mass. — Lecidea cornea Schaer. — Gyalecta cornea A. L. Sm. — Secoliga carneola Stzbg. — Taf. XCII, Fig. 7—12. Lager ausgebreitet, sehr dünn, körnig staubig, weißlich bis grünlich¬ grau. Apothecien sitzend, schüsselförmig, bis 0,8 mm breit; Scheibe ver¬ tieft, rötlich bis braunrot, nackt, mit blasserem, erhaben bleibendem Rande. Sporen zu 8 oder 16 im Schlauch, nadelförmig, acht- bis fünfzehnzellig, 50—80 p lang, 3—4 p. dick. An Eichen und Obstbäumen, selten. Niederösterreich: Sonn¬ tagsberg; an Ulmen auf dem Türnitzer Höger bei Lilienfeld. — Sch we i z : An Ainusrinde im Maderanertal; an Fichtenrinde im Aatal; Hinweil; Furvatal. — Baden: Zastler; Karlsruhe; Neckargemünd. — Fränk. Jura: An einer alten Tanne im Walde des braunen Jura oberhalb Engel¬ tal bei Hersbruck. — Böhmen: Zinkenstein a. d. Elbe und bei Eichwald nächst Teplitz. — Schlesien: Unter der Schwarzen Koppe (Sorbus); Tafelfichte (Picea) ; Seifenlehne (Ahorn) ; Gorkauer Park (Carpinus). — Thüringen: Hammerwand bei Rodebachsmühle an alten Weißtannen. Nach Letten im Herbar Wallroth von mehreren Fundorten in Thüringen. — Hessen: An Baumrinden an der Straße von Usingen nach Weil¬ burg. — Westfalen: Stellenweise. — Nordwestd. Tiefebene: Erklärung zu Tafel XCII. Fig. i. Sagiolechia protuberans, Lager, nat. Gr. b 2. b »» Lager bei Lupenvergr. „ 3. b „ Apothecium von oben, Vergr. 20. ,,4. ,, ,, Apothecium im Querschnitt, Vergr. 100. „5. b h Schlauch, Vergr. 500. b 6- b » Sporen, Vergr. 1000. b 7- Pachyphiale carneola, Lager, nat. Gr. b 8. b b Lager bei Lupenvergr. „ 9. „ „ Apothecium von oben, Vergr. 20. ,, 10. b » Apothecium im Querschnitt, Vergr. 100. ,, 11. „ „ Schläuche mit Sporen, Vergr. 500. B 12. B » Sporen, Vergr. 1000.
389 An Eiche im Mansholter Busche; bei Westbeverstedt, Stade; an einer jungen Eiche im Busche Schwienstatt bei Helle, Oldenburg. — Würt¬ temberg: Untersontheim; an Tannen. Familie Diploschistaceae. Lager krustig, geschichtet, einförmig, mit den Hyphen des Vorlagers oder der Markschicht an die Unterlage befestigt, unberindet, mit Proto- coccus-Gonidien. Markschicht wergartig, aus verhältnismäßig dickwandigen Hyphen gebildet. Apothecien kreisrund, in das Lager versenkt oder ange¬ drückt, mit krugförmiger oder endlich flacher Scheibe; eigenes Gehäuse gut entwickelt, geschlossen oder nur seitlich entwickelt, vom Lager schwach berandet. Paraphysen einfach oder verzweigt. Sporen parallel zwei- bis mehrzellig oder mauerartig. Pyknokonidien exobasidial. Übersicht der Gattungen: Sporen farblos, parallel vielzellig Conotrema. Sporen dunkel, mauerartig geteilt Diploschistes. Gattung Conotrema Tuck. Lager oberrindig, krustig, einförmig, mit den Hyphen des Vorlagers und der Markschicht an der Unterlage befestigt, unberindet, mit Proto- coccus-Gonidien. Apothecien eingedrückt, sitzend, zuerst geschlossen, dann geöffnet, faßt krugartig, mit eigenem, kohligem Gehäuse, vom Lager leicht berandet. Scheibe bereift, zuletzt nackt und schwarz, vertieft bleibend. Paraphysen im oberen Teile einmal oder wiederholt gegabelt, spärlich sep- tiert. Schläuche dünnwandig, achtsporig. Sporen vertikal gelagert, farblos, zylindrisch, leicht gebogen, parallel viel- (30—40-) zellig, mit rundlich¬ eckigen Zellen. Pyknokonidien länglich, gerade. 1465. C. urceolatum (Ach.) Tuck. — Lecidea urceolata Ach. — Taf XCIII, Fig. 6—11. Lager graugrün, weiß oder graulich, glatt, später etwas runzelig oder rissig werdend, häufig, von einer schwarzen Linie begrenzt. Apothecien klein, schwarz, krugförmig, später sitzend und vorragend, weißlich bereift oder nackt, mit dickem, erhabenem Rande. Hypothecium, schwärzlich, Paraphysen dünn, schlaff, oben verzweigt, farblos. Sporen zu 8, lang zylindrisch, etwas gewunden, dreißig- bis vierzigzellig, 100—160 jli lang, 3—5 dick, mit rundlich-eckigen Zellen. An Rinde von Rotbuchen nur in Baden: Bei Karlsruhe und Wohl¬ fahrtsweiher; Hardtwald bei Karlsruhe (auch an Weißbuchen); Königs¬ stuhl und Auerhahnskopf bei Heidelberg.
390 Gattung Diploschistes Norm. Lager krustig, einförmig, mit den Hyphen des Vorlagers und der Markschicht an der Unterlage befestigt, unberindet oder mit aus waage¬ rechten Hyphen hervorgegangener, unvollkommener Rinde, mit Proto- coccus-Gonidien. Apothcien in das Lager versenkt oder zuletzt angepreßt, mit enger oder geöffneter, krugförmiger oder flacher Scheibe. Eigenes Ge¬ häuse gut entwickelt, kohlig oder hell, vom Lager dauernd oder vorüber¬ gehend berandet. Paraphysen, einfach oder an den Spitzen verzweigt. Schläuche dünnwandig, vier bis achtsporig. Sporen mauerartig vielzellig, dunkel gefärbt. Behälter der Pyknokonidien flächenständig, kugelig bis birnförmig. Pyknokonidien länglich oder kurz .zylindrisch, gerade. Übersicht der Arten: i. Sporen mit meist nur 5 Querwänden, schwach mauerförmig, 25—40^ und darüber lang 2. Sporen mit 6—12 Querwänden, stark mauerförmig geteilt, bis 25^ lang 3. 2. Jod färbt das Mark violett D. scruposus. Jod färbt das Mark nicht D. albissimus. 3. Schläuche achtsporig D. ocellatus. Schläuche drei- bis viersporig D. actinostomus. 1466. D. scruposus (L.) Norm. — Urceolaria scruposa Ach. — Lichen scruposus L. — Parmelia scruposa Fr. — Urceolaria scruposa und vulgaris Kbr. — Taf. XCIII, Fig. 1—5; XCVIII, Fig. 4. Lager weinsteinartig, mehlig, warzig rauh, eben oder gefeldert, grau, grauweiß oder gelblich grau, durch Kalilauge nicht verändert (selten Gelb¬ färbung). Durch Chlorkalklösung gerötet, durch Jod das Mark violett ge¬ färbt. Hypothecium und Epithecium bräunlich. Apothecien schwarz oder grauschwarz, mit krugförmig eingesenkter, bläulich bereifter Scheibe. Erklärung zu Tafel XCIIL Fig. i. Diploschistes scruposus, Lager, nat. Gr. „ 2. „ „ Lager, Lupenvergr. ,, 3. „ ,, Querschnitt durch Lager und Apothecium, Verg. 50. ,, 4. „ „ Schlauch, Vergr. 350. „5. „ „ Sporen, Vergr. 800. ,, 6. Conotrema urceolatum, Lager, nat. Gr. 1» 7- „ n Lager, Lupenvergr. „ 8. „ „ Apothecien von der Seite und von oben, Vergr. etwa 20 ,, 9. ,, „ Apothecium und Lager im Querschnitt, Vergr. 50. „ 10. „ h Schlauch, Vergr. 400. >1 II. „ „ Spore, Vergr. 1000.
391 dickem, rauhem, oder auf der Innenseite gekerbtem Lagerrand und grau- schwarzem eigenem Rande. Sporen meist zu 4, seltener zu 6 oder 8 im Schlauch länglich-ellipsoidisch, braun mit meist 5 Querwänden, etwas mauerförmig, 25—29p lang, 10—15^ dick. Pykniden selten! Pyknokoni¬ dien zylindrisch, 4 p Jang, 0,8 p dick. Verbreitet, aber zerstreut auf Felsen, Steinen, Denkmälern usw., auch auf Erde, Pflanzenreste, Rinde, veraltete Moose usw. übergehend. f. argillosa (Ach.) Dalia Torre et Sarnth. — Urceolaria scruposa Ö ar¬ gillosa Ach. Lager fast staubig, weißlich. Tirol: Gurgl, auf steinigem Boden am Fuße des Festkogel. Inns¬ bruck, auf lehmiger Erde am Stickten Steig bei Wüten. Paneveggio, Vineghie, auf Erdboden. var. bryophila (Ehrh.) — Lichen bryophilus Ehrh. — Diploschistes brvophilus Zahlbr. — Urceolaria bryophila Kernst. — U. scruposa var. bryophila Ach. Lager dünner, aschgrau. Rand der Apothecien zurückweichend und schmäler, Scheibe mehr verflacht, bläulich bereift. Thallus mit Chlorkalk rot, mit Kalilauge stets gelb gefärbt. Auf bloßer Erde, über Moosen, dürren Gräsern, Cladoniaschuppen ziem¬ lich verbreitet, besonders in den Alpen. — Die über Pflanzenresten sich entwickelnde Form wird oft als f. parasitica Smrft. unterschieden. f. dealbata Ach. — Urceolaria bryophila ß dealbata Ach. Lager fast staubig, weiß; Rand der Apothecien vortretend, spitzlich, ganz. Lagerrand fast fehlend. Auf Erde. var. arenaria Schaer. Lager ziemlich dick, rundlich abgegrenzt, rissig gefeldert, aschgrau. Lagerrand verschwindend. Auf Sandstein und nacktem Sande, verbreitet. var. violaria (Nyl.) — Pertusaria violaria Nyl. — Urceolaria violaria Nyl. — U. scruposa f. violaria Kernst. — Diploschistes violarius Zahlbr. Lager weißlich graulich, schollig geborsten, oberseits etwas gehirn- förmig, ziemlich dick (etwa 1 mm), durch KOH etwas gelb gefärbt, durch CaCl außen und innen violett werdend. Mark durch Jod nicht gefärbt. Apothecien groß, oft unregelmäßig. Epithecium und Hypothecium braun. Sporen 22—35^ lang, 10—16//. breit. Jod färbt das Hymenium nicht. Im Gebirge, selten. Tirol: Ehrenburg, auf Tonschiefer, auf Moos und Erdboden verbreitet; Erdboden der Steinmauer am Marbacher Sattel. Bozen, auf Porphyr f eisen am Wege nach Runkel stein.
392 1467. D. albissimus (Ach.) Zahlbr. — Verrucaria epidermidis ß albis¬ sima Ach. — Urceolaria scruposa ß albissima Ach. — Urceolaria gypsacea Ach. — U. scruposa d gypsacea Kbr. — U. scruposa f. cretacea Arn. — U. cretacea Mass. Lager dick, staubig, rauh, uneben, weiß, durch Kalilauge, auch durch Jod nicht verändert. Apothecien schwarz, blaugrau bereift, mit dickem, ein gebogenem, bleibendem Lagerrand und etwas rauhem, eigenem Gehäuse¬ rand. Sporen mit 5 Querwänden, 33—57 a lang, 16—24 p dick. Auf Kalkfelsen in Gebirgen, sehr zerstreut und selten. Tirol : Auf einer Mauer bei Brand im Rhätikon. Karwendel; Obernberg; Brenner, im Vennatale. Kitzbühel, am Geschoß. Tauern, Proseck. Gröden, auf Dolomit unweit der Regensburger Hütte und in der Schlucht von Pufels, massenhaft in feuchten Ritzen der Felsen. Bozen, auch Porphyr am Cal- varienberg. Paneveggio, Ufer des Travignolo; Kalkfelsen gegen Vineghie. — Niederösterreich: An feuchten Kalkfelsen am Lassingfall bei Wienerbruck. — Schweiz: Zürich, Calanda, Muothatal, Tarasp, Stachelberg, Belmi, Selisberg, Saleve, Wallis. — Bayern: Hirschsprung bei Tiefenbach (auf Mergel) und Rubihorn (Kreidemergel) in den All- ■ gäuer Alpen; auf Tonschieferfelsen bei Ludwigstadt; bei Ruhpolding auf Marmor; Kalkfelsen bei Partenkirchen (Grasackerklamm), Karwendel, Wetterstein usw. — Fränk. Jura: An Kalkfelsen oberhalb Enzendorf im Pegnitztale, bei Streitberg, Müggendorf, bei Weltenburg im Donau- ’ tale. — Baden: Am Felsen im Bruchfelder Tobel; an Mauern am Schlo߬ gebäude zu Salem; an Mauern in und um Konstanz; an Gramitwänden bei Schlierbach; Heidelberg, Felsenmeer am Wolfsbrunnen. — Westfalen: Sandsteinfelsen bei Tecklenburg; an Lärchen zu Fürstenberg bei Höxter; an einem Birnbaum auf dem Höcksburg bei Beckum. — Böhmen: Sand¬ steinfelsen bei Künast; Basalt des Kahlsteins, Ertelsberges, Draßlersteins bei Haida usw. — Schlesien: An schattigen Felsen der Hügel- und Bergregion verbreitet. 1468. D. ocellatus (DC.) Norm. — Urceolaria ocellata Vill. Kbr. — Lecanora Villarsii Ach, — Parmelia Villarsii Wallr. — Urceolaria scruposa c. ocellata Rabenh. — Taf. XCVTI, Fig. 3. Lager weinsteinartig, fast mehlig, wellig gefeldert, grauweiß, auf weißem Vorlager. Apothecien angedrückt, ziemlich rundlich, flach, schwarz, graubläulich bereift, mit dickem, eingebogenem Lagerrand. Schläuche achtsporig. Sporen eiförmig-ellipsoidisch, mit 8—12 Quer¬ wänden, mauerförmig geteilt, an beiden Enden stumpf, braun, 24^ lang. 10 p dick.
393 An Kalk-, Gips- und Sandsteinfelsen, selten. — Tirol: Auf Num- mulitan-Kalkmergel bei Narone im Val Tenno unweit Arco. — Schweiz: Im Wallis; Neuschatel. — Körber gibt die Flechte auch für das südliche Deutschland an; mir sind Standorte aus Süddeutschland nicht bekannt geworden. 1469. D. actinostomus (Pers.) A. Zahlbr. — Urceolaria actinostoma Pers. — Limboria actinostoma Mass. — Parmelia actinospora Fr. — Diploschistes clausus (Fw.) Zahlbr. — Urceolaria clausa Kbr. — Limboria eugenea Mass. — Taf. XCVIII, Fig. 2. Lager weinsteinartig, rissig gefeldert, fast begrenzt, ziemlich dick, weißlich-aschgrau. Apothecien klein, eingesenkt, anfangs nur mit der schwarzgrau bereiften Mündung vorragend, später krugförmig, mit eigenem, strahlig zerrissenem Gehäuse. Paraphysen haarförmig, gewunden Sporen zu 3—4 im Schlauch, eiförmig, ziemlich groß, mauerförmig geteilt, braun, zuletzt unförmig zusammengezogen, 16—25^ lang, 10—15 p dick. An Felsen, selten. — Tirol: Auf dem Augitporphyr-Trümmergeröll bei Seis; Bozen, an Porphyrfelsen oberhalb Gries; in den Weinbergen am Hörtenberg; Uberetsch, selten an Blöcken der Eislöcher. — Schweiz: Rhaetische Alpen, Chiesa; im Val Malenco an Terpentinfelsen. — Baden: Auf Gneis am Feldsee. — Schlesien: An Granit um Hirschberg, Grün¬ busch, Hertelberge. Familie Thelotremaceae, Lager krustig, einförmig, geschichtet oder ungeschichtet, unberindet oder mit unvollkommener, amorpher Rinde, mit Chroolepus-Gonidien und mit einer wergartigen Markschicht. Apothecien in das Lager versenkt oder sich aus demselben etwas hervorhebend, in Lagerwarzen einzeln oder in Strömen zu mehreren liegend oder vom Rande wiederholt hervorsprossend, mit krugförmiger, schmaler, selten erweiterter Scheibe, gut entwickeltem, eigenem Gehäuse und vom Lager umrandet. Paraphysen deutlich, einfach oder verzweigt, frei oder miteinander verbunden. Schläuche ein- bis acht¬ sporig. Sporen farblos, gebräunt oder dunkel, parallel mehrzellig oder mauerartig vielzellig, mit fast kugeligen oder linsenförmigen Zellen. Pyknokonidien soweit bekannt exobasidial. Gattung Thelotrema (Ach.) Müll.-Arg. Lager epi- oder endophlöodisch, geschichtet oder ungeschichtet, krustig, einförmig, mit den Hyphen des Vorlagers oder der Markschicht an die U nterlage befestigt, unberindet oder mit unvollkommener, amorpher, ober-
394 seitigcr Rinde,- mit Chroolepus-Gonidien. Markschicht wergartig aus dünn¬ wandigen Hyphen zusammengesetzt. Apothecien in das Lager versenkt oder in Fruchtwarzen einzeln sitzend. Scheibe kreisrund, ausnahmsweise länglich, punktförmig, schmal, nur selten erweitert. Eigenes Gehäuse gut entwickelt, weich, verschieden gefärbt, in der Jugend über der Scheibe geschlossen, dann einreißend und sich durch eine allmählich erweiternde Pore Öffnend, endlich die Scheibe freilegend und mit ihrem Reste dieselbe umsäumend, dauernd vom Lager umrandet. Hymenium mitunter durch säulchenförmige Verlängerungen des eigenen Gehäuses geteilt. Paraphysen einfach, unverzweigt, frei. Schläuche ein- bis achtsporig, mit gleichmäßig dünner Wand. Sporen farblos, mauerartig vielzellig, mit kugeligen oder fast linsenförmigen Zellen. Pyknokonidien exobasid-ial, kurzwalzig. 1470. Th, iepadinum Ach. — Lichen lepadinus Ach. — Lichen inclusus Sm. — Taf. XCIV. Lager ausgebreitet, glatt, knorpelig, aschgrau, graugrün, graubläulicli oder rötlichibraun, auf dünnem, weißem Vorlager. Apothecien anfangs vom Lager fast halbkugelig überwölbte Warzen von etwa 1 mm Breite- bildend, am Scheitel mit runder, nur 0,1—0,3 mm breiter Pore sich öffnend, mit eingesenkter, vertiefter, schwarzer, grau bereifter Scheibe. Sporen zu 1—8, meist 4—8, lang spindelförmig, 30—75 (bis 100) p lang, 10—18^ dick, mehr als zehnzellig, zuletzt in der Mitte oft mauerförmig geteilt oder mit Querwänden in einzelnen Zellen. An Baumrinden, in manchen Gegenden häufiger an Laubhölzern, in anderen, z. B. Schlesien, häufiger an Nadelhölzern, ziemlich verbreitet durch das ganze Gebiet und nicht selten. var. scutelliforme Ach. — var. rupestre Turn, et Borr. — Th. rupestre Cromb. bei verschiedenen Autoren. Lager ziemlich dick, ungleichmäßig und mitunter sorediös. Apothecien gedrängt, Scheibe weiter offen, Lagerrand geschwollen und runzelig. Schläuche meist ein- bis zweisporig. Hauptsächlich an Sandstein. Baden: Merkur bei Baden; an Sand- Erklärung zu Tafel XCIV. Fig. i. Thelotrema lepadinum, Lager, nat. Gr. » 2. „ Lager, Lupenvergr. „ 3. ,, „ Lagerquerschnitt, Vergr. 300. ,, 4. ,, ,, Querschnitt durch ein Apothecium, Vergr. 100- „ 5. „ „ Schlauch und Paraphysen, Vergr. 500. „ 6. „ „ Sporen, Vergr. 1000.
395 steinblöcken in dem großen Felsenmeer über dem Wolfsbrunnen bei Heidelberg und in dem über der Rumbach. — Westfalen: An den Externsteinen. — Schlesien: Heuscheuer, an Sandsteinfelsen. Byssolomaceae (Pilocarpaceae). Lager krustig, unberindet, mit Protococcus-Gonidien. Apothecien kreis¬ rund, angedrückt; Gehäuse ohne Gonidien, aus locker verflochtenen, dünn¬ wandigen Hyphen bestehend. Paraphysen verzweigt und verbunden. Sporen farblos, parallel mehrzellig. Gattung Byssoloma Trevis. Lager krustig, einförmig, mit den Hyphen des Vorlagers und der Markschicht an die Unterlage befestigt, unberindet, mit Protococcus- Gonidien. Apothecien zuerst fast eingesenkt, endlich angedrückt, kreisrund. Gehäuse aus sehr lockeren, dünnwandigen, spärlich septierten Hyphen ge¬ bildet, fast spinnwcbig. Hypothecium knorpelig. Paraphysen spärlich, verzweigt und verbunden. Schläuche mit an der Spitze schwach verdickter Wand, keulenförmig, achtsporig. Sporen farblos, länglich, eiförmig läng¬ lich oder fast spindelförmig, parallel mehr- (vier-) zellig, mit zylindrischen Fächern und dünner Wandung. 1471. B. tricholomum (Mont.) A. Zahlbr. — Pilocarpon leucoblepharum Wain. — Lecidea leucoblephara Nyl. — Bilimbia leucoblephara Arn. — Lecidea annulata Arn. — Taf. XCV, Fig. 1—6. Lager klein, dünn, rundliche Flecken bildend, hellgrau oder grünlich¬ grau. 'Apothecien klein, 0,25—0,6 mm breit, schwarz, weiß berandet, Hypothecium braunschwarz. Sporen spindelförmig, farblos, vierzellig, 10— 18/z lang, 2,5—4^ dick. Erklärung zu Tafel XCV. Fig. i. Byssoloma trycholomum, Lager auf Tannennadeln, nat. Gr. h 2. „ „ Nadel mit Lager, Vergr. 4. h 3. „ „ Lager mit Apothecien, Vergr. etwa 20. h 4- ,, „ Lager und Apothecium im Querschnitt, Vergr. 100. h 5- h „ Schläuche, Vergr. 500. i> 6. ,, 1, Sporen, Vergr. 1000. >> 7. Schismatomma abietinum, Lager, nat. Gr. » 8. ,, „ Lager, Lupenvergr. >1 9* n ,, Lager mit Apothecien, Vergr. etwa 20. » io- „ ,, Lager und Apothecium im Querschnitt, Vergr. 100. >1 II* h „ Schlauch mit Sporen, Vergr. 500. I2- » „ Sporen, Vergr. 1000.
396 An dünnen. Fichten- und Tannenästen, auch an den Nadeln, ferner an lederigen Blättern verholzender Gewächse, nach Smith in England auch an Felsen. Selten, nur in Süddeutschland. München: Vereinzelt auf einem Glimmersteine zwischen Pullach und Baierbrunn ; an dünnen Zweigen junger Fichten längs des Waldrandes unterhalb Geiselgasteig gegen Grün¬ wald und längs der Straße vor Wörnbrunn ; ebenso in den Wäldern vom Grünwalder Park bis Ebenhausen und Percha; an Berberiszweigen ober¬ halb des Grünwalder Baumhauses. — Fränk. Jura: An der Rinde dünner Fichtenzweige um Eichstätt am Waldsaume zwischen Pfünz und Hof¬ stetten, im Wald am Wege zum Affentale, im Schweinspark; auf Tannen¬ nadeln von den Zweigen übergehend im Walde unterhalb Pottenstein. — Württemberg: Ehingen, an dünnen Zweigen junger Fichten im Büchele. Familie Lecanactidaceae- Lager krustig, einförmig, mit den Hyphen des’Vorlagers oder der Markschicht an die Unterlage befestigt, unberindet, mit Chroolepus- Gonidien. Apothecien kreisrund, sitzend oder eingesenkt, mit fehlendem, rudimentärem oder gut entwickeltem, eigenem Gehäuse, nackt oder vom Lager bekleidet. Paraphysen verzweigt und mehr oder weniger netzartig verbunden. Sporen parallel mehrzellig, farblos, mit zylindrischen Fächern und dünner Wandung. Pyknokonidien exobasidial. Übersicht der Gattungen: Gehäuse fehlend oder rudimentär Schismatomma. Gehäuse gut entwickelt, kohlig Lecanactis. Gattung Schismatomma Fw. et Kbr. Lager krustig, einförmig, mehr oder weniger homöomerisch, mit den Hyphen des Vorlagers oder der Markschichit an die Unterlage befestigt, un¬ berindet, mit Chroolepus-Gonidien. Apothecien kreisrund oder etwas eckig oder buchtig, nie in die Länge gezogen; eigenes Gehäuse nur selten kohlig und bis in die Höhe der Scheibe reichend und dann stets nur sehr schmal, meist rudimentär oder fehlend, an der Außenseite stets vom Lager be¬ kleidet. Hypothecium kohlig. Paraphysen verzweigt und netzartig ver¬ bunden. Schläuche achtsporig. Sporen farblos, spindeiig bis fast stäbchen¬ förmig, gerade oder bogig gekrümmt, parallel mehr- (4—14-) zellig. Zell¬ fächer zylindrisch, gleichgroß oder ein Fach größer und breiter. Pykno¬ konidien exobasidial, stäbchenförmig, gerade oder gekrümmt.
397 I472- Sch* abietinum (Ehrh.) Kbr. — Lichen abietinus Ehrh. — L. pericleus Ach. — Platygrapha periclea Nyl. — Lecidea abietina Schaer. — L. dolosa Fr. — Schismatomma dolosum Wahlenb. — Sch. pericleum Th. pr> — Taf. XCV, Fig. 7—12. Lager frisch pfirsichblütrot, trocken weißlich oder gelblichweiß auf weißlichem Vorlager, mehlig-schorfig, frisch oder aufgeweicht nach Veilchen riechend. Apothecien erst eingesenkt, kurz strichförmig, dann sitzend und unregelmäßig rundlich, 0,5—1 mm breit, mit erst vertiefter oder flacher, später gewölbter, unberandeter, schwarzer oder braunschwarzer, zuweilen grau bereifter Scheibe, die vom Lager meist weißstaubig gesäumt wird. Paraphysen sehr zart, bald krumig werdend und schwer erkennbar, oben trüb grünlichbraun. Schläuche zahlreich, schmalkeulig. Sporen nadel- förmig, leicht gekrümmt, vierzellig, 30—40 p lang, 2 p, dick. An der Rinde alter Fichten und Tannen, selten Eichen, verbreitet, aber sehr zerstreut, in Schlesien nicht selten. Tirol: Allgäu, Galmcikopf bei Füssen; Plansee; Sarntal, Weg von der Möltnerkaser zum Kreuzjoch; Predazzo, am Weg zur Alpe Val Maor; Paneveggio. — Steiermark: Hochtratten bei Leoben. — Schweiz: Ziemlich verbreitet. — Allgäuer Alpen. — Fränk. Jura. — Baden. — Hessen. — Westfalen: Selten. An Fichten im Solling bei Höxter; Handorf (Quercus); Ringel- steiner Wald (Fagus); Büren (Quercus). — Preußen: Labiau (Abies); Neustadt (Alnus incana); Pr.-Friedland (Quercus). — Thüringen: Zerstreut. — Sachsen. — Böhmen. Gattung Lecanactis (EschwJ Wainio. Lager krustig, einförmig, zumeist homöomerisch, mit den Hyphen des Vorlagers oder der Markschicht an der Unterlage befestigt, unberindet, ohne Rhizinen, mit Chroolepus-Gonidien. Apothecien eingesenkt, angedrückt oder sitzend, einzeln oder gesellig, kreisrund, lecideinisch, mit kohligem, eigenem, vom Lager nicht bedecktem Gehäuse. Hypothecium kohlig, mit dem Lager zusammenfließend. Paraphysen verzweigt oder verzweigt ver¬ bunden, mehr oder weniger schlaff. Schläuche vier- bis achtsporig. Sporen farblos, länglich, spindelförmig bis nadelförmig, parallel zwei- bis mehr- (12—16-) zellig. Zellfächer zylindrisch. Konzeptakel der Pyknokonidien kugelig, mit halbkugeligem, dunklem Gehäuse; Pyknokonidien exobasidial, oval, länglich bis zylindrisch. Übersicht der Arten: 1. An Rinde 2. An Felsen 6.
398 2. Sporen meist nicht mehr als vierzellig L. abietina. Sporen vier- bis achtzellig 3. 3. Sporen 5—7 p dick L. premnea. Sporen bis 4 p dick 4. 4. Lager kaum erkennbar, scheinbar fehlend L. lecideina. Lager ausgebreitet, weiß, deutlich 5. 5. Rand bereift, bald verschwindend L. biformis. Rand nackt, vortretend, bleibend L. amyiacea. 6. Lager dunkelgrau oder dunkel graugrün 7. Lager heller gefärbt 8. 7. Lager durch KOH oder CaCL nicht verändert L. premnea. Lager durch KOH gelb, durch CaCL weinrot gefärbt L. delimis. 8. Lager dünn, graurötlich oder grauweißlich L. Dilleniana. Lager dick, weißlich L. Stenhammari. 1473. L. abietina (Ach.) Koerb. — Lecidea abietina Ach. — Schisma¬ tomma abietinum Mass. — Coniangium abietinum Fw. — Lecidea leuco- cephale c. lecideina et d. denudata Schaer. — Taf. XCVI, Fig. 1—5; Taf. XCVIII, Fig. 7. Lager dünn, ausgebreitet, jung glatt, später mehlig, weißlich, grauweiß oder graurötlich. Apothecien sitzend, rundlich-eckig, etwa 1 mm breit, mit vortretendem weißen Rande und schwarzer, dick weißgrau, gelblichgrau oder bläulichgrau bereifter, im Alter oft nackter Scheibe. Hypothecium dick, dunkelbraun, Epithecium und Hymenium bräunlich. Paraphysen ver¬ klebt, oben bräunlich, bald krumig zersetzt. Schläuche groß, breitkeulig. Sporen kräftig, lang spindelförmig, an einem Ende lang ausgezogen, vier¬ zellig, zuweilen einzelne fünfzellig, 25—40 p lang, 3—4 p dick. Pykniden oft für sich allein, warzenförmig, weiß gekrönt. Pyknokonidien länglich, etwas unregelmäßig, gerade oder schwach gebogen, 10—16 p lang, 2,5 bis 4 p dick. Ziemlich selten, obwohl weit verbreitet an der Rinde alter Laubbäume, besonders Eichen und Birken, seltener Nadelbäume. Baden: Heidelberg, an Birken in dem Felsenmeere über dem Wolfsbrunnen; die übrigen für Baden angegebenen Standorte gehören vermutlich sämtlich zu Schisma¬ tomma abietinum. — Bayern: An alten Fichten im Walde Bärenbad bei Oberammergau. — Hessen: Kassel, an Ulmen in der Karl saue. — Westfalen: Tiergarten zu Wolbeck. — Thüringen: Masserberg, bei der Marienquelle (mit Apoth. und Pykn.) ; um Schiebelau bei Jena. — Sachsen: Priesnitzer Grund. — Böhmen. — Schlesien: Wassa- kugl (Abies) ; Schurgast (Quercus) ; Hochwald bei Sprottau; fruchtend an
399 Nadelhölzern über dem Zackenfall und über Mariental am Aufstieg nach der alten schlesischen Baude. — Brandenburg: Neumark, an Ulmen. Norddeutsche Tiefebene: In den größeren Waldungen des Gebietes nicht selten, besonders an Eichen und Birken, die Pyknokonidien- form gern an Ilex. — Holstein: Auf Eichen im Forst Jürgensgaard bei Apenrade. — Preußen: Im Cranzer Wald gegen Grenz, auf Birken. Viele, namentlich auch eine Anzahl süddeutsche Standortsangaben sind sehr unsicher und wahrscheinlich auf Schismatomma abietinum zu be¬ ziehen, mit der die vorliegende Flechte oft zusammengeworfen wurde. f. incrustans Ach. — Cyphelium incrustans Ach. — Lecidea abieti na f. incrustans Nyl. Thallus gräulich, dicker als bei der typischen Form, Moose und Leber¬ moose über Steinen überzielend. Baden: Felsenmeere über dem Wolfsbrunnen und der Rumbach bei Heidelberg. — Thüringen: Senkrechte Porphyrwand des Falkensteins bei Dietharz. f. betulina Lahm. Zierlichere Form mit dünnem, glattem Lager, meist dichtgedrängten, häutig unbereiften Apothecien mit mattschwarzer Scheibe. Westfalen: An Birken im Tiergarten zu Woll>eck — Nord¬ deutsche Tiefebene: An Birken bei Gristede; Upjever bei Jever; Oldenhave in Ostfriesland. f. saxicola. Westfalen: Auf Sandstein der Extersteine. 1474. k- lecideina Eitner. Lager scheinbar fehlend, Gonidien und Hyphen in feinen Ritzen der Rindensegmente und unter den Apothecien, welche angepreßt oder sitzend, konkav, schwarz, anfangs leicht grau bereift, bis 0,6 mm groß sind. Rand dünn und bleibend. Im Alter sind die Früchte flach bis gewölbt. Schlaucb- schicht und Schlauchboden trüb. Paraphysen zersetzt oder fädlich, mit den sehr dichtstehenden, aber erst durch Druck sichtbaren Schläuchen zu einer Erklärung zu Tafel XCVL Fig. 1. Lecanactis abietina, Lager, nat. Gr. h 2. „ „ Lager, Lupenvergr. h 3* »> „ Lager und Apothecium im Querschnitt, Vergr. 50. >1 4- ii n Schlauch, Vergr. 500- >’ 5* >» h Sporen, Vergr. 1000. »i 6. ,, amylacea, Lager und Apothecium im Querschnitt, Vergr. 50. »»7- 1» n Schlauch, Vergr. 500. ” 8. „ n Sporen, Vergr. 1000.
400 homogenen, schmutzig graugrünlichen Masse vereinigt, oben dunkelbraun. Gonidien sehr groß, mit dicker Schleimhülle. Sporen in fast zylindrischen, schmalen Schläuchen zu 8, spindeiig, mit stumpfen Enden, 5—7- (meist 6-) teilig, 18/z lang, 3—4^ dick. Gehäuse braunschwarz. Schlesien: An Lärchen bei Chrast i. B.; Trebnitzer Buchenwald. Fichten am Chausseeaufstieg. 1475. L. biformis Fike. — Arthonia biformis Schaer. — Parmelia impolita b. Fr. — Lecanactis impolita b. biformis Rabenh. Thallus ausgebreitet, mehlig-weinsteinartig, gelblichweiß oder wei߬ lich, auf dünnem, gleichfarbigem Vorlager. Apothecien angedrückt, 0,5 bis 0,8 mm groß, rundlich, mit bald deutlich gewölbter, dünn bläulichweiß oder weiß bereifter, selten nackt werdender schwarzer Scheibe und dünnem, an¬ fangs vortretendem, bald verschwindendem, bereiftem, schwarzem Rande. Gehäuse, Hypothecium und der obere Teil des bald krumig werdenden Hymeniums dunkelbraun. Schläuche breitkeulig. Sporen selten gut ent¬ wickelt, nadelförmig, zart, vier- bis sechs- (selten mehr-) zellig, 21—33^ lang, 2—3 jU dick. Pykniden zahlreich, schwarz, flach, scheibenförmig, 0,2—0,5 mm breit. Pyknokonidien stäbchenförmig, 4—6 p, lang, 1 /z dick. Tirol: Bozen, auf Eichen bei Ried. — Schweiz: Häufig an alten Eichen. — Bayern: Bei Würzburg; Weißenburg in Unterfranken. — Baden: Hardtwald bei Karlsruhe; Durlacher Wald; Heidelberg. — Württemberg: Ehingen, im Biichele und Osterholz; Stoffelberg (Tilia). — Schlesien: Hochwald bei Sprottau; Wohlau; um Oßwitz und Skarsine bei Breslau; Kantersdorfer Busch bei Löwen; Reinersdorfer Stadtwald; Militsch, im Forst bei kath. Hammer; Guhrauer Stadtwald usw. — Die Flechte ist vielfach mit Arthonia byssacea zusammengeworfen worden, daher die meisten Standorte unsicher. 1476. L. amylacea (Ehrh.) — L. illecebrosa Fr. — Opegrapha illece¬ brosa Duf. — Schismatomma amylaceum Mass. — Sch. illecebrosum Mass. — Lecidea alboatra z amylacea Schaer. — Lecidea farinosa Nyl. — Taf. XCVI, Fig. 6—8. Lager ausgebreitet, dünn, staubig oder schorfig-körnig, weiß, durch Kali¬ lauge oder Chlorcalciumlösung nicht verändert. Apothecien bis 0,5 mm grob, schwarz, weiß bereift, flach, dann gewölbt, mit dünnem, gewölbtem schwarzem Rande, im Alter oft elliptisch oder länglich-verzerrt. Gehäuse und Hypo¬ thecium kohlig. Hymenium anfangs gallertig, mit spärlichen, sehr zarten, oben hellbraunen Paraphysen, bald krumig zersetzt. Schläuche keulig, zu¬ weilen oben etwas bauchig. Sporen Spindel- oder fast nadelförmig, gerade,
401 36 p lang, 2—4 p dick, vier- bis achtzellig, an beiden Enden leicht zu¬ gespitzt. Pykniden schwarzbraun, warzig. Pyknoidien walzig, 3—4 p lang, 1 p dick. An der Rinde alter Eichen, verbreitet, aber zerstreut. — Tirol: An Baumrinden bei Bozen. — München: An der rissigen Rinde alter Eichen bei Nymphenburg; an der Nordseite der Allacher Lohe an einer alten Eiche; im Forstenrieder Park unweit Baierbrunn. — Fränk. Jura: Schweinspark b. Eichstätt; Waldungen um Eichstätt, Weißenburg. — Hes¬ sen. — Baden: Freiburg: Pforzheim; um Heidelberg: Neckargemünd; Karlsruhe. — Unterfranken: Hammelburg, Haßfurt, Zeitlofs; Fuchs¬ stadt usw. — Westfalen: An Eichen bei Höxter im Solling häufig, sonst nur vereinzelt um Büren, Münster, Letgenbach, auf dem Wege nach Hiltrup. — Nordwestd. Tiefebene: An Eichen im Baumweg; an einer Eiche im Urwald bei Neuenburg. — Schleswig: Rieseneiche bei Ödenberg im Sachsenwald. — Thüringen: Hainwald, an einer alten Eiche. — Schlesien: Kantersdorfer Busch bei Löwen; Tiergarten bei Falkenberg; Wohlau; Hochwald bei Sprottau; Mückenhain in der Lausitz; Reinersdorfer Wald nach Constadt zu: Lindener Oderwald; Gr. Leubuscher Wald bei Brieg; Oppeln. 1477. L premnea (Ach.) Wedel!. — Lecidea premnea Ach. — Schisma¬ tomma premneum Mudd. Lager ausgebreitet, dünn, dunkelgrau oder dunkelgraugrün, bis fast fehlend. Kalilauge oder Chlorkalklösung rufen keine Veränderung hervor. Apothecien gegen 1 mm breit, schwarz, nackt oder dunkelgrün bereift, mit eigenem, dünnem, gebogenem vorragendem Rande. Hypothecium schwarz, Paraphysen schlaff, an den Spitzen schwärzlichbraun. Sporen länglich¬ spindelförmig, gerade oder leicht gekrümmt, sechszellig, 18—25 p lang, 5—7 p dick. Hymenialgallerte durch Jod gelblichrot gefärbt. An alten Baumstümpfen, auch an Felsen, selten. — Baden: Heidel¬ berg. An Granitfelsen bei Schlierbach und am Haarlaß, an alten Mauern im Schloßhang, in den Felsenmeeren über Neuenheim, Kinzigtal bei Ha߬ loch (Gneis); Bernstein (überall var. saxicola). — Hessen: An einem Tonschieferfelsen im Walde bei Falkenstein; im Taunus (v. saxicola). — Westfalen: Extersteine, häufig; Felsen bei Tecklenburg; Eulenfels bei Riesenberg; Dörnther Klippen. — Rheinlande: Bei Bonn (v. saxicola). — Harz: Blankenburg. — Sächsische Schweiz. — Schlesien: Zobten; Glatz, Altheide an Sandstein im Höllengrund. — P r e u ße n : Bei Pr. Friedland (Quercus). — Die meisten hier angeführten Standorte ge¬ hören zu var. saxicola, die sich aber im wesentlichen nur durch ihr Vor- Thomd-Migula, Flechten, n. (Flora XII, 2.) 26
402 kommen auf Gestein von der typischen Form unterscheidet und eigentlich nicht den Rang einer Varietät beanspruchen darf. var. saxicola (Mudd.) Smith. — Schismatomma premneum v. saxi- colum Mudd. — Lecidea premnea f. saxicola Leight. — Opegrapha plocina Kbr. — Lecanactis plocina Mass. Lager graugrün, dünn, kleiig. Apothecien schwarz, grünlich bereift oder nackt, sitzend. — Fels bewohnend, selten. — Tirol: Ehrenburg, auf einer versteckten Tonschieferwand im Tale gegen Ilstern. Überetsch, an beschatteten Blöcken der Eislöcher. 1478. L. delimis (Nyl.) A. L. Smith. — Lecidea delimis Nyl. Lager dunkel-graulich, warzigkörnig oder runzelig, ausgebreitet, mit Kalilauge sich gelb, mit Chlorkalklösung sich weinrot färbend, von dunkel¬ braunem Vorlager begrenzt. Apothecien klein; schwarz, gewölbt, unbe¬ randet oder dünn berandet, grau bereift. Hypothecium dick, schwarz. Paraphysen kaum gesondert. Sporen länglich oder etwas spindelförmig, 14—18/4 lang, 4—5/z dick, oder länger und schmäler. 21—23 p, lang, 3 jli dickt, drei- bis vierzellig. Heidelberg: An der Unterseite eines Sandsteinfelsens über Neuen he im. 1479. k. Dilleniana (Ach.) Kbr. — Lecidea Dilleniana Ach. — Con- iangium Dillenianum Fw. — Schismatomma epipolium Mass. — Lecidea basaltigena Flke. — L. alboatra ö epipolia Schaer. Lager ausgebreitet, ziemlich dünn, weinsteinartig-mehlig oder körnig oder fein warzig-felderig, graurötlich oder grauweißlich, im Alter oft grau¬ grünlich, auf undeutlichem Vorlager. Apothecien angedrückt, 0,2—0,4 mm breit, mit flacher, schwarzer, nackter oder bleigrau bereifter dünn be¬ randeter, rundlicher oder elliptischer Scheibe. Hypothecium braunschwarz, Epithecium bräunlich. Paraphysen sehr zart, locker zusammenhängend, oben dunkelbraun. Schläuche walzig-keulig, mit vierteiligen, spindel¬ förmigen, geraden oder ganz leicht gekrümmten, 20—32 ju, langen und 4—6 p dicken Sporen. Pykniden punktförmig schwarz. An Felsen, selten. — Tirol: An der Unterfläche einer Phyllitwand am Waldwege von Proseck zum Tauernhause. Am Jufen (?). Predazzo, am Fuße der Margola, auf Syenit. — Hessen: An Felsen bei Darm¬ stadt. — Sc hl es ien : Basalt des Breiten Berges bei Striegau; Schnaum- berg bei Kauffungen; Hochgulje bei Schönau; Zobten (Gabbro); Teufels¬ gärtchen (Kalkglimmerschiefer). — Böhmen: Schiefferberg bei Arns¬ dorf nächst Haida; Kleissüdwand.
403 f. nuda Eitner. Lager körnig oder geborsten etwas kreisfaltig-warzig, graurötlich, im Alter abblassend, mit matter, aber nie mehliger Oberfläche, durch KOH nicht verändert. Apothecien ohne jede Spur von Reif. Sporen vier- bis sechsteilig. Pyknokonidien stäbchenförmig, 7 p lang, 1 p dick. Schlesien: Riesengebirge, Teufelsgärtchen. 1480. L. Stenhanunari (Fr.) Arn. — Lecidea Stenhammari Fr. Lager dick, weinsteinartig-mehlig, weißlich, am Rande fast wellig- Apothecien eingesenkt, dann angedrückt, rundlich-eckig bis etwas länglich, schwarz, bläulichweiß bereift, mit dünnem, wellig verbogenem Rande. Sporen spindelförmig, vierzellig, 20—30 p lang, 4—5 p dick. An Kalkfelsen, zerstreut und nicht häufig. — Tirol: Kitzbühel, auf rotem Sandstein. Auf Kalk am Abhange oberhalb Torbole.' Ampezzo, an Kalkwänden im Val Fonda. — Fränk. Jura: An größeren, be¬ schatteten Kalk- und Dolomitwänden häufig. — Hessen: Taunus. — Thüringen: Dolomitwand der Pabstfelsen bei Watzdorf. — Vielleicht auch in Sachsen und Schlesien. Zu L. Stenhammari wird jetzt auch meist L. praerimata Nyl. ge¬ zogen, die gewöhnlich nur steril oder doch nur mit unvollkommen ent¬ wickelten Apothecien gefunden worden ist. Nylander gibt von ihr folgende Beschreibung: „Vielleicht Subspezies von Lecidea coarctata, mit welcher sie in der roten Thallusrealation übereinstimmt, aber der Thallus, weiß oder wei߬ lich, zusammenhängend, gefurcht, mit etwas gefelderten oder stellenweise fast parallel-strahligen Furchen, mit gewölbten oder stellenweise zu¬ sammenfließenden Soredien besetzt; Apothecien braun, oberflächlich^ biatorinisch, 0,5—0,9 mm breit, aber keine vollkommen entwickelten oder Sporen zeigenden beobachtet.*' — Sandstede gibt über diesee Art an: „Das Lager, ist weiß, ergossen, knollig auswachsend, teils berindet, teils sorediös, K —, C +, die Reaktion unsicher, sie tritt nur stellenweise ein : steril. Auf dem Lager runde, knollige oder scheibenartige, teils berandete, braune Aus¬ wüchse, die wohl Apothecien vortäuschen können; sie bestehen nur aus ge¬ gliederten, parallel verlaufenden, 4—5 p dicken Hyphen, die oben ge¬ schwollen und gebräunt sind. Es bedarf noch der näheren Feststellung, was diese Auswüchse vorstellen." Heidelberg: Steril an der Unterseite von Porphyrfelsen im Fuchstrappe bei Handschuchsheim und an Sandsteinfelsen über Neuen¬ heim. Auch Sandstede führt sie Seite 68 in „Flechten des nordwest¬ deutschen Tieflandes" ohne Standortsangabe auf. 26*
404 2. U n t e r r e i h e G r a p h i d i n e a e. Apothecien lineal, länglich, ellipsoidisch oder fast eckig, selten rund¬ lich. Paraphysen und Sporen kein Mazädium bildend. Familie Dirinaceae. Lager krustig, einförmig, heteromerisch, mit den Hyphen der Mark¬ schicht an die Unterlage befestigt, berindet, mit Chroolepus-Gonidien. Apothecien rund, rundlich oder in die Länge gezogen, mit eigenem Ge¬ häuse und mit Lagerrand. Hypothecium kohlig. Sporen parallel mehrzellig. Gattung Dirina E. Fries. Lager 'krustig, einförmig, mit den Hyphen der Markschicht an die Unterlage befestigt. Rinde aus senkrecht zum Lager verlaufenden un- septierten Hyphen gebildet; Markschicht locker, im oberen Teile die Chroolepus-Gonidien enthaltend. Apothecien rundlich oder jn die Länge gezogen, mit dünnem eigenem Gehäuse und dickerem Lagerrand; Hypo¬ thecium kräftig entwickelt, kohlig; Paraphysen verzweigt; Schläuche acht¬ sporig; Sporen farblos, länglich bis spindelförmig, parallel mehr- (vier- bis acht-) zellig. Konzeptakel der Pyknokonidien eingesenkt, einfach; Pyknokonidien exobasidial, stäbchenförmig, bogig gekrümmt. 1481. D. repanda (Fr.) Nyl. — Parmelia repanda Fr. — Urceolaria repanda Schaer. Dirina fallax De Not. — Taf. XCVII, Fig. 6—10. Lager ziemlich dick, geglättet, blaugrün-weißlich, oft sorediös, von schwarzem Vorlager begrenzt. Apothecien in flachen, fast lekanorinischen, größeren, oberseits vertieften Warzen mit tiefschwarzer nackter Scheibe. Sporen spindelförmig, farblos, vier- bis vielzellig, 20 bis 25 /1 lang, 4—5 p breit. Erklärung zu Tafel XCVII. Fig. [. Chiodecton crassum, Lager, nat. Gr. „ 2. „ „ Lager, Lupenvergr. „ 3. ,, „ Querschnitt durch Lager und Apothecien, Vergr. 50 ,, 4. ,, „ Schlauch, Vergr. 500. „5. „ „ Sporen, Vergr. 1000. „ 6. Dirina repanda, Lager, nat. Gr. „7. ,, „ Lager bei Lupenvergr. „ 8. „ „ Querschnitt durch Lager und Apothecium, Vergr. 50. „ 9. ,, ,, Schlauch mit verzweigten Paraphysen, Vergr. 500. „ 10. „ „ Sporen, Vergr. 1000.
405 An Felsen, hauptsächlich der Meeresgestade Englands und Süd¬ europas. — Für Bayern wird die Flechte von Krempelhuber angegeben: Auf dem Karwendel am Brunnenstein und am Wetterstein (Förchensec- wände), hei Mittenwald an Kalksteinwänden, steril, auf der Höfats im Allgäu c. ff. auf Kalkhornstein. — Schweiz: Auf Nagelfluh auf dem Ütli bei Zürich : um Baden. Die Paraphysen werden von Zahlbruckner für die Gattung Dirina als einfach, unverzweigt angegeben; es gibt aber, wenigstens bei den drei von mir untersuchten Arten — D. repanda, rediunta, Hassei — in sehr mannig¬ facher Weise verzweigte, neben ganz unverzweigten. — Die Gonidien er¬ scheinen für Trentepholia bei Dirina repanda auffallend klein; mir stand aber nur sehr altes Material für die Untersuchung zur Verfügung. Familie Chiodectonaceae. Lager krustig, einförmig, horneo- oder heteromerisch, mit den Hyphen des (mitunter kräftig entwickelten) Vorlagers oder der Markschicht an die Unterlage befestigt, unberindet oder mit unvollkommener, fast amor¬ pher Rinde, mit Chroolepus- oder Phycopeltis-Gonidien. Apothecien in Strömen, zumeist eingesenkt, rundlich oder in die Länge gezogen, einfach oder verzweigt, mit eigenem, dunklem oder farblosem, mitunter rudimen¬ tärem Gehäuse. Paraphysen einfach und frei oder verzweigt und netzartig verbunden; Sporen parallel mehrzellig oder mauerartig; Sporenfächer zylindrisch oder linsenförmig. Pyknokonidien exobasidial. Gattung Chiodecton (Ach.) Müll.-Arg. Lager krustig, epiphlöodisch, einförmig, mit dem Vorlager oder mit den Hyphen der Markschicht an die Unterlage befestigt, ohne Rhizinen, unberindet, mit Chroolepus-Gonidien, deren Zellen zu Fäden verbunden bleiben oder sich aus dem Verbände loslösen und dann dickwandig werden. Apothecien in Strömen vereinigt, eingesenkt oder sitzend, rundlich oder mehr oder weniger in die Länge gezogen, einfach, verästelt oder stern¬ förmig. Eigenes Gehäuse gut entwickelt und kohlig oder dunkel, rudi¬ mentär bis fehlend: Hypothecium kohlig, dunkel oder farblos. Paraphysen verästelt und netzartig verbunden. Schläuche mit dünner oder nur wenig verdickter Membran, achtsporig. Sporen spindel- bis nadelförmig, länglich bis eiförmig-länglich, farblos, parallel mehrzellig, mit zylindrischen Fächern. Pyknokonidien exobasidial, zylindrisch, länglich bis ellipsoidisch, gerade oder gekrümmt.
406 Übersicht der Arten: i. Hypothecium hell 2. Hypothecium dunkel 3. 2. An alten Bäumen Ch. crassum. An Steinen Ch. Hutchinsiae. 3. An Rinde Ch. graphidioides. An Gestein Ch. cretaceum. 1482. Ch. crassum (DC.) Zahlbr. — Opegrapha crassa DC. — Lichen obscurus Sm. — Stigmatidium crassum Dub. — Porina aggregata Ach. — Sagedia aggregata Fr. — Enterographa crassa Fee. — Taf. XCVII, Fig. 1—5; XCVIII, Fig. 1. Lager dick oder dünn, aschgrau, olivfarben oder bräunlich, glatt, später zuweilen etwas rissig, begrenzt und oft durchzogen von schwarzen Vor¬ lagerlinien, mit flachen, vereinzelten Stromawarzen. Apothecien bräunlich¬ schwarz, klein, zahlreich, punktförmig, einzeln oder in gebogenen Linien gehäuft, auch in kleinen Gruppen, tief in den Thallus eingesenkt, un¬ berandet. Hypothecium farblos. Sporen langspindeiig, sechs- bis acht- (bis zehn-) zellig, 24—36 p. lang, 3,5—6^ dick. Schläuche sehr verlängert, aus schmälerem Grunde schmal keulenförmig. Paraphysen schlank, gabelig. An alten Bäumen, besonders Eichen, Buchen, Hainbuchen, nur im Nordwesten. Nord westdeutsche Tiefebene: Häufig in den Wäldern um Helle, Gristede, Mansholt, Garnholz, auch an Eschen, Efeu, Ilex, Abies canadensis im Höntjebusch bei Gristede ; selten bei Neuenburg im Urwald. — Westfalen: Tiergarten zu Wolbeck an Carpinus und Fagus in großer Menge. — Rügen : An Buchen in der Stübnitz unmittel¬ bar am Abhange südlich von der Kieler Schlucht in der Nähe der Viktoria- sicht und kurz vor Stubbenkammer. Die Flechte ist zum Teil unter dem Namen Stigmatidium venosum (Sm.) Nyl. — Chiodecton venosum (Ach.) Zahlbr. ausgegeben; diese west¬ europäische Art, die für das Gebiet der Flora noch nicht nachgewiesen ist, unterscheidet sich außer durch mehr verlängerte und verzweigte Apothecien durch die längeren (38—44/z) und schmäleren (3 /z), bis I4zelligen Sporen. 1483. Ch. Hutchinsiae (Leight.) Zahlbr. — Platygramma Hutchinsiae Leight. — Stigmatidium Hutchinsiae Nyl. — Enterographa Hutchin¬ siae Kbr. Lager krustig, ziemlich dünn, dunkel gelblich oder bräunlich, von schwarzem Vorlager begrenzt, innen feinrissig gefeldert, mit kleinen, zer¬ streuten, flachen Stromawarzen. Apothecien von verschiedener Form, klein, länglich oder mitunter rund, gerade oder gebogen, mitunter verzweigt,
407 flach, unberandet. Sporen spindelig-verlängert, sechs- bis achtzellig (oder mehr), 25—30/z lang, 4/z dick. Auf Steinen, selten. Niederösterreich: Auf der schattigen Unterseite der Granitblöcke in der großen Klause bei Aspang. — Baden: Hausach und Haslach im Kinzigtal; Geroldsauer Wasserfall; Gunzenbacher Tal bei Baden; Würmtal bei Pforzheim; Heidelberg, Handschuchsheim, Schlierbach usw. ziemlich verbreitet. — Rheinlande: Siebengebirge bei Bonn. — Harz: Blankenburg. — Sächsische Schweiz: Schweizer Mühle. — Schlesien: An schattigen Wänden höhlenbildender Granit¬ felsen um den Kochelfall; Zackenfall. 1484. Ch. cretaceum Zahlbr. Thallus kreidig, blendend weiß oder weiß, in der Mitte seltener asch- gräulich, ziemlich dick, geglättet oder zum Teil etwas runzelig oder leicht gefeldert rissig, begrenzt, zusammenhängend, undurchsichtig, am Rande nicht von einer dunkleren Linie begrenzt, mit Kalilauge sich nicht ver¬ ändernd, mit Chlorkalk leicht rot gefärbt. Mark weiß, durch Jod nicht verändert. Gonidien zu Chroolepus gehörig, unter der formlosen Rinden¬ schicht in Reihen angeordnet. Pseudostromata erhaben, niedergedrückt¬ halbkugelig oder gewölbt, gehäuft und zusammenfließend, seltener einzeln, anfangs abgerundet, später etwas unregelmäßig oder gelappt, vielfrüchtig, dem Thallus gleichfarbig, ziemlich groß, i—2 mm breit und i—1,5 mm hoch. Apothecien sehr ungleich, einfach oder verzweigt, fast rundlich, länglich, etwas eckig oder linear, kaum vorragend, zuerst dicht bereift und weiß, dann nackt und schwarz, vom Thallus berandet, mit anfangs ge¬ schlossener, dann erweiterter Scheibe. Hypothecium ’braunschwarz, nicht oder undeutlich kegelig, 130—180 p hoch. Eigener Rand braunschwärzlich, zart, später oft verschwindend. Hymenium gelblich oder blaß bräunlich, mit Jod anfangs bläulich, dann intensiv weinrot werdend. Paraphysen ziemlich kräftig, etwa 1,8/4 dick, gebogen und verzweigt, am Scheitel bräunlich oder rotgelb. Schläuche verlängert-keilförmig oder fast zylin¬ drisch-keilförmig, mit stumpfem Scheitel, kürzer als die Paraphysen, 100—110 p lang, 14—16 p dick. Sporen zu 8, fast zweireihig in den Schläuchen angeordnet, farblos, mit drei zarten Querwänden und zylin¬ drischen, länglichen oder länglich-spindelförmigen Zellen, am Scheitel stumpf, fast gerade oder leicht gekrümmt, 23—27 p lang, 7,8—8 p dick. Pykniden zahlreich, klein, zuerst dicht bereift, dann am Scheitel bräunlich. Koni dien träger einfach, fadenförmig, verlängert. Pyknokonidien end¬ ständig, gekrümmt, 12—15/4 lang, 1,2 p dick. Istrien: Auf Kalkfelsen an der Küste bei Pola.
408 1485. Ch. graphidioides Leight. — Schismatomma dolosum var. rima¬ tum Flöt. — Platygrapha rimata Nyl. Lager dünn, ergossen, warzig, geborsten, weißlich. Apothecien in die Warzen eingesenkt, einfach oder zu zwei, in verschiedener Weise un¬ förmig, flach oder leicht gewölbt, ungleich, schwärzlich, etwas schimmernd, mit schmalem, falschem Lagerrand. Hypothecium dick, braunschwarz. Sporen schmalspindeiig, dreizellig, 24—34^ lang, 2,5—4^ dick. Jod färbt die Hymenialgallert erst bläulich., dann weinrot. Preußen: Heia, auf Pinus silvestris; Park Warnicken, auf Rinde einiger sehr alter Eschen nahe der Steilküste. — Wenn Platygramina Klotzschii Fw., was wahrscheinlich ist, synonym zu Ch. graphidioides ist. so kommt die Flechte auch in Mecklenburg, an Buchen im Dobber¬ tiner Park vor. Familie Graphidaceae, Lager krustig, einförmig, homöo- oder heteromerisch, mit den Hyphen der Markschicht an die Unterlage befestigt, unberindet oder mit unvoll¬ kommener, nie pseudoparenchymati scher Rinde, mit Palmella- oder Chroolepus-Gonidien. Apothecien in der Regel in die Länge gezogen, seltener fleckartig, oval oder rundlich, einzeln oder gehäuft, doch nie in Stroma sitzend, einfach oder verzweigt, mit gut entwickeltem, eigenem Gehäuse (rudimentäres Gehäuse bei Gymnographa), oft von einem Lager¬ rande überkleidet; Scheibe normal schmal ritzenförmig oder mehr oder weniger erweitert. Paraphysen einfach, unverzweigt oder verzweigt und netzartig verbunden, bleibend und nur ausnahmsweise schleimig zerfließend. Übersicht der Gattungen: 1. Lager mit Palmella-Gonidien 2. Lager mit Treutepohlia-Gonidien 4. 2. Sporen farblos 3. Sporen braun oder schwärzlich Encephalographa. 3. Hypothecium hell bis bräunlich Xylographa. Hypothecium dunkel, meist kohlig Lithographa. 4. Sporenfächer zylindrisch oder würfelförmig 4. Sporenfächer linsenförmig oder kugelig 6. 5. Sporen farblos, parallel mehrzellig Opegrapha. Sporen später dunkel, meist zweizeilig Melaspilea. 6. Sporen parallel mehrzellig 7. Sporen mauerartig vielzellig Graphina. 7. Sporen farblos Graphis. Sporen dunkel Phaeographis.
409 Gattung Lithographa Nyl. Lager krustig, epiphlöodisch und verhältnismäßig dick, seltener endo- phlöodisch, einförmig, mit den Hyphen der Markschicht an die Unterlage befestigt, unberindet, mit Palmella-Gonidien. Apothecien sitzend oder an¬ gepreßt, länglich, lirellenförmig oder rundlich-eckig, mit ritzenförmiger oder etwas verbreiterter Scheibe, mit eigenem, kohligem Gehäuse; Hypo¬ thecium dunkel, Paraphysen locker, verzweigt und verbunden, bald schleimig zerfließend. Schläuche sechs- bis achtsporig; Sporen einzellig, länglich, ellipsoidisch bis eiförmig, farblos, mit dünner Wand. Übersicht der Arten: i. An Felsen 2. An Baumstümpfen L. flexella. 2. Apothecien vorwiegend rundlich oder elliptisch L. xenophona. Apothecien kurz strichförmig L. tesserata. 1486. L. flexella (Ach.) Zahlbr. — Limboria flexella Ach. — Xylo- grapha flexella Fr. Thallus ergossen, dünn, weißlich oder fast fehlend, mit Kalilauge keine Reaktion zeigend, ebensowenig durch Chlorkalklösung. Apothecien ober¬ flächlich, klein, bis 0,5 mm breit, schwarz, länglich oder eckig. Hypo¬ thecium braun oder schwarzbraun. Paraphysen an der Spitze dunkel, nicht gut einzeln erkennbar. Sporen zu 8 im Schlauch, eiförmig oder ellipsoidisch, klein, 4—8^ lang, 2—4p dick. Mit Jod färbt sich die Hymenialgallerte weinrot. An Baumstümpfen (Nadelholz), weit verbreitet, aber selten. Bayern: Bei Marquartstein und im Seinswalde bei Mittenwald auf faulen, ent¬ rindeten Fichtenstöcken. — Vogesen: Schlucht. — Thüringen: Hohe Schlaufe bei Ilmenau an faulendem Holze eines Baumstumpfes; Ickersbachtal bei Kleinschmalkalden ; Tannengrund bei Unterneubrunn. var. virescens Nyl. Lager dünn, grünlich, unbegrenzt. Apothecien etwas größer als bei der typischen Form, manchmal faltig-runzelig. Sporen etwas länger. Vogesen: Bei Retournemer. 1487. L. xenophona (Kbr.). — Placographa xenophona Kbr. Lager weinsteinartig, rissig gefeldert oder zerstreut warzig bis schollig, reinweiß, auf undeutlichem, hellerem Vorlager. Apothecien klein, sitzend, vorwiegend rundlich oder elliptisch, nur einzelne deutlich strich- iörmig, zuweilen zusammenfließend, mit tiefschwarzer, flacher oder rillen¬ förmiger Scheibe und dickem, wulstigem, bleibendem, schwarzem Rande.
410 Hypothecium dunkelrotbraun bis schwarzbraun, oft fast kohlig. Para¬ physen spärlich, zart, deutlich erkennbar, oben bräunlich oder blaugrün¬ bräunlich. Schläuche breit keulig. Sporen ellipsoidisch, 12—16^ lang, 5—7/z dick. Schlesien: Riesengebirge, am Basalt der kleinen Schneegrube und an Granitfelsen des kleinen Teiches. 1488. L. tesserata (DC) Nyl. — Opegrapha tesserata DC. — Placo- grapha tesserata Th. Fr. — PI. petraea (Ach.) Th. Fr. — Haplographa tumida Anzi. — Opegrapha petraea Ach. — Taf. IC, Fig. 5, 6; CII, Fig- 1—3- Thallus ziemlich dick, warzig gefeldert oder rissig gefeldert, gräulich, blaß gräulichbraun oder weißlich, mit Kalilauge sich gelb, dann rötlich färbend, mit Chlorkalklösung keine Reaktion. Apothecien mäßig groß, etwas vortretend, kurz strichförmig, stumpf, meist einfach, schwarz, mit schmaler Scheibe und etwas glänzenden Rändern. Paraphysen undeutlich. Hypothecium dick, schwärzlichbraun. Hymenialgallerte durch Jod blaß bläulich, dann bräunlich-weinrot gefärbt. Sporen zu 8 im Schlauch, läng¬ lich oder ellipsoidisch, 8—15/z lang, 5—8^ dick. An Felsen, selten. T i rol: Predazzo, auf Syenitblöcken am Fuße der Margola; Paneveggio, auf Porphyrblöcken oberhalb des Travignolo. — Schweiz ; An Glimmerschieferfelsen in Wäldern bei Rodolo im Veltlin. Allgäuer Alpen: Flysch bei Zell. — Harz: Brocken. — Thü¬ ringen. — Hessen: Bei Lorch im Taunus (?). Gattung Xylographa Fr, Lager unterrindig oder in Form von Wärzchen und Soralen hervor¬ brechend, ungeschichtet, mit Palmella-Gonidien. Apothecien aus der Unter¬ lage hervorbrechend, rundlich, länglich, bis strichförmig oder difform, gewöhnlich gerade und unverzweigt, einzeln, mit weichem, hellem bis dunkelbraunem Gehäuse, mit schmaler, ritzenförmiger oder etwas ver¬ breiterter Scheibe, mit hellem Hypothecium; Paraphysen locker, unver¬ zweigt, dünn, septiert. Schläuche achtsporig. Sporen einzellig, farblos, zumeist ellipsoidisch. Konzeptakel der Pyknokonidien sehr klein, dunkel; Fulkren exobasidial, Pyknokonidien nadelförmig. Übersicht der Arten: 1. Sporen nur bis 7 p, lang X. Felsmanni. Sporen über 8 p. lang 2. 2. Apothecien gelbrot oder rötlich 3. Apothecien braun bis schwarz 4.
411 3- Lager ohne oder spärlich mit Soredien, Apothecien fuchsrot X. rufa. Lager mit zahlreichen Soredien, Apothecien rötlich oder schmutzig gelbrötlich X. spilomatica. 4. An Rinde von Fichten X. minutula. An nacktem Holz X. parallela. 1489. X. Felsmanni Stein. Thallus unterrindig, in weichen Körnchen vorbrechend, weißgrünlich, meist durch Anflug schwärzlich ; Vorlager unkenntlich. Die Körnchen be¬ stehen aus Hyphenknäueln und hellgrünen Gonidien. Apothecien sehr klein, kaum 0,1 mm groß, sitzend, rundlich oder verzerrt kurz elliptisch, mit flacher, dunkelbrauner Scheibe und dünnem, vortretendem, braunschwarzem Rande. Gehäuse dunkelbraun, Hypothecium farblos. Paraphysen kurz, straft, verleimt, farblos. Schläuche kurz rübenförmig, mit acht länglich- ellipsoidischen, zuweilen in der Mitte eingezogenen und dann fast hantel- oder schenkelknochenförmigen Sporen von 2 u Dicke und 4—7 p, Länge. Die ganze Schlauchschicht ist 40—50 hoch. Schlesien: Auf dem Stirnschnitt alter Fichten um Ochojetz bei Rybnik (Kbr. Lieh. sei. Germ. Nr. 437 als Melanormia velutina). — Nach Lettau wahrscheinlich ein Pilz. 1490. X. rufa (Pers.) Fr. — Agyrium rufum (Pers.) Fr. — Stictis rufa Pers. Lager durch weißliche oder weiße Flecke angedeutet, ausgebreitet. Apothecien heller oder dunkler fuchsrot, fast rund oder länglich, flach oder etwas gewölbt, mit dünnem Rande, zuletzt oft etwas vorragend. Epi¬ thecium gelblich, Hypothecium farblos. Sporen zu 8, farblos oder manch¬ mal etwas rötlich, einzellig, länglich bis länglich-ellipsoidisch, 11—14^1 lang, 4—9 p dick. Sehr selten. Schweiz: An trockenen und entrindeten Stämmen und Zweigen von Pinus Mughus in den Rhätischen Alpen. — München: Am Holz eines dürren Fichtenastes im Buchendorfer Gemeindewalde. — Fränk. Jura: Am Holz dünner Fichtenäste im Affentale; an alten Fichtenstangen des Parkzaunes in Eichstätt. — Baden: An Tannen¬ strünken auf dem Feldberg. — Allgäuer Alpen: Falterbach bei Oberstdorf, an entrindeten Fichtenwurzeln. 1491. X. spilomatica (Anzi) Fr. — Agyrium spilomaticum Anzi. Lager ergossen, unterrindig, gräulichweiß, ziemlich dünn, mit zahl¬ reichen graugelblichen oder gelblichgrünen Soredienkörnchen hervor¬ brechend. Apothecien hervorbrechend, kleiner und mehr rundlich als bei
412 X. parallela, bis höchstens 0,5 mm breit und 1 mm lang, rötlich oder schmutzig gelbrötlich, mit ziemlich dünnem Rande. Hypothecium farblos. Paraphysen schlank, fast getrennt, am Ende blaß bräunlich. Sporen ellip¬ soidisch, 8—12 jU lang, 4—6^ dick. Hymenialgallerte mit Jod anfangs bläulich, dann violett werdend. — X. spilomatica ist von X. minutula Kbr. durch die stets mehr rötlichen Apothecien und die etwas kürzeren Sporen verschieden. Auf alten Stümpfen von Nadelhölzern, selten. N iederösterreich: Auf morschen Tannenstrünken auf der Haselrast zwischen Gutenstein und Rohr. — Schlesien: Auf dem trockenfaulen Hirnschnitt einer alten Fichte über dem roten Stein bei Görbersdorf. — Thüringen: Hohe Schlaufe bei Ilmenau; bei Arlesberg; Tabarz; Gehren; Masserberg; überall nur steril. 1492. X. minutula Kbr. — X. parallela var. minutula Lettau (Beitr. zur Lichenogr. v. Thüringen. Hedwigia 1920, p. 118). Lager fleckig abgegrenzt, sehr dünn schorfig, weißlich grau, auf un¬ deutlichem Vorlager. Apothecien sehr klein, angedrückt, kurz linear oder elliptisch, mit flacher brauner, angefeuchtet schwellender gelbbrauner Scheibe. Sporen wie bei X. parallela. — „Eine höchst unscheinbare, nur mit der Lupe erkennbare Flechte, die sich von der vorigen Art (X. paral¬ lela) durch das Vorhandensein eines vollkommenen Thallus, durch bei weitem kleinere und kürzere, angefeuchtet sehr anschwellende und gelb¬ bräunlich werdende Früchte, wie endlich durch den Standort hinlänglich unterscheidet“ (Körber Parerga, p. 276). — Lettau bemerkt dazu: Der Thallus macht sich als weißlicher Flecken auf der Rinde kenntlich, kann aber nicht leprös genannt werden. Hypotheken farblos, Paraphysen verleimt, etwa 80—85 p, hoch, Jod färbt dunkelblau; ihre obersten Teile braungelb¬ lich bis schmutzig hell olivbräunlich. Sporen nicht gefunden. — Vielleicht nur rindenbewohnende Form von X. parallela (f. pallens Nyl.). Bisher nur: Schlesien: An Fichtenrinden der Seifenlehne im Riesengebirge. — Thüringen: An Rinde von Picea-Wurzeln unweit Neustadt. 1493. X. parallela (Ach.) Fr. — Lichen parallelus Ach. — Stictis parallela Fr. — Taf. XCVIII, Fig. 5; CTI, Fig. 4—6. Lager unterrindig, auf dem nackten Holz reinweiße oder gebleicht er¬ scheinende Flecken bildend; Vorlager undeutlich. Apothecien eingesenkt¬ hervorbrechend, schmal lanzettlich-linear, 0,1—0,2 mm breit, bis 2 mm lang, mit anfangs vertiefter, dünn und erhaben berandeter, später fast flacher unberandeter, brauner bis schwarzer oder ausbleichender Scheibe.
413 parallel mit den Holzfasern verlaufend. Gehäuse dünn, hellbraun. Hypo¬ thecium farblos. Epithecium bräunlich ; Paraphysen locker, unverzweigt, an der Spitze bräunlich. Schläuche keulig. Sporen ellipsoidisch, n—i6^u lang, 5—7 P dick- An nacktem Holze, alten Stümpfen von Nadelhölzern, an alten Zäunen und Pfählen im Gebirge ziemlich verbreitet, in der Ebene seltener, z. B. Niederösterreich: Auf entrindeten Stämmen bei Türnitz. — Schweiz: Seedorf, Maderanertal, Alpenwald, um Bormio, Simpion bei Villagio, Eggischhorn im Wallis. — Bayer. Alpen: Rottachalpe bei Tegernsee. — München: An mehreren Stellen, ebenso im Fränk. Jura: — Augsburg. — Baden: Im südlichen Schwarzwald ziemlich häufig. — Erzgebirge. — Franken wald: Baumstumpf im Loh¬ bachtal und beim Drachenfels. — Vogtland: Baumstumpf im Steinicht, rechtes Elstertal. — Harz: Braunlage, oberes Ilsetal; Sieber. — Nord- westd. Tiefebene: Norderney, auf altem Holze. — Thüringen: Ziemlich häufig. — Sachsen. — Schlesien: Im Gebirge häufig. — Preußen: Groß-Raumer Wald: bei Wieckau. var. pallens Nyl. Von der typischen Form hauptsächlich durch die blasse Farbe der Apothecien, die auch trocken blaß braun sind, unterschieden. S c h w e i z: Maderanertal; Wälder um Bormio. Gattung Encephalographa Mass, Lager epi- oder endophlöodisch, krustig, einförmig, mit den Hyphen der Markschicht an die Unterlage befestigt, unberindet, mit Palmella- Gonidien. Apothecien sitzend, in der Regel gehäuft und zu Gruppen ver¬ einigt, seltener einzeln stehend, länglich, gerade oder gewunden, einfach oder auch kurz gabelig oder dreistrahlig; Scheibe zumeist schmal, ritzen¬ förmig oder stellenweise verbreitert. Gehäuse dick und kohlig; Hypothe¬ cium kohlig, dick; seltener heller, bräunlich; Paraphysen verklebt, dicht, verzweigt und verbunden, unseptiert. Schläuche fünf- bis achtsporig. Erklärung zu Tafel XCVIIL Fig. i. Chiodecton crassum, Lager, nat. Gr. „ 2. Diploschistes actinostomus, „ „ „ „ 3- »» ocellatus, „ „ „ ii 4- ii scruposus, „ „ „ „ 5. Xylographa parallela, ,, „ „ ,, 6. Graphis elegans, „ „ ., „ 7. Lecanactis abietina, „ ,, „ „ 8. Opegrapha hapaleoides, „ „ „
414 Sporen hell bis dunkelbraun, zweizeilig, länglich bis eiförmig, in der Mitte mitunter eingeschnürt, die untere Zelle manchmal etwas kleiner als die obere. Konzeptakel der Pyknokonidien flächenständig, klein, kugelig, mit am Scheitel dunklem Gehäuse. Fulkren exobasidial,, Pyknokonidien läng¬ lich, gerade. 1494. E. cerebrina (DC.) Mass. — Opegrapha cerebrina DC. — Melanospora cerebrina Mudd. — Lithographa cerebrina Leight. — Lichen cerebrinus Ram. — Lecidea cerebrina Schaer. — Taf. C, Fig. 1, 2; CII, Fig. 7—9. Thallus fast begrenzt, dicklich, weinsteinartig, weißlich oder bläulich- weiß. Apothecien schwarz, zerstreut oder gehäuft, sitzend, länglich, rund¬ lich oder eckig, rinnig, mit eingebogenem Rande. Schläuche keulenförmig, achtsporig. Sporen linear-länglich, in der Mitte leicht eingeschnürt, dunkel¬ braun oder fast schwarz, 15—23 /z lang, 8—12/z dick. Jod färbt die Hymenialgallerte bläulich. An Kalkfelsen in den Alpen, zerstreut. — Tirol: Grenzkamin, Kreuzeck. Stanzertal, Kaiserjoch. Gröden, Langetal, Schutthalde am Fuße des Langkofel, Felsen bei der Ferraraalpe. Paneveggio, Rollepaß auf Sand¬ stein und Mergelkalk. — Schweiz: Gemmi; in der Schwalmeren; Belmi; Große Scheideck; Premadio; Plans; Pilatus. — Bayerische Alpen: Watzmann; Funtenseetauren ; Obermädelealpe ; am unteren Knie des Sperr¬ baches; Kreuzeck: Falterbach; Einödsbach ; Spielmannsau. — Pinzgau: Ziemlich häufig. — Niederösterreich: An Kalkfelsen auf dem Gipfel des Ötscher; im Saugraben auf dem Schneeberg. f, caesia Anzi. Lager bläulichgrau, ungleich-zusammenhängend oder rissig gefeldert. — Tirol: Waldrast, an Kalkfelsen der Matreier Grube. Schiern, an Dolomit oberhalb der Seiseralpe; in der Nähe von Salegg am Wege nach Seis. /. steriza Anzi. Lager fehlend. — Tirol: Waldrast, an Kalkfelsen in beiden Gruben. 1495. E. Elisae Mass. Thallus weinsteinartig-ergossen oder begrenzt, etwas marmoriert-zu¬ sammenhängend, einförmig, schmutzig weißlich-grünlich oder gelblich, von schwarzem Vorthallus begrenzt. Apothecien anfangs eingesenkt, später zu¬ sammenfließend, sitzend, schwarz, mit zusammenneigenden Gehäusen und deshalb eingeweideartig eine vielförmig gewundene breite, rissig-eckige Masse bildend. Sporen klein, ellipsoidisch, bräunlich, in der Mitte einge¬ schnürt, 12 /a. lang, 4—5 ja dick.
415 An Kalkfelsen in den Südalpen: Bei Premadio in der Nachbarschaft von Gletschermoränen zwischen Sobretta und Plaghera und im Valle di Madesimo. Gattung Opegrapha Humb. Lager krustig, einförmig, mit den Hyphen des Vorlagcrs oder der Markschicht an die Unterlage befestigt, unberindet, mit Chroolepus-Goni¬ dien. Apothecien eingesenkt, angedrückt oder sitzend rundlich, zumeist mehr oder weniger in die Länge gezogen, mit eigenem kohligem Gehäuse. Scheibe schmal, ritzenförmig oder etwas verbreitert: Hypothecium dunkel oder hell; Paraphysen verzweigt und miteinander verbunden. Schläuche keulig oder länglich, mit dünner Wandung, achtsporig. Sporen eiförmig, länglich bis spindelförmig, gerade oder leicht gekrümmt, farblos, parallel mehrzellig (zwei bis achtzehn), mit zylindrischen Fächern. Fulkren exo- basidial; Pyknokonidien länglich bis fädig, gerade oder gekrümmt. Stylo¬ sporen an einfachen Stützhyphen, terminal, eiförmig bis länglich, gerade oder leicht gekrümmt, farblos. Unter den Arten der Gattung Opegrapha herrscht noch ziemliche Ver¬ wirrung, besonders da viele zu großer Formenbildung neigen und dieselbe Form oft von dem einen Forscher zu dieser, von einem andern zu jener Art gezogen werden. Deshalb ist auch die Synonymie eine sehr verwickelte und noch durchaus nicht überall geklärte. Übersicht der Arten: 1. Spören normal vierzellig 2. Sporen normal sechs- und mehrzellig 15. 2. An Rinde und Holz 3. An Gestein 8. 3. Hypothecium grünlich O. atra. Hypothecium braun bis schwarz 4. 4. Apothecien den Holzfasern parallel gerichtet O. subparallela. Apothecien den Holzfasern nicht parallel 5. 5. Scheibe meist nicht sichtbar O. rubescens. Scheibe sichtbar 6. 6. Apothecien stark vortretend, sitzend O. atrorimalis. Apothecien eingewachsen bis hervorbrechend 7. 7. Lager weißlich O. atricolor. Lager bräunlich O. herpetica.
416 8. An Kalk und kalkhaltigem Gestein 9. Auf Sandstein und Urgestein 12. 9. Apothecien kreis- oder ringförmig gestellt O. centrifuga. Apothecien zerstreut oder in Gruppen 10. 10. Apothecien zerstreut O. saxicola. Apothecien meist gruppenförmig angeordnet 11. 11. Apothecien lang linear, meist einfach O. calcarea. Apothecien klein, linear, oft mit einem Seitenast 0. trifurcata. 12. Sporen 20—25 und darüber lang O. gyrocarpa. Sporen 12—18^. lang 13. 13. Lager weiß O. demutata. Lager fleischrötlich, im Herbar verblassend 14. 14. Ränder der Apothecien dick, wulstig, weit vertretend, die Scheibe fast verdeckend O. zonata. Rand der Apothecien rissig-faltig, eingebogen, Scheibe deutlich sicht¬ bar O. saxicola. 15. An Rinden 16. An Gestein 26. 16. Sporen meist sechszehnzellig O. viridis. Sporen sechs- bis achtzellig 17. 17. Apothecien gelb bis zitronengelb O. xanthocarpa. Apothecien dunkel 18. 18. Sporen achtzellig O. lyncea. Sporen meist sechszellig 19. [9. Sporen über 30 p lang O. amphotera. Sporen unter 30 p lang 20. 20. Vorwiegend an Nadelhölzern O. vulgata. Vorwiegend an Laubhölzern 21. 21. Pyknokonidien über 12^ lang O. cinerea. Pyknokonieden unter 10 p lang 22. 22. Sporen 6—9 p dick O. varia. Sporen 3—4 p dick 23. 23. Pyknokonidien 3—3,5 p lang O. hapaleoides. Pyknokonidien über 4 p lang 24. 24. Sporen 20—26 p lang O. subsiderella. Sporen bis 20 p lang 25. 25. Pyknokonidien 7—10p lang, 0,6—1,0 p dick O. vulgata. Pyknokonidien 8—12 p lang, 0,5 p dick O. devulgata. 26. Läger rotbraun 27. Lager nicht rotbraun 28.
417 27- Sporen meist sechszellig, 22—34 lang, 3—5 11 dick O. horistica. Sporen siebenzellig, 32 u lang, 6 p dick O. lithyrgodes. 28. Sporen 3—5 p dick O. lithyrga. Sporen 2—3 u dick O. farinosa. 1496. O. atra (Pers.) Nyl. — O. bullata Körber. — Taf. IC, Fig. 1 ; C, Fig. 1; CIII, Fig. 8, 9. Lager dünn, rundlich, meist abgegrenzt, weißliche oder gelbliche Flecken bildend. Apothecien zahlreich, schwarz meist strahlig angeordnet, aber auch fast parallel oder regellos, linear, gewöhnlich einfach, gebogen, Scheibe schmal, Ränder dick, vortretend. Hypothecium grünlich, nach oben oft dunkler und rötlichbraun. Epithecium grünlich. Sporen verkehrt ei¬ förmig-spindeiig, meist vier-, selten fünfzehig, farblos, 13—20^ lang, 4^ dick. Pyknokonidien 4—4,5 p, lang, 1 p dick, gerade, mit abgerundeten Enden. Häufig an glattrindigen Laubbäumen, seltener an Nadelhölzern, von der Ebene bis zum Hochgebirge verbreitet. Sehr formenreich. f. parallela Nyl. Apothecien verlängert, ziemlich gerade verlaufend, unter sich parallel. An Schwarzpappeln in Rostrup. f. conglomerata Anzi. Apothecien breiter, kürzer, mit flacher, weit offener Scheibe und zartem Rand, sternförmig zusammenfließend. Lüneburg: An einem Walnußbaum an der Stadtmauer vor dem Bardowieker Tor. f. hapalea Ach. — Opegrapha stenocarpa ß hapalea Ach. Lager schmutzig weiß, etwas staubig. Apothecien sehr schmal, etwas gewölbt, ziemlich gerade, sehr dicht gedrängt. Scheibe ritzenförmig. Stellenweise, z. B. Heidelberg. — Thüringen: Eremitage bei Arn- Erklärung zu Tafel IC. Fig. i. Opegrapha atra, Lager, nat. Gr. »» 2. ,, varia, ,, ,, ,, »i 3' »» viridis, „ ,, ,, „ 4. „ rufescens, „ ,, „ „ 5. Lithographa tesserata, „ ,, „ „ 6. „ „ „ bei Lupenvergr. „ 7. Melaspilea megalyna, „ nat. Gr. „ 8. „ • „ „ bei Lupenvergr. „ 9. ,, n Apothecien, stärker vergr. Thome-Migula, Flechten. II. (Flora XII, 2.) 2«
418 stad (Fraxinus); Roda bei Ilmenau (Acer). — Fränk. Jura: An Buchen bei Eichstätt. — Nordwestd. Tiefebene häufig; usw. var. denigrata Schaer. Thallus dünn, weißlich, oft abgegrenzt. Apothecien so gehäuft, daß sie schwarze Flecken auf dem Thallus bilden. Verbreitet, doch nicht überall. 1497. O. subparallela Müll.-Arg. Lager durch kleine weiße, glänzende Flecke angedeutet. Apotliecien lls—1 /z lang, zwei- bis viermal so lang wie breit oder kürzer, oft kaum um die Hälfte länger als breit, und dann stumpf, während die längeren an beiden Enden spitz sind, eingewachsen-sitzend, alle den Holzfasern fast parallel, einfach, gerade oder hier und da etwas gekrümmt, durch die dünnen, vortretenden, etwas scharfen Ränder schmalrinnig, später durch die weiter auseinandertretenden Ränder vertieft-offen oder zuletzt ziemlich flach, niemals angeschwollen, schwarz, matt, oder an den Rändern, mit¬ unter auch gleichzeitig auf der Scheibe rostfarben angelaufen, innen braun¬ schwarz. Hymenialschicht etwas bräunlich, 60/z hoch; Hypothecium dick, schwarzbraun. Schläuche 50 /z lang, verkehrt-eiförmig-zylindrisch, acht¬ sporig. Sporen 15 p lang, 21/»—3mal so lang wie breit, vierzellig, farblos, an beiden Enden stumpf, an der mittleren Scheidewand etwas eingezogen. Jod färbt die Hymenialschicht blau. Schweiz: An langsam verwesenden Kiefernstümpfen am Mont Saleve. 1498. O. rubescens Sandstede. — O. demutata in Sandstede, Nach¬ trag 2, p. 323. Thallus zart, weiß oder grau weißlich, mit Kalilauge sich rötend. Apothecien unregelmäßig, hier und da gekrümmt, verzweigt, mit ein¬ gerollten Rändern und meist nicht sichtbarer Scheibe. Hypothecium, kohlig, schwarzbraun, Hymenium gelblich, Epithecium gelblichbraun. Sporen 16—18 p lang, 3—5^ dick, breit ellipsoidisch-spindelig, vierzellig. Pyk¬ niden zahlreich, groß, schwarz; Pyknokonidien 12—20p lang, gerade, doch etwas unregelmäßig dick, an beiden Enden stumpf abgerundet. Nordwestdeutschland: An Carpinus im Urwald; an einer freistehenden Esche in Gristede; an Apfelbäumen in Torsholt; an Linden in Harbers Haus in Groß-Sander, Ostfr.; an einem entrindeten Baum¬ stamm in Mansholt; an einem Apfelbaum auf Aggens Gehöft in Borkum; an einer alten Weide auf Nordernei; an Pflaumenbäumen im Zwischen- ahnerfeld (von hier als O. demutata in Zwackh Lieh. Nr. ir68 ausgegeben).
419 1499* O* atrorimalis Nyl. — O. betulina Sm. — O. herbarum Mont. — O. Turneri Leight. — O. varia subsp. rimalis Cromb. Thallus meist grauweiß, zuweilen, gelblich oder bräunlich, meist ab¬ gegrenzt, oft durch eine dunkle Linie, oder über größere Flächen ergossen. Apothecien stark vortretend, sitzend, meist einfach, verlängert, mit schmaler Scheibe und plumpen, abgerundeten und eingebogenen Rändern. Hypothecium fast schwarz. Hymenium gewöhnlich farblos. Sporen vier¬ zellig, breit spindelförmig, 17—24 p lang, 5—8 p dick. Pyknokonidien gerade, zart, stäbchenförmig, 3—6 p lang, 0,5 p dick. An Holz von Laubbäumen, Brettern, Pfählen, Reisig, selten. Baden: Heidelberg, an dürren Urticastengeln in Mauerritzen. — Westfalen: Tiergarten zu Wolbeck (Carpinus). — Nordwestdeutsche Tief¬ ebene: An altem hartem Eichenholz verbreitet, auch an Pappeln, Obst¬ bäumen, Walnußbäumen, Robinien, Liriodendron, Buchen, Efeu. — Rügen: An Ahorn in der Granitz; bei Lohme; Stubbnitz. — Insel Föhr: An dünnen Phragmiteshalmen eines Reitdaches (f. betulina). — Lau en bürg. — Sachsen w al d. 1500. O* atricolor Stirton. Thallus weißlich, dünn. Apothecien schwarz, eingewachsen, sitzend, schmal, etwas spitz, gewöhnlich einfach, innen schwarzgrau oder bla߬ braun. Scheibe schlittenkufenförmig, etwas konkav werdend oder sich ver¬ flachend, runzelig. Hypothecium bräunlichschwarz. Paraphysen undeutlich, unregelmäßig, an den Enden braunschwarz. Sporen zu 4—8 im Schlauch, länglich-eiförmig, vierzellig, farblos, 15—21 p lang, 4—5 p dick. Oberer Teil des Hymeniums blau, unterer gelb, mit Jod weinrot werdend. Die Flechte wurde von Eitner für Schlesien angegeben: Dirsdorfer Wald, an Jungeicheti. 1501. O. herpetica Ach. — O. rufescens Pers. — O. siderella rufescens Ach. — Lichen rubellus Ach. — O. herpetica f. rubella Hepp. — Taf. IC, Fig. 4; C, Fig. 4; CI, Fig. 17; CHI, Fig. 4. Lager ausgebreitet, sehr dünn, anfangs unterrindig, später schorfig oder spärlich körnig, graubräunlich, rotbräunlich oder olivgrün-bräunlich, zuweilen durch eine braune Linie begrenzt, angefeuchtet meist schwach nach Veilchen riechend. Apothecien. sehr klein, eingewachsen-hervor¬ brechend, rundlich, 0,2—0,3 mm breit oder kurz strichförmig, 0,1—0,2mm breit, etwa 0,5 mm lang, mit flacher oder seicht rilliger, mattschwarzer Scheibe und dünnen, anfangs zusammenneigenden, später meist ganz zurücktretenden, mattschwarzen Rändern. Gehäuse kohlig, Hypothecium 27*
420 dunkel gelbbraun bis braunschwarz. Paraphysen lange erkennbar, zuletzt gelblichbraun. Schläuche keulig. Sporen Spindel- oder fingerförmig, an beiden Enden wenig verschmälert und abgerundet, meist etwas gebogen, vierzellig, meist blaß bräunlich, in der Mitte oft einseitig etwas geschwollen, 15—27 p lang, 3,5—5 p dick. Pyknokonidien gerade bis mehr oder weniger stark, selbst hakenförmig gekrümmt, 0,6—2 p dick, 4—8 p lang. Der Unterschied zwischen O. herpetica und O. rufescens ist fast aus¬ schließlich durch die Form und Größe der Pyknokonidien bedingt, die bei der ersteren kräftig, 5—7 p lang, etwa 2 p dick und stark gekrümmt, bei der letzteren viel zarter, 0,6—0,8 p dick, etwa 4 p lang und gerade oder fast gerade sein sollen. Es finden sich aber nicht nur alle möglichen Über¬ gänge zwischen diesen Extremen, sondern Lettau konnte auch nachweisen, daß in demselben Lager Pyknokonidien beiderlei Gestalt und Größe vor¬ kommen. Deshalb ist eine Trennung beider Arten nicht durchzuführen. Auf glatter Rinde von Laubbäumen, seltener Nadelbäumen verbreitet, stellenweise häufig bis gemein. var. rubella (Pers.) Schaer. Lager rotbraun. Apothecien angedrückt, rundlich oder strichförmig, var. subocellata Ach. — var. albicans Nyl. Lager bräunlich, weißfleckig. Apothecien eingesenkt, mit weißem, wulstigem Lagerrande, meist strichförmig. 1502. O. centrifuga Mass. Thallus weinsteinartig-schorfig bis mehlig, grauweiß oder blaugrau, er¬ gossen. Apothecien dicht kreisförmig oder ringförmig gestellt, glänzend¬ schwarz, rundlich oder verlängert, etwa 0,5 mm lang, mit dickem, ge¬ wölbtem Rande. Sporen länglich-ellipsoidisch, vierzellig, farblos, zuletzt braun, 12—22 p lang, 4—7 p dick. Pyknokonidien zylindrisch, 4 p lang. 0,5 p dick. Auf Kalkfelsen. Schwaben: Hüting. — Fränk. Jura: An Kalkfelsen am Wintershofer Bergabhange; um Eichstätt, Solenhofen. — Thüringen: Mönchstuhl bei Garsitz, an Dolomitfels. 1503. O. calcarea Turn. — O. Chevallieri Leight. — O. atra var. cal- carea Stitzenb. — Taf. CI, Fig. 9, 10. Lager kreideweiß, zuweilen gelblich, weinsteinartig, zuweilen sehr dünn und pulverig. Apothecien meist in kleinen Flecken zusammen¬ gedrängt, selten zerstreut, lang linear, schwarz, einfach^ gerade oder ge¬ bogen und wellig, mit wenig sich öffnenden Rändern und kaum sichtbarer Scheibe. Paraphysen gehäuft, dünn, mäßig deutlich. Schläuche breit keulen¬
421 förmig, mit dicker Membran am Scheitel. Sporen breit Spindel- bis schwach keulenförmig, 14—18/4 lang, 4—6 ft breit, vierzellig, farblos, mitunter bräunlich werdend. Pyknokonidien gerade, stäbchenförmig, an den Enden wenig gerundet, 7 fi lang, 0,8 ft dick. An kalkhaltigem Gestein, auch an Mörtel, Backsteinen usw. West¬ deutschland. — Alpen: Auf Kalk um la Balma bei Riva. — Baden: An einer Sandsteinmauer unter dem Wolfsbrunnen. — Böhmen: Auf Grauwackenschiefer im Walde bei Libus südlich von Prag; auf Kalkstein im Procoptale. — Schlesien: Habelschwerdt, Krebsgrund vor Neu- waltersdorf. — Westfalen: Ruine zu Tecklenburg. — Nordwest¬ deutsche Tiefebene: Verbreitet, besonders an den meisten Dorf¬ kirchen und Glockentürmen. /. diatona Nyl. Apothecien schlanker, zarter, mehr offene, flache Scheiben zeigend. Sporen etwas größer, 15—20 ft lang, 5—6 ft dick. Westfalen: Botanischer Garten in Münster. — Rheinlande: Falkenberg bei Aachen. — Heidelberg. f. agglomerata Sandst. Thallus nicht deutlich. Apothecien kurz, furchig, gerandet, zu mehreren dicht gehäuft zusammenfließend, die einen über die anderen gehäuft. Pykniden sehr groß und deutlich flach. Mit der Stammform, z. B. an Granit, Backsteinen und Kalkbewurf der Kirche in Huntlosen. 1504. O. trifurcata Hepp. — O. exilis Garov. — O. confluens Hepp. — 0. rupestris ß confluens Arn. — Arthonia confluens Kbr. — O. atra var. confluens Stitzenb. — Taf. CI, Fig. 1, 2. Thallus sehr dünn, weinsteinartig, zusammenhängend. Apothecien in kleinen Gruppen sitzend, sehr klein, linienförmig, 0,3—1 mm lang, 0,2 mm breit, öfter mit einem Seitenästchen versehen, gerade oder etwas gekrümmt, mit schmaler Scheibe und aufgeworfenen, glänzenden Rändern. Hypo¬ thecium schwarzbraun, Hymenium farblos oder grüngelblich. Paraphysen undeutlich, zahlreich. Schläuche 40—45 ft lang, gegen 18/4 dick, am Scheitel mit stark verdickter Wand, achtsporig. Sporen 14—16 ft lang, 5—7 /1 dick, farblos, vierzellig. Jod färbt das Hymenium gelblich. An Gestein, ziemlich selten. Tirol: An beschatteten Felsen des Galmeikopfes bei Füssen; Waldrast, an Kalkfelsen der Matreier Grube. — Schweiz: An Felsen des Mont Saleve. — Fränk. Jura: An Kalk¬ felsen bei Dollnstein; an einem Dolomitfelsen einer kahlen Felsschlucht vor Obereichstätt. — Westfalen: Bei Westheim a. d. DiemelWein-
422 berg bei Höxter; im Mühlentale bei Alme auf Massenkalk; auf Pläner bei Düren; auf Zechstein am Wulsenberg bei Stadtberge auf dem Lager von Verrucaria calciseda; bei Büren auf dem Lager von Verrucaria Dufourei. 1505. O. gyrocarpa Flöt. — O. saxatilis var. gyrocarpa Mass. — 0. rupestris var. rufescens Flöt. — O. rupestris Fr. — O. Persoonii Wain. — Lichen Persoonii Ach. — Opegrapha saxicola v. gyrocarpa Stzbgr. — 0. gyrocarpa a arenaria Kbr. Lager sehr dünn, graubraun, mehr oder weniger durch schwarze Linien begrenzt, seltener fast fehlend. Apothecien zerstreut, sitzend, rundlich oder rundlich-elliptisch, selten linear verlängert, mit flacher bis faltiger, selten konkaver Scheibe und wenig vorragenden, abgerundeten Rändern. Hypo¬ thecium braunschwarz; Hymenium farblos, 80—100 p hoch, aus freien, dicken Paraphysen und bis 65 p langen und etwa 15 p breiten, keulen¬ förmigen, achtsporigen Schläuchen gebildet. Sporen farblos, lang ellipsoi¬ disch oder plump keulenförmig, zuweilen schwach gebogen, normal viel¬ zellig, selten zwei- oder mehr als vierzellig, 20—25, selten bis 30 p lang, 4—6/z dick. Hymenium durch Jod nicht gebläut. Pykniden klein, schwarz, punktförmig, zwischen den Apothecien. Pyknokonidien zylindrisch, 6/r. lang, 0,5 p dick. Auf Urgestein in den alpinen und subalpinen Lagen. Tirol: Silz (Phyllit): Kleiner Rettenstein am Wege zum Roßgrubkogel (Phillit); Gröden, bei Innerpontifes (Porphyr) ; Predazzo, am Fuße der Margola (Syenit). — N i e d e r Österreich: Brühl bei Wien, an Kalkfelsen (var. dolomitica); an Kalkfelsen in der Steinapiesting. — Schweiz: An Sand¬ steinfelsen bei Gossau. — Allgäuer Alpen: Falterbach, Oytal, Gerstruben, Schattenberg, Füssen usw. — Schwaben: Hüting. — Westfalen: An beschatteten Dolomitfelsen des Ith ; an Sandsteinfelsen bei Gravenhorst; auf Sandstein bei Wetter. — Schlesien: Sicher nur: Am Quadersandstein von Adersbach und auf der Heuscheuer. — Die Standorte für Anhalt und Hessen sind unsicher (wahrscheinlich O. saxi¬ cola). f. Rhododendri Arn. Lager ockerrötlich, im Herbar zuletzt blaß grünlich werdend. Gonidien gelbgrün, etwa 25 p lang, 18 p breit. Apothecien schwarz, fast kreisrund, dick berandet. Epithecium und Hypothecium dunkelbraun, durch KOH nicht verändert. Hymenium farblos, durch Jod weinrot gefärbt. Sporen farblos, länglich, vierzellig, 27—30 p lang, 5 p breit. An Rhododendron. Tirol: Stanzertal gegenüber Pettneu; Kleiner Rettenstein ; Predazzo, am Fuße der Margola.
423 var. schisticola (Eitner). — O. rupestris y schisticola Eitner. Viel kräftiger ausgebildete Form mit bis 1,5 mm großen, gewölbten, hochaufsitzenden Apothecien. Schlesien: Glimmer des Roten Berges und der Brümnelheide im Gesenke; Glatz, Schneeberg an den Schwalbensteinen; Riesengebirge, Granit der Korallen steine, Sausteine; Altvater, Hoher Fall. („Der O. zonata Kbr. täuschend ähnlich, doch ohne das begrenzende und durchkreuzende schwarze Vorlager, z. T. glatt rotbraun, an anderen, schattigeren Orten dick polsterig, soreumatisch rotbraun, auf dem schwarzen Vorlager verteilt.“ Eitner.) 1506. O. demutata Nyl. Thallus weiß, sehr zart, etwas mehlig, fast begrenzt. Apothecien schwarz, linear, etwa 0,5 mm lang, 0,2 mm breit, leicht gebogen, mit schmaler oder zuletzt offener Scheibe. Sporen länglich, vierzellig, 12 bis 16 /z lang, 3—5 ju. dick. Pyknokonidien stäbchenförmig, 11—20 ju, lang, 1—2 mm dick. Heidelberg: An einer Sandsteinmauer im Schloßgarten. 1507. O. zonata Kbr. (in der Fassung von Stein). Kruste dünn, ausgebreitet, weinsteinartig, graurötlichbraun, im Herbar bald in weißlichgrau ausblassend, mit soreumatischen Körnchen dicht be¬ streut, angefeuchtet geruchlos, vom schwarzen Vorlager umsäumt und felderig durchkreuzt. Apothecien selten, klein, angedrückt, verzogen rund¬ lich, 0,4—0,6 mm im Durchmesser, oder kurz strichförmig, 0,3 mm breit und bis über 1 mm lang, dann echt rillenförmig und oft bogenförmig ge¬ krümmt, mit flacher, nackter, tiefschwarzer Scheibe und dickem, wulstigem, weit vortretendem, die Scheibe oft fast verdeckendem, tief schwarzem, zu¬ weilen fast glänzendem Rande. Gehäuse kohlig, reinschwarz; Hypothecium kohlig, nach oben braunschwarz. Paraphysen verklebt, bald krumig werdend und von oben her sich gelbbraun bis braunschwärzlich färbend. Schläuche kurz und breitkeulig. Sporen kurz spindelförmig, 14—17 /4 lang, 4—5 p dick, nach einer Seite verschmälert, an beiden Enden abgerundet, immer nur vierteilig. Schlesien: An den Felsen des Teufelsgärtchens und am Granit der Spatlöcher bei Krummhübel, mit Früchten, wahrscheinlich auch am Kochelfall; Altvatergebirge, im großen Kessel mit blaugrauem, wei߬ staubigem Thallus und wulstig dickrandigen, rilligen oder gyrophoren Apothecien. Sporen vierteilig, 21,5/4 lang, 5,5/4 dick. Die übrigen Standorte sind zweifelhaft und beziehen sich wohl meist auf O. horistica, bei denen sie angegeben sind.
424 1508. O. saxicola Ach. — O. rupestris Pers. — Taf. Cl, Fig. 18. Lager ergossen, frisch gelbrötlich oder rotbräunlich, im Herbar gräu¬ lich oder grünlich werdend, dünn, schorfig. Apothecien zerstreut, länglich oder eiförmig, lang oder kurz, in verschiedener Weise verzweigt oder formlos und eckig, bis 0,8 mm lang und 0,3 mm breit, schwarz, zuletzt faltig gedreht, mit eingebogenen, rissig-faltigen Rändern und deutlich sichtbarer Scheibe. Schläuche breit keulenförmig, am Scheitel leicht ver¬ dickt. Sporen ellipsoidisch oder länglich-keulenförmig, vierzellig, farblos, im Alter bräunlich werdend, 16—18 p lang, 6 p dick. Pyknokonidien stäbchenförmig, 4p lang. Hymenialgallerte mit Jod sich weinrot färbend. Auf Kalk- und Sandstein in den deutschen Mittelgebirgen zerstreut und nicht häufig, in den Alpen häufiger. var. De Candollei Stitzenb. — O. saxigena Tayl. — O. varia y puli¬ caris c saxicola Schaer. — O. saxatilis DC. — O rupestris ß saxigena Hepp. Lager dicker, häufig begrenzt, mehlig-schorfig oder weinsteinartig, von weißer, gelblicher oder grauer Farbe, selten fehlend. Apothecien in insel¬ artige Gruppen auf dem Lager vereinigt, selten zerstreut, weniger über dasselbe hervorragend als bei saxicola, kleiner, glänzend, schwarz. 0,5 bis 0,6 mm lang, 0,2—0,4 mm breit, mit stets abgerundeten dicken Rändern und bleibend ritzenförmigem Epithecium. Schläuche 50—60 (bis 80) p hoch, 14—20 p breit. Sporen 16—20 (bis 24)^. lang, 5—8 p. dick. Auf Kalk, seltener Sandstein. Alpen: Lofer im Pinzgau. — Schweizer Alpen: Lägern; Liestal; Monnetier. — Fränk. Jura: An Kalkfelsen um Eichstätt, Berching, Streitberg; parasitisch über Verru- caria calciseda an Kalkfelsen bei Obereichstätt, oberhalb Würgau: an umherliegenden Kalksteinen im Laubwalde oberhalb Wasserzell. — Thü¬ ringen: Mönchstuhl bei Garsitz. var. dolomitica Arn. Lager ergossen, hell rotbräunlich, im Alter grünlich oder grau aus¬ bleichend, auf undeutlichem Vorlager. Apothecien mehr rundlich. Fränk. Jura: An Dolomitfelsen, z. B. im Ankertale bei Ruprechts¬ tegen; im Tale zwischen Pottenstein und Tüchersfeld, im Schambachtale bei Eichstätt usw. — N'iederösterreich: Auf Dolomit in der Vorder¬ ebene bei Lilienfeld; auf dem Eisenstein; auf dem Hohenstein; am Schnee¬ berg. — Schlesien: An Kalk auf dem Kitzelberge bei Kauffungen und auf dem Sacrauer Berge bei Gogolin. var. sublecideina Am. Lager wenig entwickelt, ziemlich dick, weißlich, meist fast fehlend. Apothecien den Lagerstückchen oder dem nackten Stein aufsitzend, kurz strichförmig, fast rundlich, nicht selten lezideinisch und fast kugelig mit
425 eingedrücktem Scheitel, ziemlich klein, schwarz. Epithecium und Hypothe¬ cium kastanienbraun, durch KOH nicht verändert. Hymenium farblos, durch Jod weinrot gefärbt. Paraphysen dick, am Scheitel kaum verdickt. Sporen braun, vierzellig, an beiden Enden stumpf, 16—18 ii lang, 6—7,5 p. dick, zu 8 in länglichen Schläuchen. Tirol: Waldrast, unter den Serieswänden und am Aufstieg von der Matreier Grube zum Kalbjoche, auf Kalk; Brenner. 1509. O. viridis Pers. — O. siderella Leight. — O. rubella Mudd. — Ö. involuta Kbr. — Taf. IV, Fig. 3; C, Fig. 3; CI, Fig. 11, 12; CIII, Fig. 6. Lager anfangs unterrindig, dann oberflächlich, rotbraun, zuletzt schmutzig graugrünlich, dünn, oft aber auch polsterartig aufgelockert, trocken stark nach Veilchen riechend. Apothecien rundlich, strichförmig oder unregelmäßig gestaltet, gerade oder gebogen, meist kurz und ziemlich breit, schwarz, mit eingebogenem, später zurücktretendem Rande. Sporen länglich nadelförmig oder schmal spindeiig, meist sechszehnzell ig, farblos, 40—80 p. lang, 6—9 p dick. Pykniden klein, spärlich, aber meist zu mehreren zusammen ; Pyknokonidien gerade, 3—5/4, meist 4/z lang, 0,5 dick. Verbreitet in schattigen Gehölzen an glatter Rinde verschiedener Laubhölzer. 1510. O. xanthocarpa Zw. Lager weißlich, sehr dünn, matt. Apothecien blaßgelb oder fast zitronengelb, länglich oder linearlänglich, mittelgroß, etwa 0,25 mm breit mit schmalem Epithecium, innen blaß. Sporen länglich-spindelförmig, im oberen'Teile dicker, sechszellig, 22—23 lang, 6—7^ dick. B a de n : Karlsruher Schloßgarten an der Rinde einer Ulme. 1511. 0. lyncea (Sm.) Borr. — Lichen lynceus Sm. — Arthonia lyncea Gray. — Lecanactis lyncea Eschw. — Taf. CI, Fig. 13, 14; CIII, Fig. 1. Fig. 7. Thallus reinweiß, weinsteinartig-staubig, ungleichmäßig. Apothecien schwarz, eingesenkt, später hervortretend, länglich oder linear-länglich, kurz oder verlängert, einfach, gekrümmt, mit offener, flacher, dicht blau- grau bereifter Scheibe und starken, etwas erhabenen, welligen Rändern. Paraphysen undeutlich. Sporen lang spindelförmig, farblos, meist achtzellig 22—35 lang, 3—4,5 dick. Pyknokonidien länglich, 4/4 lang, 1 /4 dick. An der Rinde alter Eichen, ziemlich selten. Nach Rabenhorst von Flotow an der Tafelfichte in Schlesien gesammelt. — Harz (Hampe). — Hessen. — Westfalen: An Eichen im Tiergarten zu Wolbeck
426 massenhaft; Rinkerode; Kolonat Heithorn. — R h e i n 1 a n d e : Umgegend von Düsseldorf; bei Bonn. — Nordwest d. Tiefebene: In großen Mengen an alten Eichen im Urwald; an den Rieseneichen im Hasbruch; 5m Rehagen bei Gristede; im Barneführer Holz; Oldehave und Friedeburger Holz; Ostfriesland. 1512. O. amphotera Nyl. Lager glatt, grünlich, von dunklen Vorlagerlinien umgeben. Apothe- zien wie die einer kleinen O. pulicaris, offene Scheibe, bleibender Rand. Sporen spindelförmig, lang zugespitzt, in der Mitte durch Anschwellen einer Zelle angedeutet gebogen, 30—36 p lang, 3—4,5 p dick, sechs- bis achtzollig. Pyknokonidien 5—7 p lang, 1 p dick. Oldenburg, selten: An Corylus bei Helle und bei Neuenburg, an Eschen bei Gießeihorst, an Taxus bei Ohrwege. — Schlesien: Breslau, Margarethendamm; Brieg, Oderwald; Deütsch-Lissa; Muckerauer Wald. 1513. O. cinerea Chev. — Taf. CI, Fig. 15, 16. Lager weißgrau. Apothecien zahlreich, strichförmig oder gekrümmt, gabelig, geteilt oder fast sternförmig verästelt, schmal rinnenförmig. Sporen sechszellig, schmal spindelförmig, 20—25 p lang, 2,5—3,5 p dick. Pykniden fast immer vorhanden, eingestreut oder auf besonderem Lager. Pykno¬ konidien halbmondförmig gebogen, in der Mitte etwas dicker, 12—16/1 lang, 1 p dick. An Laubbäumen, auch an Taxus, im schattigen Hochwald, selten, nur in der Nordwest d. Tiefebene, auch auf den Nordseeinseln ver¬ breitet. Heidelberg. — Rügen: Greifswalder Ooi, an Eschen, Ulmus, Carpinus; Stubbnitz, an Buchen; bei Göhren, an Eschen. — Harz: Sieber, an Buchen. — Schlesien: Brieg, an Fichten; Oderwald bei Linden und Groß-Leubuscher Wald. 1514. O. varia Pers. — Taf. IC, Fig. 2; C, Fig. 2; CI, Fig. 7, 8; CIII, Fig- 5- Lager ausgebreitet, dünn, weißlich, grau oder blaßbräunlich, pulverig. Apothecien vortretend, sitzend, schwarz, länglichrund, ellipsoidisch öder verlängert, an den Enden oft verjüngt, einzeln oder gehäuft, zuweilen fast strahlig angeordnet, mit schmaler oder in der Mitte etwas erweiterter Scheibe und eingebogenen vorragenden, bisweilen verschwindenden Räu¬ den. Hypothecium schwarzbraun. Paraphysen dünn,' wellig, verzweigt, oben in einen braunen Schleim eingehüllt. Sporen unregelmäßig breit spindelförmig, vier- bis sechs-, meist sechszellig, farblos oder später bräun¬ lich, 18—30 p lang, 6—9 p dick. — In ihrer weitesten Fassung eine Sammelart, deren Komponenten jedoch noch nicht mit Sicherheit zu
427 trennen sind, zumal auch die verschiedenen Autoren für die hier als Varietäten aufgeführten Formen recht wenig übereinstimmende Merkmale angeben. An der Rinde von Laubbäumen, seltener Nadelbäumen, verbreitet, stellenweise häufig. f. signata (Ach.). Apothecien gedrängt, verlängert, mit gedunsener Scheibe und ziem¬ lich großen, manchmal bis sieben zelligen Sporen. f. confluens Mass. Lager milchweiß, etwas glänzend. Apothecien zusammenfließend, etwas verkürzt. Schläuche drei- bis viersporig. Tirol: Monte Baldo, am Pian della Cenere (Buchenstrünke). var. diaphora (Ach.). — Opegrapha diaphora Ach. — O. notha var. diaphora Nyl. Apothecien mehr verlängert und an den Enden lanzettlich verschmälert. Pyknokonidien 4—5,5 p lang, 0,16—2^ dick, fast ellipsoidisch und leicht gebogen. — Tirol: Plansee (Buchen, Fichten). Jenesien (Ulmus, Quercus). Gröden (Juglans). Seis (Eschen). Auch aus Schlesien, Fränk. Jura, Heidelberg, Westfalen, Nordwestd. Tiefebene usw. angegeben. var. notha (Ach.) Fr. — Lichen nothus Ach. — Opegrapha notha Ach. — O. lichenoides Pers. — O. varia a lichenoides Schaer. Apothecien länglich oder rundlich, ziemlich kurz, etwas formlos, mit ziemlich breiter offener, flacher oder gewölbter Scheibe und oft fast fehlen¬ den Rändern. Pyknokonidien 3—4/z lang, 0,7^ dick. — Vielfach mit f. lichenoides vereinigt, was wohl richtig ist. — Weit verbreitet. var. pulicaris (Hoffm.) Fr. — Lichen pulicaris Hoffm. Apothecien schmal, später in der»Mitte leicht klaffend. Pyknokonidien 3,5—5/£ lang, 0,6—1/u, dick. — Z. B.: Tirol: Kitzbühel, bei Aurach (Apfelbäume). Überetsch, Altenburg (Buchen). — Auch sonst verbreitet. var. rimalis (Ach.) Fr. — Opegrapha rimalis Ach. — O. varia f. her- bicola Leight. — O. diaphora var. herbicola Nyl. Erklärung zu Tafel C. Fig. i. Opegrapha atra, Lager bei Lupenvergr., h 2. ,, varia, ,, ,, „ Fig. 2a stärker vergr., Apothecien. H 3’ 11 viridis, „ „ „ n 4- » rufescens, ,, ,, „ >» 5- 11 hapaleoides, •„ „ „ »1 6. Graphis elegans, ,, „ „ »» 7. Xylographa parallela, „ ,, „ » 8. Encelphalographa cerebrina, Lager, nat. Gr. » 9- h „ Apothecien, Vergr. etwa 20.
428 Apothecien zerstreut oder gehäuft, verlängert, einfach, gerade oder gebogen, schmal. Scheibe schmal. Ränder erhaben, eingebogen. Sporen gewöhnlich sechs-, manchmal fünfzehig. — Z. B.: T i r o 1: Jenesien (Fagus). Eppau (Buchenwurzeln). — Nordwestd. Tiefebene: An Eichen im Brook bei Garnholz. var. nigrocaesia Cheval. Apothecien breit, fast rundlich, mit bleibendem, dicht bläulichweißem Reif bedeckt, hervor tretend. Thallus ziemlich dünn. Thüringen: Im unteren Teil des Schwarzatales an Straßenlinden, zahlreich. var. ligustrina Müll. — Arg. Lager undeutlich. Apothecien sitzend, klein, 0,2—0,5 mm lang, 0,2 mm breit, kreisrund bis länglich-elliptisch, mit eingebogenen, geschwollenen Rändern; Scheibe rinnig vertieft, in der Mitte etwas breiter. Sporen etwa 27 p, lang, 7 p, breit, sechs- bis siebenzellig. Schweiz: An Ligusterzweigen bei Genf. var. euryspora Naeg. in Hepp. Fl. E. Nr. 895. Sporen zwei-, vier- bis sechszellig, farblos im Alter bräunlich, 20—23 p, lang, 21/2—ßrnal so lang als dick, 6—8 Sporen im Schlauch. An der Rinde alter Weißtannen auf dem Pilatus und an alten Eichen bei Zürich. 1515. O. hapaleoider Nyl. — O. atra (Pers.) Stein. — Taf. XCVIII, Fig. 8; C, Fig. 5. Thallus grau, runzelig. Apothecien sitzend, lang und schmal strich¬ förmig, einzeln oder in verschiedener Weise oft sternartig gehäuft, mit sehr schmaler, schwarzer, flacher Scheibe und glänzend schwarzen, parallelen Rändern. Sporen spindelförmig, zart, sechszellig, 16—22 p lang, 3 p. dick. Pykniden häufig, stellenweise überwiegend und für sich allein, kräftig, weiß gekrönt. Pyknokonidien gerade, mit abgerundeten Enden, 3—3,5 p lang, 1 jLi dick. An Rinde von Laubbäumen, besonders Eichen, sehr zerstreut, so Fränk. Jura: An der Rinde alter Tannen im Walde unterhalb Geilen¬ reut. — Heidelberg: An Buchen und Carpinus bei der Brunnenstube; an Linden und Efeustämmen im Schloßgarten; an Sorbus in den Felsen¬ meeren ; die f. spermogonifera Arn. nicht selten an Eichen, Weißbuchen, Buchen, Ahorn hinter dem Stifte. — Westfalen: Überall gemein. — Thüringen: Meist nur die Spermogonienform (Pyrenothea vermicelli- fera) Werragrund bei Blankenburg (auch mit Apothecien) am Grunde alter Bergahorne; Geratal oberhalb Dörrberg am Grunde einer alten Buche;
429 Annatal bei Eisenach, auf Carpinus, Fagus. — Nord w est d. Tief¬ ebene: Häufig. — Rügen: Stubbnitz; Granitz; Vilm; Greifswalder Qjc Harz: Bernburg, in den Auenwäldern; an alten Eichen im Dröbelschen und Pfuhlschen Busch. — Brandenburg: Triglitz in der Prignitz, an alten Eichen. — Schlesien: Gr. Leubuscher Wald bei Brieg; Moschwitzer Buchenwald Kr. Münsterberg; Oderwald an der Lindener Fähre, Ohlau. — Böhmen. — Preußen: Wolfsschlucht im Park Warnicken; Cranzer Wald. 1516. O. subsiderella Nyl. Thallus weißgrau, oft fast fehlend. Apothecien schmal, verästelt, mit stark eingebogenen Rändern und schmaler, nur in der Mitte sichtbarer Scheibe. Sporen schmal spindelförmig, sechs- (selten vier-) zellig, 20 bis 26 ju lang, 3 p dick. Pykniden groß, meist 100—200 /z<, vereinzelt bis 300 p breit. Pyknokonidien gekrümmt, 4—7 tz lang, 0,7—1,2^ dick. An Rinde von Laubbäumen, selten. Schweiz: ohne Standorts¬ angaben bei Stitzenberger. — Baden: Heidelberg, an einer Linde im Schloßgarten; an Eichen im Schwetzinger Garten. — Westfalen: Schloßgarten in Münster (Eschen); bei Nienberge (Eschen und Feld¬ ahorn) ; Höxter. — N o r d w es t d eut sehe T ie f ebe n e: Gern an glatt¬ rindigen Eschen in geschlossenen Waldbeständen, auch an Eichen, Ulmen, Ahorn, auf Efeu übersiedelnd; Norderney; Sylt. — Rügen: Stubbnitz, an Eschen, selten. — Schlesien: An Ulmus im Groß-Leubuscher Wald bei Brieg. 1517. O. vulgata Ach. — O. atra ß vulgata Kbr. — O. atra ß abbre- viata Kbr. — Lichen vulgatus Ach. Lager grauweiß bis braunrötlich, glatt oder schwach rissig. Apo¬ thecien vortretend, zerstreut oder gehäuft, kurz und rundlich oder läng¬ lich, spärlich verzweigt, mit schmaler Scheibe und runden, eingebogenen Rändern. Hypothecium dunkelbraun. Paraphysen dünn, oben verzweigt, Epithecium braun. Sporen spindelförmig, vier- bis sieben-, meist sechs¬ zellig, 15—20 p lang, 3—4 p dick. Pyknokonidien nach Zwackh 7—10 lang. 0,6—1 p dick, leicht gebogen, nicht häufig. Verbreitet. An der Rinde von Fichten und Tannen, selten von Laub¬ bäumen. 1518. O. de vulgata Nyl. Nach Nylander: ,,Der O. vulgata ähnlich und vielleicht eine Unterart derselben. Pyknokonidien gebogen, 8—12 p lang, 0,5 p dick.“ Auch sollen die Gonidien nach Hue und Ollivier kleiner als bei O. vulgata sein und nur 9—10 p, statt 13—15 p bei jener Durchmesser haben.
430 An glatten Rinden, besonders von Laubbäumen. Vogesen: Selten (Retournemer, Ballon de Servance). — Nord westdeutschland: An einer Birke im Vareler Busch; an Birken in Gristede. — Thüringen: Nach Lettan ziemlich verbreitet, so um Arnstadt, Lütschetal, Crawinkler Steinbrüche (hier auf Abies). 1518. O. horistica (Leight.). — Verrucaria horistica Leight. Lager dünn, ausgebreitet, fast weinsteinartig, schmutzig rotbraun, oft übersät mit kleinen, gleichfarbigen Körnchen oder sehr kleinen, grauwei߬ lichen, mehligen Soredien, angefeuchtet starken Veilchengeruch entwickelnd, vom schwarzen Vor lager umsäumt und felderig durchkreuzt, im Herbar nicht ausbleichend. Apothecien klein, zahlreich, sitzend, verzogen rundlich oder elliptisch, 0,4—0,7 mm im Durchmesser, mit flacher, mattschwarzer Scheibe und dickem, wulstigem, oft hoch vorragendem, mattschwarzem, nacktem oder braunrötlich bestäubtem Rande, zuweilen scheinbar vom Lager berandet. Gehäuse weich, dunkel rotbraun bis braunschwarz; Hypo¬ thecium hell gelbbraun bis fast farblos. Paraphysen sehr bald krumig zersetzt, von oben her dunkel gelbbraun bis braun werdend. Schläuche lang und aufgetrieben keulig, reichlich doppelt so groß wie bei O. zonata. Sporen lang spindelförmig, beiderseits lang zugespitzt, 22—34 p, lang, 3—5 fjL dick, normal sechsteilig, untermischt mit zwei-, fünf- und sieben- teiligen, äußerst selten vierteiligen. Auf feuchtstehenden Melaphyrfelsen im Büttnergrund bei Görbers- dorf; Kochelfall; untere Zackelklamm: Altvatergebirge, Hoher Fall, Stein¬ graben, Schatzhüttefelsen; Bolkenhain-Siebenhufen, an den Felsen des Raubschlosses. Für O. zonata oder O. horistica — beide werden gewöhnlich vereinigt, trotzdem sie wohl sicher verschieden sind — werden noch mehrfach Stand¬ orte angegeben, so Tirol: Oetz (Gneis) ; Gröden, bei Innerpontifes (Por¬ phyr) ; Ratzes (Augitporphyr) ; Überetsch, Eislöcher; Predazzo, am Fuße der Margola (Syenit). — München: An Amphibolitblöcken an einem Waldgehänge links der Straße von Buchhof nach Wangen bei Starnberg. — Fränk. Jura: An einem Sandsteinwall im Wälde zwischen Banz und Altenbanz. — Heidelberg: Schlierbach. — Westfalen: Bruchhauser Steine in großer Menge; bei Siedlingshausen und Borgst; an Hilssandstein bei Tecklenburg. — Nordwestdeutsche Tiefebene: Steril häufig an der Unterseite der Decksteine und an den schattig liegenden Seiten¬ wänden der Träger von Steindenkmälern : spärlich fruchtend an der Unter¬ seite des Decksteins am Hünengrabe im Dorfe Lehnstedt. — Sächsisch¬ böhmische Schweiz.
431 1519. 0. lithyrgodes Nyl. Thallus rötlichbraun, dünn, zusammenhängend. Apothecien klein, zer¬ streut, glänzendschwarz, sitzend, länglich oder linear-länglich, mit schmaler Scheibe und ziemlich dicken, runden, eingebogenen Rändern. Sporen ver¬ längert spindelförmig, 32 /z lang, 6 p dick, siebenzellig. Pyknokonidien gebogen. Heidelberg: Auf der Unterseite beschatteter Granitfelsen im Karmeliterwäldchen und bei Schlierbach. 1520. O. lithyrga Ach. — Taf. CI, Fig. 5, 6. Thallus dunkel grüngrau oder weißlich, mitunter fast fehlend. Apo¬ thecien gewöhnlich verlängert, seltener rundlich oder verlängert-eiförmig schmal, einfach oder mitunter geteilt, selten sternförmig gestellt oder in Gruppen, mit schmaler Scheibe und eingebogenen Rändern. Paraphysen dünn, deutlich, aber nicht gesondert. Sporen schmal spindelförmig, farblos, fünf- bis siebenzellig, 20—28 (zz lang, 3, selten 4—5 w. dick. Pyknokonidien gerade oder leicht gebogen, 4—5 lang, 1 u dick. An Sandsteinfelsen im Gebirge, nicht häufig. Tirol: Jenesien, auf Sandstein im Walde rechts vom Wege auf den Salten; Überetsch, nicht häufig an beschatteten Felsen der Eislöcher. — Niederösterreich: An mehreren Standorten. — Alpen: Zürich; Sewen; Zug; Valsesia. — Erklärung zu Tafel CL Fig. i. Opegrapha trifurcata, Schlauch, Vergr. 1000. „ 2. „ „ Sporen. „ 3. „ farinosa, Schlauch. „ 4. „ „ Sporen. „ 5. „ lithyrga, Schlauch. „ 6. h »» Sporen. „7. b varia f. diaphora, Schlauch. b 8. b » „ j» Sporen. „ 9. „ calcarea, Schlauch. b 10. ,, b Sporen. b 11. b viridis, Schläuche. b 12. b b Sporen. b 13. b lyncea, Schlauch. » 14- 11 »» Sporen. b 15- b cinerea, Schlauch. b 16. b „ Sporen. b 17. b herpetica, Sporen. h 18. b saxicola, Sporen. Schläuche 500, Sporen 1000 vergr. Fig. 1, 2 nach Müller-Arg.
432 Baden: Im südlichen Schwarzwald am Schauinsland, Zastler, Roßkopf; um Heidelberg häufig. — Westfalen: Buntsandstein der Chausseebrücke nächst dem Steinkrug bei Höxter. — Rheinlande: Siebengebirge bei Bonn (Sandstein). — Harz: Auf Granit. — Taunus. — Vogtland: An Grünsteinblöcken im Steinicht. — Mähren. — Schlesien: Achillesfeisen bei Landeck, Grafschaft Glatz; Fürstensteiner Grund; Fels¬ wände dicht am Wölfeisfall, f. ochracea Kbr. mit ockergelber Kruste im Sattler bei Hirschberg, auf dem Kynast und am Kochelfalle. 1521. O. farinosa (Hampe) Hepp. — O. rupestris ß farinosa Hatnpe. - Taf. CI, Fig. 3, 4- Lager dick, rissig gefeldert, gelbgrau. Apothecien zu 1—5 in den einzelnen Feldchen erst ganz eingesenkt, später halb eingewachsen, anfangs rundlich, dann länglich bis formlos, meist einfach, selten mit einem Seiten¬ ästchen, 1—1,5 mm lang, 0,3—0,5 mm breit, mit überragenden, abgerundet- gewölbten, verbogenen, zuerst die Scheibe bis auf einen engen Spalt be¬ deckenden Rändern; später werden dieselben dünner und schwinden zu¬ weilen fast ganz. Scheibe schwarz, zuweilen fleischfarbig bereift. Para¬ physen deutlich, nur leicht verklebt. Schläuche keulig bis bimförmig, 50—55 /4 lang, 10—14 [a breit, am Scheitel nicht verdickt, achtsporig. Sporen dick nadelförmig, gerade oder leicht bogig gekrümmt, an beiden Enden zugespitzt, wasserhell, mit meist fünf bis sieben, selten drei Quer¬ wänden, 20—28 p, lang, 2—3 p, dick. Pyknokonidien nicht bekannt. Jod färbt das Hymenium gelblich. An Gestein. Harz: An Felsen bei Blankenburg (Teufelsmauer). — Sächsische Schweiz: An den Tissaer Wänden (Sandsteinfelsen). Gattung Melaspilea Nyl. Lager krustig, epi- oder endophlöodisclu, unberindet, mit dem Vorlager oder mit den Hyphen der Markschicht an die Unterlage befestigt, mit Chroolepus-Gonidien. Apothecien eingesenkt, angedrückt oder sitzend, fleckenartig, rundlich oder mehr oder weniger in die Länge gezogen, ein¬ fach oder kurzästig, mit eigenem, geschlossenem oder an der Basis fehlen¬ dem Gehäuse, mit etwas verbreiterter oder rinniger Scheibe. Paraphysen einfach, frei, mitunter fehlend. Schläuche länglich oder schmalkeulig, dünnwandig, selten an der Spitze mit etwas verdickter Membran, acht¬ sporig. Sporen ellipsoidisch, eiförmig, spindelförmig oder schuhsohlen¬ förmig, parallel zwei-, selten mehrzellig, mit zylindrischen Fächern, in der Jugend farblos, später dunkel. Pyknokonidien exobasidial, länglich, gerade. Die Gattung Melaspilea ist bereits bei den Pilzen (Bd. III, 3- Teil,
433 2. Abt., S. 905) aufgenommen, weil ein Teil der hierhergerechneten Arten wohl sicher zu den Pilzen gehört (Mycomelaspilea Reinke). Da aber noch nicht festgestellt ist, welche Arten eigene Gonidien enthalten, mögen alle Arten hier der Vollständigkeit wegen nochmals aufgeführt werden. Übersicht der Arten: 1. Hypothecium dunkel 2. Hypothecium farblos oder hell 4. 2. Sporen über 20 p, lang M. interjecta. Sporen 11—17/4 lang 3. 3. Sporen zu 8 im Schlauch M. diaphorella. Sporen zu 6 im Schlauch M. mycetoides. 4. Sporen bis 15 zz lang (bei M. constrictella auch bis 17/z) 5. Sporen über 15 /z lang 8. 5. Sporen zuletzt rauchbräunlich M. Rhododendri. Sporen dauernd farblos 6. 6. Lager braungrünlich M. xylographoides. Lager weiß oder weißlich 7. 7. Sporen nicht eingeschnürt M. megalyna. Sporen eingeschnürt M. constrictella. 8. Sporen eingeschnürt M. arthonioides. Sporen nicht eingeschnürt M. proximella. 1522. M. interjecta (Leight.) L. A. Smith. — Lithographa interjecta Leight. Lager weißlich oder schwach grünlich, weinsteinartig, kleiig, dünn, beinahe verschwindend. Apothecien schwarz, verlängert, etwas glänzend, einfach oder mitunter etwas verzweigt, einzeln oder gehäuft. Scheibe schmal, Ränder geschwollen, eingebogen. Hypothecium schwarz. Sporen farblos, länglich, zweizeilig, 21—23 p, lang, 9 /z dick. Schlesien: Schneegraben am Brunnenberge (von Eitner gefunden und durch B. Stein bestimmt, aber nach Eitners brieflicher Mitteilung sehr fraglich; später nicht wieder gefunden). 1523. M. diaphorella Nyl. Apothecien auf weißlich-fleckigen Stellen sitzend, länglich oder drei¬ eckig, 2—3 mm breit, mit vertiefter oder faltiger Frucht scheibe. Sporen zu 8 im oberen Teil der Schläuche, eiförmig, zweizeilig, farblos, 11—17/z lang, 6—8 /z breit. Epithecium, Hypothecium und Gehäuse braunschwarz. Jod färbt die Hymenialgallerte intensiv blau. Preußen: Auf Buchenholz. Thomä-Migula, Flechten. H. (Flora XU, 2.) 28
434 1524. M. mycetoides Anzi. Lager körnig, Körnchen schmutzig bräunlich, über ein weiß-firnis¬ glänzendes Vorlager zerstreut. Apothecien schwarz, klein, vertieft, mit dünnem, vortretendem Rande. Hypothecium braun, Paraphysen verschleimt. Sporen zu 6 im Schlauch, zweizeilig, mit ungleichen Zellen, ellipsoidisch, 12—13 p lang, 6—7 p, breit. Alpen: An Fichtenrinde um Bormio. 1525. M. Rhododendri (Arnold) Rehm. — Arthonia dispersa f. Rhodo¬ dendri Arn. Thallus ein zartes Fadennetz in der Rinde bildend, um die Basis der Apothecien oberrindig, mit kaum 2 dicken Hyphen, leicht bräunlich, seltener torulös ohne Gonidien. (Gonidien palmellaartig und chroolepus- artig, letztere auch in alten Apothecien zufällig vorhanden, sonst, wo vor¬ handen, nicht zugehörig.) Apothecien schwarz, anfangs rund, gegen 0,15 mm breit, bald verlängert, zuletzt linear, gegen 1,5 mm lang, 0,2 mm breit, gerade oder gekrümmt, einfach oder selten mit 1—2 kurzen Zweigen. Excipulum dick, schwarz. Paraphysen fadenförmig, zusammengewachsen, oben verdickt, in verschiedener Weise aus dem Schwärzlichen ins Rauch- graue, Violette oder Grüne spielend, nicht eine dicke Decke, sondern eine richtige, schmale, 0,04—0,12 mm breite Scheibe bildend. Hypothecium zart, farblos oder sehr schwach gelblich (nicht mit den intensiv gefärbten Rindenzellen von Rhododendron verwechseln!). Sporen in ellipsoidisch- kculenförmigen, 32—38 langen, 16—18 /z breiten Schläuchen, zweizeilig, mit breiterer oberer Zelle, stumpf eiförmig, 13—15, selten bis 17 // lang, 6,5—7,5, selten bis 8,5 breit, in der Mitte mitunter zuletzt schwach ein¬ geschnürt, lange farblos, zuletzt rauchbräunlich. Excipulum und das grün¬ liche Epithecium durch Kalilauge nicht verändert, letzteres durch Salpeter¬ säure sich bräunend. Hymenium mit Jod gelb werdend, Schläuche sich blaß rötend. Pykniden selten, sehr klein, gegen 0,055 breit, mit klein¬ zeiliger brauner Decke. Pyknokonidien gerade, sehr zart, 5—7 /z lang, 0,2—0,35 /z dick. Kärnthen: Am Fuße des Berges Veilocher Kocna an Zweigen von Rhododendron hirsutum. — Steiermark: Koralpe. — Schweiz: Valsesia, an Rhododendron. 1526. M. xylographoides (Stein).—Hazslinskya xylographoides Stein. Kruste staubig-körnig, braungrünlich. Früchte angepreßt, 0,5 mm breit, 2—5 mm lang, bald strichförmig mit dicken, vortretenden, im Alter zusammenneigenden, mattschwarzen Rändern und flacher, schwarzer Scheibe. Sporen zu 8, fast zweireihig in langkeuligen Schläuchen, wasser¬
435 hell, breit sohlenförmig, mit sehr vorwiegend runder Oberhälfte und spitzem Unterteil, Querwand sehr deutlich, 12—14^ lang, 4—5^ breit. Schlesien: An der Sorauer Chaussee bei Grünberg, am Hirnschnitt eines Pflaumenbaumes. 1527. M. megalyna (Ach.) Arn. — Hazslinskya gibberulosa (Ach.) Kbr. — Arthonia gibberulosa Ach. — Coniangium gibberulosum Arn. — Opegrapha varia var. deformis Schaer. — Melaspilea deformis Nyl. — Taf. IC, Fig. 7—9; CII, Fig. 10—12. Lager ausgebreitet, lange unterrindig, dann fimisartig oder sehr fein- mehlig, fast glänzend weiß oder weißlich, Vorlager unterrindig. Früchte klein, angepreßt, stets gruppenweise gehäuft, unregelmäßig rundlich bis länglich-ellipsoidisch, mit dünner braunschwarzer, anfangs ausgehöhlter Scheibe und dünnem, weit vortretendem, warzig gekörneltem Rande, später mehr oder weniger verflacht und fast randlos. Schlauchschicht oben rot¬ braun. Schläuche breit keulig, Sporen im unteren Teile zusammengedrängt, breit ellipsoidisch oder einseitig zugespitzt, zweizeilig, 9—15 p. lang, 4—6 dick, farblos. An Baumrinden, besonders von Eichen und Buchen, selten. — Schweiz: An Eschen- und Walnußrinde bei Zürich; Liestal; Como; Zug; Mettmenstetten. — Baden: Cäcilienberg bei Lichtental (Abies); über dem Schloß bei Heidelberg (Walnuß); am Wolfsbrunnen. — Mün¬ chen: An der morschen Rinde alter Buchen unterhalb der Römerschanze im Grünwalder Park. — Fränk. Jura: An der bemoosten Rinde einer alten Eiche im Walde zwischen dem Bahnhof und Tempelhof bei Eich¬ stätt; ebenso im Hienheimer Forste bei Kelheim; an einer alten Buche im Hirschparke bei Eichstätt. — Niederösterreich: An Lärchen am Fuße der Hofalpe. — Schlesien: An der Rinde alter Eichen im Oder- Erklärung zu Tafel CH. Fig. 1. Lithographa tesserata, Schnitt durch Lager und Apothecium, Vergr, 50- n 2. ,, „ Schlauch, Vergr. 500. »> 3* » „ Sporen, Vergr. iooo. h 4. Xylographa parallela, Schnitt durch Lager und Apothecium, Vergr. 50. 11 5. „ ,, Schlauch, Vergr. 500. »» 6. „ „ Sporen, Vergr. 1000. 11 7. Encephalographa cerebrina, Schnitt durch Lager und Apothecium, Vergr. 50. n 8. „ „ Schlauch, Vergr. 500. » 9* u „ Sporen, Vergr. 1000. >> 10. Melaspilea megalyna, Schnitt durch Lager und Apothecium, Vergr. 50. »»11« h „ Schlauch, Vergr. 500. ” 12- » „ Sporen, Vergr. 1000. 28
436 wald bei Ohlau; am Fuße des Spitzberges bei kath. Hammer; an Wei߬ buchenhecken im Schlanzer Park bei Breslau; Gr.-Leubuscher Wald und Lindener Oderwald bei Brieg. — Westfalen: An alten Eichen im Ilschengrund und an Buchen am Ziegenberg bei Höxter. — Hessen. 1528. M. constrictella (Stirt.) A. L. Smith. — Opegrapha constrictella Stirt. Lager weißlich, dünn. Apothecien schwarz, einfach, mitunter gehäuft, innen blaßbraun. Perithecium seitlich. Scheibe breit, vertieft oder flach. Paraphysen gedrängt, unregelmäßig, undeutlich, am Scheitel braun. Hypo¬ thecium farblos. Sporen verkehrt eiförmig, zweizeilig, eingeschnürt, farb¬ los, 12—17 p lang, 4,5—6,5 /z breit. Jod bläut die Hymenialgallerte nicht Schlesien: Alte Buchen am Heidekretscham bei Militsch. 1529. M. arthonioides (Fee.) Nyl. — Pötschia arthonioides Stein. Lager ausgebreitet, dünn schorfig-mehlig, weiß, sehr oft ganz fehlend, Apothecien zerstreut, anfangs oft etwas eingesenkt, später sitzend, mit rundlicher, krugförmiger, dann flacher, dünn berandeter, zuletzt gewölbter und fast unberandeter, etwas rauher Scheibe, 0,5—3,0 mm breit, schwarz, wachsartig fest. Schläuche keulig, oben abgerundet, etwa 60 p lang, 18—20 yU breit, achtsporig. Sporen keulig, stumpf zweizeilig, zuletzt in der Mitte mehr oder weniger eingeschnürt, anfangs farblos, zuletzt braun, 15—18^ lang, 6—7 p breit, zwei- bis dreireihig gelagert. Epithecium bräunlich. Paraphysen verklebt, oben ästig, septiert. Hypothecium fast farblos. Hymenium gelblich oder braun. An morscher Rinde von Laubbäumen, besonders Eichen, Ulmen, Eschen. — Schweiz: An Ulmenrinde der Burg in Neuchätel; M. Saleve (Fraxinus); Presinge (Quercus). — Böhmen. — West¬ falen. 1530. M. proximella Nyl. — Arthonia proximella Nyl. — Lecidea proximella Nyl. — Buellia proximella Rabenh. Lager ergossen, weißlich, unterrindig oder verschwindend. Apothecien klein, schwarz, rundlich, stumpf berandet. Scheibe flach, etwas runzelig; Hypothecium farblos oder schmutzig. Sporen eiförmig, braun werdend, zweizeilig, 17—19 p lang, 7—8^ dick. Jod färbt die Hymenialgallerte bräunlich, dann weinrot. An Rinde, besonders von Nadelhölzern. — Schweiz: Häufig an Knieholzrinde im Val de Fraele und an jungen Eschen bei Gossau. — Steiermark: Niederwechsel (Picea). — Allgäuer Alpen: Obere Hochalpe in den Gottesackerwänden (Latschen); obere Bieberalpe (Latsche); Spielmannsauer Tal (Fichten). — München: An Juniperus
437 östlich vom Lohhof. — Fränk. Jura: An dünnen Larixzweigen im Walde hinter Schaeffstall bei Donauwörth; bei Weißenkirchen unweit Eich¬ stätt. — Sachsen: Zwischen Gräfenhain und Pillnitz; an Larix auf dem Oybin in der Oberlausitz. — Preußen: Bei Memel, Rauschen, Oletzko, Lyck an Juniperus; Caporner Heide bei. Klein-Blumenau, ebenfalls an Juniperus. Gattung Graphis (Adans.) Müll.-Arg. Lager krustig, epi- oder endophlöodisch, einförmig, mit den Hyphen des Vorlagers oder der Markschicht an die Unterlage befestigt, unberindet oder mit einer unvollkommenen, aus dicht verwebten Längshyphen ge¬ bildeten, nie pseudoparenchymatisehen Rinde, mit Chroolepus-Gonidien. Apothecien eingesenkt, angepreßt oder sitzend, selten rundlich, zumeist in die Länge gezogen, einfach oder verzweigt, nackt oder vom Lager bekleidet; Scheibe in der Regel schmal und ritzenförmig, seltener mehr oder weniger erweitert. Eigenes Gehäuse kohlig, hell oder farblos; Lippen des Gehäuses zusammenneigend oder auseinanderstehend, auf der Oberseite ganzrandig oder durch Längsfurchen gestreift. Hymenium eine gelatinöse Masse ent¬ haltend und von Öltropfen durchsetzt, mit Jod nicht gebläut. Hypothecium kohlig, hell oder farblos. Paraphysen einfach, unverzweigt, frei und straff, an der Spitze kaum verdickt. Schläuche keulig bis länglich, ein- bis acht¬ sporig. Sporen farblos, spindelförmig bis länglich, parallel zwei- oder mehr¬ zellig, mit linsenförmigen bis fast kugeligen Fächern; Jod färbt die Sporen blau oder violettblau. Pykniden selten, Fulkren exobasidial, Pykno¬ konidien länglich, zylindrisch bis stäbchenförmig. 1531. Gr. scripta (L.) Ach. — Lichen scriptus L. — Opegrapha scripta Ach. — Taf. CV, Fig. 6—10. Lager dünn, etwas firnisartig, häutig oder dünnschorfig oder etwas kleiig, flach oder runzelig, warzig, grauweiß, oft ins blaß Olivgrüne oder Gelbliche spielend. Apothecien verlängert, dünn, rillenförmig, erst einge¬ senkt, dann hervorbrechend, einfach oder verschiedenartig verästelt, mit nackter oder bereifter Scheibe und aufgeworfenen lippenartigen Rändern, schwarz. Paraphysen dünn, an der Spitze verdickt und oft gebräunt. Sporen anfangs farblos, später oft bräunlich werdend, länglich-zylindrisch, sechs- bis sechszehnzellig, 20—70 p lang, 7—10 /z dick. Pyknosporen klein, 2—3 p lang, 1 p dick. An glatter Rinde von Laubbäumen, seltener Nadelbäumen überall häufig und sehr formenreich.
438 a. vulgaris Kbr. Lager dünnfirnisartig oder schorfig. Apothecien vortretend. f, limitata Pers. Lager vom Vorlager braun begrenzt. Apothecien vortretend, nackt. f. minor Hepp. Apothecien sehr kurz, einfach, dicht gestellt. f. divaricata Leight. Apothecien sternartig oder strahlig. f. varia Ach. Apothecien einfach oder ästig, hin und her gebogen. /. typographa Wild. Apothecien sämtlich einfach, vortretend, parallel-gerade, mehr oder weniger verlängert. f. montana (Schleich.) Arn. — Opegrapha montana Schleich. Lager dünn. Apothecien vortretend, einzeln, einfach, kurz ziemlich gerade, sehr dünn berandet, mit vertiefter, zuletzt flacher, ziemlich nackter Scheibe. Tirol: Predazzo, am Fuße der Margola (Rhododendron). f. elongata (Ehrh.) Arn. — Gr. elongata Ehrh. Apothecien größer, etwas vortretend, in verschiedener Weise ge¬ krümmt, spitz, mit stellenweise flacher, bereifter Scheibe. Tirol: Ehrenburg (Alnus incana). b. pulverulenta Ach. Scheibe dünn, bereift, flach mit fast verschwindenden Rändern. f. abietina Schaer. Lager weißstaubig. An Tannen. /, Massalongii (Kplhbr.) Arn. — Graphis Massalongii Kplhbr. — Von f. abietina hauptsächlich nur durch robustere Beschaffenheit ver¬ schieden. Tirol: Predazzo, im Walde am Wege zur Alpe Val Maor (Tannen). f. flexuosa (Flke.) Schaer. Apothecien verlängert-gewunden, stellenweise mit flacher Scheibe. Tirol: Bregenz, Pfänderrücken an Weißtannen. Jenesien. Altenburg. f. minor Hepp. Wie vulgaris minor, nur mit bereifter Scheibe und wenig aufgeworfe¬ nen Lippen. f, stellaris Mejer. Apothecien sternförmig-strahlig, mit bereifter Scheibe.
439 f. cerasi Ach. Von f. typographa durch die bereifte Scheibe und wenig aufgeworfe¬ nen Lippen verschieden. c. recta (Humb.) Nyl. Apothecien verlängert, kräftig, gerade, ziemlich parallel angeordnet, d. serpentina Ach. Lager dick, nach dem Saume zu glatt. Apothecien eingesenkt, dick, blau bereift. f. spathea Ach- Lager dick, weiß. Apothecien schmal, eingesenkt. 1532. Gr. elegans (Borr.) Ach. — Opegrapha elegans Borr. — Aulacographa elegans Leight. — Taf. XCVIII, Fig. 6; C, Fig. 6; CIII, Fig- 1—3- Lager blaß aschgrau, blaugrau oder weißgrau, dünn, häutig, körnig oder runzelig, mit Kalilauge sich rot färbend (unter dem Mikroskop). Apothecien kräftig, lineal-länglich, einfach, gerade oder gekrümmt, mit eingesenkter Scheibe und wulstigen, stark gefurchten Lippen. Paraphysen einfach, gerade, dünn, mit kleinen Körnchen. Sporen zylindrisch-spindel¬ förmig, von einem Schleimhof umgeben, mit 10—12 Querwänden, 35—60 p lang, 7—12 p dick, meist an beiden Enden abgerundet. Pykniden selten, hervor brechend, vom Lager gekrönt; Pyknokonidien ellipsoidisch, in der Mitte etwas dicker, 5—6 p lang, 1,3—1,6 p dick. An verschiedenen Bäumen an glatter Rinde, Betula, Ilex, Fagus Quercus, Rhamnus, Corylus Sorbus, Pinus Strobus usw. — Nordwest¬ deutschland: In den oldenburgischen Waldungen sehr häufig und in verschiedenen Formen. Im Wesergebiet die Ostgrenze erreichend. — Westfalen: Tiergarten zu Wolbeck (Birke); Handorf; Heithorn; Altenbeken (Buchen); Sundern bei Tecklenburg (Ilex). Handorf auch an Rhamnus Frangula. — Baden: St. Georgen im Schwarzwald (Ilex). Erklärung zu Tafel CIH. Fig. 1. Graphis elegans, Schnitt durch Lager und Apothecium, Vergr. 50. „ 2. „ „ Schlauch mit Paraphysen, Vergr. 500. h 3. „ „ Sporen, Vergr. 1000. i, 4. Opegrapha rufescens, Schnitt durch Lager und Apothecium, Vergr. 50. h 5 11 varia, „ „ „ „ ,, » 5°* i> 6. tl viridis, ,, ,, ,, ,, „ ,, 5°- ” 7- 1» lyncea, n ,, ,, ,, ,, ,, 5®* »» 8. „ atra, „ „ ,, ,, „ ,, 5°* h 9- i« „ Sporen, Vergr. 1000.
440 f. stellata Lahm. Apothecien sternig-strahlig verzweigt. Westfalen: Handorf (Birken). f. conflata Lahm. Apothecien stark geschwollen, kurz, gehäuft, zu unförmlichen Häuf¬ chen zusammenfließend. Westfalen: Handorf (Birken). Gattung Phaeographis Müller.-Arg. Von der Gattung Graphis nur durch die dunklen Sporen verschieden. Übersicht der Arten: i. Sporen 50—65/^ lang Ph, ramificans. Sporen unter 50 p lang 2. 2. Sporen keilförmig, an beiden Enden abgerundet Ph. dendritica. Sporen lang linear, an einem Ende spitz Ph. inusta. 1533. Ph* ramificans Nyl. — Taf. CIV, Fig. 8—10. Apothecien gestreckt, wenig verästelt, eingesenkt, manchmal vom gelb¬ lichweißen Lager dünn überzogen, leicht ausfallend, mit flacher, schwarzer Scheibe. Das Lager färbt sich mit Kalilauge rot. Schläuche 65—90 p lang, 26—30 p dick. Sporen fingerförmig, beide Enden abgerundet, 50—65 p lang, 10—12 p dick, zehn- bis dreizehnzellig. Pyknokonidien ellipsoidisch, in der Mitte kaum dicker, fast stäbchenförmig, 3—4 p lang, 1—1,3 p dick. Nordwestdeutschland: Sehr selten bei Neuenburg im Urwald an Ilex. Erklärung zu Tafel CIV. Fig. i. Phaeographis dendritica, Lager auf Buchenrinde, nat. Gr. >1 2. „ „ Lager, Lupenvergr. ,, 3. „ „ Schnitt durch Lager und Apothecien, Vergr. 50. „ 4. „ „ Schlauch mit Sporen, Vergr. 500. „ 5, 6. b b verschiedene Sporenformen, Vergr, 1000. „ 7. „ b var. acuta, Lager bei Lupenvergr. „ 8. b ramificans, Schnitt durch Lager und Apothecium, Vergr. 50. „ 9. „ b Sporen, Vergr. 1000. „ 10. h n Lager bei Lupenvergr. „n. „ inusta, Lager bei Lupenvergr. „ 12. b » Schnitt durch Lager und Apothecium, Vergr. 50- b 13. b h Schlauch, Vergr. 500. „ 14. „ b Spore, Vergr. 1000.
441 1534- P*1- dendritica (Ach.) Müll.-Arg. — Graphis dendritica Ach. — Opegrapha dendritica Ach. — Hymenodecton dendriticum Leight. — Taf. CIV, Fig. 1—7. Lager weißlich oder gräulich, dünn oder ziemlich dick, mehr oder weniger runzelig, mit Kalilauge sich gelb, dann rot färbend. Apothecien verschieden, lang oder kurz mit spitzen Enden, oder fast rund, bräunlich¬ schwarz, eingesenkt, zerstreut, gebogen oder gerade, einfach oder ver¬ zweigt, namentlich nach dem Thallusrande zu, mit breiter, flacher, bereifter Scheibe und dünnen, eigenen Rändern, aber mit weißem Thallusrand. Paraphysen dicht verklebt, mit kleinen Körnchen inkrustiert, an der Spitze leicht angeschwollen und braun. Sporen verlängert, farblos, dann braun, vier- bis neunzellig, fast keilförmig, an beiden Enden abgerundet, 42—48 p lang, 9—12 p dick, aber auch bloß 18—27 p lang, 7—gp dick und dann nur vier- bis fünfzellig. An glatter Rinde von Laubbäumen, sehr selten. Alpen: An Rinde von Juglans bei Como. — Westfalen: Im Tiergarten zu Wolbeck an Birken, Buchen, Weißbuchen, massenhaft. — Nordwestdeutsche Tiefebene: Gristeder Waldungen, Gern. Wiefelstede an Buchen; Ur¬ wald bei Neuenburg, an Ilex. — Preußen: Angerburg, an Carpinus. An Formen werden unterschieden: /. obtusangula Schaer. — f. obtusa Leight. Apothecien sehr kurz, stumpfwinklig sternartig verzweigt, mit stumpfen Enden, Scheibe eingesenkt, weit offen, meist stark blau bereift. Westfalen: Wolbecker Tiergarten. — Norddeutsche Tief¬ ebene: Buchen im vordersten Busche in Mansholt. f. acuta Leight. (inclus. var. Smithii Leight.). Apothecien länger, schlanker, spitzwinklig verzweigt und spitz aus¬ laufend. Scheibe schmäler, bereift. Westfalen: Wolbecker Tiergarten. — Norddeutsche Tief¬ ebene: Gristeder Waldungen. f. stellaris Lahm. Apothecien sternförmig, zerstreut stehend. Westfalen: Wolbecker Tiergarten. f. conglobata Lahm. Lirellen unförmlich verbreitert, einfach oder kurz verästelt, flach, fast immer bereift. Westfalen: Wolbecker Tiergarten.
442 1535- Ph. inusta (Ach.) Müll.-Arg. — Graphis inusta Ach. — Gr. Smithii Leight. — Taf. CIV, Fig. n—14. Lager gräulich oder weißlich, dünn, häutig, glatt oder runzelig. Apo¬ thecien arthonienartig, schwarz, eingesenkt, gewöhnlich ziemlich kurz und breit, an den Enden stumpf, einfach oder verzweigt, mit schwarzer, kahler oder bereifter, flacher Scheibe und dünnem, eigenem, von einem schmalen Thallussaum berandeten Rande. Hypothecium farblos. Paraphysen dünn, an den schwachkeuligen Enden bräunlich. Sporen lang linear, zuletzt dunkelbraun, sechs- bis achtzellig, 28—38 /jl lang, 7—9 p, dick, an einem Ende spitz, Endzeile etwas größer. Schläuche rübenförmig, 30—40 p lang, 25—35 V dick. Nordwestdeutsche Tiefebene: An Buchen im Neehagen bei Helle, Oldenburg. Gattung Graphina MülL-Arg, Von der Gattung Graphis durch sehr große, mauerartig-vielzellige, nur zu i—3 im Schlauch entwickelte, farblose Sporen mit fast kugeligen Fächern verschieden. 1536. Gr. anguina (Mont.) Muell.-Arg. — Ustalia anguina Mont. — Graphis anguina Nyl. — Gr. sophistica Nyl. — Stenographa anguina Mudd. — Taf. CV, Fig. 1—5. Lager ergossen oder begrenzt, weißlich oder blaß gelblich, dünn, häutig oder dicklich, weinsteinartig, feinwarzig und gerunzelt. Apothecien gewöhnlich gedrängt, meist verzweigt, schmal rinnenförmig, hervor¬ brechend und die Epidermis der Rinde aufklappend, leicht ausfallend. Hypothecium farblos oder blaß bräunlich ; Epithecium dunkelbraun. Para¬ physen dünn, etwas verklebt. Sporen groß, mauerförmig geteilt, farblos, 30—75 p lang, 13—20 p dick. Erklärung zu Tafel CV. Fig. 1. Graphina anguina, Lager, nat. Gr. „ 2. „ „ Lager bei Lupenvergr. „ 3. ,, „ Lager und Apothecium, Querschnitt, Vergr. 50. „ 4. ,, „ Schlauch mit Paraphysen, Vergr. 500. „5. „ „ Sporen, Vergr. 1000. „ 6. Graphis scripta, Lager nat. Gr. „ 7. - ,, „ Lager bei Lupenvergr. „ 8. b b Querschnitt durch Lager und Apothecium, Vergr. 100. „ 9. „ „ Schlauch mit Paraphysen, Vergr. 500. b 10. b 11 Spore, Vergr. jooo.
443 Nordwestdeutschland: An Rinden von Ilex, Sorbus, Cra¬ taegus, Corylus im Urwald bei Neuenburg, an Ilex im Nubbert bei Varel, an einem Ilexstamm in einem Gehölz zwischen Ohrwege und Dänikhorst. f. diffusa Leight. Lager bleigrau. Apothecien kräftig, einfach oder wenig verzweigt, stark hin- und hergeschlängelt, dick vom Lager umsäumt. An Ilex zwischen Ohrwege und Dänikhorst. f. divaricata Leight. Scheibe offen, nackt. An Sorbus im Urwald. /. flexuosa Leight. Lager runzelig, Apothecien einfach, vom Lager stark besäumt. An Corylus im Urwald. Familie Arthoniaceae. Lager krustig, eiförmig, homöo- oder heterome risch, mit den Hyphen der Markschicht an die Unterlage befestigt, unberindet, mit Palmella- Chroolepus oder Phyllactidium-Gonidien. Apothecien fleckenförmig, oval bis lineal, einfach oder verzweigt, einzeln oder in ein Stroma vereinigt, unberandet. Paraphysen verzweigt und verbunden. Pyknokonidien exo¬ basidial. Übersicht der Gattungen: i. Lager mit Palmellagonidien AHarthonia. Lager mit Trentepobliagonidien 2. 2. Sporen parallel-mehrzellig Arthonia. Sporen mauerartig vielzellig Arthothelium. Gattung AHarthonia Nyl. Von der Gattung Arthonia dadurch verschieden, daß das Lager Palmella-Gonidien enthält. Übersicht der Arten: i. Sporen zweizeilig 2. Sporen vierzellig A. caesia. 2. An Gestein 3. An Rinde oder Holz 4. 3’ Sporen io—16p lang, 4—6/z dick A. lapidicola. Sporen 8—12 p lang, 2—3 p dick A. fusca.
441 4- Lager dunkel 5. Lager grauweiß oder graugrün 7. 5. Apothecien braun bis braunschwarz A. rugulosa. Apothecien tiefschwarz 6. 6. Schläuche 25—30 p lang, 8—12^ dick A. exilis. Schläuche 20—25 /z lang, 15—18/4 dick A. apatetica. 7. Apothecien schwarz 8. Apothecien rotbraun bis braunschwarz A. glaucofusca. 8. Apothecien fast kugelig A. apatetica. Apothecien flach A. patellulata, 1537, A. caesia (Flöt. — Arthonia caesia Flöt. — Leprantha caesia Kbr. Lager ausgebreitet, dünn, mehlig-schorfig, weißgrünlich auf wei߬ lichem Vorlager. Apothecien angepreßt, kreisrund und klein, bis höchstens 0,5 mm breit, mit leicht gewölbter, rotbrauner, blaugrau bereifter Scheibe. Hypothecium und oberer Teil des Hymeniums gelbbraun. Schläuche bauchig-keulig, mit zugespitztem Fußende. Sporen selten gut entwickelt, puppenförmig, vierzellig, mit nur wenig größerer Scheitelzelle, n—15/4 lang, 4—6 dick. An glatten Laubholzrinden im Hügellande und der unteren Bergregion, selten. — Heidelberg: An Eichen und Weißbuchen bei der Engels¬ wiese. — Schlesien: Hochwald bei Wohlau (Acer, Carpinus); Oder¬ wald bei Leubus; Stonsdorfer Park bei Hirschberg (Linden). 1538. A. lapidicola (Tayl.) Zahlbr. — Lecidea lapidicola Tayl. — Arthonia lapidicola Brand et Rosts. — A. ruderalis Nyl. — A. fusca Hepp. — Coniangium Koerberi Lahm. — Taf. CVI, Fig. 5, 6; CVII, Fig. 10. Lager olivbräunlich, dünn, kleiig. Apothecien klein, flachgedrückt, schwarz, rundlich, bis 0,8 mm breit. Hypothecium und Deckschicht rot¬ bräunlich, Hymenium gelblich. Schläuche birnförmig, 45—50 p lang, 20—25/z dick. Sporen verkehrt eiförmig, farblos, 10—16/z lang, 4—6/a Erklärung zu Tafel CVI. Fig. 1. Allarthonia patellulata, Lager, nat. Gr. „ 2. „ „ „ Lupenvergr. ,, 3. ,, exilis, Lager, nat. Gr. „ 4. „ „ „ Lupenvergr. „ 5. ,, lapidicola, Lager, nat. Gr. „ 6. „ „ „ Lupenvergr. „7. „ fusca, Lager, nat. Gr. ,, 8. h „ „ Lupenvergr.
445 dick, zweizeilig mit annähernd gleich großen Zellen. Mit Jod färbt sieb die Hymenialgallerte weinrot. An kalkhaltigem Gestein zerstreut durch das ganze Gebiet. — Tirol: Ziemlich verbreitet. — Bayern. — Fränk. Jura. — Baden. — Würt¬ temberg. — Alpen. — Norddeutsche Tiefebene: Selten, an Backsteinen der Schleuse in Dehland im Huntegebiet. — Westfalen. — Thüringen. — Schlesien. — Ostpreußen: Bei Oletzko und Angerburg, an Ziegeln; Zementstein nahe dem Pregeldamm zwischen Königsberg und Holstein. f. parasitica Arn. — Coniangium Körberi Arn. f. parasitica Arn. Apothecien klein. Epithecium braungrün, Hypothecium bräunlich. Sporen größer, 18—22 /z lang, 6 dick. — Parasitisch auf dem Lager an¬ derer Flechten. — Tirol: Gurgl, auf dem Tahllus einer Peltigera am Wege zum Eissee. Waldrast, auf dem Thallus der Lecidea petrosa auf dem Kalksteingeröll unter den Serieswänden, auf Bilimbia Regeliana in der Seriesgrube. 1539. A. fusca (Mass.). — Coniangium fuscum Mass. — Catillaria fusca Mass. — Arthonia ruderalis Nyl. — Coniangium rupestre Kbr. — Taf. CVI, Fig. 7, 8; CVII, Fig. 11. Lager schwärzlich. Apothecien kleiner, gewölbt, leicht gedrängt. Hypothecium und Epithecium heller als bei A. lapidicola, der sie sonst sehr nahe steht. Hymenium schmutzig grünlich. Schläuche 35 p lang, 12—17 p dick. Sporen traubenkernförmig, 8—12 p lang oben 3, unten 2 p dick. An Kalkgestein, Dachziegeln, ziemlich verbreitet, aber nicht häufig. — Fränk. Jura: An Kalksteinen im Wachgraben bei Amberg. An Sandsteinen auf dem Rohrberge bei Weißenburg; an Kalksteinen zwischen Müggendorf und Baumfurt; zwischen Rosental und dem Hirschpark bei Eichstätt; in einem verlassenen Steinbruch zwischen Sinzing und Regensburg. — Westfalen: Nicht selten. — Nordwestdeutsche Tiefebene: Auf Dachziegeln vor Edewecht, alte Lüersche Ziegelei. Dachziegeln auf Bekaans Gehöft auf dem Ostlande, Borkum. — Vogt¬ land: Auf Kalk, Kulmberg bei Oberlosa. — Mähren. — Schlesien: Überall gemein, besonders an Kalkgestein. 1540. A. rugulosa (Kremplh.) Zahlbr. — Coniangium rugulosum Krmplh. — Arthonia rugulosa Almqu. Lager sehr zart, kleiig, dunkel gefärbt. Apothecien klein, etwas glän¬ zend, angedrückt, mehr oder weniger in Reihen gestellt, braun oder braun¬ schwarz, rauh, bald mit stark gewölbter Scheibe. Hypothecium braun; Epithecium dick, braun, gallertig. Sporen länglich-ellipsoidisch, etwas
446 sohlenförmig, zweizeilig mit fast gleich großen Zellen, 12—16^ lang, 4—5 p dick. Jod färbt das Hymenium weinrot, später, besonders das Epithecium dunkel violett. An der Rinde junger Laubbäume, selten. — Tirol: Ehrenburg auf Holz. Simmer (Sambucus, Sorbus). Bozen (Populus nigra). — Schweiz: (Ohne Angabe eines bestimmten Fundortes). — Bayern: München, an Zweigen von. Fraxinus und Alnus incana längs der Überfälle, an dünnen Zweigen von Populus tremula am Waldsaum westlich von Obersendling und bei Unterbrunn; an Rhamnuszweigen an der Würm nordöstlich von Allach, an Sambucus nigra bei Pullach; Augsburg, Friedberg (Eschen), Wöllenburg (Sarothamnus). — Fränk. Jura: An Salixzweigen am Donauufer von Donauwörth bis Ingolstadt; an einer jungen Esche am Prinzenwege bei Eichstätt (auch an Syringa, Prunus domestica, Populus); an dünnen Fichtenzweigen zwischen Pfünz und Hofstetten; an Erlen- zweigen im Walde bei Weißenburg. — Baden: An Populus canadensis bei Karlsruhe. — Schlesien: Botanischer Garten in Proskau (Walnuß); an Platanenästchen im Schloßhof in Dambrau. 1541. A. exilis (Fike.) Anzi. — Lecidea synothea var. exilis Fike. — Lecidea exilis Nyl. — Abrothallus exilis Arn. — Coniangium exile Am. — Biatorina exilis Jatta. — Catillaria exilis Mass. — Taf. CVI, Fig. 3, 4; CVII, Fig. 6—9. Lager spärlich, körnig-staubig, gräulich. Apothecien klein, gewölbt, fast kugelig, schwarzbraun, zuletzt schwarz, innen graubräunlich. Para¬ physen verklebt, kaum unterscheidbar, am Scheitel bräunlich. Sporen zu 8 im Schlauch, länglich-eiförmig, zweizeilig, an den Enden stumpf, farblos, 6—16 p lang, 3—5 p dick. Epithecium und Flypothecium gelblich. (Goni¬ dien ?). Tirol: Jenesien, auf verschiedenen Laubhölzern. Ratzes (Ainus incana) und zwischen Ratzes und Hauenstein (Abies). Bozen, Kuhbach. Salurn (Morus). Ragoli (Larix). — Ostpreußen: Tilsit. — Nord¬ westdeutschland: Am Holz einer alten Brücke bei Keitum auf Sylt. 1542. A. apatetica (Mass.). — Catillaria apatetica Mass. — Arthonia apatetica Jatta. Thallus grauweiß, braun oder schwarz, schorfig, weinsteinartig¬ pulverig, etwas kleiig. Apothecien bis 2,5 mm breit, fast kugelig, sitzend, schwarz, sehr zart kleiig bestäubt. Hymenium hell. Hypothecium bräun¬ lich. Sporen länglich, zweizeilig, in der Mitte etwas eingeschnürt, obere Zelle größer, 9—15//. lang, 4—7 p dick. Schläuche kurz birnförmig oder fast kugelig, 20—25 p lang, 15—18/4 dick.
447 An Rinden von Laubbäumen, ziemlich zerstreut und nicht häufig. Schweiz: Pfäffikon; Zürich; Como; Genf. — Westfalen: Steinkrug unweit Höxter (junge Eiche); Albersloh (Carpinus). — Nord west¬ deutsche Tiefebene: Selten, an Sambucus am Rande eines Gehölzes bei Aue unweit Zwischenahn. — Thüringen: Hainwald, an alten Eichen. — Mittelfranken. — Schlesien: Scheitnig bei Breslau (Populus tremula); Berliner Chaussee bei Grünberg (Pappeln); .Falken¬ berg; Wald bei Schedlau an jungen Aspen. — Ostpreußen: Cranzer Wald beim Belvedere auf Salix, nahe der See. 1543. glaucofusca (Kbr.). — Coniangium glaucofuscum Kbr. Lager ausgebreitet, dünn, schorfig-körnig, graugrün, auf zartem, wei߬ lichem Vorlager. Apothecien zahlreich, angedrückt, 0,2—0,3 mm groß, rund, mit geschwollen gewölbter, dunkel rotbrauner oder braunschwarzer Scheibe. Hypothecium fast farblos. Hymenium gallertig, oben lichtgelblich. Schläuche bauchig. Sporen eiförmig, 13—18 p, lang, 6—8/z dick, zwei¬ zeilig, im Alter bräunlich, fast gleichzellig. Schlesien: An Tannenrinde im Höllengrunde am Kynast. 1544. A. patellulata (Nyl.) Zahlbr. — Arthonia patellulata Nyl. — Taf. CVI, Fig. 1, 2; CVII, Fig. 1—5. Thallus sehr dünn, ergossen, weißlichgrau, feinrissig. Apothecien schwarz, klein, bis 0,5 mm breit, angedrückt, rundlich oder eckig, flach. Epithecium schmutzig grünbräunlich. Sporen verkehrt eiförmig, klein, 7—15/z lang, 2—5 p. dick, farblos, zweizeilig; die obere Zelle etwas dicker, die untere schmäler und länger. Mit Jod färbt sich die Hymenialgallerte weinrot. ' Erklärung zu Tafel CVII. Fig. i. Allarthonia patcllulata, Lager, nat. Gr. „ 2. „ „ Lager bei Lupenvergr. „ 3. ,, „ Schnitt durch Lager und Apothecium, Vergr. 50. ,, 4. ,, ,, Schlauch, Vergr. 500. „ 5. „ „ Sporen, Vergr. 1000. „ 6. „ exilis, Lager, nat. Gr. „ 7. „ „ Lager bei Lupenvergr. „ 8. „ „ Schnitt durch Lager und Apothecium, Vergr. 50. u 9- 11 „ Sporen, Vergr. 1000. 11 10. „ lapidicola, Schnitt durch Lager und Apothecium, Vergr. 50- „ii. „ fusca, Schnitt durch Lager und Apothecium, Vergr. 50. „ 12. Arthothelium ruanideum, Schnitt durch Lager und Apothecium, Vergr. 50 „ 13. „ „ zwei Schläuche mit Sporen, Vergr. 500. „ 14. „ „ vier Sporen, Vergr. 1000.
448 An glatter Rinde, besonders von Pappeln, selten. Schweiz: Como (Morus). — München: An Populus tremula im Kapuzinerhölzchen bei Nymphenburg. — Fränk. Jura: An der Rinde von Populus tremula zwischen Wasserzell und Breitenfurt; bei Aicha. — Baden: An Populus tremula am Rhein bei Daxlanden. — Allgäuer Alpen: Inselanlage an der Trettach bei Oberstdorf (Espen) ; Allee gegen den Wasserfall bei Nesselwang (Pappeln). — Augsburg. — Hessen. — Westfalen: Solling bei Höxter; bei Dülmen; Nienberge; bei Doors unweit Münster; überall auf Populus tremula. /. ulmicola Nyl. Lager aschgrau, schorfig. Hymenium schmutzig braun. Sporen 9 bis 11 lang, 3,5 breit. Ostpreußen: Piekel an der Montauer Spitze auf Ulmus. var. Graminea Olli. Apothecien 0,2—0,3 mm im Durchmesser. Hymenium schmutzig¬ braun mit hellem Hypothecium. Sporen 9—11 p, lang, 3—4/4 breit. Auf abgestorbenen Grashalmen. Preußen: Sobowitz bei Danzig; Pr.-Stargardt; Willenberg am steilen Nogatufer bei Marienburg. Gattung Arthonia (Ach.) Zahlbr. Lager krustig, einförmig oder am Rande fast lappig effiguriert, epi- oder endophlöodisch, unberindet, mit dem Vorlager oder mit den Hyphen der Markschicht an der Unterlage befestigt, mit Chroolepus-Gonidien. Apothecien in das Lager versenkt und anfänglich von dem letzteren be¬ kleidet oder sitzend, rundlich, fleckenartig, unregelmäßig sternförmig, gelappt oder mehr oder weniger in die Länge gezogen, ohne Gehäuse. Hymenium ausdauernd oder im Alter zerfallend. Hypothecium aus dicht verwebten Hyphen gebildet; Paraphysen verzweigt und verbunden, zumeist undeutlich und erst nach Behandlung mit chemischen Reagenzien (Kali¬ lauge u. a.) deutlich sichtbar. Schläuche fast kugelig, birnförmig, verkehrt eiförmig, seltener ellipsoidisch, mit am Scheitel stark verdickter Membran, achtsporig. Sporen länglich bis eiförmig, keilförmig, länglich-spindelförmig oder puppenförmig, parallel zwei- bis mehrzellig, mit zylindrischen, oft ungleich großen Fächern, farblos oder selten gebräunt. Konzeptakel der Pyknokonidien flächenständig, geschlossen, mit dunklem Gehäuse; Fulkren aus mehr oder weniger gestreckten Zellen gebildet, exobasidial; Basidien fast zylindrisch, Pyknokonidien zylindrisch bis länglich, mitunter an den Enden etwas verdickt, gerade oder gekrümmt. Stylosporen in mehr flachen
449 Behältern, auf fädigen Stützhyphen endständig sitzend, oval oder ellipsoi¬ disch, hell oder mehr oder weniger gebräunt, einzellig oder parallel mehr¬ zellig. Übersicht der Arten: i. Apothecien schwarz oder schwärzlich, keine durch KOH sich lebhaft färbenden Substanzen enthaltend 2. Apothecien verschieden gefärbt, wenn schwarz durch KOH sich violett oder blau färbende Substanzen enthaltend (Subg. Coniocarpon) 28. 2. Lager meist dünn, unscheinbar, Apothecien nicht bereift (Subg. Euarthonia) 3. Lager meist verhältnismäßig dick, Apothecien dicht bereift (Subg. Pachnolepia) 21. 3. (Euarthonia) Sporen zwei- bis dreizellig 4. Sporen vier- bis achtzellig 9. 4. Sporen 14—18/x lang 7. Sporen unter 14/z lang 5. 5. Lager verhältnismäßig dick, mehlig A. farinosa. Lager dünn, oft undeutlich 6. 6. Apothecien schwarz A. dispersa. Apothecien braun A. galactites. 7. Lager nicht wahrnehmbar A. Cytisi. Lager deutlich erkennbar 8. 8. Lager gräulich bis weißlich A. excipienda. Lager dunkel grau-olivfarben A. faginea. 9. An Gestein 10. An Rinde 11. 10. Hypothecium farblos A. petrensis. Hypothecium braun A. lecideoides. 11. Apothecien rundlich oder länglich, nicht striclir- oder sternförmig 12. Apothecien mehr oder weniger stern- oder deutlich strichförmig 18. 12. Sporen selten mehr als vierzellig 13. Sporen vier- bis sechszellig 16. 13. Hypothecium farblos A. populina. Hypothecium gefärbt 14. 14. Hypothecium braun A. mediella. Hypothecium grünlich 15. 15. Sporen 2*/t—3V2 p dick A. stenospora. Sporen 4—6 p dick A. sorbina. Thome-Migula, Flechten. II. (Flora XII, 2.) 29
450 i6. Sporen meist über i8/a lang A. punctiformis. Sporen 15—18/z lang 17. 17. Sporen fünfzellig A. reniformis. Sporen sechszellig A. viburnea. 18. Sporen vierzellig 19. Sporen mehr als vierzellig 20. 19. Oberste Sporenzelle größer als die übrigen A. aspersa. Sporenzellen gleichlang A. radiata. 20. Apothecien schwarz A. medusula. Apothecien braunschwarz A. stellaris. 21. (Subg. Pachnolepia) Lager fast lila A. lilacina. Lager weißlich, grau oder gelblich 22. 22. Sporen bis 5 p dick 23. Sporen über 5 p, dick 25. 23. Apothecien sternförmig A. marmorata. Apothecien rundlich oder verzogen länglich 24. 24. Scheibe dauernd bereift A. cinereopruinosa. Scheibe später nackt A. fuliginosa. 25. Scheibe schwarz, grau bereift 26. Scheibe braunrot, grau bereift 27. 26. Lager durch KOH leicht gelb gefärbt A. byssacea. Lager durch KOH nicht gelb gefärbt A. Zwackhii. 27. Sporenzellen fast gleich groß A. impolita. Zweite und dritte Sporenzelle (von oben) breiter als die übrigen A. lobata. 28. (Subg. Coniocarpon) Sporen zwei- bis dreizellig 29. Sporen vier- bis fünfzellig 36. 29. Apothezien schwarz 30. Apothecien braun oder bräunlich 32. 30. Sporen mit größerer oberer Zelle 31. Sporenzellen fast gleich groß A. Bueriana. 31. Sporen 15—20 p lang A. didyma. Sporen 10—15 li lang A. lurida. 32 Apothecien gelb bis rostfarben A. helvola. Apothecien braun oder bräunlich 33. 33. Scheibe hellbraun A. submersa. Scheibe dunkler 34. 34. Apothecien rötlichschwarz A. atrofuscella. Apothecien kastanien- oder schmutzigbraun 35.
451 35- Hymenium durch KOH intensiv violett gefärbt A. lurida. Hymenium durch KOH schwach oder gar nicht violett gefärbt A. spadicea (incl. subspadicea und luridofusca). 36. Scheibe schwarz A. gregaria. Scheibe zimt- bis dunkelbraun A. elegans. 1545. A. farinosa Harm. Thallus weiß, mehlig, relativ dick. Apothecien nackt, klein, unregel¬ mäßig rundlich, schwarz. Schläuche fast kugelig. Sporen 10—15/4 lang, 3,5—4 dick, mit einer Querwand. — Nach Harmand vielleicht doch nur eine Form von A. galactites. An der Rinde eines Tulpenbaumes bei la Malgrange in Lothringen. 1546. A. dispersa (Schrad.) Nyl. — Opegrapha dispersa Schrad. — A. minutula Nyl. — A. epipasta Kbr. Thallus zuerst unterrindig, dann oberflächlich, sehr dünnschorfig oder fleckig, weißlich oder grau. Apothecien angedrückt, strichförmig oder rundlich, meist in kleinen, sternförmigen Gruppen stehend, selten schwach verzweigt, schwarz, bis 1,5 mm lang. Sporen ellipsoidisch, 10—12 p lang, 3—4^, breit, zweizeilig oder selten vierzellig. Die Hymenialgallerte färbt sich mit Jod blau, dann violett. An glattrindigen Laubhölzern, besonders Obstbäumen, Haselnuß, Birke, seltener an Nadelhölzern, durch das ganze Gebiet verbreitet. 1547. A. galactites (DC.) Duf. — Verrucaria galactites DC. — Taf. CVIII, Fig. 9, 10; CIX, Fig. 7. Thallus weiß, dünn, glatt. Apothecien klein, dunkelbraun, punkt¬ förmig, rund oder länglich. Sporen farblos, länglich-eiförmig, mit einer Querwand, 12—14 p lang, 4 p dick. Hymenialgallerte mit Jod sich anfangs bläuend, dann schmutzig weinrot werdend. An glatter Rinde von Pappeln und Linden, im Westen und Südwesten nicht häufig. Schweiz: Bei Como und Locarno. — Baden: Karlsruhe, Knielingen, Eggenstein, Bötzingen. — Rheinlande: An Pappeln bei Bonn. — Westfalen: An einer jungen Pappel bei Langenhorst. — Sachsen: Auf dem weiten Kirchhof bei Dresden. — Böhmen. 1548. A. Cytisi Mass. — A. astroidea var. Cembrae Anzi. Lager nicht wahrnehmbar. Apothecien anfangs durch einen schwarzen, später verschwindenden Fleck angedeutet, dann vortretend, strichförmig, meist ausgehöhlt, mit erhabenen Rändern, in fast sternförmigen, ziemlich großen Flecken dicht gehäuft oder zusammenfließend. Sporen länglich, zweizeilig, mit längerer unterer Zelle, 16—18 p.lang, 6 p breit. 29*
452 Alpen: An glatter Rinde von Cytisus alpinus um Como und Riva: an Pinus Cembra um Bormio. 1549. A. excipienda (Nyl.) Cromb. — A. dispersa subsp. excipienda Nyl. — A. hibernica Nyl. Thallus gräulich oder weißlich, begrenzt. Apothecien klein, länglich, punktförmig oder unregelmäßig. Sporen farblos, verkehrt eiförmig, zwei¬ zeilig, 14—21 lang, 5—9 p dick. Hymenialgallerte mit Jod sich weinrot färbend. Alpen: An der Rinde von Berberis und Ligustrum bei Gossau und Grüningen. — Bayern: München, an Berberiszweigen über dem Brunnen¬ haus bei Grünwald; Augsburg, Siebentischwald, an Berberis. — Fränk. Jura: An Berberiszweigen der Donauauen bei Gerolfing bei Ingolstadt. — Preußen: Pr. Friedland (Ribes); reichlich im Park von Warnicken (Corylus). X550. A. faginea Müll.-Arg. Lager unterrindig, mit der Rinde dunkelgrau-olivfarben. Apothecien schwarz, gedrängt, */3—*/3 mm breit, fast fleckenförmig flach, angefeuchtet jedoch etwas angeschwollen, kreisrund oder undeutlich eckig, nackt, matt, zuletzt oft fleckenförmig zusammenfließend. Epithecium braun; Hymenium und Hypothecium farblos. Schläuche verkehrt eiförmig, oben dickwandig, achtsporig. Sporen 15—17 p lang, 51/»—u breit, farblos, anfangs deut¬ lich sohlenförmig, mit doppelt so langem und viel schmälerem unterem Gliede, bald einmal quergeteilt, zuletzt dreizellig mit gleichlangen Zellen, doch breiterer oberster Zelle. Schweiz: An der Rinde junger Buchen am Mont Saleve. 1551. A. petrensis Nyl. Lager weiß oder weißlich, matt, sehr dünn, ungleich, rissig, zerstreut. Apothecien schwärzlich oder braunschwarz, etwas gewölbt, abgerundet¬ länglich, 0,3—0,5 mm breit, innen blaß. Sporen zu 8, eiförmig, vierzellig, 14—16 /z lang, 5—6 dick, Epithecium blaß bräunlich, Hypothecium farb¬ los. Jod färbt die Hymenialgallerte blau, die Schläuche zuletzt gelbbraun. Banat: An Kalksandsteinfelsen bei Herkulesbad. 1552. A. lecideoides Th. Fr. — Lecidea arthonioides Ach. — Trachylia arthonioides Fr. — Arthonia trachylioides Mudd. Thallus bald sehr dick, kleiig-wergartig, weißlich, bald zart, bald nicht wahrnehmbar, mit Chroolepus-Gonidien. Hyphen zart, mit Kalilauge und Jod sich nicht färbend. Apothecien tiefschwarz, undurchsichtig, gewöhnlich
453 etwas gewölbt. Hypothecium sehr dick, innen blasser, ins Rotbraune gehend, nach außen zu rauchbraun; Epithecium dick, schwarz, körnig zer¬ fallend. Hymenium schmutzig bräunlich. Schläuche 35—40^ lang, 18 bis 20 p dick, mit stark verdickter Membran. Sporen 13—16 p lang, 6—7 p dick, eiförmig länglich, mit meist vier, seltener drei Zellen, von denen die letzte bei weitem die größte ist. Jod färbt das Hymenium weinrot-violett. An Sandsteinfelsen, weit verbreitet, aber nicht häufig. Fränk. Jura: An einer Sandsteinwand des bewaldeten Abhanges oberhalb Spielberg, westlich von Schwandorf. — Baden: Felsenmeer des Königsstuhles über dem Wolfsbrunnen und über Rumbach. — Westfalen: An den Exter¬ steinen. — Thüringen: Falkenstein bei Dietharz, an einer schattigen Porphyrwand. — Böhmen mehrfach. — Schlesien: Adersbach, Weckeisdorf, Heuscheuer, an schattigen Granitwänden oberhalb des Zacken falles. f. corticola (Eitner). — Trachylia arthonioides f. corticola Eitner. — Tr. leucopellaea (Ach.) Almqu. in Eitner II, Nachtr. zur Schles. Flechten¬ flora. Lager dünn, weiß oder weißgrau, glatt, ausgebreitet, ungleich dick, oft rissig. Apothecien mehr oder weniger gewölbt, randlos, tiefschwarz, eingesenkt, verschieden rundlich, keil- oder strichförmig. Sporen 10—13 p lang, 4—5 p breit, vier- bis fünfteilig. Schlesien: An Eichen und Linden im Gr.-Leubuscher Wald bei Brieg. 1553. A. populina Massai. — A. punctiformis Mass. Kbr. Lager meist dauernd unterrindig, entblößt feinhäutig, grauweißlich oder graubräunlich; Vorlager unterrindig. Apothecien anfangs unterrindig, dann frei, punktförmig, bis höchstens 0,2 mm breit, eingesenkt, flecken¬ förmig-rundlich oder verzogen-elliptisch, mit flacher, mattschwarzer Scheibe. Schlauchschicht bald krumig, auf kaum kenntlichem, ungefärbtem Hypothecium, wasserhell, mit körniger, grünschwärzlicher Deckschicht. Schläuche birnförmig. Sporen 20—22 p lang, 4—6 p dick, stumpf spindel- bis fast puppenförmig, meist vier-, seltener sechszellig, mit falt gleich¬ großen Zellen, An glatter Rinde fast aller Laubbäume überall verbreitet und häufig bis in die Bergregion. 1554. A. medlella Nyl. — A. sordarea Kbr. — A. trabinella Th. Fr. — A. muscigena Th. Fr. — A. globulosaeformis Hepp. Thallus sehr zart, manchmal undeutlich, kleiig oder kleiig-schleimig, weißlich oder weißlich-, grünlich- oder bräunlichgrau, mit Jod oder Kali¬
454 lauge sich nicht färbend. Apothecien klein oder sehr klein, 0,15—0,6 mm breit, angewachsen, kreisrund, gewölbt, schwarz, etwas rauh. Hypothecium sehr dick, nach oben zu schmutzig, nach unten zu dunkelbraun; Epithecium ziemlich dick, körnig, fast schwarz. Schläuche 30—35/4 lang, 18^ breit, mit nach oben zu nicht besonders verdickter Membran. Sporen etwas lanzettlich, an beiden Enden zugespitzt, vierzellig, Zellen fast gleichgroß, 10—18 p lang, 3—4,5 p dick. Jod färbt das Hymenium rotgelb. An glatter Rinde von Nadelhölzern und Rhododendron, sehr zerstreut. Tirol: Stanzertal, zwischen St. Jacob und Pettneu (Larix) ; Plose (Pinus cembra) ; Sarntal, bei der Möltnerkaser (Rhododendron); Schiern, in der Klamm (Larix). — Schweiz: An der Rinde alter Koniferen in den Bergen um Genf, Mallia und im Val d’Otro. — Nach Rehm in Mittel- franken. — Baden? — Thüringen: Zierautal bei Neusiß, an einer sehr alten Abies; Tal beim Hungertalsteich unweit Gehlberg, am Grunde einer älteren Picea, auch auf Fagus; Tambach, mehrfach auf Abies, auch auf Eiche; Kleinschmalkalden (Abies) ; Dörrberg (Acer). — Schlesien: Seifenlehne im Riesengebirge. — Preußen: Angerburg, Lyck, Iben- horster Forst. 1555. A. stenospora Müll.-Arg. Lager sehr dünn, die äußere Rindenhaut als graue bis braune, un¬ bestimmte Flecken verändernd oder auch undeutlich. Apothecien in den Flecken halb eingesenkt, 0,2—0,3 mm breit, oft um die Hälfte länger als breit, mitunter auch noch mehr länglich oder auch wieder fast halbkugelig, selten undeutlich eckig, gewölbt, schwarz, matt, anfangs von der Epidermis verhüllt. Hymenialschicht und Hypothecium blaß grünlich, Epithecium olivbraun. Schläuche 30—35 p lang, breit keilförmig-verkehrt-eiförmig, breit stumpf abgerundet, oben mäßig oder stark dickwandig. Sporen zu 6—8 im Schlauch, vierzellig, farblos, 14—27 p lang, 2V2—3V2 p breit, fast spindelförmig, an beiden Enden stumpflich, am oberen oft breiter. Hymenialschicht durch Jod schön blau gefärbt. Schweiz: An einem jungen absterbenden Stamm von Betula alba bei Genf. 1556. A. sorbina Kbr. Lager abgegrenzt, fast dünnhäutig, zusammenhängend oder feinrissig¬ schollig, fettig schimmernd, bräunlich oder schmutzig grünlichgrau, auf hellerem, undeutlichem Vorlager. Apothecien 0,5 mm breit, rund oder ver¬ zogen elliptisch, eingesenkt-angedrückt, fleckenförmig, mit flacher oder leicht gedunsener, mattschwarzer Scheibe. Hypothecium deutlich grünlich. Hymenium oben trüb grün oder braungrün, bald krumig werdend. Sporen
455 vierzellig, kräftig, 15—22/z lang, 4—6 p dick, breit spindelförmig, fast puppenförmig, mit breiterer Spitze und fast gleichlangen Zellen. Schläuche von verschiedener Gestalt, bimförmig oder bauchig-keulig. Selten und sehr zerstreut. Schlesien: An einem abgestorbenen Ebereschenstamm im. Riesengrunde; an altem Acer Pseudoplatanus am Rande des Gipfelplateaus des Zobten in der Nähe des Gasthauses. — Vogtland: An Sorbus bei Burgk. 1557. A. punctiformis Ach. — A. epipasta v. ß microscopica Leight. — Taf. CVIII, Fig. 13. Thallus unterrindig, dünn, unbestimmt begrenzt, wenig deutlich, wei߬ lich oder graubräunlich. Apothecien eingesenkt, zerstreut, flach oder leicht konvex rundlich oder länglich, schwarzbraun oder mattschwarz, innen blaß, sehr klein. Sporen farblos, linear-keulenförmig oder verkehrt eiförmig, 16—24 p lang, 5—8 p dick, stumpfendig, vier- bis sechszellig, mit gleich langen Zellen. Mit Jod färben sich die Schläuche weinrot, die Hymenial¬ gallerte erst blau, dann dunkel. An glatter Rinde von Laubbäumen, verbreitet. 1588. A. reniformis Pers. Thallus wie bei A. punctiformis. Sporen regelmäßig fünfzellig, 16—18 p lang, 6—7 p dick. An glatter Rinde von Laubbäumen, selten. — Schweiz: An Rinde von Carpinus bei Zürich und Aire; bei Riffersweil und Gossau (Carpinus, Fagus, Corylus). — Allgäuer Alpen: Am Aschaweg (Tanne). — München: An Ahornrinde im Walde unterhalb Pullach; auf Rinde von Alnus incana an sumpfigen Stellen der Isarauen bei Dürreneck. — Fränk. Jura: Im Walde der Donauauen südlich von Gerolfing (Ainus; Prunus Padus, Corylus); bei Schaefstall unweit Donauwört. — Baden: An Erlen und Hainbuchen hinter dem Stift bei Heidelberg; am Wolfsbrunnen Handschuchsheim. — Mittelfranken. f. ulcerosa Lettau. Apothecien durch Verschwinden der Scheibe wie ausgefressen und nur schmale, gebogene, zentrifugale, aber unregelmäßige Linien bildend. Thüringen: Hainwald, auf Carpinus. I559- A. viburnea Müll. — Arg. Lager außen undeutlich, aus bräunlichen, oft geteilten Hyphen und wenig, reihenweise angeordneten (öfters fehlenden) Gonidien gebildet. Apothecien x/10—1/8 mm breit, niedrig halbkugelig, fast kreisrund, in der Mitte weder verflacht noch mit einem etwas erhabenen Rand umgeben,
456 schwarz, von Epidermisschuppen, wenigstens am Rande etwas verhüllt. Epithecium ziemlich dick, braun oder schwärzlich, Hymenium farblos, Hypothecium ziemlich dick, farblos. Schläuche länglich verkehrt-eiförmig, am Scheitel dickwandig, achtsporig. Sporen verkehrt-eiförmig-zylindrisch, 15—18/z lang, 4x/2—6 p breit, ausgebildet regelmäßig und gleichmäßig sechszellig. Schweiz: An Zweigen von Viburuum Lantana am Mont Saleve. 1560. A. aspersa Leight. Thallus dünn, glatt, unbestimmt begrenzt, graulich-grün. Apothecien klein, rundlich oder unregelmäßig oder etwas sternförmig, mit flacher oder etwas gewölbter schwarzer Scheibe. Sporen verkehrt eiförmig, vierzellig, farblos oder blaß gelblich, 13—15/z lang, 5—6p dick; oberste Zelle am größten. Hymenialgallerte mit Jod sich schwach bläuend. Böhmen: Leipa, an alten Fichten bei der Schweizermühle. — Sachsen: Utewalder Grund in der Sächsischen Schweiz. 1561. A. radiata (Pers.) Ach. — A. astroidea Ach. — Opegrapha radiata Pers. — O. astroidea Ach. — Taf. CVIII, Fig. 11—12; CIX, Fig. 6. Lager erst unterrindig, dann hervortretend, graugrüne oder weißliche, dünn schorfige, manchmal von einer dunklen Linie begrenzte Flecken bil¬ dend. Apothecien klein, dunkelbraun bis mattschwarz, eingesenkt, rauh, rundlich, strichförmig oder sternförmig-strahlig, innen blaß, mit dunkel¬ braunem Epithecium. Sporen linear-keulenförmig bis stumpf spindel¬ förmig mit abgerundeten Enden, vierzellig, mit gleich langen Zellen, 12—20 p lang, 4—6 p dick. Mit Jod färben sich Schläuche und Sporen weinrot, die Hymenialgallerte blau, dann violett. Erklärung zu Tafel CVIII. Fig. i. Arthonia marmorata, Schnitt durch Lager und Apothecium, Vergr. 50. „2. „ „ Schlauch, Vergr. 500. „ 3. „ „ Spore, Vergr. 1000. „ 4. ,, lurida, Schnitt durch Lager und Apothecium, Vergr. 50. „ 5. „ ,, Schlauch, Vergr. 500. „ 6. „ jj Sporen, Vergr. 1000. „ 7. ,, ■ gregaria, Schnitt durch Lager und Apothecium, Vergr. 50. „ 8. h ,, Sporen, Vergr. 1000. „ 9. „ galactites, Schnitt durch Lager und Apothecium, Vergr. 50. „ 10. n b Sporen, Vergr. 1000. „ii. „ radiata, Schnitt durch Lager und Apothecium, Vergr. 50. „ 12. b 11 Sporen, Vergr. 1000. „ 13. „ punctiformis, Sporen, Vergr. 1000.
457 An glattrindigen Bäumen, namentlich Laubbäumen häufig im ganzen Gebiet bis in die Alpen. Bei der typischen Form sind die Apothecien fast regelmäßig stern- förmig-strahlig mit geschwollener Scheibe. f. tynnocarpa Ach. Lager begrenzt, weißlich. Apothecien sehr klein und zahlreich punkt¬ förmig, unregelmäßig, gewölbt. Zerstreut z. B. Tirol: Predazzo, an glatter Tannenrinde im Walde gegen Val Maor. — Fränk. Jura. — München usw. var. Swartziana (Ach.) Sydow. — Arthonia Swartziana Ach. — A. vul¬ garis v. Swartziana Stein. — A. astroidea v. Swartziana Hepp. Lager weißlich oder olivfarben, nicht sehr scharf begrenzt. Apothecien rundlich mit geschwollener Scheibe. — Tirol: Pinzolo, Doss Sabione (Betula). — Fränk. Jura. — Westfalen usw. var, cinerascens Ach. Lager weißlich grau. Apothecien rundlich mit geschwollener Scheibe. var. astroidea Ach. Lager weißlich. Apothecien unregelmäßig strich- bis sternförmig mit flacher Scheibe. var. obscura (Pers.) — Arthonia obscura Pers. — A. vulgaris f. obscura Kbr. — Opegrapha obscura Pers. Lager dunkel olivgrün. Apothecien rundlich-eckig, ziemlich flach Sporen stumpf-spindelförmig, vierzellig, 12—18^ lang, 6—9 dick. An glatter Eichen- und Buchenrinde. f. Rhododendri Arn. exs. Nr. 440. Tirol: Sarntal, Kreuzjoch. Überetsch, in den Eislöchern. Predazzo, am Fuße der Margola. Überall an Rhododendron. var. subparallela Müll. — Arg. Lager weißlich. Früchte klein, fast parallel, gehäuft oder öfter ziem¬ lich vereinzelt, hier und da fast kreisförmig und klein. Schweiz: An Kirschbaumrinde bei Genf. var. epipastoides (Nyl.) — A. epipastoides Nyl. Lager graulich. Apothecien unregelmäßig linear, kleiner als bei radiata, von der sie aber kaum wesentlich verschieden ist. In den Vogesen an der Rinde junger Bäume ziemlich häufig. — N iederöster re ich: Auf Eichenzweigen im Walde über Kreisbach bei St. Pölten. 1562. A. medusula (Ach.) Nyl.
458 Thallus dünn, etwas runzelig. Apothecien eingesenkt, unregelmäßig sternförmig geteilt, flach, schwarz. Sporen länglich eiförmig, fünfzellig, 14—17 jU lang, 6—7/4 dick. Pyknosporen gerade, stäbchenförmig, 4—5/1 lang, 1 p, dick. Sehr selten an der glatten Rinde von Laubbäumen. — Schweiz: An alten Eichen bei Liestal. — Fränk. Jura: An der rissigen Rinde eines alten Efeustammes am Donauufer zwischen Kelheim und Welten¬ burg. — Westfalen: Roter Grund des Solling bei Höxter; Tiergarten zu Wolbeck. — Rheinlande: Ippendorf bei Bonn. — Hessen (nach einer Angabe bei Lettau von Theobald gefunden). 1563. A. stellaris Krplhbr. Thallus zart, unterrindig, mit bräunlicher oder blaß kirschroter, glatter, dunkel berandeter Oberfläche. Apothecien eingesenkt, klein, strich¬ förmig, zierlich, in verschiedener Weise verzweigt und gewunden, meist sternförmig, braunschwarz, undurchsichtig, mit flacher oder etwas ver¬ tiefter, nicht gerandeter Scheibe, sehr zahlreich. Sporen Schuhsohlen- oder traubenkernförmig, klein, mit 4—6 feinen Querwänden, zuweilen etwas gekrümmt und in der Mitte eingeschnürt, farblos. Bayerische Alpen: An glatter Rinde von Weißtannen in einem Walde nächst Marquartstein. — Oberfranken: Tannenwäldchen oberhalb Burglesau bei Scheßlitz. — Mittelfranken. — Baden: Haslach im Kinzigtal (Abies); Caecilienberg bei Lichtental (Abies). — Westfalen, selten: Tiergarten zu Wolbeck (Fagus, Carpinus); Albers¬ loh (Carpinus). 1564. A. lilacina (Ach.) Kbr. — Lecidea lilacina Ach. — A. melaleu- cella Nyl. Lager ergossen, dick, ungleich, pulverig-schorfig, bläulich-weißlich, fast lila, mitunter im Alter grünlich verfärbt, mit gelbgrünen Gonidien, ohne deutliches Vorlager. Apothecien klein, ungefähr von der Größe der¬ jenigen von A. cinereo-pruinosa, erst eingewachsen, schwarz, graublau be¬ reift, rundlich später mit gedunsener Scheibe vortretend und nackt. Hyme¬ nium gelblich, oben bräunlich, Sporen zu 4—6 in kurz bimförmigen Schläuchen, ziemlich klein, zierlich puppenförmig, vierzellig, drei- bis vier¬ mal so lang wie breit, farblos. Pykniden (Pyrenotheca stictica Fr. z. T.) als kleine schwarze Wärzchen auftretend; Pyknokonidien klein, zylindrisch. Preußen: Schellecken bei Labiau, an alten Eichen. 1565. A. marmorata (Ach.) Br. et Rostr. — Spilonema marmoratum Ach. — Sp. melaleucum y leucopellaeum Ach. — Arthonia leucopellaea
459 (Ach.) Almqu. — A. Schaereri Mass. — A. cinereopruinosa v. lobata Nyl. — Trachylia melaleuca Fr. — Taf. CVIII, Fig. i—3; CIX, Fig. 5. Thallus ziemlich dünn, breit ergossen, weiß, kleiig oder flockig, durch Kalilauge nicht verändert. Apothecien mittelgroß, etwa 0,5 mm breit (0,3—1 mm), zahlreich, ziemlich gedrängt, in der Jugend klein, ein¬ gewachsen, kreisrund, erwachsen mittelgroß, angedrückt, sternförmig¬ lappig geteilt, mit breiten, stumpfen Lappen, immer etwas gewölbt, jung über und über, im Alter nur am Rande zart graubraun bereift. Scheibe fast nackt, gerieben und innen schwarz, oft zart vom Thallus berandet. Hypothecium ziemlich dünn, doch so hoch wie das Hymenium, schmutzig¬ braun. Hymenium niedrig, schmutzig bräunlich. Epithecium ziemlich deutlich, bräunlich. Schläuche 35—40 p lang, 15—20 p dick. Sporen 10—15 p lang, 3,5—5 p dick, eiförmig-lanzettlich, etwas spitz, farblos, selten etwas gebräunt, jung dreizellig, reif vier- bis fünfzellig und bis 18 p lang, mit gleichgroßen Zellen. Jod färbt das Hypothecium schmutzigblau. An Rinde von Birken, Buchen, Eichen, Eschen, Haseln, Tannen, selten an entrindetem Holz, selten. Tirol: Brandenberg, an der glatten Rinde jüngerer Tannen. — Schweiz: An Kiefernstämmen bei Gurnigel. — Bayern: An Fichten und Tannen in den Gebirgswaldungen um Rottach, Kreuth, Mittenwald, Oberaudorf; Falkenstein bei Zwiesel im Bayrischen Wald. — Baden: Im Schwarzwald um Muggenbrunn, Notschrei, Zastler, an Tannen. — Westfalen: Tiergarten zu Wolbeck (Birken) ; Nienberge (Esche). — Schlesien: Altvater, an Fichten am Abstieg nach der Gabel. 1566. A. cinereopruinosa Schaer. — Taf. CIX, Fig. 4. Thallus dünn, ausgebreitet, mehlig-weinsteinartig, zusammenhängend, gelblich oder rötlichweiß, auf zartem, weißem Vorlager. Apothecien ein¬ gesenkt oder angedrückt, 0,3—0,5 mm breit, fast rund mit flacher oder leicht gewölbter, dauernd dicht bleigrau bereifter, schwarzer Scheibe. Schlauchboden ungefärbt, undeutlich; Schlauchschicht krumig, anfangs farblos, oben grünlichbraun, später ganz gelbbräunlich. Schläuche bim¬ förmig. Sporen lang eiförmig, mit 1—3 Querwänden, im oberen Teil be¬ deutend breiter, 9—14 p lang, 3—4 p dick, im Alter oft bräunlich. An alten Fichten und Tannen, seltener an Eichen, selten. Schweiz: Gurnigel; Riffersweil. — Bayr. Alpen: Zwischen Birgsau und Buchen¬ rain; im Seinsberge bei Mittenwald; Schliffbachtal im Revier Kreuth bei Tegernsee. — Bayr. Wald: Falkenstein. — Niederösterreich: An Tannen in der Großen Klause bei Aspang. — Westfalen: An Eichen des Roten Grundes im Solling und an einer Eiche bei Fürstenberg a. d. Weser. — Schlesien: An alten Tannen am Fuße der Tafelfichte.
460 1567. A. fuliginosa (Turn, et Borr.) Fw. — Spiloma fuliginosum Turn, et Borr. — Leprantha fuliginosa Kbr. — Arthonia pruinosa var. fuli¬ ginosa Nyl. Thallus dünn, mehlig-schorfig, uneben un-d den Unebenheiten der Rinde sich anschmiegend, aschgrau oder gelblichweiß, auf weißlichem Vorlager. Apothecien rundlich oder verzogen-länglich, angedrückt, fleckförmig, bis 0,5 mm groß, oft zusammenfließend, mit flacher oder geschwollener, anfangs meist grau bereifter, bald nackter, braunschwarzer Scheibe. Schlauch¬ schicht schmal, auf braunem Schlauchboden und mit brauner Decke. Schläuche meist birnförmig, oben sehr breit. Sporen vierzellig, spindel¬ förmig, an einem Ende scharf zugespitzt, 11—14^4 lang, 3—4 dick; Zellen fast gleichgroß oder die oberste etwas größer. An Rinde von Nadel-, seltener Laubbäumen, selten. Tirol: An Fichtenrinde im Walde unterhalb Ratzes. — Niederösterreich: An Fichtenrinde im Matzinggraben bei Gutenstein. — Allgäuer Alpen: Stillach bei Oberstdorf; bei Röthenbach. — München: An der Rinde jüngerer Fichten im Walde zwischen Pullach und Baierbrunn; an Fichten bei Grünwald. — Fränk. Jura: An der Rinde alter Fichten im Walde zwischen Landershofen und Pfünz bei Eichstätt; an Fichtenrinde im Walde zwischen Stauf und Thalmessing — Baden: An Hainbuchen im Hard¬ ware bei Karlsruhe; Heidelberg. — Westfalen: An Carpinus bei Albersloh; an jungen Eichen bei Handorf; an Carpinus bei Nienberge und im Tiergarten zu Wolbeck. — Thüringen: Bei Friedrichroda und Tam¬ bach. — Sachsen: Wehler Grund, an der Kirnitzsch. — Schlesien: Sattler, Grünbusch und Buchwald bei Hirschberg. — Preußen: Pr.- Friedland. 1568. A. byssacea (Weig.) Almqu. — Sphaeria byssacea Weig. — Verrucaria byssacea Ach. — Coniocarpon velatum Fw. — Pyrenotheca stictica Fr. — P. biformis Mass. — P. byssacea Mass. — Lecanactis biformis Kbr. — Arthonia velata Nyl. Thallus breit ergossen, ziemlich zart, mehlig, weiß oder weißlich, an¬ gefeuchtet weißlich- oder bräunlichgrau, mit Kalilauge sich leicht gelb, mit Jod sich mehr oder weniger gelblich-weinrot färbend. Apothecien nicht häufig, fast kreisrund, anfangs eingewachsen, flach, später hervortretend, stark gewölbt, reichlich von weißem Reif bedeckt, abgerieben schwarz. Hymenialgallerte mit Jod schmutzig weinrot werdend, oft nach voraus¬ gehender leichter Blaufärbung. Hypothecium dunkelbraun. Paraphysen dick, wenig deutlich. Sporen vier- bis fünfzellig, ei-keilförmig, die oberste
461 Zelle viel größer als die übrigen, 15—23 p lang, 6—8 /2 dick. Schläuche 45 p lang, 25 /2 dick, breit birnförmig. Pykniden stets vorhanden, ziemlich groß, flach, weißgerandet. Pyknosporen länglich-zylindrisch, 5—6 p lang. München: An der rissigen Rinde alter Eichen im Forstenrieder Park, bei Nymphenburg, an der Nordseite des Allacher Forstes, in der Echinger Lohe; an glatter Carpinusrinde im Allacher Forst und westlich von Menzing. — Fränk. Jura: An alten Eichen in den Waldungen der Donauauen, um Weißenburg, Treuchtlingen, Velburg, im Walde zwischen Wasserzell und Breitenfurt. — Westfalen: An Eichen im Solling bei Höxter, besonders bei Fürstenberg. — Schlesien: Reumer Wald bei Heinrichau; Gr.-Leubuscher Wald (Eichen und Linden); Constadt O.-S.; Reinersdorfer (Eichen) ; Militsch, an der Waldschenke (Eichen). — Thü¬ ringen: Hainwald bei Oberndorf auf Eiche. — Preußen: Wosegauer und Wiskiauter Wäldchen bei Cranz auf der Rinde alter Eichen. 1569. A. Zwackhii Sandst. Lager weißgrau, von schwach mehligem Aussehen, etwas dicklich, Kalilauge oder Chlorkalklösung rufen keine Veränderung hervor, von braunschwarzem Vorlager umsäumt. Apothecien zahlreich, zusammen¬ fließend, rundlich oder länglich, verzerrt und sternartig ineinanderlaufend; Epithecium hellgrau bereift, zuweilen nackt und schwarz. Hypothecium farblos, Epithecium trüb schwarzgrünlich. Schläuche etwas aufgetrieben, keulig, 45 p lang, 25 p dick. Sporen fünfzellig, 20—24 p lang, 7—8 p dick. Paraphysen undeutlich, verleimt. Oldenburg, selten: Rottforde bei Linswege; Gerdes Brook bei Linswege; in einer Waldung bei Gießeihorst; überall an Eschen. 1570. A. impolita (Ehrh.) Borr. — Lichen impolitus Ehrh. — Parmelia impolita Ach. — Leprantha impolita Kbr. — Patellaria pruinata Pers. — Arthonia pruinosa Ach. Thallus ausgebreitet, fast weinsteinartig, geglättet, feinrissig, weiß oder gelblichweiß, abgerieben gelb, auf zartem, weißlichem Vorlager. Apothecien eingesenkt, rundlich oder verzogen elliptisch, oft zusammen¬ fließend, mit flacher oder leicht gewölbter, rotbrauner, blaugrau bereifter, im Alter zuweilen nackter Scheibe. Schlauchboden farblos, Schlauchschicht vergallertet oder krumig, oben gelblich. Hymenialgallerte mit Jod anfangs blau, dann weinrot werdend. Sporen ellipsoidisch oder fast spindelförmig, mit meist fünf, seltener vier oder sechs fast gleichgroßen Zellen, farblos, 14—20 p lang, 5—8 p dick. Pykniden nicht selten in Form schwarzer, weiß umrandeter Warzen; Pyknokonidien zylindrisch, 4—6 p lang, 1 p dick.
462 An Rinde von Laubhölzern, besonders alten Eichen, auch auf altem Holzwerk, verbreitet, aber zerstreut. Schlesien: Wohlau; Oderwald bei Leubus; Skarsine bei Trebnitz; Brieg, Oderwald von der Lindener Fähre bis Scheideiwitz und Limburg an Eichen in Menge. — Brandenburg: Triglitz in der Prignitz nicht selten, aber steril. —Rügen. — Hessen: Wilhelmshöhe. — Westfalen: Sehr häufig, besonders an alten Eichen. — Nordwestdeutsche Tiefebene: Verbreitet. — Böhmen. — Preußen. — Anhalt: Zerbst, Friedrichsholz, Roßlau. 1571. A. lobata (Fike.) Mass. — Arthonia pruinosa v. lobata Fike. — A. impolita v. lobata Schaer. — Pachnolepia lobata Kbr. — P. decussata Kbr. — Arthonia decussata Fw. Thallus abgegrenzt, dicklich, weiß, weinsteinartig-mehlig, mit faltig¬ wulstigem Rande, auf undeutlichem Vorlager. Apothecien selten, ein¬ gesenkt, rundlich-vieleckig, zusammenfließend, mit flacher, dunkel braun¬ roter, fast bleigrau bereifter Scheibe. Sporen puppenförmig, etwa 18 lang, 6 p breit, vier- bis sechszellig, die zweite und dritte Zelle von oben breiter als die übrigen. Sehr selten, an Felsen. Tirol: Überetsch, an Porphyr um den Wasser¬ fall hinter Schloß Korb bei Eppau. — Baden: Kinzigtal; Umgegend von Heidelberg. — Sachsen: Sandsteinfelsen in der Sächs. Schweiz in der Nähe des linken Elbufers, dem Städtchen Wehlen gegenüber. f. decussata Fw. Lager gelblichweiß, landkartenartig von schwarzen Vorlagerlinien durchzogen, zahlreich mit länglichen, rillenförmigen, graublau bereiften, apothecienähnlichen, aber sporenlosen Bildungen besetzt, die nach Stein Gehäusereste darstellen und unter dem Mikroskope eine schwarze, amorphe Masse zeigen. Schweiz: An Granit im Veltlin und in Valsesia. — Baden: Um Heidelberg. — Hessen: An Felsen bei Eppstein. — Westfalen: Steril auf rotem Sandstein bei Höxter im Solling; auf Hypersthen bei Siedlingshausen; Hönnetal (Kalkfelsen); an den Bruchhauser Steinen; bei Warstein usw. — Schlesien: In der Nähe des Höllengrundes am Kynast; Fürstensteiner Grund (Grauwacke). — Sachsen: Schieferfelsen um Wesenstein bei Dresden; auf Syenit in der Sächs. Schweiz; auch sonst nicht selten. — Rheinlande: An Schiefer um Bertrich a. d. Mosel. — Nach Körber auch an Porphyr um den Wasserfall hinter Schloß Korb bei Botzen. — Oberlausitz (von v. Flotow und Rabenhorst gefunden, aber ohne Angabe des Standortes).
— 463 i572> A. Bueriana (Lahm.). — Coniangium Buerianum Lahm. Thallus ergossen, sehr zart, gelblichgrau, oft fast fehlend. Apothecien schwarz, rund, undurchsichtig, nicht selten rauh. Sporen zu 4—6, schmal ellipsoidisch, anfangs farblos, bald blaß bräunlich, zweizeilig, 15 p lang, 5/4 breit, in verlängert-birnförmigen, bis 36 p langen, oben 10—12 p breiten Schläuchen. Hypothecium und Epithecium dunkelbraun; Hymenium bräunlich, mit Jod rotgelb werdend. Pykniden klein, punktförmig, häufig zwischen den Apothecien. Pyknokonidien stäbchenförmig, gerade, 3—4p lang, 1 p dick. Westfalen: Büren, an einer gefällten Eiche. — Harz: Roßtrappe, an einer Eiche. 1573. A. didyma Kbr. — A. pineti Kbr. — A. sapineti Fl. — A. vinosa Mudd. Thallus nicht sehr deutlich sichtbar, grau oder graubräunlich bis rötlichbraun, ausgebreitet, dünnschorfig. Apothecien sehr klein, gewöhn¬ lich 0,2—0,4 mm breit, in verschiedener Weise eckig oder seltener fast kreisrund, meist etwas gewölbt, schwarz oder schwärzlich, angefeuchtet meist braun. Hymenialgallerte mit Kalilauge violett werdend, mit Jod anfangs grünlichblau, dann violett bis weinrot. Paraphysen undeutlich. Schläuche 40—45 p lang, 20—25 p dick. Sporen ausgesprochen eiförmig, zweizeilig, mit breiterer und oft auch etwas längerer oberer Zelle, 15—20 p lang, 5—8 p breit, oft bräunlich. An der Rinde junger Laub- und Nadelhölzer, sehr zerstreut. Tirol: Sarntal, im Walde bei der Möltnerkaser und längs des Weges von da zum KreuzjQch (Fichten); Jenesien, am Krummenbühel (Prunus cerasus); Weg nach Afing (Buchen) ; im Wald unterhalb Ratzes (Fichten); Pinzolo, bei Carisalo (Castanea). — Schweiz: Riffersweil (Abies, Fagus); bei Genf (Abies); Val Tellina; Riva. — Allgäuer Alpen. — Bayern: München, an der Rinde junger Fichten imi Walde zwischen Neufahrn und Ebenhausen; Labertal bei Regensburg. — Fränk. Jura: Buchberg bei Neumakt (Buchen) ; Affental (Fichten); Eichstätt (Buchen) ; Gnadenberg, auf dem Cortigast, ober Engeltal (Tannen). — Baden: Kirchzarten und im Günterstal bei Freiburg (Abies); Haslach im Kinzigtal (Abies, Fagus); Geroldsau und Lichtental (Abies); bei Heidelberg (Fagus). — West¬ falen: Ziemlich häufig. — Thüringen: Friedrichroda, Tambach, Rein- hardsbrunn, Schwarzburg usw., ziemlich häufig. — Harz: Rehberger Graben (Acer). — Schlesien: Auf dem Kynast; im Sattler bei Hirsch¬ berg ; auf dem Dreiecker bei Landeck. — NorddeutscheTiefebene: Nicht häufig an jungen Eichen im Tannenkamp bei Zwischenahn; in den
464 Ammerländischen Waldungen am unteren Stammende von Ilexstämmen. — Rügen: An jungen Eichen hinter der schmalen Heide. — Preußen: Verbreitet und nicht selten. var. sapineti Nyl. KOH färbt die Schlauchschicht nicht violett, sondern schmutzig grün¬ lich. Sporen etwas kleiner, n—14/z lang, 6 p dick. var. decipiens Kbr. Kruste weiß, angefeuchtet geruchlos. Apothecien rundlich, geschwollen, mehr vortretend. Schweiz: Um Genf, an Abies. — Schlesien: An Tannen im Hochwalde bei Sprottau. 1574. A. helvola Nyl. — A. lurida var. helvola Nyl. Thallus nicht sehr deutlich bemerkbar, ergossen sehr zart, grünlich oder bräunlich ; mi Jod färben sich die Hyphen weinrot oder violett. Goni¬ dien chroolepusartig. Apothecien gewöhnlich klein, 0,3—0,6 mm breit, dicht gestellt, oft in Flocken zusammenfließend, zwischen den Fasern der Rinde hervorragend, erwachsen fast kreisrund, etwas konvex, anfangs gelb-, dann rot-rostfarben, angefeuchtet die Farbe fast behaltend. Hypothecium nicht verschieden von dem gelbroten oder goldgelben Hymenium und die¬ sem aufwärts gleichfarbig. Schläuche etwa 30 p lang, 15^ dick. Sporen selten, 8—12 p lang, 4—5 p dick, ei-keilförmig oder mitunter fast sandalen¬ förmig, meist dreizellig, seltener zweizeilig, mit fast gleichgroßen Zellen. Die ganze Masse färbt sich mit Kalilauge. An Rinde von Erlen und Birken, selten. Fränk. Jura: An der Rinde von Pinus silvestris im Walde zwi¬ schen Wasserzell und Breitenfurt bei Eichstätt. — Heidelberg: An Erlen beim Haarlasse. 1575. A. submersa (Eitner). — Coniangium submersum' Eitner. Lager sehr dünn, firnisartig, graubraun; aus farblosen, kugelig un¬ regelmäßig geformten Zellen bestehend, mit gelbroten, klumpigen Gonidien durchsetzt. Apothecien fleckförmig, nur mit dem sehr dünnen, schwarzen Rande hervorragend. Scheibe hellbraun, 0,1—0,2 mm groß. Schlauch¬ boden farblos, Excipulum nur durch den schwarzen, kohligen Rand kennt¬ lich. Paraphysen hyalin, unten zersetzt, oben dauernd und gebräunt. Schläuche eiförmig, 25—28p lang, 12—14^ dick, gestielt, achtsporig. Sporen hyalin, zweiteilig, länglich walzig, mit oft anhaftendem Plasma, 12—13 p lang, 4—4,5 p dick. Jod färbt alles gelb.
465 Schlesien: Glatz, auf quarzigem Geröll im Bach über dem Domi¬ nium Ober-Rengersdorf. 1576. A. atrofuscella Nyl. Thallus weißlich graugrün, glatt. Apothecien klein, punktförmig, röt¬ lichschwarz. Sporen verkehrt eiförmig, mit einer Querwand, farblos, später bräunlich werdend, 12—16 p lang, 5—6^4 dick. Von A. didyma kaum zu trennen und nur durch kleinere Apothecien und etwas schmälere Sporen verschieden. Heidelberg: An Sorbus über dem Felsenmeer am Königstuhl. 1577. A. lurida Ach. — Coniangium luridum Kbr. — Taf. CVIII, Fig. 4—6. Thallus nicht sehr deutlich; grauweiß oder gelblich, dünn, körnig¬ schorfig. Apothecien schwarz oder schmutzigbraun, ungleich höckerig ge¬ wölbt; Hymenialgallerte mit Jod sich weinrot, das Hymenium mit Kali¬ lauge sich violett färbend. Sporen eiförmig, farblos oder blaß bräunlich, 10—15 p lang, 4—6p dick, meist 12/A lang, 5 p dick, zweizeilig, mit grö¬ ßerer oberer Zelle. An der Rinde von Bäumen, hauptsächlich Laubbäumen, aber auch Nadelhölzern, verbreitet und nicht selten durch das ganze Gebiet. 1578. A. spadicea Leight. — Coniangium spadiceum Arn. — Arthonia lurida var. a spadicea Almqu. — Taf. CIX, Fig. 3. Thallus graugrün, sehr dünn, dicht feinkörnig. Apothecien rundlich, angedrückt, fleckenförmig, flach bis leicht gewölbt, glänzend kastanien¬ braun. ,Hypothecium und Hymenium hellgelblich mit Kalilauge sich nur schwach violett oder gar nicht färbend. Sporen 9—12 p lang, 3—5 p dick, traubenkem- oder etwas sohlenförmig mit abgerundeter oberer und zuge¬ spitzter, verlängerter, oft undeutlich geteilter unterer Zelle. Erklärung zu Tafel CIX. Fig. i. Artbothelium ruanideum, Lager, nat. Gr. „ ib. ,, „ „ Lupenvergr. ,, 2. Arthonia gregaria, Lager, nat. Gr. ii 2 b. „ j, „ Lupenvergr. „3. „ spadicea, Lager, nat. Gr. ,, 4. ,, cinereopruinosa, Lager, nat. Gr. „ 5. „ marmorata, Lager, nat. Gr. „ 5 b. „ „ „ Lupenvergr. „ 6- „ radiata, Lager, nat. Gr. „7. „ galactites, Lager, nat. Gr. „ 7 b. „ „ „ Lupenvergr. 30 Thomä-Migula, Flechten. II. (Flora XU, 2.)
466 An alten Laubbäumen, Fichten, Kiefern, zerstreut, nicht häufig. — Tirol: Mittelberg, auf dem Holze eines teilweise von der Rinde ent¬ blößten alten Rhododendronstämmchens im Taschachtale. — Schweiz: Hauptsächlich an Kiefern und Tannen um Zürich», Bremgarten bei Bern, Genf, in den Rhätischen Alpen. — München: An der Rinde alter Fichten zwischen Geiselgasteig und Wörnbrunn, bei Lohof, Deisenhofen, im Kreilinger Forst, zwischen Baierbrunn und Schäftlarn, an Föhrenrinde im Grünewalder Park südlich bei Wörnbrunn. — Fränk. Jur a: An der Rinde alter Föhren im Walde zwischen Wasserzell und Breitenfurt; an alten Fichten im Affentale; an der Rinde alter Erlen im Walde unterhalb Geyern; am Holz abgedorrter Fichtenzweige im Affentale, — Baden: Heidelberg, nicht selten an Eichen, Buchen, Erlen, Hainbuchen hinter dem Stifte, bei Handschuchsheim. — Westfalen: Selten, bei Driburg auf Lärchen am Rosenberge; bei Höxter im Solling; bei Albersloh. — Nord¬ westdeutsche Tiefebene: Häufig. — Rügen: Granitz, an Eichen. — Thüringen: Wald der Wasserleite bei Arnstadt (Quercus, Car¬ pinus). Annatal bei Eisenach (Fagus). — Schlesien: An der Rinde alter Kiefern im Goleower Walde bei Rybnik; an Linden auf dem Zobten. 1579. A. subspadicea Nyl. — Coniangium subspadiceum Arn. Von A. spadicea dadurch verschieden, daß das Hymenium farblos ist und auf KOH nicht reagiert. Sporen io—n p, lang, 3,5—4,5//. breit. Kaum von A. spadicea zu trennen. Tirol: Waldrast, an Zweigen von Sorbus Chamaemespilus am Ab¬ hange unter den Serloswänden. — Heidelberg: An Corylus im großen Felsenmeere über dem Wolfsbrunnen (Coniangium spadiceum var. luri¬ dum Zw.). 1580. A. luridofusca Nyl. — Coniangium spadiceum var. luridum (Zw.) Arn. — Arthonia lurida var. luridofusca Almqu. Von A. spadicea verschieden durch größere 14—17 p lange, 5—6/1 dicke Sporen mit fast gleich großen Zellen, durch innen fast farblose Apo¬ thecien und vollkommen fehlende Reaktion mit Kalilauge. Heidelberg: An einer Buche des Königstuhles, sehr selten. 1581. A. gregaria (Weigel) Kbr. — A. cinnabarina Wahr. — Sphaeria gregaria Weigel. — Spiloma tumidulum Ach. — Sp. gregarium Turn. — Coniocarpon cinnabarinum DC. — Taf. CVIII, Fig. 7, 8; CIX, Fig. 2. Thallus begrenzt, oft unter der Rinde entwickelt, gräulich, weißlich¬ bläulich oder rötlich, dünn, hautartig, mitunter kleiig. Apothecien unregel¬ mäßig rundlich oder länglich, sternförmig gehäuft, zuweilen zusammen¬
467 fließend mit flacher, niedergedrückter, schwarzer, nackt oder etwas wei߬ lich oder zinnoberrot bereifter, zuletzt in ein zinnoberrotes bis braunes Pulver zerfallender Scheibe, mit Kalilauge sich violett färbend. Sporen verkehrt keulig, meist vier- bis fünfzellig, seltener sechszellig, farblos bis gelbrot, 18—26 /z lang, 7—9 dick, oberste Zelle am längsten. Hymenial¬ gallerte mit Jod sich bläuend. var. anerythraea Nyl. Die violette Reaktion fehlt. Epithecium grünlich. Oldenburg: An Carpinus im Baumweg. var. obscurum Schaer. Fruchtscheibe unverschleiert, in dunkelbraunes Pulver zerfallend. Fränk. Jura: An der Rinde junger Eichen im Walde der Donau- auen südlich von Gerolfing. var. cinnabarina (DC.). — Coniocarpon cinnabarinum DC. — Arthonia cinnabarina Wallr. Fruchtscheibe verschleiert, in zinnoberrotes Pulver zerfallend. — Die verbreitetste Form. An glatter Rinde, zerstreut. — Tirol: Um Meran, Marlinger Berg, Vellan (Fraxinus Ornus) ; Bozen an Eichenrinde, nicht häufig, Kaiserau, Kühbach, Haslach. — Schweiz: Häufig. — München: An der Rinde von Crataegus und Alnus incana an sumpfigen Stellen der Isarauen bei Dürreneck. — Fränk. Jura: Selten, an Fraxinus im Langetale bei Streitberg; an der Rinde junger Eichen bei Ingolstadt. — Steiermark: Reifnig (Picea). — Baden: Ziemlich verbreitet. — Hessen: Mehr¬ fach, z. ,B. bei Hanau, Baulau, Bieber, im Frankfurter Walde. — West¬ falen: Zerstreut und meist vereinzelt. — Nord westdeutsche Tiefebene: In Menge an den glattrindigen Eschen in den Waldungen um Varel, den ammerländischen Waldbeständen, Holthorst bei Vegesack; Barmbecker Forst; auch an jungen Eichen, Carpinus, Ilex, Corylus, Acer usw., Efeu. — Rügen: Göhren; Stubbenkammer. — Thüringen: Jena, Waldeck. — Böhmen: Kaplitz. — Spreewald in der Kolonie Burg. — Schlesien: Wohlau, Sprottau, Fürstensteiner Grund, Meffers- dorf. — Preußen: Danzig. 1582. A. elegans Ach. — A. ochracea Dufour. — Coniocarpon ele¬ gans Ach. Thallus dünn, weißlich. Apothecien rundlich oder etwas strahlig, etwa o,5 mm breit, zimt- oder dunkelbraun, ockerfarbig bestäubt und zuletzt in ein gelbbraunes Pulver zerfallend. Sporen verkehrt eiförmig, vierzellig, *5 18^ lang, 7—8/z dick; oberste Zelle am größten. 30*
468 An glatter Rinde von Laubbäumen, nicht häufig. — Schweiz: Uni Como, Zürich, Liestal', Riffersweil, Belp, Genf. — Bayern: München, vereinzelt an einer Buche bei Großhesselohe. — Fränk. Jura: An alten Buchen im Schweinsparke bei Eichstätt; zwischen Müggendorf und Baum- furt; Würzburg. — Baden: Haslacher Stadtwald (Abies); Geroldsauer Tal bei Baden (Abies, Corylus); Königsstuhl bei Heidelberg (Sorbus, Acer). — Hessen: An Buchen bei Altweilnau; Hanau; Gelnhausen; Bieber; an der Diebeseiche bei Ilbenstadt. — Westfalen: An jungen Weißbuchen im Nolsche-Brock bei Bielefeld; an Eichen beim Steinkrug unweit Höxter; an Carpinus bei Nienberge und bei Albersloh. — Schle¬ sien: Hochwald bei Sprottau. — Preußen: Bei Danzig. Gattung Arthothelium Mass. Von Arthonia durch die mauerartig-vielzelligen, farblosen Sporen ver¬ schieden. Übersicht der Arten: i. Sporen bis 19 lang 2. Sporen über 20 jli lang 3. 2. Sporen in der Mitte nicht verschmälert A. ruanideum. Sporen in der Mitte verschmälert A. ruanum. 3. Apothecien sehr klein, kaum 0,1 mm breit A. Beltraminianum. Apothecien breiter 4. 4. Lager meist deutlich von schwarzem Vorlager gesäumt A. spectabile. Lager ohne deutliches schwarzes Vorlager A. subastroideum. 1583. A. ruanideum (Nyl.) Arn. — Arthonia ruanidea Nyl. — Derma- tina ruanidea Zahlbr. — Taf. CVII, Fig. 12—14; CIX, Fig. 1. Thallus unterrindig, ziemlich ausgebreitet, bestimmte, weißliche, wei߬ lich-grauliche, graue oder pfirsichblütrot-grauliche Flecke bildend, stellen¬ weise durch eine dunkle Linie berandet. Chroolepus-Gonidien mit 12—18/z langen Zellen. Apothecien klein, zuerst halbeingesenkt, dann sitzend, ab¬ gerundet länglich, etwas strichförmig oder ohne bestimmte Form, zuletzt fast sternförmig gehäuft oder zusammenfließend, schwarz oder braun¬ schwarz, undurchsichtig, meist mäßig gewölbt, unberandet, 0,3—0,7 mm lang. Paraphysen zierlich, am Scheitel schwärzlich braun werdend, sich verzweigend und untereinander verflochten, in ein ziemlich dickes 23—28p hohes Epithecium auslaufend, welches mit dem berührenden Hypothecium ein Peridium bildet. Hypothecium bräunlich-schwärzlich, 5—9 hoch. Hymenium farblos, mit Jod sich violettrot färbend. Epithecium durch
469 Salpetersäure kaum verändert, nur wenig ins Rosafarbene spielend. Schläuche ellipsoidisch, eiförmig, eiförmig-länglich oder abgerundet ei¬ förmig, am Grunde kurz gestielt, mit zarter, gleichdicker Membran, 61—63 u lang, 20—25 /z breit. Sporen zu 8, mauerförmig farblos länglich¬ eiförmig, im unteren Teile des Schlauches gelegen, mit 1—3 Längs- und 6—8 Querwänden, 13—19^ lang, 5,5—9 p breit. Pykniden am Thallus- rand, sehr klein, kaum 0,1 mm breit, halbkugelig, schwärzlich, mit undeut¬ lichen Sterigmen und mehr oder weniger gekrümmten 5—6,5 p langen und 1,5 /z. breiten Pyknokonidien. — Von der nächstverwandten Dermatina ruana Almqu. unterscheidet sie sich durch kräftigere, dem Thallus deutlich aufsitzende Früchte, welche die Neigung zeigen, zu größeren Flecken zu¬ sammenzufließen, durch die weniger querseptierten und in der Mitte nie verschmälerten Sporen. An glatter Rinde von Laubbäumen, selten. — Schweiz: Gossau, Riffersweil, Maschwanden. — Heidelberg: In den Felsenmeeren des Königsstuhles an Corylus, Sorbus, Fagus. — Nord westdeutsche Tiefebene: Sehr verbreitet in den Hochwäldern des Ammerlandes, der friesischen Wede, bei Varel, im Upjever, Oldehave, Hasbruch, usw., namentlich an glattrindigen jüngeren Eschen, Ilex, auch an Ahorn, Sorbus, Erlen, jungen Eichen, Evonymus, Efeu. — Rügen: An Erlen in der Stubbnitz; an Eschen bei Göhren. — Thüringen: In feuchten Schluch¬ ten an Acer Pseudoplatanus, so „Finsteres Loch“ beim Auerhahn unweit Stützerbach; im Sieglitzgrund nahe dem unteren Ende; bei Dörrberg; Siegelbach, auf Eichenrinde am Grunde der Stämme; Annatal bei Eisenach, auf Eschen. — Ostpreußen: Cranzer Wald (Fraxinus, Ainus); Wiskiauter Wäldchen (Quercus); Gr. Raumer Wald (Ainus). 1584. A. ruanum (Mass.) Jatta. — Arthonia ruana Mass. — Derma¬ tina ruana Almqu. Thallus weiß, fast begrenzt, etwas glänzend. Apothecien gedrängt, eckig, fast sternförmig, ziemlich flach. Paraphysen zart, deutlich. Sporen länglich, anfangs mit 7 Querwänden, dann durch Längswände mauerförmig geteilt, bräunlich, 18 p lang, 6 p dick, in der Mitte verschmälert. An der Rinde von Buchen, Birken, Sorbus, Quercus, Abies, Pinus, selten: — Alpen: An Juglans und Fraxinus zwischen Megozzo und Ornavassa in Piemont. — Bayern: An einer alten Eiche zwischen Wasserzell und Breitenfurt bei Eichstätt. — Baden: Feldberg; Günthers- tal bei Freiburg (Abies) ; Haslacher Stadtwald (Pinus) ; Merkur (Abies) ; um Heidelberg am Königstuhl und Felsenmeer (Birken, Buchen, Sorbus). — Westfalen: An Eichen am Steinkrug bei Höxter; an Eschen bei Wolbeck; an Carpinus bei Alberslohe.
470 1585« A. Beltraminianum Mass. Lager rundlich abgegrenzt, dünn fimisartig oder feinrissig-schorfig, weißlich, auf undeutlichem, hellem Vorlager. Apothecien sehr klein, kaum 0,1 mm breit, gesellig in das Lager eingesenkt und lange von demselben be¬ deckt, später etwas hervortretend, rundlich oder strahlig, rissig, mit schwarzer Scheibe. Hypothecium ziemlich deutlich, braun. Hymenium oben rotbraunschwärzlich, stellenweise deutliche Paraphysen erkennen lassend. Schläuche eiförmig an einem Ende zugespitzt, sehr dickwandig. Sporen lang ellipsoidisch, unregelmäßig mauerartig-vielteilig, 28—33 p lang, 8—11 /4 dick. Schlesien: An glatter Rinde von Carpinus um Flachenseiffen bei Lähn; Slawentzitz, Erlenbruch am Bahnhof. 1586. A. spectabile (Flöt.) Mass. — Arthonia spectabilis Flöt. Lager sehr dünn, firnisartig ergossen, glatt oder uneben, zuweilen fein¬ rissig, weiß oder weißlich, meist deutlich von einem schwarzen Vorlager gesäumt. Apothecien 0,5—1,5 p breit, rundlich oder rundlich-eckig, fleckenartig, schwarz oder tief braunschwarz, oft weißlich gerandet, flach. Hypothecium dünn, gelblich. Hymenium oben dunkelrotbraun. Mit Jod färbt sich die Hymenialgallerte gewöhnlich blau, dann weinrot. Schläuche groß, ellipsoidisch oder eiförmig, achtsporig. Sporen eiförmig, mauer¬ förmig geteilt, 25—35 p lang, 10—15 p dick. An der glatten Rinde von Laubhölzern, sehr zerstreut und selten. — N iederösterreich: An Hainbuchen im Flalterbachtale bei St. Andrä; im Parke zu Neuwaldegg. — Steiermark: Ranitztal; Koralpe. — Schweiz: Basel; Como. — Baden: Durlacher Wald bei Karlsruhe; Karlsruher Schloßgarten; Rheinwaldungen bei Knielingen; Heidelberg, am Königstuhl. — Schlesien: Waldenburg; Bahnhof Slawentzitz (Ainus incana) ; Scheidelwitzer Wald bis Lindener Fähre bei Brieg in Menge an Carpinus. — Brandenburg: Landsberg a. d. Warthe, an Erlen bei Wormsfelde. — Westfalen: An Carpinus im Solling bei Höxter (früher). — Ostpreußen: Angerburg. 1587. A. subastroideum (Anzi) Jatta. — A. dispersum Mudd. — A. anastomosans (Ach.) — Arthonia subastroidea Anzi. — A. anastomosans Crombie. — A. dispersa Duf. Thallus oberrindig, weißfleckig, begrenzt. Apothecien klein, eckig¬ rundlich oder etwas formlos, schwarz, undeutlich bereift. Schläuche rund¬ lich. Sporen groß, länglich, an beiden Enden stumpf, mauerförmig geteilt, bräunlich, 29—33 p lang, 12—15 p dick. Mit Jod färben sich die Hymenial¬ gallerte blau, die Schläuche weinrot.
471 Sehr selten. — Alpen: An Rinden von Juglans bei Stäffa und bei Riffersweil (Rhamnus Frangula); um Bormio. — Baden? 3. Unterreihe Co n i o c a r p i n e ae. Scheibe mehr oder weniger geöffnet. Paraphysen über die Schläuche hinauswachsend, daselbst ein Netzwerk (Capillitium) bildend, welches in Gemeinschaft mit den aus den bald zerfallenden Schläuchen austretenden Sporen eine der Scheibe lange anhaftende, staubartige Masse (Macaedium) bilden. Familie Sphaerophoraceae. Lager blattartig oder strauchig, beiderseits gleichmäßig oder unter¬ seits unvollkommen berindet, mit Protococcus-Gonidien. Früchte un¬ gestielt, randständig oder auf der Unterseite des Lagers sitzend, schon im Anfang offen oder zuerst von einem thallodischen Gehäuse umschlossen. Gattung Sphaerophorus Pers. Lager rasig-strauchig, zerbrechlich, mit drehrunden oder abgeplatteten Ästen, ringsum mit knorpeliger Rinde umgeben, mit solidem Markstrang und mit Protococcus-Gonidien. Früchte endständig in köpf förmigen An¬ schwellungen der Astspitzen, anfangs geschlossen, später mit an der Spitze unregelmäßig aufreißendem, thallodischem Gehäuse. Schlauchschicht kugelig oder fast kugelig. Paraphysen zart. Schläuche zylindrisch, acht¬ sporig. Sporen einreihig in den Schläuchen liegend, kugelrund, einzellig, mit dunklem Epispor. Konzeptakel der Pyknokonidien endständig, punkt¬ förmig, mit dunkler Wandung; Pyknokonidien endobasidial, länglich, gerade. Übersicht der Arten: 1. Zweige flach Sph. compressus. Zweige drehrund 2. 2. KOH färbt das Lager nicht Sph. coralloides. KOH färbt das Lager gelblich Sph. fragilis. 1588. Sph. compressus Ach. — Sph. melanocarpus Wallr. — Taf. CX, Fig. 1. Lager strauchig, 3—6 cm hoch, bis 3 mm dick, matt, blaß graugrün- Erklärung zu Tafel CX. Fig. 1. Sphaerophorus compressus, Lager, nat. Gr. „ 2. „ corralloides, sterile, zarte Form. n 3. „ „ fruchtend. „ 4. „ fragilis.
472 lieb, unten weiß, mehr oder weniger deutlich flach zusammengedrückt, ästig, mit meist zweizeilig gestellten, zweiseitswendigen oder einseits¬ wendigen Ästchen, sehr brüchig, am Grunde oft karminrot. Mark weder mit Kalilauge noch mit Jod eine Reaktion gebend. Apothecien kugelig, schwarz, i mm breit, später sich öffnend und scheibenförmig, 4—6 mm breit, schräg. Sporen kugelig oder etwas länglich, einzellig, dunkel, 7 bis 16^ breit. Auf Steinen und Erde in den Mittelgebirgen, nicht häufig. Nieder¬ österreich: Auf dem kleinen Peilstein. — Schweiz: Val de Mello, selten. — Böhmerwald. — Sächsische Schweiz: Auf dem rechten Elbufer von Tetschen bis zum Utewalder Grunde; Hausmanns¬ grund am Oybin. — Sudeten: Sandsteinfelsen von Adersbach und Weckeisdorf. 1589. Sph. fragilis (L.) Pers. — Lichen fragilis L. — Sphaerophoron caespitosum DC. — Taf. CX, Fig. 4. Thallus dicht rasig, wiederholt gleichhoch gabelig verzweigt, dreh¬ rund, weißgrau bis bräunlich, mit kurz gabelspaltigen, abgerundeten, fast gleichfarbigen Astenden, mit Kalilauge sich gelb färbend. Mark mit Jod sich nicht bläuend. Apothecien kugelig, schwarz, 1 mm breit, unregel¬ mäßig aufreißend und sich nur wenig öffnend. Schlauchschicht kugelig, schwarz, pulverartig. Sporen kugelig oder etwas ellipsoidisch, 7—16/4 breit. Am Grunde alter Stämme, besonders aber auf Felsen und steinigem Boden in höherem Gebirge verbreitet. 1590. Sph. coralloides Pers. — Sph. globosus (Huds.). — Taf. CX, Fig. 2, 3; CXI. Lager drehrund, strauchig, fast rasig dicht, korallenförmig allseitig reich verzweigt, mit in zahlreiche kurze, drehrunde, abgestutzte, weißliche Spitzen geteilten Astenden, grauweiß oder bräunlich, 2—4 cm hoch, 0,5 bis 1 mm dick. Mark mit Jod sich bläuend, mit Kalilauge keine Reaktion gebend. Fruchtkörper kugelig, am Scheitel unregelmäßig zerreißend, 1 bis 1,5 p, breit, auch nach dem öffnen kugelig bleibend. Sporen 9—15/4 breit, kugelig. Gern am Grunde alter Baumstämme, über bemoosten Steinen im Ge- Erklärung zu Tafel CXI. Fig. i. Sphaerophorus corralloides, fertiler Zweig, nat. Gr. „ 2. „ „ Schnitt durch einen Fruchtkörper, Vergr. 40. ,, 3. „ „ Schnitt durch ein Thallusstämmchen, Vergr. 40. „ 4. „ „ Sporen, Vergr. 1000.
473 birge ziemlich verbreitet, in der Ebene nicht häufig, z. B. Nordwest¬ deutsche Tiefebene: Lüßwald; im Sünder bei Stellichte; am Riesen¬ stein im Totengrunde bei Wilsede. — Schleswig-Holstein usw. var. congestus Lamy. Kleine Form, dem Sph. fragilis ähnlich. Elsaß: Am Belchen in den Vogesen, Schlucht an Granitfelsen, Hohneck. Familie Cypheliaceae. Lager krustig, horizontal ausgebreitet, einförmig oder am Rande effiguriert, unberindet, mit Pleurococcusr-, Protococcus- und Chroolepus- Gonidien. Früchte sitzend, mit eigenem und thallodischem oder nur thallodischem Gehäuse. Gattung Cyphelium Th, Fr. Lager schorfig-pulverig, krustenförmig oder warzig, einförmig oder am Rande effiguriert, ohne Rindenschicht, Gonidien- und Markschicht ge¬ wöhnlich ausgebildet. Früchte in die Lagerwarzen fast eingesenkt oder auf dem Lager sitzend, fast geschlossen, halbkugelig bis kegelig, später geöffnet, mit erweiterter Scheibe. Die Berandung der Früchte wechselt, bald beschränkt sie sich auf ein eigenes, zumeist schmales und schwarzes Gehäuse, bald ist ein eigenes und thallodisches Gehäuse wohl ausgebildet oder es ist nur ein thallodisches Gehäuse vorhanden, in welchem Falle manchmal die Spuren des eigenen Randes als dunkler Keimboden unter dem Hymenium noch ersichtlich ist. Paraphysen fädig, sparsam. Schläuche aus kurz stielförmiger Basis schmalkeulig, achtsporig. Sporen einreihig angeordnet, normal zweizeilig, selten einzellig, oder vierzellig mit einer Längswand, dunkel. Konzeptakel der Pyknokonidien klein, schwarz; Basi¬ dien einfach, kurz; Pyknokonidien eirund-länglich bis elipsoidisch und schmäler; größer und gekrümmt, mitunter heteromorph. Auf trockenem Holz, Baumstrünken, seltener auf Gestein lebende Flechten. Übersicht der Arten: i. Sporen vier- bis achtzellig C. Notarisii. Sporen zweizeilig 2. 2. Scheibe auch in der Jugend unbereift 3. Scheibe in der Jugend bereift 5. 3. Lager zitronengelb C. tigillare. Lager grau oder grauweiß 4.
474 4« Sporen rostfarbig C. montellicum. Sporen dunkelbraun C. sügonellum. 5. Lager grünlichgelb C. lucidum. Lager grau 6. 6. Apothecien eingesenkt C. ocellatum. Apothecien sitzend 7. 7. An alten Baumstümpfen und Holz C. inquinans. Auf Gestein C. Neesii. 1591. C. tigillare (Pers.) Th. Fr. — Lichen tigillaris Ach. — Cali- cium tigillare Pers. — Aeolium tigillare Anzi. — Taf. CXII, Fig. 4—6. Lager ausgebreitet, fast weinsteinartig, körnig oder körnig gefeldert, zitronengelb, im Alter schmutzig grüngelblich, auf zartem, weißem Vor¬ lager; auf alten Holzzäunen oft strichförmig in der Richtung der Holz¬ faser entwickelt. Apothecien eingesenkt, mit ganz leicht gedunsener, nackter, schwarzer Scheibe, sehr dünnem, oft undeutlichem, eigenem, schwarzem Rande, meist auch vom Lager gelbgrün berandet. Sporen reif braunschwarz, elipsoidisch, zweizeilig, an der Querwand leicht ein¬ geschnürt, 15—25 p lang, 8—11 p dick. An Holz und Rinde von Nadelbäumen, an altem Holzwerk durch das ganze Gebiet zerstreut; in den Alpen häufiger, München; Lugenheim in Mittelfranken; Fränk. Jura; Hessen; Westfalen: Handorf, Extersteine, Delbrück; Schlesien: Grunau bei Hirschberg, Kynast, Wüstebriese bei Ohlau; Brandenburg: Potsdam, Krossen, Berlin usw.; Zerbst, Friedrichs- holz; Dessau, an den Wildgattern; Sachsen verbreitet; Hessen: Kirchdit¬ mold. — Nordwestdeutsche Tiefebene: Celle, in der Hehlen- vorstadt, Hudemühlen. var. ecrustaceum (Nyl.) D. Torre et Samth. — Aeolium ecrusta¬ ceum Nyl. — A. tigillare var. ecrustaceum Anzi. Thallus wenig entwickelt, weißlich, mit Kalilauge sich nicht ver¬ ändernd. Sporen schwarzbraun, in der Mitte leicht eingeschnürt, stumpf, 20—23, selten bis 27 p lang, 10—14 p breit. Tirol: Gurgl, am Holze abgedorrter Zirbeläste; Sarnthal, an Lärchen im Walde bei der Möltnerkaser und längs des Weges von hier zum Kreuz¬ joch. Erklärung zu Tafel CXII. Fig. I. Cyphelium inquinans Habitus, nat. Gr. ,, 2. „ „ Lupenvergrößerung. „ 3. „ „ Schnitt durch Lager und Apothecium, Vergr. 5c „ 4. ,, tigillare, Lager, nat. Gr. „ 5. „ ,, Lupen Vergrößerung. „ 6. ,, „ Schnitt durch Lager und Apothecium, Vergr. 50.
475 i592- C. Notarisii (Tul.) Zahlbr. — Aeolium Notarisii Tul. — Trachy- lia Notarisii Nyl. Lager ausgebreitet, weinsteinartig, kleinkörnig-gefeldert, zitronengelb, im Alter grünlichgelb, auf weißlichem Vorlager. Apothecien eingesenkt, 0,4—o,6 mm breit, mit flacher oder geschwollener, nackter, schwarzer Scheibe, meist undeutlichem, eigenem, schwarzem Rande und dickem, körnigem Lagerrande. Sporen anfangs zweizeilig, bald mauerförmig¬ vielzellig oder mehr kreuzförmig vier- bis achtzellig, breit-ellipsoidisch bis fast kugelig, mit deutlichen, schwarzen Wänden, 14—25 /z lang, 10—16 p dick. Pykniden wie bei C. tigillare; Pyknosporen ebenso lang, aber etwas dünner. Schlesien: An alten Zäunen bei Grünberg. — Brandenburg: Berlin, am Zaune des Zoologischen Gartens (früher). 1593. C. montellicum (Beltr.). — Aeolium montellicum Beltr. Thallus weinsteinartig-pulverig, schorfig-weißlich, ergossen. Apo¬ thecien zuerst papillenförmig, kegelig-halbkugelig, zuletzt sitzend, etwas vorragend, gyalectaartig. Sporen eiförmig, in der Mitte eingeschnürt, rost¬ farbig, mit einer Querwand, 12—18 p lang, 7—8 p dick. Fränk. Jura: An der rissigen Rinde einer alten Eiche im Schweins¬ park bei Eichstätt. 1594. C. stigonellum (Ach.) Zahlbr. — Aeolium stigonellum Ach. — Aeolium sessile Pers. Lager ausgebreitet, meist dünn, knorpelig-weinsteinartig, runzelig¬ höckerig oder in Isidien auswachsend, grauweißlich oder gelbweißlich, auf undeutlichem Vorlager. Apothecien tiefschwarz, angedrückt sitzend, scheiben- oder becherförmig, mit flacher, nackter, schwarzer Scheibe, etwa bis 0,5 mm breit, selten breiter, mit dünnem, meist nacktem, schwarzem Rande. Sporen ellipsoidisch, an beiden Enden abgerundet, biskuitförmig, zweizeilig, dunkelbraun oder braunschwarz, 7—18 p lang, 8—12/z dick. Pyknokonidien (nach Sandstede) länglich eiförmig, 3 p lang und am dicken Ende i1/» p dick. Parasitisch auf dem Lager von Pertusariaarten (P. communis, P. coccodes). Schweiz: Liestal, Albula. — Baden: An Eichen im Hardt- walde bei Karlsruhe; Hirschpark in Donaueschingen. — Fränk. Jura: Sappenfeld bei Eichstätt. — Westfalen: Sporkhof bei Delbrück; bei Waldbergen, Gröblingen usw. — Hessen: Mehrfach. — Thüringen: Im Tambuch; Fasanerie bei Schwarzburg. — Sachsen: Dresden. — Schlesien: Im Talgraben unterhalb der Wassakugl; um die Pudelbaude
476 im Riesengebirge; Grünewald bei Reinerz. — Böhmen. — Nordwest- deutsche Tiefebene: Mehrfach. 1595. C. lucidum Th. Fr. — Aeolium viridulum De Not. — Caliciuni viridulum Schaer. — Aeolium lucidum Rabenh. — Trachylia viridula Nyl. Thallus grünlichgelb, körnig gefeldert oder etwas runzelig. Apothecien eingewachsen, schwarz, mit flacher, grünbereifter Scheibe und dünnem, gelbbereiftem Rand. Sporen braun, zweizeilig, in der Mitte etwas ein¬ geschnürt, 10—23 /4 lang, 7—11 p breit. An der Rinde von Nadelhölzern, selten. Tirol: Innsbruck, Pasch¬ bergwald ; Ehrenburg, Lärchen im Kienwalde. — Steiermark: Rade¬ gund ; Geyerkogel. — Schweiz: Gurnigl, an der Rinde alter; Tannen. — Bayern: Mittenwald, auf dem Rechberge und Lausberge. — Sachsen: An Tannenrinde bei der Carlsfelder Glashütte. — Harz: An Kiefern bei Blankenburg. 1596. C. ocellatum (Flöt.) Lettau. — Aeolium ocellatum Flotow. — Trachylia tympanella var. ocellata Stitzenb. Lager krustig, ausgebreitet, weinsteinartig, körnig-warzig, mit nieder¬ gedrückten Warzen, rauh bis staubig, bräunlichgrau oder weißgrau, auf weißlichem Vorlager. Früchte größeren Warzen eingesenkt, mit flacher, anfangs graugrün bereifter, bald nackter, schwarzer Scheibe und dickem, bleibendem, nicht vortretendem, weißem Lagerrande, zerstreut, bis 1 mm im Durchmesser. Eigenes Gehäuse nur nach unten zu deutlich, nach oben sich verschmälernd und nur als feiner schwarzer Saum oder auch gar nicht mehr erkennbar. Sporen innerhalb der Schläuche 14—15 p lang, 10—11/4 dick, breit ellipsoidisch, zweizeilig, nicht eingeschnürt, hellbraun, außer¬ halb der Schläuche 20—26 p lang, 15—17 p dick, biskuitförmig, in der Mitte stark eingeschnürt, mit fast kugeligen Hälften, dunkel rotbraun. An Lattenzäunen und Bretterwänden sehr selten mit Früchten. Schlesien: Straupitz bei Hirschberg und Strehlen (mit Früchten).— Schweiz: Rhaetische Alpen; bei Zermatt. — Brandenburg: Lands¬ berg a. d. Warthe, Hopfenbruch. 1597. C. Neesii (Flöt.) Zahlbr. — Aeolium Neesii Fl. Thallus zerstreut, weinsteinartig, warzig-gefeldert, weißgrau, auf schwarzem, dendritisch verästeltem Vorlager. Apothecien schwarz, sitzend oder kurz gestielt, aus den Warzen der Kruste hervorbrechend, anfangs geschlossen, kugelrund, dann am Scheitel sich öffnend, fast schüsselförmig sich ausbreitend, mit weiß bereifter, später schwarzer und nicht selten . zylindrisch sich erhebender Scheibe. Sporen ziemlich groß, länglich kurz
477 walzenförmig, an den Polen stumpf abgerundet, zweizeilig, dunkelbraun, 22 p lang, halb so dick. Böhmen: Auf Kieselschiefer des blauen Steines im Roschtale bei Johannesbad. 1598. C. inquinans (Sm.) Trev. — Lichen inquinans Sm. — Aeolium inquinans Mass. — Calicium tympanellum Ach. — Cyphelium tympanellum Ach. — Aeolium tympanellum De Not. — A. tympanellum a inquinans Kbr. _ Taf. CXII, Fig. 1—3; CXIII, Fig. 8, 9. Thallus grau, körnig, ausgebreitet. Apothecien sitzend, später etwas hervortretend bis fast gestielt, 1—2 mm breit, mit schwarzer, weißlich bereifter, selten nackter Scheibe und dünnem, schwarzem, weiß bereiftem, zuletzt verschwindendem Rand. Sporen dunkelbraun, länglich, stumpf ab¬ gerundet, mit einer Querwand, an dieser wenig eingeschnürt, 10—20 p. lang, 7—12 p dick. An alten Baumstümpfen, besonders von Nadelhölzern, an allerlei altem Holzwerk durch das ganze Gebiet verbreitet, aber zerstreut und nicht häufig. Tirol: Arlberg, Ampezzo, Schiern, Paneveggio. — Schweiz: Mehrfach. — Niederösterreich. — München: Grunwalder Park. — Fränk. Jura: Parkzaun bei Eichstätt. — Baden: Notschrei, Belchen. — Hessen: Zeche Friedrich Wilhelm I. am Hüttenberg; Alt¬ weilnau, Gelnhausen, Orb, Schlüchtern, Gießen, Darmstadt. — West¬ falen: Ziemlich gemein. — Nordwestdeutsche Tiefebene: Ziemlich häufig. — Dessau: An Wildgattern; im Köthenschen Bram¬ bach. — Brandenburg: Triglitz, an alten Pfosten (Eiche) einer Brunneneinfassung. — Sachsen: Cotta bei Pirna; Bad Elster. — Schlesien: An alten Fichten in der Oppaschlucht bei Carlsbrunn. Erklärung zu Tafel CXIII. Fig. I. Sphinctrina turbinata, Frucbtkörper auf dem Lager von Pertusaria communis, nat. Gr. h 2. „ „ bei Lupenvergrößerung. „ 3. „ „ Fruchtkörper, Vergr. ca. 20. ,, 4- h ,. Schnitt durch verschieden weit entwickelte Fruchtkörper und das Lager von Pertusaria communis, Vergr. 20. • 5. ,, „ Schnitt durch ein Perithecium und Lager von Pertusaria, Vergr. 100. 6. ,, Schlauch mit Paraphysen, Vergr. 500. t- 7- 11 ,, Sporen, Vergr. 1000. Bei a eine scheinbar zweizeilige Spore, die aber aus zwei noch eng zusammenhängenden einzelligen Sporen besteht. >• 8. Cyphelium inquinans, Schlauch mit Paraphysen und schon verfärbten Sporen als Ausnahme; in diesem Stadium sind die Schläuche sonst schon zerfallen. Vergr. 500. » 9- » „ Sporen, Vergr. 1000.
478 /. cembrinum (Ach.) — Calicium cembrinum Ach. Lager durch gesonderte blasse Felder und schwarze Zwischenräume gescheckt. Apothecien sitzend, schwarz, mit flacher Scheibe, kleiner als bei der typischen Form, mit kahlem, glattem Rande. An entrindeten, toten Stämmen der Zirbelkiefer in der Schweiz (Schleicher). Familie Caliciaceae» Lager krustig, horizontal ausgebreitet, mitunter verschwindend, un¬ berindet, homöomer oder in eine Gonidien- und Markschicht gegliedert, mit Protococcus-, Pleurococcus- und Stichococcus-Gonidien. Früchte mit eigenem Gehäuse, in der Regel gestielt, mit kreisel- bis kugelförmigem Köpfchen; Stiele normal einfach und einköpfig, ausnahmsweise verzweigt oder gegabelt oder mehrköpfig. Die Abgrenzung der Gattungen gegeneinander stößt auf große Schwierigkeiten, besonders da die Teilung der Sporen nicht immer gut erkennbar ist. Übersicht der Gattungen: i. Apothecien langgestielt (selten kurzgestielt oder sitzend) 2. Apothecien sehr kurzgestielt Sphinctrina. 2. Sporen einzellig, normal kugelig, zuweilen dazwischen eiförmige, ein¬ zellige 3. Sporen eiförmig bis länglich, normal geteilt 4. 3. Scheibe ziemlich flach bleibend, mit dauernd erkennbarem eigenen Rande Chaenotheca. Scheibe bald durch die überquellende Sporenmasse kugelig oder kopf¬ förmig, eigener Rand unter der Sporenmasse verschwindend Coniocybe. 4. Apothecien mit offener, weiter Scheibe, Sporen normal zweizeilig Calicium. Apothecien mit enger, punktförmiger Scheibe, Sporen zwei- bis mehr¬ zellig Stenocybe. Gattung Chaenotheca Th, Fr. Lager horizontal ausgebreitet, unterrindig oder der Unterlage auf¬ liegend, krustig, staubig, körnig, schorfig bis warzig, selten schuppig, mit Protococcus-, Pleurococcus- oder Stichococcus-Gonidien. Früchte zumeist gesellig, gestielt, mit kreisel- bis birnförmigen Köpfchen, mit schon an¬ fangs offener Scheibe und eigenem, bleibendem, dunklem Rande. Gehäuse schwarz; weiß, gelb oder braun bereift. Schläuche zylindrisch, mit ein¬
479 reihig übereinanderliegenden Sporen, achtsporig. Paraphysen fädig. Spören kugelig, seltener ellipsoidisch-rundlich, einzellig, mehr oder weniger dunkel gefärbt. Konzeptakel der Pyknokonidien punktförmig, schwarz. Basidien einfach oder wenig verzweigt. Pyknokonidien exobasidial, länglich- ellipsoidisch, kurz. Auf morschem Holze, Baumrinden, seltener auf Steinen lebende, gebirgige und schattige Lagen vorziehende Flechten. Übersicht der Arten: i. Gehäuse schwarz, unbereift 2. Gehäuse bereift oder doch braun 4. 2. Apothecien sitzend oder fast sitzend Ch. ferruginea. Apothecien lang gestielt 3. 3. Lager deutlich, weißlich oder weißgelblich Ch. melanophaea. Lager dunkel, kaum erkennbar Ch. stenocyboides. 4. Gehäuse braun, wie braun bereift Ch. brunneola. Gehäuse hell bereift 5. 5. Gehäuse weißlich bereift 6. Gehäuse grün oder gelbgrün bereift 8. 6. Früchte sehr lang gestielt Ch. trichialis. Früchte kurz (0,5—1 mm) gestielt 7. 7. Sporenmasse hell zimtbraun Ch. stemonea. Sporenmasse dunkelbraun Ch. albida. 8. Lager zitronengelb oder goldgelb Ch. chrysocephala. Lager grau oder schmutzig gelblich 9. 9. Parasitisch auf Lecidea lucida Ch arenaria. Nicht parasitisch mit eigenem Lager 10. 10. Stiele 0,6—1,0 mm lang C. Carthusiae. Stielchen bis 0,5 mm lang 11. 11. Kruste deutlich, grau bis bräunlich Ch. phaeocephala. Kruste fehlt, undeutlich oder sehr zart, weißlich Ch. acicularis. I599- Ch. ferruginea Tourn. et Borr. — Cyphelium ferrugineum Stein. — Cyphelium melanophaeum ß ferrugineum Kbr. — Calicium trichiale var. ferrugineum Nyl. — Calcium melanophaeum ß ferrugineum Schaer. Kruste ausgebreitet, ziemlich dick, klumpig-körnig oder schorfig, weißgrau, graugelb oder gelblichbraun, auf weißlichem Vorlager. Früchte sitzend oder fast sitzend, schwarz, mit breit kegelförmigen, 0,2—0,4 mm breiten Köpfchen, deren Sporenmasse nur leicht gewölbt vortritt. Sporen
480 hellbraun, meist kugelig, 4—10 /z im Durchmesser, selten ellipsoidisch, 6—11 p, lang, 4—6/z breit. — Die Art wird meist nur als Varietät von C. melanophaea angesehen, von der sie sich aber durch andere, größere Sporen und den in der Thallusmasse oft völlig eingesenkten Stiel leicht unterscheidet. An der Rinde alter Bäume und altem Holzwerk, nicht häufig. Fränk. Jura: Vereinzelt an Eichenpfosten des Parkzaunes zu Eichstätt. — Baden: Um Freiburg. — Westfalen: An Tannen bei Steinfurt; alte Pfähle bei Nienberge. — Brandenburg: An einer alten Birke im botanischen Garten. — Schlesien: Kl. Kupperrevier bei Sprottau; Mahlener Wald bei Breslau; Kirchberg bei Lissa (Bretterzaun); am Grunde alter Kiefern um den Heidekretscham; an alten Kiefern bei Clarencranst. 1600. Ch. melanophaea (Ach.) Zwackh. — Calicium melanophaeum Ach. — Cyphelium melanophaeum Stein. — Taf. CXIV, Fig. 4—8. Kruste stets deutlich, ausgebreitet, körnig oder zerstreut klumpig- körnig, mit ziemlich großen und kräftigen Körnchen, weißlich oder wei߬ gelblich, auf weißlichem Vorlager. Früchte lang und kräftig gestielt, fast glänzend schwarz; Stiele 1,5—2,5 mm hoch, 0,1 mm dick. Köpfchen kreiselförmig, mit schwarzem Gehäuse, 0,2—0,3 mm breit, mit stark sich wölbender, aber nur selten den Gehäuserand verdrängender oder über¬ wallender Scheibe, mit vorquellender dunkelbrauner Sporenmasse. Sporen hellbraun, kugelig, einzellig, 3—8 /z im Durchmesser. An Rinde von alten Fichten, Kiefern und Eichen, auch an bearbeitetem Holze, weit verbreitet. 1601. Ch. stenocyboides (Nyl.). — Calicium stenocyboides Nyl. Thallus dunkel, kaum erkennbar (vielleicht überhaupt kein eigener Thallus). Apothecien schwarz, zierlich, 1,5 mm hoch oder niedriger, mit schmalem, etwas länglichem, etwa 0,2 mm dickem, 0,5—0,6 mm langem Köpfchen und schlankem, 0,1 mm dickem, schwarzem Stiel. Sporenmasse Erklärung zu Tafel CXIV. Fig. i. Chaenotheca trichialis, Lager, nat. Gr. ,, 2. „ ,, Lager, Lupenvergrößerung. „ 3. „ „ Schnitt durch ein Apothecium, Vergr. too. „ 4. „ melanophaea, Lager, nat. Gr. ,, 5. „ „ Lager, Lupenvergrößerung. • „ 6. ,, ,, zwei Fruchtkörper, Vergr. ca. 25. „7. ,, „ Schnitt durch Fruchtkörper und Lager, Vergr. 100. 8. „ Sporen, Vergr. 1000
481 hoch aufragend, schwarzbraun, am Grunde etwas eingeschnürt. Sporen braun, kugelig oder kurz ellipsoidisch, 3—4 p, dick. Baden: Friedrichsfeld bei Heidelberg, auf der Rinde junger Kiefern von Zwackh. gefunden. — München: An Pinus-Pumilio-Zweigen auf dem Wildmoos südlich oberhalb Schöngeising. 1602. Ch. brunneola (Ach.) Müll.-Argau. — Cyphelium brunneolum Kbr. — C. nigricans Massalongo. — C. flexile (Krb.) Bgl. et Crst. Lager sehr dünn, zerstreut, körnig-staubig, weißgrünlich, dürftig, oft nur durch helle Flecke angedeutet oder aus einzelnen, isolierten Körnchen bestehend, mit sehr zartem, weißlichem Vorlager. Fruchtstiele lang, 2 bis 4 mm hoch, sehr schlank, nur 0,1 mm dick, glänzend schwarz. Köpfchen kugelig-kreiselförmig, 0,2—0,3 mm breit, mit dunkelbraunem oder braun¬ schwarzem, meist durch ausgefallene Sporen wie braun bereiftem Gehäuse und vorquellender, schließlich kugeliger, dunkelbrauner Sporenmasse. Sporen kugelig, bräunlich, 3—4« im Durchmesser. Pyknokonidien stäb¬ chenförmig, etwas unregelmäßig, 5—6 p lang, 1 jj, dick. An altem Holz werk und alten Baumstümpfen von Eichen und Nadel¬ hölzern, ziemlich selten. Niederösterreich: Auf Fichtenstümpfen im Kohlgraben zwischen Baumgarten und Wölbling; auf morschem Nadel¬ holz bei Gutenstein; Hartenstein; auf morschen Fichtenstrünken über Turnitz; Nordseite des Gippels (Larix); Ötschergräben (morsches Holz). — Schweiz: Stockhorn, Susten, Rigi, Veltlin, Saleve, Dole. — All¬ gäuer Alpen: Zwischen Birgsau und Buchenrain; Kaseralm; Plansee; Pfronten. — Fränk. Jura: Auf morschem Holz im Affental; zwischen Sackdilling und Krottensee in der Oberpfalz. — Bayern: Mittenwald; München, Grünwalder Park, Park bei Forstenried. — Fichtelgebirge. — Baden: Brunnberg bei Freiburg; Haslacher Stadtwald im Kinzigtale; Heidelberg, Handschuchsheim. — Westfalen: Im Solling bei Höxter (Quercus); Münster, im Innern einer abgestorbenen Eiche. — Thü¬ ringen: Schobsergrund bei Gehren; Masserberg; Tannengrund; Ober¬ hof; Würmbach. — Schlesien: Nicht selten. — Nordwestdeutsche Tiefebene: Zerstreut. — Ostpreußen: Labiau. 1603. Ch. trichialis (Ach.) Th. Fr. — Calicium trichiale Ach. — Cyphelium trichiale Kbr. — Taf. CXIV, Fig. 1—3. Kruste körnig-schuppig oder großkörnig-warzig; Körnchen anfangs fast knorpelig, oft gekerbt, später sich mitunter staubig auflösend, wei߬ lich oder weißgrünlich, auf weißlichem Vorlager. Früchte sehr lang und kräftig gestielt, hell braunschwarz bis schwarz. Köpfchen kurz kreisel¬ förmig, mit gleichfarbigem, unterseits weißlich bereiftem Gehäuse und Thome-Migula , Flochten. II. (Flora XII, 2.) 31
482 flacher oder vorquellender, zimtbrauner bis dunkelbrauner Sporenmasse. Sporen kugelig, einzellig, bräunlich, 3—6 p im Durchmesser. An alten Nadelhölzern und Eichen, auch an bearbeitetem Holz, ziemlich verbreitet, und sonst durch das ganze Gebiet mit Ausnahme der Hochalpen zerstreut, stellenweise ziemlich häufig. var. cinerea (Pers.) Nyl. Kruste körnig-warzig, weißgelblich. Fruchtstiele kräftig, meist braun. Schlesien verbreitet im Gebirge, seltener in der Ebene. var. filiformis Schaer. Kruste zerstreut körnig, weißlich. Fruchtstiel sehr lang (bis über 3 mm) und zart (kaum 0,1 mm dick), Köpfchen klein (0,2 mm breit), kugelig kreiselförmig, mit vergänglichem, weißem Reif. var. flexilis (Kbr.) Stein. — Calycium subtile Kbr. Kruste zerstreut körnig bis fast fehlend. Fruchtstiele wie bei var. filiformis. Köpfchen klein, fast kugelig, mit lange bleibendem, bläulich¬ weißem Reif. var. valida Schaer. Stiele kräftiger als bei der Normal form. var. candelaris Schaer. bei Kplhbr. Lagerkörnchen einen ausgebreiteten, gelben, lepraartigen Überzug bildend. Stielchen fadenförmig, schwarz, nackt. Tirol: Arlberg, an Fichtenzweigen im Verwalltale. 1604. Ch. stemonea (Ach.) Müll.-Arg. — Calicium trichiale ß stemo- neum Ach. — Cyphelium stemoneum Kbr. Kruste ausgebreitet, meist dünn, mehlig-staubig, weißlich, weißgrau, gelblich oder grünlich, auf meist undeutlichem, weißlichem Vorlager. Früchte kurz und zart gestielt, schwarz, seltener braunschwarz. Stiele oft bereift, 0,5—1 mm hoch, kaum 0,1 mm dick; Köpfchen kreisel- oder linsen¬ förmig, 0,2—0,5 mm breit, mit unten dicht weiß oder weißlich bereiftem Gehäuse und weit vorquellender, bisweilen fast kugeliger, hell zimtbrauner Sporenmasse. Sporen kugelig, einzellig, bräunlich, 3—5 p im Durchmesser. Pyknokonidien gerade, 2,5—3 p lang, 0,5 p breit. An der Rinde alter Nadelhölzer, besonders an Kiefern, selten an Laub¬ hölzern, stets am Grunde des Stammes, zerstreut. Tirol: Bozen, an einem entrindeten Baumstrunk in Kühbach. — Allgäuer Alpen. — Bayern: Umgebung von München; Augsburg; Unterfranken. — Fränk. Jura.— Baden. — Hessen: Kassel, am Hüttenberg; um Marburg nicht selten. Brandenburg: Triglitz in der Prignitz; Oranienbaum; Schwiebus; Neumark. — Sachsen. — Schlesien, gemein. — Nord west¬
483 deutsche Tiefebene: Mansholt, Hasbruch usw. — Holstein und um Hamburg mehrfach. — Ostpreußen. var. viridis Fw. Kruste gelblichgrün. Fruchtstiele schlanker. 1605. Ch. albida (Schaer.) Zahlbr. — Cyphelium albidum Kbr. — C. Schaereri Stein. — Cyphelium subalbidum Nyl. Kruste dünn, körnig-rauh oder körnig-warzig oder fast fehlend und nur als heller Fleck angedeutet, weißlich oder weißgrün, auf weißlichem Vorlager. Fruchtstiele kurz und zart, 0,5 mm hoch, kaum 0,1 mm dick, am Grunde durchscheinend bräunlich, oben schwärzlich, meist weiß bereift; Köpfchen kreiselförmig, 0,2—0,4 mm breit, mit schwarzem, weiß bereiftem Gehäuse und vorquellender, dunkelbrauner Sporenmasse. Sporen kugelig, braun, 4—5 p im Durchmesser. Zerstreut und nicht häufig an der Rinde alter Bäume, besonders Eichen, nicht im Hochgebirge. Fränk. Jura: Im Walde zwischen Weißenburg und Hardt; im Walde des Ullberges südlich von Treuchtlingen. — An einer Eiche bei Dietenhofen, — Westfalen: An mulmigen Eichen im Heilige¬ geistholz bei Höxter. — Brandenburg: Landsberg a. d. W,. an Eichen bei Himmelstedt. — Schlesien: An Birken an dem Cavaliersberge bei Hirschberg; an Eichen im Großen Leubuscher Wald, Kr. Brieg. 1606. Ch. chrysocephala (Turn.) Th. Fr. — Calycium chrysocephalum Wahlenb. — Cyphelium chroysocephalum Massai. Lager meist kräftig, aus dicken, knorpeligen, rundlichen Schuppen oder flachen Körnchen bestehend, zitronengelb, goldgelb, selten gelbgrün, auf weißlichem Vorlager. Früchte kürzer oder länger gestielt, schwarz; Stiele bis 0,5 mm hoch, 0,1 mm dick. Köpfchen kreiselförmig bis fast kugelig, 0,2—0,4 mm breit, mit anfangs stark gelbgrün bereiftem Gehäuse und flacher oder wenig vorquellender, dunkelbrauner Sporenmasse. Sporen hellbraun, kugelig oder ellipsoidisch bis eiförmig, 3—6 p im Durchmesser oder 3—8 p dick, 4—18 p lang. An Rinde und Holz alter Nadelbäume, auch Eichen, verbreitet und meist nicht selten. var. filarls Ach. Kruste meist dürftig. Fruchtstiele verlängert, 1—2 mm hoch, 0,05 bis 0,08 mm dick. Köpfchen 0,2 mm breit. Tirol: Sarntal, Weg von der Möltnerkaser zum Kreuzjoch (Larix) ; Paneveggio (Fichten) ; Pinzolo, Corno alto (Fichten). var. melanocephala Nyl. Kruste unbedeutend. Fruchtstiele wie bei var. filaris, zuweilen ver¬ 31*
484 zweigt. Köpfchen schwarz, nicht oder nur am oberen Gehäuserand bereift, 0,2 mm breit. 1607. Ch. arenaria (Hampe) Zahlbr. — Cyphelium arenarium Hampe. — Calicium arenarium Nyl. — C. citrinum Nyl. — Comoybe citrina Leight. — Cyphelium pulverariae Auersw. Thallus gräulich, sehr zart, oft fast fehlend (oder überdeckt durch den Thallus von Lecidea lucida). Apothecien auf schwarzem, mattem, etwas runzeligem verhältnismäßig dünnem und zartem, 0,5—0,8 mm langem Stiel. Köpfchen fast linsenförmig, schwarz, durch die Sporenmasse schwarzbraun, mitunter etwas gelbgrünlich. Sporen bräunlich oder schwärzlich, eiförmig-ellipsoidisch, einfach oder meist mit einer Querwand wand, 2,5—3,5 /z breit, 6—11 p lang. Parasitisch auf dem Lager von Lecidea lucida, selten. Nieder¬ österreich: An schattigen Schieferfelsen bei Raabs an der Donau; unter¬ halb der Ruine Hartenstein im Kremstal, an schattigen Schieferfelsen. — Schweiz: Riva. — Baden: Haslacher Gemeindewald im Kinzigtal; um Freiburg; Heidelberg, am Rande eines Waldweges hinter Ziegel¬ hausen. — Westfalen: Wallhecken bei Handorf; an Sandsteinen eines Steinhaufens in der Nähe des Steinkruges bei Höxter; an der Unterseite eines Felsblockes bei Bentheim'. — Thüringen: Gehlbager Mühle und am Ausgang des Schwarzatales. — Sachsen: Sächsische Schweiz; Tyssaer Wände bei Dittersbach. — Harz: Am Regenstein bei Blanken¬ burg. — Böhmen: Haida, am Sandsteinfelsen bei den Rabensteinen. — Ostpreußen: Schwarzort. 1608. Ch. Carthusiae (Harm.). — Calicium Carthusiae Harm. — C. phaeocephalum var. flavum Harm. Thallus aschgrau, körnig, pulverig. Apothecien auf 0,6—1,0 mm langen, am Grunde schwärzlichen, im oberen Teile mit einem gelben Reif bedeckten Stielen. Köpfchen kreiselförmig oder fast linsenförmig, am Grunde und Rande gelb bereift. Sporenmasse braun, manchmal vor¬ quellend. Sporen zum Teil kugelig, zum Teil fast eiförmig, 3,5—6,6/z lang, 2—9,5 p breit. Lothringen: An Eichen bei Bitsch. — Ostpreußen: Preuß. Friedland; Preuß. Stargard. 1609. Ch. phaeocephala (Turn.) Th. Fr. — Cyphelium phaeocephalum Stein. Kruste körnig bis fast schuppig, hellgrau, graubräunlich oder schmutzig gelblich, auf glattem, weißem Vorlager. Früchte kurz und kräftig gestielt, schwarz; Stiel 0,3—0,5mm hoch und 0,1 mm dick; Köpf¬
485 chen kurz kreisel- oder linsenförmig, 0,2—0,3 mm breit, mit ganz oder wenigstens am Rande dicht gelbgrünlich bereiftem Gehäuse, fast flacher Scheibe und dunkelbrauner, fast flacher oder vorquellender Sporenmasse. Sporen bräunlich, 3—7 p im Durchmesser, kugelig, oft einzelne ellipsoi- dische darunter. Auf Rinde und Holz von Nadelbäumen, sehr zerstreut. Bayern: Umgebung von München, Kapuzinerhölzchen, Nymphenburg; an Eichen bei Weißenburg in Mittelfranken; Schenkwald bei Dietenhofen. — Baden: An Weißtannen im Stadtwald von Haßlach im Kinzigtale. — Hessen: Ziemlich häufig. — Westfalen: Selten. Planken am Wege nach Wolbeck; an altem Holze bei Handorf; bei Nienberge (früher). — Brandenburg: Triglitz in der Prignitz; Kr. Schwiebus. — Det¬ mold. — Sachsen: Kleiner Zschirnstein; Ponickau bei Großenhain; Chemnitz; Dresden. — Schlesien: In der Gegend von Kreuzburg ziemlich verbreitet. — Norddeutsche Tiefebene: An mehreren Stellen. — Ostpreußen. 1610. Ch. acicularis Smith. — Cyphelium chlorellum (Turn.) Kbr. Kruste fast fehlend oder überhaupt nicht wahrnehmbar, wo vorhanden sehr zart körnig-schorfig. Vorlager sehr zart, weißlich. Köpfchen anfangs verkehrt kegelförmig, später kreiselförmig oder selbst verkehrt eiförmig, 0,3 mm hoch, gelbgrün bereift, mit umbrabrauner, zuletzt kegelig vor¬ gestoßener Scheibe auf 0,1 mm dickem, schwarzbraunem Stiel. — Die Art ist von Ch. phaeocephala vielleicht nicht zu trennen und wird von Stein auch mit ihr vereinigt. Nach Stein ist aber fast stets ein goldgelbr, mehl¬ artiger Anflug vorhanden, dem die Früchte aufsitzen; wenn dieser Anflug zu der Flechte gehört, was nicht sicher ist, so würde sie sich dadurch sicher von Ch. phaeocephala unterscheiden lassen. Weit verbreitet und stellenweise ziemlich häufig, im Hochgebirge fehlend. An der Rinde alter Eichen. Gattung Calicium (Pers.) De Not. Lager wie bei Chaenotheca. Früchte gestielt, zumeist gesellig sitzend, selten vereinzelt, Köpfchen kreiselförmig bis linsenförmig, mit flacher oder oft stark gewölbter, offener Scheibe; eigenes Gehäuse schwarz oder bereift. Paraphysen zart, fädig. Schläuche zylindrisch oder zylindrisch- keulig, achtsporig. Sporen länglich bis fast eiförmig, zweizeilig, ausnahms¬ weise mit undeutlicher Querwand, in der Mitte mitunter eingeschnürt, rauchgrau bis bräunlich - schwärzlich. Konzeptakel der Pyknokonidien, Basidien und Pyknokonidien wie bei Chaenotheca.
486 Auf faulem oder trockenem Holz, Baumrinden, trockenen Gras¬ halmen und Felsen lebende, höhere und feuchtere Lagen vorziehende Flechten. Für einen Teil der Arten (z. B. albonigrescens, corynellum, sub- paroicum, praecedens, parietinum, atomarium) ist das Vorhandensein eines eigenen Lagers nicht erwiesen; sie würden dann zu der Pilzgattung Myco- calicium Reinke zu stellen sein. Ein Teil der Arten lebt parasitisch auf anderen Flechten, auch bei ihnen fehlt vielleicht das eigene Lager. Übersicht der Arten: i. Apothecien schwarz, nicht oder nur selten schwach bereift 2/ Apothecien am Rande bereift 18. 2. Auf Holz und Rinde 3. Auf Gestein oder gesteinbewohnenden Flechten 15. 3. Lager gelbgrün C. baliolum. Lager anders gefärbt 4. 4. Lager dunkel, schwarzbraun 5. Lager hellfarbig oder nicht erkennbar 6. 5. Köpfchen kugelig C. gracila. Köpfchen kreiselförmig C. triste. 6. Sporen ungeteilt 7. Sporen zweizeilig 9. 7. Sporen 2,5—3,5 /z dick C. albonigrum. Sporen 3,5—5 dick 8. 8. Scheibe 0,05—0,075 mm breit C. ornicolum. Scheibe bis 0,2 mm breit C. praecedens. 9. Apothecien ungestielt C. acaule. Apothecien gestielt 10. 10. Sporen bis 3 p dick C. pusiolum. Sporen über 3 p dick 11. 11. Sporen in der Mitte deutlich eingeschnürt C. nigrum. Sporen nicht oder kaum eingeschnürt 12. 12. Apothecien sehr kurz und dick gestielt C. minutum. Apothecien lang und schlank gestielt 13. 13. Sporen 5—7 p dick C. populneum. Sporen 3—5 p dick 14. 14. Stielchen 0,5 mm hoch C. pusillum. Stielchen 1—2 mm hoch C. parietinum. .15. Spoiren einzellig oder undeutlich zweizeilig 16. Sporen deutlich zweizeilig 17.
487 i6. Lager leuchtend zitronengelb C. chlorinum. Lager grünlichweiß C. paroicum. 17. Sporen 3,5/4 dick C. subparoicum. Sporen 4—8 p dick C. corynellum. 18. Gehäuse weiß bereift 19. Gehäuse farbig bereift 22. 19. Sporen 2—3 p dick C. gemellum. Sporen über 3 p dick 20. 20. Lager grünlich C. virescens. Lager weißlich oder grau 21. 21. Sporen nicht oder kaum eingeschnürt C. curtum. Sporen in der Mitte deutlich eingeschnürt C. quercinum. 22. Gehäuse gelbgrün bereift 23. Gehäuse rostbraun oder kastanienbraun bereift 26. 23. Lager zitronengelb C. virellum. Lager fehlend oder weißlich bis grau 24. 24. Sporen zweizeilig C. adspersum. Sporen einzellig 25. 25. Sporen 6—9 p lang, 2,5—3 p dick, C. atomarium. Sporen 10—14 p lang, 3—4 p dick C. disseminatum. 26. An Gestein, Sporen 3—4 p breit C. fallax. An Holz und Rinde, Sporen über 4 p breit 27. 27. Lager lebhaft grüngelb C. hyperellum. Lager weißlich bis aschgrau C. salicinum. 1611.C. baliolum Ach. Lager gefeldert, körnig-runzelig, gelbgrün. Apothecien kreisel-linsen¬ förmig, pechschwarz auf gleichfarbigen, verlängerten, aufwärts verschmä¬ lerten und flach zusammengedrückten und gebogenen Stielen. Sporen¬ masse gewölbt. Tirol: Pinzolo, Corno alto, an Fichtenzweigen. Erklärung zu Tafel CXV. Fig. 1. Stenocybe byssacca, Lager, bei Lupenvergrößerung. 1, 2. „ n Fruchtkörper, Vergr. 70. »1 3. n „ Schlauch mit Sporen, Vergr. 500. h 4- Calicium hyperellum, Lager, nat. Gr. „ 5. ,, ,, Lager, Lupenvergrößerung. h 6. ,, n Fruchtkörper, Vergr. ca. 20. >» 7* lt „ Schnitt durch einen Fruchtkörper, Vergr. 150. » 8. „ „ Sporen, Vergr. 1000. »1 9. ,, adspersum, Lager, bei Lupenvergrößerung. h io. „ „ Schnitt durch einen Fruchtkörper, Vergr. 150.
488 i6i2. C. gracile Eitner. Sehr zartes Pflänzchen, schwarzbraun, matt, sowohl die fast spinn- webenfeinen, o,6 mm langen Stiele, als die kugeligen, 0,05 mm großen Köpfchen. Sporen fast stäbchenförmig, 4—8 /z lang, 1—2 p dick. Schlesien: Kreuzburg, an einer alten Kiefer. 1613. C. triste Kbr. Thallus ungleichmäßig warzig - lappig oder kleinblätterig, schwarz- rauchbraun, mit dem gleichfarbigen, flaumig - schorfigen Vorlagcr zu¬ sammenfließend. Apothecien kreiselförmig, reinschwarz, mit zuletzt etwas angeschwollener, braunschwarzer Scheibe. Stiel sehr kurz, meist undurch¬ sichtig. Sporen zweizeilig, braun, ellipsoidisch oder länglich, 6—10/zlang, 2—3 p breit. An alten Laubholzstämmen bei Blankenburg am Harz. (An einem vom Blitz getroffenen Ahornstamm.) — Eitner (III. Nachtr. z. Schles. Flech¬ tenflora, 1910, p. 52) führt ein Calidum subtile Ach. f. triste Kbr. an: Militscher Chaussee hinter Katholisch-Hammer, an Telegraphenstangen. (Wahrscheinlich ist damit das C. triste Kbr. gemeint, denn ein C. subtile Ach. f. triste ist mir nicht bekannt.) — Schweiz: Zürich, an Populus nigra. 1614. C. albonigrum Nyl. Thallus weiß, sehr zart, begrenzt, etwas schorfig. Apothecien wie bei Calicium pusillum. Sporen schwärzlich, länglich oder ellipsoidisch, ein¬ fach, 6—8 p lang, 2,5—3,5 p dick. Hymenialgallerte mit Jod blaßblau werdend. Nylander hält es für zweifelhaft, ob diese Art einen eigenen Thallus besitzt. Schlesien: Wald hinter Katholisch - Hammer, an alten Eichen. Eitner beschreibt die hier gefundene Form: Thallus von alboatrum. Pode¬ tien kurz, 0,5 mm, kräftig, braunschwarz, wie die kreisel- bis linsen¬ förmigen Köpfchen, Gehäuse hell, Schlauchschicht gelbbraun. Sporen kurz elliptisch bis fast spindelförmig, ungeteilt. 1615. C. ornicolum Steiner. Thallus durch einen blasseren Flecken angedeutet, aus unten farb¬ losen oben etwas bräunlichen, mehr oder weniger netzförmigen und perl¬ schnurartigen, septierten, nicht selten Häufchen von Gonidien um¬ schließenden Hyphen gebildet. Gonidien bis 10 p breit. Apothecien ge¬ stielt; Stiele niedriger als bei den verwandten Arten, etwa 0,09—0,12 (0,14) mm lang und oben 19—29 p breit. Stiele nach dem Grunde zu wenig erweitert, lange farblos oder blaß, zuletzt, namentlich oben, ge¬
489 bräunt. Hypotheken schwarzbraun, mit Kalilauge etwas ins Weinrot¬ braune übergehend, zylindrisch-kelchförmig, wenig höher als breit, bis 75 (80) p hoch, 55—70 (80) /4 breit. Paraphysen weniger deutlich als bei Calycium praecedens Nyl., zerfließend, wie auch die Schläuche. Sporen länglich - ellipsoidisch, einzellig, blaß rauchbraun oder blaß nußfarbig¬ rauchbraun, meist 9,5—10,5 p lang und 8 p breit, selten ic—15 p lang und (3) 3>5—4*8 P breit. Pykniden nicht beobachtet. Krain, Ufer des Veldes-Sees, an Eschenzweigen. 1616. C. praecedens Nyl. — Chaenotheca praecedens Lindau. Thallus wahrscheinlich ganz fehlend. Früchte gesellig, schwer sicht¬ bar, mit kaum 0,2 mm langem Stiel und zylindrischem, später kreisel¬ förmigem bis linsenförmigem Gehäuse. Scheibe bis 0,2 mm breit, gewölbt. Sporen länglich, 9—14/4 lang, 4—5 p breit. An dürren, berindeten Ästen von Ainus viridis. In Tirol anscheinend verbreitet, wie wohl in der ganzen Alpenkette. — Niederösterreich: An Erlenzweigen beim Trefflingfall im Erlauftale; im Lechnergraben bei Lunz und in den vorderen Tormauern. — Schweiz: Val Tellina (Betula); Riva; Alagna. — Württemberg. 1617. C. acaule Eitner. Thallus weißlich, matt, wie alboatrum. Apothecien ungestielt, schwarz, irregulär kugelig, dem Thallus auf sitzend. Schlauchschicht hyalin, nach oben bräunlich; Schläuche selten erhalten. Sporen 7—8,5^ lang, 2—$p dick, braunschwarz, zweiteilig. Schlesien: Eichen des Gr. Leubuscher Waldes. 1618. C. pusiolum Ach. — C. nigricans Fr. — C. pusillum var. pusio¬ lum Harm. Kruste meist undeutlich, ganz zerstreut, körnig, weißlich oder nur weißliche Flecken bildend, mit undeutlichem, weißlichem Vorlager. Früchte schlank gestielt, schwärzlich, auf 0,3—0,5 mm langem, 0,05 mm dickem, im unteren Teil weißlichem oder fleischfarbenem, bornartig durchscheinen¬ dem Stiel, mit 0,2—0,4 mm breiten, kurz kreisel- bis fast linsenförmigen Köpfchen und meist gewölbter, schwarzer oder braunschwarzer Scheibe. Gehäuse mitunter schwach grau bereift. Sporen grauschwärzlich, ellipsoi¬ disch oder länglich, zweizeilig, 4—8 p lang, 2—3 p dick. An der Rinde von Laubhölzern, besonders Eichen, auch an entrindetem Holz von Bäumen, selten. Niederösterreich: Brühl bei Wien, an entrindeten Eichen unterhalb des Lichtensteins gegen Brunn. — Baden: An einer alten Eiche im St. Catharinenwald bei Konstanz. — Schlesien:
490 An glatter Rinde einer alten Linde bei Sagan. — Ostpreußen: Pr. Friedland. 1619. C. nigrum Schaer. — Taf. CXVI, Fig. 6—10. Thallus ausgebreitet, zartkörnig, blaß graugrün oder weiß-aschgrau, mit weißlichem, flaumigem Vorlager. Fruchtstiele ziemlich kurz, kräftig. Apothezien kreiselförmig, ganz schwarz, zuletzt mit etwas gewölbter Scheibe. Sporen klein, zweizeilig, biskuitförmig, olivbraun, 6—10 p lang, 4—5 p breit. — Von C. minutum wahrscheinlich spezifisch nicht zu trennen und nur durch die weniger vorgetriebene Scheibe und die stärker ein¬ geschnürten Sporen verschieden. N iederösterreich: An Lärchen am Fuße -der Hofalpe; Paul- mauer bei St. Ägyd, am Neuwalde (totes Koniferenholz) ; Zaunlatten im Mühlgraben bei Türnitz; Föhren bei Hohenberg. — Steiermark: Bürgerwald, Pettenberg und Kienberg bei Leoben; Tobelbad, auf Föhren¬ rinde. — Hessen: An alten Eichen, häufig. — Sachsen: Am Schnee¬ berg. — Schlesien: An alten Fichten auf der Tafelfichte. 1620. C. minutum Kbr. Thallus sehr zart, kaum körnig, oft unentwickelt. Apothecien kurz¬ gestielt, kreiselförmig, später durch die vorgetriebene Scheibe fast zylin¬ drisch. Sporen 8—15 X4—6/z, kaum eingeschnürt. Die Scheibe ist in der Jugend fast flach und dann oft leicht weiß bereift. Pyknokonidien 3—4 p lang, 1 p breit. Eine scharfe Grenze gegenüber C. curtum var. denigratum ist an¬ scheinend nicht vorhanden, ebenso ist die Unterscheidung gegenüber dem überhaupt zweifelhaften C. nigrum Schaer. schwierig. Auf altem Holzwerk und Rinde von Nadelhölzern ziemlich selten. Allgäuer Alpen: Plansee, Oberstdorf, Oberstaufen. — Steier¬ mark: Auf Föhrenrinde im Waltersdorfer Walde bei St. Stefan. — München: Grünwalder Park, in den Wäldern bei Ebenhausen, auf dem Dachauer Moore bei Lochausen (alte Föhren); an Palisaden der Wildparke und an morschen Fichtenstrünken in den größeren Waldungen. — Augs¬ burg. — Fränk. Jura: Eichstätt, Kehlheim, Wemding, Walting, Krottensee. — Unterfranken: Ebelsberg. — Thüringen: Seeberge bei Gotha; Halskappe bei Plaue; Liebensteiner Forst; Holzzaun oberhalb Bechstadt. — Nordwestdeutsche Tiefebene: Helle, an nacktem Holz und an entrindetem Holz einer Eiche. 1621. C. populneum De Brond. — C. pictavum Rich. Thallus sehr dünn, in Form weißer Flecken, scharf umgrenzt, sehr dünnkörnig, anfangs ebenso wie das Vorlager unterrindig, später oft grau¬
491 weißlich. Früchte sehr klein, 0,2—0,3 mm hoch, selten höher, auf schwarzem, schimmerndem, etwa 0,05 mm dickem Stiel. Köpfchen etwa 0,1 mm breit, kreiselförmig, schwarz. Sporen schwarz, einfach oder zwei¬ zeilig, 10—13 p lang, 5—7 p breit, in der Mitte nicht eingeschnürt. Pykniden punktförmig, schwarz. Pyknokonidien gekrümmt, 6—7 p lang, 1 p breit. Zerstreut und selten, an der glatten Rinde von Laubbäumen. Mün¬ chen: An dünnen Zweigen junger Pappeln in den Isarauen und bei Lohhof, bei Schäftlarn; an Fraxinuszweigen bei München. — Fränk. Jura: Zerstreut an Pappeln. — Augsburg: Rosenauberg, Friedberg. — Westfalen: An Pappeln zwischen Kinderhaus und Greven; an jungen Schwarzpappeln neben dem Bollerbach und an dünnen Zweigen einer Balsampappel beim Steinkrug bei Höxter. — Schlesien: An jungen, feucht stehenden Ebereschen im Schloßgarten zu Kühschmalz bei Grottkau; Pappeln der Berliner Chaussee bei Grünberg. — Ostpreußen: Im Cranzer Walde. 1622. C. pusillum (Flke.) Kbr. — Calicium nigrum var. pusillum Schaer. — C. subtile Fr. — C. lenticulare var. debile Nyl. Lager kaum erkennbar, hellere, eingefressene, weiße Flecke bildend, mit undeutlichem, weißlichem Vorlager. Früchte klein, kaum 0,5 mm hoch, auf schlankem, 0,1 mm dickem Stiel, rein schwarz; Köpfchen kurz kreisel- förmig, mit flacher oder wenig schwellender, schwarzer, bis 0,4 mm breiter, aber meist schmälerer Scheibe. Gehäuse kahl, selten schwach grau bereift. Sporen ellipsoidisch oder fast spindelförmig, zweizeilig, 5—12 p lang, 3—5 p dick, nicht oder nur wenig in der Mitte eingeschnürt, schwärzlich oder grünlich- bis bräunlichschwarz. Pyknokonidien gerade, an den Enden gerundet, 4 p lang und kaum 1 p dick. Auf Rinde und altem Holzwerk, besonders von Eichen und Buchen, weit verbreitet, stellenweise ziemlich häufig. var. alboatrum Flke. als Art. Kruste ausgebreitet, körnig-schorfig, weiß oder gelblichweiß, auf zartem, weißem Vorlager. Früchte kräftiger, dicker gestielt. Von der typischen Form nur durch das deutlichere Lager und kräftigere, dicker gestielte Früchte verschieden. 1623. C. parietinum Ach. — C. subtile Ach. — C. claviculare v. pusil¬ lum Ach. — C. pusillum Smrft. — C. debile Borr. — C. lenticulare Tuck. Thallus fehlend oder in Form weißlicher, eingefressener Flecken auf¬ tretend. Früchte zart, zerstreut, mit dünnem, 1—2 mm langem, schwarzem Stiel. Gehäuse fast kugelig, dann mehr oder weniger linsenförmig, mit
492 zuletzt gewölbter, oft brauner Scheibe. Schläuche zylindrisch, 75 lang, 5—6 /z. dick, mit einreihig gelagerten, spindelförmig-ellipsoidischen, oft un¬ geteilten, schwärzlichen, 5—10 p langen und 3—5 p dicken Sporen. Vielleicht den Pilzen zuzurechnen. Auf Rinde und altem Holze von Laubbäumen, besonders Eichen, ver¬ breitet. var. pallescens (Nyl.) Oliv. — C. pallescens Nyl. — C. ochroleucum Kbr. Lager durch einen weißlichen Flecken angedeutet. Stiel und manchmal auch das Köpfchen blaß. Sporen klein, ellipsoidisch oder länglich, 5—7 p lang, 2,5—4 p breit. An der Rinde von Alnus incana bei Damerau unweit Angerburg in Ostpreußen. 1624. C. chlor in um Ach. — C. paroicum Ach. Kruste ausgebreitet, anfangs locker körnig, dann dicker, mehlig¬ staubig, leuchtend zitronengelb oder grünlichgelb, mit undeutlichem Vor¬ lager. Früchte vereinzelt, klein, schwarz, eingesenkt sitzend oder sehr kurz gestielt, mit fast kugeligen, linsen- bis hutförmigen Köpfchen. Sporen braunschwärzlich, länglich, ellipsoidisch oder spindelförmig, einzellig oder undeutlich zweizeilig, 5—10 p lang, 3—4 p dick. Hauptsächlich an Gestein, selten an Baumrinde, zerstreut. Kärnthen (auch an Baumrinden); Bayern; Baden; Hessen; Westfalen; Thüringen; Sachsen; Frankenwald; Vogtland, Erzgebirge; Böhmen; Schlesien. Meist steril als Lepra chlorina. 1625. C. paroicum Ach. — C. chlorinum Stenh. — C. corynellum var. paroicum Ach. Apothecien klein, glänzend schwarz, sitzend oder sehr kurz gestielt, mit fast kugeligem oder knopfförmigem Köpfchen. Sporen schwärzlich, ellipsoidisch oder ellipsoidisch-spindelförmig, einzellig, 5—9 p lang, 3—4/z dick. Hymenialgallerte mit Jod sich nicht bläuend. Lager mehlig-staubig, grünlichweiß. N iederösterreich: An der Unterseite von Gneisblöcken an dem Wege von Senftenberg nach Untermeißling. — Schweiz: An Felsen, Aschera und Vättis; Valsesia. — Baden: An der Unterfläche von Sand¬ steinblöcken über dem Wolfsbrunnen bei Heidelberg. — Nordwest¬ deutsche Tiefebene: An einer Birke bei Dreibergen. 1626. C. subparoicum Nyl. Dem C. paroicum vollständig ähnlich, aber mit deutlich geteilten, 7 p langen, 3,5 p dicken Sporen.
493 Parasitisch auf Lepraria latebrarum. Von Eitner wurde eine mög¬ licherweise hierher gehörige Form auf dem flockigen, weißen Lager von Trachylia arthonioides in Schlesien (Sandstein des Höllengrundes bei Alt¬ heide [Glatz]) gefunden: Apothecien tief schwarz, nackt, auf sehr dünnen, drehrunden, glänzenden Stielen, welche sich oben öfter gabeln und dann zwei kugelige Köpfchen tragen. Excipulum bald tellerförmig ausgebreitet, so daß die Köpfchen linsenförmig werden. Sporenmasse tiefschwarz. Sporen stäbchenförmig, elliptisch, deutlich zweiteilig, mit schwarzer Quer¬ wand, 6—7 yU lang, 2—2,5 p dick, grauschwarz, sehr dunkel. 1627. C. corynellum Ach. Thallus schorfig, ziemlich weich, blaß gelblich, ganz schwach grünlich oder schwefelgelb, mit 6—12 p großen Gonidien, auf deutlichem, grauem Vorlager. Früchte kreisel-linsenförmig, kurz gestielt, manchmal mit leichtem, grünlichgelbem Reif bedeckt. Sporen schwärzlich, zweizeilig, ellipsoidisch, fast biskuitförmig, an der Querwand eingeschnürt, 10—18 p lang, 4—8 p breit. An kieseligcm Gestein, selten. Baden: Felscnmeer bei Heidelberg. — Niederösterreich: Hirschwände bei Rossatz, an schattigen Gneis¬ felsen. — Sächsisch-böhmische Schweiz: An feuchten Fels¬ wänden. — Schlesien.: Höllengrund bei Altheide, Grafschaft Glatz. — Brandenburg: Schwiebus, bei Möldenstein. 1628. C. gemellum Kbr. Kruste ausgebreitet, sehr feinkörnig, fast mehlig, milchweiß, auf gleichfarbigem Vorlager, gleichsam in das Substrat eingefressen. Früchte kurz und kräftig gestielt, schwarz. Stiele meist zu zwei oder mehr an einer Stelle entspringend, bis 0,8 mm hoch, 0,1 mm dick, zuweilen je zwei bis zur halben Höhe miteinander verwachsen. Köpfchen linsenförmig, mit 0,5 mm breiter, fast halbkugeliger, schwarzer Scheibe und zurücktretendem, dicht reinweiß bereiftem Gehäuse. Der Reif zeigt sich nur auf der Unter¬ seite der Früchte und verschwindet im Alter immer mehr. Sporen länglich, zweizeilig, nicht eingeschnürt, bräunlich oder braunschwarz, 8—10 p lang, 2—3yu dick. Schlauchschicht rotbraun. Schlesien: Auf alten Dachschindeln in Sagan; Gr. Leubuscher Wald bei Brieg. 1629. C. virescens (Schaer.) Hepp. — C. lenticulare y virescens Schaer. Thallus dünn, warzig-körnig, grünlichgrau. Früchte zahlreich, mit etwa 0,5 mm langem Stiel. Gehäuse kreiselförmig bis linsenförmig, weiß bereift, mit flacher, bläulichweißer Scheibe. Sporen zweizeilig, ellipsoidisch, braun, etwas eingeschnürt, 9—11 p lang, 5—6 p breit.
494 Auf altem Holz im Gebirge, selten. Tirol: Ehrenburg, auf morschen Lärchenstrünken auf dem Kienberge; an einem faulen Lärchenstrunk im Walde unterhalb der Schlernklamm. — Fränk. Jura: An Eichenpfosten des Parkzaunes bei Eichstätt. — München: An alten Föhren im Walde zwischen Ebenhausen und Merlbach; an den Rindenschuppen einer alten Fichte südöstlich; an einer alten Föhre im Forstenrieder Park. — Süd¬ bayern: Wetterstein, an faulen Fichtenstrünken; Ebersberger Forst. Beskiden: An faulenden Planken und absterbendem Holze bei Ustron. 1630. C. curtum Turn, et Borr. — C. quercinum var. curtum Nyl. — C. nigrum var. curtum Schaer. — C. abietinum Pers. — C. sphaerocepha- lum var. abietinum Ach. — C. claviculare var. cyathellum et abietinum Ach. — C. cerviculatum Ach. — C. lenticulare var. clavulare Ach. — C. parietinum var. glaucellum Ach. — Taf. CXVI, Fig. 1—5. Lager schwach entwickelt, ausgebreitet, dünn körnig, weißgrau oder weißlich, zuweilen fast fehlend und nur als heller Fleck angedeutet, auf weißlichem Vorlagen Früchte kurz und kräftig gestielt, bis 1 mm hoch; auf etwa 0,2 mm dickem Stiel, schwarz, mit kreiselförmigen oder walzig- kreiselförmigen Köpfchen, deren Gehäuse am Rande meist abgesetzt weiß bereift ist, später meist den Reif verliert und die schwarzgrünliche, nackt schwarz berandete Scheibe zeigt. Selten ist auch die Scheibe bereift. Sporen grünlich-schwarz, ellipsoidisch, nicht oder nur wenig eingeschnürt, zweizeilig, 7—15 p lang, 4—7 p dick. Pyknokonidien abgerundet länglich, 5—5,5 p lang, 1,5 p dick, stark lichtbrechend. Auf altem Holzwerk, besonders von Fichten, Eichen, Weiden, selten auf Kiefemrinde, durch das ganze Gebiet verbreitet. var. denigratum Wainio. Köpfchen nicht bereift. 1631. C. quercinum Pers. — C. claviculare Ach. — C. cladoniscum Kbr. — C. atroviride Kbr. — C. lenticulare Fr. — C. Schaereri De Nol. Erklärung zu Tafel CXVI. Fig. 1. Calicium curtum, Lager, nat. Gr. „ 2. „ ,1 Lager, Lupenvergrößerung. ,, 3. „ „ Fruchtkörper, Vergr. ca. 20. „ 4. „ ,, Schnitt durch ein Apothecium, Vergr. 100. „ 5- n >> Sporen, Vergr. 1000. „ 6. m nigrum, Lager, nat. Gr. ,,7. „ „ Lager, Lupen Vergrößerung. „ S. ,1 ,, Fruchtkörper, Vergr. ca. 20. „ 9. ,, „ Fruchtkörper, Vergr. ca. 100. » 10- » h Sporen, Vergr. 1000.
495 Thallus fast weinsteinartig, geglättet, körnig, schorfig oder fast feh¬ lend, weiß oder weißlich oder weißlich aschgrau. Früchte auf dickem, kräftigem, 0,7—1,5 mm hohem, bis 0,2 mm dickem, schwarzem Stiel. Köpfchen kreisel- bis linsenförmig, mit nacktem oder weiß bereiftem Ge¬ häuse und 0,3—0,6 mm breiter, schwarzer, nackter oder bereifter Scheibe. Sporenmasse schwärzlich. Sporen schwärzlich oder braun-schwärzlich, ellipsoidisch, zweizeilig, in der Mitte mehr oder weniger tief eingeschnürt, 5—15^ lang, 3—6 11 dick. Die Einschnürung ist bei manchen Formen gering, bei andern so stark, daß die Zellen fast kugelig erscheinen. Die typische Form zeigt körnig-warzige oder runzelig-warzigen, weißgrauen oder weißlichen Thallus und kräftige Früchte, deren Scheibe und Gehäuse weiß bereift sind. Auf altem Holz auch an rissiger Eichenrinde, zerstreut, stellenweise verbreitet. var. lenticulare (Ach.) Nyl. — C. lenticulare Ach. — C. proboscidale Ach. — C. sphaerocephalum Schaer. — C. nigrum exp. Schaer. — C. quer¬ cinum var. tubiforme Nyl. Kruste dünnkörnig bis fast fehlend. Apothecien auf ziemlich langen und dicken Stielen, schwarz mit trompetenförmig erweiterten Köpfchen. Gehäuse und Scheibe schwarz, unbereift. Auf altem Holz. var. virescens Schaer. C. atroviride Kbr. Kruste dünn, körnig-warzig, graugrün. Früchte gehäuft, kurzgestielt, meist Scheibe und Gehäuse bereift. var. discoidale Ach. Kruste fast fehlend, meist Scheibe und Gehäuse bereift. f. chlor ödes Nyl. Lager gelblichgrün, körnig, schorfig. Stiele kurz. Gehäusewandbereift. Nordwestdeutschland an Eichenständern in Mansholt (Sand¬ stede). 1632. C. virellum Nyl. Thallus zitronengelb, körnig. Apothecien schwarz, vollständig sitzend, becherförmig mit der Basis eingewachsen, von der flachen, grün¬ lichen Sporenmasse bereift. Sporen braungrünlich, kugelig, 9—n /z im Durchmesser, oder eiförmig, 11—18^ lang, 7—11 p, dick. Schweiz: An Kiefernrinde, selten (Fundort?).
496 IÖ33- C. adspersum Pers. — C. roscidum Flk. — C. adspersum ct ros¬ cidum Schaer. — Cyphelium adspersum Ach. — Calicium mutabile Ach — Taf. CXV, Fig. 9, io. Lager ausgebreitet, körnig-schorfig, oft staubig aufgelöst, zuweilen undeutlich, weißgrau oder weißlich, auf zartem, weißlichem Vorlager. Früchte kurz und dick gestielt bis fast sitzend, schwarz. Stiel meist 0,2 bis 0,4 mm dick, selten bis 1 mm hoch. Köpfchen linsenförmig, mit dicht gelb¬ grün bereiftem Gehäuse und bis über 1 mm breiter, anfangs dicht gelbgrün bereifter, später oft fast nackter, schwarzer, olivengrün schimmernder, gedunsener, oft überwallender Scheibe. Sporen rauchgrau, ellipsoidisch, biskuitförmig, zweizeilig, 9—18 lang, 4—8 p. dick. Pyknokonidien ge¬ rade, 3 p lang, 0,5 /z breit. An Rinde oder Holz von Laub- und Nadelbäumen zerstreut. All¬ gäuer Alpen. — Bayern: Um München; Unterfanken nicht selten. — Baden. — Hessen. — Westfalen häufig. — Harz. — Thürin¬ gen. — Sachsen. — Brandenburg. — Schlesien. — Nord¬ westdeutsche Tiefebene. — Ostpreußen. 1634. C. atomarium E. Fr. Thallus fehlend. Früchte auf höchstens 0,25 mm langem Stiel paia- sitisch aufsitzend. Gehäuse halbkugelig bis kurz kreiselförmig, oft grünlich angehaucht, mit stark gewölbter Scheibe. Sporen nicht eingeschnürt, 6 bis 9^ lang, 2,5—3^ dick. Auf der Rinde alter Eichen und Kiefern, sehr selten. Fränk. Jura: An einer Eiche im Walde zwischen Weißenburg und Hardt; ebenso im Schweinspark bei Eichstätt, zwischen dem Hirschpark und der Fasanerie bei Eichstätt. — Westfalen: Heilige Geistholz bei Höxter; Tiergarten zu Wolbeck, an Eichen. — Bayern: München, an der Rinde einer alten Föhre bei Hartmannshofen. 1635. C. disseminatum Ach. — Cyphelium disseminatum Ach. Lager dünnschorfig oder dünnstaubig, sehr weich, grau oder aschgrau- grünlich, oft fast fehlend, oft nur durch einen weißen Fleck gekennzeichnet. Früchte meist fast sitzend oder nur ganz kurz gestielt, becherförmig, 0,1 mm breit, 0,2 mm hoch, zart, schwarz, gelbgrün bereift. Sporenmasse schwarz oder grünlich, oft weit vortretend, wenig zusammenhängend. Sporen schwärzlich, meist länglich-ellipsoidisch, 10—14 /4 lang, 3—4 P breit, sehr selten fast kugelig. Hymenium mit Jod sich nicht bläuend. Sehr selten an rissiger Rinde alter Bäume, besonders Eichen, Birken, Tannen. Schweiz: Val di Fraele; Gurnigl. — Allgäuer Alpen: Plansee, an Eiben. — Schlesien: Groß-Leubuscher Wald bei Brieg, an
497 Eichen. — Nordwest deutsche Tiefebene: An Birken in Drei¬ bergen. 1136. C. trabinellum Ach. — C. roscidum Flk. var. roscidulum Nyl. — C. adspersum var. rosciduluim Harm. — C. adspersum var. trabinellum Schaer. Lager sehr zart und unbedeutend, nur als heller Fleck angedeutet, oft fast fehlend, weißlich, auf gleichfarbigem Vorlager. Früchte kurz und dick gestielt, schwarz, selten über 0,5 mm hoch, auf 0,1 mm dicken Stielen. Köpfchen kreiselförmig, schmal, meist nur am oberen Gehäuserand dauernd schwefelgelb oder grünlich bereift und von der flachen, 0,2—0,4 mm breiten, nur anfangs dünn schwefelgelb bereiften, bald nackten und schwarzen Scheibe sich scharf abhebend. Sporen bräunlich ellipsoidisch, zweizeilig, in der Mitte eingeschnürt, 6—10/z, lang, 4—5 p, dick. An trocken faulem Holz durch das Gebiet verbreitet und meist nicht selten. Harm and stellt diese Art als Varietät zu C. adspersum, gibt als Synonym dazu C. tra¬ binellum Kbr. an, während er wie Nylander C. trabinellum Ach. als var. trabinellum Nyl. = C. orochroum Wahlenb. zu C. (Cyphelium) phaeocephalum Borr. bringt, mit der Diagnose : Thallus wenig entwickelt oder fehlend, Stiele verlängert. Achariussche Originalexemplare müssen darüber entscheiden. var. incrustans Kbr. Kruste zerstreut, körnig, grauschwärzlich. Früchte dicht gedrängt. 1637. C. fallax Auersw. Thallus staubig-schorfartig, weißlich. Apothecien knöpf förmig, breiter oder schmäler, mit bald engem, bald napfförmig erweitertem Gehäuse, mit brauner Sporenmasse angefüllter Scheibe und verlängertem, ziemlich dickem, aufwärts meist pfriemlich verdünntem, braun bestäubtem Stiele. Sporen länglich-spindelförmig, bräunlich, undeutlich septiert, 3—4 p. breit, 7—lo/z lang (Rabenhorst). An schattigen Felswänden bei Tharandt in Gesellschaft von Biatora lucida. 1638. C. hyperellum Ach. — C. viride Pers. — C. sphaeroidale Ach.— C. peltatum Ach. — Taf. CXV, Fig. 4—8. Lager ausgebreitet, meist gut entwickelt und ziemlich dick, körnig oder schorfig, zuweilen mit staubig aufgelösten Körnchen, lebhaft grün¬ gelb, auf dünnem, weißlichem Vorlager. Früchte sehr lang gestielt, oft über 2 mm hoch, mit 0,2 mm und darüber dicken, unten fast glänzend schwarzen, oben rostbraunen Stielen, die über der Stelle, wo die rostbraune Färbung beginnt, an den jüngeren Früchten einen ringförmigen Wulst als Absetzung des Gehäuserandes gegen den eigentlichen Stiel erkennen lassen. Thomä-Mig ula, Flechten. 11. (Flora XU, 2.) 32
498 Köpfchen kugelig, kreisel- oder fast linsenförmig, mit rostbraunem Ge¬ häuse und 0,5—o,8 mm breiter, braunschwarzer, flacher oder etwas ge¬ wölbter, einen weißlichen Ring oder weißliche Mitte zeigender Scheibe. Schläuche 40—50 u lang, 8 p dick. Sporenmasse schwarz oder schwärzlich, wenig vortretend. Sporen bräunlich oder grünlich-schwarz, ellipsoidisch, in der Mitte etwas eingeschnürt, zweizeilig, 9—16^ lang, 4—6^. dick. Pyknokonidien länglich, 3 p lang, 1 p dick. An rissiger Rinde alter Nadelhölzer bis ins Hochgebirge verbreitet. f, filiforme Schaer. Körnchen des Lagers verschwindend, zerstreut blaugrünlich. Stiel¬ chen zierlich verlängert. Tirol: Paneveggio an alten Fichten. var. quercicolum Eitner. Sehr kräftige Form mit kurz gestielten oder auch sitzenden, breit scheibenförmigen Apothecien. Schlesien: Groß-Leubuscher Wald bei Brieg. 1639. C. salicinum Pers. — C. hyperellum var. salicinum Schaer. — C. trachelinum Ach. — C. clavellum DC. — C. sphaerocepbalum Wahlenb. Thallus ausgebreitet, dünn und zerstreut körnig bis fast fehlend, namentlich auf nacktem Holze, weißlich bis aschgrau, auf weißlichem Vor¬ lager. Früchte lang und kräftig gestielt, 1—1,5mm hoch, auf 0,1—0,2nun dicken, schwarzen, in der oberen Hälfte zuweilen rotbraunen Stielen, mit braunem Gehäuse. Köpfchen anfangs kugelig-kreiselförmig, später becher¬ förmig bis fast linsenförmig, mit 0,4—0,8 mm breiter, schwärzlicher oder bräunlicher, in der Jugend zuweilen scharf berandeter und gräulich be¬ reifter, vortretender oder zurückstehender Scheibe. Sporenmasse schwarz. Sporen dunkel rauchgrau bis schwarz, 8—15^ lang, 4—7 p dick, ellip¬ soidisch, in der Mitte eingeschnürt, an den Enden abgerundet. Pykno¬ konidien 3—7^. lang, 1—1,5 p breit, länglich, an den Enden abgerundet. Auf altem Holzwerk, hauptsächlich von Eichen, Weiden und Nadel¬ bäumen durch das ganze Gebiet verbreitet und nicht selten, stellenweise häufig. f. Pritzei Kbr. et Stein. Kruste körnig, Gehäuse gelbbraun, meist deutlich wulstig gegen den schwarzen Stiel abgegrenzt. , An Eichen im Ochojetzer Walde bei Rybnik in O b e r s c h 1 e s i e n. var. xylonellum (Ach.) Nyl. — Calicium xylonellum Ach. — C- sphae- rocephalum var. xylonellum Wahlenb. Lager fast fehlend. Früchte kugeliger gedrungener, schwärzlichbraim.
499 Anhang: C. subroscidum (Eitner). — Cyphelium subroscidum Eitner. Macht den Eindruck eines Calicium adspersum Pers. Lager kleine, braune, auf dem weißen Vorlager verstreute Schüppchen bildend, aus denen die drehrunden, braunen Stiele der Apothecien entspringen. Die obere Hälfte der Stiele und die Gehäuse sind dicht grüngelb bereift. Ge¬ häusewand und die flache, wenig gewölbte Sporenmasse braun, mit Gold¬ glanz. Köpfchen kreiselförmig, 0,3 mm Durchmesser. Die Sporen sind durchaus kugelig, gelbbraun, 3—7 mm Durchmesser. Hypothecium gelb¬ braun, Paraphysen sehr fein und dicht. — Die Art erscheint mir nicht ganz sicher. Schlesien: Riesengebirge, untere Zackel, an Picea. Gattung Coniocybe Ach. Lager krustig, pulverig bis fast fehlend, mit Protococcus- und Sticho¬ coccus-Gonidien. Früchte gesellig, in der Regel lang gestielt; Stiele zart. Köpfchen anfangs offen, bald durch die überquellende Sporenmasse kugelig und mit verdrängtem, eigenem Gehäuse. Paraphysen fädig. Sporen kugelig, seltener ellipsoidisch oder länglich ellipsoidisch, einzellig, gelblich oder fast ungefärbt. Konzeptakel der Pyknokonidien kugelig, warzig auf dem Lager hervortretend, punktförmig; Basidien einfach; Pyknokonidien exobasi dial, läng!ich-el 1 ipsoidisch. Auf Holz, Rinden, seltener auf Gestein lebende Flechten. Übersicht der Gattungen: 1. Sporen 4—10 p dick C. pallida. Sporen 2—4 p dick 2. 2. Neben rundlichen Sporen auch eiförmige und längliche C. heterospora. Nur kugelige Sporen 3. 3. Lager leuchtend schwefelgelb C. furfuracea. Lager fast fehlend oder aschgrau 4. 4. Stiele der Köpfchen gelb bereift C. sulpliurella. Stiele nicht gelb bereift 5. 5. Stiele braunschwarz C. gracilenta. Stiele wenigstens im unteren Teile farblos C. hyalinella. 1640. C. pallida (Pers.) Fr. — C. stilbea Ach. — Calicium pallidum Pers. — C. cantharellum Ach. — C. stilbeum Schaer. — Trichia nivea Hoffm. — Coniocybe nivea (Hoffm.) aut. Kruste sehr dünn, schorfig-staubig, weißlich, meist nur als weißlicher Hauch vorhanden, oft ganz undeutlich, auf ganz undeutlichem, kaum unter- 32*
500 scheidbarem, weißem Vorlagen Fruchtstiele schlank und kurz, e-twa 0,5 bis 1,0 mm hoch und 0,05 mm dick, blaß, durchscheinend, manchmal etwas bräunlich, grünlich oder gelblich. Köpfchen klein, 0,2—0,4 mm dick, linsenförmig bis kugelig, mit anfangs flacher, deutlich vom Gehäuse be¬ randeter Scheibe, bald durch die weißliche oder hellbräunliche verquellende Sporemasse kugelig und bestäubt erscheinend. Sporen farblos, kugelig, 4—io// im Durchmesser, meist dünn gesäumt. var. stilbea Ach. — C. pallida var. leucocephala Wallr. Kbr. Fruchtstiele weißlich, durchscheinend. Sporenmasse weißlich, var. xanthocephala Wallr. — C. stilbea ß citrinella Kbr. Fruchtstiele gelblich, zitronengelb bereift. Sporenmasse hellocker- gelblich oder hellbräunlich. var. farinacea Nyl. (als Art). — Sclerophora farinacea Chev. Stiele dicker, schwärzlich. Köpfchen größer, weiß. An der Rinde alter Laubbäume, besonders alter Eichen, zerstreut. Niederösterreich: Auf morschem Holz „von der Wand4*. — Schweiz: Zürich, Bremgarten, Genf, an alten Baumstümpfen. — München: Im Englischen Garten; Grünwald; südlich Olching. — Fränk. Jura: Wiesengäßchen bei Eichstätt (Pappeln); Donauauen bei Ingolstadt (Ulmus) ; zwischen Weißenburg und Hardt (Eiche). — Württemberg: An einer alten Linde bei Justingen. — Baden: An Eichen und Ulmen bei Karlsruhe. — Hessen: Altweilnau, Frankfurt, Hanau, Gießen, Marburg, Eberstadt. — Westfalen: Solling und in der Twier bei Höxter; an trockenem Buchenholz auf der Grotenburg bei Detmold; an entrindeten Eichen bei Höxter. — Sachsen: Chemnitz, Tharandt, Königsbrück, Leipzig, Dresden. — Brandenburg: Triglitz in der Prignitz. — Sch le sie n: Rudawald bei Rybnik; l>ei Skarsine und im Wilhelmsberger Wald bei Proskau; Brieg, im Großen Leubuscher Wald; Wald von Groß-Stein; Ohlau. — Böhmen. 1641. C. heterospora A. Zahlbr. Lager körnig, mit mehr oder weniger zerstreuten, kleinen, schwefel¬ gelben, matten, durch KOH und CaCl kaum veränderten, glatten oder steflenweis sorediös-staubigen, homöomeren, unberindeten Körnchen; mit Protococcusgonidien von 8—11 /z Durchmesser. Apothecien auf aufrech¬ tem, ziemlich kräftigem, steifem, bis 1 mm hohem, im oberen Teile bräun¬ lichem Stiel. Gehäuse und der zarte und ganze eigene Rand mit gelbem Reif bedeckt. Sporenmasse zuerst hochkegelig, weißlich-rosa, durch KOH nicht verändert, zuletzt weiß und mehr oder weniger flach; Hypothecium blaß; Schläuche zylindrisch-keulig; Paraphysen spärlich, zart, verzweigt,
501 etwas kürzer als die Schläuche. Sporen farblos, verschieden gestaltig, rund¬ lich, eiförmig, länglich, mit abgerundeten Enden, 3,5—9/z lang, 3,5—4p. breit, mit sehr dünner Membran. Böhmen: In Bergwäldern bei Kaplitz an Fichtenrinde. 1642. C. furfuracea Ach. — Taf. CXVJT, Fig. 7—12. Kruste weit ausgebreitet, dünn körnig-mehlig oder staubig aufgelöst, leuchtend schwefelgelb oder grünlichgelb, auf zartem, weißlichem Vor¬ lager, meist mit reichlichen Früchten. Fruchtstiele lang und sehr zart, braun oder schwärzlich, gewöhnlich dicht schwefelgelb bestäubt, von 1 bis 2mm Länge und 0,1 mm Breite. Köpfchen kugelig, braun, dicht schwefel¬ gelb bereift, 0,2—0,5 mm breit. Sporen kugelig, farblos oder hellgelblich, 2—3/z im Durchmesser. Der gelbe Reif fehlt im Alter zuweilen ganz. Am Grunde alter Laubbäume, auf Holz, über Moosen, Erde und Steinen durch das ganze Gebiet nicht selten. f. denudata Stein. Kruste spärlich. Fruchtstiele sehr lang (bis 5 mm) und schlaff. Köpf¬ chen und Stiele schwärzlich, fast unbereift. An trocken faulem Holz in Schlesien. 1643. C. sulphjurella (Wahlenb.) Nyl. — C. brachypoda Ach. — C. furfuracea var. griseota Fr. — C. f. var. sulphurella Fr. — Calicium fur- furaccum var. sulphurei Ium Wahlenb. — C. capitellatum y rimarum Fike. Thallus aschgrau, meist kaum erkennbar, stets sehr unbedeutend ent¬ wickelt, mit grauweißem Vorlager, dem die kleinen Früchte aufsitzen. Fruchtstiele kurz, 0,3—0,8 mm hoch, 0,05 mm dick, ebenso wie die 0,2 mm dicken Köpfchen mit einem dichten, schwefelgelben Reif bedeckt, der im Alter manchmal fast verschwindet. Der Unterschied gegenüber C. furfuracea liegt in den kleineren kürzer Erklärung zu Tafel CXVIL Fig. I. Sphinctrina microcephala, Lager, nat. Gr. „ 2. „ „ Lager, Lupenvergrößerung. „ 3. „ ,, Fruchtkörper bei starker Lupenvergrößerung. „ 4. „ ,, Schnitt durch Lager und Fruchtkörper, Vergr. 100 „ 5. „ „ Schlauch mit Paraphysen, Vergr. 500. „ 6. „ „ Sporen, Vergr. 1000. „ 7. Coniocybc furfuracca, Lager, nat. Gr. n 8. „ „ Lager, bei Lupenvergrößerung. „ 9. „ „ zwei Fruchtkörper bei starker Lupenvergrößerung. n 10. „ „ Schnitt durch einen Fruchtkörper, Vergr. too. » 11. „ „ Schnitt durch einen Teil des Lagers, Vergr. 250. n 12. „ „ Sporen, Vergr. 1000.
502 gestielten Köpfchen und dem stärkeren Reif, ist aber unbedeutend, wes¬ halb die Art vielfach nur als Varietät von C. furfuracea angesehen wird. An der Rinde alter Baumstümpfe, selten. Fränk. Jura: An der Rinde einer alten Eiche zwischen Weißenburg und Hardt; im. Walde des Ullbergs bei Treuchtlingen; Steinbruchschranken bei Wassertrüdingen. — Hessen: Frankfurter Wald; Gelnhausen; Affen au; Schlüchtern; Bes- sungen; Gleichberg bei Gießen. — Westfalen: An einer alten Birke beim Felsenkeller unweit Höxter; an Weiden bei der Toppheide unweit Münster; Handorf (Salix fragilis). — Ostpreußen: Park von War- nicken; Wosegauer und Wiskiauter Wäldchen. 1644. C. gracilenta Ach. — Calicium gracilentum Ach. Thallus ausgebreitet, körnig-schorfig, aschgrau-grünlich, auf undeut¬ lichem Vorlager. Stiele lang und schlaff, bis 3 mm lang, braun schwärzlich, matt, anfangs grau bereift, oft gebogen. Köpfchen verhältnismäßig klein, kugelig-länglich, mit blaß aschgrauer oder fast fleischfarbener Sporen¬ masse. Sporen farblos oder blaß gelblich, kugelig, 2—3/.t im Durchmesser. An trockenem, morschem Holz hohler Bäume und Wurzeln, abgefal¬ lenen Zapfen, selten auf Gestein. Tirol: Paznaun, an alten Fichtenzapfen unterhalb Galtür. Paneveggio, an Porphyr unterhalb Bellamonte. — Niederösterreich: An Föhren wurzeln am Kalenderberg bei Wien; Türnitz. — Schweiz: Zürich, Gurnigl, Bormio. — München: An dünnen, abgestorbenen Wurzeln zwischen Pullach und Baierbrunn. — Die¬ tenhofen. — Fränk. Jura: Auf Sandstein eines Hohlweges oberhalb Casendorf; an dünnen, abgedorrten Buchenwurzeln der Hohlwege in den Anlagen von Eichstätt und gegenüber Landershofen; Tiefental bei Eich¬ stätt (Fichtenstrunk). — Baden: Heidelberg, Handschuchsheim, Wohl¬ fahrtsweiher, Grünwettersbach. — Westfalen: Selten, Abhang des Felsenkellers bei Höxter (Koryluswurzeln) ; Handorf, an abgestorbenem Birkenholz. — Thüringen: Baumstumpf, unweit Gabelbach bei Ilme¬ nau. — Sachsen: In einer hohlen Eiche bei Moritzburg; im Bielgrund, an entblößten Wurzelstöcken. — Böhmen: südlich von Prag. — Ost¬ preußen: Wolfsschlucht im Park Warnickau (Ulme). 1645. C, hyalinella Nyl. — Calcium stilbeum Moug. Thallus fast fehlend oder ganz unbedeutend. Fruchtstiele weißlich oder bräunlich, von mittlerer Länge oder kurz, 0,5—1,0 mm lang, in der unteren Hälfte durchscheinend, in der oberen bräunlich oder rostbraun, undurchsichtig oder nur in der äußeren Schicht durchsichtig, im Innern bräunlich. Köpfchen kugelig oder fast linsenförmig. Sporenmasse weiß-
503 lieh oder fleischrosa oder schmutzigbraun, manchmal in sekundäre Häuf¬ chen geteilt. Sporen 3—4 « im Durchmesser. An der Rinde alter Laubbäume, besonders Eichen, sehr zerstreut. Niederösterreich: In den Ritzen einer alten Eiche an der Straße St. Aegyd am Neuwalde und Kernhof. — Fränk. Jura: An der Rinde einer alten Eiche im Walde zwischen Weißenburg und Hardt und im Walde des Ullbcrges südlich von Treuchtlingen. — Baden: An Birnbäumen bei Konstanz; an alten Ulmen im Karlsruher Schloßgarten und im Sailen Wäld¬ chen bei Karlsruhe. — Westfalen: Solling bei Höxter (Quercus). — Thüringen: Oberhof, an nacktem Holz eines lebenden Acer Pseudo- platanus und auf Holz von Abies gegen den Schloßberg. — Sachsen: Bei Königstein. — Ostpreußen: Johannisburg. var. pistillaris (Ach.) Nyl. — Calicium pistillare Ach. Stiel und Köpfchen ebenso wie die Sporenmasse schmutzigbraun, letztere auch manchmal fleischfarben; Stiel nur in der äußersten Schicht farblos, durchsichtig. Selten an Eichen und Fichtenholz. Vogesen: Bitsch, in der „Schlucht“. Gattung Stenocybe Nyl. Lager dürftig, fast fehlend, fleckenartig, oder die Früchte sitzen einem fremden Lager auf. Früchte mehr vereinzelt, zart und langgestielt, mit kreiselförmig-keuligem bis birnförmigem, kornartigem, schwarzem Ge¬ häuse, zuerst geschlossen, später mit schmaler, punktförmiger Scheibe. Paraphysen fädig. Schläuche linear-zylindrisch, achtsporig, die Sporen einreihig angeordnet. Sporen ellipsoidisch bis länglich-spindeiig, normal vier-, seltener zwei- bis achtzellig, mit zylindrischen Fächern, dunkel ge¬ färbt, verhältnismäßig groß. Übersicht der Arten: 1. Fruchtstiele bis 1,5 mm lang St euspora. Fruchtstiele unter 1 mm lang 2. 2. Sporen meist zweizeilig St Mildeana. Sporen ein- bis vierzellig 3. 3. Sporen deutlich vierzellig St tremulicola. Sporen stets mit undeutlichen Querwänden St byssacea. 1646. St euspora (Nyl.) Jatta. — St. major Nyl. — Calicium cuspo- rum Nyl. — Sphinctrina septata Leight. Kruste kaum sichtbar, feinkörnig, graugrünlich, mit undeutlichem Vorlager. Früchte fast glänzend schwarz, lang und dünngestielt, zerstreut,
504 selten aufrecht, meist bogig gekrümmt. Stiele bis 1,5 mm lang, kaum 0,1 mm breit. Köpfchen schmal, kurzkculig, mit kaum erkennbarer Mün¬ dung. Sporen länglich-spindelförmig, 18—36^ lang, 7—11 /z dick, vier- zellig, an beiden Enden zugespitzt, dunkelrotbraun, zuweilen mit helleren Endzeilen. An Fichten und Tannen, sehr selten. Steiermark: Moritzhöhc bei Leoben; Bürgermeisteralp bei Afflenz. — Schweiz: Schattdorf; Bristen- wald; Alplerwald; Veltlin; Riva; Monte Rosa; Val Vogna. — Bayr. Alpen: An Tannen auf dem Seinsberge bei Mittenwald; um Tegernsee; bei Partenkirchen; Spielmannsauer Tal bei Oberstdorf und beim Christles¬ see (Tanne). — Fränk. Jura: An einer alten Tanne am Wege zum Frauenhäusl oberhalb Kehlheim. — Baden: An Weißtannen auf dem Kaltenbronn. — Schlesien: An Fichten bei Schrcibcrhau. — Sachsen: An Fichtenrinde im Park von Lützschena bei Leipzig; an Taxus bei Wesenstein. 1647. St Mildeana Kbr. Thallus ergossen, blaß oder weiß, glatt, zuweilen fast fehlend. Apo¬ thecien sehr klein, auf kurzem, glänzendem, schwärzlichem Stiel, kaum 0,2 mm hoch, mit keulig-kugeligem bis linsenförmigem, braunschwarzem Köpfchen. Paraphysen haarförmig, durchsichtig, farblos. Schläuche zylin¬ drisch, achtsporig. Sporen meist zweizeilig, einreihig gelagert, länglich, schwärzlich, 10—18^ lang, 5—9breit, an den Enden gestutzt. Sehr selten: Rosenberg (Oberschlesien), Schönwald an Populus nigra, z 1648. St tremulicola Norrl. Lager weißlich, fast fehlend. Apothecien herdenweise; Köpfchen breit¬ kelchförmig, auf sehr kurzen, etwas dicklichen Stielchen sitzend. Sporen spindelförmig-länglich, meist deutlich vierzellig, 14—17 lang, 4—6/1 breit, grünbraun. Oberbayern: Deisenhofen, auf dünnen Asten von Populus tre¬ mula (Arnold, Exsicc. Nr. 1598). 1649. St byssacea (Fr.) Nyl. — Calyci um byssaceum (Fr.) Nyl. — C. pullatulum Ach. — Stenocybe pullatula Stein. — Taf. CXV, Fig. 1, 2. Kruste sehr dünn, körnig-schorfig, mattschwärzlich, oder fast fehlend, stets unibedeutend, mit undeutlichem Vorlager. Früchte sehr klein, nur 0,2—0,5 mm hoch, auf kurzen, dünnen, 0,02—0,03 mm dicken Stielen, fast glänzend schwarz; Köpfchen feigenförmig, mit kaum wahrnehmbarer Öff¬ nung, 0,04—0,08mm breit; Fruchtstiele zuweilen verästelt. Sporen läng- iichrellipsoidisch oder fast spindelförmig, grauschwärzlich, 15—23^4 lang,
505 5—7^ dick, ein- bis vierzellig, aber stets mit ziemlich undeutlichen Quer¬ wänden. An lebenden und abgestorbenen Erlenzweigen, zerstreut in den Alpen. Bayern: Um München, Augsburg, Amberg. — Fränk. Jura; Baden; Hessen; Westfalen; Thüringen; Sachsen; Schlesien; Ostpreußen usw.; wahrscheinlich ziemlich verbreitet, aber schwer aufzufinden. Gut ausgebildete Früchte sind selten zu finden, die Köpfchen- sind entweder überhaupt nicht entwickelt oder abgebrochen, und die Flechte wird wegen ihrer Kleinheit und ihres unscheinbaren Äußeren sehr leicht über sehen. Gattung Sphinctrina E. Fries, Eigenes Lager fehlt, die Früchte sitzen auf der Kruste anderer Flechten, insbesondere auf Pertusariaarten. Früchte meist gesellig, sitzend oder kurz gestielt, birnförmig oder keulig, schwarz, glänzend, anfangs geschlossen, mit stark vertiefter Scheibe, später sich punktförmig öffnend; eigenes Gehäuse dick, eingebogen. Paraphysen fädig, zumeist einfach. Schläuche walzlich, verhältnismäßig lange erhalten bleibend. Sporen in den Schläuchen einreihig angeordnet, kugelig-ellipsoidisch, einzellig, nur ausnahmsweise zweizeilig, zuerst hell, dann bald dunkel gefärbt. Konzep- takel der Pyknokonidien eingesenkt, krugförmig; Basidien kurz, einfach; Pyknokonidien lang, nadelförmig, gebogen. Übersicht der Arten: i. Auf Baumrinde Sph. microcephale. Auf Pertusaria schmarotzend 2. 2. Sporen kugelig Sph. turbinata. Sporen ellipsoidisch-spindelförmig Sph. tubaeformis. 1650. Sph. microcephala (Sm.) Kbr. — Sph. anglica Nyl. — Taf. CXVII, Fig 1—6. Kruste ausgebreitet, sehr dünn, kleinkörnig, aschgrau oder bräunlich- grau, auf undeutlichem Vorlager. Früchte sehr klein, 0,3—0,5 mm hoch, kurzgestielt, kugelig-birnförmig, mit 0,1 mm breitem Köpfchen, glänzend schwarz, mit punktförmiger, vom Gehäuse eingebogen berandeter Scheibe. Schläuche zylindrisch, achtsporig (zuweilen zehnsporig). Sporen ellipsoi¬ disch bis fast länglich, seltener fast kugelig, 8—13 /z, lang, 6—9 jj, dick, dunkelbraun, mit schmalerem, hellerem Saume. An der Rinde älterer Bäume, besonders Kiefern, durch das ganze Gebiet verbreitet, aber selten. Schweiz: Val Malenco (Larix); Bormio (Pinus); Riffersweil. — Bayern: München, Schleißheim (Pinus); an
506 lichten Waldstellen westlich von Planegg (Betula); am Westrande des Waldes zwischen Holzapfelkreuth und Großhadem (Betula). — Fränk. Jura: An Fichtenstangen des Parkzaunes bei Eichstätt. — Baden: Wolfsbrunnen bei Heidelberg. — Thüringen: Eichberg bei Klettbach (Pinus). — Sachsen: In der Heide bei Dresden; am Kleinen Winter¬ berg zwischen Hartenstein und Lösnitz; am Wege von Zschopau nach Scharfenstein. — Schlesien: An Kiefernrinde zwischen Adersbach und Weckeisdorf; am Eingang in den Wilhelmsberger Park bei Proskau. — Böhmen: Schluckenau. 1651. Sph. turbinata (Pers.) Fr. — Taf. CXIII, Fig. 1—7. Früchte fast sitzend oder nur ganz kurz gestielt, sehr klein, kugelig oder kugelig-kreiselförmig, glänzend schwarz, mit als punktförmige Scheibe vorquellender Sporenmassc, meist zahlreich auf sterilen oder fruchtenden Pertusariaarten, 0,3 mm hoch, 0,2 mm breit. Sporen kugelig, 4—10 p im Durchmesser, braunrötlich bis dunkel rotbraun oder braunschwarz mit ziemlich breitem, hellem Saume. Pyknokonidien haarförmig gebogen, 20 bis 25 /X lang, 1 /z dick, anscheinend aber manchmal auch kürzer, 12—15 lang. Auf Krusten verschiedener Pertusariaarten, nach Körber auch auf Urceolaria. München: Auf Pert. coccodes an alten Eichen bei Maria Aich; auf P. communis an Buchen bei Großhasselohe; auf P. amara an Linden im Nymphenburger Hofgarten und an einer alten Eiche an der Allee bei Delling; im Walde hinter Menzing (P. communis); Forstenried (P. globulifera). — Fränk. Jura: Zerstreut im Gebiete auf P. com¬ munis an der Rinde alter Buchen, bei Seppenfeld auch an Carpinus. — Westfalen: Auf dem Thallus von P. communis nicht selten, auch auf P. leioplaca und P. rupestris. — Baden: Buchen bei Konstanz; Baden- Baden ; an Eichen im Hardwalde bei Karlsruhe; bei Schwetzingen; bei Heidelberg; überall auf P. communis. — Schlesien: Bei Ochojetz und Kath. Hammer bei Rybnik. — Ostpreußen. 1652. Sph. tubaeformis Mass. — Sph. microcephala Nyl. Früchte sehr klein, kugelig-kreiselförmig, kurz gestielt, glänzend schwarz, mit punktförmiger, vertiefter oder vorquellender Scheibe. Sporen spindelförmig-ellipsoidisch, 11—16 p, lang, 7—8 /z dick, dunkel rotbraun, hell gesäumt. Parasitisch hauptsächlich auf Pertusariaarten, selten. Schweiz: Bei Riva (Lecanora elacista). — Baden: Badener Höhe; Ziegelhausen bei Heidelberg hinter dem Stift (Pertusaria melaleuca). — Westfalen: Nicht häufig auf Pert. pustulata oder leioplaca in Wilkinghege unweit
507 Münster; bei Handorf; Tiergarten zu Wolbeck; Albersloh; überall an Fagus. — Schlesien: Thalgraben unter der Wassakugel (Pert. Wul¬ fenii) ; Gr. Leubuscher Wald bei Brieg (Arthonia lecideoides f. corticola, an Eichen). II. Reihe : Pyrenocarpeae, kernfrüchtige. Das Hymenium bildet einen weichen Fruchtkern von mehr oder weniger kugeliger oder halbkugeliger Gestalt und wird von einem am Scheitel mit einer Pore oder strahligem Risse sich öffnenden Gehäuse bedeckt. Das Gehäuse ist hell oder dunkel, in letzterem Falle oft kohlig, am Scheitel zuweilen vertieft, oft papillenartig oder halsartig vorgezogen, innen vor der Mündung oft mit nach oben gerichteten haarartigen Bil¬ dungen (Periphysen) ausgekleidet. Die Paraphysen verschleimen oft früh¬ zeitig, auch die Schläuche werden in einigen Fällen bald aufgelöst; sic stehen sehr oft nicht bloß am Grunde des Peritheciums, sondern auch an den seitlichen Wänden. Eine scharfe Trennung gegenüber den angiokarpen Flechten ist allerdings nicht vorhanden, manche Pyrenopsidaceen und die Gattungen Pertusaria, Thelocarpon scheinen eher zu den kernfrüchtigen Flechten zu gehören; eine genaue Untersuchung an hinreichend dünnen Schnitten durch die Fruchtkörper gibt aber zuverlässige Auskunft über die Zugehörigkeit.* Familie Mycoporaceae, Lager krustig, einförmig, epi- oder endophlöodisch, unberindet, mit Palmella- oder Chroolepus-Gonidien. Fruchtgehäuse durch unvollständige, seltener vollständige Scheidewände unregelmäßig in mehrere Kammern geteilt, mit gipfelständigen Mündungen. Gattung Mycoporum Flotow. Lager krustig, einförmig, fast homöomer, unberindet, ohne Rhizinen, mit Palmella-Gonidien. Fruchtgehäuse durch unvollständige, seltener voll¬ ständige Kammern geteilt, in der Regel mehrere Hymenien umfassend; Gehäuse kohlig, mit endständigen Poren oder mit einem unregelmäßigen Risse sich öffnend. Paraphysen zerfließend oder bleibend und dann ver- zweigt-verbunden. Schläuche mit an der Spitze verdickter Wandung, länglich oder birnförmig-ellipsoidisch, sechs- bis achtsporig. Sporen un¬ gefärbt oder schließlich schwärzlich, mauerartig vielzellig. Fulkren exo¬ basidial. Pyknokonidien länglich oder zylindrisch-länglich, gerade. Die Arten werden neuerdings, soweit sie eigenes Lager haben, in die
508 Gattung Dermatina Almqu. gestellt. Eine Anzahl Arten (z. B. ptelaeoides, crataeginum, miserrimum, populneum) sind Pilze und gehören zur Gattung Cyrtidula Minks; sie wurden hier anhangsweise kurz angeführt. Übersicht der Arten: i. Sporen n—13 p lang M. microscopicum. Sporen über 20 /z lang 2. 2. Perithecien bis 1,2 mm breit M. elabens. Perithecien 0,3—0,7 mm breit M. fuscocinereum. 1653. M. microscopicum Müll.-Arg. — Pyrenula microscopica Müll- Arg. Lager sehr dünn, oliv-graugrün, schorfig oder undeutlich. Perithecien sehr klein, kugelig, mit eingesenktem Grunde, nicht peripher erweitert, mit ganzem Scheitel, später breit krugförmig eingesunken, schwarz. Para¬ physen nicht erkennbar. Schläuche vom Grunde der Perithecien fast auf¬ recht, zylindrisch, achtspoirig, mit Jod sich goldbraun färbend. Sporen 11—13/z lang, 21/?—3mal länger als breit, ellipsoidisch-spindelförmig, an beiden Enden stumpf lieh, vier- oder seltener sechszellig, farblos oder blaß bräunlich. Schweiz: An jungen Zweigen von Juglans regia bei Veyrier am Fuß des Mont Saleve. — Bayern: München, an dünnen Zweigen von Populus tremula am Waldsaum bei Deisenhofen gegen-Dingharting; Am¬ berg, an einem fingerdicken Eichenzweig; Augsburg, an Espenzweigen im Haspelmoor. 1654. M. elabens Flöt. — Lecidea elabens Schaer. — Arthothelium Flotoiwianum Kbr. — Taf. CXVIII, Fig. 5—8. Thallus körnig-schorfig bis pulverig. Perithecien sitzend, rund, ge¬ wölbt, bis 1,2 mm breit, mit fast offener, braunschwarzer Scheibe. Hymenialgallerte mit Jod sich gelbrot, der Inhalt der Schläuche weinrot färbend. Sporen länglich, 22—36^ lang, 8—12^ dick. An Rinde von Birken und Nadelhölzern. Baden: In einem Felsen- Erklärung zu Tafel CXVHL Fig. i. Coriscium viride, Lager, nat. Gr. ,, 2. tl „ Lager, bei Lupenvergrößerung. „3. „ n Schnitt durch ein Lager, Vergr. 20. „ 4. ,, „ Teil eines Schnittes durch das Lager, Vergr. 100. „ 5. Mycoporum elabens, Lager, nat. Gr. ,, 6. „ „ Lager, bei Lupenvergrößerung. „7. „ „ Schnitt durch Lager und Perithecium, Vergr. 100. „ 8. „ „ Sporen, Vergr. looo.
509 meer des Königstuhles (Birken). — Schweiz: An Kiefernrinde bei Wechseldorn und Zürich; an Birken- und Kiefernrinde bei Riffersweil. — Bayr. Alpen: Weißtannen bei Kreuth; Föhren in der Waldung Mahdau nächst Aibling; Plansee; Moor bei Rothenbach. — Bayern: München, an einer alten Föhre über dem Isarabhange außerhalb Grünwald; Augs¬ burg, Haspelmoor. 1655. M. fuscocinereum (Zwackh.) Nyl. — Arthonia fuscocinerea Zwackh. — Arthothelium fuscocinereum Mass. Thallus grauweiß, ziemlich glatt. Perithecien 0,3 mm breit (bis 0,7 mm), hervorbrechend, sitzend, halbkugelig, dann weit geöffnet. Hypo¬ thecium farblos. Sporen keulig, 27—33 p lang, 11—14/z dick. An Rinde von Weißbuchen und Rotbuchen am Königstuhl, Geisberg und Heiligenberg bei Heidelberg. Zu den Pilzen gehören: M. miserrimum Nyl. — Cyrtidula miserrima Minks. — ? Arthopyrenia Quercus Mass. Lager dünn, ergossen, seidenglänzend. Perithecien gewöhnlich dicht gehäuft, sehr selten einzeln, rund oder elliptisch, schwarz. Schläuche kugelig erweitert, am Grunde verschmälert. Sporen länglich oder ellipsoi¬ disch oder breit keilförmig, mehrzellig, fast farblos, 16/z lang, 9/z breit. M. populnellum Nyl. — Cyrtidula populnella Minks. Lager fehlend oder durch einen ausgebreiteten grauen Fleck an¬ gedeutet. Apothecien schwarz, matt, verrucarienartig, ziemlich gedrängt, sehr klein (0,05—0,9 mim). Sporen zu 8, eiförmig, zweizeilig, farblos, 9—11 p lang, 3—4 p dick, in sackförmigen, fast gallertigen Schläuchen. Paraphysen fehlen. M. crataeginum (Minks) Arn. — Cyrtidula crataegina Minks. Lager weit ergossen, grau. Perithecien einzeln, zerstreut, elliptisch- oder rundlich-unförmlich, schwarz. Schläuche fast kugelig. Sporen keil¬ förmig, vierzellig, mit ungleich großen Zellen, 16 p lang, 8^1 breit. M. ptelaeoides (Ach.) Nyl. — Verrucaria punctiformis ß ptelaeoides Ach. — Cyrtidula ptelaeoides Minks. Lager begrenzt oder kaum ausgebreitet, selten durch einen schwärz¬ lichen Flecken angedeutet. Perithecien gedrängt, kreisrund oder ellipsoi¬ disch, gewölbt, im Umfang verflacht, zuletzt zusammengesunken, schwarz. Sporen in länglichen, am Scheitel verschmälerten Schläuchen, keilförmig oder länglich, mehrteilig, 20 p lang, 9 p breit.
510 Familie Pyrenidiaceae, Lager häutig, krustig-schuppig, kleinlappig oder blätterig, homöo- merisch oder geschichtet, mit Nostoc-, Scytonema- oder Sirosiphon- Gonidien. Perithecien einfach, gerade. Übersicht der Gattungen: Lager ohne paraplektenchymatische Rinde Eolichen. Lager mit paraplektenchymatischer Rinde Coriscium. Gattung Eolichen ZukaL Lager rundlich, gallertig, häutig, homöomerisch, mit der ganzen Fläche der Unterlage aufgewachsen, mit leptothrixartig gegliederten Hyphen und Sirosiphon- oder Scytonema-Gonidien. Perithecien einfach, gerade, dem Lager aufsitzend. Fruchtkern ohne Hymenialgonidien; eigenes Gehäuse kugelig, braunrot, häutig, mit pseudoparenchymatischer Wandung und mit punktförmiger Mündung. Paraphysen fehlen. Schläuche keulig, achtsporig. Sporen spindelförmig, zweizeilig, farblos. Behälter der Pykno¬ konidien kugelig, drei- bis viermal kleiner als die Perithecien; Sterigmen einfach und kurz; Pyknokonidien exobasidial, kurz stäbchenförmig. Ob die drei von Zukai beschriebenen Arten wirklich Flechten sind oder auf Algen parasitierende Pilze, ist noch sehr zweifelhaft. (Zukai, Flechtenstudien. Denkschr. d. math.-naturw. Kl. d. Kaiserl, Akad. d. Wissensch., Bd. 48, 1884, p. 276.) 1656. E. Heppii Zukai. Sporen spindelförmig, farblos, zweizeilig, 4,2 p lang, 2,1 p breit. Nähralge Sirosiphon Heppii. Auf Felsen an sonnigen Stellen. Bisamberg bei Wien. 1657. E. compactus Zukai. Sporen unbekannt. Nähralge Sirosiphon compactus. Auf Steinen nächst der Knödelhütte bei Wien. 1658. E. clavatus Zukai. Nur Spermogonien bekannt. Nähralge Scytonema clavatum. Am oberen Wasserfall bei Lilienfeld in Niederösterreich. Gattung Coriscium Wainio. Lager kleinblätterig, oberseits pseudoparenchymatisch berindet, unten unberindet, ohne Rhizinen und mit den Hyphen der breiten, gonidien- losen Markschicht der Unterlage aufliegend, mit gelbgrünen Polycoccus- Gonidien. Perithecien unbekannt.
511 IÖ59- C. viride (Ach.) Wainio. — Verrucaria laetevirens Borr. — Normandina viridis Th. Fr. — Endocarpon viride Ach. — Lenormandia viridis Del. — L. laetevirens Jatta. — Taf. CXVIII, Fig. i—4. Lager kleinblätterig, knorpelig-häutig, anfangs kreisrund, ungeteilt, später buchtig-lappig, glatt, fettschimmernd, freudig grün oder apfelgrün, mit aufgebogenen weißen Rändern, unten weiß oder grünlichweiß mit ver¬ einzelten kurzen Fasern, 1—3 mm groß, meist in dicht gedrängten. Massen wachsend. Von den sehr ähnlichen Cladonienschuppen unterscheidbar durch eigentümlichen Fettglanz, die zierliche weiße Berandung jeder Schuppe und durch deren zentrale Anheftung. Auf nackter Erde, über alten Moosen und Pflanzenresten an schattigen, feuchten Stellen. Tirol: Stanzertal, Verwalltal, Malfontal, Mittelberg, Finstertal, Kühetai usw.; Roßkogel; Predazzo, Mulatto, Margola; Pane¬ veggio, zwischen Giuribell und Rolle; Pinzolo, Cornoalto. — Nieder¬ österreich: Auf Humus und über abgestorbenen Moosen auf dem Gipfel des Ötschers, am „Rauhen Kamm“. — Schweiz. — Böhmer- wald. — Baden: Feldberg. — Nordwestdeutsche Tiefebene: Kaihauser Moor; Ostermoor; Portsloger Moor und an mehreren anderen Stellen in Mooren. — Rügen: Stübnitz, gemein. — Schlesien: Im Riesengebirge anscheinend verbreitet, Kleine Schneegrube, Dreisteine, Riesenbaude, Schneekoppe. — Böhmen: Aschendorf und Rehdörfel. Familie Trypetheliaceae. Lager krustig, eiförmig, epi- oder endophlöodisch unberindet oder oberseits mit amorpher, nie pseudoparenchymatischer Rinde, mit Chroo¬ lepus-Gonidien. Perithecien zu mehreren (ausnahmsweise nur 1—2) in einem Stroma sitzend, jedes der aufrechten Perithecien mit eigener, gipfel¬ ständiger, senkrecht verlaufender Mündung. Pyknokonidien exobasidial. Übersicht der Gattungen: Sporenfächer zylindrisch-würfelförmig Tomasellia. Sporenfächer kugelig-linsenförmig Melanotheca, Gattung Tomasellia MassaL Lager krustig, einförmig, epi- oder endophlöodisch, unberindet, mit Chroolepus-Gonidien. Stroma mehr-, seltener einfrüchtig. Perithecien mit kegeligem, halbkugeligem oder kugeligem, schwarzem, eigenem Gehäuse, mit gipfelständiger, wagerechter Mündung. Paraphysen verzweigt und netzartig verbunden. Schläuche zwei- bis achtsporig. Sporen oval, länglich-
512 ellipsoidisch bis nadelförmig oder fädig, parallel zwei- bis sechzehnzellig, mit zylindrischen Sporen fächern, farblos. Übersicht der Arten: i. Sporen 7—9 /z lang arthonioides. Sporen über 17 p lang 2. 2. An Rinde T. Leightonii. An Gestein 3. 3. Sporen im oberen Teil dicker, im unteren mitunter etwas zugespitzt T. acervulans. Sporen in der Mitte leicht eingeschnürt, an beiden Enden nicht selten etwas spitz T. glomerosula. 1660. T. arthonioides Mass. — Arthopyrenia arthonioides Mass. — Melanotheca arthonioides Nyl. Thallus durch blasse, schwarz umrandete Flecken angezeigt. Perithecien zu 3—12 in einem kleinen, fast kegeligen, am Scheitel niedergedrückt, zu- sammenfließend. Paraphysen gebogen, frei. Sporen klein, zu 8, farblos oder blaß bräunlich, eilipsoidisch-keilförmig, zwei- bis vierzellig, mit un¬ gleich großen Zellen, 7—9 p lang, 3—4 p dick. An Rinde von Fraxinus Ornus, in Italien auch an Fagus. Tirol: Um Meran sehr gemein; Jenesien, an verschiedenen Stellen verbreitet und zum Teil gemein. 1661. T. Leightonii Mass. — Melanotheca gelatinosa (Chev.) Nyl. — Arthonia gelatinosa Chev. — Taf. CXIX, Fig. 1—5. Lager kaum erkennbar, blasse oder bräunliche Flecken auf der Rinde bildend, gewöhnlich im Umfang durch eine dunkle Linie begrenzt. Peri¬ thecien zu mehreren in einem rundlichen, flachen oder gewölbten Stroma, welches durch die Mündungen wie punktiert erscheint. Perithecienwand bräunlich oder fast farblos, am Grunde nicht deutlich. Paraphysen un¬ deutlich'. Schläuche aufgeblasen, verkehrt birnförmig. Sporen länglich- ellipsoidisch bis keilförmig, an den Enden stumpf, vierzellig, farblos, 18 bis 27 p lang, 7—10^ breit. Mit Jod wird die Hymenialgallerte gar nicht, die Schläuche gelbrot gefärbt. An glatter Rinde von Erlen und Haselnüssen. Nord Westdeutsch¬ land: An jungen Erlen im Vareler Busch; an Corylus in Eschhorn bei Edewecht und in Rottforde bei Linswege; in Brook bei Linswege an Erlen. — Westfalen: Kölsche Brock bei Bielefeld; Höxter (auch an Eichen und Linden); Münster. — Baden: Heidelberg, an Corylus im Felsenmeer über dem Wolfsbrunnen und im Schloßgarten. — Ost¬
513 preußen: Ibenhorst, Karthaus, Park Warnicken, Wiskiauter Wäldchen, überall an Corylus, z. T. auch« an Ainus. 1662. T. acervulans (Nyl.). — Melanotheca acervulans Nyl. Thallus fast fehlend, durch einen weißlichen Flecken angezeigt. Peri¬ thecien klein, schwarz, zu mehreren gedrängt und kleine Köpfchen oder Häufchen, die über das Gestein zerstreut sind, bildend, verrucarienartig. Paraphysen dünn, fast undeutlich. Sporen farblos, mit einer Querwand, länglich, mit dickerem oberem Teil, im unteren mitunter etwas zugespitzt, 17—19 p lang, 6 p, breit, in länglichen Schläuchen zu 8, ein- und zwei¬ reihig. Sehr selten an Kalk. Fränk. Jura: An umherliegenden Kalksteinen im lichten Buchenwalde oberhalb Weserzell bei Eichstätt. — Thüringen: Kleinbreitenbach gegen die Halskappe auf Muschelkalkschiefer. 1663. T. glomerosula (Arn.). — Melanotheca glomerosula Arn. — Taf. CXXI C, Fig. 2. Thallus fast fehlend. Perithecien klein, fast kugelig, hervortretend, schwarz, nicht selten gehäuft oder fast herdenweise gedrängt, mit ganzer, schwarzer Wand. Hymenium mit Jod rotgelb werdend. Paraphysen un¬ deutlich. Sporen farblos, mit einer Querwand, in der Mitte leicht ein¬ geschnürt, an beiden Enden nicht selten etwas spitz, 18—20 p lang, 6—8 p breit, zu acht in länglichen Schläuchen. Nach der Beschreibung von T. acervulans kaum zu trennen. Tirol: An umherliegenden Dolomitsteinen des Berges Mulaz, östlich von Paneveggio. Gattung Melanotheca (Fee.) MülL-Arg. Lager kräftig, einförmig, epi- oder endophlöodisch, unberindet, mit Chroolepus-Gonidien. Stroma normal mehr-, ausnahmsweise einfrüchtig, im Umfange unregelmäßig, rund oder in die Länge gezogen, so daß die Perithecien fast reihenweise angeordnet erscheinen, konvex oder flach, mit Erklärung zu Tafel CXIX. Fig. i. Tomasellia Leightoni, Lager, auf Fraxinus Ornus, nat, Gr. h 2. „ ,, Lager, Lupenvergrößerung. h 3. „ ,r Schnitt durch Perithecien, Vergr. 100. h 4. „ „ Schlauch, Vergr. 500. n 5- »> »» Sporen, Vergr. 1000. ,, 6. Melanotheca diffusa, Lager, nat. Gr. i> 7- „ „ Lager, Lupenvergrößerung. »1 8. ,, n Schnitt durch Perithecien, Vergr. 100. 1» 9- » „ Sporen, Vergr. 1000. Thome-Migulu, Flechten. II. (Flora XII, 2.) 33
514 kugeligem bis ovalem, eigenem, schwarzem Gehäuse und mit grader, punkt¬ förmiger Mündung. Paraphysen einfach und frei oder verzweigt und netz¬ artig verbunden. Schläuche normal achtsporig. Sporen ellipsoidisch bis spindelförmig, parallel zwei- bis mehrzellig, mit kugelig-linsenförmigen Fächern, braun bis schwärzlich. Pyknokonidien. fädig-zylindrisch, ge¬ krümmt; Konidienträger einfach. 1664. M. diffusa Leight. — Taf. CXIX, Fig. 6—9. Thallus ausgebreitete gräuliche Flecken bildend. Perithecien zu mehreren in unregelmäßig runden oder länglichen Stromata; Perithecien- wand farblos. Paraphysen dick, rasch vergänglich. Sporen linear-länglich, rauchbraun, mit einer Querwand, leicht eingeschnürt, 22 bis 26 lang, etwa 5 p dick. An der Rinde junger Bäume, sehr selten. Nach Lahm in der Eifel. 1665. M. subpunctata Nyl. Lager fast fehlend. Apothecien schwarz, lezideinisch, polsterförmig, etwa 0,5 mm breit, oben einmal oder einige Male etwas eingedrückt, unter¬ seits farblos. Schläuche länglich-sackförmig. Sporen zu 8, farblos, ei¬ förmig, mit zarter Querwand, 15—19 mm lang, 7—9 p breit. Paraphysen spärlich, schlank. Jod färbt das Plasma der Schläuche und Sporen braunrot. An Kalksteinen. Ungarn bei Aroa. Familie Pyrenulaceae, Lager krustig, einförmig, epi- oder endophlöodisch, unberindet, ohne Rhizinen, mit Chroolepus-Gonidien. Perithecien einzeln oder zusanimen- fließend (jedoch ohne Stromabildung), aufrecht, mit gipfelständiger, ver¬ tikal verlaufender Mündung. Pyknokonidien exobasidial. Erklärung zu Tafel CXX. Fig. i. Microthelia micula, Lager, nat. Gr. „ 2. „ „ Lager, Lupenvergrößerung. „3. ,, „ Schnitt durch Lager und Perithecium, Verg. 100. ,, 4. „ ,, Schlauch mit Paraphysen, Vergr. 500. „ 5. „ „ Sporen, Vergr. 1000. „ 6. „ betulina, Lager, nat. Gr. „7. „ „ Lager, Lupenvergrößerung. „ 8. „ „ Perithecium von oben, Vergr. 200. „ 9. ,, ,, Sporen (aus Westfalen), Vergr. 1000. „ 10. „ „ Sporen (aus Oldenburg) Vergr. 1000. „II. „ marmorata, Lager, nat. Gr. „ 12. „ „ Lager, Lupenvergrößerung.
515 Übersicht der Gattungen: I. Schläuche ein- bis achtsporig 2. Schläuche vielsporig Thelopsis. 2. Sporen parallel mehrzellig 3. Sporen mauerartig vielzellig 9. 3. Sporen farblos 4. Sporen braun 7. 4. Paraphysen verzweigt und netzartig verbunden 5. Paraphysen einfach, nicht netzartig 6. 5. Sporen eiförmig bis länglich Arthopyrenia. Sporen nadelförmig Leptorhaphis. 6. Schläuche bald zerfließend Belonia. Schläuche ausdauernd Porina. 7. Sporenfächer linsenförmig oder fast kugelig Pyrenula. Sporenfächer zylindrisch oder fast kubisch 8. 8. Sporen zwei- bis sechszellig Microthelia. Sporen sechs- bis zehnzellig Blastodesmia. 9. Paraphysen verzweigt, netzartig verbunden Polyblastiopsis. Paraphysen nicht verzweigt, frei Clathroporina. Gattung Thelopsis Nyl. Lager krustig, einförmig, unberindet, ohne deutliches Vorlager, mit Chroolepus-Gonidien. Perithecien sitzend, vom Lager umkleidet, mit freiem Scheitel oder gänzlich in Lagerwarzen eingesenkt, mit weichem, wachsartigem, in der Regel hell gefärbtem', seltener schwarzem, fast kugeligem, eigenem Gehäuse, mit punktförmiger, gerader Mündung. Peri- physen fädig, zart. Paraphysen fädig, unverzweigt, frei, straff, mitunter mehr oder weniger gebogen, bleibend, zart, septiert. Schläuche länglich bis spindelförmig-zylindrisch, vielsporig. Sporen ellipsoidisch bis länglich, normal zwei- bis vierzellig, ausnahmsweise einzellig. Ubersichtder Arten: 1. Sporen einzellig Th. flaveola. Sporen vierzellig 2. 2. Hymenium durch Jod weinrot gefärbt Th. rubella. Hymenium mit Jod blau, dann dunkelviolett gefärbt Th. melathelia. 1666. Th. flaveola Arnold. Thallus ziemlich zart, grünlich, mit kettenförmig aneinandergereihten, 18—20 p langen, 12^ breiten Chryso-Gonidien. Perithecien blaß gelblich, klein, etwas kegelig-gewölbt oder gewölbt, die jüngeren am Scheitel leicht 33*
516 eingedrückt, durchbohrt. Hymenium mit Jod sich rot färbend. Paraphysen haarförmig, am Scheitel nicht verdickt. Schläuche vielsporig. Sporen ein¬ zellig, oval, nicht selten mit einem Öltropfen, 5—7 /z lang, 4 dick. Tirol: An der Unterfläche der Stämmchen von Salix retusa oberhalb der Matreier Grube (Waldrast) und auf Rhododendron hirsutum. 1667. Th. rubella Nyl. — Sychnogonia Bayerhofferi Zw. — Pyrenula rubella Hepp. — Segestrella Bayerhofferi Zwackh, — Pyrenula Bayer¬ hofferi Hepp. — Taf. CXXV, Fig. 6—10. Thallus unterrindig, ergossen, unbestimmt begrenzt, etwas häutig, gräulichgrün oder bleifarben, oft ungleichmäßig kleinwarzig oder in einzelne Körnchen sich auflösend. Perithecien blaß rötlich bis schwärzlich-braun, am Grunde mit farbloser Wandung, anfangs eingewachsen, bald oberfläch¬ lich, kugelig, mit deutlich durchbohrter, papillenförmiger Mündung. Schläuche vielsporig (100 und mehr); Paraphysen dünn, septiert. Hyme¬ nium mit Jod sich weinrot färbend. Sporen ellipsoidisch, klein, vierzellig, 1 o— 17 p lang, 4—8 dick. An Rinde von Laubhölzern, selten. N iederösterreich: Auf dem Stamme einer alten Buche auf dem Mariahilfer Berge bei Gutenstein. — Schweiz: Bei Riffersweil und Gossau an Fagus und Carpinus. — Baden: Im Sailenwäldchen bei Karlsruhe, an Buchen; um Heidelberg, Neuenheim, Handschuchsheim, an Buchen, Eichen, Pappeln, Linden, Kastanien. — Württemberg. — Westfalen: Alte Buchen des Wol- becker Tiergartens; an Eichen in der Nähe von Büren; an Rotbuchen des Ringelsteiner Waldes; an Eichen, im Bagno zu Burgsteinfurt; bei Höxter an Carpinus. 1668. Th. melathelia Nyl. — Verrucaria melathelia Leight. Thallus fast fehlend. Perithecien schwarz, vor ragend, etwas unregel¬ mäßig gerunzelt, mit vollständiger schwärzlicher oder rötlicher Wandung. Paraphysen dünn, deutlich. Schläuche vielsporig. Sporen ellipsoidisch oder länglich, vierzellig, 14—18 /z. lang, 4—7 p dick. Hymenialgallerte mit Jod sich bläuend, dann dunkelviolett färbend. Ülx?r Moosen und abgestorbenen Pflanzenresten in den Alpen, sehr zerstreut. Tirol: Stanzertal, Almejurjoch; Waldrast, über dem Tal der Ochsenalm; über der Matreier Grube; auf dem Blaser, Brenner, Berg¬ schneiden; Vennatal; Kleiner Rettenstein, Gipfel; Ampezzo; Zumelles; Gröden, bei der Ladiniahütte; Ferraraalpe; Paneveggio; Vineghie. — Schweiz: M. Braulio, sehr selten. — Allgäuer Alpen: Über Moosen auf dem Besler.
517 Gattung Arthopyrenia (Mass.) Müll.-Arg. Lager krustig, einförmig, dünn, unberindet, zumeist homöomerisch, hvpo- oder endophlöodisch, mit in der Regel undeutlichem Vorlager und mit Chroolepus-Gonidien. Perithecien einfach, sitzend oder eingesenkt, mitunter zusammenfließend, mit kugligem oder halbkugligem, kornartigem, schwarzem, eigenem Gehäuse, mit gerader, vertikaler, punktförmiger Mün¬ dung. Hymeniialgonidien fehlen. Paraphysen verzweigt, miteinander ver¬ bunden, bleibend oder schleimig zerfließend. Schläuche in der Regel acht¬ sporig. Sporen keilförmig, oval bis länglich, mit mehr oder weniger stump¬ fen Enden, parallel zwei- bis sechszellig, mit zylindrischen Fächern, un¬ gefärbt. Konzeptakel der Pyknokonidien klein, kugelig, dunkel. Basidien einfach; Pyknokonidien stäbchenförmig oder zylindrisch, gerade, selten elliptisch bis eiförmig (A. mar inula). Stylosporen an kurzen, kräftigen Basidien, länglich, an beiden Enden abgerundet, in der Mitte eingeschnürt, zweizeilig. Übersicht der Arten: i. Paraphysen bleibend, zart, netzartig anastomosierend. Sporen zwei¬ zeilig, Zellen gleich groß (Subg. Acrocordia) 2. Paraphysen meist undeutlich, nicht netzartig, meist frühzeitig ver¬ schleimend. Sporen zwei- bis mehrzellig, in der Mitte oft ein¬ geschnürt, oft keilförmig mit größerer oberer Zelle (Subg. Euartho- pyrenia) 9. 2. An Gestein 3. An Rinde 5. 3. Lager grünlichbraun A. niacrospora. Lager weißlich oder gräulich 4. 4. Perithecienwand halbiert A. epipolaea. Perithecienwand ganz A. tichothecioides. 5. Sporen über 18/4 lang 6. Sporen unter 18/4 lang 7. 6. Sporen an den Enden gerundet A. gemmata. Sporen an den Enden spitz ausgezogen A. macrocarpa. 7. Sporen an den Enden spitz zulaufend A. biformis. Sporen an den Enden gerundet 8. 8. Perithecien 0,3—0,4 mm breit A. sphaeroides. Perithecien 0,18—0,25 mm breit A. Arnoldi. 9. Sporen stets nur zweizeilig 10. Sporen zwei- bis mehrzellig 38.
518 io. An Gestein n. An Baumrinde 17. 11. Lager hellfarbig oder durchscheinend 12. Lager dunkelfarbig 14. 12. Lager blaß pfirsichblütrot A. spectabilis. Lager anders gefärbt 13. 13. Am Meeresstrande A. leptotera. Im Binnenlande A. saxicola. 14. Am Meeresstrande A. Kelpii. Im Binnenlande 15. 15. Sporen 18—22^ lang A. atricolor. Sporen 8—12^ lang 16. 16. Perithecien zerstreut A. Lomnitzensis. Perithecien in Gruppen A. socialis. 17. Sporen bis 14^ lang 18. Sporen durchschnittlich über 15/z lang 22. 18. Lager dunkelgrau bis schwärzlich 19. Läger weißlich oder hellgrau 20. 19. Lager dunkelgrau oder grauschwärzlich, Sporen 12—15 p lang A. grisea. Lager rauchgraubraun, Sporen 10—13 p lang A. minutissima. 20. Perithecien 0,5 mm breit A. Neesii. Perithecien 0,1—0,2 mm breit 21. 21. Perithecien zerstreut, Sporen keilförmig A. globularis. Perithecien oft zu 3—4 zusammenfließend, Sporen eiförmig A. cinereo- pruinosa. 22. Sporen bis 2g p lang 23. Sporen durchschnittlich über 30 p lang 37. 23. Lager hellfarbig oder nicht erkennbar 24. Lager dunkel, 30. 24. Lager äußerlich nicht wahrnehmbar 25. Lager äußerlich wahrnehmbar 26. 25. Perithecien zerstreut A. stenospora. Perithecien oft zu 2—3 genähert A. Rododendri. 26. Sporen 7—10 p dick A. buxicola. Sporen 4—7 p dick 27. 27. Lager spinnwebartig aschgrau-weißlich, durch ein schwarzes Vorlager begrenzt A. Fraxini. Lager anders gestaltet 28.
519 28. An Pinus Cetnbra A. subconfluens. An Laubhölzern 29. 29. Lager ausgebreitet, mehlstaubig A. vratlslaviensis. Lager undeutlich fleckenartig A. ilicicola. 30. Sporen bis 3,5 p dick A. microspila. Sporen über 3,5^ dick 31. 31. Sporen bis 7 p dick 32. Sporen 7—9 p dick A. fallax. 32. Sporen in der Mitte deutlich eingeschnürt 33. Sporen in der Mitte nicht oder kaum eingeschnürt 35. 33. Sporen 4—5 p dick A. rhypontella. Sporen 5—7 p dick 34. 34. Paraphysen undeutlich A. analepta. Paraphysen deutlich A. analeptella. 35. Sparen 13—18 p lang A. ariae. Sporen über 18/4 lang 36. 36. Perithecien 0,1 mm breit, ahgeflacht halbkugelig, angedrückt bis halb eingesenkt A. Laburni. Perithecien 0,1—0,2 mm breit, gewölbt bis kegelig, halb eingesenkt, zuletzt fast oberflächlich A. punetüformis. 37. Schläuche verlängert ellipsoidisch A. stigmatella. Schläuche unten breiter, nach oben unregelmäßig verjüngt A. ante¬ cellens. 38. An Gestein A. inconspicua. An Rinde 39. 39. Sporen zwei- bis vierzellig 40. Sporen mehr als vierzellig 48. 40. Lager fehlend oder weißlich 41. Lager anders gefärbt 43. Erklärung zu Tafel CXXI. Fig. 1. Arthopyrcnia biformis v. dealbata, Lager, nat. Gr. „ 2. „ „ „ „ Lager, Lupenvergrößerung. B 3. „ „ Schnitt durch Lager und Perithccium, Vergr. 100. n 4. ,, 1, Schlauch, Vergr. 500. » 5. „ „ Sporen, Vergr. 1000. h 6. „ Kclpii, Lager, nat. Gr. M 7. ,, 1, Lager, Lupenvergrößerung. m 8. „ „ Schnitt durch Lager und Perithccium, Vergr. 100. » 9. ,, „ Schlauch, Vergr. 500. n 10. „ ,, Sporen, Vergr. 1000. » 11. ,, punctiformis, Schnitt durch Lager und Perithccium, Vergr. 100.
520 4i. Lager nicht erkennbar an Myrica A. Myricae. Lager deutlich, weiß oder weißlich, an anderen Holzgewächsen 42. 42. Sporen 14—18^ lang A. bohemica. Sporen 22—29 p lang A. subalbicans. 43. Perithecien ziemlich groß A. lapponica. Perithecien klein, 0,1—0,2 mm breit 44. 44. Lager dunkelgrau oder schwärzlich A. rhyponta. Lager anders gefärbt 45. 45. Sporen 3—4 p dick A. Padi. Sporen 4—8 dick 46. 46. Lager gelblich oder blaß rötlichbraun A. submicans. Lager anders gefärbt 47. 47. Perithecien hervorbrechend, rundlich-ellipsoidisch A. cerasi. Perithecien kaum vorragend, halbkugelig A. cinerascens. 48. Sporen 4 p breit A. paracapnoides. Sporen 8—11 p breit A. platypyrenia. 1669. A. macrospora (Mass.). — Acrocordia macrospora Mass. — Verrucaria conoidea var. subsquammacea Garov. et Gib. Thallus weinsteinartig-ergossen, etwas gallertig-häutig, im Alter un¬ deutlich, schmutzig grünlich-erdbraun, zusammenhängend. Perithecien groß, kegelig, vortretend, schwarz. Sporen eiförmig, mit einer Querwand, an beiden Enden abgerundet, ziemlich groß, 18—25 p lang, 9—12 p breit. Litorale: An Sandsteinfelsen bei Triest. 1670. A. epipo-laea (Borr.). — A. conoidea A. Zahlbr. — Verrucaria epipolaea Borr. — V. conoidea Fr. — Thclidium conoideum Mudd. — Acrocordia epipolaea A. L. Sm. — Acrocordia conoidea Kbr. — Taf. CXXI B, Fig. 8, 9. Thallus gräulich oder weißlich, mitunter leicht rosa gefärbt, weinstein- artig oder pulverig, sehr dünn, mitunter fehlend. Perithecien dunkel braun¬ schwarz, mitunter teilweise bereift, meist groß, aber mit kleineren ge¬ mischt, kegelig oder halbkugelig, leicht eingesenkt, am Grunde sich, ver¬ breiternd, mit glänzender, papillenförmiger Mündung. Perithecien wand halbiert. Paraphysen zahlreich, dünn. Schläuche zylindrisch. Sporen läng¬ lich oder breit ellipsoidisch, zweizeilig, 15—23 p lang, 7—9p dick. Auf Kalk und kalkhaltigem Gestein im Gebirge, sehr zerstreut. Tirol: Paganella, auf Kalk. — Fränk. Jura: Kalkwand unweit Hezelsdorf; Zwecklesgraben bei Müggendorf; zerstreut von Müggendorf bis Eichstätt und Regensburg usw. — Westfalen: Schattenseite an den Felspartien des Ith; Leitmarsche Klippen; Kalkfelsen im Hönnetal. —
521 Thüringen: Pabstfelsen bei Watzdorf; Wartberg und Hoher Stein bei Tal; Jena. — Sachsen: In der Gegend von Maxen. — Schlesien: Richterkoppe bei Ullersdorf-Glatz. — Schwaben: Hüting. f. carnea Arn. Perithecien fast blaß fleischfarben, Gehäuse weißlich. Mit der Stammform an einer Kalkfelsenwand in der Schlucht des Zwecklesgrabens bei Müggendorf im Fränk. Jura. f. cuprea (Mass.) Anzi. — Acr. Garovaglii f. c. Mass. Austr. inf., an Dolomitfelscn am Wege zwischen Helenental und Siegenfeld. 1671. A. tichothecioides Arn. — Taf. CXXI B, Fig. 1. Lager dünn, blaß, grau, mitunter leicht von helleren Linien durch¬ zogen. Apothecien sehr klein, eingesenkt, Wandung fast ganz, durch KOH nicht verändert. Paraphysen undeutlich fadenförmig, durch Jod gebräunt, aber nicht selten wird das ganze Hymenium gebläut. Sporen zweizeilig, an einem Ende oft stärker abgerundet als am anderen, farblos, im Alter nicht selten bräunlich, meist mit 2—3 Öltropfen, 18—30 p, lang, 9—12/z dick, zu 8 im Schlauch. Tirol: Waldrast, an öfter vom Wasser bedeckten Kalksteinen im Quell wasser der Ochsenahn; Obernberg, hier und da an Kalkblöcken bei den Seen (hier die Perithecien auch parasitisch auf der Thalluskruste von Thelidium decipiens) ; Schiern, auf Tschapi.th unweit der Prosliner Schwaig; Cadine, auf Kalk; Marocche bei Drö; Pönale bei Riva; am alten Wege von Arco nach Nago; Nago; am Abhange oberhalb Torbole; Slavini di S. Marco bei Mori. — Thüringen: Sommerleite bei Branchewinda, auf Muschel¬ kalkplättchen. var. vicina Arn. — Taf. CXXI C, Fig. 1. Thallus sehr zart, wenn zu dieser Art gehörig, grünlich oder fast fehlend. Perithecien schwarz, sehr klein. Hymenium mit Jod gelbrot Erklärung zu Tafel CXXI B. Fig. ]. Arthopyrcnia tichothccioides, 4 Sporen nach Arnold. „ 2. „ spectabilis, Schlauch nach Müll.-Arg., Vergr. 500 „ 3. „ ,, Sporen nach Müll.-Arg., Vergr. 1000. „ 4. ,, socialis, Schlauch nach Arnold. „ 5. „ ,, Sporen nach Arnold. „ 6. „ gemmata, Schlauch, Vergr. 500. „7. „ „ Sporen, Vergr. 1000. „ 8. „ cpipolaea, Schlauch, Vergr. 500. „ 9. „ „ Sporen, Vergr. 1000. „ 10. „ rhyponta, Sporen, Vergr. iooo- „11. „ Cerasi, Schlauch, Vergr. 500. „ 12. „ „ Sporen, Vergr. 1000.
522 werdend. Paraphysen fehlen. Sporen zu 8 im Ascus, zart, zweizeilig, 18^ lang, 3 /z breit. Selten, an Kalksteingeröll unter den Serloswänden, Waldrast in Tirol. 1672. A. gemmata (Ach.) Müll.-Arg. — Lichen gemmatus Ach. — Verrucaria gemmata Ach. — Thelidium gemmatum Mudd. — Acrocordia gemmata Kbr. — Taf. CXXIB, Fig. 6, 7. Lager weiß oder grauweiß, dünn, schorfig oder häutig, oft unschein¬ bar und kaum zu erkennen. Perithecien kräftig, stark halbkugelig gewölbt, schwarz, mit feiner Mündung, die bisweilen grau berandet ist. Sporen breit ellipsoidisch mit gerundeten Enden, starker Membran und breiter Querwand, 18—24 lang, 10—12^ dick. Pyknokonidien (auch für sich gesondert auftretend) stäbchenförmig, zart, 3 p lang, 0,5—1 p breit. Auf der Rinde von Laubbäumen, besonders Eichen, Buchen, Linden, durch das ganze Gebiet zerstreut, in den Alpen selten, z. B. Bozen in Tirol, an Eichen in Haslach. — Steiermark: Liebnitz; Rein. — N iederösterreich: An Eschen im Harlandtale bei St. Pölten; bei Rabenstein; an der Gemeindealpe am Erlaufsee. — Schweiz. — Mün¬ chen. — Unterfranken. — Augsburg. — Fränk. Jura. — Baden. — Hessen. — Westfalen: Häufig. — Thüringen. — Brandenburg. — Sachsen: Verbreitet. — Harz. — Schlesien.— Erzgebirge. — Nordwestdeutsche Tiefebene. — Rügen. — Ostpreußen. 1673. A. macrocarpa (Hampe). — Acrocordia macrocarpa Hampe. Lager ausgebreitet, sehr dünn, spinnwebartig-häutig, weißlich, ohne deutliches Vorlager. Apothecien ziemlich groß, halbkugelig oder fast kugelig, schwarz, sitzend, zuletzt mit einfacher Mündung. Schläuche schmal keulig-spindelförmig, selten zylindrisch. Sporen meist zu 6, selten zu 8, auffallend groß, vier- bis sechsmal so lang wie breit, an beiden Enden spitz ausgezogen, schmal nachenförmig, ungleich zweizeilig mit schmaler Querwand, stark ölhaltig, bisweilen gekrümmt. Paraphysen vorhanden, aber schwer erkennbar. Schweiz: An entblößten Wurzeln von Populus italica an den Ufern der Arve. — Harz: An entblößten Buchenwurzeln bei Blankenburg. — Westfalen: Weinberg bei Höxter. 1674. A. biformis (Borr.) Müll.-Arg. — Verrucaria biformis Borr. — Acrocordia biformis Stein. — Segestrella biformis Deichm. — Acrocordia polycarpa Kbr. — Pyrenula polycarpa Hepp. — Taf. CXXI, Fig. 1— 5- Lager dünn, schorfig, grauweiß, manchmal fehlend. Perthecien be¬ deutend kleiner als bei A. gemmata, zahlreich, schwarz, halbkugelig, mit
523 eingedrückter Mündung. Schläuche schmal keulig. Sporen ellipsoidisch, an den Enden spitz zulaufend, mit deutlicher Querwand, 12—16 p lang, - 6 p dick. Häufig von Pykniden begleitet, die auch für sich gesondert auftreten. Pyknokonidien nach Sandstede länglich, 3—4^ lang, 0,5—ip dick, daneben auch eine andere Form, eiförmige, 3/4 lang, 2—2,5 p dick. In Nord Westdeutschland häufig, im Osten (Schlesien, Ostpreußen) zerstreut, in Mitteldeutschland noch nicht aufgefunden. An Laubbäumen, selbst an Efeu. — Westfalen. — Rügen. f. dealbata Lahm. Lager kreideweiß, von schwarzen Vorlagerlinien umsäumt. An verschiedenen Laubbäumen: Eschen in den ammerländischen Waldungen, an Pflaumen- und Birnbäumen in Zwischenahn, an einer Weide in Aschhausen. — Westfalen. — Rügen. — Ostpreußen. 1675. A. sphaeroides (Wallr.) A. Zahlbr. — Acrocordia tersa Kbr. Lager ergossen, sehr dünn, häutig-schorfig, oft kaum erkennbar, zu¬ weilen rissig zerteilt, weißlich, auf undeutlichem Vorlager. Perithecien klein, 0,3—0,4 mm breit, sitzend, schwarz, halbkugelig, mit eingedrückter, nicht sichtbar durchbohrter Mündung. Sporen rundlich-ellipsoidisch bis fast kugelig, 10—19^ lang, 6—8 p dick. An Rinden von Pappeln, Ahorn, Linden usw. weit verbreitet, aber seltener und sehr zerstreut. Bayern: München, selten an Carpinus am Waldfußwcge zwischen Baierbrunn und Ebenhausen; Augsburg, an Popu¬ lus nigra nächst dem Ablaß. — Baden: Heidelberg, Schloßgarten (Juglans), Felsenmeer des Königstuhlcs (Espen) ; an der Hilspach (Car¬ pinus).,— Westfalen: Solling bei Höxter; Tiergarten zu Wolbeck; Albersloh; Nienberge; Handorf (meist auf Carpinus). — Thüringen: An Pappeln bei Ichtershausen und Arnstadt. — Sachsen: Dresdener Heide; Keppgrund bei Pillnitz; um Leipzig, Chemnitz, Altenburg. — Böhmen: Turner Park bei Teplitz. — Schlesien: Fürstensteiner Grund; um Sagan und Grünberg; Trebnitzer Buchenwald; Heinrichauer Park; im Oderwald bei der Lindener Fähre nach Brieg zu, an Tilia und Carpinus. — Ostpreußen: Groß-Raumer Wald; Wikiauer Wäldchen. 1676. A. Arnoldi A. Zahlbr. Thallus sehr zart, oberrindig, zusammenhängend, etwas häutig, er¬ gossen, weißlich, durch Kalilauge zuletzt schmutzig werdend, durch Chlor¬ kalk nicht verändert. Gonidien zahlreich, protococcusartig, kugelig und lebhaft grün. Apothecien zerstreut, zuerst vom Thallus bedeckt und grau, später nackt, schwarz, etwas glänzend, klein, 0,18—0,25 mm breit, halb¬ kugelig oder niedergedrückt, mit rußbraunem und halbiertem Gehäuse und
524 anfangs punktförmiger, 17—20p breiter, zuletzt mit der Lupe deutlich erkennbarer Mündung. Paraphysen deutlich, locker verzweigt-verflochten, zart, nicht septiert. Schläuche oval-länglich, am Grunde kurz, aber deutlich gestielt, 58—64 p, lang und 10—14 p, breit, am Scheitel mit verdickter Membran, vier- bis achtsporig, mit Jod weinrot-gelblich werdend. Sporen zweizeilig, ellipsoidisch oder länglich-oval, gerade oder leicht gebogen, farblos, mit fast gleich langen Zellen, in der Mitte nicht eingeschnürt, anfangs von einem ziemlich breiten Hof umgeben, 14—16 p lang, 5—8^ breit. Pykniden punktförmig, schwarz. Pyknokonidien stäbchenförmig, gerade, 3,5—4 p lang und 0,5 breit. Tirol: Bei St. Ulrich (Gröden), an Lärchenzweigen. 1677. A. spectabilis (Hepp.). — Sagedia spectabilis Hepp, in Müll.- Arg. Lieh. Geneve. — Verrucaria spectabilis Stitzenbg. — Taf. CXXIB, Fig. 2, 3. Lager etwas weinsteinartig-mehlig, etwa */2 mm dick, zusammen¬ hängend, unbegrenzt, blaß pfirsicbblütrot, daumenbreit oder etwas darüber. Perithecien verkehrt eiförmig, untere, in das Lager eingesenkte Hälfte breit verkehrt kegelig, nach dem Grunde zu verschmälert, in der oberen, vortretenden Hälfte halbkugelig, klein, 0,3—0,4 mm breit, schwarz, matt, am Scheitel zuletzt sehr kleingrubig eingedrückt. Schlauch verkehrt¬ eiförmig-zylindrisch, nach dem Scheitel zu allmählich verschmälert, stumpf, am Grunde kurz verschmälert, am Scheitel dickwandig, 100 p lang. Para¬ physen zerfließend. Sporen groß, 30—35 /z lang, zu 8, farblos, mit zahl¬ reichen Tröpfelten, zweizeilig, länglich, 21/a- bis 3mal so lang wie breit, in der Mitte mäßig eingeschnürt. Schweiz: An feuchten Kalkfelsen am Mont Saleve unterhalb Veyrier. 1678. A. leptotera Nyl. Thallus sehr dünn, fast durchscheinend oder bräunlich. Perithecien sehr klein, schwarz, etwas eingesenkt. Schläuche bauchig-keulig, 50 lang, 10—15^ breit. Sporen zweiteilig, länglich, 12—18 p lang, 3—4(—5)/4 breit. Paraphysen kaum erkennbar. Pyknokonidien länglich, abgerundet, 21/2—3 P lan6> 1 P dick- Auf harten Steinen am Strande der Nordsee, Cuxhaven, Eck¬ warderhörne, Insel Neuwerk, Wilhelmshaven. — Ostsee' bei Dahmes¬ höved. 1679. A. saxicola Mass. — Verrucaria saxicola Cromb. Thallus ausgebreitet oder rundliche Flecken bildend, weißlich, bläu¬ lichgrau oder rötlichgrau, oft staubig auf dunklerem Vorlager. Perithe-
525 eien klein, schwarz, glänzend, halbeingesenkt. Paraphysen schleimig, un¬ deutlich. Sporen zu 8 im Schlauch, farblos, 15—21 /1 lang, 5—6 ft dick, länglich, mit einer Querwand, leicht eingeschnürt. Süddeutschland, Alpen auf Kalk und Sandstein sehr zerstreut. Tirol: Kufstein, Kalkwand am Eingang des Kaisertales; Marocche bei Drö; Pönale l>ei Riva; Castell Penedal, überall auf Kalk. — NTeder- österreich: An Kalkfelsen in den Tormauern. var. subnigricans Arnold. Thallus zart, weißlichgrau, nicht selten etwas schwärzlich, begrenzt. Perithecien unter dem Mikroskop dunkelbraun, weder mit Kalilauge noch mit Salpetersäure sich färbend. Paraphysen fehlen. Schläuche breit-läng¬ lich. Sporen mit 1—3 Querwänden, oft mit 4 Tropfen, 22—28 ft lang, 5—6 ft mm breit. Tirol: Waldrast: An Kalkwänden links oberhalb der Martreier Grube; Paneveggio, an einer Kalkwand des Monte Castellazzo; Nordwand Ampezzo; Val Fonde. — Fränk. Jura: Zwischen Kelheim und Welten¬ burg, oberhalb Enzendorf; bei Obereichstätt. 1680. A. Kelpii Koerber. — Verrucaria fluctigena Nyl- — Taf. CXXI, Fig. 6—io. Lager verschieden entwickelt, schwärzlich oder bräunlich, kräftiger oder dünner, manchmal ganz fehlend. Perithecien schwarz, halbkugelig ab¬ gestuft, oft mit kleinen Wärzchen gekrönt, häufig ganz in die Unterlage eingesenkt. Schläuche walzig, in der Mitte etwas dicker, 75//. lang, 20 ft breit. Sporen länglich, zweiteilig, der obere Teilkörper stärker, 16—20 fi lang, 5—7 P' dick, durch Öltröpfchen manchmal vier Teile vortäuschend. Pyknokonidien länglich, 3 /t lang, 1 ft dick. An Gestein und besonders an Muschelschalen, sehr selten an Holzwerk in der Flutgrenze der Nordseeküste verbreitet. Erklärung zu Tafel CXXI C. Fig. I. Arthopyrenia tichothecioides var. vicina, 9 Sporen und 2 Schläuche nach ArtJbld. „ 2. Tomasellia glomerula, 7 Sporen nach Arnold. ,, 3. Porina byssophila. „ 4. „ lactea. ,, 5. „ olivacea. ,, 6. „ faginea. „7. „ persicina. „ 8. „ affinis. „ 9. Microthelia atomaria. „ 10. Polyblastiopsis Naegelii. Fig. 3—10 Sporen, Vergr. 1000.
526 i68i. A. atricolor Arnold. Thallus zart, schorfig, schwarz, flockenförmig. Gonidien gelblich- olivgrün, 2i—24/4 breit, mit Kalilauge keine Reaktion gebend. Peri¬ thecien ziemlich- klein, hervortretend, schwarz, mit braunem Gehäuse. Paraphysen fehlen. Sporen länglich farblos, mit einer Querwand, eine Zelle stumpf, die andere länger und leicht verschmälert, 18—22/4 lang, 6—7 p breit, zu 8, zweireihig in verlängert-länglichen, in der Mitte leicht aufgeblasenen, 70—75 p langen, 21 p breiten Schläuchen. München: Auf einem Kalkstein eines Steinhaufens zwischen Dettenhausen und Egling. 1682. A. Lomnitzensis Stein. Lager verwaschen fleckig, dünn firnisartig zusammenhängend, oliven¬ grün-bräunlich, auf undeutlichem Vorlager, im ganzen wenig auffallend, aber von widrig urinösem Gerüche. Perithecien klein, sitzend, schwarz, fast kugelig, 0,1 mm groß, zerstreut, mit undeutlich eingedrückter, sehr fein durchbohrter Mündung. Gehäuse weich, dunkelbraun. Schläuche breit- keulig bis fast eiförmig. Sporen zweizeilig mit fast genau gleich großen Zellen, breit eiförmig bis ellipsoidisch, mit sehr deutlicher Scheidewand, 9—12 p lang, 5—6 p dick. Schlesien: An überfluteten Granitfelsen des Lomnitzfalles im Melzergrunde; Weißwassergrund. 1683. A. socialis Kbr. — Taf. CXXI B, Fig. 4, 5. Thallus kaum wahrnehmbar, schorfig-pulverig, sehr kleine, schwärz¬ liche, kreisrunde Flecken bildend. Perithecien in kleinen Gruppen zu run¬ den, getrennten Häufchen vereinigt, sehr klein, fast kugelig. Schläuche schmal keulenförmig, achtsporig. Sporen klein, länglich, undeutlich zwei¬ zeilig farblos, 8—11 p lang, 4—5 p dick. Westfalen: Um Büren, an Kalksteinen; Höcksberge bei Beckum; Höxter. 1684. A. minutissima Müll.-Arg. Lager sehr dünn, rauch-graubraun, am Rande allmählich verschwin¬ dend oder kaum erkennbar, unterrindig. Perithecien sehr klein, 0,07 bis 0,13 mm breit, halbkugelig, stumpf abgerundet, mit ganzem, etwas glän¬ zendem Scheitel. Paraphysen undeutlich. Schläuche sehr kurz, nur 25/1 lang, 12—43^ breit, bauchig-verkehrt-eiförmig, oben schmäler, im oberen, verschmälerten, stumpfen Teil mäßig dickwandig. Sporen zweizeilig, nur 10—13 p lang, keulig-zylindrisch, oft etwas gebogen, in der dickeren Hälfte 3—4, in der dünneren i1/^—breit.
527 Schweiz: An jungen Eschenstämmen an schattigen Stellen im Eng¬ paß „Grande Gorge“ am Mont Saleve. 1685. A. grisea (Schleich.) Kbr. — Verrucaria epidermidis ß grisea Schleich. — Sagedia grisea Anzi. — Pyrenula punctiformis a fallax a be¬ tulae Hepp. Lager anfangs unterrindig, sehr bald vortretend, sehr dünn, fein¬ körnig, dunkelgrau oder grauschwärzlich, auf undeutlichem Vorlager. Peri¬ thecien sehr klein, schwarz, eingesenkt sitzend, fast kugelig, mit sehr fein durchbohrter Mündung. Sporen zweizeilig, etwas keilförmig, mit mehr oder weniger deutlicher Schleimhülle, 12—15 p lang, 3—4 p dik. Schläuche unregelmäßig nach oben verjüngt, verkehrt eiförmig. — Die Art ist un¬ sicher. An Birkenrinde selten. Tirol: Jenesien; Doss Sabione. — Nieder- österreich: Birken am Kalenderberg bei Wien. — Schweiz. — All¬ gäuer Alpen: Moor bei Rothenbach. — Baden: Salem; Ziegelhausen (auch an Ahorn); Geroldsauer Wasserfall (Corylus). — Hessen: Um Kassel gemein; Frankfurt. — Schlesien: Nicht selten. — Preußen: Danzig. 1686. A. Neesii Kbr. Lager ausgebreitet, sehr dünn, zerstreut körnig, weißlich, oft nur als heller Fleck angedeutet, ohne wahrnehmbares Vorlager. Perithecien 0,5 mm groß, sitzend, feinrauh, mattschwarz, halbkugelig bis fast kugelig, mit nicht eingedrückter, fein durchbohrter, im Alter strahlig aufreißender Mündung. Sporen zweizeilig, keilförmig, 12—15^ lang, 5—6 p dick, mit fast halbkugeligem oberen und kugeligem unteren Teil, meist einreihig in den zylindrischen, oft gebogenen Schläuchen liegend. Selten, an von der Oberhaut entblößten Rinden von Weiden und Robi¬ nien. Schlesien: An einem trockenfaulen Weidenstrunke im Botan. Garten zu Proskau; Leschnitz (Weiden) ; Rudelsdorfer Wald, Kr. Warten¬ berg (Pappeln); Kochschütz, Kr. Lublinitz (Ahorn). — Westfalen: An Weiden bei Handorf; bei Münster; bei Langenhorst. 1687. A. globularis Kbr. Lager erst unterrindig, später meist vortretend, ganz zart schilferig- körnig, weißlich oder grauweiß, auf zartem, schwarzem Vorlager. Peri¬ thecien ziemlich zerstreut, klein, 0,2 mm breit, glänzend schwarz, fast kugelig, mit nicht eingedrückter, fein durchbohrter Mündung. Schläuche walzig-keulig. Paraphysen meist undeutlich. Sporen keilförmig, zweizeilig, 10—I3Z4 lang, 3—4 p dick.
528 An glatten Rinden von Nadelhölzern, selten. Tirol: Jenesien, Remp, auf Pinus picea; Predazzo, an glatter Rinde jüngerer Tannen im Walde am Wege zur Alpe Val Maor. — Niederösterreich: An Tannen am Sonntagsberge bei Rosenau. — München: An der glatten Rinde einer Tanne unweit der Straße zwischen Straßlach und Deining. — Fränk. Jura: An glatter Tannenrinde im Walde unterhalb Banz. — Schlesien: Hier und da. 1688. A. cinereopruinosa (Schaer.) Mass. — Verrucaria cinereoprui¬ nosa Schaer. Thallus meist abgegrenzt, anfangs unterrindig, bald vortretend, dünn¬ schorfig bis fast mehlig, weißlich oder weiß, auf zartem, gleichfarbigem Vorlager. Perithecien hervoirbrechend, eingedrückt, sitzend, klein, 0,1 bis 0,2 mm groß, anfangs durch Reste des Thallus grau bereift, später fast nackt, schwarz, oft zu 3—4 zusammenfließend, halbkugelig oder verflacht, mit anfangs undeutlich papillöser, dann seicht eingedrückter, undeutlich durchbohrter Mündung. Paraphysen meist lange deutlich. Schläuche breit und lang-keulig. Sporen zweizeilig, eiförmig, 12—14^ lang, 3—4^. dick. An glatter Rinde von Laubbäumen, sehr zerstreut. Tirol: Meran (Fraxinus ornus); Jenesien, am Krummenbühel (Juniperus communis); Weg nach Afing (Fraxinus ornus) ; bei Seis (Ligustrum); Bozen, bei Siebeneich (Fraxinus ornus); Moritzing; Haslach (Populus tremula); Margreid (Ulmus). — Allgäuer Alpen: Stillachauen (Fichte); See¬ wände (Sorbus). — München: Isarauen (Populus) : Laubwälder des Isartales an Daphne Mezereum; bei Lohof; Grünwald (Viburn. lantana); Possenhofen (Picea); Olching (Fraxinus); Echinger Lohe (Crataegus) usw. — Augsburg. — Fränk. Jura: Eustachiuskapelle vor dem Schweinspark bei Eichstätt, im Walde Räisheim (Pop. tremula); an Evo- nymus, Cornus in den Anlagen bei Eichstätt; an Daphne Mezereum in den Laubwäldern; Banz, an jungen Tannen. — Baden: An verschiedenen Bäumen bei Kirchzarten; an Silberpappeln und Eschen am Rhein bei Knic- lingen. — Hessen: Kassel; Löwenburg. — Westfalen: Weinberg bei Höxter; Tiergarten zu Wolbeck; Wienburg, unweit Münster. — Rhein¬ lande: Burgabhang bei Altenahr. — Thüringen: Im Rauhtale bei Jena. — Sachsen: Groß-Sedlitz; Blase\yitz. — Schlesien: Fürsten¬ steiner Grund (Eschen); an der Chaussee von Weigelsdorf nach Habendorf, Kr. Reichenbach. var. Ligustri (Mass.) Jatta. — Arthopyrenia Ligustri Mass. Thallus Flecken bildend, aschgrau-rötlich, von dunklerem Vorlager begrenzt. Perithecien klein, am Grunde sehr zart bereift, deshalb nicht glatt.
529 1689« A. stenospora Kbr. Thallus nur unterrindig. Perithecien hervorbrechend, mattschwarz und durch anhängende Krusten- und Rindenteilchen meist unrein, klein, 0>2—0,3 mm breit, zerstreut, abgeflacht halbkugelig, mit leicht eingedrück¬ ter, meist deutlich durchbohrter Mündung. Schläuche verkehrt eiförmig, oben unregelmäßig verschmälert. Sporen zweizeilig, fast stäbchenförmig, mit fast genau in der Mitte liegender Querwand, 14—18/z lang, 3 p dick, oft mit undeutlichem Schleimhofe. An glattrindigen Laubhölzern, zerstreut und nicht häufig. Nieder- österreich: Jochgrabenberg bei Rekawinkel (Birkenrinde). — Bayern: Augsburg, Scheuring. — Baden: An der Rinde von Laubhölzern im Kinzigtal und bei Heidelberg. — Westfalen: Um Münster, z. B. Nobis- krug; Höxter. — Rheinlande: Montjoie bei Aachen. — Thüringen: Mehrfach eine wohl hierhergehörige Form. — Böhmen: Deutschbrod und anderen Orten. — Schlesien: Breslau, Zobten, Grünbeig; im Hügel¬ lande häufig. 1690. A. Rhododendri Arn. — A. punctiformis f. Rhododendri Am.— Arthonia astroidea f. Rhododendri Am. Thallus äußerlich nicht sichtbar. Perithecien klein, punktförmig, nicht selten zu 2—3 genähert, hervortretend. Hymenium mit Jod sich rotgelb färbend. Paraphysen fehlen. Sporen farblos, zweizeilig, mit 2—4 Öltropfen, j8^ lang, 5 p breit, zu 8 in länglichen, etwa 60—63 p langen, 15—16 breiten Schläuchen. An Rhododendron ferrugineum. T irol; Kleines Walsertal, Fellhom, Finstertal, zwischen Kühetai und den Seen; Brenner; Kleiner Rettenstein, am Wege zum Rostgrubkegel; Jenesien, Krummenbühel; Überetsch, Eis¬ löcher; Paneveggio, Monte Viesena; Nordseite des Gehänges oberhalb Rolle gegen den Cavalazzo. 1691. A. buxicola (Nyl.). — Verrucaria buxicola Nyl. Der A. punctiformis ähnlich mit blassen, etwas sichtbaren Lager¬ flecken, doch mit größeren, 16—21 p langen, 7—10 p. dicken, etwas an¬ geschwollenen Sporen. Paraphysen weich, unregelmäßig. Apothecien etwas niedergedrückt, kaum 0,2 mm breit. An Rinde von Buxus. 1692. A. Fraxini Mass. — Verrucaria epidermidis var. Fraxini Garov. — Arthopyrenia punctiformis var. Fraxini Anzi. Thallus spinnwebartig, aschgrau-weißlich, durch ein schwarzes Vor¬ iger begrenzt. Perithecien schwarz, zusammenfließend, halbkugelig bis Thom6-Migula, Flechten. II. (Flora XII, 2.) 34
530 fast kugelig, am Scheitel durchbohrt. Paraphysen klein, undeutlich. Sporen lang-ellipsoidisch, zweizeilig, mit ungleichen Zellen, 18—24^ lang, 5 7« dick. Allgäuer Alpen: Höfats; Seewände (Sorbus). — Baden: Eschen am Rhein bei Knielingen. — Westfalen: Häufig. 1693. A. subconfluens Müll.-Arg. Lager sehr dünn, ziemlich undeutlich, mit Rindenpartikelchen ver¬ schmolzen, schorfig, gräulich oder fehlend, mit undeutlichem Vorlager. Perithecien 0,15—0,2 mm breit, halbiert aus ziemlich verbreitertem Grunde, kegelig-halbkugelig, am Scheitel stumpf abgerundet, dickwandig, glatt oder öfters etwas runzelig-eckig, schwarz, matt, zuletzt beim Zu- sammensinken etwas unregelmäßig, von der eingewachsenen Basis aus hoch erhoben, einzeln oder zu 2—5 zusammenfließend. Kern grauweißlich, Para¬ physen undeutlich. Schläuche 40—45 lang, 16—21 jll breit, bauchig, ver- kehrt-eiförmig-länglich, am Scheitel dickwandig, am Grunde keilförmig verschmälert, achtsporig. Sporen 18—21^ lang, 41/2—ö1/^ breit, zwei¬ zeilig, farblos, in der Mitte deutlich eingeschnürt. Schweiz: An den letzten und vorletzten Zweigen von Pinus Cembra in den Walliser Alpen oberhalb des Sees Champey, „ä la Braye“; an Tannen¬ zweigen am Mont Saleve. 1694. A. vratislaviensis Stein. Kruste ausgebreitet, dünn, mehlstaubig, reinweiß oder grauweiß, auf weißem Vorlager. Perithecien 0,2—0,3 mm groß, erhaben bis fast gestielt sitzend und von der Kruste sich scharf abhebend, nackt und fast glänzend schwarz, fast kugelig, mit meist deutlich eingedrücktem oder abgestutztem, breit und deutlich durchbohrtem Scheitel. Sporen nur zweiteilig, in lang zylindrischen Schläuchen, lang keilförmig oder lang ellipsoidisch, 12—18/1 lang, 4—6 dick. An Espen bei Klein-Stannowitz bei Breslau. 1695. A. ilicicola (Nyl.) — Verrucaria ilicicola Nyl. Thallus durch einen undeutlichen, gräulicheni Fleck angedeutet. Peri¬ thecien schwarz, abgeflacht-niedergedrückt, in der Mitte etwas genabelt, ziemlich klein, etwa 0,35 mm breit, mit halbierter, schwarzer Wandung. Sporen zu 8, länglich, mit einer sehr zarten oder undeutlichen Querwand, 19—21 // lang, 4^4 dick. Paraphysen kaum wahrnehmbar. An Rinde von Ilex bei Rifferschweil in der Schweiz. 1696. A. microspila Kbr. — A. rhypontella Arn. — Verrucaria rhy- ponta v. rhypontella Nyl.
531 Thallus kleine bräunlichschwarze Flecke von 1,5 mm Durchmesser bildend, sehr zart schorfig, zuletzt verschwindend. Perithecien sehr klein, zahlreich, etwas glänzend. Paraphysen nicht erkennbar. Schläuche ver¬ längert, am Grunde enger, in der Mitte verdickt, oben etwas unregel¬ mäßig verjüngt. Sporen lang keilförmig, zweizeilig, 14—16lang, 3 bis 3,5 n dick. Parasitisch auf dem Lager von Graphis scripta, ziemlich verbreitet, aber zerstreut und nicht überall aufgefunden. Tirol: Jenesien, Krummen- bühel (Alnus virides). — München: Bei der Menterschwaige (Car¬ pinus); im Walde zwischen Percha und Neufahrn (Buchen), — Fränk. Jura: Im Walde zwischen Wasserzell und Breitenfurt (Buchen); bei Kelheim, Müggendorf, im Veldensteiner Forst. — Baden: An Buchen im Albtale bei Ettlingen; an Buchen, Eichen, Linden bei Heidelberg. — Westfalen: Nicht selten an Rot- und Weißbuchen. — Sachsen: An jungen Buchen in der Sächs. Schweiz. — Schlesien: Pilzwald bei Camenz; Hochwald bei Waldenburg (Acer Pseudoplatanus). 1697. A. fallax (Nyl.). — Verrucaria fallax Nyl. — V. epidermidis var. fallax Nyl. Lager ergossen, unter der Rinde, die hierdurch heller oder dunkler braun gefärbt wird. Perithecien halbkugelig, am Grunde verbreitert, halb eingesenkt, oft von einem dunkleren Lagerring umgeben, mäßig groß. Perithecienwandung halbiert. Paraphysen deutlich, frei, spärlich oder zahl¬ reich. Schläuche länglichr-keulig. Sporen farblos, ellipsoidisch oder läng lieh, zweizeilig, in der Mitte leicht eingeschnürt, mit meist kleinerer unterer Zelle, 16—22 n lang, 7—9^ dick. Pyknokonidien stäbchenförmig, 7—10 p lang, 1 fi dick. Auf glatter Baumrinde, wahrscheinlich verbreitet, aber meist über¬ sehen oder mit anderen Arten verwechselt. Tirol: Plansee, Arlberg, Waldrast, Ehrenburg, Ampezzo, jenesien, Bozen. — Schweiz: Riva (var. Aucupariae). — Niederösterreich: An einer niedrigen alpinen Salix am oberen Schneidergraben: Stiftsberg bei Lilienfeld; Dürntal bei Hohenberg usw. — Bayern: München, an Corylus unterhalb der Menter- schiwaige; westlich bei Erching (Corylus); Amlberg; Augsburg. — Fränk. Jura: An Buchenrinde und Sorbus aucuparia bei Eichstätt; Wald bei Kaisheim (Eichen, Eschen, Birken), ferner zerstreut im Gebiete an jungen Linden, Sorbus Aria und torminalis. — S c h le s i e n■: Frankenstein, Harte¬ berg; Wartha, Weg nach dem Spitzberg; Giersdorfer Berg; Schönau, Willenberg, an Eichen und Linden. — Nord west deutsche Tief¬ ebene. 34*
532 f. crataeginea Steiner. Thallus in der Rinde „in epidermide decinerato, rimulose dehiscente, subnitente, dintius visibilis, ex hyphiis, intus hyalinis, extus fascis, septalis pl. m. torulosis constans et gonangiis, gonidiis protococceis“. Perithecien oft 0,5 mm breit, kreisrund, niedergedrückt, halbkugelig, gut durchbohrt, am Grunde schwarz vorgezogen, mit einem schmaleren schwarzen Saum regelmäßig umgeben, pechschwarz, glänzend. Paraphysen wie beim Typus. Sporen etwas schmäler, 14—17 (18) p lang und 5,5—6,5 (7) p breit. Konidien gerade, seltener ganz schwach gebogen, 8—10 p lang, 0,5 p breit, an den Enden spitzlich. Krain: Am südlichen Ufer des Veldeser Sees an Crataeguszweigen. var. conspurcata Stnr. Weit ausgebreitet, stellenweise gehäuft. Pyknokonidien 9—11 p lang, 0,5 p dick. Kärnthen: Hornstein bei Klagenfurt, auf Ligusterrinde. — Brandenburg: Triglitz in der Prignitz, an Birkenzweigen. 1698. A. rhypontella (Nyl.) Arn. — Verrucaria rhypontella Nyl. Lager dunkler als bei A. rhyponta, schwärzlich, Sporen zweizeilig, aber oft mit vier Tröpfchen, 14—20 p lang, 4—5 p dick. Im übrigen wenig von A. rhyponta verschieden. Tirol: Jenesien, Krummenbühel, auf Ainus viridis. — Schweiz: Zürich, Genf, Valsesia (Cytisus alpinius, Ainus viridis, Rhododendron ferru¬ gineum). — Böhmen: Häufig auf dem Gipfel des Donnersberges (Eschen, Haseln, Hollunder). — Thüringen: (?) Oberhalb Rippersroda auf Bergahorn. 1699. A. analepta (Ach.) Arn. — Lichen analeptus Ach. — Verrucaria analepta Nyl. Thallus unterrindig, hell- oder dunkelbräunlich, graubräunlich durch¬ schimmernd. Perithecien halbkugelig, eingesenkt, 0,2—0,5 mm breit, oft dunkler beringt. Schläuche keulig-länglich. Sporen eingeschnürt, 18—22 p lang, 5—7 p breit. Spermatien gerade, 4—5 p lang, 1 p breit. An glatter Rinde von Laubbäumen., besonders Buchen, Eschen, Birken. Die Flechte ist offenbar sehr häufig mit anderen Arten verwechselt worden, weshalb die Verbreitung für das Gebiet der Flora nicht mit Sicherheit an¬ gegeben werden kann. Sie ist jedenfalls nicht überall häufig. — Nieder¬ österreich. — Bayern: Karwendelgebirge, Mittenwald. — Fränk. Jura: Eichstätt, Streitberg; Hohenlandsberg und Sugenheim in Mittel¬ franken; Erlangen. — Baden: Ziemlich verbreitet — Hessen: Ver¬ breitet. — Westfalen: Häufig. — Thüringen: Martinroda, Dörr¬
533 berg, Wasserleite. — Brandenburg: Anscheinend verbreitet. — Schle¬ sien: Gemein. — Böhmen: Deutsohbrod usw. 1700. A. analeptella (Nyl.). — Verrucaria analeptella Nyl. Nach Nylanders ganz unzureichender Beschreibung: ,,Gewissermaßen eine V. epidermidis (analepta) minor, aber bald durch weiche, deutliche, doch wenig entwickelte Paraphysen verschieden. V. fallax unterscheidet sich durch größere Perithecien, andere Schläuche und Spermatien.“ In Spanien häufig, sonst sehr selten. T i rol: Bozen, auf Castanea im Garten des Sandwirtes. — Veltlin: An der Rinde von Laubhölzern. 1701. A. ariae Müll.-Arg. Lager fleckenförmig ausgebreitet, dünn, rauchgrau-schwärz lieh, bald dicker, zusammenhängend und tiefschwarz, glatt, zuletzt fein rissig, innen gleichfarbig. Perithecien halbiert, niedergedrückt-halbkugelig, am Grunde verbreitert, tiefschwarz, fleckig-matt, oft nur am eingedrückten stumpfen Scheitel etwas glänzend oder ganz matt und dem Lager gleichfarbig, 0,2 mm breit. Kern grau, halbkugelig. Paraphysen zahlreich, fast von der Länge der Schläuche, aber sehr weich und wie zerfließend. Schläuche 50 p lang, in der Mitte etwa 15 /z breit, am Scheitel stumpf verschmälert und sehr dickwandig, oder im ganzen oberen verschmälerten Teil solid, in der Mitte dann breiter. Sporen 13—18 /z lang, 3V2—5/z breit, farblos, immer zwei¬ zeilig. Schweiz: An jüngeren Zweigen von Sorbus ariae im „Grande Gorge“ am Mont Saleve. 1702. A. Laburni (Leight.) Sydow. — Verrucaria Labumi Leight. — Arthopyrenia Fumago Mudd. Thallus dünn, glatt, braun oder bräunlichschwarz, auf der Rinde dunkle Flecken bildend. Perithecien klein, angedrückt bis halb eingesenkt, abgeflacht halbkugelig, etwas glänzend, schwarz. Peritheciumwand halbiert. Paraphysen undeutlich, verschwindend. Schläuche ziemlich aufgeblasen, aufwärts verschmälert. Sporen länglich linear, zweizeilig, kaum ein¬ geschnürt, mitunter mit zwei oder mehr Öltropfen, 18—25 p lang, 4—6 p breit. Hymenialgallerte mit Jod sich gelb färbend. An Rinde von Cytisus Laburnum, Fraxinus, Ainus, selten. Tirol: Stanzertal, Pettneu, auf Alnus' incana. — Steiermark: Pfaffensattel (Sorbus Aucuparia). — Schweiz: Mont Saleve und Riffersweil, an Cytisus Laburnum. — München: Obersendling, an dünnen Zweigen von Straßenpappeln. — Amberg in Bayern. — Thüringen: Alteburg bei Arnstadt und Ehrenberg bei Plaue. — Schlesien: Augustberg bei Grün¬ berg; Steinseiffersdorf a. d. Eule (Tannen). — Niederlausitz. —
534 Nord westdeutsch e Tiefebene: An Wipfelzweigen einer Esche und an Cytisus Laburnum in Zwischenahn; an Wipfelzweigen von Eschen auf dem Kirchhof in Altenhuntorf; Rolfshagener Kupfermühle (Cory¬ lus). — Lauenburg: Im Königsmoor bei Schm.ielau, an Vaccinium uliginosum. 1703. A. punctiformis (Ach.) Arn. — Lichen punctiformis Ach. — A. epidermidis var. punctiformis Mudd. — Verrucaria punctiformis Pers. — V. epidermidis v. punctiformis Nyl. — Taf. CXXI, Fig. 11. Lager unterrindig, schwarze Flecken bildend oder auch kaum erkenn¬ bar und die Rinde unverändert lassend, angefeuchtet schwärzlich. Peri¬ thecien klein, schwarz, glänzend, gewölbt oder etwas kegelig, halb ein¬ gesenkt, oft zuletzt fast oberflächlich. Pcritheciumwand halbiert. Schläuche keuli g-bauchig oder birnförmig, etwa 40—60lang, 20/4 und mehr dick. Paraphysen undeutlich, meist nicht erkennbar. Sporen länglich, zweizeilig, 18—20/4 lang, 4—5 /4 dick. An glattrindigen Bäumen durch das ganze Gebiet verbreitet und nicht selten. /. geographica (Mass.) Arn. — A. geographica Mass, in Anzi Lichen Ven. exs. Nr. 125. Tirol: Meran, auf Celtis, nicht selten, ebenso Bozen. var. atomaria (Ach.). — Lichen atomaritis Ach. Perithecien kleiner. Sporen 12—16/4 lang, 3—4 /4 dick. var. pyrenastrella (Nyl.). — Verrucaria pyrenastrella Nyl. — Artho- pyrenia pyrenastrella Arn. Von A. punctiformis kaum wesentlich verschieden. Lager dunkler. Perithecien zu mehreren am Grunde zusammenfließend. Sporen zweizeilig. Tirol: Finstertal, an kaum fingerdicken Zweigen einer jungen Zirbe am Abhange unterhalb Kühetai gegen Maristein; Plose, auf Pinus Cembra; Jenesien (?), auf Betula. — Nord westdeutsch land: An Birken an der Chaussee bei Westerwanna. — Alpen: In den Wäldern um Bormio und Valsesia nicht selten an Stämmen und Ästen von Pinus Cembra. 1704. A. stigmatella (A. L. Sm.) Sm. — Lichen stigmatellus Sm. — Verrucaria cinerea Hook. — V. antecellens Nyl. — V. epidermidis var. cinerea Mudd. Lager meist deutlich oberrindig, ergossen, dünn, feinkörnig oder schorfig, glatt und glänzend, aschgrau, bräunlich oder schwärzlich. Peri¬ thecien schwarz, klein, aber in der Größe schwankend, halb eingesenkt, halbkugelig hervorragend-, mit zarter Mündung und halbierter Wand. Paraphysen gewöhnlich undeutlich. Schläuche verlängert ellipsoidisch.
535 Sporen farblos oder schwach gelblich, gewöhnlich an einem oder beiden Enden etwas spitz zulauf end, zweizeilig, 27—40^ lang, 7—10 u breit. Pyknokonidien stäbchenförmig, 3—4 lang, 0,5—1 dick. Auf Rinde, selten. Tirol: Um. Meran nicht selten; im Völser Ried bei Ratges (Fraxinus ornus); Schlernklamm (Lärchenzweige); Bozen (Fraxinus ornus); Gries. — Schweiz: An glatter Rinde von Pinus Ccmbra in den Wäldern um Bormio. 1705. A. antecellens Nyl. Lager meist deutlich oberrindig, feinkörnig oder schorfig, aschgrau oder schwärzlich; Perithecien eingesenkt sitzend, stark halbkugelig, mit zarter Mündung; Schläuche unten breiter, nach oben unregelmäßig ver¬ jüngt; Sporen zweizeilig, etwas gelblich, 30—35 lang, 10 jli dick; Pykno¬ konidien stäbchenförmig, 3—4 p, lang, 0,5—1 p dick. An glatten Rinden von Laubhölzern. N.or d we st d e u t sc h 1 and: Helle, Griesteder Waldungen, ammerländische Waldungen, Waldungen um Varel, Urwald bei Neuenburg, Baumweg bei Lethe, Mansholter Busch. — Westfalen: Tiergarten zu Wolbek; Nienberge; Ringolsteiner Wald bei Büren; am Wasserfall bei Ramsbeck; Langenhorst. — Baden: Heidel¬ berg, an Birken bei Peterstal und in den Felsenmeeren des Königsstuhles, selten an Buchen und Ahorn. — Böhmer wald. — Alpen: An Rinde von Pinus Cembra in den Wäldern um Bormio. — Steiermark: Reifnig am Bacher, an Picea. 1706. A. inconspicua Lahm. Thallus zart, weinsteinartig-schorfig, graubraun, mitunter undeutlich. Perithecien. gedrängt, sehr klein, darunter oft kaum mit der Lupe erkenn¬ bare, kegelig. Schläuche schlaff, schmal lanzettlich, sechs- bis achtsporig. Sporen ziemlich klein, länglich, undeutlich zwei- bis vierzellig, farblos, zwei- bis viermal so lang wie dick, 6—8 p lang, 2—3 p dick. Westfalen: An umherliegenden Kalksteinen bei Büren; im bota¬ nischen Garten zu Münster; Baumberger Steinbrüche bei Havixbeck. — Schweiz: Auf Kalk am Mont Saleve. 1707. A. Myricae (Nyl.) Hue. — Verrucaria Myricae Nyl. Perithecien mit bläulichem Gehäuse, umgeben von einem Hof der emporgetriebenen weißlichen, schülferigen Epidermis der Rinde. Schläuche zahlreich, walzig-bauchig. Sporen deutlich vierzellig, mit eckig-kantigen Zellen, 20—22 p lang, 4—6 p dick, im Alter gelblich. Paraphysen wenig verästelt. Pyknokonidien 5—6 /z lang, 0,5 p dick, scharf stäbchenförmig.— Der Organismus wird von manchen- Forschern zu den echten Pilzen gestellt.
536 An Rinde von Myrica Gale in Ndrdwestdeutschland verbreitet. 1708. A. bohemica Novak. Die Kruste bildet einen dünnen und weißen Überzug, welcher glatt und ein wenig glänzend ist. Früchte schwarz, fast glanzlos, halbkugelig bis kegelförmig, bisweilen ein wenig verbogen, aufsitzend, am Scheitel sich durch ein kleines Loch öffnend. Sporen länglich, zweizeilig, aber auch vierzellig, an den Scheidewänden zusammengezogen, farblos, zu je 8 in walzenförmigen, im Alter keulenförmigen Schläuchen, 3—4^ breit, 14 bis 18 p lang. Paraphysen ganz deutlich. Böhmen: An der Rinde alter Pappeln in Deutschbrod. 1709. A. subalbicans Bagl. et Car. Lager schorfig-spinnwebig, grauweißlich, ausgebreitet, mitunter einen Kreis bildend. Perithecien klein, kegelig-halbkugelig, getrennt, mit kaum genabelter, nackter Mündung. Gehäuse halbiert, zuletzt zusammenfallend. Paraphysen rudimentär. Sporen spindelförmig, an beiden Enden stumpf- lieb, vierzellig, hier und da eingeschnürt, 22—29 p lang, 5—7 /z breit. Alpen: An Tannenrinde in Valsesia. 1710. A. lapponica Anzi. — A. Lapponum Anzi. — Verrucaria epider¬ midis var. lapponica Garov. et Gib. Thallus ergossen, unbestimmt begrenzt, blaß kastanienbraun oder aschgrau-bräunlich. Perithecien ziemlich groß, fast rund, nach dem Grunde zu manchmal erweitert, mehr oder weniger hervortretend, am Scheitel mit weitem Porus. Paraphysen nicht erkennbar. Sporen mit 1—3 Quer¬ wänden, 17—19 p lang, 7—gp breit. An Stämmen von Salix Lapponica in den südlichen Alpen: Bormio: Orsi eres (Valsesia) ; Riva. 1711. A. rhyponta (Ach.) Mass. — Verrucaria rhyponta Ach. — V. punctiformis var. rhyponta Garov. — Taf. CXXI B, Fig. 10. Lager abgegrenzt fleckig, anfangs unterrindig, bald entblößt, etwa 1—2 cm im Durchmesser, sehr dünn schorfig, dunkelgrau oder grau¬ schwärzlich, auf undeutlichem Vorlager. Früchte in der Mitte der Flecken gehäuft, angedrückt sitzend, sehr klein, 0,1 mm breit, halbkugelig bis fast kugelig, mit undeutlich eingedrückter, fein durchbohrter Mündung, fast glänzend schwarz. Paraphysen aufgelöst. Sporen vierzellig, länglich, an den Querwänden eingeschnürt, 14—20 p lang, 3—6 p breit, in breit- keuligen Schläuchen. An glatten Rinden, besonders von Buchen, Espen, Pappeln, verbreitet, aber zerstreut durch das ganze Gebiet.
537 1712. A. Padi Rabenh. Thallus stets unterrindig, anfangs und längere Zeit hindurch rundlich begrenzt, gelblichgraue Flecken bildend. Perithecien sehr klein, schwarz, halbkugelig, dann niedergedrückt-genabelt. Schläuche verkehrt eiförmig oder kurz birnförmig, nach oben zu besonders dickwandig, sechs- bis acht¬ sporig. Sporen zwei- bis vierzellig, länglich-keilförmig, durch Jod wein¬ gelb gefärbt (Schlauchmembran farblos bleibend), 6—8p dick, drei- bis viermal so lang. Sachsen: An dem Fußpfad, welcher von der Hermsdorfer Schenke nach der Schweizermühle führt, auf Prunus Padus. 1713. A. submicans (Nyl.) A. L. Smith. — Verrucaria submicans Nyl. Thallus gelblich oder blaß rötlichbraun, dünn, ergossen. Perithecien zahlreich, klein, halbkugelig, schwarz, mit kleiner porenförmiger Mündung, mit halbierter Wandung. Paraphysen sehr spärlich oder fehlend. Schläuche verkehrt keulenförmig, ziemlich kurz, achtsporig. Sporen linear-länglich oder leicht keulenförmig, mit vier Tropfen und einer, später drei Quer¬ wänden, farblos, mitunter etwas bräunlich werdend, 16—22^ lang, 4 bis 6 p dick. Tirol: Vorderes Sonnwendjoch, auf glatter Rinde dünner Zweige von Acer pseudoplatanus; Jenesien, Remp auf Picea excelsa. 1714. A. Cerasi (Schrad.) Mass. — Verrucaria Cerasi Schrad. — (?) V. epidermidis var. Cerasi Ach. — Taf. CXXIB, Fig. n, 12. Lager unterrindig, sehr zart, begrenzt, glänzend, gräulich oder blaß bräunlich. Perithecien klein, rundlich-ellipsoidisch oder etwas unregel¬ mäßig, hervorbrechend, glänzend schwarz, zahlreich. Peritheciumwand halbiert. Paraphysen schlaff, oft nicht erkennbar. Sporen vierzellig, länglich-ellipsoidisch, mit stumpfen Enden, mitunter leicht eingeschnürt, 15—25 jU lang, 4—8 p dick. Pyknokonidien stäbchenförmig, gerade, einzelne leicht gekrümmt, 12 p lang, 1 p dick. Sandstede gibt auch an: Pykniden mit Stylosporen, die spindelförmig und angedeutet vierteilig sind, von 15 p Länge und 2 p Dicke. Auf Rinde von Prunus durch das ganze Gebiet verbreitet, aber nicht überall häufig. Tirol: Jenesien (Prunus spinosa, avium, cerasus, dome¬ stica) ; Ritten, Krotental bei Klobenstein (Kirschbaumrinde) ; Bozen, auf Kirschbäumen in der Kaiserau. — Allgäuer Alpen. — Augsburg. — Fränk. Jura. — Baden: Mehrfach. — Hessen: Stellenweise. — Sachsen: Gemein. — Schlesien. — Vogtland: An wilden Kirschen bei Possig und Schönberg. — Ostpreußen: Warnickau (Corylus).
538 1715- A. cinerascens Mass. — Arthopyreniella cinerascens Stnr. Thallus blaugrünlich-aschgrau, bleifarben, gleichartig, ergossen, mit- unter schwarz begrenzt. Perithecien zusanimenfließend, kaum vorragend, am Grunde verbreitert, etwas gewölbt, halbkugelig, genabelt. Paraphysen klein. Schläuche fast spindeiig, am Grunde in einen kurzen Stiel ver¬ schmälert, sechs- bis achtsporig. Sporen mittelgroß, keulenförmig, hin und wieder eingeschnürt, mit 1—3 Querwänden, 15^ lang, 6 p dick. S ü d t i r o 1: Meran, Bozen, an Rinde von Fraxinus Ornus. — Krain: Johannesberg bei Veldes, an Zweigen von Fraxinus Omus. Steiner gibt über seine Gattung Arthopyreniella an: „Die Gattung Arthopyreniella unterscheidet sich von Arthopyrenia durch exobasidialc Konidien, welche weder aus exogenen noch endogenen Basidien entspringen, sondern die Zellen der Fulcra selbst, die bei dieser Gattung gleichzeitig unten locker dichotom verzweigt sind, bilden die Konidien. Die Pykniden treten entweder mit den Apothecien auf dem gleichen Thallus oder auf nur Pykniden führendem Thallus auf.“ Krain: Johannesberg bei Veldes, an Zweigen von Fraxinus Ornus. 1716. A. paracapnodes (Stitzenb.) Arn. — Verrucaria paracapnodes Stitzenb. Thallus ergossen, schorfig, braun schwärzlich. Perithecien sehr klein, schwarz, undurchsichtig. Sporen spindelförmig, gerade, seltener etwas gekrümmt, dunkel gefärbt, mit drei bis sieben Querwänden, 13—30 lang, 4 p dick. Schläuche lanzettlich. Paraphysen fehlen. Schweiz: Bei Gossau, an der Rinde junger Erlen. — Tirol: Ehren¬ burg, auf Eichenrinde. 1717. A. platypyrenia (Nyl.) Zahlbr. — Verrucaria pl. Nyl. Thallus unterrindig. Apothecien klein, zerstreut, rund, leicht gewölbt, schwarz, undurchsichtig. Perithecium halbiert, am Grunde außen nicht vorgezogen, unter der Lupe braunschwärzlich, nicht zellig. Paraphysen anfangs sehr deutlich, verzweigt-verwachsen, 1,8—2p dick, zuletzt ziem¬ lich undeutlich. Sporen farblos oder zuletzt bräunlich, länglich oder läng- lich-puppenförmig, mit 5 oder seltener mit 6 Querwänden, 24—33 lang, 8—11 p breit. Pykniden punktförmig schwarz mit halbiertem Gehäuse. Pyknokonidien stäbchenförmig, gerade, 3—5 p lang, 1—1,5 p breit. Ungarn: Bei Fiume im Skurinjatal, an Zweigen von Fraxinus ornus. N achtrag: A. halizoa (Leight.) A. L. Smith. — Verrucaria halizoa Leight. — Thelidium halizoa Leight bei Eitner, III. Nachtrag zur Flechtenflora Schle¬ siens, p. 54.
539 Lager dünnn, ergossen, zusammenhängend, blaß olivfarben bis oliv- schwärzlich, das Substrat überall durchscheinen lassend, seltener etwas dicker und feinrissig. Perithecien klein, etwa bis 0,1 mm im Durchmesser, schwarz, zerstreut, vorragend, kegelig, mit glänzendem Scheitel oder nieder¬ gedrückt bis halb eingesenkt. Wandung des Perithecium halbiert oder fast ganz. Paraphysen spärlich, deutlich. Schläuche zylindrisch oder leicht ge¬ schwollen. Sporen länglich-eiförmig, zweizeilig, 8—12/z lang, 5—7^ dick, fod färbt die Hymenialschicht gelbrötlich. Schlesien: Glatz, Chausseerand von der Hummel nach Levin. Gattung Leptorhaphis Koerb. Lager krustig, einförmig, in der Regel endophlöodisch, unberindet, mit undeutlichem Vorlager und mit Chroolepus-Gonidien. Perithecien ein¬ fach, zerstreut stehend oder zusammenfließend, mit halbkugeligem oder kugeligem, eigenem, hörnartigern und schwarzem Gehäuse, mit gerader, schwach genabelter, punktförmiger Mündung. Paraphysen verzweigt und verbunden. Schläuche vier- bis achtsporig. Sporen nadelförmig bis fädig, beiderseits oder nur an einem Ende zugespitzt, gerade oder gekrümmt, zwei- bis vielzellig, mit zylindrischen Fächern, ungefärbt. Basidien einfach; Pyknokonidien zylindrisch, dünn und gerade. Übersicht der Arten: 1. An Gestein L. Beckhausiana. An Rinde 2. 2. Paraphysen deutlich L. tremulae. Paraphysen frühzeitig veschleimt 3. 3. Sporen durchschnittlich über 2p, dick 4. Sporen 1—2 p dick 9. 4. Sporen über 30/z lang (vgl. auch L. epidermidis) 5. Sporen unter 30 lang 6. 5. Perithecien kegelig L. Quercus. Perithecien ellipsoidisch-länglich L. parameca. 6. Sporen an den Enden stumpflich L. Amygdali. Sporen an den Enden zugespitzt 7. 7. Perithecien groß, einzeln L. lucida. Perithecien klein, gedrängt oder gruppenweise 8. 8. Perithecien matt L. aggregata. Perithecien glänzend L. epidermidis. 9- Sporen 60—70 /z lang L. Wolbecensis. Sporen bis 40 p lang 10.
540 io. Sporen zweizeilig L. Maggiana. Sporen mehr als zweizeilig n. ii. Sporen acht- bis mehrzellig L. Wienkampii. Sporen vierzellig L. psilotera. 1718. L. Beckhausiana Lahm. Thallus ergossen, schmutzig gelblich, mit dem fast fehlenden Vorlager vereinigt. Perithecien mittelgroß, sitzend, halbkugelig niedergedrückt, in trockenem Zustande fast denen einer Lecidea ähnlich, schwarz, mit einer zierlichen, etwas glänzenden, sehr fein durchbohrten Papille. Schläuche sehr zahlreich, sehr zart und brüchig, sehr schmal spindelförmig nur 5 bis 6 /4 breit. Sporen zu 8, einfach, nadelförmig, farblos, 45—54 lang, kaum 1,5 p, breit. Westfalen: An Kalksteinen um Brunsberg bei Höxter. 1719. L. Tremulae Kbr. — Verrucaria populicola Nyl. Lager unterrindig, später vortretend, sehr dünn feinschorfig, wei߬ grau oder weiß, auf weißem Vorlager. Perithecien sehr klein, 0,1 mm breit, zahlreich, angedirückt, mattschwarz, fast kugelig, mit kaum erkenn¬ barer Mündung. Paraphysen deutlich. Schläuche kurz walzig-keulig bis fast schmal eiförmig, 40 /z lang, 12 jj. breit. Sporen gerade oder gekrümmt, an den Enden stumpflich, zwei- bis vierteilig, 18—25 /z lang, 3 p breit. An Pappelarten, seltener an Weiden durch das Gebiet zerstreut. Tirol: Ehrenburg (Populus); Jenesien, Krummenbühel (Populus tre¬ mula); Bozen, Kaiserau (Populus nigra). — Allgäuer Alpen: Frei¬ bergsee. — Bayern: München, Obersendling (Rhus typhina) und an Ästen einer jungen Silberpappel; Amberg; Augsburg. — Fränk. Jura: An dünnen Zweigen von Populus tremula und Quercus unweit Moritzbrunn t>ei Eichstätt; an dünnen Pappelzweigen am Wiesengäßchen bei Eich¬ stätt. — Bade n: An Pappeln am Landgraben bei Karlsruhe. — Hessen. — Westfalen häufig. — Sachsen. — Schlesien. — Nord¬ west d. Tiefebene stellenweise. — Ostpreußen nicht selten. f. laricis Lahm. Schläuche gestreckter, 50^ lang, 10^ dick, Sporen schlanker, 35^ lang, 2 p, dick. Nordwestdeutschland: An den Zweigen junger Lärchen und Kiefern nicht selten — Westfalen: Anhöhe gegenüber Gut Holthausen. 1720. L. Quercus (Beltr.) Kbr. — Sagedia Quercus Beltr. — Taf. CXXII, Fig. 6—11. Lager weißlich durchschimmernd oder nicht erkennbar, unterrindig. Perithecien mattschwarz, klein. Schläuche walzig-keulig, 75—80^ lang.
541 8—io n breit. Sporen lang nadelförmig, gekrümmt, sechs- bis neunzellig, in der Größe von den verschiedenen Standorten sehr wechselnd, 30—75/4 lang, i,5—2,5jU dick. (Jatta gibt 16—30/4 Länge, 5—7/4. Dicke an.) Wahrscheinlich Sammelspezies. An der Rinde von jungen Eichen, Birken, Ilex, zerstreut. Schweiz: Genf, Riffersweil, Mt. Fenera. — München: An Eichenrinde im Isar¬ tale; an Prunus Cerasus im Pfarrgarten in Gräfelfing. — Augsburg: Gabelbach (Eiche). — Baden: An jungen Eichen am Jagdhaus bei Baden- Baden. — Thüringen: Klettenbach und im Siegelbacher Forst; Schorte- tal (Corylus). — Sachsen: Tharandt. — Schlesien: Verbreitet — Nordwestd. Tiefebene: Häufig. — Rügen: In Rindenfurchen junger Eichen hinter der schmalen Heide. f. macrospora Eitner. Thallus dünn, weißflockig. Perithecien unförmig, angeflogenem Ruß ähnlich. Sporen 50—75 /4 lang, 2—4 /4 dick. In den Ritzen der Rinde jüngerer Eichen. Schlesien: Sehr ver¬ breitet. f. Koerberi Eitner. Kruste unterrindig. Perithecien Arthopyrenia-ähnlich, fast glänzend, klein, halb eingesenkt. Sporen sechsteilig, 30 /4 lang, 1,5/4 dick, mondartig, gekrümmt, an beiden Enden zugespitzt. (Nach Eitner die von Koerber als L Quercus beschriebene und in dessen Herbar befindliche Form.) Schlesien: Auf dem Über schaar bei Landeck, auf Corylus Avellana. 1721. L. parameca (Mass.) Kbr. — Sagedia parameca Mass. Thallus unterrindig, weißlich, undeutlich oder ergossen. Perithecien klein, eil ipso id-i sch-länglich, schwarz, glänzend, selten durchbohrt. Para¬ physen fehlen. Sporen nadelförmig-wurmförmig, gekrümmt oder gedreht, mit mehreren Querwänden, 30—49/4 lang, 2—3 /4. dick. — Nach der Be- cshreibung kaum von L. Quercus verschieden. Erklärung zu Tafel CXXII. Fig. i. Leptorhaphis epidermidis, Lager, nat. Gr. „ 2. „ „ Lager, Lupenvergrößerung. 1 , 3. „ „ Schnitt durch ein Perithecium, Vergr. 100. h 4. „ „ Schlauch, Vergr. 500. »5- 11 h Sporen, Vergr. 1000. „ 6- „ Quercus, Lager, nat. Gr. n 7. „ „ Lager, Lupenvergrößerung. 11 8. „ „ Schnitt durch Lager und Perithecium, Vergr. 100. » 9* 11 „ Schlauch, Vergr. 500. » 10. „ „ Sporen, Vergr. 1000. »»11. „ tremulae, Sporen, Vergr. 1000.
542 An Stämmen von Laubhölzern. Tirol: Jenesien und Ritten auf dem Stamme von Prunus avium. — Schweiz: Zwischen Bossey und Mt. Saleve an Cerasus. 1722. L. Amygdali (Mass.) Jatta. — Campylacia Amygdali Mass. Thallus aschgrau-weißlich, unterrindig, ergossen. Perithecien hervor¬ brechend, papillenförmig - kugelig, etwas verlängert, schwarz, zahlreich, olme Paraphysen. Sporen nadelförmig, gebogen, an beiden Enden stumpf- lich, mit einer Querwand, 18 p lang, 3—4 p breit. Baden: Bei Heidelberg an Stämmen von Amygralus communis. 1723. L. lucida Kbr. Thallus anfangs unterrindig, begrenzt-fleckenförmig, später entblößt, ergossen, sehr zarthäutig, glatt, blaugrün-weißlich. Perithecien ziemlich groß, einzeln, sitzend, halbkugelig, tiefschwarz, undurchsichtig, schließlich durchbohrt oder selbst unregelmäßig aufspringend. Schläuche schmal zylindrisch-keulig, sechs- bis achtsporig. Sporen gerade oder nur wenig gebogen, lang nadelförmig, an den Enden kurz zugespitzt, farblos, undeut¬ lich mehrteilig, nach Eitner vierteilig, 22—28 p lang, 3—4. p dick. Auf der Rinde von Pappelarten. Schlesien: Im Walde von Groß- Kottulin nach Groß-Strehlitz. 1724. L. aggregata Eitner. Lager ubnterrindig, goldrote Kettengonidien enthaltend. Die matt¬ schwarzen, kleinen Perithecien sitzen in Gruppen dicht gedrängt auf der glatten Rinde oder auch in Rindennissen, mit meist deutlicher Durchboh¬ rung und im Alter oft leicht eingedrückter Mündung. Sporen zu 5—6 in schmal keuligen Schläuchen, 22—24 p, lang, 2,5—3 p dick, mondsichel- förmig, an den Enden meist gespitzt, undeutlich mehrteilig. Stets an Acer pseudoplatanus. Schlesien: Reinerz, Seefelder, Pischkowitz am Dominium; Riesengebirge: Straße von Krummhübel nach dem Kynast. 1725. L. epidermidis (Ach.) Th. Fr. — Lichen epidermidis Ach. — Verrucaria epidermidis Ach. — V. oxyspora Nyl. — Leptorhaphis oxy- spora Kbr. — Taf. CXXII, Fig. 1—5. Lager unterrindig, später sehr dünnhäutig, fleckig vortretend, grau. Perithecien klein, her verbrechend, halbkugelig, schwarz, etwas glänzend. Paraphysen nicht erkennbar. Sporen nadelförmig, einfach oder zwei- bis sechsteilig, 20—37 p lang, 2—4 p dick, an beiden Enden scharf nadel- förmig, gerade oder gebogen. Pyknokonidien gerade, 4—5 p lang, 1 p dick. An glatter Rinde hauptsächlich von Birken zerstreut durch das ganze Gebiet. Tirol: Ehrenburg, Jenesien beim Steiflerhofe (auf Betula und
543 Prunus cerasus); Pinzolo, Doss Sabione; Lavarone oder S. Sebastiano (Fagus). — Steiermark: Ramsauleiten bei Schladming (Birken). — Schweiz: — Baden. — Hessen. — Sachsen. — Thüringen.— Schlesien. — Böhmen. — Bayern usw. 1726. L. Wolbecensis Lahm. Von L. tremulae äußerlich kaum verschieden, nur ist der Thallus etwas kräftiger und niemals hypophlöodisch. Schläuche mehr als doppelt so lang wie bei L. tremulae. Sporen zu 8, mindestens noch einmal so lang wie bei L. tremulae, 60—70/z, lang, 1,5 p d-ick, acht- bis zwölfteilig. Westfalen: Tiergarten zu Wolbeck, an Carpinus. 1727. L. Maggiana (Mass.) Jatta. — Arthopyrenia Maggiana Mass. Lager unterrindig, mit Chroolepus-Gonidien. Perithecien sehr klein, zerstreut, kaum mit der Lupe erkennbar, halbkugelig-rundlich mit punkt¬ förmiger durchbohrter Papille, schwarz, ohne Paraphysen. Sporen zu 6 bis 8, lanzettlich,-linear, nadelförmig, beiderseits zugespitzt, normal zwei¬ zeilig, 24—36 p lang, 1—2 p breit. Alpen: An Corylusrinde bei Veyrier in der Schweiz. 1728. L. Wienkampii Lahm. Lager ausgebreitet, sehr dünn, fein und zerstreut körnig, grau¬ weißlich, oft fast fehlend. Vorlager undeutlich. Perithecien klein, 0,1 bis 0,2mm breit, sitzend, mattschwarz, kugelig, mit ziemlich deutlich durch¬ bohrter Mündung, im Alter durch Ausfallen ausgehöhlt. Schläuche schmalkeulig. Sporen nadelförmig, meist gekrümmt, acht- bis mehrteilig, 25—3°/^ iang, 1,5 p dick. An von der Oberhaut entblößten Rinden und in Rindenspalten alter Laubhölzer, besonders Salix, Quercus, Robinia, auch an gezimmertem Holze. Schlesien: Verbreitet. — Westfalen: Bei Handorf; Mün¬ ster; Welbergen, überall an Salix; bei Lütgenbeck auch an Ulmen. 1729. L. psilotera (Nyl.) —Verrucaria psilotera Nyl. — Der L. epider¬ midis ähnlich, aber mit länger nadelförmigen, 30—40^ langen, 1,5—2 p breiten, vierzelligen Sporen. Schlesien: Nimptsch, auf Corylus avellana unter dem Ruschko- witzer Berg gegen Kuhnsdorf. Gattung Belonia Koerber. Lager krustig, einförmig, mit undeutlichem Vorlager und Chroolepus- Gonidiien. Perithecien einfach, in Lagerwarzen versteckt, fast kugelig, mit weichem, hellem, am Scheitel dunklerem, eigenem Gehäuse und mit punktförmiger, im Alter erweiterter Mündung. Paraphysen zart unver¬
544 zweigt, straff, bleibend. Schläuche spindelförmig, bald schleimig, zer¬ fließend, vier- bis achtspor.ig. Sporen nadelförmig, parallel vielteilig (15 bis 20), mit zylindrischen Fächern, ungefärbt. 1730. B. Russula Kbr. — Taf. CXXV, Fig. 1—5. Lager weinsteinartig, rissig-gefeldert, warzig-höckerig oder körnig aufgelöst, weiß-bräunlich, weißlichrgrün oder grau-grünlich — im Schatten oft fast grasgrün, an sonnigen Stellen mehr bräunlich — auf weißlichem Vorlager. Perithecien zu I—5 in halbkugeligen oder kugeligen, zuweilen durch Veschmelzung mehrerer unregelmäßig höckerigen, bräunlich weißen, 0,3—0,8 mm großen Lagerwarzen, mit mattweißem Gehäuse. Sporen zu 8 im Schlauch, meist regelmäßig nadelförmig, 10—28 p lang, 3—4^ dick, regelmäßig durch zahlreiche Querwände in fast würfelförmige Zellen (oft über 30) geteilt. (Sporen eines Exemplars aus Ungarn waren 40—70^/ lang, 2,5—4^ dick.) Selten im Hochgebirge. Schlesien: An feuchten Stellen des Basaltes der Kleinen Schneegrube. 1731. B. terrigena Eitner. Kruste unrein, schwärzlich-grau, kräftig, humose Erde und verdorbene Moose überziehend. Apothecien Verrukarienfrüchten gleich, liervor- breichend, grau, am Scheitel das gelblichweiße Gehäuse entblößend. Pore winzig, angefeuchtet, den gelbrötlichen Kern zeigend. Fruchtwarzen kaum 0,2 mm breit, stets einfrüchtig. Paraphysen sehr fein, locker, wirr. Schläuche sich leicht absondernd, spindelförmig, 3—6 Sporen von 100 bis 180 p Länge, 3—5 p Dicke enthaltend. Sporen spindeiig, sehr zart und viel querteilig, hyalin. Gehäuse dick, fleischig, gelbrötlich, von dicker Gonidien¬ schicht umgeben. K färbt die untere Hälfte des Hymeniums gelb, Jod alles rötlich gelbbraun. Schlesien: Riesengebirge, um die Veilchensteine auf alten Rasen- ausstichen neben dem Kammweg. Gattung Pyrenula (Ach.) Mass. Lager krustig, einförmig, endo- oder epiphlöodisch, unberindet, mit Chroolepus - Gonidien. Perithecien einfach, vom Lager umkleidet oder nackt, mit halbkugeligem, kegeligem oder kugeligem, schwarzem, eigenem Gehäuse m,it gerader punktförmiger oder schwach genabelter Mündung. Paraphysen fädig, einfach, frei. Schläuche achtsporig. Sporen ellipsoidisch, länglich oder spindelförmig, zwei- bis sechszellig mit linsenförmigen, rhom- boidischen oder fast achteckigen Fächern, braun. Konzeptakel der Pykno¬ konidien peripher gelagert, kugelig oder etwas zusammengedrückt, klein,
545 mit schwarzem Gehäuse, Basalzellen verzweigt, kurz zylindrisch; Basidien einfach; Pyknokonidien terminal, fädig-zylindrisch, gekrümmt. Übersicht der Arten: i. An Gestein P. incrustans. An Rinden 2. 2. Perithecien 0,5—1,0 mm breit 3» Perithecien 0,2—0,3 mm breit 4. 3. Lager weißlich oder grünlichweiß, unscharf begrenzt, wenig deutlich P. laevigata. Lager begrenzt, ölglänzend, olivbraun, gelblichbraun, rotbraun, selten weißlich P. nitida. 4. Sporen 16—22 lang. Lager klein, kreisrund P. nitidella. Sporen 9—17 p lang 5. 5. Lager weiß, glatt oder leicht runzelig P. leucoplaca. Lager grau oder graubräunlich, glatt P. Coryli. 1732. P. incrustans Kbr. Lager fast weinsteinartig-kömig, Körnchen klein, zerstreut oder in eine fast zusammenhängende Kruste vereinigt, auf dickem, tief schwarzem, fast schwammigem Vorlager. Perithecien aus dem Vorlager entspringend, sehr klein, halbkugelig, schwarz, ohne erkennbare Mündung. Schläuche zylindrisch-sackförmig oder stumpf-sp in del i g-zylindrisch, oft auch darm¬ artig gewunden. Paraphysen fein, fädig, gebogen. Sporen zu 4—6, kahn- förmig, an beiden Enden scharf zugespitzt, 40—50 p lang, 14 p dick, vier¬ zellig, rotbraun. Schlesien: Am Basalt der Kleinen Schneegrube über absterbenden Laubmoosen. z7 33- P- laevigata (Pers.) Arn. — Verrucaria laevigata Pers. — V. glabrata Ach. — Pyrenula glabrata Kbr. Lager ergossen, häutig-knorpelig, glatt, zusammenhängend oder etwas uneben, spärlich rissig, grünlichweiß oder weißlich, auf undeutlichem, Erklärung zu Tafel CXXIII. Fig. i. Polyblastiopsis acuminans, Lager, nat. Gr. i« 2. „ ,, Lager, bei starker Lupenvergrößerung. H 3- „ „ Schnitt durch ein Perithecium, Vergr. 100. h 4. ,, „ Schlauch, Vergr. 500. >1 5- „ n Sporen, Vergr. 1000. » 6. Porina lectissima, Schnitt durch ein Perithecium, Vergr. 100. „7* n n Schlauch mit Paraphysen, Vergr. 500. m 8. „ „ Sporen, Vergr. 1000. ThomS-Migula, Flechten. U. (Flora XU, 2.) 35
546 hellem Vorlagen Perithecien ziemlich klein bis. mittelgroß, etwa 0,5 mm breit, anfangs vom Lager überdeckt, bald hervortretend und angedrückt, schwarz, fast halbkugelig, mit eingedrückter Mündung. Schläuche zylin¬ drisch. Sporen hell rotbraun-, ellipsoidisch, meist an beiden Enden scharf zugespitzt, vierzellig, 12—21 p lang, 5—9^1 dick. An glatter Rinde von Laubbäumen verbreitet, doch nicht häufig. Tirol: Plansee, an Buchenstämmen. — Schweiz: An Carpinus, Fagus, Castanea, Tilia. — München: An Buchen in größeren Waldungen; an Carpinus in der Allacher Lohe. — Fränk. Jura: Am Grunde älterer Buchen und an deren vorstehenden Wurzeln in Laubwäldern; an Tannen¬ rinde im Labertale. — Baden: An Hainbuchen bei Salem und bei Kon¬ stanz ; an Buchen, auf der Badener Höhe und im Scheibenhard Wald bei Karlsruhe; bei Heidelberg (Carpinus, Fagus). — Allgäuer Alpen: Bei Oberstdorf; in Buchrain. — Württemberg: Ehingen, an Hain¬ buchen im Osterholz. — Hessen: Hinkcner Wäldchen; in der Wetterau; Odenwald; Bergstraße. — Westfalen: Wolbecker Tiergarten. — Sachsen: Mordgrund bei Dresden; zwischen Tharandt und der Rabe- nauer Mühle ; um Leipzig. — S c h 1 e s i e n: An Buchen an dem Wege vom Kleinen Schneeberg zum Wölfeisfall; Groß-Leubuscher Wald bei Brieg; um Rybnik; im Forstrevier Przyschitz bei Proskau. 1734. P. nitida (Weigel) Ach. — Sphaeria nitida Weigel. — Verru¬ caria nitida Schrad. — Taf. CXXVJI, Fig. 1—5. Lager abgegrenzt, zusammenhängend, häutig - knorpelig oder rissig zerteilt, ölglänzend, olivbraun, gelbbraun bis dunkel rotbraun, selten etwas weißlichgrün, mit meist undeutlichem, seltener als bräunlich grüner Rand auftretendem Vorlager. Perithecien mittelgroß, anfangs vom Lager über¬ deckt, später vorbrechend und sitzend, bis 1 mm breit, halbkugelig, braun¬ schwarz oder schwarz, mit eingedrückter Mündung. Sporen länglich- ellipsoidisch oder länglich, 5—8 p dick, 16—22 p lang, meist vier-, seltener sechszellig, ringförmig eingeschnürt, hell rotbraun. Schläuche walzig, acht¬ sporig. Paraphysen mehr als doppelt so lang. Pykniden eingestreut, gern an den Säumen der Lagerrisse und dort, wo sich zwei Lager treffen, ent¬ lang gereiht. Pyknokonidien 20—40 p lang, 0,5 p breit, fäd-ig, sichelförmig oder bogig gekrümmt oder auch gestreckt. An glatter Laubholzrinde, besonders, an Buchen verbreitet und meist häufig, stellenweise gemein. 1735. P. nitidella (Flk.) Müll.-Arg. — P. nitida b. nitidella Flk. — P. nitida ß minor (Leight.) Hepp. Thallus kleiner als bei P. nitida, kreisrund, Perithecien um mehr als
547 die Hälfte kleiner, 0,2—0,3 p. im Durchmesser, sonst ganz wie P. nitida, mit der sie nicht selten zusammen verkommt, in die sie aber nicht über¬ geht. Auch die Pykniden und Konidien sind wie bei P. nitida. An glatten Laubholzrinden, hauptsächlich an Carpinus und Corylus, verbreitet, in den Alpen fehlend. 1736. P. leucoplaca (Wallr.) Kbr. Lager ergossen, glatt oder leicht runzelig, weißlich oder rein weiß, dünn, mit undeutlichem Vorlager. Perithecien klein, zahlreich«, kaum über 0,2 mm breit, anfangs vom Lager bedeckt, bald vortretend und locker auf¬ sitzend, halbkugelig, schwarz’, mit sehr feiner, kaum eingedrückter Mün¬ dung. Paraphysen so lang wie die zylindrischen Schläuche. Sporen rundlich bis länglich-ellipsoidisch, meist vierzellig, hell bis dunkel rotbraun, ohne Öltropfen, 9—15 //. lang, 5—7 /z dick. An der Rinde von Laubhölzern stellenweise nicht selten, in den Alpen nicht häufig. f. chrysoleuca Fl. Lager häutig-knorpelig, glatt, weißlich, abgerieben goldgelb. f. umbrosa Kbr. Lager fast weinsteinartig-schorfig oder -staubig, rein weiß. 1737. P. Coryli Mass. — Taf. CXXVII, Fig. 6—9. Lager anfangs meist unterrindig als hellerer Fleck auf tretend, später meist vorbrechend, sehr dünnhäutig, aschgrau, ohne erkennbares Vorlager. Perithecien sehr klein, 0,2 mm groß, her vor brechend, angedrückt, flach gewölbt bis fast halbkugelig, schwarz, mit kaum erkennbarer Mündung. Schläuche fast zylindrisch. Sporen meist an beiden Enden zugespitzt, ellipsoidisch, vierzellig, braun, 10—17/z lang, 4—6 ju dick. An der Rinde von Corylus und Sambucus, selten. Tirol: Ehren- bürg. — Schweiz: Veltlin, Zürich, Liestal, Riva, Genf. — Allgäuer Alpen: Hinter Faulenbach bei Füssen. — München: Im Walde zwischen Feldafing und Wieling; im Gehölze Bei Lohof; bei Großhesselohe. — Fränk. Jura: Selten, im Walde über der Buibenroter Mühle bei Breitenfurt; an Prunus Padus im Eichstätter Hofgarten. — Baden: Schloß Eberstein im Murgtal und im Schloßgarten zu Heidelberg. — Westfalen: Hin und wieder an alten Stämmen von Corylus. — Sachsen: Mehrfach. — Schlesien: Am breiten Berge Bei Striegau; Lehne an der Steina an der Chaussee zwischen Birgiwitz und Möhlten bei Glatz; am Willenberg (Kr. Schönau) an Tilia spärlich. — Ostpreußen: Ibenhorst, Angerburg, Labiau, Pr. Friedland, Wiskiauter Wäldchen; Gansupschlucht Bei Georgenswalde. 35*
548 Gattung Porina (Ach.) Müll.-Arg, Lager krustig, einförmig, epi- oder endophlöodisch, unberindet, mit Chroolepus-Gonidien. Perithecien einfach, zerstreut stehend, mit hellem oder dunklem, halbkugeligem oder kugeligem, eigenem Gehäuse und mit gerader, zumeist punktförmiger Mündung. Paraphysen einfach-, nur aus¬ nahmsweise an der Spitze gegabelt, frei. Schläuche sechs- bis achtsporig. Sporen länglich, spindelförmig, Stäbchen- oder nadelförmig, parallel zwei- bis vielzellig, mit zylindrischen Fächern, farblos. Konzeptakel der Pykno¬ konidien klein, kugelig; Basidien einfach oder wenig verzweigt; Pykno¬ konidien gerade, kurz walzlich, länglich, spindelförmig oder lang und fädig. Stylosporen zwei- bis vierzellig. Übersicht der Arten: i. Steinbewohner 2. An Rinden, über Moosen, auf bloßer Erde 13. 2. Sporen bis vierzellig 3. Sporen vier- bis achtzellig 9. 3. Sporen über 30 p (30—36 p) dick 4. Sporen durchschnittlich weit unter 30 p dick 5. 4. Sporen 12—15 p breit P. morbosa. Sporen 8—9p breit P. subarticulata. 5. Lager nicht wahrnehmbar P. athallina. Lager erkennbar 6. 6. Perithecien groß, gegen 1 mm breit P. acrocordioides. Perithecien viel kleiner 7. 7. Lager pfirsichblütrot P. persicina. Lager anders gefärbt 8. 8. Perithecien blaß rötlich, halb eingesenkt P. lectissima. Perithecien schwarz, sitzend oder etwas eingesenkt P. chlorotica. 9. Perithecien graugelb, eingesenkt P. Ahlesiana. Perithecien schwarz 10. 10. Perithecien 0,5—0,8 mm breit P. grandis. Perithecien nicht über 0,4 mm breit 11. 11. Perithecien zuerst vom Lager bedeckt P. austriaca. Perithecien angedrückt bis erhaben sitzend 12. 12. Auf Kalk und Dolomit P. byssophila. Auf Silikatgestein P. Koerberi. 13. Sporen bis vierzellig 14. Sporen vier- bis achtzellig 21.
549 14. Sporen einzellig P. glabrata. Sporen zwei- bis vierzellig 15. 15. Sporen 22—29^ lang 16. Sporen unter 22^ lang 17. 16. Lager weißlich. P. cognata. Lager dunkel aschgrau P. declivium. 17. Perithecien anfangs halb eingesenkt P. affinis. Perithecien sitzend 18. 18. Perithecien rötlich P. leptalea. Perithecien schwarz 19. 19. Sporen an den Enden schlank zugespitzt, an Nadelhölzern P. abietina. Sporen an den Enden kaum oder nicht zugespitzt, zumeist an Laub- hölzern 20. 20. An Rhododendron P. Rhododendri. An anderen Laubhölzern P. carplnea. 21. Sporen 15—24^ lang 22. Sporen über 25 lang 24. 22. Lager graurotbraun bis rotbraunschwärzlich P. sudetica. l^ager weiß, grau oder graugrünlich 23. 23. Lager weiß oder grauweiß P. lactea. Lager graugrünlich P. faginea. 24. Sporen bis 40 p, lang 25. Sporen über 40 p, lang 26. 25. Lager aschgrau P. Thuretii. Lager dunkel olivbraun P. olivacea. 26. Läger braun P. leptospora. Lager grauweiß bis aschgrau P. tlgurina. 1738. P. morbosa (Arn.). — Sagedia morbosa Arn. Thallus weißlich, ziemlich zart, ergossen. Perithecien schwarz, hervor¬ tretend. Hymenium mit Jod rotgelb werdend. Paraphysen haarförmig. Schläuche fast zylindrisch, achtsporig. Sporen jung farblos, im Alter bräunlich bis braun werdend, wenig eingeschnürt, mit ein bis drei Quer¬ wänden, nicht selten mit zwei bis vier Öltropfen, 30—36 p lang, 12—15 p breit. Tirol: Waldrast, an Kalkfelsen der Serlosgrube; Brenner, an Gneis¬ steinen in den Gletscherbäohen. Selten. T739- P- subarticulata (Arn.). — Sagedia subarticulata Arn. Thallus fast fehlend. Perithecien klein, schiwarz, eingesenkt, unförmig. Paraphysen kräftig. Hymenium mit Jod sich bläuend, dann weinrot dunkel
550 werdend. Schläuche länglich, etwa 80—94 u lang, 30—36 p dick, acht- sporig. Sporen jung farblos, reif braun, mit ein bis drei Querwänden, gerade oder leicht gekrümmt, an den Seiten etwas gliederartig eingeschnürt, 3°—36 /z lang, 8—9 p breit. Tirol: Waldrast, an Kalksteinen des Seriesgipfels; Predazzo, an Kalksteinen oben auf der Westseite des Monte Castellazzo. 1740. P. athallina (Bagl. et Car.). — Sagedia athallina Bagl. et Car. Lager nicht wahrnehmbar. Perithecien klein, getrennt, aus breitem Grunde niedergedrückt-halbkugelig, schwarz, mit etwas verflachter, durcli- bohrter Mündung. Schläuche zylindrisch. Sporen ellipsoidisch, an beiden Enden stumpflich, vierzellig, 17—23^ lang, 5—7 p breit. Alpen: An Gneisfelsen in Valdobhia. 1741. P. acrocordioides Zahlbr. — Segestria acrocordioides Zahlbr. Thallus zart mit dem Kalk zusammenfließend, ergossen, zusammen¬ hängend, weißlich, aschgrau, grün- oder pfirsichblütrot-aschgrau, mit Kali¬ lauge sich nicht färbend, ebensowenig mit Chlorkalklösung oder Chlor¬ calciumlösung. Gonidien zu Chroolepus gehörig, klein, unter der formlosen und sehr zarten Rindenschicht Liegend. Perithecien zahlreich, relativ groß, etwa 1 mm oder wenig darüber groß, zerstreut, selten gehäuft, sitzend, niedergedrückt-halbkugelig, genabelt, mit sehr zarter, durchbohrter Mün¬ dung, nackt, von einer Gonidien führenden Schicht nicht üljerzogen, purpurschwarz, undurchsichtig, rauh. Wandung im oberen Teil halb¬ kugelig, dick, kohlig, innerer Teil kugelig, braunschwarz. Hymenium blaß, mit Jod sich weinrot färbend. Periphysen sehr zart und kurz. Paraphysen fadenförmig, sehr zart, einfach, etwas gebogen, nicht vereinigt. Schläuche zahlreich, fast zylindrisch oder länglich-zylindrisch, kürzer als die Para¬ physen, 80—90 p lang, 9—11 p breit. Sporen zu 8 fast einreihig in den Schläuchen liegend, ellipsoidisch oder länglich-eiförmig, farblos, mit drei Querwänden und zylindrischen Zellen, 16—22 p lang, 7,8—8,2 p breit. Pyknokonidien nicht beobachtet. Istrien: An Kalkfelsen um Pola häufig. 1742. P. persicina (Kbr.) Zahlbr. — Sagedia persicina Kbr. — Taf. CXXI C, Fig. 7. Thallus ergossen, weinsteinartig - mehlig, pfirsichblutrot, grau ver¬ bleichend, auf undeutlichem Vorlager, seltener schwärzlich - dunkelrot. Perithecien sehr klein, eingewachsen-sitzend, halbkugelig, undurchsichtig, mit einfacher, zuletzt undeutlich durchbohrter Mündung. Schläuche kurz lanzettlich, achtsporig. Sporen stumpf spindelförmig, 18—26p lang, 3 b*5 5 p dick, meist undeutlich vierzellig.
551 An beschatteten Kalk- und Dolomitfelsen, selten. Niederöster¬ reich: An schattigen Kalkfelsen in der Klamm am Aufstiege zur Wand von Waldegg im Piestingtale. — Schweiz: Weißenstein; Mt. Saleve; um Como. — Fränk. Jura: An Kalkwänden in der Schlucht des Zweck¬ lesgrabens bei Müggendorf; bei Streitberg, Würgau; an Dolomitwänden bei Weischenfeld, Krögelstein; Erlangen, Hezlesberg (f. atrata). — Westfalen: An Dolomit des Ith; an den Leitmarschen Klippen bei Stadtberge; am Hillenberg bei Warstein: im Buchenwald beim Schlosse zu Cappenberg. 1743. P. lectissima (Fr.) Zahlbr. — Segestria lectissima Fr. — Segc- strella lectissima Mudd. — Verrucaria irrigua Tayl. — V. holochrodes Nyl. — Taf. CXXIII, Fig. 6—8 ; CXXIV, Fig. 10,11. Thallus blaß olivfarben oder rötlichgelb, dünn, zusammenhängend, etwas weinsteinartig, ergossen. Perithecien klein, blaß rötlich, halb ein¬ gesenkt, mit ziemlich weiter Mündung und halbierter rötlicher Wandung. Paraphysen dünn, deutlich, länger als die Schläuche. Sporen zu 8 im Schlauch, spindelförmig, farblos, mit drei Querwänden, 22—32 lang, 4—7/z dick. Die Hymenialgallerte färbt sich nicht mit Jod. An Steinen in Bächen oder an feuchten Felsen im Gebirge, zerstreut. Tirol: Kühetai, Felswand gegen die Plendele-Seen; Überetsch, an be¬ schatteten Felsen der Eislöcher: Predazzo, nicht selten an Syenitblöcken am Fuße der Margola; Paneveggio, an Porphyr im Pellegrinotale. — Bayr. Wald: Wolfstein; Falkenstein bei Zwiesel. — Baden: Tm süd¬ lichen Schwarzwald nicht selten; Kirchzarten, Kinzig- und Gutachtal, Geroldsau, Gunzcnbacher Tal, Schluttenbach, Schlierbach, Königstuhl bei Heidelberg. — Westfalen: Rote Grund bei Höxter; Bruchhauser Steine. — Vogtland: Elstertal unterhalb Rentzschmühle, an Diabas¬ felsen; Brettschineiderfelsen im Triebtale. — Thüringen: Triefender Stein k>ei der Schmücke auf feuchtem Porphyr. — Schlesien: Sattler l>ei Hirschberg; Kynast; Kochel- und Zackenfall; Kleine Schneegrube; Wölfesfall in der Grafschaft Glatz. 1744. P. chlorotica (Ach.) Wainio. — Verrucaria chlorotica Ach. — V. trachona Ach. — V. Harriman i Leight. — V. codonoidea Leight. — V. subintegra Nyl. — Anthropyrenia macularis Mudd. — Sagedia macularis Kbr. — Verrucaria macularis Wahr. — Taf. CXXTV, Fig. 5—9. Lager gräulich, graubräunlich, olivfarben oder braun, dünn, schlei¬ mig-häutig, ergossen oder bestimmt begrenzt, zuweilen körnig oder zer¬ rissen. Perithecien klein, schwarz, halbkugelig bis fast kugelig, oberfläch¬ lich oder leicht eingesenkt, zahlreich mit kleiner Mündungspapille.
552 Schläuche schlank, oben und unten verschmälert, 75—100^ lang. Para¬ physen zahlreich, dünn, deutlich. Sporen lang spindelförmig, farblos, mit drei Querwänden, meist 16—20 p lang, 4—6 p dick, selten etwas größer. An schattigen oder feuchten Felsen im Gebirge verbreitet, in der Ebene hier und da an erratischen Blöcken usw. 1745. P. Ahlesiana (Kbr.) A. Zahlbr. — Segestrella Ahlesiana Kbr. Thallus ergossen, sehr zart, zusammenhängend, glatt, blaß olivgrün oder rötlich, mit undeutlichem Vorlager. Perithecien halbkugelig, grau¬ gelb mit kaum erkennbarer, rötlicher, zuletzt schwärzlicher Mündung. Schläuche spindeiig, achtsporig. Sporen breit spindelförmig, kräftig, 32 bis 50 p lang, mehrmals länger als breit, sechs- bis achtzellig, farblos. An überspülten Sandsteinblöcken. Baden: Würmtal bei Pforzheim und bei Heidelberg. — N iederö-ste rreich: An geglätteten Stellen der Granitblöcke im Mosingtale bei Spitz (Sporen mit 7, sehr selten mit 9 Scheidewänden, 30—32 p lang, 6—7 p breit. Pseudoparenchymatisehe Schicht des Gehäuses rötlichbraun. (Jod färbt das Hymenium nicht.) 1746. P. grandis (Kbr.). — Sagedia grandis Kbr. Lager dünn, ausgebreitet, weinsteinartig, feinrissig oder körnig, aschgrau oder dunkelgrau, auf weißlichem, undeutlichem Vorlager. Peri¬ thecien ziemlich groß, 0,5—0,8 mm breit, sitzend, abgeplattet, halbkugelig bis fast kugelig, glänzend schwarz, mit abgeplatteter, schwach eingedrück¬ ter, fein durchbohrter Mündung. Gehäuse im unteren Teil violettbräun¬ lich, im oberen Teil rotbraun-schwarz. Schläuche breit spindelförmig, Sporen breit spindelförmig, sehr kräftig, zuweilen an einem Ende breit abgerundet, am andern zugespitzt, achtteilig, mit im Alter sich fast kugelig abrundenden Teilkörpern, 25—35 p lang, 5—6 p dick. Schlesien: An triefenden Basaltfeisen der Kleinen Schneegrube: Wölf elsgr und. Erklärung zu Tafel CXXIV. Fig. i. Porina carpinea, Lager, nat. Gr. ,, 2. ,, „ Lager, Lupenvergrößerung. „ 3. „ 1, Schnitt durch Lager und Perithecium. Vergr. ioo. ,, 4. ,, „ Sporen, Vergr. iooo. „5. „ chlorotica, Lager, nat. Gr. „ 6. „ ,, Lager, Lupenvergrößerung. ,, 7. ,, „ Schnitt durch Lager und Perithecium, Vergr. 100. „ 8. 11 11 Schlauch mit Paraphysen, Vergr. 500. I, 9. I, „ Sporen, Vergr. 1000. „ 10. 11 lectissima, Lager, nat. Gr. ,, 11. „ ,, Lager, Lupenvergrößerung.
553 1747- austriaca (Kbr.) A. Zahlbr. — Sagedia austriaca Kbr. Thallus ergossen, weinsteinartig - schorfig, zusammenhängend, aber leicht hügelig und selbst gefurcht, schmutzig graugrün, mit undeutlichem Vorlager. Perithecien zahlreich, sehr klein, halbkugelig, zuerst vom Thallus bedeckt, zuletzt undeutlich durchbohrt, mitunter zusammen - fließend, schwarz. Schläuche spindelig-lanzettlich, sechs- bis achtsporig. Sporen groß, kahnförmig-spindeiig, öfters gekrümmt, sechs- bis achtzellig, fünf- bis siebenmal so lang wie breit, farblos bis etwas gelblich. An feuchten, kieselhaltigen Felsen der Ostalpen, selten. Tirol: An feuchten Porphyrblöcken oberhalb des Waldbaches gegen Rolle. — Ober- österreich: Auf Wiener Sandstein im Schlierbacher Schacher bei Kremsmünster. — Niederösterreich: Auf Sandsteinen bei Reka- winkel am Jochgrabenberge; am Sonntagsberg bei Rosenau. — Mün¬ chen: Auf Sand- und Glimmerste inen am Waldfußwege südlich bei Schaftlam; auf Glimmersteinen östlich oberhalb Mühltal und im Buchen¬ walde des Isartales zwischen Geiselgasteig und Grünwald. 1748. P. byssophila (Kbr.) Zahlbr. — Sagedia byssophila Kbr. — Taf. CXXI C, Fig. 3. Thallus ausgebreitet, weinsteinartig, sehr dünn, schorfig - körnig, graurötlich, graugrünlich oder schmutzig-weißlich, oft durch, Algenfäden schwarz verunreinigt, zuweilen fast fehlend oder mit dem Gestein ver¬ mischt, auf undeutlichem Vorlager. Perithecien ziemlich klein, 0,2 bis 0,4 mm groß, angedrückt oder hervortretend, halbkugelig bis fast kugelig, schwarz,, mit undeutlich eingedrückter, sehr fein durchbohrter Mündung und violett schwarz em Gehäuse. Schläuche lanzettlich-keulig. Sporen spin¬ delförmig, vier- bis achtteilig, mit ungleich großen Teilen, 24—30 u lang, 5 /z dick. Pyknokonidien in den Perithecien ähnlichen Pykniden, stäbchen¬ förmig, 3—4 lang, 1 p, dick. Auf Kalk und Dolomit im Gebirge, selten. Tirol: Waldrast, an Kalkfelsen der Matreier Grube, selten; Sarntal, Kaserböden, auf Sand¬ stein; Paneveggio, auf Sandstein und Mergelkalk am Rollepaß. — Nie¬ derösterreich: An Dolomitfelsen an der Straße von Helenental nach Siegenfeld. — Schweiz: Monnetier; Hausen, in der Gegend von Zürich. — Fränk. Jura: Bei Eichstätt, im Tiefentale; zwischen Masserzell und der Linzer Kapelle; zwischen Landershofen und Pfünz; im Labertal, Gegend von Müggendorf und Pottenstein. — Württemberg: Ehingen, an den Kalkfelsen bei Altsteußlingen. — Westfalen: Felsen im Hönne- tal; Extersteine; Steine im Drülicher Walde bei Freudenberg. — Erz¬
554 gebirge: Rittersgrün. — Schlesien: Am Kalkfelsen der Kanzel des Kitzelberges bei Kauffungen. 1749. P. Koerberi (Fw.) Kbr. — Sagedia Koerberi Fw. Lager ausgebreitet, dünn, schorfig-körnig, grünbräunlich oder rot- bräunlich, auf undeutlichem, schwachem Vorlager. Perithecien. klein, fast kugelig, schwarz, zerstreut, erhaben sitzend, 0,2—0,4 mm breit, mit un¬ deutlich eingedrückter, fein «durchbohrter Mündung. Sporen spindelförmig, vier- bis achtteilig, 18—32 lang, 4—5 dick. An schattigen Felswänden im Riesengebirge und in den Alpen, selten. Tirol: Kühetai, an Blöcken zwischen den Finstertaler Seen. — Alpen: Bei Kiitzbühel; Meran, Vöranerjoch, auf Porphyr; Überetschi, an be¬ schatteten Blöcken der Eislöcher. — N i e d e r ö s t e r r e i c h: An der Unterseite übenhängender Glimmerschieferblöcke in. der großen Klause l>ei Aspang. — Schlesien: Am kleinen Teich, an der schwarzen Koppe, im Eulengrunde, am Zacken- und Kochelfall; auf den Siebengiebelsteinen in der Iser; im Kessel des Wölfels falles und auf dem Dreiacker bei Land- cck; Höllengrund am Kynast; oberer Teil des Weißwassergrundes. var. nemoralis Fl. Früchte zahlreich, angedrückt, 0,1—2 mm breit. Schlesien: Grunau bei Hirschberg, an Urschiefer; Fürstensteiner Grund, an Grauwacke. var. Rhododendri Arn. Thallus zart, fast rostfarben, im Herbar zuletzt blaß grünlich, mit 25 p. breiten Chrysogonidien. Perithecien hervortretend, schwarz; Wand im unteren Teile blaß, mit Salpetersäure dunkel violettpurpurn werdend. Hymenium mit Jod rotgelb werdend. Paraphysen haarförmig. Schläuche zylindrisch, achtsporig. Sporen jung mit einer, später mit drei Quer¬ wänden, an beiden Enden verschmälert, 23—30 p lang, 4 p breit. Tirol: Kleiner Rettenstein, am Wege zum Roßgrubkogel, selten, an Zweigen von Rhododendron ferrugineum. 1750. P. glabrata Ach. Lager weißlich, dünn oder fast fehlend. Perithecien kleiner, schwarz, ziemlich frei; Sporen hell, später leicht gefärbt, ellipsoidisch, zugespitzt, einzellig, 16—21 p lang, 6—9 p breit. Pyknokonidiengehäuse kleiner, punktförmig, Pyknokonidien aber wie bei P. nitida. No r d we s t d e u t sc h e Tiefebene: Im Mansholter Busch an einer Hainbuche. — Lothringen. Sind die Sporen in ausgereiftem Zustande stest einzellig, so würde diese Art aus der Gattung Porina auszuschließen sein.
555 1751- P- cognata (Arn.) — Sagedia cognata Arn. Thallus weißlich, körnig, alte Moose überziehend. Perithecien klein, schwarz, hervortretend mit halbierter Wandung. Hymenium mit Jod nur rotgelb werdend. Paraphysen haarförmig. Schläuche fast zylindrisch. Sporen mit drei Querwänden, an den Enden zugespitzt, farblos, zu 8 im Schlauch, 22—28 p lang, 5—6 breit. Tirol: Waldrast, über alten Moosen und auf abgedorrten Gräsern in der Matreier- und Seriesgrube; auf dem Blaser. 1752. P. declivium (Bagl. et Car.). — Sagedia declivium Bagl. et Carest. — Verrucaria trechalea Nyl. Thallus ergossen, dunkel aschgrau, etwas körnig-schorfig, angefeuchtet schleimig-gallertig. Perithecien mittelgroß, sitzend, schwarz, etwas glän¬ zend, halbkugelig-kegelig, mit kurzer, zuletzt durchbohrter Mündungs¬ papille. Sporen spindelförmig, vierzcllig, in der Mitte eingeschnürt und oft an beiden Enden fast geschwänzt, 27—29 lang, 5 p breit. Auf Erde, über Moosen und abgestorbenen Pflanzenresten in den Alpen zerstreut. Tirol: Finstertal, von Kühetai bis zu den Seen häufig; Gurgl, auf felsigem Boden der Hohen Mut; Brenner, nicht weit vom Wilden See und längs der Bergschneiden; Tauern, Rottenkogel. — Schweiz: Tagliaferro, auf nackter Erde. 1753. P. affinis (Mass.) Zahlbr. — Sagedia affinis Mass. — Verru¬ caria affinis Cromb. — Taf. CXXI C, Fig. 8. Thallus weißlichgrau oder bräunlich, ergossen, glatt oder runzelig. Perithecien schwarz, klein, halbkugelig, halb eingesenkt später vor¬ tretend mit halbierter Wandung. Paraphysen deutlich dünn, schlaff. Schläuche klein, lang zylindrisch, in der Mitte leicht angeschwollen. Sporen zu 6—8 im Schlauch, farblos, zylindrischi-spindeliförmig, mit drei Querwänden, 14—21 lang, 3—4/z dick. — Mit P. carpinea nahe ver¬ wandt. Erklärung zu Tafel CXXV. Fig. i. Belonia russula, Lager, nat. Gr. b 2. b 11 Lager, Lupenvergrößerung. ,, 3. ,, Schnitt durch Lager und Perithccium, Vergr. 100. ,, 4. „ ,, Schlauch mit Paraphysen, Vergr. 500. b 5« „ b Spore, Vergr. 1000. b 6. Thelopsis rubella, Lager, nat. Gr. „ 7. ,, b Lager, Lupenvergrößerung. „8. „ »1 Schnitt durch Lager und Perithecium, Vergr. 100. „ 9. ,, „ Schlauch mit Paraphysen, Vergr. 500. 11 10. b » Sporen, Vergr. 1000.
556 Auf Rinde von Laubbäumen, besonders Juglans, zerstreut Tirol: Bozen, Haslach, Pinzolo, S. Vigilio. — Niederösterreich: An Juglans regia bei Schloß Stixenstein im Sirmingtal. — Fränk. Jura: An der Rinde älterer Nußbäume außerhalb Gräfenberg. — Baden: Hechtsberg im Kinzigtal; bei Ettlingen; bei Heidelberg. — West¬ falen: Höxter; Weinberg, an teilweise entrindeten Wurzeln; Tiergarten zu Wolbeck (Buche); Brokel (Apfelbaum). — Thüringen: Nobistal bei Plaue (Sorbus aria, Juglans) ; Hohlweg der Landstraße von Arnstadt nach Marlishausen (Populus). — Sachsen: Mühlgraben bei Dresden; bei Wehlen in der Sächsischen Schweiz. — Schlesien: An der Heide¬ mühle bei Grünberg (Sambucus). 1754. P. leptalea (Dur. et Mont.) A. L. Smdth. — Biatora leptalea Dur. et Mont. — Verrucaria lectissima f. leptalea Nyl. — V. lepta- leella Nyl. Thallus dünn, gräulich, ergossen oder bräunlich und ziemlich be¬ grenzt. Perithecien klein, halbkugelig, beinahe oberflächlich, rötlich, glän¬ zend, besondiers um die Mündung herum dunkler werdend, mit halbierter Wandung. Paraphysen dünn, deutlich. Sporen zu 8 im Schlauch, farblos, mit drei Querwänden, 16—23 p lang, 3—5 p dick. Schweiz: An Buchenrinde bei Ri.ffersweil; an Rinde alter Tannen bei Gossau. — Bayern: Auf Fichten bei Höhen ram, Station Bruch- mühle. — Baden: Heidelberg, an jungen Buchen in dichtem Fichten¬ wald auf dem Königstuhl. 1755. P. abietina (Kbr.). — Sagedia abietina Kbr. Lager ergossen, sehr dünn, schorfig, nicht glatt, graugrünlich oder graurötlich, auf undeutlichem Vor lager, angefeuchtet, sehr stark nach Veilchen riechend. Perithecien schwarz, zahlreich, sehr klein, 0,2 mm breit, angedrückt, halbkugelig, mit fast unkenntlicher Mündung. Schläuche spindelförmig. Sporen schmal spindelförmig, nach beiden Enden schlank zugespitzt, vierzellig, 15—18 p lang, 3 p dick. Auf Rinde und entblößten Wurzeln, selten. Baden: An der Rinde und an entblößten Wurzeln von Weißtannen am Cäcilienberg bei Lichten¬ tal. — Hessen: Wilhelmshöhe (Juniperus virginiana). — Branden¬ burg: An Juniperus virginiana in Sanssouci. — Schlesien: Krumm¬ hübel und Mälzergrund; Elbgrund bei St. Peter. 1756. P. Rhododendri (Bagl. et Car.). — Sagedia Rhododendri Bagl. et Car. Lager etwas häutig-schorfig, ziemlich dünn, grau bis olivfarben, fleckenförmig oder ausgebreitet. Perithecien sehr klein, kegelig-halb¬
557 kugelig, schwarz, mit einer kaum eingedrückten, durchscheinenden Mün¬ dung. Sporen kurz spindeiig, vierzellig, 15—19^ lang, 4—5^ dick. Alpen: An der Rinde von Rhododendron ferrugineum um Riva. 1757. P* carpinea (Pers.) Zahlbr. — Verrucaria carpinea Pers. — V. fusiformis Leight. — V. chlorotica f. carpinea Cromb. — V. aenea Wallr. — Taf. CXXIV, Fig. 1—4. Thallus dünn, ausgebreitet oder flecken förmig, olivgrünlich, bräun¬ lich, grau oder graurötlich, glatt oder etwas runzelig. Perithecien klein, glänzend, schwarz, halbkugelig, sitzend, mit halbierter Wandung. Para¬ physen zahlreich, dünn, in Gallerte eingebettet, aber deutlich, nicht ver¬ zweigt. Schläuche lang zylindrisch oder keulenförmig. Sporen schmal spindeiig, mit drei Querwänden, an den Enden kaum zugespitzt, farblos, 15—20 p lang, 3—6 p dick, mitunter länger. Auf Rinde von Laubbäumen, seltener Tannen, durch das ganze Gebiet zerstreut. Tirol: Jenesien, an Buchenzweigen im Paterwalde häufig; Eppau, an Buchen wurzeln des Waldweges nach Perdonig; Stenico, auf Fagus. — Niederösterreich: Auf Daphne Mezereum in der großen Klause bei Aspang. — Allgäuer Alpen: Sirmatsgrund (Buchen). — Schweiz: Ürzlikon (Ilex) ; Riffersweil (Buchenwurzeln). — Bayern: München, zwischen Baierbrunn und Ebenhausen (Fagus); zwischen Percha und Neufahrn (Buchen) ; im Walde westlich Pullach und bei Loch¬ hausen (Linden) ; zwischen Pullach und Baierbrunn (Carpinus); Augs¬ burg. — Fränk. Jura: Buchberg bei Neumarkt, Kircheneidenfeld in der Oberpfalz, bei Eichstätt (überall an Buchen); Donauauen bei Ingol¬ stadt (Erlen); an Tannenrinde im Veldensteiner und Kellheimer Forst. — Baden: Brunnberg; Schauinsland. — Hessen: Treysa; Marburg. — Westfalen: Überall häufig, besonders an Carpinus und Fraxinus. — Thüringen: Mehrfach. — Sachsen: Augustusburg; Dresdener Heide. — Erzgebirge: Rittersgrün. — Nordwestdeutsche Tiefebene: Mehrfach. — Rügen: An Buchen auf dem Vilm; in der Stubbnitz; an Eschen bei Göhren. — Ostpreußen: Verbreitet. 1758. P. sudetica (Kbr.). — Sagedia sudetica Kbr. Lager ergossen, dicklich, schleimig-knorpelig, körnig-schorfig, sehr uneben, schmutzig graurotbraun bis rotbraunschwärzlich, etwa dunkel schokoladebraun, auf undeutlichem Vorlager. Perithecien zerstreut, klein, 0,2—0,3 mm breit, sitzend, halbkugelig, schwarz, mit nicht eingedrückter, undeutlicher Mündung, mit braunschwarzem Gehäuse. Paraphysen nicht gegliedert, aber mit zellig abgesetztem Inhalt. Zwischen ihnen liegen zahl¬ reiche winzige, 0,5 p breite, kugelige, grünlich schimmernde Körperchen.
558 Sporen zu 4—8 in fast wialzigen Schläuchen, zugespitzt ellipsoidisch bis breit spindelförmig, vier- bis sechszellig, 15—22^ lang, 4—6 p. dick, mit deutlichen Querwänden. Schlesien: An einem Felsblock über Moosen (Andreaea rupestris) und diese tötend im Zehgrunde unweit des Petscherkretscham im Riesen¬ gebirge. 1759. P* lactea (Kbr.). — Sagedia lactea Kbr. — Pyrenula netro- spora Naeg. in Hepp. Flechten Europas. — Nach Jatta = Sagedia glabra Mass., S. Phylli reae Jatta, S. candida Anzi. — Nach A. S. Smith = P. faginea Arn. — Verrucaria Zwackhii Kbr. — Taf. CXXI C, Fig. 4. Thallus- ergossen, sehr dünn, häutig-schorfig, weiß oder grauweiß, auf zartem, gleichfarbigem Vorlager. Perithecien klein, 0,2—0,3 mm breit, in der Jugend zuweilen etwas vom Lager besäumt, fast eingesenkt sitzend, flach gewölbt bis fast halbkugelig, mit kaum erkennbarer Mündung und dunkelbraunem Gehäuse. Schläuche fast walzig-keulig. Sporen spindeiig, sechs- bis achtzellig, an beiden Enden stark zugespitzt, 18—24 p lang, 4—5 p dick. An Baumrinden, zerstreut. Schweiz: Zürich, Riffersweil, Stachcl- berg, Veyrier. — Fr änk. J u ra: In Laubwäldern zwischen Eichstätt und Pfünz (Pyknidenform). Baden: Heidelberg; Bötzingen. — Hessen: An Eichen l>ei Usingen; um Darmstadt. — Westfalen: Bei Höxter im 11 sc hengrund (Carpinus) und am Weinberg (Fagus). — Sachsen: Zschopau; Königsbrunn bei Königstein: Tharandt. — Schlesien: Um den Zackenfall (Carpinus, Fagus). 1760. P. faginea (Schaer.) Arn. — Segestria faginea (Schaer.) Zwackh. — Sagedia faginea Schaer. — Porina faginea Arn. — P. musco¬ rum und tenebricosa Mass. — Verrucaria illinata Nvl. — V. chlorotica f. J illinata Nyl. — Segestrella illinata Kbr. — Segestria illinata Blomb. et Forss. — Pyrenula muscorum Hepp. — P. muscorum y faginea Hepp. — Sagedia muscorum Müll.-Arg. — Taf. CXXI C, Fig. 6. Lager ergossen, dünn, schorfig, uneben, auf Moosen kl ein schul f er ig und nicht zusammenhängend, graugrünlich, auf undeutlichem Vorlager. Perithecien sehr klein, nur mit guter Lupe erkennbar, 0,1 mm breit, an¬ fangs eingesenkt und von der Kruste mehr oder weniger l)erandet, später frei vortretend, schwarz, mit schwarzbraunem Gehäuse. Sporen breit spindelförmig oder länglich, oft gekrümmt, zwei- bis achtzellig, 18—23p lang, 5—6 p dick. Am Grunde alter, namentlich abgestorbener Stämme, auch die an diesen wachsenden Moose überziehend, zerstreut. N iederösterreich:
559 An Lärchen beim Wasserfall, nächst Lilienfeld. — Schweiz: Zürich, Bormio, Zug, Bern, Chur, Mont Balance. — Allgäuer Alpen: Stillachauen. — Bayern: München, am Grunde älterer Buchen bei der Menterschwaige; Augsburg, Althegnenberg. — Fränk. Jura: Vom Moose auf Hornstein übersiedelnd im Laubwalde oberhalb Wasserzell; bei Eichstätt; im Veldensteiner Forst an Buchen und über Moosen an der Rinde. — Baden: Ziemlich verbreitet. — Hessen. — Westfalen: Vereinzelt in der Umgebung von Münster, z. B. an Eschen auf der Topp¬ heide, an Populus tremula in einem Gehölz hinter dem Coesfeldschen Kreuz; Parkanlagen des Bagno zu Burgsteinfurt — Thüringen: Beim Dietzen lorenzte ich bei Heidersbach; zwischen Oberhof und Zella, am Grunde alter Buchen. — Schlesien: An den Cora 1 len steinen im Riesen¬ gebirge; Aufstieg zum Glatzer Schneeberg vom Wölfeisgrund aus. 1761. P. Thuretii (Hepp.). — Sagedia Thuretiii Hepp. Thallus ergossen, sehr dünn, häutig-schorfig, fast spinnwebartig, asch¬ grau, ohne deutliches Vorlager. Perithecien wenig vortretend, klein, 0,3 bis 0,4 mm breit, fast kugelig, mattschwarz, mit undeutlicher, durchbohrter Mündung. Schläuche kurz lanzettlich. Sporen zu 8 im Schlauch, mittel¬ groß, 25—35 /u lang, 5—7 /bi dick, spindelförmig, vier- bis achtzellig, farblos. An Rinde von Laubbäumen, selten. Schweiz: Zürich (Pirus); Riffersweil; Pappeln am Corner See. — Baden: Heidelberg, auf der Rinde einer alten Eiche bei der Brunn en stu.be. — Westfalen: Wolbeck (Populus tremula); N.ienberge; Kapelienberg bei Büren (Wurzeln von Sorbus aucuparia). — Rhein lande: Aachen (Wurzeln von Crataegus). — Thüringen: Übelberg bei Tabarz (am Grunde einer Esche). 1762. P. olivacea (Pers.) A. L. Smith. — Verrucaria olivacea Pers. — Arthopyrenia olivacea Mudd. — Taf. CXXI C, Fig. 5. Thallus ergossen, dünn, zusammenhängend oder mit leichten Rissen, glatt oder etwas runzelig, dunkel olivbraun. Perithecien halbkugelig, klein, zahlreich, vorragend, mit dem Grunde eimgesenkt, schwarz, mit halbierter Wandung, Paraphysen kräftig, frei. Schläuche zylindrisch-keulenförmig. Sporen verlängert keulenförmig, mit 3 bis sieten Querwänden, farblos, 27—40 /i lang, 4—5 dick. An Rinde, sehr selten. Schweiz: An Buchenwurzeln bei Riffers¬ weil. — Nordwestdeutsche Tiefebene: An einer Buche im Hasbruch; an einer Buche in Rottforde bei Linswege. 1763. P. leptospora (Nyl.) A. L. Sm. — Verrucaria leptospora Nyl. Thallus sehr dünn, braun. Perithecien sehr klein, schwarz, halb¬
560 kugelig, nur mit der Basis eingesenkt, mit kleiner, papillenförmiger Mündung. Perithecienwand vollständig oder am Grunde dünn. Paraphysen spärlich, deutlich. Schläuche zylindrisch, nach oben leicht verschmälert, gegen 90 p lang, 10—12 p, dick, achtsporig. Sporen farblos, lang spindel¬ förmig, gewöhnlich an einem Ende stark verschmälert, mit acht bis zehn Querwänden, 40—60 p lang, 3—4 p dick. Nordwestdeutsche Tiefebene: An Rinde. 1764. P. tigurina (Stitzenb.). — Verrucaria tigurina Stitzenb. — Segestrella spectabilis Hegetschw. Thallus unbestimmt begrenzt, sehr zart, schorfig, grauweißlich bis aschgrau oder fehlend. Perithecien halbkugelig, 0,3—0,5 mm breit, am Grunde etwas vom Thallus umhüllt, oben schwarz genabelt, zuletzt mit weiter Mündung, innen ebenso wie der eingesenkte Teil weiß. Schläuche lanzettlich-spindelig, achtsporig, von fadenförmigen, freien Paraphysen umgeben. Sporen keulen- oder spindelförmig, mit drei bis sieben Quer¬ wänden, 48—70 p lang, 7—10 p dick, farblos. Hymenialgallerte durch Jod nicht verändert, Schläuche leicht gelb werdend. Schweiz: Bei Gossau, am Grunde von Weißtannenstämmen; bei Steinhausen in der Gegend von Zug, an jungen Buchen stammen. 1765. P. ferruginosa (Eitner). — Sagedia ferruginosa Eitner. Lager ausgebreitet, pulverig-flockig, rostrot, oder feinkörnig auf grauem Vorlager. Im Herbar wird das Vorlager vorherrschend und das rote Lager gelbbräunlich. Perithecien dem Vorlager aufsitzend, die Basis vom Lager bedeckt, kugelig-kegelförmig, schwarz, glänzend, mit glatter, runder, glänzender Spitze, ohne sichtbare Pore, später etwas abgeflächt, sehr fein durchbohrt. Paraphysen sehr fein, schleimig verbunden. Schläuche schmal Spindel- bis darmförmig, achtsporig. Sporen breit spindelförmig, zwei- und vierteilig, 28—30 p lang, 5—6 p dick, mit ab¬ gerundeten Enden. Jod färbt das Hymenium gelb, dann gelbbraun. Schlesien: Isergebirge, Basaltfelsen des keuligen Buschberges. Gattung Microthelia (Koerb,) Mass, Lager krustig, einförmig, hypo- oder endophlöodisch, unberindet, zu¬ meist mit undeutlichem Vorlager; mit Chroolepus-Gonidien. Perithecien sitzend oder halb eingesenkt, mit in der Regel halbkugeligem, ausnahms¬ weise kugeligem, schwarzem, eigenem Gehäuse und mit gerader, punkt¬ förmiger Mündung. Paraphysen verzweigt und verbunden, oft bald schleimig zerfließend. Schläuche zylindrisch-keulig bis oval-bimförmig,
561 vier- bis achtsporig. Sporen eiförmig bis länglich-spindelförmig, normal zwei-, seltener vier- oder sechszellig, braun, mit zylindrischen, mitunter ungleich geformten Fächern. Konzeptakel der Pyknokonidien kugelig, sehr klein, dunkel ; Pyknokonidien kurz stäbchenförmig, gerade oder leicht ge¬ krümmt. Übersicht der Arten: i. Auf Gestein 2. Auf Rinde 8. 2. Sporen bis 18 p lang 3. Sporen über 18 p lang 5. 3. Auf Glimmerschiefer M. Ploschiana. Auf Kalk 4. 4. Sporen 8—12 p lang M. scabrida. Sporen 12—18 p lang M. minor. 5. Auf Kalk und kalkhaltigem Gestein 6. Auf Silikatgesteinen 7. 6. Lager nicht erkennbar M. cartilaginosa. Lager weinsteinartig, blaß aschgraubräunlich M. marmorata. 7. Sporen 18—22 p lang M. Metzleri. Sporen 27—32 p lang M. versispora. 8. Sporen meist nicht über 10 p lang 9. Sporen über 10/z lang 12. 9. Schläuche sechs- bis achtsporig 10. Schläuche vielsporig M. adspersa. 10. An Birkenrinde M. betulina. An der Rinde anderer Laubbäume 11. 11. Sporen sandalenförmig, 3^ dick, braun M. macularis. Sporen ellipsoidisch, in der Mitte nur leicht eingeschnürt, 3—4 p dick, hellbraun M. atomaria. 12. Sporen dunkel grüngrau M. analeptoides. Sporen braun 13. 13. Lager begrenzt fleckenförmig, Perithecien 0,1—0,2 mm breit M. pachnea. Lager ausgebreitet, schorfig-staubig, Perithecien 0,2—0,4 mm breit M. micula. 1766. M. Ploschiana Stein. Lager ausgebreitet, uneben, dünn, weinsteinartig-schorfig bis fast mehlstaubig, undeutlich feinrissig, weiß oder schmutzig bräunlichweiß, auf weißlichem Vorlager. Perithecien sehr klein, 0,1 mm kaum übersteigend, Thome-Migula, Flechten. II. (Flora XII, 2.) 36
562 glänzend schwarz, eingesenkt, mit vertretendem, abgeflacht halbkugeligem, nicht wahrnehmbar durchbohrtem Scheitel. Gehäuse braunschwarz. Para¬ physen undeutlich. Schläuche keulig bis breitkeulig. Sporen breit und abgerundet ellipsoidisch, in der Mitte nicht eingeschnürt, reif braunschwarz, 8—11 p lang, 5—6 p dick. Schlesien: Auf Glimmerschiefer des Roten Berges im Gesenke. 1767. M. scabrida Lahm. Thallus zart, mehlstaub - weinsteinartig, etwas kleiig unregelmäßig rinnig, auf undeutlichem Vorlager. Perithecien sehr klein, kugelig, sitzend, tiefschwarz, etwas- rauh., undurchsichtig, nach Entleerung der Sporen schließlich formlos zusammenfallend. Schläuche rübenförmig, achtsporig. Sporen klein, Sandalen förmig, zweizeilig, braun 8—12 p lang, 5—6 p breit. Sehr selten. Westfalen: An Kalkfelisen bei Stadtberge i. Westf. Nach Lahm wahrscheinlich keine Flechte, sondern ein Pilz (Tichothecium). 1768. M. minor Kernstock. Thallus wie zusammengelötet oder dicklich, weiß oder aschgrau. Perithecien sehr klein, hervor tretend, kugelig, glänzend, innen gut ent¬ wickelt. Schläuche breit sackförmig, achtsporig. Sporen ganz stumpf, ellipsoidisch, in der Mitte kaum eingeschnürt, braun, mit einer Quer¬ wand, 12—18^ lang, 5—8 p dick. Paraphysen fehlen. Hymenium mit Jod sich weinrot färbend. Tirol: Marocche bei Dr6, Castell Penedal bei Nago auf Kalk. — Westfalen: Büren. 1769. M. cartilaginosa Arn. — M. marmorata var. Arnold. Thallus nicht erkennbar. Perithecien. über dem weißen Steine zer¬ streut, unregelmäßig, gleichsam etwas zerfetzt, vorragend, schwarz. Hyme¬ nium mit Jod sich rotgelb färbend, besonders nach Hinzufügen von Jod die Paraphysen deutlich hervortretend. Schläuche verlängert, fast zylin¬ drisch. Sporen in der Jugend farblos oder bräunlich, etwas breit spindeiig, mit 2—4 Tropfen, 27—30/z lang, 8—gp breit, später braun, breit, stumpf, zweiteilig, 28—34 p lang, 12—15 p breit, zu 8 im Schlauch, Tirol: Ampezzo, Kalksteingeröll über der Schluclt am Abhang unter dem Griestalgletscher; Gröden, am untersten Teil der Langkofel wand !>ei Wolkenstein; Paneveggio«, Monte Mulaz, auf Dolomit. 1770. M. marmorata (Hepp.) Kbr. — Phaeospora marmorata Hepp.— Tichothecium marmoratum Krplh. — Taf. CXX, Fig. 11,12. Thallus ergossen, zart weinsteinartig, mit dem Substrat wie zu¬ sammengelötet, blaß aschgrau-bräunlich, auf undeutlichem Vorlager Peri-
563 tbecien sehr klein, kugelig, zuerst tief eingesenkt, dann hervortretend, mit genabelter, undeutlich durchbohrter Mündung. Schläuche sackförmig- keulig, vier- bis achtsporig. Sporen groß, stumpf sandalenförmig, in der Mitte eingeschnürt, zweiteilig, olivbraun, 22—31/z lang, 12—17 breit, sehr selten in einem Schlauch sämtlich gut ausgebildet. Auf Kalkfelsen und kalkhaltigem Gestein, zerstreut, in den Alpen häufiger. Tirol: Ziemlich verbreitet. — Schweiz: Sion, auf Schiefer¬ felsen. — München: An Kalksteinen der Steinhaufen zwischen Detten- haufen und Egling. — Fränk. Jura: An einer Kalkwand des Römer¬ berges gegenüber Künsteln bei Eichstätt; an Kalksteinen im lichten Föhrenwalde zwischen Kevenhüll und Beilngries, und zerstreut im Gebiet an Kalkfelsen. — Schwaben: Hüting. — Thüringen: Jonastal bei Arnstadt, auf Muschelkalk. — Schlesien: Kitzelberg, Mühlberg und Seitendorfer Kalkberg bei Kauffung. — Böhmen: Prokoptal bei Prag. 1771. M. Metzleri Lahm. — M. anthracina Arn. — Buellia anthracina Anzi. — Buellia aterrima Kirplh. — M. Metzleri f. anthracina Steiner. Thallus zuerst fleckenförmig, später zart schorfig-weinsteinartig, un¬ durchsichtig, tief schwarz, aus einem sehr zarten, schwarzblauen Vor¬ lager hervorgehend. Perithecien sehr klein, eingewachsen-sitzend, fast kugelig, mit genabelter, etwas flachgedrückter, zuletzt erweiterter Mün¬ dung. Schläuche eiförmig-birnförmig, achtsporig. Sporen ziemlich groß, sandalenförmig, zweiteilig, dunkelbraun, 18—22 p lang, 7—11/z breit. Auf kieselhaltigem Gestein in den Alpen. Tirol: Umhausen beim Wasserfalle; Sölden, an sonnigen Gneisfelsen gegen Zwieselstein; Sulden, oberhalb St. Gertraud an Glimmerschiefer; Brixen, gegen Mühlbach (Granit); Jenesien, Sandstein; Bozen (Porphyr); oberhalb Gries (Por¬ phyrmauer) ; Predazzo (Turmalingranit); Fuß der Margola (Syenit). /. anthracina Steiner. — Buellia anthracina Anzi. — Microthelia anthracina Am. — Rinodina aterrima Anzi. Thallus in Form von kleinen, begrenzten, sehr zarten Flecken, später dicker und ausgebreitet, dunkelbraun oder schwarzbraun. Perithecien sehr klein, 0,1—0,18 mm breit, fast kugelig, zuletzt mit einem erweiterten Porus sich öffnend. Paraphysen ziemlich dick, oben deutlich septiert. Hymenium mit Jod sich leicht gelb färbend. Schläuche 52—56 p lang, 22—26 p breit, selten 66 p lang, 16 p breit. Sporen nicht selten mit drei Querwänden, 15—20 p lang, 6,5—8 p breit. T i r o 1: An Tonschieferfelsen bei Vogelsang, unweit Schlandersi. var. pallidior Kernst. — Microthelia anthracina var. pallidior Kernst. Thallus sehr zart, glatt,, dunkel aschgrau, nicht schwarz. Sporen 36*
564 i6/z lang, 7/z breit, mit drei Querwänden, sandalenförmig in der Mitte tief eingeschnürt, braun. Tirol: Auf Tonschiefer bei Pinzolo. 1772. M. versispora Bagl. et Crst. Thallus weinsteinartig, zart, weiß, fein rinnig-zerrissen, stellenweise verwischt. Schläuche vier- bis sechssporig. Sporen länglich, zweizeilig mit ungleichen Zellen, an den Scheidewänden leicht eingeschnürt, bräun¬ lich, 27—32lang, 10—i2yU dick. Alpen: Auf Gneis beim Valdobbiahospiz. 1773. M. adspersa Kbr. Lager ergossen, sehr dünn, spinnwebig, weiß, auf undeutlichem Vor¬ lager. Perithecien sehr zahlreich, sehr klein, punktförmig, locker an¬ sitzend, förmlich aufgestreut, kugelig, tiefschwarz, matt, mit fast un¬ kenntlich durchbohrter Mündung. Sporen zu 100 und mehr, länglich, mitten kaum eingeschnürt, 7—10 lang, 2—3 /z dick, hellrotbraun. Schlesien: An der Rinde alter Espen am Mirakelbrunnen in Hirschberg. — Baden: An Kastanienstrunken bei Sasbachwalden. Vielleicht gar keine Flechte, sondern ein echter Pilz. 1774. M. betulina Lahm. — Taf. CXX, Fig. 6—10. Thallus unterrindig, ergossen, undeutlich. Perithecien zerstreut, kegelig-halbkugelig, am Grunde schwarz umhoft, hervorbrechend, mit un¬ deutlicher Papille. Schläuche keulenförmig, sechs- bis achtsporig. Sporen mittelgroß, gleichmäßig zweizeilig, biskuitförmig, braun, 8—10 [i lang, 3—4 /z dick. Westfalen: An Birkenrinde bei Münster, sehr vereinzelt. — Norddeutsche Tiefebene: An Birken in Haarenstroth. — Ost¬ preußen: Angerburg. — Alpen: Um Bormio und im Val Malenco. 1775. M. macularis (Hampe) Mass. — Melanospora macularis Hampe. Thallus unterrindig, ergossen. Perithecien sehr zahlreich, punkt¬ förmig, unregelmäßig, niedergedrückt, schwarz, zu tiefschwarzen Linien oder Flecken zusammen fließend, von der 'Epidermis umschleiert, ohne erkennbare Mündung. Sporen sandalenförmig, ziemlich klein, etwa 10/z lang, 3 dick, zweizeilig, braun. Schläuche länglich-keulenförmig, acht¬ sporig. — Von M. analeptoides durch kleinere Perithecien und kleinere Sporen (Farbe!) verschieden, wohl auch durch den fehlenden oder un¬ deutlichen Porus. Harz: An Stämmchen von Daphne Mezereum.
565 1776- atomar i a (Ach.) Kbr. — Taf. CXXI C, Fig. 9. Lager nur unterrindig, weißlich. Perithecien sehr klein, 0,1 mm breit, hervorbrechend, dann sitzend, von der Epidermis berandet, glänzend schwarz, fast kugelig, mit seicht eingedrückter, fast nicht bemerkbar durchbohrter Mündung. Schläuche schmalkeulig, achtsporig. Paraphysen undeutlich. Sporen ellipsoidisch, in der Mitte oft leicht eingeschnürt, 8 bis 11 p lang, 3—4 p dick, hellbraun. Gehäuse fast kohlig. An glatter Rinde junger Laubbäume, besonders Weiden, Eschen, Weißdorn, selten. Allgäuer Alpen: Traufbachtal. — Bayern: Augsburg, Biburg. — Baden: An Mispelbäumen bei Konstanz; an Cra¬ taegus und Mespilus bei Heidelberg. — Hessen: Zerstreut; Hanau, Bulau, Wilhelmsbad usw. — Sachsen: Zerstreut. — Schlesien? 1777. M. analeptoides (Nyl.) Bagl. et Crst. — Verrucaria analep- toides Nyl. Thallus anfangs unterrindig, weißlich, sehr zart ergossen, oft etwas olivgrünlich-grau. Perithecien klein, schwarz, nackt, rundlich oder ellip¬ soidisch, mit meist verbreiterter Basis, etwa 0,1—0,2 mm breit und bis 0,4 mm hoch, zuweilen zu mehreren zusammenfließend, matt, mit ein¬ gedrückter, breit durchbohrter Mündung. Schläuche schmalkeulig, acht¬ sporig, Sporen sandalenförmig, 12—18^ lang, 3—5/z, dick, zuweilen fast keilförmig, anfangs wasserhell, später dunkel grüngrau mit dunkler Quer¬ wand. Paraphysen undeutlich. Pyknokonidien ziemlich lang, 6—7 p lang, 0,5 p dick. An Zweigen von Daphne mezereum im Riesengebirge und in den Alpen, sehr selten. Tirol: Ziemlich häufig oberhalb Waldrast und bei den Obemberger Seen. — Niederösterreich: Im Dürntale bei Hohenberg; auf der Gemeindealpe am Erlaufsee. — Schweiz: Reculet; um Riffersweil; um Gossau. — Steiermark: Ramsau, oberhalb Schlad- ming. — Schlesien: Am Basalt der Kleinen Schneegrube. 1778. M. pachnea Kbr. Thallus begrenzt-fleckenförmig, oberrindig, sehr dünn, etwas firnis¬ artig-häutig, weißlich. Perithecien klein, zerstreut, halbkugelig bis kugelig, etwas glänzend, mit eingeschlagenem, undeutlich genabeltem Grunde. Schläuche zylindrisch-keulenförmig, achtsporig. Sporen klein bis mittel¬ groß, sandalenförmig, zweiteilig, braun, 10—15 p lang, 4—5 p dick. Oberösterreich: An Tannenrinde in den Teufelsleithen bei Kremsmünster. — Westfalen: An Populus pyramidalis, in der Nähe von Büren. — Mähren.
566 1779- M. micula (Flot.) Kbr. — Taf. CXX, Fig. i—5. Lager ausgebreitet, dünn, schorfig-staubig, weißgrau oder gelblich¬ grau, auf undeutlichem, weißlichem Vorlager. Perithecien mittelgroß, 0,2 bis 0,4 mm breit, zahlreich, oberflächlich sitzend, mattschwarz, halbkugelig gewölbt, mit sehr feiner, meist erst unter dem Mikroskop erkennbarer Mündung. Gehäuse dunkelbraun. Paraphysen undeutlich. Schläuche keulig oder unten' etwas verbreitert. Sporen ellipsoidisch, in der Mitte eingeschnürt, bis Sandalen förmig, meist die eine Hälfte größer, dunkel¬ rotbraun, 12—25 /z. lang, 4—7 /z breit. An alten von der Oberhaut entblößten Ästen und Stämmen von ver¬ schiedenen Laubhölzern ; Ulmen, Ahorn, Weiden, Linden, Eschen, durch das ganze Gebiet zerstreut. T i r o 1: Plansee (Weiden) ; Ehrenburg (Alnus incana, Prunus avium); Jenesien (Tilia, Prunus avium, Fraxinus omus) ; Bozen; Haslach, auf entrindeten Salixstöcken. — Niederöster¬ reich: Auf Weiden in den Ötschergräben. — Allgäuer Alpen: An der alten Linde bei Loretto (Oberstdorf). — München: An einer alten Pappel bei Schwabing; an alten Linden in Nymphenburg. — Fränk. Jura: An der Rinde alter Linden zwischen Müggendorf und Engelhards- berg, im Hofgarten zu Eichstätt, unweit der alten Burg bei Aicha. — Baden: An alten Linden im Schloßgarten zu Karlsruhe; im Schloßgarten zu Heidelberg. — Hessen: Ockershäuser Weg bei Marburg (Linden): Wilhelmstal. — Westfalen: Hier und da; Handorf: Nubbenberg, un¬ weit Münster; steinernes Kreuz bei St. Mauritz; Kloster Corvey; Marien¬ münster. — S a c h s e n: Wahrscheinlich verbreitet. — T h ü r i n g e n: Im untersten Schwarzatal an Straßenlinden und Aesculus. — Schlesien: An Rotbuchen am Haidekretscham bei Militsch; an Linden bei Carlsruhe in Oberschles.; auch sonst verbreitet. — Böhmen: Moxdorf. — Bran¬ denburg: Dornberg. — Nord westdeutsche Tiefebene: An Ulmen am Wege durch Hengsforde bei Apen und im Park zu Rastede. — Ostpreußen: Cranzer und Großraumer Wald. /. megaspora Nyl. Sporen 23—26^ lang, 9—13/z dick. Schlesien: Anscheinend verbreitet und die vorherrschende Form (nach Eitner). 1780. M. heterospora Eitner. Lager dünn, schorfig, rötlichgelb, rissig, gefeldert (vielleicht Thallus der Aspicilia lacustris nach Eitner). Apothecien mit eingesenkter Basis sitzend, schwarz, mit deutlicher, oft aufgerissener Pore, 0,1—0,2 mm groß. Gehäuse oben schwarz, kohlig, unten sehr dünn, weitmaschig, in dichter
567 Gonidienschicht eingebettet, welche mit amorpher, braunroter Masse über¬ deckt ist. Schläuche und Paraphysen sind Gyalecta-ähnlich angeordnet. Paraphysen deutlich, oben oft gebräunt. Schläuche dickwandig, schmal länglich-eiförmig. Sporen lang, hyalin, aus zwei kegeligen Körpern mit eingebogenen Wänden bestehend, an der Teilung scharf eingeschnitten, 30 p, lang, 9—11 p dick. Bei der Reife werden die Sporen braun oder braunschwarz, 30—34^ lang, 12—14/z dick; der obere Teilkörper ist stets etwas stärker als der untere. Jod färbt das Hymenium weinrot bis braun. Schlesien: Riesengrund über dem Aupafall. Gattung Blastodesmia Mass. Lager krustig, endophlöodisch, unberindet, mit Chroolepus-Gonidien. Perithecien einfach, zerstreut, sitzend, vom Lager nicht umkleidet, mit abgestutzt breit kegelförmigem, schwarzem, eigenem Gehäuse mit gerader Mündung. Paraphysen fädig, univerzweigt und frei. Schläuche sackförmig- keulig, achtsporig. Sporen länglich-lineal, parallel mehrzellig (6—8), die mittlere Zelle etwas aufgeblasen, mit zylindrischen Fächern, braun. Basi¬ dien kurz und dick. Pyknokonidien gerade. 1781. Bl. nitida Mass. — Verrucaria circumfusa Nyl. — V. pluri- septata Nyl, — V. Massalongi Garov. et Gib. — Arthopyrenia Persoonii Mass. — A. pluriseptata Arn. — Taf. CXXVI, Fig. 6—10. Thallus spinnwebartig, blaß, unterrindig, oft liegrenzt oder meist mit dem Substrat vereinigt. Perithecien becherförmig - halbkugelig, sitzend, halb eingesenkt, schwarz, glänzend mit Papille, genabelt. Paraphysen schleimig. Sporen linear-länglich, an beiden Enden stumpf, mit 5—9 Quer¬ wänden mit größerer Mittelzelle, rauchbraun, 24—30^ lang, 6—10 p dick. Pyknokonidien zart, gerade, 3,5 p lang, 0,5 p dick. Auf Eschenninde, besonders Fraxinus ornus. Tirol: Meran, um Erklärung zu Tafel CXXVI. Fig. 1. Clathroporina heterospora, Lager, nat. Gr. „ 2. „ „ Lager, Lupenvergrößerung. „3. „ Schnitt durch ein Perithccium, Vergr. 100. „ 4- „ „ Schlauch, Vergr. 500. „ 5. „ „ Sporen, Vergr. 1000. „ 6. Blastodesmia nitida, Lager, nat. Gr. ,.7. „ „ Lager, Lupenvergrößerung. n 8. ,, „ Schnitt durch ein Perithecium, Vergr. ioo. „ 9. ., „ Schlauch, Vergr. 500- „ io. „ „ Sporen,®Vergr.J1000.
568 Grätsch und Algund sehr häufig; Jenesien; Schiern, bei Salegg; Bozen, bei Moritzing nicht häufig, bei Virgl gemein. — Steiermark: Kien¬ berg bei Leoben. — Schweiz: An Rinde jüngerer Bäumchen von Juglans, Fraxinus, Carpinus bei Zürich, Mornex, Colico, Hübschern (Morus). — Allgäuer Alpen: Oberstdorf (Carpinus). — Nieder- österreich: Auf dem Kalenderberg bei Wien (f. Cytisi). — Bayern: München, häufig an dünnen Zweigen alter Linden längs der Straße südlich bei Schleißheim; Eschenrinde am Waldsaum bei Allach; an Pappelzweigen bei Lolihof; an Ulmen und Hainbuchenzweigen westlich von Menzing; Amberg, an der Straße nach Germersdorf. — Bö h men: Erle bei Wasser¬ mann in Brod. var. lamprocarpa Müll.-Arg. Lager sehr dünn, am1 Rande allmählich verschwindend oder hinreichend begrenzt, olivfarben bis rauchbraun oder schwärzlichbraun, unterrindig, durchscheinend. Perithecien 0,15—0,2 mm breit, halbiert, niedergedrückt halbkugelig, stumpf abgestutzt oder zuletzt am Scheitel eingedrückt-punk¬ tiert, am Grunde etwas verbreitert, jung gewissermaßen matte Flecken im Lager bildend, später oben ausgesprochen glänzend. Kern grauweißlicb. Paraphysen ziemlich undeutlich, weich. Schläuche etwa 50/z lang, zylin¬ drisch-eiförmig, oben verschmälert, am Scheitel dickwandig. Sporen 15 lang, 6 p breit, vier- oder öfter sechszellig. Schweiz: An der Rinde jüngerer Eschen im ,,Grande Gorge“ am Mont Saleve. Gattung Polyblastiopsis Zahlbr. Lager krustig, einförmig, endo- oder epiphlöodisch. Perithecien zer¬ streut stehend, vom Lager mehr oder weniger bekleidet oder nackt, mit hellem oder dunklem, halbkugeligem oder kugeligem, eigenem Gehäuse und mit punktförmiger, gerader Mündung. Paraphysen verzweigt und mehr oder weniger netzartig verbunden. Schläuche ein- bis achtsporig. Sporen eiförmig bis länglich, mauerartig-vielzellig, mit kubischen Fächern, un¬ gefärbt, mit oder ohne Schleimhof. Stylosporen fingerförmig, vierzellig, braun. Übersicht der Arten: 1. Lager milchweiß P. lactea. Lager nicht milchweiß 2. 2. Sporen über 25 p lang 3. Sporen 12—24 p lang 4. 3. Sporen an einem Ende lang zugespitzt P. acuminans. Sporen eiförmig-ellipsoidisch P. Naegelii.
569 4» Lager undeutlich P. fallaciosa. Lager graugelblich bis ockerbräunlich 5. 5. Perithecien 0,24—0,3 mm breit P. meridionalis. Perithecien kleiner P. sericea. 1782. P. lactea (Mass.) Zahlbr. — Blastodesmia lactea Mass. — Poly- blastia lactea Kbr. p. p. Thallus ergossen oder etwas begrenzt, glatt, spinnwebartig, milch¬ weiß. Perithecien schwarz bereift, einzeln oder gehäuft, etwas vorragend, mit papillenförmiger, kegeliger Mündung. Paraphysen sehr zahlreich, zer¬ flossen. Schläuche lang keulenförmig, vier- bis sechssporig. Sporen an¬ fangs mit 1—3 Querwänden, später mauerförmig geteilt, rauchbraun, 24—45 /z lang, 12—15 /z dick. Spermatien gerade, i8/z. lang, 1 p dick. Am Grunde alter Laubbäume, besonders Fagus, Carpinus, Fraxinus, selten. Tirol: Meran, sehr selten an Fraxinus ornus zwischen Grätsch und Algund; Bozen (Fraxinus ornus-); Haslach, an alten Weiden. — Baden: An der Rinde junger Kiefern am Merkur bei Baden-Baden. — Schlesien: An Eichen im Walde vor Jaekel bei Riemberg. 1783. P. acuminans (Nyl.). — Verrucaria acuminans Nyl. — Taf. CXXIII, Fig. 1—5. Lager unterrindig. Perithecien zerstreut, bläulich. Schläuche reich¬ lich vorhanden, walzig, 100—120 p lang, 20 p dick, achtsporig. Sporen wasserhell, manchmal etwas gelblich getönt, keilförmig, deutlich lang zu¬ gespitzt, wie geschwänzt, 25—30 p lang, am abgerundeten Ende 8 p dick. Paraphysen üppig entwickelt. — Nach Sandstede ist die Flechtennatur dieser Art sehr zweifelhaft. Ich konnte an den mir zugänglichen Exem¬ plaren keine Gonidien finden. 01 denbu rg: An Stämmen und Zweigen jüngerer Kiefern zerstreut: Mansholt bei Leiterstade, an Pinus Mughus bei den Kellersteinen in der Ahlhorner Heide. 1784. P. Naegelii (Hepp.) Zahlbr. — Pyrenula Naegelii Hepp. — Polyblastia lactea Kbr. — Verrucaria Naegelii Stitzenb. — Taf. CXXI C, Fig. 10. Lager ausgebreitet, glatt grauweiß, mitunter von einem undeutlichen, dunkleren Vorlager begrenzt. Apothecien vorragend, halbkugelig, zuerst vom Lager bedeckt, zuletzt nackt, schwarz. Sporen zu 4 (bis 6) im Schlauch, eiförmig-ellipsoidisch, mauerförmig-vielzellig, 25—50 p lang, drei- bis viermal so lang als breit, farblos bis hell gelblich.
570 Sehr selten. Schweiz: Zürich, an der Rinde junger Fichten bei Gossau und Riffersweil. — Fränk. Jura: An der Rinde junger Fichten nahe am Boden längs des Waldsaumes unweit Weißenkirchen bei Eichstätt. 1785. P. fallaciosa (Am.) Zahlbr. — Polyblastia fallaciosa Arn. Stzbgr. Thalkis unter rindig, undeutlich. Perithecien angedrückt, sehr klein, 0,1—0,2 mm breit, mit einfachem, schwarzem, weichem, am Scheitel leicht eingedrücktem Gehäuse mit sehr fein durchbohrter Mündung. Schläuche zylindrisch, achtsporig. Paraphysen lange deutlich, erkennbar. Sporen 14—18/z. lang, 6—8/z dick, fast farblos bis hell gelblich, anfangs nur mit vier bis sechs Querwänden, später in den mittleren Zellen auch mit Längs - wänden, also mauerförmig in meist regelmäßig gestellte, rundliche oder würfelförmige (acht bis zwölf) Zellen geteilt. An der Rinde von Birken, selten. F ränk. Jura: An glatter Birken¬ rinde im Hirschpark bei Eichstätt; bei Wassertrüdingen, Kaisheim. — Baden: An Birken bei Heidelberg. — Schlesien: Lissaer Park; an Schwarzpappeln der Chaussee zwischen Blottnitz und Gr.-Pluschnitz bei Gr.-Strehlitz und an Pappeln bei Gogol in und Ottmuth. — Ostpreußen: Zwischen Memel und Tilsit; in dem Ibenhorster Forst auf Betula. 1786. P. meridionalis A. Zahlbr. Thallus in der Rinde, ziemlich weit ausgebreitet, äußerlich durch ockerbräunliche oder ockergrauc, etwas glänzende, glatte Flecke angedeutet, stellenweise durch braunschwärzliche Vorlagerlinien gekreuzt, am Rande selbst zumeist durch eine schwärzliche Linie gut abgegrenzt, homöomer, nur wenige (pleurococcusartige?) Gonidien enthaltend. Perithecien zahl¬ reich, sitzend, zuletzt ausfallend, einzeln, seltener genähert, rundlich oder mitunter verlängert, klein, 0,24—0,3 mm breit, schwarz, glänzend, nicht konvex, fast eben, zuletzt am Scheitel deutlich eingedrückt, mit kaum er¬ kennbarer Durchbohrung. Perithecium halbiert, schmal, außen nicht vor¬ gezogen, bläulich- oder blaugrün-schwärzlich, jung schön blaugrün. Hyme¬ nium farblos, ohne öl tropfen, mit Jod gelb werdend. Paraphysen nicht häufig, bis 1 dick, ziemlich steif, fadenförmig, ohne Querwände, nicht verzweigt. Schläuche zahlreich, schmal länglich, nach dem Scheitel zu wenig verschmälert, am Scheitel selbst abgerundet-eingebogen oder ein¬ gebogen, gerade, zartwandig, jung im oberen Teil mit mäßig verdickter Membran, achtsporig, 70—75 lang, 12—15 // breit. Sporen im Schlauch fast zweireihig, farblos, breit ellipsoidisch oder oval, in der Mitte zuweilen wenig schmäler, am Scheitel breit abgerundet, mauerförmig geteilt, mit drei Querwänden und einer, seltener zwei Längswänden, alle sehr zart, an
571 den Querwänden ganz leicht eingezogen, zartwandig, ohne Hof, in der Jugend mehr gedunsen und mit zahlreichen Öltröpfchen in den Zellen, reif wenig kleiner, deutlicher geteilt, ohne Öltropfen, 14—24^ lang, 7—I2ju breit, mit Jod rotgelb werdend. Pykniden randständig, sehr klein, 0,03 bis 0,04 mm breit, schwarz, glänzend. Perithecien halbiert, blaugrün, mit kleiner Öffnung in der Mitte. Fulkren exobasidial, kurz. Pyknokonidien stäbchenförmig, gerade, seltener fast gerade, an beiden Enden eingedrückt, 3,5—3,7lang, bis 0,7 breit. Ungarn: Fiume, im Skurinjatal an Zweigen von Fraxinus Ornus. 1787. P. sericea (Mass.) Zahlbr. — Polyblastia sericea Mass. Thallus unterrindig, graugelblich, ergossen, durch die Rinde durch¬ schimmernd. Perithecien sehr klein, punktförmig, vollständig eingesenkt, später sitzend, fast ellipsoidisch, mit Papille, schwarz. Paraphysen faden¬ förmig, schleimig. Sporen zu 8, mittelgroß, eiförmig, bräunlich, mauer¬ förmig geteilt, 12—19^ lang, 9/z dick. An der Rinde junger Eichen in der Provinz Verona in Italien. Gattung Clathroporina Müll.-Arg. Lager krustig, einförmig, epi- oder endophlöodisch, unberindet, mit Chroolepus-Gonidien. Perithecien einfach, zerstreut stellend, vom Lager bekleidet oder nackt, mit hellem oder dunklem, halbkugeligem oder kugeligem, eigenem Gehäuse und mit punktförmiger, gerader Mündung. Paraphysen fädig, unverzweigt und frei. Schläuche achtsporig. Sporen ellipsoidisch, länglich bis fast spindelförmig, mauerartig-vielzellig, mit zylindrischen Fächern, farblos. Konzeptakel der Pyknokonidien punkt¬ förmig, kugelig; Basidien einfach. Pyknokonidien länglich bis länglich- zylindrisch, gerade. 1788. Cl. heterospora Zahlbr. — Taf. CXXVI, Fig. 1—5. Thallus krustig, sehr zart, mit dem Kalk verschmolzen, zusammen¬ hängend, am Rande nicht durch eine dunklere Linie begrenzt, rosa- oder Erklärung zu Tafel CXXVII. Fig. i. Pyrenula nitida, Habitus, nat. Gr. „ 2. „ „ Habitus, Lupenvergrößerung. „ 3. „ „ Schnitt durch Perithecien, Vergr. 100. „ 4. „ „ Schlauch mit Paraphysen, Vergr. 500. „ 5. „ „ Spore, Vergr. 1000. „ 6. „ Coryli, Habitus, nat. Gr. „7* „ ,, Habitus, Lupen Vergrößerung. „ 8. „ „ Schnitt durch Perithecium, Vergr. joo. „ 9* » h Sporen, Vergr. 1000.
572 pfirsichblütrot-aschgrau, undurchsichtig, durch Kalilauge, Chlorkalk und Chlorcalciumlösung nicht verändert. Gonidien zu Chroolepus gehörig, ziemlich groß. Perithecien zahlreich, zerstreut, mit der Basis eingesenkt, mit dem oberen Teil frei, klein, 0,2—0,25 mm breit, halbkugelig, mit sehr zarter, durchbohrter Mündung. Wandung im oberen Teil schwarz und glänzend, Amphithecium weich. Hymenium mit Jod sich weinrot-rotgelb- lich färbend. Periphysen zahlreich, kurz. Paraphysen deutlich, faden¬ förmig, einfach, nicht vereinigt und nicht septiert. Schläuche zylindrisch- oder länglich-keilförmig, nach dem Scheitel zu verschmälert, kürzer als die Paraphysen, 115—125 p lang, 18—20 p breit. Sporen zu 8, farblots, mauer¬ förmig geteilt, sehr ungleich, breit eiförmig, eiförmig-länglich oder läng¬ lich, mit drei bis vier Querwänden und zuletzt aufgeschwollenen und fast kugeligen Zellen, 18—20 lang, 9—10 p breit. Pykniden punktförmig, schwarz, kugelig. Konidienträger einfach. Pyknokonidien endständig, länglich oder länglich-zylindrisch, gerade, 3,4—4^ lang, 0,5—0,8 p dick. Istrien: In Spalten von Kalkfelsen bei Pola. Familie Dermatocarpaceae. Lager blattartig oder blätterig-schuppig, beiderseits oder nur oberseits parenchymatisch berindet (bei Normandina ausnahmsweise unberindet und homöomerisch), mit einer Haftscheibe oder mit Rhizinen oder mit der Markschicht an die Unterlage befestigt; mit Palmellaceen-Gonidien. Peri- thecium einfach, aufrecht, mit punktförmiger, senkrecht verlaufender Mündung. Pyknokonidien endobasidial. Übersicht der Gattungen: 1. Sporen mauerförmig geteilt Endocarpon. Sporen einzellig oder parallel mehrzellig 2. 2. Sporen einzellig (ausnahmsweise zweizeilig) Dermatocarpon. Sporen mehrzellig 3. 3. Sporen zwei- bis vierzellig Placidiopsis. Sporen sechs- bis achtzellig Normandina. Gattung Normandina (Nyl.) Wainio. Lager blattartig oder schuppig, Schuppen rundlich, mehr oder weniger gelappt, auf steigend oder angepreßt, unberindet, homöomerisch, mit einem aus dickwandigen Hyphen gebildeten Vorlager der Unterlage aufsitzend, mit Pleurococcus-Gonidien. Perithecien eingesenkt, einfach, Fruchtkern
573 ohne Hymenial-Gonidien, mit eiförmigem, kugeligem, schwarzem, eigenem Gehäuse und gerader Mündung. Paraphysen fehlend. Schläuche sechs- bis achtsporig. Sporen länglich-zylindrisch bis länglich., parallel mehrzellig (sechs bis acht), zuerst farblos, dann hell bräunlich. 1789. N. pulchella (Borr.) Leight. — N. Jungermanniae Nyl. — Lenormandia Jungermanniae Del. — L. pulchella Mass-. — Taf. CXXVIII. Thallus kleinschuppig, Schüppchen blattartig-häutig, getrennt, zer¬ streut, klein, abgerundet-nier en förmig, glatt, mit umgeschlagenem, ge¬ säumtem, soredientragendem Rande, weißlich-blei farbiggrau, unten mit Fasern. Perithecien klein, schwarz, eingesenkt, mit gerader, zuletzt vor¬ ragender Mündung und blasen förmigem, schmutzig braungrauem Kern, von schwarzem Excipulum umgeben. Sporen zu 8, farblos oder zuletzt bräunlich, länglich-zylindrisch, mit fünf bis sieben Querwänden, 28—40 /z lang, 7—10 /z breit. Auf bemoosten Baumstämmen, gern zwischen und über Frullania zer¬ streut durch das ganze Gebiet. Tirol: Plansee, an Buchenstämmen; Brandenburg (Buchen, Sorbus ancuparia); Jenesien, an Felsen des Krummenbühel; Remp; Auer, auf Porphyr am Castell Feder. — All¬ gäuer Alpen: Spielmannsau; Plansee. — Niederösterreich: Sonntagsberg bei Rosenau, am Stamm alter Birnbäume, auch sonst mehr¬ fach. — Baden: Um Heidelberg und am Feldberg. — Fränk. Jura: Hier und da, nirgends häufig. — München: Im englischen Garten; Großhesselohe, Menterschwaige, Mühltal, Ebenhausen, Possenhofen. — Schweiz: Nicht selten, aber stets steril. — Westfalen: Bei Höxter am Solling; Hollsche Bruch bei Bielefeld; Velmerstoet bei Horn; Detmold; bei Wolbeck. — Rheinlande: Venusberg bei Bonn. — Schlesien: Zobten; Melzergrund. — Nord west deutsche Tiefebene: In den Waldungen zwischen Gießeihorst und Hullstedterdiele. — Rügen: Stübnitz, gemein. Früchte sind anscheinend nur selten beobachtet worden; ich sah keine fruchtenden Exemplare aus dem Gebiet der Flora. Die Abbildungen sind nach einem fruchtenden Exemplar von La Mothe, St. Heray, Departement Erklärung zu Tafel CXXVIII. Fig. i. Normandina pulchella, Lager, nat. Gr. „ 2. „ „ Lager, Lupenvergrööerung. „ 3. „ „ Lagerquerschnitt, Vergr. 50. „4. „ „ Schnitt durch Lager und Perithecium, Vergr. 100 „5. „ „ Schlauch, Vergr. 500. >, 6. „ „ Sporen, Vergr. 1000.
574 Deux Sevres in Frankreich, gesammelt von Richard 1881, angefertigt worden. Gattung Dermatocarpon (Eschw,) Th, Fr. Lager blattförmig, schuppig oder schuppig-felderig, angedrückt oder aufsteigend, beiderseits oder nur oberseits pseudoparenchymatisch berindet, mit einer Haftscheibe, mit Haftfasern oder mit den Hyphen des Vorlagers an die Unterlage befestigt, mit Pleurococcus-Gonidien, welche den oberen Teil des Markes einnehmen. Perithecien einfach, gerade, in das Lager ein¬ gesenkt oder mit dem Scheitel hervorragend, mit hellem oder schwarzem, kugeligem bis eiförmigem, eigenem Gehäuse; Fruchtkern ohne Hymenial- Gonidien. Paraphysen in der Regel schleimig zerfließend, ausnahmsweise spärlich entwickelt und dann verzweigt und miteinander verbunden. Schläuche acht-, selten sechzehnsporig. Sporen ellipsoidisch bis länglich, einzellig, ungefärbt. Konzeptakel der Pyknokonidien in das Gewebe des Lagers versenkte, unregelmäßige, durch einen Riß der Rinde sich öffnende Kammern bildend, deren Wandungen aus einem pseudoparenchymatischen Geflecht bestehen, an deren Zellen an winzigen Sterigmen die eil ipsoidi sehen bis länglichen und geraden Pyknokonidien zur Ausbildung gelangen. Übersicht der Arten: i. Lager blattartig, mit mittelständiger Haftscheibe (Subg. Entho- steüa) 15. Lager schuppig oder blätterig, ohne mittelständige Haftscheibe 2. 2. Gehäuse überall schwarz, kohlig (Subg. Catopyrenium) 3. Gehäuse hell', nur am Scheitel dunkler (Subg. Endopyrenium) 7. 3. An Kalkfelsen D. monstruosum. Auf nackter Erde 4. 4. Lager fast häutig D. cinereum. Lager schuppig oder knorpelig-schuppig 5. 5. Sporen 16—20 p lang D. crenulatum. Sporen 9—12 p lang 6. 6. Perithecien ziemlich groß, halbkugelig-kegelig hervortretend D. Trem- niacense. Perithecien klein, etwas eingesenkt D. Walther!. 7. Lager aschgrau oder weißlich 8. Lager anders gefärbt 9. 8. Sporen kugelig D. pulvinulosum. Sporen eiförmig D. trachyticum.
575 9- Lager olivfarben, angefeuchtet dunkel olivgrün io. Lager braun oder bräunlich., angefeuchtet nicht grün ii. io. Sporen 15—20/7. lang, 7—9^ dick D. Michelii. Sporen 11—13^ lang, 9—10 dick D. crassulum. 11. Sporen klein, 9—10 p lang 12. Sporen größer, 11—23^ lang 13. 12. Lagerschuppen kreisförmig zu inselförmigen Gruppen zusammen- gestellt D. insulare. Lagerschuppen nicht in inselartigen Gruppen D. compactum. 13. Lagerschuppen 3—5 man breit D. rufescens. Lagerschuppen unter 3 mm breit 14. 14. Lager bräunlich oder dunkelbraun D. hepaticum. Lager graubräunlich D. cartilagineum. 15. Sporen über 18 p. lang 16. Sporen bis 16 p lang 17. 16. Lageroberseite hell aschgrau bereift, Unterseite schwarz D. Bach- manni. Lageroberseite dunkelbraun D. rivulorum. 17. Lager ein- oder mehrblätterig, rötlich- oder graubraun D. miniatum. Lager vielblätterig 18. 18. Lager grünbraun bis dunkelbraun, angefeuchtet hellgrün D. aquaticum. Lager bläulich oder braun, blau bereift D. polyphyllum. 1790. D. monstruosum (Schaer.) Wainio. — Endocarpon miniatum ö monstruosum Schaer. — Placidi um monstruosum Mass. — Endopy renium monstruosum Kbr. — Verrucaria monstruosa Jatta. — V. Schaereri Nyl. — Parmelia Schaereri Fr. Thallus ausgebreitet rasig-schuppig, dick, mit angedrückten Schuppen, fast zerbrochen gefeldert, blaugrün bereift, unterseits schwarz. Perithecien sehr klein, schwarz, kaum vortretend, am Scheitel durchbohrt. Paraphysen fehlen. Sporen ziemlich groß, ellipsoidisch, farblos-grünlich, 12—18 p lang, 6—9 p dick. An Kalk und Dolomit, nicht häufig. Tirol: Bei Morl, auf Kalk. — Steiermark: Donatiberg. — Allgäuer Alpen: Eingang zur Lour- clesgrotte. — Niederösterreich: An Kalkfelsen am Steinberge bei Ernstbrunn; auf dem Kalender- und Maaberge bei Wien. — Schweiz: Sion, am Schieferfelsen. — Fränk. Jura: Am Galgen außerhalb Streit¬ berg; am Doktorsberg bei Eichstätt, an niedrigen Kalkriffen unterhalb Nassenfels und anderwärts. — Schwaben: Hüting. — Württem¬
576 berg: Ehingen, an sonnigen Kalkfelsen bei Altsteußlingen und bei Schlechtenfeld. 1791. D. cinereum (Pers.) Th. Fr. — Endocarpon cinereum Pers. — E. tephroiides Ach. — Lichen tephroides Ach. — Sagedia cinerea Fr. — Verrucaria tephroides Nyl. — Catopyrenium cinereum Kbr. Lager fast häutig, eng anliegend, rundlich, in der Mitte spärlich fein¬ rissig, am Rande fast blätterig-kleinlappig. Lappen dünn, schwach ge¬ kerbt, meist dunkelrandig, anfangs dicht weißgrau bereift, später oft fast nackt, graubräunlich bis blaß hirschrot, auf schwarzem, schwammigem Vorlager. Perithecien klein, fast kugelig, eingesenkt, mit warzenförmig vortretenden, schwarzen Mündungen. Sporen ellipsoidisch oder fast spin¬ deiig, mittelgroß, anfangs einzellig, später mit einer Querwand, farblos, 10—15 /z lang, 4—6 p dick. Auf kalkhaltiger, torfiger Erde im Hochgebirge, auch auf Kalkfelsen. In den Alpen verbreitet, sonst zerstreut. München: Allach, zwischen Menterschwaige und Geißelgasteig, Garchinger Haide, Isarauen, Forsten- ried, Olching, Milbertshofen; Hüting in Schwaben; Augsburg, Am¬ berg. — Fränk. Jura: Zwischen Auerbach und Michelfeld, bei Eich¬ stätt, Donauauen bei Ingolstadt usw. — Württemberg: Auf dem felsigen Boden beim Bahnhof Schmiechen über Moosen. — Baden: Auf dem Randen. — Hessen: Am Meißner. — Sachsen: Sandersleben, Frechleben. — Schlesien: Kitzelberg bei Kauffungen; Ober-Moyser Kalkhügel bei Löwenberg; Dnechslerberg bei Schwarzbach; Gipfel der Schneekoppe; altes Bergwerk. 1792. D. crenulatum (Nyl.). Lagerschuppen weißgrau oder blaugrünlichgrau, kleinkerbig. Peri¬ thecien klein, vortretend. Sporen 16—20 p lang, 6—7 p dick. Schweiz: Über sandiger Erde in Felsspalten des Mont Saleve. 1793. D. Tremniacense Mass. — Catopyrenium Tremniacense Mass. Thallus knorpelig, gelappt-schuppig, mit dicken, in eine wellig ge¬ faltete, fast polsterförmige Kruste zusammengedrängten Schuppen und schwarzem, zuletzt verschwindendem Vorlager. Perithecien zahlreich, kegelig-halbkugelig, schwarz, mit großem Kern und krumig-gallertigem Gehäuse. Parahysen fehlen. Sporen ellipsoi disch-eiförmig, anfangs ein¬ zellig, dann einmal geteilt, wolkig-farblos, 9—12 p lang, 6 p dick. Schweiz: An Mauern bei Erstfelden; an den Ufern der Arve. — München: Auf kiesigem Boden der Isarauen zwischen Nantwein und dem Aujäger bei Wolfratshausen. — Fränk. Jura: Steinbruch zwischen
577 Wintershof und Ruppertsbuch bei Eichstätt; Donauauen südlich von Gerolfing bei Ingolstadt. 1794. D. Waltheri (Garov.) Krplh. — Endocarpon Waltheri Garov.— Verrucaria Waltheri Krplh. — Catopyrenium Waltheri Kbr. Thallus knorpelig-schuppig, mit kleinen in kleine Polster zusammen¬ gedrängten Schuppen, deren, mittlere gefeldert - warzig bis fast körnig sind, nicht bereift, anfangs blaß, dann hirschbraun, mit schwammigem, schwarzem Vorlager. Perithecien klein, gehäuft, etwas eingesenkt, braun oder schwarz, mit papillenförmigen Mündungen vorragend. Sporen ellip- soidisch-eiförmig. anfangs einzellig, später mit einer Querwand farblos 10—12 /z lang, 5—6 p dick. Auf nacktem, besonders kalkhaltigem oder fettem, humosem Boden in den Alpen, selten. Tirol: Grenzkamm, Schwarze Milz; Kälberalpl am Karwendel; auf Kalkboden am Blaser; Vorderes Sonnenwendjoch, auf fetter Erde; Gipfel des Kleinen Rettensteins; Schlerngebiet, im oberen Damers und unweit der Zollinger Schweig. — Schweiz: Über Erde am Olm. — Niederösterreich: Schneeberg, Ochsenboden, auf Humus. — Bayr. Alpen: Auf dem Kälberalpl im vorderen Karwendelgebirge; Obermädelealpe; obere Hochalpe in den Gottesackerwänden. 1795. D. pulvinulosum (Harm.). — Endocarpon pulvinulosum Harm. Thallus aschgrau oder weißlich-aschgrau, gebildet aus sehr kleinen, gewöhnlich nicht über 0,3 mm breiten, gewölbten, sehr selten abgeplatteten Schüppchen, mit 1—7 wenig vortretenden Perithecien. Paraphysen fehlen. Schläuche verlängert. Sporen zu 8, vollständig kugelig, 5—5,5 p im Durch¬ messer. Lothringen: Auf Kalkgestein bei La Croix. 1796. D. trachyticum (Hazsl.). — Endopyrenium trachyticum Hazsl. Taf. CXXVIIIB, Fig. 5. Lager lederig, schuppig, überall angewachsen; Schuppen in eine ge¬ borsten gefelderte, aschgrau bereifte Kruste zusammengehäuft, auf schwarzem, schwammigem, dickem Vorlager. Perithecien kugelig oder horizontal verflacht, zahlreich, mit der kleinen, schwarzen Mündung her¬ vorragend. Sporen zu 8 in. den keulenförmigen Schläuchen gedrängt, klein, eiförmig, einzellig, farblos. Erklärung zu Tafel CXXVIII B. Fig. 1. Dermatocarpon miniatum v. papillosum, Lager, nat. Gr, „ 2. „ „ v. complicatum, Lager, nat. Gr. „ 3. „ „ Zwischenform zwischen beiden, Lager, nat. Gr. „ 4- n aquaticum. „ 5. „ trachyticum. „ 6. „ hepaticum. Thom6-Migu la, Flechten, n. (Flora XII, 2.) 37
578 Niederösterreich: Im Waldviertel häufig. — Ungarn: Epe- ries, auf Trachytf eisen. 1797. D. Michelii (Mass.). — Placidium Michelii Mass. — PI. pusil¬ lum Krmplh. — Endopyrenium pusillum Kbr. pr. p. — Endopyrenium Michelii Kbr, Thallus fast lederartig, ziemlich flach, klein, schildförmig an¬ gewachsen, olivbräunlich, angefeuchtet grün werdend, zuletzt grau ver¬ bleichend, von einem schwarzen Vorlager undeutlich berandet. Peri¬ thecien klein, zahlreich, vorragend, schwarzbraun. Sporen etwa 15—20 p lang, 7—9 /j, dick, eiförmig-ellipsoidisch, einzellig, farblos. Ziemlich- selten, auf nackter Erde, zwischen Gras. Niederöster¬ reich: Bei Aggsbach, am linken Donauufer. — Bayern: Zerstreut, stellenweise auf Kalkboden häufig; Hüting in Schwaben. — Fränk. Jura: Anscheinend verbreitet. — Baden: Auf Löß bei Malsch; Dur- lach, Jöhlingen, Obergrombach, Heilige Berge bei Handschuchsheim, Ziegelhausen, Eichstätten am Kaiserstuhl. — Westfalen: Kalkberge bei Bielefeld in Menge; Kapellenberg bei Büren; Mauern bei Höxter; Iburg usw. — Thüringen: Bei Jena; Alteburg bei Arnstadt. — Prov. Sachsen: Wansleben, Bernburg, Sandersleben. — Schlesien: Mehltheuer bei Strehlen; Sorauer Chausse bei Grünberg; verbreitet um Strehlen, Nimptsch, Münsterberg. Während Körber kaum eine scharfe Grenze zwischen dieser Art und D. hepaticum findet, zieht Jatta sie zu Endocarpon pusillum Hedw. 1798. D. crassulum (Müll.-Arg.). — Endopynenium crassulum Müll.- Arg. Lager gedrängt, dick schuppig gefeldert, eng angewachsen, oben dunkel olivgrau, angefeuchtet dunkel olivgrün; Schuppen 1/2—1 mm breit und etwa dick, gewölbt, unregelmäßig stumpfeckig, sich nicht dicht berührend, glatt, etwa drei- bis sechsfrüchtig. Gonidien groß, etwa 18 /z breit, kugelig. Apothecien eingesenkt, nur mit dem schwarzen Scheitel etwas vorragend, sonst blaß, kugelig, etwas höher als breit. Paraphysen fehlen. Schläuche länglich-eiförmig, achtsporig. Sporen 11—13//. lang, 9—10 /z breit, fast kugelig-ellipsoidisch, farblos. Schweiz: An Kalkfelsen zwischen Puplinge und Vaodoenvres in der Gegend von Genf. 1799. D. insulare (Mass.). — Endopy renium insulare Mass. — Placi¬ dium insulare Mass. Thallus knorpelig - schuppig, kastanienbraun; Schuppen vollständig angewachsen, fast rund, gewölbt oder eben, unterseits gerauht, in ver¬ schiedener Weise vereinigt, meist kreisförmig gestellt und inselförmige
579 Flecken bildend. Perithecien klein, vollständig eingesenkt, schwarz, zuletzt vortretend. Paraphysen undeutlich. Sporen eiförmig - rundlich, wolkig, mittelgroß, 9 p lang, 6 p dick. Alpen: Auf italienischer Seite; Monte Baldano im Vall’ Avesa an Kalkfelsen. 1800. D. compactum (Mass.). — Placidium compactum Mass. — Endopyrenium compactum- Kbr. Thallus lederartig-schuppig, mit blasigen, gelappten oder angedrück¬ ten, körnig-gefelderten Schuppen, kastanienbraun oder fast schwärzlich, mit schwarzem Vorlager. Perithecien kugelig, eingesenkt, kaum mit der schwarzen Mündung etwas vortretend. Paraphysen fehlen. Sporen zu 8, eiförmig, mittelgroß, farblos bis gelblich, 9—10 p lang, 6—8 p dick, ein¬ zellig. Auf Kalk und Dolomit im Gebirge, ziemlich selten. Tirol: Oberhalb Gurgl; Waldrast, Serlesgrube, Felsen auf Trinser Markung; Großer Rettenstein; Gulden, am Langen Stein; Paneveggio, Monte Castelazzo oberhalb. — Giuribell; Mori. — Niederösterreich: Auf dem Ka¬ lenderberge bei Wien. — Schweiz: Valsesia; oberhalb Monnetier. — Fränk. Jura: An einer Kalkwand unweit des Wolfsgrabens bei Streit¬ berg; an Kalkfelsen über dem Schloßberg bei Pegnitz; auf der Höhe gegenüber Weischenfeld, auf Dolomit. var. eurysporum Lettau. Thallus schuppig oder fast krustig gefeldert, kastanienbraun oder schwarzbraun, angefeuchtet nicht blasser, undurchsichtig, etwa 200 bis 300 p dick. Schuppen 0,5—1 mm im Durchmesser oder kleiner, zum Teil dicht gedrängt eine gefelderte, derbe und dicke Kruste bildend, zum Teil mehr auf dem schwarzen Vorlager zertsreut, etwas konkav mit gekerbtem oder gelapptem Rande. Perithecien einzeln oder zu 2(—3) in der Mitte, seltener nach dem Rande zu in den Schuppen sitzend, so daß bei einem mehr zerstreuten Thallus die Schuppen mit dem lappig eingeschnittenen Rand Rosetten um die Perithecien zu bilden scheinen. Perithecien kugelig, 300—400 p breit, am Scheitel abgeflacht-eingedrückt, mit einem Drittel die Thallusoberfläche überragend, schwarz, zum Teil (die jüngeren?) hal¬ biert, nur mit einem 50—80 p dicken, braunschwarzen Käppchen ober¬ seits, sonst mit fast farblosem oder gelblichem Amphithecium, zum Teil (die reiferen?) mit zartem, etwa 4—5 p dickem, ganzem, dunkelbraunem Amphithecium. Sporen breit länglich oder fast kugelig, 12—17 p lang 6 bis 13 p dick, meist 12—15 ft lang, 10—13^ dick. Thüringen: An trockenen Muschelkalkfelsen des Jonastales bei Arnstadt, gegen Ritterstädt; Daunheim. 37*
580 i8oi. D. rufescens (Ach.) Zahlbr. — Endocarpon rufescens Ach. — Endopyrenium rufescens Kbr. Lager blätterig-schuppig. Schuppen lederartig, wellig - bogig, aus- gerandet, dachziegelig sich deckend, selten einzeln, mit aufsteigenden Rändern, fast glänzend, hell rotbraun, auf braunschwarzem Vorlager. Perithecien birnförmig, schwarz, eingesenkt, mit kleiner Mündung vor¬ ragend. Schläuche fast zylindrisch, Sporen zu 8, mittelgroß, eiförmig bis ellipsoidisch, 12—18 /li lang, 6—7 jlc dick. Auf Erde, Felsen, Mauern, selten auf Schindeln zerstreut, in den Alpen nicht selten. Fränk. Jura: Nirgends häufig. — Mittelfran¬ ken: Hüting in Schwaben; Amberg. — Baden: Mehrfach. — Würt¬ temberg. — Hessen: Marburg, bei El Inhausen; Falkenstein; Oppen¬ heim ; Nierstein. — Westfalen: Galgsteig bei Höxter,; bei Letmathe; am Humberg bei Stadtberge; Horst bei Vlotho. — Thüringen: Jonas- tal, Plaue, Altsiegelbach. — Sachsen: Bei Meißen, Nossen, Leisnig, Löbau, Oschatz, Cotta. — Vogtland: Am Wege von Schleiz nach Möschlitz; zwischen Pirk und Rosental. — S aalet al: Auf Zechstein bei Friedeburg. — Schlesien: Obernigk, im Walde nach Riemberg zu; im Gebirge mehrfach. 1802. D. hepaticum (Ach.) Th. Fr. — Endocarpon hepaticum Ach. — E. exiguum Nyl. — Endopyrenium hepaticum Kbr. — E- trapeziforme Sydow. — Placidium hepaticum Arn. — PI. pussillum Kplh. — Endo¬ carpon pusillum Fr. — Endopyrenium pusillum Kbr. — Taf. CXXVIII B, Fig. 6. Thallus lederartig, schuppig, bräunlich oder dunkelbraun, mit runden oder eckigen, dicht angewachsenen, mehr oder weniger zerstreuten, ganz¬ wandigen, mitunter aber auch auf gerichteten und schwärzlichen Schuppen, auf der Unterseite faserig. Vorlager schwarz, faserig. Perithecien klein, schwarz, mit der dunkelbraunen, kleinen Mündung vorragend. Sporen mittelgroß, eiförmig, 11—16^ lang, 4—8^ dick, zu 8 im Schlauch. Auf Kalk, Dolomit, kalkhaltigem Erdboden zerstreut, im Gebirge häufiger. Tirol: Verbreitet. — München. — Augsburg. — All¬ gäuer Alpen. — Unterfranken. — Fränk. Jura. — Würt¬ temberg. — Baden. — Westfalen. — Hessen. — Thüringen. — Harz. — Sachsen. — Franken wald. — Vogtland. — Schlesien. — Nordwestdeutsche Tiefebene. — Ost¬ preußen. 1803. D. cartilagineum (Nyl.) Sydow. — Placidium cartilagineum Mass. — Verrucaria cartilaginea Nyl. — Endocarpon daedaleum Krplh.-—
581 Endopyrenium Kbr. — Placidium daedaleum Krplh. — E. daedalcum ß terrestre Arn. — Placidium cartilagineum f. daedaleum Arn. Thallus graubräunlicb, schuppig, mit angedrückten, angewachsenen Schuppen, oft rosettenartig, in der Mitte warzig gefeldert, am Rande strahlig gelappt mit buchtig gekerbten Lappen, in der Jugend dicht wei߬ lichgrau bereift, später fast nackt. Vorlager schwarz, schwammig, später oft undeutlich. Perithecien oft ziemlich gedrängt, 0,5 mm breit, mit den sehr kleinen, schwarzen Mündungen fast halbkugelig vorragend. Schläuche schmal keulenförmig. Sporen ziemlich groß länglich oder cllipsoidisch, 16—23 p lang, 7—10 p dick, meist mit einem großen Öltropfen. Auf Kalk und kalkhaltigem Erdboden, auch über Moosen in den Alpen verbreitet, sonst selten. — Fränk. Jura: Gegenüber der Stämpfer- mühle im Wiesentale; Streitberger und Muggendorfer Gegend; oberhalb Schönhofen im Labertale; am Doktorsberge und gegenüber Kunstein bei Eichstätt. f. daedaleum (Kplhbr.) Arn. — Placidium daedaleum Kplhbr. — Endocarpon daedaleum Kplhbr. — Endopyrenium daedaleum Kbr. — Catopyrenium daedaleum Stein. Lager fast lederartig, zerstreut warzig-schuppig oder rosettenförmig, in der Mitte warzig gefeldert, am Rande strahlig gelappt, Lappen buchtig gekerbt, anfangs dicht weißgrau bereift, im Alter fast nackt, graubräunlich. 1804. D. Bachmanni Anders. Im Habitus der Gyrophora polyphylla nicht unähnlich. Thalli bis 5 mm im Durchmesser messend, dünner als bei D. miniatum und var. com¬ plicatum, brüchig, einzeln stehend,, flach, mit zentraler Haftscheibe oder rasig gehäuft oder zu kleinen Rosetten vereinigt, nach außen aufsteigend, äußerster Saum dagegen wieder nach unten zurückgebogen: Thallusober- seite hell aschgrau bereift, Unterseite schwarz, gegen den Saum zu rauch¬ braun. Älterer Thallus reichlich fruchtend; das Hymenium gut ausgebildet. Schläuche bis 65 p lang und 12—17 p dick, mit sehr zarter Membran. Erklärung zu Tafel CXXVIH C. Fig: 1. Endocarpon pusillum, Lager, nat. Gr. „ 2. „ ,, Lager, bei schwacher Lupenvergrößerung. „ 3. ,, „ Schnitt durch Lager und Perithecium, Vergr. 150. „ 4. „ „ 3 Sporen, aus demselben Perithecium, Vergr. 500. „ 5. „ pulvinatum, Lager, nat. Gr. „ 6. „ „ Lager, bei schwacher Lupenvergrößerung. ,, 7. „ „ Lagcrlappen, bei stärkerer Lupenvergrößerung. „ 8. „ „ Schnitt durch Lager und Perithecium, Vergr. 150. „ 9. „ „ Schlauch, Vergr. 500. „ 10. ,, „ Sporen, Vergr. 1000.
582 Sporen kräftig, grießig - grobkörnig erfüllt, zweizeilig im Schlauch an- geordnet, Sporenkern deutlich und kräftig. Form der Sporen rundlich, elliptisch bis lang elliptisch ausgezogen (walzenförmig) oder zuweilen sogar lang wurstförmig, d. h. auf der einen Seite konkav; Enden stumpf. (Vereinzelte Sporen besitzen eine dünne Querwand. Die Größe der Sporen ist recht verschieden: 18—25X6—8,5^, es kommen aber auch Sporen von der Größe 19X8,5^ und 25 X 6p vor; am häufigsten finden sich solche von 21X7 p.) Böhmen: An Phonolith des Berges Bösig (600m) und bei Du- bitz a. d. E. in sonnigster und trockenster Lage. 1805. D. rivulorum (Arnold) Dalia Torre et Sarnthein. — Endocarpon rivulorum Ann. — E. fluviatile Pkt. Trocken der Gyrophora floccosa nicht unähnlich, angefeuchtet dunkel olivbraun, trocken dunkelbraun. Perithecien größer als die Pykniden, vom Thallus fast überdeckt. Sporen länglich, an beiden Enden mehr oder weniger stumpf, mit 3—6 Öltröpfchen, zuweilen scheinbar zweizeilig, zu 8 im Schlauch, 18—23 p lang, 7—8 p breit. Pykniden schmutzigbraun, innen rosenrot. Pyknosporen gerade, zylindrisch, 4—5 p lang, 1 p breit, zahlreich. Auf Steinen in Bächen der nördlichen Alpenkette anscheinend ver¬ breitet. 1806. D. miniatum (L.) Th. Fr. — Lichen miniatus L. — Endocarpon miniatum Ach. — Taf. CXXVIII B, Fig. 1—3; CXXIX, Fig. 6—9. Lager knorpelig-häutig, starr, rötlichbraun oder graubraun, weißgrau bereift, unten glatt oder warzig-runzelig, hell- oder dunkelbraun. Peri¬ thecien klein, zahlreich, eingesenkt mit vorragender, brauner Mündung. Sporen zu 8, länglich oder ellipsoidisch, 10—16 p lang, 6—gp dick. An feuchten Felsen und überfluteten Steinen in Gebirgsbächen häufig. var. complicatum (Sw.) Th. Fr. — Lichen complicatus Sw. — Endo¬ carpon miniatum var. complicatum Schaer. Thallus lederartig, vielblättrig, rasig, dicht oder locker dachziegelig, ungleichmäßig gelappt, oberseits weißlich, braungrau oder rußbraun, unten schwärzlich, mit in der Mitte etwas aufgerich-teten, im Umfang rundlichen, zusammengesetzten Lappen. (Hierher auch Endocarpon miniatum var. imbricatum Massai., die sich kaum von complicatum trennen läßt.) var. papillosum (Anzi) Müll.-Arg. — Endocarpon miniatum * papillo- • sum Anzi. Thallus einblätterig, genabelt, oberseits etwas bestäubt, weißgrau oder grünbraun, unterseits braun-fleischfarben oder mitunter schwärzlich, durch kurze Papillen rauh, im Umfange eingeschnitten-gelappt, mit zurück¬
583 geschlagenen, etwas zusammengesetzten Lappen. Perithecien klein, braun¬ schwarz. Sporen klein, 8—n p lang, 6 breit. Tirol: Meran, auf Glimmerschiefer bei der Villa Maurer auf dem Wege nach Meran und unterhalb Dürrenstein an Felsen im Tale. var. leptophyllum (Ach.) Sarnth. et Dalia Torre. — Endocarpon lepto¬ phyllum Ach. — E. miniatum var. leptophyllum Wahlenb. Thallus einblätterig, weit gelappt, einfach, genabelt, oberseits rötlich aschgrau, unten schwärzlich. Tirol: Seiseralpe, auf Dolomit bei der Mahlknechtshütte. var. canum (Krmplh.) Sarnth. et Dalia Torre. — Endocarpon miniatum var. canum Krmplh. Thallus einblätterig, einfach, genabelt, oberseits dick weiß bereift, eingedrückt-punktiert, unterseits fleischfarben rotgelb, im Umfang zer¬ schlitz t-gelappt, mit auf steigenden Lappen. Tirol: Innsbruck, an Kalkfelsen gegen den Lauserkopf; Meran, Grätsch; an Porphyrfelsen bei der Ruine Neuhaus. 1807. D. aquaticum (Weiß) Zahlbr. — Lichen aquaticus Weiß. — riatisma aquaticum Hoffm. — Endocarpon miniatum y aquaticum Schaer. — Lichen fluviatilis Web. — Endocarpon fluviatile DC. — Dermatocarpon fluviatile Th. Fr. — Taf. CXXVIII B, Fig. 4. Lager knorpelig-häutig, schlaff, rasenartig, vielblätterig, grünbraun bis dunkelbraun, angefeuchtet hellgrün, unten glatt, fast gleichfarbig. Lappen rundlich, auf steigend, blasig oder wellig-bogig. Perithecien klein, eingewachsen, zuweilen zusammenfließend, mit leicht vorragenden, braunen Mündungen. Sporen zu 8, länglich oder ellipsoidisch, 10—16 p lang, 6 bis 9 p dick. An stets oder zeitweise überfluteten Steinen, diese oft ganz über¬ ziehend, zerstreut. Niederösterreich: In der Alpenregion der Rax¬ alpe auf Kal f seif en; auf Urgestein im Bache zwischen. Aschen und Rapol¬ tenstein usw. — Steiermark: An verschiedenen Stellen. — Schweiz: Ziemlich verbreitet. — Bayern: An Granit in den Gebirgsbächen des Fichtelgebirges; bei Wolfstein im Bayr. Wald; Hölltal bei Falkenstein in der Oberpfalz; um Erlangen; in Unterfranken verbreitet. — Baden: Im Schwarzwald und um Heidelberg nicht selten. — Hessen: Tn Breiten¬ bronn bei Schwarzenfeld; oberhalb der Herchenhainer Höhe; Kassel, Mühlengefäll an der Kohlenstraße; Rheingrafenstein; Dammenfels am Donnersberg usw. — Thüringen: Kanzlergrund nahe Oberschönau, auf Blöcken im Bache; Schnepfental bei Eisenach; bei Bucha im Saale¬ tale. — Sachsen: Mehrfach. — Harz: In der Bode bei Schierke; bei Wernigerode unter der Steinernen Rinne; im Gernroder Bache. — Fran-
584 k e n w a Id: Felsblöcke im Höllental. — Vogtland: Felsblöcke im Trieb¬ tal bei Jocketa und im Steinicht. — Schlesien: Riesengebirge, Abfluß des kleinen Teiches; in der Kochel; in der Aupa; im Bober; Teufelsgärt¬ chen Agnetendorf; Wölfeisfall. — Westfalen: Solling bei Höxter im Bach von Fohlenplacken nach Holzminden. 1808. D. polyphyllum (Wulf.) Dalia Torre et Sarnth. — Lichen poly- phyllus Wulf. exp. — Endocarpon miniatum var. polyphyllum Arn. — E. intestini forme Kbr. Thallus rasig, vielblätterig, bläulich oder braun, blau bereift, unter¬ seits glatt, kupferfarben oder braunschwärzlich, mittlerer Lappen wellig gewunden, blasig, die peripherischen flach. Perithecien zuweilen zusammen¬ fließend, mit braunschwarzen. Mündungen vorragend. Sporen mehr oder weniger breit eiförmig bis fast kugelig, 9—12—15 p lang, 7—9 p dick. Hymenium mit Jod blau, dann violett, zuletzt weinrot werdend. Tirol: Räticon, Lünersee, Stanzertal, Almejurjoch auf Kalk, ötztal, an Blöcken kristallinischen Kalkes der Berghalde oberhalb Gurgl; Wald¬ rast, von der Matreier Grube bis auf Trinser Markung (Kalk) ; Zillertal, Gerlossteinwand (Kalk) ; Paneveggio, Monte Castellazzo (Kalk). var, decipiens (Mass.) — Endocarpon miniatum var. decipiens Mass. Lager rasig, dicht dachziegelig, wellig gewunden; mittlere Lappen eingerollt, die äußeren ausgebreitet. Tirol: Kühetai, an überfluteten Gneisblöcken am Abflüsse des oberen Plendelesees und in einem seichten Bache am Abhang links ober¬ halb Finstertal; Vent, auf Schiefer; Roßkogel, am Abfluß des Sees; Brenner, auf Gneis in einem Bach am Kraxentrag; Eggental, trockener Seeboden des Karrer Sees; Predazzo, am Satteljöchl; Paneveggio. Gattung Placidiopsis Beltr. Lager schuppig, oft gelappt, oberseits mit pseudöparenchymalischer Rinde, mit Pleurococcus-Gonidien. Perithecien in das Lager versenkt und nur mit dem Scheitel vorragend, einfach, gerade, mit fast kugeligem, eigenem Gehäuse. Paraphysen schleimig zerfließend. Schläuche länglich- keulig, achtsporig. Sporen kahn-, ei- oder spindelförmig, parallel-mehr¬ zellig (zwei bis vier), farblos. 1809. PL Custnani (Mass.) Kbr. — Placidium Custnani Mass. — Endocarpon Custnani Hepp. — Catopyrenium Custnani Jatta. — Taf. CXXIX, Fig. 1—5. Thallus knorpelig-schuppig, mit lappig aufgeblasenen, dachziegeligen, aufsteigenden Schuppen, oberseits olivfarben, angefeuchtet grün, unter¬
585 seits blasser, schmutzig erdfarben-weißlich, mit schwarzem Vorlager. Perithecien eingesenkt, braun, papillenförmig, am Scheitel durchbohrt, kaum vorragend. Sporen ziemlich groß, länglich, innen körnig-wolkig, mit einer Querwand, 18—20 p lang, 3—4^ dick. Auf steinigem Boden, sehr selten. Allgäuer Alpen: Obere See¬ alpe, auf Moospolstern. — Baden: Heidelberg, zwischen Schriesheim und Leutershausen; auf Löß in der Fehbach. — Fr ä n k. Jura: An bemoosten Kalkfelsen im Weißmaintale. 1810. PI. dermatocarpoides Anzi. — Endocarpon Anzianum Garov. — Catopyrenium dermatocarpoides Jatta. Thallus schmutzig braunschwarz, polsterförmig, knorpelig-schuppig, mit 2—3 mm breiten, gewölbten oder aufgeblasenen, fast dachziegeligen, fast kreisrunden, zum Teil mit bläulichem Mehl bestäubten Schuppen. Perithecien zu mehreren in jeder Schuppe, klein, mit schwarzer, genabelter Mündung vorragend. Paraphysen fehlen. Sporen ellipsoidisch oder kahn¬ förmig, innen bröckelig-farblos, anfangs ungeteilt, dann mit einer Quer¬ wand, 14 p lang, 7 p dick. Tn Spalten von Serpentin fei sen bei Campello in den Südalpcn. Gattung Endocarpon (Hedw.) Zahlbr, Lager blätterig-schuppig, mitunter fast krustig, beiderseits oder nur oberseits pseudoparenchymatisch berindet, mit Pleurococcus-Gonidien, welche im oberen Teile der Markschicht liegen. Perithecien eingesenkl oder mit dem Scheitel vorragend, einfach, gerade. Fruchtkern mit rund¬ lichen oder länglichen Hymenial-Gomidien; eigenes Gehäuse dunkel, fast kohleartig; Mündung gerade. Paraphysen schleimig zerfließend. Schläuche sackartig oder bauchig-keulig, ein- bis sechssporig. Sporen länglich oder ellipsoidisch, mauerartig-vielzellig, in der Jugend farblos, später gelblich bis dunkelbraun werdend. Pyknokonidien zylindrisch, gerade. Erklärung zu Tafel CXXIX- Fig. i. Placidiopsis Custnani, Lager, nat. Gr. „ 2. M „ Lager, Lupenvergrößerung. n ß. n Schnitt durch Lager und drei verschieden weit entwickelte Perithecien, Vergr. 100. „ 4. „ „ Schlauch, Vergr. 500. „5. „ „ Sporen, Vergr. 1000. „ 6. Dermatocarpon miniatum, Lager, Lupenvergrößerung. „7. „ „ Schnitt durch Lager und Perithecien, Vergr. 100. „8. „ „ Schlauch, Vergr. 500. „ 9. „ „ Sporen, Vergr. 1000.
586 Übersicht der Arten: I. Schuppen ziemlich groß, 4—7 mm breit E. pulvinatum. Schuppen, klein 2. 2. Schuppen dem Substrat eng anliegend E. pusillum. Schuppen dachziegelig 3. 3. Schuppen trocken blaß rötlichbraun E. pallidum. Schuppen trocken kastanienbraun E. sorediatum. 1811. E. pulvinatum Th. Fr. — Dermatocarpon pulvinatum Kbr. — D. pusillum var. adscendens Anzi. — Taf. CXVIII C, Fig. 5—10. Thallus blaßbraun, angefeuchtet grün, lederartig-knorpelig, aus dach- ziegelig-polsterförmigen, etwas aufgerichteten, am Rande stumpf gelappten und gekerbten, ziemlich großen, 4—7 mm breiten Schuppen gebildet. Perithecien eingesenkt, nur mit der fein durchbohrten Mündung vor¬ tretend; Gehäuse blaß oder fast farblos, gegen die Mündung rötlich¬ braun. Paraphysen. verschleimt. Hymen ial-Goni dien nicht sehr zahlreich, verhältnismäßig groß, rundlich, blaß, einzeln oder in unregelmäßigen Häufchen. Schläuche aufgeblasen-keulig, zweisporig. Sporen groß, läng- lich-ellipsoidisch, mauerförmig-vielzellig, zuletzt rotbraun, 25—42 p lang, 12—22 p dick. Tirol: Seiseralpe, auf Erde einer bemoosten Augitporphyrwand gleich unterhalb der Proßliner Schwaig. — Sch we i z: An dünn mit Erde und Moos bedeckten Granitfelsen in den Rhätischen Alpen; Locarno; Valsesia; M. Reculet. 1812. E. pusillum Hedw. — Verrucaria Garovaglii Mont. — Dermato¬ carpon Garovaglii Mudd. — Dermatocarpon Schaereri Kbr. — Taf. CXXVIIIC, Fig. 1—4. Thallus schuppig, gräulich- oder rötlichbraun, mit zerstreuten oder gedrängten Schüppchen, klein, dem Substrat dicht angewachsen, am Rande leicht aufgerichtet und gezähnelt. Perithecien klein, schwarz, mit vor¬ tretender, schwarzer Mündung. Hymeni al- Gonidien klein, mit den Schläuchen in parallelen Reihen oder in Massen. Sporen zu 2 im Schlauch, länglich, braun- werdend, in der Mitte oft leicht eingezogen und mauer¬ förmig-vielzellig, 45—55^ lang, 14—19 p dick. Auf lehmiger Erde an Wegböschungen und Mauern, selten. Tirol: Auf begraster Erde der Böschungen und Mauern an der Straße von Matrei gegen Steinach. — Niederösterreich: Kalenderberg bei Wien; auf dem Maaberg. — Schweiz: Neuchätel, Wallis, Mont Saleve usw. — Allgäuer Alpen: Spielmannsau; obere Seealpe. — Bayern: Auf Erde einer alten Straßenmauer in Pfaffenstein bei Regensburg; an einem Dolomitfelsen auf der Jochbergalpe (Marquartstein). — Baden: An
587 Mauern bei Obersch&ffhausen am Kaiserstuhl; Heidelberg, an der Peters- kirche, bei Neuenheim und Handschuchsheim. — Hessen: Marburg, bei Hernbach und Käldern; Langgöns; auf alten Mauern der Saline Nauheim; auf Kalk am Kratzenberg. — Böhmen: Am Berg Bösig. — Schle¬ sien: Bora bei Görlitz; Straupitz bei Striegau; Wüstebriese bei Ohlau; Dominialmauer bei Oberstreit bei Striegau; im Vorgebirge verbreitet. — Westfalen: Im gebirgigen Teile nicht selten. 1813. E. pallidum Ach. — Verrucaria pallida Nyl. — Dermatocarpon pallidum Mudd. Thallus blaß rötlichbraun, schuppig, mit kleinen, gedrängten, dach- ziegeligen, gelappten und gekerbten Schuppen. Perithecien klein, dunkel¬ braun, mit vortretenden, braunschwarzen Mündungen. Sporen zu 2 im Schlauch, linear-länglich, mauerförmig geteilt, braun werdend, 34—54 /z lang, 14—19 /z dick, mitunter leicht eingeschnürt. Auf kalkhaltiger Erde und Felsen, an Mauern, in Felsritzen, über Moosen in den Alpen ziemlich verbreitet, sonst selten. Tirol: Ver¬ breitet. — Schweiz: Sion, Bormio, Valsesia. — Bayrische Alpen: Berchtesgaden, Kalksteinmauer neben dem königl. Schloß. — Fränk. Jura: Wintershofer Berg; unweit Ruine Pottenstein; Eichstädt, Müggen¬ dorf, Steiflinger Berg, Holnstein. — Baden: Heidelberg, Neckarbrücke, an Felsen im Neckar und an der Landstraße am Haarlasse. — Hessen: Lorch; Offenbach a. d. Luhr; Lerchenberg bei Frankfurt; Vilbel, Bergen, Reichenbach, Heingründau. — Thüringen: Eickfeld, Schönbrunn, Jonastal bei Arnstadt; Hörselberg. — Sachsen: Im Saaletal auf kalk¬ haltiger Erde ziemlich häufig: Bernburg, Grimschleben, Zepzig, Cönnern, Rothenburg. 1814. E. sorediatum (Borr.) Hook. — Verrucaria sorediata Borr. — Dermatocarpon globuliferum Mass. Lager lederartig-schuppig, fast einblätterig, trocken kastanienbraun, angefeuchtet grünlich, unterseits dunkler, rauh, mit getrennten oder zu einem dachziegelig-lappigen Rä sehen vereinigten Schuppen, oft mit schwarzen, vertretenden, spilomaartigen Körperchen bestreut. Perithecien in der Thallusoberfläche fast eingesenkt und nur wenig sichtbar, schwarz. Sporen groß, einzeln oder zu 2 im' Schlauch, ellipsoidisch, bräunlich, mauer¬ förmig geteilt, 30—60 lang, 15—19^ dick. Tirol: Jenesien, auf Erdboden; Villnöß gegen Afers, auf Dolomit¬ erde ; Neumarkt, auf Porphyrerde bei Montan. — Niederösterreich: Auf Erde auf dem Akazienberg bei Stein. — Schweiz: Alzen bei Alagna, an einer ohne Kalk aufgeführten alten Mauer. — Böhmen: Auf lehmiger Erde und Lehmmauern bei Prag.
588 Familie Verrucariaceae. Lager krustig, epi- oder endoliithisch, unberindet, mit Pleurococcus- oder Palmellagonidien. Perithecien einfach, aufrecht, mit gipfelständiger, vertikal verlaufender Mündung. Die Wandung der Perithecien besteht aus drei, nicht immer deutlich geschiedenen Teilen. Die innerste, den Kern umgebende Schicht, das Exci¬ pulum, ist hell oder dunkel gefärbt, am Scheitel oft dunkel, am Grunde blasser (im nachfolgenden oft mit „Gehäuse“ bezeichnet). Darauf folgt eine sehr oft nicht deutlich ausgebildete, dem Lager angehörige Schicht aus dicht verflochtenen, farblosen Thallusfäden, die aber unter dem Mikro¬ skop undurchsichtig und dunkel erscheint, die Chlamys, und schließlich eine aus dunkelbraun gefärbten Thallusfäden gebildete, oft sehr dicke äußere Schicht, das Involucrellum. Das Excipulum stellt stets eine, nur durch die apikale Mündung unter¬ brochene, geschlossene Wand um den Kern dar. Das Involucrellum da¬ gegen ist oft nur im oberen Teile des Peritheciums entwickelt; dann wird das Perithecium halbiert (dimidiatum) genannt. Oft stehen die unteren Ränder deutlich vom Excipulum ab. Läuft dagegen das Involucrellum um das ganze Excipulum herum, so heißt das Perithecium ganz (integrum). Von den Gattungen der Vcrrucariacecn sind bisher Staurothele, Poly¬ blast ia, Theliidium und ein Teil der Gattung Verrucaria von Zschacke in einer monographischen Arbeit: „Die mitteleuropäischen Verucarien“ (Hed- wigia Bd. 54, 55, 60, 62, 65, 67) behandelt worden; die dort gegebenen Beschreibungen sind im nachfolgenden benutzt und zum Teil wörtlich wiedergegeben worden. Übersicht der Gattungen: 1. Sporen einzellig 2. Sporen mehr als einzellig 5. 2. Sporen wurmförmig gewunden Sarcopyrenia. Sporen rundlich, eiförmig oder ellipsoidisch 3. Erklärung zu Tafel CXXIX B. Fig. 1. Polyblastia amota, 2 Sporen. ,, 2. „ Tarvcsedis, 4 Sporen. ,, 3. „ discrepans, 4 Sporen. „4. ,, singularis, 5 Sporen. ,, 5. Staurothele hacilligera, 5 Sporen. „ 6- „ rugulosa, Schlauch, Vergr. 500- „7- „ „ Vergr. 1000. Fig. I—5 nach Arnold; 6, 7 nach Müller-Argau.
589 3. Fruchtkern ohne Hymenialgo-nidien 4. Fruchtkern mit Hymenialgonidien Thelenidia. 4. Paraphysen bald verschleimt Verrucaria. Paraphysen bleibend Thrombium. 5. Sporen parallel zwei- und mehrzellig 6. Sporen mauerförmig-vielzellig 8. 6. Sporen zwei- bis vierzellig 7. Sporen parallel vielzellig Gongylia. 7. Sporen an den Enden abgerundet Thelidium. Sporen kahnfönmig, an den Enden spitz Geisleria. 8. Fruchtkern mit Hymenialgonidien Staurothele. Fruchtkern ohne Hymenialgonidien 9. 9. Paraphysen bald verschleimend Polyblastia. Paraphysen bleibend Microglaena. Gattung Sarcopyrenia Nyl. Lager pulverig, zum größten Teil endolithisch, ohne Vorlager. Peri¬ thecien einfach, halbkugelig bis zusammengedrückt und dann scheinbar iezidinisch, mit eigenem, schwarzem Gehäuse und klein papillöser, gerader, sehr fein durchbohrter Mündung. Periphysen walzlich, zart und weich. Paraphysen sehr bald zerfließend. Hymenialgonidien fehlen, Schläuche walzlich, fast gestielt, bald zerfließend, achtsporig. Sporen zylindrisch¬ wurmförmig, mehr oder weniger um ihre Mitte gewunden, an beiden Enden keulig verdickt, einzellig, unverdickt, mit zarter Membran. 1815. S. gibba Nyl. — Lithosphaeria Geisleri Beckh. — Taf. CXXX, Fig- 1—5- Thallus unregelmäßig ausgebreitet, sehr zart, marmoriert, ockergelb¬ gräulich, oift fast nicht wahrnehmbar, ohne deutliches Vorlager. Perithecien ziemlich klein, zerstreut, sitzend, niedergedrückt - halbkugelig, undurch¬ sichtig, mit papillenförmiger, sehr zarter, später punktförmig durchbohrter Mündung, Schläuche sehr schmal spindeiig-zylindrisch, fast gestielt, bald zerfließend, achtsporig. Sporen zylindrisch-wurm förmig, gewunden, an beiden Enden keulig verdickt, fast von der Form eines Röhrenknochens, einzellig, mit zarter Membran, farblos, vielmal länger als breit, 28—36 p. lang, 3,5—5 p breit (Exemplare von Genf). Auf Kalk und Sandstein, selten. Schweiz: An den Uferfelsen der Arve nach dem Mt. Saleve. zu — Rheinlande: Frankenberg bei Aachen,
590 auf Eifelkalk. — Westfalen: Steinhaufen am Felsenkeller unweit Höxter. — Prov. Sachsen. Gattung Verrucaria (Wigg.) Th. Fr, Lager endo- oder epilithisch; das endolithische Lager ist in die Unter¬ lage (Kalk) versenkt, äußerlich durch von dem Gestein abweichend ge¬ färbte Flecken angedeutet, besitzt eine aus gewickelten Hyphen gebildete Rindenschiebt, eine Markschicht mit getrennten Gonidienknäueln und eine lockere, rhizoidale Schicht, deren Hyphen oft Makro- oder Mikrosphaeroid- zellen tragen; das epilithische Lager ist pulverig oder krustig; zusammen¬ hängend bis felderig und besitzt mitunter ein gut entwickeltes Vorlager. Die Gonidien gehören zu den Algengattungen Pleurococcus und Palmella; bei den Wasserflechten, deren Hyphen palisadenartig senkrecht angeordnet erscheinen, treten sie in mehr oder weniger deutlich senkrechten, gewöhn¬ lich dicht geschlossenen Reihen auf, bei den Luftflechten in lockeren Knäueln, selten vereinzelt. Perithecien gänzlich in das Lager oder in vor¬ tretende Lagerwarzen versenkt, halb eingesenkt oder sitzend. Eigenes Ge¬ häuse mehr oder weniger kugelig oder krugförmig, hell oder kohlig; oft wird dasselbe in der oberen Hälfte von einem verschiedenartig ausgebil¬ deten, anliegenden oder abstehenden, kohligen Involucrellum umgeben. Mündung der Perithecien endständig, einfach, gerade. Paraphysen sehr bald in Schleim zerfließend. Schläuche oval bis oval-keulig, achtsporig. Sporen länglich-ellipsoidisch, oval oder kugelig, einzellig, ungefärbt oder selten braun. Konzeptakel der Pyknokonidien kugelig, dunkel, in das Lager eingesenkt, Fulkren wenig verzweigt, die unteren Glieder kurz, die oberen verlängert; Pyknokonidien seitenständig, nadeliförmig, gerade oder bogen- artig gekrümmt. Die Arten der Gattung Verrucaria sind zumeist schwer voneinander zu unterscheiden, zumal auch die meisten Beschreibungen sehr unvollständig Erklärung zu Tafel CXXX. Fig, i. Sarcopyrenia gibba, Lager, nat. Gr. „ 2. „ „ Lager, Lupenvergrößerung. „ 3, „ ,, Schnitt durch Lager und Perithecium, Vergr. 50. „ 4. „ b Schlauch mit Sporen, Vergr. 500. „5. „ n Sporen, Vergr. 1000. „ 6. Verrucaria aquatilis, Lager, nat. Gr. b 7- >, b Lager, Lupenvergrößerung. „8. „ »> Schnitt durch Lager und Perithecium, Vergr. joo „ 9. „ „ Schlauch, Vergr. 500. b io- » h Sporen, Vergr. 1000.
591 sind; unter den gleichen Namen sind von den Lichenologen ganz ver¬ schiedene Arten verstanden worden, so daß eine unglaubliche Verwirrung herrscht. Soweit die monographische Arbeit der mitteleuropäischen Verru- karien von Zschacke erschienen ist (Die Wasserverrukarien), ist diese dem Nachfolgenden zugrunde gelegt und die Beschreibungen meist wörtlich übernommen. Übersicht der Arten: i. Wasserflechten, auf im Wasser liegenden oder doch zeitweise vom Wasser überrieselten Steinen, Felsen usw. wachsend. Gonidien meist in mehr oder weniger deutlich senkrechten, geschlossenen Reihen (Taf. CXXX11I, Fig. 8) 2. Luftflechten, auf nicht vom Wasser benetztem Substrat wachsend, Gonidien zerstreut oder in nicht geschlossener Schicht zu Knäueln vereinigt 43. 2. Salzwasserarten, nur am Meeresgestade 3. Süßwasserarten, im Binnenlande 7. 3. Excipulum völlig rußig 4. Excipulum mit blasserem Grunde 6. 4. Jod färbt den Kern rot 5. Jod färbt den Kern blau V. Sandstedei. 5. Lager feinrissig-kleinfelderig V. maura. Lager nur hier und da rissig gefeldert V. scotina. 6. Perithecien völlig eingesenkt V. mucosa. Perithecien aufsitzend V. microspora. 7. Kern des Peritheciums völlig braun umrandet 8. Kern des Peritheciums am Grunde blaß umrandet 20 8. Lager rissig gefeldert 9. Lager zusammenhängend, nicht gefeldert, höchstens stellenweise rissig 12. 9. Sporen fast kugelig V, pulvinata. Sporen deutlich länger als breit 10. 10. Sporen bis 21 [a lang n. Sporen 20—28 /z lang V. anziana. 11. Perithecien 0,2—0,25 mm breit V. vindobonensis. Perithecien 0,3—0,4 mm breit V. cataleptoides. 12. Lager heller, grau oder graugelb 13. Lager dunkler, dunkelgrau, braungrün bis schwärzlich 15. 13. Sporen 9—12 lang V. cinereolutescens. Sporen über 20 p lang 14.
592 14- Sporen 12—15 p breit V. rivalis. Sporen 9—10 p breit V. turicensis. 15. Sporen bis 22 p lang 16. Sporen durchschnittlich über 24 p lang 17. 16. Perithecien ganz eingesenkt V. scotinodes. Perithecien halbkugelig-kegelig, nur am Grunde vom Lager bedeckt V. aethiobola. 17. Perithecien nur mit dem Scheitel hervorsehend V. margacea. Perithecien wenigstens zuletzt mehr oder weniger hervortretend 18. 18. Lager graubraun V. applanata. Lager schwarz braun 19. 19. Sporen 20—32 p lang, 10—14^ breit V. Leightoni. Sporen 29—36 p lang, 15 p breit V. tiroliensis. 20. Sporen klein, bis 13 p lang 21. Sporen über 13 p lang 26. 21. Involucrellum dem Excipulum eng anliegend 22. Involucrellum vom Excipulum unten abstehend 23. 22. Lager grün V. Kernstockii. Lager bronzefarben V. Wolferi. 23. Perithecien klein, eingesenkt 24. Perithecien halbkugelig, nur am Grunde vom Lager bedeckte Warzen bildend V. retecta. 24. Lager schwärzlich, Sporen bis 8 p lang 25. Lager grünlich, Sporen bis 13 p lang V. rheithrophila. 25. Auf Steinen ausgedehnte Flecken bildend V. aquatilis. Auf Glasscherben sehr kleine Flecken bildend V. vitricola. 26. Holzbewohner V. lignicola. Steinbewohner 27. 27. Lager zusammenhängend, nur stellenweise feinrissig 28. Lager rissig gefeldert V. latebrosa. 28. Lager olivgrün, braun oder schwärzlich 29. Lager anders gefärbt 40. 29. Perithecien bis zum Scheitel eingesenkt, nicht in besonderen Lager¬ warzen 30. Perithecien in halbkugeligen Warzen eingesenkt 31. 30. Lager hellgrau V. irrigua. Lager pechschwarzV. pachyderma. 31. Algen fast bis zur Mündung des Peritheciums reichend 32. Algen bei weitem nicht bis zurMündung des Peritheciums reichend 34.
593 32. Algen in deutlich senkrechten Reihen 33. Algen nicht in deutlichen Reihen V. calcaria. 33. Kugelige Algen 4—8 p breit V. elaeomelaena. Kugelige Algen 4 p breit V. bachmanniana. 34. Perithecien bis zur Mündung von einer dünnen Lagerschicht be¬ deckt 35. Perithecien nur am Grunde vom Lager bedeckt 36. 35- Lager glänzend braun V. jurana. Lager bleifarben-bräunlich V. teutoburgensis. 36. Lager bronzefarben V. alpicola. Lager anders gefärbt 37. 37. Lager schwärzlich V. deformis. Lager braun, braungrau oder ins Grünliche spielend 38. 38. Perithecien mit abgerundetem Scheitel 39. Perithecien mit eingedrücktem Scheitel V. davosiensis. 39. Excipulum 124—200 p breit V. denudata. Excipulum 300—400 p breit V. vallis Flüelae. 40. Lager blaß rötlich 41. Lager anders gefärbt 42. 41. Sporen 17—24 p lang V. praetermissa. Sporen 25—26 p lang V. erubescens. 42. Lager grünlich weiß, Sporen 7—8 p breit. V. levata. Lager grauweiß oder schmutziggrau, Sporen 9—12 p breit V. sub¬ mersa. 43. Perithecien dauernd eingesenkt, höchstens mit dem Scheitel etwas vorragend 44. Perithecien mehr oder weniger vortretend 73. 44. Lager rosa oder rötlichviolett 45. Lager anders gefärbt 46. 45. Sporen 18—22 p lang V. marmorea. Sporen 12—18/z. lang V. Beltraminiana. 46. Lager hell, weißlich oder grau-weißlich oder äußerlich am Gestein kaum erkennbar 47. Lager dunkler gefärbt 58. 47. Lager endolithisch, äußerlich kaum durch Flecken angedeutet 28. Lager äußerlich erkennbar, eine mehr oder weniger dicke Kruste bildend 53. 48. Sporen groß, 24—33 p lang, 12—18 p dick 49. Sporen kleiner, durchschnittlich unter 24 p lang 50. Thome-Migula, Flechten. II. (Flora XII, 2.) 38
594 49- Lager äußerlich nicht sichtbar V. cryptica. Lager durch hin und wieder leicht gekreuzte Flecken angedeutet V. incertula. 50. Jod färbt die Hymenialschicht weinrot V. phaeosperma. Jod färbt die Hymenialschicht blau 51. 51. Excipulum mit dem Involucrellum völlig verwachsen V. calciseda. Excipulum nur um den Porus mit dem Involucrellum verwachsen 52. 52. Gehäuse überall blaß V. sphinctrina. Gehäuse innen blaß, außen schwarzbraun V. parmigera. 53. Sporen 6—9 p dick, Lager dünn V. Koerberi. Sporen über 9 p dick, Lager ziemlich dick 54. 54, Lager von schwarzen Vorlagerlinien begrenzt oder durchzogen 55. Lager ohne merkliches Vor lager 56. 55. Sporen 9—11 p dick V. subalbicans. Sporen 18—21 p dick V. saprophila. 56. Perithecien fast kugelig, mit flachem Scheitel V. mastoidea. Perithecien krugförmig, mit vorgewölbtem Scheitel 57. 57. Lager aschgrau-weiß, oft bräunlich gescheckt, Perithecien nicht in besonderen Lagerwarzen V. veronensis. Lager nicht bräunlich gescheckt, Perithecien in Lagerwarzen ein¬ gesenkt V. Hochstetten. 58. Sporen groß, über 10 p dick 59. Sporen kleiner, unter 10 p dick 63. 59. Lager grünlich olivbraun V. viridula. Vgl. V. longicolla und V. viridi- fusca. Lager anders gefärbt 60. 60. Lager bräunlich-grau bis grau-gelblich V. murorum. Lager kastanien- oder tabakbraun 61. 61. Sporen 18—24 p lang V. tectorum. Sporen über 24 p lang 62. 62, Vorlager schwarz V. velana. Vorlager weiß V. tabacina. 63. Lager dunkelbraun bis schwarz 64. Lager anders gefärbt 67. 64. Lager tiefschwarz V. maurula. Lager dunkelbraun bis braunschwärzlich 65. 65. Sporen 15—16 p lang, bis 7 p breit V. obfuscans. Sporen 16—24 p lang, über 7 p breit 66.
595 66. Perithecienwand am Grunde farblos V. fusconigrescens. Perithecienwand unter dem Grunde in eine schwarze Schicht sich fort¬ setzend V. niauroides. 67. Sporen groß, über 20 p lang V. tapetica. Sporen kürzer 68. 68. Lager hirschbraun bis gelbbraun V. macrostoma. Lager grau, graubräunlich oder grünlich 69. 69. Lager grünlich-graubraun 70. Lager bleigrau bis bräunlich, nicht grünlich 72. 70. Sporen 18—20 p lang V. acrotelloides. Sporen 8—15 p lang 71. 71. Sporen 8—12 p lang, 4—6 p dick V. glaucelloldes. Sporen 12—15 p lang, 6—7 p dick V. glaucina. 72. Lager dunkelgrau bis bräunlichgrau, innen schwärzlich V. fuscella. Lager bleifarben bis bräunlichgrau, innen hell V. coerulea. 73. Lager fast fehlend V. interlatens. Lager entwickelt 74. 74. Lager hellfarbig, weißgrau, bläulich, rötlich oder grünlich, nicht braun 75. Lager dunkler, braun, braungrün bis schwarz 98. 75. Lager weißlich- oder gräulich-rosa bis violett 76. Lager weiß bis grau oder grünlich 79. 76. Sporen 27—42 p lang 77. Sporen 12—18/z lang 78. 77. Lager feinrissig gefeldert V. polygonia. Lager zusammenhängend, mehlig V. dolomitlca. 78. Sporen 15—18 p lang V. amylacea. Sporen 12 p lang V. lilacina. 79. Sporen fast kugelig 80. Sporen erheblich länger als breit 81. Erklärung zu Tafel CXXXB. Fig. i. Thelidium, exile, Schlauch, nach Arnold. „ 2. ,, „ Sporen, nach Arnold. „3. ,, acrotellum, Sporen, nach Arnold. ,, 4. „ minimum, Schlauch, nach Arnold. ,, 5. „ „ Sporen, nach Arnold. „ 6. „ parvulum, Sporen, nach Arnold. „ 7. „ pyrenophorum, Perithecien, Lupenvergrößerung. „ 8. „ ,, Perithecium, Schnitt, Vergr. 50. „ 9. „ „ Schlauch, mit Sporen, Vergr. 500. „ 10. ,, „ Sporen, Vergr. 1000. 38*
59G 8o. Sporen 5—7 p dick V. murina. Sporen 10—12 p dick V. Fischeri. 81. Sporen 12—13 p dick V. griseorubens. Sporen meist nicht über 10 p dick 82. 82. Auf Buchenwurzeln V. Hegetsch weileri. Auf Gestein 83. 83. Lager äußerlich nur durch Flecken angedeutet 84. Lager deutlich wahrnehmbar 86. 84. Sporen bis 16 p lang V. brachyspora. Sporen über 16 p lang 85. 85. Sporen 9—10 p breit V. vicinalis. Sporen 6—7 p breit V. subcincta. 86. Lager graugrün, angefeuchtet grün 87. Lager nicht grünlich 92. 87. Lager tief rissig oder warzig gefeldert 88. Lager glatt oder mehlig, höchstens feinrissig 89. 88. Perithecien den Warzen ausitzend V. virens. Perithecien meist zwischen den Feldern V. lecideoides. 89. Vorlager weiß 90. Vorlager durch schwarze oder bräunliche Linien angedeutet 91. 90. Sporen 18—22 p lang V. Floerkeana. Sporen 15—19p lang (V. acrotella, zu voriger Art). 91. Lager graugrünlich, weißgrau oder weißlich V. pulicaris. Lager grünlich-aschgrau, gelblich-weißlich gescheckt, durch dunkle Linien gekreuzt V. limitata. 92. Sporen nur 11—14 p lang V. disjuncta. Sporen durchschnittlich länger 93. 93. Vorlager schwärzlich 94. Vorlager weiß 97. 94. Früchte sehr klein 95. Früchte mittelgroß 96. 95. Lager meist graugrünlich, weißgrau oder weißlich, seltener bräunlich V. pulicaris. Lager bläulichgrau bis rauchgrati V. myriocarpa. 96. Perithecien abgestumpft kegelig V. Dufourei. Perithecien halbkugelig V. rupestris. 97. Sporen länglich bis länglich ellipsoidisch, 6—7 p breit V. Floerkeana. Sporen ellipsoidisch, 8—12 p breit V. submuralis. 98. Sporen groß, 24—43 p lang 99. Sporen durchschnittlich unter 24 p lang 101.
597 99- Lager hirsch-kastanienbraun V. apathela. Lager schmutzig bräunlich, graubraun oder schwärzlich ioo. ioo. Sporen 28—38^ lang V. cinereorufa. Sporen 24—30 p lang V. transiliens. 101. Lager schwarz V. memnonia. Lager braun, bräunlich oder braungrau 102. 102. Lager rissig gefeldert (bei V. nigrescens auch manchmal zusammen¬ hängend) 103. Lager zusammenhängend 107. 103. Lager olivgrün oder oliv-aschgrau V. fraudulosa. Lager braun, olivbraun oder schwarzbraun 104. 104. Lager kastanienbraun 105. Lager graubraun bis dunkelbraun 106. 105. Sporen 17—18 p lang, 7—9 /z breit V. collematodes. Sporen 12—16 p lang, 4—6 p breit V. pinguicula. 106. Sporen bis 15 p lang V. tristis. Sporen 15—18^ lang V. nigrescens (inclus. subnigrescens, umbrina umbrinula). 107. Lager runzelig oder schorfig 108. Lager glatt oder etwas mehlig 110. 108. Lager schwärzlich oder olivgrün V. fusca. Lager graubraun oder schmutzig braun 109. 109. Lager weinsteinartig-schorfig V. concinna. Lager knorpelig-runzelig V. apomelaena. 110. Sporen 8—12 p lang V. mutabilis. Sporen über 12 p lang 111. ui. Sporen nur 4—5 p dick V. dolosa. Sporen über 6 p dick 112. 112. Lager graubräunlich 113. Lager braungrün 114. 113. Sporen 6—8 p breit V. anceps. Sporen xc—13 p breit V. subtilis. 114. Lager ganz dünn, fleckenartig V. maculiformis. Lager ziemlich dick V. Krempelhuberi. 1816. V. maura Wahlenb. Lager kohlrabenschwarz, zuweilen ins Bräunliche spielend, mehr oder weniger unregelmäßig ergossen, ziemlich dünn, 0,1 mm, oder stellenweise etwas dicklich, geglättet, sehr feinrissig, kleinfelderig, glanzlos oder kaum etwas glänzend, paraplektenchymatisch. Algengewebe wasserhell, 30—70 p
598 dick, mit 3—4 /z weiten, sphäroidischen Zellen, oberste Zellen meist ge¬ bräunt; Algen blaßgrün, annähernd kugelig, 5—8 p im Durchmesser, in senkrechten Reihen; Grundgewebe häufig unterbrochen und schwarze Zapfen nach oben sendend. Perithecien klein, zerstreut, mehr oder weniger sichtbaren, etwa 0,3 mm breiten Ausladungen des Thallus eingesenkt, mit oft sehr feiner Mündung, die zuweilen als genabeltes Wärzchen hervor¬ tritt. Excipulum schwarz, annähernd kugelig, 0,2 mm breit, von einem dicken Involucrellum, das seitlich mit dem schwarzen Grundgewebe ver¬ schmilzt, bis zur Hälfte oder auch ganz umgeben. Schläuche bauchig- keulig, 50 /z lang, 20 /z breit, dünnwandig. Sporen zu 8, wasserhell, ellipsoidisch oder länglich ellipsoidisch, 10—19/z lang, 7—8 p breit. Jod färbt die Hymenialmasse rot. An Felsen und Steinen in der Brandungszone an den Meeresküsten. Ostseeküste: Ostholstein; Rügen. — Nordseeküs-te: Jahdebusen; Steinwall bei der alten Linde bei Kuxhaven; Wilhelmshaven; Neuwerk; Sylt. — Die Fundortsangaben aus dem Binnen lande (Sachsen, Taunus, Sudeten) beruhen auf falscher Bestimmung. Exsicc., die nach Zschacke hierher gehören : Arnold 1507; Fries, Lieh. Suec. 388; Floerke, Deutsche Lieh. 131; Harmand, Lieh. Gall. rar. 97; Hepp., Flechten Eur. 716; Leighton, Lieh. brit. 33 (mittlere Probe); Malme, Lieh. suec. 300. 1817. V. scotina Weddell. Thallus schwärzlich oder dunkelbraun oder olivgrau oder olivgrün, feucht ein wenig gallertig, trocken häutig, rauh, schwarz punktiert, kaum glänzend, ausgebreitet, zusammenhängend, hier und da rissig gefeldert, zuweilen fast verschwindend, ziemlich dünn bis 0,2 mm dick, paraplekt- enchymatisch; über dem wasserhellen, 30—100 ^dicken Algengewebe liegt eine gleichförmige, 10—20 p dicke Schicht wasserheller, abgestorbener Zellen; das dunkle Grundgewebe entsendet nach oben kegelförmige Zapfen, die fast bis zur Oberfläche reichen; die Zellen des Algengewebes sind rund¬ lich oder gestreckt, 1,5—2,5 p lang, die obersten sind gebräunt; die Algen sind rundlich, 5—7/z breit, oder langgestreckt, 8—12^ lang, 4^ breit, in senkrechten Reihen angeordnet. Perthecien kegeligen oder halbkugeligen, 0,4—0,7 mm breiten Thalluswärzchen, aus denen nur der schwarze Scheitel hervorsieht, eingesenkt. Excipulum 0,25 mm breit, gänzlich rußig oder in der Mitte des Grundes blaß, vom 0,35—0,4 mm breiten Involucrellum, das in das Grundgewebe übergeht, umgeben. Die Gonidien reichen nicht bis zur Mündung. Schläuche aufgeblasen, dünnwandig, 50—54/z lang, 18 bis 24 p breit. Sporen zu 8, wasserhell, ellipsoidisch oder länglich-ellipsoidisch, 10—17 p lang, 5—9 p breit. Jod färbt die Hymenialmasse schön rot.
599 Auf Felsen über dem Meeresspiegel. Nord schleswig: Flensburg, auf trockenliegenden Blöcken am Strande bei Kollung. — Nordsee¬ küste: Kuxhaven. 1818. V. Sandstedei Bouly de Lesdain. Lager sehr dünn, schwärzliche, zusammenfließende Flecken bildend, paraplektenchymatisch, sehr kleinzellig, Algen in senkrechten Reihen, freudig-grün, 4—7 p breit. Perithecien zahlreich, oft zusammenfließend, schwarz, aufsitzend, abgestumpft-kegelig, etwas eingedrückt, 0,15—0,2 mm breit; Excipulum bräunlich, kugelig, 0,1 mm breit; Involucrellum am Grunde etwas abstehend. Schläuche bauchig-keulig, 24—27 /z. lang, 9—12 p breit. Sporen länglich, zuweilen etwas gekrümmt, mit stumpfen Enden, 14—21 p lang, 3—4 p breit. Jod färbt den Kern bläulich, später tritt Ent¬ färbung ein. Helgoland: Mit Arthopyrenia Kelpii in der Flutlinie an dem Felsenpfeiler Hoys Hörn. 1819. V* mucosa Wahlenb. Exsicc. Th. Fries, Lieh, scand. 75. Thallus braunschwarz oder schwarzgrün, häutig, dünn, etwa 0,25 mm dick, zusammenhängend, im Alter hier und da etwas rissig, sehr glatt, etwas glänzend, im feuchten Zustande schleimig-gallertig, ausgebreitet, häufig kreisrunde begrenzte Flecken bildend; paraplektenchymatisch; Zellen 2—4 p weit, Rindenschicht fehlt, oberste Zellen meist gebräunt, sonst wasserhell; Gonidien 3—7 p im Durchmesser, bräunlichgrün, in senk¬ rechten Reihen, durch senkrechte, quadratisch oder rechteckig gegliederte Pilzfäden voneinander getrennt. Perithecien sehr klein, bis 0,2 mm breit, völlig eingesenkt, meist als schwarzer Ring, der den nabelig eingedrückten Scheitel umgibt, wenig vortretend. Excipulum ungefähr kugelig, 0,15 mm im Durchmesser, oder ellipsoidisch, 0,15—0,18 mm breit, 0,25 mm hoch, wasserhell, nur um die Mündung herum wenig geschwärzt, hier vom flachen Involucrellum, das sich nach unten verjüngt und am Excipulum bis zu V« seiner Höhe und weiter hinab anliegt, umgeben. Schläuche auf dem Grunde und an den Seiten des Excipulums, meist keulig, 40 p lang, 14 p breit, zuweilen aufgeblasen keulig, 40 p lang, 17—18 p breit. Sporen zu 8, länglich-ellipsoidisch, zuweilen durch Öltropfen wie bei V. aquatica Mudd, polarisch-zweizellig, 8—14 p lang, 5 p breit. Jod färbt die Hymenial- gelatine nicht oder rot, selten blau, däs Excipulum blau. Pykniden völlig eingesenkt, no^u breit, 150^ hoch, umenförmig. Pyknokonidien gerade, 3,6—5 p lang.
600 Auf Felsen und Steinen der Meeresküste. Nordsee: Eckwarder¬ hörne am Jahdebusen. 1820. V. microspora Nyl. — V. halophila Leight. Exsicc. Arnold 1402; Leighton 33 c. Thallus schwarz oder olivgrünlich, feucht gelatinös, sehr dünn, glän¬ zend, fleckförmig oder ergossen, paraplektenchymatisch, mit sphäroidischen oder länglichen Zellen, von etwa 1,5/4 Weite, oberste Schicht gebräunt; Gonidien blaßgrün, kugelig, 4—12 /4 im Durchmesser oder länglich, in mehr oder weniger deutlich senkrechten Reihen. Perithecien schwarz und glän¬ zend, zahlreich, gedrängt, halbkugelig, selten länglich, aufsitzend, nur am Grunde eingesenkt, mit etwas abgeplattetem Scheitel, 0,2—0,3 mm breit; Excipulum kugelig, 0,15 mm im Durchmesser, meist wasserhell, seltener mit geschwärzter Außenschicht, sonst nur um die Mündung herum ge¬ schwärzt, vom dicken, halbkugeligen Involucrellum bedeckt. Schläuche keulig oder bauchig-keulig, 26—30/4 lang, n—14/4 breit, dünnwandig; Sporen zu 8, wasserhell, ellipsoidisch oder ellipsoidisch-länglich, 7—11^4 lang, 4—5 /4 breit. Jod färbt die Hymenialmasse blaßrot. Auf überfluteten harten, glatten, kieselsauren Gesteinen in Gesellschaft von Lichina pymaea. Nordsee. var. laetevirens Wed.. Lager lauchgrün, undurchsichtig, paraplektenchymatisch, Gonidien- gewebe gleichmäßig und sehr kleinzellig, mit runden oder gestreckten Zellen, oberste Schicht nicht gebräunt, Gonidien kugelig oder gestreckt, 9—18 /4 lang. Perithecien weniger aus dem Thallus vortretend, Excipulum wasserhell, bis 0,18 mm breit. Involucrellum flach konvex, bis 0,25 mm breit; Schläuche keulig, stielförmig beginnend; Sporen länglich-ellipsoi¬ disch, 10/4 lang, 4—5 /z breit. Jod färbt nicht. Nordsee: Dollart, Neuwerk. var. mucosula Wedd. Lager sehr zart, oft fast fehlend, durchscheinend, bräunlich bis schwärzlich, zuweilen bleichgrün, kleine runde Flecken bildend oder er¬ gossen. Sporen mehr rundlich und meist kleiner, 5—9 /4 lang, 4—7 /4 breit, manche fast kugelig. An überfluteten Steinen bei Kuxhaven, Wilhelmshaven, Eckwarder¬ hörne, Neuwerk, Pellworm, Nordstrand. 1821. V. pulvinata Eitner. Lager 1—1,5 mm dick, polsterförmig, dem Stein leicht ablösbar auf¬ sitzend, graubraun, tief rissig gefeldert, Felderchen aus kleinkörnigen Warzen zusammengestzt. Algen hellgrün, mit mäßig verdickter Wand,
601 kugelig oder gestreckt, 7—15 p breit, vielschichtig, in senkrechten Reihen. Perithecien eingesenkt, mit leicht eingedrücktem, fein durchbohrtem Scheitel; Gehäuse schwarz rußig, kugelig 0,2—0,3 mm breit. Schläuche keulig. Sporen zu 8 im Schlauch, fast kugelig, 10—11 p lang, 9—11 p breit. Jod färbt den Kern rötlichgelb. KOH schwärzt das Lager. Vorland des Riesengebirges: Sattlerschlucht bei Hirschberg an Felsblöcken im Bett des Bobers, mit Rhizocarpon Montagnei. 1822. V. anziana Garov. — V. latebrosa Arn. Exsicc. Anzi, Lang. 287, 488; Arnold 607, 949. Lager eine ausgebreitete, glatte, rissige oder rissig gefelderte, rötlich- oder graubräunliche Kruste bildend, 0,2 mm dick, paraplektenchymatisch, oberste Zellen gebräunt, sonst wasserhell, Algen nicht deutlich in Reihen, mit mäßig verdickter Wand, vorwiegend kugelig, 4—6—8 p breit oder ge¬ streckt, 8 p lang, 4,5 p breit, Algengewcbe in die Markschicht übergehend, Zellen rundlich, bis 7 p weit. Perithecien das Lager mit dem oft ein¬ gedrückten, schwarzen Scheitel durchbrechend, bis 0,5 mm breit; Exci¬ pulum kugelig, mit wenig vorgezogener, enger Mündung, völlig dunkel¬ braun oder am Grunde heller, 0,3—0,45 mm breit, vom kräftigen, anliegen¬ den, schwarzbraunen Involucrellum bis zur Hälfte und tiefer bedeckt. Schläuche keulig, 75 p lang, 25—26 p breit; Sporen ellipsoidisch, zuweilen gesäumt, 20—29 p lang, 10—14 p breit. Jod färbt den Kern rötlichgelb. Tirol: Predazzo, im Waldbach oberhalb der Margola; Brenner, an Gneisblöcken eines im Sommer trockenen Bachrinnsales im Hintergründe des Vennatales. — Schweiz : Sondrio; Davos, auf Granitblöcken im Dorfbache und im Land wasser. 1823. V. vlndobonensis Zschacke. Lager eine aus dem Gestein heraus tretende, grünlichgraue, feinrissig gefelderte, geglättete Kruste bildend. Algen- und Markschicht etwa 140^ dick. Algen (Protococcus) kugelig, mit dünner Wand, 0,005—0,008 p breit. Perithecien anfänglich völlig eingesenkt, später kegelige, am Grunde vom Lager überzogene Warzen mit 0,2—0,25 mm breitem, schwarzem, in der Mitte eingedrücktem Scheitel bildend. Excipulum völlig rußig, unten abgerundet, um die weite Mündung durch das mit ihm völlig verbundene Involucrellum verstärkt, 0,2—0,27 mm breit, 0,25—0,3 mm hoch. Sporen 18—19^ lang, 7—8 p breit. Jod färbt den Kern violett. Alpengebiet: Wien, Hainbachertal bei Neuwaldegg. 1824. V. cataleptoides Nyl. Lager graublau oder gelbbraun, innen hell, angefeuchtet nicht grün, glanzlos, rissig-gefeldert, mit flachen oder etwas gewölbten Felderchen,
602 ziemlich begrenzt, dicklich, bis 0,4 mm stark, paraplektenchymatisch, oberste Hyphen geschwärzt, Gonidienschicht wasserhell, bis 0,2mm stark; Gonidien mehr oder weniger deutlich in vielschichtigen, senkrechten Reihen, rundlich-eckig oder gestreckt, 4—8 p lang; Grundgewebe schwarzfleckig oder zusammenhängend schwarz. Perithecien im Feldchen meist nur eins, halbeingesenkt; die Warze ist meist bis zum abgeflachten Scheitel hinauf vom Lager bedeckt. Excipulum braunschwarz, kräftig, meist kugelig, 0,3 mm breit. Involucrellum deckt das Excipulum meist bis zum Grunde, durch HNOa nach KOH rotbraun. Schläuche sackig-keulig, 60 p lang, 21 p breit oder 72 p lang, 26 breit. Sporen zu 8, ellipsoidisch, 14—21 (bis 30) p lang, 5—io(—15) p breit. Jod färbt den Kern weinrot. Auf Gestein der verschiedensten Art, zuweilen vom Wasser benetzt. Tirol: Innmauer bei Völs; Samthai, Kreuz joch; Travignolo bei Pred¬ azzo. — Schweiz: Davos, Zügenstraße; Zürich. — Harz: Zepzig bei Bernburg. 1825. V. cinereolutescens Zschacke. Lager graugelb, etwa 0,1 mm dick, zusammenhängend, geglättet, feucht gallertig, hier und da rissig; Algengewebe aus vorwiegend rund¬ lichen Zellen von 3—4 p Breite bestehend, oberste gebräunt; Algen vor¬ wiegend kugelig, 4—8 p breit, mit sehr dünner Wand. Perithecien ein¬ gesenkt, mit flachem, grubig vertieftem, 0,1 mm breitem, schwarzem Scheitel vortretend, Excipulum rußig, kugelig, mit enger Mündung, 0,15 mm breit, bis zu */« seiner Höhe vom 0,2 mm. breiten, unten mehr oder weniger ab¬ stehenden, schwärzlichen Involucrellum umgeben. Schläuche keulig, sehr vergänglich, etwa 36—40 p lang, 14—15 p breit. Sporen eilich-ellipsoi- disch, 9—12 p lang, 5—6,5 p breit. Jod färbt den Kern weinrot. Niederösterreich: Auf überfluteten Steinen des Kienwaldes bei Pöggstall. Erklärung zu Tafel CXXXI. Fig. i. Verrucaria mastoidea, Lager, nat. Gr. „ 2. h i, Lager, bei Lupenvergrößerung. „ 3. ,, ,, Schnitt durch ein Perithecium, Verg. 50. „ 4. „ b Spore, Vergr. 1000. „ 5. „ dolomitica, Lager, nat. Gr. „ 6. n n Lager, Lupen Vergrößerung. ,, 7. „ Leightoni, Lager auf Sandstein (Seiser- und Campiller-Schichten in Süd tirol), nat. Gr. „ 8. „ i> Lager, Lupenvergrößerung. „ 9. ,, „ Schnitt durch Lager und Perithecium, Vergr. 50. b 10. n b Schlauch, Vergr. 500. b 11. „ >1 Spore, Vergr. 1000.
603 1826. V. rivalis Zschacke. Lager sehr dünn aus dem Gestein hervortretend, grau, glanzlos, zu¬ sammenhängend, etwas glatt. Perithecien schwarz, halb eingesenkt, 0,45 bis 0,5 mm breit. Excipulum kräftig, rußig, halbkugelig, mit abgerundeten Seiten und kegelig vorgezogener Mündung. Involucrellum sehr kräftig, um die Mündung herum anliegend. Sporen zu 8 im Schlauche, länglich oder ellipsoidisch., stumpf, 24—30^ lang, 12—15 p breit. Jod färbt den Kern weinrot. • ( Nord -Tiroler Kalkalpen: An Kalksteinen im Seitenbache unterhalb der Waldrast. 1827. V. turicensis Zschacke, nicht P. turicensis Stzbgr. (= Poly- blastia turicensis Zschacke). — V. chlorotica vera Hepp 94. — V. submersa Krypt. — Exsicc. Vindob Nr. 1762. — Taf. CXXXI C, Fig. 7. Lager eine grünlich hellgraue oder bräunliche, geglättete, glanzlose, hier und da feinrissige, etwa 0,1 mm- starke Kruste bildend, aus wasser¬ hellem Plektenchym bestehend. Algen mit mäßig verdickter Wand, kugelig 4—8 p im Durchmesser, oder länglich, bis 11 p lang, nicht bis zur Ober¬ fläche des Lagers reichend. Perithecien gewölbt, am Grunde vom Lager überdeckte, schwarze Wärzchen bildend. Gehäuse kugelig, schwärzlich, 0,018mm dick, um die Mündung auf 0,036—0,050mm verstärkt; Kern wasserhell, 0,15—0,2 mm im Durchmesser, mit 30—50 p weiter Mündung. Schläuche keulig, etwa 60 p lang. Sporen 20—24^ lang, 9—10 p breit. Jod färbt den Kern blau, später weinrot, nach dem Auswaschen blau. Nord- Tiroler Alpen: Auf überrieseltem Schiefergestein über Sistrans bei Innsbruck. — Nördliches Alpenvorland: Zürich.. 1828. V. scotlnodes Zschacke. — Lithoicea aethiobola Stein. Kruste firnisartig ergossen, zusammenhängend oder spärlich feinrissig, fast ölglänzend, grünlichbraun, feucht grün, auf gleichfarbigem Vorlager, geglättet, bei mäßiger Vergrößerung um die Perithecien dunkelbraun, sonst heller und rauh, schwarz punktiert, feucht gallertig, etwa 0,2 mm dick, aus senkrechte Reihen bildenden, wasserhellen, nach unten größer werdenden Zellen bestehend. Die obersten Zellen sind gebräunt; ein schwarzes Grund¬ gewebe scheint zu fehlen. Dafür durchsetzt, wie bei V. scotina Wedd., schwarzbraunes Gewebe das Algengewebe zapfenartig, auf der Oberfläche die Rauhigkeiten hervorrufend. Algen in senkrechten Reihen, mit dünner Wand, kugelig, 4—5 mm breit oder senkrecht gestreckt, bis 7 mm lang. Früchte klein, ganz eingesenkt, mit flach gewölbtem, breit durchbohrtem Scheitel kaum vortretend. Excipulum kugelig, unten rußig oder blaß,
604 o,i5—o,2 mm breit, Mündung 0,05 mm breit. Involucrellum das oberste Drittel des Excipulums deckend, schwarz, kräftig, mit unterem, vor¬ springendem Rande, 0,2—0,25 mm im Durchmesser. Schläuche breitkeulig. Sporen ellipsoidisch, n—14(—18)^ lang, 6—7^ breit. Jod färbt den Kern violett. Sudeten, Eulengebirge: Auf Felsblöcken in einem Gebirgs¬ bache über Steinkunzendorf bei Reichenbach. 1829. V. aethiobola Wahlenb. — V. margacea var. aethiobola Nyl. — V. aethiobola var. primaria Wain. Lager schwarzbraun, dünn, wenig rissig, geglättet, glanzlos. Zellen meist rundlich, 3—4 /z breit, oberste gebräunt. Pleurococcusalgen meist kugelig, 5—8 mm breit, oder selten zwei- bis vierzellig, nicht in Reihen. Schwarzes Grundgewebe scheint zu fehlen. Perithecien zahlreich, halb¬ kugelig-kegelige, 0,2—0,3 mm breite, am Grunde vom Lager bedeckte Warzen bildend. Gehäuse am Grunde bis 0,32 mm breit (ein entleertes Perithecium hatte folgende Ausmaße: Breite des Scheitels 0,12mm, des Grundes 0,3 mm, Höhe 0,17 mm), die Gehäusewand im ganzen äußeren Drittel schwarzbraun, ohne erkennbare Struktur, im übrigen Teil braunes Paraplektenchym. Form, Größe, Bau der Zellen wie bei V. margacea. Auf der Unterseite ist die Gehäusewand ziemlich dünn. Kern braun umrandet, anfänglich halbkugelig mit vorgezogener Mündung, später apfelförmig, mit 0,02 mm weiter Mündung, etwa 0,155 mm breit und 0,13 mm hoch. Periphysen gegliedert, etwa 10—20 /z. lang. Jod färbt den Kem violett. Schläuche bauchig-keulig, 50—60 p lang, 20—24 p breit. Sporen länglich oder ellipsoidisch, 16—22 p lang, 8—11 p breit. Rhätische Alpen: Davos. — Riesengebirge: Riesengrund. 1830. V. margacea Wahlenb. — Thelotrema margaceum Wahlenb. Lager eine dünne, bis 0,07 mm mächtige, zusammenhängende, ge¬ glättete, etwas rissige, dunkelgrau- oder schwarzbraune Kruste bildend, bräunliche Rinde zweischichtig, 0,01 mm dick, mit rundlichen Zellen von 5 p Durchmesser. Algenschicht 50 p dick, gleichmäßig über den ganzen Raum verteilt, vier- bis sechsschichtig. Zwischen den einzelnen Algen¬ gruppen befinden sich Lücken, die höchstens von Pilzfäden überbrückt werden. Algen mit deutlicher Wand, meist kugelig, 6—10 p breit, selten ellipsoidisch. Unter der Algenschicht eine dünne, braune Grundschicht. Perithecien zerstreut, halbkugelig-kegeligen Warzen eingesenkt, aus denen der fein durchbohrte Scheitel hervorsieht. Ein altes, entleeertes Peri¬ thecium zeigte im Querschnitt die Frucht als gleichschenkliges Dreieck mit etwas gewölbten Seiten und leicht eingedrücktem Scheitel und mißt
605 an der Grundlinie 0,52 mm, in der Höhe 0,183 mm, die kugel-kegelige Höhlung 0,2256 mm in der Breite und 0,155 mm in der Höhe. Das algen¬ haltige Lager 0,007—0,0204 mm mächtig, mit ein bis zwei, selten drei Algenschichten, reicht bis zur Mitte des Hügelabhanges oder nicht einmal so weit. Die Gehäuse wand besteht durchweg aus braun wandigem Paren¬ chym, das stellenweise so dunkel ist, daß man die Struktur nicht erkennen kann. Die Zellen haben bis 13 meist nur 6,8 p Durchmesser; ihre braune Wandlamelle ist 1 p dick, darauf folgt eine gleich dicke Innenlamelle, dann die leere Höhlung. Schläuche eilich-keulig, 90—100 /z lang, 36 p breit. Sporen breit, eilich-ellipsoidisch, 24—36 /z lang, 11—17 p breit. Jod färbt den Kern veilchenblau. In Alpenbächen auf kieselsaurem Gestein. T i r o 1: Rettenstein, Brenner, Roßkogel. — Rhätische Alpen: Davos. 1831. V. applanata Hepp. Lager ziemlich dünn, graubraun, glanzlos, zusammenhängend, feucht gallertig, paraplektenchymatisch. Zellen rundlich, bis 6 p breit; obere, wenig starke, algenlose Schicht wasserhell, schwarzes Grundgewebe nicht nachweisbar. Algen nicht in Reihen, mit mäßig bis ziemlich verdickter Wand, vorwiegend rundlich, 6—n(—14—21) p im Durchmesser, oder ge¬ streckt 11—21 p lang, 6—11 p breit. Perithecien halbkugelige, bis 0,6 mm breite, zuletzt nur am Grunde vom Lager bedeckte Warzen bildend, nach dem Zusammenbrechen schwarze Ringe hinterlassend. Excipulum wasser¬ hell oder bräunlich, um die Mündung dunkler, fast kugelig, 0,25 mm breit, vom halbkugeligen, am Grunde abstehenden Involucrellum bedeckt. Schläuche langkeulig, 80—90 p lang, 26—30 p breit. Sporen länglich- eilich, 26—30 p lang, 8—13 p breit. Jod färbt den Kern (nach Auswaschen) schwach violett, die Sporen gelb. In Bächen auf im Sommer trockenliegenden Steinen. Baden: Kinzig im Schwarzwald; Lichtental bei Baden-Baden; Schlierbach bei Heidel¬ berg. — Westfalen: Romsbecker Wasserfall; Handorf. — Harz: Morungen, in einem Waldbache; im Kaltenbach bei Suderode; im Tiefen¬ bach bei Treseburg. 1832. V. Leightonii Hepp. — Taf. CXXXI, Fig. 7—n* Lager schwarzbraun, dünn, 0,14—0,21 mm stark, glatt, ausgebreitet, zusammenhängend, kaum rissig, feucht gallertig; ohne nachweisbares Grundgewebe, Algengewebe wasserhell, oberste Zellen gebräunt; Algen nicht in Reihen, kugelig, 4—7 p breit oder senkrecht gestreckt, 6—10 p lang> 3—6 p breit. Perithecien halbkugelig vortretend, 0,3—0,5 mm breit, anfänglich gänzlich, später nur am Grunde vom Lager bedeckt, mit
606 schwarzem Scheitel; Gehäuse schwarz bis schwarzbraun, unten dünner und zuweilen blaß, mehr oder weniger kugelig, 0,25—0,3 mm breit. Involu¬ crellum um die Mündung -dem Scheitel aufliegend, an den Seiten hinab¬ laufend, ohne winkelig vorzutreten. Schläuche fast keulig, 70—80^ lang, (22—)28—30^ breit. Sporen ellipsoidisch oder länglich, 20—25 (—32^ lang, 10—13 (—14) p breit. Jod färbt den Kern violett. Rhätische Alpen: St. Moritz und Pontresina, in Gletscher¬ bächen auf Granit als Begleiterin von Staurothele fissa und clopimoides. 1833. V. tiroliensis Zschacke. Lager schwarzbraun, dünn, etwa 90 p dick, gallertig, trocken etwas rissig, glanzlos. Algenschicht stellenweise von der schwarzbraunen Mark¬ schicht verdrängt, die in die gleichfarbige Rhizoidenschicht übergeht. Algen kugelig, mit mäßig verdickter Wand, 5—7 p breit. Perithecien halb her vor tretend, schwarz. Excipulum 0,18—0,2 mm breit, rußig, stellenweise verwaschen braun. Involucrellum 0,4 mm im Durchmesser, löst sich nach unten maschenförmig auf. Schläuche keulig. Sporen läng¬ lich-ellipsoidisch, 29—36^ lang, 15^ breit, abgestumpft. Jod färbt den Kern weinrot. Tirol: An Kalksteinen im Seitenbache der Waldrast. 1834. V. Kernstockii Zschacke. — V. aquatilis in Flor. exs. Austro- nung. Nr. 2772. Exsicc. Arnold Nr. 1566. Lager grün, firnisartig, etwas glänzend, dünn, ergossen, von zarten, schwarzbraunen, zackigen Linien durchzogen, paraplektenchymatisch, wasserhell, in der unteren Hälfte stellenweise mit mehr oder weniger aus¬ gedehnten, schwarzen Flecken, Rinde fehlt, Zellen rundlich oder länglich, 3,6—6 p lang, mehr oder weniger ausgeprägt in senkrechten Reihen, wie die 4—7 p breiten, kugeligen Algen. Perithecien sehr klein, zahlreich, dicht gedrängt, oft reihenartig angeordnet und zusammenfließend, 0,1 mm breite, flache, eingedrückte, schwarze, glänzende Wärzchen bildend. Excipulum fast kugelig, unten wasserhell, an den Seiten und um die Mündung ge¬ schwärzt, 0,12 mm breit. Involucrellum kräftig, bis über die Mitte hinab dicht anliegend. Schläuche sehr vergänglich, keulig mit verschmälertem Grunde, 30—36 p lang, 14—18 p breit. Sporen zu 8, ellipsoidisch oder fast kugelig, 8—12 p lang, 6—8 p breit. Jod färbt den Kem rot. Tirol: An Kieselsteinen in Bächen zwischen Bozen und Sig- mundskron. 1835. V. Wolferi Zschacke. Lager dünn, 0,1 mm, ergossen, glatt, glänzend, bronzefarbig; para¬ plektenchymatisch, Zellen vorwiegend rundlich, 4 p breit, oberste gebräunt
607 (Parmeliabraun), darüber mehr oder weniger deutlich gesondert, bis 16 /z starke, wasserhelle Schicht aus abgestorbenen Pilzfäden, Algen hellgrün, kugelig, 4—7 /z. breit, gestreckte, 16 p lange, 4/z. breite eingemischt. Peri¬ thecien halbkugelige, bis 0,35 mm breite, schwarze Warzen bildend. Exci¬ pulum kugelig, gegen 0,2 mm breit, wasserhell oder mit schwärzlicher (Außenhaut, meist bis zum Grunde von kräftigem, oben etwas abgeplattetem involucrellum umgeben. Schläuche keulig, 50—55 p lang, 16—18 p breit, am Grunde verschmälert. Sporen zu 8, wasserhell, beiderseits stumpf, breit- ellipsoidisch bis fast kugelig, meist mit einem großen Öltropfen, 7—12 p lang, 7—9 p breit, oder 8 p lang und breit. Jod färbt den Kern rot. Schweiz: Davos, auf einem Kalkstein im Dorfbache bei 2000m. 1836. V. retecta Zschacke. Lager sehr dünn, zusammenhängend, feucht gallertig, schwärzlichgrün (infolge des durchscheinenden Gesteins) ; Algen kugelig, 5—8 p breit, schwarze Grundschicht fehlt. Perithecien klein, zerstreut, fast halbkugelige, schwarze Warzen bildend, nur am Grunde vom Lager bedeckt; Excipulum kugelig, mit wenig vorgezogener, enger Mündung, wasserhell, 0,1 mm breit, von unten mit abstehendem, kräftigem Involucrellum bedeckt, 0,2 mm im Durchmesser. Sporen ellipsoidisch, 3—8 p lang, 5 p breit (nach Erichsen 8—n p lang, 5—6 p breit) oder kugelig 5—6 p breit. Jod färbt den Kern weinrot. Schleswig-Holstein: Kappeln, an feuchten Feuersteinen im Bache. 1837. V. rheithrophila Zschacke. — V. mucosa Rich. Thallus olivgrün, feucht schwärzlich und gelatinös, glatt, zusammen¬ hängend, im Alter hier und da etwas rissig, kaum glänzend, zuerst kleine, runde begrenzte Flecken bildend, die zu einem ausgebreiteten, von schwar¬ zen Linien durchzogenen Lager zusammenfließen, paraplektenchymatisch, Zellen sphäroidisch, 1,8—3,6 p, viel- oder rechteckig, 4—7 p lang, mehr oder weniger deutlich in senkrechten Längsreihen, Rinde fehlt; Gonidien kugelig oder gestreckt, 4—7 p; dem wasserhellen Thallus sind im unteren Teile unregelmäßige, schwarze Flecke eingelagert, die häufig zusammen¬ fließen und meist mit dem Involucrellum in Verbindung treten, häufig nach der Oberfläche zu Äste absondern. Perithecien völlig eingesenkt, nur zu¬ letzt mit wenig vortretender, schwarzer Mündung; Excipulum kugelig¬ kegelig, wasserhell, 0,12—0,15 mm breit, mit krustigem, schwarzem In¬ volucrellum, das bis zur Hälfte oder tiefer hinab bereift und meist mit dem den Thallus durchziehenden schwarzen Streifen in Verbindung steht. Schläuche mehr oder weniger bauchig-keulig, 24—30 p lang, 14—18 p breit. Sporen zu 8, wasserhell, ellipsoidisch, abgerundet, 7—13 p lang,
608 5—7 P breit, oder fast kegelig, 7—9 p lang, 6—7 p breit. Pykniden stellen¬ weise zahlreich, punktfein vortretend. Jod färbt die Hymenialgelatine hellrot. Auf Steinen, besonders Kieseln in Bächen. Oldenburg: Hasbruch; Lüneburg zwischen Puteusen und Oldendorf. — Harz: Kalter Bach bei Suderode; Bach unter dem Meiseberge im Selketale. — Oberlausitz: Wassergraben bei der Pusermühle bei Seitser i. Sa. 1838. V. aquatilis Mudd. — Lithoicea aquatilis Stein. — Taf. CXXX, Fig. 6—10; CXXXII, Fig. 9. Lager sehr dünn, firnisartig ergossen, fleckförmig oder zusammen¬ hängend, schmutzig dunkel olivschwarz, Rinde fehlt; Gonidien 4—9p, un¬ gefähr kugelig, in senkrechten Reihen angeordnet, oder langgestreckt, 9—12 p lang, 3,8—4,5 p breit, eingebettet in ein sehr kleinzelliges und gleichförmiges Gewebe, darunter ein meist braun wand iges Paraplektenchym von weiten, meist leeren Zellen. Perithecieni sehr klein, meist nur als 0,1 mm breites Höckerchen vortretend, anfänglich vom Thallus bedeckt und nur mit dem punktfeinen, nicht kenntlich durchbohrten' Scheitel durch¬ brechend. Excipulum meist wasserhell, 0,1—0,12 mm breit, vom konvexen, unten abstehenden und sich verjüngenden, 0,18 mm breiten Involucrellum bedeckt, oft verschmelzen zwei oder mehr miteinander und treten mit dem schwarzen Grundgewebe, das zuweilen bis an die Perithecien heranreicht, in Verbindung, so daß diese in dem Grundgewebe eingebettet sind. Schläuche birnenförmig, 26 p lang, 14 p breit. Sporen zu 8, farblos, breit ellipsoidisch oder fast kugelig, 6—8 p lang, 5—7 p breit. Jod färbt die Hymenialgallerte rot. Auf Steinen in Bächen, ziemlich verbreitet. Alpenländer: Mün¬ chen; Krems bei Senftenberg; Steirer See bei Klachau; Bozen. — Sudeten. — Erzgebirge. — Vo g t land. — Harz. — Rhön. — Westfalen. — Oldenburg. — Lauenburg. 1839. V. vitricola Nyl. Thallus auf dem Glase von Flaschenscherben olivschwärzliche, bis 3 mm breite, rundliche Flecken bildend. Gonidien freudig-grün, 4—7 p im Durchmesser, im ganzen Thallus verstreut, eingebettet in sehr kleinzelliges und gleichförmiges, paraplektenchymatisches Gewebe. Perithecien zu 1—6 in jedem Fleck, kleine schwarze Knötchen bildend. Excipulum wasserhell, 0,15 mm breit, der Scheitel mit dem Involucrellum verbunden, das an seinen Rändern mit dem benachbarten verschmilzt und als schwarzer Streifen das Gewebe durchsetzt. Schläuche birnenförmig, je 21 p lang und breit Sporen kurz ellipsoidisch, 5—7,5 p lang, 4—5,5 p breit. Jod färbt
609 die Hymenialgallerte rötlich. — Nach Zschacke kaum von V. aquatilis zu trennen; der Bau des Lagers zeigt aber doch wesentliche Verschiedenheiten. Auf überfluteten Flaschenscherben. Unteres Elbegebiet: Lauen¬ burg, bei Dörnsen. 1840. V. latebrosa Kbr. Exsicc. Kbr. 56. Lager eine ausgebreitete, gfette, rissige oder rissig gefelderte, rötlich- gelbe Kruste bidend, Felderchen flach oder körnig-warzig, 0,2 mm dick, paraplektenchymatisch, Algenschicht etwa 80 p dick, Zellen rundlich, selten über 3 p breit, mit gelblichen Wänden, oberste eine oder zwei Schichten dunkler gefärbt; Algen undeutlich in senkrechten Reihen, acht- bis zwölf¬ schichtig, meist 5 p breit, bis 7,7 p lang und 6 p breit, Wand kaum 1 p dick, die darunterliegende Markschicht gleichfalls gelblich gefärbt. Peri¬ thecien zerstreut, 0,3—0,45 mm breit, schwarz, halbkugelig vortretend, mit abgeflachtem, fein durchbohrtem Scheitel; Gehäuse wasserhell oder gelblich, 0,26—0,29 mm breit, 0,25—0,27 mm hoch, vom kräftigen, anliegenden, schwarzbraunen Involucrellum bis zum Grunde bedeckt. Schläuche zart, fast eilich, am Grunde fast stielartig verschmälert, mit acht zuweilen ge¬ säumten, länglich-ellipsoidischen, 20—36^ langen, 10—14^ breiten Sporen. Jod färbt den Kern rötlichgelb. Riesengebirge: An feuchten, versteckt gelegenen Wänden des Basaltes der Kleinen Schneegrube. 1841. V. irrigua Zschacke. — V. aethiobola forma A. Zahlbr. Verh. zool. bot. Ges. Wien 68 (1917) 3. Lager eine aus dem Gestein heraustretende, hellgraue, etwas rissige, geglättete Kruste bildend. Algen kugelig, 5—7 p breit. Perithecien bis zum wenig gewölbten Scheitel eingesenkt, welcher 0,09—0,12 mm breit ist. Excipulum kugelig, mit weiter Mündung, oben schwärzlich, unten hell, 0,2—0,25 mm breit. Schläuche lang keulig, etwa 70—75^ lang, 16—18^ breit. Sporen 16—18^ lang, 7,5—8 p breit. Jod färbt den Kern weinrot. Niederösterreich: Auf überrieseltem Kalkmergel auf dem Sonntagsberge bei Rosenau. 1842. V. pachyderma Arnold. — V. chlorotica var. pachyderma Arn. — V. pissina Nyl. Thallus etwa 0,2 mm dick, häutig, glänzend, feucht gallertig, schwarz¬ grün, trocken schwarz, hier und da etwas rissig, Gonidienschicht 46—72 p stark, wasserhell, oberste Schicht gebräunt, paraplektenchymatisch, Zellen rundlich, 2,5—3,6 p im Durchmesser, oder gestreckt, bis 10 p lang, in senkrechten Reihen; Gonidien spärlich (daher die Thallusfarbe), undeutlich Thomä-Mignla, Flechten, n. (Flora XII, 2.) 39
610 in senkrechten Reihen, zwei- bis sechsschichtig, mit weiten, vom Pilz ge¬ bildeten Lücken, rundlich, 3,6—6 /z breit, oder senkrecht gestreckt, 6—7^ lang, 3—3,6^ breit; Basalgewebe schwarzbraun, 100—126^ dick. Peri¬ thecien zerstreut, klein, anfänglich vom Thallus völlig bedeckt, später mit dem abgeflachten, durchbohrten Scheitel etwas voirtretend. Excipulum etwas breiter als hoch, 210^ breit, 180/z hoch, oder kugelig, 180—190p breit, mit schwärzlicher Außenhaut. Involucrellum 0,3 mm breit, mit dem Basalgewebe verbunden. Schläuche länglich-eiförmig, 45^ lang, 10—15^ breit und 55 /z lang, 21 breit. Sporen zu 8, ellipsoidisch, 14—18/z. lang, 5—7>5 P breit (nach Arnold 18—23 lang, 6—9 p breit). Jod färbt die Hymenialmasse nach vorübergehender Bläuung rot. Auf Silikatgestein in Alpenbächen. Tirol: Arlberg; Roßkogel; Ötztaler Alpen; Predazzo;. — Hohe Tauern. — Schweiz: Davos; Maderaner Tal. 1843. V. calcaria Zschacke. — V. aethiobola var. calcarea Arn. Lager bräunlichgrün, ergossen, glatt, glänzend, feucht gallertig, um die Perithecien herum meist etwas rissig, 60—100 p dick. Algenschicht 40 bis 64 p dick, oberste Schicht etwas gebräunt, Zellen rundlich, 3,6 p weit, Algen nicht deutlich in Reihen, zwei- bis fünfschichtig, kugelig, 4—7 p breit, oder gestreckt, 7—10 p lang, 4 p breit; schwarzes Grundgewebe o—40 p dick. Perithecien eingesenkt, halbkugelig-kegelig vortretend, bis zum schwarzen Scheitel vom Lager bedeckt; Excipulum wasserhell, breiter als hoch, 144—180p breit, 105—150p hoch; Involucrellum halbkugelig, das Excipulum bis zum Grunde deckend, hier verbreitert oder mit den Nachbarn verbunden. Periphysen io^u. lang. Schläuche breit keulig, 72 bis 75 p lang, 22—25 p breit. Sporen ellipsoidisch., 17—19 p lang, 7—9 p breit (21—24^ lang, 10—12p breit nach Arnold). Jod färbt den Kem ver¬ waschen violett. Auf Kalkstein am Rande von Bächen. Westfalen: Büren. — Fränk. Jura: Eichstätt. — Bayern: München. 1844. V. elaeomelaena Arn. — Taf. CXXXIII, Fig. 6—10. Lager feucht gallertig, schwarzgrün, trocken graugrün oder bräunlich, zusammenhängend oder hier und da feinrissig, glatt, etwas glänzend, mäßig dick; Algenschicht wasserhell, mit senkrechtgestellten, rundlichen, 3—4 p weiten Zellen, oberste algenfreie Schicht wasserhell oder gebräunt; Algen mit sehr dünner Wand, rundlich, 4—8 p im Durchmesser, länglich ge¬ streckte eingemischt in senkrechten Reiben bis zwanzigschichtig; Grund¬ gewebe aus geschwärzten weiten Zellen bestehend. Perithecien ziemlich zahlreich und gedrängt, 0,4—0,7 mm breiten Warzen eingesenkt, die vom
611 Lager bedeckt und an der Spitze nadelstichfein durchbohrt sind. Excipulum wasserhell, nur um die etwas vorgezogene Mündung etwas geschwärzt, hier mit dem kegeligen oder halbkugeligen Involucrellum, das nach unten ab¬ steht und mit dem Grundgewebe verschmilzt, verbunden. Schläuche läng¬ lich keulig, etwa 30 p lang, 13 p breit. Sporen zu 8, wasserhell, ellipsoidisch oder eilich, 20—38p lang, 8—18/4 breit. Jod färbt den Kern verwaschen violett. Auf Kalk und Kieselgestein in Bächen und Quellen in den Alpen und deutschen Mittelgebirgen ziemlich verbreitet. f. calcicola Zschacke. Lager graugrün, oberste Schicht wasserhell. Verbreitet. f. silicicola Zschacke. Lager braun, oberste Schicht gebräunt. Ebenfalls weit verbreitet. var* coniocarpa Zschacke. Lager bis 0,5 mm dick, fast glänzend braun. Algengewebe 0,08 bis 0,32 mm dick, oberste Schicht gebräunt. Algen bis zwanzigschichtig, meist kugelig, 4—6 p im Durchmesser, längliche eingemischt, 6—9 p lang, 2—3 p breit; schwarzes Grundgewebe bis 0,3 mm dick. Perithecien bis 0,6 mm breite Warzen bildend, Excipulum höher als breit, 0,27—0,36 mm hoch, 0,18—0,27 mm breit, völlig vom schwarzen Gewebe, das ein kegeliges Involucrellum bildet, umgeben. Schläuche vorwiegend lang keulig, 75 bis 90 p lang. Sporen eilich-ellipsoidisch, 21—30 p lang, 8—12 p breit. Tirol: Brenner; Tauern. — Riesengebirge: Weißwasser. var. platycarpa Zschacke. Lager etwa 0,1 mm dick, braun oder graubraun. Algengewebe 40 bis 55 p dick, oben gebräunt, Algen bis achtschichtig. Perithecien flachen Vor- Erklärung zu Tafel CXXXIB. Fig. 1. Verrucaria Dufourei, 6 Sporen nach Arnold. „ 2. „ disjuncta, 6 Sporen nach Arnold. n 3. „ glaucelloides, Schlauch nach Müller-Argau. „ 4. „ Sporen nach Müller-Argau. 1, 5. ,, cinereorufa Schaer, Schlauch, Vergr. 500. ,, 6. „ „ 3 Sporen, Vergr. 1000. „7. ,, anceps, 4 Sporen (rechts von den vorigen unter 6 bezeichneten Sporen), Vergr. 1000. „ 8- „ apomelaena, Sporen, Vergr. 1000. ,, 9. „ pinguicula, Sporen, Vergr. 1000. „ 10. „ lecideoides, Sporen, Vergr. 1000. „11. „ dolosa, Sporen, Vergr. 1000. 39*
612 Wölbungen des Lagers eingesenkt, etwa 0,3 mm breit. Sporen länglich, 34—37A4 lanS> 9—11 breit- Thüringen: Kleinschmalkalden. — Harz: Mägdesprung. 1845. V- bachmanniana Zschacke. Lager braun, zusammenhängend, etwa 0,2 mm dick, feucht gallertig, trocken feinrissig. Algengewebe bis 0,13 mm dick, wasserhell, oben ge¬ bräunt, Zellen 2,5—3 p breit. Algen kugelig, 4 /4 breit, oder gestreckt, 4—6 p lang, 2,4 p breit, in senkrechten Reihen, neunzehnschichtig. Grund¬ gewebe mit braunwandigen, 5—6 p breiten, leeren Zellen. Perithecien zahl¬ reich, flach gewölbten Warzen eingesenkt, aus denen nur die schwarze Mündung hervorsieht, wie bei V. elaeomelaena var. coniocarpa gebaut. Periphysen kurz, etwa 10 /z lang. Schläuche keulig. Sporen ellipsoidisch, 19—25 /z lang, 9—11 p breit. Jod färbt den Kern nach blaugrün violett. — Nach Zschacke mit V. elaeomelaena var. coniocarpa zu vereinigen, falls die Algen zur gleichen Art gehören sollten. Erzgebirge: Rittersgrün, im Pohlbache, im Grenzbache bei Halb- meil. — Harz: Suderode, im Kalten Bache. 1846. N. jtirana Zschacke. Lager dünn, 0,06 mm dick, ergossen, glänzend, glatt, braun; Algen¬ schicht meist die Dicke des ganzen Lagers einnehmend; schwarzes Grund¬ gewebe nur stellenweise bis 30 p stark, oberste algenlose Schicht wasserhell, Algen in senkrechten Reihen, bis sechs schichtig, rundlich, 4—7 p breit, oder gestreckt, 7 pt lang, 4—5 p breit. Pilzfäden bis 0,4 mm in das Gestein eindringend, 3,6—5 p dick. Perithecien 0,5—0,6 mm breite, schwarze, kegelige Warzen bildend, die von einer sehr dünnen, wasserhellen Haut überzogen werden; die Algen reichen nur bis zum Grunde der Warze; Excipulum wasserhell, um die Mündung geschwärzt, 0,25—0,29 mm breit, 0,18—0,21 mm hoch, vom kegeligen, unten abstehenden, mit ihm um die Mündung verbundenen Involucrellum bedeckt, das mit dem Grundgewebe, wo es vorhanden ist, in Verbindung steht. Sporen 22—28 p lang, 11—12/z breit, an den Enden abgerundet. Schweizer Jura: Binz gegen Greuschenberg, auf Kalksteinen in einem Wasserlaufe. 1847. V. teutoburgensis Zschacke. Lager zuerst kleine, unregelmäßige Flecken bildend, die zusammen¬ fließen, hier und da Lücken zwischen sich lassen, 0,13—0,16 mm dick, bleifarben-bläulichgrau oder bräunlicholiv, feucht schwarzgrün; Algen¬ gewebe aus ziemlich kleinen, rundlichen Zellen bestehend; Algen in senk¬ rechten Reihen, ein- bis vier- (bis fünf-) schichtig, vorwiegend senkrecht
613 gestreckt, 6—18 74 lang, 3—5 p breit. Grundgewebe gut entwickelt, 100 74 dick. Perithecien zahlreich, gegen 0,6 mm breite, halbkugelige, zuletzt nur von einer sehr dünnen, wasserhellen Haut überdeckte oder gar freie, schwarze Warzen bildend; innerer Bau wie bei V. jurana. Schläuche schmalkeulig, 90—108lang, 24—7074 breit; Sporen länglich eiförmig oder ellipsoidisch, 22—32 p lang, 13—15 p breit, oder fast kugelig, 18 p lang, 15/1- breit Teutoburger Wald: In einem Waldbache bei Lienen. 1848. V. alpicola Zschacke. — Litoicea elaeomelaena var. alpina Am. exsicc. 129 b. Lager eine dünne, 54—75 p starke, firnisartig ergossene, kaum glän¬ zende, bronzefarbene Kruste bildend. Algenschicht 20—40 p dick, mit brauner Oberschicht aus rundlichen, 2—3 p breiten, oder gestreckten, 4 p langen Zellen bestehend. Algen in senkrechten Reihen, ein- bis vierschichtig, mit sehr dünner Wand, kugelig, 6—8 p. breit, oder gestreckt, 8—11 p lang, 6—7 p breit. Schwarze Grundschicht weitzellig, Zellen 4—9 p breit. Peri¬ thecien niedrigen, kegeligen, 0,5—0,6 mm breiten Lagerwarzen, aus denen nur der schwärzliche Scheitel hervorsieht, eingesenkt. Excipulum bis 0,36 mm breit und 0,25 mm hoch, mit zarter, bräunlichschwarzer Haut, vom kräftigen, nach unten sich verbreiternden, ins Grundgewebe über¬ gehenden Involucrellum überdeckt. Schläuche eilich-keulig, 90—100 p lang, 36 p breit. Sporen breit eilich-ellipsoidisch, 24—36 p lang, n—17 p breit. Jod färbt den Kern weinrot. In Alpenbächen auf kieselsaurem Gestein. Tirol: Kufstein, am Hintersteiner See; Kleiner Rettenstein. — Schweiz: Davos. 1849. V. deformis Zschacke. — V. aethiobola f. deformis Arn. Flora 68 (1885), p. 80. Lager schwärzlich, ausgebreitet, zusammenhängend. Algenschicht 20 bis 60 p dick, stellenweise von der schwarzen Grundschicht verdrängt. Algen nicht deutlich in senkrechten Reihen, kugelig, 5—7 p breit und ge¬ streckt, bis 874 lang, Perithecien 0,25 mm breite, am Grunde vom Lager bedeckte, halbkugelige, schwarze Warzen mit eingedrücktem Scheitel bür¬ dend. Excipulum blaß, kugelig, 0,15 mm breit, mit 0,06 mm weiter Mün¬ dung. Sporen länglich-ellipsoidisch, 24—27(—39)74 lang, 9—1274 breit. Bayern: München, an Nagelfluhfelsen im Buchenwalde unterhalb Baierbrunn. — Fränk. Jura: An Kalkfelsen bei Eichstätt. 1850. V. davosiensis Zschacke. Lager ziemlich dünn, glanzlos, graubraun, ausgebreitet, feucht gal¬ lertig, trocken kaum rissig. Oberste algenfreie Schicht oberwärts gebräunt.
614 Schwarze Grundschicht wenig entwickelt. Algen mit kaum sichtbarer Wand, gelbgrün, in senkrechten Reihen bis fünfschichtig, kugelig, 6—8^ breit, oder gestreckt, bis 11 p lang. Perithecien kegelige, bis 0,45 mm breite Warzen bildend, am Grunde vom Lager bekleidet, Scheitel frei, schwarz, eingedrückt, 0,25—0,3 mm breit, Excipulum kugelig, 0,18—0,25 mm breit, Mündung 0,03—0,06 mm weit, um die Mündung geschwärzt, sonst wasser¬ hell oder am Grunde zart verwaschen - bräunlich. Schläuche keulig 72 lang, 30 /z breit. Sporen ellipsoidisch, 19—22 lang 8—9 p breit. Jod färbt den Kern violett. Rhätische Alpen: Davos, in einem Bache über dem Rütiwege auf Kalk. 1851. V. denudata Zschacke. — V. aethiobola Lieh. Helvet. 522. Exsicc. Schaer. 522, Arnold 1712 b, Zahlbr. 468. Lager dünn, 40—72 /z, firnisartig ergossen, etwas ölglänzend, feucht gallertig, grün, trocken olivengrüni, graugrün oder bräunlich, zuweilen spärlich feinrissig; Algengewebe 40—45 p dick, wasserhell, oberste Hyphen wasserhell oder gebräunt. Zellen vorwiegend senkrecht gestreckt, 2—3 p breit, 4—6 p lang, wenn kugelig 3 p breit. Algen nicht oder nicht deutlich in senkrechten Reihen, zwei- bis sechsschichtig, rundlich, 4—6—9 p im Durchmesser, oder senkrecht gestreckt, 10—11 p lang, 6—7 p breit oder 18—10 p lang, 4—5 p breit oder 11 /z. lang, 3 p breit. Grundgewebe fehlend oder meist nur in der Umgebung der Perithecien entwickelt, aus mehr oder weniger rundlichen, bis 8 p weiten Zellen bestehend. Perithecien zahlreich, eingesenkt, ungefähr halbkugelig hervor tretend, 0,2—0,3 mm breit, zuerst völlig, im Alter nur am Grunde vom Lager überkleidet, so daß der schwarze Scheitel wie abgescheuert hervorragt. Excipulum breiter als hoch oder so breit als hoch, 0,124—0,2 mm breit, 0,106—0,2 mm hoch, wasserhell, und nur um die Mündung herum geschwärzt, hier mit dem kegeligen, sich nach unten verbreiternden Involucrellum vereinigt. Das Grundgewebe unter¬ lagert zuweilen das Perithecium. Schläuche breitkeulig, 70—75 p lang, 23—28 p breit. Sporen zu 8, länglich-ellipsoidisch, 15—21—24 p lang, 6—8 p breit. Jod färbt den Kern rot, häufig nach vorübergehender schwacher Blaufärbung. In klaren, rasch fließenden Bächen, vom Wasser überrieselt. Nieder- österreich: Hainbach bei Wien; Krems, bei Senftenberg. — Böh¬ men: Chrast-Kalensky. — Erzgebirge: Steingrund; Steinbach bei Johanngeorgenstadt. — Harz: Krebsbachtal; Steinerne Rinne; Kalter Bach; Zillierbach. — Rhön: Wüstensachsen. — Oldenburg: Has- bruch. — Schleswig: Kappeln.
615 var. Mougeotii Zschacke. Exsicc. Schaer. 521, Moug. et Nestl. 592, Hepp. 435 a, Rabenh. 344 b, Norrl. et Nyl. 397. Lager etwas dicker, 120—140^ dick, etwas glänzend, graugrün, grün¬ lich-bleifarben, bräunlich oder schwärzlichgrün, feucht gallertig, trocken oft etwas rissig; Algenschicht 20—72^, wasserhell, aus senkrecht ge¬ streckten, bis 6—7 p langen oder rundlichen, 3—4 p breiten Zellen be¬ stehend; Algen mehr oder weniger deutlich in senkrechten Reihen, bis zehn- und mehrschichtig, blaßgrün, rundlich, 4—7 p breit, oder senkrecht gestreckt, 8—g p lang, 5 p breit oder 9—11 p lang, 7,2—7,5 p breit; algen¬ freie, obere Schicht oberwärts wasserhell oder gebräunt; Grundgewebe 108—600 p, Zellen 5—8 p weit. Perithecien kegelig-halbkugelige Warzen bildend, anfänglich ganz, später nur am Grunde vom Lager bedeckt, 0,3 bis 0,5mm breit; Excipulum blaß, nur um die Mündung geschwärzt, völlig von schwarzem Gewebe umgeben, breiter als hoch, 0,2—0,3 mm breit, 0,15 bis 0,2 mm hoch. Schläuche lang-keulig, 84—95 p lang, 22—30 p breit; Sporen ellipsoidisch, 22—29p lang, 10—12(—14)//. breit. Jod färbt den Kern nach (zuweilen) leichter blaugrüner Färbung violett. An kieselhaltigen Steinen der Bäche. Schwarzwald: Schönau. — Thüringer Wald: Kleinschmalkalden. — Lausitzer Gebirge: Jeschken. 1852. V. vallis Flüelae Zschacke. Lager braun, ins Violette spielend, ausgebreitet, geglättet, glanzlos, feucht gallertig, trocken etwas rissig, ungefähr 0,2 mm dick. Algengewebe und Markschicht wasserhell, oberste Zellen gebräunt, etwa 14 p dick, schwarzes Grundgewebe vorhanden; Algen blaßgrün, ohne erkennbare Wand, nicht deutlich in senkrechten Reihen, stellenweise nur spärlich, rund, 3—7p breit; gestreckte, 8 p lange, 3,6^ breite eingemischt. Peri¬ thecien flach gewölbten, 0,4—0,5 mm breiten Lagerwärzchen eingesenkt, zuerst völlig, zuletzt nur am Grunde vom Lager bekleidet, Scheitel schwarz; Excipulum niedergedrückt-kugelig, 0,3—0,4 mm breit, wasserhell oder gelblich oder verwaschen-bräunlich. Involucrellum bis zur Hälfte dem Gehäuse anliegend, am unteren Rande winkelig vorspringend, braun¬ schwarz, bis 0,5 mm im Durchmesser. Schläuche keulig, 72 p lang, 28 p breit. Sporen zu 8, ellipsoidisch, 25—34^ lang, 9—12 p breit. Jod färbt den Kern weinrot. Rhätische Alpen: Davos, auf Steinen eines Baches des Flüela- tales bei 2200 m.
616 1853* V. praetermissa (Trev.) Anzi. — Leiophloea praetermissa Trev. — Verrucaria laevata Kbr. — V. tapetica v. fluviatilis Eitner. Exsicc. Flotow 47, Kbr. Lieh, select. Germ. 81, Rabenhorst 774. Lager pfirsichblütfärben, weißlich ausbleichend, geglättet, dicklich, rissig, anfänglich kleine rundliche, breit schwarz gesäumte Flecken bildend, die später unregelmäßig zusammenfließen. Über einer braunen Grund¬ schicht liegt eine farblose, sehr kleinzellige, dichte Algenschicht, in der die Algen in senkrechten Reihen bis zur Oberfläche reichen; neben rundlichen Algen von 5—9 p Breite, häufig langgestreckte von 10—14 /z, Länge und 6/z. Breite, die oberste, braun gefärbte Schicht der Algenzone färbt sich manchmal durch KOH violett, in solchen Fällen ist das blaß rötliche Lager von schmalen, leuchtend roten Äderchen durchzogen, die den Farbstoff enthalten und auf KOH reagieren. Perithecien am Grunde eingesenkt, mit schwarzem, etwas glänzendem, niedergedrückt-halbkugeligem, o,r bis 0,2 mm breitem Scheitel. Excipulum blaß bis verwaschen-bräunlich, nieder¬ gedrückt-kugelig, bis 0,28 mm breit und 0,2 mm hoch, von kräftigem, nur um die Mündung anliegendem, unten abstehendem, bis 0,38 mm breitem Involucrellum umgeben. Schläuche länglich-keulig. Sporen länglich-zitzen¬ förmig, 17—24 p lang, 7,5—9 breit. Jod färbt den Kern rot. In Gebirgsbächen, vorwiegend auf Granit. Harz: Bode, Zorge, Steina. — Thüringen: Ickersbach bei Kl ein Schmalkalden; Triefstein bei Tabarz. — Vogtland: Plauen. — Böhmen: Chrast. — Riesen- gebirge: Bober, im Sattler bei Hirschberg. — Schwarzwald: In der Oos über dem Geroldsauer Wasserfall, unweit Baden-Baden. 1854. V. erubescens Zschacke. Lager eine dünne Kruste bildend, graugrün, trocken blaß rötlich wer¬ dend, durch KOH schwärzlichgrün, glatt, glanzlos, ausgebreitet, stellen¬ weise fehlend, trocken feinrissig. Algen nicht bis zur Oberfläche reichend, kugelig oder länglich, 4—8 /z lang, mit mäßig verdickter Wand. Peri¬ thecien zahlreich, am Grunde vom Lager bedeckte, bis 0,5 mm breite Warzen mit abgerundetem, schwarzem Scheitel bildend. Excipulum fast kugelig, mit etwas vorgezogener Mündung, etwa 0,3 mm breit, um die Mündung herum und tiefer hinab verstärkt, schwarzbraun, unten hell. Schläuche keulig, etwa 72 lang, 25 p breit. Sporen ellipsoidisch, 25 bis 28 p lang, 10—13 /z breit. Jod färbt den Kern nach dem Auswaschen bläulich. Rhätisch e Alpen: Davos, in der Zügenstraße auf zeitweise über¬ fluteten, schwarzen Kalksteinplatten.
617 i855- V. levata Ach. — V. elaeina Mass. — V. hydrela Th. Fr. — Lithoicea elaeina Mass. — L. hydrela Stein. Exsicc. Arnold 171, Bad. Krypt. 305, Leight. 198, Malme 500. Mudd. 272, Schaer. 590, Wien. Kryptog. 1951, Zwackh. 29. Lager schmutzig grünlich-weiß oder hellgrün-bräunlich, gegen den Saum weißlich, oft schwärzlich begrenzt, fast weinsteinartig, feucht lebhaft grün, matt, etwas schleimig-gallertig, bis 0,3 mm dick, ergossen oder fleckig begrenzt, zusammenhängend oder unregelmäßig rissig; paraplaktenchyma- tischi; Algengewebe bis 180^ stark, wasserhell, wie auch die obere algen¬ lose Schicht, Zellen rundlich, 1,8—3//.oder gestreckt bis 6p lang, schwarzes Grundgewebe locker, bis 7 /z lang, 5 p dick; Algen undeutlich-deutlich in senkrechten Reihen, blaßgrün, rundliche, 3—6 /z. breite und gestreckte, 5—8 p lange, 3,6—4 /z breite gemischt. Perithecien klein, zahlreich ein¬ gesenkt, zuerst vom Thallus völlig bedeckt, dann mit dem breiten, ein¬ gedrückten und dadurch oft ringförmigen, schwarzen Scheitel wenig vor¬ ragend. Excipulum kugelig oder höher als breit, 0,14—0,2 mm breit, 0,14 bis 0,22 mm hoch, mit farbloser oder schwärzlicher Außenseite, von kege¬ ligem Involucrellum — 0,25—0,3 mm breit — das unten in das Grund¬ gewebe übergeht, völlig umgeben. Schläuche breit,keulig, 54—70 p lang, 16—21 /z breit. Sporen ellipsoidisch, 15—22 p. lang, 7—8 p breit. Jod färbt die Hymenialmasse rot. In Bächen auf Kieselgestein. Nieder-Österreich: Hainbach bei Wien; Krems bei Senftenberg; Alt-Pölla; Ronnau. — Schweiz: Land¬ wasser bei Schmelzboden, Davos; Belp. — Riesengebirge: Wölfels- grund, Görbersdorf, Wartha, Langer Grund. — Böhmen: Rabenstein, Podol. — Fr än k. J u r a: Banz. — Thüringen: Trauntaler Wasserfall. — Harz. — Rhön. — Baden: Heidelberg. — Westfalen: Höxter, Ramsbeck. — Lauenburg. var. nigrata Leight. Lager schwärzlich, Perithecien ziemlich groß. Nach Zschacke dürfte eine im Erlafsee in Nieder-Österreich von Lojka gesammelte Flechte des Wiener Herbars hierhergehören. V. annulifera Eitner ist nach Zschacke eine V. levata mit stark vor¬ tretender, ringförmiger, 60—90 p breiter Perithecienmündung. 1856. V. submersa Schaer. Exsicc. Hepp. 93, Rabenh. 344, Wiener Krypt. 1642. Lager weißlich, grünlichgrau, matt, glatt, zusammenhängend, hier und da feinrissig bis rissig gefeldert (namentlich in der Umgebung der Perithecien), feucht etwas gallertig, paraplaktenchymatisch; Zellen rund¬
618 lieh, 3,6 p breit, oder gestreckt, bis 6 /z lang, oberste Schicht leicht ge¬ bräunt. Pleurococcusgonidien nicht in Reihen, rundlich, 4—8 p breit, oder gestreckt, 13 /z lang, 7 p breit oder 10 /z lang, 4,5 /z breit. Perithecien zahl¬ reich, ungleich groß, mit dem schwarzen Scheitel mehr oder weniger halb¬ kugelig vortretend, zuletzt durchbohrt. Excipulum blaß, etwas breiter als hoch, 200—230p breit, 180—250p hoch; Involucrellum um die Pore herum aufliegend, bis zur Hälfte hinablaufend, 0,25—0,3 mm breit. Schläuche aufgeblasen-keulig, 72 p lang, 34 p breit. Sporen ellipsoidisch, 20—25 p lang, 9—12/z breit. Jod färbt die Hymenialmasse rot. Auf Kieselgestein in und an Bächen. Steiermark: Enns bei Schladming. — Schweiz: Sertigbach und Landwasser bei Davos; Zürich. Sudeten: Politz im Falkengebirge. — Vogelsberg: Laubach. — Westfalen: Wasserfall zu Ramsbeck. var. franconia Zschacke. Lager als sehr dünner, grauweißer Fleck aus dem Gestein heraus- tretend. Algen mit mäßig verdickter Wand, kugelig, 3,6—6 p breit, oder gestreckt, 7 p. lang, 3,6 p breit. Perithecien halbkugelig vortretend, am Grunde meist vom Lager bedeckt, 0,4—0,45 mm breit und 0,27 mm hoch; Excipulum blaß, ellipsoidisch, 0,36 mm breit, mit vorgezogener, kegeliger, enger Mündung. Schläuche keulig, 72 p lang, 30 p breit. Sporen 25—30 p lang, 12—13 p breit. Jod färbt den Kem rot. — Exsicc. Arn. 308. Fränk. Jura: An einem platten Kalkfelsen im Wasserrinnsale des Rosentales bei Eichstätt. 1859. V. litorea (Hepp.) Zschacke. — V. submersa ß litorea Hepp. — V. elaeina? ß litorea Kbr. Lager einen graubräunlichen, glanzlosen, breit rissig gefelderten Schorf bildend, 0,1—0,18 mm dick, aus hellem, paraplektenchymatischem Gewebe bestehend; Algen rundlich oder gestreckt, mit mäßig verdickter Wand, 4—8 p breit. Perithecien fast halbkugelige Warzen bildend, an¬ fänglich vom Lager überkleidet, zuletzt der schwarze Scheitel frei und nur am Grunde vom Lager bedeckt. Kem kugelig, wasserhell umrandet, 0,2mm breit; um die feine Mündung herum bis zur Hälfte der Höhe vom Involucrellum bedeckt. Schläuche keulig, 80—90 p lang, 24—30 p breit. Sporen 20—30 p lang, 10—14 p breit. Jod färbt den Kern rot. Schweiz: Auf Holz am Ufer der Sihl bei Zürich, der Arve bei Genf. 1860. V. marmorea (Scop.) Schaer. — V. purpurascens Hoffm. — V. Hoffmanni Hepp. — Lichen marmoreus Scop. — Taf. CXXXII, Fig.6—8.
619 Thallus ausgebreitet, ziemlich dick, zusammenhängend, rosarot bis fast purpurrosa, trocken oft etwas verblassend, auf gleichfarbigem Vor¬ lager. Perithecien rötlich-schwarzbraun, eingesenkt, kugelig, nur mit dem deutlich durchbohrten Scheitel hervortretend. Schläuche bauchig. Sporen eiförmig, 18—22 p lang, 9—12^ dick. Auf Kalk. Fränk. Jura: An sonnigen Kalkfelsen unterhalb Schön¬ feld bei Eichstätt; am Galgen bei Streitberg; bei Solnhofen; Neuessing bei Kehlheim; Schwabelweis; Burglesau. — Tirol: In den Kalkalpen be¬ sonders Südtirols verbreitet. 1861. V. Beltraminiana Mass. — V. lecidiodes Stnr. — V. Beltra- miniana Stnr. — V. ochrostoima Turn, et Borr. Thallus gefeldert-runzelig, ergossen, mit gefaltet-warzigen, ungleichen Feldern, fast getrennt, knorpelig, aus dem Rosa-lilafarbigen ins Violette gehend, schmutzig-bräunlich gestreift, angefeuchtet blasser. Perithecien zusammenfließend, kugelig, kaum vorragend, schwarz durchbohrt. Para¬ physen fehlen. Sporen mittelgroß, eiförmig, 12—18 p lang, 9—12 p dick — Nach Steiner wahrscheinlich mit V. lecideoides zu vereinigen und zur Pilz¬ gattung Verrucula Stur zu stellen, auf andern Flechten schmarotzend; meiner Ansicht nach sind beide Arten sehr verschieden. Schlesien: An Mauern einer Vorstadt Breslaus. 1862. V. cryptica (Arn.) Stnr. — Amphoridium crypticum Arn. Thallus äußerlich nicht sichtbar, kaum durch Flecken angedeutet. Perithecien klein, eingesenkt, nur mit dem Scheitel vorragend, ganz¬ wandig. Sporen länglich, 24—32 p lang, 12—18^ breit. Tirol: Sulden auf Kalk am. End-der-Welt-Gletscher und bei der Payerhütte; Predazzo, Monte Cavignon auf kleineren Dolomitsteinen eines den Felswänden vorgelagerten Gerölles; Paneveggio, auf Dolomitsteinen am Cimongletscher. — Allgäuer Alpen: Weissachtobel. — Thüri n- Erklärung zu Tafel CXXXIC. Fig. 1. Verrucaria Koerberi. , , 2. „ rupestris Schrad. „ 3. „ coerulea. „ 4. ,, fuscella. „ 5. „ calciseda. 1 1 6. „ Hochstetten. „7. „ turicensis. i, 8. n nigrescens. n 9. i, myriocarpa. »i 10. „ rupestris, forma. „ Ii. „ limitate. Sporen, X» ergrößerung 1000.
620 gen: Jonastel, Doosdorfer Haart bei Arnstadt; Raben berg, Halskappe und Schweinsberg bei Plaue („aut affinis“)- 1863. V. incertula (Arn.). — Amphoridium incertulum Arn. Thallus durch Flecken angezeigt, hin und wieder leicht gekreuzt. Perithecien wenig mit dem Scheitel hervorragend, mit ganzer Wandung. Sporen länglich, nicht selten verlängert-länglich, einzellig, 30—33 p lang, 12—15 p breit. Tirol: Paneveggio, Rollepaß, zerstreut auf platten Blöcken von Mergelkalk am Abhange gegen den Cimon. 1864. V. phaeosperma Am. Thallus durch weiße Flecke angezeigt. Perithecien schwarz, ziemlich klein, nur mit dem Scheitel hervorragend. Hymenium mit Jod sich weinrot färbend, ohne Paraphysen. Sporen einzellig, nicht selten mit einem größeren Öltropfen, hin und wieder scheinbar zweizeilig, an beiden Enden mehr oder weniger stumpf, länglich, bräunlich, 16—22(—24)^ lang, 9—12p dick, zu acht im Schlauch. Auf Kalk in den Alpen. Tirol: Stanzertal, auf Mergelkalk bei der Augsburger Hütte; Kaisertal, auf Kalkfelsen des Abhanges über dem Oberkaserer; am alten Wege von Arco nach Nago, am Abhange oberhalb Tarbole auf Kalk. 1865. V. calciseda (DC.) Stnr. cm. — V. rupestris Nyl. et Aut. pr. p.— Taf. CXXXI C, Fig. 5 ; CXXXIII, Fig. 1—5. Lager weißlich oder aschgrau, glanzlos, sehr dünn, zusammenhängend, oft von schwarzen Linien durchkreuzt und gesäumt. Thallusbau und Aussehen des Thallus ebenso wie bei V. parmigera.. Perithecien eingesenkt und gewöhnlich zerstreut. Excipulum wie bei V. parmigera, außen schwarzbraun, oberhalb aber mit dem Involucrellum voll¬ ständig verwachsen. Involucrellum schmal schwarzbraun, ziemlich dick, mit dem Excipulum eng verwachsen und im Umfang in die Chlamys über¬ gehend, niemals abfallend. Excipulum zugleich mit dem Involucrellum ge¬ wöhnlich krugförmig, selten unten etwas erweitert und fast herzförmig zusammenfallend, bis 0,28 mm hoch und 0,25 mm breit. Sporen nur bei den Formen calcivora und crassa entwickeln, 18—26 p lang, 9—13 p breit, ellipsoidisch. Hymenialgallerte mit Jod sich bläuend. Pykniden fehlen stets. Auf Kalk und Dolomit in den Alpen weit verbreitet, in den Mittel¬ gebirgen zerstreut, stellenweise nicht selten. f. insculptoides Stnr. Lager kleiner und zahlreicher, aber mehr oder weniger gewölbt und durch eingeschnittene, gewöhnlich blasse Gräben getrennt. Schweiz: Unterwalden.
621 f. calcivora Mass. Thallus ungleichmäßiger, aber nicht deutlicher hervortretend als bei der Normalform. Perithecien gewöhnlich größer und die Sporen entwickelt. Auf Kalk und Dolomit. var. crassa Garov. Thallus mehr fettig hervortretend als bei den übrigen Formen der Art, oder flach oder in verschiedener Weise blätterig-ungleichmäßig, stellen¬ weise von sekundären, braunen Prothalluslinien durchzogen, blaß oder ins Gelbliche, Graue oder Schmutzigaschgraue gehend, um die Mündungen der Perithecien nicht selten mehr oder weniger erhaben. Perithecien größer, und Involucrellum im Porusteil völlig mit dem Excipulum verwachsen. Sporen regelmäßig gut entwickelt. Tirol: Auf Kalkblöcken im Kaisertale. 1866. V. sphinctrina (Duf.) Nyl. — Limboria sphinctrina Duf. — Bagliettoa sphinctrina Kbr. — B. limborioides Mass. Thallus im Kalk klebend, zusammenhängend, regelmäßig ohne dunk¬ lere Zone, ebenso gebildet und schwach und blaß vortretend wie bei Verr. parmigera und calciseda und ebenso auch, wenigstens im Hypothallus, Makrosphäroidzellen enthaltend. Perithecien eingesenkt, nur das Involu¬ crellum entblößt. Excipulum überall blaß, unten oft bis 20 //. dick, fast kugelig oder zuletzt etwas feigenförmig, auf 0,2—0,32 mm erweitert, um den Porus zusamengezogen und hier gleichzeitig mit dem Involucrellum verbunden und an diesem aufgehängt. Involucrellum schwarz oder schwarz¬ braun, schildförmig, um den Porus ausgebreitet, einen Radius von 0,19 mm zeigend oder schmäler, oft 20—40 ja dick, am Porus mit dem Excipulum verbunden, am Umfang deutlich, aber schwach zurückgeschlagen und in die Rindenschicht des Thallus verlaufend, oft später radial vier- bis fünf¬ spaltig, zuletzt abgeworfen. Chlamys mit der unteren Oberfläche des In¬ volucrellum verwachsen. Periphysen immer sehr gut auf einem dickeren Hyphenlager entwickelt, einfach. Paraphysen entweder vollständig gallertig aufgelöst oder nur als Streifung wahrnehmbar. Sporen regelmäßig gut entwickelt, ellipsoidisch, in der Größe schwankend, 15—23 (—27) /a lang, 8—11 (—14)/z dick. Hymenialgallerte mit Jod sich bläuend. Pykniden fehlen stets. Auf Kalk und Dolomit weit verbreitet. 1867. V. parmigera Stnr. — V. calciseda DC. et Aut. pr. p. — V. calci¬ seda f. alociza Am. V Thallus im Kalkgestein, zusammenhängend, normal nicht von einer schwarzen Zone umgeben, wie bei V. sphinctrina und V. calciseda gebildet.
622 Rindenschichit aus farblosen, fast ebenso wie im Mark verwebten, an den Spitzen stellenweise gebräunten Hyphen gebildet, etwa 30—40^ hoch; Gonidienschicht aus gesonderten Gonangien und kleineren, 9—14—17 p breiten Gonidien bestellend; Markschicht aus dieser verwebten, farblosen und im Hypothallus wellig und locker, unten sehr locker verwebten, ver¬ schieden tief in den Kalk eindringenden und allmählich in die Markschicht verlaufenden Hyphen gebildet. Die Hyphen des Hypothallus, aber auch stellenweise der Markschicht bis zu den Perithecien, zeigen 13—16 p breite Makrosphäroidzellen. Perithecien eingesenkt, normal einzeln, aber auch zu wenigen oder mehreren mit dem Involucrellum verwachsen. Excipulum fast kreisrund oder fast feigenförmig, normal stumpf, dreieckig oder fast eingebogen herzförmig zusammensinkend, etwa 0,19—0,3 mm hoch und breit, innen blaß, außen schwarzbraun, vom Involucrellum gesondert, nur mit dem dünnen Halse um den Porus verwachsen und im Involucrellum aufgehängt und schildförmig, wie bei V. sphinctrina, aber oft schmäler, dicker und weniger regelmäßig gespalten, aber dennoch in derselben Weise abfallend, einen schwarzen Ring zurücklassend und einen punktförmigen, schwarzen Porus entblößend. Chlamys mit dem Involucrellum nach dem Umfang zu vereinigt. Periphysen und Paraphysen wie bei V. calciseda. Hymenialgallerte mit Jod sich mehr oder weniger bläuend. Sporen gewöhn¬ lich nicht entwickelt, wo vorhanden ellipsoidisch, in der Größe schwankend, 12,5—19—23 p lang, 7,5—9—11 p breit. Pykniden fehlen stets. f. alociza Arnold. Lager zahlreicher und kleiner, landkartenartig gezeichnet und von mehr oder weniger schwarzen, nicht eingedrückten, aus septierten und ge¬ bräunten Hyphen gebildeten Linien umgeben. Auf Kalk. Bayern: Berchtesgaden, — Fränk. Jura: An niedrigen Kalkriffen gegenüber Kunstein bei Eichstätt, auch sonst hier und da an Kalkfelsen. — Thüringen: Ziegenried bei Plaue und Gräfenroda, auf Muschelkalkplatten; Wartberg und Hohler Stein bei Thal, auf Dolomitfels. 1868. K. Koerberi Hepp. — V. hyascens Kbr. — Hymenelia hyascens Kbr. — Amphoridium Koerberi Arnold (Lieh. Fr. Jura). — Taf. CXXXI C, Fig. 1. Thallus ergossen, dünn, fast glatt oder leicht wellig-uneben, fettschim¬ mernd, grünlichweiß, auf zartem, gleichfarbigem Vorlager. Früchte klein, eingesenkt, mit kaum vorragendem, gewölbtem, sehr fein durchbohrtem Scheitel, 0,1—0,2 mm breit. Schläuche schmalkeulig. Sporen breit eiförmig, 6—9 p dick, 18—21 p lang. Kalilauge gibt keine Reaktion. Pykniden den kleinsten Perithecien ähnlich, oft ziemlich zahlreich entwickelt. Pykno- sporen kurz, stäbchenförmig.
623 N i e d e r ö s t e r r e i c h: Auf Kalkfelsen des Anninger. — Fränk. Jura: An Dolomitfelsen im Laubwalde des Tiefentales bei Eichstätt; am Waldwege vom Weinsteige gegen Landershofen; an Dolomit der Riesen¬ burg bei Müggendorf. — Westfalen: Bei Höxter; im Hönnetal; bei Büren. — München: An Nagelfluh in der Waldschlucht unter dem Karlsberg, östlich der Station Mühltal. — Schlesien: Saubsdorfer Marmorberg. — Böhmen: Südwestlich von Prag. — Thüringen: Bei Jena? 1869. V. subalbicans n. nov. — Amphoridium rupestre Mass. — Non Verrucaria rupestris Schrad. Lager weißlich, etwas von dunkleren Linien durchkreuzt. Perithecien dem Lager eingesenkt, am Scheitel abgerundet, mit ganzer Wandung. Sporen länglich, 18—23 Lang, 9—11 p breit. Tirol: Gipfel des Ifen, auf Dolomit; Predazzo, auf Kalk der Seiser- und Campiller-Schichten an der Westseite der Margola. 1870. V. saprophila (Mass.) Kbr. — Amphoridium saprophilum Mass. Thallus weinsteinartig-staubig, runzelig, zusammenhängend, schmutzig aschgrau-weißlich, von schwarzem Vorlager begrenzt. Perithecien klein, spärlich, ganz eingesenkt, fast kugelig, schwarz, nur mit dem Scheitel vor¬ ragend. Schläuche bauchig-sackförmig, achtsporig. Sporen ziemlich groß, ellipsoidisch, fast farblos, 28—36 p lang, 18—21 p dick. Sehr selten, an Kalk. Fränk. Jura: An einem Kalktuffeisen unweit der Straße oberhalb Würgau bei Scheßlitz; vor dem Langetale bei Streit¬ berg. — Schlesien: Glatz, Kreuzberg bei Seitenberg-Landeck; Kitzel¬ berg bei Kauffung und Seitendorfer Kalkberg. 1871. V. mastoidea (Mass.) Kbr. — Amphoridium saprophilum Mass. — A. mastoideum Mass. — Verrucaria caesiopsila Anzi nach Jatta. — Taf. CXXXI, Fig. 1—4. Thallus weinsteinartig-mehlig, ergossen, ziemlich dick, fast zusammen¬ hängend, gleichförmig oder warzig, stellenweise in Körnchen zerfallend, schmutzig aschgrau, auf undeutlichem Vorlager. Perithecien ziemlich groß, mehr oder weniger tief den Warzen eingesenkt, schwarz, rauh, mit fast flachem Scheitel. Schläuche keulig. Sporen ziemlich groß, dickwandig, 20—28 p. lang, 12—17 p dick. Auf Kalk im Gebirge, selten. Tirol: Brenner, an Kalkfelsen am Fahrwege im Vennatale; Vezzano. — Fränk. Jura: An Kalkfelsen am buschigen Abhang unweit des Oberfellndoirfer Brunnens bei Streitberg; am Leitsdorfer Brunnen im Wiesentale; Kalksteinbruch der Ludwigshöhe bei Weißenburg. — AllgäuerAlpen: Zeigergipfel, auf Kalk; Himmel¬
624 reich bei Pfronten; Breitenberg. — Westfalen: Beverungen a. d. Weser; im Hönnetal; an Kalksteinblöcken bei Büren; Lethmate, auf Dolomit — Böhmen: Kalksteine unterhalb Kopanina. — Schlesien: An Kalk¬ felsen des Sakrauer Berges bei Gogolin; am Neu-Ellguter Kalkberg; Woernsdorfer Marmorberg, Glatz; Seitendorfer Kalkberg. Mit V. mastoidea (Mass.) Kbr. ist vielleicht V. caesiopsila Anzi zu vereinigen, wie auch Jatta annimmt. Arnold beschreibt die V. caesiopsila: „Gehäuse geschlossen. Sporen einzellig, breit eiförmig, 25—30 p lang, 14—17 p breit. Jod färbt das Hymenium weinrot. Paraphysen nicht er¬ kennbar/' Angegeben für Tirol: Ampezzo, Schiern, Dürrenstein; West¬ falen. 1872. V. veronensis Mass. — Amphoridium veronense Arn. Thallus zusammenhängend, ziemlich dick, weinsteinartig-mehlig und kaum im Alter runzelig gefeldert, aschgrau-weiß-bräunlich gescheckt, trocken schwach lila, angefeuchtet etwas grünlich werdend, auf undeut¬ lichem Vorlager. Perithecien vollständig eingesenkt, krugförmig, nur mit dem Scheitel becherförmig-halbkugelig hervorragend, schwarz. Sporen ziemlich groß, eiförmig-ellipsoidisch, 24—30 p lang, 12—15 p dick. Schläuche breitkeulig. Auf Kalk und Dolomit, sehr zerstreut. Tirol: Karwendel; Eggental, an Kalkblöcken auf dem trockenen Boden des Karrersees; Marocche bei Dr6, am alten Wege von Arco nach Nago, bei Nago, bei Castell Penedall. — Fränk. Jura: An sonnigen Kalkfelsen in einer Schlucht vor Ober¬ eichstätt; bei Hüting südlich von Eichstätt; um Streitberg und Müggen¬ dorf. — Schweiz: Mont Saleve und Petit Saleve. — Bayrische Alpen: Karwendel bei Mittenwald; Hochvogel, „Scharte am Balken“. — Westfalen: Bei Höxter zwischen Galgstieg und Mittelsberg; am Wein¬ berg; bei Stadtberge am Bilstein; Kalkfelsen bei Büren; an den Leit¬ marschen Klippen unweit Stadtberge; im Mühlental bei Alme. 1873. V. Hochstetten Fr. — V. baldensis Jatta. — Amphoridium Hochstetteri Am. — Taf. CXXXI C, Fig. 6. Thallus begrenzt, weinsteinartig-mehlig, ziemlich dick, zusammen¬ hängend, weich, kreisfaltig oder blasig-warzig, stellenweise ohne Rinde und staubig-körnig, seltener fast verschwindend, weißlich oder schmutzig aschgrau, seltener rosa oder grünlich überlaufen. Perithecien ziemlich groß, anfangs in den Lagerwarzen eingeschlossen, dann eingesenkt und mit dem geöffneten Scheitel hervorsehend, mehr oder weniger vom Thallus berandet, schwarz, krugförmig. Schläuche keulig, achtsporig. Sporen ziemlich groß,
625 eiförmig-ellipsoiidisch, einzellig, farblos, später etwas gelblich, 24—33 /z lang, 13—20 p dick. An Kalkfelsen. Tirol: Verbreitet. — Allgäuer Alpen: Kreuzeck; Sorgschrofen; Bläsermühle usw. — Niederösterreich: An Dolomit¬ felsen beim Lassingfall in den Otschergräben. — B ayern: München, an einem Nagelfluhfelsen im Isartal vor Grünwald; unterhalb Baierbrunn. — Fränk. Jura: An Kalkfelsen am Wintershofer Bergabhang zwischen Breitenfurt und Dollnstein; oberhalb Veitbronn bei Streitberg; im Pegnitz- tal, bei Burglesau; am Schutzfelsen bei Regensburg. — Westfalen: Drübel bei Brilon; Felsen über der Balver Höhle. var. annularis A. Zahlbr. Lager im Innern des Gesteins, oben geglättet, niemals warzig, grau, matt, um die Apothecien ringförmig, besser entwickelt; Ring weißlich oder gräulich, blasser als das Lager, schmal-, fast ganz, gekerbt oder sphinctrina- artig, ungefähr von gleicher Höhe wie der Scheitel der Apothecien. Peri¬ thecium ganz, schwarz, ziemlich dünn, gegen den Scheitel erweitert. Sporen 30—32 p lang, 13—17 p breit. Niederösterreich: Kranichberg bei Gloggnitz, an Kalkfelsen. var. nivalis (Hepp.) Arn. Thallus sehr zart, nur durch Flecken angedeutet. Perithecien ein¬ gesenkt, mit ganzer Wandung. Sporen oft rundlich, 22—38 p breit, oder breit eiförmig, 28—36 p lang, 20—28 p breit. Tirol: An roten Verrucanoblöcken am Fretschbache oberhalb Ratzes. var. praecellens Arn. Thallus weit ausgebreitet, ergossen, sehr schwach violett. Perithecien eingesenkt, ganzwandig. Sporen groß, 45—48 p lang, 18—24 p breit, stumpf. Tirol: Waldrast, an Kalkfelsen in beiden Gruben und an Dolomit¬ felsen der linken Seite im oberen Teile der Schlernklamm. var. crustosa Arn. Thallus fast fehlend. Perithecien eingesenkt und von einer dicken Kalkkruste vollständig bedeckt. Tirol: Waldrast, an Kalkfelsen in beiden Gruben; vorderes Sonnen¬ wendjoch ; Kaisertal. var. obtecta Arn. Thallus vollständig verborgen und dem Fels eingesenkt. Perithecien begraben, außen durch kleinere, dunklere Flecke gekennzeichnet, ganz¬ wandig. Sporen groß, einfach, 27—30 p lang, 15—18 p breit, zu 8 im Schlauch. Thome-Migula, Flechten, n. (Flora XII, 2.) 40
626 Tirol: Waldrast, an. Kalkfelsen in beiden Gruben; Predazzo, am Monte Cavignon; Paneveggio, am Monte Castellazzo. 1874. V. viridula Ach. — V. nigrescens subsp. subfuscella Nyl. — V. mortarii Leight. — Endocarpon viridulum Schrad. — Sagedia viri¬ dula Fr. Thallus ergossen, weinsteinartig oder krustig, dicklich, blaß oder griinlich-olivbraun, rissig-gefeldert, Felder unregelmäßig, glatt oder runzelig oder warzig. Perithecien schwarz, groß, tief eingesenkt, nur der obere Teil ist sichtbar. Perithecienwand schwarz, dick. Durchbohrung des Scheitels wenig deutlich. Sporen breit ellipsoidisch, groß, 18—35 p lang, 10—17 p. dick. Ziemlich zerstreut auf Kalk, Sandstein, Porphyr usw. im Gebirge. Tirol: Bozen, auf Porphyr am Calvarienberge; Überetsch, auf Mergel des Kreuzberges bei St. Pauls und auf der Unterseite der Weingarten¬ mauer bei St. Pauls; am Abhange oberhalb Torbole auf Kalk. — All¬ gäuer Alpen: Bei Pfronten nahe der Villa Till und am Bach vor der Bläsermühle. — Bayern: München, auf einem Nagelfluhfelsen zwischen Einsiedel und Großhesselohe; Augsburg, Lechfeld. — Jura: Auf Sand¬ stein der Ludwigshöhe bei Weißenburg; auf einem Kalkstein an der Böschung des Fußweges oberhalb des Rosentales. — Baden: Bei Wohl¬ fahrtsweiher ; Heidelberger Schloß; N.euenheim und Schrießheim bei Heidelberg. — Hessen: Marburg, Sandsteinmauer in der Philosophen¬ gasse; Rendelen, unweit Kleinkarben; Mauern k>ei Bockenheim; bei Lorch. — Westfalen: Nicht selten. — Schlesien: Richterskoppe bei Ullers¬ dorf ; Glatz; Ober-Großhartmannsdorf Kr. Bunzlau; früher an Sandstein¬ pfeilern in Breslau. — Böhmen. — Erzgebirge. — Harz: Bernburg, auf Backsteingemäuer. — Thüringen: Auf Keupersandstein der See¬ berge bei Gotha oberhalb des Dorfes Seebergen. — Brandenburg: Zerbst, Stadtmauer. 1875. V. longicolla (Eitner). — Amphoridium longicollum Eitner. Lager ergossen, firnisartig, mehr oder weniger grünbraun auf grauem Vorlager, sehr dünn oder wenig dicker, dann innen weiß. Perithecien tief im Kalk eingesenkt; Gehäuse fast kugelig, mit langem, dünnem Ent¬ leerungshals. Äußerlich nur als kaum 0,05 mm große, eingesenkte, schwarze Punkte, von dem durchschnittenen Lagerinnern, als feine weiße Linie um¬ randet unter der Lupe bemerkbar. Paraphysen zersetzt. Sporen zu 8 in breitkeuligen Schläuchen, groß, länglich, schief ellipsoidisch, 30—35 p lang, 15—17 P dick. Schlesien: Kitzelberg bei Kauffung und Seitendorfer Kalkberg, Kr. Schönau.
627 1876. V. viridiiusca (Eitner). — Amphoridium viridifuscum Eitner. Lager dick, braun oder grünbraun, schollig, rissig gefeldert, das weiße Innere durchschimmern lassend. Vorlager nicht bemerkbar. Perithecien mehr oder weniger vom Lager bekleidete, konische Erhebungen bildend, an deren Spitze nur die geschlossene oder mehr oder weniger breite Pore hervorragt. Gehäuse länglich, kurz zylindrisch, mit konischem Epithecium und in den Kalk herabragend, geschlossen, heller oder dunkler braun bis oben braunschwarz, parenchymatisch. Paraphysen spärlich, aber dann kräftig, knotig gliedrig, von unten ab ästig. Sporen zu 8 in keuligen Schläuchen, ellipsoidisch, 23—33 lang, 14—16 p, dick. Jod färbt das Hymenium gelbrot, mitunter nach vorheriger leichter Bläuung. Schlesien: Gogolin, Kalk des Sakrauer Hügels und des Nieder- Eilguter Kalkberges. 1877. V. murorum (Mass.) — V. detersa Kplh. — Thrombium muro¬ rum Mass. — V. macrostoma ß detersa bei Körber. — Lithoicea murorum Mass-, Thallus rissig gefeldert, bräunlichgrau bis graugelblich auf gleich¬ farbigem Vorlager. Perithecien bis 0,4 mm breit, eingesenkt, fast halb¬ kugelig, mit deutlicher Mündung. Sporen 27—33 lang, 12—15 p, (selten bis 20 /z.) dick. Auf Kalk, ziemlich selten. Tirol: Marocche bei Drö; Castell Arco; Pönale bei Riva; am Abhange oberhalb Torbole. — Schweiz: Sion, auf Schiefer. — Fränk. Jura: Kunstei n bei Eichstätt; Kalkfelsen über dem Rieder Tale südlich bei Dollnstein; Kalkfelsen bei Hüting, im Pegnitztale, bei Streitberg, Würgau; Dolomit bei Kalmünz; Kalktuff bei Holnstein und im Langetal bei Streitberg; Kalkfelsen im Altmühltale unterhalb Schönfeld und bei Enzendorf im Pegnitztale. — Westfalen: An den Leitmarschen Klippen; an Felsen bei der Balver Höhle. — Rheinlande: An Mauern des ,,alten Zoll“ bei Bonn. — Schlesien: An der alten Stadtmauer von Striegau. — Thüringen: Muschelkalkwände bei Eik- feld, im Jonastal und Geratal, meist steril. 1878. V. tectorum (Mass.) Kbr. — Lithoricea tectorum (Mass.). Thallus meist kreisrund begrenzt, weinsteinartig, gefeldert-klein¬ schuppig, kastanienbraun, mit grünlichen Soredien, mit kleinen, dicken, kleiigen Schuppen und schwarzem Vorlager. Perithecien spärlich, ein¬ gesenkt, schwarz, kaum mit Scheitel vorragend. Schläuche sackförmig, achtsporig. Sporen eiförmig, mit gelben Körnchen, 18—24 lang, 10 bis 12 fz breit. Baden: Auf Porphyr am Schlosse Hohengeroldseck bei Lahr. — Schweiz: Am harten Felsen bei Tarasp. 40*
628 18/9' V. velana (Mass.) Arn. — Acarospora velana Mass. Thallus ausgebreitet, dick klein schuppig oder rissig gefeldert, knor¬ pelig-häutig, oft grau bereift, kastanien- bis tabakbraun, angefeuchtet mit etwas grünlichen, eine kompakte, dachziegelige Kruste bildenden, viel¬ eckigen Schuppen, auf dickem, weißem Vorlager. Perithecien spärlich und nicht immer entwickelt, eingesenkt, schwarz, kegelig oder halb¬ kugelig. Schläuche keulig, sechs- bis achtsporig. Sporen 27—33 lang, 15—18 dick. An Kalk und Kalkmauern, selten. Fränk. Jura: Streitberg; Würgau; steril im Jura zerstreut. — Frankenwald: An kalkführenden Diabas des Lohbachtales. — Westfalen: An schattigen Kalkfelsen bei Büren häufig; an Mauern bei Lippspri-nge. — Thüringen: Alteburg bei Arnstadt; Pabstfelsen bei Watzdorf; Mönchstuhl bei Garsitz. 1880. V. tabaclna (Mass.) Kbr. — Lithoicea tabacina Mass. Thallus weinsteinartig-kleinschuppig, knorpelig, mit sehr kleinen, sich berührenden, rotbraunen oder tabakbraunen Schüppchen, auf schwarzem Vorlager. Perithecien groß, zusammenfließend, kegelig, fast überall vom Thallus bedeckt, schwarz, nur mit dem durchbohrten Scheitel hervor¬ tretend. Sporen groß, eiförmig, oft einseitig verschmälert, 24—30 p lang, 12—18 p dick. An Kalk. Bayern: Jura, an Kalkwänden zwischen Würgau und dem Leiterle bei Scheßlitz in Oberfranken. — Thüringen: Eine vielleicht hierhergehörige Flechte Frohnberg bei Martinroda; gegen Eichfeld und am Kreuzchen bei Arnstadt; Schönbrunn bei Arnstadt; Siegelbach. 1881. V. maurula Müller-Arg. Lager tiefschwarz, matt, dünn, zusammenhängend, fest, ziemlich glatt, im Umfang ziemlich unbestimmt, innen blasser und überall zellig. Goni¬ dien verkürzt chroolepusartig. Apothecien klein, völlig eingesenkt und vom Lager bedeckt, entwickelt mit dem bedeckten Scheitel vor ragend, etwa 0,2 mm breit, später fein und unregelmäßig nabelförmig sichtbar werdend und vorragend, beinahe kaum erkennbar. Perithecium halbiert, braunschwarz, nur oben entwickelt gewölbt-dachförmig. Paraphysen un¬ deutlich, Schläuche eiförmig oder länglich-verkehrt-eiförmig, klein. Sporen zu 8 in zwei Reihen, klein, breit oder kugelig-eiförmig oder ellipsoidisch, 6—9 p lang, 4—6 p breit, an beiden Enden breit abgestumpft. Schweiz: An Kalksteinen der Gebirgsflüsse Voirons bei Genf. 1882. V. obfuscans Nyl. — V. virescens ß obfuscans Nyl. Thallus ziemlich dunkelbraun, rissig gefeldert, mit schwach körnigen, an den Rändern nicht sich erhebenden Feldern. Perithecien farblos. Sporen 15—16 mm lang, 6—y p breit.
629 Baden: An Sandsteinmauern k>ei der Hirscbgasse in Heidelberg. — Augsburg: An Ziegeln in Oberhausen. 1883. V. fusconigrescens Nyl. Flora 1873 p. 203. — Zwackh. p. 72. Der V. mauroides ähnlich, aber Lager braunschwärzlich oder etwas graubraun, öfter etwas gefeldert-rissig, ziemlich scharf begrenzt. Peri¬ thecien unten fast farblos. Sporen länglich, 18—24 p lang, 7—9 p. breit. Heidelberg: Auf Sandsteinen des Ringwalles auf dem Heiligen¬ berge. — Schlesien: Frankenstein, Wartha unter dem Bergsturz. — Thüringen: Langebachtal oberhalb Bahnhof Gehlberg, an Felsen des Rotliegenden. 1884. V. mauroides Schaer. — V. umbrina Leight. — V. Leightonii var. umbrina Mudd. — V. margacea var. mauroides Cromb. Thallus dünn, dunkel umbrabraun, fast begrenzt, zusammenhängend oder schwach rissig gefeldert. Perithecien klein, zahlreich, in den Thallus eingesenkt, kaum vortretend, halbkugelig, schwarz. Perithecienwand unter der Basis in ein dünnes, schwarzes Lager sich fortsetzend. Sporen länglich- ellipsoidisch, 16—22 p lang, 8—10 dick. Schweiz: Gasterntal und M. Saleve an Kalkfelsen; an Schiefer am Albis. — Bade n: An Porphyrfelsen im Fuchstrapp bei Handschuchsheim; auf Kalkseinen in der Sandgrube an der Schwetzinger Landstraße bei Heidelberg. — Westfalen: Bruchhauser Steine; früher im Botanischen Garten in Münster. 1885. V. tapetica Kbr. Lager unregelmäßig ergossen die seichten, oberflächlichen Vertiefungen des Gesteins auskleidend, weinsteinartig, rissig gefeldert, graugrünlich rotbraun werdend, auf bald undeutlichem, sehr dünnem, rotbräunlichem Vorlager, wenig in die Augen fallend. Früchte ziemlich klein, abgeflacht kegelförmig, eingesenkt mit einfach durchbohrtem, den weißen Fruchtkern entblößendem Scheitel, Sporen lang-ellipsoidisch, etwa 5—7 p dick, 20 bis 25 p lang. Tirol: Sarntal, nördliches Kreuzjoch auf Sandstein. — Schlesien: An sonnig gelegenen, trockenen Granitblöcken um Erdmannsdorf bei Hirschberg; Granitblöcke an der Tichauer Straße bei Nicolai; Görbers- dorf. — Harz. van fluviatilis Eitner. Lager rötlich-grauweiß, zusammenhängend oder fleckig, dem schwarzen Vorlager aufsitzend, dicklich, anstrichartig, rissig. Perithecien klein, 0,2 mm breit, schwarz, nur mit der Basis eingesenkt. Scheitel meist ein¬ gedrückt, Perithecium kugelig, kohlig, braunschwarz. Sporen zu 8 in läng-
630 lieh eiförmigen Schläuchen, 18—25 p lang, 8—iow dick. Paraphysen zer¬ fließend. Schlesien: Im Bober der Sattlerschlucht bei Hirschberg (nach Eitner vielleicht die V. laevata Körbers. 1886. V. macrostoma Dufour. — Lithoicea macrostoma Arn. — Verru¬ caria nigrescens var. macrostoma Nyl. Thallus rissig gefeldert, etwas schuppig, von verschiedener Dicke, mit mittelgroßen, gesonderten, ziemlich flachen oder sich berührenden, am Rande etwas aufgerichteten Schuppen, hirschbraun oder gelbbraun, etwas glänzend, angefeuchtet schmutzig grün. Perithecien ziemlich groß, bis 0,7 mm breit, in die Felder eingesenkt, schwarz, mit wenig vortretender Mündung. Sporen ellipsoidisch, ziemlich groß, 14—20 p lang, 8—10 p dick. Schläuche schmal-keulig. Auf Kalk im Gebirge, nicht häufig. T irol: Meran, auf altem Mörtel einer Turmwand innerhalb der Ruine Brunnenburg; Kastell Arco auf Kalk. — Schweiz: Sion. — Allgäuer Alpen: Großer Seekopf. — Baden: Heidelberg. — Westfalen: An Kalkfelsen im Hönnetal; an Kalkblöcken bei Büren. 1887. V. acrotelloides (Mass.) Kbr. — Lithoicea acrotelloides Mass. Thallus weinsteinartig, sehr fein gefeldert-schuppig, fast kreisrund, bestimmt oder unbestimmt begrenzt, olivgrün-bräunlich, angefeuchtet grün werdend, auf schwarzem Vorlager; Felder etwas glänzend, schwarz be¬ grenzt. Perithecien eingesenkt, nur mit dem Scheitel aus den Thallus- knötchen hervorragend, mit papillenförmiger Mündung. Paraphysen un¬ deutlich. Schläuche keulig, achtsporig. Sporen eiförmig, fast farblos, 18 bis 20 p lang, 9 p breit. Westfalen: An einer kalkigen Steinterrasse im Botanischen Garten zu Münster; Lütgenbeck bei Münster; bei Büren. 1888. V. glaucelloides Hepp. — Taf. CXXXI B, Fig. 3,4. Lager etwas gallertig-weinsteinartig, dick, rissig-geborsten-gefeldert, grünlich bis graubraun, angefeuchtet dunkel olivgrün, innen bräunlich. Felder runzelig. Perithecien völlig eingesenkt, kugelig, klein, die Lager¬ oberfläche gleichsam mit einem kleinen, schwarzen Pünktchen durch¬ brechend. Schläuche verkehrt-eiförmig, sechs- bis achtsporig, klein, nur 30 bis 35 p lang. Paraphysen bald zerfließend. Sporen farblos, klein, nur 8—12 p lang, breit-ellipsoidisch, an beiden Enden stumpf, etwa x/»—V2 so breit wie lang. Schweiz: An einer beschatteten Mauer zwischen der alten Brücke von Plainpalais und dem Bois de la Bätie bei Genf.
631 1889. V. glaucina (Ach.) Hepp. — Lithoicea glaucina Mass. — L. fuscella var. glaucina Kbr. — Verrucula glaucina Stnr. Thallus tief rissig gefeldert, ziemlich dick, grüngrau, ins Bräunliche gehend, angefeuchtet lebhaft grün, innen grau, auf schwarzem Vorlager. Perithecien fast eingesenkt, klein, im vorragenden Teile fast kegelig, schwarz. Sporen eiförmig, ziemlich klein, 12—15^ lang, 6—7 p dick. — Von V. fuscella durch den mehr grünlichen und innen grauen Thallus ver¬ schieden. Soll nach Steiner in die Pilzgattung Verrucula gehören. Auf Kalk und Dolomit, seltener, auf kieselhaltigen Gesteinen in Mittel¬ und Süddeutschland, besonders in den Alpen verbreitet. 1890. V. fuscella (Turn.) Kbr. — Lichen fuscellus Turn. — Endo¬ carpon fuscellum Ach. — Sagedia fuscella Fr. — Lithoicea fuscella Mass.— Taf. CXXXI C, Fig. 4. Thallus fast abgegrenzt, weinsteinartig, rissig kleinfelderig, dunkel¬ grau oder schmutzig-bräunlichgrau, innen schwärzlich, von schwarzem Vor- lager umsäumt. Perithecien sehr klein, 0,1—0,2 mm breit, schiwarz, ein¬ gesenkt, nur mit der anfangs warzigen, später flachen, niedergedrückten, feindurchbohrten Mündung vor ragend. Sporen ellipsoidisch oder länglich¬ en ipsoidisch, 11—16 p lang, 4—6 p dick. Schläuche schmalkeulig. Auf Kalk und Dolomit, selten auf Sandstein, Dachsteinen. Durch das Gebiet, namentlich in den Alpen, ziemlich verbreitet. var. nigricans Nyl. Lager dünner, schwärzlich. Tirol: Wiesenplateau des Schönkahler bei Vils auf Dolomit. — Harz: Hohes Saaleufer bei Bernburg. — Bayern: Um München. — Fränk. Jura zerstreut. 1891. V. coerulea (Ram.) Schaer. — Lichen coeruleus Ram. bei Lam. et DC. — Verrucaria plumbea Ach. — V. fusca ß plumbea Kplh. — Taf. CXXXI C, Fig. 3. Lager ziemlich dick, abgegrenzt, weinsteinartig, feinrissig kleingefel¬ dert, geglättet, bleifarben-grau oder bräunlich-olivgrau, stellenweise manch¬ mal verblassend, von schwarzem Vorlager umsäumt. Perithecien sehr zahl¬ reich, klein, kugelig, schwarz, eingesenkt, fast nur mit der anfangs war¬ zigen, nicht genabelten, später fein durchbohrten, fast gestutzten Mündung vorragend. Schläuche spindeiig - keulig. Sporen oft schlecht entwickelt, ellipsoidisch, oft an beiden Enden kurz zugespitzt, 12—17 p lang, 4 bis 7 p breit. Auf Kalk und Dolomit im Gebirge bis in die Alpen ziemlich verbreitet.
632 1892. V. interlatens Arn. Thallus fast fehlend. Perithecien ziemlich klein, hervortretend, zer¬ streut. Hymenium mit Jod weinrot werdend. Sporen einzellig, oval, bräunlich oder braun, 15 p lang, 8—9 p breit. Tirol: Fassa, Sasso dei Mugoni, selten an umherliegenden Dolomit¬ steinen ; Paneveggio, an den Dolomitblöcken oberhalb Vineghie, nicht häufig. — Bayern: Jura, an einem Kalkfelsen der Schluchten bei Ober¬ eichstätt, selten (sporae ovales, simpl., fuscae, 12—15 p lang, 7—9 p breit). 1893. V. polygonia Kbr. Thallus weinsteinartig, feinrissig gefeldert, rosa-aschgrau, später in kleine, flache, polygonale Felder zerbrechend. Perithecien beinahe mittel¬ groß, in den Feldern sitzend eingesenkt, halbkugelig, undurchsichtig, schwarz, mit sehr kleiner Papille, später durchbohrt. Sporen ziemlich groß, an beiden Enden spitzlich, 26—27 p lang, 10—15 p breit. Auf Kalk, sehr selten. Schweiz: Valsesia, auf Felsen an Oien. — Westfalen: Kalkklippen bei Büren. — Harzgebiet: Bei Bernburg. 1894. V. dolomitica (Mass.) Kbr. — Amphoridium dolomiticum Mass. — V. integra Nyl ex p. — Taf. CXXXI, Fig. 5, 6. Thallus dünn, weinsteinartig - mehlig, zusammenhängend, weißlich¬ rosa, auf schwarzem Vorlager. Perithecien klein, punktförmig, eingesenkt, oft zusammenfließend, später halbhervortretend, kegelig-halbkugelig, mit papillenförmigem oder gestutztem Scheitel. Schläuche spindelförmig- keulig. Sporen länglich, 27—42 p lang, 9—12 p dick. Pyknokonidien gerade, 3 p lang, 1 p dick. Auf Kalk und Dolomit im Gebirge zerstreut. Tirol: Seefeld, Wald¬ rast, Großer Rettenstein, Gipfel des Dürrenstein, Gröden, Sellajoch, Schlern- gebiet, Eppan, Andalo, Cadine, Baselga, Marocche bei Dro, Pönale, Arco. — Schweiz: M. Fenera. — Allgäuer Alpen: Besler. — Bayern: München, Grünwald, zwischen Dettenhausen und Egling, Oberdill im Forstenrieder Park, Nymphemburger Hofgarten. — F rank. Jura: Streit¬ berg, Wasserzell, Obereichstätt, Schambachtal usw. — Württemberg: Altsteußlingen. — Baden: Heidelberg. — Böhmen. — Schlesien: Jauer, an kalkhaltigem Gestein der Gräbeler Berge. — W estfalen: Warburg, Stadtberge, Brilon, Balver Höhle, auf Sandstein in den Stein¬ brüchen bei Büren. — Thüringen: An vielen Stellen. f, cincta (Eitn.). — Amphoridium dolomiticum f. cinctum Eitn. Perithecien eingesenkt, vom Lager wulstig berandet. Schlesien: Seitendorfer Kalkberg, Kr. Schönau.
633 var. obtecta Arn. Apothecien vom Lager vollständig überdeckt und außen nur durch Flecke angedeutet. Sporen 27—30 p lang, 15/z breit. Tirol: Waldrast unter den Serieswänden; Ampezzo, Val Fonda und am Abhange unter dem Griestalgletscher; Dolomitblöcke des Schlem- abhanges unterhalb der Seiseralp; Paneveggio, Monte Mulaz, Cimon- gletscher. f. foveolata Flke. Kruste mit zahlreichen halbkugeligen Grübchen (wo die Früchte aus¬ gefallen waren). Fränk. Jura: Auf einem Sandsteinblock an der Straße zwischen Weißennohe und Gräfenberg. — Harz: Rübeland, am Krockstein. f. silvatica Arn. Flora 1861 p. 264. Fränk. Jura: Gegenüber dem Bahnhofe bei Eichstätt und im Hirschparke bei Eichstätt. var. sarcocarpa A. Zahlbr. Perithecien eingesenkt am Scheitel mehr oder weniger abgeflacht, mit dem Lager ungefähr gleichhoch. Excipulum ganz, blaß, gegen den Scheitel zu rosa oder fleischfarben, zuletzt blaß bräunlich-, sehr fein durchbohrt. Niederösterreich: An schattigen Kalkfelsen im Walde unter dem Schoberstein, 1000—noom. 1895. V. amylacea (Hepp.) Krempelh. — V. stigmatea Kbr. Thallus ergossen, zart Weinstein - stärkemehlartig, fast mehlig, mit- unten sehr zart, rissig gefeldert, lila-gräulich, mit dem weißen Vorlager zusammenfließend. Perithecien klein, kugelig eingewachsen sitzend, schwarz, mit undeutlich genabelter Mündung; Schläuche lanzettlich-keulig, achtsporig. Sporen klein, fast farblos, länglich, 12—15 /z lang, 6—7 //. breit. Auf Kalk und Dolomit, selten. Tirol: Ampezzo, auf dem Plateau des Monte Piano. — N i e de r ö s ter re i ch: An Flysch bei Weidling am Bach. — Fränk. Jura: Schlucht Steinleiten oberhalb der Wöhrmühle bei Müggendorf; unweit des Wolfsgrabens bei Streitberg; um Müggendorf an mehreren Stellen: Würgauer Höhen; Pegnitztal; auf Kalktuff bei Holn¬ stein. — Württemberg: Ehingen, auf Weißjura bei Obermarchtal, am Bahndurchgang. — Westfalen: Felswände zu Büren. — Rhein- lande: Falkenburg bei Aachen. — Schlesien: An Kalksteinen bei Kott- lischowitz bei Tost. 1896. V. lilacina Mass. Ric. (1852) p. 174, Kbr. Par. p. 375. Lager zusammenhängend, weinsteinartig, sehr zart runzelig, grau¬ weißlich bis lila-violett, schwarz gesäumt. Perithecien sehr klein, tief¬
634 schwarz, anfangs ganz eingesenkt, später vortretend-sitzend, kaum mit Papille. Paraphysen zart. Sporen ziemlich klein, ellipsoidisch, grünlich¬ farblos, 12 /z lang, 6 /z dick. Sehr selten. T irol: Nago, auf Kalk. 1897. V. murina Ach. — V. hyascens (Ach.) ß spermogonifera Mass., bei Hepp. Abb. der Sporen Nr. 691. Thallus weinsteinartig, mäusegrau. Perithecien klein, abgeflacht kugelig, schwarz mit halbierter Wandung. Kalilauge gibt keine Reaktion. Schläuche in der Mitte etwas aufgetrieben (jung). Sporen kugelig, 5—7^ dick. Selten mit Ascusfrächten, meist mit Pykniden. Pyknosporen sehr klein, —I /z lang, etwa iV^nial so lang wie dick. Auf Kalk im Jura und in den Alpen, selten. Bayern: Fränk. Jura. Kalkfelsen des Donauufers zwischen Kelheim und Weltenburg, oberhalb Neuessing im Altmühltal, hier mit jungen Ascusfrüchten. Tirol: Vor¬ deres Sonnenwendjoch auf Kalk; Brandenberg; Kufstein, Kalkwand am Eingang des Kaisertales und Kalkblöcke beim Oberkaserer; Pönale bei Riva; Paganel la; Kossen; überall f. spermogonifera. f. compacta Arn. (1860). Exsicc. Nr. 173. F ränk. Jura: Am Grunde einer Kalkwand oberhalb der Buben- roter Mühle bei Breitenfurt. f. evanida Arn. Lager verschwindend. Perithecien auf dem nackten Felsen, sitzend. Fränk. Jura: An einer Dolomitwand außerhalb Weischenfeld. 1898. V. Fischeri Müller-Arg. Lager dünn weinsteinartig, ergossen, mäusegrau, fast zusammen¬ hängend, an der Oberfläche etwas ungleich, nicht schwarz begrenzt. Peri¬ thecien 0,5—0,6 mm breit, nur mit dem Grunde eingesenkt, kegelighalb¬ kugelig, am Scheitel undeutlich gestutzt und fein porenförmig genabelt, matt, schwarz. Hymenium durch Jod schmutzig blau gefärbt; Paraphysen undeutlich. Schläuche 50—60 lang, breit-zylindrisch, achtsporig. Sporen fast zweireihig, 10—12(—13) p, lang, vollständig kugelig oder breit- kugelig-ellipsoidisch. Schweiz: Auf Kalkfelsen am Stockhorn. 1899. V. griseo-rubens nom. nov. — V. Leightonii (Mass.). — Ampho- ridium Leightonii Mass. Sched. crit. (1855) p. 30. Thallus ausgebreitet, dünn, weinsteinartig-staubig, uneben, rötlich¬ grau, auf undeutlichem Vorlager. Perithecien mittelgroß, anfangs ganz in flache, warzenartige Erhebungen des Lagers eingesenkt, später mit halb¬
635 kugeligem, mattschwarzem, breit und eingedrückt durchbohrtem Scheitel bis zur Hälfte vortretend. Schläuche bauchig-keulig. Sporen breit ellipsoi- disch, an beiden Enden breit abgerundet, 20—23 p lang, 12—13 p dick. An Kalk und Dolomit, seltener auf Sandstein und Ziegelsteinen in den Alpen und deutschen Mittelgebirgen zerstreut. Tirol: Auf Kalk am Galmeikopf bei Füssen; Paneveggio, auf Sandstein und Mergelkalk am Rollepaß. — Bayern: München, auf einem Sandstein eines Steinhaufens zwischen Dettenhausen und Egling, auch auf einem Ziegelsteine daselbst. — Fränk. Jura: Zerstreut an Sandstein wänden bei Treuchtlingen; Geyern, zwischen Ermreut und Gräfenberg; an Kalksteinen ober dem Bruchtaltor gegen Weinpassing bei Eichstätt; auf Dolomit bei Hüting; auf umher¬ liegenden Ziegelsteinen längs der Feldwege von Wintershof gegen Rup- pertsbuch. — Allgäuer Alpen: Himmelreich bei Pfronten; Füssen usw. — N iederösterreich: Sonntagsberg bei Rosenau. — Steier¬ mark: Auf Gneisblöcken am Wechsel. — Baden: Mauer des Fasanen- gartens bei Karlsruhe. — Westfalen: An Sandsteinblöcken bei Büren gegenüber dem Dorfe Weine. — Harz: Bei Könnern. — Schlesien: Glatz, Weißkoppe; Riesengrund; Wünschendorfer Kalkberg usw. — Thüringen: Kalkberg bei Bechstedt; Wachhügel bei Arnstadt; Hals¬ kappe bei Plaue (Forma). — Hessen: An quarzigem Gestein ver¬ breitet (?). var. mortarii Arn. Flora 1866 p. 532. — Arnold Jura p. 256. — Verru- caria integra * mortarii Nyl. Flora 1878 p. 344. Lager schmutzig weißlich, zart, sehr feinrissig gefeldert, fest, ungleich. Perithecien eingesenkt; Gehäuse fast 0,5mm breit, mit oben wenig vor¬ ragender Mündung. Sporen 27—42^ lang, 17—i8(u breit. Jura: Auf Kalktuff bei Gräfenberg; auf Mörtel alter Mauern der Ruine Kalmünz in der Oberpfalz. — Baden: Neuenheim bei Heidelberg. 1900. V. Hegetschweileri Kbr. in herb. Hegetschw. — Nyl. in Flora 1881 p. 189. — Stitzenb. Lieh. helv. p. 495. Erklärung zu Tafel CXXXII Fig. i- Verrucaria Dufourei, Lager, nat. Gr. » 2. „ „ Lager, im Querschnitt, Vergr. joo- >1 3. „ „ Schnitt durch ein Perithecium, Vergr. 50. m 4. „ „ Schlauch, Vergr. 250. »» 5- >1 »> Sporen, Vergr. 500. n 6. ,, marmorea v. purpurascens, Lager, nat. Gr. » 7- „ 11 11 11 Lager, Lupenvergrößerung. b 8. „ „ „ ,, Schnitt durch Lager und Perithecien, Vergr. 100 1» 9- „ aquatilis, forma, Lager, nat. Gr.
636 Lager aschgräulich., sehr zart bis verschwindend. Perithecien init halbiertem, schwarzem Gehäuse, 0,1—0,2 mm im Durchmesser, erhaben. Sporen zu 8, ellipsoidisch, 14—16^4 lang, 7 p breit. Zur Gruppe der V. muralis gehörend. Schweiz: über Buchenwurzeln bei Zug; bei Baar und Aeugst. 1901. V. brachyspora Arnold. Thallus zart, äußerlich durch aschgräuliche Flecke kenntlich. Gonidien gelbgrünlich. Perithecien ziemlich klein, hervortretend. . Sporen breit eiförmig, stumpf, 15—16 p lang, 9/z breit. Tirol: Sulden, an den Kalkfelsen des Grates bei der Payerhütte; Ampezzo, am Abhange unter dem Griesthalgletscher; Slavini di San Marco bei Mosi. — Bayern: München, auf Steinen eines Gerölles unter Gebüsch am Tsarabhang vor Grünwald; auf Steinen am Waldfußwege zwischen Baierbrunn und Ebenhausen; auf kleinen Steinen einer Böschung am Park¬ zaun zwischen Wörnbrunn und Grünwald. 1902. V. vicinalis Arnold. Thallus durch sehr zarte, etwas bläuliche Flecke angezeigt, am Rande nicht begrenzt. Perithecien herdenweise, mittelgroß, etwas niedergedrückt¬ hervorragend, am Scheitel durchbohrt, schwarz, mit halbierter Wandung. Hymenium mit Jod weinrot werdend. Sporen oval oder länglich, 16—22 p lang, 9—10 p breit. — Mit V. amylacea Hepp. f. evanida Arn. nahe ver¬ wandt. Tirol: Paneveggio, auf Kalk an der Westseite des Monte Castellazzo. 1903. V. subcincta Nyl. Lager weiß, sehr dünn, undeutlich. Perithecien bis 0,3 mm breit, mit halbiertem, schwarzem Gehäuse, am Grunde ringsherum vom Lager über¬ zogen, oben frei und etwas niedergedrückt. Sporen zu 8, ellipsoidisch- länglich, 15—20 p lang, 6—7 p breit. Schlesien: Kitzelberg bei Kauff ung, Eingang zum Friedrichsbruch. 1904. V. virens Nyl. Thallus warzig gefeldert, graugrün, die Felder manchmal eine oder mehrere Schuppen tragend. Perithecien den Warzen aufsitzend, halb¬ kugelig, 0,1 mm breit. Schläuche keulig. Sporen eiförmig, 15—34/4 lang, 8—11 p breit. Auf Kalk und Sandstein, sehr selten. Baden: Heidelberg, auf Sand¬ steinen einer Mauer gegen die Hirschgasse. — Westfalen: Auf Kalk bei Büren (zweifelhaft). — Schlesien: Kreuzberg bei Seitenberg- Landeck, auf Kalk: Chaussee bei Mittelsteine-Glatz, auf Kiesgeröll; Sacrauer Berg bei Gogolin.
637 1905. V. lecideoides (Mass.) Kbr. — Thrombium lecideoides Mass. — Catopyrenium lecideoides Arn. — Taf. CXXXI B, Fig. 9. Lager warzig gefeldert, grauweiß. Perithecien den Feldern eingesenkt, klein, schwarz, mit abgeplattetem Scheitel. Schläuche keulig, achtsporig. Sporen 10—12^ lang, 5—7 p dick. — Nach Steiner würde diese Art zu Beltramineana zu ziehen sein, dem widerspricht jedoch die Sporengröße. Auf Kalk und Dolomit, selten. Tirol: Jenesien, auf Porphyr über dem Dorfe. — Niederösterreich: Kalkfelsen auf dem Pfeffersberge bei Hainburg; auf Schiefer auf dem Pfaffenberge bei Förthof oberhalb Stein; Brühl. — Schweiz: Sion, an Schieferfelsen; Bormio; Genf. — Württemberg: Ehingen, an Jurafelsen bei Schelklingen und Altsteuß- lingen. — Fränk. Jura: Stellenweise, z. B. bei Streitberg, Eichstätt usw. — Böhmen: Prokoptal bei Prag und bei Beroun. var. minuta Mass. Lagerfelder kleiner, schmutzig bräunlich. Perithecien eingesenkt, klein. Tirol: Schianders, Ausgang des Schlander-nauntales, auf Glimmer¬ schiefer; Jenesien, auf Jaspis im Porphyr; Eingang des Grödener Tales (Porphyr); Bozen, oberhalb Gries; Paganella, Cadine auf Kalk; auf Mauermörtel bei Schloß Arco. — Westfalen: Bei Valdorf. — Rhein- lande: An Kalksteinen der Abteimauem zu Burtscheid. — Thüringen: Kalkplatten des sonnigen Steilhanges bei Schönbrunn bei Arnstadt; Mönchstuhl bei Garsitz, auf Dolomit; Keuper Sandsteine bei Seebergen; alte Steinbrüche bei Bischleben. 1906. V. Floerkeana Dalia Torre et Sarnth. — V. papillosa Floerke. — V. congregata Hepp. — V. acrotella Ach. Thallus ausgebreitet, sehr dünn, glatt, später oft etwas feinkörnig¬ staubig, reinweiß, grünlichweiß oder schmutzig bräunlich, angefeuchtet grün oder graugrün, auf weißem Vorlager. Perithecien bis 0,2 mm breit, schwarz, oberflächlich, halbkugelig, mit warziger Mündung. Schläuche bauchig-keulig. Sporen länglich, 18—22 p lang, 6—7 p dick. An Kalk und Sandsteinfelsen im Gebirge verbreitet, besonders in den Alpen, auch Norddeutsche Tiefebene. Zwischen V. Floerkeana und V. acrotella Ach. sind kaum spezifische Unterschiede vorhanden; die Sporen der letzteren sind bei gleicher Breite durchschnittlich etwas kürzer, 15—19 p lang. f. congregata (Hepp.). — V. papillosa f. congregata Arn. Lager äußerlich nicht erkennbar, durch einen weißlichen Flecken an¬ gedeutet. Perithecien hervortretend. Sporen länglich, 21—24^. lang, 7 bis 8 p breit.
638 Bayern: München, an Nagelfluhfelsen im Buchenwalde unterhalb Baierbrunn. — Fränk. Jura: Landersdorfer Mühle; Donautal bei Weltenburg; Prunn bei Riedenburg; am Leiterle bei Würgau; in der Fischleiten bei Pappenheim. f. terrestris Am. Lager sehr zart. Perithecien ziemlich klein, hervortretend, mit halbierter Wandung, unter dem Mikroskop braun. Paraphysen fehlen. Sporen länglich, 18 p lang, 5—6 p breit, zu 8 zweireihig in länglichen Schläuchen. Auf sandig-lehmigem Boden einer Grabenböschung an der Straße zwischen Pullach und Baierbrunn. Ähnliche Formen auch im Fränk. Jura. 1907. V. pulicaris Mass. — V. decussata v. pulicaris Mass, in Arn. Jur. p. 249. Lager meist ausgebreitet, dünn, weinsteinartig-schorfig, feinrissig oder fast staubig, graugrünlich, weißgrau oder weißlich, anfangs oft von einem schwärzlichen Vorlager umgrenzt. Früchte zahlreich, sehr klein, oft zu¬ sammenfließend, mit eingesenkter Basis sitzend, halbkugelig-kegelig, schwarz, mit wenig aber deutlich eingedrückter Mündung. Sporen lang ellipsoidisch, 12—19^ lang, 4—6 p dick. Auf Kalk im Gebirge, selten. Tirol: Eppau, auf Kalksteinen im Buchenwalde vor Perdonig (?). — Fränk. Jura: An den Kalkfelsen der Straße von Dollnstein nach Eberswang. — Westfalen: Kalkstein¬ brocken zu Büren; Rosseborner Warttürme bei Höxter. — Schlesien: An umherliegenden Kalksteinen im Gebüsch des Floriansberges bei Habel- schwerdt. 1908. V. limitata Krplh. — V. decussata Garov. et Gib. — V. cyanea Mass. — Taf. CXXXI C, Fig. n. Thallus weinsteinartig-mehlig, mitunter etwas glänzend, grünlich¬ aschgrau, gelblich-weißlich gescheckt, hier und da durch feine schwärzliche oder bräunliche Linien gekreuzt. Perithecien halb eingesenkt, kegelig¬ halbkugelig, schwarz, mit Papille. Schläuche fast keulig. Sporen klein, ellipsoidisch, an beiden Enden verschmälert, 11—14 p lang, 5—8 p dick. Auf Kalk und Dolomit, weit verbreitet, aber nicht häufig. N ieder¬ österreich: An Kalkfelsen im Wassergespreng bei Kaltenleutgeben. — Allgäuer Alpen: Bei Füssen. — Schweiz: Schaffhausen, Lägern, Genf, Urner Alpen usw. — Tirol: An Dolomitfelsen im Walde unterhalb der Schlernklamm; Pönale bei Riva. — Bayern: München, an kleinen Steinen der Nagelfluhblöcke im Laubwalde unterhalb Baierbrunn. — Fränk. Jura: An Kalkfelsen und Wänden auf dem Hummerberge ober¬
639 halb Gasseldorf bei Streitberg; am Wintershofer Berge und den Schluchten vor Obereichstätt; zwischen Breitenflirt und Dollnstein; auf Kalkplatten bei Beilngries; auch sonst noch verstreut. — Württemberg: Ehingen, an Kalkfelsen beim Hohen Felsen. — Hüting in Schwaben. — Baden: An Felsen im Zastler, Schwarzwald. — Westfalen: Hönnetal; Büren; Brilon am Drübel; Stadtberge am Wulsenberg; Mühlental bei Alme. 1909. V. disjuncta Arn. Flora 1864 p. 599. — Taf. CXXXI B, Fig. 2. Thallus ausgebreitet, blaugrau, dünn. Perithecien halb eingesenkt, schwarz, mit eingedrücktem Scheitel. Schläuche keulig. Sporen kurz ellipsoidisch, durch zwei Öltropfen meist wie zweizeilig erscheinend, 11 bis 14 p lang, 6—10 p dick. Auf Kalk, selten. Schweiz: In Höhlen am Reculet. — Allgäuer Alpen: Füssen. — Fränk. Jura: Oberhalb Neuessing im Altmühltale; selten oberhalb Enzendorf im Pegnitztale. — Westfalen: Weinberg bei Höxter; Mühlental zu Alme; Nienberge, an einem Chausseedurchlaß. — Harz: Rübeland am Krockstein. 1910. V. myriocarpa Hepp. — V. Pazientii Mass. — V. murina Leight. — Taf. CXXXI C, Fig. 9. Thallus meist ergossen, seltener kreisförmig begrenzt, weinsteinartig¬ staubig, ziemlich dick, zusammenhängend, bläulichgrau bis rauchgrau, meist von schwarzem Vorlager umgeben. Perithecien sehr klein, zahlreich, kugelig, halb eingesenkt, bis 0,2 mm breit, bald ausfallend und becher¬ förmige Vertiefungen hinterlassend, mit ziemlich dicker, vollständiger, schwarzer Wandung. Sporen ellipsoidisch, 13—23 p lang, 5—10 p dick. Auf Kalk und Dolomit im Gebirge, selten, in den Alpen etwas häufiger. Tirol: Stanzertal, Almejurjoch; Waldrast, Matreier Grube; Gipfel des vorderen Sonnenwendjoches; Ampezzo, Abhang unter dem Griestal- gletscher; Pönale bei Riva, am alten Wege von Arco nach Nago, bei Nago, am Abhange oberhalb Torbole, Slavini di San Marco bei Mori. — Niederösterreich: Jurakalkfelsen bei Staats. — Allgäuer Alpen: Rohrmoos; Füssen. — Bayern: München, an Steinen eines Nagelfluh¬ felsens im Isartal vor Grünwald (forma). — Fränk. Jura: Galgen bei Streitberg; zwischen Schönfeld und Eßling; bei Wintershof, Schwabei¬ weiß, Baumfurt im Wiesentale; Hüting in Schwaben. — Westfalen: Um Büren; Waldhügel bei Rheine; an Höcksberg bei Beckum; bei Tecklen¬ burg; Nienberge. — Schlesien: Kitzelberg bei Kauffung. var. pusilla Arn. Sporen 12—22 p lang, 3—8 p. dick. Lager sehr dünn, fast fehlend. Apothecen kleiner.
— 640 — Tirol: Kufstein, an Kalkblöcken beim Oberkaserer im Kaisertale; Kalkblöcke der Slavini di S. Marco bei Mori. — Fränk. Jura: An Kalkfelsen oberhalb Schwabeiweiß bei Regensburg; gegenüber Kunstein; oberhalb Prunn bei Riedenburg. 1911. V. Dufourei DC. — Taf. CXXXII, Fig. 1—5; CXXXI B, Fig. 1. Kruste gewöhnlich ziemlich deutlich abgegrenzt, schorfig-weinstein¬ artig, ziemlich dünn, grauweiß mit bläulichem Hauch, meist von einem schwarzen Vorlager umsäumt. Früchte mittelgroß, tief schwarz, halb ein¬ gesenkt, aus kugeliger Basis abgestutzt kegelförmig, mit breit eingedrück¬ ter, deutlich durchbohrter, oft grau erscheinender Mündung, 0,4—0,6 mm breit. Schläuche keulig. Sporen regelmäßig ellipsoidisch bis länglich- ellipsoidisch, mit abgerundeten Enden, 12—17 p lang, 5—6 dick. Auf Kalk in den Alpen ziemlich verbreitet, in den übrigen Gebirgen selten. Steiermark. Tirol. Schweiz. Niederösterreich. Bayrische Alpen. Fränk. Jura: An Kalkfelsen oberhalb der Streitberger Schlucht; zer¬ streut in der Gegend von Müggendorf; bei Würgau. — Westfalen: Kalkklippen bei Büren und im Felsenmeer bei Sundwig. — Böhmen: An Kalkfelsen bei St. Ivan nächst Beronn. — Schlesien: An Felsen des Riesengrundes verbreitet. — Hessen: An Kalkfelsen an der Boden- steinerlei zu Runkel. var. cerebrinula A. Zahlbr. Lager gut begrenzt, meist inselarig wachsend, bis 1 mm hoch, mehr oder weniger gehirnförmig gefaltet oder ungleich gehirnförmig, nicht häufig und unregelmäßig kleinrissig. Perithecien hervortretend, am Scheitel abgeflacht oder eingedrückt; Sporen länglich, gerade, 24—34 p lang, 9 bis 16 p breit. Auf dem Gipfel des Eisensteins bei Lilienfeld, bei 1180 m an Kalk¬ felsen. 1912. V. rupestris Schrad. — Lichen Schraderi Ach. — Verrucaria Schraderi Ach. — V. muralis Ach. — Taf. CXXXI C, Fig. 2, 10. Lager weinsteinartig-mehlig, weißlich oder grauweiß, mit schwarzem Vorlager. Perithecien oben schwarz, regelmäßig bis zur halben Höhe ein¬ gesenkt, zerstreut oder zu wenigen eng zusammengedrängt. Gehäuse regel¬ mäßig etwas abgeflacht, kreisrund, ringsherum blaß oder bei der Var. hypo- phaea unten zum Tei.l gebräunt. Invollucrellum schwarz, um den Porus und bis zu ‘/s—*/« der Höhe dem Gehäuse angepreßt, gewölbt hervortretend und in der Mitte mehr oder weniger genabelt niedergedrückt oder unten etwas angedrückt, mit der Chlamys verwachsen, bei der Var. confluens bis zu 2/a Höhe hineindringend und ungefähr im unteren Drittel vom Exci-
641 pulum abstehend. Sporen zu 8, ellipsoidisch, regelmäßig entwickelt, 17 bis 23 /z. lang, 9—12 (—13) p breit. Makrosphäroidzellen weder im Mark noch im Hypothallus beobachtet, dagegen kommen Mikrosphäroidzellen von 9—10 p Breite vor, die aus breiteren, dicht verwachsenen Hyphen hervor¬ geben und in verschiedener Weise sackförmig gehäuft sind. An Kalk, Dolomit, kalkhaltigem Gestein, auch an Sandstein, Mörtel, Ziegeln verbreitet. var. alpina Arn. — V. muralis v. alpina Arn. Lager fast fehlend. Gehäuse halbiert. Sporen 30—35 p lang, 15 bis 18 p breit. Tirol: Waldrast, an Kalkglimmerschiefersteinen des Serlesgipfels und an Kalksteinen unter dem Abhänge; Großer Rettenstein, an den kleinen Dolomitgeröllsteinen des Gipfels. f, ferruginea Nyl. Lager sehr dünn, rostfarben. Sporen 23—24 p lang, 11 p dick. Tirol: Östliche Kaserböden auf Sandstein. f. stibalbicans (Leight.) Mudd. Lager gräulichweiß, dünn, staubig. Perithecien etwas größer als bei der typischen Form und mit einem etwas mehr entwickelten Rande am Grunde, kaum wahrnehmbare Gruben im Substrat zurücklassend. München: Auf Mörtel an der Kirchhofmauer in Gräfelfing und in Mitterndorf bei Dachau. — Fränk. Jura: Auf Mörtel alter Mauern bei Eichstätt. f. acrotella Anzi symb. 1864, p. 94. Fränk. Jura: Auf Kalksteinen am Waldsaume oberhalb Wasserzell bei Eichstätt. 1913. V. submuralis Nyl. Flora 1875 P- *4- — Harmand, Lieh. Lorr. P- 473- Unterscheidet sich von rupestris nur durch das ganze, schwarze Ge¬ häuse. Sporen 15—23 p lang, 8—12 p dick. Lothringen: Fleville; Mauern von La Chatreuse de Bosserville (Harmand). — Siebenbürgen (Lojka). 1914. V. apathela (Mass.) Jatta. — Lithoicea apathela Mass. Thallus feinrissig gefeldert ergossen, trocken und angefeuchtet hirsch- kastanienbraun, Felder vieleckig mit erhabenen Rändern. Perithecien etwas vorragend, schwarz, meist einzeln in jedem Felde. Sporen ziemlich groß, eiförmig-ellipsoidisch, mit dicker Membran, 24—43 p lang, 12—15 p dick. T irol: Bo<zen, selten und steril an den Felsen bei Hörtenberg; Auer; auf Porphyrblöcken des Kastell Feder. — Fränk. Jura: Geisknock bei Thomö-Migula, Flechten. U. (Flora XII, 2.) 41
642 Streitberg; Hummersberg bei Gasseldorf; bei Obereichstätt. — Baden: Heidelberg, an einer Mauer an der Landstraße nach Neuenheim. — Schweiz: Auf dem Kalk von Mauern bei Riva. 1915. V. cinereo-rufa Schaer. — V. Harrimanni Schaer. — Taf. XIII B, Fig- 5- Lager dünn, dunkel aschgrau-braun oder grauschwärzlich, zusammen¬ hängend oder stellenweise sehr feinrissig, etwas schorfig. Perithecien fast kugelig, 0,4—0,5 mm breit, am Grunde gestutzt, halb eingesenkt, mit niedergedrückt-halbkugeligem, vorragendem Teil, matt oder mitunter am Scheitel etwas glänzend, mit äußerst feiner Papille, zuletzt fein punkt¬ förmig durchbohrt. Schläuche verlängert verkehrt - eiförmig, groß, bis 130^ lang, achtsporig. Sporen ziemlich groß, 28—38^ lang, farblos, ein¬ zellig, länglich-eiförmig oder länglich-ellipsoidisch, an beiden- Enden stumpf, i1/-’—21/smal so lang wie breit. Schweiz: Nicht selten an großen Kalkblöcken am Fuß des Mont Saleve, zwischen Veyrier und Bossey und unterhalb -du Chable. — West¬ falen: An Massenkalk bei den Almequellen; bei Brilon und an den Felsen der Balver Höhle. 1916. V. transiliens (Arn.). — Amphoridium transiliens Arn. Thallus schmutzig bräunlich, sehr zart und kleinrinnig, etwas schorfig. Perithecien halbkugelig hervortretend, mit schwarzer Papille mit voll¬ ständiger Wandung. Sporen groß, einzellig, 24—30^ lang, 15^. breit. Fränk. Jura: An umherliegenden Kalksteinen auf der Höhe des Kalkberges südlich ober Weismain und auf einer ödung an der Westseite des Kleinen Cortigast ober Weismain. — Thüringen: Auf Muschelkalk im oberen Jonastal; beim Jungfernsprung und „Kreuzchen“ bei Arnstadt; bei Branchewinda, Plaue, Siegelbach. Die Art ist nach der Beschreibung von V. cinereorufa kaum zu trennen. 1917. V. memnonia Fw. — V. maura ß memnonia Kbr. — Lithoicea memnonia Stein. Thallus zart, ausgebreitet, etwas schleimig - gallertig schwarz mit heller gefärbtem Hypothallus, schwach glänzend, trocken plattig zerreißend, aber nicht deutlich gefeldert. Sporen (nach Smith) 12—20 p lang, 5—7 p breit, oder 10—15 p lang, 7—9 p breit, manchmal beinahe rund. An granitischem Gestein in schattigen Gebirgswäldern. Schlesien: Im Sattler bei Hirschberg; um den Schollenstein bei Landeck in der Graf¬ schaft Glatz. (Die für Sudeten, Sachsen, Taunus angegebenen Standorte von V. maura gehören wahrscheinlich hierher.) — Westfalen: Ober¬
643 kirchdorf bei Schmallenberg; bei Brilon. — Hessen: An besonders kiesel¬ haltigem Gestein bei Schellbach und Bodental. 1918. V, fraudulosa Nyl. — Verrucula fraudulosa Stnr. Thallus dunkel olivgrün oder oliv-aschgrau, in verschiedener Weise rissig gefeldert, mit ziemlich ebenen, ungleichen, etwas begrenzten oder abwechselnd auch unbegrenzten, 0,5 mm dicken oder dünneren Feldern. Perithecien ganzwandig oder fast ganzwandig, schwarz, oben entblößt und gewölbt vorragend. Sporen zu 8, länglich, einzellig, 12—18 p lang, 5 bis 6 p dick. Heidelberg: Auf einigen Granitfelsen beim Haarlaß. Nach Steiner gehört diese Art zu seiner Gattung Verrucula, ist also ein Parasit und besiedelt in dem von Zwackh, Nr. 671 von obigem Standort ausgegebenen Exs. Sphaeromphale clopima. 1919. V. collematodes Garrov. — V. fuscoatra f. collematodes Jatta. Thallus weinsteinartig, kreisrund begrenzt oder etwas ergossen, rissig gefeldert, etwas in Schuppen übergehend, mit ziemlich dicken, trocken flach gesonderten, schmutzig-kastanienbraunen Schuppen, feucht in eine zusammenhängende, warzig-runzelige, fast gallertartige Masse von oliv¬ grüner Farbe zusammenschwellend, auf undeutlichem Vorlager. Perithecien mittelgroß, schwarz, niedergedrückt, kugelig, etwas vortretend. Schläuche keulig. Sporen 17—18^. lang, 7—9^ dick. Allgäuer Alpen: Auf Kalk und Sandstein bei den Breitenberg¬ wiesen oberhalb der Bläsermühle und gegenüber der Schmiede Pfronten; Weißenbach. — München: Auf Dachziegeln der Mauer der Mühle in Nymphenburg; Maria Einsiedel, auf Dachziegeln der Mühle; auf Ziegeln der alten Kirchhofmauer in Untersendling; Großhadern; Gräfelfing. 1920. V. pinguicula Mass. — Taf. CXXXI B, Fig. 8. Thallus gefeldert-warzig, etwas kleinschuppig, knorpelig, ziemlich dick, begrenzt, etwas polsterförmig, kastanienbraun, bei angedrückten Felder- Erklärung zu Tafel CXXXIII. Fig. 1. Verrucaria calciseda, Lager, nat. Gr. „ 2. „ „ Lager, Lupenvergrößerung. „ 3. ,, „ Schnitt durch Lager und Perithecium, Vergr. 100. „ 4. n „ Schlauch mit noch vorhandenen, aber bereits im Zerfließen be¬ griffenen Paraphyse, Vergr. 500. „5. „ „ Spore, Vergr. 1000. ,, 6. „ elaeomelaena, Lager, nat. Gr. „ 7. „ „ Lager, Lupenvergrößerung. b 8. ,, b Schnitt durch Lager und Perithecium, Vergr. loo. „ 9. b n Schlauch, Vergr. 500. b 10. „ „ Spore, Vergr. 1000. 41
644 chen eine zusammenhängende Kruste bildend, auf schwarzem Vorlager. Perithecien sehr klein, punktförmig, halbkugelig, dicht gedrängt, schwarz mit papillenförmiger, fein durchbohrter Mündung. Paraphysen fehlen; Schläuche keulig. Sporen ellipsoidisch-spindelförmig, klein 12—16 p lang, 4—6 p dick. Auf Kalk, selten. Salzburg: An Kalkfelsen auf dem Radstädter Tauern. — Schweiz: Bei Neuchätel; Monnetier und Plans de Frev- nieres; Mt. Saleve; Brienz; Sewen; Schaffhausen. — München: An Steinen der Nagelfluhblöcke im Buchenwalde unterhalb Pullach und Baier¬ brunn. — Fränk. Jura: An größeren Kalksteinen in Laubwäldern zwischen Müggendorf und Baumfurt; bei Eichstätt; Arzberg bei Beiln¬ gries. — Unterfranken: Beim Hofgut Sodenberg bei Hammelburg. var. laevigata Arn. Unterscheidet sich von der Normalform durch blasseren, glatteren, sehr feinrinnigem Thallus. Fränk. Jura: An größeren Kalksteinen an verschiedenen Orten. Thüringen: Schattige Dolomitwand oberhalb Leutnitz; am Hohlen Stein bei Thal. 1921. V. tristis Kplh. — Lithoicea tristis Mass. Thallus weinsteinartig, ergossen, seltener begrenzt, kleinschuppig ge¬ feldert, mit kleinen, dicklichen, genäherten oder gesonderten, schmutzigen oder aschgrau-braunen, stellenweise schwärzlichen, feucht dunkleren Fel¬ derchen. Perithecien mittelgroß, erst dem Thallus fast vollständig ein¬ gesenkt, dann etwas vorragend, nicht glatt, 0,3 mm breit, fast kugelig oder mit leicht genabelt-eingedrücktem Scheitel. Schläuche zylindrisch-keulig. Sporen klein, eiförmig, 10—15 p lang, 5—9 p dick. Alpen: Auf Dolomit und Kalk verbreitet. var. depauperata Mass. Thallus in Körnchen aufgelöst oder beinahe fehlend. Tirol: Ziemlich verbreitet, meist mit der Art. f. deformata Arn. Thallus ziemlich klein, dunkle, mehr oder weniger unregelmäßige Kreise bildend. Perithecien ziemlich selten. T irol: Stanzertal, Almejurjoch auf Kalk; Sulden, auf Kalkblöcken längs des Randes der äußersten Moränen des End-der-Weltgletschers links, vom langen Stein; Kalkfelsen an der Payerhütte. 1922. V. nigrescens Pers. — V. umbrina Ach. — Pyrenula nigrescens Ach. — P. catalepta Schaer. — Taf. CXXXI C, Fig. 8.
645 Lager dünn weinsteinartig, fast zusammenhängend oder rissig zerteilt oder gefeldert, grünbräunlich bis dunkelbraun oder braunschwarz, auf gleichfarbigem, undeutlichem Vorlager. Perithecien klein, fast kugelig, von dem aus breitem Grunde halbkugelig darüber gewölbtem Lager fast ganz überdeckt, nur die anfangs warzige, dann durchbohrte Mündung vor¬ ragend. Schläuche schmalkeulig, oft verzerrt. Sporen eiförmig, sehr ver¬ schieden groß, 15—28 p lang, 8—12 p dick. Auf Kalkstein, Mauern, Ziegeln, Dachsteinen durch das ganze Gebiet häufig und verbreitet. var. fuscoatra Wahr, (als Art). Lager fast abgegrenzt, feinrissig, braunschwärzlich. f. subimpressa Arn. Unterscheidet sich von der typischen Form durch fast graubraune Farbe, flacheren, rissig gefelderten, nicht selten geborstenen Tallus, fast eingedrückte, nur mit dem etwas abgeflachten Scheitel vorragende Peri¬ thecien. Sporen wie beim Typus, 21—24^ lang, 9—12 p breit. Bayern: München, auf Ziegeln der Kirchhofmauern in fast allen Ortschaften um München. f. corticola Arnold. Rindenbewohnend. Fränk. Jura: An der Rinde dicker Buchenwurzeln des kahlen Ab¬ hanges oberhalb Solnhofen, ebenso bei Pappenheim, Kelheim, vor dem Tiefentale bei Eichstätt. var. controversa (Mass.) Jatta. — Lithoicea controversa Mass. Thallus rissig gefeldert, olivbraun, angefeuchtet grün werdend, unter¬ seits schwarz, mit ebenen oder runzeligen Feldern, etwas begrenzt. Para¬ physen schlaff, fast zerflossen. Sporen ellipsoidisch, mittelgroß, 18 p lang, 6 p dick. var. rupicola Mass. Der vorigen Var. ähnlich, aber meist lebhafter, ackerbräunlich gefärbt, in allen Teilen kleiner. Sporen 21 p lang, 9 p dick. Fränk. Jura: An verschiedenen Stellen. 1923. V. subnigrescens Nyl. in lit. — Stizenb. Lieh. Hclv. p. 488. Von Verrucaria nigrescens hauptsächlich durch viel kleinere, 11 bis 16 p lange. 6—7 p breite Sporen verschieden. Schweiz: An Sandsteinfeisen bei Meyringen (Schaer. sub. Verr. glaucina). 1924. V. umbrina Ach. — Method. 1803 p. 122. — Lichenogr. Univ, p. 291. — Lichen umbrinus Ach. Prodr. p. 14. — Pyrenula umbrina Schaer.
646 Enum. p. 2io. — Lithoicea umbrina Sarnth. et Dalle Torre, Flechten Tirols p. 519. Die Flechte ist wohl kaum von V. nigrescens Pers, zu trennen. Die vorhandenen Beschreibungen sind ganz unbrauchbar. 1925. V. umbrlnula Nyl. Lager braunschwarz, an schattigen Orten braunolivfarben, matt, fast begrenzt oder begrenzt, am Umfang mitunter durch den Hypothallus fein gewimpert, dünn, etwas schorfig-körnig oder fast kleiig, zuletzt rissig ge¬ feldert. Perithecien klein, schwarz, mit ganzem, schwarzem Gehäuse, klein, 0,2—0,23 mm breit. Sporen zu 8, farblos, länglich, einzellig, 16—18 p lang, 7 p breit. Tirol: Sparsam an Glimmerschieferfelsen unter Fichten oberhalb der Waldrast. 1926. V. fusca Pers. — Lithoicea fusca Arn. Thallus körnig-runzelig, nicht gefeldert, schwärzlich oder olivgrün, innen hell, sehr dünn. Perithecien klein, kugelig, halbeingesenkt, schwarz. Sporen 16—25 p lang, 8—12 p dick. Auf Kalk, selten. — Tirol: Predazzo, auf Kalk der Seiser- und Cam¬ pillerschichten an der Westseite der Margola, ziemlich selten. — Fränk. Jura: An Sandsteinen der Neuberge bei Banz; auf Liassteinen am Kanal¬ einschnitt bei Rasch; Berghöhe von Obereichstätt, an umherliegenden Steinen. — Erzgebirge: Altenberg, Teichweg bei Rehefeld. — Thü¬ ringen: Zweifelhaft hierhergehörige Formen auf anstehendem Sandstein der Wachsenburg; Seeberge auf Sand- und Kalksteinen. f. inchoata Arnold. Exsicc. 951 (1882). Fränk. Jura: An kleinen, umherliegenden, mit Hornsteinmasse durchsetzten Dolomitsteinen auf einem alten Brachacker auf der Höhe des Gottvaterberges bei Auerbach. 1927. V. concinna Borr. — V. epipolaea v. concinna Schaer. Thallus etwas weinsteinartig-schorfig, ergossen, aschgrau-bräunlich. Perithecien ziemlich groß, halbkugelig bis kugelig, sitzend, mit papillen¬ förmiger Mündung. Paraphysen schlaff, fast unkenntlich. Sporen eiförmig, mittelgroß, dickwandig, 18 p lang, 9 p dick. An Kalk- und Schieferfelsen, sehr selten. — Schweiz: Valdobbia- hospiz; Bormio. — Westfalen: (f. minor) Massenkalk bei Bleiwäsche unweit Büren; an einer Gartenmauer bei Brilon; an Felsen im Hönnetal; Balver Höhle, eine Form mit bräunlichem Thallus.
647 1928. V. apomelaena Mass. — Taf. CXXX1 B, Fig. 7. Thallus knorpelig-ergossen, runzelig zusammenhängend, schmutzig rauchbraun, unten blasser, angefeuchtet schwarzgrünlich. Perithecien zu¬ sammenfließend, kegelig, etwas vor ragend, am Grunde vom Thallus be¬ deckt, durchbohrt. Sporen ellipsoidisch, nur gelblich, 12—19 p lang, 9^ dick. Auf Kalk und Sandstein, zerstreut und selten. — Schweiz: Am Mt. Saleve. — Fränk. Jura: Dolomitwand oberhalb Mariastein bei Eichstätt; Kalkfelsen vor dem Zwecklesgraben bei Müggendorf; zwischen Streitberg und dem Langetal; Dolomitwände zwischen Weischenfeld und Naukendorf; Püttlachtal bei Pottenstein; Kalkfelsen bei Burglesau; Hüting in Schwaben. — Westfalen: Jostberg bei Bielefeld; Höcksberg bei Beckum. — Thüringen: Auf anstehenden Sandsteinplatten- am Nord- und Westhange der Wachsenburg; an Sandsteinen oberhalb Seeberge. 1929. V. mutabilis Borr. Thallus dunkelbraun, wie ein fettiger Stein, dünn, häutig, zusammen¬ hängend, glatt, fast begrenzt oder ergossen, oft beinahe verschwindend. Perithecien bräunlichschwarz, klein, zerstreut, vortretend, halbkugelig, mit¬ unter wie poliert und glänzend, innen blaß, mit halbierter Wandung. Sporen länglich, klein, 8—12 /z lang, 5—7 p, dick. Sehr selten, auf Granit und Sandstein, zuweilen auf Wurzeln über gehend. Westfalen: Weinberg bei Höxter; Büren; Münster, Botan Garten. 1930. V. dolosa Hepp. — Taf. CXXXI B, Fig. 10. Thallus ergossen, geglättet bis etwas staubig, mit papillenförmigen, weißlichen Körnchen bestreut, umbra-rauchbraun bis blaß graugrün. Peri¬ thecien klein, kugelig, schwarz. Sporen länglich, mittelgroß, 14—16 p, lang, 4—5 p dick. An Kalk, Kieselgestein, Trachyt. — Tirol: Roßkogel, an umher¬ liegenden Steinen bei Inzing; Meran, auf Glimmerschieferfelsen bei der Villa Maurer in Grätsch; auf einem Porphyrstein im Walde bei Pane¬ veggio. — Bayern: München, an verschiedenen Stellen auf Glimmer, Gneis, Sandstein, Kalkgestein; Amberg, Wachtelgraben auf Liaskalk¬ stein. — Fränk. Jura: An Sandsteinen eines Waldweges zwischen Banz und Altenbanz; auf einem Kalkblocke in der Waldschlucht des Rosentales bei Eichstätt. — Württemberg: Ehingen, an beschatteten Steinen am Staffelberg. — Westfalen: Bei Rheine; Langenforst. — Vogtland: Tonschieferplatten im Seifenbächlein oberhalb Ober - Gettengrün. — Schlesien: Warthaberg und Grochberge, Kr. Frankenstein; Bolken-
648 hain, großer Fels hinter Gräbel; Habelschwerdt, Grund vor Neuwalters- dorf. — Thüringen: Unweit Bahnhof Gehlberg und bei Öhrenstock auf Porphyr; Tambach auf Rotliegendem; Ickersbach bei Klein-Schmal¬ kalden ; Hohe Schlaufe bei Ilmenau; überall etwas abweichende Formen. f. corticola Am. Flora 1867 p. 563. Fränk. Jura: An der Rinde vorragender Baumwurzeln in einer Waldschlucht zwischen Eichstätt und dem Bahnhofe; im Hirschpark. 1931. V. anceps Krempelhuber. — Taf. CXXXI B, Fig. 6. Thallus weinsteinartig-mehlig, ergossen, zart, grau bräunlich. Peri¬ thecien sehr zahlreich, klein, eingewachsen sitzend, kugelig, schwarz, mit genabelter, zuletzt durchbohrter Mündung. Sporen ellipsoidisch, von mitt¬ lerer Größe, 14—24 /z lang, 6—8 /z breit. An Kalk und Dolomit im Gebirge, zerstreut. — Tirol: Kufstein, an Kalkfelsen im Kaisertale; Großer Rettenstein, an Dolomitblöcken des Abhanges, an Steinchen des Gipfels; Seiseralpe, an Dolomitblöcken un¬ weit der Prosl'iner Schweig. — Schweiz: Alagna; Riva. — Allgäuer Alpen: Weissachschlucht; bei Pfronten-Meilingen; Füssen. — Bayern: München, auf einem größeren Kalkstein am Rande des Buchenwaldes öst¬ lich ober Mühltal; Augsburg, Täfertingen. — Fränk. Jura: Tiefental bei Eichstätt; Landershofen bis Pfünz; Hersbruck, Velden, Burglesau, Püttlachtal bei Pottenstein. — Westfalen: Steinbrocken des Bruches bei Büren gegenüber Weine; Sandstein bei Iburg. — Harz: Hohes Saale¬ ufer bei Bernburg. — Vogtland: Kalkblöcke im Bergstall bei Haslau (Böhmen) ; Kalkschmitzen im Grünstall bei Reusa. f. fuscata Hepp. Bayern, Jura: Auf einem Hornsteinblocke im Laubwalde des Hirschparkes. 1932. V. subtilis Müll.-Arg. Lager sehr dünn, mit dem Gestein verwachsen, bräunlichgrau oder undeutlich ohne deutliches Vorlager. Perithecien 0,2—0,3 mm breit, etwa mit der halben Höhe in Grübchen des Gesteins eingesenkt, fast kugelig, am Scheitel gestutzt-stumpflich, zuletzt etwas genabelt, nackt oder am Grunde mit Spuren des Lagers bestreut, schwarz, auch an dem eingesenkten Teile. Schläuche 50—70 lang, 22—25 /4 breit, ellipsoidisch oder länglich verkehrt-eiförmig. Paraphysen zerfließend. Sporen blaß fleischfarben, ein¬ zellig, 20—25 p lang, 10—13 p breit, eiförmig. Schweiz: Wallis, an Dolomitfelsen unterhalb des Hotel Mouvoisin in Valee de Bagnes.
649 1933- V. maculiformis Krplh. Lager anfangs fast häutig, fleckenartig, später weinsteinartig, ganz dünn, zusammenhängend, grünlichbraun, auf glatter Unterlage 5—8 mm breite, verwachsene, ineinander verlaufende Flecken bildend, auf rauher Unterlage kaum wahrnehmbar, auf undeutlichem Vorlager. Früchte zahl¬ reich, klein, bis 0,2 mm breit, sitzend, fast kugelig, fast glänzend schwarz, mit vorragender, undeutlich durchbohrter Mündung. Schläuche keuldg. Sporen eiförmig oder breit-ellipsoidisch, 12—21 lang, 7—9 /4 dick, mit ein bis zwei zuweilen polaren Öltropfen. Auf Kalk, sehr zerstreut. Tirol: Am alten Wege von Arco nach Nago auf Kalk. — Allgäuer Alpen: Sorgschrofen. — Bayern: München, auf Kalksteingeröll im Buchenwalde unterhalb Pullach; Augs¬ burg, Rosenaubcrg. — Fränk. Jura: An umherliegenden Kalksteinen in Laubwäldern bei Eichstätt, am Römerbrunnen bei Weißenburg, Arzberg, Beilngries, gegenüber Müggendorf am Wege durch Baumfurt. — Baden: Heidelberg, an Kalksteinen in der Kiesgrube an der Schwetzinger Straße. — Westfalen: Ziemlich verbreitet. — Schlesien: Floriansberg bei Habelschwerdt; Kalksteine bei Schwieben; zwischen Seiffersdorf und Schlanpitz, Kr. Reichenbach. — Thüringen: Häufige und charakte¬ ristische Flechte der Muschelkalkformation. 1934. V. Krempelhuberi Lindau. — V. fusca (Schaer.) Krplhbr. — V. caerulea ß fusca Schaer. Thallus begrenzt, weinsteinartig, ziemlich dick, zusammenhängend, seltener sehr zart rissig, olivgrün bis dunkelbraun, an schattigen Stellen verbleichend, mitunter von schwarzem Vorlager begrenzt. Perithecien zahl¬ reich, ziemlich klein, kugelig, eingewachsen-sitzend, schwarz, etwas glän¬ zend, mit genabelter Mündung. Schläuche fast keulig, achtsporig. Sporen fast mittelgroß, eiförmig-ellipsoidisch, zwei- bis dreimal so lang als breit, einzellig, 12—24 lang, 9—11 breit. Tirol: Kufstein, an Kalkblöcken im Kaisertale. — Niederöster¬ reich: Kalkfelsen um Kaltenleutgeben und des Steinberges bei Ernst¬ brunn. — Bayrische Alpen: Zerstreut, so bei Berchtesgaden, Mar¬ quartstein, Wettersteiuwand bei Mittenwald, vorderes Karwendelgebirge, auf Dolomit bei Tiefenbach in den Allgäuer Alpen; Laufbacheck. — Westfalen: Weinberg bei Höxter und am Ith; Felsen bei der Balver Höhle. — Rheinlande: Zwischen Friesenrat und Hahn.
650 Nachtrag zur Gattung Verrucaria I935- V. infumata Nyl. Thallus sehr dünn, schwärzlich., das weiße Vorlager überall durch¬ schimmern lassend, äußerst kleinschuppig oder körnig, wie angeräuchert. Früchte mit eingesenkter Basis sitzend, halbkugelig oder etwas kegelig, ohne oder mit eingedrückter Pore. Gehäuse unten offen. Sporen zu 8 in keuligen Schläuchen, 23 p lang, 9 p dick. Jod rötet das Hymenium. Schlesien: Kitzelberg bei Kauffung; Reichenbach, Eichberge. 1936. V. obnigrescens (Nyl.). — Lithoicea obnigrescens Nyl. Thallus dünn, zusammenhängend, matt braunschwarz. Apothecien halbkugelig vortretend, vom Lager bedeckt, nur die schwarze, glänzende Entleerungswarze zeigend. Sporen breit ellipsoidisch mit gespitzten Enden, 19—26 p lang, 11—13^ dick. Schlesien: Glatz, Rückers hinter Hubertus; Habel schwerdt, Chaussee vor Bielen dorf; Rosenberg O.-S., Sandheide bei Semböiwitz. 1937. V. annulifera Eitner. Lager weißlich, papierartig, dem graubraunen Vorlager wie aufgeklebt, zusammenhängend, wenig rissig oder effiguriert fleckig. Perithecien völlig eingesenkt mit ringförmig vortretendem, schwarzem, schüsselartigem Epi¬ thecium. Poren weißen Inhalt entblößend. Gehäuse wachsartig, hyalin, unten offen, oben schwarz, randbildend. Sporen zu 8 in kurzkeuligen Schläuchen, 16^ lang, gp dick. Paraphysen aufgelöst. Schlesien: An überfluteten Steinen der Sattlerschlucht bei Hirsch¬ berg. 1938. V. interrupta (Anzi) Stnr. — V. calciseda v. interrupta Anzi. Lager ungleichmäßig vortretend, fast wie bei V. calciseda f. calcivora, aber oft fleckenförmig mehr ausgefressen und gekrümmt oder fast gehirn- artig gewunden vortretend und in derselben Weise vertieft. Die vor¬ tretenden und auch Perithecien tragenden Partien sind regelmäßig blasser, fast kreideartig oder auch schmutzig braungelb, die vertieften mehr rauch¬ grau. Rindenschicht 40—60 (70) p hoch, in den vertieften Teilen zarter und mehr schmutzig körnig inspers und hier auch mit weniger entwickelter Gonidienschicht. Markschicht dichter verwebt als bei V. calciseda. Im Hypothallus sind die Hyphen verzweigt und gekrümmt, mehr senkrecht in den Kalk eindringend (4—5 mm), unten etwa 1,5—3p, oben 5—7 p dick. Zellen unten verlängert, oben mehr torulaartig, selten hier und da bis gp dick, aber niemals Makrosphäroidzellen bildend, zuweilen gebräunt. Peri¬ thecien eingesenkt, zerstreut, zuletzt halb entblößt wie bei f. calcivora und f. crassa, länger klein, später regelmäßig krugförmig, gegen 0,3 mm hoch
651 und 0,28 mm breit. Excipulum wie bei v. crassa, oben um die Öffnung mäßig verdickt und mit dem schmalen Involucrellum völlig verwachsen, Chlamys zuletzt auch vom Involucrellum getrennt. Sporen zu 8, meist regelmäßig entwickelt, ellipsoidisch, 15—23 lang, (7,5) 8,5—11,5^ breit Jod färbt die subhymeniale Schicht und den unteren Teil der Schläuche blau, die Hymenialgallert wird wenig gefärbt oder erhält einen blauen oder gelb-ziegelroten Ton. Niederösterreich: An Kalkfelsen auf dem Galgenberg bei Nikolsburg. Gattung Thelidium Mass. Lager krustig, eiförmig, unberindet, Vorlager selten gut entwickelt, das Lager fehlt mitunter gänzlich und die Perithecien sitzen der Kruste anderer Flechten auf. Die Gonidien gehören zur Algengattung Pleuro- coccus. Perithecien einfach, mit hornartig-kohiigem, eigenem Gehäuse, ein- gesenkt-sitzend oder sitzend. Paraphysen bald schleimig zerfließend. Schläuche in der Regel groß, aufgeblasen oder sackig, achtsporig. Sporen verhältnismäßig groß, ellipsoidisch bis oval, zwei- bis vierzellig, farblos; die Fächer enthalten häufig große Öltropfen. Übersicht der Arten: 1. Sporen zweizeilig 2. Sporen vierzellig 30. 2. Perithecien eingesenkt 3. Perithecien mehr oder weniger vortretend 13. 3. Lager äußerlich erkennbar 4. Lager äußerlich nicht erkennbar 5. 4. An Urgestein Th. anisosporum. An Kalk oder kalkhaltigem Gestein 6. 5. Sporen nur 15—16 /z lang Th. exile. Sporen 30—37 p lang Th. thuringiacum. 6. Lager hellbräunlich Th. circumvallatum. Lager anders gefärbt 7. 7. Sporen nicht über 15 p dick 8. Sporen bis 15 p dick 9. 8. Lager graurötlich, Perithecien 0,4 mm dick Th. pachysporum. Lager weißgrau, Perithecien 0,2 mm dick Th, wettinense. 9. Perithecien nur 0,2 mm dick 10. Perithecien über 0,25 mm dick 11.
652 io. Hymenialgallert durch Jod erst leicht blau, dann rot gefärbt Th. abscon¬ ditum. Hymenialgallert durch Jod intensiv blau, später braun bis blauschwarz gefärbt Th. subabsconditum. ii. Lager weinsteinartig-knorpelig, dicklich Th. crassum. Lager weinsteinartig-mehlig, dünn 12. 12. Lager grauweiß Th. immersum. Lager schmutzig weiß, meist rosa angehaucht Th. amylaceum. 13. Perithecien klein, meist nur 0,2 mm breit, ohne gesondertes Involu¬ crellum 14. Perithecien meist über 0,2 mm breit, mit gesondertem Involu¬ crellum 18. 14. Sporen bis 22 /2 lang 15. Sporen über 22^ lang 16. 15. Lager bräunlichgrau Th. acrotellum. Lager grün Th. viride. 16. Erdbewohner Th. hospitum. Felsbewohner 17. 17. In Gebirgsbächen Th. rivolicolum. Nicht in Gebirgsbächen Th. Rehmii. 18. Perithecien ungefähr 0,1 mm breit Th. minimum. Perithecien über 2 mm breit 19. 19. Lager grauweiß 20. Lager gelb, olivfarben, braun oder schwarzbraun 25.- 20. Perithecien bis 0,4 mm breit 21. Perithecien 0,4—1 mm breit 24. 21. Sporen 9—12 p lang Th. impressum. Sporen länger 22. 22. Sporen 13—15 lang Th. impressulum. Sporen über 16 p, lang 23. 23. Sporen 16—20 lang Th. Antonellianum. Sporen 21—27 u lang Th. decussatum. 24. Hymenialschicht durch Jod rot gefärbt Th. pyrenophorum. Hymenialschicht durch Jod blau gefärbt Th. Schleicheri. 25. Sporen bis 21 lang 26. Sporen über 24 lang 27. 26. Lager olivfarben Th. olivaceum. Lager schmutzig grau Th. tiroliense. 27. Auf (Silikatgestein) überrieselten Felsen Th. methorium. Auf nicht überrieseltem Gestein 28.
653 28. Sporen 38—44 lang Th. Shibleri. Sporen bis 35 p lang 29. 29. Jod färbt die Hymenialschicht rot Th. Auruntii. Jod färbt die Hymenialschicht nicht Th. opacum. 30. Perithecien eingesenkt 31. Perithecien mehr oder weniger vortretend 39. 31. Sporen 21—25 p lang Th. austriacum. Sporen 25—43 p lang 32. 32. Perithecien 0,15—0,2mm breit Thu perexiguum. Perithecien 0,3—0,5 mm breit 33 (Th. larianum). 33. Lager graubraun Th. (larianum C) umbrosum. Lager grauweiß 34. 34. Perithecien erst beim Zerschlagen des Gesteins sichtbar werdend Th. (larianum) aphanes. Perithecien mit dem Scheitel sichtbar 35. 35. Scheitel dem Thallus gleichkommend, abgeplattet Th. (larianum) domi¬ nans. Scheitel nicht abgeplattet 36. 36. Sporen in der Regel vierzellig 37. Sporen häutig bis siebenzellig Th. bavaricum. 37. Sporen 25—34—36 p lang, 9—11—13 p breit Th. calcivorum. Sporen größer 38. 38. Perithecien vom Thallus umwallt Th. quinqueseptatum. Perithecien nicht umwallt Th. incavatum. 39. Perithecien bis 0,27 mm dick 40. Perithecien über 0,35 mm dick 46. 40. Involucrellum vom Gehäuse nicht gesondert 41. Involucrellum vom Gehäuse getrennt 42. 41. Schläuche 90—120 p lang, 30—40^ breit Th. Zwackhii. Schläuche 70—80 p lang, 26—28 p breit Th. parvulum. 42. Lager schwärzlich Th. aethioboloides. Lager nicht schwärzlich 43. 43. An Wurzeln und Holzwerk 44. An Gestein 45. 44. Sporen 22—30 p lang Th. riparium. Sporen 32—35 p lang Th. fontigenum. 45. Lager blaugrau bis lehmfärben Th. Gisleri. Lager weißlichgrau, feucht graugrünlich Th. cataractarum. 46. Jod färbt die Hymenialschicht rot Th. papulare. Jod färbt die Hymenialschicht blau 47.
654 47’ Perithecien anfänglich vom Thallus überzögen, dann frei Th. jurassicum. Perithecien vom Thallus umwallt Th. cinerosum. 1939. Th. anisosporum Müll.-Arg. Lager sehr dünn, mit dem Gestein verwachsen, orangegelb bis rost- farben-pfirsichblütrot, im Umfang unbegrenzt, ohne deutliches Vorlager. Perithecien 0,4—0,5 mm breit, ganz oder fast ganz in Grübchen des Ge¬ steins eingesenkt, kugelig oder etwas niedergedrückt kugelig; Wandung sehr dünn, pfirsichblütrot bis braun, am vorragenden Scheitel dicker, schwärzlich und zuletzt punktförmig eingedrückt. Kern dunkelgrau. Para¬ physen gallertig zerfließend. Schläuche 65—80 p lang, etwa 13—15 p breit, verhältnismäßig schmal, am Grunde lang verschmälert, am verschmälerten Scheitel kaum dickwandiger, achtsporig. Sporen farblos, zweizeilig, 12 bis 18 ju lang, 4—8 /z. breit, i1/a—5mal so lang als breit, oft in demselben Schlauch von sehr wechselnder Form, in der Mitte zuletzt mäßig ein- geschnürt. Jod färbt die Hymenialgallerte nicht. Schweiz: Wallis, an Gneisfelsen bei Torembe im Vallee de Bagnes. 1940. Th. exile Arn. — Taf. CXXXB, Fig. 1, 2. Lager nicht wahrnehmbar, endolithisch. Perithecien ziemlich klein, gesellig, schwarz, in das Gestein eingesenkt, nur mit dem fast genabelt¬ durchbohrten Scheitel vorragend, 0,15—0,25 mm breit. Excipulum nieder- gedrückt-kugelig, schwarzbraun. Schläuche 60 p lang, 20 p breit, sackig- keulig. Sporen breit oval, an beiden Enden ziemlich stumpf, mit einer Querwand, farblos, 15—16 p lang, 8—9 p breit, zu 8 im Schlauch. Para¬ physen nicht erkennbar. Jod färbt die Hymenialschicht rot. Tirol: Auf umherliegenden Kalksteinen auf der Westseite des Monte CasteUazzo auf der Höhe oberhalb Giuribell bei Paneveggio. 1941. Th. thuringiacum Zschacke. Lager endolithisch, stellenweise sehr dünne, graue, staubige Flecke auf dem Stein bildend; Rinde oberwärts gebräunt, mit der Gonidienschicht etwa 140p dick; Gonidienknäuel durch die Hyphen mehr oder weniger getrennt; Hypothallus aus netzig verzweigten, etwa 2,5^ starken, meist knotigen, hin und her gebogenen Hyphen bestehend, ohne Kugelzellen, mit Öltropfen. Perithecien ganz eingesenkt, kugelig, 0,2—0,25 mm im Durch¬ messer, nur beim Zerschlagen des Steins sichtbar werdend, dann zuweilen flaschenförmig werdend und mit punktfeinen Poren das Gestein durch¬ brechend ; Excipulum braun, um die Mündung schwarzbraun und verstärkt. Schläuche sackig-keulig, 90—100 p lang, 32—35 p dick. Sporen wasser- hell, länglich-ellipsoidisch, stumpf, zu 8 im Schlauch, ungeteilte und zwei¬
655 zellige nebeneinander, 30—37 p, lang, 13—14 /z. dick. Jod färbt die Hymenialmasse rot. Thüringen: Schweinsberg bei Plaue, auf Kalkplatten im Grase. 1942. Th. circumvallatum Zschacke. Lager hellbräunlich, dünn, weinsteinartig-mehlig, ausgebreitet; Peri¬ thecien sehr klein, nur mit der Mündung punktförmig sichtbar, zuletzt meist von einem Thalluswall wulstig umgeben. Schläuche keulig, 54 fi lang, 18^6 breit; Sporen teilweise einzellig, in der Mehrzahl zweizeilig, ellipsoidisch, 18—20 fi lang, 7—8/1 dick. Jod färbt die Hymenialmasse schwach blau. Westfalen: Auf Massenkalk bei Brilon. 1943. Th. pachysporum Zschacke. Lager äußerlich sehr dünn, graurötlich, von schwarzen, in den Stein eingefressenen Furchen durchzogen; Rindenschicht kaum, entwickelt, Gonidienschicht 120—140^ stark, aus dicht verwebten, verzweigten, vor¬ wiegend sphäroidisch gegliederten, 4,5 ft dicken Hyphen, bestehend, mit ein¬ gestreuten Gonidienknäueln, darunter vorwiegend waagerecht gelagerte, zarte, 2,5 p, dicke, verzweigte, gegliederte Hyphen. Kugelzellen scheinen nicht vorhanden zu sein. Perithecien eingesenkt, schwarz, mit durch¬ bohrtem Scheitel heraustretend, etwa 0,4 mm im Durchmesser. Excipulum schwarzbraun, um die Mündung herum verdickt. Schläuche ico—110 ft lang, 32—36ft breit; Sporen zu 8, zweizeilig, wasserhell, einzellige unter¬ mischt, beiderseits stumpf oder etwas abgerundet, zuweilen in der Mitte sehr leicht eingeschnürt, 25—32 ft lang, 15—18 p, dick. Jod färbt die Hymenialmasse rot. — Erinnert in bezug auf Sporenform an Th. exile, habituell zu Th. crassum scrobiculare gehörig. Tirol: Waldrast, an umherliegenden Kalksteinen auf dem kleinen Plateau oberhalb Trinser Markung. 1944. Th. wettinense Zschacke. Lager endolithisch, weißgrau, unregelmäßige Flecke auf dem Gestein bildend. Perithecien klein, eingesenkt, kugelig, etwas abgeplattet, 0,2 mm im Durchmesser, Excipulum schwarzbraun. Schläuche keulig, etwa 98 bis 100 ft lang, 35—38/4 dick. Sporen zu 8, zweizeilig, ellipsoidisch, wasser¬ hell, 34—50,4^/ lang, 13,5—18^ dick. Jod färbt die Hymenialgelatine rot. Provinz Sachsen: Wettin a. S., auf im Boden liegenden Zech¬ steinkalkscherben. 1945. Th. absconditum (Hepp.) Krmplh. — Sagedia nigella ß abscon¬ dita Hepp. Lager sehr dünn, in den Stein eingefressen, zusammenhängend, bald
656 kleine, unberandete Flecke bildend, bald zusammenfließend und durch schwarze Linien landkartenartig in Felder zerteilt, blaß gelblich, aschgrau oder blaugrau, zuweilen scheinbar fast fehlend. Rindenschicht etwa 30^ dick, Hyphen senkrecht gestellt, fast rosenkranzförmig gegliedert, 4 p dick. Gonidienschicht gegen 60 p stark, Gonidien etwa 7 p im Durchmesser, fast kugelig. Hypothallus aus glatten, ziemlich straffen, 2—3 p starken Hyphen mit oft rosenkranzartig an einander gereihten Kugelzellen von 7—10 p Durchmesser. Perithecien kugelig, klein, 0,14—0,25 mm im Durchmesser, völlig eingesenkt, nur mit kaum 0,1 mm breiter Mündung sichtbar werdend, nach dem Zusammenbruch des Gesteins den Scheitel entblößend und nach dem Ausfallen Gruben im Gestein hinterlassend; Excipulum schwarzbraun, um die Mündung verstärkt. Schläuche sackig-keulig, 70—80 p lang, 25 bis 30 p breit. Sporen zu 8, wasserhell, teils ein-, teils zweizeilig, ellipsoidisch, oft an einem Ende etwas zugespitzt, zuweilen etwas eingeschnürt, 21—30 p lang, 9—15 p breit. Jod färbt die Hymenialmasse erst leicht blau, dann rot. Auf Kalk in den Alpen und Mittelgebirgen, verbreitet, aber nicht häufig. N iederösterreic h: Schneeberg, an Kalkfelsen des Brunnen- bachsteines; auf dem Ötscher. — Tirol: Waldrast; vorderes Sonnenwend¬ joch; Großer Rettenstein; am Wege von Proseck zum Tauernhause; von Ratzes bis zum Schlerngipfel; Fassa; Paganella. — Salzburg: Am Gollinger Wasserfall. — Schweiz: Val Cluoza; Davos; Mont Saleve; La Combe; Rojatal. — Allgäuer Alpen: Breitenberg; Pfronten; Meilingen; Guggerloch. — Bayern: München, zwischen Irschenhausen und Merlbach; zwischen Dettenhausen und Egeling; oberhalb Mühltal. — Fränk. Jura: Eichstätt, Hersbruch, Streitberg. — Württemberg: Gatenberger Steige. — Rheinlande: Diez a. d. Lahn. — Westfalen: Ziegenberg bei Höxter; Felsenmeer bei Sundwig; Mühlental bei Alme; Lehmheide bei Handorf. — Thüringen: Arnstadt. — Harz: Rübe¬ land. — Rhön: Auf Waldboden der Eube (f. juvenile). — Schlesien: Szimiszow, am Bahnhof; Seitendorfer Kalkberge. — Mähren: Spiglitzer Schneeberg. f. juvenile Arnold (incl. f. initiale Arn.). Lager oft weit ausgebreitet, durch schiwarze Linien oft landkartenartig zerteilt; Perithecien 0,14—0,16 mm breit; Sporen 18—28^ lang, 7—gp breit. f. brachysporum Zschacke. Sporen eingeschnürt, meist zweizeilig, einzellige eingemischt, 18—21 (bis 28) p lang, 9—n(—13) p breit; Schläuche aufgeblasen keulig, 76 p lang, 36 p breit. Jod färbt rot. Harz: Am Krockstein bei Rübeland.
657 f. minus culum Zschacke. Lager endolithisch; Perithecien klein, eingesenkt, schwarz, nur mit dem Scheitel vortretend, gegen 0,25 mm im Durchmesser. Schläuche schnell vergänglich, schmalkeulig, etwa 55 p lang, 20 p breit. Sporen ellip¬ soidisch, meist zweizeilig, etwa */* bis x/a einfach, 17—20 p lang, 7,5—9 p breit. Jod färbt rot. Thüringen: Auf Muschelkalksteinchen im Jonastal bei Arnstadt. 1946. Th. subabsconditum Eitner. Lager als sehr dünne, bläulichgraue, gleichartig feinkörnige Kruste aus dem Gestein hervortretend; Perithecien 0,2 mm im Durchmesser, völlig eingesenkt, kugelig, schwarz, Pore nicht sichtbar. Schläuche keulig; Sporen 21—33p lang, 7—gp dick, ellipsoidisch, zweizeilig; Querteilung meist erst durch KOH-Zusatz sichtbar. Jod bläut das Hymenium sehr dunkel und dauernd, die Sporen werden bald gelblich rotbraun, die Gelatine später braun bis blauschwarz gefärbt. Oberschlesien: Gr. Strehlitz, Kalkblöcke am Bahnhof Szimiszow. 1947. Th. crassum (Mass.) Arn. — Verrucaria crassa Mass. — Sagedia decipiens Hepp. — Thelidium decipiens Krplhbr. —Taf. CXXXVII, Fig. 6. Lager ergossen, weinsteinartig-knorpelig, blätterig, zusammenhängend, oft etwas ölig glänzend, schmutzig gelblich-weißlich oder blaßgrau, asch- gräulich, graugrünlich oder grünlich, auf undeutlichem Vorlager. Im Hypo¬ thallus finden sich häufig rosenkranzartig angeordnete Ölkugelzellen von 7—11 p Durchmesser. Perithecien anfangs vollständig eingesenkt, später mit dem undeutlich durchbohrten Scheitel mehr oder weniger vortretend, 0,25—0,5 mm breit, nach dem Ausfallen Gruben hinterlassend. Excipulum oben verdickt und schwarzbraun, nach unten blasser oder gleichfarbig. Schläuche bauchig-keulig, 80—90 p lang, 35—42 p breit, achtsporig. Sporen farblos, ellipsoidisch, von sehr verschiedener Länge (12—36^) und Breite (6—18 p), meist 24—30 p lang, 10—14/z. breit, zweizeilig. Jod färbt die Hymenialschicht blau, oder blau später rot oder gescheckt. Auf Kalk, oft an zeitweilig überspülten Felsen, zerstreut in den Alpen und Mittelgebirgen. f. incanum Arnold. Lager grau, warzig oder glatt. f. cinerascens Arnold. Lager blaß aschgrau, ins Weiße, Gelbliche oder Bläuliche spielend. Perithecien kleiner, feigenförmig oder kugelig, den Warzen des Lagers eingesenkt, zuletzt mit dem Scheitel vortretend. Sporen 24—28 p lang. 9—10 p breit. Thomä-Mitful», Flechten. II. (Flora XII, 2.) 42
658 f. hymeneloides Kbr. — Th. decipiens f. hymeneloides Arn. Lager weißlich, dünn, weinsteinartig-körnig bis fast fehlend. Peri¬ thecien klein, meist mir 0,2 mm im Durchmesser. Sporen 27—30 p lang. 11—13 p breit. f, scrobiculare (Garov.) Arn. — Verrucaria scrobicularis Garov. Lager zusammenhängend, dünn, glatt, blatternarbig, weißgrau, schmutzig gelblich, bräunlich, selbst blaß violett, zuweilen von schwarzen Linien durchzogen. Perithecien meist etwas niedergedrückt-kugelförmig, 0,22—0,36 mm breit; Excipulum braunschwarz. Schläuche 95—100 p lang, 38—45 p breit. Sporen 12—15 (—18) p breit, 28—34(—38) p lang. Auf Kalk und Dolomit in den Alpen. 1948. Th. immersum (Leight.) Mudd. — Verrucaria immersa Leight. Lager weißlichgrau oder weißgelblich, angefeuchtet grünlich, dünn, flach, weinsteinartig-mehlig, mitunter begrenzt, auf weißlichem Vorlagen Rindenschicht etwa 35 p. dick, aus dicht verwebten, wasserhellen, senkrecht gereihten Hyphen bestehend. Gonidienschicht bis 200 p stark; Hyphen netzig verwebt, bis 4 p dick, kurz-, zum Teil rosenkranzartig-gegliedert. Im Hypothallus spärlich kugelige Ölzellen von etwa 7 p Durchmesser. Peri¬ thecien schwarz, tief eingesenkt, kaum zuletzt etwas vortretend, 0,3 bis 0,4 mm breit, oft an der Mündung verstärkt und etwas dunkler. Excipulum kugelig, mit breitem, abgeplattetem Scheitel. Schläuche sackig-keulig, 70 bis go p lang, 28—42 p breit. Sporen zu 8, farblos, ellipsoidisch, zweizeilig, an beiden Enden abgerundet, 25—33 p lang, 11—15 p dick. Jod färbt die Hymenialschicht nach leichter Bläuung rot. Auf Kalkstein, meist selten. Niederösterreich: Krummbacli- stein des Schneeberges; Gaisberg bei Rodaun im Wiener Wald. — Harz: Am Krockstein bei Rübeland. — Rhön: Kreuzberg; Schafberg über Bischofsheim. — Schlesien: Seitendorfer Kalkberg. — W e s t f a 1 e n: In Kalkgegenden nicht selten, so um Höxter, Büren, Paderborn, Stadtberge. 1949. Th. amylaceum Mass. — Sagedia amylacea Hepp. Lager dünn, weinsiteinartig - mehlig, stärkeartig, zusammenhängend, etwas marmoriert, schmutzig weißlich, oft etwas rosa angehaucht, abgerie¬ ben grün, oder hellockerfarbig, violettlila bis bräunlich-violett, dunkel be¬ grenzt und stellenweise von eingefressenen dunklen Linien durchzogen. Rinde mehr oder weniger stark entwickelt, aus dicht vernarbten, 3,5—4// dicken, kurz gegliederten Hyphen bestehend. Gonidienschicht bis 200 p hoch, mit zerstreuten Gornidienknäueln. Hypothallus aus netzig verwebten, 2,5—3 p dicken, glatten und straffen Hyphen gebildet, mehr oder weniger reich an etwa 7 p breiten, kugelförmigen, oft rosenkranzartig aneinander¬
659 gereihten Ölzellen. Perithecien zahlreich, 0,3—4,5 mm breit, annähernd kugelig, eingesenkt, auch mit dem etwas gestutzten und zuletzt fein durch¬ bohrten Scheitel nicht hervorragend, schwarz, gewöhnlich von einer ring¬ förmigen Falte umgeben, zuletzt ausfallend und Gruben hinterlassend. Excipulum schwarzbraun, gegen die Mündung verstärkt und meist dunkler. Schläuche farbig-keulig, 75—90 p lang, 31—38^ breit. Sporen eiförmig bis länglich-ellipsoidisch, an einem Ende meist etwas verschmälert, farblos, meist zwei-, selten vierzellig, ziemlich groß, 28—41 /t lang, 11—14^ breit. Jod färbt die Hymenialschicht anfangs blau, später rot. Durch Betupfen mit Salzsäure erscheint nach Zschacke auf dem Thallus ein orangefarbener Fleck. Auf Kalkgestein. In den Alpen ziemlich verbreitet, in den Mittel¬ gebirgen selten. N i e d e r ö s t e r r e i c h: Dürrenstein; Schneeberg; Ötscher; Erlafsee; Mira fälle. — Tirol: Schiern; Kufstein; Grenzkamm auf der Mädelegabel: Pertisau; Brenner. — Bayr. Alpen: Oberwessen. — Fränk. Jura: An verschiedenen Stellen, z. B. Eichstätt zwischen Jachhausen und Riedenburg; oberhalb der Bubenroter Mühle; bei Welten¬ burg; Eulsbrunnen, Streitberg; im Zwecklesgraben bei Müggendorf. — Schweiz: Reculet; Saleve; Freiburg. — S c h w ä b. Jura: Heubach. 1950. Th. acrotellum Am. — Th. minutulum Kbr. — Taf. CXXX B, Fig- 3- Lager ergossen, sehr dünn, fast häutig-schorfig, bräunlich-aschgrau, feucht grünlich, ohne erkennbares Vorlager, mit kugeligen, zerstreuten Gonidien und dürftig entwickeltem Hypothallus«. Perithecien sehr klein, 0,1—0,16 mm breit, niedergedrückt kugelig, fast aufsitzend, schwarz, der eingesenkte Teil mit blasserer bis wasserheller Außenschicht, der hervor¬ tretende mehr oder weniger weit sehr dünn vom Thallus überzogen. Schläuche keulig, 50—70 p lang, 17—21 p breit. Sporen zu 8, wasserhell, ellipsoidisch, beidendig zuweilen etwas zugespitzt, zumeist zweizeilig, zu¬ weilen einzellig mit zwei größeren Tropfen, 15—21 p lang, 6—8 p breit. Jod färbt die Hymeni al mässe rot. Auf Kalk und kalkhaltigem Gestein, ziemlich verbreitet in den Alpen und in der Gegend von München, auch in Westfalen mehr¬ fach: An umherliegenden Steinen im Bagmo bei Steinfurt; Lütgenbeck un¬ weit Münster; im Kringel bei Höxter; bei Büren; im Botan. Garten in Münster. — Bayern: Augsburg, Althegnenberg, am Rosenberg. — Ju ra: Am Donauufer zwischen Kelheim und Weltenberg; am Waldsaum vor Pfünz; in der Schlucht hinter Happurg; bei Eichstätt; auf dem Arz- berge; im Langetal bei Streitberg. — Schlesien: An Kalkblöcken in Gr. Strehlitz und Gogolin. 42*
660 I951- Th. viride Eitner. Lager firnisartig, dünn, zusammenhängend, grünlich-weißlich. Vor¬ lager fehlt. Perithecien schwarz, wenig gewölbt, klein, 0,1—0,2 mm breit, oft von geschwollenem, dünnem Lagerwulst umgeben, fast lekanorinisch erscheinend, Pore nur unter dem Mikroskop sichtbar. Der eingesenkte Teil des Excipulums wasserhell. Schläuche keulig, 70—90 p lang, 25—32 p breit. Sporen zu 8, ellipsoidisch oder ellipsoidisch-eiförmig, 16—22 p lang, 8—9 p breit, mit einer deutlichen Querwand. Jod färbt die Hymenial¬ masse weinrot. Böhmen: Rabstein bei Chrudim, auf überrieseltem Kalksandstein. 1952. Th. hospitum Arnold. — Th. minutulum Stahl.. Lager sehr dünn, vom Erdboden nicht zu unterscheiden, mit zer¬ streuten, freudig grünen Gonidien. Perithecien zerstreut, mit dem oberen Teil aus der Erde hervorragend, völlig schwarz oder nur am eingesenkten Grunde wasserhell, abgeplattet kugelig, 0,2—0,25mm breit. Schläuche langkeulig, 60—70 p lang, 21—24 p breit. Sporen zu 8, zweireihig, wasser¬ hell, länglich, zweiteilig, leicht eingeschnürt, meist knitter faltig, 25—32 p lang, 8—12 p breit. Jod färbt die Hymenialmasse rot. Auf lehmig-sandigem, spärlich bemoostem Erdboden. München: An der Straßenböschung der Njikolaileiten bei Bruck. — Zürich: Rossau im Walde. 1953. Th. rivolicolum Nyl. — Taf. CXXXIV, Fig. 1—5. Thallus rauh, grünlichgelb. Perithecien feucht dunkelbraun. Sporen zweizeilig, hell, 32—42 p lang, 12—15/z breit, in der Mitte schwach ein¬ geschnürt, nach beiden Enden etwas spitz zulaufend. Die Perithecien ragen im feuchten Zustande mit der oberen Hälfte über dem Thallus hervor. Bayern: Auf Steinen im Kofelbach bei Oberammergau. 1954. Th. Rehmii Zschacke. — Th. Nylanderi (Hepp.) Krplhbr. Lager dünn, zusammenhängend, fast gelatinös mit geknäuelten, freu¬ dig-grünen Gonidien. Perithecien zerstreut, schwarz, halbkugelig vor¬ tretend, 0,2—0,3 mm breit; Excipulum kugelig, fast bis zum Grunde schwarz, hier heller oder wasserhell. Schläuche kugelig, 75—90 p lang, 28—30 p breit. Sporen zu 8, wasserhell, ellipsoidisch, beiderseits mehr oder weniger stumpf, zweiteilig, 21—28 p lang, 9—n p breit. Jod färbt die Hymenialgallerte rot. Auf feuchtem Sandstein. Mittelfranken: Deutenheim. 1955. Th. Nylanderi (Hepp.). — Sagedia Nylanderi Hepp. Thallus zart ausgebreitet, zusammenhängend, grünlich, etwas gallertig, Rocken schwach glänzend. Perithecien klein, schwarzbraun, durch Kali¬
661 lauge nicht sich färbend. Hymenium durch Jod sich weinrot färbend, ohne Gonidien, ohne oder nur mit undeutlichen, verschleimten Paraphysen. Sporen farblos, länglich, an beiden Enden mehr oder weniger stumpf, mit einer Querwand, nicht selten mit zwei Tröpfchen, 22—27^ lang, 9—10 p breit, zu 8 im Schlauch, An feuchten Felsen und Steinen. An Alpenfindlingen an den Ufern der Sihl bei Zürich. Am Blomberg bei Tölz in Bayern. Nach Zschacke gelieren die Gonidien nicht zu Pleurococcus, infolge¬ dessen die Zugehörigkeit der Art zu Thelidium zweifelhaft ist. 1956. Th. montanum (Hepp.) Kbr. — Th. Nylanderi ß montanum Hepp. Thallus ergossen, weinsteinartig-mehlig, zusammenhängend, aschgrau. Perithecien zerstreut, klein, halb eingesenkt, schwärzlich, kahl, mit un¬ deutlicher Mündung. Schläuche zylindrisch-keulig. Sporen groß, länglich- ellipsoidisch, 27—35 p lang, 10—12 p breit, zweizeilig, farblos, zu 8 in den Schläuchen. Auf Kalk und Dolomit im Fränk. Jura. Kalk f eisen wand gegen¬ über Geilenreut im Wiesenttale. Dolomitfelsen zwischen Weischenfeld und Nankendorf, im Weiberstale bei Pottenstein. Auch bei dieser Art gehören die Gonidien nach Zschacke nicht zu Pleurococcus, so daß es sich wahrscheinlich ebenfalls nicht um ein echtes Thelidium handelt. 1957. Th. minimum (Mass.) Arn. — Verrucaria minima Mass. — Sagedia minima Hepp. — Taf. CXXXB, Fig. 4, 5. Lager zart, gegen 50 p dick, zuerst fleckig-formlos, dann zusammen¬ fließend, zart- und feinrissig, schmutzig-braun oder, namentlich an schat¬ tigen Stellen und Sandsteinfeisen, schmutzig-aschgräulich und zusammen¬ hängend, auf undeutlichem Vorlager. Rinde gegen 10 p dick. Markschicht gegen 7 p dick. Gonidien einzeln, rundlich, ungefähr 7 p dick. Perithecien sehr klein, wenig über o,t mm breit, dicht gedrängt, halbkugelig vortretend, schwarz, glanzlos, mit sehr fein durchbohrter Mündung. Involucrellum Erklärung zu Tafel CXXXIV. Fig. 1. Thelidium rivolicolum, Lager, nat. Gr. „ 2. „ ,, Lager, Lupenvergrößerung. ,,3. „ „ Schnitt durch ein Perithecium, Vergr. 100. „ 4. ,, „ Schlauch, Vergr. 500. »1 5. „ „ Spore, Vergr. 1000. „ 6. „ papulare, Lager und Perithecien im Durchschnitt durch das Gesteinsstück, Lupenvergrößerung. „ 7. „ „ Schnitt durch Lager und Perithecium, Vergr. 100.
662 o,i4 mm breit, schwarz, das Gehäuse bis zur Hälfte deckend. Schläuche keulenförmig, 28—35^. lang, 6—18/4 breit. Sporen zu 8, farblos, ellip¬ soidisch oder ellipsoidisch-eiförmig, leicht gekrümmt, mit einer sehr zarten Querwand, mit etwas ungleichen Zellen, seltener einzellig, an den Enden stumpflich oder an einem Ende etwas zugespitzt, 10—15//. lang, 3—6 u dick. Jod färbt die Hymenialschicht weinrot. Auf Kalk- und Sandstein. N iederösterreich: Auf kalkhaltigem Sandstein im Walde bei Gießhübel. — Tirol: Marmorfelsen der Roten Wand bei Füssen; Waldrast, an Kalksteinen am Wege zur Matreier Grube: an Kalkfelsen der Seriesgrube. — Schweiz: An Felsen bei Freynieres oberhalb Bex. — Allgäuer Alpen: Ruine Burgberg. — München: An Kalksteinen an einer Wegböschung zwischen Pullach und Baierbrunn; südlich bei Schäftlarn in der Waldschlucht. — Fränk. Jura: An Kalk¬ steinen im Laubwalde oberhalb Wasserzell; im Laubwal.de des Rosentales bei Eichstätt; zwischen Pappenheim und Dietfurt. — Thüringen: Arn¬ stadt. — Erzgebirge: Cunnersdorf bei Rittersgrün. — Westfalen: An Kalksteinen bei Büren. 1958. Th- impressum (Näg.). — Verrucaria impressa Näg. — Sagedia impressa Müll.-Arg. Lager sehr dünn, weinsteinartig-mehlig, bläulichgrau, nicht rissig, am Rande mehr oder weniger deutlich von einer dunkleren, schwärzlichen, zu¬ weilen fehlenden Linie begrenzt. Perithecien zahlreich., ziemlich gedrängt, 0,3—0,4 mm breit, hoch halbkugelig, am Grunde gestutzt, am Scheitel zuletzt eingedrückt-genabelt oder gleichsam gestutzt, schwarz, undeutlich runzelig, matt, um die Endvertiefung mit undeutlichen, sehr kurzen Rissen. Inhalt fast kugelig, am Grunde gestutzt, grau. Paraphysen fehlen oder un¬ deutlich. Schläuche etwa 45 p lang, verkehrt-eiförmig, breit und stumpf abgerundet, dünnwandig, am Grunde verschmälert. Sporen zu 8, zwei¬ zeilig, farblos, 9—12 p lang, 6—7,5 p breit, an beidien Enden sehr stumpf abgerundet, in der Mitte nicht oder deutlich eingeschnürt. Schweiz: An trockenen Kalkfelsen des Mont Saleve zwischen La Balme und Veyrier; Dole; Kalkfelsen bei Lägern. I959- Th. impressulum Zschacke. Thallus endolithisch auf abgestorbenem Thallus von Verrucaria Hoch¬ stetten f. alpina, kleine, runde, etwa 1 cm breite, weißgraue Flecken bildend. Perithecien in der Mitte der Flecken dicht gedrängt, ziemlich klein, schwarz, halb eingesenkt, mit halbkugeligem, etwas abgeplattetem, kaum eingedrücktem Scheitel. Excipulum 0,1—0,12 mm breit, kugelig, nach unten nicht blasser, bis zum Grunde vom 0,18—0,2 mm breiten, kräf¬
663 tigen Involucrellum umgeben. Schläuche aufgeblasen, 50—54p lang, 24 bis 2,2 p breit. Sporen zu 8, wasserhell, cllipsoidisch, zweizeilig von einem breiten Schleimhof umgeben, 13—15 p lang, 7—8,5 p breit (ohne Schleim¬ hof gemessen). Jod färbt die Hymemalgelatine weinrot. R h ä t i s c h e Alpen: Davos, Großes Schiahorn 2500 m, auf Kalk¬ stein. 1960. TK Antonellianum Bgl. et Car. Lager undeutlich, dünn und meist nur in kleinen Körnchen um die Perithecien entwickelt, schmutzig weiß. Perithecien klein, gegen 0,35 mm breit, schwarz, halbkugelig aufsitzend, am Scheitel kaum etwas nabel- förmig niedergedrückt. Involucrellum 70 p dick, dem Gehäuse bis zum Grunde anliegend, nur unten etwas abstehend. Gehäuse kugelig, 0,2 p breit, außen bräunlich, sonst blaß. Paraphysen nicht erkennbar. Schläuche fast kculig, gegen 70 p lang, 18 p breit. Sporen ellipsoidisch, zu 8, farblos oder leicht strohgelb, 16—20 p lang, 6—8 p breit. Jod färbt die Hymenial- schicht rot. var. Bachmanni Zschacke. Abweichend durch schwarzbraunes Excipulum, durch selten genau ellipsoidische, sondern meist etwas unregelmäßige bis naviculaartige, an beiden Enden etwas zugespitzte Sporen. Elstergeb.i rge: Auf Granit blocken unterhalb des Gipfels des Kapellenberges bei Brambach. 1961. Th. decussatum (Krplhbr.) Zschacke. — Acrocordia decussata Krplhbr. Lager dünn, ausgebreitet, hier und da etwas rissig, schmutziggrau, glanzlos, von schwarzen Linien mehr oder weniger dicht um- und durch¬ zogen. Perithecien flach gewölbt hervortretend, mit eingedrücktem Scheitel, 0,3—0,4 mm breit, Excipulum mehr oder weniger kugelig, 0,2—0,25 mm breit, schwarz, bis zur Hälfte vom kräftigen Involucrellum bedeckt. Schläuche eiförmig-keulig, 65—70 p lang, 30—35^ breit. Sporen zu 8, wasserhell, zweizeilig, an beiden Enden abgerundet 21—27 p lang, 8 bis ] 1 p breit. Jod färbt nach vorübergehender blaugrüner Färbung die Hymen ialmässe rot. Auf Sandstein bei Trier. Auf kieselhaltigem Gestein in den Alpen, sehr selten. Alpen: Gipfel des Monte Rosa; Carestia. 1962. Th. pyrenophorum (Ach.) Th. Fr. — Verrucaria pyrenophora Ach. — V. Borreri Hepp. — Sagedia Borreri Hepp. — Acrocordia galbana Kbr. — Thelidium Borreri Arn. — Th. galbanum Kbr. — Taf. CXXXB, Fig. 7—10.
664 Lager ausgebreitet, zusammenhängend, meist ziemlich zart bis fast fehlend, etwas weinsteinartig, zuweilen feinrissig, geglättet bis wellig- runzelig oder warzig gefeldert, blaß ockergelb, weißlich, bläulichweiß oder grau, mit dem Vorlager zusammenfließend, mitunter von schwarzen Linien um- und durchzogen. Perithecien ziemlich groß, 0,4—1,0 mm breit, schwarz, zuweilen leicht bereift, halb eingesenkt oder aufsitzend, halb¬ kugelig-kegelig hervortretend, mit genabelter, zuletzt durchbohrter Mün¬ dung. Gehäuse fast kugelig, blaß rötlich mit schwarzem Scheitel, an den Seiten oft bräunlich oder durchweg dunkel. Involucrellum kräftig, das Gehäuse halb oder ganz umhüllend, unten meist abstehend. Periphysen lang, zart. Schläuche bauchig-keulig, etwa 75 p lang, 35 p breit, achtsporig. Sporen ziemlich groß, breit ellipsoidisch, an beiden Enden stumpf, wasser¬ hell, zweizeilig, 20—38 p lang, 10—18^ breit. Jod färbt das Hymenium rot, den Schlauchboden schwach blau. I. genuinum Zschacke. Lager dünn, zusammenhängend, zuweilen feinrissig, geglättet oder feinwellig oder unterbrochen bis fehlend. Auf Kalk- und Silikatgestein in den Alpen verbreitet. f. lobulatum Hepp. Lager kleine weiße, unregelmäßig gelappte Flecken bildend. Schweiz: Auf Kalkfelsen am Fuße der Hochfluh am Rigi, var. acrustaceum Arn. Thallus fast fehlend. Apothecien nicht selten gereiht, zerstreut oder gehäuft, halbkugelig hervor tretend, ziemlich groß, am Scheitel genabelt und niedergedrückt, durchbohrt; Amphithecium dick, halbiert. Hymenium mit Jod weinrot werdend, ohne Hymenialgonidien. Sporen farblos, stumpf, länglich, zweizeilig, 27 p lang, 9—10 p breit, zu 8 im Schlauch. Tirol: An Glimmerschiefer und Kalkglimmerschiefer; Kühetai, Sulden, Tauern, Fassa. II. Ungeri (Fw.) Zschacke. — Thelidium Ungeri Fw..— Verrucaria conoidea Unger. — Sagedia Ungeri Müll.-Arg. Lager dicklich, zart gefeldert oder feinwarzig, zuletzt in Körnchen zerfallend, schmutzig grauweiß, mit schwarzem, oft eigentümlich ge¬ flecktem Vorlager. Perithecien kleiner, halb eingesenkt. Sporen ziemlich groß, meist 21—25 p lang, 11—13 p breit. An Kalkstein, ziemlich selten. Niederösterreich: Unterberg bei Gutenstein, an schattigen Kalkwänden. — Tirol: Auf dem Karwendel an schattigen Kalkfelsen; Kitzbühel, an Felsen von rotem Sandstein am Geschoß. — Schweiz: Bormio; Gemmi; Pilatus; Torembe; Valdobbia;
665 Pic Ramond; Mont Saleve; Reculet; Dole. — Allgäuer Alpen: Gottesacker wände. — Fränk. Jura: An einer Kalkwand in der Schlucht Steinleiten oberhalb der Wöhrmühle bei Müggendorf. 1963. Th. Schleicheri (Müll.-Arg.). — Sagedia (Thelidium) Schleicheri Müll.-Arg. Lager weder durch KOH noch CaCl gefärbt, ergossen, dünn, mehlig¬ weinsteinartig, an der Oberfläche etwas faltig-kleinwarzig, weißlich-lehm¬ gelb, ohne deutliches Vorlager. Perithecien in den etwas angeschwollenen, kegelig-halbkugeligen, grau bestäubten Warzen eingeschlossen, nur mit dem schwarzen, matten, anfangs eingedrückt-punktförmigen, später allmählich trichterförmig-genabelten Scheitel vortretend, im ganzen etwa zur Hälfte im Lager sitzend. Gehäuse halbiert. Hymenialgallert trocken blaß bräun¬ lich, durch Jod gebläut. Schläuche weitbauchig, buckelig verkehrt-eiförmig, kaum dreimal so lang als die Sporen, am Grunde kurz verengert, bald zer¬ fließend. Paraphysen undeutlich. Sporen zu 8, farblos, zweizeilig, zylin- drisch-ellipsoidisch, beiderseits stumpf abgerundet, in der Mitte nicht ein¬ geschnürt, sehr dünnwandig, 22—30^ lang, 10—I2yz. dick. Jod färbt die Hymenialschicht entweder dauernd blau oder es treten später stellenweise rote Flecken auf. Schwei z: An Kalkschäeferfelsen des Grand Muveran oberhalb Bex; Schienige Platte bei Interlaken. Von Th. Ungeri unterscheidet sich Th. Schleicheri nur durch unter¬ geordnete Merkmale. 1964. Th. olivaceum (Fr.) Kbr. — Verrucaria olivacea Fr. — Pyrenula olivacea Schaer. — Arthopyrenia olivacea Mass. — Sagedia olivacea Hepp. — Verrucaria pseudolivacea Nyl. — Arthopyrenia pseudolivacea Olivier. Lager unregelmäßig ausgebreitet, der epilithische Teil 50—140 /z dick, etwas schleimig-weinsteinartig, zuweilen etwas feinrissig, schmutzig grün¬ lich oder bräunlich-olivfarben, meist mit mehr oder weniger entwickeltem, schwarzem Vorlager. Markschicht schwärzlich, ungleich entwickelt, am Grunde mit knotig-rauhen, 4—7 /z dicken, senkrechten Hyphen in das Ge¬ stein eindringend. Gonidien einzeln, 4—8 p, dick, ungefähr kugelig. Peri¬ thecien klein, braunschwarz, oft gedrängt, fast kugelig, halbkugelig vor¬ tretend, mehr oder weniger vom Lager bekleidet, mit dem genabelten, zuletzt durchbohrten Scheitel schließlich frei. Gehäuse wasserhell oder außen schwarzbräunlich, 0,2 mm breit, bis zum Grunde von einem kräftigen, sich unten verbreiternden und in die schwärzliche Markschicht über¬ gehenden Involucrellum umgeben. Schläuche längliclvkeulig, achtsporig,
666 gegen 60^4 lang, 20^. breit. Sporen farblos, ellipsoidisch, meist zweizeilig, selten einzellig, 15—21 lang, 6—9^ breit. Jod färbt die Hymen fal¬ sch icht rot. Auf Kalk, selten. Schweiz: Auf Alpenfindlingen bei Zürich; zwischen Bonatchose und Fionney bei Freynieres. — Fränk. Jura: An Kalksteinen im lichten Föhrenwalde zwischen Kevenhüll und Beilngries. 1965. Th. tiroliense Zschacke. Lager dünn, häutig-weinsteinartig, schmutzig braun, unterbrochen, stellenweise fehlend; die Perithecien sitzen dann dem Gestein auf. Rinde paraplektenchymatisch, oberste Schicht gebräunt. Perithecien klein, zuletzt fast aufsitzend, schwarz, mit etwas glänzendem, nabe ligem Scheitel, Excipulum dunkel, vom Imvolucrellum fast bis zum Grunde schalig um¬ geben. Schläuche 60 p, lang, 20^4 breit. Sporen zweizeilig, 17—19^/ lang, 7—8 /4 breit. Jod färbt die Hymenialschicht rot. Tirol: Brenner, an den Obernberger Seen auf Kalksteinen. 1966. Th. methorium (Nyl.). — Verrucaria methoria Nyl. — Sagedia aeneovinosa Anzi. — Thelidium aeneovinösum Arn. — Verrucaria aeneo- vinosa Nyl. — V. diaboli Kbr. Lager ergossen, sehr dünn, häutig-weinsteinartig, zusammenhängend oder feinrissig, graubräunlich oder schmutzig hirschbraun bis fast ruß- farben, mit nicht erkennbarem Vorlager. Rinde etwa 12/4 dick, meist aus einer farblosen und einer gebräunten Schicht bestehend. Gonidien einzeln, kugelig, ungefähr 5 44 breit. Perithecien zerstreut, klein bis mittelgroß, 0,2—0,6 mm breit, fast halbkugelig aufsitzend, mit eingedrücktem, zuletzt breit durchbohrtem, glänzendem Scheitel und kugeligem, außen schwarzem Gehäuse. Involucrellum sehr kräftig, 0,5—0,8 mm breit, schwarz, bis zur Hälfte oder bis zum Grunde dicht anliegend oder hier etwas abstehend. Schläuche aufgeblasen-keulig, 80—105^ lang, 35—40 p breit, achtsporig. Sporen länglich ellipsoidisch, an beiden Enden abgerundet, zweizeilig, an der nicht immer deutlichen Querwand zuweilen leicht eingeschnürt, farblos, im Alter gelblich, 25—42 p lang, 10—18 /4 breit. Jod färbt die Hymenial¬ schicht rot. Auf überrieselten oder überfluteten Silikatfelsen in Gebirgsbächen. Tirol: Ziemlich verbreitet, z. B. Arlberg, Roßkogel, Großer Rettenstein, Predazzo usw. — Schweiz: Davos; Erstfelder Tal: Suster Tal. — Sudeten: An zeitweise überrieseltem Granit und Glimmerschiefer und an überflutetem Granit des Schneegrabens am Brunnenberge; Große Kessel¬ wiese im Mährischen Gesenke.
667 1967. Th. Schibleri Zschacke. Thallus dünn, weinsteinartig-häutig, auf dem Gestein zwischen anderen Flechten (z. B. Polyblastia cupularis), schwarzbraune, wie bestäubt aus¬ sehende, wenig ausgedehnte, unregelmäßige, unbegrenzte Flecken bildend. Perithecien halb eingesenkt, halbkugelig hervortretend, anfänglich völlig vom braunen Thallus dünn bekleidet, dann den abgerundeten, schwarzen Scheitel entblößend. Excipulum ellipsoidisch bis kugelig, 0,3 mm im Durch¬ messer, schwarzbraun, nach unten ganz oder nur stellenweise blaß; Involu¬ crellum dick, schwarz, 0,4—0,5 mm breit, das Excipulum bis zur Hälfte deckend. Schläuche keulig, 108—rio/z lang, 43—48/6 breit. Sporen zu 8, wasserhell, zweizeilig, beiderseits stumpf, länglich, 42—44// lang, 14 bis 14,5 p, breit, oder ellipsoidisch, 38—44/z. lang, 14,5—[8/6 breit. Jod färbt nach vorübergehender leichter Bläuung weinrot. Auf Kalkstein. Schweiz: Davos, an der Zügenstraße. [968. Th. Auruntii Mass. — Verrucaria incavata Nyl. Lager ergossen, dünn, zusammenhängend, weinsteinartig-knorpelig, glatt, dunkel- bis schwärzlichbraun, auf schwarzem Vorlager. Rinde etwa 30 //. dick, wasserhell, nach oben zu gebräunt, aus dicht verwebten, 3,5 bis 4/z dicken, sphäroidisch gegliederten Hyphen bestellend. Gonidicnschicht im Mittel 140 /4 dick, Hyphengewebe locker, Hyphen 4—5 u dick, Gonidien- knäuel keine geschlossene Schlicht bildend. Der Hypothallus besteht aus sehr weitmaschig-netzig verbundenen, 3—3,5 u, dicken, knotig gegliederten, vielfach kugelig oder ellipsoidisch erweiterten Hyphen. Perithecien 0,3 bis 0,45 mm breit, zerstreut, schwarz, glatt, halb eingesenkt, niedergedrückt- halbkugelig vortretend, zuletzt mit eingedrücktem und durchbohrtem Scheitel. Gehäuse annähernd kugelig, braun bis braunschwarz. Involu¬ crellum kräftig, schwarz, dem Excipulum um die Pore bis zur Hälfte der Höhe desselben angepreßt, nach unten in die Chlamys übergehend. Schläuche keulig, 90—105 tu lang, 30—35 /t breit, achtsporig. Sporen farblos, ellipsoidisch, nach den Enden zu etwas verschmälert, zuweilen etwas kahnförmig, zweizeilig, 23—35/6 lang, 9—15 /z breit. Jod färbt die Hymenialschicht rot. Auf Kalk und Dolomit hauptsächlich in den Alpen, zetstreut. Tirol: Nagelfluh im Vilstal, Schönkahler bei Vils; Waldrast, am Wege von der Ochsenalm zur Matreiergrube und in der Serlosgrube an Kalk; Obern¬ berg, längs der Seen; Großer Rettenstein, auf Dolomit; Gipfel des Kleinen Rettensteins, auf Phyllit; am Waldwege von Proseck zum Tauernhause auf Phyllit. — Niederöster reich: Ötscher, an Kalkfelsen über der Ochsenalm. — Salzburg: Unkental bei Lofer. — BayrischeAlpen:
668 Hochgern; Kämpen wand; Umgegend von Mittenwald; Gutenalpe, — Schweiz: Rosen lauf; Bagnes; Davos; Val Cluoza; Dole; Reculet. — Rügen: Auf kreideüberzogenen Feuersteinknollen vor der Kieler Schlucht. var. detritum Arn. Lager zart, oft fleckenförmig ausgebreitet, grau-bräunlich. Perithecien kleiner, halbkugelig, schwarz. Sporen zweizeilig, farblos, 27—30 p lang, 15 p breit. Tirol: Schiern, Waldrast, Sulden, Großer Rettenstein, St. Gertraud, Paneveggio. var. fuscidulum Arn. Lager zart, dunkler, bräunlich. Perithecien etwas kleiner als beim Typus. Tirol: Brenner, im Griesberger Tale: Tnnergeschlöß. var. rimulosum Müll.-Arg. Lager unregelmäßig, in der Mitte rissige, am Rande mehr oder weniger zusammenhängende Flecken bildend. Schweiz: Rophaien (Uri), auf Kalkschiefer; Davos, in der Zügen- Straße; Savoyen, Etrembieres an der Arve. var. microcarpum Zschacke. Thallus sehr dünn; Perithecien kleiner, wenig vortretend; Excipulum 0,2—0,25 mm im Durchmesser, Involucrellum nur um die Mündung herum gut entwickelt, kaum breiter als das Excipulum. Sporen 29—34 p lang, 12—14,5 p breit. W e s t r h ä t i s c he Alpen: Davos, 2200 m. 1969. Th. opacum Lahm. Lager dünn, oliv färben, glanzlos, weinsteinartig-häutig, ergossen, zu¬ sammenhängend, stellenweise feinrissig. Rinde etwa 10 p dick, aus ge¬ bräunten, dicht verwebten, senkrecht gerichteten Hyphen bestehend, Gonidien 3,6—8 p im Durchmesser, rundlich-eckig, Markschicht mehr oder weniger entwickelt, paraplektenchymatisch, schwarz. Perithecien zahlreich, etwa 0.3 mm breit, fast aufsitzend, am Grunde mehr oder weniger vom Lager bedeckt, mit abgeplattetem, eingedrücktem und zuletzt durchbohrtem Scheitel; Excipulum 0,2 mm im Durchmesser, kugelig, völlig vom in die Markschicht übergehenden Involucrellum umgeben. Schläuche 75 p lang, 21 p breit, keulig. Sporen zweizeilig, 24—30 p lang, 8—12 p breit. Jod färbt die Hymenialschicht nicht. Westfalen: Am Klusenstein im Hönnetale.
669 197°- Th. austriacum Zschacke. Lager dünn, schmutzig weiß, ausgebreitet, runzelig; Rinde nicht unter¬ schieden ; Gonidienschicht bis 240 p dick, durch körnige Einstreuung trübe, Hyphen gegen 2 p dick, mit kleinen, ziemlich dichtstehenden Gonidien- knäueln; Hyphen des Hypothallus zart, glatt, straff, 1,2—1,5 p stark. Perithecien eingesenkt, mit wenig hervorragendem Scheitel, etwa 0,35 mm im Durchmesser, kugelig, zuletzt mit erweiterter Mündung urnenförmig, mit braunem, um die Mündung verstärktem Excipulum. Schläuche sackig, 85 p lang, 22 p dick; Sporen zu 8, wasserhell, vierteilig, ellipsoidisch, an einem Ende breiter und stumpfer als am anderen, etwas zugespitzt, 21 bis 25 p lang, 9—11 p breit. Jod färbt die Hymenialmasse rot. Auf Kalkfelsen. N ie de rösterreich: Kranichberg bei Gloggnitz. 1971. Th. perexiguum (Müll.-Arg.). — Sagedia perexigua Müll.-Arg. Lager sehr dünn, nicht begrenzt, blaugrau oder bleigrau, mit dem Kalk verwachsen, Perithecien etwa 0,15—0,2 mm breit, eingesenkt, fast ganz, mit nicht vortretendem, aber die Kalkoberfläche erreichendem Scheitel, deutlich verflacht-gestutzt, schwarz, matt. Paraphysen fehlen.. Schläuche verkehrt eiförmig, dünnwandig, achtsporig. Sporen 25—35 p lang, etwas keulenförmig verkehrt-eiförmig, oben gewöhnlich breit und stumpf abgerundet, unten allmählich verschmälert, am Grunde stumpflich, vierzellig, rötlich-farblos. Schweiz: An Kalkfelsen am Grunde des Mont Saleve. 1972. Th. larianum Mass. (In der Fassung von Zschacke.) Lager endolithisch, nur sehr dünn und zusammenhängend heraus¬ tretend, ohne dunkle umgebende Linie, trocken und naß weißgrau oder grau, zuweilen fehlend, ohne Ölzellen im Hypothallus. Perithecien zuerst klein, punktförmig, dann mittelgroß, eingesenkt, nach dem Ausfallen sich ver¬ flachende Gruben hinterlassend; Excipulum um. die Pore verdickt, außen herum schwarzbraun. Sporen zu 8, ellipsoidisch und nirgends eingeschnürt, vierteilig, ohne Längswand, selten straffwandig, meist knitterfaltig, ziem¬ lich regelmäßig geteilt, 25—43^ lang, 11—15^ breit. Korfu, Italien. Nach Zschacke gehören in den Kreis von Th. larianum folgende Unter¬ arten, Varietäten und Formen: A. Th. incavatum (Nyl.) Arn. — Verrucaria pyrenophora var. incavata Nyl. — V. incavata Leight. Lager gräulichweiß, dünn, glatt oder hin und wieder etwas runzelig, weinsteinartig-mehlig, zusammenhängend. Rindenschicht gegen 40 p dick, Gonidienschicht gegen. 140^ dick, Gonidienknäuel eine ziemlich geschlossene
670 Schicht bildend, Hyphen des Hypothallus glatt, etwa 2 dick, Ölhyphen 3,6 p, dick, Sphäroidzellen nicht beobachtet. Perithecien reichlich, zerstreut, schwarz, völlig eingesenkt und punktförmig sichtbar werdend, dann den zuletzt durchstoßenen Scheitel mehr oder weniger entblößend, zuweilen vom Thallus etwas wallartig umgeben, nach dem Ausfallen Gruben hinter¬ lassend, mehr oder weniger kugelig, 0,3—0,5 mm im Durchmesser. Excipulum schwarzbraun, um die Mündung verdickt. Schläuche keulig, etwa iio^u lang, 40^ breit. Sporen zu 8, länglich-ellipsoidisch, meist an einem Ende breiter als am andern verschmälerten, vierteilig, 32—46 p, lang, 14—18 p dick. Jod färbt die Hymenialmasse nach leichter Bläuung rot. Äußerlich dem Th. immersum Leight. ähnlich. An Kalkgestein, besonders auf aus der Erde hervorragenden Steinen, auf Dolomit, in den Alpen und Mittelgebirgen verbreitet, doch nicht häufig. a) Th. bavaricuni Dalia Torre et Sarnth. — Th. epipolaeum Arn. — Th. incavatum (Nyl.) Mudd. Sporen vier- und fünfzellig; mehr oder weniger häufig tritt bei einer oder zwei Mittelzellen eine Längstei Ium g auf, so daß die Spore bis sieben Zellen auf weist. Nach Zschacke: J u r a s s i s c h e s B e r g 1 an d. — Schwäbischer J ura: Oberes Wendtal. — Fränk. Jura: Eichstätt, Pfünz, Weis¬ main. — Harz und unteres Saaletal: Zechstein von Petersdorf- Rüdersdorf, Wettin, Friedeburg, Könnern. — Westfalen: Handorf. — Sudeten: Wünschendorfer Kalkberg: Kitzelberg bei Kauff ung. — Mähren: Tischnowitz bei Brünn. b) Th. calcivorum (Nyl.) Zsch. — Verrucaria calcivora (Nyl.) Lojka. Perthecien mehr hervortretend, meist von einem niedrigen Thalluswall umgeben. Schläuche schmäler, 90—100^. lang, 21—30 p breit; Sporen kleiner, fast ausschließlich vicrzellig, 25—35(—36) p. lang, 9—n(—13) /t breit. Alpen: Engelberg, Seelisberg; Uri, Rophaien, Gampeln, Schienacht; Weißenstein bei Solothurn im Jura. — Schwäbischer J ura: Schopf- loch-Unterleningen; Hiltensweiler. c) Th. quinqueseptatum (Hepp) Arn. — Thelotrema quinqueseptatum Hepp. Lager weißlich, meist gut entwickelt, runzelig-warzig bis glatt oder fehlend. Perithecien zahlreich, schwarz, klein, meist thallodisch umkleidet, mit dem größten Teil dem Stein eingesenkt. Excipulum kugelig, schwarz¬ braun. Schläuche keulenförmig, 90—108 p lang, 36—45 p breit. Sporen vierteilig, selten die eine oder andere Mittelzelle längsgeteilt, an einem Ende breiter als man andern, mehr oder weniger verschmälerten, wasser¬
671 hell-gelblich trübe, im Alter knitterfaltig, 30—50/z lang, 13—17^4 breit. |od färbt die Hymenialmasse rot oder blau und rot gescheckt. An schattigen Kalk- und kalkhaltigen Sandsteinen. Alpen: Thalwil; Birzikon; Grüningen; Küß nach ter Tobel; Paganella, Rollepaß; Pönale bei Riva. — S chw e i ze r J u r a: Monnetier am M. Saleve. — Wes t f a 1 e n: Büren, Brilon, Warburg usw. — Harz: Obersdorf. et) Th. aphanes Lahm, Lager nur sehr dünn hervortretend, grauweiß oder weißgelblich, fast staubig, zusammenhängend, ausgebreitet. Perithecien völlig eingesenkt, erst nach dem Zusammenbrechen des Gesteins erkennbar, Mündung punkt¬ fein, oft nur unter der Lupe sichtbar. Excipulum braun, 0,2—0,25 mm im Durchmesser. Schläuche schlank, 90—100 p, lang, 30—32—36 p. breit. Sporen vierzellig, bald knitterfaltig, an einem Ende breiter als am mehr oder weniger zugespitzten andern, 30—39 lang, 13—15 p breit. Jod färbt die Hymenialmasse rot. Westfalen: Auf umherliegenden Kalksteinen des Höcksberges liei Beckum; b-ei Büren. — Schlesien: Kitzelberg bei Kauffung. B. Th. dominans Arnold. — Taf. CXXXV, Fig. 5—10. Lager weiß, gelblich., blaßgrau, zuweilen von schwarzen Linien um- und durchzogen, dünn, mehlig, geglättet, ausgebreitet. Rindenschicht 30 bis 40 p dick, aus mehr oder weniger senkrecht gerichteten, locker ver¬ zweigten, oberhalb gebräunten Hyphen bestehend; Gonidienschicht 60 bis 200 /z, Gonidienknäuel durch den Pilz oft weit auseinandergedrängt. Peri¬ thecien völlig eingesenkt, zuerst punktförmig sichtbar, annähernd kugelig, später mit breitem, abgeplattetem, die Thallusfläche nicht überragendem, zuletzt durchbohrtem Scheitel sichtbar. Excipulum schwarzbraun, um die Mündung verdickt, nach unten oft heller. Schläuche keulig, 125 /z lang, 45 p. breit. Sporen vier-, selten fünfteilig, zuweilen eine oder zwei Mittel¬ zellen noch einmal längs geteilt, meist an einem Ende breiter als am andern, mehr oder weniger verschmälerten, 39—54^4 lang, 15—18/z. breit. Jod färbt die Hymenialmasse vorübergehend blau, dann rot, zuweilen rot und blau gescheckt. geographicum Arn. Lager mit schwarzen Linien. f. obtectum Arn. Perithecien nur mit der Spitze vortretend oder ganz eingesenkt, außen nur durch einen dunklen Fleck angedeutet. An Dolomit in den Alpen Tirols verbreitet, z. B. Plansee, Waldrast, Ampezzo, Val Fonda, Langkogel, Sellajoch, Schiern, Latemar, Paganella; Erfurter Hütte. — Schweiz: Davos; Rosenlaui; Wengeralp.
672 C. Th. umbrosum Mass. Lager weinsteinartig, dünn, fleckenartig, zusammenhängend, schmutzig grau oder graubraun, schwarz umgrenzt. Rinden- und Gonidienschicbt etwa 150 p stark, äußerste Rindenhyphen rötlichbraun, Gonidienknäuel zer¬ streut, Hypothallus locker netzig verzweigt, Hyphen knotig gegliedert, etwa 3,6 p dick, Ölzellen nicht beobachtet. Perithecien eingesenkt, zuerst punktförmig, dann den mehr oder weniger abgeplatteten Scheitel ent¬ blößend; Excipulum kugelig, später aber erweitert, um die Mündung herum verdickt, schwarzbraun, nach unten etwas blasser, 0,4—0,45 p breit. Schläuche meist schlecht erhalten, schmalkeulig, etwa 100 p lang, 30 p breit. Sporen ellipsoidisch, wenn gut entwickelt zwei- und vierteilig, bald knitter- faltig, 32—36 p lang, 14—16 p breit wenn zweiteilig, 32—40 p lang, 13 bis 15 p breit wenn vierteilig. Jod färbt die Hymenialmasse kräftig blau mit nachfolgender schwacher Rotfärbung. An Kalkfelsen der Alpen. N iederösterreich: An Kalkfelsen bei den Mirafelsen nächst Gutenstein. — Salzburg: Radstadter Tauern und Kalkfelsen bei Tweng; Lofer. — Schweiz: Davos, Gampeln, Kandersteg am Fuße des Gemmi usw. 1973. Th. parvulum Arnold. — Th. minutulum Arn. exsicc. 390. — Taf. CXXX B, Fig. 6. Lager graugrün oder grünlich, dünn bis fast fehlend, vom Gestein kaum verschieden, mit zerstreuten, annähernd kugeligen Gonidien von 3—8 p Durchmesser. Perithecien zerstreut, 0,15—0,2 mm breit, halb¬ kugelig vortretend, schwarz, im eingesenkten Teil wasserhell. Schläuche etwa 70—80p lang, 26—28 p breit, keulig. Sporen farblos, länglich, mit¬ unter leicht gekrümmt, zwei- bis vierzellige in demselben Perithecium, letztere 25—30, erstere 21—23 p lang, 6—8—10 p. breit. Jod färbt die Hymenialmasse rot. Erklärung zu Tafel CXXXV. Fig. 1. Thelidium papulare, Lager, nat. Gr. ,,2. „ 11 Lager, Lupenvergrößerung. ,,3. „ „ Schlauch, Vergr. 500. ,, 4. „ „ Sporen, Vergr. 1000. n 5. „ dominans, Lager, nat. Gr. i, 6. ,, ti Lager, Lupenvergrößerung. ,, 7. ,, ,, Querschnitt durch ein Kalkstück mit Lager und Perithecien, Lupenvergrößerung. „ 8. n »» Schnitt durch ein vom Kalk befreites Lager mit Perithecium, Vergr. 100. ,, 9. ,, „ Schlauch, Vergr. 200. „ IO. „ », Sporen, Vergr. 250.
673 Auf schattigem, feuchtem Sand- und Kalkstein. — Fränk. Jura: Auf kleinen Sandsteinen an einem Waldwege zwischen Banz und Alten¬ banz; an Sandsteinen im Föhreniwalde des Kreuzberges bei Vilseck. — Westfalen: Pflaster des Vorplatzes in der Domprobstei zu Münster; Bielsteinhöhle bei Lippspringe. — Vogtland: Granitblock auf dem Kapellenberg bei Schönberg. — Thüringen: Elgersburg. — Nieder- österreich: An Sandstein in feuchten Gräben des Hart bei Neulengbach. 1974. Th. Zwackhii (Hepp.) Arn. — Sagedia Zwackhii Hepp. Th. Montini Beltr. — Th. Bubulcae Mass. — Taf. CXXXVII, Fig. 7. Lager sehr dünn, fast ergossen, zart, schorfig, grünlichgrau bis wei߬ lichgrau, mitunter fast fehlend, mit undeutlichem, blasserem Vorlager. Perithecien klein, 0,1—0,25 mm breit, schwarz, etwas rauh, anfangs fast eingesenkt, später sitzend, fast kugelig, weich, mit papillenförmiger, fein durchbohrter Mündung; Wandung schwarz, nach unten blasser bis wasser- hell, öfters ringsum mit zarter, schwarzbrauner Außenschicht. Paraphysen kurz. Schläuche keulig, 90—120 p lang, 30—40 p breit. Sporen zu 8, farb¬ los, länglich-ellipsoidisch, zuletzt vierzellig, 22—36 p lang, 8—14/z. dick. Jod färbt die Hymenialschicht rot. Auf kalkhaltigem Sandstein und Kalkfelsen, ziemlich selten. Schweiz: Zürich, am See auf Nagelfluh; Davos. — Allgäuer Alpen: Auf moosigen, sumpfigen Stellen in der Nähe der Villa Till bei Pfronten (wohl f. velutinum). — Bayern: München, an Sandsteinblöcken am Bache in der Waldschlucht des Kalkgrabens oberhalb Tutzing; auf einem Sandstein unweit Hornstein; bei Icking, zwischen Geiselpullach und Feldgreding. — Westfalen: Ziegenberg bei Höxter; bei Büren; Waldhügel bei Rheine; Lehmheide bei Handorf; Crassulaceen.be ete im Botan. Garten, zu Münster. — Schleswig-Holstein: Kreis Storman. — Harz: Mohrungen, in einem Waldbache. — Böhmen: Eipel. — Schlesien: Riesengrund; Kitzelberg und Mühlberg bei Kauffung. f. velutina (Kbr.). — Verrucaria velutina Beruh. — Thelidium velu¬ tinum Kbr. — Thelidium Fuistingii Kbr. — Verrucaria geophila Nyl. Lager ergossen, sehr zart klein-schorfig aschgrau, bald verschwindend, ohne erkennbares Vorlager. Perithecien sehr klein, punktförmig, kugelig, schwarz, fast sitzend, 0,17—0,18 mm breit, mit unten, blasser oder fast farbloser Wandung, feucht schmutzig gelblich. Sporen vierzellig, 22—25 p lang, 8—9 p dick, sonst wie die Art. Auf lehmiger oder kalkiger Erde, selten auch auf kleine Steinchen übergehend. Westfalen: Auf nackter Kalkerde eines sonnigen Walles l>ei Nienberge; auf Lehmboden bei der Pleistermühle bei Handorf. — Thomä-Migula, Flechten. II. (Flora XII, 2.) 43
674 Schleswig-Holstein: Lauenburg; Fünen: Skaarup. — Schweiz: Auf Erde bei Genf; auf mit dünner Erdschicht bedeckten Felsen bei Gossau; Albis. — Schles ien: Grünberg; Grünbusch bei Hirschberg. — Ostpreußen: Lyck (Verrucaria geophila). f. xylospila (Nyl.). — Verrucaria xylospila Nyl. Die holzbewohnen.de Form. Lager bräunlich, etwas rissig. Schweiz: Rifferswyl. /. Bubulcae (Mass.). — Thelidium Bubulcae Mass. Perithecium rings mit dunkler Wandung. Sporen 30—36 p lang, 12—16 p breit, farblos, vierzellig. Tirol: Kufstein, an Kalkfelsen im Kaisertale. 1975. Th. aethioboloides Zschacke. Lager dünn, 0,50 p, häutig, glatt, zusammenhängend, schwärzlich, feucht dunkelgrün und gelatinös, paraplektenchymatisch ; Gonidien mehr oder weniger kugelig, 4—9 p breit, ellipsoidisch gestreckt, 8—11 p lange, 4—5 p breite eingemischt. Perithecien klein, zerstreut, hervortretend, anfänglich vom Thallus überdeckt, später mit dem fein durchbohrten, schwarzen Scheitel mehr oder weniger frei. Excipulum blaß, mehr oder weniger kugelig, etwa 0,2 mm im Durchmesser, vom Involucrellum, das unten nicht absteht und hier verbreitert ist, bis zur Hälfte bedeckt. Peri- physen straff, bis 21 p. Schläuche sackig-keulig, 80 p lang, 28—30 p breit. Sporen anfänglich zwei-, dann vierzellig, zu 8, wasserhell, länglich-ellip¬ soidisch, an einem Ende breiter als am andern zugespitzten, 32—39 p lang, 10—12 p breit. Auf von Wasser bespültem Kalkstein in Gesellschaft von Thelidium Zwackhii in einem Bache über Davos-Platz in der Schweiz. 1976. Th. riparium (Hepp.) Zschacke. — Sagedia riparia Hepp. Lager schorfige, graue Flecken auf dem Substrat bildend; etwa 0,1 mm dick, aus dicht verwebten Hyphen gebildet, Rindenschicht kaum unter¬ schieden, obere Hyphen etwas gebräunt, Gonidien in ununterbrochener Schicht. Perithecien abgeplattet, halbkugelig vortretend, mit eingesenkter Basis, angefeuchtet braunschwarz, etwa 0,2 mm im Durchmesser, auf dem Scheitel mit dem wenig ausgedehnten Involucrellum verbunden. Schläuche keulig bis aufgeblasen-keulig, 75—80 p lang, 28—36 p breit. Sporen wasserhell, anfänglich zwei-, dann vierteilig, an den Querwänden häufig eingeschnürt, im Alter knitter faltig, an einem Ende gewöhnlich: zugespitzt, 22—30 p lang, 10—13 p breit. Jod färbt die Hymenialmasse rot. An entblößten Wurzeln alter Weidenstämme bei Zürich.
675 1977- Th. fontigenum (Krpihbr.) Mass. Lager weinsteinartig - staubig bis schorfig - mehlig, ausgebreitet, schmutzig rötlich bis weißlich gescheckt, stark mit kohlensaurem Kalk in¬ krustiert. Gonidien freudiggrün, ungefähr kugelig, 4—7 p breit, in Knäueln im Lager zerstreut. Perithecien mit dem schwarzen, abgestutzten, kegeligen Scheitel hervorstehend. Excipulum 200 p im Durchmesser, schwarzbraun, zart, um die Mündung herum vom Involucrellum, das nach unten absteht, umgeben; Höhe desselben gleich Vs—V« der Höhe des Exci- pulums, Durchmesser 250 p. Sporen wasserhell, vierzellig, 32—35 lang, 12—13 /z. breit, oder zweizeilig 28—29 p lang, 12—12,5 p breit. Jod färbt die Hymenialmasse blau. Fränk. Jura: An einem von Wasser beständig überspülten, höl¬ zernen Brunnentroge bei Unterfeldbrecht bei Diedenhofen. 1978. Th. Gisleri Müll.-Arg. Lager deutlich, aber sehr dünn, weinsteinartig-mehlig, nicht begrenzt, blaugrau, zuletzt lehm farbig. Perithecien halb eingewachsen, kugelig¬ krugförmig, am> Scheitel ausgezeichnet gestutzt - niedergedrückt, zuletzt durchbohrt, nackt, schwarz, matt, x/s—*/< mm breit. Paraphysen undeutlich, Schläuche verkehrt - eiförmig - bauchig, achtsporig. Sporen vierzellig, ei- spindelförmig, 30—37 p lang, 10—12 p breit. Schweiz: An Kalkfelsen am Roßstock. 1979. Th. cataractarum (Hepp.) Mudd. — Sagedia cataractarum Hepp. — S. Zwackhii ß toficola Hepp. — Thelidium rodnense Zschacke. Lager ergossen, sehr dünn, trocken weißlich-grau und fast schorfig, feucht gräulich-grün^ und etwas gallertig, mitunter fast verschwindend. Gonidienknäuel zerstreut; Gonidien freudiggrün, ungefähr kugelig, 4—7 p dick. Perithecien klein, bis 0,27 mm breit, schwarz, halb eingesenkt bis fast sitzend, beinahe kugelig mit etwas abgeflachtem Scheitel, zerstreut, feucht weich, mit schwarzbraunem, nach unten zu meist blasserem Ge¬ häuse und schwarzem, dem Scheitel des Gehäuses aufliegendem und dieses bis zu etwa halber Höhe bedeckendem, unten abstehendem Involucrellum. Paraphysen bald verschwindend. Schläuche langkeulig, 90—112^ lang, 38—50 p breit, achtsporig. Sporen farblos oder blaß bräunlich, längliche ellipsoidisch, mit ein bis drei Querwänden, 21—36 p lang, 10—15 p dick. Jod färbt die Hymenialmasse rot. Auf Kalk und kalkhaltigem Gestein im und am Wasser, selten. Tirol: An Kalk und Gl immer schiefer steinen im Seitenbache und im Bache unter¬ halb der Waldrast. — Niederösterreich: Auf Sandstein im Schwar¬ zenbach bei St. Veit an der Gölsen. — Schweiz: An Kalk und Sand¬ 43*
676 steinen in der Umgebung des Züricher Sees; Riffersweil; Gossau (hier auch auf Holz). — München: An Kalksteinen des Waldfußweges südlich bei Schäftlarn; an Kalksteinen im Buchenwalde oberhalb Delling; an kleinen Steinen an der Straßenböschung zwischen Ebenhausen und Schäftlarn. — Westfalen: Bei Büren in einem Straßengraben auf nassen Kalksteinen; in den Quellen der Alme; auf der Lehmheide bei Handorf; am Ziegenberge bei Höxter. 1980. Th» papulare (Fr.) Nyl. — Verrucaria papularis Fr. — V. Sprucei Leight. — Verrucaria pyrenophora Leight. — Sagedia pyrenophora Hepp. — Thelidium pyrenophorum Kbr. pr. p. — Th. Sprucei Krplhbr. — Th. rubellum Kbr. — Taf. CXXXIV, Fig. 6, 7; CXXXV, Fig. 1—4. Lager gräulich oder bräunlich, oft Ins Gelbliche oder Rötliche spielend, zuweilen von schwarzen Linien um- und durchzogen, oft ziemlich dick, krustig und zerrissen oder dünner bis sehr dünn, manchmal fast fehlend, kleiig und beinahe zusammenhängend. Gonidien geknäuelt in ziemlich ge¬ schlossener Schicht. Perithecien groß, schwarz, halb eingesenkt oder fast oberflächlich, niedergedrückt-kugelig, am Scheitel fast gar nicht eingedrückt oder selbst nabelig vertieft, durchbohrt, zuletzt mit ziemlich breiter Mün¬ dung, 0,3—0,6 mm breit. Gehäuse um die Mündung verdickt und kohlig, nach unten gewöhnlich blasser. Involucrellum stark entwickelt, 0,4 bis 0,8 mm breit, dem Gehäuse bis zur Mitte und selbst noch weiter herab an¬ liegend und nach unten zu meist abstehend. Paraphysen gewöhnlich mehr oder weniger verschleimt. Periphysen zart, lang, schlaff. Schläuche ei- förmig-keulig, 90—110^ lang, 36—43 p, breit; Sporen zu 6—8, groß, vier¬ zellig, farblos, später gelblich, ellipsoidisch, 29—50/1 lang, 12—20/4 dick. Jod färbt die Hymenialschicht rot. Hauptsächlich auf Kalk, Dolomit, kalkhaltigem Sandstein, selten auf Silikatgesteinen, in den Alpen und deutschen Mittelgebirgen ziemlich ver¬ breitet. Zschacke unterscheidet: 1. genuinum. Thallus grau; Perithecien mattschwarz, bei Schatten formen bereift, nicht selten vom Thallus geäugelt, an der Spitze wenig oder gar nicht ein¬ gesenkt. * arenarium (Hepp.). — Thelidium epipolaeum Kbr. — Sagedia pyrenophora ß arenaria Hepp. Lager dünn, grau. Perithecien kleiner und freier als bei der Stamm¬ form; Excipulum 0,3—0,4 mm, meist gänzlich schwarzbraun und nach unten dünner; Involucrellum dem Excipulum bis zum Grunde anliegend. Auf Sandstein.
677 2. fuscum. Thallus braun, geglättet; Perithecien glänzend schwarz, halbkugelig, Scheitel nicht eingesenkt, zuletzt durchbohrt. In der Hügelregion. 3. leoninum (Anzi) Arn. — Verrucaria leonina Anzi. Thallus schmutzig gelbbräunlich, meist von schwarzen Linien um- und durchzogen; Perithecien mit nabelig vertieftem Scheitel. In der alpinen Region. 4. algovicum Rehm. Thallus dünn, glatt, rotbräunlich, hin und wieder von schwarzen Linien durchzogen; Perithecien schwarz, meistenteils glänzend, größer als bei fuscum, am Scheitel nabelig vertieft. Von voriger Form eigentlich nur durch die Thallus färbe verschieden und wie diese in der alpinen Region. 1981. Th. jurassicum Zschacke. Lager dünn, aschgrau, blaugrau. Perithecien bis 0,8 mm breit, wenig eingesenkt, fast aufsitzend, niedergedrückt-halbkugelig, mit breit durch¬ bohrtem Scheitel, anfänglich vom Thallus bis zur schwarzen Mündung bedeckt, später mehr oder weniger frei. Excipulum schwarzbraun, etwa 0,43 mm im Durchmesser, am Grunde zarter. Schläuche eiförmig-keulig, etwa 90 p, lang, 40 p, breit. Sporen vierzellig, wasserhell, ellipsoidisch, 40/1 lang, 14 breit. Jod färbt die Hymenialmasse blau. — Parallelform von Th. Schleichen Müller-Arg. Auf Kalkstein am Reculet im Franz. Jura. 1982. Th. cinerosum Eitner. Zschacke. Lager dünn, aschgrau, leicht bestäubt, zusammenhängend. Perithecien halb eingesenkt, vom Lager bis auf die Pore überdeckt, später vom Lager umwallt. Excipulum schwarz braun, kugelig-niedergedrückt, 0,35 mm breit, Involucrellum schwarz, am Scheitel auf liegend, nach unten abstehend, etwa halb so hoch wie das Excipulum. Schläuche blasig-keulig, fast eiförmig. Sporen vierzellig, länglich-eiförmig, 30—36//. lang, 14—18 /u breit. Jod färbt die Hymenialmasse leicht blau, dann braun. Schlesien: An Kalkfelsen der Landstraße von Toppich nach Seiten¬ dorf, Kr. Schönau. Anhang zu Thelidium 1983. Th. sublacteum Eitner. Lager mehr weniger große, gelblich- oder grau-weiße, oft dunkel um¬ randete Flecken auf dem grauschwarzen Substrat bildend, zusammen¬ hängend, dünn, anstrichartig, selten etwas rissig. Perithecien klein, völlig
678 eingesenkt, nur mit dem grauschwarzen, zerrissenen oder durchbohrten Scheitel wenig vortretend. Gehäuse nur außerhalb des Lagers schwarz, kohlig, innerhalb dünn und bell, Schlauch und Paraphysenansatz braun. Sporen in keuligen Schläuchen, zu 8, 13—14 /z lang, 4 /z dick, deutlich zwei¬ teilig. Jod färbt das Hymenium gelb, besonders Schläuche und Sporen sehr intensiv, dann hochorange bis bräunlich. Böhmen: Am Chrast bei Chrudim auf überflutetem Schiefer. Nach Zschacke gehört diese Art wegen des Vorhandenseins von Para¬ physen nicht zu Thelidium; in dem kleinen Stück, welches ich von Eitner selbst zur Untersuchung erhielt, waren aber die Paraphysen völlig ver¬ schleimt und nur am Grunde undeutlich und nur in einzelnen, offenbar jüngeren Perithecien stellenweise erkennbar. Ich möchte die Art, da mir eine Nachuntersuchung zur Zeit nicht möglich ist, deshalb doch anhangs¬ weise zu Thelidium stellen. Gattung Polyblastia (Mass.) Lönnr. Lager krustig einförmig, epilithisch, rissig bis pulverig, mit mitunter gut entwickeltem Vorlager, oder endolithisch. Gonidien zu Protococcus gehörig. Perithecien einfach, sitzend, thallodisch, bekleidet oder nackt, bei endolithischen Arten ganz in die Unterlage versenkt und beim Heraus- fallen Grübchen hinterlassend, mit hellem oder hoimartig-kohligem und kugeligem oder halbkugeligem Gehäuse, mit einfacher Pore sich öffnend; Fruchtkern ohne Hymenialgonidien. Paraphysen schleimig zerfließend. Schläuche aufgeblasen bis sackförmig keulig, ein- bis achtsporig. Sporen verhältnismäßig groß, mauerartig-vielzellig, rundlich bis länglich ellipsoi¬ disch, hell oder dunkel gefärbt. Übersicht der Arten Polyblastia: 1. Schläuche achtsporig 2. Schläuche zweisporig (Bispora) 39. 2. Sporen von einem Schleimhof umgeben (Halospora) P. deminuta. Sporen nicht von einem Schleimhof umgeben 3. 3. Sporen wenig geteilt 4. Sporen mauerartig-vielzellig 5. 4. Sporen fast kugelig oder eiförmig, mit 4—6 Teilzellen (Coccospora) 6. Sporen mit 6—15 Teilzellen, ähnlich wie bei Thelidium geteilt, nur einzelne Fächer noch mit einer Längswand (Thelidioides) 7. 5. Sporen bis 45^ lang (Polyblastidea) 15. Sporen im Durchschnitt weit über 45 jlc lang (Sporodictyon) 32.
679 6. Sporen farblos 7. Sporen braun P. discrepans. 7. Lager dünn, eben, oft nur durch einen grauen Flecken angedeutet P. singularis. Lager runzelig-faltig P. plicata. 8. Auf Rinde P. fallaciosa. Auf Gestein 9. 9. Perithecien hervortretend 10. Perithecien eingesenkt 14. io. Lager graubraun P. Sprucei. Lager weißlich, blaßgrau oder gelblich 11. 11. Lager sehr zart 12. Lager dicklich 13. 12. Sporen 48—76 p lang, 18—30 p breit P. rivalis. Sporen 23—30 /z. lang, 10—12 p breit P. dissidens. 13. Involucrellum mit dem Gehäuse völlig verwachsen P. ardesiaca. Involucrellum deutlich vom Gehäuse getrennt P. verrucosa. 14. Sporen 38—60/4 lang, 12—25 p breit P. dermatodes. Sporen 21—40 /t lang, 12—25 /z. breit P. sepulta. 15. Sporen farblos 16. Sporen schwärzlich 31. 16. Perithecien völlig eingesenkt 17. Perithecien halb eingesenkt oder sitzend 19. 17. Lager weiß oder weißgrau 18. Lager bräunlich P. abscondita. 18. Sporen 21—34 p lang P. albida. Sporen 30—45 p lang P. obsoleta. 19. Auf Rinde, Moos, Erde 20. Auf Gestein 24. 20. Sporen 45—54 lang P. evanescens. Sporen unter 40 p lang 21. 21. Lager kleinkörnig, gelbgrünlich P. fugax. Lager zusammenhängend, anders gefärbt 22. 22. Lager weißlich P. Sendtneri. Lager braun oder schwarz 23. 23. Lager weinsteinartig-knorpelig, schmutzigbraun oder hirschbraun P. epigaea. Lager schwärzlich, gallertartig P. allobata. 24. Lager bläulich P. forana. Lager nicht bläulich 25.
080 25. Lager lehm farbig 26. Lager nicht lehmfarbig 27. 26. Lager zusammenhängend P. flavicans. Lager feinrissig gefeldert P. fuscoargillacea. 27. Lager weiß P. gneissiaca. Lager nicht weiß 28. 28. Lager etwas dicklich, runzelig, Perithecien halb eingesenkt P. pal¬ lescens. Lager zart 29. 29. Lager weißlich, grau oder bräunlich 30. Lager hirschbraun oder olivfarben P. intercedens. 30. Lager zusammenhängend, Sporen mit zwei bis vier Längs wänden, Perithecien fast sitzend P. cupularis. Lager feinrissig, Perithecien halb eingesenkt, nur einige Zellen der Sporen mit Längs wand- P. abstrahenda. 31. Sporen 36—48 lang P. scotinospora. Sporen 18—30^ lang P. cinerea. 32. Lager nicht wahrnehmbar, im Gestein verborgen P. clandestina. Lager sichtbar 33. 33. Auf nackter Erde P. terrestris. An Gestein 34. 34. Perithecien mittelgroß (0,4—0,5 mm) P. turicensis. Perithecien groß (0,5—1,0 mm) 35. 35. Involucrellum bis zum Grunde anliegend 36. Involucrellum am Grunde vom Gehäuse abstehend 37. 36. Lager graubraun bis grünschwärzlich P. Henscheliana. Lager schmutzig grauweiß P. fartilis. 37. Sporen durchschnittlich unter 28 breit P. Tarvesedis. Sporen durchschnittlich über 28 p, breit 38. 38. Lager dünn, bräunlichgrau P. subpyrenophora. Lager ziemlich dick, grauweiß P. theleodes. 39. Lager braun, aus kleinen Körnchen gebildet P. tristicula. Lager nicht aus kleinen Körnchen gebildet 40. 40. Lager sehr dünn, grünlichgrau P. agraria. Lager ziemlich dick, schmutzig weißlich P. Helvetica. 1983. P. deminuta Arn. Lager dünn, weinsteinartig, schmutzig grauweiß oder weißlich, endo- lithisch. Hyphen in der Gonidienschicht ziemlich dicht verwebt, nach unten lockerer, oben kaum gebräunt, fast rosenkranzartig geteilt. Perithecien
681 zerstreut, sehr klein, eingesenkt, nur mit dem kaum erkennbar durchbohrten Scheitel hervortretend. Gehäuse kugelig-eiförmig, schwarz, bis gegen 0,2 mm breit, mit dem schwarzen, deckelförmigen Involucrellum um die Mündung herum völlig verwachsen. Periphysen kurz, kräftig. Schläuche fast kugelig-bauchig, etwa 70—85 p, lang, 35—45 [L breit, achtsporig. Sporen ellipsoidisch, farblos, bald gebräunt, mit hellem Schleimhof, mit meist vier bis fünf Quer- und zwei bis drei Längsteilungen, 20—30 // lang, 9—16 p breit. Jod färbt die Hymenialschicht schwach weinrot. Auf Kalk, selten. Tirol: Waldrast, an Kalksteinen am Wege zur Matreier Grube, in beiden Gruben, auf Trinser Markung; Obernberg, bei den Seen; Kufstein, Eingang zum Kaisertal; Zillertal, Gerlosstein; Schlern- abhang oberhalb der Seiseralpe; Predazzo, Monte Cavignon. — J u 1 i s c h e Alpen. — Westfalen: Hönnetal bei Sanssouci, an Felsen neben der Chaussee. — Fränk. Jura: Anhang zwischen Schönfeld und dem Alt¬ mühltale; unterhalb Wintershof bei Eichstätt; bei Kehlheim, oberhalb Enzendorf. 1984. P. singularis (Krmph.) Arn. — Verrucaria singularis Krmpli. Lager dünn, weinsteinartig, eben, zusammenhängend, zuweilen etwas rissig gefeldert, unregelmäßig ausgedehnt, blaß aschgrau-rötlich oder mäusegrau, mitunter von einer schwärzlichen Linie begrenzt, zuweilen nur durch schwärzlichgraue Flecken auf dem Gestein angedeutet. Hyphen der Gonidienschicht dicht verwebt, nach oben etwas gebräunt, mit körnigen Einstreuungen. Hypothallus aus locker netzig verwebten, hin und her gebogenen, etwas knotigen Hyphen gebildet. Perithecien sehr klein, 0,1 bis 0,2 mm breit, halb eingesenkt. Gehäuse kugelig, blaß oder leicht gebräunt, von dem abgeplattet-halbkugeligen, schwarzen Involucrellum zu V«—Vs der Höhe bedeckt. Schläuche aufgeblasen keulig, gegen 70 p lang, 30 //. breit, achtsporig. Sporen farblos, eiförmig-kugelig, an beiden Enden stumpf, meist vier- bis sechszellig, 9—12 lang, 6—9 dick. Jod färbt die Hymenialschicht rot. Auf Kalk und Dolomit in den Alpen verbreitet. 1985. P. plicata (Mass.) Kbr. — Verrucaria plicata Mass. Lager krustig-mehlig, etwas dicklich, bis 0,4 mm dick, oft unregel¬ mäßig braun begrenzt, warzig-faltig, fast blasig, etwas rosaweißlich, auf blendend weißem Vorlager. Hyphen in der Gonidienschicht vorwiegend senkrecht, in der Markschicht waagerecht verlaufend, in dem endolithisehen Hypothallus sehr locker netzig verzweigt. Perithecien sehr zahlreich, klein, 0,2—0,3 mm breit, schwarz, halbkugelig vortretend; Gehäuse fast kugelig, blaß oder bräunlich, von dem schwarzen Involucrellum zu V*—1A der Höhe
682 eng bedeckt. Schläuche kurzkeulig, achtsporig. Sporen ziemlich klein, ellipsoidisch oder eiförmig, an beiden Enden stumpf, vier- bis sechszellig, io—13 p lang, 4—8 p dick, farblos, zuletzt gelblich. Jod färbt die Hymenialmasse vorübergehend blau, dann weinrot. Auf Kalk und Dolomit. Fränk. Jura: Auf Dolomitfelsen am Fu߬ wege von Pottenstein nach Puchersfeld; unweit der Oswaldshöhle bei Müggendorf; bei Kircheneidenfeld unweit Velburg; am Grillenberg bei Krottensee. — Alpen: Auf verwittertem Talkschiefer bei Alagna. 1986. P. discrepans Lahm. Lager dünn, weiß, ohne erkennbares Vorlager. Perithecien sehr klein, zerstreut, kugelig, schwarz, wenig über das Lager hervorragend. Sporen jung farblos und einzellig, alt braun bis schwarzbraun, meist vier-, selten sechszellig, meist kreuzförmig geteilt, meist an beiden Enden stumpf ab¬ gerundet, seltener kurz zugespitzt, 12—18 p lang, 7—14 p breit. — Die Art lebt parasitisch hauptsächlich auf Blästen ia rupestris, es ist aber noch zweifelhaft, ob es sich um einen echten Pilz oder um eine parasitische Flechte handelt. Zerstreut auf Kalk in den Alpen, Bayern, Böhmen, Thüringen, West¬ falen. f, dilatata Arn. Thallusflecke grau. Perithecien sehr zerstreut. Sporen braun, vier- bis sechszellig, 15—23 p lang, 9—12 p breit. Tirol: Stanzertal, Almejurjoch; Waldrast, Seriesgrube; Großer Rettenstein; Gröden, im Bache am Tschislestale bei der Regensburger Hütte. Auf Kalk und Dolomit. 1987. P. fallaciosa Stitzenb. Lager unterrindig, unkenntlich. Apothecien angedrückt, sehr klein, 0,1—0,2 mm breit, mit einfachem, schwarzem, am Scheitel leicht ein¬ gedrücktem und sehr fein durchbohrtem, weichem Gehäuse. Schläuche zylindrisch. Sporen zu 8, ellipsoidisch, an beiden Enden zugespitzt, farblos oder, blaß gelblich, 14—18 p lang, 6—8 p dick, mit vier bis sechs Quer¬ wänden, die mittleren Zellen noch mit Längswänden. Bayern: München, an dünnen Zweigen einer Birke bei der Fasanerie unweit Perlach; an Birken bei Großhesselohe. — Westfalen: An Birken im Tiergarten zu Wolbeck; die Pyknidenform allein im Schloßgarten zu Münster. — Schlesien: An der Rinde alter Birken im Lissaer Park bei Breslau. Lahm gibt an: „Die Pykniden, welche in Gestalt den Apothecien ähnlich sind, jedoch nur x/s oder V* der Größe haben, erzeugen auf kurzen
683 Basidien zahlreiche, fingerförmige, vierteilige, an beiden Enden stumpfe Stylosporen von 9—12 Länge und 3—4/z Breite.“ 1988. P. Sprucei (Anzi) Arn. — Sagedia Sprucei Anzi. Lager krustig, dünn, graubraun, marmoriert, ausgebreitet, stellenweise rissig gefeldert. Rindenschicht farblos, oben gebräunt. Gonidien zerstreut, stellenweise geknäuelt. Perithecien ungefähr 0,5 mm breit. Gehäuse fast kugelig, braun, um die Pore herum von dem schwarzen, gewölbt hervor¬ tretenden Involucrellum bedeckt. Schläuche keulig, bald zerfließend, acht¬ sporig. Sporen länglich ellipsoidisch, farblos, parallel vier- bis siebenteilig, die eine oder andere Zelle nochmals durch eine Längswand geteilt, 50—63 p lang, 18—24 p, breit. Jod färbt die Hymenialschicht rot. Auf Kalk in den Rhätischen Alpen, an schattigen, feuchten Felsen im Val Pisella und V. Froele. 1989. P. rivalis (Arn.) Zschacke. — Thelidium rivale Arn. Lager schmutzig gelblich oder blaßgrau, zart, ausgebreitet. Rinden¬ schicht nicht unterschieden; Gonidienschicht 130^ dick, geknäuelte Goni¬ dien, Hyphen wasserhell, 4—4,5 ft dick, senkrecht gestellt, verzweigt, ein mäßig dichtes Geflecht bildend; 7 /z breite, senkrecht gerichtete ölhypben durchziehen Gonidienschicht und Hypothallus; Hyphen des unteren Hypo¬ thallus zarter, 2—3 ft breit, mit kugeligen Ölzellen, gegen 10 /z im Durch¬ messer, zuweilen zu Knäueln zusammengeballt. Perithecien ziemlich groß, eingesenkt, konvex oder abgestutzt kegelig hervortretend, mit nabelig ein¬ gedrücktem Scheitel, innerhalb dessen der Scheitel des Excipulums zu¬ weilen eine kleine, zentrale Papille bildet. Excipulum kräftig, schwarz, niedergedrückt-kugelig-urnenförmig, etwa 0,45 mm breit und 0,4 mm hoch. Involucrellum kräftig, schwarz, dem Excipulum um die Mündung herum anliegend, sonst weit abstehend, nicht in den Thallus eindringend, 0,5 bis 0,6 mm im Durchmesser. Schläuche keulig; Sporen zu 8, wasserhell, ellipsoidisch, das eine Ende zumeist zugespitzt, das andere abgerundet stumpf, drei- bis sechsteilig, eine oder die andere Teilzelle längsgeteilt, 48—60—76 ft lang, 18—20—30 /t breit. Jod färbt die Hymenialmasse rot. Tirol: An Kalk und Glimmerschiefer bei Reutte; Waldrast; Am- pezzo; Trinser Wasserfall. 1990. P. dissidens Arn. Thallus sehr zart, weißlich. Perithecien ziemlich klein, schwarz, vor¬ tretend, fast kugelig, einzeln oder gehäuft, mit vollständiger Wandung. Paraphysen haarförmig. Hymenium mit Jod nur rotgelb werdend, ohne Hymenialgonidien. Schläuche länglich, achtsporig. Sporen jung farblos,
684 reif braun, zweizeilig, dann mit drei Querwänden, die einzelnen Zellen oft nochmals geteilt, weshalb die Sporen fünf- bis siebenzellig sind, 23—30^ lang, 10—12 p, breit. Tirol: Waldrast, selten; an Kalkfelsen der Seriesgrube. 1991. P. ardesiaca (Bagl. et Car.) Zschacke. — Thelidium ardesiacum Bagl. et Car. Thallus dicklich, weiß, weinsteinartig-mehlig, ausgebreitet, fast warzig gewellt. Perithecien fast kugelig, bis 0,6 mm breit, dem Thallus zuerst cingcsenkt, später halbkugelig-kegelig vortretend, mit eingedrücktem oder genabeltem, zuletzt durchbohrtem Scheitel. Involucrellum mit dem schwarzen Excipulum verbunden, kaum unterschieden, dasselbe bis zur Hälfte seiner Höhe deckend. Periphysen zart, etwas schlaff, etwa 30//. lang. Paraphysen fädlich zerflossen. Schläuche keulig oder bauchig-keulig, etwa ii5yU lang, 50p breit, auf den Seiten des Excipulums entspringend; Sporen zu 8, trüb strohfarben, ellipsoidisch, vier- bis sechsteilig, eine oder mehrere Zellen mit einer Längswand, 38—49/x lang, 16—18 p breit. Jod färbt die Hymenialmasse rot. — Der vorigen Art sehr nahestehend. Schweiz: Auf Schiefergestein am St. Gotthardt. 1992. P. verrucosa (Ach.) Lönnr. — Pyrenula verrucosa Ach. — Poly¬ blastia Hegetschweileri Müll. — P. verrucosa f. Hegetschweileri Arn. — Thelotrema Hegetschweileri Naeg. — Taf. CXXXVII, Fig. 4. Lager ziemlich dick, etwas runzelig-warzig, weißlich. Hyphen dicht verwebt, senkrecht verlaufend, mit senkrecht angeordneten Gruppen von Gonidien. Hypothallus endolithisch, aus dicht verwebten, hauptsächlich waagerecht verlaufenden, dünnen, glatten, straffen Hyphen bestehend. Perithecien verhältnismäßig groß, bis 0,6 mm breit, halbkugelig hervor¬ tretend, bisweilen von weißbereiften Lagerwarzen eingeschlossen und dann nur mit der Mündung vortretend. Gehäuse kräftig, schwarz, kugelig, mit dickem, schwarzem, sehr verschieden entwickeltem Involucrellum; meist läuft dasselbe in schmalem Streifen am Gehäuse herab, mitunter umgibt es das letztere vollständig. Periphysen schlaff, zart. Schläuche aufgeblasen keulig, 120 p lang, 50 p breit, achtsporig. Sporen ungefähr ellipsoidisch, vielzellig, farblos bis gelbbräunlich, 30—68^6 lang, 15—22breit. Jod färbt die Hymenialschicht dauernd oder vorübergehend blau, dann weinrot. Auf Kalk in den Alpen, selten. Tirol: Brenner, an einer Kalkwand im Vennatal; auf einem größeren Kalkfelsen dicht am Wege zwischen W;indisch-Matrei und dem Tauernhause. — Schweiz: Via Mala zwischen Rongellen und Zillis auf einer von Wasser zum Teil überrieselten Fels¬
685 wand; Zürich, nasse Sandsteinfelsen an der Straße im oberen Si hl-walde, bei Pfäffikon und Zollikon; im Küßnachter Tobel; Seewen; Pilatus. 1993. P. dermatodes Mass. — Verrucaria Hegetsch weder i var. derma- todes Garov. Lager durch weißgraue Flecken angezeigt, knorpelig-ergossen, marmo¬ riert, zusammenhängend, unterseits weiß. Hyphen dicht verwebt, netzig verzweigt, oben undeutlich rosenkranzförmig septiert und teilweise senk¬ recht verlaufend. Gonidien 7—9 breit, in teilweise senkrecht angeord¬ neten Knäueln oder Gruppen. Hypothallus aus schwächeren, glatten, ziemlich dicht verwebten Hyphen gebildet. Perithecien spärlich, zerstreut, eingesenkt und nur mit dem Scheitel etwas vorragend, krug-förmig bis fast kugelig, 0,45—0,7 mm breit, 0,65—0,75 mm hoch, mit kräftigem, schwarzem bis schwarz braunem, um die Mündung mit dem Involucrellum verschmolzenem Gehäuse. Periphysen schlank, 2 dick, Paraphysen schleimig zerflossen. Schläuche keulenförmig, groß, etwa 135// lang, 52 breit, achtsporig. Sporen groß, eiförmig, mit vier bis sieben Querwänden, meist mehrere Abschnitte mit Längswänden (im ganzen zehn bis zwölf Zellen), 38—60/2 lang, 12—25/z breit, farblos, später gelblich bis braun. Jod färbt die Hymenialschicht dauernd oder vorübergehend blau, dann rot. Auf Kalk, Dolomit und kalkhaltigem Gestein, zerstreut. Tirol: Waldrast; Matreier Grube; unter den Serieswänden; Saiseralpe unweit der Prosliner Schwaig; Paneveggio, Monte Castellazzo, Paganella. — Nieder¬ österreich: Auf Dolomitfelsen am Lassingfall in den Ötschergräben. — Schweiz: Brünningpaß; Davos, Schiahorn, und am Ende des Sertig- tales, — Allgäuer Alpen: Weissachtobel, auf kalkreichem Sandstein. — Bayern: München, zwischen Dettenhausen und Egeling an Kalksteinen der Steinhaufen; Isartal vor Grünwald an Nägelfluhblöcken. — Fränk. Jura: Willibaldsburg; Aukatal bei Ruprechtsstegen; an Dolomit an der Straße unterhalb Sansparei 1. — Westfalen: Mühltal bei Alme; Felsen über der Balver Höhle; bei Brilon hinter dem Hol mann. — Schlesien: Kalk des Riesengrundes nicht selten. f. tirolensis Arn. Sporen farblos, 30—50 lang, 15—23 /i breit, jung einzellig, später zwei- und vierzellig, ausgebildet der Länge nach sechs- und achtzellig, in der Mitte der Breite nach zwei- bis dreizellig. Jod färbt das Hymenium weinrot. Perithecium ganzwandig. Tirol: Kufstein; an Felswänden bei Klemme; an Kalkfelsen im Kaisertale.
686 f. exesa Arn, Thallus aschgräulichi. Perithecien tief eingesenkt. Aussehen der Pflanze heller oder wie zerfressen. Tirol: An Kalkfelsen. Ampezzo, Paneveggio. — Westfalen: Bei Brilon. — Harz: Friedeburger Hütte; hohes Saaleufer bei Bemburg. 1994. P. sepulta Mass. — Thelotrema sepultum Hepp. — Taf. CXXXVII, Fig. 1,3. Lager fast kreisrund begrenzt, fleckenartig, krustig-hornartig, ziem¬ lich dicklich bis sehr dünn, weinsteinartig-schorfig-runzelig, schmutzig bräunlich bis ockerfarben, oft bräunlich gefleckt, innen grünlich-weiß, auf dickem, grünbräunlichem Vorlager. Rinde aus senkrecht verlaufenden, fast rosenkranzförmig gegliederten Hyphen gebildet, bis 70 p dick. Gonidien¬ schicht mit zerstreuten, 20—35 p breiten, oft kettenförmig aneinander ge¬ reihten Gonidienknäueln. Alle Gewebeschichten verhältnismäßig locker. Perithecien zerstreut, stets ganz eingesenkt und nur mit der Mündung etwas vorragend, fast krugförmig, schwarz, 0,25—0,5 mm breit. Gehäuse braunschwarz, mit fein durchbohrter Mündung. Paraphysen verschleimt. Schläuche keulenförmig, gegen 100 p lang, 35 p breit, achtsporig. Sporen ellipsoidisch, in der Mitte meist leicht eingeschnürt, mauerförmig-vielzellig, mit drei bis sechs Querwänden, das eine oder andere Fach mit ein bis zwei Längswänden, 21—40/2; lang, 12—25^ dick, farblos, später braun. Jod färbt die Hymenialmasse vorübergehend schwach blau, dann rot. Auf Kalk und Dolomit im Gebirge, selten. Niederösterreich: Auf Dolomit bei dem Lassingfall in den Ötschergräben. — Tirol: Wald¬ rast, ziemlich selten an kleinen Kalkblöcken im Tale der Ochsenalm. — Schweiz: Engelberg; oberhalb Veyrier bei Genf. — Fränk. Jura: Unweit der Piesenharder Römerschanze; am kahlen Doktorsberge bei Eich¬ stätt; vor dem Tiefentale bei Obereichstätt; Muggendorfer Gegend; bei Neuhaus in der Oberpfalz; auf Süßwasserkalk oberhalb Hainsfarth bei öttingen. — Schlesien: Riesengebirge, unter der Bergschmiede. 1995. P. abscondita Arn. Lager in Form kleiner, dünner, hellbräunlicher, oft zusammenfließen¬ der Flecken. Rinde etwa 40 p stark, dicht mit schwärzlich - bräunlichen Gonidien bestreut, aus dicht verwebten, fast rosenkranzartig gegliederten Hyphen bestehend. Gonidien geknäuel/t. Hypothallus ziemlich dicht, aus zarten, mehr oder weniger straffen, glatten Hyphen bestehend. Perithecien eingesenkt, nur mit der 0,1 mm breiten Pore sichtbar werdend. Gehäuse schwarzbraun, 0,2—0,3 mm breit, halbkugelig-kegelig. Schläuche sackig bis aufgeblasen-keulig, etwa 120 p lang, 50—70 p breit, sechs- bis acht¬
687 sporig. Sporen ellipsoidisch, an beiden Enden stumpf abgerundet, farblos, zuletzt braun, mit vier bis acht Querwänden und bis vier Längswänden, 30—45 /4 lang, 16—22 /z breit. Jod färbt die Hymenialgallerte rot. Auf Kalk und Dolomit, meist mit Thelidium absconditum zusammen, selten. Tirol: Seefeld, bei der Asphaltfabrik; Seitenbach unterhalb Wald¬ rast; Hinterstes Afers; Monte Gazza und Paganella. — Schweiz: Davos. — Allgäuer Alpen: Hugger Loch bei Pfronten. — Fränk. Jura: An Dachschieferplatten in alten Steinbrüchen bei Eichstätt; an Kalkblöcken einer Feldmauer am Wege nach Göhren oberhalb Pappen¬ heim. — Westfalen: Auf Massenkalk am Felsenmeere bei Sundwig. 1996. P. albida Arnold. Lager ausgebreitet, weinsteinartig-mehlig, runzelig, weißlich, zu¬ sammenfließend, meist dicklich, zuweilen dünn bis fast fehlend, auf un¬ deutlichem Vorlager. Hyphen netzig verwebt, nach oben zu fast rosen¬ kranzartig gegliedert; Gonidien in Knäueln; im Hypothallus spärlich Kugelzellen von 5—7 Durchmesser. Perithecien sehr zahlreich, 0,2 bis 0,5 mm breit, völlig eingesenkt, nur mit dem abgeflachten und durchbohrten Scheitel hervorstehend. Gehäuse fast kugelig, braunschwarz, um die Mün¬ dung verdickt. Schläuche fast keulig, gegen 100^ lang, 40^ breit, acht¬ sporig. Sporen eiförmig bis fast kugelig, an beiden Enden abgerundet, mit vier bis acht Quer- und zwei bis drei Längsteilungen, 21—34^ lang, 12—19/z breit, farblos, im Alter knitterfaltig. Jod färbt die Hymenial¬ masse rot. Auf Kalk und Dolomit, zerstreut. N iederösterreich: Ostseite des Schneeberges, sonnige, trockene Felswand am Schneidergraben. — Tirol: Stanzertal, Waldrast, vorderes Sonnenwendjoch, Großer Retten¬ stein, Stilfser Joch, Ampezzo, Jenesien, Fassa. — Schweiz: Davos. — Allgäuer Alpen: Gipfel des Besler. — Fränk. Jura: Außerhalb Dollenstein gegen die Klinge; Abhang des Wintershofer Berges; an der Donau zwischen Kelheim und Weltenburg, oberhalb Enzendorf, bei Streit¬ berg, Schutzfelsen bei Regensburg. — Hüting in Schwaben. — West¬ falen: An den Quellen der Alme im Mühlentale; am Ziegenberg bei Höxter. — S chwäb. Jura. — Schlesien: Glatz, Wolmsdorfer Mar¬ morberg; Seitenberg bei Landeck; Kreuzberg; Wunschendorfer Kalkberg bei Lähn. — Harz: Rübeland; Grund. var. alpina (Metzler) Zschacke. — Polyblastia alpina Metzler. Lager ausgebreitet, sehr dünn, geglättet, grauweiß; Rindenschicht kaum unterschieden, Gonidienschicht 70—80 /z dick, Gonidien geknäuelt; Hyphen in Gonidien- und Markschicht 3,5 p, stark, wie knotig, zum Teil
688 körnig bestreut, Hyphen des Hypothallus etwa 2 /z. dick, mehr oder weniger straff; Ölzellen nicht beobachtet. Perithecien zahlreich., halb eingesenkt, apfelförmig, 0,2—0,3 mm breit. Schläuche fast keulig, 90 //. lang, 38 breit. Sporen ellipsoidisch, beidendig stumpf, zuletzt gelblich), 24—30 p lang, 12—14^ breit. Jod färbt die Hymenialmasse rot. Schweiz: Rosenauigletscher im Berner Oberland an Kalkfelsen bei etwa 1400 m. 1997. P. obsoleta Arn. — P. amota Arn. Lager sehr dünn, innen grau, graue, weißliche bis ockerfarbige Flecken bildend, meist in das Gestein eingefressen. Rinde etwa 50 p dick, meist aus senkrecht verwebten, gegliederten Hyphen bestehend. Gonidienschicht 140—160p hoch; Gonidien 7—10dick, kugelig, in zerstreut liegenden, kugeligen Knäueln. Hypothallus aus weitläufig netzig verzweigten, 3 p dicken, hier und da durch ellipsoidische Zellen auf 7 p verbreiterte Hyphen gebildet, mitunter, wie der ganze Thallus, fein bestäubt. Perithecien dicht gedrängt, kugelig, cingesenkt, nur punktförmig mit dem Scheitel vor¬ stehend, dann der ganze Scheitel sichtbar werdend, der bei alten Früchten zusammenbricht, wodurch die ganze Pflanze sden Eindruck des Verdorben¬ seins macht. Gehäuse braunschwarz, 250—300 p breit, um die Mündung verstärkt; Chlamys wohl entwickelt. Schläuche keulig, gegen 120^ lang, 45 p breit, achtsporig. Sporen farblos bis strohgelblich, ellipsoidisch, an beiden Enden breit abgerundet, zuletzt mit sechs bis acht Quer- und zwei bis vier Längswänden, 30—45 p lang, 15—24 p breit. Jod färbt die Hymenialmasse rot. Auf Kalk und Dolomit, selten. Fränk. Jura: Geröll am Wege zwischen dem Siechhofe und den Anlagen l>ei Eichstätt; an Dolomitfelsen der Schluchten vor Obereichstätt. — Bayern: München, an Kalksteinen der Steinhaufen zwischen Dettenhausen und Egling; Amberg, auf Dolo¬ mit am rechten Ufer des Ammerbaches; Augsburg, auf Mauerresten bei Friedberg. — Allgäuer Alpen: Ruine Burgberg. — Rhön. — Th.ü- ringen: Ziegenried und Schweinsberg bei Plaue. — Harz: Rübeland. Wahrscheinlich ist hierher auch P. amota Arn. zu ziehen, von der Arnold sagt: „Lager sehr zart weißlich oder gräulich, Perithecien klein, eingesenkt, mit ganzer Wandung. Sporen farblos, mauerförmig, vielzellig, zu 8 im Schlauch, 45— 56 p lang, 20—25 p dick. Hymenium durch Jod weinrot gefärbt. Ohne Hymenialgonidien und Paraphysen.“ Auf Kalk und Dolomit, selten. Tirol: Waldrast in beiden Gruben; Obernberg, bei den Seen; Großer Rettenstein; Ampezzo, Abhang unter dem Grießtalgletscher; Schiern, Umgebung des Heubades; Paneveggio,
689 Monte Castallazzo. — Schweiz: Unweit der Paßhöhe Sur il Foss; Mont Saleve. — Steiermark: Bürgeralpe bei Afflenz. — AllgäuerAlpen: Käseralpe, Breitenberg, Bläsermühle. — Fränk. Jura: An größeren Steinen der zwischen den Feldern aufgehäuften Steinhaufen auf der Berg¬ hohe westlich ober Vorra im Pegnitztale. 1998. P. evanescens Arn. Thallus sehr zart, durch schmutzige Flecken angezeigt. Perithecien klein, den Moosstengeln aufsitzend, schwarz, fast kugelig, am Scheitel durchbohrt, ganzwandig. Hymenialgoniclien fehlen. Hymenium mit Jod sich weinrot färbend. Paraphysen fehlen; Schläuche weit, achtsporig. Sporen in der Jugend mit einer Querwand, reif mit sieben bis neun Quer¬ wänden, mauerförmig-vielzellig, 45—54 p lang, 18—23 p breit. Sehr selten über Moosen in den Alpen. Schweiz: M. Saleve. — Tirol: Waldrast, in der Serles- und Matreier Grube; auf dem Blaser; Brenner, über Moosen auf steinigem Boden der Bergschneiden; Vorderes Sonnenwendjoch, Gipfel. Überall selten. Nach Zschacke würde P. evanescens sich an P. fugax anschließen. 1999. P. fugax Rehm. Lager dünn, kleinkörnig, gelbgrünlich, oft fast fehlend. Perithecien eingesenkt, halbkugelig mit dem Scheitel hervorragend; Gehäuse fast kugelig, bis 0,2 mm breit, innen wasserhell, außen bräunlich, um die Mün¬ dung herum bis zur halben Höhe herab vom schwarzbräunlichen Involu¬ crellum verstärkt. Schläuche schlankkeulig, 120 p, lang, 35 p, breit. Sporen zu 8, länglich-ellipsoidisch, beiderseits etwas zugespitzt, der Länge nach zehn- bis vierzehnmal, in der Breite drei- bis viermal geteilt, 35—38 11 lang, 13—17 breit. Jod färbt die Hymenialgallerte nach schwacher Bläuung schwach rot. Auf Erde, sehr selten. Fränk. Jura: Auf Erde zwischen Moosen längs der Waldfußwege in den Anlagen und im Affentale bei Eichstätt. — In Waldgräben bei Sugenheim in Mittelfranken. — Augsburg: Auf Lechsand. 2000. P. Sendtneri Kmplhbr. — Sphaeromphale Sendtneri Kbr. — Verrucaria Sendtneri Nyl. — Taf. CXXXVII, Fig. 2. Lager ergossen, fast hornartig, zusammenhängend, weißlich, grau oder graubräunlich, auf undeutlichem Vorlager, Moose oder Pflanzenreste oft auf ziemliche Strecken inkrustierend. Perithecien klein, bis 0,3 mm breit, anfangs eingesenkt, dann vortretend, schwarz, aber mit weit herauf reichen¬ der, heller, graubräunlicher Lagerbekleidung, welche aus gonidienlosen Rindenzellen besteht, am Scheitel eingedrückt durchbohrt, bis zur Hälfte Thom4-Migula, Flechten. II. (Flora XII, 2.) 44
690 und darüber von schwarzem Involucrellum bedeckt Periphysen lang und kräftig. Paraphysen verschleimend, meist nicht erkennbar. Schläuche auf- geblasen-keulig oder walzig, achtsporig. Sporen länglich oder ellipsoidisch, abgerundet, hell, unregelmäßig, mauerförmig geteilt mit meist nur acht bis sechzehn Zellen, 15—30^ lang, 9—14^ dick. Jod färbt die Hymenial¬ schicht rot, selten blau. Auf humoser Erde, über Moosen und Pflanzenresten, selten. Tirol: Grenzkamm, Obermädelejoch; Stanzertal; Almejurjoch; Gurgl; Granaten¬ schneide; Karwendel; Waldrast, nicht selten; Brenner, längs der Berg¬ schneiden; Zillertal; Gerlossteinwand; Gipfel des Kleinen Rettenstein; Ampezzo; Monte Piano; Gröden, Fararaalpe; Schlerngebiet; Eggental, ausgetrockneter Boden des Karrersees. — Niederösterreich: Über abgestorbenen Moosen auf dem Kuhschneeberg. — Schweiz: Leistkamm, St. Moritz; Pilatus; Mouveran; Gemmi; Sentis; Titiis; Bormio. — Bayr. Alpen: Mittenwald, auf dem Karwendel; Schartenspitze bei Berchtesgaden; Kammerlingshorn; Nebelhorn; Falterbach; obere Seealpe; Obermädelejoch; Gottesackerwände. — München: Selten auf kiesigem Boden der Isarauen bei Wolfratshausen. — Schlesien: Oberer Teil des Melzergrundes. 2001. P. epigaea (Mass.) Kbr. Lager weinsteinartig-knorpclig, warzig-schorfig, schmutzigbraun oder hirschbraun, unregelmäßig ausgebreitet und am Substrat sich anschmie¬ gend, von einer 7—20 p, starken Schicht wasserheller, abgestorbener Hyphen bedeckt, darunter eine ebenso starke Schicht gebräunter Hyphen, Gonidienschicht ungefähr 140^ stark; Gonidien zerstreut, ziemlich klein, gegen 5 p im Durchmesser, rundlich-polygonal; Hypothallus schwarz, locker. Perithecien eingesenkt, nur mit dem durchbohrten, schwarzen Scheitel hervorsehend, sehr klein, etwa 0,1 mm im Durchmesser; Gehäuse blaß, Involucrellum schwärzlich, dem Excipulum bis zur Hälfte anliegend. Sporen ellipsoidisch oder ellipsoidisch-eiförmig, beidendig abgestumpft, anfänglich wasserhell, später trüb gelblich bis bräunlich, acht- bis vierzehn¬ mal der Länge nach und viermal der Breite nach geteilt, mit kubischen (namentlich in der Mitte) oder unregelmäßigen Teilzellen, 26—37 p lang, 10—15 dick. Jod färbt die Hymenialgallerte schwach blau. Auf nacktem Humusboden in den Alpen, sehr selten. Auf dem Kam¬ merlingshorn bei Berchtesgaden. Allgäuer Alpen: Obere Seealpe. 2002. P. ailobata (Stzbg.) Zschacke. — Verrucaria allobata Stzbg. Lager dünn, schwärzlich, gallertig. Perithecien kugelig, aufsitzend, 0,12—0,15 mm im Durchmesser, Excipulum schwärzlich, Periphysen kurz.
691 Sporen zu 8, wasserhell, zuletzt gelblich, länglich-ellipsoidisch, der .hänge nach acht- bis zehn-, der Breite nach dreiteilig, 23—33 (—36) p lang, 1.1—14(—25) p breit. Jod färbt die Hymenialgallerte schwach weinrot. Schweiz: Am Stammgrunde von alten Eschen bei Otweiler. 2003. P. iorana (Anzi) Kbr. — Thelotrema foranum Anzi. — Verru¬ caria forana Nyl. Lager bläulich, sehr zart, fleckenförmig oder ergossen, geknäuelte Gonidien einschließend. Perithecien sehr klein, 0,15—0,2 mm breit, zahl¬ reich, halb eingesenkt, halbkugelig, mit genabeltem, durchbohrtem Scheitel hervortretend; Gehäuse fast kugelig, bräunlich bis braunschwarz, von kräf¬ tigem, schwarzem Involucrellum bis zur Hälfte bedeckt. Periphysen ziem¬ lich zart, verlängert; Paraphysen nur angedeutet. Schläuche bauchig-keulig, etwa 65—70 p lang, 25—30 p breit, achtsporig. Sporen ellipsoidisch, wasserhell, später gelblich oder bräunlich, unregelmäßig mauerförmig-viel¬ zellig, mit sechs bis zwölf Teilzellen, 21—27 p lang, 9—14/4 dick. Jod färbt die Hymenialmasse weinrot. Auf Dolomit, Kalk und Sandstein, sehr selten. Schweiz: Val Malenco (Marmor); Karrhorn (Quarz); oberhalb Gampeln; auf Dolomit des Camsciano über Poschiavo. — Tirol: Jenesien, Sandsteinfeisen am Wege nach Flaas. /. intermedia (Th. Fr.). — Polyblastia intermedia Th. Fr. Spuren des Thallus sind besonders um die Perithecien zu finden, asch¬ grau-weißlich, mit Körnchen verwebt, kaum erkennbar. Perithecien ge¬ häuft, etwa 150—180 auf 1 qcm, fast kugelig hervortretend, schwarz, 260—380 p breit, am Scheitel zuletzt leicht eingedrückt und mit durch¬ bohrter Mündung. Paraphysen gallertig zerflossen, mit Jod sich zuerst blaugrünlich, dann bald weinrot färbend. Hymenialgonidien fehlen. Schläuche keulig, achtsporig, hinfällig. Sporen immer farblos, 17—21,5^ lang, 9—11,5^4 dick, mit acht bis zwölf, meist acht Zellen, mauerförmig. (Lettau.) Thüringen: Auf den Semionotus-Sandsteinbänken am Westabhang der Wachsenburg, spärlich. 2004. P. flavicans Müll.-Arg. Lager ausgebreitet, sehr dünn, weinsteinartig, zusammenhängend, mit dem Gestein verwachsen, lehmgelblich, ohne deutliches Vorlager. Apo¬ thecien 3—4 mm breit, etwa mit der Hälfte in die Grübchen des Gesteins eingesenkt, im vortretenden Teil vom Lager frei, kugelig, am Scheitel gleichhoch, oder später grubig eingedrückt, schwarz, matt, im Querschnitt ringsherum schwarz, mit deutlichem, blaß gelblich-braunrotem Hymenium. 44*
692 Involucrellum schwarz, klein, dem Excipulum deckelförmig aufsitzend. Schläuche breit-ellipsoidisch oder verkehrt-eiförmig, dünnwandig, acht¬ sporig. Paraphysen undeutlich, zerfließend. Sporen 25—40 p lang, 12 bis 18 p breit, farblos, ellipsoidisch oder eiförmig, an beiden Enden stumpf, mauerförmig-vielzellig. Hymenialgonidien fehlen. Jod färbt den Schlauch¬ boden schwach blau, die Hymenialgallerte rot. Schweiz: Wallis, an Gneisfelsen bei Torembe im Vallee de Bagnes. 2005. P. fuscoargillacea Anzi. — Verrucaria fuscoargillacea Anzi. Lager ausgebreitet, dünn, feinrissig gefeldert, lehmfarbig bis braun¬ ockerfarbig, zuletzt mehlig. Rinde gegen 25 p dick, wasserhell, nur die oberste Schicht leicht gebräunt; Gonidien zerstreut, kugelig oder polye- drisch, 4—7 p breit. Perithecien sehr zahlreich, gehäuft, klein, oft in einer geraden Linie angeordnet, zuweilen zusammenfließend, halbkugelig auf¬ sitzend, zuletzt mit durchbohrter Mündung und nabelig eingedrückt. Ge¬ häuse kugelig, blaß, zuweilen außen schwärzlich. Involucrellum sehr kräftig, schwarz, dem Gehäuse um die Pore bis etwa zur Hälfte der Höhe an¬ liegend. Schläuche sackig oder aufgeblasen-keulig, 80—ioo^u lang, 35 bis 50 p breit, achtsporig. Sporen farblos bis gelblich mit vier bis sechs Quer- und bis vier Längswänden, mauerförmig-vielzellig, ellipsoidisch, 22—43 p lang, 15—22 p dick. Jod färbt die Hymenialgallerte rot. Auf Kalk, selten. Tirol: Großer Rettenstein, an Dolomitfelsen des Abhanges (?). — Schweiz: Val Pisella; Bernina; Maderanertal; ä la grande Vire de la Dent de Morde; Valsesia. — Saaletal: Bei Bernburg. 2006. P. gneissiaca Müll.-Arg. Lager unterbrochen-ausgebreitet, weinsteinartig-mehlig, dünn, wei߬ lich, etwas staubig, hier und da etwas höckerig ungleich, ohne deutliches, begrenztes Vorlager. Apothecien 0,3—0,5 mm breit, etwa zu 1/a eingesenkt, kugelig oder etwas niedergedrückt-eiförmig, in dem vorragenden Teil vom Lager vollständig befreit, schwarz, stumpf halbkugelig oder hier und da un¬ regelmäßig-eckig, am Scheitel undeutlich und fein punktförmig eingedrückt. Gehäuse geschlossen, schwarz. Kern grau. Paraphysen zerfließend und kaum erkennbar. Hymenialgonidien fehlen. Schläuche achtsporig, etwa 100 p lang, 40^ breit, länglich-verkehrt-eiförmig, stumpf, dünnwandig. Sporen 24—32 p lang, 14—15 p breit, farblos oder etwas blaßrötlich, ellip¬ soidisch oder länglich-eiförmig, an beiden Enden stumpf, dicht mauerförmig geteilt, mit etwa sechs bis sieben Querwänden und drei- bis viermal un¬ regelmäßig längsgeteilt. Schweiz: Wallis, an Gneisfelsen bei Torembe im Vallee de Bagnes.
693 2007- P- pallescens Anzi. — Verrucaria hymenea f. palescens Anzi. — Thelotrema murale f. alpina Hepp. Lager etwas dicklich, weinsteinartig-mehlig, runzelig und feinrissig gefeldert, aschgrau-bräunlich. Perithecien 0,4—0,7 mm breit, den Felder¬ chen halb eingesenkt, zahlreich, gedrängt zusammenfließend, mit nabel igem, eingedrücktem, meist weiß bereiftem Scheitel. Schläuche aufgeblasen- keulig, etwa 105—118^ lang, 40—60 p breit. Sporen zu 6 im Schlauch, ellipsoidisch bis länglich, 28—50 p lang, 14—22 p breit. Jod färbt die Hymenialgallerte rot, zuweilen nach vorübergehender leichter Bläuung. Auf kalkarmem Gestein. Tirol: Paznaun, an einer feuchten Glim- merschieferwand unterhalb Galtür; Roßkogel, an feuchtem Glimmerschiefer unweit des Weißbaches; Zillertal, an feuchten Felsen am Abhang gegen¬ über Waxegg; Kleiner Rettenstein, auf Phyllit; Paneveggio, auf Porphyr längs des Travignolo bei der Wasserklause. — Schweiz: Zürich, auf Sandstein. 2008. P. intercedens (Nyl.) Lönnr. — Verrucaria intercedens Nyl. — Thelotrema murale Hepp. — Taf. CXXXVII, Fig. 5. Lager zart, weinsteinartig, meist zusammenhängend, glatt oder rissig gefeldert nud runzelig, gewöhnlich hirschbraun, oft olivfarben oder grau verbleichend, zuweilen fast fehlend, auf schwarzem, nicht immer deutlichem Vorlager. Perithecien halb eingesenkt, halbkugelig-kegelig hervortretend, zuletzt mit eingedrückt genabelter, durchbohrter Mündung, 0,2—0,8 mm breit, zuweilen mehrere zusammenfließend. Gehäuse blaß bis schwärzlich, kugelig, mit erweiterter Mündung. Involucrellum sehr kräftig, schwarz, mit dem Gehäuse bis zur Hälfte und darüber verbunden, unten oft ab¬ stehend. Periphysen zart, lang. Schläuche sackförmig-keulig, achtsporig. Sporen eiförmig-ellipsoidisch, mit stumpfen Enden, farblos bis gelblich, mauerförmig-vielzellig, 22—44 p lang, 14—22 p dick. Jod färbt die Hymenialgallerte, zuweilen nach leichter Bläuung, rot. Auf kalkarmem und kalkhaltigem Gestein, selten. N iederöster- reich: Auf Kalkfelsen der Alpenregion der Raxalpe. — Tirol: Auf Phyllit der Roßkogelgrube. — Schweiz: Poschiavo, Bormio, Zürich, Pilatus, Zug, Lauterbrunnen, Kandersteg, Schwarzwasser, Val Vogna, Momex, Davos, Baar. — Salzburg: Auf Granit bei Gastein. — All- gäuerAlpen: Obermädelealp; obere Hochalpe; Rohrmoos; Gottesacker¬ wände. — Baden: An Sandstein bei Konstanz und Meersburg. — Der in Lahm angegebene westfälische Standort bezieht sich nach Zschacke auf eine Staurothele.
694 2009. P. cupularis Mass. — Taf. CXXXVI, Fig. 4—6. Lager weinsteinartig, dünn bis fast fehlend, aschgrau-weißlich bis bräunlichgrau. Rindenschicht verschieden entwickelt, bis 70 u hoch, aus wasserhellen, zum Teil senkrecht gerichteten, etwa 3,5 p, dicken, kurz- gliedrigen Hyphen gebildet. Gonidienschiicht bis gegen 100 u, stark. Gonidienknäuel meist in ununterbrochener Schicht. Hypothallus meist wenig gut entwickelt, aus hin und her gebogenen, zum Teil knotig geglie¬ derten, 4 fx dicken Hyphen gebildet. Perithecien in Reihen oder Haufen zusammen gedrängt, zahlreich, sitzend, halbkugelig-gestutzt-kegelig vor¬ tretend, schwarz, runzelig, rauh, selten etwas glänzend, mit sehr kleiner, niedergedrückter Mündung. Gehäuse blaß bis braun oder braunschwarz, oft unten heller 4,5—7 breit, an der Mündung erweitert, um die Pore herum bis zur Hälfte von dem schwarzen, anliegenden, unten meist mehr oder weniger abstehenden Involucrellum bedeckt. Periphysen kräftig, Para¬ physen undeutlich, verschleimt. Schläuche bauchig-keulig, gegen 120 //, lang, 60 /z. breit, achtsporig. Sporen ellipsoidisch bis eiförmig, mit sieben bis acht Quer- und zwei bis vier Längswänden, 24—38 lang, 12—24 fi breit, farblos, später gelblich.. Jod färbt die Hymenialgallerte vorüber¬ gehend schwach blau, dann rot. Auf Dolomit und Kalk, seltener auf Sandstein, selten. Tirol: Dolomit des Obermädelejoches; Stanzertal, Almejurjoch; Waldrast, Seriesgrube. Matreier Grube, Trinser Markung; Großer Rettenstein; hinterstes Afers: Täufers, im Knuttentale; Ampezzo, Gipfel des Zumelles, Val Fonda, Ab¬ hang unter dem Griestalgletscher, Plateau des Monte Piano: Schlerngebiet; Überetsch; Paneveggio, Rollepaß, gegen den Cimon, Südseite des Monte Castellazzo; PaganeUa. — Salzburg: Radstädter Tauern. — N ieder- österreich: Am Schneeberge; Eisenstein bei Lilienfeld; Dürrenstein bei Lunz. — Schweiz: Braulio; St. Moritz; Bernina; Engelberg: Valsesia; Paßwang; Melchtal; Rosstock; Schiahorn und Schiatobel, — AllgäuerAlpen: Obermädelejoch, Nebelhorn, obere Biberalpe, Gottes¬ ackerwände, Staufener Berg. — Die westfälischen Standorte gehören nach Zschacke zu Staurothele dispersa. Erklärung zu Tafel CXXXVI. Fig. 1. Polyblastia Henscheliana v. robusta, Lager, nat. Gr. ,, 2. ,, ,, Schnitt durch ein Perithecium, Vergr. 70. „ 3. ,, „ Schlauch mit Sporen und Paraphysen, Vergr. 500. ,, 4. „ cupularis, Lager, nat. Gr. ,,5. ,, „ Lager, Lupenvergröfierung. „ 6. ,, ,, Schnitt durch ein Perithecium, Vergr. 70.
695 f. ventosa Arn. — Polyblastia ventosa Mass. Lager weinsteinartig-mehlig, ausgebreitet, staubig, reinweiß. Peri¬ thecien zusammenfließend, kegelig-halbkugelig, unregelmäßig papillen¬ förmig durchbohrt. Paraphysen schleimig. Sporen zu 8, eiförmig, ziemlich groß, gelblich bis braun, mauerförmig geteilt, 24—36 p lang, 12 p breit. Steiermark: Auf Kalkfelsen der Kanzel. — Tirol: Großer Rettenstein; Schlemgebiet, beim Heubade, im oberen Damers, Sch lern¬ klamm, unweit der Zollinger Schwaig. van microcarpa Arn. Thallus fast fehlend. Perithezien kleiner, hervortretend; äußere Wan¬ dung dick, halbiert, innere zart, vollständig. Hymenium ohne Hymenial¬ gonidien. Tirol: Auf Kalk und Dolomit, Ampezzo; Schiern; Fassa. — Schweiz: Davos, auf Dolomit am Schiahom. var. deplanata Arn. — Polyblastia deplanata Arn. Im Aussehen der Verrucaria rupestris sehr ähnlich. Thallus dünn, weißlich. Perithecien hervortretend; äußere Wandung halbiert, innere ganz, zart. Hymenium ohne Gonidien. Sporen farblos, mit sieben Querwänden und mauerförmig-vielzellig, 36—45^ lang, 15—18 p breit. Tirol: Paneveggio, auf kleineren Kalksteinen der Berghöhen zwischen dem Monte Castellazzo und dem Cimon oberhalb Rolle. — Schweiz: Davos, auf einem Dolomitblock bei 1800 m. 2010. P. abstrahenda Arn. — P. hyperborea var. abstrahenda Arn. Thallus schmutzig weißlich, zart rinnig, mit Kalilauge sich nicht ver¬ ändernd; Mark mit Jod rotgelb werdend. Perithecien klein, 0,2—0,3 mm breit, schwarz, vortretend, am Scheitel gestutzt, schwarz, mit dicker, halbierter Wandung. Hymenium mit Jod sich weinrot färbend. Para¬ physen und Hymenialgonidien fehlen. Sporen farblos, nur im Alter bräun¬ lich, ziemlich stumpf, breit, mit sieben bis neun Querwänden, zwei bis drei Zellen wieder geteilt, daher mauerförmig-vielzellig, 30—45 p lang, 18 bas 22 p breit, zu 8 im Schlauch. Tirol: Auf Kalk und kalkarmem Gestein, Pyllit, Augitporphyr usw., ziemlich verbreitet. Nach Arnold von der typischen Form, die nur im Norden vorkommt, wenig verschieden. 2011. P. scotinospora (Nyl.). — Verrucaria scotinospora Nyl. Lager dünn, ausgebreitet, unterbrochen bis fast fehlend, weiß oder rötlichweiß, weinsteinartig, auf undeutlichem, weißlichem Vorlager. Peri¬ thecien groß, erhaben sitzend, bis 1 mm breit, fast kugelig, mit fast
696 glänzend schwarzem Gehäuse und deutlich eingedrückter Mündung. Involucrellum sehr dick, schwarz, dem Gehäuse um die Pore bis zur halben Höhe und darüber anliegend. Periphysen deutlich, Paraphysen kaum er¬ kennbar. Schläuche aufgeblasen, achtsporig. Sporen ellipsoidisch oder länglich-ellipsoidisch, an beiden Enden abgerundet, mauerförmig-vielzellig, bald dunkelbraun, 25—40^ lang, 12—20/z, dick. Jod färbt die Hymenial¬ masse rot. An feuchten Granit- oder Sandsteinfelsen, sehr selten. Alpen: An Felsen der subalpinen Region um Riva. f. monstrum Kbr. Lager fast fehlend. Perithecien zerstreut, schwarz, vortretend. Ge¬ häuse dick, durch KOH nicht verändert; ohne Hymenialgonidien. Sporen jung zwei- bis vierzellig, dann mauerförmig-vielzellig, mit sieben, seltener neun Querwänden, braun, selbst braunschwärzlich, 36—45 (—48) p, lang, 15—18—20 p, breit, zu 8 im Schlauch. Tirol: Kühetai, an einer feuchten Felswand am Aufstieg zur Ein satteluno östlich oberhalb der Plendele-Seen; Meran, Voraner Joch, auf Sandstein; Tauern, auf einem Phyllitblock nahe am Boden am Wege im Gschlöß. — Schlesien: Riesengebirge, Teufelsgärtchen und am Lomnitz fall. 2012. P. cinerea (Mass.) Jatta. — Amphoridium cinereum Mass. — Verrucaria cinerea Kbr. — V. dictyospora Krplhbr. Lager weinsteinartig-mehlig, zusammenhängend, graugrünlich, un¬ regelmäßig schwarz umgrenzt. Perithecien krugförmig, weit, tief ein¬ gesenkt, schwarz, mit durchbohrtem Scheitel, anfangs halbbecherförmig¬ gewölbt, zuletzt unförmig, vorragend. Sporen zu 8, eiförmig, anfangs gelblich, einzellig, später bräunlich, mauerförmig geteilt, 18—30 p lang, 18—20 p breit. Salzburg: Radstadter Tauern, ganze Wände der dortigen Kalk¬ felsen überziehend. — Niederösterreich: Auf Alpenkalk am Hoch¬ kor bei Lassing. — Schweiz: Auf Kalkfelsen bei Schaffhausen; Sassalbo oberhalb Poschiavo; Reculet bei Genf. — Bayern: Kunstein bei Eich¬ städt (nach Körber). 2013. P. clandestina (Arn.). — Sporodictyon clandestinum Arn. Lager fast völlig endolithisch, äußerlich kaum erkennbar, sehr locker, aus zarten, dünnwandigen, meist straffen Hyphen bestehend; die oberen Hyphen kräftiger, dickwandiger, dichter verwebt und kurz, doch nicht rosenkranzartig septiert, fast kettenförmig aneinandergereihte Gonidien- knäuel einschließend. Perithecien ganz eingesenkt, außen nur durch einen,
697 oft nur beim Anfeuchten erscheinenden, von der Pore nadelstichfein durch¬ bohrten grauen Fleck gekennzeichnet. Gehäuse 0,3—0,6 mm breit, fast kugelig oder halbkugelig-kegelig, bräunlich bis braunschwarz, um die Pore herum mäßig verdickt. Periphysen sehr zart, verlängert, Paraphysen ver¬ schleimt. Sporen zu 8 im Schlauch, farblos, länglich-ellipsoidisch, regel¬ mäßig an einem Ende breit abgerundet, am andern verschmälert, mit sieben bis neun Quer- und vier bis fünf Längswänden, 40—67 p, lang, 24—30 jli breit. Jod färbt die Hymenialmasse dauernd blau oder später schwach rot. Auf Kalk in den Alpen, selten. Tirol: Waldrast, an Kalkblöcken am Wege von der Ochsenalm zur Matreier Grube; am Aufstiege vom Kalkofen gegen die Serieswände; in einer Quelle im Tal der Ochsenalm; Ampezzo, Dürrenstein; Fassa, an Dolomitwänden des Sasso dei Mugoni; Paneveggio, am Hügel zwischen dem Rolle und Castellazzo, auf Kalk; auf Dolomitsteinen am Cimongletscher. 2014. P. terrestris Th. Fr. — Thelotrema verrucosa-areolatum Anzi. — Incl. var. macrospora Arn. Lager ziemlich dünn bis dicklich, körnig-warzig bis warzig-rissig, aschgrau-grünlich oder weißlich-aschgrau, mit zerstreuten Gonidien. Peri¬ thecien ziemlich groß, 0,6—0,8 mm breit, erhabenen Lagerwarzen ein¬ gesenkt, mit dem Scheitel frei, fast kugelig. Gehäuse schwarz oder schwärz¬ lich, bis zum Grunde von dem kräftigen Involucrellum bedeckt, am Scheitel etwas niedergedrückt-genabelt. Periphysen ziemlich lang, zart, Paraphysen durch zahlreiche Fäden in der Hymenialgallerte angedeutet. Schläuche sackförmig oder bauchig-keulig, achtsporig. Sporen ellipsoidisch oder länglich, farblos, später gelblich oder bräunlich, mit zehn bis sechzehn Quer- und vier bis fünf Längswänden, 44—80 u lang, 18—30/z dick. Jod färbt die Hymenialmasse rot. Auf nackter Erde in den Alpen, sehr selten. Tirol: Auf steinigem Boden der Bergschneiden am Brenner. — Schweiz: An feuchten Glimmerschieferwänden um Bormio. 2015. P. turicensis (Winter). — Sporodictyon turicense Winter. Lager kleinwarzig-körnig, dann staubig-mehlig, schwach rissig, grau oder schmutzig weiß, angefeuchtet graugrün, paraplektenchyma tisch. Peri¬ thecien ziemlich groß, anfänglich vom Lager völlig überkleidet, später mit dem flach gewölbten, schwarzen Scheitel frei und nur am Grunde vom Thallus bedeckt; Gehäuse kugelig, 0,4—0,5 mm breit, anfänglich blaß und nur an der Mündung schwarz, allmählich wird das ganze Excipulum an der Außenseite schwarz. Involucrellum deckt nur den Scheitel des Excipulums bis zur Hälfte seiner Höhe in Form einer flachen Glocke von bis 6 mm
698 Durchmesser. Periphysen schlank, verzweigt. Schläuche bauchig, etwa 180 lang, 75—80 p breit. Sporen ellipsoidisch oder eiförmig-ellipsoidisch, der Länge nach sechzehn-, der Breite nach siebenmal geteilt, zuletzt bräun¬ lich, 60—70 p lang, 30—38 p breit. Jod färbt die Hymenialmasse rot. An nassen, kalkhaltigen Sandsteinfelsen. Schweiz: Küßnachter Tobel bei Zürich; auf Sandstein des Albis; beim Forsthaus im Sihlwalde. 2016. P. Henscheliana (Kbr.) Lönnr. — Sphaeromphale Henscheliana Kbr. — Sporodictyon Henschelianum Kbr. — Verrucaria Henscheliana Leight. — V. subumbrina Nyl. Lager ergossen, dünn, fast häutig, trocken fast staubig, zusammen¬ hängend oder rissig, graubraun, schmutzig grünbraun bis grünschwärzlich, auf undeutlichem dunkleren Vorlager. Perithecien 0,5—0,8 mm breit, er¬ haben sitzend, fast kugelig, vom Lagergehäuse fast ganz oder zum größten Teile überdeckt und mit mehr oder weniger vortretendem, deutlich durch¬ bohrtem, hellbraunem Gehäuse, um die Mündung dunkler, und hier mit dem schwarzen, bis zum Grunde anliegenden, unten meist abstehenden Involucrellum völlig vereinigt. Periphysen zart, verlängert, bis 55 p lang. Schläuche sehr groß, sackförmig oder fast ellipsoidisch, achtsporig. Sporen ellipsoidisch bis länglich-ellipsoidisch, oft schief verzogen, an den Enden stumpf, anfangs farblos, später bräunlich bis dunkelbraun, mauerförmig¬ vielzellig, 42—60 p lang, 18—35 p dick. Jod färbt die Hymenial- gelatine rot. Auf überflutetem Urgestein in den Alpen und im Riesengebirge, selten. Schlesien: An Granit des kleinen Teiches, des Lomnitzfalles, des Brunnenberges, an Basalt der kleinen Schneegrube. — Schweiz: In Bächen des Susten und der Grim sei. f. umbrosa Stein. Kruste hellgrau, fast weinsteinartig. Schlesien: An überflutetem Granit der Kesselkoppe. f. robusta Arn. — Polyblastia robusta Arn. — Taf. CXXXVI, Fig. 1—3. Erklärung zu Tafel CXXXVII. Fig. 1. Polyblastia sepulta. 6 aufeinanderfolgende Entwicklungsstadien der Sporen, Vergr. 500. Nach Müller-Argau. „ 2. ,, Sendtneri. ,, 3- „ sepulta. , 4. „ verrucosa. „5. „ intercedens. „ 6. Thelidium crassum. „ 7. „ Zwackhii. Sporen, Vergrößerung 1000.
699 Äußerlich dem Thelidium aeneovinosum vollkommen ähnlich, nur mit größeren Perithecien. Thallus ergossen, olivbraun, angefeuchtet gallertig und schwarzgrün, ziemlich glatt. Perithecien groß, halbkugelig hervor¬ tretend, am Scheitel fein, aber deutlich durchbohrt, mit schwarzgerandeter Öffnung, dunkel olivbraun. Gehäuse zart, Involucrellum dick, schwarz¬ braun, bis zum Grunde anliegend, hier nach außen, oft auch nach innen abbiegend. Hymenium ohne Paraphysen und Hymenialgonidien, mit Jod sich weinrot färbend. Sporen groß, in der Jugend farblos, zweizeilig oder mit mehreren Tropfen erfüllt, im Alter bräunlich oder braun, mauerförmig geteilt, der Länge nach mit elf bis dreizehn, der Breite nach in der Sporen¬ mitte mit drei bis fünf Wänden, an beiden Enden mehr oder weniger stumpf, länglich, in der Mitte oft etwas angeschwollen, 65—90 p lang, 30—38 //. breit. Tirol: Arlberg, auf überflutetem Glimmerschiefer in dem von den Albonseen herabkommenden Bache bei St. Christoph; Brenner, an Gneis¬ steinen in den Gletscherbächen bei 2370 m. 2017. P. fartilis (Nyl.). — Verrucaria fartilis Nyl. Lager schmutzig grauweiß, dünn, runzelig, ausgebreitet. Perithecien bis 1,1 mm breiten thallinischen Warzen eingesenkt, nur die Pore oder später den Scheitel mehr oder weniger entblößend; Gehäuse blaß oder die Außenschicht mehr oder weniger schwärzlich, nach oben zu schwarzbraun bis schwarz, hier mit dem kräftigen, schwarzen Involucrellum verschmolzen, von demselben in ganzer Höhe bedeckt. Periphysen sehr zart, ziemlich lang, straff oder etwas geschlängelt. Schläuche sackig, bis 210 p lang, 85 p breit. Sporen ellipsoidisch, beidendig abgerundet, der Länge nach bis sechzehnmal, der Breite nach sechsmal geteilt, mehr oder weniger unregel¬ mäßig mauerartig zerfallend, bald trüb graugelb gefärbt, 46—63—75—92 p lang, 27—35—42—50 p breit Paraphysen wie bei den verwandten durch zahlreiche Fäden in der Hymenialmasse angedeutet. Jod färbt nach zarter blaugrüner Färbung die Hymenialmasse rot. Auf feuchten, kalkhaltigen Sandsteinen. Schweiz: Zug; auf feuchten Sandsteinen in der Hölle bei Baar. var. Lettavii Zschacke. Thallus dünn, ausgebreitet, mehlig, weißlich, angefeuchtet graugrün. Perithecien groß, aufsitzend, zuerst vom Thallus völlig überkleidet, dann mit dem schwarzen Scheitel frei; Bau wie bei fartilis. Schläuche sackig, r75/W lang, 75 p breit. Sporen sehr lange wasserhell, zuletzt trüb grau- gelblich, zwölf- bis sechzehnmal der Länge, fünf- bis siebenmal der Breite nach geteilt, ellipsoidisch, beidendig abgestumpft, zuweilen auch fast
700 kugelig, (50—)57—73 (—80) p lang, 29—37(—40) p breit. Jod färbt die Hymenialmasse rot. An schattigen Kalksteinwänden. Vorarlberg: In der Bürser Schlucht bei Bludenz, 700 m. 2018. P. Tarvesedis Anzi. — Verrucaria Tarvesedis Anzi. Lager weiß-aschgrau, weißrosa oder graubräunlich, ausgebreitet, wein¬ steinartig, zusammenhängend oder sehr feinrissig, dünn. Gonidien zer¬ streut. Perithecien einzeln oder zusammenfließend, ziemlich groß, 0,5 bis 0,8 mm breit, halbkugelig-kegelig aufsitzend, vom Lager überzogen, nur mit dem schwarzen, zuletzt etwas eingedrückten und durchbohrten Scheitel etwas hervorsehend. Gehäuse ungefähr kugelig, blaß, außen zuweilen schwärzlich, nach der Mündung zu schwarz, und hier mit dem sehr kräftigen, schwarzen, bis zur Mitte anliegenden, unten schwächeren und abstellenden Involucrellum verbunden. Periphysen etwa 35 /z. lang, 1 p dick. Schläuche bauchig-keulig, etwa 140—150/2. lang, 58—60 p breit. Sporen ellipsoidisch, zuweilen etwas gekrümmt, bohnenförmig, an einem Ende ge¬ wöhnlich etwas zugespitzt, wasserhell, bräunlich werdend; anfänglich vier¬ teilig, zuletzt der Länge nach zehn- bis sechzehn-, der Breite nach drei- bis fünfmal geteilt, 52—67 p lang, 21—28 p breit; Paraphysen durch Fäden angedeutet. Jod färbt die Hymenialgallerte rot. Auf feuchtem Glimmerschiefer in den Alpen, sehr selten. Schweiz: Am Splügen; bei Riva; Alagna; M. Rosa. 2019. P. subpyrenophora (Leight.) Th. Fr. — Verrucaria subpyreno- phora Leight. Lager eine dünne, bräunlichgraue, plektenchymatische, kleinkörnig- rissig gefelderte Kruste bildend. Rinde aus zuweilen gebräunten Hyphen bestehend; Gonidien im Lager zerstreut. Perithecien zuletzt nur am Grunde mit Lager bekleidet, 0,6—0,8 mm breit, aufsitzend, kegelig-halb¬ kugelig, mit etwas eingedrücktem Scheitel, zentraler Papille oder feiner Pore. Gehäuse kugelig, unten blaß, oben braun, an der Pore mit dem schwarzen, glockenförmigen, unten abstehenden Involucrellum verbunden, zwischen beiden ein heller Streifen plektenchymatisehen Gewebes. Peri¬ physen zart, ziemlich lang. Sporen zu 8, anfänglich wasserhell, zuletzt dunkelbraun, ellipsoidisch, ellipsoidisch-länglich oder fast kugelig, meist in würfelförmige Teilzellen zerfallend, 48—66 p lang, 28—39 p breit. Para¬ physen durch zahlreiche Fäden in der Gallertmasse angedeutet. Schweiz: Rigi. 2020. P. theleodes (Smrf.) Th. Fr. — Verrucaria theleodes Smrf. — V. verrucoso-areolata Nyl. — Sporodictyon theleodes Th, Fr. — Sp. Schae- rerianum Mass.
701 Lager grauweiß, ziemlich dick, warzig gefeldert oder fast schorfig, zuweilen fast fehlend; Rindenschichft farblos, bis 40 /z. dick, amorph; Gonidien zerstreut. Perithecien groß, bis 1 mm breit, fast kugelig, mit leichter Vertiefung um die Mündung, oberflächlich oder meist teilweise in Lagerwarzen eingeschlossen, rauh. Gehäuse blaß, um die Mündung schwarz, selten die äußere Schicht ringsum dunkel. Involucrellum sehr kräftig, schwarz, am Scheitel mit dem Gehäuse verwachsen, nach unten abstehend. Periphysen lang, zart, geschlängelt. Schläuche bauchig oder sackförmig- keulig, achtsporig. Sporen ellipsoidisch oder fast länglich, anfangs farblos, dann braun und mauer förmig-viel zellig, groß, 60—84 p lang, 24—45 h breit. Hymenium durch Jod weinrot gefärbt. Auf Kalk und kalkhaltigem Gestein, seltener auf Sandstein, Glimmer¬ schiefer, selten. Tirol: Paneveggio, auf dünn geschichtetem Gestein (Sandstein und Mergelkalk) am Rollepaß längs der obersten Felsriffe; Blaser. — Schweiz: Rigi, Gurnigl, M. Saleve; feuchte Kalkfelsen auf dem Gipfel der Grande Gorge. — Allgäuer Alpen: Oytal auf Kalk¬ schiefer. — Baden: Werrnwag im Donautal, auf weißem Jurakalk. — Württemberg: Bei Heidenheim. f. inundata Nyl. Lager fast fehlend. Perithecien fast kugelig aufsitzend, rauh, am Grunde mit Spuren des Lagers. Schweiz: An Kalk im Val Vogna. f. crusta obsoleta Am. Lager fast fehlend. Perithecien größer, zerstreut, halbkugelig vor¬ tretend. Sporen braun bis schwarzbraun, dickwandig, eiförmig, 80—90^ lang, 40—43 /z breit. Bayern: München, am Gehänge unterhalb des Bahnhofes bei Gro߬ hesselohe auf Nagelfluh und vom Gestein auf Erde übergehend. 2021. P. tristicula (Nyl.) Th. Fr. — Verrucaria tristicula Nyl. — Endocarpon uvulare Norm. — E. rivulare Hellb. Lager aus fast kugeligen oder schuppenförmigen Körnchen verwebt, braun. Perithecien den Körnchen untermischt, verkehrt kreiselförmig oder fast kugelig, mittelgroß, 0,4 mm hoch und 0,3—0,4 mm dick. Amphithe- cium schwarz, außen feinrunzelig, das ganze schwach dunkle, dickere, schmutzig oder blaß braunrote Perithecium umschließend und mit ihm eng verwachsen. Periphysen zahlreich, ziemlich lang, einfach. Schläuche sack¬ förmig- oder aufgeblasen-keulig, zweisporig (selten ein- oder viersporig). Sporen länglich-ellipsoidisch oder länglich, an beiden Enden stumpf, färb-
702 los, 60—132 p lang, 21—51 p dick. Hymenialgallerte mit Jod sich weinrot färbend. Tirol: Brenner, auf Erde längs der Bergschneiden, selten. 2022. P. agraria Th. Fr. Thallus sehr dünn, zusammenhängend, ins Substrat übergehend, grün¬ lichgrau. Perithecien etwa 0,1 mm breit, eingesenkt, fast kugelig, schwarz, spärlich. Schläuche aufgeblasen - keulig, bald sich auflösend, zweisporig. Sporen länglich, mauerförmig-vielzellig, farblos, zuletzt braun, 40—66^ lang, 15—24^ dick, mit bis sechzehn Quer- und bis sechs Längswänden. Jod färbt die Hymenialgallerte violett, die Sporen braun. Auf lehmiger Erde in den Alpen, selten und zweifelhaft; spezielle Standorte sind nicht bekannt. 2023. P. Helvetica Th. Fr. — Verrucaria gelatinosa Nyl. Thallus ziemlich dick, schmutzig weißlich, wenig entwickelt. Peri¬ thecien ziemlich groß, kegelförmig mit meist stumpf abgestutztem Scheitel. Sporen farblos, später gelbbräunlich, mauerförmig-vielzellig, meist zu 2, selten zu 1 im Schlauch, sehr groß, 70—130^ lang, 36—48^ dick. Jod färbt die Hymenialmasse blau, später bräunlich. Auf Kalkboden in den Alpen, sehr selten. Tirol: Waldrast, auf Kalkboden in der Seriesgrube, selten. 2024. P. allobata Stzb. „Sporen mauerförmig, farblos, 26—33 p lang, 11—25 p dick“ (Stitzen- berger, Lichenes helvetici p. 501). Schweiz: Otweil, am Grunde der Stämme alter Eschen. Die Art ist völlig unzureichend beschrieben. Gattung Staurothele (Norm.) Th. Fr. Lager krustig, eiförmig, warzig gefeldert bis ergossen, unberindet oder endolithisch. Vorlager meist undeutlich mit Protococcusgonidien. Perithecien einfach, eingesenkt oder sitzend, kugelig, mit eigenem hellem, weichem bis hornartigem, kohligem Gehäuse, welches oft noch mit einem thalloidischen Rande umkleidet ist; mit porenartiger Mündung. Frucht¬ kern mit rundlichen oder fast kubischen, länglichen bis stäbchenförmigen, hellgrünen Hymenialgonidien. Paraphysen bald schleimig zerfließend. Schläuche sackförmig-keulig, ein- bis zweisporig. Sporen groß, ellipsoi¬ disch, mauerartig-vielzellig, farblos oder dunkel gefärbt.
703 Übersicht der Arten: i. Sporen zu i—2 im Schlauch 2. Sporen zu 4—8 im Schilauch 10. 2. Hymenialgonidien kugelig 3. Hymenialgonidien stäbchenförmig 8. 3. Lager völlig endolithisch St orbicularis. Lager zum Teil oberflächlich, krustenförmig 4. 4. Sporen braun 6. Sporen auch im Alter farblos St Hazslinskyi. 5. Lager grün St viridis. Lager bräunlich, braun bis schwarzbraun 6. 6. Perithecien nicht vom Lager bedeckt, halbkugelig aufsitzend St rufa. Perithecien in das Lager oder in vorspringende Lagerwarzen ein¬ gesenkt 7. 7. Perithecien in halbkugeligen Lagerwarzen St fissa. Perithecien den flachen Lagerfeldern eingesenkt St catalepta. 8. Lager schwärzlich, dünn, zusammenhängend St fuscocuprea. Lager tiefrissig oder warzig gefeldert 9. 9. Lager glatt, kupferbraun St clopimoides. Lager warzig gefeldert, braunschwarz bis grünbraun St clopima. 10. Hymenialgonidien kugelig n. Hymenialgonidien stäbchenförmig 34. 11. Perithecien völlig eingesenkt 12. Perithecien halb eingesenkt oder sitzend St solvens. 12. Perithecien gegen 0,5 mm breit 13. Preithecien klein, 0,2 mm breit St rupifraga. 13. Lager schmutziggrau bis rauchbraun St immersa. Lager bläulichgrau oder bleifarben St caesia. 14. Perithecien völlig eingesenkt St bacilligera. Perithecien halb eingesenkt oder sitzend 15. 15. Perithecien halb eingesenkt 16. Perithecien sitzend 17. 16. Lager schmutzigbraun, rissig gefeldert St rugulosa. Lager weiß, staubig St ventosa. 17. Lager weiß St hymenogonia. Lager schwärzlich oder schwarzgrün St succedens. 2025. St orbicularis (Mass.) Steiner. — Porphyria orbicularis Mass. — Polyblastia orbicularis Jatta.
704 Lager weinsteinartig-staubig, kreisrunde, schmutzig grauweise, von zackigen, schwarzen Vorlageri in ien um- und durchzogene Flecken bildend. Perithecien eingesenkt, krugförmig, schwarz, zuletzt mit wenig vorragen¬ dem, breitem, etwas eingedrücktem Scheitel. Gehäuse schwarz, 0,3 bis 0,4 mm breit, vom Involucrellum nicht gesondert. Hymenialgonidien kugelig. Schläuche sackig-keulig, 70 p lang, 24 p breit. Sporen meist zu 2, farblos, zuletzt bräunlich, 42—56^ lang, 12—18 p> breit. Hymenialschicht durch Jod erst leicht gebläut, dann weinrot. Auf Kalk in den Bayrischen Alpen, sehr selten. var. guestphalica (Lahm.) Th. Fr. — St. guestphalica Lahm. — Poly¬ blastia guestphalica Lahm. Lager ausgebreitet, schmutzig graubräunlich, innen weiß, auf undeut¬ lichem Vorlager. Perithecien klein, eingesenkt, kugelig, schwarz, am Grunde von einem weißen Ringe umgeben. Schläuche sackförmig-keulig. Sporen meist einzeln, selten zu 2 im Schlauch, ellipsoidisch gelblich bis goldrötlich-, 40—70 p lang, 15—25 p breit. Westfalen: Verbreitet, fast überall, wo Kalk vorkommt. — Fränk. Jura: An kleinen Dachplattensteinen am kahlen Südabhang unter der Frauenkapelle bei Eichstätt; längs eines Hohlweges oberhalb Kelheim am Wege zum Frauenhäusl; an Kalksteinen auf dem Kalkberge oberhalb Weismain ; längs einer ödung an der Südseite des kleinen Corti- gast. — Rhön. — Thüringen: Auf Muschelkalkplättchen bei Arn¬ stadt, Plaue, Dannheim, Hörselberg, überall häufig. — Harz: Nordrand, unteres Saaletal. — Schlesien: Nieschwitz bei Löwenberg an Kalk¬ steinchen. var. nigella (Krplh.). — Polyblastia nigella Krplh. — Staurothele nigella (Krplh.) Krnst. Thallus zart, weinsteinartig-mehlig, schmutziggrau oder braun, zuletzt verbleichend, gewöhnlich von einem schwarzen Vorlager umgeben. Peri¬ thecien schwarz, kegelig, eingesenkt, mit vortretendem, durchbohrtem Scheitel. Hymenialgonidien gewöhnlich groß, 7 p im Durchmesser, zahl¬ reich. Schläuche sackförmig, meist zweisporig. Sporen groß, ellipsoidisch, mauerförmig-vielzellig, 41—62 p lang, 14—20 p breit, anfangs farblos, dann blaßrosa oder sehr blaß bräunlich. Tirol: Marocche bei Drö; Schloß Arco; am Wege von Arco nach Nago., auf Kalk. — Hüting in Schwaben. — Thüringen: Ehren¬ burg bei Plaue; oberhalb Kleinbreitenbach und sonst auf Muschelkalk; Hörselberg.
705 2026. St Hazslinszkyi (Kbr.) Stnr. — Sphaeromphale Hazslinszkyi Kbr. Thallus ergossen, etwas schorfig-weinsteinartig-staubig, unrein, voll¬ ständig glanzlos, undurchsichtig, schwärzlich oder braunschwarz, mit un¬ deutlichem Vorlager. Perithecien 0,2—0,3 mm breit, kegelig-halbkugelig, mit undeutlich genabelter, zuletzt durchbohrter Mündung. Gehäuse kugelig, blaß, vom schwarzbraunen, unten abstehenden Involucrellum bis zum Grunde bedeckt. Hymenialgonidien hellgrün, rundlich, 2—6 p breit. Schläuche kurz sackförmig, zweisporig. Sporen ziemlich groß, ellipsoidisch, mauerförmig-vielzellig, farblos, bei völliger Reife sehr blaßrosa oder gelb¬ lichbraun, 25—50^ lang, 12—20 p breit. Thüringen: Trusental zwischen Herges und dem Wasserfall, an Granitfelsen neben der Straße (Lettau). — Baden: Heidelberg. — Schlesien: Kleine Schneegrube, auf Basalt. f. hercynica Zsch. Weicht von der typischen Art durch braunvioletten Thallus ab. Harz: Auf Grünstein bei Neu werk. 2027. St viridis Zschacke. Thallus eine grüne, glatte oder rissige Kruste bildend. Perithecien 0,4—0,5 mm breiten, niedergedrückten, auf sitzenden, thallini sehen Warzen eingesenkt, nur mit dem braunen Scheitel hervorragend. Sporen zu 2, braun, mauerförmig-vielzellig, ellipsoidisch, 35—45^ lang, 13—18 p dick. Auf überflutetem Granit und Grünstein im Harz, in der Bode bei Neu¬ werk und unterhalb der Roßtrappe. 2028. St rufa (Mass.) Th. Fr. — Polyblastia rufa Mass. — Thelo- trema rufum und Th. scabridum Anzi — Verrucaria rufa Garov. — Stigmatomma rufum Am. Thallus eine sehr dünne, unterbrochene, schmutzig bräunliche, wein¬ steinartig staubige Kruste bildend. Perithecien dem Thallus fast halb¬ kugelig aufsitzend, schwarz, etwas rauh, am Scheitel etwas eingedrückt, einzeln oder zusammenfließend, gegen 0,5 mm breit. Excipulum urnen¬ förmig, etwa 270 p breit, 180 p hoch, blaß, um die Mündung herum braun¬ schwarz. Involucrellum braunschwarz, dem Excipulum nur um die Pore herum anliegend, weit abstehend, nicht in den Thallus eingesenkt. Schläuche sackig-keulig. Sporen zu 2, ellipsoidisch, an den Enden abgerundet, zuletzt dunkelbraun, 30—48^ lang, 15—24^ breit. Hymenialgonidien kugelig. Auf Kalkstein. Schweiz: Altorf; auf Tonschiefer bei Flüelen. — Tirol: Ober-Eppan. Thomö-Migula. Flechten. II. (Flora XII, 2.) 45
706 f. subathallina Am. Von der typischen Form durch fast fehlenden Thallus verschieden. Tirol: Predazzo, an einigen kleineren Blöcken der Seiser- und Cam- • pillerschichten an der Westseite der Margola. f. minima Kplhbr. Apothecien sehr klein. Lager fast fehlend. Tirol: Grenzkamm, Kreuzeck (Dolomit). 2029. St. fissa (Tayl.) Wain. — Verrucaria fissa Tayl. — V. umbrina Nyl. — Sphaeromphale fissa Kbr. — Thelotrema fissum Hepp. — Poly- blastia fissa Jatta. — Taf. CXXXVIII, Fig. 8, 9. Lager dünn, firnisartig ergossen, zusammenhängend oder feinrissig, hell oder dunkel rotbräunlich bis umbrabraun, auf undeutlichem, dunk¬ lerem Vorlager. Perithecien in halbkugeligen bis breitkegeligen Lager¬ warzen eingesenkt, später mit dem rotbraun-schwärzlichen Scheitel vor¬ tretend, 0,3—0,4 mm breit. Gehäuse kugelig, blaß. Involucrellum halb¬ kugelig. Schläuche sackartig, 80—90 lang, 25—30 /a breit, zweisporig. Sporen mauerförmig-vielzellig, zuletzt braun, länglich, mit abgerundeten Enden, 38—50 fi lang, 14—22 p, breit. Hymenialgonidien kugelig. Pyk¬ niden als kleine Wärzchen zwischen den Perithecien zerstreut. Pykno¬ konidien gerade, 4—4,5 /z lang, 1 p dick. An überfluteten Silikatgesteinen im Hochgebirge und in der Berg¬ region, zerstreut und nicht häufig. Tirol: Arlberg, auf überflutetem Glimmerschiefer 1>ei St. Christoph; Rosanna Schlucht; Finstertal auf Steinen im Bache bei den Seen; Umhausen, im Bach beim Wasserfalle; Gurgl; Roßkogcl; Brenner; Predazzo. — Schweiz: Engadin; Veltlin, Valsesia; Leutschachsee; Susten; Furka ; Maderanertal. — Schlesien: Riesengebirge, im Hochgebirge, Aupafall, Elbfall, Kesselkoppe. — Fran¬ kenwald: Auf einem Granitsteinblock im Lohbachbett. — Harz: Bode über Rübeland. — Böhmen: Chotobar. var. elegans (Wallr.) Zahlbr. — Verrucaria elegans Wahr. — Sphae- Erklärung zu Tafel CXXXVIII. Fig. i. Staurothelc clopima, Lager, nat. Gr. „ 2. ,, ,, Lager, Lupenvergrößerung. „3. „ „ Schnitt durch Lager und Perithecium, Vergr. 100. „ 4. „ „ Schlauch, Vergr. 500. „ 5. „ „ Spore, Vergr. 1000. „ 6. n rupifraga, Lager, nat. Gr. „7. ,, „ Lager, Lupenvergrößerung. „ 8. H fissa, Lager, nat. Gr. „ 9. ,, „ Lager, Lupenvergrößerung.
707 romphale elegans Kbr. — Sph. fissa var. elegans Stein. — Sph. silesiaca Mass. — Verrucaria umbrina Fr. Lager dicker, ergossen, zart rissig zerteilt, hirschbraun oder gelbbraun, heller als bei der Stammform. Perithecien mehr hervortretend-sitzend. Involucrellum schwächer entwickelt, nur A/3 des Gehäuses bedeckend. An nur zeitweise vom Wasser bespülten Granitblöcken. Baden: An Granitfelsen und Sandsteinen im Neckar; Todtnauberger Wasserfall; Gneisblöcke im Osterbach bei Zastler; Haarlaß bei Heidelberg. — Böhmen: Eisenstein. — Harz: Bode unter Tanne. — Schlesien: Sattler bei Hirschberg; Ausfluß des kleinen Teiches, überhaupt im Hoch¬ gebirge verbreitet. 2030. St. catalepta (Ach.). — Verrucaria catalepta Ach. — Stigma- tomma cataleptum Kbr. — Sphaeromphale clopimum f. cataleptum Stein. Thallus rissig gefeldert, mit 0,5—1 mm breiten Felderchen, flach, kastanienbraun bis schwarzbraun, oft grau bestäubt. Perithecien sehr klein, den Schollen eingesenkt, nur mit dem Scheitel hervorsehend. Excipulum apfelförmig-kugelig, schwarzbraun, 0,2—0,3 mm im Durchmesser, blaß bräunlich; Involucrellum braun, mit dem Scheitel des Excipulums dicht verwachsend. Sporen wie bei St. clopima, 39—48/4 lang, 14—22^ dick. Hymenialgonidien kugelig. Auf Kalk und Urgestein, zerstreut und selten. Niederösterreich: Kalenderberg bei Wien. — Schweiz: Sion, an Schieferfelsen; Gondo- schlucht; Davos, Maderaner Tal, Brunnital, St. Bernhard, Zürich, Schloß Knonau, Oberengadin bei Campher, St. Moritz. — Bayern: An Kalk¬ felsen und Blöcken längs der Donau zwischen Kelheim und Weltenburg. — Baden: An Granitfelsen unterhalb des Schlosses und in der Hirschgasse zu Heidelberg. — Rhe i n 1 a n de: Bei Bonn, an Mauern des alten Zoll. — Westfalen: An Kalkfelsen bei Brakei; bei Gräfenbrück; bei Bilstein; an Kalksteinen bei Büren (f. subumbonata). — Anhalt: Bernburg, auf Kalkstein in Horns Gasse; am hohen Saaleufer bei Grimschleben (f. Am- brosiana). — Schlesien: An der feuchten Wand des Echofelsens am Kynast; am Sackrauer und Neu-Eilguter Kalkberg; Basaltbruch bei Korschwitz, Kr. Nimptsch; Kreuzberg bei Striegau. — Hamburg. f. spadicea (Kbr.) Zsch. — Stigmatomma spadiceum Kbr. — Sphaeromphale clopimum f. lithinum Stein. Felderchen leicht gewölbt, gelbbraun, hirsch- bis kastanienbraun. Perithecienmündungen im Alter etwas vortretend. Schlesien: Auf trockenem, sonnigem Dioritbasalt des breiten Berges bei Striegen und am Basalt der kleinen Schneegrube im Riesen¬ gebirge. — Thüringen: Jonastal bei Arnstadt, auf Muschelkalk. 45*
708 f. subumbonata (Naeg.) Arn. Perithecien mehr aus dem Lager hervorragend. f. Ambrosiana (Mass.). — Paraphysorma Ambrosiana Mass. — Poly¬ blastia Ambrosiana. Nach Zschacke jugendliche, protothallinische Formen. 2031. St fuscocuprea (Nyl.) Zsch. — Verrucaria fuscocuprea Nyl. — Sphaeromphale areolata Arn. Thallus eine schwärzliche, dünne, zusammenhängende, glanzlose Kruste bildend. Perithecien halbkugeligen, gleichfarbigen Warzen eingesenkt, nur mit dem Scheitel hervorstehend, 0,5—0,6 p breit. Das Involucrellum, welches das farblose Excipulum umgibt, setzt sich als schmaler schwarzer Streifen im Thallus mit der Oberfläche gleichlaufend fort. Schläuche sack¬ förmig, zweisporig. Sporen zuletzt braun, ellipsoidisch oder länglich, 35 bis 48 p lang, 14—21 p dick. Hymenialgonidien länglich bis stäbchenförmig, gerade oder gekrümmt, 7—14 p lang, 3 p dick. Tirol: Arlberg, Glimmerschiefer in dem von den Albonseen herab¬ kommenden Bache, in der Rosannaschlucht bei St. Anton; Paznaun, am Ufer der Trisanna unterhalb Galtür. — Kitzbühel: Brechenkopf, an Schiefergestein der kältesten Hochgebirgsquellen; Geisstein. — Schweiz: Quellbach auf dem Fauler; Erstfelder Tal; Davos, Alpenbäche-über 2000 m; Engadin, in Gletscherbächen bei St. Moritz, Pontresina, Silva- plana. 2032. St. clopimoides (Anzi) Steiner. — Sphaeromphale clopimoides Arn. — Thelotrema fissum f. clopimoides Anzi. — Stigmatomma clopi¬ moides Bagl. et Car. — St. fissum v. clopimoides Bagl. et Car. — Poly¬ blastia catalepta Jatta. — Staurothele fuscocuprea var. clopimoides Arn. Lager ergossen, tief rissig gefeldert, grünlich-kastanienbraun, trocken kupferbraun bis schwarzbraun, mit kleinen, gedrängten, eckigen Feldern. Perithecien sehr klein, dem Lager völlig eingesenkt und nur mit dem ab¬ geplatteten Scheitel vortretend. Gehäuse blaßbraun, nach oben dunkler, von dem gleichfarbigen Involucrellum bis zu 1/a der Höhe bedeckt. Hymenial¬ gonidien verlängert länglich, nicht selten zwei- bis dreizellig, gerade oder sehr schwach gekrümmt, gelbgrün, 7—18 p lang, 3—4 p dick. Sporen zu 2 im Schlauch, groß, 38—50 p lang, 14—21 p dick, ellipsoidisch oder läng¬ lich, mauerförmig-vielteilig, braun. Selten, auf überrieseltem Silikatgestein in den Alpen. Tirol: Arl¬ berg, an überflutetem Schiefergestein in dem von den Albonseen herab¬ kommenden Bache bei St. Christoph; im Rendeltale; Rosannaschlucht bei St. Anton; Paznaun, am Ufer der Trisanna unterhalb Galtür; Finstertal,
709 im Bach bei den Seen; Gurgl, in kleinen Seitenbächen; Roßkogel, im Bach bei den Laken; Brenner, an Steinen in Gletscherbächen. In den höher¬ gelegenen Alpenbächen um Predazzo und Paneveggio nicht selten. — Schweiz: Rhätische Alpen; Valdobbia; Alpenbäche bei Davos über 2000 m. 2033. St. clopima (Wahlenb.) Th. Fr. — Verrucaria clopima Wahlenb. — Stigmatomma clopimum Kbr. — Sphaeromphale clopimum Stein. — Taf. CXXXVIII, Fig. 1—5. Lager ausgebreitet, ziemlich (bis 0,4 mm) dick, weinsteinartig, rissig oder warzig, klein gefeldert mit durchschnittlich 0,5 mm breiten, gewölbten oder fast flachen Feldern, rotbraun, auf schwarzem, oft dendritischem Vor¬ lager. Früchte eingesenkt und vom Lager wulstig gesäumt, mit punkt¬ förmiger, schwarzbrauner oder schwarzer, eingedrückter Mündung, später, nach Entleerung der Sporen, mehr und mehr hervor tretend. Gehäuse farb¬ los bis braun, kugelig, 0,25—0,45 p breit; Excipulum dicht anliegend, halbkugelig, braun bis braunschwarz. Schläuche sackförmig, fast stets zweisporig. Sporen ellipsoidisch oder eiförmig, mauerförmig-vielzellig, anfagns farblos, dann bräunlich bis fast schwarzbraun, 30—60 p lang, 15—25 dick. Pyknokonidien stäbchenförmig, 3—4 p lang. Hymenial¬ gonidien stäbchenförmig, gerade oder leicht gekrümmt, 3 /z dick, 7—18/z lang. Hauptsächlich an Granit vom Hügellande bis ins Hochgebirge. f. porphyrea Meyer. Thallus mit schwarzer, warziger Kruste. Auf Kalk in den Alpen. Tirol: Gurgl; Waldrast; Obernberg; Brenner; Zillertal. f. protuberans (Schaer.). — Lecanora cervina var. protuberans Schaer. Thallus mit braunen, flachen, oft aus kleinen Wärzchen zusammen¬ gesetzten Felderchen. Auf Kalk in den Alpen. Tirol: Ziemlich verbreitet. 2034. St solvens (Anzi). — Polyblastia solvens Anzi. Thallus ergossen, zart, zusammenhängend oder feinrissig, geglättet, braun oder braun-weinrot, selten von einem schwarzen Vorlager umgeben. Perithecien ziemlich groß, anfangs vom Thallus verdeckt, später halb ein¬ gesenkt, mit genabelter, vom Thallus weiß bereifter Mündung, zuletzt durchbohrt, mit zerfließenden Paraphysen. Sporen zu 4, rötlich, sehr groß, ellipsoidisch, zartwandig, mauerförmig geteilt, 59—86 p lang, 26 p breit. Hymenialgonidien kugelig. Hymenialgallerte mit Jod blau, dann rot werdend. Alpen: An überrieselten Kalkfelsen im Val Pisella.
710 2035- St. geoica Zschacke. Thallus dünn, feucht gelatinös, schwärzlichgrün. Perithecien zahlreich, klein, 0,15—0,25 mm im Durchmesser, schwarz, glatt, halb eingesenkt, halbkugelig hervortretend. Excipulum kugelig, schwarz. Schläuche auf- geblasen-keulig, etwa 75 /z lang, 30 /z breit. Sporen zu 8, wasserhell, zuletzt trüb, achtteilig der Länge, bis dreiteilig der Breite nach, ellipsoidisch, 28—33^ lang, 11—13/z breit. Hymenialgonidien kugelig, würfelig, zu¬ weilen zweiteilig, ungefähr 3 im Durchmesser. Hymenialgallerte durch Jod weinrot gefärbt. Auf feuchtem Waldboden zwischen niedrigen Moosen. Schweiz: Am Wege Zug—Felsenegg. 2036. St. rupifraga (Mass.) Arnold. — Polyblastia rupifraga Mass. — Verrucaria rupifraga Garov. — Taf. CXXXVIII, Fig. 6, 7; CXXXIX, Fig. 10, 11. Thallus weinsteinartig-mehlig, pulverig, ergossen, schmutzig grau¬ weißlich auf undeutlichem Vorlager. Perithecien 0,2 mm breit, schwarz, vollständig eingesenkt, kugelig, am Scheitel durchbohrt, sehr klein. Sporen zu 4 in den Schläuchen, farblos, später braun bis dunkelbraun, groß, eiförmig, der Länge nach acht- bis zehnmal, der Breite nach in der Mitte vier- bis fünfmal (mauerförmig) geteilt, anfangs farblos, dann bräunlich bis fast schwarzbraun, 30—60 p lang, Hymenialgallerte mit Jod sich rot färbend. Auf Kalk und Dolomit im Gebirge, zerstreut. Tiroil: Stanzertal, Almejurjoch; Waldrast; Brenner; Kufstein, auf Kalkblöcken des Abhanges über dem Oberkahrer im Kaisertale; Schiern, auf Tschapith bei der Proß- liner Schwaig; Eggental; Paneveggio, Monte Castellazzo. — Schweiz: Im Sertigtale bei Davos. — Bayern: München, an Kalksteinen der Stein¬ haufen zwischen Dettenhausen und Egling; auf Nagelfluhblöcken des be¬ waldeten Abhanges vor Grünwald. — Bayrische Alpen: Thennboden- alpe bei Marquartstein; an Sandsteinen zwischen Alpspitze und dem Edelsberg. — Fränk. Jura: An einem Kalkfelsen der kahlen Schlucht zwischen Schönfeld und Eßling bei Eichstätt; zerstreut bei Hüting, ober¬ halb Streitberg, Burglesau, Göran er Anger, Jachenhausen, Aicha. — Westfalen: Massenkalk des Drübel bei Brilon; im Mühltale bei den Almequellen. 2037. St. immersa (Bagl.) Th. Fr. — Polyblastia immersa Bagl. — Porphyrospora immersa Mass. Lager ergossen, weinsteinartig, schmutzig grau-rauchbraun, pulverig, manchmal fast fehlend. Perithecien völlig eingesenkt, nur mit dem etwas eingedrückten und zuletzt punktförmig durchbohrten Scheitel etwas vor¬
711 ragend, 0,5—0,6 mm breit. Gehäuse schwarzbraun, vom Involucrellum nicht getrennt. Hymenialgonidien kugelig, 3,5 p breit. Schläuche sackig, 125 p lang, 45 /4 breit. Sporen ellipsoidisch, zu 4—8 im Schlauch, mauer- förmig, mit zehn bis zwölf Quer- und zwei bis fünf Längsteilungen, 30—60 p lang, 15—30^ breit, anfangs farblos oder blaß, zuletzt lila¬ blutrot. Jod färbt die Hymenialschicht intensiv blau, mitunter später rot. Tirol: An Kalkfelsen an der neuen Straße von Torbole gegen Nago. 2038. St caesia Arn. — Polyblastia caesia Arn. — P. saprophila Arn. Thallus weinsteinartig, ergossen, ziemlich dünn, bläulichgrau oder blei¬ farben, meist von einem schwarzen Vorlager umgeben. Perithecien 0,4 bis 0,5 mm breit, eingesenkt, kugelig, am Scheitel eingedrückt und durchbohrt, nach dem Ausfallen Grübchen im Thallus zurücklassend. Schläuche sack¬ förmig, 105 p lang, 50 p breit, achtsporig. Sporen ziemlich groß, ei form ig- ellipsoidisch, farblos, im Alter gelblich oder sehr schwach rötlich, viel¬ zellig, 36—48 p lang, 15—24 p breit. Hymenialgonidien zahlreich, fast kugelig, gelbgrün, etwa 4 p breit. Jod färbt die Hymenialschicht blau oder seltener blau und rot gescheckt. An Dolomitfelsen und Kalkgestein. T i r o 1: Lago di Nembi.a und bei Stenico auf Kalk; Marocche bei Dr6; Pönale bei Riva; Nago; Slavini di San Marco bei Mori. — Schweiz: Engelberg; Mont Saleve; Schalldorf; Gampeln; Lagern bei Baden. — Schwaben: Hüting. — Fränk. Jura: Nicht selten an Kalkfelsen, so zwischen Schönfeld und Eßling, gegenül>er Kunstein, Schammendorf, Hagenacker, Streitberg. — Westfalen: Felsenmeer bei Sundwig; Felsen über der Balver Höhle; an Massenkalk bei Brilon; an den Leitmarseben Klippen unfern Stadtberge; bei Letmathe. — Harz. — Württemberg: An Jurakalk bei Anhausen. 3039. St. bacilligera Arnold. — Polyblastia bacilligera Arnold. Thallus sehr zart, meist in Form weißer Flecken auftretend. Peri¬ thecien eingesenkt, klein. Gehäuse ganz; Hymenialgonidien- (nicht immer vorhanden) verlängert, nicht selten mit zwei bis drei Tropfen, fast farblos, 9—14^ lang, 2—2,5 p breit, gerade oder sehr schwach gekrümmt. Sporen farblos, später gelblich oder etwas rötlichgelb, zu 6—8 im Schlauch, acht- bis zehn- bis zwölf-, meist etwa elfmal quer- und in der Mitte noch zwei- bis viermal längsgeteilt, 28—50 p lang, T2—15 p breit. Hymenial¬ gallerte mit Jod sich anfangs schwach bläuend, dann rot färbend. Sehr selten auf Kalk im Jura und in den Alpen. T irol: Ampezzo, im Val Fonda; Schiern, an Dolomit- und Tschapithblöcken unweit der Proßliner Schwaig; Waldrast, an Kalkfelsen der Matreier Grube. —
712 Fränk. Jura: An einem Kalkblock im lichten Föhrenwalde an der Straße zwischen Schönfeld und Eßling bei Eichstätt. 2040. St. rugulosa (Mass.) Arn. — Polyblastia rugulosa Mass. — Verrucaria amphiboloides Nyl. — Staurothele amphiboloides Zahlbr. Lager ausgebreitet, zart, gefeldert-warzig, schmutzig grünlich oder bräunlich. Perithecien halb eingesenkt oder etwas vorragend, 0,4 mm breit. Gehäuse zart, braunschwarz, kugelig, fast völlig oder bis zum Grunde vom kräftigen, schwarzen, halbkugelig hervortretenden, rauhen Involucrellum umgeben. Hymenialgonidien fast farblos, kaum blaß grünlich, verlängert, bis 9 lang, 2 /z breit. Schläuche sackförmig-keulig, 120—125 /z lang, 35 p breit, achtsporig. Sporen eiförmig, stumpf, mauerförmig-vielzellig, der Länge nach sechs- bis achtmal, der Breite nach zwei- bis dreimal geteilt, 24—30 u lang, 12—15 /z breit, farblos, später blaß bräunlich. Jod färbt die Hymenialschicht violettrot. Auf Kalk und alten Mauern, selten. T irol: An sonnigen Kalkfelsen an der Straße bei Vezzano. — Schweiz: An Kalk der Mauern bei Genf. — Baden: Auf Mörtel alter Mauern bei Heidelberg, Neuenheim, Handschuchsheim, Weinheim, Bötzingen. — Elsaß: Straßburg, auf Löß- wänden. — Württemberg: Hohenecker Kalke bei Eglesheim. 2041. St ventosa (Mass.) Th. Fr. — Polyblastia ventosa Mass. Lager weinsteinartig-mehlig, pulverig, ausgebreitet, ganz weiß. Peri¬ thecien groß, 0,4—0,6 mm breit, kegelig-halbkugelig vortretend, schwarz, grau bestaubt, unregelmäßig papillenförmig durchbohrt. Gehäuse schwarz, kugelig, ziemlich dick. Involucrellum schwarz, kräftig, bis 0,72 mm breit, das Excipulum nur um die Pore bedeckend, abwärts abstehend, schwächer, im Lager verschwindend. Hymenialgonidien fast würfelförmig, länglich oder stäbchenförmig, 3,5—9 p lang, 2—3 p breit. Schläuche sackförmig, 120^ lang, 35 p breit, achtsporig. Sporen eiförmig, ziemlich groß, an den Enden abgerundet, mauerförmig geteilt, 21—36 p lang, 12—21 p breit. Paraphysen verschleimt. Jod färbt die Hymenialgallerte bald blau, bald rot. Auf Kalk, selten. Tirol: Gipfel des Großen Rettensteins (Dolomit); Schlerngebiet, Kalkblöcke beim Heubade; an Dolomit im oberen Dammers und in der Schlernklamm. — Schweiz: Engstlinalp; Reculet; Val Sermenza. f. dispersa Mass. Thallus auf dem Gestein kaum sichtbar. Perithecien halbkugelig, zer¬ streut, etwas kleiner als bei der typischen Form. Sporen 22—30 p lang, 10—14^ breit, in der Länge sechs- bis acht-, in der Breite zwei- bis drei¬ teilig, zuletzt bräunlich. Jod färbt die Hymenialgallerte rot.
713 Westfalen: Bei Höxter am Brunsberg, auf kalkhaltigem Sand¬ stein. — Schlesien: Gogolin, Nieder-Ellguther Kalkberg. 2042. St hymenogonia (Nyl.) Zahlbr. — Verrucaria hymenogonia Nyl. — V. muralis Bort. — Sphaeromphale hymenogonia Mudd. Lager weißlich, blaßgrau oder bräunlich, weinsteinartig, etwas pulverig oder fast verschwindend. Perithecien groß, 0,6—1 mm breit, aufsitzend. Gehäuse schwarz, niedergedrückt-kugelig, von dem sehr dicken, runzeligen, schwarzen, zuweilen grau bestäubten Involucrellum bis zum Grunde um¬ geben. Hymenialgonidien fast würfelförmig bis stäbchenförmig, 3,5—6/4 lang, 2 /4 breit. Schläuche sackförmig-kugelig, 110/4 lang, 30/4 breit, acht¬ sporig. Sporen ellipsoidisch-eiförmig, in der Länge achtmal, in der Breite drei- bis viermal geteilt, 18—34/4 lang, 11—19/4 breit, farblos, zuletzt bräunlich. Jod färbt die Hymenialgallerte weinrot. Auf Sandstein im österreichischen Litorale. — Ungarn. 2043. St succedens (Rehm) Am. — Verrucaria succedens Rehm. — Polyblastia succedens Am. Lager dünn, schwärzlich oder schwarzgrün, trocken kaum rissig. Peri¬ thecien schwarz, fast kugelig, aufsitzend, 0,4—0,5 mm breit, mit zartem, völlig vom Involucrellum umgebenen Gehäuse. Hymenialgonidien fast würfel- bis stäbchenförmig, 3—n/4 lang, 3 /4 breit, gelbgrün, zahlreich. Schläuche sackförmig-keulig, 155/4 lang, 45/4 breit, achtsporig. Sporen ellipsoidisch-eiförmig, in der Länge mit fünf bis neun, in der Breite mit zwei bis fünf Teilungen, 31—60/4 lang, 17—25 /4 breit, farblos. Jod färbt die Hymenialgallerte weinrot. Auf überrieselten Felsen, auf Steinen in Gebirgsbächen. Tirol: Waldrast, an Kalk- und Glimmersteinen; Paneveggio, an Sandsteinen und mergeligen Kalken zwischen Rolle und Castellazzo. — Schweiz: Sagi- tobel; Zürich, am Küßnachter Tobel auf überrieseltem Sandstein. — Allgäuer Alpen: An Sandsteinfelsen des Weißachtobels; Staufener Berg. — Bayern: München, an Flyschsandsteinen längs des Bachrinnsals in der feuchten Waldschlucht des Kalkgrabens unweit Tutzing. — Schweiz: Am Sandsteinfelsen der Ufer des Flusses Sihl. — Nieder¬ österreich. — Schlesien: An Kalksandstein im Kalkbruch an der Weißkoppe bei Eisersdorf-Glatz. Gattung Thelenidia NyL Lager krustenförmig, dünn, pulverig, ohne Vorlager. Perithecien in fast kugelige Lagerwarzen eingeschlossen, mit hellem, am Scheitel schwärz¬ lichem, kugeligem, eigenem Gehäuse mit punktförmiger Mündung. Hyme-
714 nialgonidien nicht sehr zahlreich, länglich und blaß. Paraphysen bleibend, sehr zart, verästelt, viel länger als die Schläuche. Schläuche keulig, kurz, einsporig. Sporen breit - ellipsoidisch, beiderseits fast abgestutzt, oben breiter, in der Mitte seicht verschmälert, groß, einzellig, farblos. 2044. Th. monosporella Nyl. — Taf. CXXXIX, Fig. 6—9. Lager weißlich-gräulich, sehr dünn, unscharf begrenzt. Apothecien ungefärbt, in angeschiwollenen Vorsprüngen des Lagers eingeschlossen, in feuchtem Zustande kugelig, mit etwas unklarer oder wenig deutlicher Mündung. Schläuche einsporig, keulig. Sporen länglich, einzellig, am oberen Ende öfters etwas dicker, und in der Mitte nicht selten undeutlich eingeschnürt, 52—62 lang, 23—30 dick. Paraphysen schlank, viel länger als die Schläuche. Jod färbt die Hymenialschicht nicht. Schweiz: Uber Erde bei Riffersweil. Gattung Thrombium (Wallr,) Mass. Lager krustig, gleichmäßig, häutig-schleimig, dünn oder cndolithisch, oder ein eigenes Lager fehlt und die Früchte sitzen der Kruste anderer Flechten auf. Perithecien einfach, sitzend oder eingesenkt, kugelig mit kornartigem, schwarzem oder weicherem, dunkelgefärbtem, eigenem Ge¬ häuse und mit punktförmiger Mündung. Paraphysen zart und bleibend. Schläuche schmalkeulig oder zylindrisch, vier- bis achtsporig. Sporen ellip¬ soidisch, einzellig, farblos oder gebräunt. 2045. Thr- epigaeum (Pers.) Schaer. — Sphaeria epigaea Pers. — Ver¬ rucaria epigaea Ach. — Taf. CXXXIX, Fig. 1—5. Kruste ergossen, unregelmäßig kleinwulstig, dünn, frisch fast schmie¬ rig, trocken fast staubig, uneben, licht grünlichgelb, auf undeutlichem Vorlager, mit zahlreichen, zuweilen von ihr wulstig umragten Früchten. Perithecien klein, o,t—0,2 mm groß, braunschwarz, fast kugelig, halb ein- Erklärung zu Tafel CXXXIX. Fi g. 1. Thrombium epigaeum, Lager, nat. Gr. „ 2. ,, „ Lager, Lupenvergrößerung. ,, 3. „ ,, Schnitt durch Lager und Perithecien, Vergr 100. ,, 4. „ „ Schlauch mit Pharaphysen, Vergr. 500. » 5. „ >, Sporen, Vergr. iooo. ,, 6- Thelenidia monosporella, Lager, nat. Gr. ,, 7. „ „ Lager, Lupen Vergrößerung. 1, 8. „ „ Schnitt durch Lager und Perithecium, Verg. 100. „ 9. „ „ Schlauch mit Spore, Vergr. 500. ,, 10. Staurothele rupifraga, Schlauch mit Sporen, Vergr. 500. 1» 11. n „ Spore, Vergr. 1000.
715 gesenkt, mit vor ragendem, abgeflachtem, deutlich durchbohrtem Scheitel, der im Alter einsinkt und ein fast schüsselförmiges Gebilde darstellt. Ge¬ häuse weich, grünlichbraun. Schläuche zylindrisch-keulig bis fast rüben¬ förmig. Paraphysen sehr zart. Sporen zu 8, länglich-ellipsoidisch, farblos, einzellig, 18—21 p lang, 5—6 p dick. Auf feuchtem, tonig-sandigern oder humosem Boden, in Waldgräben, Ausstichen, grasigen Abhängen verbreitet und stellenweise häufig. 2046. Thr. smaragdulum Kbr. Thallus ergossen, zart, trocken wie ein äußerst dünner, kaum wahr¬ nehmbarer, bräunlich gelblicher, angetrockneter Schleim, angefeuchtet deutlicher, schleimig-gallertartig, ohne deutliches Vorlager. Perithecien klein, kugelig, eingewachsen - sitzend, schwärzlich - smaragdgrün, kaum durchbohrt, zuletzt zerfließend, unter dem Mikroskop prachtvoll smaragd- oder oszillatoriengrün. Paraphysen lang, fädig-borstig. Schläuche groß, rübenförmig, nach unten in einen Stiel verschmälert. Sporen zu 8, klein, eiförmig, einzellig, farblos, kleiner aber breiter als bei Thr. epigaeum. Württemberg: Bei Untersondheim in einem alten Waldhohlwege auf nackter Erde und kleine Laub- und Lebermoose überziehend. — Westfalen: Handorf. — Sc h w e i z: Auf Erde bei Knonau. Gattung Geisleria Nitschke. Lager krustig, eiförmig, leprös, Vorlager undeutlich; mit Protococcus- Gonidien. Perithecien einfach, eingesenkt, mit hellem, wachsartigem, eigenem Gehäuse. Paraphysen bleibend, zart und verzweigt. Schläuche fast walzlich, achsporig. Sporen kahnförmig bis breitspindeiig, beiderseits zugespitzt, parallel vierzellig, ungefärbt. 2047. G. sychnogonioides Nitschke. — Taf. CXL, Fig. I—5. Kruste ergossen, sehr dünn, oft nur mit der Lupe vom Substrat unter¬ scheidbar, fast weinsteinartig-kleinkörnig oder feinstaubig, auf undeut- Erklärung zu Tafel CXL. Fig. i. Geisleria sychnogonioides, Lager, nat. Gr. „ 2. „ ,, Lager, Lupenvergrößerung. ,, 3. ,, ,, Schnitt durch Lager und Perithecium, Vergr. 500 ,, 4. ,, „ Schlauch mit Paraphysen, Vergr. 500. „ 5- »> » Spore, Vergr. 1000. „ 6. Gongylia sabuletorum, Lager, nat. Gr. „7. „ „ Lager, Lupenvergrößemng. „8. „ 2 Perithecien bei starker Lupenvergrößerung. „ 9. „ „ Schnitt durch Lager und Perithecium, Vergr. 100. ,, 10. »1 Schlauch mit Paraphysen, Vergr. 500. „ 11. „ „ Sporen, Vergr. 1000.
716 lichem, weißlichem Vorlager. Früchte winzigklein, kaum über 50 p breit, zahlreich, ganz eingesenkt, mit wenig vorragendem, flach gewölbtem, dunkelbraunem bis schwärzlichem, angefeuchtet hell rotbräunlichem, sehr fein durchbohrtem, etwas vortretendem Scheitel. Schläuche fast zylin¬ drisch. Sporen vierzellig, breit-spindelig oder ellipsoidisch, an beiden Enden scharf zugespitzt, 14—20 p lang, 4—6 p dick. Westfalen: An den Erdwällen des Militärschießplatzes in der Loddenheide bei Münster. — München: An der senkrechten Seite der Torfgräben im Filze bei Deining. — Augsburg: Haspelmoor. — Schweiz: Riffersweil. — Schlesien: An Rändern sandiger Wege im Tiergarten bei Falkenberg. Gattung Gongylia (Koerb.) Zahlbr. Lager krustig, einförmig, unberindet, mit undeutlichem Vorlager und Pleurococcus-Gonidien. Perithecien halb in das Lager versenkt oder sitzend, mit weichem, hellem oder dunklem, eigenem Gehäuse und mit punkt¬ förmiger, gerader Mündung. Paraphysen fädig, unverzweigt, frei und bleibend. Schläuche vier- bis achtsporig. Sporen nadelförmig, parallel¬ vielzellig, ungefärbt, gerade oder gekrümmt, beiderseits oder nur an einem Ende zugespitzt. 2048. G. sabuletorum (Fr.) Stein. — G. glareosa Kbr. — Verrucaria epigaea var. sabuletorum Fr. — Taf. CXL, Fig. 6—11. Kruste unregelmäßig ergossen, fast geronnen-weinsteinartig, uneben, glatt oder höckerig-körnig, trocken, spröde, fast knorpelig, oft fleckenartig begrenzt, ursprünglich milchweiß, sich bald mehr oder weniger schmutzig¬ bräunlich färbend, mit dem bräunlichen Vorlager meist vermischt. Früchte klein, bald sitzend, kugelig, fast schwarz, anfangs einfach durchbohrt, später scheinbar scheibenförmig. Gehäuse weich, schwärzlichbraun, noch immer smaragdgrün. Paraphysen sehr fein, aber üppig entwickelt. Schläuche rübenförmig, fast gestielt. Sporen 22—35 p lang, nadelförmig, vielzellig, 2—3 p dick. Auf trockenem, sandigem Boden, auch über Pflanzenresten, selten. Schweiz: Bemooste Steine bei Affoltern. — Westfalen: Auf Erde in der Braunen Egge zu Valdorf. — Nach Egeling in der Niederlau¬ sitz. — Schlesien: Seifenlehne im Riesengebirge; Grünberg (?). 2049. G- aquatica Stein. Kruste ausgebreitet, dünn, fast knorpelig, glatt, frisch hellgraurötlich, trocken licht schokoladebraun, rissig-kleinfelderig, mit flachen, rundlich¬ eckigen, seltener etwas vorgewölbten, 0,5 mm Felderchen, in welchen die
717 o,i mm großen Früchte sitzen., auf schwarzem Vor lager. Früchte sehr klein, schwarz, anfangs eingesenkt, später mehr oder weniger vortretend, halbkugelig bis fast kugelig, mit abgeflachtem, deutlich durchbohrtem Scheitel. Gehäuse dunkelbraun. Schläuche rübenförmig, kurz. Paraphysen sehr zart, aber deutlich, bogig und schlaff. Sporen nadelförmig, an beiden oder nur an einem Ende zugespitzt, 35—40 p lang, 2 p dick, acht- bis sechzehnzellig, Zellen würfelförmig. Spermogonien nicht beobachtet. An überfluteten Granitfelsen eines kleinen Baches am steilen Nord¬ absturz der Kesselkoppe in den Kessel im Riesengebirge. Gattung Microglaena Lönnr. Lager krustig, einförmig, oft schleimig. Vorlager undeutlich, mit Protococcus-Gonidien. Perithecien in Lagerwarzen eingesenkt oder mehr oder weniger frei, kugelig bis konisch, mit weichem, hellfarbigem, um den Scheitel dunkler gefärbtem oder schwärzlichem, eigenem Gehäuse, mit nabel- artiger oder strahlig-rissiger Mündung. Paraphysen zart, bleibend, ver¬ ästelt. Schläuche länglich bis länglich-zylindrisch, zwei- bis achtsporig. Sporen ellipsoidisch, mauerartig-vielzellig, farblos, geblich oder bräunlich. Übersicht der Arten: 1. Sporen bis 30 p lang 2. Sporen über 30 p lang 6. 2. Lager weißlich M. pertusariella. Lager grün, bräunlichgrün, gelbgrün 3. 3. An Gestein 4. An Rinde, über Moosen 5. 4. Lager intensiv grün M. umbratilis. Lager gelbbräunlich oder grüngelblich M. corrosa. 5. Sporen an den Enden abgestumpft ML Wallrothiana. Sporen mit spitzlichen Enden M. leucothelia. 6. Perithecien fleischrötlich ML biatorella. Perithecien braun bis schwarz 7. 7. Schläuche achtsporig 8. Schläuche zwei- bis sechssporig 9. 8. Sporen 43—60 p lang, 12—19/z breit M. sphinctrlnoides. Sporen 34—42 p lang, 10—12 p breit M. sphinctrinoidella. 9. Über Moosen, auch auf Erde M. muscicola. An Granitfelsen M. latebrosa.
718 2050. M. pertusariella (Nyl.) Arn. — Verrucaria pertusariella Nyl. Thallus weißlich, zart, fein gekörnt. Perithecien blaß fleischrot, pertu- sarienartig, mit haarförmigen Paraphysen ; Hymenium mit Jod sich, gelbrot färbend. Sporen zu 8 im Schlauch, länglich-spindeiig, an beiden Enden etwas verschmälert, farblos, unregelmäßig mauerförmig geteilt, mit sieben bis neun Quer- und einer bis zwei Längswänden, 24—28 p, lang, 8 bis I2yu. dick. Tirol: Waldrast, selten, an den unteren Zweigen von Rhododendron ferrugineum und an Stämmchen von Sorbus chamaemespilus; unter den Serloswänden. 205T. M. umbratilis Arn. Thallus ausgebreitet, zart, intensiv grün. Perithecien ziemlich klein, ganz schwarz, fast kugelig hervorragend, mit Kalilauge sich nicht färbend. Hymenium ungefärbt. Paraphysen sehr zart. Schläuche fast zylindrisch, achtsporig. Sporen .breit, spindeiig, farblos, vielzellig, mit etwa sieben un¬ deutlichen Querwänden, 24—30^ lang, 8—io« breit. Auf umherliegenden Sandsteinen an der Westseite des Blomberges über der Zwieselschlucht, unweit Tölz in Bayern. 2052. M. corrosa (Koerber) Arnold. — Limboria corrosa Kbr. — Polyblastia corrosa Arn, — Dermatocarpon arenarium Hampe. — Taf. CXLI, Fig. 7; CXLII, Fig. 12—14. Kruste ausgebreitet, weinsteinartig-schorfig, zerstreut-körnig oder dünn und zusammenhängend, die dickeren warzig-runzelig und rissig gefeldert, schmutzig gelbbräunlich oder grüngelblich mit undeutlichem Vorlager. Fruchtkörper 0,1—3 mm breit, mattschwarz, anfangs fast kugelig, eingesenkt und scheinbar vom Lager berandet, dann mehr oder weniger frei, rundlich-formlos, mit eingedrückter, erst fein durchbohrter, bald unregelmäßig zerreißender Mündung und trüb dunkelgrünlichbraunem Gehäuse. Schläuche achtsporig, zylindrisch. Paraphysen sehr zart, fast Erklärung zu Tafel CXLI. Fig. i. Microglaena muscicola, Lager auf Moosen, nat. Gr. „ 2. „ „ Lupenvergrößerung. „ 3. ,, „ Schnitt durch Lager und Perithecien, auf einem abgestorbenen Moosstämmchen, Vergr. 50. „ 4. „ 11 Schlauch mit Sporen, Vergr. 500. b 5. n Wallrothiana, Schnitt durch Lager und Perithecium, Vergr. 50. „ 6. b 1» Spore, Vergr. 1000. ,,7. b corrosa, Spore, Vergr. 1000. „ 8. b sphinctrinoides, Spore, Vergr. 1000.
719 parallel. Sporen unregelmäßig mauerartig-vielzellig, ellipsoidisch bis breit eiförmig, fast farblos bis leicht hei [bräunlich, 9—11 dick, 13—25 /z lang. Auf kieselhaltigem Gestein, Granit, Porphyr, Glimmerschiefer usw. weit verbreitet, aber ziemlich selten. T irol: Paznaun, unterhalb Galtür (Glimmerschiefer) ; Roßkogel, oberhalb des Weißbaches (Glimmerschiefer); Jenesien (Sandstein) ; östlich oberhalb Paneveggio (Porphyr) ; am alten Waldweg nicht weit vor Rolle. — Schweiz: Alp Sella bei Riva, auf Erde. — Baden: Heidelberg, Felsenmeer über dem Wolfsbrunnen; Ring¬ wall des Heiligenberges. — Fränk. Jura: An Steinen im Föhrenwalde unweit der Eichmühle bei Pegnitz; an Quarzblöcken im Nadelwalde an der Straße außerhalb Neudorf bei Pegnitz; westlich von Muthmannsreuth; zwischen Haringnohe und Auerbach; auf Sandstein des Schutzengelstein¬ bruchs im Veldensteiner Forst; im Föhrenwald zwischen Auerbach und Fischstein. — Westfalen: S and steinf eisen der Velmerstoet. — Harz: An Sandsteinfelsen l>ei Blankenburg. — Schlesien: An Granit im Melzergrunde; zwischen Hampel- und Schlingelbaude usw.; Gehänge unter der schwarzen Koppe; Grenzsteine bei Obernigk; bei Grünberg. 2053. M. Wallrothiana Koerber. — Dictyoblastus Wallrothianuis Trev. — Thelenella modesta Nyl. — Taf. CXLI, Fig. 5, 6; CXLII, Fig. 10,11. Kruste dünn, von der Rinde wenig abstehend, anfangs fast häutig oder warzig-rissig, frisch graugrün, beim Trocknen schnell rotbräunlich werdend, angefeuchtet gallertartig-schmierig und schwach nach Veilchen riechend, mit dünnem, weißlichem Vorlager. Fruchtkörper einzeln, in wenig vortretende, sehr kleine Lagerwarzen eingesenkt, halbkugelig-nieder- gedrückt, mit schwarzer, genabelter Mündung. Sporen zu 8, ellipsoidisch, an beiden Enden abgestumpft, 10—25 p. lang, 5—15 p dick. An der Rinde von Laubbäumen in Westfalen häufig, sonst selten. Fränk. Jura: An Ahornrinde längs der Straße des Waldgeländes zwischen Ruppertsbuch und Lohrmannsdorf bei Eichstätt. — Thüringen: Um Nebra an Ahorn. — Sachsen: An Eschen im Keppgrund; an Pappeln bei Grüntal bei Olbernhau. — Schlesien: Nimkau (Espen); Grünberg (Eichen). 2054. M. leucothelia (Nyl.) Am. — Verrucaria leucothelia Nyl. in Flora 1864, p. 356. — Dactyloblastus leucothelius Anzi. — Taf. CXLII, Fig. 1—6. Kruste ergossen, fast schleimig, schmutzig bräunlichgrün oder grau oder graurötlich, mit zahlreicheren kleinen, zerstreuten oder gedrängten, halbkugeligen bis kugeligen, grauweißen Warzen besetzt, in denen die anfangs punktförmigen, später etwas mehr hervortretenden, aber dauernd
720 von der Warze umschlossen bleibenden, kugeligen, schwarzen oder braun¬ schwarzen Früchte eingesenkt sind. Gehäuse hellbraun, mit sehr feiner, nur mikroskopisch sichtbarer, eingedrückter Mündung. Schläuche Spindelig- keulig oder fast zylindrisch. Sporen ellipsoidisch, an den Enden etwas spitzlich, anfangs sechs- bis achtzellig und farblos, später unregelmäßig mauerförmig-vielteilig, 20—31 p lang, 9—12 p breit, mit Jod sich rotgelb färbend, von denen der M. sphinctrinoides nicht verschieden. Über Moosen, zwischen Flechten, auf Erdboden, selten. Tirol: Mittelberg, am Wege zum Taschachgletscher; Finstertal, zwischen Kühetai und den Seen; Längetal; Gurgl, Westseite der Hohen Mut; Roßkogel, längs des Weißbaches; St. Gertraud in Sulden, auf kleinen Erderhöhungen seit¬ wärts vom Saume des Schutzwaldes gegen den Langen Stein. — Schweiz: Speer; Bormio. — Schlesien: Schneekoppe. 2055. biatorella Arn, Thallus blaß grünlich-, im Herbar zuletzt fast weißlich, kleinschollig¬ körnig. Apothecien ziemlich klein, fast biatorinaartig, fleischrötlich, am Scheitel leicht eingedrückt und etwas rosarot. Hymenium mit Jod weinrot gefärbt. Paraphysen ziemlich zart, haarförmig. Sporen farblos, unregel¬ mäßig mauerförmig, jung ein- bis dreimal geteilt, alt sieben- bis neunmal, in der Mitte noch mit zwei bis drei Längswänden, verlängert länglich, an beiden Enden etwas verschmälert, 30—36—40 /z lang, 14—17 p breit, zu 8 im Schlauch. Tirol: Selten auf steinigem Boden in der Serlosgrube; Obernberg, über Moosen. 2056. M. sphinctrinoides Nyl. — Weiten web era sphinctrinoides Kbr. — Taf. CXLI, Fig. 8; CXLII, Fig. 7—9. Erklärung zu Tafel CXLII. Fig. i. Microglaena leucothelia, Lager auf Moos, nat. Gr. „ 2. „ „ Lager, bei Lupenvergrößerung. „ 3. ,, „ 3 Perithecien, bei starker Lupenvergrößerung. „ 4. „ „ Schnitt durch Lager und Perithecium, Vergr. 50. „ 5. „ „ Schlauch, Vergr. 500. „ 6. „ i, Spore, Vergr. 1000. „7. „ sphinctrinoides, Lager auf Moos, nat. Gr. „ 8. „ „ Lager, bei Lupenvergrößerung. „ 9. „ „ 3 Perithecien, bei starker Lupenvergrößerung. „ 10. „ Wallrothiana, Lager, nat. Gr. „ 11. ,, „ Lager, bei Lupenvergrößerung. „ 12. „ corrosa, Lager, nat. Gr. „13. ,, „ Lager, bei Lupenvergrößerung. „ 14. „ „ Schnitt durch Lager und Perithecium, Vergr. 100.
721 Kruste ergossen, fast schleimig, weißlich, hellgrünlich, graurötlich, bräunlich oder braunschwarz, auf undeutlichem Vorlager. Früchte klein, 0,2—0,4 mm breit, oben fast gestutzt-konvex, mit deutlich nadelstichfeiner Mündung, anfangs zimtbraun, bald mattschwarz und um die Öffnung nabelartig eingedrückt. Gehäuse braun. Schläuche spindelig-keulig, acht¬ sporig. Sporen spindelförmig, zuweilen fast kahnförmig, an beiden Enden zugespitzt, anfangs farblos und mit sieben Querwänden, zuletzt mauer¬ förmig geteilt und gelbbräunlich, 43—60 p, lang, 12—19^ dick. Über Moosen und Flechten, auch auf nackter Erde, selten. T i r o 1: Häufiger; Stanzertal, Paznaun, Mittelberg, Längetal, Finstertal, Gurgl, Roßkogel, Brenner, Zillertal, St. Gertraud in Sulden, Predazzo, Paga¬ nella. — Steiermark: Bachergebirge, über Moosen. — Schweiz: Erstfeldertal; M. Plaida in Valdobbia. — Westfalen: Über Moosen an Buchen des Astenberges. — Böhmen. — Mähren. — Schlesien: An den Felsen des kleinen Teiches, rechts vor der Lomnitz; Wölfels fall. — Ostpreußen: Neugrabau bei Berent. 2057. M. sphinctrinoideila (Nyl.) Arn. — Verrucaria sphinctrinoidella Nyl. Thallus weniger entwickelt, mit kleineren Fruchtkörpern als bei M. sphinctrinoides, oft Moosstengeln angeheftet, schwärzlich. Hymenialschicht mit Jod sich bläuend. Paraphysen haarförmig. Sporen farblos, breit spindeiig, mit sieben Querwänden, mauer förmig geteilt, 34—42 //. lang, 10—12 p breit, zu 8 in. fast zylindrischen Schläuchen. Uber Moosen und Flechten, auch auf Boden in den Alpen, selten. Tirol: Mittelberg, beim Steinmandl; Kühetai, zwischen den Finstertaler Seen; Waldrast, in der Matreier- und Seriesgrube; Brenner, längs der Bergschneiden; Paneveggio. — Preußen: Lippuscher Heide bei Berent. 2058. ML muscicola (Ach.) Lönnr. — Verrucaria muscicola Ach. — ■V. muscorum Fr. — Microglaena muscorum Th. Fr. — Taf. CXLI, Fig. 1—4. Thallus ausgebreitet, zart körnig, mit dem weißlichen Vorlager mehr oder weniger ineinanderfließend, angefeuchtet in charakteristischer Weise nach Wanzen riechend. Perithecien halbkugelig-kegelig, klein, oberflächlich, papillenförmig, braun, später schwärzlich. Schläuche sackförmig-spindeiig, zwei- bis viersporig. Sporen groß, länglich-ellipsoidisch, mauerförmig¬ vielteilig, farblos, später bräunlich, 35—58^ lang, 17—25 p. breit. Über Moosen, zuweilen auch auf Erdboden, selten. Tirol: Kitzbühel, über Moosen an Kalkfelsen des Barmbächleins; Jenesien, auf Erdboden oder Moosen; Schiern, im Damers; um Paneveggio über Moosen; Pönale Thom6-Migula, Flechten. JI. (Flora XII, 2.) 46
722 bei Riva, über Moosen. — München: Über Leucodon sciuroides am Grunde einer alten Esche an der Niordseite der Allacher Lohe. — Fränk. Jura: Über alternden Moosen, zerstreut; auf bemoosten Dolomitfelsen im Pegnitztale; bei Eichstätt, Hütting, Velburg, Obertruppach. — West¬ falen: Am Ziegenberg bei Höxter; über Moosen und auf Erde an einer Wallhecke bei Münster; an einer Wallhecke bei Handorf. 2059. M. latebrosa Bagl. et Car. — Weitenwebera latebrosa Bagl. et Car. — Polyblastia latebrosa Jatta. Lager ausgebreitet, aus kleinen, etwas gekerbten, weißlichen, ge¬ trennten oder stellenweise schollig geballten Körnchen gebildet. Perithecien klein, unter den Körnchen stehend, braunschwärzlich, etwas kreiselförmig¬ halbkugelig, zuletzt am Scheitel leicht eingedrückt. Sporen zu 4—6 im Schlauch, strohgelb, groß, länglich, vielzellig, mit ziemlich vielgestaltigen Zellen, oder mauerförmig, 43—60 lang, 13—19^ dick. An Granitfelsen in den Alpen. Familie Epigloeaceae, Lager gallertartig, homöomerisch, unberindet, mit Palmellaceen- Gonidien. Perithecien einfach, gerade, mit senkrechter Mündung. Gattung Epigloea ZukaL Lager gallertartig, homöomerisch, unberindet, Hyphen ein lockeres, die Gallerte durchsetzendes Maschenwerk bildend, dessen Endverzweigungen mit den Gonidien in Verbindung stehen. Perithecien zerstreut stehend, einfach, aufrecht gerade, halb eingesenkt, mit kugeligem bis eiförmigem, hellem und weichem, eigenem Gehäuse. Fruchtkern ohne Hymenialgonidien, Mündung endständig, punktförmig. Paraphysen spärlich, sehr zart, ver¬ zweigt. Schläuche keulenförmig, am Grunde mit kurzem, aber deutlichem Stiel, vielsporig. Sporen kurz stäbchenförmig, gerade, zweizeilig, farblos. Konzeptakel der Pyknokonidien kugelig, klein; Basidien einfach; Pykno¬ konidien exobasidial, länglich, kurz stäbchenförmig, gerade oder ganz leicht gekrümmt. 2060. E. bactrospora Zuk. — Taf. CXLIII, Fig. 1—4. Einzige Art. Als Gonidien fungieren Zellen von Palmella botryoides. Über Moosen. Oberösterreich: Bei Haslach; Salzburg, bei Radstadt.
723 Familie Moriolaceae. Die Moriolaceen umfassen Organismen, die an der Grenze der Flechten stehen und die man ebensogut als algophile Pilze bezeichnen könnte. Das Lager ist krustig, einförmig, oberrindig, aus septierten, braunen, an den Scheidewänden oft eingeschnürten und zuweilen ein fast pseudoparenchy- matisches Geflecht bildenden Hyphen und aus meist rundlichen Gruppen von Algenzellen bestehend. Diese meist rundlichen, zuweilen mehr flächen¬ förmigen Gruppen von Algenzellen sind von einer eckig-netzartigen, pseudoparenchymatischen Wandung von Pilzhyphen entweder vollständig eingeschlossen, Goniocysten, oder die mehr oder weniger ausgesprochen pseudoparenchymatische Wandung der Pilzhyphen umschließt die Algen¬ gruppen nur teilweise kapselartig oder mehr einseitig bei flächen förmiger Ausdehnung und ist stellenweise offen, Goniocystulae. Daneben treten auch als Lagerkerne bezeichnete Algengruppen auf, die noch nicht von den kapselartigen Pilzwucherungen umsponnen sind. Die Algen gehören zumeist den Cyanophyceen an, und gewöhnlich mehreren Arten zugleich; daneben treten aber auch Protococcaceen auf. Der Pilz tritt zu den Algen zuerst in ein symbiontisches Verhältnis, später aber wird er zum aus¬ gesprochenen Parasiten. Die Fruchtkerne sind pyrenokarp, einzelstehend, gerade, mit dunklen, am Grunde helleren Hyphen. Schläuche vier- bis vielsporig; Sporen parallel mehrzellig, fast farblos bis braun. Paraphysen vorhanden oder frühzeitig verschleimt. Pykniden klein; Pyknokonidien klein, gerade, stäbchenförmig, an den Enden abgestumpft oder etwas verdickt; Basidien meist frühzeitig zerfließend. Stylosporen (?) parallel mehrzellig, dunkel. Die Goniocysten sind ringsum geschlossene, kugelige, länglichrunde oder unregelmäßig gestaltete Körper mit netzartiger Oberfläche; es sind Kapseln, deren Wandung aus stark veränderten, lückenlos aneinander¬ schließenden Pilzzellen gebildet wird, während der Inhalt der Kapsel aus Erklärung zu Tafel CXLHI. Fig. i. Epigloea bactrospora, Optischer Durchschnitt durch den Thallus, Vergr. 180. „ 2. „ „ Optischer Durchschnitt durch ein reifes Perithecium mit einem Thallusstück, Vergr. 400. „ 3. ,, „ Reifer Schlauch, Verg. 800. „ 4. „ „ Sporen, Vergr. 800. ,, 5. Spheconisca translucens, zwei von Hyphen umsponnene Algengruppen (Goniocystulae) stark vergrößert. „ 6. „ humilis, Lager auf Baumrinde, nat. Gr. „ 7. „ „ Schlauch mit Paraphysen, Vergr. 500. n 8. „ „ Sporen, Vergr. 1000. Fig. 1—4 nach Zukai. 46*
724 den Algenzellen, und aus Innenhyphen besteht. Die Algen gehören nach Bachmann nicht zu Cystococcus, überhaupt nicht zu den Chlorophyceen, sondern zu den Cyanophyceen; es handelt sich um kernlose Zellen. Sie werden in späteren Stadien der Entwicklung vom Pilz getötet und aus¬ gesaugt, während im Anfänge Symbiose stattfindet. Die Algen gehören wahrscheinlich meist mehreren Arten zugleich an. Die Goniocysten kommen bei der Gattung Moriola vor. Die Goniocystulae} die bei der Gattung Spheconisca vorkommen, sind nicht allseitig durch die Zellen des Pilzes geschlossene Kapseln, sondern Gebilde von sehr verschiedener Form, kugelig, napfförmig oder flächen¬ förmig, die von den Pilzzellen nicht vollständig, sondern nur streckenweise oder einseitig bis fast kapselförmig umgeben werden. Eine scharfe und durchgreifende Scheidung zwischen Goniocysten und Goniocystulae findet nach meinen Untersuchungen nicht statt. Die Algen dieser Goniocystulae sind ebenfalls meist Cyanophyceen und gewöhnlich verschiedenen Arten angehörig, zuweilen aber auch Protococcaceen. Lagerkerne sind kugelige oder unregelmäßig rundliche, eng zusammen¬ gedrängte Gruppen von Algenzellen, die noch nicht von den Pilzhyphen in der Art der Goniocysten oder Goniocystulae umsponnen sind. Für das Gebiet der Flora kommt nur die Gattung Spheconisca mit pseudoparenchyma- tischem Gewebe und in Goniocystulae cingeschlossenen Algenzellen in Frage. Nachdem mir vergönnt war, das Normannsche Originalmatcrial zu untersuchen, kann ich mich nicht ent¬ schließen, die Arten dieser Gattung als echte Flechten zu betrachten, dazu erscheint mir die Verbindung zwischen Pilz und Alge zu locker und zu sehr dem Zufall unterworfen. Ganz sicher entwickelt sich der Pilz in einzelnen Fällen auch ohne Algen, anscheinend bis zur Perithecienbildung, wenigstens gelang es mir bei Spheconisca humilis einzelne vollständige Pilzrasen mit einem Perithecium von dem Substrat abzulösen, ohne irgendwelche Algenzellcn aufzufinden; auch in tieferen Schichten des Substrates ließen sich an den entsprechenden Stellen keinerlei Algen nachweisen. Außerdem scheinen die Pilze in bezug auf die Algen¬ arten auch nicht wählerisch zu sein, sondern alle Algen, die sich gerade vorfinden, zu um¬ spinnen. Diese vor einer längeren Reihe von Jahren (etwa vor 16 Jahren) angestellten Unter¬ suchungen führten mich zu dem Wunsch, an frischem Material nachzuprüfen, was sich an dem alten, oft spärlichen und meist nicht sehr reinen Herbarmaterial Normans, das mir in liebenswürdiger Weise von dem Botanischen Universitätsmuseum in Oslo zur Verfügung ge¬ stellt wurde, nicht sicher feststellen ließ. Es ist mir aber nicht gelungen, in Thüringen und in den von mir mehrfach besuchten Allgäuer Alpen eine Spheconiscaart aufzufinden, trotzdem ich reichlich Zeit und Mühe darauf verwendet habe. In neuerer Zeit sind die Moriolaceen von Bachmann in ausführlicher Weise untersucht worden (Ber. d. Deutsch. Bot. Ges. 1925, Fleft 5, und Nyt Magazin for Naturvidenskaberne, Bind 64, 1926)1 auf welche Arbeiten hier ausdrücklich verwiesen sein soll.
725 Gattung Spheconisca Norm. Lager dünn, unscheinbar, aus meist braunen Hyphen, Goniocystulae und Lagerkernen, zuweilen einigen Goniocysten gebildet. Goniocystulae kugel-, decken- oder napfförmig, oft in mehreren Stockwerken über¬ einander angeordnet, aus meist verschiedenen Cyanophyceengonidien, zu¬ weilen auch Chlorophyceen bestehend. Hyphen in Form eines lockeren Geflechtes auf der Baumrinde ausgebreitet, selten ein sehr lückenreiches Plektenchym bildend, meist nur in die obersten Rindenschichten ein¬ dringend. Perithecien braun, dünnwandig, kugelig oder etwas abgeplattet oder länglichrund, mit enger Mündung, mit oder ohne Paraphysen. Schläuche parallel gestellt, achtsporig. Sporen meist zwei- bis vierzellig, zuweilen mehr als vierzellig, farblos oder braun, lanzettlich, ellipsoidisch oder länglich. Bachmann führt vier im Gebiet vorkommende Arten auf, die sämtlich der Untergattung Euspheconisca, deren Perithecien keine Paraphysen ent¬ halten, angehören. Dazu kommen noch sechs von Norman beschriebene Arten, die von Bachmann nicht zu Spheconisca gerechnet werden, die aber hier anhangsweise mit aufgeführt werden, da das Studium dieser seltenen und interessanten Organismen noch manches Neue bringen dürfte. Übersicht der Arten: i. Sporen braun 2. Sporen farblos 3. 2. Sporen unter 10 p lang Sph. semnospora. Sporen über 10 p lang Sph. hypocrita. 3. Sporen unter 10 p lang, rundendig Sph. margaritula. Sporen über 10 p lang, spitzendig Sph. indifferens. 2061. Sph. semnospora (Norm.) Bachmann. „An Randstellen, die man als Vorlager bezeichnen kann, sind fast nur epiphlöodische, zwei- bis vierschichtige, 6—13,6 p mächtige, braun¬ schwarze, durch kleinere und größere Lücken voneinander getrennte Knäuel bemerkbar, aber fast gar keine Hyphen. In der Aufsicht bei siebzigfacher Vergrößerung betrachtet erblickt man eine fein punktierte Fläche fast ohne gegenseitige Hyphenverbindung, woraus geschlossen werden muß, daß ein Teil der Verbindungshyphen hypophlöodisch verläuft. Tatsächlich sieht man in feinen Schnitten vereinzelte perlschnurförmige Hyphen und kreisrunde Hyphenquerschnitte in den obersten Rinden¬ schichten — die älteren Teile des Lagers erscheinen bei Lupenvergrößerung als ein schwärzlicher, fein gefelderter, nur stellenweise höckeriger Überzug.
726 Beim Anfeuchten werden auch die Felder fein höckerig, offenbar, weil die Algenkugeln, aus denen sie hauptsächlich bestehen, aufquellen. In Mikro¬ tomschnitten bestehen die Felder aus zahlreichen, dicht beieinander gelegenen Cyanophyceenkugeln, die an der Oberfläche, manchmal auch an der Unterseite, aber nie ganz vollständig von braunen Hyphen eng um¬ klammert sind, zum Teil auch von Innenhyphen durchzogen werden. Die Umhüllungshyphen haben immer eine stark konvexe und verdickte Außen- und eine wenig verdickte Innenwand. Die Mächtigkeit dieses hyphen¬ umklammerten Flechtenlagers schwankt zwischen 31 und 141 /z Mächtig¬ keit. Die letzteren erscheinen schon im trockenen Zustande als höckerartige Erhöhungen der Felder, im Mikrotomschnitt als ein mehrstöckiges Hauf¬ werk von Goniocystulae und Lagerkernen. Der Fruchtform nach würde dieser Organismus in die Pilzgattung Zignoella gestellt werden müssen. Die Perithecien sind kugelförmig, mit aufgesetzter kurzer Spitze, 98,6 p hoch und breit. Gehäusewand braun, zweischichtig, 8—9 p mächtig, Zellen meist doppelt so lang wie hoch. Auskleidungsgewebe farblos, plasma¬ reich, am Grunde drei- bis fünfschichtig, an den Seitenwänden ein-, unter der Mündung vierschichtig, ohne Periphysen. Schläuche keulenförmig, manchmal oben zugespitzt, 30,4—45^. lang, 9—11,4 ju breit, mit acht Sporen in zweireihiger Anordnung. Sporen länglichrund, rundendig, vier¬ zellig, werden sehr spät bräunlich, 9,5 /z lang, 3—3,5 p breit. — Die Um¬ gebung der Schlauchfrüchte besteht fast immer aus Goniocystulae oder doch hyphenumklammerten und -durchsetzten Gruppen einzelliger Cyano- phyceen oder auch Lagerkernen der gleichen Algenart. Rhizoidale Hyphen durchsetzen nie das Rindengewebe, sondern treten nur mit Algen in Ver¬ bindung. Pykniden sind fast kugelförmig, 67—84/4 groß; ihre Gehäuse¬ wand zweischichtig, 7 /4 mächtig, braun. Zellen nur schwach oder gar nicht tangential gestreckt. Konidien farblos, länglichrund, bis 10,2 p lang und 8,6 p breit. Wand farblos, Inhalt wandständig, mit einer großen bis drei kleinen Vakuolen. Sie entspringen an fädigen Sterigmen von etwa 3 p Dicke und 6—11 p Länge (wenn sie einzellig sind), bis 17 p Länge, wenn sie dreizellig sind. Diese Früchte sind ganz in das Periderm eingesenkt und entsenden auch rhizoidale Hyphen nach den Seiten.“ (Bachmann.) Auf Rhus typhina im Botanischen Garten zu Innsbruck. 2062. Sph. hypocrita Norm. Lager uneben, schwarz, aus decken- oder felderartigen, mitunter in mehreren Stockwerken übereinanderliegenden und zuweilen mit Lager¬ kernen gemischten Goniocystulae bestehend. Gonidien zu den Cyano- phyceen, selten Chlorophyceen gehörend. Die ersteren sind gelbbraun, 4 bis
727 5, selten 6^ groß, kugelig, sehr dünnwandig; ihre Wand kann sich später bräunen, ist aber auch dann von den Hyphenzellen durch Einschichtigkeit und Dünne sicher zu unterscheiden. Diese bilden auf den Algenausbrei¬ tungen ein- bis dreischichtige Decken oder gehen um vielzellige Algen¬ kugeln in einer Schicht fast allseitig herum. Die umhüllenden Zellen sind stets durch stark gewölbte, dünne Innenwände ausgezeichnet, aber nicht zu Hohlkugelfaktoren umgestaltet. Innenhyphen treten in den felder- und kugelförmigen Goniocystulae nicht selten auf und sind stets dünner als die Zellen der Umhüllungshyphen, nämlich nie über 3 p. — Die Perithecien sind zystenförmig, bis 126/z hoch, 98/z. breit. Gehäusewand dreischichtig, 10,2^ mächtig. Das farblose, plasmareiche Auskleidungsgewebe ist am Grunde drei- bis vier-, an den Seitenflächen ein- bis zwei-, unter der Mündung bis fünfschichtig. Schläuche parallel angeordnet, schlank keulen-, seltener walzenförmig, mit acht Sporen in ein- oder zweireihiger An¬ ordnung. Sporen bräunlich, länglichrund, spitzendig, vierzellig, bis 13,5 /z lang, 4—5 p breit. (Nach Bachmann.) Auf dünnen Zweigen von Larix am Brenner in Tirol. 2063. Sph. margaritula (Norm.) Bachmann. „Das Lager ist ganz vorwiegend epiphlöodisch; die Hyphen dringen selten in das Rindenparenchym ein, sind aber dann fähig, die Mittellamellc der Wände zu resorbieren und die beiden Innenlamellen auseinander¬ zudrängen. Die Hyphen, die das tun, sind zylindrisch, langgliedrig, werden aber bei ihrer saprophytisehen Tätigkeit kurzgliedrig und erweitern sich bis zum Dreifachen ihrer ursprünglichen Weite. Sehr häufig finden sich in und über dem Rindenparenchym Gemmen von sporenähnlicher Gestalt. Sie sind 12 X 5,1 bis 44 X 23,4 p groß, braun, vier- bis fünfzellig, länglich¬ rund und an beiden Enden mit abgebrochenen Zellstümpfen versehen, also mittelständiger Entstehung. — Das oberrindige Lager besteht aus flachen, unregelmäßigen, im Umriß eckigen Feldern. In feinen Querschnitten sehen sie gelbgrün aus und sind von braunen Hyphen über- und durchzogen. Sie bestehen aus zahllosenl rundlichen Algenzellen mit dünner, farbloser Wand und (nach Hämatoxylinfärbung) braunem oder schwarzem Inhalt. Der Zelldurchmesser beträgt 6—7 pf der ihrer Protoplasten 3—4 p, so daß auf die Wand 1,5 p kommt. Diese Wände sind zweischichtig; ihre Tnnen- lamelle ist farblos, die Außenlamelle gelblich. Braunwandige Innenhyphen dringen von der Oberfläche bis in 63 p Tiefe bei 68,4 p Gesamtmächtigkeit des Algengewebes. Sie verzweigen sich auch, bilden aber keine Umklam¬ merung der Gonidien. Die Algen gehören zu den Cyanophyceen, wie ihre Chlorzinkjodreaktion und der Mangel eines Zellkerns beweisen. Manchmal
728 sind diese Cyanophyceenfelderchen auch noch, von einer gebleichten Peri¬ dermwand bedeckt, müssen also ursprünglich endophloeodisch gelebt haben. Die Margaritula-Hyphen gehen auch mit einer Chlorophycea, die dem Chlorococeum humicolum (Naeg.) Rabenh. sehr ähnelt, Symbiose ein, und zwar bilden sie auf den der Rinde aufgelagerten Algenzellen eine ein¬ schichtige Decke mit einigen auffallend dünnen Innenhyphen, oder sie um¬ klammern die einzelnen Algenzellen an einem nicht unbeträchtlichen Teil ihrer Oberfläche linienhaft, manchmal auch flächenhaft, jedoch nie allseitig, wie bei den Goniocysten. Perithecien fast kugelig, schwach zugespitzt, 75—77 p breit, 72 p hoch, mit enger Mündung. Gehäusewand meist zweischichtig, manchmal an der Sohlwand bloß einschichtig, dort 6,5, hier 4^ mächtig. Zellstruktur trotz der braunen Farbe immer deutlich erkennbar, weil die braune Außen¬ lamelle ziemlich dünn ist. Zellen immer tangential gestreckt, bis zum Doppelten ihrer Höhe. Auskleidungsgewebe am Grunde drei- bis vier¬ schichtig, an den Seitenwänden einschichtig, unter der Mündung wieder vierschichtig. Am Grunde entspringen die parallel angeordneten Schläuche: keulen- bis walzenförmig, achtsporig, 45 X 8 p groß. Sporen bis zuletzt ungefärbt, zwei- und vierzellig, 9,2 X 3,1 p und 9,8 X 3 p groß. Pykniden kugelrund, 50 p groß, ohne Porus. Gehäusewand einschich¬ tig, mit isodiametrischen, 5 p großen Zellen. Innen ausgekleidet mit kurzen, stiftförmigen Sterigmen, denen etwa zwei Schichten unreifer Konidien aufsitzen. Im Zentrum lose, reife Konidien, länglichrund, 5,7—6,6 p lang, 4—4,2p breit, farblos; Inhalt feinkörnig. Diese Früchte sind fast ganz in das Rindenparenchym eingesenkt, welches hier von Margaritula-Hyphen durchsetzt wird. Erst in einiger Entfernung treten hügel- und felderartige Goniocystulae auf. Im Gegensatz hierzu ruhen die Schlauchfrüchte dem Rindenparenchym auf und sind in ihrer ganzen Höhe von dem hyphendurchsetzten Algenlager umgeben oder sie sind höchstens bis zur Mitte in die Rinde eingesenkt.“ (Bachmann.) Tirol: Auf dünnen Berberiszweigen am Brenner. 2064. Sph. indifferens Norm. Das Lager besteht aus torulösen, hellbraunen Hyphen, die nur selten in die dichtfaserige Rinde eindringen und deren oberste Schicht falltürartig emporheben. Meist bildet es über der Rinde ein sehr lückenreiches Netz von im äußersten Fall 70,5 p, meist nicht über 30—40 oder nur 8,5—10,2 Mäch¬ tigkeit. Etwas dichter ist dieses Plektenchym in der Umgebung von Schlauchfrüchten, jedoch nur, weil seine Lücken mit Algen erfüllt sind. —
729 Deckenartige Goniocystulae von 31 p größter Mächtigkeit führen un¬ gewöhnlich große Algenzellen, wohl Chlorophyceen (bis 11X7,5^4), fast ringsum von torulösen Hyphen flächenhaft umklammert. — Die meisten Goniocystulae sind nicht kugel-, sondern decken- oder plattenförmig; Dicke der dünnwandigen, kugeligen Gonidien meist 4 p,. Perithecien zysten¬ förmig, bis 119/4 hoch, 102^ breit. Gehäusewand dreischichtig, 13,5/4 dick. Die beiden äußern, je 5 /4 dicken Schichten, sind dunkler und bestehen aus fast isodiametrischen Zellen, die der innersten, hellen Schicht sind tan¬ gential gestreckt und nicht über 3,5 p, mächtig. Auskleidungsgewebe von gewöhnlicher Beschaffenheit, am Grunde dreischichtig, 9 mächtig, an den Seitenwänden zweischichtig, 5—6 p, dick, unter der engen Mündung bis 13,6/4 mächtig. Aus dem Grundgewebe entspringen zahlreiche, parallel ge¬ stellte, meist keulenförmige, 42^ lange, ii,5/4 breite Schläuche. Sporen zwei- oder einreihig, länglichrund, spitzendig, farblos, 11,4/4 lang, 3 /4 dick, vierzellig. Früchte bis fast zur Mitte in das dichtfaserige Rindengewebe eingesenkt. Tirol: Umgebung von Innsbruck auf Zweigen von Betula alba. 2065. Sph. humilis. Norm. — Taf. CXLIII, Fig. 6—8. Thallus weiter ausgebreitet, schwarz, mit gefärbten, unregelmäßig vereinigten, lockerer zusammenhängenden, oft in kurze, an den Quer¬ wänden eingeschnürte Hyphen mit fast kugeligen Gliedern auslaufenden Zellen. Gonidien dunkelgrün mit ausgesprochen körnigem Inhalt, teils mittelgroß, unregelmäßig geballt, teils groß und einzeln. Apothecien mit spärlichen Basalhyphen. Sporen ellipsoidisch oder lanzettlich, undeutlich vierzellig, mit deutlicher mittelster Querwand und undeutlicheren übrigen Querwänden, farblos, 8—10/4 lang. Gallertmasse durch Jod sich rötend. Pyknokonidien größer als die Apothecien oder gleichgroß; Pyknosporen zierlich, etwa 2 /4 dick, 4 p, lang oder etwas größer. Tirol: An Acer pseudoplatanus bei Innsbruck. 2066. Sph. ebenea Norm. Thallus weiter ausgebreitet, tief schwarz, ziemlich dick, aus sehr zahl¬ reichen, dunkel gefärbten, an den Querwänden eingeschnürten Hyphen mit fast kugeligen, fast ebenso langen wie breiten Gliedern und aus meist ab¬ gerundeten, kleinen, seltener deckelförmigen, größeren Häufchen aus Zellen, die den Hyphengliedern gleichgroß sind, gebildet. Gonidien spärlicher, gehäuft oder fast einzeln. Sporen lanzettlich-linear, niemals mauerförmig, völlig farblos, 15—16/4 lang, 3—4^4 breit. Die Gallertmasse des Hyme¬ niums färbt sich mit Jod rosarot. Tirol: Am Brenner an Stämmen und Ästen von Ainus viridis.
730 2067. Sph. austriaca Norm. Thallus zart, das Substrat kaum bedeckend, schwärzlich, von krüme¬ liger Beschaffenheit, mit kugeligen, dunkler gefärbten Zellen und unter¬ mischt mit Hyphen, die an den Querwänden eingeschnürt sind und fast kugelige Glieder bilden; Gonidien zahlreich, dunkelgrün, zum Teil gehäuft und mittelgroß, zum Teil fast einzeln und groß, 36 p und darüber breit. Apothecien klein, zystenförmig. Sporen länglich, 18 p, lang. Die Gallert¬ masse färbt sich kaum mit Jod. Tirol: Innbruck, im Botanischen Garten an Pinus nigra. 2068. Sph. resinae Norm. — Moriola resinae Norm. Thallus schwarzbraun, samtartig-flockig, angedrückt, zart, hauptsäch¬ lich aus verzweigten, verflochtenen Hyphen gebildet, mit wenigen Lager¬ kernen von blaß bräunlicher Farbe; Gallertmasse zwischen den Zellen mit Jod sich rötend. Apothecien bis 0,35 mm und darüber breit, trocken nieder¬ gedrückt - kugelig oder öfter napfförmig. Sporen dunkelbraun, vier- bis zehnzellig, zuletzt mauerförmig, 24—28 p, lang, 10—18 /z breit. Gallert¬ masse des Hymeniums oft nach schwacher Blaufärbung schmutzigrot werdend. Bisher nur in Norwegen an Kiefernrindenharz. Vielleicht noch in den Alpen aufzufinden. 2069. Sph. confusa Norm. Der vorigen Art ähnlich, aber hauptsächlich verschieden durch das Fehlen der regelmäßigen Lagerkerne; die Gonidien liegen unregelmäßig in dem durch Jod sich nicht färbenden Thallus. Tirol: Am Brenner auf Fichtenharz. 2070. Sph. translucens Norm. — Taf. CXLHI, Fig. 5. Thallus dunkelgrau, d. h. grau mit schwarzen Teilchen untermischt, feucht zumeist grün werdend, in der Jugend schwarz, mit ziemlich starken, aderigen Hyphen, deren unförmliche Glieder mit den regelmäßigen Thalluskernen gleichdunkel gefärbt sind, im Alter in eine Rindenschicht mit zumeist abgestorbenen, zusammengefallenen, blassen Zellen und in Häufchen von Gonidien, die in der Gonidienschicht dicht nebeinanderliegen und von farblosen, aufgelösten Zellen umhüllt sind, zerfallend, durch Jod sich nicht färbend. Hypotheken braun, fast ohne Basilarhyphen. Sporen schmal länglich-lanzettlich, mit drei deutlichen Querwänden, niemals mauer¬ förmig, blasser gefärbt, 10—15 p, lang. Die Gallertschicht des Hymeniums wird durch Jod blau oder färbt sich nicht. S ü d t i r o 1: Bei Riva an Pappeln.
731 Nachträge. Anhang zur Gattung Buellia, Bd. I, S. 93. 207 i.B. heteropsis Müll.-Arg. Lager fehlend oder doch nicht beobachtet. Apothecien zahlreich, ge¬ nähert, nicht reihenweise, flach, 2/s—3/«mm breit, vorstehend und dünn be¬ randet; Scheibe rötlich-schwarz oder schwarz, zuletzt gedunsen oder halb¬ kugelig, innen gleichfarbig. Hymenium farblos, Epithecium braun, Hypo¬ thecium dick und schwarzbraun, Paraphysen zierlich, oben kopfig und ge¬ gliedert, Schläuche zylindrisch, achtsporig, am Scheitel dickwandig. Sporen zierlich, 10—12 lang, 3,5—5 oder öfters 5,5 p, breit, länglich-ellipsoidisch, grün bis braun, zweizeilig. — Im ersten Augenblick einer Form von Lecidea crustulata oder goniophila ähnlich. Schweiz: Zwischen Brieg und Naters, an Felsblöcken (Sur des blocs de la pente chaude). 2072. B. trifracta Stnr. nov. sp. „Proxima accedit ad Buelliam lauri-cassiae Free (= Lecedca triphrag- mia Nyl.) sed thallus KOH —.“ Niederösterreich: Schneeberg, Ochsenboden auf Humus und abgestorbenen Alpenpflanzen. Zur Gattung Lecanora, Bd. I, S. 248. 2073. k- plumbeola Müll.-Arg. Hypothallus schwarz, Lager bleifarben, blaugrau, matt, geborsten¬ gefeldert oder Felder zerstreut, eckig, flach, nicht rissig, einfrüchtig. Apo¬ thecien eingesenkt, nur ^3 mm breit, nicht über das Lager hervortretend, ziemlich regelmäßig kreisrund, braunschwarz, matt, angefeuchtet weich, etwas vertieft niedergedrückt und gewissermaßen vom Felde selbst mit breitem Lagerrand umgeben; ein sogenannter eigener Rand tritt nicht hervor. Hymenium und Hypothecium farblos, weich, Epithecium fuchsrot- bräunlich, Paraphysen weich, verklebt. Schläuche oben sehr dickwandig, achtsporig. Sporen in den Schläuchen unregelmäßig zweireihig gelagert, 18—20 p, lang, 9—10 /z. breit. — Der L. Myrini nahestehend. Schweiz: Am Fuß des Schwarzhorn oberhalb Tourtemagne. Zur Gattung Lecanora, Bd. I, S. 254. 2074. L. fumosula Müll.-Arg. Hypothallus schwarz. Lager geborsten-gefeldert, Felder ziemlich flach oder etwas gewölbt, schwarzbraun oder später braun-lehmfarbig, am Rande nicht aufsteigend, einfrüchtig. Apothecien in der Mitte der Felder sitzend,
732 eingesenkt, nicht über das Lager hervortretend, von dem angeschwollenen und um die Scheibe weißlichen und vortretenden Lager selbst scheinbar berandet; Scheibe Vamm breit, schwarzbraun, matt, nackt. Hymenium weich, wie das Hypothecium weiß-farblos, Epithecium olivbräunlich, Para¬ physen verklebt, Schläuche achtsporig, oben dickwandig. Sporen unregel¬ mäßig zweireihig gelagert, länglich-ellipsoidisch, 10^ lang, 4,5 breit. Schweiz: Schwarzhom, oberhalb Tourtemagne. Zu Lecanora calcarea, Bd. I, S. 262. var. chalybaeoides Stnr. Aussehen wie bei var. chalybaeiformis, aber Scheibe der Apothecien angefeuchtet schwarz. Nieder Österreich: Galgenberg bei Nikolsburg, auf Kalk. Zu Lecanora Agardhianoides, Bd. I, S. 268. f. glaucomoides A. Zahlbr. Apothecien zuerst angedrückt, dann sitzend, zerstreut oder genähert und dann mehr oder weniger eckig, bald gewölbt, dicht milchweiß oder hechtblau bereift, mit dünnem, erst etwas vorragendem, dann niedergedrück¬ tem Rande. Niederösterreich: Ostseite des Schneeberges: Sonnige, trockene Felswand am Schneidergraben, auf Kalk. Zu Lecanora saxicola, Bd. I, S. 312. var. Schneebergensis A. Zahlbr. Lager bis 10 cm breite Flächen bildend, blaß strohgelb, durch KOH gelb, durch CaCl nicht gefärbt, erst mehr oder weniger weißstaubig, zuletzt nackt, mit ziemlich kurzen, bis 3,5 mm langen, linearen, gewölbten, oben warzig-ungleichen, verzweigten, im Umfang wenig verbreiterten und hand¬ förmig eingeschnittenen, von einer zarten, grauschwarzen Linie umgebenen Randlappen; in der Mitte breit-warzig, mit konvexen, dünn schwarz be¬ grenzten Warzen, ohne Soredien und Isidien. Apothecien sitzend, zerstreut oder dichtstehend, 0,8—1,2 mm breit, am Grunde zusammengezogen; Scheibe ledergelb-bräunlich, reiflos, fast flach; Lagerrand zuerst ziemlich dick, ganz, etwas vortretend, dann gekerbt und mehr oder weniger zurück¬ tretend. Gehäuse ganz, farblos, durch Jod nicht gebläut, aus zarten, dünn¬ wandigen und verklebten Hyphen gebildet, über einer dicken, gonidien¬ führenden Schicht. Ein deutliches Epithecium fehlt; Hymenium oben schmutzig bräunlich, sonst farblos, nicht inspers, 85—98 jlc hoch, durch Jod
733 erst blau, dann schmutzig gefärbt. Paraphysen steif, verklebt, einfach, am Scheitel keulig. Sporen einzellig, farblos, breit-ellipsoidisch oder oval, dünnwandig, 8,5—9 p lang, 5—5,5 p breit. Pyknokonidien fadenförmig, gebogen oder fast gerade, 18—24^ lang, gegen 1 /z breit. N iederösterreich: Exponierte Kalkfelsen an der Ostseite des Schneeberges, von der Sparbacher Hütte zur ,,Breiten Riß“, in der Krumm¬ holzregion. Zu Lecanora, Bd. I, S.317. 2075. luridescens A. Zahlbr. Lager epilithisch, plakodimorph, weinsteinartig, dick (in der Mitte bis 1,4mm hoch), rosettförmig, bis 4cm breit, in der Mitte schließlich ab¬ sterbend, Rosetten mehr oder weniger zusammenfließend, etwas oliv- oder weißfarben, graugrün, matt, durch KOH leicht gelblich gefärbt, durch CaCl nicht verändert, angefeuchtet ins Gelbliche spielend; Randlappen zu¬ sammenfließend, strahlig gefurcht, breit abgerundet; in der Mitte etwas gefeldert und hier und da, obwohl selten, körnig-warzig, im übrigen glatt, ohne Soredien und Isidien. Rinde oben schmal, aus dicht verflochtenen Hyphen gebildet, nicht von einer amorphen Schicht bedeckt. Mark weiß, dick, durch Reagentien nicht verändert, durch Jod nicht gebläut, weinstein¬ artig, aus verwebten, stark inspersen, 2—3,5 /z dicken Hyphen gebildet, Kristalle von Kalkoxalat einschließend. Gonidienschicht unter der Rinde schmal, zusammenhängend, mit kugeligen, geknäuelten, 8,5—12 p dicken Palmellagonidien. Apothecien lekanorinisch, sitzend, in der Mitte des Lagers gehäuft, rundlich, bald unregelmäßig oder unförmig, am Grunde eingeschnürt, bis 1,5 mm breit. Scheibe erst vertieft, dann fast flach oder leicht gewölbt, leichenfarbig, scherbengelb-bräunlich oder braun, dünn grau¬ grünlich bereift; Lagerrand ziemlich dick, die Scheibe wenig überragend, anfangs fast ganz, dann gewunden-winkelig, dem Lager gleichfarbig, blei¬ bend, oben mehr oder weniger eingedrückt, unterhalb der Rindenschicht zahlreiche Gonidien und Mark einschließend. Gehäuse unterhalb des Hyme¬ niums dick, farblos, an den Seiten des Hymeniums schmal, wenig deutlich, über der Gonidienschicht lagernd. Epithecium staubig, schmutzig ocker¬ bräunlich oder umbrabraun. Hymenium blaßschmutzig, 100—ilO/z hoch, leicht körnig inspers, durch Jod nicht oder kaum, am Rande blaß gebläut. Hypothecium farblos, durch Jod fleckenweise gebläut. Paraphysen verklebt, fadenförmig, 1,5—1,8 p dick, nicht septiert, mehr oder weniger verzweigt, am Scheitel nicht kopfig. Schläuche oval oder ellipsoidisch-keulenförmig, fast so lang wie das Hymenium, achtsporig. Sporen in den Schläuchen zweireihig, farblos, einzellig, oval oder ellipsoidisch - oval, dünnwandig, 8,5—n p lang, 5—8 p breit, meist mit einem ziemlich großen Tropfen.
- 734 Pykniden eingesenkt, mit punktförmigem, schwärzlichem Scheitel und farb¬ loser Wand. Fulkren exobasidial; Basidien büschelig, fast blasenförmig oder fast ellipsoidisch. Pyknokonidien fadenförmig, an beiden Seiten ein¬ gedrückt, fast gerade oder leicht gebogen, 21—27 p lang und gegen 1,5 p dick. N iederösterreich: An Kalkfelsen am Fadensteig, in der unteren Krummholzregion. Zu Pertusaria globulifera, Bd. I, S. 353. var. corallina A. Zahlbr. Lager oberseits fast vollständig mit korallenförmigen, stielrundlichen Isidien bedeckt; Soredien spärlich, hauptsächlich gegen den Umfang des Lagers gelegen. N iederösterreich: An der rissigen Borke isoliert stehender, alter Zerreichen im Kaiserlichen Tiergarten gegen den Auhof. Zu Heppia, Bd. I, S.407. 2076. H. tenebrata Nyl. Lager schwärzlich, körnig, 0,5 mm dick, im Umfang etwas plakodium- artig-kerbig. Apothcien etwas rötlich, lekanorinisch, bis fast 0,3 mm breit oder kleiner, mit ziemlich dickem Lagerrand. Sporen etwa zu 24 in spindel¬ förmigen Schläuchen, fast kugelig, 5—6 p breit. Paraphysen mittelstark, gegliedert. Jod färbt die Hymenialschicht vorübergehend blau, dann weinrot. N iederösterreich: Auf Schiefer auf dem Akazienberg bei Stein a. d. Donau; an Amphibolschiefer bei St. Michael nächst Spitz. Zu Thyrea pulvinata, Bd. I, S.466. var. laxa (Müll.-Arg.). — Omphalaria pulvinata var. laxa Müll.-Arg. Abschnitte der Rasen fast getrennt wachsend, am Grunde locker, herdenweise am gemeinsamen Anheftungspunkt entspringend, stark ent¬ wickelt, verlängert, mitunter 1—p/icm lang, aufsteigend, die jüngeren jedoch wie bei der Normalform gedrängt und rasig, überall glatt, schwärz¬ lich oder braunschwarz, trocken starr, angefeuchtet ziemlich weich. Schweiz: Zwischen Brieg und Naters an feuchten Felsen häufig. var. pachyphylla (Müll.-Arg.). — Omphalaria pulvinata var. pachy- phylla Müll.-Arg. Lager 1—21/a cm breit, einblätterig, in verschiedener Weise ein¬ geschnitten geteilt und gelappt, Abschnitte auffallend verdickt, trocken
735 — außerordentlich brüchig, groß, 4—15 mm breit, schwarz oder braunschwarz, auf der ganzen Oberfläche, besonders oberseits, kleinwarzig-rauh oder schwarzkörnig. Schweiz: Zwischen Brieg und Naters an feuchten Felsen. Zu Thelocarpon, Bd. I, S. 486. 2077. Th. Strasseri A. Zahlbr. Apothecien umgekehrt birnförmig, grünlichgelb, matt, klein, 0,2 bis 0,24 mm hoch und etwa 0,1 mm breit, auf ziemlich kurzem, verkehrt kegeligem Stiel, mit am Scheitel halbkugeligem, niemals eingedrücktem Köpfchen. Perithecium aus senkrechten, parallelen dünnen, dicht verkleb¬ ten Hyphen gebildet, durch KOH nicht verändert; Epithecium etwas körnig, gelb. Paraphysen fadenförmig, etwa 15 mm dick, ungefähr so lang wie die Schläuche, nicht septiert, wiederholt gabelig verzweigt, etwas hin und her gebogen, am Scheitel nicht verbreitert, durch Jod gelb gefärbt. Schläuche zylindrisch-keulig, an den Scheiteln abgerundet, gerade, 80 bis 90 p, lang, 10—15 ju breit, mit verdickter Membran, durch Jod erst blau, dann rotgelb gefärbt. Sporen oval, oval- oder länglich-ellipsoidisch, an den Enden abgerundet und mitunter verdickt, farblos, einzellig, gerade oder fast gerade, 6—7 p lang, 2—3 p dick. Niederösterreich: Auf faulendem, entrindetem Fichtenholz bei St. Georgen am Reith. Zu Biatorella pruinosa, Bd. I, S.493. f. brunnescens A. Zahlbr. Lager endolithisch oder auch dünn epilithisch und dann weiß, zu¬ sammenhängend oder hier und da unregelmäßig zerrissen. Apothecien mehr oder weniger gehäuft, sitzend, groß, bis 3 mm breit, rund, zuletzt buchtig gelappt, ziemlich flach oder leicht gewölbt, dicht hechtblau oder milchweiß bereift, angefeuchtet rötlichbraun, mit gleichfarbigem Rande. Gehäuse aus strahligen, dicht verklebten, nicht septierten Hyphen gebildet, am Rande bräunlich, sonst farblos. N iederösterreich: Ostseite des Schneeberges, sonnige, trockene Felswand am Schneidergraben, auf Kalk. Zu Biatorella, Bd. I, S. 495. * 2078. B. hymenogonia A. Zahlbr. Lager epilithisch, krustig, einförmig, dünn, 0,25—0,30 mm hoch, etwas weinsteinartig, schmutzig olivgrau, matt, durch Reagentien nicht verän¬ dert, angefeuchtet grau werdend, etwas schuppig gefeldert; Felder klein,
736 o,2—o,8(—i) mm breit, im Umfang unregelmäßig, etwas vertieft, mit etwas aufgeworfenen Rändern, oben ungleichmäßig, nach dem Lagerrande zu allmählich kleiner werdend, nicht auf deutlichem Hypothecium, ohne Soredien und Isidien. Rindenschicht schmal, außen schwärzlich, sonst farb¬ los, 16—19 p dick, paraplektenchymatisch, oben mit einer amorphen, farb¬ losen Schicht bedeckt. Gonidien unterhalb der Rinde eine ziemlich dicke, zusammenhängende Schicht bildend, 7—19 p dick, zu Pleurococcus gehörig. Mark weiß, durch Reagentien nicht verändert, durch Jod nicht gebläut. Apothecien halb eingesenkt oder angedrückt, meist gedrängt, lezideinisch, schwarz, klein, 0,2—0,6 mm breit, schmal, durch gegenseitigen Druck ge¬ wöhnlich etwas eckig, mit mehreren Hymenien. Scheibe erst braunrötlich, bald schwarz, etwas glänzend, vertieft, später fast flach, ehr zart und dicht unregelmäßig runzelig. Eigener Rand spitzlich, etwas vorragend, ganz oder fast ganz. Gehäuse doppelt; das äußere sowohl seitlich als am Scheitel der Scheidewände des Hymeniums entwickelt, braunschwarz, 18—20 p dick, am Grunde mehr oder weniger angebogen, das innere farblos oder sehr blaß bräunlich, ganz in dem seitlichen Teil aus strahligen, nicht septierten Hyphen gebildet, unten fast pseudoparenchymatisch, über dem Gonidien einschließenden Mark des Lagers liegend, in verschiedenen Bündeln auf¬ strebend und das Hymenium in mehrere Teile teilend, lebhaft grüne, fast kugelige, nur 3,5 p breite Gonidien einschließend. Hymenien zu mehreren, im mittleren Querschnitt fast kugelig oder breit ellipsoidisch, farblos, nur oben gebräunt, nicht inspers, 85—no^u hoch, durch Jod kaum gebläut. Paraphysen fadenförmig, gegen 2 p dick, einfach, nicht septiert, am Scheitel nicht oder kaum verbreitert, mehr oder weniger zusammenneigend, fast wie in Perithecien. Schläuche länglich-keulig, vielsporig. Sporen farb¬ los, einzellig, länglich, gerade, dünnwandig, 3—3,5 p lang, gegen 1,6 p breit. Pykniden eingesenkt, kugelig, mit kaum vorragendem, schwarzem Scheitel und blassem, weichem, paraplektenchymatischem Gehäuse; Fulkren exo¬ basidial; Basidien blasen - fadenförmig, büschelig, dicht; Pyknokonidien länglich, „0,16—0,18/z lang“ (?). Niederösterreich: Zwischen Hardegg und Freyen, auf Schiefer. Zu Biatorella, Bd. I, S. 499. 2079. B. fallacissima (Müll.-Arg.). — Sarcogyne fallacissima Müll.- Arg. — Lecanora fallacissima Stzbgr. Lager schollig-kleinwarzig, Schollen zerstreut oder oft in eine run¬ zelige, etwas gefelderte Kruste zusammengedrängt, schneeweiß, dünnn, zuletzt spärlich oder verschwindend, ohne deutliches Vorlager. Apothecien 0,5—1 mm, meist 0,7—0,9 mm breit, sitzend, dick und vortretend, schwarz
737 berandet, mit ausgezeichnet blaugrauer Scheibe. Hymenialschicht etwa 120 p hoch, fast farblos oder blaß, durch Jod schmutzigblau gefärbt. Hypo¬ thecium fast farblos, Epithecium gelblich-bräunlich, Paraphysen ziemlich dick, verklebt. Schläuche etwa 100 p lang, weit, sehr vielsporig. Sporen 5—6 p lang, breit-ellipsoidisch oder fast kugelig. Schweiz: An hohen Kalkwänden des Reculet. 2080. B. limborinella (Müll.-Arg.). — Lecidea (s. Rimulariella) lim- borinella Müll.-Arg. Lager undeutlich. Apothecien schwarzbraun, matt, runzelig, mm breit, angefeuchtet weich, gewölbt; Rand dick, stark zusammenneigend und die Scheibe bis zu einer punkt förmig-urnenförmigen, zentralen Ver¬ tiefung überdeckend, später in vier bis sechs unregelmäßigen Lappen zer¬ reißend und die Apothecien sternförmig erscheinen lassend, die jüngeren am Scheitel mit einer scheinbar sternförmigen Spalte, seltener in der Mitte mit weiterer Öffnung. Hymenium ziemlich hoch, mit dem Hypothecium bräunlich-farblos; Epithecium braun. Schläuche vielsporig. Sporen sehr klein, breit-ellipsoidisch, ungefähr 2 p lang. Zu Acarospora chlorophana, Bd. I, S. 503. var. rugulosa (Müll.-Arg.). — Placodium chlorophanum v. rugulosum Müll.-Arg. Lager weniger lebhaft gelb und an der Oberfläche überall fein runzelig und matt. Sporen 3—5 p lang, i1/?—2 p breit, sehr zahlreich. Schweiz: An Hornblende auf dem Gipfel des Schönhorn. Zu Thelocarpon epi bolum, Nr. 744, p. 482. N iederösterreich: Auf morschem Holz auf dem Speichberg bei Purkersdorf. var. saxicolum A. Zahlbr. Von der typischen Form durch größere Schläuche und Sporen unter¬ schieden. Apothecientragende Wärzchen fast kugelig, gelbgrünlich, matt, etwas rauh, 0,1—0,2 mm breit. Schläuche flaschenförmig, etwas bauchig, 124—133^ lang, 14—18^ breit, durch Jod weinrot gefärbt, vielsporig; Sporen einzellig, farblos, oval, ellipsoidisch oder länglich, gerade, seltener etwas gekrümmt, 7—9 p lang, 2,2—2,7 p breit. Niederösterreich: An Sandsteinen auf dem Sonntagsberge in Rosenau. Thome-Mignla, Flechten. TT. (Flora XII, 2.) 47
738 Zu Th. excavatu 1 um, Nr. 746, p. 483. f. lignicola A. Zahlbr. Apothecientragende Warzen etwas größer, bis 0,2 mm breit, sonst wie die typische Form. N iederösterreich: Auf morschem Holz in der „Kleinen Klause“ bei Aspang.
Register Die geltenden Namen sind gesperrt gedruckt, Varietäten und Formen kursiv, Gattungs« und Familien* namen fett, Synonyme in gewöhnlichem Satz. Die fettgedruckte Zahl 2 vor der Seitenzahl bedeutet den 2. Band der Flechten. abbrevians (Nyl.) Th. Fr. (Bacidia) 2. 282. abbrevians Nyl. (Lecidea) 2. 282. ab breviata Wahlbg. (Collema rupestre f.) 420. abietina Schaer. (Graphis scripta f.) 2. 438. abietina (Ach.) Kbr. (Lecanactis) 2. 398. abietina Ach. (Lecidea) 2. 398. abietina Schaer. (Lecidea) 2. 397. abietina (Kbr.) — (Porina) 2. 556. abietina Kbr (Sagedia) 2. 556. abietina f. incrustans Nyl. (Lecidea) 2. 399* abietinum Pers. (Calicium) 2. 494. abietinum Fw. (Coniangium) 2. 398. abietinum (Ehrh.) Kbr. (Schisma¬ tomma) 2. 397. abietinum Mass. (Schismatomma) 2.398. abietinus Pers. (Baeomyces) 2. 61. abictinus Ehrh. (Lichen) 2. 397. abscondita Arn. (Polyblastia) 2. 686. absconditum (Hepp.) Kplhbr. (The- lid.) 2. 655. abstrahenda Arn. (Polyblastia) 2.695. abstrusa Kbr. (Bacidia) 2. 381. abstrusa Bayrh. (Biatora) 2. 381. abstrusa Wallr. (Patellaria) 2. 381. abstrusa Kbr. (Secoliga) 2. 381. Acarospora Mass. 500. Acarosporaceae 478. acarosporoides (Eitner) — (Lecan, mi- crolepis f.) 243. a c a u 1 e Eitner (Calicium) 2. 489. accedens Arn. (Bilimbia) 2. 266. acceptanda Nyl. (Lecanora) 293. accline Kbr. (Arthrosporum) 2. 248. acclinis Th. Fr. (Arthrospora) 2. 248. acclinis (Kbr.) Zahlbr. (Bacidia) 2. 248. acclinis Kbr. (Lecidea) 2. 248. acerina (Pers.) Arn. (Bacidia) 2. 273. acerina Nyl. (Lecidea) 2. 273. acerina Stzbgr. (Secoliga) 2. 273. acerinus Pers. (Lichen) 2. 273. acervulans Nyl. (Melanotheca) 2. 513. acervulans (Nyl.) — (Tomasellia) 2. 513. acervulata Hepp. (Biatora) 2. 327. acervulata Nyl. (Lecidea) 2. 327. acervulata Anzi (Toninia) 2. 327. acervulata (Nyl.) Th. Fr. (Tonin, arom. v.) 2. 327. acervulatum Kbr. (Thalloidima) 2. 327. acetabulum DC. (Imbricaria) 209. acetabulum Neck. (Lichen) 209. acetabulum Hoffm. (Lobaria) 209. acetabulum (Neck.) Duby (Par- melia) 209. Acharii Smrft. (Lecanora) 244. Acharii West, (Lichen) 244. Acharii Ach. (Urceolaria) 244. Acharii Kremplhbr. (Synalissa) 453. acicu laris Smith (Chaenotheca) 2.485. 47*
740 acicularis Anzi (Gyalecta) 2. 378. acicularis (Anzi) Nyl. (Gyalecta leucasp. v.) 2. 378. acanthella Ach. (Cetraria aculeata f.) 231. acrita Ach. (Physcia aipolia f.) 51. acrocordioides Zahlbr. (Porina) 2. 550. acrocordioides Zahlbr. (Sagedia) 2. 550. acrotella Ach. (Verrucaria) 2. 637. acrotella Anzi (Verruc. rupestris f.) 2. 641. acrotelloides Mass. (Lithoicea) 2. 630. acrotelloides (Mass.) Kbr. (Verru¬ caria) 2. 630. acrotellum Arn. (Thelidium) 2. 659. acrustaceum Arn. (Thelid. pyrenoph. v.) 2. 664. actinostoma Mass. (Limboria) 2. 393. actinostoma Fr. (Parmelia) 2. 393- actinostoma Pers. (Urceolaria) 2. 393. actinostomus (Pers.) Zahlbr. (Di- ploschistes) 2. 393. actinota (Ach.) Arn. (Anapt. ciliaris var.) 64. aculeata (Schreb.) Stbgr. (Cetraria) 230. aculeata Ach. (Cornicularia) 230. aculeata Hoffm. (Lobaria) 230. aculeata v. coelocaula Kbr. (Cetraria) 23L aculeata f. horrescens Ach. (Cetraria) 23L aculeata ß muricata Ach. (Cornicularia) 231. aculeata v. muricella Flke. (Cornicularia) 231. aculeata v. spadicea Oliv. (Cetraria) 231. aculeatus Schreb. (Lichen) 230. acuminans (Nyl.) — (Polyblastiopsis) 2. 569. acuminans Nyl. (Verrucaria) 2. 569. acuminata Del. (Cenomyce) 2. 46. acuminata (Ach.) Norrl. (Clad.) 2. 46. acuminata Arn. (Cladonia) 2. 47. acuminata f. foliata Arn. (Clad.) 2. 47- acuta f. Leight. (Phaeographis 2. 441. adglutinata Mass. (Heppia) 407. adglutinata Flke. (Lecanora) 61. adglutinata Krplhbr. (Lecanora) 407. adglutinata Nyl. (Pannaria) 407. adglutinata (Flke.) Nyl. (Physcia) 61. adglutinatum Anzi (Lecothecium) 447. adglutinatum Arn. (Placynthium) 447. adglutinatum Anzi (Pterygium) 447- admissa Nyl. (Lecanora) 512. admontensis A. Zahlbr. (Lecanora) 310. adpressa Hepp. (Biatora) 2. 298. adpressa Hepp, und Kbr. bei Th. Fr. (Biatorina) 2. 298. adpressa Kbr. (Biatorina) 2. 298. adpressa (Hepp.) — (Catiliaria) 2. 298. adpressa Sandstede (Clad, destricta f.) 2. 29. adpressa v. pleiotera Nyl. (Lecidea) 2. 305. adpressa f. Harm. (Parmelia) 202. adspersa Flke. (Clad. furcata f.) 2. 35. adspersa Kbr. (Microthelia) 2. 564. adspersum Pers. (Calicium) 2. 496. adspersum Ach. (Cyphelium) 2. 496. adspersum v. roscidulum Harm. (Calic.) 2. 497. adspersum a roscidum Schaer. (Calic.) 2. 496. adspersum v. trabinellum Schaer. (Calic.) 2. 497. adunans Nyl. (Lecanora) 260. adunans f. glacialis Arn. (Aspicilia) 260. adunca Ach. (Clad. uncialis f.) 2. 30. adusta Rabenh. (Clad. rangifer. f.) 2. 13. adusta DC. (Imbricaria) 216. aenea Duf. (Lecidea) 2. 237. aenea Wallr. (Verrucaria) 2. 557. aenea v. glabra Schaer. (Umbilic.) 524. aeneofusca Arn. (Biatora) 2. 202. aeneofusca Flke. (Lecidea) 2, 202. aeneola Arn. (Lecid. atrobrunn. f.) 2.240. aeneola Arn. (Lecidella) 2. 240. aeneovinosa Anzi (Sagedia) 2. 666. aeneovinosa Nyl. (Verrucaria) 2. 666. aeneovinosum Arn. (Thelidium) 2. 666.
741 a e n e o v i r e n s Müll. - Arg. (Lecidea) 2. 188. aequata (Ach.) (Buellia myriocarpa var.) 77- aequata Nyl. (Lecidea) 71. aequata (Fike.) Kernst. (Lecid. gonio- phila f.) 2. 168. aequata Boist. (Rinodina) 71. aequatula Nyl. (Lecanora) 103. aeruginosus DC. (Baeomyces) 327. aeruginosa Scop. (Icmadophila) 327. aeruginosa Borr. (Lecidea) 2. 201. aestimabilis Arn. (Caloploca lactea) 148. aestivalis Ohlert (Lecidea) 2. 212. aethalea (Ach.) Th. Fr. (Buellia) 83. aethalea Ach. (Gyalecta) 83. aethaloides Nyl. (Buellia) 83. aethiobola Stein (Lithoicea) 2. 603. aethiobola Wahlenb. (Verrucaria) 2. 604. aethiobola Lieh. Helv. 522 (Verrucaria) 2. 614. aethiobola f. Zahlbr. (Verrucaria) 2. 609. aethiobola v. calcarea Arn. (Verrucaria) 2. 610. aethiobola f. deformis Arn. (Verruc.) 2. 613. aethiobola v. primaria Wain. (Verruc.) 2. 604. aethioboloides Zschacke (Theli¬ dium) 2. 674. affinis (Zwackh.) Arn. (Bacid. atrosang. f.) 2. 278. affinis (Mass.) Zahlbr. (Forsseliia) 463. affinis Mass. (Hymenelia) 2. 367. affinis (Mass.) (Jonaspis melanoc. v.) 2. 367. affinis Schaer. (Lecidea) 2, 243. affinis Dicks. (Lichen) 397. affinis Kbr. (Megalospora) 2. 243. affinis Nyl. (Omphalaria) 463. affinis Ach. (Parmelia) 397. affinis (Mass.) Zahlbr. (Porina) 2. 555. affinis Mass. (Sagedia) 2. 555. affinis Cromb. (Verrucaria) 2. 555. africana Mass. (Tornahenia) 122. affine Mass. (Euchylium) 463. Agardhiana (Mass.) Flagey (Calo- placa) 141. Agardhiana Ach. (Lecanora) 141. Agardhiana Mass. (Pyrenodesmia) 141. Agardhiana f. albopruinosa Arn. (Pyre¬ nodesmia) 133. Agardhiana v. granulosa Arn. (Pyreno¬ desmia) 143. Agardhiana v. nigricans Arn. (Pyreno¬ desmia) 141. Agardhiana v. alpina Arn. (Pyrenodes¬ mia) 141. Agardhianoides Mass. (Lecanora) 268. Agardhianum Kbr. (Calopisma) 141. agariciformis Wulf. (Lichen) 2. 40. a g e 1 a e a (Ach.) Kbr. (Phlyctis) 346. agelaea Ach. (Urceolaria) 346. agelaea Turn. (Variolaria) 346. agelaeus Ach. (Lichen) 346. aggerata Mudd. (Lecidea) 2. 164. aggregata Arn. (Lecid. gonioph. v.) 2, 169. aggregata Eitner (Leptorhaphis) 2. 542. aggregata Fw. (Lecid. mollis f.) 2. 191. agglomerata Sandst. (Opegr. calcarea f.) 2. 421. aggregata Ach. (Porina) 2, 406. aggregata Fr. (Sagedia) 2. 406. aggregatum (Ach.) Nyl. (Collema) 417. aggregatum v. conglomeratum Oliv. (Collema) 418. aglaea Smrft. (Lecidea) 2. 125. aglaea Kbr. (Lecidella) 2. 125. aglaea v. Brunneri Arn. (Lecidea) 2. 155. a g 1 a e i z a Nyl. (Lecidea) 2. 125. agnata (Nyl.) D. T. et S. (Cetraria com¬ mixta v.) 226. agnatum Nyl. (Platysma) 226. agraria Th. Fr. (Polyblastia) 2. 702. A h 1 e s i a n a (Kbr.) Zahlbr. (Porina) 2. 552. Ahlesiana Kbr. (Segestrella) 2. 552. Ahlesii Kbr. (Biatora) 2. 185. A h 1 e s i i (Kbr.) — (Lecidea) 2. 185.
742 Ahlesii Rehm (Thelocarpon) 486. aipolia Ach. (Parmelia) 50. a i p o 1 i a (Ehrh.) Nyl. (Physcia) 50. aipolius Ehrh. (Lichen) 50. aipolia y anthelina Ach. (Parmelia) 51. aitema Hepp. (Lecanora) 289. aitema Mass. (Lecidea) 2. 222. alabastrina ß rosella Ach. (Lecidea) 2. 274. alabastrina ß sphaeroides Ach. (Lecidea) 2. 254. alba (Schaer.) — (Lecanora cinerea f.) 260. albana Mass. (Rinodina) 115. albana (Mass.) D. Torre et S. (Rinod. sophodes f.) 115. albaria Nyl. (Lecanora) 332. a 1 b a r i e 11 a (Nyl.) — (Lecania) 333. aibariella Nyl. (Lecanora) 333. a 1 b e 11 a (Pers.) Ach. (Lecanora) 294- albella Ach. (Parmelia) 294. albella f. angulosa Nyl. (Lecanora) 282. albella v. chlarona Nyl, (Lecanora) 281. albella v. scrupulosa Oliv. (Lecanora) 286. albellula (Nyl.) Th. Fr. (Lecanora) 292. albellula Nyl. (Lecidea) 292. albellus Pers. (Lichen) 294. albescens (Arn.) Zw. (Bacidia) 2. 273. albescens Kbr. (Lecidea mollis f.) 2. 191. albescens Ach. (Lichen) 273. albescens Hoffm. (Psora) 273. albescens ß caesioalba Th. Fr. (Leca¬ nora) 274. albescens ß deminutum aut., (Placod.) 274. albescens ß dispersum Dub. (Placodium) 272. albescens v. Flotowiana Spr. (Lecanora) 272. albescens a galactina Th. Fr. (Lecanora) 273. albicans (Arn.) — (Bacidia) 2. 253. albicans Arn. (Bilimbia) 2. 253. albicans Arn. (Lecanora gibbosa f.) 265. albida (Schaer.) Zahlbr. (Chaenotheca) 2. 483. albida Arn. (Polyblastia) 2. 687. albidum Kbr. (Cyphelium) 2. 483. albilabra Fr. (Biatora) 2. 238. albilabra Duf. (Lecidea) 2. 238. albilabra Kbr. (Psora) 2. 238. albinea Ach. (Parmelia) 54. albinea (Ach.) Nyl. (Physcia) 54. albinea v. dimidiata Nyl. (Physcia) 55. albissimus (Ach.) Zahlbr. (Diplo¬ schistes) 2. 392. alboatra (Hoffm.) Th. Fr. (Buellia) 89. alboatra Nyl. (Lecanora) 89. alboatra Fr, (Lecidea) 89. alboatra var. ambigua Nyl. (Lecidea) 90. alboatra a amylacea Schaer (Lecidea) 2. 400. alboatra 6 epipolia Schaer (Lecidea) 2. 402. alboater Hoffm. (Lichen) 89. alboatrum Fike. (Calic. pusillum v.) 2. 491. alboatrum Kbr. (Diplotomma) 89. alboatrum Th. Fr. (Rhizocarpon) 89. alboatrum y dispersum Krplhbr. (Diplo¬ tomma) 88. alboatrum v. venustum Kbr. (Diplotom.) 90. albociliatum Nyl. (Collema) 477- albociliatum Desm. (Leptogium) 477. albociliatum (Desm.) Zahlbr. (Poly- chid.) 477. albociliatum Jatta (Pseudoleptogium) 477. albocoerulescens ß immersa Fr. (Leci¬ dea) 493. albocoerulescens Eitner (Rhizoc. seduct. Q 2. 334. albocrenata Arn. (Gyalecta) 2. 375- alboflava (Kbr.) — (Lecidea) 2. 144- alboflava Kbr. (Lecidella) 2. 144. albo-flavescens Wulf. (Lichen) 324. albo-flavescens (Wulf.) Malbr. (Ochrol. parelia v.) 324. albo-flavida Tayl. (Lecanora) 272.
743 albofuscescens Nyl. (Lecidea) 2. 226, albohyalina (Nyl.) Th. Fr. (Catil¬ lat.) 2. 292. albomarginata Nyl. (Lecan. saxicola v.) 313. albopruinosa Arn. (Biatorina) 133. albopruinosa (Arn.) Th. Fr. (Blas- tenia) 133. al b on i gr u m Nyl. (Calicium) 2. 488. albovirella (Nyl.) — (Bacidia) 2. 289. albovirella Nyl. (Lecidea) 2. 289. albozonaria DC. (Patellaria) 2. 121. alcicornis Ach. (Cenomyce) 2. 60. alcicornis Flke. (Clad. foliacea subsp.) 2. 60. alcicornis Fr. (Cladonia) 2. 60. alcicornis v. cryptochlora Th. Fr. (Cla¬ donia) 2. 61. alcicornis v. firma Nyl. (Clad.) 2. 6t. alcicornis ß endiviaefolia Flke. (Clad.) 2. 60. Alectoria Ach. 171. aleurites Th. Fr. (Cetraria) 191. aleurites Kbr. (Imbricaria) 191. aleuritis Wlbg. (Lichen) 192. aleurites Ach. (Parmelia) 191. aleurites Smrft. (Parmelia) 192. aleurites Nyl. (Squamaria) 192. aleurites (Ach.) Arn. (Parmeliopsis) 191. algovicum Rehm (Thelid. papulare v.) 2. 677. Allarthonia Nyl. 2. 443. a 11 o b a t a (Stzbgr.) Zschacke (Poly¬ blastia) 2, 690. allobata Stzbgr. (Verrucaria) 2. 690. allochroa Ehrh. (Phycia pulverulenta f.) 56. allophana Ach. (Lecanora subfusca var.) 285. allothallina (Nyl.) — Buellia) 93. allothallina Nyl. (Lecidea) 93. alociza Mass. (Biatorina) 140. a 1 o c i z a (Mass.) — (Caloplaca) 140- alociza Jatta (Lecaniella) 140. alpestris Harm. (Cladina) 2. 17. alpestris (L.) Rabenh. (Cladonia) 2. 17. alpestris Ach. (Lecanora) 140. alpestris Smrft. (Lecidea) 2. 118. alpestris Th. Fr. (Lecidea) 2. 101. alpestris Arn. (Lecid. subdiffracta f.) 2. 181. alpestris v. spumosa Flke. (Cladonia) 2. 17. alphoplaca (Wahlenb.) Ach. (Leca¬ nora) 322. alphoplaca Ach. (Parmelia) 322. alphoplaca v. melanaspis Nyl. (Lecanora) 321. alphoplacum Nyl. (Placodium) 322. alphoplacus Wahlenb. (Lichen) 322. alpicola Th. Fr. (Buellia) 2. 336. alpicola (Wbg.) Arn. (Catocarpus) 2. 336. alpicola (Fw.) Wainio (Cladonia) 2. 45. alpicola v. karelica Wain. (Cladonia) 2. 44. alpicola Nyl. (Lecidea) 2. 336. alpicola Th. Fr. (Parmelia) 199. alpicola Zschacke (Verrucaria) 2. 613. alpigena (Ach.) Schaer. (Lecan. poly- tropa v.) 271. alpina (Hepp.) D. T. et S. (Caloplaca Agardhiana f.) 141. alpina Schaer. (Cetraria aculeata var.) 231. alpina (Smrft.) Th. Fr. (Lecanora) 250. alpina Arn. (Lecanora cinerea f.) 259. alpina Hepp. (Lecidea) 2, 145, alpina Schaer. (Lecid. albocoerul. v.) 2. 120. alpina (Hepp.) Arn. (Lecid. speirea f.) 2. 145. alpina Krplhbr. (Leptog. sinuat, f.) 436. alpina Hepp. (Pertusaria) 365. alpina Metzler (Polyblastia) 2. 687. alpina (Metzl.) Zschacke (Polybi, albida v.) 2. 687. alpina Arn. (Verruc. rupestris v.) 2. 641. alpinum Hepp. (Placodium) 141. alpinum Laur. (Stereocaulon) 2. 68.
744 alpinus (Fr.) Hellb. (Mycobl. sanguin. v.) 2. 243. alutacea Jatta (Biatorina) 2. 321. alutacea Anzi (Toninia) 2. 321. alutaceum (Thalloidima) Anzi 2. 321. alvarense Nyl, (Platysma) 224. alvarensis (Wbg.) Fr. (Cetrar. j uniper. f.) 224. amabilis Müll.-Arg. (Lecidea) 2. 192. amara (Ach.) Nyl. (Pertusaria) 352. amara Ach. (Variolaria) 352. amarescens Nyl. (Pertusaria) 353. amaurocraea Fike. (Capitularia) 2. 28. amaurocraea Nyl. (Cladina) 2. 28. amaurocraea (Fike.) Schaer. (Clad.) 2. 28. amaurocraea f. destricta Nyl, (Clad.) 2. 29. amaurocraea v. vermicularis Kbr. (Cla- don.) 188. amaurospoda Nyl, (Lecidea) 2. 225. ambigua (Ach.) Th. Fr. (Buellia alboatra var.) 90. ambigua Ach. (Lecidea) 90. ambigua b griseoatra Ach. (Lecidea) 2. 154. ambigua (Kbr.) — (Lecidea olivacea v.) 2. 96. ambigua Hoffm. (Lobaria) 191. ambigua Ach. (Parmelia) 191, ambigua b albescens Schaer. (Parm.) 192. ambigua (Ach.) Nyl, (Parmeliopsis) I9L ambigua Nyl. (Squamaria) 191. ambiguus Wulf. (Lichen) 191. amnicola Kbr. (Rinodina) 97. amnicola ß nimbosa Schaer. (Parmelia) 97. amnicola ß nimbosa Müll.-Arg. (Rino¬ dina) 97, amniospiloides (Nyl.) Oliv. (Ca- loplaca) 149. amniospiloides Nyl. (Lecanora) 149. amota Arn. (Polyblastia) 2. 688. amphiboloides Zahlbr. (Staurothele) 2. 712, amphiboloides Nyl. (Verrucaria) 2. 712. amphotera Leight, (Lecidea) 2. 153. amphotera Nyl. (Opegrapha) 2. 426. ampla Arn. (Lecid. pantherina v.) 2, 131. ampliata Ach. (Ramalina fraxinea f.) 180. amplissima (Scop.) Arn. (Lobaria) 388. amplissima Schaer. (Parmelia) 388. amplissima Leight. (Ricasolia) 388. amplissima Rabenh. (Sticta) 388. amplissimus Scop. (Lichen) 388. ampullacea (L.) D. T. et S. Cetraria glauca f.) 223. Amygdali Mass. (Campylacia) 2. 542. Amygdali (Mass.) Jatta (Leptorha- phis) 2. 542. amylacea (Ehrh.) — (Lecanactis) 2. 400. amylacea Ach. (Lecidea) 2, 106. amylacea Hepp. (Sagedia) 2. 658. amylacea (Hepp.) Kremplh, (Verruc.) 2. 633. amylaceum Mass. (Schismatomma) 2. 400. amylaceum Mass. (Thilidium) 2. 658. amylaceus Ach. (Lichen) 2. 106. a n a 1 e p t a (Ach.) Arn. (Arthopyrenia) 2. 532. analepta Nyl. (Verrucaria) 2. 532 analeptella (Nyl.) — (Arthopyrenia) 2. 533. analeptella Nyl. (Verrucaria) 2. 533. analeptoides (Nyl.) Bagl. et Car. (Microth.) 2. 565. analeptoides Nyl. (Verrucaria) 2. 565. analeptus Ach. (Lichen) 2. 532. Anaptychia Kbr. 62. anastomosans Cromb. (Arthonia) 2. 470. anastomosans (Ach.) — (Arthothclium) 2. 470. anceps Kplhbr. (Verrucaria) 2. 648. Anema Nyl. 463. anerythraea Nyl. (Arthonia gregar. v.) 2. 467. anglica Nyl. (Sphinctrina) 2, 505. anguina (Mont.) Müll.-Arg. (Gra¬ phina) 2. 442. anguina Nyl. (Graphis) 2. 442. anguina Mudd. (Stenographa) 2. 442.
745 anguina Mont. (Ustalia) 2. 442. angulosa Ach, (Lecanora) 282. angulosus Schreb. (Lichen) 282. angustata (Hoffm.) Nyl. (Physcia pul- verul.) 57. angustatus Hoffm. (Lichen) 57. anisospora (Müll.-Arg.) — (Catil¬ laria) 2. 308, anisospora Müll.-Arg. (Patellaria) 2. 308. anisosporum Müll.-Arg. (Thelid.) 2. 654. annexa (Arn.) — (Gyalecta) 2. 374. annexa Arn. (Secoliga) 2. 374. annularis Müll.-Arg. (Biatora) 2. 178. annularis (Müll.-Arg.) — (Lecidea) 2. 178. annularis Zahlbr. (Verruc. Hochstetteri v.) 2. 625. annulata Arn. (Lecidea) 2. 395. annulifera Eitner (Verrucaria) 2. 650. anomala Kbr, (Bacidia) 2. 272. anomala Fr. (Biatora) 2. 272. anomala Fr. (Biatora) 2. 306. anomala Ach. (Lecidea) 2, 302, anomala Nyl. (Lecidea) 2. 306. anomala v. albohyalina Nyl. (Lecidea) 2. 292. anomala <5 atrosanguinea Schacr. (Le¬ cidea) 2. 277. anomala f cyrtella Ach. (Lecanora) 329. anomala a cyrtella Schaer. (Lecidea) 329. anomala ß cyrtella Dub. (Patellaria) 329. anomala v. denigrata Nyl. (Lecidea) 2. 306. anomala v. ferruginea Ach. (Lecanora) 2. 302. anomala v. flavicans Ach. (Lecidea) 2. 96. anomala v. glomerella Nyl. (Lecidea) 2. 301. anomala v. y minuta Schaer. p. p. (Le¬ cidea) 2. 212. anomala f. misella Nyl. (Lecidea) 2, 211. anomala v. q ochrostoma Ach. (Leca¬ nora) 290. anomala v ochrostoma Ach. (Lecanora) 329. anomala v. pyrenothizans Nyl. (Lecidea) 2. 306. anomal iza Nyl. (Biatora) 2. 179. anomaloides Mass, (Biatora) 2. 179. anomaloides (Mass.) — (Lecidea) 2. 179. a n o p t a Nyl. Lecanora) 280. anoptizodes Nyl. (Lecanora) 291. antecellens Nyl. (Arthopyrenia) 2. 535. antecellens Nyl. (Verrucaria) 2. 534. anthelinus Ach. (Lichen) 51. anthelina Ach. (Parmelia) 51. anthelina (Ach.) Nyl. (Physcia aipolia var.) 51. anthocephala Flke. (Clad. gracilis v.) 2. 48. Antonellianum Bagl. et Car. (The¬ lid.) 2. 663. anthracina Anzi (Buellia) 2. 563. anthracina (Wulf.) Kbr. (Gyro- phora) 517. anthracina Arn. (Microthelia) 2. 563. anthracina Stnr. (Microth. Metzleri f.) 2. 563. anthracina v. pallidior Kernst. (Micro- thel.) 2. 563. anthracinus Wulf (Lichen) 517. anthracophila Nyl. (Lecidea) 2. 238. anzi ana Garov. (Verrucaria) 2. 601. Anzianum Gar. (Endocarp.) 2. 585. Anzianus Müll.-Arg. (Catocarpus) 2. 335. Anzianus v. intermedius Müll.-Arg. (Ca- toc. 2. 335. Anzianus v. rugulosus Müll.-Arg. (Ca- toc.) 2. 335. apatetica (Mass.) — (AHarthonia) 2. 446. apatetica Jatta (Arthonia) 2. 446. apatetica Mass. (Catillaria) 2. 446. apathela Mass. (Lithoicea) 2. 641. apathela (Mass.) Jatta (Verrucaria) 2. 641. aphanes Lahm (Thelidium larian. f.) 2. 671. Aphanopsis Nyl. 469. aphaneum Ach. (Collema pulposum f.) 424. aphthosa Ach. (Peltidea) 379.
746 aphthosa (L.) Hoffm. (Peltigera) 379. aphthosus L. (Lichen) 379. apochraea Anzi (Lecanora) 291. apochroa Ach. (Lecanora varia var.) 305. apochroella v. botryoides Nyl. (Lecidea) 2. 125. apolepta (Ach.) Wain. (Clad. fimbr. v.) 2. 54. apomelaena Mass, (Verrucaria) 2. 647. aporetica Ach. (Lecidea granulosa f.) 2. 224. Apothecien 17. applanata Hepp. (Verrucaria) 2. 605. applanata v. chlorospora Nyl. (Lecidea) 2. 333- applanatum (Fr-) Th. Fr. (Rhizo- carp.) 2. 333. aquale Arn. (Leptog. pusillum f.) 442. aquatica Kbr. (Aspicilia) 254. aquatica Stein (Gongylia) 2. 716. aquatica Fr. (Lecanora) 254. aquaticum (Weiß) Zahlbr, (Derma- toc.) 2. 583. aquaticum Hoffm. (Platysma) 2. 583. aquatica v. . inornata Arn. (Aspicilia) 265. aquaticus Weiß (Lichen) 2. 583. aquatilis Stein (Lithoicea) 2. 608. aquatilis Flor. Austro-Hung. (Verruc,) 2. 606, aquatilis Mudd. (Verrucaria) 2, 608. aquila (Ach.) Th. Fr. (Anaptychia) 62. aquila Ach. (Parmelia) 62. aquila var. stippaea Ach. (Parmelia) 63. aquila Nyl. (Physcia) 62. aquilonia (Kplhbr.) Nyl. (Lecidea) 2. 225. aquilus Ach. (Lichen) 62. arbuscula (Wallr.) — (Clad. silvatica f.) 2. 14. arceutina (Ach.) Arn. (Bacidia) 2. 282. arceutina Kbr. (Biatorina) 2, 298. arceutina Nyl. (Lecidea) 2. 282. arceutina Stzbgr. (Secoliga) 2. 282. arceutina ß albescens Stzbgr. (Secoliga) 2. 273. arceutina c. inundata Br. et Rostr. (Baci¬ dia) 2. 270. arceutina v. inundata Nyl. (Lecidea) 2. 270. arceutina v. poliaena Stzbgr. (Secoliga) 2. 272. a r c h a e a (Ach.) Boist. (Rinodina) 112. a r c t i c a Ach. (Gyrophora) 524. arctica Smrft. (Lecidea) 2. 171. arctica Kbr. (Lecidella) 2. 171. arctica Fr. (Umbilicaria) 524. Arcularum (Harm.) (Buellia) 75. Arcularum Harm. (Lecanora) 75. ardesiaca (Bagl. et Car.) (Poly¬ blastia) 2. 684. ardesiacum Bagl. et Car. (Thelidium) 2. 684. arenaria Mass. (Blastenia) 132. arenaria Müll .-Arg. (Caloplaca) 132. arenaria (Hampe) Zahlbr. (Chaeno¬ theca) 2. 484. arenaria Fr. (Cornicularia) 177. arenaria Schaer. (Diplosch. scrup. v.) 2, 391- arenaria Fr. (Evernia) 177. arenaria (Retz.) Harm. (Letharia) 169. arenaria Arn. (Psorotichia) 458. arenaria Th. Fr. (Rinodina) 107, arenaria v. acarosporoides Eitner (Aspi¬ cilia) 243. arenaria v. cana Arn. (Rinodina) 106. arenaria v. incana Eitner (Aspicilia) 244. arenaria v. percrocata Arn. (Blastenia) I3L arenaria v. verrucarioides Eitner (Aspi¬ cilia) 243. arenarium Nyl. (Calicium) 2. 484. arenarium Hampe (Cyphelium) 2. 484. arenarium Hampe (Dermatocarpon) 2. 718. arenarium (Hepp) — (Thelid. papulare f.) 2. 676. arenarius Pers. (Lichen) 132. arenarius Retz. (Lichen) 169. arenaticola Eggerth 457. areolata Wain. (Collemopsis) 473. areolata Duf. (Lecid. parasema f.) 2. 97-
747 a r e o 1 a t a Schaer. (Lecidea) 2. 199. a r e o 1 a t a (Clem.) Nyl. (Pertusaria) 362. areolata Arn. (Sphaeromphale) 2. 708. areolatum Fw. (Collema) 471. areolatus (Fw.) Kbr. (Porocyphus) 471. a r g e n a Kbr. (Phlyctis) 347. argentata Malme (Lecanora) 285. argentata Ach. (Lecan. sub fusca f.) 284. argentea Hoffm. (Lecan. subfusca f.) 284. argillacea Bcl. (Lecidea) 2. 313. argillacea Kphbr. (Lecid. uliginosa f.) 2. 204. argillosa (Ach.) D. T. et Sarnth. (Diplosch. scrup. f.) 2. 390. argopholis Ach. (Lecanora) 299. argopholis (Whlbg.) Kbr. (Lecan. frustul. v.) 299. argopholis Whlbg. (Lichen) 299. argopholis Ach. (Parmelia) 299. argyphaea (Ach.) Harm. (Physcia) 56. argyphaeoides (Oliv.) Harm. (Physcia leucoleiptes) 57. ariae Müll.-Arg. (Arthopyrenia) 2. 533. armeniaca (DC.) E. Fr. (Lecidea) 2. 192. armeniacum DC. (Rhizocarpon) 2. 192. Arnoldi Kplhbr. (Biatorina) 2. 293. A r n o 1 d i Zahlbr. (Arthopyrenia) 2. 523. Arnoldi Kbr. (Bilimbia) 2. 293. Arnoldi (Kplhbr.) Th. Fr. (Catillaria) 2. 293. Arnoldi Arn. (Porocyphus) 456. Arnoldi Heufl. (Psorotichia) 456. Arnoldiana Kbr. (Bacidia) 2. 280. A r n o 1 d i a n a D. T. et Sarnth. (Leci¬ dea) 2. 177. Arnoldiana (Hepp.) Zahlbr. (Lem- mopsis) 414. Arnoldiana Kbr. (Psorotichia) 414. Arnoldianum Hepp. (Physma) 414. aromatica Ach. (Lecidea) 2. 326. aromatica (Sm.) Mass. (Toninia) 2. 326. aromaticus Sm. (Lichen) 2, 326. arridens Nyl. (Lecidea) 2. 197. Arthonia (Ach.) Zahlbr. 2. 448. Arthoniaceae 2. 443. arthonioides Mass. (Arthopyrenia) 2. 512. arthonioides Ach. (Lecidea) 2. 452. arthonioides Eitner (Lecid. lithoph. f.) 2. 135. arthonioides Nyl. (Melanotheca) 2. 512. arthonioides (Fee.) Nyl. (Mela- spilea) 2. 436. arthonioides Stein (Pötschia) 2. 436. arthonioides Mass. (Tomasellia) 2. 512. arthonioides Fr. (Trachylia) 2. 452. arthonioides f. corticola (Trachylia) Eitn. 2, 453. Arthopyrenia (Mass.) Müll.-Arg. 2. 517. Arthrorhaphis Th. Fr. 2. 72. Arthothelinm Mass. 2. 468. articulata Bagl. (Rinodina) 140. articulata (L.) Hoffm. (Usnea) 183. articulatus L. (Lichen) 183. ascendens (Bitter) (Physcia) 54. ascendens var. leptalea Harm. 53. Asci 17. Arcogene Hyphen 19. Ascogon 19. asotea Flke. (Capitularia) 2. 25. asotea (Ach.) Wain. (Clad. coccif. v.) 2. 25. aspera Flke. (Clad. gracilis var.) 2. 49. aspera Kbr. (Tmbricaria) 208. aspera Mass. (Parmelia) 208. aspera v. collematiformis Hepp (Imbrie.) 208. aspersa Leight. (Arthonia) 2. 456. aspicilioides Müll.-Arg. (Calopisma) 139. aspicilioides (Müll.) Oliv. (Calo- placa) 139. aspicilioides Stitzenb. (Lecanora) 139. a s p i d o t a (Ach.) Rosenv. (Parmelia) 208. asserculorum Th. Fr. (Bacidia) 2. 286. asserculorum Th. Fr. (Biatora) 2. 211. asserculorum Schrad. (Lecidea) 2. 211* asserigenum Lahm (Callopisma) 127. asserigena Stzbgr. (Lecanora) 127. a s s i g e n a Lahm (Blastenia) 127. assimilata Nyl. (Lecidea) 2. 99.
748 assimilata Stein (Lecidella) 2. 99. assimilata Nyl. (Lecid, limosa var.) 2. 101. assimilis Hampe (Lecidea) 2. 167. assimilis Kbr. (Lecidella) 2. 167. assulata Kbr. (Bacid. Arnold, f.) 2. 281. assulata Kbr. (Bacidia rubella v.) 2. 275. asteriscus Anzi (Solorinella) 371. astroidea Ach. (Arthonia) 2. 456. astroidea Ach. (Arthonia radiata v.) 2. 457. astroidea Ach. (Opegrapha) 2. 456. astroidea Clem. (Parmelia) 52. astroidea (Clem.) Fr. (Physcia) 52. astroidea v. Cembrae Anzi (Arthonia) 2. 451. astroidea f. Rhododendri Arn. (Artho¬ pyrenia) 2. 529. astroidea v. Swartziana Hepp. (Artho¬ nia) 2. 457. ater Huds. (Lichen) 270. aterrima Kplhbr. (Buellia) 2. 563. aterrima Anzi (Rinodina) 2. 563. athallina (Arn.) — (Bacid. subtrach. v.) 2. 249. athallina Hepp. (Biatora) 2. 311. athallina (Hepp.) Hellb. (Catillaria) 2. 311. athallina Arn. (Lecanora flavida f.) 253. athallina Müll. (Lecidea) 93. athallina Eitner (Lecid. Baumgart, f.) 2. 196. athallina (Bagl. et Car.) — (Porina) 2- 550. athallina Bagl. et Car. (Sagedia) 2, 550. athelia Nyl. (Cladonia) 2. 61. atomaria Ach. (Arthopyr. punctif. v.) 2. 534- atomaria Th. Fr. (Lecidea) 2. 162. atomaria (Ach.) Kbr. (Microthelia) 2. 565. atomarium E. Fr. (Calicium) 2. 496. atomarius Ach. (Lichen) 2. 534. a t r a (Huds.) Ach. (Lecanora) 270. atra (Pers.) Nyl. (Opegrapha) 2. 417- atra (Pers.) Stein (Opegrapha) 2. 428. atra Ach. (Parmelia) 270. atra ß abbreviata Kbr. (Opegrapha) 2. 429. atra v. calcarea Stzbgr. (Opegrapha) 2. 420. atra v. confluens Stzbgr. (Opegrapha) 2. 421. atra y confragosa Ach. (Lecanora) 109. atra ß confragosa Fr. (Parmelia) 109. atra ß exigna Schaer. (Lecanora) 117. atra v. ocellulata Mass. 299. atra ß vulgaris Kbr. (Opegrapha) 2. 429. Atranorsäure 28. atrata (Sm.) Mudd. (Buellia) 86. atrata Arn. (Psorotichia lugubris v.) 461. atratus Sm. (Lichen) 86. a t r i c o 1 o r Arn. (Arthopyrenia) 2. 526. a t r i c o 1 o r Stirton (Opegrapha) 2. 419. a t r i s e d a (Fr.) Nyl. (Lecanora) 309. atroalba Th. Fr. (Buellia) 2. 337. atroalba Th. Fr. (Buellia) 2. 339. atroalba Nyl. (Lecidea) 2. 337. atroalba Fr. (Lecidea) 2. 174. atroalba Th. Fr. (Lecidea) 2. 333. atroalba Th. Fr. (Lecidea) 2. 351. atroalba v. ambigua Hepp. (Lecidea) 2. 350. atroalba v. applanata Fr. (Lecidea) 2. 333. atroalba ß concreta Ach. (Lecidea) 2. 351. atroalba v. subconcentrica Fr. (Lecidea) 2. 355. atroalbella Leight. (Lecidea) 83. atroalbum Arn. (Rhizocarpon) 2. 350. atroalbum v. ambiguum Kplhbr. (Rhizo¬ carpon) 2. 350. atroalbum v. subconcentricum Kbr. (Rhizoc.) 2, 355. atroalbus Arn. (Catocarpus) 2. 338. atroalbus Wulf. (Lichen) 2. 338. atrobrunnea (Ram.) Schaer. (Leci¬ dea) 2. 240. atrobrunnea Kbr. (Lecidella) 2. 240. atrobrunnea Mass. (Psora) 2. 240. atrobrunnea v. leprosolimbata Arn. (Psora) 2. 240. atrobrunnea v. subfumosa Arn. (Psora) 2. 240.
749 atrobrunneum Ram. (Rhizocarp.) 2. 240. atrocaeruleum Kplhbr. (Leptogium) 435- atrocaeruleum a lacerum Schaer. (Col¬ lem.) 435. atrocaeruleum f. umhausense Arn. (Lep¬ togium) 444. atrocaeruleus Haller (Lichen) 435. atrocandida (Eitner.) — (Bacidia) 2. 270. atrocandida Eitner (Bilimbia) 2. 270. atrocinerea Hepp. (Lecanora) 291. atrocinerea Nyl. (Lecanora) 108. atrocinereus Dicks. (Lichen) 108. atrocinerea Fr. (Parmelia) 108. atrocinerea (Dicks.) Kbr. (Rino¬ dina) 108. atrocinerea ß macrospora et arenaria Hepp. (Psora) 107. atrofusca Fw. (Biatora) 2. 231. atrofusca Lönnr. (Biatorina) 2. 231. atrofusca (Fw.) Th. Fr. (Lecid. fusca v.) 2. 231. atrofuscella Nyl. (Arthonia) 2. 465. atrofuscescens Nyl. (Lecidea) 2. 175. atrogrisea Hepp. (Biatora) 2. 278, atrogrisea ß anomala Hepp. (Biatora) 2. 277. atrogrisea Stzbgr. (Secoliga) 2. 278. atromaculata Sandstede (Buellia) 87. atronivea Arn. (Lecidea) 2. 109. athroa (Ach.) — (Buellia alboatra var.) 90. athroocarpa Anzi (Caloplaca) 149. athroocarpa Anzi (Gyalolechia) 149. athroocarpa Dub. (Lecanora) 330. athroocarpa Nyl. (Lecanora) 332. athroocarpa Ach. (Lecidea) 2. 175. athroocarpa f. conferta Nyl. (Lecanora) 297. athroocarpa * dimera Nyl. (Lecanora) 331. athroocarpa v. Nylanderiana Malbr. (Le¬ canora) 332. athroocarpus Ach. (Lichen) 2. 175. atropallidula Nyl. (Lecanora) 100. atropallidula (Nyl.) Boist. (Rino¬ dina) 100. atropr asinum (Schleich.) Arn. (Coll, mul¬ ti f. v.) 426. atroprasinus Schleich, (Lichen) 426. atropruinosa v. microphylla Laur. (Gy- roph.) 517. atropruinosa (Umbilicaria) Fr. 517. atropruinosa a anthracina Fr. (Umbi- lic.) 518. atropruinosa a laevis Schaer. (Umbilic.) 518. atropruinosa v. reticulata Nyl. (L’mbi- lic.) 518. atropurpurea Mass. (Biatorina) 2. 298. atropurpurea (Schaer.) Th. Fr. (CatiIlaria) 2. 298. atrorimalis Nyl. (Opegrapha) 2. 419. atrorübens Fr. (Lecidea) 2. 97, atrorubens (Fr.) Am. (Lecid. parasema f.) 2. 97. atrorufa Kbr. (Biatora) 2. 235. atrorufa Hook. (Psora) 2. 235. atrorufa b. squarrosa Ach. (Lecidea) 2. 324. atrosanguinea (Schaer.) Th. Fr. (Bacidia) 2. 277. atrosanguinea Fr. (Biatora) 2. 230. atrosanguinea (Hoffm.) Jatta (Lecid. gonioph. f.) 2. 169. atrosanguinea Stzbgr. (Secoliga) 2. 277. atrosanguineum f. albescens Arn. (Sco- licosp.) 2. 273. atrosanguinea a biatorina Kbr. (Rha- phiosp.) 2. 274. atrosanguinea y incompta Stzbgr. (Se¬ coliga) 2. 283. atrosanguinea ß lecidina Kbr. (Rhaphio- spora) 2. 277. atrosanguinea v. muscicola Fr. (Biatora) 2.330. atrosanguinea ß muscorum Th. Fr. (Ba¬ cidia) 2. 284. atrosanguinea v. subincompta Mer. (Ba¬ cidia) 2. 283. atrosulphurea v. eliminata Arn. (Leci¬ dea) 2. I$i. atrovirens v. alpicola (Whlbg.) Arn. 2. 336.
750 atrovirens Fr. (Rhizocarp. geogr. f.) 2. 340. atrovirens v. viridiatra Flke. (Lecidea) 2. 341. atroviride Kbr. (Calicium) 2. 495. atroviridis Hellb. (Biatora) 2. 218. atroviridis (Arn.) Th. Fr. (Leci¬ dea) 2. 218. attenuata Hoffm. (Cladonia) 2. 39. atrynea Ach. (Lecanora) 276. atrynea (Ach.) Harm. (Lecan. cenisia f.) 276. atrynea v. cenisia Lamy (Lecanora) 275. atrynea f. transcendens Wainio (Leca¬ nora) 276. Auerswaldii Hepp. (Bacidia) 2.267. aurantia (Pers.) — (Caloplaca) 159. aurantia Hue (Lecanora) 159. aurantia Arn. (Physcia) 159. aurantiaca Fr. (Biatora) 154. aurantiaca (Lightf.) Th. Fr. (Calo¬ placa) 154. aurantiaca Nyl. (Lecanora) 154. aurantiaca Ach. (Lecidea) 154. aurantiaca Smrft. (Lecidea) 149. aurantiaca Fr. (Parmelia) 154. aurantiaca ß flavovirescens Schaer. (Le¬ canora) 156. aurantiaca * irrubescens Nyl. (Leca¬ nora) 155. aurantiaca ß luteoalba Schaer. (Lecidea) 344. aurantiaca ß rubescens Ach. (Lecidea) 154. aurantiacum Kbr. (Callopisma) 154. aurantiacum e contiguum Mass. (Callo¬ pisma) 155. aurantiacum f. coronatum Kplhbr. (Cal¬ lopisma) 156. aurantiacum ß flavovirescens Mass. (Cal¬ lopisma) 156. aurantiacum v. gyalestoides Mass. ? (Callopisma) 155. aurantiacum f holocarpum Kbr. (Callo¬ pisma) 150. aurantiacum f. microsporum Arn. (Cal¬ lopisma) 154. aurantiacum f. nubigenum Arn. (Callo¬ pisma) 155. aurantiacum f. oasis Mass. (Callopisma) 156. aurantiacum f. placidium Mass. (Callo¬ pisma) 156. aurantiacum f. rubescens Kbr. (Callo¬ pisma) 154. aurantiacum v. rubescens Mass. (Callo¬ pisma) 145. aurantiacum a salicinum Kbr. (Callo¬ pisma) 154. aurantiacum f. velanum Mass. (Callo¬ pisma) 155. aurantiacus Lightf. (Lichen) 154. aurantium Müll. (Amphiloma) 159. aurantius Pers. (Lichen) 159. auratus Vili. (Lichen) 168. aurea (Schaer.) — (Caloplaca) 153. aurea Mass. (Gyalolechia) 153. aurea f. rupicola Arn. (Gyalolechia) 154. aurea Eitner (Lecanora) 296. aurea Schaer. (Lecidea) 153. aurea Fr. (Parmelia) 153. aurea Oliv. (Squamaria) 153. aurella Kbr. (Gyalolechia) 343. aurellum Hepp. (Placodium) 343. aureola Ach. (Parmelia) 119. aureola (Ach.) Nyl. (Xanthor. parietina f.) 119. aureum Nyl. (Placodium) 153. aureus Lam. (Lichen) 168. au r iculata Th. Fr. (Lecidea) 2. 141. auriculata ß paupera Th. Fr. (Lecidea) 2. 141. auriculatum Hoffm. (Collema) 428. A u r u n t i i Mass. (Thelidium) 2. 667. austerodes Kernst. (Imbricaria) 197. austerodes Nyl. (Parmelia) 197. austerodes (Nyl.) — (Parmelia physodes f.) 197. australis (Arn.) Zahlbr. (Caloplaca) 165. australis Arn. (Physcia) 165. austriaca Zahlbr. (Lecidea) 2. 218. austriaca Zahlbr. (Pannaria) 395. austriaca (Kbr.) Zahlbr. (Porina) 2. 553.
751 austriaca Kbr. (Sagedia) 2. 553. austriaca Norm. (Spheconisca) 2. 730. austriacum Zschacke (Thelidium) 2. 669. a z u r e a Kplhbr. (Lecidea) 2. 105. Bachmanni Anders (Dermatoc.) 2. 581. Bachmanni Zahlbr. (Lecanora) 307. Bachmanni Zschacke (Thelid. Antonell. v.) 2. 663. bachmanniana Zschacke (Verru¬ caria) 2. 612. Bacidia (De Not.) Zahlbr. 2. 243. bacidioides ß chlorotica Kbr. (Bilimbia) 2. 257. bacidiospora (Eitner) — (Gyalecta) 2- 374. bacidiospora Eitner (Secoliga) 2. 374. bacillare Kbr. (Collema) 443. bacilla re (Wallr.) — (Leptogium) 443. bacillare Wallr. Kbr. (Obryzum) 443. bacillare Wallr. (Thrombium) 443. bacillaris Schaer. (Cenomyce) 2. 20. b a c i 11 a r i s Nyl. (Cladonia) 2. 20. bacillaris <5 macilentus Ach. (Baeomy- ces) 2. 20. bacillaris y macilenta Ach. (Cenomyce) 2. 20. ' bacillifera (Nyl.) — (Bacidia abbrev. f.) 2. 283. bacillifera Nyl. (Lecidea) 2. 271. bacillifera Nyl. (Lecidea) 2. 283. bacillifera f. abbrevians Nyl. (Lecidea) 2. 282. bacillifera v. herbarum Nyl. (Lecidea) 2. 276. bacillifera v. subincompta Nyl. (Lecidea) 2. 283. bacillifera f. subpalleus Nyl. (Lecidea) 2. 272. bacilliformis (Nyl.) Wain. (Clad.) 2. 63. bacilligera Arn. (Polyblastia) 2. 711. bacilligera Arn. (Staurothele) 2. 7H. bactrospora Zukai (Epigloea) 2. 722. badensis Kbr. (Bilimbia) 2. 254. Baderi Müll.-Arg. (Lecidea) 2. 177. badia (E. Fr.) Kbr. (Buellia) 92. badia Stein (Catolechia) 92. badia (Pers.) Ach. (Lecanora) 308. badia Fr. (Lecidea) 92. badia Nyl. (Lecidea) 2. 241. badia Fr. (Parmelia) 308. badia a Ach. (Lecanora) 505. badia y atriseda Fr. 309. badia ß discreta Ach. (Lecanora) 512. badia y fuscata Ach. (Lecanora) 511. badia ß intumescens Fw. (Lecidea) 2. 1/3. badia y milvina Schaer. (Lecanora) 103. badia ß milvina Fr. (Parmelia) 103. badia p. picea Fr. (Parmelia) 512. badioatra Kbr. (Buellia) 2. 337. badioatra Hepp. (Lecanora) 2. 174. badioatra Fike. (Lecidea) 2. 338. badioatra v. chlorospora Br. et Rostr. (Buellia) 2. 333. badioatra ß rivularis Kbr. (Buellia) 2. 338. badioatra a vulgaris Kbr. (Buellia) 2. 338. badioater c. grandis Arn. (Catocarpus) 2. 333. badioatrum (Fike.) Th. Fr. (Rhizo- carp.) 2. 337. badiofusca (Nyl.) Th. Fr. (Acaro- spora) 510. badiofusca Nyl. (Lecanora) 510. badius Pers. (Lichen) 308. Baeomyces Pers. 2. 1. baeomyces Ehrh. (Lichen) 2. 2. B a g g e i (Metzl.) D. Torre et Sarnth. (Bacidia) 2. 286. Baggei Metzl. (Scoliciosp.) 2. 286.
752 Bagliettoana (Mass.) Jatta (Bacidia) 2. 285. Bagliettoanum Mass. (Scoliciosp.) 2. 285. balanina (Lecanora) Ach. 58. baldensis (Verrucaria) Jatta 2. 624. baliola Nyl. (Lecidea) 2. 302. b a 1 i o 1 u m Ach. (Calicium) 2. 487. Bambergeri Kbr. (Lecanora) 269. barbatus L. (Lichen) 184. barbata Hoffm. (Usnea) 184. barbata 2 alpestris ß plicata Schaer. (Parmel.) 184. barbata I campestris a florida Schaer. (Usnea) 185. barbata 1 campestris ß hirta Schaer. (Usnea) 185. barbata v. ceratina Schaer. (Usnea) 185. barbata ß dasypoga Ach. (Usnea) 184. barbata a florida Fr. (Usnea) 185. barbata florida f. sorediifera Arn. exs. 1016 (Usnea) 186. barbata b. hirta Fr. (Usnea) 186. barbata y longissima Schaer. (Usnea) 183. barbata v. microcarpa Arn. (Usnea) 183. barbata b. pendula Kplhbr. (Usnea) 184. barbata c. plicata Fr. (Usnea) 184. basaltigena Flke. (Lecidea) 2. 482. Basidien 23. Baumgartneri A. Zahlbr. (Calo¬ placa) 163. Baumgartneri Zahlbr. (Lecidea) 2. 195- Baumgartneri A. Zahlbr. (Parmelia) 206. Bauschiana Kbr. (Biatora) 2. 193. Bauschiana (Kbr.) — (Lecidea) 2. 193. bavarica Kplhbr. (Cetraria) 225. bavaricum D. Torre et Sarnth. (Thelidium) 2. 670. Bayrhofferi Schaer. (Lecidea) 92. Bayerhofferi Hepp. (Pyrenula) 2. 516. Bayerhofferi Zw. (Segestrella) 2. 516. Bayerhofferi Zw. (Sychnogonia) 2. 516. Beckhausiana Lahm (Leptorhaphis) 2. 540. Beckhausii (Kbr.) Arn. (Bacidia) 2. 271. Beckhausii Stitzenb. (Secoliga) 2. 272. bellidiflora (Ach.) Schaer. (Clado¬ nia) 2. 27. bellidiflorus Ach. (Scyphophorus) 2. 27. bellidiflora ß Floerkeana Schaer. (Clad.) 2. 18. bellidiflora f. ochrocarpa Stein (Clad.) 2. 28. Belonia Kbr. 2. 543. belonioides (Nyl.) — (Acarosp. discreta f-) 513. belonioides Nyl. (Lecanora) 513. Beltraminiana Mass. (Verrucaria) 2. 619.- Beltraminianum Mass. (Artho- thelium) 2. 470. Berengeriana Mass. (Biatora) 2. 232. Berengeriana (Mass.) Th. Fr. (Le¬ cidea) 2. 232. B e r h e r i (Harm.) — (Biatorella) 497. Berheri Harm. (Lecidea) 497. berica Jatta (Acarospora) 500. b e r i c a Mass. (Maronea) 500. b e t u 1 i n a (Hepp.) Th. Fr. (Buellia) 88. betulina Lahm (Lecanactis abietina f.) 2- 399- betulina Nyl. (Lecidea) 88. betulina Lahm (Microthelia) 2. 564. betulina Sm. (Opegrapha) 2. 419. betulinum Hepp. (Rhizocarpon) 88. Biatora (Untergatt, von Lecidea) 2. 178. Biatorella (De Not.) Th. Fr. 486. biatorella Am. (Microglaena) 2. 720. biatorellum Kbr. (Sarcosagium) 488. biatorina Kbr. (Rinodina) 104. biatorinisch 17. biatorinum Nyl. (Collema) 441. biatorinum (Nyl.) Hue (Leptogium) 44L bicincta Ram. (Lecanora) 278. bicincta (Ram.) Th. Fr. (Lecan, sordida var.) 278. b i c o 1 o r (Ehrh.) Nyl. (Alectoria) 173. biformis (Borr.) Müll.-Arg. (Artho- pyr.) 2. 522. bicolor Arn. (Bryopogon) 173. bicolor Ach. (Cornicularia) 173. bicolor Ehrh. (Lichen) 173.
753 bicolor Hoffm. (Usnea) 173. biformis Stein (Aerocordia) 2. 522. biformis Schaer. (Arthonia) 2. 400. biformis (Kbr.) — (Gyalecta) 2. 375. biformis Flke. (Lecanactis) 2. 400. biformis Kbr. (Lecanactis) 2. 460. biformis Mass. (Pyrenotheca)2. 460. biformis Kbr. (Secoliga) 2. 375. biformis Deichm. (Segestrella) 2. 522. biformis Borr. (Verrucaria) 2. 522. Bischoffii Nyl. (Lecanora) 105. bispora Nyl. (Solorina) 372. Bischoffii v. confragosa Hepp. (Psora) 105. Bischoffii (Hepp.) Kbr. (Rinodina) 105. Bischoffii Hepp. (Psora) 105. Blastenia (Mass.) Th. Fr. 123. Blastodesmia Mass. 2. 567. Blattflechten 3. Bock’ii (Fr.) Th. Fr. (Lecanora) 306. Bockii v. pseudoradiata Ach. (Lecanora) 256. Bockii Fr. (Parmelia) 306. b o h e m i c a Nowak (Arthopyrenia) 2. 536. bohemica Kbr. (Aspicilia) 242. Boissieri Müll.-Arg. (Thalloidima) 2.324. B o i s s i e r i Müll.-Arg. (Toninia) 2. 324. bolacinum Ach. (Leptog. tenuiss. f.) 439. Bombyliospora De Not. 2. 328. borborodes (Kbr.) — (Bacidia) 2. 266. borealis Kbr. (Lecidea) 2. 101. boreella Nyl. (Lecidea) 2. 199. Bormiensis Nyl. (Lecanora) 305. Borreri Ach. (Parmelia) 210. Borreri Hepp. (Sagedia) 2. 663. Borreri Arn. (Thelidium) 2. 663. Borreri Kbr. (Imbricaria) 210. Borreri Hepp. (Verrucaria) 2. 663. botryiza Nyl. (Lecidea) 2. 112. botryocarpa Nyl. (Lecidea) 2. 125. botryosa Fr. (Biatora) 2. 231. botryosa Th. Fr. (Lecidea) 2. 231. botryosa (Hepp.) Arn. (Lecidella) 2. 126. botryosa Mass. (Plectospora) 411. Thome-Migulu, Flechten. II. (Flora XU, 2.) botryosum (Mass.) Zahlbr. (Physma) 411. botryosum Laur. (Stereoc. alpinum v.) 2. 68. botrytes Pers. (Baeomyces) 2. 61. botrytes Ach. (Cenomyce) 2. 61. botrytes (Hag.) Willr. (Cladonia) 2. 61. botrytes Hag. (Lichen) 2. 61. botrytes Wahr. (Patellaria) 2. 62. B o u 1 y i A. Zahlbr. (Rinodina) 120. Bouteillei Arn. (Biatorina) 2. 296. B o u t e i 11 e i (Desm.) Zahlbr. (Catil- laria) 2. 296. Bouteillei Nyl. (Lecidea) 2. 296. Bouteillei Desm. (Parmelia) 2. 296. brachiata b furcellata Fr. (Cladonia) 2. 41. brachypoda Ach. (Coniocybe) 2. 501. brachyspora Th. Fr. (Lecidea) 2. 126. brachyspora Arn. (Verrucaria) 2. 636. brachysporum Zschacke (Thelid. abscond. f.) 2. 656. brachytes Ach. (Clad. digitata f.) 2. 23. bracteata (Hoffm.) — (Caloplaca) 138. bracteata Mass. (Gyalolechia) 138. bracteata Harm. (Lecanora) 138. bracteata Hoffm. (Psora) 138. bracteata Oliv. (Squamaria) 138. bracteatum Nyl. (Placodium) 138. bracteatus Ach. (Lichen) 138. brevis Sandstede (Cladonia) 2, 42. breviuscula Arn. (Placynth. caes. f.) 401. Brujeriana (Schaer.) Nyl. (Lecidea) 2. 184. Brujeriana v. deplanata Kernst. (Biatora) 2. 185. brunnea Anzi (Biatora) 2. 186. brunnea DC. (Lecanora) 398. brunnea Dub. (Lecanora) 399. brunnea (Anzi) Jatta (Lecidea) 2. 186. brunnea (Sw.) Nyl. (Pannaria) 398. brunnea Ach. (Parmelia) 398. brunnea Harm. (Physcia leucoleiptes) 57. 48
754 brunneola (Ach.) Müll.-Arg. (Chaeno¬ theca) 2. 481. brunneolum Kbr. (Cyphelium) 2. 481. Brunneri Schaer. (Lecidea) 2. 155. Brunneri Arn. (Lecidella) 2. 155. br unescens Zahlbr. (Biatorella pruinosa f.) X 735. brunneus Sw. (Lichen) 398. bryontha Ach. (Lecanora) 359. , bryontha (Ach.) Kbr. (Pertusaria) 359. bryontha Th. Fr. (Pionospora) 359. bryophaga Kbr. (Gyalecta) 2. 378. bryophaga Kbr. (Secoliga) 2. 378. bryophila Kernst. (Urceolaria) 2. 391. bryophila (Ehrh.) — (Diplosch. scrupos, v.) 2. 391. bryophila ß dealbata Ach. (Urceolaria) 2. 391. bryophilus Zahlbr. (Diploschistes) 2. 391. bryophilus Ehrh. (Lichen) 2. 391. Bubulcae Mass. (Thelidium) 2. 673. Bubulcae Mass. (Thelid. Zwackhii f.) 2. 674. Budensis Nyl. (Lecanora) 102. Budensis B. de Lesd. (Rinodina) 102. Buellia De Not. 65. Bnelliaceae 64. b u e 11 i o i d e s Metzl. (Rinodina) 100. B u e r i a n a (Lahm) — (Arthonia) 2. 463. Buerianum Lahm (Coniangium) 2. 463. bullata Anzi (Acarospora) 505. bullata (Kbr.) Th. Fr. (Lecidea) 2. 160. bullata Kbr. (Lecidella) 2. 160. bullata Kbr. (Opegrapha) 2. 417. Bussanensis Harm. (Lecidea) 2. 172. b u x i c o 1 a (Nyl.) — (Arthopyrenia) 2. 529. buxicola Nyl. (Verrucaria) 2. 529. byssacea (Weig.) Almqu. (Arthonia) 2. 460. byssacea Zw. (Biatora) 2. 300. byssaceum Fr. (Calicium) 2. 504. byssacea (Zw.) Th. Fr. (Catill. prasina v.) 2. 300. byssacea Mass. (Pyrenotheca) 2. 460. byssacea Weig. (Sphaeria) 2. 460. byssacea (Fr.) Nyl. (Stenocybe) 2. 504. byssacea Ach. (Verrucaria) 2. 460. byssinum Fike. (Collema) 439. byssinum (Hoffm.) Zw. (Leptogium) 439- byssoides (L.) Schaer. (Baeomyces) 2. 4. byssoides Carrington (Ephebe) 474. byssoides L. (Lichen) 2. 4. byssoides Hepp. (Porocyphus) 47°. byssoides Kbr. (Psorotichia) 470. byssoides Th. Fr. (Sphyridium) 2. 4. byssoides ß carneum Stein (Sphyridium) 2. 3. Byssoloma Trevis. 2. 395. Byssolomaceae 2. 395. byssophila (Kbr.) Zahlbr. (Porina) 2. 553. byssophila Kbr. (Sagedia) 2. 553. c cacuminum Müll.-Arg. (Aspicilia) 258. cacuminum (Müll.-Arg.) — (Leca¬ nora) 258. Cadubriae Mass. (Biatora) 2. 222. Cadubriae v. symphicarpoides Müll. (Bia¬ tora) 2. 205. Cadubriae (Mass.) Nyl. (Lecidea) 2. 222. caecula D. T. et S. (Aspicilia) 261. caecula Ach. (Lecanora) 262. caecula Ach. (Lecanora) 261. caerulans Arn. (Lecan. flavida f.) 253. caerulea Kbr. (Bacidia) 2. 281. caerulea Kplhbr. (Lecidea) 2. 105. caerulea v. Muverani Stzbgr. (Lecidea) 2. 116. caeruleata (Tr.) Kbr. (Lecan. subfusca f.) 284.
755 caeruleoalba Kplhbr. (Buellia) 69. caeruleoalba Kplhbr. (Rehmia) 69. caeruleoatra Eitn. (Lecid. fuscoatra f.) 2. 171. caesia (Fw.) — (Allarthonia) 2. 444- caesia Fw. (Arthonia) 2. 444. caesia Hepp. (Biatora) 401. caesia Naeg. (Biatora) 2. 280. caesia Nyl. (Collemopsis) 458. caesia Mass. (Collolechia) 401. caesia Anzi (Encephalogr. cerebr. f.) 2. 4M. caesia DC. (Imbricaria) 51. caesia Duf. (Lecidea) 401. caesia Anzi (Lecid. tesselata var.) 2. 133. caesia Kbr. (Leprantha) 2. 444. caesia Hoffm. (Lobaria) 51. caesia Nyl. (Pannaria) 401. caesia Nyl. (Pannularia) 401. caesia Ach. (Parmelia) 51. caesia Nyl. (Parmelia saxatilis f.) 216. caesia ß teretiuscula Ach. (Parmelia) 54. caesia (Hoffm.) Nyl. (Physcia) 51. caesia var. albinea Th. Fr. (Physcia) 54. caesia b dubia (Physcia) Dalia Torre et S. 51. caesia Arn. (Polyblastia) 2. 711. caesia Hoffm. (Psora) 51. caesia (Nyl.) Forss. (Psorotichia) 458. caesia Am. (Staurothele) 2. 711. caesias eens Lettau (Physcia leucoleiptes f.) 58. caesiella Kbr. (Rinodina) 110. caesiella f. alpina Arn. (Rinodina) 104. caesiella Flke. (Rinodina confragosa v.) 110. caesiella v. calcarea Arn. (Rinodina) 106. caesioalba Kbr. (Lecanora) 274. caesioalba Prev. (Lecanora calcarea f.) 263. caesioalba Fr. (Parmelia) 263. caesiocandida Nyl. (Lecidea) 2. 317. caesiocinerea Arn. (Aspicilia) 258. caesiocinerea Nyl. (Lecanora) 258. caesiocinerea v. obscurata Nyl. (Lecan.) 257. caesioconvexa Wain. (Lecid. macroc. f.) 2. 122. caesiomarginata (Kernst.) — (Bacidia) 2. 252. caesiomarginata Kernst. (Bilimbia) 2. 252. caesiopsila (Verrucaria) Anzi 2. 623. caesiorufa Arn. (Blastenia) 147. caesiorufa (Ach.) Zahlbr. (Calo¬ placa) 147. caesiorufa Nyl. (Lecanora) 147. caesiorufa Ach. (Lecidea) 147. caesiorufus Ach. (Lichen) 147. caesioumbrina Eitner (Pertusaria) 361. caesitia (Schaer.) Jatta (Bacidia) 2. 280. caesitia Nyl. (Lecidea) 2. 280. caesitia Nyl. (Physcia) 55. caesium Fr, (Agyrium) 2. 204. caesium (Duf.) Harm. (Placynthium) 401. caesius Hoffm. (Lichen) 51. caespiticia Del. (Cenomyce) 2. 40. caespiticia (Pers.) Flke. (Cladonia) 2. 40. caespiticius Flke. (Baeomyces) 2. 40. cacspitosum DC. (Sphaerophoron) 2. 472. calcarea Kbr. (Aspicilia) 261. calcarea Harm. (Lecanora) 106. calcarea (L.) Smrft. (Lecanora) 261. calcarea Turn (Opegrapha) 2. 420. calcarea Hepp. (Rinodina) 106. calcarea Kbr. (Siegertia) 2. 346. calcarea Ach. (Urceolaria) 261. calcaria Zschacke (Verrucaria) 2. 610. calcarea <5 caesioalba Kbr. (Aspicil.) 263. calcareum ß concentricum Th. Fr. (Rhi- zocarp.) 2. 355. calcarea v. coronata Kbr. (Aspicilia) 257. calcarea concreta Stenh. (Parmelia) 262. calcarea v. contorta Mudd. (Aspicil.) 261. calcarea v. contorta Stenh. (Parmelia) 262. calcarea s depressa Ach. (Urceolaria) 266. calcareum Kplhbr. (Diplotomma) 2. 346. calcareum (Weis) Th. Fr. (Rhizocarp.) 2. 346. calcareum a Weisii Th. Fr. (Rhizocarp.) 2. 346. 48 11
756 calcareus L. (Lichen) 261. calcareus Weis (Lichen) 2, 346. calcicola Zschacke (Verruc. elaeomelaena f.) 2. 611. calciseda f. alociza Arn. (Verrucaria) 2. 621. calciseda Stnr. em. (Verrucaria) 2. 620. calciseda DC. et Aut. (Verrucaria) 2.621. calcivora (Nyl.) Lojka (Verrucaria) 2. 670. calcivora Mass. (Verruc. calciseda f.) 2. 621. calcivorum (Nyl.) Zsch. (Thelid. larian. v.) 2. 670. calicariformis Nyl. (Ramal. fraxin. v.) 180. calicaris L. (Lichen) 181. e calicaris Hoffm. (Lobaria) 181. calicaris (L.) Th. Fr. (Ramalina) 181. calicaris v. farinacea Nyl. (Ramalina) 178. calicaris f. fraxinea Fr. (Ramalina) 179. calicaris v. thrausta Fr. (Ramalina) 177. CaÜciaceae 2. 478. calicioides Del. (Baeomyces) 2. 5. c a 1 i c i o i d e s (Del.) Nyl. (Gomphyllus) 2. 5. calicioides Mass. (Mycetodium) 2. 5. Calicium (Pers.) De Not. 2. 485. calicularis f. fastigiata Fr. (Ramalina) 180. callianthus Lettau (Baeomyces) 2.4. callopisma Kbr. (Amphiloma) 159. callopisma Smrft. (Lecanora) 157. callopisma Schaer. (Parmelia) 159. callopisma Arn. (Physcia) 159. callopisma v. Heppiana Wedd. (Leca¬ nora) 159. callopisma a radiata Th. Fr. (Caloplaca) 159. callopismum Mass, (Collema) 432. c al lop i s m u m (Mass.) Harm, (Lep- tog.) 432. callopismum Hepp, (Placodium) 159. callopismum v. plicatum Light. (Plac.) 159. c a 11 o p i z a (Nyl.) — (Caloplaca) 162. callopiza Nyl. (Lecanora) 162. callopizum Oliv. (Placodium) 162. Caloplaca Th. Fr. 134. Caloplacaceae 122. calva Dicks. (Blastenia rupestris v.) 126. calva Nyl. (Lecanora) 125. calvus Ach. (Lichen) 125. campestre Poetsch (Sarcosagium) 488. campestris Fr. (Biatora) 488. campestris (Fr.) Th. Fr. (Biato- rella) 488. campestris Schaer. (Cetraria aculeata var.) 231. campestris Schaer. (Lecan. subfusca f.) 285. campestris Th. Fr. (Psor. hypnor, var.) 393. cana Ach. (Alectoria) 172. f. cana Ach. (Alectoria implexa f.) 172. cana Arn. (Rinodina) 106. Candelaria Mass. 189. candelaria Ach. (Lecanora) 190. candelaria Ach. (Parmelia) 190. candelaria Nyl. (Physcia) 190. candelaria Arn. (Xanthoria) 121. candelaria Oliv. (Xanthoria) 190. candelaria y lychnea Ach. (Parmelia) 121. candelaria ß polycarpa Ach. (Lecanora) 120. candelaria ß polycarpa Ach. (Parmelia) 120. Candelariella Müll.-Arg. 340. candelaris (Ach.) Müll.-Arg. (Chaenoth. trich.) 2. 482. candelaris Schaer. (Chaenoth. trich. v.) 2. 482. candelarium DC. (Placodium) 190. candelarium ß xanthostigma Hepp. (Pla¬ codium) 343. candicans Kbr. (Amphiloma) 336. candicans Flag. (Caloplaca) 336. candicans Jatta (Diphratora) 336. candicans Zahlbr, (Gyalolechia) 336. candicans Schaer. (Lecanora) 336. candicans Dicks. (Lichen) 336. candicans Fr. (Parmelia) 336. candicans (Dicks.) Zahlbr. (Placole- conia) 336. candicans Dub. (Placodium) 336,
757 candicans Mass. (Ricasolia) 336. candicans Oliv. (Squamaria) 336. candida Harm. (Lecanora) 109. candida Arn. (Rinodina) 109. candida (Schaer.) Kernst. (Rinodina dis- color. f.) 98. candida (Web.) Th, Fr. (Toninia) 2. 322. candidula Arn. (Buellia) 70. candidum Kbr. (Thalloidima) 2. 322. candidus Web. (Lichen) 2. 322. c a n e 11 a Arn. (Rinodina) 99. canescens (Dicks.) De Not. (Buel¬ lia) 91. canescens Th. Fr. (Catolechia) 91. canescens Kbr. (Diploicia) 91. canescens Ach. (Lecidea) 91. canescens Dicks. (Lichen) 91. canina Ach. (Peltidea) 384. canina (L.) Hoffm. (Peltigera) 384. canina v. crispa Ach. (Peltidea) 385. canina v. extenuata Nyl. (Peltigera) 384. canina v. praetextata Lamy (Peltigera) 385. canina ß pusilla Fr. (Peltigera) 383. caninus ß rufescens Weis (Lichen) 385. canina ß rufescens Wahlbg. (Peltidea) 385. canina v. rufescens Wain. (Peltigera) 385. canina v. seuromatica Fw. (Peltigera) 384. canina v. sorediata Schaer. (Peltigera) 384; 385. canina v. spuria Ach. (Peltidea) 383. canina v. spuria Schaer. (Peltigera) 383. canina v. undulata Del. (Peltigera) 385. caninus L. (Lichen) 384. cantharellum Ach. (Calicium) 2. 499. canum (Kplhbr.) Sarnth. et D.T. (Der- mat. min. v.) 2. 583* caperata (L.) Wain. (Cetraria) 223. caperata DC. (Imbricaria) 217. caperata Hoffm. (Lobaria) 217. caperata (L.) Ach. (Parmelia) 217, caperata ß membranacea (Dicks.) Schaer. (Parmelia) 393. caperatum Hoffm. (Platisma) 217. caperatus L. (Lichen) 217; 223. capitata (Anzi) — (Bacidia) 2. 289. capitata Stzbgr. (Bilimbia) 2. 289. capitata Anzi (Lecidea) 2. 289. capitata Nyl. (Ramalina) 177. capitellatum 7 rimarium Flke. (Calic.) 2. 501. caradocensis A. S. Smith (Bilimbia) 2. 324. caradocensis Leight. (Lecidea) 2. 324. caradocensis Mudd. (Psora) 2. 324. caradocensis (Leight.) Lahm (To¬ ninia) 2. 324. carbonacea Jatta (Bilimbia) 2. 325. carbonacea Cromb. (Lecidea) 2. 325. carbonacea Anzi (Toninia) 2. 325. carcata (Nyl.) Wain. (Clad. Floerk. var.) 2. 19. carinoides Anzi (Placodium) 152. cariosa (Ach.) Spreng. (Cladonia) 2. 43. cariosa y leptohylla Hepp. (Cladonia) 2. 45. cariosa ß symphicarpia Flke. (Cladonia) 2. 44- cariosa ß symphicarpia b. foliosa Flke. (Cladonia) 2. 45. cariosa a vulgaris Kbr. (Clad.) 2. 44- cariosus Whlbg. (Baeomyces) 2. 45. cariosus Ach. (Lichen) 2. 43- carnea Arn. (Arthopyr. epipol. f.) 2. 521. carnea Kbr. (Biatora) 2. 210. carnea (Arn.) — (Gyalecta) 2. 379. carnea (Kbr.) — (Lecidea) 2. 210. carnea Arn. (Secoliga) 2. 379. carneola Kbr. (Bacidia) 2. 388. carneola Fr. (Biatora) 2. 388. carneola Fr. (Cenomyce) 2. 62. carneola Fr. (Cladonia) 2. 62. carneola Ach. (Lecidea) 2. 388. carneola (Ach.) Arn. (pachyphyale) 2. 388. carneola Stzbgr. (Secoliga) 2. 388. carneola ß arceutina Ach. (Lecidea) 2. 274; 2. 282. carneola v. bacilliformis Nyl. (Cladonia) 2. 63. carneola y cerina Kbr. (Cladonia) 2. 25. carneola e cyanipes Fr. (Clad.) 2. 63. carneola a genuina Kbr. (Clad.) 2. 62.
758 carnosa Leight. (Pannaria) 400. carnosa Cromb. (Pannularia) 400. carnosa Schaer. (Parmelia) 400. carnosa ß lepidiota Smrft. (Lecidea) 398. carnosa ß lepidiota Kbr. (Massalongia) 398. carneolutea Smrft. (Lecanora) 357. carneo-pallens Nyl. (Lecanora) 244. carneopallida Nyl. (Lecidea) 357. carneopallida v. bacilliformis Arn. (Cla¬ donia) 2. 63. carneopallida ß cyanipes Fw. (Cladonia) 2. 63. c a r neon i ve a (Anzi) Arn. (Gyalecta) 2. 379. carneonivea Anzi (Lecidea) 2. 379. carneum Flot. (Sphyridium) 2. 3. carneus Flke. (Baeomyces) 2. 3. carnosula Arn. (Aspicilia) 2. 371. carnosula Arn. (Jonaspis) 2, 371. carpinea Wain. (Lecanora) 282. c a r p i n e a (Pers.) Zahlbr. (Porina) 2. 557. carpinea Pers. (Verrucaria) 2. 557. Carpogon 20. carpophora (Flke.) Kbr. (Clad. pyxidata f.) 2. 52. carporrhizans Tayl. (Parm.) 212. Carthusiae Harm. (Calicium) 2. 484. Carthusiae (Harm.) — (Chaenotheca) Z 484. cartilaginea Lönnr. (Biatora) 2. 231. cartilaginea Ach. (Lecanora) 313. cartilagineus Ach. (Lichen) 313. cartilaginea Ach. (Parmelia) 313. cartilaginea Nyl. (Squamaria) 313. cartilaginea Nyl. (Verrucaria) 2. 581. cartilagineum (Nyl.) Sydow. (Der- matoc.) 2. 580. cartilagineum Mass. (Placidium) 2. 581. cartilagineum f. daedaleum Arn. (Placi¬ dium) 2. 581. cartilagineum Kbr. (Placodium) 313. cartilagine» sa Arn. (Microthelia) 2. 562. Casimiri Müll.-Arg. (Biatora) 2. 194. C a s i m i r i (Müll.-Arg.) — (Lecidea) 2. 194. castanea Kbr. (Acarospora) 505. castanea (Hepp.) Th. Fr. (Lecan.) 279. castanomelaena Nyl. (Lecanora) 103. castanomelaena (Nyl.) Arn. (Ri¬ nodina) 103. cataclystum Kbr. (Collema) 432. catacly st um (Kbr.) Nyl. (Leptog.) 432. catalepta Jatta (Polyblastia) 2. 708. catalepta Schaer. (Pyrenula) 2. 644. catalepta (Ach.) — (Staurothele) 2. 707. catalepta Ach. (Verrucaria) 2. 707. cataleptum Kbr. (Stigmatomma) 2. 707. cataleptoides Nyl. (Verrucaria) 2. 601. cataractarum Kbr. (Porocyphus) 473- cataractarum Kbr. (Psorotichia) 473. cataractarum Hepp. (Sagedia) 2. 675. cataractarum (Hepp.) Mudd. (The¬ lidium) 2. 675. c a t e i 1 e a (Ach.) Nyl. (Lecanora) 295. Catillaria (Mass.) Th. Fr. 2. 290. caule scens Anzi (Toninia) 2. 323. caulescens Lcttau (Tonin, coeruleonig. f.) 2. 319. cechumena Ach. (Lecidea) 2. 170. cechumena y testudinea Ach. (Lecidea) 498. cembricola Nyl. (Lecanora) 304. cembricola (Nyl.) Arn. (Lecan. mugii i- cola f.) 304. cembrinwn Ach.) —* (Cyphel. inquin. f.) 2. 478. c c n i s i a Ach. (Lecanora) 275. cenisia Fr. (Parmelia) 275. cenisia Kbr. (Zeora) 275. cenisia v. gangaleoides Harm. (Lecanora) 271. cenisia v. transcendens aut. (Zeora) 276. Cenomyce (Fr.) Smrft. 2. 18. cenotea (Ach.) Schaer. (Clad.) 2. 4°- cenotea y acuminata Schaer. (Cladonia) 2. 46. cenotea a brachiata Schaer. (Clad.) 2. 4°- cenotea a brach, infundibulifera Schaer. (Clad.) 2. 41.
759 cenotea b. crossota Ach. (Cenomyce) 2. 41. cenotea b viminalis Flke. (Cladon.) 2. 41. cenotea ß viminalis Nyl. (Cladon.) 2. 41. centrifuga Kbr. (Imbricaria) 203. centrifuga Hoffm. (Lobaria) 203. centrifuga Mass. (Opegrapha) 2. 420. centrifuga (L.) Ach. (Parmelia) 203. centrifuga Hoffm. (Squamaria) 203. centrifuga Kbr. (Wilmsia) 446. centrifuga a conspersa Schaer. (Parme¬ lia) 203. centrifugum Nyl. (Pterygium) 446. centrifugum v. minus Kplhbr. (Ptery¬ gium) 447. centrifugus Hoffm. (Lichen) 203. centrifugus L. (Lichen) 203. Cephalodien 14. cephalotes Ach. (Clad. digitata f.) 2. 23. ceracea Arn. (Aspicilia) 245. c e r a c e a (Arn.) Zwackh (Lecanora) 245. ceranoides Schaer. (Cladonia) 2. 36. ceranoides Schaer. (Coll, auricul. v.) 429. ceranoides var. Zwackh (Leptogium) 429. ceranoides Born. (Lichen) 429. ceranoides Neck. (Lichen) 2. 29. ceranoides prolifera dilacerata Schaer. (Clad.) 2. 37- cerasi (Schrad.) Mass. (Arthopyrenia) 2. 537. cerasi Ach. (Graphis scripta f.) 2. 439. cerasi Schrad. (Verrucaria) 2. 537. c e r a s p h o r a Wain, (Cladonia) 2. 57. c e r a t e a (Ach.) — (Parmelia) 201. ceratea Zopf (Pseudevcrnia) 201. ceratina Ach. (Usnea) 185. ceratites E. Fr. (Siphula) 189. ceratophylla v. multipnucta Schaer. (Par¬ melia) 198. ceratophylla a physodes Schaer. (Par¬ melia) 196. ceratophylla s tubulosa Schaer. (Par¬ melia) 196. cercidia Ach. (Physcia aipolia f.) 51. cerebrina (DC.) Mass. (Encephalo- grapha) 2. 414. cerebrinus Ram. (Lichen) 2. 414. cerebrina Schaer. (Lecidea) 2. 414. cerebrina Leight. (Lithographa) 2. 414- cerebrina Mudd. (Melanospora) 2. 414. cerebrina DC. (Opegrapha) 2. 414. cerebrinula Zahlbr. (Verr. Dufourei v.) 2. 640 cereolinum Ach. (Stereocaulon) 2. 6. cereolinum Kbr. (Stereocaulon) 2. 71. cereolinum ß cereolus Th. Fr. (Stereo¬ caulon) 2. 71. cereolinum a pileatum Th. Fr. (Stereo¬ caulon) 2. 71. cereolus Ach. (Lichen) 2. 6. cereolus Ach. (Stereocaulon) 2. 6. cereolus Ach. (Stereocaulon) 2. 71. cereolus (Ach.) Th. Fr. (Pilophoron) 2. 6. cerina (Ehrh.) Th. Fr. (Caloplaca) 151. cerina Naeg. (Cladonia) 2. 25. cerina (Naeg.) Th. Fr. (Clad. coccif. v.) 2. 25. cerina (Näg. p. p.) Arn. (Clad. pyxidata f.) 2. 51. cerina Ach. (Lecanora) 151. cerina Ach. (Parmelia) 151. cerina v. biatorina b. pyracea Nyl. (Leca¬ nora) 149. cerina f. chlorina Fw. (Zeora) 152. cerina v. Ehrharti Schaer. (Lecidea) 152. ccrina v. haematites Schaer. (Lecanora) 148. cerina v. haematites Fr. (Parmelia) 148. cerina v. pyracea Nyl. (Lecanora) 344. cerina f pyracea Ach. (Parmelia) 149. cerina c pyracea Fr. (Parmelia) 344- cerina <5 ravida Ach. (Parmelia) 307. cerinum Kbr. (Callopisma) 151. cerinum f. cyanolepra Kbr. (Calopisma) ISI. cerinum f. flavum Anzi (Calopisma) 151. cerinus Ehrh. (Lichen) 151. c e r i n e 11 a (Flke.) Zahlbr. (Candela- niella) 343. ceruchoides Wain. (Clad. digitata f.) 2. 23. cervicornis Ach. (Cenomyce) 2. 59- cervicornis Fw. (Cladonia) 2. 58.
760 cervicornis Fw. (Cladonia) 2. 59. cervicornis (Ach.) Flke. (Clad. verticill. f.) 2. 59- cervicornis Ach. (Lichen) 2. 59. cervicornis m. brevis Sandst. (Cladonia) 2. 42. cerviculatum Ach. (Calicium) 2. 494. cervina Br. et Rostr. (Acarospora) 512. cervina Ach. p. p. (Lecanora) 511. cervina Nyl. (Lecanora) 505. cervina Lönnr. (Toninia) 2. 328. cervina (Lönnr.) Th. Fr. (Tonin, arom. v.) 2. 328. cervina y discreta Smrft. (Lecanora) 512. cervina c discreta Fr. (Parmelia) 511. cervina <5 effigurata Smrft. (Lecanora) 511- cervina a glaucocarpa Smrft. (Lecanora) 508. cervina ö pauperata a pruinosa Krplhbr. (Acar.) 509. cervina v. protuberans Schaer. (Leca¬ nora) 2. 709. cervina v. sagedioides Nyl. (Lecanora) 5II. cervina b squamulosa Fr. (Parmelia) 511. cervinocuprea Arn. (Aspicilia) 241. cervinocuprea (Arn.) — (Leca¬ nora) 241. cervinus Whlbg. p. p. (Lichen) 511. Cetraria Ach. 221. cetrariaeformis (Del.) Wain. (Clad. crisp. v.) 2. 37- Cetrarin 29. cetrarioides Arn. (Imbricaria) 217. cetrarioides Anzi. (Leptogium) 477. cetrarioides Del. (Parmelia) 217. cetrarioides Anzi (Polychidium) 477. cetrata Ach. (Parmelia) 217. ceuthocarpa Fr. Kbr. (Pertusaria) 363. Chaenotheca Th. Fr. 2. 478. chalazanodes Nyl. (Collema) 412. chalazanodes Nyl. (Physma) 412. chalazanum Ach. (Collema) 413. chalazanum (Ach.) Arn. (Physma) 413. chalybaeoides Stnr. (Lecanora calcarea v.) 2. 732. chalybea Mudd. (Biatorina) 2. 313. chalybe a (Fr.) Th. Fr. (Caloplaca) 142. chalybea (Borr.) Arn. (Catillaria) 2. 313- chalybea Borr. (Lecidea) 2. 313. chalybea Fr. (Parmelia) 142. chalybea Kbr. (Pyrenodesmia) 142. chalybeiformis Nyl. (Alectoria) 175. chalyb ei formis (L.) Ach. (Alect. jubata v.) 175. chalybeiformis L. (Lichen) 175. chalybeum Nyl. (Placodium) 142. Chaubardii Fr. (Parmelia) 272. c h e i 1 e u m Ach. (Collema) 428. cheileum y byssaceum Fw. (Collema) 439. cheileum ß byssinum Hoffm. (Collema) 439. Chevallieri Leight. (Opegrapha) 2. 420. Chiodecton (Ach.) Müll.-Arg. 2. 405. Chiodectonaceae 2. 405. chioniphilum Th. Fr. (Rhizocar- pon) 2. 336. c h 1 a r o n a Nyl. (Lecanora) 281. chloantha Schaer. (Parmelia) 59. chloantha (Ach.) Schaer. (Physcia ob¬ scura) 59. chlorantha Zw. (Pertusaria) 365. chlorellum Kbr. (Cyphelium) 2. 485. chlorinum Stenh. (Calicium) 2. 492. chlorina (Fw.) Th. Fr. (Caloplaca cerina v.) 152. chlorinum Ach. (Calicium) 2. 492. chlorococca Graewe (Bacidia) 2. 268. chlorococca a tristior Th. Fr. (Bacidia) 2. 268. chlorococca Graewe (Bilimbia) 2. 268. chlorococca Stzbgr. (Lecidea) 2. 268. chlorodes Nyl. (Calicium quere, f.) 2, 495. chloroides Flke. (Cenomyce) 2. 19. chloroides (Flke.) Wain, (Clad. Floerk. var.) 2. 19. chloroleuca Kbr. (Buellia) 76. chlor oleuca (Sm.) Th. Fr. (Caloplaca cerina f.) 152. chloroleucus Sm. (Lichen) 152. chlorophaea Spreng. (Clad.) 2. 51.
761 ehlorophaea Flke. (Clad. pyxidata v.) 2. 51. ehlorophaea Leight. (Lecidea) 2. 344. chlorophaeum Müll.-Arg. (Rhizo- carpon) 2. 344. chlorophaena v. ochrolenca Fr. (Parme¬ lia) 311. chlorophana (Whlbg.) Mass. (Aca- rospora) 503. chlorophana Ach. (Lecanora) 503. chlorophana Whlbg. (Parmelia) 503. chlorophana b oxytona Fr. (Parmelia) 503. chlorophanum v. rugulosum (Müll.-Arg.) — (Placod.) 2, 737. chlorophylla (Humb.) Schaer. (Ce¬ traria) 227. chlorophylla Ach. (Peltidea) 227. chlorophyllus Humboldt (Lichen) 227. chloropolia (Fr.) Th. Fr. (Buellia myrio- carpa var.) 77. chloropolia Fr. (Lecidea) 77. chloroscotina (Nyl.) Arn. (Catil- laria) 2. 312. chloroscotina Nyl. (Lecidea) 2. 312. chlorospora Hellb. (Buellia) 2. 333. chlorotica (Mass.) — (Bacidia cuprea v.) 2. 257. chlorotica Mass. (Bilimbia) 2. 257. chlorotica (Ach.) Nyl. (Lecidea) 2. 273. chlorotica (Ach.) Wainio (Porina) 2. 551. chlorotica Ach. (Verrucaria) 2. 551. chlorotica f. carpinea Cromb. (Verru¬ caria) 2, 557. chlorotica f. illinita Nyl. (Verrucaria) 2. 558. chlorotica v. pachyderma Arn. (Verruc.) 2. 609. chlorotica vera Hepp. (Verrucaria) 2. 603. chondrodes Mass. (Biatora) 2. 198. chondrodes (Mass.) Jatta (Lecidea) 2. 198. chordalis (Flke.) Schaer. (Clad. gracilis v.) 2. 48. chrysantha Zahlbr. (Lecidea) 2. 208. chrysocephala (Turn.) Th. Fr. (Chaenotheca) 2. 483. chrysocephalum Whlbg. (Calic.) 2. 483- chrysocephalum Mass. (Cyphelium) 2. 483. chrysoleuca (Sm.) Ach. (Lecanora) 314. chrysoleucus Sm. (Lichen) 314. chrysoleuca Ach. (Parmelia) 314. chrysoleuca Flke. (Pyrenula leucopl. f.) 2. 547. chrysoleuca v. discrepans Nyl. (Squamar.) 315. chrysoleuca v. lecanorea Anzi (Lecan.) 315. chrysoleuca ß opaca Ach. (Lecanora) 311. chrysoleuca a rubina Fr. (Parmelia) 314. chrysoleuca Nyl. (Squamaria) 314. chrysoleucum Th. Fr. (Placodium) 314- chrysoleucum f. opacum D. T. et S. (Placod.) 314. chryso pasta Lettau (Rinodina mniaraea) in. chrysophana Kbr. (Aspicilia) 2. 368. chrysophana (Kbr.) Stein (Jonaspis) 2, 368. Chroysophansäure 29. chrysophthalma Ach. (Borrera) 122. chrysophthalma Ach. (Parmelia) 122. chrysophthalmus L. (Lichen) 122. chrysophthal mus (L.) Th. Fr. (Theloschistes) 122. chrysoteicha Nyl. (Lecidea) 2. 126. chytrina (Stitzenb.) — (Bacidia) 2. 248. chytrina Stitzenb. (Lecidea) 2. 248. chytrina v. hormospora Stbgr. (Lecidea) 2. 251. ciliaris (L.) Kbr. (Anaptychia) 63. ciliaris y humilis Kbr. (Anaptychia) 61. ciliaris L. (Lichen) 63. ciliaris Ach. (Parmelia) 63. ciliaris actinota Ach. (Parmelia) 64. ciliaris DC. (Physcia) 63. ciliata Kernst. (Imbricaria) 220. ciliata DC. (Parmelia) 220. ciliata (DC.) D. T. et S. (Parmelia per¬ lata f.) 220.
762 cimici odorum Mass. (Leptogium) 436. cincta Eitner (Verruc. dolomitica f.) 2. 632. cineracea (Nyl.) Lahm (Acarospora) 505. cineracea Nyl. (Lecanora) 505. cinerascens Stnr. (Acarospora) 503. cinerascens Ach. (Arthon. radiata v.) 2. 457. cinerascens Mass. (Arthopyrenia) 2. 538. cinerascens Stnr. (Arthopyreniella) 2. 538. cinerascens (Ach.) Arn. (Gyro- phora) 518. cinerascens Nyl. (Lecan. badia var.) 309. cinerascens Nyl. (Pertus. lactea f.) 351- cinerascens Arn. (Thelid. crassum f.) 2. 657. cinerascens Nyl. (Umbilicaria) 518. einer ala Lettau (Caloplaca fulva f.) 140. einer eoatr a Ach. (Lecidea) 2. t 58. cinerea Kbr. (Aspicilia) 259. cinerea Th. Fr. (Aspicilia) 264. cinerea (Schaer.) — (Bacidia) 2. 265. cinerea (Schaer.) Th. Fr. (Biatorella) 498- cinerea Kbr. (Bilimbia) 2. 265. cinerea (Fr.) (Buellia verruculosa f.) 80. cinerea (Pers.) Nyl. (Chaenotheca tri- chialis v.) 2. 482. cinerea Nyl. (Lecanora) 250. cinerea (L.) Smrft. (Lecanora) 259. cinerea Schaer. (Lecidea) 2. 265. cinerea Chevall. (Opegrapha) 2. 426. cinerea Fr. (Parmelia) 259; 264. cinerea (Mass.) Jatta (Polyblastia) 2. 696. cinerea Fr. (Sagedia) 2. 576. cinerea Kbr. (Sporastatia) 498. cinerea Ach. (Urceolaria) 259. cinerea Hook. (Verrucaria) 2. 534. cinera Kbr. (Verrucaria) 2. 696. cinerea f. alba Arn. (Aspicilia) 260. cinerea ß alba Schaer. (Urceolaria) 260. cinerea y alpina Kbr. (Aspicilia) 251. cinerea y alpina Fr. (Zeora) 260. cinerea * calcarea Nyl. (Lecanora) 261. cinerea e cinereorufa Fr. (Parmelia) 247. cinerea cinereorufescens Nyl. (Lecanora) 247. cinerea v. diamarta Nyl. (Lecanora) 247. cinerea ß gibbosa Br. et Rostr. (Leca¬ nora) 264. cinerea v. glacialis Arn. (Aspicilia) 260. cinerea (5 graphica Ach. (Urceolaria) 260. cinerea * lacustris Nyl. (Lecanora) 244. cinerea £ laevata Fr. 265. cinerea y Myrini Th. Fr. (Aspicilia) 251. cinerea v. obscurata Th. Fr. (Parmelia) 257. cinerea v. oxydata Nyl. (Lecanora) 247. cinerea * radians Nyl. (Lecanora) 256. cinerea a vulgaris e depressa Schaer. (Urceolaria) 266. cinereolutescens Zschacke (Verrucaria) 2. 602. cinereopruinosa Schaer. (Artho¬ nia) 2. 459- cinereopruinosa v. lobata Nyl. (Artho¬ nia) 2. 459- cinereopruinosa (Schaer.) Mass. (Arthopyr.) 2. 528. cinereopruinosa Schaer. (Verrucaria) 2. 528, cinereorufa Schaer. (Lecidea) 2. 235. cinereorufa Th. Fr. (Psora) 2, 235. cinereorufa Th. Fr. (Schaereria) 2. 235. cinereorufa Schaer. (Verrucaria) 2. 642. cinereorufescens Kbr. (Aspicilia) 250. cinereorufescens Th. Fr. (Aspicilia) 247. cinereorufescens (Ach.) Th. Fr. (Lecanora) 247. cinereorufescens Ach. (Urceolaria) 247. cinereorufescens v. heteromorpha Kplhbr. (Aspic.) 2. 369. cinereorufescens * ochracea Kbr. (As¬ picilia) 247. cinereorufescens v. sanguinea Arn. (As¬ picilia) 246. cinereorufus Whlbg. (Lichen) 247. cinereovirens Mass. (Lecanora calcarea f.) 262.
763 cinereovirens Schaer. (Lecidea) 2. 323. cinereo virens (Schaer.) Mass. (To¬ ninia) 2, 323. cinereum Mass. (Amphoridium) 2. 696. cinereum Kbr. (Catopyrenium) 2. 576. cinereum (Pers.) Th. Fr. (Derma¬ tocarpon) 2. 576. cinereum Pers. (Endocarpon) 2. 576. cinereum Fw. (Rhizoc. distinctum f.) 2. 350. cinereum Eitner (Thelocarpon) 485. cinereus L. (Lichen) 259. cinerosum Eitner (Thelidium) 2. 677. cinnabarina (DC.) — (Arth, gre¬ garia v.) 2. 467. cinnabarina Fr. (Biatora) 2. 217. cinnabarina Fr. (Biatorina) 124. cinnabarina (Smrft.) — (Blastenia) 124. cinnabarina Smrft. (Lecidea) 124, cinnabarina Smrft. (Lecidea) 2. 217. cinnabarina Wallr. (Arthonia) 2. 466. cinnabarinum DC. (Coniocarpon) 2. 466. cinnamomea (Th. Fr.) Oliv. (Calo¬ placa) 150. cinnamomea Flke. (Lecidea) 2. 182. circinata (Pers.) Ach. (Lecanora) 320. circinata Ach. (Parmelia) 320. circinata b. variabilis Fr. (Parmel.) 142. circinata c ocellulata Fr. (Parmelia) 140. circinata Oliv. (Squamaria) 320. circinata v. candicans Oliv. (Squamaria) 336. circinatus Pers. (Lichen) 320. circinatum DC. (Placodium) 320. circinatum var. variabile Nyl. (Placo¬ dium) 142. circumfusa Nyl. (Verrucaria) 2. 567. circumpallens Nyl. (Bacid.) 2. 256. circumvallatum Zschacke (The- lid.) 2. 655. cirrhosa (Schaer.) Arn. Gyrophora vel- lea f.) 522. cirrhosa (Hoffm.) Wain. (Gyroph.) 523. cirrhosa Hoffm. (Umbilicaria) 523. cirrochroa (Ach.) Th. Fr. (Calo¬ placa) 163. cirrochroa Stein (Gasparinia) 163. cirrochroa Ach. (Lecanora) 163. cirrochroum Kbr. (Amphiloma) 163. cirrochroum Nyl. (Placodium) 163. cismonicnm Beltr. (Haematomma) 339. citricolorus Gmel. (Lichen) 168. c i t r i n a (Hoffm.) Th. Fr. (Caloplaca) M4. citrina (Kplhbr.) — (Candelaria conco¬ lor v.) 190. citrina Leight. (Coniocybe) 2. 484. citrina Ach. (Lecanora) 144. citrina v. phlogina Nyl. (Lecanora) 148. citrina Ach. (Parmelia) T44. citrina Hoffm. (Psora) 138. citrina Hoffm. (Verrucaria) 144. c i t r i n e 11 a (Fr.) — (Caloplaca) 148. citrinella Ach. — (Lecidea) 2. 72. citrinellus Ach. (Lichen) 2. 72. citrinum Nyl. (Calicium) 2. 484. citrinum Kbr. (Callopisma) 144. citrinus Schrank (Lichen) 168. Cladonia (Hili.) Wain. 2. 7. Cladoniaceae 2. I. cladomorpha (Ach.) Wain. (Clad. dege¬ nerans f.) 2. 57. cladomorpha Flke. (Clad. pityria f.) 2. 56. cladoniscum Kbr. (Calicium) 2. 494- cladonioides (Fr.) Th. Fr. (Leci¬ dea) 2. 238. clandestina (Arn. — (Polyblastia) 2. 696. clandestinum Arn. (Sporodictyon) 2. 696. Clathrcporina Müll.-Arg. 2. 57 L clausa Nyl. (Gyalecta) 2. 362. clausa (Hoffm.) Arn. (Petractis) 2. 362. clausa Kbr. (Urceolaria) 2. 393. clausum Schaer. (Thelotrema) 2. 362. clausus Zahlbr. (Diploschistes) 2. 393- clausus Hoffm. (Lichen) 2. 362. clavata (Ach.) Wain. (Clad. bacill. v.) 2. 20. clavatus Zukai (Eolichen) 2. 510. clavellum DC. (Calicium) 2. 498.
764 claviculare Ach. (Calicium) 2. 494. claviculare v. abietinum Ach. (Calicium) 2. 494. claviculare v. cyathellum Ach. (Calicium) 2. 494. claviculare v. pusillum Ach. (Calicium) 2. 491. clavulifera Nyl. (Lecidea) 2. 187. clavus (DC.) Th. Fr. (Biatorella) 496. clavus DC. (Patellaria) 496. cleistocarpa Stzbgr. (Collemopsis) 452. cleistocarpa Müll.-Arg. (Psorotichia) 452. cleistocarpa (Müll.-Arg.) Forss. (Pyrenopsis) 452. elopi ma (Wahlenb.) Th. Fr. (Stauro¬ thele) 2. 709. clopima Wahlenb. (Verrucaria) 2. 709. clopimoides Arn. (Sphaeromphale) 2. 708. clopimoides (Anzi) Steiner (Stau¬ rothele) 2. 708. clopimoides Bagl. et Car. (Stigmatom.) 2. 708. clopimum Stein (Sphaeromphale) 2, 709. clopimum v. cataleptum Stein (Sphaer.) 2. 707. clopimum f. lithinum Stein (Sphaerom¬ phale) 2. 707. clopimum Kbr. (Stigmatomma) 2. 709. coarctata Hook, (Lecanora) 2. 197. coarctata (Smrft.) Nyl. (Lecidea) 2. 197- coarctata * dispersa Nyl. (Lecidea) 306. coarctata d, e, f Fr. (Parmelia) 2. 198. coarctata v. Brujeriana Schaer. (Par¬ melia) 2. 185. coarctata d inquinata Ach. (Pertus.) 366. coarctata Gray (Rinodina) 2. 197. coarctata ß ornata Smrft. (Lecanora) 2. 197. coarctata a ornata, b microphyllina, c trapelia Fr. (Parmelia) 2. 197. coarctatus Smrft. (Lichen) 2. 197. coccifera Ach. (Cenomyce) 2. 24. coccifera (L.) Willd. (Clad.) 2. 24. coccifera y asotea Ach. (Cenomyce) 2. 25. coccifera c asotea Arn. (Clad.) 2. 25. coccifera cz centralis Flke. (Clad.) 2. 25. coccifera a communis Th. Fr. (Clad.) 2. 25. coccifera a communis f. ochrocarpia Stein (Clad.) 2. 25. coccifera y cornucopioides Schaer. (Cla¬ donia) 2. 25. coccifera ß deformis Schaer. (Cladonia) 2. 26. coccifera a extensa Schaer. (Clad.) 2. 25. coccifera ß extensa Schaer. (Clad.) 2. 25. coccifera a pleurota Schaer. (Clad.) 2. 25. coccifera a stemmatina Ach. (Clad.) 2.25. coccifera B. symphicarpa Fr. (Cladonia) 2. 19. coccifera A. vulgaris Rabenh. (Cladonia) 2. 25. coccifera A. vulgaris e centralis Rabenh. (Cladonia) 2. 25. coccifera A. vulgaris g ochrocarpia Ra¬ benh. (Cladonia) 2. 25. cocci ferus L. (Lichen) 2. 24. cocciferus y asoteus Ach. (Baeomyces) 2. 25. coccinea Müll.-Arg. (Calopisma) 131. coccinea b botrytes Rabenh. (Cladonia) 2. 62. coccinea b botrytes Wallr. (Catillaria) 2. 62. coccinea c Floerkeana a continua Wallr. (Patellaria) 2. 19. coccinea c papillaria Wallr. (Patellaria) 2. 17. coccineum (Pers.) Kbr. (Haematomma) 339. coccineus Pers. (Lichen) 339. coccocephala Ach. (Cenomyce) 2. 27. coccocephala (Ach.) Wain. (Clad. belli- difl. f. 2. 27. coccodes Turn, et Borr. (Isidium) 363. coccodes Ach. (Lichen) 363. coccodes (Ach.) Nyl. (Pertusaria) 363- coccodes (Fw.) Kbr. (Porocyphus) 472. codonoidea Leight. (Verrucaria) 2. 551. coelestina Anzi (Bacidia) 2. 279. coelestina Stzbgr. (Lecidea) 2. 279. Coenogoniaceae 2. 358. Coenogonium Ehrbg. 2. 359-
765 coerulea Mass. (Hymenelia) 250. coerulea Syd. (Jonaspis) 250. coerulea (DC.) Nyl. (Lecanora) 250. coerulea DC, (Verrucaria) 250. coerulea (Ram.) Schaer. (Verrucaria) 2. 631. coerulea ß fusca Schaer. (Verrucaria) 2. 649. coeruleobadia (Schleich.) Mass. (Pannaria) 395. coeruleobadius Schleich. (Lichen) 395. coeruleonigricans Lightf. (Lichen) 2.319. coeruleonigricans Poetsch (Thalloid.) 2. 319. coeruleonigricans (Lightf.) Th. Fr. (Toninia) 2. 3*9. coerulescens DC. (Imbricaria) 397; 404. coerulescens (Hag.) Flag. (Lecanora) Hagenii f.) 293. coerulescens Hag. (Lichen) 293. coerulescens Huds. (Lichen) 403. coeruleus Ram. (Lichen) 2. 631. cognata (Arn.) — (Porina) 2. 555. cognata Arn. (Sagedia) 2. 555. collapsulum Nyl. (Thelocarpon) 483. collap suium Nyl. (Thelocarp. excavat, v.) 483. Collema (Hili.) Zahlbr. 415. Collemaceae 410, collematodes Garov, (Verrucaria) 2. 643. collina Nyl. (Peltigera polydactyla f.) 381. c o 11 i c u 1 o s a Kbr. (Pertusaria) 361. colobina Ach. (Lecanora) 116. coi ob in a (Ach.) Th. Fr, (Rinodina) 116. colorata Eitner (Jonaspis hyalocarpa v.) 2.37°. colludens Nyl. (Lecidea) 2. 333. commixta (Nyl.) Th. Fr. (Cetraria) 226. commixtum Nyl. (Platysma) 226. communis DC. (Pertusaria) 359. communis v. coccodes Kbr. (Pertusaria) 363. communis v. pertusa f. fallax Schaer. (Pertusaria) 367. communis b. leioplaca Fr. 364. communis y lutescens Schaer. (Pertus.) 368. communis v. sorediata Fr. (Pertus.) 353. communtata Ach. (Lecidea) 2. 301. compacta (Kbr.) — (Bacidia) 2. 288. compactum (Mass.) — (Dermatoc.) 2. 579. compactum Kbr. (Endopyren.) 2. 579. compactum Kbr. (Lempholema) 413. compactum Kbr. (Physma) 412. compactum Kbr. (Physma chalaz.) 413. compactum Mass. (Placidium) 2. 579. compactum Kbr. (Scoliciospor.) 2. 288. compactus Zukal (Eolichen) 2. 510. complanata Stein (Aspicilia) 249. complanata Kbr. (Lecanora) 249. complanata (Leight) Sm. (Lecanora sor¬ dida f.) 277. complicata Cromb. (Biatorella simplex v.) 495. complicata Laur. (Cetraria) 224. complicatum (Schleich.) Schaer. (Coli, multif. v.) 425. complicatum (Sw.) Th. Fr. (Endoc, mi¬ niat. v.) 2. 582, complicatum Nyl. (Platysma) 224. complicatus Sw. (Lichen) 2. 582. compressus Ach. Sphaerophorus) 2. 471. compressum Heufl. (Sphaerophoron) 444. concentrica Kernst. (Lecid. crustulata f.) 2- 157. concentricus Dav. (Lichen) 2, 355. concentricum (Dav.) Beltr. (Rhizo¬ carpon) 2. 355. concilia scens (Nyl.) — (Blastenia) 132. conciliascens Nyl. (Lecanora) 132. conchilobum Fw. Kbr. (Collema) 429. concinna Borr. (Verrucaria) 2. 646. concolor (Dicks.) Arn. (Candelaria) 190. concolor Lamy (Lecanora) 190. concolor Ram. (Lecanora) 311. concolor Dicks. (Lichen) 190. concolor v. angustum Arn. (Placod.) 314. concolor Nyl. (Squamaria) 311.
766 concolor Th. Fr. (Xanthoria) 190. concreta Kbr. (Buellia) 2. 334. concreta Kbr. p. p. (Catillaria) 2. 339. concreta Schaer. (Lecanora calcarea v.) 262. concreta Light. (Lecidea) 2. 356. concreta Nyl. (Pertusaria) 363. concretum (Kbr.) — (Rhizocarpon) 2. 339* condensata (Flke.) Coem. (Clad. impexa f.) 2. 16. condensata Arn. (Physma botryosum v.) 4II- condensatum Fr. (Stereocaulon) 2. 71. condensatum Hoffm. (Stereocaulon) 2. 71. condensatum v. cereolinum Nyl. (Stereo¬ caulon) 2. 71. condensatum v. stereolinum Nyl. (Stereo¬ caulon) 2. 6. conferenda Nyl. (Lecidea) 2. 129. conferenda f. umbratilis Arn. (Lecidea) 2. 129. conferta (Dub.) Nyl. (Lecanora) 297. conferta Arn. (Lecanora crenulata f.) 274. conferta Dub. (Lecanora dispersa f.) 273. conferta Fr. (Parmelia) 297. conferta Dub. (Patellaria) 297. confertum Hepp. (Collema) 422. confervoides Kplhbr. (Catocarpus) 2. 337. confervoides a candida Schaer. (Lecidea) 98. confervoides ß intumescens Schaer. (Le¬ cidea) 2. 173. confervoides ß polycarpa Hepp. (Lecidea) 2.337. confinis Ag. (Lichina) 445. conflata Lahm (Graphis elegans f.) 2. 440. confluens Kbr. (Arthonia) 2. 421. confluens Ach. p. p. (Lecidea) 2. 165 confluens (Web.) Fr. (Lecidea) 2. 165. confluens Web. (Lichen) 2. 165. confluens f. leucitica Schaer. (Lecidea) 2. 145* confluens v. leptoceramia Stzbgr. (Leci¬ dea) 2. 148. confluens <5 ochromela Ach. (Lecidea) 2. 146. confluens Hepp. (Opegrapha) 2. 421. confluens Mass. (Opegrapha varia f.) 2. 427. confluentula Müll.-Arg. (Lecidea) 2. 108. confragosa Nyl. (Lecanora) 109. confragosa Ach. (Parmelia) 109. confragosa Arn. (Rinodina) 106. confragosa (Ach.) Kbr. (Rinodina) 109. confragosa (Hepp.) Müll. (Rinodina Bischoffii v.) 105. confragosa Arn. (Rinodina calcarea f.) 106. confragosa b lecidina Fr. Kbr. (Rino¬ dina) 82. confusa Nyl. (Lecidea) 2. 241. confusa Norm. (Spheconisca) 2. 730- congesta Hepp. (Toninia) 2. 328. congestus Lamy (Sphaeroph. corall. v.) 2. 473* conglobata Lahm (Phaeogr. dendrit. f.) 2. 441. conglobata Ach. (Pertusaria) 351. conglomerans Kernst. (Aspicilia) 263. conglomerans Nyl. (Lecanora) 263. conglomerata Kbr. p. p. (Biatora) 2. 206. conglomerata Kbr. (Biatora) 2. 215. conglomerata Ach. (Lecidea) 2. 234. conglomerata Anzi (Opegr. atra f.) 2. 417. conglomerata Arn. (Psora) 2. 234. conglomerata Kbr. (Psora) 2. 241. conglomerata b ligniaria Kbr. (Biatora) 2. 205. conglomerata b ligniaria Kbr. (Biatora) 2. 220. conglomerata ß squalens Arn. (Psora) 2. 320. conglomeratum Hoffm. (Collema) 418. conglomeratus Kbr. (Synechoblastus) 4T8- conglomeratum Mass. (Thalloidima) 2. 234. congregata Hepp. (Verrucaria) 2. 637.
767 congregata (Hepp.) — (Verrucaria) 2. 637. congruella Nyl. (Lecidea) 2. 387. coniangioides (Eitner) — (Baci¬ dia) 2. 250. coniangioides Eitner (Bilimbia) 2. 250. coniasis Mass. (Biatora) 126. coniasis (Mass.) — (Blastenia rupestris v.) 126. coniocarpa Zschacke (Verruc. elaeome¬ laena v.) 2. 611. Conio carpineae 2. 471. coniocraea Smrft. (Cenomyce) 2. 50. coniocraea Spreng. (Cladonia) 2. 50. coniocraea (Flke.) Wain. (Clad. fimbr. var.) 2. 54. coniocraea (Flke.) Wain. (Clad. fimbr. f.) 2. 52. coniocraea ß phyllotoca Flke. (Clad.) 2. 50. Coniocybe Ach. 2. 499. conjungens Arn. (Jonaspis chrysoph. f.) 2. 368. coniops Mudd, (Lecidea) 2. 159. coniops ß aequata Ach. (Lecidea) 72; 77. coniopsoidea Hue (Lecidea) 2. 355. coniopsoideum Hepp. (Rhizocar- pon) 2. 355. coniotropa (Fr.) Th. Fr. (Lecan. dis¬ persa f.) 273, c o n i z a e a (Ach.) Nyl. (Lecanora) 301. conizaeoides Nyl. (Lecanora) 302. conizaeoides (Nyl.) Sm. (Lecan. conizaea v.) 302. conoidea Kbr. (Acrocordia) 2. 520. conoidea Zahlbr. (Arthopyrenia) 2. 520. conoidea Fr. (Verrucaria) 2. 520. conoidea Unger (Verrucaria) 2. 664. conoidea v. subsquammacea Gar. et Gib. (Verr.) 2. 520. conoideum Mudd. (Thelidium) 2. 520. conoplea Del. (Pannaria) 395. conoplea Ach. (Parmelia) 395. conopleus Pers. (Lichen) 395. Conohema Tuck. 2. 389. Conradi Nyl. (Lecanora) 98. Conradi Kbr. (Rinodina) 98. consanguinea Anzi (Biatora) 2. 190. consentiens Nyl. (Lecidea) 2. 117. conspersa (Fr.) Th. Fr. (Acarosp. glaucoc. f ) 509. conspersa Fr. (Biatora) 509. conspersa DC. (Imbricaria) 203. conspersa (Ehrh.) Ach. (Parmelia) 203. conspersa v. quartzicola Moug. (Par¬ melia) 205. conspersus Ehrh. (Lichen) 203. conspurcata Stnr. (Arthopyr. fallax v.) 2. 532. conspurcata Harm. (Rhizoc. obscur. f.) 2. 357. constans Nyl. (Lecanora) 499. constans (Nyl.) Th. Fr. (Maronea) 499. constricta Arn. (Bacidia muscorum v.) 2. 285. constrictella (Stirt.) A. L. Sm. (Melaspilea) 2. 436. constrictella Stirt. (Opegrapha) 2. 436. contermina Arn. (Buellia) 71. continuior Nyl. (Lecidea) 2. 159. contigua (Mass.) — (Caloplaca) 144. contigua (Mass.) Jatta (Callopl. aurant. F) 155. contigua Fr. (Lecidea) 2. 144; 158. contigua v, albocoerulescens Nyl. (Leci¬ dea) 2. 120. contigua v. caesia Fr. (Lecidea) 401. contigua * confluens Nyl. (Lecidea) 2. 165. contigua ß convexa Fr. (Lecidea) 2. 120. contigua £ convexa Schaer. 2. 119. contigua lactea Schaer (Lecidea) 69. contigua v. meiospora Nyl. (Lecidea) 2. 157; 158. contigua ß platycarpa Fr. (Lecidea) 2. 121. contigua v. platycarpa Fr. (Lecidea) 2. 144. contigua v. speira Nyl. (Lecidea) 2. 144. contigua v. subcretacea Arn. (Lecidea) 2. 158. contiguum Mass. (Callopisma) 144. contiguum Fr. (Rhizocarp. geogr. f.) 2. 340.
768 contiguum Eitner (Rhizoc. obscur. f.) 2. 357. contorta (Hoffm.) Hue (Lecanora) 261. contorta (Hoffm.) Th. Fr. (Lecan. cal¬ carea v.) 262. contorta Bagl. et Car. (Lecidea) 2. 109. contorta DC. (Urceolaria) 261. contorta Hoffm. (Verrucaria) 261; 262. contracta Th. Fr. (Lecidea) 2. 170. contraponenda Arn. (Lecidea) 2. 119. controversa Mass. (Lithoicea) 2. 645. controversa a lychnea ß laciniosa, y fulva Hepp. (Parmelia) 121. controversa Mass. (Physcia) 121. controversa Mass. (Rinodina) 102. controversa (Mass.) Jatta (Verrucaria nigresc. v.) 2. 645. controversa f. crustulata Mass. (Rino¬ dina) 102. conturbata (Arn.) D. T. et S. (Parm. stygia f.) 202 conversa (Krplhbr.) D. Torre et S. (Caloplaca) 139, conversum Krplhbr. (Calopisma) 139. convexa (Fr.) Th. Fr. (Lecidea) 2. II9. convexula Arn. (Lecanora anopta var.) 280. convoluta (Lam.) Wain. (Clad. foliae, subsp.) 2. 60. convolutus Lam. (Lichen) 2. 60. cooperta Nyl. (Lecanora) 332. Copelandii Kbr. (Buellia) 2. 339. Copelandii Arn. (Catocarpus) 2. 339. Copelandii (Kbr.) Th. Fr. (Rhizo¬ carpon) 2. 339. coprodes (Kbr.) Th. Fr. (Bacidia) 2. 252. coprodes Kbr. (Bilimbia) 2. 252. coracina (Smrft.) Th. Fr. (Biatorella testud. v.) 499. coracina Nyl. (Lecidea) 86. coracodes Nyl. (Lecanora) 249. coralii na (L.) Th. Fr. (Pertusaria) 355. corallina Zahlbr. (Pertus. globulifera v.) 2. 734- corallina Ach. (Variolaria) 355. corallinum Laur. (Stereocaulon) 2. 66. coralloidea Ach. (Cenomyce) 2. 61. coralloidea Th. Fr. (Cladonia) 2. 45. coralloidea Wain. (Cladon. strepsilis f.) 2. 61. coralloides Mass. (Corinophorus) 468. corallinoides Kbr. (Lecothecium) 402. coralloides Nyl. (Omphalaria) 468. coralloides (Mass.) Forss. (Pec- cania) 468. coralloides Pers. (Sphaerophorus) 2. 472. coralloides Fr. (Stereocaulon) 2. 66. coralloides Müll. (Synalissa) 468. corinophorum Schwend. (Enchylium) 468. Conscium Wainio 2, 510. cornea Mass. (Bacidia) 2. 388. cornea A. L. Sm. (Gyalecta) 2. 388. cornea Schaer. (Lecidea) 2. 388. corniculatum DC. (Collema) 436. corniculatum Minks (Leptogium) 436. corniculatum Hoffm. (Obryzum) 436. corniculatus Lightf. (Lichen) 230. cornucopioides Fr. (Cladonia) 2. 24. cornucopioides Hoffm. (Cladonia) 2. 60. cornucopioides v. asotea Nyl. (Cladonia) 2. 25. cornucopioides a coccifera 4 centralis Kbr. (Cladonia) 2. 25. cornucopioides a coccifera Kbr. (Clad.) 2. 25. cornucopioides v. incrassata Flke. (Cla¬ donia) 2. 24. cornucopioides ß mixta Flot. (Cladonia) 2. 25. cornucopioides y ochrocarpia Flot. (Cla¬ donia) 2. 25. cornucopioides v. pleurota Nyl. (Clado¬ nia) 2. 25. cornuta (L.) Schaer. (Cladon.) 2. 50. cornuta Scriba (Clad. flabell. f.) 2. 22. cornuta a excelsa Fr. (Cladonia) 2. 50- cornuta Kbr. (Usnea) 187. cornutus L. (Lichen) 2. 50.
769 cornuto-radiata Zopf (Cladonia) 2. 53. cornuto-radiata (Coem.) Zopf. (Cladon. fimbr. f.) 2. 52. cornuto-radiata Coem. (Clad. fimbr. v.) 2. 53. coronata (Kplhbr.) — (Calopl. aurant. f.) 156. coronata (Mass.) Jatta (Lecanora) 257. coronata Mass. (Pachyspora) 257. coronata (Ach.) Th. Fr. (Pertusaria) 365. coronata Ach. (Porina) 365. coronatum Kbr. (Coll, tenax, f.) 426. coronatus Ach. (Lichen) 399. corrosa Kbr. (Limboria) 2. 718. corrosa (Kbr.) Arn. (Microglaena) 2. 718. corrosa Arn. (Polyblastia) 2. 718. corrugata Ach. (Gyrophora) 524. corrugata Ach. (Lecidea) 2. 295. corrugata Arn. (Lecid. aenea f.) 2. 237. corrugata Ach. (Parmelia) 209. corrugata (Kernst.) D. T. et S. (Parm. prolixa f.) 213. corrugata Hoffm. (Umbilicaria) 524. corrugata Nyl. (Umbilicaria) 524. corrugatula Nyl. (Lecanora) 2. 174. corrugatula Arn. (Lecidea) 2. 174. corrugatus Sm. (Lichen) 209. corticata Sandstede (Clad. caespiticia f.) 2. 40. corticata Wain. (Clad. cariosa f.) 2. 44. corticatus Rutstr. (Lichen) 2. 275. corticola (Eitner) — (Arthon. lecid. f.) 2. 453. corticola (Anzi) — (Bacidia) 2. 287. corticola Kplhbr. (Bacidia Arnold, f.) 2. 281. corticola Ach. (Buellia alboatra f.) 90. corticola Kbr. (Buellia insignis f.) 79. corticola Nyl. (Buellia subdisciformis f.) 81. corticola Wainio (Clad. macil. v.) 2. 21. corticola Lönnr. (Pachyphyale) 2. 387. corticola Arn. (Rinodina) 116. corticola Arn. (Verruc. nigrescens f.) 2. 645. Coryli Mass. (Pyrenula) 2. 547. corymbosa (Ach.) Nyl. (Clad. furcata f.) 2. 34. corymbifera Del. (Clad. uncialis f.) 2.30. corynellum Ach. (Calicium) 2. 493- corynellum v. paroicum Ach. (Calicium) 2. 492- cotaria Ach. (Lecid. coarctata f.) 2. 198. crassa Fee (Enterographa) 2. 406. crassa (Huds.) Ach. (Lecanora) 318. crassa DC. (Opegrapha) 2. 406. crassa Ach. (Parmelia) 318. crassa Kbr. (Psoromia) 318. crassa Nyl. (Squamaria) 318. crassa Mass. (Verrucaria) 2. 657. crassa Garov. (Verruc. calciseda v.) 2. 621. crassescens Nyl. (Lecanora) 109. crassescens (Nyl.) •— (Rinodina) 109. crassipes Th. Fr. (Helocarpon) 2. 100. crassipes (Th. Fr.) Nyl. (Lecidea) 2. 100. crassipes f. minor. (Lecidea) Nyl. 2.231. crassiuscula (Coem.) Wain. (Clad. pityr. L) 2. 55. craspedia Kbr. (Pannaria) 396. crassulum (Müll.-Arg.) — (Derma¬ tocarpon) 2. 578. crassulum Müll.-Arg. (Endopyren.) 2. 578. crassum (DC.) Zahlbr. (Chiodecton) 2. 406. crassum Dub. (Stigmatidium) 2. 406. crassum (Mass.) Arn. (Thelidium) 2. 657. crassus Huds. (Lichen) 318. crataeginea Steiner (Arthopyr. fallax, f.) 2. 532. crenulata Flke. (Capitularia) 2. 26. crenulata Flke. (Cladonia) 2. 26. crenulata <5 pallescens Laur. (Clad.) 2.26. crenulata ß pleurota Flke. (Clad.) 2. 25. crenulata (Dicks.) Nyl. (Lecanora) 274. crenulata Smrft. (Lecanora Hagenii f.) 294- Thomö-Migula, Flechten. II. (Flora XII, 2.) 49
— 770 — c r en ul a t u m (Nyl.) — (Dermatoc.) 2. 576. crenulatus Flke, (Baeomyces) 2. 26. crenulatus Ach. (Lichen) 272. crenulatus Dicks. (Lichen) 274. cretacea Mass. (Urceolaria) 2. 392, cretaceum Zahlbr. (Chiodecton) 2. 407. cretaceum Sm. (Collema) 441. cretaceum (Sm.) Nyl. (Leptogium) 44L cribellum Retz (Lichen) 519- cribrosa (Wallr.) Wain. (Clad. cariosa f.) 2. 44- crinalis Ach. (Alectoria) 172. crinalis (Schleich.) Schaer. (Anapt. cili¬ aris var.) 64. crinalis (Ach.) Nyl. (Alectoria sarment. f.) 172. crinita Hoffm. (Umbilicaria) 519. crispa Ach. (Cetraria islandica f.) 229. crispa v. subnigricans Nyl. (Cetraria) 229. crispa Flag. (Peltigera) 385. crispata (Ach.) Flot. (Cladon.) 2. 36. crispata CoSm. (Clad. rangifer. f.) 2. 13. crispum Ach. (Collema) 426. crispum Dr. (Collema) 424. crispum Dr. Schaer. (Collema) 428. cristata Hoffm, (Cladonia) 2. 56; 57- cristatum Flot. (Collema) 428. cristatum (L.) Hoffm. (Collema) 427. cristatus L. (Lichen) 427. crocea Ach. (Peltidea) 374. crocea Hoffm. (Peltigera) 374. crocea (L.) Ach. (Solorina) 374- croceus L. (Lichen) 374. crossota (Ach.) Nyl. (Clad. cenotea var.) 2. 41. crustosa (Eitner) — (Bacid. umbrina f.) Z 286. crustosa Arn. (Verruc. Hochstetteri v.) 2. 625. crustulata Stitzenb. (Lecanora) 102. crustulata (Ach.) Kbr. (Lecidea) Z 157- crustulata f. soredizodes Arn. (Lecidea) 2. 157. crustulata (Mass.) Arn. (Rinodina) 102. crustulosa Ach. (Gyrophosa) 520. crustulosa Harm. (Umbilicaria) 520. crypticum Arn. (Amphoridium) Z 619. cryptica (Arn.) Stnr. (Verrucaria) 2. 619. c u c u 11 a t a (Bell.) Ach. (Cetraria) 228. cucullata Hoffm. (Lobaria) 228. cucullatum Hoffm. (Platysma) 228. cucullatus Bell. (Lichen) 228. cumulata Arn. (Acarosp. glaucoc. f.) 509. cuprea (Mass.) Anzi (Arthopyr. epipol. f.) 2. 521. cuprea (Mass. — (Bacidia) 2. 257. cuprea Fr. (Biatora) 2. 202. cuprea Kbr. (Biatora) 2. 257. cuprea Th. Fr. p. p. (Biatora) 125. cuprea Mass. (Bilimbia) 2. 257 cuprea b. chlorotica Stzbgr. (Bilimbia) 2. 257. cuprea Smrft. (Lecidea) 2. 202. cupreoatra Nyl. (Lecanora) 241. cupreorosella Nyl. (Lecidea) 2. 257. cupularis (Ehrh.) Schaer. (Gyalecta) Z 385. cupularis Ach. (Lecidea) 2. 385. cupularis Ehrh. (Lichen) 2. 385. cupularis Mass. (Polyblastia) 2. 694. curtum Turn, et Born. (Calicium) 2. 494. Custnani Jatta (Catopyrenium) 2. 584 Custnani Hepp. (Endocarpon) 2. 584. Custnani (Mass.) Kbr. (Placidiopsis) 2. 584. Custnani Mass. (Placidium) 2. 584. cyanea (Ach.) Fr. (Lecidea) 2. 132. cyanea Kbr. (Lecidella) 2. 134. cyanea Flke. (Lecidea lithophila f.) 2. 135. cyanea Mass. (Verrucaria) 2. 638. cyanescens Schaer. (Collema) 437. cyanescens Kbr. (Leptogium) 437. cyanipes Smrft. (Cenomyce) 2. 63. c y a n i p e s (Smrft.) Wain. (Cladonia) 2. 63.
771 cyanipes v. bacilliformis Oliv. (Cladon.) 2. 63. cyanocarpa Anzi (Aspicilia) 2. 371. cyanocarpa (Anzi) Jatta (Jonaspis) 2. 371. cyanocarpa Nyl. (Lecanora) 2. 371. cyanolepra (DC.) — (Caloplaca cerina f.) I5L cyathiformis Kovar (Cladon. deform, f.) 2. 26. cyathodes Mass. (Arnoldia) 414. cyathodes Nyl. (Collema) 414. cyathodes (Nyl.) (Physma) 414. cyathodes Kbr. (Plectospora) 414. cyclisca Mass. (Biatora) 2. 179. c y c 1 i s c a (Mass.) Malbr. (Lecidea) 2. 179. cyclocarpa (Anzi) — (Biatorella) 496. cyclocarpa Arn. (Lithographa) 496. cyclocarpa Anzi (Sarcogyne) 496. cyclops Kbr. (Pertusaria) 360. cycloselis Ach. (Parmelia) 59. cvcloselis v. lithotea Ach. (Parmelia) 58 cylindrica (L.) Ach. (Gyrophora) 519. cylindrica Dub, (Umbilicaria) 519. cylindricus L. (Lichen) 519. cylisphora Wain. (Parmelia) 217. Cypheliaceae 2. 473. Cyphelium Th. Fr. 2. 473. Cyphellen 12. cyrtella Kbr. (Biatorina) 320; 331. cyrtella Br. et Rostr. (Bilimbia) 331. cyrtella (Ach.) Th. Fr. (Lecania) 329. cyrtella Wain. (Lecanora) 329. cyrtella Ach. (Lecidea) 329. cyrtellina Nyl. (Lecanora) 291. cyrtellus Sm. (Lichen) 329. Cystococcus humicola 12. Cytisi Massai (Arthonia) 2. 451. dactyli na (Ach.) Nyl. (Pertusaria) 354. dactylinum Ach. (Asidium) 354. dactylinus Ach. (Lichen) 354. dactylophyllum Flke. (Stercoc.) 2. 66. daedaleum Stein (Catopyrenium) 2. 581. daedaleum (Kplhbr.) Arn. (Dermatoc. cart. f.) 2. 581. daedaleum Kplhbr. (Endocarpon) 2. 581. daedaleum ß terrestre Arn. (Endocarp.) 2. 581. ‘ daedaleum Kbr. (Endopyren.) 2. 581. daedaleum Kplhbr. (Placidium) 2. 581. dalmatica Zahlbr. (Rinodina) 117. damaecornis Schleich. (Cenomyce) 2. 60. damaecornis Buch. (Cladonia) 2. 60. dasypoga (Ach.) Nyl. (Usnea) 184. dasypoga v. articulata Harm. (Usnea) 183. davosiensis Zschacke (Verrucaria) 2. 613. dealbata Lahm (Arthopyr, biform. f.) 2. 523. dealbata Ach. (Diplosch. scrupos, f.) 2.391. dealbata Mass. (Lecan. crassa f.) 318. dealbata Nyl. (Pertusaria) 355. dealbata v. laevigata Nyl. (Pertus.) 356. dealbata DC. (Variolaria) 355. dealbatus Ach. (Lichen) 355. deaurata (Ach.) Nyl. (Psoroma hypnor. v.) 393. De Baryana Hepp. (Pertusaria) 360. debile Borr. (Calicium) 2. 491. Decandollei Kbr. (Biatora) 2. 209. Decandollei Hepp. (Lecidea) 2. 209. De Cand oll ei Stzbgr. (Opegrapha saxi¬ cola v.) 2. 424. decedens (Hepp.) — (Bacidia) 2. 266. decedens Hepp. (Biatora) 2. 266. decedens Stzbgr. (Lecidea) 2. 266. decipiens (Mass.) Forss. (Anema) 464. decipiens Kbr. (Arthonia didyma v.) 2. 464. decipiens Mass. (Biatorella) 494. decipiens (Arn.) — (Caloplaca) 158. 49*
772 decipiens Flke. (Capitularia) 2. 51. decipiens Nyl. (Collema) 464. decipiens (Mass.) — (Dermat. polyph. v.) 2. 584. decipiens Nyl. (Lecanora) 158. decipiens (Ehrh.) Ach. (Lecidea) 2. 236. decipiens Ehrh. (Lichen) 2. 236. decipiens Mass. (Omphalaria) 464. decipiens Arn. (Physcia) 158. decipiens d incrustans Arn. (Physcia) 143. decipiens Arn. (Placodium) 158. decipiens Hook. (Psora) 2. 236. decipiens Hepp. (Sagedia) 2. 657. decipiens Kplhbr. (Thelidium) 2. 657. decipiens f. hymeneloides (Thelidium) Arn. 2. 658. decipiens Mass. (Thyrea) 464. declinans v. ecrustacea Arn. (Lecidea) 2. 129. declinans v. ochromelaena Nyl. (Lecidea) 2. 146. declinans v. subterluescens Nyl. (Leci¬ dea) 2. 146. decl inascens Nyl. (Lecidea) 2. 146. declivium (Bagl. et Car.) — (Po- rina) 2. 555. declivium Bagl. et Car. (Sagedia) 2. 555. decolor Arn. (Lecidea) 2. 152. decolorans ß cinnamomea Hellb. (Bia¬ tora) 2. 225. decolorans f. escharioides Rehm (Bia¬ tora) 2. 224. decolorans ß flexuosa Fr. (Biatora) 2. 210. decolorans Flke. (Lecidea) 2. 223. decolorans * flexuosa (Lecidea) Nyl. 2. 210. decolorans Hoffm. (Verrucaria) 2. 223. decorosa Arn. (Lecidea) 2. 113. decorticata Flke. (Capitularia) 2. 46. decorticata Fr. (Cenomyce) 2. 45. decorticata Nyl. Coli. FI. Car. (Cladon.) 2. 45. decorticata Rehm (Clad.) 2. 47. decorticata (Flke.) Spreng. (Clado¬ nia) 2. 46. decorticata * acuminata Fw. (Clad.) 2.46. decorticata f. alpestris macrophylla Hepp. (Clad.) 2. 45- decorticata ß primaria Th. Fr. (Clad.) 2. 46. decorticata b symphicarpa Fr. (Clad.) 2. 46. decumbens (Flke.) Harm. (Clad. tenuis f.) 2. 14. decussata Kplhbr. (Acrocordia) 2. 663. decussata Fw. (Arthonia) 2. 462. decussata Fw. (Arthonia lobata f.) 2.462. decussata Kbr. (Pachnolepia) 2. 462. decussata Gar. et. Gib. (Verrucaria) 2. 638. decussata v. puliccaris Mass. (Verruc.) 2. 638. decussatum (Kplhbr.) Zschacke (The- lid.) 2. 663. deformata Arn. (Verrucaria tristis f.) 2. 644. deformis Ach. (Baeomyces) 2. 26. deformis Hoffm. (Clad.) 2. 26. deformis ß pallescens Kplhbr. (Clad.) 2. 26. deformis a vulgaris Schaer. (Clad.) 2. 26. deformis Nyl. (Melaspilea) 2. 435. deformis . Zschacke (Verrucaria) 2. 613. degenerans Flke. (Baeomyces) 2. 56. degenerans Fr. (Cladonia) 2. 43. degenerans (Flke.) Spreng. (Clado¬ nia) 2. 56. degenerans f. fuscescens Nyl. (Clad.) 2. 57. degenerans a glabra Schaer. (Clad.) 2. 56. degenerans b glabra Arn. (Clad.) 2. 57. degenerans O gracilescens Flke. (Capitu¬ laria) 2. 57. degenerans O gracilescens Flke. (Ceno¬ myce) 2. 57. degenerans 1 gracilescens Flke. (Clad.) 2- 57. degenerans I gracilescens Flke. (Clad.) 2. 57. degenerans ß pityrea Schaer. (Cladonia) 2. 55. degenerans p. prolifera Nyl. (Clad.) 2. 56.
773 degenerans d. subfurcata Nyl. (Clad.) 2. 38. degenerans a vulgaris Kbr. (Clad.) 2, 56. degenerans a vulgaris II gracilescens Kbr. (Clad.) 2. 57. degradata Müll.-Arg. (Pertusaria) 357* Delessertii Del. (Cenomyce) 2. 38. Delessertii (Nyl.) Wain. (Cladonia) 2. 38. delicata (Ehrh.) Flke. (Cladonia) 2. 33- delicata v. subsquamosa Nyl. 2. 33. delicatula Kbr. (Bilimbia) 2. 265. delicatus Ehrh. (Lichen) 2. 33. delimis (Nyl.) A. L. Sm. (Lecanactis) 2. 402. delimis Nyl. (Lecidea) 2. 402. delincta Arn. (Biatora) 2. 198. delincta Nyl. (Lecidea) 2. 198. Delisei Th. Fr. (Cetraria) 229. delitescens Arn. (Biatorella) 490. Demangeonii Mont. (Collema) 449. D em a n geon i i Mont. et. Moug. (Phylliscum) 449. deminuta Stenh. (Lecanora galactina f.) 274. deminuta Arn. (Polyblastia) 2. 680. demissa Fr. (Biatora) 2. 235. demissa Kbr. (Imbricaria) 319. demissa Flot. (Lecanora) 319. demissa (Rutstr.) Th. Fr. (Lecidea) 2. 235. demissus Rutstr. (Lichen) 2. 235. demissa Stein (Parmelia) 319. demissa Hepp. (Psora) 101. demissa (Flke.) Arn. (Rinodina) 101. demissum Kbr. (Placodium) 319. demutata Nyl. (Opegrapha) 2. 423. demutata bei Sandst. (Opegrapha) 2 418. denticollis Hoffm. (Cladonia) 2. 39. Dendriscocaulon Nyl. 444. dendritica Ach. (Graphis) 2. 44L dendritica Ach. (Opegrapha) 2. 441. dendritica (Ach.) Müll.-Arg: (Phaeo- graphis) 2. 441. dendriticum Leight. (Hymenodecton) 2. 441. denigrata Fr. (Biatora) 2. 306. denigrata Kbr. (Biatora) 2. 95. denigrata f. pyrenothizans Nyl. (Lecidea) 2. 306. denigrata Schaer. (Opegr. atra v.) 2. 418. denigratum Wainio (Calic. curtum v.) 2. 494. denticollis Flke. (Clad. squamosa f.) 2. 39. denticulata Ach. (Clad. digitata f.) 2. 23. denudata Turn, et Borr. (Gyroph. cylindr. f ) 519. denudata Zschacke (Verrucaria) 2. 614. denudatum Flke. (Stereocaulon) 2. 67. denudatum c compactum Kbr. (Stereoc.) 2. 67. denudatus Hepp. (Baeomyces) 2. 67. depauperata Harm. (Clad. silvatica f.) 2. 14. depauperata Anzi (Rinodina turfacea f.) 112. depauperata Mass. (Verruc. tristis v.) 2. 644. deplanata Almq. (Biatorella) 492. deplanata Nyl. (Lecidea) 492. deplanata Kernst. (Lecid. Brujeriana f.) 2. 185. deplanata Arn. (Polyblastia) 2. 695. deplanata Arn. (Polyblastia cupularis v.) 2. 695. deplanata ß rubescens Hellb. (Biatorella) 492. depressa Kernst. (Aspicilia) 266. depressa f. subdepressa Arn. (Aspicilia) 266. depressa (Ach.) Nyl. (Gyrophora) 521. depressa Ach. (Gyroph. crustul. v.) 521. depressa * obscurata Nyl. (Lecanora) 257. depressa Ach. (Lecanora gibbosa var.) 266. Dermatina Almqu. 2. 508. dermatinum Ach. (Collema) 437. Dermatocarpaceae 2. 572. dermatocarpoides Jatta (Catopyren.) 2. 585. dermatocarpoides Anzi (Placi- diopsis) 2. 585.
774 Dermatocarpon (Eschw.) Th. Fr. 2. 574. dermatodes Mass. (Polyblastia) 2. 685. Despreauxii (Tuckerm.) Oliv. (Clad. cyani p. f.) 2. 64. Despreauxii Tuck. (Heppia) 407. Despreauxii Del. (Parmelia) 206. Despreauxii Mont. (Solorina) 407. destinctum Th. Fr. (Rhizocarpon) 2. 350. destricta Nyl. (Cladonia) 2. 29. detractula Nyl. (Lecanora) 334. de tractu la (Nyl.) Arn. (Lecania) 334. detrita Arn. (Lecanora flavida f.) 252. detritum Arn. (Thelid. Auruntii v.) 2. 668. deusta Mass. (Biatora) 2. 184. deusta (L.) Ach. (Gyrophora) 520. deusta (Mass.) — (Lecidea) 2. 184. deustus L. (Lichen) 520. devulgata Nyl. (Opegrapha) 2. 429. diaboli Kbr. (Verrucaria) 2. 666. diamarta (Ach.) Th. Fr. (Lecan. cinereo- ruf.) 247. diamarta (Ach.) Arn. (Lecanora sanguin. f.) 246. diamarta Ach. (Urceolaria) 246. diamarta (Urceolaria) Ach. 247. diapensiae Th. Fr. (Lecidea) 2. 227. diaphana Kbr. (Biatorina) 2. 297. diaphana (Kbr.) — (Catillaria) 2. 297. diaphora Ach. (Opegrapha) 2. 427. diaphora (Ach.) — (Opegrapha varia v.) 2. 427. diaphora v. herbicola Nyl. (Opegrapha) 2. 427. diaphorella Nyl. (Melaspilea) 2. 433. diasemoides Nyl. (Lecidea) 2. 154- diatoma Nyl. (Opegr. calcarea f.) 2. 421. diatrypa DC. (Imbricaria) 200. diatrypus Ach. (Lichen) 200. diatrypa Ach. (Parmelia) 200. dichotomus Ach. (Lichen) 172. dichotoma Hoffm. (Usnea) 172. D i c k s o n i i Ach. (Lecidea) 2. 172. Dicksonii Ach. (Lichen) 2. 172. dicraea Ach. (Clad. uncialis f.) 2. 30. discreta (Ach.) Th. Fr. (Acarospora) 512. dictyospora Kplhbr. (Verrucaria) 2. 696. diducens Nyl. (Lecidea) 2. 141. diducens (Nyl.) Th. Fr. (Lecid. auricul. v.) 2. 141. d i d y m a Kbr. (Arthonia) 2. 463. diffracta Jatta (Biatorina) 2. 320. diffracta Mass. (Calopl. aurantiaca f.) 156. diffracta Ach. (Lecanora) 312. diffracta (Ach.) Stitzenb. (Lecan. saxi¬ cola v.) 312. diffracta (Mass.) — (Toninia) 2. 320. diffractum Krplhbr. (Leptogium) 434. diffractum Harm. (Leptog. turgid. f.) 434. diffractus Ach. (Lichen) 312. diffundens (Nyl.) Arn. (Psoro¬ tichia) 459. diffundens Nyl. (Pyrenopsis) 459. diffusa Hoffm. (Lobaria) 191. diffusa Leight. (Melanotheca) 2. 514. diffusa Th. Fr. (Parmelia) 191. diffusa Kbr. (Imbricaria) 191. diffusum Nyl. (Placodium) 191. diffusum Nyl. (Platysma) 191. diffusus Web. (Lichen) 191. digitata Ach, (Cenomyce) 2. 22. digitata (Web.) Schaer. (Cladonia) 2. 22. dilacerata (Schaer.) Malbr. (Clad. cri¬ spata f.) 2. 37. dilacerata Schaer. (Clad. degenerans f.) 2. 57- dilacerata Flke. (Clad. gracilis v.) 2. 48- dilacerata Hoffm. (Lobaria) 18 r. dilacerata Hoffm. (Ramalina) 181. dilatatus Flke. (Baeomyces) 2. 58. dilatata Hoffm. (Cladonia) 2. 48. dilatata (Hoffm.) Wain. (Clad. gracilis v.) 2. 48. dilatata Arn. (Polyblast, discrepans f.) 2. 682.
nb D i 1 1 e n i a n a (Ach.) Kbr. (Lecanactis) 2. 402. Dilleniana Ach. (Lecidea) 2. 402. Dillenianum Fw. (Coniangium) 2. 402. diluta Trev. (Dimerella) 2. 364. diluta (Blomb. et Forss. (Gyalecta) 2. 364. diluta (Pers.) Zahlbr. (Microphialc) 2. 364. diluta Pers. (Peziza) 2. 364. diluta Arn. (Secoliga) 2. 364. dilutior Fr. (Collema rupestre f.) 420. dilutiuscula Nyl. (Lecidea) 2. 194. di mera (Nyl.) Th. Fr. (Lecania) 331. dimera Nyl. (Lecanora) 331. dimidiata Arn. (Parmelia) 55. dimidiata Nyl. (Physcia) 55. di phy es (Nyl.) Fr. (Blastenia) 132. diphycs Arn. (Callopisma) 142. diphyes Nyl. (Lecanora) 132. diphyes Kernst. (Pyrenodesmia) 142. diphyodes (Nyl.) — (Blastenia) 132. diphyodes Nyl. (Lecanora) 132. Diploschistaceae 2. 389. Diploschistes Norm. 2. 390. Dirina E. Fr. 2. 404. Dirinaceae 2. 404. discernenda (Nyl.) — (Calopl. tegularis f.) 160. discernenda Nyl. (Lecanora) 160. discernenda Nyl. (Physcia) 160. disciforme Kullh. (Lopadium) 2. 330. disciforme (Fw.) Kbr. (Lopad. pezizoid. v.) 2. 330. disciformis (Nyl.) Br. et Rostr. (Buel¬ lia) 78. disciformis V. stigmatea Nyl. (Leci¬ dea) 72. discoidale Ach. (Calic. quercin. v.) 2. 495. discoidea Kbr. (Pertusaria ocellata v.) 355. discoidella Nyl. (Lecidea) 2. 302. discolor Hepp. (Biatora) 97. discolor Kbr. (Buellia) 97. discolor ß candida (Buellia) 98. discolor ß candida Hepp. (Lecidea) 98 discolor (Hepp.) Arn. (Rinodina) 97. discolorans Oliv. (Buellia) 97. discolorans Hue (Lecanora) 97. discolorans Nyl. (Lecidea) 97. discolorascens Nyl. (Lecanora) 98. discolorascens (Nyl.) — (Rinodina) 98. discerepans Lahm. (Polyblastia) 2. 682. discreta Nyl. (Parmelia) 199. disjecta Arn. (Biatora) 2. 196. disjecta Nyl. (Lecidea) 2. 196. disjuncta Arn. (Verrucaria) 2. 639. dispansa Nyl. (Lecidea) 2. 138. disparata (Nyl.) — (Lecania) 333. disparata Jatta (Lecaniella) 333. disparata Nyl. (Lecanora) 333. dispersa Duf. (Arthonia) 2. 470. dispersa (Schrad.) Nyl. (Arthonia) 2. 451. dispersa f. Rhododendri Arn. (Arthonia) 2. 434. dispersa subsp. excipienda Nyl. (Artho¬ nia) 2. 452. dispersa Arn. (Buellia) 88. dispersa Mass. (Buellia) 72. dispersa (Pers.) Ach. Flke. (Leca¬ nora) 272. dispersa f. conferta Arn. (Lecanora) 297. dispersa Arn. (Lecidea) jurana f.) 2. 115. dispersa Schrad. (Opegrapha) 2. 451. dispersa Ach. (Parmelia) 272. dispersa Mass. (Staurothele ventosa f.) 2. 712. dispersum Mudd. (Arthothelium) 2. 47°- dispersus Pers. (Lichen) 272. disperso-areolata (Schaer.) Stzbgr. (Lecanora) 316. disperso-arcolatum Kbr. (Placod.) 316. disperso-areolata Nyl. (Squamaria) 316. disseminatum Ach. (Calicium) 2. 496. dissemiatum Ach. (Cyphelium) 2. 496. dissentiens Arn. (Rhizocarp.) 2.349. dissidens Arn. (Polyblastia) 2. 683. distans Ach. (Lecan. subfusca f.) 284. distans Kplhbr. (Lecidea) 2. 142. distans Kbr. (Lecidella) 2. 142. distracta Lettau (Physcia ascend. f.) 54. distrata Arn; (Lecidea) 2. 160. divaricata Ach. (Evernia) 169.
776 divaricata (L.) Hue (Letharia) 169. divaricata var. arenaria Oliv. (Evcrnia) 169. divaricata Leight. (Graphis scripta f.) 2. 438. ss divaricata auct. p. p. (Letharia) 169. divaricata Ach. (Parmelia) 169. divaricata Schaer. (Physcia) 169. divaricata ß arenaria Schaer. (Physcia) 169. divaricata ß pumila Del. (Physcia) 169. divaricatus L. (Lichen) 169. divergens Nyl. p. p. (Alectoria) 173. divergens (Wbg.) Nyl. (Alectoria) 173. divergens Ach. (Cornicularia) 173. divergens Fr. (Evernia) 173. divergens Wbg. (Lichen) 173. di versicolor Ach. (Parmelia) 156. divulsa Nyl. (Cladonia) 2. 37. divulsa (Del.) Arn. (Clad. crispata f.) 2. 36. dodecamera Müll.-Arg. (Lecidea) 2. 209. d o 1 o m i t i c a (Mass.) Kbr. (Verru¬ caria) 2. 632. dolomitica Arn. (Opegrapha saxicola v.) 2. 424. dolomiticum Mass. (Amphorid.) 2. 632. dolomiticum f. cinctum Eitner (Ampho¬ ridium) 2. 632. dolosa Ach. (Lecidea) 2. 95. dolosa Ach. p. p. (Lecidea) 2. 96. dolosa Ach. (Lecidea) 2. 266. dolosa Fr. (Lecidea) 2. 397. dolosa Hepp. (Verrucaria) 2. 647. dolosum Whlbg. (Schismatomma) 2. 397. dolosum v. rimatum Fw. (Schisma¬ tomma) 2. 408. dominans Arn. (Thelidium) 2. 671. dorsiventral 5. Dovrensis Nyl. (Lecidea) 2. 118. Dovrensis /? limosa Nyl. (Lecidea) 2.101. Dovrensis v. stenotera Nyl. (Lecidea) 2. 118. dubia Arn. (Imbricaria) 210. dubia Flke. (Parmelia) 51. dubia (Wulf.) Schaer. (Parmelia) 210. dubia (Flke.) Physcia 51. dubitans Nyl. (Lecidea) 331. dubius Wulf. (Lichen) 210. D u b y a n a (Hepp.) Kbr. (Buellia) 71. Dubyana Harm. (Lecanora) 71. Dubyana Hepp. (Lecidea) 71. Dubyanoides Stzbgr. (Lecanora) 103. Dubyanoides Hepp. (Lecidea) 103. Dubyanoides (Hepp.) — (Rinodina) 103. Dufourea (Ach.) Nyl. 170. D u f o u r e i (Ach.) — (Bacidia) 2. 270. Dufourei Ach. (Lecidea) 2« 270. D u f o u r e i DC. (Verrucaria) 2. 640. duodenaria Nyl. (Lecanora) 295. duplicata Ach. (Parmelia) 197. e b e n e a Norm. (Spheconisca) 2. 729. ecmocyna Ach. (Cenomyce) 2. 47; 49. ecmocyna (Ach.) Wain. (Clad. gracilis v.) 2. 49. ecrustacea Arn. (Lecidea) 2. 177. ecrustacea (Nyl.) Arn. (Lecidea) 2. 129. ecrustacea Nyl. (Lecid. plana f.) 2. 136. ecrustaceum Nyl. (Aeolium) 2. 474. e crustae eum (Nyl.) D. T. et S. (Cyphel. tigill. v.) 2. 474. effigurata Anzi (Buellia) 2. 335. effiguratum Th. Fr. (Rhizocarpon) 2. 335. effiguratus Arn. (Catocarp.) 2. 335. effusa Auersw. (Bacidia) 2. 267. effusa (Smith) Arn. (Bacidia) 2. 272. effusa ß intermedia Hepp. (Biatora) 2. 272. effusa Auersw. (Bilimbia) 2. 267. effusa Leight. (Lecidea) 2. 272. effusa (Pers.) Ach. (Lecanora) 307. effusa Mudd. (Lecidea) 2. 212. effusa Stzbgr. (Lecidea) 2. 267.
effusa Ach. (Parmelia) 307. effusa DC. (Patellaria) 307. effusum Nyl. (Leptog. pusillum f.) 442. effusus Pers. (Lichen) 307. effusus Smith (Lichen) 2. 272. egena Kplhbr. (Lecid. goniophila f.) 2. 169. egenula (Nyl.) Th. Fr. (Bacidia) 2. 279. egenula Nyl. (Lecidea) 2. 279. Ehrhardti (Schaer.) Th. Fr. (Caloplaca cerina v.) 152. Ehrhardtiana Kbr. (Biatora) 2. 295. Ehrhardtiana (Ach.) Th. Fr. (Ca- tillaria) 2. 295. Ehrhardtiana Ach. (Lecidea) 2. 295. Ehrhardtianus Ach. (Lichen) 2. 295. eigener Rand 17. elabens E. Fr. (Lecidea) 2. 95. elabens Fw. (Mycoporum) 2. 508. elabens Schaer. (Lecidea) 2. 508. elachista Kbr. (Biatora) 288. elachista Ach. (Parmelia) 2. 198. elachista (Ach.) Th. Fr. (Lecid. coarctata v.) Z 198. elaeina Mass. (Lithoicea) 2. 617. elaeina Mass. (Verrucaria) 2. 617. elaeina? ß litorea Kbr. (Verrucaria) 2. 618. elaeochroma Ach. (Lecidea parasima f.) 2.97. elaeochroma ß achrista Smrft. (Lecidea) 2. 96. elaeochroma y aequata Th. Fr. (Lecidea) 2. 168. elaeochroma f. atrorubens Th. Fr. (Le¬ cidea) 2. 97. elaeochroma y dolosa Smrft. (Lecidea) 2. 286. elaeochroma f. flavicans Th. Fr. (Leci¬ dea) 2. 96. elaeochroma Laureri Th. Fr. (Leci¬ dea) 2. 94. elaeochroma ), muscorum Th. Fr. (Leci¬ dea) 2. 100. elaeochroma v. pilularis Th. Fr. (Leci¬ dea) 2. 167. elaeochroma ö pulverulenta Th. Fr. (Le¬ cidea) 2. 168. elaeochromoides Nyl. (Lecid. latypea v.) 2. 160. elaeomelaena x dolosa (Ach.) Th. Fr. (Lecidea) 2. 95. elaeomelaena Arn. (Verrucaria) 2. 610. elaeomelaena v. alpina Arn. (Verrucaria) 2. 613. elata Am. (Lecanora concolor, f.) 312. elata Schaer. (Lecidea) 2. 106. elata Kbr. (Lecidella) 2. 106. elatina Ach. (Lecanora) 338. elatina Fr. (Parmelia) 338. c 1 a t i n u m (Ach.) Kbr. (Haematomma) 338. elatior Ach. (Ramalina pollinaria f.) 179. elegans Kbr. (Amphiloma) 156. elegans Ach. (Arthonia) 2. 467. elegans Leight. (Aulacographa) 2. 439. elegans Zw. (Biatora) 489. elegans (Link) Th. Fr. (Caloplaca) 156. elegans (Del.) Wain. (Clad. crispata f.) 2. 37- elegans Mass. (Chiliospora) 489. elegans Ach. (Coniocarpon) 2. 467. elegans Tornab. (Gasparinia) 157. elegans ß granulosa D. T. et S. (Gaspa¬ rinia) 157. elegans (Borr.) Ach. (Graphis) 2. 439. elegans Ach. (Lecanora) 156. elegans v. compacta Nyl. (Lecanora) 157. elegans Link (Lichen) 156. elegans ß tenuis Whlbg. (Lichen) 157. elegans Hepp. (Myriosperma) 489. elegans Borr. (Opegrapha) 2. 439. elegans Ach. (Parmelia) 156. elegans a orbicularis ß granulosa Schaer. (Parmelia) 157. elegans ß tegularis Ach, (Parmelia) 160. elegans v. biatorina Mass. (Physcia) 162. elegans f. compacta Arn. (Physcia) 157. elegans f. tenuis Arn. (Physcia) 157. elegans Nyl. (Placodium) 156. elegans Eitner (Rhizoc. obscur. v.) 2-357- elegans Kbr. (Sphaeromphale) 2. 706.
778 elegans (Wallr.) Zsch. (Stauroth. fissa v.) 2. 706. elegans Wallr. (Verrucaria) 2. 706. elegans Th. Fr. (Xanthoria) 156. elegantiila Müll.-Arg. (Gyalecta) 2. 383. Elisae Mass. (Encephalographa) 2. 414. elongata (Jacq.) Flke. (Clad. gracilis v.) 2. 49- elongata (Ehrh.) Arn. (Graphis scripta f.) 2. 438. E 1 s n e r i Stein (Thelocarpon) 480. eluta Fw. Kbr. (Lecidella) 2. 95. elveloides Ach. (Icmadophila cricetorum f ) 327. emergens Fw. (Lecidea) 2. 114’. enalla Nyl. (Lecidea) 2. 221. c n a 11 i z a Nyl. (Lecidea) 2. 93. enaliza ß fuliginea Th. Fr. (Lecidea) 2. 138. encausta DC. (Imbaricaria) 198. encausta Ach. (Parmelia) 199. encausta (Sm.) Ach. (Parmelia) 198. encausta v. alpicola Nyl. (Parmelia) 190. encausta v. stygioides Lindst. (Parmc- lia) 199. encaustus Sm. (Lichen) 198. encaustus Whlbg. (Lichen) 199. Encephalographa Mass. 2. 413. endamyleon Th. Fr. (Rhizocarpon) 2. 349- endiviaefolia Ach. (Cenomyce) 2. 60. endiviaefolia Fr. (Cladonia) 2, 60. endiviaefolia Mudd. (Cladonia) 2. 60. endobasidial 23. endocarpoides Nyl. (Phylliscum) 449- endocarpoides Nyl. (Physma) 412. Endocarpon (Hedw.) Zahlbr. 2. 585. endococcina Kbr. (Parmelia) 58. endococcina Nyl. (Physcia) 58. endococcina (Th. Fr.) Harm. (Physcia lithotea) 58. endodesmia Müll.-Arg. (Catillaria) 2. 309- endodesmia Müll.-Arg. (Patellar.) 2. 309. endoleuca (Nyl.) Kickx. (Bacidia) 2. 278. endolithisch 7. endorhodeus Th. Fr. (Mycoblast. sanguin. v.) 2. 243. endoxantha (Anzi) Forss. (Psoro- tichia) 459. endoxantha Anzi (Pyrenopsis) 459- enterochlora Tayl. (Lecidea) 2. 150. enterochlora Tayl. (Lecidea) 2. 217. enteroleuca Ach. p. p. (Lecidea) 2. 167. enteroleuca Ach. (Lecidea) 2. 168. enteroleuca (Ach.) — (Lecid. goniophila v.) 2. 168. enteroleuca f. glabra Arn. (Lecidea) 2. 169. enteroleuca v. grandinosa Ach. (Lecidea) 2. 302. enteroleuca f. pulverulenta Kernst. (Leci¬ dea) 2. 168. enteroleuca a vulgaris 4 grandis Flke. (Lecidella) 2. 98. enteroleuca x vulgaris 5 pulveracea Flke. (Lecidella) 2. 98. enterolcucoides (Nyl.) Arn. (Buel- lia) 74. enteroleucoides Nyl. (Lecidea) 74. enteroxanthella Oliv. (Physcia) 57. enteroxanthella (Oliv.) Harm. (Physcia leucoleiptes) 57. enteroxanthella f. argyphaeoides Oliv. (Physcia) 57- Eolichen Zukal 2. 510. e p a n o r a Ach. (Lecanora) 272. epanora Schaer. (Parmelia) 272. Ephebaceae 469. Ephebe 473. ephoroides Nyl. (Lecidea) 2. 95. e p i b o 1 u m Nyl. (Thelocarpon) 482. epibrya Ach. (Lecanora) 286. epibryon ß pachnea Ach. (Lecanora) 112. epidermidis (Ach.) Th. Fr. (Lepto- rhaphis) 2. 542. epidermidis Ach. (Lichen) 2. 542. epidermidis Ach, (Verrucaria) 2. 542. epidermidis v. punctiformis Mudd. (Arthopyr.) 2. 534. epidermidis ß albissima Ach. (Verru¬ caria) 2. 392. epidermidis v. Cerasi Ach. (Verrucaria) 2. 537.
779 epidermidis v. cinerea Mudd. (Verru¬ caria) 2. 534. epidermidis v. fallax Nyl. (Verrucaria) 2. 531. epidermidis v. Fraxini Garov. (Verru¬ caria) 2. 529. epidermidis ß grisea Schleich. (Verru¬ caria) 2. 526. epidermidis v. laponica Gar. et Gib. (Verrucaria) 2. 536. epidermidis v. punctiformis Nyl. (Verru¬ caria) 2. 534. epigaea (Pers.) Tuckerm. (Buellia) 92. epigaea Th. Fr. (Catolechia) 92. epigaea Kbr. (Diploicia) 92. epigaea Ach. (Lecanora) 92. epigaea Fr. (Lecidea) 92. epigaea Ach. (Parmelia) 92. epigaea (Schaer.) Sarnth. et D. T. (Par- meliella microphylla f.) 405. epigaea (Mass.) Kbr. (Polyblastia) 2. 690. epigaea Pers. (Sphaeria) 2. 714. e p i g a e u m (Pers.) Schaer. (Throm- bium) 2. 714. epigaea Ach. (Verrucaria) 2. 714. epigaea v. sabuletorum Fr. (Verrucaria) 2. 716. epigaeus Pers. (Lichen) 92. Epigloea Zukal 2. 722. Epigloeaceae 2. 722. e p i 1 i t h e 11 u m Nyl. (Thelocarp.) 483. epilithisch 7. epipasta Kbr. (Arthonia) 2. 451. epipasta v. ß microscopica Leight. (Ar¬ thonia) 2. 455- epipastoides Nyl. (Arthonia) 2. 457. epipastoides (Nyl.) — (Arthon. radiata v.) 2. 457. epiphloeodisch 7. epipolaea A. L. Sm. (Acrocordia) 2. 520. e p i p o 1 a e a (Borr.) — (Arthopyrenia) 2. 520. epipolaea Borr. (Verrucaria) 2. 520. epipolaea v. concinna Schaer. (Verme.) 2. 646. epipolaeum Arn. (Thelidium) 2. 670. epipolaeum Kbr. (Thelidium) 2. 676. epipolia Ach. (Buellia alboatra 2) 90. epipolium var. pulchellum Arn. (Diplo- tom.) 89. epipolia Smrft. (Lecidea) 2. 158. epipolium Mass. (Schismatomma) 2. 402. Epithecium 17. epithymum Stein (Bacid. Baggei v.) 2. 287. epixantha Nyl. (Lecanora) 343. epixantha Ach. (Lecidea) 343. epulotica Kbr. (Aspicilia) 2. 371. epulotica y ceracea Kbr. (Aspicilia) 245. epulotica ß lacustris Kbr. (Aspicilia) 244. epulotica Ach. (Gyalecta) 2. 371. epulotica (Ach.) Th. Fr. (Jonaspis) 2. 371. ericetorum (L.) Zahlbr. (Jcmado- phila) 327. ericetorum Ach. (Lichen) 2. 2. ericetorum Fr. (Farm, olivetor. f.) 202. erigens Anders (Lecanora) 267. erosa (Web.) Ach. (Gyrophora) 519. erosa ß torrefacta Th. Fr. (Gyrophora) 525. ernsa Borr. (Parmelia) 55. erosa Hoffm. (Umbilicaria) 519. erosa v. torrida Nyl. (Umbilicaria) 525. erosus Web. (Lichen) 519. erysibe Fr. (Biatora) 334. erysibe Kbr. (Bilimbia) 334. erysibe Mass. (Blastenia ferruginea f.) 129. erysibe (Ach.) Th. Fr. (Lecan i a) 334. erysibe Nyl. (Lecanora) 334. erysibe v. alba TTarm. (Lecanora) 333. erysibe v. lactea Mass. (Lecanora) 333. erysibe v. proteiformis Nyl. (Lecanora) 335. erysiboides Th. Fr. (Biatorina) 2. 293. erysiboides (Nyl.) Th. Fr. (Catil- laria) 2. 293. erysiboides Nyl. (Lecidea) 2. 293. erubescens Arn. (Buellia) 78. erubescens (Fw.) Th. Fr. (Catill. lenti¬ cularis v.) 2. 304. erubescens Zschacke (Verrucaria) 2. 616. ’
780 erumpens Nyl. (Lecidea turgidula f.) 2. 229, erumpens Tayl. (Peltidea) 384. erumpens Wain. (Peltigera) 384. erumpens (Tayl.) Harm. (Pelt. spuria v.) 384. erythrocarpa Th. Fr. (Caloplaca) 132. erythrocarpia Pers. (Lecidea) 132. crythrocarpia Fr. (Parmelia) 132. erythrocarpia Pers. (Patellaria) 132. erythrophaea Th. Fr. (Biatora) 2. 221. erythrophaea Flke. (Lecidea) 2. 221. e r y t h roph aeo i d es Lettau 2. 180. escharioides Ach. (Lecidea) 2. 224. escharioides (Ehrh.) Schaer. (Lecidea granulös, f.) 2. 224. escharioides Ehrh. (Lichen) 2. 224. eucarpa Nyl. (Lecanora) 496. eucarpa Nyl. (Lecidea) 496. eugenea Mass. (Limboria) 2, 393. Enlecidea (Untergatt.) 2. 91. eupetraea Nyl. (Lecidea) 2. 344. eupetraeoides (Nyl.) — (Rhizo¬ carpon) 2. 334. eu petrae um (Nyl.) Arn. (Rhizo¬ carpon) 2. 344. euphorea Flke. (Cladonia degenerans f.) 2. 56. euphorea Nyl. (Lecidea) 2. 95. euphorea Flke. (Lecidea parasema f.) 2. 97. euspeirea Nyl. (Lecidea) 2. 109. euspora (Nyl.) Jatta (Stenocybe) 2. 503. eusporum Nyl. (Calicium) 2. 503. euryspora Naeg. (Opegr. varia v.) 2. 428. eurysporum Lettau (Dermatoc. compact. V.) 2. 579- evanescens Arn. (Polyblastia) 2. 689. Evemia Ach. 167. evilescens Nyl. (Collema) 488. evoluta Th. Fr. (Clad. verticill. f.) 2. 59. evolutum Graewe (Stereoc.) 2. 67. exaltata Nyl. (Clad. cenotea var.) 2. 41. exanthematica Fr. (Gyalecta) 2. 362. exanthematica Fr. (Petractis) 2. 363. exanthematicum Ach. (Thelotrema) 2. 363. exanthematicus Sm. (Lichen) 2. 363. # exasperatula Arn. (Imbricaria) 208. exasperatula Nyl. (Parmelia) 208. exasperatum Ach. (Collema) 208. excavatulum Nyl. (Thelocarp.) 483. excentricum (Ach.) Arn. (Rhizocarp.) 2. 356. excentricum Ach. (Rhizoc. concentr. f.) 2. 356. excipienda (Nyl.) Cromb. (Artho¬ nia) 2. 452. excrescens (Arn.) Hue (Parmel. pilosella f.) 221. exesa Lettau (Pertusaria leioplaca f.) 365. exile Arn. (Coniangium) 2, 446. exile Arn. (Thelidium) 2. 654, exilis Arn. (Abrothallus) 2. 446. exilis (Flke.) Anzi (Allarthonia) 2. 446. exilis Jatta (Biatorina) 2. 446. exilis Mass. (Catillaria) 2. 446. exilis (Kbr.) — (Lecidea) 2. 161. exilis Nyl. (Lecidea) 2. 446. exilis Kbr. (Lecidella) 2. 161. exilis Garov. (Opegrapha) 2. 421. exigua Fr. (Biatora) 2. 209. exigua Fr. (Lecanora) 112. exigua Harm. (Lecanora) 114. exigua Chaub. (Lecidea) 2. 209. exigua Hepp. (Psora) 114. exigua ß maculiformis Hepp. (Psora) US. exigua f. ramulicola Kernst. 116. exigua (Ach.) Th. Fr. (Rinodina) 114. exigua ß confragosa Th. Fr. (Rinodina) 109. exigua f. demissa Th. Fr. (Rinodina) 101. exigua (5 fatiscens Th. Fr. (Rinodina) 109. exigua ß inundata Blomb. (Rinodina) 107. exigua a pyrina Th. Fr. (Rinodina) 115. exigua a pyrina Th. Fr. p. p. (Rinodina) 113.
781 exiguum Nyl. (Endocarpon) 2. 580. exiguus Ach. (Lichen) 114. exobasidial 23. exornans (Arn.) Nyl. (Lecidea) 2. 110. exornans Arn. (Lecidella) 2. 110. expallens Ach. (Lecanora) 301. expallens ß conizaea Ach. (Lecan.) 301. expallens Sm. (Lecidea) 301, expallens Pers. (Lepraria) 301. expallidum Nyl. (Nephroma) 376. expansa Nyl. (Lecidea) 2, 138. exsecuta (Nyl.) Sarnth. et D. Torre (Caloplaca) 142. exsecuta Nyl. (Lecanora) 142. exsecutum Arn. (Callopisma) 142. exsequens Arn. (Biatora) 2. 216. exsequens Nyl. (Lecidea) 2. 216. extensa Flke. (Capitularia) 2. 25. extensa Schaer. p. p. (Cladonia) 2. 24. extensa Ach. (Clad. coccif. f.) 2. 25. extensa v. asotea Flke. (Clad.) 2. 25. extensa v. cylindrica Schaer. (Cladonia) 2. 24. extensa ß pleurota Krplhbr. (Clad.) 2.25. extensa scyphosa centralis Schaer. (Clad.) 2. 25. exusta Mudd. (Biatorina) 2. 204. F fagicola Hepp. (Biatora) 2. 387. fagicola Krplhbr. (Gyalecta) 2, 387. fagicola (Hepp.) Zw. (Pachyphyale) 2. 387. fagicola Kbr. (Secoliga) 2. 387. faginea Müll.-Arg. (Arthonia) 2. 452. faginea Eitner (Aspicilia) 248. faginea Kbr. (Bilimbia) 2. 264. faginea (Eitner) — (Lecanora) 248. faginea Arn. (Pertusaria) 353. faginea Wain. (Pertusaria) 352. faginea Arn. (Porina) 2. 558. faginea (Schaer.) Arn. (Porina) 2. 558. faginea Schaer. (Sagedia) 2. 558. faginea Zwackh. (Segestria) 2. 558. faginea Arn. (Variolaria) 353. faginea Pers. (Variolaria) 352. fagineus L. (Lichen) 352. fahlunensis (L.) Schaer. (Cetraria) 225, fahlunensis (L.) Th. Fr. (Cetraria) 226. fahlunensis v. minor Schaer. (Cetraria) 226. fahlunensis v. polyschiza Th. Fr. (Cetra¬ ria) 226. fahlunensis L. (Lichen) 225. fahlunensis Ach. (Parmelia) 225. fahlunensis auct. phir. p. p. (Parmelia) 226. fahlunensis v. sciastra Whlbg. (Parme¬ lia) 58. fahlunensis v. stygia Schaer. (Parmelia) 202. fahlunensis v. tristis Schaer. (Parmelia) 230. fahlunense Nyl. (Platysma) 225. fallaciosa Arn. (Polyblastia) 2. 570. fallaciosa Stitzenb. (Polyblastia) 2. 682. fallaciosa (Arn.) Zahlbr. (Poly- blastiopsis) 2. 570. fallacissima (Müll.-Arg.) — (Bia¬ torella) 2. 736. fallacissima Stzbgr. (Lecanora) 2. 736. fallacissima Müll.-Arg. (Sarcogyne) 2. 736. fallax (Nyl.) — (Arthopyrenia) 2. 531. fallax Kbr. (Bacidia rubella f.) 2. 275. fallax (Biatora) Hepp. 2. 206. fallax Auersw. (Calicium) 2. 497. fallax Ach. (Cetraria) 223. fallax (Web.) Nyl. (Cetraria glauca v.) 223. fallax De Not. (Dirina) 2. 404. falsaria ß rivulosa Ach. (Lecanora) 191. fallax (Hepp.) Leight. (Lecidea) 2. 206. fallax Web. (Lichen) 223. fallax Hoffm. (Lobaria) 223.
782 fallax Sm. (Pertusaria) 367, fallax a fertilis Kbr. (Pertusaria) 368. fallax ß variolosa Kbr. (Pertusaria) 368. fallax Ach. (Pertus. Wulfenii f.) 368. fallax DC. (Physcia) 223. fallax Tayl. (Porina) 367. fallax Wainio (Rhizocarp. polycarp. f.) 2. 337. fallax Nyl. (Verrucaria) 2. 531. farinacea Nyl. (Conioc. pallida v.) 2. 500. farinacea Hoffm. (Lobaria) 178. farinacea Ach. (Parmelia) 178. farinacea Bitter (Parmelia) 196. farinacea Ach. (Physcia) 178. farinacea (L.) Ach. (Ramalina) 178. farinacea v. intermedia Arnold (Ramal.) 178. farinacea Chev. (Sclerophora) 2, 500. farinaceus L. (Lichen) 178. farinosa Harm. (Arthonia) 2. 451. farinosa Flke. (Lecanora calcarea f.) 262. farinosa (Anzi) Jatta (Lecanora subcir- cinata v.) 321. farinosa Nyl. (Lecidea) 2. 400. farinosa (Hampe) Hepp. (Opegrapha) 2. 432. farrea Ach. (Parmelia) 60. farrea (Ach.) Wainio (Physcia) 60. fartilis (Nyl.) — (Polyblastia) 2. 699. fartilis Nyl. (Verrucaria) 2. 699. fasciculare v. aggregatum Ach. (Col¬ lema) 417. fasciculare v. conglomeratum Ach. (Col¬ lema) 418. fascicularis Wulf. (Lichen) 412. fasciculata Kernst. (Clad. amauroc. f.) 2. 28. fastigiata Ach. (Parmelia) 180. fastigiata DC. (Physcia) 180. fastigiata Ach. (Ramalina) 180. fastigiata v. calicaris Ach. (Ramal.) 181. fatiscens Th. Fr. (Rinodina atrocinerea v.) 109. fastigiatum Anzi (Stereocaulon) 2, 67. fastigiatum (Anzi) Th. Fr. (Stereocaul. evolut. f.) 2. 67. fastigiatus Pers. (Lichen) 180. fecundum Th. Fr. (Lopadium) 2. 330. Felsmann i Stein (Xylographa) 2. 411. Ferrarii Bagl. (Caloplaca) 143. ferratum Nyl. (Rhizoc. obscur. f.) 2. 357. ferruginea Fr. (Biatora) 128. ferruginea <5 fuscoatra Bayrh. (Biatora) 146. ferruginea (Huds.) Arn. (Blastenia) 128. ferruginea a genuina Kbr. (Blastenia) 128. ferruginea Th. Fr. (Caloplaca) 128. ferruginea e cinnamomea Th. Fr. (Calo¬ placa) 150. ferruginea f. erysibe D. T. et S. (Calo¬ placa) 129. ferruginea v. nigricans Th. Fr. (Calo¬ placa) 149. ferruginea f. obliterata D. Torre et S. (Caloplaca) 129. ferruginea f saxicola D. T. et S. (Calo¬ placa) 129. ferruginea Tourn. et Borr. (Chae¬ notheca) 2. 479- ferruginea Nyl. (Lecanora) 128. ferruginea Smrft. (Lecidea) 128. ferruginea Fr. (Parmelia) 128. ferruginea Nyl. (Verrucaria rupestris f.) 2. 641. ferrugineum Stein (Cyphelium) 2. 479. ferrugineum v. microcarpum Anzi (Pla¬ codium) 150. ferrugineus Huds. (Lichen) 128. ferruginosa (Eitner) — (Porina) 2. 560. ferruginosa Eitner (Sagedia) 2. 560. festiva Fr. (Blastenia ferruginea f.) 129. filaris Ach. (Chaenoth. chrysoc. v.) 2. 483. filiforme Schaer. (Calic. hyperell. f.) 2. 498. filiformis Schaer. (Chaenoth. trich. v.) 2. 482. fimbriata Ach. (Cenomyce) 2. 52. fimbriata (L.) Fr. (Cladonia) 2. 52. fimbriata y ehlorophaea Fw. (Cladonia) 2. 51. fimbriata cylindrica Schaer. (Cladonia) X 53-
783 fimbriata Kbr. (Rinodina) to6. fimbriatus L. (Lichen) 2. 52. fimbriatus ß prolifer Retz (Lichen) 2. 53. fimbriatus a simplex Weis (Lichen) 2. 53. firma Nyl. (Cladonia) 2. 43; 61. firma (Nyl.) Wain. (Clad. foliacea v.) 2. 61. firmum Nyl. (Leptogium) 432. Fi s c h e r i Müll.-Arg. (Verrucaria) 2. 634. fissa Jatta (Polyblastia) 2. 706. fissa v. elegans Stein (Sphaeromphale) 2. 707. fissa Kbr. (Sphaeromphale) 2. 706. fissa (Tayl.) Wain. Staurothele) 2. 706. fissum v. clopimoides Bagl. et Car. (Stig¬ mat.) 2. 708. fissa Tayl. (Verrucaria) 2. 706. fissum Hepp. (Thelotrema) 2. 706. fissum f. clopimoides Anzi (Thelotrema) 2. 708. fiumana A. Zahlbr. (Caloplaca) 161. flabelliformis Flke. (Capitularia) 2« 22. flabelliformis (Flke.) Wain. (Cla¬ donia) 2. 22. flaccida Hoffm. (Usnea) 169. flaccidum Arn. (Lethagrium) 420. flaccidum Ach. (Collema) 420. flaccidus Ach. (Lichen) 420. flaccidus Kbr. (Synechoblastus) 420. flammea (Anzi) — (Blastenia) 131. flammea Anzi (Caloplaca) 131. flava ß oxy tona Stein (Acarospora) 503. flava (Anzi — (Caloplaca cerina f.) 151. flava b. soluta Schaer. (Lecanora) 272. flaveola Arn. (Thelopsis) 2. 515. flavescens Anzi (Aspicilia) 2. 181. flavescens Arn. (Lecanora) 299. flavescens (Anzi) Arn. (Lecid. immersa v.) 2. 181. flavicans (Flke.) Harm. (Clad. tenuis f.) 2. 14. flavicans Ach. (Lecidea olivacea f.) 2.96. flavicans Müll.-Arg. (Polyblastia) 2. 691. flavicunda Ach. (Lecidea) 2. 122, flavicunda (Ach.) Nyl. (Lecidea macro- carp. v.) 2. 122. flavida Hepp. (Lecanora) 250. flavocoerulescens Horn. (Lecid. albocoer. 2. 120. flavorubens Bagl. et Car. (Acaro¬ spora) 504. flavorubens Stzbgr. (Lecanora) 504. flavovirella (Nyl.) — (Candela- riella) 344. flavovirella Nyl. (Lecanora) 344. flavovirescens (Dicks.) Th. Fr. (Arthrorhaphis) 2. 72. flavovirescens Mass. (Callopisma) 156. flavovirescens Th. Fr. (Calloplaca) 156. flavovirescens (Wulf.) — (Calopl. aurant. f.) 156. flavovirescens f. salicina D. T. et S. (Caloplaca) 154. flavovirescens Borr. (Lecidea) 2. 72. flavovirescens Dicks. (Lichen) 2. 72. flavovirescens Wulf. (Lichen) 156. flavovirescens Kbr. (Rhaphiospora) 2. 72. flavum a Kbr. (Pleopsidium) 503. flavum b chlorophanum Kbr. (Pleopsid.) 503. flavus Bell. (Lichen) 503. Flechtenparasiten 26. Flechtenpilz 8. Flechtensäuren 28. flexella Ach. (Limboria) 2. 409. flexella (Ach.) Zahlbr. (Lithographa) 2. 409. flexella Fr. (Xylographa) 2. 409. flexile Bgl. et Car. (Cyphelium) 2. 481. flexilis (Kbr.) Stein (Chaenoth. trich. v.) 2. 482. flexuosa Fr. (Biatora) 2. 210. flexuosa (Flke.) Schaer. (Graphis scripta f.) 2- 438. flexuosa (Fr.) Nyl. (Lecidea) 2. 210. flexuosa f. aeruginosa Leight. (Lecidea) 2. 201. flexuosa Eitner (Lecidea macrocarpa f.) 2. 122. fluctigena Nyl. (Verrucaria) 2. 525. fluviale Ach. (Collema) 432. fluviatile Nyl. (Collemodium) 432-
784 fluviatile (Huds.) Zahlbr. (Leptog.) 432. fluviatilis Huds. (Lichen) 432. fluviatiles Ach. (Parmelia) 432. flocculosa Turn, et Borr. (Gyrophora) 520. flocculosa DC. (Umbilicaria) 517. flocculosa Hoffm. (Umbilicaria) 520. flocculosus Wulf. (Lichen) 520. Floerkeana Fr. (Cenomyce) 2. 18. Floerkeana (Fr.) Smrft. (Cladonia) 2. 18. Floerkeana v. bacillaris Nyl. (Clad.) 2.20. Floerkeana f. minor Rabenh. (Clad.) 2. 19. Floerkeana v. sessiliflora Ohl. (Clad.) 2.19. Floerkeana f. squamosissima Th. Fr. (Clad.) 2. 19. Floerkeana f. vulgaris Th. Fr. (Cladon.) 2. 19. Floerkeana Ach. (Lepraria) 2. 179. Floerkeana D. Torre et Sarnth. (Verrucaria) 2. 637. florida (L.) Hoffm. (Usnea) 185. florida ß hirta Ach. (Usnea) 185; 186. floridus L. (Lichen) 185. floridus ß hirtus Huds. (Lichen) 186. Flotowiana Nyl. (Collemopsis) 462. Flotowiana Kbr. (Lecanora) 472. Flotowiana Mass. (Moutinia) 471. Flotowiana Flke. (Pertus. ocellata v.) 355. Flotowiana (Hepp.) Müll.-Arg. (Psorotich.) 462. Flotowiana Mass. (Thelochroa) 471. Flotowianum Kbr. (Arthothelium) 2. 508. Flotowianus (Hepp.) Müll.-Arg. (Porocyphus) 471. F 1 o t o w i i Kbr. (Gyalecta) 2. 385. fluviatile Th. Fr. (Dermatocarpon) 2. 583. fluviatile DC. (Endocarpon) 2. 583. fluviatile Pkt. (Endocarpon) 2. 582. fluviatilis Kbr. (Lecan. recedens f.) 242. fluviatilis Web. (Lichen) 2. 583. fluviatilis Eitner (Verruc. tapetica v.) 2. 629. foliacea (Huds.) Schaer. (Cladonia) 2. 60. foliacea m. arbuscula Wallr. (Patellaria) 2. 14. foliaceus Huds. (Lichen) 2. 60. foliata (Arn.) Wain. (Cladonia) 2. 47. foliolifera Nyl. (Clad. furcata f.) 2. 35. foliolosa Del. (Clad. furcata f.) 2. 34. foliosa Sandstede (Clad. gracilis f.) 2. 49. foliosa Flke. (Clad. rangiformis f.) 2. 32. foliosa (Smrft.) Wain. (Clad. alpicola v.) 2. 46. fontigenum (Krplhbr.) Mass. (The¬ lidium) 2. 675. f o r a n a (Anzi) Kbr. (Polyblastia) 2. 691. forana Nyl. (Verrucaria) 2. 691. foranum Anzi (Thelotrema) 2. 691. formosa Bagl. et Car. (Lecidea) 2. 151. Forssellia A. Zahlbr. 462. fossarum (Duf.) Th. Fr. (Biatorella) 489. fossarum Duf. (Lecidea) 489. fossarum Nyl. (Lecidea) 488. fossarum f. hemisphaerica Stzbgr. (Leci¬ dea) 489. foveolaris (Ach.) Th. Fr. (Gyalecta) 2. 378. foveolaris Mudd. (Gyalecta) 2. 380. foveolaris Nyl. (Lecidea) 2. 378. foveolaris Ach. (Urceolaria) 2. 378. foveolata Kbr. (Acarosp. discreta v.) 512. foveolata Flke. (Verruc. dolomitica f.) 2. 633. fragile L. (Lichen) 2. 472. fragilis (L.) Pers. (Sphaerophorus) 2. 472. fragrans Sm. (Collema) 431. franconica Zschacke (Verr. submersa v.) 2. 618. franconicum Mass. (Physma) 412. fraudulosa Nyl. (Verrucaria) 2. 643. fraudulosa Stnr. (Verrucula) 2. 643. fraxinea Lönnr. (Bacidia) 2. 275. fraxinea Mich. (Physcia) 179. fraxinea Ach. (Parmelia) 179. fraxinea (L.) Ach. (Ramalina) 179. fraxinea y calicaris Schaer. (Ramal.) 181. fraxinea v. fastigiata Schaer. (Ramal.) 180. fraxinea v. Roesleri Schaer. (Ramal.) 179. fraxinea v. thransta Schaer. (Ramal.) 177- fraxineus L. (Lichen) 179.
785 Fraxini Mass. (Arthopyrenia) 2. 529. friabilis Schaer. (Lecanora) 138. friabilis ß bracteata Schaer. (Lecanora) 138. friabilis ß bracteata Schaer. (Parmelia) 138. Frieseana (Hepp.) Kbr. (Bacidia) 2. 281. Frieseana v. violacea Arn. (Bacidia) 2. 274. Frieseana Hepp. (Biatora) 2. 281. Frieseana Stzbgr. (Secoliga) 2. 281. F r i e s i i Fw. (Gyalecta) 2. 377. F r i e s i i Ach. (Lecidea) 2. 241. Friesii Kbr. (Secoliga) 2. 377. frigida (Sw.) Kbr. (Ochrolechia tartarea f.) 326. frigidus Sw. (Lichen) 326. Fritsei Kbr. et Stein (Calic. salicin. f.) 2. 498. F r i t z e i Stein (Gyalecta) 2, 384. frustulenta Nyl. (Collemopsis) 461. frustulosa Nyl. (Collemopsis) 456. frustulosa (Dicks.) Ach. (Lecanora) 298. frustulosa v. Ludwigii (Lecanora) 299. frustulosa Ach. (Parmelia) 298. frustulosa b. insulata Fr. (Parmelia) 298. frustulosa Anzi (Psorotichia) 456. frustulosus Dicks. (Lichen) 298. fucoides Wulf. (Lichen) 230. fugax Rehm (Polyblastia) 2. 689. Fuistingii Kbr. (Thelidium) 2. 673. fulgens (Sw.) Zahlbr. (Caloplaca) 138. fulgens Ach. (Lecanora) 138. fulgens v. bracteata Ach. (Lecanora) 138. fulgens Ach. (Parmelia) 138. fulgens DC. (Placodium) 138. fulgens v. bracteatum Nyl. (Placodium) 138. fulgens Sw. (Psoroma) 138. fulgens v. decipiens Anzi (Squamaria) 138. fuliginea Kbr. Fr. (Biatora) 2. 203. fuliginosa Arn. (Imbricaria) 213. fuliginosa f. subaurifera Arn. (Imbrie.) 215. fuliginea Ach. (Lecidea) 2. 203. Thoml-Mignla, Flechten. H. (Flora XII, 2.) fuliginea Ach. (Lecidea) 2. 207. fuliginea (Ach.) Th. Fr. (Lecid. uligin. f.) 2. 203. f u 1 i g i noides Rehm (Pyrenopsis) 451. fuliginosa Tayl. (Lecidea) 2. 241. fuliginosa (E. Fr.) Nyl. (Parmelia) 2x3. fuliginosa v. oiivacea Leight. (Parmelia) 214. fuliginosa (Dicks.) S. Gray. (Sticta) 391. fuliginosa Nyl. (Stictina) 391. fuliginosa f. umhausensis /Xrn. (Stictina) 444. fuliginosus Dicks. (Lichen) 391. Fulkrum 23. fulva (Anzi) Jatta (Caloplaca) 140. fulva Flag. (Pyrenodesmia) 140. fulvolutea Nyl. (Caloplaca) 130. fulvolutea Nyl. (Lecanora) 130. fulvum Anzi (Placodium) 140. Fumago Mudd. (Arthopyrenia) 2. 533. fumida Arn. (Aspicilia) 249. fumosa Ach. (Lecidea) 2. 170. fumosa (Hoffm.) Th. Fr. (Lecid. fusco- atra v.) 2. 171. fumosa y grisella Flke. (Lecidea) 2. 171. fumosa ß ocellulata Schaer. (Lecidea) 2. 167. fumosa v. polygonia Fw. (Lecidea) 2. 175. fumosa y testudinea Ach. (Lecidea) 498. fumosa v. turgidula Anzi (Lecid.) 2. 171. fumosa Hoffm. (Verrucaria) 2. 170. f u m o s u 1 a Müll. - Arg. (Lecanora) 2. 73L fungicola Ach. (Lecidea) 2. 306. fungiforme Kbr. (Sphyridium) 2. 4. fungiforme ß carneum Kbr. (Sphyrid.) 2. 3. fungiforme Schaer. (Stereocaulon) 2. 4. furcata Ach. (Cenomyce) 2. 34. furcata (Huds.) Schrad. (Cladonia) 2. 34. furcata e crispata Flke. (Cladonia) 2. 36. furcata y fruticosa Schaer. (Clad.) 2. 31. furcata f. gracilescens Arn. (Clad.) 2. 37. furcata v. muricata Nyl. (Cladonia) 2. 32. 50
786 furcato-subulata (Hoffm.) Flke. (Clad. furc. f.) 2. 34. furcatus Huds. (Lichen) 2. 34. furfuracea Ach. (Borrera) 200. furfuraceum v. sulphurellum Whlbg. (Calic.) 2, 501. furfuracea Ach. (Coniocybe) 2. 501. furfuracea v. sulphurella Fr. (Coniocybe) 2. 501. furfuracea v. griseola Fr. (Coniocybe) 2. 501. furfuracea E. Fr. (Evernia) 200. furfuracea (L.) Ach. (Parmelia) 200. furfuracea Schaer. (Parmcl. saxatilis f.) 216. furfuracea v. isidiophora Zopf (Parme¬ lia) 201. furfuracea subsp. olivetorina Zopf (Par¬ melia) 201. furfuraceus L. (Lichen) 200. furfurella Nyl. (Collemopsis) 473. furfurellum Nyl. (Collema) 473. furfurellus (Nyl.) Harm. (Poro¬ cyphus) 473. furvum Ach. (Collema) 427. furvum v. conchylobum Fw. (Collema) 42p. fusca (Mass.) — (Allarthonia) 2. 445- fusca Hepp. (Arthonia) 2. 444. fusca Arn. (Buellia) 100. fusca Mass. (CatiIlaria) 2. 445. fusca Flot. (Cetraria glauca v.) 223. fusca m. brachiata Rabenh. (Cladonia) 2. 40. fusca m. rangiferina Rabenh. (Cladonia) 2. 12. fusca a symphicarpa Rabenh. (Cladonia) 2. 46. fusca (Schaer.) Th. Fr. (Lecidea) 2. 230. fusca ß plumbea Kplhbr. 2. 631. fusca Arn. (Lithoicea) 2. 646. fusca Pers. (Verrucaria) 2. 646. fusca (Schaer.) Kplhbr. (Verrucaria) 2. 449. fuscata (Schrad.) Th. Fr. (Acaro¬ spora) 511. fuscata Nyl. (Lecanora) 511. fuscata v. pelioscyphoides Nyl. (Leca¬ nora) 505. fuscatus Schrad. (Lichen) 511. fuscella Mass. (Lecania) 330. fuscella Mass. (Lithoicea) 2. 631. fuscella v. glaucina Kbr. (Lithoicea) 2. 631. fuscella Fr. (Sagedia) 2., 631. fuscella (Turn.) Kbr. (Verrucaria) 2. 631. fuscellum Ach. (Endocarpon) 2. 631. fuscellus Turn. (Lichen) 2. 631. fuscescens Fr. (Biatora) 2. 223. fuscescens Nyl. (Lecidea) 2. 216; 264. fuscescens Smrft. (Lecidea) 2. 223. fuscescens v. leprodea Nyl. (Lecidea) 2. 216. fuscescens (Flke.) Harm. (Clad. tenuis f.) 2. 14. fuscidulum Arn, (Thelid. Auruntii v.) 2. 668. fuscior Nyl. (Lecidea segregula f.) 2. 149. fuscoargillacea Anzi (Polyblastia) 2. 692. fuscoargillacea Anzi (Verrucaria) 2, 692. fuscoatra (Bayrh.) Zahlbr. (Calo¬ placa) 146. fuscoatra Nyl. (Lecanora) 146. fuscoatra Ach. p. p. (Lecidea) 2. 170. fuscoatra Nyl. (Lecidea) 2. 241. fuscoatra (L.) Th. Fr. (Lecidea) 2. 170. fuscoatra (Nyl.) Arn. (Lecid. subfumosa f.) 2. 241, fuscoatra ß contigua f. lobulata Eitner (Lecidea) 2. 158. fuscoatra ß gibba Ach. (Lecidea) 2. 154- fuscoatra v. grisella Nyl. (Lecidea) 2. 171. fuscoatra v. pallescens Fr. (Lecidea) 2. I7L fuscoatra f. subiculosa Flke. (Lecidea) 2. 338. fuscoatra f. collematodes Jatta (Verruc.) 2. 643. fuscoatra Wallr. (Verruc. nigrescens v.) 2. 645. fuscocinerea (Zwackh.) — (Arthonia) 2. 509.
787 fuscocinerea Nyl. (Lecidea) 2. 174. fuscocinereum Mass. (Arthothel.) 2. 509. fuscocinereum (Zw.) Nyl. (Myco- porum) 2. 509. fuscoclavata Eitner (Jonaspis) 2. 368. f uscocuprca (Nyl.) Zschacke (Stau- rothele) 2. 708. fuscocuprea v. clopimoides Arn. (Stauro- thele) 2. 708. fuscocuprea Nyl. (Verrucaria) 2. 708. fuscolutea Stenh. (Biatora) 130. fuscolutea (Dicks.) Mass. (Blastc- nia) 130. fuscolutea Kbr. (Blastenia) 130. fuscolutea Mass. (Caloplaca) 130. fuscolutea a Ach. (Lecidea) 130. fuscolutea Schaer. (Lecidea) 130. fuscolutea ß leucoraea Ach. (Lecid.) 130. fuscolutea y sanguineoatra Ach. (Lecid.) 2. 263. fuscoluteus Dicks. (Lichen) 130. fusconigrescens Nyl. (Verrucaria) 2, 629. fuscopurpurea Arn. (Catill. globulosa v.) 2. 307. fuscorubella (Hoffm.) Arn. (Baci¬ dia) 2. 276. fuscorubella k polychroa Fr. (Biatora) 2. 276. fuscorubella v. phaea Stzbgr. (Secoliga) 2. 277. fuscorubella Hoffm. (Verrucaria) 2. 276. fuscorubens Nyl. (Biatora) 2. 182. fuscorubens Nyl. (Lecidea) 2. 182. fuscoviridis (Anzi) — (Bacidia) 2. 255. fuscoviridis Anzi (Bilimbia) 2. 255. fuscum Mass. (Coniangium) 2. 445. fuscum Fw. (Rhizoc. distinet.) 2. 350. fuscum Zschacke (Thelid. papulare v.) 2. 677. fuscus Hoffm. (Lichen) 2. 40. fusiformis Leight. (Verrucaria) 2. 557. fusispora Hepp. (Biatora) 2. 325. fusispora Kbr. (Rhaphiospora) 2. 325. fusispora (Hepp.) Th. Fr. (Toninia) 2* 325. g a 1 a c t i n a Ach. (Lecanora) 273. galactina v. crenulata Oliv. (Lecanora) 274. galactina ß dispersa Ach. (Lecanora) 272. galactina Ach. (Parmelia) 273. galactina Nyl. (Squamaria) 273. galactina v. dispersa Pers. (Squamaria) 274. galactites (DC.) Duf. (Arthonia) 2. 451. galactites DC. (Verrucaria) 2. 451. galbana Kbr. (Acrocordia) 2. 663. galbanum Kbr. (Thelidium) 2. 663. galbula Nyl. (Lecidea) 91. gangalea Ach. Lecanora) 283. gangaleoides Nyl. (Lecanora) 271. Gallertflechten 3. Garovaglii f. cuprea Mass. (Acocordia) 2. 521. Garovaglii Mudd. (Dermatoc.) 2. 586. G Garovaglii (Kbr.) Nyl. (Lecanora) 313. Garovaglii Kbr. (Placodium) 313. Garovaglii Mont. (Verrucaria) 2. 586. Gehäuse 17. Geisleria Nitschke 2. 715. Geisleri Beckh. (Lithosphaeria) 2. 589. gelatinosa Chev. (Arthonia) 2. 512. gelatinosa Nyl. (Melanotheca) 2. 512. gelatinosa v. aeneofusca Flke. (Biatora) 2. 202. gelatinosa Flke. (Lecidea) 2. 220. gelatinosa Nyl. (Verrucaria) 2. 702. gelida (L.) Ach. (Lecanora) 316. gelida Ach. (Parmelia) 316. gelida Nyl. (Squamaria) 316. gelidum Kbr. (Placodium) 316. gelidus L. (Lichen) 316. geminata Fw. e. p. (Lecidea) 2. 351; 352. 50*
788 geminatum (Fw.) Kbr. (Rhizocarpon) 2. 352. gemmata Kbr. (Acrocordia) 2. 522. gemmata (Ach.) Müll.-Arg. (Artho¬ pyrenia) 2. 522. gemmata Ach. (Verrucaria) 2. 522. gemmatum Mudd. (Thelidium) 2. 522. gemmatus Ach. (Lichen) 2. 522. gemella Anzi (Bombiliospora) 2. 330. gemellum Kbr. (Calicium) 2. 493. gemellum Jatta (Diplotomma) 2. 330. gemellum (Anzi) Stzbgr. (Lopadium) 2. 330. gemmipara Th. Fr. (Lecanora) 324. geminipara Th. Fr. (Ochrolechia) 324. genevense Müll.-Arg. (Callopisma) 335. gencvensis (Müll.-Arg.) — (Leca- nia) 335. genuina Eitner (Acarosp. Heppii f.) 508 genuina Kbr. (Lecanora recedens f.) 242. genuina (Kbr.) Th. Fr. (Lecid. leuco¬ phaea v.) 2. 190. geochroa Kbr. (Biatora) 2. 200. geochroa (Kbr.) — (Lecidea) 2. 200. geographica Mass. (Arthopyren.) 2. 534- geographica (Mass.) Arn. (Arthopyrenia punctif. f.) 2. 534. geographica Mass. (Biatora) 2. 209. geographica Br. et Rostr. (Buellia) 2.340. geographica Tr. (Lecidea) 2. 340. geographica Arn. (Lecidea lithoph. f.) 2. 134. geographica s sphaerica Schaer. (Leci¬ dea) 2. 335. geographicum (L.) DC. (Rhizo¬ carpon) 2. 340. geographicum Arn. (Thelid. dominans f.) 2. 671. geographicum v. alpicolum Kbr. (Rhizo¬ carpon) 2. 336. geographicus L. (Lichen) 2. 340. geoica (Whlbg.) Ach. (Gyalecta) 2. 380. geoica Nyl. (Lecidea) 2. 380. geoica Zschacke (Staurothele) 2. 710. geophila Nyl. (Verrucaria) 2. 673. geoicus Whlbg. (Lichen) 2. 380. geomoea Tayl. (Lecidea) 2. 269. geophana Nyl. (Lecidea) 2. 199. geophana Stein (Steinia) 2. 199. germanica Mass. (Biatorella) 490. germanicum Glück (Coenogonium) 2. 359- geronticuwi Ach. (Rhizocarpon geogr. f.) 2. 340. geschichtet 6. Ghisleri Hepp. (Biatora) 2. 230. Ghisleri Arn. (Lecanora) 2. 230. Ghisleri (Hepp.) Stzbgr. (Lecidea) 2. 230. gibba Nyl. (Sarcopyrenia) 2. 589. gibberosa Ach. (Lecidea) 2. 220. gibberosa Poli. (Lecidea) 149. gibberulosa Ach. (Arthonia) 2. 435. gibberulosa Kbr. (Hazslinskya) 2. 435. gibberulosum Arn. (Coniangium) 2. 435- gibbosa Kbr. (Aspicilia) 264. gibbosa v. subdepressa Nyl. (Aspicilia) 266. gibbosa (Ach.) Nyl. (Lecanora) 264. gibbosa * lacustris Nyl. (Lecanora) 244. gibbosa Kbr. (Mosigia) 306. gibbosa Ach. (Pyrenula) 306. gibbosa Fr. (Sagedia) 306. gibbosa Ach. (Urceolaria) 264. gibbosa v. squamata Fw. (Zeora) 265. gibbosus Ach. (Lichen) 264. gigantea Ach. (Clad. rangiferina f.) 2. 12 Girardi Schaer. (Collema) 465. Girardi Dur. et Mont. (Omphalaria) 465. Girardi (Dur. et Mont.) Bagl. et Car. (Thyrea) 465. G i s e 1 a e Zahlbr. (Lecidea) 2. 92. G i s 1 e r i Müll.-Arg. (Thelidium) 2. 675. glabella Arn. (Lecid. gonioph. v.) 2. 169. glaber Vestr. (Lichen) 524. glabra ß corrugata Ach. (Gyroph.) 524. glabra Arn. (Imbricaria) 211. glabra Kplhbr. (Lecidea) 2. 169. glabra (Kplhbr.) — (Lecid. gonioph. f.) 2. 169. glabra (Schaer) Nyl. (Parmelia) 211. glabra DC. (Umbilicaria) 524. glabrans Nyl. (Parmelia) 212. glabrata Wain. (Clad. strepsilis f.) 2. 61. glabrata Ach. (Lecan. subfusca f.) 284.
789 glabrata Ach. (Lecan. subfusca var.) 285. glabrata Ach. (Porina) 2. 554. glabrata Kbr. (Pyrenula) 2. 545. glabratula Oliv. (Parmelia) 214. glabratula (Lamy) Oliv. (Panne!. fuligin. v.) 214. glacialis Arn. (Aspicilia) 260. glacialis Ach. (Lecanora adunans f.) 260. glacialis Schaer. (Lecidea) 2. 106. glareosa Kbr. (Gongylia) 2. 716. glauca (L.) Ach. (Cetraria) 223. glauca Kbr. (Cetraria) 217. glauca y bullata Schaer. (Cetraria) 223. glauca v. fallax Ach. (Cetraria) 223. glauca a fertilis Fr. (Cetraria) 223. glauca Flke. (Cladonia) 2, 41. glauca Hoffm. (Lobaria) 223. glauca Boist. (Parmelia) 223. glauca DC. (Physcia) 223. g 1 a u c e 1 1 a (Flot.) Nyl. (Lecanora) 287. glaucelloides Hepp. (Verrucaria) 2. 630. glaucescens Jatta (Caloplaca) 344. glaucescens (Bagl. et Car.) — (Cande- lariella) 344. glaucescens Harm. (Cladon. silvateca f.) 2. 14. glaucescens Hoffm. (Collema) 423. glaucescens Bagl. et Car. (Gyalolechia) 344- glaucescens Tuch. (Stereoc.) 2. 67. glaucina Mass. (Lithoicea) 2. 631. glaucina (Ach.) Hepp. (Verrucaria) 2. 631. glaucina Stnr. (Verrucula) 2. 631. glaucocarpa (Whlbg.) Kbr. (Acaro¬ spora) 508. glaucocarpa v. distans Arn. (Acarospora) 502. glaucocarpa Ach. (Lecanora) 508. glaucocarpus Whlbg. (Lichen) 508. glaucofusca (Kbr.) — (Allarthonia) 2* 447- glaucofuscum Kbr. (Coniangium) 2. 447- glaucoma Nyl. (Lecanora) 277. glaucoma v. bicincta Nyl. (Lecanora) 278. glaucoma y sulphurata Ach. (Lecanora) 299. glaucomoides Zahlbr. (Lecan. Agardhian. f.) 2. 732. glaucophaea Kbr. (Lecidea) 2. 173. glaucorufa Mart. (Lecan. intumescens f.) 281. glaucum Nyl. (Platysma) 223. glaucum f. ampullaceum Arn. (Platysma) 223. glaucus L. (Lichen) 223. glebosa Kbr. (Acarospora) 507. glebosa Ach. (Lecidea) 2. 319. glebulosa Fr. (Biatora) 2. 195. glebulosa Nyl. (Lecidea) 2. 195. glebulosa Harm. (Lecid. granulosa f.) 2. 224. globifera Fr. (Biatora) 2. 236. g I o b i f e r a Ach. (Lecidea) 2. 236. globifera v. diluta Nyl. (Lecidea) 2.234. globifera v. rubiformis Nyl. (Lecidea) 2. 234 globifera Kbr. (Psora) 2. 236. globosus (Huds.) — (Sphaerophorus) 2. 472. globularis Kbr. (Arthopyrenia) 2. 527. globularis Smrft. (Endocarpon) 366. globularis Ach. Nyl. (Lecidea) 2. 211. globulifera (Turn.) Nyl. (Pertu¬ saria) 353. globulifera Turn. (Variolaria) 353. globuliferum Mass. (Dermatoc.) 2. 587. globulosa Kbr. (Biatorina) 2. 306. globulosa Br. et Rostr. (Bilimbia) 2.306. globulosa (Flke.) Th. Fr. (Catillar.) 2. 306. globulosa Flke. (Lecidea) 2. 306. globulosa v. albohyalina Nyl. (Lecidea) 2. 292. globulosaeformis Hepp. (Arthon.) 2.453. Gloeocapsa 13. Gloeocapsa Nitschke (Bryophag.) 2. 378. Gloeocapsa (Nitschke) Zahlbr. (Gya- lecta) 2. 378. Gloeocapsa Zw. (Lecidea) 2. 378. glomcllifera Nyl. (Parmelia) 209. glomerata (Schleich.) Schaer. (Per¬ tus.) 366.
790 glomerata Darbish. (Pionuspora) 366. glomerata Ach. (Porina) 366. glomeratus Schleich. (Lichen) 366. glomerella Arn. (Biatorina) 2. 301. glomerella (Nyl.) Th, Fr. (Catil¬ laria) 2. 301. glomerella Nyl. (Lecidea) 2, 301. glomerulata Th. Fr. (Lecidea) 2. 231. glomerulosa Kbr. (Lecidella) 2. 126. glomerulosa Arn. (Melanotheca) 2. 513. glomerulosa (Arn.) — (Tomasellia) 2. 513- glomulifera Hoffm. (Lobaria) 388. glomulifera Ach. (Parmelia) 388. glomulifera De Not. (Ricasolia) 388. glomulifera Del. (Sticta) 388. glomuli ferus Ligthf. (Lichen) 388. Glypholecia Nyl. 513. gneissiaca Müll.-Arg, (Polyblastia) 2. 692. g ö 11 w e i g e n s i s A. Zahlbr. (Lecan.) 255. Gomphyllns Nyl. 2, 5. gonatodes (xXch.) Nyl. (Ochrolech. tart. f.) 325. gonecha Ach. (Clad. deformis f.) 2. 27. Gongylia (Kbr.) Zahlbr. 2. 716. Gonidienschicht 4; 9. goniophila (Flke.) Stein (Biatorella f.) 495- goniophila Flke. (Lecidea) 2, 167. goniophila Kbr. (Lecidella) 2. 167. Gonohymenia Stnr. 454. gonorega f. anomaea, lepidota, polypaea Ach. (Cenomyce) 2. 57. gonorega a aplotea Ach. (Cenom.) 2. 56. gonorega g cladomorpha Ach. (Cenom.) 2. 57- gonorega b euphorea Ach. (Cenomyce) 2.56. gonorega s virgata Ach. (Cenomyce) 2< 37- gracilenta Ach. (Coniocybe) 2.502. gracilentum Ach. (Calicium) 2. 502. gracilescens (Flke.) Wain. (Cla¬ donia) 2. 57. gracilescens (Rabenh.) Wain. (Cladonia crispata f.) 2. 37. gracile Eitner (Calicium) 2. 488. gracile Müll.-Arg. (Placodium) 315. gracilis Ach. (Baeomyces) 2. 47. gracilis B. chordalis Flke. (Capitularia) 2. 48. gracilis v. cctrariaeformis Del. (Ceno¬ myce) 2. 37. gracilis (L.) Willd. (Cladonia) 2.47. gracilis v. amaurocraea Fr. (Clad.) 2.28. gracilis a cervicornis Schaer. (Cladonia) 2. 59. gracilis 3 cornuta Schaer. (Clad.) 2. 50. gracilis v. crispata Nyl. (Cladon.) 2. 36. gracilis 3 gracilis Nyl. (Cladonia) 2. 47. gracilis verticillata Tl. Fr. (Clad.) 2. 58. gracilis (Müll.-Arg.) — (Lecanora) 315. gracilis Arn. (Lecid. goniophila v.) 2. 169. gracilis L. p. p. (Lichen) 2. 47. graminea Ohl. (AHarthonia patellul. v.) 2. 448. granatina ß haemalea Th. Fr. (Pannaria) 452. grandis Flke. (Clad. silvatica f.) 2. 14- grandis Flke (Lecidea) 2. 353. grandis (Fw.) Hepp. (Lecidea parasema v.) 2. 98. grandis (Kbr.) — (Porina) 2. 552. grande (Flke.) Arn. (Rhizocarpon) 2. 353. grandis Kbr. (Sagedia) 2. 552. granosum Schaer. (Collema) 428. granosus ? Wulf. (Lichen) 428. granulata (Schaer.) Zahlbr. (Candc- lariella) 345. granulata Wain. (Lecanora) 345. granulatum Ach. (Collema) 424. granulatum (Sw.) Ach. (Coli, pulposum v.) 424. granuliferum Nyl. (Collema) 425. granuliferum Nyl. (Coli, multif. v.) 425- granuliforme Harm. (Leptogium) 442. granulosa (Müll.) — (Caloplaca) 158. f. granulosa (Schaer.) — (Calopl. elegans i) 157. granulosa (Arn.) D. T. et Sarnth. (Calo¬ placa variabilis) 143*
791 granulosa Wedd. (Lecanora) 158. granulosa (Ehrh.) Schaer. (Lecidea) 2. 223. granulosa Arn. (Lecid. goniophila v.) 2. 168. granulosa Arn. (Physcia) 158. granulosa Bull. (Tremella) 424. granulosum Müll. (Amphiloma) 158. granulosum Hepp. (Placodium) 158. granulosus Ehrh. (Lichen) 2. 223. graphica Ach. (Lecanora) 260. graphica (Ach.) Th. Fr. (Lecanora cine¬ rea f.) 260. Graphidaceae 2. 408. graphidioides Leight. (Chiodecton) 2. 408. Graphina Müll.-Arg. 2. 442- Graphis (Adans.) Müll.-Arg. 2. 437. gregalis Arn. (Lecidea) 2. 142, gregaria (Weigel) Kbr. (Arthonia) 2. 466. gregaria Weigel (Sphaeria) 2, 466. gregarium Turn. (Spiloma) 2. 466. Griffithii Sm. (Biatorina) 2. 302. grisea (Schleich.) Kbr. (Arthopyr.) 2. 527. grisea DC. (Imbricaria) 60. grisea Anzi (Sagedia) 2. 527. grisea Hoffm. (Umbilicaria) 523. grisella Nyl. (Lecidea) 2. 171. griseoatra Ach. (Lecidea) 2. 154. griseoatra Fw. (Lecidea) 2, 190. griseoatra (Fw.) Th. Fr. (Lecid. leuco¬ phaea v.) 2. 190. griseoatra Kbr. (Lecidella) 2. 190. gr iseo-r ubens nov. nom. (Verru¬ caria) 2. 634. grossa Br. et Rostr. (Bilimbia) 2. 309. grossa (Pers.) Blomb. (Catillaria) 2. 309- grossa Pers. (Lecidea) 2. 309. grumulosa Schaer. (Lecanora) 513. grumosa (Pers.) Ach. (Lecanora atra f.) 270. grumosus Pers. (Lichen) 270. Guepini Del. (Endocarpon) 406. Guepini Nyl. (Endocarpiscon) 406. Guepini (Del.) Nyl. (Heppia) 406. Guepini Tuck. (Pannaria) 406. guestphalica Lahm (Polyblastia) 2. 704. guestphalica Lahm (Staurothele) 2. 704. guestphalica (Lahm) Th. Fr. (Stauroth. orbic. v.) 2. 704. Güttingeri Müll.-Arg. (Lecidea) 2. 147. Gyalecta (Ach.) Zahlbr. 2. 372. Gyalectaceae 2. 362. gyalectoides (Mass.) — (Gyalecta) 2. 376. gyalectoides Hepp. (Patellaria) 2. 376. gyalectoides Kbr. (Secoliga) 2. 376. gyalectoides Mass. (Thelotrema) 2. 376. gyaliza Nyl. (Lecidea) 2. 298. gyaliza v. pleiotera Nyl. (Lecidea) 2. 305. gypsacea (Sm.) Th. Fr. (Lecanora) 317. gypsacea Fr. (Parmelia) 317. gypsacea Kbr. (Psoroma) 317. gypsacea Nyl. (Squamaria) 317. gypsacea Ach. (Urceolaria) 2. 392. gypsaceus Sm. (Lichen) 317. gypsodes Kbr. (Lecanora) 268. gypsophilus Ach. (Lichen) 2. 236. gyrocarpa Fw. (Opegrapha) 2. 422. gyrocarpa a arenaria Kbr. 2. 422. Gyrophora Ach. 515. Gyrophoraceae 514. Haare u. haemalea Nyl. (Euopsis) 452. haemalea Mass. (Pannaria) 452. haemalea Cromb. (Pyrenopsis) 452. haemaleum Smrft. (Collema) 452. haematites Mass. (Callopisma) 148. haematites (Chaub.) Th. Fr. (Calo¬ placa) 148. haematites Chaub. (Lecanora) 148. Haematomma Mass. 337-
792 haematomma v. leiphaema Ach. (Leca¬ nora) 338. haematomma Ach. (Lecidea) 339. haematomma Ehrbg. (Lichen) 339. haematomma Ach. (Parmelia) 339. haematomma Hoffm. (Patellaria) 339. haematostica Fr. (Buellia) 82. Haftfasern 10. H a g e n i i Ach. (Lecanora) 293. Hageni ß crenulata Hepp. (Lecan.) 274. Hageni v. glaucella Flot. (Lecanora) 287. Hagenii ß glaucella Kbr. (Lecanora) 289. Hageni v. nigrescens Th. Fr. (Lecanora) 268. Hageni ß sorbina Smrft. (Lecanora) 329. Hageni ß syringea Ach. (Lecanora) 330. Hageni umbrina Ach. (Lecanora) 287. Hagenii a vulgaris Krplhbr. (Lecanora) 293. Hagenii Ach. (Lichen) 293. Hagenii Ach. (Parmelia) 293. Hageni ß syringea Ach. (Parmelia) 330. Halbflechten 26. halizoa (Leight.) A. L. Sm. (Artho¬ pyrenia) 2. 538. halizoa Eitner (Thelidium) 2. 538. halizoa Leight. (Verrucaria) 2. 538. halophila Leight. (Verrucaria) 2. 600. hamadrys Ach. (Lecidea) 2. 302. hapalea Ach. (Opegr. atra f.) 2. 417. hapaleoides Nyl. (Opegrapha) 2. 428. hapalotcra Harm. (Usnea florida v.) 186. Harpidium Kbr. 232. Harrimanni Schaer. (Verrucaria) 2. 642. Harrimanni Leight. (Verrucaria) 2. 551. Haustorium 1. Hazslinskyi Kbr. (Sphaeromphale) 2. 705. Hazslinskyi (Kbr.) Stnr. (Stauro- thele) 2. 705. Hegetschweileri Müll. (Polyblastia) 2. 684. Hegetschweileri Naeg. (Thelotrema) 2. 684. Hegetschweileri Kbr. (Verruc.) 2. 635. Hegetschweileri v. dermatodes Garov. (Verruc.) 2. 685. Heidelbergensis Nyl. (Lecanora) 287. Hellbohmii Hellb. (Lecidea) 2. 125. Hellbohmii Lahm (Lecidea) 2. 164. Hellbohmii (Lahm) Leight. (Lecid. silvi¬ cola v.) 2. 164. helvelloidea Schaer. (Omphalaria) 465. helveloideum Ach. (Collema) 421. helvetica Ach. (Nephroma) 376. h e 1 v e t i c a Th. Fr. (Polyblastia) 2. 702. helveticum (Ach.) Schaer. (Nephr. resti- pin. f.) 376. helvola Nyl. (Arthonia) 2. 464. helvola Kbr. (Biatora) 2. 212. helvola (Kbr.) Th. Fr. (Lecidea) 2. 212. Hellwigii Stein (Dimerospora) 329. H e 11 w i g i i (Stein) — (Lecania) 329. helygeoides (Wain.) D. T. et S. (Caloplaca) 153. helygeoides Wain. (Pyrenodesmia) 153. hemisphaerica Anzi (Biatorella) 489. hemipolioides Nyl. (Lecidea) 2. 253. Henscheliana (Kbr.) Lönnr. (Poly¬ blastia) 2. 698. Henscheliana Kbr. (Sphaeromphale) 2. 698. Henscheliana Leight. (Verrucaria) 2.698. Henschelianum Kbr. (Sporodictyon) 2. 698. hepaticum Ach. (Endocarpon) 2. 580. hepaticum Kbr. (Endopyrenium) 2. 580. hepaticum (Ach.) Th. Fr. (Dermato¬ carpon) 2. 580. hepaticum Arn. (Placidium) 2, 580. hepati zon Ach. (Platysma) 225. Heppia Naeg. 405. Heppiaceae 405. Heppiana (Müll.) — (Calopl. aurantia f.) 159. Heppiana Hue (Lecanora) 159. Heppiana Arn. (Physcia) 159. Heppianum Müll. (Amphiloma) 159. Heppianum Flag. (Placodium) 159. H e p p i i (Naeg.) Kbr. (Acarosp.) 5°7- Heppii Zukai (Eolichen) 2. 510. Heppii Nyl. (Lecanora) 507.
793 Heppii Naeg. (Myriospora) 507. Heppii Müll.-Arg. (Omphalaria) 467. Heppii (Müll.-Arg.) — (Thyrea) 467. herbacea (Huds.) Hoffm. (Lobaria) 389. herbacea Ach. (Pulmonaria) 389. herbacea De Not. (Ricasolia) 389. herbacea Del. (Sticta) 389. herbaceus Huds. (Lichen) 389. herbarum (Hepp.) Arn. (Bacidia) 2. 276. herbarum Mont. (Opegrapha) 2. 419. herbarum Hepp. (Secoliga) 2. 276. her cynica Zschacke (Stauroth. Hazslinsk. f.) 2. 705. herpetica Ach. (Opegrapha) 2. 419. herpetica v. albicans Nyl. (Opegrapha) 2. 420. herpetica f. rubella Hepp. (Opegrapha) 2. 419- H e r t e r i Lahm (Thelocarpon) 484. heterella Nyl. (Lecidea) 2. 222. heterella (Nyl.) — (Lecidea Cadubriae f.) 2. 222. heterodoxa Müll.-Arg. (Catillaria) 2. 305. heterodoxa Müll.-Arg. (Patellaria) 2. 305. heteroidea e cinerascens Ach. (Gyroph.) 518. heteroidea 6 corrugata Ach. (Gyroph.) 524. heteromer 2. heteromorpha (Kplhbr.) Th. Fr. (Jonaspis) 2. 369. heteropsis Müll.-Arg. (Buellia) 2. 731- heterospora Zahlbr. (Clathroporina) 2. 571. heterospora Zahlbr. (Coniocybe) 2. 500. heterospora Eitner (Microthelia) 2. 566. Heufleriana Kbr. (Acarospora) 504. Heufleriana f. hilaris Arn. (Acarospora) 504. hexamera De Not? (Bilimbia) 2. 263. hiascens (Fr.) Th. Fr. (Cetraria) 229. hibernica Nyl. (Arthonia) 2. 452. hilaris (Duf.) Arn. (Acarospora) 504. hilaris Duf. Nyl. (Lecanora) 504. hilaris Ach. (Lecidea granulosa f.) 2. 224. hilarior Th. Fr. (Bacidia chlorococca f.) 2. 269. Hildenbrandi Garov. (Collema) 442. Hildenbrandii (Gar.) Nyl. (Lepto¬ gium) 442. H i 11 m a n n i Anders (Lecidea) 2. 152. hirsuta (Ach.) Fw. (Gyrophora) 522. hirsuta Ach. (Gyrophora) 523. hirsuta ß grisea Th. Fr. (Gyrophora) 523. hirsuta Fr. (Umbilicaria) 522. hirta (L.) Hoffm. (Usnea) 186. hirtus L. c. p. (Lichen) 185. hirtus L. Spec. PI. (Lichen) 186. hispidus Lightf. (Lichen) 230. Hochstetteri Arn. (Amphoridium) 2.624. Hochstetteri Fr. CVcrrucaria) 2. 624. Hoffmanni Duf. (Cladonia) 2. 24. Hoffmanni Ach. (Lecanora calcarea v.) 262. Hoffmanni Ach. (Lichen) 262. Hoffmanni Ach. (Urceolaria) 262. Hoffmanni Hepp. (Verrucaria) 2, 618. Hohenbühelii Poetsch (Biatorina) 2. 297. holocarpa (Ehrh.) Th. Fr. (Caloplaca pyracea f.) 150. holocarpus Ehrh. (Lichen) 150. ' holochrodes Nyl. (Verrucaria) 2. 551- holalepis (Flke.) Wain. (Clad. pityrea f.) 2. 56. holomelaena v. corticola Anzi (Bacidia) 2. 287. holomicra Anzi (Biatora) 2. 188. holomicra (Anzi) Jatta (Lecidea) 2. 188. holophaea (Anzi) Jatta (Bacidia) 2. 288. holophaea Stzbgr. (Lecidea) 2. 288 holophaeum Anzi (Scoliciospor.) 2. 288. homöomer 2. Hookeri Nyl. (Cladonia) 2. 28. Hookeri (Tuck.) Nyl. (Clad. bcllidifi. f.) 2. 28. Hookcri Mass. (Dacampia) 2. 346. Hookeri Schaer. (Lecidea) 2. 346. Hookeri Sm. (Pannaria) 397.
794 Hookeri (Rorr.) Zahlbr. (Rhizocar¬ pon) 2. 346. Hookeri (Sm.) — (Rinodina) 110. Hookeri Borr. (Verrucaria) 2. 346. h o r i s t i c a (Leight.) — (Opegrapha) 2. 430. horistica Leight. (Verrucaria) 2. 430, horiza Nyl. (Lecanora) 286. horiza Kbr. (Rinodina) 115. horizontalis L. (Lichen) 380. horizontalis Ach. (Peltidea) 380. horizontalis ß hymenina Ach. (Peltidea) 381. horizontalis (L.) Hoffm. (Pelti¬ gera) 380. hormospora (Stzbgr.) — (Bacidia) Z 251. hospitum Arn. (Thelidium) 2. 660. Hueiana Harm. (Lecanora) ito. Hueiana Harm. (Physcia obscura f.) 59. Hueiana (Harm.) — (Rinodina) 110. humilis Anders (Clad. rangifer. f.) 2. 13. humilis Lahm (Gyalecta) 2. 364. humilis (Lahm) — (Microphiale) 2. 364. humilis (Kbr.) — (Physcia) 61. humilis Ach. (Ramalina pollinaria f.) 179. humilis Norm. (Spheconisca) 2. 729. humosa (Ehrh.) Ach. (Lecid. uliginosa f.) 2. 204. humosus Ehrh. (Lichen) 2. 204. Hutchinsiae (Leight.) Zahlbr. (Chio- decton) 2. 406. Hutchinsiae Kbr. (Enterographa) 2. 406. Hutchinsiae Leight. (Platygramma) 2. 406. Hutchinsiae Nyl. (Stigmatidium) 2- 406. Huxariensis Beckh. (Biatora) 2, 207. Huxariensis (Beckh.) — (Lecidea) 2. 207. hyalina Hepp. (Lecidea) 2. 382. hyalinella Nyl. (Coniocybe) 2. 502. hyalinella Kbr. (Biatora) 2. 221. hyalocarpa Eitner (Jonaspis) 2. 370. hyascens Kbr. (Hymenelia) 2. 622. hyascens Kbr. (Verrucaria) 2. 622. hyascens ß spermogonifera Mass. (Ver¬ rucaria) 2. 634. hydrela Stein (Lithoicea) 2. 617. hydrela Th. Fr. (Verrucaria) 2. 617. h y d r o c h a r u m Ach. (Collema) 422. hydrophila Smrft. (Lecanora) 298. hydropica Kbr. (Lecidea) 2. 174. hygrophila (Stzbgr.) — (Bacid. fuscovir. f.) 2. 256. hymenaea Gray (Porina) 367. hymenea f. pallescens Anzi (Verrucaria) 2. 693. hymeneloides Kbr. (Thelid. crassum f.) 2. 658. Hymenialgonidien 20; 23. Hymenialschicht 17. hymenina Nyl. (Peltigera polydactyla f.) 381. Hymenium 17. hymenogoni a Zahlbr. (Biatorella) 2. 735- hymenogonia Mudd. (Sphaeromphale) 2. 713. hymenogonia (Nyl.) Zahlbr. (Stau¬ rothele) 2, 713. hymenogonia Nyl. (Verrucaria) 2. 713. hyperellum Ach. (Calicium) 2. 497- hyperellum v. salicinum Schaer. (Cali¬ cium) 2. 488. h y p c r b o r e a (Hoffm.) Mudd. (Gyro¬ phora) 525. hyperborea v. abstrahenda Arn. (Poly¬ blastia) 2. 695. hyperborea Hoffm. (Umbilicaria) 525. byperopta Kbr. (Imbricaria) 192. hyperopta Ach. (Parmelia) 192. hyperopta (Ach.) Nyl. (Parmeliopsis) 192. hypnophila ß chlorococca Graewe (Bia¬ tora) 2. 268. hypnophila Th. Fr. (Bilimbia) 2. 264. hypnophila Ach. (Lecidea) 2. 263. hypnorum Hepp. (Amphiloma) 399. bypnorum Ach. (Lecanora) 393; 400. hypnorum (Wulf.) Schaer. (Lecan. sub- fusca f.) 286. hypnorum Hornern, et Wahlbg. (Lichen) 393- hypnorum Wulf. (Lichen) 286. bypnorum Kbr. (Pannaria) 393.
795 hypnorum Fr. (Parmelia) 393. hypnorum Hoffm. (Psora) 393. hypnorum (Horn, et Wahlbg.) Nyl. (Psoroma) 393. hypnorum Oliv. (Squamaria) 393. hypocrita Norm. (Spheconisca) 2. 726. hypoleuca Stzbgr. (Bacidia cinerea f.) 2. 266. hypophloeodisch 7. hypopodia Nyl. (Lecidea) 2, 231. h y p o p t a Ach. (Lecidea) 2. 221. hypoptella Wain. (Lecidea) 2. 204. hypoptoides Nyl. (Lecidea) 2.210. hypoptoides Nyl. (Lecanora) 288. Hypothallus 10. Hypothecium 17. hypothrix Nyl. (Parmelia) 212. hypotropaena Nyl. (Parmelia) 198. hypotropaena (Nyl.) D. T. et S. (Parm. vittata f.) 198. hypotrypodes Nyl. (Parmelia) 197. hypotrypodes Nyl. (Parm. vittata f.) 198. Icmadophila Trevis. 327. icmadophilus Nyl. (Baeomyces) 327. ignobile Th. Fr. (Rhizocarpon) 2. 334. i lei formis Fr. (Lecidea) 2. in. ilicicola (Nyl.) — (Arthopyrenia) 2. 530. ilicicola (Nyl.) (Verrucaria) 2. 530. illecebrosa Fr. (Lecanactis) 2. 400. illecebrosa Duf. (Opegrapha) 2. 400. illecebrosum Mass. (Schismatomma) 2. 400. illinita Kbr. (Segestrella) 2. 558. illinita Blomb. et Forss. (Segestria) 2. 558. illinita Nyl. (Verrucaria) 2, 558. illota Nyl. (Lecidea) 2. 350. illotum Arn. (Rhizocarpon) 2. 350. illotum (Nyl.) Sandst. (Rhizoc. destinet, f.) 2. 350. illusoria Ach. (Lecanora polytropa f.) 275- illuta Ach. (Biatorella pruinosa f.) 494- i 11 y r i c a Zahlbr. (Letharia) 169. imbricata Hepp. (Biatora) 2. 321. imbricata Mont. (Lecidea) 2. 321. imbricata (Mont.) Arn. (Toninia) 2. 321. imbricata Mass. (Xanthoria parietina var.) 120. immersa Hepp. (Biatora) 2. 181. immersa a calcivora Kbr. (Hymenelia) 2. 181. immersa (Web.) Ach. (Lecid.) 2. 181. immersa Smrft. (Lecidea) 493. immersa ft calcivora Schaer. (Lecidea) 2. 181. immersa f. insolita Schaer. (Lecid.) 268. immersa Bagl. (Polyblastia) 2. 710. immersa Mass. (Porphyrospora) 2. 710. immersa Arn. (Rinodina) 105. immersa Kbr. (Rinodina Bischoffii var.) 105. immersa (Bagl.) Th. Fr. (Staurothele) 2. 710. immersa Leight. (Verrucaria) 2, 658. immersum (Leight.) Mudd. (Thelid.) 2. 658. immundum Kbr. (Rhizocarp. geogr. f.) 2. 340. impavida Th. Fr. (Lecidea) 2. 165. imperceptum Nyl. (Athelium) 485. imperceptum Nyl. (Thelocarpon) 485. impexa Harm. (Cladonia) 2. 15; 16. impexa f. subpellucida Harm. (Clad.) 2. 16. implexa (Hoffm.) Nyl. (Alectoria) 172. implexa f. fuscidula Arn. (Alector.) 173. implexa Hoffm. (Usnea) 172. impolita (Ehrh.) Borr. (Arthonia) 2. 461. impolita v. lobata Schaer. (Arthonia) 2. 462.
796 impolita b biformis Rabenh. (Lecanac- tis) 2. 400. impolita Kbr. (Leprantha) 2. 461. impolita Ach. (Parmelia) 2. 461. impolita b Fr. (Parmelia) 2. 400. impolita (Th. Fr.) Forss. (Pyrenopsis) 451. impolitus Ehrh. (Lichen) 2. 461. impressa Müll.-Arg. (Sagedia) 2. 662. impressa Näg. (Verrucaria) 2. 662. impressula Th. Fr. (Acarospora) 510. impressu lum Zschacke (Thelidium) 2. 662. impressulum Nyl. (Thelocarp.) 484. impressum (Nag.) — (Thelidium) 2. 662. improvisa Almq. (Biatorella) 491. improvisa Nyl. (Lecidea) 491. inamoena Müll.-Arg. (Lecid.) 2.193. incana A. L. Sm. (Bombyliospora) 2.328. incana (Eitner) — (Lecanora microlepis v.) 244. incana S. F. Gray (Lecidea) 2, 328. incanum Arn. (Thelid. crassum f.) 2. 657. incanus Ach. (Lichen) 2, 328. incarnata Leight. (Pertusaria) 323. incarnatus Thunb. (Lichen) 2. 236. incavata Leight. (Verrucaria) 2. 669. incavata Nyl. (Verrucaria) 2. 667. incavatum (Nyl.) Arn. (Thelidium) 2. 669. incavatum (Nyl.) Mudd. (Thelidium) 2. 670. i n c e r t u 1 a (Arn.) — (Verrucaria) 2. 620. incertulum Arn. — (Amphorid.) 2. 620. incincta Nyl, (Lecidea) 2. 164. inclusus Sm. (Lichen) 2. 394. incompta (Borr.) Anzi (Bacidia) 2. 283. incompta Anzi (Lecidea) 2. 283. inconcinna Nyl. (Lecidea) 2. 167. inconspicua Lahm. (Arthopyrenia) 2. 535- incongrua Nyl. (Lecidea) 2. 150. incrassata Arn. (Biatorella simplex f.) 495- incrassata Flke. (Cladonia) 2. 24. incrassata Schaer. (Clad, rangiferina f.) 2. 13. incrustans Mass. (Biatora) 126. incrustans v. coniasis Arn. (Biatorina) 126. incrustans (DC.) — (Blastenia rupestris var.) 126. incrustans Kbr. (Calic. trabinell. var.) 2. 497- incrustans (Ach.) Decuille (Calo¬ placa) 143. incrustans Ach. (Cyphelium) 2. 399. incrustans Ach. (Lecanactis abiet. f.) 2. 399. incrustans Ach. (Lecanora) 143. incrustans Kbr. (Pyrenula) 2. 545. incurva (Pers.) Fr. (Parmelia) 204. incurva DC. (Imbricaria) 204. incurvus Pers. (Lichen) 204. incusa Kbr. (Acar. squam. f.) 506. incusa Fr. (Lecidea) 2. 338. incusa Fw. (Peltigera rufescens f.) 385. indifferens Norm. (Spheconisca) 2. 728. indurata Zahlbr. (Bacidia) 2. 262. infidula Nyl. (Lecidea) 2. 164. infirmata Arn. (Lecidea) 2. 239. infirmata Arn. (Psora) 2. 239. inflata ß alphoplaca Schaer. (Lecanora) 322. inflatus Schleich. (Lichen) 322. infumata Nyl. (Verrucaria) 2. 650. infundibulifera (Schaer.) Wain. (Clad. crispata f.) 2. 36. infuscata Th. Fr. (Lecid. assimil. v.) 2. 100. infuscescens Nyl. (Lecanora) 290. injuncta Nyl. (Lecidea) 2. 133. inornata Arn. (Lecanora gibbosa var.) 265. inops Th. Fr. (Lecidea) 2. 138. inquinans Mass. (Aeolium) 2. 477. inquinans (Sm.) Trev. (Cyphelium) 2. 477- inquinans Sm. (Lichen) 2. 477. inquinata (Ach.) Th. Fr. (Pertusa¬ ria) 366.
797 insculptoides Stnr. (Verr. calciseda f.) 2. 620. insequens Nyl. (Lecidea) 2. 221. inserena Nyl. (Lecidea) 2. 155. i n s i g n i s (Naeg.) Kbr. (Buellia) 79. insignis (5 albocincta Th. Fr. (Buellia) 77. insignis Naeg. (Lecidea) 79. insignis ß muscorum Hepp, (Lecid.) 79. instrata Arn. (Biatora) 2. 187. instrata Nyl. (Lecidea) 2. 187. insulare (Mass.) — (Dermatocarpon) 2. 578. insulare Mass. (Endopyrenium) 2. 578. insulare Mass. (Placidium) 2. 578. insularis Nyl. (Lecidea) 2. 173. insularis Kbr. (Lecidella) 2. 173. insularis Müll.-Arg. (Rinodina nigrella f.) 99- insulata Fr. (Lecan. frustulosa var.) 299. integra Nyl. (Verrucaria) 2. 632. integra * mortarii Nyl. (Verrucaria) 2. 635- intercalanda Arn. (Lecidea) 2. 137. intercedens Arn. (Bacidia trachona v.) 2. 250. intercedens (Nyl.) Lönnr. (Poly¬ blastia) 2. 693. intercedens Nyl. (Verrucaria) 2, 693. interceptum Nyl. (Thelocarp.) 480. interjecta Bagl. et Car. (Lecidea) 2. 176. interjecta Nyl. (Lecidea) 2. 171. interjecta Leight. (Lithographa) 2. 433. interj ecta (Leight.) L. A. Sm. (Me¬ laspilea) 2. 433. interlatens Arn. (Verrucar.) 2. 632. intermedia Kbr. (Biatorella pruinosa f.) 494- intermedia Hepp. (Clad. Floerkeana v.) 2. 19. intermedia (Kplhbr.) — (Lecanora angu¬ losa f.) 282. intermedia Kplhbr. (Lecanora) 282. intermedia Leight. (Lecidea) 2. 272. intermedia Müll.-Arg. (Lecidea armen, v.) 2. 193. intermedia Th. Fr. (Polyblastia) 2. 691. intermedia (Th. Fr.) — (Polyblastia for. f.) 2. 691. intermedia (Del.) Nyl. (Ramalina) 178. intermedia Müll.-Arg. (Rinodina Bischof- fii v.) 105. intermediellum Nyl. (Thelocar- pon) 483. intermedium Arn. (Leptogium) 438. intermedium Arn. (Leptog. minutiss. v.) 438. intermedium (Müll.-Arg.) — (Rhizocarp. sphaer.) 2. 335. intermixta Br. et Rostr. (Bilimbia) 2.314. intermixta Arn. (Catillaria) 2. 314. intermixta Nyl. (Lecidea) 2. 314. intermixtulum Nyl. (Thelocarpon) 482. intermutans Nyl. (Lecanora) 264. interrupta (Anzi) Stnr. (Verrucaria) 2. 650. intersitum Arn. (Rhizocarp.) 2. 347. intestini forme Schaer. (Collema) 426. intestini forme Kbr. (Endocarpon) 2. 584. intestiniformis Vill. (Lichen) 199. intestiniformis Ach. (Parmelia) 199. intestiniformis (Vill.) Th. Fr. (Parmelia encaust. v.) 199. intricata (Schrad.) Ach. (Lecanora) 300. intricata Ach. (Parmelia) 300. intricatus Schrad. (Lichen) 300. intumescens (Rebent.) Kbr. (Leca¬ nora) 280. intumescens v. polycarpa Hepp. (Leca¬ nora) 286. intumescens (Fw.) Nyl. (Lecidea) 2. 173- intumescens Rebent. (Parmelia) 280. inturgescens Arn. (Clad. alpestris f.) 2.17. inturgescens Nyl. (Lecidea) 2. 171. intuta Nyl. (Lecanora) 107. inundata (E. Fr.) Kbr. (Bacidia) 2. 270. inundata Fr. (Biatora) 2. 270. inundata f. carneolutea Nyl. (Lecidea) 2. 273. inundata Nyl. (Polyblast, theleodes f.) 2. 701.
798 inundata Stzbgr. (Secoliga) 2. 280. inusta Ach. (Graphis) 2. 442. inusta (Ach.) Müll.-Arg. (Phaeogra- phis) 2. 442. involuta Kbr. (Opegrapha) 2. 425. irrigua Zschacke (Verrucaria) 2. 609. irrigua Tayl. (Verrucaria) 2. 551- irriguum Fw. (Rhizocarp. geminat, v.) 2. 352. irritabilis Arn. (Catillaria) 2. 314. irrorata (Laur.) — (Lecidea) 2. 162. irrorata Kbr. (Lecidella) 2, 162. irrubata Ach. (Blastenia rupestris v.) 126. irrubata Ach. (Lecanora) 126. irrubata Th. Fr. (Lecid. assimil. v.) 2. 100. irrubescens Arn. (Callopisma) 155. irrubescens (Nyl.) Zahlbr. (Caloplaca aurant.) 155. isabellina Jatta (Aspicilia) 244. isidioidea (Schaer.) Nyl. (Pertu¬ saria) 363. isidioides Schaer. (Spiloma) 363. isidiophora Zopf (Parmelia) 201. isidiophora Zopf (Pscudevcrnia) 201. Isidienbildung 12. isidiosa Sandst. (Clad. macil. f.) 2. 21. isidiosa Sandst. (Lecan. atriseda v.) 309. isidiosa Anzi (Lecidea) 2- 99. isidiotyla Nyl. (Parmelia) 209. isidiotyla (Nyl.) — (Parmelia glomeil. f.) 209. Isländisches Moos 228. i s 1 a n d i c a (L.) Ach. (Cetraria) 228. islandica Hoffm. (Lobaria) 228. islandica v. Delisei Bory 229. islandica Mich. (Physcia) 228. islandicus L. (Lichen) 228. Isolichcnin 28. i t a 1 i c a Mass. (Buellia) 74. italica v. lactea Mass. (Buellia) 69. italica var. tumida Mass. (Buellia) 82. italica Garov. (Phlyctis) 346. jacobaeaefolium Ach. (Coli, multif. var.) 425. jacobaeaefolius Schrank. (Lichen) 425. Jonaspis Th. Fr. 2. 366. jubata (L.) Ach. (Alectoria) 174. jubata 7j cana Ach. (Alectoria) 172. jubata f. implexa Arn. (Alectoria) 174. jubata DC. (Cornicularia) 174. jubata Fr. (Evernia) 174. jubata v. bicolor Fr. (Evernia) 173. jubata Ach. (Parmelia) 174. jubata v. bicolor Schaer. (Parmelia) 173. jubata ß capillaris y implexa Ach. (Par¬ melia) 172. jubata Hoffm. (Usnea) 174. jubatus Kbr. (Bryopogon) 174. jubatus 6 prolixus Kbr. (Bryopogon) 175. jubatus L. (Lichen) 174; 175. jugorum Arn. (Buellia) 80. jugorum Arn. (Buellia verruculosa v.) 80. Jungermanniae (Vahl) — (Bla¬ stenia) 130. Jungermanniae Th. Fr. (Caloplaca) 130. Jungermanniae Ach. (Lecidea) 130. Jungermanniae Del. (Lenormandia) 2. 573. Jungermanniae Vahl (Lichen) 130. Jungermanniae Nyl. (Normandina) 2. 573. j u n i p e r i 11 a (L.) Ach. (Cetraria) 224. juniperina ß pinastri Ach. (Cetraria) 223. juniperina y tubulosa Schaer. (Cetraria) 224. juniperina DC. (Physcia) 224. juniperinum Nyl. (Platysma) 224. juniperinum v. pinastri Nyl. (Platysma) 223. juniperinus L. (Lichen) 224. jurana Schaer. (Lecidea) 2. 115. j u r ana Zschacke (Verrucaria) 2. 612. jurassicum Zschacke (Thelidium) 2. 677. juvenile Arn. (Thelid. abscondit, f.) 2. 656.
799 K e 1 p i i Kbr. (Arthopyrenia) 2. 525. Kemmleri Kbr. (Maronea) 499. Kcrnstockii Zschacke’ (Verrucaria) 2. 606. K i e f f e r i (Harm.) — (Bacidia) 2. 287. Kieferi Harm. (Lecidea) 339. Kiefferi Harm. (Lecidea) 2. 287. Kochi ana Hepp. (Lecidea) 2. 189. Koe r b e r i an a Lahm (Lecania) 330. Koerberiana Stzbgr. (Lecanora) 330. Koerberi Arn. (Amphoridium) 2. 622. Koerberi Stein (Catocarpus) 2. 339. Koerberi Lahm (Coniangium) 2. 444. Koerberi f. parasitica Arn. (Coniangium) 2. 444. Koerberi Eitner (Leptorh. Quercus f.) 2. 54L Koerberi (Fw.) Kbr. (Porina) 2. 554. Koerberi Mass. (Psora) 2. 241. Koerberi Fw. (Sagedia) 2. 554. Koerberi Hepp. (Verrucaria) 2. 622. Kolaensis Nyl. (Lecidea) 2. 129. Kornhuberi A. Zahlbr. (Rinodina) 116. K rempel h uberi Lindau (Verru¬ caria) 2. 649. Krustenflechten 3. Kündigiana Müll.Arg. (Lecidea) 2. 177. labori osa Müll.-Arg. (Lecidea) 2. 176. labrosa Ach. (Parmcl. physodes f.) 197. labulata Hepp. (Biatora) 2. 183. 1 a b u 1 a t a (Hepp) — (Lecidea) 2. 183. Laburni (Leight.) Sydow (Arthopyre¬ nia) 2. 533- Laburni Leight. (Verrucaria) 2. 533. lacerum Ach. (Collema) 435. lacerum (Sw.) S. Gray (Leptogium) 435- lacerus Sw. (Lichen) 435. 1 a c i n i a t a (Bagl. et Car.) (Heppia) 408. laciniatum Bagl. et. Car. (Endocarpisc.) 408. laciniosa Oliv. (Caloplaca) 190. laciniosa Boist. (Candelaria) 190. laciniosa f. adpressa Harm. (Lecanora) 343- lacticolor Arn. (Lecidea) 2. 153. lactea Mass. (Aspicilia) 245. lactea Mass. (Blastenia ochracea f.) 134- lactea Mass. (Blastodesmia) 2. 569. lactea (Mass.) Kbr. (Buellia) 69. lactea (Mass.) — (Caloplaca) 147. lactea Mass. (Gyalolechia) 147. lactea Arn. (Lecania) 245. lactea Harm. (Lecanora) 147. lactea (Mass.) — (Lecanora) 245. lactea Nyl. (Lecidea) 2. 130. lacteus L. (Lichen) 350. lactea (L.) Nyl. (Pertusaria) 350. lactea Kbr. p. p. (Polyblastia) 2. 569. lactea (Mass.) Zahlbr. (Polyblastiopsis) 2. 569- lactea (Kbr.) — (Porina) 2. 558. lactea Kbr. (Sagedia) 2. 558. lactea Pers, (Variolaria) 350. lacteola Nyl. (Lecidea) 2. 148. lactescens Mudd. (Pertusaria) 368. lacunosa Nyl. (Cladina) 2. 31. lacunosa Rehm (Cladonia) 2. 31. lacustris Th. Fr. (Aspicilia) 244. lacustris Ach. (Bacid. inundata f.) 2. 271. lacustris (With.) Th. Fr. (Lecanora) 244. lacustris With. (Lichen) 244. laeta Th. Fr. (Catillaria prasina v.) 2. 300. laetevirens Jatta (Lenormandia) 2. 511. laetevirens Lightf. (Lichen) 389. laetevirens (Flot.) Nyl. (Parm. fuligin. v.) 214. laetevirens Schaer. (Pulmonaria) 389. laetevirens Mass. (Sticta) 389.
800 laetevirens Borr. (Verrucaria) 2. 511. laetevirens Wedd. (Verruc. microspora v.) 2. 600, laevata Th. Fr. (Aspicilia) 265. laevata v. supertegens Arn. (Aspicilia) 265. laevata Nyl. (Lecanora) 265. laevata (Ach.) Nyl. (Lecan. gibbosa v.) 265. laevata Ach. (Sagedia) 265. laevata Kbr. (Verrucaria) 2. 616. laevigata Eitner (Lecanora) 296. laevigata (Sm.) Ach. (Parmelia) 205. laevigata v. revoluta Nyl. (Parmelia) 206. laevigata v. sinuosa Nyl. (Parmelia) 206. laevigata Smrft. (Peltidea) 377. laevigata Nyl. (Pertusaria) 356. laevigata (Ach.) Arn. (Pertus. concreta f) 364. laevigata Th. Fr. (Pertus. leioplaca f.) 365. laevigata (Pers.) Arn. (Pyrenula) 2. 545- laevigata (Ach.) Malme (Rinodina) II5- laevigata Nyl. (Rinodina) 115. laevigata f. I Malme (Rinodina) 112. laevigata Pers. (Verrucaria) 2. 545. laevigata Arn. (Verruc. pinguicula v.) 2. 644. laevigatum Ach. (Isidium) 364. laevigatum Ach. (Nephroma) 377. laevigatum ß papyracea Ach. (Nephroma) 377. laevigatum v. parile Nyl. (Nephrom.) 377 laevigatum Nyl. (Nephromium) 377- laevigatus Sm. (Lichen) 205. Lagascae Ach. (Lecanora) 317. Lagascae Fr. (Parmelia) 317. Lagascae Kbr. (Psoroma) 317. Lagascae Nyl. (Squamaria) 317. Lagerrand 17. Lagerstiele 19. Lahmii Hepp. (Lecidea) 2. 164. L a 11 a v e i (Clem.) Kbr. (Blastenia) 131. Lallavei Nyl. (Lecanora) 131. Lallavei Schaer. (Lecidea) 131. L a m a r c k i i (DC.) Schaer. (Lecanora) 317. Lamarckii Mass. (Psoroma) 317. Lamarckii Nyl. (Squamaria) 317. Lamarckii DC. (Urceolaria) 317. 1 a m i n u 1 a r i s (Müll.-Arg.) — (Baci¬ dia) 2. 258. laminularis Müll.-Arg. (Patellaria) 2.258. lamprocarpa Müll.-Arg. (Biastodesm. ni¬ tida) 2. 568. lamprocheila (DC. Nyl.) Oliv. (Bla¬ stenia) 131. lamprocheila Nyl. (Lecanora) 131. lamprocheila v. athroocarpa Stzbgr. (Le¬ canora) 149. lamprocheila Nyl. (Patellaria) 131. lamprophora Stein (Fritzea) 2. 239. lamprophora (Kbr.) Zahlbr. (Leci¬ dea) 2. 239. lamprophora Kbr. (Psora) 2. 239. lamprophora (Thalloidema) Müll.-Arg. 2. 239. lanata Nyl. (Alectoria) 203. lanata Ach. (Cornicularia) 202/ lanata (L.) Wainio (Ephebe) 474. lanata Am. (Imbricaria) 203. lanata Wallr. (Parmelia) 202. lanata v. minuscula Nyl. (Parmelia) 203. lanatus Ach. (Lichen) 202. lanatus L. (Lichen) 474. lanuginosa DC. (Imbricaria) 393. lanuginosa Kbr. (Pannaria) 393. lanuginosa Ach. (Parmelia) 393. lanuginosum Nyl. (Amphiloma) 393. lanuginosum Ach. (Leproloma) 393. lanuginosum (Ach.) (Psoroma) 393. lanuginosus Ach. (Lichen) 393. laontera (Del.) Arn. (Clad. gracilis var.) 2. 49- lapicida Ach. (Lecidea) 2. 145. lapicida et Ach. (Lecidea) 2. 158. lapicida Fr. Kbr. Syst. (Lecidea) 2. 166. lapicida a Nyl. (Lecidea) 2. 141. lapicida v. cyanea Ach. (Lecidea) 2. 132. lapicida v. declinans Nyl. (Lecidea) 2. ML lapicida v. declinata Nyl. (Lecidea) 2. Mi-
801 lapicida v. lithophila Ach. (Lecidea) 2. 134. lapicida f. minor Nyl. (Lecidea) 2. 129. lapicida ß monticola Ach. (Lecidea) 2. 107. lapicida * polycarpa Nyl. (Lecidea) 2. 130. lapicida v. silacea Stzbgr. (Lecidea) 2. 166. lapicida a et ß pantherina Ach. (Lecidea) 2. 130. lapidicola (Tayl.) Zahlbr. (Aliar- thonia) 2. 444. lapidicola Br. et Rostr. (Arthonia) 2. 444. lapidicola Tayl. (Lecidea) 2. 444. 1 a p p o n i c a Anzi (Arthopyren.) 2. 536. 1 a p p o n i c a Nyl. (Ephebe) 474. Lapponum Anzi (Arthopyrenia) 2. 536. laqueata (Stzbgr.) Flag. (Acarospora) 502. laqueata Stzbgr. (Lecanora) 502. larianum Mass. (Thelidium) 2. 669. laricis Lahm (Leptorhaph. Tremulae f.) 2. 540. latens Lahm (Wilmsia) 2. 387. lateralis Kovar (Clad. deformis f.) 2. 26. 1 a t e b r osa Bagl. et Car. (Microglaena) 2. 722. latebrosa Jatta (Polyblastia) 2. 722. latebrosa Arn. (Verrucaria) 2. 601. latebrosa Kbr. (Verrucaria) 2. 609. latebrosa Bagl. et Car. (Weitenwebera) 2. 722. 1 a t e r i c o 1 a Steiner 493. latybodes Nyl. (Lecidea) 2. 149. 1 a t y p e a Ach. (Lecidea) 2. 159. Laureri Fw. (Biatora) 2. 186. Laureri Hepp. (Biatora) 2. 94. Laureri Hepp. (Catillaria) 2. 314. Laureri Kplhbr. (Cetraria) 224. Laureri Flot. (Collema) 419. Laureri (Hepp.) Anzi (Lecidea) 2.94. Laureri Kbr. (Lecidella) 2. 94. Laureri ß muscorum Kbr. (Lecidella) 2. 101. Laureri Flot. (Lethagrium) 419. Laureri Mass. (Platysma) 224. Laureri Flot. (Sphaeropsis) 481» Laureri Kbr. (Synechoblastus) 4*9. Thome-Migula, Flechten, n. (Flora XII, 2.) Laureri (Flot.) Nyl. (Thelocarp.) 481. Laureri Kbr. (Thelomphale) 481. lavata Ach. (Lecidea) 2. 358. lavata (Fr.) — (Rhizoc. obscurat, f.) 2. 357. lavatum (Ach.) Arn. (Rhizocarp.) 2. 358. laxa (Müll.-Arg.) — (Thyrea pulvinata v.) 2. 734. laxiuscula Del. Sandst. (Cladonia) 2. 16. laxiuscula Del. Wain. (Clad. impexa f.) 2. 16. Lecanactis (Eschw.) Wainio 2. 397. Lecanactidaceae 2. 396. Lecania (Mass.) Zahlbr. 328. lecanopsoides Cromb. (Collemopsis) 471. lecanopsoides Nyl. (Pyrenopsis) 471. Lecanora Ach. 233. Lecanoraceae 231. lecanorina Harm. (Lecanora) 101. lecanorina Mass. (Mischoblastia) 101. lecanorina v. trachytica Mass. (Mischo¬ blastia) 101. lecanorina Mass. (Rinodina) 101. le canor inuni Flke. (Rhizoc. geogr. f.) 2. 341. Lecanorsäure 29. Lecidea (Ach.) Th. Fr. 2. 73. Leddeaceae 2. 71. 1 e c i d e i n a Eitner 2. 399. lecideoides Th. Fr. (Arthonia) 2. 452. lecideoides Anzi (Bilimbia) 2. 255. lecideoides (Anzi) — (Bacidia) 2. 255. lecideoides Arn. (Catopyrenium) 2. 637. lecideoides (Mass.) Kbr. (Verru¬ caria) 2. 637. lecideoides Stnr. (Verrucaria) 2. 619. lecideoides (Nyl.?) Knst (Rino¬ dina) 114. lecideoides Hazsl. (Scoliciosp.) 2. 288. lecideoides Stzbgr. (Secoliga) 2. 288. lecideoides Mass. (Thrombium) 2. 637. lecideopsis Mass. (Gyalecta) 2. 382. lectissima (Fr.) Zahlbr. (Porina) 2. 551. lectissima Mudd. (Segestrella) 2. 551. 51
802 lectissima Fr. (Segestria) 2. 551. lectissima f. leptalea Nyl. (Verrucaria) 2. 556. 1 e i o p 1 a c a (Ach.) Schaer. (Pertusaria) 364. leioplaca f. octospora Nyl. (Pertus.) 365. leioplaca Ach. (Porina) 364. leiocarpa DC. (Umbilicaria) 517. leiphaema Ach. (Lecanora) 338. leiphaemum Ach. (Haematomma) 338. L e i g h t o n i i Mass. (Tomasellia) 2. 512. L e i g h t o n i i Hepp. (Verrucaria) 2. 605. Leightonii v. umbrina Mudd. (Verruc.) 2. 629. lekanorinisch 17. Lemmopsis (Wain.) Zahlbr. 414. lenticella Arn. (Biatora) 2. 183. 1 e n t i c e 11 a (Arn.) — (Lecidea) 2. 183. lenticularis Kbr. (Biatorina) 2. 303. lenticularis f. acrustacea Hepp. (Biato¬ rina) 2. 311. lenticularis v. erubescens Fw. (Biato¬ rina) 2. 304. lenticulare Ach. (Calicium) 2. 495. lenticulare Fr. (Calicium) 2. 494. lenticulare Tuck. (Calicium) 2. 491. lenticulare v. clavulare Ach. (Calicium) 2. 494. lenticulare v. debile Nyl. (Calicium) 2. 491. lenticulare y virescens Schaer. (Calic.) 2. 493- lenticularis Br. et Rostr. (Bilimbia) 2. 303. lenticularis (Ach.) Th. Fr. (Catil¬ laria) 2. 303. lenticularis a vulgaris Fr. (Catillaria) 2. 303. lenticularis Arn. (Catill. nigroclav. f.) 2. 303. lenticularis Ach. (Lecidea) 2, 304. lenticularis Nyl. (Lecidea) 2. 303. lenticularis subsp. nigroclav. Nyl. (Leci¬ dea) 2. 302. lenticularis Fw. (Zeora) 2. 303. lenticularis a bimarginata Flot. (Zeora) 105. 1 e n t i g e r a (Web.) Ach. (Lecanora) 318. lentigera Ach. (Parmelia) 318. lentigera Kbr. (Psoroma) 318. lentigera Nyl. (Squamaria) 318. lentigerum Th. Fr. (Placodium) 318. lentigerus Web. (Lichen) 318. leonina Anzi (Verrucaria) 2. 677. leoninum (Anzi) Arn. (Thelid. papulare v.) 2. 677. 1 e p a d i n u m Ach. (Thelotrema) 2. 394. lepadinum v. rupestre Turn, et Borr. (Thelotremaceae) 2. 394. lepadinus Ach. (Lichen) 2. 394. lepidiota (Smrft.) Th. Fr. (Panna¬ ria) 398. lepidiota Stzbgr. (Pannularia) 398. lepidiota Wain. (Parmeliella) 398. lepidophora (Nyl.) Wain. (Pelti¬ gera) 380. lepidora Ach. (Lecanora) 393. lepidora Ach. (Parmelia) 393. lepidora DC. (Patellaria) 393. lepidota Nyl. (Cladonia) 2. 57. lepidota Rehm (Cladonia) 2. 57. Lepra 15. Leprabildung 15. Lepraria 15. leprodea Nyl. (Lecidea) 2, 216. leprosa (Schaer.) — (Bacidia) 2. 289. leprosa Nyl. (Collemopsis) 462. leprosa Schaer. (Lecidea) 2. 289. leprosa (Nyl.) Arn. (Ochrolechia tartar. f.) 325. leprosa (Anzi) Forss. (Psorotichia) 462. leprosa Anzi (Pyrenopsis) 462. leprosa Kbr. (Rinodina) 116. leprosescens Sandst. (Lecan.) 264. leprosolimbata Arn. (Lecid. atrobrunnea v.) 2. 240. leprosula Arn. (Biatora) 2. 225. leprothelia Nyl. (Lecanora) 324. leprothelia Arn. (Ochrolechia) 324. leprothelia Ach. (Pertusaria) 324. leplacina Smrft. (Lecanora) 305.
803 leptacina (Smrft.) Th. Fr. (Lecan. varia var.) 305. leptalea Dur. et Mont. (Biatora) 2. 556. leptalea Ach. (Parmelia) 53. leptalea DC. (Physcia) 53.. leptalea (Ach.) Nyl. (Physcia stellaris var.) 53. leptalea var. subteres Harm. (Physcia) 54- leptalea var. tenella Oliv. exp. (Physcia) 53J 54. leptalea (Dur. et Mont.) A. L. Sm. (Porina) 2. 556. leptaleella Nyl. (Verrucaria) 2. 556. leptocarpa Anzi (Pertusaria) 357. leptoceramia Anzi (Lecidea) 2.148. 1 e p t o c 1 i n e (Flot.) Kbr. (Buellia) 73. leptocline Flot. (Lecidea) 73. leptogioides Anzi (Collema) 434. Leptogium (Ach.) S. Gray 429. leptolepidea Stzbgr. (Buellia) 83. 1 e p t o 1 e p i s Bagl. et Car. (Buellia) 83. 1 e p t o 1 e p i s (Anzi) Arn. (Rhizocarp.) 2. 348. leptophylla Ach. (Cenomyce) 2. 45. leptophylla (Ach.) Flke. (Cladonia) 2. 45. leptophyllum (Ach.) Sarnth et D. T. (Dermat. min. v.) 2. 583. leptophyllum Ach. (Endocarpon) 2. 583. Leptoraphis Kbr. 2. 539- leptospora Nitschke, Nyl. (Pertu¬ saria) 351. leptospora (Nyl.) A. L. Sm. (Porina) 2. 559- leptospora Nyl. (Verrucaria) 2. 559. leptotera Nyl. (Arthopyrenia) 2.524. Letharia (Th. Fr.) Zahlbr. 168. Lettavii Zschacke (Polyblast, fartilis v.) 2. 699. leucaspis (Kplhbr.) — (Gyalecta) 2. 377- leucaspis Nyl. (Lecidea) 2. 377. leucaspis Mass. (Secoliga) 2. 377. leucaspis Kplhbr. (Thelotrema) 2. 377. leucitica Fr. (Lecidea) 2. 145. leucoblephara Arn. (Bilimbia) 2. 395« leucoblephara Nyl. (Lecidea) 2. 395. leucoblepharum Wain. (Pilocarpon) 2. 395. leucocelis Ach. (Buellia alboatra f.) 90. leucocephala d denudata Schaer. (Leci¬ dea) 2. 398. leucocephala c. lecideina Schaer. (Leci¬ dea) 2. 398. leucochroa Flke. (Clad. gracialis var.) 2. 48. leucoleiptes (Tuck.) Lettau (Phys¬ cia) 57. leucolepis (Wahlenb.) Nyl. (Pannaria) 397. leucomela Ach. (Borrera) 64. leucomela Ach. (Parmelia) 64. leucomela Schaer. (Physcia) 64. leucomelaena (L.) Wainio (Ana- ptychia) 64. leucomelas L. (Lichen) 64. leucomelas Müll.-Arg. (Rinodina Bischof¬ fii v.) 105. leucopellaea Almqu. (Arthonia) 2. 458. leucopellaea (Ach.) Almqu. in Eitner (Trachylia) 2. 453- leucophaea Flke. (Biatora) 2. 190. leucophaea (Flke.) Nyl. (Lecidea) 2. 190. leucophaea Fr. (Lecidea) 2. 309. leucophaea a genuina Kbr. (Biatora) 2. 190. leucophaea ß griseoatra Kbr. (Biatora) 2. 190. leucophaeoides Nyl. (Lecidea) 2. 199. leucophlebia Nyl. (Peltigera aphthosa v.) 379- leucopis Ach. (Lecanora) 284. leucopis (Ach.) Schaer. (Lecan. subfusca f.) 284. leucoplaca Zahlbr. (Lecidea Cadubriae v.) 2. 222. leucoplaca (Walk.) Kbr. (Pyrenula) 2. 547» leucoraea Fr. (Biatora) 130. leucoraea (Ach.) Th. Fr. (Blastenia) 130. leucoraea Nyl. (Lecanora) 130. leucorrhiza Flke. (Peltig. canina f.) 384. leucosora Nyl. (Pertusaria) 369. 51*
804 1 e u c o s p i 1 a Anzi (Lecidea) 2, 106. leucosticta Tuck. (Pannaria) 396. leucosticta Tuck. (Parmelia) 396. leucothallina Arn. (Lecidea) 2. 139. leucothelia (Nyl.) Arn. (Micro¬ glaena) 2. 719. leucothelia Nyl. (Verrucaria) 2. 719. leucothelius Anzi. (Dactyloblastus) 2. 719. levata Ach. (Verrucaria) 2. 617. levicorticata Sandst. (Clad. squam. var.) 1 2. 39. lezideinisch 17. Lichenin 28. lichenicola Rehm (Ahlesia) 486. lichenoides Pers. (Opegrapha) 2. 427. Lichina Ag. 445. Lichinaceae 444. ligans Nyl. (Lecidea) 2. 116. Lightfootii Mudd. (Biatorina) 2. 308. Lightfootii (Im.) — (Catillaria) 2. 308. Lightfootii Ach. (Lecidea) 2. 308. Lightfootii ß commutata Schaer. (Lecid.) 2. 301. Lightfootii Sm. (Lichen) 2. 308. 1 i g n i a r i a (Ach.) Lettau (Bacidia) 2. 269. 1 igniaria v. conglomerata Hepp. (Baci¬ dia) 2. 260. ligniaria Arn. (Biatora) 2. 205. ligniaria y limosa Hepp. (Biatora) 2.265. ligniaria y miliar. Hepp. (Biatora) 2.260. ligniaria f. saxicola Arn. (Bilimbia) 2. 260. ligniaria Ach. (Lecidea) 2. 269. ligniaria (Kbr.) — (Lecidea) 2. 205. ligniaria Schaer. (Lecidea) 2. 260. ligniaria Bagl. (Lecidea goniophila f.) 2. 170. lignicola Anzi (Buellia myriocarpa f.) 77. lignicola Zw. (Catillaria globulosa f.) 2. 307- lignicola (Eitner) — (Lecidea) 2. 91. lignicola Strasser (Lecidea geophana f.) 2. 200. lignicola Sandstede (Lecidea protrusa f.) 2. 151. lignicola Eitner (Lecidella) 2. 91. lignicola Zahlbr. (Theloc. excavat, f.) 2. 738. lignorum Fr. (Bacidia inundata f.) 2.271. Ligustri Mass. (Arthopyrenia) 2. 528. Ligustri (Mass.) Jatta (Arthopyr. cine- reopr. v.) 2. 528. ligus trina Müll.-Arg. (Opegrapha varia v.) 2. 428. lilacina (Ach.) Kbr. (Arthonia) 2. 458. lilacina Ach. (Lecidea) 2. 458. lilacina Mass. (Verrucaria) 2. 633. limbata Del. (Peltigera) 382. limbata Mudd. (Solorina) 372. limbata (Sm.) Ach. (Sticta) 390. limbata Nyl. (Stictina) 390. limbatus Sm. (Lichen) 390. limborina Nyl. (Rimularia) 2. 167. limborinella (Müll.Arg.) — (Bia¬ torella) 2. 737. limborinella Müll.-Arg. (Lecidea) 2. 737. limborioides Mass. (Bagliettoa) 2. 621. limitata Pers. (Graphis scripta f.) 2.438. limitata Kplhbr. (Verrucaria) 2. 638. limosa Ach. (Lecidea) 2. 101. limosum Ach. (Collema) 423. limosum Leight. (Collema) 426. L i m p r i c h t i i (Stein) — (Lecidea) 2. 233. Limprichtii Stein (Psora) 2. 233. linita (Ach.) Wain. (Lobaria) 388. linita Ach. (Sticta) 388. liparia Hepp. (Lecanora) 311. lithinella Kernst. (Biatora) 2. 184. lithinella Nyl. (Lecidea) 2. 184. Lithographa Nyl. 2. 409. lithophila (Ach.) Th. Fr. (Lecidea) 2. 134. lithophila Nyl. (Lecidea) 2. 145. lithophiloides Müll.-Arg. 2. 153. lithotea Ach. (Parmelia) 58. 1 i t h o t e a Nyl. (Physcia) 58. lithotea var. sciastrella Nyl. (Physcia) 60. lithyrga Fr. (Lecidea) 2. 114. lithyrga Ach. (Opegrapha) 2. 431. lithyrgodes Nyl. (Opegrapha) 2. 431. litorea (Hepp.) Zschacke (Verrucaria) 2. 618.
805 livida (Hepp.) S. et D. Torre (Calo¬ placa) 149. lividofusca (Eitner) — (Bacidia) 2. 253. lividofusca Eitner (Bilimbia) 2. 253. livido-fuscum Kplhbr. (Collema) 428. lividum Kbr. (Callopisma) 149. lividum Hepp. (Placodium) 149. Lobaria (Schreb.) Hue 386. lobata (Flke.) Mass. (Arthonia) 2. 462. lobata Kbr. (Pachnolepia) 2. 462. lobulata (Flke.) Th. Fr. (Calopl. muror, f.) 165. lobulata (Smrft.) Oliv. (Caloplaca) 162. lobulata Flke. (Lecanora) 120; 165. lobulata Smrft. (Lecanora) 162. lobulata Smrft. (Lecidea) 2. 326. lobulata Eitner (Lecid. cinereoatra f.) 2. 158. lobulata Harm. (Physcia) 120. lobulatum Hepp. (Thelid. pyrenophor. f.) 2. 664. lobulata B. de Lesd. (Xanthoria) 120. lobulato-nodulosa Eitner (Lecan. calcarea f.) 262. Lomnitzensis Stein (Arthopyrenia) 2. 526. lomnitzense Eitner (Rhizocarp.) 2. 346. 1 o n g i c o 11 a (Eitner) — (Verrucaria) 2. 626. longicollum Eitner (Amphoridium) 2.626. longissima Ach. (Usnea) 183. lopadioides Th. Fr. (Biatora) 2. 185. Lopadium Kbr. 2. 329. lophaeum Ach. (Leptog. lacerum v.) 435. lotum Stzbgr. (Rhizocarpon) 2. 343. lucida Fr. (Biatora) 2. 179. lucida Ach. (Lecidea) 2. 179. lucidum Rabenh. (Aeolium) 2. 476. lucidum Th. Fr. (Cyphelium) 2. 476. lucidus Ach. (Lichen) 2. 179. luctuosa (Anzi) Jatta (Caloplaca) 141. luctuosa Anzi (Rinodina) 141. Ludwigii Ach. (Lecanora) 298. Ludwigii Schrad. (Lichen) 298. lugubris Arn. (Aspicilia) 461. lugubris Smrft. (Lecidea) 2. 235. lugubris (Mass.) Kbr. (Psorotichia) 461, lugubris Trcv. (Pyrenocarpus) 461. lugubris Nyl. (Pyrenopsis) 461. lugubris Kbr. (Schaereria) 2. 235. lugubris Mass. (Stenhamara) 461. lugubris f. atrata Arn. (Stenhamara) 461. lugubris b. pannosa Arn. (Stenhamara) 461. lulensis Hellb. (Biatora) 2. 199. 1 u 1 e n s i s (Hellb.) — (Lecidea) 2. 199. Lund ensis Fr. (Lecanora calcarea f.) 262. lurida Ach. (Arthonia) 2. 465« lurida v. helvola Nyl. (Arthonia) 2. 464. lurida v. luridofusca Almqu. (Arthonia) 2. 466. lurida v. ct spadicea Almqu. (Arthonia) 2. 465. lurida Fr. (Biatora) 2. 237. lurida (Sw.) Ach. (Lecidea) 2. 237. lurida Stein (Lecid. goniophila f.) 2. 169. lurida Kbr. (Psora) 2. 237. luridata Kbr. (Buellia) 84. luridescens Zahlbr. (Lecanora) 2. 733. luridescens Kbr. (Steinia) 2. 199. luridofusca Nyl. (Arthonia) 2. 466. luridum Kbr. (Coniangium) Z. 465. luridus Sw. (Lichen) 2. 237. lusca Nyl. (Lecanora) 256. lusitanicum Schaer. (Nephroma) 377. lusitanicum Nyl. (Nephromium) 377. lutea Arn. (Biatorina) 2. 365. lutea Schaer. (Lecidea) 2. 365. lutea (Dicks.) Stnr. (Microphiala) 2. 365. luteella Nyl. (Lecidea) 2. 293. luteoalba Th. Fr. (Caloplaca) 344. luteoalba v. flavicunda Oliv. (Caloplaca) 147. luteoalba v. lactea Oliv. (Caloplaca) 147. luteoalba (Turn.) — (Candeiariella) 344- luteoalba Arn. (Gyalolechia) 344. luteoalba Dub. (Lecanora) 344. luteoalba Ach. (Lecidea) 344. luteoalba ß holocarpa Ach. (Lecidea) 150. luteo-alba v. muscicola Schaer. (Lecidea) 34L
806 luteoalba ß muscicola Schaer. p. p. (Leci¬ dea) 150. luteo-alba y pyracea Ach. (Lecidea) 149. luteoalba y pyracea Ach. (Lecidea) 344. luteoalbum Kbr. (Callopisma) 149. luteoalbum f. holocarpum Arn. (Callopis.) 150. luteoalbum ß lacteum Kbr. (Callopisma) 147. luteoalbum v. microcarpa Anzi (Callo¬ pisma) 150. luteoalbum y muscicolum Kbr. (Callo¬ pisma) 150. luteoalbus Turn. (Lichen) 344. luteoatra Nyl. (Lecidea) 2. 187. luteola (Schrad.) Th. Fr. (Bacidia rubella v.) 2. 275. luteola Fr. (Biatora) 2. 275. luteola f. endoleuca Nyl. (Biatora) 2. 278. luteola v. inundata Fr. (Biatora) 2. 270. luteola Ach. (Lecidea) 2. 275. luteola ß acerina Ach. (Lecidea) 2. 273. luteola v. albohyalina Nyl. (Lecid.) 2. 292. luteola y arceutina Ach, (Lecidea) 2. 282. luteola v. chlorotica Nyl. (Lecidea) 2.273. luteola v. endoleuca Nyl. (Lecidea) 2. 282. luteola v. fuscella Nyl. (Lecidea) 2. 278. luteola v. fuscescens Nyl. (Lecidea) 2,282. luteola y fuscorubella Ach. (Lecidea) 2. 221. luteola <5 fuscorubella Ach. (Lecidea) 2. 276. luteola v. fuscorubella Nyl. (Lecidea) 2. 277; 282. luteola v. gibberosa Fr. (Lecidea) 2. 220. luteola 7) hypopta Ach. Lecidea) 2- 221. luteola y porriginosa Ach. (Lecidea) 2. 275. luteola v. umbrina Nyl. (Lecidea) 2. 286. luteolus Ach. (Lichen) 2. 275. luteolus Schrad. (Lichen) 2. 275. luteopruinosa Eitner (Acarosp. Heppii f.) 508. luteorosella Nyl. (Lecidea) 2, 257. lutescens Turn, et Borr. (Isidium) 368. lutescens Ach. (Lecanora) 338. lutescens Dub. (Lecanora) 301. lutescens Hoffm. (Lepra) 368. lutescens Ach. (Lepraria) 368. lutescens Ehrh. (Lichen) 368. lutescens Anzi (Lecid. armen, f.) 2. 193. lutescens DC. (Patellaria) 301. lutescens (Hoffm.) Th. Fr. (Pertu¬ saria) 368. luteus Dicks. (Lichen) 2. 365. 1 u t i g e n a Lahm (Aphanopsis) 469. 1 u t o p h i 1 a Arn. (Psorotichia) 460. lutosa Jatta (Biatorina) 2, 312. lutosa (Mass.) — (Buellia) 88. lutosa (Mont.) Kbr. (Catillaria) 2- 312. lutosa (Ach.) Nyl. (Heppia) 408. lutosa Ach. (Lecidea) 2. 3T9- lutosa Mont. (Lecidea) 2. 312. lutosa Nyl. (Pannaria) 408. lutosum Ach. (Collema) 408. lutosum Mass. (Diplotomma) 88. luxurians Ach. (Gyroph. polyrrh. f.) 521. lychnea Nyl. (Physcia) 121. lychnea (Ach.) Th. Fr, (Xanthoria) 121. lychnea ß polycarpa Th. Fr. (Xanthoria) 120. lychnea a pygmaea Th. Fr. (Xanthoria) 121. lygaea Ach. (Lecidea) 2. 189. ligaea d insolata Ach. (Lecidea) 2. 121. lygaea y obscurata Ach. (Lecidea) 2. 356. 1 y g d i n i z a Nyl. (Lecidea) 2. 117. lyncea Gray (Arthonia) 2, 425. lyncea Eschw. (Lecanactis) 2. 425, lyncea (Sm.) Borr. (Opegrapha) 2.425. lynceus Sm. (Lichen) 2. 425. M Macaedium 19. macilenta Hoffm. (Cladonia) 2. 20. macilenta v. carcata Nyl. (Cladonia) 2. 19. macilenta D pleurota Rab. (Clad.) 2. 25 macilentus Ehrh. (Lichen) 2. 19. macrocarpa Hampe (Acrocordia) 2. 522.
807 macrocarpa (Hampe) — (Arthopyr.) 2. 522. macrocarpa (DC.) Th. Fr. (Lecidea) 2. 121. macrocarpa DC. (Patellaria) 2, 121. macroloma Flke. (Biatorella pruinosa f.) 494- macrophyllodes Nyl. (Cladonia) 2. 58. macrophylla Th. Fr. (Cladonia) 2. 45. macrospora Th. Fr. (Acarospora) 505. macrospora Mass. (Acrocordia) 2. 520. macrospora Mass. (Arthopyrenia) 2. 520. macrospora Kbr. (Lecid. crustulata f.) 2. 157. macrospora Kernst. (Lecid. petrosa f.) 2. 103. macrospora Eitner (Leptorh. Quercus f.) 2. 54L macrospora Hepp. (Myriospora) 505. macrospora Naeg. (Pertusaria) 359. macrostoma Am. (Lithoicea) 2. 630. macrostoma Dufour (Verrucaria) 2. 630. macrostoma ß detersa Kbr. (Verrucaria) 2. 627. macrum Harm. (Leptog. turgid. f.) 434. macularis Mudd. (Arthopyrenia) 2. 551. macularis Kernst. (Lecid. lithoph. f.) 2. 135- macularis (Hampe) Mass. (Microth.) 2. 564. macularis Sandst. (Rhizoc. obscur. f.) 2. 358. macularis Kbr. (Sagedia) 2- 551. macularis Wallr. (Verrucaria) 2. 551. maculiformis Naeg. (Lecanora) 302. maculiformis Arn. (Rinodina) 115. maculiformis Kplhbr. (Verrucaria) 2. 649. madreporiformis (Schleich.) Ach. (Du- fourea) 170. madreporiformis Schleich. (Lichen) 170. Maggiana Mass. (Arthopyrenia) 2. 543. M a g g i a n a (Mass.) Jatta (Leptorh.) 2. 543- major (Hag.) Zopf (Clad. fimbr. f.) 2. 52. major Flke. (Cladonia rangifer. f.) 2. 12. major Nyl. (Stenocybe) 2. 503. majus Kbr. (Leptog. lacerum v.) 435- Makrokonidien 23. m a I a c e a Ach. (Peltidea) 381. malacea (Ach.) Dub. (Peltigera) 381. mamillare Mass. (Thalloidema) 2. tu. mamillare ß Toninianum Mass. (Thalloi- dima) 2. 317« mamillaris Gouan (Lichen) 2. in. mammosum Pers. (Thelotrema) 366. mamulata Ach. (Gyroph. cirrhosa f.) 523. macularis Hampe. (Melanospora) 2. 564. margacea Wahlenb. (Verrucaria) 2. 604. margacea v. aethiobola Nyl. (Verrucaria) 2. 604. margacea v. mauroides Cromb. (Verru¬ caria) 2. 629. margaceum Wahlenb. (Thelotrema) 2. 604. marga ritu la (Norm.) Bachm. (Sphe- con.) 2. 727. marginale (Huds.) Schaer. (Coll, multif. v.) 425. marginalis Huds. (Lichen) 425. marginata (Arn.) — (Bacidia) 2.249. marginata Arn. (Bilimbia) 2. 249. marginata Arn. (Lecidea) 2, 151. marginata Schaer. (Lecidea) 2. 133. marginata v. eliminata Arn. (Lecidea) 2. I5I. marginata Kbr. (Lecidella) 2- 133. Margo proprius 17. Margo thallinus 17. marina Wedd. (Lecanora) 162. Markschicht 5. marmorata (Ach.) Br. et Rostr. (Ar¬ thonia) 2. 458. marmorata Bagl. (Caloplaca) 146. marmorata (Hepp.) Kbr. (Micro- thelia) 2. 562. marmorata var. Arn. (Microthelia) 2-562. marmorata Hepp. (Phaeospora) 2. 562. marmoratum Ach. (Spilonema) 2. 458. marmoratum Krplhbr. (Tichothecium) 2. 562. marmorea Ach. (Lecidea) 2. 385.
808 marmorea (Scop.) Schaer. (Vemi¬ caria) 2. 618. marmoreus Scop, (Lichen) 2. 618. marmoreus With. (Lichen) 2. 385. Maronea Mass. 499. Massalongia Kbr. 399. Massalongii Stein (Biatora) 2. 201. Massalongii (Kplhbr.) Arn. (Graphis scripta f.) 2. 438. Massalongii (Kbr.) — (Lecidea) 2. 201. Massalongi Gar. et Gib. (Verrucaria) 2. 567. Massalongii Kbr. (Zeora) 2. 201. Massiliense Nyl. (Leptogium) 434. mastoidea (Mass.) Kbr. (Verrucaria) 2. 623. mastoideum Mass. (Amphoridium) 2. 623. mastrucata Th. Fr, (Aspicilia) 256. mastrucata (Wahlenb.) Ach. (Leca¬ nora) 256. mastrucatus Whlbg. (Lichen) 256. maura Wahlenbg. (Verrucaria) 2. 597. maura ß memnonia Kbr. (Verrucaria) 2. 642. mauroides Schaer. (Verrucaria) 2. 629. m a u r u 1 a Müll.-Arg. (Verrucaria) 2. 628. medians Bagl. (Amphiloma) 345. medians Flag. (Candelaria) 345. medians Nyl (Gasparinia) 345. medians Nyl. (Lecanora) 345. medians Nyl. (Placodium) 345. medians Müll.-Arg. (Rhizoc. geogr. v.) 2. 341. m e d i e 11 a Nyl. (Arthonia) 2. 453- medusula (Ach.) Nyl. (Arthonia) 2. 457« m e g a 1 y n a (Ach.) Arn. (Melaspilea) 2. 435- megaspora Nyl. (Microthelia micula f.) 2. 566. meiobola Nyl. (Lecidea) 2. 261. meiocarpoides Arn. (Biatora) 2. 194. meiocarpoides Nyl. (Lecidea) 2. 194. meiococca Nyl. (Lecidea) 2. 151. meiococca (Nyl.) (Lecidea protrusa v.) 2. 151. meiospora Nyl. p. p. (Lecidea) 2. 158. meiosporella Wain. (Lecidea) 2. 157. meiosporella (Wain.) — (Lecid. crustul. f.) 2. 157. meiosporisa Nyl. (Lecidea fuscoatra f.) 2. 171. melaena (Nyl.) — (Bacidia) 2. 251. melaena Arn. (Bilimbia) 2. 251. melaena Nyl. (Lecidea) 2. 251. melaenum Ach. (Collema) 425. melaenum v. complicatum Schleich. (Col¬ lema) 425. melaenum Kbr. (Rhizocarpon) 2. 348. mclaleuca Fr. (Trachylia) 2. 458. melaleucella Nyl. (Arthonia) 2. 458. melaleucum y leucopellaeum Ach. (Spi- lonema) 2. 458. melanaspis Ach. (Lecanora) 321. melanaspis ß alphoplaca Th. Fr. (Leca¬ nora) 322. melanaspis ct stellata Th. Fr. (Lecanora) 321. melanaspis Ach. (Parmelia) 321. melanaspis Fr. (Parmelia) 322. melanaspis Th. Fr. (Placodium) 321. melanaspis ß alphoplaca Th. Fr. (Placo¬ dium) 322. melancheima Tuckerm. (Lecidea) 2. 95. melanocarpa Nyl. (Hymenelia) 2. 367. melanocarpa (Kplhbr.) Arn. (Jo- naspis) 2. 367. melanocarpa (Müll.-Arg.) Arn. (Ri¬ nodina) 104. melanocarpus Wallr. (Sphaerophorus) 2. 471. melanocarpizans Zahlbr. (Toninia) 2. 320. melanoccphala Nyl. (Chaenoth. chrysoc v.) 2. 483- mclanophaea Kbr. (Aspicilia) 2. 172. melanophaea (Ach.) Zw. (Chaeno¬ theca) 2. 480. melanophaea Fr. (Lecidea) 2. 172. melanophaeum Ach. (Calicium) 2. 480. melanophaeum ß ferrugineum Schaer. (Calicium) 2. 479. melanophaeum Stein (Cyphelium) 2. 480.
809 melanophaeum ß ferrugineum Kbr. (Cy¬ phelium) 2. 479. melanospora Nyl. (Lecidea) 92. melanophthalma (DC.) Harm. (Lecanora) 311. melanophthalma DC. (Squamaria) 311. melanosticta Ach. (Anaptychia ciliaris) 63. Melanotheca (Fee) Müll.-Arg. 2. 513. melanotricha Fw. (Gyroph. hirsuta f.) 523. m e 1 a p 1 a c a (Nyl.) Arn. (Acarospora) 510. melaplaca Nyl. (Lecanora) 510. Melaspilea Nyl. 2. 432. melastigma Mudd. (Biatorina) 2. 313. melastoma Nyl. (Pertusaria) 367. melathelia Nyl. (Thelopsis) 2. 516. melathelia Leight. (Verrucaria) 2. 516. melina Kplhbr. (Megalospora) 2. 243. melinus Hellb. (Mycoblastus) 2. 243. melinus (Kplhbr.) — (Mycoblast. sang. v.) 2. 243. melizaea Ach. (Lecidea) 2. 365. memnonia Stein (Lithoicea) 2. 642. memnonia Fw. (Verrucaria) 2. 642. mendax Anzi (Biatorina) 2. 305. mendax (Ohl.) Lettau (Caloplaca) 165. mendax (Anzi) — (Catillaria) 2. 305. mendax Ohl. (Lecanora) 165. meridionalis Zahlbr. (Polyblastiop- sis) 2. 570. mesenteriforme Arn. (Thalloidema) 2. ui. mescenteriforniis (Wulf.) Arn. (Gyroph. cylindr. f.) 519. mesenteriformis (Vill.) Lettau (Lecidea) 2. in. mesenteriformis Wulf. (Lichen) 519. mesenteriformis Oliv. (Toninia) 2. in. mesomorpha Nyl. (Evernia) 169. metabolica Anzi (Rinodina) 117. metabolica ß demissa Kbr. (Rinod.) 101. metabolica Flot. (Zeora) 114. metaboliza Nyl (Lecanora) 290. metaboloides Nyl. (Lecanora) 290. m et amorph a (Nyl.) — (Bacidia) 2. 253. metamorph a Anzi (Lecidea) 2. 124. metamorpha Nyl. (Lecidea) 2. 253. methorium (Nyl.) — (Thelidium) 2. 666. methoria Nyl. (Verrucaria) 2. 666. Metzleri Kbr. (Biatora) 2. 178. Metzleri Hepp. (Collema) 428. Metzleri Hepp. (Coll, cheileum var.) 428. Metzleri (Kbr.) Th. Fr. (Lecidea) 2. 178. Metzleri Lahm (Microthelia) 2. 563. Metzleri f. anthracina Stnr. (Microthelia) 2. 563. M i c h e I i i (Mass.) — (Dermatocarpon) 2. 578. Michelii Kbr. (Endopyrenium) 2. 578. Michelii Mass. (Placidium) 2. 578. micrantha Kbr. (Aspicilia) 252. micraspis Nyl. (Lecidea) 70. microbotrys Th. Fr. et Hellb. (Biatorina) 2r 153. microcarpa Th. Fr. (Bacidia) 2. 261. microcarpa Th. Fr. (Bilimbia) 2. 261. microcarpa Kbr. (Buellia disciformis v.) 79- microcarpa Anzi (Lecanora Prevostii f.) 246. microcarpa Zahlbr. (Lecid. obscurell. v.) 2. 225. microcarpa Schaer. (Peltigcra polydact. f.) 381. microcarpa Arn. (Polyblast, cupularis v.) 2. 695. microcarpa Arn. (Usnea) 183. microcarpum Zschacke (Thelid. Auruntii v.) 2. 668. microcephala Nyl. (Sphinctrina) 2. 506. microcephala (Sm.) Kbr. (Sphinc¬ trina) 2. 505. microchaena Norm. (Biator). 491. microchaena Nyl. (Lecidea) 491. micrococca Kbr. (Biatora) 2. 295. micrococca (Kbr.) Th. Fr. (Catil¬ laria) 2. 295. Microglaena Lönnr. 2, 717. microlepis Kbr. (Aspicilia) 242. m i c r o 1 e p i s (Kbr.) — (Lecanora) 242. micromma Nyl. (Lecidea) 2. 249.
810 Microphiale (Stitzenb.) Zahlbr. 2. 363. microphylla Stenh. (Biatora) 404. microphylla Arn. (Gyrophora) 517. microphylla Anzi (Gyrophora) 519. microphylla (Laur.) — (Gyroph. anthr. v.) 517. microphylla (Anzi) Arn. (Gyrophora cy- lindr. f.) 519. microphylla Ach. (Lecanora) 404. microphylla Ach. (Lecidea) 404. microphylla a Schraderi Schaer. (Leci¬ dea) 403. microphylla y pezizoides Schaer. (Leci¬ dea) 399. microphylla <5 Swartzii Schaer. (Leci¬ dea) 404. microphylla ß treptophylla Ach. (Leci¬ dea) 403. microphylla Del. (Pannaria) 404. microphylla Hue (Pannaria) 404. microphylla Nyl. (Pannularia) 404. microphylla Fr. (Parmelia) 404. microphylla (Sw.) Müll.-Arg. (Par- meliella) 404. microphyllum Arn. (Xanthoria parietina f.) 119. microphyllum Ach. (Collema) 431. microphyllum Bagl. (Lepidoma) 404. microphyllum (Ach.) Zahlbr. (Lep¬ togium) 431. microphyllus Sw. (Lichen) 404. micropsis Mass. (Lecidea) 2. 104. m i c rop s i s Mass. (Lecidea) 2. 110. micropsis (Mass.) Arn. (Lecidea rhae- tica v.) 2. 104. microscopica Müll.-Arg. (Pyrenula) 2. 508. microscopicum Nyl. (Leptogium) 440. microscopicum Müll.-Arg. (My- coporum) X 508. m i c r o s p i 1 a Kbr. (Arthopyrenia) 2. 530. microspora (Arn.) D. T. et S. (Calopl. aurant.) 154. microspora Hepp. (Lecidea) 84. microspora Nyl. (Lecidea) 2. 123. microspora Eitner (Lecid. macroc. f.) 2. 122. microspora Nyl. (Verrucar.) 2. 600. microsporella Lettau (Lecid.) 2. 163. microstigma Nyl. (Lecidea) 2. 176. Microthelia (Kbr.) Mass. 2. 560. micula (Flot.) Kbr. (Microthelia) 2. 566. Mikrokonidien 23. M i 1 d e a n a Kbr. (Stenocybe) 2. 504. milliaria Kbr. (Bilimbia) 2. 269. milliaria Kplhbr. (Bilimbia) 2. 260. milliaria ß ligniaria Kbr. (Bilimbia) 2. 260. milliaria y saprophila Kbr. (Bilimbia) 2. 260. milliaria f. saxigena Arn. (Bilimbia) 2. 260. milliaria ß saxicola Kbr. (Bilimbia) 2. 261. milliaria Fr. (Lecidea) 2. 269. milliaria v. ligniaria Fr. (Lecid.) 2.251, milliaria f. scoliciosporoides Stzbg. (Le¬ cidea) 2. 269. milliaria a terrestris Fr. (Lecid.) 2.101. milliaria v. turfosa Fr. (Lecidea) 2.251. milvina Ach. (Lecanora) 103. milvina Harm. (Lorr.) — (Lecan.) 107. milvina Wahlbg. (Parmelia) 103. milvina Lamy (Rinodina) 107. milvina (Wahlbg.) Th. Fr. (Rino¬ dina) 103. miniata (Hoffm.) Th. Fr. (Calopl. mur. var.) 165. miniata Ach. (Lecanora) 165. miniatum (L.) Th. Fr. (Dermatoc.) 2. 582. miniatum Ach. (Endocarpon) 2. 582. miniatum y aquaticum Schaer. (Endo¬ carpon) 2. 583. miniatum v. canum Kplhbr. (Endocar¬ pon) 2. 583. miniatum v. complicatum Schaer. (En¬ docarpon) 2. 582. miniatum v. decipiens Mass. (Endocar¬ pon) 2. 584. miniatum v. leptophyllum Whlbg. (En¬ docarpon) 2. 583.
811 miniatum <5 monstruosum Schaer. (En¬ docarpon) 2. 575. miniatum * papillosum Anzi (Endocar¬ pon) 2. 583. miniatum v. polyphyllum Arn. (Endo¬ carpon) 2. 584. miniatus Hoffm. (Lichen 165. miniatus L. (Lichen) 2. 582. minima Hepp. (Sagedia) 2. 661. minima Mass. (Verrucaria) 2. 661. minimum (Mass.) Arn. (Thelidium) 2. 661. minor Hepp. (Graphis scripta f.) 2. 438. minor Nyl. (Lecid. vernales f.) 2. 215. minor Kernst. (Microthelia) 2. 562. minor Lettau (Usnea articul. f.) 184. minuscula Arn. (Imbricaria) 203. minuscula Nyl. (Parm. pubesc, f.) 203. minuscula Nyl. (Ramalina) 181. minuscula v. obtusata Arn. (Ramalina) 181. minuscula v. pollinariella Arn. (Rama¬ lina) 181. minusculum Zschacke (Thelid. abscond. f.) 2. 657. minuta Mass. (Biatorella pruin. f.) 494- minuta Mass? (Biatorina) 2, 293. minuta Cromb. (Lecidea) 2. 212. minuta Kplhbr. (Lecidea lithoph. v.) 2. 135. minuta Anzi (Rinodina archaea f.) 113. minuta Mass. (Verrucaria lecideoid. v.) 2. 637. minutella Am. (Jonaspis melanocarpa f.) 2. 367. minutissima Müll.-Arg. (Arthop.) 2. 526. minutissima Müll.-Arg. (Biatorella pusil. f.) 495. minutissima Mass. (Lecanora) 266. minutissimum Schaer. (Collema) 437. minutissimum Kbr. (Leptogium) 438. minutissimum (Schaer.) Flke. (Lep¬ togium) 437. minutula Nyl. (Arthonia) 2, 451. minutula Kbr. (Xylographa) 2. 412. minutulum Kbr. (Thelidium) 2. 659. minutulum Stahl (Thelidium) 2. 660. minutum Kbr. (Calicium) 2. 490. minutum Arn. (Thelidium) 2. 672. mirifica Arn. (Lcptog. minutiss. f.) 438. misella Falk (Biatora) 2. 211. miscella Fr. (Biatora) 2. 227. miscella Ach. (Lecidea) 2. 227. miscella Smrft. (Lecidea) 2. 232. miscelliformis Nyl. (Lecidea) 2. 231. miscelloides Nyl. (Lecidea) 2. 231. miserrima Minks (Cyrtidula) 2. 509. 'miserrimum Nyl. (Mycopor.) 2. 509. mitis Sandst. (Cladonia) 2. 15. mitescens Nyl. (Bacidia) 2. 263. mixta Eitner (Aspicilia) 248. mixta Fr. (Biatora) 2. 302. mixta (Eitner) — (Lecanora) 248. mixta Smrft. (Lecidea) 2. 288. mniaraea Ach. (Lecanora) 110. mn i arae a (Ach.) Th. Fr. (Rinodina) lio. mniaraeiza Nyl. (Lecanora) m. mniaraeiza (Nyl.) Th. Fr. (Rinodina) m. m o e d 1 i n g e n s e Zahlbr. (Anema) 463. modesta Zw. (Bacidia Arnoldiana f.) 2. 281. modesta Hcgetschw. (Lecidea) 2. 364. modesta Müll.-Arg. (Lecidea) 2. 112. modesta (Hegetschw.) — (Micro- phiale) 2. 364. modesta Hegetschw. (Secoliga) 2. 364. modesta Nyl. (Thelenella) 2. 719. modica Arn. (Buellia) 74. modica (Nyl.) Am. (Buellia) 75. modica Nyl. (Lecidea) 75. m o d i c u 1 a (Nyl.) Arn. (Buellia) 70. modicula Nyl. (Lecidea) 70. molariformis Hoffm. (Clad. papill. f.) 2. 18. molle Kbr. (Scoliciosporium) 2. 283. mollis Th. Fr. (Bacidia) 2. 288. mollis (Wahlbg.) Nyl. (Lecidea) 2. 191. mollis Neck. (Lichen) 169. mollis ß prostrata Schaer. (Physcia) 169. mollis y divaricata Schaer. (Parmelia) 169. molybdinum Kbr. (Collema) 423. molybdinum Kbr. (Collema) 466.
812 m on a c e nsis (Lederer) — (Caloplaca) 150. monacensis Lederer (Pyrenodesmia) 150. Monasteriensis Lahm (Biatorella) 489. Monasteriense Kbr. (Biatoridium) 489. monocarpum Duf. (Collema) 428. mono carpum (Duf.) Harm. (Coli, cheil. f.) 428. monosporella Nyl. (Thelenidia) 2. 714. monstrosa (Ach.) Wain. (Clad. digitata f.) 2. 23. monstruosa Jatta (Verrucaria) 2. 575. monstruosum (Schaer.) Wain. (Der¬ matocarpon) 2. 575. monstruosum Kbr, (Endopyrenium) 2. 575* monstruosum Mass. (Placidium) 2. 575. monstrum Kbr. (Polybi, scotinosp. f.) 2. 696. Motagnei Fw. (Lecidea) 2. 351. Montagnei Fw. Kbr. (Rhizocarpon) 2. 351. Montagnei f. geminatum Aut. (Rhizoc.) 2. 352. montana (Schleich.) Arn. (Graph, scripta f.) 2. 438. montana Nyl. (Lecidea) 2. 326. montana Schleich. (Opegrapha) 2. 438. montanum (Hepp.) Kbr. (Thelid.) 2. 661. montellicum Beltr. (Aeolium) 2. 475. montellicum (Beltr. — (Cyphelium) 2- 475. monticola Hepp. (Biatora) 2. 182. monticola (Ach.) Schaer. (Lecidea) 2. 107. monticola Arn. (Lecidea) 2. 182. monticola (Hepp.) Arn. (Lecid. fuscoru- bens f.) 2. 182. Montinii Arn. (Porocyphus) 457. Montinii (Mass.) Forss. (Psorotichia) 457- Montinii Trev. (Pyrenocarpus) 457. Montinii Beltr. (Thelidium) 2. 673. Montinii Mass. (Thelochroa) 457. morbosa (Arn.) — (Porina) 2. 549. morbosa Arn. (Sagedia) 2. 549. moriformis Ach. (Arthonia) 491. moriformis (Ach.) Th. Fr. (Biato¬ rella) 491. Morio Fr. (Lecidea) 498. Morio ß cinerea Schaer. (Lecidea) 498. Morio v. coracina Fr. (Lecidea) 499. Morio v. pallens Mont. (Lecidea) 499. Morio Kbr. (Sporastatia) 498. Morio ß cinerea Kbr. (Sporastatia) 498. morioides Blomb. (Aspicilia) 254. m o r i o i d e s (Blomb.) — (Lecanora) 254. Moriolaceae 2. 723. moriopsis Th. Fr. (Buellia) 86. moriopsis Mass. (Catolechia) 86. mortarii Leight. (Verrucaria) 2. 626. mortarii Arn. (Verruc. griseorubens v.) 2. 635. Mosigii Hellb. (Lecidea) 2. 165. Mosigii Hepp. (Lecidea) 2. 144. Mosigii Ach. (Lecid. fuscoatra f.) 2« 171. Mosigii Kbr. (Lecidella) 2. 144. mosigiicola Eitner (Biatora) 2. 188. m o s i g i i c o 1 a (Eitner) — (Lecidea) 2. 188. Mougeotii Arn. (Buellia) 73. Mougeotii Th. Fr. (Buellia) 74. Mougeotii (Hepp.) Th. Fr. (Buellia lepto- cline var.) 74. Mougeotii Kbr. (Imbricaria) 205. Mougeotii Hepp. (Lecidea) 73; 74. Mougeotii Schaer. (Parmelia) 205. Mougeotii Zschacke (Verr. denudata v.) 2. 615. Mougeotioides Nyl. (Lecanora) 97. mougeotioides (Nyl.) — (Rino¬ dina) 97. mucosa Rich. (Verrucaria) 2. 607. mucosa Wahlenb. (Verrucaria) 2. 599. mucosula Wedd. (Verruc. microspora v.) 2. 600. Mulieri Hepp. (Physma) 412. m u g h i c o 1 a Nyl. (Lecanora) 304. mullea (Kplhbr.) — (Bacidia) 2. 263. mullea Kplhbr. (Bilimbia) 2. 263. multifidum (Scop.) Schaer. (Col¬ lema) 425. multifidum v. fragiferum Harm. (Col¬ lema) 425.
813 multifidum <5 polycarpum Schaer. (Col¬ lema) 419. multifidum papulosum Schaer. (Collema) 426. multifidus Rutstr. (Lichen) 204. multifidus Scop. (Lichen) 425. multiflorum Hepp. (Collema) 424; 426. multipartitum Sm. (Collema) 417. multipunctata (Ehrh.) Th. Fr. (Parm. encaust.) 199. multipunctata (Turn.) Nyl. (Per¬ tusaria) 353. multipunctata v. amara Oliv. (Pertus.) 352. multipunctata v. globulifera Nyl. (Pertu¬ saria) 353. multipunctata v. ophthalmiza Nyl. (Per¬ tusaria) 355. multipunctata Turn. (Variolaria) 353. multipunctus Ehr. (Lichen) 198; 199. multiseptata Jatta (Bilimbia) 2. 322. multiseptata Nyl. (Lecidea) 2, 322. multiseptata Anzi (Toninia) 3. 322. murale Arn. (Placodium) 312, murale Hepp. (Thelotrema) 2. 693. murale f. alpina Hepp. (Thelotrema) 2. 693. muralis Ach. (Verrucaria) 2. 640. muralis <5 albescens Schaer. (Lecanora) 319- muralis ß diffracta Schaer. (Lecan.) 312. muralis ö disperso-areolata Schaer. (Le¬ canora) 316. muralis b. galactina Schaer (Lecan.) 273. muralis Borr. (Verrucaria) 2. 713. muralis v. alpina Arn. (Verrucaria) 2. 641. muricata Del. (Cenomyce) 2, 32. muricata (Del.) Arn. (Clad. rangiform. f.) 2. 32. muricata (Ach.) Schaer. (Cetrar. aculeata v.) 231. muricata Laur. (Dufourea) 170. muricatus Ach. (Lichen) 231. muricella (Del.) Wain. (Clad. squam. f.) 2. 39. muricelloides Sandstede (Clad. glauca f.) 2. 41. murina Sandstede (Acarospora) 509. murina Ach. (Gyrophora) 523. murina DC. (Umbilicaria) 523. murina Ach. (Verrucaria) 2. 634. murina Leight. (Verrucaria) 2. 639. murorum Mass. (Acarosp. squam. f.) 506. murorum Kbr. (Amphiloma) 164. murorum v. steropeum Kbr. (Amphi¬ loma) 144. murorum ö steropeum Kbr. (Amphi¬ loma) 155. murorum Mass. (Buellia aiboatra f.) 90. murorum (Hoffm.) Th. Fr. (Calo¬ placa) 164. murorum Stzbgr. (Collemopsis) 458. murorum (Ach.) Lecanora) 164. murorum f. miniata Wedd. (Lecanora) 165. murorum f. pulvinata Wedd. (Lecanora) 165. murorum v. pusilla Wedd. (Lecan.) 160. murorum Hoffm. (Lichen) 164. murorum Mass. (Lithoicea) 2. 627. murorum Ach. (Parmelia) 164. murorum ß miniata Fr. (Parmelia) 165. murorum DC. (Placodium) 164. murorum Nyl. (Placodium) 159. murorum v. citrinum Hepp. (Placodium) 345. murorum v. citrinum Nyl. (Placodium) 143. murorum v. lobulatum Le Jolis (Placo¬ dium) 162. murorum v. microsporum Hepp. (Placo¬ dium) 160. murorum v. miniatum Nyl. (Placodium) 165. murorum v. pulvinatum Oliv. (Placod.) 165. murorum v. tegulare Oliv. (Placod.) 160. murorum Arn. (Physcia) 164. murorum ß miniata Arn. (Physcia) 165. murorum Mass. (Psorotichia) 458. murorum Mass. (Thrombium) 2. 627. murorum (Mass.) — (Verrucaria) 2. 627. murorum Th. Fr. (Xanthoria) 164.
814 murorum ß miniata Th. Fr. (Xanthoria) 165. muscicola Schaer. (Blastenia ferruginea f.) 129. muscicola Hepp. (Buellia myriocarpa f.) 77- muscicola (Schaer.) D. T. et S. (Calo¬ placa pyracea) 150. muscicola DC. (Cornicularia) 478. muscicola Nyl. (Homodium) 478. muscicola Smrft. (Lecidea) 2. 330. muscicola Fr. (Leptogium) 478. muscicolum Hepp. (Leptog. Schrader i v.) 433. muscicola Sw. (Lichen) 478. muscicolum (Smrft.) Th. Fr. (Lopadium peziz. v.) 2. 330. muscicola (Ach.) Lönnr. (Micro- glaena) 2. 721. muscicola Ach. (Parmelia) 478. muscicola Wallr. (Patellaria) 478. muscicola (Schaer.) Harm. (Physcia) 58. muscicola (Sw.) Kbr. (Polychidium) 478- muscicola Ach. (Verrucaria) 2. 721. muscigena Th. Fr. (Arthonia) 2. 453- muscigena Ach. (Parmelia) 57. muscigena Wainio (Physcia) 57. muscigena Nyl. (Physcia pulverul.) 57. muscorum (Sw.) Mudd. (Bacidia) 2. 284. muscorum v. accedens Arn. (Bilimbia) 2. 266. muscorum Hepp. (Buellia insignis f.) 79. muscorum Ach. (Lecanora) 400. muscorum Ach. (Lecidea) 2. 284. muscorum (Wulf.) Schaer. (Lecidea) 2. 100. muscorum v. mixta Nyl. (Lecidea) 2. 288. muscorum Sw. (Lichen) 2. 284. muscorum Wulf. (Lichen) 2. 100. muscorum Th. Fr. (Microglaena) 2. 721. muscorum Del. (Pannaria) 400. muscorum Nyl. (Pannularia) 400. muscorum Fr. (Parmelia) 400. muscorum ß lepidiota Fr. (Parmelia) 398. muscorum Müll. (Parmeliella) 400. muscorum Mass. (Porina) 2. 558. . muscorum Hepp. (Pyrenula) 2« 558. muscorum y faginea Hepp. (Pyrenula) 2. 558. muscorum Müll.-Arg. (Sagedia) 2. 558. muscorum Fr. (Verrucaria) 2. 721. musiva Kbr. (Lecidea) 2. 120. musiva Kbr. (Lecidea convexa v.) 2. 120. mutabile Ach. (Calicium) 2. 496; mutabilis (Ach.) Mass. (Lecan.) 251. mutabilis Smrft. (Lecanora) 300. mutabilis v. stenospora Nyl. (Lecidea) 2. 221. mutabilis Ach. (Urceolaria) 251. mutabilis Borr. (Verrucaria) 2. 647. Muverani Müll.-Arg. (Lecid.) 2. 116. m y c e t o i d e s Arn. (Melaspilea) 2, 434. Mycoblastns Norm. 2. 242. Mycopoiaceae 2. 507. Mycoporum Flotow 2. 507 • myochroum Mass. (Mallotium) 443- myochroum a saturninum Schaer. (Col¬ lema) 442. myochroum d. conglomeratum Schaer. (Collema) 422. myochrous Ehrh. (Lichen) 443. Myricae (Nyl.) Hue (Arthopyrenia) 2. 535- Myricae Nyl. (Verrucaria) 2, 535. Myrini (Fr.) Nyl. (Lecanora) 251. Myrini Fr. (Parmelia) 251. myriocarpa (DC.) Mudd. (Buellia) 76. myriocarpa Bagl. (Guepiniella) 406. myriocarpa Nyl. (Lecidea) 76. myriocarpa DC. (Patellaria) 77. myriocarpa Hepp. (Verrucaria) 2. 639. myriocarpoides Nyl. (Lecidea) 2. 93. myriocarpoides v. consimilans Nyl. (Leci¬ dea) 2. 93. myriococcum Ach. (Collema) 412. myriococcum Kbr. (Physma) 412. myriospora Zahlbr. (Gonohymenia) 454. myriospora Hepp. (Guepinia) 406. myriospora Wedd. (Guepiniella) 406. myrmecina Fr. (Lecidea) 2. 241. myrrhinum v. ocellatum (Placod.) B. et C. 321.
815 Naegelii (Hepp.) Zahlbr. (Bacidia) 2. 264. Naegelii Hepp. (Biatora) 2. 264. Naegelii Anzi (Bilimbia) 2. 264. Naegelii Stzbgr. (Lecidea) 2. 264. Naegelii (Hepp.) Zahlbr. (Polyblasti- opsis) 2. 569. Naegelii Hepp. (Pyrenula) 2. 569. Naegelii Stzbgr. (Verrucaria) 2. 569. nanipara (Stzbgr.) — (Bacidia) 2. 255. nanipara Stzbgr. (Lecidea) 2. 255. nanum Nyl. (Leprocaulon) 2. 69. nanum Ach. (Stereocaulon) 2. 69. nanus Hepp. (Baeomyces) 2. 69. nebulosa (Hoffm.) Nyl. (Pannaria) 398. nebulosa Ach. (Pannaria brunnea f.) 399. nebulosa Hoffm. (Patellaria) 398. Neesii Fw. (Aeolium) 2. 476. N e e s i i Kbr. (Arthopyrenia) 2. 527. Neesii (Fw.) Zahlbr. (Cyphelium) 2. 476. neglecta Eitner (Buellia) 84. neglecta (Kbr.) — (Caloplaca) 139. neglecta Flke. (Capitularia) 2. 51. neglecta Kbr. (Catillaria) 139. neglecta b. Pocillum Flke. (Cenomyce) 2. 51. neglecta Spreng. (Cladonia) 2. 51. neglecta (Flke.) Mass. (Clad. pyxidata v.) 2. 51. neglecta Nyl. (Lecidea) 2. 99. neglecta Stein (Lecidella) 2. 99. neglectum Bayrh. (Calicium) 90. neglectum Lahm (Calopisma) 139. nemoralis Fl. (Porina Koerberi v.) 2. 554. nemoxyna Nyl. (Cladonia) 2. 54. nemoxyna (Ach.) Nyl. (Clad. fimbr. v.) 2. 54- nemoxyna (Ach.) Nyl. (Clad. fimbr. f.) 2. 53. nephaea Lamy (Lecanora) 309. Nephroma Ach. 374. netrospora Naeg. (Pyrenula) 2. 558. Neuschildii Kbr. (Biatorina) 2. 305. Neuschildii (Kbr.) Th. Fr. (Catillaria) 2. 305. N i d e r i Stnr. (Caloplaca) 157. nigella Kplhbr. (Polyblastia) 2. 704. nigella ß abscondita Hepp. (Sagedia) 2. 655. nigella (Kplhbr.) Krnst. (Stauroth.) 2. 704. nigella (Kplhbr.) — (Stauroth. orbicul. v.) 2. 704. niger Huds. (Lichen) 402. nigerrima Eitner (Acarosp. Heppii f.) 508. nigerrima Nyl. (Buellia) 87. nigra Ach. (Lecidea) 402. nigra Nyl. (Pannularia) 402. nigrata Zahlbr. (Bacidia ligniaria f.) 2. 269. nigrata Zahlbr. (Lecid. lithophila var.) 2. 135. nigrata Leight. (Verruc. levata v.) 2. 617. n i g r e 11 a Müll.-Arg. (Rinodina) 99. nigrescens (Huds.) Ach. (Collema) 420. nigrescens (Th. Fr.) Stein (Leca¬ nora) 268. nigrescens Mass. (Lethagrium) 420. nigrescens Huds. (Lichen) 420. nigrescens Ach. (Pyrenula) 2. 644. nigrescens Trevis. (Synechoblastus) 420. nigrescens f. quinqueseptatus Kernst. (Synechoblastus) 421. nigrescens Pers. (Verrucaria) 2. 644. nigrescens v. macrostoma Nyl. (Verruc.) 2. 630. nigrescens subsp. subfuscella Nyl. (Verru¬ caria) 2. 626. nigricans (Ach.) Nyl. (Alectoria) 173. nigricans Lettau (Bacid. Naegelii v.) 2. 265. nigricans Fr. (Calicium) 2. 489. nigricans (Arn.) D. T. et S. (Caloplaca Agardhiana v.) 141.
816 nigricans Arn. (Catill. lenticular. f.) 2. 3°4- nigricans Mass. (Cyphelium) 2. 481. nigricans DC. (Lecanora) 149. nigricans Flke. (Physcia obscura v.) 60. nigricans Nyl. (Verruc. fuscella f.) 2.631. nigricans Arn. (Rhizocarp. concentr. f.) 2. 356. nigrita Schaer. (Lecid.) armeniaca f.) 2. 193. nigritula Nyl. (Lecidea) 84. nigro caesia Cheval. (Opegr. varia var.) 2. 428. nigroclavata (Nyl.) Arn. (Catil¬ laria) 2. 302. nigroclavata Eitner (Lecanora laevigata f.) 296. nigroclavata Nyl. (Lecidea) 2. 302. nigrocrucnta Anzi (Lecidea) 2. 169. nigrogrisea Nyl. (Lecidea) 2. 148. nigrolimbata (Nyl.) D. T. et Sarnth. (Heppia Guepini f.) 407. nigrum Schaer. (Calicium) 2. 490. nigrum Schaer. exp. (Calicium) 2. 495. nigrum v. curtum Schaer. (Calicium) 2. 494- nigrum v. pusillum Schaer. (Calic.) 2.491. nigrum Zahlbr. (Coenogonium) 2. 359. nigrum DC. (Collema) 402. nigrum Mass. (Lecothecium) 402. nigrum (Ach.) Harm. (Placynthium) 402. Nilgherrensis Arn. (Imbricaria) 218. N ilgherrensis Nyl. (Parmelia) 218. nimbosa Th. Fr. (Dimelaena) 97. nimbosa Kbr. (Diploicia) 97. nimbosa Nyl. (Lecanora) 97. nimbosa Fr. (Parmelia) 97. nimbosa Hepp. (Psora) 97. nimbosa (Fr.) Th. Fr. (Rinodina) 97. nitida Mass. (Blastodesmia) 2. 567. nitida Eitner (Buellia) 85. nitida Smrft. (Lecidea) 2. 224. nitida (Weig.) Ach. (Pyrenula) 2. 546. nitida ß minor Hepp. (Pyrenula) 2. 546. nitida ß nitidella Flke. (Pyrenula) 2. 546. nitida Weigel (Sphaeria) 2. 546. nitida Schrad. (Verrucaria) 2. 546, nitidella (Flke.) Müll.-Arg. (Pyre¬ nula) 2. 546. nitidula Fr. (Lecidea) 2. 157. N itzschkeana (Lahm) — (Bacidia) 2. 259. Nitzschkeana Lahm (Bilimbia) 2. 259. nivale Kbr. (Callopisma) 341. nivale Nyl. (Platysma) 227. nivalis Th. Fr. (Biatorina) 341. nivalis Th. Fr. (Caloplaca) 341. nivalis (Kbr.) — (Candelariella) 341. nivalis (L.) Ach. (Cetraria) 227. nivalis Kbr. (Gyalolechia) 341. nivalis Nyl. (Lecanora) 341. nivalis L. (Lichen) 227. nivalis Hoffm. (Lobaria) 227. nivalis DC. (Physcia) 227. nivalis DC. e. p. (Physcia) 228. nivalis (Hepp.) Arn. (Verrucaria Hoch- stetteri v.) 2. 625. nivalis Kbr. (Zeora) 341. nivaria Arn. (Lecidea) 2. 127. nivaria Arn. (Lecidella) 2. 127. nivea Müll.-Arg. (Biatora) 2. 196. nivea (Hoffm.) aut. (Coniocybe) 2. 499. nivea (Müll.-Arg.) — (Lecidea) 2. 196. nivea Anzi (Rinodina) 77. nivea Hoffm. (Trichia) 2. 499. nodulosa (Fr.) Oliv. (Acarospora) 502. nodulosa Stzbgr. (Lecanora) 502. nodulosa (Kbr.) — (Lecidea) 2. 160. nodulosa Kbr. (Lecidella) 2. 160. nodulosa E. Fr. (Parmelia) 502. Norlini Lamy (Lecidea) 2. 281. normalis Th. Fr. (Gyrophora cirrhosa f.) 523. normalis Eitner (Lecid. Dicksonii f.) 2. 173. Nonnandina (Nyl.) Wainio 2. 572. norvegica Smrft. (Lecidea) 2. 324. Nostoc 13. Notarisii Tui. (Aeolium) 2. 475. N o t a r i s i i (Mass.) Forss. (Anema) 464. Notarisii (Tul.) Zahlbr. (Cyphelium) 2. 475. Notarisii Mass (Omphalaria) 464.
817 Notarisii Mass. (Thyrea) 464. Notarisii Nyl. (Trachylia) 2. 475. notha v. diaphora Nyl. (Opegrapha) 2. 427. notha (Ach.) Fr. (Opegrapha varia v.) 2. 427. nothus Ach. (Lichen) 2. 427. nubigena (Kplhbr.) D. T. et Sarnth. (Caloplaca) 143. nubigena (Arn.) D. T. et S. (Caloplaca aurant.) 155. nuda Nyl. (Biatorella) 494. nuda Eitner (Lecanactis Dilleniana f.) 2. 403. nuda Ach. (Parmelia olivetorina f.) 202. nudiuscula Schaer. (Gyroph. cylindr. f.) 519. nudum Schaer. (Collema pulposum v.) 424. numidella Flag. (Collemopsis) 461. nummolaria Mass. (Omphalaria) 464. Nylanderi Anzi (Biatora) 2. 216. N y 1 a n d e r i (Anzi) Th. Fr. (Lecidea) 2. 216. Nylanderi Hepp. (Sagedia) 2. 660. N y 1 a n d e r i (Hepp.) — (Thelidium) 2. 660. Nylanderi (Hepp.) Kplhbr. (Thelidium) 2. 660. Nylanderi ß montanum Hepp. (Thelid.) 2. 661. Nylanderiana Mass. (Lecania) 332. Nylanderiana Hann. (Lecanora) 332. Oakesiana Tuck. (Cetraria) 225. Oakesianum Nyl. (Platysma) 225. oasis Mass. (Caloplaca aurant. f.) 156. obessa Ach. (Parmelia) 191. oblita Bagl. ct Car. (Lecidea) 2. 149. obliterans (Nyl.) Jatta (Caloplaca) 163. obliterans Nyl. (Lecanora) 163. obliterans Nyl. (Placodium) 163. obliterascens Cromb. (Calopl. tegular. v.) 161. obliterascens Nyl. (Lecanora) 161. obliterascens Oliv. (Placodium) 161. obliterata Kbr. (Blastenia ferruginea f.) 129. obliterata (Smrft.) — (Calopl. tegular. f.) 160. obliterata Smrft. (Lecanora) 160. obliteratum Fw. (Rhizoc. Montagn. f.) 2. 352. obnigrescens Nyl. (Lithoicea) 2. 650. o b n i g r e scens (Nyl.) — (Verrucaria) 2. 650. oberrindig 7. obscura Krmplhbr. (Anaptychia) 59. obscura Pers. (Arthonia) 2. 457* Thomä-Migula, Flechten. II. (Flora XU, 2.) o obscura Schaer. (Arthonia gregaria v.) 2. 467. obscura (Pers.) — (Arthonia radiata v.) 1 457. obscura Eitner (Jonaspis) 2. 367. obscura var. adglutinata Hepp. (Loba¬ ria) 61. obscura Pers. (Opegrapha) 2. 457. obscura Fr. (Parmelia) 59. obscura <5 adglutinata Schaer. (Parme¬ lia) 61. obscura b. ciliata Schaer. (Parmelia) 59. obscura v. cycloselis f. ciliata Arn. (Par¬ melia) 59. obscura ß muscicola Schaer. (Parm.) 58. obscura v. saxicola Schaer. (Parmelia) 58. obscura £ virella Schaer. (Parmelia) 59. obscura (Fr.) Nyl. (Physcia) 59. obscura f. endochrysea Nyl. (Physcia) 58. obscura v. endococcina Th. Fr. (Physcia) 58. obscurata (Smrft.) Zahlbr. (Bacidia) 2. 261. obtusata (Ach.) Schaer. (Clad. uncialis f.) 2. 30. obscurata (Fr.) Nyl. (Lecanora) 257. obscurata Schaer. (Lecidea) 2. 356. 52
818 obscurata (Ach.) Bitter (Parmelia) 198. obscuratum (Ach.) Kbr. (Rhizocar¬ pon) 2. 356. ob sc u re 11 a Lahm (Blastenia) 128. obscurella Th. Fr. (Caloplaca) 128. obscur eil a (Smrft.) Nyl. (Lecidea) 2. 224. obscurior Th. Fr. (Bacidia Beckhausii v.) 2. 272. obscurior Nyl. (Lecanora prosechoides) 308. obscurissima Nyl. (Lecidea) 2. 144. obscurus Sm. (Lichen) 2. 406. obsoleta Arn. (Polyblastia) 2. 688. obstans Nyl. (Lecidea) 2. 108. obtecta Arn. (Verruc. dolomitica v.) 2. 633- obtecta Arn. (Verruc. Hochstetteri v.) 2. 625. obtectum Arn. (Thelid. dominans f.) 2. 671. obtegens Am. (Bacidia subtrachona v.) 2. 249. obtusa Leight. (Phaeographis dendr. f.) 2. 441. obtusangula Schaer. (Phaeogr. dendr. f.) 2. 441. obtusata Ach. (Cenomyce) 2. 30. obtusata Schaer. (Cetraria aculeata f.) 230. obtusata Bitter (Ramalina) 181. obtusata Arn. (Ramal. dilacerata v.) 181. obtusatus Vahl (Lichen) 357, ochracea Duf. (Arthonia) 2. 467. ochracea Mudd. (Aspicilia) 252. ochracea (Schaer.) Zahlbr. (Blastenia) 133. ochracea Hepp. (Biatora) 2. 182. ochracea f. picila Arn. (Biatora) 2, 182. ochracea Kbr. (Lecanora calcarea f.) 262. ochracea Schaer. (Lecidea) 133. ochracea Arn. (Lecid. tesselata v.) 2. 133. ochracea Ach. (Lecid. lithophila f.) 2. 135. ochracea Kbr. (Lecidella) 2. 182. ochracea Mass. (Xanthocarpia) 133. ochraceum Mass. (Calopisma) 133. ochraceum ß nubigenum Kplhbr. (Callo¬ pisma) 143. ochrocarpa Kbr. (Biatora) 2. 206. ochrocarpa (Kbr.) — (Lecidea) 2. 206. ochrochlora Flke. ex p. (Clad.) 2. 54. ochrocarpia Flke. (Clad. coccif. v.) 2. 25. ochrocarpia Forss. (Clad. deform, f.) 2.26. ochrocarpia Tuck. (Clad. macil. f.) 2. 21. ochrochlora (Flke.) Wain. (Clad. fimbr. v.) 2. 54. ochrochlora Flke. (Clad. fimbr. f.) 2. 52. Ochrolechia Mass. 323. ochroleuca (Ehrh.) Nyl. (Alectoria) I7I. ochroleuca v. dichotoma Nyl. (Alectoria) 172. ochroleuca DC. (Cornicularia) 171. ochroleuca ß nigricans Ach. (Cornicu¬ laria) 173. ochroleuca a rigida Schaer. (Cornicul.) 172. ochroleuca a rigida Fr. (Evernia) 172. ochroleuca Ach. (Parmelia) 171. ochroleuca Hoffm. (Usnea) 171. ochroleucum Kbr. (Bryopogon) 172. ochroleucum Kbr. (Calicium) 2. 492. ochroleucum DC. (Placodium) 312. ochroleucus Ehrh. (Lichen) 171. ochromela (Ach.) Arn. (Lecid. lapicida f.) 2. 146. ochromela Schaer. (Lecidea panther, v.) 2. 132. ochromelisa Nyl. (Lecid. declinasc. f.) 2. 147. ochropallida Fw. (Clad. bellidifl. f.) 2. 28. ochrophora (Nyl.) Th. Fr. (Biato¬ rella) 490. ochrophora Nyl. (Lecidea) 490. ochrostoma Hepp. (Lecanora) 290. ochrostoma (Ach.) Kbr. (Lecanora pini- perda v.) 290, ochrostoma Turn, et Borr. (Verrucaria) 2. 619. ochrostomoides Nyl. (Lecanora) 290. occulta Stzbgr. (Bacidia Naegelii v.) 2. 265. occulta Kbr. (Buellia) 82.
819 occulta Leight. (Lecidea) 82. occulta Kbr. (Rinodina) 82. ocellata Kbr. (Buellia) 80. ocellata b. cinerea Fr. (Buellia) 80. ocellata Flke. (Lecidea) 80. ocellata (Wallr.) Kbr. (Pertus.) 354. ocellata ß corallina Kbr. (Pertusaria) 355. ocellala Schaer (Lecid. fuscoatra f.) 2. I7I. ocellata (Th. Fr.) Forss. (Psoro- tichia) 461. ocellata Th. Fr. (Pyrenopsis) 461. ocellata Arn. (Rinodina) 101. ocellata Br. et Rostr. (Rinodina) 80. ocellata Ach. (Urceolaria) 101. ocellata Vill. Kbr. (Urceolaria) 2. 392. ocellata ß ocellulata Ach. (Urceolaria) 140. ocellatum Fw. (Aeolium) 2. 476. ocellatum (Fw.) Lettau (Cyphelium) 2- 476. ocellatum Wallr. (Thelotrema) 354. ocellatus (DC.) Norm. (Diploschistes) 2. 392. ocellulata Wedd. (Caloplaca) 140. ocellulata (Mass.) Arn. (Lecan. frustu¬ losa v.) 299. ocellulata (Schaer.) Th. Fr. (Leci¬ dea) 2. 167. ocellulata Bagl. et Car. (Rinodina) 99. ocrinaeta Ach. (Lecidea) 2. 197. ocrinaeta Ach. (Lecid. coarctata f.) 2.198. octospora Arn. (Solorina) 374. oculata (Dicks.) Th. Fr. (Pertusaria) 357. oculata Th. Fr. (Pionospora) 357. oculatus Dicks. (Lichen) 357. oculeata ß hiascens Fr. (Cetraria) 229. ocultatum Bagl.? (Collema) 440. o d o n t e 11 a Ach. (Cetraria) 228. odontellus Ach. (Lichen) 228. odora Kbr. (Aspicilia) 2. 370. odora (Ach.) Stein (Jonaspis) 2. 370. O e d e r i (Web.) Kbr. (Rhizocarpon) 2. 342. officinarum a erecta a cymatophora Wallr. (Usnea) 185. Oleae Bagl. (Rinodina) 113. oligospora Nyl. (Acarospora) 507. oligospora Rehm (Blastenia) 127. oligospora Th. Fr. (Caloplaca) 127. olivacea Mass. (Arthopyrenia) 2. 665. olivacea Mudd. (Arthopyrenia) X 559. olivacea Bagl. et Car. (Aspicilia) 241. olivacea f. cervinocuprea Arn. (Aspicilia) 241. olivacea ß rubiginosa Hepp. (Biatora) 2. 97. olivacea DC. (Imbricaria) 210. olivacea Moug. (Imbricaria) 208. olivacea y laetevirens Flot. (Imbricaria) 214. olivacea v. leucocheilea Mass. (Imbri¬ caria) 214. olivacea Arn. (Lecidea) 2. 97. olivacea (Hoffm.) Kbr, (Lecid,) 2. 96. olivacea Kbr. (Lecidella) 2. 97. olivacea Hoffm. (Lobaria) 210. olivacea De Not. (Parmelia) 212. olivacea (L.) Ach. (Parmelia) 210. olivacea v. aspidota Ach. (Parmelia) 208, olivacea a corticola a glabra Schaer. (Parmelia) 211. olivacea v. fuliginosa E. Fr. (Parmelia) 213. olivacea v. glabra Schaer. (Pannei.) 211. olivacea f. munda Schaer. (Parmelia) 211. olivacea v. prolixa Ach. (Parmelia) 212. olivacea ß saxicola a glabra Schaer. (Parmelia) 212. olivacea (Pers.) A. L. Sm. (Porina) 2. 559. olivacea Schaer. (Pyrenula) 2. 665. olivacea Hepp. (Sagedia) 2. 665. olivacea Fr. (Verrucaria) 2. 665. olivacea Pers. (Verrucaria) 2. 559. o 1 i v a c e u m (Fr.) Kbr. (Thelid.) 2. 665. olivaceus L. (Lichen) 210. olivaria (Ach.) Hue (Parmelia) 218. olivetorina Zopf (Parmelia) 201. olivetorina Zopf (Pseudovernia) 201. olivetorum Arn. (Imbricaria) 218. olivetorum Nyl. (Parmelia) 218. 52*
820 olivetorum f. cetrarioides Borr. (Parin.) 217. olympica Stnr. (Buellia) 74. omphalodes f. caesia Arn. (Imbrie.) 216. omphalodes Kbr. (Imbricaria) 216. omphalodes L. (Lichen) 216. omphalodes Hoffm. (Lobaria) 216. omphalodes Ach. (Parmelia) 216. omphalodes ß panniformis Ach, (Parm.) 216. omphalodes (L.) Fr. (Parmel. saxatilis v.) 216. oolithina Nyl. (Lecidea) 2. 178. opaca Bagl. (Astroplaca) 2. 238. opaca Ach. (Lecanora chrysoleuca f.) 314. opaca Duf. (Lecidea) 2. 238. opaca Mass. (Psora) 2. 238. opacum Lahm (Thelidium) 2, 668. Opegrapha Humb. 2. 415. opponenda Arn. (Lecid. athroocarp. f.) 2. 175. opponenda Arn. (Lecidella) 2. 175. ophthalmiza Nyl. (Pertusaria) 355. orbiculare Arn. (Placodium) 314. orbicularis (Schaer.) — (Lecan.) 314. orbicularis Neck. (Lichen) 59. orbicularis (Neck.) Th. Fr. (Physcia) 59. orbicularis Hoffm, (Lobaria) 59. orbicularis Jatta (Polyblastia) 2. 703. orbicularis Mass, (Porphyria) 2. 703. orbicularis (Mass.) Steiner (Stauro- thele) 2. 703. Oreadum (Stzbgr.) — (Blastenia) 133. Oreadum Stzbgr. (Lecanora) 133. oreina Kbr. (Dimelaena) 96. oreina Ach. (Lecidea) 96. oreina Fr. (Parmelia) 96. oreina (Ach.) Mass. (Rinodina) 96. oreites (Wain.) Zahlbr, (Rhizocarp.) 2. 336. o r e j a Stzbgr. (Lecidea) 2. 127. ornata (Smrft.) Th. Fr. (Lecidea coarc¬ tata v.) 2. 197. o r n i c o 1 u m Steiner (Calicium) 2. 488. orosthea Ach. (Lecanora) 300. orosthea Ach. (Lecidea) 300. orosthea Fr. (Parmelia) 300. orosthea Kbr. (Zeora) 300. ostreata Nyl. (Clad. macil. f.) 2. 21. ostreata v. cladonioides Fr. (Biatora) 2, 238. ostreata (Hoffm.) Schaer. (Lecidea) 2. 233. ostreata Fr. (Parmelia) 2. 233. ostreata Hoffm. (Psora) 2. 233, oxyceras Ach. (Cenomyce) 2. 28. oxydata Arn. (Jonaspis chrysophan. v.) 2. 369. oxydata Kbr. (Lecid. confluens f.) 2. 165. oxydata Anzi (Lecid. declinasc. f.) 2. 147. oxydata Kbr. (Lecidea macrocarpa f.) 2. 121. oxydatum Kbr. (Rhizoc. obscurat, f.) 2. 357. Oxyroccellsäure 29, oxyspora Kbr. (Leptorhaphis) 2. 542. oxyspora Nyl. (Verrucaria) 2. 542, oxytona (Ach.) Fr. (Acarospora chloro- phan. v.) 503. oxytona Ach. (Lecanora) 503. P p a c h n e a Kbr. (Microthelia) 2. 565. pachnea D. T. et Sarnth. (Rinodina) 112. pachnea (Ach.) Arn. (Rinodina turfacea v.) 112. pachycarpa Fr. (Biatora) 2. 328. pachycarpa (Del.) De Not. (Bom- byliospora) 2. 328. pachycarpa Duf. (Lecidea) 2. 328. pachyderma Arn. (Verruc.) 2. 609. pachyphloea Kbr. (Lecidea) 2. 142. Pachyphyale Lönnr, 2. 387. pachyphylla (Müll.-Arg.) — (Thyrea pul- vin. v.) 2. 734. pachysporum Zschacke (Thelidium) 2. 655. Padi Rabenh. (Arthopyrenia) 2. 537. paepalostoma (Anzi) Jatta (Calo¬ placa) 140.
821 pacpalostomum Anzi (Placodium) 140. palamaea (Ach.) Nyl. (Clad. furcata v.) 2. 34- pallens (Mont.) Th. Fr. (Biatorella testud. v.) 499. pallens Nyl. (Xylogr. parallela v.) 2. 413, pallescens Nyl. (Calicium parictin. v.) 2. 492. pallescens Nyl. (Calicium) 2, 492. pallescens Schaer. (Lecanora) 326. pallescens <5 albo-flavescens und b sore- diata Schaer. (Lecanora) 324. pallescens f. leprosa Nyl. (Lecanora) 325; 326. pallescens y tumidula Schaer. (Lecanora) 324. pallescens ß Upsaliensis Schaer. (Leca¬ nora) 326. pallescens L. (Lichen) 326. pallescens (L.) Kbr. (Ochrolechia) 326. pallescens y parelia Kbr. (Ochrolechia) 323. pallescens ß parelia Fr. (Parmelia) 323. pallescens Anzi (Polyblastia) 2. 693. pallida ß cyanipes Hepp. (Clad.) 2. 63. pallida cylindrica Schaer. (Clad.) 2. 63. pallida scyphosa Schaer. (Clad.) 2. 62. pallida (Pers.) Fr. (Coniocybe) 2. 499. pallida v. leucocephala (Coniocybe) 2. 500. pallida a albella Schaer. (Lecanora) 294. pallida (5 fuscella Schaer. (Lecanora) 329. pallida f. peralbella Arn. (Lecanora) 295. pallida v. scrupulosa Malbr. (Lecanora) 286. pallida ß fuscella Schaer. (Parmelia) 330. pallida Nyl. (Verrucaria) 2. 587. pallidaeformis Anzi (Lecidea) 2. 142. pallidior Kernst. (Microth. Metzleri v.) 2. 563. pallidum Pers. (Calicium) 2. 499. pallidum Mudd. (Dermatoc.) 2. 587. pallidum Ach. (Endocarpon) 2. 587. pallidus Schreb. (Lichen) 294. palmata Fw. (Clad. deformis f.) 2, 26. palmatum Ach. (Collema) 436. palmatum Schaer. (Collema) 424. palmatum Arn. (Collema pulposum v.) 425. palmatum (Huds.) Mont. (Leptog.) 436. palmatus Huds. (Lichen) 436. pannaeola Fr. (Biatora) 2. 190. panaeola Ach. (Lecidea) 2. 119. panaeola ß obscurata Fr. (Lecidea) 2. 356. pannaeoloides Nyl. (Lecidea) 2. 190. Pannaria Del. 394. Pannariaceae 392. pannariiformis Nyl. (Parm. prolixa v.) 213. pannarioides Kbr. (Rinodina) 104. panniformis Schaer. (Parm. saxatilis v.) 216. pannosa Mass. (Pachythallia) 461. pannosa (Mass.) Arn. (Psorot. lugubris v.) 461. pantherina (Ach.) Th. Fr. (Lecidea) 2. 130. papillaria Ach. (Baeomyces) 2. 17. papillaria Ach. (Cenomyce) 2, 17. papillaria Nyl. (Cladina) 2. 17. papillaria (Ehrh.) Hoffm. (Clado¬ nia) 2. 17. papillaria f. prolifera Schaer. (Cladonia) 2. 18. papillaria Ehrh. (Lichen) 2. 17. papillata (Smrft.) Arn. (Buellia) 78. papillata Arn. (Lecanora cinerea f.) 259. papillata Smrft. (Lecidea) 78. papillosa Fr. (Clad. papillaria f.) 2. 18. papillosa DC. (Umbilicaria) 525. papillosa Flke. (Verrucaria) 2. 637. papillosa f. congregata Arn. (Verruc.) 2. 637- papillosum (Anzi) Müll.-Arg. (Dermat. min. v.) 2. 582. papulare (Fr.) Nyl. (Thelidium) 2. 676. papularis Fr. (Verrucaria) 2, 676. papulosa Roscnd. (Parmelia) 208. papyracea Hoffm. (Peltidea) 377. papyraceum (Hoffm.) Nyl. (Nephrom, laevig. f.) 377. Paquianum Harm. (Collema) 412. Paquianum (Harm.) (Physma) 412.
822 Paraphysen 18. paracapnodes (Stzbgr.) Arn. (Artho- pyrenia) 2. 538. paracapnodes Stzbgr. (Verrucaria) 2. 538. paraclitica Nyl. (Lecidea) 2. 138. paradoxa Sandst. (Clad. crispata f.) 2. 38. paradoxa Schaer. (Lecidea) 2. 238. paradoxum Born. (Spilonema) 475. parallela Nyl. (Opegr. atra f.) 2. 417. parallela Fr. (Stictis) 2. 412. parallela (Ach.) Fr. (Xylographa) 2. 412. parallela v. minutula Lettau (Xylographa) 2. 412. parallelus Ach. (Lichen) 2. 412. parameca (Mass.) Kbr. (Leptorha- phis) 2. 541. parameca Mass. (Sagedia) 2. 541. parapctraea Nyl. (Lecidea) 2. 349. parapetraeum (Nyl.) Zahlbr. (Rhizo¬ carpon) 2. 349. paraphana Nyl. (Lecidea) 2. 159. parasema Kbr. (Buellia) 78; 79. parasema y albocincta Th. Fr. (Buellia) 77- parasema e papillata Th. Fr. (Buellia) 78. parasema ß rugulosa Kbr. (Buellia) 2. 98. parasema 6 triphagmia Th. Fr. (Buellia) 79- parasema ß vulgata Th. Fr. (Buellia) 79. parasema Ach. (Lecidea) 2. 96. parasema Th. Fr. p. p. (Lecidea) 78. parasema b. Fr. (Lecidea) 2. 314. parasema v. aeruginosa Flke. (Lecidea) 2. 98. parasema var. athroa Ach. (Lecidea) 90. parasema c. contigua f. crustulata Br. et Rostr. (Lecidea) 2. 157. parasema c. contigua f. macrocarpa et platycarpa Br. et Rostr. (Lecid.) 2. 121. parasema v. crustulata Ach. (Lecidea) 2. 157. parasema f. flavicans Nyl. (Lecidea) 2. 96. parasema v. latypea Nyl. (Lecidea) 2. 159. parasema v. microcarpa Ach. (Lecidea) 2. 302. parasema v. nitidula Nyl. (Lecid.) 2. 164. parasema v. vitidula Nyl. (Lecid.) 2, 129. parasemus Ach. (Lichen) 2. 96. parasitica Arn. (Allarth, lapidicola f.) 2. 445« parasitica Hoffm. (Cladonia) 2. 33. parasiticum Eitner (Rhizocarp.) 2. 345« paratropoi des Müll.-Arg. (Lecid.) 2. 123. parechus Ach. (Lichen) 2, 42. parelia Ach. (Lecanora) 323. parelia y Upsaliensis Ach. (Lecan.) 326. parellus L. (Lichen) 323. parelia (L.) Mass. (Ochrolechia) 323. parelia Ach. (Parmelia) 323. parelia DC. (Patellaria) 323. parietina Hepp. Nyl. (Acarospora) 512. parietina DC. (Imbricaria) 119. parietina Hoffm. (Lobaria) 119. parietina Ach. (Parmelia) 119. parietina a candelaria Schaer. (Parmel.) 190. parietina y granulata Schaer. (Parmel.) 345. parietina (5 laciniosa f fulva et var. lych- nea Schaer. (Parmelia) 121. parietina y lobulata Fr. (Parmelia) 120. parietina m. lychnea Fr. (Parmelia) 121. parietina f. polycarpa Fr. (Parmelia) 120. parietina De Not. Kbr. (Physcia) 119. parietina v. lobulata Nyl. (Physcia) 120. parietina v. lychnea Nyl. (Physcia) 121. parietina v. polycarpa Nyl. (Physcia) 120. parietina v. sorediosa Nyl. (Physcia) 121. parietina (L.) Th. Fr. (Xanthoria) 119. parietina ß polycarpa Th. Fr. (Xanthoria) 120. parietinum Ach. (Calicium) 2. 491. parietinum v. glaucellum Ach. (Calic.) 2. 494- parietinus L. (Lichen) 119. parile (Ach.) Nyl. (Nephrom, laevigat. var.) 377. parilis Ach. (Lichen) 377. parilis Ach. (Nephroma) 377. parilis Ach. (Peltidea) 377. parisiensis Nyl. (Lecanora) 286.
823 parisiensis (Ach.) Hue (Lecan. subfusca f.) 286. parissima Nyl. (Lecidea) 2. 306. Parmelia (Ach.) De Not. 192. Panneliaceae 189. Parmeliella Müll.-Arg. 403. Parmeliopsis Nyl. 190. parmigera Stnr. (Verrucaria) 2. 621. p a r o i c u m Ach. (Calicium) 2. 492. paroptoides Nyl. (Lecanora) 292. parvulum Arn. (Thelidium) 2. 672. paschale Ach. (Stereocaulon) 2. 66. p a s c h a I e (L.) Ach. (Stereoc.) 2. 66. paschale Hoffm. (Stereocaulon) 2. 67. paschale v. cereolinum Schaer. (Stereo¬ caulon) 2. 71. paschale ß condensatum Schaer. (Stereo¬ caulon) 2. 71. paschale y corallinum Schaer. (Stereoc.) 2- 66. paschale <5 denudatum Schaer. (Stereoc.) 2. 67. paschale e pulvinatum Schaer. (Stereoc.) 2. 67. paschale ß tomentosum Dub. (Stereoc.) 2. 67. paschalis Whlbg. (Baeomyces) 2. 66. paschalis Ach. (Lichen) 2, 66. paschalis L. (Lichen) 2. 66. patellula Arn. (Lecan. Prevostii f.) 246. patellulata (Nyl.) Zahlbr. (Allartho- nia) 2. 447. patellulata Nyl. (Arthonia) 2. 447* patellula Arn. (Jonaspis epulotica v.) 2. 371. paucina Mass. (Buellia alboatra f.) 90. Pazientii Mass. (Verrucaria) 2. 639. Peccania (Mass.) Forss. 467. pectinata Tayl. (Usnea) 183. pelidna Ach. (Lecidea) 2. 288. pelidna Ach. Nyl. Par. (Lecidea) 2. 286. pelidniza Nyl. (Lecidea) 2. 285. peliocarpa (Anzi) — (Bacidia) 2. 253* peliocarpa Anzi (Bilimbia) 2. 253. pelioscypha Kbr. (Acarospora) 511. pelioscypha (Whlbg.) Th. Fr. (Acarosp. fuscata v.) 511. pelioscypha Nyl. (Lecanora) 511. pelioscypha Whlbg. (Parmelia) 511. pelioscyphoides Oliv. (Acarospora) 505. pellita Ach. (Gyrophora) 521. pellitus Ach. (Lichen) 521. pellucida ß hyalinella Smrft. (Lecidea) 329. pellucida y obscurclla Smrft. (Lecidea) 491; 2. 224. pelobotrya ß ocellata Ach. (Urceolaria) 101. pelobotryoides Eitner (Aspicilia) 258. pelobotryoides (Eitner) — (Leca¬ nora) 258. p e 1 o d e s Kbr. (Psorotichia) 458. peltasta f. alpestris Leight. (Clad.) 2. 17. peltata (DC.) Fr. (Lecanora) 316. peltata DC. (Squamoria) 316. peltatum Ach. (Calicium) 2. 497. Peltigera Willd. 378. Peltigeraceae 370. penicillifera Lettau (Anaptych. ciliaris f.) 64. peralbella Nyl. (Lecanora) 295. peralbella (Nyl.) — (Lecan. albella f.) 295. percaena Kbr. (Lecidea) 509. percaena Smrft. (Lecidea) 509. percaenoides Nyl. (Lecanora) 509. per convexa Nyl. (Lecid. plana f.) 2. 136. percrenata Nyl. (Lecidea) 2. 209. percrenata Zahlbr. (Psora) 2. 209. percrocata Arn. (Blastenia) 131. percrocata Zahlbr. (Caloplaca) 131. percrocata Zwackh (Lecanora) 131. perexigua Müll.-Arg. (Sagedia) 2. 669. perexiguum (Müll.-Arg.) — (Theli¬ dium) 2. 669. perfecta Arn. (Lecid. plana f.) 2. 136. perforata Wulf. (Tmbricaria) 219. perforata (Wulf.) Ach. (Parm.) 219. perforata Hepp. (Parmelia) 217. perforata v. cetrata Nyl. (Parmelia) 217. periclea Nyl. (Platygrapha) 2. 397* periclea y exigua Ach. (Lecanora) 114. pericleum Th. Fr. (Schismatomma) 2. 397* pericleus Ach. (Lichen) 2. 397.
824 periphaea Nyl. (Lecidea) 2. 157. periphaea Nyl. (Lecid. crustul. f.) 2. 157. Perithecien 16; 20. peritheta Sandst. (Clad. crispata f.) 2. 38. perlata Kbr. (Imbricaria) 219. perlata f. ciliata Am. (Imbricaria) 220. perlata f. excrescens Arn. (Imbric.) 221. perlata auct. p. p. (Parmelia) 221. perlata (L.) Ach. (Parmelia) 219. perlata Nyl. (Parmelia) 220. perlata Schaer. (Parmelia) 218. perlata v. cetrarioides Dub. (Parm.) 217. perlata v. coniocarpa Schimp. (Parmelia) 210. perlata v. excrescens Lamy (Parm.) 221. perlata v. olivaria Ach. (Parmelia) 218. perlata v. olivetorum Ach. (Parm.) 218. perlatus L. (Lichen) 219. permodestum Arn. (Rhizocarp.) 2. 342. pernigrans Nyl. (Buellia) 87. perpusilla (Lahm) Th. Fr. (Bacidia) 2. 289. perpusillum Lahm (Scoliciosp.) 2. 287; 289. persicina (Kbr.) Zahlbr. (Porina) 2. 550- persicina Kbr. (Sagedia) 2. 550. persimilis Th. Fr. (Lecanora) 288. Persooniana Ach. (Gyalecta) 344. personata Fw. (Lecidea) 2. 128. personata Kbr. (Lecidella) 2. 128. Persoonii Mass. (Arthopyrenia) 2. 567. Persoonii Ach. (Lichen) 2. 422. Persoonii Wain. (Opegrapha) 2. 422. pertusa Nyl. (Hypogymnia) 200. pertusa Stein (Menegazzia) 200. pertusa (Sehr) Schaer. (Parmelia) 200. pertusa D. Torre et Sarnth. (Pertus.) 359. pertusa1 Ach. (Porina) 359. pertusa ß areolata Ach. (Porina) 362. Pertusaria DC. 347. Pertusariaceae 347- pertusariella (Nyl.) Arn. (Micro- glaena) 2. 718. pertusariella Nyl. (Verrucaria) 2. 718. pertusum Wahlbg. (Endocarpon) 367. pertusum <5 fallax Wahlenb. (Endocarp.) 367. pertusum y leucostoma Wahlbg. (Endo¬ carpon) 364. pertusum a melanostoma Wahlbg. (Endo¬ carpon) 367. pertusum v. areolatum Clem. (Thelotr.) 362. pertusus L. (Lichen) 359. pertusus Schrank (Lichen) 200. Petractis E. Fr. 2. 362. petraea Ach. (Lecidea) 2. 355. petraea f. concreta Nyl. (Lecidea) 2. 356. petraea a fuscoatra f. grandis Flke. (Leci¬ dea) 2. 353- petraea y obscurata Ach. (Lecid.) 2. 356. petraea v. viridiatra Fw. (Lecid.) 2. 341. petraea Ach. (Opegrapha) 2. 410. petraea Th. Fr. (Placographa) 2. 410. petraeiza Nyl. (Lecidea) 2, 349. petraeizum Arn. (Rhizocarp.) 2. 349. petraeum Mass. (Rhizocarpon) 2. 355- petraeum f. nigricans Arn. (Rhizocarp.) 2. 356. petraeus Wulf. (Lichen) 2. 355. petrensis Nyl. (Arthonia) 2. 452. petrosa Arn. (Lecidea) 2. 102. petrosum Smrft. (Collema) 460. Peziza Mont. (Biatora) 2. 379. Peziza (Mont.) Anzi (Gyalecta) 2. 379- Peziza Arn. (Secoliga) 2. 379. pezizoidea Ach. (Lecidea) 2. 329; 330. pezizoides Web. (Lichen) 398. pezizoides Leight. (Pannaria) 398. pezizoides Hoffm. (Psora) 398. pezizoideum ß disci forme Fw. (Hetero- thecium) 2. 330. pezizoideum (Ach.) Kbr. (Lopa- dium) 2. 329. pezizoideum Kbr. (Lopadium) 2. 330. pezizoideum Th. Fr. (Lopadium) 2. 330. pezizoideum ß disciforme Kbr. (Lopad.) 2. 330. phaea (Stzbgr.) Th. Fr. (Bacidia fusco¬ rubella v.) 2. 277. phaea Kbr. (Biatora) 2. 121. phaea Fw. (Lecid. macrocarpa f.) 2. 121. phaeocarpa Flke. (Lecidea) 97.
825 phacocarpa (Flke.) Arn. (Rinodina nim¬ bosa f.) 97. phaeocephala (Turn.) Th. Fr. (Chaenoth.) 2. 484. phacocephalum v. flavum Harm. (Calic.) 2. 484. phacocephalum Stein (Cyphelium) 2. 484. Phaeogiaphis Müll.-Arg. 2. 440. phaeops Stein (Aspicilia) 249. phaeops (Nyl.) Th. Fr. (Lecan.) 249. phaeops Nyl. (Lecidea) 249. phacosperma Arn. (Verrucaria) 2. 620. phaeostigma Kbr. (Biatora) 2. 224. phaeostigma Stenh. (Biatora) 2- 222. phlogina (Ach.) Harm. (Lecanora) 148. phlogina Nyl. (Lecanora) 144; 343- phlogina Arn. (Xanthoria) 119. phlogina (Ach.) — (Xanthor. parietina f.) 119. Phlyctis Wallr. 345. phylliscocarpa Nyl. (Lecidea) 2. 141. phyllisca Fr. (Synalissa) 412. phylliscinum Nyl. (Collema) 421. Phylliscum Nyl. 449. phylliscum Wahlbg. (Endocarpon) 412; 449- phyllocoma Flke. (Clad. coccif. f.) 2. 25. phyllocoma Rakete (Clad. deformis f.) 2. 27. phyllocoma Rabenh. (Clad. squam. f.) 2. 39- phyllophora (Ehrh.) Fw. (Clad. degener, f.) 2. 57. phyllophora Rabenh. (Clad. gracilis v.) 2. 49. phyllophora (Mudd.) Wain. (Clad. pityr. f.) 2. 55- phyllophora (Smrft.) Rabh. (Clad. verti- cillata f.) 2. 59. phyllotoca (Flke.) Arn. (Clad. cornuta f.) 2. 50. phymatodes Fw. (Peltigera malacea f.) 382. phymatodes ß phragmacum Ach. (Isi- dium) 368. Physcia (Schreb.) Wain. 49. Physciaceae 48. Physma (Mass.) Zahlbr. 410. physodes Nyl. (Hypogymnia) 196. physodes DC. (Imbricaria) 196. physodes L. (Lichen) 196. physodes Hoffm. (Lobaria) 196. physodes (L.) Ach. (Parmelia) 196. physodes v. diatrypa Fr. (Parmelia) 200. physodes v. encausta Fr. (Parmelia) 198. physodes v. obscurata Ach. (Parmelia) 198. physodes f. platyphylla subf. sorediata Harm. 196. physodes subf. tubulosa Harm. (Parmel.) 196. physodes ß vittata Ach. (Parmelia) 197. picea Ach. (Lecidea) 308. p i c e i c o 1 a (Nyl.) Arn. (Gyalecta) 2. 381. piceicola Nyl. (Lecidea) 2. 381. picila Mass. (Biatora) 2. 180. picila (Mass.) Jatta (Lecidea) 2. 180. picila Mass. v. alpestris Arn. (Lecidea) 2. 181. picila (Hepp.) Arn. (Lecid. fuscorubcns f.) 2. 182. picila Arn. (Lecid. subdiffracta f.) 2. i8t. p i c i 1 o i d e s Zahlbr. (Catillaria) 2. 315. picina (Nyl.) Forss. (Pyrenopsis) 45°. picina Nyl. (Synalissa) 450. pictavum Rich. (Calicium) 2. 400. Pilati Hepp. (Biatora) 2. 126. Pilati (Hepp.) Kbr. (Lecidea) 2. 126. pileatum Ach. (Stereocaulon) 2. 71. Pilocaipaceae (Byssolomaceac) 2. 395. Pflophoron (Tuck.) Th. Fr. 2. 6. pilose 11a Huc (Parmelia) 221. pilularis Kbr. (Biatorina) 2. 294. pilularis Stein (Lecidella) 2. 167. pinara Ach. (Perttis. communis f.) 360- pinastri Fr. (Cetraria) 223. pinastri Scop. (Lichen) 223. pinastri Hoffm. (Lobaria) 223. pinastri Smrft. (Parmelia) 223. pinastri DC. (Physcia) 223. pinastri Nyl. (Platysma) 223. pinastri Hoffm. (Squamaria) 223. pinastri Schaer. (Lecan. subfusca f.) 285. pineti Kbr. (Arthonia) 2. 463.
826 pineti Kbr. (Biatorina) 2. 364. pineti Schaer. (Lecidea) 2. 364. pineti Schrad. (Lichen) 2. 364. pinguicula (Bagl.) — (Bacidia) 2, 258. pinguicula Bagl. (Bilimbia) 2. 258. pinguicula Mass. (Verruc.) 2. 643. pini coi a (Mass.) Th. Fr. (Biatorella) 492; pinicola Th. Fr. (Lecidea) 2. 222. pinicola Mass. (Sarcogyne) 492. pinicola Kbr. (Strangospora) 492. p i n i p e r d a Kbr. (Lecanora) 289. piniperda a subcarnea Kbr. (Lecan.) 290. pinnata (Flke.) Wain. (Clad. furcata v.) 2. 34. pissina Nyl. (Verrucaria) 2. 609. pistillare Ach. (Calicium) 2. 503. pistillaris (Ach.) Nyl. (Conioc. hyalinella v.) 2. 503. pityophila Smrft. (Lecid. turgidula f.) 2. 229. pityrea Flke. (Capitularia) 2. 55. pityrea Ach. (Cenomyce) 2. 55- pityrea b. acuminata Ach. (Cenomyce) 2. 46. pityrea e. decorticata Ach. (Cenomyce) 2. 46. pityrea (Flke.) Fr. (Cladonia) 2. 55. pityrea f. acuminata Malbr. (Clad.) 2. 46. pityreus Ach. (Lichen) 60. pityrea Ach. (Parmelia) 60. pityrea aut. pr. p. (Physcia) 57. pityrea f. argyphaeoides Harm. (Physcia) 57. pityrea v. enteroxanthella Harm. (Phys¬ cia) 57- pityrea (Ach.) Wain. (Physcia farrea f.) 60. placidia Mass. (Calopl. aurant. f.) 156. Placidiopsis Beltr. 2. 584. placodiella Boist. (Psorotichia) 434. placodiellum Nyl. (Leptogium) 434. Placolecania (Stnr.) Zahlbr. 336. placophylla Fr. (Biatora) 2. 3. placorodia Ach. (Parmelia) 191. placorodia Nyl. (Parmeliopsis) 191. placophyllus Ach. (Baeomyces) 2. 3. placynthium Ach. (Collema) 424. Placynthium (Ach.) Harm. 400. plana (Lahm) Arn. (Lecidea) 2. 135. plana Kernst (Lecid. confluens f.) 2. 165. plana v. ecrustacea Nyl. (Lecidea) 2. 129. plana Lahm (Lecidella) 2. 135. planorbis Kbr. (Biatora) 2. 210. p 1 a n o r b i s (Kbr.) — (Lecidea) 2. 210. plasmodicarpa Eitner (Pertus. coccodes f.) 363. platycarpa Ach. (Lecidea) 2, 121. platycarpa Smrft. (Lecidea) 2. 14T. platycarpa (Ach.) Th. Fr. (Lecid. macro¬ carpa v.) 2. 121. platycarpa v. flavicunda Arn. (Lecidea) 2. 122. platycarpa Zschacke (Verr. elaeomelaena v.) 2. 611. platydactyla (Wallr.) Wain. (Clad. gra¬ cilis f.) 2. 49. platyna Ach. (Cetraria) 229. platyna (Ach.) Schaer. (Cetraria islan- dica f.) 229. platyphylla Rabenh. (Parmel. olivetor. f.) 201. platypyrenia (Nyl.) Zahlbr. (Artho¬ pyrenia) 2. 538. platypyrenia Nyl. (Verrucaria) 2. 538. plebeja Nyl. 2. 93. plectospora Jatta (Omphalaria) 467. plectospora Mass. (Thyrea) 467. pleurocarpa Sandst. (Clad. gracilis f.) 2. 49- Pleurococcus vulgaris 5. pleurota Flke. (Capitularia) 2. 25. pleurota Ach. (Cenomyce) 2. 25. pleurota Schaer. (Cladonia) 2. 25. pleurota (Flke.) Schaer. (Clad. coccif. v.) 2. 25. pleurotus Whlbg. (Baeomyces) 2. 25. plicata Eitner (Lecanora) 296. plicata Eitner (Lecid. Dicksonii f.) 2. 173. plicata (Mass.) Kbr. (Polyblastia) 2. 681. plicata Hoflfm. (Usnea) 184. plicata (L.) Hue (Usnea dasypoga v.) 184. plicata v. articulata Oliv. (Usnea) 183. plicata ß comosa Ach. (Usnea) 186.
827 plicata y dasypoga Ach. (Usnea) 184. plicata Mass. (Verrucaria) 2. 681. plicatile Moug. (Collema) 428. plicatile Nyl. (Collemodium) 434. plicatile (Ach.) Th. Fr. (Leptogium) 434- plicatile f. diffractum Harm. (Leptog.) 434. plicatile f. lobulatum Harm. (Leptog.) 433. plicatile f. macrum Harm. (Leptog.) 434. plicatile (Leight.) Sm. (Rhizocarpon) 2. 355. plicatilis Leight. (Lecidea) 2. 355. plicatilis Ach. (Lichen) 434. plicatus L. (Lichen) 184. plocina Mass. (Lecanactis) 2. 402. plocina Kbr. (Opegrapha) 2. 402. Ploschiana Stein (Microthelia) 2. 561. plumbea Dur. (Biatorina) 404. plumbea Nyl. (Coccocarpia) 403. plumbea Garov. (Lecidea) 2. 137. plumbea Harm. (Pannularia) 404. plumbea Ach. (Parmelia) 403. plumbea (Lightf.) Müll.-Arg. (Par- meliella) 403. plumbea Ach. (Verrucaria) 2. 631. plum beola Müll.-Arg. (Lecanora) 2. 731. plumbeorufa (Nyl.) Oliv. (Calo¬ placa) 152. plumbeorufa Nyl. (Lecanora) 152. plumbeus Lightf. (Lichen) 403. pluriseptata Arn. (Arthopyrenia) 2. 567. pluriseptata Nyl. (Verrucaria) 2. 567. pluriseptatum Sarnth. et D. T. (Leco- thecium) 402. pluriseptatum Arn. (Placynthium) 402. plutonicum Tuck. (Collema) 465. Pocillum (Ach.) Fw. (Clad. pyxidata v.) 2. 51. Podetien 19. Poetschiana Kbr. (Biatora) 2. 201. Poetschiana (Kbr.) — (Lecidea) 2. 201. poliae na (Nyl.) Arn. (Bacidia Beckhausii v.) 2, 272. pollinaria Ach. (Parmelia) 179. pollinaria (Westr.) Ach. (Ramalina) 179. pollinariella Nyl. (Ramalina) 181. pollinariella (Nyl.) — (Ramal. dilacer. v.) 181. pollinarius Westr. (Lichen) 179. Pollinieri Del. Nyl. (Collema) 436. Pollinii Mass. (Blastenia) 149. Poll inii (Mass.) Jatta (Caloplaca) 149. polyanthes Beruh. (Lichen) 412. polyanthes (Bernh.) Arn. (Physma) 412. Polyblastia (Mass.) Lönnr. 2. 678. Polyblastiopsis Zahlbr. 2. 568. polybotrya Arn. (Aspicilia) 2. 117. polybotrya Nyl. (Cladonia) 2. 61. polycarpa Kbr. (Acrocordia) 2. 522. polycarpa Anzi (Lecanora) 269. polycarpa Fr. L. E. (Lecidea) 2. 130. polycarpa Nyl. (Lecidea) 269; 2. 145. polycarpa v. ecrustacea Anzi (Lecidea) 2. 129. polycarpa ß metamorpha Anzi (Lecidea) 2. 124. polycarpa v. seriata Th. Fr. (Lecidea) 2. 110. polycarpus Ehrh. (Lichen) 120. polycarpa Hoffm. (Lobaria) 120. polycarpa Eitner (Pertusaria) 358. polycarpa Nyl. (Physcia) 120. polycarpa Hepp. (Pyrenula) 2. 522. polycarpa (Ehrh.) Flag. (Xanthoria) 120. polycarpa v. lychnea Wain. (Xanthoria) 121. polycarpoides Müll.-Arg. (Lecidea) 2. 189. polycarpum (Schaer.) Kphbr. (Col¬ lema) 419. polycarpum (Hepp.) Th. Fr. (Rhizo¬ carpon) 2. 337. polycephala (Ach.) Flke. (Clad. bellidifl. f.) 2. 28. polycephala Wallr. (Patellaria) 2. 27. Polychidium (Ach.) A. Zahlbr. 477.
828 polychonia Flke. (Clad. squam. f.) 2. 39. polychroa Th. Fr. (Biatora) 2. 276. polychroma Anzi (Lecanora) 253. polychroma ß ochracea Anzi (Aspicilia) 253. polycycla (Anzi) — (Lecania) 334, polycycla Jatta (Lecaniella) 334. polycycla Anzi (Rinodina) 334. polydactyla y corymbi formis Flke. (Clad.) 2. 20, polydactyla (Flke.) Wain. (Clad. flabell. v.) 2. 22. polydactylus Neck. (Lichen) 380. polydactyla Ach. (Peltidea) 380. polydactyla y microcarpa Ach. (Peltidea) 38t. polydactyla (Neck.) Hoffm. (Pelti¬ gera) 380. polydactyla f. crispata Harm. (Peltigera) 381. polygonia (Fw.) Nyl. (Lecidea) 2. 175. polygonia Kbr. (Verrucaria) 2. 632. polymorpha v. digitata Web. (Cladonia) 2. 22. polymorpha c. reticulata Schaer. (Gyro¬ phora) 518. polymorphus Ach. (Lichen) 177. polymorpha Ach. (Parmelia) 177. polymorpha DC. (Physcia) 177. p o 1 y m o r p h a Ach. (Ramalina) 177. polymorpha s capitata Ach. (Ramalina) 17/. polymorpha y strepsilis Ach. (Ramalina) 177. polymorpha (5 tinctoria Ach. (Ramalina) 177. polymorpha ct cylindrica Schaer. (Umbil.) 519. polyphylla Flke. (Clad. furcata f.) 2. 34. p o 1 y p h y 11 a (L.) Krbr. (Gyrophora) 524- polyphylla c. deusta Fr. (Umbilic.) 520. polyphylla ß flocculosa Schaer. (Umbili¬ caria) 520. polyphylla v. hyperborea Schaer. (Umbili¬ caria) 524. polyphylloides Nyl. (Gyrophora) 524. polyphyllum (Wulf.) D. T. et Sarnth. (Dermatoc.) 2. 584. polyphyllus L. (Lichen) 524. polyphyllus Wulf. e. p. (Lichen) 2. 584. polyrrhiza (L.) Kbr. (Gyrophora) 521. polyrrhiza Fr. (Umbilicaria) 521. polyrrhizus L. (Lichen) 521. polyschiza (Nyl.) Jatta (Cetraria) 226. polyschiza Nyl. (Platysma) 226, polyspora Bagl. (Guepiniella) 406. polyspora Lahm (Gyalecta) 2. 387. polyspora Th. Fr. (Rinodina) 98. polysporum Nyl. (Gyrothecium) 498. polytropa Fr. (Biatora) 275. polytropa v. intricata Fr. (Biatora) 300. polytropa Ach. (Lecanora) 275. polytropa y orbicularis Schaer. (Lecan.) 3M. polytropa Ach. (Lecidea) 275. polytropa Schaer. (Parmelia) 275. polytropus Ehrh. (Lichen) 275. p o n t i f i c a Kbr. (Lecidea) 2. 94. populicola Nyl. (Verrucaria) 2. 540. p o p u 1 i n a Mass. (Arthonia) 2. 453. populina Chev. (Lecanora) 286. populina Hoffm. (Lobaria) 180. populina (Ehrh.) Wain. (Ramalina) 180. populinus Ehrh. (Lichen) 180. populnella Minks (Mycopor.) 2. 509. populnellum Nyl. (Mycopor.) 2. 509. populneum De Br. (Calicium) 2. 490. populorum Mass. (Diplotomma) 90. Porina (Ach.) Müll.-Arg. 2. 548. Porocyphus Kbr. 470. porphyrea Meyer (Staurothele clopima f.) 2. 709. porphyrica (Arn.) — (Buellia) 89. porphyricum Arn. (Diplotomma) 89. porphyrospoda Anzi (Biatora) 2. 225, porphyrospoda (Anzi) Th. F r. (Lecidea) 2. 225, porriginosa (Turn.) Arn. (Bacidia rubella v.) 2. 275. porriginosus Turn. (Lichen) 2. 275. portentosa Duf. (Cenomyce) 2. 16.
829 portentosa (Duf.) Harm. (Clad. impexa f.) Z 16. postuma Nyl. (Lecidea) 2. 345. postumans Nyl. (Rhizocarp.) 2. 343. postumum (Nyl.) Th. Fr. (Rhizo- carpon) 2. 345- praecedens Nyl. (Calicium) 2. 489. praecedens Lindau (Chaenotheca) 2. 489. praecellens Arn. (Verruc. Hochstetteri v.) 2. 625. praerimata Nyl. (Lecidea) 2. 403. praestabilis Nyl. (Lecidea) 2. 92. praetermissa Trev. (Leiophloea) 2. 616. praetermissa Nyl. (Pannaria) 398. praetermissa (Trev.) Anzi (Verru¬ caria) 2. 616. praetextata Zopf. (Peltigera) 385. praetextata (Flke.) Nyl. (Peltig. rufesc. f«) 385. prasina Lahm (Bacidia incompta f.) 2. 284. prasina (Fr.) Th. Fr. (Catillaria) 2. 299. prasina Fr. (Micarea) 2. 300. p r a s i n e 11 a Müll.-Arg. (Lecidea) 2. 205. prasinellum Nyl. (Thelocarpon) 481. prasiniza Nyl. (Lecidea) Z 300. prasinoleuca Nyl. (Catill prasina f.) 2. 300. prasinorufa Nyl. (Lecidea) 2. 202. premnea Kbr. (Catillaria) Z 309. premnea (Ach.) Wedel). (Lecanactis) 2. 401. premnea Ach. (Lecidea) Z 401- premnea Fr. (Lecidea) Z 309. premnea f. saxticola Leight. (Lecidea) 2. 402. premneum Mudd. (Schismat.) 2. 401. premneum v. saxicolum Mudd. (Schisma¬ tomma) Z 402. Prevostii Fr. (Gyalecta) 245. Prevostii ß melanocarpa Kplhbr. (Hymc- nelia) Z 367. Prevostii v. patellula Arn. (Hymenelia) 2. 37L Prevostii f. patellula Arn. (Jonaspis) 2. 371. Prevostii pl. microcarpa Arn. (Jonaspis) 246. Prevostii (Fr.) Th, Fr. (Lecanora) 245. Privatii Müll.-Arg. (Lecan. sordida v.) 278. P r i v a t i i Müll.-Arg. (Lecidea) Z 166. privigna (Nyl.) Sandst. (Biatorella) 492. privigna Nyl. (Lecanora) 492. privigna ß Clavus Kbr. (Sarcogyne) 496. proboscidale Ach. (Calicium) 2. 495. proboscidea (L.) Ach. (Gyrophora) 524. proboscidea ß arctica Ach. (Gyrophora) 524. proboscidea DC. (Umbilicaria) 524. proboscidea ß cylindrica Fr. (Umbilic.) 519. proboscideus L. (Lichen) 524. prolifera (Wallr.) Harm, (Clad. cenotea f.) Z 41. prolifera Laur. (Clad. digitata f.) Z 23. prolifera (Retz) Mass. (Clad. fimbr. v.) 2- 53. prolifera Flot. (Clad. rangifer. f.) 2. 13. prolixa (Ach.) Th. Fr. (Alect. jubata v.) 175. prolixa v. subcana Nyl. (Alectoria) 174. prolixa Arn. (Imbricaria) 212. prolixa v. isidiotyla Kernst. (Imbrie.) 209. prolixa e isidiotyla D. T. et. S. (Par¬ melia) 209. prolixa v. glomellifera Nyl. p. p. (Par¬ melia) 209. prolixa (Ach.) Nyl. (Parmelia) 212. prolixa f. corrugata Kernst. (Parm.) 213. prolixa v. f uliginosa Nyl. (Parmelia) 213. proludens Nyl. (Lecidea) 2. 126. promiscens Nyl. (Lecidea) 2. 138. promiscua Nyl. (Lecidea) 2. 141. p r o m i x t a Nyl. (Lecidea) Z 140. propagulifera Fw. (Peltigera) 382. propagulifera Stein (Peltigera) 382. propagulifera Fw. (Peltigera scutata f.) 382.
830 propinqua (Hepp.) Arn. (Bacidia) 2. 277. propinqua Th. Fr, (Lecidea) 2. 164. propinquata Arn. (Biatora) 2. 217. propinquata Nyl. (Lecidea) 2. 217. prosechoides Nyl. (Lecanora) 308. prosechoidiza Nyl. (Lecanora) 269. protecta Bagl. et Car. (Lecan.) 275. proteiformis ß erysibe Kbr. (Biatorina) 334. proteiformis a Rabenhorstii Kbr. (Bia¬ torina) 335. proteiformis f. sublobulata Arn. (Biato¬ rina) 335. proteiformis b. sordida S. et. D. T. (Di- merospora) 2. 257. proteiformis f. sublobulata D. T. et S. (Dimerospora) 335. proteiformis ß erysibe Müll.-Arg. (Leca¬ nora) 334. protensa Kbr. (Biatora) 2. 284. Prothallus 10. protothallinwm Kbr. (Rhizoc. distinet, f.) 2. 350. protothallinum Kbr. (Rhizoc. Montag, f.) 2. 352. Protothallus 10. protrusa Fr. (Lecidea) 70. protrusa Fr. (Lecidea) 2» 150. protrusa Kbr. (Lecidella) 2. 151. protuberans Mass. (Bilimbia) 2. 386. protuberans Th. Fr. (Lecanora) 357. protuberans Schaer. (Lecidea) 2. 386. protuberans Smrft. (Lecidea) 357. protuberans (Smrft.) Nyl. (Pertus.) 357- protuberans Kbr. (Rinodina Bischoffii) 105. protuberans Ach. (Sagedia) 2. 386. protuberans (Ach.) Mass. (Sagio- lechia) 2. 386. protuberans (Schaer.) — (Stauroth. clo¬ pima f.) 2. 709. proxima Anzi (Lecidea) 2. 99. proximella Nyl. (Arthonia) 2. 436. proximella Rabenh. (Buellia) 2. 436. proximella Nyl. (Lecidea) 2. 436. proximella Nyl. (Melaspilea) 2. 436. pruinifera Nyl. (Lecanora) 319. pruinosa (Kphbr.) Arn. (Acarosp. glaucoc. f-) 509. pruinosa Ach. (Arthonia) 2. 461. pruinosa v. lobata Flke. (Arthonia) 2. 462. pruinosa v. spilomatica Schaer. (Artho¬ nia) 346. pruinosa (Sm.) Mudd. (Biatorella) 493- pruinosa Chaub. (Lecanora) 319. pruinosa Nyl. (Lecanora) 493. pruinosa Anzi (Lecanora dispersa f.) 273. pruinosa oxydata Fw. (Lecidea) 2. 120. pruinosa Kernst. (Lecid. gonioph. f.) 2. 170. pruinosa Wain. (Lecid. macrocarpa f.) 2. 122. pruinosa Kbr. (Lecidella) 2. 134. pruinosus Sm. (Lichen) 493. pruinosa Kbr. (Sarcogyne) 493. pruinosa Dub. (Squamaria) 319. pruinosa v. dispersa Malbr. (Squamaria) 274. pruinosa v. galactina Malbr. (Squamaria) 273- pruinosum Arn, (Placodium) 319. prunastri (L.) Ach. (Evernia) 167. prunastri v. arenaria Fr. (Evernia) 169. prunastri v. thamnodes Flot. (Evernia) 169. prunastri L. (Lichen) 167. prunastri Hoffm. (Lobaria) 167. prunastri Ach. (Parmelia) 167. prunastri DC. (Physcia) 167. pruinata Kernst. (Lecid. emergens f.) 2. II5. pruinata Pers. (Patellaria) 2. 461. psammoica (Nyl.) Lettau (Gyalecta) 2. 383. psammoica Nyl. (Lecidea) 2. 383. pseudocorallinus Sw. (Lichen) 364. pseudodistera Nyl. (Lecanora) 285. pseudodistera (Nyl.) — (Lecan. subfusca f.) 285. pseudogeoica Anzi (Gyalecta) 2. 381. Pseudoheppia A. Zahlbr. 409. pseudolivacea Oliv. (Arthopyrenia) 2. 665.
831 pseudolivacea Nyl. (Verrucaria) 2. 665. pseudoradiata Arn. (Lecan. mastrucata f.) 256. pseudooxyceras (Del.) Schaer. (Clad. unc. f.) 2. 31. pseudorivulare Eitner (Rhizocarp.) 2. 347- pseudospeirea Th. Fr. (Rhizoc. calcar, f.) 2. 347. pseudosub carnea Harm. (Lecan. sordida Q 277- p s i 1 o t e r a (Nyl.) — (Leptorhaphis) 2. 543- psilotera Nyl. (Verrucaria) 2. 543. Psora Unterg. v. Lecidea 2, 232. psoroides Anzi (Aspicilia) 2. 167. psoroides Hepp. (Biatora) 2. 167/ psoroides Arn. (Lecidella) 2. 167. Psoroma (Ach.) Nyl. 392. Psorotichia (Mass.) Forss. 455. psotinum Fr. (Scoliciosporium) 2. 285. ptelaeoides Minks (Cyrtidula) 2. 509. ptelaeoides (Ach.) Nyl. (Mycopor.) 2. 509. pterophora Wain. (Clad. cerasphora v.) 2. 57. Pterygium Nyl. 446. pubescens Schaer. (Collema) 474. pubescens Ach. (Cornicularia) 474. pubescens Fr. (Ephebe) 474. pubescens L. (Lichen) 202. pubescens (L.) Wain. (Parmel.) 202. pulchella (Schrad.) Tuck. (Buellia) 91. pulchella Arn. (Buellia subdispersa f.) 89. pulchella Mass. (Lenorm.) 2. 573. pulchella (Borr.) Leight. (Normand.) 2- 573. pulchella a caesia et ß dubia Schaer. (Parmelia) 51. pulchellus Schrad. (Lichen) 91. pulchellus Wulf. (Lichen) 51. pulchrevirens (Anzi) Jatta (Calo¬ placa) 153. pulchrevirens Anzi (Placodium) 153. pulicaris Mass. (Biatorina) 2. 304. pulicarii (Mass.) Arn. (Catill. lentic. f.) 2. 304. pulicaris Hoffm. (Lichen) 2. 427. pulicaris (Hoffm.) Fr. (Opegr. varia v.) 2. 427. pulicaris Mass. (Verrucaria) 2. 638. pulla Ach. (Parmelia) 212. pulla Smrft. (Parmelia) 199. pulla Hoffm. (Squamaria) 198. pullata Norm. (Biatora) 2. 183. pullata (Norm.) Th. Fr. (Lecidea) 2. 183. pullatula Stein (Stenocybe) 2. 504. pullatulum Ach. (Calicium) 2. 504. pullulans Th. Fr. (Lecidea) 2. 149. pulmonacea Nyl. (Lobaria) 387. pulmonacea Ach. (Parmelia) 388. pulmonacea Ach. (Sticta) 387. pulmonaria (L.) Hoffm. (Lobaria) 387. pulmonaria Wallr. (Parmelia) 388. pulmonaria Schaer. (Sticta) 387, pulmonarius L. (Lichen) 387. pulposulum (Wedd.) Harm. (Col¬ lema) 421. pulposum (Bernh.) Ach. (Collema) 424. pulposum v. diffracto-areolata Schaer. (Collema) 450. pulposum v. granulatum Harm. (Col¬ lema) 421. pulposum v. hydrocharum Nyl. (Collema) 422. pulposum v. minus Harm. (Collema) 421. pulposum v. molybdinum Arn. (Collema) 423. pulposum v. pulposulum Wedd. (Collema) 421. pulposum v. tenax Nyl. (Collema) 426. pulposus Bernh. (Lichen) 424. pulveracea Stein (Biatora) 2. 95. pulveracea Mudd. (Biatorina) 2. 301. pulveracea (Borr.) — (Catillaria) 2. 301. pulveracea Borr. (Lecidea) 2. 301. pulveracea Flke. (Lecidea) 2. 95. pulveracea (Flke.) — (Lecidea parasema v.) 2. 98, pulveracea Th. Fr. (Lecid. turgidula f.) 2L 229.
832 pulveracea Hoffm. (Lobaria) 60. pulverariae Auersw. (Cyphelium) 2. 484. pulverulenta Ach. (Graphis scripta v.) 2. 438. pulverulenta DC. (Imbricaria) 56. pulverulenta Th. Fr. (Lecid. gonioph. f.) 2. 168. pulverulenta Hoffm. (Lobaria) 56. pulverulenta a allochroa Hepp. (Lobaria) 56. pulverulenta Ach. (Parmelia) 56. pulverulenta a allochroa b muscigena Schaer. (Parmelia) 57. pulverulenta y angustata Ach. (Par¬ melia) 57, pulverulenta ß argyphaea Ach. (Par¬ melia) 56. pulverulenta v. grisea Schaer. (Parm.) 60. pulverulenta Tayl. (Peltigera) 383. pulverulenta (Hoffm.) Nyl. (Phys¬ cia) 56. pulverulenta v. detersa Nyl. (Physcia) 57. pulverulenta f. farrea Arn. (Physcia) 60. pulverulenta v. leucoleiptes Harm. (Phys¬ cia) 57. pulverulenta f. pityrea Nyl. (Physcia) 60. pulverulenta v. sorediosa Malbr. (Phys¬ cia) 57. pulverulenta & tenuis Th. Fr. (Physcia) 61. pulverulenta Hoffm. (Squammaria) 56. pulverulentum (Schaer.) — (Rhizoc. geo¬ graphicum f.) 2. 340. pulvinata (Mass.) — (Calopl. muror, v.) 165. pulvinata Sandst. (Clad. verticill. f.) 2. 59. pulvinata Wain. (Euopsis) 452. pulvinata Schaer. (Lecidea) 452. pulvinata Nyl. (Omphalaria) 466. pulvinata v. laxa Müll.-Arg. (Ompha¬ laria) 2. 734. pulvinata v. pachyphylla Müll.-Arg. (Om¬ phalaria) 2. 734. pulvinata Mass. (Physcia) 165. pulvinata Kbr. (Physcia obscura v.) 60. pulvinata (Schaer.) Th. Fr. (Pyre- nopsis) 452. pulvinata (Schaer.) Mass. (Thyrea) 466. pulvinata Eitner (Verrucaria) 2. 600. pulvinatula Arn. (Lecidea) 2. 112. pulvinatum Hoffm. (Collema) 435. pulvinatum Kplhbr. (Collema polycarp. v.) 419. pulvinatum Kbr. (Dermatoc.) 2. 586. pulvinatum (Hoffm.) Nyl. (Leptog. lacer, v.) 435- pulvinatum Th. Fr. (Endocarp.) 2. 586. pulvinatum (Schaer.) Fw, (Stereoc. denu¬ datum v.) 2. 67. pu 1 vi nulosum (Harm.) — (Der¬ matocarpon) 2. 577. pulvinulosum Harm. (Endocarp.) X 577- pumilionis Kernst. (Lecanora) 303. pumilionis Rehm. (Lecan. symmictera v.) 303. pumilionis Nyl. (Lecidea) 303. pumilus Huds. (Fucus) 446. punctata Kbr. (Buellia) 76. punctata ß chloropolia Kbr. (Buellia) 77. punctata f. lignicola Anzi (Buellia) 77. punctata e rugulosa Schaer. (Lecid.) X98. punctiformis Ach. (Arthonia) 2. 455. punctiformis Mass. Kbr. (Arthonia) 2. 453. punctiformis (Ach.) Arn. (Artho¬ pyrenia) 2. 534. punctiformis v. Fraxini Anzi (Arthopyr.) 2. 529. punctiformis f. Rhododendri Arn. (Artho¬ pyrenia) 2. 529. punctiformis Wahlbg. (Buellia inyrio- carpa f.) 77. punctiformis Ach. (Lichen) 2. 534. punctiformis a fallax a betulae Hepp. (Pyren.) 2. 527. punctiformis Pers. (Verrucaria) 2. 534- punctiformis ß ptelaeoides Ach. (Verru¬ caria) 2. 509. punctiformis v. rhyponta Gar. (Verru¬ caria) 2. 536. punctulata Kbr. (Biatorina) 2. 303.
833 punctulata (Kbr.) — (Catillaria) 2. 303. pungens Ach. (Cladonia) 2, 31. pungens (Ach.) Wain. (Clad. rangiform. f.) 2. 32. pungens Kbr. (Lecid. gonioph. v.) 2. 169. pungens Ach. (Lichen) 2. 31. purpurascens Hoffm. (Verrucaria) 2. 618. pusilla (Anzi) Zahlbr. (Biatorella) 495. pusilla Mass. Nyl. (Biatorella) 494. pusilla Nyl. (Acarospora) 495. pusilla f. obliterata D. T. et S. (Gaspa- rinia) 160. pusilla f. discernenda D. T. et S. (Gaspa- rinia) 160. pusilla Stzbgr. (Lecanora) 160. pusilla Arn. (Lecidea caerulea v.) 2. 106. pusilla Fw. (Peltigera) 383. pusilla v. vulnerata Müll.-Arg. (Pelti¬ gera) 384. pusilla Mass. (Physcia) 160. pusilla b. discernenda Arn. (Physcia) 160. pusilla f. obliterata Arn. (Physcia) 160. pusilla B. Prevost. (Ramalina) 180. pusilla Anzi (Sarcogyne) 495. pusilla Arn. (Verruc. myriocarpa v.) 2. 639- pusillum Kbr. (Amphiloma) 160. pusillum (Flke.) Kbr. (Calicium) 2. 491. pusillum Smrft. (Calicium) 2. 491. pusillum v. pusiolum Harm. (Calic.) 2. 489. pusillum v. adscendens Anzi (Dermatoc.) 2. 586. pusillum Fr. (Endocarpon) 2. 580. pusillum Hedw. (Endocarp.) 2. 586. pusillum Kbr. p. p. (Endopyren.) 2. 578; 580. pusillum Nyl. (Leptogium) 441. pusillum Anzi (Placodium) 160. pusillum Kplhbr. (Placidium) 2. 578; 580. pusiolum Ach. (Calicium) 2. 489. pustulata Ach. (Gyrophora) 515. pustulata Ach. (Lecidea) 515. pustulata (Ach.) Nyl. (Pertusaria) 360. pustulata Ach. (Porina) 360. pustulata (L.) Hoffm. (Umbilicaria) 515. pustulatus L. (Lichen) 515. Pycnothelia 2. 17. pycnocappoides Eitner (Rhizocar¬ pon) 2. 348. pycnotheliza Nyl. (Cladonia) 2. 55. pycnotheliza (Nyl.) Wain. (Clad. fimbr. v.) 2. 55- pygmaea Sandst. (Clad. silvatica f.) 2. 14. pygmaea (Eitner) — (Lecidea) 2. 123. pygmaea Eitner (Lecidella) 2. 123. pygmaea Ag. (Lichina) 446. pygmaeus Lam. (Chondrus) 446. pygmaeus v. minor Dub. (Chondrus) 445- pygmaeus Lightf. (Fucus) 446. pygmaeus Whlbg. (Fucus) 445. pygmaeus v. minor Turn. (Fucus) 445. pygmaeum Lyngb. (Gelidium) 445. Pykniden 21. Pyknokonidien 20. pyracea Kbr. (Biatorina) 344. pyracea (Ach.) Th. Fr. (Caloplaca) 149. pyraceum f. microcarpum Arn. (Callop.) 150. pyraceum f. muscicolum Arn. (Callop.) 150. pyracea Nyl. (Lecanora) 149. pyraceum Arn. (Callopisma) 149. pyraceum f. holocarpum Arn. (Callop.) 150. pyraceum Br. et Rostr. (Placodium) 344. pyrenastrella Arn. (Arthopyrenia) 2. 534. pyrenastrella (Nyl.) — (Arthopyr. puncti- formis v.) 2. 534. pyrenastrella Nyl. (Verrucaria) 2. 534. Pyienidiaceae 2. 510. pyreniospora Nyl. (Lecanora) 98. Pyienocarpeae 2. 507. pyrenocarpa Kbr. (Lecidea) 2. 153. pyrenophora Ach. (Verrucaria) 2. 663. pyrenophora Leight. (Verrucaria) 2. 676. pyrenophora Hepp. (Sagedia) 2. 676. pyrenophora ß arenaria Hepp. (Sagedia) 2. 676. pyrenophora v. incavata Nyl. (Verruc.) 2. 669. Thom^-Migula, Flechten. II. (Flora XII, 2.) 53
834 pyrenophorum (Ach.) Th. Fr. (Theli¬ dium) 2, 663. pyrenophorum Kbr. p. p. (Thelidium) 2. 676. Pyrenopsidaceae 448. Pyrenopsis (Nyl.) Forss. 450. pyrenopsoides Trev. (Collemopsis) 471. pyrenopsoides Nyl. (Lecanora) 471. pyrenopsoides Forss. (Psorotichia) 471. pyrenopsoides Cromb. (Pyrenopsis) 471. Pyrenula (Ach.) Mass. 2. 544- Pyrenulaceae 2. 514. pyrethrella (Nyl.) — (Caloplaca) 146. pyrethrella Nyl. (Lecanora) 146. pyrina Harm. (Lecanora) 113. pyrina (Ach.) Arn. (Rinodina) 113. pyxidata Flke. (Capitularia) 2. 50. pyxidata Pocillum Flke. (Capitularia) 2. 51. pyxidata Ach. (Cenomyce) 2. 50. pyxidata v. Pocillum Ach. (Cenomyce) 2. 51. pyxidata (L.) Fr. (Cladonia) 2. 50. pyxidata ß alpicola Wainio (Cladonia) 2- 45. pyxidata caespiticia Ohlert 2. 40. pyxidata v. cariosa Nyl. (Cladonia) 2. 43. pyxidata y carneopallida Flke. (Clad.) 2. 62. pyxidata subsp. cerina Arn. (Cladonia) 2. 25. pyxidata v. lutescens Arn. (Cladonia) 2. 61. pyxidata b. neglecta Schaer. (Cladonia) 2. 51. pyxidata 4 neglecta Schaer. (Cladonia) 2. 43. pyxidata v. pityrea Nyl. (Cladonia) 2. 55. pyxidata tubaeformis Hoffm. (Cladonia) 2. 53. pyxidata C. verticillata Hoffm. (Clad.) 2. 59. pyxidatum Pers. (Pyxidium) 2. 50. pyxidatus Ach. (Baeomyces) 2. 50. pyxidatus Ehrh. (Lichen) 2. 59. pyxidatus L. (Lichen) 2. 50. a quadratum Lahm (Collema) 440. quadratum (Lahm) Nyl. (Leptogium) 440. quadricolor Hook. (Lecidea) 2. 223. querceti Nyl. (Lecidea) 2. 385. quercicola Eitner (Lecania) 331. qu er ci colum Eitner (Calic. hyperell. v.) 2. 498. quercina DC. (Imbricaria) 211. quercinum Pers. (Calicium) 2. 494. quercinum v. tubiforme Nyl. (Calicium) 2. 495. quercinus Willd. (Lichen) 211. quercifolia Wulf. (Imbricaria) 211. quercifolia ß fuliginea Schaer. (Parm.) 213. quercifolia ß furfuracea Schaer. (Parm.) 213. quercifolia a munda Schaer. (Parm.) 211. quercifolia v. revoluta Schaer. (Parm.) 206. quercifolius Wulf. (Lichen) 211. Quercus Mass. (Arthopyrenia) 2. 509. Quercus (Beltr.) Kbr. (Leptorhaphis) 2. 540. Quercus Beltr. (Sagedia) 2. 540. quernea Fr. (Biatora) 2. 213. quernea (Dicks.) Ach. (Lecidea 2. 213. quernea Kbr. (Pyrrhospora) 2. 213. querneus Dicks. (Lichen) 2. 213. quinqueseptatum Kernst. (Coli. nigr. f.) 421. quinqueseptatum (Hepp.) Arn. (Thelid. lar. v.) 2. 670. quinqueseptatum Hepp. (Thelotrema) 2. 670. quisquiliare Hoffm. (Stereocaulon) 2. 69.
835 Rabenhorstii B. de Lesd. (Lecania) 335. Rabenhorstii (Hepp.) Oliv. (Lecania ery~ sibe v.) 335. Rabenhorstii Arn. (Lecanora) 334. Rabenhorstii Hepp. (Patellaria) 335. racemosa (Hoffm.) Flke. (Clad. furcata v.) 2. 34. Racodium E. Fr. 2. 361. radiär 6. radians Harm. (Buellia) 86. radians Harm. (Lecidea) 86. radians Ach. (Lecid. panther, f.) 2. 131. radiata (Pers.) Ach. (Arthonia) 2. 456. radiata (Schreb.) Coem. (Clad. fimbr. v.) 2. 54- radiata Pers. (Opegrapha) 2. 456. radiata Ach. (Physcia stellaris f.) 53. radiatum Smrft. (Collema) 443. radiatus ß nemoxynus Ach, (Baeomyces) 2- 54. radiosa a circinata Schaer. (Lecanora) 320. radiosa a circinata Schaer. (Parmelia) 320. radiosa ß inflata Schaer. (Parmelia) 322. radiosa Kbr. (Wilmsia) 447. radiosum Anzi (Lecothecium) 447. radiosum Dub. (Placodium) 320. radiosus Ach. (Lichen) 320. Ramalina Ach. 175. rameum (Schaer.) Nyl. (Nephr. resupin. f-) 376. ramificans Nyl. (Phaeographis) 2. 440. ramulicola Kernst. (Rinodina) 116. ramulosa Hook (Dufourea) 170. ramulosa Th. Fr. (Lecidea) 2. 140. ramulosa Kbr. (Synalissa) 453. rangiferina Mart. (Capitularia) 2. 12. rangiferina Ach. (Cenomyce) 2. 12. rangiferina y alpestris (Cenomyce) 2. 17. rangiferina Nyl. (Cladina) 2. 12. rangiferina (L.) Web. (Cladonia) 2. 12. rangiferina v. alpestris Nyl. (Clad.) 2. 17. rangiferina 6 alpestris Schaer. (Cladonia) 2. 17- rangiferina y tenuis d fuscescens Flke. (Clad.) 2. 14. rangiferina f. gracilescens Rab. (Clad.) 2. 37. rangiferina var. latiuscula Del. (Clad.) 2. 15. rangiferina ö portentosa Schaer. (Clad.) 2. 16. rangiferina e silvatica Flke. (Clad.) 2. 14. rangiferina v. silvatica * alpestris Kbr. (Clad.) 2. 17. rangiferina e silvatica c. sphagnoides Flke. (Cladonia) 2. 15. rangiferina y tenuis Flke. (Clad.) 2. 13. rangiferina y tenuis c. decumbens Flke. (Clad.) 2. 14. rangiferina y tenuis b. flavicans Flke. (Clad.) 2. 14. rangiferina a vulgaris Schaer. (Clad.) 2. 12. rangiferina Ach. (Patellaria) 2. 12. rangiferinus Ach. (Baeomyces) 2. 12. rangiferinus ß alpestris (Baeomyces) 2. 17. rangiferinus L. (Lichen) 2. 12. rangiferinus alpestris L. (Lichen) 2. 17. rangiformis Hoffm. (Clad.) 2. 31. rangiformis f. valida Rabenh. (Cladonia) 2. 32. ravida (Hoffm.) Th. Fr. (Lecan. effusa v.) 307. ravida ß sarcopis Ach. (Parmelia) 303. ravida Hoffm. (Verrucaria) 307. recedens (Tayl.) Nyl. (Lecanora) 242. recedens Stein (Lecanora) 271. recedens Kbr. (Lecanora atra f.) 271. • recedens Tayl. (Lecidea) 242. recobarana Mass. (Buellia italica f.) 74. recondita Arn. (Psorotichia) 456. recta (Humb.) Nyl, (Graphis scripta v.) 2. 439. recurva Hoffm. (Clad. furcata f.) 2. 35. recurva Ach. (Parmelia) 204. 53*
836 reductum Th. Fr. (Rhizocarp.) 2. 353. reflexa Boist. (Caloplaca) 343. reflexa (Nyl.) — (Candelariella) 343. reflexa D. T. et Sarnth. (Gyalolechia) 343. reflexa Nyl. (Lecanora) 343. Regeliana Kbr. (Bilimbia) 2. 326. regularis (Kbr.) — (Biatorella) 497. regularis Kbr. (Sarcogyne) 497. Rehmica Nyl. (Collemopsis) 470. Rehmica Mass. (Psorotichia) 471. R e h m i i (Kbr.) Harm. (Porocyphus) 471. Rehmii Kbr. (Psorotichia) 471. R e h m i i Zschacke (Thelidium) 2. 660. relicina ß Fr. 206. reniformis Pers. (Arthonia) 2. 455. repanda (Fr.) Nyl. (Dirina) 2. 404- repanda Fr. (Parmelia) 2. 404. repanda Schaer. (Urceolaria) 2. 404. reptans Del. (Clad. rangiformis f.) 2. 32. resinae Norm. (Spheconisca) 2. 730. resupinata Ach. (Nephroma) 375. resupinata f. helvetica Fr. (Nephroma) 376. resupinata Ach. (Peltidea) 375. resupinatum (L.) Flot. (Nephroma) 375. resupinatum ß laevigatum Schaer. (Ne¬ phroma) 377. resupinatum a laevigatum sorediatum Schaer. (Nephroma) 377. resupinatum e papyraceum Schaer. (Ne¬ phroma) 377. resupinatum Fr. (Nephromium) 375. retecta Zschacke (Verrucaria) 2, 607. reticulata (Schaer.) Th. Fr. (Gyro- phora) 518. reticulata Eitner (Lecan. calcarea f.) 263, reticulata Hoffm. (Pulmonaria) 388. reticulata Nyl. (Umbilicaria) 518. retiruga DC. (Imbricaria) 215. retusa Ach. (Evernia prunastri f.) 168. Reuter i Schaer. (Lecanora) 310. Reuter i Müll.-Arg. (Lecidea) 2. 117. Reuteri Kbr. (Placodium) 310. Reuteri Flag. (Psoroma) 310. Reuteri Oliv. (Squamaria) 310. revoluta Flke. (Parmelia) 206. r h a e t i c a Hepp. (Lecidea) 2, 103. rhagadiosa Ach. (Lecanora) 513. rheithrophila Zschacke (Verru¬ caria) 2. 607. Rhizinen 10. Rhizocarpon (Ram.) Th. Fr. 2. 331. rhodocarpa Kbr. (Pertusaria) 369. rhodocarpa (Kbr.) Nyl. (Varicel- laria) 369. Rhododendri Arn. (Arthopyrenia) 2. 529. Rhododendri Arn. (Arthon. radiata f.) 2. 457. Rhododendri Arn. (Biatora) 2. 211. Rhododendri (Hepp.) Zahlbr. (Leci¬ dea) 2, 211. Rhododendri (Arn.) Rehm (Mela- spilea) 2- 434. Rhododendri Arn. (Opegr. gyrocarpa f.) 2. 422. Rhododendri (Arn.) S. et D. T. (Parm. sorediata f.) 209. Rhododendri (Bagl. et Car.) — (Porina) 2. 556. Rhododendri Arn. (Porina Koerberi v.) 2. 554. Rhododendri Hepp. (Rinodina sophodes O 115. Rhododendri Bagl. et Car. (Sagedia) 2. 556. rhododendrina Nyl. (Lecidea) 2. 94. rhypariza Nyl. (Lecanora) 279. rhyponta (Ach.) Mass. (Arthopyr.) 2. 536. rhyponta Ach. (Verrucaria) 2. 536. rhyponta v. rhypontella Nyl. (Verrucaria) 2. 530. rhypontella Arn. (Arthopyrenia) 2. 530. rhypontella (Nyl.) Arn. (Artho¬ pyrenia) 2. 532. rhypontella Nyl. (Verrucaria) 2. 532. rigida Harm. (Clad. rangiferina f.) 2. 13. rigida Hoffm. (Lobaria) 230. rigidula Arn. (Clad. crispata f.) 2. 37- rigidula Mass. (Clad. furcata var.) 2. 35. rigidus Vili. (Lichen) 172. rigidus Wulf. (Lichen) 230. rimalis Ach. (Opegrapha) 2. 427.
837 rimalis (Ach.) Fr. (Opegr. varia var.) 2. 427. rimata Nyl. (Platygrapha) 2, 408. rimosa ö subcarnea Schaer. (Lecanora) 276. rimosula Flag. (Lecanora) 278. rimosus Retz (Lichen) 277, rimulosum Th. Fr. (Thalloidima) 2. 318. rimulosum Müll.-Arg. (Thelid. Auruntii v.) 2. 668. Rinde 5. Rinodina (Mass.) Stzbgr. 93. rinodinoides Anzi (Buellia) 69. riparia (Müll.-Arg.) — (Catillaria) 2. 310. riparia Müll.-Arg. (Patellaria) 2. 310. riparia Arn. (Psorotichia) 472. riparia Hepp. (Sagedia) 2. 674. riparium (Hepp.) Zschacke (Theli¬ dium) 2. 674. riparius (Arn.) — (Porocyphus) 472. rivalis (Arn.) Zschacke (Polyblastia) 2. 683. rivale Arn. (Thelidium) 2. 683. rivalis Zschacke (Verrucaria) 2. 603. r i v o 1 i c o 1 u m Nyl. (Thelidium) X 660. rivulare Hellb. (Endocarpon) 2. 701. rivulare Roumeg. (Collemodium) 428. Rivularia 13. rivularis Eitner (Gyalecta) 2. 380. rivularis (Fw.) Kbr. (Rhizoc. badioatr. v.) 2. 338. rivulorum (Arn.) D. T. et Sarnth. (Dermatoc.) 2. 582. rivulorum Arn. (Endocarpon) 2. 582. rivulosa Fr. (Biatora) 2. 191. rivulosa ß Kochiana Fw. (Biatora) 2. 189. rivulosa Ach. (Lecidea) 2. 191. rivulosa v. irrorata Laur. (Lecidea) 2. 162. rivulosa v. mollis Whlbg. (Lecidea) 2. 191. roboris Nyl. (Lecanora) 117. roboris Duf. (Parmelia) 117. roboris Arn. (Rinodina) 117. robusta Arn. (Polyblastia) 2. 698. robusta Am. (Polybl. Henschelian. f.) 2. 698. robustum Eitner (Thelocarpon) 485. Roccelsäure 29. rodnense Zschacke (Thelidium) X 675. R o e s 1 e r t Höchst. (Ramalina) 179. R o m e a n a (Müll.-Arg.) Stzbgr. (Leca¬ nora) 268. Romeana Müll.-Arg. (Rinodina) 268. roscida Smrft. (Lecanora) 112. roscida Smrft. (Lecanora Hagenii f.) 294. roscida (Smrft.) Th. Fr. (Rinodina tur- facea f.) 112. roscidum Flke. (Calicium) 2. 496. roscidum Flke. v. roscidulum Nyl. (Cali¬ cium) 2. 497. rosea Eitner (Secoliga) 2. 364. rosea (Eitner) — (Microphiale) 2. 364. rosella (Pers.) De Not. (Bacidia) 2. 274. rosella Fr, (Biatora) 2. 274. rosella Ach. (Lecidea) 2. 274. rosella Stzbgr. (Secoliga) 2„ 274. rosellus Pers. (Lichen) 2. 274. r o s e o 1 a Arn. (Gyalecta) 2. 384. roseus (Pers.) Baeomyces 2. 2. rosulata Jatta (Biatorina) 2. 319. rosulata Zw. (Lecidea) 2. 319. rosulata Ach. (Physcia stellaris f.) 53- rosulata (Anzi) — (Toninia) 2. 3^9- rosulatum Anzi (Thalloidima) 2. 3*9- Rousselii Dr. et Mont. (Biatora) 489. Rousselii Kbr. (Biatorella) 489. ruana Mass. (Arthonia) 2. 469. r u a n u m (Mass.) Jatta (Arthothelium) 2. 469. ruana Almqu. (Dermatina) 2. 469. ruanidea Nyl. (Arthonia) 2. 468. ruanidea Zahlbr. (Dermatina) 2. 468. ruanideum (Nyl.) Arn. (Arthothel.) X 468. rubella (Ehrh.) Mass. (Bacidia) 2.275. rubella ß atrosanguinea Schaer. (Leci¬ dea) 2. 277. rubella Mudd. (Opegrapha) 2. 425. rubella (Pers.) Schaer. (Opegr. herpetica v.) 2. 420. rubella Hepp. (Pyrenula) 2. 516. rubella Stzbgr. (Secoliga) 2. 275. rubella f. porriginosa Stzbgr. (Secoliga) 2. 275. rubella Nyl. (Thelopsis) 2. 516.
838 rubellianum Kbr. (Callopisma) 145. rubelliana (Ach.) Oliv. (Caloplaca) 145. rubelliana Ach. (Lecanora) 145. rubelliana Schaer. (Lecidea) 145. rubelliana Schaer. (Parmelia) 145. rubellum Kbr. (Thelidium) 2. 676. rubellus Ach. (Lichen) 2. 419. rubellus Ehrh. (Lichen) 2. 275. rubescens Kernst. (Alectoria implexa f.) 173. rubescens (Ach.) Th. Fr. (Caloplaca aurant.) 154. rubescens Sandstede (Opegrapha) 2. 418. rubescens Th. Fr. (Rhizocarpon) 2. 355« rubicola Crouan (Biatorina) 2. 297. rubicola (Crouan) — (Catillaria) 2. 297. rubicola Nyl. (Lecidea) 2. 297. rubiformis Whlbg. (Baeomyces) 2. 234. rubiformis Ach. (Cenomyce) 2. 234. rubiformis Whlbg. (Lecidea) 2. 234. rubiginosa (Thunb.) Del. (Pannaria) 397. rubiginosa v. conoplea Nyl. (Pannaria) 395. rubiginosa Ach. (Parmelia) 397. rubiginosa ß coeruleobadia Schaer. (Par¬ melia) 395. rubiginosus Thunb. (Lichen) 397. rubina ß opaca et y melanophthalma Schaer. (Parmelia) 311. rubina ß opaca Schaer. (Parmelia) 314. rubina Hoffm. (Squamaria) 314. rubinus Vili. (Lichen) 314. rubra Mass. (Gyalecta) 2. 375. rubra Ach. Lecanora) 2. 375. rubra Ach. (Parmelia) 2. 375. rubra Hoffm. (Patellaria) 2. 375. rubra Kbr. (Phialopsis) 2. 375. rubricosa (Ach.) Stein (Acarosp. glaucoc. f.) 509. ruderalis Nyl. (Arthonia) 2. 444. ruderalis Nyl. p. p. (Arthonia) 2. 445. ruderum Oliv. (Placodium) 143. rufa Kplhbr. (Aspicilia) 242. rufa (Kplhbr.) — (Lecanora) 242, rufa Mass. (Polyblastia) 2. 705. rufa (Mass.) Th. Fr. (Staurothele) 2. 705. rufa Pers. (Stictis) 2. 411. rufa Garov. (Verrucaria) 2. 705. rufa (Pers.) Fr. (Xylographa) 2. 411. rufescens Th. Fr. (Acarospora) 512. rufescens (Turn.) Th. Fr. (Acarosp. fuse, v.) 511. rufescens Arn. (Acarosp. squam. f.) 506. rufescens Leight. (Blastenia rupestris v.) 126. rufescens (Ach.) Zahlbr. (Dermatoc.) 2. 580. rufescens Ach. (Endocarpon) 2. 580. rufescens Kbr. (Endopyrenium) 2. 580. rufescens Am. (Lecanora flavida f.) 252. rufescens Arn. (Lecan. symmictera f.) 303. rufescens Neck. (Lichen) 385. rufescens Pers. (Opegrapha) 2. 419. rufescens (Neck) Hoffm. (Peltigera) 385. rufescens f. spuria Arn. (Peltigera) 383. rufescens v. vulnerata Müll.-Arg. (Pelti¬ gera) 384. rufescens Hy (Psorotichia) 471. rufescens Ach. (Sagedia) 511. rufofusca Anzi (Biatora) 2. 225. rufofusca (Anzi) Nyl. (Lecidea) 2.225. rufofusca Am. (Lecid. fuscorubens f.) 2. 182. rufum (Pers.) Fr. (Agyrium) 2. 41T rufum Arn. (Stigmatomma) 2. 705. rufum Anzi (Thelotrema) 2. 705. rufus Whlbg. (Baeomyces) 2. 4. rufus v. carneus Nyl. (Baeomyces) 2. 3. rufus f. sessilis (Baeomyces byss. f.) 2. 4. rufus f. sessilis Nyl. (Baeomyces) 2. 3. rufus v. subsquamulosus Harm. (Baeo¬ myces) 2. 3. rufus Ach. (Lichen) 2. 4. rugosa Eitner (Acarospora) 504. rugosa Lamy (Lecanora) 281. rugosa (Pers.) Harm. (Lecan. chlarona var.) 281. rugosa Ach. (Porina) 367. rugosus Pers. (Lichen) 281.
839 rugulosa Kbr. (Acarospora) 511. rugulosa (Müll.-Arg.) — (Acarospora chloroph. v.) 2. 737. rugulosa (Kplhbr.) Zahlbr. (Allar- thonia) 2. 445. rugulosa Almqu, (Arthonia) 2.-445. rugulosa Hepp. (Biatora) 2. 294. rugulosa Kbr. (Biatorina) 2. 294. rugulosa (Hepp.) — (Catillaria) 2. 294. rugulosa Stein (Dimerospora) 2. 294. rugulosa Ach. (Lecidea parasema var.) 2. 98. rugulosa Mass. (Polyblastia) 2. 712. rugulosa (Mass.) Arn. (Staurothele) 2. 712. rugulosum Krplhbr. (Coniangium) 2. 445. rugulosum (Müll.-Arg.) — (Rhizocarpon sphaer. v.) 2. 335. ruinicola Nyl. (Heppia) 406. rupestre Mass. (Amphoridium) 2. 623. rupestre (L.) Wain. (Collema) 420. rupestre Kbr. (Coniangium) 2. 445. rupestre Mass. (Lethagrium) 420. rupestre Br. et Rostr. (Placodium) 125. rupestre Pers. (Racodium) 2. 361. rupestre Cromb. (Thelotrema) 2. 394. rupestris Ach. (Baeomyces) 2. 4. rupestris Fr. (Biatora) 125. rupestris v. irrubata Arn. (Biatora) 126. rupestris f terricola Anzi (Biatora) 125. rupestris (Scop.) Zahlbr. (Blastenia) 125. rupestris (Th waites) aut. (Cystocoleus) 2. 361. rupestris Ach. (Lecidea) 125. rupicola Sandst. (Lecid. promixta f.) 2. 140. rupestris L. fil. (Lichen) 420. rupestris Scop. (Lichen) 125. rupestris Fr. (Opegrapha) 2. 422. rupestris Pers. (Opegrapha) 2. 424. rupestris v. confluens Arn, (Opegrapha) 2. 421. rupestris ß farinosa Hampe (Opegrapha) 2. 432. rupestris v. rufescens Fw. (Opegrapha) 2. 422. rupestris ß saxigena Hepp. (Opegrapha) 2. 424. rupestris y schisticola Eitner (Opegrapha) 2. 423. rupestris DC. (Pertus. communis v.) 360. rupestris ß 2 ocellata Fw. (Pertusaria) 354. rupestris Nyl. (Verrucaria) 2. 620. rupestris Schrad. (Verrucaria) 2. 623. rupestris Schrad. (Verrucaria) 2. 640. rupicola Arn. (Caloplaca aurea f.) 154. rupicola (Schaer.) Nyl. (Pertus. Wulfenii f.) 368. rupicola Mass. (Verruc. nigrescens v.) 2. 645. rupifraga Mass. (Polyblastia) 2. 710. rupifraga (Mass.) Arn. (Staurothele) 2. 710. rupifraga Garov. (Verrucaria) 2. 710. rupta Schaer. (Gyroph. vellea f.) 522. Russula Kbr. (Belonia) 2. 544. rutilans (Fw.) Kbr. (Harpidium) 232. rutilans Ach. (Lecanora) 120. rutilans Ach. (Parmelia) 120. rutilans (Ach.) — (Xanthoria parietina var.) 120. rutilans Fw. (Zeora) 232. sabuletorum (Flke.) — (Bacidia) 2. 263. sabuletorum f. dolosa Ach. (Bilimbia) 2. 266. sabuletorum a hypnophila Br. et Rostr. (Bilimbia) 2. 264. s sabuletorum c. melaena Br. et Rostr. (Bilimbia) 2. 251. sabuletorum f. simplicior A. S. Sm. (Bi¬ limbia) 2. 270. sabuletorum (Fr.) Stein (Gongylia) 2. 716.
840 sabuletorum e aequata Flke. (Lecidea) 2. 168. sabuletorum a alpestris Fr. (Lecidea) 2. n8. sabuletorum v. decedens Stzbgr. (Leci¬ dea) 2. 266. sabuletorum v. enteroleuca Fr. (Leci¬ dea) 72. sabuletorum y fuscocinerea Schaer. (Le¬ cidea) 2. 101. sabuletorum f. fusispora Stzbgr. (Leci¬ dea) 2. 325. sabuletorum f. microcarpa Nyl. (Leci¬ dea) 2. 261. sabuletorum v. milliaria Cromb. (Leci¬ dea) 2. 269. sabuletorum v. milliaria f. trisepta Stzbgr. (Lecidea) 2. 260. sabuletorum f. muricola 332. sabuletorum ß muscorum Schaer. (Leci¬ dea) 2. 100. sabuletorum f. simplicior Nyl. (Lecidea) 2. 270. sabuletorum v. simplicior Nyl. (Lecidea) 2. 318. sabuletorum f. subsphaeroides Nyl. (Le¬ cidea) X 255. sabuletorum ß syncomista Flke. (Leci¬ dea) 2. 326. sabuletorum ß syncomista b. alpestris Smrft. (Lecidea) 2. 118. sabuletorum v. ternaria Nyl. (Lecidea) 2. 261. sabuletorum f. triplicans Nyl. (Lecidea) 2. 261. sabuletorum <S vorticosa Flke. (Lecidea) 2. 149. sabulosa (Kbr.) — (Bacidia) 2. 259. sabulosa Kbr. (Bilimbia) 2. 259; 326. saccata Ach. (Peltidea) 373. saccata DC. (Peltigera) 373. saccata (L.) Ach. (Solorina) 373. saccata v. limbata Schaer. (Solorina) 372. baccata v. spongiosa Nyl. (Solorina) 372. saccatus L. (Lichen) 373. saepincola (Ehrh.) Ach. (Cetraria) 227. saepincola a nuda Schaer. (Cetraria) 227. saepincola a scutata Schaer. (Cetraria) 227. saepincola v. ulophylla Ach. (Cetraria) 227. saepincola (Ach.) — (Lecan. symmicta v.) 302. saepincola Ach. (Lecidea) 302. saepincola b. trabalis Ach. (Lecidea) 289. saepincola Ehrh. (Lichen) 227. saepincola chlorophyllus Whlbg. (Lichen) 227. saepincola Hoffm. (Lobaria) 227. saepincola DC. (Physcia) 227. saepincola Hoffm. (Platysma) 227. sagedioides Nyl. (Lecidea) 101. Saniolechia Mass. 2. 386. Salevensis Müll. - Arg. (Lecanora) 267. salevensis (Müll.-Arg.) Forss. (Pec- cania) 468. salevensis Müll.-Arg. (Synalissa) 468. salicina (Schrad.) — (Caloplaca aurant. f.) 154. salicina Ach. (Lecanora) 154. s a l i c i n u m Pers. (Calicium) X 498. salicinus Ach. (Lichen) 154. salicinus Schrad. (Lichen) 154. Salweii Borr. (Lecidea) 2. 195. Sambuci (Pers.) Nyl. (Lecanora) 287. Sambuci Pers. (Lichen) 287. Sandstedei Zw. (Buellia) 92. Sandstedei Bouly de Lesdain (Ver¬ rucaria) 2. 599- sanguinea Kplhbr. (Aspicilia) 246. sanguinaria Ach. (Lecidea) 2. 242. sanguinaria ß affinis Nyl. (Lecidea) 2. 243. sanguinaria ß alpina Fr. (Lecidea) 2. 243. sanguinaria v. melina Nyl. (Lecidea) X 243’ sanguinaria Kbr. (Megalospora) 2. 243. sanguinarium Th. Fr. (Oedemocarp.) 2. 242. sanguinarium ß affine Th. Fr. (Oedemo- carpon) X 243. sanguinarius L. (Lichen) X 242. sanguinarius (L.) Th. Fr. (Myco- blastus) X 242.
841 sanguinea Arn. (Blastenia rupestris var.) 126. sanguinea (Kplhbr.) — (Lecanora) 246. sanguinea Anzi (Pyrenopsis) 451. sanguineoatra Malbr. (Lecidea) 335. sanguineoatra Nyl. (Lecidea) 2. 230. sanguineoatra (Wulf.?) Th. Fr. (Lecid. fusca v.) 2. 231. sanguineoatra v. fusca Nyl. (Lecidea) 2. 231. sanguineoatra * fuscorubens Nyl. (Leci¬ dea) 2. 164; 182. sanguineoater Wulf.? (Lichen) 2. 231. sanguineus Arn. (Porocyphus) 451. sanguinolenta (Kplhbr.) Arn. (Hepp. vir. f.) 407. sanguinolentum Stzbgr. (Collema) 407. sanguinolentum Kplhbr. (Physma) 407. sapinea Th. Fr. (Biatora) 2. 220. sapineti Fw. (Arthonia) 2. 463. sapineti Nyl. (Arthonia didyma v.) 2. 464. saprophila Ach. (Buellia disciformis f.) 79. saprophila Arn. (Polyblastia) 2. 711. saprophila (Mass.) Kbr. (Verruc.) 2. 623. saprophilum Mass. (Amphoridium) 2. 623. sarcocarpa Zahlbr. (Verr. dolomitica v.) 2. 633. sarcogyniza Nyl. (Lecidea) 2. 141. sarcogynoides Kbr. (Lecidea) 2. 137. sarcogynoides * dispansa Br. et Rostr. (Lecidea) 2. 138. sarcogynopsis Nyl. (Lecanora) 2. 196. sarcogynopsis Nyl. (Lecidea) 2. 196. sarcopis (Whlbg.) Th. Fr. (Lecan. effusa v.) 307. sarcopis f. ravida Nyl. (Lecanora) 307. sarcopis Whlbg. (Lichen) 307. sarcopis Ach. (Parmelia) 307. sarcopisioides Mass. (Biatora) 288; 290. sarcopisioides f. feracissima Anzi (Bia¬ tora) 2. 204. Sarcopyrenia Nyl. 2. 589. sarmentosa Ach. (Alectoria) 172. sarmentosa v. thrausta Fr. (Alectoria) 177. sarmentosa Schaer. (Cornicularia) 172. sarmentosa Ach. (Parmelia) 172. sarmentosum Müll. (Bryopogon) 172. sarmentosus Ach. (Lichen) 172. S a r o t h a m n i Eitner (Rinodina) 113. saturninum Ach. (Collema) 443. Saturninum Desm. (Collema) 442. saturninum (Dicks.) Nyl. (Lepto¬ gium) 443. saturninum v. complicatum Anzi (Lepto¬ gium) 422. saturninum Stein (Mallotium) 443. saturninus Dicks. (Lichen) 443. Saubinetii Schaer. (Lecidea) 404. Saubinetii Nyl. (Pannaria) 404. Saubinetii (Mont.) Zahlbr. (Par- meliella) 404. S a u t e r i Kbr. (Lecidea) 2. 139. S a u t e r i (Kbr.) — (Leptogium) 444. Sauteri Kbr. (Synechoblastus) 444. saxatile Schaer. (Calicium) 70. saxatilis (Schaer.) Kbr. (Buellia) 70. saxatilis Kbr. (Imbricaria) 215. saxatilis a leucochroa c. isidioidea (Kplhbr.) Hepp. (Imbricaria) 216. saxatilis f. papillata Arn. (Imbrie.) 216. saxatilis Nyl. (Lecidea) 70. saxatilis L. (Lichen) 215. saxatilis Hoffm. (Lobaria) 215. saxatilis DC. (Opegrapha) 2. 424. saxatilis v. gyrocarpa Mass. (Opegrapha) 2. 422. saxatilis (L.) Ach. (Parmelia) 215. saxatilis v. laevis f. microphylla Harm. (Parmelia) 216. saxatilis a leucochroa munda Schaer. (Parmelia) 216. saxatilis v. rosaeformis Ach. (Parmelia) 216. saxatilis v. sulcata Nyl. (Parmelia) 216. saxetana Ach. (Lecidea) 339. saxicola Mass. (Arthopyrenia) 2. 524. saxicola Fr. (Bacidia inundata f.) 2. 271. saxicola Mass. (Blastenia ferruginea f.) 129.
842 saxicola Mass. (Blastenia ochracea f.) 134. saxicola Lahm (Lecanactis abietina f.) 2. 399. saxicola v. atropulverulenta Harm. (Lecan.) 312. saxicola (Mudd.) Smith. (Lecanactis premnea v.) 2. 402. saxicola (Poll.) Ach. (Lecanora) 312. saxicola Poll. (Lichen) 312. saxicola Ach. (Opegrapha) 2. 424. saxicola v. gyrocarpa Stzbgr. (Ope¬ grapha) 2. 422. saxicola Ach. (Parmelia) 312. saxicola d. galactina Fr. (Parmelia) 273. saxicola v. muralis Fr. (Parmelia) 273. saxicola Anzi (Rinodina exigua f.) 114- saxicola Tul. (Squamaria) 312. saxicola v. versicolor Nyl. (Squamaria) 312. saxicola Cromb. (Verrucaria) 2. 524. saxicolum Kbr. (Placodium) 312. saxicolum v. diffractum Kbr. (Placod.) 312. saxicolum y disperso-areolatum Mass. (Placod.) 316. saxicolum Zahlbr. (Thelocarp. epibol.) 2. 737- Saxifragae Anzi (Lecan. Hagenii f.) 293. saxigena Uloth (Bilimbia) 2. 260. saxigena Tayl. (Opegrapha) 2. 424. saxigena ß trochodes Tayl. (Opegrapha) 2. 167. saxonicum Bachmann (Stereoc.) 2. 69. scabra Th. Fr. (Acarospora) 513. scabra (Pers.) Nyl. (Glypholecia) 513. scabra Tayl. (Lecidea) 2. 150. scabra Tayl. p. p. (Lecidea) 2. 217. scabra Pers. (Urceolaria) 513. scabrata Nyl. (Usnea) 184. scabrida Lahm (Microthelia) 2. 562. scabridum Anzi (Thelotrema) 2. 705. scabriuscula Del. (Cenomyce) 2. 35. scabriuscula (Del.) CoSm, (Clad. furcata f.) 2. 35- scabrosa (Ach.) Kbr. (Buellia) 81. scabrosa Ach. (Lecidea) 81. scabrosa Th. Fr. (Peltigera) 383. scalaris ß myrmecina Fr. (Lecidea) 2. 238. Schaereri Mass. (Arthonia) 2. 459. Schaereri Hepp. (Biatora) 460. Schaereri De Not. (Buellia) 84. Schaereri De Not. (Calicium) 2. 494. Schaereri Cromb. (Collemopsis) 460. Schaereri Stein (Cyphelium) 2. 483. Schaereri Kbr. (Dermatocarp.) 2. 586. Schaereri Mass. (Pannaria) 460. Schaereri Fr. (Parmelia) 2. 575. Schaereri (Mass.) Arn. (Psorotichia) 460. Schaereri Nyl. (Pyrenopsis) 460. Schaereri Tuck. (Synalissa) 460. Schaereri Nyl. (Verrucaria) 2. 575. Schaererianum Mass. (Sporodictyon) 2. 700. S c h i b 1 e r i Zschacke (Thelidium) 2. 667. Schismatomma Fw. et Kbr. 2. 396. schisticola (Eitner) — (Opegr. gyrocarpa v.) 2. 423. Schistidii Flag. (Biatorina) 341. Schistidii Jatta (Caloplaca) 341. Schistidii (Anzi) — (Candelariella) 341. Schistidii Anzi (Gyalolechia) 341. Schistidii Harm. (Lecanora) 341. Schistidii Müll.-Arg. (Patellaria) 341. Schleicheri Müll.-Arg. (Sagedia) 2. 665. Schleicheri (Müll.-Arg.) — (Theli¬ dium) 2. 665. S c h m i d 1 e i Simmer (Coenogonium) 2- 36b. Schneebergensis Zahlbr. (Lecan. saxicola v.) 2. 732- Schraderi (Bernh.) Nyl. (Leptogium) 433- Schraderi Ach. (Lichen) 2. 640. Schraderi Bernh. (Lichen) 433. Schraderi Ach. (Verrucaria) 2. 640. S c h u 1 e r i Zahlbr. (Pseudoheppia) 409. Schumanni (Kbr.) Stein (Catillaria) 2. 313. Schumanni Kbr. (Lecidea) 2. 313. sciastra Ach. (Parmelia) 58.
843 sciastra (Ach.) Nyl. (Physcia lithotea) 58. sciastrella (Nyl.) Harm. (Physcia) 60. Schläuche 17. Schlauchschicht 17. scobicina Ach. (Parm. olivetor. f.) 201. scolecinus Ach. (Baeomyces) 2. 20. scoliciosporoides (Bagl. et Car.) — (Bacidia) 2. 269. scoliciosporoides Bagl. et Car. (Bilimbia) 2. 269. scopulare Oliv. (Placodium) 162. scop u laris (Nyl.) — (Caloplaca) 162. scopularis Nyl. (Lecanora) 162. scopularis Nyl. (Physcia) 162. scortea Ach. (Parmelia) 213, scorteus Ach. (Lichen) 213. scotina (Kbr.) Arn. (Lecidea) 2. 161. scotina Kbr. (Lecidella) 2, 161. scotina Weddell (Verrucaria) 2. 598. scotinodes Zschacke (Verrucaria) 2. 603. scotinospora Nyl. (Polyblastia) 2. 695. scotinospora Nyl. (Verrucaria) 2. 695. scotinum Ach. (Leptogium) 435. scripta (L.) Ach. (Graphis) 2. 437. scripta Ach. (Opegrapha) 2. 437. scriptus L. (Lichen) 2. 437. scrobiculare (Garov.) Arn. (Thelid. crass. f.) 2. 658. scrobicularis Garov. (Verrucaria) 2. 658. scrobiculata (Scop.) DC. (Lobaria) 387. scrobiculata Nyl. (Lobarina) 387. scrobiculata Ach. (Parmelia) 387. scrobiculata Ach. (Sticta) 387. scrobiculata Nyl. (Stictina) 387. scrobiculatus Scop. (Lichen) 387. scruposa Fr. (Parmelia) 2. 390. scruposa Ach. (Urceolaria) 2. 390. scruposa ß albissima Ach. (Urceolaria) 2. 392. scruposa ö argillosa Ach. (Urceolaria) 2. 391. scruposa v. bryophila Ach. (Urceolaria) 2. 391- scruposa f. cretacea Arn. (Urceolaria) 2. 392. scruposa <5 gypsacea Kbr. (Urceolaria) 2. 392. scruposa c. ocellata Rabenh. (Urceolaria) 2. 392. scruposa f. violaria Kernst. (Urceolaria) 2. 391. scruposus (L.) Norm. (Diploschistes) 2. 390. scruposus L. (Lichen) 2. 390. scrupulosa Ach. (Lecanora) 286. scrupulosa Fr. (Lecanora) 287. scutata Ach. (Peltidea) 382. scutata (Dicks.) Leight. (Peltigera) 382. scutata Fw. (Peltigera) 383. scutata v. propagulifera Fw. (Peltigera) 382. scutatus Dicks. (Lichen) 382. scutellaris Bagl. (Gyalecta) 2. 384. scutelliforme Ach. (Thelotr. lepad. v.) 2. 394. scyphifera (Del.) Wain. (Clad. pityr. f.) 2. 55. scyphosula Sandstede (Clad. destricta f.) 2. 29. scyphulifera Sandst. (Clad. macilenta f.) 2. 21. Scytonema 13. sedifolius Ach. (Lichen) 2. 319. seducta Nyl. (Lecidea) 2. 334. seductum (Nyl.) — (Rhizocarp.) 2. 334. segregula Nyl. (Lecidea) 2. 149. semnospora (Norm.) Bachmann (Sphec.) 2. 725. Sendtneri Kplhbr. (Polyblastia) 2. 689. Sendtneri Kbr. (Sphaeromphale) 2. 689. Sendtneri Nyl. (Verrucaria) 2. 689. separabilis Nyl. (Lecidea) 2. 277. septata Arn. (Lecanora castanea v.) 280. septata Leight. (Sphinctrina) 2. 503. s e p u 11 a Mass. (Polyblastia) 2. 686. sepultum Hepp. (Thelotrema) 2. 686. seri at a (Th. Fr.) Bagl. et Car. (Leci¬ dea) 2. 110.
844 sericea Mass. (Polyblastia) 2. 571. sericea (Mass.) Zahlbr. (Polyblastiop- sis) 2. 571. serpentina Ach. (Graphis scripta v.) 2. 439. sessile Pers. (Aeolium) 2. 475. sessilis Nyl. (Baeomyces byssoides v.) 2. 4. Sessitana Bagl. (Lecanora) 275. Sessitana Bagl. et Car. (Lecidea) 2. 237. setiformis (Kernst.) D. T. et S. (Parm. fuligin. f.) 214. setigera And. (Cladonia uncialis f.) 2. 30. siderella Leight. (Opegrapha) 2. 425. siderella ß rufescens Ach. (Opegrapha) 2. 419. siderolithica Müll.-Arg. (Lecidea) 2d 108. Siebenhaariana Kbr. (Biatora) 125. Siebe nhaariana (Kbr.) — (Blaste¬ nia) 125. Siebenhaariana Th. Fr. (Lecidea) 125, signata (Ach.) — (Opegr. varia f.) 2. 427. silacea Ach, (Lecidea) 2, 166. s i 1 e s i a c a Stein (Lecanora) 295. silesiaca Kbr. (Omphalia) 449. silesiaca Mass. (Sphaeromphale) 2. 707. silesiacum (Kbr.) Stein (Phylliscum) 449. silicicola Zschacke (Verruc. elaeomelaena f.) 2. 611. silicola Lettau (Calopl. obliterans f.) 163. silvatica Zwackh (Aspicilia) 256. silvatica f. alpestris Leight. (Cladina) 2. 17. silvatica (L.) Hoffm. (Cladonia) 2.14- silvatica v. alpestris Flke, (Cladonia) 2. 17. silvatica v. intermedia Desmaz. (Clado¬ nia) 2. 15. silvatica y latiuscula Del. (Cladonia) 2.15. silvatica f portentosa Del. (Clad.) 2- 16. silvatica a silvestris Oed. (Clad.) 2. 14. silvatica-silvestris f. condensata Flke. (Clad.) 2. 16. silvatica f. spumosa Flke. (Clad.) 2. 17. silvatica (Zwackh) — (Lecanora) 256. silvatica Wallr. (Patellaria) 2. 17. silvatica Hoffm. (Peltigera) 391. silvatica Hoffm. (Pulmonaria) 391. silvatica (Huds.) S. Gray (Sticta) 39L silvatica Nyl. (Stictina) 391. silvatica Arn. (Verr, dolomitica f.) 2. 633. silvaticus Huds. (Lichen) 391. silvana Kbr. (Biatora) 2. 219, silvana Norm, (Biatora) 2, 292. silvana v. Rhododendri Hepp. (Biatora) 2. 211. silvana (Kbr.) Th. Fr. (Lecidea) 2. 219. silvestris Arn. (Biatorina) 2. 309. silvestris Arn. (Lecania) 2. 309. silvestris (Arn.) — (Catillaria) 2, 309. silvicola Fw, (Lecidea) 2. 164. silvicola Nyl. (Lecidea) 2. 129. silvicola v. infidula Nyl. (Lecidea) 2. 129. similis Kbr, (Biatora) 2, 97. similis Jatta (Jonaspis) 244. similis (Mass.) Jatta (Lecanora) 244. similis Mass. (Pinacisca) 244. simillima Anzi (Buellia) 2„ 336, simillimum (Anzi) — (Rhizocarp.) 2. 336. simillimus Arn. (Catocarpus) 2. 336, simplex (Dav.) Br. et Rostr. (Bia¬ torella) 494. simplex (Weis) Fw, (Clad. fimbr. var.) 2. 53. simplex Ach. (Clad. pyxidata f.) 2. 51. simplex (Wallr.) Wain. (Clad. verticill. f.) 2. 59. simplex Nyl. (Lecanora) 494. simplex Nyl. (Lecidea) 494. simplex Dav. (Lichen) 494- simplex Nyl. (Sarcogyne) 494. simplex f. incrassata Arn. (Sarcogyne) 495. simplicata Nyl. (Catill. glomerel. f.) 2. 301. simulans Kernst. — (Aspicilia) 249. simulans (Kernst.) — (Lecanora) 249. sinapisperma Kbr. (Blastenia) 130.
845 sinapisperma Nyl. (Lecanora) 130. singularis (Krplhbr.) Arn. (Poly¬ blastia) 2. 681. singularis Krplhbr. (Verrucaria) 2. 681. sinopica Kbr. (Acarospora) 511. sinopica (Whlbg.) Arn. (Acar. fusc. f.) 511. sinopica Smrft. (Lecanora) 511. sinopicum Whlbg. (Endocarpon) 511. sinuatum (Huds.) Sandst. (Lepto- gium) 435. sinuosa Arn. (Imbricaria) 205; 206. sinuosa Fr. (Parmelia) 205. sinuosa (Sm.) Nyl. (Parmelia) 206. sinuosa a laevigata Schaer. (Parmelia) 205. sinuosus Sm. (Lichen) 206. Siphula E. Fr. 188. smaragdula ß endocarpoides Th. Fr. (Acarosp.) 511, smaragdula b. foveolata Kbr. (Acarosp.) 512. smaragdula (Whlbg.) — (Acarosp. fus¬ cata f.) 5 ii. smaragdula a vulgaris Kbr. p. p. (Aca¬ rosp.) 511; 513. smaragdulum Kbr. (Leptog. sinuat, f.) 436. smaragdulum Kbr. (Thrombium) 2. 715. Smithii Leight. (Graphis) 2. 442. Smithii Ach. (Lecanora) 317. Smithii Ach. (Lichen) 317. Smithii var. Leighton (Phaeographis) 2. 441. sociale (Hepp.) Kbr. (Lopadium) 2. 330. socialis Kbr, (Arthopyrenia) 2. 526. socialis Hepp. (Biatora) 2. 330. solida (Kbr.) Rabenh. (Thermutis) 477. solidum Kg. (Stigonema) 477. Solorina Ach. 371. Solorinella Anzi 370. solvens Anzi (Polyblastia) 2. 709. solvens (Anzi) — (Staurothele) 2. 709. Sommerfeltiana Flke. (Lecanora) 273. Sommerfeltiana Hepp. (Lecanora) 274. Sommerfeltiana ß crenulata Mass. (Le¬ canora) 274. Sommerfeltii Flke. (Endocarpon) 367. Sommer feit ii (Flke.) Th. Fr. (Per¬ tusaria) 367. sophistica Nyl. (Graphis) 2. 442. sopohodes Ach. (Lecanora) 115. sophodes f. atrocinerea Nyl. (Lecanora) 108. sophodes ß colobina Ach. (Lecanora) 116. sophodes v. confragosa Nyl. (Lecanora) 109. sophodes f crenata Ach. (Lecanora) 112. sophodes v. exigua Nyl. (Lecanora) 114. sophodes ß laevigata Ach. (Lecanora) 115. sophodes v. lecideoides Nyl. (Lecanora) 114. sophodes v. scopulina Nyl. (Lecanora) 103. sophodes v. teichophila Nyl. (Lecanora) 107. sophodes ß turfacea Schaer. (Lecanora) in. sophodes Ach, (Lichen) 115. sophodes Wahlbg. (Lichen) 112. sophodes Ach. (Parmelia) 115. sophodes y archaea Ach, (Parmelia) 112. sophodes c. exigua Fr. (Parmelia) 112. sophodes (Ach.) Hellb, (Rinodina) 115. sophodes Kbr. (Rinodina) 98. sophodes a genuina Th, Fr. (Rinodina) US. sophodes v. oleae Bagl. (Rinodina) 113. Sorale 16. soralifera Sandst. (Clad. rangiferina f.) 2. 13. soraliifera Bitter. (Parm. olivetor. var.) 202. s o r b i n a Kbr. (Arthonia) 2. 454. s o r b i n a Eitner (Pertusaria) 362. sordarea Kbr. (Arthonia) 2, 453. sordida (Anzi) — (Bacidia) 2. 257. sordida Anzi (Bilimbia) 2. 257. sordida (Pers.) Th. Fr. (Lecanora) 277.
846 sordida ß subcarnea Th. Fr. (Lecanora) 276, sordidescens Nyl. (Lecidea) 2. 300. sordida b. subcarnea Fr. (Parmelia) 276. sorediophora (Nyl.) Wain. (Clad. rangi- formis f.) 2. 32. sordida ß sulfurea Fr. (Parmelia) 297. sordidus Pers. (Lichen) 277. sorediata Sandst. (Clad. silvatica f.) 2. 14. sorediata Sandstede (Clad. strepsilis f.) 2. 61. sorediata f. planiuscula Arn. (Imbrica¬ ria) 209. sorediata f. Rhododendri Arn. (Imbri¬ caria) 209. sorediata (Ach.) Nyl. (Parmelia) 209, sorediata Malbr. (Pertusaria) 353. sorediata v. saxicola Garov. (Pertusaria) 355. sorediata Borr. (Verrucaria) 2. 587. sorediatum (Borr.) Hook (Endoc.) 2. 587. sorediella Nyl. (Ramalina thrausta f.) 177. Soredien 15. sorediifera Ach. (Evernia pernuastri f.) 167. sorediifera Th. Fr. (Lecan. subfusca f.) 283. sorediifera Arn. (Usnea florida var.) 185. sorediiferum Nyl. (Stereoc. pileatum f.) 2. 71. s o r e d i z a Nyl. (Lecidea) 2. 156. soredizodes (Lamy) Nyl. (Lecidea) 2. 157* sororia Th. Fr. (Buellia) 83. sororia Bagl. et Car. (Lecanora) 267. s p a d i c e a Leight. (Arthonia) 2. 465. spadicea Ach. (Cornicularia) 230; 231. spadicea ß odontella Ach. (Cornicularia) 228. spadicea (Kbr.) Zsch. (Stauroth. cata¬ lepta f.) 2. 707. spadiceum Arn. (Coniangium) 2. 465. spadiceum v. luridum Arn. (Coniang.) 2. 466. spadiceum Kbr. (Stigmatomina) 2. 707. spathea Ach. (Graphis scripta f.) 2. 439. speciosa (Wulf.) Wain. (Anaptychia) 63. speciosa Müll.-Arg. (Lecidea) 2. 124. speciosa Ach. (Parmelia) 63, speciosa Nyl. (Physcia) 63. speciosum Kbr. (Sphyridium) 2. 3. speciosus (Kbr.) — (Baeomyc.) 2. 3. speciosus Wulf. (Lichen) 63. spectabile (Fw.) Mass, (Arthothel.) 2. 470. spectabilis Fw. (Arthonia) 2. 47°. spectabilis (Hepp.) — (Arthopyr.) 2. 524. spectabilis Hepp. (Sagedia) 2. 524. spectabilis Hegetschw. (Segestrella) 2. 560. spectabilis Stzbgr. (Verrucaria) 2. 524. s p e i r a Ach. (Lecidea) 2. 144. s p e i r e a Ach. (Lecidea) 2. 346. Spermatien 20. Spermogonien 21. spermogonifera Arn. (Lecan. cinereoruf. f.) 247. sphaeralis Kbr. (Bilimbia) 2. 270. sphaeralis Anzi (Catillaria) 2. 270. sphaeralis Kbr. (Catillaria) 2. 318. sphaericum (Schaer.) — (Rhizocar¬ pon) 2. 335. sphaerocarpa Bagl. et Car. (Leci¬ dea) 2. 101. sphaerocephalum Schaer. (Calic.) 2. 495. sphaerocephalum Whlbg. (Calic.) 2. 498. sphaerocephalum v. abietinum (Calic.) 2. 494. sphaerocephalum v. xylonellum Whlbg. (Calic.) 2. 498. sphaeroidale Ach. (Calicium) 2. 497. sphaeroides (Wallr.) Zahlbr. (Arthopyr.) 2. 523. sphaeroides (Dicks.) Zahlbr. (Ba¬ cidia) 2. 254. sphaeroides Mass. (Biatorina) 2. 294, sphaeroides I. muscorum Kbr. (Bilimbia) 2. 264. sphaeroides (Mass.) Zahlbr. (Ca¬ tillaria) 2. 294. sphaeroides Smrft. (Lecidea) 2. 254.
847 sphaeroides ß atropurpurea Schaer. (Le¬ cidea) 2. 298. sphaeroides v. fusca Schaer, (Lecidea) 2. 231. sphaeroides v. melaena Nyl. (Lecidea) 2. 25L sphaeroides ß obscurata Smrft. (Lecid.) 2. 261. sphaeroides b. obscurata Smrft. 2. 260. sphaeroides v. sabuletorum Nyl, (Lecid.) 2. 264. sphaeroides Dicks. (Lichen) 2. 254. Sphaeroidzellen 9. Sphaeiophoraceae 2. 471, Sphaerophorus Pers. 2. 471. sphagnoides (Flke.) Oliv. (Clad. silvatica f.) 2. 15. Spheconisca Norm. 2. 725. Sphinctrina E. Fr. 2. 505. sphinctrina Kbr. (Bagliettoa) 2. 621. sphinctrina Duf, (Limboria) 2. 621. sphinctrina (Duf.) Nyl. (Verru¬ caria) 2. 621. sphinctrinoidella (Nyl.) Arn. (Micro- glaena) 2. 721. sphinctrinoidella Nyl. (Verrucaria) 2.721. sphinctrinoides Nyl. (Micro- gl aena) 2. 720. sphinctrinoides Kbr. (Weitenwebera) 2. 720. spilomanthodes Nyl. (Pertus.) 368. spilomatica Mass. (Phlyctis) 346. spilomatica (Anzi) Fr. (Xylographa) 2. 41L spilomatica Kplhbr. (Buellia alboatra f.) 90. spilomaticum Anzi (Agyrium) 2. 411. Spilonema Born. 475. spilota Fr, (Lecidea) 2. 132. spilota Kbr. v. ecrustacea Nyl, (Lecidea) 2. 133. spinosa Sandst. (Clad. destricta f.) 2. 29. spinosa Tagl. (Parmelia) 122. spissum Nyl. (Stereocaulon) 2. 70. spodochroa Ach. (Gyrophora) 523. spodochroa v. depressa Th. Fr. (Gyro¬ phora) 521. spodochroa v. crustulosa Nyl. (Umbilic.) 520. spodochroa v. depressa Nyl. (Umbilic.) 521. spodochrous Ehrh. (Lichen) 523. spodophaeoides Nyl. (Lecanora) 285. spodoplaca Nyl. (Lecidea) 2. 302. spongiosa (Sm.) Cromb. (Solorina) 372. spongiosum Ach. (Collema) 372. spongiosum Boist. (Leptogium) 437. spongiosus Sm. (Lichen) 372. Sporen 18. Sprengelii (Flke.) Kbr. (Imbric.) 209. Sprucei (Anzi) Arn. (Polyblastia) 2. 683. Sprucei Anzi (Sagedia) 2. 683. Sprucei Kplhbr. (Thelidium) 2. 676. Sprucei Leight. (Verrucaria) 2. 676. spumosa (Flke.) — (Clad, impexa f.) 2. 17. spuria (Schaer.) Arn. (Buellia) 85. spuria Schaer. (Lecidea) 85, spuria v. lactea Stzbgr. (Lecidea) 69. spuria Ach. (Peltidea) 383. spuria (Ach.) DC, (Peltigera) 383. spuriaeformis Anzi (Lecidea) 2. 118. spurius Ach. (Lichen) 383. squalens Nyl. (Lecidea) 2. 320. squalens Arn. (Thalloidima) 2, 320. squalens Nyl. (Toninia) 2. 320. squalescens Nyl. (Lecidea) 2, 318. squalescens (Nyl.) Th, Fr. (Toni¬ nia) 2. 318. squalida Jatta (Bilimbia) 2. 324. squalida Ach. (Lecidea) 2. 324, squalida Nyl. (Lecidea) 2. 323. squalida Schleich. Kbr. (Toninia) 2. 324. squamata Kbr. (Aspicilia) 265. squamata (Fw.) Th. Fr. (Lecan. gibbosa var.) 265. squamigera Wain. (Clad. macil. v.) 2. 21. squamosa Hoffm. (Cladonia) 2. 38. squamosissima Anders (Clad. cariosa f.) 2. 44. squamosa Harm. (Clad. cenotea f.) 2. 41. squamosa v. delicata Fr. (Cladonia) 2. 33.
848 squamosa f epiphilla Fw. (Clad.) 2. 40. squamosa d. fungiformis Rabenh. (Clad.) 2. 40. squamosa v. parasitica Rab. (Clad.) 2. 33. squamosus Scop. (Lichen) 2. 38. squamulifera Wain. (Cladonia pityrea f.) 2. 56. squamulosa (Schrad.) Th. Fr. (Acaro¬ spora) 505. squamulosa (Müll.-Arg.) Wain. (Clad, cariosa f.) 2. 44. squamulosa ß amaura Ach. (Lecan.) 308. squamulosus Schrad. (Lichen) 505. squamulosa Ach. (Parmelia) 505. squamulosa y discreta Ach. (Parmelia) 512. squarrosa (Ach.) Th. Fr. (Toninia) 2. 324. staphylea (Ach.) Nyl. (Clad. pyxidata f.) 2. 51. Staurothele (Norm.) Th. Fr. 2. 702. S t e i n i i Novak (Gyalecta) 2. 383. stellaris Kplhbr. (Arthonia) 2, 458. stellaris Mejer (Graphis scripta f.) 2. 438. stellaris DC. (Imbricaria) 52. stellaris L. (Lichen) 52. stellaris Hoffm. (Lobaria) 52. stellaris Ach. (Parmelia) 52. stellaris s coerulescens Schaer. (Parme¬ lia) 293. stellaris v. tenella Schaer. (Parmelia) 53. stellaris v. tribacia Tuck. (Parmelia) 55. stellaris Lahm (Phaeogr. dendritica) 2. 441. stellaris (L.) Nyl. (Physcia) 52. stellaris v. aipolia Nyl. (Physcia) 50. stellaris ß ascendens Th. Fr. (Physcia) 54. stellaris y ascendens I. tubulosa Wallr. (Physcia stellaris var. leptalea) 53. stellaris v. hispida Fr. (Physcia st. v. leptalea) 53. stellata Schaer. (Cladonia) 2. 29. stellata Lahm (Graphis elegans f.) 2. 440. s t e 11 u lata (Tayl.) Mudd. (Buellia) 71. stellulata Tayl. (Lecidea) 71. stemmatina (Ach.) Wain. (Clad. coccif. v.) 2. 25. stemonea (Ach.) Müll.-Arg. (Chaeno- theca) 2. 482. stemoneum Kbr. (Cyphelium) 2. 482. Stenhammari (Fr.) Arn. (Lecanactis) 2. 403. Stenhammari D. T. et S. (Lecanora) 278. Stenhammari Fr. (Lecidea) 2. 403. Stenhammari Hellb. (Pertusaria) 368. Stenhammari Kbr. (Zeora) 278. stenocarpa ß hapalea Ach. (Opegrapha) 2- 417. Stenocybe Nyl. 2. 503. stenocyboides Nyl. (Calicium) 2. 480. stenocyboides (Nyl.) — (Chaeno- theca) 2. 480. stenospora Müll.-Arg. (Arthonia) 2. 454- stenospora Kbr. (Arthopyr.) 2. 529. stenospora (Hepp.) Th. Fr. (Bacidia Beckhausii f.) 2. 272. stenospora Hepp. (Biatora) 2. 271; 272. stenotera Nyl. (Lecidea) 2. 118. stenospora Nyl. (Lecidea) 2. 271. stenospora Nyl. v. poliaena (Lecidea) 2. 272. Stereocaulon Schreb. 2. 64. Sterigmen 23. steriza Anzi (Encephalogr. cerebr. f.) 2. 4M. steriza Ach. (Lecid. macrocarpa f.) 2. 121. steropea D. T. et Sarnth. (Caloplaca) 155. steropeum Kbr. (Callopisma) 144; 155- strepsilis Ach. (Baeomyces) 2. 61. strepsilis (Ach.) Wain. (Cladonia) 2. 61. Stichococcus infusionum 12. Sticta Schreb. 390. Stictaceae 385. stictica Kbr. (Aspicilia) 249. stigmatea Kbr. (Buellia) 76; 77. stigmatea Kbr. (Verrucaria) 2. 633. stigmatella (A. L. Sm.) Sm. (Artho¬ pyrenia) 2. 534. stigmatellus Sm. (Lichen) 2. 534. stigonellum Ach. (Aeolium) 2. 475. stigonellum (Ach.) Zahlbr. (Cyphe- lium) 2. 475.
849 Stigonema 13, stilbea Ach. (Coniocybe) X 499. stilbea ß citrinella Kbr. (Coniocybe) 2. 500. stilbea Ach. (Coniocybe pallida v.) 2. 500. stilbeum Mbug. (Calicium) X 502. stilbeum Schaer. (Calicium) 2. 499. stillicidiorum Ach. (Caloplaca cerina f.) 152. stillicidiorum Harm. (Collema) 427. stippaea (Ach.) Sarnth. et D. Torre (Anaptychia aquila var.) 63. stippaea Ach. (Parmelia) 63. stipata Flke. (Clad. papillaria f.) 2. 18. straminea Stenh. (Biatora) 303. straminea Flke. (Cladonia) 2. 63. straminea Smrft. (Cladonia) 2. 28. straminea Lahm (Lecanora) 303. straminea « Whlbg. (Lecanora) 313. straminea ß oreina Ach. (Lecanora) 96. straminea (Stenh.) — (Lecan. symmict. V.) 303. straminea Anzi (Lecidea) 2, 142. stramineus Whlbg. (Lichen) 313. Strasseri Zahlbr. (Lecidea) X 231. Strasseri Zahlbr. (Thelocarp.) X 735. Strauchflechten 3. strepsilis Del, (Cenomyce) X 40. strepsilis (Ach.) Zahlbr. (Ramalina) 177- strepsodina Ach. (Biatorella simplex v.) 494. stricta Nyl. (Cladonia) 2. 57. stuppea Flot. (Cornicularia) 231. stygia Kbr. (Imbricaria) 202. stygia f. conturbata (Imbricaria) Arn. 202. stygia ß lanata Kbr. (Imbricaria) 203. stygia Hoffm, (Lobaria) 202. stygia (L.) Ach. (Parmelia) 202. stygia v. lanata Meyer (Parmelia) 202. stygia v. minor Nyl. (Parmelia) 199. stygia v. pulvinata Schaer. (Parm.) 466. stygia b. sorediata Ach. (Parmelia) 209. stygia Hoffm. (Squamaria) 202. stygium v. erosum Del. (Collema) 425. stygium v. orbiculare Schaer. (Collema) 419. stygius L. (Lichen) 202. Stylosporen 23. styracella (Ach.) Wainio (Clad. macil. v.) 2. 21. suaveolens Kbr. (Aspicilia) X 369. suaveolens (Ach.) Th. Fr. (Jonaspis) 2. 369. suaveolens Ach. (Urceolaria) 2. 369. suavis Müll.-Arg. (Lecania) 331. suavis Stzbgr. (Lecanora) 331. subabsconditum Eitner (Thelid.) 2. 657. subacervata Müll. - Arg. (Lecidea) 2. 112. subacuminata Wain. (Clad, fimbr. var.) 2. 54. subacuta Wain. (Clad. pityrea f.) 2. 56- subalbe 11a Nyl. (Lecanora) 295. subalbicans n. nov. (Verrucaria) 2. 623. subalbicans Bagl. et Car. (Artho¬ pyrenia) 2. 536. subalbicans (Leight.) Mudd. (Verrucaria rupestris f.) 2. 641. subalbidum Nyl. (Cyphelium) X 483. subalpina Zahlbr. (Lecidea) X 218. subapochroella Zahlbr. (Lecidea) X 229. subareolata Nyl. (Pyrenopsis) 451. subareolata v. impolita Th. Fr. (Pyre¬ nopsis) 451. subarticulata (Arn.) — (Porina) 2. 549. subarticulata Arn. (Sagedia) 2. 549. subastroidea Anzi (Arthonia) X 470. subastroideum (Anzi) Jatta (Artho- thelium) 2. 470. subathallina Arn. (Stauroth. rufa f.) X 706. subaurifera Nyl, (Imbricaria) 215, subaur i fera Nyl. (Parmelia) 215. subaurifera v. exasperata Oliv. (Parm.) 208. s u b b a d i a Anzi (Buellia) 86. subcaerulescens Arn. (Lecid. transit, v.) X 105. subcaeruleum Eitner (Rhizocarp.) 2. 353. Thomö-Migula, Flechten. II. (Flora XII, 2.) 54
850 subcana Light. (Alectoria) 174. subcana Nyl. (Alect. jubata var.) 174. subcandicans (Müll.-Arg.) Stzbgr. (Le¬ canora) 322. subcandicans Müll.-Arg. (Placod.) 322. subcandida Arn. (Lecanora sanguinea f.) 247. subcariosa Nyl. (Cladonia) 2. 43. subcarnea (Sw.) Ach. (Lecan.) 276. subcarnea Kbr. (Lecanora piniperda f.) 289. subcarnea Ach. Lecidea 276. subcarneus Sw. (Lichen) 276. sub cervicornis Wain. (Clad. verticill. f.) 2. 59- subcincta Nyl. (Verrucaria) 2. 636. subcinerea Nyl. (Lecanora) 242. subcircinata Nyl. (Lecanora) 321. subconcentrica Stein (Lecidea crust. f.) 2. 157. subconcolor Anzi (Biatora) 2. 192. subconcolor (Anzi) Jatta (Lecidea) 2. 192. subconfluens Müll.-Arg, (Artho- Pyr.) 2. 530. subconfluens Th. Fr. (Lecidea) 2. 156. subconfragosa Nyl. (Lecanora) 107. subconfragosa Arn, (Rinodina) 105, subconfragosa (Nyl.) Boist. (Ri¬ nodina) 107. subconspersa Nyl. (Parmelia) 204. sub contiguum Nyl. (Rhizoc. obscur. f.) 2. 357. sub cooperta Anzi (Pyrenopsis) 451. subcretacea Nyl. (Lecan. cinerea f.) 260. subcretacea Arn. (Lecidea cinereoatra f.) 2. 158. sub cylindricum Arn. (Theloc. superell. f.) 484. subdepressa Nyl. (Aspicilia) 266. subdepressa v. inornata Arn. 265. subdepressa (Nyl.) — (Lecanora gibbosa var.) 266. subdiffracta Arn. (Biatora) 2. 181. subdiffracta Arn. (Lecidea) 2. 181. subdilacerata Wain. (Cladon. gracilis f.) 2. 49. subdisciformis (Leight.) Jatta (Buellia) 81. subdisciformis Leight (Lecidea) 81. subdiscrepans (Nyl.) Stzbgr. (Le¬ canora) 315. subdispersa Mig. (Buellia) 88. s u b d u b i a Nyl. (Pertusaria) 356. subduplex Nyl. (Biatorina) 2. 294. subduplex Nyl. (Lecid. vernalis f.) 2. 215. subecrustacea Nyl. (Lecid. panther, f.) 2. 131. subflavida Nyl. (Lecidea) 2. 206. subfumosa (Arn.) — (Lecid.) 2. 240. subfumosa f. fuscoatra Arn. (Lecidea) 2. 241. subfumosa f. aeneola Arn. (Psora) 2.240. subfurcata Arn. (Cladonia) 2. 38. subfusca (L.) Ach. (Lecanora) 283. subfusca v. albella Stzbgr, (Lecanora) 294- subfusca * angulosa Nyl, (Lecanora) 282. subfusca 7) argentata Ach. (Lecanora) 285. subfusca b. baeomycoides Mass. (Lecan.) 284. subfusca a vulgaris 4 bryontha Kbr. (Le¬ canora) 286. subfusca v. cateilea Ach. (Lecanora) 295. subfusca v. cenisia Nyl. (Lecanora) 275. subfusca v. chlarona Nyl. (Lecanora) 281. subfusca £ coeruleata Fr. (Lecanora) 329, subfusca ß coilocarpa Ach. (Lecan.) 283. subfusca v. coilocarpa gangaleoid. Wedd. 271. subfusca v. conferta Schaer. (Lecan.) 297. subfusca (j, crenulata Schaer. (Lecan.) 274. subfusca b. epibrya Nyl. (Lecanora) 286. subfusca e gangalea (Ach.) bei Stein (Le¬ canora) 284. subfusca ß intumescens Flöt. (Lecanora) 280. subfusca d lainea Th. Fr. (Lecanora) 283. subfusca d lainea Kbr. (Lecanora) 284. subfusca v. scrupulosa Stzbgr. (Lecanora) 286. subfusca f. transcendens Nyl. (Lecanora) 276. subfusca v. variolosa Kbr. (Lecan.) 283. subfusca a vulgaris Schaer. (Lecan.) 285.
851 subfusca Ach. (Parmelia) 283. subfusca 6 angulosa Fr. (Parmelia) 282. subfusca v. bryontha Ach. (Parmelia) 359. subfusca e caeruleata Fr. (Parmelia) 284. subfusca DC. (Patellaria) 283. subfuscus L. (Lichen) 283. subgeminatum Eitner (Rhizocarp.) 2. 349. sub gilva Arn. (Lecidea vernalis f.) 2. 216. subgranatina nom. nov. (Lecidea) 2. 186. subgranulata Müll.-Arg. (Rino¬ dina) 100. subgrisella Nyl. (Lecidea) 2. 131. subgrisella (Nyl.) Arn. (Lecidea panthe¬ rina v.) 2. 131. subgyratula Nyl. (Lecidea) 2. 167. subiculosus (Flke.) Arn. (Rhizoc. badio- atr. f.) 2. 338. subimpressa Arn. (Verruc. nigrescens f.) 2. 645. subincompta (Nyl.) Arn. (Bacidia) 2. 283. subinfidula Nyl. (Lecidea) 2. 125. subintegra Nyl. (Verrucaria) 2. 551. subintricata (Nyl.) Th. Fr. (Leca¬ nora) 291. subintricata v. leucoroeoides Harm. (Le¬ canora) 290. subinvoluta Müll.-Arg. (Lecidea) 2. 184. subkochiana (Nyl.) Cromb. (Leci¬ dea) 2. 130. sublactea Kern. (Lecidea) 2. 132. sublactea Lamy (Lecidea panther, v.) 2. 132. sublacteum Eitner (Theledium) 2. 677. sublacunosa Wainio (Clad.) 2. 31. sublaevata Eitner (Lecanora cinerea f.) 260. sublatypea Leight. (Lecidea) 2. 149. sublecideina Arn. (Opegr. saxicola v.) 2. 424. sublevigata Sandst. (Clad. glauca f.) 2. 42. sublobulata Arn. (Lecania erysibe f.) 335. sublugens Hepp. (Biatora) 461. sublugens Nyl. (Lecidea) 461. sublustris Stzbgr. (Alector. jubata f.) 174. sublutea Th. Fr. (Lecanora cenisia f.) 276. sublutescens Stnr. (Buellia leptocline) 74. sublutescens Nyl. (Lecidea) 2. 107. submersa (Eitner) — (Arthonia) 2. 464. submersa Schaer. (Verrucaria) 2. 617. submersa Krypt. Ex. Vindob. (Verru¬ caria) 2. 603. submersa ß litorea Hepp. (Verrucaria) 2. 618. submersum Eitner (Coniang.) 2. 464. submicans (Nyl.) A. L. Sm. (Artho- Pyr.) 2. 537. submicans Nyl. (Verrucaria) 2. 537. s u b m o 11 i s Steiner (Usnea) 186. submuralis Nyl. (Verrucaria) 2. 641. subnigrata Eitner (Biatorina) 2. 299. subnigrata (Eitner) — (Catillaria) 2. 299. subnigrescens Nyl. (Verrucaria) 2. 645. subnigricans Arn. (Arthopyr. satic. v.) 2. 525. subnigricans Nyl. (Cetraria islandica v.) 229. subnitens Harm. (Peltig. canina f.) 384. s u b n i t i d a Hellb. (Catillaria) 2. 311. s u b n i v e a Nyl. (Buellia) 77. subnivea Müll.-Arg. (Lecanora) 271. subnummularia Nyl. (Physma cyath. v.) 414. subnuda Fr. (Lecidea lithophila f.) 2. 135. subocellata Ach. (Opegr. herpetica v.) 2. 420. subparallela Müll.-Arg. (Arthon. radiat, v.) 2. 457. subparallela Müll.-Arg. (Opegra¬ pha) 2. 418. subparoicum Nyl. (Calic.) 2. 493. subplanata Nyl. (Lecanora) 278. subplumbea Anzi (Lecidea) 2. 154. subpostuma Nyl. (Lecidea) 2. 343. subpostumum (Nyl.) Arn. (Rhizo¬ carpon) 2. 343* subpulicaris Anzi (Biatora) 2. 206. subpulicaris Anzi (Biatorina) 2. 297. 54*
852 subpulicaris (Anzi) — (Catillaria) 2. 297. subpulicaris Anzi (Lecidea) 2. 206. subpunctata Nyl. (Melanotheca) 2. SU. subpyrenophora (Leight.) Th. Fr. (Polyblast.) 2. 700. subpyrenophora Leight. (Verruc.) 2, 700. subsquammosa Stein. (Buellia) 73. subsquamosa (Nyl.) Wain. (Clad.) 2. 33- subracemosa Wain. (Cladon. crispata f.) 2. 37- subradiata Nyl. (Pannaria) 447. subradiatum D. T. et Sarnth. (Lecothec.) 447. subradiatum Arn. (Placynthium) 447. subradiatum (Nyl.) Stzbgr. (Ptery¬ gium) 447. subradiatum Hue (Pterygium) 434. subradiosa Nyl. (Lecanora) 278. subrangiformis Sandst. (Cladon.) 2. 32. subravida Nyl. (Lecanora) 303. subroscidum (Eitner) — (Calicium) 2. 499- subroscidum Eitner (Cyphelium) 2. 499. subrugulosa Nyl. (Lecanora) 282. subsilacea Nyl. (Lecidea) 2. 127. subsimilis Th. Fr. (Caloplaca) 343. subsimilis Th. Fr. (Gyalolechia) 343. subsimilis Th. Fr. (Xanthoria) 343. subspadicea Nyl. (Arthonia) 2. 466. subspadiceum Arn. (Coniangium) 2. 466. subsphaeroides (Nyl.) Arn. (Lecid. sphae¬ roides f.) 2. 255. subtartarea Nyl. (Lecanora) 326. subtartarea (Nyl.) — (Ochrolechia tar- tarea v.) 326. subtartarea v. leprosa Jatta (Ochrolech.) 325. subterluescens Arn. (Lecidea) 2. 146. subterluescens Nyl. (Lecidea declinasc. v.) 2. 146. subterluescens f. icrustacea Arn. (Leci¬ dea) 2. 177- subterluescens f. ochromeliza Arn. (Le¬ cidea) 2. 147. subtile Ach. (Calicium) 2. 491. subtile Fr. (Calicium) 2. 491. subtile Kbr. (Calicium) 2. 482, subtile Sm. (Collema) 438. subtile (Sm.) Nyl. (Leptogium) 438. subtilis Schrad. (Lichen) 438. subtomentosula Sandstede (Clad. bacill. f.) 2. 20. subtorulosum Nyl. (Collema) 417. subtrachona (Arn.) — (Bacidia) 2. 249. subtrachona Arn. (Bilimbia) 2. 249. subtrullisata Müll.-Arg. (Lecidea) 2, 113. sub tubulosa Fr. (Cetraria islandica f.) 229. s u b t u m i d u 1 a'Nyl. (Lecidea) 2. 106. subulata Schaer. (Clad. deform, f.) 2.27. subulata (L.) Wain. (Clad. fimbr. var.) 2. 54. subulata Flke. (Clad. furcata f.) 2. 35. subuliformis Duf. (Cenomyce) 2. 46. subuliformis Hoffm. (Cladonia) 188. subuliformis Wain. (Clad. pityr. f.) 2.55. subuliformis Ehrh. (Lichen) 188. subumbon ata Nyl. (Lecidea) 2.116. subumbrina Nyl. (Verrucaria) 2. 698. subvirella Nyl. (Physcia adglutinata) 61. subvorticosa Nyl. (Lecidea) 2.114. succedens Arn. (Polyblastia) 2. 713. succedens (Rehm) Arn. (Staurothele) 2. 713. succedens Rehm (Verrucaria) 2. 713 sudetica Eitner (Lecan. cinereroruf. v.) 248. sudetica Kbr. (Lecidea) 2. 143. sudetica Stein (Lecidella) 2. 143. sudetica (Kbr.) — (Porina) 2. 557. sudetica Kbr. (Sagedia) 2. 557. sulcatus Wulf. (Lichen) 227. sulcata Tayl. (Parmelia) 216. sulfurea (Hoffm.) Ach. (Lecanora) 297. sulfurea v. orosthea Flag. (Lecan.) 300. sulfurea Ach. (Lecidea) 297. sulfurea Ach. (Parmelia) 297. sulfurea Kbr. (Zeora) 297, sulfureus Hoffm. (Lichen) 297. sulphurata Arn. (Acarospora) 504.
853 sulphurata Arn. (Acarosp. Heu fler, v.) 504. sulphurata (Ach.) Nyl. (Lecan.) 299. sulphurea a corticola isidioidea Schaer. (Pertus.) 368. sulphurella (Whlbg.) Nyl. (Conio¬ cybe) 2. 501. sulphurella Kbr. (Pertusaria) 359. sulphurea ß rupicola Schaer. (Pertus.) 368. superba Kbr. (Lecidea) 2. 104. superellum Nyl. (Thelocarpon) 484. superficialis Schaer. (Lecidea) 2. 335. supertegens Arn. (Lecanora gibbosa v.) 265. surrecta Flke. (Clad. furcata f.) 2. 35. Swartziana Ach. (Arthonia) 2. 457. Swartziana (Ach.) Syd. (Arthon. radiata v.) 2. 457- sychnogonioides Nitschke (Geis¬ ler ia) 2. 715- sylvatica a silvestris f. tenuis Flke. (Cla¬ donia rangiferina f.) 2. 13. Symbiose 1. s y m m i c t a Ach. (Lecanora) 302. symmicta Oliv. (Lecanora) 303. symmicta v. conizaea Oliv. (Lecanora) 301. symmicta c. expallens Oliv. (Lecanora) 301. symmicta v. orosthea Oliv. (Lecanora) 300. symmicta Ach. (Lecidea) 302. symmictella Nyl. (Lecidea) 2. 204. symmictera Nyl. (Lecanora) 303. symmictiza Hedl. (Lecanora) 2. 204. symmictiza Nyl. (Lecidea) 2. 204. sympagea Nyl. (Lecanora) 159. sympageum Ach. (Placodium) 159- sympathetica Tayl. (Lecidea) 2. 182. symphicarpa Flke. (Capitularia) 2. 44. symphicarpa Ach. (Cenomyce) 2. 44. symphicarpa Smrft. (Cenomyce) 2. 43. symphicarpa a continua Wallr. (Clad.) 2. 43- symphicarpa Schaer. (Cladonia papill. f.) 2. 18. symphicarpea (Fr.) Wain. (Clad. Floerk. v.) 2. 19. symphicarpia Arn. (Cladonia) 2. 44. symphicarpus Ehrh. (Lichen) 2. 40. symphorea Nyl. (Synalissa) 453. symphorella Nyl. (Lecidea) 2. 153. Synalissa E. Fr. 453. synalissum Ach. (Collema) 453. syncarpa Zahlbr. (Lecidea) 2. 127. syncomista Th. Fr. (Bilimbia) 2. 326. syncomista Kbr. (Bilimbia) 2. 269. syncomista (Flke.) Th. Fr. (Toni¬ nia) 2. 326. synothea Kbr. (Biatorina) 2. 306. synothea (Ach.) Th. Fr. (Catillaria) 2. 306. synothea Ach. (Lecidea) 2. 306. synothea v. exilis Flke. (Lecidea) 2. 446. syntheta Ach. (Clad. pyxidata f.) 2. 51. syringe a (Ach.) Th. Fr. (Lecania) 329. syringea Ach. (Lecanora) 329. syrtea Ohlert. (Cladonia furcata f.) 2. 35. tabacina Fr. (Biatora) 2. 318. tabacina Jatta (Biatorina) 2. 318. tabacina Schaer. (Lecidea) 2. 318. tabacina Mass. (Lithoicea) 2. 628. tabacina Arn. (Psora) 2. 318. tabacina (Ram.) Zahlbr. (Toninia) 2. 118. tabacina (Mass.) Kbr. (Verrucaria) 2, 628. tabacinum Kbr. (Thalloidema) 2, 318. tabacinus Ram. (Lichen) 2. 318. tabescens Krmphbr. (Lecidea) 2. 96. t a p c t i c a Kbr. (Verrucaria) 2. 629. tapetica v. fluviatilis Eitner (Verrucaria) 2. 616. tartarea v. subtartarea Oliv. (Lecanora) 326. tartarea (L.) Mass. (Ochrolechia) 325.
854 tartarea subsp. androgyna Hoffm. (Ochro¬ lechia) 326. tartarea Ach. (Parmelia) 325, tartarea ß frigida Ach. (Parmelia) 326. tartarea ö gonatodes Ach. (Parm.) 325. tartareus L. (Lichen) 325. T arvesedis Anzi (Polyblastia) 2. 700. Tarvesedis Anzi (Verrucaria) 2. 700. tauriscorum A. Zahlbr. (Pertusaria) 358. tectorum Mass. (Lithoicea) 2. 627. tectorum (Mass.) Kbr. (Verrucaria) 2* 627. tegulare Kbr. (Diplotomma) 90. tegulare Nyl. (Placodium) 160. t e g u 1 a r i s (Ehrh.) — (Caloplaca) 160. tegularis Nyl. (Lecanora) 160. tegularis Sandst. (Lecid. cinereoatra f.) 2. 158. tegularis Ehrh. (Lichen) 160. tegularis Hoffm. (Lobaria) 160. Thelocarpon Nyl. 479. teicholyta (Ach.) — (Blastenia) 132. teicholyta Ach. (Lecanora) 132. teicholytum DC. (Placodium) 132, teichophila Nyl. (Lecanora) 107. teichophila (Nyl.) Boist. (Rino¬ dina) 107. tenax (Sw.) Ach. (Collema) 426. tenax Sw. (Lichen) 426. tenebrata Nyl. (Heppia) 2, 734. tenebricosa Norm. (Biatora) 2. 221. tenebricosa Nyl. (Lecidea) 2. 221. tenebricosa Mass. (Porina) 2. 558. tenebrosa Kbr. (Aspicilia) 2. 154. tenebrosa Nyl. (Lecanora) 2. 154. tenebrosa Fw. (Lecidea) 2. 154. tenella Kullh. (Bacidia) 2. 279. tenella v. leptalea Ach. (Borrera) 53. tenella Ach. (Parmelia) 53. tenella (Scop. Nyl.) Bitter (Physcia) 53- tenellus Scop. (Lichen) 53. tenellus Wahlenb. (Lichen) 53. tenuior Sandst. (Clad. rangifer. f.) 2. 13. tenuis (Wahlbg.) Th. Fr. (Caloplaca ele¬ gans f.) 157. tenuis (Flke.) Harm. (Cladonia) 2. 13. tenuissinum (Dicks.) Kbr. (Leptog.) 439. tenuissimum f. minutissimum Harm. (Leptog.) 437. tenuissimus Dicks. (Lichen) 439. tephraea Kbr. (Lecanora) 270. tephroides Ach. (Endocarpon) 2. 576. tephroides Ach. (Lichen) 2. 576. tephroides Nyl. (Verrucaria) 2. 576. tephromelas Ach. (Lichen) 270. terebrata Kbr. (Imbricaria) 200. terebrata Hoffm. (Lobaria) 200. terebrata Mart. (Parmelia) 200. terebrata Kbr. (Menegazzia) 200. terestris Th. Fr. (Polyblastia) 2. 697. teretiuscula Wallr. (Parmelia) 471. teretiuscula (Ach.) Nyl. (Physcia) 54. tergestina Steiner et Zahlbr. (Buellia) 72. ternaria (Nyl.) — (Bacidia trisepta v.) 2, 261. ternaria Nyl. (Lecidea) 2. 260. terricola Th. Fr. (Biatora) 125. terricola Rehm (Biatora) 456. terricola (Anzi) — (Blastenia) 125. terricola (Rehm) — (Psorotichia) 456. terricolum Th. Fr. (Physma) 456. terrigena (Ach.) Nyl. (Aphanopsis) 469. terrigena Eitner (Belonia) 2, 544. terrigena Ach. (Lecidea) 469. tersa Kbr. (Acrocordia) 2. 523. tesselata Ach. (Gyrophora) 517. tesselata b. cinerascens Ach. (Gyroph.) 518. tesselata Flke. (Lecidea) 2. 132. tesselata f. subkochiana Nyl. (Lecidea) 2. 130. tesserata (DC.) Nyl. (Lithographa) 2. 410. tesserata DC. (Opegrapha) 2. 410. tesserata Th. Fr. (Placographa) 2, 410. testacea Fr. (Biatora) 2. 232. testacea Ach. (Lecanora) 2. 232. testacea (Hoffm.) Ach. (Lecidea) 2. 232. testacea Hoffm. (Psora) 2. 232,
855 testudinea (Ach.) Mass. (Biatorella) 498. testudinea Mass. (Sporastatia) 498. tetragonoides Anzi (Collema) 421. tetramerospora Hepp. (Patellaria) 333. tetra spora (Nyl.) Th. Fr. (Blastenia) 127. tetraspora Nyl. (Lecanora) 127. tetrastica (Nyl.) Jatta (Gyalecta) 2. 376. tetrastica Nyl. (Lecanora) 2. 376. teutob u rgensi s Zschacke (Verru¬ caria) 2. 612. thalloidemoides (Eitner) — (Le¬ cidea) 2. 234. thalloidemoides Eitner (Psora) 2. 234. Thallus 2. Thallusrand 17. thamnodes Arn. (Evernia) 169. thamnodes (Flot.) Hue (Letharia) 169. Thamnolia Ach. 187. Thecium 17. theiodes Smrft.? (Lecidea) 2. 132. t h e i o d e s Smrft. (Lecidea) 2. 147. theiodes Kbr. (Lecidella) 2. 147. ' theiodes (Smrft.) Arn. (Lecid, panther. v.) 2. 132. Thelenidia Nyl. 2, 713. theleodes (Smrft.) Th. Fr. (Poly¬ blastia) 2. 700. theleodes Th. Fr. (Sporodictyon) 2. 700- theleodes Smrft. (Verrucaria) 2. 700. Thelidium Mass. 2. 651. Thelopsis Nyl. 2. 515. Theloschistes Norm. 121. Theloschistaceae 118. Thelotrema (Ach.) Müll.-Arg. 2, 393- Thelotremaceae 2. 393. thelotremoides Jatta (Gyalecta) 2. 376. thelotremoides Nyl. (Lecidea) 2. 376. Thermulis E. Fr. 476. thiodes Spreng. (Lecanora) 299. thiodes (Spreng.) Schaer. (Lecan. frustu¬ losa v.) 299. thrausta Ach. (Alectoria) 177. thrausta (Ach.) Nyl. (Ramalina) 177. Thrombium (Wallr.) Mass. 2. 714. Thulensis Th. Fr. (Alectoria) 173. T h u r e t i i (Hepp.) — (Porina) 2. 559. Thuretii Hepp. (Sagedia) 2. 559- thu r i ngi actim Zschacke (Thelid.) 2. 654. Thyrea Mass. 465. thy sanae um Hepp. (Collema nigr. f.) 421. tichothecioides Arn. (Arthopyr.) 2. 521. tigillare Anzi (Aeolium) 2. 474. tigillare v. ecrustaceum Anzi (Aeolium) 2. 474- tigillare Pers. (Calicium) 2. 474. tigillare (Pers.) Th. Fr. (Cyphelium) 2. 474- tigillaris Ach. (Lichen) 2. 474- t i g u r i n a (Stzbgr.) — (Porina) 2. 560. tigurina Stzbgr. (Verrucaria) 2. 560. tiliacea Kbr. (Imbricaria) 211. tiliacea (Hoffm.) Ach. (Parmelia) 211. tiliacea v. carporrhizans Oliv. (Parm.) 2T2. tiliacea v. hypothrix Müll. (Parm.) 212. tiliacea v. scortea Merat (Parmelia) 213. tiliaceus Hoffm. (Lichen) 211. t i m i d u 1 a Th. Fr. et Almq. (Catil¬ laria) 2. 308. tinctoria Schaer. (Parmelia) 177. tinctoria Schaer. (Ramalina) 177. tinctorius Web. (Lichen) 177. t i r a t a Kbr. (Lecidea) 2, 124. tiroliense (Nyl.) Bachmann (Stereoc.) 2. 70. tiroliense Zschacke (Thelidium) 2. 666. t i r o 1 e n s i s Kbr. (Buellia) 84. t i r o 1 i e n s i s Zahlbr. (Caloplaca) 152. tiroliensis Arn. (Polyblast, dermatodes f.) 2. 685. tiroliensis Zschacke (Verrucaria) 2. 606. titubans Bagl. et Car. (Lecidea) 2. 156. Tomasellia Mass. 2. 511. tomentosa Hoffm. (Peltigera) 375. tomentosula Flke. (Clad. macil. f.) 2. 21. tomentosum Hoffm. (Collema) 443.
856 tomentosum Hoffm. (Mallotium) 443. tomentosum Nyl. (Nephromium) 375. tomentosum v. 2 helveticum Nyl. (Ne¬ phromium) 376. tomentosum f. rameum Schaer. (Nephr.) 376. tomentosum Fr. (Stereoc.) 2. 67. tomentosum v. botryosum Nyl. (Stereo¬ caulon) 2. 67. tomentosum a campestre Kbr. (Stereo¬ caulon) 2. 67. tomentosum ß incisocrenatum Schaer. (Stereoc.) 2. 67. tomentosum cc incrustatum Schaer. (Stereoc.) 2. 68. Toninia (Mass.) Th. Fr. 2. 315. Toniniana (Mass.) Hepp. (Biatora) 2. 317. Toniniana (Mass.) Zahlbr. 2. 317. torrefacta Leightf. (Gyrophora) 525. torrefacta Schrad. (Umbilicaria) 525. Torellii Anzi (Biatora) 2. 196. T o r e 11 i i (Anzi) — (Lecidea) 2. T96. tornata Ach. (Gyrophora) 519. tornata (Ach.) Nyl. (Gyroph. cylindr. v.) 519. tornoensis Th. Fr, (Biatora) 2. 213. tornoensis Nyl. (Lecidea) X 213. torquata (Fr.) Kbr. (Lecanora) 266. torquata Fr. (Parmelia) 266. torrida Stzbgr. (Umbilicaria) 525. trabalis (Ach.) Nyl. (Lecanora) 289. trabinella Th. Fr. (Arthonia) 2, 453. trabinella Fr. (Buellia alboatra f.) 90. trabinellum Ach. (Calicium) 2. 497. trachelinum Ach. (Calicium) 2, 498. trachona (Ach.) Arn. (Bacidia) 2. 250. • trachona Fw. (Biatora) 2« 250. trachona Nyl. (Lecidea) 2. 250. trachona v. coprodes Stzbgr. (Lecidea) 2. 252. trachona Ach, (Verrucaria) 2. 250; 251. trachonum Wallr. (Thrombium) 2. 250. trachylioides Müdd. (Arthonia) 2. 452. trachynus Ach. (Baeomyces) 2. 56. trachytica Anzi (Rinodina) 101. trachytica Mass. (Rinodina lecanorina f.) 101. trachyticum (Hazsl.) — (Dermato¬ carpon) 2. 577. trachyticum Hazsl. (Endopyren.) 2. 577. transcendens Stzbgr. (Lecanora) 276. transcendens (Nyl.) Th. Fr. (Lecan. cenisia f.) 276. transiens Eitner (Rhizocarp.) 2. 354. transiliens Arn. (Amphoridium) 2. 642. transiliens (Arn.) — (Verrucaria) 2. 642. transitoria Arn, (Lecidea) 2. 105. translucens Norm. (Spheconisca) 2. 730. trapeziforme Sydow (Endopyrenium) 2. 580. trechalea Nyl. (Verrucaria) 2. 555. tremelloides Ach. (Collema) 437. tremelloides (L. f.) Fr. (Lepto¬ gium) 437. tremelloides L. f. (Lichen) 437- Tremniacense Mass. (Catopyrenium) 2. 576. Tremniacense Mass. (Dermatoc.) 2. 576. Tremniacum Mass. (Placynthium) 402. Tremniacum Mass. (Racoblenna) 402. Tremulae Kbr. (Leptorharphis) 2. 540. tremulicola Norrl. (Stenocybe) 2. 504. Trentepohlia 13. T r e v i s a n i i Hepp. (Rinodina) 117. tribacia Nyl. (Lecanora) 55. tribacia Schaer. (Parmelia) 55. tribacia (Ach.) Nyl, (Physcia) 55. trichiale Ach. (Calicium) 2. 481. trichiale ß stemoneum Ach. (Calicium) 2. 482. trichiale v. ferrugineum Nyl. (Calicium) 2. 479. t r i c h i a 1 i s (Ach.) Th. Fr. (Chaeno¬ theca) 2. 481. trichiale Kbr. (Cyphelium) 2. 481. trichogena Norm. (Lecidea) 2. 199. Trichogyn 19.
857 t r i cholom um (Mont.) Zahlbr. (Bys- soloma) 2. 395. trichophila v. corticola Arn. (Rimodina) 116. trichotera Hue (Parmelia) 220. tricolor Br. et Rostr. (Bilimbia) 2. 302. tricolor (With.) Th. Fr. (Catillaria) 2. 302. tricolor Nyl. (Lecidea) 2. 302. tricolor With. (Lichen) 2. 302. trifracta Stnr. (Buellia) 2. 731. trifurcata Hepp. (Opegrapha) 2. 421. triphragmia (Nyl.) Boist. (Buellia dis- ciform. var.) 79. triphragmia var. rugulosa Bagl. et Car. (Buellia) 80. triphragmia Nyl. (Lecidea) 79. triphragmioides Anzi (Buell.) 80. triptophylla Ach. (Lecidea) 403. triptophylla v. caesia Schaer. (Lecidea) 401. triptophylla v. caesitia Schaer. (Lecidea) 2. 280. triptophylla Nyl. (Pannaria) 403. triptophylla v. nigra Nyl. (Pannaria) 402. triptophylla Nyl. (Pannularia) 403. triptophylla (Ach.) Müll.-Arg. (Parmeliella) 403. triptophylliza Nyl. (Pannaria) 396. triptophylliza D. T. et Sarnth. (Parme¬ liella) 396. triplicans Nyl. (Lecidea) 2. 261. tri septa (Naeg.) Zahlbr. (Bacidia) 2. 260. trisepta Naeg. (Biatora) 2. 260. trisepta f. saxicola Arn. (Bilimbia) 2.261. triseptus Eitner (Rhizoc. polycarp. f.) 2. 337. triste Kbr. (Calicium) 2. 488. tristicula (Nyl.) Th. Fr. (Polyblastia) 2. 701. tristicula Nyl. (Verrucaria) 2. 701. tristior Th. Fr. (Bacidia chlorococca f.) 2. 269. tristis Th. Fr. (Alectoria) 230. tristis Müll.-Arg.’ (Catillaria) 2. 311. tristis c. athallina Arn. (Catillaria) 2. 3II. tristis (Schreb.) Stzbgr. (Cetraria) 230. tristis Hoffm. (Cornicularia) 230. tristis Web. (Lichen) 230. tristis Mass. (Lithoicea) 2. 644. tristis Kplhbr. (Verrucaria) 2. 644. trochodes (Tayl.) Leight. (Lecidea) 2. 167. trullisata Arn. (Lecidea macrocarpa v.) 2. 122. trullisata ß microcarpa Kbr. (Porpidia) 2. 145. trullisata (Kplhbr.) — (Lecid. speirea f.) 2. 145. truncata Mass. (Acarospora) 502. truncata Flke. (Clad. furcata f.) 2. 34. truncigena Ach. (Gyalecta) 2. 381. Trypetheliaceae 2. 511. tubaeformis (Mudd.) Wain. (Clad. fla- bell. v.) 2. 22. tubaeformis Mass. (Sphinctrina) 2. 506. tuberculata Smrft. (Lecidea) 2. 125. tubulosa (Schaer.) Bitter 196. tumida (Mass.) Bagl. (Buellia) 82. tumida Anzi (Haplographa) 2. 410. tumida Mass. (Lecidea macrocarpa v.) 2. 121. tumidula A. L. Sm. (Biatorina) 2. m. tumidula Mass. (Ochrolechia) 324. tumidula (Pers.) — (Ochrolechia parelia v.) 324. tumidulum Ach. (Spiloma) 2. 466. tumidulus Pers. (Lichen) 324. tumidulus Sm. (Lichen) 2. in. turbinata Pers. (Sphinctrina) 2. 506. turbinatus £ crispatus Ach. (Baeomyces) 2. 36. turfacea Wainio (Clad. squam. f.) 2. 39. turfacea Ach. (Lecanora) 111. turfacea v. mniaraea Nyl. (Lecan.) no. turfacea ß pachnea Ach. (Lecanora) 112. turfacea Hepp. (Psora) 110; 111. turfacea Kbr. (Rinodina) no. turfacea (Whlbg.) Th. Fr. (Rino¬ dina) in.
858 turfacea ß microcarpa Kbr. (Rinodina) 112. turfacea a nuda c. achaea Th. Fr. (Rino¬ dina) 112. turfaceus Whlbg. (Lichen) m. turfosa Mass. (Biatora) 2. 227. turgescens Del. (Clad. uncialis f.) 2. 30. turgida (Kbr.) Hellb. (Bacidia) 2.285. turgida Ach. (Biatora) 2. 102. turgida (Ehrh.) Hoffm. (Cladonia) 2. 42. turgida ß elegans Del. (Cladonia) 2. 37. turgida (Ach.) Nyl. (Heppia) 408. turgida (Ach.) Schaer. (Lecidea) 2. 102. turgida Schaer. (Parmelia) 417. turgida Fw. Kbr. (Stenhammara) 2. 102. turgida Schaer. (Xanthoria parietina f.) 120. turgidula Nyl. (Biatora) 2. 222; 228. turgidula Fr. (Lecidea) 2. 228. turgidula Nyl. (Lecidea) 2, 222. turgidula Kbr. (Lecidella) 2. 228. turgidula v. atroviridis Hellb. (Lcci- della) 2. 218. turgidum Ach. (Endocarpon) 408. turgidum (Ach.) Nyl. (Leptogium) 433. turgidum Kbr. (Scoliciosporium) 2. 285. u uberior Anzi (Buellia) 71. ulcerosa Lettau (Arthonia reniform.) 2, 455. uliginosa Th. Fr. (Biatora) 2. 203. uliginosa (Schrad.) Ach. (Lecidea) 2. 203. uliginosa * botryosa Nyl. (Lecidea) 2. 231. uliginosa ß fuliginea Mudd. (Lecidea) 2. 207. uliginosa v. geomoca Ach. (Lecidea) 2. 269. ulginosa f. proletaria Th. Fr. 2. 204. ulginosus Schrad. (Lichen) 2. 203. turgidum f. corticolum Arn. (Scoliciosp.) 2. 287. turgidus Ehrh. (Lichen) 2. 42. turicense Winter (Sporodictyon) 2. 697. turicensis Hepp. (Biatora) 335. turicensis Mass. (Biatorina) 335. turicensis (Hepp.) Müll.-Arg. (Le¬ cania) 335. turicensis Harm. (Lecanora) 335. turicensis (Winter) — (Polyblastia) 2. 697. turicensis Zschacke (Verrucaria) 2. 603. Turneri (Ach.) Harm. (Ochrolech. pa¬ relia v.) 324. Turneri Leight. (Opegrapha) 2. 419. Turneri Ach. (Parmelia) 324. typica Th. Fr. (Lecidea turgidula f.) 2. 229. typographa Willd. (Graphis scripta f.) 2. 438’ tymnocarpa Ach. (Arthonia radiata f.) 2. 457. tympanella v. ocellata Stzbgr. (Trachy- lia) 2. 476. tympanellum De Not. (Aeolium) 2. 477. tympanellum et inquinans Kbr. (Acol.) 2. 477. tympanellum Ach. (Calicium) 2. 477. tympanellum Ach. (Cyphelium) 2. 477. ulmi (Sm.) Zahlbr. (Gyalecta) 2. 375. ulmi Sm. (Lichen) 2. 375. ulmi Sm. (Phialopsis) 2. 375. ulmicola Nyl. (Allarth, patellul. f) 2. 448. ulophylla Fw. (Peltigera malacea f.) 382. ulophylla Nyl. (Xanthoria lychnea var.) 121. ulophyllum Nyl. (Platysma) 227. ulorrhisa (Flke.) Hepp. (Peltig. canina f.) 384. ulorrhiza ß praetextata Flke. (Peltigera) 385. ulothrix Ach. (Parmelia) 59,
859 ulothrix Nyl. (Physcia) 59. ulothrix (Ach.) Nyl. (Physcia obscura var.) 59. ulmicola DC. (Patellaria) 344. Umbilicaria (Hoffm.) Flot. 514. umbilicatum Ram. (Rhizocarp.) 2. 347. umbonata Hepp. (Biatora) 2. 112. umbonata Arn. (Lecidea) 2. 116. umbonata (Hepp.) Nyl. (Lecidea) 2. 112. umbonata f. exornans Arn. (Lecidea) 2. 110. umbonata Kbr. (Lecidella) 2. 112. umbonata Th. Fr. (Pertus. commun. f.) 360. umbratilis Arn. (Lecidea) 2. 129. umbratilis Arn. (Microglaena) 2. 718. umbriformis Nyl. (Lecidea) 2. 170. u m b r i n a (Ach.) Br. et Rostr. (Baci- dea) 2. 286. umbrina v. compacta (Kbr.) Th. Fr. (Bacidia) 2. 288. umbrina ß turgida Th. Fr. (Bacidia) 2. 285. umbrina Mass. (Lecanora) 294. umbrina (Ehrh.) Arn. (Lecan. Hagenii v.) 294. umbrina v. nigrescens Harm. 268. umbrina Ach. (Lecidea) 2. 286. umbrina v. bacillifera Nyl. (Lecidea) 2. 271. umbrina v. poliaena Nyl. (Lecidea) Z 272. umbrina f. vermifera Nyl. (Lecidea) 2. 288. umbrina Sarnth. et D. Torre (Lithoica) 2. 646. umbrina Schaer. (Pyrenula) 2. 645. umbrina Stzbgr. (Secoliga) 2. 286. umbrina ß turgida Stzbgr. (Secoliga) 2. 285. umbrina Ach. (Verrucaria) 2. 644; 645. umbrina Fr. (Verrucaria) 2. 707. umbrina Leight. (Verrucaria) 2. 629. umbrina Nyl. (Verrucaria) 2. 706. u m b r i n u 1 a Nyl. (Verrucaria) 2. 646. umbrinum f. crustosum Eitner (Scolic.) 2. 286. umbrinum ß turgidum Arn. (Scoliciosp.) 2. 285. umbrinus Ach. (Lichen) 2. 645. umbrinus Ehrh. (Lichen) 294. umbrosa Fw. (Lecid. lithophila f.) 2. 134. umbrosa Stein (Polyblast. Henscheliana f.) 2. 698. umbrosa Kbr. (Pyrenula leucopl. f.) 2. 547- umbrosum Mass. (Thelidium) 2. 672. umhausensis Auersw. (Cornicularia) 444. umhausense (Auersw.) Arn. (Leptog.) 444. uncialis Ach. (Baeomyces) 2. 29. uncialis Ach. (Cenomyce) 2. 29. uncialis Nyl. (Cladina) 2. 29. uncialis (L.) Web. (Cladonia) 2. 29. uncialis L. (Lichen) 2. 29. uncinata Hoffm. (Cladonia) 2. 40. undulata Del. (Peltigera canina f.) 385* Ungeri Müll.-Arg. (Sagedia) 2. 664. Ungeri (Fw.) Zschacke (Thelidium) 2. 664. ungeschichtet 8. uniseptata (Stzbgr.) — (Lecania) 333. uniseptata Stzbgr. (Lecanora) 333. unterrindig 7. Upsaliensis Nyl. (Lecanora) 326. Upsaliensis L. (Lichen) 326. Upsaliensis (L.) — (Ochrolechia) 326. urceolata (Anzi) — (Biatorella) 496. urceolata Naeg. (Heppia) 407. urceolata Tul. (Lecanactis) 346. urceolata Ach. (Lecidea) 2. 389. urceolata Schaer. (Rhizocarp. geogr. f.) 2. 341. urceolata Anzi (Sarcogyne) 496. urceolatum (Ach.) Tuck. (Cono- trema) 2. 389. urceolatum Schaer. (Endocarpon) 407. Usnea (Dill.) Pers. 182. Usneaceae 166. Usninsäure 29.
860 ustulata Wain. (Gyrophora) 525. ustulata Fr. (Lecanora intricata f.) 300. ustulatus Ehrh. (Lichen) 525. uvulare Norm. (Endocarpon) 2. 701 V Valdobbiensis Bagl. et Car. (Aca¬ rospora) 502. Valdobbiensis Stzbgr. (Sarcogyne) 502. valida Schaer. (Chaenoth. trich. v.) 2. 482. vallis Flüclae Zschacke (Verru¬ caria) 2. 615. v a I i s i a c a (Müll.-Arg.) Stzbgr. (Le¬ canora) 320. valisiacum Müll.-Arg. (Placodium) 320. Vallesiaca Schaer. (Lecidea) 2. 238. vapulata Anzi (Lecidea) 2. 124. varia Ach. (Graphis scripta f.) 2. 438. varia (Ehrh.) Ach. (Lecanora) 304. varia v. alpigena Ach. (Lecanora) 275. varia y alpina Klphbr. (Lecanora) 304. varia 6 apochraea Th. Fr. (Lecan.) 291. varia var. conizaea Nyl. (Lecanora) 301. varia ß denigrata Schaer. (Lecanora) 2. 95. varia f expallens Hag. (Lecanora) 301. varia k. illusoria Ach. (Lecanora) 275. varia v. intricata Nyl, (Lecanora) 300. varia v. lutescens Nyl. (Lecanora) 301. varia f maculiformis Schaer. (Lecan.) 301. varia v. orosthea Nyl. (Lecanora) 300. varia ö ravida et f pinara Ach. (Lecan.) 307. varia v. polytropa Nyl. (Lecanora) 275. varia * sarcopis f. ravida Nyl. (Lecan.) 307. varia v. saepincola Ach. (Lecan.) 302. varia y sarcopis Ach. (Lecanora) 307. varia v. subintricata Nyl. (Lecan.) 291. varia B subravida Nyl. (Lecanora) 303. varia v. symmicta Ach. (Lecanora) 302. varia v. symmicta Mali. (Lecanora) 303. varia v. ß symmictera Flag. (Lecanora) 303. varia a vulgaris Kbr. (Lecanora) 304. varia Pers. (Opegrapha) 2. 426. varia subsp. atrorimalis Cromb. (Ope¬ grapha) 2. 419. varia v. deformis Schaer. (Opegrapha) 2. 435. varia f. herbicola Leight. (Opegrapha) 2. 427.' varia a lichenoides Schaer. (Opegrapha) 2. 427. varia y pulicaris c. saxicola Schaer. (Opegrapha) 2. 424. varia Ach. (Parmelia) 304. varia £ coniotropa Fr. (Parmelia) 273. varia y leptacina Fr. (Parmelia) 305. varia y sarcopis Ach. (Parmelia) 307. varia b. symmicta Fr. (Parmelia) 302. varia DC. (Patellaria) 304. varia v. erosa Leight. (Umbilicaria) 519. varia v. flocculosa Leight. (Umbilicaria) 520. varia v. hyperborea Leight. (Umbilic.) 525. varia v. pellita Leight. (Umbilic.) 521. varia v. polyphylla Leight. (Umbilicar.) 524. variabile DC. (Collema) 142. variabile v. Anzianum Müll.-Arg. (Cal¬ lopisma) 141. variabile v. paepalostomum Bagl. (Cal¬ lopisma) 140. variabile Nyl. (Placodium) 142. variabile ß ecrustaceum Nyl. (Placod.) 133. variabilis (Pers.) Th. Fr. (Calo¬ placa) 142. variabilis Ach. (Lecanora) 142. variabilis v. ocellulata Harm. (Lecanora) 140. variabilis Pers. (Lichen) 142. variabilis Ach. (Parmelia) 142. variabilis Kbr. (Pyrenodesmia) 142. variabilis f. granulosa Arn. (Pyrenodes¬ mia) 143.
861 Varicellaria Nyl. 369. variegata ß melanophaea Kplhbr. (Leci¬ dea) 2. 172. variegatula Nyl. (Lecidea) 2. 164. variola Arn. (Lecanora conizaea f.) 302. variolarioides Ach. (Thelotrema) 346. variolascens Nyl. (Lecanora) 294. variolosa Kbr. (Pertus. sulphurella f.) 359. varius Ehrh. (Lichen) 304. velana Mass. (Acarospora) 2. 628. velana Mass. (Caloplaca aurantiaca f.) 155. velana (Mass.) Arn. (Verrucaria) 2. 628. velata Nyl. (Arthonia) 2. 460. velata Turn. (Parmelia) 351. velata (Turn.) Nyl. (Pertusaria) 351. velatum Fw. (Coniocarpon) 2. 460. velatus Sm. (Lichen) 351. v e 11 e a Ach. (Gyrophora) 522. vellerea Nyl. (Gyrophora) 522. vellea Fr. (Umbilicaria) 523. vellea Nyl. (Umbilicaria) 522. vellea f. papyria Schaer. (Umbilic.) 522. vellea y spodochroa b. cirrhosa Schaer. (Umbilic.) 522. velleiformis Ach. (Gyrophora) 523. velutina Wallr. (Parmelia) 476. velutina (Kbr.) — (Thelid. Zwackhii f.) 2. 673. velutina (Ach.) Th. Fr. (Thcrmutis) 476. velutina Bernh. (Verrucaria) 2. 673. velutinum Ach. (Collema) 476. velutinum Nyl. (Gomonema) 476. velutinum Kbr, (Thelidium) 2. 673. velutinus Ach. (Lichen) 476. venosus L. (Lichen) 379. venosa Ach. (Peltidea) 379. venosa (L.) Hoffm. (Peltigera) 379. ventosa Ach. (Lecanora) 340. ventosa Mass. (Polyblastia) 2. 695; 712. ventosa Arn. (Polyblastia cupularis f.) 2. 695: ventosa Ach. (Parmelia) 340. ventosa (Mass.) Th. Fr. (Staurothele) 2. 712. ventosum (L.) Mass. (Haematomma) 340. ventosus L. (Lichen) 340. ventricosa Schrad. (Cladonia) 2. 38. ventricosa ö fungiformis Schaer. (Cla¬ donia) 2. 40. ventricosa ß macrophylla Schaer. (Clad.) 2. 45- ventricosa y parasitica Schaer. (Clad.) 2- 33. venusta (Kbr.) Th. Fr. (Buellia alboatra var.) 90. venusta DC. (Imbricaria) 57. venusta a et ß hybrida Ach. (Parmelia) 57. venusta Nyl. (Physcia) 57. venusta (Ach.) Nyl. (Physcia pulverul.) 57. venustula Arn. (Lecidula) 2. in. venustum Kbr. (Diplotomma) 90. vermicularis Ach. (Baeomyces) 188. vermicularis Ach. (? Cenomyce) 188. vermicularis DC. (Cladonia) 188. vermicularis Sw. (Lichen) 188. vermicularis Duf. (Pycnothelia) 188. vermicularis (Sw.) Schaer. (Tham- nolia) 188. vermifera (Nyl.) Th. Fr. (Bacidia) 2. 288. vermifera Nyl. (Lecidea) 2. 277; 288. vermiferum Arn. (Scoliciospor.) 2. 288. vernalis v. melaena Nyl. (Bacidia) 2. 251. vernalis Kbr. (Biatora) 2. 230. vernalis f, Nyl. (Biatora) 2. 306. vernalis ß conglomerata Fr. (Biatora) 2. 215. vernalis v. effusa Fr. (Biatora) 2. 212. vernalis f. fallax Arn. (Biatora) 2. 206. vernalis v. inundata Fr. (Biatora) 2. 270. vernalis v. mixta Nyl. (Biatora) 2. 302. vernalis b. pineti Fr. (Biatora) 2. 364. vernalis f. prasina Fr. (Biatora) 2. 300. vernalis f. rhododendri Arn. (Biatora) 2. 215. vernalis ß sanguineoatra Fr. (Biatora) 130; 2. 264. vernalis ß sphaeroides Fr. (Biatora) 2. 254.
862 vernalis (L.) Ach. (Lecidea) 2. 215. vernalis v. anomala Nyl. (Lecidea) 2. 302; 306. vernalis v. denigrata Nyl. (Lecidea) 2. 306. vernalis v. dolosa Nyl. (Lecidea) 2. 263. vernalis v. milliaria Nyl. (Lecidea) 2. 260. vernalis v. montana Nyl. (Lecidea) 2. 326. vernalis v. muscorum Nyl. (Lecidea) 2. 264. vernalis ß sanguineoatra Fr. L. E. (Leci¬ dea) 2, 230. vernalis ß sphaeroides Ach. (Lecidea) 2. 254. vernalis v. trachona Nyl. (Lecidea) 2. 250. vernalis L. (Lichen) 2. 215. vernicea Kbr. (Biatora) 2. 307. v e r n i c e a (Kbr.) — (Catillaria) 2. 307. veronense Arn. (Amphoridium) 2. 624. Veronensis Mass. (Acarospora) 513. Veronensis Jatta (Anema) 467. Veronensis Mass. (Omphalaria) 467. Veronensis Mass. (Thyrea) 467. veronensis Mass. (Verruc.) 2. 624. Verrucaria (Wigg.) Th. Fr. 2. 590. Verrucariaceae 2. 588. verrucarioides (Eitner) — (Lecan. micro- lepis v.) 243. verrucarioides Pers. (Urceolaria) 346. verruciforme Nyl. (Collema) 440. verrucosa Kbr. (Aspicilia) 253. verrucosa (Ach.) Th. Fr. (Lecanora) 253. verrucosa Eitner (Lecid. fuscoatra f.) 2. I7I. verrucosa Hoffm. (Lobaria) 387. verrucosa Fr. (Parmelia) 253. verrucosa ß Pertusaria Fr. (Parmelia) 366. v e r r u cos a (Ach.) Lönnr. (Polyblastia) 2. 684. verrucosa f. Hegetschweileri Arn. (Poly¬ blastia) 2. 684. verrucosa Hoffm. (Pulmonaria) 387. verrucosa Ach. (Pyrenula) 2. 684. verrucosa Ach. (Urceolaria) 253. verrucoso-areolatum Anzi (Thelotrema) 2. 697. verrucoso-areolata Nyl. (Verrucaria) 2. 700. verrucosus Huds. (Lichen) 387. verrucula (Norm.) Th. Fr. (Lecidea) 2. 227. verruculifera Arn. (Imbricaria) 214. verruculifera Nyl. (Parmelia) 214. verruculifera v. leucocheilea Mass. (Par¬ melia) 214. verruculosa Kplhbr. (Aspicilia) 255. verruculosa (Borr.) Th. Fr. (Buel¬ lia) 80. verruculosa Kplhbr. (Lecanora) 255. verruculosa Eitner (Lecan. aquatica f.) 254. verruculosa Schaer. (Lecidea) 80. verruculosum Hepp. (Collema) 422. verruculosum Hepp. (Leptogium) 422. verruculosus Borr. (Lichen) 80. versatilis Stzbgr. (Bacidia sphaeroid. f.) 2. 254. versicolor Bagl. et Car. (Acarospora) 509. versicolor Hellb. (Biatorina) 2. 304. versicolor Ach. (Lecanora) 312. versicolor (Pers.) — (Lecanora saxicola v.) 312. versicolor Pers. (Lichen) 312. versicolor Oliv. (Squamaria) 312. versispora Bagl. et Car. (Micro¬ thelia) 2. 564. verticillata Hoffm. (Cladonia) 2. 42. verticillata Hoffm, (Cladonia) 2. 58. vesiculare Kbr. (Thalloidima) 2. 319. vesiculare ß diffractum Mass. (Thalloid.) 2. 320. vesicularis Ach. (Lecidea) 2. 319. vesicularis Hoffm. (Patellaria) 2. 319. vesicularis Ach. (Lichen) 2. 319. vespertilio Hoffm. (Collema) 420. vespertilio Lightf. (Lichen) 420. vespertilio Hepp. (Synechoblastus) 420. vestita Th. Fr. (Gyrophora hirsuta f.) 523. vexans (Stzbgr.) — (Bacidia) 2. 273.
863 vexans Stzbgr. (Secoliga) 2. 273. v i b u r n e a Müll.-Arg. (Arthonia) 2. 455. vicina Arn. (Arthopyr. tichothec. v.) 2. 521. vicinalis Müll-Arg. (Lecidea) 2. 176. vicinalis Arn. (Verrucaria) 2. 636. v i c i n e 11 u m Nyl. (Thelocarpon) 485. vilis Th. Fr. (Buellia) 75. Villarsii Ach. (Lecanora) 2. 392. Villarsii Wallr. (Parmelia) 2. 392. vindobonensis Zschacke (Verrucaria) 2. 601. vinosa Mudd. (Arthonia) 2. 463. violacea Arn. (Bacidia) 2. 274. violacea Arn. (Bacidia acerina v.) 2. 274. violaria (Nyl.) — (Diplosch. scrupos, v.) 2. 391. violaria Nyl. (Pertusaria) 2. 391. violaria Nyl. (Urceolaria) 2. 391. violarius Zahlbr. (Diploschistes) 2. 391. virgata (Ach.) Wain. (Clad. crispata f.) 2. 37. virella Ach. (Lecanora) 59. virela Ach. (Parmelia) 59. virella (Ach.) Fw. (Physcia obscura v.) 59. virella Kbr. (Rinodina) 116. v i r e 11 u m Nyl. (Calicium) 2. 495. virens Nyl. (Verrucaria) 2. 636. virescens (Schaer.) Hepp. (Calicium) 2. 493. virescens Schaer. (Calicium quercin. v.) 2. 495- virescens (Despr.) Nyl. (Hepp.) 407. virescens Müll.-Arg. (Lecid.) 2.129. virescens Nyl. (Lithographa flexella v.) 2. 409. virescens Despr. (Solorina) 407. virescens ß obfuscans Nyl. (Verrucaria) 2. 628. viridans Fr. (Lecidea) 2. 143. viridans Kbr. (Lecidella) 2. 143. viride Pers. (Calicium) 2. 497. viride (Ach.) Wainio (Coriscium) 2. □ n- viride Ach. (Endocarpon) 2. 511. viride Eitner (Thelidium) 2. 660. viridescens Fr. (Biatora) 2,214. viridescens a gelatinosa Kbr. (Biatora) 2. 220. viridescens ß putrida Kbr. (Biatora) 2. 214. viridescens Harm. (Clad. tenuis f.) 2. 14. viridescens Mass. (Lecanora calcarea f.) 263. viridescens (Schrad.) Ach. (Lecid.) 1 214. viridescens ß sapinea Fr. (Lecid.) 2.210. viridescens Schrad. (Lichen) 2. 214. viridescens Kbr. (Rhaphiospora) 2. 284. viridescens Mass. (Scoliciosp.) 2. 284. viridiatra Fr. (Biatora) 2. 190. viridiatra Stenh. (Biatora) 2. 187. viridiatra (Stenh.) Schaer. (Lecid.) 2. 187. viridiatrum (Flke.) Kbr. (Rhizo¬ carpon) 2. 341. viridiflavescens Ach. (Lichen) 126. viridirufula Nyl. (Lecanora) 146. viridirufula Nyl. (Lecidea) 146. viridifusca (Eitner) — (Verrucaria) 2. 627. viridifuscum Eitner (Amphorid.) 2. 627. viridis Kbr. (Buellia) 82. viridis Fw. (Chaenoth. stemonea v.) 2. 483. viridis Del. (Lenormandia) 2. 511. viridis Th. Fr. (Normandina) 2. 511. viridis Pers. (Opegrapha) 2. 425. viridis Zschacke (Staurothele) 2. 705. viridula Fr. (Sagedia) 2. 626. viridula Nyl. (Trachylia) 2. 476. viridula Ach. (Verrucaria) 2. 626. viridulum De Not. (Aeolium) 2. 476. viridulum Schaer. (Calicium) 2. 476. viridulum Schrad. (Endocarpon) 2. 626. vitellina ß xanthostigma Stein (Callo- pism.) 343. vitellina Th. Fr. (Caloplaca) 342. vitellina v. subsimilis Oliv. (Caloplaca) 343- vitellina (Ehrh.) Müll.-Arg. (Can¬ delaria) 342. vitellina Kbr. (Candelaria) 342.
864 vitellina Th. Fr. (Gyalolechia) 342. vitellina Ach. (Lecanora) 342. vitellina DC. (Patellaria) 342. vitellina Ach. (Parmelia) 342. vitellina y holocarpa Ach. (Parmelia) 150. vitellina Hoffm. (Verrucaria) 342. vitellina Th Fr. (Xanthoria) 342. v i t e 11 i n u 1 a (Nyl.) Oliv. (Caloplaca) 144. vitellinula Nyl. (Lecanora) 144. vitellinulum Arn. (Callopisma) 144. vitellinum Stein (Callopisma) 342. vitcllinum Br. et Rostr. (Placodium) 342. vitellinus Ehrh. (Lichen) 342. v i t r i c o 1 a Nyl. (Verrucaria) 2. 608. vittata (Ach.) Bitter (Parmelia) 196. vittata f. hypotrypaena Arn. (Parmelia) 198. vittata f. hypotrypodes Arn. (Parmelia) 198. vogesiaca Duby (Lecanora) 275. Vorlager 10. vorticosa (Flke.) Kbr. (Lecidea) 2. 149. vratislaviensis Stein (Arthopyre¬ nia) 2. 530. vulgaris Kbr. (Acarosp. discreta var.) 513. vulgaris Kbr. (Acarosp. glaucoc. var.) 509. vulgaris Kbr. (Bacidia rubella f.) 2. 275. vulgaris f. obscura Kbr. (Arthonia) 2. 457. vulgaris v. Swartziana Stein (Arthonia) 2. 457. vulgaris Mass. (Candelaria) 190. vulgaris ß citrina Kplhbr. (Candelaria) 190. vulgaris Kbr. (Graphis scripta v.) X 438. vulgaris Th. Fr. (Lecanora gibbosa v.) 264, vulgaris Schaer. (Lecidea albocoerul. v.) 2. 120. vulgaris Kbr. (Rhizoc. badioatr. v.) 2. 338. vulgaris Kbr. (Urceolaria) 2. 390. vulgata Th. Fr. (Buellia disciformis var.) 79. vulgata Ach. (Opegrapha) 2. 429. vulgatus Ach. (Lichen) 2. 429. vulpina DC. (Cornicularia) 168. vulpina Ach. (Evernia) 168. vulpina (L.) Wain. (Letharia) 168. vulpina Ach. (Parmelia) 168. vulpina Hoffm. (Usnea) 168. Vulpinsäure 29. vulpinus L, (Lichen) 168. w W a g h o r n e i Hult. (Pertusaria) 352. Wahlenbergiana Ach. (Gyalecta) 2. 380. Wahlenbergianatruncigena Ach. (Gya¬ lecta) 2. 381. Wahlenbergii Kbr. (Catolechia) 91. Wahlenbergii Ach. (Lecidea) 91. Wallrothianus Trev. (Dictyoblastus) 2. 719. Wallrothiana Kbr. (Microglaena) 2. 719. W a 11 r o t h i i (Spreng.) Flke. (Lecid.) 2. 195. Waltheri Kbr. (Catopyrenium) 2. 577. W a 11 h e r i (Gar.) Kplhbr. (Dermato¬ carpon) 2. 577. Waltheri Gar. (Endocarpon) 2. 577. Waltheri Kplhbr. (Verrucaria) 2. 577. Weisii Mass. (Diplotomma) 2. 346. Weisii Th. Fr. (Rhizocarpon) 2. 346. Westringii Turn, et Borr. (Isidium) 364. Westringii Nyl. (Pertusaria) 363. Westringii Leight. (Pertusaria) 364. Westringii (Ach.) Nyl. (Pertus. concreta v.) 364. Westringii v. concreta Oliv. (Pertusaria) 364. Westringii Ach. (Lichen) 364. wettinense Zschacke (Thelidium) 2. 655. Wienkampii Lahm (Leptorhaphis 2. 543. Wimmeriana Stein. (Koerberiella) 306.
865 W i m m e r i an a (Kbr.) — (Lecanora) 306. Wimmcriana Kbr. (Zeora) 306. Wolbecensis Lahm (Leptorhaphis) 2. 543. W o 1 f e r i Zschacke (Verrucaria) 2. 606. Wolf i an a Müll.-Arg. (Lecid.) 2. 161. Wulfenii Anzi (Lecidea) 2, 101. Wulfenii Kbr. (Lecidella) 2. 101. Wulfenii DC. (Pertusaria) 367. Wulfenii Kbr. (Pertusaria) 360. Wulfenii d. decipiens Fr. (Pertus.) 360. Wulfenii ß lutescens Th. Fr. (Pertus.) 368. Wulfenii ß variolosa Fr. (Pertus.) 368. Xanthocapsa 14. xanthocwrpa Nyl. (Cladonia bacillaris f.) 2. 20. xanthocarpa Nyl. (Cladonia Floerk. var.) 2. 19. xanthocarpa Zw. (Opegrapha) 2. 425. xanthocephala Wallr. (Conioc. pallida v.) 2. 500. xanthococca Smrft. (Lecidea) 2. 92. xanthococca Kbr. (Lecidella) 2. 92. xanthostigma Müll.-Arg. (Blastenia) 343. xanthostigma Oliv. (Caloplaca) 343. xanthostigma (Pers.) — (Cande- lariella) 342. xanthostigma Nyl. (Lecanora) 342. xanthostigma Pers. (Lichen) 342. Xanthoria (Th. Fr.) Arn. 118. Xanthoria parietina, Aufbau 4. x e n o p h o n a (Kbr.) — (Lithographa) 2. 409. xenophona Kbr. (Placographa) 2. 409- Xylographa Fr. 2. 410. xylographoides Stein (Hazslinskya) 2. 434. xylographoides (Stein) — (Mela¬ spilea) 2. 434. xylonellum Ach. (Calicium) 2, 498. xylonellum (Ach.) Nyl. (Calic. salicin. v.) 2. 498. x y 1 o p h i 1 a Th. Fr. 2. 98. xylospila (Nyl.) — (Thelid. Zwacklii f.) 2. 674. xylospila Nyl. (Verrucaria) 2. 674. xylitha Nyl. (Lecanora) 128. Zabothica (Kbr.) Th. Fr. (Buellia albo- atra var.) 91. Zabothicum Kbr. (Diplotomma) 91. zonata Kbr. (Opegrapha) 2. 423. Zopfii Wain. (Cladonia) 2. 29. Zwackhiana Kplhbr. (Lecanora) 102. Zwackhiana (Kplhbr.) Kbr. (Rinodina) 102. Z w a c k h i i Sandst. (Arthonia) 2. 461. Zwackhii Hepp. (Sagedia) 2. 673. Zwackhii ß toficola Hepp. (Sagedia) 2. 67s. Zwackhii (Hepp.) Am. (Thelidium) 2. 673. Zwackhii Kbr. (Verrucaria) 2. 558. Thomd-Migula, Flechten. II. (Flora XU, 2.) 55
Druckfehlerverzeichnis und Berichtigungen Band I. Seite 12 Zeile 16 von unten lies Flechtengonidien statt Flechengonidien. » 37 „ ii ,, oben „ Ölimmersion statt Olinomersion. ,, 46 „ 12 „ unten „ 21 statt 26. „ 53 » 13 >, oben „ ascendens statt ascendeus. » 57 »» 15 » „ „ Wainio statt Wainis. m 57 » 14 » unten „ Abschnitte statt Abschnitten. }, 62 „ 19 „ oben „ aufsteigend 3 statt aufsteigend. „ 63 „ 11 „ unten „ gleichfarbigen statt gleichförmigen. » 69 „ 7 „ b „ L, statt S. „ 80 b 8 „ „ „ jugorum statt jugrum. „ 89 „ 3 o oben b pulchella statt pulchellum. M 96 „ IO B » I, 47 Statt 46. » 97 » 3 » » „ 84 b statt 84. „ 112 „ 16 „ unten „ archaea statt achaea, „ 115 b 9 b „ »> Malme statt Malade. „ 117 „ 13 b oben b 131b statt 13I. b 124 b ii und 12 von unten lies Rand statt Lagerrand. „ 125 b 16 von oben lies Bl. rupestris statt L. rupestris „ 125 „ 6 b unten „ rupestre statt repustre. „ 137 Hinter Zeile 13 ergänze: Sporen durchschnittlich unter 7 P lang 48. „ 138 Zeile 15 von unten lies Ach. statt Asch. „ 144 „ 11 b oben „ contiguum statt contignum. „ 144 „ 13 b unten „ Lecanora statt Lacanora. „ 146 „ 9 b >» » Blastenia statt C. »» 150 b 7 »» oben „ Gestein statt Sestein. „ 152 „ 19 „ unten „ Thallusrand statt Thallus wand. „ 152 „ 8 „ „ „ Alpenpflanzen statt Algenpflanzen. „ 166 letzte Zeile der Figurenerklärung zuzufügen: 7. Eyernia prunastri n. Gr. „ 167 Zeile 15 von unten ist hinzuzufügen: Taf. XII, Fig. 7. „ 178 „ 19 „ oben lies Taf. XVI statt XIV. „ 184 b 27 „ „ „ pendula statt penvula. „ 189 b i2 » unten „ Sporen meist gekrümmt statt Sporen gekrümmt. „ 195 „ 11 „ ,, „ 40 statt 41. „ 197 „ 5 „ „ „ mm statt cm. „ 219 b 17 „ »> streiche das Wort: durch. „ 219 „ 19 „ „ lies mm statt cm. „ 229 „ 6 „ „ „ aculeata statt oculeata. „231 „ 11 „ oben „ aculeata statt auleata. „ 236 „ 9 „ b „ leicht statt leich. „ 241 Unter Nr. 147 ist einzufügen: KOH färbt das Lager gelb. „ 245 Zeile 3 von unten lies Th. Fr. statt Ph. Fr. „ 262 var. contorta ist mit L. contorta Seite 271 identisch. „ 273 f. conferta Duby ist gleich L. conferta (Dub.) Nyl. Seite 297. „ 284 f. argentata Ach. ist gleich var. glabrata Ach. auf Seite 285. b 298 Zeile 5 von oben lies 1,5—2 p statt 1,5—2 mm. „ 312 „ 5 „ „ „ elata statt elatum. „ 327 Tafelerkl. Zeile 6 von unten lies ericetorum statt cricetorum. » 339 Zeile 20 von oben lies saxetana statt saxetano. „ 340 „ 18 „ „ füge hinter Kalilauge das Wort meist ein. „ 342 „ 21 „ „ lies Candelaria statt Caudelaria. » 349 » 12 „ „ b Sporen zu 1—2 oder stets 2, selten mehr im Schlauch.
867 Seite 385 Zeile 1 von oben f. undulata Del. ist gleich P. rufescens f. praetexta. „ 387 »> 3 » » lies scrobiculata statt scropiculata. „ 388 unter Nr. 585 lies Lichen amplissimus statt Lichen amplissima. „ 397 Zeile 7 von oben lies Thunb. statt Thumb. „ 404 „ 2 „ „ „ 1—4 statt 1—7. » 407 „ 17 » „ „ 5*. Despreauxii statt L. Despreauxii. »> 412 „ 7 ,, „ ist zu streichen: Taf. LV C, Fig. 7. — Ebenso ist die irrtümlich auf diese Tafel gekommene Figur sowie die Bezeichnung auf der Tafel und in der Figurenerklärung Seite 440 zu streichen. „ 420 „ 6 „ unten lies Taf. LV D, Fig. 2 statt Taf. LV D, Fig. 3. „ 421 „ 6 „ oben „ thysamaeum statt thysamaeus. » 425 » 6 „ unten „ jacobaeaefolius statt jacobaeaefolium. „ 428 „ 13 „ „ „ granosus statt granosum. » 431 „ 5 „ oben ist zu ändern: 13 . Lager durch Jod nicht rot gefärbt 13 b. Lager durch Jod rot gefärbt L. palmatum. 13 b. Lager dichtrasig L. lacerum. Lager locker rasig L. sinuatum. „ 435 „ 8 „ unten lies Taf, LV B statt LVI B. „ 436 In der Beschreibung von L. palmatum ist zu ergänzen: Lager durch Jod rot gefärbt. „ 442 Zeile 11 von oben lies Arn. statt Ann. „ 442 Figurenerklärung lies 4- Leptogium saturninum statt Collema nigrescens. Ebenso auf Taf. LV E bei 4» 5 Leptogium saturninum statt Collema nigrescens. „ 443 Zeile 16 von oben lies 3, 4, 5, 7 statt 3, 7. „ 461 „ 1 „ „ „ Stenhamara statt Stenhammera. „ 466 „ 15 „ „ „ 10 p statt 10 mm. „ 468 „ 6 „ unten „ 722 statt 422. „ 470 „ 2 „ „ „ byssoides statt hyssoides und Collemopsis statt Colemopsis. „ 474 „ 21 „ „ „ Wainio statt Wainis. „ 496 „ 13 „ oben „ eucarpa statt eurarpa. „ 509 „ 20 „ „ „ Fig. 3 statt Fig. 9. 516 J, I » >» J, 2. Lageroberseite erhaben runzelig-netzaderig G. reticulata, Lageroberseite nicht netzaderig-runzelig 3. 3. Lageroberseite zart runzelig oder fein rissig-gefeldert G. anthraciua. Lageroberseite glatt oder fast glatt G. cinerascens. „ 517 Zeile 12 von oben lies ohne Fasern statt mit vielen Fasern. „ 519 letzte Zeile lies Taf. LXI L statt LXI M. „ 526 lies hinter Buellia 65 statt 95. „ 526 letzte Zeile links lies Icmadophila statt Impedophila. „ 527 lies hinter Theloschistaceae 118 statt 181. Band II. „ 8 Zeile 6 von oben lies seitswendig statt seitswandig. „ 8 „ 7 „ „ „ allseitswendig statt allseitswandig. „ 9 „ 14 » ,» „ Astspitzen statt Achtspitzen. ,, 14 7 >, »> „ tenuis statt tenius. 0 15 » 6 „ „ „ Fig. 1 statt Fig. 7. „ 15 Zeile 14 und 15 von unten lies laxiuscula statt latiuscula. „ 19 „ 16 von oben lies chloroides statt clonoides. „ 19 „ 9 „ unten „ sessilifiora statt sessileflora. „ 26 „ 15 „ „ „ Forssell statt Torsell. „ 46 „ 4 „ „ » 871b statt 871. „ 50 „ 6 „ oben „ coniocraea statt conicraeo. „ 74 „ 11 „ unten ist am Schluß zu ergänzen: 12. „ 74 „ 4 von unten und folgende, ist in folgender Weise zu ändern: 55*
868 u. Apothecien bleibend dick und vortretend berandet (908) L. pontifica. Apothecien schwach berandet oder zuletzt randlos na. na. Hypothecium dunkel 12. Hypothecium blaß oder farblos 13. 12. Sporen 7—9 ju dick (906) L. Laureri. Sporen bis 4,5 p. dick 12a. 12a. Hypothecium braun (905) L. enaliza. Hypothecium bläulich-schwärzlich (907) L. rhododendrina. 13. Sporen 3—4 p dick (909) L. elabens. Sporen über 4 p dick 14. Seite 75 Zeile 12 von unten lies sphaerocarpa statt spaerocarpa. » 76 „ 8 „ oben ist vor L. caerulea einzuschalten: (928). In der folgen¬ den Zeile ist diese Zahl zu streichen. „ 77 h 6 „ unten ist vor alpestris einzuschalten: „ 80 Nr. 116 ist zu ändern: 116. Sporen 6—8 p dick (1011) L. viridans. Sporen 4—5 p dick 116a. 116a. Apothecien dauernd eingesenkt, das Lager nicht überragend, 0,2 bis 0,4 mm breit (1009) L. distans. Apothecien angedrückt-sitzend, etwa 1 mm breit (1012) L. alboflava. „ 90 Zeile 1 von oben lies (1185) statt (1183). „ 95 » 8 » „ „ Tuckerm. statt Tucherm. „ 102 „ 13 „ unten „ Fig. 8 statt Fig. 7. „ 103 „ 4 „ „ in der Tafelerklärung lies speirea statt speira. „ in „ 14 „ ,, lies Gouan statt Gonau. » 113 » 14 n M „ 950 b statt 950. », 142 „ 3 „ „ „ verschwindendem statt verscwindendem. „ 155 „ 2 „ „ v. subplumbea ist identisch mit 1035 L. subplumbea. „ 158 „ 7 „ oben lies angepreßt statt angepaßt. „ 164 „ 18 „ „ „ sanguineoatra statt sanguinotra. „ 172 „ 14 „ unten „ variegata statt variegeeta. „ 199 bei Nr. 1136 ist zu ergänzen: Sporen 9—11 p lang, 6p breit. „ 203 f. fuliginea ist gleich L. fuliginea Nr. 1153. „ 206 lies 1151 L. statt 1151 C. „ 212 Zeile 4 von unten lies helvola statt belvola. „ 246 „ 6 „ „ „ am Schluß 57 statt 56. „ 248 „ 3 « » » 70 /z statt 7° m. „ 251 „ 14 „ „ „ Bilimbia statt Belimbia. „ 255 „ 13 B » LXXXIC statt LXXXI. „ 255 „ 18 •„ oben „ 14 p statt 4^- „ 257 „ 6 „ „ „ luteorosella statt luterosella. „ 259 „ 13 „ „ ,, Nitzschkeana statt Nitschkeana. „ 267 „ 9 „ unten „ 1258 b statt 1258. „ 270 „ 16 „ „ „ 1264 statt 1204. „ 273 „ 1 „ „ luteola statt lateola. „ 281 „ 21 „ „ „ Bacidia statt Bacidea „ 290 „ 15 „ „ „ 12 statt 4. ,, 292 ,, 7 »» »> b C statt L. „ 294 „ 16 „ „ „ C statt L. „ 297 „ 1 und 2 von oben lies Cronan statt Cronau. „ 316 » 3 von unten ist hinter gefärbt einzuschalten: /6. „ 317 „ 13 „ oben ist hinter Rande einzuschalten: 18. „ 321 Zeile 4 von unten lies Thalloidima statt Thabloidima. „ 338 „ 6 „ oben „ Fike, statt Fllte. „ 403 „ 17 „ unten „ Thallusreaktion statt Thallusrealation. „ 428 „ 18 „ „ „ hapaleoides statt hapaleoider. 697 „ 15 „ oben „ verrucoso statt verrucosa. „ 700 ,, 2 „ unten „ verrucoso statt verrucosa. „ 702 „ 15—11 von unten ist zu streichen. „ 717 „ 10 von oben lies Microglaena statt Mieroglaena. „ 719 „ 19 „ „ „ modesta statt modeste.
#061.0. / s. 005 Cladoniaceae Fig. 1—3 Oomphyllus calicioides Fig. 4—6 Pilophoron cereolus ¥ flechten Taf. 610
# 062. . / s. 007 Cladoniaceae Flechten. Taf. 62. Fig. 1. Cladonia rangiferina. 2. Cl. alpestris. 3. Cl. macilenta. 4. Cl. flabelliformis.
#062.B. / s. 012 Cladoniaceae Fig. 1 Cl. rangiferina Fig. 2 CL alpicola f. Mougeotii Fig. 3 Cl. alpicola f. macrophylla Flechten Taf. 62 B
#062.C. / s. 013 Cladoniaceae Fig. 1 Cladonia subrangiformis Fig. 2 CL impexa f. subpellucida Fjg. 3 CI. tenuis Flechten Taf. 62 C
#062.D. / s. 016 Cladoniaceae Fig. 1 Cladonia impexa f. portentosa Fig. 2 Cl. gracilis f. elongata laontera Fig. 3 Cl. brevis Flechten Taf. 62 D
#062.E. / s. 018 Cladoniaceae Fig. 1 Cladonia gracilis f. elongata Fig. 2 CL decorticata Fig. 3 Cl. bacillaris Fig. 4 CL papillaria f. molariformis Fig. 5 CL papillaria, fruchtend Flechten Taf. 62 E
# 063. . / s. 023 Cladoniaceae Flechten. Taf. 63. Fig. 1. Cladonia coccifera. 2. Cl. coccifera v. pleurota. 3. Cl. incrassata. 4. Cl. deformis scyphosa crenulata. 5. Cl. digitata. 6. Cl. digitata dentata. 7. Cl. bellidiflora.
# 064. . / s. 028 Cladoniaceae Flechten. Taf. 64. Fig. 1. Cladonia amaurocraea. 2. Cl. uncialis. 3. Cl. uncialis f. obtusa. 4. Cl. furcata f. racemosa. 5. Cl. furcata f. adspersa.
#065. . / s. 031 Cladoniaceae Flechten. Taf. 65. Fig. 1. Cladonia rangifonnis. 2. Cl. rangiformis pungens. 3. Cl. squamosa. 4. Cl. squa¬ mosa ventricosa multibracteata. 5. Cl. squamosa rigida. 6. Cl. delicata.
#065.B. / s. 036 Cladoniaceae Fig. 1 Cladonia crispata f. elegans Fig. 2 CL er. f. gracilescens Fig. 3 CI. er. f. virgata Fig. 4 CL er. f. cetrariaeformis Fig. 5 CL er. f. infundibulifera, fruchtend Fig. 6 „ » » u steril Flechten Taf. 65 B
#065.C. / s. 037 Cladoniaceae Fig. 1 Cladonia alpestris Fig. 2 Cl. crispata f. dilacerata Flechten Taf. 65 C
#065.D. / s. 038 Cladoniaceae Fig. 1 Cladonia mitis Fig. 2 Cl. cerasphora Fig. 3 Cl. cariosa f. corticata Fig. 4 u. 5 Cl. macrophyllodes Flechten Taf. 65 D
#066. . / s. 041 Cladoniaceae Flechten. Taf. 66. Fig. 1. Cladonia cenotoa. 2. Cl. glauca. 3. Cl. glauca fertil. 4—6. Cl. turgida.
# 067. . / s. 043 Cladoniaceae Flechten. Taf. 67. Fig. 1. Cladonia subcariosa. 2. Cl. cariosa. 3. Cl. decorticata. 4. Cl. gracilis chordalis.
# 068. . / s. 048 Cladoniaceae Flechten. Taf. 68. Fig. 1. Cladonia gracilis cordalis. 2. CL cornuta. 3. Cl. degenerans cladomorpha. 4. Cl. botrytis.
#069. . / s. 051 Cladoniaceae Flechten. Taf. 69. Fig. 1. Cladonia verticillata. 2. Cl. pyxidata neglecta simplex. 3. Cl. pyxidata neglecta staphylea. 4. Cl. pyxidata Pocillum. 5. Cl. fimbriata apolepta. 6. Cl. fimbriata cor¬ nuto-radiata nemoxyne.
#070. . / s. 055 Cladoniaceae Flechten. Taf. 70. Fig. I. Cladonia pityrea. 2 u. 3. Cl. pityrea sciphifera crassiuscula. 4. Cl. foliacea fertil. 5. Cl. foliacea alcicornis. 6. Cl. strepsilis. 7. Cl. pyxidata ehlorophaea.
#071. . /s. 060 Cladoniaceae Flechten. Taf. 71. Fig. 1. Cladonia destricta. 2. Cl. cyanipes. 3—5. Cl. carneola.
# 072. . / s. 062
#072.B. / s. 064
# 073. . / s. 066 Cladoniaceae Flechten. Taf. 73. Fig. 1. Stereocaulon coralloides. 2. St. incrustatum.
# 074. . / s. 068 Cladoniaceae Flechten. Taf. 74. Fig. I. Stereocaulon alpinum. 2. St. paschale.
#075. . /s. 069 Cladoniaceae Flechten. Taf. 75. Fig. 1. Stereocaulon tomentosum. 2. St. denudatum.
#076. . / s. 093
#076.B. / s. 103 Lecideaceae Flechten Taf. 76 B Lecidea
#077. . / s. 132 r/-.y 6-<f^
#077.B. /s. 138
#078. . / s. 168
#078.B. / s. 192 4-
#079. . /s. 203 leaae/tCMe . X)
# 080. . / s. 226
#080.B. / s. 228
#081. . /s. 258 WTiaUO/ f.'Adedat6, 7 ±Z
#081.B. /s. 264 Lecideaceae Flechten Taf. 81 B Bacidia
#081.C. / s. 267 Lecideaceae Flechten Taf. 81 C Bacidia
# 082. . / s. 294
#082.B. / s. 310 Lecideaceae Flechten Taf. 82 B Catillaria
#082.C. / s. 314
#083. . /s. 316
083.B. / s. 320 Lecideaceae Flechten Taf. 83 B Rhizocarpon
#083.C. / s. 325 Lecideaceae Flechten Taf. 83 C Rhizocarpon
#083.D. / s. 338 .'/fuwiiw
#084. . / s. 341 na S///4
# 085. . / s. 345 WkWMeum/
#086. . / s. 351
# 087. . / s. 354 Lecideaceae Fig. 1—13 Toninia Fig. 14 Lecania erysibe Flechten Taf. 87
#087.B. / s. 356
#088. . / s. 359
#089. . / s. 365 - Me/,//, , . (jfJ
#090. . / s. 370 3
#091. . /s. 381
#092. . / s. 388
#093. . / s. 390
# 094. . / s. 394
#095. . / s. 395 'oma facmwmuw
#096. . / s. 399 z.eea nacOdatfa&
#097. . / s. 404 3
098. . / s. 413 Chiodectonaceae, Qraphidaceae Flechten Taf. 98 Fig. 1 Chiodecton crassum Fig. 2 Diploschistes actinostomus Fig. 3 D. ocellatus Fig. 4 D. scruposus Fig. 5 Xylographa parallela Fig. 6 Graphis elegans Fig. 7 Lecanactis abietina Fig. 8 Opegrapha hapaleoides
#099. . / s. 417 Qraphidaceae Flechten Taf. 99 Fig. 1 Opegrapha atra Fig. 2 O. varia Fig. 3 O. viridis Fig. 4 O. rufescens Fig. 5 u. 6 Lithographa tesserata Fig. 7—9 Melaspilea megalyna
# 100. . / s. 427 Graphidaceae 3 Fig. 1 Opegrapha atra Fig. 2 u. 2a O. varia Fig. 3 O. viridis Fig. 4 O. rufescens Fig. 5 O. hapaleoides Fig. 6 Graphis elegans Fig. 7 Xylographa parallela Fig. 8 u. 9 Enccphalographa cerebrina Flechten Taf. 100
# 101. . /s. 431 Qraphidac ae Flechten Taf. 101 Opegrapha
# 102. . / s. 435
# 103. . / s. 439
# 104. . / s. 440
# 105. . / s. 442
# 106. . / s. 444 Arthoniaceae Fig. 1 u. 2 Allarthonia patellulata Fig. 3 u. 4 A. exilis Fig. 5 u. 6 A. lapidicola Fig. 7 u. 8 A. fusca Flechten Taf. 106
# 107. . / s. 447 .5
# 108. . / s. 456 3 72
# 109. . / s. 465 Arthoniaceae Flechten Taf. 109 Fig. 1 Arthothelium ruanideum Fig. 2 Arthonia gregaria Fig. 3 A. spadicea Fig. 4 A. cinereo-pruinosa Fig. 5 A. marmorata Fig. 6 A. radiata Fig-7 A. galactites
# 110. . /s. 471 Sphaerophoraceae Flechten Taf. 110 Fig. 1 Sphaerophorus compressus Fig. 2 u. 3 S. coralloides Fig. 4 S. fragilis
# 111. . /s. 472
# 112. . / s. 474 V»
# 113. . / s. 477
# 114. . / s. 480
# 115. . / s. 487
# 116. . / s. 494
# 117. . /s. 501 7 10 nttC^OCC. 6-77 ■wacea
# 118. . / s. 508 5-<S
# 119. . /s. 513 /79 6 9 7 'o-tnaae t-42. 6-9
# 120. . /s. 514 O - 70
# 121. . /s. 519 6-/0
# 121.B. /s. 521 Pyrenulaceae Flechten Taf. 121 B Arthopyrenia
# 121.C. /s. 525 Pyrenulaccae Fig. 1 Arthopyrenia Fig. 2 Tomasellia, Fig. 3—8 Porina Fig. 9 Microthelia, Fig. 10 Polyblastiopsis Flechten Tat. 121 C
# 122. . / s. 541 30/^722
# 123. . / s. 545 3
# 124. . / s. 552 9
# 125. . / s. 555
# 126. . / s. 567 t/cMfcwvn
# 127. . / s. 571 5
# 128. . / s. 573 eeae 1 dcrfeßa 'a4 manatt/a
128.B. / s. 577 Dermatocarpaceae Fig. 1—3 Dermatocarpon miniatum Fig. 4 D. aquaticum Fig. 5 D. trachyticum Fig. 6 D. hepaticum Flechten Taf. 128 B
# 128.C. / s. 581 72(3 7-4 5-7(7
# 129. . / s. 585
# 129.B. /s. 588 Verrucariaceae Fig. 1—4 Polyblastia Fig. 5—6 Staurothele Flechten Taf. 129 B
# 130. . / s. 590 6 7 10
# 130.B. / s. 595 Verrucariaceae Fig. 1 u. 2 Thalidium exile Fig. 3 Th. acrotellum Fig. 4 u. 5 Th. minimum Fig. 6 Th. parvulum Fig. 7—10 Th. pyrenophorum Flechten Taf. 130 B
# 131 /s. 602 matt
# 131.B. /s. 611 Verrucariacem Flechten Tat 131 B Verrucaria
# 131.C. /s. 619 Verrucariaceae Flechten Taf. 131 C Verrucaria
# 132., / s. 635 7
# 133. . / s. 643 8 ewrjrrtsw 6-70
# 134. . / s. 661 7 ■r&ppz.
# 135. . / s. 672
/ace&e # 136. . / s. 694 4-6
# 137. . / s. 698 Verrucariaceae Fig. 1—5 Polyblastia Fig. 6—7 Thelidium Flechten Tat 137
# 138. . / s. 706 3 S,
# 139. . /s. 714
/e Stzc&cze # 140. . /s. 715 3 t^Z
# 141. . /s. 718 77/
7c ucamaseae # 142. . / s. 720 X - 6 72-74 7(7t 7'7
# 143. . / s. 723